![]() Klassik Radio AGAugsburgJahresabschluss zum 31.12.2019Jahresabschluss 201901. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019scroll
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019A. ALLGEMEINE ANGABENDie Klassik Radio AG mit Sitz in Augsburg, Deutschland, ist beim Amtsgericht Augsburg unter der Registernummer HRB 2090 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine im General Standard gelistete börsennotierte private Radio-Holding mit 5 operativen Gesellschaften. Im Zentrum der Aktivitäten der Klassik Radio-Gruppe steht der Betrieb des Hörfunkspartensenders Klassik Radio sowie der Vermarktungsgesellschaften Euro Klassik GmbH und Klassik Radio Direkt GmbH. Darüber hinaus hält die Klassik Radio AG zum 31.12.2019 Anteile an der FM Radio Network GmbH und der Klassik Radio Austria GmbH mit Sitz in Wien. Der Jahresabschluss der Klassik Radio AG wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Klassik Radio AG, Augsburg, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach IFRS für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaften, die als Mutter- und Tochterunternehmen in diesen Konzernabschluss einzubeziehen sind, sind verbundene Unternehmen i.S. des § 271 Abs. 2 HGB. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren) bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Zugänge zum Sachanlagevermögen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Für Geringwertige Anlagengegenstände mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % p. a. abgeschrieben wird. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert ausgewiesen. Sie werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern auf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz sowie bestehende Verlustvorträge werden mit einem Gewerbesteuersatz von 15,22 %, einem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % gebildet. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Der Ansatz eines aktiven latenten Steuerüberhangs unterbleibt entsprechend dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB. C. ERLÄUTERUNG DER BILANZ(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Anteile an verbundenen UnternehmenDie Klassik Radio AG hält unmittelbar und mittelbar die Anteile an folgenden Gesellschaften: scroll
(3) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 4.825. Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.825.0 0 0 Stückaktien ohne Nennbetrag. KapitalrücklagenDie Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 3.510. Genehmigtes Kapital 2016Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. August 2021 um insgesamt bis zu EUR 2.412.500,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bedingungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Aktionären, sofern dies vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt wird, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden. Bedingtes Kapital 2016Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des unter Tagesordnungspunkt 7 gefassten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. August 2016 bis zum 11. August 2021 von der Gesellschaft oder unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie Wandlungspflichten erfüllt werden, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. (5) RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, insbesondere für Beratungs- und Abschlusskosten in Höhe von TEUR 125 (i. Vj. TEUR 139) und Aufsichtsratskosten in Höhe von TEUR 47 (i. Vj. TEUR 42). (6) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 356 (i. Vj. TEUR 256). (7) Latente SteuernAuf unterschiedliche Wertansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen ergeben sich passive latente Steuern, die mit aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge saldiert werden. Der Ansatz eines aktiven steuerlichen Überhangs unterbleibt entsprechend § 274 Abs. 1 HGB. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 7 wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus erbrachten Dienstleistungen sowie Weiterverrechnungen von sonstigen betrieblichen Aufwendungen an die Tochtergesellschaften. (2) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 20 (i. Vj. TEUR 79), die periodenfremden Charakter haben. E. SONSTIGE ANGABEN(1) Honorar des AbschlussprüfersZum Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 verweisen wir auf die Angaben innerhalb der Notes des Klassik Radio AG Konzernabschlusses zum 31.12.2019. (2) Anzahl der MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich Mitarbeiter 9 (i. Vj. 10) beschäftigt. Zusätzlich war zum Bilanzstichtag 1 (i. Vj. 1) Vorstand bestellt. (3) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2019 ergeben sich aus nachstehender Übersicht: scroll
(4) HaftungsverhältnisseDie Klassik Radio AG übernimmt die selbstschuldnerische Bürgschaft für die Inanspruchnahme der KK-Linie durch die Tochtergesellschaften. Zum Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme TEUR 0. Weiterhin bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften Euro Klassik GmbH, Klassik Radio Direkt GmbH, Klassik Radio Austria GmbH sowie FM Radio Network GmbH. Die Klassik Radio AG erklärt hierin, dass sie die uneingeschränkte Verpflichtung übernimmt sicherzustellen, dass die Tochtergesellschaften stets in der Lage sein werden, ihren bestehenden und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen fristgemäß nachzukommen. Vor dem Hintergrund der in den Unternehmensplanungen prognostizierten Cashflows schätzt die Klassik Radio AG das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering ein. (5) OrganeDer Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt zusammen: Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), Augsburg Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2019 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen: scroll
(6) Angabe von BezügenDer Vorstandsvorsitzende Herr Ulrich R. J. Kubak erhielt für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und Tochterunternehmen ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (i. Vj. TEUR 252) und erfolgsunabhängige Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 16). Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2019 erfolgsunabhängige Vergütungen sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 47 (i. Vj. TEUR 42) zurückgestellt. Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 7). Daneben wird eine erfolgsabhängige Vergütung von insgesamt TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3) erwartet. Für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer werden Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 11 (i. Vj. TEUR 5) erwartet. (7) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 in Höhe von EUR 2.074.552,10 auf neue Rechnung vorzutragen. (8) Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGGemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind wir gehalten, den Inhalt der uns zugegangenen Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des Wertpapierhandelsgesetzes wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der Klassik Radio AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen oder über- oder unterschreiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen kann sich bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung gemäß § 21 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde. Zudem können nach dem Bilanzstichtag weitere Änderungen im meldepflichtigen Anteilsbesitz eingetreten sein, die in den nachfolgend wiedergegebenen Mitteilungen nicht enthalten sind. Bis zum Bilanzstichtag haben wir folgende Mitteilungen erhalten: Am 15. Dezember 2004 hat Herr Ulrich R. J. Kubak der Klassik Radio AG gemeldet, dass am selben Tag sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 50 % überschritten hat und dieser nunmehr 68,75 % beträgt (Anzahl der Aktien: 3.093.750 vom Grundkapital 4.500.000). Am 08. Januar 2013 hat die UK Media Invest GmbH der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 08. Januar 2013 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 15 % überschritten hat und nunmehr 15,33 % (Anzahl der Aktien: 739.537 vom Grundkapital 4.825.000) beträgt. Laut § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG ist dieser Aktienbesitz Herrn Ulrich R. J. Kubak zuzurechnen. Am 29. April 2014 hat Herr Philippe v. Stauffenberg der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 25. April 2014 sein Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten hat und dieser nunmehr 1,88 % beträgt (Anzahl der Aktien: 90.845 vom Grundkapital 4.825.000). (9) Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Januar 2020 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Gesundheitsnotstand aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus ausgerufen. Seit dem 11.3.2020 stuft die WHO die Verbreitung des Corona-Virus als Pandemie ein. Die Folgen auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft werden laufend überwacht. Der Vorstand geht aufgrund der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass die Pandemie zu einem starken temporären Rückgang der Werbeerlöse führen wird und hierdurch die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage 2020 negativ beeinflusst. Der Konzern beobachtet stetig die Entwicklung und ergreift entsprechende Maßnahmen, um den Risiken entgegenzuwirken. Um auch bei einer über unsere Planungen hinausgehenden Reduktion der Werbeeinnahmen nicht in Liquiditätsengpässe zu kommen, hat die Klassik Radio AG von den aktuellen Fördermöglichkeiten Gebrauch gemacht und ein KfW-Darlehen über 3,0 Mio. EUR beantragt, dass Mitte April 2020 genehmigt wurde und zur Auszahlung kam. Das Darlehen wird mit 1 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Die Tilgung beginnt erst ab dem 30. September 2021. Darüber hinaus haben sich aus Sicht des Vorstands in der Zeit vom 01.01.2020 bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichtes keine weiteren wesentlichen Ereignisse ergeben. (10) Angabe gemäß § 161 AktGAuf Grundlage der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gemäß § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat am 30. April 2020 eine Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet (www.klassikradioag.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Augsburg, 30. April 2020 Klassik Radio AG, Augsburg Ulrich R. J. Kubak, Vorstand Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind."
Augsburg, den 30. April 2020 Ulrich R. J. Kubak, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2019scroll
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Lagebericht & Konzernlagebericht 2019 Für den Zeitraum 01. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019Grundlagen der Gesellschaft und des KonzernsDie Klassik Radio AG ist Deutschlands einzige börsennotierte Radio-Holding. Sie ist seit dem 15. Dezember 2004 an der Börse notiert und wird im geregelten Markt in Frankfurt (General Standard) sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, München und Stuttgart gehandelt. Mit dem Fokus auf Hörfunk, Musik und digitale Geschäftsmodelle befinden sich unter ihrem Dach einer der weltweit größten Klassik-Sender "Klassik Radio", sowie die beiden sich ergänzenden Vertriebsunternehmen Euro Klassik und Klassik Radio Direkt. Der Schwerpunkt der Euro Klassik ist die Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich und der Akquise nationaler Radiospendings, welche über Mediaagenturen und Direktkundenansprachen vergeben werden. Die Klassik Radio Direkt hat ihren Schwerpunkt auf dem regionalen Radiowerbemarkt und vermarktet die Werbeflächen des Senders durch Direktverkauf per Telefon. Sie ist der größte deutsche Anbieter von Radio-Verbundwerbung und bietet so auch kleineren Unternehmen einen preisgünstigen Einstieg in Radiowerbung bei Klassik Radio. Die FM Radio Network entwickelt und betreibt seit Dezember 2017 mit Klassik Radio Select, einen eigenen innovativen Streamingdienst. Mit einem monatlich kündbaren Premiumangebot erhält man das Programm von Klassik Radio werbefrei sowie über 150 weitere, von Stars und Experten kuratierte Sender für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge - zum Entspannen und Genießen. Die Vertriebsaktivitäten der Euro Klassik und der Klassik Radio Direkt sind gemeinsam mit dem Radiosender und dem Streamingdienst im Segment Radiosender zusammengefasst. Neben dem Segment Radiosender besteht noch das Segment Merchandising. RadiosenderKlassik Radio ist Deutschlands meistverbreitetes Privatradio mit einem einzigartigen Programm. Die besondere Mischung aus den schönsten Klassik-Hits, der besten Filmmusik und den außergewöhnlichen New Classics bildet ein unverwechselbares Klangerlebnis und sorgt neben nahbaren Moderatorinnen, Moderatoren und Stars, mit ihren eigenen Sendungen als feste Konstante im Programm, für eine besondere Hörerbindung. Angereichert mit den wichtigsten aktuellen Meldungen aus der Klassik-Welt, sowie Nachrichten und Infos aus Wirtschaft, Börse, Medien und Kultur aus den Metropolen Deutschlands bietet Klassik Radio ein einmaliges Format in der europäischen Radiolandschaft. Für die Werbewirtschaft ist Klassik Radio eine sehr attraktive Premiumzielgruppe. Mit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Dezember 2017 über einen eigenen innovativen Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit über 150 von Hand kuratierten Sender von Künstlern wie Rolando Villazòn, James Newton Howard, Andrè Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge verbindet. Klassik Radio setzt den Weg zum digitalen 360 Grad Musikunternehmen auch weiterhin konsequent fort. Klassik Radio wird über UKW, deutschlandweit im Kabel, europaweit über Satellit sowie weltweit via Internet und mit allen gängigen Smartphones über kostenfreie Apps empfangen. Zudem ist Klassik Radio seit 2011 über DAB+ in ganz Deutschland zu hören. Durch die Klassik Radio Austria GmbH hält Klassik Radio die Sendelizenz für die Verbreitung in Österreich bundesweit via DAB+ sowie die Verbreitung über UKW in der bedeutendsten europäischen Festspielmetropole Salzburg und der kaufkräftigen Senderregion Innsbruck. VertriebDer Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter: Radio Marketing Services GmbH & Co. KG (RMS) und ARD Sales & Services (AS&S). Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des Gesamtwerbemarkts. In diesem verteilten Markt hat sich Klassik Radio zusätzlich zu seiner Eigenvermarktung für eine Vermarktung durch die AS&S entschieden und ist somit bei jeder gebuchten Radiokampagne eines Werbetreibenden in einer der entscheidenden nationalen Radiokombinationen der AS&S berücksichtigt. Klassik Radio vermarktet sich bewusst auch weiterhin vor allem selbst über die konzerneigenen Vermarkter Euro Klassik und Klassik Radio Direkt, welche sich als Vertriebsgesellschaften bei der Erschließung des deutschen Radiowerbemarktes optimal ergänzen. Dabei liegen die Schwerpunkte der Euro Klassik bei der Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich durch Direktkundenansprachen von Marken und Unternehmen. Die Euro Klassik erhält hierfür eine gruppeninterne Vertriebsprovision. Die Klassik Radio Direkt akquiriert für Klassik Radio erfolgreich Kunden in regionalen Werbemärkten wie Schleswig-Holstein, Hamburg, Berlin, Hannover, Bayern, Baden-Württemberg, Salzburg oder Innsbruck und eröffnet mit attraktiven Preispaketen auch Kunden mit kleineren Werbebudgets den Zugang zur exklusiven Klassik Radio Zielgruppe. Über die RMS vermarktet Klassik Radio seine digitalen Online-Audio Werbelöse. So können Werbetreibende ihre Kampagnen auf dem Klassik Radio Livestream sowie weitere 34 frei empfangbare Kanäle digital aussteuern. MerchandisingNeben der Vermarktung von Werbezeiten generiert die Euro Klassik attraktive Zusatzgeschäfte über das Segment Merchandising. Der Bereich Digitalradios mit innovativen Markengeräten im Premiumsegment und limitierte Kunsteditionen runden das Musiksortiment ab. Vertrieben werden die Produkte online über den Klassik Radio Shop. Seit 2017 ist das Klassik Radio Auszeit Online-Portal ein fester und wesentlicher Bestandteil im Klassik Radio Onlineshop. Bis Ende 2019 konnten über diese Auktionsplattform exklusive Kurzurlaube, Wellnessaufenthalte, kulturelle Erlebnisse in einer Rückwärtsauktion ersteigert werden. Ende des Jahres 2019 wurde das Konzept justiert. Das Empfehlungsportal Klassik Radio Auszeit bietet nun wöchentlich exklusive Angeboten mit Preisvorteilen sowie einem besonderen Deal der Woche. Die in 2016 neu gestartete Konzerttour "Klassik Radio live in Concert" ist seit 2016 dem Bereich Merchandising zugeordnet. Die Konzerte fanden in 2019 in 10 Städten in Deutschlands schönsten Konzerthäusern statt. Bislang haben über 200.000 Gäste die Klassik Radio Konzerte besucht. Für 2020 planen wir daher mit 11 Konzerten. 1. Wirtschaftsbericht1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Klassik Radio AG ist hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung im Wesentlichen von zwei Hauptfaktoren abhängig: Zum einen von allgemeinen, wirtschaftlichen Tendenzen und Entwicklungen, zum anderen von den Entwicklungen des Radio-, Werbe- und Musikmarktes. Konjunkturelle Entwicklung und wirtschaftliche RahmenbedingungenDas Wachstum der deutschen Wirtschaft lag im Jahr 2019 bei 0,6 % (Vorjahr + 1,5 %). Somit konnte im zehnten Jahr in Folge in der Wirtschaft ein Wachstum verzeichnet werden. Nach einem starken Jahresbeginn, unter anderem auch von Sondereffekten wie der günstigen Entwicklung der Baubranche getrieben, bremsten im Wesentlichen erhebliche außenwirtschaftliche Belastungen wie der anstehende Brexit oder der Handelskonflikt zwischen USA und China die Aufwärtsdynamik insbesondere im industriellen Sektor ab. Im Wesentlichen wurde das Wachstum 2019 von der Binnenwirtschaft getragen. Private Konsumausgaben, gestützt von einem starken Arbeitsmarkt und kräftigen Lohnsteigerungen erhöhten sich um 1,6 % (Vorjahr: +1,3 %). An der Entwicklung des Einzelhandels, der rund ein Drittel des privaten Konsums ausmacht, konnte man das Kaufverhalten ablesen. Nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes betrug hier das Umsatzplus zwischen 2,9 und 3,0 %. Der Internet- und Versandhandel entwickelte sich erneut besonders dynamisch (Januar bis November +7,4 %). Daneben stützten Bauinvestitionen (+3,8 %) und staatlicher Konsum (+2,5 %) die deutsche Wirtschaft. Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. Gesamtwirtschaftliche Betrachtung der Corona-Krise für die Weltwirtschaft und DeutschlandDie Ausbreitung der Corona-Pandemie seit Jahresbeginn 2020 zieht erhebliche nationale wie internationale wirtschaftliche Auswirkungen mit sich. Auf globaler Ebene ist ein Einbruch von Lieferketten, sowie Produktions- und Nachfragerückgänge und folglich auch Absatzeinbußen zu verzeichnen. In Deutschland schlägt sich der Virus aufgrund zunehmender Unsicherheiten in einer schwerwiegenden Rezession nieder. Für das Jahr 2020 prognostizierte die Bundesregierung zunächst einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,1 %, aus aktuellem Anlass ist derzeit allerdings mit einem Rückgang zu rechnen. Bereits für das erste Quartal 2020 ist vermutlich ein Einbruch von 1,9 % zu verzeichnen. Die Wirtschaftsleistung insgesamt dürfte auf Basis einer Auswertung der führenden Wirtschaftsinstitute um insgesamt 4,2 % im Jahr 2020 sinken. Für das kommende Jahr ist zwar mit einer Erholung zu rechnen, allerdings ist dies derzeit nur schwer abschätzbar und daher mit hohen Unsicherheiten verbunden. Daher müssen wir davon ausgehen, dass auch die in den folgenden Abschnitten prognostizierten längerfristigen Trends von der aktuellen Situation überlagert werden, und sich nur mit Verzögerung realisieren. RadiomarktRadio ist in der Funktion als Werbemedium für Effizienz bekannt und ist durch sein Preis-Leistungsverhältnis gegenüber anderen Werbeträgern im Vorteil: Das Radio zählt nach wie vor zu den beliebtesten Informations- und Unterhaltungsmedien in Deutschland und weist weiterhin eine konstant hohe Reichweite auf. Radio ist in 2018 wie in den Jahren zuvor das stärkste Massenmedium im Hörfunkmarkt. Die Mehrheit der Hörer nutzte hierbei immer noch den früheren Standard UKW. Die Werbeeinnahmen zeigten dabei eine anhaltende positive Entwicklung. Die Werbeeinnahmen im traditionellen Radio sind weiterhin hoch. Im Vergleich zum Vorjahr sind sie um 0,6 % gewachsen. In 2018 hat sich das Wachstum allerdings deutlich verlangsamt. Die Entwicklung des Onlineradiomarktes sind trotz der starken Position des traditionellen UKW-Radios nicht zu unterschätzen. Die Onlinewerbeeinnahmen erscheinen auf den ersten Blick vergleichsweise gering, jedoch zeigt die Sparte die letzten 4 Jahre ein kontinuierliches jährliches Wachstum über der 30 %-Marke auf. In 2018 konnte auch wieder eine Wachstum 34,5 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Die derzeitigen Bemühungen einer Durchsetzung des DAB+ Standards und die steigenden Nutzerzahlen beim Onlineradio-und Podcastmarkt sind als wichtige Trends zu nennen. UKW ist laut dem Jahresbericht des Verbandes Privater Medien e.V. (Vaunet) unverändert der wichtigste Übertragungsweg für Radio in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr kann man zwar eine leicht rückläufige Entwicklung feststellen, jedoch verfügen immer noch von 92,2 % aller Haushalte über ein analoges Radiogerät. In 2018 gab es knapp 12 Millionen DAB+-Radiogeräte in deutschen Haushalten und Autos. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 20 %. Der Trend zeigt sich insbesondere verstärkt in der Automobilbranche das DAB+-fähige Geräte in Fahrzeuge eingebaut werden. Auch Bund, Länder und Rundfunkanstalten gehen nach und nach dazu über vom veralteten UKWStandard zum digitalen Nachfolger zu wechseln. Auf den Beschluss des EU-Parlaments hinsichtlich einer DAB+-Pflicht für Neuwagen bis spätestens 2021 reagierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie darüber hinaus und legte einen entsprechenden Entwurf zur Anpassung des Telekommunikationsgesetztes vor. Anreize für die Nutzung der neuen Empfangsart sind unter anderem eine Erweiterung der Infrastruktur und eine größere Programmvielfalt. Bei der DAB+-Nutzung gibt es derzeit in Deutschland allerdings noch starke regionale Unterschiede. Den höchsten Anteil an Haushalten mit DAB+-Geräten weisen Bundesländer wie unter anderem Bayern mit 22,3 %, Sachsen mit 22 % und Baden Württemberg mit 18,7 % auf. Diese Bundesländer sind auch diejenigen, in denen den Haushalten eine besonders große Palette an Programm- und Radiostationsvielfalt zur Verfügung steht. Ebenso zeigt sich eine interessante Entwicklung beim Onlineradio auf. Mit 9,6 % belegte es vor DAB+ den zweiten Platz bei den meistgenutzten Empfangsarten. 37,7 % der Deutschen hören laut dem Digitalisierungsbericht Audio 2018 der Landesmedienanstalten zumindest gelegentlich Onlineradio. Der größte Anteil fällt hierbei auf die Nutzung über Smartphones, gefolgt von Laptops und PCs. Aufgrund des immer stärker werdenden Trends der globalen Vernetzung mithilfe von onlinefähigen Endgeräten kommt dem Onlineradio eine wichtige Bedeutung zu. Die Radiobranche wird zukünftig als eine der klassischen Mediengattungen von der Digitalisierung nachhaltig profitieren. Zunehmende Digitalisierung liefert neue werberelevante Touchpoints - vor allem auch für junge Zielgruppen. Dieses Potential wurde vom Markt erkannt und dadurch wird verstärkt in Audiowerbung investiert. Insgesamt gehen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) davon aus, dass die Einnahmen aus traditionellen Radiowerbung jährlich um durchschnittlich 1,7 % bis 2023 steigen werden. Onlinewerbeeinnahmen werden durchschnittlich jährlich um 16,7 % bis 2023 anwachsen. Unterhaltungs- und MedienmarktDie Medien- und Unterhaltungsbranche profitiert weiterhin von einer soliden Gesamtkonjunktur. In den kommenden fünf Jahren wird sich der deutsche Medien-und Unterhaltungsmarkt nach Erwartungen von Marktanalysten wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) weiterhin robust entwickeln. Das Bestreben, über Kunden Informationen zu erlangen und daraus passende Angebote zu generieren, ist seit jeher ein kritischer Faktor für wirtschaftlichen Erfolg. Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Entwicklung des Marktes nur verständlich. Die Einsatzfelder von Datenanalysesoftware sind jedoch verschieden. Die Transparenz ermöglicht eine hyper-personalisierte Werbeansprache und Produktentwicklung, die direkt an die Zahlungsbereitschaft des Individuums ausgerichtet ist. Die Entwicklungsdynamik ist dabei wesentlich von technologischen Innovationen, soziodemografischen Veränderungen und Initiativen der politischen Regularien im Hinblick auf Datennutzung, -speicherung und Besteuerung getrieben. Lt. Marktanalaysten (PwC) konnte der Umsatz für das Jahr 2018 trotz dieser Herausforderungen um 1 % im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Für die deutsche Unterhaltungs- und Medienbranche wird bis 2023 von einem stetigen Wachstum von 1,6 % ausgegangen. Wachstumstreiber sind die digitalen Werbeeinnahmen. Die Zuwachsraten sinken dahingehend allmählich. Der Digitalisierungstrend spiegelt sich bei der Entwicklung des Werbemarktes wider. Das Radio wird den moderaten Wachstumskurs fortsetzen können. Wie die digitalen Werbeerlöse dürfte sich auch der digitale Vertrieb in den kommenden Jahren positiv entwickeln. InternetIn Deutschland steigt der Bedarf an schnellem Internet und mehr Bandbreite zur Übertragung großer Datenmengen weiter an. Die Standardisierungsgremien arbeiten seit 2012 an der Entwicklung der Einführung des Mobilfunkstandards 5G, um den steigenden Anforderungen an die mobile Datennutzung, insbesondere aus dem Bereich des Internets oder der Realisierung von Echtzeitanwendungen gerecht werden zu können. Die Bundesnetzagentur begann im Frühling 2019 mit der Versteigerung der Frequenzen für die fünfte Mobilfunkgeneration. Die Versteigerung ging nach insgesamt 52 Tagen und in der 497. Auktionsrunde zu Ende. Die Frequenzen wurden von den Unternehmen Drillisch Netz AG, Telefonica Deutschland GmbH & Co.KG, Telekom Deutschland GmbH und Vodafone GmbH für 6,5 Milliarden Euro erworben. Sowohl der Wert der Frequenzen aber auch das gestiegene Interesse am Netzausbau in Deutschland wird dadurch widergespiegelt -was wiederum zudem auch an der erfolgreichen Teilnahme des Neueinsteigers Drillisch deutlich wird. In 2019 werden in etwa 10,6 Millarden GB an Datenvolumen von rund 86 Millionen verbundenen Smartphones verarbeitet. Insgesamt gehen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) davon aus, dass bis 2023 mit mehr als einer Verdoppelung der verbrauchten Daten auf etwa 25 Millarden GB über alle Segmente (Kommunikation, Musik, Video etc.) zu rechnen ist. Was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 24,5 % entspricht. Pro Smartphone werden demzufolge bis 2023 insgesamt 285 GB an Datenkonsum anfallen, was im Vergleich zu 2019 mehr als eine Verdoppelung darstellt und einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 23,9 % entspricht. Einen signifikanten Anteil am Gesamtverbrauch zeigt weiterhin der Datenverbrauch über bestehende stationäre Breitbandanschlüsse auf. Über Breitbandanschlüsse werden mit knapp 15,6 Millarden GB in 2019 mehr als ein Viertel aller Daten (25,9 %) verbraucht. Auch hier gehen Marktanalysten wie PwC davon aus, bis zum Jahr 2023 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 16,8 % zu erreichen und im stationären Breitbanddatenkonsum auf 27,6 Milliarden GB anzusteigen. Wesentliche Wachstumstreiber wurden in den beiden größten Bereichen - Kommunikation und Video identifiziert. Neben der Kommunikation und dem Videokonsum ist auch der Anteil des Herunterladens und Streamens von Musik für den Datenverbrauch von Bedeutung. Auch hier wird bis 2023 eine durchschnittliche Wachstumsrate von jährlich 7,3 % prognostiziert. Insgesamt gehen Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC) davon aus, dass alle drei Inhalte bis 2022 durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von über 20 % erreichen. In Deutschland werden bis Ende 2019 rund 35 Millionen Tablets benutzt. Bis 2023 wird die Zahl bei einem durchschnittlichen jährlichen Rückgang von 2,3 % auf 30,5 Millionen Tablets sinken. Bis 2023 wird eine Datennutzung von 13 Milliarden GB prognostiziert. Die durchschnittliche Wachstumsrate wird somit auf 16 % geschätzt. OnlinewerbungIm Jahr 2018 hat sich der deutsche Markt für Onlinewerbung erneut positiv entwickelt. Dabei wuchs das Gesamtvolumen erneut um 7,8 % und weist eine ähnlich, jedoch leicht abnehmbare Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr (8.9 %) auf. Maßgeblich wurden die verschiedenen Kanäle auch in 2018 von zwei zentralen Themen beeinflusst. Eine anhaltende Verschiebung in Richtung "Mobile first" war zum einen zu beobachten. Es wurde als zweites deutlich, dass bewegte Bilder (Videos) im Vergleich zu statischen Werbebannern (Displays) immer stärker an Bedeutung gewinnen. Der größte Wachstumstreiber im Onlinemarkt war 2018 die mobile Onlinewerbung mit einem Anstieg um 26,8 %. Knapp die Hälfte des gesamten Volumens für Onlinewerbung wird weiterhin durch Paid Search generiert. Im Vergleich zu 2017 sind sie jedoch leicht rückläufig. Mobile etabliert sich weiterhin als starker Wachstumstreiber in der Onlinewerbung. Hierbei wird nur Werbung zusammengefasst, deren Content speziell für eine mobile Version formatiert und angepasst wurde. Bereits 2021 wird Mobile hinter Search auf Platz 2 der umsatzstärksten Bereiche liegen und Display hinter sich lassen. Mobile Search, sowie Mobile Display sorgen zwar mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 6,3 % bzw. 12,6 % für eine Zunahme der Bedeutung von Mobile. Jedoch ist Mobile Video hiermit einer Wachstumsrate von jährlich 21 % die am stärksten treibende Kraft. Im Bereich Onlinewerbung zeigt sich, dass immer neue Werbeformate an Beliebtheit und damit an Investitionsvolumen gewinnen und folglich in den Fokus der Werbetreibenden rücken. Die weitere Verbreitung und Nutzungsbereitschaft von Voice Assistants wie beispielsweise Amazons Alexa eröffnen neue Chancen für Werbetreibende. Schätzungen zeigen, dass bis 2020 die Hälfte aller Suchanfragen per Voice Search getätigt werden. Für den Markt der stationären Onlinewerbung erwarten Marktanalysten, wie zum Beispiel PricewaterhouseCoopers (PwC), dass die aktuelle jährliche Wachstumsrate von 5,5 % auf moderate 2,8 % im Jahr 2023 zurückgehen wird. Der Gesamtmarkt für Onlinewerbung wird bis 2023 mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 5,3 % wachsen. HandelDie Geschäftslage und die Erwartungen im Einzelhandel sind weiterhin positiv. Für 2020 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) im Einzelhandel mit einem Plus von 2,5 % zum Vorjahr. Der Online-Handel bleibt auch für die Zukunft weiterhin der Wachstumstreiber. Besonders gut sind die Erwartungen bei den Unternehmen, die sowohl im stationären Handel als auch im Online-Bereich aktiv sind. Für den Handel fordert der HDE weiter einen fairen Wettbewerbsrahmen, passende Infrastrukturen und weiterhin finanzielle Spielräume für die Digitalisierung. MusikmarktIn 2018 bewegt sich der deutsche Musikmarkt fast auf dem Vorjahresniveau. Die Einbußen von 1,2 % sind auf Umsatzeinbrüche bei den CD-Verkäufen zurückzuführen. In 2018 zeigte das digitale Geschäft wieder ein beachtliches Wachstum von 21,1 %, vor allem aufgrund der deutlichen Steigerung der Einnahmen aus Audiostreamingdiensten, konkret um 33,7 %. Der Verkauf von physischen Tonträgern ist seit Jahren rückläufig. Im Jahr 2018 verliert das Segment mit 37,7 % erstmalig die Marktführerschaft im Bereich aufgenommener Musik. Mit einem Anteil von 40,4 % bildet Audiostreaming erstmals das stärkste Umsatzsegment. Als Haupttreiber für künftige Umsatzsteigerungen im Musikmarkt ist die weitere Entwicklung des Streamings zu sehen. Musikstreaming wächst weiterhin dynamisch. Vor dem Hintergrund der positiven Aussichten im Musikstreamingmarkt ist zu erwarten, dass sich der Wettbewerbsdruck vor allem durch die Marktgrößen Apple, Spotify, Amazon und Google weiter erhöhen wird. Nach dem leichten Rückgang 2018 wird ab 2019 wieder ein Wachstum und somit eine Stabilisierung der Musikbranche erwartet. In den nächsten fünf Jahren wird ein Wachstum im digitalen Markt von durchschnittlich 10,8 % erwartet. Der Wandel hin zum digitalen Musikkonsum geht einher mit einem stetigen Rückgang des physischen Geschäftes. Bei den Leistungsschutzrechten wird von einem durchschnittlichen Wachstum von 3,2 % ausgegangen. Das Wachstum des digitalen Segments wird den Rückgang im Bereich der physischen Tonträger über den Betrachtungszeitraum insgesamt überkompensieren, so dass für den Musikvertrieb ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 2,9 % diagnostiziert wird. Gegen Ende des Prognosezeitraumes 2023 wird ein Anteil des digitalen Vertriebs am gesamten Musikvertrieb von ca. 82 % erwartet. Der Musikmarkt stellt sich insgesamt somit auch weiterhin als ein Zukunftsmarkt mit andauerndem Wachstum dar, indem die Bedeutung digitaler Vertriebskanäle weiterhin zunehmen wird. Klassik Radio ist mit dem neuen Musik Streamingdienst auch zukünftig auf diese Entwicklung bestens vorbereitet. Quellen: German Entertainment & Media Outlook 2019-2023, AGOF, Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, Bundeswirtschaftsministerium der Bundesrepublik Deutschland, Internationaler Währungsfonds, ifW Kiel, Ifo-Institut Konjunkturprognose München, DIW Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung e.V., RWI; Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung e.V.)Nielsen Media Research, ma Audio 2019 II, ma Audio 2019 I, ma Audio 2020 I, Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), Goldmedia-Prognose, Handelsverband Deutschland (HDE), EZB, IKB, Bundesverband des deutschen Versandhandels, Nielsen Deutschland, Institut für Weltwirtschaft-Kiel, Radiozentrale.de, 1.2. GeschäftsverlaufKonzernhighlights
Segment Radiosender
Segment Merchandising
2. Lage des Konzerns2.1. Ertragslage des Klassik Radio Konzernsscroll
Die Umsatzerlöse sind entsprechend der Prognose im Geschäftsjahr 2019 deutlich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.637 auf TEUR 18.221 gestiegen. Die Zunahme resultiert im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen aus Vermarktung durch die von Klassik Radio Werbezeiten im Radiosender, der neuen Vermarktung durch die ARD Tochter, AS&S, Erlöse aus Lizenz- und Leistungsschutzrechten und aus der Audio-Vermarktung durch die RMS in Höhe von insgesamt TEUR 16.433 (i. Vj. TEUR 13.889). Die Umsatzerlöse enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Konzerterlöse von TEUR 1.268 bei 10 Konzerten (i. Vj. TEUR 1.097 mit 8 Konzerten), Shoperlöse von TEUR 457 (i. Vj. TEUR 535). Die Umsätze aus Gegengeschäften sind um TEUR 100 auf TEUR 3.092 (i. Vj. TEUR 2.992) gestiegen. Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen einen Werbekostenzuschuss, Investitionszuschuss, sowie Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Auflösung von Wertberichtigungen, welche beide ihren Ursprung in vergangenen Geschäftsjahren hatten. Im Aufwand für bezogene Leistungen und Waren sind neben dem Wareneinsatz des Merchandisings, Provisionen, Honorare und Lizenzen, Produktionskosten als auch die höheren Sende- und Verbreitungskosten des Radiosenders als größte Position erfasst. Der Personalaufwand ist um TEUR 137 auf TEUR 4.263 zum Geschäftsjahr 2018 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau mit zusätzlichen neuen erfahrenen Mitarbeitern im Vertrieb und dem TeamAufbau für Klassik Radio Select. Die anderen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Werbekosten, Aufwendungen aus Gegengeschäften, Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Verwaltungskosten. Die anderen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 150 auf TEUR 5.383 (i. Vj. TEUR 5.233) gestiegen. Dieser Anstieg resultiert aus den höheren Aufwendungen für Gegengeschäfte. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 40 (i. Vj. TEUR 40) setzt sich im Geschäftsjahr 2019 im Wesentlichen aus Zinsen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 28 (i. Vj. TEUR 0) und Bankzinsen in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 36) zusammen. In der Steuerposition sind ertragswirksame latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 76 und Ertragssteuern in Höhe von TEUR 565 enthalten. Das Gesamtperiodenergebnis liegt im Geschäftsjahr 2019 bei TEUR 1.560 (i. Vj. TEUR 1.595). Die in 2018 getroffene Prognose deutlich steigende Umsätze und ein deutlich steigendes EBITDA wurde erzielt. Die Umsatzerlöse des Konzerns werden in den Bereichen Radiosender und Merchandising erwirtschaftet. Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen: Umsatzerlöse mit Dritten nach Segmentenscroll
Segment RadiosenderDie Umsatzerlöse im Segment Radiosender betrugen TEUR 18.194 nach TEUR 15.183 im Geschäftsjahr 2018. Die Umsatzerlöse aus Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten, der neuen Vermarktung durch die ARD Tochter, AS&S, Erlöse aus Lizenz- und Leistungsschutzrechten und aus der Audio-Vermarktung durch die RMS betragen TEUR 13.341 (i. Vj. TEUR 10.897). Die Umsätze aus Gegengeschäften sind um gegenüber dem Geschäftsjahr 2018 um 3,3 % gestiegen auf TEUR 3.092. Es konnten somit Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 16.433 (i. Vj. TEUR 13.889) erzielt werden. Der Anstieg der Umsatzerlöse mit anderen Segmenten resultiert im Wesentlichen aus der Anpassung der gruppeninternen Vertriebsprovision. Nach Aufwendungen für Sendebetrieb, Programm, Vermarktung, den Personalkosten sowie den sonstigen Aufwendungen wurde im Segment Radiosender ein EBITDA von TEUR 3125 (i. Vj. TEUR 2101) erwirtschaftet. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR 2.261 (i. Vj. TEUR 2.233). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren, sowie die Aufwendungen für Personal sind im Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 979 gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen sind ebenso im Geschäftsjahr 2019 um TEUR 591 angestiegen. In den sonstigen Aufwendungen sind die Aufwendungen aus Gegengeschäften in Höhe von TEUR 2.945 (i. Vj. TEUR 2.875) enthalten. Der neue Musik Streamingdienst ging im Dezember 2017 an den Start. In den Streamingdienst sind in 2019 nochmals insgesamt ca. TEUR 1.000 investiert worden. Ein Viertel dieser Kosten wurde zusammen mit bereits seit 2016 jährlich entstandenen Investitionen aktiviert. Die Finanzierung dieser Kosten erfolgte aus dem operativen Cash-Flow. Die Prognose des Vorjahres für das Segment Radiosender, deutlich steigende Umsätze und ein deutlich steigendes EBITDA zu erzielen, wurde eingehalten. Segment MerchandisingDas Merchandising-Geschäft erwirtschaftete Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 1.725 (i. Vj. TEUR 1.632). Dies setzen sich aus den neuen Konzerterlösen in Höhe von TEUR 1.268 (i. Vj. TEUR 1.097) und den Shoperlösen in Höhe von TEUR 457 (i. Vj. TEUR 535) zusammen. Die Konzerterlöse wurden in 2019 mit 10 Konzerten erzielt (i. Vj. 8). Der Aufwand für bezogene Leistungen und Waren ist in 2019 auf TEUR 1.158 (i. Vj. TEUR 975) gestiegen. Die Personalaufwendungen haben sich ebenfalls um TEUR 70 auf TEUR 230 (i . Vj. TEUR 160) erhöht. Die anderen Aufwendungen betrugen inkl. des konzerninternen Einkaufs von Klassik Radio Werbung TEUR 1.082 (i. Vj. TEUR 939). Die konzerninternen Werbeaufwendungen haben sich in 2019 aufgrund verstärkter Werbemaßnahmen für die Konzerte und den Online-Shop erhöht. Das Segment weist ein negatives EBITDA in Höhe von TEUR -737 (i. Vj. TEUR -436) aus. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR -764 nach TEUR -476 im Vorjahr. Die Prognose des Vorjahres moderat steigende Umsätze zu erzielen konnte eingehalten werden. Die Prognose ein leicht besseres EBITDA auf Vorjahresniveau zu erzielen konnte aufgrund höherer Aufwendungen und insbesondere gezielten höheren Werbeaufwendungen für die Konzerte und dem Online-Shop nicht eingehalten werden. 2.2. Vermögenslage des Klassik Radio KonzernsDie langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 5.497 (i. Vj. TEUR 5.497), sowie latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 1.342 (i. Vj. TEUR 1.423). Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.625 auf TEUR 6.613 (i. Vj. TEUR 4.988) gestiegen. Dabei haben sich insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt auf TEUR 1.931 (i. Vj. TEUR 3.068) verringert. Zahlungsmittel betragen zum 31.12.2019 TEUR 2.898 (i. Vj. TEUR 591). scroll
Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 63,1 % aus (i. Vj69,9 %). Die Reduzierung der Eigenkapitalquote resultiert aus der Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 1.013 und dem Gesamtperiodenergebnis von TEUR 1.560 in 2019 bei gestiegener Bilanzsumme. Der Klassik Radio Konzern zeigt somit weiterhin eine überdurchschnittlich starke Eigenkapitalausstattung. Die langfristigen Schulden beinhalten in 2019 die Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 und noch passive latente Steuern in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 21). Zum 31.12.2019 bestehen keinerlei Finanzschulden mehr. Der Konzern ist bei eventuell kurzfristigen operativen Liquiditätsengpässen aufgrund vorhandener freier Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 1.200 abgesichert. 2.3. Finanzlage des Klassik Radio Konzernsscroll
Die Kapitalflussrechnung zeigt für das abgelaufene Geschäftsjahr einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.319 (i. Vj. TEUR 1.189). Im Cash Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -662 (i. Vj. TEUR -580) sind im Wesentlichen die Investitionen in den neuen Streaming-Service sowie Sendetechnik und Geschäftsausstattung enthalten. Der Free-Cashflow ist von TEUR 609 im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 3.657 im Geschäftsjahr 2019 angestiegen. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.350 betrifft im Wesentlichen die Auszahlung für Dividendenausschüttung und die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 in Höhe von insgesamt TEUR -1.241 (i. Vj. TEUR 0). Der Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2019 betrug TEUR 2.898 (zum 31.12.2018 TEUR 591). 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des UnternehmensDas Geschäftsjahr 2019 wurde ein weiteres Rekordjahr für Klassik Radio. So konnte bislang das beste Ergebnis in der Geschichte des Unternehmens erzielt werden. Der Konzernumsatz wurde in 2019 um 16,9 % bzw. um TEUR 2.637 auf TEUR 18.221 (i. Vj. TEUR 15.584) gesteigert. Das EBITDA ist auf TEUR 2.802 (i. Vj. TEUR 1.861) und damit um sensationelle 50,6 % gestiegen. Das gesunkene Periodenergebnis in Höhe von TEUR 1.560 zu (i. Vj. TEUR 1.595) resultiert im Wesentlichen aus laufenden Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 565 (i. Vj. TEUR 175) und latenten Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 76 (i. Vj. TEUR -286). In diesem Ergebnis sind erneut die Investitionen und die laufenden Kosten für den Aufbau des eigenen innovativen Musik-Streamingdienstes "Klassik Radio Select" vollumfänglich enthalten. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2019 für den Konzern von deutlich steigenden Umsätzen und einem deutlich steigenden EBITDA konnte somit eingehalten werden. 2.5. Die Klassik Radio AG nach HGBDie Klassik Radio AG ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Steuerung des Klassik Radio Konzerns sowie für zentrale Aufgaben und alle wesentlichen Querschnittsfunktionen in der Gruppe. Hierunter fallen das Personalwesen, das Marketing, IT, die Verwaltung und alle Bilanzierungs- und Finanzierungsfragen der operativen Tochtergesellschaften sowie die Finanzierung und Investor-Relations-Aufgaben des Konzerns. Die Klassik Radio AG hält per 31.12.2019 direkt oder indirekt zu 100 % die Beteiligungen an den Tochterunternehmen. Ihre Ertragslage ist nicht direkt von der Entwicklung der Märkte abhängig. Sie finanziert sich durch Weiterverrechnung der umlagefähigen Kosten auf die operativen Tochtergesellschaften. Der Einzelabschluss der Klassik Radio AG ist auf www.klassikradioag.de/konzern/investor-relations/finanzberichte veröffentlicht. Auf Anfrage wird er auch gerne per Post zur Verfügung gestellt. Finanzielle Kennzahlen der Klassik Radio AG (HGB)scroll
2.6. Wesentliche Veränderungen der Ertrags-, Vermögens und Finanzlage der Klassik Radio AGDie Klassik Radio AG erzielt die Umsatzerlöse aus Leistungsabrechnungen innerhalb der Firmengruppe. Die Leistungsabrechnung basiert auf einer Kostendeckung zuzüglich eines Gewinnaufschlages. Diese Verrechnungsmodalität wird jährlich, so auch im Geschäftsjahr 2019 den zugrunde liegenden Tatbeständen angepasst. Die Leistungsabrechnungen sind in den Umsatzerlösen abgebildet. Bedingt durch die Beteiligungserträge von TEUR 2.000 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 2.075 zum 31.12.2019 und somit ein Bilanzgewinn von TEUR 2.996 nach TEUR 1.934 im Vorjahr, was zu einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals führt. Aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals in Verbindung mit einer Erhöhung der Bilanzsumme, ist die Eigenkapitalquote zum 31.12.2019 minimal gesunken. Der Erhöhung der Bilanzsumme resultiert aus Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen. Die Aktiva sind bestimmt durch den Wertansatz der von der Klassik Radio AG gehaltenen Beteiligungen in Höhe von TEUR 9.926 (i. Vj. TEUR 9.926). Die Beteiligungsquoten betragen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ausnahmslos 100 %. Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen eine Beteiligung von unter 1,7 % der Stückaktien. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.413 (i. Vj. TEUR 1.655) betreffen die Verrechnung der allgemein anfallenden Verwaltungskosten, welche für alle Tochtergesellschaften des Klassik Radio AG Konzerns getragen und mit einer monatlichen Pauschale weiter verrechnet werden. Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 256 (i. Vj. TEUR 66) erhöht, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten vollständig getilgt werden (i. Vj. TEUR 80). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum 31.12.2019 auf TEUR 2.118 (i. Vj. TEUR 1.024) erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich zum 31.12.2019 ebenfalls auf TEUR 356 erhöht (i. Vj. TEUR 256). 2.7. MitarbeiterAm 31. Dezember 2019 waren 61 (i. Vj. 63) Mitarbeiter im Klassik Radio AG Konzern tätig. Am Geschäftsjahresende war 1 (i. Vj. 1) Vorstand bestellt. Der Aufwand für Personal belief sich auf TEUR 4.263 (i. Vj. TEUR 4.126). Klassik Radio schätzt seine Mitarbeiter mit ihren persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften und Talenten, die sie in das Unternehmen einbringen. 2.8. VergütungsberichtAm Ende des Geschäftsjahres 2019 setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen: Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), Augsburg Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2019 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen: scroll
Die Vergütungsgrundsätze für Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 nicht geändert. Vergütungsgrundsätze VorstandDie Klassik Radio AG folgt bezüglich der Ausweisung der Vorstandsbezüge nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung nicht den Vorgaben der Ziff. 4.2.3 des deutschen Corporate Governance Kodex. Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak erhält lediglich eine Fixvergütung, da er als derzeitiger Hauptaktionär das überwiegende unternehmerische Risiko selbst trägt und damit ausreichend kurzfristige wie auch langfristige Leistungsanreize gegeben sind. Über den Aktienkurs wirken sich auch die negativen Entwicklungen des Unternehmens unmittelbar auf ihn aus. Auch konnte zum Zeitpunkt des Abschlusses des derzeit laufenden Vorstandsvertrages entgegen Ziff. 4.2.2 des deutschen Corporate Governance Kodex noch nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt berücksichtigt werden. Die Angaben der Vorstandsvergütung werden individualisiert veröffentlicht, Kriterien für die Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds. Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak ist zugleich Geschäftsführer aller Tochtergesellschaften und erhält für diese Tätigkeit keine Bezüge, so dass seine Vergütung an den dadurch erweiterten Aufgaben, die auch der Aktiengesellschaft zugutekommen, zu messen ist. Die AG ihrerseits profitiert vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Internet veröffentlicht. Für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen erhielt Herr Ulrich R. J. Kubak im Geschäftsjahr 2019 ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (i. Vj. TEUR 252) und Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (i. Vj. TEUR 16). Die Nebenleistungen an den Vorstand beinhalten Versicherungsprämien (auch für Direktversicherungen), nicht-geldliche Leistungen wie PKW oder die Übernahme bestimmter Steuern. Über die Verpflichtung zur Übernahme bereits bestehender Direktversicherungen hinaus wurden keine Versorgungszusagen gemacht. Gleiches gilt für Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied. Vergütungsgrundsätze AufsichtsratDie Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in § 19 der Satzung geregelt, der durch die Hauptversammlung angepasst werden kann. Die Vergütung des Aufsichtsrates umfasst neben einer fixen Vergütung eine erfolgsabhängige Komponente, die sich am langfristigen Unternehmenserfolg bemisst. Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2019 erfolgsunabhängige Vergütungen, erfolgsabhängige, sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 47 (i. Vj. TEUR 42) zurückgestellt. Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (i. Vj. TEUR 7). Für den Aufsichtsrat wird für das Geschäftsjahr 2019 eine erfolgsabhängige Vergütung von insgesamt TEUR 3 (i. Vj. TEUR 3) erwartet. Daneben werden für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 11 (i. Vj. TEUR 5) erwartet. 2.9. Konzerninternes SteuerungssystemDer Vorstand der Klassik Radio AG nutzt verschiedene Instrumente, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und die Unternehmensstrategie konsequent umzusetzen. Im Fokus steht die nachhaltige Steigerung der Profitabilität. Für Klassik Radio sind die Umsatzerlöse und das EBITDA (definiert als Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) die wesentlichen operativen Kennzahlen zur Profitabilitätssteuerung auf Konzern- und Segmentebene. Sie messen die Qualität unserer Umsatzentwicklung und zeigt wie effizient wir unser operatives Geschäft steuern. Für die Finanzplanung ist der Free Cashflow als finanzwirtschaftlicher Überschuss eine wichtige Steuerungsgröße zur Beurteilung der Finanzkraft des Konzerns. Er wird ermittelt als die Summe der im operativen Geschäft erwirtschafteten liquiden Mittel abzüglich des Saldos der im Rahmen der Investitionstätigkeit verwendeten und erwirtschafteten Mittel. Die Kennzahl zeigt, wie viel Liquidität dem Konzern und den einzelnen Tochterunternehmen einer Periode zur Verfügung steht. Das Unternehmen bewegt sich in einem Branchenumfeld, das von einem dynamischen Veränderungsprozess geprägt ist. Zu diesen konzerneigenen Leistungsindikatoren umfasst der konzernweite Steuerungs- und Planungsprozess externe Kennzahlen. Aktuelle Konjunkturdaten wie die Entwicklung des privaten Konsums, der Auftragseingänge und der Einzelhandelsumsätze sowie das Bruttoinlandsprodukt dienen zum Beispiel als relevante Indikatoren für die Investitionsbereitschaft der werbungtreibenden Unternehmen. Ein weiterer wesentlicher Leistungsindikator sind die Reichweitendaten im Hörfunk Dies werden zweimal jährlich im Rahmen der Media-Analyse Audio erhoben. Die für die Preisbildung 2019 relevanten Zahlen wurden im Juli 2018 veröffentlicht. Dementsprechend wurden die für die Preisbildung 2020 relevanten Zahlen im Juli 2019 veröffentlicht. Knapp 6 Millionen Menschen in Deutschland hören Klassik Radio. 2.10. Angaben nach § 289a HGB und § 315a HGBDas Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2019 EUR 4.825.000,00. Es ist eingeteilt in EUR 4.825.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 des WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt werden. Der Vorstand Ulrich R.J. Kubak hält direkt und/oder indirekte mehr als 10 von Hundert der Stimmrechte: per 31.12.2019 (3.274.942 Stück bzw. 67,87 %) Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Klassik Radio AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 8 der Satzung bestellt und abberufen. Danach ist hierfür der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen. Genehmigtes Kapital 2016Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. August 2021 um insgesamt bis zu EUR 2.412.500,00 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären steht grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Quellen: MA 2019 Audio II, MA 2020Audio I
Soweit das Bezugsrecht nach den vorstehenden Bedingungen nicht ausgeschlossen wird, kann das Bezugsrecht den Aktionären, sofern dies vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmt wird, auch im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG oder auch teilweise im Wege eines unmittelbaren Bezugsrechts und im Übrigen im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gem. § 186 Abs. 5 AktG gewährt werden. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihre Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden. Bedingtes Kapital 2016Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund des unter Tagesordnungspunkt 7 gefassten Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 12. August 2016 bis zum 11. August 2021 von der Gesellschaft oder unmittelbar oder mittelbar im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem gemäß der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von den Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie Wandlungspflichten erfüllt werden, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn der Gesellschaft teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Die Klassik Radio AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen. 3. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess3.1. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessZiel des Risikomanagements im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken, die sich auf die Regelungskonformität des Jahres- und des Konzernabschlusses negativ auswirken könnten. Die zutreffende Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von rechnungslegungsrelevanten Sachverhalten und deren angemessene Übernahme in die einzelnen Instrumente der Rechnungslegung soll sichergestellt werden. Wesentliche Strukturen, Prozesse und Kontrollen, die für die Rechnungslegung und Konsolidierung von Bedeutung sind, werden nachstehend aufgeführt:
3.2. Das Risikomanagementsystem bei Klassik RadioDer Klassik Radio Konzern ist durch sein unternehmerisches Handeln mit seinen verschiedenen Segmenten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Es ist die Aufgabe des implementierten Risikomanagementsystems, verantwortungsvoll mit den Unsicherheiten des Umfeldes umzugehen, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu systematisieren und dem Management zu kommunizieren. Damit wird die Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur Abwendung bzw. Minimierung von Risiken geschaffen. Ausgehend von der jährlich überarbeiteten Planung erfolgt das Controlling auf Ebene der Segmente, Gesellschaften und des Konzerns mit einem monatlichen Berichtswesen. Daneben unterstützen wöchentliche Controllingauswertungen des Auftragseinganges, der Vermarktung, Disposition, e-Commerce, Streamingdienst und Liquidität, kurzfristige Maßnahmen und Entscheidungen. Die konzernweit abgestimmten Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme unterstützen eine ganzheitliche Risikoanalyse und Steuerung. Das Risikomanagement bildet einen entscheidenden Bestandteil der Steuerungssysteme. Die operativen Geschäftsfelder steuern die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken eigenständig. Risiken der Geschäftsfelder, die sich im Konzernverbund möglicherweise addieren, werden zentral erfasst und gesteuert. Die eingerichteten Systeme sichern den Informationsfluss zu den Prozessverantwortlichen, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Auswertungen sind Basis regelmäßiger und intensiver Diskussionen. 4. Risiken und Chancen4.1. Die RisikenMarktrisikenKonjunkturelle Entwicklung im Werbemarkt und HandelDer Klassik Radio Konzern bewegt sich mit dem Radiosender und Klassik Radio im starken konjunkturellen Schwankungen unterworfenen Werbemarkt und mit dem Online-Shop (eCommerce) im kaufkraftabhängigen Handelsumfeld sowie im Musikmarkt, insbesondere der Tonträgervermarktung. Beide Markteinheiten sind von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Das Risiko der Konjunkturschwäche bedeutet für den Klassik Radio Konzern, dass der Markt kein ausreichendes Potenzial für die nachhaltige Erlöserzielung generiert. Andererseits kann das Unternehmen von positiven Entwicklungen in diesen Bereichen profitieren. Klassik Radio begegnet aktiv den Marktrisiken durch Alleinstellungsmerkmale, Branding, Hörerbindung und Zielgruppenorientierung. Branchen- und unternehmensspezifische RisikenZwei Vermarkter teilen sich den RadiowerbemarktDer Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter Radio Marketing Services GmbH & Co. KG und ARD Sales & Services. Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des mit 6,5 % vom Gesamtwerbemarkt ohnehin kleinen Radio-Werbemarkt. Klassik Radio wird seit 2019 zusätzlich zur Eigenvermarktung durch die Euro Klassik und Klassik Radio Direkt durch die ARD Sales & Services in den marktrelevanten Kombis vermarktet. Die Umsatzanteile der Kombis generieren sich durch die Reichweite in der Zielgruppe 14-59 Jahren. Sinkende Reichweiten im entsprechenden Alterssegment bergen das Risiko rückläufiger Umsätze der ARD Sales & Services Kombivermarktung. Der direkte Kundenkontakt mit enger Kundenbindung durch die Eigenvermarkter Euro Klassik und Klassik Radio Direkt sollen die Abhängigkeit von Reichweiten und Marktentwicklungen deutlich verringern. Die breite Basis an regionalen Kleinkunden der Klassik Radio Direkt reduziert wiederum die Abhängigkeit von Großkunden. Marktsättigung und Kaufkraft im MerchandisingDer allgemeine Markttrend Musik digital zu konsumieren und der unternehmenseigene Streamingservice "Klassik Radio Select", der die Lösung für diesen neuen Trend bietet, lässt die Hauptumsatzsäule des Klassik Radio Shops, den Verkauf von CDs zurückgehen. Die Umsätze in diesem Bereich bewegen sich im Abwärtstrend. Um diese Einbrüche aufzufangen wurde er Online-Shop um Digitalradios und die Klassik Radio Auszeit - ein Online Portal mit exklusiven Kurzurlauben, Luxushotels, Wellnessaufenthalte und Kulturerlebnissen erweitert. Im Akquise-Prozess von Hotelpartnern für die Klassik Radio Auszeit misst sich Klassik Radio mit großen Playern aus der Online-Reisebranche. Ein hohes Servicelevel und einfache schnelle Geschäftsprozesse mit den Hotels sollen hierbei in der Klassik Radio Auszeit überzeugen. Aufgrund des Risikos der Marktsättigung am mittlerweile großen Angebot an Konzerten verschiedenster FilmmusikKonzerte hat sich Klassik Radio für die eigenen Konzerte dazu entschieden, das Motto und auch die Tournee gezielt im letzten Quartal des Jahres durchzuführen. Eine klare Qualitätsprofilierung und der Ausbau der Vertriebskanäle sollen dem Risiko proaktiv entgegenwirken. Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- und FirmenwerteIm Falle von sich verschlechterndem konjunkturellem Klima besteht das Risiko, dass die Erträge der einzelnen Segmente hinter den prognostizierten Plandaten bleiben, mit der Folge, dass sich die Notwendigkeit einer Wertminderung auf den aktivierten Geschäfts- und Firmenwerten einstellen könnte. Der Konzern untersucht einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt (Impairment-Test). Daneben erfolgt eine regelmäßige Analyse der prognostizierten Plandaten anhand der IST-Zahlen. Personalunion von Hauptaktionär und AlleinvorstandHerr Ulrich R. J. Kubak prägt als Gründer, Alleinvorstand und Hauptaktionär (67,87 %) die Geschäfte der Unternehmensgruppe in wesentlicher Weise. In dieser starken Position steht Herr Kubak im Innen- wie auch Außenverhältnis für die strategische Ausrichtung des Konzerns. In der operativen Verantwortung ist er im Konzern und den Tochtergesellschaften alleinverantwortlich. (Quelle: The Nielsen Company) DAB+Im August 2011 wurde mit der Aufschaltung von DAB+ mit der bundesweiten Ausstrahlung von Digitalradio in Deutschland begonnen. Als bundesweiter Sender ist Klassik Radio bei diesem innovativen Verbreitungsweg, mit Chance auf den neuen Radiostandard, von Anfang an dabei. Die Finanzierung aller Verbreitungswege erfolgt durch die in der Media Analyse ausgewiesene Gesamtreichweite, welche aktuell anteilig bei ca. 12 - 15 % auf dem Verbreitungsweg DAB+ in Deutschland zurückzuführen sind. Die Technologie findet in Deutschland mehr und mehr Akzeptanz. Die geplante Erweiterung von DAB+ mit weiterem Senderportfolio birgt das Risiko von Konkurrenzprogrammen auf dem neuen terrestrischen Radiostandard und könnte Anbietern den bundesweiten Markt direkt eröffnen. Auch in Österreich ist Klassik Radio vom ersten Tag der bundesweiten Aufschaltung von DAB+ mit dabei. Ähnlich wie in Deutschland, sind die Haushalte und Fahrzeuge zum Zeitpunkt des Sendestarts der neuen Radiotechnologie (im Mai 2019) noch nicht mit den entsprechenden Empfangsgeräten versorgt. Dies bedeutet für Klassik Radio eine enorme Investition in die Zukunft, die derzeit in den Erlösen noch nicht messbar ist. SozialversicherungBei einem Tochterunternehmen der Klassik Radio AG hat in Vorjahren eine Prüfung des SozialversicherungsTrägers stattgefunden. Dieser hatte in einem ersten Anhörungsschreiben seine Feststellungen mitgeteilt, aus denen sich eine Forderung im höheren 6-stelligen Bereich ergibt. Der Klassik Radio Konzern sowie seine rechtlichen Berater sehen die vom Sozialversicherungs-Träger damals vorgebrachten Argumente als rechtlich nichtzutreffend und somit als unbegründet an. Die in Vorjahren regelmäßig durchgeführten Sozialversicherungs-Betriebsprüfungen hatten zu keinen Beanstandungen im Hinblick auf die aktuellen Feststellungen geführt. Im Geschäftsjahr hat sich kein neuer Sachstand ergeben. Der Vorstand schätzt das Risiko einer Zahlungsverpflichtung aufgrund der Aussagen seiner rechtlichen Berater daher als weiterhin sehr gering ein. Eine bilanzielle Abbildung im Konzernabschluss zum 31.12.2019 erfolgte daher nicht. UmsatzsteuerBasierend auf den vorläufigen Feststellungen des Sozialversicherungs-Trägers hat das Finanzamt für die betreffende Tochtergesellschaft der Klassik Radio AG geänderte Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2009 bis 2013 erlassen. Gegen die Bescheide, mit denen Forderungen im niedrigeren sechsstelligen Bereich geltend gemacht wurden, wurde umgehend Einspruch eingelegt und Aussetzung der Vollziehung gewährt. Dem Einspruch wurde stattgegeben und der Sachverhalt zugunsten von Klassik Radio entschieden. Somit ergab sich für die Jahre 2009 bis 2013 insoweit keine Steuernachzahlung. Rechtliche RisikenRundfunkrechtliche AuflagenDie rundfunkrechtlichen Genehmigungen ("Sendelizenzen") sind in Deutschland zeitlich befristet erteilt. Klassik Radio GmbH & Co. KG hält eine entsprechende Sendelizenz der Hamburgischen Anstalt für neue Medien zur Verbreitung über Satellit, welche bis 2029 verlängert wurde. Daneben verfügt der Sender über terrestrische UKWStützfrequenzen, die je nach Bundesland gestaffelt bis 2029 befristet sind. Diese UKW-Frequenzen sind der mit Abstand wichtigste Verbreitungsweg von Klassik Radio. Eine Verlängerung der Fristen wird in der Regel gewährt, jedoch ohne Garantie. Die Lizenzen und Genehmigungen beinhalten zum Teil auch Auflagen, deren Nichtbefolgung die Landesmedienanstalten auch während der Laufzeit zu einem Widerruf berechtigen. Reichweiten- und Frequenzmarketing sind in einer Stabsstelle mit direkter Berichtsverantwortung an den Vorstand gebündelt. Für die Verbreitung via DAB+ ist eine nationale Sendelizenz notwendig, Diese wurde in 2019 für den Zeitraum 2021 bis 2031 um weitere 10 Jahre verlängert. Risiken aus der Verbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19)Seit dem 11.3.2020 stuft die WHO die Verbreitung des Corona-Virus als Pandemie ein. Die Folgen auf den Geschäftsverlauf des Klassik Radio Konzern werden laufend überwacht. Der Vorstand geht aufgrund der jüngsten Entwicklungen davon aus, dass die Pandemie zu einem starken temporären Rückgang der Werbeerlöse führen wird und hierdurch die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage 2020 negativ beeinflusst. Der Konzern beobachtet stetig die Entwicklung und ergreift entsprechende Maßnahmen, um den Risiken entgegenzuwirken. Finanzierungs- und LiquiditätsrisikoKlassik Radio verfügt mit TEUR 10.007 (i. Vj. TEUR 9.460) über eine hohe Eigenkapitalausstattung. Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag um TEUR 2.307 auf TEUR 2.898 erhöht. Es bestanden zum Bilanzstichtag keine Darlehensverpflichtungen. Kurzfristige operative Liquiditätsengpässe sind im Konzern aufgrund vorhandener KK-Linien in Höhe von in Summe 1,2 Mio. Euro abgesichert. Zum 31.12.2019 wurden die KK-Linien nicht in Anspruch genommen. Die Klassik Radio AG arbeitet weiterhin in allen Bereichen an Cash-Optimierungen und Kostensenkungen, mit dem Ziel einer zusätzlichen Margen- und damit Liquiditätsverbesserung. Der Vorstand der Klassik Radio AG überwacht und steuert die Liquidität für den gesamten Konzern. Das Monitoring der Liquiditätssituation findet wöchentlich statt, um zeitnah auf eventuelle Engpässe reagieren zu können. Mit den finanzierenden Banken besteht ein kontinuierlicher Informationsaustausch, darüber hinaus bestehen aktive Kontakte zu anderen Finanzinstituten und dem Kapitalmarkt, um im Bedarfsfall auftretenden Finanzierungsbedarf abdecken zu können. Auf Basis aktueller Umsatz- und Ergebnisprognosen und der daraus abgeleiteten Liquidität schätzt der Vorstand -auch unter Berücksichtigung der Risiken des Corona-Viruses - die finanzielle Lage des Konzerns als geordnet und die Liquidität über das Jahr 2020 als gesichert ein. Um auch bei einer über unsere Planungen hinausgehenden Reduktion der Werbeeinnahmen nicht in Liquiditätsengpässe zu kommen, hat die Klassik Radio AG von den aktuellen Fördermöglichkeiten Gebrauch gemacht und ein KfW-Darlehen über 3,0 Mio. EUR beantragt, dass Mitte April 2020 genehmigt wurde und zur Auszahlung kam. Das Darlehen wird mit 1 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Die Tilgung beginnt erst ab dem 30. September 2021. 4.2. GesamtrisikoRisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten bestehen aus Sicht des Vorstands nicht. 4.3. Die ChancenVermarktung von Klassik RadioDer zunehmende Bekanntheitsgrad von Klassik Radio und steigende Reichweiten stärken die Vermarktung. Darüber hinaus entwickelt sich ein Trend weg von breitangelegten hin zu qualitativen Werbeplänen. Zielgruppen wie "Best Ager", "Entscheider" und "Topverdiener" gewinnen im Werbemarkt zunehmend an Bedeutung. Auch durch diese Entwicklungen wird die Klassik Radio Premium-Zielgruppe im Radiowerbemarkt immer attraktiver. Klassik Radio bietet im Gegensatz zu den beiden anderen Vermarktern als einziger nationaler Radiosender ein bundesweit einheitliches Programmumfeld. Klassik Radio verfügt über zwei strategisch gut aufgestellte, eigene Vertriebsunternehmen mit immer besser werdenden Zugängen zu den relevanten Werbekunden. Klassik Radio wird seit 2019 zusätzlich zur Eigenvermarktung durch die Euro Klassik und Klassik Radio Direkt durch die ARD Sales & Services (AS&S) in den marktrelevanten Kombis vermarktet. Radionutzung DAB+Durch die bundesweite Verbreitung über DAB+ eröffnen sich für Klassik Radio neue Hörerregionen, die bislang aufgrund von fehlender oder geringer UKW-Verbreitung nicht erreicht werden konnten. Damit erschließt Klassik Radio u.a. das bisher nicht über UKW versorgte und bevölkerungsreichste Bundesland NRW. Seit Mai 2019 investiert Klassik Radio in den bundesweiten Start des digitalen Ausbau von DAB + in Österreich. Damit eröffnen sich für Klassik Radio neue Hörerregionen landesweit in Österreich, die bislang ebenfalls aufgrund fehlender UKW-Verbreitung nicht erreicht werden konnten. Damit einhergehend die Erschließung neuer Vermarktungspotentiale mit nationalen Radiospendern in Österreich. Radionutzung WebradioDie Radionutzung im Internet und Mobile verzeichnet einen sprunghaften Zuwachs. Auch durch diesen Verbreitungsweg können neue Hörer für Klassik Radio hinzugewonnen und bestehenden Hörern mehr Auswahl geboten werden. Zusätzlich zum Hauptprogramm bietet Klassik Radio mittlerweile ein attraktives und breites Angebot frei empfangbarer digitaler werbefinanzierter Free-Channels unter anderem wie Klassik am Morgen, Feel Good, Klassik, Movie, Filmklassiker, New Classics, Weinabend, Klassik zum Kochen, Barock ,Mozart, Bach, Beethoven, Verdi, Piano, Oper, Klassik für Kinder, Klassik Rock, Klassik meets Rock / PopMusical, Lounge Beat, Schiller Lounge, Die Till Brönner Show, Smooth Jazz und viele weitere Channels für neue Hörer und innovative Vermarktungsmöglichkeiten an. Online-ShopDie hochwertigen und nicht im Handel erhältlichen MusikExklusivprodukte bieten attraktive Zusatzerlöse unabhängig vom Radiowerbemarkt. Mit diesem Produktsegment konnten treue und langjährige Kundenbeziehungen aufgebaut werden. Die bestehenden Kundenbeziehungen können jederzeit für eine Erweiterung des Produktangebotes bzw. von themenaffinen Angeboten genutzt werden. Die anhaltende Nachfrage von Digitalradios und den exklusiven Kurzurlauben, Luxushotels, Wellnessaufenthalte und Kulturerlebnissens in der Klassik Radio Auszeit zeigen, dass hier das Potential für weitere Cross-Selling Umsätze groß besteht. Perspektivisch ist denkbar den Klassik Radio Online-Shop mit jeweils diversifizierten aber immer zielgruppenaffinen Produktangeboten auszubauen. KonzerteKlassik Radio startete im Jahr 2016 wieder mit einem großen Erfolg die Konzertreihe "Klassik Radio live in Concert". Bereits im dritten Jahr in Folge konnte die Konzerttournee den Ticketumsatz steigern. Bislang haben über 200.000 Gäste die Klassik Radio Konzerte besucht. Das Unternehmensziel ist "Klassik Radio live in Concert" als Konzertserie zu etablieren, so dass der Besuch des Klassik Radio Konzertes zum festen Konzerttermin der Klassik Radio Hörer wird. Musik StreamingdienstMit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Mitte Dezember 2017 über einen innovativen Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit mittlerweile über 150 kuratierten Radiosender mit Künstlern wie Rolando Villazon, James Newton Howard, Andre Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz und Lounge verbindet. Ebenso befinden sich im Angebot Sender, die speziell auf Stimmungen der Hörerschaft eingehen. Sender wie "Dinner Jazz", "60ies Bar Lounge" oder auch "Springtime Lounge". So liefert Klassik Radio Select auf Knopfdruck den passenden Soundtrack zu jeder Situation, egal ob per iOS oder Android App, Webplayer oder über externe Bluetooth Speaker und untermalt jede Stimmung mit einer darauf perfekt abgestimmten Musikauswahl. Durch die konzerneigenen vielschichtigen Werbemöglichkeiten im Wert von Millionen Euro pro Jahr, besteht eine große Chance stetig neue Abonnenten zu gewinnen. Dies wäre ein in der Musik- und Medienindustrie weltweit Beachtung findender Erfolg, der den Unternehmenswert der Klassik Radio AG mit hoher Wahrscheinlichkeit signifikant steigern würde. 5. Ausblick und PrognoseAuch die Klassik Radio AG steht, wie nahezu alle Unternehmen, in der Entwicklung des Geschäftsjahres 2020 unter dem starken Einfluss der Corona-Krise. Noch ist unklar wie groß die Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis werden. Ein wichtiger Indikator für die Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres ist der Auftragsbestand an Werbeaufträgen. Bis zu den drastischen Folgen der COVID19 Pandemie im März 2020, war dieser auch zum Rekordjahr 2019, mit einem hohen sechsstelligen Plus im Auftragsbestand wieder stark gewachsen. Mit dem kompletten Lockdown der Wirtschaft im März gab es in vielen Branchen erhebliche Stornierungen. Neben der Werbung für Events, die nicht mehr stattfinden dürfen, betreffen uns insbesondere die Branchen Automobil, Möbelhandel und Tourismus. Dies betrifft neben unsere Eigenvermarktung auch die Fremdvermarkter und gilt für alle Umsatzbereiche. Gut ist es, dass der Großteil der Stornierungen bis jetzt "nur" innerhalb des Jahres verschoben wurde, also nicht endgültig storniert ist. Mit der weiteren Öffnung der Geschäfte gehen wir auch wieder von einer Zunahme des Auftragsbestands aus. In der MA 2020 Audio I ist die Gesamt-Reichweite (weitester Hörerkreis) von 6,1 Million auf 5,7 Million Hörer zurückgegangen. Die Stunden-Netto-Reichweite ist von 259.000 pro Stunde auf 228.000 um 12 % gesunken. Bei Klassik Radio Select gehen wir davon aus, dass im Jahr 2020 die Anzahl der zahlenden Kunden um einen zweistelligen Prozentsatz weiter wächst. Wir erwarten im Segment Radiosender für 2020 deutlich sinkende Umsätze und ein deutlich geringeres EBITDA. Im Segment Merchandising sind die Umsätze der zumeist auf Urlaube basierten Auszeit, deutlich zurückgegangen und es ist zurzeit nicht absehbar, wann Urlaube wieder möglich sein werden. Für Klassik Radio live in Concert 2020 war der Ticketverkauf bis März 2020 ebenfalls deutlich sechsstellig im Plus zum sehr erfolgreichen Vorjahr. Durch die aktuelle Verunsicherung, wann überhaupt wieder Konzerte stattfinden können, gehen wir auch hier von deutlich sinkenden Umsätzen aus. Für das Geschäftsjahr 2020 gehen wir im Segment Merchandising davon aus, dass wir gegenüber 2019 deutlich sinkende Umsätze und ein deutlich sinkendes EBITDA erzielen werden. Für den Konzern erwarten wir für 2020 deutlich sinkende Umsätze und ein deutlich sinkendes, aber positives EBITDA zum Rekordjahr 2019. Für die Klassik Radio AG Einzelgesellschaft (Holding) wird wie in den Vorjahren ein ausgeglichenes EBITDA angestrebt. Der Vorstand weist darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse 2020 in beide Richtungen, wesentlich von der weiteren Entwicklung um COVID19 abhängen. Angesichts der durch die Pandemie ausgelösten globalen Wirtschaftskrise mit täglich neuen Meldungen und des engen Musik- und Radiowerbemarktes ist eine genauere Prognose unmöglich. Im gesamten Unternehmen werden massive Anstrengungen unternommen aus dieser in Deutschland größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg, gestärkt hervorzugehen. Kurzfristig werden wir die Situation so gut wie möglich handhaben. Aus diesem Grund haben wir uns auch entschieden nicht in Kurzarbeit zu verfallen, sondern bei voller Bezahlung aller Mitarbeiter, mit aller Kraft und vollem Einsatz jede Chance aus dem Markt herauszuarbeiten und uns für unser weiter angestrebtes Wachstum gut vorzubereiten und das sehr guten Umsatz- und Ergebniswachstum fortzusetzen, sobald sich die Situation normalisiert hat. 6. Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB und Corporate Governance-BerichtDie gemäß §§ 289f und 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung haben wir für die Klassik Radio AG und den Konzern zusammengefasst. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die insbesondere die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken, sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen enthält, sowie der Corporate Governance Bericht sind unter http://www.klassikradioag.de/cg.html zugänglich gemacht. 7. Schlusserklärung des AbhängigkeitsberichtsDie Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2019 nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum nicht getroffen oder unterlassen.
Augsburg, den 30. April 2020 Klassik Radio AG Der Vorstand Ulrich R. J. Kubak Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Klassik Radio AG, Augsburg:Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Klassik Radio AG, Augsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Klassik Radio AG, Augsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns Bezug genommen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene UnternehmenZugehörige Informationen im Abschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsZu den bezüglich der Finanzanlagen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angabe im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Sachverhalt und Risiko für die PrüfungIm Jahresabschluss der Klassik Radio AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt T€ 9.946 und Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.413 ausgewiesen, die damit zusammen rund 95 % der Bilanzsumme ausmachen und das bilanzielle Eigenkapital der Gesellschaft um T€ 2.053 übersteigen. Die Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden jährlich von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungs- bzw. Zuschreibungsbedarf zu ermitteln. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße davon abhängig, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einschätzen und die jeweils verwendeten Diskontierungszinssätze ableiten. Vor dem Hintergrund der der Bewertung zugrundeliegenden Komplexität sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume ist die Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Rahmen unserer Prüfung ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt. Prüferisches Vorgehen und ErkenntnisseIm Rahmen unserer Prüfung haben wir den von der Klassik Radio AG implementierten Prozess sowie die Bilanzierungs- und Bewertungsvorgaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, auf mögliche Fehlerrisiken analysiert und uns ein Verständnis über die Prozessschritte und die implementierten internen Kontrollen verschal. Wir haben das Vorgehen der Gesellschaft bei der Ermittlung der Kapitalisierungszinssätze sowie bei der Ableitung der Zukunftserfolge auf Vereinbarkeit mit handelsrechtlichen Vorschriften und berufsständischen Verlautbarungen gewürdigt. Wir haben die Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Die wesentlichen Annahmen der Unternehmensplanungen zum Wachstum und Geschäftsverlauf haben wir nachvollzogen, indem wir diese mit dem Vorstand und der Leitung Finanzen der Klassik Radio AG ausführlich diskutiert haben. Auf dieser Grundlage haben wir deren Angemessenheit beurteilt. Die Angemessenheit der sonstigen wesentlichen Bewertungsannahmen, wie beispielsweise des Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate, wurden mit Unterstützung von Bewertungsspezialisten unseres Unternehmens auf Basis einer Analyse von Marktindikatoren untersucht. Wir haben die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter im Hinblick auf die sachgerechte Ableitung analysiert und ihre Berechnung unter Beachtung der dafür vorliegenden Anforderungen der handelsrechtlichen Vorschriften nachvollzogen. Durch Sensitivitätsanalysen haben wir Wertminderungsrisiken bei Änderungen von wesentlichen Bewertungsannahmen eingeschätzt. Ferner haben wir die rechnerische Richtigkeit der Bewertungsmodelle unter Beachtung der handelsrechtlichen Anforderungen nachvollzogen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich hinsichtlich der Werthaltigkeit der Finanzanlagen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen keine Einwendungen ergeben. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Der Aufsichtsrat ist für die folgenden sonstigen Informationen verantwortlich:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des KonzernsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juli 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. November 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2008/2009 als Abschlussprüfer der Klassik Radio AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist David Reinhard.
Berlin, 30. April 2020 Mazars GmbH & Co. KG Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer David Reinhard, Wirtschaftsprüfer Klassik Radio AGBericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2019Sehr geehrte Aktionäre, der Aufsichtsrat informiert Sie im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 ("Geschäftsjahr 2019"), dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert. Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen intensiv mit der Lage, der Strategie und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit einigen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht und der Vorstand wurde im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren die ausführlichen in schriftlicher sowie mündlicher Form erstatteten Quartalsberichte des Vorstandes sowie die zwischendurch erfolgenden telefonischen Kontakte und persönlichen Gespräche. Diese erfolgten nicht nur mit der Aufsichtsratsvorsitzenden, sondern auch mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern auch außerhalb der Sitzungen. Die Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle die Strategie, die Planung, die Risikolage und die Compliance des Unternehmens informiert. Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrates waren die Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der Segmente, die Unternehmensplanung, die getätigten Investitionen, das Kostenmanagement, die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung bei Tochterunternehmen, die Liquiditätssituation und Finanz- und Investitionsplanung, potentielle sowie durchgeführte Akquisitionsprojekte, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie die Vorstandsangelegenheiten selbst. Sonderthema war die weitere Entwicklung des Streaming Dienstes. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2019 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten übersandt und vom Aufsichtrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Soweit in Einzelsegmenten Probleme auftraten, wurden diese sowie Strategien zur Lösung zeitnah präsentiert und erörtert. Je nach Erfordernis wurde der Vorstand beauftragt, Lösungskonzepte zu entwickeln. Soweit nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlich, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Bedeutende Maßnahmen des Vorstandes erfolgten mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt und hat sie über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2019 zu vier Sitzungen zusammengetreten, die von der Vorsitzenden jeweils vorbereitet wurden. In allen Sitzungen wurden jeweils unter Vorlage umfangreichen Zahlenmaterials der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert und einschließlich der Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und einzelner Segmente für den jeweiligen Bereich eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war. In der Sitzung vom 30. April 2019 ging es um den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018, der vom Vorstand präsentiert wurde. Der verantwortliche Abschlussprüfer stand für Fragen zu den Abschlüssen zur Verfügung. Außerdem wurde die Hochrechnung für das I. Quartal und I. Halbjahr 2019 erörtert. Weitere wesentliche Themen waren die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Liquiditätssituation. Die Themen der Hauptversammlung standen in der am selben Tag stattfindenden Aufsichtsratssitzung im Mittelpunkt. In der Sitzung vom 17. September 2019 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung im III. Quartal 2019 im Konzern berichtet. Erörtert wurde auch die Liquiditätssituation. In der Sitzung vom 17. Dezember 2019 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung für das Kalenderjahr 2019 im Konzern berichtet. Erörtert wurden auch die Liquiditätssituation sowie die Planung für das Kalenderjahr 2020. Weitere Themen waren die aktuelle und geplante Vertriebsstruktur sowie die weitere Entwicklung des Streamingdienstes. Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben. Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen dies als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gem. § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit den alten Entsprechenserklärungen auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft nur einen Alleinvorstand hat. Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, Aufsichtsratsvorsitzende Philippe v. Stauffenberg, stellv. Vorsitzender Dr. Reinhold Schorer Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Frau Prof. Dr. Hallerbach und Herrn Dr. Schorer gehören dem Aufsichtsrat zwei unabhängige Mitglieder an, die gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Jahres- und Konzernabschluss: Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der Klassik Radio AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2019 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung für das Geschäftsjahr 2019 hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 30. April 2020 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Außerdem wurde der Impairment Test vorgelegt. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung. Die zu prüfenden Unterlagen wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Klassik Radio AG festgestellt und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 30. April 2020 gebilligt, der Jahresabschluss der Klassik Radio AG ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft, er schließt sich dem Vorschlag an. Abhängigkeitsbericht:Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2019 aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung des Vorstands, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht rechtzeitig erhalten und geprüft. Der Abschlussprüfer hat an den entsprechenden Verhandlungen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Abschlussprüfers, der Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft; Hamburg, der diesen Bericht am 30. April 2020 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen hat: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Augsburg, den 30. April 2020 Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Dorothee Hallerbach Klassik Radio AGMediatower Imhofstraße 12 86159 Augsburg Tel.: +49 821 / 5070-0 E-Mail: ir@klassikradioag.de Web: www.klassikradioag.de |
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