Knorr-Bremse Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Konzernbilanz zum 31.12.2015

Aktiva

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Konzernanhang 31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (3) 176.675 125.632
Sachanlagen (4) 782.093 703.712
Finanzanlagen (5) 80.095 69.323
Anlagevermögen   1.038.863 898.667
Vorräte (6) 417.791 445.259
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (7) 939.763 891.625
Sonstige Vermögensgegenstände (7) 144.978 120.538
Sonstige Wertpapiere   11 16
Flüssige Mittel (8) 1.360.063 1.086.725
Umlaufvermögen   2.862.606 2.544.163
Rechnungsabgrenzungsposten (9) 23.731 21.033
Aktive latente Steuern (10) 76.695 79.160
Bilanzsumme   4.001.895 3.543.023

Passiva

     
  Konzernanhang 31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Gezeichnetes Kapital (11) 67.600 67.600
Kapitalrücklage (12) 153 153
Gewinnrücklagen (13) 835.057 679.651
Konzerngewinn (25) 618.256 490.777
Anteile anderer Gesellschafter   214.663 205.027
Eigenkapital   1.735.729 1.443.208
Rückstellungen für Pensionen (14) 240.587 223.409
Übrige Rückstellungen (15) 999.844 953.034
Rückstellungen   1.240.431 1.176.443
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   160.585 142.579
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   688.147 644.322
Übrige Verbindlichkeiten   168.744 125.058
Verbindlichkeiten (16) 1.017.476 911.959
Rechnungsabgrenzungsposten   8.259 11.413
Bilanzsumme   4.001.895 3.543.023

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2015

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Konzernanhang 2015
TEUR
2014
TEUR
Umsatzerlöse   5.830.612 5.206.005
Bestandsveränderungen   (35.521) (24.644)
Andere aktivierte Eigenleistungen   630 678
Gesamtleistung   5.795.721 5.182.039
Sonstige betriebliche Erträge (18) 293.912 241.900
Materialaufwand (19) (2.730.623) (2.506.544)
Personalaufwand (20) (1.213.222) (1.038.182)
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (21) (198.871) (169.103)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (22) (969.608) (892.422)
Finanzergebnis (23) (756) (4.230)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   976.553 813.458
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (24) (331.791) (253.422)
Jahresüberschuss (25) 644.762 560.036
Ergebnisanteile konzernfremder Gesellschafter   76.521 76.092

Kapitalflussrechnung des Konzerns nach DRS 21

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2015
TEUR
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) 644.762
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 198.861
Zunahme der Rückstellungen 39.498
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -53.009
Zunahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 52.720
Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5.414
Zinsaufwendungen 1.571
Sonstige Beteiligungserträge -815
Erhaltene Zuschüsse -3.543
Ertragsteueraufwand 331.792
Ertragsteuerzahlungen -304.584
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 912.667
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 34
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -12.417
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 8.191
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -197.738
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 2.890
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -8.798
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen u. sonst. Geschäftseinheiten -102.305
Erhaltene Zinsen 26.611
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -283.532
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter  
Einzahlungen aus Aufnahme von Finanzkrediten 34.773
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -16.798
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 3.543
Gezahlte Zinsen -21.848
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -312.000
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -83.969
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -396.299
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 21.406
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 778
Veränderung des Finanzmittelfonds 255.020
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.086.741
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 1.341.761

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den flüssigen Mitteln, den Wertpapieren sowie den kurzfristigen Bankverbindlichkeiten des Konzerns zusammen.

Segmentinformationen gemäß DRS 3

Knorr-Bremse berichtet im Rahmen der Segmentberichterstattung nach DRS 3 über drei berichtspflichtige Segmente. Die Segmentunterteilung basiert auf den Aktivitäten des Konzerns in den drei großen geografischen Regionen, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur zugrunde liegen. Die operativen Segmente umfassen die drei Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, in denen unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen gegeben sind. In allen drei Regionen ist der Knorr-Bremse Konzern mit seinen wesentlichen Produkten Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge vertreten.

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Geschäftsjahr 2015 Werte
in TEUR
Europa Amerika Asien/Australien Knorr-Bremse Konzern
Umsatzerlöse der Regionen 3.142.665 1.544.679 1.829.462 6.516.806
davon Umsatzerlöse mit Dritten 2.617.797 1.432.719 1.780.096 5.830.612
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 524.868 111.960 49.366 686.194
Jahresüberschuss 228.870 143.793 272.099 644.762
Ertragsteueraufwand 117.776 73.995 140.020 331.791
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 128.136 42.794 39.225 210.155
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 140.858 35.089 22.924 198.871
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 2.356 0 (1.554) 802
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 13 0 0 13
Vermögen 1.985.667 713.232 1.302.996 4.001.895
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Geschäftsjahr 2014 Werte
in TEUR
Europa Amerika Asien/Australien Knorr-Bremse Konzern
Umsatzerlöse der Regionen 3.079.827 1.260.847 1.612.528 5.953.202
davon Umsatzerlöse mit Dritten 2.454.443 1.163.644 1.587.918 5.206.005
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 625.384 97.203 24.610 747.197
Jahresüberschuss 202.243 103.482 254.311 560.036
Ertragsteueraufwand 91.517 46.826 115.079 253.422
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 104.202 30.762 25.619 160.583
Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) 122.869 29.597 16.637 169.103
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (308) 0 0 (308)
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 20 0 0 20
Vermögen 1.806.032 690.384 1.046.607 3.543.023
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Geschäftsjahr 2015 Werte
in TEUR
Umsatzerlöse Investitionen (ohne Finanzanlagen) Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) Vermögen
Systeme für Schienenfahrzeuge 3.341.069 117.596 120.972 2.559.973
Systeme für Nutzfahrzeuge 2.491.839 81.137 68.430 1.528.136
Sonstige/Konsolidierungen (2.296) 11.422 9.469 (86.214)
Knorr-Bremse Konzern 5.830.612 210.155 198.871 4.001.895
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Geschäftsjahr 2014 Werte
in TEUR
Umsatzerlöse Investitionen (ohne Finanzanlagen) Abschreibungen (ohne Finanzanlagen) Vermögen
Systeme für Schienenfahrzeuge 2.981.990 93.715 99.766 2.299.450
Systeme für Nutzfahrzeuge 2.227.722 57.674 60.064 1.374.187
Sonstige/Konsolidierungen (3.707) 9.194 9.273 (130.614)
Knorr-Bremse Konzern 5.206.005 160.583 169.103 3.543.023

Auf eine Darstellung der Schulden und Zinsen nach Regionen wird verzichtet, da die konzernweite Steuerung dieser Positionen zentral durch die Konzernmutter erfolgt und nicht auf Entscheidungen der jeweiligen Regionen im Zusammenhang mit ihrem operativen Geschäft beruht.

Es gelten die üblichen zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Preise.

Konzern-Eigenkapitalspiegel nach DRS 7

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Konzern-Eigenkapitalspiegel 2015 Werte
in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Anteile anderer Gesellschafter Knorr-Bremse Konzern
Stand 31.12.2014 67.600 153 679.651 490.777 205.027 1.443.208
Dividendenzahlung       (312.000) (83.969) (395.969)
Jahresüberschuss 2015       568.241 76.521 644.762
Einstellung in Gewinnrücklagen     128.762 (128.762)   0
Währungsveränderungen     28.558   5.792 34.350
Übrige Veränderungen     (1.914)   11.292 9.378
Stand 31.12.2015 67.600 153 835.057 618.256 214.663 1.735.729
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Konzern-Eigenkapitalspiegel 2014 Werte
in TEUR
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Konzerngewinn Anteile anderer Gesellschafter Knorr-Bremse Konzern
Stand 31.12.2013 67.600 153 584.599 283.231 171.254 1.106.837
Dividendenzahlung       (208.000) (46.965) (254.965)
Jahresüberschuss 2014       483.944 76.092 560.036
Einstellung in Gewinnrücklagen     68.398 (68.398)   0
Währungsveränderungen     26.487   2.276 28.763
Übrige Veränderungen     167   2.370 2.537
Stand 31.12.2014 67.600 153 679.651 490.777 205.027 1.443.208

Im Konzerneigenkapital sind Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -8.311 enthalten, davon entfallen TEUR 531 auf Anteile anderer Gesellschafter.

Die übrigen Veränderungen bei den Anteilen anderer Gesellschafter resultieren im Wesentlichen aus dem Zugang von Gesellschaften bzw. aus Kapitalerhöhungen bei Gesellschaften mit Minderheitsanteilen.

1 Grundlagen und Methoden

Der Konzernabschluss wird gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzender gesetzlicher Regelungen erstellt. Der Konzernabschluss ist in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Im Geschäftsjahr wurde erstmals der neue DRS21 zur Erstellung der Kapitalflussrechnung angewendet. Dabei wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, auf die Angaben des Vorjahres zu verzichten.

Bilanzierung und Bewertung

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode werden von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen beibehalten. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Bei den deutschen Konzerngesellschaften werden Zugänge vor dem Januar 2008 und nach dem Januar 2009 überwiegend nach der degressiven Methode abgeschrieben. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den jeweils landesspezifischen steuerlichen Grundsätzen höchstmöglich abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen, assoziierte Unternehmen und übrige Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen.

Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten für Material und Lohn sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Forderungen sind zum Nominalwert, vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen sind auf den Barwert abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, dem Barwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit Ihrem Nennwert bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Fremdwährungspositionen werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungspositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Kurssicherungen und Optionsgeschäfte werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente, die für Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte sowie für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen abgeschlossen wurden, werden, soweit möglich, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst.

In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde von den Beibehaltungswahlrechten des Art. 67 Abs. 1 S. 2, Abs. 3 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Rückstellungszuführungen erfolgen unter Anwendung der Nettomethode.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis realistischer Annahmen gebildet. Künftige Gehaltserhöhungen und künftige Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnung einbezogen worden. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2005 G). Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB in Anspruch, wonach der Abzinsungssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet werden kann. Folgende Parameter wurden für die Berechnung der Pensionsrückstellungen in Deutschland zugrunde gelegt:

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Zinssatz: 3,89 % p. a. (Vj. 4,54 %)
Gehaltsdynamik: 3,00 % p. a. (Vj. 3,00 %)
Rententrend: 1,50 % p. a. (Vj. 1,50 %)
Fluktuation: 1,80 % p. a. im Durchschnitt (Vj. 1,80 %)

Die Bestimmung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen unserer ausländischen Gesellschaften sind durch Rückstellungen abgedeckt, die nach ähnlichen Grundsätzen wie im Inland ermittelt wurden. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der Knorr-Bremse AG 23 inländische und 105 ausländische Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die Knorr-Bremse AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Die Beteiligungen an 3 inländischen Unternehmen und 3 ausländischen Unternehmen werden im Konzernabschluss als Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden 6 ausländische Tochtergesellschaften und eine inländische Tochtergesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zwei inländische Gesellschaften werden nicht als assoziierte Unternehmen ausgewiesen, sondern zu Anschaffungskosten angesetzt.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden folgende Gesellschaften erworben bzw. gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd., Shiyan/China

Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Systems (Shiyan) Co., Ltd., Shiyan/China (at Equity konsolidiert)

Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles Kazakhstan LLP, Astana/Republik Kasachstan

Selectron Systems AG, Lyss/Schweiz

Selectron Systems Private Limited, Gurgaon/Indien

Selectron Systems (Beijing) Co., Ltd., Peking/China

Folgende Gesellschaften wurden fusioniert bzw. liquidiert:

Knorr-Bremse Rail Systems (Burton) Ltd., Stretton, Burton upon Trent/Großbritannien

(fusioniert auf Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien)

Knorr-Bremse Rail Systems (Machining) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien

(fusioniert auf Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien)

Sigma Coachair (UK) Holdings Ltd., Newhall, Swadlincote/Großbtitannien (liquidiert)

Sigma Coachair Group (China) Co. Ltd., Changzhou/China (liquidiert)

Westinghouse Brakes Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien (liquidiert)

Westinghouse Platform Screen Doors Ltd., Walsall/Großbritannien (liquidiert)

Nachfolgende Gesellschaft wurde umfirmiert:

Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A.S, Lisieux/Frankreich

(vormals Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A., Lisieux/Frankreich)

Somit hat sich die Anzahl der im Konsolidierungskreis enthaltenen Unternehmen gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. In einer Anteilsübersicht auf den nachfolgenden Seiten sind im Einzelnen die verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen aufgeführt.

Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die Bilanzsumme hat sich durch die neu konsolidierten Gesellschaften um TEUR 32.218 erhöht.

Konsolidierungsgrundsätze

Bis 31.12.2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode. Dabei erfolgte eine Verrechnung der Buchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung bei Tochtergesellschaften nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Wert angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein sich dabei ergebender aktiver Unterschiedsbetrag (Firmenwert) wird in Übereinstimmung mit den DRS-Standards seit dem Jahr 2002 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung betriebswirtschaftlicher Überlegungen über die planmäßige Nutzungsdauer nach der linearen Methode, die im Konzern maximal 20 Jahre beträgt. Die betrieblichen Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden anhand der längerfristig und strategisch ausgerichteten Geschäftsmodelle der Tochtergesellschaften bestimmt.

Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und DRS-Standards nach Möglichkeit im Jahr des Entstehens erfolgswirksam aufgelöst.

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert, wobei grundsätzlich ein Geschäfts- oder Firmenwert in den Anschaffungskosten der Beteiligungen ausgewiesen wird. Konsolidierungszeitpunkt für vor dem Januar 2010 erworbene assoziierte Unternehmen war der Erwerbszeitpunkt oder der Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Konsolidierung ab dem Zeitpunkt des Erwerbs. Der auf den Knorr-Bremse Konzern entfallende Anteil am Jahresergebnis der nach dieser Methode konsolidierten Unternehmen einschließlich der Abschreibung des Firmenwerts wird in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis gezeigt. Auf die Anpassung der Bewertung auf die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden wird verzichtet. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aus den konzerninternen Lieferungen und Leistungen resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Währungsumrechnung

Die Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Unternehmen sind, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet worden. Die Posten der Gewinn- und Verlust-Rechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde im Konzerneigenkapital erfasst und unter dem Konzerneigenkapitalspiegel vermerkt.

Steuerabgrenzung

Steuerlatenzen nach § 274 und § 306 HGB, die aufgrund temporärer Abweichungen zwischen dem Ansatz in der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und dem Ansatz in der Konzernbilanz einschließlich der Abweichungen aus Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aus Konsolidierungsvorgängen entstehen, werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, soweit möglich, saldiert ausgewiesen. In den an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung angepassten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften (Handelsbilanzen II) wird von der Aktivierung latenter Steuerentlastungen in Einzelfällen Gebrauch gemacht. Dabei wird jeweils der Steuersatz zugrunde gelegt, der nach aktueller Rechtslage im Zeitpunkt der Steuerentlastung zu erwarten ist.

Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgt in Einzelfällen, soweit die Realisierung der Steueransprüche im Einzelfall hinreichend wahrscheinlich ist. An jedem Abschlussstichtag wird der Buchwert der aktiven latenten Steuern auf seine Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls berichtigt.

2 Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

Die Zugänge bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 328.130. Darin sind Investitionen (ohne Konsolidierungskreisänderungen und Firmenwerte) in Höhe von TEUR 210.155 enthalten.

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Werte
in Tausend EUR
Vortrag 01.01.2015* Zugänge* Umbuchungen* Abgänge* Währungsunterschied* Stand 31.12.2015
Gewerbliche Schutzrechte 319.453 15.109 235 (3.243) 16.930 348.484
Firmenwerte 341.399 108.882 0 (633) 7.795 457.443
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände 660.852 123.991 235 (3.876) 24.725 805.927
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 395.870 7.313 3.266 (6.113) 4.393 404.729
Technische Anlagen und Maschinen 618.050 50.898 21.921 (45.941) 11.829 656.757
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 549.430 42.668 15.713 (13.314) 15.253 609.750
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 102.591 103.260 (41.135) (5.773) 1.346 160.289
Sachanlagen 1.665.941 204.139 (235) (71.141) 32.821 1.831.525
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.484 109 0   5.854 56.447
Assoziierte Unternehmen 3.617 5.984 0 (2.185)   7.416
Übrige Finanzanlagen 19.547 3.007 0 (25) (1.991) 20.538
Finanzanlagen 73.648 9.100 0 (2.210) 3.863 84.401
Anlagevermögen 2.400.441 337.230 0 (77.227) 61.409 2.721.853
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Werte
in Tausend EUR
Aufgelaufene Abschreibungen Nettowerte 31.12.2015 Nettowerte 31.12.2014 Abschreibungen des Geschäftsjahres
Gewerbliche Schutzrechte (290.093) 58.391 56.832 16.819
Firmenwerte (339.159) 118.284 68.800 60.239
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (629.252) 176.675 125.632 77.058
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (149.423) 255.306 256.377 12.462
Technische Anlagen und Maschinen (424.905) 231.852 218.229 54.420
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (470.440) 139.310 132.477 54.593
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (4.664) 155.625 96.629 338
Sachanlagen (1.049.432) 782.093 703.712 121.813
Anteile an verbundenen Unternehmen (99) 56.348 50.403 0
Assoziierte Unternehmen 0 7.416 3.617 0
Übrige Finanzanlagen (4.207) 16.331 15.303 0
Finanzanlagen (4.306) 80.095 69.323 0
Anlagevermögen (1.682.990) 1.038.863 898.667 198.871

* Bewertet zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten.

3 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Position umfasst entgeltlich erworbene Firmenwerte, Patente, Namensrechte sowie EDV-Software. Die wesentlichen Zugänge entfallen auf EDV-Software sowie Firmenwerte. Die Zugänge bei den Firmenwerten betreffen überwiegend den Erwerb der Selectron Systems AG, Lyss/Schweiz. Beim Kauf der Selectron Systems AG, Lyss/Schweiz wurde eine Earn-out Klausel vereinbart. Daraus ergibt sich, je nach Ertragslage der neu erworbenen Gesellschaft, für die Jahre 2015 und 2016 eine nachträgliche Kaufpreiserhöhung. Diese ist über beide Jahre auf insgesamt maximal 5,0 Mio. CHF begrenzt und wurde bereits in den Anschaffungskosten berücksichtigt. In den Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Firmenwerte sind TEUR 13.739 außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.

Ein sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebender Firmenwert wird über maximal 20 Jahre linear abgeschrieben. Andere immaterielle Vermögensgegenstände werden über 3 bis 10 Jahre planmäßig abgeschrieben. Alle aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben eine begrenzte Nutzungsdauer.

4 Sachanlagen

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der vorstehenden Übersicht wiedergegeben. Entsprechend den technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten wurden die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind TEUR 8.619 außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.

5 Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist in der vorstehenden Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Die übrigen Finanzanlagen setzen sich aus sonstigen Ausleihungen (TEUR 14.102), Wertpapieren des Anlagevermögens (TEUR 2.080) sowie Beteiligungen (TEUR 149) zusammen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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1 Konsolidierte verbundene Unternehmen Anteil am Kapital
in %
Albatros GmbH, München/Deutschland 100,0
Anchor Brake Shoe Company LLC, West Chicago, Illinois/USA 100,0
BCVS Canadian Holdings LLC, Anjou, Quebec/Kanada 100,0
BCVS Mexican Holdings LLC, Cd Acuña, Coah/Mexiko 100,0
Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA 100,0
Bendix CVS Canada Inc., Anjou, Quebec/Kanada 100,0
Bendix CVS de Mexico SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexiko 100,0
Bendix Spicer Foundation Brake Canada, Inc., Kingston, Ontario/Kanada 100,0
Bendix Spicer Foundation Brake LLC, Elyria, Ohio/USA 80,0
Bost Ibérica S.L., San Fernando de Henares/Spanien 100,0
BSFB Holdings, Inc., Elyria, Ohio/USA 100,0
Casram Rail S.p.A., Crimido/Italien 60,0
Comet Fans S.r.l., Solaro, Mailand/Italien 100,0
Distribuidora Bendix CVS (de) Mexico SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexiko 100,0
Dr. techn. Josef Zelisko Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., Dalian/China 70,0
Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland 100,0
Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland 100,0
IFE-ČR a.s., Brno/Tschechische Republik 100,0
IFE North America LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
IFE-Tebel Technologies B.V., Leeuwarden/Niederlande 100,0
IFE-VICTALL Railway Vehicle Door Systems (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao/China 59,0
IGE-CZ s.r.o., Brno/Tschechische Republik 100,0
Kalmar Tågkompetens AB, Kalmar/Schweden 100,0
KB Gamma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Lambda Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Media GmbH Marketing und Werbung, München/Deutschland 100,0
KB Omikron Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
KB Sigma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Amabhiliki (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 74,0
Knorr Brake Company LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
Knorr Brake Corporation Canada Holdings Ltd., Montreal, Quebec/Kanada 100,0
Knorr Brake Holding Corporation, Watertown, New York/USA 89,3
Knorr Brake Ltd., Kingston, Ontario/Kanada 100,0
Knorr Brake Realty LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
Knorr Brake Truck Systems Company, Watertown, New York/USA 100,0
Knorr-Bremse 1520 OOO, Burashevskoe/Russland 60,0
Knorr-Bremse/Nankou Air Supply Unit (Beijing) Co., Ltd., Nankou/China 55,0
Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Ltd., Hongkong/China 100,0
Knorr-Bremse Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
Knorr-Bremse Benelux B.V.B.A., Heist-op-den-Berg/Belgien 100,0
Knorr-Bremse Beteiligungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Brake Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai/China 100,0
Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles (Dalian) Co., Ltd., Dalian/China 100,0
Knorr-Bremse Brasil (Holding) Administração e Participação Ltda., Itupeva/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse CAFF Systems for Commercial Vehicles Chongqing Ltd., Chongqing/China 66,0
Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co., Ltd., Daxing/China 50,0
Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 80,0
Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd., Shiyan/China 51,0
Knorr-Bremse España, S.A., Getafe/Spanien 100,0
Knorr-Bremse Fékrendszerek Kft., Kecskemét/Ungarn 100,0
Knorr-Bremse Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
Knorr-Bremse India Pvt. Ltd., Faridabad/Indien 100,0
Knorr-Bremse Investment GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse IT-Services GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial Vehicles OOO, Nabereznije Chelny/Russland 50,0
Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB, Lund/Schweden 100,0
Knorr-Bremse Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Polska SfN Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems CIS Holding OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Italia S.r.l., Campi Bisenzio/Italien 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 94,0
Knorr-Bremse Rail Systems Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems Schweiz AG, Niederhasli/Schweiz 100,0
Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse RailServices (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Schanghai/China 100,0
Knorr-Bremse Raylı Sistemler Turkey Sanayi ve Ticaret Limited Șirketi, Ankara/Türkei 100,0
Knorr-Bremse S.A. Holding Company (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse S.A. (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 75,0
Knorr-Bremse S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,0
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Comerciais Brasil Ltda., Itupeva/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Ferroviários Ltda., Itupeva/Brasilien 100,0
Knorr-Bremse Sistemi per Autoveicoli Commerciali S.p.A., Arcore/Italien 100,0
Knorr-Bremse System för Tunga Fordon AB, Malmö/Schweden 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 80,0
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge Ibero Holding GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Systèmes Ferroviaires France S.A., Reims/Frankreich 100,0
Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A.S., Lisieux/Frankreich 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/Russland 100,0
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles Ltd., Bristol/Großbritannien 100,0
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles Kazakhstan LLP, Astana/Republik Kasachstan 100,0
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100,0
Knorr-Bremse Systemy dla Kolejowych Środków Lokomocji PL Sp. z o.o., Krakau/Polen 100,0
Knorr-Bremse Systémy pro užitková vozidla ČR s.r.o., Stráž nad Nisou/Tschechische Republik 100,0
Knorr-Bremse Technology Center India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100,0
Knorr-Bremse Ticari Arac Fren Sistemieri Limited Șirketi, Istanbul/Türkei 100,0
Knorr-Bremse US Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse US Investment GmbH, München/Deutschland 100,0
Knorr-Bremse Vasúti Jármű Rendszerek Hungária Kft., Budapest/Ungarn 100,0
Knorr-Bremse Verwaltungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100,0
Merak Jinxin Air Conditioning Systems (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China 51,0
Merak Knorr Climatización S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0
Merak North America LLC, Westminster, Maryland/USA 100,0
Microelettrica do Brasil Comercialização e Importação de Produtos Eletromecânicos Ltda., Barueri, São Paulo/Brasilien 100,0
Microelettrica Heine (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100,0
Microelettrica Power Devices (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0
Microelettrica Power (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 74,0
Microelettrica Scientifica (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100,0
Microelettrica Scientifica S.p.A., Buccinasco/Italien 100,0
Microelettrica USA LLC, Randolph, New Jersey/USA 100,0
MST Electroteknik Sanayi ve Ticaret Limited Șirketi, Șerifali, Istanbul/Türkei 100,0
M.S. Resistances S.A.S., Saint Chamond/Frankreich 51,0
New York Air Brake LLC, Watertown, New York/USA 100,0
PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin/Deutschland 100,0
Selectron Systems AG, Lyss/Schweiz 100,0
Selectron Systems Private Limited, Gurgaon/Indien 100,0
Selectron Systems (Beijing) Co., Ltd., Peking/China 100,0
Sigma Air Conditioning Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
Sigma Coachair Systems (US) Inc., Chicago, Illinois/USA 100,0
Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
Skach Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100,0
STE Schwingungs-Technik GmbH, Klieken/Deutschland 100,0
Swedtrac RailServices AB, Solna/Schweden 100,0
Swedtrac Trafik AB, Solna/Schweden 100,0
SWT Swedtrac Svets & Smide AB, Solna/Schweden 100,0
Sydac Ltd., Manchester/Großbritannien 100,0
Sydac Pty. Ltd., Granville/Australien 100,0
Technologies Lanka Inc., La Pocatière, Quebec/Kanada 100,0
Transtechnik Asia Pacific Pty. Ltd., Sydney/Australien 100,0
Transtechnik Corporation, Atlanta, Georgia/USA 100,0
Transtechnik GmbH & Co. KG, Holzkirchen/Deutschland 100,0
Transtechnik Verwaltungs GmbH, Holzkirchen/Deutschland 100,0
Unicupler GmbH, Niederurnen/Schweiz 100,0
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2 Nach der Equitymethode bewertete assoziierte Unternehmen Anteil am Kapital
in %
Alltrucks GmbH & Co. KG, München/Deutschland 33,3
Alltrucks Verwaltungs GmbH, München/Deutschland 33,3
Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Systems (Shiyan) Co., Ltd., Shiyan/China 49,0
Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien 50,0
Webasto Kiekert Bustüren GmbH i.L., Karlsfeld/Deutschland 50,0
Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Limited, Guangzhou/China 35,0
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3 Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen Anteil am Kapital
in %
Black River Air Logistics Company LLC, Watertown, New York/USA 100,0
Di-Pro LLC., Fresno, Kalifornien/USA 100,0
EKA d.o.o., Skopje/Mazedonien 75,5
Foro Verwaltungs GmbH & Co. KG, München/Deutschland 100,0
KB Investment UK Ltd., Chippenham/Großbritannien 100,0
Metco Technical Consulting AG, Zug/Schweiz 100,0
SCI pour l'Industrie, Pau/Frankreich 100,0
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4 Nicht nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen und Sonstige Beteiligungen Anteil am Kapital
in %
IFB Institut für Bahntechnik GmbH, Berlin/Deutschland 6,7
Megalith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland (die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutsche-Anlagen-Leasing GmbH) 100,0
MORCAR Grundstücksgesellschaft mbH & Co. oHG, München/Deutschland 5,0
Sanctor Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Marzahn KG, Düsseldorf/ Deutschland (die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutsche-Immobilien-Leasing GmbH) 99,0

Bei den assoziierten Unternehmen entsprechen die Kapitalanteile den Stimmrechtsanteilen.

Die unter 3 Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen aufgeführten Tochtergesellschaften wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildes der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

6 Vorräte

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2015
TEUR
2014
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 268.189 299.018
Unfertige Erzeugnisse 92.049 88.321
Fertige Erzeugnisse, Waren 246.699 273.934
abzüglich Anzahlungen auf Bestellungen (189.146) (216.014)
Gesamt 417.791 445.259

7 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 2015
TEUR
insgesamt 2015
TEUR
insgesamt 2014
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.573 939.763 891.625
Sonstige Vermögensgegenstände 16.155 144.978 120.538
Gesamt 24.728 1.084.741 1.012.163

8 Flüssige Mittel

Diese Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände.

9 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern betragen TEUR 23.731 (Vorjahr TEUR 21.033).

10 Latente Steuern

Zum Stichtag bestanden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 76.695 (Vorjahr TEUR 79.160). Passive latente Steuern wurden weder im laufenden Jahr noch im Vorjahr ausgewiesen.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erfolgte ein saldierter Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern. Von den aktiven latenten Steuern entfallen TEUR 21.678 (Vorjahr TEUR 24.254) auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen und TEUR 55.017 (Vorjahr TEUR 54.906) auf erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen. Die aktiven latenten Steuern aus Einzelabschlüssen ergeben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Rückstellungen sowie bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung. Die passiven latenten Steuern entfallen vollständig auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen.

Auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern mit dem zu erwartenden Steuersatz des jeweiligen Landes zum Zeitpunkt der Realisierung gebildet. Die Steuersätze betragen zwischen 0 % und 40 %, auf Konsolidierungsmaßnahmen circa 35 %.

11 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26 Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs-GmbH, Grünwald/Deutschland, die TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald/Deutschland, und die KB Holding GmbH, Grünwald/Deutschland, haben der Knorr-Bremse AG mitgeteilt, dass sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an der Knorr-Bremse AG beteiligt seien.

12 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage ist unverändert zum Vorjahr. Sie unterliegt, neben der gesetzlichen Rücklage, den Restriktionen des § 150 AktG.

13 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten neben der gesetzlichen Rücklage die kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus spiegeln sich hier sämtliche Konzerneinflüsse auf das Eigenkapital wider.

Die gesetzlichen Rücklagen betragen TEUR 8.726 (Vorjahr TEUR 8.725). Die satzungsmäßigen Rücklagen sind von TEUR 7.307 im Vorjahr auf TEUR 7.453 gestiegen. Die sonstigen Gewinnrücklagen betragen zum Stichtag TEUR 818.878 (Vorjahr TEUR 663.619).

14 Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden entsprechend §249 Abs. 1 HGB i. V. mit Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bewertet.

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2015
TEUR
2014
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 240.587 223.409

15 Übrige Rückstellungen

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2015
TEUR
2014
TEUR
Steuerrückstellungen 146.314 140.590
Sonstige Rückstellungen 853.530 812.444
Gesamt 999.844 953.034

In den Steuerrückstellungen sind zu erwartende Ertragsteuerzahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr bzw. periodengerecht zugeordneter Ertragsteueraufwand bei vom Wirtschaftsjahr abweichendem Steuerjahr enthalten. Ebenfalls ist Steueraufwand für vorangegangene Veranlagungszeiträume abgebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen TEUR 410.722 (Vorjahr TEUR 398.704), Personalaufwendungen, Restrukturierungsmaßnahmen TEUR 173.547 (Vorjahr TEUR 133.511), Verlustrisiken aus schwebenden Geschäften und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft sowie ausstehende Rechnungen TEUR 19.288 (Vorjahr TEUR 20.717).

16 Verbindlichkeiten

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Restlaufzeit unter 1 Jahr 2015
TEUR
insgesamt 2015
TEUR
insgesamt 2014
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.688 160.585 142.579
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 687.845 688.147 644.322
Übrige Verbindlichkeiten:      
Verbindlichkeiten aus Wechseln 4.798 4.798 5.540
Sonstige Verbindlichkeiten 156.078 163.946 119.518
(davon aus Steuern) (51.303) (51.303) (26.011)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (14.545) (14.545) (12.025)
  95.028 168.744 125.058
Verbindlichkeiten gesamt 803.561 1.017.476 911.959
(davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre)   (12.092) (117.693)

17 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2015
TEUR
2014
TEUR
Gewährleistungsverpflichtungen 19.662 12.638
Bürgschaftsverpflichtungen 25.996 20.456
Leasingverpflichtungen 235.013 205.733

Der Knorr-Bremse Konzern hat Leasingverträge im Wesentlichen für Geschäfts- und Produktionsgebäude abgeschlossen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzuordnen ist. Diese nicht in der Bilanz enthaltenen Leasinggeschäfte stellen eine alternative Finanzierungsform zu Kreditaufnahmen dar. Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 235.013 enthalten und werden über Laufzeiten von unter 1 Jahr (TEUR 36.851), zwischen 1 und 5 Jahren (TEUR 119.325) oder über 5 Jahren (TEUR 78.837) fällig. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als Ergebnis des bestehenden Risikomanagements als gering eingeschätzt.

18 Sonstige betriebliche Erträge

In dieser Position sind überwiegend Währungskursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen sowie Mieterträge enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 111.181 (Vorjahr TEUR 98.333) enthalten.

Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 65.947 (Vorjahr TEUR 32.333) enthalten. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

19 Materialaufwand

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2015
TEUR
2014
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.563.210 2.353.663
Aufwendungen für bezogene Leistungen 167.413 152.881
Gesamt 2.730.623 2.506.544

20 Personalaufwand/Mitarbeiter

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2015
TEUR
2014
TEUR
Löhne und Gehälter 984.572 831.107
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 228.650 207.075
Personalaufwand 1.213.222 1.038.182
(davon für Altersversorgung) 54.931 52.804
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Anzahl Anzahl
Lohnempfänger 10.167 9.310
Gehaltsempfänger 11.334 10.367
Auszubildende 237 273
Gesamt 21.738 19.950

21 Abschreibungen

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2015
TEUR
2014
TEUR
Abschreibungen auf entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 198.871 169.103

Daneben sind im Geschäftsjahr Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 70.050 (Vorjahr TEUR 64.878) angefallen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf die Textziffern 3 und 4 dieses Anhangs.

22 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungsaufwand, Vertriebskosten, Rechts- und Beratungskosten, Provisionen, Reisekosten sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen zusammen.

Die sonstigen Steuern betragen im Konzern TEUR 30.794 (Vorjahr TEUR 20.840).

Aus Währungskursschwankungen ergaben sich im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 130.832 (Vorjahr TEUR 82.142).

Das Honorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und deren verbundene Unternehmen, beträgt für das Geschäftsjahr 2015 TEUR 484. Davon entfallen auf den Bereich Wirtschaftsprüfung TEUR 462 und auf andere Leistungen TEUR 22.

23 Finanzergebnis

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2015
TEUR
2014
TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.359 13.629
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (18.930) (17.571)
(davon aus der Diskontierung von Rückstellungen) (11.424) (11.183)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 815 (288)
Gesamt (756) (4.230)

24 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 331.791 (Vorjahr TEUR 253.422). Darin enthalten ist ein latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 3.443 (Vorjahr latenter Steuerertrag TEUR 16.712).

25 Jahresüberschuss

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2015
TEUR
2014
TEUR
Jahresüberschuss 644.762 560.036
Gewinnanteile konzernfremder Gesellschafter (76.521) (76.092)
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (nach Dividendenausschüttung) 178.777 75.231
Einstellung (-)/Entnahme (+) Gewinnrücklagen (128.762) (68.398)
Konzerngewinn (Bilanzgewinn der Knorr-Bremse AG) 618.256 490.777

26 Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten.

Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam verrechnet (Einfrierungsmethode).

Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf, aus Dienstleistungen sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des Knorr-Bremse Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden. Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig aus. Der Effektivitätsnachweis der Bewertungseinheiten erfolgt dort wo möglich mit der Critical Terms Match Methode, ansonsten mit Hilfe der Bildung hypothetischer Derivate. Der Knorr-Bremse Konzern nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen, Zinsswaps sowie Cross Currency Swaps.

Nicht in die Bildung von Bewertungseinheiten einbezogen wurden derivative Devisenoptionsgeschäfte mit einem Nominalwert von Mio. EUR 36,0 und derivative Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von 67,5 Mio. EUR. Finanzinstrumente mit einem Volumen von insgesamt 686,5 Mio. EUR (Höhe der abgesicherten Risiken) sind in Bewertungseinheiten einbezogen. Davon entfallen 162,1 Mio. EUR auf die Absicherung von Vermögensgegenständen (Portfoliohedges), 39,2 Mio. EUR auf die Absicherung von schwebenden Geschäften (Portfoliohedges) und 485,2 Mio. EUR auf die Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen (Makrohedges).

Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe, die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Makrohedge). Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenz-Indices. Die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs wird über statistische Korrelationsverfahren mit einer Korrelation von über 80 % retrospektiv nachgewiesen. Die abgeschlossenen Kontrakte mit einem Nominalwert in Höhe von 2,3 Mio. EUR werden vollständig in Bewertungseinheiten einbezogen.

Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31.12.2015 stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. EUR Summe 2015 Nominalbetrag Summe 2015 Marktwert Summe 2014 Nominalbetrag Summe 2014 Marktwert
Währungsbezogene Kontrakte        
Devisentermingeschäfte 713 (18) 574 (12)
Devisenoptionen 46 0 62 (1)
Zinsbezogene Kontrakte        
Zinsswaps 36 (8) 36 (9)
Rohstoffbezogene Kontrakte        
Swaps 2 (0) 3 (1)

Die negativen Marktwerte entsprechen den Risiken aus den derivativen Finanzinstrumenten. Den positiven Marktwerten stehen Risiken in den Grundgeschäften der jeweiligen Bewertungseinheit in gleicher Höhe gegenüber.

Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/ oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:

Währungssicherungskontrakte werden auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge bewertet.

Durch Rohstoffkontrakte wurden Preisschwankungsrisiken bei Stahl und Aluminium abgesichert. Diese sind zu Marktpreisen bewertet.

Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet.

Die geleisteten Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten Kaufoptions-Prämien 0,5 Mio. EUR.

27 Aufwand für Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr 2015 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns TEUR 347.341 (Vorjahr TEUR 295.523).

28 Sonstiges

Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger sowie beim Handelsregister des Amtsgerichts München/ Deutschland. Die Tochtergesellschaften Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/ Deutschland, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland, Knorr-Bremse IT-Services GmbH, München/Deutschland, Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland, sowie die Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB befreit.

29 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 236 und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 6.157. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 32.016 zurückgestellt; die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 3.252.

 

München, 01.03.2016

Knorr-Bremse AG

Der Vorstand

Klaus Deller

Dr. Peter Laier

Dr. Dieter Wilhelm

Dr. Lorenz Zwingmann

Vorstand der Knorr-Bremse AG

Klaus Deller

Mitglied des Vorstands seit 2009, Vorsitzender des Vorstands seit 01.01.2015.

Dr. Peter Laier

Mitglied des Vorstands seit 01.01.2016, verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge.

Dr. Dieter Wilhelm

Mitglied des Vorstands seit 2003, verantwortlich für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge.

Dr. Lorenz Zwingmann

Mitglied des Vorstands seit 2008, verantwortlich für die Ressorts Finance, Controlling und IT.

Hinrich J. Woebcken

Mitglied des Vorstands bis 30.06.2015, seit 01.07.2014 verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge.

Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG

Heinz Hermann Thiele, München

Vorsitzender

Unternehmer

Dr. Eduard Gerum* , Rosenheim

1. stellvertretender Vorsitzender,

Berater der Geschäftsführung,

Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Manfred Wennemer, Bensheim

2. stellvertretender Vorsitzender,

ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG

Hans-Georg Härter, Salzweg

ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG

Michael Jell* , München

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Knorr-Bremse AG, KB Media GmbH, Knorr Bremse IT-Services GmbH

Dr.-Ing. Wolfram Mörsdorf, Essen

Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG i.R.

Werner Ratzisberger* , München

Projektingenieur mechanische Bearbeitung/Oberfläche, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Sebastian Roloff* , München

Rechtsanwalt bei der IG Metall,

Verwaltungsstelle München

Erich Starkl* , Passau

2. Bevollmächtigter der IG Metall,

Verwaltungsstelle Passau

Wolfgang Tölsner, Uetersen Unternehmensberater

Georg Weiberg, Stuttgart

Leiter Entwicklung Daimler Trucks i. R.

Günter Wiese* , Berlin

Betriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Werk Berlin

* Arbeitnehmervertreter.

Zusammengefasster Lagebericht

Knorr-Bremse AG und Konzern

Lage und Entwicklung

Der Knorr-Bremse Konzern blickt auf das bisher erfolgreichste Jahr in seiner Firmengeschichte zurück. Im Geschäftsjahr 2015 realisierte das Unternehmen einen Umsatz von 5,83 Mrd. EUR (Vorjahr 5,21 Mrd. EUR). Dies entspricht einer Umsatzsteigerung von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Währungsbereinigt zu Ist-Kursen 2014 lag das Umsatzwachstum bei 3,5 %. Der Auftragseingang stieg um 3 % auf 5,67 Mrd. EUR (Vorjahr 5,51 Mrd. EUR). Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge profitierte vor allem vom Umsatzwachstum in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien/Australien, das auf eine positive Auftragslage im Güterwagen- und Lokomotiven-Bereich sowie ein wachsendes OE- und Nachmarktgeschäft zurückzuführen ist. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge verzeichnete positive Umsatzentwicklungen in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien/Australien.

Grundlagen des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern im Überblick

Der Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa/Afrika, Nordamerika/Südamerika sowie Asien/Australien gesteuert. An den spezifischen Anforderungen dieser Märkte und Kunden richtet sich die Arbeit im Konzern aus. Knorr-Bremse ist der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 110 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge sind weitere Produktfelder Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Steuerungskomponenten, Scheibenwischer, Bahnsteigtüren, Reibmaterial, Simulatoren, Fahrerassistenzsysteme, Energieversorgungssysteme sowie Leittechnik. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung. Die regionale Struktur der Organisation ist darauf ausgerichtet, Kunden weltweit technisch einheitliche Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen anzubieten. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender Kunden mit global erprobten Komponenten und Systemen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wuchs im Berichtsjahr moderat. Der volkswirtschaftlichen Erholung in den Industrieländern stand ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern gegenüber.

Das weltweite Marktumfeld für Schienenfahrzeuge blieb gegenüber dem Vorjahr stabil. Der globale Nutzfahrzeugmarkt war auch im Jahr 2015 rückläufig. In Summe positiv entwickelte sich die Lkw-Produktion in den Märkten in Westeuropa, Nordamerika und Japan. Hier stiegen die produzierten Volumen um rund 77.000 Einheiten (+6,6 %). Dagegen sank die Lkw-Produktion in den BRIC-Staaten um rund 239.000 Einheiten (-17,0 %). Die negative Marktentwicklung in China spiegelt sich sowohl im rückläufigen Produktionsniveau der BRIC-Staaten als auch weltweit wider.

Europa/Afrika

Der Markt für Schienenfahrzeuge in Europa bewegte sich erneut auf Vorjahresniveau. Während sich in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien das Marktvolumen weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr zeigte, wurden in Russland zahlreiche Projektabrufe innerhalb von bestehenden Rahmenvereinbarungen auf die Folgejahre verschoben.

Die europäische Lkw-Produktion ist 2015 um 5,5 % (Vorjahr: Rückgang um 9,5 %) gewachsen. Die Erholung lässt sich auf die positive Entwicklung in Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien zurückführen.

Nordamerika

Die Nachfrage im Schienenfahrzeugbereich in Nordamerika, die in den vergangenen Jahren stetig gewachsen war, blieb im Jahr 2015 stabil. In der zweiten Jahreshälfte 2015 zeigte sich im Schienengüterverkehr eine Abschwächung der Nachfrage, während im Personenverkehr die Fahrzeugnachfrage 2015 stabil blieb.

Die nordamerikanische Lkw-Produktion profitierte von der stabilen Entwicklung der US-Wirtschaft im Jahr 2015 und verbuchte beachtliche Zuwächse von 7,7 % (Vorjahr +18,8 %).

Südamerika

In Südamerika verharrte der Markt für Schienenfahrzeuge auf Vorjahresniveau. Positive Impulse blieben vor dem Hintergrund der ausgeprägten politischen und wirtschaftlichen Krise Brasiliens, die sich auch auf die Nachbarländer auswirkt, aus.

Wie bereits im Jahr 2014 ging auch 2015 die südamerikanische Lkw-Produktion rezessionsbedingt zurück. In Summe verzeichnete der Markt im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 46,6 % (Vorjahr: Rückgang um 28,4 %).

Asien/Australien

Die Schienenfahrzeugmärkte in Asien/Australien waren insbesondere von der Nachfrage des Hochgeschwindigkeitssektors in China geprägt. Weiterhin entwickelte sich die Nachfrage im Personennahverkehr positiv. Außerhalb Chinas entwickelten sich die Märkte stabil.

Die Entwicklung der Nutzfahrzeugmärkte in Asien war im Berichtsjahr rückläufig und die Lkw-Produktion verringerte sich signifikant um 11,8 % (Vorjahr: Rückgang um 2,7 %). Einer positiven Entwicklung der Lkw-Produktion in Indien (+44,5 %) stehen Rückgänge in Japan (-5,2 %) und China (-24,1 %) gegenüber.

Umsatz und Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns in Mio. EUR

Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2015

Entwicklungen in den Regionen und nach Unternehmensbereichen

Europa/Afrika

Schienenfahrzeugbereich

Im Berichtsjahr konnte Knorr-Bremse in Europa abermals seine gute Marktposition durch den Gewinn wichtiger Aufträge behaupten.

Das Passagierkonzept der Twindexx-Doppelstockwagen von Bombardier Transportation mit Mehrzweckbereichen, Rollstuhlplätzen sowie Überfahrrampen ist hochmodern. Gleiches gilt für die Brems- und Türsysteme, die Knorr-Bremse bei den 102 Wagen für die DB Regio Oberbayern beisteuert. Die Züge kommen ab Dezember 2016 im Regionalbetrieb zwischen München und Nürnberg, dem so genannten Ringzug West, zum Einsatz. Im Berichtsjahr lieferte Knorr-Bremse die ersten Systeme aus.

Die staatliche Eisenbahngesellschaft der Niederlande, Nederlandse Spoorwegen, verjüngt ihre Regionalflotte mit 118 neuen Zügen. Beim spanischen Hersteller CAF bestellte sie 50 vierteilige und 68 dreiteilige Fahrzeuge aus der Civity-Plattform. Knorr-Bremse erhielt den Zuschlag für die Lieferung von Brems- und Klimasystemen.

Im Jahr 2017 startet der Betreiber Abellio mit dem Einsatz der ersten Regionalzüge aus der AT200-Serie von Hitachi Rail. Für das ScotRail-Projekt zwischen Edinburgh und Glasgow sind bislang 24 Vierteiler und 46 Dreiteiler vorgesehen. Knorr-Bremse zeichnet für die Brems- und Türsysteme verantwortlich. Die Knorr-Bremse Systeme umfassen neben der EP2002-Bremssteuerung auch das neue Einstiegssystem Generation 4 der österreichischen Knorr-Bremse Tochter IFE.

Mit 57 Kilometern wird der Gotthard-Basistunnel einer der längsten Eisenbahntunnel der Welt sein. Für den grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverkehr bestellten die Schweizerischen Bundesbahnen bei Stadler Rail 29 EC250-Züge. In dieser ersten Hochgeschwindigkeitsplattform aus dem Portfolio des Herstellers ist Knorr-Bremse exklusiv mit Bremssystemen und dem Zugsteuerungssystem von Selectron vertreten.

Die 603 Passagierwagen, die der spanische Hersteller Talgo mit dem kasachischen Joint Venture Tulpar-Talgo an die staatliche Eisenbahngesellschaft Kasachstan Temir Scholy liefert, erhalten Brems- und Klimasysteme von Knorr-Bremse. Die Bremssysteme entsprechen dem in dem Land geltenden GOST-Standard. Wesentliche Komponenten sind dabei auf bis zu -50° Celsius kälteertüchtigt.

Saudi-Arabien stattet seine Hauptstadt Riad mit einem Metrosystem aus. Aktuell befinden sich sechs Metrolinien im Bau. Im Berichtsjahr fiel die Entscheidung über die zum Einsatz kommenden Fahrzeuge. Bei 238 Wagen von Siemens ist Knorr-Bremse mit Drehgestellausrüstungen und Türsystemen an Bord. Für 94 Wagen von Bombardier Transportation liefert Knorr-Bremse das komplette Bremssystem. Alle Komponenten sind speziell für den Einsatz in sandigem Umfeld ausgelegt.

Im Zuge eines umfangreichen Modernisierungsprojekts lässt die Budapester Metro beim russischen Hersteller Metrowagonmash 37 Züge mit 222 Wagen überarbeiten. Der Einbau der neuen Türsysteme wurde im Jahr 2015 vergeben - verantwortlich zeichnet Knorr-Bremse.

Die ersten Dieseltriebwagen der Typen ALn 668 und ALn 663 nahm das italienische Eisenbahnverkehrsunternehmen Trenitalia vor mehr als 40 Jahren in Betrieb. Um die Lebensdauer von zunächst 220 Fahrzeugen zu verlängern, fiel die Entscheidung für die Modernisierung der Türsysteme auf Knorr-Bremse.

Das Bergbauunternehmen VALE, das im südlichen Afrika eine Strecke zwischen Mosambik und Malawi betreibt, setzt auf neue Bremssysteme: Bei 289 Frachtwagen lässt es von Knorr-Bremse die alten Vakuumbremsen gegen moderne pneumatische Bremssysteme tauschen. Konkret wurde das speziell für Güterzüge entwickelte Steuerventil DB60 ausgewählt. Installiert wird es vor Ort an den beiden Endpunkten der Strecke in Natala in Mosambik und Lembi in Malawi.

Nutzfahrzeugbereich

Wie in der Vergangenheit waren auch im Jahr 2015 die Produktsegmente Scheibenbremse und elektronische Bremssysteme die wichtigsten Umsatzträger für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge in Europa. Knorr-Bremse sicherte seine führende Marktposition durch den Abschluss eines Langzeitvertrags mit einem namhaften europäischen Nutzfahrzeughersteller bis 2021 weiter ab. Der Vertrag umfasst Elektronik und Schraubenkompressoren.

Zudem wurden mit mehreren europäischen Herstellern Lieferverträge über Motorklappen bis 2020 sowie Kupplungskompressoren und elektropneumatische Parkbremsen bis 2022 geschlossen. Weiteres Wachstum versprechen zahlreiche erfolgreiche Abschlüsse in den Bereichen Bremsregelsysteme, Wheelend und Fahrerassistenzsysteme.

Im Anhängersegment konnte Knorr-Bremse 2015 wieder wichtige Erfolge für sich verbuchen. Mit JOST wurde ein Rahmenvertrag über die Lieferung von Radbremsen für Trailer und Nachlaufachsen mit einer Laufzeit bis 2021 geschlossen. Zweijahresverträge wurden mit dem polnischen Marktführer Wielton und dem spanischen Marktführer LeciTrailer über Brems- und Chassis-Steuerung unterzeichnet. Die Scheibenbremse für Trailer ST7, die leichteste Zweistempelbremse auf dem Markt, haben Schmitz Cargobull und SAF erfolgreich eingeführt. Aktuell befinden sich bereits mehr als 100.000 Scheibenbremsen dieses Typs im Feld.

In einem herausfordernden Marktumfeld konnte der Nachmarkt einen Umsatzzuwachs verzeichnen. Damit ist ein weiterer Schritt im kontinuierlichen Ausbau der führenden Marktposition in der EMEA-Region erreicht. Diese Entwicklung wird auch vom wachsenden Remanufacturinggeschäft getragen, in das Knorr-Bremse verstärkt investiert. Mit industriell und serienmäßig aufbereiteten Produkten bietet Knorr-Bremse den Betreibern älterer Nutzfahrzeuge eine kostengünstige Alternative zum neuen Originalteil, die zudem auch Ressourcen schont. Neben der Eröffnung eines neuen, zentralen Werks für Remanufacturing in Liberec, Tschechische Republik, stellte Knorr-Bremse sein entsprechend erweitertes Produktportfolio erstmals auf der weltweit bedeutendsten Fachmesse für Remanufacturing, der ReMaTec in Amsterdam aus.

Alltrucks, ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch, Knorr-Bremse und ZF, konnte im Laufe des Jahres eine Vielzahl an Werkstätten in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinzugewinnen und die Marke von 100 Werkstattpartnern durchbrechen.

Nordamerika

Schienenfahrzeugbereich

Das Geschäft in Nordamerika entwickelte sich 2015 positiv; Knorr-Bremse konnte durch den Gewinn wichtiger Aufträge seine gute Marktposition behaupten.

Die Washington Metropolitan Area Transit Authority beauftragte die Ausrüstung von 220 zusätzlichen Wagen.

Damit stieg die Anzahl der georderten Ausrüstungen (Bremsen und Klimaanlagen) auf 748 Fahrzeuge. Der aktuelle Lieferplan soll im Oktober 2018 abgeschlossen sein.

Ferner rief die Los Angeles County Metropolitan Transit Authority ihre Optionen 1 und 4 für die Ausrüstung von 97 zusätzlichen Straßenbahnwagen ab und erhöhte damit das Gesamtauftragsvolumen (Bremsen, Türen und Klimaanlagen) auf 175 auszustattende Fahrzeuge.

Des Weiteren verbuchte Knorr-Bremse erneut verschiedene Einzelaufträge, die unter anderem Straßenbahnen (Dallas und Detroit), Lokomotiven (SEPTA in Philadelphia und MARC in Maryland) sowie Stadt- bzw. Straßenbahnen (Massachusetts Bay Transportation Authority) betreffen.

Im Berichtsjahr feierte die amerikanische Tochtergesellschaft New York Air Brake (NYAB) ihr 125-jähriges Unternehmensjubiläum. Die Einführung des ölfreien Kompressors VV1000T war erfolgreich; bereits im zweiten Jahr nach Anlauf der Serienproduktion überstieg das Produktionsvolumen 200 Stück. Mit der Markteinführung des Lufttrockners LD1000 wurde das neue Luftversorgungssystem für den Güterverkehr abgerundet.

Zahlreiche Metrowagen in Mexiko Stadt wurden in den späten 1960er Jahren konstruiert. 144 ihrer Luftbeschaffungssysteme ersetzt die Knorr-Bremse Tochtergesellschaft Knorr Brake Company mit Sitz in Westminster im US-Bundesstaat Maryland nun durch aktuelle SL22-Kompressoren. Verbaut werden sowohl neue als auch wiederaufgearbeitete Einheiten. Bei dem Auftrag handelt es sich erneut um ein großes Modernisierungsprojekt, das Knorr-Bremse in Mexiko abwickelt.

Nutzfahrzeugbereich

Die Geschäfte von Knorr-Bremse auf dem nordamerikanischen Markt werden von der Tochtergesellschaft Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA wahrgenommen. Im August wurde bei Hochleistungs-Elektromagnetventilen die 1-Millionen-Marke übertroffen. Im Juni erreichte die pneumatische Scheibenbremse von Bendix die 1-Millionen-Marke.

Bendix kündigte im Berichtsjahr eine Ausweitung des eigenen Remanufacturing-Produktportfolios an. Die neue All Makes-Produktlinie beinhaltet 20 eigene sowie 100 Bauteile anderer Hersteller rund um aufgearbeitete Kompressoren. Bendix unterstützt damit eine Initiative der US-amerikanischen Regierung, die den Einsatz von Remanufacturingprodukten in öffentlichen Fahrzeugen künftig voranbringen will. Die Industrie setzt bereits seit 25 Jahren auf die leistungsfähigen, kostengünstigen und umweltschonenden Lösungen mit wiederaufbereiteten Lufttrocknern und Patronen von Bendix. 2015 lieferte Bendix den millionsten wiederaufbereiteten Lufttrockner AD-9 aus. Die Produktion des Bendix M-40 Druckregelventils überstieg im Berichtsjahr die 1-Millionen-Marke. Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP von Bendix verzeichnete kräftige Umsatzsteigerungen und überstieg die 400.000-Stück-Verkaufsmarke. Auf der Mid America Truck Show präsentierte Bendix das neue Premium-Fahrerassistenzsystem Wingman Fusion und erweiterte damit sein Spektrum im Bereich moderner Fahrerassistenzsysteme.

Südamerika

Schienenfahrzeugbereich

Einen bemerkenswerten Erfolg konnte Knorr-Bremse mit dem Auftrag vom größten südamerikanischen Logistiker RUMO/ALL verzeichnen. Dieser beinhaltet den Austausch und die Modernisierung der derzeitigen Bremssysteme von insgesamt 8.500 Zuckerrohr-Transportwagen. Größtenteils handelt es sich um DB60- und DB60-II-Steuerungen sowie Gestängesteller und weitere Komponenten des in Südamerika geltenden AARStandards. Außerdem zeichnet Knorr-Bremse für die nächsten 15 Jahre exklusiv für deren Wartung verantwortlich.

Nutzfahrzeugbereich

Aufgrund der ausgeprägten Wirtschaftskrise und eines damit drastisch eingebrochenen Marktes in der Region haben die Lkw-Hersteller ihre Produktion weiter gedrosselt und Entwicklungsprojekte zurückgestellt.

Asien/Australien

Schienenfahrzeugbereich

Knorr-Bremse profitierte vom andauernden Ausbau des chinesischen Hochgeschwindigkeitsnetzes und konnte wie im Vorjahr einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. EUR in China im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge erzielen.

Die Bremssysteme von Knorr-Bremse sind in allen chinesischen Hochgeschwindigkeitsplattformen vertreten, im Berichtsjahr stattete Knorr-Bremse 521 Hochgeschwindigkeitszüge mit Bremsausrüstungen sowie einen Teil mit Tür- und Klimasystemen aus.

Des Weiteren konnten neue Aufträge für 344 Züge abgeschlossen werden. Diese Züge setzen sich in der Regel aus je acht Wagen zusammen. Zum ersten Mal bestellt wurden 16-teilige Schlafwagenzüge für Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h.

Das Segment Lokomotiven entwickelte sich 2015 rückläufig und spiegelt deutlich die sinkende Nachfrage im Güterverkehr wider. Knorr-Bremse lieferte für 548 Lokomotiven der chinesischen Hersteller CSR Zhuzhou Electric Locomotive und CNR Dalian Locomotive Bremssysteme. Im Berichtszeitraum konnten neue Aufträge für 395 Lokomotiven gebucht werden. Darin enthalten sind auch Prototypen für fünf neue Loktypen, die in den Folgejahren zu Serienbestellungen führen sollen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 1.158 Lokomotiven bestellt. Knorr-Bremse erhielt Bestellungen für Bremssysteme für 395 davon.

Das Metrosegment entwickelte sich weiterhin positiv und profitierte von dem seit Jahren wachsenden Markt.

2015 lieferte Knorr-Bremse für 2.161 Metrowagen Bremsen. Neuaufträge wurden für 3.350 Wagen gewonnen, wobei für vier Städte zum ersten Mal Fahrzeuge bestellt wurden und damit die Anzahl der Städte mit Metrosystemen in China nun auf 33 gestiegen ist.

Im Segment Straßenbahn gewann Knorr-Bremse den Auftrag für die erste Straßenbahnlinie in Schanghai. Das Projekt beinhaltet hydraulische Bremssysteme, Klimaanlagen und Hilfsbetriebeumrichter für 30 fünfteilige Straßenbahnzüge.

Knorr-Bremse konnte das Servicegeschäft in China gegenüber dem Vorjahr deutlich ausbauen. Die mit Komponenten und Systemen von Knorr-Bremse ausgestatteten Flotten bieten nach einigen Betriebsjahren nun ein wachsendes Geschäft für Ersatzteile und Überholungen.

Im Exportgeschäft mit chinesischen Fahrzeugbauern ist die Lieferung von 5.500 Bremsausrüstungen für Güterwagen nach Argentinien hervorzuheben. Ein weiterer Auftrag wurde über 100 Lokomotiven für Argentinien mit Bremssystemen von Knorr-Bremse erteilt.

Der Fahrzeugbauer Sifang bestellte für einen Großauftrag über 93 achtteilige Metrozüge für die Erneuerung der Fahrzeugflotte von MTRC Hong Kong Bremssysteme und Klimaanlagen von Knorr-Bremse.

Am 28. Mai 2015 wurde der Joint-Venture-Vertrag mit dem Partner GuoTong unterschrieben. Der Firmensitz befindet sich im Bahntechnik-Industriepark Jiangmen in der Provinz Guangdong. Zukünftig erfolgen hier Endmontage und Serviceleistungen für Bremssysteme, Klimaanlagen und Türsysteme. Die Provinzregierung von Guangdong würdigte das Investment bereits mit einem Auftrag für Bremssysteme für 16 achtteilige Nahverkehrszüge.

In Japan konnte Knorr-Bremse weitere Bestellungen für die neuen Shinkansen Generationen verbuchen. Kawasaki Heavy Industries wird 364 Metrowagen für Singapurs Thomson Line mit Knorr-Bremse ausrüsten. In Korea erhielt Knorr-Bremse einen Auftrag über Bremssysteme für 200 Wagen der Seoul Metro Linie 2.

Mit drei Großaufträgen im Wert von rund 120 Mio. EUR konnte Knorr-Bremse seine Marktposition in Australien behaupten. Das Unternehmen liefert Brems- und Klimasysteme für neue Nahverkehrszüge in Brisbane im Nordosten Australiens, neue Türsysteme für bestehende Züge in Sydney und rüstet Eisenerztransportzüge in Westaustralien mit modernen Bremssystemen nach.

Nutzfahrzeugbereich

Das neue Joint Venture Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd. hat im Berichtsjahr die Produktion gestartet. Zunächst produziert das Gemeinschaftsunternehmen mechanische Komponenten und ABS-Systeme. Dies beinhaltet neben konventionellen Bremsventilen auch Ventile zur Steuerung des Bremsdrucks.

Künftig wird sich das Produktspektrum über sämtliche Produktbereiche von Bremssystemen für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeugen erstrecken. Sie umfassen Luftmanagement, Brems- und Getriebesteuerung sowie Motorbremskomponenten.

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Knorr-Bremse hat Anfang 2015 die Selectron Systems AG mit Sitz in Lyss, Schweiz, erworben. Das Unternehmen ist in der Entwicklung innovativer Lösungen für die Automatisierung, Vernetzung und Steuerung von Schienenfahrzeugen tätig. Ende Januar 2015 wurde die bisherige Mehrheitsbeteiligung an der Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Limited, mit Sitz in Guangzhou/China auf eine Beteiligung von 35 % reduziert. Im Januar 2015 wurde neben dem Produktions-Joint Venture im Bereich Nutzfahrzeuge das Vertriebs-Joint Venture Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Systems (Shiyan) Co., Ltd., Shiyan/China mit einer Minderheitsbeteiligung von Knorr-Bremse (49 %) gegründet. Diese Gesellschaft ist At Equity konsolidiert. Insgesamt ergeben sich aus diesen Transaktionen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Geschäftsjahr 2015.

Qualität und Prozesse

Mit dem weltweit eingeführten Managementsystem Knorr Excellence bündelt Knorr-Bremse seine Initiativen für die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Dabei rückt die Digitalisierung, das heißt die IT-gestützte Prozessorganisation und Prozessabwicklung, immer stärker in den Fokus. Ein Beispiel ist die systemgeführte Produktentwicklung Function Based System Engineering (FBSE), die Knorr-Bremse im Geschäftsbereich Systeme für Schienenfahrzeuge verfolgt. FBSE unterstützt die Reduktion der Variantenanzahl, erhöht die Qualität, erlaubt kürzere Entwicklungszeiten und beschleunigt Homologationsverfahren. Auch im Unternehmensbereich Systeme für Nutzfahrzeuge ermöglicht die Digitalisierung beispielsweise eine effektive und effizientere Entwicklungszusammenarbeit zwischen den internationalen Standorten. Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse untersucht Knorr-Bremse unter dem Stichwort Industrie 4.0 Effizienzpotenziale, die sich durch zusätzliche Chancen in der Datenvernetzung und Datenanalytik ergeben können.

Weltweite interne Qualitätsaudits und Assessments überprüfen und verbessern die Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems. Dies wurde im Rahmen der externen IRIS- bzw. ISO/TS 16949-Zertifizierungsaudits bestätigt. Im Berichtsjahr wurden die Standorte in Nizhny Novgorod der Nutzfahrzeuggruppe nach ISO/TS 16949 sowie die Schienenfahrzeugstandorte Wolverton und Springburn in England sowie Tver in Russland nach ISO 9001 zertifiziert. Knorr-Bremse RailServices Burton in England sowie das Technologiezentrum Pune in Indien wurden nach IRIS neu zertifiziert.

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge lag der Fokus auf den Qualitätskosten: Durch Verbesserungsmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ein noch strikteres Kosten- und Qualitätsmanagement sowie ein verbessertes Kostenbewusstsein ließen sich die relativen Qualitätskosten um mehr als 20 % gegenüber 2014 erneut signifikant reduzieren. Gleichzeitig startete das langfristig angelegte Qualitätsverbesserungsprojekt Q-Vadis 2020. Damit soll ein präventives Qualitätsmanagement in den Prozessen verankert werden. Die vier Eckpfeiler der Initiative sind optimierte Prozesse zur Problemlösung, jeweils verbesserte Qualität im Design- und Projektmanagement sowie beim Lieferantenmanagement und im Produktionsprozess.

Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge wurde ein Datenbankbasiertes Tool für den Produktentstehungsprozess erfolgreich eingeführt. Die Integration von Test- und Requirement-Management konnte abgeschlossen werden. Neu ist die Definition und Umsetzung des Remanufacturing-Prozesses für den Nachmarkt. Die systematische Weiterentwicklung der Gewährleistungsprozesse und die Anwendung eines Feldevaluierungstools erhöhten die Transparenz der ausgelieferten Qualität. Statistische Methoden zur Prozessfähigkeitsanalyse und Messsystemanalyse wurden weiterentwickelt und umgesetzt. Das Thema Produktsicherheitsmanagement stärkte das Unternehmen durch intensive Trainings und produkt- oder prozessbegleitendes Coachings.

Die Initiative Quality First wurde 2015 mit einzelnen Aktivitäten zur Verbesserung der Produktqualität, Steigerung der Prozessfähigkeit, der Weiterqualifikation von Mitarbeitern sowie zur Steigerung der Kundenzufriedenheit genutzt. Durch den Einsatz von Six-Sigma-Trainings und Six-Sigma-Projekten ließ sich eine Effizienzsteigerung der Prozesse erreichen. In beiden Bereichen arbeitete das Unternehmen mit der Durchführung von Lieferantentagen intensiv daran, Lieferanten noch stärker in das laufende Qualitätsprogramm zu integrieren.

Forschung und Entwicklung

Knorr-Bremse hat seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Berichtsjahr in engem Austausch mit den Kunden erneut ausgeweitet. Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen lag im Berichtsjahr bei 347,3 Mio. EUR (Vorjahr 295,5 Mio. EUR) und macht 6,0 % vom Umsatz (Vorjahr 5,7 %) aus.

Als weltweiter Technologieführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge entwickelt Knorr-Bremse wegweisende Produkte, die sich durch Sicherheit, Qualität, Zuverlässigkeit, Effizienz und damit durch einen hohen Kundennutzen auszeichnen. Dies gilt gleichermaßen für die weiteren Produktfelder in den beiden Geschäftsbereichen Systeme für Schienenfahrzeuge (Einstiegssysteme, Klimaanlagen, Fahrerassistenzsysteme, Fahrsimulatoren, Steuerungskomponenten, Bahnsteigtüren, Reibmaterial, Energieversorgungssysteme, Leittechnik) und Systeme für Nutzfahrzeuge (Fahrerassistenzsysteme, Drehschwingungsdämpfer und weitere Komponenten für den Antriebsstrang wie Motorluft- und Getriebesteuerung).

Aufwand für Forschung und Entwicklung in Mio. EUR

Der Bau eines neuen Versuchs- und Entwicklungszentrums am Standort München ist die Fortsetzung des umfangreichen, weltweit aufgesetzten Investitionsprogramms zur Erneuerung von Fertigungsanlagen und Produktionsstandorten sowie zum Ausbau Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Das neue Versuchs- und Entwicklungszentrum ermöglicht mit mehr als 100 verschiedenen Test- und Prüfständen einmalige Bedingungen für die Entwicklung und Erprobung neuartiger Bremssysteme für den Schienen- und Nutzfahrzeugmarkt. Ab 2016 werden dort 350 Ingenieure und Techniker aus beiden Geschäftsbereichen interdisziplinär an Zukunftstechnologien arbeiten, die den Kundennutzen weiter erhöhen und die Wettbewerbskraft des Unternehmens stärken.

Für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge präsentierte Knorr-Bremse im Sonderzug "Train to Paris" zur UN-Klimakonferenz in Paris seine wegweisenden Lösungen für Klimaschutz. Diese helfen, die ohnehin schon ressourcenschonende Eisenbahn noch energieeffizienter und somit klimaschonender betreiben zu können. Dazu gehören die modernen, energieoptimierten Klimaanlagen der beiden Tochterunternehmen Merak und Sigma sowie das Fahrerassistenzsystem iCOM Assist, das den Lokführer dabei unterstützt, möglichst energiesparend zu fahren und damit den absoluten Energieverbrauch eines Zuges deutlich zu reduzieren. Mit dem gezeigten Energy Metering System iCOM Meter wird zudem der tatsächliche Energieverbrauch des Zuges in Echtzeit ermittelt und dokumentiert. iCOM Meter liefert damit dem Betreiber zum einen den exakten Stromverbrauch für die Abrechnung beim Energieversorger und zum anderen wertvolle Informationen, um Potenziale für eine weitere Senkung des Energieverbrauchs zu identifizieren.

Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge und DB Schenker Rail haben die Wirkung des iCOM Assist Systems (ehemals LEADER) seit 2014 im laufenden Betrieb getestet. Der Vergleich zeigt, dass durch den Einsatz des Fahrerassistenzsystems sowohl der CO2-Ausstoß als auch der absolute Energieverbrauch bei den Fahrten deutlich reduziert werden konnten. Damit leistet das System einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Umweltbilanz und hilft, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs zu steigern. Im Januar 2016 startet der Echtbetrieb von iCOM Assist in 300 DB-Schenker-Lokomotiven.

Einen weiteren Beitrag zur Förderung des Schienengüterverkehrs durch deutliche Senkung des Lärms leistet Knorr-Bremse in Zusammenarbeit mit dem TIS (Technischer Innovationskreis Schienengüterverkehr), der SBB Cargo und dem Schweizer BAV (Bundesamt für Verkehr). In dieser Konstellation wird ein Zug mit Drehgestellen, Radsätzen und Bremsanlagen von jeweils mehreren Herstellern so ausgerüstet, dass sich aus den beabsichtigten Messungen ein Optimum an Schallreduktion herausarbeiten lässt. Mit dem erwarteten Ergebnis wird die Akzeptanz des Eisenbahnverkehrs deutlich erhöht werden.

Das Businesssegment Hydraulik und das iCOM-Produktteam haben gemeinsam die erste Pilotinstallation von iCOM Monitor in Straßenbahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in Betrieb genommen. iCOM Monitor erlaubt eine präventive Diagnose zur frühzeitigen Erkennung von Verschleiß und Schäden, um Stillstandzeiten und unerwartete Zugausfälle wesentlich zu reduzieren. Die Aufzeichnung und Auswertung der Felddaten stellen damit einen bedeutenden Schritt in Richtung Condition Based Maintenance (CBM, zustandsabhängige Instandhaltung) dar.

Die Deutsche Bahn hat zusammen mit der Deutschen Eisenbahnindustrie (VDB) die sogenannte Qualitätspartnerschaft entwickelt. Knorr-Bremse hat in seiner Rolle als VDB-Mitglied maßgeblich mitgewirkt, dem Eisenbahnsektor - nicht nur in Deutschland - ein beispielhaftes Werk zur Qualitätssteuerung vom Lastenheft bis zur Kundenzufriedenheit zur Verfügung zu stellen.

Im Nutzfahrzeugbereich lagen die Entwicklungsschwerpunkte 2015 auf der Serieneinführung der Fahrerassistenzsysteme AEBS (Automatische Notbremsfunktion) und LDWS (Spurhaltewarnsystem), die seit Herbst 2015 europaweit vorgeschrieben sind. Darüber hinaus wurde das innovative Bremssteuerungskonzept GSBC, das ab 2018 die heutigen ABS- und EBS-Systeme modular zusammenführen und die Basis für ein weltweit skalierbares Bremssystem bilden wird, erstmals mit großem Erfolg bei Kunden präsentiert.

Im Bereich Druckluftbeschaffung stand die Entwicklung des Einzylinderkompressors mit Aluminiumgehäuse im Fokus, was eine Gewichtsreduzierung des Kompressors von circa 40 % ermöglicht. Zudem wurde ein neues Energiesparsystem (ESS) mit deutlich verringerter Energieaufnahme und reduziertem Ölübertrag für den Serienstart 2016 vorangetrieben. Für Hybrid- und Elektrobusse arbeitete man an der Weiterentwicklung des Schraubenkompressors. Der geräuscharme Betrieb dieses Kompressors prädestiniert ihn für den Einsatz in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Bei der Rekuperation von Bremsenergie kann die umgewandelte Energie auch zum Antrieb des Kompressors genutzt werden, um so den Kraftstoffverbrauch zu senken. Im Produktbereich Luftaufbereitung lagen 2015 die Schwerpunkte auf einer weiteren Applikation der integrierten elektronischen Parkbremse sowie auf der Konzepterstellung für ein modulares skalierbares Luftaufbereitungssystem.

Neben der Entwicklung der neuen Scheibenbremse Synact dominierten Weiterentwicklungen von Bremsteilfunktionen zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs oder zur Unterstützung von automatisiertem Fahren die F&E-Aktivitäten. Neue Bremsscheibenkonzepte, die den Systemansatz zum integrierten Wheelend unterstützen, sind ebenfalls in der Entwicklung. Im Produktfeld Powertrain konzentrierte man sich auf die Effizienzsteigerung von Komponenten im Ansaug- und Abgasbereich der Motoren sowie auf neue Konzepte für die BRIC-Staaten in der Kupplungs- und Getriebesteuerung.

Nachhaltigkeit und Engagement

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells von Knorr-Bremse. Das Unternehmen verbindet langfristige ökonomische Wertschöpfung mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, hat Knorr-Bremse seine Nachhaltigkeitsprinzipien in einer Corporate-Responsibility-Richtlinie definiert und legt jährlich Schwerpunkthemen fest.

Knorr-Bremse will das Grundprinzip Nachhaltigkeit noch stärker in die langfristige Geschäftsausrichtung integrieren. Dafür analysiert das Unternehmen kontinuierlich, wie seine Produkte Kunden dabei unterstützen, Mobilität zukunftsfähig, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Bereits in der frühen Entwicklungsphase eines Produkts werden die zu erwartenden Umweltauswirkungen analysiert. Aus den entlang der Wertschöpfungskette durchgeführten Lebenszyklusanalysen zieht Knorr-Bremse wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich des Material- und Ressourceneinsatzes in der Produktion sowie der Umweltverträglichkeit in der Nutzungsphase.

Knorr-Bremse erwartet von seinen Lieferanten, dass sie ökologische und soziale Mindeststandards einhalten, und hat entsprechende Nachhaltigkeitsanforderungen festgelegt. Anfang 2015 hat Knorr-Bremse gemeinsam mit Unternehmen der Bahnindustrie (Alstom, Bombardier Transportation, Deutsche Bahn, Niederländische Staatsbahn und SNCF) die Initiative Railsponsible ins Leben gerufen. Ziel dieser Initiative ist es, nachhaltige Einkaufsstrategien entlang der gesamten Lieferkette zu fördern.

Wesentlicher Baustein ist die einheitliche Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung der Zulieferer. Im Berichtsjahr hat Knorr-Bremse rund 160 wichtige Zulieferer aus der Schienenindustrie zur Teilnahme an einer Nachhaltigkeitsbewertung aufgefordert. Bis Ende 2015 wurden rund 20 % dieser Lieferanten einer entsprechenden Beurteilung unterzogen. Ziel ist es, die Ergebnisse in die Lieferantenauswahl aufzunehmen.

In der Division Systeme für Nutzfahrzeuge haben währenddessen mehr als 50 % der Zulieferer eine Qualitätsmanagementvereinbarung (QMPP) unterzeichnet, die neben anderen Punkten die verbindliche Einhaltung des UN Global Compact Standart beinhaltet.

Da die Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs aus ökonomischer wie ökologischer Sicht zunehmend an Bedeutung gewinnt, investiert Knorr-Bremse sowohl im Schienen- als auch im Nutzfahrzeugbereich verstärkt in die Aufarbeitung gebrauchter Produktkomponenten. Trotz des Aufwands für Rückführung, Demontage, Reinigung und Prüfung der Teile, der bei der industriellen Aufarbeitung entsteht, ist der Vorteil für die Umwelt erheblich. Auf diese Weise können bei einem wiederaufgearbeiteten Teil im Vergleich zur Neuproduktion bis zu 75 % des Kohledioxidausstoßes vermieden werden.

Als weltweit tätiger Konzern trägt das Unternehmen Verantwortung für eine lebenswerte Gesellschaft in aller Welt. Deshalb engagiert es sich lokal wie global sozial. Knorr-Bremse unterstützte auch im Jahr 2015 den seit Anfang 2005 bestehenden gemeinnützigen Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. und förderte dessen Aktivitäten. Die Projekte des Vereins eröffnen Perspektiven für Menschen in Not und folgen dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Knorr-Bremse Global Care e. V. wurde anlässlich der Tsunami-Katastrophe in Südostasien Anfang 2005 gegründet, um den Flutopfern unbürokratisch und effektiv zu helfen. Im Berichtsjahr wurden 54 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in insgesamt 28 Ländern realisiert. Die Projekte werden größtenteils ehrenamtlich und mit großem Engagement von Knorr-Bremse Mitarbeitern betreut. Durch die von Knorr-Bremse Global Care e. V. ausbezahlten Fördermittel in Höhe von 2,06 Mio. EUR konnten im Jahr 2015 insgesamt mehr als 120.000 Menschen erreicht werden. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von Knorr-Bremse Global Care e. V. förderte Knorr-Bremse 2015 zudem das ehrenamtliche Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Standorten weltweit mit einer großen Einmalaktion. Dabei wurden mit einer Gesamtsumme von rund 500.000 EUR über 220 Projekte und Initiativen unterstützt, in denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sozial engagieren.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Konzernumsatz konnte im Berichtsjahr um 12,0 % auf 5.830,6 Mio. EUR (Vorjahr 5.206,0 Mio. EUR) gesteigert werden, wobei die Prognosen 2015 deutlich übertroffen wurden. Währungsbereinigt zu Ist-Kursen 2014 lag das Umsatzwachstum bei 3,5 %. In Europa/Afrika stieg der Umsatz um 6,7 % auf 2.617,8 Mio. EUR (Vorjahr 2.454,4 Mio. EUR), was einem Anteil von 44,9 % (Vorjahr 47,1 %) am Konzernumsatz entspricht. Amerika trug 1.432,7 Mio. EUR (Vorjahr 1.163,6 Mio. EUR) bzw. 24,6 % (Vorjahr 22,4 %) zum Konzernumsatz bei; dies entspricht einer Steigerung von 23,1 %. Im asiatischpazifischen Raum wurde der Umsatz um 12,1 % auf 1.780,1 Mio. EUR (Vorjahr 1.587,9 Mio. EUR) gesteigert, was 30,5 % des Konzernumsatzes (Vorjahr 30,5 %) darstellt.

Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge konnte den Umsatz auf 3.341,1 Mio. EUR (Vorjahr 2.982,0 Mio. EUR) steigern. Der Nutzfahrzeugbereich verbuchte im Berichtsjahr ebenfalls eine positive Umsatzentwicklung und erzielte einen Umsatz von 2.491,8 Mio. EUR (Vorjahr 2.227,7 Mio. EUR).

Der Auftragseingang lag mit 5.668,3 Mio. EUR (Vorjahr 5.509,9 Mio. EUR) um 2,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand im Konzern verringerte sich im Berichtsjahr um 1,5 % auf 3.823,7 Mio. EUR (Vorjahr 3.882,3 Mio. EUR).

Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 644,8 Mio. EUR (Vorjahr 560,0 Mio. EUR). Im Vergleich zur Prognose für 2015 konnte der Jahresüberschuss deutlich übertroffen werden. Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte 11,1 % (Vorjahr 10,8 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss 228,9 Mio. EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 8,7 % entspricht. Die Region Amerika erzielte einen Jahresüberschuss von 143,8 Mio. EUR mit einer Nettoumsatzrendite von 10,0 %. In der Region Asien/Australien war ein Jahresüberschuss von 272,1 Mio. EUR zu verzeichnen, die Nettoumsatzrendite lag damit bei 15,3 %.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2015 um 13,0 % auf 4.001,9 Mio. EUR (Vorjahr 3.543,0 Mio. EUR). Am Jahresende 2015 sind Aktiva in Höhe von 68,6 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresniveau von 25,4 % auf 26,0 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, liegt zum Jahresende bei 669,4 Mio. EUR (Vorjahr 692,6 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 41 Tagen (Vorjahr 48 Tage), wobei unsere Prognosen für 2015 etwas darüber lagen. Die Eigenkapitalquote stieg um 2,7 Prozentpunkte von 40,7 % auf 43,4 %. Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 49,6 % in der Region Europa (Vorjahr: 51,0 %), in der Region Amerika 17,8 % (Vorjahr: 19,5 %) und 32,6 % in der Region Asien/Australien (Vorjahr: 29,5 %) gebunden.

Finanzlage

Der Anstieg des Nettoguthabens, definiert als Saldo aus flüssigen Mitteln und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, auf 1.199,5 Mio. EUR (Vorjahr 944,2 Mio. EUR) ist in erster Linie auf den positiven Saldo aus Mittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit (918,0 Mio. EUR) und Mittelabflüssen aus Investitionen (210,2 Mio. EUR) sowie Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (396,0 Mio. EUR) zurückzuführen. Die Prognose für 2015 wurde dabei deutlich übertroffen.

Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 210,2 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 30,9 % gestiegen. Unsere Prognosen für 2015 wurden übertroffen. Auf Europa entfielen 128,1 Mio. EUR (61,0 %). In der Region Amerika wurden 42,8 Mio. EUR (20,3 %) und in Asien/Australien 39,3 Mio. EUR (18,7 %) der Investitionssumme getätigt. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren 2015 Ausgaben für Gebäude und Ausstattung des neuen Versuchs- und Entwicklungszentrums in München sowie Investitionen in Maschinen und Gebäude in Südafrika zur dortigen Ausweitung der Marktposition im Schienenbereich. Des Weiteren wurden Ersatzinvestitionen vorgenommen. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge wurden 117,6 Mio. EUR (Vorjahr 93,7 Mio. EUR) und im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 81,1 Mio. EUR (Vorjahr 57,7 Mio. EUR) investiert.

Verteilung des Konzernumsatzes nach Regionen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zu 2014 mit 198,9 Mio. EUR (Vorjahr 169,1 Mio. EUR) konzernweit gestiegen. Die Region Europa trug mit 140,9 Mio. EUR den größten Teil der Abschreibungen, gefolgt von Amerika mit 35,1 Mio. EUR und Asien/Australien mit 22,9 Mio. EUR. Der mit 121,0 Mio. EUR größere Anteil der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 68,4 Mio. EUR betrugen. Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 69,1 % (Vorjahr 65,4 %).

Der Konzern verfügt über zugesagte Kreditlinien in Höhe von 1,2 Mrd. EUR, wovon zum Geschäftsjahresende 0,8 Mrd. EUR nicht genutzt waren. Fälligkeiten und Zinsen bei den Verbindlichkeiten sind marktüblich.

Seit dem Jahr 2000 bewerten zwei externe Ratingagenturen die Aktivitäten der Knorr-Bremse Gruppe. Die Ratings waren von Anfang an im Investmentgrade-Status und konnten über die Jahre kontinuierlich verbessert werden. Seit 2011 stuft Moody's den Konzern mit "A3/Outlook stable" und Standard & Poor's bereits seit 2010 mit "A-/Outlook stable" ein. Beide Agenturen bestätigten dieses Rating auch im Jahre 2015, und hoben zudem den Outlook von "stable" auf "positive" an. Sie honorierten damit insbesondere die über Jahre hinweg stetig weiter verbesserte Gesamtleistung des Konzerns, seine gute strategische Aufstellung, die starke Wettbewerbsposition, und die konservative Finanzpolitik des Unternehmens.

Investitionen und Abschreibungen in Mio. EUR

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen seine Vermögens- und Finanzlage weiter verbessert. Auch die Liquiditätssituation konnte weiter optimiert werden. Die Ertragskraft des Konzerns wurde durch konsequentes Kostenmanagement und durch fortlaufende Verbesserungen interner Prozesse und Strukturen abgesichert.

Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 43,4 % und einem Nettoguthaben von 1.199,5 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur. Insgesamt bestätigt der Vorstand, dass die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein zutreffendes Bild des Konzerns zum 31.12.2015 zeigt.

Entwicklung der Knorr-Bremse AG im Geschäftsjahr 2015

Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen. Erhöhte Beteiligungserträge, resultierend aus einer positiven Entwicklung in den Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, führten zu einer Erhöhung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 485,7 Mio. EUR (Vorjahr 463,5 Mio. EUR). Die vereinnahmten Beteiligungserträge in Höhe von 447,6 Mio. EUR (Vorjahr 433,1 Mio. EUR) entsprachen unseren Prognosen für 2015.

Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden.

Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweiten Tochterunternehmen die Funktion einer In-house Bank inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbleibende Risiko ganz oder teilweise mit Banken extern absichert.

Mit Hilfe der durch Knorr Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung und Prozesstransparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen.

Gewinnverwendung

Die Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2015 einen Bilanzgewinn von 618,3 Mio. EUR (Vorjahr 490,8 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 364,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 140 EUR (Vorjahr 120 EUR) je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von 26 EUR zu verwenden. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die KB Holding GmbH, Grünwald, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: "Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr 2015 nicht vorgelegen". Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Personal

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2015 insgesamt 24.275 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (21.783 exkl. Personalleasing). Dies entspricht einem Anstieg um 1,5 % (exkl. Personalleasing Anstieg um 4,3 %) gegenüber dem Vorjahr, was unseren Erwartungen für das Geschäftsjahr 2015 entsprach.

In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2015 12.858 Mitarbeiter (11.950 exkl. Personalleasing) gegenüber 12.578 (11.498 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 53,0 % leicht über dem Vorjahresniveau von 52,6 %. In Deutschland sank die Zahl der Mitarbeiter von 4.846 (4.427 exkl. Personalleasing) auf 4.742 (4.416 exkl. Personalleasing).

Die Beschäftigtenzahl in der Region Amerika sank 2015 und umfasste zum Jahresende 4.797 (4.644 exkl. Personalleasing) gegenüber 5.058 (4.731 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter in der Region lag bei 19,7 % (Vorjahr 21,1 %).

Die Beschäftigtenzahl in der Region Asien/Australien stieg 2015 und umfasste zum Jahresende 6.620 (5.189 exkl. Personalleasing) gegenüber 6.280 (4.657 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Dabei erhöhte sich der Mitarbeiteranteil in der Region auf 27,3 % gegenüber 26,3 % im Vorjahr.

Vermögens- und Kapitalstruktur des Knorr-Bremse Konzerns

Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die Mitarbeiterzahl von 14.484 (12.116 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 14.502 (12.600 exkl. Personalleasing) zum Ende 2015 gestiegen. Auch im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge stieg die Mitarbeiterzahl von 9.012 (8.358 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 9.320 (8.734 exkl. Personalleasing) zum Jahresende 2015. Auf die Holdinggesellschaften entfallen weitere 453 Mitarbeiter (449 exkl. Personalleasing) im Vergleich zu 420 Mitarbeitern (412 exkl. Personalleasing) im Vorjahr.

Knorr-Bremse dankt an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2015. Der Dank gilt ebenso den Belegschaftsvertretungen für die konstruktive Zusammenarbeit.

Zielquoten des Unternehmens

Im März 2015 wurde in Deutschland ein Gesetz verabschiedet, das Frauen und Männern gleiche Teilhabe an Führungspositionen in Wirtschaft und Verwaltung sichern soll. Es verpflichtet Arbeitgeber, das jeweils unterrepräsentierte Geschlecht - in der Regel Frauen - stärker zu berücksichtigen. Unternehmen, die börsennotiert oder mitbestimmungspflichtig sind, müssen sich demnach flexible Frauenquoten für Vorstand, Aufsichtsrat, oberes und mittleres Management selbst verordnen und über die Fortschritte berichten.

Knorr-Bremse unterstützt die Absicht des Gesetzgebers, den Anteil von Frauen in Führungspositionen im eigenen Unternehmen zu erhöhen. Angesichts demografischer Entwicklungen und eines absehbaren Fachkräftemangels besonders in technischen Berufen ist es auch für Knorr-Bremse wichtig, mehr gut ausgebildete und hoch qualifizierte Frauen zu gewinnen. Entsprechende Initiativen und Programme wie beispielsweise ein Trainee-Programm, in dem weibliche Nachwuchskräfte gefördert werden, gibt es bereits. Flexible Arbeitszeitmodelle und Telearbeit verbessern bei Knorr-Bremse zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum 31.12.2015

Die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen benötigt jedoch Zeit. Knorr-Bremse als Technologieunternehmen im B2B-Bereich wird traditionell und auch heute noch von überwiegend männlichen Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen. Viele Führungspositionen bei Knorr-Bremse verlangen technische Ausbildungen, in denen Frauen nach wie vor unterrepräsentiert sind. In nicht-technischen Bereichen ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei Knorr-Bremse im Vergleich zu technischen Bereichen daher zum Teil deutlich höher: Während der weltweite Frauenanteil in Führungspositionen über alle Bereiche bei 11 % liegt, beträgt der Anteil von weiblichen Führungskräften in nicht-technischen Bereichen wie z. B. Human Resources, Controlling, Einkauf 32,5 %. Für Knorr-Bremse ist bei der Besetzung von Führungspositionen, unabhängig vom Geschlecht, die Qualifikation, Leistung und Persönlichkeit der Kandidatinnen und Kandidaten entscheidend. Ab 2016 wird Knorr-Bremse jedoch gezielt weitere Programme und Maßnahmen entwickeln und umsetzen, die einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen zum erklärten Ziel haben.

Knorr-Bremse hat aus oben genannten Gründen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben folgende Zielquoten festgelegt:

Knorr-Bremse AG: Aufsichtsrat und Vorstand 0 %, jeweils festgelegt durch den Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG; Managementlevel II 15,4 % und Managementlevel III 0 %, jeweils festgelegt durch den Vorstand der Knorr-Bremse AG.

Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH: Aufsichtsrat und Geschäftsführung 0 %, jeweils festgelegt durch den Gesellschafter; Managementlevel II 0 % und Managementlevel III 5,9 %, jeweils festgelegt durch die Geschäftsführung.

Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH: Aufsichtsrat 12,5 % und Geschäftsführung 0 %, jeweils festgelegt durch die Gesellschafter; Managementlevel II 0 % und Managementlevel III 5,1 %, jeweils festgelegt durch die Geschäftsführung.

Verteilung Konzernmitarbeiter gesamt nach Regionen zum 31.12.2015

Bericht über Risiken und Chancen

Risikomanagementsystem

Der Knorr-Bremse Konzern nutzt ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem, um Risiken frühzeitig erkennen und auf diese angemessen reagieren zu können. Berichtsperioden und Berichtsinhalte sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft.

Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagementreporting. Es basiert auf einem Risikobericht, der in den Geschäftsführungen und im Vorstand regelmäßig besprochen und mit entsprechenden Risikoklassen, Risikohöhe sowie Eintrittswahrscheinlichkeiten und konkreten Maßnahmen unterlegt wird.

Dieses Zusammenspiel aus einem organisatorisch verankerten Risikomanagementsystem und strategischem Reporting hat sich langfristig bewährt. Knorr-Bremse verfügt damit über ein zuverlässiges Netz zur Früherkennung und Korrektur drohender Fehlentwicklungen.

Die Erkenntnisse dieser Risikobetrachtung sowie deren Management wurden im Rahmen des Knorr-Excellence-Modells zur Beschreibung und Dokumentation sowie zur kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Prozesse genutzt.

Geschäftsrisiken

Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Risiken verbunden. Das gilt insbesondere für einen global agierenden Konzern, da die regionalen Märkte unterschiedlichen und sehr unregelmäßigen Zyklen folgen. Hieraus können Markt- oder Wachstumsschwankungen resultieren, von denen einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betroffen sind. Der weltweite Schienen- und Nutzfahrzeugmarkt ist von dieser Volatilität gekennzeichnet. Demzufolge agiert Knorr-Bremse grundsätzlich in einem stark risikobehafteten Umfeld der Weltwirtschaft.

Das Berichtsjahr war von einer unsicheren weltwirtschaftlichen Entwicklung geprägt. Bestimmende Faktoren dieser Entwicklung waren unter anderem ein stark schwankender Ölpreis, eine verringerte Investitionstätigkeit Russlands sowie stagnierende oder rückläufige Konjunkturen in den Märkten Asiens und Südamerikas, wobei insbesondere die Inflation und die schwierige soziale und politische Lage sowie das korruptere Umfeld in Brasilien die dortige Wirtschaft belasteten. Außerdem haben volkswirtschaftliche Krisen in vielen Ländern der Mittelmeerregion sowie geopolitische Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika mit den daraus resultierenden Migrationstendenzen die Weltwirtschaft destabilisiert. Terroranschläge erhöhten die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung zusätzlich. Die politischen Konflikte in Osteuropa sorgten für Risiken der Geschäftsentwicklung auf dem russischen Markt. Der Konzern hat die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und Regionen sowie die weltweiten Handelsströme intensiv beobachtet. So konnten Absatzrisiken gering gehalten bzw. antizipiert werden. Positiv wirkte sich dabei die weltweite Präsenz des Konzerns aus, die für eine weitgehende Unabhängigkeit von regional begrenzten Krisen sorgte.

Knorr-Bremse agiert in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, wodurch sich Risiken für die Preisstabilität ergeben. Ein von Unsicherheit geprägtes makroökonomisches Umfeld birgt das Risiko, dass sich die Bonität von Kunden verschlechtert und Forderungsausfälle eintreten bzw. Zahlungen verzögert erfolgen. Mit einem effektiven Forderungsmanagement konnte Knorr-Bremse diesen Risiken im Berichtsjahr effektiv begegnen.

Ein weiteres Risiko resultiert für Knorr-Bremse aus dem dynamischen Wachstum der vergangenen Jahre. Im Zuge dieses Prozesses galt es, Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund zu integrieren. Die finanziellen und kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen verbunden sind, konnte Knorr-Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften in engen Grenzen halten. Die Erfahrungen, die bei der gelungenen Überwindung kultureller Barrieren gemacht wurden, hat Knorr-Bremse in strukturierten Prozessen abgebildet, so dass sie für zukünftige Akquisitionen und mehrheitlich geführte Joint Ventures genutzt werden können.

Mit seinen Produkten und Lösungen steht Knorr-Bremse an der Spitze der technischen Entwicklung. Daraus ergeben sich zugleich Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Dazu nutzt Knorr-Bremse routinemäßig umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren. Dabei orientiert sich Knorr-Bremse zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse an internationalen Standards. Die Standorte lassen sich regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Konzernbereiche arbeiten intensiv und kontinuierlich daran, das außerordentlich hohe Sicherheits- und Qualitätsniveau der Produkte weiter zu verbessern.

Operative Risiken

Als operatives Risiko definiert Knorr-Bremse die Gefahr, durch Fehler im Prozessablauf sowie durch technisches oder menschliches Versagen einen betriebswirtschaftlichen Verlust zu erleiden. Dieses Risiko lässt sich naturgemäß nicht eliminieren - so sah sich der Konzern im Berichtsjahr mit entsprechenden operativen Risiken konfrontiert:

Durch die Gefahr von Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängeln bei Zulieferunternehmen sowie deren Insolvenz besteht für Knorr-Bremse latent das Risiko von Produktionsstörungen und Ertragseinbußen. Dieses Risiko hat das Unternehmen im Berichtsjahr durch ein umfassendes Supply-Chain-Management effektiv minimieren können. Grund dafür ist die darin festgelegte sorgfältige Lieferantenauswahl sowie die kontinuierliche technische und wirtschaftliche Auditierung von Zulieferern.

Ein anderes Risiko resultiert aus der Gefahr unvorhergesehener Kapazitätsschwankungen. Darauf ist Knorr-Bremse durch flexible Arbeitszeitmodelle vorbereitet gewesen. Diese hätten im Bedarfsfall eine effiziente Reaktion auf Kapazitätsschwankungen ermöglicht.

Aufgrund der Dynamik in den Märkten und Regionen der Welt steht Knorr-Bremse fortwährend vor der Herausforderung, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten zwischen einzelnen Konzernstandorten zu verlagern, um flexibel auf sich verändernde Markt- und Kundenanforderungen reagieren zu können.

So ist im Rahmen der Standortentwicklung München geplant, die dortige übergreifende Systemkompetenz zu erweitern und gleichzeitig Fertigung, Montage sowie fertigungsnahe Dienstleistungen der Division Systeme für Schienenfahrzeuge an andere Standorte zu verlagern, um die Präsenz in Wachstumsmärkten und die Kundennähe zu steigern. Diese Verlagerungen tragen das Risiko in sich, im Prozess der Umstellung die gewohnte Qualität an den anderen Standorten zeitnah erreichen zu können. Diesem Risiko begegnet Knorr-Bremse mit einem umfangreichen Schulungsprogramm der Mitarbeiter.

Zudem besteht fortwährend ein Garantierisiko für bereits ausgelieferte Produkte. Sofern Knorr-Bremse im Schadensfall vertraglich zu einer Leistung verpflichtet ist, kann dies erhebliche betriebswirtschaftliche Folgen haben. Knorr-Bremse hat dieses Risiko im Berichtsjahr durch ein systematisches Vertragsmanagement erfolgreich kontrolliert.

Das Risiko von Währungsschwankungen ist für den Knorr-Bremse Konzern nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Selektiv werden derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb.

Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie, in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Prozesses. Grundsätzlich werden Preisänderungsrisiken von Rohstoffen, die für Knorr-Bremse relevant sind, in angemessenem Umfang mit derivativen Instrumenten abgesichert, sofern diese Preisänderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben können.

In der global vernetzten Wirtschaft ist eine konstant leistungsstarke IT-Landschaft entscheidend, um ineffiziente Geschäftsprozesse zu vermeiden und ein daraus resultierendes Verlustrisiko zu reduzieren. Deshalb hat Knorr-Bremse 2015 besonderes Gewicht auf die Vereinheitlichung der Hard- und Softwarelandschaft, die Integrität und die Sicherung der Datenbestände, anforderungsgerechte Backup-Lösungen sowie die Steuerung der Zugriffsberechtigung gelegt. Mit Hilfe von internen und externen Audits wird an vielen Standorten die Einhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien umfassend überprüft. Entsprechend werden die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration aller neuen Standorte weiter verbessert.

Ein weiteres Risiko besteht durch die mögliche Verletzung der immer weiter steigenden Anforderungen im Umweltschutz. Um dies zu verhindern, orientiert sich Knorr-Bremse weltweit am Umweltmanagementstandard ISO 14001. Der überwiegende Teil der weltweiten Standorte ist entsprechend zertifiziert bzw. rezertifiziert.

Das Risiko, durch Imitationen und Produktpiraterie einen betriebswirtschaftlichen Schaden zu erleiden, bestand auch 2015. Insbesondere in Asien erschwerte es das Geschäft im Schienen- und Nutzfahrzeugbereich. Dem stellt Knorr-Bremse seine technologische Exzellenz und Qualität entgegen, die weltweit von Kunden anerkannt ist und entsprechend geschätzt wird.

Im Hochtechnologieumfeld, in dem Produkte von Knorr-Bremse eingesetzt werden, besteht das Risiko, dass die physikalischen Grenzen von Produkten erreicht werden. Mit der Fokussierung auf hohe Qualität in Forschung, Entwicklung und Produktion sowie seiner umfassenden Materialkompetenz und Prüftechnik hat Knorr-Bremse im Berichtsjahr dafür gesorgt, dass sich Kunden weltweit auf Produkte von Knorr-Bremse verlassen können.

Als global tätiges Unternehmen agiert Knorr-Bremse in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen beziehungsweise Entwicklungen der Steuersysteme könnten die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Knorr-Bremse wird regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft und identifiziert und bewertet entsprechende Risiken fortlaufend.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Knorr-Bremse die unterschiedlichen operativen Risiken im Berichtsjahr durch umfassende Controlling- und Reporting-Systeme auf ein Minimum reduzieren konnte. Diese werden entsprechend fortgeführt und, soweit nötig, ausgebaut.

Chancenbericht

Die mehrstufigen und weltweit gültigen Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme von Knorr-Bremse identifizieren nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für die einzelnen Geschäftsfelder. So erkannte der Konzern in einigen Regionen der Welt frühzeitig eine erwachende Investitionsbereitschaft in Infrastrukturmaßnahmen und positionierte sich entsprechend. Knorr-Bremse profitierte von der Abschwächung des EUR gegenüber dem US-Dollar mit verbesserten Absatzchancen gegenüber den Wettbewerbern außerhalb des Euroraums.

Generell identifizierte Knorr-Bremse weitere Absatzchancen aus dem 2015 weltweit erneut gewachsenen Transportvolumen. Die sich daraus ergebenden Investitionen für Schienen- und Nutzfahrzeuge sorgten für positive Impulse für Knorr-Bremse. Der anhaltend niedrige Ölpreis hat diese Entwicklung positiv beeinflusst.

Mit gezielten Akquisitionen und Gründungen von Joint-Venture-Unternehmen ergeben sich neue Möglichkeiten zum Ausbau der Marktposition sowie zur Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Aus diesem Grund beobachtet Knorr-Bremse kontinuierlich die gegenwärtigen und zukünftigen Märkte, um geeignete Partner zu identifizieren.

Knorr-Bremse investiert auf breiter Basis in neue Technologien, um die Technologieführerschaft weiter auszubauen und damit heutige Absatzmärkte abzusichern sowie weitere Absatzmärkte zu erschließen. Durch zunehmende Nachfrage nach technologisch hochwertigen Produkten in den Schwellenländern ergeben sich neue Absatzchancen für Knorr-Bremse. Weiteres Wachstumspotenzial ergibt sich aus veränderten regulatorischen Anforderungen in den Absatzmärkten für Knorr-Bremse.

Im Rahmen von Knorr Excellence arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Identifikation weiterer Kostensenkungs- und Prozessverbesserungspotenziale, um die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Services von Knorr-Bremse weiter zu steigern.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Die sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Für die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet.

Nachtragsbericht

Zum 01.01.2016 hat Knorr-Bremse einen 60 %-Anteil an Semikron (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika (mittlerweile umbenannt in Semiconductor Solutions (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika) durch das Tochterunternehmen Microelettrica Power Pty. Ltd., Johannesburg/Südafrika akquiriert. Knorr-Bremse hat zudem zum 01.02.2016 die Schienenverkehrssparte der auf Bremsbeläge spezialisierten TMD Friction Gruppe erworben. Darüber hinaus haben sich nach dem Stichtag keine Sachverhalte ergeben, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Knorr-Bremse Konzerns haben.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2016 geht Knorr-Bremse von einem sehr volatilen Marktumfeld aus. Es ist zu erwarten, dass die regionalen Märkte von großen Unsicherheiten beeinflusst werden. Dazu gehören geopolitische Unsicherheiten in verschieden Regionen, wirtschaftliche Krisen in den Schwellenländern, ein Rückgang der Investitionstätigkeit in bestimmten Regionen der Welt sowie die wirtschaftliche Entwicklung in China. Ferner gehören dazu die Preisentwicklung bei Rohstoffen, insbesondere Rohöl, und die Wertentwicklung von EUR und US-Dollar.

Insgesamt erwartet Knorr-Bremse ein weiter verlangsamtes Wachstum der Weltwirtschaft. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt rechnet Knorr-Bremse für Brasilien und Russland mit einem negativen Wachstum, für China mit einem deutlichen Wachstumsrückgang. Es wird erwartet, dass die dortige Umstellung von einer Exportwirtschaft zur Binnennachfrage zu Turbulenzen führen kann, insbesondere in Schwellenländern. In Japan erwartet Knorr-Bremse in den kommenden Jahren eine leicht positive Marktentwicklung. Die Gründe dafür liegen in einem zu erwartenden leichten Wachstum des schienengebundenen Nah- und Fernverkehrs sowie in einem ebenfalls leichten Anstieg der lokalen Truck-Produktion. Eine positive, aber sehr langsam ansteigende Konjunkturentwicklung erwartet Knorr-Bremse in Europa, Indien und den USA.

Für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge prognostiziert Knorr-Bremse in allen Regionen eine weitgehend stabile Entwicklung im OE-Markt sowie ein Wachstum im Bereich RailServices. Der Markt wird voraussichtlich von Konsolidierung geprägt sein, da Fahrzeugbauer Wachstum verstärkt durch Übernahmen anstreben.

Für den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge ist im Geschäftsjahr 2016 damit zu rechnen, dass der weltweite Markt für Nutzfahrzeuge zurückgehen wird. Allerdings wird dies lediglich ein zeitlich begrenzter Effekt sein. Die langfristigen Prognosen gehen davon aus, dass sich die weltweite Truck-Produktion bis 2018 wieder dem Niveau von 2014 annähern wird. Dies liegt vor allem an einer langfristig wachsenden Produktion in Nordamerika und Asien.

In Europa/Afrika erwartet Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge eine leicht positive Entwicklung. Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge geht für den europäischen Markt von einem Umsatzwachstum von 1 % gegenüber dem Vorjahr aus.

Für den nordamerikanischen Markt rechnet Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge mit einer rückläufigen Entwicklung im Bereich Güterwagen und Lokomotiven. Für den südamerikanischen Markt erwartet Knorr-Bremse einen Rückgang im Passagieraufkommen bei Fernverbindungen. Gleichzeitig ist hier eine Normalisierung des Marktes für den Warentransport absehbar. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge rechnet Knorr-Bremse in Nordamerika mit einem schwierigeren Marktumfeld: Knorr-Bremse erwartet für 2016 kein Wachstum der nordamerikanischen Truckproduktion. Aufgrund des schwierigen Marktumfelds rechnet Knorr-Bremse für Südamerika mit einer stark rückläufigen Lkw-Produktion. Bis 2018 erwartet das Unternehmen allerdings eine deutliche Belebung des Marktes.

Für Asien/Australien geht der Geschäftsbereich Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge von einer moderaten Marktbelebung aus. Indien kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge rechnet für die Region Asien/Australien ebenfalls mit einer moderaten Marktentwicklung. In China im Besonderen registriert Knorr-Bremse für beide Sparten gleichermaßen einen Rückgang im Markt. Ferner belastet das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum der Volksrepublik das Geschäft, ebenso wie der steigende Preisdruck sowie lokale Niedrigpreisanbieter.

Auf Basis der dargestellten Annahmen plant Knorr-Bremse 2016 einen leichten Rückgang der Umsatzerlöse sowie einen damit einhergehenden Rückgang des Jahresüberschusses. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Mitarbeiteranzahl stabil entwickeln wird. Die Bindung des Working Capital, gemessen in Umsatztagen, wird in etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Trotz des weiterhin unsicheren Marktumfeldes und den Herausforderungen auf dem Weltmarkt, plant Knorr-Bremse erneut eine deutliche Steigerung der Investitionen. Gemäß den Erwartungen in Bezug auf Ergebnis, Working Capital und Investitionen wird mit einer leicht positiven Entwicklung des Netto-Guthabens gerechnet.

Aufgrund der positiven Entwicklung im Konzern rechnet die Knorr-Bremse AG 2016 mit stabilen Beteiligungserträgen, welche die künftige Dividendenfähigkeit absichern. Auf Basis der für den Konzern getroffenen Annahmen ist davon auszugehen, dass sich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse AG weiterhin leicht positiv entwickeln werden.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie Segmentberichterstattung - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise über die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 1. März 2016

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rupprecht, Wirtschaftsprüfer

Annast, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften beschäftigt.

Dabei wurden neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft sowie deren Risikolage und Risikomanagement unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. Die der Entscheidung des Aufsichtsrats zugrunde liegenden Informationen und Analysen wurden zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Es wurden außerdem unterjährig zwei Sitzungen des Bilanzausschusses abgehalten. In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst. Knorr-Bremse hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Compliance-Management zu erweitern und zu stärken, mit Wirkung zum 01. Januar 2016 wurde ein Chief-Compliance Officer berufen.

Der Knorr-Bremse Konzern realisierte im Geschäftsjahr 2015 einen weltweiten Umsatz von 5,83 Mrd. EUR. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr betrug 12% (2014: 5,2 Mrd. EUR). Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge profitierte vor allem vom Umsatzwachstum in Europa sowie Nord- und Südamerika, welches auf eine positive Auftragslage im Güterwagen- und Lokomotiven-Bereich sowie ein wachsendes OE- und Nachmarktgeschäft zurückzuführen ist. Der Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge verzeichnete positive Umsatzentwicklungen vor allem in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien.

Auch im Jahr 2015 setzt Knorr-Bremse sein umfangreiches Investitionsprogramm zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit wie in den vergangenen Jahren fort. Als wesentliches Einzelprojekt ist der Bau des Versuchs- und Entwicklungszentrums am Standort München zu nennen. Nachdem der Grundstein im Jahr 2014 gelegt wurde, steht die Fertigstellung des Gebäudes, das moderne Arbeitsplätze für 350 Ingenieure und Techniker sowie 100 Hightech-Prüfstände bieten wird, im Jahr 2016 bevor. Außerdem sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Lokalisierungsprojekte sowie die Erweiterung von Produktionsanlagen geflossen. Anfang 2015 hat Knorr-Bremse die Selectron Systems AG mit Sitz in Lyss, Schweiz, erworben. Das Unternehmen ist in der Entwicklung fortschrittlicher Lösungen für die Automatisierung, Vernetzung und Steuerung von Schienenfahrzeugen tätig. Im Mai wurde offiziell der Betrieb des Jointventure zwischen Knorr-Bremse und der Dongfeng Motor Group Co., Ltd. aufgenommen. Das neue Unternehmen Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd. hat seinen Sitz in Shiyan in der chinesischen Provinz Hubei und fertigt mechanische Bremskomponenten sowie ABS-Systeme für mittelschwere und schwere Nutzfahrzeuge. Mit diesen Aktivitäten bestätigt Knorr-Bremse seinen Kurs zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Der Knorr-Bremse Konzern blickt auf das bisher erfolgreichste Jahr in seiner Firmengeschichte zurück. Kontinuierlich wurde an der Optimierung von Qualität, Prozessen, Methoden sowie Strukturen gearbeitet. Im Rahmen weltweit organisierter interner Qualitätsaudits und Assessments wurde die Umsetzung des Qualitätsmanagement-Systems überprüft und verbessert. In beiden Bereichen wurde mit der Durchführung von Lieferantentagen intensiv an Qualitätsverbesserungen gearbeitet, um Lieferanten noch stärker in das laufende Qualitätsprogramm zu integrieren. Die Partnerschaften in der Lieferkette konnten ausgebaut und die Zulieferqualität somit gesteigert werden.

Im März 2015 wurde Knorr-Bremse außerdem als "Top Arbeitgeber für Ingenieure in Deutschland" durch das "Top Employers Institute" ausgezeichnet. Ständige Verbesserung an allen Standorten weltweit sowie die konsequente Bearbeitung von definierten Handlungsfeldern haben zu einer hohen Arbeitgeberattraktivität beigetragen. Das Nachhaltigkeitsmanagement von Knorr-Bremse erhielt im Juli 2015 von der CNH Industrial Gruppe den Preis "Industrial Sustainability Supplier of the Year 2015" für eine sehr gute Corporate Responsibility Performance. Insbesondere die Umsetzungstiefe des sozialen Engagements der Mitarbeiter und der Klimaschutzinitiative ECCO2 haben die Jury überzeugt. Außerdem gewann der Nutzfahrzeugbereich bereits zum zehnten Mal in Folge den Titel "Beste Marke" in der Kategorie Bremsen.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2015 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss 2015 mit Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 01. März 2016 versehen worden. Der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG sowie der Konzernabschluss wurden gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und ergänzender gesetzlicher und satzungsmäßiger Regelungen erstellt. Der Bilanzausschuss hat den Jahresabschluss 2015 mit Lagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht geprüft. Nachdem keine Einwendungen zu erheben waren, hat der Bilanzausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, die Abschlüsse zu billigen. In seiner Sitzung am 11. März 2016 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2015 gebilligt, sie sind damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 26. Februar 2016 sowie an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 11. März 2016 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Berichtspflichtige Vorgänge haben im Geschäftsjahr 2015 nicht Vorgelegen". Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände.

Herr Hinrich J. Woebcken, seit 01. April 2014 Vorstand für den Unternehmensbereich Systeme für Nutzfahrzeuge, hat zum 30. Juni 2015 sein Mandat niedergelegt. Herr Woebcken ist in gegenseitigem Einvernehmen ausgeschieden, um eine andere berufliche Tätigkeit zu übernehmen. Zum 13. Juli 2015 ist Herr Hinrich J. Woebcken ebenso aus seinem Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Systeme für Nutzfahrzeuge ausgeschieden. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat bei Herrn Woebcken für sein Mitwirken. Zum 01. Juli 2015 hat Herr Klaus Deller zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG kommissarisch die Aufgabe als Vorstand für den Unternehmensbereich Systeme für Nutzfahrzeuge übernommen.

Zum 01. Januar 2016 ist Herr Dr. Peter Laier zum neuen Vorstand für den Unternehmensbereich Systeme für Nutzfahrzeuge bestellt worden. Herr Dr. Laier blickt auf eine lange Führungserfahrung in der Automobilbranche zurück und verfügt über umfassende Kenntnisse in den Bereichen Entwicklung, Produktion, Fahrzeugelektronik und Fahrzeugsensorik sowie Vertrieb. Zuletzt bekleidete Herr Dr. Peter Laier die Funktion des Chief Operating Officer (COO) der Benteler Gruppe und war dort verantwortlich für die Bereiche Automobiltechnik, Stahl/Rohr sowie die strategische Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe.

Die Amtszeit der derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit dem Beschluss über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich im März 2016. Zu diesem Zeitpunkt wird sich das neu bestellte Aufsichtsratsgremium konstituieren.

 

München, den 11. März 2016

Der Aufsichtsrat

Heinz Hermann Thiele, Vorsitzender