Klassik Radio AG

Augsburg

Jahresabschluss zum 31.12.2018

Jahresabschluss 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

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in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   77   70
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 10   17  
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147   157  
3. Geleistete Anzahlungen 29 186 0 174
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   9.926   9.926
2. Wertpapiere des Anlagevermögens   20   20
    10.209   10.190
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.655   459  
2. Sonstige Vermögensgegenstände 10 1.665 24 483
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   66   9
    1.731   492
C. Rechnungsabgrenzungsposten   45   23
    11.985   10.705

Passiva

       
in TEUR   31.12.2018   31.12.2017
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital   4.825   4.825
II. Kapitalrücklage   3.510   3.510
III. Bilanzgewinn   1.934   892
    10.269   9.227
B. Rückstellungen        
1. Steuerrückstellungen   12   0
2. Sonstige Rückstellungen   259   267
    271   267
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   80   401
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   85   69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   1.024   150
4. Sonstige Verbindlichkeiten   256   591
- davon aus Steuern TEUR 256 (Vj. TEUR 156)        
    1.445   1.211
    11.985   10.705

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

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in TEUR 01.01.2018 - 31.12.2018 01.01.2017 - 31.12.2017
1. Umsatzerlöse   2.058   1.923
2. Sonstige betriebliche Erträge   169   127
    2.227   2.050
3. Materialaufwand        
Aufwendungen für bezogene Leistungen   -63   -63
4. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -769   -717  
b) Soziale Abgaben -91 -860 -80 -797
-davon für Altersversorgung TEUR 2 (Vj. TEUR 2)        
5. Abschreibungen auf immatrielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -127   -82
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -1.062   -986
7. Erträge aus Beteiligungen   1.000   0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   2   61
-davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2 (Vj. TEUR 61)        
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -56   -72
-davon an verbundene Unternehmen TEUR 11 (Vj. TEUR 2)        
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -18   -26
11. Ergebnis nach Steuern   1.043   85
12. Sonstige Steuern   -1   -1
13. Jahresüberschuss   1.042   84
14. Gewinnvortrag   892   808
15. Bilanzgewinn   1.934   892

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Klassik Radio AG mit Sitz in Augsburg, Deutschland, ist beim Amtsgericht Augsburg unter der Registernummer HRB 2090 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine im General Standard gelistete börsennotierte private Radio-Holding mit 5 operativen Gesellschaften. Im Zentrum der Aktivitäten der Klassik Radio-Gruppe steht der Betrieb des Hörfunkspartensenders Klassik Radio sowie der Vermarktungsgesellschaften Euro Klassik GmbH und Klassik Radio Direkt GmbH. Darüber hinaus hält die Klassik Radio AG zum 31.12.2018 Anteile an der FM Radio Network GmbH und der Klassik Radio Austria GmbH mit Sitz in Wien.

Der Jahresabschluss der Klassik Radio AG wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Klassik Radio AG, Augsburg, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach IFRS für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaften, die als Mutter- und Tochterunternehmen in diesen Konzernabschluss einzubeziehen sind, sind verbundene Unternehmen i.S. des § 271 Abs. 2 HGB.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren) bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Zugänge zum Sachanlagevermögen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Für Geringwertige Anlagengegenstände mit Einzelanschaffungskosten von EUR 151 bis EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % p. a. abgeschrieben wird.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag ausgewiesen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert ausgewiesen. Sie werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 15,22 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB.

C. ERLÄUTERUNG DER BILANZ

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Klassik Radio AG hält unmittelbar und mittelbar die Anteile an folgenden Gesellschaften:

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Nr. Anteilseigner lfd. Nr. Beteiligungsquote
in %
Eigenkapital gem. HGB 31.12.2018
TEUR
Jahresergebnis gem. HGB 31.12.2018
TEUR
1 Klassik Radio AG (Muttergesellschaft), Augsburg        
(a) unmittelbarer Anteilsbesitz        
2 Euro Klassik GmbH, Augsburg 1 100 8.844 593
3 FM Radio Network GmbH, Augsburg 1 100 -1.224 -838
4 Klassik Radio Direkt GmbH, Augsburg 1 100 2.156 212
(b) mittelbarer Anteilsbesitz        
5 Klassik Radio GmbH & Co. KG, Hamburg 2 100 4.078 377
6 Klassik Radio Geschäftsführungs GmbH, Hamburg 2 100 59 8
7 Klassik Radio Austria GmbH, Wien 2 100 -301 -70

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4) Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 4.825. Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.825.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 3.510.

Genehmigtes Kapital 2016

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. August 2021 um insgesamt bis zu EUR 2.412.500,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

wenn und soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern bzw. Gläubigern von mit Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestatteten Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen neuen Aktien einen rechnerischen Anteil von insgesamt 10% des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung.

Auf diese Begrenzung auf 10% des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss eines Bezugsrechts veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen ist der anteilige Betrag des Grundkapitals der auf Aktien entfällt, die zur Bedienung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegeben werden können, sofern solche Finanzierungsinstrumente ab dem 12. August 2016 in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien, insbesondere zum Zweck des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen und sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen) oder zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die gegen Sacheinlage begeben werden.

Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bedingungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Aktionären, sofern dies vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt wird, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden.

Bedingtes Kapital 2016

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des unter Tagesordnungspunkt 7 gefassten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. August 2016 bis zum 11. August 2021 von der Gesellschaft oder unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie Wandlungspflichten erfüllt werden, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

(5) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, insbesondere für Beratungs- und Abschlusskosten in Höhe von TEUR 139 (i. Vj. TEUR 156) und Aufsichtsratskosten in Höhe von TEUR 42 (i. Vj. TEUR 50).

(6) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich am Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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in TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe Besicherte Beträge
a.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80 0 0 80 0
(im Vorjahr) (319) (82) (0) (401) (0)
b.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 85 0 0 85 0
(im Vorjahr) (69) (0) (0) (69) (0)
c.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.024 0 0 1.024 0
(im Vorjahr) (150) (0) (0) (150) (0)
d.) Sonstige Verbindlichkeiten 256 0 0 256 0
(im Vorjahr) (591) (0) (0) (591) (0)
- davon aus Steuern TEUR 256 (i. Vj. TEUR 156)          
Gesamtsumme 1.445 0 0 1.445 0
(im Vorjahr) (1.129) (82) (0) (1.211) (0)

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus der kurzfristigen Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien, sowie aus Darlehen mit einer Restlaufzeit bis 2019.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 256 (i. Vj. TEUR 156).

(7) Latente Steuern

Auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen ergeben sich passive latente Steuern, die mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge saldiert werden. Der Ansatz eines aktiven steuerlichen Überhangs unterbleibt entsprechend § 274 Abs. 1 HGB.

Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 164 wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus erbrachten Dienstleistungen sowie Weiterverrechnungen von Raumkosten an die Tochtergesellschaften.

(2) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 79 (i. Vj. TEUR 44), die periodenfremden Charakter haben.

E. SONSTIGE ANGABEN

(1) Honorar des Abschlussprüfers

Zum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 verweisen wir auf die Angaben innerhalb der Notes des Klassik Radio AG Konzernabschlusses zum 31.12.2018.

(2) Anzahl der Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2018 waren durchschnittlich 10 Mitarbeiter (i. Vj. 8) beschäftigt. Zusätzlich war zum Bilanzstichtag 1 (i. Vj. 1) Vorstand bestellt.

(3) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergeben sich aus nachstehender Übersicht:

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Fälligkeiten
in TEUR < 1 Jahr 1 - 5 Jahre >5 Jahre
Miete Geschäfts- und Lagerräume 226 226 0
Miete BGA 62 1 0
Instandhaltung BGA 23 2 0
Sonstiges 158 27 0
  469 256 0

(4) Haftungsverhältnisse

Die Klassik Radio AG übernimmt die selbstschuldnerische Bürgschaft für die Inanspruchnahme der KK-Linie durch die Tochtergesellschaften. Zum Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme TEUR 0. Weiterhin bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften Euro Klassik GmbH, Klassik Radio Direkt GmbH, Klassik Radio Austria GmbH sowie FM Radio Network GmbH. Die Klassik Radio AG erklärt hierin, dass sie die uneingeschränkte Verpflichtung übernimmt sicherzustellen, dass die Tochtergesellschaften stets in der Lage sein werden, ihren bestehenden und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Vor dem Hintergrund der in den Unternehmensplanungen prognostizierten Cashflows schätzt die Klassik Radio AG das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering ein.

(5) Organe

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt zusammen:

Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), Augsburg

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2018 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen:

Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, Rechtsanwältin (Vorsitzende)

Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach ist auch Mitglied im Aufsichtsrat bei

BIKT AG, Mering (Vorsitzende des Aufsichtsrats)

Herr Philippe Graf von Stauffenberg, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Philippe Graf von Stauffenberg ist auch Director bei

Greenland Capital S.L., Spanien

Herr Dr. Reinhold Schorer, Rechtsanwalt

(6) Angabe von Bezügen

Der Vorstandsvorsitzende Herr Ulrich R. J. Kubak erhielt für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und Tochterunternehmen ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (i. Vj. TEUR 252) und erfolgsunabhängige Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 16).

Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2018 erfolgsunabhängige Vergütungen sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 42 (i. Vj. TEUR 50) zurückgestellt.

Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 7). Daneben wird für den Aufsichtsrat eine erfolgsabhängige Vergütung von insgesamt TEUR 3 (i. Vj. TEUR 0) erwartet. Für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer werden Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 5 (i. Vj. TEUR 14) erwartet.

Der Vorstand Herr Ulrich R. J. Kubak gewährte der Klassik Radio AG zwei Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2018. Die Darlehen wurden zu marktüblichen Konditionen verzinst. Die Darlehen wurden bis 31.12.2018 vollständig zurückbezahlt.

(7) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr 2018 in Höhe von EUR 1.042.336,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

(8) Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind wir gehalten, den Inhalt der uns zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der Klassik Radio AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen oder über- oder unterschreiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen kann sich bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde. Zudem können nach dem Bilanzstichtag weitere Änderungen im meldepflichtigen Anteilsbesitz eingetreten sein, die in den nachfolgend wiedergegebenen Mitteilungen nicht enthalten sind.

Bis zum Bilanzstichtag haben wir folgende Mitteilungen erhalten:

Am 15. Dezember 2004 hat Herr Ulrich R. J. Kubak der Klassik Radio AG gemeldet, dass am selben Tag sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 50 % überschritten hat und dieser nunmehr 68,75 % beträgt (Anzahl der Aktien: 3.093.750 vom Grundkapital 4.500.000).

Am 08. Januar 2013 hat die UK Media Invest GmbH der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 08. Januar 2013 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 15 % überschritten hat und nunmehr 15,33 % (Anzahl der Aktien: 739.537 vom Grundkapital 4.825.000) beträgt. Laut § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG ist dieser Aktienbesitz Herrn Ulrich R. J. Kubak zuzurechnen.

Am 29. April 2014 hat Herr Philippe v. Stauffenberg der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 25. April 2014 sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten hat und dieser nunmehr 1,88 % beträgt (Anzahl der Aktien: 90.845 vom Grundkapital 4.825.000).

Am 31. Januar 2018 hat die SPEZIALWERTE AG der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 31. Januar 2018 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,93 % (Anzahl der Aktien: 141.196 vom Grundkapital 4.825.000) beträgt.

(9) Angabe gemäß § 161 AktG

Auf Grundlage der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gemäß § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat am 30. April 2019 eine Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet (www.klassikradioag.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Augsburg, den 30. April 2019

Vorstand

Ulrich R. J. Kubak

Klassik Radio AG, Augsburg

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind."

 

Augsburg, den 30. April 2019

Vorstand

Ulrich R. J. Kubak

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2018

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 01.01.2018 Zugänge Abgänge 31.12.2018 01.01.2018 Afa des Gj.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 292 73 0 365 222 66
II. Sachanlagen            
1. Einbauten in fremde Grundstücke 224 0 0 224 207 7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 530 44 0 574 373 54
3. geleistete Anzahlungen 0 29 0 29 0 0
  754 73 0 827 580 61
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 0 0 9.926 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0 0 20 0 0
  9.946 0 0 9.946 0 0
  10.992 146 0 11.138 802 127
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Kumulierte Abschreibungen Buchwert
in TEUR Abgänge 31.12.2018 31.12.2018 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 288 77 70
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 0 214 10 17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 427 147 157
3. geleistete Anzahlungen 0 0 29 0
  0 641 186 174
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 9.926 9.926
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 20 20
  0 0 9.946 9.946
  0 929 10.209 10.190

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in TEUR 01.01.2017 Zugänge Abgänge 31.12.2017 01.01.2017 Afa des Gj.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240 52 0 292 189 33
II. Sachanlagen            
1. Einbauten in fremde Grundstücke 224 0 0 224 200 7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 455 75 0 530 331 42
  679 75 0 754 531 49
III. Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 0 0 9.926 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 20 0 0 20 0 0
  9.946 0 0 9.946 0 0
  10.865 127 0 10.992 720 82
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Kumulierte Abschreibungen Buchwert
in TEUR Abgänge 31.12.2017 31.12.2017 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 222 70 51
II. Sachanlagen        
1. Einbauten in fremde Grundstücke 0 207 17 24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 373 157 124
  0 580 174 148
III. Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 9.926 9.926
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 20 20
  0 0 9.946 9.946
  0 802 10.190 10.145

Lagebericht & Konzernlagebericht für den Zeitraum 01. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018

Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns

Die Klassik Radio AG ist Deutschlands einzige börsennotierte Radio-Holding. Sie ist seit dem 15. Dezember 2004 an der Börse notiert und wird im geregelten Markt in Frankfurt (General Standard) sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, München und Stuttgart gehandelt.

Mit dem Fokus auf Hörfunk, Musik und digitale Geschäftsmodelle befinden sich unter ihrem Dach einer der weltweit größten Klassik-Sender "Klassik Radio", sowie die beiden sich ergänzenden Vertriebsunternehmen Euro Klassik und Klassik Radio Direkt.

Der Schwerpunkt der Euro Klassik ist die Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich und der Akquise nationaler Radiospendings, welche über Mediaagenturen und Direktkundenansprachen vergeben werden.

Die Klassik Radio Direkt hat ihren Schwerpunkt auf dem regionalen Radiowerbemarkt und vermarktet die Werbeflächen des Senders durch Direktverkauf per Telefon.

Die Klassik Radio Direkt ist der größte deutsche Anbieter von Radio-Verbundwerbung und bietet so auch kleineren Unternehmen einen preisgünstigen Einstieg in Radiowerbung bei Klassik Radio.

Die FM Radio Network entwickelt und betreibt seit Dezember 2017 mit Klassik Radio Select, einen eigenen innovativen Streamingdienst. Mit einem monatlich kündbaren Abonnement erhält man das Programm von Klassik Radio werbefrei sowie über 150 weitere, von Stars und Experten kuratierte Radiosender für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge.

Die Vertriebsaktivitäten der Euro Klassik und der Klassik Radio Direkt sind gemeinsam mit dem Radiosender und dem Streamingdienst im Segment Radiosender zusammengefasst.

Neben dem Segment Radiosender besteht noch das Segment Merchandising.

Radiosender

Klassik Radio ist Deutschlands meistverbreitetes Privatradio mit einem einzigartigen Programm. Die besondere Mischung aus den schönsten Klassik-Hits, der besten Filmmusik und den außergewöhnlichen New Classics bildet ein unverwechselbares Klangerlebnis und sorgt neben nahbaren Moderatorinnen und Moderatoren für eine besondere Hörerbindung. Angereichert mit den wichtigsten aktuellen Meldungen aus der Klassik-Welt, sowie Nachrichten und Infos aus Wirtschaft, Börse, Medien und Kultur aus den Metropolen Deutschlands bietet Klassik Radio ein einmaliges Format in der europäischen Radiolandschaft. Rund 2 Millionen Hörer genießen täglich das Live-Programm von Klassik Radio.

Für die Werbewirtschaft ist Klassik Radio eine sehr attraktive Premiumzielgruppe.

Mit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Mitte Dezember 2017 über einen eigenen innovativen Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit über 150 von Hand kuratierten Radiosender von Künstlern wie Rolando Villazon, James Newton Howard, Andre Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge verbindet.

Klassik Radio setzt den Weg zum digitalen 360 Grad Musikunternehmen konsequent fort.

Klassik Radio wird über UKW, deutschlandweit im Kabel, europaweit über Satellit sowie weltweit via Internet und mit allen gängigen Smartphones über kostenfreie Apps empfangen. Zudem ist Klassik Radio seit 2011 über DAB+ in ganz Deutschland zu hören.

Durch die Klassik Radio Austria GmbH hält Klassik Radio die Sendelizenz über 2 UKW-Standorte in der bedeutendsten europäischen Festspielmetropole Salzburg. Damit verfügt Klassik Radio neben den drei Standorten im Raum Innsbruck über eine weitere sehr attraktive kaufkräftige Senderegion.

Vertrieb

Der Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter: Radio Marketing Services GmbH & Co. KG und ARD Sales & Services. Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des Gesamtwerbemarkts.

In diesem verteilten Markt hat sich Klassik Radio zusätzlich für eine Vermarktung durch die ARD Sales & Services entschieden und ist somit bei jeder gebuchten Radiokampagne eines Werbetreibenden in einer der entscheidenden nationalen Radiokombinationen der ARD Sales & Services berücksichtigt.

Klassik Radio vermarktet sich bewusst auch weiterhin vor allem selbst über die konzerneigenen Vermarkter Euro Klassik und Klassik Radio Direkt, welche sich als Vertriebsgesellschaften bei der Erschließung des deutschen Radiowerbemarktes optimal ergänzen.

Dabei liegen die Schwerpunkte der Euro Klassik bei der Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich und der Akquise nationaler Radiospendings, welche über Mediaagenturen und Direktkundenansprachen vergeben werden. Die Euro Klassik erhält hierfür eine gruppeninterne Vertriebsprovision.

Die Klassik Radio Direkt akquiriert für Klassik Radio erfolgreich Kunden in den regionalen Werbemärkten wie Hamburg/ Schleswig-Holstein, Berlin/Brandenburg, Hannover, Bayern und Baden-Württemberg und eröffnet mit attraktiven Preispaketen auch Kunden mit kleineren Werbebudgets den Zugang zur exklusiven Klassik Radio Zielgruppe.

Merchandising

Neben der Vermarktung von Werbezeiten generiert die Euro Klassik attraktive Zusatzgeschäfte über das Segment Merchandising. Der Bereich Digitalradios mit innovativen Markengeräten im Premiumsegment und limitierte Kunsteditionen runden das Musiksortiment ab. Vertrieben werden die Produkte online über den Klassik Radio Shop.

Seit Oktober 2017 wird der Klassik Radio Onlineshop um das Klassik Radio Auszeit Online-Portal erweitert. Eine Auktionsplattform für exklusive Kurzurlaube, Wellnessaufenthalte, kulturelle Erlebnisse, die in einer spannenden Rückwärtsauktion ersteigert werden können.

Die in 2016 neu gestartete Konzerttour "Klassik Radio live in Concert" ist seit 2016 dem Bereich Merchandising zugeordnet. Die Konzerte fanden in 2018 in 8 Städten in Deutschlands schönsten Konzerthäusern statt und haben bis jetzt insgesamt knapp 200.000 Konzertbesucher begeistert. Für 2019 planen wir daher erneut mit 10 Konzerten.

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wachstumsprognose Radiowerbemarkt liegt bei 2,1 Prozent pro Jahr

Der Online-Werbemarkt wächst durchschnittlich um 5,7 Prozent pro Jahr

Angebot an Online-Radioprogrammen und Streamingdiensten weiterhin in Deutschland auf Wachstumskurs

Das Radio bleibt auch weiterhin eines der beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedien in Deutschland. 95 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung schaltet regelmäßig Radio/Audio ein.

Die Klassik Radio AG ist hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung im Wesentlichen von zwei Hauptfaktoren abhängig: Zum einen von allgemeinen, wirtschaftlichen Tendenzen und Entwicklungen, zum anderen von den Entwicklungen des Radio-, Werbe- und Musikmarktes.

Wirtschaftliches Umfeld

Laut dem Statistischen Bundesamt war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2018 um 1,5 Prozent höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist 2018 zwar langsamer gewachsen, aber dafür das neunte Jahr in Folge. Vor allem aus dem Inland kamen in 2018 Positive Wachstumsimpulse. Im Wesentlichen wurde das Wirtschaftswachstum von der Binnenkonjunktur und dem privaten Konsum getragen, der von einem starken Beschäftigungsaufbau und kräftigen Lohnsteigerungen profitierte. Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes in 2018 ist der Umsatz im Einzelhandel im Jahr 2018 real zwischen 1,4 und 1,5 Prozent gewachsen. Dieser macht rund ein Drittel des privaten Konsums aus. Der Außenhandel fiel als Wachstumstreiber hingegen aus. Der Export von Waren und Dienstleistungen stieg auch in 2018 (plus 2,4 Prozent), aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.

Der internationale Währungsfonds (IWF) hat zu Jahresbeginn die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft und den Euroraum nach unten korrigiert. Für das Jahr 2019 wird ein reales Plus von 3,5 Prozent (Vorjahr: + 3,7 Prozent) bzw. 1,6 Prozent (Vorjahr: + 1,8 Prozent) erwartet. Für 2019 hat das ifo Institut seine Wachstumsprognose von 1,1 Prozent auf 0,6 Prozent gekappt. Wiederum wurde sie aber für 2020 von 1,6 auf 1,8 Prozent erhöht. Dennoch soll sich ein Aufwärtstrend fortsetzen, im Wesentlichen gestützt durch die robuste Binnenkonjunktur.

Die EZB korrigierte ihre Konjunkturprognose für 2019 ebenfalls deutlich nach unten. Für die Euro-Zone erwartet die Notenbank aktuell noch ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 1,1 Prozent. Die Prognose für die Entwicklung der Verbraucherpreise korrigierte die Notenbank auch nach unten. Die Teuerung dürfte in 2019 demnach bei 1,2 Prozent liegen und damit deutlich niedriger als im Dezember 2018 vorhergesagt (1,6 Prozent).

Radiomarkt

Radio ist in der Funktion als Werbemedium für Effizienz bekannt und ist durch sein Preis-Leistungsverhältnis gegenüber anderen Werbeträgern im Vorteil: Das Radio zählt nach wie vor zu den beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedien in Deutschland und weist weiterhin eine konstant hohe Reichweite auf. "Radio hat das Vertrauen der Hörer", so wundert es nicht, dass das Radio 2017 das mit Abstand wachstumsstärkste Massenmedium war. 2017 war ein erfolgreiches Jahr für den deutschen Hörfunkmarkt. Die Werbeeinnahmen zeigten dabei eine anhaltende positive Entwicklung. Der Trend der Vorjahre setzt sich weiterhin positiv bei der Onlinewerbeeinnahmen fort. Bei der Onlinewerbung findet die Branche immer mehr Formen und Formate, für den Verkauf von weiteren Sendezeiten bzw. Spots. Der Anteil der Onlinewerbeeinnahmen stieg somit im Jahr 2017 um 3,7 Prozent an.

UKW ist laut dem Jahresbericht des Verbandes Privater Medien e.V. (Vaunet) unverändert der wichtigste Übertragungsweg für Radio in Deutschland. Analoge Terrestrik wird von 92,9 Prozent der Haushalte für den Radioempfang genutzt. Trotz besserer Klangqualität von DAB +, besserer Empfangssicherheit, multimedialen Zusatzinformationen wird es nur von 15,7 Prozent der Haushalte genutzt. Für über zwei Drittel der Radio hörenden Personen (48,5 Mio.) in Deutschland bildet UKW immer noch die meistgenutzte Radioempfangsart. Zukünftig soll jedes in der EU verkaufte Fahrzeug ab Werk einen Zugang zu DAB/DAB + haben. Die DAB + Pflicht sollte ursprünglich für alle Radiogeräte gelten, nun soll die Richtlinie nur auf Autoradios Anwendung finden. Sollte diese Richtlinie vom EU-Parlament abgesegnet werden, wäre dies ein wichtiger Schritt für die Durchsetzung des Digitalradios. Der Verkauf des UKW-Antennennetzes durch die Media Broadcast führte zu Unstimmigkeiten, die durch die Einschaltung der Politik und Bundesnetzagentur ausgeräumt werden konnte, um die Abschaltung des UKW-Netzes zu verhindern. Im Juni 2018 gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass die Eckpunkte für eine vertragliche Lösung bezüglich der Kosten von UKW zwischen Sendenetzbetreibern und Antennenbesitzern stattgefunden hat. Der Radio- und Musikkonsum der Onlineaudionutzer in Deutschland wird immer häufiger mobil stattfinden und weiterhin wachsen.

Die Radiobranche wird zukünftig als eine der klassischen Mediengattungen von der Digitalisierung nachhaltig profitieren. Zunehmende Digitalisierung liefert neue werberelevante Touchpoints - vor allem auch für junge Zielgruppen. Dieses Potential wurde vom Markt erkannt und dadurch wird verstärkt in Audiowerbung investiert.

Für das Wachstum spricht trotz des erhöhten Wettbewerbs die anhaltende Beliebtheit des Radios als Informationsmedium. 95 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung schaltet regelmäßig Radio/Audio ein. In der Welt der Hörer spielt der Empfangsweg ob via UKW oder via Web kaum noch eine Rolle. Wichtiger ist das, was rauskommt, auch Radio ist. Im Leben der Menschen hat Radio und Audio einen festen Platz. Unverändert schalten 77,6 Prozent der Deutschen täglich ein (Tagesreichweite, Mo-Fr) und dies für über 4 Stunden lang (Verweildauer, Mo-Fr.). Dies wurde durch die MA 2018 Audio II bestätigt. Seit Jahren manifestiert sich diese feste Größe im Alltag der Menschen. Die Bedeutung des Radioprogrammes für die Menschen wird dadurch deutlich. Mit Bravour meistert das Radio die Aufgabe, die Menschen mit Moderation, Musik, Information und Unterhaltung durch den Tag begleiten zu lassen.

Insgesamt gehen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) davon aus, dass die Radiowerbeeinnahmen bis 2022 jährlich um durchschnittlich 2,1 Prozent steigen werden. Bis 2022 werden die Einnahmen aus der traditionellen Radiowerbung steigen. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 1,9 Prozent. Onlinewerbeeinnahmen werden durchschnittlich um 22,3 Prozent im Jahr 2022 anwachsen.

Unterhaltungs- und Medienmarkt

Die Medien- und Unterhaltungsbranche profitiert weiterhin von einer soliden Gesamtkonjunktur. In den kommenden fünf Jahren wird sich der deutsche Medien- und Unterhaltungsmarkt nach Erwartungen von Marktanalysten wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) weiterhin robust entwickeln. Für das Jahr 2018 wurde mit einem Zuwachs von 2 Prozent gerechnet. Die Wachstumskurve dürfte sich danach aber etwas abflachen.

Für die deutsche Unterhaltungs- und Medienbranche wird bis 2022 von einem stetigen Wachstum von 1,8 Prozent ausgegangen. Auf den Werbeumsatz bezogen wird mit einem durchschnittlichen Wachstum von 2,6 Prozent gerechnet. Wachstumstreiber sind die digitalen Werbeeinnahmen. Die Zuwachsraten sinken dahingehend allmählich. In 2018 wird somit mit einem Plus von 8 Prozent gerechnet, 2022 werden es noch 4,6 Prozent sein. Klassische Werbeerlöse werden ihr Niveau bis 2022 halten. Das jährliche Wachstum beläuft sich im Durchschnitt auf 0,1 Prozent.

Der Digitalisierungstrend spiegelt sich bei der Entwicklung des Werbemarktes wider. Das Radio wird den moderaten Wachstumskurs fortsetzen können. Wie die digitalen Werbeerlöse dürfte sich auch der digitale Vertrieb in den kommenden Jahren positiv entwickeln.

Internet

Die Standardisierungsgremien arbeiten seit 2012 an der Entwicklung der Einführung des Mobilfunkstandards 5G, um den steigenden Anforderungen an die mobile Datennutzung, insbesondere aus dem Bereich des Internets oder der Realisierung von Echtzeitanwendungen gerecht werden zu können. Die Einführung der Mobilfunkgeneration 5 G wurde in 2018 weiter forciert. Es werden mehr Frequenzen nachgefragt als verfügbar sind, deswegen will die BNetzA in einigen Frequenzbereichen die Nutzungsrechte versteigern. Die Vergabe soll an Ausbauauflagen gekoppelt werden, damit eine flächendeckende Bereitstellung der Netze sichergestellt wird. Die Auktion zur Vergabe der Frequenzen ist für Anfang 2019 geplant.

Seit Mai 2018 senden im Netz der Deutschen Telekom in Berlin die ersten 5 G Antennen unter realen Bedingungen. Die größten Datenmengen (mobiles Datenvolumen sowie WLAN) werden künftig über Smartphones genutzt. Pro Smartphone wird für das Jahr 2022 beim Datenkonsum bereits ein Wert von 273,7 GB erwartet. Im Vergleich zu 2018 bedeutet dies einen Zuwachs von 166,6 GB und einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 26,2 Prozent. Das größte Datenvolumen wird bei der Nutzung von Smartphones für das Herunterladen oder Streamen von Videoinhalten verbraucht. Deutlich weniger Datenvolumen fällt für andere Inhalte wie Spiele, Musik oder Kommunikation an. 2018 werden es nur 100 Millionen GB für Spiele, 332 Millionen GB für Musik und 174 Millionen GB für Kommunikation sein.

Insgesamt gehen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) davon aus, dass alle drei Inhalte bis 2022 durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von über 20 Prozent erreichen.

In Deutschland werden bis Ende 2018 rund 34 Millionen Tablets benutzt. Bis 2022 wird die Zahl weiter steigen. Es wird eine Nutzung von rund 35,7 Millionen Tablets bis 2022 erwartet. Bis Ende 2018 werden 12 Prozent der insgesamt konsumierten Daten übers Tablet genutzt. Bis 2022 wird eine Datennutzung von 7,5 Milliarden GB prognostiziert. Die durchschnittliche Wachstumsrate wird somit auf 26,7 Prozent geschätzt.

Onlinewerbung

Im Jahr 2017 hat sich der deutsche Markt für Onlinewerbung erneut positiv entwickelt. Dabei wuchs der Markt um 8,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei wurden maßgeblich die verschiedenen Kanäle von zwei zentralen Themen beeinflusst. Eine anhaltende Verschiebung in Richtung "Mobile first" war zum einen zu beobachten. Es wurde als zweites deutlich, dass bewegte Bilder (Videos) im Vergleich zu statischen Werbebannern (Displays) immer stärker an Bedeutung gewinnen.

Der größte Wachstumstreiber im Onlinemarkt war 2017 -wie im Jahr 2016 - die mobile Onlinewerbung mit einem Anstieg um 35 Prozent. Am gesamten Werbemix wächst mobile Werbung somit um mehr als zwei Prozentpunkte auf 11,1 Prozent. Künftig wird die Onlinewerbung maßgeblich von neuen datengetriebenen Werbemöglichkeiten und -formate geprägt. Durch neue Regularien ergeben sich Veränderungen im Markt, die durch die Datenschutzgrundverordnung notwendig geworden sind. Die DSGVO wirkt sich aktuell vornehmlich auf das Sammeln und nutzen persönlicher Daten aus. Anfänglich wurde dies als große Bürde und Bedrohung der Werbemöglichkeiten angesehen, wandelt sich aber immer mehr zu der Möglichkeit einer auf gegenseitigem Vertrauen basierende Kommunikation zwischen dem Kunden zu entwickeln. Datengetriebenes Marketing erlaubt es, die Werbeformate und -maßnahmen im Hinblick auf ihren Return on Marketing Investment immer genauer zu analysieren. Die Werbeeffizienz wird durch ein intelligentes datengetriebenes Marketing gemessen, somit nicht nur mittels herkömmlicher Benchmarks, wie etwa der Click-Through-Rate. In einer übergreifenden Gesamtrechnung werden auch die Kosten für die Produktion der Werbemittel mit einbezogen und von der Effektivität einzelner Kampagnen ein differenziertes Bild zu erhalten. Aus den immer differenzierteren Leistungen verschiedener Agenturen ist dieser Trend auch ableitbar. So wird nicht nur der Einkauf von Medialeistungen über agentureigene Media Trading Desks angeboten, sondern auch das Erstellen von Kreativleistungen rückt stärker in den Vordergrund. Das Thema Werbemittel und Contentgestaltung rückt somit wieder stärker in den Fokus der Werbetreibenden.

Der Gesamtmarkt für Onlinewerbung wird bis 2022 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 5,7 Prozent wachsen.

Handel

Die Geschäftslage und die Erwartungen im Einzelhandel sind weiterhin positiv. Für 2019 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Einzelhandel nur mit einem Umsatzwachstum von 2 Prozent im Vorjahresvergleich.

Der Online-Handel bleibt auch für die Zukunft weiterhin der Wachstumstreiber. Für den Handel fordert der HDE weiter einen fairen Wettbewerbsrahmen und weiterhin finanzielle Spielräume für die Digitalisierung.

Musikmarkt

In 2017 bewegt sich der deutsche Musikmarkt auf dem Vorjahresniveau. Der Umsatz aus dem Musikvertrieb ist 4 Jahre in Folge zwischen 1,2 Prozent und 4,6 Prozent gewachsen. In 2017 hat er sich annähernd auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert (-0,3 Prozent). Der Verkauf von physischen Tonträgern ist seit Jahren rückläufig, trotzdem hat er im Jahr 2017 mit 53,4 Prozent immer noch den größten Anteil am Musikvertrieb. Als Haupttreiber für künftige Umsatzsteigerungen im Musikmarkt ist die weitere Entwicklung des Streamings zu sehen. Musikstreaming wächst weiterhin dynamisch. Vor dem Hintergrund der positiven Aussichten im Musikstreamingmarkt ist zu erwarten, dass sich der Wettbewerbsdruck vor allem durch die Marktgrößen Apple, Alphabet/Google und Amazon weiter erhöhen wird. Nach der Stabilisierung des Marktes in 2017, einer weiteren Seitwärtsbewegung in 2018, wird ab 2019 wieder ein Wachstum erwartet. In den nächsten fünf Jahren wird ein Wachstum im digitalen Markt von durchschnittlich 11,3 Prozent erwartet. Der Wandel hin zum digitalen Musikkonsum geht einher mit einem stetigen Rückgang des physischen Geschäftes. Bei den Leistungsschutzrechten wird von einem durchschnittlichen Wachstum von 3,4 Prozent ausgegangen. Das Wachstum des digitalen Segments wird den Rückgang im Bereich der physischen Tonträger über den Betrachtungszeitraum insgesamt leicht überkompensieren, so dass für den Musikvertrieb ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 0,5 Prozent diagnostiziert wird.

Gegen Ende des Prognosezeitraumes 2022 wird ein Anteil des digitalen Vertriebs am gesamten Musikvertrieb von ca. 78 Prozent erwartet. Der Musikmarkt stellt sich insgesamt somit auch weiterhin als ein Zukunftsmarkt mit andauerndem Wachstum dar, indem die Bedeutung digitaler Vertriebskanäle weiterhin zunehmen wird.

Klassik Radio ist mit dem neuen Musik Streamingdienst auch zukünftig auf diese Entwicklung bestens vorbereitet.

Quellen: German Entertainment & Media Outlook 2018-2022, AGOF, Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, Bundeswirtschaftsministerium der Bundesrepublik Deutschland, Internationaler Währungsfonds, ifW Kiel, Ifo-Institut Konjunkturprognose München, Nielsen Media Research, ma Audio 2018 II, ma Audio 2018 I, ma Audio 2019 I, Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Goldmedia-Prognose, Handelsverband Deutschland (HDE), EZB, IKB, Bundesverband des deutschen Versandhandels, Nielsen Deutschland, Institut für Weltwirtschaft-Kiel, Radiozentrale.de)

1.2. Geschäftsverlauf

Konzernhighlights

Klassik Radio erzielt mit einem Rekord-Umsatz von TEUR 15.584 eine Umsatzsteigerung von 8,5 % zum Vorjahr

8,5 % EBITDA-Steigerung von TEUR 1.716 auf TEUR 1.861 - trotz Aufbau des Streamingdienstes

Steigerung des Gesamtperiodenergebnisses um 25,7 % von TEUR 1.269 auf TEUR 1.595

Ergebnis je Aktie bei 0,331 Euro

Segment Radiosender

Start der Vermarktung für Klassik Radio Select

Relaunch des Webplayers: Bisheriger Player wird durch Neuentwicklung im Juli 2018 abgelöst

Der Premiumbereich verfügt bereits über mehr als 150 durch Expertenhand kuratierte Sender

Klassik Radio Select verzeichnet mehr als 100.000 App-Installationen

Segment Merchandising

Konzertreihe "Klassik Radio live in Concert 2018" mit Umsätzen von TEUR 1.097 weiterhin auf Erfolgskurs

Rückläufiger Umsatz im CD-Sortiment wird durch die steigenden Auszeit-Umsätze größtenteils kompensiert

2. Lage des Konzerns

2.1. Ertragslage des Klassik Radio Konzerns

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in TEUR 01.01.2018-31.12.2018 01.01.2017-31.12.2017
Umsatzerlöse 15.584 14.358
Sonstige Erträge 962 699
Aufwand für bezogene Leistungen und Waren -5.326 -4.836
Aufwand für Personal -4.126 -3.550
Andere Aufwendungen -5.233 -4.955
EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) 1.861 1.716
Aufwand für planmäßige Abschreibungen -337 -198
EBIT (Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern) 1.524 1.518
Zinsen und ähnliche Erträge 7 3
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -47 -77
Finanzergebnis -40 -74
Steuererträge/-aufwendungen 111 -175
Gesamtperiodenergebnis 1.595 1.269

Die Umsatzerlöse sind entsprechend der Prognose im Geschäftsjahr 2018 moderat gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.226 auf TEUR 15.584 gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen aus Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten im Radiosender, Erlöse aus Lizenz- und Leistungsschutzrechten und aus der Audio-Vermarktung durch die RMS in Höhe von insgesamt TEUR 13.889 (i. Vj. TEUR 12.524). Die Umsatzerlöse enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Konzerterlöse von TEUR 1.097 bei 8 Konzerten (i. Vj. TEUR 1.193 bei 10 Konzerten), Shoperlöse von TEUR 535 (i. Vj. TEUR 576). Gleichzeitig erfolgte erstmalig in 2018 der Ausweis einer Agenturprovision im Aufwand für bezogene Leistungen und Waren, die im Vorjahr noch umsatzmindernd ausgewiesen worden war. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. Die ergebnisneutralen Umsätze aus Gegengeschäften sind um TEUR 153 auf TEUR 2.992 (i. Vj. TEUR 2.839) gestiegen.

Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen Werbekostenzuschüsse, sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Auflösung von Wertberichtigungen, welche beide ihren Ursprung in vergangenen Geschäftsjahren hatten.

Im Aufwand für bezogene Leistungen und Waren sind neben dem Wareneinsatz des Merchandisings, Provisionen, Honorare und Lizenzen auch die höheren Sende- und Verbreitungskosten des Radiosenders als größte Position erfasst.

Der Personalaufwand ist um TEUR 576 auf TEUR 4.126 zum Geschäftsjahr 2017 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau mit zusätzlichen neuen erfahrenen Mitarbeitern im Vertrieb und dem Team-Aufbau für Klassik Radio Select.

Die anderen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Werbekosten, Aufwendungen aus Gegengeschäften, Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Verwaltungskosten. Die anderen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 278 auf TEUR 5.233 (i. Vj. TEUR 4.955) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus den höheren Aufwendungen für Gegengeschäfte von TEUR 153 und angestiegenen Wertberichtigungen auf Forderungen.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 74) setzt sich im Geschäftsjahr 2018 im Wesentlichen aus Bankzinsen in Höhe von TEUR 36 (i. Vj. TEUR 38) und Zinsen für das Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 39) zusammen.

In der Steuerposition sind ertragswirksame latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 286 und Ertragsteuern in Höhe von TEUR -175 enthalten.

Das Gesamtperiodenergebnis liegt im Geschäftsjahr 2018 bei TEUR 1.595 (i. Vj. TEUR 1.269).

Die in 2017 getroffene Prognose einer moderaten Umsatzsteigerung konnte vollständig eingehalten werden. Die in 2017 getroffene Prognose eines sinkenden, aber deutlich positiven, operativen EBITDA aufgrund der strategischen Wachstums- und Anschubinvestitionen wurde übertroffen. Dies wurde auch bereits in der Prognoseanhebung im Dezember 2018 öffentlich bekannt gemacht.

Die Umsatzerlöse des Konzerns werden in den Bereichen Radiosender und Merchandising erwirtschaftet.

Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:

Umsatzerlöse mit Dritten nach Segmenten

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in TEUR 01.01.2018-31.12.2018 01.01.2017-31.12.2017
Radiosender 13.889 12.524
Merchandising 1.632 1.770
Sonstige 63 64
Summe 15.584 14.358

Segment Radiosender

Die Umsatzerlöse im Segment Radiosender betrugen TEUR 15.183 nach TEUR 13.638 im Geschäftsjahr 2017. Die Umsatzerlöse aus Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten Erlöse aus Lizenz- und Leistungsschutzrechten und aus der Audio-Vermarktung durch die RMS betragen TEUR 10.897 (i. Vj. TEUR 9.685). Die Umsätze aus Gegengeschäften sind um gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 um 5,4 % gestiegen auf TEUR 2.992. Es konnten somit Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 13.889 (i. Vj. TEUR 12.524) erzielt werden. Der Anstieg der Umsatzerlöse mit anderen Segmenten resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der gruppeninternen Vertriebsprovision.

Nach Aufwendungen für Sendebetrieb, Programm, Vermarktung, den Personalkosten sowie den sonstigen Aufwendungen wurde im Segment Radiosender ein EBITDA von TEUR 2.101 (i. Vj. TEUR 1.545) erwirtschaftet. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR 2.233 (i. Vj. TEUR 1.298).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren, sowie die Aufwendungen für Personal sind im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.052 gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen sind ebenso im Geschäftsjahr 2018 um TEUR 483 angestiegen. In diesen Kosten sind die ergebnisneutralen Aufwendungen aus Gegengeschäften in Höhe von TEUR 2.992 (i.Vj. TEUR 2.839) enthalten.

Der neue Musik Streamingdienst ging am 14. Dezember 2017 an den Start. In den Streamingdienst sind in 2018 nochmals über TEUR 1.100 investiert worden. Ein Drittel dieser Kosten wurde zusammen mit bereits in 2016 und 2017 entstandenen Investitionen aktiviert worden. Die Finanzierung dieser Kosten erfolgte aus dem operativen Cash-Flow.

Die Prognose des Vorjahres für das Segment Radiosender, moderat steigende Umsätze zu erzielen, wurde eingehalten. Die in 2017 getroffene Prognose sinkendes aber deutliches positives, operatives EBITDA aufgrund der strategischen Wachstumsinvestitionen in den neuen Musik-Streamingdienst und in den Vertriebsausbau wurde übertroffen. Dies wurde auch bereits in der Prognoseanhebung im Dezember 2018 öffentlich bekannt gemacht.

Segment Merchandising

Das Merchandising-Geschäft erwirtschaftete Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 1.632 (i. Vj. TEUR 1.770). Dies setzen sich aus den neuen Konzerterlösen in Höhe von TEUR 1.097 (i. Vj. TEUR 1.193) und den Shoperlösen in Höhe von TEUR 535 (i. Vj. TEUR 577) zusammen. Die Konzerterlöse wurden in 2018 nur mit 8 Konzerten erzielt (i. Vj. 10). Das neue Auszeitportal konnte den weiteren Umsatzrückgang im Bereich der CD-Umsätze fast kompensieren. Der Aufwand für bezogene Leistungen und Waren ist in 2018 auf TEUR 975 (i. Vj. TEUR 796) gestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich ebenfalls um TEUR 71 auf TEUR 160 (i Vj. TEUR 89) erhöht.

Die anderen Aufwendungen betrugen inkl. des konzerninternen Einkaufs von Klassik Radio Werbung TEUR 939 (i. Vj. TEUR 892).

Die konzerninternen Werbeaufwendungen haben sich in 2018 aufgrund verstärkter Werbemaßnahmen für die Konzerte und das neue Auszeitportal erhöht.

Das Segment weist ein negatives EBITDA in Höhe von TEUR -436 (i. Vj. TEUR 44) aus. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR -476 nach TEUR 41 im Vorjahr.

Die Prognose des Vorjahres in etwa gleiche Umsätze zu erzielen, wurde somit nahezu eingehalten. Im Vorjahreszeitraum sind die Konzerterlöse für 10 Konzerte erzielt worden und nur um TEUR 96 höher als in 2018. Die Prognose ein EBITDA auf Vorjahresniveau zu erzielen konnte aufgrund höherer Aufwendungen und insbesondere gezielten höheren Werbeaufwendungen für die Konzerte nicht eingehalten werden.

2.2. Vermögenslage des Klassik Radio Konzerns

Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 5.497 (i. Vj. TEUR 5.497), sowie latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.423 (i. Vj. TEUR 1.142).

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.486 auf TEUR 4.988 (i. Vj. TEUR 3.502) gestiegen. Dabei haben sich insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt auf TEUR 3.068 (i. Vj. TEUR 1.898) erhöht.

Die Zahlungsmittel betragen zum 31.12.2018 TEUR 591 (i. Vj. TEUR 328).

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In TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 8.550 63,2 % 8.008 69,6%
- davon Geschäfts- und Firmenwerte 5.497   5.497  
Kurzfristige Vermögenswerte 4.988 36,8 % 3.502 30,4%
- davon Vorräte 84   190  
- davon Forderungen aus LuL 3.068   1.898  
Gesamtvermögen 13.538 100,0% 11.510 100,0%
Eigenkapital 9.460 69,9% 7.865 68,3%
Langfristige Schulden 21 0,1% 109 1,0%
-davon Finanzschulden 0   82  
-davon übrige Verbindlichkeiten 21   27  
Kurzfristige Schulden 4.057 30,0% 3.536 30,7%
- davon kurzfristige Finanzschulden 80   327  
- davon Verbindlichkeiten aus LuL 2.091   1.681  
Gesamtkapital 13.538 100,0% 11.510 100,0%

Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 69,9 % aus (i. Vj 68,3 %). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote resultiert aus dem positiven Gesamtperiodenergebnis in Höhe von TEUR 1.595 in 2018 bei gleichzeitig gestiegener Bilanzsumme. Der Klassik Radio Konzern zeigt somit weiterhin eine überdurchschnittlich starke Eigenkapitalausstattung.

Die langfristigen Schulden beinhalten in 2018 nur noch passive latente Steuern in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 27).

Die kurzfristigen Finanzschulden bestehen aus Darlehen in Höhe von TEUR 80. Der Konzern ist bei eventuell kurzfristigen operativen Liquiditätsengpässen aufgrund vorhandener freier Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 1.200 abgesichert.

2.3. Finanzlage des Klassik Radio Konzerns

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In TEUR GJ 2018 GJ 2017
Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit 1.189 1.601
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -580 -505
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -346 -1.339
Zugang aus Veränderung der Zahlungsmittel 263 -243
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 328 571
Zahlungsmittel am Ende der Periode 591 328

Die Kapitalflussrechnung zeigt für das abgelaufene Geschäftsjahr einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.189 (i. Vj. TEUR 1.601).

Im Cash Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -580 (i. Vj. TEUR -505) sind im Wesentlichen die Investitionen in den neuen Streaming-Service sowie Sendetechnik und Geschäftsausstattung enthalten.

Der Free-Cashflow ist von TEUR 1.096 im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 609 im Geschäftsjahr 2018 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem hohen Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -346 betrifft: im Wesentlichen die Auszahlung für Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und geleisteten Zinsen in Höhe von insgesamt TEUR -329 (i. Vj. TEUR -683).

Der Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2018 betrug TEUR 591 (zum 31.12.2017 TEUR 328).

2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2018 wurde erneut ein Rekordjahr für Klassik Radio.

So konnte das beste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt werden. Der Konzernumsatz wurde in 2018 um 10,1 % bzw. um TEUR 1.433 auf TEUR 15.584 zu TEUR 14.358 im Vorjahr gesteigert. Das EBITDA Ergebnis ist auf TEUR 1.861 (zu TEUR 1.716 im Vorjahr) und damit um 8,5 Prozent gestiegen.

Das mit TEUR 326 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.269) höhere Periodenergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der aktivierten latenten Steuern im Vergleich zum Vorjahr. In diesem Ergebnis sind vollumfänglich die Investitionen und die laufenden Kosten für den Aufbau des eigenen innovativen Musik-Streamingdienstes "Klassik Radio Select" enthalten.

Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2018 für den Konzern konnte für die Umsatzerlöse eingehalten werden. Gleichzeitig wurde die Prognoseanhebung vom Dezember 2018 mit einem leicht über dem Vorjahr liegenden EBITDA ebenso erzielt.

2.5. Die Klassik Radio AG nach HGB

Die Klassik Radio AG ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Steuerung des Klassik Radio Konzerns sowie für zentrale Aufgaben und alle wesentlichen Querschnittsfunktionen in der Gruppe. Hierunter fallen das Personalwesen, das Marketing, IT, die Verwaltung und alle Bilanzierungs- und Finanzierungsfragen der operativen Tochtergesellschaften sowie die Finanzierung und Investor-Relations-Aufgaben des Konzerns.

Die Klassik Radio AG hält per 31.12.2018 direkt oder indirekt zu 100 % die Beteiligungen an den Tochterunternehmen. Ihre Ertragslage ist nicht direkt von der Entwicklung der Märkte abhängig. Sie finanziert sich durch Weiterverrechnung der umlagefähigen Kosten auf die operativen Tochtergesellschaften.

Der Einzelabschluss der Klassik Radio AG ist auf www.klassikradioag.de/konzern/investor-relations/finanzberichte veröffentlicht. Auf Anfrage wird er auch gerne per Post zur Verfügung gestellt.

Finanzielle Kennzahlen der Klassik Radio AG (HGB)

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in TEUR GJ 2018 GJ 2017
Umsatzerlöse 2.058 1.923
Sonst. betr. Erträge 169 127
Jahresüberschuss 1.042 84
Bilanzgewinn 1.934 892
Bilanzsumme 11.985 10.705
Eigenkapital 10.269 9.227
Eigenkapitalquote in % 85,68% 86,19%
Anlagevermögen 10.209 10.190
- davon Anteile an verbundenen Unternehmen 9.926 9.926
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten 1.776 515

2.6. Wesentliche Veränderungen der Ertrags-, Vermögens und Finanzlage der Klassik Radio AG

Die Klassik Radio AG erzielt die Umsatzerlöse aus Leistungsabrechnungen innerhalb der Firmengruppe. Die Leistungsabrechnung basiert auf einer Kostendeckung zuzüglich eines Gewinnaufschlages. Diese Verrechnungsmodalität wird jährlich, so auch im Geschäftsjahr 2018 den zugrunde liegenden Tatbeständen angepasst. Die Leistungsabrechnungen sind in den Umsatzerlösen abgebildet.

Bedingt durch die Beteiligungserträge von TEUR 1.000 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.042 zum 31.12.2018 und somit ein Bilanzgewinn von TEUR 1.934 nach TEUR 892 im Vorjahr, was zu einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals führt. Aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals in Verbindung mit einer Erhöhung der Bilanzsumme, ist die Eigenkapitalquote zum 31.12.2018 minimal gesunken. Der Erhöhung der Bilanzsumme resultiert aus Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen.

Die Aktiva sind bestimmt durch den Wertansatz der von der Klassik Radio AG gehaltenen Beteiligungen in Höhe von TEUR 9.926 (i.Vj. TEUR 9.926). Die Beteiligungsquoten betragen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ausnahmslos 100 %. Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen eine Beteiligung von unter 1 % der Stückaktien. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.665 (i. Vj. TEUR 459) betreffen die Verrechnung der allgemein anfallenden Verwaltungskosten, welche für alle Tochtergesellschaften des Klassik Radio AG Konzerns getragen und mit einer monatlichen Pauschale weiter verrechnet werden.

Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 66 (i. Vj. TEUR 9) erhöht und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich auf TEUR 80 (i. Vj. TEUR 401) vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum 31.12.2018 auf TEUR 1.024 (i. Vj. TEUR 150) erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich zum 31.12.2018 auf TEUR 256 vermindert (i. Vj. TEUR 591).

2.7. Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2018 waren 63 (i. Vj. 54) Mitarbeiter im Klassik Radio AG Konzern tätig. Am Geschäftsjahresende war 1 (i.Vj. 1) Vorstand bestellt. Der Aufwand für Personal belief sich auf TEUR 4.126 (i. Vj. TEUR 3.550).

Klassik Radio schätzt seine Mitarbeiter mit ihren persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften und Talenten, die sie in das Unternehmen einbringen.

2.8. Vergütungsbericht

Am Ende des Geschäftsjahres 2018 setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:

Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), Augsburg

Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2018 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen:

Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, Rechtsanwältin (Vorsitzende)

Herr Philippe Graf von Stauffenberg, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender)

Herr Dr Reinhold Schorer, Rechtsanwalt

Die Vergütungsgrundsätze für Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017 nicht geändert.

Vergütungsgrundsätze Vorstand

Die Klassik Radio AG folgt bezüglich der Ausweisung der Vorstandsbezüge nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung nicht den Vorgaben der Ziff. 4.2.3 des deutschen Corporate Governance Kodex. Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak erhält lediglich eine Fixvergütung, da er als derzeitiger Hauptaktionär das überwiegende unternehmerische Risiko selbst trägt und damit ausreichend kurzfristige wie auch langfristige Leistungsanreize gegeben sind. Über den Aktienkurs wirken sich auch die negativen Entwicklungen des Unternehmens unmittelbar auf ihn aus. . Auch konnte zum Zeitpunkt des Abschlusses des derzeit laufenden Vorstandsvertrages entgegen Ziff. 4.2.2 des deutschen Corporate Governance Kodex noch nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt berücksichtigt werden.

Die Angaben der Vorstandsvergütung werden individualisiert veröffentlicht, Kriterien für die Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds. Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak ist zugleich Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften und erhält für diese Tätigkeit keine Bezüge, so dass seine Vergütung an den dadurch erweiterten Aufgaben, die auch der Aktiengesellschaft zugutekommen, zu messen ist. Die AG ihrerseits profitiert vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Internet veröffentlicht.

Für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen erhielt Herr Ulrich R. J. Kubak im Geschäftsjahr 2018 ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (i. Vj. TEUR 252) und Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 16).

Die Nebenleistungen an den Vorstand beinhalten Versicherungsprämien (auch für Direktversicherungen), nichtgeldliche Leistungen wie PKW oder die Übernahme bestimmter Steuern. Über die Verpflichtung zur Übernahme bereits bestehender Direktversicherungen hinaus wurden keine Versorgungszusagen gemacht. Gleiches gilt für Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied.

Vergütungsgrundsätze Aufsichtsrat

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in § 19 der Satzung geregelt, der durch die Hauptversammlung angepasst werden kann. Die Vergütung des Aufsichtsrates umfasst neben einer fixen Vergütung eine erfolgsabhängige Komponente, die sich am langfristigen Unternehmenserfolg bemisst.

Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2018 erfolgsunabhängige Vergütungen, erfolgsabhängige, sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 42 (i. Vj. TEUR 50) zurückgestellt.

Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 7). Für das Geschäftsjahr 2018 wird eine erfolgsabhängige Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder von jeweils TEUR 1 (i. Vj. TEUR 3) erwartet. Daneben werden für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 5 (i. Vj. TEUR 14) erwartet.

2.9. Konzerninternes Steuerungssystem

Der Vorstand der Klassik Radio AG nutzt verschiedene Instrumente, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und die Unternehmensstrategie konsequent umzusetzen. Im Fokus steht die nachhaltige Steigerung der Profitabilität.

Für Klassik Radio sind die Umsatzerlöse und das EBITDA (definiert als Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) die wesentlichen operativen Kennzahlen zur Profitabilitätssteuerung auf Konzern- und Segmentebene. Sie messen die Qualität unserer Umsatzentwicklung und zeigt wie effizient wir unser operatives Geschäft steuern.

Für die Finanzplanung ist der Free Cashflow als finanzwirtschaftlicher Überschuss eine wichtige Steuerungsgröße zur Beurteilung der Finanzkraft des Konzerns. Er wird ermittelt als die Summe der im operativen Geschäft erwirtschafteten liquiden Mittel abzüglich des Saldos der im Rahmen der Investitionstätigkeit verwendeten und erwirtschafteten Mittel. Die Kennzahl zeigt, wie viel Liquidität dem Konzern und den einzelnen Tochterunternehmen einer Periode zur Verfügung steht.

Das Unternehmen bewegt sich in einem Branchenumfeld, das von einem dynamischen Veränderungsprozess geprägt ist.

Zu diesen konzerneigenen Leistungsindikatoren umfasst der konzernweite Steuerungs- und Planungsprozess externe Kennzahlen. Aktuelle Konjunkturdaten wie die Entwicklung des privaten Konsums, der Auftragseingänge und der Einzelhandelsumsätze sowie das Bruttoinlandsprodukt dienen zum Beispiel als relevante Indikatoren für die Investitionsbereitschaft der werbungtreibenden Unternehmen.

Ein weiterer wesentlicher Leistungsindikator sind die Reichweitendaten im Hörfunk Dies werden zweimal jährlich im Rahmen der Media-Analyse Audio erhoben. Die für die Preisbildung 2019 relevanten Zahlen wurden im Juli 2018 veröffentlicht. Dementsprechend werden die für die Preisbildung 2020 relevanten Zahlen im Juli 2019 veröffentlicht.

6,1 Millionen Menschen in Deutschland hören Klassik Radio.

2.10. Angaben nach § 289a HGB und § 315a HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2018 EUR 4.825.000,00. Es ist eingeteilt in EUR 4.825.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden.

Der Vorstand Ulrich R.J. Kubak hält direkt und/oder indirekte mehr als 10 von Hundert der Stimmrechte: per 31.12.2018 (3.267.082 Stück bzw. 67,71%)

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Klassik Radio AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 8 der Satzung bestellt und abberufen. Danach ist hierfür der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Genehmigtes Kapital 2016

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. August 2021 um insgesamt bis zu EUR 2.412.500,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

wenn und soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern bzw. Gläubigern von Wandlungs- oder Optionsrechten und/oder Inhabern bzw. Gläubigern von mit Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestatteten Schuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen ausgegeben werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Optionspflicht zustünde;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gem. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen neuen Aktien einen rechnerischen Anteil von insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung auf 10 % des Grundkapitals ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gem. §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss eines Bezugsrechts veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen ist der anteilige Betrag des Grundkapitals der auf Aktien entfällt, die zur Bedienung von Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungs- oder Optionspflicht ausgegeben werden können, sofern solche Finanzierungsinstrumente ab dem 12. August 2016 in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien, insbesondere zum Zweck des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen und sonstigen mit einem Akquisitionsvorhaben in Zusammenhang stehenden Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen) oder zur Bedienung von Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen oder einer Kombination dieser Instrumente, die gegen Sacheinlage begeben werden.

Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bedingungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Aktionären, sofern dies vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt wird, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden.

Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden.

Bedingtes Kapital 2016

Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016).

Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des unter Tagesordnungspunkt 7 gefassten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. August 2016 bis zum 11. August 2021 von der Gesellschaft oder unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie Wandlungspflichten erfüllt werden, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Klassik Radio AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

3. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess

3.1. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel des Risikomanagements im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken, die sich auf die Regelungskonformität des Jahres- und des Konzernabschlusses negativ auswirken könnten. Die zutreffende Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von rechnungslegungsrelevanten Sachverhalten und deren angemessene Übernahme in die einzelnen Instrumente der Rechnungslegung soll sichergestellt werden. Wesentliche Strukturen, Prozesse und Kontrollen, die für die Rechnungslegung und Konsolidierung von Bedeutung sind, werden nachstehend aufgeführt:

Die Funktionen und Verantwortlichkeiten in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind eindeutig zugeordnet.

Ein internes Richtlinienwesen zur Bilanzierung und Abschlusserstellung ist eingerichtet und wird bei Bedarf angepasst und erweitert.

Die Einzelgesellschaften nutzen soweit möglich Standard-EDV-Systeme. Der Zugriff ist durch entsprechende Einrichtungen und Regelungen geschützt.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Daten der Einzelgesellschaften werden überwiegend zentral ermittelt und erfasst. Darüber hinaus erfolgt regelmäßig eine Abstimmung anhand von Stichproben und Plausibilitätsbeurteilungen durch die Leitung des Bereichs Finanzen des Konzerns auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Auf Basis der Daten der Einzelgesellschaften stellt die Leitung Finanzen den Konzernabschluss durch Konsolidierung über die legalen Einheiten auf.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Einbeziehung externer Sachverständiger - soweit erforderlich

3.2. Das Risikomanagementsystem bei Klassik Radio

Der Klassik Radio Konzern ist durch sein unternehmerisches Handeln mit seinen verschiedenen Segmenten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Es ist die Aufgabe des implementierten Risikomanagementsystems, verantwortungsvoll mit den Unsicherheiten des Umfeldes umzugehen, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu systematisieren und dem Management zu kommunizieren. Damit wird die Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur Abwendung bzw. Minimierung von Risiken geschaffen.

Ausgehend von der jährlich überarbeiteten Planung erfolgt das Controlling auf Ebene der Segmente, Gesellschaften und des Konzerns mit einem monatlichen Berichtswesen. Daneben unterstützen wöchentliche Controllingauswertungen des Auftragseinganges, Disposition und Liquidität, kurzfristige Maßnahmen und Entscheidungen. Die konzernweit abgestimmten Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme unterstützen eine ganzheitliche Risikoanalyse und Steuerung. Das Risikomanagement bildet einen entscheidenden Bestandteil der Steuerungssysteme. Die operativen Geschäftsfelder steuern die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken eigenständig. Risiken der Geschäftsfelder, die sich im Konzernverbund möglicherweise addieren, werden zentral erfasst und gesteuert.

Die eingerichteten Systeme sichern den Informationsfluss zu den Prozessverantwortlichen, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Auswertungen sind Basis regelmäßiger und intensiver Diskussionen.

4. Risiken und Chancen

4.1. Die Risiken

Marktrisiken

Konjunkturelle Entwicklung im Werbemarkt und Handel

Der Klassik Radio Konzern bewegt sich mit dem Radiosender und Klassik Radio im starken konjunkturellen Schwankungen unterworfenen Werbemarkt und mit Merchandising im kaufkraftabhängigen Handelsumfeld sowie im Musikmarkt, insbesondere der Tonträgervermarktung. Beide Markteinheiten sind von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Das Risiko der Konjunkturschwäche bedeutet für den Klassik Radio Konzern, dass der Markt kein ausreichendes Potenzial für die nachhaltige Erlöserzielung generiert. Andererseits kann das Unternehmen von positiven Entwicklungen in diesen Bereichen profitieren.

Klassik Radio begegnet aktiv den Marktrisiken durch Alleinstellungsmerkmale, Branding, Hörerbindung und Zielgruppenorientierung.

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken

Zwei Vermarkter teilen sich den Radiowerbemarkt

Der Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter Radio Marketing Services GmbH & Co. KG und ARD Sales & Services.

Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des mit 6,4 % vom Gesamtwerbemarkt ohnehin kleinen Radio-Werbemarkt . (Quelle: The Nielsen Company)

In diesem verteilten Markt muss sich Klassik Radio mit den beiden Vertriebsunternehmen Euro Klassik und Klassik Radio Direkt seinen Marktanteil mühevoll herausarbeiten.

Im wettbewerbsintensiven und konjunkturell schwankenden Werbemarkt birgt dies das für den Konzern bedeutsame Risiko von Umsatzrückgängen und Ertragseinbußen.

Der direkte Kundenkontakt mit enger Kundenbindung sowie die gleichzeitige Betreuung der Mediaagenturen aus einer Hand sollen zusätzlich die Abhängigkeit von Marktentwicklungen verringern.

Die breite Basis der regionalen Kleinkunden der Klassik Radio Direkt reduziert die Abhängigkeit von Großkunden.

Marktsättigung und Kaufkraft im Merchandising

Der allgemeine Markttrend Musik digital zu konsumieren und der unternehmenseigene Streamingservice "Klassik Radio Select", der die Lösung für diesen neuen Trend bietet, lässt die Hauptumsatzsäule des Klassik Radio Shops, den Verkauf von CDs zurückgehen. Die Umsätze in diesem Bereich bewegen sich im Abwärtstrend. Um diese Einbrüche aufzufangen wurde der Shop um Digitalradios und die Klassik Radio Auszeit - ein Online Portal mit hochwertigen Kurzurlauben, Luxushotels und Kulturerlebnissen erweitert.

Im Akquise-Prozess von Hotelpartnern für die Klassik Radio Auszeit misst sich Klassik Radio mit großen Playern aus der Online-Reisebranche. Ein hohes Servicelevel und einfache schnelle Geschäftsprozesse mit den Hotels sollen hierbei in der Klassik Radio Auszeit überzeugen.

Aufgrund des Risikos der Marktsättigung am mittlerweile großen Angebot an Konzerten verschiedenster Filmmusik-Konzerte hat sich Klassik Radio für die eigenen Konzerte dazu entschieden, das Motto und auch die Tournee gezielt im letzten Quartal des Jahres durchzuführen. Eine klare Qualitätsprofilierung und der Ausbau der Vertriebskanäle sollen dem Risiko proaktiv entgegenwirken.

Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte

Im Falle von sich verschlechterndem konjunkturellem Klima besteht das Risiko, dass die Erträge der einzelnen Segmente hinter den prognostizierten Plandaten bleiben, mit der Folge, dass sich die Notwendigkeit einer Wertminderung auf den aktivierten Geschäfts- und Firmenwerten einstellen könnte. Der Konzern untersucht einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt (Impairment-Test). Daneben erfolgt eine regelmäßige Analyse der prognostizierten Plandaten anhand der IST-Zahlen.

Personalunion von Hauptaktionär und Alleinvorstand

Herr Ulrich R. J. Kubak prägt als Gründer, Alleinvorstand und Hauptaktionär (67,71%) die Geschäfte der Unternehmensgruppe in wesentlicher Weise. In dieser starken Position steht Herr Kubak im Innen- wie auch Außenverhältnis für die strategische Ausrichtung des Konzerns. In der operativen Verantwortung ist er im Konzern und den Tochtergesellschaften alleinverantwortlich.

DAB+

Im August 2011 wurde mit der Aufschaltung von DAB+ mit der bundesweiten Ausstrahlung von Digitalradio in Deutschland begonnen. Als bundesweiter Sender ist Klassik Radio bei diesem innovativen Verbreitungsweg, mit Chance auf den neuen Radiostandard, von Anfang an dabei. Als Privatsender muss Klassik Radio die hohen zusätzlichen, parallelen Verbreitungskosten aus der laufenden Werbezeitenvermarktung finanzieren. Es ist unklar ob sich die Technologie insbesondere gegenüber Streaming am Markt durchsetzen wird. Dies bedeutet für Klassik Radio eine enorme Investition in die Zukunft, die derzeit in den Erlösen noch nicht messbar ist.

Klassik Radio wird hauptsächlich über UKW, Kabel, Satellit und Streaming Media empfangen. Durch diese Verbreitungsstrategie besteht derzeit keine Abhängigkeit von DAB+.

Sozialversicherung

Bei einem Tochterunternehmen der Klassik Radio AG hat in Vorjahren eine Prüfung des Sozialversicherungs-Trägers stattgefunden. Dieser hatte in einem ersten Anhörungsschreiben seine Feststellungen mitgeteilt, aus denen sich eine Forderung im höheren 6-stelligen Bereich ergibt.

Der Klassik Radio Konzern sowie seine rechtlichen Berater sehen die vom Sozialversicherungs-Träger damals vorgebrachten Argumente als rechtlich nichtzutreffend und somit als unbegründet an. Die in Vorjahren regelmäßig durchgeführten Sozialversicherungs-Betriebsprüfungen hatten zu keinen Beanstandungen im Hinblick auf die aktuellen Feststellungen geführt. Im Geschäftsjahr hat sich kein neuer Sachstand ergeben.

Der Vorstand schätzt das Risiko einer Zahlungsverpflichtung aufgrund der Aussagen seiner rechtlichen Berater daher als weiterhin sehr gering ein. Eine bilanzielle Abbildung im Konzernabschluss zum 31.12.2018 erfolgte daher nicht.

Umsatzsteuer

Basierend auf den vorläufigen Feststellungen des Sozialversicherungs-Trägers hat das Finanzamt für die betreffende Tochtergesellschaft der Klassik Radio AG geänderte Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2009 bis 2013 erlassen. Gegen die Bescheide, mit denen Forderungen im niedrigeren sechsstelligen Bereich geltend gemacht wurden, wurde Einspruch eingelegt und Aussetzung der Vollziehung gewährt. Entsprechend der Beurteilung der Feststellungen des Sozialversicherungs-Trägers durch den Klassik Radio Konzern sowie seiner rechtlichen Berater, schätzt der Vorstand auch hier das Risiko einer Zahlungsverpflichtung als sehr gering ein. Eine bilanzielle Abbildung im Konzernabschluss zum 31.12.2018 erfolgte aus diesem Grund ebenfalls nicht.

Rechtliche Risiken

Rundfunkrechtliche Auflagen

Die rundfunkrechtlichen Genehmigungen ("Sendelizenzen") sind in Deutschland zeitlich befristet erteilt. Klassik Radio GmbH & Co. KG hält eine entsprechende Sendelizenz der Hamburgischen Anstalt für neue Medien zur Verbreitung über Satellit, welche bis 2029 verlängert wurde.

Daneben verfügt der Sender über terrestrische UKW-Stützfrequenzen, die je nach Bundesland gestaffelt bis 2026 befristet sind. Diese UKW-Frequenzen sind der mit Abstand wichtigste Verbreitungsweg von Klassik Radio. Eine Verlängerung der Fristen wird in der Regel gewährt, jedoch ohne Garantie. Die Lizenzen und Genehmigungen beinhalten zum Teil auch Auflagen, deren Nichtbefolgung die Landesmedienanstalten auch während der Laufzeit zu einem Widerruf berechtigen. Reichweiten- und Frequenzmarketing sind in einer Stabsstelle mit direkter Berichtsverantwortung an den Vorstand gebündelt.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko

Klassik Radio verfügt mit TEUR 9.460 (i. Vj. TEUR 7.865) über eine hohe Eigenkapitalausstattung sowie mit TEUR 80 (i. Vj. TEUR 327) über eine geringe Verschuldung bei Kreditinstituten über aufgenommene Darlehen. Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag um TEUR 263 auf TEUR 591 erhöht. Eventuelle kurzfristige operative Liquiditätsengpasse sind im Konzern aufgrund vorhandener KK-Linien in Höhe von in Summe 1,2 Mio. Euro abgesichert. Zum 31.12.2018 wurden die KK-Linien nicht in Anspruch genommen.

Die Inanspruchnahme der KK-Linien soll in den folgenden Geschäftsjahren weiter niedrig gehalten werden.

Das Liquiditätsrisiko wird insgesamt als gering angesehen. Die Klassik Radio AG arbeitet weiterhin in allen Bereichen an Cash-Optimierungen und Kostensenkungen, dies strebt zusätzliche Margen- und damit Liquiditätsverbesserung an.

Insofern bei Inanspruchnahme eine Reduzierung kurzfristiger KK-Linien nicht wie geplant aus dem laufenden Cash-Flow vorgenommen werden kann, besteht das Risiko einer kurzfristigen Rückzahlungsverpflichtung aufgrund fehlender langfristiger Finanzierungsbindung der Kreditinstitute. Vor dem Hintergrund der Ergebnis- und Eigenkapitalsituation sowie der Unternehmensplanung gehen wir jedoch davon aus, dass eine kurz- oder langfristige Finanzierung des Konzerns in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt wird.

Der Vorstand der Klassik Radio AG überwacht und steuert die Liquidität für den gesamten Konzern. Das Monitoring der Liquiditätssituation findet wöchentlich statt, um zeitnah auf eventuelle Engpässe reagieren zu können. Mit den finanzierenden Banken besteht ein kontinuierlicher Informationsaustausch, darüber hinaus bestehen aktive Kontakte zu anderen Finanzinstituten und dem Kapitalmarkt, um im Bedarfsfall auftretenden Finanzierungsbedarf abdecken zu können.

4.2. Gesamtrisiko

Im Klassik Radio Konzern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

4.3. Die Chancen

Vermarktung von Klassik Radio

Der zunehmende Bekanntheitsgrad von Klassik Radio und steigende Reichweiten stärken die Vermarktung. Darüber hinaus entwickelt sich ein Trend weg von breitangelegten hin zu qualitativen Werbeplänen. Zielgruppen wie "Best Ager", "Entscheider" und "Topverdiener" gewinnen im Werbemarkt zunehmend an Bedeutung.

Auch durch diese Entwicklungen wird die Klassik Radio Premium-Zielgruppe im Radiowerbemarkt immer attraktiver. Klassik Radio bietet im Gegensatz zu den beiden anderen Vermarktern als einziger nationaler Radiosender ein bundesweit einheitliches Programmumfeld.

Klassik Radio verfügt über zwei strategisch gut aufgestellte, eigene Vertriebsunternehmen mit immer besser werdenden Zugängen zu den relevanten Werbekunden.

Zusätzlich werden über den strategischen Vertriebskanal der in Deutschland vermarkteten Radiokombinationen der ARD Sales & Services relevante Werbeerlöse von nationalen Werbetreibenden erwirtschaftet.

Radionutzung DAB+

Durch die bundesweite Verbreitung über DAB+ eröffnen sich für Klassik Radio neue Hörerregionen, die bislang aufgrund von fehlender oder geringer UKW-Verbreitung nicht erreicht werden konnten.

Damit erschließt Klassik Radio u.a. das bisher nicht über UKW versorgte und bevölkerungsreichste Bundesland NRW.

Radionutzung Webradio

Die Radionutzung im Internet und Mobile verzeichnet einen sprunghaften Zuwachs. Auch durch diesen Verbreitungsweg können neue Hörer für Klassik Radio hinzugewonnen und bestehenden Hörern mehr Auswahl geboten werden.

Zusätzlich zum Hauptprogramm bietet Klassik Radio mittlerweile ein attraktives und breites Angebot frei empfangbarer digitaler werbefinanzierter Free-Channels unter anderem wie Klassik am Morgen, Feel Good, Klassik, Movie, Filmklassiker, New Classics, Weinabend, Klassik zum Kochen, Barock ,Mozart, Bach, Beethoven, Verdi, Piano, Oper, Klassik für Kinder, Klassik Rock, Klassik meets Rock / PopMusical, Lounge Beat, Schiller Lounge, Die Till Brönner Show, Smooth Jazz und viele weitere Channels für neue Hörer und innovative Vermarktungsmöglichkeiten an.

Online-Shop

Die hochwertigen und nicht im Handel erhältlichen Musik-Exklusivprodukte bieten attraktive Zusatzerlöse unabhängig vom Radiowerbemarkt. Mit diesem Produktsegment konnten treue und langjährige Kundenbeziehungen aufgebaut werden. Die bestehenden Kundenbeziehungen können jederzeit für eine Erweiterung des Produktangebotes bzw. von themenaffinen Angeboten genutzt werden. Die erfolgreiche Einführung der Digitalradios und der Klassik Radio Auszeit zeigen, dass hier das Potential für weitere Cross-Selling Umsätze groß ist. Perspektivisch ist denkbar den Klassik Radio Shop mit jeweils diversifizierten aber immer zielgruppenaffinen Produktangeboten auszubauen.

Konzerte

Klassik Radio startete 2016 wieder mit einem großen Erfolg die Konzerte "Klassik Radio live in Concert". Unternehmensziel ist Klassik Radio live in Concert als Konzertserie zu etablieren, so dass der Besuch des Klassik Radio Konzertes zum festen Konzerttermin der Klassik Radio Hörer wird.

Musik Streamingdienst

Klassik Radio ist weltweit einer der ersten Radiosender mit einem eigenen Bezahl-Musik Streamingdienst.

Mit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Mitte Dezember 2017 über einen innovativen Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit mittlerweile über 150 von Hand kuratierten Radiosender mit Künstlern wie Rolando Villazon, James Newton Howard, Andre Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge verbindet. Ebenso befinden sich im Angebot Sender, die speziell auf Stimmungen der Hörerschaft eingehen, beispielsweise Musik zum Entspannen oder für den Sport.

Mit Klassik für Kinder spricht Klassik Radio ein jüngeres Publikum an.

So liefert Klassik Radio Select auf Knopfdruck den passenden Soundtrack zu jeder Situation, egal ob per iOS oder Android App, Webplayer oder über externe Bluetooth Speaker und untermalt jede Stimmung mit einer darauf perfekt abgestimmten Musikauswahl.

Durch die konzerneigenen vielschichtigen Werbemöglichkeiten im Wert von Millionen Euro pro Jahr, besteht eine große Chance viele Abonnenten aus den über sechs Millionen Hörern zu gewinnen. Dies hat sich bereits eindrucksvoll bei den Klassik Radio Live in Concert Tourneen in der Vergangenheit gezeigt.

Dies wäre ein in der Musik- und Medienindustrie weltweit Beachtung findender Erfolg, der den Unternehmenswert der Klassik Radio AG mit hoher Wahrscheinlichkeit signifikant steigern würde.

5. Ausblick und Prognose

Ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres ist der Auftragsbestand an Werbeaufträgen.

Bereits im April 2019 liegt dieser gut 1,5 Millionen Euro über dem Vorjahresvergleichswert, inklusive der ab 2019 gestarteten Vermarktung durch die ARD Tochter AS&S. Im Vorjahr, dem bisher besten Geschäftsjahr, lag dieser Wert bei 0,5 Millionen Euro.

Die vollumfassende Vermarktung von Klassik Radio über alle Kanäle, inklusive der im Januar 2019 gestarteten Zusammenarbeit mit der ARD Tochter, AS&S, funktioniert einwandfrei und trägt immer mehr Früchte.

Der Musik-Streamingdienst Klassik Radio Select ist seit 14 Monaten am Markt. Mittlerweile sind neben der starken Webplayernutzung die APP-Installationen von 80.000 im Vorjahresvergleich auf 130.000 Installationen im April 2019 angestiegen. Die Kündigungsrate der zahlenden Abonnenten liegt bei kleiner 7 %, das ist ein außergewöhnlich guter Wert. Die Anzahl zahlender Kunden hat einen mittleren vierstelligen Bereich erzielt und wächst kontinuierlich weiter.

In der MA 2019 Audio I konnten wir unsere hohe Gesamt-Reichweite (weitester Hörerkreis) auf 6,1 Million Hörer leicht erhöhen. Die Stunden-Netto-Reichweite ist von 291.000 auf 254.000 pro Stunde um 12,7 % zurückgegangen.

Wir erwarten im Segment Radiosender für 2019 deutlich steigende Umsätze und ein deutlich steigendes EBITDA. Trotz der laufenden Kosten und zukünftiger Investitionen für den Aufbau des Musik-Streamingdienstes.

Im Segment Merchandising bewegen wir uns mit dem Klassik Radio Shop in einem Marktumfeld mit kontinuierlich sinkenden CD-Verkäufen. Aus diesem Grund haben wir die Produktion von neuen CD-Produkten weiter deutlich reduziert. Der hauseigene Streamingdienst Klassik Radio Select wird zukünftig dieses Umsatz-Potential digital ersetzen.

Für die Rückwärts-Auktionsplattform Klassik Radio Auszeit erwarten wir ein deutliches Wachstum das hilft, die sinkenden CD Umsätze zu kompensieren.

Für Klassik Radio live in Concert 2019 liegt der aktuelle Ticketverkauf im April 2019 bei ca. TEUR 500 ein Plus von 24 % zum Vorjahresvergleich.

Für das Geschäftsjahr 2019 gehen wir im Segment Merchandising davon aus, dass wir gegenüber 2018 moderat steigende Umsätze und ein leicht besseres EBITDA erzielen werden.

Für den Konzern erwarten wir für 2019 deutlich steigende Umsätze und ein deutlich steigendes EBITDA.

Für die Klassik Radio AG Einzelgesellschaft (Holding) wird wie in den Vorjahren ein ausgeglichenes EBITDA angestrebt.

Der Vorstand weist darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den obigen Erwartungen abweichen können. Angesichts des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds und des engen Musik- und Radiowerbemarktes ist die Prognose deutlich erschwert. Im gesamten Unternehmen werden Anstrengungen unternommen die Erwartungen zu erfüllen.

6. Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB und Corporate Governance-Bericht

Die gemäß §§ 289f und 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung haben wir für die Klassik Radio AG und den Konzern zusammengefasst. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die insbesondere die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken, sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen enthält, sowie der Corporate Governance Bericht sind unter http://www.klassikradioag.de/cg.html zugänglich gemacht.

7. Schlusserklärung des Abhängigkeitsberichts

Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2018 nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum nicht getroffen oder unterlassen.

 

Augsburg, den 30. April 2019

Klassik Radio AG

Der Vorstand

Ulrich R. J. Kubak

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Klassik Radio AG, Augsburg:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Klassik Radio AG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Klassik Radio AG, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstreckt sich nicht auf den Inhalt der obengenannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zugehörige Informationen im Abschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Zu den bezüglich der Finanzanlagen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Im Jahresabschluss der Klassik Radio AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt T€ 9.946 und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.655 ausgewiesen, die damit zusammen rund 97 % der Bilanzsumme ausmachen und das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft um T€ 1.332 übersteigen. Die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden jährlich von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungs- bzw. Zuschreibungsbedarf zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße davon abhängig, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einschätzen und die jeweils verwendeten Diskontierungszinssätze ableiten. Vor dem Hintergrund der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume ist die Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir den von der Klassik Radio AG implementierten Prozess sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, auf mögliche Fehlerrisiken analysiert und uns ein Verständnis über die Prozessschritte und die implementierten internen Kontrollen verschal. Wir haben das Vorgehen der Gesellschaft bei der Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie bei der Ableitung der Zukunftserfolge auf Vereinbarkeit mit handelsrechtlichen Vorschriften und berufsständischen Verlautbarungen gewürdigt.

Wir haben die Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Die wesentlichen Annahmen der Unternehmensplanungen zum Wachstum und Geschäftsverlauf haben wir nachvollzogen, indem wir diese mit dem Vorstand und der Leitung Finanzen der Klassik Radio AG ausführlich diskutiert haben. Auf dieser Grundlage haben wir deren Angemessenheit beurteilt.

Die Angemessenheit der sonstigen wesentlichen Bewertungsannahmen, wie beispielsweise des Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate, wurden mit Unterstützung von internen Bewertungsspezialisten auf Basis einer Analyse von Marktindikatoren untersucht. Wir haben die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter im Hinblick auf die sachgerechte Ableitung analysiert und ihre Berechnung unter Beachtung der dafür vorliegenden Anforderungen der handelsrechtlichen Vorschriften nachvollzogen.

Durch Sensitivitätsanalysen haben wir Wertminderungsrisiken bei Änderungen von wesentlichen Bewertungsannahmen eingeschätzt. Ferner haben wir die rechnerische Richtigkeit der Bewertungsmodelle unter Beachtung der handelsrechtlichen Anforderungen nachvollzogen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Werthaltigkeit der Finanzanlagen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen keine Einwendungen ergeben.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB, auf die im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Bezug genommen wird

die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 S. 3 und § 289 Abs. 1 S. 5 HGB

den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie unseres Bestätigungsvermerks

Der Aufsichtsrat ist für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich:

den Bericht des Aufsichtsrats im Geschäftsberichts 2018

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. Dezember 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 als Abschlussprüfer der Klassik Radio AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist David Reinhard.

 

Berlin, 30. April 2019

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer

David Reinhard, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2018

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert Sie im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 ("Geschäftsjahr 2018"), dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen intensiv mit der Lage, der Strategie und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit einigen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht und der Vorstand wurde im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren die ausführlichen in schriftlicher sowie mündlicher Form erstatteten Quartalsberichte des Vorstandes sowie die zwischendurch erfolgenden telefonischen Kontakte und persönlichen Gespräche. Diese erfolgten nicht nur mit der Aufsichtsratsvorsitzenden, sondern auch mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern auch außerhalb der Sitzungen.

Die Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle die Strategie, die Planung, die Risikolage und die Compliance des Unternehmens informiert.

Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrates waren die Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der Segmente, die Unternehmensplanung, die getätigten Investitionen, das Kostenmanagement, die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung bei Tochterunternehmen, die Liquiditätssituation und Finanz- und Investitionsplanung, potentielle sowie durchgeführte Akquisitionsprojekte, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie die Vorstandsangelegenheiten selbst.

Sonderthema war die weitere Entwicklung des Streaming Dienstes.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2018 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten übersandt und vom Aufsichtrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Soweit in Einzelsegmenten Probleme auftraten, wurden diese sowie Strategien zur Lösung zeitnah präsentiert und erörtert. Je nach Erfordernis wurde der Vorstand beauftragt, Lösungskonzepte zu entwickeln. Soweit nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlich, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstandes erfolgten mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt und hat sie über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen:

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2018 zu vier Sitzungen zusammengetreten, die von der Vorsitzenden jeweils vorbereitet wurden. Dabei fanden zwei Sitzungen je Halbjahr statt. Alle Aufsichtsratsmitglieder waren jeweils in den Sitzungen anwesend. In allen Sitzungen wurden jeweils unter Vorlage umfangreichen Zahlenmaterials der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert und einschließlich der Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und einzelner Segmente für den jeweiligen Bereich eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

In der Sitzung vom 25. April 2018 ging es um den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2017, der vom Vorstand präsentiert wurde. Der verantwortliche Abschlussprüfer stand für Fragen zu den Abschlüssen zur Verfügung. Außerdem wurde die Hochrechnung für das I. Quartal und I. Halbjahr 2018 erörtert. Weitere wesentliche Themen waren die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Liquiditätssituation sowie der Stand des Auswahlverfahrens für die Wahl des Abschlussprüfers.

In der Sitzung vom 25. Juni 2018 stand die am selben Tag anstehende Hauptversammlung im Mittelpunkt.

In der Sitzung vom 25. September 2018 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung im III. Quartal 2018 im Konzern berichtet. Erörtert wurde auch die Liquiditätssituation.

In der Sitzung vom 12. Dezember 2018 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung für das Kalenderjahr 2018 im Konzern berichtet. Erörtert wurden auch die Liquiditätssituation sowie die Planung für das Kalenderjahr 2019. Weitere Themen waren die aktuelle und geplante Vertriebsstruktur sowie die weitere Entwicklung des Streamingsdienstes.

Effizienzprüfung:

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

Corporate Governance:

Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen dies als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 30. April 2019 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert im Anschluss wurde die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gem. § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit den alten Entsprechenserklärungen auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft nur einen Alleinvorstand hat.

Zusammensetzung Aufsichtsrat:

Der Aufsichtrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

Prof. Dr. Dorothee Hallerbach (Aufsichtsratsvorsitzende)

Philippe v. Stauffenberg (stellv. Vorsitzender)

Dr. Reinhold Schorer

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Frau Prof. Dr. Hallerbach und Herrn Dr. Schorer gehören dem Aufsichtsrat zwei unabhängige Mitglieder an, die gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut.

Jahres- und Konzernabschluss:

Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der Klassik Radio AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2018 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung für das Geschäftsjahr 2018 hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 30. April 2019 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Außerdem wurde der Impairment Test vorgelegt. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Klassik Radio AG festgestellt und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 30. April 2019 gebilligt, der Jahresabschluss der Klassik Radio AG ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft, er schließt sich dem Vorschlag an.

Abhängigkeitsbericht:

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2018 aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung des Vorstands, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat.

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht rechtzeitig erhalten und geprüft. Der Abschlussprüfer hat an den entsprechenden Verhandlungen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Abschlussprüfers, der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft; Hamburg, der diesen Bericht am 30. April 2019 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen hat:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Klassik Radio AG nicht unangemessen hoch war."

Auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Augsburg, den 30. April 2019

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Dorothee Hallerbach

Klassik Radio AG

Mediatower

Imhofstraße 12

86159 Augsburg

Tel.: +49 821 / 5070-0

E-Mail: ir@klassikradioag.de

Web: www.klassikradioag.de