![]() Knorr-Bremse AktiengesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Bilanz der Knorr-Bremse AG zum 31. Dezember 2012Aktivascroll
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Gewinn- und Verlustrechnung der Knorr-Bremse AG vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012scroll
Anhang der Knorr-Bremse AGGrundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG wird wie im Vorjahr gemäß den Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches
(HGB) für große Kapitalgesellschaften und ergänzender Vorschriften erstellt. Er ist
in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, sind verschiedene
Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten
werden im Anhang gesondert erläutert. Bilanzierung und BewertungDie Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten
abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bei einer Nutzungsdauer von 3 Jahren. Sachanlagen
sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich
planmäßiger Abschreibungen - bewertet; so weit erforderlich, werden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Zugänge
vor dem 1.1.2008, in 2009 und 2010 werden degressiv, bei Zugängen in 2008 und ab 1.1.2011
erfolgt die Abschreibung nach der linearen Methode. Von der degressiven auf die lineare
Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt.
Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs-
oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 EUR im Jahr des Zugangs in voller Höhe
als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wirtschaftsgüter
mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 150 EUR bis einschließlich 1.000
EUR werden in einen jahresspezifischen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear
abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und übrige Finanzanlagen
sind mit Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei
den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch
entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen
ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253
Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S.2 EGHGB
Gebrauch gemacht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden
nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis von Annahmen über künftige
Gehaltserhöhungen und Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Kündigungsraten
ermittelt. Die Berechnung basiert auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck
(Richttafeln RT 2005 G). Folgende Parameter wurden bei der Berechnung zugrunde gelegt: scroll
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren.
Anwartschaften auf Hinterbliebenenrente werden im Versorgungswerk nach der kollektiven
Methode und bei Einzelzusagen grundsätzlich nach der individuellen Methode bewertet.
Als Rückstellung für Zusagen aus dem mitarbeiterfinanzierten Deferred-Compensation-Program
wurde der Barwert der zukünftigen Leistungen angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für bis zum Bilanzstichtag vereinnahmte bzw. verausgabte
Zahlungen gebildet, die zeitraumbezogene Erträge bzw. Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag
darstellen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen
und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren
Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind,
erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von
einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten am
Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Kurssicherungen und Optionsgeschäfte
werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente,
die für geplante Umsätze der nächsten Geschäftsjahre und für sonstige schwebende Geschäfte
abgeschlossen wurden, werden soweit möglich zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Hinsichtlich der Bilanzierung des Aktivüberhangs bei den latenten Steuern hat die
Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S.2 HGB in Anspruch genommen. 1 Entwicklung des AnlagevermögensAnschaffungs- bzw. Herstellungskostenscroll
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2 Immaterielle VermögensgegenständeDie Position umfasst im Wesentlichen erworbene EDV-Software. 3 SachanlagenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in der vorstehenden Zusammenstellung wiedergegeben.
Die Zugänge im Berichtsjahr enthalten die Übernahme geleaster Klima- und Lüftungstechnikanlagen
und Betriebs- und Geschäftsausstattung. 4 FinanzanlagenDie gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB liegt dem Anhang
als Anlage bei. Die Stahlwerk Volmarstein GmbH wurde auf die Knorr-Bremse AG verschmolzen.
Grundlage war die Schlussbilanz zum 31.12.2011. Die Buchwerte der übertragenden Gesellschaft
wurden in Ausübung des Wahlrechtes des § 24 UmwG als Anschaffungskosten bei der Knorr-Bremse
AG angesetzt. 5 UmlaufvermögenVon den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben TEUR 125.000 eine Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im wesentlichen
Steuerforderungen und verauslagte Optionsprämien. Bei den Flüssigen Mitteln handelt
es sich um Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. 6 EigenkapitalDas Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26,--
Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald, die TIB Vermögens-
und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald, und die KB Holding GmbH, Grünwald, haben uns
mitgeteilt, daß sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an unserer Gesellschaft
beteiligt seien. Die gesetzliche Rücklage bei der AG beträgt unverändert TEUR 6.607.
Sie ist unter Anrechnung von TEUR 153 Kapitalrücklagen voll dotiert. Die anderen Gewinnrücklagen betragen wie im Vorjahr TEUR 576. 7 PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen enthalten den vollen Wert nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz. 8 Übrige Rückstellungenscroll
Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Personalaufwendungen und ausstehende
Rechnungen. 9 Verbindlichkeitenscroll
10 Haftungsverhältnisse / Sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Die Leasingverpflichtungen betreffen Fabrik- und Verwaltungsgebäude in Berlin sowie
ein Konferenzzentrum in Aldersbach. Gegenüber Dritten wurden Bürgschaften und Garantien in Höhe von TEUR 13.043 heraus
gegeben. Darüber hinaus wurden im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs Bürgschaften
und Garantien für Tochterunternehmen erteilt, mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund
der Kapitalausstattung und Auftragslage nicht zu rechnen. Im Rahmen der Ausgliederung haftet die AG auch für Pensionsverpflichtungen zugunsten
ehemaliger Mitarbeiter, so weit diese noch nicht direkt von der Knorr-Bremse Systeme
für Nutzfahrzeuge GmbH eingegangen worden sind. Für einen Leasingvertrag der Knorr-Bremse
Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH besteht eine Mietbeitrittsverpflichtung. 11 Sonstige betriebliche ErträgeDie Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Konzerndienstleistungen
(Mio. EUR 38,5), Währungsgewinne (Mio. EUR 5,2) und Mieterträge (Mio. EUR 9,5). 12 Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
Der Zinsanteil für die Zuführung zur Rückstellung von Pensionsverpflichtungen wird
in Höhe von Mio. EUR 3,0 (i. Vj. Mio. EUR 2,8) im Zinsergebnis ausgewiesen. 13 AbschreibungenIm Geschäftsjahr wurden nur planmäßige Abschreibungen vorgenommen. 14 Sonstige betriebliche AufwendungenDie Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungs-
und Konzerndienstleistungen (Mio. EUR 6,6), Leasingaufwendungen (Mio. EUR 3,1), Währungsverlusten,
Rechts-, Beratungs-, Reise- und Werbekosten sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen
zusammen. Die Sonstigen Steuern betrugen TEUR 301 (i. Vj. TEUR 316). 15 Ergebnis aus Finanzanlagenscroll
16 Zinsergebnisscroll
17 ErtragssteuernDie Aufwendungen im Geschäftsjahr betreffen Rückstellungen für Vorjahre sowie ausländische
Quellensteuern. 18 Latente SteuernBei der Gesellschaft ergeben sich temporäre Differenzen im Wesentlichen aus der Passivierung
von Pensionsrückstellungen sowie dem steuerlichen Nichtansatz von Drohverlustrückstellungen
und sonstigen Rückstellungen, die steuerlich nicht bzw. in anderer Höhe gebildet werden. Bei Aktivierung der dargestellten Aktivüberhänge wären diese mit dem für die Organschaft
gültigen Steuersatz von 32,5 % zu bewerten gewesen. Hinsichtlich der Bilanzierung
des Aktivüberhangs hat die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in
Anspruch genommen. 19 Derivative FinanzinstrumenteFinanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Für die Nutzung derivativer Finanzinstrumente existiert im Knorr-Bremse Konzern eine
Richtlinie. Diese sieht unter anderem vor, dass die Geschäfte in der Regel über die
Knorr-Bremse AG abgewickelt und koordiniert sowie Risikoeinschätzungen und Kontrollen
kontinuierlich durchgeführt werden. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden
zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften
eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund-
und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam verrechnet (Einfrierungsmethode). Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender
und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und
verkauf, aus Dienstleistungen im Knorr-Bremse Konzern sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos
für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen
der Knorr-Bremse AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen.
Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen
bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den
Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden
Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden.
Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen
und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Die Knorr-Bremse
AG nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen sowie Cross
Currency Swaps. Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von
Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe,
die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Portfoliohedge).
Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit
eintretendem Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren.
Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenzindices.
Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter
von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Währungs- und Rohstoffrisiken i.H.v. Mio. EUR 1.094,5 resultieren aus der Übernahme
der Absicherung von Grundgeschäften der Tochtergesellschaften im Rahmen einer Dienstleistungsfunktion
der Knorr-Bremse AG. Der verbleibende Teil i.H.v. Mio. EUR 101,9 dient der Absicherung
von Vermögensgegenständen der Knorr-Bremse AG gegen Währungsverluste (Mikrohedges). Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2012 stellen
sich wie folgt dar: scroll
Obwohl systematisch den Zinssicherungsinstrumenten zuzuordnen stellt der Cross Currency
Swap inhaltlich ausschließlich eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken dar, da sich
die Zinssätze in den zugrunde liegenden Währungen zu Festsätzen tauschen. Der Marktwert
von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder
Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf der
Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen
Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:
Die geleisteten Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten Kaufoptions-Prämien Mio. EUR 3,0. 20 Offenlegung / Honorar AbschlussprüferDie Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. Hinsichtlich des Honorars
für den Abschlussprüfer wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 238 und die Gesamtbezüge
des Vorstands TEUR 3.888. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern
des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 24.769 zurückgestellt;
die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 3.379. Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsWir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von scroll
München, 01. Februar 2013 Knorr-Bremse AG scroll
Vorstand der Knorr-Bremse AGKlaus Deller Dr. Dieter Wilhelm Dr. Lorenz Zwingmann, Sprecher des Vorstands Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AGHeinz Hermann Thiele, München Vorsitzender Unternehmer
Dr. Eduard Gerum* , Rosenheim 1. stellvertretender Vorsitzender, Berater der Geschäftsführung, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH
Manfred Wennemer, Bensheim, 2. stellvertretender Vorsitzender, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG
Dr. Hans-Peter Binder, Berg Mitglied der Geschäftsführung der Deutsche Bank AG, Filiale München, i. R.
Dr. Michael Buscher, Meilen/ZH Schweiz (seit 16.03.2012) CEO OC Oerlikon Management AG
Dr. Martin Kimmich* , München Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Verwaltungsstelle München
Hans-Georg Härter, Salzweg (seit 9.11.2012) Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG
Heinz Hausner* , Salzweg 2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Passau
Wolfgang Hubert* , München Schwerbehindertenvertreter, Betriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Knorr Bremse AG, KB-Media GmbH, Knorr Bremse IT Services GmbH
Dr. Kurt Kiethe, München (bis 16.03.2012) Rechtsanwalt
Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf, Essen, Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG i.R.
Werner Ratzisberger* , Aldersbach Vorsitzender des Betriebsrats der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, Werk Aldersbach
Günter Wiese* , Berlin freigestellter BR-Vorsitzender Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH
Dr. h.c. Horst Zimmer, Lampertheim-Hofheim (bis 9.11.2012) Mitglied des Vorstands der Mercedes Benz AG i.R. Aufstellung des Anteilsbesitzes der Knorr-Bremse AG zum 31. Dezember 2012scroll
1)
Ergebnisabführungsvertrag Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG und des KonzernsDer Knorr-Bremse Konzern im ÜberblickDer Knorr-Bremse Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für
Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen
seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner
Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge
Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer, Bahnsteigtüren,
Reibmaterial, Simulatoren sowie Fahrerassistenzsysteme. Das Produktspektrum des Bereichs
Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen
auch Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen
zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung. Der Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa, Nordamerika und Südamerika
sowie Asien/Australien gesteuert, an deren spezifischen Markt- und Kundenanforderungen
die Entwicklung des Konzerns ausgerichtet ist. Diese regionale Struktur der Organisation ist darauf zugeschnitten, den weltweit aufgestellten
Kunden einheitliche technische Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten
anbieten zu können. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender
Kunden mit global erprobten Systemen und Komponenten. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie wirtschaftliche Erholung der weltweiten Märkte hat im Jahr 2012 an Kraft verloren.
Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung hielt viele Marktteilnehmer
von größeren Investitionen ab. Insgesamt kann jedoch von einem weiteren geringfügigen
Wachstum weltweit gesprochen werden, wobei regional unterschiedliche Entwicklungen
zu verzeichnen sind. In den Schwellenländern hat sich das Tempo des Wachstums im Vergleich zu starken Vorjahren
verringert, wobei sie dennoch nach wie vor den größten Wachstumsbeitrag erbringen.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schwellenländer legte 2012 um 5,1 % (Vorjahr 6,2
%) zu, während die gesamtwirtschaftliche Güterproduktion aller weltweiten Industriestaaten
im Mittel lediglich um 1,3 % (Vorjahr 1,6 %) anstieg. Global wurde eine Steigerung
der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 3,2 % (Vorjahr 3,8 %) verzeichnet. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum schrumpfte 2012 nach zwei Jahren des Wachstums
aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den südlichen Mitgliedsländern
um 0,4 % (Vorjahr +1,4 %). Auch zuvor weniger betroffene Länder wie Italien und Frankreich
konnten mit Wachstumsraten in 2012 von -2,1 % (Vorjahr 0,4 %) resp. 0,2 % (Vorjahr
1,7 %) nicht mehr zu einer Stabilisierung beitragen. Trotz einer im Vergleich zum
Vorjahr reduzierten Zunahme der Wirtschaftsleistung konnte Deutschland, als am BIP
gemessen größter Mitgliedsstaat der Eurozone, ein positives Wirtschaftswachstum von
0,9 % (Vorjahr 3,1 %) verzeichnen. Das Wirtschaftswachstum in den USA fiel mit 2,3 % leicht besser aus als im Vorjahr
(1,8 %). Die letzten Monate des Jahres 2012 waren hier durch die zähen Verhandlungen
zwischen den politischen Parteien zur Vermeidung der sogenannten "Fiskalklippe" mit
automatischen drastischen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen geprägt. Eine vollumfängliche
Einigung über Maßnahmen zur Lösung der hohen Staatsverschuldung steht weiterhin aus.
In Brasilien schwächte sich das Wirtschaftswachstum mit 1,0 % gegenüber dem Vorjahr
(2,7 %) nochmals ab. Der Wachstumsbeitrag von China und Indien stellte sich nach starken Vorjahren im Berichtsjahr
geringer dar. 2012 steigerte China sein BIP um 7,8 % (Vorjahr 9,3 %). In Indien stieg
das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 4,5 % (Vorjahr 7,9 %), nachdem das Wachstum insbesondere
durch eine schwache Binnennachfrage und eine niedrige Investitionsrate im zweiten
Halbjahr gehemmt wurde. Japan verzeichnete nach dem durch Naturkatastrophen geprägten
Vorjahr wieder einen Anstieg seiner wirtschaftlichen Leistung um 2,0 % (Vorjahr -0,6
%). Die Unsicherheit über die Entwicklung der Realwirtschaft spiegelte sich 2012 auch
auf den Rohstoffmärkten wider. Der Ölpreis (Brent) bewegte sich zwischen Januar und
April zwischen 95 USD/Barrel und 110 USD/Barrel, fiel in den folgenden zwei Monaten
stark bis zu seinem Jahrestief von 77 USD/Barrel ab und stieg bis Jahresende wieder
auf 92 USD/Barrel an. Der Preis für Aluminium entwickelte sich ähnlich. Er schwächte
sich nach einem Anstieg im ersten Quartal auf 2.350 USD/t (Höchstkurs in 2008 rund
3.300 USD/t, Tiefstwerte 2009 rund 1.300 USD/t) auf bis zu 1.830 USD/t im August ab
und stieg bis Jahresende wieder auf 2.100 USD/t. Der Wert des US-Dollars, neben dem
Euro eine der wichtigsten operativen Währungen im Konzern, ist zum Bilanzstichtag
des Berichtsjahrs im Vergleich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Euro um 2,3 % auf
1,32 USD/EUR gestiegen. Im Jahresdurchschnitt wurde der Euro mit 1,29 USD/EUR gehandelt. Branchenwirtschaftliche RahmenbedingungenDas Marktumfeld des Bereichs Systeme für Schienenfahrzeuge war 2012 durch eine regional
unterschiedliche Entwicklung des Schienenverkehrs geprägt. In Europa erhöhte sich
die Nachfrage nach Güterwagen, gleichzeitig stabilisierte sich die Anzahl der produzierten
Lokomotiven. Der Personenverkehr zeigte hier ein leichtes Wachstum. In Südamerika
ist die Nachfrage nach Güterwagen 2012 nach einem Anstieg in der ersten Hälfte des
Berichtsjahres auf einem niedrigen Niveau wieder zurückgegangen, während in Nordamerika
die Nachfrage nach Güterwagen um rund 25 % stieg. Allerdings reduzierte sich dort
der zuvor hohe Auftragsbestand bei Lokomotiven aufgrund eines Kapazitätsüberschusses
im Schienengüterverkehr, des reduzierten Ladevolumens und der unsicheren Wirtschaftslage.
Das Segment des Personenverkehrs konnte in der Region im Berichtsjahr ein leichtes
Wachstum verzeichnen. In Asien stagnierte das Volumen des Frachtverkehrs, während
sich die Nachfrage nach Lokomotiven und Hochgeschwindigkeitszügen nochmals leicht
reduzierte. Demgegenüber legte der Markt für Metrosysteme in China deutlich zu, wodurch
die leichten Rückgänge in den anderen Bereichen in der Region fast kompensiert werden
konnten. Die Nutzfahrzeugmärkte gaben 2012 nach zwei Jahren des Wachstums in der Gesamtbetrachtung
wieder nach. Die globale Lkw-Produktion (druckluftgebremste Lkws mit einem zulässigen
Gesamtgewicht von mehr als 6 t) reduzierte sich um 14 %. In Europa sank die Lkw-Produktion
in 2012 um 11 % (Vorjahr +31 %). In Nordamerika wiederholte sich die besonders starke
Entwicklung des Vorjahres nicht. Es konnte jedoch ein weiterer Anstieg um 4 % (Vorjahr
+54 %) verzeichnet werden. In Südamerika reduzierte sich die Lkw-Produktion 2012 vor
dem Hintergrund der gesetzlichen Umstellung auf die Euro-5-Abgasnorm und entsprechender
Vorkaufseffekte im Jahr 2011 um 35 % (Vorjahr +14 %). In der Region Asien verstärkte
sich 2012 der im Vorjahr begonnene negative Wachstumstrend, wodurch die Lkw-Produktion
um 16 % (Vorjahr -9 %) zurückging. ![]() Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2012Der Umsatz des Knorr-Bremse Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2012 um 1,4 % auf 4.300,1
Mio. EUR (Vorjahr 4.240,8 Mio. EUR). In einem weiterhin volatilen wirtschaftlichen
Umfeld profitierte das Unternehmen von seiner starken strategischen Aufstellung mit
den beiden global vertretenen Bereichen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme
für Nutzfahrzeuge, deren Märkte sich 2012 weitestgehend analog entwickelten. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge entwickelte sich im Berichtsjahr regional
differenziert und konnte seinen Umsatz auf 2.216,9 Mio. EUR (Vorjahr 2.186,9 Mio.
EUR) steigern. Rückgänge in den Regionen Europa, Südamerika und Asien/Australien konnte
der Bereich im Berichtsjahr mit einer starken Entwicklung in Nordamerika ausgleichen. Der Nutzfahrzeugbereich erzielte 2012 einen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht
gesteigerten Umsatz von 2.098,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.068,2 Mio. EUR). Insbesondere
in Nordamerika und Japan partizipierte der Geschäftsbereich von einer positiven Entwicklung
der Nutzfahrzeugmärkte und konnte leichte Rückgänge in den Regionen Europa und Südamerika
überkompensieren. Gesellschaftsrechtliche VeränderungenAm 28. März 2012 hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sociedad Española de Frenos,
Calefacción y Seña-les S.A., Getafe (Spanien), von Berkshire Rail S.L., Pamplona (Spanien),
zusätzliche Anteile am Joint Venture Icer Rail S.L., Pamplona (Spanien), in Höhe von
25 % erworben. Nach der Erhöhung halten nun beide Anteilseigner 50 % am Gemeinschaftsunternehmen. Im Juni 2012 hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica Scientifica S.p.A.,
Buccinasco (Italien), nachfolgend "Microelettrica" genannt, den Bereich Leistungselektrik
durch die Übernahme der verbliebenen Anteile am Spezialwiderstandhersteller Heine
Resistors GmbH, Dresden (Deutschland), nachfolgend "Heine" genannt", weiter verstärkt.
Heine zählt aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung zu den renommiertesten Entwicklern
und Herstellern von Widerständen der Antriebs- und Bahntechnik und gehört bereits
seit 2010 mehrheitlich zu Knorr-Bremse. Im Oktober 2012 hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sydac Pty. Ltd., Adelaide
(Australien), ihren Geschäftsbereich der Fahrsimulatoren für Wehrtechnik an Rheinmetall
Simulation Australia Pty. Ltd., Adelaide (Australien), mit Wirkung zum 1. Februar
2013 veräußert. Mit dieser Transaktion trennt sich Knorr-Bremse von einem Bereich,
der kein strategisches Handlungsfeld des Konzerns darstellt. Am 26. November des Berichtsjahres erfolgte die Gründung des Knorr-Bremse Technology
Center India Private Ltd., Pune (Indien), einem Gemeinschaftsunternehmen zwischen
der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München (Deutschland), und der Knorr-Bremse
Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München (Deutschland). Gegenstand der Gesellschaft
ist das Erbringen von Entwicklungsleistungen für den Knorr-Bremse Konzern. Insgesamt ergeben sich aus diesen Transaktionen keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2012. Wichtige ProjekteIm Jahr 2012 hat Knorr-Bremse die Lokalisierung und den Aufbau von Produktionskapazitäten
in den unterschiedlichen Märkten konsequent fortgeführt. Hierdurch konnte, dem regionalen
Ansatz des Konzerns folgend, die weltweite Marktposition in einer Reihe von Geschäftsfeldern
weiter ausgebaut und somit der wirtschaftliche Erfolg von Knorr-Bremse gesichert werden.
Ziel ist es zudem stets, weltweit an allen Standorten die gleichen, gewohnt hohen
Produktions- und Qualitätsstandards zu gewährleisten. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge hat das Joint Venture von Knorr-Bremse und dem
russischen Nutzfahrzeughersteller KAMAZ, Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial
Vehicles OOO, Naberezhnye Chelny (Russland), nachfolgend "Knorr-Bremse KAMA" genannt,
im Berichtsjahr mit der Serienfertigung von Trommelbremsen für Lkw-Anhänger begonnen.
Produziert werden diese für die KAMAZ-Tochter NEFAZ, die mit einem Marktanteil zwischen
25 und 30 % zu den größten russischen Herstellern von Lkw-Anhängern gehört. In der zweiten Jahreshälfte wurde am Standort in Huntington, Indiana (USA), eine zuvor
von einem externen Lieferanten betriebene Produktionslinie zur Überarbeitung von Bremsklötzen
integriert. Sie ergänzt das vorhandene Standortprofil zur ressourcenschonenden Aufarbeitung
von gebrauchten Bremssystemkomponenten. Daneben erweiterte der Standort in Bowling
Green, Kentucky (USA), die Kapazitäten zur Bearbeitung von Bremssätteln für Scheibenbremsen
mit zwei neuen CNC-Maschinen. Der Standort in Dalian (China) hat in der ersten Jahreshälfte eine zusätzliche Produktionslinie
für Scheibenbremsen in Betrieb genommen. Sie dient der Produktion von pneumatisch
betriebenen 22,5-Zoll-Scheibenbremsen, u. a. für den Kunden Yutong, dem mit einer
jährlichen Produktion von rund 47.000 Einheiten größten Bushersteller der Welt. Zum
Einsatz kommt die Bremse vor allem in den Yutong-Bussen mit über zehn Metern Länge,
bei denen Knorr-Bremse seinen Lieferanteil der 22,5-Zoll-Scheibenbremse auf 80 % vergrößern
konnte. An zwei Standorten wurde zudem der interne SAP-Standard "PROGRESS" für die Abwicklung
aller operativen Planungs-, Logistik- und Produktionsprozesse eingeführt. Die Umstellung
erfolgte am Standort in Arcore (Italien) im April und in Pune (Indien) zum 1. Juli.
Die Aktivitäten stellen einen wichtigen Schritt zur Vereinheitlichung der weltweiten
Abläufe dar und sichern den hohen Qualitätsstandard von Knorr-Bremse. In Pune dient
die Einführung zudem der Vorbereitung des Umzugs in das neue Werk, das sich aktuell
im Bau befindet und die Umgebung für Abläufe auf einem neuen, höheren Exzellenzniveau
bieten wird. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge fanden ebenfalls Aktivitäten zum Ausbau und
zur Optimierung des globalen Produktions- und Entwicklungsverbunds statt. So hat die
italienische Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica im August 2012 in Buccinasco
ein neues Werk eröffnet, an dem die Aktivitäten von zuvor vier verschiedenen Standorten
gebündelt wurden. Im Juli 2012 wurde beschlossen, das Unternehmen Merak Railway Technologies (Shanghai)
Co. Ltd., Shanghai (China), Tochtergesellschaft der Merak Sistemas Integrados de Climatizacion,
S.A., Getafe (Spanien), in Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co. Ltd.,
Shanghai (China), umzubenennen. Hiermit wurde ein wichtiger Schritt zur Integration
und Nutzung von Synergien aller Knorr-Bremse Aktivitäten im Bereich Klimasysteme gemacht,
da der Standort in Shanghai nun beide Knorr-Bremse Marken für Klimasysteme, Merak
und Sigma, unterstützt. Die entsprechende Verlagerung aller chinesischen Fertigungskapazitäten
für Klimasysteme nach Shanghai wurde erfolgreich absolviert. Zur Vorbereitung der Produktion des neuen KAB60-Steuer-ventils für den Schienenfahrzeugmarkt
in Russland sowie den GUS-Staaten wurden in der zweiten Jahreshälfte Produktionslinien
in Berlin (Deutschland) aufgebaut. Dieser Schritt dient der Industrialisierung der
Produktionsprozesse für diesen für Knorr-Bremse neuen Markt. Des Weiteren hat der Geschäftsbereich "Drehgestellausrüstung" seine Entwicklungskapazitäten
in Suzhou (China) auf nun 15 Mitarbeiter erhöht und bestätigt auch hiermit die weiter
zunehmende Bedeutung des chinesischen Markts für den Konzern und seine Strategie,
sowohl die Produktion als auch die Entwicklungsaktivitäten nahe am Absatzmarkt zu
platzieren. Qualität und ProzesseDas Streben nach Best-in-Class-Prozessen bildet die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit
von Knorr-Bremse. Auch 2012 wurde weiter an der Optimierung der Prozesse und Strukturen
in allen wichtigen Bereichen gearbeitet. Unter dem weltweit durchgängig eingeführten Managementsystem Knorr Excellence (KE)
bündelt Knorr-Bremse seit mehreren Jahren Initiativen für die kontinuierliche Verbesserung
der Geschäftsprozesse. In diesem Zusammenhang hat Knorr-Bremse alle Initiativen zur
Prozessoptimierung bereichsübergreifend zusammengefasst und seine Managementsysteme
in einem einheitlichen Prozessmodell zusammengeführt. KE bildet damit innerhalb des
Konzerns eine gemeinsame Plattform, die den Zugang zu den Geschäftsprozessen erleichtert
und die Kommunikation verbessert. Die hohe Qualität der Prozesse wurde durch die Auszeichnung "Fabrik des Jahres" in
der Kategorie "Hervorragender Wertstrom" des größten europäischen Produktionsstandorts
für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge in Budapest bestätigt. In diesem Wettbewerb
zeichnen die Zeitschrift "Produktion" und die Unternehmensberatung "A.T. Kearney"
einmal jährlich die fortschrittlichsten Produktionsstätten aus. Im Rahmen des seit mehreren Jahren erfolgreich implementierten Strong-Focus-Programms
laufen sämtliche Aktivitäten zur Produktivitätssteigerung, Kostenreduktion und Wachstumssteuerung
zusammen. In einer Mehrjahresvorausschau werden aus dem Kreis der Mitarbeiter und
Führungskräfte Ideen gesammelt, bewertet und sukzessive umgesetzt. Auch 2012 konnte
die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dadurch abgesichert werden, dass Einsparungen
bzgl. Material- und Strukturkosten sowie Produktivitätssteigerungen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette realisiert wurden. Zur weiteren Stärkung der Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung startete im Berichtsjahr
am Standort für Systeme für Nutzfahrzeuge in Liberec (Tschechische Republik) das neue
Trainingscenter "Value Stream Academy" für beide Geschäftsbereiche des Konzerns. Die
Akademie fördert Verbesserungen über den gesamten Wertstrom hinweg und verankert die
dafür notwendigen theoretischen Grundlagen bei den Knorr-Bremse Mitarbeitern. Die
auf die unterschiedlichsten organisatorischen Ebenen angepassten Trainings bestehen
aus praktischen Modulen und beinhalten unter anderem Workshops, Simulationen und Rollenspiele.
Prinzipiell sind die Module so konzipiert, dass sie an jedem Standort durchgeführt
werden können. Liberec eignet sich aber in besonderer Weise für die Akademie, weil
das noch junge Werk im Produktionsverbund eine Vorbildfunktion für die erfolgreiche
Umsetzung der Wertstromprinzipien innehat und zudem zahlreiche repräsentative Produkte
aus dem Knorr-Bremse Portfolio vereinigt. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Geschäftsentwicklung des Knorr-Bremse Konzerns wurde 2012 wesentlich durch die
weiterhin hohe Unsicherheit und unterschiedliche regionale Entwicklungen in den Hauptmärkten
beider Geschäftsbereiche geprägt. Der Konzernumsatz stieg 2012 um 1,4 % auf 4.300,1 Mio. EUR (Vorjahr 4.240,8 Mio. EUR).
In Europa stieg der konsolidierte Umsatz um 0,6 % auf 2.181,7 Mio. EUR (Vorjahr 2.169,5
Mio. EUR), was einem Anteil von 50,7 % (Vorjahr 51,2 %) am Konzernumsatz entspricht.
Amerika trug mit 1.070,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.020,0 Mio. EUR) bzw. 24,9 % (Vorjahr
24,1 %) zum Konzernumsatz bei. Im asiatischpazifischen Raum wurden 1.047,5 Mio. EUR
(Vorjahr 1.051,3 Mio. EUR) erwirtschaftet, was 24,4 % (Vorjahr 24,7 %) des Konzernumsatzes
darstellt. Der Auftragseingang lag mit 3.948,5 Mio. EUR (Vorjahr 4.072,5 Mio. EUR) um 8,2 % unter
dem Umsatzniveau und um 3,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand
im Konzern sank im Berichtsjahr um 11,1 % auf 2.905,3 Mio. EUR (Vorjahr 3.268,1 Mio.
EUR). Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns sank im abgelaufenen Geschäftsjahr
auf 295,0 Mio. EUR (Vorjahr 329,3 Mio. EUR). Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte
6,9 % (Vorjahr 7,8 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss mit 145,5 Mio.
EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 6,7 % entspricht. Die Region Amerika erzielte
einen Jahresüberschuss von 64,3 Mio. EUR, mit einer Nettoumsatzrendite von 6,0 %.
In der Region Asien/Australien war ein Jahresüberschuss von 85,2 Mio. EUR zu verzeichnen,
die Nettoumsatzrendite lag hier bei 8,1 %. Der Geschäftsbereich Klimasysteme für Schienenfahrzeuge, Merak Sistemas Integrados
de Climatizacion S.A., Getafe (Spanien), musste im Geschäftsjahr 2012 Einbußen in
der Profitabilität hinnehmen. Ausschlaggebend waren hierfür im Wesentlichen hohe Umsatzrückgänge
sowie Probleme in der Produktqualität und technischen Umsetzung von Projekten, die
zu Ergebnisbelastungen führten. Aus diesem Grund wurden im Berichtsjahr umfangreiche
Maßnahmen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit definiert und initiiert. Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2012 um 3,3 % auf 2.615,0 Mio. EUR (Vorjahr
2.530,4 Mio. EUR), wesentlich beeinflusst durch den Anstieg der flüssigen Mittel.
Am Jahresende 2012 sind Aktiva in Höhe von 60,8 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil
des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresniveau
von 32,7 % auf 31,7 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen
Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, liegt zum Jahresende bei 463,0
Mio. EUR (Vorjahr 470,6 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung
von 39 Tagen (Vorjahr 40 Tage). Die Eigenkapitalquote stieg um 2,4 Prozentpunkte von
35,7 % auf 38,1 %. Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 49,9 % in der Region Europa gebunden, 22,5
% in der Region Amerika und 27,6 % in der Region Asien/Australien. Der Anstieg des
Nettoguthabens auf 551,0 Mio. EUR wurde in erster Linie aus dem Mittelzufluss des
Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 515,4 Mio. EUR erreicht. Wesentliche
Mittelabflüsse ergaben sich im Jahr 2012 aus den Investitionen (165,8 Mio. EUR) und
den Dividenden (184,9 Mio. EUR). Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt
55,4 %. Im Vorjahr betrug das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital 44,0 %. Die gute strategische Aufstellung, die positive Geschäftsentwicklung und das exzellente
Working Capital Management wurden von den externen Ratingagenturen Standard & Poor's
und Moody's bestätigt. Diese bewerten die Knorr-Bremse Gruppe seit dem Jahr 2000.
Sowohl Moody's als auch Standard & Poor's bestätigten ihre Einstufungen von "A3 /
Outlook stable" respektive "A- / Outlook stable" aus dem Vorjahr. Knorr-Bremse ist
damit weiterhin das einzige Unternehmen in Familienhand im "Global Automotive Suppliers
Ranking 2012" von Standard & Poor's mit einem "A"-Rating. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsDer Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen
seine Vermögens- und Finanzlage stabil gehalten. Zudem konnte die Liquiditätssituation
weiter verbessert werden. Die Ertragskraft des Konzerns wurde durch ein konsequentes
Kostenmanagement und vor allem durch interne Prozess- und Strukturoptimierungen abgesichert. Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 38,1 % und einem Nettoguthaben
von 551,0 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur. Knorr-Bremse AGDie Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs-
und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen. Verminderte Beteiligungserträge, resultierend aus einer geminderten Gewinnabführung
des Geschäftsbereichs Systeme für Schienenfahrzeuge, führten zu einer Reduzierung
des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 134,9 Mio. EUR (Vorjahr 183,2
Mio. EUR). Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen
schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab,
die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens
zentral verwaltet werden. Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweiten Tochterunternehmen
die Funktion einer "Inhouse Bank" inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung
von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte
mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbleibende Risiko ganz
oder teilweise mit Banken extern absichert. Mithilfe der durch Knorr Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung
und -transparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des
eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen. GewinnverwendungDie Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Bilanzgewinn von 241,0
Mio. EUR (Vorjahr 263,9 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen,
von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 156,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende
von 60,00 EUR (Vorjahr 60,00 EUR) je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von
26,00 EUR zu verwenden. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie KB Holding GmbH, Grünwald, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital
der Knorr-Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: "Unsere Gesellschaft
hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften
nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte
vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen. ![]() Entwicklungen in den Regionen und nach UnternehmensbereichenDer Schienenfahrzeugbereich trug im vergangenen Geschäftsjahr zum Konzernumsatz 2.216,9
Mio. EUR (Vorjahr 2.186,9 Mio. EUR) bei. Der Nutzfahrzeugbereich erreichte einen Umsatz
von 2.098,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.068,2 Mio. EUR). Die parallele Entwicklung der globalen
Schienen- und Nutzfahrzeugmärkte führte 2012 auch zu einer Seitwärtsbewegung der Umsatzanteile
der beiden Geschäftsbereiche. Wie im Vorjahr trugen der Nutzfahrzeugbereich 49 % und
der Schienenfahrzeugbereich 51 % zum Konzernumsatz bei. In den einzelnen Regionen, nach denen der Konzern gesteuert wird, stellt sich die
Entwicklung der beiden Unternehmensbereiche wie folgt dar: EuropaSchienenfahrzeugbereichIm Berichtszeitraum hat sich die Marktsituation in Europa entsprechend der allgemeinen
wirtschaftlichen Entwicklung in den verschiedenen Ländern differenziert gestaltet.
Während der Schienenfahrzeugmarkt in Deutschland leicht wachsen konnte, stagnierten
die Märkte in Frankreich, Großbritannien und Italien. Der Schienenfahrzeugmarkt in
Russland konnte ebenfalls ein Wachstum verzeichnen, während sich der Markt in Spanien
negativ entwickelte. Im Vergleich zum Vorjahr war die Anzahl der beschafften Lokomotiven
2012 in der Region auf einem vergleichbaren Niveau, während die Anzahl der produzierten
Güterwagen mit 9.000 Stück um rund 25 % stieg. In diesem Umfeld konnte Knorr-Bremse 2012 seine gute Marktposition durch die Sicherung
wichtiger Aufträge weiter ausbauen. So stattet Knorr-Bremse die Dieseltriebzüge LINK
des polnischen Herstellers PESA mit wesentlichen Komponenten der Bremssysteme wie
Luftaufbereitung, Bremssteuerung sowie Teilen der Drehgestellausrüstung aus. PESA
konnte 2012 Aufträge u. a. des tschechischen Betreibers Ceske Drahy für 31 Züge gewinnen.
Des Weiteren hat Knorr-Bremse im Berichtsjahr mit allen drei potenziellen Fahrzeugbauern
des sogenannten ET DB 400-Projekts der Deutschen Bahn Vereinbarungen über Rahmenverträge
geschlossen. Diese umfassen die Entwicklung und Lieferung der Bremssysteme für die
entsprechenden Fahrzeugplattformen der Hersteller Alstom Deutschland, Stadler Pankow
und CAF. Im Rahmen dieses Projekts plant die Deutsche Bahn die Anschaffung von bis
zu 1.600 neuen Triebwagen für verschiedene Strecken, die von einem der drei Fahrzeugbauer
geliefert und somit in jedem Fall mit Bremssystemen von Knorr-Bremse ausgerüstet sein
werden. Knorr-Bremse profitierte 2012 von der wachsenden Bedeutung des durch GOST-Normen regulierten
Markts in Russland sowie der GUS-Staaten und setzte den erfolgreichen Ausbau seiner
Marktposition fort. So konnte ein Auftrag der russischen Transmashholding zur Ausstattung
von 50 Doppelstock-Passagierwagen mit Drehgestellausrüstungen gesichert werden. Darüber
hinaus unterzeichnete Knorr-Bremse mit dem deutschen Bahnbauer Voith einen Rahmenvertrag
zur Lieferung von Bremssystemen für 500 Rangierlokomotiven, die Voith gemeinsam mit
einem russischen Partnerunternehmen für den russischen Markt produziert. Auch im Bereich RailServices konnte sich Knorr-Bremse 2012 wichtige Aufträge sichern.
So begann Knorr-Bremse, die im Rahmen der Erstausrüstung von einem Wettbewerber gelieferten
ölgeschmierten Kompressoren der Talent-Nahverkehrszüge der Österreichischen Bundesbahnen
(ÖBB) durch umweltfreundliche ölfreie Kompressoren zu ersetzen. Bis spätestens 2017
wird die gesamte Flotte mit 330 ölfreien Kompressoren des Typs VV120-T umgerüstet.
Aufträge zu Modernisierungen und Überholungen von Schienenfahrzeugen konnte sich der
Bereich auch in allen anderen wichtigen europäischen Märkten sichern. Aufgrund des
prognostizierten Wachstums des europäischen Nachmarkts wird dieses Geschäftsfeld für
den Schienenfahrzeugbereich weiter an Bedeutung gewinnen und verstärkt werden. NutzfahrzeugbereichDer westeuropäische Nutzfahrzeugmarkt konnte 2012 den Aufwärtstrend der beiden Vorjahre
nicht fortsetzen. Die Produktion von luftgebremsten Lkws über 6 t gab um 11 % gegenüber
dem Vorjahr auf 395.000 Einheiten nach und erreicht weiterhin nicht das Vorkrisenniveau
von 562.000 produzierten Einheiten im Jahr 2008. Insbesondere die zweite Hälfte des
Jahres war aufgrund der Diskussionen um den Erhalt des Euro in den südlichen Krisenländern
von Zurückhaltung und sinkender Nachfrage geprägt. Diese Entwicklung spiegelte sich
auch in der westeuropäischen Anhängerproduktion, die sich gegenüber dem Vorjahr mit
172.000 Einheiten um 6 % reduzierte, sowie im Nachmarkt, der insbesondere in Spanien
und Italien nachgab, wider. In den GUS-Staaten reduzierte sich die Fahrzeugproduktion um 8 % auf 100.000 luftgebremste
Lkws über 6 t. Das Volumen des Nachmarkts stieg dort dagegen leicht, da der Fahrzeugpark
in der Region stetig wächst und zunehmend höherwertig ausgestattet ist. Die wichtigsten Umsatzträger in Europa waren 2012 neben der Scheibenbremse elektronische
Bremssysteme. Die führende technologische Position der Produkte von Knorr-Bremse wurde
im Berichtsjahr durch die Beteiligung an neuen Fahrzeugplattformen bestätigt. So steuert
Knorr-Bremse wichtige Schlüsseltechnologien für die neue Plattform des Herstellers
Volvo bei. Neben der neuen Generation des elektronischen Bremssystems EBS7 werden
auch Luftaufbereitungseinheiten, Pedaleinheiten sowie Kompressoren mit und ohne Kupplung
für die in der Plattform verbauten neuen EURO-VI-Motoren geliefert. Die neue Ventileinheit
für das optional erhältliche Doppelkupplungsgetriebe und die Luftfederung werden ebenfalls
von Knorr-Bremse geliefert. Im Laufe des Jahres 2013 kommt das neue Antiblockiersystem
ABS8 hinzu, das beispielsweise in jenen Fahrzeugen der Plattform verbaut wird, die
Volvo in die BRIC-Staaten liefert. Die wachsende Bedeutung des Markts für Ersatzteile, Trainings, Diagnose- und weiterer
Dienstleistungen rund um bereits im Einsatz befindliche Nutzfahrzeuge spiegelt sich
in der geplanten Gründung eines Joint Ventures mit der Robert Bosch GmbH, Bereich
Automotive Aftermarket, und der ZF Friedrichshafen AG wider. Vorbehaltlich der Freigabe
durch die Kartellbehörden wird das Gemeinschaftsunternehmen ab Mitte 2013 Dienstleistungen
wie Hotline, technische Trainings und Informationen, Diagnose, Werkstattausrüstung
sowie Qualitätsmanagement für Mehrmarken-Nutzfahrzeugwerkstätten anbieten. Auch im Anhängersegment verzeichnete Knorr-Bremse 2012 einen wichtigen Erfolg. So
hat Knorr-Bremse einen Rahmenliefervertrag mit der Schmitz Cargobull AG für die Lieferung
von Anhänger-EBS, Scheibenbremsen und Bremszylindern abschließen können, der bis zum
31. Dezember 2014 Gültigkeit besitzt. In Russland setzte Knorr-Bremse 2012 seinen Wachstumskurs fort. Im Berichtsjahr haben
in verschiedenen russischen und westeuropäischen Standorten die Vorbereitungen für
die Lieferung von modularen Bremssystemkomponenten für eine neue Omnibusgeneration
des größten russischen Automobilkonzerns GAZ begonnen, mit dem eine Vereinbarung zur
Entwicklung und Herstellung des kompletten Bremssystems geschlossen wurde. Der Serienstart
der neuen Produktlinie ist für 2013 oder 2014 geplant. Darüber hinaus hat das Gemeinschaftsunternehmen
von Knorr-Bremse und dem russischen Nutzfahrzeughersteller KAMAZ, Knorr-Bremse KAMA,
im Berichtsjahr zwei Vereinbarungen zur Lieferung eines neuen Kupplungskraftverstärkers
an KAMAZ und ZF Kama geschlossen. Der Serienanlauf ist für das dritte Quartal 2013
geplant. NordamerikaSchienenfahrzeugbereichDas Wachstum des Schienenfahrzeugmarkts in Nordamerika setzte sich 2012 fort. Die
Anzahl der produzierten Güterwagen wurde auf 59.000 Einheiten nach 47.000 im Vorjahr
weiter erhöht. Zudem wurden rund 1.200 Lokomotiven produziert, von denen 790 auf dem
nordamerikanischen Markt ausgeliefert und 410 exportiert wurden. Im Bereich des Personenverkehrs
entwickelte sich der Markt insbesondere durch die Erweiterung sowie den Neubau von
Nahverkehrssystemen weiterhin positiv. In diesem Marktumfeld hat die US-amerikanische Tochtergesellschaft New York Air Brake
Corp. im Berichtsjahr eine große Anzahl von Aufträgen für das Fahrerassistenzsystem
LEADER erhalten. Insgesamt wurden seit der Markteinführung mehr als 2.500 Systeme
an acht Kunden verkauft. Im Berichtsjahr wurde der größte Auftrag durch den Frachtbetreiber
Norfolk Southern Railway Corp. über 1.125 LEADER-Systeme erteilt. Im Bereich des Personennahverkehrs konnte Knorr-Bremse seine Position erfolgreich
ausbauen und setzte sich bei weiteren großen Nahverkehrsprojekten durch. So wird die
Knorr-Bremse Tochter Knorr Brake Corporation Brems-, Tür- und Klimasysteme für 78
Fahrzeuge des Herstellers Kinkisharyo International liefern, mit denen der Betreiber
Los Angeles Metropolitan Transportation Authority ab 2015 seine Kapazitäten ausbaut
und seine Flotte modernisiert. Zusätzlich besteht eine Option für weitere 157 Zugeinheiten.
Die Knorr Brake Corporation wird ebenfalls Brems-, Tür- und Klimasysteme für 80 fahrerlose
Züge des Herstellers Ansaldo-Breda S.p.A. liefern, die der Betreiber Honolulu Authority
for Rapid Transportation ab 2015 auf einer neuen Nahverkehrslinie einsetzen wird.
Brems- und Türsysteme der Knorr Brake Corporation werden zudem ab 2013 auch in 39
Fahrzeugen des Herstellers CAF eingesetzt, die für neue Nahverkehrslinien in Houston
(Texas) bestimmt sind. NutzfahrzeugbereichDie Erholung des nordamerikanischen Markts für Lkws setzte sich 2012 zwar fort, blieb
aber auf einem moderaten Niveau. Gegenüber 2011 stieg die Anzahl der produzierten
luftgebremsten Lkws über 6 t um 4 % auf 353.000 Einheiten. Der Markt bleibt jedoch
weiterhin um 29 % hinter dem Höchstwert von 2006 mit 500.000 produzierten Einheiten
zurück. Die Geschäfte der Knorr-Bremse werden auf dem nordamerikanischen Markt von der Tochtergesellschaft
Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio (USA), wahrgenommen. Die Aktivitäten
firmieren entsprechend unter der Marke Bendix, die im August des Berichtsjahres mit
der Auslieferung des 200.000. Bendix ESP-Systems einen wichtigen Meilenstein erreichen
konnte. Seit der Markteinführung des Produkts 2005 wurden über 222.000 Einheiten verkauft. Bendix hat im Berichtsjahr seine Marktführerschaft in Nordamerika durch die Sicherung
verschiedener Aufträge ausgebaut. So gehört das Elektronische Stabilitätsprogramm
ESP mit automatischer Traktionskontrolle seit Mai 2012 zur Standardausstattung der
meisten "Class 8"-Sattelzugmaschinen des US-amerikanischen Nutzfahrzeugherstellers
Peterbilt. Zudem ist nun das Sicherheitssystem "Bendix Wingman Advanced" zur Vermeidung
von Kollisionen optional für die gesamte Palette an "Onhighway"-Lkw-Modellen des Herstellers
verfügbar. Mithilfe eines Radarsensors passt das System die eigene Geschwindigkeit
der Geschwindigkeit des Vordermanns an. Droht ein Auffahrunfall, alarmiert das System
den Fahrer zunächst. Reagiert dieser nicht, greift es zur Gefahrenvermeidung automatisch
in die Motor- und Bremssteuerung ein. "Bendix Wingman Advanced" wurde 2011 in Fahrzeugen
des Herstellers Navistar eingeführt und wird zusätzlich in Fahrzeugen von Peterbilt,
Kenworth, Mack und Volvo angeboten. Seit 2012 bietet der US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller Kenworth Trucks in ausgewählten
Modellen seiner neuen "Class 8"-Baureihe ebenfalls optional das Reifendrucküberwachungssystem
"SmarTire TPMS" (Tire Pressure and Temperature Monitoring System) von Bendix an. Das
TPMS überwacht Druck und Temperatur von Nutzfahrzeugreifen in Echtzeit. Fällt der
Reifendruck unter ein bestimmtes Niveau und droht dadurch Gefahr, warnt das System
den Fahrer. Zusätzlich zum sicherheitsrelevanten Aspekt trägt das System somit auch
ganz wesentlich zur Senkung der Flottenbetriebskosten bei. Reifenverschleiß und Kraftstoffverbrauch
lassen sich mit optimalem Luftdruck in den Reifen spürbar senken. Einen weiteren Erfolg erreichte Bendix beim US-amerikanischen Nutzfahrzeughersteller
Navistar, der bei der Ausstattung seiner jährlich etwa 15.000 produzierten Navistar-Schulbusse
exklusiv auf Türsysteme von Bendix setzt. Hergestellt werden die Systeme im Bendix-Werk
in Huntington, Indiana. SüdamerikaSchienenfahrzeugbereichDer weltweite Rückgang der Nachfrage nach Rohstoffen wirkte sich 2012 negativ auf
das Frachtaufkommen in der Region Südamerika aus. So hat sich die Anzahl der produzierten
Güterwagen im Berichtsjahr mit etwa 2.000 Einheiten in der Region halbiert. Die Anzahl
der produzierten Lokomotiven hat sich 2012 wieder erholt und liegt mit ca. 200 Lokomotiven
auf dem Niveau des Jahres 2008. Das Marktniveau im Bereich Personenverkehr ist weiterhin hoch. Die Großereignisse
der Fußballweltmeisterschaft 2014 sowie der Olympischen Spiele 2016 in Brasilien sind
Treiber für den Ausbau der dortigen Nahverkehrssysteme. In diesem Umfeld sicherte
sich Knorr-Bremse den Auftrag zur Belieferung des Kunden Bombardier Transportation
mit kompletten Bremssystemen für 54 Züge für die neue Monorail-Linie "Expresso Tiradentes"
in São Pau lo. Darüber hinaus konnte sich Knorr-Bremse einen Auftrag zur Ausstattung
von 19 Zügen des Schienenfahrzeugherstellers Alstom Transportation für die Metro in
Perus Hauptstadt Lima mit Systemen zur Druckluftbeschaffung und Bremssteuerung sichern. Nutzfahrzeugbereich2012 entwickelte sich der südamerikanische Markt für Nutzfahrzeuge nach den Vorkaufseffekten
im Vorjahr durch die Einführung der Abgasnorm Euro V in Brasilien negativ. Die Produktion
von Lkws über 6 t sank um 35 % auf 139.000 produzierte Fahrzeuge. In diesem schwierigen
Marktumfeld konnte sich Knorr-Bremse einen langfristigen Auftrag des Kunden Volvo
do Brasil zur Belieferung von ABS6-Bremssteuereinheiten und Drucksteuerventilen für
seine neue Lkw-Plattform sichern. Der Serienanlauf der Produktion in Brasilien ist
für 2014 geplant. Der Auftrag gilt bis 2018 und beinhaltet die Lokalisierung der Produktion
der Drucksteuerventile ab 2015. Asien/AustralienSchienenfahrzeugbereichDer Schienenfahrzeugmarkt in Asien/Australien hat sich 2012 regional unterschiedlich
entwickelt. In China ist die Nachfrage nach neuen Lokomotiven und Triebwagen im Bereich
der Langstreckenzüge insbesondere im Hochgeschwindigkeitsverkehr nochmals zurückgegangen.
Das lokale Wachstum im Personennahverkehr, insbesondere getrieben durch den kontinuierlichen
Ausbau der Metrosysteme, sowie im Markt für Wartung und Instandhaltung konnte diesen
Rückgang fast vollständig kompensieren. Positive Wachstumsimpulse gingen von den Märkten
in Indien, Japan und Südostasien aus. Einen großen Markterfolg konnte Knorr-Bremse in Japan verzeichnen. So erhielt der
Konzern weitere Aufträge des Betreibers JR East zur Ausstattung von 23 Wagen der E6-Plattform
sowie von 170 Wagen der neuen E7-Plattform der "Shinkansen"-Hochgeschwindigkeitszüge
mit Drehgestellausrüstungen. Zudem konnte erstmalig ein Auftrag des Betreibers JR
West zur Ausstattung von 100 Wagen seiner neuen W7-Plattform des Shinkansen mit Drehgestellausrüstungen
gesichert werden. In Indien konnte sich Knorr-Bremse im Berichtsjahr einen Auftrag über die Lieferung
von 115 CCB-1.5-Lokomotiv-steuerungen sichern. Zusätzlich ist der Markteintritt der
neuen CCB-2-Lokomotivsteuerung durch den Erhalt eines Auftrags zur Ausstattung von
50 Diesel- und 17 Elektriklokomotiven gelungen. In dem wachsenden Markt für Metrosysteme
in China konnte sich Knorr-Bremse erstmals einen Auftrag zur Ausstattung eines Metrosystems
mit allen drei angebotenen Subsystemen sichern. So werden die Züge der Metro Qingdao
mit Brems- und Türsystemen sowie Klimaanlagen von Knorr-Bremse ausgestattet. NutzfahrzeugbereichDie Region Asien/Australien verzeichnete 2012 einen weiteren Rückgang der Lkw-Produktion
um 16 %. Der größte Rückgang fand dabei in China statt, wo sich die Lkw-Produktion
mit 879.000 Einheiten um 21 % reduzierte. Die Gründe hierfür liegen in der weltweit
unsicheren ökonomischen Situation, die sich sowohl in einer niedrigeren Exportrate
als auch in signifikant niedrigeren Investitionsaktivitäten der chinesischen Wirtschaft
niederschlug. Eine positive Ausnahme bildet der chinesische Markt für Busse, der innerhalb
Chinas aufgrund der zunehmenden Urbanisierung und eines neuen Standards für Schulbusse
sowie steigender Exporte zulegen konnte. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte Knorr-Bremse seine Position auf dem chinesischen
Nutzfahrzeugmarkt ausbauen. Nachdem die Fahrzeuggeneration H3 des chinesischen Lkw-Herstellers
Foton bereits umfangreich mit Bremskomponenten beliefert wurde, begann Knorr-Bremse
zu Beginn des Berichtsjahres mit der Lieferung der ersten Pedaleinheiten, Kupplungskraftverstärker
und Handbremsventile für die neue H4-Plattform des Fahrzeugbauers. Foton baut den
Lkw für den Export nach Europa sowie in die amerikanischen Märkte. Im indischen Nutzfahrzeugmarkt
konnte sich das Wachstum der Vorjahre nicht fortsetzen. Insbesondere aufgrund der
angespannten wirtschaftlichen Situation in der zweiten Jahreshälfte reduzierte sich
die Anzahl produzierter Lkws über 6 t um 16 % auf 256.000 Einheiten. Im Gegensatz
hierzu setzte sich der Aufwärtstrend im japanischen Nutzfahrzeugmarkt weiter fort,
wodurch die Lkw-Produktion um 26 % auf 207.000 Fahrzeuge stieg. Unter Einbeziehung
der Busproduktion wurde die Zahl der produzierten Einheiten um 21 % gegenüber dem
Vorjahr gesteigert. Um der stark wachsenden Bedeutung der asiatisch-pazifischen Region für beide Bereiche
von Knorr-Bremse und den spezifischen Anforderungen seiner Kunden weiterhin gerecht
zu werden, wurde im Rahmen einer gemeinsamen strategischen Initiative von Knorr-Bremse
Systeme für Schienenfahrzeuge und Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge in Pune (Indien)
mit den Vorbereitungen für das "Knorr-Bremse Technology Center India" begonnen. Das
Technologiezentrum wird den Zugang zu gut ausgebildeten Ingenieuren sichern, die das
Produktportfolio von Knorr-Bremse in enger Zusammenarbeit mit den weltweiten Kompetenzzentren
für Forschung und Entwicklung technologisch weiterentwickeln werden. ![]() Investitionen und AbschreibungenDie Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände
betragen 165,8 Mio. EUR (Vorjahr 158,9 Mio. EUR) und sind gegenüber dem Vorjahr um
4,3 % gestiegen. Auf Europa entfielen hiervon 78,4 Mio. EUR (47,3 %). In der Region Amerika wurden
62,5 Mio. EUR (37,7 %) und in Asien/Australien 24,9 Mio. EUR (15,0 %) der Investitionssumme
getätigt. Auf die Divisionen bezogen, wurden im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge 79,5 Mio.
EUR (Vorjahr 65,9 Mio. EUR) und 56,9 Mio. EUR (Vorjahr 74,7 Mio. EUR) im Bereich Systeme
für Nutzfahrzeuge investiert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und
Sachanlagen sind im Vergleich zu 2011 mit 159,8 Mio. EUR (Vorjahr 164,6 Mio. EUR)
konzernweit leicht gesunken. Die Region Europa trug hierbei mit 95,5 Mio. EUR den
größten Teil der Abschreibungen, gefolgt von Asien/Australien mit 33,9 Mio. EUR und
Amerika mit 30,4 Mio. EUR. Der mit 93,6 Mio. EUR (Vorjahr 97,7 Mio. EUR) größere Anteil
der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während
die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 60,6 Mio. EUR (Vorjahr 60,8
Mio. EUR) betrugen. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit 2012 war neben dem Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten
und Ersatzinvestitionen die Fortsetzung der Bautätigkeiten für neue Produktionsstätten
in Indien (Faridabad und Pune), USA (Westminster), Australien (Granville) und Brasilien
(Itupeva). ![]() Forschung und EntwicklungAls Technologiekonzern hat Knorr-Bremse seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
auch im Berichtsjahr in enger Abstimmung mit den Kunden ausgeweitet. Der Aufwand für
Forschung, Entwicklung und Projektierung lag im Berichtsjahr bei 249,7 Mio. EUR (Vorjahr
208,8 Mio. EUR) und macht 5,8 % (Vorjahr 4,9 %) vom Umsatz aus. Als weltweiter Technologieführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge
entwickelt Knorr-Bremse innovative Produkte, die sich durch Sicherheit, Qualität,
Zuverlässigkeit und hohen Kundennutzen auszeichnen. Dies gilt gleichermaßen für die
weiteren Produktbereiche von Schienenfahrzeugen (Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Fahrerassistenzsysteme,
Steuerungskomponenten sowie Bahnsteigtüren) und Nutzfahrzeugen (Fahrerassistenzsysteme,
Drehschwingungsdämpfer und weiteren Komponenten für den Antriebsstrang wie PBS und
Getriebesteuerung). Die umfassende Beherrschung von Elektronik, Pneumatik und Mechanik ist hierbei die
Grundlage des Markterfolgs von Knorr-Bremse. Diese Kenntnisse befähigen Knorr-Bremse,
seinen Kunden komplette Bremssysteme zu liefern. Der seit Jahren richtungsweisende
Trend zur Einführung innovativer System- und Modullösungen mit einer Tendenz zu sogenannten
mechatronischen Systemen verschafft Knorr-Bremse einen Wettbewerbsvorteil gegenüber
anderen Marktteilnehmern. Die erfolgreiche Umsetzung des Anspruchs, innovative Lösungen
für lokale Markt- und Kundenanforderungen zu realisieren und zum Nutzen der Kunden
ständig weiterzuentwickeln, wurde auch 2012 wieder durch zahlreiche Innovationen und
Auszeichnungen eindrucksvoll bestätigt. ![]() Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge lag ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten
2012 auf der Entwicklung innovativer Produkte für die BRIC-Staaten sowie der Staaten
im Nahen und Mittleren Osten. So wurde das Steuerventil KAB60 für Russland und die
GUS-Staaten, das bereits im Jahr 2011 erfolgreich abgenommen wurde, in ein komplettes
Bremssystem inkl. der Bremssteuerung für den Kunden Alstom Transportation integriert.
Die Komponenten wurden dabei für die besonderen Anforderungen von Temperaturen bis
-50 °C ertüchtigt. Diese werden in Frachtdoppellokomotiven des kasachischen Betreibers
Kazakhstan Temir Zholy erstmals in einem Land mit GOST-Standard eingesetzt. Weitere
wesentliche Neuentwicklungen waren ein schallgekapselter, ölfreier Kompressor zur
Lärmreduzierung bei langsamen Bremsgeschwindigkeiten und ein besonders flaches Klimasystem
der Knorr-Bremse Tochter Merak, das dem sehr beschränkten Einbauraum bei Metros Rechnung
trägt und sich zudem durch ein niedriges Geräuschniveau und eine einfache Überholbarkeit
auszeichnet. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge bildeten wie im Vorjahr die Produktnachfolgegenerationen
für ABS, EBS und ESP sowie die Weiterentwicklung der elektronisch geregelten Luftaufbereitung
(EAC2) die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten 2012. So wurden die Entwicklungen
TEBS G2.2 für Lkw-Anhänger für den Kunden Schmitz Cargobull sowie EBS7 und EAC2.5
für den Kunden Volvo erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit der nordamerikanischen
Knorr-Bremse Tochter Bendix wurde zudem eine neue Generation Videokameras für Fahrerassistenzsysteme
entwickelt. Diese wird auf dem europäischen Markt eingeführt, um für Kunden die Spurhalteassistenzfunktion
bei gleichzeitig reduzierter Baugröße noch robuster und kostengünstiger darzustellen. Dem regionalen Ansatz von Knorr-Bremse entsprechend, wurde auch 2012 der Anteil der
Entwicklungskapazität in Schwellenländern wie Indien und China weiter ausgebaut. So
wurde beispielsweise in Indien das Knorr-Bremse Technology Center India (TCI) gegründet,
das als Gemeinschaftsunternehmen beider Unternehmensbereiche Entwicklungsleistungen
für den Konzern erbringen wird. Insgesamt wurde die Anzahl der Mitarbeiter, die weltweit
im Bereich Forschung, Entwicklung und Projektierung tätig sind, gegenüber dem Vorjahr
leicht ausgebaut. PersonalDer Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2012 insgesamt 19.120 (17.539
exkl. Leasing) Mitarbeiter. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um
4,6 % (exkl. Leasing Rückgang um 3,3 %). In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2012 10.251 (9.766 exkl.
Leasing) gegenüber 10.442 (9.957 exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag
der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 53,6 % über dem Vorjahresniveau von 52,1
%. In Deutschland sank die Zahl der Mitarbeiter von 3.848 (3.587 exkl. Leasing) auf
3.750 (3.541 exkl. Leasing). Der Anteil der Arbeitnehmer in Deutschland stieg jedoch
von 19.2 % auf 19,6 %. Die Beschäftigtenzahl in der Region Amerika reduzierte sich
2012 und umfasste zum Jahresende 4.185 (4.011 exkl. Leasing) gegenüber 4.569 (4.363
exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der Anteil der Mitarbeiter in der Region fiel
von 22,8 % auf 21,9 %. In Asien/Australien sank die Mitarbeiterzahl von 5.039 (3.823
exkl. Leasing) auf 4.684 (3.762 exkl. Leasing) Mitarbeiter. Dabei reduzierte sich
auch der Mitarbeiteranteil in der Region auf 24,5 % gegenüber 25,1 % im Vorjahr. ![]() Bei der Anzahl der Mitarbeiter wurde in beiden Bereichen bei leichten Umsatzzuwächsen
ein Mitarbeiterabbau realisiert. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die
Mitarbeiterzahl von 11.083 (9.955 exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 10.840
(9.781 exkl. Leasing) zum Ende 2012 gesunken. Auch im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge
reduzierte sich die Mitarbeiterzahl von 8.636 (7.858 exkl. Leasing) Mitarbeitern im
Vorjahr auf 7.941 (7.422 exkl. Leasing) zum Jahresende 2012. Im Berichtsjahr waren die weitere Stärkung der Wahrnehmung von Knorr-Bremse als attraktiver
Arbeitgeber sowie die Entwicklung und Förderung von Talenten im Unternehmen wesentliche
Schwerpunkte der Personalarbeit. Im Rahmen der Initiative People Excellence (PEX)
wurden eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
umgesetzt. So haben Mitarbeiter in Deutschland u. a. die Möglichkeit, stunden- oder
tageweise von zu Hause per Telearbeit zu arbeiten oder eine mehrmonatige Auszeit in
Form eines Sabbaticals zu nehmen. Darüber hinaus wurde das Angebot an flexiblen Teilzeitmodellen
erweitert. Im Rahmen der Führungskräfteentwicklung wurden das globale Führungstraining
neu aufgesetzt, weltweit einheitliche Personalbeurteilungsprozesse mit dem Ziel einer
besseren Potenzialerkennung weiterentwickelt und Auswahlverfahren für junge Führungskräfte
neu gestaltet. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren persönlichen Einsatz
und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2012. Der Dank gilt ebenfalls den Belegschaftsvertretungen
für ihre konstruktive Zusammenarbeit. ![]() Engagement und NachhaltigkeitNachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung (Corporate Responsibility, CR) spielten
auch im Geschäftsjahr 2012 eine wesentliche Rolle und wurden weiter vorangetrieben. Im Berichtsjahr standen insbesondere die Überarbeitung der Unternehmenswerte Unternehmertum,
Zuverlässigkeit, Technologische Exzellenz, Leidenschaft und Verantwortung sowie darauf
aufbauender Leitlinien im Vordergrund der CR-Aktivitäten von Knorr-Bremse. In einer
CR-Policy wurden die Grundsätze und strategischen Ziele des verantwortungsvollen Handelns
definiert und Leitbilder festgeschrieben, die verdeutlichen, was der Konzern unter
CR und Nachhaltigkeit versteht. Darüber hinaus wurde ein weltweit verbindlicher Verhaltenskodex
(Code of Conduct) erarbeitet, der Leitlinien für ein Verhalten im Einklang mit gesetzlichen
und unternehmensinternen Regelungen enthält. Einen Schwerpunkt des Engagements im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung bildete
zudem die weitere Verankerung der internationalen Prinzipien des UN Global Compact
in die Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr wurde eine konzernweite Abfrage abgeschlossen,
die die Umsetzung der Prinzipien des Global Compact überprüfte. Ziel der Umfrage war
es festzustellen, welche Systeme und lokalen Ansätze zur Einhaltung von Arbeits-,
Umwelt- und Sozialstandards sowie der Menschenrechte implementiert sind und in welchen
Bereichen Ansatzpunkte zur Verbesserung bestehen. Auf dieser Grundlage wurden weiterführende
Maßnahmen definiert. Einige der Umfrageergebnisse hat Knorr-Bremse in seinem zweiten
Global-Compact-Fortschrittsbericht veröffentlicht. Wie in den Vorjahren unterstützte Knorr-Bremse auch im Jahr 2012 den seit Anfang 2005
bestehenden gemeinnützigen Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. und förderte dessen
Aktivitäten im Berichtsjahr mit 1,5 Mio. EUR. Der Schwerpunkt des Vereins lag auch
2012 auf Projekten, die durch Hilfe zur Selbsthilfe die Lebenssituation von in Not
geratenen Menschen nachhaltig verändern. So arbeitet der Verein beispielsweise in
Kenia in einem integrativen Landwirtschaftsprojekt daran, über die Vermittlung von
Know-how sowie hochwertigerem Pflanzen- und Saatgut die Ernährungssicherheit zu verbessern.
Dadurch können sich die Menschen vor Ort eine sichere Lebensgrundlage und eine hoffnungsvollere
Zukunft aufbauen. Knorr-Bremse Global Care e. V. wurde anlässlich der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember
2004 gegründet, um den Flutopfern effektiv und nachhaltig zu helfen. Im Berichtsjahr
wurden 46 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in insgesamt 23 Ländern realisiert. Die
Projekte werden ehrenamtlich und mit großem Engagement von Knorr-Bremse Mitarbeitern
betreut. Mit ausbezahlten Fördermitteln von mehr als 1,6 Mio. EUR durch Knorr-Bremse
Global Care e. V. wurden im Jahr 2012 rund 50.000 Menschen erreicht. NachtragsberichtNach dem Stichtag haben sich keine Sachverhalte ergeben, die wesentliche Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Knorr-Bremse Konzerns haben. Bericht über Risiken und ChancenDer Knorr-Bremse Konzern verfügt über ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges
Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem. Die Berichtsperioden und die Berichtsinhalte
sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen
zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft. Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagement-Reporting.
Es basiert auf einem Risikobericht, der im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sitzungen
in der Geschäftsführung sowie im Vorstand besprochen und mit Maßnahmen belegt wird.
Somit wird das operative Risikomanagement-System auf strategischer Ebene ergänzt.
In seiner Gesamtheit hat sich dieses Kontrollsystem als zuverlässiges Netz zur Früherkennung
und Korrektur von drohenden Fehlentwicklungen bewährt. Die Risikobetrachtung und deren Management sind auch ein wesentlicher Bestandteil
bei der Beschreibung, der Dokumentation und der kontinuierlichen Verbesserung der
betrieblichen Prozesse im gesamten Knorr-Bremse Konzern (Knorr Excellence-Modell). GeschäftsrisikenDer Knorr-Bremse Konzern ist in Geschäftssegmenten aktiv, die auf der Kundenseite
seit Jahren durch einen dynamischen Konzentrationsprozess gekennzeichnet sind. Der
daraus folgenden Nachfragemacht und dem entsprechenden Preisdruck begegnet Knorr-Bremse
mit innovativen Produkten und Systemen. Das Unternehmen empfiehlt sich damit für eine
nachhaltige Zusammenarbeit. Ziel ist es, kosteneffiziente Lösungen im Sinne der Kunden
zu erreichen. Das gelingt insbesondere bei frühzeitiger Einbindung in das jeweilige
Gesamtprojekt des Kunden. Die regionalen Nutzfahrzeug- und Eisenbahnmärkte folgen unregelmäßigen Zyklen. Markt-
oder Wachstumsschwankungen können einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betreffen.
Als weltweit tätiger Konzern ist Knorr-Bremse in besonderem Maße einer risikobehafteten
Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen
Länder und die weltweiten Handelsströme werden intensiv beobachtet, um die Absatzrisiken
möglichst gering zu halten. Die internationale Präsenz macht Knorr-Bremse zugleich
weitgehend unabhängig von regional begrenzten Krisen. Die weltweit zu verzeichnende
stärkere Volatilität der Nutzfahrzeugindustrie trifft auch Knorr-Bremse und wird weiter
beobachtet. Die sich verschlechternde Bonität von Kunden birgt das Risiko von Forderungsausfällen,
denen mit einem effektiven Forderungsmanagement entgegengetreten wird. Im Zuge des dynamischen Wachstums der vergangenen Jahre hat Knorr-Bremse zahlreiche
Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund integriert. Die finanziellen und
kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen typischerweise verbunden
sind, konnte Knorr-Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften
in engen Grenzen halten. Im Hinblick auf die Überwindung kultureller Barrieren hat
Knorr-Bremse in den vergangenen 20 Jahren mit zahlreichen Akquisitionen und mehrheitlich
geführten Joint Ventures wertvolle Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen
gesammelt. Diese Erfahrungen kommen bei weiteren möglichen Übernahmen positiv zum
Tragen und wurden in strukturierten Prozessen abgebildet. Knorr-Bremse steht mit seinen Systemen an der Spitze der technischen Entwicklung.
Daraus ergeben sich zugleich auch Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz
der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Hierfür hat Knorr-Bremse
umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren im routinemäßigen
Einsatz. Zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse orientiert sich Knorr-Bremse
an internationalen Standards. Die einzelnen Standorte lassen sich in diesem Zusammenhang
regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Bereiche arbeiten darüber hinaus mithilfe
des Knorr Excellence-Qualitätsprogramms (Quality First) trotz des bereits sehr hohen
Qualitätsniveaus intensiv daran, die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte kontinuierlich
weiter zu verbessern. Operative RisikenRisiken aus Produktionsausfällen sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll
abgesichert. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen ein effizientes Reagieren auf
unvorhergesehene kurzfristige Kapazitätsschwankungen. Knorr-Bremse pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern. Um
etwaige Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel zu vermeiden, die wiederum zu Produktionsstörungen
und nachfolgend zu Ertragseinbußen führen könnten, legt Knorr-Bremse großen Wert auf
eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten. Diese werden kontinuierlich einer technischen
und wirtschaftlichen Auditierung unterzogen. Insolvenzen von Geschäftspartnern stellen
in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ein weiteres Risiko dar, worauf unmittelbar
reagiert wird. Auf der Kundenseite kann es insbesondere im Erstausrüstergeschäft aufgrund des Auslaufens
von langfristigen Preisvereinbarungen und länger als erwartet andauernden Anschlussverhandlungen
in einem befristeten Zeitraum dazu kommen, dass Lieferungen ohne gültige Liefervereinbarung
getätigt werden. Hieraus können Preisdifferenzen und damit verbundene Risiken entstehen.
Des Weiteren können sich aufgrund vertraglicher Pflichten Garantierisiken ergeben.
Ein systematisches Vertragsmanagement zur Kontrolle dieser Risiken wird durch entsprechende
Knorr Excellence-Prozesse sichergestellt. Das Risiko aus Währungsschwankungen ist insgesamt für den Knorr-Bremse Konzern nicht
von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten
Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen
Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen
zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße
Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Selektiv
werden auch derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich
der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie,
in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich
für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser
Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Knorr Excellence-Prozesses. Grundsätzlich werden Preisänderungsrisiken von Rohstoffen, die für Knorr-Bremse relevant
sind, in angemessenem Umfang mit derivativen Instrumenten abgesichert, sofern diese
Preisänderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben
können. Für Stahl und Aluminium sind Basissicherungen für einen Teil des Risikos vorgenommen
worden. Die Geschäftsprozesse im Knorr-Bremse Konzern werden durch leistungsfähige und moderne
IT-Systeme unterstützt. Zur Vermeidung von Störungen legt Knorr-Bremse besonderes
Gewicht auf die Vereinheitlichung der Hard- und Software-Landschaft, die Integrität
und die Sicherung der Datenbestände, anforderungsgerechte Backup-Lösungen sowie die
Steuerung der Zugriffsberechtigung. Mithilfe von internen und externen Audits an allen
wesentlichen Standorten weltweit wird die Einhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien
umfassend überprüft. Das Corporate Data Center in München entspricht den höchsten
Anforderungen (Industriestandard) hinsichtlich Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Auf dieser Basis werden auch die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration
aller, insbesondere auch der neuen Standorte weiter verbessert. Um den steigenden Anforderungen im Umweltschutz gerecht zu werden, orientiert sich
Knorr-Bremse weltweit am Standard ISO 14001. Der überwiegende Anteil der Standorte
ist entsprechend zertifiziert beziehungsweise bereits rezertifiziert. In Asien, aber auch in den übrigen Regionen, erschweren Imitationen und Produktpiraterie
das Geschäft im Nutz- und Schienenfahrzeugbereich. Demgegenüber steht die technische
Kompetenz von Knorr-Bremse, die aufgrund der sicherheitskritischen Anwendungen der
Produkte weltweit von den Kunden anerkannt und geschätzt wird. In dem Hochtechnologieumfeld, in dem die Produkte von Knorr-Bremse eingesetzt werden,
besteht das Risiko des Erreichens von physischen Grenzen bei der Produktanwendung.
Darüber hinaus stellt die zunehmende Integration von Produktionsstätten in Schwellenländern
die Sicherstellung der Produkt- und Prozessqualität vor erhöhte Herausforderungen.
Auch hier sichert eine konsequente Anwendung der entsprechenden Knorr Excellence-Prozesse
die hohe Zuverlässigkeit der angebotenen Systeme. Die sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren
Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen
wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Auch für
die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet. AusblickKnorr-Bremse geht auch für die kommenden zwei Jahre von fortgesetzten Schwankungen
in den weltweiten Märkten aus. Regional werden sich die Märkte voraussichtlich weiterhin
unterschiedlich entwickeln. Sowohl in Europa als auch in den USA verhindern hohe Staatsverschuldungen
und die Sparpolitik vieler Länder wesentliche Wachstumsimpulse. Für die Schwellenländer,
insbesondere in Südamerika und Asien, wird zwar weiterhin ein überproportionales Wachstum
erwartet, mit jedoch erheblich niedrigeren Wachstumsraten als in den Vorjahren. Vor diesem Hintergrund wird global ein weiterhin gemäßigtes Wirtschaftswachstum erwartet,
das hohen Risiken und Unsicherheiten in den regionalen Märkten ausgesetzt sein wird.
Die asiatischen Schwellenländer werden voraussichtlich auch 2013 und 2014 den größten
Beitrag zum weltweiten Wirtschaftswachstum leisten. Chancen bestehen in den industrialisierten
Ländern in einer Einigung auf nachhaltige Maßnahmen zur Lösung der Staatsschuldenkrise,
die eine Lockerung der zurückhaltenden Investitionspolitik vieler Unternehmen in diesen
Ländern bewirken und damit einen zusätzlichen globalen Wachstumsschub auslösen könnten. In Europa wird für den Markt für Schienenfahrzeuge derzeit ein weitgehend stabiles
Marktumfeld für die kommenden zwei Jahre erwartet. Während in den Ländern Spanien,
Portugal und Italien die Wirtschaftskrise negative Auswirkungen zeigt, weist Deutschland
in den unterschiedlichen Marktsegmenten ein stabiles Beschaffungsvolumen auf hohem
Niveau auf. Aus Russland, Großbritannien und Südafrika, das im Konzern ebenfalls zur
Region Europa gezählt wird, werden durch geplante Investitionen in verschiedenen Schienenverkehrsprojekten
Wachstumsimpulse erwartet. Die aufstrebende Region des Nahen und Mittleren Ostens
wird aufgrund des geplanten Ausbaus der Schieneninfrastruktur weiter in den Fokus
rücken. Im europäischen Nutzfahrzeuggeschäft wird für die Jahre 2013 und 2014 von einer rückläufigen
Marktentwicklung ausgegangen. Das Jahresvolumen produzierter Nutzfahrzeuge wird im
Jahr 2013 voraussichtlich leicht unter Vorjahresniveau liegen. Im Geschäftsjahr 2013
liegt die größte Herausforderung für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge in Europa
in der weiterhin erhöhten Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, die sich
durch die starke Konjunkturabhängigkeit des Nutzfahrzeugsektors in der Auftragsentwicklung
widerspiegelt. Um der gestiegenen Volatilität des Markts zu begegnen, werden u. a.
die Aktivitäten in zukunftsträchtigen Märkten wie beispielsweise Russland, China und
Indien ausgeweitet, die teilweise aus Europa beliefert werden und somit zur Stabilisierung
der Region beitragen. Darüber hinaus soll das Geschäft durch eine selektive Erweiterung
der Geschäftsfelder mittelfristig ausgeweitet werden. Bei allen Wachstumsprojekten
stehen die Steigerung des Kundennutzens und die Technologieführerschaft im Mittelpunkt,
wobei der Qualität und Zuverlässigkeit aller Produkte oberste Priorität beigemessen
wird. Im Schienenfahrzeugmarkt in Nordamerika rechnet Knorr-Bremse 2013 und 2014 im Erstausrüstermarkt
mit unterschiedlichen Entwicklungen im Fracht- und Personenverkehr. Im Bereich Güterwagen
wird aktuell mit einem Rückgang der produzierten Einheiten gerechnet, wofür die weltweit
sinkende Nachfrage nach Rohstoffen und eine längere Nutzung der vorhandenen Flotten
ausschlaggebend sind. Im Bereich der Lokomotiven wird mit einer stabilen Entwicklung
der Beschaffungsvolumina gerechnet. Im Personennahverkehr werden wichtige Ausbau-
und Modernisierungsprojekte wie z. B. in San Francisco oder New York City vorangetrieben,
so dass in diesem Bereich von einer positiven Marktentwicklung in den kommenden Jahren
ausgegangen wird. Im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt wird für 2013 von einer leichten Abschwächung
ausgegangen, wobei durch notwendige Ersatzbeschaffungen 2014 Chancen für Wachstumsimpulse
bestehen. Für das Nachmarktgeschäft wird in den Folgejahren in der Region ein Wachstum
erwartet, das einen Ausgleich für das sich abschwächende Erstausrüstergeschäft darstellen
kann. Darüber hinaus wird in Nordamerika die Einführung einer Vorschrift zur Ausstattung
von Lkws mit Stabilitätstechnologien erwartet, die im Jahr 2015 oder 2016 in Kraft
treten wird. Aufgrund dieser Vorschrift bieten sich weiterhin Wachstumschancen für
den Markt von Stabilitätsprogrammen wie beispielsweise die ESP-Systeme von Knorr-Bremse
bzw. Bendix. In der Region Südamerika wird auf dem Schienenfahrzeugmarkt nach dem starken Rückgang
des Schienengüterverkehrs 2012 in den Folgejahren mit einer Stagnation der Nachfrage
nach Güterwagen und Lokomotiven gerechnet. Durch die Verschiebung von geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken
in Argentinien, Venezuela und Brasilien verzögern sich die Wachstumsaussichten in
diesem Sektor um mehrere Jahre. Im Personenverkehr findet ein weiterer Ausbau verschiedener
kleinerer und mittlerer Nahverkehrssysteme statt, wobei 2013 das Vorjahresniveau nicht
erreicht wird. Für die Lkw-Produktion wird in Südamerika 2013 im Vergleich zu 2012 mit einer leichten
Erhöhung der Zahl produzierter Einheiten gerechnet. Einen positiven Wachstumseffekt
für die kommenden Jahre hat die gesetzliche Einführung von ABS in Nutzfahrzeugen in
Brasilien. In der Region Asien/Australien wird im Schienenfahrzeugbereich für die Jahre 2013
und 2014 eine regional differenzierte Entwicklung gesehen. In China wird für den Markt
im Segment des Personennahverkehrs mit einem weiteren leichten Wachstum gerechnet.
Die Entwicklung des Hochgeschwindigkeits-, Intercity- und Frachtverkehrs ist jedoch
aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Entwicklung und des Regierungswechsels noch
mit Unsicherheiten behaftet. Für die Märkte in Indien und Südostasien wird ein weiteres
Wachstum erwartet, während für Japan, Korea und Australien mit einer stabilen Marktsituation
gerechnet wird. Im Nutzfahrzeugmarkt wird in der Region für 2013 und 2014 gesamthaft ein moderater
Anstieg der Lkw-Produktion erwartet. In China wird nach dem starken Rückgang der Lkw-Produktion
2012 für die Folgejahre von einer leichten Erholung ausgegangen. Das Marktniveau bleibt
jedoch weiterhin unter der durch staatliche Subventionen beeinflussten Rekordproduktion
im Jahr 2010. Der Nutzfahrzeugmarkt in Indien wird sich voraussichtlich ebenfalls
erholen, während in Japan mit einer stabilen Marktentwicklung gerechnet wird. Knorr-Bremse geht für die nächsten beiden Jahre auf Basis der dargestellten regionalen
Rahmenbedingungen von einer stabilen Umsatzentwicklung in einem weiterhin von Unsicherheiten
geprägten Marktumfeld aus. Insbesondere die aufgezeigten, differenzierten Risiken
für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft werden die regionale Entwicklung beeinflussen.
Unter der Prämisse, dass sich die Konjunktur nicht weiter verschlechtert, geht Knorr-Bremse
ebenfalls von einer stabilen Ergebnisentwicklung aus. Auf Basis der für den Konzern
getroffenen Annahmen ist auch für die Knorr-Bremse AG davon auszugehen, dass sich
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Abhängigkeit ihrer Beteiligungserträge
weiterhin stabil entwickeln wird. Knorr-Bremse wird seine auf einen langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Firmenpolitik
auch in den kommenden Jahren vorantreiben und insbesondere die eingeleiteten Schritte
zum Ausbau der Kapazitäten in Regionen mit wachsender Nachfrage weiterführen. Hierzu
gehören beispielsweise eine intensive Marktbearbeitung in den BRIC-Staaten sowie die
Einführung innovativer Produkte und eine selektive Erweiterung der Geschäftsfelder.
Die Steigerung des Kundennutzens und die Technologieführerschaft stehen hierbei nach
wie vor im Mittelpunkt. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft,
München, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die
Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über
den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
München, den 1. März 2013 KPMG AG scroll
Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2012 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften beschäftigt.Dabei wurden neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche
Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber
hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie
durch mündliche und schriftliche Berichte unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge
und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund
gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte
entschieden. Die der Entscheidung des Aufsichtsrats zugrunde liegenden Informationen
und Analysen wurden zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Um
den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes an die Corporate-Governance-Regeln
zu genügen, wurde unterjährig eine zweite Sitzung des Bilanzausschusses abgehalten.
In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung
des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems
und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst. Der Knorr-Bremse Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz auf 4,30 Mrd.
EUR leicht steigern (Vorjahr 4,24 Mrd. EUR). Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge
glich Rückgänge in den Regionen Europa, Südamerika und Asien/Australien mit einer
starken Entwicklung in Nordamerika aus. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge partizipierte
insbesondere in Nordamerika und Japan von einer positiven Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte
und konnte leichte Rückgänge in den Regionen Europa und Südamerika überkompensieren. Zur Absicherung der zukünftigen Unternehmensentwicklung hat Knorr-Bremse auch 2012
am Ausbau und der strategischen Weiterentwicklung der Produktionsstandorte festgehalten.
So konnte im Berichtsjahr ein neues Werk für Systeme für Schienenfahrzeuge in Buccinasco
(Italien) in Betrieb genommen werden. Des Weiteren wurden an fünf Standorten Bauaktivitäten
für neue Werke begonnen bzw. fortgesetzt: in Pune (Indien) für den Bereich Systeme
für Nutzfahrzeuge, in Faridabad (Indien), Westminster (USA) und Granville (Australien)
für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge sowie in Itupeva (Brasilien) für beide
Geschäftsbereiche. Neben dem organischen Wachstum standen auch im vergangenen Jahr gezielte Akquisitionen
und Joint Ventures zur Optimierung des Produktportfolios im Fokus der Konzernstrategie.
Im Schienenfahrzeugbereich führte die Übernahme von weiteren 25 % am Joint Venture
Icer Rail S.L. in Pamplona (Spanien) zu einer Stärkung des Produktbereichs Reibmaterial.
Seit der Erhöhung hält die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sociedad Española de Frenos,
Calefacción y Señales S.A., Getafe (Spanien), ebenso wie der zweite Anteilseigner
Berkshire Rail S.L., Pamplona (Spanien), 50 % der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen.
Die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica Scientifica S.p.A., Buccinasco
(Italien), hat den Bereich Leistungselektrik durch die Übernahme der verbliebenen
Anteile am Spezialwiderstandhersteller Heine Resistors GmbH, Dresden (Deutschland),
weiter verstärkt. Zudem hat das Unternehmen Rheinmetall Simulation Australia Pty.
Ltd., Adelaide (Australien), mit der Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sydac Pty. Ltd.,
Adelaide (Australien), einen Vertrag zur Übernahme ihres Geschäftsbereichs der Fahrsimulatoren
für Wehrtechnik mit Wirkung zum 1. Februar 2013 abgeschlossen. Mit dieser Veräußerung
trennt sich Knorr-Bremse von einem Bereich, der kein strategisches Handlungsfeld des
Konzerns darstellt. Des Weiteren haben beide Unternehmensbereiche das Knorr-Bremse
Technology Center India Private Ltd., Pune (Indien), als Gemeinschaftsunternehmen
zwischen der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München (Deutschland), und
der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München (Deutschland), gegründet.
Gegenstand der Gesellschaft ist das Erbringen von Entwicklungsleistungen für die Muttergesellschaften. Auch bei steigendem Umsatzvolumen hatte die Sicherstellung höchster Qualität in allen
Produkten, Prozessen und Strukturen weiterhin oberste Priorität. Dies wurde nicht
nur durch die konzernweiten Qualitätsprozesse, sondern auch durch die gezielte Förderung
von Mitarbeitern gewährleistet. So startete im Berichtsjahr am Standort für Systeme
für Nutzfahrzeuge in Liberec (Tschechische Republik) das neue Trainingscenter "Value
Stream Academy" für beide Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Akademie fördert Verbesserungen
über den gesamten Wertstrom hinweg und verankert die dafür notwendigen theoretischen
Grundlagen bei den Knorr-Bremse Mitarbeitern. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss
2012 mit Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung
als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft
und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 1. März 2013 versehen
worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht, den Vorschlag
über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht
seinerseits geprüft. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. In seiner Sitzung
am 8. März 2013 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2012 gebilligt; er ist damit
festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der
Aufsichtsrat an. Der Konzernabschluss wurde ebenfalls gebilligt. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 22. Februar 2013 sowie
an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 8. März 2013 teilgenommen, über die wesentlichen
Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach §
312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen
Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften
die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands
und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände. Am 16. März 2012 ist Herr Dr. Kurt Kiethe aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat der
Knorr-Bremse AG auf Arbeitgeberseite ausgeschieden. Herr Dr. Kiethe war als Mitglied
des Aufsichtsrats sowohl der Knorr-Bremse AG als auch der Knorr-Bremse Systeme für
Schienenfahrzeuge GmbH tätig. Zuvor war er bereits Mitglied im Aufsichtsrat der Süddeutschen
Bremsen AG und der Knorr-Bremse KG. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der
Aufsichtsrat herzlich bei Herrn Dr. Kiethe für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit
bei der Entwicklung der Unternehmensgruppe. Anstelle von Herrn Dr. Kiethe ist am 16. März 2012 Herr Dr.-Ing. Michael Buscher auf
der Arbeitgeberseite in die Aufsichtsräte der Knorr-Bremse AG und der Knorr-Bremse
Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH eingetreten. Herr Dr. Buscher verfügt über langjährige
Erfahrungen im Bereich Schienenverkehr und wird Knorr-Bremse in den kommenden Jahren
mit seiner umfangreichen technischen und unternehmerischen Expertise in den verschiedenen
Gremien begleiten. Am 9. November 2012 ist zudem Herr Dr. Horst Zimmer aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat
der Knorr-Bremse AG auf Arbeitgeberseite ausgeschieden. Herr Dr. Zimmer war seit 1999
als Mitglied des Aufsichtsrats sowohl der Knorr-Bremse AG als auch der Knorr-Bremse
Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH tätig. Durch seine große Erfahrung und sein ausgeprägtes
unternehmerisches Denken hat Herr Dr. Zimmer die Entwicklung von Knorr-Bremse in dieser
Zeit mit großem Engagement begleitet und durch grundsätzliche strategische Richtungsentscheidungen
maßgeblich mitgeprägt. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat
herzlich bei Herrn Dr. Zimmer für die langjährige Mitarbeit in diesen Gremien und
wird ihm weiterhin verbunden bleiben. Als Ersatz für Herrn Dr. Zimmer ist am 9. November 2012 Herr Hans-Georg Härter auf
der Arbeitgeberseite in die Aufsichtsräte sowohl der Knorr-Bremse AG als auch der
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH eingetreten. Herr Härter verfügt durch
seine langjährige Tätigkeit in der Automobilzulieferindustrie über einen außerordentlich
breiten Erfahrungsschatz im gesamten Bereich der Unternehmensführung und wird die
Unternehmensgruppe zukünftig durch seine Mitarbeit in den verschiedenen Gremien unterstützen.
München, den 8. März 2013 Der Aufsichtsrat Heinz Hermann Thiele, Vorsitzender |
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