Klassik Radio AG

Augsburg

Jahresabschluss zum 31.12.2017

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

scroll
in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   70   51
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 17   24  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157 174 124 148
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926   9.926  
Wertpapiere des Anlagevermögens 20   20  
    10.190   10.145
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0   1  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 459   1.526  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 24 483 38 1.565
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   9   25
    492   1.590
C. Rechnungsabgrenzungsposten   23   40
    10.705   11.775

Passiva

       
in TEUR   31.12.2017   31.12.2016
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   4.825   4.825
II. Kapitalrücklage   3.510   3.510
III. Bilanzgewinn   892   808
    9.227   9.143
B. Rückstellungen        
II. Sonstige Rückstellungen   267   226
C. Verbindlichkeiten        
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   401   813
II. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   69   86
III. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   150   247
IV. Sonstige Verbindlichkeiten   591   1.260
- davon aus Steuern TEUR 156 (Vj. TEUR 217)        
    1.211   2.406
    10.705   11.775

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

scroll
in TEUR 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
1. Umsatzerlöse   1.923   1.978
2. Sonstige betriebliche Erträge   127   206
    2.050   2.184
3. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -63   -53
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -717   -766  
b) Soziale Abgaben -80 -797 -95 -861
-davon für Altersversorgung TEUR 2 (Vj. TEUR 2)        
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -82   -67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -986   -1.099
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   61   107
-davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 61 (Vj. TEUR 107)        
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -72   -135
-davon an verbundene Unternehmen        
TEUR 2 (Vj. TEUR 49)        
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -26   -11
10. Ergebnis nach Steuern   85   65
11. Sonstige Steuern   -1   -1
12. Jahresüberschuss   84   64
13. Gewinnvortrag   808   744
14. Bilanzgewinn   892   808

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

A. Allgemeine Angaben

Die Klassik Radio AG mit Sitz in Augsburg, Deutschland, ist beim Amtsgericht Augsburg unter der Registernummer HRB 2090 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine im General Standard gelistete börsennotierte private Radio-Holding mit 5 operativen Gesellschaften. Im Zentrum der Aktivitäten der Klassik Radio-Gruppe steht der Betrieb des Hörfunkspartensenders Klassik Radio sowie der Vermarktungsgesellschaften Euro Klassik GmbH und Klassik Radio Direkt GmbH. Darüber hinaus hält die Klassik Radio AG zum 31.12.2017 Anteile an der FM Radio Network GmbH und der Klassik Radio Austria GmbH mit Sitz in Wien.

Der Jahresabschluss der Klassik Radio AG wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Klassik Radio AG, Augsburg, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach IFRS für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaften, die als Mutter- und Tochterunternehmen in diesen Konzernabschluss einzubeziehen sind, sind verbundene Unternehmen i.S. des § 271 Abs. 2 HGB.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Zugänge zum Sachanlagevermögen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Für Geringwertige Anlagengegenstände mit Einzelanschaffungskosten von EUR 151 bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % p. a. abgeschrieben wird.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert ausgewiesen. Sie werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 15,22 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB.

C. Erläuterung der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Klassik Radio AG hält unmittelbar und mittelbar die Anteile an folgenden Gesellschaften:

scroll
Nr. Anteilseigner lfd. Nr. Beteiligungsquote
in %
Eigenkapital gem. HGB 31.12.2017
TEUR
Jahresergebnis gem. HGB 31.12.2017
TEUR
1 Klassik Radio AG (Muttergesellschaft), Augsburg        
(a) unmittelbarer Anteilsbesitz        
2 Euro Klassik GmbH, Augsburg 1 100 8.251 984
3 FM Radio Network GmbH, Augsburg 1 100 -387 -273
4 Klassik Radio Direkt GmbH, Augsburg 1 100 2.368 40
(b) mittelbarer Anteilsbesitz        
6 Klassik Radio GmbH &Co. KG, Hamburg 2 100 3.701 523
7 Klassik Radio Geschäftsführungs GmbH, Hamburg 2 100 52 3
8 Klassik Radio Austria GmbH, Wien 2 100 -231 -45

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4) Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 4.825. Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.825.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 3.510.

Genehmigtes Kapital 2016

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. August 2021 um insgesamt bis zu EUR 2.412.500,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

wenn und soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern bzw. Gläubigern von mit Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestatteten Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen neuen Aktien einen rechnerischen Anteil von insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss eines Bezugsrechts veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen ist der anteilige Betrag des Grundkapitals der auf Aktien entfällt, die zur Bedienung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegeben werden können, sofern solche Finanzierungsinstrumente ab dem 12. August 2016 in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien, insbesondere zum Zweck des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen und sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen) oder zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die gegen Sacheinlage begeben werden.

Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bedingungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Aktionären, sofern dies vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt wird, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden.

Bedingtes Kapital 2016

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des unter Tagesordnungspunkt 7 gefassten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. August 2016 bis zum 11. August 2021 von der Gesellschaft oder unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie Wandlungspflichten erfüllt werden, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, insbesondere für Beratungs- und Abschlusskosten in Höhe von TEUR 156 (i.Vj. TEUR 122) und Aufsichtsratskosten in Höhe von TEUR 50 (i.Vj. TEUR 45).

(8) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

scroll
in TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe Besicherte Beträge
a.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 319 82 0 401 0
(im Vorjahr) (655) (158) (0) (813) (0)
b.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 69 0 0 69 0
(im Vorjahr) (86) (0) (0) (86) (0)
c.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 150 0 0 150 0
(im Vorjahr) (247) (0) (0) (247) (0)
d.) Sonstige Verbindlichkeiten 591 0 0 591 0
(im Vorjahr) (260) (1.000) (0) (1.260) (0)
- davon aus Steuern TEUR 156 (i.Vj. TEUR 217)          
Gesamtsumme 1.129 82 0 1.211 0
(im Vorjahr) (1.248) (1.158) (0) (2.406) (0)

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus der kurzfristigen Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien, sowie aus Darlehen mit einer Restlaufzeit bis 2019.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen das noch zum 31.12.2017 verbliebene gewährte Darlehen durch den Vorstand und Gesellschafter Herrn Ulrich R. J. Kubak in Höhe von TEUR 400 (i.Vj. TEUR 1.000), das eine Restlaufzeit bis zum 31.12.2018 hat. Das weitere Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2017 vollständig getilgt. Die Darlehen wurden zu marktüblichen Konditionen verzinst.

Weiterhin enthalten die Sonstigen Verbindlichkeiten Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 156 (i.Vj. TEUR 217).

(9) Latente Steuern

Auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen ergeben sich passive latente Steuern, die mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge saldiert werden. Der Ansatz eines aktiven steuerlichen Überhangs unterbleibt entsprechend § 274 Abs. 1 HGB. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 198 wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus erbrachten Dienstleistungen sowie Weiterverrechnungen von Raumkosten an die Tochtergesellschaften.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 44 (i.Vj. TEUR 28), die periodenfremden Charakter haben.

E. Sonstige Angaben

(1) Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 verweisen wir auf die Angaben innerhalb der Notes des Klassik Radio AG Konzernabschlusses zum 31.12.2017.

(2) Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 8 Mitarbeiter (i.Vj. 10) beschäftigt. Zusätzlich war zum Bilanzstichtag 1 (i.Vj. 1) Vorstand bestellt.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2017 ergeben sich aus nachstehender Übersicht:

scroll
Fälligkeiten
in TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
Miete Geschäfts- und Laggeräume 226 226 0
Miete BGA 34 57 0
Instandhaltung BGA 24 9 0
Sonstiges 139 20 0
  423 312 0

(4) Haftungsverhältnisse

Die Klassik Radio AG übernimmt die selbstschuldnerische Bürgschaft für die Inanspruchnahme der KK-Linie durch die Tochtergesellschaften. Zum Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme TEUR 0. Weiterhin bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften Euro Klassik GmbH, Klassik Radio Direkt GmbH, Klassik Radio Austria GmbH sowie FM Radio Network GmbH. Die Klassik Radio AG erklärt hierin, dass sie die uneingeschränkte Verpflichtung übernimmt sicherzustellen, dass die Tochtergesellschaften stets in der Lage sein werden, ihren bestehenden und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Vor dem Hintergrund der in den Unternehmensplanungen prognostizierten Cashflows schätzt die Klassik Radio AG das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering ein.

(5) Organe

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt zusammen:

Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), Augsburg

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2017 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen:

Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, Rechtsanwältin (Vorsitzende)

Herr Philippe Graf von Stauffenberg, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Dr. Reinhold Schorer, Rechtsanwalt

Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach ist auch Mitglied im Aufsichtsrat bei

BIKT AG, Mering (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

Herr Philippe Graf von Stauffenberg ist auch Director bei

Valpak Limited, UK

(6) Angabe von Bezügen

Der Vorstandsvorsitzende Herr Ulrich R. J. Kubak erhielt für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und Tochterunternehmen ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (i.Vj. TEUR 252) und erfolgsunabhängige Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (i.Vj. TEUR 16).

Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2017 erfolgsunabhängige Vergütungen sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 50 (i.Vj. TEUR 45) zurückgestellt.

Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (i.Vj. TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (i.Vj. TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 7). Daneben wird eine erfolgsabhängige Vergütung von insgesamt TEUR 3 (i.Vj. TEUR 0) erwartet. Für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer werden Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 14 (i.Vj. TEUR 8) erwartet.

Der Vorstand Herr Ulrich R. J. Kubak gewährte der Klassik Radio AG zwei Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2018. Die Darlehen wurden zu marktüblichen Konditionen verzinst. Aus diesen beiden Darlehensgewährungen weist die Klassik Radio AG gegenüber dem Vorstand zum 31.12.2017 eine Zinsverbindlichkeit in Höhe von TEUR 32 (i.Vj. TEUR 16) aus.

(7) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der Klassik Radio AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 in Höhe von EUR 892.374,99 ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

"Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von EUR 892.374,99 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

(8) Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind wir gehalten, den Inhalt der uns zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der Klassik Radio AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen oder über- oder unterschreiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen kann sich bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde. Zudem können nach dem Bilanzstichtag weitere Änderungen im meldepflichtigen Anteilsbesitz eingetreten sein, die in den nachfolgend wiedergegebenen Mitteilungen nicht enthalten sind.

Bis zum Bilanzstichtag haben wir folgende Mitteilungen erhalten:

Am 15. Dezember 2004 hat Herr Ulrich R. J. Kubak der Klassik Radio AG gemeldet, dass am selben Tag sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 50 % überschritten hat und dieser nunmehr 68,75 % beträgt (Anzahl der Aktien: 3.093.750 vom Grundkapital 4.500.000).

Am 13. Oktober 2011 hat die SPEZIALWERTE AG der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 12. Oktober 2011 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % überschritten hat und nunmehr 3,05 % (Anzahl der Aktien: 147.091 vom Grundkapital 4.825.000) beträgt.

Am 08. Januar 2013 hat die UK Media Invest GmbH der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 08. Januar 2013 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 15 % überschritten hat und nunmehr 15,33 % (Anzahl der Aktien: 739.537 vom Grundkapital 4.825.000) beträgt. Laut § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG ist dieser Aktienbesitz Herrn Ulrich R. J. Kubak zuzurechnen.

Am 29. April 2014 hat Herr Philippe v. Stauffenberg der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 25. April 2014 sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten hat und dieser nunmehr 1,88 % beträgt (Anzahl der Aktien: 90.845 vom Grundkapital 4.825.000).

Am 31. Januar 2018 hat die SPEZIALWERTE AG der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 31. Januar 2018 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,93 % (Anzahl der Aktien: 141.196 vom Grundkapital 4.825.000) beträgt.

(9) Angabe gemäß § 161 AktG

Auf Grundlage der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gemäß § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat am 25. April 2018 eine Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet (www.klassikradioag.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Augsburg, den 25. April 2018

Vorstand

Ulrich R. J. Kubak

Klassik Radio AG, Augsburg

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind."

 

Augsburg, den 25. April 2018

Vorstand

Ulrich R. J. Kubak

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR 01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017
I. Immatrielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240 52 0 292
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 224 0 0 224
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455 75 0 530
  679 75 0 754
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 0 0 9.926
Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0 0 20
  9.946 0 0 9.946
  10.865 127 0 10.992
scroll
Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 01.01.2017 Afa des Gj. Abgänge 31.12.2017
I. Immatrielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189 33 0 222
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 200 7 0 207
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331 42 0 373
  531 49 0 580
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
  0 0 0 0
  720 82 0 802
scroll
Buchwert
in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
I. Immatrielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70 51
II. Sachanlagen    
1. Einbauten in fremde Grundstücke 17 24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 157 124
  174 148
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 9.926
Wertpapiere des Anlagevermögens 20 20
  9.946 9.946
  10.190 10.145

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2016

scroll
Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR 01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
I. Immatrielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 233 7 0 240
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 224 0 0 224
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355 100 0 455
  579 100 0 679
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.951 0 25 9.926
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 20 0 20
  9.951 20 25 9.946
  10.763 127 25 10.865
scroll
Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 01.01.2016 Afa des Gj. Abgänge 31.12.2016
I. Immatrielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162 27 0 189
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 193 7 0 200
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 298 33 0 331
  491 40 0 531
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
  0 0 0 0
  653 67 0 720
scroll
Buchwert
in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
I. Immatrielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51 71
II. Sachanlagen    
1. Einbauten in fremde Grundstücke 24 31
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124 57
  148 88
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 9.951
Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0
  9.946 9.951
  10.145 10.110

Lagebericht UND KONZERN LAGEBERICHT

Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns

Die Klassik Radio AG ist Deutschlands einzige börsennotierte Radio-Holding. Sie ist seit dem 15. Dezember 2004 an der Börse notiert und wird im geregelten Markt in Frankfurt (General Standard) sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, München und Stuttgart gehandelt.

Mit dem Fokus auf Hörfunk, Musik und digitale Geschäftsmodelle befinden sich unter ihrem Dach einer der weltweit größten Klassik-Sender "Klassik Radio", sowie die beiden sich ergänzenden Vertriebsunternehmen Euro Klassik und Klassik Radio Direkt.

Der Schwerpunkt der Euro Klassik ist die Key Account Akquise von regionalen und nationalen Radiowerbeaufträgen über Mediaagenturen und über die Direktkundenansprache.

Die Klassik Radio Direkt hat ihren Schwerpunkt auf dem regionalen Radiowerbemarkt und vermarktet die Werbeflächen des Senders durch Direktverkauf per Telefon.

Die Klassik Radio Direkt ist der größte deutsche Anbieter von Radio-Verbundwerbung und bietet so auch kleineren Unternehmen einen preisgünstigen Einstieg in Radiowerbung bei Klassik Radio.

Die FM Radio Network entwickelt und betreibt seit Dezember 2017 mit Klassik Radio Select einen eigenen innovativen Streamingdienst. Mit einem monatlich kündbaren Abonnement erhält man das Programm von Klassik Radio werbefrei sowie über 100 weitere, von Stars und Experten kuratierte Radiosender für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge.

Die Vertriebsaktivitäten der Euro Klassik und der Klassik Radio Direkt sind gemeinsam mit dem Radiosender und dem Streamingdienst im Segment Radiosender zusammengefasst.

Neben dem Segment Radiosender besteht noch das Segment Merchandising.

Radiosender

Klassik Radio ist Deutschlands meistverbreitetes Privatradio mit einer einzigartigen Programmrezeptur. Ein Mix aus den schönsten Klassik-Hits, der besten Filmmusik und den außergewöhnlichen New Classics. Angereichert mit den wichtigsten aktuellen Meldungen aus Wirtschaft, Börse, Medien und Kultur aus den Metropolen Deutschlands. Rund 2 Millionen Hörer genießen täglich das Live-Programm von Klassik Radio. Für die Werbewirtschaft ist Klassik Radio eine sehr attraktive Premiumzielgruppe.

Mit eigenem Radiosender mit Millionen Hörern, Merchandising mit eigenen Musikprodukten und Direktverkauf im eigenem Shop, der neuen Klassik Radio Auszeit, den Klassik Radio Live in Concert Veranstaltungen und einem erfolgreichen werbefinanzierten Digitalradioangebot mit 10 Sendern seit Ende Dezember 2017. Mit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Mitte Dezember 2017 über einen eigenen innovativen Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit über 100 von Hand kuratierten Radiosender mit Künstlern wie Rolando Villazon, James Newton Howard, Andre Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge verbindet. Klassik Radio setzt somit weiterhin den Weg zum digitalen 360 Grad Musikunternehmen konsequent fort.

Klassik Radio wird über UKW, deutschlandweit im Kabel, europaweit über Satellit sowie weltweit via Internet und mit allen gängigen Smartphones über kostenfreie Apps empfangen. Zudem ist Klassik Radio seit 2011 über DAB+ in ganz Deutschland zu hören.

Durch die Klassik Radio Austria GmbH hält Klassik Radio die Sendelizenz über 2 UKW-Standorte in der bedeutendsten europäischen Festspielmetropole Salzburg. Damit verfügt Klassik Radio neben den drei Standorten im Raum Innsbruck über eine weitere sehr kaufkräftige Senderegion.

Vertrieb

Der deutsche Radiowerbemarkt wird seit vielen Jahren von einem Duopol zweier Radiovermarkter dominiert.

Klassik Radio vermarktet sich bewusst selbst über die konzerneigenen Vermarkter Euro Klassik und Klassik Radio Direkt.

Beide Vertriebsgesellschaften ergänzen sich bei der Erschließung des deutschen Radiowerbemarktes.

Dabei liegen die Schwerpunkte der Euro Klassik bei der Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich und der Akquise nationaler Radiospendings, welche über Mediaagenturen und Direktkundenansprachen vergeben werden. Die Euro Klassik erhält hierfür eine gruppeninterne Vertriebsprovision.

Die Klassik Radio Direkt akquiriert für Klassik Radio erfolgreich Kunden in den regionalen Werbemärkten wie Hamburg/Schleswig-Holstein, Berlin/Brandenburg, Hannover, Bayern und Baden-Württemberg und eröffnet mit attraktiven Preispaketen auch Kunden mit kleineren Werbebudgets den Zugang zur exklusiven Klassik Radio Zielgruppe.

Merchandising

Neben der Vermarktung von Werbezeiten generiert die Euro Klassik attraktive Zusatzgeschäfte über das Segment Merchandising. Der eigene Markenshop ermöglicht lukrative Direktgeschäfte mit den Hörern von Klassik Radio. Im Klassik Radio Shop finden die Klassik Radio Hörer Musik der Extraklasse. Alle Klassik Radio Produkte erscheinen in hochwertigen Premium Boxen und sind exklusiv nur bei Klassik Radio erhältlich. Digitalradios und limitierte Kunsteditionen runden das Musiksortiment ab. Der Vertrieb läuft über das hausinterne Callcenter und den Klassik Radio Onlineshop. Im Oktober 2017 ging zusätzlich die Klassik Radio Auszeit an den Start. Eine Auktionsplattform für Urlaube, Wellnessaufenthalte, kulturelle Erlebnisse, die in einer spannenden Rückwärtsauktion ersteigert werden können.

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wachstumsprognose Radiowerbemarkt liegt 2,2 % pro Jahr

Der Online-Werbemarkt wächst um 7,5 % zum Vorjahr

Angebot an Online-Radioprogrammen und Streamingdiensten weiterhin in Deutschland auf Wachstumskurs

Das Radio bleibt auch weiterhin eines der beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedien in Deutschland. Mit einer Radionutzung von fast 78,3 % der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung im Jahr 2017 konstant sehr hoch.

Die Klassik Radio AG ist hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung im Wesentlichen von zwei Hauptfaktoren abhängig: Zum einen von allgemeinen, wirtschaftlichen Tendenzen und Entwicklungen, zum anderen von den Entwicklungen des Radio-, Werbe- und Musikmarktes.

Wirtschaftliches Umfeld

Laut dem Statistischen Bundesamt ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2017 um 2,2 % gewachsen. Das ist das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2011, als sich Deutschland von der globalen Finanzkrise erholte. Der kräftige Wirtschaftsaufschwung wurde den Zahlen zufolge von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft mit der Nachfrage nach Produkten "Made in Germany" ausgeführt.

Für 2018 rechnen die Bundesbank-Volkswirte mit einem BIP-Anstieg von 2,6 %. Das starke Wachstum der Wirtschaft setzt sich zunächst weiterhin fort. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sollten im Prognosezeitraum spürbar zunehmen und sich der Lohn- und Preisanstieg weiter verstärken. Für die deutsche Konjunktur ist ein wichtiger Treiber die Weltwirtschaft. Ein starker Aufschwung im Euroraum beflügelt die Nachfrage nach deutschen Waren und Dienstleistungen. Die Debatte um die Einführung bzw. Anhebung der Zölle im transatlantischen Handel und die Euro Aufwertung drücken hierzulande die Stimmung der Unternehmer. Die EZB blickt optimistisch auf die Konjunktur im Euroraum. Nach Prognosen des volkswirtschaftlichen Stabs der EZB dürfen die Verbraucherpreise im Euroraum in 2018 um 1,4 % steigen.

Radiomarkt

Radio ist in der Funktion als Werbemedium für Effizienz bekannt und ist durch sein Preis-Leistungsverhältnis gegenüber anderen Werbeträgern im Vorteil: Das Radio zählt nach wie vor zu den beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedien in Deutschland und weist weiterhin eine konstant hohe Reichweite auf. Die Entwicklung der Werbeeinahmen zeigt sich positiv. Der Trend der Vorjahre setzt sich nicht nur bei den Onlinewerbeeinnahmen fort, sondern auch bei den Einnahmen der traditionellen Radiowerbung. Bei der Onlinewerbung findet die Branche immer mehr Formen und Formate, für den Verkauf von weiteren Sendezeiten bzw. Spots. Der Anteil der Onlinewerbeeinnahmen stieg somit im Jahr 2016 auf 2,7 % an.

Im Februar 2017 wurde vom Digitalradio Board des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Zusammenarbeit mit den Bundesländern eine 20-seitige Roadmap mit dem Titel "Aktionsplan für die Transformation der Hörfunkverbreitung in das digitale Zeitalter" veröffentlicht. Die UKW-Entwicklung sieht der Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT) sehr kritisch und hat deshalb auch das Digitalradio-Board verlassen. Nach dem Austritt aus dem Digitalradio-Board hat der VPRT in einer veröffentlichten Pressemitteilung erklärt, was die privaten Radios neben den fehlenden Reichweiten am Verhalten von Bund und Ländern kritisieren: Werden die UKW-Sendefrequenzen aufgegeben, weil diese auf DAB + umstellen, so können sie auch nicht mehr von Privatsendern genutzt werden.

Die UKW-Technik ist in Deutschland weiterhin die meistgenutzte Technik zum Empfang von Radioprogrammen und wird noch für lange Zeit unverzichtbar bleiben. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich Bund, Länder und private Rundfunkanstalten einigen werden. Entscheiden wird zukünftig aber auch der Hörer sein, der sein Hörverhalten möglicherweise ändern wird und auf Internetradio oder DAB + umstellt.

Auch die anderen Länder in Europa sind noch längst nicht in digitalisierter Radiohand. In der Schweiz gibt es zwar fest beschlossene Pläne, bis 2024 die Digitalisierung des Radios bis 2024 abzuschließen. In Norwegen sind bereits 60 % aller Radioempfangsgeräte digitalisiert, doch die Mehrheit der Länder, beispielsweise Deutschland hat diesen Status noch nicht erreicht.

Insgesamt gehen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) davon aus, dass die Radiowerbeeinnahmen bis 2021 jährlich um durchschnittlich 2,2 % steigen werden. Für das Wachstum spricht trotz des erhöhten Wettbewerbs die anhaltende Beliebtheit des Radios als Informationsmedium. Ebenso ist das Radiohören im Lebensalltag der Bundesbürger fest verankert. In einer neuesten Studie der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AGMA) zum Reichweitenniveau von Radio wurde ermittelt, dass 78,3 % aller deutschsprachigen Personen täglich Radio hören. Die tägliche Verweildauer der Hörer ist nach Veröffentlichung der ma 2017 I konstant hoch. Gerade die Verweildauer macht das Medium für die Werbebranche sehr interessant.

Unterhaltungs- und Medienmarkt

Die Medien- und Unterhaltungsbranche profitiert weiterhin von einer soliden Gesamtkonjunktur. Die Medienbranche gehört allerdings nicht nur zu den Nutznießern der konjunkturellen Lage. In 2016 stieg sie mit einem Plus von 2,7 % an und leistete damit einen Beitrag zur positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Für die deutsche Unterhaltungs- und Medienbranche wird bis 2021 von einem stetigen Wachstum von 2,4 % ausgegangen. Auf den Werbeumsatz bezogen wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,6 % gerechnet. Zu den digitalen Werbeerlösen dürften sich auch parallel die Umsätze im Bereich des digitalen Vertriebs in den kommenden Jahren sehr positiv entwickeln. Hier rechnen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PWC) mit einem durchschnittlichen jährlichen Plus von 5,8 % -wobei auch hier die Wachstumsraten von 2018 an abflachen dürften. Der Digitalisierungstrend spiegelt sich bei der Entwicklung des Werbemarktes wider. Radio wird den moderaten Wachstumskurs fortsetzen können. Hierbei lassen sich innovative Werbeformate als Gründe nennen.

Internet

Die Bundesregierung will mit dem Ausbau von 5 G bis 2025 gute Wachstumsbedingungen für die digitale Wirtschaft schaffen. Bis 2025 sollen alle Hauptverkehrswege und mindestens die 20 größten Städte in Deutschland mit 5 G ausgestattet sein. In den nächsten Jahren ist daher sowohl von privater als auch staatlicher Seite mit einer erheblichen Dynamik im Bereich der Erprobung von 5 G Technologien und der Vorbereitung eines kommerziellen 5G-Rollouts zu rechnen.

Zukünftiges Wachstum des Internetzugangsmarktes wird durch die Erlöse aus dem mobilen Internet getrieben. Für stationäre Breitbandanschlüsse wird bis 2021 ein geringes Wachstum von 0,8 % erwartet. Für mobiles Internet gewinnt der Markt immer weiter an Bedeutung. Hierfür wird mit einem Wachstum von 5,4 % bis 2021 gerechnet. 2018 wird davon ausgegangen, dass die Einnahmen aus dem mobilen Internet die stationären Anschlüsse übersteigen. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 2,1 % wird erwartet, dass die Anzahl der Haushalte mit stationären Breitbandzugang bis 2021 auf 34, 7 Millionen ansteigen wird. Für die nächsten Jahre wird mit einem anhaltenden Wettbewerb bei den stationären Internetanschlüssen, der sich durch neue glasfaserbasierte Angebote noch intensivieren wird, gerechnet.

Onlinewerbung

Im Jahr 2016 hat sich der deutsche Markt für Onlinewerbung erneut positiv entwickelt. Dabei wuchs der Markt um 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Größter Wachstumstreiber im Onlinemarkt war 2016 die mobile Onlinewerbung. Diese Werbeform wuchs um 2 % auf 8,6 % an. Immer mehr Unternehmen beginnen damit, ihre Werbeplanung über die klassische bezahlte Onlinewerbung hinaus strategisch und operativ zu gestalten. Dadurch soll ein der Zielgruppe orientiertes, durchgängiges Kundenerlebnis geschaffen werden. Eigene Kommunikationsschnittstellen mit dem Endkonsumenten sind genauso wichtig, wie virale Netzwerkeffekte durch soziale Medien.

Der Onlinewerbemarkt wird nicht zuletzt aufgrund der zuvor illustrierten Treiber weiter dynamisch wachsen. Laut Der Gesamtmarkt wird bis 2021 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 5,6 % wachsen.

Handel

Die Geschäftslage und die Erwartungen im Einzelhandel sind weiterhin positiv. Für 2018 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Einzelhandel nur mit einem Umsatzwachstum von 2 % im Vorjahresvergleich. Auf den Einsatz neuer Technologien im Handel reagieren die Kunden mehrheitlich aufgeschlossen. Der Online-Handel bleibt auch für die Zukunft weiterhin der Wachstumstreiber.

Musikmarkt

Der Umsatz aus physischen Musikverkäufen ist im Jahr 2016 um 6,7 % zurückgegangen. Wenig überraschend setzte der digitale Musikvertrieb 2016 seinen Aufschwung fort. Das Wachstum liegt mit 24.2 % immer noch auf einem hohen Niveau. Wesentliche Triebkraft dieses Wachstums ist das Streaminggeschäft. Nach 72,6 % Audiostreams pro Tag (Dezember 2017) ist das Streaming erstmals mit einem Anteil von 63,7 % Spitzenreiter im digitalen Geschäft und nach der CD, mit einem Anteil von 24.2 % am gesamten physischen und digitalen Musikvertrieb das zweitgrößte Umsatzsegment. International wuchs der Streamingmarkt um 60,4%. Mit diesem Wachstum macht weltweit das Digitalgeschäft erstmals 50 % des globalen Gesamtumsatzes aus.

Betrachtet man den Markt für aufgenommene Musik genauer, so zeigte der digitale Markt ein beachtliches Wachstum von 24,2 %, wohingehend der physische Markt einen Rückgang von 6,7 % verbuchte. In den nächsten 5 Jahren wird ein Wachstum des digitalen Musikmarktes von durchschnittlich 12,9 % erwartet. Der Wandel hin zu einem digitalen Musikkonsum geht einher mit einem stetig schrumpfenden physischen Geschäft. Für die aufgenommene Musik wird ein durchschnittliches Wachstum von 2,1 % prognostiziert.

Klassik Radio ist auch zukünftig mit dem neuen Musik Streamingdienst auf diese Entwicklung bestens vorbereitet.

Quellen: German Entertainment &Media Outlook 2017-2021, AGOF, Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, Bundeswirtschaftsministerium der Bundesrepublik Deutschland, Internationaler Währungsfonds, Ifo-Institut München, Nielsen Media Research, ma Radio 2017 II, ma Radio 2017 I, Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Handelsverband Deutschland (HDE), EZB, IKB, Bundesverband des deutschen Versandhandels, Nielsen Deutschland, Institut für Weltwirtschaft-Kiel,)

1.2. Geschäftsverlauf

Konzernhighlights

Klassik Radio erzielt mit einem Umsatz von TEUR 14.151 eine Umsatzsteigerung von 6,1 % zum Vorjahr

Erneutes Rekord-Ergebnis: 11,4 % EBITDA-Steigerung von TEUR 1.541 auf TEUR 1.716-trotz Aufbau des Streamingdienstes

Abbau der kurzfristigen Finanzschulden um TEUR 609

Deutlicher Anstieg des Cash-Flows aus betrieblicher von TEUR 823 auf TEU 1.601 im Geschäftsjahr 2017

Signifikante Steigerung der Eigenkapitalquote von 58,4 % auf 68,3 %

Ergebnis je Aktie bei 0,26 Euro

Segment Radiosender

Start des Klassik Radio Streamingdienst "Klassik Radio Select" im Dezember 2017

Rolando Villazön wird Moderator und Markenbotschafter für Klassik Radio

360 Grad Partnerschaft mit Andre Rieu

Komplett neues Sounddesign und neues Audiologo

Eigene Sendung von ECHO-Klassik Preisträger Martin Stadtfeld

Ulrich Deppendorf (ehemals ARD) kommt als Politikexperte zu Klassik Radio

Segment Merchandising

Konzertreihe "Klassik Radio live in Concert 2017" mit TEUR 1.193 weiterhin auf Erfolgskurs

Umsatzsteigerung im Shop um 4 % zum Vorjahr

Start des Reverse Auktionsportals "Klassik Radio Auszeit" im Oktober 2017

2. Lage des Konzerns

2.1. Ertragslage des Klassik Radio Konzerns

scroll
in TEUR 01.01.2017 31.12.2017 01.01.2016 31.12.2016
Umsatzerlöse 14.151 13.338
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 80
Sonstige Erträge 699 539
Aufwand für bezogene Leistungen und Waren -4.629 -4.555
Aufwand für Personal -3.550 -3.311
Andere Aufwendungen -4.955 -4.550
EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) 1.716 1.541
Aufwand für planmäßige Abschreibungen -198 -169
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 1.518 1.372
Zinsen und ähnliche Erträge 3 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -77 -133
Finanzergebnis -74 -133
Steueraufwendungen/-erträge -175 592
Gesamtperiodenergebnis 1.269 1.831

Die Umsatzerlöse sind entsprechend der Prognose im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 813 auf TEUR 14.151 gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen aus der Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten im Radiosender von TEUR 8.201 (i.Vj. TEUR 8.204), den Konzerterlösen von TEUR 1.193 (i.Vj. TEUR 1.220) sowie den Shoperlösen von TEUR 577 (i.Vj. TEUR 557) und der Audio-Vermarktung durch die RMS. Die ergebnisneutralen Umsätze aus Gegengeschäften sind um TEUR 692 auf TEUR 2.839 (i.Vj. TEUR 2.147) gestiegen.

Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen Werbekostenzuschüsse, sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Auflösung von Wertberichtigungen, welche beide ihren Ursprung in vergangenen Geschäftsjahren hatten.

Im Aufwand für bezogene Leistungen und Waren sind neben dem Wareneinsatz für Merchandising, Provisionen, Honorare und Lizenzen auch die höheren Sende- und Verbreitungskosten des Radiosenders als größte Position erfasst. Hierin sind zusätzliche Kosten für den Ausbau der Digitalisierung enthalten.

Der Personalaufwand ist um TEUR 239 auf TEUR 3.550 zum Geschäftsjahr 2016 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau mit zusätzlichen neuen erfahrenen Mitarbeitern im Vertrieb und dem Team-Aufbau für Klassik Radio Select.

Die anderen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Werbekosten, Aufwendungen aus Gegengeschäften, Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Verwaltungskosten. Die anderen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 405 auf TEUR 4.955 (i.Vj. TEUR 4.550) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus den höheren Aufwendungen für Gegengeschäfte von TEUR 641 und einem gleichzeitigen Rückgang der Werbekosten.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 74 (i.Vj. TEUR 133) setzt sich im Geschäftsjahr 2017 im Wesentlichen aus Zinsen für das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 39 (i.Vj. TEUR 47) und Bankzinsen in Höhe von TEUR 38 (i.Vj. TEUR 86) zusammen.

In der Steuerposition sind latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 32 und Ertragsteuern in Höhe von TEUR 143 enthalten.

Das Gesamtperiodenergebnis liegt im Geschäftsjahr 2017 bei TEUR 1.269 (i.Vj. TEUR 1.831).

Die in 2016 getroffene Prognose einer moderaten Umsatzsteigerung und ein moderat steigendes EBITDA und einem weiterhin verbesserten Free-Cashflow konnte somit im Geschäftsjahr 2017 vollständig eingehalten werden.

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden in den Bereichen Radiosender und Merchandising erwirtschaftet. Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:

Umsatzerlöse mit Dritten nach Segmenten

scroll
in TEUR 01.01.2017 - 31.12.2017 01.01.2016 - 31.12.2016
Radiosender 12.317 11.408
Merchandising 1.770 1.777
Sonstige 64 153
Summe 14.151 13.338

Segment Radiosender

Die Umsatzerlöse im Segment Radiosender betrugen TEUR 14.748 nach TEUR 13.639 im Geschäftsjahr 2016. Die Umsätze aus der Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten betragen TEUR 8.201 (i.Vj. TEUR 8.204). Die Umsätze aus Gegengeschäften sind um 32 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 gestiegen. Es konnten Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 12.317 (i.Vj. TEUR 11.408) erzielt werden.

Nach Aufwendungen für Sendebetrieb, Programm, Vermarktung, den Personalkosten sowie den sonstigen Aufwendungen wurde im Segment Radiosender ein EBITDA von TEUR 1.545 (i.Vj. TEUR 1.365) erwirtschaftet. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR 1.298 (i.Vj. TEUR 1.813).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren, sowie die Aufwendungen für Personal sind im Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 639 gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2017 um TEUR 384 gestiegen. In diesen Kosten sind die ergebnisneutralen Aufwendungen aus Gegengeschäften in Höhe von TEUR 2.653 (i.Vj. TEUR 2.012) enthalten.

Der neue Musik Streamingdienst ging am 14. Dezember 2017 an den Start. In den Streamingdienst sind in 2017 nochmals über TEUR 500 investiert worden, von denen der größere Teil zusammen mit bereits in 2016 entstandenen Investitionen aktiviert worden ist. Die Finanzierung dieser Kosten erfolgte aus dem operativen Cash-Flow.

Die Prognose des Vorjahres für das Segment Radiosender, moderat steigende Umsätze und ein moderat steigendes positives operatives Ergebnis (EBITDA) zu erzielen, konnte somit eingehalten werden.

Segment Merchandising

Das Merchandising-Geschäft erwirtschaftete Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 1.770 (i.Vj. TEUR 1.777). Dies setzen sich aus den neuen Konzerterlösen in Höhe von TEUR 1.193 (i.Vj. TEUR 1.220) und den Shoperlösen in Höhe von TEUR 577 (i.Vj. TEUR 557) zusammen. Die operativen Aufwendungen betrugen inkl. des konzerninternen Einkaufs von Klassik Radio Werbung TEUR 1.777 (i.Vj. TEUR 1.678).

Die Personalaufwendungen sind um TEUR 21 auf TEUR 89 (i Vj. TEUR 68) angestiegen.

Das Segment weist ein positives EBITDA in Höhe von TEUR 44 (i.Vj. TEUR 113) aus. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR 41 nach TEUR 104 im Vorjahr.

Die Prognose des Vorjahres in etwa gleiche Umsätze zu erzielen wurde eingehalten. Die Prognose ein EBITDA auf Vorjahresniveau zu erzielen konnte aufgrund gleichbleibender Konzertumsätze und höherer Kosten für 10 Konzerte nicht erzielt werden.

2.2. Vermögenslage des Klassik Radio Konzerns

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 5.497 (i.Vj. TEUR 5.497), sowie latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.142 (i.Vj. TEUR 1.179).

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 172 auf TEUR 3.502 (i.Vj. TEUR 3.674) gesunken. Dabei haben sich insbesondere die Vorräte von TEUR 252 auf TEUR 190 und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt auf TEUR 1.898 (i.Vj. TEUR 1.909) reduziert.

Die Zahlungsmittel betragen zum 31.12.2017 TEUR 328 (i.Vj. TEUR 571).

scroll
In TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Langfristige Vermögenswerte 8.008   7.619  
- davon Geschäfts- und Firmenwerte 5.497 69,6% 5.497 67,5%
Kurzfristige Vermögenswerte 3.502   3.674  
- davon Vorräte 190 30,4% 252 32,5%
- davon Forderungen aus LuL 1.898   1.909  
Gesamtvermögen 11.510 100,0% 11.293 100,0%
Eigenkapital 7.865 68,3% 6.596 58,4%
Langfristige Schulden 109   1.197  
-davon Finanzschulden 82 1,0% 165 10,6%
-davon übrige Verbindlichkeiten 27   1.000  
Kurzfristige Schulden 3.536   3.500  
- davon kurzfristige Finanzschulden 327 30,7% 936 31,0%
- davon Verbindlichkeiten aus LuL 1.681   1.432  
Gesamtkapital 11.510 100,0% 11.293 100,0%

Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 68,3 % aus (i.Vj 58,4 %). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote resultiert aus dem positiven Gesamtperiodenergebnis in Höhe von TEUR 1.269 in 2017 bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme. Der Klassik Radio Konzern zeigt somit weiterhin eine überdurchschnittlich starke Eigenkapitalausstattung.

Die langfristigen Schulden beinhalten Finanzschulden für ein Darlehen für Senderinvestitionen und zwei PKW-Darlehen mit einer Laufzeit von jeweils 3 Jahren in Höhe von TEUR 82 (i.Vj. TEUR 165) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 27 (i.Vj. TEUR 32).

Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Darlehensvertrag für das vom Vorstand gewährte Darlehen an die Klassik Radio AG in Höhe von TEUR 750 von seiner ursprünglichen Laufzeit bis zum 31.12.2016 auf den 31.12.2018 verlängert. Das erstmalig in 2016 unter den Langfristigen Schulden ausgewiesene

Darlehen wurde bis zum 31. Dezember 2017 mit einem Betrag von TEUR 350 (i.Vj. TEUR 50) getilgt. Das restliche Darlehen wird aufgrund der Restlaufzeit bis zum 31. Dezember 2018 unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Das weitere Darlehen in Höhe von TEUR 300 wurde bis zum 31. Dezember 2017 vollständig zurückbezahlt. Beide Darlehen sind zu marktüblichen Konditionen verzinst worden.

Die kurzfristigen Finanzschulden bestehen aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 244, sowie aus dem kurzfristig fälligen Teil der oben genannten Darlehen mit einer Restlaufzeit bis 2019 in Höhe von TEUR 83. Der Konzern ist bei eventuell kurzfristigen operativen Liquiditätsengpässen aufgrund vorhandener Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 1.300 abgesichert. Die verbleibende freie Kontokorrentlinie zum 31.12.2017 beträgt somit noch TEUR 1.056.

2.3. Finanzlage des Klassik Radio Konzerns

scroll
In TEUR GJ 2017 GJ 2016
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 1.601 823
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -505 -544
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -1.339 -14
Zugang aus Veränderung der Zahlungsmittel -243 265
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 571 306
Zahlungsmittel am Ende der Periode 328 571

Die Kapitalflussrechnung zeigt für das abgelaufene Geschäftsjahr einen positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.601 (i.Vj. TEUR 823).

Im Cash Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -505 (i.Vj. TEUR -544) sind im Wesentlichen die ersten Investitionen in den neuen Streaming-Service sowie Sendetechnik und Geschäftsausstattung enthalten.

Der Free Cash Flow hat sich somit von TEUR 279 im Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 1.096 im Geschäftsjahr 2017 erhöht.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.339 betrifft im Wesentlichen die Auszahlung für den Ausgleich der Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR -609 (i.Vj. TEUR -81) und die Auszahlung für Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und geleisteten Zinsen in Höhe von insgesamt TEUR -683 (i.Vj. TEUR -157).

Der Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2017 betrug TEUR 328 (zum 31.12.2016 TEUR 571).

2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2017 wurde erneut ein Rekordjahr für Klassik Radio.

So konnte zum zweiten Mal in Folge das beste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt werden. Der Konzernumsatz wurde in 2017 um 6,1 % bzw. um TEUR 813 auf TEUR 14.151 zu TEUR 13.338 im Vorjahr gesteigert. Das EBITDA Ergebnis ist auf TEUR 1.716 (zu TEUR 1.541 im Vorjahr) und damit um 11,4 Prozent gestiegen.

Das mit TEUR 562 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.831) niedrigere Periodenergebnis resultiert aus einem Einmaleffekt in Zusammenhang mit der Aktivierung von latenten Steuern im Vorjahr. Bereinigt um diesen Effekt hat sich auch das Periodenergebnis gegenüber dem Vorjahr erhöht, und dies trotz der Investitionen und der laufenden Kosten für den Aufbau eines eigenen innovativen Musik-Streamingdienstes.

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2017 für den Konzern und auch für die Holding konnten somit eingehalten werden.

2.5. Die Klassik Radio AG nach HGB

Die Klassik Radio AG ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Steuerung des Klassik Radio Konzerns sowie für zentrale Aufgaben und alle wesentlichen Querschnittsfunktionen in der Gruppe. Hierunter fallen das Personalwesen, das Marketing, IT, die Verwaltung und alle Bilanzierungs- und Finanzierungsfragen der operativen Tochtergesellschaften sowie die Finanzierung und Investor-Relations-Aufgaben des Konzerns.

Die Klassik Radio AG hält per 31.12.2017 direkt oder indirekt zu 100 % die Beteiligungen an den Tochterunternehmen. Ihre Ertragslage ist nicht direkt von der Entwicklung der Märkte abhängig. Sie finanziert sich durch Weiterverrechnung der umlagefähigen Kosten auf die operativen Tochtergesellschaften.

Der Einzelabschluss der Klassik Radio AG ist auf www.klassikradioag.de/konzern/investor-relations/ finanzberichte veröffentlicht. Auf Anfrage wird er auch gerne per Post zur Verfügung gestellt.

Finanzielle Kennzahlen der Klassik Radio AG (HGB)

scroll
in TEUR GJ 2017 GJ 2016
Umsatzerlöse 1.923 1.978
Sonst. betr. Erträge 127 206
Jahresüberschuss 84 64
Bilanzgewinn 892 808
Bilanzsumme 10.705 11.775
Eigenkapital 9.227 9.143
Eigenkapitalquote in % 86,19% 77,64%
Anlagevermögen 10.190 10.145
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 9.926
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 515 1.630

2.6. Wesentliche Veränderungen der Ertrags-, Vermögens und Finanzlage der Klassik Radio AG

Die Klassik Radio AG erzielt die Umsatzerlöse aus Leistungsabrechnungen innerhalb der Firmengruppe. Die Leistungsabrechnung basiert auf einer Kostendeckung zuzüglich eines Gewinnaufschlages. Diese Verrechnungsmodalität wird jährlich, so auch im Geschäftsjahr 2017 den zugrunde liegenden Tatbeständen angepasst. Die Leistungsabrechnungen sind in den Umsatzerlösen abgebildet.

Bedingt durch den Jahresüberschuss von TEUR 84 zum 31.12.2017 ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEUR 892 nach TEUR 808 im Vorjahr, was zu einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals führt. Aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals in Verbindung mit einer Reduzierung der Bilanzsumme, ist die Eigenkapitalquote zum 31.12.2017 gestiegen. Der Rückgang der Bilanzsumme resultiert aus der Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen, die sich dadurch deutlich vermindert haben.

Die Aktiva sind bestimmt durch den Wertansatz der von der Klassik Radio AG gehaltenen Beteiligungen in Höhe von TEUR 9.926 (i.Vj. TEUR 9.926). Die Beteiligungsquoten betragen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ausnahmslos 100 %. Die Wertpapiere des Anlagevermögens betrifft eine Beteiligung von unter 1 % der Stückaktien. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 459 (i.Vj. TEUR 1.526) betreffen die Verrechnung der allgemein anfallenden Verwaltungskosten, welche für alle Tochtergesellschaften des Klassik Radio AG Konzerns getragen und mit einer monatlichen Pauschale weiter verrechnet werden.

Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 9 (i.Vj. TEUR 25) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf TEUR 401 (i.Vj. TEUR 813) vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum 31.12.2017 auf TEUR 150 (i.Vj. TEUR 247) vermindert. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich zum 31.12.2017 auf TEUR 591 vermindert (i.Vj. TEUR 1.260) resultierend aus Rückzahlungen der Darlehen des Hauptaktionärs.

2.7. Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2017 waren 54 (Vj. 60) Mitarbeiter im Klassik Radio AG Konzern tätig. Am Geschäftsjahresende war 1 (i.Vj. 1) Vorstand bestellt. Der Aufwand für Personal belief sich auf TEUR 3.550 (i.Vj. TEUR 3.311). Klassik Radio schätzt seine Mitarbeiter mit ihren persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften und Talenten, die sie in das Unternehmen einbringen.

2.8. Vergütungsbericht

Am Ende des Geschäftsjahres 2017 setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann, Augsburg

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2017 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen:

Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, Rechtsanwältin (Vorsitzende)

Herr Philippe Graf von Stauffenberg, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Dr Reinhold Schorer, Rechtsanwalt

Die Vergütungsgrundsätze für Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016 nicht geändert.

Vergütungsgrundsätze Vorstand

Die Klassik Radio AG folgt bezüglich der Ausweisung der Vorstandsbezüge nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung nicht den Vorgaben der Ziff. 4.2.3 des deutschen Corporate Governance Kodex. Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak erhält lediglich eine Fixvergütung, da er als derzeitiger Hauptaktionär über seinen Aktienbesitz am wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg der Gesellschaft partizipiert. Auch konnte zum Zeitpunkt des Abschlusses des derzeit laufenden Vorstandsvertrages entgegen Ziff. 4.2.2 des deutschen Corporate Governance Kodex noch nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt berücksichtigt werden.

Die Angaben der Vorstandsgehälter werden individualisiert veröffentlicht, Kriterien für die Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds. Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak ist zugleich Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften und erhält für diese Tätigkeit keine Bezüge, so dass seine Vergütung an den dadurch erweiterten Aufgaben, die auch der Aktiengesellschaft zugutekommen, zu messen ist. Die AG ihrerseits profitiert vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Internet veröffentlicht.

Für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen erhielt Herr Ulrich R. J. Kubak im Geschäftsjahr 2017 ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (i.Vj. TEUR 252) und Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (i.Vj. TEUR 16). Eine variable Vergütung war nicht vereinbart, da Ulrich R. J. Kubak als Hauptaktionär das überwiegende unternehmerische Risiko selbst trägt und damit ausreichend kurzfristige wie auch langfristige Leistungsanreize gegeben sind. Über den Aktienkurs wirken sich auch die negativen Entwicklungen des Unternehmens unmittelbar auf ihn aus.

Die Nebenleistungen an den Vorstand beinhalten Versicherungsprämien (auch für Direktversicherungen), nicht-geldliche Leistungen wie PKW oder die Übernahme bestimmter Steuern. Über die Verpflichtung zur Übernahme bereits bestehender Direktversicherungen hinaus wurden keine Versorgungszusagen gemacht. Gleiches gilt für Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied.

Vergütungsgrundsätze Aufsichtsrat

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in § 19 der Satzung geregelt, der durch die Hauptversammlung angepasst werden kann. Die Vergütung des Aufsichtsrates umfasst neben einer fixen Vergütung eine erfolgsabhängige Komponente, die sich am langfristigen Unternehmenserfolg bemisst.

Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2017 erfolgsunabhängige Vergütungen, erfolgsabhängige, sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 50 (i.Vj. TEUR 45) zurückgestellt.

Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (i.Vj. TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (i.Vj. TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (i.Vj. TEUR 7). Für das Geschäftsjahr 2017 wird eine erfolgsabhängige Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder jeweils TEUR 1 (i.Vj. TEUR 0) erwartet. Daneben werden für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 14 (i.Vj. TEUR 8) erwartet.

2.9. Konzerninternes Steuerungssystem

Der Vorstand der Klassik Radio AG nutzt verschiedene Instrumente, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und die Unternehmensstrategie konsequent umzusetzen. Im Fokus steht die nachhaltige Steigerung der Profitabilität.

Für Klassik Radio sind das EBITDA (definiert als Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) sowie das EBIT (definiert als Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern) die wesentlichen operativen Kennzahlen zur Profitabilitätssteuerung auf Konzern- und Segmentebene. Sie messen die Qualität unserer Umsatzentwicklung und zeigen wie effizient wir unser operatives Geschäft steuern.

Für die Finanzplanung ist der Free Cashflow als finanzwirtschaftlicher Überschuss eine wichtige Steuerungsgröße zur Beurteilung der Finanzkraft des Konzerns. Er wird ermittelt als die Summe der im operativen Geschäft erwirtschafteten liquiden Mittel abzüglich des Saldos der im Rahmen der Investitionstätigkeit verwendeten und erwirtschafteten Mittel. Die Kennzahl zeigt, wie viel Liquidität dem Konzern und den einzelnen Tochterunternehmen einer Periode zur Verfügung steht.

Das Unternehmen bewegt sich in einem Branchenumfeld, das von einem dynamischen Veränderungsprozess geprägt ist.

Zu diesen konzerneigenen Leistungsindikatoren umfasst der konzernweite Steuerungs- und Planungsprozess externe Kennzahlen. Aktuelle Konjunkturdaten wie die Entwicklung des privaten Konsums, der Auftragseingänge und der Einzelhandelsumsätze sowie das Bruttoinlandsprodukt dienen zum Beispiel als relevante Indikatoren für die Investitionsbereitschaft der werbungtreibenden Unternehmen.

Ein weiterer wesentlicher Leistungsindikator sind die Reichweitendaten im Hörfunk Dies werden zweimal jährlich im Rahmen der Media-Analyse Audio erhoben. Die für die Preisbildung 2018 relevanten Zahlen wurden im Juli 2017 veröffentlicht. Dementsprechend werden die für die Preisbildung 2019 relevanten Zahlen im Juli 2018 veröffentlicht. In der am 28. März veröffentlichte MA 2018 Audio I verzeichnete Klassik Radio einen sensationellen Reichweitenzuwachs von + 36 % (Hörer pro Durchschnittsstunde). Somit ist Klassik Radio Gewinner unter allen in der Studie erhobenen Radiosendern, Online-Audio-Angeboten, Musik-Streaming-Diensten und User Generated Radios. Kein anderer hat mehr Reichweite hinzugewonnen als Klassik Radio.

5,9 Millionen Menschen in Deutschland hören Klassik Radio. Der Kunde profitiert somit aktuell für seine Werbung kostenfrei von dieser 36 Prozentigen Reichweitensteigerung und den zusätzlich neu gewonnenen Klassik Radio Hörern.

2.10. Angaben nach § 289a HGB und § 315a HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2017 EUR 4.825.000,00. Es ist eingeteilt in EUR 4.825.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden.

Der Vorstand Ulrich R.J. Kubak hält direkt und/oder indirekt mehr als 10 von Hundert der Stimmrechte:

per 31.12.2017 (3.267.082 Stück bzw. 67,71%)

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Klassik Radio AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 8 der Satzung bestellt und abberufen. Danach ist hierfür der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Quellen: MA 2018 Audio I

Genehmigtes Kapital 2016

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. August 2021 um insgesamt bis zu EUR 2.412.500,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

wenn und soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern bzw. Gläubigern von mit Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestatteten Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen neuen Aktien einen rechnerischen Anteil von insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss eines Bezugsrechts veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen ist der anteilige Betrag des Grundkapitals der auf Aktien entfällt, die zur Bedienung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegeben werden können, sofern solche Finanzierungsinstrumente ab dem 12. August 2016 in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien, insbesondere zum Zweck des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen und sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen) oder zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die gegen Sacheinlage begeben werden.

Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bedingungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Aktionären, sofern dies vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt wird, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden.

Bedingtes Kapital 2016

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016).

Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des unter Tagesordnungspunkt 7 gefassten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. August 2016 bis zum 11. August 2021 von der Gesellschaft oder unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie Wandlungspflichten erfüllt werden, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Klassik Radio AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

3. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess

3.1. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungsprozess

Ziel des Risikomanagements im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken, die sich auf die Regelungskonformität des Jahres- und des Konzernabschlusses negativ auswirken könnten. Die zutreffende Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von rechnungslegungsrelevanten Sachverhalten und deren angemessene Übernahme in die einzelnen Instrumente der Rechnungslegung soll sichergestellt werden. Wesentliche Strukturen, Prozesse und Kontrollen, die für die Rechnungslegung und Konsolidierung von Bedeutung sind, werden nachstehend aufgeführt:

Die Funktionen und Verantwortlichkeiten in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind eindeutig zugeordnet.<="" p="">

Ein internes Richtlinienwesen zur Bilanzierung und Abschlusserstellung ist eingerichtet und wird bei Bedarf angepasst und erweitert.

Die Einzelgesellschaften nutzen soweit möglich Standard-EDV-Systeme. Der Zugriff ist durch entsprechende Einrichtungen und Regelungen geschützt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Daten der Einzelgesellschaften werden überwiegend zentral ermittelt und erfasst. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Abstimmung anhand von Stichproben und Plausibilitätsbeurteilungen durch die Leitung des Bereichs Finanzen des Konzerns auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Auf Basis der Daten der Einzelgesellschaften stellt die Leitung Finanzen den Konzernabschluss durch Konsolidierung über die legalen Einheiten auf.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Einbeziehung externer Sachverständiger - soweit erforderlich

3.2. Das Risikomanagementsystem bei Klassik Radio

Der Klassik Radio Konzern ist durch sein unternehmerisches Handeln mit seinen verschiedenen Segmenten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Es ist die Aufgabe des implementierten Risikomanagementsystems, verantwortungsvoll mit den Unsicherheiten des Umfeldes umzugehen, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu systematisieren und dem Management zu kommunizieren. Damit wird die Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur Abwendung bzw. Minimierung von Risiken geschaffen.

Ausgehend von der jährlich überarbeiteten Planung erfolgt das Controlling auf Ebene der Segmente, Gesellschaften und des Konzerns mit einem monatlichen Berichtswesen. Daneben unterstützen wöchentliche Controllingauswertungen des Auftragseinganges, Disposition und Liquidität, kurzfristige Maßnahmen und Entscheidungen. Die konzernweit abgestimmten Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme unterstützen eine ganzheitliche Risikoanalyse und Steuerung. Das Risikomanagement bildet einen entscheidenden Bestandteil der Steuerungssysteme. Die operativen Geschäftsfelder steuern die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken eigenständig. Risiken der Geschäftsfelder, die sich im Konzernverbund möglicherweise addieren, werden zentral erfasst und gesteuert.

Die eingerichteten Systeme sichern den Informationsfluss zu den Prozessverantwortlichen, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Auswertungen sind Basis regelmäßiger und intensiver Diskussionen.

4. Risiken und Chancen

4.1. Die Risiken

Marktrisiken

Konjunkturelle Entwicklung im Werbemarkt und Handel

Der Klassik Radio Konzern bewegt sich mit dem Radiosender und Klassik Radio im starken konjunkturellen Schwankungen unterworfenen Werbemarkt und mit Merchandising im kaufkraftabhängigen Handelsumfeld sowie im Musikmarkt, insbesondere der Tonträgervermarktung. Beide Markteinheiten sind von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Das Risiko der Konjunkturschwäche bedeutet für den Klassik Radio Konzern, dass der Markt kein ausreichendes Potenzial für die nachhaltige Erlöserzielung generiert. Andererseits kann das Unternehmen von positiven Entwicklungen in diesen Bereichen profitieren.

Klassik Radio begegnet aktiv den Marktrisiken durch Alleinstellungsmerkmale, Branding, Hörerbindung und Zielgruppenorientierung.

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken

Zwei Vermarkter teilen sich den Radiowerbemarkt

Der Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter Radio Marketing Services GmbH &Co. KG und ARD Sales &Services.

Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des mit 6,2 % vom Gesamtwerbemarkt ohnehin kleinen Radio-Werbemarkt. (Quelle: The Nielsen Company)

In diesem verteilten Markt muss sich Klassik Radio mit den beiden Vertriebsunternehmen Euro Klassik und Klassik Radio Direkt seinen Marktanteil mühevoll herausarbeiten.

Im wettbewerbsintensiven und konjunkturell schwankenden Werbemarkt birgt dies das für den Konzern bedeutsame Risiko von Umsatzrückgängen und Ertragseinbußen.

Der direkte Kundenkontakt mit enger Kundenbindung sowie die gleichzeitige Betreuung der Mediaagenturen aus einer Hand sollen zusätzlich die Abhängigkeit von Marktentwicklungen verringern. Die breite Basis der regionalen Kleinkunden der Klassik Radio Direkt reduziert die Abhängigkeit von Großkunden.

Marktsättigung und Kaufkraft im Merchandising

Es besteht das Risiko der Marktsättigung an Klassik Radio Eigenprodukten sowie konjunktureller Konsumschwäche. Um dem Risiko der Marktsättigung entgegenzuwirken wurde durch die neue Klassik Radio Auszeit das Sortiment um hochwertige Urlaube, Wellnessaufenthalte, kulturelle Erlebnisse, die in einer spannenden Rückwärtsauktion ersteigert werden können, erweitert.

Klare Qualitätsprofilierung, Exklusivität der Klassik Radio Eigenprodukte hinsichtlich Produktinhalten wie auch Vertriebskanälen sollen dem proaktiv entgegenwirken.

Aufgrund des Risikos der Marktsättigung an dem großen Angebot an Konzerten hat sich Klassik Radio für die neu angebotenen Konzerte dazu entschieden, das Motto und auch die Tournee gezielt im letzten Quartal des Jahres durchzuführen.

Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte

Im Falle von sich verschlechterndem konjunkturellem Klima besteht das Risiko, dass die Erträge der einzelnen Segmente hinter den prognostizierten Plandaten bleiben, mit der Folge, dass sich die Notwendigkeit einer Wertminderung auf den aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte einstellen könnte. Der Konzern untersucht einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt (Impairment -Test). Daneben erfolgt eine regelmäßige Analyse der prognostizierten Plandaten anhand der IST-Zahlen.

Personalunion von Hauptaktionär und Alleinvorstand

Herr Ulrich R. J. Kubak prägt als Gründer, Alleinvorstand und Hauptaktionär (67,71%) die Geschäfte der Unternehmensgruppe in wesentlicher Weise. In dieser starken Position steht Herr Kubak im Innen- wie auch Außenverhältnis für die strategische Ausrichtung des Konzerns. In der operativen Verantwortung ist er im Konzern und den Tochtergesellschaften alleinverantwortlich.

DAB+

Im August 2011 wurde mit der Aufschaltung von DAB+ mit der bundesweiten Ausstrahlung von Digitalradio in Deutschland begonnen. Als bundesweiter Sender ist Klassik Radio bei diesem innovativen Verbreitungsweg, mit Chance auf den neuen Radiostandard, von Anfang an dabei. Als Privatsender muss Klassik Radio die hohen zusätzlichen, parallelen Verbreitungskosten aus der laufenden Werbezeitenvermarktung finanzieren. Es ist unklar ob sich die Technologie insbesondere gegenüber Streaming am Markt durchsetzen wird. Dies bedeutet für Klassik Radio eine enorme Investition in die Zukunft, die derzeit in den Erlösen noch nicht messbar ist.

Klassik Radio wird hauptsächlich über UKW, Kabel, Satellit und Streaming Media empfangen. Durch diese Verbreitungsstrategie besteht derzeit keine Abhängigkeit von DAB+.

Sozialversicherung

Bei einem Tochterunternehmen der Klassik Radio AG hat eine Prüfung des Sozialversicherungs-Trägers stattgefunden. Dieser hat in einem ersten Anhörungsschreiben seine Feststellungen mitgeteilt, aus denen sich eine Forderung im höheren 6-stelligen Bereich ergibt.

Der Klassik Radio Konzern sowie seine rechtliche Berater sehen die vom Sozialversicherungs-Träger aktuell vorgebrachten Argumente als rechtlich nicht zutreffend und somit als unbegründet an. Die in Vorjahren regelmäßig durchgeführten Sozialversicherungs-Betriebsprüfungen haben zu keinen Beanstandungen im Hinblick auf die aktuellen Feststellungen geführt.

Der Vorstand schätzt das Risiko einer Zahlungsverpflichtung aufgrund der Aussagen seiner rechtlichen Berater als sehr gering ein. Eine bilanzielle Abbildung im Konzernabschluss zum 31.12.2017 erfolgte daher nicht.

Umsatzsteuer

Basierend auf den vorläufigen Feststellungen des Sozialversicherungs-Trägers hat das Finanzamt für die betreffende Tochtergesellschaft der Klassik Radio AG geänderte Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2009 bis 2013 erlassen. Gegen die Bescheide, mit denen Forderungen im niedrigeren sechsstelligen Bereich geltend gemacht wurden wurde Einspruch eingelegt und Aussetzung der Vollziehung gewährt. Entsprechend der Beurteilung der Feststellungen des Sozialversicherungs-Trägers durch den Klassik Radio Konzern sowie seiner rechtlichen Berater, schätzt der Vorstand auch hier das Risiko einer Zahlungsverpflichtung als sehr gering ein. Eine bilanzielle Abbildung im Konzernabschluss zum 31.12.2017 erfolgte aus diesem Grund ebenfalls nicht.

Rechtliche Risiken

Rundfunkrechtliche Auflagen

Die rundfunkrechtlichen Genehmigungen ("Sendelizenzen") sind in Deutschland zeitlich befristet erteilt. Die Klassik Radio GmbH &Co. KG hält eine entsprechende Sendelizenz der Hamburgischen Anstalt für neue Medien zur Verbreitung über Satellit, welche bis 2019 verlängert wurde.

Daneben verfügt der Sender über terrestrische UKW-Stützfrequenzen, die je nach Bundesland gestaffelt bis 2026 befristet sind. Diese UKW-Frequenzen sind der mit Abstand wichtigste Verbreitungsweg von Klassik Radio. Eine Verlängerung der Fristen wird in der Regel gewährt, jedoch ohne Garantie. Die Lizenzen und Genehmigungen beinhalten zum Teil auch Auflagen, deren Nichtbefolgung die Landesmedienanstalten auch während der Laufzeit zu einem Widerruf berechtigen. Reichweiten- und Frequenzmarketing sind in einer Stabsstelle mit direkter Berichtsverantwortung an den Vorstand gebündelt.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko

Klassik Radio verfügt mit TEUR 7.865 (i.Vj. TEUR 6.596) über eine hohe Eigenkapitalausstattung sowie mit TEUR 409 (i.Vj. TEUR 1.101) über eine geringe Verschuldung bei Kreditinstituten über die Inanspruchnahme von KK-Linien und aufgenommene Darlehen. Eine weitere Finanzierung erfolgt über Darlehen, die der Hauptgesellschafter und Vorstand der Klassik Radio AG gewährt hat, von denen eines im Geschäftsjahr vollständig zurückbezahlt wurde. Das verbleibende Darlehen valudiert zum Stichtag mit einem Gesamtbetrag von TEUR 400 und wird nach den Verlängerungen bis zum 31.12.2018 im Geschäftsjahr 2017 unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Die Inanspruchnahme der KK-Linien wurde gegenüber dem Vorjahr um TEUR 609 reduziert. Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag um TEUR 243 auf TEUR 328 vermindert. Eventuelle kurzfristige operative Liquiditätsengpasse sind im Konzern aufgrund vorhandener KK-Linien in Höhe von in Summe 1,3 Mio. Euro abgesichert.

Weiterhin unverändert wird ein geschätzter Sockelbetrag der KK-Linien von TEUR 400 für die kurzfristige Finanzierung von Liquiditätsschwankungen angesehen.

Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering angesehen. Die Klassik Radio AG arbeitet weiterhin in allen Bereichen an Cash-Optimierungen und Kostensenkungen, dies strebt zusätzliche Margen- und damit Liquiditätsverbesserung an.

Der Vorstand der Klassik Radio AG überwacht und steuert die Liquidität für den gesamten Konzern. Das Monitoring der Liquiditätssituation findet wöchentlich statt, um zeitnah auf eventuelle Engpässe reagieren zu können. Mit den finanzierenden Banken besteht ein kontinuierlicher Informationsaustausch, darüber hinaus bestehen aktive Kontakte zu anderen Finanzinstituten und dem Kapitalmarkt, um im Bedarfsfall auftretenden Finanzierungsbedarf abdecken zu können.

4.2. Gesamtrisiko

Im Klassik Radio Konzern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

4.3. Die Chancen

Vermarktung von Klassik Radio

Der zunehmende Bekanntheitsgrad von Klassik Radio und steigende Reichweiten stärken die Vermarktung. Darüber hinaus entwickelt sich ein Trend weg von breitangelegten hin zu qualitativen Werbeplänen. Zielgruppen wie "Best Ager" "Entscheider" und "Topverdiener" gewinnen im Werbemarkt zunehmend an Bedeutung.

Auch durch diese Entwicklungen wird die Klassik Radio Premium-Zielgruppe im Radiowerbemarkt immer attraktiver.

Klassik Radio bietet im Gegensatz zu den beiden anderen Vermarktern als einziger nationaler Radiosender ein bundesweit einheitliches Programmumfeld.

Klassik Radio verfügt nun über zwei strategisch gut aufgestellte, eigene Vertriebsunternehmen mit immer besser werdenden Zugängen zu den relevanten Werbekunden.

Radionutzung DAB+

Durch die bundesweite Verbreitung über DAB+ eröffnen sich für Klassik Radio neue Hörerregionen, die bislang aufgrund von fehlender oder geringer UKW-Verbreitung nicht erreicht werden konnten.

Damit erschließt Klassik Radio u.a. das bisher nicht über UKW versorgte und bevölkerungsreichste Bundesland NRW.

Radionutzung Webradio

Die Radionutzung im Internet und Mobile verzeichnet sprunghaften Zuwachs. Auch durch diesen Verbreitungsweg können neue Hörer für Klassik Radio hinzugewonnen werden.

Zusätzlich zum Hauptprogramm bietet Klassik Radio seit Ende Dezember 2017 weiterhin 10 frei empfangbare Themenchannels wie Lounge, Movie, Opera, New Classics, Pure Bach, Pure Mozart, Lounge Beat, Klassik Dreams, Piano und Barock für neue Hörer und innovative Vermarktungsmöglichkeiten.

Online-Shop

Die hochwertigen und nicht im Handel erhältlichen Musik-Exklusivprodukte bieten attraktive Zusatzerlöse unabhängig vom Radiowerbemarkt. Die bestehenden Kundenbeziehungen gehören der Klassik Radio AG und können jederzeit für eine Erweiterung des Produktangebotes wie z.B. dem neuen Sortiment der Digitalradiogeräte und den limitierten Kunsteditionen genutzt werden. Im Oktober 2017 ging zusätzlich die Klassik Radio Auszeit an den Start. Eine Auktionsplattform für Urlaube, Wellnessaufenthalte, kulturelle Erlebnisse, die in einer spannenden Rückwärtsauktion ersteigert werden können.

Konzerte

Klassik Radio startete 2016 wieder mit einem großen Erfolg die Konzerte "Klassik Radio live in Concert". Diese bieten Klassik Radio seitdem attraktive Zusatzerlöse unabhängig vom Radiowerbemarkt.

Musik Streamingdienst

Klassik Radio ist weltweit einer der ersten Radiosender mit einem eigenen Bezahl-Musik Streamingdienst.

Mit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Mitte Dezember 2017 über einen innovativen Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit über 100 von Hand kuratierten Radiosender mit Künstlern wie Rolando Villazon, James Newton Howard, Andre Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge verbindet.

Durch die konzerneigenen vielschichtigen Werbemöglichkeiten im Wert von Millionen Euro pro Jahr, besteht eine große Chance viele Abonnenten aus den sechs Millionen Hörern zu gewinnen. Ähnlich wie dies bei den Klassik Radio Konzerten eindrucksvoll geklappt hat.

Dies wäre ein in der Musik- und Medienindustrie weltweit Beachtung findender Erfolg, der den Unternehmenswert der Klassik Radio AG mit hoher Wahrscheinlichkeit signifikant steigern würde.

5. Ausblick und Prognose

Nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2017, liegt aktuell der Auftragsbestand an Werbeaufträgen für das laufende Geschäftsjahr TEUR 498 über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Bereits nach vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnten im April 50 % des internen Jahresziel-Umsatzes 2018 abgeschlossen werden.

Der Musik-Streamingdienst Klassik Radio Select ist im Dezember 2017 erfolgreich in den Markt eingestiegen und hat im April bereits über 80.000 Installationen und erste zahlende Kunden. Noch vor Start der großangelegten Marketingkampagne.

Die am 28. März veröffentlichte MA 2018 Audio I, die erste von jährlich zwei Mediaanalysen, verzeichnete einen sensationellen Reichweitenzuwachs von + 36 %. Damit ist Klassik Radio unangefochten der Gewinner unter allen in der Studie erhobenen Radiosendern, Online-Audio-Angeboten, Musik-Streaming-Diensten und User Generated Radios. Klassik Radio hat nun erstmalig 5,9 Millionen Hörer alleine in Deutschland. Wird diese Reichweite auch in der zweiten Mediaanalyse 2018 im Juli bestätigt, ergibt sich für 2019 eine deutliche Preislistenerhöhung von bis zu 36 % und damit zusätzliches Umsatzwachstumspotential.

Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir im Segment Radiosender davon aus, gegenüber 2017 moderat steigende Umsätze und aufgrund der strategischen Wachstumsinvestitionen in den neuen Musik-Streamingservice und in den Vertriebsausbau, ein sinkendes aber deutlich positives, operatives Ergebnis (EBITDA) zu erzielen.

Im Segment Merchandising bewegen wir uns mit dem Klassik Radio Online-Shop in einem Marktumfeld mit jährlich sinkenden CD-Verkäufen. Aus diesem Grund haben wir die Produktion von neuen CD-Produkten deutlich reduziert. Insbesondere der hauseigene Streamingdienst Klassik Radio Select wird zukünftig dieses Potential digital ersetzen.

Mit der selbst entwickelten und Ende 2017 neu gestarteten Auktionsplattform Klassik Radio Auszeit haben wir einen zweiten Shop mit attraktivem Geschäftsmodell gestartet.

Für Klassik Radio live in Concert 2018 liegt der aktuelle Ticketverkauf im April 2017 bei ca. 35 %. Hier haben wir mit den Erfahrungen aus 2017 die Anzahl der Events von 10 auf 8 angepasst.

Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir im Segment Merchandising davon aus dass wir gegenüber 2017 in etwa gleiche Umsätze und ein EBITDA auf Vorjahresniveau erzielen werden.

Für den Konzern erwarten wir 2018 weiter moderat steigende Umsätze und aufgrund der genannten Wachstums- und Anschubs-Investitionen ein sinkendes aber deutlich positives EBITDA.

Für die Klassik Radio AG Einzelgesellschaft (Holding) wird wie in den Vorjahren ein ausgeglichenes EBITDA angestrebt.

Der Vorstand weist darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den obigen Erwartungen abweichen können. Angesichts des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds und des engen Musik- und Radiowerbemarktes ist die Prognose deutlich erschwert. Im gesamten Unternehmen werden Anstrengungen unternommen die Erwartungen zu erfüllen.

6. Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB und Corporate Governance-Bericht

Die gemäß §§ 289f und 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung haben wir für die Klassik Radio AG und den Konzern zusammengefasst. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die insbesondere die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken, sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen enthält, sowie der Corporate Governance Bericht sind unter http://www.klassikradioag.de/cg.html zugänglich gemacht.

7. Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2017 nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum nicht getroffen oder unterlassen.

 

Augsburg, den 25. April 2018

Klassik Radio AG

Der Vorstand

Ulrich R. J. Kubak

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Klassik Radio AG, Augsburg:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Klassik Radio AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Klassik Radio AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und

vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstreckt sich nicht auf den Inhalt der obengenannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zugehörige Informationen im Abschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Zu den bezüglich der Finanzanlagen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Im Jahresabschluss der Klassik Radio AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt T€ 9.946 und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 459 ausgewiesen, die damit zusammen rund 97 % der Bilanzsumme ausmachen und das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft um T€ 1.178 übersteigen. Die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden jährlich von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungs- bzw. Zuschreibungsbedarf zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße davon abhängig, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einschätzen und die jeweils verwendeten Diskontierungszinssätze ableiten. Vor dem Hintergrund der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume ist die Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir den von der Klassik Radio AG implementierten Prozess sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, auf mögliche Fehlerrisiken analysiert und uns ein Verständnis über die Prozessschritte und die implementierten internen Kontrollen verschafft. Wir haben das Vorgehen der Gesellschaft bei der Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie bei der Ableitung der Zukunftserfolge auf Vereinbarkeit mit handelsrechtlichen Vorschriften und berufsständischen Verlautbarungen gewürdigt.

Wir haben die Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Die wesentlichen Annahmen der Unternehmensplanungen zum Wachstum und Geschäftsverlauf haben wir nachvollzogen, indem wir diese mit dem Vorstand und der Leitung Finanzen der Klassik Radio AG ausführlich diskutiert haben. Auf dieser Grundlage haben wir deren Angemessenheit beurteilt.

Die Angemessenheit der sonstigen wesentlichen Bewertungsannahmen, wie beispielsweise des Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate, wurden mit Unterstützung von internen Bewertungsspezialisten auf Basis einer Analyse von Marktindikatoren untersucht. Wir haben die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter im Hinblick auf die sachgerechte Ableitung analysiert und ihre Berechnung unter Beachtung der dafür vorliegenden Anforderungen der handelsrechtlichen Vorschriften nachvollzogen.

Durch Sensitivitätsanalysen haben wir Wertminderungsrisiken bei Änderungen von wesentlichen Bewertungsannahmen eingeschätzt. Ferner haben wir die rechnerische Richtigkeit der Bewertungsmodelle unter Beachtung der handelsrechtlichen Anforderungen nachvollzogen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Werthaltigkeit der Finanzanlagen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen keine Einwendungen ergeben.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB, auf die im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Bezug genommen wird

die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 S. 3 und § 289 Abs. 1 S. 5 HGB

den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie unseres Bestätigungsvermerks

Der Aufsichtsrat ist für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich:

den Bericht des Aufsichtsrats im Geschäftsberichts 2017

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. Juni 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. Juli 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 als Abschlussprüfer der Klassik Radio AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist David Reinhard.

 

Berlin, 27. April 2018

Mazars GmbH &Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2017

Klassik Radio AG

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert Sie im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 ("Geschäftsjahr 2017"), dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen intensiv mit der Lage, der Strategie und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit einigen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht und der Vorstand wurde im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren die ausführlichen in schriftlicher sowie mündlicher Form erstatteten Quartalsberichte des Vorstandes sowie die zwischendurch erfolgenden telefonischen Kontakte und persönlichen Gespräche. Diese erfolgten nicht nur mit der Aufsichtsratsvorsitzenden, sondern auch mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern auch außerhalb der Sitzungen.

Die Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle die Strategie, die Planung, die Risikolage und die Compliance des Unternehmens informiert.

Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrates waren die Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der Segmente, die Unternehmensplanung, die getätigten Investitionen, das Kostenmanagement, die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung bei Tochterunternehmen, die Liquiditätssituation und Finanz- und Investitionsplanung, potentielle sowie durchgeführte Akquisitionsprojekte, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie die Vorstandsangelegenheiten selbst.

Sonderthema war die Entwicklung des Streaming Dienstes

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2017 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten übersandt und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Soweit in Einzelsegmenten Probleme auftraten, wurden diese sowie Strategien zur Lösung zeitnah präsentiert und erörtert. Je nach Erfordernis wurde der Vorstand beauftragt, Lösungskonzepte zu entwickeln. Soweit nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlich, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstandes erfolgten mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt und hat sie über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017 zu vier Sitzungen zusammengetreten, die von der Vorsitzenden jeweils vorbereitet wurden. Dabei fanden zwei Sitzungen je Halbjahr statt. Die Aufsichtsratsmitglieder waren alle jeweils in mehr als der Hälfte der Sitzungen anwesend. In allen Sitzungen wurden jeweils unter Vorlage umfangreichen Zahlenmaterials der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert und einschließlich der Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und einzelner Segmente für den jeweiligen Bereich eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

In der Sitzung vom 26. April 2017 ging es um den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016, der vom Vorstand präsentiert wurde. Der verantwortliche Abschlussprüfer stand für Fragen zu den Abschlüssen zur Verfügung. Außerdem wurde die Hochrechnung für das I. Quartal und I. Halbjahr 2017 erörtert. Weitere Themen waren die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Liquiditätssituation.

In der Sitzung vom 23. Juni 2017 standen die Wahl der von der Hauptversammlung zuvor wiedergewählten Aufsichtsratsmitgliedern, Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach und Herrn Philippe Graf von Stauffenberg, zur Aufsichtsratsvorsitzenden und zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats im Mittelpunkt.

In der Sitzung vom 20. September 2017 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung im III. Quartal 2017 im Konzern berichtet. Erörtert wurden auch die Liquiditätssituation. Weiteres Thema war die Pflichtrotation des Abschlussprüfers.

In der Sitzung vom 06. Dezember 2017 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung für das Kalenderjahr 2017 im Konzern berichtet. Erörtert wurden auch die Liquiditätssituation sowie die Planung für das Kalenderjahr 2018. Weitere Themen waren die neue Vertriebsstruktur sowie der Streamingservice.

Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen dies als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 25. April 2018 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert im Anschluss wurde die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gem. § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit den alten Entsprechenserklärungen auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft nur einen Alleinvorstand hat.

Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Prof. Dr. Dorothee Hallerbach (Aufsichtsratsvorsitzende)

Philippe v. Stauffenberg (stellv. Vorsitzender)

Dr. Reinhold Schorer

Interessenkonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Frau Prof. Hallerbach und Herrn Dr. Schorer gehören dem Aufsichtsrat zwei unabhängige Mitglieder an, die gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Jahres- und Konzernabschluss: Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Mazars GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der Klassik Radio AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2017 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung für das Geschäftsjahr 2017 hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 25. April 2018 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Außerdem wurde der Impairment Test vorgelegt. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Klassik Radio AG festgestellt und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 27. April 2018 gebilligt, der Jahresabschluss der Klassik Radio AG ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft, er schließt sich dem Vorschlag an.

Abhängigkeitsbericht:

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2017 aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung des Vorstands, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht rechtzeitig erhalten und geprüft. Der Abschlussprüfer hat an den entsprechenden Verhandlungen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Abschlussprüfers, der Mazars GmbH &Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft; Hamburg, der diesen Bericht am 25. April 2018 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen hat:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Klassik Radio AG nicht unangemessen hoch war."

Auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Augsburg, den 27. April 2018

Für den Aufsichtsrat

Dr. Dorothee Hallerbach

Klassik Radio AG

Mediatower

Imhofstraße 12

D-86159 Augsburg

Tel.: +49 (0) 821 / 50 70 0

Fax: +49 (0) 821 / 50 70 505

www.klassikradioag.de