Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

1. Geschäftsmodell

Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft (im Folgenden „MINERVA“ genannt) ist als Traditionsunternehmen seit dem Jahr 1959 ausschließlich im Geschäftsfeld Transportversicherung als Erstversicherer tätig. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt in der Beteiligung an Policen inländischer Kaskoversicherungen für See- und Binnenschiffe. Anbieter sind grundsätzlich spezialisierte Vermittler mit hoher Sachkompetenz in der Transportversicherung. Über die Zeichnungswürdigkeit von angebotenen Risiken entscheidet der Vorstand insbesondere anhand offerierter Konditionen und des historischen Schadenverlaufs. Der Vorstand ist ebenfalls in das Risiko- und Kapitalanlagenmanagement eingebunden. Als Ziel wird ein positives versicherungstechnisches Ergebnis und Kapitalergebnis angestrebt.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Mit dem leichten Wachstum des Welthandels nahm auch in 2024 der Weltseeverkehr zu. Dabei standen dem internationalen Seehandel zum Teil erhebliche Herausforderungen gegenüber. Geopolitische und handelspolitische Spannungen belasteten den Seeschiffsverkehr ebenso wie die rebellischen Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer, die zwangsläufig zu verlängerten Schifffahrtsrouten auf sicheren Seewegen führten.

Die internationale Seekasko-Versicherung verzeichnete in 2024 ein recht moderates Schadenumfeld. Trotz einiger Großbrände hatten keine größeren Wetterereignisse oder Schiffsunfälle zu einer außergewöhnlichen Belastung der Sparte geführt. Allerdings blieben die Schiffsreparaturkosten trotz sinkender Inflationsrate auf hohem Niveau. (International Union of Marine Insurance (IUMI): IUMI ́s 2024 analysis of the global marine insurance market).

Auskömmliche Prämienraten ließen sich am Markt nicht durchsetzen, was wiederum zu einem erhöhten Druck auf die versicherungstechnischen Ergebnisse führte.

Aufgrund anhaltender geopolitischer Konflikte, vor allem der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, schwächte sich das globale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,9 % im Jahr 2023 auf 2,7 % im Jahr 2024 weiter ab. Dabei blieb das BIP-Wachstum in den Industrieländern bei 1,8 %, wobei sich der Euroraum leicht auf 0,5% erholen konnte. Deutschlands BIP ging um 0,2 % zurück.

Vorwiegend in Europa bewirkte die Verunsicherung über das volatile politische Umfeld eine anhaltende Zurückhaltung bei Investoren und Konsumenten. Die im historischen Vergleich immer noch hohen Energiekosten, der Investitionsrückstand und die ungünstige demografische Entwicklung schwächten die Wettbewerbsfähigkeit Europas und Deutschlands strukturell.

Viele Aktienindizes erreichten im Jahresverlauf neue Allzeithöchststände. So übersprang der Index der größten deutschen Aktiengesellschaften DAX im Dezember erstmals die Marke von 20.000 Punkten und beendete das Jahr mit einem Kursplus von knapp 19% bei 19.909 Punkten. Allerdings verzeichnete der MDAX, welcher den industrie- und exportlastigen Mittelstand repräsentiert, ein Minus von 5,7%.

Die EZB hat den Zinssatz für das Hauptrefinanzierungsgeschäft dieses Jahr in vier Schritten von 4,25% auf 3,15% reduziert, die US-Notenbank den Leitzins in drei Schritten von 5,5% auf 4,5%. Die geldpolitischen Entscheidungen wirkten sich allerdings vor allem auf die kürzeren Laufzeiten aus, die im Jahresverlauf sinkende Zinssätze verzeichneten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verlief recht volatil zwischen 1,9% und über 2,7% und betrug am Jahresende 2,4%.

3. Geschäftsverlauf der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft

3.1 Transportversicherung / Ertragslage

Seit dem 01.01.2023 liegt der Schwerpunkt unserer Zeichnungspolitik auf einer höheren Risikostreuung und einer Rückzeichnung großer Anteile. Dadurch verminderten sich erwartungsgemäß auch im Geschäftsjahr 2024 die Bruttobeitragseinnahmen auf 1.760 (1.802) TEUR, während die Einnahmen für eigene Rechnung erfreulicherweise um 31% auf 1.279 (975) TEUR stiegen.

Unsere Schadenaufwendungen sanken brutto zwar um 33,8% auf 1.576 (2.380) TEUR, erhöhten sich für eigene Rechnung aber leicht um 1,9% auf 1.075 (1.055) TEUR. Die Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle verminderte sich um 7% auf 2.488 (2.674) TEUR. Insgesamt erhöhten sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung auf 1.464 (611) TEUR und führten somit zu einem Rückgang des versicherungstechnischen Ergebnisses.

Die Brutto-Schadenquote, d.h. die Aufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis zu den verdienten Brutto-Beiträgen, verbesserte sich im Geschäftsjahr auf 89,5% (132,1%). Für eigene Rechnung betrug die Schadenquote des Geschäftsjahres 84,0% (108,1%).

Im Vergleich zum Vorjahr wurde die MINERVA von weniger Großschäden betroffen. Hingegen stieg die Anzahl an kleinen und mittleren Schäden.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb bezogen auf die Bruttobeiträge betrugen 18% (15%) und stiegen damit gegenüber dem Vorjahr. Für eigene Rechnung lagen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb bei 24,6% (23,2%). Die kombinierte Schaden-/ Kostenquote betrug 109% (131%).

Versicherungstechnisches Ergebnis

Unsere versicherungstechnische Rechnung schloss im Berichtsjahr mit einem Defizit von 499,6 TEUR. (Überschuss 138 TEUR) ab. Nach Entnahme der Schwankungsrückstellung in Höhe von 327,8 TEUR (Zuführung 256 TEUR) betrug das versicherungstechnische Defizit für eigene Rechnung 171,8 (118) TEUR.

Geschäftsergebnis

Die Erträge aus Kapitalanlagen blieben konstant 175 (175) TEUR. Den Gewinnen aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 342 (570) TEUR standen Abschreibungen und Verluste von 67 (60) TEUR gegenüber. Die Erträge aus Zuschreibungen beliefen sich auf 36 (26) TEUR. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen betrug im Berichtsjahr 482 (706) TEUR. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen beläuft sich auf 3,7%.

Die sonstigen Aufwendungen reduzierten sich von 176 TEUR auf 175 TEUR.

Unser Jahresüberschuss lag bei 126 (425) TEUR. Nach einem Gewinnvortrag aus dem Jahr 2023 von 135 TEUR schloss das Geschäftsjahr mit einem Bilanzgewinn von 261 (435) TEUR ab.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Änderung der Rückversicherungsstruktur führte zu einem Rückgang bei den Brutto-Prämieneinahmen, wobei die Höhe der Netto-Prämieneinnahmen anstieg und sich die Netto-Schadenaufwendungen wie im Vorjahr verhielten. Die Brutto-Schadenaufwendungen sowie der Anteil der Rückversicherer gingen aufgrund der veränderten Rückversicherungsstruktur deutlich zurück.

Der Buchwert der Kapitalanlagen sank gegenüber dem Vorjahr auf 4.739 (4.844) TEUR. Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen sanken auf 977 (1.282) TEUR. Gemessen am Buchwert unseres gesamten Anlagebestands entspricht dies einem Anteil von 20,6% (26,5%). Aktien, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip gem. § 341 Abs. 2 HGB bewertet.

Unsere Kapitalanlagen setzen sich insbesondere aus Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und Geldmarktfonds zusammen. Wertpapiere aus ABS, CDO und MBS-Transaktionen sowie sonstige Kreditstrukturen zählen nicht zu unserem Portfolio.

Auf der Aktivseite stiegen insbesondere die liquiden Mittel von 266 TEUR auf 583 TEUR.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich auf: 201 TEUR

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Einzahlungen aus Abgängen von Kapitalanlagen sowie Investitionen in Kapitalanlagen) betrug: 416 TEUR

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Ausschüttung an die Aktionäre) betrug: -300 TEUR

Auf der Passivseite stiegen die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft von 27 TEUR auf 217 TEUR.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen für eigene Rechnung erhöhen sich von insgesamt 1.765 TEUR auf 1.826 TEUR. Die Netto-Rückstellung stieg von 1.403 TEUR auf 1.792 TEUR, da aufgrund der Nullstellung die nicht verbrauchte Prämie in Höhe von 389 TEUR zugeführt wurde. Die Schwankungsrückstellung verminderte sich von 362 TEUR auf 34 TEUR.

Die Bilanzsumme stieg (infolge der genannten Effekte) von insgesamt 5.378 TEUR auf 5.422 TEUR. Unser Eigenkapital betrug einschließlich Bilanzgewinn 3.261 (3.435) TEUR und entsprach 255% (352,1%) der gebuchten Nettobeitragseinnahmen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 60,2% (63,9%).

Das Geschäftsjahr 2024 wurde einerseits durch das verminderte versicherungstechnische Ergebnis geprägt, und auf der anderen Seite wurden trotz der positiven Börsenentwicklung weniger Kursgewinne realisiert, was maßgeblich zum Geschäftsergebnis beigetragen hat. Insgesamt bewerten wir die Geschäftsentwicklung als noch nicht zufriedenstellend.

4. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die vertriebs- und teilweise verwaltungsmäßige Abwicklung der Geschäfte ist vertraglich der Firma Drewes & Runge GmbH & Co. KG übertragen. Diese erhielt für ihre Bearbeitung eine angemessene Vergütung.

Die Firma Carl Drewes & Focke KG hat angezeigt, dass sie mehrheitlich am Kapital unserer Gesellschaft beteiligt ist. Im Hinblick hierauf hat der Vorstand einen Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz (Beziehungen zu verbundenen Unternehmen) erstellt, in welchem die Tätigkeit des verbundenen Unternehmens Drewes & Runge GmbH & Co. KG für die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft geschildert wird. Der Bericht enthält zum Schluss folgende Erklärung: „Nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in welchem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, hat die Gesellschaft eine angemessene Gegenleistung erhalten.“

Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk zum Abhängigkeitsbericht wurde erteilt.

5. Sonstige Angaben

Unsere Gesellschaft ist Mitglied folgender Verbände:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), Berlin

Verein Hanseatischer Transportversicherer e. V. (VHT), Bremen/Hamburg

6. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagement

Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft setzt die seit dem 1. April 2020 geltenden Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation (MaGo) für kleine Versicherungsunternehmen um. Dabei ist das Risikomanagement als ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie eingebettet. Unser Risikomanagement-System verbindet die Einzelrisiken der jeweiligen Geschäftsabläufe zu einer ganzheitlichen Dokumentation und Auswertung. Wesentliche Risiken werden in unserem internen Kontrollsystem erfasst und regelmäßig überprüft. Hierdurch erkennen wir frühzeitig mögliche Abweichungen, um bewusst geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Firma Drewes & Runge GmbH & Co. KG ist in den Risikomanagementprozess der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft eingebunden. Der Vorstand der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement, die Implementierung von Kontrollmaßnahmen und deren Überwachung. Als weitere Kontrollorgane wirken der Aufsichtsrat sowie, im Rahmen des Jahresabschlusses, auch der Wirtschaftsprüfer.

Risikobericht

Als Risiken sehen wir alle Ereignisse und mögliche Entwicklungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele und im Extremfall auf den Fortbestand des Unternehmens auswirken können.

Unser Risikomanagement als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung und Unternehmensstrategie konzentriert sich im Wesentlichen auf folgende Risiken:

Das Versicherungstechnische Risiko, bei dem unerwartet hohe Schadenzahlungen zu einem finanziellen Verlust führen können. Dieses Risiko begrenzen wir durch unsere selektive und ertragsorientierte Zeichnungspolitik sowie durch einen angemessenen Rückversicherungsschutz.

Als Aktienrisiko bezeichnen wir das Risiko von Verlusten aus nachhaltigen Kursrückgängen von Aktien, die sich negativ auf unseren Aktienbestand auswirken und die Mindestkapitalanforderungen gefährden. Im Rahmen unserer Anlagerichtlinien begegnen wir diesen Risiken durch eine breite Streuung unserer Kapitalanlagen und eine laufende Überwachung der Wertpapierkurse.

Beim Zinsänderungsrisiko handelt es sich um ein Risiko für unsere festverzinslichen Kapitalanlagen. Ein Rückgang der Zinsen kann dazu führen, dass bei Neuanlagen (Wiederanlagenrisiko) in Niedrigzinsphasen unsere Zinserträge geringer ausfallen. Hingegen hat ein Zinsanstieg zur Folge, dass die Marktwerte zurückgehen. Dem Zinsänderungsrisiko begegnen wir durch den Kauf von Anleihen mit relativ kurzfristiger Restlaufzeit.

Unter Liquiditätsrisiken verstehen wir die Gefahr, unseren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit nachkommen zu können. Als Bestandteil unserer Anlagerichlinien sorgen wir dafür, dass zu jedem Zeitpunkt ausreichend Liquidität verfügbar ist.

Zum Berichtszeitpunkt sind mit Blick auf den definierten Risikohorizont und das gewählte Sicherheitsniveau keine Risiken erkennbar, die mit unserer Geschäftstätigkeit und unseren Geschäftsbeziehungen und Dienstleistungen verknüpft sind und unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinflussen oder den Fortbestand der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft gefährden. Die Gesellschaft weist weiterhin eine starke Kapitalausstattung auf und hält die regulatorischen Solvency-Kapitalanforderungen ein. Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Chancenbericht

Unsere Chancen für eine erfolgreiche wirtschaftliche Weiterentwicklung als Spezialversicherer von Seekasko-Risiken liegen in der Fortführung der selektiven und gewinnorientierten Zeichnungspolitik, einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte sowie steigenden Zinsen.

Unser Risikomanagement trägt durch gezieltes Abwägen von Risiken und Chancen zur Wertschöpfung des Unternehmens bei.

Ausblick

Wir werden unser Risikomanagement als ein wichtiges Element der Unternehmenssteuerung kontinuierlich weiterentwickeln und ausbauen, um auch künftigen Änderungen interner und externer Rahmenbedingungen, die Auswirkungen auf unsere Risikolage haben, mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen.

Unser Geschäft wollen wir weiterhin umweltverträglich, sozial verantwortlich und ökonomisch erfolgreich betreiben. Hier sehen wir uns auch in der Verantwortung der aktuellen und nachfolgenden Generationen.

7. Prognosebericht

Nachdem sich in 2024 die Nettobeitragseinnahmen deutlich höher als angenommen entwickelt haben, rechnen wir für das Geschäftsjahr 2025, trotz unserer restriktiven Zeichnungspolitik, mit einer geringen Steigerung der Nettobeitragseinnahmen um ca. 10% sowie einem Rückgang der Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung. Dies führt allerdings zu einer Erhöhung der Rückstellungen. Daher rechnen wir mit einem ausgeglichenen oder leicht negativen versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung.

Für das wirtschaftliche Umfeld haben wir, infolge der zollpolitischen Maßnahmen insbesondere der USA, eine zurückhaltende Entwicklung und eine leicht steigende Preissteigerungsrate unterstellt. Mit einer konjunkturellen Erholung rechnen wir erst im Folgejahr. Die Aktienmärkte bleiben weiterhin sehr volatil.

Wir erwarten nach unseren Erkenntnissen der aktuellen Wirtschaftslage dennoch ein positives Kapitalanlageergebnis. Der Jahresüberschuss wird sich daher voraussichtlich auf der Höhe des Berichtsjahres bewegen.

Gleichwohl ist diese Prognose mit hohen Unsicherheiten behaftet, die insbesondere von den Entwicklungen an den Kapital- und Finanzmärkten sowie möglichen konjunkturellen Einbrüchen herrühren. Auch können unvorhersehbare große Schadenereignisse unser prognostiziertes versicherungstechnisches Ergebnis negativ beeinflussen.

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024

Aktivseite

2024 2024 2023
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 6.942,64
B. Kapitalanlagen
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien 3.217.669,70 3.419.309,77
2. Festverzinsliche Wertpapiere 1.245.448,65 1.123.092,00
3. Einlagen bei Kreditinstituten 275.402,50 301.525,43
4.738.520,85 4.843.927,20
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an: Versicherungsvermittler 1.144,93 27.932,69
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 28.158,55 168.246,69
29.303,48 196.179,38
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen 1.312,69 1.576,94
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand 582.787,57 265.879,75
III. Andere Vermögensgegenstände 59.210,94 54.488,77
643.311,20 321.945,46
E. Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzte Zinsen 10.589,65 9.468,94
5.421.725,18 5.378.463,62

Passivseite

2024 2024 2024 2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 500.000,00 500.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 2.000.000,00 2.000.000,00
2.500.000,00 2.500.000,00
III. Bilanzgewinn 261.234,65 435.342,02
3.261.234,65 3.435.342,02
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 2.487.600,00 2.673.900,00
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 695.700,00 1.271.200,00
1.791.900,00 1.402.700,00
II. Schwankungsrückstellung 34.400,00 362.200,00
1.826.300,00 1.764.900,00
C. Andere Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 37.000,00 37.000,00
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsvermittlern 8.927,33 47.341,07
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 217.332,86 27.163,00
III. Sonstige Verbindlichkeiten 70.930,34 66.717,53
davon:
gegenüber verbundenen Unternehmen: € 8.096,03 (2.665,21)
aus Steuern: € 33.472,69 (35.839,41)
aus soz. Sicherheit: € 0,00 (0,00) 297.190,53 141.221,60
5.421.725,18 5.378.463,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis 31.Dezember 2024

2024 2024 2024 2023
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 1.760.286,84 1.802.356,12
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 481.401,27 826.856,43
1.278.885,57 1.278.885,57 975.499,69
2. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 1.575.644,86 2.380.274,53
bb) Anteil der Rückversicherer 500.993,35 1.325.748,52
1.074.651,51 1.054.526,01
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 186.300,00 1.832.300,00
bb) Anteil der Rückversicherer 575.500,00 1.388.800,00
- 389.200,00 443.500,00
1.463.851,51 611.026,01
3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen 318.329,12 270.957,51
b) davon ab: erhaltene Provisionen aus dem Rückversicherungsgeschäft 3.686,88 44.739,42
314.642,24 226.218,09
4. Zwischensumme - 499.608,18 138.255,59
5. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 327.800,00 - 256.200,00
6. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung - 171.808,18 - 117.944,41
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 174.890,35 175.231,49
b) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 342.273,79 569.829,42
c) Erträge aus Zuschreibungen 36.386,03 26.021,70
553.550,17 771.082,61
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen 4.308,62 5.030,16
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 65.674,60 58.696,87
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 1.773,25 1.477,01
71.756,47 65.204,04
481.793,70 705.878,57
3. Sonstige Erträge 0,00 25.471,85
4. Sonstige Aufwendungen 174.569,48 175.931,54
- 174.569,48 - 150.459,69
5. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 135.416,04 437.474,47
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.523,41 11.995,14
7. Jahresüberschuss 125.892,63 425.479,33
8. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 135.342,02 9.862,69
9. Bilanzgewinn 261.234,65 435.342,02

Anhang

1. Geschäftstätigkeit und Rechnungslegungsvorschriften

Die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Bremen, Herrlichkeit 6, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bremen unter HRB 4946.

Die Gesellschaft erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz, VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände (A) und Sachanlagen (D.I.) erfolgt mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige (lineare) Abschreibungen.

Die Bewertung der Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich gemäß § 341b Absatz 2 HGB in Verbindung mit § 253 HGB zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag (gemildertes Niederstwertprinzip). Aus unterschiedlichen Anschaffungskosten gleicher Wertpapiere ist ein Durchschnittsanschaffungswert gebildet worden.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen mussten nicht vorgenommen werden. Unter den anderen Vermögensgegenständen werden Steuererstattungsansprüche ausgewiesen. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft resultieren u. a. aus der Abrechnung des aktuellen vierten Quartals.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden nach den Erfordernissen des HGB und der RechVersV gebildet. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden gem. § 341 e Abs. 1 HGB nicht abgezinst.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und sonstigen Verpflichtungen und sind mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Jahresbilanz

Entwicklung der Aktivposten A., B. 1.-3. im Geschäftsjahr 2024

Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Abgänge
T€ T€ T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6,9 0,0 0,0
B. Kapitalanlagen
1. Aktien 3.419,3 86,7 258,0
2. Festverzinsliche Wertpapiere 1.123,1 403,3 282,1
3. Einlagen bei Kreditinstituten 301,5 225,7 251,8
4.843,9 715,8 791,9
Insgesamt 4.850,8 715,8 791,9
Zuschreibungen Abschreibungen Bilanzwerte Geschäftsjahr
T€ T€ T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,0 6,9 0,0
B. Kapitalanlagen
1. Aktien 31,9 62,3 3.217,7
2. Festverzinsliche Wertpapiere 4,5 3,3 1.245,4
3. Einlagen bei Kreditinstituten 0,0 0,0 275,4
36,4 65,7 4.738,5
Insgesamt 36,4 72,6 4.738,5

Zeitwert der sonstigen Kapitalanlagen gemäß §§ 54, 56 RechVersV

2024 2023
T€ T€
Zeitwert der Aktivposten B. 1. - 3. 5.715,7 6.126,2

Die Ermittlung erfolgt anhand der Börsenschlusskurse per 31. Dezember 2024. Der Zeitwert der Aktien beläuft sich auf 4.192 (4.699) TEUR, der Zeitwert der festverzinslichen Wertpapiere auf 1.248 (1.126) TEUR. Der Zeitwert der Einlagen bei Kreditinstituten entspricht dem Buchwert.

Restlaufzeiten der Forderungen

Sämtliche ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Eigenkapital (Passiva, Pos. A. I.-II.)

I. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital beträgt 500.000,00 Euro

Es ist eingeteilt in 80.000 Stückaktien. Aktienstücke wurden bisher nicht ausgegeben.

II.1. Gesetzliche Rücklage
Stand 1. Januar 2024 / 31. Dezember 2024 500.000,00 Euro
II.2. Andere Gewinnrücklagen
Stand 1. Januar 2024 / 31. Dezember 2024 2.000.000,00 Euro

Im Berichtszeitraum wurde eine Dividende in Höhe von 300.000 Euro ausgezahlt und der verbliebene Bilanzgewinn von 135.342,02 Euro auf neue Rechnung vorgetragen.

Versicherungstechnische Rückstellungen

In der Transportversicherung ist die Rückstellung für Beitragsüberträge, die aufgrund der Zah-lungsvereinbarungen nur in unwesentlichem Umfang anfallen, in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthalten.

I. Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Passiva, Pos. B. I.) 2024 2023
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 2.487.600,00 2.673.900,00
Gesamt 2.487.600,00 2.673.900,00

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind nach einem in der Transportversicherung zulässigen Pauschalverfahren (§ 27 RechVersV) ermittelt worden, wobei hinsichtlich einiger Großschäden auch Einzelreservierungen stattgefunden haben. Nach dem Berechnungssystem der sog. Nullstellung wird für das Berichtsjahr die gesamte für das Zeichnungsjahr 2024 im Geschäftsjahr 2024 bezogene Nettoprämie nach Abzug der für das Zeichnungsjahr 2024 bezahlten Schäden in die Schadenreserve eingestellt. Für Vorjahre erfolgt die Schadenreservierung mit aus Erfahrungswerten der Vergangenheit abgeleiteten und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Prozentsätzen der für die jeweiligen Zeichnungsjahre bezogenen kumulierten Nettoprämien. Eine eigenständige Rückstellung für Spätschäden wird aufgrund der beschriebenen Methodik nicht gebildet.

Die Anteile der Rückversicherer an diesen Rückstellungen sind den Rückversicherungsvereinbarungen entsprechend ermittelt worden.

II. Schwankungsrückstellung des Transportgeschäfts (Passiva, Pos. B. II.) 2024 2023
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 34.400,00 362.200,00
Gesamt 34.400,00 362.200,00

Die Vorschriften zur Bildung von Schwankungsrückstellungen (Anlage zur Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen - RechVersV - vom 8. November 1994 - in der Fassung vom 17. Juli 2015) wurden beachtet. Im Berichtsjahr ist eine Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 327,8 TEUR erfolgt.

Andere Rückstellungen (Passiva, Pos. C. I.-II.) 2024 2023
Sonstige Rückstellungen 37.000,00 37.000,00
Gesamt 37.000,00 37.000,00

Die anderen Rückstellungen beinhalten Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses sowie der betrieblichen Steuererklärungen. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung wurde im Berichtsjahr in voller Höhe in Anspruch genommen.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Sämtliche anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. Geschäftsverlauf im versicherungstechnischen Geschäft

I.1. Gebuchte Bruttobeiträge 2024 2023
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 1.760.286,84 1.802.356,12
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.760.286,84 1.802.356,12
I.1. Verdiente Bruttobeiträge
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 1.760.286,84 1.802.356,12
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.760.286,84 1.802.356,12
I.1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 1.278.885,57 975.499,69
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.278.885,57 975.499,69
I.2. Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport 1.575.644,86 2.380.274,53
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 1.575.644,86 2.380.274,53
I.3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
für eigene Rechnung
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport
1) Courtagen 230.314,78 180.839,70
2) Verwaltungskosten 88.014,34 90.117,81
Gesamt 318.329,12 270.957,51
davon ab:
erhaltene Provisionen aus dem 3.686,88 44.739,42
Rückversicherungsgeschäft
Gesamt 3.686,88 44.739,42
Gesamtes Versicherungsgeschäft: 314.642,24 226.218,09
I.6. Versicherungstechnische Ergebnisse für eigene Rechnung 2024 2023
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft:
Transport -171.808,18 -117.944,41
Gesamtes Versicherungsgeschäft: -171.808,18 -117.944,41
Rückversicherungssaldo
Verdiente Beiträge des Rückversicherers -481.401,27 - 826.856,43
Anteile des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen
für Versicherungsfälle
500.993,35 1.325.748,52
Veränderung der Rückstellungen für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
-575.500,00 -1.388.800,00
Gesamtes Versicherungsgeschäft:*) -555.907,92 -889.907,91

*) - = zugunsten des Rückversicherers

Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den verdienten Beiträgen des Rückversicherers, den Anteilen des Rückversicherers an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und der Veränderung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle.

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

Die Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrug im Berichtsjahr 318 (265).

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personal-Aufwendungen 2024 2023
Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 88.014,34 90.117,81
Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 0,00 0,00
Löhne und Gehälter 50.884,12 52.050,42
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 11.549,96 12.331,20
Aufwendungen für Altersversorgung 0,00 0,00
Aufwendungen insgesamt 150.448,42 154.499,43

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten neben den Personalkosten überwiegend Verwaltungs-kosten, Aufsichtsratsbezüge und Beiträge.

II. Geschäftsverlauf im nichtversicherungstechnischen Geschäft

Die Zins- und Dividendenerträge aus Kapitalanlagen blieben fast unverändert 175 (175) TEUR, während die Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren auf 342 (570) TEUR sanken.

Die Erträge aus Zuschreibungen betrugen 36 (26) TEUR. Die Aufwendungen für Kapitalanlagen stiegen auf 72 (65) TEUR.

Hiervon betrug der Anteil der außerplanmäßigen Abschreibungen 66 (59) TEUR.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Im Zusammenhang mit zwei Versicherungsfällen in 2021 und 2024 haben wir als beteiligter Versicherer Garantien in Höhe von 353 TEUR abgegeben. Der über den Eigenanteil der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft hinausgehende Betrag ist durch den Rückversicherungsvertrag in Höhe von 218 TEUR gedeckt. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir unverändert als sehr gering ein.

Anzahl der Mitarbeiter

Unsere Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 1 (1,2) Mitarbeiterin.

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Beschlussfassung über die Vergütung des Aufsichtsrats obliegt gemäß § 10 unserer Satzung der Hauptversammlung. Für das Jahr 2024 haben wir hierfür einen Betrag von 22.500,00 (22.500,00) Euro vorgesehen. Der Vorstand hatte keine Bezüge.

Forderungen aus der Gewährung von Krediten an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, die nach § 89 und § 115 des Aktiengesetzes nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Aufsichtsrats gewährt werden dürfen sowie Forderungen gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht vorhanden.

Organe der Gesellschaft

Dies sind die hinsichtlich der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands gemäß § 285 Satz 1 Nr. 10 HGB erforderlichen Angaben:

Aufsichtsrat Jürgen Bentlage, Vorsitzender
ehem. Vorstandsmitglied der Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Bremen und Hamburg
Sven-Michael Edye, stellvertretender Vorsitzender
persönlich haftender Gesellschafter der Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg
Carl-Ulfert Stegmann
Alleinvorstand der AG Reederei Norden-Frisia, Norden
Vorstand Robert Mahn, Kaufmann, Bremen
Max F. Stegemann, Kaufmann, Bremen

Beteiligungen

Die Firma Carl Drewes & Focke KG hat angezeigt, dass sie mehrheitlich am Kapital unseres Unternehmens beteiligt ist.

Honorare des Abschlussprüfers

Das zu erwartende Honorar des Abschlussprüfers ist in den sonstigen Rückstellungen in Höhe von ca. 24.200,00 EUR enthalten und betrifft ausschließlich Prüfungsleistungen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Nach dem Bilanzstichtag und vor Genehmigung des Jahresabschlusses traten keine Ereignisse auf, die materielle Auswirkungen auf die Ergebnisse der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft haben könnten.

7. Vorschlag zur Gewinnverwendung

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, über die Verwendung des Gewinns wie folgt zu beschließen:

1. Ausschüttung an die Aktionäre 250.000,00 Euro
2. Vortrag auf neue Rechnung 11.234,65 Euro
261.234,65 Euro

 

Bremen, 28. April 2025

DER VORSTAND

Mahn Stegemann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden: „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Bewertung der Kapitalanlagen

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Sachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

Sachverhalt und Problemstellung

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Sachverhalt und Problemstellung

Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten „Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle“ versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von (brutto) EUR 2,5 Mio. bzw. abzüglich des Anteils für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft (netto) in Höhe von EUR 1,8 Mio. (33% der Bilanzsumme) ausgewiesen.

Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Die Rückstellungen werden nach einem Pauschalverfahren ermittelt, welches ggf. um Einzelreservierungen für angefallene Großschäden ergänzt wird.

Die Ermittlung der Rückstellungen erfordert in hohem Maße Einschätzungen und Annahmen hinsichtlich des Umfangs zukünftiger Regulierungsnotwendigkeiten. Es besteht das Risiko, dass der tatsächliche Schadenumfang von den geschätzten Größen abweicht.

Aufgrund der mit der Ermittlung der Schadenrückstellungen verbundenen Ermessensspielräume und der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war die Bewertung der Schadensrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Angemessenheit ausgewählter Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung von Annahmen und zur Vornahme von Schätzungen für die Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beurteilt. Darüber hinaus haben wir die ermittelten Rückstellungsbeträge nachvollzogen und die Abwicklung von Schadenfällen aus Vorjahren in unsere Prüfung einbezogen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Be-wertung der versicherungstechnischen Rückstellungen insgesamt geeignet sind.

Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“ sowie „Erläuterungen zur Jahresbilanz“, Unterabschnitt „Versicherungstechnische Rückstellungen", des Anhangs enthalten. Risikoangaben zu versicherungstechnischen Risiken sind im Lagebericht (Abschnitt „Risiko- und Chancenbericht", Unterabschnitt „Risikobericht") enthalten.

Bewertung der Kapitalanlagen

Sachverhalt und Problemstellung

Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Kapitalanlagen in Höhe von EUR 4,7 Mio. (87% der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Kapitalanlagen werden nach dem Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht und nach Maßgabe einer internen Anlagerichtlinie angelegt.

Die Bewertung der Kapitalanlagen erfolgte mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Kapitalanlagen sind nach Qualifizierung der Gesellschaft dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen und deshalb dem Anlagevermögen zugeordnet worden.

Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war deren Bewertung für uns im Rahmen der Prüfung ein besonders wichtiger Sachverhalt.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben die Angemessenheit der für den Bewertungsprozess eingerichteten internen Kontrollen beurteilt und uns durch Funktionsprüfungen von deren Wirksamkeit überzeugt. Wir haben außerdem die Ordnungsmäßigkeit der Bewertung der Kapitalanlagen einzelfallorientiert unter Einsatz geeigneter Prüfungshandlungen geprüft. Dabei haben wir unter anderem die Wertansätze sowie Buchgewinne und -verluste anhand von Kauf- und Verkaufsabrechnungen sowie anhand von Depotauszügen geprüft.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die Bewertung der Kapitalanlagen insgesamt angemessen erfolgte.

Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung und Entwicklung der Finanzanlagen sind in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“ sowie „Erläuterungen zur Jahresbilanz“, Unterabschnitte „Entwicklung der Aktivposten A., B. 1.-3. im Geschäftsjahr 2024" sowie „Zeitwert der sonstigen Kapitalanlagen gemäß § 54, 56 RechVersV", des Anhangs enthalten. Risikoangaben zu Markt- und Kreditrisiken sind im Lagebericht (Abschnitt „Risiko- und Chancenbericht", Unterabschnitt „Risikobericht") enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage-berichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahres-abschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten in-ternen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. Juni 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. November 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt.

Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2022 als Abschlussprüfer der Minerva Versicherungs-Aktiengesellschaft, Bremen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dr. Tobias Reiter.

 

Hamburg, 26. Juni 2025

WIRTSCHAFTSRAT GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Eckard Siemers, Wirtschaftsprüfer

Dr. Tobias Reiter, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht, indem er sich in Sitzungen mit dem Vorstand sowie durch dessen schriftliche und mündliche Berichte über die Lage der Gesellschaft und wichtige geschäftliche Vorkommnisse unterrichtet hat. Das Gremium trat 2024 zu drei turnusmäßigen Sitzungen zusammen.

Die WIRTSCHAFTSRAT GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat den Jahresabschluss, die ihm zugrundeliegende Buchführung und den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil. Er berichtete über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete Fragen zur Bilanz und zum Prüfungsbericht. Der Prüfungsbericht wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmend Kenntnis genommen, den Jahresabschluss und den Lagebericht seinerseits geprüft und keine Einwendungen erhoben. Demgemäß hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der heutigen Bilanzsitzung gebilligt und damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand gemäß § 312 Aktiengesetz vorgelegten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Beanstandungen haben sich weder hierbei noch bei der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer ergeben.

Der Abschlussprüfer hat diesem Bericht folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die

Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“

Der Aufsichtsrat hat gegen die den Bericht gemäß § 312 Aktiengesetz abschließende Erklärung des Vorstands keine Einwendungen zu erheben.

 

Bremen, 26. Juni 2025

DER AUFSICHTSRAT

Datum der Feststellung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 26. Juni 2025 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Juni 2025 wird der Bilanzgewinn in Höhe von € 261.234,65 wie folgt verteilt:

1. Ausschüttung an die Aktionäre € 250.000,00
2. Vortrag auf neue Rechnung € 11.234,65
€ 261.234,65

Verwaltung der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Jürgen Bentlage, Vorsitzender

ehem. Vorstandsmitglied der Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, Bremen und Hamburg

Sven-Michael Edye, stellvertretender Vorsitzender

persönlich haftender Gesellschafter der Rob. M. Sloman & Co. oHG, Hamburg

Carl-Ulfert Stegmann

Alleinvorstand der AG Reederei Norden-Frisia, Norden

Vorstand

Robert Mahn, Bremen

Max F. Stegemann, Bremen

Prokurist

Patrick Mahn, Bremen