Knorr-Bremse Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 und Konzernlagebericht

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich im Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG die folgenden personellen Veränderungen ergeben: Mein Vorgänger im Amt, Herr Hans-Georg Härter, ist am 31. August 2018 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Ich möchte Herrn Härter an dieser Stelle im Namen des gesamten Aufsichtsrats für seine herausragende Tätigkeit und sein hohes Engagement als Vorsitzender danken. Herr Härter gehörte dem Aufsichtsrat seit 9. November 2012 als Mitglied und seit Juli 2017 als Vorsitzender an. In seine Amtszeit fielen die personelle Weiterentwicklung der Vorstandszusammensetzung und zuletzt die Anpassung der Corporate Governance-Strukturen und des Vorstandsvergütungssystems in Vorbereitung auf den Börsengang der Knorr-Bremse AG am 12. Oktober 2018. Durch Beschluss der Hauptversammlung wurde ich mit Wirkung zum 1. September 2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats und Nachfolger von Herrn Härter bestellt. Weiter wurde Frau Dahnke von der Hauptversammlung am 29. Mai 2018 zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Frau Dahnke ist zugleich stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Vorsitzende des Prüfungsausschusses und Mitglied im Präsidium. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats erstatte ich heute erstmalig den Bericht des Aufsichtsrats für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Knorr-Bremse blickt auf ein ereignisreiches und wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018 zurück, das in besonderer Weise durch die Erstnotierung der Aktien der Knorr-Bremse AG an der Frankfurter Wertpapierbörse gekennzeichnet war. Seit dem Börsengang der Knorr-Bremse AG am 12. Oktober 2018 werden rund 30 % der Aktien im Streubesitz gehalten. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Heinz Hermann Thiele, der die Arbeit des Aufsichtsrats konstruktiv begleitet und zu deren Erfolg durch guten Rat entscheidend beigetragen hat. Zur Umsetzung der mit dem Börsengang verknüpften Anforderungen an die Corporate Governance deutscher börsennotierter Gesellschaften überarbeitete der Aufsichtsrat auf Grundlage der am 29. Mai 2018 durch die Hauptversammlung neu gefassten Satzung der Gesellschaft die Geschäftsordnungen des Vorstands und des Aufsichtsrats und erlies damit die korrespondierenden Regelungen für die tägliche Arbeit der beiden Organe und die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat. Die von der zuständigen Kommission in Aussicht gestellte umfassende Überarbeitung des Deutschen Corporate Governance Kodex wird voraussichtlich weitere Anpassungen der Corporate Governance Strukturen erforderlich machen und einen Schwerpunkt in der künftigen Arbeit des Aufsichtsrats bilden.

Der Aufsichtsrat befasste sich im Rahmen der Sitzungen fortwährend gemeinsam mit dem Vorstand mit dem aktuellen Geschäftsverlauf und der strategischen Weiterentwicklung der Knorr-Bremse Gruppe. Im Rahmen der Umsetzung erteilte der Aufsichtsrat wichtigen Akquisitions- und Desinvestitionsprojekten nach umfassender Prüfung und Erörterung die Zustimmung. Zu nennen ist insbesondere der Erwerb des Geschäftsbereichs Lenksysteme für Nutzfahrzeuge von der Hitachi Automotive Systems, Ltd., durch den Knorr-Bremse zum führenden Anbieter von Nutzfahrzeuglenkungen in Japan wird und einen weiteren Schritt zum globalen Anbieter von Lenksystemen für Nutzfahrzeuge vollzieht. Auf der Desinvestitionsseite stand der Ausstieg aus dem defizitären und nicht mehr dem Kerngeschäft von Knorr-Bremse zuzurechnenden Vehicle Maintenance-Geschäft im Vordergrund.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG nahm die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr mit großer Sorgfalt wahr. Er beriet den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens, bei geplanten Akquisitionen, Desinvestitionen und weiteren strategischen Vorhaben und überwachte zugleich und kontinuierlich die Geschäftsführung des Vorstands. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben waren die regelmäßigen Berichte des Vorstands in und außerhalb der Sitzungen, anhand derer sich der Aufsichtsrat laufend über Geschäftsentwicklung, Planung und Risikolage informierte.

Der Aufsichtsrat ließ sich stets von den Grundsätzen verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung leiten. Schwerpunkte seiner Überwachung und Beratung waren die Recht- und Ordnungsmäßigkeit, die Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und der Konzernleitung. Die einzelnen Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats sind in den Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands geregelt, die der Aufsichtsrat im Juli 2018 mit Blick auf den bevorstehenden Börsengang neu gefasst hat. Danach ist der Aufsichtsrat z. B. eng in die unternehmerische Planung und Erörterung strategischer Projekte und Themen eingebunden. Überdies gilt ein Katalog von Zustimmungsvorbehalten für bestimmte Vorstandsentscheidungen, die eine zum Teil umfangreiche Vorprüfung und Beschäftigung mit komplexen Sachverhalten aus der Aufseher- und Beraterperspektive (eigenes Business Judgement) bedingen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden dem Aufsichtsrat mehrere Geschäfte zur Zustimmung vorgelegt.

Der Vorstand hat uns durch schriftliche und mündliche Berichte innerhalb und außerhalb von Sitzungen regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Strategieentwicklung, zur Planung, zur unterjährigen Geschäftsentwicklung und Lage des Konzerns, zur Risikosituation und zum Risikomanagement, zur Compliance, zu direkten Wettbewerbern der Knorr-Bremse AG (Peers), zum Feedback von Analysten und Investoren sowie zu aktuellen Ereignissen. Wir haben mit dem Vorstand die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sowie die Weiterentwicklung des Unternehmens erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden uns ausführlich erläutert. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, rechtzeitig eingebunden. Die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlichen Beschlüsse haben wir nach eingehender Beratung gefasst. Hierzu haben wir uns regelmäßig anhand von Unterlagen vorbereitet, die der Vorstand dem Aufsichtsrat und den Ausschüssen vorab zur Verfügung stellte. Über eilbedürftige Themen hat der Vorstand den Aufsichtsrat auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich informiert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich zudem auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand regelmäßig über die aktuelle Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten lassen.

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1.01 Sitzungsteilnahmen der Aufsichtsratsmitglieder im Geschäftsjahr 2018
Name Aufsichtsrat (Plenum) (14.03, 12.07., 03.12., 10.12.) Präsidium (12.07., 10.12.) Prüfungsausschuss (02.03., 04.09., 27.11.)
Prof. Dr. Klaus Mangold (ab 01.09.) (Vorsitzender) 2 1 2
(2) (1) (2)
Hans-Georg Härter (bis 31.08.) (Vorsitzender) 2 1 1
(2) (1) (1)
Kathrin Dahnke (ab 29.05.) (stellvertretende Vorsitzende) 2 1 2
(3) (2) (2)
Dr. Wolfram Mörsdorf 4
(4)
Julia Thiele-Schürhoff 4
(4)
Wolfgang Tölsner 4
(4)
Georg Weiberg 4
(4)
Franz-Josef Birkeneder (stellvertretender Vorsitzender) 4 2 3
(4) (2) (3)
Michael Jell 3 1
(4) (2)
Werner Ratzisberger 4 2
(4) (2)
Sebastian Roloff 4
(4)
Erich Starkl 4
(4)
Günter Wiese 2
(4)
Sitzungsteilnahme in % 91,7 % 80 % 100 %

(in Klammern: Anzahl durchgeführter Sitzungen in der Amtszeit des jeweiligen Aufsichtsrats- bzw. Ausschussmitglieds)

Beratungen im Aufsichtsrat und in seinen Ausschüssen

Vor den Aufsichtsratssitzungen trafen sich die Vertreter der Anteilseigner und der Arbeitnehmer regelmäßig jeweils zu getrennten Vorbesprechungen. Hieran nahmen regelmäßig auch der Vorstandsvorsitzende und weitere Mitglieder des Vorstands teil.

Zur Vorbereitung der Plenumssitzungen sind insgesamt vier Ausschüsse eingerichtet, nämlich das Präsidium, der Prüfungsausschuss, der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss. Über die Arbeit des Präsidiums und des Prüfungsausschusses berichten der bzw. die Ausschussvorsitzende regelmäßig im Rahmen der Sitzungen des Plenums. Vermittlungsausschuss und Nominierungsausschuss sind im Berichtszeitraum zu keiner Sitzung zusammengetreten.

Im Geschäftsjahr 2018 konnten wir eine konstant hohe Teilnahmequote bei unseren Beratungen verzeichnen. Die Präsenz in den Plenumssitzungen lag im Durchschnitt bei 91,7 %. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen im Geschäftsjahr 2018 an mindestens der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und entsprechend ihren Mitgliedschaften an dessen Ausschüssen teil. An der Sitzungsteilnahme verhinderte Mitglieder wirkten im Regelfall durch Stimmbotschaften an den Beschlussfassungen mit. Die rechtzeitige Vorabverteilung von Unterlagen zur Sitzungsvorbereitung durch den Vorstand und der nahezu durchgängige Verzicht auf Tischvorlagen erleichterten dabei maßgeblich die Vorbereitung der Sitzungen für die Aufsichtsratsmitglieder.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratsarbeit

Es fanden im Geschäftsjahr vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Zusätzlich wurden zwei Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Folgende Schwerpunkte waren Gegenstand der einzelnen Sitzungen:

1.

In der Sitzung am 14. März 2018 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftsentwicklung im vorangegangenen Geschäftsjahr 2017 und im laufenden Geschäftsjahr 2018, mit dem geprüften Jahres- und Konzernabschluss, dem zusammengefassten Konzernlagebericht und der der Hauptversammlung vorzuschlagenden Gewinnverwendung. Weiter prüfte der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG. Die an der Sitzung teilnehmenden Wirtschaftsprüfer berichteten dem Aufsichtsrat zu den wesentlichen Ergebnissen der Prüfung. Der Aufsichtsrat billigte sodann nach ausführlicher Erörterung und eingehender eigener Prüfung den Jahres- und Konzernabschluss, den Bericht des Aufsichtsrats und den Gewinnverwendungsvorschlag sowie die weiteren Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung. Weiter erörterte der Aufsichtsrat die im Juni 2018 vollzogene Neuemission einer Anleihe am Euro MTF der Luxemburger Börse im Gesamtvolumen von 700 bis 800 Mio. Euro mit dem Vorstand und stimmte dieser zu. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 14. März 2018 mit den Anforderungen und dem Ablauf eines möglichen Börsengangs der Knorr-Bremse AG.

2.

In der außerordentlichen Sitzung vom 12. Juli 2018 beschloss der Aufsichtsrat in Vorbereitung auf den Börsengang die wesentlichen Anpassungen der Corporate Governance-Dokumentation der Knorr-Bremse AG. Auf Grundlage der mit Wirkung zum 10. Juli 2018 insgesamt neu gefassten Satzung wurden die Geschäftsordnungen des Vorstands und des Aufsichtsrats an die neuen Anforderungen angepasst. Der Aufsichtsrat beschloss in diesem Zuge auch einen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand, einen Katalog zustimmungspflichtiger Rechtsgeschäfte und Maßnahmen und eine Informationsordnung für die Berichterstattung des Vorstands an den Aufsichtsrat. Der Vorstandsvorsitzende wurde als ressortverantwortliches Vorstandsmitglied gem. § 33 MitbestG zum Arbeitsdirektor bestellt. Weiter verabschiedete der Aufsichtsrat in Umsetzung von Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK ein Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat und Ziele für seine Zusammensetzung. In der Sitzung vom 12. Juli 2018 wurden darüber hinaus vakante Positionen neu besetzt und ein Ausschuss (Nominierungsausschuss) neu gebildet. Insbesondere wurde Frau Kathrin Dahnke zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und zur Vorsitzenden des Prüfungsausschusses gewählt. Einzelheiten zur Besetzung der Ausschüsse sind nachstehend erläutert. Für den Frauenanteil im Vorstand legte der Aufsichtsrat gem. § 111 Abs. 5 AktG eine Zielgröße von 20 % fest, die bis zum 30. Juni 2023 zu erreichen ist. Der Aufsichtsrat beschloss die zum 31. Dezember 2018 auslaufende Bestellung von Herrn Dr. Laier um weitere fünf Jahre zu verlängern. Die Neufassung seines Anstellungsvertrags trägt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex umfassend Rechnung. Der Stand der Vorbereitungen zum Börsengang und der Umstellung der Konzernrechnungslegung von HGB auf IFRS sowie die Projektkostenplanung wurden mit dem Vorstand ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat befasste sich hierbei auch mit den zur Umsetzung der kapitalmarktrechtlichen Vorgaben der EU-Marktmissbrauchsverordnung ergriffenen Maßnahmen.

3.

Herr Prof. Dr. Klaus Mangold wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. August 2018 mit Wirkung zum 1. September 2018 in den Aufsichtsrat gewählt. Am 30. August 2018 wählte der Aufsichtsrat Herrn Prof. Mangold zum Vorsitzenden. Herr Prof. Mangold folgt Hans-Georg Härter nach, der aus gesundheitlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat ausschied.

4.

Ebenfalls am 30. August 2018 wurde Herr Dr. Jürgen Wilder mit Wirkung zum 1. September 2018 für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG bestellt. Der Aufsichtsrat übertrug Herrn Dr. Wilder die Ressortverantwortung für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge, die seit dem Jahr 2016 durch Herrn Deller in Personalunion geführt wurde. Der Geschäftsverteilungsplan wurde entsprechend angepasst.

5.

Am 27. September 2018 wurde Herr Klaus Deller mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands und als ressortverantwortliches Vorstandsmitglied gem. § 33 MitbestG zum Arbeitsdirektor der Knorr-Bremse AG bestellt.

6.

In einer außerordentlichen Sitzung am 3. Dezember 2018 beriet der Aufsichtsrat über den Erwerb des Geschäftsbereichs Lenksysteme für Nutzfahrzeuge von der Hitachi Automotive Systems, Ltd. in Japan und Thailand. Knorr-Bremse wird hierdurch zum führenden Anbieter von Nutzfahrzeuglenkungen in Japan und vollzieht einen weiteren Schritt zum globalen Anbieter von Lenksystemen für Nutzfahrzeuge. Zugleich verbessert Knorr-Bremse seinen Zugang zum japanischen und südostasiatischen Markt. Der Aufsichtsrat stimmte diesem Erwerb nach intensiver Beratung und Würdigung der Lenkungsstrategie, der Ergebnisse der Commercial und Legal Due Diligence sowie des dem Erwerb zugrunde liegenden Business Case zu. Der Aufsichtsrat wird die Integration des neu erworbenen Geschäftsbereichs und den weiteren Ausbau des Lenkungsgeschäfts eng begleiten.

7.

In der Sitzung am 10. Dezember 2018 befassten wir uns schwerpunktmäßig mit der Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr und der Mittelfristplanung für die Jahre 2019 bis 2021, jeweils bezogen auf den Knorr-Bremse Konzern und die Divisionen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge. Die vom Vorstand vorgelegte Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2019 wurde vom Aufsichtsrat nach intensiver Diskussion gebilligt. Der Aufsichtsrat beriet über die in der Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG offengelegten Abweichungen vom Deutschen Corporate Governance Kodex und billigte die Erklärung. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat mit den laufenden M&A-Transaktionen (inkl. Divestments), der Kooperation mit der Continental AG auf dem Gebiet der Fahrassistenzsysteme und mit dem Status der wesentlichen laufenden Rechtsstreitigkeiten.

Präsidium

Das Präsidium koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, bereitet die Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung seiner Effizienz vor und überwacht die Durchführung der vom Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen gefassten Beschlüsse. Ihm obliegt weiter die Beschlussfassung über Geschäfte mit Mitgliedern des Vorstands gem. § 112 AktG, die Zustimmung zu Verträgen mit Aufsichtsratsmitgliedern gem. § 114 AktG sowie die langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand und die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einschließlich der Bedingungen des Anstellungsvertrags. Im Berichtszeitraum fanden zwei Sitzungen des Präsidiums statt.

Dem Präsidium gehören an:

Hans Georg Härter (Vorsitzender, bis zum 31. August 2018)

Prof. Dr. Klaus Mangold (Vorsitzender, ab dem 1. September 2018)

Franz-Josef Birkeneder

Kathrin Dahnke (ab dem 12. Juli 2018)

Michael Jell (ab dem 12. Juli 2018)

1.

In der Sitzung am 12. Juli 2018 befasste sich das Präsidium mit der Genehmigung verschiedener Beraterverträge sowie eines Mandatsvertrags zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und zur Knorr-Bremse Gruppe gehörenden Gesellschaften. Die Details der hierunter im Berichtszeitraum gewährten Vergütung werden im Vergütungsbericht individualisiert offengelegt. Das Präsidium billigte die Verträge nach eingehender Prüfung.

2.

Die Sitzung des Präsidiums am 10. Dezember 2018 diente in erster Linie der Vorbereitung der Gegenstände der taggleich angesetzten Aufsichtsratssitzung. Zugleich wurde das Vorgehen zur Festlegung der IPO-Sondervergütung und der Stand der Vorbereitung der ersten Publikumshauptversammlung vorbesprochen. Das Präsidium entschied, dass das Vergütungssystem des Vorstands der Hauptversammlung im Jahr 2020 zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll. Hintergrund ist die Überlegung, dass die neuen Vorgaben der Aktionärsrechterichtlinie und der DCGK-Novelle bis dahin in den Vorstandsverträgen umgesetzt sein sollen. Darüber hinaus entschied das Präsidium, dass in Umsetzung von Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Sommer 2019 eine extern unterstützte Effizienzprüfung durchgeführt werden soll.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss legt dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für die Bestellung des Abschlussprüfers vor. Er bereitet die Beschlüsse des Aufsichtsrats zur Billigung der Abschlüsse und des Gewinnverwendungsvorschlags sowie zur Entsprechenserklärung vor und entscheidet anstelle des Aufsichtsrats über die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer. Ihm obliegt darüber hinaus die Überwachung des Abschlussprüfers, die Genehmigung von zusätzlich durch den Abschlussprüfer erbrachten Nichtprüfungsleistungen, die Erörterung von Halbjahres- und Quartalsfinanzberichten, die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie Fragen des Risikomanagements einschließlich der Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und der Compliance.

Dem Prüfungsausschuss gehören an:

Hans Georg Härter (Vorsitz bis 12. Juli 2018, Mitglied bis 31. August 2018)

Kathrin Dahnke (Vorsitz, ab dem 12. Juli 2018)

Franz-Josef Birkeneder

Prof. Dr. Klaus Mangold (ab dem 1. September 2018)

Werner Ratzisberger (ab dem 12. Juli 2018)

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr zu drei Sitzungen zusammen. Zwei Beschlussfassungen zur Genehmigung zusätzlich erbrachter Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers und zur Festlegung von Leitlinien für vorab genehmigte Nichtprüfungsleistungen erfolgten im schriftlichen Umlaufverfahren.

1.

In seiner Sitzung am 2. März 2018 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Geschäftsbericht und Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017. Weiterhin wurden die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems und der Aufbau des Compliance Management Systems im Ausschuss erörtert. Auch die wesentlichen laufenden Rechtsstreitigkeiten und die von der Knorr-Bremse AG im Juni 2018 begebene öffentliche Anleihe wurden im Prüfungsausschuss erörtert.

2.

Die erstmalige Veröffentlichung eines nach IFRS erstellten Konzernabschlusses (zum 31. Dezember 2017 mit den Vergleichsjahren 2015 und 2016) und des Halbjahresfinanzberichts (zum 30. Juni 2018) und die wesentlichen Inhalte der Veröffentlichungen wurden im Prüfungsausschuss in einer außerordentlichen Sitzung am 4. September 2018 mit dem Finanzvorstand und dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Gegenstand dieser Sitzung war auch der Stand der Vorbereitungen auf den Börsengang der Knorr-Bremse AG.

3.

In der Sitzung am 27. November 2018 wurde in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer die Jahres- und Konzernabschlussprüfung vorbereitet. Honorarvorschlag und Prüfungsumfang wurden vom Prüfungsausschuss gebilligt. Weiter wurde der Stand der Umstellung der Konzernrechnungslegung auf IFRS erörtert. Als Teil der turnusmäßigen Corporate Governance Berichterstattung wurden das Risikomanagement und die Interne Revision im Prüfungsausschuss vertieft behandelt. Zudem wurden die von der Gesellschaft zur Gewährleistung der Kapitalmarkt-Compliance getroffenen Maßnahmen vorgestellt und besprochen. Schließlich wurden die wesentlichen laufenden Rechtsstreitigkeiten im Prüfungsausschuss erörtert.

Nominierungsausschuss

Der am 12. Juli 2018 eingerichtete Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat bei Bedarf für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten für neue Aufsichtsratsmitglieder vor. Der Nominierungsausschuss trat im Berichtszeitraum nicht zusammen.

Dem Nominierungsausschuss gehören an:

Hans Georg Härter (Vorsitz, bis zum 31. August 2018)

Prof. Dr. Klaus Mangold (Vorsitz, ab dem 1. September 2018)

Kathrin Dahnke (ab dem 12. Juli 2018)

Julia Thiele-Schürhoff (ab dem 12. Juli 2018)

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat misst der Sicherstellung einer guten Corporate Governance große Bedeutung bei. Hierzu gehört die regelmäßige und sehr ausführliche Befassung des Aufsichtsrats mit den Corporate Governance Vorgaben für deutsche börsennotierte Gesellschaften, wie sie sich insbesondere aus dem Aktiengesetz, dem Mitbestimmungsgesetz und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) ergeben. Gemeinsam mit dem Vorstand gab der Aufsichtsrat für den Berichtszeitraum die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht wurde (vgl. auch Seite 51 des Geschäftsberichts). Knorr-Bremse erfüllt heute sämtliche DCGK-Empfehlungen mit Ausnahme der Empfehlung, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht binnen 90 Tagen und die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen binnen 45 Tagen zugänglich zu machen (Ziffer 7.1.2. DCGK). Die Abweichung ist auf die Umstellung der Rechnungslegungsstandards auf IFRS kurz vor dem Börsengang der Knorr-Bremse AG zurückzuführen. Details zur Corporate Governance der Gesellschaft können der Erklärung zur Unternehmensführung und dem Corporate Governance Bericht (Seiten 36- 41 des Geschäftsberichts) entnommen werden.

Aufgetretene Interessenkonflikte

Der Aufsichtsrat überwachte das Vorliegen von Interessenkonflikten im laufenden Geschäftsjahr fortlaufend und stellte fest, dass es im Geschäftsjahr 2018 zu keinem Interessenkonflikt kam.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Aufsichtsrat stellte durch entsprechende Prüfungshandlung sicher, dass der Jahres- und Konzernabschluss sowie die weitere Finanzberichterstattung für das Geschäftsjahr 2018 den geltenden Anforderungen entsprechen. Der vom Vorstand nach den nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG, der zusammengefasste Lagebericht der Knorr-Bremse AG und des Knorr-Bremse Konzerns sowie der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurden von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, (KPMG) geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. KPMG war von der Hauptversammlung am 14. März 2018 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 gewählt worden. KPMG ist seit mehr als zehn Jahren für den Knorr-Bremse Konzern als Abschlussprüfer tätig. Verantwortliche Prüfungspartner im Sinne des § 319a Abs. 1 Satz 4 HGB waren Prof. Dr. Kai Andrejewski (beginnend mit dem Abschluss 2018) und Johannes Hanshen (beginnend mit dem Abschluss 2018).

Der Abschlussprüfer prüfte darüber hinaus den vom Vorstand aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG). Der Abschlussprüfer erteilte für den Bericht folgenden Bestätigungsvermerk: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers waren allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet worden. Der Prüfungsausschuss nahm in seiner Sitzung am 29. April 2019 eine Vorprüfung dieser Unterlagen vor und erstattete dem Aufsichtsrat darüber in der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 30. April 2019 Bericht. Anschließend wurden die Abschlüsse und Berichte vom Vorstand im Aufsichtsrat vorgestellt und ausführlich diskutiert. Die in beiden Sitzungen anwesenden Abschlussprüfer berichteten über das Ergebnis ihrer Prüfungen, für die zuvor vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt worden waren: Prozess der Abschlusserstellung, Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen und dazu gehörigen Forderungen, Bewertung sonstiger Rückstellungen hinsichtlich rechtlicher Risiken, Bewertung der derivativen Finanzinstrumente (für den Jahresabschluss 2018) sowie Prozess der Konzernabschlusserstellung, Umsatzrealisierung im Projektgeschäft nach IFRS 15, Aktivierung von Entwicklungskosten nach IAS 38 und Bestand der Gewährleistungsrückstellungen (für den Konzernabschluss 2018).

Der Prüfungsausschuss stellte keine Schwächen des Risikomanagementsystems, des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems oder des Compliance Management Systems fest. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts hatten wir keinen Anlass, Einwendungen zu erheben, und stimmen daher mit dem Vorstand in seiner Einschätzung der Lage der Knorr-Bremse AG und des Knorr-Bremse Konzerns überein. Wir billigen auf Empfehlung des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2018; der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG ist damit festgestellt. Mit dem Vorstand diskutierten wir den Vorschlag zur Gewinnverwendung ausführlich und schließen uns dem Vorschlag des Vorstands an, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,75 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31.Dezember 2018 ergibt sich aus den Übersichten in Abschnitt H.6. im Konzernanhang.

Aufsichtsrat

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2018 wurde Frau Kathrin Dahnke für eine Amtszeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021 als weiteres Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat wählte Frau Dahnke am 12. Juli 2018 zur weiteren stellvertretenden Vorsitzenden und zugleich zur Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Frau Dahnke ist zugleich Mitglied des Präsidiums.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. August 2018 wurde Herr Prof. Dr. Klaus Mangold für eine Amtszeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2021 in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Prof. Mangold folgt Hans-Georg Härter nach, der zum 31. August 2018 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat ausschied. Der Aufsichtsrat wählte Herrn Prof. Mangold am 30. August 2018 zum Vorsitzenden. Herr Prof. Mangold ist zugleich Vorsitzender des Präsidiums und Mitglied des Prüfungsausschusses.

Herr Sebastian Roloff legte sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats aufgrund einer beruflichen Veränderung zum Ablauf des 31. März 2019 nieder. Er gehörte dem Aufsichtsrat seit dem Jahr 2014 an. Im Namen des Aufsichtsrats danke ich Herrn Roloff für seine Tätigkeit für Knorr-Bremse. Als Nachfolgerin wurde Frau Annemarie Sedlmair mit Wirkung zum 1. April 2019 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Vorstand

Mit Wirkung zum 1. September 2018 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Jürgen Wilder für die Dauer von drei Jahren zum Mitglied des Vorstands und übertrug ihm die Ressortverantwortung für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge, die seit 2016 durch Herrn Deller in Personalunion geführt wurde.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 wurde die Bestellung von Herrn Klaus Deller zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands verlängert. Herr Deller ist mit Wirkung zum 30. April 2019 im gegenseitigen Einvernehmen aus dem Vorstand ausgeschieden.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 verlängerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Dr. Peter Laier als Mitglied des Vorstands für die Dauer von fünf Jahren mit Ressortverantwortung für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge, die durch Herrn Dr. Laier seit 2016 geführt wird.

Dank

2018 war für Knorr-Bremse ein außergewöhnliches und bedeutendes Jahr. Der Aufsichtsrat dankt allen Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern der Knorr-Bremse Gruppe für ihren großen Einsatz, der erneut zu einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr führte.

 

München, 30. April 2019

Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Klaus Mangold, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Konzernlagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Überblick über den Konzern

Organisatorische Struktur des Konzerns

Die Knorr-Bremse AG ist die Management-Holding des Konzerns. Sie steuert die Divisionen und übernimmt übergeordnete Funktionen Finanzierung, Rechnungswesen, Controlling sowie Personalmanagement, Recht, Steuern, interne Revision und Unternehmenskommunikation. Gemeinsam mit den regionalen Holdinggesellschaften Knorr Brake Holding Corporation, Knorr-Bremse Asia-Pacific (Holding) Limited und Knorr-Bremse Brasil (Holding) sowie der Knorr-Bremse Services GmbH und der KB Media GmbH bildet die Knorr-Bremse AG das Corporate Center.

Unser operatives Geschäft führen wir in zwei Geschäftsbereichen (Divisionen), die auch unsere Berichtssegmente nach IFRS bilden:

Systeme für Schienenfahrzeuge (Division RVS und

Systeme für Nutzfahrzeuge (Division CVS)

Divisionen, Absatzmärkte, Marktanteile, Produkte und Dienstleistungen

Division Systeme für Schienenfahrzeuge

Der Geschäftsbereich Systeme für Schienenfahrzeuge stattet Fahrzeuge im Nahverkehr, wie beispielsweise U-Bahnen und Straßenbahnen, Güterzüge, Lokomotiven sowie Personennahverkehrs- und Hochgeschwindigkeitszüge mit hochentwickelten Produkten und Systemen aus. Im globalen Markt für Bremssysteme für Schienenfahrzeuge ist Knorr-Bremse Weltmarktführer. Bei Einstiegs- und Klimasystemen hat Knorr-Bremse ebenfalls die führenden Marktpositionen inne. Die Marktanteilsangaben beruhen auf eigenen Schätzungen und haben sich seit 2017 nicht wesentlich verändert.

Das Produktportfolio umfasst:

Bremssysteme, Einstiegssysteme und Klimaanlagen

Energieversorgungssysteme, Steuerungskomponenten, Scheibenwischer, Bahnsteigtüren, Reibmaterial sowie

Fahrerassistenzsysteme, elektronische Antriebsausrüstungen und Leittechnik.

Im Nachmarktgeschäft bieten wir unter unserer Marke RailServices Ersatzteile und Serviceleistungen für die Wartung, Überholung und Reparatur für Schienenfahrzeuge an.

Division Systeme für Nutzfahrzeuge

Unser Geschäftsbereich Systeme für Nutzfahrzeuge bietet Produkte und Systeme für Lkw, Busse, Anhänger und Landmaschinen an. Im globalen Markt für Scheibenbremsen sowie für pneumatische Bremsanlagen für Nutzfahrzeuge ist Knorr-Bremse Weltmarktführer. In den Produktbereichen Bremssysteme & Fahrdynamik, Energieversorgung & -verteilung sowie Kraftstoffeffizienz besetzt Knorr-Bremse ebenfalls führende Positionen. Die Angaben zu Marktpositionen beziehen sich auf unternehmenseigene Marktuntersuchungen für das Geschäftsjahr 2018 und haben sich seit 2017 nicht wesentlich verändert.

Unser Produktportfolio beinhaltet:

Bremssysteme sowie Lösungen für Fahrdynamik, einschließlich Fahrerassistenzsysteme und Automatisiertes Fahren, Bremssteuerung, Lenksteuerung und elektronische Niveauregelung (d. h. Fahrerassistenzsysteme, Anti-Blockier-Systeme, Notbremssysteme, pneumatische Scheibenbremsen, Trommelbremsen, Bremszylinder, Ventile und Pedaleinheiten, Steuerungssysteme, elektronische Niveauregelung, elektronische Stabilitätsprogramme und weitere),

Energieversorgungs- und -verteilungssysteme einschließlich Luftkompressoren und Luftaufbereitung sowie

Produkte zur Steigerung der Kraftstoffeffizienz wie Motorkomponenten und Subsysteme im Bereich der Getriebesteuerung (d. h. Schwingungsdämpfer, Motorluftsteuerung sowie Getriebe- und Kupplungsbetätigung).

Unter unserer Marke TruckServices bieten wir im Nachmarkt hochwertige Produkte und Serviceleistungen für Nutzfahrzeuge aller Art und jeden Alters.

Geschäftsmodell/Struktur des Konzerns

Rechtliche Unternehmensstruktur

Die Knorr-Bremse AG ist die Muttergesellschaft der Knorr-Bremse Gruppe. Zum 31. Dezember 2018 umfasste die Gruppe auf konsolidierter Basis 142 deutsche und ausländische Tochtergesellschaften, auf die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt. Die Gruppe ist weltweit an über 100 Standorten vertreten.

Die Knorr-Bremse AG hatte am 12. Oktober 2018 mit der Handelsaufnahme ihrer Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse ihr erfolgreiches Börsendebut. Insgesamt wurden beim Börsengang 48.360.000 Inhaberaktien ohne Nennbetrag aus dem Bestand der KB Holding GmbH bei Investoren platziert, was nach nahezu vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option einem Streubesitz von 29,84 % entspricht. Die daraus resultierenden Erlöse flossen der KB Holding GmbH zu. Die KB Holding GmbH hält nach dem Börsengang einen Anteil von 70,16 % an der Knorr-Bremse AG. Die Aktien der Knorr-Bremse AG werden am Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel KBX100 gehandelt.

In Vorbereitung auf den Börsengang wurde die Rechnungslegung auf International Financial Reporting Standards (IFRS) umgestellt. Aufgrund der Umstellung erfolgt die Planung und Steuerung des Konzerns und der Geschäftseinheiten auf Basis von Kennzahlen, die nach den handelsrechtlichen Grundsätzen (HGB) ermittelt wurden. Zukünftig erfolgt die Planung und Steuerung auf Basis von nach IFRS ermittelten Kennzahlen.

Portfolioveränderungen & Asset Deals

Mit Wirkung zum 1. April 2018 verkaufte Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB seine Dienstleistungstochter Swedtrac Rail Services AB an die Stadler Services Sweden AG. Diese Veräußerung stand in engem Zusammenhang mit dem späteren Verkauf des Wartungsgeschäfts für Schienenfahrzeuge der Knorr-Bremse RailServices Ltd. und der Kiepe Electric Ltd. in Großbritannien im August 2018 an die Mutares Holding-25 AG. Mit diesen Transaktionen der Veräußerungsgruppe "Blueprint" haben wir unser Portfolio von Geschäften bereinigt, die nicht mehr zu unserem strategischen Fokus als Schlüssellieferant für die Schienenindustrie gehören.

Im Juni 2018 unterzeichneten wir einen Vertrag mit einer Tochtergesellschaft der Federal Mogul Holdings LLC zum Kauf und Rücklizensierung von Know-how für die Entwicklung und Produktion von Produkten im Bereich Reibmaterialien für Schienenfahrzeuge und damit zusammenhängender Technologien. Auf diese Weise stärkt Knorr-Bremse seine Systemkompetenz und ergänzt die Produktpalette in der Neuausrüstung und im Servicegeschäft mit Reibmaterialien.

Das Fahrsimulatorengeschäft Sydac Pty Ltd im Geschäftsbereich Systeme für Schienenfahrzeuge wurde im Juli 2018 an Oktal, Société par actions simplifiée, einer Tochtergesellschaft der französischen Unternehmensgruppe Sogeclair, verkauft. Die Desinvestition von Sydac war ebenfalls Teil einer Portfoliobereinigung im Geschäftsbereich der Systeme für Schienenfahrzeuge.

Weitere Informationen zu den Portfolioveränderungen finden Sie im Abschnitt "Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf".

Geschäftsmodell

Finanzielle Bedeutung einzelner Produkte, Dienstleistungen und Absatzmärkte

Wir vertreiben unsere Produkte an Kunden auf der ganzen Welt und sind Partner aller großen Fahrzeug-OEMs sowie Eisenbahn- und Flottenbetreiber. Europa ist traditionell unsere umsatzstärkste Region. Im Jahr 2018 erzielten wir 49 % unseres Umsatzes nach Regionen (d. h. bezogen auf das Land, in dem das jeweilige Fahrzeug, für das wir Systeme oder Komponenten liefern, in Betrieb ist) in Europa/Afrika, der Rest stammte aus Asien/Pazifik (27 %) und Amerika (24 %). Beide Divisionen verfügen über einen ausgewogenen Mix aus OE- und Nachmarktgeschäft. Unsere Nachmarkt-Aktivitäten machten im Jahr 2018 rund 34 % des Gesamtumsatzes aus (nach HGB).

Geschäftsprozesse, Qualität

Viele unserer Produkte sind sicherheitsrelevant, so dass eine hohe Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Qualität aus unserer Sicht die Hauptgründe für die Kaufentscheidung unserer Kunden sind. In beiden Divisionen haben wir daher integrierte Managementsysteme implementiert, die in Bezug auf Qualitäts-, Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen auf etablierten Prozessen basieren.

Knorr-Bremse gewährleistet ein hohes Qualitätsniveau. Vor Jahren haben wir dazu in unseren Divisionen verschiedene Qualitätsinitiativen eingeführt, um das Qualitätsbewusstsein und die qualitätsorientierte Denkweise zu erhöhen. Ein ganzheitlicher Managementansatz unterstützt die Erfüllung aller Anforderungen während des gesamten Produktlebenszyklus - von der Entwicklung und Testphasen, über die sorgfältige Lieferantenauswahl sowie Herstellung bis hin zur Anwendung bei unseren Kunden. Die Einhaltung aller relevanten Qualitätskennzahlen, wie beispielsweise Cost of Poor Quality, Supplier Delivery Quality, Functional Test Failures oder Product Safety Audits, wird in einem monatlichen, weltweiten Reporting überwacht. Eine fortlaufende Verbesserung der Produkt- und Systemqualität ist hier ebenso Thema wie die tagtägliche Qualitätsverantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters für sichere Produktions- und Arbeitsabläufe.

Wir prüfen und verbessern die Implementierung unseres Prozessmanagementsystems durch regelmäßige interne Audits und Bewertungen, die weltweit durchgeführt werden. Darüber hinaus wird dies durch externe Zertifizierungsaudits auf Basis von IRIS (International Railway Industry Standard) für unsere Division Systeme für Schienenfahrzeuge bzw. IATF (International Automotive Task Force)/ISO TS 16949 für unsere Division Systeme für Nutzfahrzeuge bestätigt.

Kundenbeziehungen

In beiden Divisionen pflegen wir langjährige Kundenbeziehungen zu den meisten unserer Kunden. Dazu zählen in der Regel die größten Betreiber und globalen Fahrzeug-OEMs.

Rund 60 % des Umsatzes der Division Systeme für Schienenfahrzeuge entfallen auf das OE-Geschäft. Der Nachmarkt-Anteil betrug im Jahr 2018 40 % des Umsatzes der Division (Aufteilung nach HGB).

In der Division Systeme für Nutzfahrzeuge wurden rund 73 % des Umsatzes aus Verkäufen an OE-Kunden generiert. Der Nachmarkt-Anteil der Division betrug im Jahr 2018 rund 27 % (Aufteilung nach HGB).

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach HGB in OE und Nachmarkt zum Zweck des Lageberichts war nicht Bestandteil der Konzernabschlussprüfung.

Beschaffung

Unsere Beschaffungsaktivitäten sind neben der Sicherstellung der Materialversorgung unserer Produktionsstandorte und der Erzielung von Kosteneinsparungen auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit innovativen Zulieferern ausgerichtet. Die Beschaffungsorganisation nimmt eine Schlüsselrolle für die Qualität der Endprodukte ein.

Unser konzernweit gültiger Verhaltenskodex für Lieferanten legt die Anforderungen an Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Umweltschutz und Sicherheit, Geschäftsethik und Compliance für unsere Zulieferer fest. Im kommenden Berichtsjahr wird die Umsetzung des Verhaltenskodex für Lieferanten fortgesetzt. Insbesondere werden wir ihn auf die indirekten Lieferanten (Nichtproduktionsmaterial) ausweiten.

Für unsere Fertigung und Montage gehören verschiedenen Bauteile und Rohstoffe zu den wichtigsten Komponenten. Daher beobachten wir monatlich verschiedene Rohstoffindizes (wie z. B. Deutscher Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie, das Metal Bulletin und der London Metal Exchange).

Unser Supply Chain-Management konzentriert sich auf die Verbesserung unserer Lieferkettenfähigkeiten, -prozesse und unserer Lagerbestände entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Inbound, unternehmensübergreifend, Outbound und Recycling. Seit mehr als 10 Jahren betreiben wir ein Supply Chain Finance Programm mit den wichtigsten Lieferanten. Im Rahmen dieses Programms erhalten Lieferanten eine vorzeitige Zahlung gegen einen Rabatt. Unser Supply Chain Management-Ansatz wird außerdem von Faktoren wie der integrierten Planung, der Verfügbarkeit von Teilen, Zoll und Außenhandel, der logistischen Abwicklung, dem Transport, kurzen Lieferzeiten und der Rückverfolgbarkeit von Teilen bestimmt. Wir haben einen abgestimmten Lieferzyklus mit einem standardisierten Prozessmodell und standortübergreifenden synchronisierten Lieferketten. So gewährleisten wir Liefersicherheit und einen angemessenen Lagerbestand, hohe logistische Qualität und Performance bei niedrigen Kosten.

Global Sourcing

Um das Potenzial der asiatischen Zuliefermärkte für RVS zu nutzen, haben wir in Indien und China Einkaufsbüros eingerichtet, um unsere europäischen und nordamerikanischen Einkaufsteams zu unterstützen. Für CVS haben wir einen Lieferantenprozess implementiert, der weltweit eingesetzt wird. Jede Lieferantenauswahl wird einem interdisziplinären Board (einschließlich Vertretern verschiedener Abteilungen, d. h. Einkauf, Forschung & Entwicklung, Qualität, Logistik und Nachhaltigkeit) vorgestellt.

In beiden Divisionen bündelt eine globale Warenwirtschaftsorganisation Auftragsmengen, schließt Rahmenverträge und vereinheitlicht globale Lieferantenpanels.

Für den indirekten Materialeinkauf hat Knorr-Bremse in einem divisionsübergreifenden Transformationsprozess in 2018 eine verbesserte Datentransparenz hergestellt und einen globalen Auswahlprozess eingeführt, durch den weitere Einsparungen erzielt werden können.

Standorte und Arbeitsteilung im Konzern

Die Produktionsstandorte von Knorr-Bremse befinden sich in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien/Pazifik. In den vergangenen Jahren haben wir unsere globale Produktions- und Engineering-Präsenz in unseren beiden Divisionen durch mehrere Akquisitionen und Joint Ventures sowie durch intensive Lokalisierungsbemühungen ausgebaut. Unsere Produkte werden weltweit hergestellt, wobei ein globales Gleichgewicht zwischen High-Tech-Standorten wie Westeuropa und Nordamerika und Best-Cost-Standorten wie Osteuropa, Afrika, Asien/Pazifik, Lateinamerika und Mexiko besteht.

Die Produktion an unseren Standorten basiert auf einheitlichen globalen Standards, die sowohl zu einer hohen Flexibilität als auch zu einer verlässlichen Lieferfähigkeit führen. Gleichzeitig gewährleisten wir dadurch ein einheitlich hohes Qualitätsniveau an jedem Standort, beispielsweise durch das konzernweit einheitliche Produktionsmanagementsystem Knorr-Bremse Produktionssystem (KPS). KPS verwendet u. a. Kennzahlen, Lean Management-Methoden, Shop Floor Management und Pull-Prinzipien, die von Experten eingeführt und von einer internen Lean-Trainingsakademie geschult werden.

Steuerungssystem

Unternehmensspezifische Frühindikatoren

Knorr-Bremse hat sich in der Vergangenheit durch eine frühzeitige Erkennung von Marktveränderungen und eine rasche Reaktion darauf ausgezeichnet. Für die Steuerung des Unternehmens beobachten wir eine Reihe an Frühindikatoren. Dadurch können wir uns rechtzeitig und mit geeigneten Maßnahmen auf Konjunktur- und Nachfrageveränderungen einstellen. Wir verwenden vier Indikatortypen:

Wichtige konjunkturelle Frühindikatoren sind Geldmengen, Rohstoff- und Energiepreise sowie Einkaufsmanager- und Geschäftsklimaindizes. Auch Research-Berichte und gesamtwirtschaftliche Statistiken, z. B. zum Transportvolumen, helfen uns, für uns relevante Konjunkturentwicklungen frühzeitig zu erkennen. Zudem verfolgen wir die Entwicklung der Zinsen aufmerksam. Der Geschäftsverlauf in unserem Nutzfahrzeuggeschäft korreliert deutlich mit der Entwicklung der Weltwirtschaft, das Schienenfahrzeuggeschäft hingegen zeigt sich in der Regel wenig konjunkturabhängig.

Spezifischere Indikatoren zur Abschätzung des zukünftigen Geschäftspotenzials sind die Produktions- und Absatzpläne unserer Kunden sowie Statistiken und Prognosen zu deren Auftragseingang. Zudem verfolgen wir die Erwartungen von Analysten bezüglich der öffentlich notierten Unternehmen in der Schienen- und Nutzfahrzeugbranche.

Der dritte Frühindikator sind konkrete Ausschreibungen unserer Kunden. Informationen darüber sammeln wir in unserer Datenbank zusammen mit einer Einschätzung unserer Akquisitionschancen.

Die vierte Indikatorgruppe bilden Auftragseingang und Auftragsbestand der beiden Divisionen. Da viele Aufträge eine längere Laufzeit haben, eignen sich beide Kennzahlen, um Auslastung und Umsatz der nächsten Quartale abzuschätzen.

Externe Einflussfaktoren

Der wichtigste externe Einflussfaktor für unser Geschäft im Bereich Schienenfahrzeuge ist die Entwicklung des Auftragsbestands bei unseren Kunden, den Fahrzeugbauern. Daneben sind die Größe und das durchschnittliche Alter der installierten Basis entscheidend für die Entwicklung des Nachmarktgeschäfts. In der Studie "World Rail Market" von Roland Berger und der UNIFE wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von rund 2,6 % p. a. für den globalen Schienenfahrzeugmarkt prognostiziert. Daraus ergeben sich für uns durch die Nachmarktdynamik und den Ausbau unseres Lieferumfangs Wachstumsmöglichkeiten in Höhe von 5 bis 6 % p. a.

Im Nutzfahrzeuggeschäft ist der wichtigste Einflussfaktor die Truck Production Rate in Stück, differenziert nach den Absatzregionen. Hier erwarten wir für die nächsten Jahre eine Seitwärtsbewegung. Darüber hinaus bietet die technologische Weiterentwicklung in Richtung Sicherheit, Emissionsschutz und Hochautomatisiertes Fahren attraktive strukturelle Wachstumspotenziale in Form einer kontinuierlichen Steigerung des Content per Vehicle, je nach Region, in Höhe von 3 bis 4 % p. a. In Summe ergeben sich für uns Wachstumsmöglichkeiten in Höhe von 4 bis 5 % p. a.

In bestimmten Bereichen beeinflussen staatliche Regelungen zum Emissionsschutz und zur Sicherheit unser Geschäft. In der Regel verstärken anspruchsvollere Grenzwerte, zum Beispiel für CO2, die Nachfrage nach Fahrzeugtechnik mit geringerem Schadstoffausstoß.

Wechselkursveränderungen haben einen moderaten Einfluss auf Umsatz und Ergebnis. Da wir in großen Auslandsmärkten über lokale Produktionswerke und Beschaffungsstrukturen sowie lokale Entwicklungsaktivitäten verfügen, ist unser Exportbedarf vergleichsweise gering. Dies senkt die Transaktionsrisiken. Wichtiger sind Translationseffekte infolge der Umrechnung von Fremdwährungspositionen in Euro.

Zu den Leistungsindikatoren des Unternehmens siehe auch Angaben im Abschnitt "Größen der Unternehmenssteuerung".

Forschung und Entwicklung

Unsere Innovationsagenda zielt hauptsächlich auf die vier Megatrends Urbanisierung, Eco-Effizienz, Digitalisierung und Automatisiertes Fahren ab und ist auf den Kundennutzen und die Wertschöpfung ausgerichtet. Die Entwicklungen konzentrieren sich beispielsweise auf:

Verringerung des Energieverbrauchs, des Lärms oder des Gewichts;

Minimierung der Betriebskosten über den Lebenszyklus;

Modernisierungs- und Upgrade-Lösungen.

Unser Ziel ist es darüber hinaus, unseren Kunden modernste Elektronik-, Hardware- und Softwareprodukte anzubieten und Produkte, die veränderten regulatorischen Standards sowie den neuesten Entwicklungen von Engineering-Methoden und -Werkzeugen Rechnung tragen.

Bei unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten profitieren wir vom Synergiepotenzial zwischen den beiden Divisionen. Entsprechend arbeiten unsere F&E-Teams in enger Abstimmung miteinander. Für große Teile unseres Produktportfolios kann die zugrunde liegende Technologie auf beide Segmente angewendet werden. Dazu gehören beispielsweise die Fahrerunterstützung (Adaptive Cruise Control ("ACC"), AEBS, ASR), Bewegungssteuerung, Bremssteuerung, Hydraulik, Wheelend/Bogie-Ausrüstung und Drucklufterzeugung. Die Synergien zwischen den Segmenten führen zu einer schnelleren Markteinführung und einem Kostenvorteil in der Entwicklung. So haben wir zum Beispiel die Technologie für Scheibenbremsen und für den Schraubenkompressor von den Schienenfahrzeugsystemen auf Nutzfahrzeugsysteme übertragen. Unsere Kollisionsvermeidungslösung für Schienenfahrzeuge basiert auf Know-how im Bereich der Sensortechnologie unserer Division Systeme für Nutzfahrzeuge. Für die Entwicklung von Condition Monitoring und Kollisionsvermeidung setzen wir gemeinsame Entwicklungsteams ein.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden auf Konzernebene 363,6 Mio. EUR (5,5 % des Umsatzes) in unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten investiert. Davon entfielen 197,1 Mio. EUR oder 5,7 % des entsprechenden Umsatzes auf die Division Systeme für Schienenfahrzeuge und 166,6 Mio. EUR bzw. 5,3 % des entsprechenden Umsatzes auf die Division Systeme für Nutzfahrzeuge. Tab. 2.01

2.01 F&E-Kennzahlen

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In Mio. € 2018 2017
F&E - Kosten 363,6 358,8
davon aktivierte Entwicklungskosten 48,0 31,8
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten 7,5 6,4
F&E-Mitarbeiter (31.12.) 4.554 3.720

Unsere wichtigsten Forschungs- und Entwicklungszentren befinden sich in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Kunden:

München und Schwieberdingen (Deutschland),

Budapest (Ungarn),

Elyria (USA),

Suzhou (China) und

Pune (Indien)

Bei mehreren gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten arbeiten wir auch mit Kunden, Universitäten und technischen Instituten zusammen, wie beispielsweise mit der Universität Stuttgart, der Universität Budapest, der Technischen Universität Berlin oder der Technischen Universität München. Wir unterhalten Partnerschaften mit Startups, z. B. durch den Hackathon Techfest München, um Zugang zu Technologie zu erhalten und unsere Forschung und Entwicklung zu beschleunigen. Insgesamt besteht unser externes F&E-Netzwerk aus über 15 Partnerschaften. Darüber hinaus haben wir auch Partnerschaften mit der öffentlichen Hand und beispielsweise an dem EU-finanzierten Programm "Shift2Rail" beteiligt. Solche Partnerschaften ermöglichen es uns unter anderem, an der Gestaltung von Normen und Standards mitzuwirken und Branchentrends zu antizipieren.

Die Innovationen und Forschungsergebnisse des Knorr-Bremse Konzerns wurden auf den Leitmessen der Branchen im Herbst 2018 vorgestellt: Auf der IAA für Nutzfahrzeuge, auf der InnoTrans und auf der Automechnika.

In der Division Systeme für Nutzfahrzeugsysteme konzentrierten sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in den letzten Jahren auf die Branchenschwerpunkte Verkehrssicherheit Automatisiertes Fahren, Emissionsreduktion und E-Mobilität sowie Konnektivität. So wurde mit der Global Scalable Brake Control (GSBC) und dem intelligenten hydraulischen Lenkassistenten (iHSA) ein zuverlässiges Steuerungsnetzwerk für die koordinierte Längs- und Quersteuerung von automatisierten Fahrzeugen entwickelt. Auch wurden zwei neue Scheibenbremsengenerationen vorgestellt - die Zweistempelbremse SYNACT für das Zugfahrzeug und die Einstempelbremse NEXTT für Zugfahrzeuge mit geringerer Achslast sowie für Trailer.

In der Division Systeme für Schienenfahrzeuge konzentrierten sich die Entwicklungsaktivitäten auf Lösungen zur Erhöhung der Verfügbarkeit und zum effizienteren Betrieb der Fahrzeuge, um die Lebenszykluskosten von Fahrzeugen zu optimieren. Vor allem der automatisierte Zugbetrieb, das Eco-Design und die Digitalisierung von Produkten stehen dabei im Mittelpunkt. Auf der InnoTrans wurde die neue Generation EP 2002 3.0 vorgestellt, deren Einsatzspektrum auf den Regional- und Fernverkehr ausgeweitet werden konnte. Mit der neuen Generation des Knorr-Bremse Einheitsventil (Kef) hat Knorr-Bremse sein wichtigstes Steuerventil für den Frachtverkehr grundlegend überarbeitet und ermöglicht somit Telematik-Lösungen zur Digitalisierung des Frachtverkehrs. Unsere innovative iCOM-Plattform umfasst eine Reihe von Funktionen, wie zum Beispiel verschleißarmes Fahren, ein Fahrerassistenzsystem, Echtzeitmessungen des Energieverbrauchs und Diagnose. Die Knorr-Bremse Gesellschaft Kiepe Electric hat ein wegweisendes IMC-Ladekonzept für Oberleitungsbusse entwickelt. Dabei werden Busse auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten wie Batteriebusse betrieben. Die Aufladung erfolgt während der Fahrt in Abschnitten mit Oberleitungen.

Nachhaltigkeit

Wir informieren mit unserem UN Global Compact (UNGC) Fortschrittsbericht unsere Stakeholder seit 2011 über die Nachhaltigkeitsaktivitäten bei Knorr-Bremse. Der Bericht beschreibt ausführlich den Einfluss des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft und stellt zentrale Kennzahlen sowie Ziele und Maßnahmen dar, mit denen Knorr-Bremse seine Nachhaltigkeitsaktivitäten steuert.

Der Bericht enthält die nichtfinanzielle Konzernerklärung gemäß §§ 315b und 315c i. V. m. § 289b bis 289e HGB für den Knorr-Bremse Konzern. Die Veröffentlichung des UN Global Compact Berichts, der die nichtfinanzielle Erklärung enthält, erfolgt zum 30. April 2019 auf der Webseite des Unternehmens unter www.knorr-bremse.com/de/verantwortung.

Mitarbeiter

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Jahresende 2018 insgesamt 28.452 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 2,7 % mehr als im Vorjahr (Vorjahr: 27.705), inklusive Personalleasing). Die Angaben beziehen sich auf Vollbeschäftigten-Einheiten (FTE). Ohne Personalleasing waren 25.933 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 24.925). Dem Anstieg, der auf dem organischen Wachstum des Knorr-Bremse Konzerns im Berichtszeitraum beruhte, stand eine Reduktion durch den Abgang von Geschäftsaktivitäten in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge gegenüber. Insgesamt waren zum Stichtag 31. Dezember 2018 15.886 (Vorjahr: 16.051) Mitarbeiter in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge tätig, 11.906 (Vorjahr: 11.082) in der Division Systeme für Nutzfahrzeuge. Grafik 2.02

2.02 Mitarbeiterzahlen per 31.12.2018 inklusive Personalleasing

In der Region Europa/Afrika beschäftigte Knorr-Bremse zum Jahresende 2018 15.333 Mitarbeiter (14.552 exkl. Personalleasing) gegenüber 15.782 (14.462 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Damit lag der Anteil der europäischen Mitarbeiter mit 53,9 % unter dem Vorjahresniveau von 57,0 %. In Deutschland stieg die Zahl der Mitarbeiter von 5.663 (5.238 exkl. Personalleasing) auf 5.809 (5.485 exkl. Personalleasing) zum 31. Dezember 2018. Die Beschäftigtenzahl in der Region Nord- und Südamerika stieg im vergangenen Jahr auf 5.815 (5.562 exkl. Personalleasing) zum 31. Dezember 2018 gegenüber 5.216 (4.970 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Der prozentuale Anteil der Mitarbeiter in der Region legte auf 20,4 % (Vorjahr: 18,8 %) zu. Die Beschäftigtenzahl in der Region Asien/Pazifik erhöhte sich im Jahr 2018 auf 7.304 (5.819 exkl. Personalleasing) zum Jahresende gegenüber 6.707 (5.494 exkl. Personalleasing) Mitarbeitern im Vorjahr. Dabei stieg der Mitarbeiteranteil in der Region auf 25,7 % gegenüber 24,2 % im Vorjahr in Bezug auf die Gesamtmitarbeiterzahl. Grafik 2.03

2.03 Mitarbeiterzahlen per 31.12.2018 inklusive Personalleasing, nach Regionen

Personalentwicklung

Knorr-Bremse betrachtet die Weiterqualifikation seiner Mitarbeiter als wichtigen Schlüssel für eine persönliche und berufliche Entwicklung sowie als Grundlage für den unternehmerischen Erfolg. Der Konzern hat den Anspruch, seine Mitarbeiter bedarfs- und zielgruppenspezifisch zu qualifizieren und weiterzuentwickeln.

Den inhaltlichen Rahmen für unsere Personalentwicklung bildet das HR-Prozessmodell, in dem sowohl das Gewinnen neuer Mitarbeiter als auch die Förderung und Weiterentwicklung von Mitarbeitern im Vordergrund stehen.

Zur Bindung der Führungs- und Nachwuchskräfte im eigenen Haus bietet Knorr-Bremse Förderprogramme wie das Management Evolution Program (MEP) für Trainees oder die Entwicklung im Rahmen der International Management Potential Group (IMPG) an.

Ausbildung bei Knorr-Bremse

Knorr-Bremse bildet in den Berufen aus, die im eigenen Betrieb beschäftigt werden. An unseren internationalen Standorten bietet Knorr-Bremse verschiedene technische und kaufmännische Ausbildungsberufe an. Zu den besonders gefragten Fachbereichen gehören unter anderem Industriemechanik, Zerspanungsmechanik, Elektronik, Mechatronik und Informatik. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 absolvierten 207 (Vorjahr: 248) junge Menschen bei Knorr-Bremse ihre Ausbildung.

WEITERE ANGABEN ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung für die Knorr-Bremse AG wird am 30. April 2019 auf der Homepage unter https://ir.knorr-bremse.com/corporate-governance-de veröffentlicht. Weitere Angaben finden Sie auch im Kapitel Corporate Governance.

Übernahmerelevante Angaben gemäß §§ 289a Abs. 1 und 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht gemäß § 176 Abs. 1 AktG

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Knorr-Bremse AG ist in 161.200.000 voll stimmberechtigte Inhaber-Stückaktien eingeteilt. Die mit den Aktien verbundenen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Zum 31. Dezember 2018 hielt die Knorr-Bremse AG keine eigenen Aktien und tut dies auch gegenwärtig nicht.

Stimmrechts-/Übertragungsbeschränkungen und entsprechende Vereinbarungen

Die KB Holding GmbH hat sich im Rahmen des Börsengangs der Knorr-Bremse AG für die von ihr gehaltenen Aktien einer Lock-up-Verpflichtung gegenüber den Konsortialbanken für die Dauer von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt des Börsengangs am 12. Oktober 2018 unterworfen. Die Mitglieder des Vorstands haben sich hinsichtlich der von ihnen im Rahmen des Börsengangs erworbenen Knorr-Bremse Aktien ebenfalls einer sechsmonatigen Lock-up Verpflichtung unterworfen. Im Übrigen sind dem Vorstand keine Vereinbarungen von Aktionären der Knorr-Bremse AG bekannt, welche Beschränkungen enthalten, die die Ausübung von Stimmrechten oder die Übertragung von Aktien betreffen. Es bestehen gesetzliche Stimmrechtsbeschränkungen, zum Beispiel nach § 28 S. 1 WpHG (Verletzung von Mitteilungspflichten), § 71b AktG (Rechte aus eigenen Aktien) und § 136 Abs. 1 AktG (Stimmrechtsausschluss bei bestimmten Interessenkonflikten).

Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die KB Holding GmbH, Grünwald, Deutschland, ist mit 70,16 % am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt. Die KB Holding GmbH wird mittelbar über die TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald, Deutschland, und die Stella Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald, Deutschland, ("Stella") durch Herrn Heinz Hermann Thiele kontrolliert, der die Mehrheit der Stimmrechte an der Stella hält. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der Knorr-Bremse AG, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Knorr-Bremse AG nicht mitgeteilt worden und auch sonst nicht bekannt.

Aktien mit Sonderrechten

Es existieren keine Aktien der Knorr-Bremse AG, die Sonderrechte einräumen.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Es existieren keine Arbeitnehmerbeteiligungen, bei denen Kontrollrechte nicht unmittelbar ausgeübt werden. Arbeitnehmer, die Aktien der Knorr-Bremse AG halten, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Bestimmungen zur Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die anzuwendenden gesetzlichen Bestimmungen finden sich in den §§ 84, 85 AktG sowie in § 31 MitbestG. Die Satzung der Knorr-Bremse AG enthält keine von den gesetzlichen Regelungen abweichenden Bestimmungen. Ergänzend regelt die Satzung in § 8 (1), dass der Vorstand aus mindestens zwei Mitgliedern besteht und dass der Aufsichtsrat ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands und ein weiteres Vorstandsmitglied zum stellvertretenden Vorsitzenden ernennen kann.

Bestimmungen zur Änderung der Satzung

Über Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit das Aktiengesetz nicht zwingend etwas Abweichendes bestimmt, wird der Beschluss gemäß § 23 (2) der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und - soweit eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals erforderlich ist - mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Nach § 13 Abs. 4 ist der Aufsichtsrat befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen. Das Gleiche gilt nach § 6 (5) der Satzung für Änderungen von § 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2018 sowie nach Ablauf der Ermächtigungsfrist.

Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe von Aktien ergeben sich aus § 6 der Satzung sowie den gesetzlichen Bestimmungen:

Genehmigtes Kapital

Bis zum 28. Mai 2023 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 40.300.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 40.300.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten; sie können auch von Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 S. 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise auszuschließen,

um Spitzenbeträge unter Ausschluss des Bezugsrechts zu verwerten.

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen,

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen gemäß § 186 Abs. 3 S. 4 AktG, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits notierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet und der Ausschluss des Bezugsrechts auf insgesamt höchstens 10 % des bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft beschränkt ist;

sowie (a) in dem Umfang, in dem es zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Knorr-Bremse-Aktien aus beziehungsweise im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechten mit Options- und/oder Wandlungsrecht und/oder -pflicht erforderlich ist, sowie (b) insoweit, wie es zum Verwässerungsschutz erforderlich ist, um den Inhabern beziehungsweise Gläubigern der von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder Genussrechte mit Options- und/oder Wandlungsrecht und/oder -pflicht (beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente) Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft in dem Umfang zu gewähren, wie sie ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Options- oder Wandlungspflichten als Aktionäre zustünden.

Die weiteren Einzelheiten ergeben sich aus § 6 Abs. 3 der Satzung.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist bis zum 28. Mai 2023 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals, auch gleichzeitig in verschiedenen Serien, auf den Inhaber oder auf den Namen lautende nachrangige oder nicht nachrangige Wandel- und/oder Optionsanleihen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (nachfolgend zusammen Schuldverschreibungen) im Gesamtnennbetrag von bis zu 1.500.000.000,00 EUR auszugeben und den Inhabern oder Gläubigern der Schuldverschreibungen (nachfolgend zusammen Inhaber) Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 16.120.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 16.120.000,00 EUR nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen (nachfolgend Emissionsbedingungen) zu gewähren. Die Ausgabe der Schuldverschreibungen kann gegen Geld- und/oder Sachleistung erfolgen. Die Emissionsbedingungen können auch eine Options- bzw. Wandlungspflicht zum Ende der Laufzeit oder zu einem früheren Zeitpunkt oder einem bestimmten Ereignis vorsehen.

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Das Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die Schuldverschreibungen von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von §186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

soweit die Schuldverschreibungen, die mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten ausgestattet sind, gegen Geldzahlung ausgegeben werden und der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabepreis der Schuldverschreibungen ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht wesentlich unterschreitet. Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gilt für Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. Wandlungs- oder Optionspflichten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht übersteigen darf,

soweit die Schuldverschreibungen gegen Sachleistung ausgegeben werden,

soweit es erforderlich ist, um den Inhabern oder Gläubigern von bereits zuvor ausgegebenen Schuldverschreibungen bzw. Optionsscheinen, die von der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG ausgegeben sind, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts bzw. nach Erfüllung der Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde,

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen.

Zur Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel-/Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung des Vorstands ausgegeben wurden, wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 16.120.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 16.120.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die näheren Einzelheiten hierzu regelt § 7 der Satzung.

Rückkauf von Aktien

Der Vorstand der Gesellschaft ist in den in § 71 AktG gesetzlich geregelten Fällen zum Rückkauf von eigenen Aktien und zur Veräußerung zurückgekaufter Aktien befugt. Am 29. Mai 2018 bevollmächtigte die Hauptversammlung den Vorstand der Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG, bis zum 28. Mai 2023 eigene Aktien der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft in Höhe von insgesamt bis zu 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Betrag geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen.

Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands

als Kauf über die Börse, mittels einer öffentlichen Kaufofferte,

mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten, oder

durch die Einräumung von Andienungsrechten an die Aktionäre.

Der Vorstand wurde durch die Hauptversammlung vom 29. Mai 2018 ferner ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden oder früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien

über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote zu veräußern,

mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Sachleistung, insbesondere als (Teil-)Gegenleistung zum unmittelbaren oder mittelbaren Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, oder von Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten und zu übertragen,

zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Knorr-Bremse AG aus oder im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen zu verwenden,

einzuziehen.

Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots

Die wesentlichen Vereinbarungen der Knorr-Bremse AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control) stehen, betreffen die am 8. Dezember 2016 begebene Schuldverschreibungen der Knorr-Bremse AG über 500 Mio. EUR, die im Jahr 2021 fällig sind, und die am 14. Juni 2018 begebenen Schuldverschreibungen der Knorr-Bremse AG über 750 Mio. EUR, die im Jahr 2025 fällig sind. Gemäß den Anleihebedingungen dieser Schuldverschreibungen sind die Gläubiger berechtigt, bei Eintritt eines Kontrollwechsels die Rückzahlung der Schuldverschreibungen durch die Knorr-Bremse AG zum Nennbetrag zu verlangen, falls es aufgrund des Kontrollwechsels innerhalb eines Zeitraums von 120 Tagen nach dem Eintritt des Kontrollwechsels (Kontrollwechselzeitraum) zu einer Absenkung des Ratings kommt, d. h. ein der Knorr-Bremse AG oder den Schuldverschreibungen erteiltes Rating zurückgezogen oder von einem Investment Grade-Rating in ein non-Investment Grade-Rating geändert wird.

Entschädigungsvereinbarungen bei Übernahmeangeboten

Mit den Mitgliedern des Vorstands der Knorr-Bremse AG wurde für den Fall eines Kontrollwechsels, definiert als Erwerb der Mehrheit der Stimmrechte an der Knorr-Bremse AG, dem Vorstandsmitglied eine zeitlich befristete Option zur Eigenkündigung des Vertrags mit Ausgleichszahlung eingeräumt, vorausgesetzt, der Kontrollwechsel verändert die Strategie der Gesellschaft wesentlich und beeinträchtigt hierdurch die Stellung des Vorstandsmitglieds wesentlich oder die Ressortzuständigkeit wird wesentlich eingeschränkt oder sonst zum Nachteil des Vorstandsmitglieds wesentlich verändert. Die Ausgleichszahlung entspricht hierbei der vertragsgemäßen Vergütung für die Restlaufzeit der regulären Bestellung, längstens jedoch für 24 Monate. Sie wird mit der Amts- und Vertragsbeendigung fällig.

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht erläutert entsprechend der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und der gesetzlichen Vorgaben die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG sowie die Vergütung der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Vergütung des Vorstands

Vergütungssystem

Grundlagen und Ziele

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Angemessenheit der Vorstandsvergütung und des Vergütungssystems unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben und der Empfehlungen des DCGK und passt diese soweit notwendig an. Das Vergütungssystem besteht aus einer erfolgsunabhängigen Komponente (Grundvergütung) nebst Nebenleistungen sowie einer erfolgsabhängigen Komponente, die sowohl kurzfristige als auch langfristige Elemente aufweist. Der prozentuale Anteil der erfolgsunabhängigen Komponente an dem Gesamtzieleinkommen (Grundvergütung zzgl. kurzfristiger und langfristiger erfolgsabhängiger Vergütung) beträgt zwischen 33 % und 40 %.

Der prozentuale Anteil der erfolgsabhängigen Vergütung am Gesamtzieleinkommen beträgt bei der kurzfristigen erfolgsabhängigen Vergütung (Short-Term Incentive) zwischen 29 % und 33 % und bei der langfristigen erfolgsabhängigen Vergütung (Long-Term Incentive) zwischen 30 % und 33 %.

Diese Werte beziehen sich auf die Zielvergütungshöhe ab dem 1. Januar 2019. Im Geschäftsjahr 2018 wurden die Regelungen des neuen Vergütungssystems noch nicht voll umfänglich umgesetzt. Grafik 2.04

2.04 Vergütungsbestandteile

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33 - 40% 29 - 33% 30 - 33%
Erfolgsunabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten Erfolgsabhängige Komponenten
Grundvergütung inkl. Nebenleistungen Kurzfristige variable Vergütung Langfristige variable Vergütung
Jährliche Auszahlung Jährliche Auszahlung Laufzeit 3 Jahre

Zuletzt erfolgte eine Weiterentwicklung des Vergütungssystems im Zuge des Börsengangs der Knorr-Bremse AG im Herbst 2018; dieses gilt spätestens mit Wirkung ab dem 1. Januar 2019 für alle dann amtierenden Vorstandsmitglieder. Soweit im Geschäftsjahr 2018 noch Elemente des vorherigen Vergütungssystems relevant sind, werden diese in den entsprechenden Beschreibungen der einzelnen Elemente des Vergütungssystems zusammenfassend dargestellt.

Erfolgsunabhängige Komponente und Nebenleistungen

Die Mitglieder des Vorstands erhalten ein fest vereinbartes, erfolgsunabhängiges Jahresgehalt (Grundvergütung), das in zwölf gleichen Raten monatlich als Gehalt ausgezahlt wird. Die Grundvergütung beträgt für Herrn Deller seit dem 1. Oktober 2018 1.500 TEUR pro Jahr (bis zum 30. September 2018 1.250 TEUR). Für die übrigen Mitglieder des Vorstands beträgt diese 800 TEUR pro Jahr.

Für den Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis zum 31. August 2018 erhielt Herr Deller zusätzlich für die Übernahme des Vorstandsressorts Systeme für Schienenfahrzeuge für die Regionen Europa, USA, Südamerika und Asien eine jährliche fixe Zusatzvergütung in Höhe von 350 TEUR.

Darüber hinaus werden den Mitgliedern des Vorstands Nebenleistungen gewährt, im Wesentlichen die Bereitstellung eines Dienstwagens, der auch privat genutzt werden kann, eine Unfallversicherung sowie Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung. Außerdem sind die Mitglieder des Vorstands in eine D&O-Versicherung einbezogen.

Erfolgsabhängige Komponente

Die erfolgsabhängige Vergütungskomponente setzt sich aus einem kurzfristigen (Short-Term Incentive) sowie einem langfristigen Element (Long-Term Incentive) zusammen.

Kurzfristige erfolgsabhängige Vergütung

Short-Term Incentive

Der Short-Term Incentive (STI) soll im Einklang mit der kurzfristigen Unternehmensentwicklung die Leistung im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr honorieren. Die Höhe des auszuzahlenden STI-Betrags hängt vom Erreichen bestimmter, durch den Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr im Voraus festgelegter Finanzziele ab:

Die maßgeblichen Finanzziele sind seit 2018 Umsatz, Ergebnis vor Steuern (PbT), Net Working Capital (jeweils mit einer Gewichtung von 30 %) sowie Qualität (mit einer Gewichtung von 10 %). Die Finanzziele werden in Abhängigkeit von den Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds ausschließlich bezogen auf den Gesamtkonzern (Vorstandsvorsitzender und CFO) oder bezogen sowohl zu 50 % auf den Gesamtkonzern als auch zu 50 % auf das Segment, für welches das Vorstandsmitglied verantwortlich ist (Systeme für Schienenfahrzeuge bzw. Systeme für Nutzfahrzeuge), festgelegt.

Für das Geschäftsjahr 2018 gilt für Herrn Deller die folgende abweichende Regelung aus seinem bisherigen Vertrag: Die Ziele bestehen zu 50 % aus den maßgeblichen Finanzzielen des Gesamtkonzerns d. h. Umsatz (20 %), Ergebnis vor Steuern (30 %), Net Working Capital (25 %) und Qualität (25 %). Die weiteren 50 % der Ziele ergeben sich aus den mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden vereinbarten persönlichen Zielen und allgemeinen Kriterien wie Führungseigenschaften, Zielorientiertheit, Durchsetzungsfähigkeit und persönlichem Engagement.

Für Herrn Dr. Laier gilt für das Geschäftsjahr 2018 gemäß dem Altvertrag folgende abweichende Regelung: Die Ziele bestehen zu 2/3 aus Finanzzielen und zu 1/3 aus dem Erreichungsgrad der mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden persönlich gesetzten Ziele. Die maßgeblichen Finanzziele sind Umsatz (20 %), Ergebnis vor Steuern (30 %), Net Working Capital (25 %) und Qualität (25 %) jeweils zur Hälfte bezogen auf den Gesamtkonzern sowie auf das Segment Systeme für Nutzfahrzeuge.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres werden in Abhängigkeit von der tatsächlichen Zielerreichung vom Aufsichtsrat der konkrete Zielerreichungsgrad sowie die Auszahlungsbeträge festgestellt. Die Finanzziele wurden für das Geschäftsjahr 2018 nach HGB vereinbart und festgelegt.

Bei 100 % Zielerreichungsgrad wird der STI-Zielbetrag ausbezahlt.

Der STI-Zielbetrag beträgt für Herrn Deller für das Geschäftsjahr 2018 1.250 TEUR, für Herrn Dr. Laier 800 TEUR (ab dem Geschäftsjahr 2019 ebenfalls 600 TEUR) und für die beiden übrigen Vorstandsmitglieder 600 TEUR. Für den Vorstandsvorsitzenden wird der STI-Zielbetrag ab dem Geschäftsjahr 2019 auf 1.500 TEUR erhöht.

Für das Geschäftsjahr 2018 kann für Herrn Deller und Dr. Laier der STI-Betrag zwischen einem Zielerreichungsgrad von minimal 80 % bis maximal 120 % des Zielbetrages variieren. D. h. der maximale Auszahlungsbetrag kann bei Herrn Deller 1.500 TEUR und bei Herrn Dr. Laier 960 TEUR betragen.

Für Herrn Heuwing und Herrn Dr. Wilder erfolgt ab einem Zielerreichungsgrad von weniger als 80 % keine Auszahlung. Bei einem Zielerreichungsgrad von 135 % oder mehr werden 200 % des STI-Zielbetrags ausbezahlt, d. h. der angepasste Auszahlungsbetrag kann bei maximal 1.200 TEUR liegen. Zwischen 80 und 135 % werden STI-Zielerreichungsgrade und Auszahlungsbeträge linear berechnet.

Ab dem Geschäftsjahr 2019 gilt die für Herrn Heuwing und Herrn Dr. Wilder beschriebene Regelung auch für Herrn Deller sowie Herrn Dr. Laier. Demnach kann der Auszahlungsbetrag ab 2019 bei Herrn Deller bei maximal 3.000 TEUR sowie bei Herrn Dr. Laier bei maximal 1.200 TEUR liegen.

Beginnt oder endet die Bestellung zum Mitglied des Vorstands während eines Geschäftsjahres, besteht der STI Anspruch anteilig (pro rata temporis) für die effektiv während dieses Geschäftsjahres ausgeübte Vorstandstätigkeit bzw. eine gewährte Auslauffrist.

Darüber hinaus konnte bis einschließlich für das Geschäftsjahr 2018 für Herrn Dr. Laier in besonderen Fällen ein Sonderbonus durch das Präsidium des Aufsichtsrats beschlossen werden, und zwar dann, wenn eine außergewöhnliche Performance im jeweiligen Betrachtungszeitraum jenseits des Budgets und der vereinbarten Ziele im Wesentlichen auf Herrn Dr. Laier zurückzuführen ist. Diese Entscheidung steht im freien Ermessen des Präsidialauschusses. In 2018 und 2017 wurde kein Sonderbonus gewährt.

IPO-Bonus

Im Geschäftsjahr 2018 wurde mit Herrn Deller, Herrn Heuwing und Herrn Dr. Laier die Gewährung einer einmaligen Sondervergütung im Zusammenhang mit dem erfolgreichen Börsengang ("IPO") der Knorr-Bremse AG vereinbart.

Der Aufsichtsrat legte die Höhe des IPO-Bonus, der maximal ein festes Jahresgehalt betragen kann, fest, unter Berücksichtigung der folgenden Kriterien:

Erfolg des Börsengangs gemessen an der Marktkapitalisierung (Durchschnitt der ersten 60 Handelstage nach dem Börsengang) unter Berücksichtigung des allgemeinen Marktumfelds nach dem Börsengang sowie

individuelle Beiträge von Herrn Deller, Herrn Heuwing und Herrn Dr. Laier zum erfolgreichen IPO.

Der Aufsichtsrat beschloss am 7. Februar 2019 die Gewährung einer IPO-Sondervergütung von 1.350 TEUR für Herrn Deller, 800 TEUR für Herrn Heuwing und 720 TEUR für Herrn Dr. Laier.

Aufgrund des Eintrittstermins von Dr. Wilder zum 1. September 2018 sah sein Anstellungsvertrag keinen IPO-Bonus vor.

Long-Term Incentive

Der Long-Term Incentive (LTI) soll eine langfristige und nachhaltige Leistung der Vorstandsmitglieder belohnen. Der LTI wird seit dem Geschäftsjahr 2018 in Form einer erfolgsabhängigen Vergütung auf Basis eines Performance Cash Plans gewährt und in jährlichen Tranchen zugeteilt. Die Laufzeit einer Tranche beträgt drei Jahre ("Performanceperiode"). Diese beginnt mit dem 1. Januar des jeweiligen Gewährungsjahres und endet am 31. Dezember des zweiten auf das jeweilige Gewährungsjahr folgenden Jahres. Der Auszahlungsbetrag des LTI kommt im Juni des auf die Performance Periode folgenden Geschäftsjahres zur Auszahlung.

Mit Ausnahme von Herrn Dr. Laier (vertragliche Regelung sieht einen LTI ab dem Geschäftsjahr 2019 vor) haben sämtliche Mitglieder des Vorstands für das Gewährungsjahr 2018 einen Anspruch auf LTI. Die Performanceperiode für die Tranche 2018 läuft demnach vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020, die Auszahlung des LTI erfolgt im Juni 2021.

Grundlage der Leistungsbestimmung ist die Steigerung des Economic Value Added (EVA(r)) des Knorr-Bremse Konzerns über die Performanceperiode. Der Economic Value Added bestimmt sich, indem vom Net Operating Profit after Tax des Knorr-Bremse Konzerns (definiert als EBIT minus Steuern) der Kapitalaufwand (definiert als Betriebsvermögen multipliziert mit gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten in Höhe von 8 %) abgezogen wird. Das Betriebsvermögen ist dabei als "Capital Employed"definiert, d. h. Non-Current Assets + Net Working Capital + Leasing Adjustments.

Die relevanten Werte für die Entwicklung des EVA(r) sind das erzielte EVA(r) des zweiten, auf das jeweilige Gewährungsjahr folgenden Jahres im Vergleich zum erzielten EVA(r) des dem Gewährungsjahr vorausgehenden Geschäftsjahrs. Dazu findet folgende Formel Anwendung (Beispiel für Tranche 2018):

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EVA(r) 2020-EVA(r) 2017
1+
Absoluter Betrag EVA(r) 2017

Zu Beginn jeder Performance-Periode legt der Aufsichtsrat einen Zielwert, einen Minimalwert und einen Maximalwert für den zu erreichenden Economic Value Added fest. Ggfs. legt der Aufsichtsrat Sondereffekte fest, hinsichtlich derer am Ende der Performanceperiode eine Bereinigung zu erfolgen hat.

Bei Erreichen des Zielwerts wird ein Zielerreichungsgrad von 100 % angenommen. Bei Erreichen des Minimalwerts wird ein Zielerreichungsgrad von 1 % angenommen; wird weniger als der Minimalwert erreicht, beträgt der Zielerreichungsgrad 0 %. Wird der Maximalwert erreicht oder übertroffen, ist der Zielerreichungsgrad auf 200 % begrenzt. Zwischen Minimalwert und Zielwert sowie Zielwert und Maximalwert erfolgt eine lineare Interpolation zur Ermittlung der Zielerreichung.

Der Auszahlungsbetrag ergibt sich sodann aus einer Multiplikation des jeweiligen Zielbetrags mit dem jeweiligen Zielerreichungsgrad, begrenzt auf 200 %.

Der LTI-Zielwert für die Tranche 2018 beträgt für Herrn Deller 1.500 TEUR, für Herrn Heuwing 700 TEUR sowie für Herrn Dr. Wilder 600 TEUR wobei Herr Dr. Wilder davon 4/12 zeitanteilig für den Zeitraum September bis Dezember 2018 erhält (200 TEUR). Für Herrn Dr. Laier beträgt der LTI-Zielwert ab 2019 700 TEUR. Der LTI Maximalwert für die Tranche 2018 beträgt für Herrn Deller 3.000 TEUR, für Herrn Heuwing 1.400 TEUR sowie für Herrn Dr. Wilder 1.200 TEUR (4/12 zeitanteilig in Höhe von 400 TEUR für den Zeitraum September bis Dezember 2018). Für Herrn Dr. Laier beträgt der LTI-Maximalwert ab 2019 1.400 TEUR.

Für den Fall außergewöhnlicher Ereignisse oder Entwicklungen, zum Beispiel eines Unternehmenszusammenschlusses, wesentlicher Änderungen in der Aktionärsstruktur, Zukäufen oder Desinvestitionen von Gesellschaften oder Teilen von Gesellschaften, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, Änderungen in den rechtlichen und/oder regulatorischen Rahmenbedingungen, hoher Inflation oder erheblichen Änderungen in den Bilanzierungs- oder Bewertungsmethoden, kann der Aufsichtsrat den Auszahlungsbetrag nach billigem Ermessen sachgerecht begrenzen, oder, falls das jeweilige Vorstandsmitglied ohne den Eintritt eines solchen Ereignisses oder einer solchen Entwicklung einen höheren Betrag erhalten hätte, den Auszahlungsbetrag nach billigem Ermessen erhöhen.

Nach dem IPO sollen die Planbedingungen für künftige Tranchen an den Börsenwert gekoppelt werden. Dies ist für den Zeitraum ab dem Geschäftsjahr 2020 geplant.

Die Zielbeträge für die Tranchen, die über das reguläre vertragliche Ende der Bestellung zum Vorstand hinausragen, kommen zu den regulären Auszahlungszeitpunkten ratierlich gekürzt zur Auszahlung.

Bei vorzeitiger Beendigung der Bestellung verfallen Ansprüche aus bereits gewährten Tranchen der laufenden Performanceperioden in folgenden Fällen ersatz- und entschädigungslos:

Bei außerordentlicher Kündigung aus wichtigem Grund nach § 626 Abs. 1 BGB durch die Gesellschaft

Bei fristloser oder außerordentlicher fristwahrender Kündigung ohne wichtigen Grund durch das Vorstandsmitglied

Bei Widerruf der Bestellung oder Niederlegung des Vorstandsamtes durch das Vorstandsmitglied aus wichtigem Grund

Im Falle dauerhafter Invalidität oder bei Tod des Planteilnehmers werden alle gewährten Tranchen des Performance Cash Plans, die noch nicht die Performanceperiode beendet haben, sofort ausbezahlt. Der Auszahlungsbetrag entspricht dem kumulierten Zielbetrag aller ausstehenden Tranchen.

Gemäß dem für Herrn Deller bis zum 30. September 2018 gültigen Dienstvertrag entscheidet das Präsidium des Aufsichtsrats nach freiem Ermessen alle drei Jahre über einen Sonderbonus, der bis zu 1.000 TEUR betragen kann. Für das Geschäftsjahr 2018 erhielt Herr Deller keinen Sonderbonus.

Betragsmäßige Höchstgrenze der Gesamtvergütung

Die betragsmäßige Höchstgrenze der für ein Geschäftsjahr zu gewährenden Gesamtvergütung einschließlich Nebenleistungen und Versorgungsbeiträgen bzw. Pensionsaufwand im Rahmen der Pensionszusagen liegt für Herrn Deller ab 2018 bei 8.270 TEUR, für Herrn Heuwing bei 3.718 TEUR und für Herrn Dr. Wilder für das anteilige Jahr 2018 bei 1.177 TEUR. Für 2018 war für Herrn Dr. Laier keine Höchstgrenze der Gesamtvergütung vereinbart.

Ab 2019 liegt die Höchstgrenze für Herrn Dr. Laier bei 3.730 TEUR sowie für Herrn Dr. Wilder bei 3.530 TEUR.

Für das Geschäftsjahr 2018 erhöhte sich aufgrund der IPO Sondervergütung die Höchstgrenze um deren Maximalbetrag und betrug damit für Herrn Deller 9.770 TEUR und für Herrn Heuwing 4.518 TEUR.

Zusagen für den Fall der regulären Beendigung der Dienstverträge

Versorgungszusagen

Grundsätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder eine betriebliche Altersversorgung in Form einer beitragsorientierten Zusage. Aus Altverträgen bestehen noch Direktzusagen (leistungsorientierte Zusagen) durch die Gesellschaft.

Herr Deller erwirbt pro Jahr seiner Dienstzeit eine unverfallbare Anwartschaft in Höhe von 2 % seines jeweiligen Jahresgrundgehalts (ohne Zusatzvergütung Vorstandsressort Systeme für Schienenfahrzeuge), höchstens jedoch 35 % des durchschnittlichen festen Jahresgehalts in den letzten drei Zeitjahren vor Eintritt des Versorgungsfalls (Versetzung in den Ruhestand bzw. Invalidität). Dies gilt, solange er in dieser Position im Unternehmen tätig ist, bis zur Erreichung des 63. Lebensjahres. Die Altersrente wird ab dem 1. des auf die Vollendung des 63. Lebensjahres folgenden Monats gezahlt (feste Altersgrenze). Die bisherige Regelung (Altersgrenze mit Vollendung des 65. Lebensjahres und Vorruhestand mit 63) wurde im Rahmen der vertraglichen Neufassung in 2018 angepasst. Die Dienstzeit wird seit 01. Mai 2009 ununterbrochen angerechnet. Eine Invalidenrente wird gezahlt, wenn Herr Deller vor Erreichung der Altersgrenze aufgrund teilweiser oder vollständiger Erwerbsminderung im Sinne des SGB VI aus dem Unternehmen ausscheidet. Nach Ableben von Herrn Deller werden 60 % der zuvor Herrn Deller zustehenden Versorgungsbezüge an dessen Ehefrau lebenslang bezahlt. Des Weiteren sieht die Regelung ein monatliches Waisengeld bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres bzw. des 25. Lebensjahres (bei Ausbildung) vor. Das monatliche Waisengeld beträgt für Halbwaisen jeweils 10 % und für Vollwaisen jeweils 20 % der Rentenanwartschaft von Herrn Deller, bzw. der zuletzt gezahlten Rente.

Aus seinem bisherigen Dienstvertrag besitzt Herrn Dr. Laier eine unverfallbare Anwartschaft auf Ruhegehalt ab Erreichung des 65. Lebensjahres in Höhe von 2 % seines jeweiligen Jahresgrundgehalts pro Dienstjahr. Der Anspruch entsteht ab dem 1. Januar 2016 pro Dienstjahr bis zum 31. Dezember 2018. Im Falle des Ablebens von Herrn Dr. Laier erhält die Witwe für die Dauer von sechs Monaten das anteilige feste Gehalt, danach stehen ihr 60 % der Altersversorgungsbezüge für die bis zu diesem Zeitpunkt erworbene Anwartschaft zu. Darüber hinaus erhält die Witwe für jedes Kind unter 18 Jahren weitere Geldleistungen in Höhe von 10 % der erworbenen Anwartschaft.

Für Herrn Heuwing und Herrn Dr. Wilder wird ab ihrem jeweiligen Eintrittsdatum sowie ab 1. Januar 2019 für Herrn Dr. Laier ein jährlicher Versorgungsbeitrag in Höhe von derzeit je 300 TEUR an eine rückgedeckte Gruppen-Unterstützungskasse geleistet (beitragsorientierte Zusage).

Bei Herrn Heuwing besteht im Falle einer Vertragsverlängerung die Absicht, ab Vollendung des 8. Dienstjahres den Versorgungsbeitrag auf 400 TEUR anzuheben.

Die beitragsorientierten Versorgungsleistungen (lebenslange Rente oder Kapitalzahlung) werden durch eine indexorientierte Lebensversicherung rückgedeckt. Pensionierungszeitpunkt ist die Vollendung des 67. Lebensjahres. Daneben werden Versorgungsleistungen auch im Falle der Berufsunfähigkeit (monatliche Berufsunfähigkeitsrente) und des Todes zugesagt (Hinterbliebenenleistung). Die Versorgungsanwartschaft ist von Beginn an unverfallbar. Für die beitragsorientierten Zusagen wurden im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2017 Beiträge wie in Tabelle 2.05 dargestellt geleistet. Tab. 2.05

2.05 Versorgungsbeiträge

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Beitrag
in Tsd. € 2017 2018
Ralph Heuwing1) 50 300
Dr. Jürgen Wilder1) - 100

1) Bei Herrn Heuwing 2017 zeitanteilig, bei Herrn Dr. Wilder in 2018 zeitanteilig

In der Tabelle 2.06 wird der Dienstzeitaufwand sowie der Barwert der bisher erworbenen Versorgungsansprüche für die leistungsorientierten Zusagen dargestellt. Tab. 2.06

2.06 Versorgungszusagen

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in Tsd. € Dienstzeitaufwand Dienstzeitaufwand
2017 IFRS 2018 2017 HGB 2018
Klaus Deller 805 757 843 872
Dr. Peter Laier 446 430 303 312
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in Tsd. € Anwartschaftsbarwert Anwartschaftsbarwert
2017 IFRS 2018 2017 HGB 2018
Klaus Deller 6.803 8.963 3.500 5.568
Dr. Peter Laier 845 995 740 721

Karenzentschädigung bei Wettbewerbsverbot

Die Vorstandsmitglieder unterliegen seit der vertraglichen Neuregelung grundsätzlich einem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot von einem Jahr. Als Gegenleistung zahlt die Gesellschaft für die Dauer des Wettbewerbsverbots die Hälfte der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen (Grundvergütung, STI, LTI), wobei als Bemessungsgrundlage für die variablen Bestandteile 1/12 der im letzten abgelaufenen Geschäftsjahr vor Beendigung tatsächlich erdienten variablen Vergütung multipliziert mit der Anzahl der Monate gilt. Anderweitige Einkünfte werden auf die Karenzentschädigung angerechnet.

Vorzeitige Beendigung der Dienstverträge

Mit der Umstellung der Verträge wurden entsprechende Regelungen für die vorzeitige Beendigung aufgenommen:

Einvernehmliche vorzeitige Beendigung der Vorstandsbestellung und des Vertrags: Für den Fall, dass - nach Zustimmung des Aufsichtsrats - die jeweilige Tätigkeit als Mitglied des Vorstands der Gesellschaft vorzeitig einvernehmlich beendet wird und damit der jeweilige Dienstvertrag endet, hat jedes Mitglied des Vorstands Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Ein Anspruch auf die Ausgleichszahlung besteht jedoch nicht, wenn die vorzeitige Beendigung der Bestellung auf Wunsch des jeweiligen Vorstandsmitglieds hin erfolgt, ein wichtiger Grund zum Widerruf der Bestellung oder zur fristlosen Kündigung des Dienstvertrags durch die Gesellschaft besteht oder wenn das jeweilige Vorstandsmitglied nach einvernehmlicher Beendigung der Bestellung erneut zum Mitglied des Vorstands bestellt wird.

Verschmelzung, Aufspaltung und Umwandlung: Für den Fall, dass die Gesellschaft an einer Verschmelzung oder Aufspaltung als übertragende Gesellschaft beteiligt ist oder durch Formwechsel in eine andere Rechtsform umgewandelt wird endet der Dienstvertrag und jedes Mitglied des Vorstandes hat Anspruch auf eine Ausgleichszahlung.

Kontrollwechselbedingte Amts- und Vertragsbeendigung ("Change of Control"-Klausel): Im Fall eines Kontrollwechsels kann jedes Vorstandsmitglied sein Vorstandsamt mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Monatsende niederlegen und den Dienstvertrag kündigen, wenn aufgrund des Kontrollwechsels

die Strategie der Gesellschaft wesentlich verändert und dadurch die Stellung des Vorstandsmitglieds wesentlich beeinträchtigt wird oder die Ressortzuständigkeit des Vorstandsmitglieds wesentlich eingeschränkt oder sonst zu seinem Nachteil wesentlich verändert wird.

Die Erklärung zur Niederlegung des Vorstandsamts und zur Kündigung des Dienstvertrags muss dem Aufsichtsrat innerhalb von neun Monaten nach Eintritt des Kontrollwechsels zugehen. Im diesem Fall hat jedes Mitglied des Vorstandes Anspruch auf eine Ausgleichszahlung.

Die Höhe der Ausgleichszahlung ist begrenzt auf den Gesamtbetrag der vertragsmäßigen Vergütung (feste Grundvergütung und variable Vergütung, d. h. STI und LTI) für die Restlaufzeit der regulären Bestellung, längstens 24 Monate. Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung ist 1/12 der im letzten abgelaufenen Geschäftsjahr vor Beendigung der Bestellung des jeweiligen Vorstandsmitglieds tatsächlich erdienten variablen Vergütung (STI und LTI) multipliziert mit der Anzahl der Monate, für die dem jeweiligen Vorstandsmitglied die Ausgleichszahlung zusteht. Die Ausgleichszahlung ist sofort fällig mit Wirksamwerden der Beendigung der Bestellung.

Wird eine Bestellung durch den Aufsichtsrat vorzeitig widerrufen, endet der jeweilige Anstellungsvertrag mit Ablauf einer Auslauffrist nach § 622 Abs. 2 BGB. Diese Auslauffrist verlängert sich auf maximal 24 Monate zum Monatsende (maximal bis zur turnusmäßigen Vertragsverlängerung), soweit das jeweilige Vorstandsmitglied schuldlos wegen Unfähigkeit zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung, wegen Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung abberufen wird, oder sein Vorstandsamt aus wichtigem Grund vorzeitig, einseitig und wirksam niederlegt. Für die Auslauffrist stehen den Vorstandsmitgliedern die Grundvergütung sowie anteilig (pro rata temporis) der Short Term Incentive zu. Ansprüche aus bereits gewährten Tranchen des Long Term Incentive verfallen ersatz- und entschädigungslos.

Sonstiges

Die Vorstandsmitglieder sind in eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) des Knorr-Bremse Konzerns einbezogen. In der Police der Knorr-Bremse D&O-Versicherung ist für Vorstandsmitglieder ein Selbstbehalt vereinbart, der den Vorgaben des Aktiengesetzes entspricht.

Mitglieder des Vorstands erhielten weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Geschäftsjahr 2017 Vorschüsse oder Kredite des Unternehmens. Zusagen durch Dritte im Hinblick auf die Tätigkeit als Vorstandsmitglieder sind nicht erfolgt.

Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2018

Vorstandsvergütung nach DRS 17

Die den Mitgliedern des Vorstands gewährte Gesamtvergütung sowie die Bezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands in individualisierter Form sind der Tabelle 2.07 zu entnehmen, wobei die Darstellung jeweils nach DRS 17 erfolgt. Tab. 2.07

2.07 Vorstandsvergütung nach DRS 17

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Klaus Deller Vorsitzender des Vorstands Ralph Heuwing Finance, Controlling und IT (seit 01.11.2017)
in Tsd. € 2017 2018 2017 2018
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 1.8251),2) 1.5832) 133 800
Nebenleistungen 16 15 683) 3183)
Summe fixe Vergütung 1.841 1.598 201 1.118
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 1.313 1.350 126 720
- IPO-Bonus - 1.350 - 800
1.313 2.700 126 1.520
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015 - 2017 5004) - - -
- LTI-Tranche 20186) - - - -
500 0 0 0
Summe variable Vergütung 1.813 2.700 126 1.520
Gesamtvergütung 3.654 4.298 327 2.638
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Dr. Peter Laier Division Systeme für Nutzfahrzeuge Dr. Jürgen Wilder Division Systeme für Schienenfahrzeuge (seit 01.09.2018)
in Tsd. € 2017 2018 2017 2018
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 8502) 8502) - 267
Nebenleistungen 23 23 - 1383)
Summe fixe Vergütung 873 873 0 405
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 869 869 - 234
- IPO-Bonus - 720 - -
869 1.589 0 234
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015 - 2017 -5) -5) - -
- LTI-Tranche 2018 6) - - - -
0 0 0 0
Summe variable Vergütung 869 1.589 - 234
Gesamtvergütung 1.742 2.462 - 639

1) Einschließlich einer Nachzahlung für das 2. Halbjahr 2016 in Höhe von 175 TEUR für die kommisarische Übernahme des Railbereichs

2) Für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochtergesellschaften wurden Herrn Deller in 2018 38 TEUR (2017: 50 TEUR), Herrn Dr. Laier in 2018 50 T€ (2017: 50 TEUR) vergütet

3) Die Nebenleistungen beinhalten bei Herrn Heuwing in 2018 300 TEUR (2017: 50 TEUR), bei Herrn Dr. Wilder in 2018 100 TEUR Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen

4) Herrn Deller wurde 2018 ein im freien Ermessen des Aufsichtsrats stehender Sonderbonus für die Geschäftsjahre 2015 - 2017 gewährt

Aufgrund der diskretionären Entscheidung des Aufsichtsrats im Juli 2018 wurde die Vorjahreszahl entsprechend erhöht

5) Zusätzlich zum STI sah der bisherige Dienstvertrag von Herrn Dr. Laier die Möglichkeit zur Festlegung eines Sonderbonus durch das Präsidium des Aufsichtsrats vor.

Für 2017 und 2018 wurde kein Sonderbonus gewährt

6) Wegen aufschiebender Bedingung gilt die Tranche 2018 als noch nicht gewährt

Es ergibt sich für das Geschäftsjahr 2018 eine Gesamtvergütung (ohne Versorgungszusagen) der Mitglieder des Vorstands der Knorr-Bremse AG in Höhe von insgesamt 10.037 TEUR (Vorjahr: 7.189 TEUR; incl. Vergütung Herr Zwingmann). Hiervon entfielen 3.994 TEUR (Vorjahr: 3.664 TEUR) auf die fixe Vergütung und 6.043 TEUR (Vorjahr: 3.525 TEUR) auf die variable Vergütung, davon entfielen in 2017 500 TEUR auf die mehrjährige Komponente.

Vorstandsvergütung nach dem deutschen Corporate Governance Kodex

Im Folgenden wird die Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 und 2017 gemäß den Anforderungen der Ziffer 4.2.5 des DCGK dargestellt. Dies umfasst zum einen die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen und zum anderen die im Berichtsjahr erfolgten Zuflüsse.

Gewährte Zuwendungen

In der Tabelle 2.09 werden die für das Geschäftsjahr 2018 und 2017 gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen in individualisierter Form dargestellt. Bei den erfolgsabhängigen Vergütungskomponenten wird dabei die in 2018 erreichbare Minimal- und Maximalvergütung ausgewiesen. Ferner wird bei der erfolgsabhängigen Vergütung zwischen der einjährigen (STI, IPO-Bonus) und mehrjährigen (LTI, Sonderbonus) Vergütung differenziert. Tab. 2.09

2.09 Vorstandsvergütung - Gewährte Zuwendungen nach DCGK

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Klaus Deller Vorsitzender des Vorstands
in Tsd. € 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 1.8251),2) 1.5832) 1.5832) 1.5832)
Nebenleistungen 16 15 15 15
Summe fixe Vergütung 1.841 1.598 1.598 1.598
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 1.250 1.250 1.000 1.500
- IPO-Bonus5) - n/a 0 1.500
1.250 1.250 1.000 3.000
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015-2017 -6) - - -
- LTI-Tranche 2018 - 1.500 0 3.000
0 1.500 0 3.000
Summe variable Vergütung 1.250 2.750 1.000 6.000
Versorgungsaufwand 805 757 757 757
Gesamtvergütung 3.896 5.105 3.355 8.355
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Ralph Heuwing Finance, Controlling und IT (seit 01.11.2017)
in Tsd. € 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 133 800 800 800
Nebenleistungen 683) 3183) 3183) 3183)
Summe fixe Vergütung 201 1.118 1.118 1.118
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 100 600 0 1.200
- IPO-Bonus5) - n/a 0 800
100 600 0 2.000
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015-2017 - - - -
- LTI-Tranche 2018 - 700 0 1.400
0 700 0 1.400
Summe variable Vergütung 100 1.300 0 3.400
Versorgungsaufwand - - - -
Gesamtvergütung 301 2.418 1.118 4.518
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Dr. Peter Laier Division Systeme für Nutzfahrzeuge
in Tsd. € 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 8502) 8502) 8502) 8502)
Nebenleistungen 23 23 23 23
Summe fixe Vergütung 873 873 873 873
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 800 800 640 960
- IPO-Bonus5) n/a 0 800
800 800 640 1.760
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015-2017 - - 4) -4) - 4)
- LTI-Tranche 2018 - - - -
0 0 0 0
Summe variable Vergütung 800 800 640 1.760
Versorgungsaufwand 446 430 430 430
Gesamtvergütung 2.119 2.103 1.943 3.063
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Dr. Jürgen Wilder Division Systeme für Schienenfahrzeuge (seit 01.09.2018)
in Tsd. € 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung - 267 267 267
Nebenleistungen - 138 3) 138 3) 138 3)
Summe fixe Vergütung 0 405 405 405
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI - 200 0 400
- IPO-Bonus5) - n/a - -
0 200 0 400
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015-2017 - - - -
- LTI-Tranche 2018 - 200 0 400
0 200 0 400
Summe variable Vergütung 0 400 0 800
Versorgungsaufwand - - - -
Gesamtvergütung 0 805 405 1.205

1) Einschließlich einer Nachzahlung für das 2. Halbjahr 2016 in Höhe von 175 TEUR für die kommisarische Übernahme des Railbereichs

2) Für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochtergesellschaften wurden Herrn Deller in 2018 TEUR 38 (2017 TEUR 50), Herrn Dr. Laier in 2018 TEUR 50 (2017 TEUR 50) vergütet

3) Die Nebenleistungen beinhalten bei Herrn Heuwing in 2018 TEUR 300 (2017: TEUR 50), bei Herrn Dr. Wilder in 2018 T 100 Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen

4) Zusätzlich zum STI sah der bisherige Dienstvertrag von Herrn Dr. Laier die Möglichkeit zur Festlegung eines Sonderbonus durch das Präsidium des Aufsichtsrats vor.

2017 und 2018 wurde kein Sonderbonus gewährt.

5) Der IPO-Bonus kann bis zur Höhe eines Grundgehalts gewährt werden. Ein Zielwert wurde nicht festgelegt. Da die Gewährung vom Erfolg des Börsengangs und dem persönlichen Beitrag jeden Vorstands abhängt, kann auch keine Ermittlung eines mittleren Wahrscheinlichkeitsscenarios erfolgen.

6) Mit Herrn Deller wurde im Rahmen des Altvertrags ein im freien Ermessen des Aufsichtsrats stehender Sonderbonus (ohne Zielwert, Min. 0 TEUR, Max. 1.000 TEUR) für die Geschäftsjahre 2015-2017 vereinbart, der in 2018 durch diskretionäre Entscheidung des Aufsichtsrats in Höhe von 500 TEUR festgelegt wurde.

Die variablen Vergütungskomponenten werden, anders als bei der Darstellung nach DRS 17, mit dem Zielwert, d. h. bei einer Zielerreichung von 100 % angegeben. Des Weiteren ist der Versorgungsaufwand, das heißt der Dienstzeitaufwand nach IAS 19, in die Gesamtvergütung nach DCGK einzurechnen.

Erfolgter Zufluss

Da die den Mitgliedern des Vorstands für ein Geschäftsjahr gewährte Vergütung teilweise nicht mit einer Zahlung in dem jeweiligen Geschäftsjahr einhergeht, wird in Übereinstimmung mit der entsprechenden Empfehlung des DCGK in Tabelle 2.08 dargestellt, in welcher Höhe ihnen für das Geschäftsjahr 2018 Mittel zugeflossen sind. Tab. 2.08

2.08 Vorstandsvergütung - Zuflüsse in 2018 nach DCGK

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Klaus Deller Vorsitzender des Vorstands Ralph Heuwing Finance, Controlling und IT (seit 01.11.2017)
in Tsd. € 2017 2018 2017 2018
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 1.8251),2) 1.5832) 133 800
Nebenleistungen 16 15 683) 3183)
Summe fixe Vergütung 1.841 1.598 201 1.118
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 1.313 1.350 126 720
- IPO-Bonus - 1.350 - 800
1.313 2.700 126 1.520
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015 - 2017 5004) - - -
- LTI-Tranche 2018 - - - -
500 0 0 0
Summe variable Vergütung 1.813 2.700 126 1.520
Versorgungsaufwand 805 757 - -
Gesamtvergütung 4.459 5.055 327 2.638
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Dr. Peter Laier Division Systeme für Nutzfahrzeuge Dr. Jürgen Wilder Division Systeme für Schienenfahrzeuge (seit 01.09.2018)
in Tsd. € 2017 2018 2017 2018
Erfolgsunabhängige Vergütung
Festvergütung 8502) 8502) - 267
Nebenleistungen 23 23 - 1383)
Summe fixe Vergütung 873 873 0 405
Erfolgsbezogene Komponenten
Einjährige variable Vergütung
- STI 869 869 - 234
- IPO-Bonus - 720 - -
869 1.589 0 234
Mehrjährige variable Vergütung
- Sonderbonus 2015 - 2017 -5) -5) - -
- LTI-Tranche 2018 - - - -
0 0 0 0
Summe variable Vergütung 869 1.589 0 234
Versorgungsaufwand 446 430 - -
Gesamtvergütung 2.188 2.892 0 639

1) Einschließlich einer Nachzahlung für das 2. Halbjahr 2016 in Höhe von 175 TEUR für die kommisarische Übernahme des Railbereichs

2) Für Aufsichtsratstätigkeiten bei Tochtergesellschaften wurden Herrn Deller in 2018 TEUR 38 (Vorjahr: 50 TEUR), Herrn Dr. Laier in 2018 50 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) vergütet

3) Die Nebenleistungen beinhalten bei Herrn Heuwing in 2018 300 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR), bei Herrn Dr. Wilder in 2018 100 TEUR Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen

4) Herrn Deller wurde 2018 ein im freien Ermessen des Aufsichtsrats stehender Sonderbonus für die Geschäftsjahre 2015 - 2017 gewährt

5) Zusätzlich zum STI sah der bisherige Dienstvertrag von Herrn Dr. Laier die Möglichkeit zur Festlegung eines Sonderbonus durch das Präsidium des Aufsichtsrats vor.

Für 2017 und 2018 wurde kein Sonderbonus gewährt.

Dabei wird die erfolgsunabhängige Komponente sowie die einjährige erfolgsabhängige Vergütung als Zufluss für das jeweilige Geschäftsjahr angegeben. Die erfolgsabhängige mehrjährige Vergütung (LTI) gilt aufgrund der aufschiebenden Bedingung in dem Geschäftsjahr zugeflossen, in dem die Planlaufzeit der jeweiligen Tranche endet (z. B. wird die Tranche 2018 im Geschäftsjahr 2020 als zugeflossen gelten). Der Versorgungsaufwand, d. h. der Dienstzeitaufwand nach IAS 19, entspricht den gewährten Beträgen, obwohl er keinen tatsächlichen Zufluss im engeren Sinne darstellt.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

Den früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von 2.742 TEUR (2017: 3.376 TEUR) gewährt. Die Pensionsrückstellungen betrugen 52.555 TEUR (2017: 51.345 TEUR).

Vergütung des Aufsichtsrats

Vergütungssystem seit Juli 2018

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 18 der Satzung der Knorr-Bremse AG geregelt. Demnach gelten folgende jährliche, fixe Grundvergütungen: 250 TEUR für den Aufsichtsratsvorsitzenden, 120 TEUR für jeden Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden und 80 TEUR für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder. Der Vorsitzende des Präsidiums erhält zusätzlich 60 TEUR, jedes weitere Mitglied des Präsidiums 20 TEUR, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses 60 TEUR und jedes weitere Mitglied des Prüfungsausschusses 20 TEUR. Die jährliche Vergütung wird nach Ablauf der Hauptversammlung ausbezahlt, die den Jahresabschluss für das abgelaufene Geschäftsjahr entgegen nimmt. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss nicht während eines vollen Geschäftsjahrs angehören oder jeweils den Vorsitz innegehabt haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig unter Aufrundung auf volle Monate.

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung ihres Amtes entstehenden angemessenen Auslagen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Aufsichtsratsmitglieder berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und sie dieses Recht ausüben. Die Aufsichtsratsmitglieder sind in die von der Gesellschaft unterhaltene D&O-Versicherung einbezogen.

Versorgungszusagen an Mitglieder des Aufsichtsrats bestehen mit Ausnahme von Versorgungszusagen im Rahmen der Arbeitnehmer-Tätigkeit nicht.

Aufsichtsratsvergütung bis Juni 2018

Bis zur Neufassung der Satzung der Knorr-Bremse AG im Juli 2018 wurde die Vergütung des Aufsichtsrats durch die Hauptversammlung der Knorr-BremseAG festgelegt, zuletzt im Rahmen der Hauptversammlung vom 11. März 2016. Auf dieser Grundlage wurde bis zur Neufassung der Satzung im Juli 2018, d. h. bis zum 30. Juni 2018, wie folgt vergütet: 200 TEUR p. a. für den Aufsichtsratsvorsitzenden, 60 TEUR p. a. für jeden Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden und 40 TEUR p. a. für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder.

Auf Basis des vorstehend beschriebenen Vergütungssystems ergibt sich damit die in der Tabelle 2.10 ausgewiesene, im Geschäftsjahr 2018 und 2017 gewährte Gesamtorganvergütung (zzgl. UST). Die den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern zusätzlich gewährte Vergütung (Beraterhonorar und Vergütung aus Aufsichtsratsmandaten in Konzernunternehmen) ist ebenfalls als sonstige Vergütung ausgewiesen: Tab. 2.10

Mitglieder des Aufsichtsrats haben weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Geschäftsjahr 2017 Kredite vom Unternehmen erhalten.

2.10 Aufsichtsratsvergütung

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Geschäftsjahr 2018
in Tsd. € netto Feste Vergütung Vergütung Sonderorganfunktionen Gesamtorganvergütung Sonstige Vergütung
Prof. Dr. Klaus Mangold1) 83 27 110
Franz-Josef Birkeneder 90 20 110
Kathrin Dahnke2) 67 40 107
Michael Jell 60 10 70 25
Dr. Wolfram Mörsdorf 60 60 24
Werner Ratzisberger 60 10 70
Sebastian Roloff 60 60
Erich Starkl 60 60
Julia Thiele-Schürhoff 60 60 24
Wolfgang Tölsner 60 60 112
Georg Weiberg 60 60 80
Günter Wiese 60 60 25
Hans-Georg Härter (bis 31.08.2018) 142 13 155 92
Gesamtvergütung Aufsichtsrat 922 120 1042 382
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Geschäftsjahr 2017
in Tsd. € netto Feste Vergütung Vergütung Sonderorganfunktionen Gesamtorganvergütung Sonstige Vergütung
Prof. Dr. Klaus Mangold1)
Franz-Josef Birkeneder 60 60
Kathrin Dahnke2)
Michael Jell 40 40 25
Dr. Wolfram Mörsdorf 40 40 36
Werner Ratzisberger 40 40
Sebastian Roloff 40 40
Erich Starkl 40 40
Julia Thiele-Schürhoff 40 40 36
Wolfgang Tölsner 40 40 142
Georg Weiberg 40 40 70
Günter Wiese 40 40 25
Hans-Georg Härter (bis 31.08.2018) 200 200 188
Gesamtvergütung Aufsichtsrat 620 620 522

1) Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Präsidiums und Mitglied des Prüfungsausschusses seit 01.09.2018

2) Mitglied des Aufsichtsrats seit 29.05.2018; weitere stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, Vorsitzende des Prüfungsausschusses und Mitglied des Präsidiums seit 12.07.2018.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunktur und Branchenumfeld

Wirtschaftswachstum bleibt auf Vorjahresniveau jedoch ein uneinheitliches Bild je nach Region

Das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in 2018 fiel trotz des politisch turbulenten Jahres stark aus und hat nach Einschätzung der IMF Organisation den Höhepunkt in 2018 bereits erreicht. Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich nach Schätzung von Experten von 3,7 % im Jahr 2018 auf rund 3,5 % bzw. 3,6 % in den nun folgenden Jahren leicht abschwächen. In vielen Ländern liegt die Arbeitslosigkeit deutlich unter ihrem Vorkrisenniveau, Arbeitskräfteengpässe machen sich bemerkbar und wirken sich auf die Inflation aus. Handel und Investitionstätigkeit haben sich unter dem Eindruck höherer bilateraler Zölle verlangsamt und viele aufstrebende Volkswirtschaften sehen sich mit Kapitalabflüssen und Abwertungen ihrer Währung konfrontiert. Das wirtschaftliche Klima hat sich insbesondere in Schwellen- und Entwicklungsländern verschlechtert. Lediglich in Lateinamerika verbesserte sich das Klima.

Das Wirtschaftsklima der übrigen aufstrebenden Märkte (Russland, Indien, China und Südafrika) trübte sich weiter ein. Den stärksten Abschwung innerhalb dieser Gruppe verzeichnete Russland. In den entwickelten Volkswirtschaften blieb das wirtschaftliche Klima hingegen weitgehend unverändert, wenngleich sich die Regionen uneinheitlich entwickelten. Während die wirtschaftliche Entwicklung in den USA einen weiteren positiven Sprung zu vermelden hatte, hat sich das Wachstum in der Europäischen Union spürbar abgekühlt. Speziell Deutschland als Zugpferd der EU hat die negativen Auswirkungen der weltweiten Gemengelage zu spüren bekommen. Das Wirtschaftswachstum verlor in 2018 spürbar an Dynamik.

Finanzmärkte: Schwieriges Umfeld

Das Jahr 2018 wurde durch politische Ereignisse geprägt, deren Auswirkungen über alle Asset-Kategorien spürbar waren: Handelskriege, Brexit, die Schuldenkrise in Italien. In Deutschland stieg die Umlaufrendite festverzinslicher Anleihen bereits im Februar auf ein Hoch von 0,6 %, sank anschließend jedoch trotz einiger positiver Ausschläge bis zum Jahresende wieder schrittweise auf 0,3 %. Die Gründe für die tendenziell rückläufige Entwicklung über das Jahr sind in den oben genannten Unsicherheiten zu suchen (anhaltende Konjunktureintrübung im Euroraum, Problematik um das italienische Budgetdefizit, Brexit und die weiterhin ungelösten internationalen Handelskonflikte). Weitere Informationen zu möglichen Risiken eines Hard Brexits finden Sie im Risiko-, Chancen und Prognosebericht.

Entsprechend standen auch die Aktienmärkte im Verlauf des Jahres stetig unter Druck. Auch die Wechselkursentwicklung EUR/USD war von den zahlreichen Marktunsicherheiten geprägt. Der EUR/USD schwankte aufgrund dessen im Intervall von 1,12 bis 1,25.

Markt für Schienenfahrzeuge

Wettbewerbssituation und Marktposition

In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ist Knorr-Bremse eines der global führenden Unternehmen in den Schlüsselmärkten unter anderem von Brems-, Tür- und Klimasystemen für Schienenfahrzeuge. Knorr-Bremse ist in den Regionen Europa/Afrika, Nord- und Südamerika sowie Asien/Pazifik aktiv. Unsere führende Position auf den angestammten Märkten in Europa ist eine wichtige Basis für die weitere Geschäftsentwicklung. In Nordamerika ist Knorr-Bremse sowohl im Passagier- als auch im Frachtmarkt gut positioniert. Die folgenden Markteinschätzungen beruhen auf unternehmenseigenen Untersuchungen.

Der globale Schienenfahrzeugmarkt entwickelte sich in 2018 positiv. Ein starker Wachstumstreiber im Jahr 2018 war der asiatische Markt, insbesondere China und Indien. In Europa/Afrika lag er über Vorjahresniveau. Im nordamerikanischen Personenschienenverkehr zeigte sich der Markt stabil, Südamerika war auf niedrigem Niveau weiter rückläufig.

Europa/Afrika

In Europa zeigte sich weiterhin eine positive Marktentwicklung. Das Marktvolumen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland stieg merklich an; Skandinavien zeigte sich stabil auf hohem Niveau. Während das Erstausrüstergeschäft stark wuchs, zeigte der Nachmarkt ein moderateres Wachstum.

Nordamerika/Südamerika

In Nordamerika zeigte sich der Personenverkehr stabil. Der Frachtmarkt stabilisierte sich nach dem Rückgang im Vorjahr in 2018 wieder. Der Schienenmarkt in Südamerika ging weiter zurück. Der OE-Markt wuchs deutlich stärker als der Nachmarkt.

Asien/Pazifik

Der asiatische Schienenverkehrsmarkt zeigte ein deutliches Wachstum, getrieben insbesondere durch die positive Entwicklung in China und Indien. In China war die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitszügen leicht rückläufig, während der Nahverkehrsmarkt weiter zulegte. Indien investierte deutlich in den Ausbau seiner Passagierflotten.

Insgesamt war ein deutliches Wachstum im OE-Markt zu verzeichnen. Der Nachmarkt wuchs moderat. Grafik 2.11

Markt für Nutzfahrzeuge

Wettbewerbssituation und Marktposition

Mit seinem Produktportfolio in der Division Systeme für Nutzfahrzeuge ist Knorr-Bremse eines der global führenden Unternehmen. Hauptwettbewerber, neben kleineren Anbietern in diesem Markt, ist Wabco. In den Stammregionen Nordamerika und Europa nimmt Knorr-Bremse eine marktführende Stellung für Druckluftbremssysteme ein. Die führende Position in den Bereichen Scheibenbremsen sowie Fahrerassistenzsysteme in hoch regulierten Märkten repräsentiert die Basis für weiteres Wachstumspotenzial in der Region Asien/Pazifik. Die nachfolgenden Marktangaben beziehen sich auf die Truck Production Rate der jeweiligen Regionen, die von verschiedenen Organisationen veröffentlicht werden.

Das globale Nutzfahrzeuggeschäft gestaltete sich in 2018 durchweg positiv. Das Truck- und Trailergeschäft in Nord- und Südamerika zog an, das Geschäft in Europa und Asien zeigte sich weiter kräftig positiv.

Europa/Afrika

Sowohl in West- als auch in Osteuropa wuchs der Nutzfahrzeugmarkt 2018 leicht. Nach einem starken Zuwachs der Lkw-Produktion von 11 % im Jahr 2017 nahm diese in 2018 nach Erhebungen von Knorr-Bremse in Europa insgesamt um 1 % zu.

Nordamerika/Südamerika

Der Nutzfahrzeugmarkt in Nordamerika nahm um 24 % gegenüber 2017 zu (Lkw-Klasse 6-8). Zwei Trends prägten die Entwicklung: Einerseits erweitern Lkw-Hersteller die Standardausstattung ihrer Fahrzeuge zunehmend durch immer umfangreichere Fahrerassistenzsysteme, andererseits verdrängt die Druckluftscheibenbremse immer stärker die Trommelbremse als Grundausstattung an allen Achsen.

In Südamerika spürte man deutlich das Ende der Krise und auch dank des Ersatzbedarfs stieg die Lkw- und Bus-Produktion um 31 %.

Asien/Pazifik

Nach dem Produktionsboom in China in 2017 sank die Nutzfahrzeugproduktion in 2018 um 7 %. Demgegenüber entwickelte sich in Japan und insbesondere in Indien der Markt sehr positiv. Neben einem kräftigen BIP-Wachstum in Indien stützten steigende Ausgaben in Infrastruktur und Straßenbau die Lkw-Nachfrage. Insgesamt wuchs die Nutzfahrzeugproduktion in Asien damit um 2 %. Grafik 2.11

Gesamtaussage des Vorstands und Zielerreichung

Der Vorstand der Knorr-Bremse AG zeigt sich mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2018 zufrieden. Knorr-Bremse hat seinen Erfolgskurs fortsetzen können und in beiden Geschäftsbereichen positive Entwicklungen gezeigt.

Der Umsatz wuchs dynamisch um 7,5 % auf ein neues Rekordniveau von 6.616 Mio. EUR. Im Rahmen der Q3/2018 Quartalsberichterstattung nach IFRS wurden Umsätze in Höhe von 6.600 bis 6.700 Mio. EUR prognostiziert. Zu vergleichbaren Währungskursen (Ist-Kursen 2017) lag das Umsatzwachstum sogar bei 10,5 %. Sowohl das Segment Systeme für Schienenfahrzeuge (+6,2 %) als auch das Segment Systeme für Nutzfahrzeuge (+9,3 %) trugen zum Umsatzwachstum bei. Das Wachstum war nahezu ausschließlich organisch und wurde von allen Regionen getragen. In Folge eines starken OE-Wachstums, aber auch durch die Veräußerung von Unternehmensteilen reduzierte sich der Nachmarkt-Anteil am Gesamtumsatz leicht.

Die EBITDA-Marge belief sich auf 17,8 % vom Umsatz und lag damit in der prognostizierten Bandbreite von 17,5 bis 18,5 % (gemäß Q3/2018 Quartalsberichterstattung nach IFRS). Absolut erreichte das EBITDA eine Höhe von 1.178 Mio. EUR. Bereinigt um die IPO-Kostenerstattung in Höhe von 15 Mio. EUR durch den Großaktionär erreichte die EBITDA-Marge 18,0 %. Die operative EBITDA-Marge, bereinigt um letztmalig angefallene operative Verluste von 11 Mio. EUR und Umsatzerlöse von 68 Mio. EUR aus der Veräußerung der Sydac Pty Ltd. in Asien, der Rail Services Ltd. und Kiepe Electric Ltd. in Großbritannien sowie der Swedtrac Rail Services in Europa, betrug 18,4 % und lag damit über dem Vorjahresniveau (18,1 %).

Im Lagebericht 2017 hatten wir für 2018 nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften des HGB ein Umsatzziel von 6.400 Mio. EUR bis 6.600 Mio. EUR prognostiziert. Dieses konnte mit einem unter HGB erzielten Umsatz in 2018 von 6.711 Mio. EUR übertroffen werden. Gegenüber dem Umsatz in 2017 von 6.236 Mio. EUR entsprach diese einem Zuwachs von 7,6 %. Wesentliche Unterschiede zwischen den Umsätzen nach HGB und IFRS ergeben sich durch Anpassungen infolge von Over-Time-Accounting sowie aufgrund von Ausweisunterschieden durch Einführung von BilRuG(im Konzernanhang in Kapitel I.2. dargestellt). Die EBITDA-Marge belief sich unter HGB in 2018 auf 16,5 % und lag damit vor allem durch die Veräußerungsverluste in Höhe von 37 Mio. EUR, die unter HGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurden (unter IFRS jedoch in den Abschreibungen), moderat unter der prognostizierten Bandbreite von 17 % - 19 % (nach HGB). Das EBITDA wuchs um 4,4 % auf 1.107 Mio. EUR, gegenüber dem Vorjahreswert von 1.060 Mio. EUR (EBITDA-Marge 17,0 %). Weitere Überleitungseffekte zwischen HGB und IFRS betrafen vor allem die Aktivierung von Entwicklungskosten in Höhe von 48 Mio. EUR, die unter HGB im Aufwand erfasst wurden, und gegenläufig die Weiterbelastung von IPO-Kosten an den Großaktionär, die nach HGB ergebniswirksam erfasst wurden. Nach IFRS war die Weiterbelastung als Zuführung in der Kapitalrücklage ergebnisneutral auszuweisen. Verbleibende - 2 Mio. EUR entfallen auf sonstige Überleitungseffekte.

Größen der Unternehmenssteuerung

Aufgrund der Umstellung der Konzernrechnungslegung von deutschen handelsrechtlichen Vorschriften nach HGB auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) erfolgt die Planung und Steuerung des Konzerns und der Geschäftseinheiten im Geschäftsjahr 2018 noch auf Basis von HGB ermittelten Kennzahlen, die anschließend auf IFRS Kennzahlen übergeleitet werden. Damit erfolgt der Abgleich mit der Prognose des Vorjahres 2017 noch auf HGB-Basis. Die Prognose für 2019 erfolgt erstmals auf IFRS-Basis. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bei Knorr-Bremse sind Umsatz, EBITDA/EBITDA-Marge, EBT/EBT-Marge (ab 2019 EBIT/EBIT-Marge), Net Working Capital in Umsatztagen sowie ROCE. Weitere Steuerungskennzahlen, insbesondere auf Konzernebene, sind darüber hinaus auch Auftragseingang, Auftragsbestand, Investitionen im Verhältnis zum Umsatz. Tab. 2.12,2.13

2.12 Steuerungsgrößen

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2018 2017
Umsatz (Mio. €) 6.615,80 6.153,50
EBITDA (Mio. €) 1.178,00 1.115,50
EBITDA-Marge (% vom Umsatz) 17,8 18,1
EBIT (Mio. €) 972,5 904
EBIT-Marge (% vom Umsatz) 14,7 14,7
EBT (Mio. €) 875,5 852,5
EBT-Marge (% vom Umsatz) 13,2 13,9
ROCE (%) 36,4 37,1
Net Working Capital in Umsatztagen 46,9 45,8
Mitarbeiter (per 31.12. inkl. Leasing) 28.452 27.705

2.13 Umsatz und EBITDA der Divisionen

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2018 2017
Systeme für Schienenfahrzeuge
Umsatz 3.461,90 3.260,10
EBITDA-Marge (% vom Umsatz) 20 19,6
Systeme für Nutzfahrzeuge
Umsatz 3.160,10 2.890,60
EBITDA Marge (% vom Umsatz) 16,3 17,4

Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Hier ist die Anzahl der Mitarbeiter (FTE) als bedeutsamster nichtfinanzieller Leistungsindikator zu nennen. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Unternehmens. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Eine ausführliche Analyse der nichtfinanziellen Themen und Leistungsindikatoren finden Sie im Kapitel Nachhaltigkeit und in dem separat veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht des Knorr-Bremse Konzerns.

Der ROCE zeigt, ob wir mit dem operativ gebundenen Kapital (Capital Employed) eine angemessene Verzinsung erwirtschaften, und bildet damit die Basis für eine effiziente Kapitalallokation. Das Capital Employed beinhaltet die Summe aller Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Net Working Capital. Mit 36,4 % lag der ROCE 2018 in der Zielbandbreite von 35 % bis 40 %. Der geringe Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte aus dem etwas höheren gebundenen Kapital.

Der ROCE (in %) wird wie folgt ermittelt:

(EBIT/Capital Employed) × 100.

Wesentliche Ereignisse für den Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2018 wurden u. a. folgende wesentliche Gesellschaften veräußert:

Die Veräußerungsgruppe "Sydac" umfasste das Simulationsgeschäft im Segment Schienenfahrzeuge. Das Simulationsgeschäft umfasste die Sydac Australia einschließlich der Tochtergesellschaft Sydac UK sowie weitere dem Simulationsgeschäft zugehörige Vermögenswerte, die vor der Veräußerung auf die neu gegründete Gesellschaft Sydac India übertragen wurden. Die Veräußerungsgruppe "Sydac" wurde zum 31. Juli 2018 an OKTAL Frankreich verkauft. Aus dem Verkauf resultierte ein Verlust in Höhe von 10,8 Mio. EUR. Davon waren bereits 5,3 Millionen als Wertminderung der Vermögenswerte ergebniswirksam zum 31. Dezember 2017 unter den Abschreibungen erfasst worden. Im zweiten Quartal 2018 wurden die Vermögenswerte durch eine weitere Wertminderung in Höhe von 1,4 Mio. EUR vollständig abgeschrieben. Die Wertminderung wurde ergebniswirksam unter den Abschreibungen erfasst. Abschließend wurde bei Abgang des Simulationsgeschäftes Ende Juli 2018 ein Verlust in Höhe von 4,1 Mio. EUR realisiert und unter dem Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Veräußerungsgruppe "Blueprint" umfasste das Fahrzeugwartungsgeschäft im Segment Schienenfahrzeuge. Das in der Veräußerungsgruppe "Blueprint" gebündelte Fahrzeugwartungsgeschäft umfasste die Gesellschaften Kiepe Electric UK Holding Ltd. inklusive Kiepe UK Ltd, Knorr-Bremse RailService UK Ltd. sowie Swedtrac RailService AB Sweden.

Der schwedische Teil des Fahrzeugwartungsgeschäftes (Swedtrac RailService AB Sweden) als Teil der Veräußerungsgruppe "Blueprint" wurde mit Kaufvertrag vom 12. Januar 2018 an den Erwerber Stadler Service Sweden AB mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. April 2018 veräußert. Der mit dem Verkauf realisierte Gewinn in Höhe von 6,7 Mio. EUR wurde unter dem Finanzergebnis erfasst.

Am 3. August 2018 wurde das verbleibende Fahrzeugwartungsgeschäft mit Sitz in Großbritannien (Kiepe Electric UK Holding Ltd. inklusive Kiepe UK Ltd. sowie Knorr-Bremse RailService UK Ltd.) an die Mutares Holding-25 AG, Bad Wiessee/Deutschland verkauft. Aus der Veräußerung entstand ein Verlust in Höhe von 40,6 Mio. EUR. Von diesem Verlust waren 20,0 Mio. EUR bereits als Wertminderung ergebniswirksam zum 31. Dezember 2017 unter den Abschreibungen erfasst worden. Bis zum 30. September 2018 wurde eine zusätzliche Wertminderung in Höhe von 17,8 Mio. EUR in Form von Abschreibungen ergebniswirksam erfasst. Abschließend wurde bei Abgang des verbliebenen Fahrzeugwartungsgeschäftes Ende Oktober 2018 ein Verlust in Höhe von 2,8 Mio. EUR realisiert und unter dem Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Gesamtverlust aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe "Blueprint" (inklusive dem vorab veräußerten schwedischen Teil des Fahrzeugwartungsgeschäftes) beläuft sich damit auf insgesamt 33,9 Mio. EUR.

Geschäftsverlauf

Die Grafiken und Tabellen im vorliegenden Lagebericht enthalten in der Regel IFRS-Werte für die Jahre 2017 bis 2018. Das EBITDA versteht sich als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Beteiligungsergebnis und Abschreibungen; das EBIT als Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Beteiligungsergebnis.

Änderungen der IFRS hatten im Jahr 2018 keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der wirtschaftlichen Lage. Die IFRS gewähren relativ wenige Wahlrechte, ihre Nutzung beeinflusst unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur geringfügig. Wahlrechte existieren zum Beispiel bei den Vorräten oder dem Sachanlagevermögen. Bei wichtigen Bilanzpositionen werden die bestehenden Wahlrechte so wahrgenommen, dass die größtmögliche Bewertungskontinuität gewährleistet ist. 2018 haben wir sämtliche Wahlrechte in unveränderter Form zu 2017 wahrgenommen. Auch der Einsatz bilanzpolitischer Maßnahmen beeinflusst die Darstellung der operativen Ertragslage kaum. Zudem widerspricht er in vielen Fällen unserem Streben nach Kontinuität und periodenübergreifender Nachvollziehbarkeit.

Ertragslage

Der Auftragseingang im Konzern lag mit 7.001,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6.656,6 Mio. EUR) um 5,2 % über dem Niveau des Vorjahrs und übertraf damit erstmals die Marke von 7 Mrd. EUR. Zurückzuführen war dies auf die positive Marktentwicklung in beiden Segmenten. Dies führte zu einem Auftragsbestand zum 31.12.2018 in Höhe von 4.562,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4.177,0 Mio. EUR). Der Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr um 7,5 % auf ein neues Rekordniveau von 6.615,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6.153,5 Mio. EUR), womit die Prognose aus der Q3-Quartalsmitteilung für 2018 in Höhe 6.600 bis 6.700 Mio. EUR erreicht wurde. Währungsbereinigt zu Ist-Kursen 2017 betrug der Umsatzzuwachs 10,5 %. Tab. 2.14

2.14 Konzernkennzahlen

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in Mio. € 2018 2017
Auftragseingang 7.001,40 6.656,60
Auftragsbestand 4.562,60 4.177,00
Umsatz 6.615,80 6.153,50
EBITDA 1.178,00 1.115,50
EBIT 972,5 904
EBT 875,5 852,5
Jahresüberschuss 629,4 587,2
Investitionen 308,41) 235,2
Abschreibungen 205,6 211,5
F&E-Kosten 363,6 358,8
Mitarbeiter (per 31.12. inkl. Leasing) 28.452 27.705

1) in 2018 vor Investition Federal Mogul (63,0 Mio. EUR)

Beide Divisionen trugen zu dem dynamischen Umsatzwachstum bei. Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge steigerte den Umsatz um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr, die Division Systeme für Nutzfahrzeuge konnte ein besonders deutliches Wachstum um 9,3 % verzeichnen. Das Wachstum wurde überwiegend organisch und in allen Regionen der Geschäftstätigkeit des Konzerns erzielt. Tab. 2.15

In Folge eines starken OE-Wachstums, aber auch durch die Veräußerung von Unternehmensteilen reduzierte sich der Nachmarkt-Anteil am Gesamtumsatz von 35,3% auf 33,8% (jeweils HGB).

2.15 Kennzahlen der Divisionen

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Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge
in Mio. € 2018 2017 2018 2017
Umsatz 3.461,90 3.260,10 3.160,10 2.890,60
EBITDA-Marge (% vom Umsatz) 20 19,6 16,3 17,4
EBIT-Marge (% vom Umsatz) 16,9 16,1 13,7 14,6

In der Region Europa/Afrika stieg der Umsatz, vor allem infolge eines starken OE-Geschäfts, um 6,0 % auf 3.261,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3.076,4 Mio. EUR), was einem Anteil von 49 % (Vorjahr: 50 %) entspricht. Die Region Nordamerika trug in einem dynamischen Marktumfeld 1.469,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1.294,0 Mio. EUR) bzw. 22 % (Vorjahr: 21 %) zum Konzernumsatz bei. Dies entspricht einem Anstieg von 13,5 %. In der Region Südamerika stieg der Umsatz um 10,7 % auf 102,7 Mio. EUR (Vorjahr: 92,8 Mio. EUR), was einem Anteil von 2 % (Vorjahr: 2 %) entspricht. In Asien/Pazifik wurde der Umsatz um 5 % auf 1.782,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1.690,4 Mio. EUR) gesteigert, was 27 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 27 %) darstellt. Tab. 2.16

2.16 Konsolidierter Umsatz nach Sitz der Konzerngesellschaft

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in Mio. € 2018 2017
Europa/Afrika 3.261,40 3.076,40
Nordamerika 1.469,30 1.294,00
Südamerika 102,7 92,8
Asien/Pazifik 1.782,40 1.690,40
Gesamt 6.615,80 6.153,50

Der Auftragsbestand im Konzern stieg zum 31.12.2018 um 9,2 % auf 4.562,6 Mio. EUR (Vorjahr: 4.177,0 Mio. EUR). Dies entspricht einer rechnerischen Reichweite von 8 Monaten (Vorjahr: 8 Monate). Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz, belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 1,06 (Vorjahr 1,08) und stellt eine solide Grundlage für weiteres Wachstum dar.

Der Materialaufwand betrug 3.318,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3.009,6 Mio. EUR), gegenüber dem Vorjahr stieg dieser um 10,3 % und damit moderat stärker als der Umsatz. Die Materialaufwandsquote liegt im Wesentlichen bedingt durch höhere Materialkosten, ein stärkeres OE-Wachstum und eine Umsatzanteilsverschiebung zugunsten des Segments Systeme für Nutzfahrzeuge mit 50,2 % über Vorjahresniveau (Vorjahr: 48,9 %). Die Personalaufwandsquote sank im Gegenzug gegenüber Vorjahr (23,4 %) auf 22,6 % vom Umsatz. Dies resultierte aus dem im Verhältnis zum Umsatz unterproportionalen Anstieg des Personalaufwands um 4,0 % auf 1.497,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.438,9 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen erhöhten sich um 6,8 % auf 705,0 Mio. EUR (Vorjahr: 660,1 Mio. EUR).

Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) stieg im Jahr 2018 um 1,3 % auf 363,6 Mio. EUR (Vorjahr: 358,8 Mio. EUR). In Bezug zum Umsatz wird weiterhin ein hohes Niveau der F&E-Quote von 5,5 % gehalten (Vorjahr: 5,8 %).

Das EBITDA 2018 erreichte trotz Sonderbelastungen 1.178,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1.115,5 Mio. EUR). Bei unveränderten Wechselkursen wäre das EBITDA um 8,3 % höher ausgefallen. Die EBITDA-Marge lag bei 17,8 % (Vorjahr: 18,1 %) und damit innerhalb der Zielbandbreite aus der Q3-Quartalsmitteilung für 2018 von 17,5 % bis 18,5 %. Ein Effekt auf das EBITDA lag in Sonderaufwendungen für den Börsengang im Oktober 2018 in Höhe von 15 Mio. EUR, die zwar von dem verkaufenden Gesellschafter erstattet, aber ergebnisneutral als Erhöhung der Kapitalrücklage erfasst und daher nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt wurden. Ebenso fielen nicht jährlich wiederkehrende Kosten für die Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS an. Darüber hinaus wirkten sich auf das Margenniveau ein leicht rückläufiger Nachmarkt-Anteil am Umsatz sowie eine steigende Materialquote in beiden Divisionen aus.

Die operative EBITDA-Marge, bereinigt um die oben genannten Sonderaufwendungen sowie um letztmalig angefallene operative Verluste von 11 Mio. EUR und Umsatzerlöse von 68 Mio. EUR aus der Veräußerung der Sydac Pty Ltd. in Asien, der Rail Services Ltd. und Kiepe Electric Ltd. in Großbritannien sowie der Swedtrac Rail Services in Europa, betrug 18,4 % und lag damit über dem Vorjahresniveau (18,1 %).

Das Segment Systeme für Schienenfahrzeuge trug zum EBITDA 693,1 Mio. EUR bei, was einer EBITDA-Marge von 20,0 % (Vorjahr: 19,6 %) entspricht. Das Segment Systeme für Nutzfahrzeuge erzielte ein EBITDA von 516,4 Mio. EUR und damit eine EBITDA-Marge von 16,3 % (Vorjahr: 17,4 %). Auf den Bereich Sonstiges unter Einbeziehung der Konsolidierungen entfiel ein EBITDA von - 31,4 Mio. EUR.

Die Anzahl der Mitarbeiter (inkl. Leasing) wuchs von 27.705 zum 31.12.2017 um 747 auf 28.452 zum 31.12.2018. Im Durchschnitt waren im Konzern 28.983 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2018 beschäftigt (Vorjahr: 26.910). Der Anstieg gegenüber Vorjahr war im Wesentlichen durch das Umsatzwachstum bedingt.

Das negative Finanzergebnis erhöhte sich um 45,4 Mio. EUR auf 97,0 Mio. EUR (Vorjahr: 51,6 Mio. EUR) im Jahr 2018. Dies ist im Wesentlichen auf Verluste aus Devisentermingeschäften zurückzuführen, die 2018 vollständig zum Fair Value bewertet und über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Darüber hinaus fielen zusätzliche Aufwendungen aus der Emission einer zweiten Anleihe an.

Das Ergebnis vor Steuern des Knorr-Bremse Konzerns erhöhte sich damit 2018 um 2,7 % auf 875,5 Mio. EUR (Vorjahr 852,5 Mio. EUR).

Trotz des höheren Vorsteuerergebnisses verminderte sich der Steueraufwand im Jahr 2018 um 7,2 % auf 246,1 Mio. EUR (Vorjahr 265,3 Mio. EUR). Die Reduktion der Steuerquote von 31,1 % auf 28,1 % ist vor allem auf die Absenkung der Steuersätze in den USA zurückzuführen.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 629,4 Mio. EUR wuchs um 7,2 % gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: 587,2 Mio. EUR). Die positiven Ergebnisbeiträge aus den Umsatzzuwächsen der Divisionen wurden gegenläufig beeinflusst durch die Erhöhung der Materialquote, die Umsatzverschiebung in Richtung OE-Geschäft und Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang. Die Umsatzrendite nach Steuern liegt mit 9,5 % auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 9,5 %). Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg das Ergebnis je Aktie auf 3,68 EUR (Vorjahr: 3,32 EUR).

Unser Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2018 beläuft sich auf 1,75 EUR je Aktie. Die Ausschüttungsquote von 45 % des Konzernergebnisses nach Steuern (Vorjahr: 60 % zuzüglich der Sonderdividende) liegt innerhalb unserer Dividendenpolitik von 40 bis 50 %. Der verbleibende Bilanzgewinn der Knorr-Bremse AG in Höhe von 91,3 Mio. EUR (Vorjahr: 94,1 Mio. EUR) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Segmentbericht Divisionen

Division Systeme für Schienenfahrzeuge

Der Auftragseingang in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % von 3.535,6 Mio. EUR auf 3.798,0 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag zum 31.12.2018 bei 3.212,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2.876,3 Mio. EUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die gute Auftragslage in Asien und Europa zurückzuführen, vor allem im Produktbereich der Bremssysteme konnte eine deutliche Nachfragesteigerung erzielt werden. Tab. 2.17

2.17 Kennzahlen Division Systeme für Schienenfahrzeuge

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in Mio. € 2018 2017
Auftragseingang 3.798,0 3.535,6
Auftragsbestand (31.12.) 3.212,4 2.876,3
Umsatz 3.461,9 3.260,1
EBITDA 693,1 639,3
EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) 20,0 19,6
EBIT 585,2 523,3
EBIT-Marge (in % vom Umsatz) 16,9 16,1
Investitionen 113,41) 91,7
Abschreibungen 107,9 116,0
F&E-Kosten 197,1 207,3
Mitarbeiter
(per 31.12. inkl. Personalleasing) 15.886 16.051

1) in 2018 vor Investition Federal Mogul (63,0 Mio. EUR)

Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge steigerte den Umsatz um 6,2 % auf 3.461,9 Mio. EUR (Vorjahr 3.260,1 Mio. EUR). Währungsbereinigt stiegen die Umsätze um 8,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Dabei entfielen rund 60 % (Vorjahr: 58 %) des Umsatzes auf das OE-Geschäft. Aufgrund des gestiegenen OE-Umsatzes sank der Nachmarktanteil (RailServices) von 42 % in 2017 auf 40 % der Umsatzerlöse (Aufteilung nach HGB). Bereinigt um den Effekt aus den Veräußerungen läge der Nachmarktanteil des Segments bei 39 % (Vorjahr bereinigt: 40 %). Die positive Umsatzentwicklung ist vor allem auf Zuwächse im OE-Geschäft in Europa mit Lokomotiven, Mainline Urban Regional & Commuter, sowie Metros zurückzuführen. Ebenfalls legte der Umsatz in der Region Asien/Pazifik vor allem im Servicegeschäft in China, das Erstausrüstungsgeschäft in Indien sowie im Frachtgeschäft in der Region Nordamerika zu.

Die F&E-Kosten beliefen sich in 2018 auf 197,1 Mio. EUR und sanken damit gegenüber Vorjahr (207,3 Mio. EUR) moderat. Damit ergab sich ein leichter Rückgang der F&E-Quote auf 5,7 % (Vorjahr: 6,4 %).

In der Division Systeme für Schienenfahrzeuge lag das EBITDA mit 693,1 Mio. EUR um 8,4 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 639,3 Mio. EUR). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 20,0 % (Vorjahr: 19,6 %). Bereinigt um die Umsätze und Verluste aus den veräußerten Geschäften ergab sich eine operative EBITDA-Marge von 20,8 %.

Die Investitionen der Division Systeme für Schienenfahrzeuge in Höhe von 113,4 Mio. EUR in 2018 (Vorjahr: 91,7 Mio. EUR) flossen vor allem in Ersatz- und Erweiterungsprojekte für Produktionsanlagen, außerdem in Standortprojekte in München. In der Division Systeme für Schienenfahrzeuge lagen die Abschreibungen mit 107,9 Mio. EUR moderat unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 116,0 Mio. EUR).

Die Division Systeme für Schienenzeuge beschäftigte zum 31.12.2018 15.886 Mitarbeiter (Vorjahr: 16.051 Mitarbeiter inkl. Personalleasing). Die gesunkene Mitarbeiteranzahl zum Jahresende ist im Wesentlichen auf die Veräußerungen zurückzuführen.

Division Systeme für Nutzfahrzeuge

Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge konnte im Jahr 2018 den Auftragseingang um 2,7 % auf 3.207,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3.122,7 Mio. EUR) steigern. Währungsbereinigt zu Ist-Kursen 2017 betrug der Anstieg im Auftragseingang 6 %. Der Anstieg ist einerseits bedingt durch gegenüber Vorjahr deutlich höhere Truck Production Rates, vor allem getrieben durch die Regionen Nord- und Südamerika. Andererseits trug auch das Wachstum im Content per Vehicle bei. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2018 legte ebenfalls um 3,6 % auf 1.363,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.316,1 Mio. EUR) zu, insbesondere resultierend aus der hohen Kundennachfrage in Nordamerika. Tab. 2.18

2.18 Kennzahlen Division Systeme für Nutzfahrzeuge

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in Mio. € 2018 2017
Auftragseingang 3.207,80 3.122,70
Auftragsbestand (31.12.) 1.363,70 1.316,10
Umsatz 3.160,10 2.890,60
EBITDA 516,4 503,7
EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) 16,3 17,4
EBIT 434,4 421,5
EBIT-Marge (in % vom Umsatz) 13,7 14,6
Investitionen 154,7 120
Abschreibungen 82 82,3
F&E-Kosten 166,6 151,5
Mitarbeiter
(per 31.12. inkl. Personalleasing) 11.906 11.082

Der Umsatz wuchs um 9,3 % auf 3.160,1 Mio. EUR (Vorjahr: 2.890,6 Mio. EUR). Währungsbereinigt lagen die erwirtschafteten Umsätze mit +12,7 % nochmals deutlich höher bei 3.256,7 Mio. EUR. Dies ist auf Zuwächse in allen Regionen, insbesondere aus der Region Nordamerika zurückzuführen. Eine gestiegene Truck Production Rate sowie Marktanteilsgewinne in der Scheibenbremse führten zum Umsatzwachstum vor allem im Bereich der großen Fahrzeug-OEMs. Mit 73,3 % Anteil am Gesamtumsatz des Segments konnte der Bereich OE-Kunden um 1,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zulegen. Dies führte zu einem leicht rückläufigen Nachmarktanteil (Aufteilung nach HGB) am Gesamtumsatz von 26,7 % (Vorjahr: 27,9 %).

Die F&E-Kosten der Division Systeme für Nutzfahrzeuge stiegen im Jahr 2018 auf 166,6 Mio. EUR (Vorjahr: 151,5 Mio. EUR), unter anderem aufgrund fortgesetzter ADAS/HAD-Aktivitäten. Die hieraus resultierende F&E-Quote stieg ebenfalls leicht von 5,2 % in 2017 auf 5,3 % im Jahr 2018.

Das EBITDA des Segments Systeme für Nutzfahrzeuge stieg 2018 um 2,5 % auf 516,4 Mio. EUR (Vorjahr: 503,7 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge lag um 1,1 Prozentpunkte unter der des Vorjahres bei 16,3 %. Der Rückgang in der EBITDA-Marge resultierte im Wesentlichen aus dem veränderten Umsatz-Mix aus OE- und Nachmarkt-Geschäft, welches zu höheren Materialquoten führte, sowie gestiegenen Personalkosten durch den Aufbau von zusätzlichem Personal im F&E Bereich. Auch gestiegene Rohstoffpreise und Zusatzkosten aufgrund der Engpässe in unseren Lieferketten belasteten die EBITDA-Marge.

Das EBIT der Nutzfahrzeugdivision wuchs in 2018 um rund 3,1 % auf 434,4 Mio. EUR (Vorjahr: 421,5 Mio. EUR). Die EBIT-Marge lag um 0,9 Prozentpunkte unter der des Vorjahres bei 13,7 % und folgte damit nahezu der gleichen Entwicklung wie die EBITDA-Marge.

Die Investitionen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge erhöhten sich in 2018 gegenüber dem Vorjahr um 34,7 Mio. EUR auf 154,7 Mio. EUR (Vorjahr: 120,0 Mio. EUR). Wesentliche Investitionen flossen wie im Vorjahr in die weltweite Bereitstellung von Lieferantenwerkzeugen. Darüber hinaus investierten wir beispielsweise in den Ausbau des deutschen Werks am Standort Aldersbach für ein Warenumschlagszentrum und in Montagelinien für die neue Scheibenbremse NexTT. Die Abschreibungen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge lagen gegenüber Vorjahr nahezu unverändert bei 82,0 Mio. EUR (Vorjahr: 82,3 Mio. EUR).

Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge beschäftigte zum 31.12.2018 11.906 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.082) und damit 824 Mitarbeiter bzw. 7,4 % mehr als zum 31. Dezember 2017. Neben dem umsatzbedingten Aufbau wurden in China im Rahmen des Ausbaus des Kompressorengeschäfts weitere Mitarbeiter eingestellt sowie Kapazitäten im F&E-Bereich ausgebaut.

Finanzlage (Finanzwirtschaftliche Entwicklung)

Finanz- und Liquiditätsmanagement

Unser zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement verfolgt zwei Hauptziele: die Optimierung von Erträgen und Kosten und die Reduktion finanzwirtschaftlicher Risiken. Darüber hinaus schafft es Transparenz über den Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf im Konzern. Bei der Liquiditätssteuerung folgen wir dem Grundsatz, stets flüssige Mittel in ausreichender Höhe vorzuhalten, um unsere Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können und auch bei sich ergebenden M&A-Opportunitäten handlungsfähig zu sein.

Unsere wichtigste Finanzierungsquelle ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Fremdmittel werden in der Regel von der Knorr-Bremse AG oder, soweit finanzrechtlich notwendig, unserer jeweiligen Holdinggesellschaften in Asien und Nordamerika aufgenommen und den Konzerngesellschaften nach Bedarf zur Verfügung gestellt. Das Liquiditätsmanagement ist ebenfalls Aufgabe der Knorr-Bremse AG und unserer jeweiligen Holdinggesellschaften in Asien und Nordamerika. Sie organisiert unter anderem ein Cash-Pooling-System, das - soweit rechtlich möglich - alle flüssigen Mittel des Konzerns zusammenfasst. Gesellschaften in Ländern mit gesetzlichen Beschränkungen des Kapitalverkehrs (zum Beispiel China, Indien, Brasilien) finanzieren sich weitgehend lokal.

Die Anlage überschüssiger Liquidität wird durch eine Richtlinie für das Financial Asset Management geregelt und ist Aufgabe der Abteilung Corporate Finance & Treasury. Unsere Partner sind ausschließlich Banken und Finanzdienstleister mit mindestens Investment Grade Rating. Mit 1.756,0 Mio. EUR lagen die liquiden Mittel zum Jahresende 2018 um 9,7 % über dem Vorjahreswert von 1.600,0 Mio. EUR. Damit betrug ihr Anteil an der Bilanzsumme 28,0 % nach 27,9 % am Vorjahresstichtag.

Durch ein systematisches Net Working Capital Management inklusive liquiditätsoptimierender Instrumente wie SupplierEarly Payment Program (SEPP) oder Factoring stärken wir die Innenfinanzierungskraft und die Mittelbindung. Davon profitieren Kennzahlen wie Bilanzstruktur und ROCE. Informationen zum Einsatz von Finanzinstrumenten enthält der Abschnitt "Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung" im Risikobericht.

Finanzierungsstruktur des Knorr-Bremse Konzerns

Nach der Begebung einer Unternehmensanleihe über 500 Mio. EUR im September 2016 folgte im Juni 2018 eine weitere Anleihe in Höhe von 750 Mio. EUR mit einem jährlichen Kupon von 1,125 % und einer Laufzeit von 7 Jahren. Die Rating-Agentur Moody's bewertet diese Anleihe mit 'A2'. Diese Anleihe dient der Finanzierung des Wachstums des Knorr-Bremse Konzerns, bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungsstruktur zwischen Eigenkapital und Fremdkapital. Das bestehende Debt Issuance Program (DIP) lief im September 2018 aus und wurde nicht verlängert. Tab. 2.19

2.19 Finanzverbindlichkeiten (31.12.)

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Derivate (27.157) (7.308)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (229.819) (230.567
Anleihen und Schuldverschreibungen (1.247.521) (497.390
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile (379.616) (379.616
Kaufpreisverbindlichkeiten (38.000) -
Leasingverbindlichkeiten (33.277) (35.977)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (217.063) (158.843)
(2.172.452) (1.309.701)
Davon:
Kurzfristig (642.895) (570.955)
Langfristig (1.529.557) (738.746)

2.20 Verkürzte Cashflow-Rechnung

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in Tsd. € 2018 2017
Jahresüberschuss (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 629.435 587.220
Anpassungen für
Abschreibungen 205.570 211.479
Veränderung der Wertberichtigung auf Vorräte 23.408 (8.823)
Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.691 (902)
(Gewinn)/ Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens 18.934 (645)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (74.128) 38.567
Zinsergebnis 34.251 14.765
Beteiligungsergebnis -865 579
Ertragsteueraufwand 246.070 251.687
Ertragsteuerzahlungen (234.292) (254.389)
Veränderungen von
Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (245.307) (201.556)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 21.962 87.230
Rückstellungen 86.796 (45.326)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 725.526 679.886
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (304.013) (279.833)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (286.173) (460.067)
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 135.341 (60.014)
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 3.279 (72.147)
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 1.246 -
Veränderung des Finanzmittelfonds 139.866 (132.161)
Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Auszahlungen für Investitionen) 401.835 450.001

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg in 2018 gegenüber dem Vorjahr moderat um 45,6 Mio. EUR auf 725,5 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund eines Anstieges des Periodenergebnisses um 42,2 Mio. EUR auf 629,4 Mio. EUR größtenteils als Folge des Umsatzanstieges um 7,5 % gegenüber dem Vorjahr, sind zugleich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 89,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Auch bei den Vorratsbeständen ist in 2018 ein Anstieg um 87,5 Mio. EUR auf 836,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Tab. 2.20

Insgesamt erhöhte sich das Net Working Capital um 79,9 Mio. EUR auf 861,9 Mio. EUR (Vorjahr: 782,0 Mio. EUR. Damit stieg die Bindungsdauer in Umsatztagen um 1,1 Tage auf 46,9 Tage (Vorjahr: 45,8 Tage).

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit um 24,2 Mio. EUR. Dies ergibt sich insbesondere aus dem Anstieg der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände um 48,5 Mio. EUR auf 93,7 Mio. EUR (im Wesentlichen bedingt durch den Erwerb des Know-how sowie Technologie für die Entwicklung und Herstellung von Reibmaterialien von Federal Mogul) sowie dem Anstieg der Investitionen in Sachanlagevermögen um 45,3 Mio. EUR auf 230,0 Mio. EUR. Zudem ergab sich im Berichtsjahr ein Mittelabfluss aus der Veräußerung konsolidierter Unternehmen in Höhe von 13,7 Mio. EUR. Demgegenüber sank der Mittelabfluss für den Erwerb konsolidierter Unternehmen um 93,3 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 286,2 Mio. EUR was einen um 173,9 Mio. EUR niedrigeren Mittelabfluss im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Im Jahr 2018 wurde eine festverzinsliche Anleihe in Höhe von 750 Mio. EUR emittiert, was zu einem Mittelzufluss in Höhe von 744,4 Mio. EUR führte. Zudem belaufen sich die Netto-Einzahlungen aus Factoring im Berichtsjahr auf 2,8 Mio. EUR und liegen damit um 10,8 Mio. EUR unter dem Vorjahr 2017. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr IPO-Kosten durch den Hauptanteilseigner in Höhe von 14,9 Mio. EUR erstattet, die nach Abzug von Steuern mit einem Betrag von 10,0 Mio. EUR in der Kapitalrücklage als Einlage ausgewiesen werden.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in 2018 resultiert größtenteils aus den an Gesellschafter und Minderheitsgesellschafter gezahlten Dividenden in Höhe von 898,4 Mio. EUR. Zudem wurden mit Wirkung zum 20. April 2018 sämtliche von der Ursus Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald/Deutschland, gehaltenen, stimmrechtslosen Vorzugsaktien an der Knorr Brake Holding Corporation, Delaware/USA seitens der Knorr Brake Holding Corporation für einen Kaufpreis in Höhe von 159, 6 Mio. USD zurückgekauft, was zu einem Mittelabfluss in Höhe von 130,6 Mio. EUR im Berichtsjahr führte.

Free Cashflow

Der Free Cashflowbelief sich in 2018 auf 401,8 Mio. EUR und lag damit um 48,2 Mio. EUR unter dem Vorjahr (450,0 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist auf eine steigende Investitionstätigkeit (inklusive 1. Tranche von 25,0 Mio. EUR Kaufpreiszahlung Federal Mogul) zurückzuführen.

Liquidität

Der Anstieg des Finanzmittelfonds auf 1.718,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.578,8 Mio. EUR) setzte sich im Wesentlichen aus dem positiven Saldo aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (725,5 Mio. EUR), dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (- 304,0 Mio. EUR) sowie dem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (- 286,2 Mio. EUR) zusammen. Das Nettoguthaben reduzierte sich von 836,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 250,2 Mio. EUR im Jahr 2018. Tab. 2.21

2.21 Finanzmittelfonds (31.12.)

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in Mio. € 2018 2017
Finanzmittelfonds 1.1. 1.578,80 1.711,00
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 725,5 679,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit (304,0) (279,8)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (286,2) (460,1)
Sonstiges 4,6 (72,1)
Finanzmittelfonds 31.12. 1.718,70 1.578,80

Das Verhältnis Nettoguthaben zu Eigenkapital beträgt 15,6 % (Vorjahr: 41,9 %). Dies ist im Wesentlichen auf die im Jahr 2018 ausgeschüttete Sonderdividende in Höhe von 500,2 Mio. EUR zurückzuführen. Der Konzern verfügt über zugesagte Kreditlinien in Höhe von 2.070,7 Mio. EUR (davon 100 Mio. Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank und 150 Mio. Mittelfristlinien), wovon zum Geschäftsjahresende 1.360,8 Mio. EUR nicht genutzt waren. Die Zinsen aus den Verbindlichkeiten sind entsprechend der Fälligkeit marktüblich.

Zum Ende 2018 betrug der nicht abgezinste maximale Haftungsbetrag für Kreditgarantien/-bürgschaften und Vertragserfüllungsgarantien/-bürgschaften für Leistungen Dritter insgesamt 18,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,0 Mio. EUR). Künftige Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen betrugen 242,3 Mio. EUR (Vorjahr: 182,4 Mio. EUR). Darüber hinaus besteht noch weitere finanzielle Verpflichtungen wie Investitionsprojekte (31,0 Mio. EUR), Verpflichtungen wegen Großreparaturen und Wartungsarbeiten (3,6 Mio. EUR) und sonstige Verpflichtungen (29,5 Mio. EUR) (siehe auch Konzernanhang in Abschnitt H.7 und H.8).

Mit unserer Fähigkeit, Mittelzuflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit zu generieren, unseren liquiden Mittel, nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien und den bestehenden Kreditratings am Geschäftsjahresende sind wir der Überzeugung, dass wir über ausreichende Flexibilität verfügen, um unsere Kapitalerfordernisse zu decken.

Rating

Seit dem Jahr 2000 bewerten zwei externe Ratingagenturen, Standard & Poor's und Moody's, die wirtschaftliche Situation der Knorr-Bremse Gruppe. Das Rating war von Beginn an im Investment Grade angesiedelt und konnte über die Jahre kontinuierlich verbessert werden. Im Geschäftsjahr 2018 bestätigten beide Ratingagenturen erneut die Bewertung des Knorr-Bremse Konzerns aus dem Jahr 2016 in der Ratingkategorie "A" bzw. "A2" mit Outlook "stable". Beide Ratingagenturen würdigten damit die fortgesetzte stabile Ergebnisqualität, die Kontinuität der Managementleistung sowie die Stärkung der Wettbewerbsposition, insbesondere durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zudem betonten sie das substanzielle Wachstum der Knorr-Bremse Gruppe durch Akquisitionen und Gründung von Joint Ventures.

Mit seinem Rating erreicht Knorr-Bremse unter den Automobil-, Nutz- und Schienenfahrzeugzulieferern weltweit einen der vordersten Ränge.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg um 9,3 % auf 6.262,2 Mio. EUR (2017: 5.727,4 Mio. EUR). Am Jahresende 2018 waren Aktiva in Höhe von 94,7 % des Umsatzes gebunden. Tab. 2.22

2.22 Bilanzkennzahlen

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in Mio. € 2018 2017
Nettoguthaben (31.12.) 250,2 836,1
Nettoverschuldung zu EBITDA <0 <0
Gearing (31.12.) <0 <0
Net Working Capital (NWC) (31.12.) 861,9 782
Net Working Capital in Umsatztagen 46,9 45,8
Umschlagdauer Vorräte 7,9 8,2
Forderungen/Days Sales Outstanding 67,3 67,2
Eigenkapitalquote (31.12.) 25,7 34,8
Bilanzsumme (31.12.) 6.262,20 5.727,40

Das Net Working Capital, definiert als Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerten (im Vorjahr Forderungen aus Fertigungsaufträgen), abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Verbindlichkeiten (im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen sowie erhaltenen Anzahlungen), lag zum Jahresende bei 861,9 Mio. EUR (Vorjahr: 782,0 Mio. EUR). In Umsatztagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 46,9 Tagen (Vorjahr: 45,8 Tage).

Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der Ausschüttungen und aus der Einführung des IFRS 15 resultierenden Bilanzverlängerung um 9,1 Prozentpunkte von 34,8 % auf 25,7 %. Tab. 2.23, Grafik 2.24

2.23 Eigenkapital

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in Mio. € 2018 2017
Gezeichnetes Kapital 161,2 67,6
Sonstiges Eigenkapital 1.340,70 1.780,20
Eigenkapital Aktionäre 1.501,90 1.847,80
Nicht beherrschende Anteile 105,2 148,0
Summe Eigenkapital 1.607,10 1.995,70

2.24 Vermögens- und Kapitalstruktur

Investitionen

Die Investitionen des Knorr-Bremse Konzerns in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte reflektierten die Wachstums- und Innovationsprioritäten im Konzern. Die Investitionen erreichten im Geschäftsjahr 2018 308,4 Mio. EUR und lagen damit bei 4,7 % vom Umsatz (Vorjahr 3,8 %). Darin ist die strategische Investition des Know-how-Erwerbs von Federal Mogul (Kaufpreis 63,0 Mio. EUR), der einen M&A-bedingten Anlagenzugang darstellt, nicht enthalten. In der Division Systeme für Schienenfahrzeuge erfolgten Investitionen in Kapazitätserweiterungen, Gebäude sowie Ersatzinvestitionen zur Herstellung verbesserter Produktivitäten. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge fielen neben Investitionen in Lieferantenwerkzeuge vor allem solche in neue Produktgenerationen sowie Ersatzinvestitionen an. Darüber hinaus wurden im Konzern Investitionen in weitere IT-Projekte vorgenommen. Tab. 2.25

2.25 Investitionen und Abschreibungen

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in Mio. € 2018 2017
Investitionen in Sachanlagen 235,4 190,0
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 73,11) 45,2
Abschreibungen 205,6 211,5

1) in 2018 vor Investition Federal Mogul (63,0 Mio. EUR)

Schwerpunkte waren Ausgaben für Maschinen und Equipment im Rahmen der Einführung neuer Produktgenerationen sowie für den Kapazitätsausbau wachstumsstarker Geschäftsfelder und Standorte sowie in weltweite IT Projekte. Daneben fanden reguläre Ersatzinvestitionen inklusive in Lieferantenwerkzeuge statt.

Nachtragsbericht

Im Dezember 2018 unterzeichneten wir einen Kaufvertrag zum Erwerb des Geschäftsbereichs Lenksysteme für Nutzfahrzeuge von der Hitachi Automotive Systems, Ltd. in Japan und Thailand und setzten damit einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu Systemlösungen für Fahrerassistenz und Hochautomatisiertes Fahren. Der Geschäftsbereich ist der führende Hersteller von Servolenkungsteilen in Japan. Das Closing erfolgt am 29. März 2019. Der Kaufpreis beläuft sich auf voraussichtlich 165 Mio. EUR.

Die Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, erwarb mit Wirkung zum 1. Februar 2019 eine 50%ige Beteiligung an der Sentient IP AB, Göteborg, Schweden von der Sentient AB, Göteborg, Schweden. Der Gesamtkaufpreis wurde zum Transaktionszeitpunkt auf 15,0 Mio. EUR geschätzt und enthält eine fixe Kaufpreiszahlung sowie variablen Kaufpreiszahlungen in Abhängigkeit von der künftigen Entwicklung der Gesellschaft. Der fixe Kaufpreisbestandteil in Höhe von 4,7 Mio. EUR wurde bereits zum Transaktionszeitpunkt bezahlt. Auf Basis dieser strategischen Investition kann Knorr-Bremse nunmehr die Weiterentwicklung der von Sentient AB eingebrachten Software und IP-Rechte im Lenkungsgeschäft umsetzen.

Knorr-Bremse erwarb mit Wirkung zum 14. März 2019 im Rahmen einer strategischen Investition einen Anteil in Höhe von 21,3 % an dem israelischen Start-up-Unternehmen RailVision, Ra'anana, Israel. RailVision entwickelt auf Video- und Infrarottechnik basierende Systeme zur Hinderniserkennung für Schienenfahrzeuge, die eine bedeutende Technologie zur Realisierung von automatisierten Fahrfunktionen sind. Knorr-Bremse geht damit den nächsten Schritt in Richtung Systemlösungen für das automatisierte Fahren auf der Schiene.

Die Deutsche Börse beschloss am 5. März 2019, Knorr-Bremse gemäß den Fast-Entry-Regeln in den MDAX aufzunehmen. Am 18. März 2019 trat Knorr-Bremse in den Index ein, ein weiterer Meilenstein für Knorr-Bremse und seine Aktionäre, der für mehr Visibilität am Kapitalmarkt sorgt.

Die US-amerikanische Knorr-Bremse-Tochter New York Air Brake LLC (NYAB) übernahm mit Wirkung zum 15. März 2019 die Snyder Equipment Company, Inc., mit Sitz in Nixa, Missouri, USA. Das Unternehmen ist ein branchenführender Hersteller von Betankungsanlagen und Serviceausrüstung für Lokomotiven und zudem bekannt für die industrielle Aufarbeitung (Remanufacturing) von Lokkomponenten.

Weitere Angaben finden Sie im Rahmen des Konzernanhangs in den Abschnitten H.2.

Risiko-, Chancen und Prognosebericht

Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Grundsätze und Ziele

Als global aufgestellter und international tätiger Konzern ergeben sich für Knorr-Bremse in seiner unternehmerischen Tätigkeit Risiken wie Chancen. Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken konzernweit zu identifizieren und ihre potenziellen Folgen auf die erwartete Ertrags- und Finanzsituation des Konzerns zu minimieren. In derselben Weise sollen Chancen identifiziert und genutzt werden, um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im Fokus steht dabei eine frühzeitige, systematische Identifikation sowie die Analyse potenzieller Risiken und Chancen, um Handlungsspielräume für eine effektive Risikosteuerung, wie unter anderem die rechtzeitige Einleitung geeigneter Gegensteuerungsmaßnahmen, zu ermöglichen. Basis hierfür stellt ein transparentes, systematisches und sämtliche Unternehmensprozesse abdeckendes Risikoberichtswesen dar.

Bei allen unseren geschäftlichen Aktivitäten wägen wir Chancen und Risiken stets sorgfältig ab. Deshalb ermutigt Knorr-Bremse alle Beschäftigten zur proaktiven Meldung von Risiken und fordert zum verantwortungsvollen Umgang mit diesen auf. Damit Risiken von erheblicher Bedeutung frühestmöglich erkannt und zeitnah gemanagt werden können, gibt es über die regelmäßigen Berichtsperioden hinaus auch einen internen Ad-hoc-Meldeprozess.

Das im Konzern etablierte Risikomanagementsystem unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, welche im Jahr 2017 zu einer umfassenden Anpassung an neueste Anforderungen, unter anderem im Hinblick auf die Einführung der Rechnungslegung nach IFRS, führte. In 2018 blieb es im Wesentlichen unverändert.

Organisation und Prozess

Die Aufbau- und Ablauforganisation des Risikomanagements folgt der allgemeinen Organisationsstruktur und ist in einer Konzernrichtlinie mit einer klaren Definition von Verantwortlichkeiten und Berichtsstrukturen verankert. Die Erhebung potenzieller Risiken findet in einem vierteljährlichen Turnus in Form einer weltweiten Bottom-Up Risikoinventur statt, die sämtliche Konzerngesellschaften miteinbezieht. Dabei melden Standorte mögliche Risiken in quantifizierter Form an die Regionalverantwortlichen, die es wiederum an die Divisionsverantwortlichen weitergeben. Wesentlicher Bestandteil der regelmäßigen Risikoberichterstattung ist ein zusammenfassender Risikobericht. Dieser wird dem Vorstand des Knorr-Bremse Konzerns quartalsweise vorgelegt und in der jeweiligen Vorstandssitzung erläutert. Der Aufsichtsrat beschäftigt sich turnusmäßig einmal im Jahr detailliert mit dem Risikobericht, bei Bedarf auch adhoc.

Die ermittelten Risiken werden jeweils einer der 14 spezifischen Risikokategorien zugeordnet, die sich an der Wertschöpfungskette des Unternehmens orientieren. Insgesamt umfasst der Risikomanagementprozess sechs Stufen von der Identifikation über die Bewertung, Mitigation und Aggregation bis zum Reporting und Monitoring. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt dabei hinsichtlich Ergebniseinfluss und Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Augenmerk liegt auf einer transparenten Darstellung des Risikoportfolios, einschließlich der Beurteilung wirksamer Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Diese zeigen die Risikoverantwortlichen qualitativ und quantitativ in ihren Berichten auf. Mögliche Maßnahmen stellen die Vermeidung, die Reduktion, der Transfer oder die Akzeptanz des jeweiligen Risikos dar.

Die Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden innerhalb dieses Prozesses als Reduktion des Schadenspotenzials berücksichtigt und führen zum Nettorisiko vor Eintrittswahrscheinlichkeit. Bewertet mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt sich die potenzielle Ergebnisbelastung jedes Risikos. Diese wird, entsprechend der Wesentlichkeit für den Konzern, wie folgt eingestuft:

Sehr gering (≤ 5 Mio. EUR)

Gering (> 5 Mio. EUR bis ≤ 15 Mio. EUR)

Mittel (> 15 Mio. EUR bis ≤ 40 Mio. EUR)

Hoch (> 40 Mio. EUR)

Für eine potenzielle Ergebnisbelastung sind zur Risikovorsorge unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften im Jahresabschluss entsprechende Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen zu bilden. In der anschließenden Phase der Risikoaggregation erfolgt die Zusammenfassung von Einzelrisiken, basierend auf gleichlautenden Ursachen sowie unter Einbezug möglicher Interdependenzen. Des Weiteren führt das Risikomanagement in Abstimmung mit den Divisionen sowie den Risikoverantwortlichen eine Plausibilisierung der Nettorisikokalkulation sowie eine Validierung der Richtlinienkonformität durch.

Zusätzlich zu den wie oben beschriebenen quantifizierten Risiken erfasst das Risikomanagement auch qualitative, abstrakte und strategische Risiken.

Risikoberichterstattung

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und die zuständigen Ausschüsse regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den Konzern relevanten Risiken und Chancen. Die Prüfung und Überwachung des Risikomanagements ist Aufgabe der internen Revision. Damit verfügt der Knorr-Bremse Konzern über ein modernes, weltweit gültiges Berichts- und Kontrollsystem, um eine effiziente und effektive Kontroll- und Steuerungsfunktion zu realisieren.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess:

Mit dem internen Kontrollsystem (IKS) verfolgen wir das Ziel, die gesetzlichen Vorgaben und die gültigen Konzernrichtlinien einzuhalten, die Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit sowie die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung zu gewährleisten. Das IKS umfasst die Gesamtheit aller vom Management im Unternehmen eingeführten Grundätze, Verfahren und Maßnahmen, die zu einem systematischen und transparenten Umgang mit Risiken führen.

Die grundlegenden Prinzipien des IKS bilden das Vier-Augen-Prinzip und das Funktionstrennungsprinzip. Die Konzerngesellschaften sind verantwortlich dafür, bestehende konzerneinheitliche Regelungen sowie länderspezifische Vorschriften einzuhalten und ihre internen Kontrollen zu dokumentieren, mit denen sie eine verlässliche und sachgerechte Finanzberichterstattung sicherstellen.

Das Konzerncontrolling übernimmt dabei eine unterstützende und koordinierende Funktion; die Dokumentation von Risiken und Kontrollen wird zentral im Konzerncontrolling hinterlegt. Die interne Revision prüft die Existenz und Wirksamkeit der dokumentierten Maßnahmen innerhalb ihrer unabhängigen Audits. Das Konzerncontrolling berichtet über die Wirksamkeit des Kontrollsystems an den Vorstand. Der Aufsichtsrat wird turnusmäßig einmal im Jahr detailliert durch den Vorstand über die Ergebnisse aus dem IKS und dem Internal Audit informiert.

Die wichtigsten Instrumente, Kontroll- und Sicherungsroutinen für den Rechnungslegungsprozess sind:

Die Bilanzierungsrichtlinie der Knorr-Bremse AG definiert den Rechnungslegungsprozess in den Einzelgesellschaften und im Konzern. Die Richtlinie deckt alle relevanten IFRS-Regelungen ab und wird regelmäßig durch das Konzernrechnungswesen aktualisiert.

Alle Rechnungslegungsprozesse unterliegen einer mehrstufigen Validierung in Form von Stichproben, Plausibilitätschecks und weiteren Kontrollen durch die operativen Gesellschaften, die Segmente sowie das Konzerncontrolling, das Konzernrechnungswesen und die interne Revision. Die Kontrollen beziehen sich auf diverse Gebiete, zum Beispiel Zuverlässigkeit und Angemessenheit der IT-Systeme, Vollständigkeit und Richtigkeit der Finanzberichterstattung oder Vollständigkeit von Rückstellungen.

Insbesondere für die kaufmännischen Prozesse, die Buchungen im Konsolidierungssystem auslösen, gelten die grundlegenden Prinzipien des IKS; das Vier-Augen-Prinzip sowie das Funktionstrennungsprinzip. Beispielsweise bei Bestellungen bzw. Rechnungen ist je nach Höhe eine Freizeichnung der Bereichsleitung, Geschäftsführung oder des Vorstands erforderlich. Der Prozess der Bestellung bis hin zur Bezahlung ist durch eine Funktionstrennung zwischen Mitarbeitern des Einkaufs sowie des Rechnungswesens abgesichert.

Zugriffsberechtigungen regeln den Zugang zum Konsolidierungssystem; dieser ist einem ausgewählten Mitarbeiterkreis aus dem Konzernrechnungswesen vorbehalten. Daten, die in den Konzerngesellschaften eingegeben werden, werden in einem mehrstufigen Prozess kontrolliert - zunächst werden sie in der Konzerngesellschaft selbst validiert, danach durch das Controlling des zuständigen Segments und abschließend durch das Konzernrechnungswesen.

Um eine korrekte Abschlusserstellung zu gewährleisten, beschäftigen wir uns sorgfältig mit wesentlichen Regelungen und Neuerungen in Rechnungslegung und Berichterstattung. Besonderes Gewicht haben die Bilanzierung von Fertigungsaufträgen nach der Over-Time-Methode (im Vorjahr: Percentage-of-Completion-Methode), die Allokation von Kaufpreisen bei Unternehmenszusammenschlüssen, der Werthaltigkeitstest von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie die Zuverlässigkeit der qualitativen und prognostischen Aussagen im Lagebericht.

Die Übersicht in Tabelle 2.26 zeigt das jeweilige Nettorisiko (nach Eintrittswahrscheinlichkeit - vor Rückstellungen) des Konzerns je Risikokategorie. Tab. 2.26

2.26 Risikokategorien des Knorr-Bremse Konzern

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Nettorisiko
Sehr gering (≤ 5 Mio. €) Gering (>5 Mio. € bis ≤ 15 Mio. €) Mittel (>15 Mio. € bis ≤ 40 Mio. €) Hoch (>40 Mio. €)
Strategie X
Recht & Regulatorisch X
Forschung & Entwicklung X
Einkauf X
Markt & Kunden X
Logistik X
Produktion X
Qualität & Produkthaftung X
HR X
Finanzen & Treasury X
M&A X
Projektmanagement X
IT Systeme & IT Sicherheit X
Sonstige X

Wesentliche Änderungen im Risikoportfolio ergaben sich gegenüber dem Vorjahr in den Kategorien Markt & Kunden, Produktion, IT Systeme & IT Sicherheit sowie in Finanzen & Treasury und im Bereich Sonstige. Die Erhöhung des Gesamtrisikos der Kategorie Markt & Kunden von gering auf hoch ist im Wesentlichen auf eine mögliche Marktabkühlung im zyklischen Nutzfahrzeuggeschäft im Rahmen eines schwächer als erwartet ausfallenden Weltwirtschaftswachstums zurückzuführen. Infolge einer damit verbundenen rückläufigen Truck Production Rate käme es zu einem Volumen- und damit verbundenem Ergebnisrückgang im OE-Geschäft. Die Hochstufung der Kategorie Produktion von sehr gering auf mittel resultiert aus der Zunahme von Risiken hinsichtlich einer möglichen Beendigung von Lieferverträgen mit Großzulieferern und damit möglicherweise verbundenen, temporären Produktionsausfällen. Aufgrund der branchenübergreifenden Zunahme von beispielsweise Cyberangriffen oder Fraud-emails erfolgte, vor dem Hintergrund einer weiter fortschreitenden Digitalisierung, die Änderung der Einstufung der Risikokategorie IT Systeme & IT Sicherheit von sehr gering auf mittel. Demgegenüber kam es in den Kategorien Finanzen & Treasury zu einer Reduktion des Nettorisikos von hoch auf gering, welche unter anderem aus einem Rückgang nicht währungsgesicherter Fremdwährungsbestände resultierte. Im Bereich Sonstige Risiken ergab sich eine Herabstufung von hoch auf gering, im Wesentlichen im Zusammenhang mit Gebäudesanierungen, welche in 2018 abgeschlossenen wurden.

Nachfolgend werden die einzelnen Risikokategorien des Knorr-Bremse Konzerns erläutert:

Strategische Risiken

Als Technologieführer im Schienen- und Nutzfahrzeugbereich sehen wir uns den Bestrebungen bereits am Markt etablierter Mitbewerber als auch neuer Marktteilnehmer ausgesetzt, Marktanteile zu unseren Lasten gewinnen zu können, wie beispielsweise die geplante Übernahme des amerikanischen Wettbewerbers Wabco durch das deutsche Unternehmen ZF Friedrichshafen. Diesen begegnen wir mit einer nachhaltigen Innovationsstrategie und der intensiven Pflege von Kundenbeziehungen, um auch in Zukunft bestmöglich auf deren Anforderungen an unsere Produkte und Dienstleistungen sowohl hinsichtlich technologischer als auch qualitativer und preisbezogenen Anforderungen eingehen zu können. Hierzu zählen neben der ständigen Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios, insbesondere auch die Abwendung des Risikos eines nicht erfolgenden oder verspäteten Eintritts in neue, erfolgsversprechende Produktfelder. Maßnahmen hierzu liegen in einer rechtzeitigen Identifikation, der anschließenden Bewertung und einer effizienten Umsetzung von Entwicklungsprojekten zur Erschließung neuer Produktbereiche. Allen voran sind hier die aktuellen Megatrends Urbanisierung, Eco-Effizienz, Digitalisierung sowie Automatisiertes Fahren zu nennen. In diesen Feldern wollen wir als Systemlieferant auch zukünftig den größtmöglichen Kundennutzen anbieten. Dennoch können sich Risiken aus strategischen Entscheidungen infolge von Portfoliobereinigungen bzw. -veränderungen, wie im Berichtsjahr 2018 stattgefunden, ergeben. Diese bestehen in Form von Restrukturierungskosten, Wertberichtigungen oder ähnlichen, beispielsweise bei Standortverlagerungen bzw. -schließungen.

Rechts- und regulatorische Risiken

Knorr-Bremse sieht sich in seiner weltweiten Präsenz einer Vielzahl von unterschiedlichen Rechtssystemen ausgesetzt. Aus den aktuell geltenden und möglichen zukünftigen Anpassungen dieser Rechtssysteme resultieren unter anderem steuer-, wettbewerbs-, patent-, umwelt-, arbeits- und vertragsrechtliche Risiken. Um Rechtsstreitigkeiten und daraus resultierende mögliche finanzielle Belastungen, strategische Risiken oder Imageschäden abzuwenden oder zu minimieren, setzen wir neben der juristischen Prüfung und Beurteilung durch die Rechtsabteilung auch auf unser Compliance Management sowie die Steuerabteilung. Für komplexe Sachverhalte wird auf die Unterstützung externer Fachanwälte zurückgegriffen. Innerhalb des Compliance Managements stellt der unternehmensweit gültige Code of Conduct verbindliche Verhaltensregeln für sämtliche Mitarbeiter auf, welche mithilfe von verpflichtenden e-learning Angeboten flächendeckend geschult werden. Ein webbasiertes Hinweisgebersystem mit vordefinierten Aufklärungsprozessen unterstützt die Identifikation und Ahndung etwaiger Verstöße. Dem betriebswirtschaftlichen Schadenspotential seitens Imitationen und Produktpiraterie setzt das Unternehmen eine intensive Marktbeobachtung seitens der Patentabteilung sowie, wenn notwendig, eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden entgegen. Aktuell hervorzuheben sind in dieser Risikokategorie das nach wie vor laufende Verfahren des Department of Justice (DOJ) sowie die Auseinandersetzung mit der Firma Robert Bosch GmbH bezüglich der Ausübung einer Put-Option betreffend ihres Anteils an der KB SfN GmbH und KB Japan. Weitere Details zu den letztgenannten Verfahren finden Sie auch im Konzernanhang unter H.9.

Darüber hinaus können sich mögliche Risiken, die sich aus der Änderung von gesetzlichen Regularien, wie z. B. Verstoß gegen die EU Datenschutzgrundverordnung oder auch Änderungen hinsichtlich Arbeitnehmerrechten oder Arbeitnehmerüberlassungen, ergeben. Die Auswirkungen eines möglichen Brexit werden zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses als nicht wesentlich angesehen. Die Bewertung umfasst mögliche zusätzliche operative Kosten infolge von Zöllen, Frachten sowie organisatorischen Änderungen als auch mögliche Belastungen aus Wechselkurseffekten durch eine Abwertung des GBP gegenüber dem EUR der UK-Gesellschaften. Es wurden bereichsübergreifende Brexit-Teams gebildet und Maßnahmen erarbeitet, wie beispielsweise alternative Logistikkonzepte, Lagerbevorratung oder organisatorische Anpassungen. Die Umsatzerlöse der UK Gesellschaften beliefen sich in 2018 insgesamt auf 5 % des Konzernumsatzes. Mögliche indirekte Effekte, wie beispielsweise eine Marktabkühlung in UK als auch in der Europäischen Union können nicht verlässlich ermittelt werden und wurden daher nicht berücksichtigt.

Risiken in Forschung und Entwicklung

Sowohl der Produktentwicklungs- als auch der Produktoptimierungsprozess sind grundsätzlich mit einer Reihe von Risiken verbunden. Zu diesen zählen vor allem mögliche zeitliche Verzögerungen (time-to-market) genauso wie Abweichungen hinsichtlich produktqualitativer Anforderungen, z. B. hinsichtlich des Zulassungsverfahrens. Ferner gilt es mögliche Verletzungen von Geistigem Eigentum (Intellectual Property) auszuschließen. Des Weiteren können insbesondere innerhalb langjähriger Projekte Kostenabweichungen gegenüber der ursprünglichen Planung entstehen. Diesen begegnen wir mit einem global aufgestellten, qualifizierten Team von F&E-Mitarbeitern, modernen F&E-Einrichtungen sowie effizienten und effektiven Prozessabläufen. Neben dem State-of-the-Art-Technologiezentrum am Stammsitz München mit modernsten Mess- und Prüfständen sind hierbei die F&E-Center in Schwieberdingen, Budapest sowie im indischen Pune und in Elyria, Ohio, USA hervorzuheben.

Risiken im Einkauf

Zu potentiellen Risiken innerhalb des Beschaffungsprozesses zählen vor allem Terminverzögerungen, Qualitätsmängel sowie steigende Lieferantenpreise, welche nicht immer oder nur mit Zeitverzug an den Kunden weitergegeben werden können. Darüber hinaus besteht das Risiko einer möglichen Insolvenz der Lieferanten, welches erfahrungsgemäß jedoch als gering eingestuft wird, da wir bereits im Auswahlverfahren sowie im Rahmen eines ständigen Monitorings auf eine hohe Qualität unserer Zulieferer setzen. Daneben sind für nahezu alle strategisch relevanten Produktkomponenten mehrere Lieferanten ausgewählt, um unsere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern soweit möglich reduzieren zu können. Mit diesen schließen wir Rahmenverträge ab, um Lieferrisiken zu minimieren. Daneben bündeln wir Einkaufsvolumina, um verbesserte Einkaufskonditionen realisieren zu können.

Markt- und kundenseitige Risiken

Auch im Rahmen einer detaillierten Umsatzplanung, welche die Markterwartungen des betreffenden Geschäftsjahres vollumfänglich abbildet, kann es vor allem durch unerwartete Marktentwicklungen, aber auch durch kundenseitige Einzelrisiken zu Umsatz- und daraus resultierenden Ergebnisabweichungen kommen. Marktseitig steht hierbei vor allem das generell konjunktursensitivere Geschäft der Division Systeme für Nutzfahrzeuge im Vordergrund. Hierbei wirkt sich eine rückläufige Fahrzeugproduktion meist direkt auf den Umsatz im Erstausrüstungsgeschäft der Division aus. Unabhängig von der Volumenentwicklung kann darüber hinaus kundenseitiger Preisdruck mögliche Margenbelastungen nach sich ziehen. In der stärker vom Projektgeschäft geprägten Division Systeme für Schienenfahrzeuge stehen neben Marktbewegungen auch mögliche strategische und operativ bedingte Projektverzögerungen im Fokus. Durch die weltweit breit gefächerte Aufstellung des Konzerns können insbesondere regionale oder segmentbezogene Marktentwicklungen oftmals kompensiert werden.

Logistik-Risiken

Wesentliche Risiken im Bereich Logistik sind sowohl mögliche Verzögerungen seitens des Lieferanten an Knorr-Bremse, als auch innerhalb der eigenen Lieferkette bis hin zum Kunden. Hierdurch kann es zu Produktionsverzögerungen bzw. -ausfällen kommen, die möglicherweise zu Lieferengpässen gegenüber unseren Kunden führen können. Diesen wirken wir mit einem integrierten Planungsprozess entgegen, der mit den Produktions- und Lieferplänen abgestimmt ist. Durch ein optimiertes Warehouse-Management stellen wir dabei eine Balance zwischen Verfügbarkeit auf der einen und einem kosteneffizienten Vorratsvermögen auf der anderen Seite sicher. Dennoch waren in 2018 Sonderfrachten (z. B. Luftfracht) und andere Maßnahmen zur Behebung von Lieferengpässen erforderlich, welche mit höheren Logistikosten verbunden waren.

Risiken im Bereich Produktion

Innerhalb der Produktion kann es insbesondere sowohl infolge nicht ausreichender Personalverfügbarkeit oder zu geringer maschineller Fertigungskapazitäten, auch ausfallbedingt, zu Engpässen kommen. Des Weiteren bestehen Risiken aus der Beendigung von Lieferverträgen mit Großzulieferern. Zum einen wirken wir diesen durch eine abgestimmte Produktionsplanung sowie vertraglichen Zusicherungen entgegen. Zum anderen setzen wir auf moderne Fertigungsanlagen, regelmäßige Wartung sowie die Durchführung notwendiger Ersatzinvestitionen, um eine Überalterung des Maschinenparks zu vermeiden. Integrierte Qualitätskontrollen ermöglichen uns die Identifikation von Qualitätsmängeln und die frühzeitige Abstellung dieser zur Vermeidung von Ausschuss sowie Nacharbeiten. Dabei stellt unser weltweit standardisiertes Fertigungskonzept Knorr-Bremse Production System ("KPS") die Erfüllung der hohen Qualitätsstandards standortübergreifend sicher. Darüber hinaus sind im Konzern umfassende Arbeits- und Umweltschutzstandards definiert.

Risiken in den Bereichen Qualität und Produkthaftung

Ziel des Qualitätsmanagements ist die stetige Sicherstellung der Erfüllung unserer Kundenanforderungen. Als Hersteller von sicherheitsrelevanten Produkten steht das Thema Qualität im besonderen Fokus und ist in unsern Unternehmenswerten tief verankert. Sollte es trotz umfangreicher Qualitätssicherungsmaßnahmen in Einzelfällen zu möglichen Auslieferungen qualitativ nicht einwandfreier Produkte an unsere Kunden kommen, besteht das Risiko von Kosten über Nachbesserungs- oder Gewährleistungsansprüche unserer Kunden. In diesem Fall arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, um zeitnah Lösungen anbieten zu können. Dem Gesamtrisiko im Bereich Qualität & Produkthaftung stehen dabei umfangreiche Rückstellungen gegenüber, welche diese bereits nahezu vollumfänglich abdecken (Risikokategorie nach Rückstellungen: sehr gering).

Risiken im Bereich Personal (HR)

Die Personalfluktuation liegt in vielen Ländern verglichen mit Westeuropa auf einem deutlich höheren Niveau. Über attraktive Vergütungssysteme, Arbeitsplatzbedingungen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung steuern wir diesem entgegen. Dem Fachkräftemangel begegnen wir mit einem eigenen Managemententwicklungsprogramm, um junge, talentierte und leistungsfähige Mitarbeiter zu rekrutieren und langfristig an das Unternehmen zu binden. Dennoch können Austritte von hoch qualifizierten Mitarbeitern zu Know-how-Verlusten führen. Wir setzen neben der betrieblichen Ausbildung auch auf ein gezieltes Hochschulmarketing und duale Studiengänge. Ein weiteres Risiko besteht in der Höhe von Pensionsverpflichtungen, welche zu Mehrkosten führen können. Diese sind allerdings im Verhältnis zur Bilanzsumme relativ gering und wurden teilweise bereits an externe Pensionsfonds ausgelagert.

Risiken im Bereich Finanzen und Treasury

Im Konzernanhang sind Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken detailliert beschrieben unter dem Abschnitt H.1. Weitere Informationen zu dieser Kategorie finden Sie auch weiter unten unter "Risikoberichterstattung aus der Verwendung von Finanzinstrumenten".

Risiken im Bereich Merger & Acquisitions (M&A)

Sowohl innerhalb des M&A-Prozesses als auch während der Phase der Post-Merger-Integration kann es sowohl unter strategischen als auch operativen Aspekten zu Risiken kommen. Hierzu zählt unter anderem eine mögliche Fehlbewertung aus finanzieller Sicht, welcher wir mit einer umfangreichen Due-Diligence vorbeugen. Darüber hinaus kann es zu höher als erwarteten Integrations- und Anlaufkosten sowie zu zeitlichen Verzögerungen innerhalb des Integrationsprozesses kommen. Hierfür wurden entsprechend Rückstellungen gebildet (Risikokategorie nach Rückstellungen: sehr gering). Um diese zu reduzieren, binden wir Mitarbeiter in Schlüsselpositionen bereits frühzeitig in den Integrationsprozess mit ein. Dies ermöglicht eine effektive Integration in unsere Unternehmenskultur, Arbeitsbedingungen sowie Systeme und Prozesse.

Risiken im Bereich Projektmanagement

Insbesondere in der Division RVS kann es infolge eines ausgeprägten Projektgeschäfts zu kundenprojektspezifischen Risiken kommen. Hierzu zählen vor allem die Einhaltung des gesetzten Kostenrahmens, des Zeitplans sowie der vereinbarten Produktspezifikation. So kann beispielsweise eine nicht termingerechte Lieferung oder Erfüllung der zugesicherten Produkteigenschaften zu Kosten für Nachbesserungen sowie gegebenenfalls zu vereinbarten Kompensationszahlungen führen. Hierfür wurden entsprechend Rückstellungen gebildet (Risikokategorie nach Rückstellungen: sehr gering). Zur Vermeidung solcher setzen wir auf ein effektives Projektmanagement, engmaschiges Monitoring und einen intensiven Kundenaustausch.

Risiken im Bereich IT Systeme und IT Sicherheit

Mangelnde Systemstabilität sowie unzureichende Datenverfügbarkeit stellen grundsätzliche IT-Risiken dar. Insbesondere in Zeiten vermehrter Cyber-Angriffe schützen wir uns durch eine konzernweite IT-Organisation und aktueller Sicherheitssysteme, wie Anti-Viren-Software und Firewalls. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig über Fraud-emails sowie die korrekte Verhaltensweise auf solche. Redundante Rechenzentren in Europa, den USA und Asien sichern uns gegen mögliche Datenverluste ab. Weitere Risiken können auch aus dem Bereich Software-Lizenzen resultieren. Insgesamt schätzen wir die Risiken im Bereich IT im Falle eines Angriffs zwar als hoch, unter Berücksichtigung üblicher Wahrscheinlichkeiten jedoch als insgesamt mittleres und branchenübliches Risiko ein.

Sonstige Risiken

Unter der Kategorie Sonstige Risiken fassen wir alle Risiken zusammen, die nicht unter eine der oben genannten Kategorien fallen. Hierzu zählen beispielsweise mögliche Reputationsschäden oder auch finanzielle Schäden durch betrügerische Handlungen sowohl intern als auch extern bedingt, welche wir aktuell insgesamt als gering einstufen.

Risikoberichterstattung aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Währungs-, Zins-, Liquiditäts-, Rohstoffpreis- und Kreditrisiken sowie Finanzinstrumente zur Risikominimierung

Aufgrund seiner internationalen Aktivitäten sowie dynamischer Entwicklungen an den Finanzmärkten ist der Knorr-Bremse Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und Kreditrisiken. Ziel der Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch ein systematisches Finanzmanagement zu begrenzen. Der Konzern setzt dazu Finanzinstrumente ein, wie z. B. Devisentermin-, Devisenswap-, Devisenoptions- und Swapgeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung vorhandener Grundgeschäfte gegen Zinsänderungs- und Devisenkursrisiken (entspricht Marktrisiko) genutzt.

Absicherung von Fremdwährungsrisiken

Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung des Währungsrisikos für ausgewählte Vermögensgegenstände und erwartete Cash-Flows im Knorr-Bremse Konzern genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der Knorr-Bremse AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Ende 2018 betrug ihr Nominalwert 1.059,8 Mio. EUR. Grundsätzlich gehen wir für jedes größere Einzelprojekt ein separates Sicherungsgeschäft ein. Alle Finanzderivate und deren Grundgeschäfte werden regelmäßig kontrolliert und bewertet. In diesem Zusammenhang wird auch die Effektivität der Sicherungsbeziehung überwacht und unter Umständen Anpassungen der Sicherung vorgenommen.

Die Translationsrisiken bei der Umrechnung in Euro nahmen im Jahr 2018 aufgrund der eher schwachen Euro-Entwicklung (gegenüber der für den Konzern relevanten Währungen) zu. Der über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre erreichte hohe Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung innerhalb der jeweiligen Währungsräume hat jedoch das transaktionale Risiko minimiert. Hedge Accounting wurde im Geschäftsjahr 2018 nicht angewendet.

Absicherung von Zinsrisiken

Wir verfolgen eine konservative Zins- und Finanzierungsstrategie mit drei Kernelementen: langfristige Zins- und Finanzierungssicherheit, Fristenkongruenz und Spekulationsverbot.

Unsere Finanzverschuldung umfasst in erster Linie die im Jahr 2016 und 2018 begebenen Anleihen. Das Zinsänderungsrisiko unserer Konzernfinanzierung ist begrenzt. Auch das Risiko von Zinsschwankungen aus operativen Geschäftsvorfällen für den Knorr-Bremse Konzern ist aktuell nicht von entscheidender Bedeutung, da über die geografische Diversifizierung der letzten Jahre ein hoher Grad an lokaler Fertigung und lokaler Zulieferung Innerhalb der jeweiligen Regionen erreicht wurde. Das Zinsrisikomanagement deckt alle zinstragenden und zinsreagiblen Bilanzpositionen ab. Anhand regelmäßiger Zinsanalysen lassen sich Risiken frühzeitig erkennen. Fremdfinanzierung, Anlage und Zinssicherung sind prinzipiell Aufgaben des Konzern-Treasury, Ausnahmen sind ab einer bestimmten Größe durch den Finanzvorstand zu genehmigen.

Unsere Pensionsrisiken sind überschaubar. Die Pensionsrückstellungen lagen zum Jahresende mit 307,5 Mio. EUR etwas unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 310,2 Mio. EUR) und damit bei 4,9 % (Vorjahr: 5,4 %) der Bilanzsumme.

Absicherung von Liquiditätsrisiken

Wir decken unseren Liquiditätsbedarf weitgehend aus dem operativen Cashflow. Liquide Mittel und bestehende Kreditlinien gewährleisten jederzeit die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen. Durch unser Cash Pooling in den jeweiligen Währungsräumen können wir Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften für andere Konzerntöchter nutzbar machen, sofern die einzelstaatlichen Kapitaltransferbestimmungen dies zulassen. Dies vermeidet die Inanspruchnahme von Krediten und Zinsaufwendungen.

Kreditrisiken

Kreditrisiken entstehen aus Geldanlagen bei Banken, operativen Kundenforderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertraglichen Vermögenswerten. Auf Seiten der Kreditinstitute ist das Risiko auf den Kontrahentenausfall bezogen. Auf Kundenseite auf die verspätete, nur teilweise oder gar nicht erfolgende Forderungsbegleichung ohne Kompensation sowie den Zahlungsausfall. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es erfolgt eine regelmäßige Beobachtung auf Bankenseite sowie auf Kundenseite. Auf Basis dieses Monitorings werden Entscheidungen über Finanzgeschäfte getroffen. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten hoher Bonität abgeschlossen, um das Kontrahentenausfallrisiko so gering wie möglich zu halten. Grundsätzlich besteht bei Handelsgeschäften die Gefahr eines möglichen Wertverlustes durch einen Ausfall von Geschäftspartnern wie Banken, Lieferanten und Kunden.

Es gab keine wesentliche Konzentration eines Ausfallrisikos hinsichtlich eines Geschäftspartners oder einer klar abgrenzbaren Gruppe von Geschäftspartnern. Zum Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Vereinbarungen, die das maximale Ausfallrisiko begrenzen.

Absicherung von Rohstoffpreisrisiken

Rohstoffpreisrisiken bestehen darin, dass im Produktionsprozess benötigte Rohstoffe (insbesondere Metalle) durch schwankende Marktpreise nur zu höheren Kosten beschafft werden können, ohne dass eine vollumfängliche Preisanpassung bei den Absatzgeschäften erfolgt. Zur Analyse des Rohstoffpreisrisikos werden sowohl die geplanten Einkäufe für Rohstoffe oder Komponenten mit Rohstoffinhalten sowie die entsprechenden Absatzverträge berücksichtigt. Die so ermittelte Risikoposition, das sogenannte Exposure, wird fortlaufend überwacht und auf Einzelfallbasis unter Anwendung von Rohstoffswaps gesichert. Hedge Accounting wird hierbei nicht angewendet.

Finanzierungsrisiken

Die Finanzierungssituation von Knorr-Bremse ist komfortabel und spiegelt die sehr gute Bonität und solide Bilanzstruktur des Unternehmens wider. Knorr-Bremse verfügte zum 31. Dezember 2018 über zugesagte Kreditlinien von 2.070,7 Mio. EUR, von denen rund 65,7 Prozent nicht ausgenutzt waren, sowie zwei Anleihen über insgesamt 1.250 Mio. EUR mit Restlaufzeiten bis 2021 und 2025. Die Kreditlinien bei den Banken und die begebenen Anleihen enthalten keine Financial Covenants.

Absicherung von Anlagerisiken

Unsere Anlagerichtlinie regelt den Umgang mit Anlagerisiken. Unter anderem definiert sie die zulässigen Asset-Klassen und Bonitätsanforderungen. Wir besitzen keine Staatsanleihen, folglich bestehen keine entsprechenden Rückzahlungs- und Abschreibungsrisiken.

Rating

Siehe Finanzlage/Finanzwirtschaftliche Entwicklung im Abschnitt Liquidität.

Weitere Informationen zum Management von finanziellen Risiken finden auch im Konzernanhang im Abschnitt H 1.

Chancenmanagementsystem

Das Chancenmanagementsystem der Knorr-Bremse ist unverändert gegenüber dem Vorjahr und folgt den Prozessen des Risikomanagementsystems. Die Berichterstattung der Chancen erfolgt dabei neben regelmäßigen Management-Reviews ebenfalls im Rahmen des vierteljährlichen Risiko- und Chancenberichts. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Chancen auch stets mit Risiken verbunden sein können, die sorgfältig abgewogen werden.

Im Rahmen einer stringenten Umsetzung der Knorr-Bremse Wachstumsstrategie erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung gegenwärtiger und zukünftiger Märkte um weltweite Chancenpotentiale frühzeitig identifizieren und bewerten zu können. Dabei stehen wir in engem Kontakt mit unseren Kunden und Lieferanten um zukünftige Trends sowie daraus resultierende Marktanforderungen eruieren zu können. Darüber hinaus führen wir regelmäßige Benchmarks sowohl mit direkten Mitbewerbern als auch mit Peer Groups der Zulieferindustrie im Schienen- und Nutzfahrzeugbereich durch. Bei der Identifikation von Chancenpotentialen sind neben dem Vorstand und der Unternehmensplanung (Corporate Development) auch die Fachabteilungen der Divisionen zuständig, um bestehende Produkte an zukünftige Kundenanforderungen anzupassen sowie um neue Produktfelder zu ergänzen. Knorr-Bremse investiert dabei überdurchschnittlich in neue Technologien, um die Technologie- und Marktführerschaft weiter auszubauen und damit heutige Absatzmärkte abzusichern sowie weitere Absatzmärkte zu erschließen. Dabei werden neben internen Wachstumsmöglichkeiten auch externe Chancen in Form von gezielten Akquisitionen und der Gründung von Joint-Venture-Unternehmen genutzt.

Operative Chancen werden auf Ebene der Divisionen in regelmäßigen Reviews unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten erörtert. Dabei arbeitet Knorr-Bremse fortlaufend an der Optimierung des Kostenmanagements und der Erhöhung der Prozesseffizienz, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner Produkte und Dienstleistungen weiter zu steigern.

Synergien zwischen den Divisionen

Darüber hinaus werden strategische Chancen auf Konzernebene verfolgt. Hierbei befassen sich Vorstand und Geschäftsführungen kontinuierlich mit den für die weitere Unternehmensentwicklung und Planung wichtigen, langfristigen Trends und sich daraus ergebenen Potentialen.

In dieser Hinsicht birgt unsere Präsenz in beiden Marktsegmenten - Schienenfahrzeuge und Nutzfahrzeuge - zahlreiche Synergien. Unsere Produktangebote in beiden Divisionen basieren auf ähnlichen Kerntechnologien und ermöglichen somit gemeinsame Entwicklung sowie den Transfer von Know-how, geistigem Eigentum und Erfahrungen. Darüber hinaus setzen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge zum Teil gleichartige Komponenten und Materialien ein. Beispiele für solche Synergiefelder sind die Werkstoffwissenschaften bei Reibmaterialien oder die Technologie für Scheibenbremsen. Bei zukünftigen Entwicklungen profitieren beide Produktbereiche von Erfahrungen beispielsweise beim Einsatz von Sensorik für die Umfelderkennung.

Megatrends

Die folgenden aktuellen Megatrends stellen für Knorr-Bremse wichtige strategische Chancen dar:

Urbanisierung

Eine wachsende Bevölkerungszahl sowie zunehmende Urbanisierung eröffnen Möglichkeiten im Geschäft mit Systemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, da nach immer schnelleren, sichereren und verlässlicheren Beförderungsarten verlangt wird.

Eco-Effizienz

Elektrifizierung und andere energie- und umweltfreundliche Lösungen ergeben sich aus einem wachsenden Energiebedarf in Verbindung mit einem steigenden öffentlichen Bewusstsein hinsichtlich Energieeffizienz sowie verstärkten staatlichen Maßnahmen im Energiebereich, wie strengeren Emissionsvorschriften. Aus unserer Sicht bergen Elektrofahrzeuge ein hohes Potential für emissionsfreundliche Mobilitätslösungen in Großstädten; dazu zählen Straßenbahnen, Stadtbusse und umweltfreundliche Lieferwagen.

Digitalisierung

Die Digitalisierung bringt die Vernetzung bei Systemen und Subsystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge voran, wodurch eine Datenanalyse in Echtzeit und vorausschauende Instandhaltung für eine Verbesserung der Lebenszykluskosten ermöglicht werden. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz werden so neue Produktgenerationen entwickelt und Kundenlösungen von morgen geschaffen. Weitere Folgen der Digitalisierung sind automatisierte Zugsteuerung, zustandsbezogene Instandhaltung von Schienenfahrzeugen und Überwachungswerkzeuge sowie Telematiklösungen für Nutzfahrzeuge.

Automatisiertes Fahren

Automatisiertes Fahren kann die Schienen- und Nutzfahrzeugindustrie stark verändern, abhängig von der Anpassungsgeschwindigkeit an regulatorische Herausforderungen, der Entwicklung sicherer und verlässlicher technischer Lösungen sowie der Kundenakzeptanz und deren Bereitschaft, für solche Lösungen zu zahlen. Wegen dieses wachsenden Trends werden neue Lösungen, insbesondere in Form von Fahrerassistenzfunktionen mit dem Ziel, die Zahl der Unfälle, Transportkosten und Emissionen zu reduzieren, entwickelt.

Die oben genannten Megatrends münden in branchenspezifischen Wachstumsmöglichkeiten sowohl für Systeme für Schienen- als auch Nutzfahrzeuge.

Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Die Analyse des konzernweiten Risikoprofils ergab, dass keine erkennbaren Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Prognosebericht

Weltkonjunktur: Rückläufige Dynamik erwartet

In den Jahren 2019 und 2020 dürfte die Entwicklung der Weltwirtschaft weiterhin von politischen und konjunkturellen Unsicherheiten geprägt sein. Der IMF erwartet BIP-Zuwächse von 3,5 % bzw. 3,6 % gegenüber 3,7 % in 2018. Für die USA wird in 2019 ein Rückgang der Wachstumsrate von 2,9 % auf 2,5 % prognostiziert. Die Erwartung ist in erster Linie auf die Abschwächung der Steueranreize, sowie die temporäre Überschreitung des Leitzinses gegenüber dem neutralen Marktzinsniveau zurückzuführen. Gleichzeitig wird weiter von stark bleibender Inlands- und Importnachfrage ausgegangen und somit von einer weiteren Ausweitung des amerikanischen Leistungsbilanzdefizits. Auch in China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, wird für 2019 mit einer weiteren leichten Abflachung des Wachstums von 6,6 % auf 6,2 % gerechnet. Wichtige Faktoren für die dortige Konjunkturentwicklung sind die Verschuldung des Finanzbereichs und die weitere strukturelle Umgestaltung der Wirtschaft - weg von der exportgetriebenen Massenproduktion hin zu einem höheren Dienstleistungsanteil und stärkerer Binnennachfrage. Die nach wie vor drohende Gefahr einer weiteren Eskalation eines Handelskrieges wird Einfluss auf beide Volkswirtschaften haben.

Für Europa erwarten Konjunkturexperten, dass sich das wirtschaftliche Wachstum auf dem relativ hohen Niveau des Jahres 2018 von rund 2,0 % fortsetzt bzw. nur leicht abschwächt. Allerdings stellen die Verschuldungssituation in Italien, politische Risiken in Frankreich und anderen Ländern sowie die nach wie vor große Unsicherheit rund um den Brexit ein substanzielles Wachstumsrisiko dar. In Deutschland wird für 2019 mit einem Rückgang des BIP von 1,5 % auf 1,3 % gerechnet.

2.27 Ausblick Konzern

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Ziel 2019 2018
Bedeutsamste Leistungsindikatoren
Umsatz Mio. € 6.800 - 7.000 6.616
EBITDA-Marge (% vom Umsatz) % 18 - 19 17,8
EBIT-Marge (% vom Umsatz) % 15 - 16 14,7
ROCE % 35 - 40 36,4
Net Working Capital in Umsatztagen Tage 44 - 49 46,9
Mitarbeiter (FTE zum 31.12.) 29.000 - 30.000 28.452
Weitere Steuerungskennzahlen
Auftragseingang Mio. € 6.800 - 7.100 7.001
Auftragsbestand (31.12.) Mio. € 4.500 - 4.700 4.563
Investitionen1)/Umsatz % 4 - 5 4,7

1) Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (vor Akquisitionen)

2.28 Ausblick Divisionen

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Ziel 2019 2018
Systeme für Schienenfahrzeuge
Umsatz Mio. € 3.600 - 3.700 3.462
EBITDA-Marge (% vom Umsatz) % 20 - 21 20
Systeme für Nutzfahrzeuge
Umsatz Mio. € 3.150 - 3.300 3.160
EBITDA-Marge (% vom Umsatz) % 15,5 - 17 16,3

In Brasilien dürfte sich das Wachstum beschleunigen; während für Russland eine Seitwärtsbewegung erwartet wird, für Indien wird abermals ein kräftiges Wachstum von 7,5 % vorhergesagt.

Auf die Entwicklung von Knorr-Bremse hat das Konjunkturumfeld naturgemäß einen Einfluss. Während dieser im Geschäftsbereich Systeme für Nutzfahrzeuge ausgeprägter ist, stellt sich der Geschäftsbereich Systeme für Schienenfahrzeuge aufgrund der öffentlichen Investitionsbudgets und des höheren Nachmarkt-Anteils deutlich konjunkturunabhängiger dar.

Globaler Schienenfahrzeugmarkt

Längerfristig betrachtet dürfte die steigende Nachfrage aus dem europäischen und asiatischen Schienenverkehr einen wesentlichen Treiber darstellen, v.a. wegen des Passagiergeschäfts.

Von einem sehr hohen Neubeschaffungsniveau der Vorjahre kommend wird sich der Markt in Großbritannien in den nächsten Jahren abschwächen, wird aber durch andere Märkte in Europa wie Deutschland, Frankreich oder auch Russland kompensiert.

Knorr-Bremse rechnet mit einer stabilen, leicht positiven Entwicklung im nordamerikanischen Gesamtmarkt. Für den Passagiermarkt wird eine Abschwächung im Jahr 2019 erwartet, bedingt durch auslaufende Großprojekte, wird aber in den Folgejahren durch das Anlaufen neuer Großprojekte wieder steigen. Für den Frachtmarkt geht Knorr-Bremse von einem anhaltenden Wachstum aus, den kurzfristigen Rückgang im Passagiermarkt kompensierend.

In Asien-/Pazifik wird mit einem moderaten Neubeschaffungswachstum gerechnet. Wachstumstreiber ist Indien. China wird weiter der größte Beschaffungsmarkt bleiben. Der Nachmarkt wird durch das weitere Flottenwachstum in China geprägt werden.

Die Markteinschätzungen beruhen auf unternehmenseigenen Untersuchungen.

Globale Nutzfahrzeugproduktion

Für das Jahr 2019 rechnet Knorr-Bremse mit einem Rückgang der weltweiten Nutzfahrzeugproduktion um 8 % vor allem aufgrund einer Abkühlung im chinesischen Markt. Dabei zeigt sich ein regional unterschiedliches Bild.

Dank der guten Wirtschaftslage in Nord- und Südamerika erwartet Knorr-Bremse dort für das laufende Jahr eine leichte Steigerung der Nutzfahrzeugproduktion um 4 % auf rund 575.000 Stück.

In Westeuropa wird dagegen eine leichte Abkühlung der Wirtschaft erwartet. Aus diesem Grund ist Produktionsprognose für 2019 um 1 % minimal rückläufig auf rund 510.000 Stück.

Die Wirtschaftslage und die Nutzfahrzeugproduktion in Russland stabilisieren sich gegenüber 2018. Daher wird mit einer Steigerung der Nutzfahrzeugproduktion um 8 % auf rund 75.000 Stück gerechnet.

Nach dem Boom der letzten beiden Jahre in Asien (vor allem in China und Indien) erwartet Knorr-Bremse eine deutliche Abkühlung der Produktionsraten. Der Markt sollte um 14 % auf rund 1.684.000 Stück zurückgehen.

Die Marktangaben beziehen sich auf die Truck Production Rate der jeweiligen Regionen, die von verschiedenen Organisationen veröffentlicht werden.

Umsatz und Profitabilität

Unser Ausblick setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schlechter als oben beschrieben entwickelt, keine wirtschaftlichen Verwerfungen eintreten und das politische Umfeld stabil bleibt. Mögliche Auswirkungen aus makroökonomischen Entwicklungen, beispielsweise Handelskriege, Brexit oder der einer Schuldenkrise in Italien sind nicht unmittelbar in die Prognosen mit eingeflossen. Angesichts der wachsenden Konjunkturrisiken könnte sich diese Annahme als zu optimistisch herausstellen. Des Weiteren basieren die nachfolgenden Prognosen auf Basis des fortgeführten Geschäftes zum 31.12.2018 und berücksichtigen noch keine Auswirkungen von Akquisitionen (wie Hitachi Automotive Systems, Sentient AB, RailVision sowie Snyder Equipment Company Inc.) sowie strukturellen Maßnahmen sowie ohne Berücksichtigung etwaiger Einflüsse aus der Umstellung auf IFRS 16. Gegebenenfalls wird die Prognose in der nächsten Quartalsberichterstattung angepasst werden.

In den kommenden Jahren streben wir, ausgehend von dem Basisjahr 2017, ein organisches Umsatzwachstum von durchschnittlich rund 4,5 % bis 5,5 % p. a. an. Aus heutiger Perspektive erwarten wir für 2019 einen Umsatz zwischen 6.800 und 7.000 Mio. EUR, der keine Zu- und Verkäufe berücksichtigt. Damit sollte der Umsatz voraussichtlich höher ausfallen als 2018, obwohl die veräußerten Geschäfte in den ersten 10 Monaten 2018 noch 68,5 Mio. EUR Umsatz beisteuerten. Basis für die angestrebte positive Umsatzentwicklung sind der hohe Auftragsbestand in beiden Divisionen, die weiter wachsende Nachfrage im Schienenfahrzeugmarkt und der wachsende Umsatz pro Nutzfahrzeug (Content per Vehicle) im Nutzfahrzeugmarkt. Darüber hinaus erwarten wir eine Zunahme des Nachmarktgeschäfts.

Basierend auf unserem Umsatzausblick erwarten wir eine EBITDA-Marge zwischen 18 % bis 19 % bzw. eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 15 % bis 16 %. Der ROCE soll auch 2019 in der Zielbandbreite von 35 % bis 40 % liegen. Bei diesen Profitabilitätskennzahlen ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen des neuen IFRS 16 noch nicht enthalten sind. Wir erwarten, dass die EBITDA-Marge mit einem Plus von 70 Basispunkten und die EBIT-Marge mit einem Plus von 10 Basispunkten von dieser Umstellung profitieren werden. Auf den ROCE wirkt sich IFRS 16, infolge einer daraus resultierenden Bilanzverlängerung, mit einem negativen Effekt von rund 300 Basispunkten negativ aus. Zusätzlich sind bei den Margenerwartungen keine möglichen Restrukturierungsmaßnahmen und Akquisitionen enthalten.

Das Net Working Capital prognostizieren wir für 2019 in einer Bandbreite zwischen 44 bis 49 Umsatztagen.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl sollte bis Ende 2019 entsprechend der Umsatzentwicklung leicht steigen. Der Anteil der Mitarbeiter in den Emerging Markets sollte dabei im Verhältnis zur gesamten Mitarbeiterzahl weiter zunehmen.

Weitere Steuerungskennzahlen

Für 2019 erwarten wir einen Auftragseingang innerhalb einer Bandbreite von 6.800 bis 7.100 Mio. EUR. Der Auftragsbestand dürfte sich Ende 2019 auf 4.500 bis 4.700 Mio. EUR belaufen.

Aus dem Dividendenvorschlag für 2018 (1,75 EUR je Aktie) ergibt sich eine Ausschüttungsquote von 45 %. Im laufenden Geschäftsjahr wird für die Dividende eine Ausschüttungsquote in der Spanne zwischen 40 % und 50 % des Nachsteuerergebnisses des Konzerns angestrebt. Hierbei zeigt sich auch unsere schon lange praktizierte Strategie, ausreichend Mittel im Unternehmen zu belassen, um auch zukünftig wichtige Investitionen tätigen zu können.

Wir erwarten eine Investitionsquote im Verhältnis zum Umsatz von 4 % bis 5 % (vor Akquisitionen sowie Effekten aus der Umstellung des IFRS 16 in 2019). Schwerpunkte der Investitionstätigkeit bilden dabei unter anderem Erweiterungsinvestitionen an den nordamerikanischen Produktionsstandorten Huntington, Indiana, und Bowling Green, Kentucky, sowie dem indischen Palwal und Gebäudeinvestitionen am Standort München. Weitere Informationen zu Investitionen finden Sie im Konzernanhang im Abschnitt B2.

Divisionen

Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge erwartet im Jahr 2019 einen Umsatz von 3.600 bis 3.700 Mio. EUR. Für die EBITDA-Marge haben wir einen Zielkorridor von 20 % bis 21 % festgelegt.

Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge erwartet im Jahr 2019 einen Umsatz von 3.150 bis 3.300 Mio. EUR. Für die EBITDA-Marge haben wir einen Zielkorridor von 15,5 % bis 17 % festgelegt.

Zusammenfassende Aussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung

Unserer Planung für 2019 liegt die Annahme zugrunde, dass die Weltwirtschaft ähnlich stark wächst wie 2018 und der globale Schienenfahrzeugmarkt um rund 2,6 % steigen wird. Die globale Produktion von Nutzfahrzeugen wird in 2019 vor allem aufgrund einer Abkühlung des chinesischen Marktes nach unseren Schätzungen um 8 % rückläufig sein. Aufgrund der Entwicklung innerhalb unseres Auftragsbestands gehen wir davon aus, dass der Content per Vehicle im Jahr 2019 weiter wachsen wird.

Der Umsatz wird 2019 voraussichtlich steigen; die Zielbandbreite beträgt 6.800 bis 7.000 Mio. EUR. Die EBITDA-Marge dürfte (vor Umstellungseffekten aus IFRS 16) 18 % bis 19 % erreichen, die EBIT-Marge 15 % bis 16 % , der ROCE 35 % bis 40 %. Für das Net Working Capital werden 44 bis 49 Umsatztage prognostiziert und die Mitarbeiterzahl soll zwischen 29.000 bis 30.000 liegen.

Mit dem geplanten Wachstum der nächsten Jahre, der Bereinigung um das Geschäft der veräußerten Einheiten und dem Anstieg des Nachmarkt-Anteils soll die EBITDA-Marge bis 2021/22 auf gut 19,5 % bis 20,0 % steigen. Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören der Erhalt unserer Innovationsführerschaft, die rasche Reaktion auf sich verändernde Marktsituationen und die kontinuierliche Verbesserung unserer Kostenposition. Dazu bauen wir unsere Kompetenzen aus, investieren entsprechend und passen unsere Organisation an. Damit sichern wir die Marktführerschaft von Knorr-Bremse in der Zukunft. Wir verfügen über die finanziellen Mittel, um den Konzern durch Akquisitionen weiterzuentwickeln. Der für 2019 erwartete Anstieg des Free Cashflows wird unseren Spielraum weiter erhöhen. Potenzielle Akquisitionsziele sind Anbieter von komplementären Technologien für das Kerngeschäft.

Knorr-Bremse AG (HGB)

Der Jahresabschluss der Knorr-Bremse AG folgt den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), während der Konzernabschluss nach den IFRS erstellt wird. Die Knorr-Bremse AG übernimmt als konzernführende Gesellschaft neben den Dienstleistungs- und Holdingfunktionen operative Steuerungsfunktionen. Ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt hauptsächlich vom Geschäftsverlauf der operativen Konzerngesellschaften ab. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Knorr-Bremse AG entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns, wie sie im Wirtschaftsbericht unter "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" beschrieben sind.

Das Beteiligungsergebnis wird als bedeutsamster Leistungsindikator angesehen. Dieses beinhaltet Erträge aus Beteiligungen, Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahmen.

Die Knorr-Bremse AG beschäftigte zum Jahresende 2018 103 (Vorjahr: 95) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanz der Knorr-Bremse AG bildet neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen schwerpunktmäßig Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen ab, die unter anderem im Rahmen des von der Knorr-Bremse AG geführten Cash-Pooling-Verfahrens zentral verwaltet werden.

Die Bilanzsumme der Knorr-Bremse AG betrug 2.424,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2.211,0 Mio. EUR). Das Eigenkapital reduzierte sich von 1.019,2 Mio. EUR in 2017 auf 551,7 Mio. EUR in 2018, im Wesentlichen durch die Ausschüttung der Sonderdividende in Höhe von 500,2 Mio. EUR.

In 2018 führten wie erwartet geringere Beteiligungserträge zu einem Rückgang des Ergebnis vor Steuern auf 395,8 Mio. EUR (Vorjahr: 644,7 Mio. EUR). Gegenüber dem Vorjahr wurden Beteiligungserträge in Höhe 480,9 Mio. EUR (Vorjahr: 733,8 Mio. EUR) vereinnahmt. Die Beteiligungserträge aus Nordamerika stiegen kräftig an, während in anderen Regionen in 2018 auf Sonderdividenden verzichtet wurde.

Die Knorr-Bremse AG hat gegenüber den weltweitern Tochterunternehmen die Funktion einer Inhouse Bank inne. Dazu gehört auch die zentrale Absicherung von Marktpreisänderungsrisiken. Die Tochterunternehmen kontrahieren ihre Sicherungsgeschäfte mit der Knorr-Bremse AG, die wiederum das im Konzern netto verbliebende Risiko ganz oder teilweise mit Banken extern absichert. Mit Hilfe der durch Knorr-Excellence ermöglichten globalen Prozessstandardisierung und Prozesstransparenz ist die Knorr-Bremse AG in der Lage, eine effiziente Steuerung des eigenen Geschäfts sowie des Geschäfts der Beteiligungsgesellschaften durchzuführen. Die Entwicklung der Knorr-Bremse AG war insgesamt positiv.

Gewinnverwendung

Die Knorr-Bremse AG weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Bilanzgewinn von 373,4 Mio. EUR (Vorjahr: 944,3 Mio. EUR) aus. Es wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, von diesem Bilanzgewinn einen Anteil von 282,1 Mio. EUR zur Ausschüttung einer Dividende von 1,75 EUR je dividendenberechtigte Aktie (161.200.000 Aktien) zu verwenden. Der verbleibende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Beziehung zu verbundenen Unternehmen

Bei der Knorr-Bremse AG handelt es sich nach der Auffassung des Vorstands um ein unmittelbar von der KB Holding GmbH, Grünwald, abhängiges Unternehmen im Sinn des §312 AktG, das unmittelbar mit mehr als der Hälfte der Anteile am Grundkapital der Knorr-Bremse AG beteiligt ist. Die Geschäftsanteile der KB Holding werden nach Kenntnis des Vorstands von der TIB Vermögens- und Beteiligungsholdung GmbH, Grünwald, gehalten, deren Geschäftsanteile wiederum mehrheitlich von der Stella Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald, gehalten werden. Die Gesellschaft ist daher mittelbar von der TIB und der Stella gemäß § 17 i.V.m. § 16 Abs. 4 AktG abhängig. Die Geschäftsanteile der Stella werden nach Kenntnis des Vorstands seit Juli 2017 mehrheitlich von Herrn Heinz Hermann Thiele, München, gehalten. Der Vorstand geht davon aus, dass die Gesellschaft vermittelt durch die jeweiligen Mehrheitsbeteiligungen an der KB Holding, der TIB und der Stella mittelbar von Herrn Thiele abhängig ist. Damit sind auch die von der Gesellschaft gemäß § 17 AktG abhängigen Gesellschaften von Herrn Thiele abhängig.

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Erklärung des Vorstands enthält:

"Wir erklären, dass die KB AG bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist." Der Bericht wurde vom Abschlussprüfer geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Risiken und Chancen

Die Knorr-Bremse AG ist an den Risiken und Chancen ihrer Tochtergesellschaften beteiligt, der Grad der Partizipation hängt von der jeweiligen Beteiligungsquote ab. Bitte beachten Sie dazu das Kapitel Risiko-, Chancen und Prognosebericht. Zudem können Belastungen aus den Haftungsverhältnissen entstehen, die zwischen der Knorr-Bremse AG und ihren Tochtergesellschaften existieren.

Prognose

Die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Knorr-Bremse AG ist eng an die weitere operative Performance des Konzerns gekoppelt. Über unsere Perspektiven und Planungen für das operative Geschäft informiert das Kapitel Risiko-, Chancen und Prognosebericht.

Knorr-Bremse AG rechnet 2019 mit deutlich geringeren Beteiligungserträgen. Die künftige Dividendenfähigkeit bleibt dennoch gesichert. Auf Basis der für den Konzern getroffenen Annahmen ist davon auszugehen, dass sich Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Knorr-Bremse AG stabil entwickeln werden.

 

München, 28. März 2019

Knorr-Bremse AG

KLAUS DELLER

RALPH HEUWING

DR. PETER LAIER

DR. JÜRGEN WILDER

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der Knorr-Bremse AG

3.01 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Tsd. € Anhangangaben 2018 2017
Umsatzerlöse E.1. 6.615.800 6.153.543
Bestandsveränderungen un-/fertige Erzeugnisse E.2. 34.424 38.754
Andere aktivierte Eigenleistungen E.2. 48.047 31.768
Gesamtleistung 6.698.271 6.224.065
Sonstige betriebliche Erträge E.3. 66.233 81.171
Materialaufwand E.4. (3.318.227) (3.009.595)
Personalaufwand E.5. (1.496.981) (1.438.871)
Sonstige betriebliche Aufwendungen E.6. (771.254) (741.261)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 1.178.042 1.115.510
Abschreibungen E.7. (205.570) (211.479)
Betriebsergebnis (EBIT) 972.472 904.031
Zinserträge E.8. 20.128 24.036
Zinsaufwendungen E.8. (54.379) (38.801)
Sonstiges Finanzergebnis E.8. (62.715) (36.797)
Ergebnis vor Steuern 875.506 852.469
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag E.9. (246.070) (265.248)
Jahresüberschuss 629.435 587.220
Davon entfallen auf:
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 36.644 51.716
Ergebnisanteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG 592.792 535.504
629.435 587.220
Ergebnis je Aktie
in €
E.10.
unverwässert 3,68 3,32
verwässert 3,68 3,32

Konzern-Gesamtergebnisüberleitung der Knorr-Bremse AG, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

3.02 Konzern-Gesamtergebnisüberleitung

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in Tsd. € Anhangangaben 2018 2017
Jahresüberschuss 629.435 587.220
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste F.10.1. 4.571 15.647
Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente F.14.3. (9.596) (22.629)
Latente Steuern E.9.5. 1.760 (1.188)
Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (3.264) (8.171)
Währungsumrechnung (7.838) (119.136)
Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden könnten (7.838) (119.136)
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (11.102) (127.307)
Gesamtergebnis 618.333 459.914
Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 31.158 43.110
Gesamtergebnisanteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG 587.175 416.804

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

der Knorr-Bremse AG

3.03 Aktiva

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in Tsd. € Anhangangaben 2018 2017
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwert F.1., F.2. 643.159 540.495
Sachanlagen F.3. 1.167.184 1.116.398
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 1.873 1.950
Sonstige finanzielle Vermögenswerte F.4. 74.990 93.102
Sonstige Vermögenswerte F.5. 38.167 11.539
Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer F.10. 28.373 21.625
Latente Steueransprüche E.9. 138.101 85.009
Langfristige Vermögenswerte 2.091.847 1.870.117
Vorräte F.6. 836.326 748.823
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen F.5. 1.237.381 1.147.879
Sonstige finanzielle Vermögenswerte F.4. 24.260 12.518
Sonstige Vermögenswerte F.5. 123.433 132.118
Forderungen aus Fertigungsaufträgen -  116.171
Vertragliche Vermögenswerte B.1., E.1. 99.284 - 
Ertragsteuerforderungen F.15. 93.650 67.637
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente F.7. 1.756.033 1.600.033
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen F.8. -  32.116
Kurzfristige Vermögenswerte 4.170.367 3.857.295
Bilanzsumme 6.262.213 5.727.412

3.04 Passiva

in Tsd. € Anhangangaben 2018 2017
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital F.9.1. 161.200 67.600
Kapitalrücklagen F.9.2. 13.884 1.310
Gewinnrücklagen F.9.3. 39.924 106.956
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals (161.024) (166.407)
Gewinnvortrag 855.127 1.302.834
Anteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG am Jahresüberschuss 592.792 535.504
Anteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG am Eigenkapital 1.501.902 1.847.798
Eigenkapital nicht beherrschender Gesellschafter 105.208 147.951
davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Jahresüberschuss 36.644 51.716
Eigenkapital 1.607.110 1.995.748
Schulden
Rückstellungen für Pensionen F.10. 307.547 310.234
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer F.10. 24.511 28.433
Sonstige Rückstellungen F.11. 243.578 234.147
Finanzverbindlichkeiten F.13. 1.529.557 738.746
Sonstige Verbindlichkeiten F.12. 4.741 17.346
Ertragsteuerverbindlichkeiten F.15. 92.599 71.704
Latente Steuerschulden E.9. 82.603 27.262
Langfristige Schulden 2.285.136 1.427.873
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer F.10. 11.612 15.206
Sonstige Rückstellungen F.11. 233.213 231.714
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen F.12. 995.945 894.119
Finanzverbindlichkeiten F.13. 642.895 570.955
Sonstige Verbindlichkeiten F.12. 133.303 269.382
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen -  230.750
Vertragliche Verbindlichkeiten B.1., E.1. 315.122 - 
Ertragsteuerverbindlichkeiten F.15. 37.877 53.141
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten F.8. - 38.524
Kurzfristige Schulden 2.369.968 2.303.791
Schulden 4.655.103 3.731.664
Bilanzsumme 6.262.213 5.727.412

Konzern-Kapitalflussrechnung der Knorr-Bremse AG, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

3.05 Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Tsd. € Anhangangaben 2018 2017
Jahresüberschuss (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 629.435 587.220
Anpassungen für
Abschreibungen 205.570 211.479
Veränderung der Wertberichtigung auf Vorräte 23.408 (8.823)
Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.691 (902)
Gewinn/(Verlust) aus dem Abgang des Anlagevermögens 18.934 (645)
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (74.128) 38.567
Zinsergebnis 34.251 14.765
Beteiligungsergebnis (865) 579
Ertragsteueraufwand 246.070 251.687
Ertragsteuerzahlungen (234.292) (254.389)
Veränderungen von
Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (245.307) (201.556)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 21.962 87.230
Rückstellungen 86.796 (45.326)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit G.1. 725.526 679.886
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten - - 
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (93.658) (45.200)
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 29.059 19.269
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (230.033) (184.685)
Einzahlungen von Finanzanlagen und aus dem Verkauf von Finanzanlagen 499 28.326
Auszahlungen aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (13.679) -
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -  (8.701)
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (3.200) (96.513)
Erhaltene Zinsen 16.206 16.717
Auszahlungen für Investitionen in Planvermögen (Pensionen) (9.206) (9.047)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit G.2. (304.013) (279.833)
Einzahlungen aus der Eigenkapitalzuführung durch Minderheitsgesellschafter - 151
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 757.800 2.983
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (8.663) (18.272)
Auszahlungen für Finanzierungsleasing-Verbindlichkeiten (5.332) (5.332)
Gezahlte Zinsen (18.617) (20.152)
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (871.289) (385.073)
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter (27.125) (48.017)
Netto-Einzahlungen aus Factoring 2.818 13.645
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (130.615) - 
Einzahlungen aus Einlagen der Gesellschafter 14.850 - 
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit G.3. (286.173) (460.067)
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 135.341 (60.014)
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 3.279 (72.147)
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 1.246 - 
Veränderung des Finanzmittelfonds 139.866 (132.161)
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.578.829 1.710.991
Finanzmittelfonds am Ende der Periode G.4. 1.718.695 1.578.829
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.756.033 1.600.033
Kurzfristig veräußerbare Wertpapiere 51 51
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken (weniger als 3 Monate) (37.389) (21.255)

Konzern-Eigenkapitalspiegel der Knorr-Bremse AG, zum 31. Dezember 2018

3.06 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in Tsd. € Anhangangaben Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Konzerngewinn
Stand zum 31.12.2017 67.600 1.310 106.956 1.838.338
Erstanwendung IFRS 15 8.749
Stand zum 1.1.2018 67.600 1.310 115.705 1.838.338
Dividendenzahlung (871.289
Jahresüberschuss 592.792
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
Gesamtergebnis - - - 592.792
Kapitalerhöhung aus Gewinnrücklagen 93.600 (93.600)
Einlagen der Gesellschafter 10.047
Einstellung in die Gewinnrücklagen 103.418 (103.418)
Erwerb von Minderheitenanteilen (85.599)
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 2.533
Übrige Veränderungen (6) (8.505)
Stand zum 31.12.2018 F.9. 161.200 13.884 39.924 1.447.918
Stand zum 01.01.2017 67.600 1.860 94.856 1.703.990
Dividendenzahlung (385.073)
Jahresüberschuss 535.504
Sonstiges Ergebnis nach Steuern
Gesamtergebnis - - - 535.504
Einstellung in die Gewinnrücklagen 12.100 (12.100)
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten (550)
Realisierte Verluste aus Finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (7.228)
Übrige Veränderungen 3.245
Stand zum 31.12.2017 F.9. 67.600 1.310 106.956 1.838.338
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Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
in Tsd. € Währungsumrechnung Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen (IAS 19)
Stand zum 31.12.2017 (97.864) (14.075) (54.468)
Erstanwendung IFRS 15
Stand zum 1.1.2018 (97.864) (14.075) (54.468)
Dividendenzahlung
Jahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (2.335) (9.596) 6.314
Gesamtergebnis (2.335) (9.596) 6.314
Kapitalerhöhung aus Gewinnrücklagen
Einlagen der Gesellschafter
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Erwerb von Minderheitenanteilen 11.000 444
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten
Übrige Veränderungen (444)
Stand zum 31.12.2018 (89.198) (23.672) (48.154)
Stand zum 01.01.2017 12.585 1.326 (68.845)
Dividendenzahlung
Jahresüberschuss
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (110.449) (22.629) 14.377
Gesamtergebnis (110.449) (22.629) 14.377
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten
Realisierte Verluste aus Finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet 7.228
Übrige Veränderungen
Stand zum 31.12.2017 (97.864) (14.075) (54.468)
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in Tsd. € Eigenkapital der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG Eigenkapital der nicht beherrschenden Gesellschafter Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 31.12.2017 1.847.798 147.951 1.995.748
Erstanwendung IFRS 15 8.749 8.749
Stand zum 1.1.2018 1.856.547 147.951 2.004.498
Dividendenzahlung (871.289) (27.125) (898.414)
Jahresüberschuss 592.792 36.644 629.435
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (5.617) (5.485) (11.102)
Gesamtergebnis 587.175 31.158 618.333
Kapitalerhöhung aus Gewinnrücklagen - -
Einlagen der Gesellschafter 10.047 10.047
Einstellung in die Gewinnrücklagen - -
Erwerb von Minderheitenanteilen (74.155) (56.460) (130.615)
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 2.533 2.533
Übrige Veränderungen (8.955) 9.684 729
Stand zum 31.12.2018 1.501.902 105.208 1.607.110
Stand zum 01.01.2017 1.813.372 152.575 1.965.946
Dividendenzahlung (385.073) (48.017) (433.090)
Jahresüberschuss 535.504 51.716 587.220
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (118.701) (8.606) (127.307)
Gesamtergebnis 416.804 43.110 459.914
Einstellung in die Gewinnrücklagen - -
Anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten (550) (550)
Realisierte Verluste aus Finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet - -
Übrige Veränderungen 3.245 283 3.528
Stand zum 31.12.2017 1.847.798 147.951 1.995.748

Anhang zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018

der Knorr-Bremse AG

A. Grundlagen der Abschlusserstellung

A.1. Informationen zum Unternehmen

Die Knorr-Bremse AG (nachfolgend: "Gesellschaft") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Eingetragener Sitz und Hauptsitz der Gesellschaft ist die Moosacher Str. 80, 80809 München. Die Gesellschaft ist im Handelsregister der Stadt München unter HRB 42031 eingetragen. Der Konzernabschluss des Unternehmens umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "Konzern" oder "Knorr-Bremse" bezeichnet). Der Konzern ist weltweiter Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Zur Division Systeme für Schienenfahrzeuge gehören des Weiteren die Produktfelder Bahnsteigtüren, Einstiegssysteme, Energieversorgungssysteme, Fahrerassistenzsysteme, Klimaanlagen, Leittechnik, Reibmaterial, Scheibenwischer, Simulatoren sowie Steuerungskomponenten. Zum Produktportfolio der Division Systeme für Nutzfahrzeuge gehören des Weiteren Fahrerassistenzsysteme, Lenksysteme, Drehschwingungsdämpfer und Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

A.2. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den ergänzenden Vorschriften des § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB in der Fassung vom 10. Juli 2018) erstellt. Es wurden alle am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards umgesetzt. IFRS 9 Finanzinstrumente wurde bereits im Vorjahr vorzeitig angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

A.3. Bewertungsgrundlagen

Der Konzern hat die nachstehenden Rechnungslegungsmethoden auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Perioden stetig angewendet.

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, mit Ausnahme der nachstehenden Posten mit abweichenden Bewertungsgrundlagen an den jeweiligen Abschlussstichtagen.

Tab. 3.07

3.07 Bewertungsgrundlagen

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Vermögenswert Ansatz
Derivate Beizulegender Zeitwert
Nicht derivative Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Beizulegender Zeitwert
Nicht derivative Finanzinstrumente, die erfolgsneutral (OCI) zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Beizulegender Zeitwert
Bedingte Gegenleistung in einem Unternehmenszusammenschluss Beizulegender Zeitwert
Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen Barwert der Leistungsverpflichtung abzüglich beizulegendem Zeitwert des Planvermögens

A.4. Funktionale und Darstellungswährung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Gesellschaft, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf volle Tausend Euro (TEUR) gerundet. Hieraus können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

A.5. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses verlangt vom Vorstand Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zu Grunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung von Rechnungslegungsmethoden beeinflussen die im Konzernabschluss erfassten Beträge im Wesentlichen bei der Konsolidierung (Abschnitt C.1. ff.).

Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss durch Annahmen und Schätzungsunsicherheiten treten insbesondere bei der Bewertung leistungsorientierter Verpflichtungen (Kapitel D.14. und F.10.), Wertminderungstests (Kapitel D.17. und D.18.) und dem Ansatz und der Bewertung von sonstigen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Gewährleistungen (Kapitel D.15. und F.11.) auf. Die Bemessung der Rückstellungen für Gewährleistungen beruht auf Schätzungen bezüglich erwarteter Gewährleistungsfälle. Ein wesentlicher Einflussfaktor dieser Schätzungen ist die erwartete Anzahl von zukünftig eintretenden Gewährleistungsfällen. Hierbei ergibt sich eine wesentliche Schätzungsunsicherheit aus der hohen Bandbreite der potentiellen Schadensfälle.

Der Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 28. März 2019 zur Veröffentlichung genehmigt.

B. Rechnungslegungsvorschriften

B.1. Vom IASB herausgegebene und erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Der Konzern hat den vorliegenden Abschluss nach den Regelungen der IFRS aufgestellt. Hierbei wurden alle in der Europäischen Union zum 31. Dezember 2018 anzuwendenden IFRS Rechnungslegungsvorschriften angewandt. Folgende für den Konzern wesentliche Rechnungslegungsvorschriften werden erstmalig angewandt. Tab. 3.08

3.08 Vom IASB herausgegebene und erstmalig angewendete Rechnungslegungsvorschriften

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Standard Neue oder geänderte Standards und Interpretationen Anwendungspflicht EU
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018
IFRS 15 Änderungen an IFRS 15: Klarstellungen ausgewählter Themen 1.1.2018

Der Konzern hat IFRS 15 erstmals für das Geschäftsjahr 2018 angewandt. IFRS 15 enthält ein umfassendes Regelwerk zur Bestimmung, ob, in welcher Höhe, für welche Leistungsverpflichtungen und zu welchem Zeitpunkten Umsatz zu erfassen ist. IFRS 15 ersetzt die bisherigen Regelungen zur Umsatzerfassung nach IAS 18 Umsatzerfassung, IAS 11 Fertigungsaufträge sowie IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme.

Die Erstanwendung von IFRS 15 erfolgt nach der modifiziert retrospektiven Methode nach IFRS 15.C 3(b), wonach der Effekt der Erstanwendung kumuliert zum 1. Dezember 2018 erfasst wurde. Demzufolge wurden die Vorjahreszahlen zum 1. Januar 2017 sowie 31. Dezember 2017 nicht angepasst. Entsprechend sind Anhangangaben nach IFRS 15 für die Vergleichsperiode 2017 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 nicht enthalten.

B.1.1. Wesentliche Änderungen durch die Erstanwendung von IFRS 15

1.

Auf die Ermittlung der Umsatzerlöse ergab sich aus der Erstanwendung kein signifikanter Effekt. Im Hinblick auf die Erfassung von wesentlichen Finanzierungskomponenten ergab sich zum 1. Januar 2018 ein Effekt auf das Eigenkapital in Höhe von TEUR 231.

2.

Die Bilanzpositionen Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden bis zum 31. Dezember 2017 als Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen bezeichnet. Unterschiede in der Bewertung zwischen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen einerseits und Vertraglichen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten andererseits ergeben sich vor allem aus dem Ausweis von Rückstellungen für drohende Verluste. Diese wurden unter der Anwendung von IAS 11 in die Bewertung des Bilanzpostens des jeweiligen Fertigungsauftrags einbezogen (Betrag der verrechneten Verluste zum 1. Januar 2018: TEUR 20.774). Unter IFRS 15 in Verbindung mit IAS 37 werden die Rückstellungen für drohende Verluste gesondert ausgewiesen.

3.

An Kunden im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge gezahlte sogenannte Nominierungskosten werden als Sonstige Vermögenswerte ausgewiesen und über die Laufzeit der Serienproduktion gegen Umsatzerlöse amortisiert. Die Beträge wurden vor der Anwendung von IFRS 15 unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

4.

Engineering-Kosten zur Vorbereitung der Serienproduktion im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge werden als Vertragserfüllungskosten nach IFRS 15.95 angesetzt. Aktivierte Beträge werden mit Beginn der Serienproduktion gegen Bestandsveränderung über die Laufzeit der Serienproduktion abgeschrieben. Die entsprechenden Kosten wurden unter IAS 11/IAS 18 und werden auch unter IFRS 15 bei Anfall in den entsprechenden Kostenarten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Kompensationszahlungen der Kunden für solche Kosten werden nach IFRS 15 als Vertragliche Verbindlichkeit erfasst und über die Laufzeit der Serienproduktion gegen Umsatzerlöse amortisiert. Vor der Anwendung von IFRS 15 wurden diese Beträge unmittelbar als sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Eigenkapitaleffekt der Erstanwendung von IFRS 15

Die in Tab. 3.09 gezeigte Übersicht fasst den Eigenkapitaleffekt der Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018 zusammen: Der Effekt wird zum 1. Januar 2018 als Anpassung der Gewinnrücklagen erfasst.

3.09 Eigenkapitaleffekt der Erstanwendung von IFRS 15

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in Tsd. €
Aktivierung von gezahlten Nominierungskosten 6.500
Aktivierung von Vertragserfüllungskosten 7.177
Ansatz einer Vertraglichen Verbindlichkeit für Kompensationszahlungen zu Vertragserfüllungskosten (2.296)
Effekt aus Einbeziehung einer Wesentlichen Finanzierungskomponente (231)
Steuereffekt (2.401)
Effekt der Erstanwendung zum 1.1.2018 8.749

Auswirkungen der Erstanwendung auf die Positionen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2018

Die folgenden Tabellen zeigen die Effekte der Erstanwendung von IFRS 15 zum 31. Dezember 2018 auf die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Signifikante Effekte auf die Cash-Flow-Rechnung ergaben sich nicht.

(A) Auswirkungen auf die Bilanz Tab. 3.10

3.10 Bilanzeffekte der Erstanwendung von IFRS 15

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in Tsd. € Beträge, berichtet zum 31.12.2018 Effekte der Erstanwendung Beträge ohne Anwendung von IFRS 15
Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte 2.091.847 (27.512) 2.064.334
davon Sonstige Vermögenswerte 38.167 (27.512) 10.654
Kurzfristige Vermögenswerte 4.170.367 (9.524) 4.160.843
davon Vorräte 836.326 (6.181) 830.145
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.237.381 2.233 1.239.614
davon Sonstige Vermögenswerte 123.433 (53) 123.380
davon Vertragliche Vermögenswerte 99.284 (5.523) 93.761
Bilanzsumme 6.262.213 (37.036) 6.225.177
Eigenkapital 1.607.110 (14.479) 1.592.631
davon Gewinnrücklagen, Anpassungseffekte zum 1.1.2018 39.924 (8.749) 31.175
davon Jahresüberschuss 629.435 (5.730) 623.705
Schulden
Langfristige Schulden 2.285.136 (21.061) 2.264.075
davon Sonstige Rückstellungen 243.578 (16.240) 227.338
davon Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 82.603 (4.821) 77.782
Kurzfristige Schulden 2.369.968 (1.496) 2.368.472
davon Sonstige Rückstellungen 233.213 (5.711) 227.502
davon Finanzverbindlichkeiten 642.895 (29.617) 613.278
davon Sonstige Verbindlichkeiten 133.303 105.463 238.766
davon Vertragliche Verbindlichkeiten 315.122 (71.631) 243.491
Summe Schulden 4.655.103 (22.557) 4.632.546
Bilanzsumme 6.262.213 (37.036) 6.225.177

Erläuterungen zu den Aktiva

Der Effekt bei den langfristigen Sonstigen Vermögenswerten (TEUR - 27.512) setzt sich zusammen aus:

1.

Aktivierung Nominierungskosten: TEUR - 15.147. Die Nominierungskosten wurden unter der Anwendung von IAS 11/IAS 18 nicht aktiviert, sondern unmittelbar unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

2.

Aktivierung von Vertragserfüllungskosten: TEUR - 12.365. Die Vertragserfüllungskosten wurden unter der Anwendung von IAS 11/IAS 18 nicht aktiviert. Die entsprechenden Kosten wurden unter IAS 11/IAS 18 und werden auch unter IFRS 15 bei Anfall in den entsprechenden Kostenarten der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unter IFRS 15 wird bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen ein Aktivposten angesetzt und in der Gewinn- und Verlustrechnung gegen Bestandsveränderung erfasst.

Die Effekte in den Vorräten (TEUR - 6.181) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.233) beruhen auf der Bilanzierung von Verträgen nach der Point-in-Time-Verteilung der Umsatzerlöse. Dies führt unter IFRS 15 zum Ausweis von unfertigen Leistungen sowie Eliminierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter IAS 11 wären diese Verträge unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert worden. Dies hätte zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertraglichen Vermögenswerten (unter IAS 11: Forderungen aus Fertigungsaufträgen) geführt. Ebenso hätte dies zu einer Verringerung der Vertraglichen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.614 geführt.

Die Effekte in den Vertraglichen Vermögenswerten setzen sich wie folgt zusammen:

1.

Bewertung der Vertraglichen Vermögenswerte ohne Berücksichtigung der Verrechnung mit Verlusten: TEUR - 7.694

2.

Ansatz von Vertraglichen Vermögenswerten für Verträge nach der Over-Time-Erfassung von Umsatz: TEUR 1.867

3.

Bewertung der Vertraglichen Vermögenswerte unter Anwendung der Impairment-Grundsätze von IFRS 9: TEUR 304

Gesamt: TEUR - 5.523

1.

Unter der Anwendung von IFRS 15 setzt Knorr-Bremse etwaige drohende Verluste aus Verträgen, die nach der Over-Time-Methode bilanziert werden, gesondert nach IAS 37 als Rückstellung auf der Passivseite an. Unter IAS 11 wurden solche Verluste in die Bewertung der Nettoposition Forderung oder Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen einbezogen. Daher fallen die vertraglichen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2018 um TEUR 7.694 höher aus.

2.

Der Effekt von TEUR 1.867 resultiert aus der Point-in-Time Erfassung von Umsatzerlösen aus bestehenden Verträgen unter IFRS 15, die nach IAS 11 als Fertigungsaufträge klassifiziert worden wären. Daher ergibt sich nach IFRS 15 ein Ausweis von unfertigen Leistungen anstatt Forderungen aus Fertigungsaufträgen.

3.

Unter IFRS 15 unterliegen Vertragliche Vermögenswerte den Impairment Regeln nach IFRS 9. Dies führt zum 31. Dezember 2018 zu einer Wertminderung in Höhe von TEUR 304. Unter IAS 11 wurde diese Bewertung nicht durchgeführt.

Erläuterungen zu den Passiva

Die Effekte bei den Sonstigen langfristigen und kurzfristigen Rückstellungen (TEUR - 16.240 bzw. TEUR - 5.711, Gesamt: TEUR - 21.951) betrafen den gesonderten Ausweis von Rückstellungen für drohende Verluste für Verträge, die nach der Over-Time-Bilanzierung dargestellt werden. Unter IAS 11 wurden entsprechende Verluste in die Bewertung der Nettoposition Forderung oder Verbindlichkeit aus Fertigungsauftrag einbezogen. Daher fallen die Sonstigen Rückstellungen unter Anwendung von IFRS 15 mit IAS 37 zum 31. Dezember 2018 um TEUR 21.951 höher aus (Gesamt-Effekt aus kurz- und langfristigen Rückstellungen).

Die Effekte bei den langfristigen und kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten sind in Tab. 3.11 dargestellt und erläutert.

3.11 Effekte bei den langfristigen und kurzfristigen Sonstigen Verbindlichkeiten der Erstanwendung von IFRS 15

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Sachverhalt Effekt kurzfristige Sonstige Verbindlichkeiten Ausweis unter IFRS 15
in Tsd. €
(1) Erhaltene Anzahlungen 75.846 Vertragliche Verbindlichkeiten
(2) Rückzahlungsverpflichtung auf Grund Vereinbarung von Volumenboni 29.617 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Gesamt 105.463
1.

Erhaltene Anzahlungen werden unter IFRS 15 grundsätzlich unter den Vertraglichen Verbindlichkeiten ausgewiesen bzw. in der Nettoposition "Vertraglicher Vermögenswert/Verbindlichkeit" bei Verträgen, die nach der Over-Time-Bilanzierung erfasst werden. Unter IAS 11/IAS 18 erfolgte der Ausweis von Anzahlungen saldiert nur für Fertigungsaufträge in der Nettoposition Forderungen/Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen. Für andere erhaltene Anzahlungen erfolgte der Ausweis gesondert unter den Sonstigen Verbindlichkeiten. Unter IAS 11/IAS 18 wären die Sonstigen Verbindlichkeiten daher um TEUR 75.846 höher.

2.

Die Rückzahlungsverpflichtungen auf Grund der Vereinbarung von Volumenboni werden unter IFRS 15 als Refund Liabilities klassifiziert und unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Ohne Anwendung von IFRS 15 wären diese Verpflichtungen unter den Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erfasst worden. Unter IAS 11/IAS 18 wären die Sonstigen Verbindlichkeiten daher um TEUR 29.617 höher.

Der Effekt bei den Verbindlichkeiten aus latenten Steuern berücksichtigt die Effekte aus der Anwendung von IFRS 15 in Bezug auf die latenten Steuerforderungen/-verbindlichkeiten. Ohne Anwendung von IFRS 15 wären die Verbindlichkeiten aus latenten Steuern um TEUR 4.821 geringer.

Die Finanzverbindlichkeiten fallen wegen des Ausweises der Rückzahlungsverpflichtungen für Volumenboni um TEUR 29.617 höher aus als unter IAS 11/IAS 18.

Der Effekt bei den Vertraglichen Verbindlichkeiten (TEUR - 71.631) setzt sich wie folgt zusammen:

1.

Ausweis erhaltener Anzahlungen: TEUR - 75.846 (siehe Erläuterung zu Sonstigen Verbindlichkeiten).

2.

Verrechnung mit Verlusten bei Projekten, die nach der Over-Time Methode bilanziert werden: TEUR 14.257.

Unter der Anwendung von IFRS 15 setzt Knorr-Bremse etwaige drohende Verluste aus Verträgen, die nach der Over-Time-Methode bilanziert werden, gesondert nach IAS 37 als Rückstellung auf der Passivseite an. Unter IAS 11 wurden solche Verluste in die Bewertung der Nettoposition Forderung oder Verbindlichkeit aus Fertigungsauftrag einbezogen. Daher fallen die Vertraglichen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 um TEUR 14.257 höher aus.

3.

Bilanzierung von Projekten nach Point-in-Time-Methode statt Percentage-of-Completion-Methode: TEUR - 4.614.

Siehe Erläuterungen zu den Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4.

Erfassung von Erstattungszahlungen für Vertragserfüllungskosten: TEUR - 3.988.

Kompensationszahlungen von Kunden für aktivierte Vertragserfüllungskosten werden unter IFRS 15 als Vertragliche Verbindlichkeit angesetzt und erst mit Beginn der entsprechenden Serienproduktion als Umsatzerlöse erfasst. Unter IAS 11/IAS 18 wurden solche Zahlungen unmittelbar als Sonstige Betriebliche Erträge erfasst.

5.

Wesentliche Finanzierungskomponente: TEUR - 1.440.

Unter IFRS 15 gehören zum Umsatz auch Effekte aus wesentlichen Finanzierungskomponenten. Dies beeinflusst die Umsatzerlöse, Zinsaufwendungen sowie auch die Bewertung der Vertraglichen Vermögenswerte/Verbindlichkeiten. Unter IAS 11/IAS 18 wurde ein solcher Effekt nicht berücksichtigt. Die Vertraglichen Verbindlichkeiten wären daher ohne IFRS 15 um TEUR 1.440 geringer.

(B) Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zusammensetzung des Effekts in den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.695 wird in Tab. 3.12 dargestellt und wie folgt erläutert:

3.12 Gewinn- und Verlustrechnung

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in Tsd. € Beträge, berichtet zum 31.12.2018 Effekte der Erstanwendung Beträge ohne Anwendung von IFRS 15
Umsatzerlöse 6.615.800 1.695 6.617.495
Bestandsveränderungen un-/fertige Erzeugnisse 34.424 (11.369) 23.055
Andere aktivierte Eigenleistungen 48.047 -  48.047
Gesamtleistung 6.698.271 (9.674) 6.688.597
Sonstige betriebliche Erträge 66.233 9.469 75.702
Materialaufwand (3.318.227) -  (3.318.227)
Personalaufwand (1.496.981 -  (1.496.981)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (771.254) (9.235) (780.489)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 1.178.042 (9.440) 1.168.602
Abschreibungen (205.570) -  (205.570)
Betriebsergebnis (EBIT) 972.472 (9.440) 963.032
Zinserträge 20.128 -  20.128
Zinsaufwendungen (54.379) 1.290 (53.089)
Sonstiges Finanzergebnis (62.715) -  (62.715)
Ergebnis vor Steuern 875.506 (8.150) 867.356
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (246.070) 2.420 (243.650)
Jahresüberschuss 629.435 (5.730) 623.705
1.

TEUR 8.714 betreffen die Darstellung von Verträgen als Point-in-Time unter IFRS 15, die unter IAS 11 als Fertigungsaufträge unter Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode dargestellt worden wären. Dementsprechend wären die Umsatzerlöse in 2018 unter IAS 11 um TEUR 8.714 höher ausgefallen.

2.

Gegenläufig in Höhe von TEUR 3.886 wirkt der Ausweis von Kompensationszahlungen von Kunden im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge für Entwicklungen, die nicht im Zusammenhang mit aktivierten Vertragserfüllungskosten stehen.

3.

Ebenso gegenläufig in Höhe von TEUR - 3.052 wirkt der Ausweis der Veränderung von transaktionspreisbezogenen Rückstellungen. Ohne Anwendung von IFRS 15 wären die Umsatzerlöse daher um TEUR 6.938 geringer ausgefallen.

4.

Ebenso gegenläufig wirkt der Effekt aus der Einbeziehung von wesentlichen Finanzierungskomponenten in die Umsatzerlöse (TEUR - 81).

Der Effekt in den Bestandsveränderungen der un-/fertigen Erzeugnisse (TEUR - 11.369) setzt sich zusammen aus:

1.

Ansatz von Verträgen unter Anwendung der Point-in-Time-Methode unter IFRS 15 statt der Percentage-of-Completion-Methode unter IAS 11: TEUR - 6.181

2.

Aktivierung von Vertragserfüllungskosten unter IFRS 15: TEUR - 5.188

Der Effekt in den Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 9.469 setzt sich wie folgt zusammen:

1.

Abgrenzung von Kompensationszahlungen für Vertragserfüllungskosten im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge: Diese werden unter IFRS 15 zunächst als Vertragliche Verbindlichkeit angesetzt und erst mit Start der Serienproduktion in der Gewinn- und Verlustrechnung als Umsatzerlöse erfasst. Ohne Anwendung von IFRS 15 wären in 2018 bereits TEUR 1.692 als Sonstige Betriebliche Erträge erfasst worden.

2.

Kompensationszahlungen von Kunden im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge für Entwicklungen, die nicht im Zusammenhang mit aktivierten Vertragserfüllungskosten stehen: TEUR 3.886.

3.

Ausweis der Auflösung von transaktionspreisbezogenen Rückstellungen: TEUR 3.891.

Die Sonstigen Betrieblichen Aufwendungen wären unter IAS 11/IAS 18 um TEUR 9.235 höher. Der Effekt setzt sich wie folgt zusammen:

1.

Erfassung von sogenannten Nominierungskosten: TEUR - 8.700. Unter IFRS 15 werden diese Zahlungen an Kunden zunächst aktiviert und mit Start der Serienproduktion gegen Umsatzerlöse aufgelöst.

2.

Ausweis der Zuführung von transaktionspreisbezogenen Rückstellungen: TEUR - 839. Unter Anwendung von IFRS 15 wurden diese Aufwendungen mit den Umsatzerlösen verrechnet. Ohne Anwendung von IFRS 15 würden sie zu einer Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt haben.

3.

Gegenläufig wirkt in den Sonstigen Betrieblichen Aufwendungen der Effekt aus Wertminderung auf Vertragliche Vermögenswerte (TEUR 304).

Der Effekt bei den Zinsaufwendungen betrifft die Berücksichtigung von wesentlichen Finanzierungskomponenten als Teil des Vertragsumsatzes unter IFRS 15. Dies führte in 2018 zu zusätzlichem Zinsaufwand in Höhe von TEUR 1.290.

Ohne Anwendung von IFRS 15 und dessen Effekte hätte sich ein um TEUR 2.420 niedrigerer Steueraufwand aus latenten Steuern ergeben.

Insgesamt wäre der Jahresüberschuss der Berichtsperiode 2018 ohne Anwendung von IFRS 15 um TEUR 5.730 niedriger ausgefallen.

B.1.2. Sonstige Änderungen

Die nachstehenden neuen oder geänderten Standards haben keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 4: Anwendungen des IFRS 9 mit IFRS Versicherungsverträgen

Änderungen an IAS 40: Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Änderungen an IFRS 2: Einstufung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen

IFRIC 22: Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen

Jährliche Verbesserungen 2014 - 2016: Änderungen an IFRS 1 und IAS 28

B.2. Vom IASB herausgegebene, noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die Tab. 3.13 stellt die vom IASB herausgegebenen, noch nicht angewandten Standards, die für den Konzern relevant sind, dar.

3.13 Vom IASB herausgegebene, noch nicht angewendete Rechnungslegungsvorschriften

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Standard Neue oder geänderte Standards und Interpretationen Anwendungspflicht EU
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1.1.2019
IAS 19 Änderungen an IAS 19: Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen 1.1.2019*

* Übernahme durch die EU noch ausstehend. Eine Übernahme durch die EU vor dem Erstanwendungszeitpunkt ist zu erwarten.

B.2.1. IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 wurde im Januar 2016 veröffentlicht und ersetzt IAS 17 Leasingverhältnisse, IFRIC 4 Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, SIC-15 Operating-Leasingverhältnisse - Anreize und SIC-27 Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen. IFRS 16 legt die Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung und den Ausweis von Leasingverhältnissen fest und verpflichtet den Leasingnehmer, alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Pflichten in der Bilanz abzubilden, ähnlich der Bilanzierung von Finanzierungsleasingverhältnissen nach IAS 17. Der Standard enthält zwei Ausnahmen für Leasingnehmer - Leasingverträge über "geringwertige" Vermögenswerte (z. B. PCs) und kurzfristige Leasingverträge (d. h. Leasingverträge mit einer Laufzeit von 12 Monaten oder weniger).

Zu Beginn eines Leasingverhältnisses bilanziert ein Leasingnehmer eine Verbindlichkeit für die in Zukunft anfallenden Leasingverpflichtungen und ein Nutzungsrecht am geleasten Vermögenswert, welches dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten entspricht und über die Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Der Leasingnehmer ist verpflichtet, den Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit und den Abschreibungsaufwand für das Nutzungsrecht getrennt zu erfassen.

Der Leasingnehmer ist auch verpflichtet, die Leasingverbindlichkeit bei Eintritt bestimmter Ereignisse neu zu bewerten (z. B. Änderung der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderung der zukünftigen Leasingzahlungen infolge einer Änderung eines Index oder einer Quote, der zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendet wird). Der Leasingnehmer wird in der Regel den Betrag der Neubewertung der Leasingverbindlichkeit als Anpassung des aktivierten Nutzungsrechtes für den Leasinggegenstand erfassen.

Der Knorr-Bremse Konzern wird IFRS 16 nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz zum 1. Januar 2019 anwenden. Von der Erstanwendung sind beim Knorr-Bremse Konzern im Wesentlichen die bislang als Operating Leasing klassifizierten Leasingverträge betroffen. Unter Anwendung der Erleichterung gemäß IFRS 16.C 3(b) wird der Knorr-Bremse Konzern den Standard nicht auf Verträge anwenden, die zuvor gemäß IAS 17 und IFRIC 4 nicht als Leasingverhältnisse eingestuft wurden.

Kurz laufende Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von nicht mehr als 12 Monaten (und ohne Kaufoption) sowie Leasingvereinbarungen, bei denen der dem Leasingvertrag zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden entsprechend dem Wahlrecht nach IFRS 16.5 nicht gemäß IFRS 16 bilanziert. Ebenso wendet Knorr-Bremse die erleichternde Übergangsvorschrift gemäß IFRS 16.C 10(c)(ii) an und bilanziert Leasingverhältnisse, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, nicht gemäß IFRS 16. Im Geschäftsjahr 2019 werden diese Leasingverhältnisse mit rund EUR 6 Mio. zu den Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse beitragen. Bei der Erstanwendung von IFRS 16 bei Operating Leasing Verträgen wird das Nutzungsrecht für den Leasingvermögenswert mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit bewertet, dabei wird der Zinssatz zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung angewendet (IFRS 16.C 8(b)(i)). Die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2018 werden im Konzernabschluss 2019 gemäß IFRS 16.C 7 nicht angepasst.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2018, hat der Knorr-Bremse Konzern die Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 in einem konzernweiten Projekt analysiert. Dabei wurden die folgenden Kategorien von Leasingverhältnissen identifiziert: Immobilien, Fahrzeuge, Gabelstapler, technische Anlagen und Maschinen sowie andere geleaste Vermögenswerte. Die durchgeführte Analyse ergab eine wahrscheinliche Erfassung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund EUR 255 bis 265 Mio. in der Konzernbilanz zum 1. Januar 2019. Durch den veränderten Ausweis von Operate-Lease-Aufwendungen als Abschreibungen auf Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten wird ein um rund EUR 45 bis 50 Mio. verbessertes EBITDA sowie ein um EUR 3 bis 6 Mio. verbessertes EBIT für das Geschäftsjahr 2019 erwartet.

B.2.2. Änderungen an IAS 19

Gemäß der Änderung im IAS 19 müssen zukünftig bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Versorgungsplans der laufende Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das restliche Geschäftsjahr unter Verwendung der aktuellen versicherungsmathematischen Annahmen, die bisher zur erforderlichen Neubewertung der Nettoschuld (Vermögenswert) verwendet wurden, zwingend neu ermittelt werden. Die Änderungen sind erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist.

Der Konzern beurteilt derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Änderungen auf seinen Konzernabschluss haben können. Bislang erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen. Das EBITDA 2019 wird um ca. 5 - 6 Mio. aufgrund der Ausweisänderungen ansteigen.

B.2.3. Sonstige Änderungen

Neben den zuvor dargestellten Standards hat das IASB noch weitere Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nicht verpflichtend ist und deren Anwendbarkeit teilweise noch die Übernahme in das EU-Recht ("Endorsement") erfordert. Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendungen dieser Standards, Interpretationen und Änderungen einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben werden.

Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelung mit negativer Ausgleichsleistung

IFRIC 23: Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

2015 - 2017 Zyklus: Änderungen an IAS 12, IAS 23, IFRS 3 und IFRS 11

Änderungen an IFRS 3: Definition von Geschäftsbetrieb

Änderungen an IAS 1 und IAS 8: Definition von Wesentlichkeit

Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures

Änderungen an dem bisherigen Rahmenkonzept

IFRS 17: Versicherungsverträge

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten

C. Konsolidierung

C.1. Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss werden die Abschlüsse der Gesellschaft und aller wesentlichen verbundenen Unternehmen einbezogen. Vom Konzern beherrschte Tochterunternehmen werden vollkonsolidiert. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Der Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem Eigenkapital der dem Konzern zuzurechnenden Tochtergesellschaften verrechnet. Das erworbene, identifizierbare Nettovermögen und die übertragene Gegenleistung werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ein bei der Erstkonsolidierung entstehender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten der erworbenen Anteile und dem identifizierbaren Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Jeder entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die übertragene Gegenleistung enthält keine mit der Erfüllung von zuvor bestehenden Beziehungen verbundenen Beträge. Solche Beträge werden grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.

Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet, und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten werden andere bedingte Gegenleistungen mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag bewertet und spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen im Gewinn oder Verlust erfasst.

Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben.

Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Sie werden zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt, wozu auch Transaktionskosten zählen. Nach dem erstmaligen Ansatz enthält der Konzernabschluss den Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis abzüglich empfangener Ausschüttungen der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen bis zu dem Zeitpunkt, an dem der maßgebliche Einfluss oder die gemeinschaftliche Führung endet.

Im Rahmen der Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminiert. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen mit Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, werden gegen die Beteiligung in Höhe des Anteils des Konzerns an dem Beteiligungsunternehmen ausgebucht. Nicht realisierte Verluste werden auf die gleiche Weise eliminiert wie nicht realisierte Gewinne, jedoch nur, falls es keinen Hinweis auf eine Wertminderung gibt.

C.2. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden zum Kassakurs am Tag der Transaktion erfasst. Zum Abschlussstichtag werden diese Posten mit dem Stichtagskurs bewertet.

In fremder Währung aufgestellte Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen werden nach der modifizierten Stichtagsmethode umgerechnet. Dementsprechend werden Vermögenswerte und Schulden aus ausländischen Konzernunternehmen mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag und Erträge und Aufwendungen aus den ausländischen Konzernunternehmen mit dem Durchschnittskurs des jeweiligen Geschäftsjahres umgerechnet. Die hieraus entstandenen Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in dem Posten Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen, soweit die Währungsumrechnungsdifferenz nicht den nicht beherrschenden Anteilen zugewiesen ist.

Die der Fremdwährungsumrechnung zugrundeliegenden Wechselkurse mit wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind in Tab. 3.14 aufgeführt.

3.14 Währungsumrechnungskurse

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31.12.2018 31.12.2017
Stichtagskurs Durchschnittskurs Stichtagskurs Durchschnittkurs
USA USD 0,87336 0,84673 0,83382 0,88097
China CNY 0,12698 0,12811 0,12813 0,13058
Ungarn HUF 0,00312 0,00314 0,00322 0,00323
Tschechien CZK 0,03887 0,03899 0,03916 0,03805
Großbritannien GBP 1,11791 1,13036 1,12710 1,14078
Indien INR 0,01254 0,01240 0,01305 0,01356
Japan JPY 0,00795 0,00767 0,00741 0,00786
Hong Kong HKD 0,11151 0,10803 0,10670 0,11303
Südafrika ZAR 0,06076 0,06405 0,06754 0,06679
Brasilien BRL 0,22502 0,23218 0,25171 0,27549

C.3. Veränderungen im Konzern

C.3.1. Konsolidierungskreiszugänge

Zu den Rechnungslegungsmethoden für Unternehmenszusammenschlüsse verweisen wir auf die Angaben unter Abschnitt C.1.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Gesellschaften aus Wesentlichkeitsgründen erstmals in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

Freios Bre Coahuila, S.A. de C.V., Cd. Acuña, Coah/Mexiko

Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles Enterprise Management (Beijing) Co., Ltd., Beijing/China

Dyno-Inno Test Center for Brake Equipment (Suzhou) Ltd., Suzhou/China

2018 wurde die Bendix Servicios de Mexico SA de CV, Tapodaca Nuevo Leon/Mexiko neu gegründet und eine Beteiligung in Höhe von 16,67 % an der Shenzhen SF-Trailernet Technology Co., Ltd., Shenzhen/China) erworben.

C.3.2. Unternehmensveräußerungen - Konsolidierungskreisabgänge

Im Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Gesellschaften/Beteiligungen verschmolzen, liquidiert oder verkauft:

Sydac Pty Ltd., Granville/Australien

Sydac Ltd., Manchester/Großbritannien

Sydac Simulation Technologies India Private Ltd., Pune/Indien

Swedtrac RailService AB Solna/Schweden

Knorr-Bremse RailServices (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbrtitannien

Kiepe Electric Ltd., Birmingham/Großbritannien

Kiepe Electric UK Ltd., Birmingham/Großbritannien

tedrive Steering Systems Inc., Wixom/USA

IGE-CZ s.r.o. Brno/Tschechische Republik

Megalith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland

Sydac

Die Veräußerungsgruppe "Sydac" umfasste das Simulationsgeschäft im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge. Das Simulationsgeschäft umfasste die Sydac Australia einschließlich der Tochtergesellschaft Sydac UK sowie weitere dem Simulationsgeschäft zugehörige Vermögenswerte, die vor der Veräußerung auf die neu gegründete Gesellschaft Sydac India übertragen wurden. Die Veräußerungsgruppe "Sydac" wurde zum 31. Juli 2018 an OKTAL Frankreich verkauft. Aus dem Verkauf resultierte ein Verlust in Höhe von TEUR 10.802. Davon waren bereits TEUR 5.322 als Wertminderung der Vermögenswerte ergebniswirksam zum 30. September 2017 unter den Abschreibungen erfasst worden. Im zweiten Quartal 2018 wurden die Vermögenswerte durch eine weitere Wertminderung in Höhe von TEUR 1.353 vollständig abgeschrieben. Die Wertminderung wurde ergebniswirksam unter den Abschreibungen erfasst. Abschließend wurde bei Abgang des Simulationsgeschäftes Ende Juli 2018 ein Verlust in Höhe von TEUR 4.127 realisiert und unter dem Finanzergebnis ausgewiesen.

Blueprint

Die Veräußerungsgruppe "Blueprint" umfasste das Fahrzeugswartungsgeschäft im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge. Das in der Veräußerungsgruppe "Blueprint" gebündelte Fahrzeugwartungsgeschäft umfasste die Gesellschaften Kiepe Electric UK Holding Ltd. inklusive Kiepe UK Ltd, Knorr-Bremse RailService UK Ltd. sowie Swedtrac RailService AB Sweden.

Der schwedische Teil des Fahrzeugwartungsgeschäftes (Swedtrac RailService AB Sweden) als Teil der Veräußerungsgruppe "Blueprint" wurde mit Kaufvertrag vom 12. Januar 2018 an den Erwerber Stadler Service Sweden AB mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. April 2018 veräußert. Der mit dem Verkauf realisierte Gewinn in Höhe von TEUR 6.677 wurde unter dem Finanzergebnis erfasst.

Am 3. August 2018 wurde das verbleibende Fahrzeugwartungsgeschäft mit Sitz in Großbritannien (Kiepe Electric UK Holding Ltd. inklusive Kiepe UK Ltd. sowie Knorr-Bremse RailService UK Ltd.) an die Mutares Holding-25 AG, Bad Wiessee/Deutschland verkauft. Aus der Veräußerung entstand ein Verlust in Höhe von TEUR 40.600. Von diesem Verlust waren TEUR 19.997 bereits als Wertminderung ergebniswirksam zum 31. Dezember 2017 unter den Abschreibungen erfasst worden. Zum 30. September 2018 wurde eine zusätzliche Wertminderung in Höhe von TEUR 17.787 in Form von Abschreibungen ergebniswirksam erfasst. Abschließend wurde bei Abgang des verbliebenen Fahrzeugwartungsgeschäftes Ende Oktober 2018 ein Verlust in Höhe von TEUR 2.816 realisiert und unter dem Finanzergebnis ausgewiesen.

Der Gesamtverlust aus dem Verkauf der Veräußerungsgruppe "Blueprint" (inklusive dem vorab veräußerten schwedischen Teil des Fahrzeugwartungsgeschäftes) beläuft sich damit auf insgesamt TEUR 33.923.

C.3.3. Unternehmensumfirmierungen

Im Geschäftsjahr 2018 wurden folgende Gesellschaften umfirmiert:

Knorr-Bremse Raylı Sistemler Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Ankara/Türkei (vormals: Knorr-Bremse Raylı Sistemler Turkey Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Ankara/Türkei)

C.4. Zusammensetzung des Konzerns

Für die Details bezüglich des Konsolidierungskreises wird auf die Anteilsbesitzliste unter H.13. Tab. 3.96 verwiesen.

Tab. 3.15

3.15 Zusammensetzung des Konzerns

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Anzahl vollkonsolidierte Tochterunternehmen 2018 2017
Inland Ausland Inland Ausland
Stand 01.01. 28 118 27 116
Zugänge -  1 1 6
Abgänge -  (7) -  (4)
Umgliederungen (1) 3 -  - 
Stand 31.12. 27 115 28 118
Anzahl assoziierte Unternehmen Inland Ausland Inland Ausland
Stand 01.01. 2 2 2 2
Zugänge -  -  -  - 
Abgänge -  -  -  - 
Umgliederungen -  (1) -  - 
Stand 31.12. 2 1 2 2
Nicht einbezogene Tochterunternehmen Inland Ausland Inland Ausland
Stand 01.01. 2 16 1 8
Zugänge -  -  1 8
Abgänge -  (2) -  - 
Umgliederung -  (3) -  - 
Stand 31.12. 2 11 2 16
Beteiligungen Inland Ausland Inland Ausland
Stand 01.01 4 2 4 3
Zugänge - 1 - -
Abgänge (3) (1) - (1)
Umgliederung 1 1 - -
Stand 31.12. 2 3 4 2

C.5. Wesentliche nicht beherrschende Anteile Tab. 3.16

3.16 Nicht beherrschende Anteile

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Name Sitz/Gründungsland Eigentumsanteile, die die nicht beherrschenden Anteilen ausmachen
in % 31.12.2018 31.12.2017
Knorr Brake Holding Corporation Watertown, New York/USA 0 10,7
Knorr -Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co., Ltd. Daxing/China 50,0 50,0

Im April 2018 erwarb die Knorr Brake Holding Corporation, Delaware/USA (KB US Holding) von der Ursus Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald/Deutschland deren Minderheitsbeteiligung an der Knorr Brake Holding Corporation in Höhe von 10,71 % des ausstehenden Kapitals in Form von 600 Aktien (siehe Kapitel H.5.6.).

Bei der Gesellschaft Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co. Ltd., Daxing/China (Knorr-Bremse CARS im Folgenden) hält der Konzern Anteile in Höhe von 50 %. Aufgrund der Möglichkeit die relevanten Gremien mehrheitlich zu besetzen, beherrscht Knorr-Bremse dieses Unternehmen. Somit wird dieses nach IFRS 10 vollkonsolidiert.

Nach IFRS erstellte, zusammengefasste Finanzinformationen für Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing, werden in der Tab. 3.17 dargestellt, verändert um Unterschiede bei den Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Es handelt sich um Informationen vor Eliminierungen, die mit anderen Unternehmen des Konzerns vorgenommen werden.

3.17 Knorr-Bremse CARS

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in Tsd. € 2018 2017
Umsatzerlöse 170.978 191.568
Gewinn 34.018 37.736
Gewinn, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 17.009 18.868
Sonstiges Ergebnis 5.240 (4.519)
Gesamtergebnis 39.258 33.217
Gesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 19.629 16.608
31.12.2018 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 131.144 149.059
Langfristige Vermögenswerte 15.171 5.248
Kurzfristige Schulden (84.745) (81.929)
Langfristige Schulden (265) (5.331)
Nettovermögen 61.306 67.047
Nettovermögen, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 30.653 33.523
2018 2017
Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit 14.466 34.120
Cashflows aus der Investitionstätigkeit 581 614
Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (44.005) (39.566)
Nettoerhöhung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (28.958) (4.831)
2018 2017
Während des Jahres gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Anteile 19.601 19.783

Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind im Einzelnen für sich und in Summe nicht wesentlich.

Put Option Minderheitsanteile

Sowohl an der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH als auch an der Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd. hält die Knorr-Bremse lediglich 80 % der Anteile. Die übrigen 20 % werden von dem Minderheitsgesellschafter Robert Bosch GmbH gehalten. Über diese 20 % wurde eine Verkaufsoption (Put Option) für den Minderheitsgesellschafter und eine Kaufoption (Call Option) für die Gesellschaft vereinbart.

Im Falle einer rechtmäßigen Ausübung der Put Option kann sich der Konzern der Andienung der verbleibenden Anteile nicht entziehen. Darüber hinaus hat der Konzern keine direkte Kontrolle in Bezug auf eine mögliche, die Put Option auslösende Transaktion, da dies auch ein Unternehmenskauf auf einer übergeordneten Gesellschaftsebene sein kann.

Der Konzern bilanziert die Put Option daher nach IFRS entsprechend der sogenannten "Anticipated Acquisition Method" (Erwerbsfiktion). Dementsprechend wird in IFRS eine Verbindlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten der Put Option abgebildet und die Minderheiten entsprechend so dargestellt, als ob diese dem Konzern zuzurechnen wären. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Put Option werden erfolgswirksam erfasst.

D. Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

D.1. UMSATZERLÖSE

D.1.1. BILANZIERUNG VON UMSATZERLÖSEN BIS 2017

Umsatzerlöse wurden erfasst, sobald die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, der Erhalt des Entgelts wahrscheinlich war, die zugehörigen Kosten und mögliche Warenrücknahmen verlässlich geschätzt werden konnten, es kein weiter bestehendes Verfügungsrecht über die Waren gab und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden konnte. Umsatzerlöse wurden abzüglich von Rücknahmen, Preisnachlässen und Mengenrabatten erfasst. Sie wurden zum vertraglich vereinbarten Preis bewertet.

Division Systeme für Schienenfahrzeuge

In der Division Systeme für Schienenfahrzeuge wird das Erstausrüster-Geschäft als Projektgeschäft betrieben. Im Nachmarktgeschäft erfolgen sowohl der Verkauf von Ersatzteilen sowie die Durchführung von Projektgeschäften.

Das Erstausrüster-Projektgeschäft beruht auf einzelnen Projektverträgen. Gegenstand der Leistungen der Gesellschaft ist im Wesentlichen die Lieferung von Bremsen-, Tür- und Klimasystemen für Schienenfahrzeuge. Die Verträge sehen eine Belieferung für eine unterschiedlich hohe Anzahl von exakt gleichen Zügen vor.

Das Projektgeschäft im Nachmarkt betrifft die Generalüberholung ganzer Züge, für die Bereiche Bremsen-, Tür- und Klimasysteme.

Grundsätzlich lagen im Rahmen der Projektgeschäfte Fertigungsaufträge gem. IAS 11 vor. Die Umsatzerlöse wurden unter Anwendung der Percentage-of-Completion (PoC)-Methode ermittelt. Die Fortschrittsmessung erfolgte nach dem Cost-to-Cost Verfahren. Die Bemessung der Umsatzerlöse erfolgte auf Basis der aufgelaufenen Herstellungskosten der Aufträge zzgl. des anteiligen Gewinns entsprechend des zum Abschlussstichtag erreichten Fertigstellungsgrades. Auftragserlöse wurden zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder ausstehenden Entgelts bewertet. Drohende Verluste aus Fertigungsaufträgen wurden im Zeitpunkt ihres Erkennens erfolgswirksam in voller Höhe berücksichtigt.

Das Ersatzteilgeschäft im Nachmarkt wird in separaten Verträgen geregelt. Der Umsatz aus dem Ersatzteilgeschäft wurde daher zum Zeitpunkt der Auslieferung der Ersatzteile an den Kunden erfasst.

Division Systeme für Nutzfahrzeuge

In der Division Systeme für Nutzfahrzeuge werden Gesamt- und Teilsysteme eines Bremssystems für Nutzfahrzeuge verkauft. Es handelt sich sowohl im Erstausrüstermarkt als auch im Nachmarktgeschäft um ein Geschäft, in dem täglich verschiedene Produkte in hohen Mengen an Kunden ausgebracht werden. Mit den Erstausrüster- und Nachmarkt-Kunden bestehen zunächst Rahmenverträge, die Preise für eine hohe Anzahl von Produkten regeln. Die Produktion erfolgte Just-In-Time. Der Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen fand mit Auslieferung der Ware statt. Der Umsatz im Bereich Nutzfahrzeuge wurde zum Zeitpunkt der Auslieferung der Ware erfasst.

D.1.2. Bilanzierung von Umsatzerlösen ab 2018

Knorr-Bremse erwirtschaftet Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden in den zwei Segmenten Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge. Umsatz wird in Übereinstimmung mit IFRS 15 erfasst, wenn der Kunde Kontrolle über die Güter und Leistungen erlangt hat, die Knorr-Bremse verpflichtet ist, zu erbringen. Kontrolle wird entweder zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum übertragen.

Division Systeme für Schienenfahrzeuge

Im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge wird für die Umsatzerfassung der Zeit nach danach unterschieden, ob der Vertrag ein Projekt darstellt oder nicht. Das OE-Geschäft ist überwiegend Projektgeschäft. Projekte im Nachmarktbereich sind eher selten.

Den Hauptanteil im Projektgeschäft bilden Verträge über das Design, die Produktion und Belieferung von Bremssystemen mit einer genau definierten Funktionalität für eine bestimmte Anzahl von Zügen oder Lokomotiven. Weitere Umsatzträger sind ähnlich strukturierte Projekte bezüglich Türsystemen und Klimasystemen. Im Projektgeschäft stellt der gesamte Leistungsumfang eine Leistungsverpflichtung dar. Dies beruht im Wesentlichen darauf, dass die Engineering-Leistungen die Klammer für die Systeme aller mit Hardware zu versehenden Züge oder Lokomotiven des jeweiligen Projekts bildet. Es besteht daher eine sehr hohe Abhängigkeit zwischen Engineering des Systems und der Hardware sowie der Produktion, Belieferung und Inbetriebnahme der Systeme. Damit leistet Knorr-Bremse einen hohen Anteil an Integrationsleistung für jeden einzelnen Zug oder jede einzelne Lokomotive eines Projekts. Zudem besteht diese Integrationsverpflichtung bezüglich aller in einem Projekt zu versehenden Systeme: alle müssen die genau gleiche Funktionalität erfüllen.

Im Hinblick auf die Beurteilung der Umsatzlegung der Zeit nach wendet Knorr-Bremse für die Projektverträge die Vorschrift des IFRS 15.35(c) an. Ein alternativer Nutzen für Knorr-Bremse hinsichtlich der in die Züge oder Lokomotiven verbauten Systeme besteht nicht, da es allein aus praktischen Gründen nicht möglich ist, die kunden- und fahrzeugtypspezifischen, verbauten und in Betrieb genommenen Systeme anders zu verwenden. Der Umsatz aus Projektgeschäft wird daher über einen Zeitraum erfasst, wenn Knorr-Bremse über die gesamte Laufzeit des Projekts einen Anspruch auf "Vergütung der bis zu einem beliebigen Zeitpunkt erbrachten Leistungen" hat. Grundlage dieser Beurteilung ist eine Beurteilung des jeweiligen Vertrages mit dem Kunden. Hierbei wird insbesondere untersucht, ob der Kunde das Recht hat, den Vertrag zu kündigen, ohne dass es eines Verschuldens seitens Knorr-Bremse bedarf. Besteht ein solches Kündigungsrecht nicht, hat Knorr-Bremse einen Anspruch auf Erfüllung des Vertrages. In diesem Fall ist die Voraussetzung einer "Vergütung der bis zu einem beliebigen Zeitpunkt erbrachten Leistungen" erfüllt. Für den Fall gesetzlicher Kündigungsrechte ohne Verschulden des Auftragnehmers wird angenommen, dass ebenfalls ein Vergütungsanspruch inklusive Margenanteil für erbrachte Leistungen besteht. Sollte der Vertrag ein Kündigungsrecht zu Gunsten des Kunden ohne Verschulden von Knorr-Bremse gewähren, wird weiter untersucht, ob Knorr-Bremse in solchen Fällen einen Anspruch auf Vergütung der bis zum Wirksamwerden einer solchen Kündigung entstandenen Kosten inklusive eines Margenanteils hätte. Nur wenn dies bejaht wird, wird das Merkmal der "Vergütung der bis zu einem beliebigen Zeitpunkt erbrachten Leistungen" bejaht und Umsatz über einen Zeitraum erfasst. Die Umsatzlegung über einen Zeitraum erfolgt nach der Percentage-of-Completion-Methode. Der Fortschritt wird nach der Cost-to-Cost-Methode ermittelt. Dabei werden je Projekt die angefallenen Kosten ins Verhältnis zu den Plankosten gesetzt. Dies bestimmt den Fortschrittsgrad und den bis zu einem bestimmten Stichtag zu erfassenden Umsatz. Durch die Anwendung dieser Methode wird der von Knorr-Bremse geleistete Engineering-Einsatz und Hardware-Anteil über die gesamte Laufzeit eines Projektes sachgerecht in den Umsatzerlösen abgebildet, da er unabhängig von Rechnungs- und/oder Zahlungszeitpunkten gelegt wird. Insbesondere bei der Bestimmung der Plankosten sind Schätzungen erforderlich, die abhängig sind vom Liefer- und Leistungsspektrum. Der Höhe nach ergibt sich der Umsatz aus den vertraglich festgelegten Preisen für die vertraglich festgelegten Mengen an Systemen. Hierbei handelt es sich um Fixpreise, ggf. ergänzt um Preisgleitklauseln. Die Effekte von Preisgleitklauseln werden berücksichtigt, wenn eine verlässliche Einschätzung der Voraussetzungen für das Wirksamwerden solcher Klauseln möglich ist.

Im Rahmen von Projekten ist Knorr-Bremse grundsätzlich berechtigt, jede Hardware-Lieferung zu fakturieren. Anzahlungen durch die Kunden werden geleistet, sind jedoch auf Grund der laufenden Fakturen für gelieferte Hardwarekomponenten eher gering. Wesentliche Finanzierungskomponenten liegen daher grundsätzlich nicht vor. Die nach Vertragsschluss, jedoch vor Beginn der Hardware-Produktion und -Lieferung erforderlichen Engineering-Tätigkeiten, sowie die Produktion und Belieferung mit Hardware führt grundsätzlich zu der Erfassung von Vertraglichen Vermögenswerten. Gegenläufig wirken die teilweise vereinbarten Kompensationszahlungen für Einmal-Engineering-Leistungen, die Fakturen für gelieferte Hardware sowie Anzahlungen der Kunden. Diese Zahlungen und Fakturen führen je nach Höhe und Fortschrittsgrad zu Vertraglichen Verbindlichkeiten.

Der Umsatz aus dem übrigen Geschäft des Segments erfolgt in der Regel für kurzfristig zu erbringende Lieferungen und Leistungen, im Nachmarktbereich überwiegend für die Belieferung mit Ersatzteilen. Jede dieser Lieferungen und Leistungen stellt eine eigene Leistungsverpflichtung dar. Umsatz hierfür wird mit Zeitpunkt der Lieferung erfasst. Der Höhe nach ergibt sich der Umsatz aus den vertraglich festgelegten Preisen.

Im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge gelten Zahlungsziele von im Mittel 40 Tagen.

Die Gewährleistung besteht grundsätzlich in der Zusicherung der Fehlerfreiheit sowie über die gesetzliche Laufzeit. Im Projektgeschäft können geschäftsübliche längere Laufzeiten bestehen.

Division Systeme für Nutzfahrzeuge

Im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge wird Umsatz im OE- und Nachmarktgeschäft mit der Serienproduktion von Komponenten für Bremsensysteme und andere Subsysteme erwirtschaftet. Das Bestellwesen beruht im Wesentlichen auf elektronischen Verfahren, in denen die Verbindlichkeit einer Bestellmenge erst mit Beginn der sogenannten Frozen Zone eintritt. Die Frozen Zone ist eine bestimmte Anzahl von Tagen vor dem avisierten Liefertermin. Jede Lieferung stellt eine eigene Leistungsverpflichtung im Sinne von IFRS 15 dar. Umsatz wird mit Übergang von Kontrolle erfasst. Der Höhe nach ergibt sich der Umsatz aus den in Rahmenverträgen oder Einzelverträgen festgelegten Preisen. Es gelten Zahlungsziele von im Mittel 41 Tagen.

Zahlungen von Nominierungskosten von Knorr-Bremse an den Kunden werden aktiviert und über die Laufzeit der Serienbelieferung gegen Umsatzerlöse amortisiert. Die für den Beginn einer Serienproduktion erforderlichen Entwicklungsarbeiten beruhen in der Regel auf Rahmenverträgen ohne verbindliche Bestellmengen und können bis zu einigen Jahren dauern. Wenn auf Basis solcher Rahmenverträge die künftige Serienlieferung mindestens hochwahrscheinlich eintreten wird und die Kosten gedeckt sind, werden diese Entwicklungskosten als Kosten zur Erfüllung der antizipierten Serienproduktion aktiviert und mit Beginn der Serienproduktion über die voraussichtliche Laufzeit abgeschrieben. Die Abschreibungen werden in den Bestandsveränderungen erfasst. Kompensationszahlungen durch Kunden in der Phase der Entwicklung werden als Vertragliche Verbindlichkeiten abgegrenzt und mit Beginn der Serienproduktion über die Laufzeit der Serienproduktion gegen Umsatzerlöse aufgelöst.

Für die Serienbelieferungen bestehen häufig Vereinbarungen über Volumenboni, die Knorr-Bremse in Abhängigkeit von definierten Liefermengen eines Jahres an den Kunden zu erstatten hat. Auf Grund der Liefermenge der abgeschlossenen Periode lassen sich diese Erstattungsverpflichtungen entsprechend der vertraglich definierten Mengen-Korridore einordnen und bewerten. Diese Erstattungsverpflichtungen werden als Umsatzminderung erfasst und in der Bilanz als Erstattungsverpflichtungen passiviert.

Die Gewährleistung besteht grundsätzlich in der Zusicherung der Fehlerfreiheit sowie über die gesetzliche Laufzeit.

D.2. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die mit der Zuwendung verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Diese lassen sich in Zuwendungen für Vermögenswerte und erfolgsbezogene Zuwendungen unterteilen.

Gemäß IAS 20.23 besteht ein Bilanzierungswahlrecht.

Zuwendungen für Vermögenswerte sind entweder vom Buchwert des entsprechenden Vermögenswertes abzuziehen oder als passiver Abgrenzungsposten auszuweisen, der über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes erfolgswirksam aufzulösen ist. Die Gesellschaft setzt Zuwendungen für Vermögenswerte vom Buchwert des Vermögenswertes ab.

Laut IAS 20.29 besteht für erfolgsbezogene Zuwendungen ein Wahlrecht zwischen der Bilanzierung im sonstigen betrieblichen Ertrag oder eine Verrechnung des entsprechenden Aufwands mit dem Ertrag aus den Zuwendungen. Die Gesellschaft übt ersteres Wahlrecht aus.

D.3. Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis ist das Ergebnis aus der Haupttätigkeit des Konzerns sowie den sonstigen Erträgen und Aufwendungen der betrieblichen Tätigkeit. Das Betriebsergebnis umfasst nicht die Zinserträge und Zinsaufwendungen sowie das sonstige Finanzergebnis und Ertragsteuern.

D.4. EBITDA

Das EBITDA entspricht dem Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Wertminderungen gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung.

D.5. Net Working Capital

Das Net Working Capital entspricht dem Bestand der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertraglichen Vermögenswerten (im Vorjahr Forderungen aus Fertigungsaufträgen) abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Verbindlichkeiten (im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen sowie erhaltenen Anzahlungen)(siehe Kapitel B.1.).

D.6. Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen

Zinserträge und -aufwendungen werden nach der Effektivzinsmethode im Gewinn oder Verlust erfasst. Dividendenerträge werden im Gewinn oder Verlust zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem der Rechtsanspruch des Konzerns auf Zahlung entsteht.

D.7. Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden aktiviert, sofern sie direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zuzurechnen sind, für den ein längerer Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden aufwandswirksam erfasst. Der Konzern hat in den Berichtsperioden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

D.8. Ertragsteuern

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung von steuerlichen Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge von Ausschüttungen entstehen.

Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert.

Latente Steuern werden im Hinblick auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden für Konzernrechnungslegungszwecke und den verwendeten Beträgen für steuerliche Zwecke erfasst. Latente Steuern werden nicht erfasst für:

temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt und der weder das bilanzielle Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst

temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlich geführten Unternehmen, sofern der Konzern in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht auflösen werden

zu versteuernde temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes

Ein latenter Steueranspruch wird für noch nicht genutzte steuerliche Verluste, noch nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, für die sie genutzt werden können. Zukünftig zu versteuernde Gewinne werden auf Basis der individuellen Geschäftspläne der Tochterunternehmen - unter Berücksichtigung der Umkehr temporärer Differenzen - ermittelt. Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag neu beurteilt, und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung gestatten wird.

Latente Steuerschulden werden darüber hinaus für temporäre Differenzen aus zukünftigen Dividendenausschüttungen einer Tochtergesellschaft erfasst (Outside Basis Differences).

Latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert werden wird; Zuschreibungen werden vorgenommen, wenn sich die Wahrscheinlichkeit zukünftig zu versteuernder Ergebnisse verbessert.

Nicht bilanzierte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag neu beurteilt und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung gestatten wird.

Latente Steuern werden anhand der Steuersätze bewertet, die erwartungsgemäß auf temporäre Differenzen angewendet werden, sobald sie sich umkehren, und zwar unter Verwendung von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind.

Die Bewertung latenter Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Erwartung des Konzerns im Hinblick auf die Art und Weise der Realisierung der Buchwerte seiner Vermögenswerte bzw. der Erfüllung seiner Schulden zum Abschlussstichtag ergeben.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

D.9. Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses, mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer, erworben wurden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet.

Der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird mit den Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bilanziert.

Ausgaben für Forschungstätigkeiten werden in der Periode, in der sie anfallen, im Gewinn oder Verlust erfasst.

Entwicklungsprojekte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich entwicklungsbezogener Gemeinkosten aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und der Konzern sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

Die Bewertung von Entwicklungsprojekten erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern linear abgeschrieben. Die Abschreibungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte ohne bestimmbare Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Alle aktivierten immateriellen Vermögenswerte des Anlagevermögens, mit Ausnahme der Geschäfts- und Firmenwerte, haben eine begrenzte Nutzungsdauer.

Die geschätzten Nutzungsdauern betragen:

Lizenzen und erworbene Rechte: 1 - 20 Jahre

Marken- und Kundenbeziehungen: 3 - 20 Jahre

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte: 3 - 10 Jahre

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich auf Werthaltigkeit getestet.

Bezüglich der Ausführungen zum beizulegenden Zeitwert nicht finanzieller Vermögenswerte wird auf Kapitel D.18. verwiesen.

D.10. Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Abschreibungen werden planmäßig, über die geschätzte Nutzungsdauer, linear berechnet und grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.

Sofern Anhaltspunkte für eine eingetretene Wertminderung einzelner Sachanlagen bestehen und der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert, wird ein Wertminderungstest für diesen Vermögenswert durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird die Differenz erfolgswirksam erfasst und die Basis für die laufenden Abschreibungen neu bestimmt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen gehaltene Vermögenswerte, bei denen keine hinreichende Sicherheit besteht, dass das Eigentum zum Ende des Leasingverhältnisses auf den Konzern übergeht, werden über den kürzeren der beiden Zeiträume, Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, abgeschrieben.

Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die geschätzten Nutzungsdauern für das laufende Jahr und Vergleichsjahre von bedeutenden Sachanlagen betragen:

Gebäude: 3 - 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: 3 - 25 Jahre

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 1 - 25 Jahre

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

D.11. Leasingverhältnisse

Der Konzern prüft für jede wesentliche Vereinbarung, ob eine solche Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält.

Für Vereinbarungen, die ein Leasingverhältnis enthalten, trennt der Konzern die von einer solchen Vereinbarung geforderten Zahlungen und andere Entgelte in diejenigen für das Leasingverhältnis und diejenigen für andere Posten auf der Grundlage ihrer relativen beizulegenden Zeitwerte.

Werden bei einem Leasingverhältnis bezüglich Sachanlagen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Konzern übertragen, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasingverhältnis eingestuft. Sofern der Konzern bei einem Finanzierungsleasing die Zahlungen nicht verlässlich in diejenigen für das Leasingverhältnis und die für andere Posten trennen kann, werden auf Basis des beizulegenden Zeitwertes des zugrundeliegenden Vermögenswertes ein Vermögenswert und eine Schuld erfasst. Die Schuld wird anschließend unter Anwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes des Konzerns reduziert, wenn Zahlungen erfolgt sind und die auf die Schuld angerechneten Finanzierungskosten erfasst werden. Die Bilanzierung des Leasinggegenstandes erfolgt bei erstmaligem Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Folgebewertung erfolgt in Übereinstimmung mit den für diesen Vermögenswert anzuwendenden Rechnungslegungsmethoden. Die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen geleisteten Mindestleasingzahlungen werden in den Finanzierungsaufwand und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Die Verteilung des Finanzierungsaufwandes über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgt auf Basis eines konstanten Zinssatzes auf die verbleibende Restschuld.

Andere Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Die entsprechenden Vermögenswerte werden nicht in der Bilanz des Konzerns erfasst.

Die im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen geleisteten Zahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Werden Leasinganreize vereinnahmt, werden diese über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Bestandteil des Gesamtleasingaufwands erfasst.

Für Leasingverhältnisse hinsichtlich einer Anlage eines Grundstücks und/oder Gebäudes, die wirtschaftlich nicht, aber rechtlich in der Form eines Leasingverhältnisses bestehen (Sale-and-Lease-Back-Transaktion), wird ein etwaiger Überschuss des Verkaufserlöses über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst.

D.12. Vorräte

Vorräte werden grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse beinhalten neben den direkt dem Produktionsprozess zurechenbaren Herstellungskosten einen angemessenen Anteil an den Produktionsgemeinkosten. Fertigungsbezogene Verwaltungskosten werden ebenso berücksichtigt.

Der Nettoveräußerungswert wird auf Basis des im normalen Geschäftsbetrieb am Absatzmarkt erzielbaren Erlöses, abzüglich der Kosten für die Fertigstellung des Produktes und der Vertriebskosten ermittelt.

D.13. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

Langfristig gehaltene Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" klassifiziert, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert wird.

Langfristig gehaltene Vermögenswerte beziehungsweise langfristige sowie kurzfristige Vermögenswerte in Veräußerungsgruppen werden mit ihrem Buchwert oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und jedes nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen wird nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert, sobald sie als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft sind.

D.14. Leistungen an Arbeitnehmer

Der Konzern bilanziert sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pläne.

Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird. Solche Verpflichtungen sind aus Sicht des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Vorausgezahlte Beiträge werden als Vermögenswert erfasst, soweit ein Anrecht auf Rückerstattung oder Verringerung künftiger Zahlungen entsteht. Im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung werden auch Pensionszusagen unter Verzicht des Arbeitnehmers auf Barvergütung gewährt.

Die Nettoverpflichtung des Konzerns im Hinblick auf leistungsorientierte Pläne wird für jeden Plan separat berechnet, indem die künftigen Leistungen geschätzt werden, welche die Arbeitnehmer in der laufenden Periode und in früheren Perioden verdient haben. Dieser Betrag wird abgezinst und der beizulegende Zeitwert eines etwaigen Planvermögens hiervon abgezogen.

Die Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten auf Basis der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected Unit Credit Method").

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen).

D.15. Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die durch Ereignisse aus der Vergangenheit verursacht wurden, für die es wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen kommen wird und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen sind von ihrer Fälligkeit und/oder Höhe ungewiss.

Die Höhe der Rückstellungen wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses ermittelt. Sofern die Inanspruchnahme aus den Rückstellungen innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus erwartet wird, werden diese als kurzfristig klassifiziert. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter der Verwendung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Gewährleistungen

Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen werden für die zu erwartenden Gewährleistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen gebildet. Hierbei werden nationales Kaufvertragsrecht und Individualvereinbarungen berücksichtigt. Die Rückstellungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen hinsichtlich der Erfüllung von Verpflichtungen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten über Schadensfälle aus der Vergangenheit. Sie enthalten auch Rückstellungen für bereits geltend gemachte Ansprüche von Kunden.

Restrukturierungsmaßnahmen

Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wird erfasst, sobald der Konzern einen detaillierten und formalen Restrukturierungsplan genehmigt hat und die Restrukturierungsmaßnahmen entweder begonnen haben oder den betroffenen Parteien mitgeteilt wurden. Künftige betriebliche Verluste werden nicht berücksichtigt.

Vertragsrückstellungen

Vertragsrückstellungen werden für bestehende Verträge auf Basis des drohenden Verpflichtungsüberhangs der unvermeidbaren Kosten über die Erlöse gebildet. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt zum Barwert des zu erwartenden Verpflichtungsüberhanges aus der Vertragsfortführung. Bevor eine Rückstellung für einen belastenden Vertrag gebildet wird, erfasst der Konzern eine Wertminderung auf die mit diesem Vertrag verbundenen Vermögenswerte.

Übrige sonstige Rückstellungen

Übrige sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger Betrachtung notwendigen Erfüllungsbetrages zum Abschlussstichtag mit ihrem Barwert angesetzt.

Steuerrückstellungen

Der Konzern weist sämtliche Risiken und Verpflichtungen aus Steuersachverhalten unter den Steuerverbindlichkeiten aus.

D.16. Finanzinstrumente

Entsprechend IAS 32.11 sind alle Verträge Finanzinstrumente, welche bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Schuld oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Der erstmalige Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt am Handelstag zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung zuordenbarer Transaktionskosten.

Klassifizierung von Finanzinstrumenten:

Finanzielle Vermögenswerte aus Schuldinstrumenten

Für finanzielle Vermögenswerte erfolgt eine Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien "zu fortgeführten Anschaffungskosten", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert". Eine Zuordnung zu den drei Kategorien erfolgt auf Basis des Geschäftsmodells der Gruppe zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte sowie der Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme der zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerte.

Unter der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" werden alle finanziellen Vermögenswerte zusammengefasst, deren Geschäftsmodell mit der Zielsetzung verknüpft ist, die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen (Geschäftsmodell: "Halten"). Ebenso müssen die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts so ausgestaltet sein, dass es zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen kommt, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (Solely Payment of Principal and Interest (SPPI)-Kriterium "Zahlungsstrombedingung").

Die erfolgsneutrale Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ist für finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, welche das Ziel haben die Zahlungsströme sowohl durch Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungen als auch durch Verkauf zu realisieren (Geschäftsmodell "Halten und Verkaufen"). Gleichzeitig müssen die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts so ausgestaltet sein, dass es zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen kommt, welche ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen (SPPI)-Kriterium: Zahlungsstrombedingung).

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind solche, die entweder zu Handelszwecken gehalten werden, oder auf Basis ihres beizulegenden Zeitwerts gesteuert werden oder aber deren Zahlungsströme durch Verkäufe maximiert werden. Im Falle von als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifizierten Finanzinstrumenten, werden Transaktionskosten unmittelbar in der Periode ihrer Entstehung erfolgswirksam erfasst. Es handelt sich um eine Residualkategorie, unter die alle finanziellen Vermögenswerte eingeordnet werden, die weder dem Geschäftsmodell "Halten" noch "Halten und Verkaufen" zugeordnet werden können (Geschäftsmodell: "Handel/Sonstige") sowie Vermögenswerte, für die die Zahlungsstrombedingung nicht erfüllt wird. "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" werden auch solche finanziellen Vermögenswerte eingestuft, für welche beim erstmaligen Ansatz die "Fair-Value-Option" ausgeübt wird.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" sind insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Factoring), Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige Forderungen.

Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken unterliegen.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" waren in der Gruppe in Form von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, für welche Factoring mit bilanziellem Abgang angewendet wird, vorhanden.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" bestehen in der Form von freistehenden Derivaten sowie Eigenkapitalinvestments. Finanzielle Vermögenswerte, die unter die "Fair-Value-Option" fallen, liegen nicht vor.

Umklassifizierungen zwischen den Bewertungskategorien wurden im Jahre 2018 nicht vorgenommen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die Klassifizierung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten". Im Knorr-Bremse Konzern werden lediglich finanzielle Verbindlichkeiten aus Derivaten mit negativen Zeitwerten zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sofern beim erstmaligen Ansatz die "Fair-Value-Option" ausgeübt wird, erfolgt die Kategorisierung "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert". Finanzielle Verbindlichkeiten, die unter die "Fair-Value-Option" fallen, liegen nicht vor.

Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" sind im Wesentlichen ausgegebene Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" sind im Konzern ausschließlich freistehende Derivate mit negativem Marktwert.

Eigenkapitalinstrumente

Eigenkapitalinstrumente werden unter IFRS 9 grundsätzlich als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Beim erstmaligen Ansatz einer Finanzinvestition in ein Eigenkapitalinstrument, das nicht zu Handelszwecken sondern als langfristiges strategisches Investment gehalten wird, besteht nach IFRS 9 ein unwiderrufliches Wahlrecht, die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis zu erfassen ("FVOCI-Option"). In diesem Fall erfolgt die Klassifizierung in der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert". In einem Fall wurde ein Eigenkapitalinvestment beim erstmaligen Ansatz als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Dividenden werden erfolgswirksam vereinnahmt. Darüber hinaus erfolgt keine Ausgliederung der im Eigenkapital erfassten Fair Value Änderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung bei Abgang des Eigenkapitalinstruments.

Der beizulegende Zeitwert entspricht, sofern vorhanden, den Preisnotierungen auf einem aktiven Markt. Wenn kein solcher existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels Bewertungsmodellen unter Verwendung aktueller Marktparameter ermittelt.

Ausbuchungen und Modifikationen

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen, die aus dem Instrument heraus entstehen, auslaufen oder aber die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Bei Anpassungen von Kreditbedingungen oder Prolongationen von Laufzeiten wird im Konzern validiert, ob es sich hierbei um substanzielle Modifikationen im Sinne des IFRS 9 handelt. Bei der Beurteilung, ob eine Modifikation substanziell ist, werden sowohl qualitative als auch quantitative Faktoren herangezogen. Die vom Konzern verwendeten Kriterien für finanzielle Vermögenswerte entsprechen denen für finanzielle Verbindlichkeiten. Liegt eine substanzielle Modifikation vor, wird das bisherige Finanzinstrument ausgebucht und das substanziell modifizierte Finanzinstrument neu eingebucht. Liegt eine nicht-substanzielle Modifikation vor, wird der Buchwert des Finanzinstruments erfolgswirksam angepasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente sind in der Gruppe als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten in der Bilanz anzusetzen, unabhängig vom Zweck. Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente wird durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz sowie mittels weiterer gängiger finanzmathematischer Methoden, wie beispielsweise Optionspreismodellen, ermittelt. Die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Handelstag. Der beizulegende Zeitwert von unbedingten Derivaten ist bei erstmaliger Bilanzierung unter marktgerechten Konditionen Null. Optionen werden initial mit dem beizulegenden Zeitwert (entspricht der gezahlten oder erhaltenen Prämie) erfasst. Im Rahmen der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten werden kontrahentenspezifische Kreditrisiken berücksichtigt.

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen, Zinsswaps, Zinswährungsswaps sowie Commodity-Derivaten zur Absicherung gegen Währungs-, Zins- sowie Rohstoffrisiken ein. Während Währungsrisiken insbesondere durch Umsätze in Fremdwährung entstehen, ergeben sich Zinsrisiken hauptsächlich durch variabel verzinsliche Verbindlichkeiten und Rohstoffpreisrisiken durch die Beschaffung von Metallen im Produktionsprozess. Für die grundsätzlich zur ökonomischen Sicherung von Marktpreisrisiken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wird Hedge Accounting nicht angewandt.

Wertminderungen

IFRS 9 sieht vor, dass für alle Vermögenswerte im Anwendungsbereich der Wertminderungsvorschriften erwartete Verluste zu erfassen sind. Die Höhe der Verlusterfassung sowie die Zinsvereinnahmung bestimmen sich dabei anhand der Zuordnung des Instruments in die jeweiligen unten aufgeführten Stufen.

Nach dem generellen Wertminderungsmodell (auch "general approach") erfolgt eine Ermittlung der Wertänderungshöhe auf Basis der folgenden drei Stufen:

Stufe 1: Alle relevanten Instrumente werden zunächst der Stufe 1 zugeordnet. Der Barwert der erwarteten Verluste aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate ("12-month expected credit loss") nach Abschlussstichtag ist aufwandswirksam zu erfassen. Die Erfassung der Zinsen erfolgt auf Basis des Bruttobuchwerts. Folglich erfolgt die Anwendung der Effektivzinsmethode auf Basis des Buchwerts vor Berücksichtigung der Risikovorsorge.

Stufe 2: Hierunter fallen alle Instrumente, welche seit Ersterfassung einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos ausgesetzt sind. Die Überwachung auf signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zum Abschlussstichtag erfolgt im Rahmen eines Screening-Prozesses der relativen Veränderungen von Ratings bzw. CDS-Spreads der Geschäftspartner. Im Allgemeinen wird eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zudem bei einer Überfälligkeit der Finanzinstrumente von mehr als 30 Tagen angenommen. Sofern die Geschäftspartner der Finanzinstrumente mindestens ein Investment Grade-Rating aufweisen, wird von einer Beurteilung einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos abgesehen. Die Wertminderung entspricht dem Barwert der erwarteten Verluste aus möglichen Ausfallereignissen über die Restlaufzeit des Instruments ("lifetime expected credit loss"). Die Erfassung der Zinsen erfolgt analog zu Stufe 1.

Stufe 3: Sofern neben einem erhöhten Ausfallrisiko objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines Instrumentes vorliegen, erfolgt die Bemessung der Wertminderung ebenfalls auf Basis des Barwerts der erwarteten Verluste aus möglichen Ausfallereignissen über die Restlaufzeit. Die Erfassung der Zinsen ist in den darauffolgenden Perioden so anzupassen, dass der Zinsertrag auf Basis des Nettobuchwerts, und somit auf Basis des Buchwerts nach Berücksichtigung der Risikovorsorge, berechnet wird.

Im Konzern wird zu jedem Stichtag untersucht, ob für "zu fortgeführten Anschaffungskosten" oder "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" bilanzierte Finanzinstrumente objektive Hinweise für eine eingetretene Wertminderung vorliegen. Als Kriterien für eine Wertminderung werden Zahlungsverzüge oder Ausfälle der Schuldner, Hinweise der bevorstehenden Insolvenz oder das Verschwinden eines aktiven Markts für ein Wertpapier aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verwendet.

Ein Ausfallereignis liegt vor, wenn es als wahrscheinlich angesehen wird, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht in voller Höhe nachkommen kann oder wird. Liegt ein Ausfallereignis vor, werden die Bruttobuchwerte der finanziellen Vermögenswerte (vollständig oder teilweise) ausgebucht, sodass der Bruttobuchwert nach Ausbuchung dem erwarteten realisierbaren Betrag entspricht. Darüber hinaus wird bei wesentlichen Zahlungsverzögerungen ein Ausfallereignis unterstellt. Für Finanzinstrumente im Anwendungsbereich des "general approach" wird bei einer Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen ein Ausfallevent angenommen.

Für den Konzern unterliegen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente den Wertminderungsanforderungen nach dem "general approach".

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen sieht IFRS 9 einen vereinfachten Ansatz zur Wertminderung ("simplified approach") vor, unter welchem für alle Instrumente unabhängig der Kreditqualität eine Wertminderung in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Folglich erfolgt für diese Finanzinstrumente keine Unterscheidung zwischen der Zuordnung in Stufe 1 oder Stufe 2 des Wertminderungsmodells nach IFRS 9. Ein Transfer auf Stufe 3 erfolgt, sofern objektive Hinweise auf Wertminderung, vorliegen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird bei Zahlungsverzögerungen von mehr als 12 Monaten ein Ausfallereignis angenommen. Ebenso liegt ein Ausfallereignis vor, wenn es als wahrscheinlich angesehen wird, dass ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht vollständig nachkommen kann oder wird.

Dabei werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Leasingforderungen der Geschäftspartner in drei Gruppen eingeteilt:

Gruppe 1:

die Ausfallwahrscheinlichkeit ist über das öffentliche Issuer Rating ermittelbar

Gruppe 2:

die Ausfallwahrscheinlichkeit ist über eine Auskunftei ermittelbar

Gruppe 3:

die Ausfallwahrscheinlichkeit wird über ein Benchmark abgeschätzt

Die Aktualisierung der Daten zum Rating bzw. der Ausfallwahrscheinlichkeit erfolgt jährlich.

Für den Konzern unterliegen insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den Wertminderungsvorschriften nach dem "simplified approach".

Leasingforderungen sowie etwaige Finanzgarantien oder Kreditzusagen, welche unter die Wertminderungsvorschriften fallen würden, lagen bei der Gesellschaft nicht vor.

D.17. Beizulegender Zeitwert - Finanzinstrumente (finanzielle Vermögenswerte)

Bemessung des beizulegenden Zeitwertes: Im Knorr-Bremse-Konzern werden Finanzinstrumente der Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" und "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (insbesondere Derivate und Eigenkapitalinstrumente) zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darüber hinaus wird der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, im Konzernanhang angegeben.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwertes wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert oder die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist, abgeschlossen wird.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben. Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, welche die Marktteilnehmer nach bestem wirtschaftlichem Interesse bei der Preisbildung zugrunde legen würden.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwertes zur Verfügung stehen. Dabei ist die Verwendung maßgeblicher beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering zu halten.

Alle finanziellen Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet oder deren beizulegender Zeitwert im Anhang ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebenen Fair-Value-Hierarchien eingeordnet basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist.

Stufe 1:

in aktiven Märkten notierte (nicht berichtigte) Preise

Stufe 2:

Bewertungsverfahren, in denen für die Bewertung wesentliche Parameter am Markt direkt oder indirekt beobachtbar sind

Stufe 3:

Bewertungsverfahren, in denen für die Bewertung wesentliche Parameter nicht am Markt beobachtbar sind

Die Bewertungsverfahren und die verwendeten Inputparameter werden regelmäßig überprüft. Ziel der Überprüfungen ist es soweit wie möglich am Markt beobachtbare Inputfaktoren bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes zu verwenden. Umgruppierungen in der Hierarchiestufe werden zum Periodenende in der die Änderung eingetreten ist vorgenommen.

D.18. Beizulegender Zeitwert - nicht finanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der nicht finanziellen Vermögenswerte des Konzerns werden an jedem Abschlussstichtag überprüft, um festzustellen, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt. Ist dies der Fall, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Um zu prüfen, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Vermögenswerte in die kleinste Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen und die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGEs) sind. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, wird einer bzw. mehreren Gruppen von ZGEs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes oder einer ZGE ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten. Bei der Beurteilung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Cashflows auf ihren Barwert abgezinst, wobei ein Abzinsungssatz vor Steuern verwendet wird, der gegenwärtige Marktbewertungen des Zinseffekts und der speziellen Risiken eines Vermögenswertes oder einer ZGE widerspiegelt.

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer ZGE seinen/ihren erzielbaren Betrag übersteigt.

Wertminderungsaufwendungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Ein Wertminderungsaufwand im Hinblick auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht aufgeholt. Bei anderen Vermögenswerten wird ein Wertminderungsaufwand nur insofern aufgeholt, als der Marktwert- des Vermögenswertes den Buchwert nicht übersteigt, der abzüglich der Abschreibungen oder Amortisationen bestimmt worden wäre, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

D.19. Anteilsbasierte Vergütung

Der Konzern wendet IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" ausschließlich in der südafrikanischen Tochtergesellschaft, Knorr-Bremse S.A. (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika, aufgrund lokaler gesetzlicher Anforderungen im Rahmen des "Black Economic Empowerments" auf seine anteilsbasierten Vergütungstransaktionen an. Nach IFRS 2 sind Pläne, die zu anteilsbasierten Vergütungen führen, als Transaktionen mit Eigenkapitalausgleich zu behandeln, sofern es sich bei den gewährten Prämien um eigene Eigenkapitalinstrumente des empfangenden Unternehmens handelt oder keine Verpflichtung des empfangenden Unternehmens besteht, den Ausgleich vorzunehmen. Bei anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente sind Vergütungen an Begünstigte nach IFRS 2 als Aufwand und als entsprechende Erhöhung der Kapitalrücklage abzubilden. Da es sich bei den anteilsbasierten Vergütungstransaktionen im Rahmen des "Black Economic Empowerment" nicht um gewährte Vergütungen an Mitarbeiter, sondern an externe Begünstigte handelt, erfolgt der Ausweis der zugehörigen Aufwendungen im sonstigen betrieblichen Aufwand. Bei anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt bemessen und als Aufwand über den Erdienungszeitraum erfasst. Bei den im Konzern ausgestalteten anteilsbasierten Vergütungen handelt es sich ausschließlich um Ausgestaltungen, die durch Eigenkapitalinstrumente ausgeglichen werden.

E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

E.1. Umsatzerlöse

Umsatz nach Segmenten

Die Tab. 3.18 zeigt die Umsatzerlöse nach Segmenten.

3.18 Umsatzerlöse nach Segmenten

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in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge
2018 2017 2018 2017
Gesamt 3.461.855 3.260.118 3.160.113 2.890.622
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in Tsd. € Übrige Segmente und Konsolidierung Gesamt
2018 2017 2018 2017
Gesamt (6.168) 2.804 6.615.800 6.153.543

Aufgliederung der Umsatzerlöse und Überleitung auf den Segment-Umsatz

In der Tab. 3.19 werden die Umsatzerlöse des Konzerns in 2018 nach Regionen und dem Zeitpunkt nach aufgegliedert sowie auf den Umsatz nach der Segmentberichterstattung übergeleitet. Wegen der kumuliert retrospektiven Erstanwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018 erfolgt keine Angabe von Vorjahreszahlen. Der Überleitungseffekt von IFRS auf die Umsatzerlöse nach der Segmentberichterstattung beträgt insgesamt TEUR 113.970. Davon entfallen TEUR 84.523 auf das Segment Systeme für Schienenfahrzeuge und TEUR 23.279 auf das Segment Systeme für Nutzfahrzeuge. Weitere TEUR 6.168 entfallen auf "Übrige Segmente und Konsolidierung" Tab. 3.20

3.19 Aufgliederung der Umsatzerlöse und Überleitung auf den Segment-Umsatz

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IFRS Umsatz Überleitung zum Segmentumsatz
in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Gesamt Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Gesamt
1. Disaggregation der Segmente
a) Region (Sitz des Konzernunternehmens)
Europa/Afrika 1.750.513 1.517.067 3.267.581 83.836 10.577 94.413
Nordamerika 404.775 1.064.502 1.469.277 (1.201) 9.449 8.247
Südamerika 25.899 76.776 102.675 161 1.708 1.869
Asia-Pacific 1.280.668 501.767 1.782.435 1.727 1.545 3.272
3.461.855 3.160.113 6.621.968 84.523 23.279 107.801
b) Art der zeitlichen Erfassung
Erfassung über einen Zeitraum 1.348.413 -  1.348.413 (1.348.413) -  (1.348.413)
Erfassung zu einem Zeitpunkt 2.113.442 3.160.113 5.273.555 1.432.936 23.279 1.456.214
3.461.855 3.160.113 6.621.968 84.523 23.279 107.801
2. Übrige Segmente und Konsolidierung (6.168) 6.168
3. Gesamt 3.461.855 3.160.113 6.615.800 84.523 23.279 113.970
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Umsatz nach Segmentberichterstattung
in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Gesamt
1. Disaggregation der Segmente
a) Region (Sitz des Konzernunternehmens)
Europa/Afrika 1.834.349 1.527.644 3.361.994
Nordamerika 403.573 1.073.951 1.477.524
Südamerika 26.060 78.484 104.544
Asia-Pacific 1.282.396 503.312 1.785.708
3.546.378 3.183.392 6.729.770
b) Art der zeitlichen Erfassung
Erfassung über einen Zeitraum -  -  - 
Erfassung zu einem Zeitpunkt 3.546.378 3.183.392 6.729.770
3.546.378 3.183.392 6.729.770
2. Übrige Segmente und Konsolidierung - 
3. Gesamt 3.546.378 3.183.392 6.729.770

3.20 Überleitungseffekt von IFRS auf die Umsatzerlöse nach der Segmentberichterstattung

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in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Übrige Segmente und Konsolidierung Gesamt
Eliminierung der Effekte der Over-Time-Erfassung von Umsatzerlösen 63.101 -  5.000 68.101
Ausweis von Vermietungserlösen und anderen Erlösen auf Grund der Anwendung von BilRuG für die Bemessung der Umsatzerlöse der Segmente 26.233 55.346 78.891 160.470
Ausweis der Zuführung und Auflösung von transaktionspreisbezogenen Rückstellungen (1.402) (12.223) -  (13.625)
Ausweis von Prototypenerträgen (2.291) (8.189) - (10.480)
Umsatzerlöse der anderen Segmente und sonstige Effekte (1.118) (11.655) (77.723) (90.496)
Summe 84.523 23.279 6.168 113.970

Umsatz der Berichtsperiode aus in Vorperioden erfüllten Leistungsverpflichtungen

Im Umsatz der Periode 2018 sind TEUR 14.156 enthalten, die auf Leistungsverpflichtungen entfallen, die in der Vergangenheit erfüllt wurden.

Transaktionspreis, der auf noch zu erfüllende Leistungsverpflichtungen entfällt

Der Transaktionspreis, der auf noch zu erfüllende Leistungsverpflichtungen entfällt, beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 2.553.373. Er betrifft das Projektgeschäft des Segments Systeme für Schienenfahrzeuge und berücksichtigt nur Kundenverträge mit einer ursprünglichen Vertragslaufzeit von größer einem Jahr. Das Projektgeschäft hat eine durchschnittliche Laufzeit von 4 Jahren. Zum 31. Dezember 2018 reichen Verträge aus dem Projektgeschäft bis in das Jahr 2030.

Im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge bestehen keine Kundenverträge, die eine ursprüngliche Vertragslaufzeit von größer einem Jahr haben.

Angaben zu Bilanzwerten im Zusammenhang mit IFRS 15

a) Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die Vertraglichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 in den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen repräsentiert. Die Postenbezeichnung hat sich durch die Erstanwendung von IFRS 15 geändert.

Die Vertraglichen Vermögenswerte und Vertraglichen Verbindlichkeiten beruhen im Wesentlichen auf der Abbildung des Projektgeschäfts im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge nach der Methode der Umsatzerfassung über einen Zeitraum.

Vertragliche Vermögenswerte entstehen danach durch erbrachte Leistungen, soweit sie noch nicht durch Fakturen abgerechnet sind. Gegenläufig wirken Anzahlungen der Kunden. Je nach Verhältnis von Fortschrittsgrad im jeweiligen Projekt, Fakturen und Anzahlungen können daher Vertragliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bestehen. Die Wertminderung nach IFRS 9 auf Vertragliche Vermögenswerte beträgt per 31. Dezember 2018 TEUR 304.

Für Verträge, deren Umsatz nicht über einen Zeitraum erfasst wird, werden Anzahlungen ebenfalls als Vertragliche Verbindlichkeiten erfasst, wenn die entsprechenden Leistungsverpflichtungen noch nicht erfüllt sind. Zudem werden Kompensationszahlungen für Entwicklungskosten vor Serienproduktion als Vertragliche Verbindlichkeiten erfasst. Letzteres betrifft per 31. Dezember 2018 ausschließlich das Segment Systeme für Nutzfahrzeuge.

Die Tab. 3.21 zeigt die Effekte in der Überleitung vom Endbestand der Vertraglichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 auf den 31. Dezember 2018.

3.21 Überleitung vom Endbestand der Vertraglichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31.12.2017 auf den 31.12.2018

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in Tsd. € Vertragliche Vermögenswerte Vertragliche Verbindlichkeiten
Stand zum 31.12.2017 116.171 230.750
Erstanwendung IFRS 15 8.828 (8.056)
Stand zum 1.1.2018 124.999 222.694
Anstieg der Vertraglichen Verbindlichkeiten durch Fakturen sowie Veränderung der Anzahlungen 1.292.845
Übertragung vom Anfangsbestand der Vertraglichen Vermögenswerte in die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Fakturen (117.229)
Veränderung durch Umsatzerfassung 89.950 (1.202.717)
Sonstige 1.564 2.299
Endbestand zum 31.12.2018 99.284 315.122

Der Bestand sowie die Überleitungseffekte der Vertraglichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten betreffen überwiegend die Abbildung von Projektgeschäft im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge.

Die Effekte werden in Tab. 3.22 dargestellt.

3.22 Effekte der Erstanwendung auf die Vertraglichen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus IFRS 15

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in Tsd. € Vertragliche Vermögenswerte Vertragliche Verbindlichkeiten Gegenposten am 01.01.2018 Betrag im Gegenposten
Ausweis von drohenden Verlusten 8.828 (10.582) Sonstige Rückstellungen 19.410
Erfassung einer wesentlichen Finanzierungskomponente - 230 Gewinnrücklagen 230
Abgrenzung von Kompensationszahlungen für Vertragserfüllungskosten - 2.296 Gewinnrücklagen 2.296
Gesamt 8.828 (8.056)

Der Umsatz der Berichtsperiode, der im Anfangsbestand der Vertraglichen Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2018 enthalten war, beträgt TEUR 178.056.

b) Sonstige Vermögenswerte

In den Sonstigen Vermögenswerten sind in Höhe von TEUR 15.200 (Langfristig: TEUR 15.147, kurzfristig: TEUR 53) sogenannte Nominierungskosten aus dem Segment Systeme für Nutzfahrzeuge erfasst. Die aktivierten Beträge werden mit Beginn der entsprechenden Serienproduktion über deren Laufzeit gegen Umsatzerlöse abgeschrieben. Im Jahr 2018 erfolgte noch keine Abschreibung.

In den sonstigen langfristigen Vermögenswerten sind Vertragserfüllungskosten in Höhe von TEUR 12.365 erfasst. Sie betreffen Engineering-Kosten im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge im Vorfeld der Serienproduktion. Sie werden mit Beginn der Serienproduktion über deren Laufzeit gegen Bestandsveränderung abgeschrieben. Im Jahr 2018 erfolgte noch keine Abschreibung.

E.2. Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen

Die Bestandsveränderung gibt die Veränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wieder Tab. 3.23. Die Entwicklung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wird im Kapital F.6. Vorräte behandelt.

3.23 Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen

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in Tsd. € 2018 2017
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 34.424 38.754
Andere aktivierte Eigenleistungen 48.047 31.768

Die anderen aktivierten Eigenleistungen resultieren aus der Aktivierung von Entwicklungsprojekten.

E.3. Sonstige betriebliche Erträge Tab. 3.24

3.24 Sonstige betriebliche Erträge

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in Tsd. € 2018 2017
Erträge aus anderen Leistungen 13.890 13.534
Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzzahlungen 9.232 2.073
Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 6.507 4.434
Mieteinnahmen 6.250 5.140
Erträge aus dem Abgang von Grundstücken und Gebäuden 3.228 7.737
Erträge aus Abgang von (Prototypen und) Schrottverkäufen 2.468 14.535
Erträge aus dem Abgang von immateriellen und sonstigen materiellen Vermögenswerten 1.613 1.016
Erträge aus der Erstattung von Beratungsleistungen - 3.347
Übrige Erträge 23.045 29.354
66.233 81.171

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen hauptsächlich aus Erträgen aus anderen Leistungen, Erträgen aus Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzzahlungen sowie Erträgen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand. Andere Leistungen betreffen im Wesentlichen Entwicklungs- und Test-Dienstleistungen an Dritte.

Im Zuge der Analyse nach IFRS 15 werden im Geschäftsjahr 2018 die Erträge aus Abgang von Prototypenverkäufen erstmalig unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

E.4. Materialaufwand Tab. 3.25

3.25 Materialaufwand

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in Tsd. € 2018 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (3.073.037) (2.779.759)
Aufwendungen für bezogene Leistungen (245.190) (229.836)
(3.318.227) (3.009.595)

Der Materialaufwand setzt sich aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren sowie bezogene Leistungen zusammen. Der Materialaufwand stieg mit 10,3 % im Vergleich zu dem Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 7,5 % moderat stärker an bedingt durch höhere Materialkosten, Mehraufwand für Engpässe in der Lieferkette und ein stärkeres relatives Umsatzwachstum im Segment Systeme für Nutzfahrzeuge.

Somit erhöht sich die Materialaufwandsquote in Prozent zu den Umsatzerlösen auf 50,2 % im Jahr 2018 im Vergleich zu 48,9 % im Jahr 2017.

In der Berichtsperiode wurden Vorräte in Höhe von TEUR 3.073.037 (2017: TEUR 2.779.759) als Aufwand erfasst.

Für die Änderungen des Vorratsvermögens wird auf Kapitel F.6 verwiesen.

E.5. Personalaufwand Tab. 3.26

3.26 Personalaufwand

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in Tsd. € 2018 2017
Löhne und Gehälter (1.154.969) (1.084.128)
Sozialversicherungsbeiträge (219.789) (212.101)
Aufwendungen für Personalleasing (108.101) (116.260)
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (4.163) (16.051)
Aufwendungen im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen (9.958) (10.331)
(1.496.981) (1.438.871)

Die Personalaufwendungen enthalten im Wesentlichen Löhne und Gehälter sowie Sozialversicherungsbeiträge.

Der Anstieg der Löhne und Gehälter um etwa +6,5 % in 2018 (2017: +12,0 %) basiert auf der Erhöhung der durchschnittlichen Zahl der Mitarbeiter um 7,7 % von 26.910 (2017) auf 28.983 (2018). Die Erhöhung resultiert insbesondere aus dem Aufbau neuer Mitarbeiter im Bereich des personalintensiveren Service-Geschäfts, aber auch im Bereich Forschung und Entwicklung.

Personalanpassungsmaßnahmen aufgrund von Abfindungszahlungen, die nicht restrukturierungsbedingt entstanden sind, belasten den Personalaufwand im Geschäftsjahr 2018 mit TEUR 4.163 im Vergleich zu TEUR 16.051 in 2017.

E.6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Tab. 3.27

3.27 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tsd. € 2018 2017
Auftragsbezogene Aufwendungen (152.135) (110.652)
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (113.128) (92.374)
Personalbezogene Aufwendungen (110.345) (99.139)
Sonstige Dienstleistungen (98.691) (70.143)
Instandhaltungsaufwendungen (98.842) (104.745)
Mieten und Leasing (53.869) (85.090)
Externe Forschungs- und Entwicklungskosten (40.644) (38.229)
Sonstige Steuern (23.921) (19.712)
Verwaltungskosten (25.593) (30.225)
Verluste aus dem Abgang von Grundstücken und Gebäuden (8.254) (4.783)
Spenden (3.010) (3.976)
Übrige Aufwendungen (42.823) (82.192)
(771.254) (741.261)

Die auftragsbezogenen Aufwendungen beruhen hauptsächlich aus gestiegenen Gewährleistungsaufwendungen, Frachtkosten und Provisionen.

Der Anstieg der Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten ist insbesondere durch die Vorbereitung auf den Börsengang sowie die Veräußerung von Unternehmen in 2018 bedingt.

Die sonstigen Dienstleistungen umfassen Dienstleistungen wie Logistik, Sicherheits- und Gebäudedienste und Reinigung. Die übrigen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Kommunikations- und Verwaltungskosten zusammen. Darüber hinaus sind Beiträge für Vereine, Verbände und Kammern, Versicherungskosten sowie Kosten für Marketing in den übrigen Aufwendungen enthalten.

Der Rückgang der Aufwendungen für Mieten und Leasing beruht auf der Auflösung einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung für drohende Verluste aus Mietverhältnissen.

E.7. Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie in Tab. 3.28 aufgeführt zusammen.

3.28 Abschreibungen

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in Tsd. € 2018 2017
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (40.866) (43.353)
davon planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (40.866) (43.353)
Abschreibungen auf Sachanlagen (145.564) (142.758)
davon planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (145.564) (142.758)
Wertminderungen auf Veräußerungsgruppen (19.140) (25.368)
(205.570) (211.479)

Die Abschreibungen des Konzerns reduzierten sich in 2018 um - 2,8 % bzw. um TEUR 5.909 von TEUR 211.479 auf TEUR 205.570.

Wertminderungen auf Goodwill bzw. außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte waren in den Berichtsjahren nicht erforderlich.

Die Wertminderungen auf Veräußerungsgruppen im Jahr 2018 in Höhe von TEUR 19.140 (2017: TEUR 25.368) betreffen die Unternehmensabgänge Blueprint und Sydac (siehe Kapitel C.3.2).

E.8. Finanzergebnis Tab. 3.29

3.29 Finanzergebnis

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in Tsd. € 2018 2017
Zinserträge durch Finanzinstrumente, davon 3.048 6.605
a) Finanzinstrumente (AC) 2.391 5.333
b) Finanzinstrumente (FVTPL) 657 1.272
Zinserträge aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 6.228 5.965
Sonstiges 10.851 11.466
Zinserträge 20.128 24.036
Zinsaufwendungen durch Finanzinvestitionen, davon (11.815) (16.264)
a) Finanzinstrumente (AC) (11.815) (16.264)
Zinsaufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (11.451) (11.222)
Aufzinsung von Rückstellungen (6.712) (4.922)
Sonstiges (24.401) (6.393)
Zinsaufwendungen (54.379) (38.801)
Währungsumrechnungsdifferenzen, davon 43.977 67.348
a) Finanzinstrumente (FVOCI) -  680
b) Finanzinstrumente (FVTPL) 43.977 66.667
Erträge aus Abgängen von Finanzinstrumenten -  1.400
Sonstiges 1.266 374
Sonstige finanzielle Erträge 45.243 69.122
Währungsumrechnungsdifferenzen, davon (102.865) (89.997)
a) Finanzinstrumente (AC) (23.713) (26.904)
b) Finanzinstrumente (FVOCI) (60) (540)
c) Finanzinstrumente (FVTPL) (79.092) (62.552)
Verluste aus Abgängen von Finanzinstrumenten (235) (1.930)
Aufwendungen aus der Neubewertung von Finanzinstrumenten (FVTPL) (1.266) (567)
Gewinn- und Verlustanteil an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern (3.591) (953)
Aufwendungen aus Optionen auf Minderheitenanteile -  (12.472)
Sonstiges -  - 
Sonstige finanzielle Aufwendungen (107.957) (105.919)
Sonstiges Finanzergebnis aus sonstigen finanziellen Erträgen und sonstigen finanziellen Aufwendungen (62.715) (36.797)
Finanzergebnis (96.966) (51.562)

Die Währungsergebnisse aus zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanzierten Finanzinstrumenten resultieren im Wesentlichen aus der Währungsumrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zum Stichtagskurs. Diese Währungsergebnisse werden saldiert dargestellt. Die Währungsergebnisse aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bilanzierten Finanzinstrumenten resultieren aus den realisierten Ergebnissen aus Währungsderivaten sowie den Bewertungseffekten aus bestehenden Währungsderivaten. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem Verlust aus der Bewertung der Währungsderivate zum 31. Dezember 2018 in Höhe von TEUR 30.317.

Der Gewinn- und Verlustanteil aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, entsteht in 2018 im Wesentlichen aus dem Anteil am Ergebnis der Alltrucks Gruppe und der Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking System (Shivan) Co., Ltd. (siehe Kapitel H.13).

Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten (FVTPL) sind auf die Fair Value Bewertung der Zinsswaps zurückzuführen. Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten (AC) stellen den nach der Effektivzinsmethode ermittelten Gesamtzinsaufwand und -ertrag dieser Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar.

Bezüglich weiterführender Informationen zu den Zinserträgen und Zinsaufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen verweisen wir auf die Ausführungen unter Kapitel F.10. Leistungen an Arbeitnehmer.

Die Entwicklung der Rückstellungen wird im Kapitel F.11. Sonstige Rückstellungen behandelt.

E.9. Steuern von Einkommen und Ertrag

E.9.1. Im Gewinn und Verlust erfasste Steuern Tab. 3.30

3.30 Im Gewinn oder Verlust erfasste Steuern

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in Tsd. € 2018 2017
Aktuelles Jahr (231.754) (251.322)
Vorherige Jahre (15.725) (365)
Tatsächlicher Steueraufwand (247.480) (251.687)
Entstehen/Auflösen temporärer Differenzen im aktuellen Jahr 939 (18.836)
Temporäre Differenzen aus Vorjahren -  4.208
steuerliche Verluste/Gutschriften 471 1.067
Latenter Steuerertrag (Vorjahr: Latenter Steueraufwand) 1.410 (13.561)
Steueraufwand (246.070) (265.248)

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Der tatsächliche Steueraufwand aus Vorjahren betrifft im Wesentlichen Zuführungen zu Ertragsteuerverbindlichkeiten für die durch Betriebsprüfung noch nicht abgeschlossenen Jahre.

E.9.2. Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern

Die Aufgliederung im sonstigen Ergebnis erfassten Steuern wird in Tab. 3.31 dargestellt.

3.31 Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern

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in Tsd. € Vor Steuern Latente Steueransprüche (-) / -schulden (+) Nach Steuern 31.12. 2018
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 117.609 (21.414) 96.195
Neubewertung der Nettoschuld aus dem Planvermögen (47.947) (93) (48.040)
Währungsumrechnungsdifferenzen 89.198 - 89.198
Neubewertung von Eigenkapitalinstrumenten 23.672 - 23.672
Summe 182.532 (21.507) 161.024
31.12. 2017
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 125.354 (21.859) 103.496
Neubewertung der Nettoschuld aus dem Planvermögen (51.139) 2.111 (49.028)
Währungsumrechnungsdifferenzen 97.865 -  97.865
Neubewertung von Eigenkapitalinstrumenten 14.075 -  14.075
Summe 186.155 (19.748) 166.407

E.9.3. Direkt im Eigenkapital erfasste Steuern

Die in 2018 direkt im Eigenkapital erfassten Steuern werden in Tab. 3.32 dargestellt.

3.32 Direkt im Eigenkapital erfasste Steuern

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in Tsd. € Vor Steuern Steuerertrag (+)/ Steueraufwand (-) Nach Steuern 2018
Erstattungsleistungen des Hauptanteilseigners in die Kapitalrücklage 14.850 (4.803) 10.047
Summe 14.850 (4.803) 10.047

E.9.4. Überleitung des effektiven Steuersatzes

Die Abweichung des effektiven von dem erwarteten Steueraufwand resultiert in beiden Geschäftsjahren überwiegend aus niedrigeren lokalen Steuersätzen im Vergleich zum hypothetischen Steuersatz auf Konzernebene. Hierbei wirkt sich insbesondere die Absenkung des Steuersatzes in den USA von 35 % auf 21 % mit Wirkung ab 1. Januar 2018 positiv aus. Weitere wesentliche Effekte sind die Abweichungen aufgrund permanenter Effekte aus steuerlichen Korrekturen (nicht abziehbare Betriebsausgaben im Zusammenhang mit Beteiligungen), der Nichtansatz von Verlusten des laufenden Jahres, die als nicht werthaltig eingestuft werden sowie die Zuführungen zu Ertragsteuerverbindlichkeiten für die durch Betriebsprüfung noch nicht abgeschlossenen Jahre. Tab. 3.33

3.33 Überleitung des effektiven Steuersatzes

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31.12.2018 31.12.2017
% Tsd. € % Tsd. €
Gewinn vor Steuern 875.506 852.469
Erwartete Steuern 32,3 282.788 32,8 279.610
Abweichungen zwischen lokalem und hypothetischen Steuersatz auf Top Level-Ebene (10,7) (93.928) (7,3) (62.572)
Steuersatzänderungen (0,2) (1.546) 0,5 4.640
Effekt aus at-equity Beteiligungen 0,0 (168) 0,0 (77)
Effekte aus permanenten Differenzen aufgrund unterschiedlicher Bilanzierung nach IFRS und Steuerabschluss (0,3) (2.763) (0,3) (2.166)
Steuermehrungen aufgrund nicht abzugsfähiger Betriebsausgaben 4,7 41.271 3,7 31.419
Steuerfreie Erträge (0,9) (7.487) (2,7) (23.354)
Nichtansatz von Verlusten des laufenden Jahres 1,9 16.716 6,6 56.336
Verbrauch von Verlustvorträgen, auf die keine latenten Steuern angesetzt wurden (0,8) (7.414) (0,9) (7.393)
Erstmaliger Ansatz/Wertberichtigung von latenten Steuern auf temporäre Differenzen 0,0 (68) (0,2) (1.428)
Vorjahressteuern 1,8 15.725 (0,5) (3.843)
Sonstiges 0,3 2.945 (0,7) (5.925)
Effektive Steuern 28,1 246.070 31,1 265.248

E.9.5. Veränderung der latenten Steuern

Die Zuordnung und Entwicklung der latenten Steuerpositionen zeigt einen stetig abnehmenden Aktivüberhang. Die Veränderungen im sonstigen Ergebnis betreffen die Pensionsverpflichtungen. Steuersatzänderungen sowie Vorjahreseffekte sind unter "Sonstiges" ausgewiesen. Tab. 3.34

3.34 Veränderung der latenten Steuern in der Bilanz während des Jahres

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Stand zum 31.12. Geschäftsjahr 2018
in Tsd. € Netto zum 01.01. Im Gewinn/ Verlust Im sonstigen Ergebnis Sonstiges
Immaterielle Vermögenswerte (28.566) (23.185) -  (1.558)
Sachanlagen (45.200) 4.667 -  (6.963)
Finanzanlagen (2.217) 2.261 -  (8.942)
Vorräte 22.879 (4.080) -  4.929
Sonstige Aktiva (58.965) 22.553 -  7.374
Steuerliche Verlustvorträge 14.816 471 -  (4.362)
Pensionsverpflichtungen 44.000 (11.355) 1.760 3.323
Sonstige Rückstellungen 59.539 8.276 -  (4.940)
Verbindlichkeiten 51.459 1.803 -  3.643
Steueransprüche(-schulden) vor Verrechnung 57.746 1.410 1.760 (7.495)
Verrechnung der Steuern
Steueransprüche(-schulden) netto 57.746 1.410 1.760 (7.495)
Geschäftsjahr 2017
Immaterielle Vermögenswerte (13.326) (8.116) -  (5.572)
Sachanlagen (40.241) (7.448) -  2.782
Finanzanlagen (29.548) 14.318 -  10.217
Vorräte 16.720 2.877 -  223
Sonstige Aktiva (48.538) (1.859) -  (1.899)
Steuerliche Verlustvorträge 13.599 1.067 -  - 
Pensionsverpflichtungen 64.622 (9.157) (1.188) (3.305)
Sonstige Rückstellungen 66.067 1.283 -  (4.957)
Verbindlichkeiten 60.307 (2.135) -  (1.880)
Steueransprüche(-schulden) vor Verrechnung 89.662 (9.170) (1.188) (4.391)
Verrechnung der Steuern
Steueransprüche(-schulden) netto 89.662 (9.170) (1.188) (4.391)
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Stand zum 31.12. Geschäftsjahr 2018
in Tsd. € Netto Währungsumrechnungsdifferenzen Netto Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden
Immaterielle Vermögenswerte (907) (54.215) 5.526 (59.741)
Sachanlagen (355) (47.851) 1.049 (48.900)
Finanzanlagen (1.070) (9.967) 3.161 (13.128)
Vorräte 236 23.964 51.996 (28.032)
Sonstige Aktiva 357 (28.681) 15.572 (44.253)
Steuerliche Verlustvorträge (379) 10.546 10.546 - 
Pensionsverpflichtungen 10 37.739 46.702 (8.963)
Sonstige Rückstellungen (119) 62.756 62.756 -
Verbindlichkeiten 4.304 61.208 70.695 (9.487)
Steueransprüche(-schulden) vor Verrechnung 2.077 55.500 268.002 (212.504)
Verrechnung der Steuern (129.901) 129.901
Steueransprüche(-schulden) netto 2.077 55.500 138.101 (82.604)
Geschäftsjahr 2017
Immaterielle Vermögenswerte (1.551) (28.566) 25.224 (53.789)
Sachanlagen (293) (45.200) 2.338 (47.538)
Finanzanlagen 2.796 (2.217) 2.323 (4.539)
Vorräte 3.058 22.878 35.359 (12.481)
Sonstige Aktiva (6.670) (58.965) 1.216 (60.181)
Steuerliche Verlustvorträge 150 14.816 14.816 -
Pensionsverpflichtungen (6.972) 44.000 49.558 (5.558)
Sonstige Rückstellungen (2.854) 59.539 59.539 -
Verbindlichkeiten (4.832) 51.459 76.830 (25.371)
Steueransprüche(-schulden) vor Verrechnung (17.166) 57.746 267.204 (209.458)
Verrechnung der Steuern (182.195) 182.195
Steueransprüche(-schulden) netto (17.166) 57.746 85.009 (27.262)

E.9.6. Nicht erfasste latente Steueransprüche

Latente Steueransprüche wurden im Hinblick auf die untenstehenden Posten nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steueransprüche verrechnen kann. Tab. 3.35

3.35 Nichterfasste latente Steueransprüche

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31.12.2018 31.12.2017
in Tsd. € Brutto Steuereffekt Brutto Steuereffekt
aus abzugsfähigen temporäre Differenzen 9.866 3.187 10.335 3.390
aus steuerlichen Verlusten 95.269 30.772 107.762 35.346
105.135 33.959 118.097 38.736

Die Verfallbarkeit der nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge wird in Tab. 3.36 aufgezeigt.

3.36 Nicht aktivierte steuerliche Verlustvorträge

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31.12.2018 31.12.2017
in Tsd. € Verfallsdatum Verfallsdatum
Verfallbar 15.041 1- 10 Jahre 14.109 1- 10 Jahre
Unverfallbar 80.228 -  93.653 - 
95.269 107.762

E.9.7. Weitere Angaben

Die Konzernobergesellschaft hat zum 31. Dezember 2018 latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.061 (2017: TEUR 8.251) für temporäre Differenzen aus zukünftigen Dividendenausschüttungen gebucht (Outside Basis Differences). Darüber hinaus wurden zum Stichtag keine latenten Steuerverbindlichkeiten für temporäre Differenzen (Outside Basis Differences) in Höhe von TEUR 98.557 (2017: TEUR 12.619) im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen sowie Beteiligungen an gemeinschaftlich geführten Unternehmen ausgewiesen.

Der Konzern ist der Auffassung, dass die gebildeten Ertragsteuerverbindlichkeiten für die durch Betriebsprüfung noch nicht abgeschlossenen Jahre unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen, einschließlich der Interpretationen des Steuerrechts und den Erfahrungen, angemessen sind.

E.10. Ergebnis je Aktie

Das EBITDA des Konzerns stieg in 2018 um 5,6 % bzw. um TEUR 62.532 von TEUR 1.115.510 auf TEUR 1.178.042.

Aufgrund rückläufiger Abschreibungen erhöhte sich das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns in 2018 etwas stärker um 7,6 % bzw. um TEUR 68.441 von TEUR 904.031 auf TEUR 972.472.

Auch der Jahresüberschuss des Konzerns folgte diesem Trend und wuchs in 2018 um 7,2 % bzw. TEUR 42.215 von TEUR 587.220 auf TEUR 629.435.

Das unverwässerte xs je Aktie wird gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Tab. 3.37

3.37 Ergebnis je Aktie

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in Tsd. € 2018 2017
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten (auf die Aktionäre der Knorr-Bremse entfallend) (in Tsd. €) 592.792 535.504
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Tsd. Stück) 161.200 161.200
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) 3,68 3,32
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) 3,68 3,32

Die Anzahl der Aktien betrug Ende 2017 2.600.000 Stück. In Folge eines Aktiensplits sowie einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln änderte sich der Aktienbestand im Jahr 2018. Das Ergebnis je Aktie wird auf Basis einer rückwirkenden Anpassung der Aktienanzahl berechnet. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien beträgt damit 161.200.000 Stück und entspricht auch dem gewichteten Durchschnitt. Tab. 3.38

3.38 Änderung des Aktienbestands

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in Tsd. Stk Nennbetrag
in €
Gezeichnetes Kapital
in Tsd. €
Aktienbestand zum 1.1.2018 2.600 26,00 67.600
Aktiensplit (Reduzierung Nennbetrag auf EUR 1) 21.6.2018 67.600 1,00 67.600
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, 21.6.2018 93.600 1,00 93.600
Aktienbestand zum 31.12.2018 161.200 1,00 161.200

Das verwässerte Ergebnis entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Für weitergehende Informationen zum Aktiensplit und Kapitalerhöhung vgl. unter F.9.1. Gezeichnetes Kapital.

F. Erläuterungen zur Konzernbilanz

F.1. Immaterielle Vermögenswerte Tab. 3.39

3.39 Immaterielle Vermögenswerte

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in Tsd. € Geschäfts- oder Firmenwert Lizenzen und erworbene Rechte Marken und Kundenbeziehungen Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte
Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.2017 286.053 336.109 59.836 90.485
Währungsumrechnungsdifferenzen (16.890) (20.446) (6.189) (2.721)
Zugänge -  9.591 -  30.788
Abgänge -  (7.418) -  (630)
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 30.575 2.656 44.413 - 
Umbuchungen -  (1.445) -  - 
Stand zum 31.12.2017 299.737 319.047 98.060 117.921
Stand zum 01.01.2018 299.737 319.047 98.060 117.921
Währungsumrechnungsdifferenzen 4.702 8.223 541 1.371
Zugänge -  13.362 -  43.075
Abgänge -  (4.602) -  -
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 1.454 -  -  - 
Umbuchungen -  802 -  - 
Stand zum 31.12.2018 305.892 336.833 98.601 162.366
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 01.01.2017 - (275.635) (16.606) (16.335)
Währungsumrechnungsdifferenzen -  17.725 1.167 619
Zugänge -  (15.148) (13.645) (10.369)
Abgänge -  7.559 -  128
Umbuchungen -  1.289 -  - 
Stand zum 31.12.2017 -  (264.211) (29.084) (25.957)
Stand zum 01.01.2018 -  (264.211) (29.084) (25.957)
Währungsumrechnungsdifferenzen -  (5.740) (639) (527)
Zugänge -  (17.245) (11.864) (7.459)
Abgänge -  2.657 -  - 
Stand zum 31.12.2018 -  (284.539) (41.586) (33.942)
Buchwert zum 31.12.2017 299.737 54.836 68.976 91.965
Buchwert zum 31.12.2018 305.892 52.294 57.015 128.424
in Tsd. € Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte und Anlagen im Bau Sonstige Vermögenswerte Summe
Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.2017 2.850 22.725 798.057
Währungsumrechnungsdifferenzen 58 (1.364) (47.551)
Zugänge 4.821 -  45.200
Abgänge (173) (7.890) (16.111)
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse -  7.162 84.805
Umbuchungen (2.420) -  (3.865)
Stand zum 31.12.2017 5.136 20.633 860.535
Stand zum 01.01.2018 5.136 20.633 860.535
Währungsumrechnungsdifferenzen 24 344 15.204
Zugänge 79.633 - 136.070
Abgänge - (339) (4.941)
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse -  -  1.454
Umbuchungen (692) -  110
Stand zum 31.12.2018 84.101 20.638 1.008.431
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 01.01.2017 63 (5.071) (313.584)
Währungsumrechnungsdifferenzen -  426 19.937
Zugänge -  (4.191) (43.353)
Abgänge -  7.985 15.672
Umbuchungen -  -  1.289
Stand zum 31.12.2017 63 (850) (320.039)
Stand zum 01.01.2018 63 (850) (320.039)
Währungsumrechnungsdifferenzen -  (117) (7.023)
Zugänge -  (4.298) (40.866)
Abgänge -  -  2.657
Stand zum 31.12.2018 63 (5.266) (365.271)
Buchwert zum 31.12.2017 5.198 19.783 540.495
Buchwert zum 31.12.2018 84.163 15.372 643.159

Die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts in diesem Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus positiven Währungseffekten.

Der Zugang zu den immateriellen Vermögenswerten erhöhte sich in 2018 um +200,8 % bzw. um TEUR 90.870 von TEUR 45.200 auf TEUR 136.070.

Der Posten selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte betrifft die fertigen und unfertigen aktivierten Kosten der Entwicklungsaktivitäten des Konzerns. Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach IAS 38 werden Entwicklungskosten aktiviert. Diese werden linear über die entsprechende Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Zugang im Geschäftsjahr beträgt TEUR 43.075. Davon entfallen TEUR 26.761 auf den Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge und TEUR 16.314 auf den Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge.

Im Zuge des Erwerbs von Rail Friction Know-How von Federal Mogul im August 2018 wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 63.000 erworben, davon im Wesentlichen Technologie und Know-How in Höhe von TEUR 57.178. Das Know-How fließt dabei in die Entwicklung eines im Bau befindlichen immateriellen Vermögenswertes ein.

Der Kaufpreis wurde anhand der beizulegenden Zeitwerte der identifizierten immateriellen Vermögenswerte allokiert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte hinsichtlich der Lizenzen anhand des Lizenzpreisanalogieverfahrens sowie hinsichtlich des Know-Hows anhand eines Ertragswertverfahrens unter Berücksichtigung der wesentlichen Parameter zukünftiger Umsatz, WACC, Lizenzgebühr, Nutzungsdauer und der relevanten Steuerrate der aufkaufenden Gesellschaft.

Der Kaufpreis ist in vier Tranchen zu begleichen. Im Geschäftsjahr wurden die erste Tranche in Höhe von TEUR 25.000 bezahlt. Die verbleibenden TEUR 38.000 sind in den Finanzverbindlichkeiten enthalten. (siehe Kapitel F.13 Finanzverbindlichkeiten)

Solange das Know-How noch nicht fertiggestellt ist erfolgt zum 31.12. des jeweiligen Geschäftsjahres ein Werthaltigkeitstest.

Der Konzern wendet bei der Ermittlung des Periodenergebnisses das Gesamtkostenverfahren an. Somit können die der Funktion Forschung und Entwicklung zuzuordnenden Ausgaben, die als Aufwand erfasst wurden, nicht unmittelbar ermittelt werden. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten werden vereinfacht retrograd ermittelt. Tab. 3.40

3.40 Im Aufwand erfasste Forschungs- und Entwicklungskosten

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in Tsd. € 2018 2017
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung nach HGB (363.637) (358.827)
Andere aktivierte Eigenleistungen 48.047 31.768
Umsatzbezogene Ausgaben für Forschung und Entwicklung 260.043 291.751
(55.547) (35.308)

F.2. Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert hat gem. IFRS grundsätzlich eine unbegrenzte Nutzungsdauer. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten (ZGE) des Konzerns aufgeteilt und jährlich auf Werthaltigkeit geprüft.

Als Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten werden die Segmente Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge definiert.

Zum Zweck der Überprüfung der Wertminderung sind den Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet. Tab. 3.41

3.41 Geschäfts- oder Firmenwert

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Systeme für Schienenfahrzeuge 184.538 181.521
Systeme für Nutzfahrzeuge 121.354 118.216
305.892 299.737

Die Ermittlung des erzielbaren Betrags für die jeweilige Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basiert jeweils auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Kosten der Veräußerung, welcher durch diskontierte künftige Cash Flows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten geschätzt wurde. Die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert wurden, basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik, als beizulegende Zeitwerte der Stufe 3 eingeordnet.

Die Berechnung basiert auf Cashflow-Prognosen, die auf Planungen für einen Zeitraum von fünf Jahren beruhen.

Knorr-Bremse verwendet einen Abzinsungssatz nach Steuern.

Die Cashflow-Prognosen enthielten für jede Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten spezifische Schätzungen für drei Jahre, einen daran anschließenden Grobplanungszeitraum von zwei Jahren sowie eine nachhaltige Wachstumsrate für den Zeitraum danach.

Als Abzinsungssatz kam jeweils der auf der Basis einer Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) historisch ermittelte durchschnittliche gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) nach Unternehmenssteuern zur Anwendung.

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des jeweiligen erzielbaren Betrags verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt:

Die in der Detailplanungsphase prognostizierten Umsatzwachstumsraten beruhen auf einer Konsolidierung von detaillierten Bottom-Up-Planungen der in zahlungsmittelgenerierenden Einheiten einbezogenen wesentlichen rechtlichen Einheiten und berücksichtigen Auftragsdaten aus der Vergangenheit sowie branchenspezifische Marktinformationen aus externen Quellen. Im Grobplanungszeitraum werden die Umsatzwachstumsraten mit Blick auf die aus externen Quellen gewonnenen längerfristigen Wachstumsraten festgelegt.

Die in der Detailplanungsphase prognostizierten EBITDA-Margen berücksichtigen vergangene Erfahrungen und aktuelle Daten aus den jeweils vorliegenden Auftragsbeständen. Im Grobplanungszeitraum werden durchschnittliche aus der Vergangenheit extrapolierte EBITDA-Margen angesetzt.

Die Tab. 3.42 stellt die im Rahmen der Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verwendeten Abzinsungssätze und Wachstumsraten zur Extrapolation der Cash-Flow-Prognosen dar.

3.42 Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE Gruppe)

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in % 31.12.2018 31.12.2017
ZGE Gruppe Systeme für Schienenfahrzeuge
Abzinsungssatz (WACC) 8,2 8,2
Nachhaltige Wachstumsrate 1,0 1,0
ZGE Gruppe Systeme für Nutzfahrzeug
Abzinsungssatz (WACC) 8,6 8,4
Nachhaltige Wachstumsrate 1,0 1,0

Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Einschätzung der langfristigen Inflationserwartungen ermittelt und ist an den Annahmen, die ein Marktteilnehmer treffen würde, orientiert.

Knorr-Bremse überprüft die Werthaltigkeit des Buchwerts von Geschäfts- oder Firmenwerten am Ende jedes Geschäftsjahres.

Aufgrund der durchgeführten Wertminderungstests hat sich kein Abwertungsbedarf ergeben.

F.3. Sachanlagen Tab. 3.43

3.43 Sachanlagen

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in Tsd. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs - und Herstellungskosten
Stand zum 01.01.2017 603.626 809.167 697.779 129.531 2.240.102
Währungsumrechnungsdifferenzen (16.135) (31.276) (38.724) (7.451) (93.586)
Zugänge 29.531 49.701 43.029 67.755 190.017
Abgänge (17.194) (25.976) (50.597) (12.584) (106.350)
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 18.702 2.426 17.321 571 39.021
Umgliederung in als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (2.611) (3.661) (25.271) -  (31.543)
Umbuchungen 3.554 45.373 16.315 (61.376) 3.865
Stand zum 31.12.2017 619.473 845.754 659.852 116.446 2.241.526
Stand zum 01.01.2018 619.473 845.754 659.852 116.446 2.241.526
Währungsumrechnungsdifferenzen (2.308) (4.838) 3.712 405 (3.030)
Zugänge 20.459 44.219 52.508 118.178 235.364
Abgänge (31.677) (16.996) (32.553) (3.737) (84.963)
Umbuchungen 5.122 27.634 21.944 (54.810) (110)
Stand zum 31.12.2018 611.069 895.774 705.464 176.482 2.388.788
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen
Stand zum 01.01.2017 (173.883) (466.097) (494.259) (6.451) (1.140.690)
Währungsumrechnungsdifferenzen 4.276 17.500 28.356 176 50.308
Zugänge (17.944) (63.361) (61.274) (180) (142.758)
Abgänge 13.334 21.443 50.502 3.836 89.115
Umgliederung in als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 415 1.218 18.552 -  20.185
Umbuchungen 11 10.020 (11.320) -  (1.289)
Stand zum 31.12.2017 (173.791) (479.276) (469.443) (2.619) (1.125.128)
Stand zum 01.01.2018 (173.791) (479.276) (469.443) (2.619) (1.125.128)
Währungsumrechnungsdifferenzen (19) 2.767 (4.090) 87 (1.255)
Zugänge (17.939) (57.497) (69.873) (256) (145.564)
Abgänge 17.635 13.450 19.258 -  50.343
Stand zum 31.12.2018 (174.114) (520.555) (524.148) (2.787) (1.221.604)
Buchwert zum 31.12.2017 445.683 366.478 190.410 113.828 1.116.398
Buchwert zum 31.12.2018 436.955 375.219 181.316 173.694 1.167.184

Der Zugang zu den Sachanlagen erhöhte sich in 2018 um 23,9 % bzw. um TEUR 45.347 von TEUR 190.017 auf TEUR 235.364.

Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde Sachanlagevermögen mit einem Buchwert von insgesamt TEUR 11.358 in als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte umgegliedert, welche im Geschäftsjahr 2018 abgegangen sind (siehe Kapitel C.3.2.)

Darüber hinaus wurden in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge Investitionen in Kapazitätserweiterungen, Gebäude sowie Ersatzinvestitionen zur Steigerung der Produktivität getätigt. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge fielen neben Investitionen in Lieferantenwerkzeuge vor allem solche in neue Produktgenerationen sowie Ersatzinvestitionen an.

Weitere Veränderungen im Sachanlagevermögen resultieren aus Unternehmensveräußerungen. An dieser Stelle wird auf die Ausführung unter dem Kapitel C.3.2. verwiesen.

Das Sachanlagevermögen wird jährlich planmäßig abgeschrieben. Wie im Vorjahr ergaben sich keine Wertminderungen (siehe Kapitel E.7. Abschreibungen). Tab. 3.28

Zum 31. Dezember 2018, ebenso wie im Vorjahr, sind Grundstücke bei den Leasingobjektgesellschaften K&D Progetto, MORCAR und Sanctor, Grundstücke mit Grundschulden belastet. Die Grundschuld bei der K&D Progetto beträgt TEUR 13.450 (2017: TEUR 13.450), bei der MORCAR TEUR 55.000 (2017: TEUR 55.000) und bei der Sanctor TEUR 28.924 (2017: TEUR 28.924).

Die Buchwerte der Grundstücke und Gebäude sowie der Werte der Grundschulden entwickelten sich gemäß Tab. 3.44.

3.44 Buchwerte

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2018 2017
in Tsd. € Buchwert Valuta Grundschuld Buchwert Valuta Grundschuld
K&D Progetto 8.304 8.304 8.828 8.829
MORCAR 48.995 42.468 50.089 43.821
Sanctor 25.363 27.391 26.195 27.396
82.662 78.163 85.112 80.046

F.4. Sonstige finanzielle Vermögenswerte Tab. 3.45

3.45 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Derivate 8.102 17.401
Eigenkapitalinstrumente 39.814 56.467
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen 28.335 27.735
Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 22.998 4.017
99.250 105.620
Kurzfristig 24.260 12.518
Langfristig 74.990 93.102

Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenwerten des Geschäftsjahres enthalten im Wesentlichen Kautionen in Höhe von TEUR 10.833 sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 4.234.

F.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte Tab. 3.46, Tab. 3.47

3.46 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten und nahestehenden Unternehmen sowie nahestehenden Personen 35.677 54.531
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.201.704 1.093.348
Kurzfristig 1.237.381 1.147.879
Langfristig - - 

3.47 Sonstige kurzfristige und langfristige Vermögenswerte

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Langfristig
Nominierungskosten 15.147 -
Vertragserfüllungskosten 12.365 -
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 6.341 1.474
Steuerforderungen 4.097 4.906
Sonstige 217 5.159
Sonstige langfristige Vermögenswerte 38.167 11.539
Kurzfristig
Forderungen aus sonstigen Steuern 63.057 58.935
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 34.263 27.115
Geleistete Anzahlungen 2.988 5.817
Vorschüsse an Dritte 2.221 3.754
Lohnkostenvorschüsse 1.319 1.114
Reisekostenvorschüsse 288 170
Sonstige 19.298 35.211
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 123.433 132.118
Sonstige Vermögenswerte 161.600 143.657

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen in der Berichtsperiode um 7,8 % oder TEUR 89.502 von TEUR 1.147.879 auf TEUR 1.237.381.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist hauptsächlich auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. Die Veränderungen der Wertberichtigungen nach IFRS 9 sowie eine Aufteilung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Branchen sind in Kapitel F.14.2 zu finden. Tab. 3.67, Tab. 3.68

F.6. Vorräte Tab. 3.48

3.48 Vorräte

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in Tsd. € Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse Fertige Erzeugnisse Handelswaren
Bruttobestand zum 31.12.2017 389.808 107.397 121.439 99.642
Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert (44.479) (4.752) (19.759) (8.140)
Währungsumrechnungsdifferenzen (1.438) (417) (442) 305
Stand zum 31.12.2017 343.891 102.228 101.238 91.807
Bruttobestand zum 31.12.2018 457.377 129.204 142.931 102.511
Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert (45.875) (11.532) (23.014) (7.350)
Währungsumrechnungsdifferenzen 79 (79) (52) 93
Stand zum 31.12.2018 411.581 117.593 119.865 95.254
in Tsd. € Güter auf dem Handelsweg Geleistete Anzahlungen Summe
Bruttobestand zum 31.12.2017 63.893 45.765 827.946
Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert -  -  (77.130)
Währungsumrechnungsdifferenzen -  -  (1.993)
Stand zum 31.12.2017 63.893 45.765 748.823
Bruttobestand zum 31.12.2018 60.330 31.703 924.056
Abschreibungen auf den Nettoveräußerungswert (1) -  (87.772)
Währungsumrechnungsdifferenzen -  -  42
Stand zum 31.12.2018 60.329 31.703 836.326

Das Vorratsvermögen beläuft sich zum 31. Dezember 2018 auf TEUR 836.326. Im Vergleich zum Jahresende 2017 mit einem Vorratsbestand in Höhe von TEUR 748.823 ist ein Anstieg um TEUR 87.503 bzw. 11,7 % zu verzeichnen. Grund hierfür ist das Umsatzwachstum sowie die Adressierung potenzieller Lieferengpässe, wodurch insbesondere die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit TEUR 67.690 angestiegen sind.

F.7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Tab. 3.49

3.49 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.756.033 1.600.033

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Barmittel und Sichteinlagen bei Kreditinstituten sowie hochliquide Vermögenswerte in verschiedenen Währungen, die zeitnah in Zahlungsmittel umgewandelt werden können. An allen Abschlussstichtagen waren Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" sowie "Erfassung der Bewertungsänderung im Sonstigen Ergebnis" nicht vorhanden.

Die liquiden Mittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und um eine Wertberichtigung für die Ausfallwahrscheinlichkeit gegenüber den Banken ("expected credit loss"), auf Basis eines öffentlich zugänglichen Issuer Ratings für die Kern- und Hauptgeschäftsbanken, angepasst. Für den geringen Anteil der liquiden Mittel, der sich außerhalb des Kern- oder Hauptbankenbereich befindet, erfolgt die Wertberichtigung dieser Bestände auf Basis der Durchschnittswerte der Ausfallwahrscheinlichkeiten der Kern- und Hauptgeschäftsbanken. Bezüglich weiterführender Informationen zum Rating wird auf die Ausführungen unter Kapitel "H.1.4."Kreditrisiken" verwiesen.

F.8. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen Tab. 3.50

3.50 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen - 28.624
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte - 3.492
Summe - 32.116
Schulden im Zusammenhang mit Vermögenswerten aus Veräußerungsgruppen - 38.524

Die zum Stand 31. Dezember 2017 als zur Veräußerung gehalten eingestuften zwei Veräußerungsgruppen "Sydac" und "Blueprint" wurden im Geschäftsjahr 2018 veräußert. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf Kapitel C.3.2.

Im Dezember 2017 hatte der Vorstand zudem beschlossen, sich von nicht betriebsnotwendigem Logistikvermögen zu trennen. Die Veräußerung erfolgte am 9. Februar 2018.

F.9. Eigenkapital

F.9.1. Gezeichnetes Kapital

Ende 2017 belief sich das Grundkapital der Knorr-Bremse AG auf TEUR 67.600 und war in 2.600.000 voll stimmberechtigte Inhaberaktien zu je EUR 26,00 Nennbetrag eingeteilt und voll einbezahlt.

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2018, wurden folgende Änderungen zum Eigenkapital beschlossen, welche am 21. Juni 2018 im Handelsregister eingetragen und damit wirksam wurden:

Das Grundkapital der Knorr-Bremse AG wurde neu eingeteilt. Danach treten an die Stelle einer Aktie im Nennbetrag von je EUR 26,00 jeweils 26 Stückaktien zu je EUR 1,00 (insgesamt 67.600.000 Stückaktien). Die Stimmrechte aus den Aktien wurden entsprechend angepasst.

Weiter wurde das Grundkapital im Wege einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln entsprechend §§ 207 ff. AktG von TEUR 67.600 um TEUR 93.600 auf TEUR 161.200 erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde durch Ausgabe von 93.600.000 neuen auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien durchgeführt. Um die für die Kapitalerhöhung erforderlichen Gewinnrücklagen zu schaffen, wurde der am 14. März 2018 von der Hauptversammlung gefasste Gewinnverwendungsbeschluss für das Geschäftsjahr 2017 dahingehend geändert, dass von dem zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn, der auf neue Rechnung vorgetragene Betrag von EUR 94.057.789,26 vollständig in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurde. Die hierdurch erhöhten anderen Gewinnrücklagen wurden sodann in Höhe von TEUR 93.600 entnommen zum Zwecke der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln.

Die neuen Aktien sind mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2018 ausgestattet.

Darüber hinaus wurden in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2018 folgende Änderungen beschlossen, welche am 10. Juli 2018 im Handelsregister eingetragen wurden:

Es wurde ein Genehmigtes Kapital 2018 geschaffen. Der Vorstand wurde hierbei ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 28. Mai 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu TEUR 40.300 durch Ausgabe von bis zu 40.300.000 neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Die neuen Aktien sind grundsätzlich direkt oder indirekt den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch berechtigt, unter gewissen Umständen, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats ganz oder teilweise auszuschließen.

Ferner wurde der Vorstand unter der Bedingung der Zustimmung des Aufsichtsrates bis 28. Mai 2023 zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsanleihen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) unter möglichem Ausschluss des Bezugsrechts über die Schaffung eines bedingten Kapitals (Bedingtes Kapital 2018) ermächtigt. Hierzu wird das Grundkapital der Knorr-Bremse AG um bis zu TEUR 16.120 durch Ausgabe von bis zu 16.120.000 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch gemacht wird.

Am 12. Oktober 2018 feierte die Knorr-Bremse AG mit der Handelsaufnahme ihrer Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse ihr Börsendebüt. Insgesamt wurden 48.360.000 Inhaberaktien ohne Nennbetrag aus dem Bestand der KB Holding GmbH bei Investoren platziert, was nach nahezu vollständiger Ausübung der Greenshoe-Option zu einem Freefloat von ca. 29,84 % führte. Die Aktien wurden zu einem Preis von EUR 80 je Aktie platziert, was einer Marktkapitalisierung von ca. EUR 12,9 Mrd. im Zeitpunkt des Börsengangs entspricht.

Alle Erlöse aus dem Börsengang sind der KB Holding GmbH zugeflossen.

Die Stella Vermögensverwaltungs-GmbH, Grünwald/Deutschland, die TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald/Deutschland, und die KB Holding GmbH, Grünwald/Deutschland, haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie mittel- bzw. unmittelbar mit Mehrheit an der Gesellschaft beteiligt seien. Die Geschäftsanteile der Stella werden nach Kenntnis des Vorstands seit 6. Juli 2017 mehrheitlich von Herrn Heinz Hermann Thiele gehalten.

F.9.2. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 13.884 (31. Dezember 2017: TEUR 1.310).

Im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente im Zusammenhang mit der Ausgabe von Anteilen an zwei "Black Empowerment Gesellschaften" wurde ein Betrag von TEUR 1.707 zum 1. Januar 2014 in die Kapitalrücklagen eingestellt. Im Jahr 2017 und Anfang des Geschäftsjahres 2018 wurden Änderungen in der Aktionärsstruktur vorgenommen. Die Anteile wurden zurückgekauft und in Form von Stammaktien an eine der Black Empowerment Gesellschaften neu ausgegeben. Die Kapitalrücklage erhöht sich zum 31. Dezember 2018 um diesen Betrag auf TEUR 2.533. (siehe Kapitel H.12.).

Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2018 Kostenerstattungen des Hauptanteilseigners in Höhe von TEUR 10.047 nach Steuern in die Kapitalrücklage eingestellt.

F.9.3. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten neben der gesetzlichen Rücklage die kumulierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Tab. 3.51

3.51 Gewinnrücklagen

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Gesetzliche Gewinnrücklagen 15.967 6.607
Sonstige Gewinnrücklage 23.957 100.349
Gesamt 39.924 106.956

F.9.4. Sonstige Eigenkapitalkomponenten

In den sonstigen Eigenkapitalkomponenten werden die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen erfasst. Sie enthalten Fremdwährungsdifferenzen aufgrund der Umrechnung von Abschlüssen von ausländischen Geschäftsbetrieben, Bewertungsänderungen von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertänderungen optional im sonstigen Ergebnis erfasst werden, die im Geschäftsjahr erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Leistungen an Arbeitnehmer sowie erfolgsneutral erfasste Steuern.

F.9.5. Übernahmerechtliche Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB und § 315a Abs. 1 HGB

A) 10 % der Stimmrechte überschreitende Beteiligung am Kapital

Unter Zugrundelegung der der Gesellschaft gemäß den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) übermittelten Stimmrechtsmitteilungen besteht eine Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreitet. Die KB Holding GmbH, Grünwald, Deutschland, hält 70,16 % der Stimmrechte an der Knorr-Bremse AG. Diese Stimmrechte sind nach § 34 Abs. 1 WpHG der TIB Vermögens- und beteiligungsholding GmbH, Grünwald, Deutschland, der Stella Vermögensverwaltung GmbH, Grünwald/Deutschland, und Herrn Heinz Hermann Thiele, München/Deutschland, zuzurechnen. Tab. 3.52

3.52 Stimmrechtsmitteilung

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Meldepflichtige Datum des Erreichens, Über- oder Unterschreitens Berührter Schwellenwert Mitteilungspflichten bzw. Zurechnungen gemäß WpHG1) Neuer Stimmrechtsanteil
in %
Neuer Stimmrechtsanteil absolut
Herr Heinz Hermann Thiele, Deutschland 24.10.2018 50 % überschritten §34 WpHG 70,16 113.097.851

1) Die genannten Vorschriften des WpHG beziehen sich auf die jeweils geltende Fassung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Stimmrechtsrechtsmitteilung.

B) Mitteilungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz:

Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind Angaben über das Bestehen von Beteiligungen zu machen, die der Knorr-Bremse AG nach § 20 Abs. 1 und 3 AktG oder nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) mitgeteilt worden sind.

Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte berührt, zu einer Mitteilung. Folgende meldepflichtigen Beteiligungen wurden der Knorr-Bremse AG im Geschäftsjahr 2018 bis zum Bilanzstichtag schriftlich mitgeteilt; die Angaben beziehen sich jeweils auf die zeitlich letzte Mitteilung eines Meldepflichtigen an die Knorr-Bremse AG. Sämtliche Veröffentlichungen durch die Knorr-Bremse AG über Mitteilungen von Beteiligungen im Berichtsjahr und darüber hinaus können der Website entnommen werden (https://ir.knorr-bremse.com). Tab. 3.52

Die von der KB Holding GmbH gehaltenen Stimmrechte an der Knorr-Bremse AG sind der TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, der Stella Vermögensverwaltungs GmbH und Herrn Heinz Hermann Thiele gemäß § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

F.9.6. Dividenden

Die Knorr-Bremse AG hat in den Geschäftsjahren die in Tab. 3.53 zusammengefassten Dividenden beschlossen und ausbezahlt.

3.53 Dividenden

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in Tsd. € 2018 2017
327 EUR je Inhaberaktie (2017: 140 EUR) 850.200 364.000

Die Dividenden beziehen sich insofern stets auf das vorangegangene Jahr. Für das Geschäftsjahr 2017 wurde im Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von EUR 327 je Inhaberaktie beschlossen und daher in Summe TEUR 850.200 ausbezahlt.

Aufgrund der in Kapitel C.5. beschriebenen Bilanzierung der Bosch Option nach der sogenannten "Anticipated Acquisition Method" (Erwerbsfiktion)" werden neben Inhaberaktien ausgeschüttete Dividenden an Minderheiten in Höhe von TEUR 21.089 als gezahlte Dividende der Gesellschafter ausgewiesen. In Summe weist der Konzern somit eine Dividendenausschüttung an Gesellschafter des Konzerns in Höhe von TEUR 871.289 aus.

Der Vorstand der Knorr-Bremse AG wird dem Aufsichtsrat für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Gesamtdividende in Höhe von TEUR 282.100 zur Ausschüttung vorschlagen. Dies entspricht einer Dividende je Aktie von EUR 1,75.

F.9.7. Kapitalmanagement

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen.

Hierzu stellt der Konzern eine kurzfristige sowie langfristige Liquiditätsplanung auf. Die kurzfristige Liquiditätsplanung umfasst einen dreimonatigen Planungshorizont mit präzisen erwarteten Cashflows einschließlich Währungsveränderungen. Die langfristige Liquiditätsplanung erfolgt zweimal jährlich mit einem Planungshorizont von drei Jahren.

Um den freien Cashflow zu steuern, hat der Konzern ein Net Working Capital Management sowie einen Prozess für Investitionen eingerichtet. Bedarfsgerechte Investitionen, die dem Erhalt und der Weiterentwicklung des Unternehmens dienen, werden im Rahmen der jährlichen Zielvorgabe von rund 3 % bis 5 % des Jahresumsatzes getätigt. Das gesetzte Ziel von 40 bis 50 Umsatztagen beim Net Working Capital wird durch eine engmaschige Überwachung der jeweiligen Working Capital Positionen der Divisionen sowie Programme der Liquiditätssteuerung, wie zum Beispiel Factoring- oder dem Supplier-Finance-Program erreicht.

Darüber hinaus nutzt Knorr-Bremse zielgerichtet thesaurierte Gewinne, um eine stabile Eigenkapitalquote zu halten. Künftig plant der Konzern zwischen 40 % und 50 % des Konzernjahresüberschusses als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Gewinn zu thesaurieren. Dies dient der Stärkung der Eigenkapitalquote mit einer Zielgröße zwischen 20 % und 30 %. Dabei definiert der Konzern die Eigenkapitalquote als Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital.

F.10. Leistungen an ArbeitnehmerTab. 3.54

3.54 Leistungen an Arbeitnehmer

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer 28.373 21.625
Rückstellungen für Pensionen (307.547) (310.234)
Sonstige Personalrückstellungen (36.123) (43.639)
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer (343.670) (353.873)
Langfristig (332.058) (338.667)
Kurzfristig (11.612) (15.206)

In verschiedenen Ländern gewährt Knorr-Bremse seinen Beschäftigten Pensionszusagen, die auf leistungsorientierten Altersversorgungssystemen beruhen und deren zugesagte Leistungen entweder von der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Beschäftigten abhängen oder sonstige Garantien enthalten. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected unit credit method"). Die in der Bilanz angesetzten Pensionsrückstellungenen entsprechen dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung unter Berücksichtigung zukünftiger Gehalts- und Rentensteigerungen am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Ein Vermögensüberhang des Planvermögens über den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird auf den Barwert des Nutzens begrenzt, den das Unternehmen aus Beitragsrückerstattungen oder der Reduzierung künftiger Beitragszahlungen hat.

Die leistungsorientierten Pläne in Deutschland und Großbritannien stellen mit rund 85 % den Hauptteil der gesamten Gesamtbruttoverpflichtung dar. Darüber hinaus bestehen in den Ländern Frankreich, Indien, Italien, Japan, Mexiko, Österreich, Schweden, Schweiz, Südkorea, Türkei und den USA geringfügigere Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungssystemen. In Deutschland, Großbritannien, Japan, Südkorea, Österreich (teilweise) und USA werden die Leistungen auf freiwilliger Basis gewährt; in den übrigen Ländern basieren die Leistungen auf gesetzlichen Vorgaben.

Deutschland

Es werden Mitarbeitern Leistungen aus Altersversorgungssystemen gewährt, bei denen die Leistungen im Alter, bei Invalidität oder Tod in Abhängigkeit der Betriebszugehörigkeit, des Gehalts beim Renteneintritt und der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG) sowie eines definierten Eckwerts ermittelt werden. Die Leistungen werden in Form einer Rente ausgezahlt. Der Plan wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2003 für Neueintritte geschlossen. Bei den Planteilnehmern handelt es sich hauptsächlich um Leistungsempfänger. Darüber hinaus bestehen insbesondere bei den Führungskräften Individualpläne, die auf einzelvertraglicher Basis abgeschlossen wurden.

Die Verpflichtungen in Deutschland sind größtenteils vollständig ungedeckt, das heißt es liegen keine Planvermögen vor, die alleinig der Erfüllung von Pensionszusagen dienen - mit Ausnahme einer Gesellschaft, für die eine verpfändete Rückdeckungsversicherung vorliegt.

In Deutschland spielt im Rahmen einer Risikobetrachtung das Zinsrisiko sowie die Lebenserwartung der Planteilnehmer eine übergeordnete Rolle, da die Leistungen hauptsächlich in Form einer Rente ausgezahlt werden. Allerdings wurde das Risiko durch die Schließung des Pensionsplans für Neueintritte abgeschwächt.

Großbritannien

In Großbritannien werden den Mitarbeitern und Führungskräften Leistungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen gewährt, die für Neueintritte geschlossen sind; zudem können die bestehenden Planteilnehmer keine weiteren Anwartschaftszuwächse mehr hinzu erdienen mit Ausnahme einiger Sonderfälle, bei denen die Leistungen weiterhin mit dem Gehalt ansteigen. Die Planeinführung erfolgte zu dem damaligen Zeitpunkt auf freiwilliger Basis. Der Plan sieht Leistungen bei Renteneintritt und Tod vor, die von Gehalt und Dienstzeit bis zur Planschließung im Jahr 2012 abhängen. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich in Form einer Rente, wobei ein Teil der Leistung auf Anfrage des Planteilnehmers auch als einmaliges Kapital ausgezahlt werden kann.

In Großbritannien wird die Vermögensverwaltung von einem Treuhänderausschuss verantwortet, der sich aus Repräsentanten von Gesellschaft und Mitarbeitern zusammensetzt. Die Anlagestrategie zielt auf langfristige Wertzuwächse mit geringer Volatilität ab.

Die Altersversorgungsysteme in Großbritannien sind aufgrund der Auszahlungsart als lebenslange Rente dem Zinsrisiko ausgesetzt sowie dem Risiko, dass eine höhere Lebenserwartung vorliegt als angenommen und somit die Renten über einen längeren Zeitraum ausgezahlt werden als eingeplant. Allerdings wurden die Risiken durch die Schließung des Pensionsplans begrenzt. Des Weiteren existiert ein Anlagerisiko derart, dass sich das Planvermögen anders entwickelt als erwartet und dass das Planvermögen Änderungen im Verpflichtungsumfang damit ggf. nur teilweise kompensiert.

Bzgl. der Aufwendungen in Zusammenhang mit leistungsorientierten Versorgungsplänen wird auf Kapitel E.5. verwiesen.

F.10.1. Veränderung der Nettoschuld Tab. 3.55

3.55 Veränderung der Nettoschuld

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Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in Tsd. € 2018 2017 2018 2017 2018 2017
Stand zum 01.01. (545.122) (548.323) 256.513 245.468 (288.609) (302.855)
Laufender Dienstaufwand (9.298) (10.031) - - (9.298) (10.031)
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (660) (301) - - (660) (301)
Zinsertrag 6.228 5.965 6.228 5.965
Zinsaufwand (11.451) (11.222) - - (11.451) (11.222)
Netto-Cashflows 12.910 7.342 (3.948) 1.447 8.962 8.789
Neubewertungen 9.267 10.763 (4.696) 4.884 4.571 15.647
a) Erträge aus Planvermögen - - (4.696) 4.884 (4.696) 4.884
b) Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste (Veränderung der demografische Annahmen) 1.121 1.182 - - 1.121 1.182
c) Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste (Veränderung der finanzielle Annahmen) 11.237 13.073 - - 11.237 13.073
d) Erfahrungsbedingte Berichtigungen (3.090) (3.493) - - (3.090) (3.493)
Währungsumrechnungsdifferenzen (2.305) 11.771 743 (10.517) (1.562) 1.253
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 12.644 12.345 - -  12.644 12.345
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer (856) (846) 856 846 -  - 
Auswirkungen aus Unternehmenszusammenschlüssen und Veräußerungen 1.117 (16.620) (1.117) 8.419 -  (8.200)
Stand zum 31.12. (533.754) (545.122) 254.579 256.513 (279.174) (288.609)
davon
Deutschland (253.439) (254.955) 1.603 1.575 (251.837) (253.380)
Großbritannien (180.565) (193.742) 208.938 215.145 28.372 21.403
Übrige Länder (99.749) (96.425) 44.039 39.793 (55.709) (56.632)

F.10.2. Planvermögen

Eine Reihe von Pensionsverpflichtungen wird durch Vermögenswerte, die der Definition des Planvermögens nach IAS 19 entsprechen, abgesichert. Für diese Pensionsverpflichtungen wird die Nettoschuld aus der leistungsorientierten Verpflichtung und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens ausgewiesen.

Für Pläne mit einem positiven Überhang des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens über den Barwert der zugehörigen Verpflichtung wird der resultierende Vermögenswert auf seine Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens, den der Konzern aus Rückerstattungen oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen ziehen kann, begrenzt.

Das Planvermögen umfasst im Wesentlichen Schuldtitel, Eigenkapitalinstrumente und qualifizierte Versicherungsverträge, die überwiegend durch langfristige, externe Träger (Fonds) gehalten werden. Planvermögen wird im Wesentlichen in Großbritannien sowie der Schweiz vorgehalten.

Um die Risiken auf der Aktiv- und Passivseite (Asset Liability Matching, ALM) zu mindern, hat Knorr-Bremse in Zusammenarbeit mit Treuhändern ein Risikominimierungs-Programm erstellt. Dabei geht die Investitionsstrategie auf einen qualifizierten Aktuar über, der die Durchführung der Investitionsstrategie bezogen auf die Pensionspläne und die Umsetzung der Anlagestrategie vornimmt.

Die im Rahmen dieser Übertragung kontrollierten Vermögenswerte werden zu einem "Growth" oder zu einem "Liability Hedging"-Portfolio allokiert. Das Verhältnis der Zuteilung wird in regelmäßigen Abständen abgestimmt.

Das "Growth" -Portfolio umfasst eine Kombination aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und anderen verfügbaren Fonds, die im Portfoliobestand des Managers verfügbar sind. Der Fondsmanager bestimmt über den Anlagemix.

Das "Liability Hedging"-Portfolio umfasst LDI-Fonds (Liability Driven Investment), festverzinsliche Wertpapiere, indexgebundene Fonds und andere verfügbare Fonds, die im Portfoliobestand des Managers verfügbar sind. Der Fondsmanager bestimmt über den Anlagemix.

Die Ziele der Risikominimierungs-Strategie bestehen darin, das Risiko aus den Pensionsplänen durch eine erhöhte Allokation von Vermögenswerten in das Liability-Hedging-Portfolio zu minimieren. Eine solche Reallokation hat zu erfolgen, sofern vereinbarte Kennzahlen überschritten werden, um so die Angleichung von Vermögenswerten an Verbindlichkeiten zu ermöglichen.

Die Pensionsverpflichtungen in der Schweiz sind zu einem Großteil durch jeweils juristisch unabhängige Vorsorgeeinrichtungen gedeckt. Ein Rückfluss von Geldern an den Arbeitgeber ist ausgeschlossen. Die Verträge erfüllen die Voraussetzungen für qualifizierte Versicherungsverträge gem. IAS 19.8.

Das Planvermögen setzt sich aus den in Tab. 3.56 genannten Anlagen zusammen.

3.56 Planvermögen

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Flüssige Mittel 240 1.866
Eigenkapitalinstrumente 36.797 39.496
Schuldtitel 137.780 139.622
Immobilien -
Qualifizierte Versicherungsverträge 40.522 36.425
Sonstiges 39.240 39.105
Fair Value Planvermögenswerte 254.579 256.513
davon
Großbritannien 208.938 215.145
Übrige Länder 45.641 41.368
Erträge aus Planvermögen (inklusive Zinsertrag) 1.532 10.849
davon
Großbritannien 450 8.599
Übrige Länder 1.082 2.250

Zu den Schuldtiteln gehören unter anderen Staatsanleihen, die im Wesentlichen an einen Inflationsindex gekoppelt sind sowie Staatsanleihen mit Ansparziel, welches durch Zinszahlungen erreicht wird.

F.10.3. Versicherungsmathematische Annahmen

Die Tab. 3.57 stellt die zum Abschlussstichtag wichtigsten verwendeten, versicherungsmathematischen Annahmen (in Form von gewichteten Durchschnittswerten in %) aufgeführt.

3.57 Versicherungsmathematische Annahmen

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in % 31.12.2018 31.12.2017
Leistungsorientierte Verpflichtung
Diskontierungszinssatz 2,31 2,15
Gehaltssteigerung 3,09 3,06
Pensionserhöhungen 2,02 1,97

Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne bestehen in Deutschland und Großbritannien. Als biometrische Grundlagen für die Bewertung dieser Verpflichtungen kommen in Deutschland seit diesem Geschäftsjahr die von der HEUBECK AG am 20. Juli 2018 veröffentlichten, generationsabhängigen Richttafeln RT 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung. Diese Tafeln basieren auf den neuesten Statistiken der gesetzlichen Rentenversicherung sowie des Statistischen Bundesamtes und spiegeln somit die jüngsten Entwicklungen bei Sterblichkeits-, Invalidisierungs-, Verheiratungs- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten wider. Da die durchschnittliche Lebenserwartung zwar langsamer als in der Vergangenheit, aber dennoch weiter angestiegen ist, , erhöhten sich die Pensionsverpflichtungen der inländischen Gesellschaften leicht. Die sich aus der erstmaligen Anwendung der neuen Richttafeln ergebende Veränderung der Pensionsverpflichtung ist im sonstigen Ergebnis erfasst worden.

In Großbritannien kommt als Biometrische Grundlage die S2PA Sterbetafeln mit Projektion CMI 2014 zur Anwendung.

Zusätzlich werden altersabhängige Fluktuationstabellen berücksichtigt.

F.10.4. Künftige Zahlungsströme

Im folgenden Geschäftsjahr 2019 werden die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen voraussichtlich TEUR 2.684 betragen. Zum 31. Dezember 2018 werden für die kommenden zehn Geschäftsjahre durchschnittliche jährliche Leistungszahlungen aus Versorgungsplänen in Höhe von TEUR 29.757 (2017: TEUR 21.360) erwartet.

Am 31. Dezember 2018 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 16,41 Jahren (2017: 16,19 Jahre).

F.10.5. Sensitivitätsanalyse

In der Sensitivitätsbetrachtung werden die Auswirkungen der Veränderung einzelner Faktoren auf die leistungsorientierte Verpflichtung zum Bilanzstichtag bei vernünftiger Betrachtungsweise abgebildet. Tab. 3.58

3.58 Sensitivitätsanalyse

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31.12.2018 31.12.2017
in Tsd. € Erhöhung Minderung Erhöhung Minderung
Aktuelle Verpflichtung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
Veränderung des Diskontierungszinssatz 0,5 % (37.958) 47.097 (42.914) 45.021
Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerung 0,5 % 5.917 (6.904) 4.553 (7.655)
Zukünftige Pensionserhöhungen 0,5 % 26.762 (27.274) 25.998 (24.490)

Obwohl die Analyse die vollständige Verteilung der nach dem Plan erwarteten Cashflows nicht berücksichtigt, liefert sie einen Näherungswert für die Sensitivität der dargestellten Annahmen.

F.11. Sonstige Rückstellungen Tab. 3.59

3.59 Sonstige Rückstellungen einschließlich Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer

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in Tsd. € Gewährleistungsrückstellungen Vertragsrückstellungen Übrige Rückstellungen Summe
Stand zum 01.01.2017 366.861 12.453 93.911 473.225
Währungsumrechnungsdifferenzen (13.464) (69) 10 (13.524)
Zugänge 256.078 33.369 63.157 352.604
Abgänge (1.095) -  18 (1.077)
Verbräuche (227.778) (7.143) (50.352) (285.273)
Auflösungen (48.402) (7.146) (9.468) (65.016)
Aufzinsung 3.782 10 1.130 4.922
Stand zum 31.12.2017 335.981 31.475 98.406 465.862
davon kurzfristig fällig 189.396 9.480 32.839 231.714
davon langfristig fällig 146.585 21.995 65.568 234.148
Stand zum 31.12.2017 335.981 31.475 98.406 465.862
Erstanwendung IFRS 15 -  19.410 -  19.410
Stand zum 01.01.2018 335.981 50.885 98.406 485.272
Währungsumrechnungsdifferenzen (487) (248) (256) (991)
Zugänge 173.574 21.945 43.962 239.481
Verbräuche (136.360) (21.313) (35.029) (192.701)
Auflösungen (36.622) (18.711) (5.648) (60.981)
Aufzinsung 4.843 825 1.044 6.712
Stand zum 31.12.2018 340.928 33.383 102.480 476.791
davon kurzfristig fällig 182.966 8.251 41.996 233.213
davon langfristig fällig 157.962 25.132 60.484 243.578

Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen decken sowohl Verpflichtungen aus bereits eingetretenen Fällen als auch künftige Verpflichtungen, die auf Erfahrungswerten basieren, ab. Grundsätzlich stehen letztere in unmittelbarem Zusammenhang mit der Entwicklung und Struktur der Umsatzerlöse. Die Rückstellungen basieren auf Schätzungen historischer Gewährleistungsdaten ähnlicher Produkte und Dienstleistungen. Für die langfristigen Anteile wird mit Abflüssen innerhalb der kommenden zwei bis fünf Jahren gerechnet.

Vertragsrückstellungen enthalten Drohverlustrückstellungen aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 28.284 (2017: TEUR 26.218) sowie Rückstellungen aufgrund vereinbarter Vertragsstrafen in Höhe von TEUR 5.099 (2017: TEUR 5.257). Die Drohverlustrückstellungen aus schwebenden Geschäften verringerten sich durch Auflösung der Rückstellungen für drohende Verluste aus bestimmten Mietverhältnissen. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der Drohverlustrückstellungen durch die Erstanwendung von IFRS 15 aus (siehe Kapitel B.1.). Die Vertragslaufzeiten betragen 2 - 14 Jahre.

Die übrigen Rückstellungen betrafen einzelne erkennbare Risiken und Verpflichtungen, insbesondere Umweltschutzverpflichtungen sowie Prozessrisiken.

Aus der Aufzinsung von Rückstellungen wurden Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.712 (2017: TEUR 4.922) in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

F.12. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten Tab. 3.60, 3.61

3.60 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (995.945) (894.119)
Kurzfristig (995.945) (894.119)
Langfristig -  - 

3.61 Sonstige Verbindlichkeiten

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Erhaltene Anzahlungen -  (14.454)
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (3.478) - 
Sonstiges (1.263) (2.892)
Langfristig (4.741) (17.346)
Erhaltene Anzahlungen -  (91.536)
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern (45.197) (44.831)
Ausstehende Rechnungen - (33.817)
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (21.377) (19.077)
Verbindlichkeiten aus Sozialversicherungen (17.946) (16.023)
Sonstiges (48.784) (64.098)
Kurzfristig (133.303) (269.382)
Sonstige Verbindlichkeiten (138.044) (286.729)

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um 11,4 % oder TEUR 101.826 von TEUR 894.119 auf TEUR 995.945 an. Wesentliche Ursache ist der signifikante Umsatzanstieg. Ein Bestandteil davon sind im Jahr 2018 die Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen.

Im Zuge der Einführung des IFRS 15 werden erhaltene Anzahlungen ab dem Geschäftsjahr 2018 in den vertraglichen Verbindlichkeiten ausgewiesen (siehe Kapitel B.1).

Die Bewertung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt wie in Kapitel D.16. beschrieben.

F.13. Finanzverbindlichkeiten Tab. 3.62

3.62 Finanzverbindlichkeiten

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Derivate (27.157) (7.308)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (229.819) (230.567)
Anleihen und Schuldverschreibungen (1.247.521) (497.390)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile (379.616) (379.616)
Kaufpreisverbindlichkeiten (38.000) - 
Leasingverbindlichkeiten (33.277) (35.977)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (217.063) (158.843)
(2.172.452) (1.309.701)
Kurzfristig (642.895) (570.955)
Langfristig (1.529.557) (738.746)

Im Geschäftsjahr 2017 wurde das bestehende Debt Issuance Program aus 2016 um ein weiteres Jahr mit einem Gesamtvolumen von EUR 1,5 Mrd. verlängert. Dieses eröffnet dem Konzern die Möglichkeit, auf der Basis einer standardisierten Dokumentation im Jahr 2018 an der Euro MTF Börse in Luxemburg, weitere Anleihen im Gesamtumfang von bis zu EUR 1 Mrd. neu zu emittieren. Das Programm ist im September 2018 ausgelaufen und wurde nicht mehr weiter verlängert.

Am 14. Juni 2018 ist eine weitere Unternehmensanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio. und einem festen Zinscoupon in Höhe von 1,125 % p. a. mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben worden. Die neue Anleihe ist von Moody's mit ‚A2' bewertet. Mit einer Stückelung von TEUR 1 ist das Wertpapier sowohl für private als auch für institutionelle Anleger konzipiert. Das Listing der neuen Unternehmensanleihe ist bei der EURO MTF Börse Luxemburg erfolgt.

Durch den Erwerb des Rail Friction Know-Hows von Federal Mogul ist eine Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von TEUR 38.000 entstanden, die in drei Tranchen bis Dezember 2021 zu begleichen ist (vgl. Kapitel F.1). Die erste Tranche wird im August 2020 in Höhe von TEUR 15.000 fällig, die zweite Tranche in Höhe von TEUR 20.000 im August 2021 und die Abschlusstranche in Höhe von TEUR 3.000 im Dezember 2021. Tab. 3.63

3.63 Überleitung der Bewegungen der Schulden auf die Cashflows aus Finanzierungstätigkeiten

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Schulden
in Tsd. € Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Anleihen und Schuldverschreibungen
Stand zum 01.01.2018 230.567 497.390
Veränderung der Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten
Einzahlungen aus der Eigenkapitalzuführung durch Minderheitsgesellschafter -  - 
Auszahlungen für den Rückkauf nicht beherrschter Anteile ohne Kontrollübergang -  - 
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 13.412 744.388
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (8.663) - 
Auszahlungen für Finanzierungsleasing- Verbindlichkeiten -  - 
Gezahlte Zinsen (14.478) (2.500)
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -  - 
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -  - 
Netto- Einzahlungen aus Factoring 2.818  - 
Einzahlungen aus Einlagen der Gesellschafter
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (6.911) 741.888
Veränderung aus dem Erwerb oder Verlust von Tochterunternehmen oder anderen Geschäftsbetrieben -  - 
Auswirkungen von Wechselkursänderungen (8.315) - 
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - - 
Zinserträge -  - 
Zinsaufwendungen 14.478 8.243
Neue Finanzierungsleasingverhältnisse -  - 
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 14.478 8.243
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Eigenkapital
Stand zum 31.12.2018 229.819 1.247.521
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Schulden Derivative Finanzinstrumente (Vermögenswerte)/ Schulden
in Tsd. € Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile Leasingverbindlichkeiten Zinsswaps Schulden
Stand zum 01.01.2018 379.616 35.977 6.233
Veränderung der Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten
Einzahlungen aus der Eigenkapitalzuführung durch Minderheitsgesellschafter -  -  - 
Auszahlungen für den Rückkauf nicht beherrschter Anteile ohne Kontrollübergang -  -  - 
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten -  -  - 
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -  -  - 
Auszahlungen für Finanzierungsleasing- Verbindlichkeiten -  (5.332) - 
Gezahlte Zinsen -  (1.639) - 
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -  -  - 
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -  -  - 
Netto- Einzahlungen aus Factoring -  -  - 
Einzahlungen aus Einlagen der Gesellschafter
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -  (6.971) - 
Veränderung aus dem Erwerb oder Verlust von Tochterunternehmen oder anderen Geschäftsbetrieben -  (242) - 
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -  478 - 
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -  -  - 
Zinserträge -  -  (657)
Zinsaufwendungen -  1.639 - 
Neue Finanzierungsleasingverhältnisse -  2.396 - 
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden -  4.036 (657)
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Eigenkapital
Stand zum 31.12.2018 379.616 33.277 5.575
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Eigenkapital
in Tsd. € Währungsumrechnung Neubewertung aus leistungsorientierten Pensionszusagen (IAS 19)
Stand zum 01.01.2018 (97.864) (54.469)
Veränderung der Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten
Einzahlungen aus der Eigenkapitalzuführung durch Minderheitsgesellschafter -  - 
Auszahlungen für den Rückkauf nicht beherrschter Anteile ohne Kontrollübergang 11.000 444
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten -  - 
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -  - 
Auszahlungen für Finanzierungsleasing- Verbindlichkeiten -  - 
Gezahlte Zinsen -  - 
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -  - 
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -  - 
Netto- Einzahlungen aus Factoring -  - 
Einzahlungen aus Einlagen der Gesellschafter
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 11.000 444
Veränderung aus dem Erwerb oder Verlust von Tochterunternehmen oder anderen Geschäftsbetrieben -  - 
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -  - 
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -  - 
Zinserträge -  - 
Zinsaufwendungen -  - 
Neue Finanzierungsleasingverhältnisse -  - 
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Eigenkapital (2.335) 5.870
Stand zum 31.12.2018 (89.198) (48.154)
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Eigenkapital
in Tsd. € Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Nicht beherrschende Anteile Gesamt
Stand zum 01.01.2018 1.310 106.956 147.951 1.253.667
Veränderung der Cash Flows aus Finanzierungstätigkeiten
Einzahlungen aus der Eigenkapitalzuführung durch Minderheitsgesellschafter -  -  - 
Auszahlungen für den Rückkauf nicht beherrschter Anteile ohne Kontrollübergang (85.599) (56.460) (130.615)
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten -  -  757.800
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -  -  (8.663)
Auszahlungen für Finanzierungsleasing- Verbindlichkeiten -  -  (5.332)
Gezahlte Zinsen -  -  (18.617)
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (871.289) -  (871.289)
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -  (27.125) (27.125)
Netto- Einzahlungen aus Factoring -  -  2.818
Einzahlungen aus Einlagen der Gesellschafter 14.850 14.850
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 14.850 (956.888) (83.585) (286.173)
Veränderung aus dem Erwerb oder Verlust von Tochterunternehmen oder anderen Geschäftsbetrieben -  -  (242)
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -  -  (7.838)
Sonstige Änderungen bezogen auf Schulden
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -  - 
Zinserträge -  -  (657)
Zinsaufwendungen -  -  24.360
Neue Finanzierungsleasingverhältnisse -  -  2.396
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Schulden 26.099
Gesamte sonstige Änderungen, bezogen auf Eigenkapital (2.276) 889.856 40.843 931.957
Stand zum 31.12.2018 13.884 39.924 105.208 1.917.471

F.14. Finanzinstrumente

F.14.1. Finanzinstrumente

Die Tab. 3.64 stellt die unsaldierten Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden sowie die Kategorisierung der einzelnen Positionen dar. Für die Einstufung (Hierarchiestufen) des beizulegenden Zeitwertes gemäß IFRS 13 verweisen wir auf den Abschnitt zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

3.64 Informationen nach IFRS 9

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31.12.2018
Buchwert
in Tsd. € Kategorie FVTPL FVOCI Zu fortgeführten Anschaffungskosten Total
Finanzielle Vermögenswerte 17.670 45.698 3.029.295 3.092.663
Derivative Finanzinstrumente 8.102 -  -  8.102
Eigenkapitalinstrumente 9.568 30.245 -  39.813
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* -  15.453 1.221.929 1.237.382
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen* -  -  28.335 28.335
Übrige finanzielle Forderungen* -  -  22.998 22.998
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente* -  -  1.756.033 1.756.033
Finanzielle Verbindlichkeiten (27.157) -  (3.141.241) (3.168.398)
Derivative Finanzinstrumente (27.157) -  -  (27.157)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -  -  (229.819) (229.819)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile -  -  (379.616) (379.616)
Anleihen und Schuldverschreibungen -  -  (1.247.521) (1.247.521)
Leasingverbindlichkeiten -  -  (33.277) (33.277)
Kaufpreisverbindlichkeiten* (38.000) (38.000)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten* -  -  (217.063) (217.063)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* -  -  (995.945) (995.945)
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Beizulegender Zeitwert
in Tsd. € Kategorie Level 1 Level 2 Level 3 Total
Finanzielle Vermögenswerte 33.872 8.102 5.941 47.915
Derivative Finanzinstrumente -  8.102 -  8.102
Eigenkapitalinstrumente 33.872 5.941 39.813
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* -  -  -  - 
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen* -  -  -  - 
Übrige finanzielle Forderungen* -  -  -  - 
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente* -  -  -  - 
Finanzielle Verbindlichkeiten (1.258.418) (297.367) (379.616) (1.935.401)
Derivative Finanzinstrumente -  (27.157) -  (27.157)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -  (230.546) -  (230.546)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile -  -  (379.616) (379.616)
Anleihen und Schuldverschreibungen (1.258.418) -  -  (1.258.418)
Leasingverbindlichkeiten -  (39.664)  -  (39.664) 
Kaufpreisverbindlichkeiten*
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten* -  -  -  - 
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* -  -  -  - 
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31.12.2017
Buchwert
in Tsd. € Kategorie FVTPL FVOCI Zu fortgeführten Anschaffungskosten Total
Finanzielle Vermögenswerte 34.026 46.084 2.773.422 2.853.532
Derivative Finanzinstrumente 17.401 -  -  17.401
Eigenkapitalinstrumente 16.625 39.842 -  56.467
Wertpapiere und Schuldinstrumente -  -  2 2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* -  6.242 1.141.637 1.147.879
Forderungen ggü. Banken und Versicherungen -  -  27.735 27.735
Übrige finanzielle Forderungen* -  -  4.015 4.015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente* -  -  1.600.033 1.600.033
Finanzielle Verbindlichkeiten (7.308) -  (2.196.512) (2.203.820)
Derivative Finanzinstrumente (7.308) -  -  (7.308)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -  -  (230.567) (230.567)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile -  -  (379.616) (379.616)
Anleihen und Schuldverschreibungen -  -  (497.390) (497.390)
Leasingverbindlichkeiten -  -  (35.977) (35.977)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten* -  -  (158.843) (158.843)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* -  -  (894.119) (894.119)
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Beizulegender Zeitwert
in Tsd. € Kategorie Level 1 Level 2 Level 3 Total
Finanzielle Vermögenswerte 46.765 17.401 9.702 73.868
Derivative Finanzinstrumente -  17.401 -  17.401
Eigenkapitalinstrumente 46.765 -  9.702 56.467
Wertpapiere und Schuldinstrumente -  -  -  - 
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* -  -  -  - 
Forderungen ggü. Banken und Versicherungen -  -  -  - 
Übrige finanzielle Forderungen* -  -  -  - 
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente* -  -  -  - 
Finanzielle Verbindlichkeiten (505.700) (289.371) (379.616) (1.174.687)
Derivative Finanzinstrumente -  (7.308) -  (7.308) 
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -  (237.895) -  (237.895)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile -  -  (379.616) (379.616)
Anleihen und Schuldverschreibungen (505.700) -  -  (505.700)
Leasingverbindlichkeiten -  (44.168)  -  (44.168)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten* -  -  -  - 
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen* -  -  -  - 

*ohne Angabe zum beizulegenden Zeitwert aufgrund der Tatsache dass der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht

Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet:

Devisentermingeschäfte und Zinssicherungskontrakte werden auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- und -abschläge bewertet. Es werden Nettobarwertberechnungen mittels Zinsstrukturkurven durchgeführt.

Rohstoffkontrakte werden anhand von Kursnotierungen an aktiven Börsen bewertet.

Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet. Bei strukturierten Produkten wird die Bankbewertung zum Bilanzstichtag herangezogen. Die Bewertung gibt die Einschätzung der Bank über den Wert des betreffenden Finanzinstruments unter den vorherrschenden Marktbedingungen wider und leitet sich entweder vom Mid-Market-Preis ab oder, wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt, vom indikativen Preis, zu dem die Bank das Finanzinstrument beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte, und zwar jeweils zum Geschäftsschluss bzw. zu einem anderen mit Knorr-Bremse vereinbarten Zeitpunkt am relevanten Finanzplatz am oben jeweils angegebenen Bewertungstag.

Darüber hinaus werden Kreditausfallrisiken bei der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt ("credit value adjustments"). Die Berechnungsgrundlage der Ausfallwahrscheinlichkeiten bilden Credit Default Swap Spreads je Kontrahent bzw. für die Gesellschaft.

Langfristige Forderungen/Darlehen werden vom Konzern basierend auf Parametern wie Zinssätzen, bestimmten länderspezifischen Risikofaktoren, Kreditwürdigkeit der einzelnen Kunden und den Risikocharakteristika des finanzierten Projektes bewertet.

Die beizulegenden Zeitwerte der verzinslichen Darlehen des Konzerns werden mittels der Discounted Cashflow Methode ermittelt. Dabei wird ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraums widerspiegelt. Das eigene Nichterfüllungsrisiko wurde entsprechend des Ratings der Knorr-Bremse über den gesamten Zeitraum als gering eingestuft.

Die Finanzverbindlichkeit aus einer Put-Option auf Minderheitenanteile gibt den Minderheitsanteilseignern die Möglichkeit ihre Anteile Knorr-Bremse im Falle des Eintretens vertraglich definierter Bedingungen anzudienen. Diese werden gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Der angegebene Fair Value basiert auf nicht beobachtbaren Inputparametern und ist somit Stufe drei der Fair Value Hierarchie zuzuordnen.

Die Ermittlung des Kaufpreises ist im Vertrag definiert und erfolgt anhand eines Multiplikatorverfahrens auf Ergebnisgrößen der Knorr-Bremse Gesellschaften. Der Multiplikator ist in dem Vertrag definiert und ändert sich lediglich, wenn Referenzmultiplikatoren starken Änderungen unterliegen. Die Ergebnisgrößen haben direkten Einfluss auf den Fair Value der Verbindlichkeit. Als Ergebnisgrößen wurden historische EBIT-Größen der entsprechenden Knorr-Bremse Gesellschaften herangezogen.

In den Eigenkapitalinstrumenten sind nichtkonsolidierte Gesellschaften enthalten, dabei wurde die Freios Bre Coahuila, S.A. de C.V., Cd. Acuña, Coah/Mexiko im Geschäftsjahr erstmalig konsolidiert. Die Kiepe Corporation, Kanada wird mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 1.914 in den Jahresabschluss einbezogen. Die Gesellschaft hat noch keine wesentliche Geschäftstätigkeit aufgenommen und besteht im Wesentlichen aus erworbenen Grundstücken und Maschinen, sodass der beizulegende Zeitwert den Anschaffungskosten entspricht. Es entstehen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe. Die weiteren zum Fair Value der Stufe 3 bewerteten Eigenkapitalinstrumente werden einzeln als auch in Summe als unwesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe erachtet, sodass auch für diese keine weiteren Angaben getätigt werden.

Saldierung Tab. 3.65

3.65 Globales Saldierungsvermögen

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Brutto in der Bilanz 8.102 17.401
Potenzielles Nettingvermögen 3.556 1.472
Nettobetrag 4.546 15.928
Finanzielle Verbindlichkeiten
Brutto in der Bilanz (27.157) (7.308)
Potenzielles Nettingvermögen (3.556) (1.472)
Nettobetrag (23.642) (5.836)

Die Tabelle Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten zeigt, in welcher Höhe finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in der Bilanz saldiert wurden sowie mögliche Auswirkungen aus der Aufrechnung von Instrumenten, die einer rechtlich durchsetzbaren Global-Netting-Vereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen.

Der Handel mit Derivaten unterliegt einer Global-Netting-Vereinbarung. Der deutsche Rahmenvertrag und die ISDA-Vereinbarungen erfüllen jedoch nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzern-Bilanz. Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse (bspw. der Zahlungsunfähigkeit einer der Vertragsparteien) durchsetzbar.

Factoring Tab. 3.66

3.66 Factoring

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in Tsd. € 2018 2017
Buchwert der ausgebuchten Forderungen (Factoring mit bilanziellem Abgang) 204.644 205.816
Transaktionspreis (1.373) (1.439)
Buchwert der transferierten Forderungen (Factoring ohne bilanziellen Abgang) 26.004 23.186
Transaktionspreis (351) (253)
Buchwert der Verbindlichkeiten aus dem Factoring ohne bilanziellen Abgang 26.004 23.186

Der Konzern nimmt an einem Forderungsverkaufsprogramm teil, bei dem Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an einen Finanzdienstleister veräußert werden. Der Konzern verfolgt durch diese Maßnahme das Ziel, die Liquiditätssituation, insbesondere gegenüber Kunden mit verlängerten Zahlungszielen, zu verbessern. Es wird bei der Knorr-Bremse zwischen Factoring mit bilanziellem Abgang und ohne bilanziellen Abgang unterschieden.

Bei Factoring mit bilanziellem Abgang werden im Wesentlichen alle mit Eigentum an dem finanziellen Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken an die Finanzdienstleister übertragen. Für die nicht übertragenen Forderungen eines Portfolios ist beabsichtigt, diese bis zur endfälligen Zahlung zu halten und die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. Somit ist das Geschäftsmodell dieser Forderungen der Kategorie "Halten und Verkaufen" zuzuordnen und wird als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" bilanziert.

Bei Factoring ohne bilanziellen Abgang erfolgt ebenfalls eine Übertragung an die Finanzdienstleister. Der Knorr-Bremse Konzern trägt bis zur Begleichung der Forderung das Kreditrisiko, sodass nicht im Wesentlichen alle Chancen und Forderungen übertragen werden. Es erfolgt keine Ausbuchung dieser Forderungen und eine Bilanzierung der entsprechenden Portfolien in der Kategorie "Halten" und wird zu "fortgeführte Anschaffungskosten" bilanziert. Da das Factoring ohne bilanziellen Abgang unter Vorbehalt erfolgt, bis der Kunde seine Verbindlichkeit unter Vereinbarung der Zahlungstermine beim Finanzdienstleister ausgleicht, trägt das Kreditrisiko unverändert Knorr-Bremse (siehe Kapitel H.1.4.).

Der Zeitwert der verkauften Forderungen entspricht auf Grund der kurzen Laufzeit in etwa dem Buchwert der Forderungen vor der Übertragung.

Die Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien gehen aus den Angaben im Finanzergebnis (Kapitel E.8.) hervor.

F.14.2. Wertberichtigung Tab. 3.67, 3.68

Die Tab. 3.67 zeigt die erfassten Wertminderungen gemäß IFRS 9 auf Grund von Kreditrisiken für Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

3.67 Finanzinstrumente im Impairment Scope

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in Tsd. € Wertb. 31.12.2017 Nettoveränderung Ausbuchungen Wertb. 31.12.2018
Geschäftsjahr 2018
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20 78 -  98
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (AC) und Vertragliche Vermögenswerte 4.100 (1.582) (181) 2.337

3.68 Aufteilung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte nach Segmenten

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in Tsd. € Schienenfahrzeuge Nutzfahrzeuge Sonstige Summe
31.12.2017 Forderungen Lieferungen und Leistungen 714.136 433.729 14 1.147.879
31.12.2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragliche Vermögenswerte 845.380 490.959 326 1.336.665
Vertragliche Vermögenswerte 99.284 - - 99.284
Forderungen Lieferungen und Leistungen 746.096 490.959 326 1.237.381

Die Kunden wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten der jeweiligen Kundengruppen schätzen die Kreditwürdigkeit bzw. die Fähigkeit, Forderungen innerhalb der nächsten 12 Monate nachzukommen, ab.

Für die 1. Gruppe erfolgt die Wertberichtigung nach dem öffentlichen Rating (S&P/Moody´s bzw. das Implied Rating, nach Bewertungsmodel von Thomson Reuters) und der damit verbundenen Ausfallwahrscheinlichkeit zu den jeweiligen Stichtagen.

Für die 2. Gruppe wird die Ausfallwahrscheinlichkeit über eine Auskunftei ermittelt.

Für die 3. Gruppe wird anhand einer Vergleichsgruppe mit ähnlichen Risikoparametern eine durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt.

F.14.3. Eigenkapitalinstrumente

Die Gesellschaft hält verschiedene Beteiligungen an dritten Unternehmen sowie nicht konsolidierte Beteiligungen an verbundenen/assoziierten Unternehmen. Diese Eigenkapitalbeteiligungen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Seit 2016 hält die Gesellschaft eine Beteiligung an der Haldex AB, die langfristig strategischen Charakter trägt. Für diese Beteiligung übt die Gesellschaft ein Wahlrecht aus und ordnet sie der Kategorie "Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" zu. Für diese Beteiligung werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in der Rücklage für Wertänderungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Für diese Wertänderungen erfolgt in der Zukunft kein OCI-Release bzw. OCI-Recycling. In 2018 wurden keine Anteile an der Haldex AB veräußert. Es wurde für 2018 ein Verlust in Höhe von TEUR 9.596 (2017: TEUR 7.228) erfolgsneutral im OCI erfasst.

Aus dem oben genannten Instrument hat die Knorr-Bremse in der Berichtsperiode eine Dividende in Höhe von TEUR 240 (2017: TEUR 0) erhalten.

Die Tab. 3.69 zeigt die Veränderungen im Eigenkapital.

3.69 Veränderungen im Eigenkapital

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in Tsd. € 31.12.2018 Zeitwert 31.12.2017
Beteiligungen nach FVOCI
HALDEX SE 30.245 39.842
in Tsd. € 31.12.2018 Ertrag/Aufwand 31.12.2017
Wertänderung*
HALDEX SE (9.596) (22.629)

*Ergebnisneutral im OCI erfasst

F.15. Ertragsteuern Tab. 3.70

3.70 Ertragsteuern

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Ertragsteuerforderungen 93.650 67.637
davon kurzfristig 93.650 67.637
Ertragsteuerverbindlichkeiten 130.476 124.845
davon langfristig 92.599 71.704
davon kurzfristig 37.877 53.141

Die kurzfristigen Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 93.650 betreffen die Forderungen aus den laufenden Jahren 2017 und 2018; der Anstieg ist vorwiegend bedingt durch die noch ausstehende Veranlagung des deutschen Organkreises. Bei den langfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die Abbildung von Steuerrisiken aus laufenden und zukünftigen Betriebsprüfungen. Die kurzfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die laufende Steuerberechnung 2018.

G. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme bzw. die Veränderung des Finanzmittelfonds und wird in Übereinstimmung mit IAS 7 (Kapitalflussrechnung) erstellt.

Dabei wird zwischen Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsströme aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden dagegen zahlungsbezogen ermittelt.

Zinsaufwendungen, erhaltene Zuschüsse, sonstige Beteiligungserträge sowie Steuerzahlungen werden im Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

G.1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird ermittelt, indem das Periodenergebnis vor Steuern (einschließlich der Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) um nicht zahlungswirksame Größen, insbesondere um Abschreibungen und Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Wertberichtigungen auf Vorräte und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Zinsaufwendungen, bereinigt und um die sonstigen Veränderungen des kurzfristigen Vermögens, der Verbindlichkeiten ohne Bezug zu Investitions- bzw. Finanzierungstätigkeit sowie der Rückstellungen ergänzt wird. Nach Berücksichtigung der Zinsaufwendungen und Steuerzahlungen sowie der erhaltenen Zuschüsse und sonstigen Beteiligungserträge ergibt sich ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg in 2018 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 45.640 auf TEUR 725.526. Vor dem Hintergrund eines Anstieges des Periodenergebnisses um TEUR 42.215 auf TEUR 629.435 größtenteils als Folge des Umsatzanstiegs um 8 % gegenüber dem Vorjahr, stiegen zugleich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 89.502 gegenüber dem Vorjahr an. Auch bei den Vorratsbeständen ist im Berichtsjahr ein Anstieg um TEUR 87.503 auf TEUR 836.326 zu verzeichnen.

Bei den Veränderungen von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderen Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, ergab sich im Berichtsjahr ein Anstieg in Höhe von TEUR 21.962. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 101.826 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 995.945. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken hingegen um TEUR 148.685 auf TEUR 138.044. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten resultierte auch aus dem Abbau von Steuerverbindlichkeiten aufgrund Zahlung und Rückgang des effektiven Steuersatzes im Konzern. Des Weiteren wirkte in der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugeordnet sind der noch an Federal Mogul zu zahlende Teil des Kaufpreises in Höhe von TEUR 38.000 für den Know-how-Erwerb betreffend der Entwicklung und Herstellung von Reibmaterialien.

In dem Verlust aus der Veräußerung von finanziellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 18.934 sind auch Verluste aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten in Höhe von TEUR 11.615 enthalten.

In den sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres in Höhe von TEUR - 74.128 sind insbesondere unrealisierte Gewinne und Verluste, Effekte aus der Auflösung und Abzinsung von Rückstellungen sowie Effekte auf den Zahlungsmittelbestand aus Fremdwährungsnotierungen enthalten.

Das Net-Working-Capital erhöhte sich im Berichtsjahr um TEUR 79.909 von TEUR 782.014 auf TEUR 861.923.

G.2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ergibt sich aus dem Mittelabfluss für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Finanzanlagen sowie für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und dem Mittelzufluss aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie Finanzanlagen.

Zudem werden Zinseinzahlungen und Mittelabflüsse aus Investitionen in Planvermögen für Pensionen im Bereich der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Bei Veränderungen des Konsolidierungskreises durch Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird der bezahlte Kaufpreis (ohne übernommene Schulden) abzüglich bzw. zuzüglich erhaltenem bzw. abgehendem Zahlungsmittelbestand als Mittelfluss aus Investitionstätigkeit erfasst.

Im Geschäftsjahr 2018 stieg der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit um TEUR 24.180. Dies ergibt sich insbesondere aus dem Anstieg der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände um TEUR 48.458 auf TEUR 93.658 sowie dem Anstieg der Investitionen in Sachanlagevermögen um TEUR 45.348 auf TEUR 230.033. Zudem ergab sich im Berichtsjahr ein Mittelabfluss aus der Veräußerung konsolidierter Unternehmen in Höhe von TEUR 13.679. Dem gegenüber sank der Mittelabfluss für den Erwerb konsolidierter Unternehmen um TEUR 93.313 auf TEUR 3.200. Weiterhin ergab sich ein Mittelzufluss aus Finanzinvestitionen in Höhe von TEUR 499 (im Vorjahr Mittelzufluss insbesondere aus der Veräußerung von Finanzinvestitionen Höhe von TEUR 28.326).

Der Mittelzufluss aus Finanzinvestitionen resultiert im Berichtsjahr aus erhaltenen Dividenden in Höhe von TEUR 499. Der Mittelabfluss aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen in Höhe von TEUR 13.679 beinhaltet neben dem zugeflossenen Kaufpreis in Höhe von TEUR 6.261 für die veräußerte Swedtrac Swedtrac RailService AB Solna/Schweden (Blueprint North) als Teil der Gesamtveräußerungsgruppe Blueprint auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Veräußerungsgruppen Blueprint (TEUR 17.317) und Sydac (TEUR 2.624), die im Rahmen der Veräußerungen abgegangen sind.

Die Veräußerungsgruppen umfassten zum Zeitpunkt des Abgangs die in Tab. 3.71, 3.72 dargestellten Vermögenswerte und Schulden.

3.71 Blueprint

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in Tsd. €
Sachanlagevermögen 1.307
Vorräte 697
Sonstige finanzielle Vermögensgegenstände 491
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.215
Ertragsteuerforderungen 340
Summe Aktiva 8.049
Rückstellungen für Pensionen 145
Sonstige Rückstellungen 590
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 242
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 27.503
Summe Passiva 28.480

3.72 Sydac

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in Tsd. €
Sachanlagevermögen - 
Vorräte - 
Sonstige finanzielle Vermögensgegenstände - 
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände - 
Ertragsteuerforderungen - 
Summe Aktiva - 
Rückstellungen für Pensionen 1.202
Sonstige Rückstellungen 943
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 533
Summe Passiva 2.678

Der Mittelabfluss für den Erwerb konsolidierter Unternehmen in Höhe von TEUR 3.200 betrifft eine Teilzahlung einer bedingten Gegenleistung für die 2017 erworbene Vossloh Kiepe GmbH.

Ursächlich für den Anstieg der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in Sachanlagevermögen sind die Wachstums- und Innovationsprioritäten im Konzern.

Ein Schwerpunkt der Investitionen war die strategische Investition in Form des Erwerbes von Know-how sowie Technologie für die Entwicklung und Herstellung von Reibmaterialien im Schienen- und Industriebereich von Federal Mogul. Darüber hinaus wurden in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge Investitionen in Kapazitätserweiterungen, Gebäude sowie Ersatzinvestitionen unter Nutzung verbesserter Produktivität getätigt. Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge fielen neben Investitionen in Lieferantenwerkzeuge, vor allem Investitionen in neue Produktgenerationen sowie Ersatzinvestitionen an. Darüber hinaus wurden im Konzern Investitionen in weitere IT-Projekte vorgenommen.

G.3. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus dem Saldo von ausgezahlten Gesellschafterdividenden, Ein- und Auszahlungen aus begebenen Anleihen, Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen, aufgenommenen Bankschulden und Darlehen und deren Tilgung und Zinszahlungen, sowie Auszahlungen für die Tilgung von Finance-Lease-Verbindlichkeiten. Darüber hinaus werden im Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit auch Einzahlungen aus Factoring mit Rückgriffsrecht sowie Auszahlungen für die daraus entstehenden Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Mittelzufluss aus Einzahlungen aufgrund des Ausgleichs der dem Factoring zugrunde liegenden Forderungen wird im Cashflow aus operativer Tätigkeit ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich ein Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 286.173, was einen um TEUR 173.894 niedrigeren Mittelabfluss im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Am 7. Juni 2018 wurde eine festverzinsliche Euro-denominierte Anleihe in Höhe von TEUR 750.000 emittiert, was zu einem Mittelzufluss in Höhe von TEUR 744.388 führte. Zudem belaufen sich die Netto-Einzahlungen aus unechtem Factoring im Berichtsjahr auf TEUR 2.818 und liegen damit um TEUR 10.827 unter denen des Vorjahres. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr IPO-Kosten durch den Hauptanteilseigner in Höhe von TEUR 14.850 erstattet, die nach Abzug von Steuern mit einem Betrag von TEUR 10.047 in der Kapitalrücklage als Einlage ausgewiesen werden.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in 2018 resultiert größtenteils aus den an Gesellschafter und Minderheitsgesellschafter gezahlten Dividenden in Höhe von TEUR 898.414. Zudem wurden mit Wirkung zum 20. April 2018 sämtliche von der Ursus Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald/Deutschland (nahestehendes Unternehmen), gehaltenen, stimmrechtslosen Vorzugsaktien an der Tochtergesellschaft Knorr Brake Holding Corporation, Delaware/USA seitens der Knorr Brake Holding Corporation für einen Kaufpreis in Höhe von TUSD 159.600 zurückgekauft, was zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 130.615 im Berichtsjahr führte.

Die Bilanzierung der Bosch Put-Option nach der "Anticipated Acquisition Method" (Erwerbsfiktion) führt innerhalb des Cashflows aus Investitionstätigkeit dazu, dass die gezahlten Dividenden unter den Gezahlten Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 21.089 ausgewiesen werden.

G.4. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds Tab. 3.73

3.73 Finanzmittelfonds am Ende der Periode

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.756.033 1.600.033
Kurzfristig veräußerbare Wertpapiere 51 51
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken (weniger als 3 Monate) (37.389) (21.255)
1.718.695 1.578.829

Im Berichtsjahr ergibt sich aus der Entwicklung der einzelnen Cashflows, nach Bereinigung um wechselkursbedingte Effekte in Höhe von TEUR 3.279 sowie um Effekte aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von TEUR 1.246, im Konzern eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um TEUR 139.865 auf TEUR 1.718.695.

Der in der Kapitalflussrechnung angesetzte Finanzmittelfonds beinhaltet neben den unter F.7. dargestellten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auch kurzfristig veräußerbare Wertpapiere sowie Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten mit Fälligkeiten bis zu drei Monaten, die auf Anforderung jederzeit zurückzahlbar sind.

H. Sonstige Angaben

H.1. Management von finanziellen Risiken

Aufgrund seiner weltweiten operativen Geschäftstätigkeit ist der Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, insbesondere Marktrisiken, Kreditrisiken und Liquiditätsrisiken. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Ziel der Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch ein systematisches Finanzmanagement zu begrenzen. Der Konzern nutzt hierbei insbesondere gezielt derivative Finanzinstrumente, um sich gegen Marktrisiken abzusichern.

Die zentrale Konzernfinanzabteilung ist für das Risikomanagement gemäß der vom Vorstand verabschiedeten Richtlinien verantwortlich. Sie identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand gibt sowohl Richtlinien für das Risikomanagement als auch feste Prinzipien für bestimmte Risikobereiche vor.

H.1.1. Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen aus zukünftigen Transaktionen, welche sowohl den Einkauf von Vorprodukten als auch den Verkauf der Endprodukte beinhalten. Betrachtet werden bilanzierte Forderungen und Verbindlichkeiten wie auch mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Zahlungsströme in Fremdwährung. In untergeordneter Rolle entstehen auch durch Finanzierungen in Fremdwährung Risikopositionen.

Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Dazu wird das Währungsexposure zentralisiert erfasst und eine Sicherung der aggregierten Position mit externen Banken über Devisentermingeschäfte und Optionen durchgeführt. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte, wobei sich der Planungs- und Sicherungshorizont grundsätzlich über drei Jahre erstreckt. Devisentermin- und Optionsgeschäfte werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf, sowie zur Eliminierung des Währungsrisikos für Finanzierungen getätigt. Hedge Accounting wird hierbei nicht angewendet.

Zum Jahresabschluss 2018 nutzen wir anstelle der Sensitivitätsanalyse zur Risikomessung den Value-at-Risk als Hauptrisikomaß zur Ermittlung der Risikopotentiale bei Währungsrisiken in Anlehnung an das Managementreporting. Er gibt den maximalen Verlust an, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums (12 Monate) mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (95 %) nicht überschritten wird. Sowohl die bilanzierten als auch die geplanten Exposures und die Sicherungsgeschäfte gehen in die Analyse mit ein. Der ermittelte Value-at-Risk beträgt EUR 17.785 Mio (im Vorjahr Tab. 3.74).

3.74 Währungsexposure

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31.12.2017
in Tsd. € USD HUF CZK
Operative Exposure 169.386 (120.801) (82.077)
Derivate (122.000) 76.250 37.000

Die Tab. 3.75 stellt die Auswirkung auf das Ergebnis einer Auf- oder Abwertung der Wechselkurse (USD, HUF, CZK) gegenüber EUR um 10 % dar.

3.75 Ergebniseffekt

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31.12.2017
+10
%
-10
%
USD (4.308) 7.051
HUF 4.050 (4.950)
CZK 4.098 (5.009)

Sowohl die bilanzierten als auch die geplanten Exposures und die Sicherungsgeschäfte gehen in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Es bestehen Exposures in weiteren Währungen, die jedoch keinen wesentlichen Ergebniseffekt aufweisen.

H.1.2. Zinsrisiken

Zinsänderungsrisiken treten durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze auf. Sie wirken sich auf die Höhe der Zinsaufwendungen des Konzerns aus. Diese entstehen im Knorr-Bremse Konzern aus variabel verzinslichen finanziellen Verpflichtungen. Zinsrisiken werden in der Zentrale aggregiert und Sicherungen auf Einzelfallebene vorgenommen unter Berücksichtigung von Sicherungszeitraum und Nominalvolumen der Risikoposition.

Zur Absicherung der variablen Bestandteile von Verpflichtungen aus einem Leasing-Vertrag hat der Konzern zwei Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von TEUR 31.203 im Bestand, für welche kein Hedge Accounting angewandt wird.

Zum jeweiligen Stichtag stellt sich die Zinsrisikoposition, welche variabel verzinsliche Guthaben sowie Verbindlichkeiten beinhaltet, gemäß Tab. 3.76 dar.

3.76 Zinsexposure

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Festverzinsliche Finanzschulden 1.413.066 674.633
Variabel verzinsliche Finanzschulden 66.753 57.804
Leasingverbindlichkeiten 33.277 35.977
Zinsderivate 31.203 35.522

Die Tab. 3.77 zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses gegenüber einer Änderung der Zinssätze (um 100 Basispunkte nach oben sowie 25 Basispunkte nach unten) aufgrund der Auswirkung auf variabel verzinsliche Darlehen und Guthaben sowie auf die Zeitwerte von Zinsderivaten.

3.77 Ergebniseffekt der Zinssensitivität

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31.12.2018 31.12.2017
in Tsd. € +100 Bp - 25 Bp +100 Bp - 25 Bp
Variabel verzinsliche Finanzschulden (668) 167 (578) 145
Zinsderivate 1.596 (399) 1.910 (477)
Summe 928 (232) 1.332 (333)

H.1.3. Rohstoffpreisrisiken

Rohstoffpreisrisiken bestehen darin, dass im Produktionsprozess benötigte Rohstoffe (insbesondere Metalle) durch schwankende Marktpreise nur zu höheren Kosten beschafft werden können, ohne dass eine vollumfängliche Preisanpassung bei den Absatzgeschäften erfolgt. Zur Analyse des Rohstoffpreisrisikos werden sowohl die geplanten Einkäufe für Rohstoffe oder Komponenten mit Rohstoffinhalten sowie die entsprechenden Absatzverträge berücksichtigt. Die so ermittelte Risikoposition, das sogenannte Exposure, wird fortlaufend überwacht und auf Einzelfallbasis unter Anwendung von Rohstoffswaps gesichert. Hedge Accounting wird hierbei nicht angewendet.

Das Volumen der Grundgeschäfte bestimmt sich aus dem mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedarf an Rohstoffen über einen rollierenden Planungszeitraum von 2 Jahren. In der Tab. 3.78 werden die Mengen der Rohstoffexposures auf der Einkaufsseite zur Absicherung dieser aufgelistet. Die verbleibende offene Position kann im Wesentlichen verkaufsseitig weitergereicht werden.

3.78 Rohstoffexposure

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in metrischen Tonnen 31.12.2018 31.12.2017
Aluminium 6.441 5.167

Die Tab. 3.79 zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses gegenüber der Rohstoffpreise (Erhöhung/Verringerung des Marktpreises um 10 %).

3.79 Ergebniseffekt der Sensitivität der Rohstoffpreise

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31.12.2018 31.12.2017
in Tsd. € +10
%
- 10
%
+10
%
- 10
%
Aluminium (1.051) 1.051 (1.167) 1.167
Derivative Finanzinstrumente -  -  -  - 
(1.051) 1.051 (1.167) 1.167

H.1.4. Kreditrisiken

Kreditrisiken entstehen aus Geldanlagen bei Banken, operativen Kundenforderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertraglichen Vermögenswerten. Auf Seiten der Kreditinstitute ist das Risiko auf den Kontrahentenausfall bezogen. Auf Kundenseite auf die verspätete, nur teilweise oder gar nicht erfolgende Forderungsbegleichung ohne Kompensation sowie den Zahlungsausfall.

Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es erfolgt eine regelmäßige Beobachtung auf Bankenseite sowie auf Kundenseite. Auf Basis dieses Monitorings werden Entscheidungen über Finanzgeschäfte getroffen. Verträge über derivative Finanzinstrumente und Finanztransaktionen werden nur mit Finanzinstituten hoher Bonität abgeschlossen, um das Kontrahentenausfallrisiko so gering wie möglich zu halten.

Grundsätzlich besteht bei Handelsgeschäften die Gefahr eines möglichen Wertverlustes durch einen Ausfall von Geschäftspartnern wie Banken, Lieferanten und Kunden.

Screening-Prozess der Banken

Das Monitoring der Kern-Banken einschließlich ihrer Rating- bzw. CDS-Entwicklungen, sowie die Verteilung der Geschäftsaktivitäten und Geldanlagen des Konzerns, erfolgt quartalsweise. Dabei wird auch gleichzeitig die Einhaltung der Regelungen in der Richtlinie zum Management von Bankbeziehungen überprüft. Darin ist festgelegt, dass sich nicht mehr als 40 % der Gesamteinlagen bei einer einzelnen Bank befinden darf und grundsätzlich nur Geschäftsbeziehungen zu Banken im Investment Grade Bereich gepflegt werden. Auf dieser Basis werden Finanzanlagen bei Bedarf nachjustiert und angepasst. Somit wird die Annahme des geringen Kreditrisikos durch die Vorgabe der Anlage nur bei Investment Grade gerateten Banken durch regelmäßige Kontrollen unterstützt.

Wertberichtigung bei Geldanlagen

Alle Geldanlagen des Unternehmens befinden sich auf Geschäftskonten weniger, ausgewählter Banken, die überwiegend zum Kreis der Kern- bzw. Hauptgeschäftsbanken des Konzerns gehören. Für alle Kern- und Hauptgeschäftsbanken wird ein öffentliches Issuer Rating über die bekannten Ratingagenturen zur Verfügung gestellt. Für die Wertberichtigung dieser Geldbestände wird die Ausfallwahrscheinlichkeit nach Rating-Skala ermittelt. Die Aktualisierung der Ratingkennziffern und der Ausfallwahrscheinlichkeiten erfolgt jährlich. Tab. 3.80

3.80 Ratings

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
AAA bis A- 681.572 1.030.081
A- bis BBB- 641.212 233.602
Nicht zugeordnet, aber im Investment Grade Bereich 433.249 336.350
1.756.033 1.600.033

Screening-Prozess der Kunden und Lieferanten

Bei der Neuanbahnung von Geschäftsbeziehungen wird grundsätzlich im Vorfeld über öffentliche Quellen - wie z. B. Auskunfteien - eine wirtschaftliche Geschäftsbeurteilung bzw. Credit Opinion eingeholt. Im Verlauf der Geschäftsbeziehung erfolgt der Monitoring Prozess regelmäßig durch automatisierte, systemunterstützte Analysen der Kunden- und Lieferanten- Portfolios. Dabei werden Ausfallwahrscheinlichkeiten und Umsatzvolumina berücksichtigt. Während das Monitoring der Lieferanten gruppenbasiert stattfindet, werden Großkunden auf Einzelbasis geprüft. Es gab keine wesentliche Konzentration des Ausfallrisikos hinsichtlich einzelner Geschäftspartner.

Wertberichtigung der Forderungen

Die Bonitätsstruktur des Forderungsportfolios der Gesellschaft stellt sich in Tab. 3.81 dar.

3.81 Bonitätsstruktur der Forderungen aus Lieferung und Leistung und Vertraglichen Vermögenswerte

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Top Kunden AAA bis A- 437.877 272.999
Top Kunden A- bis BBB- 244.901 161.397
Top Kunden Schlechter BBB- 245.106 107.471
Sonstige Forderungen ohne Ratingzuordnung auf Einzelbasis 408.781 606.012
1.336.665 1.147.879

Zum Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Vereinbarungen, die das maximale Ausfallrisiko begrenzen. Im Betrachtungszeitraum wurden keine Sicherheiten in wesentlichem Umfang vereinnahmt. Die wertmäßige Verschiebung in der Bonitätsstruktur beruht zum einen auf der Veränderung in der Top-Kunden Struktur an sich sowie zum anderen auf eine betragsmäßige Veränderung bei den Bestands-Top Kunden.

Gemäß Umsatzanalyse der Kundenstruktur machen die 30 größten Kunden je Division zusammen den Großteil des gesamten Umsatzes aus. Auf diese Gruppe entfällt somit auch der größte Teil der Gesamtforderungen. Die Bewertung und Ermittlung der Ausfallwahrscheinlichkeiten für die Forderungen dieser Kundengruppe erfolgt detailliert auf Einzelbasis über das öffentliche Issuer Rating, sofern dieses über die Ratingagenturen oder Auskunfteien zur Verfügung steht.

Aufgrund der konzernweiten Länderstruktur bei den Großkunden ist das Länderrisiko durch deren individuelle Einzelbewertung über das Issuer Rating bzw. Auskunfteien mitberücksichtigt. Die Aktualisierung der Daten zum Rating bzw. der Ausfallwahrscheinlichkeit sowie die Ermittlung der 30 größten Kunden je Division erfolgt jährlich. Bei der Gruppe Kunden ohne Rating erfolgt die Bewertung der Ausfallwahrscheinlichkeit auf der Basis des ermittelten Benchmark Spreads für alle Restkunden.

Die ermittelten Ausfallwahrscheinlichkeiten spiegeln die Kreditwürdigkeit des jeweiligen Unternehmens wider. Bei der Wertberichtigung spielen die Fälligkeiten der Forderungen eine untergeordnete Rolle, da die zugrunde liegende durchschnittliche Laufzeit der Forderungen im Unternehmen im Wesentlichen im kurzfristigen Bereich liegen.

Es gab keine wesentliche Konzentration eines Ausfallrisikos hinsichtlich eines Geschäftspartners oder einer klar abgrenzbaren Gruppe von Geschäftspartnern. Zum Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Vereinbarungen, die das maximale Ausfallrisiko begrenzen.

H.1.5. Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken bestehen darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht termingerecht beschafft werden können.

Im Knorr-Bremse Konzern entstehen Liquiditätsrisiken aus Zahlungsverpflichtungen operativer Transaktionen oder Finanzierungsverpflichtungen. Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen. Liquiditätsbedarfe aus der Geschäftstätigkeit der nächsten drei Monate werden wöchentlich rollierend und währungsdifferenziert in der kurzfristigen Liquiditätsplanung ermittelt. In dieser Planung werden die präzisierten erwarteten Cashflows berücksichtigt.

Im Rahmen der zweimal jährlich stattfindenden Mittelfristplanung, mit einem Planungshorizont für drei Jahre, wird der Liquiditätsbedarf basierend auf den prognostizierten Cashflows ermittelt. Mit Hilfe dieses Prozesses können bei Veränderungen im Finanzierungsbedarf frühzeitig geeignete Maßnahmen getroffen werden.

Im Konzern werden ausreichende Liquide Mittel zur Bedienung der Zahlungsverpflichtungen vorgehalten. Darüber hinaus bestehen Kredit-, Kontokorrent- und Avallinien in Höhe von insgesamt EUR 2.070,7 Mio., davon sind EUR 150,0 Mio. Mittelfristlinien. Die Börse Luxemburg genehmigte am 21. September 2017 die Erhöhung des bestehenden Debt Issuance Programm der Gesellschaft auf insgesamt EUR 1.500 Mio. mit einer Programmlaufzeit bis 30. September 2018. Dieses Programm wurde in 2018 nicht weiter verlängert. Es handelt sich dabei um eine Dokumentationsplattform für die Begebung von Anleihen und anderen Schuldpapieren. Auf dieser Basis emittierte die Gesellschaft am 14. Juni 2018 eine weitere Unternehmensanleihe mit einem Volumen von EUR 750 Mio., die in 2025 fällig ist.

In Tab. 3.84 werden die vertraglichen Restlaufzeiten der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 einschließlich geschätzter Zinszahlungen dargestellt. Es handelt sich um nicht diskontierte Bruttobeträge inklusive geschätzter Zinszahlungen.

3.84 Fälligkeiten

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in Tsd. € Buchwert Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
Geschäftsjahr 2018
Derivative Finanzinstrumente (27.157) (27.157) (14.716) (6.866) (5.575)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (229.819) (240.031) (49.970) (157.612) (32.450)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile (379.616) (379.616) (379.616) - - 
Anleihen und Schuldverschreibungen (1.247.521) (1.321.349) (15.727) (538.748) (766.874)
Kaufpreisverbindlichkeiten (38.000) (38.000) - (38.000) - 
Leasingverbindlichkeiten (33.277) (41.949) (6.494) (18.235) (17.220)
übrige finanzielle Verbindlichkeiten (217.063) (217.063) (200.146) (10.742) (6.175)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (995.945) (995.945) (995.945) - - 
(3.168.398) (3.261.110) (1.662.613) (770.203) (828.294)
Geschäftsjahr 2017
Derivative Finanzinstrumente (7.308) (7.308) (994) (82) (6.233)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (230.567) (240.722) (46.142) (175.582) (18.998)
Verbindlichkeiten aus Optionen auf Minderheitenanteile (379.616) (379.616) (379.616) -  - 
Anleihen und Schuldverschreibungen (497.390) (510.000) (2.500) (507.500) - 
Leasingverbindlichkeiten (35.977) (45.640) (6.680) (19.360) (19.601)
übrige finanzielle Verbindlichkeiten (158.843) (158.843) (150.611) (8.232) - 
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (894.119) (894.119) (894.119) -  - 
(2.203.820) (2.236.248) (1.480.662) (710.755) (44.832)

H.2. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erwerb einer 50 %-Beteiligung an der Sentient IP AB

Die Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH erwarb mit Wirkung zum 1. Februar 2019 eine 50 %ige Beteiligung an der Sentient IP AB, Göteborg, Schweden von der Sentient AB, Göteborg, Schweden. Der Gesamtkaufpreis wurde zum Transaktionszeitpunkt auf EUR 15 Mio. geschätzt und enthält eine fixe Kaufpreiszahlung sowie variable Kaufpreiszahlungen in Abhängigkeit von der künftigen Entwicklung der Gesellschaft. Der fixe Kaufpreisbestandteil in Höhe von TEUR 4.667 wurde bereits zum Transaktionszeitpunkt bezahlt. Auf Basis dieser strategischen Investition kann Knorr-Bremse nunmehr die Weiterentwicklung der von Sentient AB eingebrachten Software und IP-Rechte im Lenkungsbusiness umsetzen.

Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an der RailVision, Ra'anana

Knorr-Bremse erwarb mit Wirkung zum 14. März 2019 im Rahmen einer strategischen Investition in Höhe von TEUR 8.734 einen Anteil von 21,3 % an dem israelischen Start-up-Unternehmen RailVision, Ra'anana, Israel. RailVision entwickelt auf Video- und Infrarottechnik basierende Systeme zur Hinderniserkennung für Schienenfahrzeuge, die eine bedeutende Technologie zur Realisierung von automatisierten Fahrfunktionen sind.

Erwerb der Snyder Equipment Company

Die NEW YORK AIR BRAKE LLC (NYAB) hat mit Wirkung zum 15. März 2019 alle Vermögenswerte und Teile der Verbindlichkeiten der Snyder Equipment Company, Inc. USA für einen Kaufpreis in Höhe von TEUR 16.205 übernommen. Snyder, mit Sitz in Nixa, Missouri, ist ein branchenführender Hersteller von Betankungsanlagen und Serviceausrüstung für Lokomotiven und zudem tätig für die industrielle Aufarbeitung (Remanufacturing) von Lokkomponenten. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf den Nachmarkt.

Erwerb der Hitachi Automotive Systems, Ltd.

Durch die Vorlage der kartellrechtlichen Zustimmung wird die Übernahme der japanischen Gesellschaft Hitachi Automotive Systems, Ltd. durch die Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding), Ltd. voraussichtlich am 29. März 2019 abgeschlossen sein. Der Kaufpreis, der im Bereich Lenksysteme für Nutzfahrzeuge tätigen Gesellschaft, beläuft sich auf voraussichtlich EUR 165 Mio., aus dem sich voraussichtlich ein Firmenwert in Höhe von EUR 55 - 60 Mio. ergibt. Durch diese Investition erweitert Knorr-Bremse sein Portfolio an Lenksystemen sowie an Systemlösungen im Bereich Fahrerassistenzen und Hochautomatisiertes Fahren. Darüber hinaus schafft der Konzern einen verbesserten Zugang zum japanischen und südostasiatischen Markt.

H.3. Anzahl Mitarbeiter Tab. 3.82

3.82 Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

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Anzahl 2018 2017
Lohnempfänger 15.513 13.920
davon für Leasingpersonal 2.726 2.469
Gehaltsempfänger 13.270 12.792
davon für Leasingpersonal 350 432
Auszubildende 199 198
28.983 26.910

H.4. Honorar des Abschlussprüfers Tab. 3.83

3.83 Honorar des Abschlussprüfers

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in Tsd. € 2018 2017
Abschlussprüfungsleistungen 5.513 1.963
Andere Bestätigungsleistungen 1.507 120
Andere Beratungsleistungen 5.790 11.353
12.810 13.436

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der KPMG AG WPG bezog sich vor allem auf die Prüfungen der Jahres- und Konzernabschlüsse der Knorr-Bremse AG sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen ihrer Tochterunternehmen einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen. Zudem erfolgten prüfungsintegriert drei projektbegleitende IT-Prüfungen.

Andere Bestätigungsleistungen betreffen die Erteilung eines Comfort Letters und gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen, wie EMIR-Prüfungen nach § 20 WpHG, Mittelverwendungsprüfungen, Umsatzbescheinigungen und andere vertraglich vereinbarte Bestätigungsleistungen.

Die sonstigen Leistungen betreffen zusätzliche qualitätssichernde Prüfungshandlungen im Zusammenhang mit der IFRS-Conversion sowie Beratungs- und Schulungsleistungen in Corporate Governance Angelegenheiten, in der Vorbereitung des Börsengangs und im Zusammenhang mit forensischen Untersuchungen.

H.5. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen oder Unternehmen, die von der Knorr-Bremse AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die Knorr-Bremse AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der Knorr-Bremse AG stehen. Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

H.5.1. Mutterunternehmen und oberste beherrschende Partei

Der Konzern wird unmittelbar von der KB Holding GmbH, Grünwald, Deutschland (nachfolgend "KB Holding") beherrscht, die 70,16 % der Aktien des Konzerns hält. 5 % der Aktien, die bisher durch die Ursus Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald/Deutschland (nachfolgend "Ursus") gehalten wurden, wurden mit Wirkung zum 24. Oktober 2018 auf die KB Holding übertragen.

Die Anteile an der KB Holding werden von der TIB Vermögens- und Beteiligungsholding GmbH, Grünwald, Deutschland (nachfolgend "TIB") gehalten, deren Anteile wiederum mehrheitlich von der Stella Vermögensverwaltungs GmbH, Grünwald, Deutschland (nachfolgend "Stella") gehalten werden. Stella ist das oberste beherrschende Mutterunternehmen.

Die oberste beherrschende Partei des Konzerns ist Herr Heinz Hermann Thiele.

H.5.2. Nahestehende Unternehmen und Personen

Sämtliche nahestehenden Unternehmen, die vom Konzern beherrscht werden können oder auf die vom Konzern ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, sind im Anhang unter Kapitel H.13. Anteilsbesitzliste angegeben.

Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Knorr-Bremse AG und ihren in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, die nahestehende Unternehmen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften steht der Konzern im Rahmen seiner üblichen Geschäftstätigkeit auch mit anderen nicht einbezogenen Unternehmen sowie assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen in Beziehung, die als dem Konzern nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 gelten.

H.5.3. Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen

Das Management in Schlüsselpositionen besteht aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen umfasst: Tab. 3.85

3.85 Vergütung des Managements

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in Tsd. € 2018 2017
Vergütung des Vorstandes
Kurzfristig fällige Leistungen 9.550 7.001
Leistungen nach Beendigung des Arbeitnehmerverhältnisses 1.587 1.693
Andere langfristig fällige Leistungen 800 -
11.937 8.694
Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats
Kurzfristig fällige Leistungen 1.042 620
1.042 620
Summe 12.979 9.314
Davon kurzfristig fällige Leistungen 10.592 7.621

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes enthielt Gehälter, Sachleistungen und Beiträge in leistungs- und beitragsorientierte Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses betrafen die Dienstzeitaufwendungen der Pensionsrückstellungen sowie die Aufwendungen für beitragsorientierte Leistungspläne für im Geschäftsjahr aktive Vorstandsmitglieder.

Die anderen langfristig fälligen Leistungen beinhalten den Aufwand aus dem LTI des Vorstandes. Die Vorstandsmitglieder erhielten in 2018 die Zusage, im Geschäftsjahr 2021 zwischen 0 % und 200 % des jeweiligen Zielwerts als langfristige variable Vergütung zu erhalten. Die Auszahlung basiert auf dem erzielten Economic Value Added (EVA) des KB-Konzern im Geschäftsjahr 2020 verglichen mit dem EVA im Geschäftsjahr 2017. Der Anspruch auf den LTI besteht grundsätzlich nur, wenn die Bestellung fortbesteht bzw. aus bestimmten, festgelegten Gründen beendet wird.

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands gemäß § 314 Abs.1 Nr.6 i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen 2018 TEUR 1.042 (2017: TEUR 620). Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen gemäß DRS 17 in 2018 TEUR 10.037 (2017: TEUR 7.189).

Den früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen wurden im Geschäftsjahr Gesamtbezüge von TEUR 2.742 (2017: TEUR 3.376) gewährt. Die Pensionsrückstellungen betrugen TEUR 52.555 (2017: TEUR 51.345).

H.5.4. Verkauf von Waren und Dienstleistungen Tab. 3.86

3.86 Verkauf von Waren und Dienstleistungen

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in Tsd. € 2018 2017
Verkauf von Waren und Dienstleistungen
Mutterunternehmen (Weiterbelastung von Beratungsleistungen) -  3.179
Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblicher Einfluss das Unternehmen steht (diverse Dienstleistungen) -  167
Assoziierte Unternehmen 86.469 72.152
Oberste beherrschende Partei (diverse Dienstleistungen) 990 1.168
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen 8.491 7.415
95.950 84.081

Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen an nahestehende Unternehmen und Personen umfasst Rechtsgeschäfte im Rahmen und außerhalb gewöhnlicher Liefer- und Leistungsbeziehungen. Von den Dienstleistungen an die Oberste beherrschende Partei entfielen TEUR 757 (in 2017: TEUR 996) auf erstattete Auslagen.

H.5.5. Kauf von Waren und Dienstleistungen Tab. 3.87

3.87 Kauf von Waren und Dienstleistungen

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in Tsd. € 2018 2017
Kauf von Waren und Dienstleistungen
Assoziierte Unternehmen 10.744 3.792
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 470 659
Oberste beherrschende Partei (Beratungsleistungen) 3.012 1.861
Oberste beherrschende Partei (Mieten) 2.427 2.308
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen (Mieten) 960 825
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen (Waren) 1.000 - 
18.613 9.445

Der Kauf von Waren und Dienstleistungen umfasste Rechtsgeschäfte im Rahmen und außerhalb gewöhnlicher Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Waren und Dienstleistungen (inklusive Mieten) wurden zu marktüblichen Konditionen von den nahestehenden Unternehmen und Personen bezogen.

Beratungsleistungen, die von der obersten beherrschenden Partei bezogen wurden, betrafen insbesondere die Beratung des Vorstands zu laufenden Angelegenheiten sowie die Betreuung und Pflege wichtiger Kundenbeziehungen.

Die Beratungsleistungen wurden im Rahmen des bestehenden Beratervertrages mit der Knorr-Bremse AG, zuletzt geändert am 31. August 2018, sowie eines mit Wirkung zum 1. April 2018 geschlossenen Beratervertrages mit der Knorr Brake Holding Corporation, USA, erbracht und vergütet.

H.5.6. Sonstige Geschäftsvorfälle Tab. 3.88

3.88 Sonstige Geschäftsvorfälle

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in Tsd. € 2018 2017
Verkauf von Grundstücken und sonstigen Vermögensgegenständen an Nahestehende Unternehmen 13.193 29.520
Oberste beherrschende Partei 457 5.135
13.650 34.655
Einzahlung in die Kapitalrücklage (Übernahme von IPO-Kosten) von Muttergesellschaft (KB Holding) 14.850 - 
Spenden an Nahestehende Unternehmen (Knorr-Bremse Global Care e. V.) 1.793 1.503
1.793 1.503
Ausschüttungen an Muttergesellschaft (KB Holding) 807.690 345.800
Minderheitsgesellschafter (Ursus) 42.510 26.205
Oberste beherrschende Partei 1.214 1.214
851.414 373.219
Weiterer Geschäftsvorfall
Erwerb Aktien (Preferred shares) KB US Holding 130.615 - 
Erwerb Anteile Vossloh Kiepe -  73.619
130.615 73.619

Im September 2018 verkaufte die Black River Logistics Company LLC, eine mittelbare Tochtergesellschaft der KB AG, nicht betriebsnotwendiges Logistikvermögen an die Stella zu einem Kaufpreis von TEUR 13.193 (TUSD 15.000). Der Kaufpreis beruht auf einer Marktanalyse eines unabhängigen externen Experten. Im April 2018 erwarb die Knorr Brake Holding Corporation, Delaware, (KB US Holding) von der Ursus deren Minderheitsbeteiligung an der Knorr Brake Holding Corporation in Höhe von 10,71 % des ausstehenden Kapitals in Form von 600 Aktien (Series A Preferred Stock) mit einem Nennbetrag von $ 0,01 pro Aktie. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 130.615 (TUSD 159.600) basiert auf einem Gutachten eines unabhängigen externen Experten.

H.5.7. Offene Posten mit nahestehenden Unternehmen, Personen und dem Management Tab. 3.89

3.89 Offene Posten mit nahestehenden Unternehmen, Personen und dem Management

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen gegen
Assoziierte Unternehmen 29.341 30.078
Muttergesellschaft (KB Holding) -  3.179
Minderheitsgesellschafter (Ursus) -  167
Nahestehende Unternehmen 22.196 20.558
Oberste beherrschende Partei 3.327 549
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 23 - 
54.887 54.531
Verbindlichkeiten gegenüber
Assoziierte Unternehmen 1.140 1.218
Nahestehende Unternehmen 6.754 6.488
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 383 520
8.277 8.226

Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen resultieren aus Lieferungen und Leistungen, sowie aus Grundstücksverkäufen. Darin sind TEUR 3.275 sonstige Vermögenswerte (aktiver Rechnungsabgrenzungsposten) für noch zu erbringende Beratungsleistungen enthalten.

Die Forderungen sind ungesichert und werden in bar beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben, noch wurden solche erhalten. Es wurden keine Wertminderungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen im aktuellen Geschäftsjahr oder den vorherigen Geschäftsjahren vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und der obersten beherrschenden Partei resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen die Beteiligung einer stillen Gesellschaft. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Management in Schlüsselpositionen bestehen aus der Vergütung für Beratungsleistungen und für Aufsichtsratsmandate bei Konzernunternehmen. Die Verbindlichkeiten sind zinslos.

H.6. Organe der Gesellschaft

H.6.1. Vorstand der Knorr-Bremse AG

Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender

Verantwortlich für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge (bis 31. August 2018), Personal, Unternehmensentwicklung und Kommunikation

Aufsichtsratsvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München

Ralph Heuwing

Verantwortlich für die Ressorts Finanzen, Controlling, Recht, Investor Relations, Interne Revision und IT

Vorstandsvorsitzender der Knorr Brake Holding Corporation, Watertown

Mitglied des Aufsichtsrats der Management Capital Holding, München

Mitglied des Verwaltungsrats der Ivoclar Vivadent AG, Schaan bis Juni 2018

Mitglied des Aufsichtsrats der Ringmetall AG, München

Dr. Peter Laier

Verantwortlich für die Division Systeme für Nutzfahrzeuge

Aufsichtsratvorsitzender der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München

Dr. Jürgen Wilder (seit 1. September 2018)

Verantwortlich für die Division Systeme für Schienenfahrzeuge

Vorsitzender der Geschäftsführung der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH

H.6.2. Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG

Heinz Hermann Thiele, München

Ehrenvorsitzender

Unternehmer

Prof. Dr. Klaus Mangold, Stuttgart (seit 1. September 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender

Selbständiger Unternehmer

Hans-Georg Härter, München (bis 31. August 2018)

Aufsichtsratsvorsitzender

Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG, i. R.

Franz-Josef Birkeneder*, Aldersbach

1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

Werkleiter Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, Standort Aldersbach

Kathrin Dahnke, Bielefeld

Mitglied des Aufsichtsrats seit 29. Mai 2018

Weiterer Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrats seit 12. Juli 2018

Mitglied des Vorstands der Wilh. Werhahn KG

Michael Jell*, München

Freigestellter Betriebsratsvorsitzender der

Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Knorr-Bremse AG

KB Media GmbH

Dr. Wolfram Mörsdorf, Essen

Mitglied des Vorstands der ThyssenKrupp AG, i. R.

Werner Ratzisberger*, Aldersbach

Projektingenieur mechanische Bearbeitung/Oberfläche

Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Sebastian Roloff*, München (bis 31. März 2018)

Rechtsanwalt bei der IG Metall, Verwaltungsstelle München

Erich Starkl*, Passau

2. Bevollmächtigter der IG Metall, Verwaltungsstelle Passau

Julia Thiele-Schürhoff, München

Vorsitzende des Vorstands von Knorr-Bremse Global Care e.V.

Wolfgang Tölsner, Uetersen

Unternehmensberater

Georg Weiberg, Stuttgart

Leiter Entwicklung Daimler Trucks, i. R.

Günter Wiese*, Berlin

Freigestellter Betriebsrat der Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, Werk Berlin

Die externen Mandate der Aufsichtsratmitglieder sind unter https://www.knorr-bremse.com/de/unternehmen/management abrufbar.

* Arbeitnehmervertreter

H.7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Tab. 3.90

3.90 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in Tsd. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
31.12.2018
Miet- und Leasingverpflichtungen 42.221 123.159 76.957 242.337
Investitionsprojekte 19.379 11.618 - 30.998
Großreparaturen/Wartungsarbeiten 3.133 495 - 3.628
Sonstige Verpflichtungen 25.062 4.473 - 29.535
89.796 139.744 76.957 306.498
31.12.2017
Miet- und Leasingverpflichtungen 36.896 81.207 64.328 182.431
Investitionsprojekte 11.890 825 -  12.715
Sonstige Verpflichtungen 16.773 859 -  17.632
65.559 82.891 64.328 212.778

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft setzen sich im Wesentlichen aus Leasingvereinbarungen zusammen. Die Gesellschaft hält Leasingverträge hauptsächlich für Geschäfts- und Produktionsgebäude. Weiterhin bestehen Leasingvereinbarungen für Dienstwagen und Gabelstapler. Es sind keine besonderen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen der Leasingverträge vorhanden. Weitere Angaben zu Operating- und Finanzierungsleasing sind unter Kapitel H.11. vermerkt.

Das Operating-Leasing ermöglicht eine alternative Finanzierung zum Fremdkapital von Kreditinstituten, wobei keine Abbildung der Leasingvereinbarungen in der Bilanz erfolgt, da diese dem Leasinggeber zugeordnet werden. Die Leasing-Raten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Betriebsausgabe berücksichtigt.

Der Anstieg der Leasingvereinbarungen zwischen 2017 und 2018, insbesondere bei den Laufzeiten von 1-5 Jahren, ist darauf zurückzuführen, dass neue Leasingverhältnisse für Grundstücke und Gebäude in Russland, Japan und Italien geschlossen wurden.

In den sonstigen Verpflichtungen sind Kreditzusagen und Bankbürgschaften enthalten.

H.8. Eventualverbindlichkeiten Tab. 3.91

3.91 Eventualverbindlichkeiten

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in Tsd. € 2018 2017
Bürgschaften 18.353 23.226
Garantien 356 1.451
Sonstige - 2.352
18.709 27.028

Eventualverbindlichkeiten (Contingent Liabilities) bzw. Haftungsverhältnisse führen zu möglichen Verpflichtungen, die aufgrund des Eintritts potentieller zukünftiger Ereignisse nicht beeinflusst werden können. Dies sind ebenso Verpflichtungen, bei denen die Höhe nicht hinreichend bestimmt werden kann.

Die Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft weisen Bürgschaften und Garantien auf. Es wurden Bürgschaften für ausstehende Bankschuldverschreibungen, Leistungsgarantien für Banken sowie eine Mietbürgschaft für Betriebs-/Fabrikgebäude vergeben. Besonders die Mietbürgschaft weist mit TEUR 1.900 einen hohen Betrag auf (2017: TEUR 2.600). Die zugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeiten wurden in 2018 aufgrund der anhaltend stabilen Geschäftsentwicklung des Kreditnehmers als gering eingeschätzt.

Garantien bestehen in Ungarn bezüglich Kundenverträgen für Produkte.

H.9. Rechtsstreitigkeiten

Bosch Schiedsverfahren

Mit Schreiben vom 21. Juni 2018 erklärte die Robert Bosch GmbH die Ausübung der Verkaufsoption bezüglich ihrer Minderheitsbeteiligung an der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH. und initiierte mit Schiedsanzeige vom 17. September 2018 ein Schiedsverfahren mit dem Ziel der Durchsetzung dieser Verkaufsoption. Das Schiedsverfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium. Mit einer Entscheidung wird frühestens in einigen Monaten gerechnet.

Wir erwarten zum Anfang April 2019 eine Klageerweiterung der Robert Bosch GmbH, mit der Bosch Schadensersatzanspruch gerichtet auf vollständige Ausschüttung des Bilanzgewinns der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH geltend machen wird. Nach unserer Einschätzung wird Bosch diesen Anspruch nicht durchsetzen können.

Untersuchungen des U.S. Department of Justice

Am 3. April 2018 gab das U.S. Department of Justice, Antitrust Division ("DOJ") bekannt, dass es mit der Knorr-Bremse AG und der Westinghouse Air Brake Technologies Corporation ("Wabtec") eine Einigung hinsichtlich des Vorwurfs nicht gesetzeskonformer Vereinbarungen, Mitarbeiter nicht abzuwerben, erzielte.

In Folge der Einigung mit dem DOJ reichten mehrere Angestellte Sammelklagen gegen die Knorr-Bremse AG, Wabtec sowie einzelne ihrer Tochterunternehmen ein. Ziel der Sammelklagen ist es, Schadenersatz zur Kompensation der Angestellten für verminderte Bezahlung - aufgrund der angeblichen Vereinbarung zwischen den oben genannten Beteiligten, Mitarbeiter nicht abzuwerben - zu erlangen.

Aufgrund des frühen Stadiums der Sammelklagen ist die Ermittlung eines verlässlichen Betrages für eine Rückstellung für potentielle Ansprüche nicht möglich. Eine Rückstellungsbildung hierfür erfolgte zum 31. Dezember 2018 daher nicht.

Verwaltungsverfahren in Brasilien gegen Knorr-Bremse Sistemas gegen Veiculos Comerciais Brasil Ltda.

Am 27. September 2016 leitete die brasilianische Kartellbehörde ein Verwaltungsverfahren gegen die Konzerngesellschaft Knorr-Bremse Sistemas für Veiculos Comerciais Brasil Ltda., Itupeva / Brasilien ("KKB") und mehrere ihrer Wettbewerber in Brasilien ein. Die Vorwürfe gegen KBB beschränken sich auf einen angeblich unzulässigen Informationsaustausch und betreggen kein Kartellverhalten. Da sich das Verfahren noch in einem frühen Stadium befindet, kann zu diesem Zeitpunkt keine verlässliche Aussage über die Erfolgswahrscheinlichkeit oder die möglichen Folgen eines nachteiligen Ergebnisses des Verfahrens gemacht werden.

Ermittlungsverfahren gegen Microelettrica Scientifica S.p. a.

Die italienischen Strafverfolgungsbehörden haben mit Schreiben vom 19. März 2019 mitgeteilt, dass das Ermittlungsverfahren gegen Microelettrica Scientifica S.p. a., Buccinasco/Italien ("Microelettrica"), frühere Mitglieder des Verwaltungsrats der Microelettrica sowie ein Mitglied des Managements von drei russischen Konzerngesellschaften im Zusammenhang mit Provisionszahlungen an einen Agenten wegen Lieferungen an einen russischen Kunden abgeschlossen wurde und gegen Microelettrica Anklage erhoben wird wegen angeblicher Verletzung interner Regeln zur Vermeidung von Korruptionshandlungen durch die zuvor genannten Personen.

Da das gerichtliche Verfahren noch nicht eröffnet wurde und da Knorr-Bremse der Ansicht ist, dass Microelettrica geeignete Präventionsmaßnahmen gegen Korruption getroffen und daher den italienischen Gesetzen entsprochen habe, erfolgte keine Rückstellungsbildung zum 31. Dezember 2018.

H.10. Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die öffentlichen Zuwendungen beinhalten sowohl Zuschüsse für Struktur- und Wirtschaftsförderung als auch Förderungen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

Zuwendungen für Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR 1.850 (2017: TEUR 1.697) erfasst.

Erfolgsbezogene Zuwendungen wurden in 2018 in Höhe von TEUR 5.310 (2017: TEUR 3.568) erfolgswirksam erfasst. Der Anstieg im Geschäftsjahr 2018 ist primär auf neu hinzugekommene Zuwendungen aus dem Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsfonds an ungarische Tochtergesellschaften zurückzuführen. Grundsätzlich werden die erfolgsbezogenen Zuwendungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

H.11. Leasingverhältnisse

Die Gesellschaft tritt als Leasingnehmer sowohl bei Finanzierungsleasingverträgen als auch bei Operating-Leasingverträgen auf.

H.11.1. Finanzierungsleasing Tab. 3.92

3.92 Finanzierungsleasing

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in Tsd. € 31.12.2018 31.12.2017
Grundstücke und Gebäude 22.489 26.871
Technische Anlagen und Maschinen 924 1.273
Sonstige Vermögenswerte 4.623 3.919
Vermögenswerte 28.036 32.063
2018 2017
Abschreibungen 3.930 4.159
Zinsaufwendungen 1.639 1.507
Aufwendungen 5.569 5.665
Als Aufwand erfasste Eventualmietzahlungen 289 43

Der Nettobuchwert von Vermögenswerten infolge von Finanzierungsleasingverhältnissen zum 31. Dezember 2018 wird im Folgenden angegeben. Im Wesentlichen hat die Gesellschaft Finanzierungsleasing-Verhältnisse für Grundstücke und Geschäfts- und Produktionsgebäude mit einer Laufzeit von 10 bis 20 Jahren abgeschlossen. Ein wesentlicher Anteil dieser Grundstücke und Gebäude verteilt sich auf die Gesellschaften Knorr-Bremse GmbH/Österreich, Knorr-Bremse Systemes Ferroviaires France S.A./Frankreich, Knorr-Bremse Commercial Vehicle Japan Ltd., Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH/Deutschland und Knorr-Bremse Rail Systems Ltd./Großbritannien.

Im Geschäftsjahr 2018 ist insgesamt ein Rückgang der Nettobuchwerte aus Finanzierungsleasing um 12,6 % auf TEUR 28.036 (2017: TEUR 32.063) zu verzeichnen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf den Abgang aus Unternehmensverkäufen zurück zu führen.

Die Tab. 3.93 zeigt die Überleitung von der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert am Bilanzstichtag.

3.93 Finanzierungsleasing - Überleitungsrechnung der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zum Barwert

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in Tsd. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt 31.12.2018
Mindestleasingzahlungen zum Abschlussstichtag 6.494 18.235 17.220 41.949
./. Enthaltene Zinsen 1.387 4.014 3.270 8.672
Barwert der Mindestleasingzahlung 5.107 14.221 13.950 33.277
Künftige Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird - - - -
31.12.2017
Mindestleasingzahlungen zum Abschlussstichtag 6.577 19.136 19.601 45.314
./. Enthaltene Zinsen 1.245 4.187 3.905 9.338
Barwert der Mindestleasingzahlung 5.332 14.949 15.696 35.976
Künftige Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird -  -  -  - 

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen ergibt sich im Wesentlichen aus den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen für Grundstücke und Geschäfts- und Produktionsgebäude der Gesellschaften Knorr-Bremse GmbH/Österreich, Knorr-Bremse Systemes Ferroviaires France S.A./Frankreich, Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH und Knorr-Bremse Rail Systems/Großbritannien. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 betragen die Mindestleasingzahlungen für Grundstücke und Gebäude TEUR 22.489. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf einen auslaufenden Vertrag in einer tschechischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen.

In 2018 hat der Konzern keine neuen Sale-and-Lease-Back-Transaktionen abgeschlossen. Ein bereits seit 2009 bestehendes Sale-and-Lease-Back Verhältnis ist als Finanzierungsleasing klassifiziert und ist in der Tabelle mit abgebildet.

H.11.2. Operating-Leasingverhältnisse Tab. 3.94, 3.95

3.94 Operating Leasing

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in Tsd. € Weniger als 1 Jahr Zwischen 1 und 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Summe
31.12.2018
Ausstehende Mindestleasingzahlungen 42.221 123.159 76.957 242.337
Ausstehende Mindestleasingzahlungen aus Untervermietung (unkündbar) - - - -
31.12.2017
Ausstehende Mindestleasingzahlungen 36.896 81.207 64.328 182.430
Ausstehende Mindestleasingzahlungen aus Untervermietung (unkündbar) 389 360 -  749

3.95 Erträge und Aufwendungen

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2018 2017
in Tsd. € Erträge Aufwendungen Erträge Aufwendungen
Mindestleasingzahlungen 262 47.463 38 41.142
Eventualmietzahlungen - 17 -  2.390
Untervermietungszahlungen - 105 - -
262 47.585 38 43.531

Zum 31. Dezember 2018 stehen die folgenden künftigen Mindestleasingzahlungen im Rahmen von unkündbaren Leasingverhältnissen aus.

Der Konzern least eine Reihe von Produktionsgebäuden und Anlagen im Rahmen von langfristig abgeschlossenen Operating-Leasingverhältnissen. Ein weiterer, wesentlicher Anteil an den Mindestleasingzahlungen entsteht aus Operating-Leasingverhältnissen über Gabelstapler und Dienstwagen, welche in der Regel eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahren aufweisen. Der Anstieg der ausstehenden Mindestleasingzahlungen im Geschäftsjahr 2018, insbesondere bei Laufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren, ist darauf zurückzuführen, dass der Effekt von neu abgeschlossenen Leasingverhältnissen durch auslaufende, nicht prolongierte Vereinbarungen überkompensiert wird. Es bestehen keine untypischen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen.

H.12. Anteilsbasierte Vergütungen

2009 wurden in Südafrika Anteile an zwei "Black Empowerment Entities" ausgegeben. Dabei handelt es sich um anteilsbasierte Vergütungen im Sinne des IFRS 2, welche als Transaktionen mit Eigenkapitalausgleich zu klassifizieren sind.

Knorr-Bremse (South Africa) (Pty) Ltd hat die Ausgabe eigener Anteile vollständig finanziert. Die Finanzierung sollte durch die Vereinnahmung von Dividenden auf diese Anteile bezahlt werden. Die an die "Black Empowerment Entities" transferierten Rechte wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bemessen. Für den Fall, dass diese den beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Zahlungen und der sonstigen Vermögenswerte übersteigen, wird die Differenz als Aufwand gezeigt.

Da keine finanziellen Beiträge durch die Anteilseigner der "Black Empowerment Entities" vorzunehmen waren, lagen die Kosten und das gewährte Eigenkapitalinstrument auf gleicher Höhe.

Der beizulegende Zeitwert wurde wie folgt bestimmt:

Um die Kosten nach IFRS 2 im Hinblick auf das Optionspreismodell zu berechnen, wurde das Black-Scholes Model herangezogen.

Die Laufzeit der Option beträgt zwölf Jahre.

Der Barwert repräsentiert 25 % des diskontierten Cashflows der Eigenkapitalbewertung der Gesellschaft zum 1. Januar 2009.

Mit Ausübungspreis beim Verfallstag.

Der risikofreie Zins wurde mit 8,9 % angenommen.

Es wurde eine Volatilität von 30 % basierend auf einer Analyse des Sektors in dem die Gesellschaft agiert angenommen.

Es wurde eine Dividendenrendite von 5,5 % basierend auf diskreten Dividendenprognosen und einem Unternehmenswachstum von 10 % pro Jahr angenommen.

Auf diesen Grundlagen belief sich der Eigenkapitaleffekt zum 1. Januar 2014 aus der anteilsbasierten Vergütung auf TEUR 1.707.

Im Jahr 2017 und Anfang des Geschäftsjahres 2018 wurden Änderungen in der Aktionärsstruktur vorgenommen. Die Anteile von zwei Black Empowerment Gesellschaften wurden zurückgekauft und in Form von Stammaktien an eine der Black Empowerment Gesellschaften neu ausgegeben. Aufgrund der Anfang 2018 ohne finanziellen Beitrag ausgegebenen Stammaktien hat Knorr-Bremse sonstige betriebliche Aufwendungen und eine entsprechende Erhöhung der Kapitalrücklage gemäß IFRS 2 in Höhe von TEUR 2.533 erfasst.

H.13. Anteilsbesitzliste

Die Tab. 3.96 zeigt die Anteilsbesitzliste nach §313 Abs. 2 HGB.

3.96 Anteilsbesitzliste

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1. Konsolidierte verbundene Unternehmen Anteil am Kapital
%
Währung und Einheit Eigenkapital Ergebnis Bilanzsumme
Albatros GmbH, München/Deutschland 100 TEUR 18 (3) 19
Aldona Seals Ltd., Peterlee/Großbritannien 100 TEUR 1.447 336 1.718
Alpha Process Controls (International) Ltd., Peterlee/Großbritannien 100 TEUR 440 (164) 713
Anchor Brake Shoe Company LLC, West Chicago, Illinois/USA 100 TEUR 11.626 2.316 15.329
APS electronic AG, Niederbuchsiten/Schweiz 100 TEUR 918 (787) 4.545
BCVS Canadian Holdings LLC, Anjou, Québec/Kanada 2) 100 TEUR 0 0 0
BCVS Mexican Holdings LLC, Cd Acuna, Coah/Mexiko 2) 100 TEUR 0 0 0
Bendix Commercial Vehicle Systems LLC, Elyria, Ohio/USA 100 TEUR 550.428 112.926 745.501
Bendix CVS Canada Inc., Anjou, Québec/Kanada 2) 100 TEUR 0 0 0
Bendix CVS de Mexico SA de CV, Cd Acuna, Coah/Mexiko 2) 100 TEUR 0 0 0
Bendix Servicios de Mexico S.A. de C.V., Tapodaca Nuevo Leon/Mexiko 2), 5) 100 TEUR 0 0 0
Bendix Spicer Foundation Brake Canada, Inc., Kingston, Ontario/Kanada 3) 100 TEUR 0 0 0
Bendix Spicer Foundation Brake LLC, Elyria, Ohio/USA 80 TEUR 80.342 30.053 155.029
Black River Logistics Company LLC, Watertown, New York/USA 100 TEUR 11.843 (4.627) 14.039
BSFB Holdings, Inc., Elyria, Ohio/USA 3) 100 TEUR 0 0 0
Casram Rail S.p. a., Crimido/Italien 100 TEUR 1.342 762 2.257
Comet Fans S.r.l., Solaro, Mailand/Italien 100 TEUR 5.551 1.491 9.689
Distribuidora Bendix CVS (de) Mexico SA de CV, Cd Acuña, Coah/Mexiko 2) 100 TEUR 0 0 0
Dr. techn. Josef Zelisko Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 1) 100 TEUR 6.738 (371) 31.759
Dyno-Inno Test Center for Brake Equipment (Suzhou) Ltd., Suzhou/China 5) 100 TEUR 220 (227) 652
Freios Bre Coahuila, S.A. de C.V., Cd. Acuña, Coah/Mexiko 5) 100 TEUR 6.525 (2) 6.525
G.T. Group Ltd., Peterlee/Großbritannien 100 TEUR 14.671 (2.188) 17.702
GT Emission Systems Ltd., Peterlee/Großbritannien 100 TEUR 25.223 4.850 36.453
GT Project Engineering Ltd., Consett/Großbritannien 100 TEUR 439 255 1.750
Guangdong Knorr-Bremse Guo Tong Railway Vehicle Systems Equipment Co., Ltd., Jiangmen, Guang-dong/China 7) 49 TEUR 11.333 5.311 59.510
Hasse & Wrede CVS Dalian, China Ltd., Dalian/China 70 TEUR 15.797 6.587 32.529
Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland 1) 100 TEUR 9.574 595 28.879
Heine Resistors GmbH, Dresden/Deutschland 100 TEUR 5.198 556 6.149
Icer Rail S.L., Pamplona/Spanien 100 TEUR 18.632 9.084 37.017
IFE-CR a.s., Brünn/Tschechische Republik 100 TEUR 23.271 3.211 59.933
IFE North America LLC, Westminster, Maryland/USA 100 TEUR 5.557 1.069 13.143
IFE-Tebel Technologies B.V., Leeuwarden/Niederlande 100 TEUR 19.995 1.265 23.116
IFE-VICTALL Railway Vehicle Door Systems (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao/China 59 TEUR 23.362 3.152 73.419
Kalmar Tågkompetens AB, Kalmar/Schweden 100 TEUR 469 116 814
KB Gamma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100 TEUR 21 0 21
KB Lambda Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100 TEUR 26 0 26
KB Media GmbH Marketing und Werbung, München/Deutschland 1) 100 TEUR 11 50 4.279
KB Omikron Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100 TEUR 23 (1) 23
KB Sigma Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 100 TEUR 26 0 26
K&D PROGETTO S.r.l., Bolzano/Italien 8) 20 TEUR 79 3 8.665
Kiepe Electric Ges. m. b. H., Wien/Österreich 100 TEUR 13.686 (673) 27.471
Kiepe Electric GmbH, Düsseldorf/Deutschland 1) 100 TEUR 50.761 (4.799) 221.689
Kiepe Electric Inc., Alpharetta/USA 100 TEUR 6.501 2.338 12.286
Knorr Brake Company LLC., Westminster, Maryland/USA 100 TEUR 53.236 9.779 97.735
Knorr Brake Corporation Canada Holdings Ltd., Montreal, Québec/Kanada 100 TEUR 30 (193) 5.909
Knorr Brake Holding Corporation, Watertown, New York/USA 100 TEUR (303.529) (11.326) 372.432
Knorr Brake Ltd., Kingston, Ontario/Kanada 100 TEUR 7.727 221 8.363
Knorr Brake Realty, LLC, Westminster, Maryland/USA 100 TEUR 3.073 (69) 15.406
Knorr Brake Truck Systems Company, Watertown, New York/USA 100 TEUR 78.149 0 170.846
Knorr-Amabhiliki (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 9) 100 TEUR 6 17 6
Knorr-Bremse 1520 OOO, Burashevskoe/Russland 100 TEUR (9.829) (6.116) 29.088
Knorr-Bremse/Nankou Air Supply Unit (Beijing) Co., Ltd., Nankou/China 55 TEUR 12.658 5.657 28.188
Knorr-Bremse Asia Pacific (Holding) Limited, Hongkong/China 100 TEUR 102.743 146.599 748.504
Knorr-Bremse Australia Pty. Ltd., Granville/Australien 100 TEUR 14.477 (4.445) 47.317
Knorr-Bremse Benelux B.V.B.A., Heist-op-den-Berg/Belgien 100 TEUR 1.534 286 5.827
Knorr-Bremse Beteiligungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 26 0 26
Knorr-Bremse Braking Systems for Commercial Vehicles (Dalian) Co., Ltd., Dalian/China 100 TEUR 38.072 15.622 90.903
Knorr-Bremse Brasil (Holding) Administração e Participação Ltda., Itupeva/Brasilien 100 TEUR 30.585 5.113 40.635
Knorr-Bremse CARS LD Vehicle Brake Disc Manufacturing (Beijing) Co., Ltd., Daxing/China 50 TEUR 61.306 34.018 146.315
Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 80 TEUR 39.862 9.626 140.438
Knorr-Bremse Commercial Vehicle Systems (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 TEUR 10.065 690 26.297
Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Technology Co., Ltd., Shiyan/China 51 TEUR 20.731 5.973 53.969
Knorr-Bremse España, S.A.,Getafe/Spanien 100 TEUR 42.496 4.279 136.824
Knorr-Bremse Fékrendszerek Kft., Kecskemét/Ungarn 100 TEUR 57.989 12.273 101.710
Knorr-Bremse Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 100 TEUR 55.429 44.710 163.375
Knorr-Bremse Ibérica S.L., San Fernando de Henares/Spanien 100 TEUR 5.487 756 11.900
Knorr-Bremse India Pvt. Ltd., Faridabad/Indien 100 TEUR 117.580 45.200 163.651
Knorr-Bremse Investment GmbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 1.001 0 1.003
Knorr-Bremse KAMA Systems for Commercial Vehicles OOO, Naberezhnye Chelny/Russland 50 TEUR 13.445 2.127 16.021
Knorr-Bremse Nordic Rail Services AB, Lund/Schweden 100 TEUR 3.359 (4.836) 13.317
Knorr-Bremse Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100 TEUR 24 0 24
Knorr-Bremse Polska SfN Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 TEUR 1.170 386 1.298
Knorr-Bremse Powertech Corporation USA, Atlanta/USA 100 TEUR 97 (2.040) 12.356
Knorr-Bremse Powertech GmbH, Berlin/Deutschland 1) 100 TEUR (10.420) (2.033) 73.080
Knorr-Bremse Powertech Verwaltungs GmbH, Holzkirchen/Deutschland 100 TEUR 75 5 77
Knorr-Bremse Powertech GmbH & Co. KG, Holzkirchen/Deutschland 100 TEUR (15.532) (3.600) 11.838
Knorr-Bremse Rail Systems CIS Holding OOO, Moskau/Russland 100 TEUR 14.948 2.988 15.241
Knorr-Bremse Rail Systems Italia S.r.l., Campi Bisenzio/Italien 100 TEUR 40.338 10.024 86.956
Knorr-Bremse Rail Systems Japan Ltd., Tokio/Japan 94 TEUR 22.157 5.781 36.455
Knorr-Bremse Rail Systems Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100 TEUR 4.414 328 7.913
Knorr-Bremse Rail Systems OOO, Moskau/Russland 100 TEUR 12.274 8.278 25.160
Knorr-Bremse Rail Systems Schweiz AG, Niederhasli/Schweiz 100 TEUR 13.666 1.828 16.107
Knorr-Bremse Rail Systems (UK) Ltd., Melksham, Wiltshire/Großbritannien 100 TEUR 23.553 9.911 108.617
Knorr-Bremse Railway Technologies (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai/China 100 TEUR (6.699) (871) 5.252
Knorr-Bremse Raylı Sistemler Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Ankara/Türkei 100 TEUR 1.189 744 1.589
Knorr-Bremse S.A. Holding Company (UK) Ltd., Melksham/Großbritannien 100 TEUR 6.278 0 6.278
Knorr-Bremse S.A. (Pty.) Ltd., Kempton Park/Südafrika 75 TEUR 13.565 1.368 31.218
Knorr-Bremse S.R.L., Bukarest/Rumänien 100 TEUR 273 11 525
Knorr-Bremse Services Europe s.r.o., Stráž nad Nisou/Tschechische Republik 100 TEUR (6.397) (2.415) 1.330
Knorr-Bremse Services GmbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 12.475 253 69.498
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Comerciais Brasil Ltda., Itupeva/Brasilien 100 TEUR 21.541 3.869 38.988
Knorr-Bremse Sistemas para Veículos Ferroviários Ltda., Itupeva/Brasilien 100 TEUR 12.463 4.089 18.337
Knorr-Bremse Sistemi per Autoveicoli Commerciali S.p. a., Arcore/Italien 100 TEUR 9.162 800 18.375
Knorr-Bremse SteeringSystems GmbH, Wülfrath/Deutschland 100 TEUR 25.912 (569) 50.337
Knorr-Bremse System för Tunga Fordon AB, Malmö/Schweden 100 TEUR 1.612 955 1.852
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 80 TEUR 367.409 85.514 720.987
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge Pensionsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100 TEUR 24 0 24
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 127.978 13.628 917.299
Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge Ibero Holding GmbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 47.307 0 54.324
Knorr-Bremse Systemes Ferroviaires S.A., Tinqueux/Frankreich 100 TEUR 14.517 2.937 36.228
Knorr-Bremse Systèmes pour Véhicules Utilitaires France S.A.S., Lisieux/Frankreich 100 TEUR 54.999 20.132 100.750
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100 TEUR 1.165 (532) 31.141
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles (Chongqing) Ltd., Chongqing/China 66 TEUR 14.362 3.177 43.015
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/Russland 100 TEUR 5.213 1.330 9.809
Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles Ltd., Bristol/Großbritannien 100 TEUR 37.195 4.612 51.966
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles Enterprise Management (Beijing) Co., Ltd., Beijing/China 5) 100 TEUR (394) (398) 131
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles Kazakhstan LLP, Astana/Republic of Kazakhstan 100 TEUR 130 13 154
Knorr-Bremse Systems for Rail Vehicles (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100 TEUR 196.339 119.627 435.550
Knorr-Bremse Systemy Kolejowe Polska Sp. z o.o., Krakau/Polen 100 TEUR 13.946 2.834 21.188
Knorr-Bremse Systémy pro užitková vozidla ČR s.r.o.,Stráž nad Nisou/Tschechische Republik 100 TEUR 31.797 7.978 68.670
Knorr-Bremse Technology Center India Private Limited, Pune/Indien 100 TEUR 4.543 1.655 8.914
Knorr-Bremse Ticari Arac Fren Sistemieri Limited Sirketi, Istanbul/Türkei 100 TEUR 807 394 950
Knorr-Bremse US Beteiligungs GmbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 50 0 51
Knorr-Bremse US Investment GmbH, München/Deutschland 1) 100 TEUR 25 0 25
Knorr-Bremse Vasúti Jármű Rendszerek Hungária Kft., Budapest/Ungarn 100 TEUR 136.626 19.384 209.673
Knorr-Bremse Verwaltungsgesellschaft mbH, München/Deutschland 100 TEUR 26 (2) 26
Merak Jinxin Air Conditioning Systems (Wuxi) Co., Ltd., Wuxi/China 51 TEUR 13.459 2.858 62.481
Merak Knorr Climatización S.A., Buenos Aires/Argentinien 100 TEUR 34 (38) 254
Merak North America LLC, Westminster, Maryland/USA 100 TEUR (4.835) (2.162) 16.646
Microelettrica do Brasil Comercialização e Importação de Produtos Eletromecânicos Ltda.,Barueri, São Paulo/Brasilien 100 TEUR (367) (99) 1.079
Microelettrica Heine (Suzhou) Co., Ltd., Suzhou/China 100 TEUR 8.983 2.001 14.103
Microelettrica Power (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 74 TEUR 1.230 45 5.791
Microelettrica Scientifica (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 100 TEUR 3.116 (97) 4.286
Microelettrica Scientifica S.p. a., Buccinasco/Italien 100 TEUR 34.203 9.393 64.131
Microelettrica USA LLC, Randolph, New Jersey/USA 100 TEUR 4.801 1.062 5.978
MORCAR Grundstücksgesellschaft mbH & Co. oHG, München/Deutschland (unbeschr. haft. Ges. ist Knorr-Bremse Beteiligungsgesellschaft mbH, München/Deutschland) 7), 8), 5 TEUR 6.082 1.442 50.491
MST Electroteknik Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Şerifali, Istanbul/Türkei 100 TEUR 365 902 406
M.S. Resistances S.A.S., Saint Chamond/Frankreich 51 TEUR 3.091 395 5.063
New York Air Brake LLC, Watertown, New York/USA 100 TEUR 214.500 37.929 280.648
Sanctor Grundstücks-Vermietunggesellschaft mbH & Co. Objekt Mahrzahn KG, Düsseldorf/Deutschland (unbeschr. haft. Ges. ist Knorr-Bremse AG, München/Deutschland, die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der SABIS Grundstücks- Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf/Deutschland) 8) 99 TEUR (3.508) (167) 27.126
Selectron Systems AG, Lyss/Schweiz 100 TEUR 29.717 8.088 51.345
Selectron Systems Pvt. Ltd., Gurgaon/Indien 4) 100 TEUR 0 0 0
Selectron Systems (Beijing) Co., Ltd., Peking/China 4), 100 TEUR 0 0 0
Semicondutor Solutions (Pty.) Ltd., Pretoria/Südafrika 60 TEUR 782 (41) 1.588
Sigma Air Conditioning Pty. Ltd., Granville/Australien 100 TEUR 6.585 (859) 30.934
Sigma Transit Systems Pty. Ltd., Granville/Australien 100 TEUR 12.028 0 12.028
Skach Ges.m.b.H., Mödling/Österreich 1) 100 TEUR 76 (9) 1.301
STE Schwingungs-Technik GmbH, Klieken/Deutschland 100 TEUR (2.012) 119 27
Technologies Lanka Inc., La Pocatière, Québec/Kanada 100 TEUR 10.399 3.718 14.434
tedrive Yönlendirme Sistemleri Sanayi ve Tic.Ltd.Şti. , Istanbul/Türkei 100 TEUR 2.664 751 7.679
Unicupler GmbH, Niederurnen/Schweiz 100 TEUR 2.696 (76) 2.983
Zelisko Elektrik Sanayi ve Ticaret Limited Şirketi, Istanbul/Türkei 100 TEUR 1.227 28 1.670
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2. Nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen Anteil am Kapital
%
Währung und Einheit Eigenkapital Ergebnis Bilanzsumme
Alltrucks GmbH & Co. KG, München/Deutschland 6), 8), 9) 33,3 TEUR 1.043 (2.742) 1.985
Alltrucks Verwaltungs GmbH, München/Deutschland 6), 8), 9) 33,3 TEUR 33 1 37
Knorr-Bremse DETC Commercial Vehicle Braking Systems (Shiyan) Co., Ltd., Shiyan/China 6), 9) 49 TEUR 2.722 631 29.832
3. Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen Anteil am Kapital
%
Währung und Einheit Eigenkapital Ergebnis Bilanzsumme
Di-Pro LLC., Fresno, Kalifornien/USA 100 TEUR 0 0 0
EKA DOOEL, Skopje/Mazedonien 9) 100 TEUR 532 57 819
Foro Verwaltungs GmbH & Co. KG, München/Deutschland 8), 9) 100 TEUR 6 0 6
Heiterblick Projektgesellschaft mbH, Leipzig/Deutschland 8), 9) 49 TEUR 25 0 40.036
KB Investment UK Ltd., Chippenham/Großbritannien 8), 9) 100 TEUR 0 36.693 24.796
Kiepe Electric Corporation, Vancouver/Kanada 8), 9) 100 TEUR 960 471 1.568
Kiepe Electric d.o.o., Niš/Serbien 8), 9) 100 TEUR (66) (79) 15
Kiepe Electric (Pty) Ltd. South Africa, Woodstock/Südafrika 8), 9) 100 TEUR 0 0 0
Kiepe Electric S.r.l., Cernusco sul Navigilio/Italien 8), 9) 100 TEUR 278 11 915
Metco Technical Consulting AG, Zug/Schweiz 8), 9) 100 TEUR 93 28 1.609
RBL-Technologie Ltd., Naberezhnye Chelny/Russland 9) 100 TEUR 56 (8) 93
SCI pour l'Industrie, Pau/Frankreich 8), 9) 100 TEUR 93 0 93
Sichuan Knorr-Bremse Guo Tong Railway Transportation Equipment Co., Ltd., Chengdu/China 9) 100,0 TEUR (1) (2) 7
4. Nicht nach der Equity-Methode bewertete assoziierte Unternehmen und Sonstige Beteiligungen Anteil am Kapital
%
Währung und Einheit Eigenkapital Ergebnis Bilanzsumme
Haldex AB, Landskrona/Schweden 10,2 TEUR 157.105 14.911 359.751
IFB Institut für Bahntechnik GmbH, Berlin/Deutschland 8), 9) 6,7 TEUR 2.079 165 4.078
Megalith Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz/Deutschland (unbesch. Haft. Ges. ist Knorr-Bremse AG, München/Deutschland, die Stimmrechtsmehrheit liegt bei der Deutsche-Anlagen-Leasing GmbH) 9) 100 TEUR 26 (7) 26
Shenzhen SF-Trailernet Technology Co., Ltd., Shenzhen/China 9) 16,67 TEUR 678 433 690
Westinghouse Platform Screen Doors (Guangzhou) Ltd., Guangzhou/China 9) 15 TEUR (3.843) (1.903) 18.980

1) Ergebnisabführungsvertrag

2) Die Gesellschaften sind im Teilkonzern der Bendix Commercial Vehicle Systems LLC enthalten.

3) Die Gesellschaften sind im Teilkonzern der Bendix Spicer Foundation LLC enthalten.

4) Die Gesellschaften sind im Teilkonzern der Selectron Systems AG, Lyss/Schweiz enthalten.

5) Die Gesellschaften wurden erstmals in 2018 konsolidiert. Die Gewinn- und Verlustrechnungen wurden für das laufende Jahr anteilig berücksichtigt.

6) Die Gesellschaft wurde At Equity konsolidiert

7) Beherrschung aufgrund Durchsetzbarkeit der Entscheidung der Geschäftsführung sowie der Kontrolle des operativen Geschäfts

8) Die Werte beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2017

9) Werte nach lokalem Rechnungslegungsstandard

Insofern nicht anders ausgewiesen wird, handelt es sich bei den obigen Beträgen zum Eigenkapital, Ergebnis und Bilanzsumme um Werte ermittelt nach den Regelungen der IFRS.

I. Segmentinformationen

I.1. Grundlagen der Segmentierung Tab. 3.97, 3.98, 3.99

3.97 Informationen über die berichtspflichtigen Segmente

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Berichtspflichtige Segmente
in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge SUMME
31. Dezember 2018
Externe Umsatzerlöse 3.529.385 3.171.013 6.700.398
Umsätze zwischen den Segmenten 16.993 12.379 29.372
Segmentumsatzerlöse 3.546.378 3.183.392 6.729.770
EBITDA*) 642.360 488.212 1.130.573
Abschreibungen (113.754) (87.018) (200.772)
EBIT*) 528.606 401.194 929.801
Zinserträge 11.445 1.699 13.144
Zinsaufwand (14.176) (5.504) (19.680)
Sonstiges Finanzergebnis (2) -  (2)
davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 1 (943) (942)
EBT 525.873 397.389 923.262
Net Working Capital 563.988 255.182 819.170
31. Dezember 2017
Externe Umsatzerlöse 3.308.512 2.918.937 6.227.450
Umsätze zwischen den Segmenten 16.705 9.036 25.741
Segmentumsatzerlöse 3.325.217 2.927.973 6.253.191
EBITDA*) 659.785 475.174 1.134.959
Abschreibungen (112.749) (83.559) (196.307)
EBIT*) 547.037 391.615 938.652
Zinserträge 8.569 1.708 10.277
Zinsaufwand (12.580) (7.780) (20.360)
Sonstiges Finanzergebnis -  (953) (953)
davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -  (953) (953)
EBT 543.026 384.591 927.617
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Überleitung auf IFRS
in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Übrige Segmente und Konsolidierung Konzern
31. Dezember 2018
Externe Umsatzerlöse (69.474) (11.597) (3.527) 6.615.800
Umsätze zwischen den Segmenten (15.049) (11.681) (2.641)
Segmentumsatzerlöse (84.523) (23.279) (6.168) 6.615.800
EBITDA*) 50.715 28.200 (31.445) 1.178.042
Abschreibungen 5.887 5.031 (15.716) (205.570)
EBIT*) 56.601 33.231 (47.161) 972.472
Zinserträge 1.972 3.465 1.546 20.128
Zinsaufwand (9.973) (11.222) (13.504) (54.379)
Sonstiges Finanzergebnis (29.628) (3.922) (29.163) (62.715)
davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -  914 (3.564) (3.591)
EBT 18.973 21.552 (88.281) 875.506
Net Working Capital 53.062 6.385 (16.694) 861.923
31. Dezember 2017
Externe Umsatzerlöse (50.213) (29.059) 5.365 6.153.543
Umsätze zwischen den Segmenten (14.886) (8.293) (2.562) - 
Segmentumsatzerlöse (65.099) (37.352) 2.803 6.153.543
EBITDA*) (20.467) 28.569 (27.551) 1.115.510
Abschreibungen (3.259) 1.307 (13.220) (211.479)
EBIT*) (23.726) 29.876 (40.771) 904.031
Zinserträge 4.222 3.446 6.091 24.036
Zinsaufwand (8.825) (2.808) (6.808) (38.801)
Sonstiges Finanzergebnis 394 331 (36.570) (36.797)
davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -  -  -  (953)
EBT (27.935) 30.845 (78.058) 852.469

*) Nicht explizit im Management Reporting an den CODM ausgewiesen

3.98 Überleitung der Umsatzerlöse

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2018 2017
Umsatzerlöse der berichtspflichtigen Segmente (HGB) 6.729.770 6.253.191
Umsatzerlöse der anderen Segmente (HGB) 171.890 163.287
Segmentübergreifende Konsolidierung und sonstige Effekte (57.288) (85.838)
Anpassung Over-Time-Erfassung (68.101) (38.310)
Anpassung aufgrund von Ausweisunterschieden durch Einführung von BilRuG (160.470) (138.787)
Umsatzerlöse konsolidiert 6.615.800 6.153.543

3.99 Überleitung des Gewinns vor Steuern

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2018 2017
Gewinn vor Steuern der berichtspflichtigen Segmente (HGB) 923.262 927.617
Gewinn vor Steuern der anderen Segmente (HGB) 563.406 593.693
Segmentübergreifende Konsolidierung und sonstige Effekte (630.443) (678.994)
Anpassung aufgrund nicht vorgenommener Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert 47.246 50.023
Anpassung Over-Time-Erfassung (7.893) (38.310)
Anpassung aus der Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungsprojekten 36.593 20.789
Anpassung aufgrund abweichender Bewertung von Pensionsrückstellungen 22.072 17.863
Anpassung Kaufoption Minderheitenanteile - (12.543)
Anpassung Bewertung Vorräte (648) 3.709
Anpassung Rückstellungen (32.358) 10.669
Wertminderungen auf Veräußerungsgruppen (19.410) (25.368)
Hedging (Unrealisierte Gewinne/Verluste) (32.797) 16.317
Sonstige Anpassungen aufgrund von Unterschieden zwischen HGB und IFRS 6.476 (32.996)
Gewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen, konsolidiert vor Steuern 875.506 852.469

Der Konzern verfügt, wie nachstehend beschrieben, über zwei berichtspflichtige Segmente, die die Divisionen des Konzerns darstellen. Die Divisionen bieten unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen an und werden getrennt verwaltet, da sie unterschiedliche Technologie- und Marketingstrategien erfordern.

Die nachstehende Zusammenfassung beschreibt die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns.

Im Segment Systeme für Schienenfahrzeuge betreibt das Unternehmen maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme und verwandter Subsysteme für Schienenfahrzeuge. Daneben werden die Produktfelder Bahnsteigtüren, Einstiegssysteme, Energieversorgungssysteme, Fahrerassistenzsysteme, Klimaanlagen, Leittechnik, Reibmaterial, Simulatoren sowie Steuerungskomponenten bedient.

Das Segment Systeme für Nutzfahrzeuge ist ebenfalls von der Entwicklung, Produktion, Vertrieb und dem Service moderner Bremssysteme geprägt. Das Produktspektrum Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen auch Lenksysteme, Drehschwingungsdämpfer, Lösungen rund um den Antriebsstrang sowie Getriebesteuerungen zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Andere Geschäftsbereiche beinhalten im Wesentlichen Leasing-, Holding- und Logistikaktivitäten sowie Medien- und IT-Dienstleistungen.

Für jedes Segment überprüft der Vorstand des Konzerns interne Managementberichte monatlich.

Die Verrechnungspreise zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen festgelegt.

I.2. Informationen über die berichtspflichtigen Segmente

Informationen bezüglich der Ergebnisse jedes berichtspflichtigen Segments sind nachstehend aufgeführt. Der Gewinn (Verlust) eines Segments vor Steuern wird zur Bewertung der Ertragskraft verwendet, da der Vorstand der Auffassung ist, dass dieser die relevanteste Information zur Beurteilung der Ergebnisse der einzelnen Segmente im Verhältnis zu anderen Branchenunternehmen ist.

Die Berichterstattung an den Vorstand zum 31. Dezember 2018 basierte auf HGB-Zahlen. Umsatzerlöse innerhalb des Segments werden bereits vorkonsolidiert dargestellt. Die interne Berichterstattung enthält keine segmentspezifischen Angaben zu Vermögenswerten und Schulden mit Ausnahme des Net Working Capitals, definiert als Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerten (im Vorjahr Forderungen aus Fertigungsaufträgen), abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Verbindlichkeiten (im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen sowie erhaltenen Anzahlungen).

I.3. Geografische Informationen

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns sowie die langfristigen Vermögenswerte, unterschieden nach Sitzland des Konzernunternehmens. Tab. 3.100, 3.101

3.100 Umsatzerlöse nach Regionen

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2018 2017
Europa/Afrika 3.261.412 3.076.353
davon Deutschland 1.655.737 1.536.024
Nordamerika 1.469.277 1.294.040
davon USA 1.451.700 1.280.050
Südamerika 102.675 92.778
Asien-Pazifik 1.782.435 1.690.372
davon China 1.085.081 1.235.805
6.615.800 6.153.543

3.101 Langfristige Vermögenswerte nach Regionen

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2018 2017
Europa/Afrika 1.034.070 909.959
davon Deutschland 655.176 537.849
Nordamerika 257.893 230.695
davon USA 249.820 228.729
Südamerika 33.932 36.407
Asien-Pazifik 178.557 180.094
davon China 84.525 86.089
1.504.452 1.357.155
Geschäfts- oder Firmenwerte 305.892 299.737
davon Systeme für Schienenfahrzeuge (Global) 184.538 181.521
davon Systeme für Nutzfahrzeuge (Global) 121.354 118.216
1.810.344 1.656.893

Langfristige Vermögenswerte bestehen aus Sachanlagen, Geschäfts- oder Firmenwerten sowie sonstigen immateriellen Vermögenswerten.

Es bestehen in keiner der beiden Divisionen wesentliche Abhängigkeiten zu externen Drittkunden. Weder im Berichtsjahr noch in den Vorjahren erzielte das Unternehmen mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsätze.

Hinsichtlich der Veränderung der Zuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf Kapitel F.2. verwiesen.

J. Konzernzugehörigkeit und Offenlegung

Die Knorr-Bremse AG wird in den Konzernabschluss der Stella Vermögensverwaltungs-GmbH, Grünwald/Deutschland zum 31. Dezember 2018 (größter Kreis) einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger sowie beim Handelsregister des Amtsgerichts Münchens/Deutschland. Die Tochtergesellschaften Hasse & Wrede GmbH, Berlin/Deutschland, Kiepe Electric GmbH, Düsseldorf/Deutschland, Knorr-Bremse Powertech GmbH, Berlin/Deutschland, Knorr-Bremse Services GmbH, München/Deutschland, Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH, München/Deutschland, Knorr-Bremse SteeringSystems GmbH, Wülfrath/Deutschland, KB Media GmbH Marketing und Werbung, München/Deutschland, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Anhangs, eines Lageberichts sowie von der Prüfungspflicht und Pflicht zur Offenlegung nach § 325 HGB befreit. Darüber hinaus ist die Tochtergesellschaft - Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, München/Deutschland von der Offenlegungspflicht nach § 325 HGB befreit.

K. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält Regeln und Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Leitung und Kontrolle börsennotierter Gesellschaften. Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Aktiengesellschaften sind nach § 161 AktG verpflichtet, einmal jährlich zu erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Im letztgenannten Fall ist zu begründen, weshalb der jeweiligen Empfehlung nicht entsprochen wurde und wird.

Die Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ist auf unserer Webseite zugänglich (https://ir.knorr-bremse.com/websites/knorrbremse_ir/German/7000/corporate-governance.html).

 

München, 28. März 2019

Knorr-Bremse AG

KLAUS DELLER

RALPH HEUWING

DR. PETER LAIER

DR. JÜRGEN WILDER

Versicherung der gesetzlichen Vertreter:

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

München, den 28. März 2019

Knorr-Bremse AG

Klaus Deller

Ralph Heuwing

Dr. Peter Laier

Dr. Jürgen Wilder

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisüberleitung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie den Anhang zum Konzernabschluss, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Konzernlagebericht (im Folgenden: "Konzernlagebericht") der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Umsatzrealisierung im Projektgeschäft nach IFRS 15

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Abschnitte "B. Rechnungslegungsvorschriften" und "D. Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Unterabschnitt D.1. Umsatzerlöse)" im Konzernanhang.

Weitere Ausführungen sind der Ziffer "E.1. Umsatzerlösse" im Konzernanhang zu entnehmen.

Das Risiko für den Abschluss

Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 6.615,8 Mio. Davon wurden EUR 3.461,9 Mio in dem Segment Schienenfahrzeuge ausgewiesen.

Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse aus dem Segment Schienenfahrzeuge in Höhe von EUR 1.348,4 Mio wird nach IFRS 15 über einen Zeitraum erfasst und betrifft das Projektgeschäft im OE-Bereich des Segments. Hierbei werden Verträge über das Design, die Produktion und Belieferung von Bremssystemen mit einer genau definierten Funktionalität für eine bestimmte Anzahl von Zügen oder Lokomotiven als eine untrennbare Leistungsverpflichtung betrachtet. Dies basiert darauf, dass die Entwicklungsleistungen untrennbar zu den anderen Leistungen bestehen und damit eine Einheit bilden. Analoge Strukturierungen gibt es in Projekten mit Türsystemen und Klimaanlagen.

Da es sich bei diesen Aufträgen aus dem Projektgeschäft um kundenspezifische Aufträge handelt, entsteht durch die Leistung des Konzerns ein Vermögenswert, der keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern aufweist. Der Konzern hat einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive einer angemessenen Marge. Die Umsatzrealisierung erfolgt damit nach IFRS 15 zeitraumbezogen anhand des Fertigungsfortschritts. Der Fertigungsfortschritt wird anhand der zum Stichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten des jeweiligen Projekts ermittelt.

Die Ermittlung der Gesamtkosten sowie die Abgrenzung der angefallenen Kosten ist ermessensbehaftet. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass der Fertigungsfortschritt falsch eingeschätzt und dadurch sowohl die Umsätze als auch das Ergebnis aus diesen Leistungen dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir die Ausgestaltung und die Einrichtung der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzlegung, die Ermittlung der bereits angefallenen Kosten bzw. der erwarteten Gesamtkosten sowie insbesondere die Ermittlung des Fertigungsfortschritts beurteilt.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 haben wir einen Schwerpunkt unserer Prüfung auf die Würdigung der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Auslegung der Kriterien zur zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung gelegt. Wir haben hierfür die Anforderungen der konzernweiten Bilanzierungsrichtlinie gewürdigt. Anhand von risikoorientiert ausgewählten Verträgen haben wir die sachgerechte Umsetzung der Bilanzierungsrichtlinie beurteilt. Wir haben die Methodik zur Ermittlung der bereits angefallenen Kosten in Bezug auf die einbezogenen Kostenarten nachvollzogen. Den Prozess zur zeit- und sachgerechten Erfassung der angefallenen Kosten haben wir untersucht. Weiterhin haben wir zum Bilanzstichtag die Vollständigkeit der erfassten Kosten durch die Suche nach nicht erfassten Kosten/Verbindlichkeiten überprüft.

Wir haben den Prozess zur Ermittlung der erwarteten Gesamtkosten in Bezug auf die einbezogenen Kosten und die anlassbezogene Aktualisierung der Prognose der erwarteten Gesamtkosten auf Basis risikoorientiert ausgewählter Projekte untersucht. Wir haben in diesem Zusammenhang die Einschätzung der Gesamtkosten im Gespräch mit dem jeweiligen Projektverantwortlichen erörtert. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir die Einschätzung der erwarteten Gesamtkosten früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich angefallenen Gesamtkosten verglichen haben. Die geplanten Gesamterlöse wurden von uns mit den relevanten Vertragsunterlagen abgeglichen.

Weiterhin haben wir den Fertigungsfortschritt, der sich aus dem Verhältnis der tatsächlich angefallen Kosten zu den erwarteten Gesamtkosten ergibt, rechnerisch nachvollzogen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise des Knorr-Bremse Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse in Bezug auf die sachgerechte Schätzung des Fertigungsfortschritts im Segment Schienenfahrzeuge für nach IFRS 15 über einen Zeitraum erfasste Umsatzerlöse führt zu sachgerechten Ergebnissen. Die der Umsatzerfassung zugrunde liegenden Annahmen sind angemessen.

Bestand und Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Abschnitt "D. Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Unterabschnitt D.15. Sonstige Rückstellungen)" im Konzernanhang.

Weitere Ausführungen sind den Ziffern "A.5. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen und F.11. Sonstige Rückstellungen" im Konzernanhang zu entnehmen.

Das Risiko für den Abschluss

Der Knorr-Bremse Konzern hat zum 31. Dezember 2018 Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von EUR 340,9 Mio bilanziert. Diese Rückstellungen decken sowohl Verpflichtungen aus bereits eingetretenen Fällen als auch künftige Verpflichtungen, die auf Erfahrungswerten basieren, ab. Dabei werden die Gewährleistungsrückstellungen zum einen auf Basis historischer Erfahrungswerte der tatsächlich angefallenen Gewährleistungskosten im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gebildet. Zum anderen werden einzelfallbezogene Gewährleistungsrisiken gesondert bilanziert.

Die Prognose der zukünftigen Gewährleistungskosten ist ermessensbehaftet. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Gewährleistungsrückstellungen nicht in angemessener Höhe gebildet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung des Bestands und der Bewertung der Rückstellungen für Gewährleistungen haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und die Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die vollständige Meldung der möglichen Gewährleistungsfälle und deren Risikoeinschätzung beurteilt.

Wir haben die für die Berechnung der Gewährleistungsrückstellungen verwendeten Parameter mit den tatsächlichen Gewährleistungskosten und den damit verbundenen Umsatzerlösen nachvollzogen.

Bei den einzelfallbezogenen Gewährleistungsrückstellungen haben wir die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen hinterfragt und uns kritisch mit den Einschätzungen der zuständigen Fachbereiche aus dem Vertrieb auseinandergesetzt. Die zugrunde gelegten Stundensätze haben wir sowohl rechnerisch nachvollzogen als auch deren Kalkulation anhand von Vergleichen mit den tatsächlichen Kosten auf ihre Angemessenheit beurteilt. Die Anzahl der von der Gewährleistung betroffenen Produkte haben wir auf Basis der Lieferungen und der von der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft vorgenommenen Abgrenzungen gewürdigt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Rückstellungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich angefallenen Gewährleistungsaufwendungen verglichen haben. Weitere Kostenbestandteile, wie zum Beispiel Materialkosten, haben wir, sofern möglich, anhand von Ist-Kosten nachvollzogen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise des Knorr-Bremse Konzerns zu Ansatz und Bewertung der Gewährleistungsrückstellung ist sachgerecht. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen sind insgesamt angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-AprVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 14. März 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. Februar 2019 vom Prüfungsausschuss beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft als kapitalmarktorientiertes Unternehmen tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Johannes Hanshen.

 

München, den 30. April 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

gez. Hanshen, Wirtschaftsprüfer