Knorr-Bremse Aktiengesellschaft

München

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

Halbjahresfinanzbericht

1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023
KNORR-BREMSE AG

Kennzahlen Knorr-Bremse Konzern

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1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Umsatz Mio. € 3.917,5 3.406,0
EBITDA Mio. € 575,9 489,0
EBITDA-Marge % 14,7 14,4
EBITDA-Marge operativ % 14,9 15,0
EBIT Mio. € 399,3 343,2
EBIT-Marge % 10,2 10,1
EBIT-Marge operativ % 10,6 10,7
Periodenergebnis Mio. € 261,1 237,5
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 1,51 1,42
Auftragseingang Mio. € 4.235,9 4.037,6
Auftragsbestand (30.06.) Mio. € 7.122,0 6.694,8
Operating Cashflow Mio. € (31,7) (152,9)
Free Cashflow Mio. € (165,2) (266,6)
Cash Conversion Rate % (63,3) (112,3)
Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) Mio. € 139,4 141,0
Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) in % vom Umsatz % 3,6 4,1
F&E-Kosten Mio. € 254,3 232,7
F&E-Kosten in % vom Umsatz % 6,5 6,8
30.06.2023 31.12.2022
Bilanzsumme Mio. € 7.893,4 8.011,9
Eigenkapital (mit nicht beherrschenden Anteilen) Mio. € 2.660,7 2.691,3
Eigenkapitalquote % 33,7 33,6
ROCE (annualisiert) * % 17,0 16,8
Net Financial Debt /​ (Cash) Mio. € 1.274,6 726,7
Net Working Capital * Mio. € 1.560,8 1.126,5
Mitarbeiter (inkl. Personalleasing) 32.908 31.599

* Seit 2023 werden im Net Working Capital auch Zahlungswechsel berücksichtigt, der vergleichbare Wert zum 31.12.2022 würde bei € 1.101,0 Mio. liegen. Der ROCE würde 16,9 % betragen.

Erstes Halbjahr 2023

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Auftragseingang mit € 4.235,9 Mio. um € 198,3 Mio. über Vorjahresniveau, bedingt durch eine anhaltend hohe Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft in allen Regionen; das Schienenfahrzeuggeschäft hat demgegenüber einen leichten Rückgang im Auftragseingang zu verzeichnen

Positive Auftragslage spiegelt sich in einem neuen Rekord-Auftragsbestand von € 7.122,0 Mio. wider, welcher damit um € 427,2 Mio. erneut über dem entsprechenden Vorjahr lag

Umsatz mit € 3.917,5 Mio. deutlich über Vorjahresniveau (15,0 %); Schienengeschäft legt um 13,5 % auf € 1.813,5 Mio. zu, Nutzfahrzeuggeschäft wächst um 16,4 % auf € 2.105,1 Mio.

Nachmarktumsatz steigt mit 24,1 % gegenüber Vorjahr deutlich an; deutliche Zuwächse in beiden Divisionen, insbesondere im Schienengeschäft; Nachmarktanteil im Konzern am Gesamtumsatz stieg von 36,4 % auf 39,3 %

Profitabilität: operatives EBIT mit € 415,1 Mio. um 13,8 % über Vorjahr bei einer stabilen operativen EBIT-Marge (RoS) von 10,6 % (Vorjahr 10,7 %); auch die operative EBITDA-Marge bleibt mit 14,9 % unverändert gegenüber Vorjahr (15,0 %)

Free Cashflow mit € -165,2 Mio. deutlich über dem Vorjahr (€ -266,6 Mio.), unter anderem infolge höherer Ergebnisbeiträge sowie eines gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 abgeschwächten Aufbaus des Net Working Capitals; dennoch ist der Free Cashflow weiterhin negativ

F&E Quote in Höhe von 6,5 % vom Umsatz (Vorjahr: 6,8 %) infolge fortgeführter Investitionen in strategische und zukunftsorientierte Innovations- und Technologieprojekte

Operativer Ausblick für das Gesamtjahr 2023 bestätigt und Umsatzziel angehoben:

Umsatz: € 7.500 bis € 7.800 Mio. (2022: € 7.150 Mio.)

Operative EBIT-Marge: 10,5 % bis 12,0 % (2022: 11,1 %)

Free Cashflow € 350 Mio. bis € 550 Mio. (2022: € 219 Mio.)

Konzern-Zwischenlagebericht

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunktur und Branchenumfeld

Weltkonjunktur und Finanzmärkte

Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation im Mai 2023 verkündet hat, COVID-19 nicht mehr als weltweite Pandemie anzusehen, haben die die Weltwirtschaft belastenden Ereignisse weiter angehalten. So ist die Entwicklung der Weltkonjunktur nach wie vor in bedeutenden Maß durch Folgen der Invasion der Russischen Föderation in der Ukraine geprägt. Darüber hinaus verharrt die Inflation auf dem hohen Stand des Vorjahres, welchem die fortschrittlichen Volkswirtschaften mit einer Straffung der Geldpolitik entgegentreten. Dies führt zu einer beobachtbaren Erhöhung der Kreditkosten. (Quelle: IMF Juli 2023 S. 1ff) Nach der hohen Inflation des Vorjahres, ist die Inflationsrate im ersten Halbjahr 2023 nicht weiter angestiegen und auf dem hohen Niveau verblieben. Der DAX40 ist in der ersten Jahreshälfte 2023 um mehr als 15 % angestiegen.

Der Entwicklung der bilateralen Wechselkurse gegenüber dem US-Dollar ist in den Vorjahren durch eine kontinuierliche Abwertung des Euros gegenüber dem US-Dollar geprägt. Der EUR/​USD-Wechselkurs hat sich sowohl zum Jahresbeginn als auch zum Berichtsstichtag bei 1,09 eingependelt.

Markt für Schienenfahrzeuge

Die Entwicklung des Markts für Schienenfahrzeuge verlief weiterhin wie Ende Q1 angenommen und im zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 erläutert. In Asien wurden, wie erwartet, im Laufe des ersten Halbjahres 2023 die meisten Covid-Restriktionen aufgehoben.

Markt für Nutzfahrzeuge

Gemäß der letzten Einschätzung vom März 2023 wird der globale Markt für Nutzfahrzeuge gegenüber dem Vorjahr wachsen. Die Impulse kommen hierbei zum einem aus dem chinesischen Markt als auch aus Europa. Dies spiegelt sich in der Marktprognose für das Gesamtjahr 2023 wider.

Größen der Unternehmenssteuerung

Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bei Knorr-Bremse sind Umsatz, (operatives) EBIT/​EBIT-Marge sowie der Free Cashflow. Sofern nicht anders angegeben, sind alle Werte im Konzernzwischenlagebericht kaufmännisch auf Millionen Euro (Mio. €) gerundet. Daher können in Einzelfällen Rundungsdifferenzen bei absoluten Werten oder bei Prozentangaben auftreten.

STEUERUNGSGRÖßEN

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1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Umsatz (Mio. €) 3.917,5 3.406,0
EBIT (Mio. €) 399,3 343,2
EBIT-Marge (% vom Umsatz) 10,2 10,1
EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) 10,6 10,7
Free Cashflow (Mio. €) (165,2) (266,6)
ROCE annualisiert (%) * 17,0 16,4
Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) 32.908 30.655

* Seit 2023 werden im Net Working Capital auch Zahlungswechsel berücksichtigt, der vergleichbare ROCE würde 16,5 % betragen.

UMSATZ UND EBIT DER DIVISIONEN

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1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Systeme für Schienenfahrzeuge
Umsatz (Mio. €) 1.813,5 1.598,0
EBIT-Marge (% vom Umsatz) 13,8 13,7
EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) 14,0 15,0
Systeme für Nutzfahrzeuge
Umsatz (Mio. €) 2.105,1 1.809,0
EBIT-Marge (% vom Umsatz) 8,5 8,3
EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) 9,2 8,3

Auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden regelmäßig ermittelt. Sie unterstützen uns bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Hier ist die Anzahl der Mitarbeiter (FTE) als bedeutsamster nichtfinanzieller Leistungsindikator zu nennen.

Die Definitionen der Kennzahlen im vorliegenden Bericht haben sich im Vergleich zum zusammengefassten Lagebericht 2022 nicht verändert.

Besondere Ereignisse im und nach dem Berichtszeitraum

Im Anhang zum verkürzten Zwischenabschluss werden die besonderen Ereignisse nach dem Berichtszeitraum angegeben. Unter dem Kapitel "Beziehungen zu nahestehenden Personen" werden wesentliche Änderungen zu nahestehenden Personen erläutert. Eine Darstellung der besonderen Ereignisse nach dem Berichtszeitraum finden Sie im Kapitel "Ereignisse nach dem Berichtsstichtag".

Besondere Ereignisse im Berichtszeitraum:

Abschluss und Billigung eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags zwischen der Knorr-Bremse AG und der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH

Die Knorr-Bremse AG hat am 16. März 2023 mit ihrer 100 %igen Tochtergesellschaft, der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH mit Sitz in München, einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Dieser Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag wurde von der Hauptversammlung der Knorr-Bremse AG am 5. Mai 2023 gebilligt.

Verkauf der Gießerei und weiterer Vermögenswerte und Schulden bei der R.H. Sheppard Co., Inc.

In der Division für Nutzfahrzeuge wurden Ende April 2023 im Zuge einer Portfoliobereinigung neben der zur Veräußerung vorgesehenen Gießerei auch Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten mit veräußert. Der Kaufpreis für die gesamte Transaktion hierfür beläuft sich auf € 10,4 Mio. (USD 11,3 Mio.), der aus dem Verkauf entstandene Verlust beträgt € 4,2 Mio. (USD 4,4 Mio.).

Kulanzleistungen, die übliche Garantieverpflichtungen übersteigen

Mit einem Kunden in Asien führt Knorr-Bremse derzeit Verhandlungen zu einer Serie von gelieferten Bremssystemen und deren technische Überarbeitung für die lokalen Märkte jenseits der üblichen Garantieverpflichtungen. Für diese Risiken wurden zum 30. Juni 2023 Rückstellungen in Höhe von € 14,1 Mio. für erwartete Aufwendungen aus Kulanzleistungen gebildet.

Ertragslage

KONZERNKENNZAHLEN

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in Mio. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Auftragseingang 4.235,9 4.037,6
Auftragsbestand 7.122,0 6.694,8
Umsatz 3.917,5 3.406,0
EBITDA 575,9 489,0
EBITDA-Marge 14,7 14,4
EBITDA-Marge operativ 14,9 15,0
EBIT 399,3 343,2
EBIT-Marge 10,2 10,1
EBIT-Marge operativ 10,6 10,7
Periodenergebnis 261,1 237,5
Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) 139,4 141,0
Abschreibungen 176,6 145,8
F&E-Kosten 254,3 232,7
Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) 32.908 30.655

Der Auftragseingang im Konzern lag im ersten Halbjahr 2023 mit € 4.235,9 Mio. (Vorjahr: € 4.037,6 Mio.) um 4,9 % leicht über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg im Auftragseingang resultiert aus einer anhaltend hohen, weltweiten Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft, während das Schienenfahrzeuggeschäft einen leichten Rückgang im Auftragseingang zu verzeichnen hat. Die positive Auftragslage im Konzern führte zu einem Auftragsbestand zum 30.06.2023 in Höhe von € 7.122,0 Mio. (Vorjahr: € 6.694,8 Mio.), welcher damit zum wiederholten Mal ein neues Rekordniveau erreichte. Die rechnerische Auftragsreichweite von 10,9 (Vorjahr: 11,6) Monaten unterstreicht dabei unsere gute Auftragssituation. Die Book-to-Bill-Ratio, also das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz, belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf 1,08 (Vorjahr: 1,19). Auftragseingang, Auftragsbestand sowie die rechnerischen Kennzahlen Auftragsreichweite und Book-to-Bill-Ratio entstammen dem Management Reporting und sind nicht Teil der prüferischen Durchsicht des Abschlussprüfers.

Der Konzernumsatz betrug im ersten Halbjahr des Berichtsjahres € 3.917,5 Mio. und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 15,0 %. Währungsbereinigt (zu Ist-Kursen 2022) lag der Umsatz um 16,6 % über dem entsprechenden Vorjahr.

Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge verzeichnete einen Umsatzanstieg um 13,5 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Während das OE-Volumen mit einem Zuwachs von 0,7 % gegenüber 2022 nahezu unverändert blieb, legten die Nachmarktumsätze mit 28,2 % deutlich zu. Der im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge zu verzeichnende Umsatzzuwachs von 16,4 % ist auf jeweils deutliche Zuwächse sowohl im OE- als auch im Nachmarkt-Geschäft zurückzuführen.

Der Nachmarktanteil am Gesamtumsatz wurde aufgrund deutlicher Zuwächse um 24,1 % im Nachmarkt-Geschäft bei gleichzeitig mit 9,7 % moderat gestiegene Umsätzen im OE-Geschäft von 36,4 % auf 39,3 % weiter ausgebaut (Aufteilung nach Management Reporting und nicht Teil der prüferischen Durchsicht des Abschlussprüfers).

In der Region Europa/​Afrika stieg der Umsatz mit 16,4 % deutlich auf € 1.942,3 Mio. (Vorjahr: € 1.668,7 Mio.), was einem Anteil von 49,6 % (Vorjahr: 49,0 %) am Konzernumsatz entspricht. Die Region Nordamerika stieg ebenfalls um 19,3 % auf € 1.000,9 Mio. (Vorjahr: € 838,6 Mio.) und trug damit 25,6 % (Vorjahr: 24,6 %) zum Konzernumsatz bei. In der Region Südamerika liegt der Umsatz mit € 71,7 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr: € 72,2 Mio.), was nunmehr einem Umsatzanteil von 1,8 % (Vorjahr: 2,1 %) entspricht. 23,0 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 24,3 %) kommen aus der Region Asien/​Pazifik, die ihren Umsatz um 9,2 % auf € 902,6 Mio. (Vorjahr: € 826,4 Mio.) erhöhen konnte.

KONSOLIDIERTER UMSATZ NACH SITZ DER KONZERNGESELLSC HAFT

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in Mio. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Europa/​Afrika 1.942,3 1.668,7
Nordamerika 1.000,9 838,6
Südamerika 71,7 72,2
Asien-Pazifik 902,6 826,4
3.917,5 3.406,0

Der Materialaufwand betrug € 2.014,0 Mio. (Vorjahr: € 1.839,5 Mio.) und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 %. Die Materialaufwandsquote lag mit 51,4 % aufgrund der positiven Umsatzentwicklung, u.a. aufgrund der gegenüber den Kunden durchgesetzten Preiserhöhungen, unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 54,0 %). Auch der Personalaufwand stieg um € 90,9 Mio. auf € 986,6 Mio. (Vorjahr: € 895,8 Mio.). Die Personalaufwandsquote lag mit 25,2 % vom Umsatz jedoch ebenfalls unter dem entsprechenden Vorjahr (26,3 %), da der Personalaufwand proportional geringer gewachsen ist als der Umsatz. Die Summe aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen stieg, unter anderem bedingt durch einen Rückgang der Fremdwährungserträge sowie erhöhte auftrags- und personalbezogene Aufwendungen, um € 118,6 Mio. deutlich auf € 411,4 Mio. (Vorjahr: € 292,8 Mio.).

Das operative EBIT belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf € 415,1 Mio. und lag damit um 13,8 % deutlich über dem vergleichbaren Vorjahr (€ 364,6 Mio.). Die operative EBIT-Marge (RoS) betrug 10,6 % und lag damit nahezu auf dem entsprechenden Vorjahresniveau (10,7 %). Zur Darstellung des operativen EBIT wurden gegenüber dem ausgewiesenem EBIT von € 399,3 Mio. Erträge im Zusammenhang mit dem Rückzug aus dem russischen Markt in Höhe von € 4,1 Mio. (davon € 8,0 Mio. Abwertungen in der Division Nutzfahrzeuge und € 12,1 Mio. Erträge aus der Wertaufholung von Vorjahresabwertungen in der Division Schienenfahrzeuge), Abgangsverluste in Nordamerika von € 4,2 Mio., Aufwendungen im Zusammenhang mit weiteren Bereinigungen des Produktportfolios in Nordamerika in Höhe von € 1,6 Mio. sowie erwartete Aufwendungen aus Kulanzleistungen in Asien mit € 14,1 Mio. bereinigt. Im ersten Halbjahr des Vorjahres wurden gegenüber dem ausgewiesenem EBIT von € 343,2 Mio. sanktionsbedingte Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Russland-Geschäft mit insgesamt € 18,1 Mio., im Wesentlichen auf Bestände (€ 17,1 Mio.), sowie weitere Restrukturierungsaufwendungen in Nordamerika (€ 3,3 Mio.) bereinigt.

Beim operativen EBITDA konnte im ersten Halbjahr 2023 ein Anstieg um 14,2 % auf € 583,0 Mio. (Vorjahr: € 510,4 Mio.) verzeichnet werden. Die operative EBITDA-Marge belief sich auf 14,9 % und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres (15,0 %).

Das negative Finanzergebnis verschlechterte sich im ersten Halbjahr 2023 um insgesamt € 14,9 Mio. auf € 22,5 Mio. (Vorjahr: € 7,6 Mio.). Dabei sanken die Zinserträge um € 7,7 Mio., während sich die Zinsaufwendungen im Vorjahresvergleich - im Wesentlichen bedingt durch den im September 2022 ausgegebenen Sustainability-Linked Bond - um € 20,7 Mio. erhöhten. Gegenläufig dazu verbesserte sich das sonstige Finanzergebnis, insbesondere aufgrund der Währungsumrechnung, um € 13,5 Mio. auf € 4,4 Mio.

Aufgrund des höheren Vorsteuerergebnisses erhöhte sich der Steueraufwand im ersten Halbjahr 2023 absolut um € 17,7 Mio. auf € 115,7 Mio. (Vorjahr: € 98,0 Mio.). Die Steuerquote lag mit 30,7 % über dem Vorjahresniveau von 29,2 %. Diese Entwicklung resultierte unter anderem aus steuerlich nicht abzugsfähigen Anpassungen von at-Equity-Beteiligungen sowie aus Effekten aus der Aufnahme der Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH in den Organkreis der Knorr-Bremse AG.

Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 261,1 Mio. erhöhte sich um € 23,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 237,5 Mio.). Die Umsatzrendite nach Steuern lag mit 6,7 % um 0,3 Prozentpunkte unterhalb des entsprechenden Vorjahresniveaus (Vorjahr: 7,0 %). Nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile beträgt das Ergebnis je Aktie € 1,51 (Vorjahr: € 1,42).

MITARBEITER (30.06.)

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in FTE (inkl. Personalleasing) 30.06.2023 30.06.2022
Division Systeme für Schienenfahrzeuge 16.904 16.062
Division Systeme für Nutzfahrzeuge 15.052 13.816
Sonstige 952 777
Mitarbeiter gesamt 32.908 30.655

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum 30.06.2023 insgesamt 32.908 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 2.253 mehr als im Vorjahr (Vorjahr: 30.655; inklusive Personalleasing). Die Angaben beziehen sich auf Vollbeschäftigten-Einheiten (FTE). Ohne Personalleasing waren 29.115 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 27.487). Der Anstieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum resultierte im Wesentlichen aus dem Umsatzwachstum der letzten Quartale im Nutzfahrzeugbereich, einem strategischen Aufbau für zukunftsbezogene Themen (u.a. F&E) in beiden Divisionen, sowie einem Mitarbeiteranstieg durch Unternehmensakquisitionen im zweiten Halbjahr 2022 mit 905 Mitarbeitern.

Division Systeme für Schienenfahrzeuge

Der Auftragseingang in der Division Systeme für Schienenfahrzeuge verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht um € 102,9 Mio. von € 2.128,0 Mio. auf € 2.025,0 Mio. Von dieser Entwicklung waren alle Regionen außerhalb Europa betroffen. Der Auftragsbestand stieg zum 30.06.2023 auf € 5.060,5 Mio. (Vorjahr: € 4.768,5 Mio.) an.

KENNZAHLEN DIVISION SYSTEME FÜR SCH IE NENFAH RZE UGE

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in Mio. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Auftragseingang 2.025,0 2.128,0
Auftragsbestand (30.06.) 5.060,5 4.768,5
Umsatz 1.813,5 1.598,0
EBITDA 328,5 283,9
EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) 18,1 17,8
EBITDA-Marge operativ (in % vom Umsatz) 17,9 19,1
EBIT 251,1 218,7
EBIT-Marge (in % vom Umsatz) 13,8 13,7
EBIT-Marge operativ (in % vom Umsatz) 14,0 15,0
Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) 45,5 43,3
Abschreibungen 77,4 65,2
F&E-Kosten 112,4 105,6
Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) 16.904 16.062

Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge verzeichnete eine deutliche Umsatzerhöhung um 13,5 % auf € 1.813,5 Mio. (Vorjahr: € 1.598,0 Mio.). Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem deutlich gestiegen Nachmarkt-Geschäft, während die Umsätze des OE-Geschäfts gegenüber 2022 nur leicht zulegen konnten. Das OE-Geschäft profitierte dabei in der Region Europa insbesondere von Zuwächsen im Passagier-, Metro- sowie im Lokomotivengeschäft, welchen Rückgänge in den Bereichen Hochgeschwindigkeitsverkehr, Regional & Commuter sowie Light-Rail-Vehicle kompensierend gegenüberstehen. Die Nachmarktumsätze konnten demgegenüber deutlich zulegen. In Nordamerika zeigten sich die OE-Umsätze gegenüber dem Vorjahr stabil, wogegen die Nachmarktumsätze deutlich zulegen konnten. Die Umsatzentwicklung in der Region Asien war ebenfalls durch steigende Nachmarktumsätze geprägt. Demgegenüber verzeichnete das Passagiergeschäft einen Rückgang, welcher durch Anstiege in den Teilbereichen Hochgeschwindigkeitsverkehr sowie Metro teilweise kompensiert werden konnte. Der Nachmarktanteil (Aufteilung nach Management-Reporting) am Gesamtumsatz der Division lag im ersten Halbjahr 2023 mit 52,6 % über dem entsprechenden Vorjahresniveau (46,5 %).

Das operative EBIT liegt mit € 253,0 Mio. um 5,4 % über dem entsprechenden Vorjahr (€ 240,1 Mio.) und erzielte dabei eine operative EBIT-Marge (RoS) von 14,0 % (Vorjahr: 15,0 %). Der moderate Rückgang der Profitabilität war dabei neben dem weiter allgemein hohen Inflationsdruck, zusätzlich durch wachsenden Margendruck im China-Geschäft sowie dem Rückzug aus dem Russland-Geschäft geprägt. Zur Ermittlung des operativen EBIT wurden gegenüber dem ausgewiesenen EBIT von € 251,1 Mio. Erträge aus der Wertaufholung von Vorjahreswertminderungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus dem russischen Markt in Höhe € 12,1 Mio. sowie erwartete Aufwendungen für Kulanzleistungen in Asien mit € 14,1 Mio. bereinigt. Im ersten Halbjahr des Vorjahres wurden im Zusammenhang mit dem Russland-Geschäft insgesamt € 18,1 Mio., im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Bestände (€ 17,1 Mio.), sowie Restrukturierungsaufwendungen in Nordamerika (€ 3,3 Mio.) bereinigt.

Das operative EBITDA lag mit € 325,2 Mio. um 6,5 % über dem Vorjahreswert (Vorjahr: € 305,3 Mio.) und führte zu einer operativen EBITDA-Marge im ersten Halbjahr 2023 von 17,9 % (Vorjahr: 19,1 %).

Die Investitionen der Division Systeme für Schienenfahrzeuge betrugen im ersten Halbjahr 2023 € 45,5 Mio. (Vorjahr: € 43,3 Mio.) und flossen neben Automatisierungsprojekten in Erweiterungen der Kapazitäten von wachstumsstarken Produktgruppen sowie in Standortoptimierungen und in Ersatzinvestitionen. Die Abschreibungen lagen mit € 77,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: € 65,2 Mio.).

Die F&E-Kosten beliefen sich im ersten Halbjahr 2023 auf € 112,4 Mio. und lagen damit leicht über dem Vorjahr (€ 105,6 Mio.). Relativ betrachtet ergab sich aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse eine zum Vorjahr leicht gesunkene F&E-Quote von 6,2 % (Vorjahr: 6,6 %) vom Umsatz. Dabei konzentrierten wir uns auf die aus den Megatrends abgeleiteten Industrietrends. Dies sind für die Systeme für Schienenfahrzeuge u.a. Verkehrsleistung, Umweltverträglichkeit, Verfügbarkeit, Lebenszyklusmanagement und Digitalisierung.

Die Division Systeme für Schienenfahrzeuge beschäftigte zum 30.06.2023 16.904 Mitarbeiter (inkl. Personalleasing) (Vorjahr: 16.062). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr war dabei unter anderem akquisitionsbedingt (+365).

Division Systeme für Nutzfahrzeuge

Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge konnte - basierend auf einer anhaltend hohen Nachfrage und den seit Jahresbeginn deutlich gestiegenen Lkw-Produktionsraten in Europa, Nordamerika und insbesondere in China - im ersten Halbjahr 2023 einen deutlichen Anstieg im Auftragseingang um 15,8 % auf € 2.212,0 Mio. (Vorjahr: € 1.910,7 Mio.) verzeichnen. Somit stieg der Auftragsbestand per 30.06.2023 gegenüber dem Vorjahr (€ 1.927,4 Mio.) um 7,0 % auf € 2.062,6 Mio.

KENNZAHLEN DIVISION SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE

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in Mio. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Auftragseingang 2.212,0 1.910,7
Auftragsbestand (30.06.) 2.062,6 1.927,4
Umsatz 2.105,1 1.809,0
EBITDA 263,8 220,9
EBITDA-Marge (in % vom Umsatz) 12,5 12,2
EBITDA-Marge operativ (in % vom Umsatz) 13,0 12,2
EBIT 179,1 150,6
EBIT-Marge (in % vom Umsatz) 8,5 8,3
EBIT-Marge operativ (in % vom Umsatz) 9,2 8,3
Investitionen (vor IFRS 16 und Akquisitionen) 87,8 87,4
Abschreibungen 84,7 70,4
F&E-Kosten 141,9 127,1
Mitarbeiter (per 30.06. inkl. Personalleasing) 15.052 13.816

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2023 um 16,4 % auf € 2.105,1 Mio. (Vorjahr: € 1.809,0 Mio.) an. Neben einer gestiegenen Fahrzeugproduktion in den Regionen Europa, Nordamerika und Asien/​Pazifik, dort vor allem in China, tragen auch Preiserhöhungen zur Weitergabe von Inflationseffekten an Kunden zu dieser Erhöhung bei. Der brasilianische Markt war hingegen in den ersten sechs Monaten schwächer als noch im Vorjahr. Der Umsatzanstieg entfiel nahezu gleichmäßig auf das OE- und das Nachmarktgeschäft. Zum Wachstum des Nachmarktumsatzes trägt vor allem auch die Akquisition von Mehrheitsanteilen an der Cojali S.A. bei. Der Nachmarktanteil am Gesamtumsatz stieg daher gegenüber dem Vorjahr von 27,5 % leicht auf 27,9 % an (Aufteilung nach Management-Reporting und nicht Teil der prüferischen Durchsicht des Abschlussprüfers).

Das operative EBIT erhöhte sich im ersten Halbjahr 2023 mit 28,1 % sehr deutlich auf € 192,9 Mio. Die operative EBIT-Marge (RoS) stieg ebenfalls um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (8,3 %) auf nunmehr 9,2 % an. Zu dieser Entwicklung tragen neben den positiven Volumeneffekten inflationsbedingte Preisanpassungen bei, die aufgrund von Verhandlungen mit den Kunden erst zeitverzögert im Ergebnis wirken und zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr noch nicht abgeschlossen waren. Eine weitere Verbesserung der Profitabilität resultiert aus der Konsolidierung der Cojali-Gruppe. Zur Ermittlung des operativen EBIT wurden gegenüber dem ausgewiesenen EBIT von € 179,1 Mio. € 8,0 Mio. Werberichtigungen im Zusammenhang mit dem Rückzug aus dem russischen Markt, Abgangsverluste in Nordamerika von € 4,2 Mio. sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der weiteren Bereinigung des Produktportfolios in Nordamerika in Höhe von € 1,6 Mio. bereinigt. Im Halbjahr des Vorjahres gab es keine entsprechenden Sachverhalte, die zu einer Bereinigung geführt haben.

Auch das operative EBITDA der Division Systeme für Nutzfahrzeuge stieg aufgrund der oben genannten Effekte deutlich um € 24,1 % auf € 274,2 Mio. (Vorjahr: € 220,9 Mio.). Die operative EBITDA-Marge lag mit 13,0 % um 0,8 Prozentpunkte über der Marge des Vorjahres (12,2 %).

Die Investitionen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge erhöhten sich im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht um € 0,5 Mio. auf € 87,8 Mio. (Vorjahr: € 87,4 Mio.). Ein Großteil der Investitionen entfiel wie bereits im Vorjahr auf die Bereitstellung von Lieferantenwerkzeugen in allen Regionen sowie Equipment für die Produktion neuer Produktgenerationen. Weiterhin flossen Investitionen in die Erweiterung des Werks Dalian in China. Die Abschreibungen der Division Systeme für Nutzfahrzeuge lagen bei € 84,7 Mio. und damit deutlich über Vorjahresniveau (€ 70,4 Mio.). Diese Erhöhung resultiert neben den bereits genannten Wertminderungen im Zuge des Rückzugs aus dem russischen Markt aus der Amortisation der Kaufpreisallokation aus der Akquisition von Mehrheitsanteilen an der Cojali S.A.

Die F&E-Kosten der Division stiegen im ersten Halbjahr 2023 auf € 141,9 Mio. (Vorjahr: € 127,1 Mio.) und resultieren in einer F&E-Quote von 6,7 % vom Umsatz, welche aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse leicht unter dem entsprechenden Vorjahresniveau (7,0 %) lag. Die F&E-Aktivitäten konzentrierten sich auf die Megatrends Verkehrssicherheit, Automatisiertes Fahren, Emissionsreduktion und E-Mobilität sowie Konnektivität.

Die Division Systeme für Nutzfahrzeuge beschäftigte zum 30.06.2023 15.052 Mitarbeiter (Vorjahr: 13.816) und damit 1.236 Mitarbeiter bzw. 8,9 % mehr als zum 30.06.2022. Der größte Anteil dieses Anstiegs ist auf die Konsolidierung der Cojali-Gruppe mit 540 Mitarbeiter zum Stichtag zurückzuführen. Weitere Erhöhungen resultieren aus dem höheren Geschäftsvolumen sowie einem strategischen Aufbau für zukunftsbezogene Themen (u.a. F&E).

Finanzlage

Finanzierungsstruktur des Knorr-Bremse Konzerns

Das Finanz- und Liquiditätsmanagement sowie die Finanzierungsstruktur des Knorr-Bremse Konzerns sind auf den Seiten 79 ff. des zusammengefassten Lageberichts 2022 beschrieben. Wesentliche Veränderungen gegenüber dem 31.12.2022 ergaben sich innerhalb der Finanzverbindlichkeiten bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, den Kaufpreisverbindlichkeiten sowie den Derivaten.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022
Derivate (13,6) (36,3)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (99,8) (205,9)
Anleihen und Schuldverschreibungen (1.463,3) (1.455,5)
Kaufpreisverbindlichkeiten (62,6) (86,4)
Leasingverbindlichkeiten (520,9) (509,6)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (386,7) (384,3)
Summe (2.546,9) (2.678,1)
Davon:
Kurzfristig (531,1) (655,9)
Langfristig (2.015,7) (2.022,2)

VERKÜRZTE CASHFLOW RECHNUNG

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in Mio. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (31,7) (152,9)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (179,7) (161,2)
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (280,7) (401,7)
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (492,1) (715,8)
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds (28,4) 40,2
Veränderung des Finanzmittelfonds (520,5) (675,6)
Free Cashflow (165,2) (266,6)

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich von € 152,9 Mio. im ersten Halbjahr 2022 um € 121,2 Mio. auf € 31,7 Mio. in den ersten 6 Monaten 2023. Dies ist im Wesentlichen auf ein um € 23,6 Mio. auf € 261,1 Mio. gestiegenes Periodenergebnis sowie einen gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 verminderten Anstieg des Net Working Capital zurückzuführen.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

In den ersten 6 Monaten 2023 erhöhte sich der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit um € 18,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr von € 161,2 Mio. auf € 179,7 Mio. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den Zahlungen im Zusammenhang mit den Erwerben von Cojali sowie einer Erstattung für die DSB Component Workshops von insgesamt € 16,2 Mio.

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Im ersten Halbjahr 2023 ging der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um € 121,0 Mio. von € 401,7 Mio. auf € 280,7 Mio. zurück. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der gegenüber dem Vorjahr um € 64,5 Mio. verringerten Dividendenzahlung in Höhe von € 233,7 Mio. Darüber hinaus steht einem Mittelabfluss aus der Abwicklung von Derivaten im ersten Halbjahr 2022 in Höhe von € 42,8 Mio. in den ersten 6 Monaten 2023 nunmehr ein Mittelzufluss in Höhe von € 5,8 Mio. gegenüber.

Free Cashflow

Der Free Cashflow belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf € -165,2 Mio. und lag damit um € 101,4 Mio. deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus von € -266,6 Mio. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Mittelabflusses aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 121,2 Mio. zurückzuführen.

Liquidität

Der deutliche Rückgang des Finanzmittelfonds von € 1.210,7 Mio. zum 31.12.2022 auf € 690,2 Mio. zum 30.06.2023 setzte sich im Wesentlichen aus dem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (€ 280,7 Mio.), dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (€ 179,7 Mio.) sowie dem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (€ 31,7 Mio.) zusammen. Die Nettoverschuldung stieg infolgedessen von € 726,7 Mio. per 31.12.2022 auf € 1.274,6 Mio. per 30.06.2023 an.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme des Konzerns verringerte sich gegenüber dem 31.12.2022 (€ 8.011,9 Mio.) um 1,5 % auf € 7.893,4 Mio. Einem gestiegenen Net Working Capital steht hier ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten sowie ein Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente gegenüber.

BILANZKENNZAHLEN

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022
Nettoverschuldung/​(-guthaben) 1.274,6 726,7
Nettoverschuldung zu EBITDA 2,2 0,7
Gearing 0,5 0,3
Net Working Capital (NWC)* 1.560,8 1.126,5
Net Working Capital in Umsatztagen */​** 71,7 56,7
Umschlaghäufigkeit Vorräte ** 6,4 6,3
Forderungen/​Days Sales Outstanding ** 75,3 67,6
Eigenkapitalquote (%) 33,7 33,6
Bilanzsumme 7.893,4 8.011,9

* Seit 2023 werden im Net Working Capital auch Zahlungswechsel berücksichtigt, der vergleichbare Wert zum 31.12.2022 würde bei € 1.101,0 Mio. liegen. Das Net Working Capital in Umsatztagen würde bei 55,4 Tage liegen.

** anualisiert

Das Net Working Capital ist definiert als Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Vermögenswerten, abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und vertraglichen Verbindlichkeiten, sowie kurzfristigen Zahlungswechseln, die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen sind. Das Net Working Capital beinhaltet seit dem Geschäftsjahr 2023 ebenfalls kurzfristige Zahlungswechsel, die unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten bzw. Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen sind. Das Net Working Capital lag per 30.06.2023 bei € 1.560,8 Mio. (31.12.2022: € 1.126,5 Mio., bzw. unter Berücksichtigung der in 2023 neu aufgenommenen Zahlungswechsel: € 1.101,0 Mio.). In Umsatztagen gemessen entspricht dies einer Bindung von 71,7 Tagen (31.12.2022: 56,7 Tage bzw. 55,4 Tage unter Berücksichtigung der Zahlungswechsel). Dieser Anstieg beruhte zum einen auf saisonalen Effekten und zum anderen auf proaktiven Maßnahmen zur Aufrechterhaltung unserer Lieferketten. Das Net Working Capital lag per 30.06.2023 nach der aktuellen Definition um € 212,6 Mio. bzw. 0,4 Umsatztage über dem Niveau des ersten Halbjahres 2022 (30.06.2022: € 1.348,2 Mio. nach der aktuellen Definition).

Die Eigenkapitalquote lag mit 33,7 % per 30.6.2023 auf dem Niveau per 31.12.2022 (33,6 %).

EIGENKAPITAL

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 161,2 161,2
Sonstiges Eigenkapital 2.366,8 2.400,6
Eigenkapital Aktionäre 2.528,0 2.561,8
Nicht beherrschende Anteile 132,7 129,5
Summe Eigenkapital 2.660,7 2.691,3

KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

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in Mio. € 30.06.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts-/​Firmenwert 1.331,9 1.340,2
Sachanlagen 1.798,0 1.814,5
Sonstige langfristige Vermögenswerte 473,5 455,1
Langfristige Vermögenswerte 3.603,4 3.609,7
Vorräte 1.229,2 1.141,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.638,2 1.343,3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 168,9 103,1
Vertragliche Vermögenswerte 81,1 69,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 688,5 1.342,6
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 200,1 170,2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 284,1 231,6
Kurzfristige Vermögenswerte 4.290,1 4.402,3

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen beinhalten die zur Veräußerung gehaltene KiepeGruppe sowie die russischen Knorr-Bremse-Gesellschaften. Weitere Informationen finden sich im Anhang zum verkürzten Zwischenabschluss im Kapitel "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und korrespondierende Schulden".

Wesentliche Investitionen in Sachanlagen flossen vor allem in Erweiterungsinvestitionen von Produktionsanlagen und -equipment, Automatisierungsprojekte, in Standortoptimierungen und Ersatzinvestitionen. Darüber hinaus fielen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte unter anderem für IT-Projekte an.

Im ersten Halbjahr 2023 lag der annualisierte ROCE trotz eines gestiegenen Capital Employed, also der Summe aus Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Net Working Capital, infolge des erhöhten EBIT-Beitrags für 2023 mit 17,0 % oberhalb des entsprechenden Vorjahres (30.06.2022: 16,5 %; berechnet unter Berücksichtigung der aktuellen Net Working Capital Definition).

RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Risiko- und Chancenbericht

Im zusammengefassten Lagebericht 2022 sind ab Seite 85 die spezifischen Risiken und Chancen sowie das dazugehörige Risikomanagementsystem des Knorr-Bremse Konzerns ausführlich beschrieben.

Gegenüber dem Jahresende 2022 reduzierte sich das Risikoportfolio. Insbesondere in der Kategorie Einkauf hat sich das Risiko von "hoch" in den mittleren Risikokorridor entwickelt; ausschlaggebend hierfür sind die teilweise Entspannung in den Lieferengpässen von Elektronikkomponenten der Halbleiterindustrie sowie der Rückgang des globalen Marktpreisanstieges für Rohstoffe und Energie. Darüber hinaus wurden gegenüber dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 keine wesentlichen Risiken identifiziert, die den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden könnten.

Prognosebericht

Weltkonjunktur

Die Analysten des International Monetary Fund (IMF) stellen in ihrem Bericht zum "World Economic Outlook" heraus, dass sich trotz der weltweiten Erholung von der COVID-19-Pandemie insbesondere die Invasion der Russischen Föderation in der Ukraine sowie die anhaltend hohe Inflation weiterhin verlangsamend auf die globale Entwicklung der Wirtschaftstätigkeit auswirkt. Für die Jahre 2023 und 2024 erwarten die Analysten eine Wachstumsrate von jeweils 3,0 %, die damit voraussichtlich unter dem Wert für 2022 (3,2 %) liegen wird. Für den Euroraum wird das Wachstum für 2023 bei 0,9%; für die USA bei 1,8 % und für China bei 5,2 % erwartet.

Einen wesentlichen Faktor, der die Wachstumsraten beeinflusst, sehen die Analysten des IMF in der Entwicklung der Inflationsrate, welche ausgehend von den hohen Werten aus 2022 (8,7 %) für 2023 auf 6,6 % zurück gehen soll. Einen gleich gerichteten Ausblick geben die Analysten der World Bank Group, die ebenso gerade im EURO Raum einen Anstieg der Inflationseindämmungsmaßnahmen erkennen können. Dies wiederum führt zu einem steigenden Zinsniveau, welches sich auch auf die Wachstumsprognosen dämpfend auswirkt.

Die aktuellen Annahmen und Erwartungen spiegeln die Einschätzung der Wirtschaftsinstitute vom Juni/​Juli 2023 wider. Aufgrund des Russland-Ukraine Kriegs sowie die weitere weltweite Belastung durch hohe Inflationsraten kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verlässliche Aussage über die Auswirkungen auf die Wirtschaft der einzelnen Regionen getroffen werden.

Globaler Schienenfahrzeugmarkt

Die Einschätzung der Entwicklung des globalen Schienenfahrzeugmarktes bis Jahresende 2023 hat sich im Vergleich zur Darstellung im zusammengefassten Lagebericht 2022 nicht verändert, in den auch die aktuellen Risiken des Risiko- und Chancenberichts einfließen. Die Neufahrzeugbeschaffung in China wird, wie im zusammengefassten Lagebericht 2022 erwartet, auf einem ähnlichen Niveau wie 2022 liegen. Der Schienenfahrzeugmarkt bleibt auch über das laufende Geschäftsjahr hinaus ein Wachstumsmarkt, der zusätzlich durch diverse Stimulus-Programme der Regierungen gestützt wird.

Globale Nutzfahrzeugproduktion

Die Einschätzung für die Marktentwicklung der globalen Nutzfahrzeugproduktion 2023 hat sich gegenüber dem Frühjahr 2023 leicht verbessert. Für das Gesamtjahr 2023 rechnet Knorr-Bremse nun mit einem Anstieg der weltweiten Nutzfahrzeugproduktion um 9 % auf rund 2.570.000 Stück.

Der absolut und prozentual größte Anstieg wird 2023 im chinesischen Markt für Nutzfahrzeuge (HDT und MDT) erwartet. Nach der Lockerung der staatlichen Zero-Covid-Politik wird eine Erholung um 33 % auf rund 920.000 Fahrzeuge erwartet. Steigende bzw. stabile Produktionsraten in Indien und Japan verstärken diese Entwicklung und lassen die Region Asien gesamthaft um 20 % gegenüber Vorjahr steigen.

In Westeuropa erwartet Knorr-Bremse für das laufende Jahr eine leichte Steigerung der Nutzfahrzeugproduktion um 2 % auf rund 490.000 Stück. Auch in Osteuropa wird ein Anstieg im Markt um 7 % auf 70.000 Fahrzeuge gerechnet.

Dagegen wird in Amerika mit einer Reduzierung der Nutzfahrzeugmärkte gerechnet. So wird zwar in Nordamerika ein Anstieg von 6 % auf 415.000 Fahrzeuge erwartet. Dahingegen bricht der Markt in Südamerika aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds um 45 % ein und reduziert sich auf rd. 105.000 Fahrzeuge.

Die Marktangaben beziehen sich auf die Truck Production Rate der jeweiligen Regionen, die von verschiedenen Organisationen, z.B. der LMC, veröffentlicht werden.

Ausblick

Der Ausblick stellt sich für das Gesamtjahr 2023 wie folgt dar:

AUSBLICK KONZERN

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Zielgrößen Ziel 2023 Ist 2022
Umsatz (Mio. €) 7.500 - 7.800 7.150
EBIT-Marge operativ (% vom Umsatz) 10,5 - 12,0 11,1
Free Cashflow (Mio. €) 350-550 219

Der operative Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 wird bestätigt und das Umsatzziel angehoben. Unter der Annahme aktueller Wechselkurse, im Wesentlichen stabiler geopolitischer und makro-ökonomischer Rahmenbedingungen, keiner neuen Lock-downs aufgrund der Corona-Lage, der Kompensation inflationsbedingter Kostensteigerungen und keiner zusätzlichen Probleme bei den Lieferketten bedingt durch potenzielle Energie-Engpässe, erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz zwischen € 7.500 Mio. und € 7.800 Mio., eine operative EBIT-Marge von 10,5 % bis 12,0 % sowie einen Free Cashflow von € 350 Mio. bis € 550 Mio.

München, 9. August 2023

Knorr-Bremse AG

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Der Vorstand
MARC LLISTOSELLA FRANK MARKUS WEBER DR. CLAUDIA MAYFELD BERND SPIES DR. JÜRGEN WILDER

Konzern-Zwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Tsd. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Umsatzerlöse 3.917.454 3.406.026
Bestandsveränderungen un-/​fertige Erzeugnisse 17.326 62.312
Aktivierte Eigenleistungen 53.174 48.747
Gesamtleistung 3.987.954 3.517.085
Sonstige betriebliche Erträge 47.761 67.753
Materialaufwand (2.013.980) (1.839.488)
Personalaufwand (986.640) (895.780)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (459.178) (360.573)
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 575.917 488.997
Abschreibungen (176.640) (145.821)
Betriebsergebnis (EBIT) 399.277 343.176
Zinserträge 14.851 22.581
Zinsaufwendungen (41.745) (21.072)
Sonstiges Finanzergebnis 4.386 (9.153)
Ergebnis vor Steuern 376.769 335.531
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (115.706) (98.025)
Periodenergebnis 261.063 237.506
Davon entfallen auf:
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 17.263 8.212
Ergebnisanteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG 243.800 229.294
Ergebnis je Aktie in €
unverwässert 1,51 1,42
verwässert 1,51 1,42

KONZERN-GESAMTERGEBNISÜBERLEITUNG

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in Tsd. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Periodenergebnis 261.063 237.506
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (7.966) 83.130
Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente - 4.922
Latente Steuern 2.761 (18.559)
Bestandteile, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (5.205) 69.493
Währungsumrechnung (69.652) 59.649
Rücklage aus Sicherungsgeschäften 27.072 (33.605)
Rücklage für Kosten der Absicherung 8.292 1.071
Latente Steuern (11.219) 10.520
Bestandteile, die zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden könnten (45.506) 37.635
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (50.711) 107.128
Konzerngesamtergebnis 210.352 344.634
Gesamtergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 11.987 13.817
Gesamtergebnisanteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG 198.365 330.817

KONZERNBILANZ

AKTIVA

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in Tsd. € 30.06.2023 31.12.2022
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 769.201 766.433
Geschäfts-/​Firmenwert 562.733 573.719
Sachanlagen 1.797.951 1.814.451
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 67.571 79.567
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 159.099 122.822
Sonstige Vermögenswerte 94.389 92.427
Ertragsteuerforderungen 1.256 282
Vermögenswerte aus Leistungen an Arbeitnehmer 14.020 19.499
Latente Steueransprüche 137.148 140.459
Langfristige Vermögenswerte 3.603.368 3.609.659
Vorräte 1.229.151 1.141.940
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.638.178 1.343.305
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 168.941 103.116
Sonstige Vermögenswerte 189.331 177.694
Vertragliche Vermögenswerte 81.089 69.491
Ertragsteuerforderungen 94.816 53.880
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 688.473 1.342.587
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 200.095 170.245
Kurzfristige Vermögenswerte 4.290.074 4.402.258
Bilanzsumme 7.893.442 8.011.917

PASSIVA

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in Tsd. € 30.06.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 161.200 161.200
Kapitalrücklagen 13.884 13.884
Gewinnrücklagen 10.320 10.320
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals (167.760) (123.910)
Gewinnvortrag 2.266.554 2.012.614
Anteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG am Periodenergebnis 243.800 487.680
Anteil der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG am Eigenkapital 2.527.998 2.561.788
Eigenkapital nicht beherrschender Gesellschafter 132.728 129.533
davon Anteil nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenergebnis 17.263 18.575
Eigenkapital 2.660.726 2.691.321
Schulden
Rückstellungen für Pensionen 219.349 219.835
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 17.954 21.536
Sonstige Rückstellungen 191.814 194.192
Finanzverbindlichkeiten 2.015.745 2.022.161
Sonstige Verbindlichkeiten 6.945 2.867
Ertragsteuerverbindlichkeiten 8.968 5.782
Latente Steuerschulden 210.704 188.737
Langfristige Schulden 2.671.479 2.655.110
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 6.909 10.486
Sonstige Rückstellungen 172.799 171.381
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.217.175 1.213.954
Finanzverbindlichkeiten 531.114 655.896
Sonstige Verbindlichkeiten 132.679 106.440
Vertragliche Verbindlichkeiten 197.122 214.258
Ertragsteuerverbindlichkeiten 145.410 137.950
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 158.029 155.120
Kurzfristige Schulden 2.561.237 2.665.486
Schulden 5.232.716 5.320.595
Bilanzsumme 7.893.442 8.011.917

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Tsd. € 1. Halbjahr
2023
1. Halbjahr
2022
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 261.063 237.506
Anpassungen für
Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 176.640 145.821
Veränderung der Wertberichtigung auf Vorräte (9.309) 28.262
Veränderung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte 7.628 4.560
Verlust aus Veräußerungen von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - 9.153
(Gewinn) /​ Verlust aus dem Abgang des Anlagevermögens 2.262 428
Zuführung, Auflösung und Verzinsung der Rückstellungen 61.974 19.003
Zahlungsunwirksame Veränderungen aus der Bewertung von Derivaten (42.101) 17.434
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge (23.072) 18.489
Zinsergebnis 26.894 (1.509)
Beteiligungsergebnis 13.596 5.103
Ertragsteueraufwand 115.706 98.025
Ertragsteuerzahlungen (128.726) (104.978)
Veränderungen von
Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (487.234) (553.191)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 47.164 (15.480)
Rückstellungen aufgrund von Verbrauch (54.192) (61.531)
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (31.708) (152.905)
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (57.342) (56.389)
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 5.838 26.299
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (82.027) (83.642)
Einzahlungen von Finanzanlagen und aus dem Verkauf von Finanzanlagen 20.684 31.178
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen (55.531) (76.979)
Ein-/​ Auszahlungen aus der Veräußerung von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - (4.475)
Ein-/​ Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten (18.332) -
Erhaltene Zinsen 9.218 4.822
Auszahlungen für Investitionen in Planvermögen (Pensionen) (2.253) (1.995)
Cashflow aus der Investitionstätigkeit (179.746) (161.181)
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 20.148 24.936
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (10.728) (11.695)
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten (34.501) (32.175)
Gezahlte Zinsen (21.449) (20.030)
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (233.740) (298.220)
Gezahlte Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter (8.792) (19.936)
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen - (6.498)
Ein-/​ Auszahlungen aus der Abwicklung von Derivaten 5.807 (42.780)
Einzahlungen aus Zuschüssen und Zuwendungen 2.597 4.721
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (280.657) (401.677)
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (492.111) (715.763)
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds (28.421) 40.165
Veränderung des Finanzmittelfonds (520.532) (675.598)
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 1.210.739 1.326.495
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 690.207 650.897
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 688.473 876.080
Kurzfristig veräußerbare Wertpapiere - 2
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 25.606 5.014
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken (weniger als 3 Monate) (23.872) (230.199)

KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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in Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Konzerngewinn
Stand zum 01.01.2023 161.200 13.884 10.320 2.500.294
Dividenden - - - (233.740)
Konzernjahresüberschuss - - - 243.800
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - -
Konzerngesamtergebnis - - - 243.800
Erwerb /​ Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - - -
Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind - - - -
Stand zum 30.06.2023 161.200 13.884 10.320 2.510.354
Stand zum 01.01.2022 161.200 13.884 13.300 2.336.134
Dividenden - - - (298.220)
Konzernjahresüberschuss - - - 229.294
Sonstiges Ergebnis nach Steuern - - - -
Konzerngesamtergebnis - - - 229.294
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen - - (3.346) -
Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind - - - -
Stand zum 30.06.2022 161.200 13.884 9.954 2.267.208
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Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals
in Tsd. € Währungsumrechnung Rücklage für Kosten der Absicherung Rücklage aus Sicherungsgeschäften Erfolgsneutral bewertete Eigenkapitalinstrumente Neubewertungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen (IAS 19)
Stand zum 01.01.2023 (94.822) (947) (19.634) - (8.507)
Dividenden - - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (64.375) 5.718 18.427 - (5.205)
Konzerngesamtergebnis (64.375) 5.718 18.427 - (5.205)
Erwerb /​ Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind - 257 1.328 - -
Stand zum 30.06.2023 (159.197) 5.028 121 - (13.712)
Stand zum 01.01.2022 (90.970) (3.222) (7.854) (32.051) (62.076)
Dividenden - - - - -
Konzernjahresüberschuss - - - - -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 54.010 725 (22.739) 4.922 64.605
Konzerngesamtergebnis 54.010 725 (22.739) 4.922 64.605
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind - 282 1.129 - -
Stand zum 30.06.2022 (36.960) (2.215) (29.464) (27.129) 2.529
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in Tsd. € Eigenkapital der Gesellschafter der Knorr-Bremse AG Eigenkapital der nicht beherrschenden Gesellschafter Gesamtes Eigenkapital
Stand zum 01.01.2023 2.561.788 129.533 2.691.321
Dividenden (233.740) (8.792) (242.532)
Konzernjahresüberschuss 243.800 17.263 261.063
Sonstiges Ergebnis nach Steuern (45.435) (5.276) (50.711)
Konzerngesamtergebnis 198.365 11.987 210.352
Erwerb /​ Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - -
Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind 1.585 - 1.585
Stand zum 30.06.2023 2.527.998 132.728 2.660.726
Stand zum 01.01.2022 2.328.345 97.183 2.425.528
Dividenden (298.220) (19.667) (317.887)
Konzernjahresüberschuss 229.294 8.212 237.506
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 101.523 5.605 107.128
Konzerngesamtergebnis 330.817 13.817 344.634
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen (3.346) (10.041) (13.387)
Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften und Kosten der Absicherung, die in die Vorräte umgegliedert worden sind 1.411 - 1.411
Stand zum 30.06.2022 2.359.007 81.289 2.440.296

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss der Knorr-Bremse AG

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Das Unternehmen

Die Knorr-Bremse AG (nachfolgend: "Gesellschaft") ist eine in Deutschland ansässige Aktiengesellschaft. Eingetragener Sitz und Hauptsitz der Gesellschaft ist die Moosacher Str. 80, 80809 München. Die Gesellschaft ist im Handelsregister der Stadt München unter HRB 42031 eingetragen. Der Konzernzwischenabschluss des Unternehmens umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "Konzern" oder "Knorr-Bremse" bezeichnet). Der Konzern ist weltweiter Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge und weiterer sicherheitskritischer Systeme.

Zum Produktportfolio der Division Systeme für Schienenfahrzeuge gehören u. a. Bremssysteme, Einstiegs- und Klimasysteme, Sanitärsysteme, Kupplungssysteme, ein Portfolio an digitalen Lösungen und smarten Services zur Optimierung des Schienenverkehrs, Leistungselektrik und Leittechnik, Hardware und Programmiertools für Zugleitsysteme (Train Control & Management System, TCMS), elektromechanische Komponenten und elektrische Antriebsausrüstung für Straßenbahnen, Signalsysteme, stationäre und mobile Prüfanlagen, Scheibenwisch- und Waschsysteme, sowie umfangreiche Nachmarktlösungen (RailServices).

Zum Produktportfolio der Division Systeme für Nutzfahrzeuge gehören u. a. pneumatische Bremssysteme (d. h. Bremssteuerung, Scheibenbremsen, Trommelbremsen, Bremszylinder, Ventile und Pedaleinheiten) und Lenksysteme, Lösungen zur Fahrdynamikregelung (d. h. Anti-Blockier-Systeme und elektronische Stabilitätsprogramme), Fahrerassistenzsysteme (z. B. Notbremssysteme), elektronische Niveauregelung, Energieversorgungs- und -verteilungssysteme einschließlich Luftkompressoren und Luftaufbereitung sowie Produkte zur Steigerung der Kraftstoffeffizienz wie Motorkomponenten und Subsysteme im Bereich der Getriebesteuerung (d. h. Schwingungsdämpfer, Motorluftsteuerung sowie Getriebe- und Kupplungsbetätigung) sowie Trailer- und Aftermarketlösungen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 Zwischenberichterstattung, also den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht und von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden, aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und sollte im Zusammenhang mit diesem gelesen werden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die der Konzern in diesem Zwischenabschluss angewendet hat, entsprechen grundsätzlich denen, die im Konzernabschluss für das Jahr 2022 angewendet wurden.

Der Konzernzwischenabschluss und der Konzernzwischenlagebericht wurden vom Vorstand am 9. August 2023 zur Veröffentlichung freigegeben.

Weitere Angaben

Der Halbjahresfinanzbericht der Knorr-Bremse AG erfüllt die Anforderungen der anzuwendenden Vorschriften des WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) und umfasst nach § 115 WpHG einen verkürzten Konzernzwischenabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurden für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 keine abweichenden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden beeinflussen, getroffen.

Der für den Konzern maßgebliche Nominal-Steuersatz beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf 30,9 %. Im Rahmen der Ermittlung des Konzernsteueraufwands für die ersten sechs Monate des Jahres 2023 wurde der für das gesamte Geschäftsjahr erwartete, effektive Konzern-Steuersatz von 30,7 % (Vorjahr: 29,2 %) zugrunde gelegt.

Der Konzernzwischenabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Knorr-Bremse AG darstellt. Sofern nicht anders angegeben, sind alle Werte im Konzernzwischenabschluss und im Konzernzwischenlagebericht kaufmännisch auf Tausend Euro (€ Tsd.) gerundet. Daher können in Einzelfällen Rundungsdifferenzen bei absoluten Werten oder bei Prozentangaben auftreten.

2. Konsolidierungskreisänderungen und Unternehmenszusammenschlüsse

Konsolidierungskreisänderungen

Im ersten Halbjahr 2023 ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Wesentliche Unternehmenszusammenschlüsse

Mit Kaufvertrag vom 7. Juli 2021 und Closing vom 31. August 2022 hat die Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge GmbH 100 % Anteile an der Selskabet af 3. Juli 2021, Taastrup/​Dänemark (DSB Component Workshops) von der Danske Statsbaner (DSB) erworben.

Zum 31. Dezember 2022 ergab sich für die DSB Component Workshops ein vorläufiger Kaufpreis von € 55.780 Tsd. Auf Basis der zwischen den beiden Vertragspartnern abgestimmten Closing Accounts ergibt sich zum 30. Juni 2023 ein finaler Kaufpreis von € 53.090 Tsd. Die Kaufpreisminderung in Höhe von € 2.690 Tsd. führt zu einer Verminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts von € 5.391 Tsd. zum 31. Dezember 2022 auf nunmehr € 2.701 Tsd. zum 30. Juni 2023. Aufgrund einer im ersten Halbjahr 2023 erfolgten Rückzahlung der DSB an Knorr-Bremse in Höhe von € 7.074 Tsd. verminderte sich der gezahlte Kaufpreis von € 52.850 Tsd. zum 31. Dezember 2022 auf € 45.776 Tsd. zum 30. Juni 2023.

3. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und korrespondierende Schulden

Verkauf der zur Gießerei gehörenden Produktionsgebäude der R.H. Sheppard Co., Inc.

In der Division für Nutzfahrzeuge wurden Ende April 2023 im Zuge einer Portfoliobereinigung neben der zur Veräußerung vorgesehenen Gießerei auch Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Sonstige Verbindlichkeiten mit einem Verlust in Höhe von € 4.179 Tsd. veräußert. Der Veräußerungsverlust ist in der Position "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Kiepe

Die der Division für Schienenfahrzeuge zugeordneten Gesellschaften der Kiepe-Gruppe sollen im Rahmen einer Portfoliobereinigung veräußert werden. Mit der Heramba GmbH bzw. der Heramba Holding, Inc. wurde nun ein Käufer gefunden und eine Verkaufsvereinbarung unterzeichnet (Signing). Der Vollzug der Vereinbarung (Closing) steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung üblicher regulatorischer und anderer Bedingungen. Knorr-Bremse ist zuversichtlich, dass der Vollzug der Vereinbarung zeitnah erfolgt. Bis zum Vollzug der Vereinbarung wird die Kiepe-Gruppe weiterhin als Bestandteil der Division für Schienenfahrzeuge ausgewiesen.

Die Kiepe-Gruppe umfasst die Kiepe Electric GmbH, Düsseldorf/​Deutschland mit den Tochtergesellschaften Kiepe Electric Schweiz AG, Niederbuchsiten/​Schweiz, Kiepe Electric S.r.l., Cernusco sul Navigilio/​Italien, Kiepe Electric Corporation, Vancouver/​Kanada, Kiepe Electric India Pvt. Ltd., Faridabad/​Indien, Heiterblick Projektgesellschaft mbH, Leipzig/​Deutschland sowie die Kiepe Electric LLC., Alpharetta/​USA.

Eine Fair Value Bewertung auf Basis der aktuellen Verkaufsverhandlungen ergab keinen Wertminderungsbedarf auf die Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden zum 30. Juni 2023. Die Veräußerungsgruppe Kiepe umfasst zum 30. Juni 2023 folgende, zum Buchwert bewertete Vermögenswerte und Schulden:

ÜBERSICHT DER ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENEN VERMÖGENSWERTE UND DER KORRESPONDIERENDEN

VERBINDLICHKEITEN KIEPE

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in Tsd. € 30.06.2023 31.12.2022
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 14.059 12.447
Sachanlagen 26.441 25.958
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.511 2.429
Latente Steueransprüche 3.860 4.725
Langfristige Vermögenswerte 46.871 45.559
Vorräte 50.407 46.506
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.896 42.306
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.048 1.957
Sonstige Vermögenswerte 2.490 2.982
Vertragliche Vermögenswerte 19.522 17.790
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.257 5.183
Kurzfristige Vermögenswerte 122.620 116.724
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 169.491 162.283
Schulden
Rückstellungen für Pensionen 3.816 3.562
Rückstellungen für sonstige Leistungen an Arbeitnehmer 906 935
Sonstige Rückstellungen 14.897 12.718
Finanzverbindlichkeiten 1.995 2.219
Langfristige Schulden 21.614 19.434
Sonstige Rückstellungen 26.587 29.091
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.449 17.725
Finanzverbindlichkeiten 6.887 5.820
Sonstige Verbindlichkeiten 335 2.566
Vertragliche Verbindlichkeiten 72.755 80.313
Ertragsteuerverbindlichkeiten 245 173
Kurzfristige Schulden 121.258 135.687
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 142.872 155.120
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden 26.619 7.163

Russland-Geschäft

Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Knorr-Bremse beschlossen, die der Division für Schienenfahrzeuge zugeordnete Knorr-Bremse Rail Systems CIS Holding OOO, Moskau/​Russland sowie die Knorr-Bremse 1520 OOO, Burashevskoe/​Russland, zu veräußern. Am 1. Juni 2023 hat Knorr-Bremse einen Verkaufsvertrag für die beiden Gesellschaften unterzeichnet (Signing). Der Verkaufspreis liegt bei € 26.683 Tsd.

Das Closing der Transaktion unterliegt noch dem Vorbehalt diverser behördlicher Genehmigungen. Bis zum Abschluss des Verkaufs werden die beiden Gesellschaften weiterhin als Bestandteil der Division für Schienenfahrzeuge ausgewiesen.

Eine Überprüfung der Fair Value Bewertung auf Basis des unterzeichneten Verkaufsvertrags ergab einen Aufwertungsbedarf der Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden zum 30. Juni 2023 um € 12.062 Tsd.

Ebenso hat die Knorr-Bremse beschlossen, die der Division für Nutzfahrzeuge zugeordnete Knorr-Bremse Systems for Commercial Vehicles OOO, Moskau/​Russland, zu veräußern. Vertragsverhandlungen mit einem potentiellen Käufer sind schon fortgeschritten. Im Rahmen einer Fair Value Bewertung aufgrund der Erkenntnisse aus den Vertragsverhandlungen wurden die angesetzten Vermögenswerte- und Schulden zum 30. Juni 2023 um € 8.000 Tsd. wertgemindert.

Die Veräußerungsgruppe des russischen Schienen- wie auch Fahrzeuggeschäfts umfasst zum 30. Juni 2023 folgende, zum Buchwert nach Wertminderungen bewertete Vermögenswerte und Schulden:

ÜBERSICHT DER ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENEN VERMÖGENSWERTE UND DER KORRESPONDIERENDEN VERBINDLICHKEITEN RUSSLAND

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Vermögenswerte
Sachanlagen 3.564
Langfristige Vermögenswerte 3.564
Vorräte 2.090
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.788
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 30
Sonstige Vermögenswerte 1.076
Ertragsteuerforderungen 708
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 21.349
Kurzfristige Vermögenswerte 27.040
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 30.604
Schulden
Sonstige Rückstellungen 13
Finanzverbindlichkeiten 7.789
Sonstige Verbindlichkeiten 57
Langfristige Schulden 7.858
Sonstige Rückstellungen 2.831
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 893
Finanzverbindlichkeiten 2.000
Sonstige Verbindlichkeiten 721
Vertragliche Verbindlichkeiten 476
Ertragsteuerverbindlichkeiten 377
Kurzfristige Schulden 7.299
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 15.157
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden 15.448

4. Umsatzerlöse

In der folgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse des Konzerns zum ersten Halbjahr 2023 nach Regionen und dem Zeitpunkt nach aufgegliedert sowie auf den Umsatz nach der Segmentberichterstattung übergeleitet.

AUFGLIEDERUNG DER UMSATZERLÖSE UND ÜBERLEITUNG AUF DEN SEGMENTUMSATZ

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Umsatz
in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Gesamt
-
1. Disaggregation der Segmente
a) Region (Sitz des Konzernunternehmens)
Europa/​Afrika 1.038.173 904.237 1.942.411
Nordamerika 202.740 798.160 1.000.900
Südamerika 17.808 53.886 71.694
Asien-Pazifik 554.445 348.163 902.608
1.813.167 2.104.446 3.917.613
b) Art der zeitlichen Erfassung
Erfassung über einen Zeitraum 494.039 - 494.039
Erfassung zu einem Zeitpunkt 1.319.128 2.104.446 3.423.574
1.813.167 2.104.446 3.917.613
2. Übrige Segmente und Konsolidierung 304 658 (159)
3. Gesamt 1.813.471 2.105.104 3.917.454
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Umsatz
in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Gesamt
1. Halbjahr 2022
1. Disaggregation der Segmente
a) Region (Sitz des Konzernunternehmens)
Europa/​Afrika 886.793 782.824 1.669.616
Nordamerika 167.687 670.961 838.648
Südamerika 12.970 59.391 72.361
Asien-Pazifik 530.597 295.844 826.441
1.598.047 1.809.019 3.407.066
b) Art der zeitlichen Erfassung - - -
Erfassung über einen Zeitraum 496.601 - 496.601
Erfassung zu einem Zeitpunkt 1.101.446 1.809.019 2.910.465
1.598.047 1.809.019 3.407.066
2. Übrige Segmente und Konsolidierung - - (1.039)
3. Gesamt 1.598.047 1.809.019 3.406.027

Die Geschäftstätigkeit von Knorr-Bremse unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen.

5. Sonstige betriebliche Erträge

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

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in Tsd. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Währungsgewinne 27.725 42.438
Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzzahlungen 2.128 3.435
Erträge aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 2.994 5.082
Mieteinnahmen 1.523 4.551
Erträge aus dem Abgang von Grundstücken und Gebäuden 1.540 2.762
Übrige Erträge 11.851 9.484
47.761 67.752

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert insbesondere aus den deutlich gesunkenen realisierten und unrealisierten Fremdwährungserträgen, die mit € 27.725 Tsd. um € 14.713 Tsd. unter dem Vorjahrswert von € 42.438 Tsd. liegen.

6. Materialaufwand

Im Zuge des Anstiegs der Umsatzerlöse erhöhte sich der Materialaufwand von € 1.839.488 Tsd. in den ersten 6 Monaten 2022 auf € 2.013.980 Tsd. im ersten Halbjahr 2023. Im Vorjahresvergleichszeitraum war eine Abwertung von Vorräten auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von € 17.100 Tsd. aufgrund der beschränkten Nutzbarkeit von Vorratsvermögen im Zusammenhang mit den gegen Russland verhängten Sanktionen enthalten.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

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in Tsd. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Auftragsbezogene Aufwendungen (72.792) (31.334)
Instandhaltungsaufwendungen (63.886) (46.931)
Personalbezogene Aufwendungen (53.988) (40.271)
Sonstige Dienstleistungen (50.631) (53.309)
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (45.709) (40.994)
Währungsverluste (31.407) (39.585)
Externe Forschungs- und Entwicklungskosten (26.819) (24.217)
Kosten für Energie, Versicherungen und Versorgungen (22.712) (11.124)
Lizenz- und Patentgebühren (18.297) (17.222)
Sonstige Steuern (14.267) (15.049)
Verwaltungskosten (11.967) (17.110)
Mieten und Leasing (10.849) (9.041)
Wertberichtigungen (7.628) (4.556)
Verluste aus dem Abgang von Grundstücken und Gebäuden (3.739) (925)
Spenden (3.735) (3.172)
Übrige Aufwendungen (20.750) (5.733)
(459.178) (360.573)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im ersten Halbjahr um € 98.605 Tsd. im Vergleich zum Vorjahr auf € 459.178 Tsd. angestiegen. Im Wesentlichen erhöhten sich die auftragsbezogenen Aufwendungen um € 41.458 Tsd. auf € 72.792 Tsd. Dies resultiert zum einen aus erhöhter Risikovorsorge, insbesondere aufgrund erwarteter Aufwendungen aus Kulanzleistungen in Asien in Höhe von € 14.050 Tsd. Zum anderen aus im Vorjahresvergleich um € 21.622 Tsd. reduzierter Auflösungen von Gewährleistungsrückstellungen. Der Anstieg der Instandhaltungsaufwendungen mit € 16.955 Tsd. resultiert insbesondere aus den deutschen Konzerngesellschaften. Die personalbezogenen Aufwendungen sind infolge der weiter angestiegenen Reise- und Schulungsaktivitäten nach Einschränkungen durch die COVID 19 Pandemie um € 13.718 Tsd. angestiegen.

8. Sonstiges Finanzergebnis

Das sonstige Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 13.539 Tsd. verbessert. Dies resultiert insbesondere aus der Verbesserung der Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung um € 23.844 Tsd. Gegenläufig haben sich die übrigen sonstigen finanziellen Erträge und Aufwendungen im Wesentlichen aufgrund von Sondereffekten im Vergleichszeitraum um € 10.305 Tsd. verringert.

Auf die nach der at-Equity Methode bilanzierten Beteiligung an der börsennotierten Rail Vision Ltd., Raanana/​Israel wurde neben der anteiligen Verlustfortschreibung auch auf Basis des Börsenkurses zum 30. Juni 2023 eine Wertminderung erfasst. Insgesamt wurden Aufwendungen in Höhe von € 4.097 Tsd im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

9. Finanzinstrumente

Klassifizierungen und beizulegende Zeitwerte

Die nachstehende Tabelle stellt die unsaldierten Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 9 dar. Für die Einstufung (Hierarchiestufen) des beizulegenden Zeitwertes gemäß IFRS 13 wird auf den Abschnitt zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 verwiesen.

Die Finanzinstrumente lassen sich klassifizieren in: zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente mit Erfassung der Bewertungsänderung im Gewinn oder Verlust (FVTPL), zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente mit Erfassung der Bewertungsänderung im Sonstigen Ergebnis (FVOCI) und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente.

INFORMATIONEN NACH IFRS 9

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30.06.2023
in Tsd. € Buchwert Beizulegender Zeitwert
Kategorie FVTPL FVOCI Sonstiges Zu fortgeführten Anschaffungskosten Total Level 1
Finanzielle Vermögenswerte 165.114 44.084 18.602 2.426.891 2.654.691 138.171
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) - - 18.602 - 18.602 -
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) 26.881 - - - 26.881 -
Eigenkapitalinstrumente 16.663 21.364 - - 38.027 16.601
Wertpapiere und Schuldinstrumente 121.570 - - - 121.570 121.570
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * - 22.720 - 1.615.458 1.638.178 -
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen und Ähnlichem * - - - 30.357 30.357 -
Übrige finanzielle Forderungen * - - - 92.602 92.602 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * - - - 688.473 688.473 -
Finanzielle Verbindlichkeiten (46.674) - (532.925) 3.184.434) (3.764.034) (1.398.579)
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) - - (12.056) - (12.056) -
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) (1.549) - - - (1.549) -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - (99.824) (99.824) -
Anleihen und Schuldverschreibungen - - - (1.463.286) (1.463.286) (1.398.579)
Leasingverbindlichkeiten * - - (520.869) - (520.869) -
Kaufpreisverbindlichkeiten * (45.125) - - (17.460) (62.585) -
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * - - - (386.689) (386.689) -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * - - - (1.217.175) (1.217.175) -
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30.06.2023
in Tsd. € Beizulegender Zeitwert
Kategorie Level 2 Level 3 Total
Finanzielle Vermögenswerte 68.266 21.364 227.801
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 18.602 - 18.602
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) 26.881 - 26.881
Eigenkapitalinstrumente 62 21.364 38.027
Wertpapiere und Schuldinstrumente - - 121.570
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * 22.720 - 22.720
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen und Ähnlichem * - - -
Übrige finanzielle Forderungen * - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten (113.429) (45.125) (1.557.133)
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) (12.056) - (12.056)
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) (1.549) - (1.549)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (99.824) - (99.824)
Anleihen und Schuldverschreibungen - - (1.398.579)
Leasingverbindlichkeiten * - - -
Kaufpreisverbindlichkeiten * - (45.125) (45.125)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * - - -

* ohne Angabe zum beizulegenden Zeitwert aufgrund der Tatsache, dass der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht

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31.12.2022
in Tsd. € Buchwert Beizulegender Zeitwert
Kategorie FVTPL FVOCI Sonstiges Zu fortgeführten Anschaffungskosten Total Level 1
Finanzielle Vermögenswerte 119.188 38.385 6.660 2.747.597 2.911.830 104.169
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) - - 6.660 - 6.660 -
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) 14.957 - - - 14.957 -
Eigenkapitalinstrumente 2.311 21.364 - - 23.675 2.249
Wertpapiere und Schuldinstrumente 101.920 - - - 101.920 101.920
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * - 17.021 - 1.326.284 1.343.305 -
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen * - - - 29.605 29.605 -
Übrige finanzielle Forderungen * - - - 49.121 49.121 -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * - - - 1.342.587 1.342.587 -
Finanzielle Verbindlichkeiten (46.316) - (544.392) (3.301.303) (3.892.011) (1.396.471)
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) - - (34.750) - (34.750) -
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) (1.537) - - - (1.537) -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - - (205.893) (205.893) -
Anleihen und Schuldverschreibungen - - - (1.455.523) (1.455.523) (1.396.471)
Leasingverbindlichkeiten * - - (509.642) - (509.642) -
Kaufpreisverbindlichkeiten * (44.778) - - (41.653) (86.432) -
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * - - - (384.279) (384.279) -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * - - - (1.213.954) (1.213.954) -
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31.12.2022
in Tsd. € Beizulegender Zeitwert
Kategorie Level 2 Level 3 Total
Finanzielle Vermögenswerte 38.700 21.364 164.233
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) 6.660 - 6.660
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) 14.957 - 14.957
Eigenkapitalinstrumente 62 21.364 23.675
Wertpapiere und Schuldinstrumente - - 101.920
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * 17.021 - 17.021
Kaufpreisforderungen aus Grundstücksverkäufen * - - -
Übrige finanzielle Forderungen * - - -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente * - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten (242.119) (44.778) (1.683.368)
Derivative Finanzinstrumente (Hedge Accounting) (34.750) - (34.750)
Derivative Finanzinstrumente (Kein Hedge Accounting) (1.537) - (1.537)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (205.831) - (205.831)
Anleihen und Schuldverschreibungen - - (1.396.471)
Leasingverbindlichkeiten * - - -
Kaufpreisverbindlichkeiten * - (44.778) (44.778)
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten * - - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen * - - -

* ohne Angabe zum beizulegenden Zeitwert aufgrund der Tatsache, dass der Buchwert näherungsweise dem Fair Value entspricht

Forderungen, die zum FVOCI bewertet sind, betreffen Forderungen im Zusammenhang mit Factoring.

Bewertungstechniken zur Bestimmung des Fair Value

Der Marktwert von derivativen Finanzinstrumenten ist der Preis, zu dem eine Partei die Rechte und/​oder Pflichten von einer anderen Partei übernehmen würde. Die Marktwerte werden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und nach marktgängigen Bewertungsmethoden bewertet.

Devisentermingeschäfte und Zinssicherungskontrakte werden auf Basis von Referenzkursen unter Berücksichtigung der Termin-auf- und Terminabschläge bewertet. Es werden Nettobarwertberechnungen mittels Zinsstrukturkurven durchgeführt.

Rohstoffkontrakte werden anhand von Kursnotierungen an aktiven Börsen bewertet.

Optionen werden mittels anerkannter Modelle zur Optionspreisfindung (u. a. Black-Scholes) bewertet.

Darüber hinaus werden Kreditausfallrisiken bei der Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert berücksichtigt ("credit value adjustments"). Die Berechnungsgrundlage der Ausfallwahrscheinlichkeiten bilden Credit Default Swap Spreads je Kontrahent bzw. für die Gesellschaft.

Langfristige Forderungen/​Darlehen werden vom Konzern basierend auf Parametern wie Zinssätzen, bestimmten länderspezifischen Risikofaktoren, Kreditwürdigkeit der einzelnen Kunden und den Risikocharakteristika des finanzierten Projektes bewertet.

Die beizulegenden Zeitwerte der verzinslichen Darlehen des Konzerns werden mittels der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Dabei wird ein Abzinsungssatz zugrunde gelegt, der den Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraums widerspiegelt. Das eigene Nichterfüllungsrisiko wurde über den gesamten Zeitraum als gering eingestuft.

Weitere Informationen zu Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die der Kategorie Level 3 zugeordnet sind.

Da sich der Fair Value von Autobrains im Vergleich zum 31.12.2022 nicht verändert, wird für die Erläuterung des Berechnungsmodells und die Sensitivitätsanalyse auf den Konzernanhang Kapitel F.15.3. verwiesen.

Unter den gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeiten werden eine Earn-Out-Verbindlichkeit aus dem Kauf der Cojali S.L. sowie eine Call-Option auf Minderheitenanteile an der Cojali USA Inc. ausgewiesen. Die Call-Option gibt Knorr-Bremse die Möglichkeit, die verbleibenden Minderheitenanteile zu vertraglich definierten Bedingungen zu erwerben. Die Gesellschaft plant, diese Call-Option auszuüben. Der Ausweis erfolgt jeweils unter Level 3 der Fair Value Hierarchie. Verbindlichkeit sowie der vertraglich vereinbarte Kaufpreis für den Minderheitenanteil wurden mit marktüblichen, fristenkongruenten Zinssätzen abgezinst.

Wesentliche Bewertungsparameter der Earn-Out-Verbindlichkeit sind der marktübliche, fristenkongruente Zinssatz sowie die bewertungsrelevanten Ergebnisse vor Steuern und Zinsen (EBIT). Sollte sich der Zinssatz um 1 %-Punkt erhöhen bzw. verringern würde sich der Wert der bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeit um € 907 Tsd. verringern bzw. € 944 Tsd. erhöhen. Der EBIT Bewertungsparameter bezieht sich sowohl auf das jährlichen EBIT bis einschließlich 2026 sowie auf das in diesem Zeitraum erwirtschafte kumulierte EBIT. Dabei gilt das jährliche bewertungsrelevante EBIT als erreicht, wenn ein vereinbartes Ziel-EBIT überschritten ist. Das kumulierte EBIT wird bis zu einem vertraglich bestimmten maximalen EBIT vergütet, darüberhinausgehende Ergebnisse finden keine weitere Berücksichtigung bei der Kaufpreisfindung.

Eine Erhöhung des jährlichen EBIT bis 2026 um jeweils 10%-Punkte pro Jahr führt zu einer Erhöhung der bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeit von € 1.174 Tsd., eine Verringerung des jährlichen EBIT bis 2026 um jeweils 10%-Punkte pro Jahr führt zu einer Verringerung der bilanzierten Kaufpreisverbindlichkeit von € 1.597 Tsd.

Der wesentliche Bewertungsparameter der Call-Option auf Minderheitenanteile ist der marktübliche, fristenkongruente Zinssatz. Sollte sich dieser Zinssatz um 1 %-Punkt erhöhen bzw. verringern, so verringert sich die Verbindlichkeit aus der Call-Option um € 73 Tsd. bzw. erhöht sich um € 75 Tsd.

Umgruppierungen zwischen den Hierarchiestufen

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 wurden keine Reklassifizierungen zwischen den einzelnen Hierarchiestufen vorgenommen.

10. Kapitalflussrechnung

Insgesamt kam es im ersten Halbjahr 2023 zu einem Gesamtmittelabfluss in Höhe von € 492.111 Tsd., der damit um € 223.652 Tsd. unter dem Gesamtmittelabfluss des ersten Halbjahres 2022 (€ 715.763 Tsd.) lag. Zu diesem verringerten Mittelabfluss trugen im Wesentlichen die Verbesserung des Mittelabflusses aus der laufenden Geschäftstätigkeit von € 121.197 Tsd. sowie die Verbesserung des Mittelabflusses aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 121.020 Tsd. bei.

Dem Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2022 von € 152.905 Tsd. steht im ersten Halbjahr 2023 ein Mittelabfluss von € 31.708 Tsd. gegenüber. Die Verbesserung des Mittelabflusses von € 121.197 Tsd. gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 resultiert im Wesentlichen aus dem um € 23.557 Tsd. verbesserten Periodenergebnis sowie aus dem verminderten Anstieg des Net Working Capital im ersten Halbjahr 2023.

Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit wirkte sich im ersten Halbjahr 2023 neben den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie in Sachanlagen insbesondere der Mittelzu- bzw. abfluss für Investitionen in Finanzanlagen, im Wesentlichen für Verkäufe und Erwerbe im Rahmen des Spezialfonds sowie in Höhe von € 2.747 Tsd. für eine Kapitalerhöhung bei der als at-Equity-Beteiligung bilanzierten Rail Vision Ltd., Raanana/​Israel aus. Darüber hinaus flossen € 23.256 Tsd. als Kaufpreisnachzahlung für die Coljali-Gruppe. Im Rahmen der Kaufpreisanpassung beim Erwerb der DSB Component Workshops erhielt Knorr-Bremse eine Kaufpreisrückzahlung in Höhe von € 7.074 Tsd.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € 280.657 Tsd. ist insbesondere durch die Auszahlung der Dividende in Höhe von € 233.740 Tsd. sowie mit € 34.501 Tsd. durch die Tilgung der bestehenden Leasingverbindlichkeiten geprägt.

Von den € 690.207 Tsd. des Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2023 unterliegen € 21.349 Tsd. Verfügungsbeschränkungen aufgrund der gegenüber Russland bestehenden EU-Sanktionen.

11. Ereignisse nach dem Berichtsstichtag

Die Verkaufsvereinbarung für die, der Division für Schienenfahrzeuge zugeordneten, Gesellschaften der Kiepe-Gruppe wurde am 25. /​ 26. Juli 2023 unterzeichnet. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf das Kapitel 3. "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden".

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, liegen nicht vor.

12. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

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in Tsd. € Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
30.06.2023
Miet- und Leasingverpflichtungen 4.801 18.255 19.082 42.139
Investitionsprojekte 40.515 8.800 - 49.315
Großreparaturen/​Wartungsarbeiten 9.073 6.519 - 15.592
Sonstige Verpflichtungen 93.469 69.889 30.761 194.119
147.858 103.463 49.843 301.164
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31.12.2022
Miet- und Leasingverpflichtungen 4.485 18.563 21.085 44.133
Investitionsprojekte 43.576 2.412 - 45.988
Großreparaturen/​Wartungsarbeiten 9.861 6.483 41 16.385
Sonstige Verpflichtungen 78.966 75.927 34.194 189.088
136.889 103.385 55.320 295.594

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

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in Tsd. € 30.06.2023 31.12.2022
Bürgschaften 17.887 21.398
Garantien 404 189
Sonstige 1.369 1.212
19.661 22.799

Die künftigen Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren zum einen aus bereits geschlossenen Mietverträgen, deren Laufzeit erst nach den Berichtsstichtagen beginnt und ab dem Zeitpunkt gemäß IFRS 16 bilanziert werden, sowie aus kurzfristigen und geringwertigen Miet- und Leasingverträgen, die aufgrund der Vereinfachungsvorschrift IFRS 16.5 nicht bilanziert werden.

Die Verpflichtungen für Investitionsprojekte beinhalten vor allem laufende Bauprojekte, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Produktionsanlagen und -equipment.

Die Verpflichtungen für Großreparaturen und Wartungsarbeiten enthalten vor allem Verpflichtungen im Zusammenhang mit Gebäudesanierungen und Instandhaltungen am Standort München.

Des Weiteren sind in den sonstigen Verpflichtungen laufende Bestellungen sowie Abnahmeverpflichtungen für Gebäudenebenkosten und Lizenzverpflichtungen enthalten. Der Anstieg der sonstigen Verpflichtungen resultiert insbesondere aus abgeschlossenen Verträgen zum Bezug von logistischen Service-Dienstleistungen.

Die Eventualverbindlichkeiten der Gesellschaft weisen Bürgschaften und Garantien auf. Es wurden Bürgschaften für ausstehende Bankschuldverschreibungen, Leistungsgarantien für Banken sowie eine Mietbürgschaft für Betriebs-/​Fabrikgebäude vergeben.

Garantien bestehen in Form von Performance Garantien für ehemalige Konzernunternehmen. Unter den sonstigen Eventualverbindlichkeiten sind noch nicht verlässlich schätzbare Lizenzzahlungen ausgewiesen.

13. Beziehungen zu nahestehenden Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche oder juristische Personen, die von der Knorr-Bremse AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die Knorr-Bremse AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der Knorr-Bremse AG stehen. Transaktionen mit nahestehenden natürlichen oder juristischen Personen erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

Wesentliche Veränderungen gegenüber den im Konzernabschluss 2022 offen gelegten Informationen haben sich mit Ausnahme der im Folgenden dargestellten Ereignisse nicht ergeben.

Errichtung der Heinz Hermann Thiele Familienstiftung

Ausweislich der von ihr am 11. April 2023 veröffentlichten Pressemitteilung hat die Heinz Hermann Thiele Familienstiftung nach ihrer Anerkennung am 6. April 2023 die Arbeit aufgenommen. Zum Vermögen der Familienstiftung wird unter anderem die mittelbare Beteiligung des verstorbenen Heinz Hermann Thiele an Knorr-Bremse gehören. Die operative Leitung der Stiftung liegt ausweislich der Pressemitteilung bei einem dreiköpfigen Vorstand, beraten und überwacht von einem Stiftungsrat. Sitz der Stiftung ist Grünwald bei München.

Am 11. April 2023 hat die Gesellschaft von der Heinz Hermann Thiele Familienstiftung eine Mitteilung nach § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG über einen Anspruch aus Vermächtnis betreffend 58,99% der Anteile an der Knorr-Bremse erhalten. Die Erfüllung des Vermächtnisanspruchs steht nach den der Gesellschaft vorliegenden Informationen noch aus.

Änderungen im Aufsichtsrat

Herr Erich Starkl hat sein Mandat als Aufsichtsrat der Knorr-Bremse AG zum 30. Juni 2023 niederlegt und ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Mit Beschluss des Amtsgerichts München vom 3. Juli 2023 wurde Herr Wolfgang Nirschl als neues Mitglied des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG bestellt.

14. Rechtliche Risiken

Klage der Ruhrbahn GmbH

Mit Schreiben vom 11. Februar 2022 hat die Ruhrbahn GmbH das Konsortium Kiepe/​Heiterblick zur Zahlung von Schadensersatz in Höhe von € 8.991 Tsd. in Anspruch genommen. Die Ruhrbahn stützt ihren Anspruch auf die angebliche Verletzung von Rücksichtnahmepflichten im Zusammenhang mit der Zurücknahme eines Rechtsmittelverfahrens zu einem Vergabeverfahren aus dem Jahr 2020. Nach der außergerichtlichen Zurückweisung des Anspruchs durch das Konsortium hat die Ruhrbahn GmbH am 25. März 2022 Klage über € 9.080 Tsd. gegen das Konsortium sowie die Konsorten vor dem Landgericht Essen eingereicht. Das Konsortium verteidigt sich im Rahmen des Verfahrens gegen den Anspruch, den es für unbegründet hält.

Verfahren der indischen Wettbewerbsbehörde

Am 19. Juni 2023 hat die indische Kartellbehörde ein Auskunftsersuchen an die Konzerngesellschaft Knorr-Bremse India Rail (KBI) gerichtet und um Informationen zur Teilnahme der KBI an verschiedenen Ausschreibungen für Bremsscheiben in Indien gebeten. Die Behörde prüft, ob es bei diesen Ausschreibungen zu wettbewerbsbeschränkenden Absprachen gekommen ist. Da sich das Verfahren noch in einem frühen Stadium befindet, kann derzeit keine verlässliche Aussage dazu getroffen werden, ob der Verdacht begründet ist und welche Folgen ein nachteiliger Ausgang des Verfahren nach sich ziehen könnte.

Weitere rechtliche Risiken

Zu allen anderen im Konzernanhang 2022 unter Kapitel H.9. beschriebenen rechtlichen Risiken haben sich keine neuen Erkenntnisse bzw. Einschätzungen bis zum 30. Juni 2023 ergeben.

15. Segmentberichterstattung

INFORMATIONEN ÜBER DIE BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTE

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in Tsd. € Systeme für Schienenfahrzeuge Systeme für Nutzfahrzeuge Übrige Segmente und Konsolidierung Konzern
30.06.2023
Externe Umsatzerlöse 1.813.167 2.104.446 (159) 3.917.454
Umsätze zwischen den Segmenten 304 658 (962) -
Segmentumsatzerlöse 1.813.471 2.105.104 (1.121) 3.917.454
EBITDA 328.457 263.850 (16.391) 575.917
Abschreibungen (77.403) (84.750) (14.487) (176.640)
EBIT 251.054 179.100 (30.878) 399.277
Zinserträge 7.748 5.257 1.846 14.851
Zinsaufwendungen (31.650) (18.644) 8.549 (41.745)
Sonstiges Finanzergebnis (8.867) 10.628 2.625 4.386
davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (9.854) 2.486 (316) (7.684)
EBT 218.285 176.341 (17.857) 376.769
Net Working Capital 1.043.410 518.680 (1.309) 1.560.781
30.06.2022
Externe Umsatzerlöse 1.597.595 1.810.092 (1.661) 3.406.026
Umsätze zwischen den Segmenten 451 (1.074) 622 -
Segmentumsatzerlöse 1.598.046 1.809.018 (1.039) 3.406.026
EBITDA 283.943 220.907 (15.853) 488.997
Abschreibungen (65.218) (70.356) (10.247) (145.821)
EBIT 218.725 150.551 (26.100) 343.176
Zinserträge 5.705 2.673 14.202 22.581
Zinsaufwendungen (11.336) (7.780) (1.956) (21.072)
Sonstiges Finanzergebnis (5.803) (10.046) 6.696 (9.153)
davon: Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (5.242) 80 (0) (5.162)
EBT 207.291 135.399 (7.158) 335.531
Net Working Capital * 860.969 523.566 (4.003) 1.380.532

* Das vergleichbare Net Working Capital unter Berücksichtigung von Zahlungswechseln beträgt € 844.908 Tsd. (Rail) bzw. € 507.325 Tsd. (Truck).

Geographische Informationen

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns unterschieden nach Sitzland des Konzernunternehmens.

UMSATZERLÖSE NACH REGIONEN

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in Tsd. € 1. Halbjahr 2023 1. Halbjahr 2022
Europa/​Afrika 1.942.252 1.668.750
Nordamerika 1.000.900 838.626
Südamerika 71.694 72.213
Asien-Pazifik 902.608 826.437
3.917.454 3.406.026

München, 9. August 2023

Knorr-Bremse AG

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Der Vorstand
MARC LLISTOSELLA FRANK MARKUS WEBER DR. CLAUDIA MAYFELD BERND SPIES DR. JÜRGEN WILDER

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, 9. August 2023

Knorr-Bremse AG

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Der Vorstand
MARC LLISTOSELLA FRANK MARKUS WEBER DR. CLAUDIA MAYFELD BERND SPIES DR. JÜRGEN WILDER

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie ausgewählten, erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der Knorr-Bremse Aktiengesellschaft, München, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

München, den 9. August 2023

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Becker Mokler
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer