![]() KPS AGUnterföhringKonzern Halbjahresbericht 2015/2016KONZERN
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| in Euro | 2015/2016 | 2014/2015 |
| 1. Halbjahr | 1. Halbjahr | |
| Konzernumsatz | 68,8 Mio. | 57,2 Mio. |
| EBITDA | 11,2 Mio. | 8,2 Mio. |
| EBIT | 10,6 Mio. | 7,7 Mio. |
| Konzernergebnis | 9,3 Mio. | 6,9 Mio. |
| Ergebnis je Aktie | 0,27 | 0,20 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13,5 Mio. | 0,3 Mio. |
| Finanzschulden | 1,2 Mio. | 11,6 Mio. |
Mit der Methodenkompetenz und dem Branchenwissen einerseits und dem umfassenden SAP-
und Hybris-Know-how andererseits ist KPS erfolgreich im Markt aufgestellt. Mit diesem
Alleinstellungsmerkmal bzw. einzigartigen Portfolio aus Prozess-und System-Know-how
und der agilen Projektmethodik ist KPS führend in den definierten Zielmärkten vertreten.
Daraus ergeben sich hervorragende Chancen für ein stabiles wie dauerhaftes Wachstum
des KPS-Konzerns.
Die KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich
selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland tätig
ist.
Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat
bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen,
die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden.
Im laufenden Jahr wird erwartet, dass die Umsätze für Beratungsleistungen tendenziell
steigen werden. Die Nachfrage nach innovativen Serviceleistungen für IT-Technologien
wird weiter zunehmen. Für den Bereich Dienstleistungen in Deutschland verzeichnet
der Bereich "IT-Dienstleistungen und Informationstechnologie" als größte Sparte die
höchsten Umsatzzuwächse. (Quelle: Unterstützt durch statista)
Der Markt in unseren Fokusbranchen, dem Handel und der Konsumgüterindustrie, wandelt
sich zunehmend von bestehenden IT-Lösungen für das stationäre Geschäft mit E-Commerce-Applikationen
hin zu Omnichannel-Lösungen, die hoch integrierte IT-Plattformen erfordern und damit
für ein recht positives Marktumfeld sorgen. Daraus folgend, benötigten Handelsunternehmen
kompetente Transformationsspezialisten, die mit der Führung und Integration von SAP-
und Hybris-Anwendungen vertraut sind.
Diese grundlegende Entwicklung hat auch die SAP AG mit der in 2013 getätigten Übernahme
der Hybris bekräftigt. Die Übernahme erweiterte die Hybris-Marktzugänge gegenüber
Wettbewerbern wie Oracle, Microsoft und IBM deutlich. Hybris wird in Zukunft mehrheitlich
bei SAP-Kunden als bevorzugte E-Commerce-Plattform zur Anwendung kommen.
Durch die zunehmende Verlagerung des Internetkonsums auf mobile, webbasierte Endgeräte
werden Internetdienste, Big-Data-Lösungen sowie Digitalisierung zunehmend nachgefragt.
Der technologische Fortschritt sowie der anhaltende digitale Transformationsprozess
werden weiterhin für positive Wachstumsimpulse sorgen und steigende Umsätze, auch
unter der Berücksichtigung des tendenziellen Preisverfalles im IT-Dienstleistungsbereich,
generieren.
| in Mio. Euro |
2015/2016 | 2014/2015 |
| Umsatzerlöse | 68,832 | 57,226 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,290 | 0,581 |
| Materialaufwand | -28,069 | -23,504 |
| Personalaufwand | -22,569 | -19,552 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7,304 | -6,544 |
| Abschreibungen | -0,572 | -0,507 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 10,608 | 7,700 |
| Finanzergebnis | -0,055 | -0,084 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern* | 10,553 | 7,616 |
| Ertragsteuern | -1,280 | -0,751 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 9,273 | 6,865 |
*
entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/2016 konnte die KPS den Nettoumsatz um
20,3 % auf 68,832 (Vorjahr: 57,226) Mio. Euro steigern. Damit konnte die Gesellschaft
die ursprünglichen Erwartungen erfüllen. Verantwortlich hierfür war u. a. die Gewinnung
von Transformationsprojekten bei namhaften Kunden aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtszeitraum Erträge aus betriebsbedingten
Nebenleistungen, wie beispielsweise Weiterberechnungen, und Erträge von Rückstellungsauflösungen.
Das Gesamtvolumen der sonstigen betrieblichen Erträge ist gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres von 0,581 Mio. Euro um 50,0 % auf 0,290 Mio. Euro gesunken.
Der Kostenverlauf hat sich im ersten Halbjahr 2015/2016 dem Geschäftsverlauf unter
Berücksichtigung des deutlichen Umsatzanstiegs angepasst. Der Materialaufwand, der
im Wesentlichen die Kosten für zugekaufte Fremdleistungen beinhaltet, erhöhte sich
im Vergleich zum Umsatzanstieg im Berichtszeitraum leicht unterproportional um 19,4
% von 23,504 Mio. Euro auf 28,069 Mio. Euro.
Der Personalaufwand belief sich auf 22,569 (Vorjahr: 19,552) Mio. Euro und ist damit
gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr um 3,017 Mio. Euro bzw. 15,4 % gestiegen.
Auch hier sind insbesondere der Umsatzanstieg und die damit einhergehende vermehrte
Einstellung von Beratern im Rahmen unseres Mitarbeiteraufbaus als Grund zu sehen.
Zum 31. März 2016 waren im KPS-Konzern 385 (Vorjahr: 335) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
beschäftigt. Im ersten Halbjahr 2015/2016 erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten
damit um 31 verglichen mit 354 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Geschäftsjahresende
2014/2015.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um
11,6 % auf 7,304 (Vorjahr: 6,544) Mio. Euro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise-
und KFZ-Kosten, nicht projektbezogene Fremdleistungen sowie Raum- und Betriebskosten.
Die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2014/2015 von 0,507
Mio. Euro um 0,065 Mio. Euro auf 0,572 Mio. Euro.
Das Finanzergebnis des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2015/2016 bei -0,055 Mio. Euro
und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreswert von -0,084 Mio. Euro verbessert. Im
Zinsaufwand des Berichtszeitraums sind Zinsen für strittige Steuernachzahlungen eines
Tochterunternehmens in Höhe von 0,040 Mio. Euro enthalten. Die finanziellen Erträge
in Höhe von 0,002 Mio. Euro resultieren aus Festgeldanlagen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag im Gesamtbetrag von 1,280 (Vorjahr: 0,751) Mio.
Euro beinhalten laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag
und Gewerbesteuer.
Das EBITDA erhöhte sich von 8,207 Mio. Euro im Vorjahr um 2,973 Mio. Euro auf 11,180
Mio. Euro im Berichtszeitraum. Entsprechend verbesserte sich die EBITDA-Marge im ersten
Halbjahr 2015/2016 auf 16,2 % (Vorjahr: 14,3 %).
Das EBIT erhöhte sich von 7,700 Mio. Euro im Vorjahr um 2,908 Mio. Euro auf 10,608
Mio. Euro in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2015/2016. Dies entspricht einem
Anstieg um 37,8 %. Bezogen auf den Umsatz von 68,832 (Vorjahr: 57,226) Mio. Euro verbesserte
sich die EBIT-Marge um annähernd 2 Prozentpunkte auf 15,4 % gegenüber dem Vorjahreswert
von 13,5 %.
Der Konzernperiodenüberschuss stieg von 6,865 Mio. Euro im Vorjahr um 2,408 Mio. Euro
auf 9,273 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 35,1 % gegenüber dem ersten
Halbjahr 2014/2015.
Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg in der ersten Hälfte
des Geschäftsjahres 2015/2016 um 35,0 % auf 0,27 Euro gegenüber 0,20 Euro im Vorjahr.
Im KPS-Konzern besteht ein Steuerungssystem, welches auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns
abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente
und Beteiligungsgesellschaften. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die
Segmente bis zu den einzelnen Profitcentern-Ebenen. Die periodische Steuerung wird
unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs-
und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem
EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet.
Im laufenden Geschäftsjahr wurde weiterhin hoher Wert auf die Stärkung und Sicherung
der Liquidität gelegt. Mit den im Berichtszeitraum erwirtschafteten Ergebnissen ist
es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als
auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur
Verfügung zu stellen.
Die KPS-Gruppe verfügte zum 31. März 2016 über Zahlungsmittel in Höhe von 13,547 (Vorjahr:
6,487) Mio. Euro. Dem standen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 1,157 (Vorjahr: 0)
Mio. Euro gegenüber. Die Nettoliquidität wurde zum Stichtag 31. März 2016 mit 12,390
(Vorjahr: 6,487) Mio. Euro ausgewiesen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
6,328 Mio. Euro gegenüber -6,424 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit
belief sich auf -0,423 (Vorjahr: -0,208) Mio. Euro und betrifft die getätigten Investitionen
in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug in der ersten
Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 0,0 (Vorjahr: -7,703) Mio. Euro. Grund für den
neutralen Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im ersten Halbjahr 2015/2016 ist die
erst im dritten Quartal 2015/2016 erfolgte Dividendenzahlung für das vergangene Geschäftsjahr,
während sich im Vergleichswert des Vorjahres die im zweiten Quartal 2014/2015 erfolgte
Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013/2014 niedergeschlagen hat.
| in Mio. Euro | 31.03.2016 | 30.09.2015 |
| Langfristige Vermögenswerte | 44,888 | 45,056 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 46,792 | 40,556 |
| Gesamtvermögen | 91,680 | 85,612 |
| Eigenkapital | 59,386 | 50,113 |
| Langfristige Schulden | 2,421 | 2,281 |
| Kurzfristige Schulden | 29,873 | 33,218 |
| Summe Schulden | 32,294 | 35,499 |
| Summe Eigenkapital und Schulden |
91,680 |
85,612 |
Der gesteigerte Geschäftsumfang spiegelt sich auch in der Bilanzsumme wider. Zum 31.
März 2016 beläuft sich die Bilanzsumme auf 91,680 (Vorjahr: 85,612) Mio. Euro und
hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 6,068 Mio. Euro (7,1 %) erhöht.
Die im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich
zum Stichtag 31. März 2016 auf 44,888 (Vorjahr: 45,056) Mio. Euro. Hierin enthalten
sind im Wesentlichen die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren Erwerben der KPS
AG in Höhe von 30,472 (Vorjahr: 30,472) Mio. Euro, sonstige immaterielle Vermögenswerte
in Höhe von 0,811 (Vorjahr: 1,176) Mio. Euro, Sachanlagen in Höhe von 0,998 (Vorjahr:
0,801) Mio. Euro sowie aktive latente Steuern in Höhe von 12,607 (Vorjahr: 12,607)
Mio. Euro.
Die bei den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 33,245 Mio. Euro
erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert von 30,481 Mio. Euro um 2,764 Mio. Euro
bzw. um 9,1 %.
Das Investitionsvolumen belief sich im Berichtszeitraum auf 0,423 (Vorjahr: 0,209)
Mio. Euro und lag damit auf normalem Niveau.
Das den Aktionären der KPS AG zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum
Vorjahr um 9,273 Mio. Euro erhöht und weist zum 31. März 2016 einen Wert in Höhe von
59,386 (Vorjahr: 50,113) Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote hat sich im Berichtszeitraum
auf 64,8 % (Vorjahr: 58,5 %) erhöht. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass im Gegensatz
zu den Vorjahren die Dividendenzahlung im laufenden Jahr erst im April und damit nach
dem Bilanzstichtag 31. März stattgefunden hat. Zur detaillierten Erläuterung wird
auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Die langfristigen Schulden betreffen passive latente Steuerverbindlichkeiten und langfristige
Rückstellungen in Höhe von 2,421 (Vorjahr: 2,281) Mio. Euro. Darin enthalten sind
noch ergebnisabhängige Kaufpreisraten aus der Übernahme der getit - Gesellschaft für
Technologie- und Informationstransfer mbH. Weitere langfristige Schulden bestanden
zum Bilanzstichtag nicht.
Die kurzfristigen Schulden haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 3,345 Mio.
Euro auf 29,873 (Vorjahr: 33,218) Mio. Euro verringert. Hauptursache hierfür war die
Reduzierung der erhaltenen Anzahlungen um 2,067 Mio. Euro von 2,465 Mio. Euro im Vorjahr
auf nunmehr 0,398 Mio. Euro. Eine Reduzierung ist auch bei den sonstigen Verbindlichkeiten
um 0,838 Mio. Euro auf 4,717 (Vorjahr: 5,555) Mio. Euro eingetreten. Die Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 1,157 Mio. Euro (Vorjahr: 0).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 0,707 Mio. Euro auf
10,745 (Vorjahr: 11,452) Mio. Euro.
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen
Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen
wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie Vermögenslage des KPS-Konzerns.
Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen
der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur
in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.
KPS ist ein auf Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungshaus und rangiert in einem von der Lünendonk GmbH im Juli 2015 veröffentlichten Ranking der zehn führenden deutschen Managementberatungen auf Rang sechs. (Quelle: Lünendonk® -Studie 2015)
KPS verfügt über eine exzellente Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und
Ausland vertrauen ihre wichtigsten Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche
Beratungsportfolio der KPS liefert die Basis für ein hohes Up-selling-Potential. Aufgrund
der sehr hohen Kundenzufriedenheit bei laufenden wie der Vielzahl erfolgreich abgeschlossener
Projekte tragen Post-Go-live und Support-Aktivitäten vermehrt zur Umsatzgenerierung
bei.
Für die digitale Wirtschaft werden vor allem bei den Themen E-Commerce und Omnichannel
deutliche Wachstumsimpulse erwartet. Für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus
ist der Ausblick, vor allem auch wegen des in 2013 erfolgten Zusammenschlusses der
SAP AG und der Hybris AG sowie der Eingliederung der getit - Gesellschaft für Technologie-
und Informationstransfer mbH in die KPS AG, recht positiv.
Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich
hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der aktuellen Konjunkturlage kurzfristig keine
negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer
Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken
könnte.
Mit der agilen KPS Rapid-Transformation® Projektmethode setzt KPS bewährte Spitzentechnologie für die Projektumsetzung ein. Dabei wird die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung ideal kombiniert. KPS minimiert mit seinem Vorgehensmodell das Einführungsrisiko deutlich.
Wir beobachten im Markt verstärkt Tendenzen, dass Mitbewerber versuchen, unser erfolgreiches
Modell nachzubilden. Wir können nicht ausschließen, dass damit mittlere oder große
Beratungsunternehmen versuchen, eine starke Wettbewerbsposition gegenüber der KPS
einzunehmen.
Bei der aktuellen Unternehmensgröße und einem Jahresumsatz von über 120 Mio. Euro
sowie einer stabilen Beratungsmannschaft von mehr als 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
sowie externen Beratern hat sich das Interesse an der KPS für große Konzernunternehmen
noch weiter verbessert. Damit steigert KPS ihre Attraktivität, bei Großkunden als
Generalunternehmer beauftragt zu werden.
Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern
und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund
des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang
der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben.
KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Konzernen und
großen Mittelstandskunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden
könnte bedeutende Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.
KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften
mit den Firmen SAP, Hybris und IBM. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine
profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung.
Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz-
und Ertragslage negativ auswirken.
Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich
ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende fristlose Kündigungen von Dienstleistungs-,
Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen.
Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte
Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen
Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und
Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS noch relativ gering
ist, werden die daraus resultierenden Risikopotenziale noch als gering eingestuft.
Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen
trägt, sichert sich das Unternehmen über entsprechende Haftpflichtpolicen in angemessenem
Umfang ab.
Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur begrenzt.
Gleiches gilt für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur.
Es bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft
rückgestellten Beträge.
In der abgelaufenen Berichtsperiode fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die
sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.
Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen
Zeitpunkt keine erkennbar.
Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts keine berichtspflichtigen
Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss
vermittelte Bild der Lage des Konzerns beeinflussen.
Seit dem 31. März 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von
denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des KPS-Konzerns erwarten.
Der KPS-Konzern konnte die für das erste Geschäftshalbjahr 2015/2016 vom Aufsichtsrat
und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele größtenteils umsetzen. Der Umsatz und
vor allem das Ergebnis lagen dabei deutlich über dem Vorjahr.
KPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2015/2016 gestartet. Die Wachstumsdynamik
des vergangenen Geschäftsjahres konnte im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden.
Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren
für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage
gehen Aufsichtsrat und Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis im laufenden
Geschäftsjahr plangemäß entwickeln werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten
die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein.
Eine wesentliche Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2015/2016 und darüber hinaus liegt
darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in
den Fokusbranchen zu festigen und international weiter auszubauen.
Zudem werden wir die Attraktivität unserer Transformationsberatung auf weitere Branchen
bzw. Kundensegmente erweitern. Wir setzen dabei in erster Linie auf unsere Fähigkeiten,
die Markt-und Geschäftsentwicklung aus eigener Kraft umzusetzen.
Die Beratung der Zukunft sehen wir in der industriellen Weiterentwicklung unseres
Prozessportfolios. Die zunehmende strategische Bedeutung des E-Commerce, gerade in
der Vernetzung mit anderen Unternehmensprozessen durch Omnichannel-Ansätze, verlangt
zunehmend integrierte Beratungsleistungen aus einer Hand. KPS hat diese Marktentwicklung
frühzeitig antizipiert und sich langfristig darauf vorbereitet. Durch die erfolgreiche
Integration der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH
ergeben sich exzellente Möglichkeiten um den Anforderungen komplexer Omnichannel-Projekte
gerecht zu werden.
Die fortschreitende Digitalisierung erfasst Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Veränderungen und Chancen, die sie mit sich bringt, werden revolutionäre Ausmaße annehmen.
Wir KPS-Berater übernehmen die Lotsenfunktion, um unsere Kunden in die Position zu
versetzen, vor allem die Chancen dieses großen Wandels zu nutzen. Hierfür stellt KPS
pragmatische wie gleichsam anwenderorientierte (Software-)Lösungen zur Verfügung.
Umsatz und Ergebnisse verliefen im ersten Halbjahr 2015/2016 gemäß dem Planungsverlauf.
Durch die nachhaltige Unternehmensentwicklung wurden stabile Faktoren für das dauerhafte
Wachstum der KPS geschaffen. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus,
dass sich Umsatz und auch Ergebnis im Rahmen der Prognosen für das Geschäftsjahr 2015/2016
entwickeln werden. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmten die Erwartungen in den wesentlichen
Finanzkennzahlen mit der aktuellen Geschäftsentwicklung überein.
Zur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau
und -entwicklung geplant. Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen
Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2015/2016 resultiert unter
anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor
allem auf dem exzellenten Beratungsportfolio für unsere Fokusbranchen, dem Handel
und der Konsumgüterindustrie.
Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen
und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht der KPS-Konzern im
Geschäftsjahr 2015/2016 von einer weiteren Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses
aus. Auch für die Jahre danach rechnen wir mit einem kontinuierlichen und stabilen
Wachstum. Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns konsequent auf die Verbesserung
der Ergebnismargen konzentrieren.
Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG wollen an der grundsätzlichen Ausrichtung des
Unternehmens festhalten und die eingeschlagene strategische Ausrichtung im Beratungsmarkt
konsequent beibehalten. Dabei liegt der Schwerpunkt darin, die Internationalisierung
der KPS europaweit voranzutreiben.
Vorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage der KPS insgesamt recht positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir exzellent aufgestellt und verfügen über eine solide Finanz- und Ertragslage. Maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere im Markt etablierte KPS Rapid-Transformation® Methode.
Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2015/2016 geht der Vorstand weiter von einem
stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Steigerung der Ergebnismargen
liegt. Die KPS ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2015/2016 gestartet. Im ersten
Halbjahr haben sich Umsatz und Auftragseingang sehr zufriedenstellend entwickelt.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes
auf voraussichtlich 140 Mio. Euro und einen EBIT von 22 Mio. Euro.
Die Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen
wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen
Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren
Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten
Umsatz-und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.
Unterföhring, den 27. Mai 2016
Der Vorstand
Dietmar Müller
Leonardo Musso
| in TEuro | Anhang | 2015/2016 | 2014/2015 | |
| 1 | Umsatzerlöse | 7.1 | 68.832 | 57.226 |
| 2 | Sonstige betriebliche Erträge | 7.2 | 290 | 581 |
| 3 | Materialaufwand | 7.3 | -28.069 | -23.504 |
| 4 | Personalaufwand | 7.4 | -22.569 | -19.552 |
| 5 | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7.5 | -7.304 | -6.544 |
| 6 | Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 11.180 | 8.207 | |
| 7 | Abschreibungen | 7.6 | -572 | -507 |
| 8 | Operatives Ergebnis (EBIT) | 10.608 | 7.700 | |
| 9 | Finanzielle Erträge | 7.7 | 2 | 2 |
| 10 | Finanzielle Aufwendungen | 7.7 | -57 | -86 |
| 11 | Finanzergebnis | -55 | -84 | |
| 12 | Ergebnis vor Ertragsteuern* | 10.553 | 7.616 | |
| 13 | Ertragsteuern | 7.8 | -1.280 | -751 |
| 14 | Ergebnis nach Ertragsteuern | 9.273 | 6.865 | |
| Anzahl der Aktien in Tausend - unverwässert/verwässert durchschnittlich gewichtet | 33.890 | 33.898 | ||
| in Euro | Anhang | 2015/2016 | 2014/2015 |
| Ergebnis je Aktie | |||
| - unverwässert | 7.9 | 0,27 |
0,20 |
| - verwässert | 7.9 | 0,27 |
0,20 |
*
entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
| in TEuro | Anhang | 31.03.2016 | 30.09.2015 | |
| VERMÖGENSWERTE | ||||
| A. | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| I. Sachanlagen | 8.1 | 998 | 801 | |
| II. Geschäfts- und Firmenwerte | 8.2 | 30.472 | 30.472 | |
| III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 8.2 | 811 | 1.176 | |
| IV. Latente Steueransprüche | 8.3 | 12.607 | 12.607 | |
| 44.888 | 45.056 | |||
| B. | KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| I. Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 3.588 | ||
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.4 | 31.904 | 29.512 | |
| III. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 8.5 | 1.294 | 494 | |
| IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 8.6 | 47 | 475 | |
| V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 8.7 | 13.547 | 6.487 | |
| 46.792 | 40.556 | |||
| Summe Vermögenswerte | 91.680 | 85.612 | ||
| in TEuro | Anhang | 31.03.2016 | 30.09.2015 | |
| A. | EIGENKAPITAL | 8.8 | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 33.890 | 33.890 | ||
| II. Kapitalrücklage | -11.595 | -11.595 | ||
| III. Gewinnrücklagen | 4.064 | 4.064 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 33.027 | 23.754 | ||
| Summe Eigenkapital | 59.386 | 50.113 | ||
| SCHULDEN | ||||
| B. | LANGFRISTIGE SCHULDEN | 8.9 | ||
| I. Langfristige Rückstellungen | 2.199 | 2.059 | ||
| II. Latente Steuerverbindlichkeiten | 222 | 222 | ||
| 2.421 | 2.281 | |||
| C. | KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.10 | 10.745 | 11.452 | |
| II. Finanzschulden | 8.11 | 1.157 | 0 | |
| III. Erhaltene Anzahlungen | 8.12 | 398 | 2.465 | |
| IV. Steuerrückstellungen | 8.13 | 4.223 | 3.574 | |
| V. Sonstige Rückstellungen | 8.14 | 8.345 | 9.649 | |
| VI. Sonstige Verbindlichkeiten | 8.15 | 4.717 | 5.555 | |
| VII. Verbindlichkeiten aus Steuern | 288 | 523 | ||
| 29.873 | 33.218 | |||
| Summe Schulden | 32.294 | 35.499 | ||
| Summe Eigenkapital und Schulden | 24.410 | 85.612 | ||
| in TEuro | 2015/2016 | 2014/2015 | |
| A. | Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| 1. Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | 10.608 | 7.700 | |
| 2. Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 572 | 507 | |
| 3. Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände | 398 | -6.686 | |
| 4. Veränderung der Rückstellungen | -1.164 | 424 | |
| 5. Veränderung der übrigen Schulden | -3.611 | -7.702 | |
| 6. Verluste aus Anlagenabgängen | 19 | 0 | |
| 7. Gezahlte Steuern | -479 | -583 | |
| 8. Gezahlte Zinsen | -17 | -86 | |
| 9. Erhaltene Zinsen | 2 | 2 | |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.328 | -6.424 | |
| B. | Investitionstätigkeit | ||
| 1. Investitionen in das Sachanlagevermögen | -423 | -205 | |
| 2. Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | 0 | -4 | |
| 3. Einzahlungen aus Anlageverkäufen | 0 | 1 | |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -423 | -208 | |
| C. | Finanzierungstätigkeit | ||
| 1. Übertragung eigener Anteile | 0 | 2.000 | |
| 2. Erwerb eigener Anteile | 0 | -214 | |
| 3. Dividendenausschüttungen | 0 | -9.489 | |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | 0 | -7.703 | |
| D. | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 5.905 | -14.335 |
| E. | Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode | 6.486 | 3.028 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | 12.391 | -11.307 | |
| in TEuro | Stand 31.03.2016 | Stand 31.03.2015 |
| Kassenbestand, Bankguthaben | 13.547 | 266 |
| Bankverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten | -1.157 | -11.573 |
| Finanzmittelfonds | 12.391 | -11.307 |
| in TEuro | Gezeichnetes Kapital | eigene Aktien | Summe gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen OCI | Bilanzgewinn |
| 30.09.2014 | 34.011 | -85 | 33.926 | -11.595 | 64 | 19.462 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | -36 | -36 | 0 | 0 | -1718 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -9.489 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfaßte Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis 1. Halbjahr 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.865 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.000 | -3.000 |
| 31.03.2015 | 34.011 | -121 | 33.890 | -11.595 | 3.064 | 13.660 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 34 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgseneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis 2. Halbjahr 2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.060 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.000 | -1.000 |
| 30.09.2015 | 34.011 | -121 | 33.890 | -11.595 | 4.064 | 23.754 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfaßte Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis 1. Halbjahr 2016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.273 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.03.2016 |
34.011 |
-121 |
33.890 |
-11.595 |
4.064 |
33.027 |
| in TEuro | Eigenkapital |
| 30.09.2014 | 41.857 |
| Erwerb eigener Anteile | -214 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |
| Dividendenausschüttung | -9.489 |
| Sonstige Veränderungen | 0 |
| Erfolgsneutral erfaßte Veränderungen | 0 |
| Konzernergebnis 1. Halbjahr 2015 | 6.865 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 |
| 31.03.2015 | 39.019 |
| Erwerb eigener Anteile | 34 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |
| Dividendenausschüttung | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 |
| Erfolgseneutral erfasste Veränderungen | 0 |
| Konzernergebnis 2. Halbjahr 2015 | 11.060 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 |
| 30.09.2015 | 50.113 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 |
| Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern | |
| Dividendenausschüttung | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 |
| Erfolgsneutral erfaßte Veränderungen | 0 |
| Konzernergebnis 1. Halbjahr 2016 | 9.273 |
| Zuführung Gewinnrücklage | 0 |
| 31.03.2016 |
59.386 |
Der von der KPS AG aufgestellte Konzernabschluss zum 31. März 2016 ist nach den Vorschriften
der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board
(IASB), London, den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee sowie den
zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der
Satzung der KPS AG erstellt worden.
Die KPS Aktiengesellschaft (KPS AG) ist ein in Deutschland ansässiges, international
aufgestelltes Unternehmen mit Sitz in der Betastraße 10h, 85774 Unterföhring. Die
Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen.
Die KPS AG wurde 1998 gegründet. Die Aktien der KPS AG wurden am 15. Juli 1999 zum
geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft
in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard).
Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate
Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden.
Der Vorstand der KPS AG stellte den Konzernabschluss am 27. Mai 2016 auf und legte
ihn dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 30. Mai 2016 zur Genehmigung vor.
In der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der
Kapitalflussrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des KPS-Konzerns
werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im
Anhang erläutert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.
Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.
Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines
Jahres oder aber innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens bzw. Konzerns
- beginnend mit der Beschaffung der für den Leistungserstellungsprozess notwendigen
Ressourcen bis zum Erhalt der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente als Gegenleistung
für die Veräußerung der in diesem Prozess erstellten Produkte oder Dienstleistungen
- fällig sind oder veräußert werden sollen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten
ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -Verbindlichkeiten werden grundsätzlich
als langfristig dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden
alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu
führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren
und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Neben
den Werten für das erste Geschäftshalbjahr 2015/2016 werden zur Vergleichbarkeit auch
die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Bei Bilanzpositionen sind dies die Werte
zum Stichtag 30. September 2015, bei GuV-Positionen sind dies die Werte für das erste
Geschäftshalbjahr 2014/2015. Diese sind in Klammern dargestellt.
Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses
aufgestellt.
Der vorliegende Konzern-Abschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:
| ― |
Die Konsolidierung erfolgt im Rahmen einer "reverse acquisition" gemäß IFRS 3. Das wirtschaftliche Mutterunternehmen ist die KPS Business Transformation GmbH, die im Rahmen einer Sachkapitalübernahme im Geschäftsjahr 2007/2008 von der KPS AG erworben wurde. |
| ― |
Die anteilige Gewinnrealisierung erfolgt gemäß Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11). |
| ― |
Auf die Bildung sonstiger Rückstellungen wird verzichtet, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 Prozent liegt. |
| ― |
Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden aktiviert. Es werden jährlich Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt (Impairment-Tests gemäß IFRS 3 und IAS 36). |
Es wird darauf hingewiesen, dass die Nennung dieser Abweichungen nicht abschließend
alle Abweichungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden der
Regelungen nach IFRS von den Regelungen nach deutschem Recht umfasst.
Der folgende geänderte International Financial Reporting Standard ist für Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Oktober 2015 beginnen, anzuwenden:
| Standard | Thema | Anwendungszeitpunkt | Auswirkungen KPS-Konzern |
| IAS 19 | Änderungen - Leistungen an Arbeitnehmer: leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge |
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen | keine |
Der geänderte Standard hat keine Auswirkung auf die Stetigkeit des Konzernabschlusses
der KPS AG.
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet
und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2015/2016 nicht
verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht
berücksichtigen.
| Standard | Thema | Anwendungszeitpunkt | Auswirkungen KPS-Konzern |
| IFRS 9* | Finanzinstrumente | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen | keine |
| IFRS 11 | Änderungen: Gemeinschaftliche Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit |
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IFRS 10, IFRS 12 und IAS 1* | Änderungen - Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme |
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2016 beginnen | keine |
| IFRS 10 und IAS 28* | Änderungen - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture |
noch nicht bekannt | keine |
| IFRS 14* | Regulatorische Abgrenzungsposten | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IFRS 15* | Umsatzerlöse aus Kundenverträgen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen | wird geprüft |
| IFRS 16* | Leasing | Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2019 beginnen | wird geprüft |
| IAS 1 | Änderungen - Darstellung des Abschlusses: Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten |
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IAS 16 und IAS 38 | Änderungen - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IAS 16 und IAS 41 | Änderungen - Landwirtschaft: fruchttragende Pflanzen |
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| IAS 27 | Änderungen - Einzelabschlüsse: Equity-Methode im separaten Abschluss |
Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | keine |
| Verbesserungen der IFRS | Einzelfallregelungen | Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen | Einzelfallprüfung |
*
noch nicht von der EU genehmigt
Den Abschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf
dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen,
die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte und Derivate.
Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen
getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können.
Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen
liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der
Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und Kaufpreisallokationen,
der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen
für Arbeitnehmer und entsprechende Leistungen, Steuern, Umweltschutz, Preisnachlässe,
Produkthaftungen sowie Garantien. In den weiteren Abschnitten dieses Kapitels werden
jeweils schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und deren Auswirkungen
auf die einzelnen Bereiche thematisiert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten
und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden.
Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und
neuen Standards erfolgen rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende
Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz
dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären.
Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsregeln zum 31. März 2016 aufgestellten Halbjahresabschlüsse der Gesellschaften.
Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften. Gemeinschafts- und assoziierte
Unternehmen gab es weder im Geschäfts- noch im Vorjahr.
Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die KPS AG über eine
Beherrschungsmöglichkeit verfügt. Diese beruht in der Regel auf einer mittel- oder
unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der KPS AG. In der Regel manifestiert sich dies
durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt,
ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der
Beherrschung nicht mehr besteht.
Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen
innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, sowie die zwischen konsolidierten
Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungspflichtige
Zwischengewinne im Anlagevermögen oder in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen
und Leistungen lagen nicht vor.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen
mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Im Falle eines
Unternehmenserwerbs wird nach der Erwerbsmethode das anteilige Eigenkapital des erworbenen
Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden
Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten,
latenter Steuern und eventueller Geschäfts- und Firmenwerte zu diesem Zeitpunkt ermittelt.
Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt
mit dem jeweiligen Kurs in Euro umgerechnet.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode
gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen
Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw.
übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange") zuzüglich der
dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei
der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.
Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Nettovermögen werden als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt.
Die Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten
für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig
abgeschrieben.
Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben, wird dies als Eigenkapitaltransaktion
dargestellt. Das heißt, die Differenz zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital
von anderen Gesellschaftern und dem Kaufpreis wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften
werden in deren funktionaler Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die
Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet werden. Bei
den ausländischen Gesellschaften im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung
die Währung der Konzernmutter, da es sich bei den Gesellschaften um unselbständige
ausländische Einheiten handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert
sind.
Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die
funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher
Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagkurs der in Fremdwährung geführten
monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen
aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet.
Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung in den vergangenen drei Jahren in
Summe eine Inflationsrate von 100 % überschritten hat und die deshalb die Vorschriften
gemäß IAS 29 (Financial Reporting in Hyperinflationary Economies) zur Inflationsbilanzierung
anwenden müssten, gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr.
Als Umsatzerlöse werden alle Erträge im Zusammenhang mit Produktverkäufen, erbrachten
Dienstleistungen und Lizenzeinnahmen erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar
ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Andere operative Erträge werden als sonstige
betriebliche Erträge erfasst. Umsatzerlöse werden ertragswirksam erfasst, wenn die
maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übertragen
wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich
mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften
Waren und Erzeugnisse verbleibt, die Höhe der Erträge und angefallenen bzw. noch anfallenden
Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass
dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.
Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug
von Erlösminderungen zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden
Gegenleistung ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte
Beträge für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben umsatzmindernd erfasst und zurückgestellt.
Bei kundenbezogenen Festpreisaufträgen sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode
(PoC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst.
Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus
der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der
künftigen Umsatzentwicklung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass andere als die angeführten
Faktoren eine wesentliche Auswirkung auf Erlösminderungen des KPS-Konzerns haben.
Anpassungen der in vorherigen Perioden gebildeten Rückstellungen für Rabatte, Skonti
und Produktrückgaben waren für das Ergebnis vor Steuern der berichteten Geschäftsjahre
von untergeordneter Bedeutung.
Die Rückstellungen für Rabatte beliefen sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres
2015/2016 auf 446 (erstes Geschäftshalbjahr Vorjahr: 126) TEuro.
Ein Teil der Erlöse im KPS-Konzern wird aufgrund von Lizenzverträgen erzielt, in denen
Dritten Rechte an einigen Produkten und Technologien übertragen wurden. Erhaltene
oder erwartete Zahlungen, die sich auf den Verkauf oder die Auslizenzierung von Technologien
oder technologischem Wissen beziehen, werden, sobald die entsprechenden Vereinbarungen
in Kraft treten, ergebniswirksam, wenn aufgrund der vertraglichen Regelungen sämtliche
Rechte und Pflichten in Bezug auf die betreffenden Technologien aufgegeben werden.
Bestehen dagegen weiterhin Rechte an der Technologie fort oder sind noch Pflichten
aus dem Vertragsverhältnis zu erfüllen, werden die ggf. erhaltenen Zahlungen sachgerecht
abgegrenzt.
Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere ähnliche nicht rückzahlbare Zahlungen
werden als erhaltene Anzahlungen passiviert und über den geschätzten Zeitraum der
Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst.
Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang
mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche
oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen
werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder
Fachkenntnissen in der Produktion, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren
vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert.
Forschungskosten sind im Geschäftsjahr beim KPS-Konzern nicht angefallen.
Entwicklungskosten, die die Kriterien von IAS 38.57 erfüllen, wurden aus Wesentlichkeitsgründen
nicht aktiviert.
Ein Geschäfts- und Firmenwert wird im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als
Vermögenswert im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Er wird mit seinen Anschaffungskosten
bewertet, die als Überschuss des Kaufpreises für das erworbene Unternehmen und dem
erworbenen anteiligen Nettovermögen hergeleitet werden. Das Nettovermögen entspricht
dem Saldo aus den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte,
der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten.
Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich
auf Werthaltigkeit geprüft. Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt
zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert. Bei
einem einmal abgeschriebenen Geschäfts- und Firmenwert erfolgt keine Zuschreibung
in den Folgeperioden.
Ein sonstiger immaterieller Vermögenswert ist ein identifizierbarer, nicht monetärer
Vermögenswert ohne physische Substanz (z. B. ein Patent, eine Marke, ein Vermarktungsrecht),
bei dem es sich nicht um einen Geschäfts- und Firmenwert handelt. Er wird gemäß IAS
38 aktiviert, wenn der künftig zu erwartende wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert
wahrscheinlich zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich
ermittelt werden können.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend
über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch
den tatsächlichen Werteverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung
der voraussichtlichen Nutzungsdauern und der Abschreibungsverläufe beruht auf Schätzungen
des Zeitraums der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten und deren zeitlicher
Verteilung innerhalb dieses Zeitraums. Bei Vorliegen eines Hinweises einer möglichen
Wertminderung wird ein Impairmenttest durchgeführt.
Details zu den jährlichen Impairmenttests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und
den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert.
Soweit eine Wertminderung festgestellt wurde, wird diese gemäß IAS 36 durch eine außerplanmäßige
Abschreibung berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung
wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten
nicht übersteigt.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,
vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige
Wertminderungen.
Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten
und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen
zusammen.
Kosten für laufende Unterhaltungs- und Wartungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam
erfasst.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden über die erwartete Nutzungsdauer
nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr
ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist.
Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:
| Jahre | |
| EDV-Hardware | 3-5 |
| Geschäftsausstattung | 3-10 |
Wesentliche Komponenten einer Sachanlage, die unterschiedliche Nutzungsdauern haben,
werden separat bilanziert und abgeschrieben.
Gibt es Hinweise für eine Wertminderung eines einzelnen Sachanlagevermögenswerts,
wird geprüft, ob dessen erzielbarer Betrag über dem Buchwert liegt. Sollte dies nicht
der Fall sein, so wird gemäß IAS 36 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der
Differenz zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag erfasst. Bei Fortfall der Gründe
für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen,
durch welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht überschritten werden.
Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw.
Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den
sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer
gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts
für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und
Operating Leasing unterschieden.
Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer
im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und
Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet.
Ist der KPS-Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz
der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen
zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und gleichzeitig unter den Finanzverbindlichkeiten
passiviert. Die setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil
der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand
wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Bei einem gemäß IAS 17 als Operating Leasing klassifizierten Leasingverhältnis erfasst
der KPS-Konzern die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als sonstigen betrieblichen
Aufwand bzw. die als Leasinggeber erhaltene Leasingrate als sonstigen betrieblichen
Ertrag. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers
als Sachanlage erfasst.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene
Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten und Unternehmen. Zahlungsmitteläquivalente
sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur unwesentlichen Wertschwankungen
unterliegen und leicht in einen festen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können.
Sie haben bei Erwerb oder im Anlagezeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten.
Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel
Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).
Nach IAS 39 liegen beim KPS Konzern folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:
a) Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden
b) Kredite und Forderungen
c) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden.
Die Zuordnung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den finanzielle Vermögenswerte erworben
beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.
Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag
zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten.
Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum
beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte
auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern
im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen
hat.
Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen,
die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden sowie Anzahlungen
auf Vorräte. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis
der Durchschnittsmethode ermittelten Herstellungskosten (dienstleistungsbezogener
Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren
Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.
Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen
sowie fertigen, noch nicht abgenommen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten
sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnzuschlag, vermindert um etwaige
entstehende Verluste, bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich
bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen
Kosten zu den Gesamtkosten in Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten
unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken
wird durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.
Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen
Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw.
verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich
bezahlt werden müssen.
Gemäß IAS 12 (Income Taxes) werden latente Steuern auf zeitlich begrenzte Unterschiede
zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und
der Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich nutzbare Verlustvorträge
und Steuergutschriften ermittelt.
Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften
und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist,
dass für deren Nutzung ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird.
Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre
Differenzen.
Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten
Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen
bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steueransprüche und -schulden
können unter den Voraussetzungen von IAS 12.71 ff. saldiert werden. Materielle Auswirkungen
von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten
Steuern werden grundsätzlich in der Periode, in der das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen
ist, berücksichtigt. Im Regelfall erfolgt dies ergebniswirksam.
Latente und laufende Steuern werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst, es sei
denn, sie beziehen sich auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte.
Dann werden sie ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden
und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen,
u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.
Bei Erwerb / Veräußerung eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der
Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit dem Gewinnvortrag / Kapitalrücklage.
Die Steuerrückstellung beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern, die
voraussichtlich aufgrund der nationalen Steuervorschriften zu Mittelabflüssen führen
werden.
Andere Rückstellungen werden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen
gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu
einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich
geschätzt werden kann.
Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent
Liabilities and Contingent Assets) oder ggf. auch nach IAS 19 (Employee Benefits).
Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet
wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse
angesetzt.
Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden getrennt von den Rückstellungen als
sonstige Forderung aktiviert, wenn ihre Realisation nahezu sicher ist.
Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs,
wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen
erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet
waren.
Zu den Rückstellungen, die den Kunden- und Lieferantenverkehr betreffen, gehören insbesondere
Verpflichtungen für Rabatte und Skonti, Produktretouren sowie erhaltene Dienstleistungen
und Waren, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden.
Als Unternehmen ist der KPS-Konzern rechtlichen Risiken ausgesetzt. Für anhängige
bzw. künftige juristische Verfahren wird, vorbehaltlich einer entsprechenden Einzelfallprüfung,
durch den Ansatz von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilanzielle Vorsorge
getroffen. Die wahrscheinlichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten werden anhand
der vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit den für den KPS-Konzern tätigen
Rechtsanwälten bewertet. Soweit nach vernünftigem Ermessen eine Verpflichtung aus
einem Verfahren wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, wird der
Barwert der erwarteten Mittelabflüsse, soweit diese als verlässlich messbar betrachtet
werden, passiviert. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen an Kläger,
die Gerichtskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie eventuelle Vergleichskosten
ab. Zu jedem Bilanzstichtag wird der aktuelle Stand der Rechtsstreitigkeiten bei der
Beurteilung zugrunde gelegt, wobei geprüft wird, ob die Ansatzkriterien für eine Rückstellung
erfüllt sind und in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden ist. Rechtsstreitigkeiten
und andere rechtliche Verfahren werfen grundsätzlich komplexe Fragen auf und sind
mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u. a. aufgrund des Sachverhalts
und der Umstände jedes einzelnen Falls, des Gerichts, bei dem die Klage anhängig ist,
sowie aufgrund von Unterschieden im anwendbaren Recht. Somit sind die Ergebnisse von
gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren nicht vorhersagbar. Durch das Urteil
in einem Gerichtsverfahren oder durch einen Vergleich können dem KPS-Konzern Kosten
entstehen, die über die hierfür vorgesehene Rückstellung und Versicherungsdeckung
hinausgehen.
In den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für Jahressonderzahlungen
und variable und individuelle Einmalzahlungen getroffen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und
den negativen beizulegenden Zeitwerten von Derivaten zusammen. Originäre Verbindlichkeiten
werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der KPS-Konzern eine vertragliche Pflicht
hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei
zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum
beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel
abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den
originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen
beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Rechnungsabgrenzungen und andere nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt
linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.
Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umfassen langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen (ggf. zusammen mit Rückstellungen und Verbindlichkeiten),
bei denen der Buchwert überwiegend durch ein höchstwahrscheinliches Veräußerungsgeschäft
innerhalb der nächsten 12 Monate oder durch ein bereits abgewickeltes Veräußerungsgeschäft
realisiert wird.
Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die
eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert
zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die Anwendung der Erwerbsmethode
erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung
des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen,
der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs (IFRS 13) sowie der Nutzungsdauern
der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.
Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen.
Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen können die zukünftigen
Konzernergebnisse wesentlich beeinflussen.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) ist bei sukzessiven Unternehmenskäufen, bei denen
ein Unternehmen in mehreren Tranchen erworben wird, zum Zeitpunkt der Erlangung der
Kontrolle über das betreffende Unternehmen eine erfolgswirksame Neubewertung des bisherigen
Gesellschaftsanteils zum beizulegenden Zeitwert notwendig. Im Anschluss daran findet
eine Buchwertanpassung der bereits bilanzierten Vermögenswerte und Schulden auf ihren
beizulegenden Zeitwert statt.
Neben den Werthaltigkeitsprüfungen (Impairmenttests) bei einzelnen Sachanlagevermögenswerten
und immateriellen Vermögenswerten werden Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten (sogenannten cash generating units - "cgu") durchgeführt. Eine zahlungsmittelgenerierende
Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend
unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse
erzeugt. Im KPS-Konzern werden die strategischen Geschäftseinheiten wie auch einzelne
Gesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten angesehen und unterliegen
Werthaltigkeitsprüfungen.
Die strategischen Geschäftseinheiten stellen die zweite Berichtsebene unterhalb der
Berichtssegmente dar. Eine Werthaltigkeitsprüfung für eine zahlungsmittelgenerierende
Einheit wird entweder bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für eine Wertminderung vorgenommen
oder mindestens jährlich, wenn einer strategischen Geschäftseinheit ein Goodwill oder
nicht abnutzbare immaterielle Vermögenswerte zugeordnet sind.
Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten bzw. der zu testenden Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerte mit
ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen, in denen
der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz
ein Wertberichtigungsbedarf vor. In diesem Fall wird bei einer strategischen Geschäftseinheit
im ersten Schritt der Geschäfts-und Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender
Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen
strategischen Geschäftseinheit verteilt. Der Wertberichtigungsaufwand wird in der
Gewinn- und Verlustrechnung zumeist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ausgewiesen.
Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird sowohl für den beizulegenden Zeitwert
abzüglich der Veräußerungskosten als auch für den Nutzungswert der Barwert der Zahlungen
(Cashflows) zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse
zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des
KPS-Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren haben.
Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten
getroffen. Beim Ansatz des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten
wird die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aus Sicht eines unabhängigen
Marktteilnehmers vorgenommen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende
Einheit bzw. der Einzelvermögenswert in ihrer bzw. seiner bisherigen Nutzung bewertet.
Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden für beide Methoden
unter Anwendung individueller, jeweils aus Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten
auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.
Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit den Kapitalkostensätzen abgezinst. Die
Kapitalkostensätze entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre und stellen die
langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar.
Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes
Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland.
Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen
Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen.
Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich
nach Geschäftsfeldern.
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei der
die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung
werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt
und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen,
logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt.
Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie-
und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren
auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung
sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung
im Technologiebereich. KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie
das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem
die Themenbereiche eSOA und Net-weaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-,
Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft
die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert KPS mit dezidierten Lösungen
die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. KPS unterstützt
die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur,
in der sämtliche betrieblichen Funktionsbereiche transparent werden.
Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes
Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge
sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller,
insbesondere SAP, IBM und SAPERION, mit denen KPS eine langjährige Zusammenarbeit
und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.
Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender
Tabelle ersichtlich:
| in TEuro | ||||||
| Darstellung nach Geschäftsfeldern | Managementconsulting / Transformationsberatung | System Integration | Produkte / Lizenzen | |||
| Ergebnisposition | 31.03.16 |
Vorjahr |
31.03.16 |
Vorjahr |
31.03.16 |
Vorjahr |
| Umsatz | 60.264 | 52.247 | 1.930 | 2.004 | 6.637 | 2.975 |
| Betriebsergebnis | 13.014 | 10.492 | 545 | 217 | 2.176 | 345 |
| Abschreibungen | -438 | -398 | 0 | 0 | -55 | -45 |
| Zinsen | -53 | -57 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| in TEuro | ||||
| Darstellung nach Geschäftsfeldern | übrige | gesamt | ||
| Ergebnisposition | 31.03.16 |
Vorjahr |
31.03.16 |
Vorjahr |
| Umsatz | 0 | 0 | 68.832 | 57.226 |
| Betriebsergebnis | -4.555 | -2.847 | 11.180 | 8.207 |
| Abschreibungen | -78 | -64 | -572 | -507 |
| Zinsen | -2 | -27 | -55 | -84 |
| Steuern | -1.280 | -751 | -1.280 | -751 |
Umsätze resultieren gegenüber externen Kunden.
Entscheidungskriterien für die Konzernführung sind Umsatz und EBIT. Andere Grundlagen
sind nicht relevant.
Unter den übrigen Informationen werden im Wesentlichen Ertrags- und Vermögensinformationen
der KPS AG als Holding dargestellt. Eine Umlage auf die einzelnen Geschäftssegmente
erfolgte zur Vermeidung einer Verwässerung des Aussagegehalts in Übereinstimmung mit
dem internen Reporting nicht. Im übrigen Segmentvermögen werden überwiegend Beteiligungsbuchwerte
sowie Verbundforderungen der KPS AG dargestellt. Hierzu korrespondierend werden unter
den übrigen Segmentverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten der rechtlichen Konzernmutter
abgebildet.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge spiegeln im Wesentlichen Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen wider, die keinen eindeutigen Segmentbezug aufweisen.
Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen
den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens.
Die Aufteilung der Umsatzerlöse in Höhe von 68.832 (Vorjahr: 57.226) TEuro nach Regionen
ergibt für das erste Geschäftshalbjahr 2015/2016 folgendes Bild: Hauptumsatzträger
war Deutschland mit 58.086 (Vorjahr: 51.835) TEuro bzw. 84,4 %. Im Ausland wurden
10.746 (Vorjahr: 5.391) TEuro umgesetzt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Sitz des Auftraggebers.
Die Aufteilung ergibt sich in folgende Regionen: Skandinavien mit einem Volumen von
4.330 (Vorjahr: 2.098) TEuro oder 6,29 % und die Schweiz mit 6.011 (Vorjahr: 2.726)
TEuro. bzw. 8,73 %. Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 405 TEuro (0,59
%) und wurden weitestgehend im übrigen EU-Raum erzielt. Diese gehören dem Segment
Managementconsulting / Transformationsberatung an.
Im Segment "Managementconsulting / Transformationsberatung" ist ein Großkunde (Vorjahr:
drei) i.S.d. IFRS 8.34 enthalten.
Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte gab es weder im laufenden
noch im Vorjahresgeschäftshalbjahr.
Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen
unter Abschnitt 5.3. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger
wie folgt:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |||
| 2015/2016 | 2014/2015 | |||
| TEuro | % | TEuro | % | |
| Erbringung von Dienstleistungen | 68.172 | 99 | 56.947 | 100 |
| Verkauf von Gütern | 71 | 0 | 97 | 0 |
| Nutzungsentgelte | 589 | 1 | 182 | 0 |
| 68.832 | 100 | 57.226 | 100 | |
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 290 (Vorjahr: 581) TEuro und
stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |
| in TEuro | 2015/2016 | 2014/2015 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0 | 77 |
| Skontierträge | 162 | 145 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 77 | 330 |
| Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter | 27 | 13 |
| übrige Erträge | 24 | 16 |
| Summe sonstige betriebliche Erträge | 290 | 581 |
Der Materialaufwand beträgt 28.069 (Vorjahr: 23.504) TEuro und beinhaltet Aufwendungen
für bezogene Waren in Höhe von 584 (Vorjahr: 314) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene
Leistungen in Höhe von 27.485 (Vorjahr: 23.190) TEuro.
Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtshalbjahr auf 22.569 (Vorjahr: 19.552)
TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 20.369 (Vorjahr: 17.601) TEuro und auf
Sozialaufwendungen 2.200 (Vorjahr: 1.951) TEuro.
Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für beitragsorientierte Versorgungspläne
belaufen sich auf 157 (Vorjahr: 117) TEuro.
Im Jahresdurchschnitt wurden 373 (Vorjahr: 324) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer),
davon 336 (Vorjahr: 300) Berater und 37 (Vorjahr: 24) Verwaltungsangestellte, beschäftigt.
Die Steigerung der Personalkosten resultiert aus der Zunahme der Beschäftigungszahl
im laufenden Geschäftshalbjahr sowie aus dem Effekt der Steigerung der Mitarbeiterzahl
im Vorjahr.
| 31.03.2016 | 31.03.2015 | Veränderung | |
| Mitarbeiter pro Region | |||
| Deutschland | 372 | 326 | 46 |
| Dänemark | 2 | 2 | 0 |
| Schweiz | 11 | 7 | 4 |
| Mitarbeiter nach Funktion | |||
| Vorstand | 2 | 1 | 1 |
| Geschäftsführer | 2 | 3 | -1 |
| Berater | 345 | 304 | 41 |
| Verwaltung | 34 | 26 | 8 |
| Auszubildende | 2 | 1 | 1 |
| Gesamt | 385 |
335 | 50 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 7.304 (Vorjahr: 6.544)
TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |
| in TEuro | 2015/2016 | 2014/2015 |
| Reise- und Bewirtungskosten | 2.246 | 1.916 |
| Fremdleistungen | 705 | 862 |
| Kfz-Kosten | 1.068 | 837 |
| Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten | 456 | 416 |
| Personal- und Buchhaltungskosten | 496 | 557 |
| Werbe- und Repräsentationskosten | 464 | 409 |
| Telefon- und sonstige Kommunikationskosten | 218 | 203 |
| Raumkosten | 541 | 416 |
| Maschinen-Mieten | 287 | 189 |
| Kapitalmarktkosten | 157 | 155 |
| Versicherungen | 33 | 73 |
| übrige Aufwendungen | 633 | 511 |
| Summe sonstige betriebliche Aufwendungen |
7.304 |
6.544 |
Die Abschreibungen des Geschäftshalbjahres betragen 572 (Vorjahr: 507) TEuro. Die
Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens
ersichtlich.
Die sonstigen finanziellen Erträge belaufen sich auf 2 (Vorjahr: 2) TEuro und beinhalten
Zinserträge aus kurzfristigen Geldanlagen.
Die sonstigen finanziellen Aufwendungen betragen 57 (Vorjahr: 86) TEuro und beinhalten
insbesondere Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 17 (Vorjahr: 46)
TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in
Höhe von 40 (Vorjahr: 40) TEuro.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die ersten Geschäftshalbjahre 2015/2016
und 2014/2015 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |
| in TEuro | 2015/2016 | 2014/2015 |
| Laufender Steueraufwand | -1.280 | -751 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
-1.280 |
-751 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils
der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während
des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses
je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte,
die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während
der Periode positiv war. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde
Wirkung.
Aufgrund des Rückkaufs eigener Aktien belief sich die Zahl der durchschnittlich im
Umlauf befindlichen Aktien auf 33.889.759 Stück (Vorjahr: 33.898.435). Im Vergleich
zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |
| 2015/2016 | 2014/2015 | |
| Konzernergebnis auf Aktionäre der KPS AG entfallend in TEuro | 9.273 | 6.865 |
| Durchschnittliche Anzahl der Aktien | 33.889.759 | 33.898.435 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro | 0,27 | 0,20 |
Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.
Im Geschäftshalbjahr war ein Zugang des Sachanlagevermögens in Höhe von 423 TEuro
zu verzeichnen.
Zur Darstellung der Entwicklung der nachfolgend erläuterten langfristigen Vermögenswerte
verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.
Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die teilweise selbst
erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 31. März 2016 war selbsterstellte
Software in Höhe von 198 (Vorjahr: 245) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software
wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung
des Berichtshalbjahres belief sich auf 47 (Vorjahr: 47) TEuro.
Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- und Firmenwerte
ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen.
Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert beträgt 30.472 (Vorjahr: 30.472) TEuro und
verteilt sich auf folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |
| in TEuro | 2015/2016 | 2014/2015 |
| KPS Services GmbH | 8.949 | 8.949 |
| KPS Solutions GmbH | 345 | 345 |
| getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH | 21.178 | 21.178 |
| Gesamt |
30.472 |
30.472 |
Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 12.607 (Vorjahr: 12.607) TEuro
und spiegeln die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der
KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG, der KPS Services GmbH sowie der KPS Solutions
GmbH wider.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen
für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 31. März 2016 bestehen Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 31.904 (Vorjahr: 29.512) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen
in Höhe von 44 (Vorjahr: 44) TEuro gebildet sind.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach
IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt:
| Berichtshalbjahr | Berichtshalbjahr | |
| In TEuro | 2015/2016 | 2014/2015 |
| Stand Wertberichtigungen am 01.10. | 44 | 9 |
| + Zuführungen | 0 | 44 |
| - Verbrauch /Auflösung | 0 | -9 |
| Stand Wertberichtigungen am 31.03. |
44 |
44 |
Die sonstigen Forderungen belaufen sich auf 1.294 (Vorjahr: 494) TEuro und setzen
sich wie folgt zusammen:
| in TEuro | 31.03.2016 | 30.09.2015 |
| Geleistete Vorauszahlungen | 409 | 218 |
| Forderungen gegenüber Mitarbeitern | 304 | 28 |
| Geleistete Anzahlungen | 189 | 1 |
| Geleistete Kautionen | 73 | 49 |
| Übrige Forderungen | 319 | 198 |
| Summe sonstige Forderungen |
1.294 |
494 |
Die übrigen Forderungen beinhalten Forderungen aus ausländischen Umsatzsteuern in
Höhe von 85 (Vorjahr: 72) TEuro.
Die Steuererstattungsansprüche in Höhe von 47 (Vorjahr: 475) TEuro bestehen aus Körperschaft-
und Gewerbesteuern für das Geschäftshalbjahr und Vorjahre.
Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse betragen am Bilanzstichtag 13.547 (Vorjahr:
6.487) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung
dargestellt.
Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung
verwiesen.
Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 33.889.759 (Vorjahr:
33.889.759) Euro. Es wurde im Geschäftsjahr um erworbene eigene Anteile gekürzt. Auf
Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2005 wurde
vom Vorstand beschlossen, sieben erworbene eigene Aktien unter Herabsetzung des Grundkapitals
der Gesellschaft einzuziehen. Das Grundkapital reduziert sich durch die Einziehung
von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro und verteilt sich insgesamt
auf 34.011.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Das Grundkapital ist
voll eingezahlt.
Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Ermächtigung Gebrauch gemacht
und bis zum Abschlussstichtag insgesamt 121.248 (Vorjahr: 121.248) nennwertlose Stückaktien
mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro erworben. Die Anschaffungskosten hierfür
betrugen 771 (Vorjahr: 771) TEuro. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden
sieben eigene Aktien eingezogen. Der Bestand zum Abschlussstichtag beträgt 121.241
Aktien.
Beim Erwerb eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der erworbenen
Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit dem Gewinnvortrag.
Die langfristigen Schulden in Höhe von 2.421 (Vorjahr: 2.281) TEuro setzen sich aus
passiven latenten Steuern und langfristigen Rückstellungen sowie ergebnisabhängigen
Kaufpreisraten durch die Übernahme der getit GmbH zusammen.
Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und
Konzernbilanz.
Die langfristigen Rückstellungen betreffen ein Bonusprogramm für die Vice Presidents.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vorwiegend aus eingekauften
Beratungsleistungen.
Zum Berichtsstichtag betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.157
(Vorjahr: 0) TEuro.
Die erhaltenen Anzahlungen betragen 398 (Vorjahr: 2.465) TEuro und betreffen mit 398
(Vorjahr: 134) TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige
Geschäftsjahre abzugrenzen sind. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (Vorjahr:
2.331) TEuro waren zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.
Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEuro | 01.10.2015 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.03.2016 |
| Körperschaftsteuer | 643 | -236 | 0 | 258 | 665 |
| Gewerbesteuer | 2.931 | -116 | 0 | 743 | 3.558 |
| Gesamt |
3.574 |
-352 |
0 |
1.001 |
4.223 |
In der Gewerbesteuerrückstellung ist ein Betrag von 2.322 (Vorjahr: 2.281) TEuro für
mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen
der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten. Die Rückstellung beinhaltet einen
Betrag von 976 (Vorjahr: 935) TEuro für potentielle Nachforderungszinsen.
Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme sind abhängig von Entscheidungen
der vormaligen Betriebsstättengemeinden, ob und inwieweit die Steuern nachzuzahlen
sind oder aus Billigkeitsgründen erlassen werden.
Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEuro | 01.10.2015 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.03.2016 |
| Personal | 7.360 | -6.616 | 0 | 4.803 | 5.547 |
| Ausstehende Rechnungen | 115 | -30 | 0 | 134 | 219 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 102 | -13 | 0 | 53 | 142 |
| Übrige | 2.072 | -3 | 0 | 368 | 2.437 |
| Gesamt |
9.649 |
-6.662 |
0 |
5.358 |
8.345 |
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber
Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. Die erwarteten Fälligkeiten
bewegen sich im kurzfristigen Rahmen.
Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche
und noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft.
Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für
erhaltene Leistungen, deren Höhe am Abschlussstichtag noch nicht endgültig feststand.
Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft Aufwendungen im Zusammenhang mit der
Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.
Die Earn-Out-Rate 2015/2016 wurde in Höhe von 1.750.000,00 Euro passiviert.
Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 4.717 (Vorjahr: 5.555) TEuro und
entwickelten sich wie folgt:
| 31.03.2016 | 30.09.2015 | |||
| in TEuro | bis 3 Monate | 3-12 Monate | bis 3 Monate | 3-12 Monate |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 1 | 0 | 904 | 0 |
| Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer | 945 | 0 | 863 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern und sonstigen Steuern | 1.835 | 0 | 1.907 | 0 |
| Abzuführende Sozialversicherungen | 0 | 0 | 55 | 0 |
| Earn Out 2015 | 1.750 | 0 | 1.750 | 0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 186 | 0 | 76 | 0 |
| Summe sonstige Verbindlichkeiten | 4.717 | 0 | 5.555 | 0 |
Der KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden
im Wesentlichen unterschieden:
| ― |
Liquiditätsrisiken |
| ― |
Kreditrisiken / Ausfallrisiken |
| ― |
Marktpreisrisiko. |
Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich
des Vorstands, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt
wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete
Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.
Das Kapitalmanagement bemisst sich nach der Nettoliquidität.
Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und
als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das
Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung
unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend
überwacht. Uber die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen
Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte
Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen.
Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten
von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten anhand der vereinbarten Zahlungsziele
geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen
und der vereinbarten Fälligkeiten geplant.
Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen
vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.
Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in
Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.
Die Finanzierung des Konzerns erfolgt überwiegend mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten,
die unbefristet zur Verfügung stehen. Die Zinsen werden halbjährlich vom Kreditgeber
angepasst.
Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen.
Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert,
so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.
Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden
Zeitwert gehabt.
Die KPS Business Transformation GmbH, die KPS Consulting GmbH & Co. KG und die KPS
Services GmbH haben jeweils eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 2.000 TEuro zur
Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben. Darüber hinaus besteht eine weitere
Höchstbetragsbürgschaft der KPS Services GmbH in Höhe von 8.000 TEuro zur Absicherung
von Kontokorrentlinien.
Für die Consulting AG, Zürich, wurde durch die KPS AG ein Rangrücktritt in Höhe von
738 TCHF vereinbart.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
| 31.03.2016 | 30.09.2015 | |||||
| in TEuro | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | bis 1 Jahr | 1-5 Jahre |
| Kfz-Leasing | 841 | 737 | 0 | 1.578 | 1.017 | 963 |
| BGA-Leasing | 515 | 367 | 0 | 882 | 615 | 527 |
| Miete | 912 | 1.238 | 0 | 2.150 | 892 | 1.393 |
| Gesamt | 2.268 | 2.342 | 0 | 4.610 | 2.524 | 2.883 |
| 30.09.2015 | ||
| in TEuro | über 5 Jahre | Gesamt |
| Kfz-Leasing | 0 | 1.980 |
| BGA-Leasing | 0 | 1.142 |
| Miete | 0 | 2.285 |
| Gesamt | 0 | 5.407 |
Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige
Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.
Zahlungen aus Miet- und Leasingverhältnissen, die in der Berichtperiode als Aufwand
erfasst wurden, belaufen sich auf 1.183 (Vorjahr: 889) TEuro.
Der Abschluss der KPS für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/2016 wurde unter
der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt.
In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose
aus, so dass die Gesellschaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und
den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der
Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns
gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.
In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres
erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens
darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions-
und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Dabei verwendet die Gesellschaft die indirekte
Methode.
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in
der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten.
Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode 12.391 (Vorjahr: -11.307)
TEuro.
Die im Vorjahresvergleich gestiegene Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf die noch
nicht erfolgte Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2014/2015 und die noch
nicht erfolgte Zahlung der zweiten Kaufpreisrate für den Erwerb der getit GmbH zurückzuführen.
Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen
sich auf -423 (Vorjahr: -208) TEuro.
Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit erhöhte sich deutlich um 12.752
TEuro gegenüber dem Vorjahr auf 6.328 TEuro. Dies ist insbesondere auf die Verbesserung
des Periodenergebnisses vor Steuern und Zinsen zurückzuführen, das im Geschäftshalbjahr
von 7.700 TEuro auf 10.608 TEuro anstieg. Einen negativen Effekt auf den Cashflow
in der Vergleichsperiode hatte der starke Anstieg der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, der zwischenzeitlich wieder deutlich reduziert werden konnte.
Der Cashflow aus investiver Tätigkeit erhöhte sich im Geschäftshalbjahr von -208 TEuro
um -215 TEuro auf -423 TEuro. Dies resultiert aus dem normalen Investitionsniveau.
Im laufenden Geschäftsjahr kam es zu keinen Mittelzu- oder Mittelabflüssen aus der
Finanzierungstätigkeit. Durch die erst im April vorgenommene Dividendenzahlung ergibt
sich die Veränderung hieraus erst im zweiten Halbjahr. Auch sonst kam es in der Berichtsperiode
nicht zu Finanzierungstätigkeiten.
Zu Mitgliedern des Vorstands waren im Berichtsjahr bestellt:
| ― |
Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald, |
| ― |
Herr Leonardo Musso, Managementberater, Berg. |
Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus
| ― |
Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz), |
| ― |
Herrn Hans-Werner Hartmann, |
| ― |
Herrn Uwe Grünewald, |
Unterföhring, den 27. Mai 2016
Der Vorstand
Dietmar Müller
Leonardo Musso
| POSITION | ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
| in TEuro | 01.10.2015 | Zugänge | Abgänge | 31.03.2016 | |
| I.) | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|||||
| a.) soweit erworbene | 3.592 | 0 | 160 | 3.432 | |
| b.) soweit selbsterstellt | 883 | 0 | 0 | 883 | |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 3. Firmenwert | 45.488 | 0 | 0 | 45.488 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 49.963 | 0 | 160 | 49.803 | |
| II.) | Sachanlagen | ||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.170 | 333 | 159 | 2.344 | |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 249 | 90 | 20 | 319 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | 2.419 | 423 | 179 | 2.663 | |
| III.) | Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 52.382 | 423 | 339 | 52.466 | |
| POSITION | KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN | ||||
| in TEuro | 01.10.2015 | Zugänge | Abgänge | 31.03.2016 | |
| I.) | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|||||
| a.) soweit erworbene | 2.661 | 318 | 160 | 2.819 | |
| b.) soweit selbsterstellt | 638 | 47 | 0 | 685 | |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 3. Firmenwert | 15.016 | 0 | 0 | 15.016 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 18.315 | 365 | 160 | 18.520 | |
| II.) | Sachanlagen | ||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.369 | 117 | 140 | 1.346 | |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 249 | 90 | 20 | 319 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | 1.618 | 207 | 160 | 1.665 | |
| III.) | Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 19.933 | 572 | 320 | 20.185 | |
| POSITION | BUCHWERT | ||
| in TEuro | 31.03.2016 | 30.09.2015 | |
| I.) | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|||
| a.) soweit erworbene | 613 | 931 | |
| b.) soweit selbsterstellt | 198 | 245 | |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | |
| 3. Firmenwert | 30.472 | 30.472 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 31.283 | 31.648 | |
| II.) | Sachanlagen | ||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 998 | 801 | |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0 | 0 | |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | 998 | 801 | |
| III.) | Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile verbundene Unternehmen | 0 | 0 | |
| Finanzanlagen | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 32.281 | 32.449 | |
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HALBJAHRESBERICHT 2015/2016