KPS AG

Unterföhring

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014

KONZERNGESCHÄFTSBERICHT 2013/2014

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

unser diesjähriger Geschäftsbericht steht unter dem Motto "Integration, Industrialisierung, Internationalisierung", drei Zielsetzungen, die in der strategischen Ausrichtung und Unternehmensentwicklung der KPS eine maßgebliche Rolle spielen.

Die stetige Nachfrage nach neuen Informationstechniken und Softwaretechnologien in unseren Fokusbranchen ist täglicher Antrieb und zugleich Herausforderung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei KPS. Von ihrem Wissen profitieren unsere Kunden dank unseres konzernweiten Vorgehensmodells und der bewährten KPS Rapid Transformation Methodik. Die daraus entstandenen langfristigen Kundenbeziehungen stellen die Basis unseres Wachstums und Erfolgs dar.

Erfolgreiches Geschäftsjahr

KPS konnte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen in allen Unternehmensbereichen weiterentwickeln und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dabei ist es KPS erstmals gelungen, den Konzernumsatz über die 100-Millionen-Euro-Schwelle zu heben.

Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 % auf 111,1 Mio. Euro. Das operative Konzernergebnis vor Steuern (EBIT) erhöhte sich um 33,1 % auf 16,7 Mio. Euro.

Mit unserer Eigenkapitalquote von 52,9 % zählt KPS zu den substanzstarken Unternehmen der Beratungsbranche. Auf diesem zuverlässigen finanziellen Fundament möchten wir unseren Kunden, Mitarbeitern und Anteilseignern als langfristiger Partner zur Seite stehen.

Zukunftsorientierte Investitionen

Als eines der führenden europäischen Beratungsunternehmen für Business Transformation und Prozessoptimierung investiert KPS nachhaltig in innovative Softwaretechnologien und hoch integrierte Systemlösungen für die digitale Wirtschaft.

Unser beabsichtigtes Ziel ist, unser Leistungsspektrum an aktuellen und zukünftigen Aufgabenstellungen kundenorientiert auszurichten. Den Fokus legen wir dabei nach wie vor auf die industrielle Entwicklung von Transformationskomponenten, die eine langfristige Perspektive für KPS bieten. Mit der im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreichen Übernahme der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH ist es KPS gelungen, das Leistungsspektrum um den führenden Anbieter für E-Commerce-Lösungen in Deutschland zu erweitern.

Der Markt im Handelsbereich wandelt sich zunehmend von bestehenden IT-Lösungen für das stationäre Geschäft mit E-Commerce-Applikationen hin zu Omni-Channel-Lösungen, die hoch integrierte IT-Lösungen erfordern. Daraus folgend, benötigen Handelsunternehmen kompetente Transformationsspezialisten mit hoher Expertise in der Steuerung und Integration von SAP- und Hybris-Plattformen.

Diese grundlegende Entwicklung im digitalen Markt wurde zudem von der SAP AG mit der in 2013 getätigten Megaübernahme der Hybris AG bekräftigt. Die Übernahme erweiterte die Hybris Marktzugänge deutlich gegenüber Wettbewerbern wie Oracle, Microsoft und IBM. Bei SAP-Kunden wird in Zukunft vorwiegend Hybris als bevorzugte E-Commerce-Plattform zur Anwendung kommen.

Mit dem im Geschäftsjahr 2013/2014 getätigten Investitionsvolumen von 21,2 Millionen Euro wollen wir die Basis für künftiges und nachhaltiges Wachstum legen und unsere führende Marktposition weiter ausbauen. Der Beteiligungserwerb erfolgte aus eigenen Finanzmitteln.

Mit der im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten Gründung der KPS Consulting A/S mit Sitz in Kopenhagen, von wo aus wir unsere Aktivitäten im gesamten skandinavischen Raum steuern, erfolgte ein weiterer Meilenstein unserer Internationalisierung.

KPS-Methodenkompetenz

Die flexibel aufgebaute KPS Rapid-Transformation Methode hat sich nachhaltig im Markt bewährt. Das macht KPS zu einem der führenden Beratungsunternehmen für Business Transformation und Prozessoptimierung.

Als vorangehender Transformationsberater bieten wir unseren Kunden eine große Vielfalt von Entwicklungsleistungen aus einer Hand. In einem agilen Entwicklungsumfeld erarbeiten wir qualitativ hochwertige Softwarelösungen und implementieren bei unseren Kunden standardisierte Prozesskomponenten auf SAP- und Hybris-Plattformen.

KPS-Beratungsphilosophie

Durch unsere dezentrale, projektorientierte Unternehmensstruktur in Verbindung mit einem ganzheitlichen Leistungsspektrum ist KPS ein kompetenter und verlässlicher Partner in direkter Nähe zu seinen Kunden.

Unser Leistungsspektrum passen wir fortwährend an die Kundenbedürfnisse an. Namhafte Kunden haben ihre zukunftsweisenden und strategisch notwendigen Programminitiativen der KPS anvertraut. Damit sind wir in unseren Fokusbranchen der führende Anbieter für Business Transformation und Prozessoptimierung.

Nachhaltige Unternehmensführung

Unser Teamgeist und unser Zusammenhalt basieren auf unserer einzigartigen Unternehmenskultur und unseren Werten. Uns alle bei KPS vereint die Leidenschaft, fortschrittliche Technologien zu entwickeln und für zukunftsweisende Lösungen zu sorgen. Wir treiben und gestalten diesen Fortschritt hin zu nachhaltigen Unternehmenslösungen für unsere Kunden. Das erfordert unsere geballte Innovationskraft, einerseits bei der Entwicklung industriebasierter Transformationslösungen, andererseits bei der ständigen Erneuerung unserer Strukturen und Prozesse sowie der Art unserer Zusammenarbeit.

Nachhaltige und verantwortungsbewusste Unternehmensführung ist uns sehr wichtig. Dabei haben wir trotz des enormen Wachstums flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege beibehalten.

Wir haben erreicht, was wir versprochen haben. KPS ist heute zu einem noch stärkeren, globaleren und zukunftsfähigeren Unternehmen geworden. Der Erfolg im vorangegangenen Geschäftsjahr ist auch das Ergebnis unserer umsichtigen Entscheidungen, die wir im Zuge der Strategieentwicklung mit dem Aufsichtsrat konsequent umsetzen.

Die KPS-Aktie

Analog zu den internationalen Aktienmärkten entwickelte sich die KPS-Aktie im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/2014 recht positiv. Am 4. April 2014 erreichte sie mit einem Schlusskurs von 7,50 Euro ihren Höchststand. Der Kurs der KPS-Aktie stieg im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres um 33,3 Prozent auf 5,38 Euro.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

wir möchten Sie auch in diesem Jahr an der positiven Entwicklung des KPS-Konzerns teilhaben lassen. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung am 27. März 2015 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 28 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Die Ausschüttungsquote beträgt annähernd 9,5 Mio. Euro und liegt damit gut über der Hälfte des Konzernüberschusses.

KPS Wachstum

Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, dass die KPS AG nicht nur eine erfolgreiche Gegenwart, sondern vor allem eine vielversprechende Zukunft hat.

Mit unseren Kunden, Anteilseignern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir auch im nächsten Jahr die erfolgreiche Unternehmensentwicklung vorantreiben. Profitabilität ist und bleibt für uns eine wichtige Voraussetzung, um aus eigener Kraft die Zukunft gestalten zu können. Wir wollen den Wandel weiter vorantreiben, unser Wissen ausbauen und Wachstum schaffen.

Mit seinem innovativen, qualitativ hochwertigen Beratungsmodell, einer hoch motivierten und qualifizierten Belegschaft sowie einer soliden Kapitalbasis ist das Beratungsunternehmen KPS bestens für die Zukunft aufgestellt.

Für das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das entgegengebrachte Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartner sowie Aktionärinnen und Aktionäre bedanken wir uns.

 

Herzlichst

Dietmar Müller, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlagen für Überwachung und Beratung waren die Monatsberichte des Vorstands sowie regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen.

Inhaltliche Schwerpunktthemen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage, das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten.

Sonderthema war die Prüfung mehrerer Unternehmensakquisitionen.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2013/2014 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und im Aufsichtsrat diskutiert.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen:

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2013/2014 neben verschiedenen informellen Treffen zu sechs offiziellen Sitzungen zusammen getreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren in allen Sitzungen jeweils persönlich anwesend. In vier Quartalssitzungen wurden der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erörtert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Zentraler Gegenstand in jeder AR-Sitzung waren die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung / Konsolidierung neuer Geschäftsbereiche. In der Sitzung vom 29. November 2013 wurden insbesondere die Planung für das Geschäftsjahr 2013/2014 der Gesellschaft und die vertragliche Gestaltung für Vice Presidents geprüft. Am 17. Januar 2014 wurden die Parameter für das Übernahmeangebot einer Firmenakquisition definiert, die anschließend jedoch nicht zu Stande kam. Am 28. Januar 2014 wurden der Jahresabschluss 2012/2013 geprüft und festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

Die vierte Sitzung am 28. März 2014 beschäftigte sich mit den Fragen und Ergebnissen der Hauptversammlung. In der fünften Sitzung am 1. Juli 2014 wurden die Ergebnisse der Due Diligence zum Kauf der Firma getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH vorgelegt und diskutiert. In der sechsten und letzten Sitzung am 28. August 2014 wurden neben der Ergebnissituation strategische Handlungsoptionen für die internationale Weiterentwicklung der KPS diskutiert.

In den Sitzungen am 28. Januar 2014, 28. März 2014, 1. Juli 2014 und 28. August 2014 wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstands für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert.

Effizienzprüfung:

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance:

Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 28. Januar 2014 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft keine Ausschüsse bildet, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde (wie auch im Vorjahr) die konzerninterne Compliance thematisiert.

Zusammensetzung Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.

In der Zeit vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014:

Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender

Herr Uwe Grünewald

Herr Hans-Werner Hartmann

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Herrn Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt.

Jahresabschluss:

Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2013/2014 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer in der Sitzung vom 30. Januar 2015 berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes in der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. Januar 2015 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr enormes Engagement und den unermüdlichen Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 30. Januar 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:

Aktionäre und Hauptversammlung

Kommunikation und Transparenz

Zusammenwirkung von Vorstand und Aufsichtsrat

Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

1. AKTIONÄRSRECHTE UND TRANSPARENZ

Die Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen.

Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Directors' Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft und das jährliche Dokument nach WpPG veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.

2. VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen. Angesichts der Größe der Gesellschaft bestand der Vorstand entgegen Ziff. 4.2.1 des Kodex im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 lediglich aus einer Person.

Vor diesem Hintergrund erübrigt sich eine Regelung der Ressortzuständigkeiten. Ein Gesamtvorstand existiert nicht. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Die D&O-Versicherung für die Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, wird nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist.

Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds.

Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 folgt.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensablaufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

a) Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern

Vorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 im Besitz von folgenden KPS-Aktien:

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Michael Tsifidaris 9.584.894 Stück
Uwe Grünewald 4.349.143 Stück
Dietmar Müller 8.469.895 Stück

b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Directors' Dealings)

Im Berichtszeitraum wurden von Herrn Michael Tsifidaris 400.000 Stück Aktien erworben.

Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG.

c) Interessenskonflikte

Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris, Uwe Grünewald und Hans-Werner Hartmann sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Manager aktiv für einzelne Gesellschaften tätig. In dieser Eigenschaft haben die Herren Tsifidaris und Grünewald einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen.

d) Vergütungsbericht

Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012/2013 nicht geändert Die Vergütung des Vorstands wird nicht individualisiert noch nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.

aa) Vorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 801 (Vorjahr: 651) TEuro.

bb) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 1.461 (Vorjahr: 6.867) TEuro und für die Beratungstätigkeit in der KPS AG auf 106 (Vorjahr: 0) TEuro.

3. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")

Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechenserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung).

Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden:

Ziff. 3.8

Im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG wurde für den Vorstand ein Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat wurde kein Selbstbehalt vereinbart und ist auch zukünftig nicht vorgesehen. Ein Selbstbehalt hat nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat keine Auswirkungen auf das Verantwortungsbewusstsein und die Loyalität, mit denen die Gremienmitglieder die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen.

Ziff. 4.2.1

Angesichts der Größe der Gesellschaft wird die Gesellschaft auch in Zukunft nur ein Vorstandsmitglied haben, aus diesem Grund enthält die Geschäftsordnung keine Regelung der Ressortzuständigkeiten. Ein Gesamtvorstand existiert nicht.

Ziff. 4.2.2

Im Hinblick auf die Berücksichtigung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt. Beim Abschluss des derzeit laufenden Vorstandsvertrages des Vorstands Dietmar Müller konnte dieses Verhältnis noch nicht berücksichtigt werden.

Ziff. 4.2.3

Hinsichtlich betragsmäßiger Höchstgrenzen für variable Vergütungsteile sowie Information der Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems. Die Vergütung des Vorstands weist hinsichtlich ihres variablen Vergütungsteils keine betragsmäßige Höchstgrenze auf, da der Aufsichtsrat eine solche Begrenzung im Hinblick auf den Anreizcharakter des variablen Vergütungsteils für kontraproduktiv hält. Der Vorstandsvertrag enthält keinen Abfindungs-Cap. Der Vorsitzende des Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziff. 4.2.4 und Ziff. 4.2.5

Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziff. 5.3

Im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziff. 5.1.2. und Ziff. 5.4.1

Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern.

Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie Ziffer 5.4.1 Satz 1 und Ziffer 5.4.2 des Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab für die Neuwahl des Aufsichtsrats, konkrete Ziele für die Zusammensetzung nach Ziffer 5.4.1 des Kodex zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen.

Ziff. 7.1.2

Im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden; um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

Unterföhring, den 30. Januar 2015

KPS AG

Dietmar Müller Michael Tsifidaris

Für den Vorstand Für den Aufsichtsrat

KONZERNLAGEBERICHT 2013/2014

1 WIRTSCHAFTSBERICHT DES KPS-KONZERNS

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen

Die Aussichten für die globale Wirtschaft waren nach Einschätzung der Weltbank im Geschäftsjahr 2013/2014 so gut wie lange nicht mehr - dank einer positiven Entwicklung in den Industriestaaten. Ein Wendepunkt sei erreicht, befand die Institution in ihrem veröffentlichten Bericht zu den globalen Aussichten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird 2014 demnach weltweit um 3,4 % zulegen nach 2,4 % im vergangenen Jahr.

Noch im Juni 2014 hatte die Weltbank vorhergesagt, dass das Plus in 2014 exakt 3 % betragen werde. Als Hauptgrund für den Aufschwung nennt die Organisation die Entwicklung in den Industriestaaten, die in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu leiden hatten.

Sparprogramme und politische Unsicherheit würden nicht mehr so schwer wiegen. Erstmals seit fünf Jahren gebe es Anzeichen, dass in den reicheren Ländern eine nachhaltige Erholung begonnen habe. Sie könnten somit nun zum zweiten Wachstumsmotor neben den Schwellenländern werden. Insbesondere in den USA sei mit einem stärkeren Wachstum zu rechnen. Für die größte Volkswirtschaft konnte für das Kalenderjahr 2014 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,0 % ermittelt werden.

Die Organisation warnt aber auch vor globalen Risiken. Vor allem die Möglichkeit steigender Zinsen durch eine strengere Geldpolitik der Notenbanken könnte den aufstrebenden Ländern Probleme bereiten. (Quelle: IfW, Kiel)

1.2 Entwicklung im Euroraum

In Europa wird sich die gegen Ende des vergangenen Jahres abzeichnende Trendwende hin zu einer leichten Expansion in 2014 weiter festigen. Erste Erfolge bei der Reduzierung der Staatsverschuldung und der Budget-Defizite der Krisenländer lassen das Vertrauen von Investoren und Unternehmen zurückkehren. Infolge der Stabilisierung des Arbeitsmarktes und moderat steigender Reallöhne sind zudem positive Effekte auf die Binnennachfrage zu erwarten.

Der Export in der Euro-Zone wird von der allgemeinen Belebung des Welthandels profitieren. Insgesamt wird in Europa im Jahr 2014 das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 0,8 % betragen. (Quelle: IfW, Kiel)

1.3 Entwicklung in Deutschland

Trotz vieler internationaler Krisen ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr so stark gewachsen wie seit 2011 nicht mehr. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf den höchsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren gestiegen und bringt damit eine optimistische Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung deutscher Unternehmen zum Ausdruck. Deutschland, als typisches Exportland, wird zudem verstärkt von der sich wieder beschleunigenden Konjunktur des Welthandels profitieren. Beeinflusst von einer anhaltend positiven Situation auf dem Arbeitsmarkt - die Arbeitslosenquote für 2014 beträgt 6,9 % - werden die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben deutlich erhöhen. Außerdem konnten die Unternehmensinvestitionen gestützt durch die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen im Vergleich zu dem eher niedrigen Niveau der Vorjahre wieder verstärkt zunehmen.

Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2014 in solider Verfassung und hat sich im Jahresdurchschnitt insgesamt als stabil erwiesen. Um 1,5 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen (2013 um 0,1 % und 2012 um 0,4 %).

Der deutsche Staat konnte in 2014 zudem das dritte Jahr in Folge einen Überschuss erzielen. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung nahmen zusammen 11,9 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben. Die Summe entspricht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einem Überschuss von 0,4 % des Bruttoinlandsproduktes. In den beiden Vorjahren hatte es jeweils einen Überschuss von 0,1 % gegeben. Grund für die guten Zahlen sind vor allem die Rekordbeschäftigung und steigende Löhne. Das füllte die Staatskasse mit Steuer- und Beitragseinnahmen. Zinsen auf historisch niedrigem Niveau sparten außerdem viele Milliarden an Kreditkosten. Dadurch kam der Bund erstmals seit 1969 ohne neue Schulden aus. (Quelle: IfW, Kiel)

1.4 Branchenspezifische Entwicklung

Die Consulting-Branche in Deutschland entwickelte sich 2014 ebenfalls positiv. Die Nachfrage nach Beratungsleistungen rangierte auf hohem Niveau. Betrachtet man den technischen Fortschritt in der Software- und Datenbankentwicklung und die zunehmende Digitalisierung wesentlicher Unternehmensprozesse, entsteht ein deutlicher Bedarf an Transformationsberatung. Zusätzlich bleibt der Faktor Kostenoptimierung und Wettbewerbsfähigkeit eine forcierte strategische Zielsetzung bei den in Deutschland bzw. in Europa ansässigen Unternehmen. Da viele Unternehmen auf Wachstumsthemen fokussieren, erwartet die Beratungsbranche nach 2014 auch in 2015 eine erhöhte Nachfrage bei Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Darüber hinaus rechnete die Beratungsbranche in 2014 mit einem deutlichen Wachstum durch zusätzliche Projektvolumen bei den Themen Technologie- und Organisationsberatung in Höhe von voraussichtlich 10 bis 11 %. (Quelle: BDU Marktstudie)

1.5 Marktstellung des KPS-Konzerns in der Branche

Obwohl seit Jahren auch in Deutschland die Tochtergesellschaften der großen multinationalen Managementberatungskonzerne führende Plätze im Markt einnehmen, spielen einige deutsche Managementberatungen eine immer wichtigere Rolle im Beratungsmarkt. Danach liegt der KPS-Konzern in einem von der Lünendonk GmbH im Mai 2014 veröffentlichten Ranking der zehn führenden deutschen Beratungsunternehmen auf Rang sechs (Quelle: Lünendonk®-Studie 2014 "Top 10 der deutschen Managementberatungen"). Gemäß der Lünendonk®-Studie erwirtschafteten die zehn größten deutschen Managementberatungen in 2014 zusammen einen Gesamtumsatz in Höhe von voraussichtlich 1,8 Mrd. Euro.

(Quelle: Lünendonk Marktstudie)

1.6 Wesentliche Geschäftsfelder / Methodenkompetenz

KPS berät seine Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementiert ganzheitliche Lösungen mit Produkten der Softwarehersteller SAP und Hybris.

KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer hohen Effizienz sowie Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab, Projektlaufzeiten und Projektkosten werden dabei deutlich reduziert. Unternehmenstransformationen werden spürbar beschleunigt, bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Umsetzungsqualität.

1.7 Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS Consulting ist eines der erfolgreichsten Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Mit einem Umsatzvolumen von rund 111 Mio. Euro nimmt KPS in Deutschland und einigen europäischen Ländern eine führende Marktposition ein. Der Ausbau der KPS zum führenden Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie ist im vollen Gange.

Veränderungen erfolgreich gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungsverhältnisses definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden in großem Maße profitieren. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Handel und der Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie und bei Dienstleistungsunternehmen.

1.8 Beratungs- und Serviceportfolio

Die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle im Kontext innovativer IT-Technologien ist die Herausforderung im globalen Beratungsmarkt. Die Berater und Spezialisten der KPS kennen die globalen und technologischen Bedürfnisse. As erfahrene Expertinnen und Experten mit tiefem Branchenwissen und langjähriger Umsetzungserfahrung unterstützen sie unsere Kunden bei der Einführung innovativer Systemlösungen auf den Softwareplattformen von SAP und Hybris.

Alles in einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet das Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Damit unterscheiden sie sich signifikant von den klassischen Strategie- und Prozessberatern der Mitbewerber.

Zusammengefasst bietet KPS seinen Kunden ein umfassendes Leistungs- und Beratungsportfolio auf der Basis von SAP- und Hybris-Softwareprodukten. Im Rahmen von Implementierungs- und Roll-out-Aktivitäten ist KPS weltweit tätig.

1.9 Auftragsbestand

Unternehmen aus dem In- und Ausland schätzen die exzellente Qualität der KPS und setzen hohes Vertrauen in unsere Umsetzungskompetenz. Damit verfügt KPS über eine solide Kundenbasis. Auftragsbestand wie Auftragseingang konnten im Berichtszeitraum kontinuierlich gefestigt werden und rangieren mit einer Reichweite von ca. 18 Monaten weit über dem Branchendurchschnitt. Vor allem in den Branchensegmenten Handel und Konsumgüter vertrauen namhafte Unternehmen ihre Projektumsetzungen der KPS an, dabei konnte KPS im Geschäftsjahr 2013/2014 hier die Position als Marktführer konsequent weiter ausbauen.

Die durchschnittlichen Auslastungsquoten der KPS-Berater stabilisierten sich über das gesamte Geschäftsjahr 2013/2014 hinweg mit 95 % auf sehr hohem Niveau. Damit konnte die bereits exzellente Auslastung des vorangegangenen Geschäftsjahres 2012/2013 im Berichtszeitraum noch weiter gesteigert werden. Im Branchenvergleich liegt KPS mit dieser Quote im absoluten Spitzenfeld.

1.10 Investitions- und Finanzierungsbereich

Im vergangenen Geschäftsjahr hat KPS ihr Beratungsportfolio um die Optimierung leistungsstarker E-Commerce-Plattformen und webbasierter Geschäftsprozesse erweitert. Mit der Übernahme der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH wurde Deutschlands führender Dienstleister der digitalen Wirtschaft erworben.

Das Engagement mit einem Investitionsvolumen von 24,5 Mio. Euro wurde in Höhe von 10,8 Mio. Euro überwiegend aus liquiden Mitteln des laufenden Geschäftsbetriebs finanziert, 1,5 Mio. Euro sind davon in das Eigenkapital der Gesellschaft geflossen. 8,5 Mio. Euro wurden durch Ausgabe neuer Aktien aus einer Kapitalerhöhung und mit eigenen Aktien aus dem Aktienrückkaufsprogramm finanziert. Darüber hinaus sind in Abhängigkeit der Ertragsentwicklung der Beteiligungsgesellschaft bis 30. September 2017 weitere Kaufpreiszahlungen bis zum Höchstbetrag von 5,25 Mio. Euro vereinbart, die im vorliegenden Konzernabschluss erfasst sind.

Zur Steuerung unserer Aktivitäten im skandinavischen Markt haben wir zum 1. April 2014 die KPS Consulting A/S mit Sitz in Kopenhagen gegründet. Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum die operative Geschäftstätigkeit erfolgreich aufgenommen.

1.11 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage

1.11.1 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

Überblick über die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage des KPS-Konzerns:

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in Euro 2013/2014 2012/2013
Konzernumsatz 111,1 Mio. 97,0 Mio.
EBITDA 17,5 Mio. 13,3 Mio.
EBIT 16,7 Mio. 12,5 Mio.
Konzernergebnis 16,3 Mio. 16,3 Mio.
Ergebnis je Aktie 0,5 0,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8,7 Mio. 7,6 Mio.
Finanzschulden 4,0 Mio. 0 Mio.

1.11.2 Geschäfts und Rahmenbedingungen

Mit der Methodenkompetenz und dem Branchenwissen einerseits und dem umfassenden SAP- und Hybris-Know-how andererseits ist KPS erfolgreich im Markt aufgestellt. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal bzw. einzigartigen Portfolio aus Prozess- und System-Know-how und der agilen Projektmethodik ist KPS in den definierten Zielmärkten führend. Daraus ergeben sich hervorragende Chancen für ein stabiles wie dauerhaftes Wachstum des KPS-Konzerns.

1.11.3 Konzernstruktur

Die KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig ist.

Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden.

1.11.4 Wirtschaftliches Umfeld

Im laufenden Jahr wird erwartet, dass die Umsätze für Beratungsleistungen tendenziell steigen werden. Die Nachfrage nach innovativen Serviceleistungen für IT-Technologien wird weiter zunehmen. Für den Bereich Dienstleistungen in Deutschland verzeichnet der Bereich "IT-Dienstleistungen und Informationstechnologie" als größte Sparte die höchsten Umsatzzuwächse.

STRUKTUR DES KPS-KONZERNS

Der Markt in unseren Fokusbranchen, dem Handel und der Konsumgüterindustrie, wandelt sich zunehmend von bestehenden IT-Lösungen für das stationäre Geschäft mit E-Commerce-Applikationen hin zu Omni-Channel-Lösungen, die hoch integrierte IT-Plattformen erfordern und damit für ein recht positives Marktumfeld sorgen. Daraus folgend, benötigten Handelsunternehmen kompetente Transformationsspezialisten, die mit der Führung und Integration von SAP- und Hybris-Anwendungen vertraut sind.

Diese grundlegende Entwicklung hat auch die SAP AG mit der in 2013 getätigten Megaübernahme der Hybris bekräftigt. Die Übernahme erweiterte die Hybris-Marktzugänge gegenüber Wettbewerbern wie Oracle, Microsoft und IBM deutlich. Hybris wird in Zukunft mehrheitlich bei SAP-Kunden als bevorzugte E-Commerce-Plattform zur Anwendung kommen.

Durch die zunehmende Verlagerung des Internetkonsums auf mobile, webbasierte Endgeräte werden Internetdienste, Big-Data-Lösungen sowie Digitalisierung zunehmend nachgefragt. Der technologische Fortschritt sowie der anhaltende digitale Transformationsprozess werden weiterhin für positive Wachstumsimpulse sorgen und steigende Umsätze, auch unter Berücksichtigung des tendenziellen Preisverfalles im IT-Dienstleistungs-bereich, generieren.

1.11.5 Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Regionen

1.11.5.1 Geschäftsentwicklung nach Segmenten

Die Struktur der Umsätze nach den berichtspflichtigen Segmenten blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Im Segment Management Consulting / Transformationsberatung wurden 94,3 % (Vorjahr: 95,5 %) erwirtschaftet. Im Segment Systemintegration konnten 3,6 % (Vorjahr: 4,2 %) des Umsatzes generiert werden, 2,1 % (Vorjahr: 0,3 %) des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen.

1.11.5.2 Geschäftsentwicklung nach Regionen

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen ergibt für das Geschäftsjahr 2013/2014 folgendes Bild. Hauptumsatzträger war Deutschland mit 90,6 Mio. Euro bzw. 81,6 %, gefolgt von der Region Skandinavien mit einem Volumen von 16,2 Mio. Euro oder 14,6 %. Danach folgt die Schweiz mit 3,3 Mio. Euro. bzw. 2,9 % sowie Österreich mit 0,3 Mio. Euro bzw. 0,3 %. Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 0,7 Mio. Euro bzw. 0,6 % und wurden weitestgehend außerhalb Europas erzielt.

1.11.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KPS-Konzerns

1.11.6.1 Ertragslage KPS-Konzern

KPS konnte trotz der heterogenen konjunkturellen sowie branchenspezifischen Rahmenbedingungen Umsatz und Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Wesentlicher Treiber für das Wachstum war das Vertrauen namhafter Kunden aus dem Bereich Handel und Konsumgüterindustrie mit zunehmender Nachfrage nach hoch integrierten Transformationslösungen. Darüber hinaus haben ein optimales Auslastungsmanagement unserer Beratungsteams sowie ein effizientes Kostenmanagement zur guten Ertragslage der KPS beigetragen.

Gewinn- und Verlustrechnung KPS-Konzern nach IFRS (Kurzfassung)

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 111.076 96.985
Sonstige betriebliche Erträge 827 353
Materialaufwand -52.814 -46.888
Personalaufwand -29.424 -28.808
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.184 -8.322
Abschreibungen -793 -785
Operatives Ergebnis (EBIT) 16.688 12.535
Finanzergebnis 187 -183
Ergebnis vor Ertragsteuern* 16.875 12.352
Ertragsteuern -550 3.902
Ergebnis nach Ertragsteuern 16.325 16.254

* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 14,5 % auf 111,1 (Vorjahr: 97,0) Mio. Euro. Damit konnten die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen werden. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die Gewinnung von Transformationsprojekten bei bedeutenden Kunden aus unseren Fokusbranchen sowie auf die zunehmende Nachfrage nach innovativen Softwaretechnologien und integrierten Systemlösungen für die digitale Wirtschaft.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen, wie beispielsweise Weiterberechnungen und Erträge aus Rückstellungsauflösungen. Insgesamt haben sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum mit 0,8 (Vorjahr: 0,4) Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Materialaufwand

Im Berichtszeitraum passte sich der Kostenverlauf dem Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung des Umsatzanstiegs entsprechend an. Der projektbezogene Materialaufwand, der im Wesentlichen die Kosten für zugekaufte Fremdleistungen beinhaltet, stieg aufgrund des Umsatzwachstums um 5,9 Mio. Euro (+ 12,6 %) von 46,9 Mio. Euro auf 52,8 Mio. Euro. Der Anstieg ist auf den hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften zurückzuführen, die aufgrund der Bedarfssituation kurzfristig benötigt wurden. Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software haben sich mit 0,6 (Vorjahr: 0,3) Mio. Euro gegenüber dem Berichtszeitraum 2012/2013 verdoppelt.

Personalaufwand

Der Personalaufwand belief sich auf 29,4 (Vorjahr: 28,8) Mio. Euro und ist gegenüber dem Vergleichszeitraum um 0,6 Mio. Euro (+2,1 %) gestiegen.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 waren im KPS-Konzern 317 (Vorjahr: 171) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Zurückzuführen ist der Zuwachs auf den kontinuierlichen Mitarbeiteraufbau sowie auf die Übernahme der Belegschaft der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 46,4 % auf 12,2 (Vorjahr: 8,3) Mio. Euro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten in Höhe von 5,0 (Vorjahr: 4,1) Mio. Euro, Rechtsberatungs-, Prüfungs- und Kapitalmarktkosten mit 2,4 (Vorjahr: 0,9) Mio. Euro, nicht projektbezogene Fremdleistungen mit 1,3 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro sowie Raum- und Betriebskosten mit 1,1 (Vorjahr: 1,0) Mio. Euro.

Abschreibungen

Die Abschreibungen in Höhe von 0,8 Mio. sind gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis des Konzerns verbesserte sich auf 0,2 (Vorjahr: -0,2) Mio. Euro. Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2013/2014 sind Zinsen für strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 0,1 Mio. Euro enthalten, die Zinserträge enthalten 0,2 Mio. Euro aus Abzinsungen langfristiger Rückstellungen.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag im Gesamtbetrag von -0,6 (Vorjahr: 3,9) Mio. Euro beinhalten laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 1,4 (Vorjahr: 0,9) Mio. Euro sowie Erträge aus latenten Steuern von 0,8 (Vorjahr: 4,8) Mio. Euro.

Ergebnis nach Ertragsteuern

Der Konzernperiodenüberschuss konnte mit 16,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten werden.

1.11.6.2 Ermittlung des EBIT

Das EBIT wurde von 12,5 Mio. Euro im Vorjahr um 4,2 Mio. Euro auf erfreuliche 16,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013/2014 gesteigert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme auf 33,1 %.

Bezogen auf den Umsatz von 111,1 (Vorjahr: 97,0) Mio. Euro verbesserte sich damit die EBIT-Marge von 12,9 % auf 15,0 %.

1.11.6.3 Ermittlung des EBITDA

Das EBITDA verbesserte sich ebenfalls deutlich von 13,3 Mio. Euro im Vorjahr um 4,2 Mio. Euro auf 17,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013/2014. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme damit auf 31,2%.

Bezogen auf den Umsatz von 111,1 (Vorjahr: 97,0) Mio. Euro verbesserte sich damit die EBITDA-Marge von 13,7 % auf 15,7 %.

1.11.6.4 Ergebnis je Aktie

Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,50 (Vorjahr: 0,50) Euro.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie gemäß IFRS stellen wir im Konzernabschluss, Anhang 7.10, dar.

1.12 Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS-Konzern

Bilanz KPS-Konzern (Kurzfassung)

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  Am 30. September
in TEURo 2014 2013
Langfristige Vermögenswerte 43.930 22.076
Kurzfristige Vermögenswerte 35.229 31.610
Gesamtvermögen 79.159 53.686
Eigenkapital 41.857 24.465
Langfristige Schulden 3.664 153
Kurzfristige Schulden 33.638 29.068
Summe Schulden 37.302 29.221
Summe Eigenkapital und Schulden 79.159 53.686

1.12.1 Wertorientierte Konzernsteuerung

Im KPS-Konzern besteht ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Beteiligungsgesellschaften. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profitcenter-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet.

1.12.2 Finanzlage und Investitionen

Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2014 über Zahlungsmittel in Höhe von 8,7 (Vorjahr: 7,6) Mio. Euro. Am Bilanzstichtag bestandenen kurzfristige Bankverbindlichkeiten in Höhe von 4,0 (Vorjahr: 0) Mio. Euro. Die Nettoliquidität hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 2,9 Mio. Euro verringert.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 14,6 Mio. Euro gegenüber 14,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -10,0 (Vorjahr: -1,6) Mio. Euro und betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -7,5 (Vorjahr: -3,3) Mio. Euro.

1.12.3 Vermögenslage

Der KPS-Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Der gesteigerte Geschäftsumfang spiegelt sich in der Bilanzsumme wider. Diese beläuft sich zum 30. September 2014 auf 79,2 (Vorjahr: 53,7) Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 25,5 Mio. Euro bzw. um 47,5 % erhöht.

Die Investitionen in die langfristig gebundenen Vermögenswerte erreichten im Geschäftsjahr 2013/2014 Rekordniveau und beliefen sich im Berichtszeitraum auf 21,8 (Vorjahr: 0,1) Mio. Euro.

Entwicklung Vermögenswerte

Die im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich zum Stichtag auf 43,9 (Vorjahr: 22,1 ) Mio. Euro.

Hierin enthalten sind im Wesentlichen die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus dem Erwerb der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH in Höhe von 21,2 Mio. Euro sowie die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren Erwerben der KPS AG in Höhe von 9,3 (Vorjahr: 9,3) Mio. Euro. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte ergaben im Berichtszeitraum 1,9 (Vorjahr: 2,5) Mio. Euro. Das Sachanlagevermögen beträgt zum Stichtag 0,7 (Vorjahr: 0,3) Mio. Euro. Die aktivierten latenten Steueransprüche belaufen sich auf 10,9 (Vorjahr: 10,0) Mio. Euro.

Die bei den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus künftigen Fertigungsaufträgen und Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 26,5 Mio. Euro erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2,5 Mio. Euro bzw. um 10,4 %.

Entwicklung Eigenkapital

Das den Aktionären der KPS AG zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 17,4 Mio. Euro erhöht und weist zum 30. September 2014 einen Wert von 41,9 (Vorjahr: 24,5) Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 45,6 % auf 52,9 %. Zur detaillierten Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

Entwicklung Schulden

Die langfristigen Schulden in Höhe von 3,3 (Vorjahr: 0,2) Mio. Euro betreffen neben latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,1 (Vorjahr: 0) Mio. Euro und Rückstellung von Bonuszahlungen für Vice Présidents in Höhe von 0,3 (Vorjahr: 0,05) Mio. Euro im Wesentlichen ergebnisabhängige Kaufpreisraten aus der Übernahme der getit. Weitere langfristige Schulden bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich gegenüber dem Vorjahresstichtag eine Erhöhung um 4,5 Mio. Euro auf 33,6 (Vorjahr: 29,1 ) Mio. Euro. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 4,4 Mio. Euro zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 4,0 (Vorjahr: 0) Mio. Euro. Gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,4 Mio. Euro und die sonstigen Rückstellungen um 3,0 Mio. Euro verringert werden.

1.12.4 Ergebnisverwendung

Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf 16,3 Mio. Euro und war damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Bei einer vorgeschlagenen Dividende von 9,5 (Vorjahr: 7,2) Mio. Euro würde die Ausschüttungsquote bei 58,3 % des erwirtschafteten Konzernergebnisses liegen. Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt die Ertragskraft der KPS sowie die beständige Ausschüttungskontinuität.

1.13 Sonstige wesentliche Ereignisse

1.13.1 Veränderungen Vorstand

Im Berichtszeitraum wurden keine Veränderungen im Vorstand vorgenommen. Herr Dietmar Müller steuert den Konzern als Alleinvorstand.

1.13.2 Sonstige Vertragsübernahmen

Im Berichtszeitraum wurde der SAP-Geschäftsbereich eines mittelständischen Systemhauses im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Mit Übernahme der Kundenbeziehungen sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde die Basis für das SAP-Mittelstandsgeschäft, einem weiteren Vertriebskanal bei KPS, geschaffen. Seit Beginn des Jahres 2014 erhielt KPS zudem den SAP-Systemhaus-Status und ist damit berechtigt, in definiertem Umfang SAP-Lizenzverträge sowie SAP-Wartungsverträge mit Kunden abzuschließen.

2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

2.2 Branchenspezifische Entwicklung

KPS ist ein auf Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungshaus und rangiert in einem von der Lünendonk GmbH im Mai 2014 veröffentlichten Ranking der zehn führenden deutschen Managementberatungen auf Rang sechs. (Quelle: Lünendonk®-Studie 2014)

KPS verfügt über eine solide Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche Beratungsportfolio der KPS liefert die Basis für ein hohes Up-selling-Potential. Aufgrund der sehr hohen Kundenzufriedenheit bei laufenden und einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte tragen Application Managed Services und Support-Aktivitäten vermehrt zur Umsatz-generierung bei.

Für die digitale Wirtschaft werden vor allem bei den Themen E-Commerce und Omni-Channel deutliche Wachstumsimpulse erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus ist der Ausblick, vor allem auch wegen des in 2013 erfolgten Zusammenschlusses der SAP AG und der Hybris AG sowie der Eingliederung der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH in die KPS AG, recht positiv.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte.

2.3 Dienstleistungs- und Absatzbereich

Mit der agilen KPS Rapid-Transformation® Projektmethode setzt KPS bewährte Spitzentechnologie für die Projektumsetzung ein. Dabei wird die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung ideal kombiniert. KPS minimiert dabei mit ihrem Vorgehensmodell das Einführungsrisiko deutlich.

Wir beobachten im Markt verstärkt Tendenzen, dass Mitbewerber versuchen, unser erfolgreiches Modell nachzubilden. Wir können nicht ausschließen, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen.

2.4 Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Bei der aktuellen Unternehmensgröße, einem Jahresumsatz über 100 Mio. Euro und einem stabilen Beratungsteam von mehr als 350 Beschäftigen sowie zusätzlichen externen Beratern hat sich das Interesse an der KPS für große Unternehmen noch weiter verbessert. Damit steigert KPS ihre Attraktivität, bei Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

2.5 Sonstige operative Chancen und Risiken

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Großkunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte deutliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.

KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen SAP, Hybris und IBM. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.

Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS noch relativ gering ist, werden die daraus resultierenden Risikopotenziale als gering eingestuft.

Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über entsprechende Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

2.6 Investitions- und Finanzierungsbereich

Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur in begrenztem Umfang. Dies gilt auch für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur.

2.7 Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen sind für den KPS-Konzern aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro nicht erkennbar.

2.8 Steuerlicher Bereich

Es bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft rückgestellten Beträge. Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden bei der KPS AG und den inländischen Tochtergesellschaften steuerliche Außenprüfungen über die Veranlagungsjahre 2009 bis 2012 durchgeführt. Nennenswerte Änderungen der Besteuerungsgrundlagen wurden nicht festgestellt.

2.9 Sonstige wesentliche Ereignisse

In der abgelaufenen Berichtsperiode fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

2.10 Bestandsgefährdende Risiken

Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine erkennbar.

3 ENTWICKLUNG AKTIENKURS

KPS-Aktie mit exzellenter Performance

Das Börsenjahr 2014 verlief sehr positiv für den deutschen Kapitalmarkt und insbesondere für die KPS-Aktie. Mit einer Kurssteigerung von 33,3 % im Berichtszeitraum gehörte die KPS-Aktie zu den Top Performern und zeigte damit eine deutlich über dem DAX liegende Kursentwicklung.

Kurs der KPS-Aktie 2013/2014

Entwicklung KPS AG vs. DAX Index

(Quelle: VEM-Bank)

Der Kurs der KPS-Aktie stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/2014 um 33,3 %. Insbesondere im 2. und 3. Quartal verlief die Kursentwicklung ausgesprochen positiv. Unter Berücksichtigung der Ende März 2014 gezahlten Dividende von 22 Cent pro Aktie errechnete sich für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Performance von 37,8 %. Die Rendite der KPS-Aktie belief sich auf 4,10%.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Erhöhung der Dividende auf 28 Cent pro Aktie vor.

4 NACHTRAGSBERICHT

4.1 Berichtspflichtige Ereignisse

Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage des Konzerns beeinflussen.

4.2 Veränderungen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit dem 30. September 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns erwarten.

4.3 Einschätzung des Vorstands zur aktuellen Entwicklung

Der KPS-Konzern konnte die für das Geschäftsjahr 2013/2014 vom Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele in vollem Umfang umsetzen bzw. darüber hinaus noch weiter steigern. Umsatz und vor allem das Ergebnis konnten von dieser Entwicklung erheblich profitieren.

KPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2014/2015 gestartet. Die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde in das aktuelle Geschäftsjahr mitgenommen. Vorstand und Management gehen davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die prognostizierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ergebnis realisiert werden.

Bedingt durch die positive Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr plangemäß entwickeln werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein.

5 RISIKOMANAGEMENTZIELE UND -METHODEN DES KPS-KONZERNS

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation® Methode, kann auf ungewünschte Ereignisse zeitnah reagiert und gegenüber diesen rechtzeitig gegengesteuert werden. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice Presidents und dem Vorstand.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, welches kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiter entwickelt wird.

Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfangreiches Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt.

6 PREISÄNDERUNGS-, AUSFALL- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE RISIKEN AUS ZAHLUNGSSTROMSCHWANKUNGEN

Ein Kreditrisiko / Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung.

7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

KPS investiert im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem in Verbesserungen der technischen Integration verschiedener Softwareplattformen wie SAP und Hybris, für die wir uns als Marktführer unter den Managementberatungen verstehen, sowie in der Entwicklung neuer Bedienkonzepte von Software-Anwendungen. Weitere Forschungsleistungen werden im Bereich der Personalisierung von E-Commerce-Lösungen erbracht. Es werden kontinuierlich dezidiert ca. drei bis vier Mitarbeiter für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eingesetzt, weitere Mitarbeiter werden zeitweilig mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut.

8 VERGÜTUNGSBERICHT

8.1 Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Erfolgskennziffern im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für den Vorstand insgesamt 801 (Vorjahr: 651) TEuro, wobei der variable Anteil 60 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt, ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt dazu vor. Dem Vorstand wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhält der Vorstand einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

8.2 Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6fache dieses Betrags. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2013/2014 betrugen die Aufsichtsratvergütungen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

9 WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERN-RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

(Bericht gemäß §§ 289 Absatz 5, 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kon-troll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich identifizieren, minimieren bzw. vollständig vermeiden zu können. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden.

Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in den internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt systemgestützt mittels unseres SAP Finance & Controlling Systems eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich bzw. gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

10 PROGNOSEBERICHT

10.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

10.1.1 Weltwirtschaft erwartet für 2015 insgesamt höhere Dynamik

Die Dynamik der Weltwirtschaft insgesamt wird sich nach der IfW-Prognose in den kommenden beiden Jahren allmählich verstärken. Der Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,4 % in diesem Jahr auf 3,7 % bzw. 3,9 % in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen. Insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist für die kommenden beiden Jahre eine höhere Zuwachsrate in Sicht. Vor allem die insgesamt weiterhin sehr expansive Geldpolitik und der gesunkene Ölpreis beleben die Wirtschaftsaktivität im privaten Sektor. Für die Vereinigten Staaten ist in den nächsten beiden Jahren mit Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,2 bzw. 3,5 % zu rechnen. Der Produktionsanstieg im Euroraum wird sich allmählich auf Raten von 1,2 % in 2015 und 1,5 % in 2016 beschleunigen. Die Inflation wird durch den Ölpreisrückgang stark gedämpft. Für den Euroraum ist in den nächsten Monaten sogar mit einem im Vorjahresvergleich sinkenden Preisniveau zu rechnen. Eine Belastung für die Konjunktur geht von einer so begründeten Deflation allerdings nicht aus, im Gegenteil. Die Schwellenländer werden von der stärkeren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren, strukturelle Probleme verhindern aber eine rasche Rückkehr zu hohen Expansionsraten. (Quelle: IfW, Kiel)

10.1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland entwickeln sich positiv

Auch dank des Ölpreis-Tiefs zieht die deutsche Konjunktur nach einer leichten Schwächephase in den vergangenen Monaten wieder an. Insbesondere der private Konsum und zunehmend auch die Investitionen sorgen für Dynamik, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner neuesten Schätzung für die Jahre 2015 und 2016 prognostiziert. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wird demnach im laufenden Jahr um 1,7 % und 2016 um 1,9 % zunehmen, verglichen mit 1,5 % im Jahr 2014.

Höhere Kaufkraft belebt den Konsum in Deutschland

Zunächst wird insbesondere der private Verbrauch stimulierend wirken. Die Kaufkraft wächst dank höherer Nettoeinkommen und zusätzlich durch den drastischen Ölpreisverfall massiv. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte legen in 2015 um 3,7 % zu (2014: 2,7 %). Dazu trägt vor allem ein Anstieg der Nettolöhne um 4,4 % gegenüber 3,7 % in 2014 bei. Neben üblichen Lohnerhöhungen wird auch die Einführung des Mindestlohns die Kaufkraft positiv beleben.

Erholung bei den Investitionen erwartet

Nach und nach werden auch die Investitionen der Unternehmen die Konjunktur antreiben, da bei anziehender Nachfrage die Zinsen niedrig bleiben. Die deutschen Exporte erweisen sich in einem schwierigen internationalen Umfeld als robust, und infolge des Ölpreisverfalls werden sich die Bedingungen im kommenden Jahr spürbar verbessern. Mit der Belebung der Weltkonjunktur werden die Ausfuhren spürbar anziehen und im laufenden sowie im kommenden Jahr jeweils rund um 6,5 % zulegen, nach gut 4% in 2014.

Branchenspezifische Entwicklung sehr zuversichtlich

Nachdem die Top 10 der deutschen Managementberatungen trotz des schwachen Wirtschaftswachstums in Europa gutes Umsatzwachstum erwirtschaftet haben, bleibt bei verbessertem Wirtschaftsklima die Zuversicht auf weiteres Wachstum bestehen. Im Jahr 2015 erwarten die 10 führenden Managementberatungen in Deutschland ein durchschnittliches Gesamtumsatzwachstum von gut 11 %. Für die Jahre 2016 bis 2020 prognostizieren sie jährliche Umsatzzuwächse um die 10 %. (Quelle: Lünendonk Marktstudie)

10.2 Entwicklung KPS-Konzern

Eine wesentliche Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2014/2015 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in den Fokusbranchen zu festigen und international weiter auszubauen.

Zudem werden wir die Attraktivität unserer Transformationsberatung um weitere Branchen bzw. Kundensegmente erweitern. Wir setzen dabei in erster Linie auf unsere Fähigkeiten, die Markt- und Geschäftsentwicklung aus eigener Kraft umzusetzen.

Die Beratung der Zukunft sehen wir in der industriellen Weiterentwicklung unseres Prozessportfolios. Die zunehmende strategische Bedeutung des E-Commerce, gerade in der Vernetzung mit anderen Unternehmensprozessen durch Omni-Channel-Ansätze, verlangt zunehmend integrierte Beratungsleistungen aus einer Hand.

KPS hat diese Marktentwicklung frühzeitig antizipiert und sich langfristig darauf vorbereitet. Durch die erfolgreiche Integration der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH ergeben sich weitere Möglichkeiten, den Anforderungen komplexer Omni-Channel-Projekte gerecht zu werden.

Durch die vorbildliche Unternehmenskultur gelingt es KPS zudem, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr viel besser zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.

10.3 Wesentliche Geschäftsfelder

Kernsegment unserer Aktivitäten und Hauptumsatzträger bildet die Managementberatung. Unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten erzielen wir dabei im Segment Transformationsberatung und Prozessoptimierung.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft mit SAP- und Hybris-Produkten im Geschäftsjahr 2014/2015 ebenfalls weiter wachsen wird. Im Aufgabenschwerpunkt dieses Beratungssegments stehen Wartung und Serviceleistungen auf SAP- und Hybris-Plattformen.

10.4 Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS hat im Geschäftsjahr 2013/2014 die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung entwickelten sich gut über den Planwerten. Durch die erfreuliche Unternehmensentwicklung konnten stabile Faktoren für ein dauerhaftes und wertorientiertes Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis für das Geschäftsjahr 2014/2015 plangemäß entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überein.

10.5 Investitions- und Finanzierungsbereich

Zur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung geplant. Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2014/2015 resultiert unter anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor allem auf der guten Positionierung der KPS auf dem Beratungsmarkt.

10.6 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage

10.6.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung der KPS

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht der KPS-Konzern im Geschäftsjahr 2014/2015 von einer weiteren Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses aus. Auch für die Jahre danach rechnen wir mit einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum. Neben der Steigerung des Umsatzes werden wir uns konsequent auf die Ertragssteigerung konzentrieren.

Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG wollen an der erfolgreichen Ausrichtung des Unternehmens festhalten und die eingeschlagene strategische Weichenstellung konsequent beibehalten. Die vorrangige Aufgabe dabei ist, die Internationalisierung der KPS europaweit voran zu treiben.

10.6.2 Positive Lageeinschätzung zur Entwicklung der KPS

Vorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage der KPS insgesamt sehr positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir exzellent aufgestellt. Darüber hinaus verfügt die KPS AG über eine solide Finanzstruktur und Ertragslage. Zum Unternehmenserfolg werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeblich beitragen.

Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2014/2015 geht der Vorstand weiter von einem stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Verbesserung der Ergebnismargen liegt. Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2014/2015 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang gemäß unseren Erwartungen zufriedenstellend entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 120 Mio. Euro sowie einen EBIT von 18 Mio. Euro.

Unsere Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

10.7 Sonstige wesentliche Ereignisse

Zwischen dem Bilanzstichtag 30. September 2014 und der Veröffentlichung des KPS-Konzernlageberichts sind keine wesentlichen Ereignisse aufgetreten, welche die Lage des Konzerns beeinflussen oder verändern.

11 BERICHT GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB

11.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2014 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 34.011.007 Euro. Es ist eingeteilt in 34.011.007 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital Das Kapital wurde durch Ausgabe von 1.268.476 Aktien zum 28. Juli 2014 erhöht. Jede Aktie hat ein Stimmrecht.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insgesamt 65.142 Stück eigene Aktien erworben und 118.910 Stück veräußert. Der Gesamtbestand der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien beträgt zum Stichtag 30. September 2014 85.031 (Vorjahr: 138.799) Stück. Bei allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten eingebunden.

11.2 Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald besteht ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen bis zum 31. Dezember 2015.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

11.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2014 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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  Stück In %
Michael Tsifidaris 9.584.894 28,18%
Dietmar Müller 8.469.895 24,90 %
Leonardo Musso 4.395.299 12,92%
Uwe Grünewald 4.349.143 12,79%

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2013/2014 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft keine Meldung über die oben dargestellte Auflistung hinaus zu einer Beteiligung über 10 % der Stimmrechte vor.

11.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

11.5 Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

11.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

11.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265 Euro beschlossen, das am 24. September 2009 in das Handelsregister eingetragen wurde. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde das bisher genehmigte Kapital 2009/I aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789 Euro. Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/1 in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals am 28. Juli 2014.

11.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eine Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens aber für die Dauer von drei Jahren.

11.9 Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes

Die KPS AG hat mit den Mitgliedern des Vorstands und mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots entsprechend der Erläuterungen unter Punkt 11.8 getroffen.

Mit der Verkäuferseite der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH wurden ebenfalls gesonderte Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots entsprechend der Erläuterungen unter Punkt 11.8 getroffen.

12 ZUSATZBERICHT

12.1 Zusatzbericht Personal

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Am 30. September 2014 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 317 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 171 ). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2013/2014 um 85,3 % angestiegen, was im Wesentlichen auf den Erwerb der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH zurückzuführen ist. In Deutschland beschäftigten wir 307 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 163), dies entspricht einem Anteil von 96,8 % (Vorjahr: 95,3 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 205 (Vorjahr: 159). Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Berichtszeitraum um 146.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2013/2014 um 2,1 % auf 29,4 (Vorjahr: 28,8) Mio. Euro.

12.2 Mitarbeiterkennzahlen

Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und nach Funktionen gegliedert.

Mitarbeiter KPS-Konzern

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  30.09.2014 30.09.2013 Veränderung
Mitarbeiter pro Region      
Deutschland 307 163 144
Schweiz 10 8 2
Mitarbeiter nach Funktion      
Vorstand 1 1 0
Geschäftsführer 3 1 2
Berater 287 155 132
Verwaltung 24 13 11
Auszubildende 2 1 1
Gesamt 317 171 146

Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch Herr Dietmar Müller, Vorstand der KPS AG, bei insgesamt sechs Gesellschaften als Geschäftsführer bestellt. Somit sind vier Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2014 tätig.

12.3 Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit

KPS betreibt im erforderlichen Umfang und gesetzlichen Rahmen Aufwendungen für die Öffentlichkeitsarbeit.

12.4 Termin der Hauptversammlung

Die Hauptversammlung 2015 für das Geschäftsjahr 2013/2014 findet am 27. März 2015 in München statt.

13 ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")

Gemäß § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich im Rahmen einer sog. Entsprechenserklärung zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (Kodex) entsprochen wurde oder wird. Zudem müssen Vorstand und Aufsichtsrat angeben, welchen Empfehlungen nicht entsprochen wurde oder wird. Der Kodex enthält Regelungen zur Corporate Governance (in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat, Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung).

Die KPS AG hat sich dem Deutschen Corporate Governance Kodex unterworfen. Den Verhaltensempfehlungen des Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird in Zukunft entsprochen werden:

Ziff. 3.8

Im Hinblick auf die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG wurde für den Vorstand ein Selbstbehalt vereinbart. Für den Aufsichtsrat wurde kein Selbstbehalt vereinbart und ist auch zukünftig nicht vorgesehen. Ein Selbstbehalt hat nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat keine Auswirkungen auf das Verantwortungsbewusstsein und die Loyalität, mit denen die Gremienmitglieder die ihnen übertragenen Aufgaben und Funktionen wahrnehmen.

Ziff. 4.2.1

Angesichts der Größe der Gesellschaft wird die Gesellschaft auch in Zukunft nur ein Vorstandsmitglied haben, aus diesem Grund enthält die Geschäftsordnung keine Regelung der Ressortzuständigkeiten. Ein Gesamtvorstand existiert nicht.

Ziff. 4.2.2

Im Hinblick auf die Berücksichtigung des Verhältnisses der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt. Beim Abschluss des derzeit laufenden Vorstandsvertrages des Vorstands Dietmar Müller konnte dieses Verhältnis noch nicht berücksichtigt werden.

Ziff. 4.2.3

Hinsichtlich betragsmäßiger Höchstgrenzen für variable Vergütungsteile sowie Information der Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems. Die Vergütung des Vorstands weist hinsichtlich ihres variablen Vergütungsteils keine betragsmäßige Höchstgrenze auf, da der Aufsichtsrat eine solche Begrenzung im Hinblick auf den Anreizcharakter des variablen Vergütungsteils für kontraproduktiv hält. Der Vorstandsvertrag enthält keinen Abfindungs-Cap. Der Vorsitzende des Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziff. 4.2.4 und Ziff. 4.2.5

Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziff. 5.3

Im Hinblick auf die Bildung von Ausschüssen des Aufsichtsrats. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziff. 5.1.2. und Ziff. 5.4.1

Vorstand und Aufsichtsrat begrüßen ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern.

Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung.

Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie Ziffer 5.4.1 Satz 1 und Ziffer 5.4.2 des Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab für die Neuwahl des Aufsichtsrats, konkrete Ziele für die Zusammensetzung nach Ziffer 5.4.1 des Kodex zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen.

Ziff. 7.1.2

Im Hinblick auf die Veröffentlichung von Konzernabschluss und Zwischenberichten. Die künftigen Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht 90 Tage, sondern sollen 120 Tage nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht werden; um eine angemessene Aufmerksamkeit zu erlangen. Die Zwischenabschlüsse werden nicht innerhalb von 45 Tagen, sondern innerhalb von 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

14 VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS

Ich versichere nach bestem Wissen, dass im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Unterföhring, den 28. Januar 2015

Der Vorstand

KONZERNGESCHÄFTSZAHLEN 2013/2014

KPS AG Konzernabschluss nach IFRS

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

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in TEURo Anhang 2013/2014 2012/2013
1 Umsatzerlöse 7.1 111.076 96.985
2 Sonstige betriebliche Erträge 7.2 827 353
3 Materialaufwand 7.3 -52.814 -46.888
4 Personalaufwand 7.4 -29.424 -28.808
5 Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.5 -12.184 -8.322
6 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   17.481 13.320
7 Abschreibungen 7.6 -793 -785
8 Operatives Ergebnis (EBIT)   16.688 12.535
9 Finanzielle Erträge 7.7 281 13
10 Finanzielle Aufwendungen 7.7 -94 -196
11 Finanzergebnis   187 -183
12 Ergebnis vor Ertragsteuern*   16.875 12.352
13 Ertragsteuern 7.8 -550 3.902
14 Ergebnis nach Ertragsteuern   16.325 16.254
Anzahl der Aktien in Tausend   32.892 32.581
- unverwässert/verwässert durchschnittlich gewichtet      
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in Euro Anhang 2013/2014 2012/2013
Ergebnis je Aktie      
- unverwässert 7.10 0,50 0,50
- verwässert 7.10 0,50 0,50

* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Gesamtergebnis für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
Ergebnis nach Ertragsteuern 16.325 16.254
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 8 0
Gesamtergebnis 16.333 16.254

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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(in Mio. Euro) 2013/2014 2012/2013
Umsatzerlöse 111,1 97,0
EBITDA 17,5 13,3
EBITDA Marge 15,8 % 13,7%
EBIT 16,7 12,5
EBIT Marge 15,0% 12,9 %

Konzernbilanz zum 30. September 2014

AKTIVA

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    Am 30. September
in TEURo Anhang 2014 2013
VERMÖGENSWERTE      
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
I. Sachanlagen 8.1 675 284
II. Geschäfts- und Firmenwerte 8.2 30.472 9.294
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.2 1.915 2.482
IV. Latente Steueransprüche 8.3 10.868 10.016
    43.930 22.076
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
I. künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 8.4 1.453 0
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.4 24.507 23.287
III. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 8.5 491 744
IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 8.6 95 13
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.7 8.683 7.566
    35.229 31.610
Summe Vermögenswerte   79.159 53.686

PASSIVA

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    Am 30. September
in TEURo Anhang 2014 2013
A. EIGENKAPITAL      
Aktionären der KPS AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 8.8.1 33.926 32.604
II. Kapitalrücklage 8.8.4 -11.595 -18.524
III. Gewinnrücklagen 8.8.5 64 55
IV. Bilanzgewinn 8.8.6 19.462 10.330
Summe Eigenkapital 8.8 41.857 24.465
SCHULDEN      
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN      
I. Langfristige Rückstellungen 8.9 3.537 43
II. Latente Steuerverbindlichkeiten 8.10 127 110
    3.664 153
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN      
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.11 9.619 12.032
II. Finanzschulden 8.12 4.000 0
III. Erhaltene Anzahlungen 8.13 1.272 165
IV. Steuerrückstellungen 8.14 2.924 2.506
V. Sonstige Rückstellungen 8.15 7.350 10.327
VI. Sonstige Verbindlichkeiten 8.16 8.283 3.668
VII. Verbindlichkeiten aus Steuern 8.16 190 370
    33.638 29.068
Summe Schulden   37.302 29.221
Summe Eigenkapital und Schulden   79.159 53.686

Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
A. Laufende Geschäftstätigkeit    
1. Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen 16.688 12.535
2. Abschreibungen auf das Anlagevermögen 793 785
3. Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände -2.420 -8.618
4. Veränderung der Rückstellungen -2.736 6.766
5. Veränderung der übrigen Schulden 3.129 4.825
6. Verluste aus Anlagenabgängen 0 -1
7. Gezahlte Steuern -1.040 -1.222
8. Gezahlte Zinsen -94 -196
9. Erhaltene Zinsen 281 13
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 14.601 14.887
B. Investitionstätigkeit    
1. Investitionen in das Anlagevermögen -9.995 -1.627
2. Einzahlungen aus Anlageverkäufen 0 3
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -9.995 -1.624
C. Finanzierungstätigkeit    
1. Übertragung eigener Anteile -323 330
2. Dividendenausschüttungen -7.166 -3.602
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -7.489 -3.272
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.883 9.991
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode 7.566 -2.425
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 4.683 7.566

ZUSAMMENSETZUNG FINANZMITTELFONDS

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in TEURo Stand 30.09.2014 Stand 30.09.2013
Kassenbestand, Bankguthaben 8.683 7.566
Bankkontokorrentverbindlichkeiten -4.000 0
Finanzmittelfonds 4.683 7.566

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in TEURo Gezeichnetes Kapital eigene Aktien Summe gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen OCI Bilanzgewinn/-verlust Eigenkapital
30.09.2012 32.743 -375 32.368 -18.913 55 -1.891 11.619
Erwerb eigene Anteile 0 -164 -164 24 0 -329 -469
Veräußerung eigener Anteile 0 400 400 365 0 35 800
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern              
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -3.602 -3.602
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 -137 -137
Konzernergebnis 2013 0 0 0 0 0 16.254 16.254
30.09.2013 32.743 -139 32.604 -18.524 55 10.330 24.465
Erwerb eigene Anteile 0 -65 -65 0 0 -258 -323
Veräußerung eigener Anteile 0 119 119 382 0 231 732
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern              
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -7.166 -7.166
Sonstige Veränderungen 1.268 0 1.268 6.547 0 0 7.815
Konzernergebnis 2014 0 0 0 0 0 16.325 16.325
Passive latente Steuer Erstkonsolidierung - OCI 0 0 0 0 9 0 9
30.09.2014 34.011 -85 33.926 -11.595 64 19.462 41.857

ANHANG 2013/2014

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Der von der KPS AG aufgestellte Konzernabschluss zum 30. September 2014 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) sowie den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der Satzung der KPS AG erstellt worden.

Die KPS AG ist eine in Deutschland ansässige, international aufgestellte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Betastraße 10h, 85774 Unterföhring. Die Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen.

Die KPS AG wurde 1998 gegründet. Die Aktien der KPS AG wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard).

Die KPS AG ist ein erfolgreiches Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung im Handel und Konsumgüterbereich. Wir beraten unsere Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementieren mit Erfolg ganzheitliche Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern.

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden.

Der Vorstand der KPS AG stellte den Konzernabschluss am 28. Januar 2015 auf. Der Aufsichtsrat wird den Konzernabschluss in seiner Sitzung vom 30. Januar 2015 billigen und ihn zur Veröffentlichung genehmigen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des KPS-Konzerns werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres oder aber innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens bzw. Konzerns - beginnend mit der Beschaffung der für den Leistungserstellungsprozess notwendigen Ressourcen bis zum Erhalt der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente als Gegenleistung für die Veräußerung der in diesem Prozess erstellten Produkte oder Dienstleistungen - fällig sind oder veräußert werden sollen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2013/2014 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt.

Die Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

2 VOM DEUTSCHEN RECHT ABWEICHENDE BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Der vorliegende Konzernabschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:

Die Konsolidierung erfolgt im Rahmen einer "reverse acquisition" gemäß IFRS 3. Das wirtschaftliche Mutterunternehmen ist die KPS Business Transformation GmbH, die im Rahmen einer Sachkapitalübernahme im Geschäftsjahr 2007/2008 von der KPS AG erworben wurde.

Anteilige Gewinnrealisierung gemäß Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11).

Verzicht auf die Bildung sonstiger Rückstellungen, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 % liegt.

Aktivierung von Geschäfts- und Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung und Durchführung einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung (Impairment-Test) gemäß IFRS 3 und IAS 36.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Nennung dieser Abweichungen nicht abschließend alle Abweichungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden der Regelungen nach IFRS von den Regelungen nach deutschem Recht umfasst.

3 AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

3.1 Ab dem Geschäftsjahr 2013/2014 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die folgenden neuen und geänderten International Financial Reporting Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2012 beginnen, anzuwenden:

Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der KPS AG.

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Standard Thema Anwendungszeitpunkt Auswirkungen KPS-Konzern
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS: Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten bei erstmaliger Anwendung der IFRS Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS: Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben zu Saldierung von Vermögenswerten und Schulden Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Wert Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen Anhangsangaben
IAS 12 Ertragsteuern: Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
Verbesserung der IFRS Einzelfallregelungen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine

Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf die Stetigkeit des Konzernabschlusses der KPS AG.

3.2 Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2013/2014 nicht verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

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Standard Thema Anwendungszeitpunkt Auswirkungen KPS-Konzern
IAS 16 und IAS 38* Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IAS 16 und IAS 41* Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen keine
IAS 27 Einzelabschlüsse Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen keine
IAS 27 Einzelabschlüsse - Equity-Methode im separaten Abschluss Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen Anhangsangaben
IAS 32 Änderung an IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen Darstellung / Saldierung
IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen Anhangsangaben
IAS 39 Novationen von Derivaten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen keine
IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 Änderungen der Übergangsvorschriften Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen keine
IFRS 10, 12 und IFRS 27 Investmentgesellschaften Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IFRS 9* Finanzinstrumente Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen Klassifizierung / Bewertung / Anhangsangaben
IFRS 10 Konzernabschlüsse Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen keine
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen keine
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an Unternehmen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen keine
IFRS 14* Regulatorische Abgrenzungsposten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IFRS 15* Umsatzerlöse aus Kundenverträgen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen Derzeit in Prüfung
IFRS 21 Abgaben Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen keine
Verbesserungen der IFRS Einzelfallregelungen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 / 1. Januar 2016 beginnen Einzelfallprüfung

* noch nicht von der EU genehmigt

4 GRUNDLAGEN UND METHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGEN

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate.

Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und Kaufpreisallokationen, der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechende Leistungen, Steuern, Umweltschutz, Preisnachlässe, Produkthaftungen sowie Garantien. In den weiteren Abschnitten dieses Kapitels werden jeweils schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und deren Auswirkungen zu den einzelnen Bereichen thematisiert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und neuen Standards erfolgen rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären.

4.1 Konsolidierung

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum 30. September 2014 aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert beziehungsweise wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften. Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen gab es weder im Geschäfts- noch im Vorjahr.

Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die KPS AG über eine Beherrschungsmöglichkeit verfügt. Diese beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der KPS AG. In der Regel manifestiert sich die Stimmrechtsmehrheit durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Im Falle eines Unternehmenserwerbs wird nach der Erwerbsmethode das anteilige Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte identifizierbarer Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eventueller Geschäfts- und Firmenwerte zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange"). Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben, wird dies als Eigenkapitaltransaktion dargestellt. Das heißt, die Differenz zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital von anderen Gesellschaftern und dem Kaufpreis wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Gegenüber dem Vorjahr sind die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern als separate Position ausgewiesen.

Die Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst :

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ALT 2012/2013: Sonstige Verbindlichkeiten: 4.038 TEuro
NEU 2012/2013: Sonstige Verbindlichkeiten: 3.668 TEuro
  Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern: 370 TEuro

4.2 Währungsumrechnung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften werden in deren funktionaler Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet werden. Bei den ausländischen Gesellschaften im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei den Gesellschaften um unselbständige ausländische Einheiten handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert sind.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs der in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt:

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    Mittlerer Stichtagskurs Jahresdurchschnittskurs
    30.09.2014 30.09.2013 2013/2014 2012/2013
Argentinien ARS 10,6808 7,8197 10,1241 6,7437
China CNY 7,7483 8,2637 8,3085 8,0836
Dänemark DKK 7,4431 7,4581 7,4299 7,4287
Großbritannien GBP 0,7783 0,8357 0,8159 0,8374
Japan JPY 138,1600 131,9800 138,1931 121,2695
Norwegen NOK 8,1225 8,119 8,2391 7,5612
Schweden SEK 9,1475 8,6589 8,9594 8,5585
Schweiz CHF 1,2064 1,2219 1,2161 1,2208
USA US-$ 1,2594 1,3499 1,3513 1,3068

Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung in den vergangenen drei Jahren in Summe eine Inflationsrate von 100 % überschritten hat und die deshalb die Vorschriften gemäß IAS 29 (Financial Reporting in Hyperinflationary Economies) zur Inflationsbilanzierung anwenden müssten, gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr.

4.3 Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge

Als Umsatzerlöse werden alle Erträge im Zusammenhang mit Produktverkäufen, erbrachten Dienstleistungen und Lizenzeinnahmen erfasst. Andere operative Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Umsatzerlöse werden ertragswirksam erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt, die Höhe der Erträge und angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.

Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug von Erlösminderungen zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte Beträge für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben umsatzmindernd erfasst und zurückgestellt.

Bei kundenbezogenen Festpreisaufträgen sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst.

Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass andere als die angeführten Faktoren eine wesentliche Auswirkung auf Erlösminderungen des KPS-Konzerns haben. Anpassungen der in vorherigen Perioden gebildeten Rückstellungen für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben waren für das Ergebnis vor Steuern der berichteten Geschäftsjahre von untergeordneter Bedeutung. Die Rückstellungen für Rabatte beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 250 (Vorjahr: 454) TEuro.

Ein Teil der Erlöse im KPS-Konzern wird aufgrund von Lizenzverträgen erzielt, in denen Dritten Rechte an einigen Produkten und Technologien übertragen wurden. Erhaltene oder erwartete Zahlungen, die sich auf den Verkauf oder die Auslizenzierung von Technologien oder technologischem Wissen beziehen, werden, sobald die entsprechenden Vereinbarungen in Kraft treten, ergebniswirksam, wenn aufgrund der vertraglichen Regelungen sämtliche Rechte und Pflichten in Bezug auf die betreffenden Technologien aufgegeben werden. Bestehen dagegen weiterhin Rechte an der Technologie fort oder sind noch Pflichten aus dem Vertragsverhältnis zu erfüllen, werden die ggf. erhaltenen Zahlungen sachgerecht abgegrenzt.

Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere ähnliche nicht rückzahlbare Zahlungen werden als erhaltene Anzahlungen passiviert und über den geschätzten Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst.

4.4 Forschungs- und Entwicklungskosten

Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktentwicklung, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert.

Forschungskosten sind im Geschäftsjahr beim KPS-Konzern nicht angefallen.

Entwicklungskosten sind nur im geringen Umfang für die Entwicklung von Softwareprodukten angefallen.

4.5 Geschäfts- und Firmenwerte

Ein Geschäfts- und Firmenwert wird im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als Vermögenswert im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Er wird mit seinen Anschaffungskosten bewertet, die als Überschuss des Kaufpreises für das erworbene Unternehmen und über das erworbenen anteiligen Nettovermögen hergeleitet werden. Das Nettovermögen entspricht dem Saldo aus den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten.

Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert. Bei einem einmal abgeschriebenen Geschäfts- und Firmenwert erfolgt keine Zuschreibung in den Folgeperioden.

4.6 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Ein sonstiger immaterieller Vermögenswert ist ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz (z. B. ein Patent, eine Marke, ein Vermarktungsrecht), bei dem es sich nicht um einen Geschäfts- und Firmenwert handelt. Er wird aktiviert, wenn der künftig zu erwartende wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert wahrscheinlich zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern und der Abschreibungsverläufe beruht auf Schätzungen des Zeitraums der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten und deren zeitlicher Verteilung innerhalb dieses Zeitraums. Bei Vorliegen eines Hinweises einer möglichen Wertminderung wird ein Impairmenttest durchgeführt.

Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert.

Soweit eine Wertminderung festgestellt wurde, wird diese durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt.

4.7 Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen.

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Kosten für laufende Unterhalts- und Wartungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden über die erwartete Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist.

Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:

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  Jahre
EDV-Hardware 3-5
Geschäftsausstattung 3-10

Wesentliche Komponenten einer Sachanlage, die unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden separat bilanziert und abgeschrieben.

Gibt es Hinweise für eine Wertminderung eines einzelnen Sachanlagevermögenswerts, wird geprüft, ob dessen erzielbarer Betrag über dem Buchwert liegt. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag erfasst. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt.

Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

4.8 Leasing

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden.

Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt.

Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Ist der KPS-Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und in gleicher Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Bei einem Operating Leasing erfasst der KPS-Konzern die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand bzw. die als Leasinggeber erhaltene Leasingrate als Ertrag. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers als Sachanlage erfasst.

4.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten und Unternehmen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und leicht in einen festen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Sie haben bei Erwerb oder im Anlagezeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten.

4.10 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).

Nach IAS 39 liegen beim KPS-Konzern folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:

a) Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden

b) Kredite und Forderungen

c) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden.

Die Zuordnung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den finanzielle Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.

Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

4.11 Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden, sowie Anzahlungen auf Vorräte. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Herstellungskosten (dienstleistungsbezogener Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

4.12 Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen,

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten sowie mit einem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnzuschlag, vermindert um etwaige entstehende Verluste bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten in Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode).

4.13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

4.14 Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.

Gemäß IAS 12 (Income Taxes) werden latente Steuern auf zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich nutzbare Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass für deren Nutzung ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird.

Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen.

Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steueransprüche und -schulden werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Materielle Auswirkungen von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich in der Periode, in der das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist, berücksichtigt. Im Regelfall erfolgt dies ergebniswirksam.

Latente und laufende Steuern werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte. Dann werden sie ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

4.15 Eigene Aktien

Bei Erwerb / Veräußerung eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit dem Gewinnvortrag / Kapitalrücklage.

4.16 Steuerrückstellung

Die Steuerrückstellung beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragssteuern, die voraussichtlich aufgrund der nationalen Steuervorschriften zu Mittelabflüssen führen werden.

4.17 Andere Rückstellungen

Andere Rückstellungen werden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) oder ggf. auch nach IAS 19 (Employee Benefits). Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt.

Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden getrennt von den Rückstellungen als sonstige Forderung aktiviert, wenn ihre Realisation nahezu sicher ist.

Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet waren.

Zu den Rückstellungen, die den Kunden- und Lieferantenverkehr betreffen, gehören insbesondere Verpflichtungen für Rabatte und Skonti, Produktretouren sowie erhaltene Dienstleistungen und Waren, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden.

Als Unternehmen ist der KPS-Konzern rechtlichen Risiken ausgesetzt. Für anhängige bzw. künftige juristische Verfahren wird, vorbehaltlich einer entsprechenden Einzelfallprüfung, durch den Ansatz von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilanzielle Vorsorge getroffen. Die wahrscheinlichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten werden anhand der vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit den für den KPS-Konzern tätigen Rechtsanwälten bewertet. Soweit nach vernünftigem Ermessen eine Verpflichtung aus einem Verfahren wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, wird der Barwert der erwarteten Mittelabflüsse, soweit diese als verlässlich messbar betrachtet werden, passiviert. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen an Kläger, die Gerichtskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Zu jedem Bilanzstichtag wird der aktuelle Stand der Rechtsstreitigkeiten bei der Beurteilung zugrunde gelegt, wobei geprüft wird, ob die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind und in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden ist. Rechtsstreitigkeiten und andere rechtliche Verfahren werfen grundsätzlich komplexe Fragen auf und sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u. a. aufgrund des Sachverhalts und der Umstände jedes einzelnen Falls, des Gerichts, bei dem die Klage anhängig ist, sowie aufgrund von Unterschieden im anwendbaren Recht. Somit sind die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren nicht vorhersagbar. Durch das Urteil in einem Gerichtsverfahren oder durch einen Vergleich können dem KPS-Konzern Kosten entstehen, die über die hierfür vorgesehene Rückstellung und Versicherungsdeckung hinausgehen.

In den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für Jahressonderzahlungen und variable und individuelle Einmalzahlungen getroffen.

4.18 Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von Derivaten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der KPS-Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

4.19 Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzungen und andere nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

4.20 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umfassen langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (ggf. zusammen mit Rückstellungen und Verbindlichkeiten), bei denen der Buchwert überwiegend durch ein höchstwahrscheinliches Veräußerungsgeschäft innerhalb der nächsten 12 Monate oder durch ein bereits abgewickeltes Veräußerungsgeschäft realisiert wird.

4.21 Unternehmenserwerbe

Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse können die zukünftigen Konzernergebnisse wesentlich beeinflussen.

Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen ein Unternehmen in mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen Gesellschaftsanteils zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet eine Buchwertanpassung der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren beizulegenden Zeitwert statt.

4.22 Vorgehensweise und Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen

Neben den Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests) bei einzelnen Sachanlagevermögenswerten und immateriellen Vermögenswerten werden Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sogenannten cash generating units - "cgu") durchgeführt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse erzeugt. Im KPS-Konzern werden die strategischen Geschäftseinheiten wie auch einzelne Gesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten angesehen und unterliegen Werthaltigkeitsprüfungen.

Die strategischen Geschäftseinheiten stellen die zweite Berichtsebene unterhalb der Berichtssegmente dar. Eine Werthaltigkeitsprüfung für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird entweder bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung vorgenommen oder mindestens jährlich, wenn einer strategischen Geschäftseinheit ein Goodwill zugeordnet ist.

Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. der zu testenden Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertberichtigungsbedarf vor. In diesem Fall wird bei einer strategischen Geschäftseinheit im ersten Schritt der Geschäfts- und Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Der Wertberichtigungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung zumeist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird sowohl für den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten als auch für den Nutzungswert der Barwert der Zahlungen (Cashflows) zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des KPS-Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Beim Ansatz des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aus Sicht eines unabhängigen Marktteilnehmers vorgenommen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. der Einzelvermögenswert in ihrer bzw. seiner bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden für beide Methoden unter Anwendung individueller, jeweils aus Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.

Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit den Kapitalkostensätzen abgezinst. Die Kapitalkostensätze entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre und stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar.

Die für die Werthaltigkeitsprüfungen in 2014 und 2013 verwendeten Wachstumsraten und die zur Diskontierung der prognostizierten Cashflows herangezogenen Kapitalkostensätze betrugen 8,75 % (Vorjahr: 10,23 %).

5 ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland. Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern.

5.1 Managementconsulting / Transformationsberatung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Transformationsberatung, bei der die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.

5.2 System Integration

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betriebliche Funktionsbereiche transparent werden.

5.3 Produkte / Lizenzen

Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM und SAPERION, mit denen KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich:

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2013/2014

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in TEURo      
Darstellung nach Geschäftsfeldern Management-consulting / Transformationsberatung System Integration Produkte / Lizenzen
Ergebnisposition 30.09.2014 Vorjahr 30.09.2014 Vorjahr 30.09.2014 Vorjahr
Umsatz 104.720 92.613 4.073 4.086 2.283 286
Betriebsergebnis 21.251 15.271 748 913 69 31
Abschreibungen -642 -624 -4 -5 -19 -19
Zinsen -84 -92 1 1 0 0
Steuern -337 -134 -167 -53 0 0
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in TEURo      
Darstellung nach Geschäftsfeldern übrige Konsolidierung gesamt
Ergebnisposition 30.09.2014 Vorjahr 30.09.2014 Vorjahr 30.09.2014 Vorjahr
Umsatz 0 0 0 0 111.076 96.985
Betriebsergebnis -4.587 -2.895 0 0 17.481 13.320
Abschreibungen -128 -137 0 0 -793 -785
Zinsen 270 -92 0 0 187 -183
Steuern -884 -814 838 4.903 -550 3.902

Die dargestellten Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Umsätze mit externen Kunden.

Unter den übrigen Informationen in der Segmentberichterstattung werden im Wesentlichen Ertrags- und Aufwandsinformationen der KPS AG als Holding dargestellt.

Bei der KPS AG sind im Wesentlichen der Umsatz und das EBIT die Grundlage für Unternehmensentscheidungen. Für Beurteilungen sind weitere Informationen (Vermögen, Verbindlichkeiten) größtenteils nicht relevant.

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens.

5.4 Geografische Angaben

Die Aufteilung der Umsatzerlöse in Höhe von 111,076 nach Regionen (Vorjahr: 96,985) Mio. Euro ergibt für das Geschäftsjahr 2013/2014 folgendes Bild: Hauptumsatzträger war Deutschland mit 90,62 (Vorjahr: 70,88) Mio. Euro bzw. 81,6 %. Im Ausland wurden 20,45 (Vorjahr: 26,11) Mio. Euro umgesetzt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Sitz des Auftraggebers. Die Aufteilung ergibt sich in folgende Regionen: Skandinavien mit einem Volumen von 16,19 (Vorjahr: 22,37) Mio. Euro oder 14,58 %, die Schweiz mit 3,25 (Vorjahr: 2,49) Mio. Euro. bzw. 2,93 % sowie Österreich mit 0,35 (Vorjahr: 0,942) Mio. Euro oder 0,31 %.

Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 0,66 Mio. Euro (0,59 %) und wurden weitestgehend außerhalb Europas erzielt. Diese gehören dem Segment Management Consulting / Transformationsberatung an.

5.5 Abhängigkeit von wichtigen Kunden

Im Segment Managementconsulting / Transformationsberatung sind sieben (Vorjahr: vier) Großkunden i.S.d. IFRS 8.34 enthalten.

6 KONSOLIDIERUNGSKREIS UND BETEILIGUNGEN

6.1 Entwicklung des Konsolidierungskreises

Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.

Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden.

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in TEURo          
Beteiligung Sitz Anteil
in %
Gezeichnetes Kapital 30.09.2014 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2014 (Vorjahr) Jahresergebnis 2013/2014 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH1 Unterföhring 100 500 500 8.439
      (500) (500) (7.215)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 6.300 6.611 2.245
      (6.300) (6.367) (1.227)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 26 36 1
      (26) (35) (1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 5.113 11.468 6.355
      (5.113) (6.137) (3.599)
KPS Consulting AG Zürich / Schweiz 99 62 -837 69
      (62) (-906) (213)
KPS Solutions GmbH Unterföhring 100 100 576 337
      (100) (645) (206)
getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH2 Dortmund 100 25 3.240 686*
KPS Software Factory GmbH Unterföhring 100 75 -2.139 -743
      (75) (-1.396) (-810)
KPS Consulting A/S3 Kopenhagen/ Dänemark 100 67 59 -8**

* Rumpfwirtschaftsjahr 1. Januar 2014 - 30. September 2014
** Rumpfwirtschaftsjahr 1. April 2014 - 30. September 2014
1 Das Jahresergebnis 2013/2014 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die KPS AG abgeführt.
2 Erwerb der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH
Mit Einbringungs- und Übertragunsvertrag vom 02. Juli 2014 haben die KPS AG und die Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund, die Rahmenbedingungen geschaffen und die für den Erwerb sämtlicher Anteile an der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH, Dortmund, durch die KPS AG vereinbart. Die Geschäftsanteile wurden zum 1. August 2014 übernommen.
Die getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH - im Folgenden getit - GmbH - mit dem Sitz in Dortmund wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 15. Mai 2014 gegründet. Die getit - GmbH ist Rechtsnachfolgerin der auf sie verschmolzenen getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH (getit - GmbH alt), der getit Internet GmbH sowie der Getit ISA GmbH.
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung auf dem Gebiet der Informationstechnik, der Telekommunikation und des elektronischen Handels, die Entwicklung und der Vertrieb informationstechnischer Hard- und Softwareprodukte und die Bewerbung von Waren und Dienstleistungen in Datennetzen und deren Vertrieb sowie der Verkauf und Betrieb von Internetanschlüssen, der Betrieb von Internetlösungen im Kundennamen, die Vermittlung und der Betrieb von Domainnamen sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte.
Die Buchwerte sowie die beizulegenden Werte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der getit - GmbH stellen sich zum Erwerbsstichtag wie folgt dar:

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Bilanzposition Buchwert vor Akquisition Anpassung an beizulegenden Zeitwert beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 125   125
Betriebs- und Geschäftsausstattung 435   435
Vorräte 5   5
Forderungen 3.307 81 3.388
Aktive Latente Steuern 12   12
Flüssige Mittel 965   965
Rückstellungen -2.708   -2.708
Verbindlichkeiten -906   -906
Passive Latente Steuern   -22 -22
Nettovermögen 1.235 59 1.294

Der nach IFRS anzusetzende Firmenwert ergibt sich wie folgt :

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  TEuro
Hingabe Zahlungsmittel 7.703
1.268.476 Stückaktien der KPS AG durch Erhöhung des Grundkapitals aus dem genehmigten Kapital 2014/I zum Kurs von 6,161 Euro 7.815
Übertragung von 118.910 Stück eigenen Aktien zum Kurs von 6,161 Euro 733
Rate Earn-Out-Vereinbarung aus EBIT vom 01.Januar - 30. September 2014 971
Earn-Out-Raten aus EBIT's 2014/2015 - 2016/2017 - Höchstbetrag 5.250
Summe 22.472
bzgl. beizulegender Zeitwert des übernommenen Vermögens - 1.294

Die Buchwerte vor Akquisition basieren auf dem IFRS-Zwischenabschluss der getit - GmbH nach den geltenden IFRS direkt vor dem Vollzug der Akquisition. Die Beträge, welche zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Konzernabschluss der KPS AG zum Ansatz kommen, repräsentieren die geschätzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden. Der sich aus der Akquisition ergebene Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich überwiegend auf die Fähigkeiten der akquirierten Mitarbeiter der getit - GmbH und der erwarteten Synergien aus der Integration in den existierenden Geschäftsbetrieb der KPS AG. Die Allokation des Kaufpreises ist auf Basis der aktuell besten Schätzung durch das Management durchgeführt worden, jedoch noch nicht endgültig abgeschlossen.
Der Umsatz für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 15. Mai 2014 bis 30. September 2014 betrug 9.851 TEuro. Das EBIT wird mit 725 TEuro und der Jahresüberschuss der getit - GmbH mit 686 TEuro ausgewiesen. Das Management geht davon aus, dass der Buchwert des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes dem erzielbaren Betrag entspricht.
Der Goodwill-Impairmenttest wurde zum Bilanzstichtag durchgeführt und hat zu keinem Abschreibungsbedarf geführt.
3 Die KPS Consulting A/S, Kopenhagen, eine Aktiengesellschaft nach dänischem Recht, wurde am 1. April 2014 gegründet. Das Grundkapital in Höhe von 500.000,00 DKK ist vollständig eingezahlt. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April bis 30. September 2014 hat die Gesellschaft keine dem Gesellschaftszweck entsprechende Beratung ausgeübt.
Bilanzstichtag des Mutterunternehmens sowie sämtlicher Tochter- und Enkelgesellschaften ist der 30. September.

6.2 Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte gab es weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr.

7 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

7.1 Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 5. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

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  Berichtsjahr 2013/2014 Berichtsjahr 2012/2013
  TEuro % TEuro %
Erbringung von Dienstleistungen 110.639 100 96.702 100
Verkauf von Gütern 218 0 217 0
Nutzungsentgelte 219 0 66 0
  111.076 100 96.985 100

7.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 827 (Vorjahr: 353) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:

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in TEURo 2013/14 2012/13
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 183 221
Erträge aus Skonto 254 53
Erträge aus Kursdifferenzen 41 29
Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter 37 17
Eingänge abgeschriebene Forderungen 73 0
übrige Erträge 239 33
Summe sonstige betriebliche Erträge 827 353

7.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 52.814 (Vorjahr: 46.888) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 574 (Vorjahr: 250) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 52.240 (Vorjahr: 46.638) TEuro.

7.4 Personalaufwand und Mitarbeiter

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 29.424 (Vorjahr: 28.808) TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 26.976 (Vorjahr: 26.886) TEuro und auf Sozialaufwendungen 2.448 (Vorjahr: 1.922) TEuro.

Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 110 (Vorjahr: 82) TEuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 205 (Vorjahr: 153) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer), davon 186 (Vorjahr: 140) Berater und 19 (Vorjahr: 13) Verwaltungsangestellte beschäftigt.

Mitarbeiter KPS-Konzern

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  30.09.2014 30.09.2013 Veränderung
Mitarbeiter pro Region      
Deutschland 307 163 134
Schweiz 10 8 2
Mitarbeiter nach Funktion      
Vorstand 1 1 0
Geschäftsführer 3 1 2
Berater 287 155 132
Verwaltung 24 13 11
Auszubildende 2 1 1
Gesamt 317 171 146

7.5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 12.184 (Vorjahr: 8.322) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:

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in TEURo 30.09.2014 30.09.20123
Reise- und Bewirtungskosten 3.494 2.853
Fremdleistungen 1.317 820
Kfz-Kosten 1.523 1.235
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 2.103 773
Personal- und Buchhaltungskosten 184 181
Werbe- und Repräsentationskosten 1.079 374
Telefon- und sonstige Kommunikationskosten 306 290
Raumkosten 340 287
Maschinen-Mieten 355 329
Kapitalmarktkosten 255 172
Versicherungen 98 87
übrige Aufwendungen 1.160 921
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen 12.184 8.322

7.6 Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 793 (Vorjahr: 785) TEuro. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

7.7 Sonstige finanzielle Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen finanziellen Erträge belaufen sich auf 281 (Vorjahr: 13) TEuro und resultieren aus kurzfristigen Geldanlagen und Abzinsungen von langfristigen Rückstellungen.

Die sonstigen finanziellen Aufwendungen betragen 94 (Vorjahr: 196) TEuro und beinhalten insbesondere Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 7 (Vorjahr: 105) TEuro, Factoringgebühren in Höhe von 1 (Vorjahr: 5) TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 86 (Vorjahr: 86) TEuro.

7.8 Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2013/2014 und 2012/2013 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
Laufender Steueraufwand -1.388 -929
Periodenfremder Steueraufwand 0 0
Latenter Steuerertrag 838 4.831
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -550 3.902

Die latenten Steuern resultieren aus steuerlichem Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.

Zum 30. September 2014 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 74.442 (Vorjahr: 84.080) TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 68.526 (Vorjahr: 81.616) TEuro für Körperschaftsteuer.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittssteuersatz von 27,4 % (Vorjahr: 27,4 %) zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,95 % und Gewerbesteuer von 11,57 %. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz beträgt im Berichtsjahr 27,6 % (Vorjahr: 27,6 %).

Der Betrag der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt für Körperschaftsteuer 27.569 (Vorjahr: 54.074) TEuro und für Gewerbesteuer 37.168 (Vorjahr: 42.341) TEuro.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 16.875 12.352
Ertragsteuersatz 27,52 % 27,6 %
Erwarteter (rechnerischer) Steueraufwand -4.644 -3.409
Steuerauswirkungen durch:    
Steuereffekte aus Nutzung von Verlustvorträgen 3.255 2.185
Steuereffekte aus Goodwillabschreibungen -13 396
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen 40 -39
Latente Steuern auf Verlustvorträge 774 4.903
Latente Steuern aus HB II-Anpassungen / StB 64 -72
periodenfremde Steuereffekte 0 0
übrige Effekte -26 -62
tatsächlicher Ertragsteueraufwand -550 3.902
Effektiver Steuersatz 3,3 % 0,0 %
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in TEURo Latente Steueransprüche 2013/2014 2012/2013
aus steuerlichen Verlustvorträgen 10.790 10.016
  10.790 10.016
davon kurzfristig 3.063 4.048
Latente Steuerschulden 2013/2014 2012/2013
Anlagevermögen 8 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -57 -53
Sonstige Rückstellungen -125 -57
  -174 -110
davon kurzfristig -174 -110

Bei dieser Position handelt es sich um IFRS-Unterschiede zur Handelsbilanz (II) / Steuerbilanz.

7.9 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.

Aufgrund des Rückkaufs eigener Aktien und der durchgeführten Kapitalerhöhung belief sich die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien auf 32.891.837 (Vorjahr: 32.581.357) Stück. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:

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  2013/2014 2012/2013
Konzernergebnis auf Aktionäre der KPS AG entfallend in TEuro 16.325 16.254
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 32.891.837 32.581.357
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 0,50 0,50

Die nach dem Bilanzstichtag erfolgten Aktienrückkäufe (siehe Erläuterungen im Konzernlagebericht) haben keine erheblichen Auswirkungen auf die Anzahl der am Ende der Periode im Umlauf befindlichen Stammaktien für den Fall, dass der Rückkauf bereits zum Bilanzstichtag erfolgt wäre.

8 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

8.1 Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

Zur Entwicklung der nachfolgend erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.

8.2 Geschäfts- und Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2014 war selbsterstellte Software in Höhe von 338 (Vorjahr: 431) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 93 (Vorjahr: 93) TEuro.

Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- und Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen.

Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert beträgt 30.472 (Vorjahr: 9.294) TEuro und verteilt sich auf folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten:

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
KPS Services GmbH 8.949 8.949
KPS Solutions GmbH 345 345
getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH 21.178 0
Gesamt 30.472 9.294

8.3 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 10.868 (Vorjahr: 10.016) TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG sowie der KPS Services GmbH wider.

8.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2014 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 24.507. (Vorjahr: 23.287) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 9 (Vorjahr: 88) TEuro gebildet sind.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt:

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
Stand Wertberichtigungen am 01.10. 88 299
+ Zuführungen 9 88
- Verbrauch /Auflösung 88 -299
Stand Wertberichtigungen am 30.09. 9 88

8.5 Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Am Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 1.453 (Vorjahr: 0) TEuro, die aus einem Kundenauftrag mit Festpreis resultieren.

8.6 Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen belaufen sich auf 744 (Vorjahr: 309) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEURo 30.09.2014 30.09.2013
Geleistete Vorauszahlungen 116 117
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 30 27
Forderungen aus Factoring 0 4
Geleistete Anzahlungen 28 4
Geleistete Kautionen 44 37
Übrige Forderungen 273 555
Summe sonstige Vermögenswerte 491 744

In den übrigen Forderungen sind im Wesentlichen Forderungen aus Kundenverträgen in Höhe von 135 TEuro und aus erstattungsfähigen Vorsteuern Ausland in Höhe von 73 TEuro enthalten.

8.7 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von 95 (Vorjahr: 13) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern für Vorjahre.

8.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände betragen am Bilanzstichtag 8.683 (Vorjahr: 7.566) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

8.9 Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

8.9.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 33.925.976,00 (Vorjahr: 32.603.732,00) Euro.

Das Grundkapital verteilt sich insgesamt auf 34.011.007 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien und ist voll eingezahlt. Durch Beschluss des Vorstands mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 02. Juli 2014 wurde das Grundkapital durch teilweise Ausschöpfung des genehmigten Kapitals 2014/I um 1.268.476,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien auf 34.011.007,00 Euro erhöht.

Die von der KPS AG gehaltenen eigenen Aktien sind mit ihrem Nennwert von 85.031,00 (Vorjahr: 138.799,00) Euro vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

8.9.2 Genehmigtes Kapital

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2009 wurde ein genehmigtes Kapital 2009/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro beschlossen, das am 24. September in das Handelsregister eingetragen wurde. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde das bisher genehmigte Kapital 2009/I aufgehoben und ein neues genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, das Grundkapital um 1.268.476,00 Euro aus dem genehmigten Kapital 2014/I gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genemigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789,00 Euro.

Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/I in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals am 28. Juli 2014.

8.9.3 Bedingtes Kapital

Das von der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Mai 2009 geschaffene bedingte Kapital 2009/I in Höhe von 17.823.787,00 Euro wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. März 2014 aufgehoben.

8.9.4 Kapitalrücklage

Der negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Geschäftsjahr 2007/2008 vorgenommenen Reverse Acquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG. In die Kapitalrücklage wurden die Differenzbeträge zwischen Kurswerten der aus der Erhöhung des Grundkapitals ausgegebenen neuen Aktien sowie der abgegebenen eigenen Aktien und deren Nennwerten eingestellt.

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

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in TEURo  
Stand 01.10.2012 -18.913
Veräußerungsgewinn aus eigenen Aktien 365
Agio eigene Aktien 24
Stand 01.10.2013 -18.524
Veräußerungsgewinn aus eigenen Aktien 382
Agio eigene Kapitalerhöhung 6.547
Stand 30.09.2014 -11.595

8.9.5 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 endete. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Sich ergebende Veränderungen aus Fluktuation, Auslaufen des Ausübungsrechts etc. wurden in der Gewinnrücklage abgebildet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung der getit-GmbH wurden 9 TEuro ergebnisneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt.

8.9.6 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des zum 30. September 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinns in Höhe von 19.462 (Vorjahr: 10.330) TEuro lässt sich wie folgt darstellen:

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in TEURo 2014 2013
Stand 01.10. 10.330 -1.891
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 0 -137
Jahresüberschuss 16.325 16.254
Agio eigene Aktien -27 -294
Dividendenausschüttung -7.166 -3.602
Stand 30.09. 19.462 10.330

Die Ausschüttung beruht auf dem Hauptversammlungsbeschluss vom 28. März 2014, wonach je dividendenberechtigter Aktie 0,22 (Vorjahr: 0,11) Euro gezahlt wurden.

8.9.7 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 wurde die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts ausgesprochen.

Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Der Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2015. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung Gebrauch gemacht und bis zum Abschlussstichtag insgesamt 603.941 (Vorjahr: 538.799) nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro je Aktie erworben. Die Anschaffungskosten hierfür betrugen 1.027 (Vorjahr: 704) TEuro. Bisher wurden 518.910 Stück (davon im Geschäftsjahr 2013/2014 118.910 Stück) veräußert. Am 30. September 2014 hält die KPS AG 85.031 eigene Aktien.

Beim Erwerb eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der erworbenen Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit dem Gewinnvortrag.

8.10 Langfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEURo 01.10.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Übertrag 30.09.2014
Boni Vice Presidents 43 0 0 241 0 284
Earn Out getit-GmbH 0 0 0 3.253 0 3.253
Summe 43 0 0 3.494 0 3.537

Die langfristigen Rückstellungen für Bonuszahlungen betreffen künftige vertragliche Aufwendungen für die neu geschaffene Position der Vice Presidents. Bei der Berechnung wurde keine Fluktuation berücksichtigt, da die Gesellschaft von der Erfüllung der vertraglichen Vorgaben ausgeht.

Die vertraglich vereinbarten variablen Kaufpreisraten für die Geschäftsjahre 2015/2016 und 2016/2017 für den Unternehmenserwerb der getit-GmbH wurden mit dem Höchstbetrag von jeweils 1.750 TEuro eingestellt.

Die Abzinsung ist mit dem Marktzins erfolgt.

8.11 Latente Steuerverbindlichkeiten

Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und Konzernbilanz und betrugen 127 (Vorjahr: 110) TEuro.

8.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vorwiegend aus eingekauften Beratungsleistungen.

8.13 Finanzschulden

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalteten Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 4.000 (Vorjahr: 0) TEuro.

8.14 Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 1.272 (Vorjahr: 165) TEuro und betreffen mit 1.149 (Vorjahr: 75) TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 123 (Vorjahr: 90) TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

8.15 Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEURo 01.10.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Übertrag 30.09.2014
RST f. Körperschaftsteuer 138 -671 0 241 522 203
RST f. Gewerbesteuer 2.368 -455 0 593 215 2.721
Summe 2.506 -1.126 0 807 737 2.924

In der Gewerbesteuerrückstellung ist ein Betrag von 2.201 (Vorjahr: 2.246) TEuro für mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten. Die Rückstellung beinhaltet einen Betrag von 855 (Vorjahr: 815) TEuro für potentielle Nachforderungszinsen.

Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme sind abhängig von Entscheidungen der vormaligen Betriebsstättengemeinden, ob und inwieweit die Steuern nachzuzahlen sind oder aus Billigkeitsgründen erlassen werden.

8.16 Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEURo 01.10.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Übertrag 30.09.2014
RST f. Personal 9.565 -11.020 -125 4.615 1.916 4.951
RST f. ausstehende Rechnungen 65 -77 0 144 39 171
RST f. Abschluß und Prüfungskosten 84 -60 -10 94 16 124
übrige RST 613 -569 0 2.060 0 2.104
Summe 10.327 -11.726 -135 6.913 1.971 7.350

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. Die erwarteten Fälligkeiten bewegen sich im kurzfristigen Rahmen.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche und noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe am Abschlussstichtag noch nicht endgültig feststand.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Earn-Out-Rate 2014/2015 wurde in Höhe von 1.750.000,00 Euro passiviert.

8.17 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 8.283 (Vorjahr: 3.668) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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in TEURo 30.09.2014 30.09.2013
  bis 3 Monate 3-12 Monate bis 3 Monate 3-12 Monate
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 3.189 0 2.048 0
Verbindlichkeiten aus Vergleichsverpflichtungen 830 0 0 0
Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 2.067 0 453 0
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern 1.105 0 1.094 0
Abzuführende Sozialversicherungen 94 0 26 0
Earn Out 2014 971 0 0 0
übrige Verbindlichkeiten 27 0 47 0
Summe sonstige Verbindlichkeiten 8.283 0 3.668 0

Die Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 190 (Vorjahr: 370) TEuro bestehen aus Gewerbesteuern für Vorjahre und Gewerbesteuer 2002 aus Sanierungsgewinnen.

8.18 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

8.18.1 Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

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  Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Bilanzposten zum 30.09.2014
in TEURo Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert  
Kurzfristige Vermögenswerte          
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 (Vorjahr: 0) 1.453 (Vorjahr: 0) 1.453 (Vorjahr: 0) 0 (Vorjahr: 0) 1.453 (Vorjahr: 0)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 (Vorjahr: 0) 24.507 (Vorjahr: 23.287) 24.507 (Vorjahr: 23.387) 0 (Vorjahr: 0) 24.507 (Vorjahr: 23.287)
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 0 (Vorjahr: 0) 418 (Vorjahr: 640) 418 (Vorjahr: 640) 73 (Vorjahr: 104) 491 (Vorjahr: 744)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 (Vorjahr: 0) 8.683 (Vorjahr: 7.566) 8.683 (Vorjahr: 7.566) 0 (Vorjahr: 0) 8.683 (Vorjahr: 7.566)
Kurzfristige Schulden          
Finanzschulden 0 4.000 4.000 0 4.000
  (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 (Vorjahr: 0) 9.619 (Vorjahr: 12.032) 9.619 (Vorjahr: 12.032) 0 (Vorjahr: 0) 9.619 (Vorjahr: 12.032)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 (Vorjahr: 0) 5.111 (Vorjahr: 2.121) 5.111 (Vorjahr: 2.121) 3.172 (Vorjahr: 1.547) 8.283 (Vorjahr: 3.668)

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

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in TEuro Kurzfristige Vermögenswerte Bewertungskategorie nach IAS IAS 39 und IFRS 7 Buchwert 30.09.2014 Fair Value 30.09.2014 Buchwert 30.09.2013 Fair Value 30.09.2013
Zahlungsmittel LaR 8.683 8.683 7.566 7.566
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 1.453 1.453 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 24.507 24.507 23.287 23.287
Sonstige Vermögenswerte LaR 418 418 640 640
Kurzfristige Schulden          
Kurzfristige Finanzschulden FLAC 4.000 4.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 9.619 9.619 12.032 12.032
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten FLAC 5.198 5.198 2.121 2.121
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien          
Loans and Receivables (LaR)   35.061 35.061 31.493 31.493
Financial Assets Measured at Amortised Costs (FLAC)   18.730 18.730 14.153 14.153

Alle Finanzinstrumente wurden für das Geschäftsjahr 2013/2014 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die Buchwerte der kurzfristigen Finanzschulden entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -Verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:

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  aus Zinsen aus der Folgebewertung aus Abgang Nettoergebnis
in TEURo   Zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung   2013/2014
Loans and Receivables (LaR) 24 0 -74 -9 -70 -129
  (Vorjahr: 5) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: -17) (Vorjahr: -88) ( Vorjahr: -311) (Vorjahr: -411)
Financial Assets Measured at Amortised Costs (FLAC) -9 0 0 0 0 -9
  (Vorjahr: -110) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: -110)

Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22f. wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 nicht eingesetzt.

8.18.2 Finanzrisikomanagement

Der KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden im Wesentlichen unterschieden:

Liquiditätsrisiken

Kreditrisiken / Ausfallrisiken

Marktpreisrisiko.

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich des Vorstands, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Das Kapitalmanagement bemisst sich nach der Nettoliquidität.

8.18.3 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nichtausgenützte Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten:

Geschäftsjahr

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  Buchwert Zahlungsverpflichtungen
in TEURo 30.09.2014 2014/2015 2015/2016 bis 2017/2018 2018/2019ff.
Finanzschulden 4.000 4.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.619 9.619 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8.283 8.283 0 0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 190 190 0 0

Vorjahr

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  Buchwert Zahlungsverpflichtungen
in TEURo 30.09.2013 2013/2014 2014/2015 bis 2016/2017 2017/2018ff.
Finanzschulden 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.032 12.032 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.668 3.668 0 0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 370 370 0 0

Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und den vereinbarten Fälligkeiten geplant.

Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.

8.18.4 Kredit- und Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zu Bruttobuchwerten stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr

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in TEURo Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2014
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.453 0 0 1.453
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.533 2.965 9 24.507
Sonstige Vermögensgegenstände 491 0 0 491
  23.477 2.965 9 26.451

Vorjahr

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in TEURo Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.472 3.701 114 23.287
Sonstige Vermögensgegenstände 744 0 0 744
  20.216 3.701 114 24.031

In den wertberichtigten Forderungen sind nominale Forderungsbeträge in Höhe von 9 (Vorjahr: 175) TEuro enthalten, die um 9 (Vorjahr: 88) TEuro wertberichtigt wurden.

Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte

Geschäftsjahr

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in TEURo bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.433 315 217 2.965
  2.433 315 217 2.965

Vorjahr

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in TEURo bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.369 2.020 312 3.701
  1.369 2.020 312 3.701

8.18.5 Marktrisiken

Währungsrisiken / Wechselkursrisiken

Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt sofern erforderlich mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die unbefristet zur Verfügung stehen. Die Zinsen werden halbjährlich vom Kreditgeber angepasst. Daneben wurden kurzfristige zeitlich begrenzte Kredite aufgenommen, für die ein Festzins vereinbart war.

Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.

Preisrisiken

Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.

8.19 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

8.19.1 Haftungsverhältnisse

Zur Sicherung eines Kontokorrentkreditrahmens wurden sämtliche gegenwärtigen 24.507 (Vorjahr: 23.287) TEuro und künftigen Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen (1.453 TEuro) der KPS Business Transformation GmbH, der KPS Services GmbH sowie der KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten.

Des Weiteren hat die KPS Business Transformation GmbH, die KPS Consulting GmbH & Co.KG und die KPS Services GmbH jeweils eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 4.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben.

Für die KPS Consulting AG, Zürich, wurde durch die KPS AG ein Rangrücktritt in Höhe von 2.338 TCHF vereinbart.

8.19.2 Finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

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  30.09.2014 30.09.2013
in TEURo bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Kfz-Leasing 854 658 0 1.512 753 594
BGA-Leasing 477 389 0 866 456 515
Miete 548 523 0 1.071 221 486
Gesamt 1.879 1.570 0 3.449 1.430 1.595
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    30.09.2013
in TEURo Über 5 Jahre Gesamt
Kfz-Leasing 0 1.347
BGA-Leasing 0 971
Miete 26 733
Gesamt 26 3.051

Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.

Zahlungen aus Miet- und Leasingverhältnissen, die in der Berichtperiode als Aufwand erfasst wurden, belaufen sich auf 1.434 (Vorjahr: 1.234) TEuro.

8.20 Bestandsgefährdende Risiken

Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

9 ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Konzerns darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte Methode.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode 4.683 (Vorjahr: 7.566) TEuro.

Im Vergleich zum Vorjahresstichtag hat sich die Nettoliquidität um 2.883 TEuro auf 4.683 TEuro verringert. Im Berichtsjahr stehen ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 14.601 (Vorjahr: 14.887) TEuro Mittelabflüsse für Investitionen in Höhe von 9.995 (Vorjahr: 1.624) TEuro sowie im Finanzbereich für Dividendenzahlungen und Aktienerwerbe von 7.489 (Vorjahr: 3.272) TEuro gegenüber.

9.1 Zu- / Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbesserte sich der Cashflow (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahr von 13.320 TEuro um 4.161 TEuro (+31,2 %) auf 17.481 TEuro.

Die Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände und Rückstellungen in Höhe von 5.156 TEuro wurde durch die Erhöhung der übrigen Schulden von 3.129 TEuro nur teilweise kompensiert.

9.2 Zu- / Abfluss aus investiver Tätigkeit

Der deutlich gestiegene Mittelabfluss für Investitionen in Höhe von 9.995 TEuro beruht nahezu vollständig auf der Übernahme der getit-GmbH.

9.3 Zu- / Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 7.489 TEuro gegenüber dem Vorjahr um 3.417 TEuro resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der vorgenommenen Dividendenzahlung in Höhe von 7.166 (Vorjahr: 3.602) TEuro.

10 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN

10.1 Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen der Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, sind Honorare in Höhe von 55 TEuro (Vorjahr: 65 TEuro) als Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen erfasst worden. Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen umfassen vor allem Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der KPS AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen. Honorare für prüfungsnahe Dienstleistungen oder weitere Tätigkeiten wurden an die Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht geleistet. Zusätzlich sind in den Rückstellungen 40 TEuro für die getit Gesellschaft für Technologie- und Transformationstransfer mbH, Dortmund zurückgestellt.

Für die Prüfungsleistungen der Schweizer Tochtergesellschaft KPS Consulting AG wurden im Geschäftsjahr 21 (Vorjahr: 19) TEuro zurückgestellt.

Honorare des Abschlussprüfers

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in TEURo 2013/2014 2012/2013
Abschlussprüfungsleistungen 55 65
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 55 65

10.2 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die KPS AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die KPS AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt.

Die Bezüge der Organmitglieder der KPS AG sind der Anhangsangabe 10.2.2 sowie 10.2.4 und dem Vergütungsbericht im Lagebericht zu entnehmen.

Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen hat die KPS AG nicht.

Geschäfte mit Organmitgliedern der KPS AG werden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind.

10.2.1 Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH

Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Aktien- und Stimmrechtsanteile an der KPS AG:

Dietmar Müller 8.469.895 Aktien
(Vorjahr: : 8.469.895 Aktien);
Stimmrechtsanteil ca. 24,90 % (Vorjahr: ca. 25,87 %)

Michael Tsifidaris 9.584.894 Aktien
(Vorjahr: 9.184.894 Aktien);
Stimmrechtsanteil ca. 28,18 % (Vorjahr: ca. 28,05 %)

Leonardo Musso 4.395.229 Aktien
(Vorjahr: 4.395.229 Aktien);
Stimmrechtsanteil ca. 12,92 % (Vorjahr: ca. 13,42 %)

Uwe Grünewald 4.349.143 Aktien
(Vorjahr: 4.349.143 Aktien);
Stimmrechtsanteil ca. 12,79 % (Vorjahr: ca. 13,28 %).

Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.962 (Vorjahr: 7.886) TEuro.

Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Alt-Gesellschaftern bestanden im Geschäfts- und Vorjahr nicht.

10.2.2 Vorstand:

Mitglieder des Vorstands der KPS AG halten folgende Aktienanteile an der KPS AG:

Herr Dietmar Müller: Aktien
(Vorjahr: 8.469.895 Aktien)

Die aufwandswirksam erfassten Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 801 (Vorjahr: 651) TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen und sind kurzfristig fällig.

Herr Dietmar Müller ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, und des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

10.2.3 Erweitertes Management

Dem erweiterten Management gehörten zum Stichtag 41 Personen an (Vorjahr: 34 Personen).

Sämtliche Bezüge des erweiterten Managements betreffen kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer.

Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 12.170 (Vorjahr: 15.428) TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote in Höhe von 2.161 (Vorjahr: 7.326) TEuro und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote in Höhe von 10.009 (Vorjahr: 8.102) TEuro zusammensetzen.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2012/2013 eingeführten Funktion des Vice Presidents sind für drei Personen des erweiterten Managements Aufwendungen für künftige leistungsorientierte Ansprüche in Höhe von 300 TEuro zurückgestellt worden.

10.2.4 Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro.

Mit Herrn Tsifidaris und Herrn Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Der Aufwand des Geschäftsjahres 2013/2014 in Höhe von 1.461 (Vorjahr: 6.867) TEuro beinhaltet ergebnisabhängige Vergütungsbestandteile für die langfristige Unternehmensentwicklung.

Mit Herrn Hans-Werner Hartmann bestand im Berichtsjahr ein Beratervertrag. Es entstanden Aufwendungen in Höhe von 106 TEuro.

Die Bezüge des Verwaltungsbeirates der KPS Consulting AG, Zürich, belaufen sich auf 7 (Vorjahr: 7) TEuro.

10.2.5 Sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika Grünewald, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand ein Anstellungsvertrag. Die Personalaufwendungen im Geschäftsjahr betrugen 72 (Vorjahr: 41) TEuro.

Frau Jutta Grünewald, Ehefrau von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), hält 305 Aktien.

10.3 Organe der Gesellschaft

10.3.1 Vorstand

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald.

10.3.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus

Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz),
Managementberater, Hamburg,

Herrn Uwe Grünewald (stellv. Vors.),
Managementberater, Leichlingen,

Herrn Hans-Werner Hartmann,
Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

10.4 Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte Kredite

Bezüglich der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf die Ausführungen unter 10.2.2 und 10.2.4 verwiesen.

Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Kreditverhältnisse.

11 CORPORATE GOVERNANCE

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

12 MELDUNG NACH § 160 ABS.1 NR. 8 AKTG

Eine Aufstellung der Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist im Geschäftsbericht veröffentlicht.

13 VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

Unterföhring, den 28. Januar 2015

Der Vorstand

Dietmar Müller

Entwicklung des Anlagevermögens KPS-Konzern (Bruttodarstellung)

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POSITION ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
in TEURo 01.10.2013 Zugänge Abgänge Übertragung 30.09.2014 01.10.2013
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten            
a.) soweit erworbene 3.270 12 0 445 3.727 1.219
b.) soweit selbsterstellt 883 0 0 0 883 452
2. Firmenwert 24.310 21.178 0 0 45.488 15.016
Immaterielle Vermögensgegenstände 28.463 21.190 0 445 50.098 16.687
II.) Sachanlagen            
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 499 41 0 1.641 2.181 215
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 73 4 0 0 77 73
Sachanlagen 572 45 0 1.641 2.258 288
Anlagevermögen gesamt 29.035 21.235 0 2.086 52.356 16.975
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POSITION KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN BUCHWERT
in TEURo Zugänge Abgänge Umgliederung 30.09.2014 Übertragung 30.09.2014
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten            
a.) soweit erworbene 611 0 320 2.150   1.577
b.) soweit selbsterstellt 93 0 0 545   338
2. Firmenwert 0 0 0 15.016   30.472
Immaterielle Vermögensgegenstände 704 0 320 17.711   32.387
II.) Sachanlagen            
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 85 0 1.206 1.506   675
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 4 0 0 77   0
Sachanlagen 89 0 1.206 1.583   675
Anlagevermögen gesamt 793 0 1.536 19.294   33.062
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POSITION BUCHWERT
in TEURo 30.09.2013
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten  
a.) soweit erworbene 2.051
b.) soweit selbsterstellt 431
2. Firmenwert 9.294
Immaterielle Vermögensgegenstände 11.776
II.) Sachanlagen  
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 284
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0
Sachanlagen 284
Anlagevermögen gesamt 12.060

Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

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Meldepflichtiger Unterschreitung Schwelle Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Axtmann Beteiligungs GmbH, Nürnberg 5% 3% 2,82 1.025.570  
Axxion S.A., Munsbach, Luxemburg 3% 2,09 430.000  
Dr. Axtmann Siegfried 5% 3% (2,82) 0 1.025.570 2,82 % über IMMOVARIA und Axtmann Beteiligungs GmbH
Grünewald Uwe   (80,5) 13,28 29.279.535 26,96 % über Müller 26,96 % über Tsifidaris 13,28% über Musso
IMMOVARIA Beteiligungen AG, Berlin 5% 3% (2,82) 0 1.025.570 2,82 % über Axtmann Beteiligungs GmbH
Kliegel Christian, Berlin 5% (4,32) 0 274.718 4,32 % über Xpensio
Müller Dietmar   (80,5) 26,96 29.279.535 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald 13,28% über Musso
Musso Leonardo   (80,5) 13,28 29.279.535 26,96 % über Müller 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald
Tsifidaris Michael   (80,5) 26,96 29.279.535 26,96 % über Müller 13,28 % über Grünewald 13,28% über Musso
Weiser Thomas, Prien   8,76    
Xpensio GmbH, Berlin 5% 4,32 274.718  
Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund   4,08 1.387.386  
Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel   (4,08) 0 1.387.386 4,08 % über Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der KPS AG, Unterföhring, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Augsburg, 29. Januar 2015

Rupp & Epple GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hell

Wirtschaftsprüfer

KPS Consulting

Beta-Straße 10 H

D-85774 Unterföhring/München

+49 89 356 31-0

info@kps-consulting.com

www.kps-consulting.com

GESCHÄFTSBERICHT 2013 / 2014