Knorr-Bremse AktiengesellschaftMünchenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Halbjahresfinanzbericht1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023
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| 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 | ||
| Umsatz | Mio. € | 3.917,5 | 3.406,0 |
| EBITDA | Mio. € | 575,9 | 489,0 |
| EBITDA-Marge | % | 14,7 | 14,4 |
| EBITDA-Marge operativ | % | 14,9 | 15,0 |
| EBIT | Mio. € | 399,3 | 343,2 |
| EBIT-Marge | % | 10,2 | 10,1 |
| EBIT-Marge operativ | % | 10,6 | 10,7 |
| Periodenergebnis | Mio. € | 261,1 | 237,5 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | € | 1,51 | 1,42 |
| Auftragseingang | Mio. € | 4.235,9 | 4.037,6 |
| Auftragsbestand (30.06.) | Mio. € | 7.122,0 | 6.694,8 |
| Operating Cashflow | Mio. € | (31,7) | (152,9) |
| Free Cashflow | Mio. € | (165,2) | (266,6) |
| Cash Conversion Rate | % | (63,3) | (112,3) |
| Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) | Mio. € | 139,4 | 141,0 |
| Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) in % vom Umsatz | % | 3,6 | 4,1 |
| F&E-Kosten | Mio. € | 254,3 | 232,7 |
| F&E-Kosten in % vom Umsatz | % | 6,5 | 6,8 |
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | ||
| Bilanzsumme | Mio. € | 7.893,4 | 8.011,9 |
| Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) | Mio. € | 2.660,7 | 2.691,3 |
| Eigenkapitalquote | % | 33,7 | 33,6 |
| ROCE (annualisiert) * | % | 17,0 | 16,8 |
| Net Financial Debt / (Cash) | Mio. € | 1.274,6 | 726,7 |
| Net Working Capital * | Mio. € | 1.560,8 | 1.126,5 |
| Mitarbeiter (inkl. Personalleasing) | 32.908 | 31.599 |
| ― |
Auftragseingang mit € 4.235,9 Mio. um € 198,3 Mio. über Vorjahresniveau, bedingt durch eine anhaltend hohe Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft in allen Regionen; das Schienenfahrzeuggeschäft hat demgegenüber einen leichten Rückgang im Auftragseingang zu verzeichnen |
| ― |
Positive Auftragslage spiegelt sich in einem neuen Rekord-Auftragsbestand von € 7.122,0 Mio. wider, welcher damit um € 427,2 Mio. erneut über dem entsprechenden Vorjahr lag |
| ― |
Umsatz mit € 3.917,5 Mio. deutlich über Vorjahresniveau (15,0 %); Schienengeschäft legt um 13,5 % auf € 1.813,5 Mio. zu, Nutzfahrzeuggeschäft wächst um 16,4 % auf € 2.105,1 Mio. |
| ― |
Nachmarktumsatz steigt mit 24,1 % gegenüber Vorjahr deutlich an; deutliche Zuwächse in beiden Divisionen, insbesondere im Schienengeschäft; Nachmarktanteil im Konzern am Gesamtumsatz stieg von 36,4 % auf 39,3 % |
| ― |
Profitabilität: operatives EBIT mit € 415,1 Mio. um 13,8 % über Vorjahr bei einer stabilen operativen EBIT-Marge (RoS) von 10,6 % (Vorjahr 10,7 %); auch die operative EBITDA-Marge bleibt mit 14,9 % unverändert gegenüber Vorjahr (15,0 %) |
| ― |
Free Cashflow mit € -165,2 Mio. deutlich über dem Vorjahr (€ -266,6 Mio.), unter anderem infolge höherer Ergebnisbeiträge sowie eines gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 abgeschwächten Aufbaus des Net Working Capitals; dennoch ist der Free Cashflow weiterhin negativ |
| ― |
F&E Quote in Höhe von 6,5 % vom Umsatz (Vorjahr: 6,8 %) infolge fortgeführter Investitionen in strategische und zukunftsorientierte Innovations- und Technologieprojekte |
| ― |
Operativer Ausblick für das Gesamtjahr 2023 bestätigt und Umsatzziel angehoben: |
| ― |
Umsatz: € 7.500 bis € 7.800 Mio. (2022: € 7.150 Mio.) |
| ― |
Operative EBIT-Marge: 10,5 % bis 12,0 % (2022: 11,1 %) |
| ― |
Free Cashflow € 350 Mio. bis € 550 Mio. (2022: € 219 Mio.) |
Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation im Mai 2023
verkündet hat, COVID-19 nicht mehr als weltweite
Pandemie anzusehen, haben die die Weltwirtschaft
belastenden Ereignisse weiter angehalten. So ist die
Entwicklung der Weltkonjunktur nach wie vor in bedeutenden
Maß durch Folgen der Invasion der Russischen
Föderation in der Ukraine geprägt. Darüber
hinaus verharrt die Inflation auf dem hohen Stand des
Vorjahres, welchem die fortschrittlichen Volkswirtschaften
mit einer Straffung der Geldpolitik entgegentreten. Dies
führt zu einer beobachtbaren Erhöhung der
Kreditkosten. (Quelle: IMF Juli 2023 S. 1ff) Nach der hohen
Inflation des Vorjahres, ist die Inflationsrate im ersten
Halbjahr 2023 nicht weiter angestiegen und auf dem hohen
Niveau verblieben. Der DAX40 ist in der ersten
Jahreshälfte 2023 um mehr als 15 % angestiegen.
Der Entwicklung der bilateralen Wechselkurse
gegenüber dem US-Dollar ist in den Vorjahren durch
eine kontinuierliche Abwertung des Euros gegenüber dem
US-Dollar geprägt. Der EUR/USD-Wechselkurs hat sich
sowohl zum Jahresbeginn als auch zum Berichtsstichtag bei
1,09 eingependelt.
Die Entwicklung des Markts für Schienenfahrzeuge
verlief weiterhin wie Ende Q1 angenommen und im
zusammengefassten Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2022 erläutert. In Asien wurden,
wie erwartet, im Laufe des ersten Halbjahres 2023 die
meisten Covid-Restriktionen aufgehoben.
Gemäß der letzten Einschätzung vom
März 2023 wird der globale Markt für
Nutzfahrzeuge gegenüber dem Vorjahr wachsen. Die
Impulse kommen hierbei zum einem aus dem chinesischen Markt
als auch aus Europa. Dies spiegelt sich in der
Marktprognose für das Gesamtjahr 2023 wider.
Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bei
Knorr-Bremse sind Umsatz, (operatives) EBIT/EBIT-Marge
sowie der Free Cashflow. Sofern nicht anders angegeben,
sind alle Werte im Konzernzwischenlagebericht
kaufmännisch auf Millionen Euro (Mio. €)
gerundet. Daher können in Einzelfällen
Rundungsdifferenzen bei absoluten Werten oder bei
Prozentangaben auftreten.
| 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 | |
| Umsatz (Mio. €) | 3.917,5 | 3.406,0 |
| EBIT (Mio. €) | 399,3 | 343,2 |
| EBIT-Marge (% vom Umsatz) | 10,2 | 10,1 |
| EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) | 10,6 | 10,7 |
| Free Cashflow (Mio. €) | (165,2) | (266,6) |
| ROCE annualisiert (%) * | 17,0 | 16,4 |
| Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) | 32.908 | 30.655 |
| 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 | |
| Systeme für Schienenfahrzeuge | ||
| Umsatz (Mio. €) | 1.813,5 | 1.598,0 |
| EBIT-Marge (% vom Umsatz) | 13,8 | 13,7 |
| EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) | 14,0 | 15,0 |
| Systeme für Nutzfahrzeuge | ||
| Umsatz (Mio. €) | 2.105,1 | 1.809,0 |
| EBIT-Marge (% vom Umsatz) | 8,5 | 8,3 |
| EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) | 9,2 | 8,3 |
Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden
regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns
bei der Führung und der langfristigen strategischen
Ausrichtung des Unternehmens. Hier ist die Anzahl der
Mitarbeiter (FTE) als bedeutsamster nichtfinanzieller
Leistungsindikator zu nennen.
Die Definitionen der Kennzahlen im vorliegenden Bericht
haben sich im Vergleich zum zusammengefassten Lagebericht
2022 nicht verändert.
Im Anhang zum verkürzten Zwischenabschluss werden
die besonderen Ereignisse nach dem Berichtszeitraum
angegeben. Unter dem Kapitel "Beziehungen zu nahestehenden
Personen" werden wesentliche Änderungen zu
nahestehenden Personen erläutert. Eine Darstellung der
besonderen Ereignisse nach dem Berichtszeitraum finden Sie
im Kapitel "Ereignisse nach dem Berichtsstichtag".
Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum:
Die Knorr-Bremse AG hat am 16. März 2023 mit ihrer
100 %igen Tochtergesellschaft, der Knorr-Bremse Systeme
für Nutzfahrzeuge GmbH mit Sitz in München, einen
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag
geschlossen. Dieser Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag wurde von der
Hauptversammlung der Knorr-Bremse AG am 5. Mai 2023
gebilligt.
In der Division für Nutzfahrzeuge wurden Ende April
2023 im Zuge einer Portfoliobereinigung neben der zur
Veräußerung vorgesehenen Gießerei auch
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten mit
veräußert. Der Kaufpreis für die gesamte
Transaktion hierfür beläuft sich auf € 10,4
Mio. (USD 11,3 Mio.), der aus dem Verkauf entstandene
Verlust beträgt € 4,2 Mio. (USD 4,4 Mio.).
Mit einem Kunden in Asien führt Knorr-Bremse
derzeit Verhandlungen zu einer Serie von gelieferten
Bremssystemen und deren technische Überarbeitung
für die lokalen Märkte jenseits der üblichen
Garantieverpflichtungen. Für diese Risiken wurden zum
30. Juni 2023 Rückstellungen in Höhe von €
14,1 Mio. für erwartete Aufwendungen aus
Kulanzleistungen gebildet.
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Auftragseingang | 4.235,9 | 4.037,6 |
| Auftragsbestand | 7.122,0 | 6.694,8 |
| Umsatz | 3.917,5 | 3.406,0 |
| EBITDA | 575,9 | 489,0 |
| EBITDA-Marge | 14,7 | 14,4 |
| EBITDA-Marge operativ | 14,9 | 15,0 |
| EBIT | 399,3 | 343,2 |
| EBIT-Marge | 10,2 | 10,1 |
| EBIT-Marge operativ | 10,6 | 10,7 |
| Periodenergebnis | 261,1 | 237,5 |
| Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) | 139,4 | 141,0 |
| Abschreibungen | 176,6 | 145,8 |
| F&E-Kosten | 254,3 | 232,7 |
| Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) | 32.908 | 30.655 |
Der Auftragseingang im Konzern lag im ersten Halbjahr
2023 mit € 4.235,9 Mio. (Vorjahr: € 4.037,6 Mio.)
um 4,9 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. Der
Anstieg im Auftragseingang resultiert aus einer anhaltend
hohen, weltweiten Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft,
während das Schienenfahrzeuggeschäft einen
leichten Rückgang im Auftragseingang zu verzeichnen
hat. Die positive Auftragslage im Konzern führte zu
einem Auftragsbestand zum 30.06.2023 in Höhe von
€ 7.122,0 Mio. (Vorjahr: € 6.694,8 Mio.), welcher
damit zum wiederholten Mal ein neues Rekordniveau
erreichte. Die rechnerische Auftragsreichweite von 10,9
(Vorjahr: 11,6) Monaten unterstreicht dabei unsere gute
Auftragssituation. Die Book-to-Bill-Ratio, also das
Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz, belief sich
im ersten Halbjahr 2023 auf 1,08 (Vorjahr: 1,19).
Auftragseingang, Auftragsbestand sowie die rechnerischen
Kennzahlen Auftragsreichweite und Book-to-Bill-Ratio
entstammen dem Management Reporting und sind nicht Teil der
prüferischen Durchsicht des Abschlussprüfers.
Der Konzernumsatz betrug im ersten Halbjahr des
Berichtsjahres € 3.917,5 Mio. und erhöhte sich
gegenüber dem Vorjahr um 15,0 %.
Währungsbereinigt (zu Ist-Kursen 2022) lag der Umsatz
um 16,6 % über dem entsprechenden Vorjahr.
Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge
verzeichnete einen Umsatzanstieg um 13,5 % gegenüber
dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Während das
OE-Volumen mit einem Zuwachs von 0,7 % gegenüber 2022
nahezu unverändert blieb, legten die
Nachmarktumsätze mit 28,2 % deutlich zu. Der im
Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge zu verzeichnende
Umsatzzuwachs von 16,4 % ist auf jeweils deutliche
Zuwächse sowohl im OE- als auch im
Nachmarkt-Geschäft zurückzuführen.
Der Nachmarktanteil am Gesamtumsatz wurde aufgrund
deutlicher Zuwächse um 24,1 % im
Nachmarkt-Geschäft bei gleichzeitig mit 9,7 % moderat
gestiegene Umsätzen im OE-Geschäft von 36,4 % auf
39,3 % weiter ausgebaut (Aufteilung nach Management
Reporting und nicht Teil der prüferischen Durchsicht
des Abschlussprüfers).
In der Region Europa/Afrika stieg der Umsatz mit 16,4 %
deutlich auf € 1.942,3 Mio. (Vorjahr: € 1.668,7
Mio.), was einem Anteil von 49,6 % (Vorjahr: 49,0 %) am
Konzernumsatz entspricht. Die Region Nordamerika stieg
ebenfalls um 19,3 % auf € 1.000,9 Mio. (Vorjahr:
€ 838,6 Mio.) und trug damit 25,6 % (Vorjahr: 24,6 %)
zum Konzernumsatz bei. In der Region Südamerika liegt
der Umsatz mit € 71,7 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau
(Vorjahr: € 72,2 Mio.), was nunmehr einem Umsatzanteil
von 1,8 % (Vorjahr: 2,1 %) entspricht. 23,0 % des
Konzernumsatzes (Vorjahr: 24,3 %) kommen aus der Region
Asien/Pazifik, die ihren Umsatz um 9,2 % auf € 902,6
Mio. (Vorjahr: € 826,4 Mio.) erhöhen konnte.
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Europa/Afrika | 1.942,3 | 1.668,7 |
| Nordamerika | 1.000,9 | 838,6 |
| Südamerika | 71,7 | 72,2 |
| Asien-Pazifik | 902,6 | 826,4 |
| 3.917,5 | 3.406,0 |
Der Materialaufwand betrug € 2.014,0 Mio. (Vorjahr:
€ 1.839,5 Mio.) und erhöhte sich im Vergleich zum
Vorjahr um 9,5 %. Die Materialaufwandsquote lag mit 51,4 %
aufgrund der positiven Umsatzentwicklung, u.a. aufgrund der
gegenüber den Kunden durchgesetzten
Preiserhöhungen, unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr:
54,0 %). Auch der Personalaufwand stieg um € 90,9 Mio.
auf € 986,6 Mio. (Vorjahr: € 895,8 Mio.). Die
Personalaufwandsquote lag mit 25,2 % vom Umsatz jedoch
ebenfalls unter dem entsprechenden Vorjahr (26,3 %), da der
Personalaufwand proportional geringer gewachsen ist als der
Umsatz. Die Summe aus den sonstigen betrieblichen
Erträgen und Aufwendungen stieg, unter anderem bedingt
durch einen Rückgang der
Fremdwährungserträge sowie erhöhte auftrags-
und personalbezogene Aufwendungen, um € 118,6 Mio.
deutlich auf € 411,4 Mio. (Vorjahr: € 292,8
Mio.).
Das operative EBIT belief sich im ersten Halbjahr 2023
auf € 415,1 Mio. und lag damit um 13,8 % deutlich
über dem vergleichbaren Vorjahr (€ 364,6 Mio.).
Die operative EBIT-Marge (RoS) betrug 10,6 % und lag damit
nahezu auf dem entsprechenden Vorjahresniveau (10,7 %). Zur
Darstellung des operativen EBIT wurden gegenüber dem
ausgewiesenem EBIT von € 399,3 Mio. Erträge im
Zusammenhang mit dem Rückzug aus dem russischen Markt
in Höhe von € 4,1 Mio. (davon € 8,0 Mio.
Abwertungen in der Division Nutzfahrzeuge und € 12,1
Mio. Erträge aus der Wertaufholung von
Vorjahresabwertungen in der Division Schienenfahrzeuge),
Abgangsverluste in Nordamerika von € 4,2 Mio.,
Aufwendungen im Zusammenhang mit weiteren Bereinigungen des
Produktportfolios in Nordamerika in Höhe von €
1,6 Mio. sowie erwartete Aufwendungen aus Kulanzleistungen
in Asien mit € 14,1 Mio. bereinigt. Im ersten Halbjahr
des Vorjahres wurden gegenüber dem ausgewiesenem EBIT
von € 343,2 Mio. sanktionsbedingte Sondereffekte im
Zusammenhang mit dem Russland-Geschäft mit insgesamt
€ 18,1 Mio., im Wesentlichen auf Bestände (€
17,1 Mio.), sowie weitere Restrukturierungsaufwendungen in
Nordamerika (€ 3,3 Mio.) bereinigt.
Beim operativen EBITDA konnte im ersten Halbjahr 2023
ein Anstieg um 14,2 % auf € 583,0 Mio. (Vorjahr:
€ 510,4 Mio.) verzeichnet werden. Die operative
EBITDA-Marge belief sich auf 14,9 % und liegt damit auf dem
Niveau des Vorjahres (15,0 %).
Das negative Finanzergebnis verschlechterte sich im
ersten Halbjahr 2023 um insgesamt € 14,9 Mio. auf
€ 22,5 Mio. (Vorjahr: € 7,6 Mio.). Dabei sanken
die Zinserträge um € 7,7 Mio., während sich
die Zinsaufwendungen im Vorjahresvergleich - im
Wesentlichen bedingt durch den im September 2022
ausgegebenen Sustainability-Linked Bond - um € 20,7
Mio. erhöhten. Gegenläufig dazu verbesserte sich
das sonstige Finanzergebnis, insbesondere aufgrund der
Währungsumrechnung, um € 13,5 Mio. auf € 4,4
Mio.
Aufgrund des höheren Vorsteuerergebnisses
erhöhte sich der Steueraufwand im ersten Halbjahr 2023
absolut um € 17,7 Mio. auf € 115,7 Mio. (Vorjahr:
€ 98,0 Mio.). Die Steuerquote lag mit 30,7 % über
dem Vorjahresniveau von 29,2 %. Diese Entwicklung
resultierte unter anderem aus steuerlich nicht
abzugsfähigen Anpassungen von at-Equity-Beteiligungen
sowie aus Effekten aus der Aufnahme der Knorr-Bremse
Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH in den Organkreis der
Knorr-Bremse AG.
Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 261,1
Mio. erhöhte sich um € 23,6 Mio. gegenüber
dem Vorjahr (€ 237,5 Mio.). Die Umsatzrendite nach
Steuern lag mit 6,7 % um 0,3 Prozentpunkte unterhalb des
entsprechenden Vorjahresniveaus (Vorjahr: 7,0 %). Nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile beträgt das
Ergebnis je Aktie € 1,51 (Vorjahr: € 1,42).
| in FTE (inkl. Personalleasing) | 30.06.2023 | 30.06.2022 |
| Division Systeme für Schienenfahrzeuge | 16.904 | 16.062 |
| Division Systeme für Nutzfahrzeuge | 15.052 | 13.816 |
| Sonstige | 952 | 777 |
| Mitarbeiter gesamt | 32.908 | 30.655 |
Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum
30.06.2023 insgesamt 32.908 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, 2.253 mehr als im Vorjahr (Vorjahr: 30.655;
inklusive Personalleasing). Die Angaben beziehen sich auf
Vollbeschäftigten-Einheiten (FTE). Ohne
Personalleasing waren 29.115 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 27.487). Der Anstieg
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzwachstum der
letzten Quartale im Nutzfahrzeugbereich, einem
strategischen Aufbau für zukunftsbezogene Themen (u.a.
F&E) in beiden Divisionen, sowie einem
Mitarbeiteranstieg durch Unternehmensakquisitionen im
zweiten Halbjahr 2022 mit 905 Mitarbeitern.
Der Auftragseingang in der Division Systeme für
Schienenfahrzeuge verringerte sich gegenüber dem
Vorjahr leicht um € 102,9 Mio. von € 2.128,0 Mio.
auf € 2.025,0 Mio. Von dieser Entwicklung waren alle
Regionen außerhalb Europa betroffen. Der
Auftragsbestand stieg zum 30.06.2023 auf € 5.060,5
Mio. (Vorjahr: € 4.768,5 Mio.) an.
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Auftragseingang | 2.025,0 | 2.128,0 |
| Auftragsbestand (30.06.) | 5.060,5 | 4.768,5 |
| Umsatz | 1.813,5 | 1.598,0 |
| EBITDA | 328,5 | 283,9 |
| EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) | 18,1 | 17,8 |
| EBITDA-Marge operativ (in % vom Umsatz) | 17,9 | 19,1 |
| EBIT | 251,1 | 218,7 |
| EBIT-Marge (in % vom Umsatz) | 13,8 | 13,7 |
| EBIT-Marge operativ (in % vom Umsatz) | 14,0 | 15,0 |
| Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) | 45,5 | 43,3 |
| Abschreibungen | 77,4 | 65,2 |
| F&E-Kosten | 112,4 | 105,6 |
| Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) | 16.904 | 16.062 |
Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge
verzeichnete eine deutliche Umsatzerhöhung um 13,5 %
auf € 1.813,5 Mio. (Vorjahr: € 1.598,0 Mio.).
Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem
deutlich gestiegen Nachmarkt-Geschäft, während
die Umsätze des OE-Geschäfts gegenüber 2022
nur leicht zulegen konnten. Das OE-Geschäft
profitierte dabei in der Region Europa insbesondere von
Zuwächsen im Passagier-, Metro- sowie im
Lokomotivengeschäft, welchen Rückgänge in
den Bereichen Hochgeschwindigkeitsverkehr, Regional &
Commuter sowie Light-Rail-Vehicle kompensierend
gegenüberstehen. Die Nachmarktumsätze konnten
demgegenüber deutlich zulegen. In Nordamerika zeigten
sich die OE-Umsätze gegenüber dem Vorjahr stabil,
wogegen die Nachmarktumsätze deutlich zulegen konnten.
Die Umsatzentwicklung in der Region Asien war ebenfalls
durch steigende Nachmarktumsätze geprägt.
Demgegenüber verzeichnete das Passagiergeschäft
einen Rückgang, welcher durch Anstiege in den
Teilbereichen Hochgeschwindigkeitsverkehr sowie Metro
teilweise kompensiert werden konnte. Der Nachmarktanteil
(Aufteilung nach Management-Reporting) am Gesamtumsatz der
Division lag im ersten Halbjahr 2023 mit 52,6 % über
dem entsprechenden Vorjahresniveau (46,5 %).
Das operative EBIT liegt mit € 253,0 Mio. um 5,4 %
über dem entsprechenden Vorjahr (€ 240,1 Mio.)
und erzielte dabei eine operative EBIT-Marge (RoS) von 14,0
% (Vorjahr: 15,0 %). Der moderate Rückgang der
Profitabilität war dabei neben dem weiter allgemein
hohen Inflationsdruck, zusätzlich durch wachsenden
Margendruck im China-Geschäft sowie dem Rückzug
aus dem Russland-Geschäft geprägt. Zur Ermittlung
des operativen EBIT wurden gegenüber dem ausgewiesenen
EBIT von € 251,1 Mio. Erträge aus der
Wertaufholung von Vorjahreswertminderungen im Zusammenhang
mit dem Rückzug aus dem russischen Markt in Höhe
€ 12,1 Mio. sowie erwartete Aufwendungen für
Kulanzleistungen in Asien mit € 14,1 Mio. bereinigt.
Im ersten Halbjahr des Vorjahres wurden im Zusammenhang mit
dem Russland-Geschäft insgesamt € 18,1 Mio., im
Wesentlichen Wertberichtigungen auf Bestände (€
17,1 Mio.), sowie Restrukturierungsaufwendungen in
Nordamerika (€ 3,3 Mio.) bereinigt.
Das operative EBITDA lag mit € 325,2 Mio. um 6,5 %
über dem Vorjahreswert (Vorjahr: € 305,3 Mio.)
und führte zu einer operativen EBITDA-Marge im ersten
Halbjahr 2023 von 17,9 % (Vorjahr: 19,1 %).
Die Investitionen der Division Systeme für
Schienenfahrzeuge betrugen im ersten Halbjahr 2023 €
45,5 Mio. (Vorjahr: € 43,3 Mio.) und flossen neben
Automatisierungsprojekten in Erweiterungen der
Kapazitäten von wachstumsstarken Produktgruppen sowie
in Standortoptimierungen und in Ersatzinvestitionen. Die
Abschreibungen lagen mit € 77,4 Mio. über dem
Niveau des Vorjahres (Vorjahr: € 65,2 Mio.).
Die F&E-Kosten beliefen sich im ersten Halbjahr 2023
auf € 112,4 Mio. und lagen damit leicht über dem
Vorjahr (€ 105,6 Mio.). Relativ betrachtet ergab sich
aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse eine zum Vorjahr
leicht gesunkene F&E-Quote von 6,2 % (Vorjahr: 6,6 %)
vom Umsatz. Dabei konzentrierten wir uns auf die aus den
Megatrends abgeleiteten Industrietrends. Dies sind für
die Systeme für Schienenfahrzeuge u.a.
Verkehrsleistung, Umweltverträglichkeit,
Verfügbarkeit, Lebenszyklusmanagement und
Digitalisierung.
Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge
beschäftigte zum 30.06.2023 16.904 Mitarbeiter (inkl.
Personalleasing) (Vorjahr: 16.062). Der Anstieg der
Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr war dabei unter
anderem akquisitionsbedingt (+365).
Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge konnte -
basierend auf einer anhaltend hohen Nachfrage und den seit
Jahresbeginn deutlich gestiegenen Lkw-Produktionsraten in
Europa, Nordamerika und insbesondere in China - im ersten
Halbjahr 2023 einen deutlichen Anstieg im Auftragseingang
um 15,8 % auf € 2.212,0 Mio. (Vorjahr: € 1.910,7
Mio.) verzeichnen. Somit stieg der Auftragsbestand per
30.06.2023 gegenüber dem Vorjahr (€ 1.927,4 Mio.)
um 7,0 % auf € 2.062,6 Mio.
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Auftragseingang | 2.212,0 | 1.910,7 |
| Auftragsbestand (30.06.) | 2.062,6 | 1.927,4 |
| Umsatz | 2.105,1 | 1.809,0 |
| EBITDA | 263,8 | 220,9 |
| EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) | 12,5 | 12,2 |
| EBITDA-Marge operativ (in % vom Umsatz) | 13,0 | 12,2 |
| EBIT | 179,1 | 150,6 |
| EBIT-Marge (in % vom Umsatz) | 8,5 | 8,3 |
| EBIT-Marge operativ (in % vom Umsatz) | 9,2 | 8,3 |
| Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) | 87,8 | 87,4 |
| Abschreibungen | 84,7 | 70,4 |
| F&E-Kosten | 141,9 | 127,1 |
| Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) | 15.052 | 13.816 |
Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2023 um 16,4 % auf
€ 2.105,1 Mio. (Vorjahr: € 1.809,0 Mio.) an.
Neben einer gestiegenen Fahrzeugproduktion in den Regionen
Europa, Nordamerika und Asien/Pazifik, dort vor allem in
China, tragen auch Preiserhöhungen zur Weitergabe von
Inflationseffekten an Kunden zu dieser Erhöhung bei.
Der brasilianische Markt war hingegen in den ersten sechs
Monaten schwächer als noch im Vorjahr. Der
Umsatzanstieg entfiel nahezu gleichmäßig auf das
OE- und das Nachmarktgeschäft. Zum Wachstum des
Nachmarktumsatzes trägt vor allem auch die Akquisition
von Mehrheitsanteilen an der Cojali S.A. bei. Der
Nachmarktanteil am Gesamtumsatz stieg daher gegenüber
dem Vorjahr von 27,5 % leicht auf 27,9 % an (Aufteilung
nach Management-Reporting und nicht Teil der
prüferischen Durchsicht des Abschlussprüfers).
Das operative EBIT erhöhte sich im ersten Halbjahr
2023 mit 28,1 % sehr deutlich auf € 192,9 Mio. Die
operative EBIT-Marge (RoS) stieg ebenfalls um 0,9
Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (8,3 %) auf
nunmehr 9,2 % an. Zu dieser Entwicklung tragen neben den
positiven Volumeneffekten inflationsbedingte
Preisanpassungen bei, die aufgrund von Verhandlungen mit
den Kunden erst zeitverzögert im Ergebnis wirken und
zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr noch nicht abgeschlossen
waren. Eine weitere Verbesserung der Profitabilität
resultiert aus der Konsolidierung der Cojali-Gruppe. Zur
Ermittlung des operativen EBIT wurden gegenüber dem
ausgewiesenen EBIT von € 179,1 Mio. € 8,0 Mio.
Werberichtigungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus
dem russischen Markt, Abgangsverluste in Nordamerika von
€ 4,2 Mio. sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der
weiteren Bereinigung des Produktportfolios in Nordamerika
in Höhe von € 1,6 Mio. bereinigt. Im Halbjahr des
Vorjahres gab es keine entsprechenden Sachverhalte, die zu
einer Bereinigung geführt haben.
Auch das operative EBITDA der Division Systeme für
Nutzfahrzeuge stieg aufgrund der oben genannten Effekte
deutlich um € 24,1 % auf € 274,2 Mio. (Vorjahr:
€ 220,9 Mio.). Die operative EBITDA-Marge lag mit 13,0
% um 0,8 Prozentpunkte über der Marge des Vorjahres
(12,2 %).
Die Investitionen der Division Systeme für
Nutzfahrzeuge erhöhten sich im ersten Halbjahr 2023
gegenüber dem Vorjahr leicht um € 0,5 Mio. auf
€ 87,8 Mio. (Vorjahr: € 87,4 Mio.). Ein
Großteil der Investitionen entfiel wie bereits im
Vorjahr auf die Bereitstellung von Lieferantenwerkzeugen in
allen Regionen sowie Equipment für die Produktion
neuer Produktgenerationen. Weiterhin flossen Investitionen
in die Erweiterung des Werks Dalian in China. Die
Abschreibungen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge
lagen bei € 84,7 Mio. und damit deutlich über
Vorjahresniveau (€ 70,4 Mio.). Diese Erhöhung
resultiert neben den bereits genannten Wertminderungen im
Zuge des Rückzugs aus dem russischen Markt aus der
Amortisation der Kaufpreisallokation aus der Akquisition
von Mehrheitsanteilen an der Cojali S.A.
Die F&E-Kosten der Division stiegen im ersten
Halbjahr 2023 auf € 141,9 Mio. (Vorjahr: € 127,1
Mio.) und resultieren in einer F&E-Quote von 6,7 % vom
Umsatz, welche aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse
leicht unter dem entsprechenden Vorjahresniveau (7,0 %)
lag. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich auf
die Megatrends Verkehrssicherheit, Automatisiertes Fahren,
Emissionsreduktion und E-Mobilität sowie
Konnektivität.
Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge
beschäftigte zum 30.06.2023 15.052 Mitarbeiter
(Vorjahr: 13.816) und damit 1.236 Mitarbeiter bzw. 8,9 %
mehr als zum 30.06.2022. Der größte Anteil
dieses Anstiegs ist auf die Konsolidierung der
Cojali-Gruppe mit 540 Mitarbeiter zum Stichtag
zurückzuführen. Weitere Erhöhungen
resultieren aus dem höheren Geschäftsvolumen
sowie einem strategischen Aufbau für zukunftsbezogene
Themen (u.a. F&E).
Das Finanz- und Liquiditätsmanagement sowie die
Finanzierungsstruktur des Knorr-Bremse Konzerns sind auf
den Seiten 79 ff. des zusammengefassten Lageberichts 2022
beschrieben. Wesentliche Veränderungen gegenüber
dem 31.12.2022 ergaben sich innerhalb der
Finanzverbindlichkeiten bei den Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, den
Kaufpreisverbindlichkeiten sowie den Derivaten.
| in Mio. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Derivate | (13,6) | (36,3) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (99,8) | (205,9) |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | (1.463,3) | (1.455,5) |
| Kaufpreisverbindlichkeiten | (62,6) | (86,4) |
| Leasingverbindlichkeiten | (520,9) | (509,6) |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (386,7) | (384,3) |
| Summe | (2.546,9) | (2.678,1) |
| Davon: | ||
| Kurzfristig | (531,1) | (655,9) |
| Langfristig | (2.015,7) | (2.022,2) |
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | (31,7) | (152,9) |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (179,7) | (161,2) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (280,7) | (401,7) |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | (492,1) | (715,8) |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | (28,4) | 40,2 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | (520,5) | (675,6) |
| Free Cashflow | (165,2) | (266,6) |
Der Mittelabfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit verbesserte sich von €
152,9 Mio. im ersten Halbjahr 2022 um € 121,2 Mio. auf
€ 31,7 Mio. in den ersten 6 Monaten 2023. Dies ist im
Wesentlichen auf ein um € 23,6 Mio. auf € 261,1
Mio. gestiegenes Periodenergebnis sowie einen
gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 verminderten
Anstieg des Net Working Capital zurückzuführen.
In den ersten 6 Monaten 2023 erhöhte sich der
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit um € 18,6
Mio. gegenüber dem Vorjahr von € 161,2 Mio. auf
€ 179,7 Mio. Dieser Anstieg resultierte im
Wesentlichen aus den Zahlungen im Zusammenhang mit den
Erwerben von Cojali sowie einer Erstattung für die DSB
Component Workshops von insgesamt € 16,2 Mio.
Im ersten Halbjahr 2023 ging der Mittelabfluss aus
Finanzierungstätigkeit gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um € 121,0 Mio. von € 401,7
Mio. auf € 280,7 Mio. zurück. Dieser
Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der
gegenüber dem Vorjahr um € 64,5 Mio. verringerten
Dividendenzahlung in Höhe von € 233,7 Mio.
Darüber hinaus steht einem Mittelabfluss aus der
Abwicklung von Derivaten im ersten Halbjahr 2022 in
Höhe von € 42,8 Mio. in den ersten 6 Monaten 2023
nunmehr ein Mittelzufluss in Höhe von € 5,8 Mio.
gegenüber.
Der Free Cashflow belief sich im ersten Halbjahr 2023
auf € -165,2 Mio. und lag damit um € 101,4 Mio.
deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus von € -266,6
Mio. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den
Rückgang des Mittelabflusses aus laufender
Geschäftstätigkeit in Höhe von € 121,2
Mio. zurückzuführen.
Der deutliche Rückgang des Finanzmittelfonds von
€ 1.210,7 Mio. zum 31.12.2022 auf € 690,2 Mio.
zum 30.06.2023 setzte sich im Wesentlichen aus dem
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (€ 280,7
Mio.), dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit
(€ 179,7 Mio.) sowie dem Mittelabfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit (€ 31,7 Mio.) zusammen.
Die Nettoverschuldung stieg infolgedessen von € 726,7
Mio. per 31.12.2022 auf € 1.274,6 Mio. per 30.06.2023
an.
Die Bilanzsumme des Konzerns verringerte sich
gegenüber dem 31.12.2022 (€ 8.011,9 Mio.) um 1,5
% auf € 7.893,4 Mio. Einem gestiegenen Net Working
Capital steht hier ein Rückgang der
Finanzverbindlichkeiten sowie ein Rückgang der
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
gegenüber.
| in Mio. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Nettoverschuldung/(-guthaben) | 1.274,6 | 726,7 |
| Nettoverschuldung zu EBITDA | 2,2 | 0,7 |
| Gearing | 0,5 | 0,3 |
| Net Working Capital (NWC)* | 1.560,8 | 1.126,5 |
| Net Working Capital in Umsatztagen */** | 71,7 | 56,7 |
| Umschlaghäufigkeit Vorräte ** | 6,4 | 6,3 |
| Forderungen/Days Sales Outstanding ** | 75,3 | 67,6 |
| Eigenkapitalquote (%) | 33,7 | 33,6 |
| Bilanzsumme | 7.893,4 | 8.011,9 |
Das Net Working Capital ist definiert als Summe aus
Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und vertraglichen Vermögenswerten, abzüglich
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
vertraglichen Verbindlichkeiten, sowie kurzfristigen
Zahlungswechseln, die unter den sonstigen finanziellen
Vermögenswerten bzw. Finanzverbindlichkeiten
ausgewiesen sind. Das Net Working Capital beinhaltet seit
dem Geschäftsjahr 2023 ebenfalls kurzfristige
Zahlungswechsel, die unter den sonstigen finanziellen
Vermögenswerten bzw. Finanzverbindlichkeiten
ausgewiesen sind. Das Net Working Capital lag per
30.06.2023 bei € 1.560,8 Mio. (31.12.2022: €
1.126,5 Mio., bzw. unter Berücksichtigung der in 2023
neu aufgenommenen Zahlungswechsel: € 1.101,0 Mio.). In
Umsatztagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 71,7
Tagen (31.12.2022: 56,7 Tage bzw. 55,4 Tage unter
Berücksichtigung der Zahlungswechsel). Dieser Anstieg
beruhte zum einen auf saisonalen Effekten und zum anderen
auf proaktiven Maßnahmen zur Aufrechterhaltung
unserer Lieferketten. Das Net Working Capital lag per
30.06.2023 nach der aktuellen Definition um € 212,6
Mio. bzw. 0,4 Umsatztage über dem Niveau des ersten
Halbjahres 2022 (30.06.2022: € 1.348,2 Mio. nach der
aktuellen Definition).
Die Eigenkapitalquote lag mit 33,7 % per 30.6.2023 auf
dem Niveau per 31.12.2022 (33,6 %).
| in Mio. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Gezeichnetes Kapital | 161,2 | 161,2 |
| Sonstiges Eigenkapital | 2.366,8 | 2.400,6 |
| Eigenkapital Aktionäre | 2.528,0 | 2.561,8 |
| Nicht beherrschende Anteile | 132,7 | 129,5 |
| Summe Eigenkapital | 2.660,7 | 2.691,3 |
| in Mio. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/Firmenwert | 1.331,9 | 1.340,2 |
| Sachanlagen | 1.798,0 | 1.814,5 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 473,5 | 455,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.603,4 | 3.609,7 |
| Vorräte | 1.229,2 | 1.141,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.638,2 | 1.343,3 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 168,9 | 103,1 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 81,1 | 69,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 688,5 | 1.342,6 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 200,1 | 170,2 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 284,1 | 231,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.290,1 | 4.402,3 |
Die zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
beinhalten die zur Veräußerung gehaltene
KiepeGruppe sowie die russischen
Knorr-Bremse-Gesellschaften. Weitere Informationen finden
sich im Anhang zum verkürzten Zwischenabschluss im
Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte und korrespondierende Schulden".
Wesentliche Investitionen in Sachanlagen flossen vor
allem in Erweiterungsinvestitionen von Produktionsanlagen
und -equipment, Automatisierungsprojekte, in
Standortoptimierungen und Ersatzinvestitionen. Darüber
hinaus fielen Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte unter anderem für IT-Projekte an.
Im ersten Halbjahr 2023 lag der annualisierte ROCE trotz
eines gestiegenen Capital Employed, also der Summe aus
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Net
Working Capital, infolge des erhöhten EBIT-Beitrags
für 2023 mit 17,0 % oberhalb des entsprechenden
Vorjahres (30.06.2022: 16,5 %; berechnet unter
Berücksichtigung der aktuellen Net Working Capital
Definition).
Im zusammengefassten Lagebericht 2022 sind ab Seite 85
die spezifischen Risiken und Chancen sowie das
dazugehörige Risikomanagementsystem des Knorr-Bremse
Konzerns ausführlich beschrieben.
Gegenüber dem Jahresende 2022 reduzierte sich das
Risikoportfolio. Insbesondere in der Kategorie Einkauf hat
sich das Risiko von "hoch" in den mittleren Risikokorridor
entwickelt; ausschlaggebend hierfür sind die teilweise
Entspannung in den Lieferengpässen von
Elektronikkomponenten der Halbleiterindustrie sowie der
Rückgang des globalen Marktpreisanstieges für
Rohstoffe und Energie. Darüber hinaus wurden
gegenüber dem zusammengefassten Lagebericht für
das Geschäftsjahr 2022 keine wesentlichen Risiken
identifiziert, die den Fortbestand unseres Unternehmens
gefährden könnten.
Die Analysten des International Monetary Fund (IMF)
stellen in ihrem Bericht zum "World Economic Outlook"
heraus, dass sich trotz der weltweiten Erholung von der
COVID-19-Pandemie insbesondere die Invasion der Russischen
Föderation in der Ukraine sowie die anhaltend hohe
Inflation weiterhin verlangsamend auf die globale
Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit auswirkt.
Für die Jahre 2023 und 2024 erwarten die Analysten
eine Wachstumsrate von jeweils 3,0 %, die damit
voraussichtlich unter dem Wert für 2022 (3,2 %) liegen
wird. Für den Euroraum wird das Wachstum für 2023
bei 0,9%; für die USA bei 1,8 % und für China bei
5,2 % erwartet.
Einen wesentlichen Faktor, der die Wachstumsraten
beeinflusst, sehen die Analysten des IMF in der Entwicklung
der Inflationsrate, welche ausgehend von den hohen Werten
aus 2022 (8,7 %) für 2023 auf 6,6 % zurück gehen
soll. Einen gleich gerichteten Ausblick geben die Analysten
der World Bank Group, die ebenso gerade im EURO Raum einen
Anstieg der Inflationseindämmungsmaßnahmen
erkennen können. Dies wiederum führt zu einem
steigenden Zinsniveau, welches sich auch auf die
Wachstumsprognosen dämpfend auswirkt.
Die aktuellen Annahmen und Erwartungen spiegeln die
Einschätzung der Wirtschaftsinstitute vom Juni/Juli
2023 wider. Aufgrund des Russland-Ukraine Kriegs sowie die
weitere weltweite Belastung durch hohe Inflationsraten kann
zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verlässliche
Aussage über die Auswirkungen auf die Wirtschaft der
einzelnen Regionen getroffen werden.
Die Einschätzung der Entwicklung des globalen
Schienenfahrzeugmarktes bis Jahresende 2023 hat sich im
Vergleich zur Darstellung im zusammengefassten Lagebericht
2022 nicht verändert, in den auch die aktuellen
Risiken des Risiko- und Chancenberichts einfließen.
Die Neufahrzeugbeschaffung in China wird, wie im
zusammengefassten Lagebericht 2022 erwartet, auf einem
ähnlichen Niveau wie 2022 liegen. Der
Schienenfahrzeugmarkt bleibt auch über das laufende
Geschäftsjahr hinaus ein Wachstumsmarkt, der
zusätzlich durch diverse Stimulus-Programme der
Regierungen gestützt wird.
Die Einschätzung für die Marktentwicklung der
globalen Nutzfahrzeugproduktion 2023 hat sich
gegenüber dem Frühjahr 2023 leicht verbessert.
Für das Gesamtjahr 2023 rechnet Knorr-Bremse nun mit
einem Anstieg der weltweiten Nutzfahrzeugproduktion um 9 %
auf rund 2.570.000 Stück.
Der absolut und prozentual größte Anstieg
wird 2023 im chinesischen Markt für Nutzfahrzeuge (HDT
und MDT) erwartet. Nach der Lockerung der staatlichen
Zero-Covid-Politik wird eine Erholung um 33 % auf rund
920.000 Fahrzeuge erwartet. Steigende bzw. stabile
Produktionsraten in Indien und Japan verstärken diese
Entwicklung und lassen die Region Asien gesamthaft um 20 %
gegenüber Vorjahr steigen.
In Westeuropa erwartet Knorr-Bremse für das
laufende Jahr eine leichte Steigerung der
Nutzfahrzeugproduktion um 2 % auf rund 490.000 Stück.
Auch in Osteuropa wird ein Anstieg im Markt um 7 % auf
70.000 Fahrzeuge gerechnet.
Dagegen wird in Amerika mit einer Reduzierung der
Nutzfahrzeugmärkte gerechnet. So wird zwar in
Nordamerika ein Anstieg von 6 % auf 415.000 Fahrzeuge
erwartet. Dahingegen bricht der Markt in Südamerika
aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds um 45 % ein und
reduziert sich auf rd. 105.000 Fahrzeuge.
Die Marktangaben beziehen sich auf die Truck Production
Rate der jeweiligen Regionen, die von verschiedenen
Organisationen, z.B. der LMC, veröffentlicht werden.
Der Ausblick stellt sich für das Gesamtjahr 2023
wie folgt dar:
| Zielgrößen | Ziel 2023 | Ist 2022 |
| Umsatz (Mio. €) | 7.500 - 7.800 | 7.150 |
| EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) | 10,5 - 12,0 | 11,1 |
| Free Cashflow (Mio. €) | 350-550 | 219 |
Der operative Ausblick für das Geschäftsjahr
2023 wird bestätigt und das Umsatzziel angehoben.
Unter der Annahme aktueller Wechselkurse, im Wesentlichen
stabiler geopolitischer und makro-ökonomischer
Rahmenbedingungen, keiner neuen Lock-downs aufgrund der
Corona-Lage, der Kompensation inflationsbedingter
Kostensteigerungen und keiner zusätzlichen Probleme
bei den Lieferketten bedingt durch potenzielle
Energie-Engpässe, erwartet das Unternehmen für
das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz zwischen €
7.500 Mio. und € 7.800 Mio., eine operative EBIT-Marge
von 10,5 % bis 12,0 % sowie einen Free Cashflow von €
350 Mio. bis € 550 Mio.
München, 9. August 2023
Knorr-Bremse AG
| Der Vorstand | ||||
| MARC LLISTOSELLA | FRANK MARKUS WEBER | DR. CLAUDIA MAYFELD | BERND SPIES | DR. JÜRGEN WILDER |
| in Tsd. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Umsatzerlöse | 3.917.454 | 3.406.026 |
| Bestandsveränderungen un-/fertige Erzeugnisse | 17.326 | 62.312 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 53.174 | 48.747 |
| Gesamtleistung | 3.987.954 | 3.517.085 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 47.761 | 67.753 |
| Materialaufwand | (2.013.980) | (1.839.488) |
| Personalaufwand | (986.640) | (895.780) |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (459.178) | (360.573) |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 575.917 | 488.997 |
| Abschreibungen | (176.640) | (145.821) |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 399.277 | 343.176 |
| Zinserträge | 14.851 | 22.581 |
| Zinsaufwendungen | (41.745) | (21.072) |
| Sonstiges Finanzergebnis | 4.386 | (9.153) |
| Ergebnis vor Steuern | 376.769 | 335.531 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (115.706) | (98.025) |
| Periodenergebnis | 261.063 | 237.506 |
| Davon entfallen auf: | ||
| Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter | 17.263 | 8.212 |
| Ergebnisanteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG | 243.800 | 229.294 |
| Ergebnis je Aktie in € | ||
| unverwässert | 1,51 | 1,42 |
| verwässert | 1,51 | 1,42 |
| in Tsd. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Periodenergebnis | 261.063 | 237.506 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | (7.966) | 83.130 |
| Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente | - | 4.922 |
| Latente Steuern | 2.761 | (18.559) |
| Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | (5.205) | 69.493 |
| Währungsumrechnung | (69.652) | 59.649 |
| Rücklage aus Sicherungsgeschäften | 27.072 | (33.605) |
| Rücklage für Kosten der Absicherung | 8.292 | 1.071 |
| Latente Steuern | (11.219) | 10.520 |
| Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden könnten | (45.506) | 37.635 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | (50.711) | 107.128 |
| Konzerngesamtergebnis | 210.352 | 344.634 |
| Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter | 11.987 | 13.817 |
| Gesamtergebnisanteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG | 198.365 | 330.817 |
| in Tsd. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 769.201 | 766.433 |
| Geschäfts-/Firmenwert | 562.733 | 573.719 |
| Sachanlagen | 1.797.951 | 1.814.451 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 67.571 | 79.567 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 159.099 | 122.822 |
| Sonstige Vermögenswerte | 94.389 | 92.427 |
| Ertragsteuerforderungen | 1.256 | 282 |
| Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer | 14.020 | 19.499 |
| Latente Steueransprüche | 137.148 | 140.459 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.603.368 | 3.609.659 |
| Vorräte | 1.229.151 | 1.141.940 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.638.178 | 1.343.305 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 168.941 | 103.116 |
| Sonstige Vermögenswerte | 189.331 | 177.694 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 81.089 | 69.491 |
| Ertragsteuerforderungen | 94.816 | 53.880 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 688.473 | 1.342.587 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 200.095 | 170.245 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.290.074 | 4.402.258 |
| Bilanzsumme | 7.893.442 | 8.011.917 |
| in Tsd. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 161.200 | 161.200 |
| Kapitalrücklagen | 13.884 | 13.884 |
| Gewinnrücklagen | 10.320 | 10.320 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | (167.760) | (123.910) |
| Gewinnvortrag | 2.266.554 | 2.012.614 |
| Anteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG am Periodenergebnis | 243.800 | 487.680 |
| Anteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG am Eigenkapital | 2.527.998 | 2.561.788 |
| Eigenkapital nicht beherrschender Gesellschafter | 132.728 | 129.533 |
| davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenergebnis | 17.263 | 18.575 |
| Eigenkapital | 2.660.726 | 2.691.321 |
| Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 219.349 | 219.835 |
| Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer | 17.954 | 21.536 |
| Sonstige Rückstellungen | 191.814 | 194.192 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.015.745 | 2.022.161 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.945 | 2.867 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 8.968 | 5.782 |
| Latente Steuerschulden | 210.704 | 188.737 |
| Langfristige Schulden | 2.671.479 | 2.655.110 |
| Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer | 6.909 | 10.486 |
| Sonstige Rückstellungen | 172.799 | 171.381 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.217.175 | 1.213.954 |
| Finanzverbindlichkeiten | 531.114 | 655.896 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 132.679 | 106.440 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 197.122 | 214.258 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 145.410 | 137.950 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 158.029 | 155.120 |
| Kurzfristige Schulden | 2.561.237 | 2.665.486 |
| Schulden | 5.232.716 | 5.320.595 |
| Bilanzsumme | 7.893.442 | 8.011.917 |
| in Tsd. € | 1. Halbjahr
2023 |
1. Halbjahr
2022 |
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) | 261.063 | 237.506 |
| Anpassungen für | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 176.640 | 145.821 |
| Veränderung der Wertberichtigung auf Vorräte | (9.309) | 28.262 |
| Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte | 7.628 | 4.560 |
| Verlust aus Veräußerungen von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | - | 9.153 |
| (Gewinn) / Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens | 2.262 | 428 |
| Zuführung, Auflösung und Verzinsung der Rückstellungen | 61.974 | 19.003 |
| Zahlungsunwirksame Veränderungen aus der Bewertung von Derivaten | (42.101) | 17.434 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | (23.072) | 18.489 |
| Zinsergebnis | 26.894 | (1.509) |
| Beteiligungsergebnis | 13.596 | 5.103 |
| Ertragsteueraufwand | 115.706 | 98.025 |
| Ertragsteuerzahlungen | (128.726) | (104.978) |
| Veränderungen von | ||
| Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | (487.234) | (553.191) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 47.164 | (15.480) |
| Rückstellungen aufgrund von Verbrauch | (54.192) | (61.531) |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | (31.708) | (152.905) |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | (57.342) | (56.389) |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen | 5.838 | 26.299 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | (82.027) | (83.642) |
| Einzahlungen von Finanzanlagen und aus dem Verkauf von Finanzanlagen | 20.684 | 31.178 |
| Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | (55.531) | (76.979) |
| Ein-/ Auszahlungen aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | - | (4.475) |
| Ein-/ Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | (18.332) | - |
| Erhaltene Zinsen | 9.218 | 4.822 |
| Auszahlungen für Investitionen in Planvermögen (Pensionen) | (2.253) | (1.995) |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | (179.746) | (161.181) |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 20.148 | 24.936 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | (10.728) | (11.695) |
| Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten | (34.501) | (32.175) |
| Gezahlte Zinsen | (21.449) | (20.030) |
| Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens | (233.740) | (298.220) |
| Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter | (8.792) | (19.936) |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - | (6.498) |
| Ein-/ Auszahlungen aus der Abwicklung von Derivaten | 5.807 | (42.780) |
| Einzahlungen aus Zuschüssen und Zuwendungen | 2.597 | 4.721 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | (280.657) | (401.677) |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | (492.111) | (715.763) |
| Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | (28.421) | 40.165 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | (520.532) | (675.598) |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.210.739 | 1.326.495 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 690.207 | 650.897 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 688.473 | 876.080 |
| Kurzfristig veräußerbare Wertpapiere | - | 2 |
| Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 25.606 | 5.014 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken (weniger als 3 Monate) | (23.872) | (230.199) |
| in Tsd. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Konzerngewinn |
| Stand zum 01.01.2023 | 161.200 | 13.884 | 10.320 | 2.500.294 |
| Dividenden | - | - | - | (233.740) |
| Konzernjahresüberschuss | - | - | - | 243.800 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | - | 243.800 |
| Erwerb / Abgang von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - | - |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind | - | - | - | - |
| Stand zum 30.06.2023 | 161.200 | 13.884 | 10.320 | 2.510.354 |
| Stand zum 01.01.2022 | 161.200 | 13.884 | 13.300 | 2.336.134 |
| Dividenden | - | - | - | (298.220) |
| Konzernjahresüberschuss | - | - | - | 229.294 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | - | 229.294 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | (3.346) | - |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind | - | - | - | - |
| Stand zum 30.06.2022 | 161.200 | 13.884 | 9.954 | 2.267.208 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | |||||
| in Tsd. € | Währungsumrechnung | Rücklage für Kosten der Absicherung | Rücklage aus Sicherungsgeschäften | Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente | Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen (IAS 19) |
| Stand zum 01.01.2023 | (94.822) | (947) | (19.634) | - | (8.507) |
| Dividenden | - | - | - | - | - |
| Konzernjahresüberschuss | - | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | (64.375) | 5.718 | 18.427 | - | (5.205) |
| Konzerngesamtergebnis | (64.375) | 5.718 | 18.427 | - | (5.205) |
| Erwerb / Abgang von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - | - | - |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind | - | 257 | 1.328 | - | - |
| Stand zum 30.06.2023 | (159.197) | 5.028 | 121 | - | (13.712) |
| Stand zum 01.01.2022 | (90.970) | (3.222) | (7.854) | (32.051) | (62.076) |
| Dividenden | - | - | - | - | - |
| Konzernjahresüberschuss | - | - | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 54.010 | 725 | (22.739) | 4.922 | 64.605 |
| Konzerngesamtergebnis | 54.010 | 725 | (22.739) | 4.922 | 64.605 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - | - | - |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind | - | 282 | 1.129 | - | - |
| Stand zum 30.06.2022 | (36.960) | (2.215) | (29.464) | (27.129) | 2.529 |
| in Tsd. € | Eigenkapital der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG | Eigenkapital der nicht beherrschenden Gesellschafter | Gesamtes Eigenkapital |
| Stand zum 01.01.2023 | 2.561.788 | 129.533 | 2.691.321 |
| Dividenden | (233.740) | (8.792) | (242.532) |
| Konzernjahresüberschuss | 243.800 | 17.263 | 261.063 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | (45.435) | (5.276) | (50.711) |
| Konzerngesamtergebnis | 198.365 | 11.987 | 210.352 |
| Erwerb / Abgang von nicht beherrschenden Anteilen | - | - | - |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind | 1.585 | - | 1.585 |
| Stand zum 30.06.2023 | 2.527.998 | 132.728 | 2.660.726 |
| Stand zum 01.01.2022 | 2.328.345 | 97.183 | 2.425.528 |
| Dividenden | (298.220) | (19.667) | (317.887) |
| Konzernjahresüberschuss | 229.294 | 8.212 | 237.506 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 101.523 | 5.605 | 107.128 |
| Konzerngesamtergebnis | 330.817 | 13.817 | 344.634 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | (3.346) | (10.041) | (13.387) |
| Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind | 1.411 | - | 1.411 |
| Stand zum 30.06.2022 | 2.359.007 | 81.289 | 2.440.296 |
Die Knorr-Bremse AG (nachfolgend: "Gesellschaft") ist
eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft.
Eingetragener Sitz und Hauptsitz der Gesellschaft ist die
Moosacher Str. 80, 80809 München. Die Gesellschaft ist
im Handelsregister der Stadt München unter HRB 42031
eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss des Unternehmens
umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften
(zusammen als "Konzern" oder "Knorr-Bremse" bezeichnet).
Der Konzern ist weltweiter Hersteller von Bremssystemen
für Schienen- und Nutzfahrzeuge und weiterer
sicherheitskritischer Systeme.
Zum Produktportfolio der Division Systeme für
Schienenfahrzeuge gehören u. a. Bremssysteme,
Einstiegs- und Klimasysteme, Sanitärsysteme,
Kupplungssysteme, ein Portfolio an digitalen Lösungen
und smarten Services zur Optimierung des Schienenverkehrs,
Leistungselektrik und Leittechnik, Hardware und
Programmiertools für Zugleitsysteme (Train Control
& Management System, TCMS), elektromechanische
Komponenten und elektrische Antriebsausrüstung
für Straßenbahnen, Signalsysteme,
stationäre und mobile Prüfanlagen, Scheibenwisch-
und Waschsysteme, sowie umfangreiche Nachmarktlösungen
(RailServices).
Zum Produktportfolio der Division Systeme für
Nutzfahrzeuge gehören u. a. pneumatische Bremssysteme
(d. h. Bremssteuerung, Scheibenbremsen, Trommelbremsen,
Bremszylinder, Ventile und Pedaleinheiten) und Lenksysteme,
Lösungen zur Fahrdynamikregelung (d. h.
Anti-Blockier-Systeme und elektronische
Stabilitätsprogramme), Fahrerassistenzsysteme (z. B.
Notbremssysteme), elektronische Niveauregelung,
Energieversorgungs- und -verteilungssysteme
einschließlich Luftkompressoren und Luftaufbereitung
sowie Produkte zur Steigerung der Kraftstoffeffizienz wie
Motorkomponenten und Subsysteme im Bereich der
Getriebesteuerung (d. h. Schwingungsdämpfer,
Motorluftsteuerung sowie Getriebe- und
Kupplungsbetätigung) sowie Trailer- und
Aftermarketlösungen.
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom
1. Januar bis zum 30. Juni 2023 ist verkürzt und wurde
in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34
Zwischenberichterstattung, also den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und
von der Europäischen Union (EU) übernommen
wurden, aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert
auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und sollte
im Zusammenhang mit diesem gelesen werden. Die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Konzern in
diesem Zwischenabschluss angewendet hat, entsprechen
grundsätzlich denen, die im Konzernabschluss für
das Jahr 2022 angewendet wurden.
Der Konzernzwischenabschluss und der
Konzernzwischenlagebericht wurden vom Vorstand am 9. August
2023 zur Veröffentlichung freigegeben.
Der Halbjahresfinanzbericht der Knorr-Bremse AG
erfüllt die Anforderungen der anzuwendenden
Vorschriften des WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) und umfasst
nach § 115 WpHG einen verkürzten
Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht
sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022
wurden für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni
2023 keine abweichenden Ermessensentscheidungen,
Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von
Rechnungslegungsmethoden beeinflussen, getroffen.
Der für den Konzern maßgebliche
Nominal-Steuersatz beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf
30,9 %. Im Rahmen der Ermittlung des Konzernsteueraufwands
für die ersten sechs Monate des Jahres 2023 wurde der
für das gesamte Geschäftsjahr erwartete,
effektive Konzern-Steuersatz von 30,7 % (Vorjahr: 29,2 %)
zugrunde gelegt.
Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro (EUR)
aufgestellt, der die funktionale Währung und die
Berichtswährung der Knorr-Bremse AG darstellt. Sofern
nicht anders angegeben, sind alle Werte im
Konzernzwischenabschluss und im Konzernzwischenlagebericht
kaufmännisch auf Tausend Euro (€ Tsd.) gerundet.
Daher können in Einzelfällen Rundungsdifferenzen
bei absoluten Werten oder bei Prozentangaben auftreten.
Im ersten Halbjahr 2023 ergaben sich keine wesentlichen
Veränderungen im Konsolidierungskreis.
Mit Kaufvertrag vom 7. Juli 2021 und Closing vom 31.
August 2022 hat die Knorr-Bremse Systeme für
Schienenfahrzeuge GmbH 100 % Anteile an der Selskabet af 3.
Juli 2021, Taastrup/Dänemark (DSB Component Workshops)
von der Danske Statsbaner (DSB) erworben.
Zum 31. Dezember 2022 ergab sich für die DSB
Component Workshops ein vorläufiger Kaufpreis von
€ 55.780 Tsd. Auf Basis der zwischen den beiden
Vertragspartnern abgestimmten Closing Accounts ergibt sich
zum 30. Juni 2023 ein finaler Kaufpreis von € 53.090
Tsd. Die Kaufpreisminderung in Höhe von € 2.690
Tsd. führt zu einer Verminderung des Geschäfts-
oder Firmenwerts von € 5.391 Tsd. zum 31. Dezember
2022 auf nunmehr € 2.701 Tsd. zum 30. Juni 2023.
Aufgrund einer im ersten Halbjahr 2023 erfolgten
Rückzahlung der DSB an Knorr-Bremse in Höhe von
€ 7.074 Tsd. verminderte sich der gezahlte Kaufpreis
von € 52.850 Tsd. zum 31. Dezember 2022 auf €
45.776 Tsd. zum 30. Juni 2023.
In der Division für Nutzfahrzeuge wurden Ende April
2023 im Zuge einer Portfoliobereinigung neben der zur
Veräußerung vorgesehenen Gießerei auch
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
Sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten mit einem
Verlust in Höhe von € 4.179 Tsd.
veräußert. Der Veräußerungsverlust
ist in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in
der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die der Division für Schienenfahrzeuge zugeordneten
Gesellschaften der Kiepe-Gruppe sollen im Rahmen einer
Portfoliobereinigung veräußert werden. Mit der
Heramba GmbH bzw. der Heramba Holding, Inc. wurde nun ein
Käufer gefunden und eine Verkaufsvereinbarung
unterzeichnet (Signing). Der Vollzug der Vereinbarung
(Closing) steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung
üblicher regulatorischer und anderer Bedingungen.
Knorr-Bremse ist zuversichtlich, dass der Vollzug der
Vereinbarung zeitnah erfolgt. Bis zum Vollzug der
Vereinbarung wird die Kiepe-Gruppe weiterhin als
Bestandteil der Division für Schienenfahrzeuge
ausgewiesen.
Die Kiepe-Gruppe umfasst die Kiepe Electric GmbH,
Düsseldorf/Deutschland mit den Tochtergesellschaften
Kiepe Electric Schweiz AG, Niederbuchsiten/Schweiz, Kiepe
Electric S.r.l., Cernusco sul Navigilio/Italien, Kiepe
Electric Corporation, Vancouver/Kanada, Kiepe Electric
India Pvt. Ltd., Faridabad/Indien, Heiterblick
Projektgesellschaft mbH, Leipzig/Deutschland sowie die
Kiepe Electric LLC., Alpharetta/USA.
Eine Fair Value Bewertung auf Basis der aktuellen
Verkaufsverhandlungen ergab keinen Wertminderungsbedarf auf
die Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und
Schulden zum 30. Juni 2023. Die
Veräußerungsgruppe Kiepe umfasst zum 30. Juni
2023 folgende, zum Buchwert bewertete Vermögenswerte
und Schulden:
| in Tsd. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 14.059 | 12.447 |
| Sachanlagen | 26.441 | 25.958 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.511 | 2.429 |
| Latente Steueransprüche | 3.860 | 4.725 |
| Langfristige Vermögenswerte | 46.871 | 45.559 |
| Vorräte | 50.407 | 46.506 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 43.896 | 42.306 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.048 | 1.957 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.490 | 2.982 |
| Vertragliche Vermögenswerte | 19.522 | 17.790 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 4.257 | 5.183 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 122.620 | 116.724 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 169.491 | 162.283 |
| Schulden | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 3.816 | 3.562 |
| Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer | 906 | 935 |
| Sonstige Rückstellungen | 14.897 | 12.718 |
| Finanzverbindlichkeiten | 1.995 | 2.219 |
| Langfristige Schulden | 21.614 | 19.434 |
| Sonstige Rückstellungen | 26.587 | 29.091 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.449 | 17.725 |
| Finanzverbindlichkeiten | 6.887 | 5.820 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 335 | 2.566 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 72.755 | 80.313 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 245 | 173 |
| Kurzfristige Schulden | 121.258 | 135.687 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 142.872 | 155.120 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden | 26.619 | 7.163 |
Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine hat
Knorr-Bremse beschlossen, die der Division für
Schienenfahrzeuge zugeordnete Knorr-Bremse Rail Systems CIS
Holding OOO, Moskau/Russland sowie die Knorr-Bremse 1520
OOO, Burashevskoe/Russland, zu veräußern. Am 1.
Juni 2023 hat Knorr-Bremse einen Verkaufsvertrag für
die beiden Gesellschaften unterzeichnet (Signing). Der
Verkaufspreis liegt bei € 26.683 Tsd.
Das Closing der Transaktion unterliegt noch dem
Vorbehalt diverser behördlicher Genehmigungen. Bis zum
Abschluss des Verkaufs werden die beiden Gesellschaften
weiterhin als Bestandteil der Division für
Schienenfahrzeuge ausgewiesen.
Eine Überprüfung der Fair Value Bewertung auf
Basis des unterzeichneten Verkaufsvertrags ergab einen
Aufwertungsbedarf der Buchwerte der angesetzten
Vermögenswerte und Schulden zum 30. Juni 2023 um
€ 12.062 Tsd.
Ebenso hat die Knorr-Bremse beschlossen, die der
Division für Nutzfahrzeuge zugeordnete Knorr-Bremse
Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/Russland, zu
veräußern. Vertragsverhandlungen mit einem
potentiellen Käufer sind schon fortgeschritten. Im
Rahmen einer Fair Value Bewertung aufgrund der Erkenntnisse
aus den Vertragsverhandlungen wurden die angesetzten
Vermögenswerte- und Schulden zum 30. Juni 2023 um
€ 8.000 Tsd. wertgemindert.
Die Veräußerungsgruppe des russischen
Schienen- wie auch Fahrzeuggeschäfts umfasst zum 30.
Juni 2023 folgende, zum Buchwert nach Wertminderungen
bewertete Vermögenswerte und Schulden:
| Vermögenswerte | |
| Sachanlagen | 3.564 |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.564 |
| Vorräte | 2.090 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.788 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 30 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.076 |
| Ertragsteuerforderungen | 708 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21.349 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 27.040 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 30.604 |
| Schulden | |
| Sonstige Rückstellungen | 13 |
| Finanzverbindlichkeiten | 7.789 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 57 |
| Langfristige Schulden | 7.858 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.831 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 893 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.000 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 721 |
| Vertragliche Verbindlichkeiten | 476 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 377 |
| Kurzfristige Schulden | 7.299 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 15.157 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden | 15.448 |
In der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse
des Konzerns zum ersten Halbjahr 2023 nach Regionen und dem
Zeitpunkt nach aufgegliedert sowie auf den Umsatz nach der
Segmentberichterstattung übergeleitet.
| Umsatz | |||
| in Tsd. € | Systeme für Schienenfahrzeuge | Systeme für Nutzfahrzeuge | Gesamt |
| - | |||
| 1. Disaggregation der Segmente | |||
| a) Region (Sitz des Konzernunternehmens) | |||
| Europa/Afrika | 1.038.173 | 904.237 | 1.942.411 |
| Nordamerika | 202.740 | 798.160 | 1.000.900 |
| Südamerika | 17.808 | 53.886 | 71.694 |
| Asien-Pazifik | 554.445 | 348.163 | 902.608 |
| 1.813.167 | 2.104.446 | 3.917.613 | |
| b) Art der zeitlichen Erfassung | |||
| Erfassung über einen Zeitraum | 494.039 | - | 494.039 |
| Erfassung zu einem Zeitpunkt | 1.319.128 | 2.104.446 | 3.423.574 |
| 1.813.167 | 2.104.446 | 3.917.613 | |
| 2. Übrige Segmente und Konsolidierung | 304 | 658 | (159) |
| 3. Gesamt | 1.813.471 | 2.105.104 | 3.917.454 |
| Umsatz | |||
| in Tsd. € | Systeme für Schienenfahrzeuge | Systeme für Nutzfahrzeuge | Gesamt |
| 1. Halbjahr 2022 | |||
| 1. Disaggregation der Segmente | |||
| a) Region (Sitz des Konzernunternehmens) | |||
| Europa/Afrika | 886.793 | 782.824 | 1.669.616 |
| Nordamerika | 167.687 | 670.961 | 838.648 |
| Südamerika | 12.970 | 59.391 | 72.361 |
| Asien-Pazifik | 530.597 | 295.844 | 826.441 |
| 1.598.047 | 1.809.019 | 3.407.066 | |
| b) Art der zeitlichen Erfassung | - | - | - |
| Erfassung über einen Zeitraum | 496.601 | - | 496.601 |
| Erfassung zu einem Zeitpunkt | 1.101.446 | 1.809.019 | 2.910.465 |
| 1.598.047 | 1.809.019 | 3.407.066 | |
| 2. Übrige Segmente und Konsolidierung | - | - | (1.039) |
| 3. Gesamt | 1.598.047 | 1.809.019 | 3.406.027 |
Die Geschäftstätigkeit von Knorr-Bremse
unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.
| in Tsd. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Währungsgewinne | 27.725 | 42.438 |
| Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzzahlungen | 2.128 | 3.435 |
| Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand | 2.994 | 5.082 |
| Mieteinnahmen | 1.523 | 4.551 |
| Erträge aus dem Abgang von Grundstücken und Gebäuden | 1.540 | 2.762 |
| Übrige Erträge | 11.851 | 9.484 |
| 47.761 | 67.752 |
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen
Erträge resultiert insbesondere aus den deutlich
gesunkenen realisierten und unrealisierten
Fremdwährungserträgen, die mit € 27.725 Tsd.
um € 14.713 Tsd. unter dem Vorjahrswert von €
42.438 Tsd. liegen.
Im Zuge des Anstiegs der Umsatzerlöse erhöhte
sich der Materialaufwand von € 1.839.488 Tsd. in den
ersten 6 Monaten 2022 auf € 2.013.980 Tsd. im ersten
Halbjahr 2023. Im Vorjahresvergleichszeitraum war eine
Abwertung von Vorräten auf den
Nettoveräußerungswert in Höhe von €
17.100 Tsd. aufgrund der beschränkten Nutzbarkeit von
Vorratsvermögen im Zusammenhang mit den gegen Russland
verhängten Sanktionen enthalten.
| in Tsd. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Auftragsbezogene Aufwendungen | (72.792) | (31.334) |
| Instandhaltungsaufwendungen | (63.886) | (46.931) |
| Personalbezogene Aufwendungen | (53.988) | (40.271) |
| Sonstige Dienstleistungen | (50.631) | (53.309) |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten | (45.709) | (40.994) |
| Währungsverluste | (31.407) | (39.585) |
| Externe Forschungs- und Entwicklungskosten | (26.819) | (24.217) |
| Kosten für Energie, Versicherungen und Versorgungen | (22.712) | (11.124) |
| Lizenz- und Patentgebühren | (18.297) | (17.222) |
| Sonstige Steuern | (14.267) | (15.049) |
| Verwaltungskosten | (11.967) | (17.110) |
| Mieten und Leasing | (10.849) | (9.041) |
| Wertberichtigungen | (7.628) | (4.556) |
| Verluste aus dem Abgang von Grundstücken und Gebäuden | (3.739) | (925) |
| Spenden | (3.735) | (3.172) |
| Übrige Aufwendungen | (20.750) | (5.733) |
| (459.178) | (360.573) |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im ersten
Halbjahr um € 98.605 Tsd. im Vergleich zum Vorjahr auf
€ 459.178 Tsd. angestiegen. Im Wesentlichen
erhöhten sich die auftragsbezogenen Aufwendungen um
€ 41.458 Tsd. auf € 72.792 Tsd. Dies resultiert
zum einen aus erhöhter Risikovorsorge, insbesondere
aufgrund erwarteter Aufwendungen aus Kulanzleistungen in
Asien in Höhe von € 14.050 Tsd. Zum anderen aus
im Vorjahresvergleich um € 21.622 Tsd. reduzierter
Auflösungen von
Gewährleistungsrückstellungen. Der Anstieg der
Instandhaltungsaufwendungen mit € 16.955 Tsd.
resultiert insbesondere aus den deutschen
Konzerngesellschaften. Die personalbezogenen Aufwendungen
sind infolge der weiter angestiegenen Reise- und
Schulungsaktivitäten nach Einschränkungen durch
die COVID 19 Pandemie um € 13.718 Tsd. angestiegen.
Das sonstige Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum
Vorjahr um € 13.539 Tsd. verbessert. Dies resultiert
insbesondere aus der Verbesserung der Aufwendungen und
Erträge aus Währungsumrechnung um € 23.844
Tsd. Gegenläufig haben sich die übrigen sonstigen
finanziellen Erträge und Aufwendungen im Wesentlichen
aufgrund von Sondereffekten im Vergleichszeitraum um €
10.305 Tsd. verringert.
Auf die nach der at-Equity Methode bilanzierten
Beteiligung an der börsennotierten Rail Vision Ltd.,
Raanana/Israel wurde neben der anteiligen
Verlustfortschreibung auch auf Basis des Börsenkurses
zum 30. Juni 2023 eine Wertminderung erfasst. Insgesamt
wurden Aufwendungen in Höhe von € 4.097 Tsd im
sonstigen Finanzergebnis erfasst.
Die nachstehende Tabelle stellt die unsaldierten
Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen
Vermögenswerte und Schulden für jede einzelne
Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9
dar. Für die Einstufung (Hierarchiestufen) des
beizulegenden Zeitwertes gemäß IFRS 13 wird auf
den Abschnitt zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 verwiesen.
Die Finanzinstrumente lassen sich klassifizieren in: zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente mit
Erfassung der Bewertungsänderung im Gewinn oder
Verlust (FVTPL), zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Finanzinstrumente mit Erfassung der Bewertungsänderung
im Sonstigen Ergebnis (FVOCI) und zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente.
| 30.06.2023 | ||||||
| in Tsd. € | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||
| Kategorie | FVTPL | FVOCI | Sonstiges | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | Total | Level 1 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 165.114 | 44.084 | 18.602 | 2.426.891 | 2.654.691 | 138.171 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | - | - | 18.602 | - | 18.602 | - |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | 26.881 | - | - | - | 26.881 | - |
| Eigenkapitalinstrumente | 16.663 | 21.364 | - | - | 38.027 | 16.601 |
| Wertpapiere und Schuldinstrumente | 121.570 | - | - | - | 121.570 | 121.570 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * | - | 22.720 | - | 1.615.458 | 1.638.178 | - |
| Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen und Ähnlichem * | - | - | - | 30.357 | 30.357 | - |
| Übrige finanzielle Forderungen * | - | - | - | 92.602 | 92.602 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * | - | - | - | 688.473 | 688.473 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (46.674) | - | (532.925) | 3.184.434) | (3.764.034) | (1.398.579) |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | - | - | (12.056) | - | (12.056) | - |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | (1.549) | - | - | - | (1.549) | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | - | (99.824) | (99.824) | - |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | - | - | - | (1.463.286) | (1.463.286) | (1.398.579) |
| Leasingverbindlichkeiten * | - | - | (520.869) | - | (520.869) | - |
| Kaufpreisverbindlichkeiten * | (45.125) | - | - | (17.460) | (62.585) | - |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * | - | - | - | (386.689) | (386.689) | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * | - | - | - | (1.217.175) | (1.217.175) | - |
| 30.06.2023 | |||
| in Tsd. € | Beizulegender Zeitwert | ||
| Kategorie | Level 2 | Level 3 | Total |
| Finanzielle Vermögenswerte | 68.266 | 21.364 | 227.801 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | 18.602 | - | 18.602 |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | 26.881 | - | 26.881 |
| Eigenkapitalinstrumente | 62 | 21.364 | 38.027 |
| Wertpapiere und Schuldinstrumente | - | - | 121.570 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * | 22.720 | - | 22.720 |
| Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen und Ähnlichem * | - | - | - |
| Übrige finanzielle Forderungen * | - | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (113.429) | (45.125) | (1.557.133) |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | (12.056) | - | (12.056) |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | (1.549) | - | (1.549) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (99.824) | - | (99.824) |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | - | - | (1.398.579) |
| Leasingverbindlichkeiten * | - | - | - |
| Kaufpreisverbindlichkeiten * | - | (45.125) | (45.125) |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * | - | - | - |
| 31.12.2022 | ||||||
| in Tsd. € | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||
| Kategorie | FVTPL | FVOCI | Sonstiges | Zu fortgeführten Anschaffungskosten | Total | Level 1 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 119.188 | 38.385 | 6.660 | 2.747.597 | 2.911.830 | 104.169 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | - | - | 6.660 | - | 6.660 | - |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | 14.957 | - | - | - | 14.957 | - |
| Eigenkapitalinstrumente | 2.311 | 21.364 | - | - | 23.675 | 2.249 |
| Wertpapiere und Schuldinstrumente | 101.920 | - | - | - | 101.920 | 101.920 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * | - | 17.021 | - | 1.326.284 | 1.343.305 | - |
| Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen * | - | - | - | 29.605 | 29.605 | - |
| Übrige finanzielle Forderungen * | - | - | - | 49.121 | 49.121 | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * | - | - | - | 1.342.587 | 1.342.587 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (46.316) | - | (544.392) | (3.301.303) | (3.892.011) | (1.396.471) |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | - | - | (34.750) | - | (34.750) | - |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | (1.537) | - | - | - | (1.537) | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | - | - | (205.893) | (205.893) | - |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | - | - | - | (1.455.523) | (1.455.523) | (1.396.471) |
| Leasingverbindlichkeiten * | - | - | (509.642) | - | (509.642) | - |
| Kaufpreisverbindlichkeiten * | (44.778) | - | - | (41.653) | (86.432) | - |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * | - | - | - | (384.279) | (384.279) | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * | - | - | - | (1.213.954) | (1.213.954) | - |
| 31.12.2022 | |||
| in Tsd. € | Beizulegender Zeitwert | ||
| Kategorie | Level 2 | Level 3 | Total |
| Finanzielle Vermögenswerte | 38.700 | 21.364 | 164.233 |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | 6.660 | - | 6.660 |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | 14.957 | - | 14.957 |
| Eigenkapitalinstrumente | 62 | 21.364 | 23.675 |
| Wertpapiere und Schuldinstrumente | - | - | 101.920 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * | 17.021 | - | 17.021 |
| Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen * | - | - | - |
| Übrige finanzielle Forderungen * | - | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (242.119) | (44.778) | (1.683.368) |
| Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) | (34.750) | - | (34.750) |
| Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) | (1.537) | - | (1.537) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (205.831) | - | (205.831) |
| Anleihen und Schuldverschreibungen | - | - | (1.396.471) |
| Leasingverbindlichkeiten * | - | - | - |
| Kaufpreisverbindlichkeiten * | - | (44.778) | (44.778) |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * | - | - | - |
Forderungen, die zum FVOCI bewertet sind, betreffen
Forderungen im Zusammenhang mit Factoring.
Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der
Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/oder Pflichten von
einer anderen Partei übernehmen würde. Die
Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur
Verfügung stehenden Marktinformationen und nach
marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet.
Devisentermingeschäfte und Zinssicherungskontrakte
werden auf Basis von Referenzkursen unter
Berücksichtigung der Termin-auf- und
Terminabschläge bewertet. Es werden
Nettobarwertberechnungen mittels Zinsstrukturkurven
durchgeführt.
Rohstoffkontrakte werden anhand von Kursnotierungen an
aktiven Börsen bewertet.
Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur
Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet.
Darüber hinaus werden Kreditausfallrisiken bei der
Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum
beizulegenden Zeitwert berücksichtigt ("credit value
adjustments"). Die Berechnungsgrundlage der
Ausfallwahrscheinlichkeiten bilden Credit Default Swap
Spreads je Kontrahent bzw. für die Gesellschaft.
Langfristige Forderungen/Darlehen werden vom Konzern
basierend auf Parametern wie Zinssätzen, bestimmten
länderspezifischen Risikofaktoren,
Kreditwürdigkeit der einzelnen Kunden und den
Risikocharakteristika des finanzierten Projektes bewertet.
Die beizulegenden Zeitwerte der verzinslichen Darlehen
des Konzerns werden mittels der Discounted-Cashflow-Methode
ermittelt. Dabei wird ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt,
der den Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende
des Berichtszeitraums widerspiegelt. Das eigene
Nichterfüllungsrisiko wurde über den gesamten
Zeitraum als gering eingestuft.
Weitere Informationen zu Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten die der Kategorie Level 3 zugeordnet
sind.
Da sich der Fair Value von Autobrains im Vergleich zum
31.12.2022 nicht verändert, wird für die
Erläuterung des Berechnungsmodells und die
Sensitivitätsanalyse auf den Konzernanhang Kapitel
F.15.3. verwiesen.
Unter den gemäß IFRS 9 zum beizulegenden
Zeitwert (FVTPL) bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeiten
werden eine Earn-Out-Verbindlichkeit aus dem Kauf der
Cojali S.L. sowie eine Call-Option auf Minderheitenanteile
an der Cojali USA Inc. ausgewiesen. Die Call-Option gibt
Knorr-Bremse die Möglichkeit, die verbleibenden
Minderheitenanteile zu vertraglich definierten Bedingungen
zu erwerben. Die Gesellschaft plant, diese Call-Option
auszuüben. Der Ausweis erfolgt jeweils unter Level 3
der Fair Value Hierarchie. Verbindlichkeit sowie der
vertraglich vereinbarte Kaufpreis für den
Minderheitenanteil wurden mit marktüblichen,
fristenkongruenten Zinssätzen abgezinst.
Wesentliche Bewertungsparameter der
Earn-Out-Verbindlichkeit sind der marktübliche,
fristenkongruente Zinssatz sowie die bewertungsrelevanten
Ergebnisse vor Steuern und Zinsen (EBIT). Sollte sich der
Zinssatz um 1 %-Punkt erhöhen bzw. verringern
würde sich der Wert der bilanzierten
Kaufpreisverbindlichkeit um € 907 Tsd. verringern bzw.
€ 944 Tsd. erhöhen. Der EBIT Bewertungsparameter
bezieht sich sowohl auf das jährlichen EBIT bis
einschließlich 2026 sowie auf das in diesem Zeitraum
erwirtschafte kumulierte EBIT. Dabei gilt das
jährliche bewertungsrelevante EBIT als erreicht, wenn
ein vereinbartes Ziel-EBIT überschritten ist. Das
kumulierte EBIT wird bis zu einem vertraglich bestimmten
maximalen EBIT vergütet, darüberhinausgehende
Ergebnisse finden keine weitere Berücksichtigung bei
der Kaufpreisfindung.
Eine Erhöhung des jährlichen EBIT bis 2026 um
jeweils 10%-Punkte pro Jahr führt zu einer
Erhöhung der bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeit von
€ 1.174 Tsd., eine Verringerung des jährlichen
EBIT bis 2026 um jeweils 10%-Punkte pro Jahr führt zu
einer Verringerung der bilanzierten
Kaufpreisverbindlichkeit von € 1.597 Tsd.
Der wesentliche Bewertungsparameter der Call-Option auf
Minderheitenanteile ist der marktübliche,
fristenkongruente Zinssatz. Sollte sich dieser Zinssatz um
1 %-Punkt erhöhen bzw. verringern, so verringert sich
die Verbindlichkeit aus der Call-Option um € 73 Tsd.
bzw. erhöht sich um € 75 Tsd.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2023 wurden keine Reklassifizierungen zwischen den
einzelnen Hierarchiestufen vorgenommen.
Insgesamt kam es im ersten Halbjahr 2023 zu einem
Gesamtmittelabfluss in Höhe von € 492.111 Tsd.,
der damit um € 223.652 Tsd. unter dem
Gesamtmittelabfluss des ersten Halbjahres 2022 (€
715.763 Tsd.) lag. Zu diesem verringerten Mittelabfluss
trugen im Wesentlichen die Verbesserung des Mittelabflusses
aus der laufenden Geschäftstätigkeit von €
121.197 Tsd. sowie die Verbesserung des Mittelabflusses aus
der Finanzierungstätigkeit in Höhe von €
121.020 Tsd. bei.
Dem Mittelabfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2022 von
€ 152.905 Tsd. steht im ersten Halbjahr 2023 ein
Mittelabfluss von € 31.708 Tsd. gegenüber. Die
Verbesserung des Mittelabflusses von € 121.197 Tsd.
gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 resultiert im
Wesentlichen aus dem um € 23.557 Tsd. verbesserten
Periodenergebnis sowie aus dem verminderten Anstieg des Net
Working Capital im ersten Halbjahr 2023.
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit wirkte
sich im ersten Halbjahr 2023 neben den Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte sowie in Sachanlagen
insbesondere der Mittelzu- bzw. abfluss für
Investitionen in Finanzanlagen, im Wesentlichen für
Verkäufe und Erwerbe im Rahmen des Spezialfonds sowie
in Höhe von € 2.747 Tsd. für eine
Kapitalerhöhung bei der als at-Equity-Beteiligung
bilanzierten Rail Vision Ltd., Raanana/Israel aus.
Darüber hinaus flossen € 23.256 Tsd. als
Kaufpreisnachzahlung für die Coljali-Gruppe. Im Rahmen
der Kaufpreisanpassung beim Erwerb der DSB Component
Workshops erhielt Knorr-Bremse eine
Kaufpreisrückzahlung in Höhe von € 7.074
Tsd.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in
Höhe von € 280.657 Tsd. ist insbesondere durch
die Auszahlung der Dividende in Höhe von €
233.740 Tsd. sowie mit € 34.501 Tsd. durch die Tilgung
der bestehenden Leasingverbindlichkeiten geprägt.
Von den € 690.207 Tsd. des Finanzmittelfonds zum
30. Juni 2023 unterliegen € 21.349 Tsd.
Verfügungsbeschränkungen aufgrund der
gegenüber Russland bestehenden EU-Sanktionen.
Die Verkaufsvereinbarung für die, der Division
für Schienenfahrzeuge zugeordneten, Gesellschaften der
Kiepe-Gruppe wurde am 25. / 26. Juli 2023 unterzeichnet.
Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf das
Kapitel 3. "Zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte und Schulden".
Weitere wesentliche Ereignisse nach dem
Abschlussstichtag, über die an dieser Stelle zu
berichten wäre, liegen nicht vor.
| in Tsd. € | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| 30.06.2023 | ||||
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 4.801 | 18.255 | 19.082 | 42.139 |
| Investitionsprojekte | 40.515 | 8.800 | - | 49.315 |
| Großreparaturen/Wartungsarbeiten | 9.073 | 6.519 | - | 15.592 |
| Sonstige Verpflichtungen | 93.469 | 69.889 | 30.761 | 194.119 |
| 147.858 | 103.463 | 49.843 | 301.164 |
| 31.12.2022 | ||||
| Miet- und Leasingverpflichtungen | 4.485 | 18.563 | 21.085 | 44.133 |
| Investitionsprojekte | 43.576 | 2.412 | - | 45.988 |
| Großreparaturen/Wartungsarbeiten | 9.861 | 6.483 | 41 | 16.385 |
| Sonstige Verpflichtungen | 78.966 | 75.927 | 34.194 | 189.088 |
| 136.889 | 103.385 | 55.320 | 295.594 |
| in Tsd. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Bürgschaften | 17.887 | 21.398 |
| Garantien | 404 | 189 |
| Sonstige | 1.369 | 1.212 |
| 19.661 | 22.799 |
Die künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen
resultieren zum einen aus bereits geschlossenen
Mietverträgen, deren Laufzeit erst nach den
Berichtsstichtagen beginnt und ab dem Zeitpunkt
gemäß IFRS 16 bilanziert werden, sowie aus
kurzfristigen und geringwertigen Miet- und
Leasingverträgen, die aufgrund der
Vereinfachungsvorschrift IFRS 16.5 nicht bilanziert werden.
Die Verpflichtungen für Investitionsprojekte
beinhalten vor allem laufende Bauprojekte, Ersatz- und
Erweiterungsinvestitionen in Produktionsanlagen und
-equipment.
Die Verpflichtungen für Großreparaturen und
Wartungsarbeiten enthalten vor allem Verpflichtungen im
Zusammenhang mit Gebäudesanierungen und
Instandhaltungen am Standort München.
Des Weiteren sind in den sonstigen Verpflichtungen
laufende Bestellungen sowie Abnahmeverpflichtungen für
Gebäudenebenkosten und Lizenzverpflichtungen
enthalten. Der Anstieg der sonstigen Verpflichtungen
resultiert insbesondere aus abgeschlossenen Verträgen
zum Bezug von logistischen Service-Dienstleistungen.
Die Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft weisen
Bürgschaften und Garantien auf. Es wurden
Bürgschaften für ausstehende
Bankschuldverschreibungen, Leistungsgarantien für
Banken sowie eine Mietbürgschaft für
Betriebs-/Fabrikgebäude vergeben.
Garantien bestehen in Form von Performance Garantien
für ehemalige Konzernunternehmen. Unter den sonstigen
Eventualverbindlichkeiten sind noch nicht verlässlich
schätzbare Lizenzzahlungen ausgewiesen.
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des
IAS 24 gelten natürliche oder juristische Personen,
die von der Knorr-Bremse AG beeinflusst werden können,
die einen Einfluss auf die Knorr-Bremse AG ausüben
können oder die unter dem Einfluss einer anderen
nahestehenden Partei der Knorr-Bremse AG stehen.
Transaktionen mit nahestehenden natürlichen oder
juristischen Personen erfolgen zu marktüblichen
Konditionen.
Wesentliche Veränderungen gegenüber den im
Konzernabschluss 2022 offen gelegten Informationen haben
sich mit Ausnahme der im Folgenden dargestellten Ereignisse
nicht ergeben.
Ausweislich der von ihr am 11. April 2023
veröffentlichten Pressemitteilung hat die Heinz
Hermann Thiele Familienstiftung nach ihrer Anerkennung am
6. April 2023 die Arbeit aufgenommen. Zum Vermögen der
Familienstiftung wird unter anderem die mittelbare
Beteiligung des verstorbenen Heinz Hermann Thiele an
Knorr-Bremse gehören. Die operative Leitung der
Stiftung liegt ausweislich der Pressemitteilung bei einem
dreiköpfigen Vorstand, beraten und überwacht von
einem Stiftungsrat. Sitz der Stiftung ist Grünwald bei
München.
Am 11. April 2023 hat die Gesellschaft von der Heinz
Hermann Thiele Familienstiftung eine Mitteilung nach §
38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG über einen Anspruch aus
Vermächtnis betreffend 58,99% der Anteile an der
Knorr-Bremse erhalten. Die Erfüllung des
Vermächtnisanspruchs steht nach den der Gesellschaft
vorliegenden Informationen noch aus.
Herr Erich Starkl hat sein Mandat als Aufsichtsrat der
Knorr-Bremse AG zum 30. Juni 2023 niederlegt und ist aus
dem Aufsichtsrat ausgeschieden.
Mit Beschluss des Amtsgerichts München vom 3. Juli
2023 wurde Herr Wolfgang Nirschl als neues Mitglied des
Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG bestellt.
Mit Schreiben vom 11. Februar 2022 hat die Ruhrbahn GmbH
das Konsortium Kiepe/Heiterblick zur Zahlung von
Schadensersatz in Höhe von € 8.991 Tsd. in
Anspruch genommen. Die Ruhrbahn stützt ihren Anspruch
auf die angebliche Verletzung von
Rücksichtnahmepflichten im Zusammenhang mit der
Zurücknahme eines Rechtsmittelverfahrens zu einem
Vergabeverfahren aus dem Jahr 2020. Nach der
außergerichtlichen Zurückweisung des Anspruchs
durch das Konsortium hat die Ruhrbahn GmbH am 25. März
2022 Klage über € 9.080 Tsd. gegen das Konsortium
sowie die Konsorten vor dem Landgericht Essen eingereicht.
Das Konsortium verteidigt sich im Rahmen des Verfahrens
gegen den Anspruch, den es für unbegründet
hält.
Am 19. Juni 2023 hat die indische Kartellbehörde
ein Auskunftsersuchen an die Konzerngesellschaft
Knorr-Bremse India Rail (KBI) gerichtet und um
Informationen zur Teilnahme der KBI an verschiedenen
Ausschreibungen für Bremsscheiben in Indien gebeten.
Die Behörde prüft, ob es bei diesen
Ausschreibungen zu wettbewerbsbeschränkenden
Absprachen gekommen ist. Da sich das Verfahren noch in
einem frühen Stadium befindet, kann derzeit keine
verlässliche Aussage dazu getroffen werden, ob der
Verdacht begründet ist und welche Folgen ein
nachteiliger Ausgang des Verfahren nach sich ziehen
könnte.
Zu allen anderen im Konzernanhang 2022 unter Kapitel
H.9. beschriebenen rechtlichen Risiken haben sich keine
neuen Erkenntnisse bzw. Einschätzungen bis zum 30.
Juni 2023 ergeben.
| in Tsd. € | Systeme für Schienenfahrzeuge | Systeme für Nutzfahrzeuge | Übrige Segmente und Konsolidierung | Konzern |
| 30.06.2023 | ||||
| Externe Umsatzerlöse | 1.813.167 | 2.104.446 | (159) | 3.917.454 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | 304 | 658 | (962) | - |
| Segmentumsatzerlöse | 1.813.471 | 2.105.104 | (1.121) | 3.917.454 |
| EBITDA | 328.457 | 263.850 | (16.391) | 575.917 |
| Abschreibungen | (77.403) | (84.750) | (14.487) | (176.640) |
| EBIT | 251.054 | 179.100 | (30.878) | 399.277 |
| Zinserträge | 7.748 | 5.257 | 1.846 | 14.851 |
| Zinsaufwendungen | (31.650) | (18.644) | 8.549 | (41.745) |
| Sonstiges Finanzergebnis | (8.867) | 10.628 | 2.625 | 4.386 |
| davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | (9.854) | 2.486 | (316) | (7.684) |
| EBT | 218.285 | 176.341 | (17.857) | 376.769 |
| Net Working Capital | 1.043.410 | 518.680 | (1.309) | 1.560.781 |
| 30.06.2022 | ||||
| Externe Umsatzerlöse | 1.597.595 | 1.810.092 | (1.661) | 3.406.026 |
| Umsätze zwischen den Segmenten | 451 | (1.074) | 622 | - |
| Segmentumsatzerlöse | 1.598.046 | 1.809.018 | (1.039) | 3.406.026 |
| EBITDA | 283.943 | 220.907 | (15.853) | 488.997 |
| Abschreibungen | (65.218) | (70.356) | (10.247) | (145.821) |
| EBIT | 218.725 | 150.551 | (26.100) | 343.176 |
| Zinserträge | 5.705 | 2.673 | 14.202 | 22.581 |
| Zinsaufwendungen | (11.336) | (7.780) | (1.956) | (21.072) |
| Sonstiges Finanzergebnis | (5.803) | (10.046) | 6.696 | (9.153) |
| davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | (5.242) | 80 | (0) | (5.162) |
| EBT | 207.291 | 135.399 | (7.158) | 335.531 |
| Net Working Capital * | 860.969 | 523.566 | (4.003) | 1.380.532 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse
des Konzerns unterschieden nach Sitzland des
Konzernunternehmens.
| in Tsd. € | 1. Halbjahr 2023 | 1. Halbjahr 2022 |
| Europa/Afrika | 1.942.252 | 1.668.750 |
| Nordamerika | 1.000.900 | 838.626 |
| Südamerika | 71.694 | 72.213 |
| Asien-Pazifik | 902.608 | 826.437 |
| 3.917.454 | 3.406.026 |
München, 9. August 2023
Knorr-Bremse AG
| Der Vorstand | ||||
| MARC LLISTOSELLA | FRANK MARKUS WEBER | DR. CLAUDIA MAYFELD | BERND SPIES | DR. JÜRGEN WILDER |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Halbjahresfinanzberichterstattung der
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, 9. August 2023
Knorr-Bremse AG
| Der Vorstand | ||||
| MARC LLISTOSELLA | FRANK MARKUS WEBER | DR. CLAUDIA MAYFELD | BERND SPIES | DR. JÜRGEN WILDER |
An die Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -
bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des
Konzerneigenkapitals sowie ausgewählten,
erläuternden Anhangangaben - und den
Konzernzwischenlagebericht der Knorr-Bremse
Aktiengesellschaft, München, für den Zeitraum vom
1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des
Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem
International Accounting Standard IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem
Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer
prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des
Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze für die prüferische
Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die
prüferische Durchsicht so zu planen und
durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung
mit einer gewissen Sicherheit ausschließen
können, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des
WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische
Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf
Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf
analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die
durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da
wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung
vorgenommen haben, können wir einen
Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu
der Annahme veranlassen, dass der verkürzte
Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in
Übereinstimmung mit IAS 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden
ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, den 9. August 2023
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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