![]() KPS AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012Geschäftsbericht 2011/2012KPS-Konzern Geschäftsbericht 2011/2012ImpressumHerausgeber: KPS AG, UnterföhringUmsetzung und Layout: bw media, München Vorwort des VorstandsSehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir blicken auf ein Rekordjahr in der noch jungen Firmengeschichte der KPS zurück und ich freue mich über ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2011/2012 berichten zu können. Trotz volatiler Rahmenbedingungen gelang es uns, den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 23 % auf 62 Millionen Euro deutlich anzuheben. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 6,9 Millionen Euro und konnte damit gegenüber dem Vorjahreswert ebenfalls um erfreuliche 20 % gesteigert werden. Aufbauend auf dieser guten Ergebnislage konnte die Liquidität im Geschäftsjahr 2011/2012 nachhaltig gefestigt werden. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Berichtszeitraum auf annähernd 35 %. Damit stehen für den laufenden Betrieb sowie zur Finanzierung unseres Wachstums ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Für die KPS-Aktionäre war das Geschäftsjahr 2011/2012 ein couragiertes Jahr. Die Aktie konnte einen signifikanten Wertzuwachs von 33 % verzeichnen. Zu Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 notierte die KPS Aktie bei 1,36 Euro. Zurückzuführen ist unser Erfolg in erster Linie auf die zunehmende Etablierung unserer innovativen KPS Rapid-Transformation® Methode in unseren Fokusbranchen, dem Handel und der Konsumgüterindustrie, sowie die Fähigkeit, massive Unternehmenstransformationen erfolgreich zu managen. Nach dem sich der deutsche Markt für Managementberatung von dem Einbruch im Jahr 2009 bereits im Jahr 2010 wieder erholt hatte, legte der Markt auch 2011 und 2012 erneut deutlich zu. Die deutsche Wirtschaft konnte der europäischen Rezession entgegen halten, wenn auch mit nachlassendem Wachstumstempo. Wachstumsimpulse wurden überwiegend beim Außenhandel verzeichnet. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die Schwankungen bei der Marktentwicklung für die Beratungsbranche jeweils stärker ausfallen als die des BIP. Das jährliche Wachstum des Beratungsmarktes steigt in den konjunkturellen Erholungsphasen oft mehr als auf das Doppelte der BIP-Entwicklung an, da sich Wirtschaftsunternehmen mit Hilfe der Unternehmensberatungen frühzeitig auf die steigende Kundenachfrage einstellen. Der Markt fordert vermehrt Beratungshäuser, deren Beratungs- und Serviceportfolio Komplettlösungen - Alles aus einer Hand -ermöglicht. Wir haben nachweislich die Kompetenz entwickelt, komplexe Unternehmensmodelle gemäß den Anforderungen unserer Kunden erfolgreich umzusetzen. Als Komplettanbieter für Transformationsprojekte sind wir in Deutschland und einigen europäischen Ländern Marktführer. Aufbauend auf dieser exzellenten wie soliden Kundenbasis werden wir die Expansion in unseren Zielmärkten konsequent vorantreiben. Neben unserem wichtigsten Geschäftsbereich Business Transformation und Prozessoptimierung entwickelten sich unsere weiteren Bereiche KPS Solution für Dienstleistungen und KPS Services für Supportlösungen bei Industriekunden ebenfalls sehr erfreulich. Im Geschäftsjahr 2011/2012 erfolgte die Neugründung der KPS Software Factory. Durch den Erwerb innovativer Softwareprodukte zur Detailanalyse und Dokumentation komplexer SAP-Anwendungen musste die Tochtergesellschaft hohe Anlauf- und Investitionskosten verkraften. Bei der Umsetzung unserer Projektphilosophie steht der höchstmögliche Kundennutzen im Vordergrund. Beratung mit "Herz und Verstand" ist unser Leitmotiv und beschreibt die Unternehmenskultur der KPS, die sich konsequent am hohen Kundennutzen orientiert. Der Erfolg der KPS basiert zu einem ganz wesentlichen Teil auf der Kompetenz, dem Engagement und der Kreativität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir wissen, dass dieser Erfolg, vor allem im abgelaufenen Geschäftsjahr, einen sehr hohen persönlichen Einsatz verlangt hat. Für diesen großartigen Einsatz bedanken wir uns bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Der Vorstand der KPS AG beurteilt die Lage des Unternehmens insgesamt als sehr zufriedenstellend und blickt optimistisch in die Zukunft. Für das Geschäftsjahr 2012/2013 erwarten wir eine weitere Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 72 Millionen Euro sowie ein EBIT zwischen 8,5 und 9,5 Millionen Euro. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres konnten sich, nach vorläufigen Zahlen, Umsatz und EBIT innerhalb der Prognose entwickeln. Mit der dargestellten Entwicklung, der gesteigerten Effizienz und dem stetigen Aufwärtstrend über die letzten Jahre hinweg werden wir das Umsatz- wie das Ergebniswachstum in allen unseren Marktsegmenten konsequent und nachhaltig vorantreiben. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand beschlossen, der kommenden Hauptversammlung am 22. März 2013 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 11 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie vorzuschlagen. Die Ausschüttungsquote beträgt annähernd 3,7 Millionen Euro und liegt damit ungefähr bei der Hälfte des Konzernüberschusses. Mit diesem Dividendenvorschlag wollen wir Sie, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, angemessen an der Entwicklung und am Erfolg der KPS AG teilhaben lassen. Abschließend möchte ich mich im Namen des Vorstandes und der Partner bei allen unseren Geschäftspartnern und Kunden für die gute Zusammenarbeit und bei unseren Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.
Mit freundlichen Grüßen Ihr Dietmar Müller, Vorstand Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2011/2012Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/2012, dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert. Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlage für Überwachung und Beratung waren neben den Monatsberichten des Vorstands regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen. Schwerpunktthemen der Beratungen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage und das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten. Sonderthemen waren
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2011/2012 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und im Aufsichtsrat diskutiert. Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Aufsichtsratssitzungen:Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2011/2012 neben verschiedenen informellen Treffen zu sechs offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren alle jeweils in allen Sitzungen persönlich anwesend. In allen Sitzungen wurden jeweils der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Zentraler Gegenstand in jeder AR-Sitzung waren die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung/Konsolidierung neuer Geschäftsbereiche. In den Sitzungen vom 17. November 2011 und 16. Dezember 2011 wurde insbesondere die Planung für das Geschäftsjahr 2011/2012 der Gesellschaft geprüft. Am 30. Januar 2012 wurde der Jahresabschluss 2010/2011 geprüft und festgestellt. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, des qualitativ hervorragenden Rechnungswesens und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war. Die Aufsichtsratssitzung am 2. März 2012 untersuchte Vorschläge zu Unternehmensakquisitionen. Die Aufsichtsratssitzung am 23. März 2012 beschäftigte sich mit den Fragen und Ergebnissen der Hauptversammlung. In der letzten Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2011/2012 am 20. September 2012 stand die Erschließung / Konsolidierung der Geschäftsbereiche im Vordergrund. In jeder Sitzung wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstands für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert. Effizienzprüfung:Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis. Corporate Governance:Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 30. Januar 2012 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass der Aufsichtsrat keine Ausschüsse bildet, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde (wie auch im Vorjahr) die konzerninterne Compliance thematisiert. Zusammensetzung Aufsichtsrat:Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen. In der Zeit vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012:
Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Herrn Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt. Jahresabschluss:Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2011/2012 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 30. Januar 2013 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung. Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Januar 2013 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag haben wir uns nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Wir halten die vorgeschlagene Dividende für angemessen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern des Konzerns für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 30. Januar 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:
1. AKTIONÄRSRECHTE UND TRANSPARENZDie Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen. Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Directors' Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet. 2. VORSTAND UND AUFSICHTSRATDas Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen. Die D&O-Versicherung für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist. Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 folgt. Ausschüsse wurden angesichts der Größe des Aufsichtsrats nicht gebildet. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben. a) Aktienbesitz von Vorstand und AufsichtsratsmitgliedernVorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 im Besitz von folgenden KPS-Aktien: scroll
Herr Mario Uhl ist aus persönlichen Gründen mit Wirkung zum 22. Oktober 2012 in einvernehmlicher Abstimmung mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand der KPS AG ausgeschieden. b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Directors' Dealings)Zwischen dem 30. September 2011 und dem 30. September 2012 wurden keine Directors' Dealings durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt. Am 11. Januar 2012 beauftragte eine dem Vorstand nahestehende Person einen Aktienkauf über 40.000 Stück. Director's Dealings wurden ordnungsgemäß gemeldet. Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG. c) InteressenskonflikteWeder Aufsichtsrat noch Vorstand hoben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris und Uwe Grünewald sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben sie einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen. d) VergütungsberichtDie Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/2011 nicht geändert Die Vergütung wird nicht individualisiert nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen. VorstandDie Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 91 7 (i.V. 1.464) TEuro. AufsichtsratDie Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (i. V. 55) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 1.004 (i.V. 1.037) TEuro. 3. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGa) AktienoptionspläneDie Gesellschaft hat in den Jahren 2004 und 2005 jeweils einen Aktienoptionsplan aufgelegt, der Ende 2009 ausgelaufen ist. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aktienoptionen von Vorstand oder Mitarbeitern ausgeübt. Die verfallenen Aktienoptionen betreffen Positionen, bei denen die Personen aus dem Unternehmen ausgeschieden sind bzw. die Optionslaufzeit ausgelaufen ist. b) ZwischenberichteWährend des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der KPS AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ("Entsprechenserklärung")Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechungserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung). Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und vom 15. Mai 2012 wurde -wie am 31. Januar 2011 erklärt -mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden: Ziff. 2.3.3.im Hinblick auf die Unterstützung der Aktionäre bei der Briefwahl. Die Gesellschaft beabsichtigt nicht, bei der nächsten Hauptversammlung die Briefwahl zu gestatten, so dass eine Unterstützung nicht erforderlich ist. Ziff. 3.8.im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Die Gesellschaft sieht einen Selbstbehalt als nicht erforderlich an, weil die Aufsichtsratsmitglieder großteils über ihren Aktienbesitz ohnehin wirtschaftlich für ihre Fehler einstehen. Ziffer 4.2.1Die Gesellschaft hatte nicht im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Vorstände. Angesichts der Größe der Gesellschaft ist derzeit nicht beabsichtigt, weitere Vorstandsmitglieder zu bestellen. Aus diesem Grund enthält die Geschäftsordnung keine Regelung der Ressortzuständigkeiten. Ein Gesamtvorstand existiert nicht. Ziffer 4.2.3Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans oder vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurden nicht auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, weil die Gesellschaft die Veröffentlichung der entsprechenden Angaben im Jahresabschluss, der auf der Internetseite verfügbar ist, für ausreichend gehalten hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen. Ziff. 4.2.4. und Ziff. 4.2.5.Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 29. Mai 2009 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB sowie gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offen zu legen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen. Ziffer 5.1.2Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde nicht festgelegt. Diese wird im Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit potenzieller Vorstände nicht für erforderlich erachtet. Ziffer 5.3im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet. Ziffer 5.4.1Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie Ziff. 5.4.1. Satz 1 und Ziff. 5.4.2. des deutschen Corporate Governance Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat derzeit davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats, die voraussichtlich erst im Jahr 2014 stattfinden wird, konkrete Ziele für die Zusammensetzung nach Ziff. 5.4.1. zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Eine solche wird im Hinblick auf die Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung auch nicht für erforderlich erachtet. Ziff. 5.4.6.im Hinblick auf die Orientierung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der KPS AG. Die Vergütung orientiert sich nicht an der wirtschaftlichen Lage bzw. am Erfolg der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung. Die Sinnhaftigkeit einer variablen Vergütung für den Aufsichtsrat ist zunehmend umstritten, da der Aufsichtsaufwand in wirtschaftlichen Krisenzeiten, in denen erfahrungsgemäß keine variable Vergütung zur Auszahlung kommt, höher ist als in Gewinnphasen, in denen es zur Auszahlung einer Variablen kommt. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht individualisiert und nach Bestandteilen angegeben, weil darin angesichts der in der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungshöhe kein zusätzlicher Nutzen liegt. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden aus grundsätzlichen Erwägungen nicht individualisiert im Corporate-Governance-Bericht angegeben. Ziffer 7.1.2im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden, um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.
Unterföhring, den 30. Januar 2013 KPS AG Dietmar Müller, Vorstand Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender KPS-Konzern Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011/20121 WIRTSCHAFTSBERICHT DES KPS-KONZERNS1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen1.1.1 Deutsche Wirtschaft trotzt der europäischen Rezession - nachlassendes WachstumstempoDie deutsche Wirtschaft trotzt der europäischen Rezession, wenn auch mit nachlassendem Wachstumstempo. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal 2012 -preis-, saison- und kalenderbereinigt -um 0,2 % höher als im Vorquartal (Quelle: Statistisches Bundesamt). In der ersten Jahreshälfte 2012 war das BIP mit + 0,5 % im ersten und + 0,3 % im zweiten Quartal noch etwas stärker gestiegen. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) aus dem Ausland: Im dritten Quartal 2012 wurden 1,4 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im zweiten Quartal. Im selben Zeitraum stiegen die Importe mit + 1,0 % etwas weniger stark. Dadurch stützte der Außenbeitrag - also die Differenz aus Exporten und Importen -das Bruttoinlandsprodukt mit einem rechnerischen Wachstumsbeitrag von 0,3 %-Punkten. Aus dem Inland kamen unterschiedliche Signale: Sowohl die privaten Haushalte (+ 0,3 %) als auch der Staat (+ 0,4 %) konsumierten mehr als im Vorquartal. Außerdem wurde mehr in Bauten investiert (+ 1,5 %). Dagegen sind Investitionen in Ausrüstungen -darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge -seit mittlerweile einem Jahr rückläufig, im dritten Quartal gingen sie um 2,0 % zurück. Daneben fand ein Vorratsabbau statt, der das Wirtschaftswachstum ebenfalls dämpfte (- 0,3 %-Punkte). 1.1.2 VorjahresvergleichAuch im Vorjahresvergleich hat sich das Wirtschaftswachstum seit Jahresbeginn 2012 verlangsamt: Das preisbereinigte BIP war im dritten Quartal 2012 um 0,4 % höher als ein Jahr zuvor. Der vergleichsweise geringe Zuwachs ist wie schon im zweiten Quartal unter anderem einem Kalendereffekt geschuldet: Im dritten Quartal gab es einen Arbeitstag weniger als ein Jahr zuvor, dies wirkte sich negativ auf das BIP-Wachstum aus. Nach Kalenderbereinigung ergibt sich ein entsprechend stärkerer Anstieg des BIP von + 0,9 %. Die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2012 wurde nach ersten vorläufigen Berechnungen von rund 41,7 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht, das waren 360.000 Personen oder 0,9 % mehr als ein Jahr zuvor. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität, gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigen, ist laut Statistischem Bundesamt im dritten Quartal 2012 um 0,5 % gesunken. Je Erwerbstätigenstunde ist sie dagegen nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,8 % gestiegen, da je Erwerbstätigen im Durchschnitt deutlich weniger gearbeitet wurde als im Vorjahr (- 1,3 %). Hauptursache hierfür war die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringere Anzahl an Arbeitstagen. Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts kamen die Wachstumsimpulse im dritten Quartal 2012 im Vergleich mit dem Vorjahr überwiegend vom Außenhandel. Es wurden preisbereinigt 4,2 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als vor einem Jahr. Die Importe stiegen im selben Zeitraum lediglich um 1,6 %. Dadurch war der Außenbeitrag als Saldo zwischen Exporten und Importen mit + 1,4 %-Punkten der treibende Faktor für den Anstieg des BIP im Vorjahresvergleich. Dagegen hielten sich die Unternehmen mit Investitionen zurück, sodass die preisbereinigten Ausrüstungsinvestitionen im Vergleich zum dritten Quartal 2011 einbrachen (- 8,0 %). Die privaten Konsumausgaben waren im Vorjahresvergleich preisbereinigt erstmals seit 2009 rückläufig (- 0,2 %). Insgesamt ging die inländische Verwendung im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 % zurück. Die einzelnen Wirtschaftsbereiche der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts entwickelten sich im dritten Quartal 2012 recht unterschiedlich: Während sämtliche Dienstleistungsbereiche ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr steigern konnten, ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung sowohl im Verarbeitenden Gewerbe (- 2,6 %) als auch im Baugewerbe (- 0,5 %) zurück. In jeweiligen Preisen gerechnet war das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2012 um 1,8 % und das Bruttonationaleinkommen um 1,5 % höher als im dritten Quartal 2011. Das Volkseinkommen nahm insgesamt um 1,0 % zu, die beiden Komponenten entwickelten sich laut Statistischem Bundesamt dabei aber höchst unterschiedlich. Während das Arbeitnehmerentgelt der Inländer um 3,5 % anstieg, gingen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen nach ersten vorläufigen Berechnungen um 3,5 % zurück. Die Nettolöhne und -gehälter der Arbeitnehmer waren um 3,1 % höher als vor einem Jahr; je Arbeitnehmer stiegen sie im Durchschnitt aber nur um 2,0 %. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um 1,3 %, genauso wie die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen. Daraus errechnet sich für die Sparquote der privaten Haushalte im dritten Quartal 2012 ein vorläufiger Wert von 8,8 %. 1.1.3 Konjunkturstatistik im DienstleistungsbereichDer Umsatz in ausgewählten Dienstleistungsbereichen stieg laut Statistischem Bundesamt im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 nominal um 2,4 %. Nach ersten Berechnungen nahm dabei der Umsatz im Wirtschaftsbereich Verkehr und Logistik um 1,3 % zu. Im Bereich Information und Kommunikation wuchs er um 1,6 % und bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen um 3,3 %. Am stärksten war die Zunahme bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit + 5,3 %. Gegenüber dem Vorquartal nahm der Umsatz in den betrachteten Wirtschaftsabschnitten im zweiten Quartal 2012 arbeitstäglich und saisonal bereinigt insgesamt um 0,6 % ab. Die Umsätze im Bereich Verkehr und Logistik verringerten sich dabei mit - 1,3 % am stärksten. Lediglich die Umsätze bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen nahmen arbeitstäglich und saisonal bereinigt zu, und zwar um 1,4 %. Die Zahl der Beschäftigten in ausgewählten Dienstleistungsbereichen stieg im zweiten Quartal 2012 gegenüber dem zweiten Quartal 2011 um 2,1 %. Dabei nahm die Beschäftigung in allen vier betrachteten Wirtschaftsbereichen zu, wobei die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen mit + 3,0 % den höchsten Zuwachs aufwiesen. Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Zahl der Beschäftigten in den ausgewählten Dienstleistungsbereichen saisonbereinigt um 0,1 %. Alle betrachteten Wirtschaftsbereiche mit Ausnahme der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (- 0,7 %) verzeichneten dabei einen Beschäftigungszuwachs. 1.1.4 Auswirkungen von WechselkursentwicklungenAuswirkungen von Wechselkursentwicklungen sind für den KPS-Konzern aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro nicht erkennbar. 1.2 Branchenspezifische EntwicklungNachdem sich der deutsche Markt für Managementberatung von dem Einbruch 2009 bereits im Jahr 2010 wieder erholt hatte, ist die Branche auch 2011 und 2012 erneut kräftig gewachsen. Das vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. geschätzte Marktvolumen für klassische Management- und Unternehmensberatung mit dem gesamten Themenspektrum von Strategie, Organisation, Informationstechnik, Führung, Betriebswirtschaft, Logistik und Marketing betrug 2011 rund 20,6 Milliarden Euro, nach 18,9 Milliarden Euro im Jahr 2010. Laut Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., BITKOM, in der ITK-Branche (Quelle: 40. Branchenbarometer des BITKOM, 3. Quartal 2012) haben zwei Drittel der deutschen Hightech-Unternehmen im dritten Quartal 2012 steigende Umsätze verbucht. Trotz weltweiter Konjunktureintrübung entspricht das etwa dem Ergebnis für das zweite Quartal. Der Anteil der IT- und Telekommunikationsunternehmen, die von fallenden Umsätzen berichten, ist zugleich von 13 auf 21 Prozent gestiegen. Besonders gute Entwicklungen weisen Anbieter von IT-Dienstleistungen und Software auf. Sie profitieren unter anderem von neuen Technologien wie Cloud Computing und der steigenden Nachfrage nach mobilen Anwendungen für Smartphones und Tablet Computer. Laut BITKOM-Branchenbarometer gehen mehr als zwei Drittel der ITK-Unternehmen für 2012 verglichen mit 2011 von steigenden Umsätzen aus; weniger als jedes fünfte erwartet einen Umsatzrückgang. Entsprechend positiv sind die Aussichten für den Arbeitsmarkt. Mehr als jedes zweite ITK-Unternehmen wird gemäß dem Branchenbarometer in diesem Jahr zusätzliches Personal einstellen, nur 16 Prozent gehen von einem Stellenabbau aus. Größtes Hindernis für Personalaufstockungen bleibt die Fachkräftesituation: 57 Prozent der Unternehmen leiden nach eigenen Angaben darunter, für offene Stellen keine geeigneten Bewerber zu finden. Das sind etwas weniger als noch im zweiten Quartal, als der Anteil 63 Prozent betrug. 1.3 Marktstellung des KPS-Konzerns in der BrancheObwohl seit Jahren auch in Deutschland die Tochtergesellschaften der großen multinationalen Managementberatungskonzerne die führenden Plätze im Markt einnehmen, spielen zahlreiche deutsche mittelständische und kleine Managementberatungsunternehmen eine wichtige Rolle. Danach liegt der KPS-Konzern in einem von der Lünendonk GmbH im Juli 2012 veröffentlichten Ranking der zehn führenden deutschen mittelständischen Beratungsunternehmen auf Rang acht (Quelle: Lünendonk®-Studie 2012 "Führende Managementberatungs-Unternehmen in Deutschland"). Laut der Lünendonk®-Studie generierten die Top-10-Mittelstand 2011 zusammen einen Gesamtumsatz in Höhe von 763 Millionen Euro. 1.4 Wesentliche GeschäftsfelderDer KPS-Konzern ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Häusern in Deutschland. Die Schwerpunkte liegen in der Strategie- und Prozessberatung sowie der Optimierung von Geschäftsprozessen mit dem Branchenfokus Handel, Konsumgüterindustrie, Automotive sowie Financial Services und Communication Solutions. Mit der von KPS entwickelten KPS Rapid-Transformation® Methode steuert KPS die Optimierung globaler Geschäftsmodelle und -prozesse entlang der kompletten Supply-Chain. Im Rahmen der Projektaktivitäten werden für Finance und Controlling dynamische Steuerungssysteme implementiert. Die IT wird zum wesentlichen Erfolgsfaktor für die Unternehmenssteuerung ausgebaut. 1.5 Dienstleistungs- und AbsatzbereichKPS zählt zu den führenden Managementberatungen für Business Transformation und Prozessoptimierung. Mit einem Umsatzvolumen von rund 62 Mio. Euro nimmt KPS in Deutschland und einigen europäischen Ländern eine herausragende Marktposition ein. Mit unserer völlig neuen Dimension der Projektumsetzung konnten wir im Geschäftsjahr 2011/2012 unsere Expansion in die europäischen Zielmärkte weiter erfolgreich vorantreiben. KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer bisher nicht gekannten Effizienz und Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab. Dabei werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Das Erreichen beziehungsweise der Ausbau einer führenden Marktposition in unseren Fokusbranchen, dem Handel und der Konsumgüterindustrie, ist ein fundamentales Unternehmensziel der KPS. Im Berichtszeitraum ist es gelungen, die Marktführerschaft weiter zu festigen und auszubauen. Veränderungen erfolgreich gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungsverhältnisses definiert unsere hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden in großem Maße profitieren. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie, dem Bereich Automotive und Aerospace sowie Financial Services und Communication Solutions. Auf weiterhin stabilem und hohem Niveau konnten sich die Geschäftsfelder KPS Solution für Dienstleistungen und KPS Services für Industrielösungen im Berichtszeitraum positionieren. 1.5.1 Beratungs- und ServiceportfolioBei der Umsetzung unserer Projektphilosophie steht der höchstmögliche Kundennutzen im Vordergrund. Beratung mit "Herz und Verstand" ist unser Leitmotiv und beschreibt die Unternehmenskultur der KPS, die konsequent auf hohen Kundennutzen ausgerichtet ist. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode wurde eine neue Dimension der Projektumsetzung geschaffen. KPS stellt dem Kunden mit der KPS Rapid-Transformation® Methode das Steuerungsinstrument für ein voll umfängliches Programm-Management bereit. Das Vorgehensmodell ermöglicht unseren Kunden, massive Unternehmenstransformationen erfolgreich zu managen und umzusetzen. Die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle im Kontext innovativer IT-Technologien ist die aktuelle Herausforderung im Beratungsmarkt. KPS-Berater und -Spezialisten kennen den globalen und technologischen Kontext und unterstützen bei der Einführung revolutionärer Technologien. Transformation, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet das Credo. Unsere Transformationsberater und Spezialisten fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Empfehlungen und unterscheiden sich damit signifikant von klassischen Strategie- und Prozessberatern. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein umfangreiches Leistungs- und Servicepaket im Rahmen von Post go-live sowie Support-Aktivitäten und unterstützen bei internationalen roll-outs. Abgerundet wird das Portfolio durch KPS-Spezialisten für die Themenbereiche:
1.5.2 AuftragsbestandUnternehmen aus dem In- und Ausland schätzen die exzellente Qualität der KPS und setzen hohes Vertrauen in unsere Umsetzungskompetenz. Damit verfügt KPS über eine ausgezeichnete und solide Kundenbasis. Auftragsbestand wie Auftragseingang konnten im Berichtszeitraum kontinuierlich gefestigt werden und rangieren mit einer Reichweite von ca. 15 Monaten weit über dem Branchendurchschnitt. Vor allem im Branchensegment Handel und Konsumgüter vertrauen namhafte Unternehmen ihre Projektumsetzungen der KPS an. KPS konnte im Geschäftsjahr 2011/2012 seine Position als Marktführer in den definierten Zielbranchen nicht nur festigen, sondern darüber hinaus konsequent weiter ausbauen. Die durchschnittlichen Auslastungsquoten der KPS-Berater stabilisierten sich über das gesamte Geschäftsjahr 2011/2012 hinweg mit über 90 % auf sehr hohem Niveau. Damit konnte die bereits exzellente Auslastung des Geschäftsjahres 2010/2011 gehalten werden. Im Branchenvergleich liegt KPS mit diesem Wert im absoluten Spitzenfeld. 1.6 Investitions- und FinanzierungsbereichIm Rahmen eines Asset Deals wurden innovative Softwareprodukte zur Optimierung der KPS Rapid-Transformation® Methode erworben. Weitere Kapitalmaßnahmen oder Investitionen im nennenswerten Umfang wurden nicht getätigt. Im Berichtszeitraum standen dem KPS-Konzern ausreichend liquide Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch zur Finanzierung des Wachstums zur Verfügung. 1.7 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage1.7.1 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im ÜberblickÜberblick über die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage des KPS-Konzerns. scroll
1.7.2 Geschäfts und RahmenbedingungenMit der KPS Rapid-Transformation® Methode hat KPS eine neue Dimension der Projektumsetzung geschaffen. Mit dieser Methodik will KPS führend in den definierten Zielmärkten vertreten sein. Durch diese exzellente Positionierung bietet sich die herausragende Chance für ein stabiles und dauerhaftes Wachstum der KPS. 1.7.3 KonzernstrukturDie KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig ist. Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden. STRUKTUR DES KPS-KONZERNS![]() 1.7.4 Wirtschaftliches UmfeldDer Umsatz in ausgewählten Dienstleistungsbereichen stieg laut Statistischem Bundesamt im zweiten Quartal 2012 im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 nominal um 2,4 %. Die gegenwärtige Anspannung an den europäischen Finanzmärkten verdeutlicht, dass die Schuldenkrise noch lange nicht gelöst ist. Von ihrem Fortgang hängt die wirtschaftliche Entwicklung Europas und der Welt im Prognosezeitraum entscheidend ab. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Welt in 2012 und in 2013 mit 3,2 % bzw. 3,6 % nur schwach zunehmen wird. Entsprechend wird der Welthandel im Jahr 2012 um lediglich 3,5 % expandieren, ehe er im Jahr 2013 prognostiziert um 5,2 % zulegt. Nachdem sich der deutsche Markt für Managementberatung von dem Einbruch 2009 bereits im Jahr 2010 wieder erholt hatte, ist die Branche 2011 und 2012 erneut kräftig gewachsen. 1.7.5 Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Regionen1.7.5.1 Geschäftsentwicklung nach SegmentenDie Darstellung der Umsätze nach den berichtspflichtigen Segmenten zeigt, dass 93,3 % (Vorjahr: 92,2 %) im Segment Management Consulting / Transformationsberatung erwirtschaftet wurden. Im Segment Systemintegration konnten 6,1 % (Vorjahr: 6,3 %) des Umsatzes generiert werden, 0,6 % (Vorjahr: 1,5 %) des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen. 1.7.5.2 Geschäftsentwicklung nach RegionenDie Aufteilung der Umsatzerlöse nach den Regionen in Höhe von 61,942 Mio. Euro ergibt für das Geschäftsjahr 2011/2012 folgendes Bild. Hauptumsatzträger war Deutschland mit 42,27 Mio. Euro bzw. 68,2 % gefolgt von der Region Skandinavien mit einem Volumen von 16,17 Mio. Euro oder 26 %. Danach folgen die Schweiz mit 2,27 Mio. Euro. bzw. 3,7 % sowie Österreich mit 0,965 Mio. Euro (1,6 %) sowie der Rest der Welt mit 0,267 Mio. Euro (0,5 %). 1.7.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KPS-Konzerns1.7.6.1 Ertragslage KPS-KonzernGewinn- und Verlustrechnung KPS-Konzern nach IFRS (Kurzfassung)scroll
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entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit UmsatzerlöseIm Geschäftsjahr 2011/2012 konnte die KPS den Nettoumsatz um 23,4 % auf über 61,9 (Vorjahr: 50,2) Mio. Euro steigern und lag damit am oberen Ende der Umsatzprognose. Zurückzuführen ist das Umsatzwachstum im Wesentlichen auf die Gewinnung von Großprojekten bei namhaften Kunden aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie. Mit einem Umsatz von 61,9 (Vorjahr: 50,2) Mio. Euro und einem EBIT von 6,9 (Vorjahr: 5,8) Mio. Euro bzw. einer EBIT-Marge von 11,2 % (Vorjahr: 11,6 %) konnten bei den absoluten Zahlen die jeweiligen Vorjahreswerte beim Umsatz übertroffen werden, wobei der EBIT gegenüber dem Vorjahr um 19,8 % gestiegen ist. Dies liegt vor allem im gegenüber dem Vorjahr gesteigerten Umsatz begründet. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen, wie beispielsweise Weiterberechnungen und Erträge von Rückstellungsauflösungen. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum von 0,5 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro (-20,1 %) gesunken. MaterialaufwandIm Berichtszeitraum veränderte sich der Kostenverlauf, dem Geschäftsverlauf und dem gestiegenen Umsatz angepasst, entsprechend. Der Materialaufwand, der im Wesentlichen die Kosten für freiberufliche Berater beinhaltet, stieg aufgrund des Umsatzanstieges ebenfalls um 3,3 Mio. Euro (+13,5 %) von 24,6 Mio. Euro auf 27,9 Mio. Euro. Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software sind weiterhin rückläufig und im Vergleich zum Vorjahr von 753 TEuro auf 317 TEuro gesunken. Der Anstieg der bezogenen Fremdleistungen im Berichtszeitraum um 3.758 (Vorjahr: 5.775) TEuro auf 27.648 (Vorjahr: 23.890) TEuro ist auf den hohen Bedarf an qualifizierten Beratern zurück zu führen, die aufgrund der Bedarfssituation kurzfristig benötigt wurden. PersonalaufwandDer Personalaufwand belief sich auf 19.302 (Vorjahr: 14.102) TEuro und ist gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 5.200 TEuro (+ 36,9 %) gestiegen. Auch hier ist insbesondere der Umsatzanstieg und der damit einhergehende Anstieg der Mitarbeiteranzahl als Grund zu sehen. Im Berichtszeitraum wurden vermehrt Einstellungen von Beratern vorgenommen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 waren im KPS-Konzern 153 (Vorjahr: 112) Mitarbeiter beschäftigt. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 28,3 % auf 7.682 (Vorjahr: 5.988) TEuro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten in Höhe von 3.182 (Vorjahr: 2.364) TEuro, Rechtsberatungs-, Prüfungs-, und Kapitalmarktkosten mit 779 (Vorjahr: 696) TEuro, nicht projektbezogene Fremdleistungen mit 1.390 (Vorjahr: 1.386) TEuro sowie Raum- und Betriebskosten mit 855 (Vorjahr: 702) TEuro. AbschreibungenDie Abschreibungen erhöhten sich gegen über dem Vorjahr um 309 TEuro von 158 TEuro auf 467 TEuro. Dies liegt insbesondere in dem Erwerb von Softwarepaketen im Rahmen eines durchgeführten Asset Deals begründet. FinanzergebnisDas Finanzergebnis des Konzerns ist mit -455 (Vorjahr: -464) nahezu konstant geblieben. Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2011/2012 sind Zinsen für strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 102 TEuro enthalten. ErtragsteuernDie Steuern vom Einkommen und Ertrag im Gesamtbetrag von -1.698 (Vorjahr: 632) TEuro beinhalten laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 918 (Vorjahr: 682) TEuro sowie Erträge aus latenten Steuern von 2.616 (Vorjahr: 50) TEuro. 1.7.6.2 Ermittlung des EBIT(DA) vor SondereinflüssenDas EBIT konnte von 5.765 TEuro im Vorjahr um 1.142 TEuro auf 6.907 TEuro im Geschäftsjahr 2011/2012 gesteigert werden. Die EBIT-Marge verringerte sich geringfügig auf 11,2 % (Vorjahr: 11,6 %). Das EBITDA verbesserte sich von 5.923 TEuro im Vorjahr um 1.451 TEuro auf 7.374 TEuro im Geschäftsjahr 2011/2012. Bezogen auf den Umsatz beträgt die EBITDA-Marge 11,9 % (Vorjahr: 11,9 %). Der Konzernperiodenüberschuss konnte von 4.669 TEuro im Vorjahr um 3.481 TEuro auf 8.150 TEuro verbessert werden. 1.7.6.3 Bereinigtes Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie gemäß IFRS wird sowohl durch Effekte aus der Kaufpreisaufteilung für Akquisitionen als auch durch weitere Sondersachverhalte beeinflusst. Um die Vergleichbarkeit unserer Performance im Zeitablauf zu erhöhen, ermitteln wir ein "Bereinigtes Konzernergebnis", das um sämtliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und Sondereinflüsse auf das EBITDA sowie der darauf bezogenen Steuereffekte bereinigt ist. Basierend auf diesem bereinigten Konzernergebnis weisen wir analog zum Ergebnis je Aktie ein bereinigtes Ergebnis je Aktie aus, das wir als Basis für unsere Dividendenpolitik verwenden. Im Geschäftsjahr 2011/2012 erzielten wir ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,26 Euro (Vorjahr: 0,14 Euro). Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,26 (Vorjahr: 0,14) Euro. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie gemäß IFRS stellen wir im Konzernabschluss, Anhangangabe 7.10, dar. 1.7.6.4 Wertorientierte KonzernsteuerungIm KPS-Konzern besteht ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Beteiligungsgesellschaften. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis zu den einzelnen Profitcentern-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet. 1.7.6.5 Finanzlage und Investitionen KPS-KonzernIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurde hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung der Liquidität gelegt. Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2012 über Zahlungsmittel in Höhe von 161 (Vorjahr: 457) TEuro. Dem stehen 2.586 (Vorjahr: 1.705) TEuro Bankverbindlichkeiten gegenüber. Die Nettoliquidität wurde zum Bilanzstichtag mit -2.425 (Vorjahr: -1.248) TEuro ausgewiesen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 3.438 TEuro gegenüber 1.459 TEuro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -1.577 (Vorjahr: -183) TEuro und betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen sowie dem Erwerb von Sachvermögen im Rahmen eine Asset Deals. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -3.038 (Vorjahr: -2.496) TEuro. 1.7.6.6 Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS-KonzernBilanz KPS-Konzern (Kurzfassung)scroll
Zum 30. September 2012 beläuft sich die Bilanzsumme auf 33.446 (Vorjahr: 22.367) TEuro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 11.079 TEuro um 49,5 % erhöht. Entwicklung VermögenswerteDie im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich zum Stichtag auf 17.852 (Vorjahr: 12.609) TEuro. Hierin enthalten sind im Wesentlichen die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren Erwerben der KPS AG in Höhe von 9.294 TEuro, sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3.183 (Vorjahr: 631) TEuro, Sachanlagen in Höhe von 262 (Vorjahr: 158) TEuro sowie aktive latente Steuern in Höhe von 5.113 (Vorjahr: 2.499) TEuro. Die bei den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 15.433 TEuro erhöhten sich gegen über dem Vorjahreswert in Höhe von 9.301 TEuro um 65,9 %. Das Investitionsvolumen belief sich im Berichtszeitraum auf 3.096 (Vorjahr: 185) TEuro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert. Dies wird begründet durch den Erwerb von Softwarepaketen im Rahmen eines durchgeführten Asset Deals. Entwicklung EigenkapitalDas den Aktionären der KPS AG zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.248 TEuro erhöht und weist zum 30. September 2012 einen Wert in Höhe von 11.619 (Vorjahr: 6.371) TEuro aus. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 34,7 % (Vorjahr: 28,5 %). Zur detaillierten Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Entwicklung SchuldenDie langfristigen Schulden betreffen lediglich passive latente Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 38 (Vorjahr: 40) TEuro. Weitere langfristige Schulden bestanden am Bilanzstichtag nicht. Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich gegenüber dem Vorjahresstichtag eine Erhöhung um 5.950 TEuro auf 21.906 (Vorjahr: 15.956) TEuro. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 3.660 TEuro sowie auf den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 1.557 TEuro auf 3.337 (Vorjahr: 1.780) TEuro zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 881 TEuro auf 2.586 (Vorjahr: 1.705) TEuro. 1.7.7 ErgebnisverwendungDas Ergebnis nach Ertragssteuern konnte im Berichtszeitraum deutlich von 4,7 Mio. Euro um 74,6 % auf 8,15 Mio. Euro verbessert werden und lag im oberen Segment der prognostizierten Bandbreite. Bei einer vorgeschlagenen Dividende von 3,7 (Vorjahr: 2,9) Mio. Euro würde die Ausschüttungsquote bei circa 45 % des erwirtschafteten Jahresergebnisses liegen. Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt dabei die angestrebte Ausschüttungskontinuität sowie die Ertragskraft der KPS. 1.8 Sonstige wesentliche Ereignisse1.8.1 Veränderungen VorstandHerr Mario Uhl ist aus persönlichen Gründen mit Wirkung zum 22. Oktober 2012 in einvernehmlicher Abstimmung mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand der KPS AG ausgeschieden. Die Leitung des Bereiches Financial Services erfolgt bis auf weiteres durch das Vorstandsmitglied Herrn Dietmar Müller. 1.8.2 Software FactoryDie aus dem Asset Deal erworbenen Softwareprodukte werden zur Forcierung des Produktgeschäftes herangezogen und ermöglichen eine dynamische Entwicklung unseres KPS-Rapid-Transformation-Frameworks©. Innerhalb kürzester Zeit können umfassende Systemanalysen komplexer SAP-Anwendungen durchgeführt und dokumentiert werden. Die dadurch gewonnene Transparenz in den SAP-Anwendungen ist Basis für umfangreiche Maßnahmen zur Prozessoptimierung. 2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung auf das Investitionsverhalten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen. 2.2 Branchenspezifische EntwicklungKPS ist ein auf Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungshaus und rangiert in Deutschland unter den Top 25 der Managementberatungsunternehmen. Im Segment der mittelständischen Beratungshäuser ist KPS unter den Top 10 in Deutschland positioniert. (Quelle: Lünendonk) KPS verfügt über eine exzellente Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche Produktportfolio der KPS liefert die Basis für ein hohes Cross-Selling-Potential. Aufgrund der sehr hohen Kundenzufriedenheit bei laufenden wie der Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte tragen Post-go-live und Support-Aktivitäten vermehrt zur Umsatzgenerierung bei. Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte. 2.3 Dienstleistungs- und AbsatzbereichMit der KPS Rapid-Transformation® Methode hat KPS eine neue Dimension der Projektumsetzung entwickelt. Dabei wird die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung kombiniert. KPS minimiert damit das Einführungsrisiko deutlich und garantiert nachweislich einen schnellen ROI. Wir beobachten im Markt Tendenzen, dass Mitbewerber versuchen, unser erfolgreiches Modell nachzuahmen. Wir können nicht ausschließen, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen versuchen, eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen. 2.4 Chancen und Risiken aus SkaleneffektenBei der aktuellen Unternehmensgröße und einem Jahresumsatz größer 60 Mio. Euro sowie einer stabilen Beratungsmannschaft von mehr als 350 Beratern hat sich das Interesse der KPS für große Konzernunternehmen noch weiter verbessert. Damit steigert KPS seine Attraktivität, als Generalunternehmen bei Großkunden eingesetzt zu werden. 2.5 Sonstige operative Chancen und RisikenEs besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. KPS erbringt seine Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. Die KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen IBM und SAP. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken. Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen. Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS jedoch lediglich bei 2 % liegt, sind die daraus resultierenden Risikopotenziale als gering einzustufen. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab. 2.6 Investitions- und FinanzierungsbereichWährungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur begrenzt. Gleiches gilt für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. Ein Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen wird regelmäßig überprüft. 2.7 Steuerlicher BereichEs bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft rückgestellten Beträge. 2.8 Sonstige wesentliche EreignisseIn der abgelaufenen Berichtsperiode fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. 2.9 Bestandsgefährdende RisikenRisiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine erkennbar. 3 NACHTRAGSBERICHT3.1 Berichtspflichtige EreignisseInsgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage vom Konzern beeinflussen. 3.2 Veränderungen im VorstandHerr Mario Uhl ist mit Wirkung zum 22. Oktober 2012 aus dem Vorstand der KPS AG ausgeschieden. Die Leitung des Bereiches Financial Services erfolgt bis auf weiteres durch das Vorstandsmitglied Herrn Dietmar Müller. 3.3 Veränderungen Vermögens-, Finanz- und ErtragslageNeben der Veränderung im Vorstand sind seit dem 30. September 2012 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns erwarten. 3.4 Einschätzung des Vorstands zur aktuellen EntwicklungKPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2012/2013 gestartet. Die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres konnte voll in das aktuelle Geschäftsjahr überführt werden. Vorstand und Management gehen davon aus, dass die ambitionierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ertrag realisiert werden können. Der KPS Konzern konnte die für das Geschäftsjahr 2011/2012 vom Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele in vollem Umfang umsetzen. Umsatz und Ergebnisentwicklung verliefen innerhalb der vorgegebenen Bandbreite und rangierten am oberen Rand der Skala. Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr plangemäß entwickeln werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein. 4 RISIKOMANAGEMENTZIELE UND -METHODEN DES KPS-KONZERNSKPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation® Methode, kann auf ungewünschte Ereignisse zeitnah reagiert und diesen gegengesteuert werden. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager und in turnusmäßigen Reviews mit den Managing Partnern sowie dem Vorstand. Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, welches kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiter entwickelt wird. Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfangreiches Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. 5 PREISÄNDERUNGS-, AUSFALL- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE RISIKEN AUS ZAHLUNGSSTROMSCHWANKUNGENEin Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen wird regelmäßig überprüft. 6 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAls Beratungsunternehmen tätigt der KPS-Konzern keine klassische Forschung und Entwicklung. Vielmehr tätigt die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie von Neueinführungen am Markt. 7 VERGÜTUNGSBERICHT7.1 Vergütungen für die Mitglieder des VorstandsDie Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Planzahlen im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für die Vorstandsmitglieder insgesamt 917 (Vorjahr: 1.464) TEuro, wobei der variable Anteil 26 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt; ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt vor. Den Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen. 7.2 Vergütungen für die Mitglieder des AufsichtsratesIn der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6fache dieses Betrags. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf insgesamt 55 TEuro (Vorjahr: 55 TEuro). 7.3 Vergütungen für frühere MitgliederDie Bezüge früherer Vorstandsmitglieder betrugen 330 TEuro. 8 WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (BERICHT GEMÄSS §§ 289 ABSATZ 5, 315 ABSATZ 2 NR. 5 HGB)Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich identifizieren, minimieren bzw. vollständig vermeiden zu können. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung von der KPS-Gruppe abgewendet werden. Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, intern in den Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von IT-Berechtigungskonzepten sind Bestandteile unseres internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems. Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt systemgestützt mittels unserer ERP-Software SAP eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden -soweit wesentlich bzw. gesetzlich erforderlich -einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden. 9 PROGNOSEBERICHT9.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung9.1.1 WeltkonjunkturDie Weltkonjunktur hat im Jahr 2012 weiter an Fahrt verloren (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, Prognose-Zentrum, Prognosebericht, abgeschlossen am 17. Dezember 2012). Zur Jahreswende 2012/13 scheint der Tiefpunkt der globalen konjunkturellen Dynamik zwar durchschritten zu sein. Doch belasten Unsicherheiten den Ausblick, die insbesondere im Zusammenhang mit der Staatsschuldenkrise im Euroraum und dem zukünftigen finanzpolitischen Kurs in den Vereinigten Staaten stehen. Für die Prognose nimmt das Institut für Weltwirtschaft an, dass sich die Lage im Euroraum allmählich weiter entspannt. Bezüglich der Finanzpolitik in den Vereinigten Staaten wird unterstellt, dass ein Kompromiss erzielt wird, der zwar die Konjunktur im kommenden Jahr merklich dämpft, die Perspektiven auf die mittlere Frist aber verbessert. Unter diesen Voraussetzungen erwartet das Institut für Weltwirtschaft, dass die Produktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Winterhalbjahr 2012/13 allenfalls sehr schwach zulegen und danach langsam an Schwung gewinnen wird. Die Wirtschaft in den Schwellenländern wird, auch dank wirtschaftspolitischer Anregungen, im Verlauf des kommenden Jahres zunehmend Fahrt aufnehmen. Die Weltproduktion insgesamt dürfte nach Einschätzung des Institutes für Weltwirtschaft im Jahr 2013 mit einer Rate von 3,4 Prozent expandieren, nach voraussichtlich 3,2 Prozent im Jahr 2012. Für 2014 erwartet das Institut für Weltwirtschaft eine wieder etwas stärkere Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts (3,9 Prozent). 9.1.2 Europäische Schuldenkriste und Anspannung an den europäischen FinanzmärktenDie gegenwärtige Anspannung an den europäischen Finanzmärkten verdeutlicht, dass die Schuldenkrise noch lange nicht gelöst ist. Von ihrem Fortgang hängt die wirtschaftliche Entwicklung Europas und der Welt im Prognosezeitraum entscheidend ab. Der Prognose des Ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung an der Universität München (vergleiche Ifo-Konjunkturprognose 2012/2013, Stand Juni 2012) liegt die Annahme zugrunde, dass die europäische Schuldenkrise selbst dann nicht dramatisch eskaliert, wenn Griechenland die Währungsunion verlässt. Dies setzt laut Ifo-Institut zum Einen voraus, dass es gelingt, die negativen Effekte kurzfristig aufflammender Finanzmarktturbulenzen abzumildern, indem geeignete wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen werden. Dazu zählen insbesondere die Versorgung solventer Banken mit ausreichend Liquidität sowie die Rekapitalisierung oder systemschonende Abwicklung angeschlagener Kreditinstitute. Unter diesen Voraussetzungen dürften die Folgen einer möglichen Insolvenz Griechenlands innerhalb oder außerhalb der Währungsunion begrenzt bleiben und zu keiner Ansteckung weiterer Mitgliedsstaaten führen. Darüber hinaus erwartet das Ifo-Institut, dass die Probleme des spanischen Bankensektors beherrschbar bleiben und sich die Refinanzierungskosten der Krisenländer des Euroraums auf einem hohen, aber dennoch tragbaren Niveau stabilisieren, so dass es zu keinen weiteren Schuldenschnitten außerhalb Griechenlands kommt. Gleichwohl bleibt eine Eskalation der europäischen Schuldenkrise nach wie vor das Hauptrisiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikoszenarios erscheint aktuell nahezu genauso groß wie die des Basisszenarios. Denn die Strukturprobleme, mit denen die Krisenländer des Euroraums (Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien) zu kämpfen haben, sind nach wie vor enorm und werden ihre Leistungsfähigkeit und dadurch ihre Solvenz weit über den Prognosezeitraum hinaus belasten. Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion in der Welt in 2012 und in 2013 mit 3,2 % bzw. 3,6 % nur schwach zunehmen wird. Entsprechend wird der Welthandel im Jahr 2012 um lediglich 3,5 % expandieren, ehe er im Jahr 2013 prognostiziert um 5,2 % zulegt. 9.1.3 Deutschland mit leichten WachstumsperspektivenDas schwache außenwirtschaftliche Umfeld und die Unsicherheit über die Wirtschaftspolitik zur Bewältigung der Krise im Euroraum belasten weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland (Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, Prognose-Zentrum, Prognosebericht, abgeschlossen am 17. Dezember 2012). Insgesamt haben sich die Konjunkturaussichten nach Einschätzung des Institutes für Weltwirtschaft deutlich eingetrübt. Für das Jahr 2013 prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft einen schwachen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um lediglich 0,3 Prozent. Für das Jahr 2014 erwartet das Institut für Weltwirtschaft eine Expansion um 1,5 Prozent. Die Flaute im Außenhandel dürfte demnach nur nach und nach überwunden werden. Zwar werden von den binnenwirtschaftlichen Triebkräften im Verlauf des Prognosezeitraums wohl zunehmend stärkere Impulse auf die Produktion ausgehen, diese sind aber 2013 noch zu schwach, um einen weiteren Rückgang der Kapazitätsauslastung aufzuhalten. Dementsprechend dürfte nach Einschätzung des Institut für Weltwirtschaft auch die unternehmerische Investitionstätigkeit zunächst sehr schwach bleiben und sich erst 2014 spürbar beleben, sofern das Vertrauen nicht abermals durch eine Zuspitzung der Krise im Euroraum erschüttert wird. Der Beschäftigungsaufschwung ist vorerst vorbei, allerdings ist damit zu rechnen, dass die Zahl der Erwerbstätigen nahezu stagnieren wird -dies ist angesichts der schwachen gesamtwirtschaftlichen Expansion in 2013 ein stabilisierender Faktor für die Konjunktur. Die Risiken für die Preisstabilität werden laut Institut für Weltwirtschaft trotz der derzeitigen konjunkturellen Schwächephase größer. Bei einer für die deutsche Volkswirtschaft weiterhin extrem expansiv ausgerichteten Geldpolitik könnten sie sich schon bald materialisieren. Das Defizit in den öffentlichen Kassen dürfte 2013 wieder etwas zunehmen. Hierzu tragen sowohl konjunkturelle Effekte als auch expansive Maßnahmen der Finanzpolitik bei. 9.2 Entwicklung KPS-KonzernEine zentrale Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2012/2013 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in unseren Fokusbranchen Handel und Konsumgüterindustrie weiter zu festigen und international auszubauen. Darüber hinaus planen wir den Fokus für Transformationsberatung um weitere Branchen bzw. Kundensegmente zu erweitern. Dabei setzen wir in erster Linie auf unsere Fähigkeiten, die Markt- und Geschäftsentwicklung aus eigener Kraft und auf organischem Wege umzusetzen. Besonderes Augenmerk legen wir auf die kontinuierliche Verfeinerung und Optimierung unserer innovativen KPS Rapid-Transformation® Methodik. 9.3 Wesentliche GeschäftsfelderKernsegment unserer Aktivitäten und Hauptumsatzträger bildet die Managementberatung. Unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten erzielen wir dabei im Segment Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode wird -gemäß dem Leitgedanken "Alles aus einer Hand" -die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Umsetzungskompetenz der Implementierungsberatung orchestriert. Komplexe Projektvorhaben werden im vorgegeben Zeit- und Budgetrahmen optimal realisiert. Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2012/2013 ebenfalls kontinuierlich weiter wachsen wird. Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung bei SAP- und Non-SAP-Technologien sowie die Integration von heterogenen Systemlandschaften und Architekturen. Weiterhin forcieren wollen wir unser Produktgeschäft bei Unternehmen, die komplexe SAP-Anwendungen betreiben. Der KPS System Scan analysiert mittels eines umfassenden Kennzahlensystems detailliert komplexe SAP-Systemlandschaften und liefert mittels einer umfassenden System- und Datenanalyse wertvolle Diagnoseinformationen und Optimierungspotenziale. Durch die damit gewonnene Systemtransparenz erhalten unsere Kunden wertvolle Einblicke in ihre komplexen Systemarchitekturen und -landschaften. Des Weiteren werden umfangreiche Geschäftsprozessmodelle zur Darstellung der individuellen Prozesslandschaft im Unternehmen visualisiert und dokumentiert. 9.4 Dienstleistungs- und AbsatzbereichKPS hat im Geschäftsjahr 2011/2012 die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung verliefen plangemäß und nachhaltig. Durch die exzellente Unternehmensentwicklung wurden stabile Faktoren für ein dauerhaftes und wertorientiertes Wachstum der KPS geschaffen. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß den Prognosen für das Geschäftsjahr 2012/2013 plangemäß entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überein. 9.5 Investitions- und FinanzierungsbereichZur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung geplant. Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2012/2013 resultiert unter anderem auf der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor allem auf der ausgezeichneten Positionierung der KPS in unseren Fokusbranchen. Mit dem Technologievorsprung unserer innovativen Projektmethodik sowie dem Entwicklungsvorsprung unserer Produkte verfügt KPS über ein Alleinstellungsmerkmal im Beratungsmarkt. 9.6 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage9.6.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung der KPSSofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht der KPS-Konzern im Geschäftsjahr 2012/2013 von einer weiteren Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses aus. Auch für die Jahre danach rechnen wir mit einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum. Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns konsequent auf die Verbesserung der Ergebnismargen konzentrieren. Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG wollen an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens festhalten und die eingeschlagene strategische Ausrichtung im Beratungsmarkt konsequent weiter verfolgen. Zentrales Thema dabei ist die Positionierung der KPS als Marktführer für Business Transformation und Prozessoptimierung sowohl in Deutschland als auch in Europa weiter auszubauen. Die Erweiterung unserer Methodenführerschaft auf neue Zielbranchen ist dabei ebenfalls im Fokus unserer Aktivitäten. 9.6.2 Positive Lageeinschätzung zur Entwicklung der KPSVorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage der KPS insgesamt sehr positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir exzellent aufgestellt und verfügen über eine solide Finanz- und Ertragslage. Maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere im Markt etablierte KPS Rapid-Transformation® Methode. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2012/2013 geht der Vorstand weiter von einem stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Verbesserung der Ergebnismargen liegt. Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2012/2013 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang sehr zufriedenstellend entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 72 Mio. Euro und ein EBIT von 8,5 bis 9,5 Mio. Euro. Unsere Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können. 10 BERICHT GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB10.1 Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsZum 30. September 2012 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 32.742.531.- Euro. Es ist eingeteilt in 32.742.531 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1,00 Euro am Grundkapital. Damit blieben Grundkapital und Zahl der Aktien gegenüber dem Ende des Vorjahres unverändert. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insgesamt 94.576 eigene Aktien erworben. Der Gesamtbestand der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien beträgt zum 30. September 2012 374.454 Stück. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. 10.2 Stimmrechts- und ÜbertragungsbeschränkungenZwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald besteht ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen bis zum 31. Dezember 2015. Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden. 10.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 %Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2012 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt: scroll
Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2011/2012 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft keine Meldung über die oben dargestellte Auflistung hinaus zu einer Beteiligung über 10 % der Stimmrechte vor. 10.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihenEs gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. 10.5 Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungenArbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. 10.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der SatzungDie Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. 10.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von AktienDer Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Eintragung der Satzungsänderung des geänderten genehmigten Kapitals 2009/I an für fünf Jahre einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe von neuen auf den Namen lautenden Stückaktien zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bedingt um 17.823.787 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom gleichen Tage ermächtigt wurde. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, bis zu 10 % des bei der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals eigene Aktien zu erwerben und zu verwenden unter Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts. Die Ermächtigung gilt bis zum 20. Mai 2015. Bis zum Bilanzstichtag 30. September 2012 wurden 374.454 Stück Aktien erworben. 10.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eine ÜbernahmeangebotesIm Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens aber für die Dauer von drei Jahren. 10.9 Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotesDie KPS AG hat weder mit den Mitgliedern des Vorstands noch mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen. 11 ZUSATZBERICHT11.1 PersonalUnsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld. Am 30. September 2012 beschäftigte der KPS-Konzern weltweit 153 Mitarbeiter (Vorjahr: 1 12). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2011/2012 um 41 Personen angestiegen (+ 36,6 %). In Deutschland hatten wir 147 Mitarbeiter (Vorjahr: 111), dies entspricht einem Anteil von 96,1 % (Vorjahr: 99 %) am Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug im Geschäftsjahr 2011/2012 127 Mitarbeiter (Vorjahr: 97 Mitarbeiter). Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2011/2012 um 37,4 % auf 19,3 (Vorjahr: 14,1) Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen deutlichen Anstieg der Mitarbeiteranzahl um insgesamt 41 Mitarbeiter zurückzuführen. MitarbeiterkennzahlenNachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und nach Funktionen gegliedert. Mitarbeiter KPS-Konzernscroll
Herr Mario Uhl ist aus persönlichen Gründen mit Wirkung zum 22. Oktober 2012 in einvernehmlicher Abstimmung mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand der KPS AG ausgeschieden. Die Leitung des Bereiches Financial Services erfolgt bis auf weiteres durch das Vorstandsmitglied Herrn Dietmar Müller. Neben den beiden in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch Herr Dietmar Müller, Vorstand der KPS AG, bei insgesamt sieben Gesellschaften als Geschäftsführer bestellt. Somit sind drei Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2012 tätig. 11.2 Aufwendungen für ÖffentlichkeitsarbeitKPS betreibt im erforderlichen Umfang und gesetzlichen Rahmen Aufwendungen für die Öffentlichkeitsarbeit. 11.3 Termin der HauptversammlungDie Hauptversammlung 2013 für das Geschäftsjahr 2011/2012 findet am 22. März 2013 in München statt. 12 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289A HGB)Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechungserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung). Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 und vom 15. Mai 2012 wurde -wie am 31. Januar 2011 erklärt -mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden: Ziff. 2.3.3.im Hinblick auf die Unterstützung der Aktionäre bei der Briefwahl. Die Gesellschaft beabsichtigt nicht, bei der nächsten Hauptversammlung die Briefwahl zu gestatten, so dass eine Unterstützung nicht erforderlich ist. Ziff. 3.8.im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Ein Selbstbehalt wurde nicht vereinbart. Die Gesellschaft sieht einen Selbstbehalt als nicht erforderlich an, weil die Aufsichtsratsmitglieder großteils über ihren Aktienbesitz ohnehin wirtschaftlich für ihre Fehler einstehen. Ziffer 4.2.1Die Gesellschaft hatte nicht im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr mehrere Vorstände. Angesichts der Größe der Gesellschaft ist derzeit nicht beabsichtigt, weitere Vorstandsmitglieder zu bestellen. Aus diesem Grund enthält die Geschäftsordnung keine Regelung der Ressortzuständigkeiten. Ein Gesamtvorstand existiert nicht. Ziffer 4.2.3Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung eines Aktienoptionsplans oder vergleichbarer Gestaltungen für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter wurden nicht auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht, weil die Gesellschaft die Veröffentlichung der entsprechenden Angaben im Jahresabschluss, der auf der Internetseite verfügbar ist, für ausreichend gehalten hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen. Ziff. 4.2.4. und Ziff. 4.2.5.Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 29. Mai 2009 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB sowie gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchst. a. Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offen zu legen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen. Ziffer 5.1.2Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder wurde nicht festgelegt. Diese wird im Hinblick auf die individuelle Leistungsfähigkeit potenzieller Vorstände nicht für erforderlich erachtet. Ziffer 5.3im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet. Ziffer 5.4.1Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie Ziff. 5.4.1. Satz 1 und Ziff. 5.4.2. des deutschen Corporate Governance Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat derzeit davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats, die voraussichtlich erst im Jahr 2014 stattfinden wird, konkrete Ziele für die Zusammensetzung nach Ziff. 5.4.1. zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Eine solche wird im Hinblick auf die Entscheidungsbefugnis der Hauptversammlung auch nicht für erforderlich erachtet. Ziff. 5.4.6.im Hinblick auf die Orientierung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg der KPS AG. Die Vergütung orientiert sich nicht an der wirtschaftlichen Lage bzw. am Erfolg der Gesellschaft. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine erfolgsabhängige Vergütung. Die Sinnhaftigkeit einer variablen Vergütung für den Aufsichtsrat ist zunehmend umstritten, da der Aufsichtsaufwand in wirtschaftlichen Krisenzeiten, in denen erfahrungsgemäß keine variable Vergütung zur Auszahlung kommt, höher ist als in Gewinnphasen, in denen es zur Auszahlung einer Variablen kommt. Die Aufsichtsratsvergütung wird nicht individualisiert und nach Bestandteilen angegeben, weil darin angesichts der in der Hauptversammlung beschlossenen Vergütungshöhe kein zusätzlicher Nutzen liegt. Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden aus grundsätzlichen Erwägungen nicht individualisiert im Corporate-Governance-Bericht angegeben. Ziffer 7.1.2im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden, um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.. 13 VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERSIch versichere nach bestem Wissen, dass im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Unterföhring, den 28. Januar 2013 Der Vorstand Dietmar Müller Konzernabschluss nach IFRS Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012KPSscroll
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entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Konzernabschluss nach IFRS Gesamtergebnis für die Zeit vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012KPSGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzernbilanz zum 30. September 2012KPS AG, UnterföhringAKTIVA scroll
Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012KPS AG, Unterföhringscroll
ZUSAMMENSETZUNG FINANZMITTELFONDSscroll
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungKPS AG, Unterföhringscroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 2011/2012KPS-Konzern1 ALLGEMEINE ANGABENDer von der KPS AG aufgestellte Konzernabschluss zum 30. September 2012 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee sowie den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der Satzung der KPS AG erstellt worden. Die KPS Aktiengesellschaft (KPS AG) ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen mit Sitz in der Betastraße 10h, 85774 Unterföhring. Die Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen. Die KPS AG wurde 1998 gegründet. Die Aktien der KPS AG wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard). Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden. Der Vorstand der KPS AG stellte den Konzernabschluss am 28. Januar 2013 auf. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernabschluss in seiner Sitzung vom 30. Januar 2013 und hat ihn zur Veröffentlichung genehmigt. In der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des KPS-Konzerns werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres oder aber innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens bzw. Konzerns -beginnend mit der Beschaffung der für den Leistungserstellungsprozess notwendigen Ressourcen bis zum Erhalt der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente als Gegenleistung für die Veräußerung der in diesem Prozess erstellten Produkte oder Dienstleistungen -fällig sind oder veräußert werden sollen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2011/2012 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. 2 VOM DEUTSCHEN RECHT ABWEICHENDE BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSMETHODENDer vorliegende Konzern-Abschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:
Es wird darauf hingewiesen, dass die Nennung dieser Abweichungen nicht abschließend alle Abweichungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden der Regelungen nach IFRS von den Regelungen nach deutschem Recht umfasst. 3 AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS3.1 Ab dem Geschäftsjahr 2011/2012 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und InterpretationenDie folgenden neuen und geänderten International Financial Reporting Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die am nach dem 1. Oktober 2012 beginnen, anzuwenden: scroll
Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der KPS AG. 3.2 Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und InterpretationenDie nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2011/2012 nicht verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen. scroll
4 GRUNDLAGEN UND METHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGENDen Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate. Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und Kaufpreisallokationen, der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechende Leistungen, Steuern, Umweltschutz, Preisnachlässe, Produkthaftungen sowie Garantien. In den weiteren Abschnitten dieses Kapitels werden jeweils schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und deren Auswirkungen zu den einzelnen Bereichen thematisiert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und neuen Standards erfolgen rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären. 4.1 KonsolidierungGrundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum 30. September 2012 aufgestellten Jahresabschlüsse der Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert beziehungsweise wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften. Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen gab es weder im Geschäfts-noch im Vorjahr. Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die KPS AG über eine Beherrschungsmöglichkeit verfügt. Diese beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der KPS AG. In der Regel manifestiert sich dies durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht. Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Im Falle eines Unternehmenserwerbs wird nach der Erwerbsmethode das anteilige Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eventuelle Geschäfts- und Firmenwerte zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Kurs in Euro umgerechnet. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben, wird dies als Eigenkapitaltransaktion dargestellt. Das heißt, die Differenz zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital von anderen Gesellschaftern und dem Kaufpreis wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. 4.2 WährungsumrechnungDie in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften werden in deren funktionaler Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet werden. Bei der ausländischen Gesellschaft im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei der Gesellschaft um eine unselbständige ausländische Einheit handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert ist. Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagkurs der in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst. Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt: scroll
Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung in den vergangenen drei Jahren in Summe eine Inflationsrate von 100 % überschritten hat und die deshalb die Vorschriften gemäß IAS 29 (Financial Reporting in Hyperinflationary Economies) zur Inflationsbilanzierung anwenden müssten, gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr. 4.3 Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche ErträgeAls Umsatzerlöse werden alle Erträge im Zusammenhang mit Produktverkäufen, erbrachten Dienstleistungen und Lizenzeinnahmen erfasst. Andere operative Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Umsatzerlöse werden ertragswirksam erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt, die Höhe der Erträge und angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird. Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug von Erlösminderungen zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte Beträge für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben umsatzmindernd erfasst und zurückgestellt. Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass andere als die angeführten Faktoren eine wesentliche Auswirkung auf Erlösminderungen des KPS-Konzerns haben. Anpassungen der in vorherigen Perioden gebildeten Rückstellungen für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben waren für das Ergebnis vor Steuern der berichteten Geschäftsjahre von untergeordneter Bedeutung. Die Rückstellungen für Rabatte beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf 153 (Vorjahr: 149) TEuro. Ein Teil der Erlöse im KPS-Konzern wird aufgrund von Lizenzverträgen erzielt, in denen Dritten Rechte an einigen Produkten und Technologien übertragen wurden. Erhaltene oder erwartete Zahlungen, die sich auf den Verkauf oder die Auslizenzierung von Technologien oder technologischem Wissen beziehen, werden, sobald die entsprechenden Vereinbarungen in Kraft treten, ergebniswirksam, wenn aufgrund der vertraglichen Regelungen sämtliche Rechte und Pflichten in Bezug auf die betreffenden Technologien aufgegeben werden. Bestehen dagegen weiterhin Rechte an der Technologie fort oder sind noch Pflichten aus dem Vertragsverhältnis zu erfüllen, werden die ggf. erhaltenen Zahlungen sachgerecht abgegrenzt. Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere ähnliche nicht rückzahlbare Zahlungen werden als erhaltene Anzahlungen passiviert und über den geschätzten Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst. 4.4 Forschungs- und EntwicklungskostenFür die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert. Forschungskosten sind im Geschäftsjahr beim KPS-Konzern nicht angefallen. Entwicklungskosten sind nur im geringen Umfang für die Entwicklung von Softwareprodukten angefallen. 4.5 Geschäfts- und FirmenwerteEin Geschäfts- und Firmenwert wird im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als Vermögenswert im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Er wird mit seinen Anschaffungskosten bewertet, die als Überschuss des Kaufpreises für das erworbene Unternehmen und dem erworbenen anteiligen Nettovermögen hergeleitet werden. Das Nettovermögen entspricht dem Saldo aus den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten. Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert. Bei einem einmal abgeschriebenen Geschäfts- und Firmenwert erfolgt keine Zuschreibung in den Folgeperioden. 4.6 Sonstige immaterielle VermögenswerteEin sonstiger immaterieller Vermögenswert ist ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz (z. B. ein Patent, eine Marke, ein Vermarktungsrecht), bei dem es sich nicht um einen Geschäfts- und Firmenwert handelt. Er wird aktiviert, wenn der künftig zu erwartende wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert wahrscheinlich zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können. Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern und der Abschreibungsverläufe beruht auf Schätzungen des Zeitraums der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten und deren zeitlicher Verteilung innerhalb dieses Zeitraums. Bei Vorliegen eines Hinweises einer möglichen Wertminderung wird ein Impairmenttest durchgeführt. Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert. Soweit eine Wertminderung festgestellt wurde, wird diese durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. 4.7 SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Kosten für laufende Unterhaltungs- und Wartungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden über die erwartete Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist. Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt: scroll
Wesentliche Komponenten einer Sachanlage, die unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden separat bilanziert und abgeschrieben. Gibt es Hinweise für eine Wertminderung eines einzelnen Sachanlagevermögenswerts, wird geprüft, ob dessen erzielbarer Betrag über dem Buchwert liegt. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag erfasst. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt. Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. 4.8 LeasingAls Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden. Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Ist der KPS-Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Bei einem Operating Leasing erfasst der KPS-Konzern die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand bzw. die als Leasinggeber erhaltene Leasingrate als Ertrag. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers als Sachanlage erfasst. 4.9 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten und Unternehmen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und leicht in einen festen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Sie haben bei Erwerb oder im Anlagezeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten. 4.10 Finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus Forderungen und Zahlungsmitteln mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement). Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem KPS-Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien nach IAS 39, für die jeweils unterschiedliche Bewertungsregeln gelten: 1. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden zudem die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen aus Warentermingeschäften und Forderungen aus sonstigen Derivaten zugeordnet, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst. 2. Ausleihungen und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Ausleihungen und Forderungen, die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen weiteren finanziellen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet. Der Zinsertrag aus Positionen dieser Kategorie wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt. 3. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Endfälligkeit, bis zu der sie gehalten werden. Diese werden -unter Anwendung der Effektivzinsmethode -mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen sind Teil der sonstigen finanziellen Vermögenswerte. 4. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Dies sind insbesondere Eigenkapitaltitel (z. B. Aktien) und nicht bis zur Endfälligkeit zu haltende Schuldtitel, welche in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt. Eine erfolgswirksame Erfassung einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt erst bei Veräußerung. Liegt der beizulegende Zeitwert über einen längeren Zeitraum bzw. wesentlich unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird eine Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktwert von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird dieser als beizulegender Zeitwert angesetzt. Existiert kein notierter Marktpreis und kann keine verlässliche Schätzung des beizulegenden Zeitwerts vorgenommen werden, werden diese finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen erfasst. Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Ausleihungen und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt ein Wertminderungstest. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, ein mehrjähriger operativer Verlust in einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwerts, eine finanzielle Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts. Bei Ausleihungen und Forderungen sowie bei bis zur Endfälligkeit zu haltenden Finanzinvestitionen wird im Rahmen eines Wertminderungstests der Buchwert mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit dem ursprünglichen Effektivzins abgezinst werden, verglichen. Sollte der Buchwert über dem Barwert liegen, wird eine erfolgswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen, nicht jedoch über die fortgeführten Anschaffungskosten hinaus, getätigt. Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wird im Falle einer Wertminderung die bisher im Eigenkapital erfasste Fair-Value-Änderung ergebniswirksam erfasst. Eine Zuschreibung erfolgt ebenfalls bei Wegfall der Gründe für die Wertberichtigung, jedoch nicht bei zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitaltiteln. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden. 4.11 VorräteUnter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden sowie Anzahlungen auf Vorräte. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Herstellungskosten (dienstleistungsbezogener Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten. 4.12 ErtragsteuernAls Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen. Gemäß IAS 12 (Income Taxes) werden latente Steuern auf zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich nutzbare Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass für deren Nutzung ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird. Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steueransprüche und -schulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Materielle Auswirkungen von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich in der Periode, in der das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist, berücksichtigt. Im Regelfall erfolgt dies ergebniswirksam. Latente und laufende Steuern werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte. Dann werden sie ebenfalls erfolgsneutral erfasst. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. 4.13 Eigene AktienBeim Erwerb eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der erworbenen Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit der Kapitalrücklage. 4.14 Andere RückstellungenAndere Rückstellungen werden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) oder ggf. auch nach IAS 19 (Employee Benefits). Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt. Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden getrennt von den Rückstellungen als sonstige Forderung aktiviert, wenn ihre Realisation nahezu sicher ist. Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet waren. Um die Aussagekraft im Bereich der Schätzungsergebnisse zu erhöhen, werden für bestimmte Rückstellungen, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten, die Folgen von Parameteränderungen auf die bilanzierten Rückstellungsbeträge untersucht. Zur Untersuchung der Unsicherheit hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten wurden die Auswirkungen von jeweils fünfprozentigen Änderungen der individuell angesetzten Eintrittswahrscheinlichkeiten analysiert. Wesentliche Abweichungen der anderen Rückstellungen zu den bereits im KPS-Konzern berücksichtigten Werten haben sich im Rahmen dieser Sensitivitätsanalyse nicht ergeben. Zu den Rückstellungen, die den Kunden- und Lieferantenverkehr betreffen, gehören insbesondere Verpflichtungen für Rabatte und Skonti, Produktretouren sowie erhaltene Dienstleistungen und Waren, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden. Als Unternehmen ist der KPS-Konzern rechtlichen Risiken ausgesetzt. Für anhängige bzw. künftige juristische Verfahren wird, vorbehaltlich einer entsprechenden Einzelfallprüfung, durch den Ansatz von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilanzielle Vorsorge getroffen. Die wahrscheinlichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten werden anhand der vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit den für den KPS-Konzern tätigen Rechtsanwälten bewertet. Soweit nach vernünftigem Ermessen eine Verpflichtung aus einem Verfahren wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, wird der Barwert der erwarteten Mittelabflüsse, soweit diese als verlässlich messbar betrachtet werden, passiviert. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen an Kläger, die Gerichtskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Zu jedem Bilanzstichtag wird der aktuelle Stand der Rechtsstreitigkeiten bei der Beurteilung zugrunde gelegt, wobei geprüft wird, ob die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind und in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden ist. Rechtsstreitigkeiten und andere rechtliche Verfahren werfen grundsätzlich komplexe Fragen auf und sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u. a. aufgrund des Sachverhalts und der Umstände jedes einzelnen Falls, des Gerichts, bei dem die Klage anhängig ist, sowie aufgrund von Unterschieden im anwendbaren Recht. Somit sind die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren nicht vorhersagbar. Durch das Urteil in einem Gerichtsverfahren oder durch einen Vergleich können dem KPS-Konzern Kosten entstehen, die über die hierfür vorgesehene Rückstellung und Versicherungsdeckung hinausgehen. In den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für Jahressonderzahlungen und variable und individuelle Einmalzahlungen getroffen. 4.15 Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von Derivaten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der KPS-Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. IAS 32 (Financial Instruments: Presentation) regelt, dass von Gesellschaftern kündbares Kapital nur unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital klassifiziert werden darf. Rückzahlungs-Verpflichtungen aus dem Gesellschaftsvermögen können bestehen, wenn anderen Gesellschaftern von Tochterunternehmen ein Kündigungsrecht zusteht und die Ausübung dieses Rechts gleichzeitig einen Abfindungsanspruch gegen die Gesellschaft begründet. Solches von anderen Gesellschaftern zur Verfügung gestelltes Kapital wird als sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen, auch wenn es nach landesspezifischen Rechnungslegungsvorschriften als Eigenkapital angesehen wird. Das rückzahlbare Kapital von anderen Gesellschaftern wird mit dem anteiligen Nettovermögen der Gesellschaft angesetzt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. 4.16 Sonstige Forderungen und VerbindlichkeitenRechnungsabgrenzungen und andere nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung. 4.17 Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteDie zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umfassen langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (ggf. zusammen mit Rückstellungen und Verbindlichkeiten), bei denen der Buchwert überwiegend durch ein höchstwahrscheinliches Veräußerungsgeschäft innerhalb der nächsten 12 Monate oder durch ein bereits abgewickeltes Veräußerungsgeschäft realisiert wird. Im Zeitpunkt der Klassifizierung als "zur Veräußerung gehalten" werden diese Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt und die planmäßige Abschreibung ausgesetzt. 4.18 UnternehmenserwerbeDie Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse können die zukünftigen Konzernergebnisse wesentlich beeinflussen. Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen ein Unternehmen in mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen Gesellschaftsanteils zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet eine Buchwertanpassung der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren beizulegenden Zeitwert statt. 4.19 Vorgehensweise und Auswirkungen der WerthaltigkeitsprüfungenNeben den Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests) bei einzelnen Sachanlagevermögenswerten und immateriellen Vermögenswerten werden Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sogenannten cash generating units - "cgu") durchgeführt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse erzeugt. Im KPS-Konzern werden die strategischen Geschäftseinheiten wie auch einzelne Gesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten angesehen und unterliegen Werthaltigkeitsprüfungen. Die strategischen Geschäftseinheiten stellen die zweite Berichtsebene unterhalb der Berichtssegmente dar. Eine Werthaltigkeitsprüfung für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird entweder bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung vorgenommen oder mindestens jährlich, wenn einer strategischen Geschäftseinheit ein Goodwill zugeordnet ist. Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. der zu testenden Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertberichtigungsbedarf vor. In diesem Fall wird bei einer strategischen Geschäftseinheit im ersten Schritt der Geschäfts- und Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Der Wertberichtigungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung zumeist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird sowohl für den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten als auch für den Nutzungswert der Barwert der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse (Cashflows) zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des KPS-Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Beim Ansatz des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aus Sicht eines unabhängigen Marktteilnehmers vorgenommen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. der Einzelvermögenswert in ihrer bzw. seiner bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden für beide Methoden unter Anwendung individueller, jeweils aus Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt. Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit den Kapitalkostensätzen abgezinst. Die Kapitalkostensätze entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre und stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar. Die für die Werthaltigkeitsprüfungen in 2011 und 2012 verwendeten Wachstumsraten und die zur Diskontierung der prognostizierten Cashflows herangezogenen Kapitalkostensätze betrugen 9,51 % (Vorjahr: 9,30 %). 5 ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland. Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern. 5.1 Managementconsulting / TransformationsberatungIm Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei der die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner. 5.2 System IntegrationIm Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert die KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Die KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden. 5.3 Produkte / LizenzenZur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt die KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM, SAPERION, mit denen die KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet. Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich: Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2011/2012scroll
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Umsätze resultieren gegenüber externen Kunden Unter den übrigen Informationen werden im Wesentlichen Ertrags- und Vermögensinformationen der KPS AG als Holding dargestellt. Eine Umlage auf die einzelnen Geschäftssegmente erfolgte zur Vermeidung einer Verwässerung des Aussagegehalts in Übereinstimmung mit dem internen Reporting nicht. Im übrigen Segmentvermögen werden überwiegend Beteiligungsbuchwerte sowie Verbundforderungen der KPS AG dargestellt. Hierzu korrespondierend werden unter den übrigen Segmentverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten der rechtlichen Konzernmutter abgebildet. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge spiegeln im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen wider, die keinen eindeutigen Segmentbezug aufweisen. Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens. 5.4 Geografische AngabenVon den Umsatzerlösen mit externen Kunden wurden 42.273 (Vorjahr: 34.075) TEuro im Inland und 19.669 (Vorjahr: 16.103) TEuro im Ausland erzielt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Sitz des Auftraggebers. Von den ausländischen Umsatzerlösen wurden im Wesentlichen 16.174 (Vorjahr: 15.370) TEuro in Skandinavien, 2.273 (Vorjahr: 356) TEuro in der Schweiz sowie 965 (Vorjahr: 6) TEuro in Österreich erzielt. Diese gehören dem Segment Managementconsulting / Transformationsberatung an. Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen 12.739 (Vorjahr: 10.110) TEuro auf das Inland. Auf das Ausland entfallen keine langfristigen Vermögenswerte. 5.5 Abhängigkeit von wichtigen KundenIm Segment "Managementconsulting/Transformationsberatung" sind vier Großkunden (Vorjahr: drei) i.S.d. IFRS 8.34 enthalten. 6 KONSOLIDIERUNGSKREIS UND BETEILIGUNGEN6.1 Entwicklung des KonsolidierungskreisesDer Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können. Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden: scroll
Bilanzstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September. Im Geschäftsjahr wurden 20 % der Geschäftsanteile an der KPS Software Factory GmbH (vormals Preis 24.com GmbH) an einen außenstehenden Dritten veräußert. Der Veräußerungspreis betrug 19 TEuro. 6.2 Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteDesinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte gab es weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr. 7 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG7.1 UmsatzerlöseDie ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 5. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt: scroll
7.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 381 (Vorjahr: 478) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar: scroll
7.3 MaterialaufwandDer Materialaufwand beträgt 27.965 (Vorjahr: 24.643) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 317 (Vorjahr: 753) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 27.648 (Vorjahr: 23.890) TEuro. 7.4 Personalaufwand und MitarbeiterDie Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 19.302 (Vorjahr: 14.102) TEuro. Davon entfallen auf die Löhne und Gehälter 17.661 (Vorjahr: 12.980) TEuro und auf Sozialaufwendungen 1.641 (Vorjahr: 1.122) TEuro. Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 59 (Vorjahr: 8) TEuro. Im Jahresdurchschnitt wurden 127 (Vorjahr: 97) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer), davon 115 (Vorjahr: 88) Berater und 12 (Vorjahr: 9) Verwaltungsangestellte, beschäftigt. Mitarbeiter KPS-Konzernscroll
7.5 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 7.682 (Vorjahr: 5.988) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen: scroll
Der Vorjahreswert ,übrige Aufwendungen' wurde für Zwecke der Vergleichbarkeit um die sonstigen Steuern in Höhe von 45 TEuro von 372 TEuro auf 417 TEuro erhöht. 7.6 AbschreibungenDie Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 467 (Vorjahr: 158) TEuro. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich. 7.7 Sonstige finanzielle Erträge und AufwendungenDie sonstigen finanziellen Erträge belaufen sich auf 5 (Vorjahr: 23) TEuro und beinhalten Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen. Die sonstigen finanziellen Aufwendungen betragen 460 (Vorjahr: 487) TEuro und beinhalten insbesondere Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 350 (Vorjahr: 370) TEuro, Factoringgebühren in Höhe von 8 (Vorjahr: 0) TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 102 (Vorjahr: 102) TEuro. 7.8 ErtragsteuernDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2011/2012 und 2010/2011 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen: scroll
Die latenten Steuern resultieren aus der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode. Zum 30. September 2012 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 91.609 (Vorjahr: 96.092) TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 89.595 (Vorjahr: 93.440) TEuro für Körperschaftsteuer. Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittssteuersatz von 27,4 % (Vorjahr: 27,4%) zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,8 % und Gewerbesteuer von 11,6 %. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz beträgt im Berichtsjahr 27,6 % (Vorjahr: 27,4%). Der Betrag der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt für Körperschaftsteuer 68.333 (Vorjahr: 87.183) TEuro und für Gewerbesteuer 73.262 (Vorjahr: 84.015) TEuro. Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Bei dieser Position handelt es sich um IFRS-Unterschiede zur Bilanz. 7.9 Auf andere Gesellschafter entfallendes ErgebnisDas auf andere Gesellschafter entfallende Ergebnis beträgt im Berichtszeitraum -137 (Vorjahr: 0) TEuro. 7.10 Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung. Aufgrund des Rückkaufs eigener Aktien belief sich die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlicher Aktien auf 32.422.416 Stück (Vorjahr: 32.553.974). Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt: scroll
Die nach dem Bilanzstichtag erfolgten Aktienrückkäufe (siehe Erläuterungen im Konzernlagebericht) haben keine erheblichen Auswirkungen auf die Anzahl der am Ende der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien für den Fall, dass der Rückkauf bereits zum Bilanzstichtag erfolgt wäre. 8 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ8.1 SachanlagenDer Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware. Im Geschäftsjahr war ein Zugang des Sachanlagevermögens in Höhe von 122 TEuro zu verzeichnen, der in Höhe von 29 TEuro aus der Übernahme von Sachvermögen im Zuge eines Asset Deals stammt. Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel. 8.2 Geschäfts- und Firmenwerte sowie sonstige immaterielle VermögenswerteDie Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2012 war selbsterstellte Software in Höhe von 524 (Vorjahr: 617) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 93 (Vorjahr: 93) TEuro. Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen. Im Geschäftsjahr war ein Zugang der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 2.974 TEuro zu verzeichnen, der in Höhe von 2.971 TEuro aus der Übernahme von Softwareprodukten im Zuge eines Asset Deals stammt. Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert beträgt 9.294 (Vorjahr: 9.294) TEuro und verteilt sich auf folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten: scroll
8.3 Aktive latente SteuernDie aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 5.113 (Vorjahr: 2.499) TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG, der KPS Services GmbH sowie der KPS Product Lifecycle GmbH wider. 8.4 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2012 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15.104 (Vorjahr: 8.897) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 299 (Vorjahr: 87) TEuro gebildet sind. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt: scroll
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen beinhalten Leistungen aus Teilgewinnrealisierungen von am Bilanzstichtag noch unfertigen Aufträgen. Die entsprechenden Forderungen belaufen sich auf 0 (Vorjahr: 214) TEuro. Am Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen. 8.5 Sonstige ForderungenDie sonstigen Forderungen belaufen sich auf 309 (Vorjahr: 165) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die KPS Business Transformation GmbH hat mit der Dresdner Factoring AG einen echten Factoring-Vertrag geschlossen. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von 50 (Vorjahr: 0) TEuro an die Dresdner Factoring AG veräußert. 8.6 Erstattungsansprüche aus ErtragsteuernDie Steuererstattungsansprüche in Höhe von 20 (Vorjahr: 25) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern für Vorjahre. 8.7 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse betragen am Bilanzstichtag 161 (Vorjahr: 457) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt. 8.8 EigenkapitalBezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. 8.8.1 Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 32.368.077 (Vorjahr: 32.462.653) Euro. Es wurde im Geschäftsjahr um erworbene eigene Anteile gekürzt. Das Grundkapital verteilt sich insgesamt auf 32.742.531 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien und ist voll eingezahlt. 8.8.2 Genehmigtes KapitalIn der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro beschlossen. Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital ab der Eintragung in das Handelsregister für fünf Jahre einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Bezugsrecht auch ausgeschlossen werden. Die Eintragung des genehmigten Kapital 2009/I ist am 24. September 2009 im Handelsregister erfolgt. Das genehmigte Kapital wurde bisher nicht genutzt. 8.8.3 Bedingtes KapitalDas bedingte Kapital 2004/1 in Höhe von bis zu 366.510 Euro für die Ausgabe von bis zu 366.510 Aktien wurde durch die Hauptversammlung am 23. März 2012 aufgehoben. In der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2009 wurde der Beschluss gefasst, das Kapital der KPS AG bedingt um 17.823.787,00 Euro zu erhöhen (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient zur Gewährung von Aktien der KPS AG an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 zur Ermächtigung der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen von der Gesellschaft ausgegeben werden können. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur in dem Maße durchgeführt, als die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen bzw. das bedingte Kapital nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen benötigt wird, insbesondere die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien gewährt. Das bedingte Kapital 2009/I wurde am 23. September 2009 im Handelsregister eingetragen und wurde bisher nicht ausgenutzt. 8.8.4 KapitalrücklageDer negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Geschäftsjahr 2007/2008 vorgenommenen Reverse Acquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar: scroll
8.8.5 GewinnrücklagenDie Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 endete. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Sich ergebende Veränderungen aus Fluktuation, Auslaufen des Ausübungsrechts etc. wurden in der Gewinnrücklage abgebildet. 8.8.6 BilanzverlustDie Entwicklung des zum 30. September 2012 ausgewiesenen Bilanzverlusts in Höhe von 1.891 (Vorjahr: -7.258) TEuro lässt sich wie folgt darstellen: scroll
Die Ausschüttung beruht auf dem Hauptversammlungsbeschluss vom 23. März 2012, wonach je dividendenberechtigter Aktie 0,09 (Vorjahr: 0,07) Euro gezahlt wurden. 8.8.7 Eigene AktienMit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 wurde die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts ausgesprochen. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Der Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2015. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und bis zum Abschlussstichtag insgesamt 374.454 (Vorjahr: 279.878) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro erworben. Die Anschaffungskosten hierfür betrugen 398 (Vorjahr: 280) TEuro. Beim Erwerb eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der erworbenen Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit der Kapitalrücklage. 8.9 Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden in Höhe von 38 (Vorjahr: 40) TEuro setzen sich ausschließlich aus passiven latenten Steuern zusammen. Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und Konzernbilanz. 8.10 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vorwiegend aus eingekauften Beratungsleistungen. 8.11 FinanzschuldenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 2.586 (Vorjahr: 1.705) TEuro. 8.12 Erhaltene AnzahlungenDie erhaltenen Anzahlungen betragen 216 (Vorjahr: 196) TEuro und betreffen mit 95 (Vorjahr: 110) TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 121 (Vorjahr: 86) TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind. 8.13 SteuerrückstellungenDie Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
In der Gewerbesteuerrückstellung ist ein Betrag von 2.575 (Vorjahr: 2.472) TEuro für mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten. Die Rückstellung beinhaltet einen Betrag von 871 (Vorjahr: 768) TEuro für potentielle Nachforderungszinsen. Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme sind abhängig von Entscheidungen der vormaligen Betriebsstättengemeinden, ob und inwieweit die Steuern nachzuzahlen sind oder aus Billigkeitsgründen erlassen werden. 8.14 Sonstige RückstellungenDie Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. Die erwarteten Fälligkeiten bewegen sich im kurzfristigen Rahmen. Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche und noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft. Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe am Abschlussstichtag noch nicht endgültig feststand. Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses. 8.15 Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 3.337 (Vorjahr: 1.780) TEuro und entwickelten sich wie folgt: scroll
8.16 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten8.16.1 Informationen zu Finanzinstrumenten nach KategorienDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. scroll
Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt. scroll
Die Bewertung zum Fair Value ist im Geschäftsjahr 2011/2012 nicht erfolgt. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die Buchwerte der kurzfristigen Finanzschulden entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die Nettogewinne und -verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar: scroll
Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22f. wurden im Geschäftsjahr 2011/2012 nicht eingesetzt. 8.16.2 FinanzrisikomanagementDer KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden im Wesentlichen unterschieden:
Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich des Vorstandes, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen. Das Kapitalmanagement bemisst sich nach der Nettoliquidität. 8.16.3 LiquiditätsrisikoLiquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten: Geschäftsjahrscroll
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Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und der vereinbarten Fälligkeiten geplant. Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst. 8.16.4 Kredit- und AusfallrisikenEin Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zu Bruttobuchwerten stellt sich wie folgt dar: Geschäftsjahrscroll
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In den wertberichtigten Forderungen sind nominale Forderungsbeträge von 577 (Vorjahr: 87) TEuro enthalten, die um 299 (Vorjahr: 87) TEuro wertberichtigt wurden. Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht: Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller VermögenswerteGeschäftsjahrscroll
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8.16.5 MarktrisikenWährungsrisiken / WechselkursrisikenDie Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken. ZinsrisikenDie Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die unbefristet zur Verfügung stehen. Die Zinsen werden halbjährlich vom Kreditgeber angepasst. Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt. PreisrisikenEine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt. 8.16.6 Informationen zu DerivatenIm KPS-Konzern bestanden zum Bilanzstichtag keine Derivate. 8.17 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen8.17.1 HaftungsverhältnisseZur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens wurden sämtliche gegenwärtigen 15.104 (Vorjahr: 8.897) TEuro und künftigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH, der KPS Product Lifecycle GmbH, der KPS Documents GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten. Des Weiteren haben die KPS Business Transformation GmbH und die KPS Consulting GmbH & Co.KG jeweils eine bis 30. September 2012 befristete Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 3.750 (Vorjahr 3.000) TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben (ab 1. Oktober 2012 jeweils 3.000 TEuro). Die KPS Business Transformation GmbH hat mit der Dresdner Factoring AG einen echten Factoring-Vertrag mit einem Factoringrahmen in Höhe von 1.000 (Vorjahr: 0) TEuro geschlossen. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von 50 (Vorjahr: 0) TEuro an die Dresdner Factoring AG veräußert. Die KPS AG hat gegenüber der Dresdner Factoring AG eine gesamtschuldnerische Mitverpflichtung für die KPS Business Transformation GmbH übernommen. Für die Consulting AG, Zürich, wurde durch die KPS AG ein Rangrücktritt in Höhe von 2.338 TCHF vereinbart. 8.17.2 Finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt: scroll
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Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen. Zahlungen aus Miet- und Leasingverhältnissen, die in der Berichtperiode als Aufwand erfasst wurden, belaufen sich auf 907 (Vorjahr: 604) TEuro. 8.18 Bestandsgefährdende RisikenDer Jahresabschluss der KPS wurde für das Geschäftsjahr 2011/2012 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar. 9 ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGIn der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte Methode. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode -2.425 (Vorjahr: -1.248) TEuro. Die im Vorjahresvergleich verminderte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf hohe Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 23. März 2012. Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf 1.596 (Vorjahr: 185) TEuro. 9.1 Zu- / Abfluss aus operativer GeschäftstätigkeitDer Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit konnte um 1.979 TEuro gegenüber dem Vorjahr auf 3.438 TEuro verbessert werden. Dies ist insbesondere aufgrund der Steigerung des Periodenergebnisses vor Steuern und Zinsen zurückzuführen, das sich im Geschäftsjahr von 5.765 TEuro auf 6.907 TEuro erhöht hat. Die Veränderungen der kurzfristigen Vermögensgegenstände in Höhe von 6.137 TEuro wurde durch die Erhöhung der übrigen Schulden von 3.737 TEuro teilweise kompensiert. 9.2 Zu- / Abfluss aus investiver TätigkeitDer Cashflow aus investiver Tätigkeit verringerte sich im Geschäftsjahr von -183 TEuro um 1.394 TEuro auf -1.577 TEuro. Dies liegt insbesondere in der Kaufpreiszahlung im Rahmen eines durchgeführten Asset Deals begründet. 9.3 Zu- / Abfluss aus FinanzierungstätigkeitDie Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -3.038 TEuro gegenüber dem Vorjahr um 542 TEuro resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der vorgenommenen Dividendenzahlung in Höhe von 2.920 (Vorjahr: 2.278) TEuro. 10 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN10.1 Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen der Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, sind Honorare in Höhe von 65 TEuro (Vorjahr: 90 TEuro) als Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen erfasst worden. Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen umfassen vor allem Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der KPS AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen. Honorare für prüfungsnahe Dienstleistungen oder weitere Tätigkeiten wurden an die Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht geleistet. Für die Prüfungsleistungen der Schweizer Tochtergesellschaft KPS Consulting AG wurden im Geschäftsjahr 9 TEuro zurückgestellt. Honorare des Abschlussprüfersscroll
10.2 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenNahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die KPS AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die KPS AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt. Die Bezüge der Organmitglieder der KPS AG sind der Anhangangabe 10.2.2. sowie 10.2.4 sowie dem Vergütungsbericht im Lagebericht zu entnehmen. Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen hat die KPS AG nicht. Geschäfte mit Organmitgliedern der KPS AG werden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind. 10.2.1 Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH:Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Aktien- und Stimmrechtsanteile an der KPS AG:
Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.071 (Vorjahr: 2.159) TEuro. Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Alt-Gesellschaftern bestanden im Geschäfts- und Vorjahr nicht. 10.2.2 Vorstand:Mitglieder des Vorstandes der KPS AG halten folgende Aktienanteile an der KPS AG:
Die aufwandswirksam erfassten Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf 917 (Vorjahr: 1.464) TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen und sind kurzfristig fällig. 10.2.3 Erweitertes ManagementDem erweiterten Management gehörten zum Stichtag 19 Personen an (Vorjahr: 13 Personen). Sämtliche Bezüge des erweiterten Managements betreffen kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 5.642 (Vorjahr: 4.063) TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote in Höhe von 1.491 (Vorjahr: 1.558) TEuro und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote in Höhe von 4.151 (Vorjahr: 2.505) TEuro zusammensetzen. 10.2.4 AufsichtsratDie Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Mit Herrn Tsifidaris und Herrn Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Die Bezüge daraus betragen 1.004 (Vorjahr: 1.037) TEuro. Verträge über andere Dienstleistungen der Aufsichtsräte bestehen mit der KPS AG nicht. Die Bezüge des Verwaltungsbeirates der KPS Consulting AG, Zürich, belaufen sich auf 7 (Vorjahr: 7) TEuro. 10.2.5 Ehemalige VorstandsmitgliederMit dem ehemaligen Vorstand Herrn Dr. Nico Brunner bestand ein Beratungsvertrag über eine Laufzeit von drei Jahren. Die Aufwendungen hieraus betrugen für das abgelaufene Geschäftsjahr 443 (Vorjahr: 652) TEuro. An das ehemalige Vorstandsmitglied Herrn Hartmut Cordes (bis 24. September 2011) wurden im Geschäftsjahr Zahlungen in Höhe von 330 TEuro geleistet. 10.2.6 Sonstige nahestehende PersonenMit Frau Susanne Uhl, Ehefrau von Herrn Mario Uhl (Vorstand bis 22. Oktober 2012), bestand im Geschäftsjahr ein Dienstleistungsvertrag. Das geleistete Gesamthonorar betrug im Geschäftsjahr 123 TEuro (Vorjahr: 11 TEuro). Der Vertrag mit Frau Uhl endet am 31. Januar 2013. Frau Uhl hat im Berichtsjahr über eine ihr zuzurechnende Kapitalgesellschaft 40.000 Aktien der KPS AG erworben. 10.3 Organe der Gesellschaft10.3.1 VorstandZu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt:
Herr Mario Uhl ist mit Wirkung zum 22. Oktober 2012 aus dem Vorstand der KPS AG ausgeschieden. Die Leitung des Bereiches Financial Services erfolgt bis auf weiteres durch das Vorstandsmitglied Herrn Dietmar Müller. 10.3.2 AufsichtsratDer Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus
10.4 Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte KrediteBezüglich der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf die Ausführungen unter 10.2.2. und 10.2.4 verwiesen. Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Kreditverhältnisse. 11. CORPORATE GOVERNANCEDer Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht. 12. MELDUNG NACH §160 ABS.1 NR. 8 AKTGEine Aufstellung der Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum Bilanzstichtag ist dem Bericht als Anlage beigefügt. 13. VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERSIch versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
Unterföhring, den 28. Januar 2013 Der Vorstand Dietmar Müller Entwicklung des Anlagevermögens KPS-Konzern (Bruttodarstellung)KPS AG, Unterföhringscroll
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Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGscroll
BestätigungsvermerkWir haben den von der KPS AG, Unterföhring, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Augsburg, 29. Januar 2013 Rupp & Epple GmbH Hell, Wirtschaftsprüfer KPS Consulting Beta-Straße 10 H D-85774 Unterföhring / München Telefon 089.356 31 - 0 Telefax 089.356 31 - 3201 info@kps-consulting.com www.kps-consulting.com |
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