![]() Knorr-Bremse AktiengesellschaftMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernbilanz zum 31.12.2016Aktiva scroll
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2016scroll
Kapitalflussrechnung des Konzerns nach DRS 21scroll
Segmentinformationen gemäß DRS 3Knorr-Bremse berichtet im Rahmen der Segmentberichterstattung nach DRS 3 über drei berichtspflichtige Segmente. Die Segmentunterteilung basiert auf den Aktivitäten des Konzerns in den drei großen geografischen Regionen, die der internen Organisations- und Berichtsstruktur zugrunde liegen. Die operativen Segmente umfassen die drei Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, in denen unterschiedliche Markt- und Kundenanforderungen gegeben sind. In allen drei Regionen ist der Knorr-Bremse Konzern mit seinen wesentlichen Produkten Bremssysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge vertreten. scroll
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Auf eine Darstellung der Schulden und Zinsen nach Regionen wird verzichtet, da die konzernweite Steuerung dieser Positionen zentral durch die Konzernmutter erfolgt und nicht auf Entscheidungen der jeweiligen Regionen im Zusammenhang mit ihrem operativen Geschäft beruht. Es gelten die üblichen zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Preise. Konzern-Eigenkapitalspiegel nach DRS 7scroll
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Im Konzerneigenkapital sind Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 11.050 (Vorjahr TEUR -8.311) enthalten, davon entfallen TEUR 5.345 (Vorjahr TEUR 531) auf nicht beherrschende Anteile. Die übrigen Veränderungen betreffen im Wesentlichen den Erwerb indirekter Fremdanteile, für die der auf diese Fremdanteile entfallende Goodwill in Höhe von TEUR 22.297 mit dem Ausgleichsposten für konzernfremde Gesellschafter verrechnet wird sowie die Verrechnung des Unterschiedsbetrages aus der Erstkonsolidierung der Black River Air Logistics LLC in Höhe von TEUR 29.211, nachdem die Gesellschaft bar gegründet und zunächst auf Grund ihrer untergeordneten Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden war. 1 Grundlagen und MethodenDer Konzernabschluss wird gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und ergänzender gesetzlicher Regelungen erstellt. Der Konzernabschluss ist in TEUR aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu erhöhen, sind verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Umstellung auf die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-UmsetzungsgesetzesDer Knorr-Bremse Konzern wendet die Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes ("BilRUG") erstmals mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 an. Aufgrund der neuen Definition der Umsatzerlöse (§277 Abs. 1 HGB n.F.) werden erstmalig sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 39,7 Mio. Euro in den Umsatzerlöse ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. Bei analoger Anwendung der Vorschriften im Vorjahr hätten sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 44,7 Mio. Euro in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden müssen. Bilanzierung und BewertungDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode werden von den konzerneinheitlichen Grundsätzen abweichende Wertansätze in den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen beibehalten. Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellkosten - bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen - bewertet; soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf grundsätzlich nach der linearen Methode vorgenommen. Bei den deutschen Konzerngesellschaften werden Zugänge vor dem Januar 2008 und nach dem Januar 2009 überwiegend nach der degressiven Methode abgeschrieben. Von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den jeweils landesspezifischen steuerlichen Grundsätzen höchstmöglich abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und übrige Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die assoziierten Unternehmen werden gemäß §312 Abs.1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. In den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen für Verwertungsrisiken vorgenommen. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten, jedoch nicht höher als mit dem voraussichtlichen Verkaufserlös, abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten, bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Einzelkosten für Material und Lohn sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit Bestandsrisiken vorliegen, werden in angemessenem Umfang Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Forderungen sind zum Nominalwert, vermindert um erforderliche Einzelwertberichtigungen, angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen sind auf den Barwert abgezinst. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten, dem Barwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit Ihrem Nennwert bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten in fremden Währungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen bzw. Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag bzw. Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Fremdwährungspositionen werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden Fremdwährungspositionen mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Kurssicherungen und Optionsgeschäfte werden selektiv und ausschließlich für Sicherungszwecke vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente, die für Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte sowie für mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen abgeschlossen wurden, werden, soweit möglich, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. In den Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken sowie allen ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 und 2 HGB. Dabei wurde von den Beibehaltungswahlrechten des Art. 67 Abs. 1 S. 2, Abs. 3 S. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Rückstellungszuführungen erfolgen unter Anwendung der Nettomethode. Die Gesellschaft übt das Wahlrecht aus, Rückstellungen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger nicht abzuzinsen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis realistischer Annahmen gebildet. Künftige Gehaltserhöhungen und künftige Rentenanpassungen (nach § 16 BetrAVG) sowie Annahmen über Kündigungsraten sind in die Berechnung einbezogen worden. Die Berechnungen basieren auf den biometrischen Grundwerten nach Klaus Heubeck (Richttafeln RT 2005 G). Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB in Anspruch, wonach der Abzinsungssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet werden kann. Folgende Parameter wurden für die Berechnung der Pensionsrückstellungen in Deutschland zugrunde gelegt: scroll
Die Bestimmung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem modifizierten Teilwertverfahren. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen unserer ausländischen Gesellschaften sind durch Rückstellungen abgedeckt. Durch die Verwendung des gesetzlich vorgeschriebenen 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes bei der Berechnung der deutschen Pensionsrückstellungen ergeben sich im Vergleich zum 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes im Konzern um TEUR 18.300 geringere Rückstellungen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. KonsolidierungskreisDas Konzernmutterunternehmen des Knorr-Bremse Konzerns ist die Knorr-Bremse AG, Moosacherstr. 80, 80809 München. Der Einzel-, sowie der Konzernabschluss sind beim Amtsgericht München unter HRB 42031 hinterlegt. In den Konzernabschluss werden neben der Knorr-Bremse AG 24 inländische und 115 ausländische Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die Knorr-Bremse AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Die Beteiligungen an 2 inländischen Unternehmen und 2 ausländischen Unternehmen werden im Konzernabschluss als Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden 8 ausländische Tochtergesellschaften und eine inländische Tochtergesellschaft nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Zwei inländische Gesellschaften werden nicht als assoziierte Unternehmen ausgewiesen, sondern zu Anschaffungskosten angesetzt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Gesellschaften erworben oder gegründet bzw. erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen: Aldona Seals Ltd., Peterlee/Großbritannien Alpha Process Controls (International) Ltd., Peterlee/Großbritannien Black River Air Logistics Company LLC, Watertown, New York/USA (vormals nicht konsolidiert) G.T. Group Ltd., Peterlee/Großbritannien GT Emission Systems Ltd., Peterlee/Großbritannien GT Project Engineering Ltd., Consett/Großbritannien Guangdong Knorr-Bremse Guo Tong Railway Vehicle Systems Equipment Co., Ltd., Jiangmen, Guangdong/China Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien (vormals At Equity) Semicondutor Solutions (Pty.) Ltd., Pretoria/Südafrika tedrive Steering Systems GmbH, Wülfrath/Deutschland tedrive Yönlendirme Sistemleri Sanayi ve Tic.Ltd.Şti. , Istanbul/Türkei Zelisko Elektrik Sanayi ve Ticaret Ltimited Şirketi, Istanbul/Türkei Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Gesellschaften erworben oder gegründet, aber nicht gemäß §296 Abs. 2 HGB in den Konsolidierungskreis aufgenommen: Knorr-Bremse Services Europe s.r.o., Stráž nad Nisou/Tschechische Republik RBL-Technologie Ltd., Naberezhnye Chelny/Russland tedrive Steering Systems Inc., Wixom/USA Folgende Gesellschaften wurden liquidiert: Webasto Kiekert Bustüren GmbH i.L., Karlsfeld/Deutschland Sigma Coachair Systems (US) Inc., Chicago/USA Nachfolgende Gesellschaften wurden umfirmiert: Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China (vormals Knorr-Bremse Brake Equipment (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China) Knorr-Bremse Ibérica S.L., San Fernando de Henares/Spanien (vormals Bost Ibérica S.L., San Fernando de Henares/Spanien) Knorr-Bremse Powertech Corporation USA, Atlanta/USA (vormals Transtechnik Corporation, Atlanta/USA) Knorr-Bremse Powertech GmbH, Berlin/Deutschland (vormals PCS Power Converter Solutions GmbH, Berlin, Deutschland) Knorr-Bremse Powertech GmbH & Co. KG, Holzkirchen/Deutschland (vormals Transtechnik GmbH & Co KG, Holzkirchen/Deutschland) Knorr-Bremse Powertech Verwaltungs GmbH, Berlin/Deutschland (vormals Transtechnik Verwaltungs GmbH, Holzkirchen/Deutschland) Knorr-Bremse Systemy Kolejowe Polska Sp. z o.o., Krakau/Polen (vormals Knorr-Bremse Systemy dla Kolejowych Srodków Lokomocji Pl. Sp. z o.o., Krakau/Polen) Somit hat sich die Anzahl der vollkonsolidierten Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 11 Gesellschaften erhöht. In einer Anteilsübersicht auf den nachfolgenden Seiten sind im Einzelnen die verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen aufgeführt. Aus der Veränderung des Konsolidierungskreises haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die Bilanzsumme hat sich durch die neu konsolidierten Gesellschaften um TEUR 28.800 erhöht. KonsolidierungsgrundsätzeBis 31.12.2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode. Dabei erfolgte eine Verrechnung der Buchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung bei Tochtergesellschaften nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Wert angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände und Schulden entspricht. Die Erstkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs. Ein sich dabei ergebender aktiver Unterschiedsbetrag (Firmenwert) wird in Übereinstimmung mit den DRS-Standards seit dem Jahr 2002 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung betriebswirtschaftlicher Überlegungen über die planmäßige Nutzungsdauer nach der linearen Methode, die im Konzern maximal 20 Jahre beträgt. Die betrieblichen Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden anhand der längerfristig und strategisch ausgerichteten Geschäftsmodelle der Tochtergesellschaften bestimmt. Der Erwerb indirekter Fremdanteile erfolgt nach der Kreisanteilsmethode. Bei diesem Verfahren werden die Anteile nicht-kontrollierender Gesellschafter in Höhe des anteiligen konsolidierten Reinvermögens verrechnet ausgewiesen. Ein auf indirekte Fremdgesellschafter entfallender Goodwill wird erfolgsneutral mit dem Ausgleichsposten für nicht- kontrollierende Gesellschafter verrechnet. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften und DRS-Standards nach Möglichkeit im Jahr des Entstehens erfolgswirksam aufgelöst. Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode konsolidiert, wobei grundsätzlich ein Geschäfts- oder Firmenwert in den Anschaffungskosten der Beteiligungen ausgewiesen wird. Konsolidierungszeitpunkt für vor dem Januar 2010 erworbene assoziierte Unternehmen war der Erwerbszeitpunkt oder der Bilanzstichtag. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgt die Konsolidierung ab dem Zeitpunkt des Erwerbs. Der auf den Knorr-Bremse Konzern entfallende Anteil am Jahresergebnis der nach dieser Methode konsolidierten Unternehmen einschließlich der Abschreibung des Firmenwerts wird in der Gewinn- und Verlust-Rechnung im Finanzergebnis gezeigt. Auf die Anpassung der Bewertung auf die im Konzernabschluss angewandten Bewertungsmethoden wird verzichtet Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aus den konzerninternen Lieferungen und Leistungen resultierende Zwischenergebnisse werden eliminiert. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die Erlöse aus Innenumsätzen sowie andere konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. WährungsumrechnungDie Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Unternehmen sind, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet worden. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet worden. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wurde im Konzerneigenkapital erfasst und unter dem Konzerneigenkapitalspiegel vermerkt. SteuerabgrenzungSteuerlatenzen nach § 274 und § 306 HGB, die aufgrund temporärer Abweichungen zwischen dem Ansatz in der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und dem Ansatz in der Konzernbilanz einschließlich der Abweichungen aus Anpassungen an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aus Konsolidierungsvorgängen entstehen, werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, soweit möglich, saldiert ausgewiesen. In den an die konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung angepassten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften (Handelsbilanzen II) wird von der Aktivierung latenter Steuerentlastungen in Einzelfällen Gebrauch gemacht. Dabei wird jeweils der Steuersatz zugrunde gelegt, der nach aktueller Rechtslage im Zeitpunkt der Steuerentlastung zu erwarten ist. Die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgt in Einzelfällen, soweit die Realisierung der Steueransprüche im Einzelfall hinreichend wahrscheinlich ist. An jedem Abschlussstichtag wird der Buchwert der aktiven latenten Steuern auf seine Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls berichtigt. 2 Entwicklung des AnlagevermögensAnschaffungs- bzw. HerstellungskostenDie Zugänge bei entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 410.519 (Vorjahr TEUR 328.130). Darin sind Investitionen (ohne Konsolidierungskreisänderungen und Firmenwerte) in Höhe von TEUR 194.576 (Vorjahr TEUR 210.155) enthalten. scroll
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3 Immaterielle VermögensgegenständeDie Position umfasst entgeltlich erworbene Firmenwerte, Patente, Namensrechte sowie EDV-Software. Die wesentlichen Zugänge entfallen auf EDV-Software sowie Firmenwerte. Die Zugänge bei den Firmenwerten betreffen überwiegend den Erwerb der tedrive Steering Systems GmbH, Wülfrath/Deutschland. Es ergab sich ein Firmenwert von TEUR 12.993, der über 5 Jahre abgeschrieben wird. Zum 31.12.2016 ergibt sich ein Restbuchwert von TEUR 12.127. Aus dem Erwerb der G.T. Group Ltd., Peterlee/Großbritannien ergab sich ein Firmenwert von TEUR 71.137, der über 10 Jahre abgeschrieben wird. Zum 31.12.2016 beträgt der Restbuchwert TEUR 67.580. Aus dem sukzessivnen Erwerb der Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien ergab sich ein Firmenwert von TEUR 14.406, der über 5 Jahre abgeschrieben wird. Zum 31.12.2016 resultiert ein Restbuchwert von TEUR 14.166. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer der im Geschäftsjahr zugegangenen Firmenwerte wurden die Auswirkungen der Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf die erworbenen Unternehmen berücksichtigt. In den Abschreibungen des Geschäftsjahres auf Firmenwerte sind TEUR 0 (Vj. TEUR 13.739) außerplanmäßige Abschreibungen enthalten. Ein sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebender Firmenwert wird über maximal 20 Jahre linear abgeschrieben. Andere immaterielle Vermögensgegenstände werden über 3 bis 10 Jahre planmäßig abgeschrieben. Alle aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben eine begrenzte Nutzungsdauer. 4 SachanlagenDie Entwicklung des Sachanlagevermögens ist in der vorstehenden Übersicht wiedergegeben. Entsprechend den technischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten wurden die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten (Vorjahr TEUR 8.619). 5 FinanzanlagenDie Entwicklung der Finanzanlagen ist in der vorstehenden Entwicklung des Anlagevermögens dargestellt. Die übrigen Finanzanlagen setzen sich aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen TEUR 173 (Vorjahr TEUR 0), sonstigen Ausleihungen TEUR 13.409 (Vorjahr TEUR 14.102), Wertpapieren des Anlagevermögens TEUR 81.088 (Vorjahr TEUR 2.080), sowie Beteiligungen TEUR 149 (Vorjahr TEUR 149), zusammen. Aufstellung des Anteilsbesitzesscroll
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Bei den assoziierten Unternehmen entsprechen die Kapitalanteile den Stimmrechtsanteilen. Die unter 3 Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen aufgeführten Tochtergesellschaften wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bildes der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen. 6 Vorrätescroll
Im Vorjahresabschluss waren die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte saldiert ausgewiesen. 7 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
8 Flüssige MittelDiese Position enthält Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände. 9 Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern betragen TEUR 23.529 (Vorjahr TEUR 23.731). In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio i. H. v. TEUR 1.723 aus der Begebung einer Anleihe enthalten, welches über die Laufzeit der Anleihe von 5 Jahren abgegrenzt wird. 10 Latente SteuernZum Stichtag bestanden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 62.171 (Vorjahr TEUR 76.695). Passive latente Steuern wurden weder im laufenden Jahr noch im Vorjahr ausgewiesen. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften erfolgte ein saldierter Ausweis der aktiven und passiven latenten Steuern. Von den aktiven latenten Steuern entfallen TEUR 18.129 (Vorjahr TEUR 21.678) auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen und TEUR 44.042 (Vorjahr TEUR 55.017) auf erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen. Die aktiven latenten Steuern aus Einzelabschlüssen ergeben sich im Wesentlichen aus temporären Differenzen bei den Rückstellungen sowie bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Die aktiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich im Wesentlichen aus der Zwischenergebniseliminierung. Die passiven latenten Steuern entfallen vollständig auf latente Steuern aus Einzelabschlüssen. Auf Ebene der Einzelgesellschaften sowie für Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern mit dem zu erwartenden Steuersatz des jeweiligen Landes zum Zeitpunkt der Realisierung gebildet. Die Steuersätze betragen zwischen 0 % und 40 %, auf Konsolidierungsmaßnahmen circa 35 %. 11 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der Knorr-Bremse AG ist in 2.600.000 Inhaberaktien zu je EUR 26 Nennbetrag eingeteilt. Die Stella Vermögensverwaltungs-GmbH, Grünwald/Deutschland, die TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald/Deutschland, und die KB Holding GmbH, Grünwald/Deutschland, haben der Knorr-Bremse AG mitgeteilt, dass sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an der Knorr-Bremse AG beteiligt seien. 12 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage ist unverändert zum Vorjahr. Sie unterliegt, neben der gesetzlichen Rücklage, den Restriktionen des § 150 AktG. 13 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten neben der gesetzlichen Rücklage die kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Darüber hinaus spiegeln sich hier sämtliche Konzerneinflüsse auf das Eigenkapital wider. Die gesetzlichen Rücklagen betragen TEUR 9.045 (Vorjahr TEUR 8.726). Die satzungsmäßigen Rücklagen sind von TEUR 7.453 im Vorjahr auf TEUR 7.583 gestiegen. Die sonstigen Gewinnrücklagen betragen zum Stichtag TEUR 860.964 (Vorjahr TEUR 818.878). 14 Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen wurden entsprechend §249 Abs. 1 HGB i. V. mit Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bewertet. scroll
15 Übrige Rückstellungenscroll
In den Steuerrückstellungen sind zu erwartende Ertragsteuerzahlungen für das abgelaufene Geschäftsjahr bzw. periodengerecht zugeordneter Ertragsteueraufwand bei vom Wirtschaftsjahr abweichendem Steuerjahr enthalten. Ebenfalls ist Steueraufwand für vorangegangene Veranlagungszeiträume abgebildet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen größtenteils Garantie- und Produkthaftungsverpflichtungen TEUR 430.722 (Vorjahr TEUR 410.722), Personalaufwendungen sowie Restrukturierungsmaßnahmen TEUR 185.786 (Vorjahr TEUR 173.547), Verlustrisiken aus schwebenden Geschäften und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft sowie ausstehende Rechnungen TEUR 14.103 (Vorjahr TEUR 19.288). 16 Verbindlichkeitenscroll
Die Knorr-Bremse AG hat mit Wirkung zum 08.12.2016 eine Anleihe an der EURO MTF Börse in Luxemburg herausgegeben. Der Erlös der Anleihe dient der Finanzierung des Wachstums des Knorr-Bremse Konzerns. Es handelt sich um ein Volumen von Mio. EUR 500, einer Laufzeit von 5 Jahren (endfällig) und einem Nominal Zinssatz von 0,5% p.a.. 17 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungenscroll
Der Knorr-Bremse Konzern hat Leasingverträge im Wesentlichen für Geschäfts- und Produktionsgebäude abgeschlossen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzuordnen ist. Diese nicht in der Bilanz enthaltenen Leasinggeschäfte stellen eine alternative Finanzierungsform zu Kreditaufnahmen dar. Verpflichtungen aus diesen Leasingverträgen sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 277.105 (Vorjahr TEUR 235.013) enthalten und werden über Laufzeiten von unter 1 Jahr TEUR 65.262 (Vorjahr TEUR 36.851), zwischen 1 und 5 Jahren TEUR 145.001 (Vorjahr TEUR 119.325), oder über 5 Jahren TEUR 66.842 (Vorjahr TEUR 78.837), fällig. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen. Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als Ergebnis des bestehenden Risikomanagements als gering eingeschätzt. 18 Sonstige betriebliche ErträgeIn dieser Position sind überwiegend Währungskursgewinne, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Anlagenabgängen enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Gewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 123.974 (Vorjahr TEUR 111.181) enthalten. Daneben sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 48.593 (Vorjahr TEUR 65.947) enthalten. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. 19 Materialaufwandscroll
20 Personalaufwand/Mitarbeiterscroll
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21 Abschreibungenscroll
Daneben sind im Geschäftsjahr Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 74.183 (Vorjahr TEUR 70.050) angefallen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen verweisen wir auf die Textziffern 3 und 4 dieses Anhangs. 22 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Instandhaltungsaufwand, Vertriebskosten, Rechts- und Beratungskosten, Provisionen, Reisekosten sowie sonstigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch die Ausgabekosten der Anleihe enthalten. Die sonstigen Steuern betragen im Konzern TEUR 22.755 (Vorjahr TEUR 30.794). Aus Währungskursschwankungen ergaben sich im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 136.164 (Vorjahr TEUR 130.832). Das Honorar für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und deren verbundene Unternehmen, beträgt für das Geschäftsjahr 2016 TEUR 629 (Vorjahr TEUR 547). Davon entfallen auf den Bereich Wirtschaftsprüfung TEUR 500 (Vorjahr TEUR 514) und auf andere Leistungen TEUR 129 (Vorjahr TEUR 33). 23 Finanzergebnisscroll
24 Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen TEUR 279.775 (Vorjahr TEUR 331.791). Darin enthalten ist ein latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 10.697 (Vorjahr TEUR 3.443). 25 Jahresüberschussscroll
26 Derivative FinanzinstrumenteFinanzinstrumente zu Handelszwecken werden nicht gehalten. Zusammengehörige Grundgeschäfte und Derivate werden zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Derivate, die mit bilanziellen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit bilden, werden, soweit sich die Ergebnisauswirkung von Grund- und Sicherungsgeschäft kompensiert, nicht erfolgswirksam gebucht (Einfrierungsmethode). Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf, aus Dienstleistungen sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des Knorr-Bremse Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den Grundgeschäften entstandenen oder erwarteten offenen Positionen bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei die mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen über einen rollierenden Planungszeitraum von 3 Jahren abgesichert werden. Wertänderungen bzw. Zahlungsströme gleichen sich aufgrund übereinstimmender Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend aus. Der Knorr-Bremse Konzern nutzt als Sicherungsinstrumente Devisenterminkontrakte, Devisenoptionen, sowie Zinsswaps. Nicht in die Bildung von Bewertungseinheiten einbezogen wurden derivative Devisenoptionsgeschäfte mit einem Nominalwert von Mio. EUR 24,0 und Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert von Mio. EUR 44,0. Finanzinstrumente mit einem Volumen von insgesamt Mio. EUR 676,7 (Höhe der abgesicherten Risiken) sind in Bewertungseinheiten einbezogen. Davon entfallen Mio. EUR 169,4 auf die Absicherung von Vermögensgegenständen (Mikrohedges), Mio. EUR 27,0 auf die Absicherung von schwebenden Geschäften (Mikrohedges) und Mio. EUR 480,3 auf die Absicherung von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen (Portfoliohedges). Rohstoffbezogene Kontrakte dienen ausschließlich der Absicherung von Preisänderungsrisiken aufgrund von Schwankungen der Einkaufspreise für Rohstoffe, die in den Produkten des Knorr-Bremse Konzerns verwendet werden (Portfoliohedge). Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. Die derivativen Kontrakte basieren auf an Warenterminbörsen gehandelten Referenz-Indices. Die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs wird über statistische Korrelationsverfahren mit einer Korrelation von über 80 % retrospektiv nachgewiesen. Die abgeschlossenen Kontrakte mit einem Nominalwert in Höhe von Mio. EUR 1,9 werden vollständig in Bewertungseinheiten einbezogen. Die Nominalbeträge und Marktwerte der Finanzinstrumente per 31. Dezember 2016 stellen sich wie folgt dar: scroll
Die negativen Marktwerte entsprechen den Risiken aus den derivativen Finanzinstrumenten. Den positiven Marktwerten stehen Risiken in den Grundgeschäften der jeweiligen Bewertungseinheit in gleicher Höhe gegenüber. Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/ oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden wie folgt bewertet:
Die geleisteten sowie erhaltenen Optionsprämien werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Zum Stichtag beträgt der Buchwert der geleisteten und der erhaltenen Options-Prämien Mio. EUR 1,5. 27 Aufwand für Forschung und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2016 betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des Konzerns TEUR 328.449 (Vorjahr TEUR 347.341). 28 OffenlegungDie Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger sowie beim Handelsregister des Amtsgerichts München/ Deutschland. Die Tochtergesellschaften Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/ Deutschland, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland, Knorr-Bremse IT-Services GmbH, München/Deutschland, Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland, sowie die Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB befreit. 29 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des VorstandsDie Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen TEUR 720 (Vorjahr TEUR 236) und die Gesamtbezüge des Vorstands TEUR 5.976 (Vorjahr TEUR 6.157). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 34.921 (Vorjahr TEUR 32.016) zurückgestellt; die Vergütungen im Geschäftsjahr betrugen TEUR 3.221 (Vorjahr TEUR 3.252). 30 Vorstand der Knorr-Bremse AGKlaus Deller, Mitglied des Vorstands seit 2009, Vorsitzender des Vorstands seit 01.01.2015, seit 01.07.2016 verantwortlich für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge. Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands seit 01.01.2016, verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge. Dr. Lorenz Zwingmann, Mitglied des Vorstands seit 2008, verantwortlich für die Ressorts Finance, Controlling und IT. Dr. Dieter Wilhelm, Mitglied des Vorstands bis 30.06.2016, verantwortlich seit 2003 für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge 31 Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AGHeinz-Hermann ThieleAufsichtsratsvorsitzender bis 11.03.2016 Unternehmer Dr. Bernd Bohr, StuttgartAufsichtsratsvorsitzender seit 11.03.2016, ausgeschieden 04.07.2016 ehemaliger Vorsitzender Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik Robert Bosch GmbH Hans-Georg Härter, SalzwegAufsichtsratsvorsitzender seit 05.07.2016 ehemaliger Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG Dr. Eduard Gerum* , Rosenheim1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 11.03.2016 Berater der Geschäftsführung, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Franz-Josef Birkeneder* , Aldersbach1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 11.03.2016 Werkleiter Knorr-Bremse, Standort Aldersbach Manfred Wennemer, Bensheim2. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 11.03.2016 ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Continental AG Michael Jell* , MünchenStellvertretender Betriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Knorr-Bremse AG, KB Media GmbH, Knorr-Bremse IT-Services GmbH Dr. Wolfram Mörsdorf, EssenMitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG, i. R. Werner Ratzisberger* , MünchenProjektingenieur mechanische Bearbeitung/Oberfläche, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Sebastian Roloff* , MünchenRechtsanwalt bei der IG Metall,Verwaltungsstelle München Julia Thiele-Schürhoff, MünchenMitglied des Aufsichtsrats seit 11.03.2016 Vorsitzende des Vorstands von Knorr-Bremse Global Care e.V Erich Starkl* , Passau2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Passau Wolfgang Tölsner, UetersenUnternehmensberater Georg Weiberg, StuttgartLeiter Entwicklung Daimler Trucks, i. R. Günter Wiese* , BerlinBetriebsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Werk Berlin 32 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des GeschäftsjahresMit Wirkung zum 1. Februar 2017 hat Knorr-Bremse das Geschäftsfeld Electrical Systems (Vossloh Kiepe) von der Vossloh AG erworben. Aus dem Erwerb wird ein Firmenwert mit einem zweistelligen Millionenbetrag entstehen. Vossloh Kiepe erzielte im Geschäftsjahr 2015 mit rund 800 Mitarbeitern nach IFRS einen Umsatz von knapp 250 Mio. EUR. Mit der Akquisition erweitert Knorr-Bremse sein Angebot um moderne Antriebstechnologien für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Am 01. Februar 2017 hat Knorr-Bremse umfassende Maßnahmen zur Stärkung des Schienenstandorts Berlin bekannt gegeben. Damit bekennt sich Knorr-Bremse klar zum Gründungsstandort Berlin. Zu den Maßnahmen zählen:
Mit dem Umzug der Knorr-Bremse PowerTech, die im Wesentlichen Energieversorgungssysteme für Schienenfahrzeuge herstellt, konsolidiert und stärkt Knorr-Bremse den Schienenstandort Berlin. Auf dem Gelände in Marzahn befinden sich bereits heute wichtige Teile der Produktion der Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, die hier vor allem Bremsscheiben und Bremssteuerungen fertigt. Dadurch entwickelt sich Marzahn zu einem auf das Schienengeschäft fokussierten Standort, an dem künftig mehr als 900 Mitarbeiter beschäftigt sein werden. Von dem Umzug nach Marzahn, wo Knorr-Bremse PowerTech bereits von 1996 bis 2003 angesiedelt war, sind rund 275 Mitarbeiter betroffen. Der Umzug soll ab Mitte 2018 erfolgen und Anfang 2019 abgeschlossen werden. Dem Umzug der Knorr-Bremse PowerTech nach Marzahn geht die Verlagerung der Produktion von Drehschwingungsdämpfern von Marzahn in das tschechische Liberec sowie an Standorte in Nordamerika und Asien voran. In Marzahn fertigt die Knorr-Bremse Tochter Hasse & Wrede gegenwärtig mit rund 150 Mitarbeitern Drehschwingungsdämpfer vor allem für Nutzfahrzeug- und Stationärmotoren. Die Verlagerung der Produktion nach Nordamerika und Asien erfüllt die Lokalisierungsforderungen der Motorenhersteller und dient der Sicherung des weltweiten Dämpfergeschäfts der Hasse & Wrede. Vor diesem Hintergrund und aufgrund des weiter steigenden Kostendrucks der Kunden ist der Erhalt der verbleibenden Produktion am Standort Marzahn wirtschaftlich nicht sinnvoll. In Liberec unterhält Knorr-Bremse bereits einen großen Standort für die Produktion von Systemen für Nutzfahrzeuge. Von der Verlagerung nach Liberec sind 125 Mitarbeiter in der Produktion und produktionsnahen Bereichen betroffen, für die sozialverträgliche Lösungen gefunden werden sollen. Von der Verlagerung ausgenommen ist das Dämpfer Center of Competence, das weiterhin das weltweite Geschäft von Berlin aus führen wird. Es ist geplant, die Verlagerung in der ersten Hälfte 2018 abzuschließen. Darüber hinaus ist Knorr-Bremse PowerTech Ende Januar mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 aus dem tarifgebundenen Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg ausgetreten und wechselt in den tariffreien Allgemeinen Verband der Wirtschaft für Berlin und Brandenburg. Im Einklang mit dem angekündigten Umzug nach Marzahn vollzieht Knorr-Bremse PowerTech damit nach dem Erwerb durch Knorr-Bremse nun die Integration in die Konzernstrukturen und bereitet die Angleichung der Arbeitsverhältnisse innerhalb des Konzerns vor. Bereits seit 2006 gilt im Knorr-Bremse Konzern in Deutschland die 42-Stunden-Woche. Für Knorr-Bremse PowerTech ist die Einführung der 42-Stunden-Woche zum 1. April 2017 geplant. Außer am Standort Berlin ist die Einführung auch für Knorr-Bremse PowerTech am bayerischen Standort Holzkirchen vorgesehen, wo jetzt schon ein Teil der Belegschaft 42 Stunden in der Woche arbeitet. Die Arbeitnehmervertretungen sowie die potenziell betroffenen Arbeitnehmer bei Hasse & Wrede und Knorr-Bremse PowerTech sind über die eingeleiteten Maßnahmen bereits informiert worden. Die Gespräche über den Interessenausgleich und Sozialplan werden umgehend beginnen. Darüber hinaus ergaben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres.
München, 01.03.2017 Knorr-Bremse AG Der Vorstand Klaus Deller Dr. Peter Laier Dr. Lorenz Zwingmann Zusammengefasster LageberichtKnorr-Bremse AG und KonzernLage und EntwicklungIm Geschäftsjahr 2016 realisierte Knorr-Bremse einen Umsatz von 5,49 Mrd. EUR (Vorjahr 5,83 Mrd. EUR). Gegenüber dem Rekordjahr 2015 gingen die Umsatzerlöse aufgrund des schwierigeren Marktumfelds erwartungsgemäß etwas zurück und lagen -5,8 % unter Vorjahr und bleiben auch hinter unseren Budgetvorgaben leicht zurück. Insbesondere der Markt für Schienenfahrzeuge in China sowie die Märkte für Frachtverkehr in Nordamerika entwickelten sich im vergangenen Jahr schwächer. Der Auftragseingang hat sich leicht gesteigert von 5,67 Mrd. EUR auf 5,72 Mrd. EUR. Grundlagen des KonzernsDer Knorr-Bremse Konzern im ÜberblickKnorr-Bremse ist ein führender Hersteller von Bremssystemen und Anbieter weiterer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit 1905 maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme und verwandter Subsysteme voran. Zum Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge gehören desweiteren die Produktfelder Bahnsteigtüren, Einstiegssysteme, Energieversorgungssysteme, Fahrerassistenzsysteme, Klimaanlagen, Leittechnik, Reibmaterial, Scheibenwischer, Simulatoren sowie Steuerungskomponenten. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Lenksysteme, Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung. Der Knorr-Bremse Konzern wird über die Regionen Europa/Afrika, Nordamerika/Südamerika sowie Asien/ Australien gesteuert. An den spezifischen Anforderungen dieser Märkte und Kunden richtet sich die Arbeit im Konzern aus. Die regionale Struktur der Organisation ist darauf ausgelegt, Kunden weltweit technisch einheitliche Plattformen unter Berücksichtigung lokaler Anforderungen anzubieten. Darüber hinaus gewährleistet sie die Versorgung regional operierender Kunden mit global erprobten Komponenten und Systemen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenEine volatile weltwirtschaftliche Entwicklung mit einem schwachen Marktwachstum insbesondere in China und Nordamerika prägte das Berichtsjahr. In China ist ein Trend zu einer binnenmarktgetriebenen Volkswirtschaft zu beobachten. In Europa war im Verlauf des Jahres 2016 ein leichter Konjunkturrückgang zu verzeichnen. Die Schwellen- und Entwicklungsländer konnten wieder etwas stärker zulegen. Das weltweite Wirtschaftswachstum verhielt sich im Vergleich zum Vorjahr etwa konstant. Der globale Schienenfahrzeugmarkt entwickelte sich rückläufig. Darin spiegeln sich die deutlich geringere Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitszügen und Lokomotiven in China sowie ein zyklischer Marktrückgang im nordamerikanischen Güterwagen- und Lokomotivengeschäft wider. Mit dem weiteren Ausbau des Nahverkehrs- bzw. RailServices-Geschäfts in den betroffenen Märkten konnte Knorr-Bremse den Umsatzrückgang teilweise kompensieren. Der globale Nutzfahrzeugmarkt entwickelte sich im Berichtsjahr leicht positiv. In Nord- und Südamerika gingen die Produktionszahlen um jeweils rund 20 % zurück. Das Truck- und Trailergeschäft in Europa und Asien kam voran und glich die zyklische Marktschwankung in Nordamerika aus. Europa/AfrikaDer Markt für Schienenfahrzeuge in Europa bewegte sich auf Vorjahresniveau. Während sich in Deutschland, Frankreich und in den skandinavischen Ländern das Marktvolumen weitgehend unverändert gegenüber dem Vorjahr zeigte, weist Großbritannien einen deutlichen Anstieg durch den Anlauf von Großprojekten auf. Russland/CIS zeigte nach einer weiteren Reduzierung eine Stabilisierung über den Jahresverlauf auf deutlich niedrigerem Niveau. Der europäische Nutzfahrzeugmarkt konnte die moderat sinkenden Produktionszahlen in Osteuropa durch höhere Stückzahlen in Westeuropa kompensieren. Die europäische Lkw-Produktion ist 2016 um 1 % (Vorjahr: Wachstum um 5,5 %) gewachsen. NordamerikaIn Nordamerika schreitet der Ausbau der Nahverkehrsnetze weiter voran. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der Personennahverkehr auf der Schiene positiv. Der Schienengüterverkehrsmarkt schwächte sich dagegen merklich ab. Dies ist mit bedingt durch die hohen Investitionsvolumina der Vorjahre: Bei rückläufiger Nachfrage führen diese nun zu einem Überschuss an Fahrzeugen. Der Nutzfahrzeugmarkt in Nordamerika entwickelte sich negativ: Spediteure stornierten Aufträge, Lkw-Hersteller bauten Personal ab, Frachtpreise und -volumina gingen zurück. Die Umsätze bei Lkw über 15 Tonnen reduzierten sich im Vorjahresvergleich um etwa ein Drittel. Auch bei den Anhängern sanken sie, wenngleich weniger stark als bei den Zugmaschinen. Tendenziell bewegte sich die Marktnachfrage weg von den Standardzugmaschinen hin zu Spezialfahrzeugen wie etwa für die Bauwirtschaft. SüdamerikaIm Schienenfahrzeugbereich blieben positive Impulse angesichts der andauernden politischen und wirtschaftlichen Krise Brasiliens, die sich auch auf die Nachbarländer auswirkt, aus. Aufgrund dessen befindet sich auch die südamerikanische Lkw-Produktion auf nach wie vor niedrigem Niveau. 2016 lag die Lkw-Produktion Brasiliens etwa rund 70 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2013. Asien/AustralienDer Schienenfahrzeugmarkt in Asien/Australien ging im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 % zurück. Dies ist primär der Abschwächung der Nachfrage bei Hochgeschwindigkeitszügen und Lokomotiven in China geschuldet. Bis zu einem gewissen Grad konnte der Rückgang durch das Wachstum im Metrobereich in China und im indischen Markt - dort zusätzlich im Bereich der Lokomotiven - ausgeglichen werden. Das Nutzfahrzeuggeschäft kam insbesondere in China voran. ![]() Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns im Geschäftsjahr 2016Entwicklungen in den Regionen und nach UnternehmensbereichenEuropa/AfrikaSchienenfahrzeugbereichMit zahlreichen wichtigen Aufträgen behauptete Knorr-Bremse seine gute Marktposition in Europa. Der britische Betreiber First Great Western expandiert weiter und bestellte im Berichtsjahr sieben Fernverkehrszüge aus der AT300-Serie von Hitachi. Wie schon bei der 2015 georderten ersten Tranche liefert Knorr-Bremse für die neuen Neunteiler die Bremssysteme. An einem Großauftrag der belgischen Eisenbahngesellschaft SNCB partizipiert Knorr-Bremse über seine österreichische Tochter IFE mit Einstiegssystemen. Die 445 Bombardier-Doppelstockwagen vom Typ M7 sind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h unterwegs und sollen auf allen belgischen Hauptstrecken sowie im grenzüberschreitenden Betrieb in den Niederlanden und Luxemburg eingesetzt werden. Nach nur acht Jahren auf dem Markt lieferte Knorr-Bremse in Europa inklusive der Türkei schon die 10.000ste Güterwagenkompaktbremse CFCB aus. Sie ist verschleißarm und erheblich leichter als konventionelle Bremsausrüstungen. Die direkte Kraftübertragung schafft einen hohen Wirkungsgrad; dank ihrer lediglich vier Aufhängepunkte zum Drehgestell ist die Montage unkompliziert. Im Zuge eines umfangreichen Modernisierungsprojekts lässt die Budapester Metro beim russischen Hersteller Metrowagonmash 37 Züge mit 222 Wagen überarbeiten. Nachdem Knorr-Bremse RailServices 2015 bereits mit dem Einbau neuer Einstiegssysteme beauftragt wurde, folgte nun die Modernisierung der Bremssysteme. Das neue Gleitschutzsteuergerät kommt von der Knorr-Bremse Tochter Selectron. Die Hochgeschwindigkeitszüge X2000 der Schwedischen Staatsbahn SJ AB gehören seit ihrer Premiere im Jahr 1990 zu den komfortabelsten Fernzügen der Welt. Die Züge werden jetzt umfangreich modernisiert. Die Swedtrac RailServices AB, eine Service-Tochter der Knorr-Bremse, stattet 227 Wagen mit neuen Sitzen, Fußböden, Wand- und Deckenverkleidungen, Innentüren sowie Küchen und Toiletten aus. Zudem setzt RailServices drei Modernisierungsprojekte in Afrika um: 15 Lokomotiven des namibischen Betreibers Transnamib erhalten neue Bremssysteme, die BB1100-Loks von Camrail aus Kamerun neue Kompressoren. Für das Bergbauunternehmen VALE, das eine Strecke zwischen Mosambik und Malawi betreibt, tauscht Knorr-Bremse an 100 Wagen alte Vakuumbremsen gegen moderne pneumatische Systeme. NutzfahrzeugbereichIm Bereich Nutzfahrzeuge waren 2016 die Produktsegmente Scheibenbremse und elektronische Bremssysteme die bedeutendsten Umsatzträger in Europa. Unter anderem konnte Knorr-Bremse seine führende Marktposition bei der Bremssteuerung weiter ausbauen. Einer der namhaften europäischen Nutzfahrzeughersteller schloss einen Vertrag mit einer Laufzeit bis 2027 über die Global Scalable Brake Control (GSBC) ab. Diese neue Systemarchitektur bildet die Basis für die nächsten Schritte auf dem Weg zum autonomen Fahren. Weitere Langzeitvereinbarungen schloss Knorr-Bremse mit mehreren europäischen Kunden für Scheibenbremsen, Kompressoren, Ventilen und Systemen für die Luftaufbereitung ab und sicherte so das Geschäft langfristig. Auch die Markteinführung umweltschonender Technologien kam voran: Ab 2017 liefert Knorr-Bremse einem der großen europäischen Nutzfahrzeughersteller die neue Generation des elektrisch angetriebenen Schraubenkompressors. Zahlreiche weitere globale Abschlüsse sichern Wachstum bei Bremsregelsystemen, im Wheelend und bei Fahrerassistenzsystemen. Auch im Bereich Trailer verbuchte Knorr-Bremse Erfolge: Beim spanischen Marktführer Leci-Trailer gelang der Einstieg mit dem Trailer-EBS, kurz TEBS. Auch Krone, einer der großen Trailer-Hersteller mit Hauptsitz in Deutschland, führte das TEBS von Knorr-Bremse ein. Es integriert sämtliche Bremsfunktionen, das Antiblockiersystem, die Lasterfassung sowie das Stabilitätsprogramm und regelt alle Abläufe elektronisch. Vlastuin aus den Niederlanden ließ sich von der elektropneumatischen Luftfederung iLvl überzeugen. TIP Trailer Services begann 2016 mit dem Einsatz von iTAP Push. iTAP Push registriert Betriebsdaten des Fahrzeugs und stellt sie für eine spätere Auswertung online zur Verfügung. Ein weiterer iTAP-Erfolg gelang Knorr-Bremse mit Schmitz Cargobull. Hier konnten die Entwicklungsarbeiten am sogenannten Innovationskipper S.KI Control abgeschlossen werden. Das mit unterschiedlichen iTAP-Funktionen ausgestattete Fahrzeug soll im Jahr 2017 in die Serienfertigung gehen. Mit Wielton und Schwarzmüller führten weitere große europäische Trailerhersteller mit der ST7 die marktweit leichteste Zweistempelbremse ein. Bis zum Jahresende 2016 waren damit 400.000 Einheiten dieser Scheibenbremse unterwegs. Im Aftermarket feierte Knorr-Bremse auf der Leitmesse Automechanika 2016 die Weltpremiere seiner neuen Marke TruckServices. Sie bringt die Leistungen des Unternehmens für dieses Marktsegment unter ein einheitliches Dach. Damit verbunden ist der Anspruch, für jedes Nutzfahrzeug - gleich welchen Typs und Alters - zuverlässige und wirtschaftliche Lösungen für Diagnose, Wartung und Reparatur anzubieten. Zudem weitete das Unternehmen das bestehende Serviceportfolio aus. Die breite Palette an industriell aufgearbeiteten Produkten bekam in diesem Jahr Zuwachs durch die Zuspanneinheiten für Druckluftscheibenbremsen für Zugmaschinen und Trailer. Als kosteneffiziente und umweltfreundliche Alternative vor allem für die Reparatur älterer Nutzfahrzeuge firmiert diese Produktgruppe jetzt einheitlich unter dem Markennamen TruckServices EconX. Die strategische Kooperation Alltrucks, die gemeinsame Marke der führenden Automobil- und Nutzfahrzeug-Zulieferer Bosch, Knorr-Bremse und ZF, ging 2016 in Italien, Benelux und Spanien an den Start. Alltrucks haben sich bis Ende des Jahres fast 280 markenübergreifende Nutzfahrzeugservicebetriebe angeschlossen. Dazu kamen Erweiterungen des Leistungsangebots, zu denen der Kooperationsvertrag mit dem Tiefladerspezialisten Goldhofer und die Zusammenarbeit mit der ADAC-Truck-Service-Tochter EuropeNet zählen. NordamerikaSchienenfahrzeugbereichDie Los Angeles County Metropolitan Transit Authority rief Optionen über weitere 60 Straßenbahnwagen ab und erhöhte damit den Gesamtauftragsumfang auf 235 Fahrzeuge. Die Knorr Brake Corporation ist sowohl mit Brems-, Tür- und Klimasystemen als auch der Hilfsstromversorgung an Bord. Bei mehr als 100 Straßenbahnfahrzeugen für Calgary, Denver, Oklahoma City, Milwaukee und Minneapolis sowie Guadalajara erhielt Knorr-Bremse den Zuschlag für Brems- sowie teilweise Einstiegssysteme. Ein Lokomotiven-Konsortium der US-Bundesstaaten Illinois, Michigan, Missouri, Kalifornien, Pennsylvania und Florida bestellte Bremssysteme für 92 Lokomotiven. 22 weitere gehen ans kalifornische Department of Transportation und die Maryland Transit Administration (MARC). Im Güterverkehr erreichte die amerikanische Tochtergesellschaft New York Air Brake (NYAB) die Marke von 10.000 verkauften DB60 Gen II-Steuerungen mit Brake Cylinder Maintaining. NutzfahrzeugbereichTrotz des schwierigen Marktumfelds verzeichnete die nordamerikanische Tochtergesellschaft Bendix Commercial Vehicle Systems LLC mit Sitz in Elyria/Ohio substanzielle Erfolge. So brachte Bendix mit der ADB22X-LT die erste speziell für Trailer konstruierte Scheibenbremse erfolgreich auf den Markt. Am Produktionsstandort in Acuña in Mexiko ging die neue Produktionsstraße für Fahrerkontrollmodule in Betrieb. Sie liegt nahe dem Produktionsstandort von Navistar. Der Nutzfahrzeughersteller nimmt einen Großteil dieser Module ab. Bei FedEx lief ein umfangreiches Retrofitprogramm an. Außerdem konnte Bendix mit mehreren Nutzfahrzeugherstellern wichtige Langzeitvereinbarungen abschließen. Bei den meisten nordamerikanischen Erstausrüstern ist das Fahrerassistenzsystem Wingman® FUSION™ als leistungsstarkstes System freigegeben. Mit dem Hersteller International Truck führte zusätzlich der erste Fahrzeughersteller das Bendix Fahrerassistenzsystem Wingman Advanced System als Standardausstattung ein. Inzwischen sind 1,5 Millionen produzierte Scheibenbremsen sowie 500.000 ESP-Systeme auf der Straße. 45.000 Teilnehmer sind auf der hauseigenen Onlineplattform für Trainings registriert. Bei industriell aufgearbeiteten Bremsschuhen überschritt Bendix im Berichtsjahr die Vier-Millionen-Marke. SüdamerikaSchienenfahrzeugbereichSchwerpunkt war im Berichtsjahr der Hochlauf eines umfangreichen Modernisierungsprogramms beim größten südamerikanischen Logistiker RUMO/ALL. Hier tauscht und modernisiert Knorr-Bremse die Bremssysteme von 8.500 Zuckerrohr-Transportwagen. Per Shop-in-Shop-Prinzip verbaut Knorr-Bremse die Systeme direkt in den Kundenwerkstätten vor Ort. NutzfahrzeugbereichObwohl Lkw-Hersteller ihre Produktion weiter drosselten und Entwicklungsprojekte zurückstellten, konnte Knorr-Bremse Brasilien die neue Bremssteuerung Global Scalable Brake Control (GSBC) in zahlreichen Modellen von VW Trucks platzieren sowie seine Marktanteile beim Trailer-ABS weiter erhöhen. Asien/AustralienSchienenfahrzeugbereichBei den Neuaufträgen für gut 5.400 chinesische Metrowagen im Jahr 2016 sicherte sich Knorr-Bremse einen beachtlichen Marktanteil von 65 %. 93 neue achtteilige Metrozüge für MTRC Hong Kong stattet Knorr-Bremse mit Brems- und Klimasystemen aus. Gemeinsam mit dem japanischen Fahrzeugbauer Kinki Sharyo erhielt Knorr-Bremse den Zuschlag für das Projekt Metro Doha Phase 1 in Qatar. Dabei handelt es sich um den ersten Metroauftrag über Einstiegs- und Klimasysteme bei Kinki Sharyo. Für chinesische Hochgeschwindigkeitszüge erhielt Knorr-Bremse Zuschläge für 738 Wagen. Für 226 dieser Wagen liefert das Unternehmen die kompletten Bremssysteme, bei den restlichen 512 die Drehgestellausrüstungen. 264 Wagen erhalten zudem IFE-Einstiegssysteme, 189 Wagen Merak-Klimasysteme. Einen Großauftrag erhielt Knorr-Bremse aus Indien. Bei 800 Doppellokomotiven, die der Fahrzeugbauer Alstom an die staatliche indische Eisenbahngesellschaft Indian Railways liefern wird, erhielt Knorr-Bremse den Zuschlag für die Bremssysteme. Bestandteil des Pakets ist die Verantwortung für deren Service in 250 der WAG12-Doppel-lokomotiven für mindestens 13 Jahre sowie weitere 250 Loks für mindestens vier Jahre. Außerdem verbuchte das Unternehmen eine Bestellung über Bremssysteme für 112 Metrowagen der New Delhi RS 13. Für neue Fahrzeuge der Metro in Kalkutta liefert Knorr-Bremse neben Brems- auch Einstiegssysteme. In Australien konnte Knorr-Bremse seine Marktposition durch Aufträge für 104 Straßenbahnfahrzeuge weiter ausbauen. Neben Fahrzeugen für die Gold Coast Strecke wird der Konzern neue Straßenbahnen für Melbourne, Sydney, Canberra sowie Newcastle mit Brems-, Einstiegs- und Klimasystemen ausstatten. Auch RailServices war in Asien/Australien erfolgreich: Von der Taiwan Rail Authority (TRA) erhielt Knorr-Bremse einen Modernisierungsauftrag zum nachträglichen Einbau von mehr als 4.700 Einstiegssystemen an Triebzügen und Passagierwagen. NutzfahrzeugbereichWährend der chinesische Nutzfahrzeugmarkt gegenüber dem Vorjahr um 25 % zulegte, wuchs das Geschäft von Knorr-Bremse mit gut 49 % nahezu doppelt so stark. Dazu trugen Aufträge von Großkunden wie der Weichai Group, FAW oder BYD Bus signifikant bei, die das Systemangebot sowie die breite Produktpalette von Knorr-Bremse besonders schätzen. Der Hersteller Weichai orderte Kompressoren und Dämpfer in erheblichem Umfang. Der Fahrzeughersteller FAW bestellte Luftaufbereitungseinheiten und Kompressoren für seine breite Palette an Nutzfahrzeugen und Bussen, die er in mehr als 70 Ländern vertreibt. Der Mischkonzern BYD entschied sich, seine Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr mit Druckluftscheibenbremsen und Antiblockiersystemen von Knorr-Bremse auszustatten. Aus dem Geschäft mit Elektronikkomponenten kamen im chinesischen Markt weitere positive Impulse. Gesellschaftsrechtliche VeränderungenZum 01.01.2016 hat Knorr-Bremse einen 60 %-Anteil an Semikron (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika (mittlerweile umbenannt in Semiconductor Solutions (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika durch das Tochterunternehmen Microelettrica Power Pty. Ltd., Johannesburg/Südafrika akquiriert. Knorr-Bremse hat zum 01.02.2016 die Schienenverkehrssparte der auf Bremsbeläge spezialisierten TMD Friction Gruppe erworben. Am 21.11.2016 wurden die verbleibenden 50 % von Icer Rail S.L., Pamplona, Spanien, vom langjährigen Joint-Venture-Partner Berkshire, S.L.U. erworben. Icer Rail S.L. fertigt Bremsbeläge für Schienenfahrzeuge. Mit Wirkung zum 05.07.2016 hat Knorr-Bremse 100 % der Anteile der G.T. Group Ltd, Peterlee, Großbritannien, erworben. Die Gruppe fertigt vorwiegend Abgasrückführungsventile und Abgasbremsklappen für Nutzfahrzeuge. Am 22.06.2016 hat Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd. mit der Bosch Corporation, Japan, den Kaufvertrag zum Erwerb aller Aktiva der Bosch Transmission Systems Division (TRS) in Japan unterzeichnet. Aufgrund des notwendigen vorhergehenden Carve-outs und der Eingliederung in die Knorr-Bremse IT-Systemlandschaft ist ein Vollzug des Kaufvertrags für den 31.03.2017 vorgesehen. TRS entwickelt, produziert und vertreibt Systeme und Komponenten für manuelle und automatisierte Getriebe für On-Highway-Nutzfahrzeuge in Asien. Am 08.09.2016 erfolgte der Erwerb der tedrive Steering Systems GmbH, Wülfrath bei Wuppertal. tedrive entwickelt, produziert und vertreibt Lenksysteme für den globalen Fahrzeugmarkt. Qualität und ProzesseMit dem weltweit eingeführten Managementsystem Knorr Excellence bündelt Knorr-Bremse seine Initiativen für die kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse. Dabei rückt die IT-gestützte Prozessorganisation und -abwicklung immer stärker in den Fokus. Diese Digitalisierung ermöglicht eine effektivere und effizientere Entwicklungszusammenarbeit zwischen den Standorten weltweit. Darüber hinaus trägt sie zur kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse bei. Mit Pilotprojekten untersucht Knorr-Bremse die Effizienzpotenziale, die sich durch Datenvernetzung und Datenanalytik ergeben können, zum Beispiel beim Einsatz von Augmented Reality-Technologien zur effizienteren Versorgung und Bestückung von Produktionslinien. Mit weltweiten internen Qualitätsaudits und Assessments überprüft und verbessert Knorr-Bremse die Umsetzung des Qualitätsmanagementsystems. Dies wird durch externe IRIS- bzw. ISO/TS-16949-Zertifizierungsaudits bestätigt. Unter anderem in Deutschland, der Türkei, in Russland, England und Schweden wurden verschiedene Standorte nach unterschiedlichen Normen (ISO 9001, IRIS, ISO 14001, OHSAS 18001 und ISO 50001) 2016 zusätzlich zertifiziert. Einen Schwerpunkt legte Knorr-Bremse im Berichtsjahr auf die Senkung der Qualitätskosten. In der Division Schienenfahrzeuge ließen sich die relativen Qualitätskosten gegenüber 2015 um 8 % und damit erneut signifikant senken. Dazu trugen Verbesserungsmaßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ein noch strikteres Kosten- und Qualitätsmanagement bei. Auch die Qualitätskosten in der Sparte Nutzfahrzeuge bewegten sich wie schon 2015 auf einem niedrigen Niveau. Die Division hat ein datenbankbasiertes Tool für die Verbesserung des Produktentstehungsprozesses eingeführt. Der Standort Liberec in der Tschechischen Republik hat die Prozesse für die industrielle Aufarbeitung von Produkten implementiert und weiter ausgebaut. Im Rahmen der fortlaufenden Prozessverbesserung hat das Unternehmen die Einkaufs- und HR-Prozesse 2016 transparenter und effizienter gestaltet. Knorr-Bremse sensibilisiert seine Partner und Lieferanten für Qualität. Dazu fanden im Berichtsjahr Lieferantentage und Schulungen mit den Zulieferern statt. Produktsicherheit ist eine Kernkompetenz von Knorr-Bremse und wird durch regelmäßige Audits, Coachings sowie Trainings sichergestellt. Die systematische Weiterentwicklung der Gewährleistungsprozesse und die Anwendung eines Tools zur Bewertung der Felddaten erhöhten die Transparenz. Zusätzlich zu den klassischen Six-Sigma-Trainings und -projekten wurde 2016 die Design-for-Six-Sigma-Methodik (DfSS) bei Entwicklungsprojekten unterstützend eingesetzt. Durch Mitarbeit in Arbeitskreisen des Verbands der Automobilindustrie e. V. (VDA) oder bei UNIFE sowie VDB für den Schienenbereich trieb Knorr-Bremse die Schaffung neuer bzw. die Verbesserung existierender Standards voran. Forschung und EntwicklungKnorr-Bremse hat seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Berichtsjahr in engem Austausch mit den Kunden fortgesetzt. Der Aufwand für Forschung, Entwicklung und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen lag im Berichtsjahr bei 328,4 Mio. EUR (Vorjahr 347,3 Mio. EUR) und machte wie im Vorjahr 6 % vom Umsatz aus. Die Eröffnung des Entwicklungszentrums am Standort München ist die Fortsetzung des umfangreichen weltweiten Investitionsprogramms zur Erneuerung von Fertigungsanlagen und Produktionsstandorten sowie zum Ausbau der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten. Das Entwicklungszentrum ermöglicht mit mehr als 100 verschiedenen Test- und Prüfständen state-of-the-art Bedingungen für die Entwicklung und Erprobung neuartiger Bremssysteme für den Schienen- und Nutzfahrzeugmarkt. Hier arbeiten 350 Ingenieure und Techniker aus beiden Geschäftsbereichen interdisziplinär an Zukunftstechnologien, die den Kundennutzen erhöhen und die Wettbewerbskraft des Unternehmens stärken. Ein hochmoderner Rollenprüfstand, auf dem sich vor allem die Adhäsionsverhältnisse zwischen Rad und Schiene mit Originalkomponenten untersuchen lassen, eröffnet neue Möglichkeiten der Bremssteuerung. Knorr-Bremse will die Zulassung von Bremssystemen mittels des Prüfstands deutlich erleichtern. Mit der intelligenten Vernetzung von Subsystemen bietet Knorr-Bremse Herstellern und Betreibern sichere und effiziente Lösungen für den leistungsfähigen Schienenverkehr. Die Digitalisierung der Bahnbranche führt im Service zu speziellen Lösungen zur Energieeinsparung und zur zustandsabhängigen Wartung. Mit iCOM bietet Knorr-Bremse eine universell einsetzbare Plattform für die digitale Eisenbahnwelt. Damit sind automatisierte Diagnosen und Anzeigen zum Zustand und Wartungsbedarf aller wesentlichen Systeme im Zug möglich. Die Geräte an Bord werden durch Applikationen ergänzt, zum Beispiel iCOM Meter (Energy Metering) und das Fahrerassistenzsystem iCOM Assist (LEADER®). So können Lokführer durch effiziente Fahrweise den Energiebedarf um 10 % bis 15 % senken. LEADER® kommt seit 2016 in 300 Lokomotiven der DB Cargo AG zum Einsatz. Auf der Innotrans, der weltweit größten Messe für Eisenbahntechnik, stellte Knorr-Bremse seine Connected Systems in den Mittelpunkt - also den technischen Verbund von Systemen in Schienenfahrzeugen. Der Vorteil für Kunden liegt darin, dass vorab zulassungsfähige Funktionsgruppen in Fahrzeuge integriert werden können und viele Schritte der Inbetriebnahme auf dem Fahrzeug wegfallen. Das spart Zeit und senkt die Kosten. Das 2015 von der Europäischen Union beschlossene Förderprogramm Shift2Rail, in dessen Rahmen Projekte im Schienenverkehr für knapp 1 Mrd. EUR durchgeführt werden, ist in der Umsetzungsphase. Knorr-Bremse wird innerhalb dieses Programms Entwicklungsprojekte in signifikanter Größenordnung durchführen. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge steht die Effizienzsteigerung von Dieselmotoren durch schnelle und präzisere mechatronische Klappen im Ansaug- und Abgasbereich im Fokus beim Powertrain. Kompressoren mit optimiertem Thermomanagement bilden einen Schwerpunkt der Entwicklung. Wassermantelgekühlte Kompressoren erlauben durch verbesserte Thermodynamik eine hohe Einschaltdauer und erreichen durch noch weiter reduzierten Ölübertrag den höchsten Reinheitsgrad der Druckluft. Saubere Druckluft wiederum erhöht die Zuverlässigkeit des kompletten Bremssystems. Für alternative Antriebe wird das System Schraubenkompressor weiter entwickelt, um Einbauraum, Gewicht und Kosten weiter zu reduzieren. Bei der Luftaufbereitung standen weitere Applikation für die integrierte Parkbremse im EAC (elektronische Luftaufbereitung) im Vordergrund; der Trend, die rein pneumatische Parkbremse im schweren Fahrzeug zu ersetzen, setzt sich fort. Aufwand für Forschung und Entwicklung in Mio. EUR![]() Erste Entwicklungsergebnisse für das Automatisierte Fahren wurden bei Kunden sowie auf der IAA Nutzfahrzeuge vorgestellt: Assistenzfunktionen erlauben es, das Zugfahrzeug durch individuellen Bremseingriff zu lenken. Der Highway Assist entlastet den Fahrer bei normaler Autobahnfahrt; Knorr-Bremse koordiniert die Längs- und Querführung, um auch in fahrdynamisch kritischen Situationen das Fahrzeug stabil zu halten. Der Highway Pilot ist ein Meilenstein der Entwicklungsroadmap: Hier fährt das Fahrzeug im Verbund mit der iHSA-Überlagerungslenkung ohne Fahrereingriff automatisiert. Im Fehlerfall sorgt eine smarte Backupstruktur für sicheres Anhalten. Die iHSA® Technologie (intelligent Hydraulik Steering Assist) ist ein speziell auf die Anforderungen des Automatisierten Fahrens entwickeltes hydraulisches Lenksystem mit elektronischer Ansteuerung für Nutzfahrzeuge. Die Vorentwicklungsprojekte Autonomes Yard Maneuvering und Abbiegeassistent zeigten auf der IAA Nutzfahrzeuge, welche Potenziale bei Effizienzsteigerung und Verkehrssicherheit durch konsequente Vernetzung der Subsysteme im Truck und durch zusätzliche Sensoren erreichbar sind. Beim Wheelend lag der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit für den Lkw auf den Fahrzeug- und Freigabetests für die neue Scheibenbremse Synact. Die Active-Caliper-Release-Funktion, die Belagverschleiß und Restschleifmoment minimiert, wurde in einem Fahrzeugtest bestätigt. Als Ausbaustufe für die Synact ist als Vorstudie das Brake Condition Monitoring definiert, das noch mehr Diagnose- und Wartungstiefe erlaubt. Für den Trailer in Europa lag der Fokus auf der Entwicklung einer applikationsspezifischen Bremse, die in Nordamerika auch für den Truck eingesetzt werden kann. In einer Studie wurden Entwürfe zu einem integrierten kompakten Wheelend für die Langstreckenapplikation vorgestellt, die eine signifikante Gewichtseinsparung versprechen. Die nächste Trailer-EBS-Generation (TEBS G3) ist vorbereitet, mit dem Ziel, weitere Einzelkomponenten zu integrieren Die Funktionalität von iTAP wird kontinuierlich ausgebaut und erweitert. Im Berichtsjahr kam zu Trailerfernsteuerung und Flottenmanagementsystem die Möglichkeit zur Einbindung von Videokameras hinzu. Neben dem Megatrend Automatisiertes Fahren gewinnt Connectivity immer mehr an Bedeutung. Über die intelligente Vernetzung aller an Transport und Logistik beteiligten Bereiche lassen sich deutliche Einsparungen erzielen; beispielsweise gab Knorr-Bremse zur Fachmesse Automechanika seinen Einstieg in die Telematik bekannt. Nachhaltigkeit und EngagementNachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells von Knorr-Bremse. Das Unternehmen verbindet langfristige ökonomische Wertschöpfung mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Deshalb bekennt sich das Unternehmen seit 2010 zu den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen. Auf dieser Basis hat Knorr-Bremse eine eigene Corporate-Responsibility-Richtlinie (CR-Policy) definiert. Darüber hinaus legt eine CR-Roadmap jährlich Schwerpunkthemen fest. 2016 gehörten dazu Energieeffizienz und Sicherheit. Knorr-Bremse integriert das Grundprinzip der Nachhaltigkeit umfassend in seine Prozesse - von der Vision und der strategischen Planung über die Produktentwicklung und die Herstellung bis hin zu Vertrieb und Logistik. Bereits in frühen Entwicklungsphasen werden die Ergebnisse von Lebenszyklusanalysen berücksichtigt, so dass negative Umweltauswirkungen von vornherein bestmöglich vermieden werden können. Das unter der neuen Marke EconX gebündelte Angebot für industriell aufgearbeitete Produkte sorgt für deutlich mehr Nachhaltigkeit im Nutzfahrzeug-Aftermarket: Lebenszyklusanalysen eines Kompressors haben ergeben, dass im Vergleich zur Herstellung eines Neuteils bei der Aufarbeitung 75 % weniger Material verbraucht, 79 % weniger CO2 emittiert und 72 % weniger Energie benötigt werden. 2016 hat sich Knorr-Bremse das Ziel gesetzt, das organische Wachstum bis 2020 klimaneutral zu gestalten. Demnach sollen die betriebsbedingten CO2 -Emissionen der heutigen Standorte bis 2020 den Wert von 2015 nicht überschreiten, trotz Anstieg der Produktionskapazitäten. In einer konzernweiten Analyse hat Knorr-Bremse 2016 dazu die weltweit größten CO2 -Emittenten im Unternehmen identifiziert. Ein Maßnahmenkatalog für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zur Reduzierung der CO2 -Emissionen ist aufgestellt; mit der Umsetzung ist begonnen. Den betrieblichen Umwelt- und Arbeitsschutz verbessert Knorr-Bremse kontinuierlich und lässt ihn möglichst extern nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifizieren. Ende 2016 verfügten 47 Produktionsstandorte über ein entsprechendes Zertifikat. Knorr-Bremse entscheidet sich bewusst für Lieferanten, die verlässlich für Sicherheit und Umweltschutz einstehen. 2016 stammten mehr als 75 % des Einkaufsvolumens von Lieferanten, die die Prinzipien des UN Global Compact verbindlich anerkennen. Das entspricht einer Steigerung von 10 % gegenüber dem Vorjahr. Ergänzend arbeitet Knorr-Bremse daran, Logistikprozesse zu optimieren, um durch die bestmögliche Nutzung von Bahn-, Straßen- und Schiffsverbindungen Umweltauswirkungen im Produkttransport zu minimieren. Auch beim Bau neuer Produktionsstätten gelten strenge ökologische Richtlinien; sie sind im Knorr-Bremse Baubuch definiert. Als Unternehmen übernimmt Knorr-Bremse Verantwortung für die Lösung gesellschaftlicher Aufgaben. Das Engagement basiert auf zwei Säulen, Knorr-Bremse Global Care e.V. und Knorr-Bremse Local Care. Als eigenständiger gemeinnütziger Verein unterstützt Knorr-Bremse Global Care e.V. weltweit Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Knorr-Bremse unterstützte auch im Jahr 2016 den seit Anfang 2005 bestehenden gemeinnützigen Verein Knorr-Bremse Global Care e. V. und förderte dessen Aktivitäten. Die Projekte des Vereins eröffnen Perspektiven für bedürftige Menschen und folgen dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Knorr-Bremse Global Care e. V. wurde anlässlich der Tsunami-Katastrophe in Südostasien Anfang 2005 gegründet, um den Flutopfern unbürokratisch und effektiv zu helfen. Im Berichtsjahr wurden 63 Hilfsprojekte auf vier Kontinenten in insgesamt 28 Ländern realisiert. Die Projekte werden größtenteils in Knorr-Bremse Standortländern realisiert und mit Engagement von Konzernmitarbeitern betreut. Durch die von Knorr-Bremse Global Care e. V. ausbezahlten Fördermittel in Höhe von 1,92 Mio. EUR konnten im Jahr 2016 fast 52.000 Menschen erreicht werden. Schwerpunktthemen des Vereins sind Projekte in den Förderbereichen Bildung und WASH (Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene). Weiterhin werden weltweit in Katastrophenfällen Soforthilfemaßnahmen unterstützt. Local Care umfasst das soziale Engagement der Mitarbeiter vor Ort an den weltweiten Standorten. 2016 hat das Unternehmen die Strategie seines sozialen Engagements überarbeitet. In gemeinschaftlicher Arbeit von Global Care und Local Care wurde vor allem die Ausrichtung der Aktivitäten von Knorr-Bremse Local Care schärfer gefasst. Zwei neue Richtlinien trennen die beiden Säulen organisatorisch klarer voneinander, stärken aber gleichzeitig die Synergien, die sich durch intensivere Abstimmung bei gemeinsamen Hilfsprojekten in den Standortländern ergeben. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageDer Konzernumsatz sank im Berichtsjahr um 5,8 % auf 5.494,3 Mio. EUR (Vorjahr 5.830,6 Mio. EUR), wobei die Prognosen für 2016 leicht unterschritten wurden. Währungsbereinigt zu Ist-Kursen 2015 betrug der Umsatzrückgang lediglich 1,9 %. In den Umsatzerlösen sind 39,7 Mio. EUR aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) enthalten, wonach bestimmte, vormals sonstige betriebliche Erträge als Umsatzerlöse auszuweisen sind. In Europa/Afrika stieg der Umsatz um 4,2 % auf 2.728,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.617,8 Mio. EUR), was einem Anteil von 49,7 % (Vorjahr 44,9 %) am Konzernumsatz entspricht. Amerika trug 1.219,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.432,7 Mio. EUR) bzw. 22,2 % (Vorjahr 24,6 %) zum Konzernumsatz bei; dies entspricht einem Rückgang von 14,9 %. Im asiatisch-pazifischen Raum wurde der Umsatz um 13,1 % auf 1.546,8 Mio. EUR (Vorjahr 1.780,1 Mio. EUR) reduziert, was 28,1 % des Konzernumsatzes (Vorjahr 30,5 %) darstellt. Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge konnte den Umsatz des Vorjahrs mit 2.990,3 Mio. EUR (Vorjahr 3.341,1 Mio. EUR) nicht mehr erreichen. Der Nutzfahrzeugbereich verbuchte im Berichtsjahr eine positive Umsatzentwicklung und erzielte einen Umsatz von 2.523,2 Mio. EUR (Vorjahr 2.491,8 Mio. EUR). Im Einzelnen verweisen wir auf unsere Ausführungen zur Entwicklung des Knorr-Bremse Konzerns. Global Care 2016: 63 Hilfsprojekte in 28 Ländern. Der Auftragseingang lag mit 5.723,4 Mio. EUR (Vorjahr 5.668,3 Mio. EUR) um 1,0 % über dem Niveau des Vorjahrs. Der Auftragsbestand im Konzern stieg im Berichtsjahr um 8,6 % auf 4.154,2 EUR (Vorjahr 3.823,7 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote entwickelte sich im Berichtsjahr proportional zu den Umsatzerlösen, während die Personalaufwandsquote nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben ist. Ursächlich hierfür ist der Aufbau neuer Mitarbeiter in Folge der Neuakquisitionen. Der Jahresüberschuss des Knorr-Bremse Konzerns reduzierte sich 2016 auf 549,7 Mio. EUR (Vorjahr 644,8 Mio. EUR). Die Prognose für den Jahresüberschuss 2016 wurde im einstelligen Prozentbereich aufgrund der zurückgebliebenen Entwicklungen in China und im Frachtverkehr in Nordamerika deutlich unterschritten. Die Umsatzrendite nach Steuern erreichte 10,0 % (Vorjahr 11,1 %). Die Region Europa trug zum Jahresüberschuss 241,7 Mio. EUR bei, was einer Nettoumsatzrendite von 8,9 % entspricht. Die Region Amerika erzielte einen Jahresüberschuss von 100,0 Mio. EUR mit einer Nettoumsatzrendite von 8,2 %. In der Region Asien/Australien war ein Jahresüberschuss von 208,0 Mio. EUR zu verzeichnen, die Nettoumsatzrendite lag damit bei 13,4 %. VermögenslageDie Bilanzsumme des Konzerns stieg im Jahr 2016 um 15,1 % auf 4.604,2 Mio. EUR (Vorjahr 4.001,9 Mio. EUR). Am Jahresende 2016 sind Aktiva in Höhe von 83,8 % des Umsatzes gebunden. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresniveau von 26,0 % auf 27,0 %. Das Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten und operativen Forderungen abzüglich operativer Verbindlichkeiten, liegt zum Jahresende bei 666,8 Mio. EUR (Vorjahr 669,4 Mio. EUR). In Tagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 44 Tagen (Vorjahr 41 Tage), was den Prognosen für 2016 in etwa entsprach. Die Eigenkapitalquote sank um 3,9 Prozentpunkte von 43,4 % auf 39,5 %. Von den gesamten Aktiva des Konzerns sind 58,6 % in der Region Europa (Vorjahr: 49,6 %), in der Region Amerika 14,9 % (Vorjahr: 17,8 %) und 26,5 % in der Region Asien/Australien (Vorjahr: 32,6 %) gebunden. FinanzlageDer Anstieg des Finanzmittelbestandes auf 1.716,2 Mio. EUR (Vorjahr 1.341,8) setzt sich Im Wesentlichen aus dem positiven Saldo aus Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (709,4 Mio. EUR), dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (-423,2 Mio. EUR), sowie den Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (-428,3 Mio. EUR) und dem Zufluss aus der Begebung einer Anleihe (498,3 Mio. EUR) zusammen. Knorr-Bremse verwendet als Steuerungskennzahl jedoch nicht den ausgewiesenen Finanzmittelbestand, sondern das Nettoguthaben, definiert als Saldo aus flüssigen Mitteln, sonstigen Wertpapieren, Forderungen gegen nicht konsolidierten Unternehmen sowie Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dieser reduzierte sich von 1.199,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.071,4 im laufenden Jahr. Unsere Prognose für 2016 wurde hierzu sichtlich unterschritten. Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 194,6 Mio. EUR und sind gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % zurückgegangen. Diese liegen erheblich unter den Budgetvorgaben 2016. Auf Europa entfielen 135,6 Mio. EUR (69,7 %). In der Region Amerika wurden 32,0 Mio. EUR (16,4 %) und in Asien/Australien 27,0 Mio. EUR (13,9 %) der Investitionssumme getätigt. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit waren 2016 Ausgaben für die Erweiterung des Werkes Budapest, für Maschinen und Equipment im Rahmen der Einführung neuer Produktgenerationen sowie für den neuen Standort der französischen Schienenverkehrs-Tochter in Tinqueux bei Reims und für die Ausstattung des neuen Entwicklungszentrums in München. Des Weiteren wurden Ersatzinvestitionen vorgenommen. Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge wurden 103,5 Mio. EUR (Vorjahr 117,6 Mio. EUR) und im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 82,4 Mio. EUR (Vorjahr 81,1 Mio. EUR) investiert. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und Sachanlagen sind im Vergleich zu 2015 mit 179,4 Mio. EUR (Vorjahr 198,9 Mio. EUR) konzernweit gesunken. Die Region Europa trug mit 118,3 Mio. EUR den größten Teil der Abschreibungen bei, gefolgt von Amerika mit 37,6 Mio. EUR und Asien/Australien mit 23,5 Mio. EUR. Der mit 96,9 Mio. EUR größere Anteil der Abschreibungen entfällt auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge, während die Abschreibungen im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge 71,4 Mio. EUR betrugen. Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 58,9 % (Vorjahr 69,1 %). Verteilung Konzernumsatz nach Regionen![]() Der Konzern verfügt über zugesagte Kreditlinien in Höhe von 1,3 Mrd. EUR, wovon zum Geschäftsjahresende 0,9 Mrd. EUR nicht genutzt waren. Fälligkeiten und Zinsen bei den Verbindlichkeiten sind marktüblich. Seit dem Jahr 2000 bewerten zwei externe Ratingagenturen die wirtschaftliche Situation der Knorr-Bremse Gruppe. Die Ratings waren von Anfang an im Investmentgrade und konnten über die Jahre kontinuierlich verbessert werden. Aufgrund der Ergebnisse im Geschäftsjahr 2015 stufen aktuell Standard & Poor's und Moody's den Knorr-Bremse Konzern in der Ratingkategorie "A" bzw. "A2" ein, beide mit Outlook "stable". Das ist ein Upgrade um jeweils eine Stufe gegenüber den bisherigen Beurteilungen "A-" bzw. "A3" Die Agenturen würdigen damit die Kontinuität der Managementleistung sowie die Stärkung der Wettbewerbsposition, insbesondere durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zudem betonen sie das substanzielle Wachstum der Knorr-Bremse Gruppe durch Akquisitionen und die Gründung von Joint Ventures. Mit seinem Rating erreicht Knorr-Bremse unter den Automobil-, Nutz- und Schienenfahrzeugzulieferern weltweit einen der vordersten Ränge. Knorr-Bremse AG hat eine Unternehmensanleihe im Volumen von 500 Millionen EUR begeben. Die Anleihe ist mit einem festen Zinscoupon in Höhe von 0,50 % p. a. ausgestattet und hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Der Erlös aus der Anleihe dient der Finanzierung des Wachstums des Knorr-Bremse Konzerns bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungsstruktur zwischen Eigenkapital und Fremdkapital. Investitionen und Abschreibungen in Mio. EUR![]() Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsDer Knorr-Bremse Konzern hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen seine Vermögens- und Finanzlage des Vorjahres nicht ganz erreichen können. Die Liquiditätssituation konnte weiter optimiert werden. Die Ertragskraft des Konzerns wurde durch konsequentes Kostenmanagement und durch fortlaufende Verbesserungen interner Prozesse und Strukturen abgesichert. Die Vermögenslage zeigt mit einer Eigenkapitalquote von 39,5 % und einem Nettoguthaben von 1.071,4 Mio. EUR eine äußerst stabile Struktur. Insgesamt bestätigt der Vorstand, dass die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein zutreffendes Bild des Konzerns zum 31.12.2016 zeigt. Entwicklung der Knorr-Bremse AG im Geschäftsjahr 2016Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen auch operative Steuerungsfunktionen. Beteiligungserträge in etwa auf Vorjahreshöhe, resultierend aus nach wie vor starken Regionen Europa, Amerika und Asien/Australien, führten zu einer leichten Reduzierung des Ergebnisses vor Steuern auf 469,1 Mio. EUR (Vorjahr 485,7 Mio. EUR). Die vereinnahmten Beteiligungserträge in Höhe von 442,4 Mio. EUR (Vorjahr 447,6 Mio. EUR) wurden aufgrund der Ertragsentwicklung im Konzern gegenüber den Budgetvorgaben 2016 leicht reduziert. Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden. Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweiten Tochterunternehmen die Funktion einer In-house Bank inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbleibende Risiko ganz oder teilweise mit Banken extern absichert. Mit Hilfe der durch Knorr Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung und Prozesstransparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen. GewinnverwendungDie Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2016 einen Bilanzgewinn von 676,1 Mio. EUR (Vorjahr 618,3 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 364,0 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 140 EUR (Vorjahr 140 EUR) je dividendenberechtigter Aktie im Nennwert von 26 EUR zu verwenden. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie KB Holding GmbH, Grünwald, ist unmittelbar mit mehr als der Hälfte am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt. Gemäß § 312 AktG wurde ein Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung enthält: "Unsere Gesellschaft hat bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung entrichtet". Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenPersonalDer Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2016 insgesamt 24.565 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (22.221 exkl. Personalleasing). Dies entspricht einem Anstieg um 1,2 % (exkl. Personalleasing Anstieg um 2,0 %) gegenüber dem Vorjahr, was den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2016 entsprach. In der Region Europa beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2016 14.055 Mitarbeiter (12.975 exkl. Personalleasing) gegenüber 12.858 (gegenüber 11.950 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 57,2 % über dem Vorjahresniveau von 53,0 %. In Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiter von 4.742 (4.416 exkl. Personalleasing) auf 5.044 (4.661 exkl. Personalleasing). Die Beschäftigtenzahl in der Region Amerika sank 2016 und umfasste zum Jahresende 4.428 (4.134 exkl. Personalleasing) gegenüber 4.797 (4.644 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter in der Region lag bei 18,0 % (Vorjahr 19,7 %). Die Beschäftigtenzahl in der Region Asien/Australien reduzierte sich in 2016 und umfasste zum Jahresende 6.082 (5.112 exkl. Personalleasing) gegenüber 6.620 (5.189 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Dabei ging der Mitarbeiteranteil in der Region auf 24,8 % gegenüber 27,3 % im Vorjahr zurück. Vermögens- und Kapitalstruktur des Knorr-Bremse Konzerns![]() Im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge ist die Mitarbeiterzahl von 14.502 (12.600 exkl. Personalleasing) im Vorjahr auf 14.440 (12.843 exkl. Personalleasing) zum Ende 2016 gesunken. Die Zahl der Mitarbeiter exkl. Personalleasing ist dagegen angestiegen. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge stieg die Mitarbeiterzahl von 9.320 (8.734 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr auf 9.674 (8.930 exkl. Personalleasing) zum Jahresende 2016. Auf die Holdinggesellschaften entfallen weitere 451 Mitarbeiter (448 exkl. Personalleasing) im Vergleich zu 453 Mitarbeitern (449 exkl. Personalleasing) im Vorjahr. Angesichts demografischer Entwicklungen und eines absehbaren Fachkräftemangels in technischen Berufen ist es für Knorr-Bremse wichtig, mehr gut ausgebildete und hoch qualifizierte Frauen zu gewinnen. Die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen benötigt jedoch Zeit. Knorr-Bremse nutzt gezielt Programme, die einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen zum Ziel haben. Dazu zählt beispielsweise das Knorr-Bremse Trainee-Programm MEP Hier liegt 2016 der Frauenanteil bei 42 % (2015: 42 %). Während der weltweite Frauenanteil in Führungspositionen über alle Bereiche bei 11,6 % (2015: 11,0 %) liegt, beträgt der Anteil von weiblichen Führungskräften in nichttechnischen Bereichen 32,8 % (2015: 32,5 %). Knorr-Bremse hat bei der Erfüllung der Zielquoten, die im Geschäftsjahr 2015 festgelegt worden sind, im Geschäftsjahr 2016 die folgenden Quoten erreicht; die Veränderungen ergaben sich aus personellen Wechseln im Management bis hin zum Aufsichtsrat. Knorr-Bremse AG: scroll
Anzahl der Mitarbeiter im Konzern zum 31.12.2016![]() Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH: scroll
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH: scroll
Knorr-Bremse dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2016. Der Dank gilt ebenso den Belegschaftsvertretungen für die konstruktive Zusammenarbeit. 42% Frauenanteil bei MEP Mitarbeiter gesamt nach Regionen zum 31.12.2016![]() Bericht über Risiken und ChancenRisikomanagementsystemDer Knorr-Bremse Konzern nutzt ein etabliertes mehrstufiges und weltweit gültiges Planungs-, Berichts- und Kontrollsystem, um Risiken frühzeitig erkennen und auf diese angemessen reagieren zu können. Berichtsperioden und Berichtsinhalte sind konzernweit einheitlich definiert. Die formalisierten Berichte werden durch Darstellungen zu Routine- und Sonderthemen im Rahmen monatlicher Besprechungen ergänzt und vertieft. Darüber hinaus besteht auf oberster Konzernebene ein standardisiertes Risikomanagementreporting, einschließlich einem Risikobericht, der über identifizierte Risiken im Knorr-Bremse Konzern regelmäßig an den Vorstand berichtet. Auf der Grundlage dieses Berichts werden vom Vorstand konkrete Maßnahmen beschlossen. Dieses Zusammenspiel aus einem organisatorisch verankerten Risikomanagementsystem und strategischem Reporting hat sich langfristig bewährt. Knorr-Bremse verfügt damit über ein zuverlässiges Netz zur Früherkennung und Korrektur drohender Fehlentwicklungen. Die Erkenntnisse dieser Risikobetrachtung sowie deren Management wurden im Rahmen des Knorr-Excellence-Modells zur Beschreibung und Dokumentation sowie zur kontinuierlichen Verbesserung der betrieblichen Prozesse genutzt. GeschäftsrisikenJede unternehmerische Tätigkeit ist mit Risiken verbunden. Das gilt insbesondere für einen global agierenden Konzern, da die regionalen Märkte unterschiedlichen und sehr unregelmäßigen Zyklen folgen. Daraus können Markt- oder Wachstumsschwankungen resultieren, von denen einzelne Anbieter, Marktsegmente oder Regionen betroffen sind. Der weltweite Schienen- und Nutzfahrzeugmarkt ist von dieser Volatilität gekennzeichnet. Demzufolge agiert Knorr-Bremse grundsätzlich in einem stark risikobehafteten Umfeld der Weltwirtschaft. Das Berichtsjahr war von einer unsicheren weltwirtschaftlichen Entwicklung, einem schwachen Marktwachstum insbesondere in China und Nordamerika und sich ändernden Marktstrukturen geprägt. In China war ein Trend zu einer binnenmarktgetriebenen Volkswirtschaft zu verzeichnen. Die Konjunktur in Europa ging im Verlauf des Jahres 2016 ebenfalls leicht zurück. Für eine weitere Destabilisierung der Weltwirtschaft sorgten beispielsweise der gescheiterte Putsch in der Türkei, Krisenherde wie etwa in Syrien und eine Zunahme populistischer Strömungen, nicht zuletzt bestärkt durch das Votum des Vereinigten Königreichs zum Austritt aus der Europäischen Union. Weltweite Terroranschläge, auch im Umfeld von Knorr-Bremse Standorten, erhöhten die Unsicherheit der wirtschaftlichen Entwicklung zusätzlich. Der Konzern hat die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder und Regionen sowie die weltweiten Handelsströme intensiv beobachtet. So konnten Absatzrisiken gering gehalten bzw. antizipiert werden. Positiv wirkte sich dabei die weltweite Präsenz des Konzerns aus, die für eine weitgehende Unabhängigkeit von regional begrenzten Krisen sorgte. Knorr-Bremse agiert in zunehmend wettbewerbsintensiven Märkten, wodurch sich Risiken für die Preisstabilität ergeben. Ein von Unsicherheit geprägtes makroökonomisches Umfeld birgt das Risiko, dass sich die Bonität von Kunden verschlechtert und Forderungsausfälle eintreten bzw. Zahlungen verzögert erfolgen. Mit einem effektiven Forderungsmanagement konnte Knorr-Bremse diesen Risiken im Berichtsjahr effektiv begegnen. Ein weiteres Risiko resultiert für Knorr-Bremse aus dem dynamischen Wachstum der vergangenen Jahre. Im Zuge dessen galt es, Unternehmen und Beteiligungen in den Konzernverbund zu integrieren. Die finanziellen und kulturellen Risiken, die mit solchen Integrationsprozessen verbunden sind, hielt Knorr-Bremse durch eine systematische Analyse und Bewertung der Zielgesellschaften in engen Grenzen. Die Erfahrungen, die bei der gelungenen Überwindung kultureller Barrieren gemacht wurden, hat Knorr-Bremse in strukturierten Prozessen abgebildet, so dass sie für zukünftige Akquisitionen und mehrheitlich geführte Joint Ventures genutzt werden können. Mit seinen Produkten und Lösungen steht Knorr-Bremse an der Spitze der technischen Entwicklung. Daraus ergeben sich zugleich Risiken, die angesichts der Sicherheitsrelevanz der Anwendungen einer besonders sorgfältigen Kontrolle bedürfen. Dazu nutzt Knorr-Bremse routinemäßig umfassende Qualitätsplanungs-, Qualitätssicherungs- sowie Testverfahren. Dabei orientiert sich Knorr-Bremse zur ständigen Optimierung der Geschäftsprozesse an internationalen Standards. Die Standorte lassen sich regelmäßig intern und extern auditieren. Beide Konzernbereiche arbeiten intensiv und kontinuierlich daran, das außerordentlich hohe Sicherheits- und Qualitätsniveau der Produkte weiter zu verbessern. Operative RisikenAls operatives Risiko definiert Knorr-Bremse die Gefahr, durch Fehler im Prozessablauf sowie durch technisches oder menschliches Versagen einen betriebswirtschaftlichen Verlust zu erleiden. Dieses Risiko lässt sich naturgemäß nicht eliminieren - so sah sich der Konzern im Berichtsjahr mit entsprechenden operativen Risiken konfrontiert: Durch die Gefahr von Lieferverzögerungen oder Qualitätsmängeln bei Zulieferunternehmen sowie deren Insolvenz besteht für Knorr-Bremse latent das Risiko von Produktionsstörungen und Ertragseinbußen. Dieses Risiko hat das Unternehmen im Berichtsjahr durch ein umfassendes Supply Chain Management effektiv minimieren können. Grund ist die darin festgelegte sorgfältige Lieferantenauswahl sowie die kontinuierliche technische und wirtschaftliche Auditierung von Zulieferern. Ein anderes Risiko resultiert aus der Gefahr unvorhergesehener Kapazitätsschwankungen. Darauf ist Knorr-Bremse durch flexible Arbeitszeitmodelle vorbereitet. Diese hätten im Bedarfsfall eine effiziente Reaktion auf Kapazitätsschwankungen ermöglicht. Aufgrund der Dynamik in den Märkten und Regionen der Welt steht Knorr-Bremse fortwährend vor der Herausforderung, Entwicklungs- und Produktionskapazitäten zwischen einzelnen Konzernstandorten zu verlagern, um flexibel auf sich verändernde Markt- und Kundenanforderungen reagieren zu können. Zudem besteht fortwährend ein Garantierisiko für bereits ausgelieferte Produkte. Sofern Knorr-Bremse im Schadensfall vertraglich zu einer Leistung verpflichtet ist, kann dies erhebliche betriebswirtschaftliche Folgen haben. Knorr-Bremse hat dieses Risiko im Berichtsjahr durch ein systematisches Vertragsmanagement erfolgreich kontrolliert. Das Risiko von Währungsschwankungen ist für den Knorr-Bremse Konzern nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume erreicht wurde. Um das verbleibende Wechselkursrisiko aus Transaktionen zwischen unterschiedlichen Währungsräumen zu beschränken, werden in zunehmendem Maße Möglichkeiten für kompensierende Liefervolumina innerhalb des Konzerns gefunden. Für das darüber hinausgehende Risikoportfolio werden selektiv derivative Kurssicherungen vorgenommen. Sie dienen jedoch ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Grundlage für die Sicherung von Währungsrisiken ist die konzernweit gültige Währungsrichtlinie, in der die Vorgehensweise und der notwendige Umfang bei Sicherungsgeschäften verbindlich für alle Konzerngesellschaften beschrieben sind. Die Überwachung der Einhaltung dieser Vorgaben ist Bestandteil des entsprechenden Prozesses. Grundsätzlich werden auch Preisänderungsrisiken von Rohstoffen, sofern sie einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns haben können und nicht anderweitig abgesichert sind, in angemessenem Umfang über derivative Instrumente beschränkt. Für eine globale Vernetzung der Partner in Prozessketten ist eine leistungsstarke IT-Landschaft entscheidend. Aus Unterbrechungen und Ineffizienzen in Geschäftsprozessen können Verlustrisiken entstehen. Um dies zu vermeiden, hat Knorr-Bremse 2016 die Vereinheitlichung der Hard- und Softwarelandschaft vorangetrieben. Bei den neu akquirierten Firmen ist es zwingend notwendig, die Integrität und die Sicherung der Datenbestände voranzutreiben und organisatorisch einzubinden. Neben anforderungsgerechten Backup-Lösungen und der Steuerung der Zugriffsberechtigung ist die Sicherung der Stammdatenqualität wesentlich. Interne und externe Audits prüfen umfassend die Einhaltung von IT-Sicherheitsrichtlinien. Entsprechend ließen sich die erforderliche weltweite Transparenz sowie die Integration aller neuen Standorte weiter verbessern. Ein weiteres Risiko besteht durch die mögliche Verletzung der immer weiter steigenden Anforderungen im Umweltschutz. Um dies zu verhindern, orientiert sich Knorr-Bremse weltweit am Umweltmanagementstandard ISO 14001. Der überwiegende Teil der weltweiten Standorte ist entsprechend zertifiziert bzw. rezertifiziert. Das Risiko, durch Imitationen und Produktpiraterie einen betriebswirtschaftlichen Schaden zu erleiden, bestand auch 2016. Insbesondere in Asien erschwerte es das Geschäft im Schienen- und Nutzfahrzeugbereich. Dem stellt Knorr-Bremse seine technologische Exzellenz und Qualität entgegen, die weltweit von Kunden anerkannt ist und entsprechend geschätzt wird. Im Hochtechnologieumfeld, in dem Lösungen von Knorr-Bremse eingesetzt werden, besteht das Risiko, dass die physikalischen Grenzen von Produkten erreicht werden. Mit der Fokussierung auf hohe Qualität in Forschung, Entwicklung und Produktion sowie seiner umfassenden Materialkompetenz und Prüftechnik hat Knorr-Bremse im Berichtsjahr dafür gesorgt, dass sich Kunden weltweit auf Produkte von Knorr-Bremse verlassen können. Als global tätiges Unternehmen agiert Knorr-Bremse In Ländern mit komplexen steuerlichen und rechtlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können. Künftige Auslegungen bzw. Entwicklungen der Steuer- und Rechtssysteme könnten die Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Knorr-Bremse wird regelmäßig von den Finanzbehörden in verschiedenen Jurisdiktionen geprüft und identifiziert, und bewertet steuerliche Risiken fortlaufend. Die Überwachung als auch die Steuerung von wettbewerbs- und kartellrechtlichen Risiken erfolgt im Rahmen des Compliance-Managements. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass Knorr-Bremse die unterschiedlichen operativen Risiken im Berichtsjahr durch umfassende Controlling- und Reportingsysteme auf ein Minimum reduzieren konnte. Diese werden entsprechend fortgeführt und soweit nötig ausgebaut. ChancenberichtDie mehrstufigen und weltweit gültigen Planungs-, Berichts- und Kontrollsysteme von Knorr-Bremse identifizieren nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für die einzelnen Geschäftsfelder. So erkannte der Konzern in einigen Regionen der Welt frühzeitig eine erwachende Investitionsbereitschaft in Infrastrukturmaßnahmen und positionierte sich entsprechend. Generell identifizierte Knorr-Bremse weitere Absatzchancen aus dem 2016 weltweit erneut gewachsenen Transportvolumen. Die sich daraus ergebenden Investitionen für Schienen- und Nutzfahrzeuge sorgten für positive Impulse für Knorr-Bremse. Mit gezielten Akquisitionen und Gründungen von Joint-Venture-Unternehmen ergeben sich neue Möglichkeiten zur Erweiterung der Geschäftsfelder und Ergänzungen des Systemportfolios, z. B. für automatisiert bzw. autonom fahrende Fahrzeuge. Dieses Vorgehen leistet einen wichtigen Beitrag zur stringenten Umsetzung der Knorr-Bremse Wachstumsstrategie. Aus diesem Grund beobachtet Knorr-Bremse kontinuierlich die gegenwärtigen und zukünftigen Märkte, um geeignete Partner zu identifizieren. Anfang September 2016 hat Knorr-Bremse ein Übernahmeangebot für den börsennotierten Automobilzulieferer Haldex aus Schweden abgegeben. Die Frist für das Übernahmeangebot begann am 27. September 2016 zu laufen. Ziel ist es, gemeinsam mit Haldex das Produktportfolio insbesondere im Bereich der Brems- und Luftfederungssysteme für Trailer zu erweitern und die Entwicklung von Systemlösungen für automatisiert bzw. autonom fahrende Truck-Trailer-Kombinationen aktiv voranzutreiben. Am Ende der ursprünglichen Angebotsfrist am 5. Dezember 2016 lag die Annahme des Angebots durch die Aktionäre bei insgesamt 31.477.821 Haldex Aktien. Dies entspricht 71,19 % des Grundkapitals und der Stimmrechte von Haldex. Die angedienten Aktien zusammen mit jenen Anteilen, die bereits von Knorr-Bremse gehalten werden, beliefen sich in Summe auf 38.072.860 Haldex Aktien, was 86,11 % des Grundkapitals und der Stimmrechte von Haldex entspricht. Die starke Unterstützung der Investoren bestätigt die Attraktivität unseres Angebots und die strategische Logik der vorgeschlagenen Verbindung beider Unternehmen. Die Transaktion steht unter Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden in den USA und der EU. Knorr-Bremse hat in diesem Prozess bereits erste wichtige Meilensteine erreicht. Knorr-Bremse treibt den Kartellfreigabeprozess mit Nachdruck und vollem Engagement voran und befindet sich in konstruktiven Gesprächen mit den zuständigen Aufsichtsbehörden und Haldex. Mit Wirkung zum 1. Februar 2017 hat Knorr-Bremse das Geschäftsfeld Electrical Systems (Vossloh Kiepe) von der Vossloh AG erworben. Aus dem Erwerb wird ein Firmenwert mit einem zweistelligen Millionenbetrag entstehen. Vossloh Kiepe erzielte im Geschäftsjahr 2015 mit rund 800 Mitarbeitern nach IFRS einen Umsatz von knapp 250 Mio. EUR. Mit der Akquisition erweitert Knorr-Bremse sein Angebot um moderne Antriebstechnologien für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Knorr-Bremse investiert auf breiter Basis in neue Technologien, um die Technologie- und Marktführerschaft weiter auszubauen und damit heutige Absatzmärkte abzusichern sowie weitere Absatzmärkte zu erschließen. Dazu zählt unter anderem die Erweiterung der Entwicklungskompetenz: Durch zunehmende Nachfrage nach technologisch hochwertigen Produkten in den Schwellenländern ergeben sich neue Absatzchancen für Knorr-Bremse. Weiteres Wachstumspotenzial ergibt sich aus veränderten regulatorischen Anforderungen in den Absatzmärkten. Im Rahmen von Knorr Excellence arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Optimierung des Kostenmanagements und der Erhöhung der Prozesseffizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen von Knorr-Bremse weiter zu steigern. Gesamtaussage zur Risiko- und ChancensituationDie sorgfältige Analyse des konzernweiten Risikoprofils hat ergeben, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben. Für die Zukunft werden solche Risiken aus heutiger Sicht nicht erwartet. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2017 geht Knorr-Bremse von einem sehr volatilen Marktumfeld aus. Es ist zu erwarten, dass die regionalen Märkte von großen Unsicherheiten beeinflusst werden. Dazu gehören geopolitische Unsicherheiten in verschiedenen Regionen sowie ein Rückgang der Investitionstätigkeit in bestimmten Regionen der Welt. Mit besonderen Herausforderungen wird überdies im Verhältnis zwischen China, den USA und Russland zu rechnen sein. Ferner gehören dazu die Preisentwicklung bei Rohstoffen, insbesondere der erwartet niedrig bleibende Rohölpreis, und die Wertentwicklung von EUR und USD. In Europa ist durch den Brexit und die Wahlergebnisse in den USA mit einer Zunahme von populistischen Strömungen zu rechnen. Eine wachsende Anti-EU-Haltung innerhalb der Gemeinschaft kann zu einem verstärkt protektionistischen Verhalten führen. Generell ist zunehmend mit einer Anti-Globalisierungshaltung weltweit zu rechnen, was zu nationalen Handelsbeschränkungen und Förderungen von lokalen Produkten führen kann. Dank der traditionell hohen lokalen Wertschöpfung sieht Knorr-Bremse die Entwicklungen gelassen. Insgesamt erwartet Knorr-Bremse ein moderates Wachstum der Weltwirtschaft. Russland wird zu einem positiven Wirtschaftswachstum zurückkehren; ebenso prognostiziert man in den USA und Kanada ein stärkeres Wachstum als 2016. In Japan rechnet Knorr-Bremse mit einer leicht positiven Marktentwicklung. Die Gründe liegen in einem moderaten Wachstum des schienengebundenen Nah- und Fernverkehrs sowie in einem geringen Anstieg der lokalen Lkw-Produktion. Für den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge prognostiziert Knorr-Bremse in allen Regionen eine weitgehend stabile Entwicklung im OE-Markt sowie Wachstum bei RailServices. Der Markt wird voraussichtlich von Konsolidierung geprägt sein, da Fahrzeugbauer Wachstum verstärkt durch Übernahmen anstreben. Knorr-Bremse rechnet für das Jahr 2017 mit einer Erholung im chinesischen Hochgeschwindigkeitsmarkt. Während der nordamerikanische Passagiermarkt erneut wachsen dürfte, bleiben positive Impulse vom Güterverkehrsmarkt voraussichtlich aus. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge rechnet Knorr-Bremse 2017 mit einem moderaten Anziehen des weltweiten Nutzfahrzeugmarkts. Langfristig erwartet das Unternehmen, dass sich die weltweite Lkw-Produktion bis 2019 wieder dem Niveau des Jahres 2014 nähert. Knorr-Bremse geht davon aus, dass das Gesamtniveau des gesamteuropäischen Markts im Jahr 2017 im Wesentlichen unverändert bleibt. Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge erwartet für den europäischen Markt ein Umsatzwachstum von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2017 stehen im nordamerikanischen Schienenpersonennahverkehr erneut umfangreiche Investitionen an. Im Güterverkehr dürfte die Talsohle erreicht werden, wobei die Schwankungen im Rahmen der üblichen Marktzyklen liegen. Im Nutzfahrzeugbereich rechnet Knorr-Bremse mit einem leichten Anstieg der Produktion. Die große Unbekannte im Jahr 2017 ist der Wechsel in der US-Administration und die damit verbundene Auswirkung auf die Wirtschaft. Nicht zuletzt deshalb übte sich die Branche besonders zum Jahresende 2016 in Zurückhaltung. Für den südamerikanischen Markt erwartet Knorr-Bremse keine spürbare Markterholung im Jahr 2017. Die geringen Spielräume in den öffentlichen Kassen werden im Jahr 2017 zu keinen nennenswerten Investitionen in den Personenschienenverkehr führen. Auch im Nutzfahrzeuggeschäft ist keine wesentliche Erholung zu erwarten. Für Asien/Australien geht Knorr-Bremse für Schienenfahrzeuge von einer moderaten Marktbelebung aus. Indien kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Für den chinesischen Hochgeschwindigkeits- und Lokomotivenmarkt erwartet Knorr-Bremse im Jahr 2017 eine spürbare Erholung. In Australien zeichnen sich vor allem bei den Regionalbahnen Zuwächse ab. Für Nutzfahrzeuge rechnet das Unternehmen für die Region Asien/Australien ebenfalls mit einer moderat positiven Marktentwicklung. 2017 wie auch in den kommenden Jahren ist mit einem weiteren Anstieg des Sendungsvolumens von Paket- und Kurierdienstleistungen zu rechnen, was hauptsächlich durch den Onlinehandel getrieben ist. Dies wird mit einem gesteigerten Güter- und Straßenverkehrsaufkommen einhergehen. Es ist weiterhin mit einem erhöhten Investitionsvorhaben der Fahrzeughersteller in vernetzte Dienste und Digitalisierung und damit mit einer Umsatzverlagerung zu Software getriebenen Komponenten zu rechnen. Dies wird zu einer Veränderung der Wettbewerbslandschaft und zum Eintritt von anderen Industriespielern wie IT-Konzernen führen. Die Themen Highly Automated Driving, Active Safety, Eco-Efficiency und Connectivity werden das Geschäft über die nächste Dekade hinaus prägen. Künftig werden Fahrzeug- und Betriebsdaten der Infrastruktur miteinander vernetzt, um eine optimale Steuerung der Fahrzeuge in Netzen zu ermöglichen, in denen die gemeinsame Nutzung durch unterschiedlich schnelle Fahrzeuge erfolgt. So wird es zum Beispiel möglich, dass Güterzüge ohne Aufenthalt ihr Ziel erreichen, ohne dass sie dabei Schnellzüge in ihrer Fahrt behindern. Auf Basis der dargestellten Annahmen plant Knorr-Bremse 2017 einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse bei einem moderaten Rückgang des Jahresüberschusses bedingt durch eine erhöhte Wettbewerbsintensität. In den Prognosen sind künftige Unternehmenserwerbe, für die bis zum Bilanzstichtag noch kein Closing stattgefunden hat, nicht berücksichtigt. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Mitarbeiter leicht steigen wird. Für die Bindung des Working Capital, gemessen in Umsatztagen, wird eine leichte Verbesserung erwartet. Trotz des weiterhin unsicheren Marktumfelds und der Herausforderungen auf dem Weltmarkt plant Knorr-Bremse erneut eine deutliche Steigerung der Investitionen. Gemäß den Erwartungen in Bezug auf Ergebnis, Working Capital und Investitionen wird mit einer leicht positiven Entwicklung des Netto-Guthabens gerechnet. Aufgrund der erwarteten Entwicklung im Konzern rechnet Knorr-Bremse AG 2017 mit deutlich rückläufigen Beteiligungserträgen. Die künftige Dividendenfähigkeit bleibt dennoch gesichert. Auf Basis der für den Konzern getroffenen Annahmen ist davon auszugehen, dass sich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse AG leicht rückläufig entwickeln werden. TrendsAutomated Driving Active Safety Eco-Efficiency Connectivity Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel sowie Konzern-Segmentberichterstattung - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise über die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 1. März 2017 KPMG AG Rupprecht, Wirtschaftsprüfer Annast, Wirtschaftsprüferin Der Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat beschäftigte sich während des Geschäftsjahrs 2016 eingehend mit der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Knorr-Bremse AG einschließlich aller Konzerngesellschaften. Der Aufsichtsrat hat neben wichtigen Einzelvorgängen und Personalentscheidungen auch grundsätzliche Fragen der strategischen Ausrichtung und der Unternehmensplanung behandelt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand im Rahmen von Sitzungen sowie durch mündliche und schriftliche Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft sowie deren Risikolage und Risikomanagement unterrichten lassen. Wichtige einzelne Geschäftsvorgänge und zustimmungspflichtige Maßnahmen hat der Aufsichtsrat geprüft und über die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte entschieden. Die der Entscheidung zugrunde liegenden Informationen und Analysen hat der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand eingehend diskutiert und bewertet. Unterjährig haben zwei Sitzungen des Bilanzausschusses stattgefunden. In seinen Sitzungen hat sich der Bilanzausschuss insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung befasst. Im Geschäftsjahr 2016 hat der Knorr-Bremse Konzern einen Umsatz in Höhe von 5,49 Mrd. EUR erzielt (davon 39,7 Mio. EUR aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes). Dies bedeutet ein Minus von 5,8 % gegenüber dem Rekordvorjahresumsatz von 2015. Der Rückgang ist dem schwierigeren Marktumfeld geschuldet. Die Division Schienenfahrzeuge erzielte 2016 einen Gesamtumsatz von 2,99 Mrd. EUR (Vorjahr 3,34 Mrd. EUR). Dagegen konnte der Umsatz im Nutzfahrzeugbereich 2016 gegenüber dem Vorjahr auf 2,52 Mrd. EUR gesteigert werden (Vorjahr 2,49 Mrd. EUR). Das Jahr 2016 zeichnete sich durch sieben eingeleitete Akquisitionen aus. Im Truckbereich startete durch den Erwerb von tedrive der Einstieg in das Geschäftsfeld Lenkung. Durch die Akquisition der GT Group in Großbritannien und des Getriebekomponentengeschäfts für On-Highway-Nutzfahrzeuge von Bosch in Japan eröffnen sich zusätzliche Wachstumschancen. Knorr-Bremse hat im September 2016 ein Übernahmeangebot für den an der Börse notierten Automobilzulieferer Haldex in Schweden abgegeben. Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden der EU und USA. Im Bereich Schienenfahrzeuge stellte die Akquisition des Reibmaterialherstellers TMD Friction und die komplette Übernahme aller Anteile am Joint Venture ICER Rail eine Erweiterung des Produktangebots dar. Im Dezember 2016 unterzeichnete Knorr-Bremse die Verträge für den Erwerb des Geschäftsfelds Electrical Systems (Vossloh Kiepe) mit der Vossloh AG; der Vollzug erfolgte im Januar 2017. Auf den Leitmessen InnoTrans, IAA Nutzfahrzeuge und Automechanika im September 2016 präsentierte Knorr-Bremse seinen Kunden neue wegweisende Systemlösungen. Das Entwicklungszentrum am Standort München wurde in Betrieb genommen. Knorr-Bremse ist wieder als Top-Arbeitgeber für Ingenieure in Deutschland ausgezeichnet worden. Außerdem gewann der Nutzfahrzeugbereich bereits zum 11. Mal in Folge den Titel Beste Marke in der Kategorie Bremsen. Bendix Commercial Vehicle Systems, ein Tochterunternehmen der Knorr-Bremse Gruppe, ist von Navistar zum Diamond Supplier ernannt worden. Der führende US-amerikanische Nutzfahrzeughersteller zeichnet damit seine Top-Lieferanten für ihre fortschrittliche Technologie, hohe Qualität und Liefertreue aus. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht sowie der Konzernabschluss 2016 mit Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit Datum vom 01. März 2017 versehen worden. Der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG sowie der Konzernabschluss wurden gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und ergänzender gesetzlicher und satzungsmäßiger Regelungen erstellt. Der Bilanzausschuss hat den Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht, den Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss mit Konzernlagebericht geprüft. Nachdem keine Einwendungen zu erheben waren, hat der Bilanzausschuss dem Aufsichtsrat empfohlen, die Abschlüsse zu billigen. In seiner Sitzung am 17. März 2017 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2016 gebilligt, sie sind damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Bilanzausschusses am 24. Februar 2017 sowie an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 17. März 2017 teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und zu anstehenden Fragen Erläuterungen gegeben. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Unsere Gesellschaft hat bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung entrichtet." Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Er hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände. Die Amtszeit der Mitglieder des Aufsichtsrats endete mit dem Beschluss über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015 am 11. März 2016. Im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung am 11. März 2016 wurde Heinz Hermann Thiele, bislang Vorsitzender des Aufsichtsrats, auf Vorschlag des Aufsichtsrats zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats berufen. Die bisherigen Vertreter auf Anteilseignerseite, Hans-Georg Härter (2. stellvertretender Vorsitzender), Dr. Wolfram Mörsdorf, Wolfgang Tölsner und Georg Weiberg wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt. Zudem wurden Julia Thiele-Schürhoff und Dr. Bernd Bohr als weitere Mitglieder neu in den Aufsichtsrat bestellt. Manfred Wennemer, bis zum Ende der Amtsperiode des Aufsichtsrats 2. stellvertretender Vorsitzender, ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Auf Arbeitnehmerseite wurden im Rahmen der Aufsichtsratswahlen am 27.01.2016 Franz-Josef Birkeneder, Michael Jell, Werner Ratzisberger, Sebastian Roloff, Erich Starkl sowie Günter Wiese gewählt. Dr. Eduard Gerum, bis zum Ende der Amtsperiode des Aufsichtsrats am 11. März 2016 1. stellvertretender Vorsitzender, ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat bei Herrn Dr. Gerum und Herrn Wennemer für die Mitarbeit in diesem Gremium. Der Aufsichtsrat hat Dr. Bernd Bohr in der konstituierenden Sitzung am 11. März 2016 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Franz-Josef Birkeneder zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden und Hans-Georg Härter zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Mit Wirkung zum 4. Juli 2016 ist Herr Dr. Bohr als Mitglied des Aufsichtsrats und als Vorsitzender des Aufsichtsrats ausgeschieden. Ihm folgte Hans-Georg Härter, bis dahin 2. stellvertretender Vorsitzender, in das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden nach. Zum 01. Januar 2016 ist Dr. Peter Laier zum neuen Vorstand für den Unternehmensbereich Systeme für Nutzfahrzeuge bestellt worden. Dr. Dieter Wilhelm, seit 01. Juli 2003 Vorstand für den Unternehmensbereich Systeme für Schienenfahrzeuge, hat zum 30. Juni 2016 im besten Einvernehmen sein Amt niedergelegt. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand bekleidete Herr Dr. Wilhelm auch das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Systeme für Schienenfahrzeuge, aus welchem er bereits mit Wirkung zum 11. März 2016 ausgeschieden war. Im Namen der Knorr-Bremse AG bedankt sich der Aufsichtsrat bei Herrn Dr. Wilhelm für seinen langjährigen und erfolgreichen Einsatz für das Unternehmen. Die Aufgabengebiete von Herrn Dr. Wilhelm hat Klaus Deller zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG übernommen.
München, den 17. März 2017 Der Aufsichtsrat Hans-Georg Härter, Vorsitzender |
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