Knorr-Bremse Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Bilanz zum 31. Dezember 2013

der Knorr-Bremse AG

Aktiva

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  Anhang 31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände (2) 5 9
Sachanlagen (3) 23.050 23.763
Finanzanlagen (4) 270.251 270.138
Anlagevermögen (1) 293.306 293.910
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen   790 378
Forderungen gegen verbundene Unternehmen   397.686 303.163
Sonstige Vermögensgegenstände   6.392 23.816
Flüssige Mittel   364.990 296.527
Umlaufvermögen (5) 769.858 623.884
Rechnungsabgrenzungsposten   85 55
Bilanzsumme   1.063.249 917.849

Passiva

     
  Anhang 31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Gezeichnetes Kapital   67.600 67.600
Kapitalrücklage   153 153
Gewinnrücklagen   7.183 7.183
Bilanzgewinn   283.231 241.018
Eigenkapital (6) 358.167 315.954
Rückstellungen für Pensionen (7) 60.675 58.218
Übrige Rückstellungen (8) 24.228 16.113
Rückstellungen   84.903 74.331
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   100.023 100.023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.620 1.734
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   514.973 420.685
Sonstige Verbindlichkeiten   3.563 5.122
Verbindlichkeiten (9) 620.179 527.564
Bilanzsumme   1.063.249 917.849

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013

der Knorr-Bremse AG

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  Anhang 2013
TEUR
2012
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge (11) 53.177 55.373
Materialaufwand   -3.049 -2.984
Personalaufwand (12) -16.800 -13.356
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen (13) -775 -814
Sonstige betriebliche Aufwendungen (14) -32.621 -20.163
Ergebnis aus Finanzanlagen (15) 236.767 106.338
Zinsergebnis (16) 6.963 10.511
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   243.662 134.905
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (17) -45.449 -1.811
Jahresüberschuss   198.213 133.094
Gewinnvortrag   85.018 107.924
Bilanzgewinn   283.231 241.018

Anhang der Knorr-Bremse AG

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG wird wie im Vorjahr gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und ergänzender Vorschriften erstellt. Er ist in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert.

Bilanzierung und Bewertung

Die Bewertung der Immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bei einer Nutzungsdauer von 3 Jahren. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet; so weit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach handelsrechtlichen Grundsätzen. Zugänge vor dem 1.1.2008, in 2009 und 2010 werden degressiv, bei Zugängen in 2008 und ab 1.1.2011 erfolgt die Abschreibung nach der linearen Methode. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Ab dem Geschäftsjahr 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 EUR im Jahr des Zugangs in voller Höhe als Aufwand unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 150 EUR bis einschließlich 1.000 EUR werden in einen jahresspezifischen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und übrige Finanzanlagen sind mit Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt.

In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde vom Beibehaltungswahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S.2 EGHGB Gebrauch gemacht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis von Annahmen über künftige Gehaltserhöhungen und Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Kündigungsraten ermittelt. Die Berechnung basiert auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2005 G). Folgende Parameter wurden bei der Berechnung zugrunde gelegt:

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Zinssatz: 4,90% (i. Vj. 5,06%)
Gehaltsdynamik: 3,00% (i. Vj. 3,00%)
Entwickl. der Beitragsbemessungsgrenze: 3,00% (i. Vj. 3,00%)
Rententrend: 1,50% (i. Vj. 1,50%)
Fluktuation: 1,80% (i. Vj. 1,80%)

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teil wertverfahren. Anwartschaften auf Hinterbliebenenrente werden im Versorgungswerk nach der kollektiven Methode und bei Einzelzusagen grundsätzlich nach der individuellen Methode bewertet. Als Rückstellung für Zusagen aus dem mitarbeiterfinanzierten Deferred-Compensation-Program wurde der Barwert der zukünftigen Leistungen angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden für bis zum Bilanzstichtag vereinnahmte bzw. verausgabte Zahlungen gebildet, die zeitraumbezogene Erträge bzw. Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Kurssicherungen und Optionsgeschäfte werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente, die für geplante Umsätze der nächsten Geschäftsjahre und für sonstige schwebende Geschäfte abgeschlossen wurden, werden soweit möglich zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Hinsichtlich der Bilanzierung des Aktivüberhangs bei den latenten Steuern hat die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S.2 HGB in Anspruch genommen.

1 Entwicklung des Anlagevermögens

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  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Werte
in Tausend EUR
Vortrag 1.1.2013 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2013
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 845 0 0 845
Immaterielle Vermögensgegenstände 845 0 0 845
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.407 0 0 42.407
Technische Anlagen und Maschinen 1.515 0 4 1.511
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.286 64 82 9.268
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 53.208 64 86 53.186
Anteile an verbundenen Unternehmen 270.112 113 0 270.225
Beteiligungen 36 0 0 36
Finanzanlagen 270.148 113 0 270.261
Anlagevermögen 324.201 177 86 324.292
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Werte
in Tausend EUR
Aufgelaufene Abschreibungen Nettowerte 31.12.2013 Nettowerte 31.12.2012 Abschreibungen des Geschäftsjahres
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 840 5 9 4
Immaterielle Vermögensgegenstände 840 5 9 4
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.496 20.911 21.006 95
Technische Anlagen und Maschinen 1.024 487 716 229
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.616 1.652 2.041 447
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
Sachanlagen 30.136 23.050 23.763 771
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 270.225 270.112 0
Beteiligungen 10 26 26 0
Finanzanlagen 10 270.251 270.138 0
Anlagevermögen 30.986 293.306 293.910 775

2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Position umfasst im Wesentlichen erworbene EDV-Software.

3 Sachanlagen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der vorstehenden Zusammenstellung wiedergegeben. Die Zugänge im Berichtsjahr betreffen Büro- und Kantinenausstattung.

4 Finanzanlagen

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB liegt dem Anhang als Anlage bei.

5 Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im wesentlichen Steuerforderungen und verauslagte Optionsprämien. Bei den Flüssigen Mitteln handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Von den Flüssigen Mitteln sind EUR 2,5 Mio. Festgeld als Sicherheit an eine Bank verpfändet.

6 Eigenkapital

Das Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26,-- Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald, die TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald, und die KB Holding GmbH, Grünwald, haben uns mitgeteilt, daß sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an unserer Gesellschaft beteiligt seien. Die gesetzliche Rücklage bei der AG beträgt unverändert TEUR 6.607. Sie ist unter Anrechnung von TEUR 153 Kapitalrücklagen voll dotiert.

Die anderen Gewinnrücklagen betragen wie im Vorjahr TEUR 576.

7 Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen enthalten den vollen Wert nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz.

8 Übrige Rückstellungen

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  2013
TEUR
2012
TEUR
Steuerrückstellungen 16.345 9.096
Sonstige Rückstellungen 7.883 7.017
Gesamt 24.228 16.113

Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Personalaufwendungen und ausstehende Rechnungen.

9 Verbindlichkeiten

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  2013 TEUR Restlaufzeit unter 1 Jahr 2013 TEUR Restlaufzeit 1-5 Jahre 2013 TEUR Restlaufzeit mehr als 5 Jahre 2013 TEUR insgesamt 2012 TEUR insgesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.023 0 0 100.023 100.023
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.620 0 0 1.620 1.734
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 514.973 0 0 514.973 420.685
Sonstige Verbindlichkeiten 3.395 28 140 3.563 5.122
(davon aus Steuern) (335) - - (335) (1.002)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (7) (28) (140) (175) (183)
Gesamt 620.011 28 140 620.179 527.564

10 Haftungsverhältnisse / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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  2013
TEUR
2012
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Leasingverpflichtungen    
2014 (i.Vj. 2013) 2.287 2.801
2015-2018 (i.Vj. 2014-2017) 9.148 11.204
danach 11.670 17.207

Die Leasingverpflichtungen betreffen Fabrik- und Verwaltungsgebäude in Berlin sowie ein Konferenzzentrum in Aldersbach.

Gegenüber Dritten wurden Bürgschaften und Garantien in Höhe von TEUR 10.835 heraus gegeben. Darüber hinaus wurden im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs Bürgschaften und Garantien für Tochterunternehmen erteilt, mit einer Inanspruchnahme ist aufgrund der Kapitalausstattung und Auftragslage nicht zu rechnen.

Im Rahmen der Ausgliederung haftet die AG auch für Pensionsverpflichtungen zugunsten ehemaliger Mitarbeiter, so weit diese noch nicht direkt von der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH eingegangen worden sind. Für einen Leasingvertrag der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH besteht eine Mietbeitrittsverpflichtung.

11 Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten überwiegend Erträge aus Konzerndienstleistungen (Mio. EUR 39,3), Währungsgewinne (Mio. EUR 3,1) und Mieterträge (Mio. EUR 9,7).

12 Personalaufwand/Mitarbeiter

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  2013
TEUR
2012
TEUR
Löhne und Gehälter 12.412 11.145
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.388 2.211
Personalaufwand 16.800 13.356
(davon für Altersversorgung) (3.464) (1.353)
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Anzahl Anzahl
Gehaltsempfänger 78 71

Der Zinsanteil für die Zuführung zur Rückstellung von Pensionsverpflichtungen wird in Höhe von Mio. EUR 2,9 (i. Vj. Mio. EUR 3,0) im Zinsergebnis ausgewiesen.

13 Abschreibungen

Im Geschäftsjahr wurden nur planmäßige Abschreibungen vorgenommen.

14 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungs- und Konzerndienstleistungen (Mio. EUR 6,3), Leasingaufwendungen (Mio. EUR 2,4), Währungsverlusten (Mio. EUR 2,5), Rechts-, Beratungs-, Reise- und Werbekosten (Mio. EUR 16,4) sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. Die Sonstigen Steuern betrugen TEUR 300 (i. Vj. TEUR 301).

15 Ergebnis aus Finanzanlagen

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  2013
TEUR
2012
TEUR
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 -197
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 89.055 1.139
Dividenden von verbundenen Unternehmen 147.712 105.396
Gesamt 236.767 106.338

16 Zinsergebnis

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  2013
TEUR
2012
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.939 16.692
(davon aus verbundenen Unternehmen) (9.755) (13.394)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.976 6.181
(davon an verbundene Unternehmen) (1.324) (1.180)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen) (2.946) (2.967)
Gesamt 6.963 10.511

17 Ertragssteuern

Die Aufwendungen im Geschäftsjahr betreffen die Bildung von Rückstellungen für das laufende Geschäftsjahr, die Anpassung des Steueraufwands für Vorjahre sowie ausländische Quellensteuern.

18 Latente Steuern

Bei der Gesellschaft ergeben sich temporäre Differenzen im Wesentlichen aus der Passivierung von Pensionsrückstellungen sowie dem steuerlichen Nichtansatz von Drohverlustrückstellungen und sonstigen Rückstellungen, die steuerlich nicht bzw. in anderer Höhe gebildet werden.

Bei Aktivierung der dargestellten Aktivüberhänge wären diese mit dem für die Organschaft gültigen Steuersatz von 32,5 % zu bewerten gewesen. Hinsichtlich der Bilanzierung des Aktivüberhangs hat die Gesellschaft das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB in Anspruch genommen.

19 Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten.

Für die Nutzung derivativer Finanzinstrumente existiert im Knorr-Bremse Konzern eine Richtlinie. Diese sieht unter anderem vor, dass die Geschäfte in der Regel über die Knorr-Bremse AG abgewickelt und koordiniert sowie Risikoeinschätzungen und Kontrollen kontinuierlich durchgeführt werden. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam verrechnet (Einfrierungsmethode).

Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und verkauf, aus Dienstleistungen im Knorr-Bremse Konzern sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der Knorr-Bremse AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden. Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Die Knorr-Bremse AG nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen sowie Cross Currency Swaps und Interest Rate Swaps. Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe, die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Portfoliohedge). Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretendem Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenzindices. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus.

Währungs- und Rohstoffrisiken mit einem Nominalvolumen i.H.v. Mio. EUR 808,5 resultieren aus der Übernahme der Absicherung von Grundgeschäften der Tochtergesellschaften im Rahmen einer Dienstleistungsfunktion der Knorr-Bremse AG. Der verbleibende Teil i.H.v. Mio. EUR 70,5 dient der Absicherung von Vermögensgegenständen der Knorr-Bremse AG gegen Währungsverluste (Mikrohedges).

Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2013 stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2013 Nominalbetrag 31.12.2013 Marktwert 31.12.2012 Nominalbetrag 31.12.2012 Marktwert
Währungsbezogene Kontrakte:        
Devisentermingeschäfte 531.362 3.597 697.443 3.496
Devisenoptionen 95.400 2.948 240.000 1.090
Zinsbezogene Kontrakte:        
Cross-Currency Swaps 250.000 2 250.000 6
Zinsswaps 34.821 -4.943 35.522 -6.933
Rohstoffbezogene Kontrakte:        
Swaps 2.297 0 8.982 0

Obwohl systematisch den Zinssicherungsinstrumenten zuzuordnen stellt der Cross Currency Swap inhaltlich ausschließlich eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken dar, da sich die Zinssätze in den zugrunde liegenden Währungen zu Festsätzen tauschen. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf der Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:

Währungssicherungskontrakte werden auf der Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und abschläge bewertet.

Cross Currency Swaps werden analog zu reinen Zinskontrakten bzw. Währungssicherungskontrakten auf Basis abgezinster, zukünftiger Cash Flows unter Berücksichtigung der für die Restlaufzeit des Instruments gültigen Marktzinssätze und Referenzkurse bewertet.

Für einen Immobilien-Leasingvertrag wurden die Leasingraten durch einen Zinsswap abgesichert.

Durch Rohstoffkontrakte wurden Preisschwankungsrisiken bei Stahl und Aluminium abgesichert. Diese sind zu Marktpreisen bewertet.

Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet.

Die geleisteten Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten Kaufoptions-Prämien Mio. EUR 2,4.

20 Offenlegung / Honorar Abschlussprüfer

Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger. Hinsichtlich des Honorars für den Abschlussprüfer wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.

Vorstand der Knorr-Bremse AG

Dr. Michael Buscher,

Vorsitzender des Vorstands seit 01.07.2013

Klaus Deller

Dr. Dieter Wilhelm

Dr. Lorenz Zwingmann,

Sprecher des Vorstands bis 30.06.2013

Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG

Heinz Hermann Thiele, München

Vorsitzender

Unternehmer

Dr. Eduard Gerum* , Rosenheim

1. stellvertretender Vorsitzender,

Berater der Geschäftsführung,

Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Manfred Wennemer, Bensheim,

2. stellvertretender Vorsitzender,

ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG

Dr. Martin Kimmich* , München

Gewerkschaftssekretär der IG Metall, Verwaltungsstelle München

Hans-Georg Härter, Salzweg

ehemaliger Vorstandsvorsitzender der

ZF Friedrichshafen AG

Heinz Hausner* , Salzweg

2. Bevollmächtigter der IG Metall,

Verwaltungsstelle Passau

Wolfgang Tölsner, Uetersen (seit 08.03.2013)

Unternehmensberater

Georg Weiberg Stuttgart (seit 07.11.2013)

Leiter Entwicklung Daimler Trucks i. R.

Wolfgang Hubert* , München

Schwerbehindertenvertreter,

Betriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Knorr Bremse AG, KB-Media GmbH, Knorr Bremse IT Services GmbH

Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf, Essen,

Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG i.R.

Werner Ratzisberger* , Aldersbach

Vorsitzender des Betriebsrats der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, Werk Aldersbach

Günter Wiese* , Berlin

freigestellter BR-Vorsitzender

Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Werk Berlin

Dr. Hans-Peter Binder, Berg (bis 08.03.2013)

Mitglied der Geschäftsleitung der Deutsche Bank AG, Filiale München, i. R.

Dr. Michael Buscher, Meilen/ZH Schweiz (bis 30.06.2013)

Vorsitzender des Vorstands der Knorr-Bremse AG (seit 01.07.2013)

* Arbeitnehmervertreter

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 231 und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 4.775. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 26.653 zurückgestellt; die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 2.879.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 283.231.000,-- wie folgt zu verwenden:

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EUR 80,-- Dividende je dividendenberechtigter  
Aktie im Nennwert von EUR 26,-- EUR 208.000.000,--
Vortrag auf neue Rechnung EUR 75.231.000,--

 

München, 04. Februar 2014

Knorr-Bremse AG

Dr. Buscher

Deller

Dr. Wilhelm

Dr. Zwingmann

Aufstellung des Anteilsbesitzes der Knorr-Bremse AG zum 31. Dezember 2013

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  Anteil am Kapital
%
Währung und Einheit Eigenkapital Ergebnis Bilanzsumme  
1. Unmittelbare Beteiligungen der Knorr-Bremse AG            
KB Lambda Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 25 0 25  
Knorr Brake Holding Corporation, Watertown, NY/USA 89,3 TUSD 297.315 97.899 731.367  
Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd., Hongkong 100,0 THKD 1.746.659 701.280 3.390.070  
Knorr-Bremse Beteiligungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 26 0 31  
Knorr-Bremse Brasil (Holding) Administração e Participação Ltda., Itupeva/Brasilien 100,0 TBRL 144.951 9.560 177.143  
Knorr-Bremse Investment GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 1.001 0 1.002 1)
Knorr-Bremse IT-Services GmbH München/Deutschland 100,0 TEUR 4.737 0 19.960 1)
Knorr-Bremse Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 24 0 24  
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 80,0 TEUR 277.437 74.307 531.476  
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 36.000 0 443.887 1)
Sanctor Grundstücks-Vermietunggesellschaft mbH & Co. Objekt Mahrzahn KG, Düsseldorf/Deutschland 99,0       0 2)
--die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutschen-Immobilien-Leasing GmbH--            
Megalith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland 100,0       0 2)
--die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutsche-Anlagen-Leasing GmbH--            
2. Mittelbare Beteiligungen der Knorr-Bremse AG            
Albatros GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 26 0 26  
Alltrucks Verwaltungs GmbH, München 33,3          
Alltrucks GmbH & Co. KG, München 33,3          
Anchor Brake Shoe Company LLC, West Chicago/USA 100,0 TUSD 24.155 372 40.244  
BCVS Canadian Holdings LLC, Anjou, Quebec/Canada 100,0   0 0 0 3)
BCVS Mexican Holdings LLC, Cd Acuna, Coah/Mexico 100,0   0 0 0 3)
Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA 100,0 TUSD 540.103 84.850 694.473  
Bendix CVS Canada Inc., Anjou, Quebec/Canada 100,0   0 0 0 3)
Bendix CVS de Mexico SA de CV, Cd Acuna, Coah/Mexico 100,0   0 0 0 3)
Bendix Spicer Foundation Brake Canada, Inc., Kingston, Ont./Kanada 100,0   0 0 0 4)
Bendix Spicer Foundation LLC, Elyria, Ohio/USA 80,0 TUSD 71.509 26.477 116.080  
Black River Air Logistics Company LLC, Watertown, NY/USA 100,0   0 0 0 2)
Bost Ibérica S.L., San Fernando de Henares/Spanien 100,0 TEUR 13.090 587 15.273  
BSFB Holdings, Inc., Elyria, Ohio/USA 100,0 TUSD 0 0 0 4)
Comet Fans S.r.l., Solaro, Mailand/Italien 100,0 TEUR 2.168 544 4.315  
Di-Pro, LLC, Fresno, California/USA 100,0   0 0 0 2)
Dr. techn. Josef Zelisko Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0 TEUR 5.222 2.319 29.721 1)
Freinrail Systèmes Ferroviaires S.A., Reims/Frankreich 100,0 TEUR 12.096 2.272 25.994  
Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., Dalian/China 70,0 TCNY 14.464 5.993 69.266  
Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland 100,0 TEUR 8.656 0 33.889 1)
Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland 100,0 TEUR 4.522 289 5.327  
Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien 50,0       0  
IFE-CR a.s., Brünn/Tschechische Republik 100,0 TCZK 197.562 47.281 731.689  
IFE North America LLC, Westminster, Md./USA 100,0 TUSD 4.300 729 5.978  
IFE U.K. Services Ltd., Walsall/Großbritannien 100,0   0 0 0 2)
IFE-VICTALL Railway Vehicle Door Systems (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao/China 59,0 TCNY 173.943 45.962 489.913  
IFE-Tebel Technologies B.V, Leeuwarden/Niederlande 100,0 TEUR 18.496 391 19.756  
IGE-CZ s.r.o. , Brno/Tschechische Republik 100,0 TCZK 35.745 1.287 43.729  
Kalmar Tågkompetens AB, Kalmar/Schweden 100,0 TSEK 1.670 1.570 4.865  
KB Gamma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 24 0 24  
KB Investment UK Ltd.,Chippenham/Großbritannien 100,0 TGBP 0 0 0 2)
KB Media GmbH Marketing und Werbung, München/Deutschland 100,0 TEUR 79 41 1.689  
KB Sigma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 25 0 25  
KB Omikron Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 25 0 25  
Knorr-Amabhiliki (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 74,0   0 0 0 2)
Knorr Brake Corporation Canada Holdings Ltd., Montreal/Kanada 100,0 TCAD 2.023 243 11.758  
Knorr Brake Company LLC., Westminster, Md./USA 100,0 TUSD 37.359 6.449 71.482  
Knorr Brake Ltd., Kingston, Ont./Kanada 100,0 TUSD 17.699 2.561 25.701  
Knorr Brake Realty, LLC, Westminster, Md./USA 100,0 TUSD 4.284 62 21.577  
Knorr Brake Truck Systems Company, Watertown, NY/USA 100,0 TUSD 368.969 71.186 561.377  
Knorr-Bremse 1520 OOO, Burashevskoe/Russland 60,0 TRUB 402.904 -17.095 455.733 6)
Knorr-Bremse / Nankou Air Supply Unit (Beijing) Co., Ltd. , Nankou/China 55,0 TCNY 35.215 9.456 102.849  
Knorr-Bremse Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0 TAUD 26.741 9.158 57.160  
Knorr-Bremse Benelux B.V.B.A., Heist-op-den-Berg/Belgien 100,0 TEUR 9.677 3.073 14.492  
Knorr-Bremse Brake Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 THKD 9.413 0 12.740  
Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles (Dalian) Co. Ltd., Dalian/China 100,0 TCNY 52.060 5.101 232.243  
Knorr-Bremse CAFF Systems for Commercial Vehicles Chongqing Ltd., Chongqing/China 66,0 TCNY 89.230 1.711 181.508  
Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co. Ltd., Daxing/China 50,0 TCNY 211.195 159.911 923.579  
Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 80,0 TYEN 3.531.106 1.273.495 6.758.646  
Knorr-Bremse Fékrendszerek Kft., Kecskemét/Ungarn 100,0 THUF 17.386.586 6.468.069 29.307.186  
Knorr-Bremse Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0 TEUR 54.061 23.688 168.362  
Knorr-Bremse India Pvt. Ltd., Faridabad/Indien 100,0 TINR 2.168.472 566.373 4.661.578  
Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial Vehicles OOO, Naberezhnye Chelny/Russland 50,0 TRUB 599.708 141.394 894.894  
Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB, Lund/Schweden 100,0 TSEK 85.770 51.516 254.808  
Knorr-Bremse Polska SfN Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,0 TPLN 3.478 1.207 3.653  
Knorr-Bremse Rail Systems Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100,0 Mio WON 2.972.025 704.311 5.579.436  
Knorr-Bremse Rail Systems Italia S.r.l., Campi Bisenzio/Italien 100,0 TEUR 46.609 6.142 71.098  
Knorr-Bremse Rail Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 94,0 TYEN 1.974.239 683.721 3.619.191  
Knorr-Bremse Rail Systems OOO, Moskau/Russland 100,0 TRUB 266.803 62.600 330.612  
Knorr-Bremse Rail Systems (Burton) Ltd., Stretton, Burton upon Trent/Großbtitannien 100,0 TGBP 2.106 770 4.203  
Knorr-Bremse Rail Systems (Machining) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbrittanien 100,0 TGBP -636 -197 1.682  
Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0 TGBP 29.189 5.615 54.601  
Knorr-Bremse RailServices (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbrtitannien 100,0 TGBP -8.656 -11.656 10.364 6)
Knorr-Bremse Raylı Sistemler Turkey Sanayi ve Ticaret Limited Șirketi, Ankara/Türkei 100,0 TTRY -67 -77 248 6)
Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 TCNY -12.578 492 185.918  
Knorr-Bremse SA Holding Company (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0 TGBP 5.590 3.357 5.590  
Knorr-Bremse S.A. (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 75,0 TZAR 321.633 67.653 409.718  
Knorr-Bremse S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,0 TLEU 1.297 70 2.742  
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Comerciais Brasil Ltda., Itupeva/Brasilien 100,0 TBRL 68.392 10.069 140.278  
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Ferroviários Ltda., Itupeva/Brasilien 100,0 TBRL 17.713 5.119 47.184  
Knorr-Bremse Sistemi per Autoveicoli Commerciali S.p.A., Arcore/Italien 100,0 TEUR 8.445 2.323 30.865  
Knorr-Bremse System för Tunga Fordon AB, Malmö/Schweden 100,0 TSEK 28.974 5.775 30.679  
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 24 0 24  
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge Ibero Holding GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 51.308 0 52.185 1)
Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A., Lisieux/Frankreich 100,0 TEUR 48.274 12.871 84.191  
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0 TINR 108.042 -191.139 1.578.075  
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/Rusland 100,0 TRUB 153.650 -3.136 301.150  
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles Ltd., Bristol/Großbritannien 100,0 TGBP 13.882 1.216 21.148  
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100,0 TCNY 948.711 807.456 2.240.823  
Knorr-Bremse Systemy dla Kolejowych Środków Lokomocji Pl. Sp.z o.o., Krakau/Polen 100,0 TPLN 36.390 13.741 49.657  
Knorr-Bremse Systémy pro užitková vozidla ČR s.r.o.,Stráž nad Nisou/Tschechische Republik 100,0 TCZK 528.543 152.900 929.653  
Knorr-Bremse Technology Center India Private Limited, Pune/Indien 100,0 TINR 46.275 11.275 135.933  
Knorr-Bremse Ticari Arac Fren Sistemleri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100,0 TTRY 602 245 854  
Knorr-Bremse US Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 50 0 128.708  
Knorr-Bremse US Investment GmbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 125.025 0 125.444 1)
Knorr-Bremse Vasúti Jármü Rendszerek Hungária Kft., Budapest/Ungarn 100,0 THUF 13.308.470 6.030.917 36.955.477  
Knorr-Bremse Verwaltungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0 TEUR 29 0 30  
M.S. Resistances S.A., Saint Chamond/ Frankreich 51,0 TEUR 1.938 755 2.936  
Maquiladora de Acuna SA de CV, Cd Acuna, Coah/Mexico 100,0   0 0 0 3)
Merak Jinxin Air Conditioning Systems (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China 51,0 TCNY 6.521 7.215 245.071  
Merak Knorr Climatizacion S.A., Buenos Aires /Argentinien 100,0 TARS 1.225 440 2.294  
Merak North America LLC, Westminster, Md./USA 100,0 TUSD 5.917 -266    
Merak Sistemas Integrados de Climatización S.A., Getafe/Spanien 100,0 TEUR 30.694 -12.622 91.243  
Metco Technical Consulting AG, Zug/Schweiz 100,0   0 0 0 2)
Microelettrica do Brasil Comercialização e Importação de Produtos Eletromecãnicos Ltda., Barueri, São Paulo/Brasilien 90,0 TBRL 802 -931 3.785  
Microelettrica Heine (Suzhou) Co, Ltd., Suzhou/China 100,0 TCNY 13.701 2.829 64.513  
Microelettrica Power (Pty) Ltd., Johhannesburg/Südafrika 74,0 TZAR 9.313 5.317 36.565  
Microelettrica Power Devices (Pty) Ltd., Johhannesburg/Südafrika 100,0 TZAR 15.410 5.077 17.895  
Microelettrica Scientifica (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0 TZAR 29.334 9.607 57.948  
Microelettrica Scientifica S.p.A., Buccinasco/Italy 100,0 TEUR 25.714 5.455 69.233  
Microelettrica USA LLC, Randolph New Jersey/USA 100,0 TUSD 2.652 1.534 4.066  
MSA Electroteknik Sanayi ve Ticaret Limited Șirketi, Șerifali, Istanbul/Türkei 100,0 TTRY 484 -116 3.437  
New York Air Brake Company LLC, Watertown, NY/USA 100,0 TUSD 131.179 26.871 176.794  
Oerlikon-Knorr Eisenbahntechnik AG, Niederhasli/Schweiz 100,0 TCHF 5.364 3.746 19.144  
Sigma Air Conditioning Pty. Ltd., Wetherill Park/Australien 100,0 TAUD 18.480 -77 36.485  
Sigma Coachair Group (China) Co. Ltd., Changzhou/China 100,0 TCNY 24.953 -6.571 29.541  
Sigma Coachair Systems (US) Inc., Chicago/USA 100,0 TUSD -460 -7 885  
Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Wetherill Park/Australien 100,0 TAUD 6.615 5.288 17.096  
Sigma Coachair (UK) Holdings Ltd., Newhall, Swadlincote/Großbritannien 100,0   0 0 0 2)
Sigma Transit Systems (Taiwan) Co. Ltd., Taipeh/Taiwan 100,0   0 0 0 2)
Skach Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0 TEUR 66 0 922 1)
STE Schwingungs-Technik GmbH, Klieken/Deutschland 100,0 TEUR -2.585 158 129  
Sydac Pty. Ltd., Adelaide/Australien 100,0 TAUD 2.125 -8.132 6.949  
SWT Swedtrac C&W AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 14.749 6.401 74.977 5)
SWT Swedtrac Produktion AB,Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
SWT Swedtrac Svarv AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
SWT Swedtrac Sverige AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
SWT Swedtrac Svets & Smide AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
SWT Swedtrac System AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
SWT Swedtrac Teknikresurs AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
SWT Swedtrac Trafik AB, Solna/Schweden 100,0 TSEK 0 0 0 5)
Sydac Ltd., Manchester/Großbritannien 100,0 TGBP -30 4.333 518  
Technologies Lanka Inc., La Pocatière/Kanada 75,0 TCAD 8.405 1.124 13.192  
Unicupler GmbH, Niederurnen/Schweiz 100,0 TCHF 3.480 29 3.562  
Webasto Kiekert Bustüren GmbH i.L., Karlsfeld/Deutschland 50,0   0 0 0 2)
Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Limited 65,0 TCNY 13.254 288 233.226  
Westinghouse Platform Screen Doors Ltd., Walsall/Großbritannien 100,0   0 0 0  

1) Ergebnisabführungsvertrag
2) Mangels wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse AG wird auf Angaben zu Kapital und Ergebnis dieser Gesellschaften verzichtet.
3) Die Gesellschaften sind im Teilkonzern der Bendix Commercial Vehicle Systems LLC enthalten. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf Einzelangaben verzichtet.
4) Die Gesellschaften sind im Teilkonzern der Bendix Spicer Foundation LLC enthalten. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf Einzelangaben verzichtet.
5) Die Gesellschaften sind im Teilkonzern der SWT Swedtrac Sverige AB, Solna / Schweden enthalten. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf Einzelangaben verzichtet.
6) Die Gesellschaften wurden erstmals in 2013 konsolidiert. Die Gewinn- und Verlustrechnungen wurden für das laufende Jahr berücksichtigt.

Zusammengefasster Lagebericht Knorr-Bremse AG und Konzern

Grundlagen des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern im Überblick

Der Knorr-Bremse Konzern ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer, Bahnsteigtüren, Reibmaterial, Simulatoren sowie Fahrerassistenzsysteme. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Der Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa, Nordamerika und Südamerika sowie Asien/Australien gesteuert, an deren spezifischen Markt- und Kundenanforderungen die Entwicklung des Konzerns ausgerichtet ist.

Die regionale Struktur der Organisation ist darauf ausgerichtet, Kunden weltweit technisch einheitliche Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten anzubieten. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender Kunden mit global erprobten Systemen und Komponenten.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft zeigte im Berichtsjahr ein moderates Wachstum. Dieses war gekennzeichnet von einem niedrigen Wachstum in den Industrieländern und einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich in den Schwellenländern.

Das weltweite Marktumfeld für Schienenfahrzeuge entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr leicht positiv.

Die Nutzfahrzeugmärkte sind nach einem Rückgang 2012 in der Gesamtbetrachtung wieder gewachsen. Die globale Lkw-Produktion (druckluftgebremste Lkws mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als sechs Tonnen) ist im Jahr 2013 um 6,3 % (Vorjahr -12,8 %) gestiegen.

Europa

Der Markt für Schienenfahrzeuge in Europa bewegte sich insgesamt auf Vorjahresniveau. Die Marktentwicklung in den einzelnen Ländern korrelierte weitgehend mit der Entwicklung der jeweiligen gesamtwirtschaftlichen Lage. Insbesondere in den immer noch von den Folgen der Finanzkrise betroffenen Ländern Spanien und Italien waren dennoch stabile Tendenzen zu beobachten, während sich in Deutschland und Frankreich leicht verbesserte Verhältnisse einstellten. In Großbritannien war der Markt für Schienenfahrzeuge dagegen etwas rückläufig.

In Europa ist die Lkw-Produktion 2013, nach einem Rückgang 2012, um 7,3 % (Vorjahr -8,1 %) gewachsen. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt profitierte von Vorzieheffekten aufgrund der Anfang 2014 in Kraft tretenden Euro-VI-Norm.

Nordamerika

Das Niveau der Nachfrage in Nordamerika im Bereich Schienenfahrzeuge entsprach im Wesentlichen dem Vorjahresniveau. Während die Nachfrage im Fahrzeugsegment Güterwagen rückläufig war, kamen positive Impulse aus dem Bereich Personenverkehr. Die Nachfrage nach Lokomotiven war stabil.

In Nordamerika ging die Lkw-Produktion um 7,7 % zurück, während im Vorjahr noch ein Anstieg von 4,4 % verzeichnet werden konnte.

Südamerika

In Südamerika verblieb der Güterwagenmarkt für Schienenfahrzeuge auf niedrigem Niveau, die Nachfrage aus dem Bereich Personenverkehr war rückläufig.

Die Lkw-Produktion stieg in Südamerika vor dem Hintergrund staatlicher Förderprogramme im Jahr 2013 um 40,9 % (Vorjahr -35,4 %).

Asien/Australien

Die Schienenfahrzeugmärkte in Asien/Australien konnten vor allem von der Erholung des Hochgeschwindigkeitssektors in China in der zweiten Jahreshälfte profitieren. Des Weiteren waren in China positive Impulse aus den Bereichen Straßenbahn und U-Bahn sowie Lokomotiven zu verzeichnen.

In Asien/Australien, insbesondere in China, fand eine Erholung des Markts für Nutzfahrzeuge statt. 2013 wuchs die Lkw-Produktion um 7,9 % (Vorjahr -15,7 %). Der Markt bleibt jedoch weiterhin um 17,6 % hinter dem Höchstwert von 2010 mit 1.787.000 produzierten Einheiten zurück.

Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2013

Entwicklungen in den Regionen und nach Unternehmensbereichen

Europa

Schienenfahrzeugbereich

Auch 2013 konnte Knorr-Bremse in Europa seine gute Marktposition durch den Gewinn bedeutender Aufträge weiter ausbauen.

Beispielsweise hat Knorr-Bremse vom Fahrzeugbauer Hitachi Rail Europe den Auftrag erhalten, die ersten 600 Fahrzeuge des neuen Zugs der Serie "Class 800" für Großbritannien mit Bremsausrüstungen auszustatten. Knorr-Bremse liefert das komplette Bremssystem, bestehend aus der elektronischen Bremssteuerung EP Compact, der Drehgestellausrüstung sowie der Luftbeschaffung mit ölfreiem Kompressor. Bei den Zügen der Serie "Class 800" handelt es sich um Intercity-Züge mit einer maximalen Geschwindigkeit von 200 km/h. Der Auftrag wird voraussichtlich in den Jahren 2014 bis 2017 umsatzwirksam.

Nutzfahrzeugbereich

Wie in der Vergangenheit waren auch 2013 die Bereiche Scheibenbremse und elektronische Bremssysteme die wichtigsten Umsatzträger für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge. Zudem konnte das Zukunftsgeschäft im Geschäftsjahr weiter abgesichert werden. So wurde beispielsweise mit einem großen europäischen Nutzfahrzeughersteller ein Langzeitvertrag bis 2019 über das gesamte Produktportfolio abgeschlossen sowie eine weitreichende strategische Partnerschaft vereinbart.

Aufgrund der hohen technologischen Kompetenz von Knorr-Bremse konnte zudem mit einem weiteren großen europäischen Nutzfahrzeughersteller ein Langzeitvertrag über die nächste Generation des elektronischen Bremssystems EBS mit einer Laufzeit bis 2020 im Berichtsjahr abgeschlossen werden. Diese Abschlüsse bilden die Basis einer weiteren Marktdurchdringung basierend auf der Systemkompetenz und Innovationskraft von Knorr-Bremse.

Auch im Anhängersegment verzeichnete Knorr-Bremse 2013 einen wichtigen Erfolg. So hat das Unternehmen einen Rahmenliefervertrag mit SAF Holland für die Lieferung von Scheibenbremsen der Typen SK7, ST7 430, SN6 und SN7 abschließen können, der bis zum 31. Dezember 2015 Gültigkeit besitzt.

Nordamerika

Schienenfahrzeugbereich

Die Geschäftsentwicklung in Nordamerika verlief im Berichtsjahr auf stabilem Niveau. Große Aufträge wurden vor allem im Fahrzeugsegment Geschäftsfeld Metro gewonnen.

Im Rahmen des weiteren Ausbaus der U-Bahn in Los Angeles liefert die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Knorr Brake Company LLC für 175 Wagen des Herstellers Kinki Sharyo Bremssysteme, Türen und Klimageräte. Der Auftrag setzt sich sowohl aus der Umwandlung bestehender Optionen als auch aus Neuaufträgen zusammen. Die ersten Subsysteme für Prototypen wurden bereits zum Jahreswechsel 2013/2014 ausgeliefert.

Weitere Erfolge im Bereich Metro konnten in Washington und in Miami erzielt werden. Knorr Brake Company LLC liefert die Brems- und Klimasysteme für 164 Wagen der 7K-Serie von Kawasaki, welche von der Washington Metropolitan Area Transit Authority (WMATA) bestellt wurden. WMATA besitzt Optionen über weitere 220 Wagen der 7K-Serie. Für die U-Bahn in Miami werden 136 Wagen des Herstellers AnsaldoBreda mit Klimasystemen ausgestattet. Die Auslieferung der Systeme wird 2014 beginnen und bis 2017 abgeschlossen sein.

Die Ausrüstung von Güterzügen ist ein wichtiges Standbein für das Geschäft der New York Air Brake Corp.: So wurden 2013 über 20.000 DW-60-Steuerventile für Güterwagen ausgeliefert, davon 7.000 für die Trinity Rail Group.

Nutzfahrzeugbereich

Die Geschäfte von Knorr-Bremse auf dem nordamerikanischen Markt werden von der Tochtergesellschaft Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio (USA), wahrgenommen. Die Aktivitäten firmieren entsprechend unter der Marke Bendix.

Im August 2013 wurde in den USA erneut die Gesetzgebung zur Reduced Stopping Distance verschärft, die den maximal zulässigen Bremsweg von Nutzfahrzeugen regelt. Bendix erwartet hierdurch einen vermehrten Absatz von Scheibenbremsen und konnte im November 2013 bereits einen Vertrag mit Kenworth Trucks über die Lieferung der Scheibenbremse ADB22X für Fahrzeuge des sogenannten "Class 8" abschließen.

Auch im Berichtsjahr wurde Knorr-Bremse den in den USA steigenden Anforderungen in Bezug auf die Aufzeichnung von Flottendaten gerecht. Im April wurde das sogenannte SmarTire Trailer-Link TPMS System eingeführt, welches kontinuierlich den Druck und die Temperatur der Reifen misst und an den Fahrer meldet.

Der Rückgang im Erstausrüstergeschäft konnte in Teilen durch einen Ausbau der Angebote von Bendix im Bereich Aftermarket ausgeglichen werden.

Südamerika

Schienenfahrzeugbereich

Der durch die bevorstehende Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro im Bereich Nahverkehrssysteme erwartete Investitionsschub blieb weitestgehend aus, weshalb der Markt auf Vorjahresniveau stagniert. Knorr-Bremse ist dennoch bei wichtigen Projekten im Nahverkehrsbereich vertreten. Für die neuen Züge der Linie 4 in São Paulo liefert Knorr-Bremse Brems- und Türsysteme sowie Brems- und Klimasysteme für die Züge der Linie 5. In Rio de Janeiro wird Knorr-Bremse ebenfalls Brems-, Tür- und Klimasysteme für die neuen Fahrzeuge der Metro liefern.

Nutzfahrzeugbereich

Im Nutzfahrzeugbereich kam es zu einem Anstieg von 40 % der Produktion gegenüber dem Vorjahr. Dies ist u. a. durch Nachholeffekte aufgrund der Kaufzurückhaltung 2012 begründet, welche durch die Einführung der strengeren Abgasnorm Euro V hervorgerufen wurde. Zudem griff 2013 zum ersten Mal die Regelung, dass 40 % der Nutzfahrzeuge in Brasilien mit ABS ausgerüstet sein müssen. Unter diesen positiven Voraussetzungen konnte der Marktanteil von Knorr-Bremse 2013 in Südamerika ausgebaut werden.

Asien/Australien

Schienenfahrzeugbereich

Aufgrund der positiven Entwicklung in einigen Teilmärkten, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, konnte Knorr-Bremse seinen Geschäftserfolg in Asien/Australien fortsetzen.

In China wurden große Markterfolge verzeichnet: Der Geschäftsbereich Systeme für Schienenfahrzeuge liefert für 486 Hochgeschwindigkeitszüge Bremsausrüstungen sowie einen Teil der Tür- und Klimasysteme. Das Gesamtauftragsvolumen für den Konzern beläuft sich auf ca. 500 Mio. EUR. Die Aufträge werden in den Jahren 2014 und 2015 umsatzwirksam.

Des Weiteren wird Knorr-Bremse für etwa 1.000 Lokomotiven der chinesischen Hersteller CSR Zhuzhou Electric Locomotive (CSR) und CNR Dalian Locomotive (CNR) Bremssysteme liefern. Die Lokomotiven liefern die beiden Hersteller in den nächsten Jahren an das staatliche Eisenbahnunternehmen der Volksrepublik aus. Der größte Einzelauftrag von CNR beläuft sich auf die Ausstattung von 268 achtachsigen 7.200-kW-Diesellokomotiven vom Typ HXD3C. Die umfangreichste Order von CSR umfasst die Ausrüstung von 260 ebenfalls sechsachsigen ZELC 9.600-kW-Lokomotiven.

Schließlich konnte Knorr-Bremse erstmals in China auch mehrere Aufträge im Straßenbahnsegment gewinnen. Für 18 Straßenbahnen der Linie 1 in Suzhou liefert Knorr-Bremse hydraulische Brems- und Türsysteme. Bei zwölf Niederflurbahnen des Herstellers AnsaldoBreda, die in der Küstenstadt Zhuhai zum Einsatz kommen, werden ebenfalls Bremssysteme von Knorr-Bremse verbaut.

Daneben konnten weitere Markterfolge in der Region Asien/Australien verzeichnet werden: So werden beispielsweise 57 Dreiteiler des Fahrzeuglieferanten Hyundai Rotem für die U-Bahn in der indischen Großstadt Hyderabad mit Bremssystemen von Knorr-Bremse ausgestattet. Einen zukunftsweisenden Auftrag erhielt Knorr-Bremse in Australien. Durch den Einsatz des Knorr-Bremse Systems "Driverless LEADER" soll der Betrieb fahrerloser Züge für den australischen Bergbaukonzern Rio Tinto realisiert werden.

Nutzfahrzeugbereich

Das chinesische Joint Venture Knorr-Bremse CAFF Systems for Commercial Vehicles Chongqing Ltd. hat im Berichtsjahr einen Auftrag als Alleinlieferant von pneumatischen Scheibenbremsen für schwere Zugmaschinen von SAIC-IVECO HONGYAN Commercial Vehicle Co., Ltd. (SIH) erhalten. SIH ist ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen SAIC-IVECO Commercial Vehicle Investment Co., Ltd. und Chongqing Machinery &Electronics Holding (Group) Co., Ltd., welches in erster Linie Nutzfahrzeuge für den chinesischen Markt herstellt.

Auch mit dem zweitgrößten Hersteller von leichten Lkws, JAC, konnte Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems China 2013 einen exklusiven Liefervertrag über die Lieferung von ABS für die neu entwickelte Kleinlastwagen-Plattform von JAC abschließen.

Unter schwierigen Marktbedingungen hat Knorr-Bremse in Indien einen wichtigen Auftrag von Daimler gewonnen. Knorr-Bremse wird die neuen Fahrzeuge der schweren Nutzfahrzeugplattform für den asiatischen und afrikanischen Markt mit pneumatischen Bremssystemen ausstatten. Die Fertigung der Bremsen erfolgt am neu eröffneten Standort in Pune.

2013 gelang Knorr-Bremse der Markteintritt im Bereich Sicherheitssysteme in Südkorea. Für den neu entwickelten HMC-Bus von Hyundai liefert Knorr-Bremse sowohl die automatische Notbremsfunktion AEBS als auch das Spurhaltewarnsystem LDWS (Lane Departure Warning System).

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Im Februar 2013 haben Knorr-Bremse und die Föderale Güterwagengesellschaft FGK, Tochter der russischen Eisenbahngesellschaft RZD, unter dem Namen "Knorr-Bremse 1520" ein Joint Venture in Russland gegründet. Das neue Gemeinschaftsunternehmen Knorr-Bremse 1520 OOO, Burashevskoe, wird für Russland und weitere GUS-Staaten Bremstechnikprodukte für Schienenfahrzeuge produzieren.

Im April wurde SWT Swedtrac Sverige AB, Solna, eine der größten unabhängigen schwedischen Fahrzeuginstandhaltungsfirmen, durch die Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB, Lund, Schweden, erworben. Mit zwei Standorten in Schweden bietet SWT Swedtrac Sverige AB seinen Kunden umfangreiche Servicedienstleistungen an. Durch die Übernahme baut Knorr-Bremse seine Präsenz in Nordeuropa im Bereich RailServices weiter aus.

Die drei führenden Automobil- und Nutzfahrzeugzulieferer Robert Bosch GmbH, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH und ZF Friedrichshafen AG haben im Juli 2013 das Gemeinschaftsunternehmen Alltrucks GmbH & Co. KG, München, gegründet, das als Systemzentrale ein neues Werkstattkonzept für Nutzfahrzeugwerkstätten anbietet.

Im August 2013 hat die englische Tochtergesellschaft Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd. im Zuge eines Asset Deals das Geschäft der englischen Traditionsgesellschaft Railcare übernommen. Die hierfür neu geschaffene Gesellschaft firmiert unter Knorr-Bremse RailServices (UK) Ltd., Melksham, und ist im Bereich der Generalüberholung von Fahrzeugen tätig.

Ende August wurde die Knorr-Bremse RUS OOO, Nischnij Nowgorod, Russland, mit der Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau, Russland, verschmolzen. Damit wird neben den Vertriebsaktivitäten für den russischen Markt auch die Produktion am Standort Nischnij Nowgorod von Moskau aus gesteuert.

Des Weiteren wurde im Oktober 2013 die Knorr-Bremse Rayli Sistemler Turkey Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei, gegründet. Der Geschäftszweck dieser Gesellschaft liegt in erster Linie in den Bereichen Service, Überholung und Kundendienst für Bremsen, Türen und Klimaanlagen von Schienenfahrzeugen.

Insgesamt ergeben sich aus diesen Transaktionen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2013.

Wichtige Projekte

Im Jahr 2013 hat Knorr-Bremse die Lokalisierung und den Aufbau von Produktionskapazitäten in den unterschiedlichen Märkten konsequent fortgeführt. Hierdurch konnte, dem regionalen Ansatz des Konzerns folgend, die weltweite Marktposition in einer Reihe von Geschäftsfeldern weiter ausgebaut und somit der wirtschaftliche Erfolg von Knorr-Bremse gesichert werden.

Knorr-Bremse konnte im Berichtsjahr zahlreiche Werksneubauten abschließen und steigert damit seine ohnehin hohen Produktionsstandards.

Im April 2013 wurde das neue, hochmoderne Werk für Schienen- und Nutzfahrzeuge von Knorr-Bremse in Itupeva, Brasilien, eröffnet. Der Entwicklungs-, Produktions- und Vertriebsstandort umfasst eine Gebäudefläche von über 32.000 qm und erhöht mit dem Neubau seine Kapazitäten um ca. 30 %. Er ersetzt das ca. 80 km entfernte ehemalige Werk in der Metropole São Paulo, welches aufgrund des Wachstums der vergangenen Jahre an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen war.

Das neue US-amerikanische Werk für Schienenfahrzeuge in Westminster, Maryland, wurde im Mai eingeweiht. Am neuen Standort werden zukünftig knapp 300 Mitarbeiter moderne Systemlösungen für Schienenfahrzeuge entwickeln, produzieren und vertreiben.

Im Juni 2013 wurde die neue Microelettrica-Firmenzentrale eröffnet. Sie bündelt die Aktivitäten von vormals vier Standorten und konzentriert damit alle Produktbereiche von Microelettrica unter einem Dach in Buccinasco nahe Mailand, Italien.

Knorr-Bremse baute seine Präsenz in Indien weiter aus und eröffnete im November sowohl ein neues Werk für Systeme für Nutzfahrzeuge in Pune als auch ein neues Werk für Systeme für Schienenfahrzeuge in Palwal sowie ein gemeinsames Entwicklungszentrum ebenfalls in Pune. Im Dezember wurde das neue Werk in Granville, Australien, eröffnet, welches ebenfalls bereichsübergreifend vier Niederlassungen bündelt.

Insgesamt haben damit rund 2.600 Mitarbeiter einen neuen, hochmodernen Arbeitsplatz erhalten.

Ebenfalls im Dezember wurde am Konzernsitz in München ein neues Parkhaus mit über 600 Pkw-Stellplätzen für Mitarbeiter eröffnet.

Qualität und Prozesse

Das Streben nach Best-in-Class-Prozessen bildet die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit von Knorr-Bremse. Auch 2013 wurde weiter an der Optimierung von Qualität, Prozessen und Strukturen gearbeitet.

Unter dem weltweit durchgängig eingeführten Managementsystem Knorr Excellence (KE) bündelt Knorr-Bremse seit vielen Jahren Initiativen für die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. In diesem Zusammenhang hat Knorr-Bremse alle Initiativen zur Prozessoptimierung bereichsübergreifend gebündelt und seine Managementsysteme in einem einheitlichen Prozessmodell zusammengeführt. KE bildet innerhalb des Konzerns eine gemeinsame Plattform, die den Zugang zu Geschäftsprozessen erleichtert und die Kommunikation verbessert.

Um die besondere Bedeutung von Qualität und Prozessen zu unterstreichen, wurde im vergangenen Jahr ein besonderer Tag weltweit an allen Standorten, der Knorr-Bremse Day 2013, diesem Thema gewidmet. Im Mittelpunkt standen individuelle Workshops rund um das Thema Qualität. Die Initiative Quality First wurde auch 2013 mit vielen einzelnen Aktivitäten zur Verbesserung der Produktqualität, der Effizienzsteigerung der Prozesse, der Weiterqualifikation der Mitarbeiter und zur Steigerung der Kundenzufriedenheit genutzt.

Mit der Durchführung von Lieferantentagen wurde auch mit Lieferanten von Knorr-Bremse intensiv an Qualitätsverbesserungen gearbeitet, um sie noch weiter in das laufende Qualitätsprogramm zu integrieren. Die Partnerschaften in der Lieferkette konnten weiter ausgebaut und die Zulieferqualität weiter gesteigert werden. Durch die Errichtung neuer Standorte und Einführung neuester Produktionstechniken, u. a. in Brasilien, Indien, den USA und Australien, wurde die Verbesserung der Qualität und der internen Prozesse nachhaltig gefördert. Im Rahmen des KE Managementsystems wurde an der Harmonisierung und Standardisierung der internen Prozesse gearbeitet. Durch weltweit organisierte interne Qualitätsaudits wurde die Umsetzung des Qualitätsmanagements überprüft und verbessert. Dies wurde im Rahmen der externen IRIS- bzw. TS-16949-Zertifizierungsaudits bestätigt.

Im Rahmen des Product Safety Managements wurden an den Standorten spezielle Schulungen durchgeführt, um die stringente Einhaltung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards bei allen sicherheitsrelevanten Systemen/Produkten abzusichern. Dies wurde einerseits durch Product Safety Audits vor Ort bzw. durch Product Safety Reviews im Rahmen der Produktentwicklung und -absicherung begleitet. Dadurch wurde die Null-fehlerstrategie nachhaltig gefördert. Zur weiteren Verbesserung der Prozessqualität wurde der weltweite Roll-Out der VDA-6.3/IRIS-Prozessaudits vorangetrieben. Die Umsetzung der Auditmaßnahmen wurde konsequent verfolgt und somit ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess sichergestellt.

Forschung und Entwicklung

Als Technologiekonzern hat Knorr-Bremse seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auch im Berichtsjahr in enger Abstimmung mit den Kunden ausgeweitet. Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen lag im Berichtsjahr bei 252,5 Mio. EUR (Vorjahr 249,7 Mio. EUR) und macht 5,9 % vom Umsatz (Vorjahr 5,8 %) aus.

Als weltweiter Technologieführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge entwickelt Knorr-Bremse innovative Produkte, die sich durch Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und hohen Kundennutzen auszeichnen. Dies gilt gleichermaßen für die weiteren Produktbereiche von Schienenfahrzeugen (Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Fahrerassistenzsysteme, Steuerungskomponenten, Bahnsteigtüren) und Nutzfahrzeugen (Fahrerassistenzsysteme, Drehschwingungsdämpfer und weitere Komponenten für den Antriebsstrang wie PBS und Getriebesteuerung).

Im Bereich der Schienenfahrzeuge lag 2013 ein Schwerpunkt in der Erweiterung des Produktportfolios in der Entwicklung innovativer Servicelösungen für das Geschäftsgebiet RailServices. Mit der Akquisition von SWT Swedtrac Sverige AB und Railcare UK kann Knorr-Bremse sein Produkt- und Dienstleistungsangebot erweitern und damit die Bedürfnisse und Erwartungen seiner Kunden noch besser erfüllen. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf dem zusätzlichen Angebot komplexerer Servicepakete aus einer Hand.

Durch das zwischen Knorr-Bremse und der Föderalen Güterwagengesellschaft FGK, ein Tochterunternehmen der Russischen Eisenbahngesellschaft RZD, neu gegründete Joint Venture "Knorr-Bremse 1520" können Knorr-Bremse Produkte ab sofort verstärkt lokal für die GUS-Staaten produziert werden. Das innovative Verteilerventil KAB60 wurde 2013 vollumfänglich zugelassen und auf dem GUS-Markt eingeführt. Des Weiteren wird das neue Knorr-Bremse Lastbremsventil AKb1 derzeit in Zusammenarbeit mit der RZD im Probebetrieb getestet, die Markteinführung ist für 2015 geplant.

Weitere wesentliche Neuentwicklungen sind ein verbessertes Türsystem der Knorr-Bremse Tochter IFE. Bis 2014 und darüber hinaus wird die gesamte Schienenfahrzeugflotte der Wiener Linien mit dem neu entworfenen Türsystem von IFE nachgerüstet.

Bei den Systemen für Nutzfahrzeuge lag der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten im Bereich der Fahrerassistenzsysteme. Dieser Bereich wird auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil der Aktivitäten bleiben, da diese Systeme ab dem Jahr 2015 in Europa gesetzlich vorgeschrieben werden. So konnten in diesem Bereich erste Kundenaufträge erfolgreich abgeschlossen werden. Zahlreiche elektronische Systeme aus dem vorhandenen Produktportfolio konnten bei weiteren Kunden in Serie gebracht werden, wie beispielsweise das EAC für DAF, das ELC für Irisbus, das EBS für Ford Otosan oder die neue ABS-8-Generation für Mercedes. Auch im nicht-elektronischen Produktsegment konnte Knorr-Bremse mit Innovationen überzeugen, beispielsweise beim Anlauf des großen zweizylindrigen ESS-Kompressors bei Volvo oder mit der kompletten Pedaleinheit, ebenfalls beim Kunden Volvo.

Dem regionalen Ansatz von Knorr-Bremse entsprechend, wurde auch 2013 der Anteil der Entwicklungskapazität in Ländern wie Indien und China weiter ausgebaut. So wurde beispielsweise in Indien das Knorr-Bremse Technology Center India (TCI) eröffnet, das für beide Unternehmensbereiche Entwicklungsleistungen erbringt. Insgesamt wurde die Anzahl der Mitarbeiter, die weltweit im Bereich Forschung, Entwicklung und Projektierung tätig sind, gegenüber dem Vorjahr ausgebaut.

Aufwand für Forschung und Entwicklung in Mio. EUR

Engagement und Nachhaltigkeit

Unternehmerisches Handeln sowie wirtschaftlicher und technischer Fortschritt sind eng mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung verbunden. Knorr-Bremse als traditionsreiches Familienunternehmen mit einer über 100-jährigen Firmengeschichte hat dies bereits früh erkannt und betrachtet die soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, Geschäftspartnern, der Gesellschaft sowie der Umwelt als festen Bestandteil seiner Geschäftstätigkeit.

Um die Nachhaltigkeitsleistung der Knorr-Bremse Gruppe weiter voranzutreiben, hat die Tochtergesellschaft Bendix eine Corporate-Responsibility-&-Sustainability-Abteilung eingerichtet. Diese wird im Einklang mit der konzernweiten Corporate-Responsibility-&-Sustainability-Strategie weiter für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisieren, Risiken und Chancen globaler Megatrends identifizieren und die bestehenden und kommenden Aktivitäten systematisch steuern.

Eine verantwortungsvolle und nachhaltige Unternehmensführung ist eng mit firmenspezifischen Werten und Prinzipien verknüpft. Knorr-Bremse arbeitet daher konsequent an der Weiterentwicklung der eigenen Unternehmens- und Führungskultur. Im Berichtsjahr wurden die Führungsleitlinien weiterentwickelt und verabschiedet. Das Ergebnis sind auf die heutigen Anforderungen von Knorr-Bremse maßgeschneiderte Grundsätze zu fünf Kernaspekten von Führung - im Einklang mit dem transformationalen Führungsgedanken. Die Leitlinien unterstützen alle Führungskräfte sowohl in der direkten Führung der Mitarbeiter als auch in der Ausgestaltung von Strategie, Organisation und Unternehmenskultur.

Mit der konzernweiten Corporate-Responsibility-&-Sustainability-Strategie setzt Knorr-Bremse seine Selbstverpflichtung zu unternehmerisch verantwortlichem Handeln systematisch um. Die Strategie konkretisiert, wie das Unternehmen seine Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Umwelt und Gesellschaft versteht und welche inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Geschäftsentwicklung des Knorr-Bremse Konzerns wurde 2013 wesentlich durch regional unterschiedliche Entwicklungen geprägt.

Der Konzernumsatz blieb mit 4.302,7 Mio. EUR, trotz negativer Währungseffekte, auf Vorjahresniveau (Vorjahr 4.300,1 Mio. EUR). In Europa stieg der konsolidierte Umsatz um 3,2 % auf 2.252,5 Mio. EUR (Vorjahr 2.181,7 Mio. EUR), was einem Anteil von 52,3 % (Vorjahr 50,7 %) am Konzernumsatz entspricht. Amerika trug 1.019,1 Mio. EUR (Vorjahr 1.070,9 Mio. EUR) bzw. 23,7 % (Vorjahr 24,9 %) zum Konzernumsatz bei. Im asiatisch-pazifischen Raum wurden 1.031,1 Mio. EUR (Vorjahr 1.047,5 Mio. EUR) erwirtschaftet, was 24,0 % des Konzernumsatzes (Vorjahr 24,4 %) darstellt.

Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge entwickelte sich im Berichtsjahr regional sehr unterschiedlich und konnte seinen Umsatz auf 2.247,0 Mio. EUR (Vorjahr 2.216,9 Mio. EUR) steigern. Dabei profitierte der Bereich von einer guten Entwicklung in Europa.

Der Nutzfahrzeugbereich erzielte 2013 einen im Vergleich zum Vorjahr leicht reduzierten Umsatz von 2.070,4 Mio. EUR (Vorjahr 2.098,2 Mio. EUR). Positive Entwicklungen in Europa und Südamerika konnten rückläufige Entwicklungen in Nordamerika und Asien/Australien nahezu kompensieren.

Der Auftragseingang lag mit 4.751,8 Mio. EUR (Vorjahr 3.948,5 Mio. EUR) um 10,4 % über dem Umsatzniveau und um 20,3 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand im Konzern stieg im Berichtsjahr um 13,0 % auf 3.284,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.905,3 Mio. EUR).

Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 366,7 Mio. EUR (Vorjahr 295,0 Mio. EUR). Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte 8,5 % (Vorjahr 6,9 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss 160,2 Mio. EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 7,1 % entspricht. Die Region Amerika erzielte einen Jahresüberschuss von 78,2 Mio. EUR mit einer Nettoumsatzrendite von 7,7 %. In der Region Asien/Australien war ein Jahresüberschuss von 128,3 Mio. EUR zu verzeichnen, die Nettoumsatzrendite lag damit bei 12,4 %.

Konzernumsatz nach Regionen

Das Geschäftsfeld Klimasysteme für Schienenfahrzeuge, Merak Sistemas Integrados de Climatización S.A., Getafe, Spanien, musste im Geschäftsjahr 2013 erneut Einbußen in der Profitabilität hinnehmen. Die bereits 2012 initiierten Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung und werden voraussichtlich ab 2015 Verbesserungen ermöglichen, die zu einem ausgeglichenen Ergebnis führen sollen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2013 um 9,7 % auf 2.869,1 Mio. EUR (Vorjahr 2.615,0 Mio. EUR), wesentlich beeinflusst durch den Anstieg von operativen Forderungen und flüssigen Mitteln. Am Jahresende 2013 sind Aktiva in Höhe von 66,7 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresniveau von 31,6 % auf 29,1 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, liegt zum Jahresende bei 474,7 Mio. EUR (Vorjahr 463,0 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 40 Tagen (Vorjahr 39 Tage). Die Eigenkapitalquote stieg um 0,5 Prozentpunkte von 38,1 % auf 38,6 %.

Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 50,8 % in der Region Europa (Vorjahr: 49,9 %), 21,1 % in der Region Amerika (Vorjahr: 22,5 %) und 28,1 % in der Region Asien/ Australien (Vorjahr: 27,6 %) gebunden.

Finanzlage

Der Anstieg des Nettoguthabens, definiert als Saldo aus flüssigen Mitteln und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, auf 675,8 Mio. EUR (Vorjahr 551,0 Mio. EUR) ist in erster Linie auf den positiven Saldo aus Mittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit (495,3 Mio. EUR) und Mittelabflüssen aus den Investitionen (159,5 Mio. EUR) sowie Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (191,9 Mio. EUR) zurückzuführen.

Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen 159,5 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 3,8 % gesunken.

Auf Europa entfielen hiervon 92,8 Mio. EUR (58,2 %). In der Region Amerika wurden 39,3 Mio. EUR (24,6 %) und in Asien/Australien 27,4 Mio. EUR (17,2 %) der Investitionssumme getätigt.

Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren 2013 der Abschluss der Bautätigkeiten für neue Produktionsstätten und Funktionsbauten in Indien (Palwal und Pune), USA (Westminster), Australien (Granville), Brasilien (Itupeva) und Deutschland (München) sowie die Fortsetzung der Bautätigkeiten für ein neues Werk in Ungarn (Kecskemet). Des Weiteren wurden auch Ersatzinvestitionen vorgenommen.

Bezogen auf die Divisionen wurden im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge 84,0 Mio. EUR (Vorjahr 79,5 Mio. EUR) und 67,3 Mio. EUR (Vorjahr 56,9 Mio. EUR) im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge investiert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zu 2012 mit 125,2 Mio. EUR (Vorjahr 159,8 Mio. EUR) konzernweit gesunken. Die Region Europa trug hierbei mit 81,5 Mio. EUR den größten Teil der Abschreibungen, gefolgt von Amerika mit 28,3 Mio. EUR und Asien/Australien mit 15,4 Mio. EUR. Der mit 59,6 Mio. EUR (Vorjahr 93,6 Mio. EUR) größere Anteil der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 58,0 Mio. EUR (Vorjahr 60,6 Mio. EUR) betrugen.

Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 61,1 % (Vorjahr 55,4 %).

Die gute strategische Aufstellung, die positive Geschäftsentwicklung und das exzellente Working-Capital-Management wurden von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's 2013 erneut hervorgehoben. Sie bewerten die Knorr-Bremse Gruppe bereits seit dem Jahr 2001. Sowohl Moody's als auch Standard & Poor's bestätigten ihre Einstufungen von "A3 / Outlook stable" respektive "A- / Outlook stable" aus dem Vorjahr. Knorr-Bremse ist damit weiterhin das einzige Unternehmen in Familienhand, das im "Global Automotive Suppliers Ranking 2013" von Standard & Poor's mit einem "A"-Rating geführt wird.

Investitionen und Abschreibungen in Mio. EUR

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen seine Vermögens- und Finanzlage stabil gehalten. Die Liquiditätssituation konnte weiter verbessert werden, die Ertragskraft des Konzerns wurde durch konsequentes Kostenmanagement und vor allem durch interne Prozess- und Strukturoptimierungen abgesichert.

Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 38,6 % und einem Nettoguthaben von 675,8 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur.

Insgesamt bestätigt der Vorstand, dass die Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ein zutreffendes Bild des Konzerns zum 31. Dezember 2013 zeigt.

Entwicklung der Knorr-Bremse AG im Geschäftsjahr 2013

Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen.

Erhöhte Beteiligungserträge, resultierend aus einer erhöhten Gewinnabführung des Geschäftsbereichs Systeme für Schienenfahrzeuge, führten zu einer Erhöhung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 243,7 Mio. EUR (Vorjahr 134,9 Mio. EUR).

Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden. Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweiten Tochterunternehmen die Funktion einer "Inhouse Bank" inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbleibende Risiko ganz oder teilweise mit Banken extern absichert.

Vermögens- und Kapitalstruktur des Knorr-Bremse Konzerns

Mithilfe der durch Knorr Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung und -transparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen.

Gewinnverwendung

Die Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2013 einen Bilanzgewinn von 283,2 Mio. EUR (Vorjahr 241,0 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 208,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 80,00 EUR (Vorjahr 60,00 EUR) je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von 26,00 EUR zu verwenden.

Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die KB Holding GmbH, Grünwald, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten." Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2013 insgesamt 20.833 Mitarbeiter (18.499 exkl. Personalleasing). Dies entspricht einem Anstieg um 9,0 % (exkl. Personalleasing Anstieg um 5,5 %) gegenüber dem Vorjahr.

In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2013 11.271 (10.468 exkl. Personalleasing) gegenüber 10.251 (9.766 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 54,1 % über dem Vorjahresniveau von 53,6 %. In Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiter von 3.750 (3.541 exkl. Personalleasing) auf 4.087 (3.727 exkl. Personalleasing). Die Beschäftigtenzahl in der Region Amerika stieg 2013 und umfasste zum Jahresende 4.496 (4.184 exkl. Personalleasing) gegenüber 4.185 (4.011 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter in der Region fiel von 21,9 % auf 21,6 %. In Asien/Australien stieg die Mitarbeiterzahl von 4.684 (3.762 exkl. Personalleasing) auf 5.066 (3.847 exkl. Personalleasing) Mitarbeiter. Dabei reduzierte sich der Mitarbeiteranteil in der Region auf 24,3 % gegenüber 24,5 % im Vorjahr.

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die Mitarbeiterzahl von 10.840 (9.781 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 12.098 (10.406 exkl. Personalleasing) zum Ende 2013 gestiegen. Auch im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge stieg die Mitarbeiterzahl von 7.941 (7.422 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 8.371 (7.733 exkl. Personalleasing) zum Jahresende 2013.

Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum 31.12.2013

Die Initiative People Excellence (PEX) wurde 2013 intensiv vorangetrieben. So wurde die im Jahr zuvor begonnene Arbeit an den Führungsleitlinien erfolgreich abgeschlossen. Diese sind nun mit den Unternehmenswerten inhaltlich verknüpft. Im Teilprojekt Personalplanung wurde eine durchgängige Systematik zur qualitativen Beschreibung von Stellenanforderungen entwickelt und weltweit ausgerollt. Damit verbessert sich die Transparenz über die Mitarbeiterstruktur, Qualifizierungsprozesse werden optimiert und die Festlegung einer fairen und wettbewerbsfähigen Vergütung wird unterstützt. Im Berichtsjahr stand die Personalentwicklung verstärkt im Fokus. Im Rahmen der PEX-Initiative wurden die Führungstrainings intensiviert, das Verfahren zur frühzeitigen Identifikation von Potenzialträgern im Unternehmen verbessert und die internationalen Förderprogramme von Knorr-Bremse weiterentwickelt.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2013. Der Dank gilt ebenfalls den Belegschaftsvertretungen für ihre konstruktive Zusammenarbeit.

Konzernmitarbeiter gesamt nach Regionen zum 31.12.2013

Bericht über Risiken und Chancen

Risikomanagementsystem

Der Knorr-Bremse Konzern verfügt über ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem. Die Berichtsperioden und die Berichtsinhalte sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft.

Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagement-Reporting. Es basiert auf einem Risikobericht, der im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sitzungen in der Geschäftsführung sowie im Vorstand besprochen und mit Maßnahmen belegt wird. Somit wird das operative Risikomanagementsystem auf strategischer Ebene ergänzt. In seiner Gesamtheit hat sich dieses Kontrollsystem als zuverlässiges Netz zur Früherkennung und Korrektur von drohenden Fehlentwicklungen bewährt.

Die Risikobetrachtung und deren Management ist auch ein wesentlicher Bestandteil bei der Beschreibung, der Dokumentation und der kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Prozesse im gesamten Knorr-Bremse Konzern (Knorr-Excellence-Modell).

Geschäftsrisiken

Die regionalen Schienen- und Nutzfahrzeugmärkte folgen unregelmäßigen Zyklen. Markt- oder Wachstumsschwankungen können einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betreffen. Als weltweit tätiger Konzern ist Knorr-Bremse in besonderem Maße einer risikobehafteten Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und die weltweiten Handelsströme werden intensiv beobachtet, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten bzw. zu antizipieren. Die internationale Präsenz macht Knorr-Bremse zugleich weitgehend unabhängig von regional begrenzten Krisen. Die weltweit zu verzeichnende stärkere Volatilität der Nutzfahrzeugindustrie trifft auch Knorr-Bremse und wird weiter beobachtet. Die sich verschlechternde Bonität von Kunden birgt das Risiko von Forderungsausfällen, denen mit einem effektiven Forderungsmanagement entgegengetreten wird.

Im Zuge des dynamischen Wachstums der vergangenen Jahre hat Knorr-Bremse zahlreiche Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund integriert. Die finanziellen und kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen typischerweise verbunden sind, konnte Knorr-Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften in engen Grenzen halten. Im Hinblick auf die Überwindung kultureller Barrieren hat Knorr-Bremse in den vergangenen 20 Jahren mit zahlreichen Akquisitionen und mehrheitlich geführten Joint Ventures wertvolle Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen gesammelt. Diese Erfahrungen kommen bei weiteren möglichen Übernahmen positiv zum Tragen und wurden in strukturierten Prozessen abgebildet.

Knorr-Bremse steht mit seinen Systemen an der Spitze der technischen Entwicklung. Daraus ergeben sich zugleich auch Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Hierfür hat Knorr-Bremse umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren im routinemäßigen Einsatz. Zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse orientiert sich Knorr-Bremse an internationalen Standards. Die einzelnen Standorte lassen sich in diesem Zusammenhang regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Bereiche arbeiten darüber hinaus mithilfe des Knorr-Excellence-Qualitätsprogramms (Quality First) trotz des bereits sehr hohen Qualitätsniveaus intensiv daran, die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte kontinuierlich weiter zu verbessern.

Operative Risiken

Risiken aus Produktionsausfällen sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen ein effizientes Reagieren auf unvorhergesehene kurzfristige Kapazitätsschwankungen.

Knorr-Bremse pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern. Um etwaige Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel zu vermeiden, die wiederum zu Produktionsstörungen und nachfolgend zu Ertragseinbußen führen könnten, legt Knorr-Bremse großen Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten. Diese werden kontinuierlich einer technischen und wirtschaftlichen Auditierung unterzogen. Insolvenzen von Geschäftspartnern stellen in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ein weiteres Risiko dar, worauf unmittelbar reagiert wird.

Auf der Kundenseite kann es insbesondere im Erstausrüstergeschäft aufgrund des Auslaufens von langfristigen Preisvereinbarungen und länger als erwartet andauernden Anschlussverhandlungen in einem befristeten Zeitraum dazu kommen, dass Lieferungen ohne gültige Liefervereinbarung getätigt werden. Hieraus können Preisdifferenzen und damit verbundene Risiken entstehen. Des Weiteren können sich aufgrund vertraglicher Pflichten Garantierisiken ergeben. Ein systematisches Vertragsmanagement zur Kontrolle dieser Risiken wird durch entsprechende Knorr-Excellence-Prozesse sichergestellt.

Das Risiko durch Währungsschwankungen ist insgesamt für den Knorr-Bremse Konzern nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Selektiv werden auch derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb.

Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie, in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Knorr-Excellence-Prozesses.

Grundsätzlich werden Preisveränderungsrisiken von Rohstoffen, die für Knorr-Bremse relevant sind, in angemessenem Umfang mit derivativen Instrumenten abgesichert, sofern diese Preisveränderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben können. Für Stahl und Aluminium sind Basissicherungen für einen Teil des Risikos vorgenommen worden.

Die Geschäftsprozesse im Knorr-Bremse Konzern werden durch leistungsfähige und moderne IT-Systeme unterstützt. Zur Vermeidung von Störungen legt Knorr-Bremse besonderes Gewicht auf die Vereinheitlichung der Hard- und Software-Landschaft, die Integrität und die Sicherung der Datenbestände, anforderungsgerechte Backup-Lösungen sowie die Steuerung der Zugriffsberechtigung. Mithilfe von internen und externen Audits an allen wesentlichen Standorten weltweit wird die Einhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien umfassend überprüft. Das Corporate Data Center in München entspricht den höchsten Anforderungen (Industriestandard) hinsichtlich Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Auf dieser Basis werden auch die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration aller, insbesondere auch der neuen Standorte weiter verbessert.

Um den steigenden Anforderungen im Umweltschutz zu entsprechen, orientiert sich Knorr-Bremse weltweit an dem Standard ISO 14001. Der überwiegende Anteil der Standorte ist entsprechend zertifiziert beziehungsweise bereits rezertifiziert.

In Asien, aber auch in den übrigen Regionen erschweren Imitationen und Produktpiraterie das Geschäft im Nutz- und Schienenfahrzeugbereich. Demgegenüber steht die technische Kompetenz von Knorr-Bremse, die aufgrund der Anwendungen der Produkte im Hochsicherheitsbereich weltweit von den Kunden anerkannt und geschätzt wird.

In dem Hochtechnologie-Umfeld, in dem die Produkte von Knorr-Bremse eingesetzt werden, besteht das Risiko des Erreichens von physikalischen Grenzen bei der Produktanwendung. Darüber hinaus stellen die auftragsbezogene Erweiterung von Produktionskapazitäten sowie die zunehmende Integration von Produktionsstätten in Schwellenländern die Sicherstellung der Produkt- und Prozessqualität vor erhöhte Herausforderungen. Auch hier sichert eine konsequente Anwendung der entsprechenden Knorr-Excellence-Prozesse die hohe Zuverlässigkeit der angebotenen Systeme.

Chancenbericht

Im Rahmen der mehrstufigen und weltweit gültigen Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme von Knorr-Bremse werden die sich in den Geschäftsfeldern ergebenden Chancen regelmäßig identifiziert und bewertet. Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen dargestellt:

Ein mögliches Ende der Schuldenkrise und eine leichte Erholung der Weltwirtschaft könnten weltweit über beide Bereiche hinweg positive Impulse für das Geschäft von Knorr-Bremse geben.

Eine Fortsetzung des relativ zum Weltwirtschaftswachstum überproportionalen Anstiegs des Transportvolumens würde entsprechenden Bedarf nach weiteren Investitionen für Nutzfahrzeuge und Schienenfahrzeuge nach sich ziehen, woraus sich positive Impulse für Knorr-Bremse ergeben könnten.

Mit gezielten Akquisitionen und Gründungen von Joint-Venture-Unternehmen ergeben sich Chancen zum Ausbau der Marktposition sowie zur Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Knorr-Bremse. Aus diesem Grund beobachtet Knorr-Bremse kontinuierlich die gegenwärtigen und zukünftigen Märkte, um geeignete Partner zu identifizieren.

Knorr-Bremse investiert auf breiter Basis in neue Technologien, um die Technologieführerschaft weiter auszubauen und damit weitere Absatzmärkte zu erschließen. Durch zunehmende Nachfrage nach technologisch hochwertigen Produkten in den Schwellenländern ergeben sich weitere Absatzchancen für Knorr-Bremse. Weiteres Wachstumspotenzial ergibt sich aus neuen bzw. erweiterten regulatorischen Anforderungen in den Absatzmärkten für Knorr-Bremse.

Im Rahmen von Knorr Excellence arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Identifikation weiterer Kostensenkungs- und Prozessverbesserungspotenziale, um die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Services von Knorr-Bremse weiter zu steigern.

Sollte sich die allgemein für das Jahr 2014 erwartete Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar nachhaltig materialisieren, werden gegenüber den Wettbewerbern außerhalb des Euroraums verbesserte Absatzchancen erwartet.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Die sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Auch für die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet.

Nachtragsbericht

Die Tochtergesellschaft der Knorr-Bremse AG, die Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München, hat am 29. Januar 2014 die Unternehmen Transtechnik GmbH &Co. KG, Holzkirchen, sowie die PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin, erworben. Die Übernahmen gelten vorbehaltlich einer Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Darüber hinaus haben sich nach dem Stichtag keine Sachverhalte ergeben, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Knorr-Bremse Konzerns haben.

Prognosebericht

Knorr-Bremse geht für das nächste Geschäftsjahr insgesamt von einem leicht verbesserten Marktumfeld aus, wenngleich sich weiterhin in den einzelnen Regionen und Geschäftsbereichen eine Differenzierung ergeben wird. Sowohl in Europa als auch in den USA geht die Konsolidierung der Staatshaushalte zulasten der Investitionstätigkeit, weshalb dort größere Wachstumsimpulse nicht zu erwarten sind. In den Schwellenländern wird generell ein überdurchschnittliches Wachstum erwartet, sofern sich die derzeitigen Bedingungen an den Finanzmärkten nicht ändern. Vor diesem Hintergrund wird global ein weiterhin moderates Wirtschaftswachstum erwartet, welches Risiken und Unsicherheiten in den regionalen Märkten ausgesetzt sein wird.

In Europa wird für den Markt für Schienenfahrzeuge derzeit ein weitgehend gleichbleibendes Marktumfeld für das kommende Jahr erwartet. Während für die Länder Frankreich und Russland mit einer differenzierten Entwicklung des Markts gerechnet wird, leiden die von der Finanzkrise stärker betroffenen Länder Spanien und Portugal unter einem Rückgang der staatlichen Investitionstätigkeit. Großbritannien profitiert voraussichtlich von anstehenden Projekten im Hochgeschwindigkeitsbereich, dagegen bleiben größere Investitionen im Fahrzeugsegment Metro aus. In Deutschland zeigt sich die Marktsituation weiterhin stagnierend. Knorr-Bremse geht davon aus, auch weiterhin von Infrastrukturprojekten in Vorderasien, welches im Konzern ebenfalls zur Region Europa gezählt wird, partizipieren zu können.

Im europäischen Nutzfahrzeuggeschäft wird für das Jahr 2014 von einer Fortsetzung der zuletzt positiven Marktentwicklung ausgegangen, jedoch kann es bedingt durch die Einführung der Euro-VI-Norm 2013 und den entsprechenden Vorzieheffekten zu einer rückläufigen Entwicklung im Jahresvergleich kommen.

Im Schienenfahrzeugmarkt in Nordamerika rechnet Knorr-Bremse für 2014 mit einer unterschiedlichen Entwicklung in den Geschäftsfeldern. Leicht rückläufiges Geschäft im Nahverkehr wird durch einen mäßigen Anstieg im Fahrzeugsegment Lokomotiven voraussichtlich kompensiert. Im Fahrzeugsegment Güterwagen wird mit einer stabilen Entwicklung gerechnet.

Im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt wird nach einem Rückgang 2013 für 2014 mit einer leichten Erholung der Märkte und somit einem leichten Umsatzanstieg gerechnet. Das Wachstum basiert vor allem auf einem erhöhten Absatz von ABS-/ESP-Produkten.

In der Region Südamerika antizipiert Knorr-Bremse auf dem Schienenfahrzeugmarkt für das kommende Jahr eine stagnierende Nachfrage nach Güterwagen und Lokomotiven. Im Bereich Personenverkehr ist ebenfalls von keinem nennenswerten Anstieg der Nachfrage auszugehen.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass 2014 der Nutzfahrzeugmarkt und dementsprechend die Anzahl der produzierten Lkw-Einheiten in der Region Südamerika im Vergleich zu 2013 leicht rückläufig sein werden.

In der Region Asien/Australien wird im Schienenfahrzeugbereich für das Jahr 2014 eine differenzierte Entwicklung gesehen. Größere Impulse werden aus China erwartet. Maßgeblich hierfür ist der erwartete weitere Ausbau von Hochgeschwindigkeitsstrecken sowie des Personennahverkehrs.

Im Nutzfahrzeugmarkt wird in der Region Asien/Australien für 2014 ein Rückgang der Lkw-Produktion erwartet, der vor allem durch einen rückläufigen chinesischen Markt geprägt sein wird. Die Marktentwicklung in Japan und Indien ist hingegen stabil.

Auf Basis der dargestellten Annahmen plant Knorr-Bremse 2014 einen über dem erwarteten Marktdurchschnitt liegenden Umsatzanstieg, welcher insbesondere von den positiven Aussichten im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge in China getragen wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich der Umsatz überproportional im Vergleich zum Anstieg der Anzahl der Mitarbeiter entwickelt. Die Bindung des Working Capital, gemessen in Umsatztagen, wird auf dem guten Niveau des Vorjahres erwartet. Entsprechend der Umsatzentwicklung plant Knorr-Bremse auch einen leichten Ergebnisanstieg. Nachdem einige Bauprojekte 2013 fertiggestellt wurden, wird für 2014 von einem geringfügigen Rückgang der Investitionsaufwendungen ausgegangen.

Gemäß den Erwartungen bzgl. Ergebnis, Working Capital und Investitionen wird mit einem weiteren Anstieg des Nettoguthabens und damit einer weiteren Verbesserung der bereits soliden Vermögenslage gerechnet.

Aufgrund der positiven Entwicklung im Konzern rechnet die Knorr-Bremse AG auch 2014 mit höheren Beteiligungserträgen, die die künftige Dividendenfähigkeit absichern.

Auf Basis der für den Konzern getroffenen Annahmen ist davon auszugehen, dass sich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse AG weiterhin leicht positiv entwickeln werden.

Knorr-Bremse wird seine auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Firmenpolitik auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Mit der Umsetzung der notwendigen Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen. Des Weiteren arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Entwicklung und Einführung neuer Produkte, um den Kundennutzen weiter zu steigern und seine führende Marktposition auszubauen.

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

KB AG Prüfungsbericht | Jahresabschluss zum 31.12.2013 und Lagebericht

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

München, den 3. März 2014

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rupprecht, Wirtschaftsprüfer

Peth, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften beschäftigt.

Dabei wurden neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft sowie deren Risikolage und Risikomanagement unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. Die der Entscheidung des Aufsichtsrats zugrunde liegenden Informationen und Analysen wurden zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Um den Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes an die Corporate-Governance-Regeln zu genügen, wurde unterjährig eine zweite Sitzung des Bilanzausschusses abgehalten. In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst.

Der Knorr-Bremse Konzern realisierte im Geschäftsjahr 2013 erneut einen weltweiten Umsatz von deutlich mehr als 4 Mrd. EUR. Dieser blieb vor dem Hintergrund negativer Währungseffekte konstant bei 4,30 Mrd. EUR (Vorjahr 4,30 Mrd. EUR), ist aber real um 3 % gewachsen. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge kompensierte mit Wachstum in Europa und Asien rückläufige Entwicklungen in anderen Regionen. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge profitierte insbesondere in Europa sowie Südamerika von einer positiven Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte.

Zur Absicherung der zukünftigen Unternehmensentwicklung hat Knorr-Bremse auch 2013 am Ausbau und der strategischen Weiterentwicklung der Produktionsstandorte festgehalten. So konnte im Berichtsjahr ein neues Werk für beide Geschäftsbereiche in Itupeva (Brasilien) eingeweiht werden. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge wurden zudem ein neues Werk in Westminster (USA) und die neue Microelettrica-Firmenzentrale in Buccinasco (Italien) eröffnet. In Indien feierte Knorr-Bremse zwei Neueröffnungen, ein neues Werk für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge in Pune sowie einen Neubau für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge in Palwal. Direkt angeschlossen an das neue Produktionswerk in Pune ist das Knorr-Bremse Technology Center India (TCI), welches Aktivitäten beider Bereiche bündelt. In Granville (Australien) wurde ein neues Werk für beide Geschäftsbereiche eingeweiht.

Neben dem organischen Wachstum standen auch im vergangenen Jahr gezielte Akquisitionen und Joint Ventures zur Optimierung des Produktportfolios im Fokus der Konzernstrategie. So wurde mit der Föderalen Güterwagengesellschaft FGK ein Joint Venture für Bremstechnikprodukte für Schienenfahrzeuge in Russland gegründet. Ein neues Werk soll 2014 eröffnet werden. Das mit den Partnern ZF und Bosch neu gegründete Unternehmen Alltrucks hat seinen Sitz in München und bietet ein neues Werkstattkonzept für Servicebetriebe im Nutzfahrzeugbereich an. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge erweitern die Akquisition von Swedtrac in Schweden und die Einbringung der übernommenen Railcare in die neu gegründete Knorr-Bremse RailServices UK in Großbritannien das Angebot im Bereich Serviceleistungen für Wartung, Reparatur und Überholung von Schienenfahrzeugen.

Auch bei ähnlich hohem Umsatzvolumen hatte die Sicherstellung höchster Qualität in allen Produkten, Prozessen und Strukturen weiterhin oberste Priorität. Dies wurde nicht nur durch die konzernweiten Qualitätsprozesse, sondern auch durch die gezielte Förderung von Mitarbeitern gewährleistet. So wurde Knorr-Bremse durch die Bundesfamilienministerin das Zertifikat "audit beruf- und familie" übergeben. Diese Auszeichnung bestätigt Knorr-Bremse, die Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben zu erleichtern und damit einen gezielten Einsatz für seine Mitarbeiter zu leisten.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2013 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss 2013 mit Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 3. März 2014 versehen worden. Der Bilanzausschuss und das Aufsichtsratsplenum haben den Jahresabschluss 2013 mit Lagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht ihrerseits geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Bilanzausschusses und des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. In seiner Sitzung am 14. März 2014 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2013 gebilligt, er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Konzernabschluss wurde ebenfalls gebilligt.

Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 28. Februar 2014 sowie an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14. März 2014 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände.

Am 8. März 2013 ist Herr Dr. Hans-Peter Binder aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Anteilseignerseite ausgeschieden. Herr Dr. Binder hat einen erheblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Unternehmens seit 1987. Insbesondere sein Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung der Umstrukturierungsphase in den 1980er-Jahren muss hier benannt werden. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat herzlichst bei Herrn Dr. Hans-Peter Binder für die Mitgestaltung des Erfolgs von Knorr-Bremse.

Anstelle von Herrn Dr. Binder ist Herr Wolfgang Tölsner am 8. März 2013 in den Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Anteilseignerseite gewählt worden. Herr Tölsner verfügt über langjährige internationale Erfahrungen aus Industrie und Wirtschaft. Insbesondere seine Fachkenntnisse im Bereich Schienenverkehrstechnik und Schienenfahrzeugbau werden das Gremium bei seiner zukünftigen Arbeit unterstützen.

Am 30. Juni 2013 ist zudem Herr Dr. Michael Buscher aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG und zum 4. November 2013 aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH auf Anteilseignerseite ausgeschieden. Grund hierfür ist die Übernahme seiner neuen Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG mit Wirkung zum 1. Juli 2013.

Als Ersatz für Herrn Dr. Buscher ist Herr Georg Weiberg am 7. November 2013 auf der Anteilseignerseite in den Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG eingetreten. Außerdem ist er seit diesem Tag Mitglied des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH. Herr Weiberg gilt als Fachmann für den Nutzfahrzeugbereich und kann auf eine über 40-jährige Erfahrung zurückblicken. Herr Weiberg wird Knorr-Bremse in den kommenden Jahren mit seiner umfangreichen technischen und unternehmerischen Erfahrung begleiten.

Zum 1. Januar 2014 ist Herr Dr. Martin Kimmich aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Arbeitnehmerseite ausgeschieden. Des Weiteren ist Herr Heinz Hausner mit Ablauf des 31. Januar 2014 aus dem Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG auf Arbeitnehmerseite ausgeschieden. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat bei Herrn Dr. Kimmich und Herrn Hausner für ihre Mitarbeit in diesem Gremium.

 

München, den 14. März 2014

Der Aufsichtsrat

Heinz Hermann Thiele, Vorsitzender