KPS AG

München

Einzelabschluss KPS AG 2009/2010

Einzelabschluss für das Geschäftsjahr 2009/2010

Bilanz zum 30. September 2010 nach HGB

AKTIVA

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in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
A. Anlagevermögen    
I. immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 645 718
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung    
  29 47
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 43.480 43.516
  44.154 44.281
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 1
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.488 2.517
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.724 321
  4.216 2.839
II. Guthaben bei Kreditinstituten 1.226 155
  5.442 2.994
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5 0
Summe Aktiva 49.601 47.275

PASSIVA

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in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 32.743 32.743
II. Kapitalrücklage 3.274 3.274
III. Bilanzgewinn/-verlust 2.440 -1.315
  38.457 34.702
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 13 93
2. Sonstige Rückstellungen 802 1.202
  815 1.295
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.743 3.113
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 316 408
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.497 4.844
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.773 2.913
  10.329 11.278
Summe Passiva 49.601 47.275

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 nach HGB

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in TEuro 2009/2010 2008/2009
1. Sonstige betriebliche Erträge 6.074 7145
2. Personalaufwand -2.106 -1.913
a) Löhne und Gehälter -2.012 -1.836
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -94 -77
3. Abschreibungen    
auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen -100 -66
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.717 -2.245
5. Erträge aus Beteiligungen 3.036 1.000
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9 9
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -4
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -422 -334
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.774 3.592
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17 -168
11. Sonstige Steuern - 2 -1
12. Jahresüberschuss 3.755 3.423
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.315 -9.345
14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0 969
15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0 3.638
16. Bilanzgewinn/-verlust 2.440 -1.315

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 264 d HGB. Der Jahresabschluss der KPS AG (im folgenden KPS) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung des Jahresabschlusses richtet sich nach den Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Eine vorzeitige Anwendung für nach dem 31. Dezember 2009 geltende Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzmodernisierungsgesetzes ist nicht erfolgt.

KPS stellt die Zahlen in diesem Anhang in tausend Euro (TEuro) dar. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2009/2010 finden sich zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte, die in Klammern dargestellt werden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Anschaffungskosten werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der einzelnen Anlagegüter zugrunde.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

2. Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände werden mit dem Nennwert bilanziert.

3. Fremdkapital

Die gebildeten Rückstellungen beinhalten sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungspositionen sind im vorliegenden Jahresabschluss nicht enthalten.

Die bei der Abschlusserstellung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den beigefügten Anlagespiegel.

Die immateriellen Vermögensgegenstände weisen einen Betrag von 645 (i.V. 718) TEuro auf und beinhalten im Wesentlichen Softwarelizenzen.

Das Sachanlagevermögen besteht in Höhe von 29 (i.V. 47) TEuro und enthält die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Das Finanzanlagevermögen beläuft sich auf 43.480 (i.V. 43.516) TEuro und enthält Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich aus folgenden Beteiligungen zusammensetzen:

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Direkte Beteiligung     Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
in TEuro Sitz Anteil
in %
30.9.2010 (Vorjahr) 30.9.2010 (Vorjahr) 2009/2010 (Vorjahr)
KPS Product Lifecycle GmbH Unterföhring 100 40 10 29
      (40) (-19) (-120)
KPS Services GmbH* Unterföhring 100 6.300 8.122 253
      (6.249) (7957) (-6)
KPS Technology GmbH     (35) (272) (22)
KPS Product Lifecycle GmbH** Linz/Österreich 100 0 0 0
      (36) (0) (81)
KPS Documents GmbH Saarbrücken 100 250 468 23
      (250) (613) (11)
Preis24.com GmbH*** Unterföhring 100 75 97 -2
      (75) (99) (-1)
KPS Business Transformation GmbH Unterföhring 100 500 558 1.658
      (500) (3.969) (1.006)
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Indirekte Beteiligung     Gezeichnetes Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
in TEuro Sitz Anteil
in %
30.9.2010 (Vorjahr) 30.9.2010 (Vorjahr) 2009/2010 (Vorjahr)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 26 30 0
      (26) (30) (-2)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 5.113 -1.800 -871
      (5.113) (-929) (-422)
autinform AG Schweiz Zürich/Schweiz 99 62 -1.260 -5
      (62) (-1.255) (-12)

* Die KPS Technology GmbH wurde rückwirkend zum 1. Oktober 2009 auf die autinform AG verschmolzen und in die KPS Technology AG umfirmiert. Anschließend wurde die KPS Technology AG in eine GmbH umgewandelt. Nach der Umwandlung wurde die KPS Technology GmbH in die KPS Services GmbH umbenannt.
** Die KPS Product Lifecycle GmbH / Osterreich wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 verkauft.
*** Die Vorjahreszahlen beziehen sich auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2009.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von 2.488 (i.V. 2.517) TEuro und resultieren aus konzerninternen Verrechnungen und Kostenumlagen.

Von den ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen haben 62 TEuro eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

3. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände

Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen 1.226 (i.V. 155) TEuro und bestehen mit 142 TEuro auf Festgeld- und mit 1.084 TEuro auf Kontokorrentkonten.

4. Eigenkapital

4.1. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 32.742.531 (i.V. 32.742.531) Euro und verteilt sich insgesamt auf 32.742.531 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.

4.2. Genehmigtes Kapital

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro beschlossen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital ab der Eintragung in das Handelsregister für fünf Jahre einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- oder/und Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen.

Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht auch ausgeschlossen werden.

Die Eintragung des genehmigten Kapital 2009/I ist am 24. September 2009 im Handelsregister erfolgt.

4.3. Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 10. Mai 2004 wurde der Beschluss gefasst, dass das Grundkapital um bis zu 366.510,00 Euro durch die Ausgabe von 366.510 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, bedingt erhöht wird (Bedingtes Kapital 2004/ I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Optionsrechten an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und der zur Geschäftsführung befugten Organe verbundener in- und ausländischer Unternehmen ("Mitglieder der Geschäftsführung" - Gruppe 1) und an Mitarbeiter der Gesellschaft und Mitarbeiter verbundener in- und ausländischer Unternehmen der Gesellschaft ("Arbeitnehmer" - Gruppe 2). Die Aktienoptionen wurden in voller Höhe durch die berechtigten Mitarbeiter übernommen.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2009 wurde der Beschluss gefasst, das Kapital der KPS AG bedingt um 17823.787,00 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient zur Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zur Ermächtigung der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen von der Gesellschaft ausgegeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur in dem Maße durchgeführt, als die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen bzw. das bedingte Kapital nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen benötigt wird, insbesondere die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt.

Das bedingte Kapital 2009/I wurde am 23. September 2009 im Handelsregister eingetragen.

4.4. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 3.274.253 Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Zum Bilanzstichtag entspricht die Kapitalrücklage 10 % des Grundkapitals.

4.5. Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss der Bezugs- oder sonstiger Andienungsrechte erfolgt. Danach kann der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2015. Die Bedingungen zum Erwerb der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag sind keine Erwerbe und Veräußerungen von eigenen Aktien erfolgt.

4.6. Bilanzgewinn

Die Entwicklung des Bilanzgewinns ist aus der Gewinn- und Verlustrechnung zu entnehmen.

5. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten die voraussichtliche Nachzahlung für Gewerbesteuern 2009/2010.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 802 (i.V. 1.202) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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Bezeichnung in TEuro Stand 1.10.2009 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.9.2010
Ausstehende Rechnungen 165 -134 -11 145 165
Abschlusskosten 52 -50 0 58 60
Personalverpflichtungen 826 -816 -10 433 433
Sonstige 159 -96 0 81 144
Gesamt 1.202 -1.096 -21 717 802

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Lieferungen und Leistungen, die am Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet waren.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft, Tantiemen und ausstehende Urlaubsansprüche.

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 1.743 (i.V. 3.113) TEuro und betreffen die laufenden Kontokorrentkonten.

Zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens wurden sämtliche gegenwärtige und künftige Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH, der KPS Product Lifecycle GmbH, der KPS Documents GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten.

Ferner wurden sämtliche Ansprüche auf Erstattung von Kapitalertragsteuern der KPS AG aufgrund von Gewinnverwendungsbeschlüssen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH sowie der KPS Documents GmbH zum Bilanzstichtag abgetreten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 6.497 (i.V. 4.844) TEuro und resultieren aus Darlehensgewährungen, Gewinnausschüttungen und Kostenumlagen im Konzern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 528 (i.V. 851) TEuro und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 32 (i.V. 2) TEuro enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen Jahresfrist zur Zahlung fällig.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Konzernumlagen in Höhe von 5.967 (i.V. 4.563) TEuro enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Konzernumlagen in Höhe von 284 (i.V. 659) TEuro enthalten.

Im Vergleich zum Vorjahr setzt sich das Finanzergebnis wie folgt zusammen:

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in TEuro 30.9.2010 30.9.2009
Erträge aus Beteiligungen 3.036 1.000
Zinserträge 9 9
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 -4
Zinsaufwendungen -422 -334
  2.623 671

Die Beteiligungserträge betreffen Ausschüttungen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH und der KPS Documents GmbH.

Von den Zinsaufwendungen entfallen 177 (i.V. 164) TEuro auf verbundene Unternehmen.

V. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2009/2010 waren bei der KPS AG durchschnittlich 6 (i.V. 8) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen samt ihrer Fälligkeiten sind aus der nachstehenden Tabelle zu entnehmen

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Position bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Gesamt
Mietverpflichtung 263 654 917
Leasing Kfz 170 87 257
Leasing BGA 75 127 202
Beratungsleistungen 213 125 338
Gesamt 721 993 1.714

3. Sonstige Haftungsverhältnisse

Rangrücktrittserklärung zugunsten von verbundenen Unternehmen

Zur Abwendung der Überschuldung der KPS Consulting GmbH & Co. KG erteilte die KPS AG eine Rangrücktrittserklärung zur Beseitigung des negativen Kapitals.

Sicherheiten im Zusammenhang mit einer Kontokorrentkreditlinie

Zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens wurden sämtliche gegenwärtige und künftige Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH, KPS Services GmbH, KPS Product Lifecycle GmbH, KPS Documents GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten.

Ferner wurden sämtliche Ansprüche auf Erstattung von Kapitalertragsteuern der KPS AG aufgrund von Gewinnverwendungsbeschlüssen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH sowie der KPS Documents GmbH zum Bilanzstichtag abgetreten.

Für die von der KPS Business Transformation GmbH erhaltenen Darlehen wurden die Geschäftsanteile an der KPS Product Lifecycle GmbH verpfändet.

Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverpflichtungen

Zur Absicherung der Mietverpflichtungen besteht ein Mietaval in Höhe von 142 TEuro, für welches Bankguthaben in Höhe von 142 TEuro verpfändet wurden.

4. Zusammensetzung der Organe

Vorstand der KPS AG

Zu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dr. Nico Brunner - Vorsitzender - bis 6. Mai 2010, Managementberater, Grünwald

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald

Herr Hartmut Cordes, Managementberater, Elmshorn.

Die Gesamtbezüge des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 betragen 1.247 (i.V. 1.195) TEuro.

Die Gesellschaft ist von den verlangten personenbezogenen Angaben gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB aufgrund der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 befreit.

Der Vorstand Dietmar Müller besitzt 8.669.895 Aktien. Der Vorstand Hartmut Cordes besitzt keine Aktien.

Aufsichtsrat der KPS AG

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr aus den Herren Michael Tsifidaris (Vorsitz), Managementberater, Hamburg, Hans-Werner Hartmann, Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam, und Uwe Grünewald, Managementberater, Leichlingen, zusammen.

Die Herren Tsifidaris (Vorsitzender), Hartmann und Grünewald gehörten bis zur Umwandlung der autinform AG in eine GmbH, München, dem Aufsichtsrat der Gesellschaft an.

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i.V. 55) TEuro.

Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen mit der KPS AG nicht.

Mit den Herren Tsifidaris und Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 910 TEuro.

5. Konzernabschluss

Die KPS AG mit Sitz in München erstellt einen Konzernabschluss nach den IFRS unter Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen.

6. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Der im Geschäftsjahr 2009/2010 erfasste Honoraraufwand für den Abschlussprüfer der Gesellschaft beträgt 50 TEuro und entfällt ausschließlich auf das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen.

8. Meldung nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG sind dem Anhang beigefügt.

 

München, 26. Januar 2011

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Dietmar Müller Hartmut Cordes
Vorstand Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens (Bruttodarstellung)

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Position Anschaffungs- oder Herstellungskosten Kummulierte Abschreibungen
in TEuro 1.10.2009 Zugänge Abgänge 30.9.2010 1.10.2009 Abschreibungen des Geschäftsjahres
I.) immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 762 15 0 777 44 88
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 762 15 0 777 44 88
II.) Sachanlagen            
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 282 26 241 67 237 10
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 3 2 2 3 1 2
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Sachanlagen 285 28 243 70 238 12
III.) Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.520 0 40 43.480 4 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0
Finanzanlagen 43.520 0 40 43.480 4 0
Anlagevermögen gesamt 44.567 43 283 44.327 286 100
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Position Kummulierte Abschreibungen Buchwert
in TEuro Abgänge 30.9.2010 30.9.2010 30.9.2009
I.) immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 132 645 718
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 132 645 718
II.) Sachanlagen        
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 209 38 29 45
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 3 0 2
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
Sachanlagen 209 41 29 47
III.) Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4 0 43.480 43.516
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Finanzanlagen 4 0 43.480 43.516
Anlagevermögen gesamt 213 173 44.154 44.281

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Meldepflichtiger Unterschreitung Schwelle Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Axtmann Beteiligungs GmbH, Nürnberg 5 % 3 % 2,82 1.025.570  
Axxion S.A., Munsbach, Luxemburg 3 % 2,09 430.000  
Dr. Axtmann Siegfried 5 % 3 % (2,82) 0 1.025.570 2,82 % über IMMOVARIA und Axtmann Beteiligungs GmbH
Grünewald Uwe   (80,5) 13,28 29.279.535 26,96 % über Mülller 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Musso
IMMOVARIA Beteiligungen AG, Berlin 5 % 3 % (2,82) 0 1.025.570 2,82 % über Axtmann Beteiligungs GmbH
Kliegel Christian, Berlin 5 % (4,32) 0 274.718 4,32 % über Xpensio
Müller Dietmar   (80,5) 26,96 29.279.535 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald 13,28 % über Musso
Musso Leonardo   (80,5) 13,28 29.279.535 26,96 % über Müller 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald
Tsifidaris Michael   (80,5) 26,96 29.279.535 26,96 % über Müller 13,28 % über Grünewald 13,28 % über Musso
Weiser Thomas, Prien   8,76    
Xpensio GmbH, Berlin 5 % 4,32 274.718  

Bericht über die Lage der KPS AG für das Geschäftsjahr 2009/2010

A) Wirtschaftsbericht der KPS AG

1. Wirtschaftliche Rahmendaten

In der ersten Hälfte der Jahres 2010 hat sich die spürbare Erholung der Weltwirtschaft fortgesetzt. Gemäß dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) konnte der Welthandel in 2010 deutlich auf nahezu Rekordniveau zulegen. Für diese Entwicklung waren insbesondere die Schwellenländer Asiens und Lateinamerikas verantwortlich. Insgesamt können die konjunkturellen Aussichten unverändert als positiv eingestuft werden. Vor allem die exportorientierten Volkswirtschaften können weiterhin von der Wachstumsdynamik speziell in Asien profitieren. Das IfW erwartet, dass die weltweite Produktion in 2010 insgesamt um ca. 3,7 % wächst und sich damit wieder dem Niveau wie in den Jahren vor der Finanzkrise annähert.

Auch im Euroraum beschleunigte sich die konjunkturelle Erholung im ersten Halbjahr 2010. Exportorientierte Volkswirtschaften wie Deutschland konnten von der Wiederbelebung des Welthandels im Besonderen profitieren. Während in Deutschland der Produktionszuwachs 2,6 % betrug, konnte das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum ohne Deutschland nur um 0,6 % zulegen. Für den Euroraum hatte das IfW eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes am Jahresanfang um 1,6 % prognostiziert.

Deutschland konnte sich deutlich schneller von der Finanzkrise erholen als die meisten anderen Industrieländer. Die deutliche Erholung der Konjunktur ist auf die Nachfrage von Investitionsgütern in den Schwellenländern sowie auf die erhöhte Inlandsnachfrage bei Unternehmensinvestitionen und bei privaten Konsumausgaben zurückzuführen. Ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosenzahlen, gestiegene Nettolöhne und das niedrige Zinsniveau stützen die positive Entwicklung. Für das Jahr 2011 prognostiziert das IfW einen deutlichen Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um 3,5 %.

2. Geschäftsverlauf und Entwicklung

Die KPS AG übte im Geschäftsjahr 2009/2010 wie im Vorjahr ausschließlich Holdingfunktionen aus. Damit wird die wirtschaftliche Lage der KPS AG wesentlich von der Geschäftsentwicklung der operativ tätigen Unternehmen im KPS-Konzern geprägt. Demgemäß beziehen sich die nachfolgenden Ausführungen auch auf die Lage des Konzerns.

Die KPS hat im Geschäftsjahr 2009/2010 die hohen Zielsetzungen nicht nur erreicht, sondern konnte im Umsatz wie im operativen Ergebnis deutlich zulegen.

Das Geschäftsjahr 2009/2010 hat uns vor die anspruchsvolle Herausforderung gestellt, unsere ambitionierten Erwartungen und Zielsetzungen zu erfüllen und im Besonderen ein hohes Wachstum auf den nationalen wie internationalen Märkten zu generieren.

Oberste Priorität in unseren Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden der konsequenten Positionierung der Transformationsberatung in unserem Kernsegment Management Consulting/Transformationsberatung sowie der Entwicklung unserer europäischen Zielmärkte eingeräumt.

Im Geschäftsfeld Management Consulting/Transformationsberatung ist es uns gelungen, namhafte Kunden aus den Bereichen Konsumgüterindustrie und Handel vom Mehrwert unserer Projektmethodik und Prozesskompetenz zu überzeugen. Für den Markt der Transformationsberatung im Bereich der Konsumgüterindustrie und des Handels hat KPS europaweit die Position des Marktführers eingenommen.

Auf weiterhin erfreulich gutem Niveau konnten sich die Geschäftsbereiche Document Management und System Integration am Markt positionieren.

3. Reduzierung Vorstand

Die Restrukturierung und Post-Merger-Integration der KPS wurde im Geschäftsjahr 2009/2010 erfolgreich abgeschlossen. Damit wurde die Grundlage für eine Verschlankung des Vorstands der KPS auf zwei Positionen gelegt. Entsprechend hat Herr Dr. Nico Brunner sein Amt als Vorstandsvorsitzender mit Wirkung zum 6. Mai 2010 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat niedergelegt, der ihm für die geleistete Arbeit dankt. Herr Dr. Brunner steht der KPS zukünftig in beratender Funktion zur Verfügung.

4. Liquidität

Eine hohe Priorität galt, wie bereits im Vorjahr, der Sicherung und weiteren Verbesserung der Liquiditätslage. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

B) Nachtragsbericht

Der Vorstand der KPS AG, München, hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, ab dem 18. Oktober 2010 bis maximal zum Ablauf des 20. Mai 2015 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu zehn vom Hundert des derzeitigen Grundkapitals, also maximal 3.274.253 Stück Aktien, zu erwerben, wobei auf die erworbenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als zehn vom Hundert des Grundkapitals entfallen dürfen. Er machte damit von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Ziffer 8 AktG Gebrauch. Die zurückgekauften Aktien sind zur Verwendung für alle rechtlich zulässigen und von der Ermächtigung der Hauptversammlung gedeckten Zwecke bestimmt.

Der Erwerb erfolgt über die Börse und durch eine von der Gesellschaft beauftragte Bank, die ihre Entscheidungen über den Zeitpunkt des Erwerbs der eigenen Aktien unabhängig und unbeeinflusst von der Gesellschaft treffen soll. Die Bank war und ist hierbei verpflichtet, die Handelsbedingungen des Artikels 5 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003 zu beachten. Die Bekanntgabe der durchgeführten Transaktionen gemäß Artikel 4 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 der Kommission vom 22. Dezember 2003 erfolgte im Internet auf der Investor Relations-Plattform in der Rubrik "Investor Relations/Aktienrückkauf" auf der Website der KPS.

Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts hat die KPS AG 201.709 eigene Aktien erworben. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf 187 TEuro.

C) Darstellung der Lage der KPS AG nach HGB

1. Vermögenslage

Die Aktivseite der KPS-Bilanz ist im Wesentlichen durch den Wertansatz durch die Beteiligungen an Tochtergesellschaften in Höhe von 43.480 (i.V. 43.516)TEuro und Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 2.488 (i.V. 2.517) TEuro geprägt.

Die Zusammensetzung der Beteiligungsunternehmen gemäß § 285 Nr.11 HGB ist im Anhang dargestellt.

Die Verringerung des Finanzanlagevermögens um 36 TEuro betrifft die Veräußerung der 100-%-igen Beteiligung an der KPS Product Lifecycle GmbH, Linz, zum 1. Oktober 2009.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beruhen auf konzerninternen Verrechnungen und Konzernumlagen.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände von 321 TEuro im Vorjahr um 1.403 TEuro auf 1.724 TEuro ist in erster Linie auf Steuererstattungsansprüche in Höhe von 1.566 (i.V. 190) TEuro zurückzuführen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich von 34.702 TEuro im Vorjahr um den im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss von 3.755 TEuro auf 38.457 TEuro am 30. September 2010. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 73 % auf 78 %.

Der Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 400 TEuro auf 802 TEuro beruht im Wesentlichen auf geringeren Verpflichtungen aus dem Personalbereich.

Durch die Verbesserung der Finanzlage der Gesellschaft und des Konzerns konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.370 TEuro auf 1.743 TEuro zurückgeführt werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 1.653 TEuro auf 6.497 TEuro. Sie ergeben sich als Saldo aus Konzernumlagen und im KPS-Konzern eingerichteten Cash-Pooling.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt 1.773 TEuro und verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 1.140 TEuro. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten lässt sich auf die Zahlung von Schadensersatzverpflichtungen zurückführen.

2. Finanzlage

Eine hohe Priorität galt, wie bereits im Vorjahr, der Sicherung und weiteren Verbesserung der Liquiditätslage. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

Die KPS AG verfügt zum 30. September 2010 über Zahlungsmittel in Höhe von 1.226 (i.V. 155) TEuro. Dem stehen 1.743 (i.V. 3.113) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Im Vergleich zum 30. September 2009 hat sich die Nettoliquidität um 2.441 TEuro verbessert.

3. Ertragslage

Die Geschäftstätigkeit der KPS AG bestand im Geschäftsjahr 2009/2010 wie im Vorjahr in Holdingfunktionen. In diesem Rahmen wurden Führungs-, Aufsichts- und Verwaltungstätigkeiten sowie Controlling und Finanzierung für die operativen Einheiten des KPS-Konzerns durchgeführt. Die bei der KPS AG angefallenen Kosten wurden im Wege von Konzernumlagen mit einem Gewinnaufschlag von 15 % den Tochterunternehmen belastet.

Demgemäß enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Konzernumlagen in Höhe von 5.967 (i.V. 4.563) TEuro. Außerdem sind darin Erträge aus betrieblichen Nebenleistungen mit 48 (i.V. 23) TEuro und periodenfremde Erträge mit 59 (i.V. 2.558) TEuro enthalten.

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.106 (i.V. 1.913) TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 2.012 (i.V. 1.836) TEuro und auf Sozialaufwendungen 94 (i.V. 77) TEuro. Im Geschäftsjahr 2009/2010 waren bei der KPS AG 6 (i.V. 8) Mitarbeiter beschäftigt.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen betragen im Berichtsjahr 100 (i.V. 66) TEuro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 2.717 (i.V. 2.245) TEuro; sie enthalten neben laufenden Betriebsaufwendungen wie Miet- und Raumkosten in Höhe von 530 (i.V. 423) TEuro, Kraftfahrzeug- und Reisekosten über 195 (i.V. 187) TEuro und Versicherungen mit 119 (i.V. 58) TEuro Abschluss-/ Prüfungskosten von 50 (i.V. 50) TEuro, Konzernumlagen in Höhe von 284 (i.V. 659) TEuro und allgemeine Verwaltungskosten mit 834 (i.V. 532) TEuro sowie gesellschaftsrechtliche Aufwendungen für Hauptversammlungen, Aufsichtsratvergütungen und Kapitalmaßnahmen in Höhe von 705 (i.V. 336) TEuro.

Die Beteiligungserträge im Gesamtbetrag von 3.036 (i.V. 1.000) TEuro beruhen auf vorgenommenen Gewinnausschüttungen von drei Tochterunternehmen. Darin enthalten sind Vorabausschüttungen für das Geschäftsjahr 2009/2010 in Höhe von 1.820 (i.V. 1.000) TEuro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 182 TEuro und beträgt 3.774 TEuro. Der Jahresüberschuss beläuft sich auf 3.755 TEuro gegenüber 3.423 TEuro in der Vorperiode.

D) Prognosebericht der KPS AG

1. Wirtschaftliche Rahmendaten

Für das Jahr 2011 sind die aktuellen Konjunkturindikatoren durchwegs auf positiv gestellt und stimmen zuversichtlich. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert weltweit wieder positive Wachstumsraten. Bei der konjunkturellen Dynamik wird insgesamt mit einer Verringerung des Tempos gerechnet. Dies ist einerseits auf die Straffung der Geld- und Wirtschaftspolitik in den Schwellenländern zurückzuführen und andererseits auf das Auslaufen von Konjunkturprogrammen in den hoch entwickelten Industrieländern. Der IWF erwartet für 2011 ein globales Wachstum von voraussichtlich 4,2 %.

Für die USA rechnet der IWF im kommenden Jahr mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung um 2,3 %. Wesentliche Wachstumstreiber sollen in 2011 wiederum die BRIC-Staaten sein. Der IWF sieht China mit einem Wachstum um die 9,6 %, Indien bei 8,4 %, Russland mit 4,3 % und Brasilien mit 4,1 %.

Im Euroraum wird die wirtschaftliche Entwicklung auch in 2011 sehr heterogen verlaufen. Deutschland wird voraussichtlich in 2011 vom niedrigen Zinsniveau und der hohen Nachfrage aus den Schwellenländern profitieren können. Hohe Risikofaktoren und Staatsverschuldungen aus den Euroländern wie Irland, Spanien, Portugal und Griechenland erschweren die gesamtwirtschaftliche Gesundung. Das Wachstum im Euroraum sieht der IWF im Jahr 2011 bei 1,5 %.

Der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft wird sich voraussichtlich auch 2011 positiv entwickeln. Neben der weiterhin anhaltenden Nachfrage im Exportgeschäft wird mit einer weiteren Zunahme am Binnenmarkt gerechnet. Für 2011 erwartet der IWF eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 2 %.

Nachdem in der Vergangenheit die IT-Investitionen in Industrie und Handelsunternehmen drastisch zurück gegangen waren, erwarten die Analysten für das Jahr 2011 und darüber hinaus wieder moderates bis gut spürbares Wachstum. Im Handel wird mit einer Zunahme der IT-Investitionen von knapp 4 % pro Jahr gerechnet (Quelle: PAC/2010).

2. Geschäftsentwicklung

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht KPS im Geschäftsjahr 2010/2011 von einem Umsatzwachstum von 10 % und für die Jahre danach von einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum aus. Neben der Steigerung des Umsatzes haben wir den Schwerpunkt auf die nachhaltige Verbesserung der Ergebnismargen gelegt. Unser Optimismus ist neben der erfreulichen Entwicklung des vergangenen Geschäftsjahres vor allem auf die ausgezeichnete Marktposition der KPS zurückzuführen.

Aufsichtsrat, Vorstand und Management der KPS wollen unverändert an der grundsätzlichen Ausrichtung der KPS festhalten. Unser exzellentes Geschäftsmodell sowie die Strategie der KPS haben in den vergangenen Jahren, im Besonderen auch in den Jahren der Finanz- und Wirtschaftskrise, immer für profitables Wachstum gesorgt. Bei einem Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010/2011 gehen Vorstand und Management der KPS von einem weiterhin profitablen Wachstum von 10 % aus. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurde der Schwerpunkt auf die nachhaltige Verbesserung der Ergebnismargen gelegt. Aus der Ausgangssituation und dem hohen Auftragsbestand, mit dem wir in das neue Geschäftsjahr gestartet sind, resultieren unsere optimistischen und erfreulichen Wachstumsperspektiven. Unsere strategischen Wachstumshebel, die Expansion auf nationaler und europäischer Ebene, unsere höchst innovative Beratungsmethodik und unser hochwertiges Serviceportfolio sind jedes für sich alleine genommen schon in der Lage, hohe Wachstumspotenziale zu erschließen.

Unsere Prognose resultiert aus heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die weitere wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmendaten zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

3. Beratungsportfolio

Eine zentrale Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2010/2011 liegt darin, die strategische Ausrichtung des KPS-Beratungsportfolios auf die Bereiche Management Consulting, Transformation und Prozessoptimierung als Marktführer in der Transformationsberatung konsequent auszubauen und weiter zu festigen.

Wir wollen unseren heutigen Branchenfokus für Transformationsberatung um weitere Branchen bzw. Kundensegmente erweitern. Dabei setzen wir in erster Linie auf unsere Fähigkeiten, die Markt- und Geschäftsentwicklung aus eigener Kraft, auf organischem Wege zu realisieren. Besonderes Augenmerk legen wir auf die kontinuierliche Verfeinerung und Optimierung unserer Methodik und unseres innovativen Vorgehensmodells.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2010/2011 ebenfalls kontinuierlich weiter wachsen wird. Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung bei SAP- und Non-SAP-Technologien sowie die Integration von heterogenen Systemlandschaften und Architekturen.

E) Chancen- und Risikobericht der KPS AG

1. Risikobericht

1.1. Risikomanagementsystem

Gestützt auf innovative Reportinginstrumente und damit wesentliche Grundlage der Entscheidungen bei KPS ist das Risikomanagement. Dazu wurde ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, welches kontinuierlich hinsichtlich Effizienz und Zweckmäßigkeit weiterentwickelt wird. Das operative Management wurde stärker mit dem Controlling verknüpft und so ein integriertes Controllingsystem geschaffen, das rechtzeitig die erforderlichen Indikatoren zur Verfügung stellt. Es stellt mit standardisierten Prozessen sicher, dass regelmäßig Informationen zwischen dem Controlling und dem verantwortlichen Management ausgetauscht werden. Damit kann sich abzeichnenden Risiken bereits frühzeitig entgegengewirkt und können sich bietende Chancen besser genutzt werden.

Auch die in 2005 erstmalig durchgeführte ISO-Zertifizierung für die KPS AG wurde - nach einer Überprüfung in den Jahren 2006 bis 2009 - auch 2010 vorschriftsgemäß einer Prüfung unterzogen. Dabei wurden die Einhaltung und Weiterentwicklung der Qualitätsstandards und das interne Risikomanagement- und Kontrollsystem eingehend untersucht und die ISO-Zertifizierung erneut erteilt.

Um die Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu messen, zu überwachen und zu kontrollieren, bedient sich die KPS einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, darunter eines konzernweiten Planungs- und Berichtswesens mit Plan-Ist-Vergleichen, einer täglichen Liquiditätsüberwachung sowie regelmäßiger Reports in hoher Qualität und erforderlicher Transparenz.

1.2. Bestandsgefährdende Risiken

Der Jahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2009/2010 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann.

Risiken, die den Fortbestand der KPS AG und des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

1.3. Weitere Risiken

1.3.1. Risiken aufgrund der Holdingfunktion

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KPS AG ist aufgrund ihrer Holdingfunktion von der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Beteiligungsunternehmen abhängig.

1.3.2. Marktrisiken

Ein gewisses Risiko stellen die insgesamt positiven konjunkturellen Aussichten für das Jahr 2011 und danach in sich noch dar, die nach Einschätzungen von Branchenexperten auch in der Beratungs- und IT-Branche das Nachfrageverhalten noch beeinträchtigen können.

Auch wenn man hierzu festhalten kann, dass aufgrund des aktuell vorhandenen Auftragsbestands kurzfristig keine negativen Auswirkungen zu befürchten sind, kann mittel- und langfristig nicht ausgeschlossen werden, dass auch die KPS negative wirtschaftliche Auswirkungen bei einer verschlechterten Wirtschaftsentwicklung zu spüren bekommt, da Ausgaben für Beratungsleistungen und IT-Investments häufig in direktem Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung stehen.

Durch die klare Fokussierung auf das Dienstleistungsgeschäft, das einen bedeutenden Anteil am Gesamtumsatz hat, und dem Wegfall von Geschäften mit geringen Margen bei hoher Umsatzintensität, konnte das Risiko deutlich reduziert werden. Darüber hinaus resultiert nur noch ein unwesentlicher Teil des Geschäfts der KPS aus Produkt- und Hardwareumsätzen.

1.3.3. Wettbewerbsrisiken

In dem Bereich der Transformations- und Prozessberatung, in dem die KPS zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum zählt, ist kurz- und mittelfristig nicht mit einer Zunahme der ohnehin heute bereits vorhandenen Wettbewerbsrisiken zu rechnen.

Im Bereich der reinen Implementierungs- und Systemberatung befindet sich die KPS in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Zum einen steht die KPS hier mit mittelständischen Systemhäusern in Wettbewerb, zum anderen versuchen internationale Systemhäuser zunehmend, in den Segmenten und Kundengruppen der KPS Marktanteile zu gewinnen. Des Weiteren hat sich der Konzentrationsprozess im Markt in den letzten Jahren durch Übernahmen, aber auch durch Insolvenzen mittelgroßer Beratungshäuser, beschleunigt. Sollte sich der Prozess weiter fortsetzen, wird sich der ohnehin vorhandene Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Zwar hat die Gesellschaft derzeit keinen Grund zu der Annahme, dass ihre bisherigen Lieferanten in direkten Wettbewerb zur KPS treten werden. Falls dies gleichwohl der Fall sein sollte, kann auch dies nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftslage der KPS haben, da diese Gesellschaften aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und ihrer Finanzmittelausstattung in der Lage wären, sehr schnell eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen.

1.3.4. Weitere operative Risiken

1.3.4.1. Auslastung der Mitarbeiter

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben.

1.3.4.2. Abhängigkeit von Großkunden

Die KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.

1.3.4.3. Zusammenarbeit mit Premium-Partnern

Die KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

1.3.4.4. Fehlerhafte Dienstleistungserbringung

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

1.3.4.5. Gewährleistung und Haftung / Serviceleistungen

Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie an Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS jedoch lediglich bei 4 % liegt, sind die daraus resultierenden Risikopotentiale als gering einzustufen. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

1.3.4.6. Steuerliche Risiken

Die steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG und der vormaligen autinform-Gruppe stehen weiterhin unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Derzeit laufen bei der KPS AG und verschiedenen Tochterunternehmen steuerliche Außenprüfungen. Betriebsprüfungsberichte lagen zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch nicht vor.

2. Chancenbericht

2.1. Marktpositionierung

In der Strategie- und Transformationsberatung nimmt die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt ein. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt.

2.2. Beratungs- und Serviceportfolio

Im Fokus des Beratungs- und Leistungsspektrums steht das Thema Transformationsberatung, bei dem die KPS die führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen auf allen Ebenen unterstützt. Konzepte und Lösungen werden unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt und implementiert.

Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Das Angebot in der Transformationsberatung umfasst sowohl die Prozessberatung, die Implementierungsberatung und die System Integration. Dabei gewährleistet die KPS-Methodik eine optimale sowie rationale Umsetzung der erwarteten Kundenziele und sorgt für eine reibungslose Interaktion bei Prozessen, Systemen und Technologien.

Die Schwerpunkte des KPS-Beratungsportfolios liegen in den Bereichen Strategie- und Transformationsberatung, der Prozess- und Implementierungsberatung sowie bei der System Integration & Architektur.

Strategie- und Transformationsberatung hat die Beratung der KPS-Kunden in strategischen Fragestellungen zum Gegenstand. Im Rahmen des Value-Driven Consulting Ansatzes der KPS werden gemeinsam mit dem Kunden Business Cases zur Realisierung von Optimierungspotentialen im Unternehmen erarbeitet und umgesetzt.

Kernaufgaben der Prozess- und Implementierungsberatung liegen in der Prozessoptimierung, der Softwareauswahl sowie der SAP-Implementierung mit den Schwerpunkten ERP, EPM, Retail, AFS, SRM, CRM sowie eCommerce-Lösungen. Abgerundet wird das Beratungsspektrum der KPS-Spezialisten mit dem Enterprise Content Management sowie Workflow- und Archiv-Lösungen.

Mit dem Bereich System Integration verfügt KPS über eine exzellente Architektur und Realisierungsplattform für den Aufbau und Betrieb von komplexen Server- und Storage-Infrastrukturen, Managed Services Lösungen sowie über die Entwicklung von SAP/PI und RUN-SAP basierten Lösungen.

KPS verfügt über eine exzellente Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland und in diversen Branchen vertreten, wie dem Handel, der Modeindustrie, dem Automobilbau sowie der Pharmaindustrie, vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an.

2.3. Rapid Transformation Methode

Ein weiteres Profilierungsmerkmal besitzt die KPS mit der von ihr entwickelten "Rapid Transformation Methode" Mit der Rapid Transformation Methode ist die KPS in der Lage, Projektlaufzeiten und Projektkosten signifikant zu reduzieren und für ihre Kunden einen hohen Return of Investment noch während der Projektlaufzeit zu generieren.

2.4. One Brand Strategie

Unter dem Markennamen KPS Consulting kann die KPS ihr umfassendes Leistungsportfolio von der Strategie- und Prozessberatung über die Implementierungsberatung bis zur System Integration anbieten.

2.5. Cross-Selling

Das vorhandene Leistungsportfolio, bestehend aus Strategie- und Transformationsberatung, Prozess- und Implementierungsberatung und System Integration, bietet darüber hinaus ein hohes Cross-Selling-Potential. Projekte in einem Geschäftsfeld eröffnen weitere Potentiale für das Beratungsangebot anderer KPS-Geschäftsbereiche.

2.6. Skaleneffekte

Bei der aktuellen Unternehmensgröße mit einem Umsatz von größer 50 Mio. Euro und einer Beratungsmannschaft von mehr als 300 Beratern hat sich die Attraktivität der KPS für große Konzerne erhöht, die vielfach bestimmte unternehmenskritische Aufgabenstellungen nur an Beratungsunternehmen ab einer gewissen Größenordnung vergeben. Anstatt wie bisher in solchen Fällen aussortiert zu werden bzw. als Sub-Unternehmer eines größeren Partners agieren zu müssen, können solche Beratungsaufträge zukünftig vermehrt direkt gewonnen werden.

F) Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

G) Vergütungsbericht

1. Vergütungsstruktur des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Planzahlen im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für die Vorstandsmitglieder, auch für den im Geschäftsjahr ausgeschiedenen Vorstand, insgesamt 1.247 (i.V. 1.195) TEuro, wobei der variable Anteil 34 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt; ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt vor. Den Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

2. Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6-fache dieses Betrages. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2009/2010 auf insgesamt 55 (i.V. 55) TEuro.

H) Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 30. September 2010 32.742.531 Euro. Es ist eingeteilt in 32.742.531 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

2. Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald besteht ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen bis zum 31. Dezember 2015.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1 a WpHG nicht erfüllt wurden.

3. Kapitalbeteiligungen größer 10 %

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2010 nach Kenntnis des Vorstandes wie folgt:

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  Stück In Prozent
Michael Tsifidaris 9.184.894 28,05 %
Dietmar Müller 8.669.895 26,48 %
Leonardo Musso 4.349.144 13,28 %
Uwe Grünewald 4.349.143 13,28 %

4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5. Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

6. Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Änderung der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

7. Befugnisse des Vorstands

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2009/I an für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital 2009/I).

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bedingt um 17823.787 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom gleichen Tage ermächtigt wurde.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zu 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals eigene Aktien zu erwerben und zu verwenden unter Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts. Die Ermächtigung gilt bis zum 20. Mai 2015.

8. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und einzelne Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens aber für die Dauer von drei Jahren.

I) Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss der KPS AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, den 26. Januar 2011

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Dietmar Müller Hartmut Cordes
Vorstand Vorstand

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der KPS AG, München, und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen unserer Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Augsburg, den 27. Januar 2011

Rupp & Epple GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Liebert Rupp-Helferich
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

KPS

Alois-Wolfmüller-Straße 8

80939 München