Klassik Radio AGAugsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva scrollen
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023scrollen
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABENDie Klassik Radio AG mit Sitz in Augsburg, Deutschland, ist beim Amtsgericht Augsburg unter der Registernummer HRB 2090 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine im General Standard gelistete börsennotierte private Radio-Holding mit 6 operativen Gesellschaften. Im Zentrum der Aktivitäten der Klassik Radio-Gruppe steht der Betrieb des Hörfunkspartensenders Klassik Radio sowie der Vermarktungsgesellschaften Euro Klassik GmbH und Klassik Radio Direkt GmbH. Darüber hinaus hält die Klassik Radio AG zum 31.12.2023 Anteile an der FM Radio Network GmbH, der Vitamingold GmbH und der Klassik Radio Austria GmbH mit Sitz in Wien. Der Jahresabschluss der Klassik Radio AG wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB und den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i.S. des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Klassik Radio AG, Augsburg, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach IFRS für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaften, die als Mutter- und Tochterunternehmen in diesen Konzernabschluss einzubeziehen sind, sind verbundene Unternehmen i.S. des § 271 Abs. 2 HGB. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren) bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Zugänge zum Sachanlagevermögen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Für geringwertige Anlagengegenstände mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der mit 20 % p. a. abgeschrieben wird. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennwert ausgewiesen. Sie werden gebildet für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. (2) Anteile an verbundenen UnternehmenDie Klassik Radio AG hält unmittelbar und mittelbar die Anteile an folgenden Gesellschaften: scrollen
(3) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 4.825. Das Grundkapital ist eingeteilt in 4.825.000 Stückaktien ohne Nennbetrag. Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 5.285 (Vorjahr: TEUR 3.376) setzt sich aus den aufgelaufenen Gewinnen sowie dem Periodenergebnis für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 2.633, vermindert um die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 724 (0,15 Cent pro Aktie) zusammen. KapitalrücklagenDie Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 3.510. Genehmigtes Kapital 2021Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 21. Juni 2026 (einschließlich) mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuer, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann auch mittelbar gewährt werden, indem die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen: scrollen
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital 2021 festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals aus dem Genehmigten Kapital 2021 anzupassen. Bedingtes Kapital 2021Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 2.412.500 auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- bzw. Wandlungsrechten bzw. die zur Optionsausübung bzw. Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) die von der Klassik Radio AG oder einer Konzerngesellschaft der Klassik Radio AG aufgrund der Ermächtigung des Vorstands mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2021 bis zum 21. Juni 2026 (einschließlich) begeben bzw. von der Gesellschaft garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Optionsausübung bzw. Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Optionsausübung bzw. Wandlung erfüllen oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu liefern, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien aus genehmigten Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand der Gesellschaft ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital 2021 zu ändern, (auch im Falle der Nichtausübung nach Ablauf des Ermächtigungszeitraums), sowie alle sonstigen damit in Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. (5) RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, insbesondere für Beratungs- und Abschlusskosten in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 163) und Aufsichtsratskosten in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 53). (6) VerbindlichkeitenVon den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.379 (Vorjahr: TEUR 1.875) haben TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 750) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 1.125) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum Stichtag wurde die Kreditlinie in Höhe von TEUR 254 in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 284 (Vorjahr: TEUR 75) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die übrigen Verbindlichkeiten von TEUR 368 (Vorjahr TEUR 109) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer und Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 109). D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse beinhalten Erträge aus erbrachten Dienstleistungen sowie Weiterverrechnungen von sonstigen betrieblichen Aufwendungen an die Tochtergesellschaften. (2) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträge aus Kfz-Sachbezügen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 33) und Erträgen aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 0) zusammen. Es vielen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 26) an. (3) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Ausbuchung von Anzahlungen auf einen immateriellen Vermögensgegenstand in Höhe von TEUR 96. E. SONSTIGE ANGABEN(1) Honorar des AbschlussprüfersDas Honorar des Abschlussprüfers für den Einzel- und Konzernabschluss der Klassik Radio AG setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
Die sonstigen Bestätigungsleistungen stehen im Zusammenhang mit GEMA/GVL Bestätigungen sowie der Prüfung des Abhängigkeitsberichtes. (2) Anzahl der MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich Mitarbeiter 11 (Vorjahr: 11) beschäftigt. Zusätzlich war zum Bilanzstichtag 1 (Vorjahr:1) Vorstand bestellt. (3) Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 ergeben sich aus nachstehender Übersicht: scrollen
(4) HaftungsverhältnisseDie Klassik Radio AG übernimmt die selbstschuldnerische Bürgschaft für die Inanspruchnahme der KK-Linie durch die Tochtergesellschaften. Zum Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 0). Weiterhin bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften Euro Klassik GmbH und Klassik Radio Direkt GmbH. An die Vermieterin Palais am Stadtmarkt GmbH wurde eine Mietbürgschaft in Höhe von TEUR 103 ausgereicht. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft durch die Patronatserklärungen oder die Mietbürgschaft ist aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen nicht zu rechnen. (5) OrganeDer Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen: Herr Ulrich R. J. Kubak, Kaufmann (Vorstandsvorsitzender), Augsburg Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2023 gemäß § 11 der Satzung aus drei Mitgliedern zusammen: Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, Rechtsanwältin (Vorsitzende) Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, ist auch Mitglied im Aufsichtsrat bei scrollen
Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, ist auch Mitglied im Verwaltungsrat bei scrollen
Frau Prof. Dr. Dorothee Hallerbach, ist auch Mitglied im Stiftungsrat bei scrollen
Herr Philippe Graf von Stauffenberg, Kaufmann (stellvertretender Vorsitzender) Herr Philippe Graf von Stauffenberg, ist auch Director bei scrollen
Herr Dr. Reinhold Schorer, Rechtsanwalt (6) Angabe von BezügenDer Vorstandsvorsitzende Herr Ulrich R. J. Kubak erhielt für die Wahrnehmung seiner Aufgaben im Mutterunternehmen und Tochterunternehmen ein Fixum in Höhe von TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 252) und Nebenleistungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 18). Für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2023 erfolgsunabhängige Vergütungen sowie ausstehende Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 53) zurückgestellt. Frau Prof. Dr. Hallerbach, erhält eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 15), Herr von Stauffenberg eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) und Herr Dr. Schorer eine jährliche, erfolgsunabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7). Für Herrn von Stauffenberg und Herrn Dr. Schorer werden Reisekosten in Höhe von insgesamt TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 8) erwartet. (7) ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt vor aus den Bilanzgewinn der Klassik Radio AG für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 5.285.897,29 auf neue Rechnung vorzutragen. (8) Angabe gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGGemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind wir gehalten, den Inhalt der uns zugegangenen Mitteilungen nach § 40 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetzes wiederzugeben. Zu diesen Mitteilungen sind Personen verpflichtet, deren Stimmrechte an der Klassik Radio AG durch Erwerb, Veräußerung oder in sonstiger Weise direkt oder indirekt 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % oder 75 % erreichen oder über- oder unterschreiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen kann sich bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde. Zudem können nach dem Bilanzstichtag weitere Änderungen im meldepflichtigen Anteilsbesitz eingetreten sein, die in den nachfolgend wiedergegebenen Mitteilungen nicht enthalten sind. Bis zum Bilanzstichtag haben wir folgende Mitteilungen erhalten: Am 7. Dezember 2023 hat die UK Media Invest GmbH der Klassik Radio AG gemeldet, dass am 6. Dezember 2023 ihre Stimmrechtsanteile die Schwelle von 50 % überschritten hat und nunmehr 69,06 % beträgt (Anzahl der Aktien: 3.331.904 vom Grundkapital 4.825.000). Am 7. Dezember 2023 hat Herr Ulrich R. J. Kubak uns mitgeteilt, dass ihm die Stimmrechte gemäß § 34 WpHG zuzurechnen sind. Als vollständige Kette der Tochterunternehmen hat Herr Ulrich R. J. Kubak angegeben (beginnend mit der obersten beherrschenden Person): Herr Ulrich R. J. Kubak 0,00 %, UK Media Invest GmbH 69,06 %. (9) Ereignisse nach dem BilanzstichtagKeine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (10) Angabe gemäß § 161 AktGAuf Grundlage der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex und den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gemäß § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat am 22. April 2024 eine Entsprechenserklärung abgegeben und im Internet (www.klassikradio.de/investor-relations/corporate-governance/) dauerhaft zugänglich gemacht.
Augsburg, 29. April 2024 Klassik Radio AG, Augsburg Ulrich R. J. Kubak Vorstand Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind."
Augsburg, 29. April 2024 Ulrich R. J. Kubak Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023scrollen
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Lagebericht & Konzernlagebericht Für den Zeitraum 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 20232023Grundlagen der Gesellschaft und des KonzernsDie Klassik Radio AG, Augsburg (Klassik Radio) ist Deutschlands einzige börsennotierte Radio-Holding. Sie ist seit dem 15. Dezember 2004 an der Börse notiert und wird im geregelten Markt in Frankfurt (General Standard) sowie im Freiverkehr in Berlin-Bremen, München, Düsseldorf und Stuttgart gehandelt. Mit dem Fokus auf Hörfunk, Musik und digitale Geschäftsmodelle befinden sich unter ihrem Dach der Klassik-Sender Klassik Radio, der Deep-House Musiksender Beats Radio, der Musik-Streamingdienst Klassik Radio Select GmbH, Augsburg (Klassik Radio Select) sowie die beiden sich ergänzenden Vertriebsunternehmen Euro Klassik GmbH, Augsburg (Euro Klassik) und Klassik Radio Direkt GmbH, Augsburg (Klassik Radio Direkt). Der Schwerpunkt der Euro Klassik ist die Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich und die Akquise nationaler Radiospendings, welche über Mediaagenturen und Direktkundenansprachen vergeben werden. Die Klassik Radio Direkt hat ihren Schwerpunkt auf dem regionalen Radiowerbemarkt und vermarktet die Werbeflächen des Senders durch Direktverkauf per Telefon. Sie ist ein großer deutscher Anbieter von Radio-Verbundwerbung und bietet so auch kleineren Unternehmen einen preisgünstigen Einstieg in Radiowerbung bei Klassik Radio. Die FM Radio Network entwickelt und betreibt seit Dezember 2017 mit Klassik Radio Select einen eigenen innovativen Musik-Streamingdienst im Abo Modell. Die Vertriebsaktivitäten der Euro Klassik und der Klassik Radio Direkt sind gemeinsam mit dem Radiosender und dem Musik-Streamingdienst im Segment Radiosender zusammengefasst. Neben dem Segment Radiosender besteht noch das Segment Merchandising. RadiosenderKlassik Radio ist in Deutschland ein weitverbreiteter Privatradiosender mit einem einzigartigen Programm-Mix. Die besondere Mischung aus den schönsten Klassik-Hits, der besten Filmmusik und den außergewöhnlichen New Classics bildet ein unverwechselbares Klangerlebnis und sorgt neben nahbaren Moderatorinnen, Moderatoren und Welt-Stars wie Rolando Villazón und Till Brönner, mit ihren eigenen Sendungen als feste Konstante im Programm, für eine besondere Hörerbindung. Angereichert mit den wichtigsten Meldungen aus Wirtschaft, Börse, Medien und Kultur bietet Klassik Radio ein besonderes Format in der europäischen Radiolandschaft. Für die Werbewirtschaft bietet Klassik Radio eine sehr attraktive Premiumzielgruppe. Klassik Radio wird über UKW, deutschlandweit im Kabel, europaweit über Satelliten, sowie weltweit via Internet und mit allen gängigen Smartphones über kostenfreie Apps empfangen. Zudem ist Klassik Radio bereits seit 2011 über DAB+ in ganz Deutschland zu hören. Durch die Klassik Radio Austria GmbH, Wien / Österreich hält Klassik Radio die Sendelizenz für die Verbreitung in Österreich bundesweit via DAB+ sowie die Verbreitung über UKW in der bedeutendsten europäischen Festspielmetropole Salzburg und der kaufkräftigen Senderregion Innsbruck. Seit März 2021 hat Klassik Radio die Sendelizenz für die Verbreitung via DAB+ im gesamten deutschsprachigen Raum der Schweiz. Im Juli 2021 startet die Klassik Radio AG mit Beats Radio einen zweiten bundesweiten DAB+ Hörfunksender der sich an die Zielgruppe 30+ mit fein kuratierter House Music wendet. Mit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Dezember 2017 über einen eigenen innovativen Musik-Streamingdienst im Abo Modell. Mit dem Premiumangebot erhält man das Programm von Klassik Radio, Beats Radio und Klassik Radio Movie komplett werbefrei, sowie über 180 von Stars und Experten kuratiere Sender für Fans von Klassik, Oper, Filmmusik, Jazz, Lounge, House und die gesamte Bibliothek der Klassik Radio-Alben. VertriebDer Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter: Radio Marketing Services GmbH & Co. KG (RMS) und ARD Sales & Services (AS&S). Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des Gesamtwerbemarkts. Klassik Radio vermarktet sich darüber hinaus selbst über die konzerneigenen Vermarkter Euro Klassik und Klassik Radio Direkt, welche sich als Vertriebsgesellschaften bei der Erschließung des deutschen Radiowerbemarktes optimal ergänzen. Dabei liegen die Schwerpunkte der Eigenvermarktung bei der Akquise von Werbeaufträgen im Key Account Bereich durch Direktkundenansprachen von Marken und Unternehmen. Die Euro Klassik erhält hierfür eine gruppeninterne Vertriebsprovision. Über die RMS vermarktet Klassik Radio seine digitalen Online-Audio-Werbeerlöse. So können Werbetreibende ihre Kampagnen auf dem Klassik Radio Livestream, Beats Radio Livestream sowie über weitere 40 frei empfangbare Kanäle digital aussteuern. In Österreich erfolgt zudem die Vermarktung der bundesweiten DAB+ und regionalen UKW-Verbreitung über den dort stärksten Vermarkter RMS Austria. MerchandisingNeben der Vermarktung von Werbezeiten generiert die Euro Klassik Direkt-Kunden Geschäfte über das Segment Merchandising. Der Bereich Digitalradios mit innovativen Markengeräten im Premiumsegment und eigenproduzierte Musik-, Buch- und Hörbuchproduktionen sowie Hotelaufenthalte runden das Musiksortiment ab. Vertrieben werden die Produkte online über den Klassik Radio Shop. Die jährliche Konzerttournee "Klassik Radio live in Concert" ist Kernbereich des Merchandisings. Im Jahr 2022 freuten wir uns über die Hinzufügung von Bremen als neuen Spielort. Eine besondere Erweiterung im Jahr 2023 war die Aufnahme von Wien in Österreich als ersten internationalen Spielort. Damit konnte die Konzerttournee erstmals ein neues Land erschließen, was die Reichweite und die internationale Präsenz von Klassik Radio deutlich erweitert. Die Konzerte, die nach der zweijährigen Corona-bedingten Zwangspause wieder aufgenommen wurden, erfreuen sich wachsender Beliebtheit, und die Veranstaltungen im Jahr 2023 setzten die Tradition der musikalischen Exzellenz in einigen der schönsten Konzerthäuser Deutschlands und nun auch Österreichs fort. Über 220.000 Gäste haben bislang die einzigartige Atmosphäre der Klassik Radio Konzerte erlebt, und die Nachfrage nach diesen besonderen musikalischen Ereignissen bleibt ungebrochen hoch. 1. Wirtschaftsbericht1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGemäß der "German Entertainment & Media Outlook 2023-2027" Studie von PwC stellen sich die branchenspezifischen Rahmenbedingungen wie folgt dar: scrollen
Die Klassik Radio AG ist hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Entwicklung im Wesentlichen von zwei Hauptfaktoren abhängig: Zum einen von allgemeinen, wirtschaftlichen Tendenzen und Entwicklungen, zum anderen von den Entwicklungen des Radio-, Werbe- und Musikmarktes. Konjunkturelle Entwicklung und wirtschaftliche Rahmenbedingungen2023 war die Weltwirtschaft das zweite Jahr in Folge durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bestimmt. In allen Regionen wurde dadurch das Wachstum gedämpft, die Inflation weitergetrieben und die Knappheiten in den Einzelmärkten verstärkt. Lt. Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gegenüber Vorjahr. Zum Jahresende hat sich die Dynamik der deutschen Wirtschaft deutlich abgeschwächt. Nachdem in den ersten drei Quartalen das BIP noch zugelegt hatte, ist es im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,4 % gesunken. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und die hohen Preise in allen Wirtschaftsstufen, trotz jüngster Rückgänge, dämpfen die Konjunktur, so Destatis. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durchsteigende Zinsen und eine geringe Nachfrage im In- und Ausland kamen hinzu. Private Konsumausgaben nahmen preisbereinigt um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr ab. Dies ist vorwiegend auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich trotzt Fachkräftemangel robust. Die Erwerbstätigen in Arbeitsort Deutschland sind so hoch wie noch nie, der Zuwachs kam vorwiegend durch Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC prognostiziert in ihrer aktuellen Studie "German Entertainment and Media Outlook 2022-2027" für den gesamten deutschen Unterhaltungs- und Mediensektor eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 2,1 % bis 2027. Die Werbeerlöse setzen ihre positive Entwicklung weiter fort und werden bis 2027 im Durchschnitt um 3,5 % pro Jahr wachsen. RadiomarktAuch nach der Corona-Pandemie bleibt das Radio die relevanteste Quelle für Audioinhalte. Eine im Januar 2024 durgeführt Umfrage des Industrieverbandes ZVEI ergab, dass ungefähr neun von zehn in Deutschland Lebenden Radio über UKW oder DAB+ hören. Dabei gaben 42% der Teilnehmenden an, das Medium Radio oft zu nutzen. Weiterhin konnte das Radio eine intensivere Nutzungsdauer im Jahr 2023 verzeichnen. Dies zeige sich laut den Studienergebnissen der ARD/ZDF - Massenkommunikationstrends sowie der ARD/ZDF-Onlinestudie, über alle Altersgruppen hinweg. Im Vergleich zum Vorjahr (2022) erhöhte sich die Gesamtnutzungsdauer des Liveangebotes im Radio um sieben Minuten. Allgemein wird Radio mit Radiogeräten und Musik-Streamingdienste mit Smartphones konsumiert. Dennoch ist mit 83% Nutzung das UKW/DAB+ Radiogerät ungeschlagen. Das bedeutet, dass in vier von fünf Fällen Radio mittels eines entsprechenden Gerätes gehört wird. Die Mehrheit der Hörer nutzte hierbei immer noch den früheren Standard UKW. In Deutschland bleibt UKW zunächst die meistgenutzte Empfangsart für Radioinhalte. 88,9 Prozent aller Haushalte verfügen immer noch über ein analoges Radiogerät. DAB+ ist laut den Ergebnissen der Studie Audio Trends 2023 ein starker Treiber der Digitalisierung des Hörfunks. So haben bereits 33% der deutschen Haushalte Zugang zu mindestens einem DAB+ Gerät. Dies entspricht 13,3 Millionen Haushalten. Dementgegen sinkt die Nutzung des früheren Standards UKW weiter von 88% (2022) auf 86%. Dennoch ist ein analoger UKW-Empfang in fast allen Radiohaushalten vorhanden. Der Empfang des IP-Radios liegt mit 24% das erste Mal vor dem Empfang über Satelliten beziehungsweise Kabel (21%). Radio entwickelt sich immer mehr zu einem Multiplattform-Medium. Die Hörer*innen konsumieren nicht mehr nur analog, sondern auch über Webseiten, Apps, Smart Speaker und über Geräte die Onlineradio und den digitalen Übertragungsstandard DAB+ empfangen. Je näher die Abschaltung des klassischen UKW rückt, desto mehr gewinnt DAB+ deutschlandweit an Bedeutung und wird weitere Marktanteile gewinnen. Dies zeigt unter anderem die Entwicklung des Webradios pro Person. Mehr als die Hälfte hört mittlerweile Radio über das Internet. Dabei wird ein Viertel über das Smartphone konsumiert. Auch hat das Webradio über die Jahre hinweg die Nutzung über DAB+ eingeholt. Diese Entwicklungen lassen darauf schließen, dass die Radiobranche zukünftig als eine der klassischen Mediengattungen von der Digitalisierung nachhaltig profitieren. Zunehmende Digitalisierung liefert neue werberelevante Touchpoints - vor allem auch für junge Zielgruppen. Dieses Potential wurde vom Markt erkannt und dadurch wird verstärkt in Audiowerbung investiert. Beliefen sich 2021 die Einnahmen durch Radiowerbung auf 677,0 Millionen Euro, so waren es 2022 bereits 712,8 Millionen Euro. Zudem konnte das erste Mal nach der Krise wieder ein positives Wachstum von 5,3% erzielt werden. Generell geht die Prognose davon aus, dass bis 2027 ein Umsatz von bis zu 733,0 Millionen Euro erreicht werden kann. Unterhaltungs- und MedienmarktDas Jahr 2023 war nach der COVID-19 Pandemie in der Medien- und Unterhaltungsbranche davon geprägt, die Kundenbindung zu fördern sowie die Kundenbeziehungen weiterhin zu stärken. So haben ungefähr die Hälfte der Führungskräfte dieser Branche den Fokus auf die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle fokussiert. Daraus resultieren neue Produkte oder Services, die von der Branche angeboten werden, um sich weiterhin von der Konkurrenz abzuheben und den Kundenwert steigern zu können. Zudem verzeichnen Streaming Angebote mit Abklang der Pandemie einen gewissen Sättigungseffekt und pendeln sich auf das Vor-Corona-Niveau ein. Insgesamt ging die Hördauer von Audioinhalten um circa elf Minuten zurück. Ein weiterer Begriff, der die Medienlandschaft nachhaltig beeinflussen wird, ist die künstliche Intelligenz (KI). Disruptiv und revolutionär verändert KI neben der Erstellung von Inhalten, die Personalisierung, die Automatisierung sowie die Interaktion mit Kundinnen. Neben den zahlreichen Chancen birgt die neue Technologie auch Risiken, die es gilt zu bewältigen. Wie mit diesen verfahren wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Laut aktueller Studie der PWC wird die gesamte deutsche Unterhaltungs- und Medienbranche bis zum Jahr 2027 ein Wachstum von durchschnittlich 2,1% verzeichnen können. Im Zuge der anhaltenden Digitalisierung werden die jährlichen digitalen Werbeumsätze bis 2027 um einen Jahresdurschnitt von 4,7% steigen. Wohingegen die analoge Werbung einen Anstieg von durchschnittlich 2,2% jährlich erfährt. InternetDie Nachfrage nach leistungsstarkem Internet hält unvermindert an. Wie auch im Vorjahr wurde die expansive Datennutzung durch den Konsum von Videoinhalten und der stetigen Digitalisierung der Gesellschaft vorangetrieben. Neben der anhaltenden Beliebtheit von Streaming und sozialen Netzwerken, ist der wesentliche Treiber der Zukunft der vermehrte Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Branchen wie Gesundheitswesen und Mobilität sowie im Ausbau der 5 G-Technologie. Diese wird mit ihren höheren Bandbreiten deutlich größere Datenmengen in der Zukunft verbrauchen. 5 G ist in Deutschland schon recht weit verbreitet. Der Ausbau konnte über ein sogenanntes "Dynamic Spectrum Sharing" (DSS) beschleunigt werden. Beim DSS wird auf die vorhandene 4G-Infrastruktur aufgebaut. Das Frequenzspektrum wird dabei in Echtzeit bedarfsorientiert auf 4G und 5G aufgeteilt wird. In Deutschland steigt der Bedarf an schnellem Internet und mehr Bandbreite zur Übertragung großer Datenmengen weiter an. Marktanalysen gehen davon aus, dass der Datenkonsum in Deutschland kontinuierlich wachsen wird. Nach einem Rückgang um 6,1% gegenüber 2022 wird sich die Wachstumsrate (zwischen 2022 - 2027) auf jährlich 20,7% einpendeln. OnlinewerbungHat der Onlinewerbemarkt 2021 noch ein starkes Umsatzwachstum verzeichnen können, so wurde 2022 - durch die aufkommenden wirtschaftlichen Herausforderungen der Pandemie-Entwicklung - lediglich ein Wachstum von 6,0% gemessen. Jedoch kann der Trend zu "Mobile first" wie auch in den Vorjahren bestätigt werden. Dies ist auf die zunehmende Verbreitung von 5G Netzen in Deutschland und der wachsenden Beliebtheit von immer leistungsfähigeren Smartphones zurückzuführen. Mobile Displaywerbung bleibt im Bereich der Onlinewerbung weiterhin führend. Wie auch im Unterhaltungs- und Medienmarkt ist das individualisierte Kund*innenerlebnis ein essenzieller Erfolgsfaktor, den es zu berücksichtigen gilt. Laut Marktanalysen und Prognosen wird ein wesentlicher Treiber die mobile Werbung mit einer jährlichen Wachstumsrate von 6,3% bis 2027 darstellen. Werbetreibende machen ihre Produkte zunehmend mittels Influencern schmackhaft. Sogenannte Social Checkouts sind ein neuer Weg der Kommerzialisierung von Social Media. Der Onlinehandel wird hier mit sozialen Plattformen verknüpft. Die gleichzeitig durch optimiertes Tracking verbesserte Customer Journey erhöht bei Nutzern die Akzeptanz personalisierter Werbung. Der Kunde sieht hier nur Werbung von Produkten, die ihn interessieren. HandelDeutschlands Einzelhandelsunternehmen haben laut den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes für das 1. Halbjahr 2023 4,5% real weniger veräußert als im 1. Halbjahr 2022. Dementgegen wurde ein Anstieg des nominalen Umsatzes um 3,6% verzeichnet. Diese Differenz - Real- und Nominalergebnisse - ist auf das merklich gestiegene Preisniveau zurückzuführen. Insbesondere im Lebensmittelbereich ist der Umsatz rückläufig. So sank der reale Umsatz um 5,8% während gleichzeitig ein Aufschwung von 7,6% des Nominalwertes gemessen wurde. Ursache hierfür sind die essenziell gestiegenen Preise für Nahrungsmittel. Jene waren vor allem im ersten Halbjahr (2023) die relevantesten Treiber der Gesamtteuerungsrate. Auch verbuchte der Internet- und Versandhandel einen deutlichen Rückgang von real 7,3% wie auch von nominal 2,6%. MusikmarktIn den Teilbereichen Musik, Radio und Podcast ist erstgenannter mit einem Gesamtumsatz von 4,0 Milliarden Euro in 2022 und damit einer Steigerung von 1,0 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr (2021) der stärkste. Insbesondere der Livemusikmarkt erwirtschaftete durch Ticketverkäufe oder Sponsoring 1,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (2021) konnte ein Zuwachs von 97,7% verzeichnet werden. Allgemein zurückzuführen ist dies sicherlich auf die Corona-Pandemie, die 2021 noch verstärkt vorherrschte. Weiterhin erzielte der Bereich Musikaufnahmen ein Wachstum von 4,1%, wohingegen die physischen Musikaufnahmen einen Rückgang von 18,1% erlitten. Im Segment der Streamingdienste wurde ein Anstieg um 12,8% - 0,2 Milliarden Euro - generiert. Jedoch weist die Umsatzentwicklung von digitalen Musikdownloads ein Minus in Höhe von 9,5 Millionen Euro auf. Streamingwerbung konnte dementgegen einen Anstieg von 131,1 Millionen Euro auf 160,6 Millionen Euro verzeichnen Insgesamt ist für die nächsten Jahre ein stabiles, dennoch langsames Wachstum zu erwarten. Auch werden die Teilbereiche Livemusik sowie digitale Musikaufnahmen weiterhin die Umsatzstärksten Segmente des Musikmarktes darstellen. Laut Prognosen wird die jährliche Zunahme im Livemusikbereich 4,0% und im digitalen Bereich der Musikaufnahmen 5,9% bis zum Jahr 2027 betragen. Durchschnittlich werden die generierten Einnahmen aus dem Musik-Streamingdienst um 6,5% pro Jahr bis 2027 steigen. Weiterhin wird die Streamingwerbung einen Anstieg von jährlich 7,0% aufweisen können. Klassik Radio ist mit dem neuen Select App und die Ausweitung auf das Geschäft B2B auch zukünftig auf diese Entwicklung bestens vorbereitet. Quellen: German Entertainment & Media Outlook 2023-2027; German Entertainment & Media Outlook 2022-2026; Statistisches Bundesamt; prosiebensat1.com; ARD/ZDF Massenkommunikation; ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2023 und AR/ZDF-Onlinestudie 2023; ZVEI eV Verband der Elektro- und Digitalindustrie; Tagesspiegel; Audio Trends 2023 die medienanstalten; Digitale Trends; MA 2023 Audio II; Tageschau, IWF; Europäische Kommission Winterprognose 2024 [Zeit Online]; Europäische Kommission - Pressemitteilung 1.2. GeschäftsverlaufKonzernscrollen
Segment Radiosenderscrollen
Segment Merchandisingscrollen
2. Lage des Konzerns2.1. Ertragslage des Klassik Radio Konzernsscrollen
Die Umsatzerlöse sind stärker als in der im Vorjahr veröffentlichten Prognose um TEUR 2.608 auf TEUR 19.834 im Geschäftsjahr 2023 deutlich gestiegen. Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus der eigenen Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten im Radiosender, der Vermarktung durch ad.audio, Klassik Radio Select und aus der Audio-Vermarktung durch die RMS in Höhe von insgesamt TEUR 18.326 (Vorjahr: TEUR 15.629). Die Umsatzerlöse enthalten darüber hinaus Konzerterlöse in Höhe von TEUR 1.163 bei 11 Konzerten (Vorjahr: TEUR 1.238). Die Shop Erlöse sind um 50 TEUR auf 337 TEUR (Vorjahr: TEUR 389) gesunken. Die Umsätze aus Gegengeschäften sind um TEUR 433 auf TEUR 3.200 (Vorjahr: TEUR 2.767) gestiegen. Die sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten und der Auflösung von Wertberichtigungen, welche beide ihren Ursprung in vergangenen Geschäftsjahren hatten. Im Aufwand für bezogene Leistungen und Waren sind neben dem Wareneinsatz des Merchandisings, Provisionen, Honorare und Lizenzen, Produktionskosten auch höhere Sende- und Verbreitungskosten des Radiosenders als größte Position erfasst. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um TEUR 102 auf TEUR 4.398 gestiegen und resultiert insbesondere aus Gehaltserhöhungen bei einem leichten Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 55 Mitarbeiter in 2022 auf 53 Mitarbeiter in 2023. Die anderen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Werbekosten, Aufwendungen aus Gegengeschäften, Raumkosten, Rechts- und Beratungskosten sowie Verwaltungskosten. Die anderen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 617 auf TEUR 5.198 (Vorjahr: TEUR 4.581) gestiegen. Im Wesentlichen resultiert dies u.a. aus gestiegenen personalnahen Aufwendungen und gestiegenen Aufwendungen in den Werbekosten der Gegengeschäfte. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 136) setzt sich im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen aus Zinsen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 99), die Zinsaufwendungen für Bankzinsen und das KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 23) und Zinserträge in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 5) zusammen. Der Steueraufwand setzt sich aus ertragswirksamen latenten Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 228 und Ertragsteuern in Höhe von TEUR 372 zusammen. Das Gesamtperiodenergebnis liegt im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 638 (Vorjahr: TEUR 544). Die am 22. Februar 2024 abgegebene deutliche Anhebung der Umsatz und EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 2023 wurde eingehalten. Ursprünglich wurde für das Geschäftsjahr 2023 durch die gut aufgestellte Eigen- und Fremdvermarktung, durch Reichweitensteigerungen digital und in den neuen Verbreitungsgebieten für 2023 mit leicht steigenden Umsätzen geplant. Ebenso wurde auch durch die weiteren Investitionen in Technologie, in die neuen Verbreitungsgebiete und in neue Geschäftsbereiche für das Geschäftsjahr 2023 im Konzern von einem leicht steigendem EBITDA ausgegangen. Die Prognose in der Lageberichterstattung des Vorjahres leicht steigende Umsätze und eine leicht steigendes EBITDA zu erzielen wurde somit übertroffen. Die Umsatzerlöse des Konzerns werden in den Bereichen Radiosender und Merchandising erwirtschaftet. Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen: Umsatzerlöse mit Dritten nach Segmentenscrollen
Segment RadiosenderDie Umsatzerlöse im Segment Radiosender betrugen TEUR 18.326 nach TEUR 15.629 im Geschäftsjahr 2022. Die Umsatzerlöse aus der eigenen Vermarktung von Klassik Radio Werbezeiten, der Vermarktung durch die Ad.Audio, Klassik Radio Select, Erlöse aus Lizenz- und Leistungsschutzrechten und aus der Audio-Vermarktung durch die RMS betragen TEUR 15.126 (Vorjahr: TEUR 12.862). Die Umsätze aus Gegengeschäften sind gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 15,6 % auf TEUR 3.200 gestiegen. Es konnten somit Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 18.326 (Vorjahr: TEUR 15.629) erzielt werden. Nach Aufwendungen für Sendebetrieb, Programm, Vermarktung, den Personalkosten sowie den sonstigen Aufwendungen wurde im Segment Radiosender ein EBITDA von TEUR 3.293 (Vorjahr: TEUR 2.132) erwirtschaftet. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR 2.233 (Vorjahr: TEUR 1.450). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren, sowie die Aufwendungen für Personal sind im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 431 gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen sind ebenso im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 806 gestiegen. In den sonstigen Aufwendungen sind die Aufwendungen aus Gegengeschäften in Höhe von TEUR 3.062 (Vorjahr: TEUR 2.767) enthalten. "Klassik Radio Select" ging im Dezember 2017 an den Start. In 2023 sind TEUR 273 für die signifikante Produkt-Weiterentwicklung für Klassik Radio Select aktiviert worden. Die Finanzierung dieser Kosten erfolgte weiterhin aus dem operativen Cash-Flow. Die Prognose in der Lageberichterstattung des Vorjahres von leicht steigenden Umsätzen und einem leicht steigendem EBITDA aus einem gleichbleibenden EBITDA wurde deutlich übertroffen. Segment MerchandisingDas Merchandising-Geschäft erwirtschaftete Umsätze mit Dritten in Höhe von TEUR 1.508 (Vorjahr: TEUR 1.627). Der Aufwand für bezogene Leistungen und Waren ist 2023 auf TEUR 1.392 (Vorjahr: TEUR 1.192) gestiegen. Im Jahr 2023 konnte die Konzerttournee "Klassik Radio live in concert" zum zweiten Mal seit Beginn der Coronapandemie wieder stattfinden. Die Personalaufwendungen sind ebenfalls um TEUR 55 auf TEUR 330 (Vorjahr: TEUR 275) gestiegen. Die anderen Aufwendungen betrugen inkl. des konzerninternen Einkaufs von Klassik Radio Werbung TEUR 1.024 Vorjahr: TEUR 801). Das Segment weist ein negatives EBITDA in Höhe von TEUR -1.237 (Vorjahr: TEUR -634) aus. Das Gesamtperiodenergebnis betrug TEUR -1.423 nach TEUR -641 im Vorjahr. Die getroffene Prognose von leicht steigenden Umsätzen konnte nicht erzielt werden. Die Prognose in der Lageberichterstattung des Vorjahres ein EBITDA auf Vorjahresebene zu erzielen, konnte durch die deutlich gestiegenen Konzertkosten, höhere Personalkosten und höheren internen Werbekosten nicht erreicht werden. 2.2. Vermögenslage des Klassik Radio KonzernsDie langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 5.497 (Vorjahr: TEUR 5.497), sowie latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 796 (Vorjahr: TEUR 1.024). Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 93 auf TEUR 6.042 (Vorjahr: TEUR 6.135) gesunken. Dabei haben sich insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt auf TEUR 4.482 (Vorjahr: TEUR 3.113) erhöht. Die Übrigen Forderungen und Sonstige Vermögenswerte - finanziell kurzfristig sind deutlich gesunken auf TEUR 944 (Vorjahr: TEUR 1.433). Zahlungsmittel betragen zum 31.12.2023 TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 512). scrollen
Die Bilanz weist zum Bilanzstichtag ein um TEUR 86 verringertes Eigenkapital und eine Eigenkapitalquote von 45,8 % aus (Vorjahr: 44,3 %). Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des guten Periodenergebnis aufgrund einer Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 724 und einer um TEUR 858 gesunkenen Bilanzsumme gehalten. Der Klassik Radio Konzern zeigt weiterhin eine solide Eigenkapitalausstattung. Die langfristigen Schulden beinhalten das KfW-Darlehen in Höhe TEUR 375 und die Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.345. Unter den kurzfristigen Finanzschulden ist der kurzfristige Ausweis für das KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 750. Zum Stichtag wurde darüber hinaus eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 410 in Anspruch genommen. Der Konzern ist bei eventuell kurzfristigen operativen Liquiditätsengpässen aufgrund vorhandener freier Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 1.600 (Vorjahr: TEUR 1.100) abgesichert. 2.3. Finanzlage des Klassik Radio Konzernsscrollen
Die Kapitalflussrechnung zeigt für das abgelaufene Geschäftsjahr einen positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.635 (Vorjahr: TEUR 573). Im Cash-Flow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -392 (Vorjahr: TEUR -555) sind im Wesentlichen die Investitionen in die neue Sendetechnik und Geschäftsausstattung sowie in den neuen Streaming-Service enthalten. Der Free-Cashflow hat sich von TEUR 18 im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.243 im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Die Ermittlung des Free-Cashflows erfolgte aus dem Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von TEUR 1.635 (Vorjahr: TEUR 573) abzüglich des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -392 (Vorjahr: TEUR -555). Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.429 (Vorjahr: TEUR -2.133) betrifft im Wesentlichen die Auszahlung für die Dividendenausschüttung von TEUR -724 (Vorjahr: TEUR -1.013), die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR -750 (Vorjahr: TEUR -750 und Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 in Höhe von insgesamt TEUR -242 (Vorjahr: TEUR -248) als auch die Einzahlungen aus der Inanspruchnahme von Kreditlinien in Höhe von TEUR 410. Der Finanzmittelbestand am 31. Dezember 2023 betrug TEUR 326 (Vorjahr: TEUR 512). 2.4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des UnternehmensDie Klassik Radio AG verfolgt im Geschäftsjahr 2023 weiterhin eine 360 Grad Wertschöpfungs-Strategie rund um die Marke Klassik Radio, die auf ein nachhaltiges und profitables Wachstum im DACH-Raum ausgerichtet ist. Wie robust diese Strategie ist, zeigen die Ergebnisse im Geschäftsjahr 2023, bei dem es gelungen ist, trotzt gestiegener Energiekosten, u.a. infolge des Ukraine-Russland Konfliktes sowie gestiegener Zinsen und starker Anstieg der Inflation, ein EBITDA von TEUR 2.343 (Vorjahr: TEUR 1.849) zu erzielen. In diesem Ergebnis sind auch die neuen DAB-Verbreitungskosten für Beats Radio und die deutschsprachige Schweiz vollumfänglich verarbeitet. Das Gesamtperiodenergebnis liegt im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 638 (Vorjahr: TEUR 544). Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde in den Ausbau und das Wachstum aller Geschäftsfelder investiert, u.a. durch die Weiterentwicklung der Klassik Radio Select App sowie dem Ausbau der Konzertreihe und Aufbau des Radiosenders Beats Radio. Mittlerweile konnte die neue Audio Brand Beats Radio die digitale Reichweite in der MA Audio IP von 405.847 Sessions in Q4 2022 auf 811.367 Sessions in Q4 2023 mehr wie verdoppeln. In Österreich konnte die Tagesreichweite von Klassik Radio im Radiotest um 41,5 % von 41 Tausend (2022/4) auf 58 Tausend (2023/2) gesteigert werden. In der Schweiz sank die Reichweite von Klassik Radio in der Mediapuls Analyse um -37 %, von 18,51 Tausend Nettoreichweite im 2. Semester 2022 auf 11,75 Tausend Nettoreichweite im 2. Semester 2023. Aus Sicht des Vorstands war der Geschäftsverlauf 2023 insgesamt sehr zufriedenstellend. 2.5. Die Klassik Radio AG nach HGBDie Klassik Radio AG ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Steuerung des Klassik Radio Konzerns sowie für zentrale Aufgaben und alle wesentlichen Querschnittsfunktionen in der Gruppe. Hierunter fallen das Personalwesen, das Marketing, IT, die Verwaltung und alle Bilanzierungs- und Finanzierungsfragen der operativen Tochtergesellschaften sowie die Finanzierung und Investor-Relations-Aufgaben des Konzerns. Die Klassik Radio AG hält per 31.12.2023 direkt oder indirekt zu 100 % die Beteiligungen an den Tochterunternehmen. Ihre Ertragslage ist nicht direkt von der Entwicklung der Märkte abhängig. Sie finanziert sich durch Weiterverrechnung der umlagefähigen Kosten auf die operativen Tochtergesellschaften. Der Einzelabschluss der Klassik Radio AG ist auf https://www.klassikradio.de/investor-relations/ Finanzielle Kennzahlen der Klassik Radio AG (HGB)scrollen
2.6. Wesentliche Veränderungen der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Klassik Radio AGDie Klassik Radio AG erzielt die Umsatzerlöse aus Leistungsabrechnungen innerhalb der Firmengruppe. Die Leistungsabrechnung basiert auf einer Kostendeckung zuzüglich eines Gewinnaufschlages. Diese Verrechnungsmodalität wird jährlich, so auch im Geschäftsjahr 2023, den zugrunde liegenden Tatbeständen angepasst. Das Eigenkapital ist unter Berücksichtigung des Jahresergebnisses und der Ausschüttung an die Aktionäre in 2023 um TEUR 1.910 auf TEUR 13.621 gestiegen. Bei einer um TEUR 2.289 erhöhten Bilanzsumme von TEUR 16.474 ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 83 % (Vorjahr: 83 %). Die Aktiva sind bestimmt durch den Wertansatz der von der Klassik Radio AG gehaltenen Beteiligungen in Höhe von TEUR 9.926 (Vorjahr: TEUR 9.926). Die Beteiligungsquoten betragen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres ausnahmslos 100 %. Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen eine Beteiligung von 0,09 % der Stückaktien. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.829 (Vorjahr: TEUR 3.428) betreffen im Wesentlichen die Verrechnung der allgemein anfallenden Verwaltungskosten, welche für alle Tochtergesellschaften des Klassik Radio AG Konzerns getragen und mit einer monatlichen Pauschale weiter verrechnet werden sowie Forderungen aus dem Beteiligungsertrag aus der Ausschüttung der Euroklassik GmbH an die Klassik Radio AG in Höhe von TEUR 2.550. Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 22) vermindert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 1.379 (Vorjahr: TEUR 1.875). Diese betreffen mit TEUR 1.125 im Wesentlichen das in 2020 aufgenommene KfW-Darlehen. Das Darlehen wird mit 1 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Die Tilgung begann erst ab dem 30. September 2021 mit vierteljährlichen Raten a TEUR 187,5. Darüber hinaus wurde ein Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 254 per 31. Dezember 2023 in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum 31.12.2023 auf TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 106) erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich zum 31.12.2023 auf TEUR 368 erhöht (Vorjahr: TEUR 187) und beinhalten insbesondere Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten auf Grund der Umsatzsteuerorganschaft. Insgesamt konnte ein EBITDA von 136 (Vorjahr: TEUR 95) erzielt werden. Die für das Geschäftsjahr 2023 getroffene Prognose ein ausgeglichenes EBITDA anzustreben, wurde erreicht. 2.7. MitarbeiterAm 31. Dezember 2023 waren 53 (Vorjahr: 55) Mitarbeiter im Klassik Radio AG Konzern tätig. Am Geschäftsjahresende war 1 (Vorjahr: 1) Vorstand bestellt. Der Aufwand für Personal belief sich auf TEUR 4.398 (Vorjahr: TEUR 4.296). Klassik Radio schätzt seine Mitarbeiter mit ihren persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften und Talenten, die sie in das Unternehmen einbringen. 2.8. Konzerninternes SteuerungssystemDer Vorstand der Klassik Radio AG nutzt verschiedene Instrumente, um die aktuelle Geschäftsentwicklung zu bewerten und die Unternehmensstrategie konsequent umzusetzen. Im Fokus steht die nachhaltige Steigerung der Profitabilität. Für Klassik Radio sind die Umsatzerlöse und das EBITDA (definiert als Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) die wesentlichen operativen Kennzahlen zur Profitabilitätssteuerung auf Konzern- und Segmentebene. Sie messen die Qualität unserer Umsatzentwicklung und zeigen wie effizient wir unser operatives Geschäft steuern. Da die Klassik Radio AG im Wesentlichen Umsatzerlöse aus Leistungsabrechnungen innerhalb der Firmengruppe erzielt und andererseits die Aufwendungen für zentrale Leistungen trägt, wird bei dieser ausschließlich das EBITDA als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator angesehen. Für die Finanzplanung ist der Free-Cashflow als finanzwirtschaftlicher Überschuss eine weitere Steuerungsgröße zur Beurteilung der Finanzkraft des Konzerns. Er wird ermittelt als die Summe, der im operativen Geschäft erwirtschafteten, liquiden Mittel abzüglich des Saldos der im Rahmen der Investitionstätigkeit verwendeten und erwirtschafteten Mittel. Die Kennzahl zeigt, wie viel Liquidität dem Konzern und den einzelnen Tochterunternehmen einer Periode zur Verfügung steht. Das Unternehmen bewegt sich in einem Branchenumfeld, das von einem dynamischen Veränderungsprozess geprägt ist. Zu diesen konzerneigenen Leistungsindikatoren umfasst der konzernweite Steuerungs- und Planungsprozess externe Kennzahlen. Aktuelle Konjunkturdaten wie die Entwicklung des privaten Konsums, der Auftragseingänge und der Einzelhandelsumsätze sowie das Bruttoinlandsprodukt dienen zum Beispiel als relevante Indikatoren für die Investitionsbereitschaft der werbungtreibenden Unternehmen. Ein weiterer Leistungsindikator sind die Reichweitendaten im Hörfunk. Diese werden zweimal jährlich im Rahmen der Media-Analyse "MA Audio" erhoben. Die für die Preisbildung 2023 relevanten Zahlen wurden somit mit der Media Analyse aus dem Herbst 2022 gebildet und veröffentlicht. Die im Herbst 2022 veröffentlichten Reichweitenquoten der Media Analyse sind die Grundlage für die Preislisten 2023. Die ma 2023 Audio II weist für Klassik Radio einen weitesten Hörerkreis von ca. 6,5 Millionen Hörer aus. 2.9. Angaben nach § 289a HGB und § 315a HGBDas Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 EUR 4.825.000,00. Es ist eingeteilt in EUR 4.825.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von EUR 1,00 am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen der Übertragung der Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne der §§ 42 und 43 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 43 Abs. 1 WpHG nicht erfüllt werden. Der Vorstand Ulrich R.J. Kubak hält indirekt mehr als 10 von Hundert der Stimmrechte: per 31.12.2023 (3.331.904 Stück bzw. 69,06%) Es gibt keine Aktien der Gesellschaft, die mit Sonderrechten ausgestattet sind, die Kontrollbefugnisse verleihen. Soweit Arbeitnehmer am Kapital der Klassik Radio AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 8 der Satzung bestellt und abberufen. Danach ist hierfür der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen. Genehmigtes Kapital 2021Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 21. Juni 2026 (einschließlich) mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu 2.412.500 neuer, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2021). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann auch mittelbar gewährt werden, indem die Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten oder diesen nach § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG gleichstehenden Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen: scrollen
Bedingtes Kapital 2021Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 2.412.500,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 2.412.500 auf den Namen lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2021). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- bzw. Wandlungsrechten bzw. die zur Optionsausübung bzw. Wandlung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) die von der Klassik Radio AG oder einer Konzerngesellschaft der Klassik Radio AG aufgrund der Ermächtigung des Vorstands mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2021 bis zum 21. Juni 2026 (einschließlich) begeben bzw. von der Gesellschaft garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Optionsausübung bzw. Wandlung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Optionsausübung bzw. Wandlung erfüllen oder, soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu liefern, soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien aus genehmigten Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an am Gewinn teil, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist. Der Vorstand der Gesellschaft ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Bedingten Kapital 2021 zu ändern, (auch im Falle der Nichtausübung nach Ablauf des Ermächtigungszeitraums), sowie alle sonstigen damit in Zusammenhang stehenden Anpassungen der Satzung vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. 3. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem in Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess3.1. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessZiel des Risikomanagements im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken, die sich auf die Regelungskonformität des Jahres- und des Konzernabschlusses negativ auswirken könnten. Die zutreffende Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von rechnungslegungsrelevanten Sachverhalten und deren angemessene Übernahme in die einzelnen Instrumente der Rechnungslegung soll sichergestellt werden. Wesentliche Strukturen, Prozesse und Kontrollen, die für die Rechnungslegung und Konsolidierung von Bedeutung sind, werden nachstehend aufgeführt: scrollen
3.2. Das Risikomanagementsystem bei Klassik RadioDer Klassik Radio Konzern ist durch sein unternehmerisches Handeln mit seinen verschiedenen Segmenten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Es ist die Aufgabe des implementierten Risikomanagementsystems, verantwortungsvoll mit den Unsicherheiten des Umfeldes umzugehen, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu systematisieren und dem Management zu kommunizieren. Damit wird die Entscheidungsgrundlage für Maßnahmen zur Abwendung bzw. Minimierung von Risiken geschaffen. Ausgehend von der jährlich überarbeiteten Planung erfolgt das Controlling auf Ebene der Segmente, Gesellschaften und des Konzerns mit einem monatlichen Berichtswesen. Daneben unterstützen wöchentliche Controllingauswertungen des Auftragseinganges, der Vermarktung, Disposition, e-Commerce, Musik-Streamingdienst und Liquidität, kurzfristige Maßnahmen und Entscheidungen. Die konzernweit abgestimmten Planungs-, Reporting- und Controllingsysteme unterstützen eine ganzheitliche Risikoanalyse und Steuerung. Das Risikomanagement bildet einen entscheidenden Bestandteil der Steuerungssysteme. Die operativen Geschäftsfelder steuern die in ihrem Verantwortungsbereich auftretenden Risiken eigenständig. Risiken der Geschäftsfelder, die sich im Konzernverbund möglicherweise addieren, werden zentral erfasst und gesteuert. Die eingerichteten Systeme sichern den Informationsfluss zu den Prozessverantwortlichen, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Auswertungen sind Basis regelmäßiger und intensiver Diskussionen. 4. Risiken und Chancen4.1. Die RisikenDie nachfolgenden Risiken werden entsprechend ihrer Rangfolge beginnend mit dem größten Risiko erläutert. MarktrisikenKonjunkturelle Entwicklung im Werbemarkt und HandelDer Klassik Radio Konzern bewegt sich mit den werbefinanzierten Radiosendern in starken konjunkturellen Schwankungen unterworfenen Werbemarkt und mit Merchandising im kaufkraftabhängigen Handelsumfeld. Beide Markteinheiten sind von der gesamtwirtschaftlichen Lage abhängig. Das Risiko der Konjunkturschwäche bedeutet für den Klassik Radio Konzern, dass der Markt kein ausreichendes Potenzial für die nachhaltige Erlöserzielung generiert. Andererseits kann das Unternehmen von positiven Entwicklungen in diesen Bereichen profitieren. Die Klassik Radio AG begegnet aktiv den Marktrisiken durch Branding, Hörerbindung und Zielgruppenorientierung. Branchen- und unternehmensspezifische RisikenMarktsättigung und Kaufkraft im MerchandisingDer allgemeine Markttrend Musik digital zu konsumieren und der unternehmenseigene Musik-Streamingdienst "Klassik Radio Select", der die Lösung für diesen neuen Trend bietet, lies den Verkauf von CDs durch Klassik Radio zurückgehen. Aufgrund des Risikos der Marktsättigung am mittlerweile großen Angebot an Konzerten verschiedenster Filmmusik-Konzerte hat sich Klassik Radio für die eigenen Konzerte dazu entschieden, das Motto und auch die Tournee gezielt im letzten Quartal des Jahres durchzuführen. Eine klare Qualitätsprofilierung und der Ausbau der Vertriebskanäle sollen dem Risiko proaktiv entgegenwirken. Zwei Vermarkter teilen sich den RadiowerbemarktDer Radiowerbemarkt wird seit Jahren dominiert von einem Duopol der beiden nationalen Vermarkter Radio Marketing Services GmbH & Co. KG und ARD Sales & Services. Beide teilen sich seit vielen Jahren den wesentlichen Teil des ohnehin kleinen Radio-Werbemarktes. Die Umsatzanteile entsprechender Radiokombis der Vermarkter werden im Wesentlichen durch die Reichweiten in den Zielgruppen 14-59 Jahren bestimmt. (Quelle: The Nielsen Company) Umsätze sind somit linear mit der Stundenreichweite des Senders verbunden. Sinkende Reichweiten bergen das Risiko rückläufiger Umsätze in der Vermarktung. Der direkte Kundenkontakt mit enger Kundenbindung durch die Eigenvermarkter Euro Klassik und Klassik Radio Direkt sollen die Abhängigkeit von Reichweiten und Marktentwicklungen deutlich verringern. Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- und FirmenwerteIm Falle von sich verschlechterndem konjunkturellem Klima besteht das Risiko, dass die Erträge der einzelnen Segmente hinter den prognostizierten Plandaten bleiben, mit der Folge, dass sich die Notwendigkeit einer Wertminderung auf die aktivierten Geschäfts- und Firmenwerten einstellen könnte. Der Konzern untersucht einmal jährlich sowie bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine Wertminderung hindeuten, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt (Impairment-Test). Daneben erfolgt eine regelmäßige Analyse der prognostizierten Plandaten anhand der IST-Zahlen. DAB+Im August 2011 wurde mit der Aufschaltung von DAB+ mit der bundesweiten Ausstrahlung von Digitalradio in Deutschland begonnen. Klassik Radio war von Anfang an in der Digitalisierung von Radio dabei und verbreitet aktuell zwei nationale Sender über den neuen Radiostandard DAB+. Seit Ende 2020 gilt für alle Neufahrzeuge in der EU und auch für stationäre Radiogeräte mit Display die Digitalradiopflicht, was das rasante Wachstum von DAB+ Radio begünstigt hat. Die Finanzierung aller Verbreitungswege erfolgt durch die in der Media Analyse ausgewiesene Gesamtreichweite. Klassik Radio hat sich auch auf dem zweiten bundesweiten DAB+ Multiplex einen Sendeplatz gesichert und hat dort seit dem 15. Juli 2021 sein zweites bundesweites Sendeformat "Beats Radio" gestartet. Auch in Österreich ist Klassik Radio vom ersten Tag der bundesweiten Aufschaltung von DAB+ mit dabei. Ähnlich wie in Deutschland, sind die Haushalte und Fahrzeuge zum Zeitpunkt des Sendestarts der neuen Radiotechnologie (im Mai 2019) noch nicht mit den entsprechenden Empfangsgeräten versorgt. Seit März 2021 nun auch in der gesamten deutschsprachigen Schweiz über DAB+ empfangbar. Dies bedeutet für Klassik Radio eine Investition in die Zukunft, die derzeit in den Erlösen noch nicht messbar ist. Risiken aus dem wirtschaftlichen und geopolitischen UmfeldDurch die aktuell vorherrschenden geopolitischen Entwicklungen sind die Unsicherheiten sehr hoch. Die deutsche Wirtschaft ist nach der COVID-19-Pandemie aktuell u.a. mit dem Russland/Ukraine-Krieg konfrontiert. Der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine und die durch die Nato-Staaten verhängten Sanktionen birgt weiter das Risiko von Kostensteigerungen, insbesondere mit Blick auf Energie- und Treibstoffkosten. Darüber hinaus stellt die Preisentwicklung von Produktionsmitteln, sowie weiter steigenden Lizenzgebühren und Verbreitungskosten ein Risiko dar. Finanzierungs- und LiquiditätsrisikoKlassik Radio verfügt mit TEUR 8.871 (Vorjahr: TEUR 8.957) über eine solide Eigenkapitalausstattung. Die Liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag von TEUR 512 auf TEUR 326 verringert. Die Finanzschulden für das KfW-Darlehen lagen zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.125 (Vorjahr: TEUR 1.875), darüber hinaus wurden Kontokorrentkredit in Höhe von TEUR 410 zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen. Kurzfristige operative Liquiditätsengpässe sind im Konzern aufgrund vorhandener KK-Linien in Höhe von in Summe 1.600 TEUR abgesichert. Zum 31.12.2023 wurden die KK-Linien in Höhe von TEUR 248 in Anspruch genommen. Die Klassik Radio AG arbeitet weiterhin in allen Bereichen an Cash-Optimierungen und Kostensenkungen, mit dem Ziel einer zusätzlichen Margen- und damit Liquiditätsverbesserung. Der Vorstand der Klassik Radio AG überwacht und steuert die Liquidität für den gesamten Konzern. Das Monitoring der Liquiditätssituation findet wöchentlich statt, um zeitnah auf eventuelle Engpässe reagieren zu können. Mit den finanzierenden Banken besteht ein kontinuierlicher Informationsaustausch, darüber hinaus bestehen aktive Kontakte zu anderen Finanzinstituten und dem Kapitalmarkt, um im Bedarfsfall auftretenden Finanzierungsbedarf abdecken zu können. Auf Basis aktueller Umsatz- und Ergebnisprognosen und der daraus abgeleiteten Liquidität schätzt der Vorstand - auch unter Berücksichtigung der Risiken des Russland-∕Ukraine-Krieges - die finanzielle Lage des Konzerns als geordnet und die Liquidität über das Jahr 2024 als gesichert ein. Um auch bei einer über unsere Planungen hinausgehenden Reduktion der Werbeeinnahmen nicht in Liquiditätsengpässe zu kommen, hat die Klassik Radio AG von den Fördermöglichkeiten Gebrauch gemacht und ein KfW-Darlehen über TEUR 3.000 beantragt, dass Mitte April 2020 genehmigt wurde und zur Auszahlung kam. Das Darlehen wird mit 1 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2025. Die Tilgung hat ab dem 30. September 2021 begonnen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, bestehen aus Sicht des Vorstands zum Bilanzstichtag nicht. Rechtliche RisikenRundfunkrechtliche AuflagenDie rundfunkrechtlichen Genehmigungen ("Sendelizenzen") sind in Deutschland zeitlich befristet erteilt. Klassik Radio GmbH (ehemals die Klassik Radio GmbH & Co. KG hält eine entsprechende Sendelizenz der Hamburgischen Anstalt für neue Medien zur Verbreitung über Satellit, welche bis 2029 läuft. Daneben verfügt der Sender über terrestrische UKW-Stützfrequenzen, die je nach Bundesland gestaffelt bis 2029 befristet sind. Diese UKW-Frequenzen sind der mit Abstand wichtigste Verbreitungsweg von Klassik Radio. Eine Verlängerung der Fristen wird in der Regel gewährt, jedoch ohne Garantie. Die Lizenzen und Genehmigungen beinhalten zum Teil auch Auflagen, deren Nichtbefolgung die Landesmedienanstalten auch während der Laufzeit zu einem Widerruf berechtigen. Ein Widerruf der Sendelizenz wegen Nichtbefolgung von Auflagen hätte weitreichende finanzielle Folgen für den Konzern, da Werbeeinnahmen nicht wie geplant erzielt werden könnten. Reichweiten- und Frequenzmarketing sind in einer Stabsstelle mit direkter Berichtsverantwortung an den Vorstand gebündelt. Für die Verbreitung via DAB+ ist eine nationale Sendelizenz notwendig. Diese wurde in 2019 für den Zeitraum 2021 bis 2031 um weitere 10 Jahre verlängert. 4.2. Die ChancenDie nachfolgenden Chancen werden entsprechend ihrer Rangfolge beginnend mit der größten Chance erläutert. Vermarktung von Klassik RadioDer zunehmende Bekanntheitsgrad von Klassik Radio und Beats Radio stärkt die Vermarktung. Darüber hinaus entwickelt sich ein Trend weg von breitangelegten hin zu qualitativen Werbeplänen und Kampagnenumsetzungen. Budgets werden Zielgruppengenau eingesetzt. Vor allem auch durch diese Entwicklungen wird die Klassik Radio Premium-Zielgruppe im Radiowerbemarkt immer attraktiver und bewusst ausgewählt. Klassik Radio bietet als nationaler Radiosender ein bundesweit einheitliches Programmumfeld in den drei Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. Klassik Radio verfügt über zwei strategisch gut aufgestellte, eigene Vertriebsunternehmen mit immer besser werdenden Zugängen zu den relevanten Werbekunden. Neben der Eigenvermarktung durch die Euro Klassik und die Klassik Radio Direkt wird Klassik Radio innerhalb von Radiokombis durch Vermarktungsorganisationen vermarktet. Radionutzung DAB+Durch die bundesweite Verbreitung über DAB+ eröffnen sich für Klassik Radio neue Hörerregionen, die in der Vergangenheit aufgrund von fehlender oder geringer UKW-Verbreitung nicht erreicht werden konnten. Damit eröffnen sich für Klassik Radio auch neue landesweite Hörerregionen, wie beispielsweise Österreich, die bislang ebenfalls aufgrund fehlender UKW-Verbreitung nicht erreicht werden konnten. Damit einhergehend die Erschließung neuer Vermarktungspotentiale. Seit Ende 2020 gilt für alle Neufahrzeuge in der EU und auch für stationäre Radiogeräte mit Display die Digitalradiopflicht, was das rasante Wachstum von DAB+ Radio begünstigt hat. Seit Mai 2019 investiert Klassik Radio in den bundesweiten Start des digitalen Ausbaus von DAB+ in Österreich. Im Dezember 2020 hat Klassik Radio das bisherige Geschäftsmodell durch Investition in den zweiten nationalen DAB+ Multiplex signifikant erweitert. Klassik Radio startete im Juli 2021 auf dem Sendplatz seinen neuen Radiosender "Beats Radio". In 2023 konnte das Wachstum von Beats Radio deutlich ausgebaut werden. Im Onlinestreaming konnte der Zuhörerkreis verdoppelt werden. Ein erstmaliger Ausweis der Hörerquoten in der Media Analyse im Juli 2024 würde die Vermarktungschancen für das zweite Halbjahr 2024 und für die Zukunft erhöhen. Seit April 2022 ist Klassik Radio auch im deutschsprachigen Raum der Schweiz über DAB+ empfangbar und wird damit zum ersten DACH-Sender. Radionutzung WebradioZusätzlich zu den Hauptsendern Klassik Radio, Beats Radio und Movie Radio bietet Klassik Radio ein attraktives und breites Angebot frei empfangbarer digitaler werbefinanzierter Free-Channels, wie New Classics, Klassik Dreams, Klassik am Morgen, Friends at Home, Dinner Jazz, Easy Work Lounge, Yoga, Lounge Beat, Rock Classics, Best of Barock, Klassik Radio Christmas und viele weitere Channels für neue Hörer und innovative Vermarktungsmöglichkeiten an. KonzerteMittlerweile haben über 220.000 Gäste die Klassik Radio Konzerte besucht, was die wachsende Beliebtheit und etablierte Position dieser Veranstaltung im Musik- und Kulturkalender unterstreicht. Trotz einer zweijährigen Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie hat die Konzertreihe diese Herausforderung gut verkraftet und konnte erfolgreich fortgesetzt werden. Seit 2022 wurde die Reihe durch Bremen als neuen Spielort erweitert, und im Jahr 2023 gelang mit Wien in Österreich die Erschließung eines neuen Landes, was die internationale Präsenz und Anziehungskraft der Konzerttournee weiter verstärkt. Musik-StreamingdienstMit Klassik Radio Select verfügt Klassik Radio seit Mitte Dezember 2017 über einen eigenen Musik-Streamingdienst, welcher werbefrei die Vorteile von Radio und Streaming mit mittlerweile über 180 kuratierten Sendern, sowie dem Klassik Radio Live-Programm mit Künstlern wie Rolando Villazón, Andre Rieu oder Till Brönner für Fans von Klassik, Filmmusik, Jazz, Lounge und Wellness-Musik verbindet. Ebenso befinden sich im Angebot Sender, die speziell auf Stimmungen der Hörerschaft eingehen. So liefert Klassik Radio Select mit nur einem Klick den passenden Soundtrack zu jeder Situation, egal ob per iOS oder Android App, Webplayer oder über externe Bluetooth Speaker und untermalt jede Stimmung mit einer darauf perfekt abgestimmten Musikauswahl. Durch die konzerneigenen vielschichtigen Werbemöglichkeiten besteht eine große Chance stetig neue Abonnenten zu gewinnen. Damit baut Klassik Radio eine weitere Einnahmesäule abseits der Werbeerlöse auf, die durch das Abo der Hörer gespeist wird. Gesamtaussage zu den Chancen und RisikenDie Verschlechterung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen hat zu einer Erhöhung des Umfeldrisikos geführt. Die weitere Entwicklung der geopolitischen Krisenherde kann zu negativen Auswirkungen auf die geplante Geschäftsentwicklung von Klassik Radio im laufenden Geschäftsjahr 2024 führen. Das größte Risiko von Klassik Radio ist die konjunkturelle Entwicklung im Werbemarkt und Handel, welche Hörfunkwerbung bei Klassik Radio bzw. Beats Radio buchen. Die fortschreitende Digitalisierung hat Risiken als auch Chancen im Bereich des Mediennutzungsverhaltens zur Folge. Als nationaler Radiosender mit dem Fokus auf Hörfunk, Musik und digitale Geschäftsmodelle sieht sich Klassik Radio hierfür gut aufgestellt und bewertet die Chancen hieraus höher als die Risiken. Insbesondere durch die Gründung des Radio Senders Beats Radio wird eine vollkommen andere Zielgruppe angesprochen als durch den Sender Klassik Radio. Die Tilgung des Bankdarlehens sorgt für eine Reduktion des Liquiditäts- und Insolvenzrisikos und reduziert damit das finanzwirtschaftliche Risiko. Bei der Ermittlung vorstellbarer Risiken wurden keine festgestellt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten oder gar Bestandsgefährdend wären. 5. Ausblick und PrognoseDie Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Die Regierung sagt im Jahreswirtschaftsbericht nur noch eine Stagnation voraus und erwartet keine Konjunkturbelebung. Belastende Faktoren sind lt. Bundesregierung die außenwirtschaftliche Nachfrageschwäche, Streiks im öffentlichen Verkehr, hohe Krankenstände bei den Erwerbstätigen sowie geopolitische Spannungen mit Verzögerungen bei Lieferkennten. In der Winterprognose der europäischen Kommission wird für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von ebenfalls 0,3 % im Jahr 2024 prognostiziert. Für den Euroraum wird ein Zuwachs von 0,8% im Jahr 2024 und 1,5 % im Jahr 2024 erwartet. Die neuesten IWF-Konjunkturprognosen zeigen, dass das Wirtschaftswachstum weiterhin deutlich hinter den Durchschnittswerten der vergangenen Jahre bleibt. Die IWF geht jedoch von einem besseren Gesamtbild im Jahr 2024 aus als noch im Jahr 2023. Die Weltwirtschaft soll im Jahr 2024 um 3,1% wachsen, für 2025 sind 3,2% prognostiziert. Die Volkswirtschaften mehrerer Industrie- und Schwellenländer zeigen sich insgesamt Widerstandsfähiger als angenommen. Die IWF sieht ein Licht am Ende des Tunnels. Die geopolitischen Spannungen, die hartnäckige Inflation und fehlende Wachstumsimpulse könnte für viele Nationen ein ernstgenanntes Szenario bedeuten. Deutschland sieht der IWF weiterhin als Schlusslicht der Industrieländer. Gerade der Werbemarkt hängt stark an der Konjunktur und Marktstimmung. Bezüglich der erwarteten Branchenentwicklung wird auf die Ausführungen in 1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen verwiesen. Trotz der verhaltenen Wachstumsprognosen der Wirtschaftsleistung für 2024 planen wir für das Geschäftsjahr 2024 leicht bis moderat steigende Umsätze und im EBITDA auf Vorjahresniveau zu bleiben, insbesondere durch die gut aufgestellte Eigenvermarktung, durch Reichweitensteigerungen digital und in den neuen Verbreitungsgebieten. Da auch weiterhin in Technologie, in die neuen Verbreitungsgebiete und in neue Geschäftsbereiche investiert wird, gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 im Konzern von einem EBITDA auf Vorjahresniveau aus. Im Segment Radiosender gehen wir von leicht bis moderat steigenden Umsätzen und einem EBITDA auf Vorjahresniveau aus. Für das Segment Merchandising gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von stagnierenden Umsätzen und einem nach IC Verrechnungen negativem EBITDA auf Vorjahreshöhe aus. Für die Klassik Radio AG Einzelgesellschaft (Holding) bei der Umsatzerlöse wesentlich aus IC-Verrechnungen entstehen, wird ein ausgeglichenes EBITDA angestrebt. Grundsätzlich gilt, wie bei jeder in die Zukunft gerichtete Aussage sind Prognosen mit bekannten und unbekannten Unsicherheiten behaftet, die dazu führen können, dass das tatsächliche Ergebnis erheblich von der Prognose abweicht. 6. Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB und Corporate Governance-BerichtDie gemäß §§ 289f und 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung haben wir für die Klassik Radio AG und den Konzern zusammengefasst. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die insbesondere die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG, Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken, sowie eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen enthält, sowie der Corporate Governance Bericht sind unter www.klassikradio.de/investor-relations/corporate-governance/ zugänglich gemacht. 7. Schlusserklärung des AbhängigkeitsberichtsDie Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2023 nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden im Berichtszeitraum nicht getroffen oder unterlassen.
Augsburg, den 29. April 2024 Klassik Radio AG Für den, Vorstand Ulrich R.J. Kubak Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Klassik Radio AG, Augsburg:Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Klassik Radio AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Klassik Radio AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter den sonstigen Informationen genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen UnternehmenUnsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: 1. Sachverhalt und Problemstellung 2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse 3. Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir diesen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen1. Im Jahresabschluss der Klassik Radio AG werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.926 ausgewiesen, die damit rd. 60 % der Bilanzsumme repräsentieren. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden jährlich zum Bilanzstichtag oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme des jeweiligen verbundenen Unternehmens. Den Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen verbundenen Unternehmen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gesellschaft Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet, weswegen dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung ist. 2. Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des Managements kritisch hinterfragt und dabei unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt: scrollen
3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in Textziffer "C. Erläuterungen zur Bilanz, (1) Anlagevermögen sowie (2) Anteile an verbundenen Unternehmen" des Anhangs enthalten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts: scrollen
Die sonstigen Informationen umfassen zudem: scrollen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGBPrüfungsurteilWir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei mit dem Namen "JA.zip": enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-UnterlagenDie gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Jahresabschluss und geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-UnterlagenUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 19. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind erstmalig für das Geschäftsjahr 2023 als Abschlussprüfer der Klassik Radio AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Joachim Weilandt.
München, den 29. April 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Weilandt, Wirtschaftsprüfer Burger, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2023Sehr geehrte Aktionäre, der Aufsichtsrat informiert Sie im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 ("Geschäftsjahr 2023"), dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert. Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen intensiv mit der Lage, der Strategie und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit einigen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstandes wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht und der Vorstand wurde im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren die ausführlichen in schriftlicher sowie mündlicher Form erstatteten Quartalsberichte des Vorstandes sowie die zwischendurch erfolgenden telefonischen Kontakte und persönlichen Gespräche. Diese erfolgten nicht nur mit der Aufsichtsratsvorsitzenden, sondern auch mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern auch außerhalb der Sitzungen. Die Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle die Strategie, die Planung, die Risikolage und die Compliance des Unternehmens informiert. Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrates waren die Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der Segmente, die Unternehmensplanung, die getätigten Investitionen, das Kostenmanagement, die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung bei Tochterunternehmen, die Liquiditätssituation und Finanz- und Investitionsplanung, potentielle sowie durchgeführte Akquisitionsprojekte, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie die Vorstandsangelegenheiten selbst. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten übersandt und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Soweit in Einzelsegmenten Probleme auftraten, wurden diese sowie Strategien zur Lösung zeitnah präsentiert und erörtert. Je nach Erfordernis wurde der Vorstand beauftragt, Lösungskonzepte zu entwickeln. Soweit nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung erforderlich, hat der Aufsichtsrat nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Bedeutende Maßnahmen des Vorstandes erfolgten mit Zustimmung des Aufsichtsrates. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit der Vorsitzenden des Aufsichtsrates in regelmäßigem Kontakt und hat sie über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2023 zu vier Sitzungen zusammengetreten, die von der Vorsitzenden jeweils vorbereitet wurden. In allen Sitzungen wurden jeweils unter Vorlage umfangreichen Zahlenmaterials der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert und einschließlich der Entwicklungsperspektiven des Unternehmens und einzelner Segmente für den jeweiligen Bereich eingehend diskutiert. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war. In der Sitzung vom 26. April 2023 ging es um den Jahresabschluss und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2022, der vom Vorstand präsentiert wurde. Der verantwortliche Abschlussprüfer stand für Fragen zu den Abschlüssen zur Verfügung. Außerdem wurde die Entwicklung des I. Quartals 2023 sowie die Hochrechnung für das Geschäftsjahr 2023 erörtert. Weitere wesentliche Themen waren die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Liquiditätssituation. Die Themen der Hauptversammlung standen in der am 13. Juni 2023 stattgefundenen Aufsichtsratssitzung im Mittelpunkt. In der Sitzung vom 30. Oktober 2023 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung im III. Quartal 2023 im Konzern berichtet. Erörtert wurde auch die Liquiditätssituation. In der Sitzung vom 18. Dezember 2023 wurde vom Vorstand über die Hochrechnung und die aktuelle Geschäftsentwicklung für das Kalenderjahr 2023 im Konzern berichtet. Erörtert wurden auch die Liquiditätssituation sowie die Planung für das Kalenderjahr 2024. Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben. Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen dies als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. Der Aufsichtsrat hat stets die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gem. § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit den alten Entsprechenserklärungen auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft nur einen Alleinvorstand hat. Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen: scrollen
Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Frau Prof. Dr. Hallerbach und Herrn Dr. Schorer gehören dem Aufsichtsrat zwei unabhängige Mitglieder an, die gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Gesellschaft tätig ist, vertraut. Jahres- und Konzernabschluss: Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der Klassik Radio AG und den Konzernabschluss einschließlich des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis seiner Prüfung für das Geschäftsjahr 2023 hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 25. April 2024 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse der Klassik Radio AG und des Konzerns vor. Die Abschlüsse wurden eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Klassik Radio AG festgestellt und den Konzernabschluss einschließlich des zusammengefassten Lageberichtes am 26. April 2024 gebilligt, der Jahresabschluss der Klassik Radio AG ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Jahresergebnisses hat der Aufsichtsrat geprüft, er schließt sich dem Vorschlag an. Der Abschlussprüfung stand auch in dieser Sitzung für eine abschließende Erörterung des Jahres- und Konzernabschlusses zur Verfügung. Die zu prüfenden Unterlagen wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen Prüfung entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben. Abhängigkeitsbericht: Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2023 aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung des Vorstands, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht rechtzeitig erhalten und geprüft. Der Abschlussprüfer hat an den entsprechenden Verhandlungen teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat teilt die Auffassung des Abschlussprüfers, der Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, der diesen Bericht am 25. April 2024 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen hat: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass scrollen
Auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Augsburg, den 26. April 2024 Klassik Radio AG Für den Aufsichtsrat Prof. Dr. Dorothee Hallerbach Fuggerstraße 12 86150 Augsburg Tel.: +49 821 / 5070-0 E-Mail: ir@klassikradioag.de Web: www.klassikradio.de/investor-relations/ |
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