![]() KPS AGUnterföhringKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015Geschäftsbericht 2014/2015Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, die Digitalisierung der Wirtschaft ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch und hat bereits den "Point-of-no-return" überschritten. Die Megatrends Cloud-Computing und Mobile-Computing sind dabei, unser Verhalten im täglichen Leben nachhaltig und unumkehrbar zu verändern. Die Industrie produziert, der Handel verkauft. Wir können erleben, dass durch die digitale Entwicklung diese klassische Rollentrennung mehr und mehr diffundiert. KPS ist für die Herausforderungen der digitalen Wirtschaft mit ihren tiefgreifenden und folgenschweren Veränderungen für Unternehmen und Konsumenten optimal aufgestellt. Digitalisierung bedeutet mehr als nur die Abbildung vorhandener Geschäftsprozesse in digitaler Form, Digitalisierung bedeutet vielmehr das Schaffen digitaler Geschäftsmodelle. Mit einer globalen Omnichannel-Digitalisierungsstrategie, gepaart mit einer nachhaltigen Veränderung der Unternehmenskultur, werden sich Traditionsunternehmen erfolgreich in den Märkten etablieren und weiter entwickeln können. Eine Vielzahl von Unternehmen befindet sich derzeit bei der Digitalisierung in einer Findungsphase - zum Teil mit großer Verunsicherung. Oftmals fehlen den Unternehmen dazu geeignete Roadmaps sowie brauchbare Strategien zur Umsetzung. Mit unserem Beratungsansatz "don't renovate but innovate" legen wir den Schwerpunkt unserer Beratungsleistung auf die Realisierung digitaler Transformationsvorhaben und unterstützen unsere Kunden umfassend bei der Neugestaltung ihrer Unternehmensprozesse. Erfolgreiches GeschäftsjahrKPS konnte sich unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2014/2015 in allen Unternehmensbereichen erfolgreich weiterentwickeln. Mit einem Konzernumsatz von über 120 Mio. Euro ist es wiederum gelungen, einen erfreulichen Performancegewinn zu verzeichnen. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % auf 122,9 Mio. Euro. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 11,5 % auf 18,6 Mio. Euro. Mit einer Eigenkapitalquote von 58,5 % zählt KPS zu den substanzstarken Unternehmen der Beratungsbranche. Auf diesem finanziellen Fundament möchten wir langfristig unseren Kunden, Mitarbeitern und Anteilseignern als zuverlässiger Partner zur Seite stehen. Zukunftsorientierte InvestitionenKPS investiert fortwährend in innovative Softwaretechnologien und hoch integrierte Systemlösungen. Wir differenzieren uns deutlich von unseren Mitbewerbern und schaffen basierend auf dem exzellenten Wissen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die digitalen Geschäftsmodelle der Zukunft, indem wir in unseren Change-Labors auf Basis neuester Technologien innovative Lösungswege mit hohem Leistungsspektrum entwickeln und damit einen messbaren Wertbeitrag für unsere Kunden erbringen. Dabei orientiert sich unser Beratungsportfolio an den aktuellen und künftigen Aufgabenstellungen unserer Fokusbranchen. Als Transformationsspezialist für die Branche Handel und Konsumgüter entwickeln wir global einsatzbare Omnichannel-Lösungen und sind damit für die Herausforderungen der digitalen Revolution, wie sie gegenwärtig im Retail Business stattfindet, bestens vorbereitet. KPS-MethodenkompetenzMit der flexibel aufgebauten KPS Rapid-Transformation® Methode werden komplexe Projektvorhaben nachweislich beschleunigt und mit hoher Qualität umgesetzt. Unser prototypbasiertes Vorgehensmodell hat sich nachhaltig im Markt bewährt und macht KPS zu einem der führenden Beratungsunternehmen für Business Transformation und Prozessoptimierung. In einem agilen Entwicklungsumfeld erarbeiten wir qualitativ hochwertige Softwarelösungen und implementieren bei unseren Kunden standardisierte Prozesskomponenten auf Basis von SAP- und Hybris-Plattformen. KPS-BeratungsphilosophieKPS bietet eine umsetzungsorientierte Transformations- und Prozessberatung auf höchstem Niveau. Unsere Kunden können das gesamte Projektspektrum, von der Strategieentwicklung über das Prozessdesign bis zur Implementierung der Prozesse auf SAP- und Hybris-Plattformen, aus einer Hand beziehen. In unserer neuen Smart-Factory in Dortmund entstehen branchenspezifische Prozesskomponenten für den Handel und die Konsumgüterindustrie nach industriebasierten Regelwerken. Damit ist KPS ein kompetenter und verlässlicher Partner in direkter Nähe zu seinen Kunden. Nachhaltige UnternehmensführungUnser Teamgeist und unser Zusammenhalt basieren auf unserer einzigartigen Unternehmenskultur und unseren Werten. Uns alle bei KPS vereint die Leidenschaft, fortschrittliche Technologien zu entwickeln und für zukunftsweisende Lösungen zu sorgen. Wir treiben und gestalten diesen Fortschritt hin zu nachhaltigen Unternehmenslösungen für unsere Kunden. Das erfordert unsere geballte Innovationskraft einerseits bei der Entwicklung industriebasierter Transformationslösungen, andererseits bei der fortwährenden Erneuerung unserer Strukturen und Prozesse sowie der Art unserer Zusammenarbeit. Nachhaltige und verantwortungsbewusste Unternehmensführung ist uns sehr wichtig. Dabei haben wir trotz des enormen Wachstums flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege beibehalten. Der Projekterfolg unserer Kunden bestätigt unseren fortwährenden Anspruch, noch besser zu werden. Die gewinnbringende Entwicklung im vorangegangenen Geschäftsjahr ist auch das Ergebnis unserer umsichtigen Entscheidungen, die wir im Zuge der Strategieentwicklung mit dem Aufsichtsrat konsequent umsetzen. Die KPS-AktieGlobal betrachtet war das Börsenjahr 2015 charakterisiert durch überdurchschnittlich hohe Schwankungen und unterdurchschnittliche erwirtschaftete Renditen. Im Gegenzug dazu konnte die KPS-Aktie eine erfreuliche Wertsteigerung und Rendite erwirtschaften. Der Kurs der KPS-Aktie stieg im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres um 11,5 % auf 5,66 Euro. Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,wir möchten Sie wiederum an der außerordentlich positiven Entwicklung des KPS-Konzerns teilhaben lassen. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der kommenden Hauptversammlung am 15. April 2016 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 30 Cent je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Die Ausschüttung beträgt ca. 10,2 Mio. Euro und liegt damit über der Hälfte des Konzernüberschusses. KPS-WachstumEs liegt in unserem gemeinsamen Interesse, dass die KPS AG nicht nur eine erfolgreiche Gegenwart, sondern vor allem eine aussichtsreiche Zukunft hat. Mit unseren Kunden, Anteilseignern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir auch im nächsten Jahr die gewinnbringende Unternehmensentwicklung vorantreiben. Profitabilität ist und bleibt für uns eine wichtige Voraussetzung, um aus eigener Kraft die Zukunft erfolgreich gestalten zu können. KPS ist mit seinem innovativen, qualitativ hochwertigen Beratungsmodell, einer hoch motivierten und qualifizierten Belegschaft sowie einer soliden Kapitalbasis bestens auf die Zukunft vorbereitet. Wir haben uns wiederum viel vorgenommen und für das Geschäftsjahr 2015/2016 zum Ziel gesetzt, die Umsatzschwelle von 140 Mio. Euro zu erreichen. Für das außerordentliche Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das entgegengebrachte Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartnern und vor allem für die Zuversicht und Treue unserer Aktionärinnen und Aktionäre bedanken wir uns.
Herzlichst Dietmar Müller, CEO Bericht es AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert. Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlagen für Überwachung und Beratung waren die Monatsberichte des Vorstands sowie regelmäßige telefonische und persönliche Besprechungen. Inhaltliche Schwerpunktthemen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage, das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014/2015 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -Vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angabe von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert. Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem bzw. durch den Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2014/2015 neben verschiedenen informellen Treffen zu vier offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren in allen Sitzungen jeweils persönlich anwesend. Ferner gab es zwei Telefonkonferenzen, an der alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. In den Quartalssitzungen wurden der Verlauf des abgelaufenen Quartals und die aktuelle Geschäftssituation erläutert sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. Zentraler Gegenstand jeder AR-Sitzung waren die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung / Konsolidierung neuer Geschäftsbereiche. In der Sitzung vom 28. November 2014 wurde insbesondere die Planung für das Geschäftsjahr 2014/2015 der Gesellschaft geprüft. Geprüft wurden zudem der vorläufige Jahresabschluss 2013/2014 und der vorläufige Konzernabschluss. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand des vorgelegten Materials in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren, so dass am 30. Januar 2015 im Rahmen einer Telefonkonferenz der Jahresabschluss festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt wurden. Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war. Die dritte Sitzung am 27. März 2015 beschäftigte sich mit den Fragen und Ergebnissen der Hauptversammlung. Anschließend wurde das Aktienrückkaufprogramm beschlossen und der Vorstand ermächtigt, den Rückkauf eigener Aktien durchzuführen, sofern die Liquidität dies erlaubt. Der Aufsichtsrat stimmte zu, die beiden Tochtergesellschaften KPS Software Factory GmbH und KPS Solutions GmbH in die KPS Solutions GmbH zu verschmelzen. Am 18. September 2015 hat der Aufsichtsrat im Rahmen einer Telefonkonferenz das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst behandelt und die diesbezügliche Planung bis zum 30. Juni 2017 beschlossen. In der vierten Sitzung am 2. Oktober 2015 wurden der Ausblick auf das Geschäftsjahresergebnis 2014/2015 sowie die Planung für das Geschäftsjahr 2015/2016 analysiert. Ferner wurden die Fortschritte auf den Gebieten Internationalisierung, Integration der getit und Industrialisierung als zentrale Elemente der Weiterentwicklung der KPS vorgestellt. In den Sitzungen am 23. Januar 2015, 27. März 2015 und 2. Oktober 2015 wurden der Risikobericht und der Liquiditätsplan des Vorstands für das jeweilige Quartal präsentiert und ausführlich diskutiert. Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis. Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Sitzung vom 23. Januar 2015 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu den Ausnahmen vom Corporate Governance Kodex gehört, dass die Gesellschaft keine Ausschüsse bildet, weil dies bei einem Dreier-Aufsichtsrat nicht erforderlich ist. In der genannten Sitzung wurde (wie auch im Vorjahr) die konzerninterne Compliance thematisiert. Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen. In der Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015: Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender Herr Uwe Grünewald Herr Hans-Werner Hartmann. Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Herrn Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt. Jahresabschluss: Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Rupp & Epple Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Augsburg, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2014/2015 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmen und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer ausführlich berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung. Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes in der Sitzung des Aufsichtsrats am 29. Januar 2016 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält die vorgeschlagene Dividende für angemessen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr enormes Engagement und den unermüdlichen Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr.
Der Aufsichtsrat Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender Corporate GovernanceVorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 29. Januar 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -Überwachung:
1. AKTIONÄRSRECHTE UND TRANSPARENZDie Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen. Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps-consulting.com werden auch Directors' Dealings sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft veröffentlicht. Die Aktionäre finden einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet. 2. VORSTAND UND AUFSICHTSRATDas Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und ggf. angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur bzw. der Größe der Verwaltungsorgane zusammen. Angesichts der Größe der Gesellschaft bestand der Vorstand entgegen Ziff. 4.2.1 des Kodex im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 lediglich aus einer Person. Vor diesem Hintergrund erübrigt sich eine Regelung der Ressortzuständigkeiten. Ein Gesamtvorstand existiert nicht. Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds. In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet. Die D&O-Versicherung für die Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, werden nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 folgt. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben. a) Aktienbesitz von Vorstand und AufsichtsratsmitgliedernVorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 im Besitz von folgenden KPS-Aktien: scroll
b) Geschäfte in Aktien und Rechten (Directors' Dealings)Zwischen dem 30. September 2014 und dem 30. September 2015 wurden keine Directors' Dealings durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt. Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG. c) InteressenskonflikteWeder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenskonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris, Uwe Grünewald und Hans-Werner Hartmann sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben die Herren Tsifidaris und Grünewald einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen. d) VergütungsberichtDie Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014 nicht geändert Die Vergütung des Vorstands wird nicht individualisiert noch nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen. aa) VorstandDie Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 680 (Vorjahr: 801) TEuro. bb) AufsichtsratDie Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre operative Tätigkeit in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 1.222 (Vorjahr: 1.461) TEuro. 3. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNGWährend des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit Zwischenberichten über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und der Zwischenberichte aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 bzw. 60 Tagen. ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2015 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 24. Juni 2014 im Zeitraum bis zum 11. Juni 2015 und den am 12. Juni 2015 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit dem 12. Juni 2015 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen wird: Ziffer 3.8: Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Die Vereinbarung eines freiwilligen Selbstbehalts ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder geeignet noch erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Pflichten ordnungsgemäß wahrnehmen. Ziffer 4.1.5: Der Vorstand begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen lässt sich der Vorstand ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und misst dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine primäre Entscheidungsrelevanz zu. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden. Ziffer 4.2.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat berücksichtigt für die Frage, welche Vorstandsvergütung angemessen ist, nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch nicht in der zeitlichen Entwicklung. Der Aufsichtsrat legt dementsprechend für den Vergleich auch nicht fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen ist. Die entsprechende Empfehlung des Kodex erscheint wenig praktikabel und darüber hinaus auch nicht geeignet, um zu gewährleisten, dass die Vorstandsvergütung in jedem Fall angemessen ist. Ziffer 4.2.3 Abs. 2: Die variable Vergütung für den Vorstand trägt etwaig negativen Entwicklungen nicht in der Weise Rechnung, dass auch reale Verluste am Einkommen eintreten können. Dies erscheint in Anbetracht der Struktur der Vorstandsvergütung nicht erforderlich, um sicherzustellen, dass der Vorstand bei der Leitung des Unternehmens keine unangemessenen Risiken eingeht. Ziffer 4.2.3 Abs. 4: Die Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung vor. Eine solche Regelung zusätzlich zu den gesetzlich anwendbaren Bestimmungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandsverträge erscheint nicht erforderlich, um die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu wahren. Ziffer 4.2.3 Abs. 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen. Ziffern 4.2.4 und 4.2.5: Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, §314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen. Ziffer 5.1.2 Abs. 1: Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden. Ziffer 5.1.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat hat keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen einem bestimmten Alter eines Vorstandsmitglieds und seiner Leistungsfähigkeit besteht. Ziffer 5.3: In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet. Ziffer 5.4.1 Abs. 1 und Abs. 2: Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie der Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats konkrete Ziele für die Zusammensetzung zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden. Ziffer 5.4.1 Abs. 4: Der Aufsichtsrat legt bei seinem Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen. Die Empfehlung des Kodex begründet nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht unerhebliche rechtliche Risiken; ihr zu entsprechen liegt daher nicht im Interesse der Gesellschaft. Ziffer 7.1.2: Die Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 120 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Zwischenmitteilungen werden nicht binnen 45 Tagen, sondern binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Von der Erstellung von Zwischenmitteilungen in der bisher gesetzlich vorgeschriebenen Form wird nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie am 26. November 2015 abgesehen.
Unterföhring, im Januar 2016 KPS AG Der Vorstand Dietmar Müller Leonardo Musso Der Aufsichtsrat Michael Tsifidaris Uwe Grünewald Hans-Werner Hartmann KONZERN LAGEBERICHT1 WIRTSCHAFTSBERICHT DES KPS-KONZERNS1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und RahmenbedingungenWeltkonjunktur nur allmählich mit höherer DynamikDie Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2015 verlangsamt. Sie wird sich in den kommenden beiden Jahren zwar allmählich beleben, aber vorerst nur wenig Schwung entwickeln. Der Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,1 % im Jahr 2015 auf 3,4 % bzw. 3,8 % in den Jahren 2016 und 2017 erhöhen. Der Aufschwung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird sich in leicht verstärktem Tempo fortsetzen. Eine insgesamt weiter expansive Geldpolitik, allmählich anziehende Löhne und (zunächst noch) Anregungen vonseiten des Olpreises fallen angesichts fortschreitender Entschuldungsprozesse im privaten Sektor zunehmend auf fruchtbaren Boden. Die Expansion in den Schwellenländern wird vorerst weiter durch niedrige Rohstoffpreise und strukturelle Probleme gedämpft, die Konjunktur in dieser Ländergruppe dürfte sich im Prognosezeitraum gleichwohl allmählich beleben. Die Expansion der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2015 abgeschwächt, zu einem Einbruch der Weltkonjunktur ist es aber nicht gekommen. Nachdem die Weltproduktion im zweiten Halbjahr 2014 etwas an Schwung gewonnen hatte, nahm sie in den ersten drei Quartalen des abgelaufenen Jahres mit Raten von jeweils 0,7 Prozent verlangsamt zu. Damit hat sich die Zuwachsrate der Weltproduktion in den Sommermonaten auf niedrigem Niveau stabilisiert. Für das vierte Quartal 2015 signalisiert der IfW-lndikator für die weltwirtschaftliche Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, einen ähnlichen Zuwachs der Produktion. Gleichwohl wird die globale Wertschöpfung im Jahr 2015 mit einer Rate von lediglich 3,1 % einen geringeren Zuwachs gegenüber 2014 mit 3,4 % aufweisen. (Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel) 1.2 Entwicklung im EuroraumDie Wirtschaft im Euroraum gewinnt allmählich an FahrtDie Konjunktur im Euroraum hat im Verlauf des Jahres 2015 Tritt gefasst. Die Stimmungsindikatoren deuten darauf hin, dass sich die - allerdings nach wie vor moderate - Erholung in der zweiten Jahreshälfte 2015 fortgesetzt hat. Der Aufschwung dürfte dabei an Breite gewinnen und zunehmend von der Binnenwirtschaft getragen werden. Die Konjunktur wird durch niedrige Zinsen und Ölpreise unterstützt, aber auch von dem nach wie vor vergleichsweise geringen Außenwert des Euro. Alles in allem erwarten die Experten in der EU eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % im Jahr 2015. In den Jahren 2016 und 2017 dürfte sich die Expansion mit Raten von 1,7 % und 2,0 % noch etwas erhöhen. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich weiter verbessern, die Erwerbslosenquote sukzessive auf 9,9 % im Jahr 2017 sinken. Die Verbraucherpreisinflation dürfte zwar infolge der zuletzt wieder gesunkenen Energiepreise kurzzeitig nochmals in die Nähe von Null sinken, für die Jahre 2016 und 2017 rechnen Fachleute mit Preissteigerungsraten von 0,9 % und 1,8 %. (Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel) 1.3 Entwicklung in DeutschlandDer Aufschwung in Deutschland setzt sich fortDie deutsche Konjunktur gewinnt wieder an Fahrt. Nachdem sich der Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion zuletzt etwas abgeschwächt hat, zeichnet sich für die kommenden Quartale ein merklich erhöhtes Expansionstempo ab. Zwar tendierte die Industrieproduktion in den vergangenen Monaten zur Schwäche, auch weil die Ausfuhren im dritten Quartal nahezu stagnierten. Allerdings war die Zuversicht der Unternehmen zuletzt wieder deutlich aufwärtsgerichtet und signalisiert eine hohe konjunkturelle Dynamik. Dies gilt vor allem für die Unternehmen im Dienstleistungssektor, die ihre Lage so gut einschätzen wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr. Getragen wird der Aufschwung nach wie vor durch den privaten Konsum, dessen hohe Zuwächse sich aus den kräftigen realen Einkommensanstiegen der privaten Haushalte speisen. Hinzu kommt, dass die Ausfuhren, gestützt durch die Abwertung des Euro, wohl bald wieder an die hohen Zuwachsraten der ersten Jahreshälfte 2015 anknüpfen können und dass sich die allgemein sehr investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen mehr und mehr in ein höheres Expansionstempo bei den Anlageinvestitionen übersetzen werden. Alles in allem rechnen Experten mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 2,2 % bzw. 2,3 % in den Jahren 2016 und 2017, nach einem Anstieg von 1,8 % im Jahr 2015. (Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel) 1.4 Branchenspezifische EntwicklungOptimistische Konjunkturentwicklung in der ConsultingbrancheDen in der BDU-Geschäftsklima-Befragung für das letzte Quartal 2014 wieder erkennbaren Optimismus hinsichtlich der Konjunkturentwicklung der Consultingbranche untermauern auch die Teilnehmer der vergangenen BDU-Marktstudie. Für das Jahr 2015 erwarten die Unternehmensberater eine bessere Geschäftsentwicklung als noch in ihrer Einschätzung ein Jahr zuvor. Während die Prognose der Marktteilnehmer bei der Studienbefragung Anfang 2014 bei einem Plus von 5,5 % lag, ergibt sich nun für 2015 ein Marktwachstum von 7,4 %. Drei Viertel der Befragten gehen von einer Umsatzsteigerung aus. Die deutlich gestiegene Erwartungshaltung der deutschen Unternehmensberater binnen eines Jahres dürfte maßgeblich darauf zurückzuführen sein, dass die sich dynamisch entwickelnde Digitalisierung und der hiermit einhergehende Umbau von Industrie und Wirtschaft immer mehr zu einem Wachstumstreiber für die Unternehmensberatungsbranche entwickelt. Die positive Zukunftseinschätzung wird sicherlich zusätzlich durch die vollen Auftragsbücher unterstützt, mit denen die deutsche Industrie ins Jahr gestartet ist. So lagen zum Beispiel nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Bestellungen im Dezember 2014 um 4,2 % höher als im Vormonat. Grund hierfür waren vor allem die deutlich gestiegenen Aufträge aus der Eurozone, die um 5,9 % zugelegt hatten. Insgesamt hat sich die Stimmung unter den Unternehmen der Eurozone wegen des niedrigeren Eurokurses und der zuletzt stark gefallenen Ölpreise im Januar leicht aufgehellt. Aus dem gesamten Ausland stiegen die Bestellungen um 4,8 %. In der Unternehmensberatungsbranche wird die positive Konjunkturaussicht für die eigene Geschäftsentwicklung von fast der gesamten Breite der Marktteilnehmer geteilt. Besonders optimistisch zeigen sich die Unternehmensberatungen in der Umsatzklasse 2,5 bis 5 Mio. Euro Jahresumsatz. Hier ergibt sich aus den Befragungsergebnissen für die Marktstudie sogar ein prognostiziertes durchschnittliches Umsatzwachstum von knapp 10 %. Die großen Marktteilnehmer mit mehr als 45 Mio. Euro Umsatz äußern sich etwas vorsichtiger, gingen aber mit einer Prognose von 6,5 % plus (für das Geschäftsjahr 2014 waren es 4,4 %) ebenfalls optimistisch in das Geschäftsjahr 2015. Beim Blick auf den Gesamtmarkt fällt weiterhin auf, dass nur knapp jeder zehnte Marktteilnehmer mit einer negativen Wachstumsprognose in das Geschäftsjahr 2015 ging. Die optimistische Zukunftserwartung der Consultants schlägt sich parallel auch bei den Recruitingplanungen nieder. Vor allem die großen Beratungen sahen für das Jahr 2015 zusätzliche Personaleinstellungen vor. Rund zwei Drittel planen einen Personalaufbau bei den Beratern, knapp drei Viertel wollen dies auch bei den Juniorberatern tun. Aber auch die mittelgroßen Unternehmensberatungen beabsichtigten, ihre Beraterteams aufzustocken. 55 % planten mit zusätzlichen Kapazitäten bei berufserfahrenen Beratern und 61 % bei jungen Nachwuchsberatern. Bei den Beratungsfeldern erwarten die Befragungsteilnehmer kräftige Wachstumsimpulse in der IT-Beratung mit einem Plus von 7,9 % sowie in der Strategieberatung von 7,0 %. Bei Letzterer wird nach Einschätzung der Unternehmensberater die Nachfrage der Klienten nach Projektunterstützung vor allem bei Marketing und Vertriebsthemen (Prognose 2015: + 8,0 %), in der Beschaffung und im Lieferkettenmanagement (Prognose 2015: + 8,7 %) sowie im Changemanagement (Prognose 2015: + 8,5 %) liegen. Die besondere Umsatzerwartung für diese Beratungssegmente unterstreicht die Rolle der Digitalisierung als Wachstumstreiber für das Unternehmensberatergeschäft, da alle Themen eine ganz zentrale Bedeutung für die Transformation der Firmen hin zu Industrie 4.0 besitzen. Viele Unternehmen werden parallel aber auch weiter ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und ihre Prozesse und Strukturen an die Zukunftsanforderungen anpassen. Das wird durch die Wachstumsprognose der befragten Consultants für das Beratungsfeld Organisations- und Prozessberatung (Wachstumsprognose 2015: + 7,4 %) deutlich. Zahlreiche Beratungsprojekte sind davon gekennzeichnet, Kosten zu senken, Prozesse zu vereinheitlichen und zu standardisieren sowie die Produktpaletten zu optimieren. Aber es müssen auch neue Geschäftsmodelle gefunden werden, um den Rückgang im bisherigen Stammgeschäft mit Erträgen in neuen Segmenten aufzufangen. (Quelle: BDU Studie, Facts & Figures zum Beratermarkt 2014/2015) 1.5 Marktstellung des KPS-Konzerns in der BrancheObwohl seit Jahren auch in Deutschland die Tochtergesellschaften der großen multinationalen Managementberatungskonzerne führende Plätze im Markt einnehmen, spielen einige deutsche Managementberatungen eine immer wichtigere Rolle im Beratungsmarkt. Der KPS-Konzern liegt in einem von der Lünendonk GmbH im Juli 2015 veröffentlichten Ranking der zehn führenden deutschen Beratungsunternehmen auf Rang sechs (Quelle: Lünendonk®-Studie 2015 "Top 10 der deutschen Managementberatungen"). In Summe erzielten die Top 10 der deutschen Managementberatungen 1,1 Mrd. Euro Umsatz im In- und Ausland. Dieses Ergebnis wurde mit rund 7.100 Mitarbeitern erreicht. Deren Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,0 % im statistischen Mittel. "Die Beratungen hätten teilweise noch stärker wachsen können, allerdings geht der Fachkräftemangel auch nicht spurlos an den Beratungsunternehmen vorbei." Über 90% der für die Lünendonk®-Studie befragten Beratungsunternehmen sehen in der Rekrutierung von geeigneten Fachkräften die größte Herausforderung für ein noch stärkeres Wachstum heute und in den kommenden Jahren. (Quelle: Lünendonk Marktstudie 2015) 1.6 Wesentliche Geschäftsfelder / MethodenkompetenzKPS berät seine Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementiert ganzheitliche Lösungen mit Produkten der Softwarehersteller SAP, Hybris und Adobe. KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer hohen Effizienz sowie Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab, dabei werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Unternehmenstransformationen werden spürbar beschleunigt, bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Umsetzungsqualität. 1.7 Dienstleistungs- und AbsatzbereichKPS ist eines der erfolgreichsten Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Mit einem Umsatzvolumen von rund 123 Mio. Euro nimmt KPS in Deutschland und einigen europäischen Ländern eine führende Marktposition ein. Der Ausbau der KPS zum führenden Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Veränderungen erfolgreich gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungsverhältnisses definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden in großem Maße profitieren. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie und bei Dienstleistungsunternehmen. 1.8 Beratungs- und ServiceportfolioDie Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle im Kontext innovativer IT-Technologien ist die Herausforderung im globalen Beratungsmarkt. Die Berater und Spezialisten der KPS kennen die globalen und technologischen Bedürfnisse. Als erfahrene Expertinnen und Experten mit tiefem Branchenwissen und langjähriger Umsetzungserfahrung unterstützen sie unsere Kunden bei der Einführung innovativer Systemlösungen auf den Softwareplattformen von SAP und Hybris. Alles in einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet unser Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Damit unterscheiden sie sich signifikant von den klassischen Strategie- und Prozessberatern der Mitbewerber. 1.9 AuftragsbestandUnternehmen aus dem In- und Ausland schätzen die exzellente Qualität der KPS und setzen hohes Vertrauen in unsere Umsetzungskompetenz. Damit verfügt KPS über eine ausgezeichnete und solide Kundenbasis. Auftragsbestand wie Auftragseingang konnten im Berichtszeitraum kontinuierlich gefestigt werden. Das gegenwärtige Auftragsvolumen mit einer Reichweite von ca. 18 Monaten rangiert weit über dem Branchendurchschnitt. Vor allem in den Branchensegmenten Handel und Konsumgüter vertrauen namhafte Unternehmen ihre Projektumsetzungen der KPS an. Die durchschnittlichen Auslastungsquoten der KPS-Berater stabilisierten sich über das gesamte Geschäftsjahr 2014/2015 hinweg mit nahezu 100 % auf sehr hohem Niveau. Damit konnte die bereits exzellente Auslastung des Geschäftsjahres 2013/2014 im Berichtszeitraum nochmals übertroffen werden. Im Branchenvergleich liegt KPS mit dieser Quote im absoluten Spitzenfeld. 1.10 Investitions- und FinanzierungsbereichIm abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt, die über den geplanten Geschäftsumfang hinausgingen. Unternehmenszukäufe wurden keine getätigt. 1.11 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage1.11.1 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im ÜberblickÜberblick über die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage des KPS-Konzerns: scroll
1.11.2 Geschäfts- und RahmenbedingungenMit der Methodenkompetenz und dem Branchenwissen einerseits und dem umfassenden SAP- und Hybris-Know-how andererseits ist KPS erfolgreich im Markt aufgestellt. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal bzw. einzigartigen Portfolio aus Prozess- und System-Know-how und der agilen Projektmethodik ist KPS in den definierten Zielmärkten führend. Daraus ergeben sich außerordentliche Chancen für ein stabiles und dauerhaftes Wachstum des KPS-Konzerns. 1.11.3 KonzernstrukturDie KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig ist. Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden. 1.11.4 Wirtschaftliches UmfeldIm laufenden Jahr wird erwartet, dass die Umsätze für Beratungsleistungen tendenziell steigen werden. Die Nachfrage nach innovativen Serviceleistungen für IT-Technologien wird weiter zunehmen. Für den Bereich Dienstleistungen in Deutschland verzeichnet der Bereich "IT-Dienstleistungen und Informationstechnologie" als größte Sparte die höchsten Umsatzzuwächse. Der Handel und die Konsumgüterindustrie bestimmen mit der Dynamik ihrer digitalen Transformation eindeutig das Tempo und bauen gegenüber den Herstellern Druck auf, die Digitalisierung der Fertigungsprozesse voran zu treiben. Damit ergeben sich enorme Chancen für Handel und Industrie, neue Geschäftsfelder zu erschließen, gleichzeitig bewirkt die digitale Transformation damit ein recht positives Marktumfeld. Daraus folgend, benötigten Handelsunternehmen und die Konsumgüterindustrie kompetente Transformationsspezialisten, die mit der Führung und Integration von SAP- und Hybris-Anwendungen vertraut sind. Durch die zunehmende Verlagerung des Internetkonsums auf mobile, webbasierte Endgeräte werden Internetdienste, Big-Data-Lösungen sowie Digitalisierung zunehmend nachgefragt. Der technologische Fortschritt sowie der anhaltende digitale Transformationsprozess werden weiterhin für positive Wachstumsimpulse sorgen und steigende Umsätze, auch unter Berücksichtigung des tendenziellen Preisverfalles im IT-Dienstleistungsbereich, generieren. 1.11.5 Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Regionen1.11.5.1 Geschäftsentwicklung nach SegmentenDie Struktur der Umsätze nach den berichtspflichtigen Segmenten hat sich gegenüber dem Vorjahr, mit Ausnahme bei den Produkten und Lizenzen, nur geringfügig geändert. Im Segment Management Consulting / Transformationsberatung wurden 87,6 % (Vorjahr: 94,3 %) erwirtschaftet. Im Segment Systemintegration konnten 3,3 % (Vorjahr: 3,6 %) des Umsatzes generiert werden, 9,1 % (Vorjahr: 2,1 %) des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen. 1.11.5.2 Geschäftsentwicklung nach RegionenDie Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen ergibt für das Geschäftsjahr 2014/2015 folgendes Bild: Hauptumsatzträger war Deutschland mit 107,8 Mio. Euro bzw. 87,7 %, gefolgt von der Region Skandinavien mit einem Volumen von 8,6 Mio. Euro oder 7,0 %. Danach folgt die Schweiz mit 5,5 Mio. Euro. bzw. 4.5 %. Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 1,0 Mio. Euro bzw. 0,8 % und wurden weitestgehend im übrigen EU-Raum erzielt. 1.11.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KPS-Konzerns1.11.6.1 Ertragslage KPS-KonzernKPS konnte von der konjunkturellen sowie branchenspezifischen Entwicklung deutlich profitieren und Umsatz sowie Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Wesentlicher Treiber für das Wachstum war unter anderem das Vertrauen namhafter Kunden aus dem Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, mitzunehmender Nachfrage nach hoch integrierten Transformationslösungen. Darüber hinaus haben ein optimales Auslastungsmanagement unserer Beraterinnen und Berater sowie ein effizientes Kostenmanagement zur guten Ertragslage der KPS beigetragen. Gewinn- und Verlustrechnung KPS-Konzern nach IFRS (Kurzfassung)scroll
*
entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 % auf 122,9 (Vorjahr: 111,1) Mio. Euro. Damit konnten die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen werden. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die Gewinnung von Transformationsprojekten bei namhaften Kunden aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen, wie beispielsweise Weiterberechnungen, Erträge aus Kursdifferenzen und Erträge aus Rückstellungsauflösungen. Insgesamt stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 15,6 % auf 1,0 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro. MaterialaufwandIm Berichtszeitraum passte sich der Kostenverlauf dem Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung des stattlichen Umsatzanstiegs entsprechend an. Der projektbezogene Materialaufwand, der im Wesentlichen die Kosten für zugekaufte Fremdleistungen beinhaltet, fiel um 0,8 Mio. Euro (- 1,6 %) von 52,8 Mio. Euro auf 52,0 Mio. Euro zurück. Die Reduzierung ist darauf zurückzuführen, dass anstelle von Fremdleistungen vermehrt eigenes Personal eingesetzt werden konnte. Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software haben sich mit 3,2 (Vorjahr: 0,6) Mio. Euro gegenüber dem Berichtszeitraum 2013/2014 deutlich erhöht. PersonalaufwandDer Personalaufwand belief sich auf 39,5 (Vorjahr: 29,4) Mio. Euro und ist gegenüber dem Vergleichszeitraum um 10,1 Mio. Euro (+ 34,3 %) gestiegen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 waren im KPS-Konzern 354 (Vorjahr: 317) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zurückzuführen ist der Zuwachs auf den Anstieg der Mitarbeiter durch die Übernahme der getit im August des Geschäftsjahres 2013/2014 sowie auf die in der Berichtsperiode vermehrte Zahl von getätigten Einstellungen im Rahmen unseres ambitionierten Mitarbeiteraufbaus. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,5 % auf 12,7 (Vorjahr: 12,2) Mio. Euro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten in Höhe von 5,7 (Vorjahr: 5,0) Mio. Euro, Rechtsberatungs-, Prüfungs- und Kapitalmarktkosten mit 0,9 (Vorjahr: 2,4) Mio. Euro, nicht projektbezogene Fremdleistungen mit 1,5 (Vorjahr: 1,3) Mio. Euro sowie Raum- und Betriebskosten mit 1,9 (Vorjahr: 1,1) Mio. Euro. AbschreibungenDie Abschreibungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30,6 % auf 1,0 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro und sind im Wesentlichen auf Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung der getit zurückzuführen. FinanzergebnisDas Finanzergebnis des Konzerns reduzierte sich auf -0,4 (Vorjahr: 0,2) Mio. Euro. Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2014/2015 sind neben Zinsen für strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 0,1 Mio. Euro auch Zinsaufwendungen für die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. Euro enthalten. Im Vorjahr enthielten die Zinserträge Abzinsungen von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb der getit. ErtragsteuernDie Steuern vom Einkommen und Ertrag im Gesamtbetrag von -0,3 (Vorjahr: -0,6) Mio. Euro beinhalten laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von -1,9 (Vorjahr: -1,4) Mio. Euro sowie Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 1,6 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro. Ergebnis nach ErtragsteuernDer Konzernperiodenüberschuss stieg von 16,3 Mio. Euro um 9,8 % auf 17,9 Mio. Euro. 1.11.6.2 Ermittlung des EBITDas EBIT wurde von 16,7 Mio. Euro im Vorjahr um 1,9 Mio. Euro auf erfreuliche 18,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014/2015 gesteigert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme auf 11,6 %. Bezogen auf den Umsatz von 122,9 (Vorjahr: 111,1) Mio. Euro lag die EBIT-Marge mit 15,1 % auf annähernd gleichem Niveau wie im Vorjahr mit 15,0 %. 1.11.6.3 Ermittlung des EBITDADas EBITDA verbesserte sich ebenfalls deutlich von 17,5 Mio. Euro im Vorjahr um 2,1 Mio. Euro auf 19,6 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014/2015. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme damit auf 12,4 %. Bezogen auf den Umsatz von 122,9 (Vorjahr: 111,1) Mio. Euro hat sich die EBITDA-Marge mit 16,0 % gegenüber dem Vorjahrswert von 15,7 % leicht erhöht. 1.11.6.4 Bereinigtes Ergebnis je AktieDas verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,53 (Vorjahr: 0,50) Euro. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie gemäß IFRS wird im Konzernabschluss, Anhang 7.9, dargestellt. 1.12 Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS-KonzernBilanz KPS-Konzern (Kurzfassung)scroll
1.12.1 Wertorientierte KonzernsteuerungIm KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet. 1.12.2 Finanzlage und InvestitionenMit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2015 über Zahlungsmittel in Höhe von 6,5 (Vorjahr: 8,7) Mio. Euro. Am Bilanzstichtag bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0 (Vorjahr: 4,0) Mio. Euro. Die Nettoliquidität hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1,8 Mio. Euro erhöht. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 12,9 Mio. Euro gegenüber 13,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -1,4 (Vorjahr: -9,3) Mio. Euro und betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -9,7 (Vorjahr: -7,5) Mio. Euro. 1.12.3 VermögenslageDer KPS-Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Der gesteigerte Geschäftsumfang spiegelt sich in der Bilanzsumme wider. Diese beläuft sich zum 30. September 2015 auf 85,6 (Vorjahr: 79,2) Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Mio. Euro bzw. um 8,2 % erhöht. 1.12.3.1 Entwicklung VermögenswerteDie im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich zum Stichtag auf 45,1 (Vorjahr: 43,9) Mio. Euro. Hierin enthalten sind im Wesentlichen die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren Erwerben der KPS AG in Höhe von 30,5 (Vorjahr: 30,5) Mio. Euro. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte ergaben im Berichtszeitraum 1,2 (Vorjahr: 1,9) Mio. Euro. Das Sachanlagevermögen beträgt zum Stichtag 0,8 (Vorjahr: 0,7) Mio. Euro. Die aktivierten latenten Steueransprüche belaufen sich auf 12,6 (Vorjahr: 10,9) Mio. Euro. Im Berichtsjahr wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 0,4 (Vorjahr: 21,8) Mio. Euro investiert. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2013/2014 betrafen im Wesentlichen die Übernahme der getit. Die bei den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus künftigen Fertigungsaufträgen, aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 33,6 Mio. Euro erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert um 7,1 Mio. Euro bzw. um 27,0 %. 1.12.3.2 Entwicklung EigenkapitalDas den Aktionären der KPS AG zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Mio. Euro erhöht und weist zum 30. September 2015 einen Wert von 50,1 (Vorjahr: 41,9) Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 52,9 % auf 58,5 %. Zur detaillierten Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. 1.12.3.3 Entwicklung SchuldenDie langfristigen Schulden in Höhe von 2,3 (Vorjahr: 3,7) Mio. Euro betreffen neben passiven latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,2 (Vorjahr: 0,1) Mio. Euro im Wesentlichen ergebnisabhängige Kaufpreisraten aus der Übernahme der getit GmbH in Höhe von 1,7 (Vorjahr: 3,3) Mio. Euro und die Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm in Höhe von 0,4 (Vorjahr: 0,3) Mio. Euro. Weitere langfristige Schulden bestanden am Bilanzstichtag nicht. Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich gegenüber dem Vorjahresstichtag eine Reduzierung um 0,4 Mio. Euro auf 33,2 (Vorjahr: 33,6) Mio. Euro. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf die vollständige Zurückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 2,7 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 1,8 Mio. Euro, die erhaltenen Anzahlungen um 1,2 Mio. und die sonstigen Rückstellungen um 2,3 Mio. Euro. 1.12.4 ErgebnisverwendungDas Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf 17,9 Mio. Euro und wurde damit gegenüber dem Vorjahr (16,3 Mio. Euro) um 1,6 Mio. Euro gesteigert. Bei einer vorgeschlagenen Dividende von 10,2 (Vorjahr: 9,5) Mio. Euro würde die Ausschüttungsquote bei 56,7 % des erwirtschafteten Konzernergebnisses liegen. Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt die Ertragskraft sowie die zuverlässige Ausschüttungskontinuität der KPS AG. 1.13 Sonstige wesentliche Ereignisse1.13.1 Veränderungen VorstandIm Berichtszeitraum wurden keine Veränderungen im Vorstand vorgenommen. Herr Dietmar Müller steuerte den Konzern als Alleinvorstand. Mit 21. Dezember 2015 wurde Herr Leonardo Musso, Generalbevollmächtigter der KPS AG, in den Vorstand berufen. 1.13.2 Sonstige VertragsübernahmenIm Berichtszeitraum wurden keine nennenswerten Vertragsübernahmen getätigt. 2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen. Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte. 2.2 Branchenspezifische EntwicklungKPS verfügt über eine solide Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland vertrauen wesentliche Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche Beratungsportfolio der KPS liefert die Basis für ein attraktives Offering-Potential. Aufgrund der sehr hohen Kundenzufriedenheit bei laufenden und einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Transformationsprojekte tragen Application-Managed-Services und Support-Aktivitäten vermehrt zur Umsatzgenerierung bei. Für die digitale Wirtschaft werden vor allem bei den Themen E-Commerce und Omnichannel deutliche Wachstumsimpulse erwartet. Für die Beratungen selbst steigt hierdurch der Aufwand, die richtigen Entscheidungsträger ausfindig zu machen. Für die Beratungsunternehmen ist es daher sehr wichtig, die Beschaffungsstrukturen der Kunden sowie deren Kriterien für die Auswahl zu kennen, um bei relevanten Ausschreibungen angesprochen zu werden. Früher wurden Projekte rudimentär ausgeschrieben und dann an eine bekannte Beratung vergeben. Heute werden die Anforderungen überwiegend sehr klar definiert und der Auswahlprozess findet bei den großen Kundenunternehmen sehr strukturiert statt. Neben den etablierten Beratungen werden dabei auch immer wieder "Challenger" eingeladen, um auch kleinen Unternehmen Chancen einzuräumen. In Summe kann festgestellt werden, dass sich die Kunden sehr stark professionalisiert haben und die Beratungen dies nun auch spüren. Neben der Professionalisierung werden aber ebenso die IT-Kompetenz und die Fähigkeit, Transformationsprojekte so zu begleiten, dass auch die Mitarbeiter mitgenommen werden, immer wichtiger. Die Zyklen, in denen sich Veränderungen im Hinblick auf das Geschäftsmodell, die verwendete Technologie oder die Arbeitsweise zeigen, sind durch die Digitalisierung kürzer geworden. Die Mitarbeiter zu befähigen, mit diesen Veränderungen umzugehen, ist eine wichtige Aufgabe für Beratungsunternehmen in den kommenden Jahren. 2.3 Dienstleistungs- und AbsatzbereichMit der agilen KPS Rapid-Transformation® Projektmethode setzt KPS bewährte Spitzentechnologie für die Projektumsetzung ein. Dabei wird die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung optimal kombiniert und das Einführungsrisiko wird erheblich reduziert. Wir beobachten im Markt verstärkt Tendenzen, dass Mitbewerber versuchen, unser erfolgreiches Modell nachzubilden. Wir können nicht ausschließen, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS einzunehmen. 2.4 Chancen und Risiken aus SkaleneffektenBei der aktuellen Unternehmensgröße, einem Jahresumsatz von über 120 Mio. Euro und einer stabilen Beratungsmannschaft von mehr als 370 Beschäftigen hat sich das Interesse an der KPS für große Unternehmen noch weiter verbessert. Damit steigert KPS ihre Attraktivität, bei Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden. 2.5 Sonstige operative Chancen und RisikenEs besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Konzernen und großen Mittelstandskunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte deutliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben. KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen SAP, Hybris und IBM. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken. Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen. Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS noch relativ gering ist, werden die daraus resultierenden Risikopotenziale noch als gering eingestuft. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über entsprechende Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab. 2.6 Investitions- und FinanzierungsbereichWährungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur in begrenztem Umfang. Dies gilt auch für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. 2.7 Auswirkungen von WechselkursentwicklungenAuswirkungen von Wechselkursentwicklungen sind für den KPS-Konzern aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro nicht erkennbar. 2.8 Steuerlicher BereichEs bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft rückgestellten Beträge. 2.9 Sonstige wesentliche EreignisseIn der abgelaufenen Berichtsperiode fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. 2.10 Bestandsgefährdende RisikenRisiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine erkennbar. 3 ENTWICKLUNG AKTIENKURSKPS-Aktie mit exzellenter PerformanceGlobal betrachtet verlief das Börsenjahr 2015 mit überdurchschnittlich hohen Schwankungen und unterdurchschnittlichen Renditen. Im Gegenzug dazu wurde mit der KPS-Aktie im Berichtszeitraum ein erfreulich positiver Ertrag erwirtschaftet. Mit einer Kurssteigerung von 11,48 % im Berichtszeitraum verzeichnete die KPS-Aktie wiederum einen erfreulichen Performancegewinn und eine deutlich über dem DAX liegende Kursentwicklung. Der Kurs der KPS-Aktie stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2014/2015 um 11,48 %. Insbesondere im zweiten und vierten Quartal verlief die Kursentwicklung ausgesprochen positiv. Am 13. Februar 2015 erreichte sie mit 7,09 Euro ihren Jahreshöchststand. Unter Berücksichtigung der Ende März 2015 gezahlten Dividende von 28 Cent pro Aktie errechnete sich für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividendenrendite von 5,51 % bezogen auf den Eröffnungskurs zum 1. Oktober 2014. Die Gesamtrendite der KPS-Aktie belief sich auf 16,99 %. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Erhöhung der Dividende auf 30 (Vorjahr: 28) Cent pro Aktie vor. 4 NACHTRAGSBERICHT4.1 Berichtspflichtige EreignisseInsgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage des Konzerns beeinflussen. 4.2 Veränderungen Vermögens-, Finanz- und ErtragslageSeitdem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns erwarten. 4.3 Einschätzung des Vorstands zur aktuellen EntwicklungDer KPS-Konzern konnte die für das Geschäftsjahr 2014/2015 vom Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele in vollem Umfang umsetzen bzw. übertreffen. Umsatz und vor allem das Ergebnis lagen deutlich über dem Vorjahr und auch über den Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/2015. KPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2015/2016 gestartet. Die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde in das aktuelle Geschäftsjahr mitgenommen. Vorstand und Management gehen nach heutiger Kenntnislage davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die prognostizierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ergebnis realisiert werden. Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein. 5 RISIKOMANAGEMENTZIELE UND -METHODEN DES KPS-KONZERNSKPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation® Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und gegenüber diesen rechtzeitig gegengesteuert werden. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand. Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, welches kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiter entwickelt wird. Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. 6 PREISÄNDERUNGS-. AUSFALL- UND LIOUIDITÄTSRISIKEN SOWIE RISIKEN AUS ZAHLUNGSSTROMSCHWANKUNGENEin Kreditrisiko / Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung. 7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGKPS investiert im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem in Verbesserungen der technischen Integration verschiedener Softwareplattformen wie SAP und Hybris, für die wir uns als Marktführer unter den Managementberatungen verstehen, sowie in die Entwicklung neuer Bedienkonzepte von Software-Anwendungen. Weitere Forschungsleistungen werden für Digitalisierung und für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle erbracht. Es wird kontinuierlich ein Team von drei bis vier Mitarbeitern für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eingesetzt. Bei Bedarf werden weitere Mitarbeiter zeitweilig mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut. 8 VERGÜTUNGSBERICHT8.1 Vergütungen für die Mitglieder des VorstandsDie Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Erfolgskennziffern im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für den Vorstand insgesamt 680 (Vorjahr: 801) TEuro, wobei der variable Anteil 53 % der Gesamtbezüge betrug. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt, ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt dazu vor. Dem Vorstand wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhält der Vorstand einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen. 8.2 Vergütungen für die Mitglieder des AufsichtsratsIn der Hauptversammlung am 30. November 2007 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das 1,6 fache dieses Betrags. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2014/2015 betrugen die Aufsichtsratsvergütungen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro. 9 WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT-SYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERN-RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (Bericht gemäß §§ 289 Absatz 5, 315 Absatz 2 Nr. 5 HGB)Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden. Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essentielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems. Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt systembasiert mittels unseres SAP Finance & Controlling Systems eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich bzw. gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden. 10 PROGNOSEBERICHT10.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung10.1.1 Weltwirtschaftliche Dynamik bleibt vorerst mäßigDer Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,1 % im Jahr 2015 auf 3,4 % bzw. 3,8 % in den Jahren 2016 und 2017 erhöhen. Bei diesem Expansionstempo dürfte die Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten im Durchschnitt der kommenden beiden Jahre kaum zulegen. Der Welthandel dürfte 2015 mit einer Rate von rund 2 % nur sehr schwach zugenommen haben, was vor allem in einer rückläufigen Handelsintensität der Produktion in den Schwellenländern begründet ist. Für 2016 und 2017 erwarten Experten eine moderate Beschleunigung auf 3 bzw. 4,5 %, dies unterstellt, dass sich die zuletzt ungewöhnlich niedrige Elastizität des Welthandels bezüglich der globalen Produktion allmählich wieder den in der Vergangenheit beobachteten Werten annähert. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verstärkt sich die konjunkturelle Expansion in diesem und im nächsten Jahr allmählich. Eine insgesamt weiterhin expansive Geldpolitik und Anregungen vonseiten des Olpreises begünstigen die Konjunktur auch noch im Jahr 2016 und fallen angesichts fortschreitender Entschuldungsprozesse im privaten Sektor zunehmend auf fruchtbaren Boden. Zudem verlieren bremsende Einflüsse von der Finanzpolitik in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften an Gewicht. Für die Ländergruppe insgesamt wird mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von jeweils 2,5 % in diesem und im nächsten Jahr, nach 2,1 % im Jahr 2015 gerechnet. Für die Vereinigten Staaten rechnen Fachleute mit einem Produktionsanstieg um 2,8 % in 2016 und 3 % in 2017, nach einer Zunahme um 2,5 % im Jahr 2015. Vor allem die Unternehmensinvestitionen werden angesichts besserer Absatzaussichten im In- und Ausland wieder an Fahrt gewinnen, zumal der dämpfende Effekt vom Rückgang der Investitionen in der Ölindustrie allmählich auslaufen dürfte. Die privaten Konsumausgaben bleiben voraussichtlich deutlich aufwärtsgerichtet. Zwar wird der Verbraucherpreisanstieg nicht mehr durch sinkende Ölpreise gedämpft, doch werden die Realeinkommen mit der stetigen Besserung am Arbeitsmarkt, die sich nach und nach auch in einer höheren Lohndynamik niederschlagen wird, weiter deutlich zunehmen. (Quelle: Kieler Konjunkturbericht, IfW, Kiel) 10.1.2 Rahmenbedingungen in Deutschland entwickeln sich positivPositives Klima bei den Investitionen erwartetDie Entwicklung der Inlandsumsätze der von Lünendonk in jedem Jahr untersuchten 100 in Deutschland führenden IT-Beratungs- und IT-Serviceunternehmen zeigen einen Anstieg der Umsätze für Deutschland um 3,9 %. Während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2015 um 1,7 % gestiegen ist, haben die Unternehmen ihre Investitionen in die digitale Transformation demnach deutlich stärker erhöht. Ebenfalls wird deutlich, dass der Anteil der Informationstechnologie (IT) an der Wertschöpfung der Unternehmen stetig wächst. Dies spiegelt sich in einem höheren Anteil von Informationstechnologie in den Produkten und Dienstleistungen wider sowie in einer stark erhöhten Automatisierung von Geschäftsprozessen. Das Umsatzwachstum der führenden IT-Dienstleistungsunternehmen von 3,9 % deckt sich folglich mit den Investitionen der großen Kundenunternehmen für ihre digitale Transformation. Dabei fallen IT-Investitionen in zwei wesentlichen Bereichen an. Einerseits modernisieren CIOs derzeit ihre IT-Prozesse und Anwendungen und kümmern sich um wichtige Themen wie IT-Sicherheit und eine Justierung der Sourcingstrategien, um den Fachbereichen mehr Innovationen, Flexibilität und Agilität zu ermöglichen. Andererseits implementieren CIOs derzeit in hohem Maße digitale Lösungen wie Webshops, Omnichannel-Strategien oder Big-Data-Konzepte in die IT-Systeme. Dieser Anstieg der Integrationsprojekte führt zu massiven Anpassungen der IT-Prozesse sowie der Datenebene. Der Bedarf an Ressourcen für die Software- und Systemintegration wird auch in den kommenden Jahren enorm ansteigen. (Quelle: Lünendonk Marktstudie) Hoher Digitalisierungsgrad angestrebtAus der ansteigenden Bedeutung der Digitalisierung für den Unternehmenserfolg ergibt sich in der Konsequenz ein höherer Digitalisierungsgrad. Der Grad der Digitalisierung ist in den meisten Unternehmen aktuell allerdings mittelmäßig. In den nächsten zwei Jahren soll die digitale Transformation laut den Planungen der untersuchten Unternehmen aber bereits so weit fortgeschritten sein, dass ein deutlich höherer Digitalisierungsgrad erreicht ist. Dieser geplante Anstieg führt voraussichtlich zu Veränderungs- und Anpassungsprojekten an den Geschäfts- und IT-Prozessen. Digitale Transformation bedeutet aber nicht nur, in moderne Technologien zu investieren, sondern vor allem, die Unternehmensprozesse auf die Anwendung moderner digitaler Technologien hin anzupassen. Trotz großer Effizienzfortschritte kämpfen CIOs aber noch immer mit IT-Altlasten, sei es mit historisch etablierter IT-Software sowie mit unterschiedlichen Release-Ständen von Applikationen, sei es mit Rechenzentren, die hinter der Geschwindigkeit der IT-Entwicklungen und den Anforderungen der Fachbereiche an IT-Unterstützung Zurückbleiben. CIOs werden die Herausforderung bewältigen müssen, gleichzeitig die Anforderungen der Fachbereiche flexibel und agil umzusetzen sowie die IT-Prozesse zu modernisieren, um digitalen Strategien überhaupt eine technologische Grundlage zu geben. Parallel dazu haben die Fachbereiche den Druck, mit Innovationen auf sich verändernde Wettbewerbsbedingungen zu reagieren. Die Ergebnisse der Lünendonk®-Studie "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland" verdeutlichen dieses Spannungsfeld: In den kommenden zwei Jahren wird weiterhin für die Modernisierung von Altsoftware der größte Ausgabenblock einkalkuliert, gefolgt von dem für die Standardisierung und Konsolidierung der IT-Landschaft. Den drittgrößten Budgetanteil nimmt die IT-Security ein, ein klassisches Querschnittsthema, das alle Digitalisierungsprojekte streift. Es folgen mit Business Analytics, Cloud und Big Data drei IT-Themen, mit denen Fachbereiche Innovationen in Prozessen, Produkten und Services einführen. (Quelle: Lünendonk Marktstudie) Branchenspezifische Entwicklung sehr zuversichtlichIT-Dienstleistungsunternehmen profitieren von diesen Veränderungs- und Anpassungsprojekten der Kundenunternehmen und blicken entsprechend optimistisch in die Zukunft. Für 2015 erwarteten sie ein durchschnittliches Wachstum ihrer Umsätze um 7,7 %. Für 2016 gehen sie sogar von einem Umsatzwachstum in Höhe von 9,3 % aus. Dieser Optimismus rührt daher, dass der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften in den Kundenunternehmen dazu führt, dass sie mehr Projekte an externe IT-Dienstleister vergeben, obwohl diese derzeit auf Volllast fahren. Diese Situation führt bei einigen Themen zu erhöhter Nachfrage und verbesserten Honoraren. Ein Behinderungsfaktor dieser optimistischen Umsatzprognosen kann jedoch sein, dass IT-Dienstleister teilweise bereits Projekte ablehnen müssen, da sie nicht über ausreichende Ressourcen verfügen. Genau wie ihre Kunden kommt auf sie nun das Problem der Überauslastung und der Rekrutierung von IT-Fachkräften für bestimmte Skills zu. Ein generelles Fachkräfteproblem besteht zwar nicht, allerdings berichten IT-Dienstleister wie auch Kundenunternehmen über fehlende IT-Spezialisten für Themen wie Datenmanagement, mobile Anwendungen, Webentwicklung oder Cloud. Verändert hat sich auch der benötigte Qualifizierungs- und Projektbesetzungsmix. Gefragt sind immer öfter Projektleiter, die sich mit den Fachthemen auskennen und gleichzeitig IT-Kompetenzen für die Transformation der Projekte vorweisen können. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Fachkräften für die Entwicklung von Software und Anwendungen sowie deren Integration in die Geschäfts- und IT-Prozesse. Diese bereits hohe Nachfrage nach Fachkräften steigt weiter parallel zu der Bedeutung der IT für die Wertschöpfung eines Unternehmens. (Quelle: Lünendonk Marktstudie) 10.2 Entwicklung KPS-KonzernBasierend auf der Entwicklung in der digitalen Wirtschaft benötigen die Kunden bei den vielfältigen Themen massive Unterstützung. Die KPS-Berater übernehmen hier eine Lotsenfunktion, um den Kunden die Chancen, aber auch die Gefahren der Digitalisierung zu verdeutlichen. Wie sich gezeigt hat, können Geschäftsmodelle und ganze Unternehmen innerhalb kürzester Zeit durch neue Wettbewerber "wegdigitalisiert" werden. Die größten Treiber der Veränderung sind Mobile, Big Data, Social Media und Cloud-Services. Diese sind gerade dabei, ganze Branchen umzukrempeln - zudem sind diese Entwicklungen immer mit hohen Investitionen verbunden. Teilweise ist auch nicht klar, wie ein Geschäftsmodell entwickelt werden kann, um hier die eine oder andere Geschäftsidee wirtschaftlich und nachhaltig zu realisieren. Auch hier können Beratungsunternehmen durch kreative Ideen und mit ihrem lösungsorientierten Vorgehen wertvoll unterstützen. Nicht nur für die Beratungskunden selbst verändert sich der Markt. Auch die Consulting-Unternehmen müssen sich auf Veränderungen ihrer Branche einstellen. Zwar haben der Vorstand oder die Geschäftsführung immer noch sehr großen Einfluss auf die Entscheidung, welche Beratung den Zuschlag erhält, jedoch hat die Zahl der Ansprechpartner und der Entscheidungsträger deutlich zugenommen. So ist die Bedeutung der Fachabteilungen und in einigen Unternehmen auch die des Einkaufs größer geworden, wobei dessen Rolle in den verschiedenen Unternehmen sehr unterschiedlich ausgelegt wird. Der Markt für Managementberatung hat sich auch 2015 wieder positiv entwickelt und die Beratungsunternehmen (geschätztes Marktvolumen dieser Unternehmen in Deutschland: 6,6 Mrd. Euro) blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Für 2015 wird mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von über 9 % gerechnet. Auch hier sind es wieder die mittelgroßen und großen Unternehmen, die besonders optimistisch in die Zukunft blicken. Der allgegenwärtige und allumfassende Wandel ist nicht zu übersehen und bringt Veränderungen mit sich, die Markt, Mensch und Gesellschaft prägen. Die Digitalisierung, Innovationstreiber des 21. Jahrhunderts, umfasst verschiedenste Entwicklungen, die alle dieselbe Folge haben; die technologische und organisatorische Transformation von Unternehmen. Die Folgen daraus sind sowohl Veränderungen der Geschäftsmodelle, Unternehmenskonzepte und -Strategien als auch eine Verhaltensmodifizierung der Kunden. Darauf müssen sich die Unternehmen einstellen und ihre Strategien und Prozesse auf die Digitalisierung vorbereiten. KPS hat diese Marktentwicklung frühzeitig antizipiert und sich langfristig darauf eingerichtet. Durch die vorbildliche Unternehmenskultur gelingt es zudem, hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für KPS zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Eine wesentliche Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2015/2016 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in unseren Fokusbranchen Handel und Konsumgüter zu festigen und international weiter auszubauen. 10.3 Wesentliche GeschäftsfelderKernsegment unserer Aktivitäten und Hauptumsatzträger bildet die Managementberatung. Unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten erzielen wir dabei im Segment Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2015/2016 gleichfalls weiter wachsen wird. Im Aufgabenschwerpunkt dieses Beratungssegments stehen die Prozess- und Implementierungsberatung auf SAP- und Hybris-Plattformen. 10.4 Dienstleistungs- und AbsatzbereichKPS hat im Geschäftsjahr 2014/2015 die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung entwickelten sich erfreulich gut über den Planwerten. Durch diese positive Unternehmensentwicklung konnten zuverlässige Faktoren für ein stabiles und langfristiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß den Prognosen für das Geschäftsjahr 2015/2016 entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmt die aktuelle Geschäftsentwicklung mit den Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen überein. 10.5 Investitions- und FinanzierungsbereichZur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung vorgesehen. Für unsere europaweite Expansion sind ebenfalls umfangreiche Investitionen geplant. Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2015/2016 resultiert unter anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor allem auf dem exzellenten Beratungsportfolio für unsere Fokusbranchen, den Handel und die Konsumgüterindustrie. 10.6 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage10.6.1 Wirtschaftliche Entwicklung der KPSSofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht der KPS-Konzern im Geschäftsjahr 2015/2016 von einer weiteren Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses aus. Auch für die Jahre danach rechnen wir mit einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum. Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns konsequent auf die Ertragsoptimierung konzentrieren. Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG wollen an der erfolgreichen Ausrichtung des Unternehmens festhalten und die eingeschlagene strategische Weichenstellung konsequent beibehalten. Dabei ist unsere vorrangige Aufgabe, die Internationalisierung der KPS europaweit voran zu treiben. 10.6.2 Positive Lageeinschätzung zur Entwicklung der KPS AGVorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage insgesamt sehr positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir exzellent aufgestellt. Darüber hinaus verfügt die KPS über eine solide Finanzstruktur und Ertragslage. Zum Unternehmenserfolg werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeblich beitragen. Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2015/2016 geht der Vorstand weiter von einem stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Verbesserung der Ergebnismargen liegt. Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2015/2016 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang gemäß unseren Erwartungen sehr zufriedenstellend entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 140 Mio. Euro sowie ein EBIT von 22 Mio. Euro. Unsere Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können. 10.7 Sonstige wesentliche EreignisseZwischen dem Bilanzstichtag 30. September 2015 und der Veröffentlichung des Lageberichts des KPS-Konzerns sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Lage des Konzerns beeinflussen oder verändern. 11 BERICHT GEMÄSS §315 ABS. 4 HGB11.1 Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsZum 30. September 2015 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 34.011.007 Euro. Es ist eingeteilt in 34.011.007 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Im Berichtsjahr fanden keine Veränderungen des Grundkapitals statt. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr insgesamt 36.217 Stück eigene Aktien erworben, es wurden keine eigenen Aktien veräußert. Der Gesamtbestand der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien zum Stichtag 30. September 2015 beträgt 121.248 (Vorjahr: 85.031) Stück. Bei allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten eingebunden. 11.2 Stimmrechts- und ÜbertragungsbeschränkungenZwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald bestand bis zum 31. Dezember 2015 ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen. Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden. 11.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 ProzentDirekte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2015 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt: scroll
Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2014/2015 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet. 11.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihenEs gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. 11.5 Stimmrechtskontrolle bei ArbeitnehmerbeteiligungenArbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. 11.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der SatzungDie Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert. 11.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder des Rückkaufs von AktienDer Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/1 in Höhe von 16.371.265.00 Euro geschaffen. Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/1 das Grundkapital um 1.268.476.00 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2014/1 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789,00 Euro. Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/1 in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals und die Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/1 am 28. Juli 2014. Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/1 ist im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht erfolgt. 11.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines ÜbernahmeangebotesIm Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten einzelne Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer einen Abfindungsanspruch in Höhe des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens für die restliche Vertragslaufzeit, mindestens jedoch für die Dauer von drei Jahren. 11.9 Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines ÜbernahmeangebotesDie KPS AG hat mit den Mitgliedern des Vorstands und mit einzelnen Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots entsprechend der Erläuterungen unter Punkt 11.8 getroffen. Mit der Verkäuferseite der getit -Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH wurden ebenfalls gesonderte Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots entsprechend der Erläuterungen unter Punkt 11.8 getroffen. 12 ZUSATZBERICHT12.1 Zusatzbericht PersonalUnsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld. Am 30. September 2015 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 354 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 317). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2014/2015 um 37 Beschäftigte bzw. 11,7 % angestiegen, was im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. In Deutschland beschäftigten wir 343 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 307), dies entspricht einem Anteil von 96,9 % (Vorjahr: 96,8 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 338 (Vorjahr: 205). Der Anstieg um 133 Beschäftigte bzw. 64,9 % beruht im Wesentlichen auf der Übernahme der getit, die zum 1. August 2014 erstmals konsolidiert wurde. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 um 10,1 Mio. Euro bzw. um 34,3 % auf 39,5 (Vorjahr: 29,4) Mio. Euro. 12.2 MitarbeiterkennzahlenNachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und nach Funktionen gegliedert. Mitarbeiter KPS-Konzernscroll
Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS AG, Herr Dietmar Müller, bei insgesamt sieben Gesellschaften als Geschäftsführer bestellt. Somit sind vier Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2015 tätig. 12.3 Aufwendungen für ÖffentlichkeitsarbeitKPS betreibt im erforderlichen Umfang und gesetzlichen Rahmen Aufwendungen für die Öffentlichkeitsarbeit. 12.4 Erklärung zur UnternehmensführungFestlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in Führungspositionen. Am 1. Mai 2015 ist das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft getreten, das für den Ausbau des Frauenanteils in den Führungsebenen neue Pflichten für den Aufsichtsrat und den Vorstand der KPS AG begründet hat. Nach Maßgabe des Gesetzes haben der Aufsichtsrat und der Vorstand die nachstehenden Zielsetzungen beschlossen: Zielgröße für den VorstandBei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die gesonderte Kompetenz und Qualifikation des Mitglieds. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Vorstand bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Vorstands mit zwei Personen einer Quote von 50%. Zielgröße für den AufsichtsratAuch bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat lässt sich der Aufsichtsrat der KPS AG ausschließlich von den zur Wahrnehmung der Aufgabe erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Kandidaten leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind auch hier ohne Bedeutung. Allerdings ist auch hier zu berücksichtigen, dass sich branchentypisch die Suche nach geeigneten Bewerbern als ohnehin sehr schwierig gestaltet, so dass der Frauenanteil insgesamt sehr gering ist. Hinzu kommt, dass der bestehende Aufsichtsrat der KPS AG, dem aktuell keine weiblichen Mitglieder angehören, über den Stichtag 30. Juni 2017 hinaus bestellt ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Aufsichtsrat bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören kann. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung allerdings den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Personen einer Quote von rd. 33 %. Zielgröße für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des VorstandsAuch der Vorstand der KPS AG lässt sich bei der Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands ausschließlich von der Kompetenz und Qualifikation des jeweiligen Bewerbers leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings auch hier festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung beträgt der Frauenanteil in dieser Führungsebene 0 %. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine Zielgröße von 9,5 % beschlossen, was dem Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entspricht. Der Vorstand hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands nach Möglichkeit auf 20 % erhöht werden soll. 12.5 Termin der HauptversammlungDie Hauptversammlung 2016 für das Geschäftsjahr 2014/2015 findet am 15. April 2016 in München statt. 13 ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2015 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 24. Juni 2014 im Zeitraum bis zum 11. Juni 2015 und den am 12. Juni 2015 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit dem 12. Juni 2015 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen wird: Ziffer 3.8: Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Die Vereinbarung eines freiwilligen Selbstbehalts ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder geeignet noch erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Pflichten ordnungsgemäß wahrnehmen. Ziffer 4.1.5: Der Vorstand begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen lässt sich der Vorstand ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und misst dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine primäre Entscheidungsrelevanz zu. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden. Ziffer 4.2.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat berücksichtigt für die Frage, welche Vorstandsvergütung angemessen ist, nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch nicht in der zeitlichen Entwicklung. Der Aufsichtsrat legt dementsprechend für den Vergleich auch nicht fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen ist. Die entsprechende Empfehlung des Kodex erscheint wenig praktikabel und darüber hinaus auch nicht geeignet, um zu gewährleisten, dass die Vorstandsvergütung in jedem Fall angemessen ist. Ziffer 4.2.3 Abs. 2: Die variable Vergütung für den Vorstand trägt etwaig negativen Entwicklungen nicht in der Weise Rechnung, dass auch reale Verluste am Einkommen eintreten können. Dies erscheint in Anbetracht der Struktur der Vorstandsvergütung nicht erforderlich, um sicherzustellen, dass der Vorstand bei der Leitung des Unternehmens keine unangemessenen Risiken eingeht. Ziffer 4.2.3 Abs. 4: Die Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung vor. Eine solche Regelung zusätzlich zu den gesetzlich anwendbaren Bestimmungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandsverträge erscheint nicht erforderlich, um die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu wahren. Ziffer 4.2.3 Abs. 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen. Ziffern 4.2.4 und 4.2.5: Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, §314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen. Ziffer 5.1.2 Abs. 1: Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden. Ziffer 5.1.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat hat keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen einem bestimmten Alter eines Vorstandsmitglieds und seiner Leistungsfähigkeit besteht. Ziffer 5.3: In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet. Ziffer 5.4.1 Abs. 1 und Abs. 2: Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie der Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats konkrete Ziele für die Zusammensetzung zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden. Ziffer 5.4.1 Abs. 4: Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen. Die Empfehlung des Kodex begründet nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht unerhebliche rechtliche Risiken; ihr zu entsprechen liegt daher nicht im Interesse der Gesellschaft. Ziffer 7.1.2: Die Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 120 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Zwischenmitteilungen werden nicht binnen 45 Tagen, sondern binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Von der Erstellung von Zwischenmitteilungen in der bisher gesetzlich vorgeschriebenen Form wird nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie am 26. November 2015 abgesehen. 14 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Unterföhring, den 27. Januar 2016 Der Vorstand Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015KONZERN GESCHÄFTSZAHLENKPS AG Konzernabschluss nach IFRSscroll
*
entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Gesamtergebnis für die Zeit vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzernbilanz zum 30. September 2015AKTIVA scroll
Konsolidierte
Kapitalflussrechnung nach IFRS
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| in TEURo | 2014/2015 | restated 2013/2014 |
| A. Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| 1. Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 18.613 | 16.688 |
| 2. Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 1.036 | 793 |
| 3. Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände | -7.143 | -846 |
| 4. Veränderung der Rückstellungen | 606 | -3.107 |
| 5. Veränderung der übrigen Schulden | 1.268 | 1.559 |
| 6. Verluste aus Anlagenabgängen | 18 | 0 |
| 7. Gezahlte Steuern | -1.381 | -1.220 |
| 8. Gezahlte Zinsen | -134 | -8 |
| 9. Erhaltene Zinsen | 4 | 23 |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 12.887 | 13.882 |
| B. Investitionstätigkeit | ||
| 1. Investitionen in das Sachanlagevermögen | -422 | -45 |
| 2. Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -19 | -12 |
| 3. Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -971 | -7.471 |
| 4. Investitionen Erwerb getit | 0 | -1.748 |
| 5. Einzahlungen aus Anlageverkäufen | 1 | 0 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1.411 | -9.276 |
| C. Finanzierungstätigkeit | ||
| 1. Erwerb eigener Anteile | -184 | -323 |
| 2. Dividendenausschüttungen | -9.489 | -7.166 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -9.673 | -7.489 |
| D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 1.803 | -2.883 |
| E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode | 4.683 | 7.566 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | 6.486 | 4.683 |
| in TEURo | Stand 30.09.2015 | Stand 30.09.2014 |
| Kassenbestand, Bankguthaben | 6.487 | 8.683 |
| Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten | 0 | -4.000 |
| Finanzmittelfonds | 6.487 | 4.683 |
| in TEURo | Gezeichnetes Kapital | eigene Aktien | Summe gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinn- rücklagen OCI |
Bilanzgewinn | Eigenkapital |
| 30.09.2013 | 32.743 | -139 | 32.604 | -18.524 | 55 | 10.330 | 24.465 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | -65 | -65 | 0 | 0 | -258 | -323 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 119 | 119 | 382 | 0 | 231 | 732 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -7.166 | -7.166 |
| Sonstige Veränderungen | 1.268 | 0 | 1.268 | 6.547 | 0 | 0 | 7.815 |
| Konzernergebnis 2014 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 16.325 | 16.325 |
| Aktive latente Steuer Erstkonsolidierung - OCI | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 | 0 | 9 |
| 30.09.2014 | 34.011 | -85 | 33.926 | -11.595 | 64 | 19.462 | 41.857 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | -36 | -36 | 0 | 0 | -144 | -180 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -9.489 | -9.489 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfaßte Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.000 | -4.000 | 0 |
| Konzernergebnis 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.925 | 17.925 |
| Aktive latente Steuer Erstkonsolidierung - OCI | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30.09.2015 | 34.011 | -121 | 33.890 | -11.595 | 4.064 | 23.754 | 50.113 |
Der von der KPS AG aufgestellte Konzernabschluss zum 30. September 2015 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) sowie den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der Satzung der KPS AG erstellt worden.
Die KPS AG ist eine in Deutschland ansässige, international aufgestellte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Betastraße 1 Oh, 85774 Unterföhring. Die Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen.
Die KPS AG wurde 1998 gegründet. Die Aktien der KPS AG wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard).
Die KPS AG ist ein erfolgreiches Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung im Handel und Konsumgüterbereich. Wir beraten unsere Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementieren mit Erfolg ganzheitliche Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern.
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden.
Der Vorstand der KPS AG stellte den Konzernabschluss am 27. Januar 2016 auf und legte ihn dem Aufsichtsrat vor, der am 29. Januar darüber entscheiden wird.
In der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des KPS-Konzerns werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.
Die Bilanz ist gemäß IAS 1 in lang- und kurzfristige Zahlungsmittel bzw. Schulden aufgegliedert. Als kurzfristig werden Zahlungsmittel, Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres oder aber innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens bzw. Konzerns - beginnend mit der Beschaffung der für den Leistungserstellungsprozess notwendigen Ressourcen bis zum Erhalt der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente als Gegenleistung für die Veräußerung der in diesem Prozess erstellten Produkte oder Dienstleistungen - fällig sind oder veräußert werden sollen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -Verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2014/2015 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2013/2014 war die getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH erstmalig ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt mit einem Rumpfgeschäftsjahr vom 1. August bis 30. September 2014 im Konzernabschluss enthalten. Des Weiteren ist eine vergleichende Darstellung der Vorjahreszahlen nicht möglich, da die getit ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2014 hatte. Aus diesem Grund sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2014/2015 nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar.
Die Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Kapitalflussrechnung, die entsprechend IAS 8.42 angepasst wurde, unverändert. Diese Anpassungen werden gemäß IAS 8.49 unter dem Posten Kapitalflussrechnung erläutert.
Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Der vorliegende Konzernabschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:
Die Konsolidierung erfolgt im Rahmen einer "reverse acquisition" gemäß IFRS 3. Das wirtschaftliche Mutterunternehmen ist die KPS Business Transformation GmbH, die im Rahmen einer Sachkapitalübernahme im Geschäftsjahr 2007/2008 von der KPS AG erworben wurde.
Die anteilige Gewinnrealisierung erfolgt gemäß Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11).
Auf die Bildung sonstiger Rückstellungen wird verzichtet, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 % liegt. Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden aktiviert. Es werden jährlich Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt (Impairment-Tests gemäß IFRS 3 und IAS 36).
Es wird darauf hingewiesen, dass die Nennung dieser Abweichungen nicht abschließend alle Abweichungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden der Regelungen nach IFRS von den Regelungen nach deutschem Recht umfasst.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die in der EU ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen:
| Standard | Thema | Anwendungszeitpunkt | Auswirkungen KPS-Konzern |
| IFRS 10 | Konzern-Abschlüsse | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | Anhangsangaben |
| IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 | Änderungen - Übergangsregelungen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 | Änderungen - Investmentgesellschaften | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verpflichtungen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IAS 36 | Änderungen - Wertminderung von Vermögenswerten: Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IAS 39 | Änderungen - Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen | keine |
| IFRIC 21 | Abgaben | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen | keine |
Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf die Stetigkeit des Konzernabschlusses der KPS AG.
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet, einzelne wurden von der EU bereits genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2014/2015 nicht verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.
| Standard | Thema | Anwendungszeitpunkt | Auswirkungen KPS-Konzern |
| IFRS 9* | Finanzinstrumente | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen | keine |
| IFRS 11 | Änderungen: Gemeinschaftliche Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28* | Änderungen - Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IFRS 10 und IAS 28* | Änderungen - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | noch nicht bekannt | keine |
| IFRS 14* | Regulatorische Abgrenzungsposten | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IFRS 15* | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen | wird geprüft |
| IFRS 16* | Leasing | Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2019 beginnen | wird geprüft |
| IAS 1 | Änderungen - Darstellung des Abschlusses: Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IAS 16 und IAS 38 | Änderungen - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IAS 16 und IAS 41 | Änderungen - Landwirtschaft: fruchttragende Pflanzen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IAS 19 | Änderungen - Leistungen an Arbeitnehmer: leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen | keine |
| IAS 27 | Änderungen - Einzelabschlüsse: Equity-Methode im separaten Abschluss | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| Verbesserungen der IFRS | Einzelfallregelungen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 bis 1. Januar 2016 beginnen | Einzelfallprüfung |
*
noch nicht von der EU genehmigt
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate.
Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können.
Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests (Nutzungswert) und Kaufpreisallokationen (Fair Value), der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechende Leistungen, Steuern, Umweltschutz, Preisnachlässe, Produkthaftungen sowie Garantien. In den weiteren Abschnitten dieses Kapitels werden jeweils schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und deren Auswirkungen zu den einzelnen Bereichen thematisiert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und neuen Standards erfolgen rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären.
Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum 30. September 2015 aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert beziehungsweise wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften. Gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen gab es weder im Geschäfts- noch im Vorjahr.
Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die KPS AG über eine Beherrschungsmöglichkeit verfügt. Diese beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der KPS AG. In der Regel manifestiert sich die Stimmrechtsmehrheit durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.
Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Im Falle eines Unternehmenserwerbs wird nach der Erwerbsmethode das anteilige Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte identifizierbarer Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eventueller Geschäfts- und Firmenwerte zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange"). Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.
Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben, wird dies als Eigenkapitaltransaktion dargestellt. Das heißt, die Differenz zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital von anderen Gesellschaftern und dem Kaufpreis wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften werden in deren funktionaler Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet werden. Bei den ausländischen Gesellschaften im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei den Gesellschaften um unselbständige ausländische Einheiten handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert sind.
Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagkurs der in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet.
Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt:
| Mittlerer Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | ||||
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | 2014/2015 | 2013/2014 | ||
| Argentinien | ARS | 10,5692 | 10,6808 | 10,1547 | 10,1241 |
| Dänemark | DKK | 7,4599 | 7,4431 | 7,4541 | 7,4299 |
| Großbritannien | GBP | 0,7380 | 0,7783 | 0,7427 | 0,8159 |
| Norwegen | NOK | 9,4964 | 8,1225 | 8,7642 | 8,2391 |
| Schweden | SEK | 9,4048 | 9,1475 | 9,3448 | 8,9594 |
| Schweiz | CHF | 1,0916 | 1,2064 | 1,0979 | 1,2161 |
| USA | US-$ | 1,1216 | 1,2594 | 1,1485 | 1,3513 |
Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung in den vergangenen drei Jahren in Summe eine Inflationsrate von 100 % überschritten hat und die deshalb die Vorschriften gemäß IAS 29 (Financial Reporting in Hyperinflationary Economies) zur Inflationsbilanzierung anwenden müssten, gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr.
Als Umsatzerlöse werden alle Erträge im Zusammenhang mit Produktverkäufen, erbrachten Dienstleistungen und Lizenzeinnahmen erfasst. Andere operative Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Umsatzerlöse werden ertragswirksam erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt, die Höhe der Erträge und der angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.
Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug von Erlösminderungen zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte Beträge für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben umsatzmindernd erfasst und zurückgestellt.
Bei kundenbezogenen Festpreisaufträgen sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst.
Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass andere als die angeführten Faktoren eine wesentliche Auswirkung auf Erlösminderungen des KPS-Konzerns haben. Anpassungen der in vorherigen Perioden gebildeten Rückstellungen für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben waren für das Ergebnis vor Steuern der berichteten Geschäftsjahre von untergeordneter Bedeutung.
Die Rückstellungen für Rabatte beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf 126 (Vorjahr: 250) TEuro.
Ein Teil der Erlöse im KPS-Konzern wird aufgrund von Lizenzverträgen erzielt, in denen Dritten Rechte an einigen Produkten und Technologien übertragen wurden. Erhaltene oder erwartete Zahlungen, die sich auf den Verkauf oder die Auslizenzierung von Technologien oder technologischem Wissen beziehen, werden, sobald die entsprechenden Vereinbarungen in Kraft treten, ergebniswirksam, wenn aufgrund der vertraglichen Regelungen sämtliche Rechte und Pflichten in Bezug auf die betreffenden Technologien aufgegeben werden. Bestehen dagegen weiterhin Rechte an der Technologie fort oder sind noch Pflichten aus dem Vertragsverhältnis zu erfüllen, werden die ggf. erhaltenen Zahlungen sachgerecht abgegrenzt.
Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere ähnliche nicht rückzahlbare Zahlungen werden als erhaltene Anzahlungen passiviert und über den geschätzten Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst.
Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktentwicklung, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert.
Forschungskosten sind im Geschäftsjahr beim KPS-Konzern nicht angefallen. Entwicklungskosten, die die Kriterien von IAS 38.57 erfüllen, wurden aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht aktiviert.
Ein Geschäfts- und Firmenwert wird im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als Vermögenswert im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Er wird mit seinen Anschaffungskosten bewertet, die als Überschuss des Kaufpreises für das erworbene Unternehmen über das erworbene anteilige Nettovermögen hergeleitet werden. Das Nettovermögen entspricht dem Saldo aus den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten.
Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert. Bei einem einmal abgeschriebenen Geschäfts- und Firmenwert erfolgt keine Zuschreibung in den Folgeperioden.
Ein sonstiger immaterieller Vermögenswert ist ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz (z. B. ein Patent, eine Marke, ein Vermarktungsrecht), bei dem es sich nicht um einen Geschäfts- und Firmenwert handelt. Er wird aktiviert, wenn der künftig zu erwartende wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert wahrscheinlich zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern und der Abschreibungsverläufe beruht auf Schätzungen des Zeitraums der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten und deren zeitlicher Verteilung innerhalb dieses Zeitraums. Bei Vorliegen eines Hinweises einer möglichen Wertminderung wird ein Impairmenttest durchgeführt.
Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert.
Soweit eine Wertminderung festgestellt wurde, wird diese durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen.
Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.
Kosten für laufende Unterhalts- und Wartungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden über die erwartete Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist.
Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:
| Jahre | |
| EDV-Hardware | 3-5 |
| Geschäftsausstattung | 3-10 |
Wesentliche Komponenten einer Sachanlage, die unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden separat bilanziert und abgeschrieben.
Gibt es Hinweise für eine Wertminderung eines einzelnen Sachanlagevermögenswerts, wird geprüft, ob dessen erzielbarer Betrag über dem Buchwert liegt. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag erfasst. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, durch welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht überschritten werden. Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden.
Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt.
Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet. Ist der KPS-Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und in gleicher Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Bei einem Operating Leasing erfasst der KPS-Konzern die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als Aufwand bzw. die als Leasinggeber erhaltene Leasingrate als Ertrag. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers als Sachanlage erfasst.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten und Unternehmen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und leicht in einen festen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Sie haben bei Erwerb oder im Anlagezeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten.
Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).
Nach IAS 39 liegen beim KPS Konzern folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:
a) Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden
b) Kredite und Forderungen
c) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden.
Die Zuordnung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den finanzielle Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.
Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen von Lieferungen oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden, sowie Anzahlungen auf Vorräte. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Herstellungskosten (dienstleistungsbezogener Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.
Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnzuschlag, vermindert um etwaige entstehende Verluste, bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten in Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.
Gemäß IAS 12 (Income Taxes) werden latente Steuern auf zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich nutzbare Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass für deren Nutzung ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird.
Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen.
Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steueransprüche und -schulden können unter den Voraussetzungen von IAS 12.71 ff. saldiert werden. Materielle Auswirkungen von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich in der Periode, in der das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist, berücksichtigt. Im Regelfall erfolgt dies ergebniswirksam.
Latente und laufende Steuern werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte. Dann werden sie ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.
Bei Erwerb / Veräußerung eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit dem Gewinnvortrag / Kapitalrücklage.
Die Steuerrückstellung beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern, die voraussichtlich aufgrund der nationalen Steuervorschriften zu Mittelabflüssen führen werden.
Andere Rückstellungen werden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.
Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) oder ggf. auch nach IAS 19 (Employee Benefits). Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt.
Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden getrennt von den Rückstellungen als sonstige Forderung aktiviert, wenn ihre Realisation nahezu sicher ist.
Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet waren.
Zu den Rückstellungen, die den Kunden- und Lieferantenverkehr betreffen, gehören insbesondere Verpflichtungen für Rabatte und Skonti, Produktretouren sowie erhaltene Dienstleistungen und Waren, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden.
Als Unternehmen ist der KPS-Konzern rechtlichen Risiken ausgesetzt. Für anhängige bzw. künftige juristische Verfahren wird, vorbehaltlich einer entsprechenden Einzelfallprüfung, durch den Ansatz von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilanzielle Vorsorge getroffen. Die wahrscheinlichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten werden anhand der vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit den für den KPS-Konzern tätigen Rechtsanwälten bewertet. Soweit nach vernünftigem Ermessen eine Verpflichtung aus einem Verfahren wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, wird der Barwert der erwarteten Mittelabflüsse, soweit diese als verlässlich messbar betrachtet werden, passiviert. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen an Kläger, die Gerichtskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Zu jedem Bilanzstichtag wird der aktuelle Stand der Rechtsstreitigkeiten bei der Beurteilung zugrunde gelegt, wobei geprüft wird, ob die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind und in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden ist. Rechtsstreitigkeiten und andere rechtliche Verfahren werfen grundsätzlich komplexe Fragen auf und sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u. a. aufgrund des Sachverhalts und der Umstände jedes einzelnen Falls, des Gerichts, bei dem die Klage anhängig ist, sowie aufgrund von Unterschieden im anwendbaren Recht. Somit sind die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren nicht vorhersagbar. Durch das Urteil in einem Gerichtsverfahren oder durch einen Vergleich können dem KPS-Konzern Kosten entstehen, die über die hierfür vorgesehene Rückstellung und Versicherungsdeckung hinausgehen.
In den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für Jahressonderzahlungen und variable und individuelle Einmalzahlungen getroffen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten von Derivaten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der KPS-Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Rechnungsabgrenzungen und andere nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umfassen langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (ggf. zusammen mit Rückstellungen und Verbindlichkeiten), bei denen der Buchwert überwiegend durch ein höchstwahrscheinliches Veräußerungsgeschäft innerhalb der nächsten 12 Monate oder durch ein bereits abgewickeltes Veräußerungsgeschäft realisiert wird.
Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs (IFRS 13) sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen. Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen können die zukünftigen Konzernergebnisse wesentlich beeinflussen.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen ein Unternehmen in mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle über das betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen Gesellschaftsanteils zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet eine Buchwertanpassung der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren beizulegenden Zeitwert statt.
Neben den Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests) bei einzelnen Sachanlagevermögenswerten und immateriellen Vermögenswerten werden Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sogenannten cash generating units - "cgu") durchgeführt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse erzeugt. Im KPS-Konzern werden die strategischen Geschäftseinheiten wie auch einzelne Gesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten angesehen und unterliegen Werthaltigkeitsprüfungen.
Die strategischen Geschäftseinheiten stellen die zweite Berichtsebene unterhalb der Berichtssegmente dar. Eine Werthaltigkeitsprüfung für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird entweder bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für eine Wertminderung vorgenommen oder mindestens jährlich, wenn einer strategischen Geschäftseinheit ein Goodwill oder nicht abnutzbare immaterielle Vermögenswerte zugeordnet sind.
Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. der zu testenden Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertberichtigungsbedarf vor. In diesem Fall wird bei einer strategischen Geschäftseinheit im ersten Schritt der Geschäfts- und Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Der Wertberichtigungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung zumeist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird sowohl für den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten als auch für den Nutzungswert der Barwert der Zahlungen (Cashflows) zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des KPS-Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Beim Ansatz des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aus Sicht eines unabhängigen Marktteilnehmers vorgenommen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. der Einzelvermögenswert in ihrer bzw. seiner bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden für beide Methoden unter Anwendung individueller, jeweils aus Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.
Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit den Kapitalkostensätzen abgezinst. Die Kapitalkostensätze entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre und stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar.
Die für die Werthaltigkeitsprüfungen in 2015 und 2014 verwendeten und zur Diskontierung der prognostizierten Cashflows herangezogenen Kapitalkostensätze betrugen 7,64 % (Vorjahr: 8,75 %). Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde hierauf ein Wachstumsfaktor von 2 % verwendet. Eine Veränderung des Kapitalkostensatzes um +/- 3 Prozentpunkte hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte.
Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland. Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern.
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei der die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologie-bereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betriebliche Funktionsbereiche transparent werden.
Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM und SAPERION, mit denen KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.
Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich und entspricht der internen Berichtsstruktur:
| Darstellung nach Geschäftsfeldern | Managementconsulting / Transformationsberatung | System Integration | Produkte / Lizenzen | |||
| Ergebnisposition in TEURo |
30.09.2015 | Vorjahr | 30.09.2015 | Vorjahr | 30.09.2015 | Vorjahr |
| Umsatz | 107.631 | 104.720 | 4.035 | 4.073 | 11.249 | 2.283 |
| Betriebsergebnis | 23.694 | 21.251 | 531 | 748 | 2.393 | 69 |
| Abschreibungen | -797 | -642 | 0 | -4 | -96 | -19 |
| Zinsen | -128 | -84 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Steuern | 1 | -337 | -11 | -167 | 3 | 0 |
| Darstellung nach Geschäftsfeldern | übrige | Konsolidierung | gesamt | |||
| Ergebnisposition in TEURo |
30.09.2015 | Vorjahr | 30.09.2015 | Vorjahr | 30.09.2015 | Vorjahr |
| Umsatz | 0 | 0 | 0 | 0 | 122.915 | 111.076 |
| Betriebsergebnis | -6.969 | -4.587 | 0 | 0 | 19.649 | 17.481 |
| Abschreibungen | -143 | -128 | 0 | 0 | -1.036 | -793 |
| Zinsen | -303 | 270 | 0 | 0 | -430 | 187 |
| Steuern | -1.895 | -884 | 1.644 | 838 | -258 | -550 |
Die dargestellten Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Umsätze mit externen Kunden.
Unter den übrigen Informationen in der Segmentberichterstattung werden im Wesentlichen Ertrags- und Aufwandsinformationen der KPS AG als Holding dargestellt.
Bei der KPS AG sind im Wesentlichen der Umsatz und das EBIT die Grundlage für Unternehmensentscheidungen. Für Beurteilungen sind weitere Informationen (Vermögen, Verbindlichkeiten) größtenteils nicht relevant.
Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse in Höhe von 122,9 (Vorjahr: 111,1) Mio. Euro nach Regionen ergibt für das Geschäftsjahr 2014/2015 folgendes Bild: Hauptumsatzträger war Deutschland mit 107,8 (Vorjahr: 90,6) Mio. Euro bzw. 87,7 %. Im Ausland wurden 15,1 (Vorjahr: 20,5) Mio. Euro umgesetzt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Sitz des Auftraggebers. Die Aufteilung ergibt sich in folgende Regionen: Skandinavien mit einem Volumen von 8,6 (Vorjahr: 16,2) Mio. Euro oder 7,0 %, die Schweiz mit 5,5 (Vorjahr: 3,3) Mio. Euro. bzw. 4,5 %. Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 1,0 Mio. Euro (0,8 %) und wurden weitestgehend im übrigen EU-Raum erzielt. Diese gehören dem Segment Managementconsulting / Transformationsberatung an.
Im Segment "Managementconsulting / Transformationsberatung" sind drei (Vorjahr: sieben) Großkunden i.S.d. IFRS 8.34 enthalten.
Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.
Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden.
| Beteiligung | Sitz | Anteil in % |
Währung | Gezeichnetes Kapital 30.09.2015 (Vorjahr) | Eigenkapital 30.09.2015 (Vorjahr) | Jahresergebnis 2014/2015 (Vorjahr) |
| KPS Business Transformation GmbH1 | Unterföhring | 100 | TEuro | 500 | 500 | 10.922 |
| (500) | (500) | (8.439) | ||||
| KPS Services GmbH | Unterföhring | 100 | TEuro | 6.300 | 9.633 | 8.022 |
| (6.300) | (6.611) | (2.245) | ||||
| KPS Consulting Verwaltungs GmbH | Unterföhring | 100 | TEuro | 26 | 37 | 1 |
| (26) | (36) | (1) | ||||
| KPS Consulting GmbH & Co. KG | Unterföhring | 100 | TEuro | 5.113 | 5.113 | 1.283 |
| (5.113) | (11.468) | (6.355) | ||||
| KPS Consulting AG | Zürich / Schweiz | 99 | TCHF | 100 | 215 | 97 |
| (100) | (-1.483) | (83) | ||||
| KPS Solutions GmbH (alt)3 | Unterföhring | 100 | TEuro | 0 | 0 | 0 |
| (100) | (576) | (337) | ||||
| KPS Solutions GmbH (vormals: Software Factory GmbH)3 | Unterföhring | 100 | TEuro | 80 | -1.780 | -217 |
| (75) | (-2.139) | (-743) | ||||
| getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH1, 2 | Dortmund | 100 | TEuro | 25 | 2.554 | 4.733 |
| (25) | (3.240) | 686* | ||||
| KPS Consulting A/S | Kopenhagen / Dänemark | 100 | TDKK | 500 | 348 | -91 |
| (500) | (439) | (-61)** |
*
Rumpfwirtschaftsjahr 1. Januar 2014 - 30.
September 2014
**
Rumpfwirtschaftsjahr 1. April 2014 - 30.
September 2014
1
Das Jahresergebnis 2014/2015 wurde aufgrund
des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages an die KPS AG abgeführt.
2
Erwerb der getit - Gesellschaft für Technologie-
und Informationstransfer mbH
Mit Einbringungs- und Übertragungsvertrag vom 2. Juli 2014 haben
die KPS AG und die Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund,
die Rahmenbedingungen geschaffen und diese für den Erwerb sämtlicher
Anteile an der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer
mbH, Dortmund, durch die KPS AG vereinbart. Die Geschäftsanteile wurden
zum 1. August 2014 übernommen.
Die getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer
mbH - im Folgenden getit GmbH oder getit - mit dem Sitz in Dortmund
wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 15. Mai 2014 gegründet. Die getit
GmbH ist Rechtsnachfolgerin der auf sie verschmolzenen getit - Gesellschaft
für Technologie- und Informationstransfer mbH (getit GmbH alt), der
getit Internet GmbH sowie der Getit ISA GmbH.
Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung auf dem Gebiet
der Informationstechnik, der Telekommunikation und des elektronischen
Handels, die Entwicklung und der Vertrieb informationstechnischer
Hard- und Softwareprodukte und die Bewerbung von Waren und Dienstleistungen
in Datennetzen und deren Vertrieb sowie der Verkauf und Betrieb von
Internetanschlüssen, der Betrieb von Internetlösungen im Kundennamen,
die Vermittlung und der Betrieb von Domainnamen sowie die Durchführung
aller damit zusammenhängenden Geschäfte.
3
Die KPS Solutions GmbH wurde mit Wirkung
vom 2. Oktober 2014 auf die KPS Software Factory GmbH verschmolzen.
Im Zuge dieses Vorgangs wurde das Stammkapital der KPS Software Factory
um 5 TEuro auf 80 TEuro erhöht. Gleichzeitig wurde die Firmierung
der KPS Software Factory GmbH in KPS Solutions GmbH geändert.
Die Buchwerte sowie die beizulegenden Werte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden der getit GmbH stellen sich zum Erwerbsstichtag wie folgt dar:
| Bilanzposition | Buchwert vor Akquisition | Anpassung an beizulegenden Zeitwert | beizulegender Zeitwert |
| Immaterielle Vermögenswerte | 125 | 125 | |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 435 | 435 | |
| Vorräte | 5 | 5 | |
| Forderungen | 3.307 | 81 | 3.388 |
| Aktive Latente Steuern | 12 | 12 | |
| Flüssige Mittel | 965 | 965 | |
| Rückstellungen | -2.708 | -2.708 | |
| Verbindlichkeiten | -906 | -906 | |
| Passive Latente Steuern | -22 | -22 | |
| Nettovermögen | 1.235 | 59 | 1.294 |
Der nach IFRS anzusetzende Firmenwert ergibt sich wie folgt :
| TEuro | |
| Hingabe Zahlungsmittel | 7.703 |
| 1.268.476 Stückaktien der KPS AG durch Erhöhung des Grundkapitals aus dem genehmigten Kapital 2014/1 zum Kurs von 6,161 Euro | 7.815 |
| Übertragung von 118.910 Stück eigenen Aktien zum Kurs von 6,161 Euro | 733 |
| Rate Earn-Out-Vereinbarung aus EBIT vom 1. Januar - 30. September 2014 | 971 |
| Earn-Out-Raten aus EBITs 2014/2015 - 2016/2017 - Höchstbetrag | 5.250 |
| Summe | 22.472 |
| Abzgl. beizulegender Zeitwert des übernommenen Vermögens | -1.294 |
| Firmenwert | 21.178 |
Die Buchwerte vor Akquisition basieren auf dem IFRS-Zwischenabschluss der getit GmbH nach den geltenden IFRS direkt vor dem Vollzug der Akquisition. Die Beträge, welche zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Konzernabschluss der KPS AG zum Ansatz kommen, repräsentieren die geschätzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden. Die Identifizierung immaterieller Vermögenswerte im Rahmen der Kaufpreisallokation wurde entsprechend IFRS 3.IE 16 ff. und B31 ff. durchgeführt. Der Bruttobetrag der vertraglichen Forderungen entspricht deren beizulegendem Zeitwert. Uneinbringliche Forderungen liegen nicht vor.
Der sich aus der Akquisition ergebende Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich überwiegend auf die Fähigkeiten der akquirierten Mitarbeiter der getit GmbH und die erwarteten Synergien aus der Integration in den existierenden Geschäftsbetrieb der KPS AG.
Die Allokation des Kaufpreises ist auf Basis der aktuell besten Schätzung durch das Management durchgeführt worden, und ist endgültig abgeschlossen. An den oben dargestellten Werten wurden keine nachträglichen Änderungen mehr vorgenommen.
Die im Einbringungs- und Übertragungsvertrag vereinbarte zweite Earn-Out-Rate mit 1.750 TEuro kam in voller Höhe zum Tragen, da die vertraglich vereinbarten EBIT-Ziele 2014/2015 vollumfänglich erreicht wurden. Aufgrund dieser Tatsache und den Planungsrechnungen für die folgenden Geschäftsjahre ist die Einschätzung des Managements, dass die zwei weiteren Earn-Out-Raten in vollem Umfang zum Tragen kommen.
Das Management geht davon aus, dass der Buchwert des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes dem erzielbaren Betrag entspricht. Der Goodwill-Impairmenttest wurde zum Bilanzstichtag durchgeführt und hat zu keinem Abschreibungsbedarf geführt.
Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte gab es weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr.
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 5.3. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:
| Berichtsjahr 2014/2015 | Berichtsjahr 2013/2014 | |||
| TEuro | % | TEuro | % | |
| Erbringung von Dienstleistungen | 119.328 | 97 | 110.639 | 100 |
| Verkauf von Gütern | 6 | 0 | 218 | 0 |
| Nutzungsentgelte | 3.581 | 3 | 219 | 0 |
| 122.915 | 100 | 111.076 | 100 | |
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 956 (Vorjahr: 827) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:
| in TEURo | 2014/15 | 2013/14 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 197 | 183 |
| Erträge aus Skonto | 297 | 254 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 405 | 41 |
| Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter | 26 | 37 |
| Eingänge abgeschriebene Forderungen | 0 | 73 |
| übrige Erträge | 31 | 239 |
| Summe sonstige betriebliche Erträge | 956 | 827 |
Der Materialaufwand beträgt 51.979 (Vorjahr: 52.814) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Waren in Höhe von 3.231 (Vorjahr: 574) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 48.748 (Vorjahr: 52.240) TEuro.
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 39.509 (Vorjahr: 29.424) TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 35.595 (Vorjahr: 26.976) TEuro und auf Sozialaufwendungen 3.914 (Vorjahr: 2.448) TEuro.
Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 210 (Vorjahr: 110) TEuro.
Im Jahresdurchschnitt wurden 333 (Vorjahr: 205) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer), davon 307 (Vorjahr: 186) Berater und 26 (Vorjahr: 19) Verwaltungsangestellte beschäftigt.
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | Veränderung | |
| Mitarbeiter pro Region | |||
| Deutschland | 343 | 307 | 36 |
| Schweiz | 8 | 10 | -2 |
| Dänemark | 3 | 0 | 3 |
| Mitarbeiter nach Funktion | |||
| Vorstand | 1 | 1 | 0 |
| Geschäftsführer | 3 | 3 | 0 |
| Berater | 324 | 287 | 37 |
| Verwaltung | 25 | 24 | 1 |
| Auszubildende | 1 | 2 | -1 |
| Gesamt | 354 | 317 | 37 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 12.734 (Vorjahr: 12.184) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:
| in TEURo | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Reise- und Bewirtungskosten | 3.890 | 3.494 |
| Fremdleistungen | 1.498 | 1.317 |
| Kfz-Kosten | 1.850 | 1.523 |
| Rechts- und Beratungskosten | 700 | 2.103 |
| Personal- und Buchhaltungskosten | 574 | 184 |
| Werbe- und Repräsentationskosten | 1.034 | 1.079 |
| Telefon- und sonstige Kommunikationskosten | 420 | 306 |
| Raumkosten | 879 | 340 |
| Maschinen-Mieten | 457 | 355 |
| Kapitalmarktkosten | 214 | 225 |
| Versicherungen | 169 | 98 |
| übrige Aufwendungen | 1.049 | 1.160 |
| Summe sonstige betriebliche Aufwendungen | 12.734 | 12.184 |
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 1.036 (Vorjahr: 793) TEuro. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.
Die sonstigen finanziellen Erträge belaufen sich auf 18 (Vorjahr: 281) TEuro und resultieren aus kurzfristigen Geldanlagen und im Vorjahr größtenteils aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen.
Die sonstigen finanziellen Aufwendungen betragen 448 (Vorjahr: 94) TEuro und beinhalten insbesondere Aufzinsungen von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 234 (Vorjahr: 0) TEuro, Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 133 (Vorjahr: 7) TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 81 (Vorjahr: 86) TEuro.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2014/2015 und 2013/2014 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:
| in TEURo | 2014/2015 | 2013/2014 |
| Laufender Steueraufwand | -1.902 | -1.388 |
| Periodenfremder Steueraufwand | 0 | 0 |
| Latenter Steuerertrag | 1.644 | 838 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -258 | -550 |
Die latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.
Zum 30. September 2015 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 63.056 (Vorjahr: 74.442) TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 56.574 (Vorjahr: 68.526) TEuro für Körperschaftsteuer.
Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittssteuersatz von 29,2 % (Vorjahr: 27,4 %) zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 15,9 % und Gewerbesteuer von 13,3 %. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz beträgt im Berichtsjahr 29,1 % (Vorjahr: 27,5 %).
Der Betrag der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt für Körperschaftsteuer 9.529 (Vorjahr: 27.569) TEuro und für Gewerbesteuer 25.310 (Vorjahr: 37.168) TEuro.
Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:
| in TEURo | 2014/2015 | 2013/2014 |
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern | 18.183 | 16.875 |
| Ertragsteuersatz | 29,06 % | 27,52 % |
| Erwarteter (rechnerischer) Steueraufwand | -5.284 | -4.644 |
| Steuerauswirkungen durch: | ||
| Steuereffekte aus Nutzung von Verlustvorträgen | 3.401 | 3.255 |
| Steuereffekte aus Goodwillabschreibungen | -13 | -13 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen | -25 | 40 |
| Latente Steuern auf Verlustvorträge | 1.630 | 774 |
| Latente Steuern aus HB Il-Anpassungen / StB | 14 | 64 |
| periodenfremde Steuereffekte | 0 | 0 |
| übrige Effekte | 19 | -26 |
| tatsächlicher Ertragsteueraufwand | -258 | -550 |
| Effektiver Steuersatz | 1,4 % | 3,3 % |
| in TEURo | 30.09.2015 | 30.09.2014 | ||
| aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch | |
| Verlustvorträge | 12.420 | 0 | 10.790 | 0 |
| Kaufpreisverpflichtung | 0 | 0 | 0 | 61 |
| Personalrückstellung | 0 | 145 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 69 | 0 | 58 |
| Sonstige Rückstellungen | 105 | 0 | 67 | 0 |
| Sonstige Posten | 82 | 8 | 11 | 8 |
| 12.607 | 222 | 10.868 | 127 | |
Bei dieser Position handelt es sich um IFRS-Unterschiede zur Handelsbilanz (II) / Steuerbilanz. Von den aktiven latenten Steuern haben 8.666 (Vorjahr: 7.727) TEuro eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passiven latenten Steuern sind 153 (Vorjahr: 69) langfristig und 69 (Vorjahr: 58) TEuro kurzfristig.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.
Aufgrund des Rückkaufs eigener Aktien belief sich die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien auf 33.893.616 (Vorjahr: 32.891.837) Stück. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem auch eine Kapitalerhöhung durchgeführt wurde, errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:
| 2014/2015 | 2013/2014 | |
| Konzernergebnis auf Aktionäre der KPS AG entfallend in TEuro | 17.925 | 16.325 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 33.893.616 | 32.891.837 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro | 0,53 | 0,50 |
Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.
Zur Entwicklung der nachfolgend erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.
Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die sowohl teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2015 war selbsterstellte Software in Höhe von 245 (Vorjahr: 338) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 93 (Vorjahr: 93) TEuro.
Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- und Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen.
Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert beträgt 30.472 (Vorjahr: 30.472) TEuro und verteilt sich auf folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten:
| in TEURo | 2014/2015 | 2013/2014 |
| KPS Services GmbH | 8.949 | 8.949 |
| KPS Solutions GmbH | 345 | 345 |
| getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH | 21.178 | 21.178 |
| Gesamt | 30.472 | 30.472 |
Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 12.607 (Vorjahr: 10.868) TEuro und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG, der KPS Services GmbH und der KPS Solutions GmbH wider.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2015 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 29.512 (Vorjahr: 24.507) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 44 (Vorjahr: 9) TEuro gebildet sind.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt:
| in TEURo | 2014/2015 | 2013/2014 |
| Stand Wertberichtigungen am 01.10. | 9 | 88 |
| + Zuführungen | 44 | 9 |
| - Verbrauch /Auflösung | 9 | 88 |
| Stand Wertberichtigungen am 30.09. | 44 | 9 |
Am Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 3.588 (Vorjahr: 1.453) TEuro, die aus einem Kundenauftrag mit Festpreis resultieren.
Die sonstigen Forderungen belaufen sich auf 494 (Vorjahr: 491) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEURo | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| Geleistete Vorauszahlungen | 218 | 116 |
| Forderungen gegenüber Mitarbeitern | 28 | 30 |
| Geleistete Anzahlungen | 1 | 28 |
| Geleistete Kautionen | 49 | 44 |
| Übrige Forderungen | 198 | 273 |
| Gesamt | 494 | 491 |
In den übrigen Forderungen sind im Wesentlichen Forderungen aus erstattungsfähigen Vorsteuern im Ausland in Höhe von 72 TEuro und debitorische Kreditoren in Höhe von 62 TEuro enthalten.
Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von 475 (Vorjahr: 95) TEuro bestehen aus Körperschaft- und Gewerbesteuern für Vorjahre.
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse betragen am Bilanzstichtag 6.487 (Vorjahr: 8.683) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 34.011.007.00 (i.V. 34.011.007,00) Euro und verteilt sich insgesamt auf 34.011.007 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.
Die von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien sind mit ihrem Nennwert von 121.248,00 (i.V. 85.031,00) Euro offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/1 in Höhe von 16.371.265.00 Euro geschaffen.
Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/1 das Grundkapital um 1.268.476.00 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen.
Das genehmigte Kapital 2014/1 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789,00 Euro.
Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/1 ist im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht erfolgt.
Der negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Geschäftsjahr 2007/2008 vorgenommenen Reverse Acquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG. Weiterhin sind in der Kapitalrücklage die Differenzbeträge zwischen den Kurswerten der aus der Erhöhung des Grundkapitals ausgegebenen neuen Aktien sowie der abgegebenen eigenen Aktien und deren Nennwerten eingestellt.
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
| in TEURo | |
| Stand 01.10.2013 | -18.524 |
| Veräußerungsgewinn aus eigenen Aktien | 382 |
| Agio eigene Kapitalerhöhung | 6.547 |
| Stand 01.10.2014 | -11.595 |
| Veräußerungsgewinn aus eigenen Aktien | 0 |
| Agio eigene Kapitalerhöhung | 0 |
| Stand 30.09.2015 | -11.595 |
Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 endete. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Sich ergebende Veränderungen aus Fluktuation, Auslaufen des Ausübungsrechts etc. wurden in der Gewinnrücklage abgebildet. Aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns der Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Zuführung eines Betrags in Höhe von 3.000.000 Euro in die anderen Gewinnrücklagen erfolgt. Durch Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wurde im Rahmen der Jahresabschlusserstellung aus dem Jahresüberschuss ein Betrag in Höhe von 1.000.000 Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Entwicklung des zum 30. September 2015 ausgewiesenen Bilanzgewinns in Höhe von 23.754 (Vorjahr: 19.462) TEuro lässt sich wie folgt darstellen:
| in TEURo | 2014/2015 | 2013/2014 |
| Stand 01.10. | 19.462 | 10.330 |
| Jahresüberschuss | 17.925 | 16.325 |
| Agio eigene Aktien | -144 | -27 |
| Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen | -4.000 | 0 |
| Dividendenausschüttung | -9.489 | -7.166 |
| Stand 30.09. | 23.754 | 19.462 |
Die Ausschüttung beruht auf dem Hauptversammlungsbeschluss vom 27. März 2015, wonach je dividendenberechtigte Aktie 0,28 (Vorjahr: 0,22) Euro gezahlt wurden. Damit hat die Hauptversammlung dem Dividendenvorschlag des Vorstands entsprochen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Nach §71 Abs.1 Nr. 8 AktG kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.
Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2014/15: 36.217) Stück erworben und 518.910 (davon im Geschäftsjahr 2014/15: keine) Stück veräußert. Zu dem Bestand vom 30. September 2014 in Höhe von 85.031 Stück wurden im Geschäftsjahr 2014/15 weitere 36.217 Stück erworben, sodass der Gesamtbestand sich am Bilanzstichtag auf 121.248 Stück erhöht hat.
Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEURo | 01.10.2014 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 30.09.2015 |
| RSt. f. Personal | 284 | 0 | 0 | 57 | 341 |
| RSt. f. Kaufpreiszahlung | 3.253 | 1.750 | 0 | 215 | 1.718 |
| Summe | 3.537 | 1.750 | 0 | 272 | 2.059 |
Die langfristigen Rückstellungen für Bonuszahlungen betreffen Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm. Bei der Berechnung wurde keine Fluktuation berücksichtigt, da die Gesellschaft von der Erfüllung der vertraglichen Vorgaben ausgeht.
Die vertraglich vereinbarte variable Kaufpreisrate für das Geschäftsjahr 2016/2017 für den Unternehmenserwerb der getit GmbH wurde mit dem Höchstbetrag von 1.750 TEuro eingestellt, da das Management vom Erreichen der vertraglich vereinbarten Ziele ausgeht.
Die Abzinsung ist mit dem Marktzins von 1,85 (Vorjahr: 1,85) % erfolgt.
Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und Konzernbilanz und betrugen 222 (Vorjahr: 127) TEuro.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vorwiegend aus eingekauften Beratungsleistungen.
Zum Stichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 4.000 TEuro).
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 2.465 (Vorjahr: 1.272) TEuro und betreffen mit 2.331 (Vorjahr: 1.149) TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 134 (Vorjahr: 123) TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.
Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEURo | 01.10.2014 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 30.09.2015 |
| RST f. Körperschaftsteuer | 203 | 166 | 0 | 606 | 643 |
| RST f. Gewerbesteuer | 2.721 | 485 | 3 | 698 | 2.931 |
| Summe | 2.924 | 651 | 3 | 1.304 | 3.574 |
In der Gewerbesteuerrückstellung ist ein Betrag von 2.281 (Vorjahr: 2.201) TEuro für mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten. Die Rückstellung beinhaltet einen Betrag von 935 (Vorjahr: 855) TEuro für potentielle Nachforderungszinsen.
Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme sind abhängig von Entscheidungen der vormaligen Betriebsstättengemeinden, ob und inwieweit die Steuern nachzuzahlen sind oder aus Billigkeitsgründen erlassen werden.
Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEURo | 01.10.2014 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 30.09.2015 |
| RST f. Personal | 4.950 | 4.766 | 145 | 7.320 | 7.360 |
| RST f. ausstehende Rechnungen | 171 | 137 | 32 | 113 | 115 |
| RST f. Abschluß und Prüfungskosten | 124 | 109 | 15 | 102 | 102 |
| übrige RST | 2.104 | 2.005 | 5 | 1.978 | 2.072 |
| Summe | 7.350 | 7.017 | 197 | 9.513 | 9.649 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. Die erwarteten Fälligkeiten bewegen sich im kurzfristigen Rahmen.
Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche und noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft.
Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe am Abschlussstichtag noch nicht endgültig feststand.
Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.
Die Earn-Out-Rate 2015/2016 wurde in Höhe von 1.750.000,00 Euro passiviert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 5.555 (Vorjahr: 8.283) TEuro und entwickelten sich wie folgt:
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |||
| in TEURo | bis 3 Monate | 3-12 Monate | bis 3 Monate | 3-12 Monate |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 904 | 0 | 3.189 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Vergleichsverpflichtungen | 0 | 0 | 830 | 0 |
| Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer | 863 | 0 | 2.067 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern | 1.907 | 0 | 1.105 | 0 |
| Abzuführende Sozialversicherungen | 55 | 0 | 94 | 0 |
| Earn Out | 1.750 | 0 | 971 | 0 |
| übrige Verbindlichkeiten | 76 | 0 | 27 | 0 |
| Summe sonstige Verbindlichkeiten | 5.555 | 0 | 8.283 | 0l |
Die Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 523 (Vorjahr: 190) TEuro bestehen aus Gewerbesteuern für Vorjahre.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
| Zum Fair Value bewertet | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | Bilanzposten zum 30.09.2015 | ||
| in TEURo | Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 3.588 | 3.588 | 0 | 3.588 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 1.453) | (Vorjahr: 1.453) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 1.453) | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 29.512 | 29.512 | 0 | 29.512 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 24.507) | (Vorjahr: 24.507) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 24.507) | |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 0 | 422 | 422 | 72 | 494 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 418) | (Vorjahr: 418) | (Vorjahr: 73) | (Vorjahr: 491) | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 6.487 | 6.487 | 0 | 6.487 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 8.683) | (Vorjahr: 8.683) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 8.683) | |
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 4.000) | (Vorjahr: 4.000) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 4.000) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 11.452 | 11.452 | 0 | 11.452 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 9.619) | (Vorjahr: 9.619) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 9.619) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 2.785 | 2.785 | 2.770 | 5.555 |
| (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 5.111) | (Vorjahr: 5.111) | (Vorjahr: 3.172) | (Vorjahr: 8.283) | |
Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.
| in TEURo | Bewertungskategorie nach IAS IAS 39 und IFRS 7 | Buchwert 30.09.2015 | Fair Value 30.09.2015 | Buchwert 30.09.2014 | Fair Value 30.09.2014 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel | LaR | 6.487 | 6.487 | 8.683 | 8.683 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 3.588 | 3.588 | 1.453 | 1.453 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 29.512 | 29.512 | 24.507 | 24.507 |
| Sonstige Vermögenswerte | LaR | 422 | 422 | 418 | 418 |
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Kurzfristige Finanzschulden | FLAC | 0 | 0 | 4.000 | 4.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 11.452 | 11.452 | 9.619 | 9.619 |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | FLAC | 2.785 | 2.785 | 5.111 | 5.111 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien | |||||
| Loans and Receivables (LaR) | 40.009 | 40.009 | 35.061 | 35.061 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Costs (FLAC) | 14.237 | 14.237 | 18.730 | 18.730 |
Alle Finanzinstrumente wurden für das Geschäftsjahr 2014/2015 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die Buchwerte der kurzfristigen Finanzschulden entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die Nettogewinne und -Verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:
| aus Zinsen | aus der Folgebewertung | aus Abgang | Nettoergebnis | |||
| in TEURo | Zum Fair Value | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | 2014/2015 | ||
| Loans and Receivables (LaR) | 4 | 0 | 102 | -44 | -84 | -22 |
| (Vorjahr: 24) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: -74) | (Vorjahr: -9) | (Vorjahr: -70) | (Vorjahr:-129) | |
| Financial Assets Measured at Amortised Costs (FLAC) | -135 | 0 | 0 | 0 | 0 | -135 |
| (Vorjahr: -9) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: 0) | (Vorjahr: -9) | |
Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22f. wurden im Geschäftsjahr 2014/2015 nicht eingesetzt.
Der KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden im Wesentlichen unterschieden:
| ― |
Liquiditätsrisiken |
| ― |
Kreditrisiken / Ausfallrisiken |
| ― |
Marktpreisrisiko. |
Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich des Vorstands, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.
Das Kapitalmanagement bemisst sich nach der Nettoliquidität. Die Unternehmensleitung verfolgt das Ziel einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Das Eigenkapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 58,5 % per 30. September (Vorjahr 52,9 %).
Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nichtausgenützte Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten:
| Buchwert | Zahlungsverpflichtungen | |||
| in TEURo | 30.09.2015 | 2015/2016 | 2016/2017 bis 2018/2019 | 2019/2020ff. |
| Finanzschulden | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11.452 | 11.452 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 5.555 | 5.555 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 523 | 523 | 0 | 0 |
| Buchwert | Zahlungsverpflichtungen | |||
| in TEURo | 30.09.2014 | 2014/2015 | 2015/2016 bis 2017/2018 | 2018/2019ff. |
| Finanzschulden | 4.000 | 4.000 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.619 | 9.619 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.283 | 8.283 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 190 | 190 | 0 | 0 |
Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und den vereinbarten Fälligkeiten geplant.
Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.
Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nach-kommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft.
Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zu Bruttobuchwerten stellt sich wie folgt dar:
| in TEURo | Weder überfällig noch wert berichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2015 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 3.588 | 0 | 0 | 3.588 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.132 | 5.336 | 44 | 29.512 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 494 | 0 | 0 | 494 |
| 28.214 | 5.336 | 44 | 33.594 |
| in TEURo | Weder überfällig noch wert berichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2014 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 1.453 | 0 | 0 | 1.453 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.533 | 2.965 | 9 | 24.507 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 491 | 0 | 0 | 491 |
| 23.477 | 2.965 | 9 | 26.451 |
In den wertberichtigten Forderungen sind nominale Forderungsbeträge in Höhe von 44 (Vorjahr: 9) TEuro enthalten, die um 44 (Vorjahr: 9) TEuro wertberichtigt wurden.
Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:
| in TEURo | bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2015 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.529 | 2.255 | 552 | 5.336 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.529 | 2.255 | 552 | 5.336 |
| in TEURo | bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2014 |
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.433 | 315 | 217 | 2.965 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.433 | 315 | 217 | 2.965 |
Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.
Die Finanzierung des Konzerns erfolgt sofern erforderlich mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die unbefristet zur Verfügung stehen. Die Zinsen werden halbjährlich vom Kreditgeber angepasst. Daneben wurden kurzfristige zeitlich begrenzte Kredite aufgenommen, für die ein Festzins vereinbart war.
Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.
Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.
Die KPS Business Transformation GmbH, die KPS Consulting GmbH & Co. KG und die KPS Services GmbH haben jeweils eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 2.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben. Darüber hinaus besteht eine weitere Höchstbetragsbürgschaft der KPS Services GmbH in Höhe von 4.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kontokorrentverbindlichkeiten (Vorjahr: 4.000 TEuro).
Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF (677 TEuro).
Durch Kapitalmaßnahmen ist das Eigenkapital der Gesellschaft positiv, die Gesellschaft erwirtschaftet weiter positive Ergebnisse, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
| 30.09.2015 | 30.09.2014 | |||||
| in TEURo | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | Über 5 Jahre | Gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre |
| Kfz-Leasing | 1.017 | 963 | 0 | 1.980 | 854 | 658 |
| BGA-Leasing | 615 | 527 | 0 | 1.142 | 477 | 389 |
| Miete | 892 | 1.393 | 0 | 2.285 | 548 | 523 |
| Gesamt | 2.524 | 2.883 | 0 | 5.407 | 1.879 | 1.570 |
| 30.09.2014 | ||
| in TEURo | Über 5 Jahre | Gesamt |
| Kfz-Leasing | 0 | 1.512 |
| BGA-Leasing | 0 | 866 |
| Miete | 0 | 1.071 |
| Gesamt | 0 | 3.449 |
Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.
Zahlungen aus Miet- und Leasingverhältnissen, die in der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, belaufen sich auf 1.912 (Vorjahr: 1.434) TEuro.
Der KPS-Konzernabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2014/2015 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, so dass der Konzern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.
In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Konzerns darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Zur Darstellung des operativen Cashflows verwendet der Konzern die indirekte Methode.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten als Teil des Zahlungsmittelfonds. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode 6.487 (Vorjahr: 4.683) TEuro. Die im Vorjahr ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten umfassten kurzfristige Bankkredite mit einer fest vereinbarten Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.
Entsprechend IAS 8.42 wurden zur besseren Darstellung der Vorgänge um die im Vorjahr erworbenen und im Wege der Vollkonsolidierung erfassten Anteile an der getit GmbH die Cashflows aus dem Anteilserwerb aus der laufenden Tätigkeit in den Bereich der Investitionstätigkeit umgegliedert. Insgesamt entstand aus der Umgliederung eine Verminderung des Zahlungsmittelbestands aus dem operativen Cashflow in Höhe von 719 TEuro.
Die im Vorjahresvergleich erhöhte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf eine verringerte Investitionstätigkeit zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 27. März 2015. Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf -1.411 (Vorjahr: -9.276) TEuro. Der Rückgang der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der im Vorjahr vorgenommenen Akquisition von Konzernunternehmen.
Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um 995 TEuro auf 12.887 TEuro verringert. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Geschäftsjahr von 24.507 TEuro auf 29.512 TEuro angestiegen sind, zurückzuführen.
Diese Erhöhung wurde durch die Erhöhung der Rückstellungen von 3.713 TEuro nur teilweise kompensiert.
Der Cashflow aus investiver Tätigkeit reduzierte sich im Geschäftsjahr deutlich von 9.276 TEuro um 7.865 TEuro auf 1.411 TEuro. Im Geschäftsjahr wurden nur kleinere Investitionen im Sachanlagevermögen vorgenommen.
Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2.184 TEuro auf 9.673 TEuro resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung der vorgenommenen Dividendenzahlung in Höhe von 9.489 (Vorjahr: 7.166) TEuro.
Für die erbrachten Dienstleistungen der Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, sind Honorare in Höhe von 63 TEuro (Vorjahr: 55 TEuro) als Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen erfasst worden. Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen umfassen vor allem Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der KPS AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen. Honorare für prüfungsnahe Dienstleistungen oder weitere Tätigkeiten wurden an die Rupp & Epple GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht geleistet.
Für die Prüfungsleistungen der Schweizer Tochtergesellschaft KPS Consulting AG wurden im Geschäftsjahr 11 (Vorjahr: 21) TEuro zurückgestellt.
Für die Prüfungsleistungen der dänischen Tochtergesellschaft KPS Consulting A/S wurden im Geschäftsjahr 13 (Vorjahr: 0) TEuro zurückgestellt.
| in TEURo | 2014/2015 | 2013/2014 |
| Abschlussprüfungsleistungen | 63 | 55 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
| Gesamt | 63 | 55 |
Nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die KPS AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die KPS AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt.
Die Bezüge der Organmitglieder der KPS AG sind den Anhangsangaben 10.2.2 sowie 10.2.4 und dem Vergütungsbericht im Lagebericht zu entnehmen.
Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen hat die KPS AG nicht.
Geschäfte mit Organmitgliedern der KPS AG werden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind.
Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Aktien- und Stimmrechtsanteile an der KPS AG:
| ― |
Dietmar Müller 8.469.895 Aktien (Vorjahr: : 8.469.895 Aktien); |
| ― |
Michael Tsifidaris 9.584.894 Aktien (Vorjahr: 9.584.894 Aktien); |
| ― |
Leonardo Musso 4.395.229 Aktien (Vorjahr: 4.395.229 Aktien); |
| ― |
Uwe Grünewald 4.349.143 Aktien (Vorjahr: 4.349.143 Aktien); |
Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.482 (Vorjahr: 2.962) TEuro.
Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Alt-Gesellschaftern bestanden im Geschäfts- und Vorjahr nicht.
Mitglieder des Vorstands der KPS AG halten folgende Aktienanteile an der KPS AG:
| ― |
-> Herr Dietmar Müller: 8.469.895 Aktien |
Die aufwandswirksam erfassten Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf 680 (Vorjahr: 801) TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen und sind kurzfristig fällig.
Herr Dietmar Müller ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, und des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.
Dem erweiterten Management gehörten zum Stichtag 63 (Vorjahr: 41) Personen an.
Sämtliche Bezüge des erweiterten Managements betreffen kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer.
Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 15.382 (Vorjahr: 12.170) TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote in Höhe von 1.802 (Vorjahr: 2.161) TEuro und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote in Höhe von 13.581 (Vorjahr: 10.009) TEuro zusammensetzen.
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2012/2013 eingeführten Funktion des Vice Presidents sind für vier Personen des erweiterten Managements Aufwendungen für künftige leistungsorientierte Ansprüche in Höhe von 341 TEuro zurückgestellt worden.
Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro.
Mit Herrn Tsifidaris und Herrn Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Der Aufwand des Geschäftsjahres 2014/2015 betrug 1.222 (Vorjahr: 1.461) TEuro.
Mit Herrn Hans-Werner Hartmann bestand im Berichtsjahr ein Beratervertrag.
Es entstanden Aufwendungen in Höhe von 21 TEuro.
Die Bezüge des Verwaltungsbeirats der KPS Consulting AG, Zürich, belaufen sich auf 7 (Vorjahr: 7) TEuro.
Mit Frau Veronika Grünewald, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 86 (i.V. 72) TEuro.
Mit Herrn Markus Müller, Sohn von Herrn Dietmar Müller (Vorstand), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 36 (i.V. 0) TEuro.
Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:
| ― |
-» Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald. |
Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus
| ― |
Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz), |
| ― |
Herrn Uwe Grünewald (stellv. Vors.), |
| ― |
Herrn Hans-Werner Hartmann, |
Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.
Bezüglich der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf die Ausführungen unter 10.2.2 und 10.2.4 verwiesen. Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Kreditverhältnisse.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps-consulting.com) dauerhaft zugänglich gemacht.
Eine Aufstellung der Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist im Geschäftsbericht veröffentlicht.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
Unterföhring, den 27. Januar 2016
Der Vorstand
Dietmar Müller
Leonardo Musso
| POSITION | ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN | |||
| in TEURo | 01.10.2014 | Zugänge | Abgänge | 30.09.2015 |
| I.) Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| a.) soweit erworben | 3.727 | 19 | 154 | 3.592 |
| b.) soweit selbsterstellt | 883 | 0 | 0 | 883 |
| 2. Firmenwert | 45.488 | 0 | 0 | 45.488 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 50.098 | 19 | 154 | 49.963 |
| II.) Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.258 | 422 | 261 | 2.419 |
| Sachanlagen | 2.258 | 422 | 261 | 2.419 |
| Anlagevermögen gesamt | 52.356 | 441 | 415 | 52.382 |
| POSITION | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | |||
| in TEURo | 01.10.2014 | Zugänge | Abgänge | 30.09.2015 |
| I.) Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| a.) soweit erworben | 2.150 | 647 | 136 | 2.661 |
| b.) soweit selbsterstellt | 545 | 93 | 0 | 638 |
| 2. Firmenwert | 15.016 | 0 | 0 | 15.016 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 17.711 | 740 | 136 | 18.315 |
| II.) Sachanlagen | ||||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.583 | 296 | 261 | 1.618 |
| Sachanlagen | 1.583 | 296 | 261 | 1.618 |
| Anlagevermögen gesamt | 19.294 | 1.036 | 397 | 19.933 |
| POSITION | BUCHWERT | |
| in TEURo | 30.09.2015 | 30.09.2014 |
| I.) Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||
| a.) soweit erworben | 931 | 1.577 |
| b.) soweit selbsterstellt | 245 | 338 |
| 2. Firmenwert | 30.472 | 30.472 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 31.648 | 32.387 |
| II.) Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 801 | 675 |
| Sachanlagen | 801 | 675 |
| Anlagevermögen gesamt | 32.449 | 33.062 |
| Meldepflichtiger | Unterschreitung Schwelle | Prozent | Stimmen | Stimmenzurechnung |
| 26,96 % über Müller | ||||
| (80,50) | 26,96 % über Tsifidaris | |||
| Grünewald Uwe | 13,28 | 29.279.535 | 13,28 % über Musso | |
| (80,50) | 26,96 % über Tsifidaris 13,28 % über Grünewald | |||
| Müller Dietmar | 26,96 | 29.279.535 | 13,28 % über Musso | |
| 26,96 % über Müller | ||||
| (80,50) | 26,96 % über Tsifidaris | |||
| Musso Leonardo | 13,28 | 29.279.535 | 13,28 % über Grünewald | |
| 26,96 % über Müller | ||||
| (80,50) | 13,28 % über Grünewald | |||
| Tsifidaris Michael | 26,96 | 29.279.535 | 13,28 % über Musso | |
| Weiser Thomas, Prien | 8,76 | |||
| Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund | 4,08 | 1.387.386 | ||
| Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel | (4,08) | 4,08 % über Tasaheli | ||
| 0 | 1.387.386 | Beteiligungsgesellschaft mbH |
Wir haben den von der KPS AG, Unterföhring, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Augsburg, 28. Januar 2016
Rupp & Epple GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rupp-Helferich, Wirtschaftsprüfer
KPS Consulting
Beta-Straße 10 H
D-85774 Unterföhring/München
+49 89 356 31-0
info@kps-consulting.com
www.kps-consulting.com