![]() Knorr-Bremse AktiengesellschaftMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Konzernbilanz zum 31.12.2014Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und- Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2014scroll
Kapitalflussrechnung des Konzerns nach DRS 2Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den flüssigen Mitteln und Wertpapieren des Konzerns zusammen. scroll
Im Geschäftsjahr 2014 wurden Zinsen von TEUR 4.693 (Vorjahr TEUR 4.793) gezahlt und Zinsen von TEUR 12.195 (Vorjahr TEUR 10.724) erhalten. An Ertragsteuern wurden in 2014 TEUR 263.623 (Vorjahr TEUR 164.855) gezahlt und TEUR 4.371 (Vorjahr TEUR 472) aus Erstattungen erhalten. Segmentinformationen gemäß DRS 3Knorr-Bremse berichtet im Rahmen der Segmentberichterstattung nach DRS 3 über drei berichtspflichtige Segmente. Die Segmentunterteilung basiert auf den Aktivitäten des Konzerns in den drei großen geografischen Regionen, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur zugrunde liegen. Die operativen Segmente umfassen die drei Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, in denen unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen gegeben sind. In allen drei Regionen ist der Knorr-Bremse Konzern mit seinen wesentlichen Produkten Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge vertreten. scroll
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Auf eine Darstellung der Schulden und Zinsen nach Regionen wird verzichtet, da die konzernweite Steuerung dieser Positionen zentral durch die Konzernmutter erfolgt und nicht auf Entscheidungen der jeweiligen Regionen im Zusammenhang mit ihrem operativen Geschäft beruht. Es gelten die üblichen zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Preise. Konzern-Eigenkapitalspiegel nach DRS 7scroll
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KonzernabschlussKonzernanhang1 Grundlagen und MethodenDer Konzernabschluss wird gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzender gesetzlicher Regelungen erstellt. Der Konzernabschluss ist in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Bilanzierung und BewertungDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode werden von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen beibehalten. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Bei den deutschen Konzerngesellschaften werden Zugänge vor dem Januar 2008 und nach dem Januar 2009 überwiegend nach der degressiven Methode abgeschrieben. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den jeweils landesspezifischen steuerlichen Grundsätzen höchstmöglich abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und übrige Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten für Material und Lohn sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Forderungen sind zum Nominalwert, vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen sind auf den Barwert abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, dem Barwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Fremdwährungspositionen werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungspositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Kurssicherungen und Optionsgeschäfte werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente, die für Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte sowie für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen abgeschlossen wurden, werden, soweit möglich, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde von den Beibehaltungswahlrechten des Art. 67 Abs. 1 S. 2, Abs. 3 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Rückstellungszuführungen erfolgen unter Anwendung der Nettomethode. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis realistischer Annahmen gebildet. Künftige Gehaltserhöhungen und künftige Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnung einbezogen worden. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2005 G). Folgende Parameter wurden für die Berechnung der Pensionsrückstellungen in Deutschland zugrunde gelegt: scroll
Die Bestimmung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen unserer ausländischen Gesellschaften sind durch Rückstellungen abgedeckt, die nach ähnlichen Grundsätzen wie im Inland ermittelt wurden. Die in externe Pensionsfonds ausgelagerten Pensionsverpflichtungen bei Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA, sind einschließlich des Fondsvermögens in 2014 an eine amerikanische Versicherungsgesellschaft verkauft worden. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss werden neben der Knorr-Bremse AG 23 inländische und 105 ausländische Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die Knorr-Bremse AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Die Beteiligungen an drei inländischen Unternehmen und einem ausländischen Unternehmen werden im Konzernabschluss als Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden acht ausländische Tochtergesellschaften und eine inländische Tochtergesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zwei inländische Gesellschaften werden nicht als assoziierte Unternehmen ausgewiesen, sondern zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden folgende Gesellschaften erworben bzw. gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen: Casram Rail S.p.A., Crimido/Italien Knorr-Bremse Rail Systems CIS Holding OOO, Moskau/Russland PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin/Deutschland Transtechnik Asia Pacific Pty. Ltd., Sydney/Australien Transtechnik Corporation, Atlanta/USA Transtechnik GmbH & Co. KG, Holzkirchen/Deutschland Transtechnik Verwaltungs GmbH, Holzkirchen/Deutschland Bei der Casram Rail S.p.A., Crimido/Italien besteht eine Calloption, die zwischen dem 01.01.2017 und dem 31.12.2017 ausgeübt werden kann. Nach deren Verfall kann im Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.12.2018 eine Putoption gezogen werden. Der Preis der Call- bzw. Putoption richtet sich nach dem Ergebnis der erworbenen Gesellschaft und liegt zwischen minimal 0,8 Mio. EUR und maximal 2,5 Mio. EUR. Beim Kauf der PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin/Deutschland wurde eine Earn-out Klausel vereinbart. Daraus ergibt sich, je nach Ertragslage der neu erworbenen Gesellschaft, für die Jahre 2014 und 2015 eine nachträgliche Kaufpreiserhöhung. Diese ist über beide Jahre auf insgesamt maximal 6,0 Mio. EUR begrenzt. Nachfolgende Gesellschaften wurden umfirmiert: Distribuidora Bendix CVS (de) Mexico SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexiko (vormals Maquiladora de Acuña SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexico) Knorr-Bremse Rail Systems Schweiz AG, Niederhasli/Schweiz (vormals Oerlikon-Knorr Eisenbahntechnik AG, Niederhasli/Schweiz) Knorr-Bremse Systèmes Ferroviaires S.A., Reims/Frankreich (vormals Freinrail Systèmes Ferroviaires S.A., Reims/Frankreich) (vormals New York Air Brake Company LLC, Watertown, New York/USA) Swedtrac Rail Services AB, Solna/Schweden (vormals SWT Swedtrac Sverige AB, Solna/Schweden) Swedtrac Trafk AB, Solna/Schweden (vormals SWT Swedtrac Trafk AB, Solna/Schweden) Folgende Gesellschaften wurden fusioniert: SWT Swedtrac C&W AB, Solna/Schweden SWT Swedtrac Produktion AB, Solna/Schweden SWT Swedtrac Svarv AB, Solna/Schweden SWT Swedtrac System AB, Solna/Schweden SWT Swedtrac Teknikresurs AB, Solna/Schweden Somit hat sich der Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr um 3 inländische Gesellschaften erweitert und um 1 ausländische Gesellschaft verringert. In einer Anteilsübersicht auf den nachfolgenden Seiten sind im Einzelnen die verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen aufgeführt. Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die Bilanzsumme hat sich durch die neu konsolidierten Gesellschaften um TEUR 28.146 erhöht. KonsolidierungsgrundsätzeBis 31.12.2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode. Dabei erfolgte eine Verrechnung der Buchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung bei Tochtergesellschaften nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Wert angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein sich dabei ergebender aktiver Unterschiedsbetrag (Firmenwert) wird in Übereinstimmung mit den DRS-Standards seit dem Jahr 2002 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung betriebswirtschaftlicher Überlegungen über die planmäßige Nutzungsdauer, die im Konzern maximal zwanzig Jahre beträgt. Die betrieblichen Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden anhand der längerfristig und strategisch ausgerichteten Geschäftsmodelle der Tochtergesellschaften bestimmt. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und DRS-Standards nach Möglichkeit im Jahr des Entstehens erfolgswirksam aufgelöst. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert, wobei grundsätzlich ein Geschäfts- oder Firmenwert in den Anschaffungskosten der Beteiligungen ausgewiesen wird. Konsolidierungszeitpunkt für vor dem Januar 2010 erworbene assoziierte Unternehmen war der Erwerbszeitpunkt oder der Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Konsolidierung ab dem Zeitpunkt des Erwerbs. Der auf den Knorr-Bremse Konzern entfallende Anteil am Jahresergebnis der nach dieser Methode konsolidierten Unternehmen einschließlich der Abschreibung des Firmenwerts wird in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis gezeigt. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aus den konzerninternen Lieferungen und Leistungen resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. WährungsumrechnungDie Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Unternehmen sind, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet worden. Die Posten der Gewinn- und Verlust-Rechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde im Konzerneigenkapital erfasst und unter dem Konzerneigenkapitalspiegel vermerkt. SteuerabgrenzungSteuerlatenzen nach § 274 und § 306 HGB, die aufgrund temporärer Abweichungen zwischen dem Ansatz in der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und dem Ansatz in der Konzernbilanz einschließlich der Abweichungen aus Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aus Konsolidierungsvorgängen entstehen, werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, soweit möglich, saldiert ausgewiesen. In den an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung angepassten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften (Handelsbilanzen II) wird von der Aktivierung latenter Steuerentlastungen in Einzelfällen Gebrauch gemacht. Dabei wird jeweils der Steuersatz zugrunde gelegt, der nach aktueller Rechtslage im Zeitpunkt der Steuerentlastung zu erwarten ist. Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgt in Einzelfällen, soweit die Realisierung der Steueransprüche im Einzelfall hinreichend wahrscheinlich ist. An jedem Abschlussstichtag wird der Buchwert der aktiven latenten Steuern auf seine Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls berichtigt. 2 Entwicklung des AnlagevermögensAnschaffungs- bzw. HerstellungskostenDie Zugänge bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 222.632. Darin sind Investitionen (ohne Konsolidierungskreisänderungen und Firmenwerte) in Höhe von TEUR 160.583 enthalten. scroll
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Bewertet zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. 3 Immaterielle VermögensgegenständeDie Position umfasst vorwiegend entgeltlich erworbene Firmenwerte, Patente, Namensrechte sowie EDV-Software. Die wesentlichen Zugänge entfallen auf EDV-Software sowie Firmenwerte. Ein sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebender Firmenwert wird über maximal zwanzig Jahre planmäßig abgeschrieben. Andere immaterielle Vermögensgegenstände werden über drei bis zehn Jahre planmäßig abgeschrieben. Alle aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben eine begrenzte Nutzungsdauer. 4 SachanlagenDie Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der vorstehenden Übersicht wiedergegeben. Entsprechend den technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten wurden die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. 5 FinanzanlagenDie Entwicklung der Finanzanlagen ist in der vorstehenden Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Die übrigen Finanzanlagen setzen sich aus sonstigen Ausleihungen (TEUR 13.303), Wertpapieren des Anlagevermögens (TEUR 1.851) sowie Beteiligungen (TEUR 149) zusammen. Aufstellung des Anteilsbesitzesscroll
6 Vorrätescroll
7 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
8 Flüssige MittelDiese Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände. 9 Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern betragen TEUR 21.033 (Vorjahr TEUR 17.659). 10 Latente SteuernZum Stichtag bestanden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 79.160 (Vorjahr TEUR 60.668). Passive latente Steuern wurden weder im laufenden Jahr noch im Vorjahr ausgewiesen. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erfolgte ein saldierter Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern. Von den aktiven latenten Steuern entfallen TEUR 24.254 (Vorjahr TEUR 36.739) auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen und TEUR 54.906 (Vorjahr TEUR 23.929) auf erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen. Die aktiven latenten Steuern aus Einzelabschlüssen ergeben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Rückstellungen sowie bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung. Die passiven latenten Steuern entfallen vollständig auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen. Auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern mit dem zu erwartenden Steuersatz des jeweiligen Landes zum Zeitpunkt der Realisierung gebildet. Die Steuersätze betragen zwischen 0 % und 40 %, auf Konsolidierungsmaßnahmen circa 35 %. 11 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26 Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs-GmbH, Grünwald/Deutschland, und die KB Holding GmbH, Grünwald/Deutschland, haben der Knorr-Bremse AG mitgeteilt, dass sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an der Knorr-Bremse AG beteiligt seien. 12 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage ist unverändert zum Vorjahr. Sie unterliegt, neben der gesetzlichen Rücklage, den Restriktionen des § 150 AktG. 13 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten neben der gesetzlichen Rücklage die kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus spiegeln sich hier sämtliche Konzerneinflüsse auf das Eigenkapital wider. Die gesetzlichen Rücklagen betragen TEUR 8.725 (Vorjahr TEUR 8.640). Die satzungsmäßigen Rücklagen sind von TEUR 7.151 im Vorjahr auf TEUR 7.307 gestiegen. Die sonstigen Gewinnrücklagen betragen zum Stichtag TEUR 663.619 (Vorjahr TEUR 568.808). 14 Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen wurden entsprechend §249 Abs. 1 HGB i. V. mit Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bewertet. scroll
15 Übrige Rückstellungenscroll
In den Steuerrückstellungen sind zu erwartende Ertragsteuerzahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr bzw. periodengerecht zugeordneter Ertragsteueraufwand bei vom Wirtschaftsjahr abweichendem Steuerjahr enthalten. Ebenfalls ist Steueraufwand für vorangegangene Veranlagungszeiträume abgebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen, Personalaufwendungen, Restrukturierungsmaßnahmen, Verlustrisiken aus schwebenden Geschäften und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft sowie ausstehende Rechnungen. 16 Verbindlichkeitenscroll
17 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Der Knorr-Bremse Konzern hat Leasingverträge im Wesentlichen für Geschäfts- und Produktionsgebäude abgeschlossen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzuordnen ist. Diese nicht in der Bilanz enthaltenen Leasinggeschäfte stellen eine alternative Finanzierungsform zu Kreditaufnahmen dar. Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 205.733 enthalten und werden über Laufzeiten von unter 1 Jahr (TEUR 34.225), zwischen 1 und 5 Jahren (TEUR 101.875) oder über 5 Jahren (TEUR 69.633) fällig. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als Ergebnis des bestehenden Risikomanagements als gering eingeschätzt. 18 Sonstige betriebliche ErträgeIn dieser Position sind überwiegend Währungskursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen sowie Mieterträge enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 98.333 (Vorjahr TEUR 43.228) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 32.333 (Vorjahr TEUR 32.957) enthalten. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. 19 Materialaufwandscroll
20 Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
21 Abschreibungenscroll
Daneben sind im Geschäftsjahr Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 64.878 (Vorjahr TEUR 61.905) angefallen. 22 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungsaufwand, Vertriebskosten, Rechts- und Beratungskosten, Provisionen, Reisekosten sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. Die sonstigen Steuern betragen im Konzern TEUR 20.840 (Vorjahr TEUR 16.896). Aus Währungskursschwankungen ergaben sich im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 82.142 (Vorjahr TEUR 46.424). Das Honorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und deren verbundene Unternehmen, beträgt für das Geschäftsjahr 2014 TEUR 817. Davon entfallen auf den Bereich Wirtschaftsprüfung TEUR 437 und auf andere Leistungen TEUR 380. 23 Finanzergebnisscroll
24 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 253.422 (Vorjahr TEUR 180.924). Darin enthalten sind latente Steuern in Höhe von TEUR 16.712 (Vorjahr TEUR 10.764). 25 Jahresüberschussscroll
26 Derivative FinanzinstrumenteFinanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam verrechnet (Einfrierungsmethode). Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf, aus Dienstleistungen sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des Knorr-Bremse Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden. Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Der Knorr-Bremse Konzern nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen, Zinsswaps sowie Cross Currency Swaps. Nicht in die Bildung von Bewertungseinheiten einbezogen wurden derivative Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von 9,0 Mio. EUR. Finanzinstrumente mit einem Volumen von insgesamt 663,2 Mio. EUR (Höhe der abgesicherten Risiken) sind in Bewertungseinheiten einbezogen. Davon entfallen 206,8 Mio. EUR auf die Absicherung von Vermögensgegenständen (Mikrohedges), 36,0 Mio. EUR auf die Absicherung von schwebenden Geschäften (Mikrohedges) und 420,4 Mio. EUR auf die Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen (Portfoliohedges). Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe, die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Portfoliohedge). Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenz-Indices. Die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs wird über statistische Korrelationsverfahren mit einer Korrelation von über 80 % retrospektiv nachgewiesen. Die abgeschlossenen Kontrakte mit einem Nominalwert in Höhe von 2,7 Mio. EUR werden vollständig in Bewertungseinheiten einbezogen. Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31.12.2014 stellen sich wie folgt dar: scroll
Die negativen Marktwerte entsprechen den Risiken aus den derivativen Finanzinstrumenten. Den positiven Marktwerten stehen Risiken in den Grundgeschäften der jeweiligen Bewertungseinheit in gleicher Höhe gegenüber. Obwohl systematisch den Zinssicherungsinstrumenten zuzuordnen, stellt der Cross Currency Swap inhaltlich ausschließlich eine Absicherung von Fremdwährungsrisiken dar, da sich die Zinssätze in den zugrunde liegenden Währungen zu Festsätzen tauschen. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/ oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:
Die geleisteten Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten Kaufoptions-Prämien 2,0 Mio. EUR. 27 Aufwand für Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2014 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns TEUR 295.523 (Vorjahr TEUR 252.549). 28 SonstigesDie Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger sowie beim Handelsregister des Amtsgerichts München/ Deutschland. Die Tochtergesellschaften Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/ Deutschland, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland, sowie die Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB befreit. 29 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 227 und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 8.926. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 29.161 zurückgestellt; die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 2.859.
München, 02.03.2015 Knorr-Bremse AG Der Vorstand Klaus Deller Dr. Dieter Wilhelm Hinrich J. Woebcken Dr. Lorenz Zwingmann Zusammengefasster LageberichtKnorr-Bremse AG und KonzernGrundlagen des KonzernsDer Knorr-Bremse Konzern im ÜberblickDer Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa, Nordamerika und Südamerika sowie Asien/Australien gesteuert, an deren spezifischen Markt- und Kundenanforderungen die Entwicklung des Konzerns ausgerichtet ist. Dabei ist Knorr-Bremse der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 110 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge sind weitere Produktfelder Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Steuerungskomponenten und Scheibenwischer, Bahnsteigtüren, Reibmaterial, Simulatoren, Fahrerassistenzsysteme, Energieversorgungssysteme sowie Leittechnik. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung. Die regionale Struktur der Organisation ist darauf ausgerichtet, Kunden weltweit technisch einheitliche Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten anzubieten. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender Kunden mit global erprobten Systemen und Komponenten. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft zeigte im Berichtsjahr erneut ein moderates Wachstum. Dieses war gekennzeichnet von einem niedrigen Wachstum in den Industrieländern und einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich in den Schwellenländern. Das weltweite Marktumfeld für Schienenfahrzeuge entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich positiv, dies war insbesondere durch die außergewöhnlich gute Entwicklung im chinesischen Markt bedingt. Der globale Nutzfahrzeugmarkt war 2014 leicht rückläufig. Die globale Lkw-Produktion (druckluftgebremst, mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als sechs Tonnen) ist im Jahr 2014 um 3,3 % (Vorjahr Anstieg um 6,3 %) zurückgegangen. EuropaDer Markt für Schienenfahrzeuge in Europa bewegte sich in der Gesamtbetrachtung erneut auf Vorjahresniveau. Während sich in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien das Marktvolumen weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr zeigte, wurden in Russland zahlreiche Projektabrufe innerhalb von bestehenden Rahmenvereinbarungen auf die Folgejahre verschoben. In Europa ist die Lkw-Produktion 2014 um 9,5 % (Vorjahr Anstieg um 7,3 %) zurückgegangen. Das höhere Niveau 2013 war insbesondere von Vorzieheffekten geprägt, da Anfang 2014 die Euro 6-Norm in Kraft getreten ist. NordamerikaDie Nachfrage im Schienenfahrzeugbereich in Nordamerika entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv. Bedingt durch die erfreuliche Entwicklung der Gesamtwirtschaft stieg die Nachfrage im Bereich Güterverkehr, während sich der Bereich Personenverkehr stabil entwickelte. Die nordamerikanische Lkw-Produktion profitierte ebenfalls von der positiven Entwicklung der Gesamtwirtschaft und verbuchte einen deutlichen Anstieg von 18,8 % (Vorjahr -7,7 %). SüdamerikaIn Südamerika verblieb der Güterwagenmarkt für Schienenfahrzeuge auf niedrigem Niveau, die Nachfrage im Bereich Personenverkehr war dagegen leicht positiv. Größere Impulse im Bereich Infrastruktur blieben jedoch aus. Aufgrund einer im Wesentlichen stagnierenden wirtschaftlichen Entwicklung war die Lkw-Produktion in Südamerika 2014 um 28,4 % rückläufig, nachdem sie im Vorjahr um 40,9 % gestiegen war. Die staatlichen Förderprogramme des Vorjahres wurden nicht fortgesetzt. Asien/AustralienDie Schienenfahrzeugmärkte in Asien/Australien waren insbesondere von dem signifikanten Ausbau des Hochgeschwindigkeitssektors in China geprägt. Weiterhin entwickelte sich die Nachfrage im Personennahverkehr positiv. Außerhalb Chinas entwickelten sich die Märkte stabil. Die Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte in Asien/Australien war im Berichtsjahr dagegen rückläufig und die Lkw-Produktion verringerte sich um 2,7 % (Vorjahr Anstieg um 7,9 %). In Japan und Indien ist die Lkw-Produktion gestiegen, während sie in China gesunken ist. ![]() Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2014Entwicklungen in den Regionen und nach UnternehmensbereichenEuropaSchienenfahrzeugbereichIm Berichtsjahr stärkte Knorr-Bremse in Europa abermals seine gute Marktposition durch den Gewinn wichtiger Aufträge. Im Rahmen der InnoTrans, der internationalen Leitmesse für Schienenverkehrstechnik, wurde u. a. mit Bombardier Inc. ein Vertrag über die Lieferung von Bremssystemen und Türen für Regionalverkehrszüge in Südengland abgeschlossen. Neben der Erstausrüstung der 585 Wagen umfasst der Auftrag auch eine umfangreiche Servicevereinbarung bis zum Jahr 2046 und sichert somit eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Knorr-Bremse und Bombardier Inc. Der Auftrag beinhaltet zudem Optionen für 207 Wagen. Mit dem Fahrzeugbauer Bombardier Inc. wurde ein Vertrag über Bremssysteme für die neue S-Bahn in Hamburg (ET490) abgeschlossen. Bis Mitte 2018 werden Bremssysteme, bestehend aus Luftbeschaffung, Bremssteuerung und Bremsmechanik, für 180 Wagen geliefert. Die Vereinbarung mit Bombardier Inc. beinhaltet Optionen von bis zu 540 weiteren Wagen. Ebenfalls erzielte Knorr-Bremse einen Markterfolg in Südafrika. Das südafrikanische Staatsunternehmen Transnet hat sich entschieden, Bremssysteme für insgesamt 1.154 Lokomotiven in den Jahren 2015 bis 2017 abzunehmen. Des Weiteren unterzeichnete Knorr-Bremse im Berichtsjahr eine strategisch wichtige Vereinbarung im Rahmen des Haramin High Speed-Projekts. Für die neue Bahnlinie, welche die beiden Pilgerstätten Mekka und Medina sowie den internationalen Flughafen von Jeddah miteinander verbindet, hat der spanische Zughersteller Talgo Knorr-Bremse mit Brems-, Tür- und Klimasystemen für 36 Hochgeschwindigkeitszüge beauftragt. Die Klimasysteme verfügen über selbstreinigende Sandfilter und werden sowohl auf dem Dach als auch in der Kabine verbaut. Geliefert wird voraussichtlich in den nächsten vier Jahren. NutzfahrzeugbereichWie in der Vergangenheit waren 2014 die Produktsegmente Scheibenbremse und elektronische Bremssysteme die wichtigsten Umsatzträger für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge in Europa. Knorr-Bremse sicherte seine führende Marktposition durch den Abschluss eines Langzeitvertrags bis 2019 mit einem namhaften europäischen Nutzfahrzeughersteller weiter ab. Der Vertrag beinhaltet das komplette Produktportfolio. Auch konnte mit einem weiteren europäischen Nutzfahrzeughersteller ein Langzeitvertrag über die Lieferung von Bremssteuerungen unterzeichnet werden. Mit beiden Herstellern wurden darüber hinaus Vereinbarungen zu einer strategischen Partnerschaft getroffen, die beispielsweise die zukünftige Zusammenarbeit bei der Neu- und Weiterentwicklung der Systeme sicherstellt. Im Anhängersegment verzeichnete Knorr-Bremse 2014 ebenfalls wichtige Erfolge. Mit Schmitz Cargobull wurden zwei Verträge über Brems- und Chassis-Steuerungen sowie Radbremsen abgeschlossen. Die Verträge laufen bis Ende 2017. Des Weiteren sind die Markteinführung der neuen Generation der Scheibenbremse für das Anhängersegment, der sogenannten ST7, sowie der Produktionsstart des iTAP, einer Fernbedienung per Smartphone oder Tablet für Anhängerfunktionen, erfolgt. NordamerikaSchienenfahrzeugbereichDas Geschäft in Nordamerika entwickelte sich 2014 insbesondere im Bereich Güterzüge positiv, aber auch im Personenverkehr konnten strategisch wichtige Aufträge gewonnen werden. Die Ausrüstung von Güterzügen ist ein wichtiges Standbein der amerikanischen Tochtergesellschaft New York Air Brake Company LLC (NYAB): Im Berichtsjahr hat die Gesamtproduktion des DB-60 Steuerventils die 500.000-Stückmarke überschritten. NYAB erhielt einen Auftrag in Australien und wird die pneumatischen Bremssysteme von 4.600 Wagen eines Bergbauunternehmens durch elektronische Bremssysteme ersetzen. Knorr-Bremse gewann einen Auftrag für insgesamt 56 Passagierlokomotiven des Fahrzeugherstellers Siemens. Auftraggeber sind sowohl das Illinois als auch das Florida Department of Transportation. Die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Knorr Brake Company LLC (KBC) stattet in den kommenden Jahren 150 Wagen des Fahrzeugbauers Bombardier Inc. für das Nahverkehrssystem im Großraum San Francisco mit Bremssystemen aus. KBC liefert die Brems- und Klimasysteme für 92 Wagen der neuen M9-Serie von Kawasaki, welche von dem amerikanischen Betreiber Long Island Rail Road bestellt wurden. NutzfahrzeugbereichDie Geschäfte von Knorr-Bremse auf dem nordamerikanischen Markt werden größtenteils von der Tochtergesellschaft Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA, wahrgenommen. 2014 hat Bendix erstmals einen Umsatz von über 1 Mrd. USD erzielt. Des Weiteren haben im Berichtsjahr der EverSure Bremszylinder, der seit 2011 auf dem Markt ist, und die pneumatische Scheibenbremse ADB22X die Marke von 1 Million produzierten Stück überschritten. Die Scheibenbremse ADB22X wird von der Bendix Spicer Foundation hergestellt, einem Joint Venture zwischen Bendix und Dana Commercial Vehicle Products LLC. 2014 brachte Bendix das Anhänger-Stabilitätssystem TABS-6 Advanced mit integrierter automatischer Liftachssteuerung auf den Markt. Diese verringert bei Anhängerfahrzeugen sowohl Reifenverschleiß als auch den Kraftstoffverbrauch. Im Berichtsjahr konnte Bendix u. a. einen wichtigen Auftrag im Nachmarkt gewinnen. Ein namhafter Spediteur setzt beim Ersatzbedarf auf die wiederaufbereiteten Bremsschuhe von Bendix, welche Teil des 2014 erweiterten Reibmaterialportfolios von Bendix sind. SüdamerikaSchienenfahrzeugbereichIn einem schwierigen Marktumfeld sicherte sich Knorr-Bremse die Lieferung der Bremssysteme für die neuen U-Bahnen der Fahrzeugbauer CAF und Rotem für den Großraum São Paulo. Insgesamt werden 520 Wagen mit den Bremssystemen von Knorr-Bremse ausgestattet, die Auslieferung ist für die Jahre 2015 bis 2016 vorgesehen. Die U-Bahnen des Fahrzeugbauers CAF werden dabei zusätzlich mit Klimasystemen von Knorr-Bremse bestückt. Nutzfahrzeugbereich2014 kam Knorr-Bremse die Regelung zugute, dass 100 % der Nutzfahrzeuge in Brasilien mit ABS ausgestattet sein müssen und dadurch konnte Knorr-Bremse den Lieferanteil innerhalb der Bremssteuerung erhöhen. Asien/AustralienSchienenfahrzeugbereichKnorr-Bremse profitierte insbesondere vom Ausbau des chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes und konnte erstmals einen Umsatz von über 1 Mrd. EUR in China im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge erzielen. Die Bremssysteme von Knorr-Bremse sind in allen chinesischen Hochgeschwindigkeitsplattformen vertreten und im Berichtsjahr stattete Knorr-Bremse 517 Hochgeschwindigkeitszüge mit Bremsausrüstungen sowie einen Teil der Tür- und Klimasysteme aus. Des Weiteren konnten neue Aufträge für 422 Züge abgeschlossen werden. Alle diese Züge setzen sich aus je acht Wagen zusammen. Auch das Segment Lokomotiven entwickelte sich 2014 positiv. Knorr-Bremse lieferte für 1.031 Lokomotiven der chinesischen Hersteller CSR Zhuzhou Electric Locomotive und CNR Dalian Locomotive Bremssysteme. Darin enthalten sind 655 Passagierlokomotiven, die für bis zu 160 km/h ausgelegt und damit technisch anspruchsvoller als die Vorgängergeneration sind, die lediglich für bis zu 120 km/h geeignet war. Darüber hinaus hat Knorr-Bremse im Berichtsjahr Aufträge, teilweise als Rahmenvereinbarungen, für Bremssysteme für 1.477 Lokomotiven erhalten, die voraussichtlich in den Jahren 2015 und 2016 in Betrieb genommen werden. Das Metrosegment entwickelte sich ebenfalls positiv und profitierte von den seit Jahren wachsenden Marktzahlen. 2014 lieferte Knorr-Bremse Bremsen für 1.641 Metrowagen. Neuaufträge wurden für 2.503 Wagen gewonnen, die sich auf 18 Projekte in 15 Städten verteilen. Im Segment Straßenbahn konnte Knorr-Bremse mit dem Projekt Beijing Western Suburban Line die erste Straßenbahnlinie in Peking gewinnen und liefert hydraulische Bremssysteme für 26 Straßenbahnwagen. Außerhalb Chinas unterzeichnete Knorr-Bremse einen Vertrag mit Bombardier Inc. über die Lieferung von Brems- und Klimasystemen für 450 Wagen, die im australischen Queensland im Personenverkehr eingesetzt werden. Der Vertrag beinhaltet auch Serviceleistungen. In Indien gewann das australische Tochterunternehmen Sydac Pty. Ltd. (Sydac) einen Großauftrag im Bereich Simulatoren. Der Auftrag wird in den nächsten drei Jahren von Sydac in Zusammenarbeit mit Knorr-Bremse Indien abgewickelt, wobei auch die Wartung der Systeme im Auftragsumfang enthalten ist. NutzfahrzeugbereichVor dem Hintergrund einer rückläufigen Marktentwicklung konnte der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge seinen Marktanteil in China im Berichtsjahr entscheidend ausbauen. Knorr-Bremse erhöhte beispielsweise den Lieferanteil bei Dämpfern und Kompressoren für lokale Motorenhersteller. Knorr-Bremse hat mit einem namhaften japanischen Nutzfahrzeughersteller einen Vertrag über EBS-Systeme für dessen aktuelle Fahrzeugplattformen abgeschlossen. Die ersten Lieferungen sind ab Herbst 2015 vorgesehen. Auch in der Region Asien/Australien gewinnt der Nachmarkt zunehmend an Bedeutung. Knorr-Bremse sicherte sich im Berichtsjahr beispielsweise einen Vertrag für die kommenden zwei Jahre über Ersatzteile für im Nahverkehr in Hongkong eingesetzte Busse. Gesellschaftsrechtliche VeränderungenKnorr-Bremse hat Anfang 2014 die PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin, Deutschland, sowie die Transtechnik Unternehmensgruppe mit Sitz in Holzkirchen, Deutschland, übernommen. Beide Unternehmen sind im Bereich Energieversorgungssysteme für Schienenfahrzeuge tätig und agieren mittlerweile gemeinsam unter der Marke Knorr-Bremse PowerTech. Im Februar hat das Knorr-Bremse Tochterunternehmen Microelettrica Scientifica S.p.A. (Microelettrica) 60 % der Anteile an dem italienischen Unternehmen Casram Rail S.p.A. mit Sitz in Cirimido erworben. Die Produkte und Servicelösungen dieses Unternehmen stellen eine Ergänzung zum bestehenden Produkt- und Serviceportfolio der Microelettrica im Bereich der elektronischen und elektromechanischen Steuerungskomponenten für Schienenverkehr- und Infrastrukturanwendungen dar. Insgesamt ergeben sich aus diesen Transaktionen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2014. Qualität und ProzesseDas Streben nach Best-in-Class-Prozessen bildet die Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit von Knorr- Bremse. Kontinuierlich wird an der Optimierung von Qualität, Prozessen, Methoden sowie Strukturen gearbeitet. Unter den weltweit eingeführten Managementsystemen Knorr Excellence (KE, TEX, REX) bündelt Knorr-Bremse seit vielen Jahren Initiativen für die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Knorr Excellence bildet innerhalb des Konzerns eine gemeinsame Plattform, die den Zugang zu Geschäftsprozessen erleichtert und die Kommunikation verbessert. Durch weltweit organisierte interne Qualitätsaudits und Assessments wurde die Umsetzung des Qualitätsmanagement-Systems überprüft und verbessert. Dies wurde im Rahmen der externen IRIS- bzw. TS-16949-Zertifizierungsaudits bestätigt. Konzernweit wurde zur Verbesserung der Prozessqualität der weltweite Einsatz der VDA-6.3/IRIS-Prozessaudits vorangetrieben. Die Umsetzung der Auditmaßnahmen wurde konsequent verfolgt und somit ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess sichergestellt. Die Initiative Quality First wurde auch 2014 mit diversen einzelnen Aktivitäten zur Verbesserung der Produktqualität, Steigerung der Prozessfähigkeit, der Weiterqualifikation von Mitarbeitern sowie zur Steigerung der Kundenzufriedenheit genutzt. Durch den Einsatz von Six-Sigma-Trainings und Six-Sigma-Projekten konnte eine Effizienzsteigerung der Prozesse erreicht werden. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge lag der Fokus auf der Reduktion der Qualitätskosten. Durch eine Vielzahl von Verbesserungsmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ein noch strikteres Kosten- und Qualitätsmanagement sowie ein verbessertes Kostenbewusstsein wurden die Qualitätskosten um 23 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 reduziert. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge wurden innerhalb von Quality First priorisierte Prozesse optimiert und verbindlich freigegeben. Ein Schwerpunkt ist der Produktentwicklungsprozess mit der Integration weiterer sicherheitsrelevanter Elemente bzw. Vorgaben. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Problemlösungsansatzes einschließlich der Einbindung in den Führungsprozess, begleitet durch Trainings und Coaching, schult das Bewusstsein zur Fehlervermeidung. Im Rahmen des Product Safety Managements wurden an den einzelne allen sicherheitsrelevanten Systemen und Produkten zu gewährleisten. Dies wurde einerseits durch Product Safety Audits vor Ort bzw. durch Product Safety und Project Reviews im Rahmen der Produktentwicklung und -absicherung begleitet. In beiden Bereichen wurde mit der Durchführung von Lieferantentagen intensiv an Qualitätsverbesserungen gearbeitet, um Lieferanten noch stärker in das laufende Qualitätsprogramm zu integrieren. Die Partnerschaften in der Lieferkette konnten ausgebaut und die Zulieferqualität konnte somit gesteigert werden. Forschung und EntwicklungAls Technologie-Konzern hat Knorr-Bremse seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auch im Berichtsjahr in enger Abstimmung mit den Kunden ausgeweitet. Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen lag im Berichtsjahr bei 295,5 Mio. EUR (Vorjahr 252,5 Mio. EUR) und macht 5,7 % vom Umsatz (Vorjahr 5,9 %) aus. Als weltweiter Technologieführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge entwickelt Knorr-Bremse innovative Produkte, die sich durch Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit und damit hohen Kundennutzen auszeichnen. Dies gilt gleichermaßen für die weiteren Produktbereiche von Schienenfahrzeugen (Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Fahrerassistenzsysteme, Steuerungskomponenten, Bahnsteigtüren, Energieversorgungssysteme, Leittechnik) und Nutzfahrzeugen (Fahrerassistenzsysteme, Drehschwingungsdämpfer und weitere Komponenten für den Antriebsstrang wie Motorluft- und Getriebesteuerung). Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge sichert die Weiterentwicklung der Bremssteuerung ESRA, "ESRA evolution", mit moderner Software-Architektur und Unabhängigkeit von der Hardware-Bauform die Zukunft der Knorr-Bremse Bremssteuerungen. Mit Beginn der Einführung von "ESRA evolution" ist die unternehmensweite Harmonisierung der Leittechnik fortgeführt worden. Im Rahmen der InnoTrans 2014, der weltweit führenden Messe für Eisenbahnprodukte, hat der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge zukunftsprägende Systemlösungen für die weltweiten Schienenverkehrsmärkte, wie den ölfreien Kompressor VV1000-T, präsentiert. Er ist der erste Hochleistungskompressor für schwere Güterzüge, der gänzlich ohne Öl auskommt und ermöglicht somit deutlich niedrige Aufwendungen in der Instandhaltung. Weitere Neuheiten sind die Datenapplikation für Instandhaltungsaufgaben (iCOM) und das neue Türsystem der IFE (E4). Beide Beispiele erhöhen auf unterschiedliche Art die Sicherheit und reduzieren dabei die Lebenszykluskosten. Technisch besonders interessant ist die Klimaanlage für das Zugprojekt Haramin High Speed in Saudi-Arabien. Das selbstreinigende Sandfiltersystem setzt auf Filterreinigung per Druckluft und ermöglicht auch in sandigen Gegenden bei Klimasystemen Wartungsintervalle zu erreichen, die den allgemeinen Instandhaltungszyklen der Fahrzeuge entsprechen. Im Bereich der zukunftsweisenden Ideen hat Knorr-Bremse 2014 den Innovationspreis der Kompetenzinitiative Verkehr und Logistik CNA e.V. (Center for Transportation & Logistics Neuer Adler und Clusterplattform für Bahntechnik in Bayern) gewonnen. Prämiert wurde die Entwicklung Brake Pipe Length Estimation (BPLE), welche dem Lokführer eines Güterzuges die schnelle Überprüfung der Bremsenverfügbarkeit im gesamten Zug ermöglicht und damit die Wirtschaftlichkeit sowie Sicherheit steigert. Bei den Systemen für Nutzfahrzeuge lag 2014 im Chassisbereich bei der Bremssteuerung ein Schwerpunkt auf der Serienentwicklung der Fahrerassistenzsysteme AEBS (Automatische Notbremse) und LDWS (Spurverlassensassistent), die ab Herbst 2015 europaweit vorgeschrieben sind. Es wurden erfolgreich Feldversuche mit unterschiedlichen Kunden zur Absicherung der Serientauglichkeit durchgeführt und Konzepte für die zukünftige Bremssteuerung erstellt, die ab 2020 die heutigen ABS- und EBS-Systeme modular zusammenführen können und die Basis für ein weltweit skalierbares Bremssystem bilden. Für die Entwicklung eines Stand Alone Parkbremsmoduls (Elektronisches Parkbremsmodul) wurden bereits Kundenaufträge mit großen europäischen Nutzfahrzeugherstellern abgeschlossen. Bei der Scheibenbremse dominierte die Serienentwicklung der nächsten Generation die Aktivitäten. Forderungen nach weiteren Reduzierungen von Gewicht, Kraftstoffverbrauch und Kosten treiben die Weiterentwicklungen der Scheibenbremse zur Steigerung der Effizienz. Im Bereich der Drucklufterzeugung und -aufbereitung lagen bei den Kompressoren die Schwerpunkte auf der Verringerung von Energieaufnahme und Ölübertrag. Die Optimierung von elektrischen Antrieben für Kompressoren in Hybridapplikationen wurde in der Vorentwicklung vorangetrieben. Entwicklungsprojekte für Komponenten im Ansaug- und Abgasbereich der Motoren sowie für Kupplungs- und Getriebesteuerung steigern die Knorr-Bremse Kompetenz zur Effizienzsteigerung des Antriebsstrangs. Automatisiertes Fahren ist bereits ein wichtiges Entwicklungsthema und wird in den nächsten Jahren noch weiter an Bedeutung gewinnen. So wurde zum Beispiel mit dem Vorentwicklungsprojekt Bremswegverkürzung eindrucksvoll demonstriert, welche Potenziale durch konsequente Optimierung der Einzelkomponenten und bessere Interaktion der Komponenten erreicht werden können. Durch weitere Vorentwicklungsprojekte wie BirdView und der Demonstration von aktiver Spurhaltung auf der IAA konnte die Entwicklungskompetenz der Knorr-Bremse unter Beweis gestellt werden. Dem regionalen Ansatz von Knorr-Bremse entsprechend, wurde im vergangenen Jahr der Anteil der Entwicklungskapazität in Ländern wie Indien und China weiter ausgebaut. Dies betrifft insbesondere das 2013 eröffnete Knorr-Bremse Technology Center India (TCI), das für beide Unternehmensbereiche Entwicklungsleistungen erbringt. Nachhaltigkeit und EngagementZukunftsorientiertes unternehmerisches Handeln bedeutet für Knorr-Bremse Verantwortung zu übernehmen - für die Produkte, die Mitarbeiter, die Umwelt und die Gesellschaft. Gerade als Familienunternehmen mit einer über 110-jährigen Firmengeschichte prägt Knorr-Bremse eine Unternehmenskultur, die ökologische, ökonomische und soziale Ziele verbindet. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, priorisiert Knorr-Bremse die für das Unternehmen besonders relevanten Nachhaltigkeitsthemen mithilfe einer Wesentlichkeitsanalyse. Auf Basis dieser Ergebnisse und im Dialog mit den Fachabteilungen sowie dem Vorstand des Konzerns hat Knorr-Bremse 2014 seine Corporate Responsibility-Strategie (CR-Strategie) überarbeitet und fortgeschrieben. Bis zum Jahr 2020 will Knorr-Bremse sowohl intern als auch extern noch stärker als nachhaltiges Unternehmen wahrgenommen werden. Die operative Umsetzung der CR-Strategie erfolgt in sechs zentralen Handlungsfeldern: Strategie und Management, Produkte und Partner, Mitarbeiter und Führung, Umwelt und Klima, Engagement und Gesellschaft sowie Kommunikation und Kooperation. Knorr-Bremse unterstützte auch im Jahr 2014 den seit Anfang 2005 bestehenden gemeinnützigen Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. und förderte dessen Aktivitäten. Die Projekte des Vereins eröffnen Perspektiven für Menschen in Not und befolgen stets das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. ![]() Aufwand für Forschung und Entwicklung in Mio. EUR In Peking, einem wichtigen Standort von Knorr-Bremse, finanzierte der Verein beispielsweise die Renovierung und den Bau eines Aufenthaltsraums einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. Der Projektantrag stammt von einem Teilnehmer des Knorr-Bremse IMPG- Nachwuchsförderungsprogramms. Zusätzlich halfen 20 Kolleginnen und Kollegen vom Knorr-Bremse Standort in Nankou bei den Renovierungsmaßnahmen. Knorr-Bremse Global Care e. V. wurde anlässlich der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004 gegründet, um den Flutopfern unbürokratisch und effektiv zu helfen. Im Berichtsjahr wurden 50 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in insgesamt 29 Ländern realisiert. Die Projekte werden ehrenamtlich und mit großem Engagement von Knorr-Bremse Mitarbeitern betreut. Mit durch Knorr-Bremse Global Care e. V. ausbezahlten Fördermitteln in Höhe von 1,8 Mio. EUR konnten im Jahr 2014 fast 120.000 Menschen erreicht werden. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageDer Konzernumsatz konnte im Berichtsjahr um 21,0 % auf 5.206,0 Mio. EUR (Vorjahr 4.302,7 Mio. EUR) gesteigert werden. In Europa stieg der konsolidierte Umsatz um 9,0 % auf 2.454,4 Mio. EUR (Vorjahr 2.252,5 Mio. EUR), was einem Anteil von 47,1 % (Vorjahr 52,3 %) am Konzernumsatz entspricht. Amerika trug 1.163,6 Mio. EUR (Vorjahr 1.019,1 Mio. EUR) bzw. 22,4 % (Vorjahr 23,7 %) zum Konzernumsatz bei, dies entspricht einer Steigerung von 14,2 %. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde der Umsatz um 54,0 % auf 1.587,9 Mio. EUR (Vorjahr 1.031,1 Mio. EUR) gesteigert, was 30,5 % des Konzernumsatzes (Vorjahr 24,0 %) darstellt. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge konnte den Umsatz auf 2.982,0 Mio. EUR (Vorjahr 2.247,0 Mio. EUR) steigern. Der Nutzfahrzeugbereich verbuchte im Berichtsjahr ebenfalls eine positive Umsatzentwicklung und erzielte einen Umsatz von 2.227,7 Mio. EUR (Vorjahr 2.070,4 Mio. EUR). ![]() Konzernumsatz nach Regionen Der Auftragseingang lag mit 5.509,9 Mio. EUR (Vorjahr 4.751,8 Mio. EUR) um 5,8 % über dem Umsatzniveau und um 16,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand im Konzern stieg im Berichtsjahr um 18,2 % auf 3.882,3 Mio. EUR (Vorjahr 3.284,2 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 560,0 Mio. EUR (Vorjahr 366,7 Mio. EUR). Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte 10,8 % (Vorjahr 8,5 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss 202,2 Mio. EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 8,2 % entspricht. Die Region Amerika erzielte einen Jahresüberschuss von 103,5 Mio. EUR mit einer Nettoumsatzrendite von 8,9 %. In der Region Asien/Australien war ein Jahresüberschuss von 254,3 Mio. EUR zu verzeichnen, die Nettoumsatzrendite lag damit bei 16,0 %. VermögenslageDie Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2014 um 23,5 % auf 3.543,0 Mio. EUR (Vorjahr 2.869,1 Mio. EUR). Am Jahresende 2014 sind Aktiva in Höhe von 68,1 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresniveau von 29,1 % auf 25,4 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, liegt zum Jahresende bei 692,6 Mio. EUR (Vorjahr 474,7 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 48 Tagen (Vorjahr 40 Tage). Die Eigenkapitalquote stieg um 2,1 Prozentpunkte von 38,6 % auf 40,7 %. Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 51,0 % in der Region Europa (Vorjahr: 50,8 %), in der Region Amerika 19,5 % (Vorjahr: 21,1 %) und 29,5 % in der Region Asien/Australien (Vorjahr: 28,1 %) gebunden. FinanzlageDer Anstieg des Nettoguthabens, definiert als Saldo aus flüssigen Mitteln und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, auf 944,2 Mio. EUR (Vorjahr 675,8 Mio. EUR) ist in erster Linie auf den positiven Saldo aus Mittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit (672,5 Mio. EUR) und Mittelabflüssen aus Investitionen (160,6 Mio. EUR) sowie Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (255,5 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betragen 160,6 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 0,7 % gestiegen. Auf Europa entfielen 104,2 Mio. EUR (64,9 %). In der Region Amerika wurden 30,8 Mio. EUR (19,2 %) und in Asien/Australien 25,6 Mio. EUR (15,9 %) der Investitionssumme getätigt. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren 2014 der Abschluss der Bautätigkeiten für das neue Werk in Ungarn am Standort Kecskemét sowie insbesondere die Arbeiten für das Versuchs- und Entwicklungszentrum in München. ![]() Investitionen und Abschreibungen in Mio. EUR Des Weiteren wurden Ersatzinvestitionen vorgenommen. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge wurden 93,7 Mio. EUR (Vorjahr 84,0 Mio. EUR) und im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 57,7 Mio. EUR (Vorjahr 67,3 Mio. EUR) investiert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zu 2013 mit 169,1 Mio. EUR (Vorjahr 125,2 Mio. EUR) konzernweit gestiegen. Die Region Europa trug mit 122,9 Mio. EUR den größten Teil der Abschreibungen, gefolgt von Amerika mit 29,6 Mio. EUR und Asien/Australien mit 16,6 Mio. EUR. Der mit 99,8 Mio. EUR größere Anteil der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 60,1 Mio. EUR betrugen. Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 65,4 % (Vorjahr 61,1 %). Auch 2014 wurden die gute strategische Aufstellung und die positive Geschäftsentwicklung von den Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's hervorgehoben. Sie bewerten die Knorr-Bremse Gruppe bereits seit dem Jahr 2001. Sowohl Moody's als auch Standard & Poor's bestätigten ihre Einstufungen von A3/Outlook stable respektive A-/Outlook stable aus dem Vorjahr. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsDer Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen seine Vermögens- und Finanzlage verbessert. Auch die Liquiditätssituation konnte weiter verbessert werden, die Ertragskraft des Konzerns wurde durch konsequentes Kostenmanagement und durch weitere Optimierungen der internen Prozesse und Strukturen abgesichert. Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 40,7 % und einem Nettoguthaben von 944,2 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur. Insgesamt bestätigt der Vorstand, dass die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein zutreffendes Bild des Konzerns zum 31.12.2014 zeigt. Entwicklung der Knorr-Bremse AG im Geschäftsjahr 2014Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen. Erhöhte Beteiligungserträge, resultierend aus einer positiven Entwicklung in den Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, führten zu einer Erhöhung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 463,5 Mio. EUR (Vorjahr 243,7 Mio. EUR). Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden. Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweiten Tochterunternehmen die Funktion einer Inhouse Bank inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbleibende Risiko ganz oder teilweise mit Banken extern absichert. Mit Hilfe der durch Knorr Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung und -transparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen. GewinnverwendungDie Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Bilanzgewinn von 490,8 Mio. EUR (Vorjahr 283,2 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 312,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 120 EUR (Vorjahr 80 EUR) je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von 26 EUR zu verwenden. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie KB Holding GmbH, Grünwald, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten." Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. ![]() Vermögens- und Kapitalstruktur des Knorr-Bremse Konzerns Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenPersonalDer Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2014 insgesamt 23.916 Mitarbeiter (20.886 exkl. Personalleasing). Dies entspricht einem Anstieg um 14,8 % (exkl. Personalleasing Anstieg um 12,9 %) gegenüber dem Vorjahr. In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2014 12.578 Mitarbeiter (11.498 exkl. Personalleasing) gegenüber 11.271 (10.468 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 52,6 % leicht unter dem Vorjahresniveau von 54,1 %. In Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiter von 4.087 (3.727 exkl. Personalleasing) auf 4.846 (4.427 exkl. Personalleasing). Die Beschäftigtenzahl in der Region Amerika stieg 2014 und umfasste zum Jahresende 5.058 (4.731 exkl. Personalleasing) gegenüber 4.496 (4.184 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter in der Region blieb bei 21,1 % (Vorjahr 21,6 %) nahezu konstant. Die Beschäftigtenzahl in der Region Asien/Australien stieg 2014 und umfasste zum Jahresende 6.280 (4.657 exkl. Personalleasing) gegenüber 5.066 (3.847 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Dabei erhöhte sich der Mitarbeiteranteil in der Region auf 26,3 % gegenüber 24,3 % im Vorjahr. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die Mitarbeiterzahl von 12.098 (10.406 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 14.484 (12.116 exkl. Personalleasing) zum Ende 2014 gestiegen. Auch im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge stieg die Mitarbeiterzahl von 8.371 (7.733 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 9.012 (8.358 exkl. Personalleasing) zum Jahresende 2014. Auf die Holdinggesellschaften entfallen weitere 420 Mitarbeiter (412 exkl. Personalleasing) im Vergleich zu 364 Mitarbeitern (360 exkl. Personalleasing) im Vorjahr. Knorr-Bremse dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2014. Der Dank gilt ebenfalls den Belegschaftsvertretungen für die konstruktive Zusammenarbeit. ![]() Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum 31.12.2014 ![]() Konzernmitarbeiter gesamt nach Regionen zum 31.12.2014 Bericht über Risiken und ChancenRisikomanagementsystemDer Knorr-Bremse Konzern verfügt über ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem. Die Berichtsperioden und die Berichtsinhalte sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft. Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagement-Reporting. Es basiert auf einem Risikobericht, der im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sitzungen in den Geschäftsführungen sowie im Vorstand besprochen und mit Maßnahmen belegt wird. Somit wird das operative Risikomanagementsystem auf strategischer Ebene ergänzt. In seiner Gesamtheit hat sich dieses Kontrollsystem als zuverlässiges Netz zur Früherkennung und Korrektur von drohenden Fehlentwicklungen bewährt. Die Risikobetrachtung und deren Management ist auch ein wesentlicher Bestandteil bei der Beschreibung, der Dokumentation und der kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Prozesse im gesamten Knorr-Bremse Konzern (Knorr Excellence-Modell). GeschäftsrisikenUnternehmerische Tätigkeit ist grundsätzlich mit Risiken verbunden. Die regionalen Schienen- und Nutzfahrzeugmärkte folgen unregelmäßigen Zyklen. Markt- oder Wachstumsschwankungen können einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betreffen. Als weltweit tätiger Konzern ist Knorr-Bremse in besonderem Maße einer risikobehafteten Entwicklung der Weltwirtschaft ausgesetzt. Die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und die weltweiten Handelsströme werden intensiv beobachtet, um die Absatzrisiken möglichst gering zu halten bzw. zu antizipieren. Die internationale Präsenz macht Knorr-Bremse zugleich weitgehend unabhängig von regional begrenzten Krisen. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen erhöhen jedoch die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung und können somit auch die Nachfrage auf den für Knorr-Bremse relevanten Märkten negativ beeinflussen. Die politische Eskalation der Konflikte in Osteuropa birgt insbesondere zusätzliche Risiken für die Entwicklung in Russland. Schon jetzt gibt es erhebliche Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Tätigkeit. Die weltweit zu verzeichnende stärkere Volatilität der Nutzfahrzeugindustrie trifft auch Knorr-Bremse und wird kontinuierlich beobachtet. Knorr-Bremse agiert in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, wodurch sich Risiken für die Preisstabilität ergeben. Ein von Unsicherheit geprägtes makroökonomisches Umfeld birgt das Risiko, dass sich die Bonität von Kunden verschlechtert und Forderungsausfälle eintreten bzw. Zahlungen verzögert erfolgen. Ein effektives Forderungsmanagement wirkt diesen Risiken bestmöglich entgegen. Im Zuge des dynamischen Wachstums der vergangenen Jahre hat Knorr-Bremse zahlreiche Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund integriert. Die finanziellen und kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen typischerweise verbunden sind, konnte Knorr-Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften in engen Grenzen halten. Im Hinblick auf die Überwindung kultureller Barrieren hat Knorr-Bremse in den vergangenen 25 Jahren mit zahlreichen Akquisitionen und mehrheitlich geführten Joint Ventures wertvolle Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen gesammelt. Diese Erfahrungen kommen bei weiteren möglichen Übernahmen positiv zum Tragen und wurden in strukturierten Prozessen abgebildet. Knorr-Bremse steht mit seinen Systemen an der Spitze der technischen Entwicklung. Daraus ergeben sich zugleich auch Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Hier hat Knorr-Bremse umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren im routinemäßigen Einsatz. Zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse orientiert sich Knorr-Bremse an internationalen Standards. Die einzelnen Standorte lassen sich in diesem Zusammenhang regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Bereiche arbeiten darüber hinaus mit Hilfe des Knorr Excellence-Qualitätsprogramms (Quality First) trotz des bereits sehr hohen Qualitätsniveaus intensiv daran, die Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte kontinuierlich weiter zu verbessern. Operative RisikenRisiken aus Produktionsausfällen sind durch Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgesichert. Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen ein effizientes Reagieren auf unvorhergesehene kurzfristige Kapazitätsschwankungen. Knorr-Bremse pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Dienstleistern. Um etwaige Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängel zu vermeiden, die wiederum zu Produktionsstörungen und nachfolgend zu Ertragseinbußen führen könnten, legt Knorr-Bremse großen Wert auf eine sorgfältige Auswahl der Lieferanten. Diese werden kontinuierlich einer technischen und wirtschaftlichen Auditierung unterzogen. Insolvenzen von Geschäftspartnern stellen in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage ein weiteres Risiko dar, worauf unmittelbar reagiert wird. Auf der Kundenseite können sich aufgrund vertraglicher Pflichten Garantierisiken ergeben. Ein systematisches Vertragsmanagement zur Kontrolle dieser Risiken wird durch entsprechende Knorr Excellence-Prozesse sichergestellt. Das Risiko durch Währungsschwankungen ist insgesamt für den Knorr-Bremse Konzern nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Selektiv werden auch derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie, in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Knorr Excellence-Prozesses. Grundsätzlich werden Preisveränderungsrisiken von Rohstoffen, die für Knorr-Bremse relevant sind, in angemessenem Umfang mit derivativen Instrumenten abgesichert, sofern diese Preisveränderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben können. Für Stahl und Aluminium sind Basissicherungen für einen Teil des Risikos vorgenommen worden. Die Geschäftsprozesse im Knorr-Bremse Konzern werden durch leistungsfähige und moderne IT-Systeme unterstützt. Zur Vermeidung von Störungen legt Knorr-Bremse besonderes Gewicht auf die Vereinheitlichung der Hardware- und Software-Landschaft, die Integrität und die Sicherung der Datenbestände, anforderungsgerechte Backup-Lösungen sowie die Steuerung der Zugriffsberechtigung. Mit Hilfe von internen und externen Audits an allen wesentlichen Standorten weltweit wird die Einhaltung von IT-Sicherheits-Richtlinien umfassend überprüft. Das Corporate Data Center in München entspricht den höchsten Anforderungen (Industriestandard) hinsichtlich Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Auf dieser Basis werden auch die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration aller, insbesondere auch der neuen, Standorte weiter verbessert. Um den steigenden Anforderungen im Umweltschutz zu entsprechen, orientiert sich Knorr-Bremse weltweit an dem Standard ISO 14001. Der überwiegende Anteil der Standorte ist entsprechend zertifiziert bzw. bereits rezertifiziert. In Asien, aber auch in den übrigen Regionen, erschweren Imitationen und Produktpiraterie das Geschäft im Schienenfahrzeug- und Nutzfahrzeugbereich. Demgegenüber steht die technische Kompetenz von Knorr-Bremse, die aufgrund der Anwendungen der Produkte im Hochsicherheitsbereich weltweit von den Kunden anerkannt und geschätzt wird. In dem Hochtechnologie-Umfeld, in dem die Produkte von Knorr-Bremse eingesetzt werden, besteht das Risiko des Erreichens von physikalischen Grenzen bei der Produktanwendung. Darüber hinaus stellen die auftragsbezogene Erweiterung von Produktionskapazitäten sowie die zunehmende Integration von Produktionsstätten in Schwellenländern die Sicherstellung der Produkt- und Prozessqualität vor erhöhte Herausforderungen. Auch hier sichert eine konsequente Anwendung der entsprechenden Knorr Excellence-Prozesse die hohe Zuverlässigkeit der angebotenen Systeme. ChancenberichtIm Rahmen der mehrstufigen und weltweit gültigen Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme von Knorr-Bremse werden die sich in den Geschäftsfeldern ergebenden Chancen regelmäßig identifiziert und bewertet. Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen dargestellt. Vor allem das Ende der schwachen Investitionstätigkeit im Infrastrukturbereich sowie eine leichte Erholung der Weltwirtschaft könnten in allen Regionen über beide Bereiche hinweg positive Impulse für das Geschäft von Knorr-Bremse geben. Durch die Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar werden gegenüber den Wettbewerbern außerhalb des Euroraums verbesserte Absatzchancen erwartet. Eine Fortsetzung des relativ zum Weltwirtschaftswachstum überproportionalen weltweiten Anstiegs des Transportvolumens würde entsprechenden Bedarf nach weiteren Investitionen für Schienenfahrzeuge sowie Nutzfahrzeuge nach sich ziehen, woraus sich positive Impulse für Knorr-Bremse ergeben könnten. Durch einen anhaltend niedrigen Ölpreis könnte diese Entwicklung positiv beeinflusst werden. Mit gezielten Akquisitionen und Gründungen von Joint Venture-Unternehmen ergeben sich Chancen zum Ausbau der Marktposition sowie zur Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Knorr-Bremse. Aus diesem Grund beobachtet Knorr-Bremse kontinuierlich die gegenwärtigen und zukünftigen Märkte, um geeignete Partner zu identifizieren. Knorr-Bremse investiert auf breiter Basis in neue Technologien, um die Technologieführerschaft weiter auszubauen und damit weitere Absatzmärkte zu erschließen. Durch zunehmende Nachfrage nach technologisch hochwertigen Produkten in den Schwellenländern ergeben sich neue Absatzchancen für Knorr-Bremse. Weiteres Wachstumspotenzial ergibt sich aus veränderten regulatorischen Anforderungen in den Absatzmärkten für Knorr-Bremse. Im Rahmen von Knorr Excellence arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Identifikation weiterer Kostensenkungs- und Prozessverbesserungspotenziale, um die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Services von Knorr-Bremse weiter zu steigern. Gesamtaussage zur Risiko- und ChancensituationDie sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Für die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet. NachtragsberichtIm Juli 2014 haben die Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd. in Hongkong und das chinesische Unternehmen Dongfeng Electronic & Technology Co., Ltd. (DETC) Joint-Venture-Verträge zur Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd. sowie Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Systems (Shiyan) Co., Ltd., jeweils mit Sitz in Shiyan/China, unterzeichnet. Die Unternehmen, an denen Knorr-Bremse mit 51 % respektive 49 % beteiligt ist, sind im Bereich Bremssysteme für Nutzfahrzeuge tätig. Der Vollzug der Gründungen steht unter dem Vorbehalt der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden. Die Tochtergesellschaft der Knorr-Bremse AG, die Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München, hat Ende Dezember einen Kaufvertrag über den Erwerb aller Geschäftsanteile an der Selectron Systems AG mit Sitz in Lyss/Schweiz, unterzeichnet. Mit der Akquisition erweitert Knorr-Bremse sein Produktportfolio um Komponenten und Lösungen für die Steuerung von Schienenfahrzeugen. Ebenfalls im Dezember hat Knorr-Bremse einen Vertrag unterschrieben, um seine Anteile an Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Ltd. mit Sitz in Guangzhou/China, von 65 % auf 35 % zu reduzieren. Der Vollzug fand im Januar 2015 statt. Darüber hinaus haben sich nach dem Stichtag keine Sachverhalte ergeben, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Knorr-Bremse Konzerns haben. PrognoseberichtKnorr-Bremse geht für 2015 insgesamt von einem stabilen Marktumfeld aus, wobei sich weiterhin in den einzelnen Regionen und Geschäftsbereichen eine Differenzierung ergeben wird. Auch innerhalb Europas ergibt sich ein differenziertes Bild. Insbesondere in den von der Finanzkrise stärker betroffenen Ländern geht die Konsolidierung der Staatshaushalte zu Lasten der Investitionstätigkeit. Die exportstarken Länder profitieren dagegen von der Abwertung des Euro. In den USA wird, bedingt durch privaten Konsum sowie niedrigere Energiekosten, mit einem weiteren Anstieg des Wachstums gerechnet. Für die Schwellenländer wird eine differenzierte Entwicklung erwartet, insbesondere für Südamerika wird mit keinem nennenswerten wirtschaftlichen Wachstum gerechnet. Auch für 2015 wird in Europa im Bereich Schienenfahrzeuge ein weitgehend stabiles Marktumfeld antizipiert. In Deutschland zeigt sich die Marktsituation erneut unverändert. Mit einem leichten Anstieg der Nachfrage im Bereich Personennahverkehr wird in Frankreich gerechnet, im überregionalen Schienenverkehr bleiben größere Investitionen dagegen erwartungsgemäß aus. In Großbritannien ist die Nachfrage im Bereich U-Bahn rückläufig; im Hochgeschwindigkeitsbereich werden weitere Investitionen erwartet. In Südafrika, welches im Konzern zur Region Europa gezählt wird, setzt sich der Anstieg der Nachfrage im Bereich Personennahverkehr sowie im Bereich Lokomotiven fort. Von großer Unsicherheit geprägt ist dagegen die Entwicklung in Russland. Im europäischen Nutzfahrzeugmarkt wird für das Jahr 2015 entsprechend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit einem leichten Anstieg der Lkw-Produktion gerechnet. Für den nordamerikanischen Schienenfahrzeugmarkt rechnet Knorr-Bremse für 2015 mit einer insgesamt stabilen Entwicklung. Die Nachfrage im Bereich Güterwagen stabilisiert sich auf hohem Niveau, der Personennahverkehr entwickelt sich leicht positiv; im Hochgeschwindigkeitssektor wird dagegen weiterhin nicht mit größeren Investitionen gerechnet. Im nordamerikanischen Nutzfahrzeugmarkt wird eine weitere Erholung der Märkte und somit ein Umsatzanstieg antizipiert. Im Bereich Schienenfahrzeuge wird in der Region Südamerika für 2015 ein leichter Anstieg im Bereich Personennahverkehr sowie bei Güterwagen erwartet. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds rechnet Knorr-Bremse für Südamerika mit einer stark rückläufigen Lkw-Produktion. In der Region Asien/Australien wird im Schienenfahrzeugbereich auch für das Jahr 2015 eine differenzierte Entwicklung antizipiert. In China verbleibt die Nachfrage im Bereich Personennahverkehr auf hohem Niveau. Nach dem signifikanten Anstieg 2014 ist die Nachfrage im Hochgeschwindigkeitsbereich und bei Lokomotiven leicht rückläufig. Knorr-Bremse rechnet mit einem moderaten Anstieg im indischen Personennahverkehr. In Australien stabilisiert sich der Bereich Güterwagen auf hohem Niveau, die Nachfrage im überregionalen Personenverkehr zieht weiter an. Im Nutzfahrzeugmarkt wird in der Region Asien/Australien für 2015 ein leichter Rückgang der Lkw-Produktion erwartet. Während für Japan und Indien mit erneutem Marktwachstum gerechnet wird, ist die Entwicklung in China voraussichtlich rückläufig. Auf Basis der dargestellten Annahmen plant Knorr-Bremse 2015 einen moderaten Umsatzanstieg sowie ein damit einhergehendes Ergebnis. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich der Umsatz überproportional im Vergleich zum Anstieg der Mitarbeiteranzahl entwickelt. Die Bindung des Working Capital, gemessen in Umsatztagen, wird unter dem aktuellen Niveau erwartet. Für 2015 wird mit einem leichten Anstieg der Investitionsaufwendungen gerechnet. Gemäß den Erwartungen bezüglich Ergebnis, Working Capital und Investitionen wird mit einem weiteren Anstieg des Netto-Guthabens gerechnet und damit eine erneute Verbesserung der bereits soliden Vermögenslage antizipiert. Aufgrund der positiven Entwicklung im Konzern rechnet die Knorr-Bremse AG 2015 mit stabilen Beteiligungserträgen, die die künftige Dividendenfähigkeit absichern. Auf Basis der für den Konzern getroffenen Annahmen ist davon auszugehen, dass sich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse AG weiterhin leicht positiv entwickeln werden. Knorr-Bremse wird seine auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Firmenpolitik auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Des Weiteren arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Entwicklung und Einführung neuer Produkte, die den Kundennutzen weiter steigern. Damit wird der Konzern seine führende Marktposition und Technologieführerschaft ausbauen. Im Konzerneigenkapital sind Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -42.660 enthalten, davon entfallen TEUR -5.261 auf Anteile anderer Gesellschafter. Die übrigen Veränderungen bei den Anteilen anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus dem Zukauf vormaliger Minderheiten-Anteile an der Technologies Lanka Inc., La Pocatiere, Quebec/Kanada. Zum Stichtag hält der Konzern nach dem Zukauf bei der Gesellschaft eine Beteiligung von 100 %. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Segmentberichterstattung - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise über die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 02.03.2015 KPMG AG gez. Rupprecht, Wirtschaftsprüfer gez. Münch, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2014 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften beschäftigt. Dabei wurden neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft sowie deren Risikolage und Risikomanagement unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. Die der Entscheidung des Aufsichtsrats zugrunde liegenden Informationen und Analysen wurden zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Es wurden außerdem unterjährig zwei Sitzungen des Bilanzausschusses abgehalten. In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst. Der Knorr-Bremse Konzern realisierte im Geschäftsjahr 2014 einen weltweiten Umsatz von 5,2 Mrd. EUR. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr betrug 21% (2013: 4,3 Mrd. EUR). Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge zeigte eine außergewöhnlich positive Entwicklung im chinesischen Markt, vor allem im Hochgeschwindigkeitsbereich, aber auch im Nahverkehrssektor. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge profitierte insbesondere von der starken Nachfrage in Nordamerika, Europa und China. Auch im Jahr 2014 wurde das umfangreiche Investitionsprogramm zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit fortgesetzt. So wurde Ende März 2014 der neue Produktions- und Entwicklungsstandort für Nutzfahrzeugsysteme in Kecskemet, Ungarn, eingeweiht. In München wurde Ende April der Grundstein für das neue Versuchs- und Entwicklungszentrum gelegt. Dieses Gebäude wird auf rund 17.000 Quadratmetern moderne Arbeitsplätze für bis zu 350 Ingenieure und Techniker sowie ca. 100 Hightech-Prüfstände bieten. Durch gezielte Akquisitionen wurde auch im Jahr 2014 die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge akquirierte zwei Anbieter im Bereich Hilfsbetriebeumrichter -die PCS Power Solutions GmbH in Berlin und die Transtechnik GmbH mit Sitz in Holzkirchen. Beide Unternehmen agieren mittlerweile unter der neuen Marke Knorr-Bremse PowerTech. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge wurde mit dem chinesischen Unternehmen Dongfeng Electronic & Technology Co., Ltd. (DETC) ein Joint Venture-Vertrag zur Gründung des Gemeinschaftsunternehmens "Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd." unterzeichnet. Der Knorr-Bremse Konzern blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Neben der Realisierung des Umsatzsprungs steht die Sicherstellung höchster Qualität in allen Produkten, Prozessen und Strukturen im Fokus. So wurde die durchgängige Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen mit der Verleihung des "Supplier Sustainability Award" von Bombardier Inc. gewürdigt. Der Nutzfahrzeugbereich gewann zum neunten Mal in Folge den Titel "Beste Marke" in der Kategorie"Bremsen". Im März 2014 wurde Knorr-Bremse außerdem als "Top Arbeitgeber für Ingenieure in Deutschland" durch das "Top Employers Institute" ausgezeichnet. Ständige Verbesserung an allen Standorten weltweit sowie die konsequente Bearbeitung von definierten Handlungsfeldern haben zu einer hohen Arbeitgeberattraktivität beigetragen. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2014 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss 2014 mit Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 02.03.2015 versehen worden. Der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG sowie der Konzernabschluss wurden gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und ergänzender gesetzlicher und satzungsmäßiger Regelungen erstellt. Der Bilanzausschuss hat den Jahresabschluss 2014 mit Lagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht geprüft. Nachdem keine Einwendungen zu erheben waren, hat der Bilanzausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, die Abschlüsse zu billigen. In seiner Sitzung am 13.03.2015 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2014 gebilligt, sie sind damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 27.02.2015 sowie an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 13.03.2015 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände. Mit Wirkung zum 10.02.2014 ist Herr Sebastian Roloff als Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG für die Arbeitnehmerseite bestellt worden. Herr Roloff folgt auf Herrn Dr. Martin Kimmich, welcher bereits zum 01.01.2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist. Als Ersatz für Herrn Heinz Hausner, welcher mit Ablauf des 31.01.2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist, wurde Herr Erich Starkl am 20.03.2014 als Aufsichtsratsmitglied der Knorr-Bremse AG für die Arbeitnehmerseite bestellt. Am 31.08.2014 ist Herr Wolfgang Hubert in den Ruhestand eingetreten und aus den Aufsichtsratsgremien der Knorr-Bremse AG und der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH auf Arbeitnehmerseite ausgeschieden. Herr Hubert war seit 2011 Mitglied des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG und bereits seit 2006 im Aufsichtsrat der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH tätig. Zudem bekleidete Herr Hubert seit 2010 das Amt des Betriebsratsvorsitzenden der Knorr-Bremse AG. Er hat durch seine engagierte Tätigkeit einen wichtigen Beitrag für das Unternehmen geleistet. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat herzlich bei Herrn Hubert für dessen langjährige Mitarbeit in diesen Gremien. Anstelle von Herrn Hubert ist Herr Michael Jell am 01.09.2014 auf der Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG eingetreten. Herr Jell ist ein langjähriger Mitarbeiter, der seit 2001 nebenberuflich als Betriebsrat und seit 2014 als stellvertretender Betriebsratsvorsitzender tätig ist. Mit Wirkung zum 01.01.2015 ist Herr Klaus Deller zum Vorstandsvorsitzenden der Knorr-Bremse AG bestellt worden. Seit 01.05.2009 war Herr Deller bereits Mitglied des Vorstands und leitete bis zu seinem Ausscheiden Ende Juni 2014 die weltweiten Aktivitäten der Knorr-Bremse AG auf dem Gebiet der Systeme für Nutzfahrzeuge. Diese Funktion wurde ab 01.07.2014 durch Herrn Hinrich J. Woebcken ausgeübt, welcher zum 01.04.2014 in den Vorstand der Knorr-Bremse AG bestellt wurde. Herr Deller folgt auf Herrn Dr. Michael Buscher, welcher sein Mandat als Vorstand und Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG zum 31.12.2014 aus persönlichen Gründen niedergelegt hat. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat bei Herrn Dr. Buscher für seine engagierte Tätigkeit und die Mitgestaltung des Erfolgs von Knorr-Bremse.
München, den 13.03.2015 Der Aufsichtsrat Heinz Hermann Thiele, Vorsitzender |
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