Knorr-Bremse Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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  Konzernanhang 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (3) 139.922 189.338
Sachanlagen (4) 618.397 568.168
Finanzanlagen (5) 69.227 70.816
Anlagevermögen   827.546 828.322
Vorräte (6) 270.411 289.784
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7) 663.928 695.183
Sonstige Vermögensgegenstände (7) 100.237 109.341
Sonstige Wertpapiere   15 18
Flüssige Mittel (8) 683.856 532.378
Umlaufvermögen   1.718.447 1.626.704
Rechnungsabgrenzungsposten (9) 15.507 12.337
Aktive latente Steuern (10) 53.533 63.030
Bilanzsumme   2.615.033 2.530.393

Passiva

     
  Konzernanhang 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Gezeichnetes Kapital (11) 67.600 67.600
Kapitalrücklage (12) 153 153
Gewinnrücklagen (13) 535.515 431.730
Konzerngewinn (25) 241.018 263.924
Anteile anderer Gesellschafter   150.921 138.968
Eigenkapital   995.207 902.375
Rückstellungen für Pensionen (14) 202.202 199.667
Übrige Rückstellungen (15) 720.992 643.291
Rückstellungen   923.194 842.958
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   132.915 135.394
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   471.346 514.410
Übrige Verbindlichkeiten   90.022 132.382
Verbindlichkeiten (16) 694.283 782.186
Rechnungsabgrenzungsposten   2.349 2.874
Bilanzsumme   2.615.033 2.530.393

Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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  Konzernanhang 2012
TEUR
2011
TEUR
Umsatzerlöse   4.300.108 4.240.797
Bestandsveränderungen   (13.005) 11.756
Andere aktivierte Eigenleistungen   466 395
Gesamtleistung   4.287.569 4.252.948
Sonstige betriebliche Erträge (18) 126.408 191.467
Materialaufwand (19) (2.200.257) (2.211.723)
Personalaufwand (20) (861.463) (804.816)
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (21) (159.840) (164.619)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (22) (724.678) (761.040)
Finanzergebnis (23) (4.280) (4.127)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   463.459 498.090
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (24) (168.432) (168.794)
Jahresüberschuss (25) 295.027 329.296
Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter   40.220 38.198

Kapitalflussrechnung des Konzerns nach DRS 2

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den flüssigen Mitteln und Wertpapieren des Konzerns zusammen.

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 295.027 329.296
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 159.840 164.625
Zunahme der Rückstellungen 87.846 110.699
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2.032 (25.542)
Abnahme (Vj. Zunahme) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 53.156 (70.092)
Abnahme (Vj. Zunahme) der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (81.460) 33.315
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 516.441 542.301
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (8.375) (10.472)
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 154 854
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (157.428) (148.391)
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.842 36.669
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (3.662) (6.855)
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.089 592
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (7.836) (52.423)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (170.216) (180.026)
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 210 114
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (184.933) (177.415)
Einzahlungen aus Aufnahme von Finanzkrediten 8.090 59.463
Auszahlungen aus Tilgung von Finanzkrediten (10.138) (36.938)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (186.771) (154.776)
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds (7.979) 12.018
Veränderung des Finanzmittelfonds 151.475 219.517
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 532.396 312.879
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 683.871 532.396

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Zinsen von TEUR 5.832 (Vorjahr TEUR 7.588) gezahlt und Zinsen von TEUR 10.323 (Vorjahr TEUR 11.759) erhalten. An Ertragsteuern wurden in 2012 TEUR 116.251 TEUR (Vorjahr 111.577) gezahlt und TEUR 6.893 (Vorjahr TEUR 12.760) aus Erstattungen erhalten

Segmentinformationen gemäß DRS 3

Knorr-Bremse berichtet im Rahmen der Segmentberichterstattung nach DRS 3 über drei berichtspflichtige Segmente. Die Segmentunterteilung basiert auf den Aktivitäten des Konzerns in den drei großen geografischen Regionen, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur zugrunde liegen. Die operativen Segmente umfassen die drei Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, in denen unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen gegeben sind. In allen drei Regionen ist der Knorr-Bremse Konzern mit seinen wesentlichen Produkten Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge vertreten.

Auf eine Darstellung der Schulden und Zinsen nach Regionen wird verzichtet, da die konzernweite Steuerung dieser Positionen zentral durch die Konzernmutter erfolgt und nicht auf Entscheidungen der jeweiligen Regionen im Zusammenhang mit ihrem operativen Geschäft beruht.

Es gelten die üblichen zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Preise.

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Geschäftsjahr 2012 Werte
in TEUR
Europa Amerika Asien/ Australien Knorr-Bremse Konzern
Umsatzerlöse der Regionen 2.490.622 1.140.399 1.075.696 4.706.717
davon Umsatzerlöse mit Dritten 2.181.783 1.070.857 1.047.468 4.300.108
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 308.839 69.542 28.228 406.609
Jahresüberschuss 145.535 64.340 85.152 295.027
Ertragsteueraufwand 83.086 36.732 48.614 168.432
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 78.399 62.480 24.924 165.803
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 95.500 30.390 33.950 159.840
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (845) 188 0 (657)
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 30 0 0 30
Vermögen 1.305.541 589.035 720.457 2.615.033
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Geschäftsjahr 2011 Werte
in TEUR
Europa Amerika Asien/ Australien Knorr-Bremse Konzern
Umsatzerlöse der Regionen 2.582.660 1.064.929 1.078.656 4.726.245
davon Umsatzerlöse mit Dritten 2.169.485 1.020.007 1.051.305 4.240.797
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 413.175 44.922 27.351 485.448
Jahresüberschuss 173.881 76.043 79.372 329.296
Ertragsteueraufwand 89.130 38.979 40.685 168.794
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 85.307 38.086 35.471 158.864
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 76.145 33.269 55.205 164.619
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (200) 0 0 (200)
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 19 0 0 19
Vermögen 1.235.951 602.726 691.716 2.530.393
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Geschäftsjahr 2012 Werte
in TEUR
Umsatzerlöse Investitionen (ohne Finanzanlagen) Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) Vermögen
Systeme für Schienenfahrzeuge 2.216.856 79.521 93.618 1.518.510
Systeme für Nutzfahrzeuge 2.098.185 56.914 60.582 1.187.806
Sonstige/Konsolidierungen (14.933) 29.368 5.640 (91.283)
Knorr-Bremse Konzern 4.300.108 165.803 159.840 2.615.033
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Geschäftsjahr 2011 Werte
in TEUR
Umsatzerlöse Investitionen (ohne Finanzanlagen) Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) Vermögen
Systeme für Schienenfahrzeuge 2.186.898 65.932 97.738 1.476.974
Systeme für Nutzfahrzeuge 2.068.223 74.686 60.776 1.136.804
Sonstige/Konsolidierungen (14.324) 18.246 6.105 (83.385)
Knorr-Bremse Konzern 4.240.797 158.864 164.619 2.530.393

Auf eine Darstellung der Schulden und Zinsen nach Regionen wird verzichtet, da die konzernweite Steuerung dieser Positionen zentral durch die Konzernmutter erfolgt und nicht auf Entscheidungen der jeweiligen Regionen im Zusammenhang mit ihrem operativen Geschäft beruht.

Es gelten die üblichen zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Preise.

Konzern-Eigenkapitalspiegel nach DRS 7

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Konzern-Eigenkapitalspiegel 2012 Werte
in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Anteile anderer Gesellschafter Knorr-Bremse Konzern
Stand 31.12.2011 67.600 153 431.730 263.924 138.968 902.375
Dividendenzahlung       (156.000) (28.933) (184.933)
Jahresüberschuss 2012       254.807 40.220 295.027
Einstellung in Gewinnrücklagen     121.713 (121.713)   0
Währungsveränderungen     (5.583)   (5.572) (11.155)
Übrige Veränderungen     (12.345)   6.238 (6.107)
Stand 31.12.2012 67.600 153 535.515 241.018 150.921 995.207
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Konzern-Eigenkapitalspiegel 2011 Werte
in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Anteile anderer Gesellschafter Knorr-Bremse Konzern
Stand 31.12.2010 67.600 153 313.008 262.556 110.544 753.861
Dividendenzahlung       (156.000) (21.415) (177.415)
Jahresüberschuss 2011       291.098 38.198 329.296
Einstellung in Gewinnrücklagen     133.730 (133.730)   0
Währungsveränderungen     (1.371)   1.031 (340)
Übrige Veränderungen     (13.637)   10.610 (3.027)
Stand 31.12.2011 67.600 153 431.730 263.924 138.968 902.375

Im Konzerneigenkapital sind Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -6.859 enthalten, davon entfallen TEUR -846 auf Anteile anderer Gesellschafter.

Die übrigen Veränderungen bei den Anteilen anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus dem Zukauf vormaliger Minderheiten-Anteile an der Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland. Zum Stichtag hält der Konzern nach dem Zukauf eine Beteiligung von 100 %.

Konzernanhang

1 Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss wird gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzender gesetzlicher Regelungen erstellt. Der Konzernabschluss ist in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert.

Bilanzierung und Bewertung

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode werden von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen beibehalten.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Bei den deutschen Konzerngesellschaften werden Zugänge vor dem Januar 2008 und nach dem Januar 2009 überwiegend nach der degressiven Methode abgeschrieben. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den jeweils landesspezifischen steuerlichen Grundsätzen höchstmöglich abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und übrige Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten für Material und Lohn sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Forderungen sind zum Nominalwert, vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen sind auf den Barwert abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, dem Barwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Fremdwährungspositionen werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungspositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Kurssicherungen und Optionsgeschäfte werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente, die für Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte sowie für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen abgeschlossen wurden, werden, soweit möglich, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde von den Beibehaltungswahlrechten des Art. 67 Abs. 1 S. 2, Abs. 3 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Rückstellungszuführungen erfolgen unter Anwendung der Nettomethode.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis realistischer Annahmen gebildet. Künftige Gehaltserhöhungen und künftige Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnung einbezogen worden. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2005 G). Folgende Parameter wurden für die Berechnung der Pensionsrückstellungen in Deutschland zugrunde gelegt:

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Zinssatz: 5,06 % p. a.
Gehaltsdynamik: 3,00 % p. a.
Rententrend: 1,50 % p. a.

Die Bestimmung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen unserer ausländischen Gesellschaften sind durch Rückstellungen abgedeckt, die nach ähnlichen Grundsätzen wie im Inland ermittelt wurden. Lediglich in den Vereinigten Staaten von Amerika sind die Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nicht unwesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Hier wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet und der Berechnung ein Zinssatz von 5,90% zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Knorr-Bremse AG 20 inländische und 99 ausländische Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die Knorr-Bremse AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Die Beteiligungen an einem inländischen Unternehmen und einem ausländischen Unternehmen werden im Konzernabschluss als Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden acht ausländische Tochtergesellschaften nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zwei inländische Gesellschaften werden nicht als assoziierte Unternehmen ausgewiesen, sondern zu Anschaffungskosten angesetzt.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden folgende Gesellschaften gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

Knorr-Bremse Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland

Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland

Knorr-Bremse Technology Center India Private Limited, Pune/Indien

Nachfolgende Gesellschaft wurde umfirmiert:

Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China

(vormals Merak Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China)

Folgende Gesellschaften wurden fusioniert bzw. verkauft:

Gorilla Brake & Components, Inc., Brantford, Ont./Kanada

ITERIS Europe GmbH, Bietigheim-Bissingen/Deutschland

Stahlwerk Volmarstein GmbH, Wetter (Ruhr)/Deutschland

Somit hat sich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr um eine inländische und eine ausländische Gesellschaft erweitert In einer Anteilsübersicht auf den nachfolgenden Seiten sind im Einzelnen die verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen aufgeführt.

Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die Bilanzsumme hat sich durch die neu konsolidierten Gesellschaften nicht geändert.

Konsolidierungsgrundsätze

Bis 31. Dezember 2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode. Dabei erfolgte eine Verrechnung der Buchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung bei Tochtergesellschaften nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Wert angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein sich dabei ergebender aktiver Unterschiedsbetrag (Firmenwert) wird in Übereinstimmung mit den DRS-Standards seit dem Jahr 2002 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung betriebswirtschaftlicher Überlegungen über die planmäßige Nutzungsdauer, die im Konzern maximal zwanzig Jahre beträgt. Die betrieblichen Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden anhand der längerfristig und strategisch ausgerichteten Geschäftsmodelle der Tochtergesellschaften bestimmt.

Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und DRS-Standards nach Möglichkeit im Jahr des Entstehens erfolgswirksam aufgelöst.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert, wobei grundsätzlich ein Geschäfts- oder Firmenwert in den Anschaffungskosten der Beteiligungen ausgewiesen wird. Konsolidierungszeitpunkt für vor dem Januar 2010 erworbene assoziierte Unternehmen war der Erwerbszeitpunkt oder der Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Konsolidierung ab dem Zeitpunkt des Erwerbs.

Der auf den Knorr-Bremse Konzern entfallende Anteil am Jahresergebnis der nach dieser Methode konsolidierten Unternehmen einschließlich der Abschreibung des Firmenwerts wird in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis gezeigt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aus den konzerninternen Lieferungen und Leistungen resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Währungsumrechnung

Die Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Unternehmen sind, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet worden. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde im Konzerneigenkapital erfasst und unter dem Konzerneigenkapitalspiegel vermerkt.

Steuerabgrenzung

Steuerlatenzen nach § 274 und § 306 HGB, die aufgrund temporärer Abweichungen zwischen dem Ansatz in der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und dem Ansatz in der Konzernbilanz einschließlich der Abweichungen aus Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aus Konsolidierungsvorgängen entstehen, werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, soweit möglich, saldiert ausgewiesen. In den an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung angepassten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften ("Handelsbilanzen II") wird von der Aktivierung latenter Steuerentlastungen in Einzelfällen Gebrauch gemacht. Dabei wird jeweils der Steuersatz zugrunde gelegt, der nach aktueller Rechtslage im Zeitpunkt der Steuerentlastung zu erwarten ist.

Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgt in Einzelfällen, soweit die Realisierung der Steueransprüche im Einzelfall hinreichend wahrscheinlich ist. An jedem Abschlussstichtag wird der Buchwert der aktiven latenten Steuern auf seine Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls berichtigt.

2 Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Die Zugänge bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 192.655. Darin sind Investitionen in Höhe von TEUR 165.803 enthalten.

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Werte
in Tausend EUR
Vortrag 1.1.2012*) Zugänge*) Umbuchungen*) Abgänge*) Währungsunterschied*) Stand 31.12.2012*)
Gewerbliche Schutzrechte 275.195 17.026 4.684 (503) (2.411) 293.991
Firmenwerte 294.110 643 0 0 (1.366) 293.387
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 569.305 17.669 4.684 (503) (3.777) 587.378
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 310.874 5.716 2.818 (559) 377 319.226
Technische Anlagen und Maschinen 510.610 27.564 22.934 (23.696) (1.707) 535.705
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 437.306 43.649 12.063 (11.931) (3.561) 477.526
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 76.744 98.057 (42.499) (600) (3.318) 128.384
Sachanlagen 1.335.534 174.986 (4.684) (36.786) (8.209) 1.460.841
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.834 800 0 (94) (74) 7.466
Assoziierte Unternehmen 4.326 0 0 (875) 0 3.451
Übrige Finanzanlagen 78.532 2.809 0 (2.308) (1.847) 77.186
Finanzanlagen 89.692 3.609 0 (3.277) (1.921) 88.103
Anlagevermögen 1.994.531 196.264 0 (40.566) (13.907) 2.136.322
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Werte
in Tausend EUR
Aufgelaufene Abschreibungen Nettowerte 31.12.2012 Nettowerte 31.12.2011 Abschreibungen des Geschäftsjahrs
Gewerbliche Schutzrechte (222.940) 71.051 75.882 (18.870)
Firmenwerte (224.516) 68.871 113.456 (45.421)
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (447.456) 139.922 189.338 (64.291)
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (132.368) 186.858 185.916 (7.473)
Technische Anlagen und Maschinen (341.567) 194.138 197.178 (47.695)
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (362.297) 115.229 114.177 (40.120)
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (6.212) 122.172 70.897 (261)
Sachanlagen (842.444) 618.397 568.168 (95.549)
Anteile an verbundenen Unternehmen (2.794) 4.672 4.041 0
Assoziierte Unternehmen 0 3.451 4.326 0
Übrige Finanzanlagen (16.082) 61.104 62.449 0
Finanzanlagen (18.876) 69.227 70.816 0
Anlagevermögen (1.308.776) 827.546 828.322 (159.840)

*) bewertet zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

3 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Position umfasst vorwiegend erworbene Firmenwerte, Patente, Namensrechte sowie EDV-Software. Die wesentlichen Zugänge entfallen auf EDV-Software sowie Firmenwerte.

Ein sich ergebender Firmenwert wird über maximal zwanzig Jahre planmäßig abgeschrieben. Andere immaterielle Vermögensgegenstände werden über drei bis zehn Jahre planmäßig abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde eine außerplanmäßige Wertberichtigung auf die Firmenwerte der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge Ibero Holding GmbH, München/Deutschland, in Höhe von Mio. EUR 18,7 vorgenommen.

Alle aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben eine begrenzte Nutzungsdauer.

4 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der vorstehenden Übersicht wiedergegeben. Entsprechend den technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten wurden die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert.

5 Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist in der vorstehenden Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2012 wurde das bisher nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen Gorilla Brake Components, Inc. Brantfort, Ontario/Kanada, veräußert. Die übrigen Finanzanlagen setzen sich aus sonstigen Ausleihungen (TEUR 16.624), Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 42.508), Wertpapieren des Anlagevermögens (TEUR 1.823) sowie Beteiligungen (TEUR 149) zusammen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

1 Konsolidierte verbundene Unternehmen

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  Anteil am Kapital
in %
Albatros GmbH, München/Deutschland 100,0
Anchor Brake Shoe Company LLC, West Chicago/USA 100,0
BCVS Canadian Holdings LLC, Anjou, Quebec/Kanada 100,0
BCVS Mexican Holdings LLC, Cd Acuña, Coah/Mexiko 100,0
Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA 100,0
Bendix CVS Canada Inc., Anjou, Quebec/Kanada 100,0
Bendix CVS de Mexico SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexiko 100,0
Bendix Spicer Foundation Brake Canada, Inc., Kingston, Ontario/Kanada 100,0
Bendix Spicer Foundation Brake LLC, Elyria, Ohio/USA 80,0
Bost Ibérica S.L., San Fernando de Henares/Spanien 100,0
BSFB Holdings, Inc., Elyria, Ohio/USA 100,0
Comet Fans S.r.l., Solaro, Mailand/Italien 100,0
Dr. techn. Josef Zelisko Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Freinrail Systèmes Ferroviaires S.A., Reims/Frankreich 100,0
Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., Dalian/China 70,0
Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland 100,0
Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland 100,0
Heine Resistors (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China 100,0
IFE-CR a.s., Brünn/Tschechische Republik 100,0
IFE North America LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
IFE-Tebel Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
IFE-Tebel Technologies B.V, Leeuwarden/Niederlande 100,0
IFE-VICTALL Railway Vehicle Door Systems (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao/China 59,0
IGE-CZ s.r.o., Brünn/Tschechische Republik 100,0
Kalmar Tågkompetens AB, Kalmar/Schweden 70,0
KB Gamma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Lambda Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Media GmbH Marketing und Werbung, München/Deutschland 100,0
KB Sigma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Omikron Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Amabhiliki (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 74,0
Knorr Brake Corporation Canada Holdings Ltd., Montreal/Kanada 100,0
Knorr Brake Corporation, Westminster, Maryland/USA 100,0
Knorr Brake Holding Corporation, Watertown, New York/USA 89,3
Knorr Brake Ltd., Kingston, Ontario/Kanada 100,0
Knorr Brake Realty LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
Knorr Brake Truck Systems Company, Watertown, New York/USA 100,0
Knorr-Bremse / Nankou Air Supply Unit (Beijing) Co., Ltd., Nankou/China 55,0
Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd., Hongkong/China 100,0
Knorr-Bremse Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
Knorr-Bremse Benelux B.V.B.A., Heist-op-den-Berg/Belgien 100,0
Knorr-Bremse Beteiligungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Brake Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100,0
Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles (Dalian) Co., Ltd., Dalian/China 100,0
Knorr-Bremse Brasil (Holding) Administração e Participação Ltda., São Paulo/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse CAFF Systems for Commercial Vehicles Chongqing Ltd., Chongqing/China 66,0
Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co., Ltd., Daxing/China 50,0
Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 80,0
Knorr-Bremse Fékrendszerek Kft., Kecskemét/Ungarn 100,0
Knorr-Bremse Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Knorr-Bremse India Pvt. Ltd., Faridabad/Indien 100,0
Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial Vehicles OOO, Naberezhnye Chelny/Russland 50,0
Knorr-Bremse Investment GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse IT-Services GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB, Lund/Schweden 100,0
Knorr-Bremse Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Polska SfN Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Italia S.r.l., Campi Bisenzio/Italien 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 94,0
Knorr-Bremse Rail Systems Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems (Burton) Ltd., Stretton, Burton upon Trent/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems (Machining) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100,0
Knorr-Bremse SA Holding Company (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse S.A. (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 75,0
Knorr-Bremse S.R.L., Bukarest/Rumänien 70,0
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Comerciais Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Ferroviários Ltda., São Paulo/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse Sistemi per Autoveicoli Commerciali S.p.A., Arcore/Italien 100,0
Knorr-Bremse System för Tunga Forden AB, Malmö/Schweden 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 80,0
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge Ibero Holding GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A., Lisieux/Frankreich 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles Ltd., Bristol/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100,0
Knorr-Bremse Systemy dla Kolejowych Środków Lokomocji PL Sp.z o.o., Krakau/Polen 100,0
Knorr-Bremse Systémy pro užitková vozidla ČR s.r.o.,Stráž nad Nisou/Tschechische Republik 100,0
Knorr-Bremse Technology Center India Private Limited, Pune/Indien 100,0
Knorr-Bremse Ticari Arac Fren Sistemieri Limited Şirketi, Istanbul/Türkei 100,0
Knorr-Bremse US Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse US Investment GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Vasúti Jármü Rendszerek Hungária Kft., Budapest/Ungarn 100,0
Knorr-Bremse Verwaltungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Maquiladora de Acuña SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexiko 100,0
Merak Jinxin Air Conditioning Systems (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China 51,0
Merak Knorr Climatización S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0
Merak North America LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
Merak Sistemas Integrados de Climatización S.A., Getafe/Spanien 100,0
Microelettrica do Brasil Comercialização e Importação de Produtos Eletromecânicos Ltda., Barueri, São Paulo/Brasilien 90,0
Microelettrica Power Devices (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0
Microelettrica Power (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika 74,0
Microelettrica Scientifica (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0
Microelettrica Scientifica S.p.A., Buccinasco/Italien 100,0
Microelettrica USA LLC, Randolph, New Jersey/USA 100,0
MSA Electroteknik Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Şerifali, Istanbul/Türkei 51,0
M.S. Resistances S.A.S., Saint Chamond/Frankreich 51,0
New York Air Brake Corporation, Watertown, New York/USA 100,0
Oerlikon-Knorr Eisenbahntechnik AG, Niederhasli/Schweiz 100,0
Sigma Air Conditioning Pty. Ltd., Wetherill Park, Sydney/Australien 100,0
Sigma Coachair Group (China) Co. Ltd., Changzhou/China 100,0
Sigma Coachair Systems (US) Inc., Chicago/USA 100,0
Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Wetherill Park, Sydney/Australien 100,0
Skach Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Sociedad Española de Frenos, Calefacción y Señales S.A., Getafe/Spanien 100,0
STE Schwingungs-Technik GmbH, Klieken/Deutschland 100,0
Sydac Pty. Ltd., Adelaide/Australien 100,0
Sydac Ltd., Manchester/Großbritannien 100,0
Technologies Lanka Inc., La Pocatière/Kanada 75,0
Techtrain Associates Ltd., Doncaster/Großbritannien 100,0
Unicupler GmbH, Niederurnen/Schweiz 100,0
Westinghouse Brakes Australia Pty. Ltd., Concord West/Australien 100,0
Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Ltd., Guangzhou/China 65,0
Westinghouse Platform Screen Doors Ltd., Walsall/Großbritannien 100,0

2 Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen

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  Anteil am Kapital
in %
Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien 50,0
Webasto Kiekert Bustüren GmbH, Karlsfeld/Deutschland 50,0

3 Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen

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  Anteil am Kapital
in %
Black River Air Logistics Corp., Watertown, New York/USA 100,0
Di-Pro LLC., Fresno, California/USA 100,0
Freios Knorr Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0
KB Investment UK Ltd., Chippenham/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse RUS OOO, Nischnij Novgorod/Russland 100,0
Metco Technical Consulting AG, Zug/Schweiz 100,0
Sigma Coachair (UK) Holdings Ltd., Newhall Swadlincote/Großbritannien 100,0
Sigma Transit Systems (Taiwan) Co. Ltd., Taipeh/Taiwan 100,0

4 Nicht nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen

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  Anteil am Kapital
in %
Megalith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland - die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutsche-Anlagen-Leasing GmbH 100,0
Sanctor Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marzahn KG, Düsseldorf/ Deutschland - die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutschen-Immobilien-Leasing GmbH 99,0

6 Vorräte

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 198.088 244.436
Unfertige Erzeugnisse 54.989 58.010
Fertige Erzeugnisse, Waren 195.072 214.838
abzüglich Anzahlungen auf Bestellungen (177.738) (227.500)
Gesamt 270.411 289.784

7 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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  Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 2012
TEUR
insgesamt 2012
TEUR
insgesamt 2011
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.191 663.928 695.183
Sonstige Vermögensgegenstände 8.225 100.237 109.341
Gesamt 12.416 764.165 804.524

8 Flüssige Mittel

Diese Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände.

9 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern betragen TEUR 15.507 (Vorjahr TEUR 12.337).

10 Latente Steuern

Zum Stichtag bestanden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 53.533 (Vorjahr TEUR 63.030). Passive latente Steuern wurden weder im laufenden Jahr noch im Vorjahr ausgewiesen.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erfolgte ein saldierter Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern.

Von den aktiven latenten Steuern entfallen TEUR 26.235 (Vorjahr 32.728) auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen und TEUR 27.298 (Vorjahr TEUR 30.302) auf erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen. Die aktiven latenten Steuern aus Einzelabschlüssen ergeben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Rückstellungen sowie bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung. Die passiven latenten Steuern entfallen vollständig auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen.

Auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern mit dem zu erwartenden Steuersatz des jeweiligen Landes zum Zeitpunkt der Realisierung gebildet. Die Steuersätze betragen zwischen 0 % und 40 %, auf Konsolidierungsmaßnahmen ca. 35 %.

11 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26 Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs-GmbH, Grünwald/Deutschland, und die KB Holding GmbH, Grünwald/Deutschland, haben der Knorr-Bremse AG mitgeteilt, dass sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an der Knorr-Bremse AG beteiligt seien.

12 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage ist unverändert zum Vorjahr. Sie unterliegt, neben der gesetzlichen Rücklage, den Restriktionen des § 150 AktG.

13 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten neben der gesetzlichen Rücklage die kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus spiegeln sich hier sämtliche Konzerneinflüsse auf das Eigenkapital wider.

Die gesetzlichen Rücklagen betragen TEUR 8.607 (Vorjahr TEUR 8.883). Die satzungsmäßigen Rücklagen (TEUR 7.147) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.869) um TEUR 278 gestiegen. Die sonstigen Gewinnrücklagen betragen zum Stichtag TEUR 519.761 (Vorjahr TEUR 415.978).

14 Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden entsprechend dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz bewertet.

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 202.202 199.667

Die Unterdeckung bei Pensionsfonds in Großbritannien beträgt zum Jahresende 2012 TEUR 6.862.

15 Übrige Rückstellungen

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Steuerrückstellungen 81.394 78.940
Sonstige Rückstellungen 639.598 564.351
Gesamt 720.992 643.291

In den Steuerrückstellungen sind zu erwartende Ertragsteuerzahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr bzw. periodengerecht zugeordneter Ertragsteueraufwand bei vom Wirtschaftsjahr abweichendem Steuerjahr enthalten. Ebenfalls ist Steueraufwand für vorangegangene Veranlagungszeiträume abgebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen, Personalaufwendungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Verlustrisiken aus schwebenden Geschäften und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft sowie ausstehende Rechnungen.

16 Verbindlichkeiten

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  Restlaufzeit unter 1 Jahr 2012
TEUR
insgesamt 2012
TEUR
insgesamt 2011
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25.707 132.915 135.394
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 470.244 471.346 514.410
Übrige Verbindlichkeiten:      
Verbindlichkeiten aus Wechseln 700 700 6.063
Sonstige Verbindlichkeiten 88.014 89.322 126.319
(davon aus Steuern) (22.626) (22.626) (51.513)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (11.940) (11.940) (11.443)
  88.714 90.022 132.382
Verbindlichkeiten gesamt 584.665 694.283 782.186
(davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre)   (6.020) (2.075)

17 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Gewährleistungsverpflichtungen 9.025 8.262
Bürgschaftsverpflichtungen 14.643 14.332
Leasingverpflichtungen 210.230 190.669

Der Knorr-Bremse Konzern hat Leasingverträge im Wesentlichen für Geschäfts- und Produktionsgebäude abgeschlossen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzuordnen ist. Diese nicht in der Bilanz enthaltenen Leasinggeschäfte stellen eine alternative Finanzierungsform zu Kreditaufnahmen dar. Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 210.230 enthalten und werden über Laufzeiten von unter einem Jahr (TEUR 32.236), zwischen einem und fünf Jahren (TEUR 93.141) oder über 5 Jahren (TEUR 84.853) fällig. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als Ergebnis des bestehenden Risikomanagements als gering eingeschätzt.

18 Sonstige betriebliche Erträge

In dieser Position sind überwiegend Währungskursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen sowie Mieterträge enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 40.052 (Vorjahr TEUR 65.237) enthalten.

Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 30.362 (Vorjahr TEUR 42.531) enthalten. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

19 Materialaufwand

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.095.331 2.123.014
Aufwendungen für bezogene Leistungen 104.926 88.709
Gesamt 2.200.257 2.211.723

20 Personalaufwand/Mitarbeiter

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Löhne und Gehälter 703.439 649.496
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 158.024 155.320
Personalaufwand 861.463 804.816
(davon für Altersversorgung) (22.312) (39.788)
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Anzahl Anzahl
Lohnempfänger 8.507 8.634
Gehaltsempfänger 9.186 8.669
Auszubildende 177 205
Gesamt 17.870 17.508

21 Abschreibungen

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 159.840 164.619

Daneben sind im Geschäftsjahr Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 56.764 (Vorjahr 51.079) angefallen.

22 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungsaufwand, Vertriebskosten, Rechts- und Beratungskosten, Provisionen, Reisekosten sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. Die sonstigen Steuern betragen im Konzern TEUR 18.499 (Vorjahr TEUR 15.420). Aus Währungskursschwankungen ergaben sich im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 44.197 (Vorjahr TEUR 62.346).

Das Honorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und deren verbundene Unternehmen, beträgt für das Geschäftsjahr 2012 TEUR 494. Davon entfallen auf den Bereich Wirtschaftsprüfung TEUR 407 und auf andere Leistungen TEUR 87.

23 Finanzergebnis

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.608 14.065
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 (6)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (17.231) (18.005)
(davon aus der Diskontierung von Rückstellungen) (10.876) (9.932)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen (657) (181)
Gesamt (4.280) (4.127)

24 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen TEUR 168.432 (Vorjahr TEUR 168.794). Darin enthalten sind latente Steuern in Höhe von TEUR 7.696 (Vorjahr TEUR 9.340).

25 Jahresüberschuss

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Jahresüberschuss 295.027 329.296
Gewinnanteile konzernfremder Gesellschafter (40.220) (38.198)
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (nach Dividendenausschüttung) 107.924 106.556
Einstellung (-)/Entnahme (+) Gewinnrücklagen (121.713) (133.730)
Konzerngewinn (Bilanzgewinn der Knorr-Bremse AG) 241.018 263.924

26 Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten.

Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam verrechnet (Einfrierungsmethode).

Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf, aus Dienstleistungen sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des Knorr-Bremse Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden. Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Der Knorr-Bremse Konzern nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen, Zinsswaps sowie Cross Currency Swaps.

Nicht in die Bildung von Bewertungseinheiten einbezogen wurden derivative Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von Mio. EUR 40,2. Finanzinstrumente mit einem Volumen von insgesamt Mio. EUR 857,5 (Höhe der abgesicherten Risiken) sind in Bewertungseinheiten einbezogen. Davon entfallen Mio. EUR 285,2 auf die Absicherung von Vermögensgegenständen (Mikrohedges), Mio. EUR 56,7 auf die Absicherung von schwebenden Geschäften (Mikrohedges) und Mio. EUR 515,6 auf die Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen (Portfoliohedges).

Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe, die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Portfoliohedge). Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenz-Indices. Die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs wird über statistische Korrelationsverfahren mit einer Korrelation von über 80 % retrospektiv nachgewiesen. Die abgeschlossenen Kontrakte, in Höhe von Mio. EUR 4,5 werden vollständig in Bewertungseinheiten einbezogen.

Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2012 stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. EUR Summe 31.12.2012 Nominalbetrag Summe 31.12.2012 Marktwert Summe 31.12.2011 Nominalbetrag Summe 31.12.2011 Marktwert
Währungsbezogene Kontrakte        
Devisentermingeschäfte 530 7 611 (26)
Devisenoptionen 200 1 170 (3)
Zinsbezogene Kontrakte        
Cross Currency Swaps 132 (24) 125 (30)
Zinsswaps 36 (7) 36 (4)
Rohstoffbezogene Kontrakte        
Swaps 4 0 7 (1)

Die negativen Marktwerte entsprechen den Risiken aus den derivativen Finanzinstrumenten; hiervon sind Mio. EUR 0,05 in den Rückstellungen erfasst. Den positiven Marktwerten stehen Risiken in den Grundgeschäften der jeweiligen Bewertungseinheit in gleicher Höhe gegenüber.

Obwohl systematisch den Zinssicherungsinstrumenten zuzuordnen, stellt der Cross Currency Swap inhaltlich ausschließlich eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken dar, da sich die Zinssätze in den zugrunde liegenden Währungen zu Festsätzen tauschen.

Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/ oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:

Währungssicherungskontrakte werden auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und Terminabschläge bewertet.

Cross Currency Swaps werden analog zu reinen Zinskontrakten bzw. Währungssicherungskontrakten auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows unter Berücksichtigung der für die Restlaufzeit des Instruments gültigen Marktzinssätze und Referenzkurse bewertet.

Für einen Immobilien-Leasingvertrag wurden die Leasingraten durch einen Zinsswap abgesichert.

Durch Rohstoffkontrakte wurden Preisschwankungsrisiken bei Stahl und Aluminium abgesichert. Diese sind zu Marktpreisen bewertet.

Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet.

Die geleisteten Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten Kaufoptions-Prämien Mio. EUR 3,0.

27 Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns TEUR 249.729 (Vorjahr TEUR 208.823).

28 Sonstiges

Die Offenlegung erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger sowie beim Handelsregister des Amtsgerichts München/Deutschland. Die Tochtergesellschaften Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/ Deutschland sowie die Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB befreit.

29 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 333 und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 3.888. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 24.769 zurückgestellt; die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 3.379.

 

München, den 01. März 2013

Knorr-Bremse AG

Der Vorstand

Klaus Deller

Dr. Dieter Wilhelm

Dr. Lorenz Zwingmann

Kapitalflussrechnung des Konzerns nach DRS 2

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den flüssigen Mitteln und Wertpapieren des Konzerns zusammen.

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  2012
TEUR
2011
TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 295.027 329.296
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 159.840 164.625
Zunahme der Rückstellungen 87.846 110.699
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 2.032 (25.542)
Abnahme (Vj. Zunahme) der Vorräte, der Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 52.109 (70.092)
Abnahme (Vj. Zunahme) der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (81.460) 33.315
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 515.394 542.301
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (8.375) (10.472)
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 154 854
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (157.428) (148.391)
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 3.841 36.669
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen (2.809) (6.855)
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3.089 592
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (7.836) (52.423)
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 194  
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (169.170) (180.026)
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 210 114
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (184.933) (177.415)
Einzahlungen aus Aufnahme von Finanzkrediten 8.091 59.463
Auszahlungen aus Tilgung von Finanzkrediten (10.138) (36.938)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (186.770) (154.776)
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds (7.979) 12.018
Veränderung des Finanzmittelfonds 151.475 219.517
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 532.396 312.879
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 683.871 532.396

Im Geschäftsjahr 2012 wurden Zinsen von TEUR 5.832 (Vorjahr TEUR 7.588) gezahlt und Zinsen von TEUR 10.323 (Vorjahr TEUR 11.759) erhalten. An Ertragsteuern wurden in 2012 TEUR 116.251 TEUR (Vorjahr 111.577) gezahlt und TEUR 6.893 (Vorjahr TEUR 12.760) aus Erstattungen erhalten

Segmentinformationen gemäß DRS 3

Knorr-Bremse berichtet im Rahmen der Segmentberichterstattung nach DRS 3 über drei berichtspflichtige Segmente. Die Segmentunterteilung basiert auf den Aktivitäten des Konzerns in den drei großen geografischen Regionen, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur zugrunde liegen. Die operativen Segmente umfassen die drei Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, in denen unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen gegeben sind. In allen drei Regionen ist der Knorr-Bremse Konzern mit seinen wesentlichen Produkten Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge vertreten.

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Geschäftsjahr 2012 Werte
in TEUR
Europa Amerika Asien/ Australien Knorr-Bremse Konzern
Umsatzerlöse der Regionen 2.490.622 1.140.399 1.075.696 4.706.717
davon Umsatzerlöse mit Dritten 2.181.783 1.070.857 1.047.468 4.300.108
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 308.839 69.542 28.228 406.609
Jahresüberschuss 145.535 64.340 85.152 295.027
Ertragsteueraufwand 83.086 36.732 48.614 168.432
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 78.399 62.480 24.924 165.803
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 95.500 30.390 33.950 159.840
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (875) 188 0 (687)
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 30 0 0 30
Vermögen 1.305.541 589.035 720.457 2.615.033
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Geschäftsjahr 2011 Werte
in TEUR
Europa Amerika Asien/ Australien Knorr-Bremse Konzern
Umsatzerlöse der Regionen 2.582.660 1.064.929 1.078.656 4.726.245
davon Umsatzerlöse mit Dritten 2.169.485 1.020.007 1.051.305 4.240.797
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 413.175 44.922 27.351 485.448
Jahresüberschuss 173.881 76.043 79.372 329.296
Ertragsteueraufwand 89.130 38.979 40.685 168.794
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 85.307 38.086 35.471 158.864
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 76.145 33.269 55.205 164.619
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (200) 0 0 (200)
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 19 0 0 19
Vermögen 1.235.951 602.726 691.716 2.530.393
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Geschäftsjahr 2012 Werte
in TEUR
Umsatzerlöse Investitionen (ohne Finanzanlagen) Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) Vermögen
Systeme für Schienenfahrzeuge 2.216.856 79.521 93.618 1.518.510
Systeme für Nutzfahrzeuge 2.098.185 56.914 60.582 1.187.806
Sonstige/Konsolidierungen (14.933) 29.368 5.640 (91.283)
Knorr-Bremse Konzern 4.300.108 165.803 159.840 2.615.033
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Geschäftsjahr 2011 Werte
in TEUR
Umsatzerlöse Investitionen (ohne Finanzanlagen) Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) Vermögen
Systeme für Schienenfahrzeuge 2.186.898 65.932 97.738 1.476.974
Systeme für Nutzfahrzeuge 2.068.223 74.686 60.776 1.136.804
Sonstige/Konsolidierungen (14.324) 18.246 6.105 (83.385)
Knorr-Bremse Konzern 4.240.797 158.864 164.619 2.530.393

Auf eine Darstellung der Schulden und Zinsen nach Regionen wird verzichtet, da die konzernweite Steuerung dieser Positionen zentral durch die Konzernmutter erfolgt und nicht auf Entscheidungen der jeweiligen Regionen im Zusammenhang mit ihrem operativen Geschäft beruht.

Es gelten die üblichen zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Preise.

Konzern-Eigenkapitalspiegel nach DRS 7

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-Eigenkapitalspiegel 2012 Werte
in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Anteile anderer Gesellschafter Knorr-Bremse Konzern
Stand 31.12.2011 67.600 153 431.730 263.924 138.968 902.375
Dividendenzahlung       (156.000) (28.933) (184.933)
Jahresüberschuss 2012       254.807 40.220 295.027
Einstellung in Gewinnrücklagen     121.713 (121.713)   0
Währungsveränderungen     (5.583)   (5.572) (11.155)
Übrige Veränderungen     (12.345)   6.238 (6.107)
Stand 31.12.2012 67.600 153 535.515 241.018 150.921 995.207
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-Eigenkapitalspiegel 2011 Werte
in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Anteile anderer Gesellschafter Knorr-Bremse Konzern
Stand 31.12.2010 67.600 153 313.008 262.556 110.544 753.861
Dividendenzahlung       (156.000) (21.415) (177.415)
Jahresüberschuss 2011       291.098 38.198 329.296
Einstellung in Gewinnrücklagen     133.730 (133.730)   0
Währungsveränderungen     (1.371)   1.031 (340)
Übrige Veränderungen     (13.637)   10.610 (3.027)
Stand 31.12.2011 67.600 153 431.730 263.924 138.968 902.375

Im Konzerneigenkapital sind Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -6.859 enthalten, davon entfallen TEUR -846 auf Anteile anderer Gesellschafter.

Die übrigen Veränderungen bei den Anteilen anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus dem Zukauf vormaliger Minderheiten-Anteile an der Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland. Zum Stichtag hält der Konzern nach dem Zukauf eine Beteiligung von 100 %.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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  Konzernanhang 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (3) 139.922 189.338
Sachanlagen (4) 618.397 568.168
Finanzanlagen (5) 69.227 70.816
Anlagevermögen   827.546 828.322
Vorräte (6) 270.411 289.784
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7) 663.928 695.183
Sonstige Vermögensgegenstände (7) 100.237 109.341
Sonstige Wertpapiere   15 18
Flüssige Mittel (8) 683.856 532.378
Umlaufvermögen   1.718.447 1.626.704
Rechnungsabgrenzungsposten (9) 15.507 12.337
Aktive latente Steuern (10) 53.533 63.030
Bilanzsumme   2.615.033 2.530.393

Passiva

     
  Konzernanhang 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Gezeichnetes Kapital (11) 67.600 67.600
Kapitalrücklage (12) 153 153
Gewinnrücklagen (13) 535.515 431.730
Konzerngewinn (25) 241.018 263.924
Anteile anderer Gesellschafter   150.921 138.968
Eigenkapital   995.207 902.375
Rückstellungen für Pensionen (14) 202.202 199.667
Übrige Rückstellungen (15) 720.992 643.291
Rückstellungen   923.194 842.958
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   132.915 135.394
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   471.346 514.410
Übrige Verbindlichkeiten   90.022 132.382
Verbindlichkeiten (16) 694.283 782.186
Rechnungsabgrenzungsposten   2.349 2.874
Bilanzsumme   2.615.033 2.530.393

Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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  Konzernanhang 2012
TEUR
2011
TEUR
Umsatzerlöse   4.300.108 4.240.797
Bestandsveränderungen   (13.005) 11.756
Andere aktivierte Eigenleistungen   466 395
Gesamtleistung   4.287.569 4.252.948
Sonstige betriebliche Erträge (18) 126.408 191.467
Materialaufwand (19) (2.200.257) (2.211.723)
Personalaufwand (20) (861.463) (804.816)
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (21) (159.840) (164.619)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (22) (724.678) (761.040)
Finanzergebnis (23) (4.280) (4.127)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   463.459 498.090
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (24) (168.432) (168.794)
Jahresüberschuss (25) 295.027 329.296
Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter   40.220 38.198

Lage und Entwicklung

der Knorr-Bremse AG und des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern im Überblick

Der Knorr-Bremse Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer, Bahnsteigtüren, Reibmaterial, Simulatoren sowie Fahrerassistenzsysteme. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Der Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa, Nordamerika und Südamerika sowie Asien/Australien gesteuert, an deren spezifischen Markt- und Kundenanforderungen die Entwicklung des Konzerns ausgerichtet ist.

Diese regionale Struktur der Organisation ist darauf zugeschnitten, den weltweit aufgestellten Kunden einheitliche technische Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten anbieten zu können. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender Kunden mit global erprobten Systemen und Komponenten.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftliche Erholung der weltweiten Märkte hat im Jahr 2012 an Kraft verloren. Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung hielt viele Marktteilnehmer von größeren Investitionen ab. Insgesamt kann jedoch von einem weiteren geringfügigen Wachstum weltweit gesprochen werden, wobei regional unterschiedliche Entwicklungen zu verzeichnen sind.

In den Schwellenländern hat sich das Tempo des Wachstums im Vergleich zu starken Vorjahren verringert, wobei sie dennoch nach wie vor den größten Wachstumsbeitrag erbringen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schwellenländer legte 2012 um 5,1 % (Vorjahr 6,2 %) zu, während die gesamtwirtschaftliche Güterproduktion aller weltweiten Industriestaaten im Mittel lediglich um 1,3 % (Vorjahr 1,6 %) anstieg. Global wurde eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 3,2 % (Vorjahr 3,8 %) verzeichnet.

Die Wirtschaftsleistung im Euroraum schrumpfte 2012 nach zwei Jahren des Wachstums aufgrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten in den südlichen Mitgliedsländern um 0,4 % (Vorjahr +1,4 %). Auch zuvor weniger betroffene Länder wie Italien und Frankreich konnten mit Wachstumsraten in 2012 von -2,1 % (Vorjahr 0,4 %) resp. 0,2 % (Vorjahr 1,7 %) nicht mehr zu einer Stabilisierung beitragen. Trotz einer im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Zunahme der Wirtschaftsleistung konnte Deutschland, als am BIP gemessen größter Mitgliedsstaat der Eurozone, ein positives Wirtschaftswachstum von 0,9 % (Vorjahr 3,1 %) verzeichnen.

Das Wirtschaftswachstum in den USA fiel mit 2,3 % leicht besser aus als im Vorjahr (1,8 %). Die letzten Monate des Jahres 2012 waren hier durch die zähen Verhandlungen zwischen den politischen Parteien zur Vermeidung der sogenannten "Fiskalklippe" mit automatischen drastischen Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen geprägt. Eine vollumfängliche Einigung über Maßnahmen zur Lösung der hohen Staatsverschuldung steht weiterhin aus. In Brasilien schwächte sich das Wirtschaftswachstum mit 1,0 % gegenüber dem Vorjahr (2,7 %) nochmals ab.

Der Wachstumsbeitrag von China und Indien stellte sich nach starken Vorjahren im Berichtsjahr geringer dar. 2012 steigerte China sein BIP um 7,8 % (Vorjahr 9,3 %). In Indien stieg das Bruttoinlandsprodukt nur noch um 4,5 % (Vorjahr 7,9 %), nachdem das Wachstum insbesondere durch eine schwache Binnennachfrage und eine niedrige Investitionsrate im zweiten Halbjahr gehemmt wurde. Japan verzeichnete nach dem durch Naturkatastrophen geprägten Vorjahr wieder einen Anstieg seiner wirtschaftlichen Leistung um 2,0 % (Vorjahr -0,6 %).

Die Unsicherheit über die Entwicklung der Realwirtschaft spiegelte sich 2012 auch auf den Rohstoffmärkten wider. Der Ölpreis (Brent) bewegte sich zwischen Januar und April zwischen 95 USD/Barrel und 110 USD/Barrel, fiel in den folgenden zwei Monaten stark bis zu seinem Jahrestief von 77 USD/Barrel ab und stieg bis Jahresende wieder auf 92 USD/Barrel an. Der Preis für Aluminium entwickelte sich ähnlich. Er schwächte sich nach einem Anstieg im ersten Quartal auf 2.350 USD/t (Höchstkurs in 2008 rund 3.300 USD/t, Tiefstwerte 2009 rund 1.300 USD/t) auf bis zu 1.830 USD/t im August ab und stieg bis Jahresende wieder auf 2.100 USD/t. Der Wert des US-Dollars, neben dem Euro eine der wichtigsten operativen Währungen im Konzern, ist zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs im Vergleich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Euro um 2,3 % auf 1,32 USD/EUR gestiegen. Im Jahresdurchschnitt wurde der Euro mit 1,29 USD/EUR gehandelt.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Marktumfeld des Bereichs Systeme für Schienenfahrzeuge war 2012 durch eine regional unterschiedliche Entwicklung des Schienenverkehrs geprägt. In Europa erhöhte sich die Nachfrage nach Güterwagen, gleichzeitig stabilisierte sich die Anzahl der produzierten Lokomotiven. Der Personenverkehr zeigte hier ein leichtes Wachstum. In Südamerika ist die Nachfrage nach Güterwagen 2012 nach einem Anstieg in der ersten Hälfte des Berichtsjahres auf einem niedrigen Niveau wieder zurückgegangen, während in Nordamerika die Nachfrage nach Güterwagen um rund 25 % stieg. Allerdings reduzierte sich dort der zuvor hohe Auftragsbestand bei Lokomotiven aufgrund eines Kapazitätsüberschusses im Schienengüterverkehr, des reduzierten Ladevolumens und der unsicheren Wirtschaftslage. Das Segment des Personenverkehrs konnte in der Region im Berichtsjahr ein leichtes Wachstum verzeichnen. In Asien stagnierte das Volumen des Frachtverkehrs, während sich die Nachfrage nach Lokomotiven und Hochgeschwindigkeitszügen nochmals leicht reduzierte. Demgegenüber legte der Markt für Metrosysteme in China deutlich zu, wodurch die leichten Rückgänge in den anderen Bereichen in der Region fast kompensiert werden konnten.

Die Nutzfahrzeugmärkte gaben 2012 nach zwei Jahren des Wachstums in der Gesamtbetrachtung wieder nach. Die globale Lkw-Produktion (druckluftgebremste Lkws mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 6 t) reduzierte sich um 14 %. In Europa sank die Lkw-Produktion in 2012 um 11 % (Vorjahr +31 %). In Nordamerika wiederholte sich die besonders starke Entwicklung des Vorjahres nicht. Es konnte jedoch ein weiterer Anstieg um 4 % (Vorjahr +54 %) verzeichnet werden. In Südamerika reduzierte sich die Lkw-Produktion 2012 vor dem Hintergrund der gesetzlichen Umstellung auf die Euro-5-Abgasnorm und entsprechender Vorkaufseffekte im Jahr 2011 um 35 % (Vorjahr +14 %). In der Region Asien verstärkte sich 2012 der im Vorjahr begonnene negative Wachstumstrend, wodurch die Lkw-Produktion um 16 % (Vorjahr -9 %) zurückging.

Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2012

Der Umsatz des Knorr-Bremse Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2012 um 1,4 % auf 4.300,1 Mio. EUR (Vorjahr 4.240,8 Mio. EUR). In einem weiterhin volatilen wirtschaftlichen Umfeld profitierte das Unternehmen von seiner starken strategischen Aufstellung mit den beiden global vertretenen Bereichen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge, deren Märkte sich 2012 weitestgehend analog entwickelten.

Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge entwickelte sich im Berichtsjahr regional differenziert und konnte seinen Umsatz auf 2.216,9 Mio. EUR (Vorjahr 2.186,9 Mio. EUR) steigern. Rückgänge in den Regionen Europa, Südamerika und Asien/Australien konnte der Bereich im Berichtsjahr mit einer starken Entwicklung in Nordamerika ausgleichen.

Der Nutzfahrzeugbereich erzielte 2012 einen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht gesteigerten Umsatz von 2.098,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.068,2 Mio. EUR). Insbesondere in Nordamerika und Japan partizipierte der Geschäftsbereich von einer positiven Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte und konnte leichte Rückgänge in den Regionen Europa und Südamerika überkompensieren.

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Am 28. März 2012 hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sociedad Española de Frenos, Calefacción y Señales S.A., Getafe (Spanien), von Berkshire Rail S.L., Pamplona (Spanien), zusätzliche Anteile am Joint Venture Icer Rail S.L., Pamplona (Spanien), in Höhe von 25 % erworben. Nach der Erhöhung halten nun beide Anteilseigner 50 % am Gemeinschaftsunternehmen.

Im Juni 2012 hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica Scientifica S.p.A., Buccinasco (Italien), nachfolgend "Microelettrica" genannt, den Bereich Leistungselektrik durch die Übernahme der verbliebenen Anteile am Spezialwiderstandhersteller Heine Resistors GmbH, Dresden (Deutschland), nachfolgend "Heine" genannt", weiter verstärkt. Heine zählt aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung zu den renommiertesten Entwicklern und Herstellern von Widerständen der Antriebs- und Bahntechnik und gehört bereits seit 2010 mehrheitlich zu Knorr-Bremse.

Im Oktober 2012 hat die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sydac Pty. Ltd., Adelaide (Australien), ihren Geschäftsbereich der Fahrsimulatoren für Wehrtechnik an Rheinmetall Simulation Australia Pty. Ltd., Adelaide (Australien), mit Wirkung zum 1. Februar 2013 veräußert. Mit dieser Transaktion trennt sich Knorr-Bremse von einem Bereich, der kein strategisches Handlungsfeld des Konzerns darstellt.

Am 26. November des Berichtsjahres erfolgte die Gründung des Knorr-Bremse Technology Center India Private Ltd., Pune (Indien), einem Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München (Deutschland), und der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München (Deutschland). Gegenstand der Gesellschaft ist das Erbringen von Entwicklungsleistungen für den Knorr-Bremse Konzern.

Insgesamt ergeben sich aus diesen Transaktionen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2012.

Wichtige Projekte

Im Jahr 2012 hat Knorr-Bremse die Lokalisierung und den Aufbau von Produktionskapazitäten in den unterschiedlichen Märkten konsequent fortgeführt. Hierdurch konnte, dem regionalen Ansatz des Konzerns folgend, die weltweite Marktposition in einer Reihe von Geschäftsfeldern weiter ausgebaut und somit der wirtschaftliche Erfolg von Knorr-Bremse gesichert werden. Ziel ist es zudem stets, weltweit an allen Standorten die gleichen, gewohnt hohen Produktions- und Qualitätsstandards zu gewährleisten.

Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge hat das Joint Venture von Knorr-Bremse und dem russischen Nutzfahrzeughersteller KAMAZ, Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial Vehicles OOO, Naberezhnye Chelny (Russland), nachfolgend "Knorr-Bremse KAMA" genannt, im Berichtsjahr mit der Serienfertigung von Trommelbremsen für Lkw-Anhänger begonnen. Produziert werden diese für die KAMAZ-Tochter NEFAZ, die mit einem Marktanteil zwischen 25 und 30 % zu den größten russischen Herstellern von Lkw-Anhängern gehört.

In der zweiten Jahreshälfte wurde am Standort in Huntington, Indiana (USA), eine zuvor von einem externen Lieferanten betriebene Produktionslinie zur Überarbeitung von Bremsklötzen integriert. Sie ergänzt das vorhandene Standortprofil zur ressourcenschonenden Aufarbeitung von gebrauchten Bremssystemkomponenten. Daneben erweiterte der Standort in Bowling Green, Kentucky (USA), die Kapazitäten zur Bearbeitung von Bremssätteln für Scheibenbremsen mit zwei neuen CNC-Maschinen.

Der Standort in Dalian (China) hat in der ersten Jahreshälfte eine zusätzliche Produktionslinie für Scheibenbremsen in Betrieb genommen. Sie dient der Produktion von pneumatisch betriebenen 22,5-Zoll-Scheibenbremsen, u. a. für den Kunden Yutong, dem mit einer jährlichen Produktion von rund 47.000 Einheiten größten Bushersteller der Welt. Zum Einsatz kommt die Bremse vor allem in den Yutong-Bussen mit über zehn Metern Länge, bei denen Knorr-Bremse seinen Lieferanteil der 22,5-Zoll-Scheibenbremse auf 80 % vergrößern konnte.

An zwei Standorten wurde zudem der interne SAP-Standard "PROGRESS" für die Abwicklung aller operativen Planungs-, Logistik- und Produktionsprozesse eingeführt. Die Umstellung erfolgte am Standort in Arcore (Italien) im April und in Pune (Indien) zum 1. Juli. Die Aktivitäten stellen einen wichtigen Schritt zur Vereinheitlichung der weltweiten Abläufe dar und sichern den hohen Qualitätsstandard von Knorr-Bremse. In Pune dient die Einführung zudem der Vorbereitung des Umzugs in das neue Werk, das sich aktuell im Bau befindet und die Umgebung für Abläufe auf einem neuen, höheren Exzellenzniveau bieten wird.

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge fanden ebenfalls Aktivitäten zum Ausbau und zur Optimierung des globalen Produktions- und Entwicklungsverbunds statt. So hat die italienische Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica im August 2012 in Buccinasco ein neues Werk eröffnet, an dem die Aktivitäten von zuvor vier verschiedenen Standorten gebündelt wurden.

Im Juli 2012 wurde beschlossen, das Unternehmen Merak Railway Technologies (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China), Tochtergesellschaft der Merak Sistemas Integrados de Climatización, S.A., Getafe (Spanien), in Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China), umzubenennen. Hiermit wurde ein wichtiger Schritt zur Integration und Nutzung von Synergien aller Knorr-Bremse Aktivitäten im Bereich Klimasysteme gemacht, da der Standort in Shanghai nun beide Knorr-Bremse Marken für Klimasysteme, Merak und Sigma, unterstützt. Die entsprechende Verlagerung aller chinesischen Fertigungskapazitäten für Klimasysteme nach Shanghai wurde erfolgreich absolviert.

Zur Vorbereitung der Produktion des neuen KAB60-Steuer-ventils für den Schienenfahrzeugmarkt in Russland sowie den GUS-Staaten wurden in der zweiten Jahreshälfte Produktionslinien in Berlin (Deutschland) aufgebaut. Dieser Schritt dient der Industrialisierung der Produktionsprozesse für diesen für Knorr-Bremse neuen Markt.

Des Weiteren hat der Geschäftsbereich "Drehgestellausrüstung" seine Entwicklungskapazitäten in Suzhou (China) auf nun 15 Mitarbeiter erhöht und bestätigt auch hiermit die weiter zunehmende Bedeutung des chinesischen Markts für den Konzern und seine Strategie, sowohl die Produktion als auch die Entwicklungsaktivitäten nahe am Absatzmarkt zu platzieren.

Qualität und Prozesse

Das Streben nach Best-in-Class-Prozessen bildet die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit von Knorr-Bremse. Auch 2012 wurde weiter an der Optimierung der Prozesse und Strukturen in allen wichtigen Bereichen gearbeitet.

Unter dem weltweit durchgängig eingeführten Managementsystem Knorr Excellence (KE) bündelt Knorr-Bremse seit mehreren Jahren Initiativen für die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. In diesem Zusammenhang hat Knorr-Bremse alle Initiativen zur Prozessoptimierung bereichsübergreifend zusammengefasst und seine Managementsysteme in einem einheitlichen Prozessmodell zusammengeführt. KE bildet damit innerhalb des Konzerns eine gemeinsame Plattform, die den Zugang zu den Geschäftsprozessen erleichtert und die Kommunikation verbessert.

Die hohe Qualität der Prozesse wurde durch die Auszeichnung "Fabrik des Jahres" in der Kategorie "Hervorragender Wertstrom" des größten europäischen Produktionsstandorts für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge in Budapest bestätigt. In diesem Wettbewerb zeichnen die Zeitschrift "Produktion" und die Unternehmensberatung "A.T. Kearney" einmal jährlich die fortschrittlichsten Produktionsstätten aus.

Im Rahmen des seit mehreren Jahren erfolgreich implementierten Strong-Focus-Programms laufen sämtliche Aktivitäten zur Produktivitätssteigerung, Kostenreduktion und Wachstumssteuerung zusammen. In einer Mehrjahresvorausschau werden aus dem Kreis der Mitarbeiter und Führungskräfte Ideen gesammelt, bewertet und sukzessive umgesetzt. Auch 2012 konnte die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens dadurch abgesichert werden, dass Einsparungen bzgl. Material- und Strukturkosten sowie Produktivitätssteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette realisiert wurden.

Zur weiteren Stärkung der Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung startete im Berichtsjahr am Standort für Systeme für Nutzfahrzeuge in Liberec (Tschechische Republik) das neue Trainingscenter "Value Stream Academy" für beide Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Akademie fördert Verbesserungen über den gesamten Wertstrom hinweg und verankert die dafür notwendigen theoretischen Grundlagen bei den Knorr-Bremse Mitarbeitern. Die auf die unterschiedlichsten organisatorischen Ebenen angepassten Trainings bestehen aus praktischen Modulen und beinhalten unter anderem Workshops, Simulationen und Rollenspiele. Prinzipiell sind die Module so konzipiert, dass sie an jedem Standort durchgeführt werden können. Liberec eignet sich aber in besonderer Weise für die Akademie, weil das noch junge Werk im Produktionsverbund eine Vorbildfunktion für die erfolgreiche Umsetzung der Wertstromprinzipien innehat und zudem zahlreiche repräsentative Produkte aus dem Knorr-Bremse Portfolio vereinigt.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung des Knorr-Bremse Konzerns wurde 2012 wesentlich durch die weiterhin hohe Unsicherheit und unterschiedliche regionale Entwicklungen in den Hauptmärkten beider Geschäftsbereiche geprägt.

Der Konzernumsatz stieg 2012 um 1,4 % auf 4.300,1 Mio. EUR (Vorjahr 4.240,8 Mio. EUR). In Europa stieg der konsolidierte Umsatz um 0,6 % auf 2.181,7 Mio. EUR (Vorjahr 2.169,5 Mio. EUR), was einem Anteil von 50,7 % (Vorjahr 51,2 %) am Konzernumsatz entspricht. Amerika trug mit 1.070,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.020,0 Mio. EUR) bzw. 24,9 % (Vorjahr 24,1 %) zum Konzernumsatz bei. Im asiatischpazifischen Raum wurden 1.047,5 Mio. EUR (Vorjahr 1.051,3 Mio. EUR) erwirtschaftet, was 24,4 % (Vorjahr 24,7 %) des Konzernumsatzes darstellt.

Der Auftragseingang lag mit 3.948,5 Mio. EUR (Vorjahr 4.072,5 Mio. EUR) um 8,2 % unter dem Umsatzniveau und um 3,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand im Konzern sank im Berichtsjahr um 11,1 % auf 2.905,3 Mio. EUR (Vorjahr 3.268,1 Mio. EUR).

Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns sank im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 295,0 Mio. EUR (Vorjahr 329,3 Mio. EUR). Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte 6,9 % (Vorjahr 7,8 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss mit 145,5 Mio. EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 6,7 % entspricht. Die Region Amerika erzielte einen Jahresüberschuss von 64,3 Mio. EUR, mit einer Nettoumsatzrendite von 6,0 %. In der Region Asien/Australien war ein Jahresüberschuss von 85,2 Mio. EUR zu verzeichnen, die Nettoumsatzrendite lag hier bei 8,1 %.

Der Geschäftsbereich Klimasysteme für Schienenfahrzeuge, Merak Sistemas Integrados de Climatización S.A., Getafe (Spanien), musste im Geschäftsjahr 2012 Einbußen in der Profitabilität hinnehmen. Ausschlaggebend waren hierfür im Wesentlichen hohe Umsatzrückgänge sowie Probleme in der Produktqualität und technischen Umsetzung von Projekten, die zu Ergebnisbelastungen führten. Aus diesem Grund wurden im Berichtsjahr umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit definiert und initiiert.

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2012 um 3,3 % auf 2.615,0 Mio. EUR (Vorjahr 2.530,4 Mio. EUR), wesentlich beeinflusst durch den Anstieg der flüssigen Mittel. Am Jahresende 2012 sind Aktiva in Höhe von 60,8 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresniveau von 32,7 % auf 31,7 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, liegt zum Jahresende bei 463,0 Mio. EUR (Vorjahr 470,6 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 39 Tagen (Vorjahr 40 Tage). Die Eigenkapitalquote stieg um 2,4 Prozentpunkte von 35,7 % auf 38,1 %.

Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 49,9 % in der Region Europa gebunden, 22,5 % in der Region Amerika und 27,6 % in der Region Asien/Australien. Der Anstieg des Nettoguthabens auf 551,0 Mio. EUR wurde in erster Linie aus dem Mittelzufluss des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 515,4 Mio. EUR erreicht. Wesentliche Mittelabflüsse ergaben sich im Jahr 2012 aus den Investitionen (165,8 Mio. EUR) und den Dividenden (184,9 Mio. EUR). Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 55,4 %. Im Vorjahr betrug das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital 44,0 %.

Die gute strategische Aufstellung, die positive Geschäftsentwicklung und das exzellente Working Capital Management wurden von den externen Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's bestätigt. Diese bewerten die Knorr-Bremse Gruppe seit dem Jahr 2000. Sowohl Moody's als auch Standard & Poor's bestätigten ihre Einstufungen von "A3 / Outlook stable" respektive "A- / Outlook stable" aus dem Vorjahr. Knorr-Bremse ist damit weiterhin das einzige Unternehmen in Familienhand im "Global Automotive Suppliers Ranking 2012" von Standard & Poor's mit einem "A"-Rating.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen seine Vermögens- und Finanzlage stabil gehalten. Zudem konnte die Liquiditätssituation weiter verbessert werden. Die Ertragskraft des Konzerns wurde durch ein konsequentes Kostenmanagement und vor allem durch interne Prozess- und Strukturoptimierungen abgesichert.

Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 38,1 % und einem Nettoguthaben von 551,0 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur.

Knorr-Bremse AG

Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen.

Verminderte Beteiligungserträge, resultierend aus einer geminderten Gewinnabführung des Geschäftsbereichs Systeme für Schienenfahrzeuge, führten zu einer Reduzierung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 134,9 Mio. EUR (Vorjahr 183,2 Mio. EUR).

Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden. Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweiten Tochterunternehmen die Funktion einer "Inhouse Bank" inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbleibende Risiko ganz oder teilweise mit Banken extern absichert.

Mithilfe der durch Knorr Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung und -transparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen.

Gewinnverwendung

Die Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Bilanzgewinn von 241,0 Mio. EUR (Vorjahr 263,9 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 156,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 60,00 EUR (Vorjahr 60,00 EUR) je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von 26,00 EUR zu verwenden.

Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die KB Holding GmbH, Grünwald, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten" Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Entwicklungen in den Regionen und nach Unternehmensbereichen

Der Schienenfahrzeugbereich trug im vergangenen Geschäftsjahr zum Konzernumsatz 2.216,9 Mio. EUR (Vorjahr 2.186,9 Mio. EUR) bei. Der Nutzfahrzeugbereich erreichte einen Umsatz von 2.098,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.068,2 Mio. EUR). Die parallele Entwicklung der globalen Schienen- und Nutzfahrzeugmärkte führte 2012 auch zu einer Seitwärtsbewegung der Umsatzanteile der beiden Geschäftsbereiche. Wie im Vorjahr trugen der Nutzfahrzeugbereich 49 % und der Schienenfahrzeugbereich 51 % zum Konzernumsatz bei.

In den einzelnen Regionen, nach denen der Konzern gesteuert wird, stellt sich die Entwicklung der beiden Unternehmensbereiche wie folgt dar:

Europa

Schienenfahrzeugbereich

Im Berichtszeitraum hat sich die Marktsituation in Europa entsprechend der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung in den verschiedenen Ländern differenziert gestaltet. Während der Schienenfahrzeugmarkt in Deutschland leicht wachsen konnte, stagnierten die Märkte in Frankreich, Großbritannien und Italien. Der Schienenfahrzeugmarkt in Russland konnte ebenfalls ein Wachstum verzeichnen, während sich der Markt in Spanien negativ entwickelte. Im Vergleich zum Vorjahr war die Anzahl der beschafften Lokomotiven 2012 in der Region auf einem vergleichbaren Niveau, während die Anzahl der produzierten Güterwagen mit 9.000 Stück um rund 25 % stieg.

In diesem Umfeld konnte Knorr-Bremse 2012 seine gute Marktposition durch die Sicherung wichtiger Aufträge weiter ausbauen. So stattet Knorr-Bremse die Dieseltriebzüge LINK des polnischen Herstellers PESA mit wesentlichen Komponenten der Bremssysteme wie Luftaufbereitung, Bremssteuerung sowie Teilen der Drehgestellausrüstung aus. PESA konnte 2012 Aufträge u. a. des tschechischen Betreibers Ceske Drahy für 31 Züge gewinnen. Des Weiteren hat Knorr-Bremse im Berichtsjahr mit allen drei potenziellen Fahrzeugbauern des sogenannten ET DB 400-Projekts der Deutschen Bahn Vereinbarungen über Rahmenverträge geschlossen. Diese umfassen die Entwicklung und Lieferung der Bremssysteme für die entsprechenden Fahrzeugplattformen der Hersteller Alstom Deutschland, Stadler Pankow und CAF. Im Rahmen dieses Projekts plant die Deutsche Bahn die Anschaffung von bis zu 1.600 neuen Triebwagen für verschiedene Strecken, die von einem der drei Fahrzeugbauer geliefert und somit in jedem Fall mit Bremssystemen von Knorr-Bremse ausgerüstet sein werden.

Knorr-Bremse profitierte 2012 von der wachsenden Bedeutung des durch GOST-Normen regulierten Markts in Russland sowie der GUS-Staaten und setzte den erfolgreichen Ausbau seiner Marktposition fort. So konnte ein Auftrag der russischen Transmashholding zur Ausstattung von 50 Doppelstock-Passagierwagen mit Drehgestellausrüstungen gesichert werden. Darüber hinaus unterzeichnete Knorr-Bremse mit dem deutschen Bahnbauer Voith einen Rahmenvertrag zur Lieferung von Bremssystemen für 500 Rangierlokomotiven, die Voith gemeinsam mit einem russischen Partnerunternehmen für den russischen Markt produziert.

Auch im Bereich RailServices konnte sich Knorr-Bremse 2012 wichtige Aufträge sichern. So begann Knorr-Bremse, die im Rahmen der Erstausrüstung von einem Wettbewerber gelieferten ölgeschmierten Kompressoren der Talent-Nahverkehrszüge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) durch umweltfreundliche ölfreie Kompressoren zu ersetzen. Bis spätestens 2017 wird die gesamte Flotte mit 330 ölfreien Kompressoren des Typs VV120-T umgerüstet. Aufträge zu Modernisierungen und Überholungen von Schienenfahrzeugen konnte sich der Bereich auch in allen anderen wichtigen europäischen Märkten sichern. Aufgrund des prognostizierten Wachstums des europäischen Nachmarkts wird dieses Geschäftsfeld für den Schienenfahrzeugbereich weiter an Bedeutung gewinnen und verstärkt werden.

Nutzfahrzeugbereich

Der westeuropäische Nutzfahrzeugmarkt konnte 2012 den Aufwärtstrend der beiden Vorjahre nicht fortsetzen. Die Produktion von luftgebremsten Lkws über 6 t gab um 11 % gegenüber dem Vorjahr auf 395.000 Einheiten nach und erreicht weiterhin nicht das Vorkrisenniveau von 562.000 produzierten Einheiten im Jahr 2008. Insbesondere die zweite Hälfte des Jahres war aufgrund der Diskussionen um den Erhalt des Euro in den südlichen Krisenländern von Zurückhaltung und sinkender Nachfrage geprägt. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in der westeuropäischen Anhängerproduktion, die sich gegenüber dem Vorjahr mit 172.000 Einheiten um 6 % reduzierte, sowie im Nachmarkt, der insbesondere in Spanien und Italien nachgab, wider.

In den GUS-Staaten reduzierte sich die Fahrzeugproduktion um 8 % auf 100.000 luftgebremste Lkws über 6 t. Das Volumen des Nachmarkts stieg dort dagegen leicht, da der Fahrzeugpark in der Region stetig wächst und zunehmend höherwertig ausgestattet ist.

Die wichtigsten Umsatzträger in Europa waren 2012 neben der Scheibenbremse elektronische Bremssysteme. Die führende technologische Position der Produkte von Knorr-Bremse wurde im Berichtsjahr durch die Beteiligung an neuen Fahrzeugplattformen bestätigt. So steuert Knorr-Bremse wichtige Schlüsseltechnologien für die neue Plattform des Herstellers Volvo bei. Neben der neuen Generation des elektronischen Bremssystems EBS7 werden auch Luftaufbereitungseinheiten, Pedaleinheiten sowie Kompressoren mit und ohne Kupplung für die in der Plattform verbauten neuen EURO-VI-Motoren geliefert. Die neue Ventileinheit für das optional erhältliche Doppelkupplungsgetriebe und die Luftfederung werden ebenfalls von Knorr-Bremse geliefert. Im Laufe des Jahres 2013 kommt das neue Antiblockiersystem ABS8 hinzu, das beispielsweise in jenen Fahrzeugen der Plattform verbaut wird, die Volvo in die BRIC-Staaten liefert.

Die wachsende Bedeutung des Markts für Ersatzteile, Trainings, Diagnose- und weiterer Dienstleistungen rund um bereits im Einsatz befindliche Nutzfahrzeuge spiegelt sich in der geplanten Gründung eines Joint Ventures mit der Robert Bosch GmbH, Bereich Automotive Aftermarket, und der ZF Friedrichshafen AG wider. Vorbehaltlich der Freigabe durch die Kartellbehörden wird das Gemeinschaftsunternehmen ab Mitte 2013 Dienstleistungen wie Hotline, technische Trainings und Informationen, Diagnose, Werkstattausrüstung sowie Qualitätsmanagement für Mehrmarken-Nutzfahrzeugwerkstätten anbieten.

Auch im Anhängersegment verzeichnete Knorr-Bremse 2012 einen wichtigen Erfolg. So hat Knorr-Bremse einen Rahmenliefervertrag mit der Schmitz Cargobull AG für die Lieferung von Anhänger-EBS, Scheibenbremsen und Bremszylindern abschließen können, der bis zum 31. Dezember 2014 Gültigkeit besitzt.

In Russland setzte Knorr-Bremse 2012 seinen Wachstumskurs fort. Im Berichtsjahr haben in verschiedenen russischen und westeuropäischen Standorten die Vorbereitungen für die Lieferung von modularen Bremssystemkomponenten für eine neue Omnibusgeneration des größten russischen Automobilkonzerns GAZ begonnen, mit dem eine Vereinbarung zur Entwicklung und Herstellung des kompletten Bremssystems geschlossen wurde. Der Serienstart der neuen Produktlinie ist für 2013 oder 2014 geplant. Darüber hinaus hat das Gemeinschaftsunternehmen von Knorr-Bremse und dem russischen Nutzfahrzeughersteller KAMAZ, Knorr-Bremse KAMA, im Berichtsjahr zwei Vereinbarungen zur Lieferung eines neuen Kupplungskraftverstärkers an KAMAZ und ZF Kama geschlossen. Der Serienanlauf ist für das dritte Quartal 2013 geplant.

Nordamerika

Schienenfahrzeugbereich

Das Wachstum des Schienenfahrzeugmarkts in Nordamerika setzte sich 2012 fort. Die Anzahl der produzierten Güterwagen wurde auf 59.000 Einheiten nach 47.000 im Vorjahr weiter erhöht. Zudem wurden rund 1.200 Lokomotiven produziert, von denen 790 auf dem nordamerikanischen Markt ausgeliefert und 410 exportiert wurden. Im Bereich des Personenverkehrs entwickelte sich der Markt insbesondere durch die Erweiterung sowie den Neubau von Nahverkehrssystemen weiterhin positiv.

In diesem Marktumfeld hat die US-amerikanische Tochtergesellschaft New York Air Brake Corp. im Berichtsjahr eine große Anzahl von Aufträgen für das Fahrerassistenzsystem LEADER erhalten. Insgesamt wurden seit der Markteinführung mehr als 2.500 Systeme an acht Kunden verkauft. Im Berichtsjahr wurde der größte Auftrag durch den Frachtbetreiber Norfolk Southern Railway Corp. über 1.125 LEADER-Systeme erteilt.

Im Bereich des Personennahverkehrs konnte Knorr-Bremse seine Position erfolgreich ausbauen und setzte sich bei weiteren großen Nahverkehrsprojekten durch. So wird die Knorr-Bremse Tochter Knorr Brake Corporation Brems-, Tür- und Klimasysteme für 78 Fahrzeuge des Herstellers Kinkisharyo International liefern, mit denen der Betreiber Los Angeles Metropolitan Transportation Authority ab 2015 seine Kapazitäten ausbaut und seine Flotte modernisiert. Zusätzlich besteht eine Option für weitere 157 Zugeinheiten. Die Knorr Brake Corporation wird ebenfalls Brems-, Tür- und Klimasysteme für 80 fahrerlose Züge des Herstellers Ansaldo-Breda S.p.A. liefern, die der Betreiber Honolulu Authority for Rapid Transportation ab 2015 auf einer neuen Nahverkehrslinie einsetzen wird. Brems- und Türsysteme der Knorr Brake Corporation werden zudem ab 2013 auch in 39 Fahrzeugen des Herstellers CAF eingesetzt, die für neue Nahverkehrslinien in Houston (Texas) bestimmt sind.

Nutzfahrzeugbereich

Die Erholung des nordamerikanischen Markts für Lkws setzte sich 2012 zwar fort, blieb aber auf einem moderaten Niveau. Gegenüber 2011 stieg die Anzahl der produzierten luftgebremsten Lkws über 6 t um 4 % auf 353.000 Einheiten. Der Markt bleibt jedoch weiterhin um 29 % hinter dem Höchstwert von 2006 mit 500.000 produzierten Einheiten zurück.

Die Geschäfte der Knorr-Bremse werden auf dem nordamerikanischen Markt von der Tochtergesellschaft Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio (USA), wahrgenommen. Die Aktivitäten firmieren entsprechend unter der Marke Bendix, die im August des Berichtsjahres mit der Auslieferung des 200.000. Bendix ESP-Systems einen wichtigen Meilenstein erreichen konnte. Seit der Markteinführung des Produkts 2005 wurden über 222.000 Einheiten verkauft.

Bendix hat im Berichtsjahr seine Marktführerschaft in Nordamerika durch die Sicherung verschiedener Aufträge ausgebaut. So gehört das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit automatischer Traktionskontrolle seit Mai 2012 zur Standardausstattung der meisten "Class 8"-Sat-telzugmaschinen des US-amerikanischen Nutzfahrzeugherstellers Peterbilt. Zudem ist nun das Sicherheitssystem "Bendix Wingman Advanced" zur Vermeidung von Kollisionen optional für die gesamte Palette an "On-highway"-Lkw-Modellen des Herstellers verfügbar. Mithilfe eines Radarsensors passt das System die eigene Geschwindigkeit der Geschwindigkeit des Vordermanns an. Droht ein Auffahrunfall, alarmiert das System den Fahrer zunächst. Reagiert dieser nicht, greift es zur Gefahrenvermeidung automatisch in die Motor- und Bremssteuerung ein. "Bendix Wingman Advanced" wurde 2011 in Fahrzeugen des Herstellers Navistar eingeführt und wird zusätzlich in Fahrzeugen von Peterbilt, Kenworth, Mack und Volvo angeboten.

Seit 2012 bietet der US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller Kenworth Trucks in ausgewählten Modellen seiner neuen "Class 8"-Baureihe ebenfalls optional das Reifendrucküberwachungssystem "SmarTire TPMS" (Tire Pressure and Temperature Monitoring System) von Bendix an. Das TPMS überwacht Druck und Temperatur von Nutzfahrzeugreifen in Echtzeit. Fällt der Reifendruck unter ein bestimmtes Niveau und droht dadurch Gefahr, warnt das System den Fahrer. Zusätzlich zum sicherheitsrelevanten Aspekt trägt das System somit auch ganz wesentlich zur Senkung der Flottenbetriebskosten bei. Reifenverschleiß und Kraftstoffverbrauch lassen sich mit optimalem Luftdruck in den Reifen spürbar senken.

Einen weiteren Erfolg erreichte Bendix beim US-amerikanischen Nutzfahrzeughersteller Navistar, der bei der Ausstattung seiner jährlich etwa 15.000 produzierten Navistar-Schulbusse exklusiv auf Türsysteme von Bendix setzt. Hergestellt werden die Systeme im Bendix-Werk in Huntington, Indiana.

Südamerika

Schienenfahrzeugbereich

Der weltweite Rückgang der Nachfrage nach Rohstoffen wirkte sich 2012 negativ auf das Frachtaufkommen in der Region Südamerika aus. So hat sich die Anzahl der produzierten Güterwagen im Berichtsjahr mit etwa 2.000 Einheiten in der Region halbiert. Die Anzahl der produzierten Lokomotiven hat sich 2012 wieder erholt und liegt mit ca. 200 Lokomotiven auf dem Niveau des Jahres 2008.

Das Marktniveau im Bereich Personenverkehr ist weiterhin hoch. Die Großereignisse der Fußballweltmeisterschaft 2014 sowie der Olympischen Spiele 2016 in Brasilien sind Treiber für den Ausbau der dortigen Nahverkehrssysteme. In diesem Umfeld sicherte sich Knorr-Bremse den Auftrag zur Belieferung des Kunden Bombardier Transportation mit kompletten Bremssystemen für 54 Züge für die neue Monorail-Linie "Expresso Tiradentes" in São Paulo. Darüber hinaus konnte sich Knorr-Bremse einen Auftrag zur Ausstattung von 19 Zügen des Schienenfahrzeugherstellers Alstom Transportation für die Metro in Perus Hauptstadt Lima mit Systemen zur Druckluftbeschaffung und Bremssteuerung sichern.

Nutzfahrzeugbereich

2012 entwickelte sich der südamerikanische Markt für Nutzfahrzeuge nach den Vorkaufseffekten im Vorjahr durch die Einführung der Abgasnorm Euro V in Brasilien negativ. Die Produktion von Lkws über 6 t sank um 35 % auf 139.000 produzierte Fahrzeuge. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte sich Knorr-Bremse einen langfristigen Auftrag des Kunden Volvo do Brasil zur Belieferung von ABS6-Bremssteuereinheiten und Drucksteuerventilen für seine neue Lkw-Plattform sichern. Der Serienanlauf der Produktion in Brasilien ist für 2014 geplant. Der Auftrag gilt bis 2018 und beinhaltet die Lokalisierung der Produktion der Drucksteuerventile ab 2015.

Asien/Australien

Schienenfahrzeugbereich

Der Schienenfahrzeugmarkt in Asien/Australien hat sich 2012 regional unterschiedlich entwickelt. In China ist die Nachfrage nach neuen Lokomotiven und Triebwagen im Bereich der Langstreckenzüge insbesondere im Hochgeschwindigkeitsverkehr nochmals zurückgegangen. Das lokale Wachstum im Personennahverkehr, insbesondere getrieben durch den kontinuierlichen Ausbau der Metrosysteme, sowie im Markt für Wartung und Instandhaltung konnte diesen Rückgang fast vollständig kompensieren. Positive Wachstumsimpulse gingen von den Märkten in Indien, Japan und Südostasien aus.

Einen großen Markterfolg konnte Knorr-Bremse in Japan verzeichnen. So erhielt der Konzern weitere Aufträge des Betreibers JR East zur Ausstattung von 23 Wagen der E6-Plattform sowie von 170 Wagen der neuen E7-Plattform der "Shinkansen"-Hochgeschwindigkeitszüge mit Drehgestellausrüstungen. Zudem konnte erstmalig ein Auftrag des Betreibers JR West zur Ausstattung von 100 Wagen seiner neuen W7-Plattform des Shinkansen mit Drehgestellausrüstungen gesichert werden.

In Indien konnte sich Knorr-Bremse im Berichtsjahr einen Auftrag über die Lieferung von 115 CCB-1.5-Lokomotiv-steuerungen sichern. Zusätzlich ist der Markteintritt der neuen CCB-2-Lokomotivsteuerung durch den Erhalt eines Auftrags zur Ausstattung von 50 Diesel- und 17 Elektriklokomotiven gelungen. In dem wachsenden Markt für Metrosysteme in China konnte sich Knorr-Bremse erstmals einen Auftrag zur Ausstattung eines Metrosystems mit allen drei angebotenen Subsystemen sichern. So werden die Züge der Metro Qingdao mit Brems- und Türsystemen sowie Klimaanlagen von Knorr-Bremse ausgestattet.

Nutzfahrzeugbereich

Die Region Asien/Australien verzeichnete 2012 einen weiteren Rückgang der Lkw-Produktion um 16 %. Der größte Rückgang fand dabei in China statt, wo sich die Lkw-Produktion mit 879.000 Einheiten um 21 % reduzierte. Die Gründe hierfür liegen in der weltweit unsicheren ökonomischen Situation, die sich sowohl in einer niedrigeren Exportrate als auch in signifikant niedrigeren Investitionsaktivitäten der chinesischen Wirtschaft niederschlug. Eine positive Ausnahme bildet der chinesische Markt für Busse, der innerhalb Chinas aufgrund der zunehmenden Urbanisierung und eines neuen Standards für Schulbusse sowie steigender Exporte zulegen konnte.

In diesem schwierigen Marktumfeld konnte Knorr-Bremse seine Position auf dem chinesischen Nutzfahrzeugmarkt ausbauen. Nachdem die Fahrzeuggeneration H3 des chinesischen Lkw-Herstellers Foton bereits umfangreich mit Bremskomponenten beliefert wurde, begann Knorr-Bremse zu Beginn des Berichtsjahres mit der Lieferung der ersten Pedaleinheiten, Kupplungskraftverstärker und Handbremsventile für die neue H4-Plattform des Fahrzeugbauers. Foton baut den Lkw für den Export nach Europa sowie in die amerikanischen Märkte. Im indischen Nutzfahrzeugmarkt konnte sich das Wachstum der Vorjahre nicht fortsetzen. Insbesondere aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation in der zweiten Jahreshälfte reduzierte sich die Anzahl produzierter Lkws über 6 t um 16 % auf 256.000 Einheiten. Im Gegensatz hierzu setzte sich der Aufwärtstrend im japanischen Nutzfahrzeugmarkt weiter fort, wodurch die Lkw-Produktion um 26 % auf 207.000 Fahrzeuge stieg. Unter Einbeziehung der Busproduktion wurde die Zahl der produzierten Einheiten um 21 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

Um der stark wachsenden Bedeutung der asiatisch-pazifischen Region für beide Bereiche von Knorr-Bremse und den spezifischen Anforderungen seiner Kunden weiterhin gerecht zu werden, wurde im Rahmen einer gemeinsamen strategischen Initiative von Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge und Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge in Pune (Indien) mit den Vorbereitungen für das "Knorr-Bremse Technology Center India" begonnen. Das Technologiezentrum wird den Zugang zu gut ausgebildeten Ingenieuren sichern, die das Produktportfolio von Knorr-Bremse in enger Zusammenarbeit mit den weltweiten Kompetenzzentren für Forschung und Entwicklung technologisch weiterentwickeln werden.

Investitionen und Abschreibungen

Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen 165,8 Mio. EUR (Vorjahr 158,9 Mio. EUR) und sind gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % gestiegen.

Auf Europa entfielen hiervon 78,4 Mio. EUR (47,3 %). In der Region Amerika wurden 62,5 Mio. EUR (37,7 %) und in Asien/Australien 24,9 Mio. EUR (15,0 %) der Investitionssumme getätigt.

Auf die Divisionen bezogen, wurden im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge 79,5 Mio. EUR (Vorjahr 65,9 Mio. EUR) und 56,9 Mio. EUR (Vorjahr 74,7 Mio. EUR) im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge investiert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zu 2011 mit 159,8 Mio. EUR (Vorjahr 164,6 Mio. EUR) konzernweit leicht gesunken. Die Region Europa trug hierbei mit 95,5 Mio. EUR den größten Teil der Abschreibungen, gefolgt von Asien/Australien mit 33,9 Mio. EUR und Amerika mit 30,4 Mio. EUR. Der mit 93,6 Mio. EUR (Vorjahr 97,7 Mio. EUR) größere Anteil der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 60,6 Mio. EUR (Vorjahr 60,8 Mio. EUR) betrugen.

Schwerpunkt der Investitionstätigkeit 2012 war neben dem Ausbau der weltweiten Produktionskapazitäten und Ersatzinvestitionen die Fortsetzung der Bautätigkeiten für neue Produktionsstätten in Indien (Faridabad und Pune), USA (Westminster), Australien (Granville) und Brasilien (Itupeva).

Forschung und Entwicklung

Als Technologiekonzern hat Knorr-Bremse seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auch im Berichtsjahr in enger Abstimmung mit den Kunden ausgeweitet. Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und Projektierung lag im Berichtsjahr bei 249,7 Mio. EUR (Vorjahr 208,8 Mio. EUR) und macht 5,8 % (Vorjahr 4,9 %) vom Umsatz aus.

Als weltweiter Technologieführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge entwickelt Knorr-Bremse innovative Produkte, die sich durch Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und hohen Kundennutzen auszeichnen. Dies gilt gleichermaßen für die weiteren Produktbereiche von Schienenfahrzeugen (Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Fahrerassistenzsysteme, Steuerungskomponenten sowie Bahnsteigtüren) und Nutzfahrzeugen (Fahrerassistenzsysteme, Drehschwingungsdämpfer und weiteren Komponenten für den Antriebsstrang wie PBS und Getriebesteuerung).

Die umfassende Beherrschung von Elektronik, Pneumatik und Mechanik ist hierbei die Grundlage des Markterfolgs von Knorr-Bremse. Diese Kenntnisse befähigen Knorr-Bremse, seinen Kunden komplette Bremssysteme zu liefern. Der seit Jahren richtungsweisende Trend zur Einführung innovativer System- und Modullösungen mit einer Tendenz zu sogenannten mechatronischen Systemen verschafft Knorr-Bremse einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Marktteilnehmern. Die erfolgreiche Umsetzung des Anspruchs, innovative Lösungen für lokale Markt- und Kundenanforderungen zu realisieren und zum Nutzen der Kunden ständig weiterzuentwickeln, wurde auch 2012 wieder durch zahlreiche Innovationen und Auszeichnungen eindrucksvoll bestätigt.

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge lag ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten 2012 auf der Entwicklung innovativer Produkte für die BRIC-Staaten sowie der Staaten im Nahen und Mittleren Osten. So wurde das Steuerventil KAB60 für Russland und die GUS-Staaten, das bereits im Jahr 2011 erfolgreich abgenommen wurde, in ein komplettes Bremssystem inkl. der Bremssteuerung für den Kunden Alstom Transportation integriert. Die Komponenten wurden dabei für die besonderen Anforderungen von Temperaturen bis -50 °C ertüchtigt. Diese werden in Frachtdoppellokomotiven des kasachischen Betreibers Kazakhstan Temir Zholy erstmals in einem Land mit GOST-Standard eingesetzt. Weitere wesentliche Neuentwicklungen waren ein schallgekapselter, ölfreier Kompressor zur Lärmreduzierung bei langsamen Bremsgeschwindigkeiten und ein besonders flaches Klimasystem der Knorr-Bremse Tochter Merak, das dem sehr beschränkten Einbauraum bei Metros Rechnung trägt und sich zudem durch ein niedriges Geräuschniveau und eine einfache Überholbarkeit auszeichnet.

Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge bildeten wie im Vorjahr die Produktnachfolgegenerationen für ABS, EBS und ESP sowie die Weiterentwicklung der elektronisch geregelten Luftaufbereitung (EAC2) die Schwerpunkte der Entwicklungsaktivitäten 2012. So wurden die Entwicklungen TEBS G2.2 für Lkw-Anhänger für den Kunden Schmitz Cargobull sowie EBS7 und EAC2.5 für den Kunden Volvo erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit der nordamerikanischen Knorr-Bremse Tochter Bendix wurde zudem eine neue Generation Videokameras für Fahrerassistenzsysteme entwickelt. Diese wird auf dem europäischen Markt eingeführt, um für Kunden die Spurhalteassistenzfunktion bei gleichzeitig reduzierter Baugröße noch robuster und kostengünstiger darzustellen.

Dem regionalen Ansatz von Knorr-Bremse entsprechend, wurde auch 2012 der Anteil der Entwicklungskapazität in Schwellenländern wie Indien und China weiter ausgebaut. So wurde beispielsweise in Indien das Knorr-Bremse Technology Center India (TCI) gegründet, das als Gemeinschaftsunternehmen beider Unternehmensbereiche Entwicklungsleistungen für den Konzern erbringen wird. Insgesamt wurde die Anzahl der Mitarbeiter, die weltweit im Bereich Forschung, Entwicklung und Projektierung tätig sind, gegenüber dem Vorjahr leicht ausgebaut.

Personal

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2012 insgesamt 19.120 (17.539 exkl. Leasing) Mitarbeiter. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 4,6 % (exkl. Leasing Rückgang um 3,3 %).

In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2012 10.251 (9.766 exkl. Leasing) gegenüber 10.442 (9.957 exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 53,6 % über dem Vorjahresniveau von 52,1 %. In Deutschland sank die Zahl der Mitarbeiter von 3.848 (3.587 exkl. Leasing) auf 3.750 (3.541 exkl. Leasing). Der Anteil der Arbeitnehmer in Deutschland stieg jedoch von 19.2 % auf 19,6 %. Die Beschäftigtenzahl in der Region Amerika reduzierte sich 2012 und umfasste zum Jahresende 4.185 (4.011 exkl. Leasing) gegenüber 4.569 (4.363 exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der Anteil der Mitarbeiter in der Region fiel von 22,8 % auf 21,9 %. In Asien/Australien sank die Mitarbeiterzahl von 5.039 (3.823 exkl. Leasing) auf 4.684 (3.762 exkl. Leasing) Mitarbeiter. Dabei reduzierte sich auch der Mitarbeiteranteil in der Region auf 24,5 % gegenüber 25,1 % im Vorjahr.

Bei der Anzahl der Mitarbeiter wurde in beiden Bereichen bei leichten Umsatzzuwächsen ein Mitarbeiterabbau realisiert. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die Mitarbeiterzahl von 11.083 (9.955 exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 10.840 (9.781 exkl. Leasing) zum Ende 2012 gesunken. Auch im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge reduzierte sich die Mitarbeiterzahl von 8.636 (7.858 exkl. Leasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 7.941 (7.422 exkl. Leasing) zum Jahresende 2012.

Im Berichtsjahr waren die weitere Stärkung der Wahrnehmung von Knorr-Bremse als attraktiver Arbeitgeber sowie die Entwicklung und Förderung von Talenten im Unternehmen wesentliche Schwerpunkte der Personalarbeit. Im Rahmen der Initiative People Excellence (PEX) wurden eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben umgesetzt. So haben Mitarbeiter in Deutschland u. a. die Möglichkeit, stunden- oder tageweise von zu Hause per Telearbeit zu arbeiten oder eine mehrmonatige Auszeit in Form eines Sabbaticals zu nehmen. Darüber hinaus wurde das Angebot an flexiblen Teilzeitmodellen erweitert. Im Rahmen der Führungskräfteentwicklung wurden das globale Führungstraining neu aufgesetzt, weltweit einheitliche Personalbeurteilungsprozesse mit dem Ziel einer besseren Potenzialerkennung weiterentwickelt und Auswahlverfahren für junge Führungskräfte neu gestaltet.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2012. Der Dank gilt ebenfalls den Belegschaftsvertretungen für ihre konstruktive Zusammenarbeit.

Engagement und Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und unternehmerische Verantwortung (Corporate Responsibility, CR) spielten auch im Geschäftsjahr 2012 eine wesentliche Rolle und wurden weiter vorangetrieben.

Im Berichtsjahr standen insbesondere die Überarbeitung der Unternehmenswerte Unternehmertum, Zuverlässigkeit, Technologische Exzellenz, Leidenschaft und Verantwortung sowie darauf aufbauender Leitlinien im Vordergrund der CR-Aktivitäten von Knorr-Bremse. In einer CR-Policy wurden die Grundsätze und strategischen Ziele des verantwortungsvollen Handelns definiert und Leitbilder festgeschrieben, die verdeutlichen, was der Konzern unter CR und Nachhaltigkeit versteht. Darüber hinaus wurde ein weltweit verbindlicher Verhaltenskodex (Code of Conduct) erarbeitet, der Leitlinien für ein Verhalten im Einklang mit gesetzlichen und unternehmensinternen Regelungen enthält.

Einen Schwerpunkt des Engagements im Rahmen der unternehmerischen Verantwortung bildete zudem die weitere Verankerung der internationalen Prinzipien des UN Global Compact in die Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr wurde eine konzernweite Abfrage abgeschlossen, die die Umsetzung der Prinzipien des Global Compact überprüfte. Ziel der Umfrage war es festzustellen, welche Systeme und lokalen Ansätze zur Einhaltung von Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards sowie der Menschenrechte implementiert sind und in welchen Bereichen Ansatzpunkte zur Verbesserung bestehen. Auf dieser Grundlage wurden weiterführende Maßnahmen definiert. Einige der Umfrageergebnisse hat Knorr-Bremse in seinem zweiten Global-Compact-Fortschrittsbericht veröffentlicht.

Wie in den Vorjahren unterstützte Knorr-Bremse auch im Jahr 2012 den seit Anfang 2005 bestehenden gemeinnützigen Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. und förderte dessen Aktivitäten im Berichtsjahr mit 1,5 Mio. EUR. Der Schwerpunkt des Vereins lag auch 2012 auf Projekten, die durch Hilfe zur Selbsthilfe die Lebenssituation von in Not geratenen Menschen nachhaltig verändern. So arbeitet der Verein beispielsweise in Kenia in einem integrativen Landwirtschaftsprojekt daran, über die Vermittlung von Know-how sowie hochwertigerem Pflanzen- und Saatgut die Ernährungssicherheit zu verbessern. Dadurch können sich die Menschen vor Ort eine sichere Lebensgrundlage und eine hoffnungsvollere Zukunft aufbauen.

Knorr-Bremse Global Care e. V. wurde anlässlich der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 gegründet, um den Flutopfern effektiv und nachhaltig zu helfen. Im Berichtsjahr wurden 46 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in insgesamt 23 Ländern realisiert. Die Projekte werden ehrenamtlich und mit großem Engagement von Knorr-Bremse Mitarbeitern betreut. Mit ausbezahlten Fördermitteln von mehr als 1,6 Mio. EUR durch Knorr-Bremse Global Care e. V. wurden im Jahr 2012 rund 50.000 Menschen erreicht.

Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag haben sich keine Sachverhalte ergeben, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Knorr-Bremse Konzerns haben.

Bericht über Risiken und Chancen

Der Knorr-Bremse Konzern verfügt über ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem. Die Berichtsperioden und die Berichtsinhalte sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft.

Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagement-Reporting. Es basiert auf einem Risikobericht, der im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sitzungen in der Geschäftsführung sowie im Vorstand besprochen und mit Maßnahmen belegt wird. Somit wird das operative Risikomanagement-System auf strategischer Ebene ergänzt. In seiner Gesamtheit hat sich dieses Kontrollsystem als zuverlässiges Netz zur Früherkennung und Korrektur von drohenden Fehlentwicklungen bewährt.

Die Risikobetrachtung und deren Management sind auch ein wesentlicher Bestandteil bei der Beschreibung, der Dokumentation und der kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Prozesse im gesamten Knorr-Bremse Konzern (Knorr Excellence-Modell).

Geschäftsrisiken

Der Knorr-Bremse Konzern ist in Geschäftssegmenten aktiv, die auf der Kundenseite seit Jahren durch einen dynamischen Konzentrationsprozess gekennzeichnet sind. Der daraus folgenden Nachfragemacht und dem entsprechenden Preisdruck begegnet Knorr-Bremse mit innovativen Produkten und Systemen. Das Unternehmen empfiehlt sich damit für eine nachhaltige Zusammenarbeit. Ziel ist es, kosteneffiziente Lösungen im Sinne der Kunden zu erreichen. Das gelingt insbesondere bei frühzeitiger Einbindung in das jeweilige Gesamtprojekt des Kunden.

Die regionalen Nutzfahrzeug- und Eisenbahnmärkte folgen unregelmäßigen Zyklen. Markt- oder Wachstumsschwankungen können einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betreffen. Als weltweit tätiger Konzern ist Knorr-Bremse in besonderem Maße einer risikobehafteten Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und die weltweiten Handelsströme werden intensiv beobachtet, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten. Die internationale Präsenz macht Knorr-Bremse zugleich weitgehend unabhängig von regional begrenzten Krisen. Die weltweit zu verzeichnende stärkere Volatilität der Nutzfahrzeugindustrie trifft auch Knorr-Bremse und wird weiter beobachtet. Die sich verschlechternde Bonität von Kunden birgt das Risiko von Forderungsausfällen, denen mit einem effektiven Forderungsmanagement entgegengetreten wird.

Im Zuge des dynamischen Wachstums der vergangenen Jahre hat Knorr-Bremse zahlreiche Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund integriert. Die finanziellen und kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen typischerweise verbunden sind, konnte Knorr-Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften in engen Grenzen halten. Im Hinblick auf die Überwindung kultureller Barrieren hat Knorr-Bremse in den vergangenen 20 Jahren mit zahlreichen Akquisitionen und mehrheitlich geführten Joint Ventures wertvolle Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen gesammelt. Diese Erfahrungen kommen bei weiteren möglichen Übernahmen positiv zum Tragen und wurden in strukturierten Prozessen abgebildet.

Knorr-Bremse steht mit seinen Systemen an der Spitze der technischen Entwicklung. Daraus ergeben sich zugleich auch Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Hierfür hat Knorr-Bremse umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren im routinemäßigen Einsatz. Zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse orientiert sich Knorr-Bremse an internationalen Standards. Die einzelnen Standorte lassen sich in diesem Zusammenhang regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Bereiche arbeiten darüber hinaus mithilfe des Knorr Excellence-Qualitätsprogramms (Quality First) trotz des bereits sehr hohen Qualitätsniveaus intensiv daran, die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte kontinuierlich weiter zu verbessern.

Operative Risiken

Risiken aus Produktionsausfällen sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen ein effizientes Reagieren auf unvorhergesehene kurzfristige Kapazitätsschwankungen.

Knorr-Bremse pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern. Um etwaige Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel zu vermeiden, die wiederum zu Produktionsstörungen und nachfolgend zu Ertragseinbußen führen könnten, legt Knorr-Bremse großen Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten. Diese werden kontinuierlich einer technischen und wirtschaftlichen Auditierung unterzogen. Insolvenzen von Geschäftspartnern stellen in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ein weiteres Risiko dar, worauf unmittelbar reagiert wird.

Auf der Kundenseite kann es insbesondere im Erstausrüstergeschäft aufgrund des Auslaufens von langfristigen Preisvereinbarungen und länger als erwartet andauernden Anschlussverhandlungen in einem befristeten Zeitraum dazu kommen, dass Lieferungen ohne gültige Liefervereinbarung getätigt werden. Hieraus können Preisdifferenzen und damit verbundene Risiken entstehen. Des Weiteren können sich aufgrund vertraglicher Pflichten Garantierisiken ergeben. Ein systematisches Vertragsmanagement zur Kontrolle dieser Risiken wird durch entsprechende Knorr Excellence-Prozesse sichergestellt.

Das Risiko aus Währungsschwankungen ist insgesamt für den Knorr-Bremse Konzern nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Selektiv werden auch derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb.

Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie, in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Knorr Excellence-Prozesses.

Grundsätzlich werden Preisänderungsrisiken von Rohstoffen, die für Knorr-Bremse relevant sind, in angemessenem Umfang mit derivativen Instrumenten abgesichert, sofern diese Preisänderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben können. Für Stahl und Aluminium sind Basissicherungen für einen Teil des Risikos vorgenommen worden.

Die Geschäftsprozesse im Knorr-Bremse Konzern werden durch leistungsfähige und moderne IT-Systeme unterstützt. Zur Vermeidung von Störungen legt Knorr-Bremse besonderes Gewicht auf die Vereinheitlichung der Hard- und Software-Landschaft, die Integrität und die Sicherung der Datenbestände, anforderungsgerechte Backup-Lösungen sowie die Steuerung der Zugriffsberechtigung. Mithilfe von internen und externen Audits an allen wesentlichen Standorten weltweit wird die Einhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien umfassend überprüft. Das Corporate Data Center in München entspricht den höchsten Anforderungen (Industriestandard) hinsichtlich Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Auf dieser Basis werden auch die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration aller, insbesondere auch der neuen Standorte weiter verbessert.

Um den steigenden Anforderungen im Umweltschutz gerecht zu werden, orientiert sich Knorr-Bremse weltweit am Standard ISO 14001. Der überwiegende Anteil der Standorte ist entsprechend zertifiziert beziehungsweise bereits rezertifiziert.

In Asien, aber auch in den übrigen Regionen, erschweren Imitationen und Produktpiraterie das Geschäft im Nutz- und Schienenfahrzeugbereich. Demgegenüber steht die technische Kompetenz von Knorr-Bremse, die aufgrund der sicherheitskritischen Anwendungen der Produkte weltweit von den Kunden anerkannt und geschätzt wird.

In dem Hochtechnologieumfeld, in dem die Produkte von Knorr-Bremse eingesetzt werden, besteht das Risiko des Erreichens von physischen Grenzen bei der Produktanwendung. Darüber hinaus stellt die zunehmende Integration von Produktionsstätten in Schwellenländern die Sicherstellung der Produkt- und Prozessqualität vor erhöhte Herausforderungen. Auch hier sichert eine konsequente Anwendung der entsprechenden Knorr Excellence-Prozesse die hohe Zuverlässigkeit der angebotenen Systeme.

Die sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Auch für die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet.

Ausblick

Knorr-Bremse geht auch für die kommenden zwei Jahre von fortgesetzten Schwankungen in den weltweiten Märkten aus. Regional werden sich die Märkte voraussichtlich weiterhin unterschiedlich entwickeln. Sowohl in Europa als auch in den USA verhindern hohe Staatsverschuldungen und die Sparpolitik vieler Länder wesentliche Wachstumsimpulse. Für die Schwellenländer, insbesondere in Südamerika und Asien, wird zwar weiterhin ein überproportionales Wachstum erwartet, mit jedoch erheblich niedrigeren Wachstumsraten als in den Vorjahren.

Vor diesem Hintergrund wird global ein weiterhin gemäßigtes Wirtschaftswachstum erwartet, das hohen Risiken und Unsicherheiten in den regionalen Märkten ausgesetzt sein wird. Die asiatischen Schwellenländer werden voraussichtlich auch 2013 und 2014 den größten Beitrag zum weltweiten Wirtschaftswachstum leisten. Chancen bestehen in den industrialisierten Ländern in einer Einigung auf nachhaltige Maßnahmen zur Lösung der Staatsschuldenkrise, die eine Lockerung der zurückhaltenden Investitionspolitik vieler Unternehmen in diesen Ländern bewirken und damit einen zusätzlichen globalen Wachstumsschub auslösen könnten.

In Europa wird für den Markt für Schienenfahrzeuge derzeit ein weitgehend stabiles Marktumfeld für die kommenden zwei Jahre erwartet. Während in den Ländern Spanien, Portugal und Italien die Wirtschaftskrise negative Auswirkungen zeigt, weist Deutschland in den unterschiedlichen Marktsegmenten ein stabiles Beschaffungsvolumen auf hohem Niveau auf. Aus Russland, Großbritannien und Südafrika, das im Konzern ebenfalls zur Region Europa gezählt wird, werden durch geplante Investitionen in verschiedenen Schienenverkehrsprojekten Wachstumsimpulse erwartet. Die aufstrebende Region des Nahen und Mittleren Ostens wird aufgrund des geplanten Ausbaus der Schieneninfrastruktur weiter in den Fokus rücken.

Im europäischen Nutzfahrzeuggeschäft wird für die Jahre 2013 und 2014 von einer rückläufigen Marktentwicklung ausgegangen. Das Jahresvolumen produzierter Nutzfahrzeuge wird im Jahr 2013 voraussichtlich leicht unter Vorjahresniveau liegen. Im Geschäftsjahr 2013 liegt die größte Herausforderung für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge in Europa in der weiterhin erhöhten Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, die sich durch die starke Konjunkturabhängigkeit des Nutzfahrzeugsektors in der Auftragsentwicklung widerspiegelt. Um der gestiegenen Volatilität des Markts zu begegnen, werden u. a. die Aktivitäten in zukunftsträchtigen Märkten wie beispielsweise Russland, China und Indien ausgeweitet, die teilweise aus Europa beliefert werden und somit zur Stabilisierung der Region beitragen. Darüber hinaus soll das Geschäft durch eine selektive Erweiterung der Geschäftsfelder mittelfristig ausgeweitet werden. Bei allen Wachstumsprojekten stehen die Steigerung des Kundennutzens und die Technologieführerschaft im Mittelpunkt, wobei der Qualität und Zuverlässigkeit aller Produkte oberste Priorität beigemessen wird.

Im Schienenfahrzeugmarkt in Nordamerika rechnet Knorr-Bremse 2013 und 2014 im Erstausrüstermarkt mit unterschiedlichen Entwicklungen im Fracht- und Personenverkehr. Im Bereich Güterwagen wird aktuell mit einem Rückgang der produzierten Einheiten gerechnet, wofür die weltweit sinkende Nachfrage nach Rohstoffen und eine längere Nutzung der vorhandenen Flotten ausschlaggebend sind. Im Bereich der Lokomotiven wird mit einer stabilen Entwicklung der Beschaffungsvolumina gerechnet. Im Personennahverkehr werden wichtige Ausbau- und Modernisierungsprojekte wie z. B. in San Francisco oder New York City vorangetrieben, so dass in diesem Bereich von einer positiven Marktentwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen wird.

Im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt wird für 2013 von einer leichten Abschwächung ausgegangen, wobei durch notwendige Ersatzbeschaffungen 2014 Chancen für Wachstumsimpulse bestehen. Für das Nachmarktgeschäft wird in den Folgejahren in der Region ein Wachstum erwartet, das einen Ausgleich für das sich abschwächende Erstausrüstergeschäft darstellen kann. Darüber hinaus wird in Nordamerika die Einführung einer Vorschrift zur Ausstattung von Lkws mit Stabilitätstechnologien erwartet, die im Jahr 2015 oder 2016 in Kraft treten wird. Aufgrund dieser Vorschrift bieten sich weiterhin Wachstumschancen für den Markt von Stabilitätsprogrammen wie beispielsweise die ESP-Systeme von Knorr-Bremse bzw. Bendix.

In der Region Südamerika wird auf dem Schienenfahrzeugmarkt nach dem starken Rückgang des Schienengüterverkehrs 2012 in den Folgejahren mit einer Stagnation der Nachfrage nach Güterwagen und Lokomotiven gerechnet. Durch die Verschiebung von geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken in Argentinien, Venezuela und Brasilien verzögern sich die Wachstumsaussichten in diesem Sektor um mehrere Jahre. Im Personenverkehr findet ein weiterer Ausbau verschiedener kleinerer und mittlerer Nahverkehrssysteme statt, wobei 2013 das Vorjahresniveau nicht erreicht wird.

Für die Lkw-Produktion wird in Südamerika 2013 im Vergleich zu 2012 mit einer leichten Erhöhung der Zahl produzierter Einheiten gerechnet. Einen positiven Wachstumseffekt für die kommenden Jahre hat die gesetzliche Einführung von ABS in Nutzfahrzeugen in Brasilien.

In der Region Asien/Australien wird im Schienenfahrzeugbereich für die Jahre 2013 und 2014 eine regional differenzierte Entwicklung gesehen. In China wird für den Markt im Segment des Personennahverkehrs mit einem weiteren leichten Wachstum gerechnet. Die Entwicklung des Hochgeschwindigkeits-, Intercity- und Frachtverkehrs ist jedoch aufgrund der unklaren wirtschaftlichen Entwicklung und des Regierungswechsels noch mit Unsicherheiten behaftet. Für die Märkte in Indien und Südostasien wird ein weiteres Wachstum erwartet, während für Japan, Korea und Australien mit einer stabilen Marktsituation gerechnet wird.

Im Nutzfahrzeugmarkt wird in der Region für 2013 und 2014 gesamthaft ein moderater Anstieg der Lkw-Produktion erwartet. In China wird nach dem starken Rückgang der Lkw-Produktion 2012 für die Folgejahre von einer leichten Erholung ausgegangen. Das Marktniveau bleibt jedoch weiterhin unter der durch staatliche Subventionen beeinflussten Rekordproduktion im Jahr 2010. Der Nutzfahrzeugmarkt in Indien wird sich voraussichtlich ebenfalls erholen, während in Japan mit einer stabilen Marktentwicklung gerechnet wird.

Knorr-Bremse geht für die nächsten beiden Jahre auf Basis der dargestellten regionalen Rahmenbedingungen von einer stabilen Umsatzentwicklung in einem weiterhin von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld aus. Insbesondere die aufgezeigten, differenzierten Risiken für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft werden die regionale Entwicklung beeinflussen. Unter der Prämisse, dass sich die Konjunktur nicht weiter verschlechtert, geht Knorr-Bremse ebenfalls von einer stabilen Ergebnisentwicklung aus. Auf Basis der für den Konzern getroffenen Annahmen ist auch für die Knorr-Bremse AG davon auszugehen, dass sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Abhängigkeit ihrer Beteiligungserträge weiterhin stabil entwickeln wird.

Knorr-Bremse wird seine auf einen langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Firmenpolitik auch in den kommenden Jahren vorantreiben und insbesondere die eingeleiteten Schritte zum Ausbau der Kapazitäten in Regionen mit wachsender Nachfrage weiterführen. Hierzu gehören beispielsweise eine intensive Marktbearbeitung in den BRIC-Staaten sowie die Einführung innovativer Produkte und eine selektive Erweiterung der Geschäftsfelder. Die Steigerung des Kundennutzens und die Technologieführerschaft stehen hierbei nach wie vor im Mittelpunkt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Segmentberichterstattung-- und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise über die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 1. März 2013

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rupprecht, Wirtschaftsprüfer

Peth, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2012 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften beschäftigt.

Dabei wurden neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. Die der Entscheidung des Aufsichtsrats zugrunde liegenden Informationen und Analysen wurden zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Um den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes an die Corporate-Governance-Regeln zu genügen, wurde unterjährig eine zweite Sitzung des Bilanzausschusses abgehalten. In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst.

Der Knorr-Bremse Konzern konnte im Geschäftsjahr 2012 seinen Umsatz auf 4,30 Mrd. EUR leicht steigern (Vorjahr 4,24 Mrd. EUR). Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge glich Rückgänge in den Regionen Europa, Südamerika und Asien/Australien mit einer starken Entwicklung in Nordamerika aus. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge partizipierte insbesondere in Nordamerika und Japan von einer positiven Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte und konnte leichte Rückgänge in den Regionen Europa und Südamerika überkompensieren.

Zur Absicherung der zukünftigen Unternehmensentwicklung hat Knorr-Bremse auch 2012 am Ausbau und der strategischen Weiterentwicklung der Produktionsstandorte festgehalten. So konnte im Berichtsjahr ein neues Werk für Systeme für Schienenfahrzeuge in Buccinasco (Italien) in Betrieb genommen werden. Des Weiteren wurden an fünf Standorten Bauaktivitäten für neue Werke begonnen bzw. fortgesetzt: in Pune (Indien) für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge, in Faridabad (Indien), Westminster (USA) und Granville (Australien) für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge sowie in Itupeva (Brasilien) für beide Geschäftsbereiche.

Neben dem organischen Wachstum standen auch im vergangenen Jahr gezielte Akquisitionen und Joint Ventures zur Optimierung des Produktportfolios im Fokus der Konzernstrategie. Im Schienenfahrzeugbereich führte die Übernahme von weiteren 25 % am Joint Venture Icer Rail S.L. in Pamplona (Spanien) zu einer Stärkung des Produktbereichs Reibmaterial. Seit der Erhöhung hält die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sociedad Española de Frenos, Calefacción y Señales S.A., Getafe (Spanien), ebenso wie der zweite Anteilseigner Berkshire Rail S.L., Pamplona (Spanien), 50 % der Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen. Die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Microelettrica Scientifica S.p.A., Buccinasco (Italien), hat den Bereich Leistungselektrik durch die Übernahme der verbliebenen Anteile am Spezialwiderstandhersteller Heine Resistors GmbH, Dresden (Deutschland), weiter verstärkt. Zudem hat das Unternehmen Rheinmetall Simulation Australia Pty. Ltd., Adelaide (Australien), mit der Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Sydac Pty. Ltd., Adelaide (Australien), einen Vertrag zur Übernahme ihres Geschäftsbereichs der Fahrsimulatoren für Wehrtechnik mit Wirkung zum 1. Februar 2013 abgeschlossen. Mit dieser Veräußerung trennt sich Knorr-Bremse von einem Bereich, der kein strategisches Handlungsfeld des Konzerns darstellt. Des Weiteren haben beide Unternehmensbereiche das Knorr-Bremse Technology Center India Private Ltd., Pune (Indien), als Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München (Deutschland), und der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München (Deutschland), gegründet. Gegenstand der Gesellschaft ist das Erbringen von Entwicklungsleistungen für die Muttergesellschaften.

Auch bei steigendem Umsatzvolumen hatte die Sicherstellung höchster Qualität in allen Produkten, Prozessen und Strukturen weiterhin oberste Priorität. Dies wurde nicht nur durch die konzernweiten Qualitätsprozesse, sondern auch durch die gezielte Förderung von Mitarbeitern gewährleistet. So startete im Berichtsjahr am Standort für Systeme für Nutzfahrzeuge in Liberec (Tschechische Republik) das neue Trainingscenter "Value Stream Academy" für beide Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Akademie fördert Verbesserungen über den gesamten Wertstrom hinweg und verankert die dafür notwendigen theoretischen Grundlagen bei den Knorr-Bremse Mitarbeitern.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss 2012 mit Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 1. März 2013 versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2012 mit Lagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht seinerseits geprüft. Dabei haben sich keine Beanstandungen ergeben. In seiner Sitzung am 8. März 2013 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2012 gebilligt; er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Konzernabschluss wurde ebenfalls gebilligt.

Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 22. Februar 2013 sowie an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 8. März 2013 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände.

Am 16. März 2012 ist Herr Dr. Kurt Kiethe aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Arbeitgeberseite ausgeschieden. Herr Dr. Kiethe war als Mitglied des Aufsichtsrats sowohl der Knorr-Bremse AG als auch der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH tätig. Zuvor war er bereits Mitglied im Aufsichtsrat der Süddeutschen Bremsen AG und der Knorr-Bremse KG. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat herzlich bei Herrn Dr. Kiethe für die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Unternehmensgruppe.

Anstelle von Herrn Dr. Kiethe ist am 16. März 2012 Herr Dr.-Ing. Michael Buscher auf der Arbeitgeberseite in die Aufsichtsräte der Knorr-Bremse AG und der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH eingetreten. Herr Dr. Buscher verfügt über langjährige Erfahrungen im Bereich Schienenverkehr und wird Knorr-Bremse in den kommenden Jahren mit seiner umfangreichen technischen und unternehmerischen Expertise in den verschiedenen Gremien begleiten.

Am 9. November 2012 ist zudem Herr Dr. Horst Zimmer aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Arbeitgeberseite ausgeschieden. Herr Dr. Zimmer war seit 1999 als Mitglied des Aufsichtsrats sowohl der Knorr-Bremse AG als auch der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH tätig. Durch seine große Erfahrung und sein ausgeprägtes unternehmerisches Denken hat Herr Dr. Zimmer die Entwicklung von Knorr-Bremse in dieser Zeit mit großem Engagement begleitet und durch grundsätzliche strategische Richtungsentscheidungen maßgeblich mitgeprägt. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat herzlich bei Herrn Dr. Zimmer für die langjährige Mitarbeit in diesen Gremien und wird ihm weiterhin verbunden bleiben.

Als Ersatz für Herrn Dr. Zimmer ist am 9. November 2012 Herr Hans-Georg Härter auf der Arbeitgeberseite in die Aufsichtsräte sowohl der Knorr-Bremse AG als auch der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH eingetreten. Herr Härter verfügt durch seine langjährige Tätigkeit in der Automobilzulieferindustrie über einen außerordentlich breiten Erfahrungsschatz im gesamten Bereich der Unternehmensführung und wird die Unternehmensgruppe zukünftig durch seine Mitarbeit in den verschiedenen Gremien unterstützen.

 

München, den 8. März 2013

Der Aufsichtsrat

Heinz Hermann Thiele, Vorsitzender