KPS AG

Unterföhring

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016

KPS KONZERN

Lagebericht 2015/2016

1 WIRTSCHAFTSBERICHT DES KONZERNS

1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Rahmenbedingungen

Weltkonjunktur expandiert langsamer

Die Weltwirtschaft expandierte 2016 nach Prognosen der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungseinrichtungen, trotz einer Belebung im zweiten Halbjahr mit 2,3 %, deutlich langsamer als noch im Vorjahr mit 2,7 %. Während sich in den Schwellenländern die wirtschaftliche Dynamik stabilisierte, trübte sich die Situation in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften im Verlauf des ersten Halbjahres ein. Dabei stand eine nach wie vor sehr expansive Geld- und Finanzpolitik weiterhin strukturellen Hemmnissen und politischen Unsicherheiten aus globalen Spannungen gegenüber. In den USA, im Euroraum und in Japan sanken die Arbeitslosenquoten zwar leicht, gleichzeitig stieg die Beschäftigung jedoch stärker als die Produktion. In allen drei Wirtschaftsräumen war die Arbeitsproduktivität damit rückläufig. Demgegenüber hellten die Stabilisierung der Rohstoffpreise und die Festigung der Konjunktur in China die Aussichten in den Schwellenländern auf. Unter dem Einfluss der geringen Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften und struktureller Probleme in den Schwellenländern wurde von Expertenseite jedoch erwartet, dass auch deren Wachstum im abgelaufenen Jahr nur moderat ausfiel.1

Ausgehend von einem im Winterhalbjahr 2015/2016 geringen Niveau nahm das konjunkturelle Tempo der Weltwirtschaft im zweiten Quartal zwar nur geringfügig zu, belebte sich aber im Sommer 2016. In den Vereinigten Staaten blieb die erwartete Erholung zunächst aus, ein Anziehen der Produktion zeichnete sich erst nach einem schwachen ersten Halbjahr ab. Der Indikator des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zur weltwirtschaftlichen Aktivität, der auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnet wird, signalisierte für das dritte Quartal 2016 eine weiterhin geringe Dynamik.2 Für das vierte Quartal 2016 ist eine weitere Expansion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften -wenn auch mit geringerem Tempo - wahrscheinlich, die weiterhin vom privaten Konsum getragen wird.3

1 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf
2 https://www.ifw-kiel.de/pub/kieler-konjunkturberichte/2016/kkb_21_2016-q3_welt_de.pdf
3 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

1.2 Entwicklung im Euroraum

Moderate Expansion im Euroraum

Nachdem die moderate Expansion des Bruttoinlandsprodukts in der Eurozone zu Beginn des Jahres maßgeblich vom privaten Konsum beeinflusst wurde, ist die Ausweitung der Produktion im Jahresverlauf auf einen Anstieg der Ausfuhren nach USA und Japan zurückzuführen. Für den Euroraum rechnen die Institute der Gemeinschaftsdiagnose mit einem Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion von 1,6 % im Jahr 2016, der sich auch im anhaltenden Rückgang der Erwerbslosenquote auf 10,1 % im Jahresdurchschnitt widerspiegelt. Infolge des Rückgangs bei den Energiepreisen zu Jahresbeginn wird die Inflation im Euroraum durchschnittlich bei niedrigen 0,2 % liegen.4

Nach der im ersten Halbjahr 2016 verhaltenen Konjunkturentwicklung im Euroraum wird auch für die zweite Jahreshälfte mit einem unveränderten Tempo gerechnet. Eine Fortsetzung der Erholung im Euroraum verspricht die anhaltend hohe Beschäftigungsdynamik. Die steigenden Einkommen der privaten Haushalte können den Konsum jedoch weiter begünstigen. Impulse erhält der Euroraum zudem von einer langsam zunehmenden Dynamik der Weltwirtschaft sowie den günstigen Finanzierungsbedingungen und einer weiter expansiven Finanzpolitik. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Entlastungen bei Steuern und Abgaben auf Arbeitseinkommen. Zusätzliche Impulse durch eine Expansion der Staatsausgaben kommen vor allem aus Deutschland.5

4 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf
5 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

1.3 Entwicklung in Deutschland

Fortsetzung des moderaten Aufschwungs

Die deutsche Wirtschaft setzte mit einer stärkeren Auslastung der Gesamtkapazitäten im Jahr 2016 den moderaten Aufschwung fort. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im Vergleich zu 2015 voraussichtlich um insgesamt 1,9 %. Wachstumstreiber waren die Dienstleistungssektoren und die Bauwirtschaft mit einem kräftigen Beschäftigungsaufbau. Dabei wurde laut Gemeinschaftsdiagnose, ungeachtet der Integration von Flüchtlingen sowie der Zuwanderung aus Staaten der Europäischen Union in den Arbeitsmarkt, eine Erwerbslosenquote in Deutschland von 6,1 % im Jahresdurchschnitt erwartet. Der Arbeitsmarkt zeigte sich damit insgesamt in einer sehr guten Verfassung. Infolge dessen sowie der stabilen Lohnentwicklung und der niedrigen Preissteigerungsraten expandierte der private Konsum. Aber auch die Staatsausgaben nahmen mit der Zuwanderung von Flüchtlingen zu. Infolge des Ölpreisrückgangs zu Jahresbeginn wurde eine sehr niedrige Inflationsrate von 0,4 % prognostiziert.6

Insgesamt expandierte das Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2016 zwar noch kräftig, dennoch machte sich der Aufschwung im zweiten und dritten Quartal zunehmend langsamer bemerkbar. Lediglich die Dienstleistungsbranchen und das Baugewerbe konnten eine weiter anhaltende Expansion verzeichnen. Im vierten Quartal stieg die Produktion voraussichtlich wieder.7

6 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf
7 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

1.4 Branchenspezifische Entwicklung

Digitale Transformation als Wachstumstreiber in der Consultingbranche

Der Umsatz der Consultingbranche in Deutschland stieg 2015 um 6,6 % auf den Rekordwert von 27,0 Mrd. Euro. Damit blickten die deutschen Unternehmensberater auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.8 Auch in das Jahr 2016 starteten die deutschen Consultants mit Optimismus: Nach der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) im dritten Quartal 2015 gaben rund Dreiviertel der Marktteilnehmer eine positive Wachstumsprognose ab, nur 10 % der Consultants bewertete die eigene Geschäftsentwicklung skeptisch. Der BDU-Geschäftsklima-Index - eine Kombination aus aktueller Geschäftslage und Geschäftsaussichten - stieg mit 32,7 Punkten auf den höchsten Stand seit 2014. Als Wachstumstreiber der Consultingbranche gilt die digitale Transformation, durch die Geschäftsmodelle aller Unternehmen auf den Prüfstand gestellt werden. So entstehen auch im Beratungsmarkt neue Spezialisierungen. Dazu gehören die Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen und die Bereitstellung entsprechender Lösungen, um aus Big Data auch die relevanten Informationen zu gewinnen. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern handelt es sich dabei um einen anhaltenden Veränderungsprozess im Consulting. Laut BDU erwarten 84 % der Unternehmensberater, dass sich die Leistungsportfolios, Geschäftsmodelle und Prozesse der Beratungsunternehmen durch die Digitalisierung in den kommenden Jahren stark verändern werden. Die Digitalisierung beschäftigt aber nicht nur die Kunden der Managementberatungsunternehmen. Auch die Beratungen sehen für sich selbst großes Potenzial, um die Effizienz und Replizierbarkeit durch Software-Tools sowie die Analysemöglichkeiten deutlich zu steigern. Mehr als drei Viertel der Managementberatungen betrachten Softwarelösungen und die entsprechenden Dienstleistungen als ein Wachstumsfeld mit zukünftig signifikantem Umsatzanteil.9

Nach drei Rückgängen in Folge verbesserte sich die Stimmung in der deutschen Consultingwirtschaft erst in der zweiten Jahreshälfte 2016 wieder. In der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) für das dritte Quartal 2016 stieg der Index um 7,5 Zähler auf 28,0 Punkte an. Die aktuelle Geschäftslage bezeichneten 40 % der Unternehmensberater als gut, 44 % als zufriedenstellend. Am positivsten bewerteten IT-Beratungen die aktuelle Lage. Mit Blick auf die Branchen der Klienten sind besonders die Konsumgüterindustrie, das Verarbeitende Gewerbe sowie die TIMES-Branche (Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien, Entertainment und Sport) die Wachstumstreiber im Consulting. Für das Winterhalbjahr 2016/2017 erwarten 38 % der Consultingunternehmen eine weitere Verbesserung der Geschäftsaussichten, nur 6 % sind skeptisch gegenüber der Geschäftsentwicklung. Besonders optimistisch für die weitere Entwicklung sind die Strategie- und IT-Berater. Insbesondere aus der Konsumgüterindustrie, dem Fahrzeugbau sowie dem Maschinenbau wird mit einer Zunahme der Beratungsnachfrage gerechnet. Der BDU-Konjunkturindikator der Consultingbranche folgt mit dieser Entwicklung dem Anstieg des vom ifo-Institut erhobenen Konjunkturbarometers für die gesamtdeutsche Wirtschaft. Der ifo-Geschäftsklimaindex war im September 2016 stärker als erwartet angestiegen.10 Für 2016 wird eine Umsatzsteigerung von 7,5 % im Gesamtmarkt erwartet.11

8 http://www.bdu.de/media/174316/ergebnisse-marktstudie-unternehmensberatung-2016.pdf
9 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2016-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen
10 http://www.bdu.de/media/239348/geschaeftsklimabefragung_herbst2016.pdf
11 http://www.bdu.de/media/174316/ergebnisse-marktstudie-unternehmensberatung-2016.pdf

1.5 Marktstellung des KPS-Konzerns in der Branche

Führend in der Transformation

Nachdem in den vergangenen Jahren in Deutschland auch die heimischen Beratungsunternehmen eine immer wichtigere Rolle spielten, beeinflussen aktuell Digitalisierungsthemen die Sicht auf den Wettbewerb. So konnten die Tochtergesellschaften der großen multinationalen Managementberatungskonzerne 2016 wieder an Einfluss gewinnen und gehörten mit den ersten drei Plätzen zu den wichtigsten Wettbewerben im nationalen Umfeld. Ursächlich für die Veränderung im abgelaufenen Jahr ist die Digitalisierung, da die internationalen Beratungen in diesem Bereich als besonders kompetent wahrgenommen werden. Über die Kommunikation von Digitalisierungsthemen wird Kompetenz demonstriert. Dabei konkurrieren die deutschen Top10-Beratungen mit den sogenannten Big4-Unternehmen im Wettbewerb.12

Die Top10 der deutschen Managementberatungen erzielten 2015 im In- und Ausland einen Gesamtumsatz von 1,7 Mrd. Euro und eine Steigerung von 6,6 % gegenüber dem Vorjahr. Dieses Ergebnis wurde mit rund 7.250 Mitarbeitern erreicht, das sind 5,7 % mehr als noch 2014. Der Umsatz mit Beratungsleistungen in Deutschland indes stieg als Ergebnis der wirtschaftlichen Gesamtlage sogar um 9,4 % auf 1,2 Mrd. Euro. So entwickelten sich die Geschäfte der Kundenunternehmen dynamisch und es wurde investiert. Zudem trieben die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Kundenunternehmen und ihre Geschäftsmodelle die Beratungsnachfrage. Die zehn führenden Managementberatungen mit Hauptsitz in Deutschland profitierten von diesen Rahmenbedingungen. Von den zehn Beratungsunternehmen wuchsen sieben, davon drei sogar um mehr als 15 %. Laut einer 2016 durchgeführten Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk zur Managementberatung in Deutschland gehört der KPS-Konzern zu den Top5 der deutschen Beratungsunternehmen und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um einen weiteren Platz verbessert. Für 2016 wird insgesamt von einer weiter steigenden Dynamik der Umsatzentwicklung ausgegangen. Laut Lünendonk rechnen die Managementberatungen durch die erwartete Budgetentwicklung auf Kundenseite mit einer weiteren zweistelligen Steigerung ihrer Umsätze um mehr als 10,8 %. Besonders die Themen Big Data, Business Analytics und Industrie 4.0 werden als Umsatztreiber gesehen.13 14 Für den Beratungsmarkt selbst rechnen die Consultants in Deutschland 2016 lediglich mit einem Wachstum von 5,8 %. Das Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich wird somit über den Zugewinn von Marktanteilen der Wettbewerber erzielt. KPS gehörte 2015 mit 11,7 % auch zu den Top5 der deutschen Beratungsgesellschaften, die ihre Mitarbeiterzahl um mehr als 10 % steigerten. 2016 hat die Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern noch immer Priorität für die Beratungsunternehmen, die durchschnittlich Neueinstellungen in Höhe von 20 % der aktuellen Gesamtmitarbeiterzahl planen.15 16 17

12 http://luenendonk.de/pressefeed/internationale-beratungsunternehmen-praegen-den-deutschen-consulting-markt
13 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2016-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen
14 http://luenendonk.de/pressefeed/neu-luenendonk-studie-2016-managementberatung-in-deutschland
15 http://luenendonk.de/pressefeed/neu-luenendonk-studie-2016-managementberatung-in-deutschland
16 http://luenendonk.de/pressefeed/internationale-beratungsunternehmen-praegen-den-deutschen-consulting-markt
17 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-liste-2016-die-top-10-der-deutschen-managementberatungen

1.6 Wesentliche Geschäftsfelder/ Methodenkompetenz

KPS berät seine Kunden in Strategie-, Prozess-, Applikations- und Technologiefragen und implementiert ganzheitliche Lösungen mit Produkten der Softwarehersteller SAP, Hybris und Adobe sowie Intershop. Dabei deckt KPS das gesamte Spektrum des Handels im Omnichannel und der digitalen Transformation ab: klassische Warenwirtschaft, E-Commerce sowie digitales Kundenmanagement und Marketing. Weitere Schwerpunkte sind Endkundengeschäft und Logistik. KPS steht für innovative Methodik. Mit der KPS Rapid-Transformation®-Methode profitieren unsere Kunden von großer Effizienz sowie voller Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung der Anwendungen laufen weitestgehend simultan ab. So werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Qualität in der Umsetzung werden Transformationen spürbar beschleunigt. Die erfahrenen Berater von KPS unterstützen unsere Kunden durch herausragende Branchenexpertise dabei, ihren Wettbewerbsvorsprung auf Dauer zu halten.

1.7 Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS ist eines der erfolgreichsten Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung. Mit einem Umsatzvolumen von rund 145 Mio. Euro ist KPS eine führende Unternehmensberatung in Europa und gehört laut dem Marktforschungsunternehmen Lünendonk zu den Top 5 in Deutschland und Top 25 international. KPS hat den Ausbau zum führenden Management-Beratungsunternehmen für den Handel und die Konsumgüterindustrie damit auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie sowie bei Dienstleistungsunternehmen. Veränderungen erfolgreich zu gestalten bei gleichzeitiger Sicherstellung des optimalen Preis-Leistungs-Verhältnisses, definiert die hohe Beratungsqualität, von der unsere Kunden in großem Maße profitieren.

1.8 Beratungs- und Serviceportfolio

Die innovativere Lösung entscheidet im Wettbewerb der Zukunft und bereits in der Gegenwart ist eine unternehmensweite digitale Transformations- und Omnichannel-Strategie die Voraussetzung zur Bewältigung der komplexesten Herausforderungen. Personalisierung und Unternehmenssteuerung in Echtzeit erfordern das grundlegende operationale und kulturelle Umdenken der gesamten Organisation. Im weltweiten Markt für Beratungs- und Servicedienstleistungen ist die Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle mit innovativen IT-Technologien daher die Königsdisziplin. Die Berater und Spezialisten von KPS berücksichtigen dabei die internationalen und technologischen Bedürfnisse unserer Kunden. Als erfahrene Experten mit tiefem Branchenwissen und langjähriger Umsetzungserfahrung unterstützen wir unsere Kunden bei der Einführung innovativer Systemlösungen durch Softwareplattformen von SAP, Hybris und Adobe sowie Intershop. Alles in einer Hand, damit Ziele nicht immer nur Ziele bleiben, lautet unser Credo. Die Transformationsberater und Spezialisten der KPS fokussieren auf die tatsächliche Umsetzung von Handlungsempfehlungen und Lösungen. Dadurch unterscheiden wir uns erkennbar von der traditionellen Strategie- und Prozessberatung der Mitbewerber.

1.9 Auftragsbestand

KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu seinen Kunden, welche Kompetenz und Qualität von KPS schätzen und hohes Vertrauen in unsere Umsetzungskompetenz haben. Namhafte Unternehmen aus dem Handel und Konsumgüterbereich vertrauen in ihren Transformationsinitiativen auf die Berater der KPS. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir unsere solide Kundenbasis weiter ausgebaut und durch langjährige Kooperationsverträge im Application Management Services und Support-Bereich weiter gestärkt. Auftragsbestand wie Auftragseingang konnten im Berichtszeitraum konsequent gefestigt werden und das gegenwärtige Auftragsvolumen hat damit unter der Annahme, dass die laufenden, meist mehrjährigen Projekte vertragsgemäß umgesetzt werden, eine geschätzte Reichweite von rund 18 Monaten.

Die durchschnittlichen Auslastungsquoten der KPS-Berater stabilisierten sich über das gesamte Geschäftsjahr 2015/2016 hinweg mit nahezu 100 % auf sehr hohem Niveau. Damit konnte die bereits exzellente Auslastung des Geschäftsjahres 2014/2015 im Berichtszeitraum erneut erreicht werden. Im Branchenvergleich liegt KPS mit dieser Quote im absoluten Spitzenfeld.

1.10 Investitions- und Finanzierungsbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt, die über den geplanten Geschäftsumfang hinausgingen. Es wurden Entwicklungskosten in Höhe von 1.468 (Vorjahr: 0) Teuro aktiviert, im Wesentlichen für SAP Prozessstrecken mit 1.437 Teuro.

Unternehmenszukäufe wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 keine getätigt.

1.11 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage

1.11.1 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage im Überblick

Überblick über die Umsatz-, Ertrags- und Finanzlage des KPS-Konzerns:

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in Euro 2015/2016 2014/2015
Konzernumsatz 144,9 Mio. 122,9 Mio.
EBITDA 23,3 Mio. 19,6 Mio.
EBIT 22,3 Mio. 18,6 Mio.
Konzernergebnis 19,3 Mio. 18,0 Mio.
Ergebnis je Aktie 0,55 0,53
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12,6 Mio. 6,5 Mio.
Finanzschulden 0,0 Mio. 0,0 Mio.

1.11.2 Konzernstruktur

Die KPS AG ist die rechtliche Muttergesellschaft des KPS-Konzerns, die mit rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften in Deutschland, in den USA und im europäischen Ausland tätig ist.

Der Vorstand der KPS AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen mit eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind.

1.11.3 Geschäftsentwicklung nach Segmenten und Regionen

1.11.3.1 Geschäftsentwicklung nach Segmenten

Die Struktur der Umsätze nach den berichtspflichtigen Segmenten hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geändert. Im Segment Management Consulting/Transformationsberatung wurden 88,3 % (Vorjahr: 87,6 %) erwirtschaftet. Im Segment Systemintegration konnten 2,5 % (Vorjahr: 3,3 %) des Umsatzes generiert werden, 9,2 % (Vorjahr: 9,1 %) des Umsatzes stammen aus dem Geschäft mit Produkten und Lizenzen.

1.11.3.2 Geschäftsentwicklung nach Regionen

Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen ergibt für das Geschäftsjahr 2015/2016 folgendes Bild: Hauptumsatzträger war Deutschland mit 121,1 Mio. Euro bzw. 83,6 %, gefolgt von der Schweiz mit einem Volumen von 12,6 Mio. Euro oder 8,7 %. Danach folgt die Region Skandinavien mit 9,3 Mio. Euro. bzw. 6,4 %. Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 1,9 Mio. Euro bzw. 1,3 % und wurden weitestgehend im übrigen EU-Raum erzielt.

1.11.4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des KPS-Konzerns

1.11.4.1 Ertragslage KPS-Konzern

KPS konnte von der konjunkturellen sowie branchenspezifischen Entwicklung deutlich profitieren und Umsatz sowie Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Wesentlicher Treiber für das Wachstum war unter anderem das Vertrauen namhafter Kunden aus dem Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, mit zunehmender Nachfrage nach hoch integrierten Transformationslösungen. Darüber hinaus haben ein optimales Auslastungsmanagement unserer Beraterinnen und Berater sowie ein effizientes Kostenmanagement zur guten Ertragslage der KPS beigetragen.

Gewinn- und Verlustrechnung KPS-Konzern nach IFRS (Kurzfassung)

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in TEuro 2015/2016 restated 2014/2015
Umsatzerlöse 144.933 122.915
aktivierte Eigenleistungen 1.468 0
Sonstige betriebliche Erträge 850 956
Materialaufwand -59.889 -51.979
Personalaufwand -47.505 -39.537
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.601 -12.734
Abschreibungen -997 -1.036
Operatives Ergebnis (EBIT) 22.259 18.585
Finanzergebnis -90 -430
Ergebnis vor Ertragsteuern* 22.169 18.155
Ertragsteuern -2.893 -113
Ergebnis nach Ertragsteuern 19.276 18.042

* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 17,9 % auf 144,9 (Vorjahr: 122,9) Mio. Euro und lagen damit über den ursprünglichen Erwartungen von 140 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die Gewinnung von Transformationsprojekten bei namhaften Kunden aus dem Handel und der Konsumgüterindustrie.

Im Segment "Managementconsulting/Transformationsberatung" ist ein (Vorjahr: drei) Großkunde i.S.d. IFRS 8.34 enthalten, die erzielten Umsatzerlöse betragen 56,3 (Vorjahr: 38,9) Mio. Euro.

Aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr wurden 1,5 (Vorjahr: 0,0) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Es handelt sich hierbei um selbst entwickelte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten wie im Vorjahr Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen, wie beispielsweise Erträge aus Kursdifferenzen, Erträge aus Rückstellungsauflösungen sowie Provisionserträge. Insgesamt gingen die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 11,1 % auf 0,9 (Vorjahr: 1,0) Mio. Euro zurück.

Materialaufwand

Im Berichtszeitraum passte sich der Kostenverlauf dem Geschäftsverlauf unter Berücksichtigung des stattlichen Umsatzanstiegs entsprechend an. Der projektbezogene Materialaufwand, der im Wesentlichen die Kosten für zugekaufte Fremdleistungen beinhaltet, stieg um 8,0 Mio. Euro (+15,4 %) von 52,0 Mio. Euro auf 60,0 Mio. Euro an. Die Aufwendungen für zugekaufte Hard- und Software gingen mit 1,2 (Vorjahr: 3,2) Mio. Euro gegenüber dem Berichtszeitraum 2014/2015 deutlich zurück. Der Hauptgrund für den Rückgang liegt darin begründet, dass im Vorjahr die KPS im Rahmen eines Projektes auch Software als Handelsware lieferte. Durch diesen Einmaleffekt war der Vorjahreswert entsprechend hoch.

Personalaufwand

Der Personalaufwand belief sich auf 47,5 (Vorjahr: 39,5) Mio. Euro und ist gegenüber dem Vergleichszeitraum um 8,0 Mio. Euro (+ 20,3 %) gestiegen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 waren im KPS-Konzern 417 (Vorjahr: 354) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zurückzuführen ist der Zuwachs auf die in der Berichtsperiode vermehrte Zahl von getätigten Einstellungen im Rahmen unseres ambitionierten Mitarbeiteraufbaus.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 30,7 % auf 16,6 (Vorjahr: 12,7) Mio. Euro. Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten in Höhe von 7,1 (Vorjahr: 5,7) Mio. Euro, Rechtsberatungs-, Prüfungs- und Kapitalmarktkosten mit 1,1 (Vorjahr: 0,9) Mio. Euro, nicht projektbezogene Fremdleistungen mit 2,0 (Vorjahr: 1,5) Mio. Euro sowie Raum- und Betriebskosten mit 2,4 (Vorjahr: 1,9) Mio. Euro.

Abschreibungen

Die Abschreibungen blieben mit 1,0 (Vorjahr: 1,0) Mio. Euro annähernd gleich und sind im Wesentlichen auf Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung der KPS digital zurückzuführen.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis des Konzerns stieg auf -0,1 (Vorjahr: -0,4) Mio. Euro an. Im Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2015/2016 sind hauptsächlich Zinsen für strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 0,1 Mio. Euro enthalten.

Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag im Gesamtbetrag von 2,9 (Vorjahr: 0,1) Mio. Euro beinhalten hauptsächlich laufende Aufwendungen für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 2,6 (Vorjahr: 1,9) Mio. Euro sowie Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 0,3 (Vorjahr: Erträge von 1,8) Mio. Euro.

Ergebnis nach Ertragsteuern

Der Konzernperiodenüberschuss stieg von 18,0 Mio. Euro um 7,2 % auf 19,3 Mio. Euro.

1.11.4.2 Ermittlung des EBIT

Das EBIT wurde von 18,6 Mio. Euro im Vorjahr um 3,7 Mio. Euro auf erfreuliche 22,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015/2016 gesteigert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme auf 19,9 %.

Bezogen auf den Umsatz von 144,9 (Vorjahr: 122,9) Mio. Euro lag die EBIT-Marge mit 15,4 % auf annähernd gleichem Niveau wie im Vorjahr mit 15,1 %.

Das im Vorjahr geplante EBIT von 22 Mio. Euro wurde damit erreicht.

1.11.4.3 Ermittlung des EBITDA

Das EBITDA verbesserte sich ebenfalls deutlich von 19,6 Mio. Euro im Vorjahr um 3,7 Mio. Euro auf 23,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015/2016. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum belief sich die Zunahme damit auf 18,9 %.

Bezogen auf den Umsatz von 144,9 (Vorjahr: 122,9) Mio. Euro hat sich die EBITDA-Marge mit 16,1 % gegenüber dem Vorjahrswert von 15,9 % leicht erhöht.

1.11.4.4 Bereinigtes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie beläuft sich auf 0,55 (Vorjahr: 0,53) Euro. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie gemäß IFRS wird im Konzernabschluss, Anhang 7.10, dargestellt.

1.12 Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS-Konzern (Kurzfassung)

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Am 30. September
in TEuro 2016 2015
Langfristige Vermögenswerte 41.653 41.260
Kurzfristige Vermögenswerte 53.449 44.497
Gesamtvermögen 95.102 85.757
Eigenkapital 58.394 49.761
Langfristige Schulden 2.115 2.778
Kurzfristige Schulden 34.593 33.218
Summe Schulden 36.708 35.996
Summe Eigenkapital und Schulden 95.102 85.757

1.12.1 Wertorientierte Konzernsteuerung

Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz und EBIT bestimmte segment- und profitcenterbezogene Kennzahlen verwendet.

1.12.2 Finanzlage und Investitionen

Das Finanzmanagement bei KPS hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement.

Mit den im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschafteten Ergebnissen ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel sowohl für den laufenden Betrieb als auch für die Finanzierung des weiteren Wachstums der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen.

Die KPS-Gruppe verfügt zum 30. September 2016 über Zahlungsmittel in Höhe von 12,6 (Vorjahr: 6,5) Mio. Euro. Am Bilanzstichtag bestandenen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 0 (Vorjahr: 0,0) Mio. Euro. Die Nettoliquidität hat sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 6,1 Mio. Euro erhöht.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 20,3 Mio. Euro gegenüber 12,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -4,0 (Vorjahr: -1,4) Mio. Euro und betrifft die getätigten Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -10,2 (Vorjahr: -9,7) Mio. Euro.

1.12.3 Vermögenslage

Der KPS-Konzern verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Der gesteigerte Geschäftsumfang spiegelt sich in der Bilanzsumme wider. Diese beläuft sich zum 30. September 2016 auf 95,1 (Vorjahr: 85,8) Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 Mio. Euro bzw. um 10,8 % erhöht.

1.12.3.1 Entwicklung Vermögenswerte

Die im mittel- bis langfristig gebundenen Vermögen ausgewiesenen Werte belaufen sich zum Stichtag auf 41,7 (Vorjahr: 41,3) Mio. Euro.

Hierin enthalten sind im Wesentlichen die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus früheren Erwerben der KPS AG in Höhe von 30,5 (Vorjahr: 30,5) Mio. Euro. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte ergaben im Berichtszeitraum 2,0 (Vorjahr: 1,2) Mio. Euro. Das Sachanlagevermögen beträgt zum Stichtag 1,1 (Vorjahr: 0,8) Mio. Euro. Die aktivierten latenten Steueransprüche belaufen sich auf 8,0 (Vorjahr: 8,8) Mio. Euro.

Im Berichtsjahr wurden in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2,4 (Vorjahr: 0,4) Mio. Euro investiert.

Die bei den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus künftigen Fertigungsaufträgen, aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 36,3 Mio. Euro erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2,7 Mio. Euro bzw. um 8,0 %.

1.12.3.2 Entwicklung Eigenkapital

Das den Aktionären der KPS AG zuzurechnende Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Mio. Euro erhöht und weist zum 30. September 2016 einen Wert von 58,4 (Vorjahr: 49,8) Mio. Euro aus. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag von 58,0 % auf 61,4 %. Zur detaillierten Erläuterung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

1.12.3.3 Entwicklung Schulden

Die langfristigen Schulden in Höhe von 2,1 (Vorjahr: 2,8) Mio. Euro betreffen neben passiven latenten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 (Vorjahr: 0,2) Mio. Euro im Wesentlichen Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1,0 (Vorjahr: 0,5) Mio. Euro und die Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm in Höhe von 0,8 (Vorjahr: 0,4) Mio. Euro.

Weitere langfristige Schulden bestanden am Bilanzstichtag nicht. Bei den kurzfristigen Schulden ergab sich gegenüber dem Vorjahresstichtag eine Erhöhung um 1,4 Mio. Euro auf 34,6 (Vorjahr: 33,2) Mio. Euro. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um 2,7 Mio. Euro auf 8,3 (Vorjahr: 5,6) Mio. Euro zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen stiegen um 0,9 Mio. EUR auf 10,5 (Vorjahr: 9,6) Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen um 0,8 Mio. Euro zurück, die erhaltenen Anzahlungen um 2,3 Mio.

1.12.4 Ergebnisverwendung

Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich im Berichtszeitraum auf 19,3 Mio. Euro und wurde damit gegenüber dem Vorjahr (18,0) um 1,3 Mio. Euro gesteigert. Bei einer vorgeschlagenen Dividende von 12,3 (Vorjahr: 10,2) Mio. Euro würde die Ausschüttungsquote bei 63,7 % des erwirtschafteten Konzernergebnisses liegen. Dieser Dividendenvorschlag berücksichtigt die Ertragskraft sowie die zuverlässige Ausschüttungskontinuität der KPS AG.

1.12.5 Gesamtausgabe zum Geschäftsverlauf

KPS verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015/2016. Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Umsatzerlöse und die Ertragslage konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 61,4 % steht KPS auf einer soliden Finanzbasis. Aufgrund der guten Finanzbasis und der getätigten Investitionen in Entwicklungsleistungen sind die Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft geschaffen.

1.13 Sonstige wesentliche Ereignisse

1.13.1 Veränderungen Vorstand

Mit Wirkung vom 21. Dezember 2015 wurde Herr Leonardo Musso, Generalbevollmächtigter der KPS AG, in den Vorstand berufen. Damit steuerten im Berichtszeitraum Herr Dietmar Müller und Herr Leonardo Musso den Konzern.

1.13.2 Sonstige Vertragsübernahmen

Im Berichtszeitraum wurden keine nennenswerten Vertragsübernahmen getätigt.

2 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu bekommen.

Unter Zugrundelegung des aktuell vorhandenen Auftragsbestands mit überdurchschnittlich hoher Reichweite erwarten wir aufgrund der derzeitigen Konjunkturlage kurzfristig keine negativen Auswirkungen. Wir schließen jedoch nicht aus, dass sich ein anhaltend negativer Konjunkturverlauf mittel- und langfristig negativ auf Umsatz und Ertrag auswirken könnte.

2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen- und Risiken

Rezessionsrisiken und protektionistische Tendenzen dominieren

Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist in der Gemeinschaftsdiagnose der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute noch immer von Rezessionsrisiken geprägt. Demnach stimuliert beispielsweise die Fiskalpolitik in China zwar die Konjunktur, dadurch könnte jedoch langfristig das Risiko eines wirtschaftlichen Einbruchs steigen. Die Ausweitung der Geldmenge wiederum könnte dabei gerade in Sektoren sinkender Ertragskraft zu einer steigenden Verschuldung führen. Ein Zeichen für ein allgemeines Risiko ist laut den Experten auch die Entscheidung der britischen Bevölkerung, aus der EU auszutreten. So begünstigt die zunehmend negative Wahrnehmung der Globalisierung in verschiedenen Ländern protektionistische Tendenzen. Daraus resultierende politische Entscheidungen könnten das Wachstum der Weltwirtschaft bereits im Vorfeld bremsen. Die damit verbundenen Unsicherheiten über die zukünftigen institutionellen und politischen Rahmenbedingungen könnten die Investitionsneigung von Unternehmen spürbar senken.18

18 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Risiko durch Bankensektor und EU-Austritt im Euroraum

In der Europäischen Union könnte die Verunsicherung durch die Probleme in den Bankensektoren Italiens und Portugals sowie die Konflikte in Anrainerstaaten des östlichen Mittelmeers die Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen sinken lassen und infolgedessen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage bremsen. Die führenden deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute betrachten indes vor allem die Folgen des britischen EU-Austritts als Risiko. Unsicherheiten über die Dauer des Austrittsprozesses und den zukünftigen Zugang des Landes zum Gemeinsamen Markt könnten in Großbritannien und in geringerem Maß auch in den übrigen Ländern der Europäischen Union eine andauernde Phase der Investitionszurückhaltung auslösen.19

19 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Risiko für Deutschland aus monetärem und außenwirtschaftlichem Umfeld

Die Risiken für die prognostizierte Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland resultieren laut Gemeinschaftsdiagnose hauptsächlich aus dem monetären und außenwirtschaftlichen Umfeld. Die deutsche Konjunktur könnte zwar stärker wachsen als angenommen, da die monetären Rahmenbedingungen aus Perspektive der Wirtschaft außerordentlich günstig sind. Dennoch steht auch die Bundesrepublik Deutschland dem Risiko gesellschaftlicher Strömungen gegenüber, die aus einer reduzierten weltwirtschaftlichen Integration resultieren können. So unterstellen die Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Entscheidung der britischen Bevölkerung für einen EU-Austritt die deutsche Konjunktur beeinträchtigen könnte. Dabei wird angenommen, dass die Unternehmen zwar nicht maßgeblich durch die Brexit-Entscheidung in ihrem Investitionsverhalten verunsichert werden. Sollten die Europäische Union und Großbritannien in den Austrittsverhandlungen mit Konfrontationen die wirtschaftlichen Beziehungen erheblich verschlechtern, würde die britische Wirtschaft stärker beeinträchtigt als bisher angenommen und insbesondere die Nachfrage aus dem Vereinigten Königreich nach Investitions- und Importgütern schwächen. Auch die deutschen Exporte sowie die daraus resultierende Investitionsnachfrage im Inland würden dann geringer ausfallen als prognostiziert. Die Entscheidung der britischen Bürger gilt laut Gemeinschaftsdiagnose als Ausdruck der mangelnden Teilhabe von Teilen der Bevölkerung an den gesamtwirtschaftlichen Vorteilen der Globalisierung. Die zunehmend negative Wahrnehmung der Globalisierung in verschiedenen Ländern und die daraus folgenden protektionistischen Tendenzen stellen in Verbindung mit entsprechenden politischen Entscheidungen ein Risiko für das Wachstumspotenzial der Weltwirtschaft und damit auch Deutschlands dar.20

20 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

2.2 Branchenspezifische Entwicklung

KPS zählt führende große und mittelständische Unternehmen aus dem deutschsprachigen und internationalen Raum zu seinen Kunden und verfügt über hervorragende Referenzen.

Die fortschreitende digitale Transformation von Unternehmen erfordert innovative, agile und schnell umsetzbare Beratungsansätze, um Unternehmen bei der grundlegenden operationalen und kulturellen Neuausrichtung der Organisation strategisch, prozessual sowie auf der technologischen Ebene zu unterstützen. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz beginnend bei der klassischen Warenwirtschaft über das Onlinegeschäft bis zum digitalen Marketing sowie die Bereiche Mobile und Analytics (Big Data). KPS investierte bereits sehr früh in digitale Beratungsbereiche und ist heute als eine der wenigen Unternehmensberatungen in der Lage, ganzheitliche, unternehmensweite (End-to-End) digitale Prozessketten für die Unternehmenssteuerung in Echtzeit zu liefern und diese mittels standardisierter Software-Lösungen von beispielsweise SAP, SAP Hybris, Adobe oder Intershop zu implementieren.

Besonders durch die Herausforderungen der digitalen Transformation werden deutliche Wachstumsimpulse im Omnichannel, im B2B- aber auch im B2C-Bereich nicht nur im Handel, sondern auch im Dienstleistungs- und Industriebereich erwartet. Die Beschaffungsstrukturen in Unternehmen verändern sich und Entscheidungsträger finden sich nicht mehr nur im traditionellen IT-oder Finanzbereich, sondern Budgets wandern vermehrt in den Marketing- oder E-Commerce-Bereich der Unternehmen. Vertriebs- und Marketingaktivitäten, aber auch allgemein der Beratungsansatz, müssen auf diese zusätzlichen, neuen Ansprechpartner in den jeweiligen Branchen angepasst werden.

Projektzyklen werden durch die Geschwindigkeit der fortschreitenden Digitalisierung immer kürzer. Daher legen Unternehmen bei der Auswahl des Beratungspartners auch zunehmend Gewicht auf dessen Kompetenzen und Fähigkeiten, Transformationsprojekte so begleiten zu können, dass durch entsprechende Change Management-Impulse und -Maßnahmen auch die Mitarbeiter der einzelnen Fachabteilungen mitgenommen und im Change-Prozess begleitet werden. Nur so können Unternehmen einen schnellen Projekt-ROI erzielen und in hart umkämpften Märkten agil bleiben.

KPS hat deshalb im vergangenen Geschäftsjahr auch vermehrt in die Industrialisierung des Beratungsansatzes investiert: Strategisches Alignment, Prozesse, Change Management und die Implementierung von Standard-Technologien können nun noch schneller umgesetzt und innovative Geschäftsideen und Konzepte noch rascher realisiert werden.

Die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit und Kundenzufriedenheit nach erfolgreich abgeschlossenen Transformationsprojekten führen zum Abschluss langfristiger Verträge für Application Management Services und Support-Aktivitäten und tragen dadurch zur Umsatzgenerierung bei.

2.3 Dienstleistungs- und Absatzbereich

Mit der agilen KPS Rapid Transformation®-Projektmethode setzt KPS bewährte Technologie der Spitzenklasse in der Umsetzung von Projekten ein. Dabei verbinden die Berater von KPS die klassische Welt der Strategie- und Prozessberatung mit der Implementierungsberatung, um durch die Realisierung von Synergiepotenzialen in den Beratungssegmenten optimale Transformationsprozesse zu erzielen. Das Einführungsrisiko wird so erheblich reduziert.

Die Planung und Umsetzung von Projekten ist größtenteils umfangreich und komplex. Zusätzliche Anforderungen von Kunden führen dann zu Änderungen im Projektaufbau oder -ablauf. Das bedeutet ein Risiko vor allem für Werkverträge mit Festpreisvereinbarungen. Projekte, die nach Arbeitszeit und -aufwand abgerechnet werden, stellen aus Sicht der KPS kein bestandsgefährdendes Risiko dar, da Änderungsanforderungen zu entsprechenden Anpassungen des Projektbudgets führen.

Durch die Komplexität der Projekte und Besonderheiten in den Branchen, in denen die Kunden der KPS tätig sind, kann es zu fachlichen und/oder qualitativen Problemen kommen, die von den zugeteilten Projektmitarbeitern nicht gelöst werden können.

KPS beobachtet zunehmende Versuche von Mitbewerbern, das erfolgreiche Modell nachzubilden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass mittlere oder große Beratungsunternehmen damit versuchen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber KPS zu erzielen.

2.4 Chancen und Risiken aus Skaleneffekten

Durch die aktuelle Unternehmensgröße mit einem kontinuierlich steigenden Jahresumsatz von nun rund 145 Mio. Euro und einer stabil wachsenden Beratungsmannschaft von gegenwärtig mehr als 400 Beschäftigen ist das Interesse von großen Unternehmen an den Beratungsleistungen von KPS weiter gewachsen. Die zunehmende Attraktivität von KPS steigert die Chancen, von Großkunden als Generalunternehmer beauftragt zu werden.

Aufgrund der Komplexität der Beratungsinitiativen und der Unternehmensgröße der Kunden kann die KPS gleichzeitig nur eine begrenzte Anzahl an Großprojekte bedienen. Der Ausfall (Zahlungsunfähigkeit) einer oder mehrerer dieser Großkunden birgt daher ein bestandsgefährdendes Risiko.

2.5 Markchancen und -risiken

KPS verfügt über eine solide Kundenbasis. Namhafte Unternehmen aus dem In- und Ausland vertrauen wesentliche Projektinitiativen der KPS an. Das umfangreiche Beratungsportfolio der KPS liefert die Basis für ein attraktives Offering-Potential. Es besteht eine sehr hohe Kundenzufriedenheit bei laufenden und einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Transformationsprojekte.

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2016/2017 ist aufgrund der anhaltenden Wachstumsimpulse aus der Branche sowie bereits begonnener neuer Projekte ausgesprochen positiv.

Dennoch können gesamtwirtschaftliche Eintrübungen oder besondere Ereignisse kurzfristig unerwartete Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.

Der wesentliche Umsatzanteil wird von der KPS mit Großkunden realisiert. Die Top10-Kunden stehen für 71 % des Umsatzes. Bei einem hohen Umsatzanteil von einzelnen Kunden steigt das Risiko der Abhängigkeit von diesen Kunden. Unvorhergesehene Projektabbrüche bei zwei oder mehr Großkunden können dann schwerwiegende Auswirkungen haben.

Keines der Risiken hat den Status eines bestandsgefährdenden Risikos. Alle können sich jedoch negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie das Geschäftsergebnis auswirken.

2.6 Sonstige operative Chancen und Risiken

Es besteht das Risiko, dass bestehende Kunden die laufenden Verträge nicht verlängern und keine entsprechenden Neukunden zur Kompensation gefunden werden können. Aufgrund des hohen Anteils des Dienstleistungsumsatzes am Gesamtumsatz der KPS könnte der Rückgang der Auslastungsquote wesentliche Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns haben. KPS erbringt ihre Dienstleistungen zu einem signifikanten Anteil bei Konzernen und großen Mittelstandskunden. Der Wegfall der Geschäftsbeziehung zu einem Großkunden könnte deutliche Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung haben.

KPS verfügt in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern über sehr enge Partnerschaften mit den Firmen SAP, Hybris und Adobe. Gute Beziehungen zu diesen Partnern sind für eine profitable Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften von substanzieller Bedeutung. Eine Beendigung der Zusammenarbeit mit einem der Partner könnte sich auf die Umsatz- und Ertragslage negativ auswirken.

Technische Risiken durch Fehler von Mitarbeitern der KPS können nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Mögliche daraus folgende kurzfristige Kündigungen von Dienstleistungs-, Betreuungs- oder Lieferverträgen können temporäre Belastungen hervorrufen. Umfangreiche Tests reduzieren jedoch diese Risiken erheblich.

Die KPS übernimmt Gewährleistungsverpflichtungen für gelieferte Systeme und erbrachte Leistungen. Herstellergarantien werden weitergereicht. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften. Da der Anteil der Umsätze aus dem Verkauf von Hard- und Software sowie aus Wartungsverträgen an den Gesamtumsätzen der KPS noch relativ gering ist, werden die daraus resultierenden Risikopotenziale noch als gering eingestuft. Soweit die KPS Dienstleistungen erbringt und daraus Gewährleistungsverpflichtungen trägt, sichert sich das Unternehmen über entsprechende Haftpflichtpolicen in angemessenem Umfang ab.

2.7 Investitions- und Finanzierungsbereich

Währungsrisiken bestehen wegen der Konzentration auf den Euroraum nur in begrenztem Umfang. Dies gilt auch für Liquiditäts- und Zinsrisiken aufgrund der soliden Kapital- und Finanzierungsstruktur. Das Geschäftsmodell der KPS bringt es mit sich, dass relativ wenige, aber sehr umfangreiche Projekte gleichzeitig bearbeitet werden. Der Ausfall eines Kunden kann deshalb eine sehr negative Auswirkung auf die Liquiditätssituation von KPS haben.

2.8 Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen

Auswirkungen von Wechselkursentwicklungen sind für den KPS-Konzern aufgrund der Kundenstruktur und der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro nicht erkennbar.

2.9 Steuerlicher Bereich

Es bestehen steuerliche Risiken in Höhe der für Gewerbesteuernachzahlungen einer Tochtergesellschaft rückgestellten Beträge.

2.10 Sonstige wesentliche Ereignisse

In der abgelaufenen Berichtsperiode fanden keine wesentlichen Ereignisse statt, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

2.11 Bestandsgefährdende Risiken

Der Vorstand des KPS Konzerns bewertet die Risiken zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als begrenzt, die Gesamtrisikolage ist beherrschbar. Gegenüber der Berichterstattung zum Jahresabschluss am 30. September 2015 hat sich keine grundlegende Änderung der Gesamtrisikolage ergeben. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder zusammen mit anderen Risiken zu einer signifikanten oder dauerhaften Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der KPS führen könnten oder als bestandsgefährdend anzusehen wären. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind damit zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

2.12 Gesamtrisiko

Das Risikofrüherkennungssystem unterstützt das Management dabei, bestehende Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Risikofrüherkennungssystem wurde im Rahmen der Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- und Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des KPS-Konzerns derzeit nicht erkennbar.

3 ENTWICKLUNG AKTIENKURS

Kursentwicklung der KPS-Aktie (01. Oktober 2015 bis 30. September 2016)

Ein im September 2015 etablierter Aufwärtstrend an den europäischen Aktienmärkten endete zum Jahresschluss im Dezember abrupt mit enttäuschten Erwartungen an die Ausweitung der Geldpolitik durch die EZB. Im ersten Quartal 2016 waren die Kurse in Europa aufgrund schlechter Wirtschaftsdaten und eines anhaltenden Ölpreisverfalls rückläufig. Auch der DAX startete mit Sorgen um eine Rezession der Weltwirtschaft schwach in das Börsenjahr. Das britische Votum zum EU-Austritt führte im zweiten Quartal zu weiteren Verlusten. Im ersten Halbjahr 2016 war die Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten insgesamt von ausgeprägter Volatilität bestimmt. Ausnahmen bilden die Börsen in den USA und den Schwellenländern. Im dritten Quartal 2016 verbesserten sich wichtige Einflussfaktoren für die Aktienmärkte wieder. Die zu Jahresbeginn aufgeflammten Sorgen vor einer erneuten Rezession verflüchtigten sich im Laufe des Börsenjahres 2016. In den Schwellenländern verbesserte sich die Lage dank einer Erholung der Rohstoffpreise, aber auch in den Industrieländern signalisierten die Frühindikatoren einen wirtschaftlichen Aufschwung. Besonders positiv fielen die Daten aus Deutschland aus. Neben den konjunkturellen Rahmenbedingungen überraschten auch die Unternehmensgewinne mehrheitlich positiv. Die erwarteten Verwerfungen an den Aktienmärkten als Ergebnis der US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen blieben indes aus.

Die Aktie der KPS AG übertraf im Geschäftsjahr 2015/2016 die Kursentwicklung des DAX deutlich und verzeichnete im Berichtszeitraum einen Kursgewinn von 124,4 %. Insbesondere im zweiten und vierten Quartal verlief die Kursentwicklung mit einem Gewinn von 45,0 % beziehungsweise 50,7 % ausgesprochen positiv. Der DAX verzeichnete im Zeitraum Oktober 2015 bis September 2016 lediglich ein Plus von 7,7 %.

Am 01. Oktober 2015 starteten die Anteilsscheine der KPS AG mit einem Kurs von 6,03 Euro in den Handel. Nach einem Tiefststand bei 5,68 Euro am 02. Oktober 2015 konnte die KPS-Aktie einen nachhaltigen Aufwärtstrend etablieren. Am 29. September 2016 markierte die Aktie der KPS AG bei 13,80 Euro ihren Höchststand im Berichtszeitraum. Der Handel mit Aktien der KPS AG beendete das Berichtsjahr 2015/2016 mit einem Schlusskurs von 13,53 Euro am 30. September 2016.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der KPS-Aktie an allen deutschen Handelsplätzen betrug im Berichtszeitraum 14.733 Aktien (Vorjahr: 15.918 Aktien). Die Marktkapitalisierung der KPS AG ist infolge der positiven Kursentwicklung sowie der durchgeführten Kapitalerhöhung auf der Basis von nun 37.412.100 im Umlauf befindlichen Aktien zum 30. September 2016 auf 506,2 Mio. Euro gestiegen. Zum 30. September 2015 lag der Börsenwert bei einem Jahresschlusskurs von 5,66 Euro und 34.011.000 Aktien bei 192,5 Mio. Euro (alle Angaben auf Basis von Xetra-Kursen).

Hauptversammlung und Dividende

Am 15. April 2016 informierte der Vorstand der KPS AG die Aktionäre auf der ordentlichen Hauptversammlung über den Verlauf des Geschäftsjahres 2014/2015 und stellte sich deren Fragen. Die Aktionäre entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat und stimmten in allen Tagesordnungspunkten den Vorschlägen der Verwaltung nahezu einstimmig zu. Die Abstimmungsergebnisse der ordentlichen Hauptversammlung können auf https://www.kps.com/ unter Investor Relations/Hauptversammlung eingesehen werden.

Von dem im Jahresabschluss 2014/2015 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 19.520.551,45 Euro hat die Gesellschaft insgesamt 10.166.927,70 Euro als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Dividende je Aktie betrug 0,30 Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahresbetrag um 0,02 Euro je Aktie. Der verbleibende Teilbetrag des Bilanzgewinns in Höhe von 9.353.623,75 Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Unter Berücksichtigung der gezahlten Dividende von 0,30 Euro je Aktie errechnete sich für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Dividendenrendite von 5,0 % bezogen auf den Eröffnungskurs von 6,03 Euro zum 1. Oktober 2015. Die Gesamtrendite (Kursgewinn und Dividendenrendite) der KPS-Aktie belief sich im Berichtszeitraum auf 129,4 %. Zusätzlich zur Dividendenzahlung beschloss die Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/2016 schlägt der Vorstand eine Erhöhung der Dividende auf 0,33 Euro (Vorjahr: 0,30 Euro) pro Aktie vor.

Kapitalerhöhung

Im Berichtszeitraum führte die KPS AG eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zur Ausgabe von sogenannten "Gratisaktien" durch. Mit Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 15. April 2016 und unter Zustimmung des Aufsichtsrats vom 29. Februar 2016 wurden 3.401.100 neue Aktien ausgegeben. Im Zuge dieser Kapitalmaßnahme erhielten KPS-Aktionäre für zehn bestehende Aktien zusätzlich eine neue Aktie. Eine Einlage seitens der Aktionäre war dabei nicht zu leisten (Gratisaktien). Somit wurde mit der Umwandlung von Kapitalrücklagen das Grundkapital der Gesellschaft erhöht.

Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich mit der Kapitalmaßnahme von 34.011.000,00 Euro um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 Euro. Diese Maßnahme hatte keinen Einfluss auf die Höhe des Eigenkapitals der Gesellschaft, es fand lediglich eine Umschichtung innerhalb des Eigenkapitals statt. Um das für die Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln vorgesehene glatte Ausgabeverhältnis von 10:1 zu ermöglichen, war zuvor auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2015 das Grundkapital der Gesellschaft durch Einziehung von sieben erworbenen eigenen Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro herabgesetzt worden. Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie blieb mit 1,00 Euro unverändert.

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der KPS AG ist geprägt durch die vier Unternehmensgründer, die zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 über die Mehrheit der Stimmrechte verfügen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Michael Tsifidaris besitzt 28,2 % der Anteile am Unternehmen. Über 24,9 % der Stimmrechtsanteile verfügt Vorstand Dietmar Müller, Vorstand Leonardo Musso über 12,9 %. Aufsichtsrat Uwe Grünewald besitzt 12,8 % des stimmberechtigten Grundkapitals. 21,2 % der KPS-Aktien befinden sich im Streubesitz.

Investor Relations

Die KPS AG informierte im Geschäftsjahr 2015/2016 über die gesetzlichen und börsenrechtlichen Berichtspflichten hinausgehend institutionelle Investoren, Finanzanalysten und private Aktionäre unverzüglich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über Vorgänge von Bedeutung für die Kursentwicklung des Unternehmens. Zudem tauschte sich der Vorstand der KPS AG aktiv mit der Finanz- und Wirtschaftspresse zur Darstellung des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt aus. Die KPS AG beabsichtigt, die Kommunikation mit Kapitalmarktteilnehmern weiter zu intensivieren und sich verstärkt auf Roadshows und Konferenzen zu präsentieren.

Als Unternehmen im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse erfüllt die KPS AG die hohen gesetzlichen Publizitäts- und Transparenzstandards des Regulierten Marktes. Die Oddo Seydler Bank AG fungiert als Designated Sponsor in der Bereitstellung verbindlicher Geld- und Briefkurse und sorgt für eine angemessene Liquidität und entsprechende Handelbarkeit der KPS-Aktie. Weitere Informationen stehen interessierten Anlegern auf der Investor-Relations-Sektion der Homepage unter https://www.kps.com/ de.investor-relations.html zur Verfügung.

Analystenresearch

Die Entwicklung der KPS-Aktie wird kontinuierlich von den renommierten Bankhäusern Oddo Seydler Bank AG und Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie dem Investmenthaus GBC Research analysiert und bewertet. In ihren aktuellen Studien zur Entwicklung des Geschäftsverlaufs und den Perspektiven des Unternehmens bekräftigen die Analysten ihre Empfehlungen zum Kauf der KPS-Aktie einstimmig. Nach Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 hat Oddo-Seydler-Analyst Henning Steinbrink in seinem Bericht vom 13. Oktober 2016 das Kursziel mit Blick auf die solide Wachstumsdynamik von 11,00 Euro auf 14,00 Euro angehoben.

Aktieninformationen (Stand: 30. September 2016)

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Sektor Software (IT-Dienstleister)
ISIN DE000A1A6V48
WKN A1A6V4
Börsensymbol KSC
Erstnotiz 14. Juli 1999
Anzahl und Art der Aktien 37.412.100 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien)
Grundkapital EUR 37.412.100,00
Börsenplatz Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Berlin-Bremen, Düsseldorf und München sowie XETRA
Marktsegment Regulierter Markt
Transparenzlevel General Standard
Designated Sponsor(s) Oddo Seydler Bank AG
Höchst-/Tiefststand EUR 13,80 / 5,68
Eröffnungskurs EUR 6,03
Schlusskurs EUR 13,53
Marktkapitalisierung EUR 506,2 Mio.

4 NACHTRAGSBERICHT

4.1 Berichtspflichtige Ereignisse

Nach Ablauf des Berichtszeitraums hat die KPS AG am 2. Dezember 2016 über ihre dänische Tochtergesellschaft KPS Consulting A/S einen Kaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Anteile an der Saphira Consulting A/S, Virum, Dänemark, unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion erfolgt mit Wirkung zum 5. Januar 2017. Die Saphira Consulting A/S ist ein hochqualifiziertes SAP-Beratungsunternehmen auf dem skandinavischen Markt und kann auf eine ausgezeichnete Referenzbasis verweisen. Durch den Erwerb baut die KPS-Gruppe ihre marktführende Stellung in Europa als Berater und Dienstleister für Transformationsprojekte im wachstumsstarken Feld der Digitalisierung weiter aus.

Darüber hinaus beantragte die KPS AG am 9. Dezember 2016 die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit Wirkung zum 23. Dezember 2016 wurde der Wechsel vom General Standard in den Prime Standard vollzogen. Durch die Erfüllung der höchsten Transparenzstandards steigt die Attraktivität der KPS-Aktie für institutionelle Investoren. Die KPS AG erfüllt mit der Zulassung zum Prime Standard eine Voraussetzung für eine mögliche Aufnahme der KPS-Aktie in einen Auswahlaktienindex der Deutschen Börse AG.

4.2 Veränderungen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit dem 30. September 2016 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des KPS-Konzerns erwarten.

4.3 Einschätzung des Vorstands zur aktuellen Entwicklung

Der KPS-Konzern konnte die für das Geschäftsjahr 2015/2016 von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Unternehmensziele in vollem Umfang erreichen oder übertreffen. Umsatz und vor allem das Ergebnis lagen deutlich über dem Vorjahr und auch über den Erwartungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2015/2016.

In das Geschäftsjahr 2016/2017 ist KPS erfolgreich gestartet und konnte die Wachstumsdynamik des abgelaufenen Geschäftsjahres fortsetzen. Vorstand und Management gehen nach heutiger Sachlage davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr die prognostizierten Wachstumsziele bei Umsatz wie Ergebnis realisiert werden.

Bedingt durch die exzellente Entwicklung des Unternehmens konnten stabile Faktoren für ein nachhaltiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stimmten die Erwartungen beim Umsatz wie beim Ertrag mit den Vorgabewerten überein.

5 RISIKOMANAGEMENTZIELE UND -METHODEN DES KPS-KONZERNS

KPS geht Risiken nur dann ein, wenn diese als beherrschbar angesehen werden und die damit einhergehenden Chancen eine angemessene Wertsteigerung erwarten lassen. KPS versteht unter einem Risiko negative Ereignisse oder ungünstige Auswirkungen auf ein Projekt zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt. Durch etablierte Kontrollverfahren und vorgegebene Abläufe, verankert in unserer KPS Rapid-Transformation®-Methode, kann auf unerwartete Ereignisse zeitnah reagiert und gegenüber diesen rechtzeitig gegengesteuert werden.

Basierend auf innovativen Reporting-Instrumenten wurde ein effizientes Management-Informationssystem etabliert, das kontinuierlich an die aktuellen Herausforderungen des Unternehmens angeglichen und weiterentwickelt wird.

Um Risiken, denen KPS ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und zu steuern, steht dem Management ein umfassendes Finance- und Controlling-System zur Verfügung, das alle erforderlichen Informationen tagesaktuell in hoher Qualität bereitstellt. Die Risikoidentifikation erfolgt durch erfahrene Projektmanager in turnusmäßigen Reviews mit den Vice-Presidents und dem Vorstand.

6 PREISÄNDERUNGS-, AUSFALL- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN SOWIE RISIKEN AUS ZAHLUNGSSTROMSCHWANKUNGEN

Ein Kreditrisiko/Ausfallrisiko besteht für KPS dahingehend, dass Kunden oder sonstige Schuldner ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit größeren Umsatzvolumen unterliegt der regelmäßigen Überprüfung.

7 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

KPS investiert im Bereich Forschung und Entwicklung vor allem in Verbesserungen der technischen Integration verschiedener Softwareplattformen wie SAP und Hybris, für die wir uns als Marktführer unter den Managementberatungen verstehen, sowie in die Entwicklung neuer Bedienkonzepte von Software-Anwendungen. Seit dem Geschäftsjahr 2015/2016 wird intensiv Entwicklungsarbeit zur Standardisierung von SAP-Prozessstrecken geleistet. Im Geschäftsjahr wurden hierfür 1,5 (Vorjahr: 0,0) Mio. Euro Eigenleistungen aktiviert. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungen waren zum Stichtag noch nicht fertiggestellt, es fiel deshalb keine Abschreibung an.

Weitere Entwicklungsleistungen werden für Digitalisierung und für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle erbracht. Es wird kontinuierlich ein Team von mehreren Mitarbeitern für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben eingesetzt. Bei Bedarf werden weitere Mitarbeiter zeitweilig mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut.

8 VERGÜTUNGSBERICHT

8.1 Vergütungen für die Mitglieder des Vorstands

Die Vorstandsvergütungen setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum sind für jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge vereinbart, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente wird an das Erreichen bestimmter Erfolgskennziffern im KPS-Konzern gekoppelt und wird im folgenden Geschäftsjahr ausbezahlt. Die Vergütung betrug für den Vorstand insgesamt 1.250 (Vorjahr: 680) TEuro, wobei der variable Anteil 48 % der Gesamtbezüge betrug. Der Grund für den Anstieg der Vergütung liegt darin, dass der Vorstand seit Dezember 2015 aus zwei Mitgliedern besteht. Eine Offenlegung der individualisierten Vorstandsbezüge unterbleibt, ein entsprechender Beschluss der Hauptversammlung liegt dazu vor. Dem Vorstand wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erhält der Vorstand einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Des Weiteren wurde eine Gruppenunfallversicherung abgeschlossen.

8.2 Vergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrats

In der Hauptversammlung am 09. Mai 2008 wurde die derzeitige Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats beschlossen. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung in Höhe von TEuro 15, der Aufsichtsratsvorsitzende erhält TEuro 25. Die Vergütung wird nach der Hauptversammlung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf insgesamt 55 (Vorjahr: 55) TEuro. Im Geschäftsjahr 2015/2016 betrugen die Aufsichtsratvergütungen für den Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Michael Tsifidaris 25 (Vorjahr: 25) TEuro, für Herrn Uwe Grünewald 15 (Vorjahr: 15) TEuro und für Herrn Hans-Werner Hartmann 15 (Vorjahr: 15) TEuro.

9 WESENTLICHE MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERN RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (BERICHT GEMÄSS §§ 289 ABSATZ 5, 315 ABSATZ 2 NR. 5 HGB)

Das Rechnungswesen und Controlling des KPS-Konzerns arbeitet auf Basis eines rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet und alle Konzerngesellschaften einbezieht. Unser Ziel ist es, potenzielle Risiken und Fehlentwicklungen frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren bzw. vollständig zu vermeiden. Durch diese Maßnahmen sollen mögliche Schäden und eine potenzielle Bestandsgefährdung vom KPS-Konzern abgewendet werden.

Risiken, die sich aus der Auftragsabwicklung ergeben, werden durch das Controlling frühzeitig erkannt. Ableitbare drohende Risiken werden den verantwortlichen Vice-Presidents und Managing Partnern unverzüglich mitgeteilt, in internen Führungsmeetings besprochen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Verantwortlichkeiten sind klar abgegrenzt; die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und der Einsatz von strengen IT-Berechtigungskonzepten sind essenzielle Bestandteile unseres internen Rechnungswesens und Controlling-Systems.

Die Abschlusserstellung der Konzerngesellschaften nach nationalen Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt zentral von unserem Firmensitz in Unterföhring aus. Hierbei wird ein konzerneinheitlicher Kontenplan verwendet, der für alle Gesellschaften maßgeblich ist. Nach Überleitung der Einzelabschlüsse auf die internationalen Rechnungslegungsvorschriften (HB II) erfolgt über unser SAP Finance & Controlling-System eine Konsolidierung auf den Konzernabschluss. Hierbei werden konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden - soweit wesentlich oder gesetzlich erforderlich - einer externen Jahresabschlussprüfung unterzogen, deren Ergebnisse mit den Abschlussprüfern besprochen werden.

10 PROGNOSEBERICHT

10.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

10.1.1 Weltwirtschaft weiter mit geringerer Wachstumsdynamik

In den kommenden beiden Jahren rechnen die wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute zwar damit, dass die Weltwirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, doch ein kräftiger globaler Aufschwung ist demnach nicht zu erwarten. Für 2017 und 2018 rechnen die Experten der Gemeinschaftsdiagnose mit einem Wachstum von jeweils 2,7 %.Getragen werden soll die weltwirtschaftliche Expansion voraussichtlich weiterhin vom privaten Konsum. Die Beschäftigung in den USA, im Euroraum und in Japan soll weiter spürbar zunehmen. Mit einem geringen Produktivitätsfortschritt erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Löhne langsamer steigen. Zudem sollen die Kaufkraftgewinne durch wieder steigende Energiepreise aufgezehrt werden, sodass der private Konsum gebremst werden könnte. Die Finanzierungsbedingungen sollen voraussichtlich günstig bleiben. Die Investitionstätigkeit könnte indes durch einen eingetrübten Ausblick für Exporte in die Schwellenländer gebremst werden, die einen abflachenden Wachstumstrend verzeichnen. Dabei wird laut Gemeinschaftsdiagnose insbesondere die Unsicherheit über die zukünftigen institutionellen und regulatorischen Rahmenbedingungen die Investitionsneigung der Unternehmen hemmen. Eine Stabilisierung der Weltwirtschaft könnte indes einen Aufholeffekt nach der anhaltenden Investitionszurückhaltung auslösen. Eine Verbesserung der Absatzerwartungen von Unternehmen kann dementsprechend zu notwendigen Ersatzinvestitionen führen. Insgesamt ist die weltwirtschaftliche Dynamik nach Meinung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute weiterhin geringer als vor der Großen Rezession.21

21 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

Fortsetzung der Erholung im Euroraum

Für den Euroraum wird laut Gemeinschaftsdiagnose in den Jahren 2017 und 2018 eine Verlangsamung des Wachstums auf jeweils 1,5 % erwartet. Die fortgesetzte Erholung der wirtschaftlichen Aktivität wird sich auch im anhaltenden Rückgang der Erwerbslosenquote widerspiegeln, die bis 2018 voraussichtlich weiter auf 9,2 % sinken soll. Die Stabilisierung der Energiepreise soll zu einem Anstieg der Preissteigerungsrate von 1,2 % in 2017 und 1,5 % in 2018 führen. Dagegen könnte die Entscheidung des Vereinigten Königreichs, aus der Europäischen Union auszutreten, die Konjunktur im Euroraum zumindest kurzfristig abschwächen. Eine erhebliche Belastung des Euroraums durch die schwächere Entwicklung in Großbritannien sowie die Abwertung des britischen Pfundes wird nicht erwartet. Impulse für den Euroraum könnten von einer Verbesserung der weltwirtschaftlichen Bedingungen ausgehen. Zudem sollen die Finanzierungsbedingungen infolge der expansiven Finanzpolitik im Prognosezeitraum günstig bleiben. In diesem Umfeld dürften die Unternehmen an Zuversicht gewinnen und die Investitionen beschleunigt ausweiten.22

22 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf

10.1.2 Deutschland weiterhin in moderatem Aufschwung

Das Wachstum in Deutschland wird nach Meinung der wichtigsten deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute in 2017 aufgrund einer geringeren Anzahl an Arbeitstagen als im Vorjahr nur noch 1,4 % betragen, bevor die Konjunktur 2018 wieder um 1,6 % steigt. Infolge einer höheren Dynamik der Weltkonjunktur prognostizieren die Experten einen Anstieg der deutschen Exporte. Die Importe sollen aufgrund der sehr guten binnenwirtschaftlichen Entwicklungen kräftiger zunehmen. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten sind im Prognosezeitraum demnach zwar stärker ausgelastet als im langjährigen Durchschnitt, dennoch sind weniger die Unternehmensinvestitionen die Treiber des Aufschwungs, sondern weiterhin der Konsum der Privathaushalte, der vom anhaltenden Beschäftigungsaufbau profitiert. Mit Blick auf eine leicht positive Produktionslücke soll die Investitionstätigkeit der Unternehmen wieder leicht steigen. Die Erwerbslosenquote in Deutschland wird, ungeachtet der Integration von Flüchtlingen sowie der Zuwanderung aus Staaten der Europäischen Union in den Arbeitsmarkt, in den kommenden beiden Jahren von den Experten bei jeweils 6,1 % erwartet. Aufgrund wieder steigender Ölpreise in 2017 soll die Preissteigerung im kommenden Jahr 1,4 % betragen. 2018 wird eine Inflation von 1,5 % erwartet. Die deutsche Wirtschaft könnte bei anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen auch kräftiger expandieren als angenommen. Die Entscheidung der britischen Bevölkerung für den Austritt aus der Europäischen Union, könnte die Konjunktur in der Bundesrepublik dagegen beeinträchtigen.23

10.1.3 Branchenspezifische Entwicklung

Marktwachstum durch Digitalisierung

Für die kommenden sechs Monate des Winterhalbjahres 2016/2017 erwarten 38 % der Unternehmensberatungen in Deutschland eine weitere Verbesserung der Geschäftsaussichten, lediglich 6 % rechnen mit einer ungünstigeren Entwicklung. Besonders optimistisch zeigen sich die IT-Berater nach der Geschäftsklima-Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) im dritten Quartal 2016. Eine steigende Nachfrage von Beratungsleistungen für das kommende Halbjahr erwarten die Consultants insbesondere aus der Konsumgüterindustrie, dem Fahrzeugbau sowie dem Maschinenbau.24 25 Die IT-Dienstleistungsbranche setzt ihren Aufschwung ebenfalls fort. Das Marktwachstum resultiert aus der Nachfrage der Kunden nach Unterstützung bei digitalen Transformationsprojekten. Besonders IT-Beratungs- und Systemintegrationsunternehmen mit einer Fokussierung auf das Projektgeschäft profitieren von dieser Entwicklung. Für 2017 erwarten die IT-Consultingunternehmen ein Umsatzwachstum von 13 %.26

23 https://www.ifw-kiel.de/wirtschaftspolitik/prognosezentrum/konjunkt/2016/gdherbst2016_langfassung.pdf
24 http://www.bdu.de/media/160672/geschaeftsklimabefragung_herbst2015.pdf
25 http://www.bdu.de/media/174316/ergebnisse-marktstudie-unternehmensberatung-2016.pdf
26 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-listen-2016-digitale-revolution-treibt-it-markt-in-neue-hoehen

Digitalisierung für die Zukunftsfähigkeit

Die Digitalisierung verändert die Geschäftsmodelle und -abläufe von Unternehmen. In der Konsequenz stellt der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater fest, dass die Wirtschaft in Deutschland ohne Ausrichtung oder Anpassung in weiten Teilen nicht zukunftsfähig im globalen Wettbewerb aufgestellt ist.27 Somit steigt auch die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen von Unternehmen in der Umsetzung von Digitalisierungskonzepten. Die Fähigkeit, digitale Lösungen in die bestehenden IT-Systeme zu integrieren, spielt dabei eine herausragende Rolle. Mit Investitionen in die digitale Transformation beabsichtigen, laut Lünendonk-Studie 2016 zum Markt für IT-Beratung und IT-Service, 74 % der Unternehmen in Deutschland, die bestehenden IT-Systeme zu modernisieren und digitale Lösungen zu integrieren.28

27 http://www.bdu.de/media/239266/thinktank-plus-zukunftsfaehige-arbeitswelten-092016.pdf
28 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2016-investitionen-in-die-digitale-transformation

Integration entscheidend für Digitalisierungserfolg

Die steigende Anzahl von Digitalisierungsprojekten erfordert für die Umsetzung ausreichend Personal. Die Unternehmen sind hier jedoch mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert und rund die Hälfte der Kundenunternehmen können Projekte nicht ausreichend mit Fachpersonal besetzen. Gleichzeitig nimmt die Komplexität von Projekten zu und lässt die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen steigen. Aber auch die IT-Beratungen sind vom Fachkräftemangel betroffen. Für 87 % der IT-Dienstleistungsunternehmen ist die Rekrutierung von geeigneten Fachkräften eine Herausforderung, sodass rund ein Fünftel der offenen Stellen unbesetzt bleibt.29 Die Unternehmensberatungen erwarten nahezu einstimmig eine Zunahme der Virtualisierung der eigenen Dienstleistungen in den nächsten fünf Jahren. Durch die virtualisierten Beratungsleistungen könnte die eigene Wertschöpfungskette optimiert und neue Beratungssegmente erschlossen werden, was bedeuten würde, dass Know-how effektiver und ortsunabhängig in der Projektarbeit eingesetzt wird. Die Beratungen könnten damit die eigene Leistungsfähigkeit optimieren und sich im Wettbewerb differenzieren. Innovative Referenzprojekte stärken zudem die Reputation der Unternehmensberater als digitale Pioniere.30 Gerade bei umfassenden Transformationsprojekten bevorzugen die Kundenunternehmen einen integrierten Beratungs- und Transformationsansatz. Beratungen mit Kompetenz in Business Innovation und Transformation sind die bevorzugten Partner in der Digitalisierung.31

Der Grund hierfür ist, dass der digitale Wandel sowie veränderte Kundenbedürfnisse neben einem Umbau der bisherigen Geschäftsmodelle zudem zu neuen Anforderungen an die Strategieentwicklung und Umsetzung von Projekten führen. Die Integration von Innovationsmanagement, Fachberatung und IT-Transformation gilt als entscheidend für Digitalisierungserfolg. In Konsequenz der veränderten Anforderungen an Digitalisierungsprojekte richten die Unternehmen ihre Sourcing-Strategien und Modelle für die Zusammenarbeit mit externen Beratungs- und IT-Dienstleistern neu aus. Damit sind Beratungsunternehmen zunehmend gefordert, ihre Geschäftsmodelle weiter anzupassen.32 Während die Entwicklung und Einführung digitaler Geschäftsmodelle geprägt vom Fachkräftemangel voranschreitet, gewinnt auch die Rolle der Fachbereiche bei IT-Projekten weiter an Bedeutung. So stellt die Lünendonk-Studie 2016 zum Markt für IT-Beratung und IT-Service fest, dass in 85 % der untersuchten Großunternehmen und Konzernen die Verantwortung von Digitalisierungsprojekten in den Fachbereichen liegt. Im Ergebnis zeichnen die Fachabteilungen bereits für 39 % der Budgets verantwortlich und die Beratungsunternehmen realisieren ein Drittel des Umsatzes mit den Fachabteilungen der Kundenunternehmen. Dabei stellt wiederum für rund ein Drittel der Unternehmen die Auswahl eines passenden Beratungsunternehmens eine weitere Herausforderung dar.33

29 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2016-investitionen-in-die-digitale-transformation
30 http://www.bdu.de/media/227421/studie-virtualisierung-juli-2016.pdf
31 http://luenendonk.de/pressefeed/business-innovationtransformation-partner-auf-erfolgskurs
32 http://luenendonk.de/pressefeed/neu-luenendonk-studie-2016-business-innovationtransformation-partner-ein-dienstleistungskonzept-fuer-dierdigitale-transformation
33 http://luenendonk.de/pressefeed/luenendonk-studie-2016-investitionen-in-die-digitale-transformation

10.2 Entwicklung KPS-Konzern

Die Herausforderungen der Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft zwingen die Unternehmen, bewährte Geschäftsmodelle, Prozesse und Technologien zu hinterfragen und neue, innovative Konzepte und Ansätze zu testen, umzusetzen oder auch wieder zu verwerfen.

Prinzipiell war jedes Unternehmen schon immer in dieser Hinsicht gefordert, nun aber hat die Geschwindigkeit, mit welcher sich völlig neue Modelle etablieren, erheblich zugenommen. Es bleibt also weniger Zeit, zu reagieren oder proaktiv neue Wege einzuschlagen.

Unternehmen sind sich unsicherer als je zuvor, was die Zukunft bringen wird und sind in dieser Zeit der Veränderung verstärkt auf Beratungspartner angewiesen, welche sie bei Transformationsinitiativen unterstützen. Die KPS-Berater übernehmen hier quasi die Funktion eines Lotsen, der das Schiff sicher geleitet und einem Kunden Gefahren, aber vor allem die Chancen der Digitalisierung aufzeigt.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass Geschäftsmodelle und ganze Unternehmen innerhalb kürzester Zeit durch neue Wettbewerber "wegdigitalisiert'' werden können. Die größten Treiber dieser Veränderungen sind Mobile, Big Data, Social Media und Cloud-Services. Ganze Branchen werden dadurch gerade umgekrempelt und neue Entwicklungen sind immer auch mit hohen Investitionen verbunden. Oft ist nicht klar, wie ein neues Geschäftsmodell so entwickelt werden kann, um eine Geschäftsidee gewinnbringend und nachhaltig zu realisieren. Hier ist die Unterstützung eines Beratungspartners, der Erfahrung, lösungsorientiertes Vorgehen und kreative Umsetzungsideen mitbringt, besonders wertvoll.

Nicht nur für die Kunden verändert sich der Markt, auch die Beratungsunternehmen müssen sich auf Veränderungen in ihrer Branche einstellen. Zwar hat der Vorstand oder die Geschäftsführung immer noch sehr großen Einfluss auf die Entscheidung, welcher Beratungspartner den Zuschlag erhält, die Zahl der Ansprechpartner und der Entscheidungsträger hat jedoch deutlich zugenommen. Heutzutage spielt insbesondere die schnelle Umsetzung und Reduktion von Projektlaufzeiten eine zentrale Rolle bei der Auswahl des Beratungspartners. Hier hat KPS mit der über die letzten Jahre entwickelten, innovativen Rapid Transformation-Methode einen großen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb.

Der allgegenwärtige und allumfassende digitale Wandel ist überall festzustellen und bringt Veränderungen mit sich, die Märkte, die Menschen und die Gesellschaft prägen. Die Digitalisierung ist der Innovationstreiber des 21. Jahrhunderts und umfasst verschiedenste Entwicklungen, welche alle in dieselbe Konsequenz münden: die operationale und kulturelle Transformation von Unternehmen hin zur Unternehmenssteuerung in Echtzeit und zur Individualisierung und Personalisierung von Produkten und Fertigung. Unternehmen müssen sich nicht nur Geschäftsmodelle, Unternehmenskonzepte und -strategien anpassen, sie müssen vor allem auf das veränderte Verhalten ihrer Kunden - des einzelnen Kunden - sehr viel stärker eingehen können. Darauf müssen Strategien, Prozesse und digitale Technologien ausgerichtet werden.

KPS hat diese Marktentwicklung frühzeitig antizipiert und Strategie, Organisation und Liefermodelle darauf ausgerichtet. Ein wichtiger Beitrag zum Erfolg ist die vorbildliche Unternehmenskultur von KPS - sie ist eine Voraussetzung dafür, dass außergewöhnlich qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für KPS gewonnen und langfristig an das Unternehmen gebunden werden können.

Eine der wesentlichen Zielsetzungen für das Geschäftsjahr 2016/2017 und darüber hinaus liegt darin, die Marktführerschaft für Transformationsberatung und Prozessoptimierung in den KPS-Fokusbranchen Handel und Konsumgüter zu festigen und international weiter auszubauen, aber auch durch die Vertikalisierung und die Symbiose von Industrie und Handel entstehende Chancen und Potenziale entsprechend zu nutzen.

10.3 Wesentliche Geschäftsfelder

Kernsegment unserer Aktivitäten und Hauptumsatzträger bildet die Managementberatung. Unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten erzielen wir dabei im Segment Transformationsberatung und Prozessoptimierung.

Wir gehen davon aus, dass unser Service- und Softwaregeschäft im Geschäftsjahr 2016/2017 gleichfalls weiter wachsen wird. Im Aufgabenschwerpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung auf SAP- und Hybris-Plattformen.

10.4 Dienstleistungs- und Absatzbereich

KPS hat im Geschäftsjahr 2015/2016 die von Aufsichtsrat und Vorstand vorgegebenen Leitlinien und Unternehmensziele vollumfänglich umsetzen können. Umsatz und Ergebnisentwicklung entwickelten sich erfreulich gut über den Planwerten. Durch diese positive Unternehmensentwicklung konnten zuverlässige Faktoren für ein stabiles und langfristiges Wachstum der KPS geschaffen werden. Nach heutiger Kenntnislage geht der Vorstand davon aus, dass sich Umsatz und Ergebnis gemäß den Prognosen für das Geschäftsjahr 2016/2017 entwickeln. Zum Zeitpunkt der Drucklegung stimmt die aktuelle Geschäftsentwicklung mit den Erwartungen in den wesentlichen Finanzkennzahlen überein.

10.5 Investitions- und Finanzierungsbereich

Zur Steigerung des Umsatzes sind umfangreiche Investitionen im Bereich Personalaufbau und -entwicklung vorgesehen. Für unsere weitere europaweite Expansion sind ebenfalls umfangreiche Investitionen geplant, in Dänemark wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 bereits eine Akquisition vorgenommen.

Bei den Kostenstrukturen rechnen wir mit keinen wesentlichen Veränderungen. Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2016/2017 resultiert unter anderem aus der positiven Entwicklung vergangener Berichtszeiträume und basiert vor allem auf dem exzellenten Beratungsportfolio für unsere Fokusbranchen, dem Handel und die Konsumgüterindustrie.

10.6 Umsatz, Ertrags- und Finanzlage

10.6.1 Wirtschaftliche Entwicklung der KPS

Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im prognostizierten Rahmen bewegen und es nicht zu konjunkturellen Destabilisierungen kommt, geht der KPS-Konzern im Geschäftsjahr 2015/2016 von einer weiteren Steigerung des Umsatzes und Ergebnisses aus. Auch für die Jahre danach rechnen wir mit einem kontinuierlichen und stabilen Wachstum. Neben der Steigerung des Umsatzes wollen wir uns konsequent auf die Ertragsoptimierung konzentrieren.

Aufsichtsrat und Vorstand der KPS AG wollen an der erfolgreichen Ausrichtung des Unternehmens festhalten und die eingeschlagene strategische Weichenstellung konsequent beibehalten. Dabei ist unsere vorrangige Aufgabe, die Internationalisierung der KPS europaweit voran zu treiben.

10.6.2 Positive Lageeinschätzung zur Entwicklung der KPS AG

Vorstand und Management der KPS AG beurteilen die Lage insgesamt sehr positiv. Für die Herausforderungen der Zukunft sind wir exzellent aufgestellt. Darüber hinaus verfügt die KPS über eine solide Finanzstruktur und Ertragslage. Zum Unternehmenserfolg werden auch in Zukunft unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter maßgeblich beitragen.

Bei den Planungen für das Geschäftsjahr 2016/2017 geht der Vorstand weiter von einem stabilen Wachstum aus, wobei der Schwerpunkt auf der nachhaltigen Verbesserung der Ergebnismargen liegt. Wir sind erfolgreich in das neue Geschäftsjahr 2016/2017 gestartet. Im ersten Quartal haben sich Umsatz und Auftragseingang gemäß unseren Erwartungen sehr zufriedenstellend entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf voraussichtlich 160 Mio. Euro sowie ein EBIT von 25,0 Mio. Euro. In diesen Werten ist die Prognose für die am 05.01.2017 erworbene Saphira A/S, Dänemark, enthalten.

Unsere Prognose basiert auf heute bekannten Fakten und Vorhersagen über die zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen Entwicklungen. Sollte es bei den wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen zu größeren, aus heutiger Sicht nicht vorhersehbaren Veränderungen kommen, besteht trotz allem ein latentes Risiko, dass die prognostizierten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreicht werden können.

10.7 Sonstige wesentliche Ereignisse

Nach Ablauf des Berichtszeitraums hat die KPS AG am 2. Dezember 2016 über ihre dänische Tochtergesellschaft KPS Consulting A/S einen Kaufvertrag zum Erwerb sämtlicher Anteile an der Saphira Consulting A/S, Virum, Dänemark, unterzeichnet. Der Vollzug der Transaktion erfolgt mit Wirkung zum 5. Januar 2017. Die Saphira Consulting A/S ist ein hochqualifiziertes SAP-Beratungsunternehmen auf dem skandinavischen Markt und kann auf eine ausgezeichnete Referenzbasis verweisen. Durch den Erwerb baut die KPS-Gruppe ihre marktführende Stellung in Europa als Berater und Dienstleister für Transformationsprojekte im wachstumsstarken Feld der Digitalisierung weiter aus.

Darüber hinaus beantragte die KPS AG am 9. Dezember 2016 die Zulassung zum Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Mit Wirkung zum 23. Dezember 2016 wurde der Wechsel vom General Standard in den Prime Standard vollzogen. Durch die Erfüllung der höchsten Transparenzstandards steigt die Attraktivität der KPS-Aktie für institutionelle Investoren. Die KPS AG erfüllt mit der Zulassung zum Prime Standard eine Voraussetzung für eine mögliche Aufnahme der KPS-Aktie in einen Auswahlaktienindex der Deutschen Börse AG.

11 BERICHT GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB

11.1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 30. September 2016 betrug das Grundkapital der Gesellschaft 37.412.100 Euro. Es ist eingeteilt in 37.412.100 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von 1 Euro am Grundkapital. Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2015 wurde vom Vorstand beschlossen, sieben erworbene eigene Aktien unter Herabsetzung des Grundkapitals einzuziehen. Das Grundkapital reduziert sich durch die Einziehung von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro und verteilt sich insgesamt auf 34.011.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde das gezeichnete Kapital um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 Euro durch Umwandlung eines Betrages der anderen Gewinnrücklagen von 3.401.100,00 Euro erhöht. Die neuen Aktien stehen den Aktionären im Verhältnis 10:1 zu, sodass auf zehn bestehende Stückaktien eine neue Stückaktie entfällt. Die neuen Stückaktien sind ab dem 01. Oktober 2015 gewinnbezugsberechtigt. Jede Aktie hat ein Stimmrecht. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich der Bestand der eigenen Anteile um 12.124 Aktien.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine eigenen Aktien erworben, es wurden keine eigenen Aktien veräußert. Der Gesamtbestand der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien zum Stichtag 30. September 2016 beträgt 133.365 (Vorjahr: 121.248) Stück. Bei allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten eingebunden.

11.2 Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Zwischen den Aktionären Michael Tsifidaris, Dietmar Müller, Leonardo Musso und Uwe Grünewald bestand bis zum 31. Dezember 2015 ein Stimmbindungsvertrag für die im Wege der Sacheinlage erworbenen 25.824.536 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1 Euro für Abstimmungen bei Hauptversammlungen.

Dem Vorstand sind keine weiteren Vereinbarungen zwischen Aktionären bekannt, aus denen sich Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen zur Übertragung von Aktien ergeben. Solche Beschränkungen ergeben sich auch nicht aus Gesetz oder Satzung, soweit nicht im Einzelfall die Regelung des § 28 Satz 1 WpHG Anwendung findet. Nach dieser Regelung besteht das Stimmrecht aus Aktien, die einer wesentlichen Beteiligung an der Gesellschaft im Sinne von §§ 21 und 22 WpHG zuzurechnen sind, für die Zeit nicht, in der die Mitteilungspflichten gegenüber der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach § 21 Abs. 1 oder 1a WpHG nicht erfüllt wurden.

11.3 Kapitalbeteiligungen größer 10 Prozent

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bestanden zum 30. September 2016 nach Kenntnis des Vorstands wie folgt:

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Stück In
%
Michael Tsifidaris 10.543.382 28,18 %
Dietmar Müller 9.316.884 24,90 %
Leonardo Musso 4.834.751 12,92 %
Uwe Grünewald 4.784.057 12,79 %

Der KPS AG sind im Geschäftsjahr 2015/2016 keine weiteren Meldungen hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen zugegangen, die 10 % der Stimmrechte übersteigen. Damit liegt der Gesellschaft über die oben dargestellte Auflistung hinaus keine Meldung vor, die eine Beteiligung über 10 % der Stimmrechte beinhaltet.

11.4 Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen

Es gibt keine Aktien der Gesellschaft mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

11.5 Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligungen

Arbeitnehmer, die am Kapital der KPS AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre unmittelbar nach den gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

11.6 Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden nach Maßgabe von § 84 AktG in Verbindung mit § 7 der Satzung bestellt bzw. abberufen. Hierfür ist der Aufsichtsrat zuständig. Ernennungen erfolgen jeweils für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig, wobei der Beschluss frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß § 179 Abs. 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung, der, soweit die Satzung keine andere Mehrheit vorsieht, gemäß § 179 Abs. 2 AktG eine Mehrheit von drei Vierteln des bei der Abstimmung vertretenen Grundkapitals erfordert.

11.7 Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Ausgabe oder dem Rückkauf von Aktien

Der Vorstand hat die ihm durch Gesetz und Satzung eingeräumten Befugnisse, welche im Kern die Befugnisse zur Leitung der Gesellschaft unter eigener Verantwortung und ihrer Vertretung nach außen umfassen.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789 Euro. Die Eintragung des genehmigten Kapital 2014/I in das Handelsregister erfolgte am 9. April 2014, die Erhöhung des Grundkapitals am 28. Juli 2014.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück erworben und 518.910 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück veräußert. Zu dem Bestand vom 30. September 2015 in Höhe von 121.248 Stück wurden im Geschäftsjahr 2015/16 keine Anteile erworben. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden sieben eigene Aktien eingezogen, sodass der Gesamtbestand sich am Bilanzstichtag auf 121.241 Stück reduziert hat. Durch die von der Hauptversammlung am 15. April 2016 beschlossene Kapitalerhöhung hat sich der Bestand der eigenen Aktien um 12.124 Stück auf nunmehr 133.365 Stück erhöht. Die durch Kapitalerhöhung unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile von 12.124 Stückaktien werden nicht bilanziert, da es sich um Gratisaktien handelt.

11.8 Wesentliche Vereinbarungen unter Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes

Im Falle eines Kontrollwechsels in Folge eines Übernahmeangebots erhalten die Vorstandsmitglieder bei Ausübung des vertraglich vereinbarten Sonderkündigungsrechts eine Abfindung in Höhe von 75 % des zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung gültigen Jahreszieleinkommens. Den Vice Presidents wurde für diesen Fall ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt. Mit der Verkäuferseite der getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH wurde vereinbart, dass in diesem Fall die Earn Out-Raten für alle Geschäftsjahre, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen sind, in maximaler Höhe zu bezahlen sind.

12 ZUSATZBERICHT

12.1 Zusatzbericht Personal

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzt eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitern an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.

Am 30. September 2016 beschäftigte der KPS-Konzern insgesamt 417 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 354). Damit ist die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2015/2016 um 63 Beschäftigte bzw. 17,8 % angestiegen, was im Wesentlichen auf die Ausweitung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen ist. In Deutschland beschäftigten wir 401 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 343), dies entspricht einem Anteil von 96,2 % (Vorjahr: 96,9 %) im Gesamtkonzern. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter belief sich im Berichtszeitraum auf 391 (Vorjahr: 338). Der Anstieg um 53 Beschäftigte bzw. 15,7 % beruht im Wesentlichen auf der Zunahme des Geschäftsvolumens.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 um 8,0 Mio. Euro bzw. um 20,3 % auf 47,5 (Vorjahr: 39,5) Mio. Euro.

12.2 Mitarbeiterkennzahlen

Nachfolgende Übersicht gibt einen Überblick über die Entwicklung der Mitarbeiterzahl nach Regionen und nach Funktionen gegliedert.

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30.09.2016 30.09.2015 Veränderung
Mitarbeiter pro Region      
Deutschland 401 343 58
Schweiz 2 8 -6
Dänemark 14 3 11
Gesamt 417 354 63
Mitarbeiter nach Funktion      
Vorstand 2 1 1
Geschäftsführer 2 3 -1
Berater 378 324 54
Verwaltung 32 25 7
Auszubildende 3 1 2
Gesamt 417 354 63

Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern sind auch die Vorstände der KPS AG, Herr Dietmar Müller (bei insgesamt sieben Gesellschaften) und Herr Leonardo Musso (bei insgesamt neun Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt. Somit sind vier Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 30. September 2016 tätig.

12.3 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Starke Kundennachfrage

KPS steht für innovative Methodik und hohe Umsetzungskompetenz. Mit der KPS Rapid-Transformation® Methode profitieren unsere Kunden von einer hohen Effizienz sowie Projekttransparenz. Strategieentwicklung, Prozessdesign und Implementierung laufen so weit wie möglich simultan ab, dabei werden Projektlaufzeiten und Projektkosten deutlich reduziert. Unternehmenstransformationen werden spürbar beschleunigt, bei nachgewiesener Sicherstellung höchster Umsetzungsqualität.

KPS verfügt über erstklassige Kundenreferenzen im Bereich Handel und Konsumgüterindustrie, der Prozess- und Fertigungsindustrie und bei Dienstleistungsunternehmen.

Motivation der Mitarbeiter durch eine effektive und inspirierende Führungskultur

Wir betrachten Personalführung als eigenständige Aufgabe und erwarten von unseren Führungskräften, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden. Mit einer unternehmensweit gelebten Führungskultur wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter motiviert sind und beruflich vorankommen können.

Diese Führungskultur baut auf unseren Leitmotiven auf: bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld. Eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte ist jedoch auch die Gewinnung und Bindung von geeigneten Mitarbeitern auf einem hart umkämpften Arbeitsmarkt, der durch einen Mangel an hochqualifizierten Fachkräften geprägt ist.

12.4 Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit

KPS betreibt im erforderlichen Umfang und gesetzlichen Rahmen Aufwendungen für die Öffentlichkeitsarbeit.

12.5 Erklärung zur Unternehmensführung

Relevante Unternehmensführungspraktiken

KPS richtet sein unternehmerisches Handeln an den Rechtsordnungen der Länder aus, in denen die Gesellschaft tätig ist. Über die verantwortungsvolle Unternehmensführung in Übereinstimmung mit den Gesetzen hinaus hat das Unternehmen konzerninterne Regelungen aufgestellt, die die Leitmotive und Führungsprinzipien innerhalb des Konzerns widerspiegeln. Die Leitmotive des KPS-Konzerns sind bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie die Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes für unsere Mitarbeiter.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Rechnungslegung des KPS-Konzerns erfolgt nach den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Der Einzelabschluss der KPS AG wird nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer ist unabhängig. Er übernimmt die Prüfung sowohl des Konzern- als auch des Einzelabschlusses der KPS AG.

Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vorstand tritt gewöhnlich monatlich und bei Bedarf ad hoc zusammen, der Aufsichtsrat gewöhnlich vier Mal im Jahr sowie bei Bedarf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage. Er legt dem Aufsichtsrat außerdem die Projekt- und Ertragsplanung des Konzerns für das kommende Geschäftsjahr vor. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unterrichtet der Vorstand den Aufsichtsrat unverzüglich. Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgen nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Weder der Vorstand noch der Aufsichtsrat haben aufgrund der geringen Anzahl der Mitglieder Ausschüsse gebildet.

Effizienzprüfung

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in Führungspositionen.

Am 1. Mai 2015 ist das "Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" in Kraft getreten, das für den Ausbau des Frauenanteils in den Führungsebenen neue Pflichten für den Aufsichtsrat und den Vorstand der KPS AG begründet hat. Nach Maßgabe des Gesetzes haben der Aufsichtsrat und der Vorstand die nachstehenden Zielsetzungen beschlossen:

Zielgröße für den Vorstand

Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die gesonderte Kompetenz und Qualifikation des Mitglieds. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Vorstand bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Vorstands mit zwei Personen einer Quote von 50 %.

Zielgröße für den Aufsichtsrat

Auch bei seinen Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat lässt sich der Aufsichtsrat der KPS AG ausschließlich von den zur Wahrnehmung der Aufgabe erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen der Kandidaten leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind auch hier ohne Bedeutung. Allerdings ist auch hier zu berücksichtigen, dass sich branchentypisch die Suche nach geeigneten Bewerbern als ohnehin sehr schwierig gestaltet, sodass der Frauenanteil insgesamt sehr gering ist. Hinzu kommt, dass der bestehende Aufsichtsrat der KPS AG, dem aktuell keine weiblichen Mitglieder angehören, über den Stichtag 30. Juni 2017 hinaus bestellt ist. Vor diesem Hintergrund hat der Aufsichtsrat der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen dem Aufsichtsrat bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören kann. Der Aufsichtsrat hat mit dieser Zielsetzung allerdings den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, dem Vorstand oder dem Aufsichtsrat nach Möglichkeit mindestens eine entsprechend qualifizierte Frau angehören soll. Dies entspräche bei der aktuellen Besetzung des Aufsichtsrats mit drei Personen einer Quote von rd. 33 %.

Zielgröße für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands

Auch der Vorstand der KPS AG lässt sich bei der Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands ausschließlich von der Kompetenz und Qualifikation des jeweiligen Bewerbers leiten. Weitere Eigenschaften wie z. B. das Geschlecht waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Dabei ist allerdings auch hier festzustellen, dass branchentypisch der Frauenanteil in den Führungsebenen gering ist. Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand der KPS AG beschlossen, dass nach seinen Planungen der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands bis zum Stichtag 30. Juni 2017 keine Frau angehören können wird. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung beträgt der Frauenanteil in dieser Führungsebene 0 %. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand eine Zielgröße von 9,5 % beschlossen, was dem Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands zum Zeitpunkt der Beschlussfassung entspricht. Der Vorstand hat mit dieser Zielsetzung den Ausblick verbunden, dass langfristig, d. h. bis zum 30. Juni 2022, der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands nach Möglichkeit auf 20 % erhöht werden soll.

12.6 Termin der Hauptversammlung

Die Hauptversammlung 2017 für das Geschäftsjahr 2015/2016 findet am 07. April 2017 in München statt.

13 ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2016 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen wird:

Ziffer 3.8 Abs. 3: Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Die Vereinbarung eines freiwilligen Selbstbehalts ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder geeignet noch erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Pflichten ordnungsgemäß wahrnehmen.

Ziffer 4.1.5: Der Vorstand begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen lässt sich der Vorstand ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und misst dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine primäre Entscheidungsrelevanz zu. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 4.2.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat berücksichtigt für die Frage, welche Vorstandsvergütung angemessen ist, nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch nicht in der zeitlichen Entwicklung. Der Aufsichtsrat legt dementsprechend für den Vergleich auch nicht fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen ist. Die entsprechende Empfehlung des Kodex erscheint wenig praktikabel und darüber hinaus auch nicht geeignet, um zu gewährleisten, dass die Vorstandsvergütung in jedem Fall angemessen ist.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2: Die variable Vergütung für den Vorstand trägt etwaig negativen Entwicklungen nicht in der Weise Rechnung, dass auch reale Verluste am Einkommen eintreten können. Dies erscheint in Anbetracht der Struktur der Vorstandsvergütung nicht erforderlich, um sicherzustellen, dass der Vorstand bei der Leitung des Unternehmens keine unangemessenen Risiken eingeht.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4: Die Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung vor. Eine solche Regelung zusätzlich zu den gesetzlich anwendbaren Bestimmungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandsverträge erscheint nicht erforderlich, um die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu wahren.

Ziffer 4.2.3 Abs. 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5: Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1: Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.1.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat hat keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen einem bestimmten Alter eines Vorstandsmitglieds und seiner Leistungsfähigkeit besteht.

Ziffer 5.3: In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1 Abs. 1 und Abs. 2: Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie der Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats konkrete Ziele für die Zusammensetzung zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 5: Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen. Die Empfehlung des Kodex begründet nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht unerhebliche rechtliche Risiken; ihr zu entsprechen liegt daher nicht im Interesse der Gesellschaft.

Ziffer 7.1.2: Die Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 1 20 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht. Der Zwischenbericht wird nicht binnen 45 Tagen, sondern binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

14 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Unterföhring, den 12. Januar 2017

Der Vorstand

GESCHÄFTSZAHLEN 2015/2016

KPS AG Konzernabschluss nach IFRS

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016

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in TEuro Anhang 2015/2016 restated 2014/2015
1 Umsatzerlöse 7.1 144.933 122.915
2 aktivierte Eigenleistungen 7.2 1.468 0
3 Sonstige betriebliche Erträge 7.3 850 956
4 Materialaufwand 7.4 -59.889 -51.979
5 Personalaufwand 7.5 -47.505 -39.537
6 Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.6 -16.601 -12.734
7 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   23.256 19.621
8 Abschreibungen 7.7 -997 -1.036
9 Operatives Ergebnis (EBIT)   22.259 18.585
10 Finanzielle Erträge 7.8 5 18
11 Finanzielle Aufwendungen 7.8 -95 -448
12 Finanzergebnis   -90 -430
13 Ergebnis vor Ertragsteuern*   22.169 18.155
14 Ertragsteuern 7.9 -2.893 -113
15 Ergebnis nach Ertragsteuern   19.276 18.042
Anzahl der Aktien in Tausend   34.932 33.894
- unverwässert/verwässert durchschnittlich gewichtet      
in Euro      
Ergebnis je Aktie      
- unverwässert 7.10 0,55 0,53
- verwässert 7.10 0,55 0,53

* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Gesamtergebnis

für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016

GESAMTERGEBNIS

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in TEuro Anhang 2015/2016 2014/2015
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.11 19.276 18.042
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 7.11 -474 -107
Gesamtergebnis   18.802 17.935

Kennzahlen zur Gewinn- und Verlustrechnung

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(in Mio. Euro) 2015/2016 2014/2015
Umsatzerlöse 144,9 122,9
EBITDA 23,3 19,6
EBITDA-Marge 16,1 % 15,9 %
EBIT 22,3 18,6
EBIT-Marge 15,4 % 15,1 %

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Konzernbilanz zum 30. September 2016

AKTIVA

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in TEuro Anhang 30.09.2016 restated 30.09.2015
VERMÖGENSWERTE      
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
I. Sachanlagen 8.1 1.134 801
II. Geschäfts- und Firmenwerte 8.2 30.472 30.472
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.2 2.032 1.176
IV. Latente Steueransprüche 8.3 8.015 8.811
    41.260 41.653
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
I. künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 8.5 174 3.588
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.4 34.485 29.512
III. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 8.6 1.630 494
IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 8.7 0 475
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.8 12.606 6.487
VI. Latente Steueransprüche 8.3 4.554 3.941
    53.449 44.497
Summe Vermögenswerte   95.102 85.757

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

PASSIVA

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in TEuro Anhang 30.09.2016 restated 30.09.2015
A. EIGENKAPITAL      
Aktionären der KPS AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 8.9.1 37.291 33.890
II. Kapitalrücklage 8.9.3 -11.595 -11.595
III. Gewinnrücklagen 8.9.4 663 4.064
IV. sonstiges Ergebnis 8.9.5 -944 -469
V. Bilanzgewinn 8.9.6 32.979 23.871
Summe Eigenkapital 8.8 58.394 49.761
SCHULDEN      
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN      
I. Langfristige Rückstellungen 8.10 1.754 2.556
II. Latente Steuerverbindlichkeiten 8.11 361 222
    2.115 2.778
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN      
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.12 10.711 11.452
II. Finanzschulden 8.13 0 0
III. Erhaltene Anzahlungen 8.14 145 2.465
IV. Steuerrückstellungen 8.15 4.033 3.574
V. Sonstige Rückstellungen 8.16 10.533 9.649
VI. Sonstige Verbindlichkeiten 8.17 8.285 5.555
VII. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 8.18 886 523
    34.593 33.218
Summe Schulden   36.708 35.996
Summe Eigenkapital und Schulden   95.102 85.757

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Konsolidierte Kapitalflussrechnung nach IFRS

für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016

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in TEuro 2015/2016 restated 2014/2015
A. Laufende Geschäftstätigkeit    
1. Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 22.259 18.585
2. Abschreibungen auf das Anlagevermögen 997 1.036
3. Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände -2.694 -7.143
4. Veränderung der Rückstellungen 884 606
5. sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 384 28
6. Veränderung der übrigen Schulden -332 1.268
7. Verluste aus Anlagenabgängen 26 18
8. Gezahlte Steuern -1.235 -1.381
9. Gezahlte Zinsen -42 -134
10. Erhaltene Zinsen 3 4
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 20.250 12.887
B. Investitionstätigkeit    
1. Investitionen in das Sachanlagevermögen -625 -422
2. Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.588 -19
3. Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.750 -971
4. Einzahlungen aus Anlageverkäufen 0 1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -3.963 -1.411
C. Finanzierungstätigkeit    
1. Erwerb eigener Anteile 0 -184
2. Dividendenausschüttungen -10.167 -9.489
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -10.167 -9.673
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.120 1.803
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode 6.486 4.683
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 12.606 6.486

ZUSAMMENSETZUNG FINANZMITTELFONDS

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in TEuro Stand 30.09.2016 Stand 30.09.2015
Kassenbestand, Bankguthaben 12.606 6.486
Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten 0 0
Finanzmittelfonds 12.606 6.486

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Eigenkapitalveränderungsrechnung KPS - IFRS

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in TEuro Gezeichnetes Kapital eigene Aktien Summe gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
30.09.2014 34.011 -85 33.926 -11.595
Erwerb eigener Anteile 0 -36 -36 0
Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern        
Dividendenausschüttung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 0 0
Zuführung Gewinnrücklage 0 0 0 0
30.09.2015 restated 34.011 -121 33.890 -11.595
Erwerb eigener Anteile 0 -36 0 0
Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern        
Dividendenausschüttung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 3.401 0 3.401 0
Konzernergebnis 0 0 0 0
Zuführung Gewinnrücklage 0 0 0 0
30.09.2016 37.412 -121 37.291 -11.595
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in TEuro Gewinnrücklage OCI kumuliertes sonstiges Ergebnis Bilanzgewinn Eigenkapital
30.09.2014 64 -363 19.462 41.494
Erwerb eigener Anteile 0 0 -144 -180
Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern        
Dividendenausschüttung 0 0 -9.489 -9.489
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0 -106 0 -106
Konzernergebnis 0 0 18.042 18.042
Zuführung Gewinnrücklage 4.000 0 -4.000 0
30.09.2015 restated 4.064 -469 23.871 49.761
Erwerb eigener Anteile 0 0 0 0
Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern        
Dividendenausschüttung 0 0 -10.168 -10.168
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0 -475 0 -475
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln -3.401 0 0 0
Konzernergebnis 0 0 19.276 19.276
Zuführung Gewinnrücklage 0 0 0 0
30.09.2016 663 -944 32.979 58.394

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Anhang 2015/2016

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Der von der KPS AG aufgestellte Konzernabschluss zum 30. September 2016 ist nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) sowie den zusätzlich nach § 315a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie der Satzung der KPS AG erstellt worden.

Die KPS AG ist eine in Deutschland ansässige, international aufgestellte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Betastraße 10h, 85774 Unterföhring. Die Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen.

Die KPS AG wurde 1998 gegründet. Die Aktien der KPS AG wurden am 15. Juli 1999 zum geregelten Handel am Neuen Markt zugelassen. Im Jahr 2002 wechselte die Gesellschaft in das Börsensegment "Geregelter Markt" (General Standard).

Die KPS AG ist ein erfolgreiches Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung im Handel und Konsumgüterbereich. Wir beraten unsere Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementieren mit Erfolg ganzheitliche Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern.

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht worden.

Der Vorstand der KPS AG stellte den Konzernabschluss am 12. Januar 2017 auf und legte ihn dem Aufsichtsrat vor, der am 25. Januar 2017 darüber entscheiden wird.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Kapitalflussrechnung sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des KPS-Konzerns werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden hier im Anhang erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Bilanz ist gemäß IAS 1 in lang- und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgegliedert. Als kurzfristig werden Zahlungsmittel, Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres oder aber innerhalb des normalen Geschäftszyklus des Unternehmens bzw. Konzerns - beginnend mit der Beschaffung der für den Leistungserstellungsprozess notwendigen Ressourcen bis zum Erhalt der Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalente als Gegenleistung für die Veräußerung der in diesem Prozess erstellten Produkte oder Dienstleistungen - fällig sind oder veräußert werden sollen. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche bzw. -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Neben den Werten für das Geschäftsjahr 2015/2016 werden zur Vergleichbarkeit auch die entsprechenden Vorjahreswerte angegeben. Diese sind in Klammern dargestellt.

Die Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr mit Ausnahme der Pensionsrückstellung, die entsprechend IAS 8.42 angesetzt wurde, unverändert. Diese Anpassungen werden gemäß IAS 8.49 unter dem Posten 6.4 erläutert.

Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

2 VOM DEUTSCHEN RECHT ABWEICHENDE BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Der vorliegende Konzern-Abschluss nach IFRS berücksichtigt unter anderem folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die vom deutschen Recht abweichen:

Die Konsolidierung erfolgt im Rahmen einer "reverse acquisition" gemäß IFRS 3. Das wirtschaftliche Mutterunternehmen ist die KPS Business Transformation GmbH, die im Rahmen einer Sachkapitalübernahme im Geschäftsjahr 2007/2008 von der KPS AG erworben wurde.

Die anteilige Gewinnrealisierung erfolgt gemäß Projektfortschritt von Kundenaufträgen nach der Percentage-of-Completion-Methode (IAS 11).

Auf die Bildung sonstiger Rückstellungen wird verzichtet, soweit die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme unter 50 % liegt.

Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden aktiviert. Es werden jährlich Werthaltigkeitsprüfungen durchgeführt (Impairment-Tests gemäß IFRS 3 und IAS 36).

Es wird darauf hingewiesen, dass die Nennung dieser Abweichungen nicht abschließend alle Abweichungen von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden der Regelungen nach IFRS von den Regelungen nach deutschem Recht umfasst.

3 AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

3.1 Ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die in der EU ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen:

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Standard Thema Anwendungszeitpunkt Auswirkungen KPS-Konzern
IAS 19 Änderungen - Leistungen an Arbeitnehmer: leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen keine
  Verbesserungen an den IFRS 2010 - 2012 Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen keine
  Verbesserungen an den IFRS 2011 - 2013 Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen keine

Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkung auf die Stetigkeit des Konzernabschlusses der KPS AG.

3.2 Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet, einzelne wurden von der EU bereits genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2015/2016 nicht verpflichtend anzuwenden. Die KPS AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.

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Standard Thema Anwendungszeitpunkt Auswirkungen KPS-Konzern
IFRS 9* Finanzinstrumente Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen keine
IFRS 11 Änderungen: Gemeinschaftliche Vereinbarungen -Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28* Änderungen - Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IFRS 10 und IAS 28* Änderungen - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture noch nicht bekannt keine
IFRS 14* Regulatorische Angrenzungsposten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IFRS 15* Umsatzerlöse aus Kundenverträgen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen wird geprüft
IFRS 16* Leasing Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen wird geprüft
IAS 1 Änderungen - Darstellung des Abschlusses: Initiative zur Verbesserung von Angabepflichten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen wird geprüft
IAS 7* Änderungen - Kapitalflussrechnung: Verbesserung von Angabepflichten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2017 beginnen wird geprüft
IAS 12* Änderungen - Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2017 beginnen wird geprüft
IAS 16 und IAS 38 Änderungen - Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IAS 16 und IAS 41 Änderungen - Landwirtschaft: fruchttragende Pflanzen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
IAS 27 Änderungen - Einzelabschlüsse: Equity-Methode im separaten Abschluss Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen keine
  Verbesserungen an den IFRS 2012 - 2014 Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen Einzelfallprüfung

* noch nicht von der EU genehmigt

4 GRUNDLAGEN UND METHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGEN

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Ausnahme der Positionen, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, wie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Derivate.

Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben können.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen, Schätzungen sowie die Ausübung von Ermessensspielräumen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests (Nutzungswert) und Kaufpreisallokationen (Fair value), der Bildung von Rückstellungen beispielsweise für Rechtsverfahren, Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und entsprechende Leistungen, Steuern, Umweltschutz, Preisnachlässe, Produkthaftungen sowie Garantien. In den weiteren Abschnitten dieses Kapitels werden jeweils schätz- und prämissensensitive Bilanzierungsgrundsätze und deren Auswirkungen zu den einzelnen Bereichen thematisiert. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund von überarbeiteten und neuen Standards erfolgen rückwirkend, sofern für einen Standard keine abweichende Regelung vorgesehen ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres und die Eröffnungsbilanz dieser Vergleichsperiode werden so angepasst, als ob die neuen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden schon immer angewendet worden wären.

4.1 Konsolidierung

Grundlage für den Konzernabschluss sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln zum 30. September 2016 aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften. Die Jahresabschlüsse sind von Abschlussprüfern geprüft und testiert beziehungsweise wurden im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Der Konzernabschluss beinhaltet Tochtergesellschaften. Gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen gab es weder im Geschäfts- noch im Vorjahr.

Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die KPS AG über eine Beherrschungsmöglichkeit verfügt. Diese beruht in der Regel auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der KPS AG. In der Regel manifestiert sich die Stimmrechtsmehrheit durch einen Anteilsbesitz von mehr als 50 %. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr besteht.

Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste, die durch Transaktionen innerhalb des Konsolidierungskreises begründet sind, sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Konsolidierungspflichtige Zwischengewinne in den Vorräten aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen lagen nicht vor. Die Zwischengewinne im Anlagevermögen wurden konsolidiert.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte an den Tochterunternehmen mit dem anteiligen Eigenkapital dieser Tochterunternehmen verrechnet. Im Falle eines Unternehmenserwerbs wird nach der Erwerbsmethode das anteilige Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte identifizierbarer Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eventueller Geschäfts- und Firmenwerte zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Die Anschaffungskosten von erworbenen ausländischen Gesellschaften werden zum Erwerbszeitpunkt mit dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für Erwerbe nach dem 1. Oktober 2003 nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3. Die Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt ("date of exchange"). Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- und Firmenwert angesetzt. Die Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben.

Werden Anteile von anderen Gesellschaftern erworben, wird dies als Eigenkapitaltransaktion dargestellt. Das heißt, die Differenz zwischen dem erworbenen anteiligen Eigenkapital von anderen Gesellschaftern und dem Kaufpreis wird direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

4.2 Währungsumrechnung

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der konsolidierten Gesellschaften werden in deren funktionaler Währung aufgestellt. Die funktionale Währung ist die Währung, in der überwiegend Zahlungsmittel erwirtschaftet bzw. verwendet werden. Bei den ausländischen Gesellschaften im Konsolidierungskreis ist die funktionale Währung die Währung der Konzernmutter, da es sich bei den Gesellschaften um unselbständige ausländische Einheiten handelt, die in den Geschäftsbetrieb des Konzerns integriert sind.

Die entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagkurs der in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerte und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.

Eigenkapitalbestandteile werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt:

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Mittlerer Stichtagskurs Jahresduchschnittskurs
30.09.2016 30.09.2015 2015/2016 2014/2015
Dänemark DKK 7,4513 7,4599 7,4505 7,4541
Schweiz CHF 1,0880 1,0916 1,0914 1,0979
USA USD 1,1165 1,1216 1,1109 1,1485

Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung in den vergangenen drei Jahren in Summe eine Inflationsrate von 100 % überschritten hat und die deshalb die Vorschriften gemäß IAS 29 (Financial Reporting in Hyperinflationary Economies) zur Inflationsbilanzierung anwenden müssten, gab es weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr.

4.3 Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge

Als Umsatzerlöse werden alle Erträge im Zusammenhang mit Produktverkäufen, erbrachten Dienstleistungen und Lizenzeinnahmen erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Andere operative Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Umsatzerlöse werden ertragswirksam erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übertragen wurden, dem Unternehmen weder ein weiter bestehendes Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit dem Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse verbleibt, die Höhe der Erträge und der angefallenen bzw. noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden kann und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft zufließen wird.

Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern und anderen Steuern sowie nach Abzug von Erlösminderungen zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung ausgewiesen. So werden zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung auch geschätzte Beträge für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben umsatzmindernd erfasst und zurückgestellt.

Bei kundenbezogenen Festpreisaufträgen sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (POC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst.

Schätzungen bezüglich der Erlösminderungen basieren vor allem auf Erfahrungen aus der Vergangenheit, spezifischen Vertragsbedingungen und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Umsatzentwicklung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass andere als die angeführten Faktoren eine wesentliche Auswirkung auf Erlösminderungen des KPS-Konzerns haben. Anpassungen der in vorherigen Perioden gebildeten Rückstellungen für Rabatte, Skonti und Produktrückgaben waren für das Ergebnis vor Steuern der berichteten Geschäftsjahre von untergeordneter Bedeutung.

Die Rückstellungen für Rabatte beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf 822 (Vorjahr: 126) TEuro.

Ein Teil der Erlöse im KPS-Konzern wird aufgrund von Lizenzverträgen erzielt, in denen Dritten Rechte an einigen Produkten und Technologien übertragen wurden. Erhaltene oder erwartete Zahlungen, die sich auf den Verkauf oder die Auslizenzierung von Technologien oder technologischem Wissen beziehen, werden, sobald die entsprechenden Vereinbarungen in Kraft treten, ergebniswirksam, wenn aufgrund der vertraglichen Regelungen sämtliche Rechte und Pflichten in Bezug auf die betreffenden Technologien aufgegeben werden. Bestehen dagegen weiterhin Rechte an der Technologie fort oder sind noch Pflichten aus dem Vertragsverhältnis zu erfüllen, werden die ggf. erhaltenen Zahlungen sachgerecht abgegrenzt.

Vertraglich vereinbarte Vorauszahlungen und andere ähnliche nicht rückzahlbare Zahlungen werden als erhaltene Anzahlungen passiviert und über den geschätzten Zeitraum der Erbringung der vertraglich vereinbarten Gegenleistung ergebniswirksam aufgelöst.

4.4 Forschungs- und Entwicklungskosten

Für die Zwecke der Rechnungslegung werden Forschungsaufwendungen als Kosten im Zusammenhang mit laufenden oder geplanten Untersuchungen definiert, die neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse und Einsichten liefern sollen. Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen in der Produktentwicklung, den Produktionsverfahren, den Leistungen oder Waren vor Beginn der kommerziellen Produktion oder Verwendung definiert.

Forschungskosten sind im Geschäftsjahr beim KPS-Konzern nicht angefallen.

Im Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten, die die Kriterien von IAS 38.57 erfüllen, von insgesamt 1.468 (Vorjahr: 0) TEuro aktiviert. Entwicklungskosten werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungen waren zum Stichtag noch nicht fertiggestellt, es fiel deshalb keine Abschreibung an.

Planmäßige Abschreibungen auf Entwicklungskosten werden über die erwartete Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen. Zum Ende des Geschäftsjahres erfolgt eine Überprüfung der Nutzungsdauer und der Abschreibungsmethode. Im Geschäftsjahr wurde die Nutzungsdauer der aktivierten Entwicklungskosten mit zwei Jahren angenommen.

4.5 Geschäfts- und Firmenwerte

Ein Geschäfts- und Firmenwert wird im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses als Vermögenswert im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Er wird mit seinen Anschaffungskosten bewertet, die als Überschuss des Kaufpreises für das erworbene Unternehmen über das erworbene anteilige Nettovermögen hergeleitet werden. Das Nettovermögen entspricht dem Saldo aus den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten.

Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Details zu den jährlichen Impairment-Tests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert. Bei einem einmal abgeschriebenen Geschäfts- und Firmenwert erfolgt keine Zuschreibung in den Folgeperioden.

Im Berichtsjahr erfolgte eine Reallokation des Geschäfts- oder Firmenwertes entsprechend der Berichterstattung an das Management gemäß IAS 36.87. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

4.6 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Ein sonstiger immaterieller Vermögenswert ist ein identifizierbarer, nicht monetärer Vermögenswert ohne physische Substanz (z. B. ein Patent, eine Marke, ein Vermarktungsrecht), bei dem es sich nicht um einen Geschäfts- und Firmenwert handelt. Er wird gemäß IAS 38 aktiviert, wenn der künftig zu erwartende wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert wahrscheinlich zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten verlässlich ermittelt werden können.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung der voraussichtlichen Nutzungsdauern und der Abschreibungsverläufe beruht auf Schätzungen des Zeitraums der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten und deren zeitlicher Verteilung innerhalb dieses Zeitraums. Bei Vorliegen eines Hinweises einer möglichen Wertminderung wird ein Impairment-Tests durchgeführt.

Details zu den jährlichen Impairment-Tests werden im Abschnitt zur Vorgehensweise und den Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen erläutert.

Soweit eine Wertminderung festgestellt wurde, wird diese durch eine außerplanmäßige Abschreibung berücksichtigt. Bei Fortfall der Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt.

4.7 Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen sowie gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen.

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Kosten für laufende Unterhalts- und Wartungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden über die erwartete Nutzungsdauer nach der linearen Methode vorgenommen, sofern nicht durch den tatsächlichen Werteverzehr ein nutzungsbedingter Abschreibungsverlauf geboten ist.

Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:

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Jahre
EDV-Hardware 3 - 5
Geschäftsausstattung 3 -10

Wesentliche Komponenten einer Sachanlage, die unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden separat bilanziert und abgeschrieben.

Gibt es Hinweise für eine Wertminderung eines einzelnen Sachanlagevermögenswerts, wird geprüft, ob dessen erzielbarer Betrag über dem Buchwert liegt. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe der Differenz zwischen Buchwert und erzielbarem Betrag erfasst. Bei Fortfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen, durch welche die fortgeführten Anschaffungskosten nicht überschritten werden.

Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

4.8 Leasing

Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Es wird zwischen Finanzierungsleasing und Operating Leasing unterschieden.

Als Finanzierungsleasing werden Leasingtransaktionen behandelt, bei denen der Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum eines Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen trägt. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing bezeichnet.

Ist der KPS-Konzern Leasingnehmer in einem Finanzierungsleasing, wird in der Bilanz der niedrigere Wert aus beizulegendem Zeitwert und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen zu Beginn des Leasingverhältnisses aktiviert und in gleicher Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten passiviert. Die Mindestleasingzahlungen setzen sich im Wesentlichen aus Finanzierungskosten und dem Tilgungsanteil der Restschuld, die nach der Effektivzinsmethode ermittelt werden, zusammen. Der Leasinggegenstand wird linear über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Bei einem gemäß IAS 17 als Operating Leasing klassifiziertes Leasingverhältnis erfasst der KPS-Konzern die als Leasingnehmer zu zahlende Leasingrate als sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. die als Leasinggeber erhaltene Leasingrate als sonstigen betrieblichen Ertrag. Der verleaste Vermögenswert wird weiterhin in der Bilanz des Leasinggebers als Sachanlage erfasst.

4.9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, erhaltene Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten und Unternehmen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzinvestitionen, die nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und leicht in einen festen Zahlungsmittelbetrag umgewandelt werden können. Sie haben bei Erwerb oder im Anlagezeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten.

4.10 Finanzinstrumente

Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).

Nach IAS 39 liegen beim KPS-Konzern folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:

a) Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden

b) Kredite und Forderungen

c) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden.

Die Zuordnung hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den finanzielle Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.

Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.

4.11 Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen von Lieferungen oder der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden, sowie Anzahlungen auf Vorräte. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus auf Basis der Durchschnittsmethode ermittelten Herstellungskosten (dienstleistungsbezogener Vollkosten) und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

4.12 Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommen Leistungen zusammensetzen, werden zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnzuschlag, vermindert um etwaige entstehende Verluste, bewertet, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten in Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode).

4.13 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.

4.14 Ertragsteuern

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen Ländern erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die ausgewiesenen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.

Gemäß IAS 12 (Income Taxes) werden latente Steuern auf zeitlich begrenzte Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich nutzbare Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen, Steuergutschriften und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass für deren Nutzung ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird.

Passive latente Steuern werden gebildet auf zukünftig noch zu versteuernde temporäre Differenzen.

Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Latente Steueransprüche und -schulden können unter den Voraussetzungen von IAS 12.71 ff. saldiert werden. Materielle Auswirkungen von Steuersatz- oder Steuergesetzänderungen auf die aktiven und passiven latenten Steuern werden grundsätzlich in der Periode, in der das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen ist, berücksichtigt. Im Regelfall erfolgt dies ergebniswirksam.

Latente und laufende Steuern werden grundsätzlich aufwandswirksam erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Sachverhalte. Dann werden sie ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u. a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

4.15 Eigene Aktien

Bei Erwerb/Veräußerung eigener Aktien erfolgt eine Verrechnung des Nennwertes der Aktien mit dem gezeichneten Kapital sowie des Agios mit dem Gewinnvortrag/Kapitalrücklage.

4.16 Steuerrückstellung

Die Steuerrückstellung beinhalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern, die voraussichtlich aufgrund der nationalen Steuervorschriften zu Mittelabflüssen führen werden.

4.17 Andere Rückstellungen

Andere Rückstellungen werden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung der anderen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) oder ggf. auch nach IAS 19 (Employee Benefits). Soweit bei Verpflichtungen erst nach mehr als einem Jahr mit Mittelabflüssen gerechnet wird, werden die Rückstellungen mit dem Barwert der voraussichtlichen Mittelabflüsse angesetzt.

Erstattungsansprüche gegenüber Dritten werden getrennt von den Rückstellungen als sonstige Forderung aktiviert, wenn ihre Realisation nahezu sicher ist.

Resultiert aus einer geänderten Einschätzung eine Reduzierung des Verpflichtungsumfangs, wird die Rückstellung anteilig aufgelöst und der Ertrag in den Funktionsbereichen erfasst, die ursprünglich bei der Bildung der Rückstellung mit dem Aufwand belastet waren.

Zu den Rückstellungen, die den Kunden- und Lieferantenverkehr betreffen, gehören insbesondere Verpflichtungen für Rabatte und Skonti, Produktretouren sowie erhaltene Dienstleistungen und Waren, die noch nicht in Rechnung gestellt wurden.

Als Unternehmen ist der KPS-Konzern rechtlichen Risiken ausgesetzt. Für anhängige bzw. künftige juristische Verfahren wird, vorbehaltlich einer entsprechenden Einzelfallprüfung, durch den Ansatz von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilanzielle Vorsorge getroffen. Die wahrscheinlichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten werden anhand der vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit den für den KPS-Konzern tätigen Rechtsanwälten bewertet. Soweit nach vernünftigem Ermessen eine Verpflichtung aus einem Verfahren wahrscheinlich zu zukünftigen Mittelabflüssen führen wird, wird der Barwert der erwarteten Mittelabflüsse, soweit diese als verlässlich messbar betrachtet werden, passiviert. Diese Rückstellungen decken die geschätzten Zahlungen an Kläger, die Gerichtskosten, die Kosten für Rechtsanwälte sowie eventuelle Vergleichskosten ab. Zu jedem Bilanzstichtag wird der aktuelle Stand der Rechtsstreitigkeiten bei der Beurteilung zugrunde gelegt, wobei geprüft wird, ob die Ansatzkriterien für eine Rückstellung erfüllt sind und in welcher Höhe eine Rückstellung zu bilden ist. Rechtsstreitigkeiten und andere rechtliche Verfahren werfen grundsätzlich komplexe Fragen auf und sind mit zahlreichen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten verbunden, u. a. aufgrund des Sachverhalts und der Umstände jedes einzelnen Falls, des Gerichts, bei dem die Klage anhängig ist, sowie aufgrund von Unterschieden im anwendbaren Recht. Somit sind die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren nicht vorhersagbar. Durch das Urteil in einem Gerichtsverfahren oder durch einen Vergleich können dem KPS-Konzern Kosten entstehen, die über die hierfür vorgesehene Rückstellung und Versicherungsdeckung hinausgehen.

In den Personalrückstellungen wird bilanzielle Vorsorge vor allem für Jahressonderzahlungen und variable und individuelle Einmalzahlungen getroffen.

4.18 Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten bestehen aus originären Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der KPS-Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den originären Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

4.19 Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten

Rechnungsabgrenzungen und andere nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

4.20 Unternehmenserwerbe

Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt mithilfe der Erwerbsmethode, die eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der erstmaligen Beherrschung vorsieht. Die Anwendung der Erwerbsmethode erfordert bestimmte Schätzungen und Beurteilungen, vor allem in Bezug auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der übernommenen Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt des Erwerbs (IFRS 13) sowie der Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Die Bewertung basiert in großem Umfang auf antizipierten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen. Abweichungen zwischen den tatsächlichen und den bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte zugrunde gelegten Zahlungsmittelzu- und -abflüssen können die zukünftigen Konzernergebnisse wesentlich beeinflussen.

4.21 Vorgehensweise und Auswirkungen der Werthaltigkeitsprüfungen

Neben den Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Tests) bei einzelnen Sachanlagevermögenswerten und immateriellen Vermögenswerten werden Werthaltigkeitsprüfungen auf Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (sogenannten cash generating units - "cgu") durchgeführt. Eine zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten dar, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten Mittelzuflüsse erzeugt. Im KPS-Konzern werden die strategischen Geschäftseinheiten wie auch einzelne Gesellschaften als zahlungsmittelgenerierende Einheiten angesehen und unterliegen Werthaltigkeitsprüfungen.

Die strategischen Geschäftseinheiten stellen die zweite Berichtsebene unterhalb der Berichtssegmente dar. Eine Werthaltigkeitsprüfung für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit wird entweder bei Vorliegen eines Anhaltspunkts für eine Wertminderung vorgenommen oder mindestens jährlich, wenn einer strategischen Geschäftseinheit ein Goodwill oder nicht abnutzbare immaterielle Vermögenswerte zugeordnet sind.

Bei einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. der zu testenden Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerte mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertberichtigungsbedarf vor. In diesem Fall wird bei einer strategischen Geschäftseinheit im ersten Schritt der Geschäfts- und Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt. Der Wertberichtigungsaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung zumeist unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird sowohl für den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten als auch für den Nutzungswert der Barwert der Zahlungen (Cashflows) zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Netto-Zahlungsmittelzuflüsse zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen des KPS-Konzerns, die im Regelfall einen Planungshorizont von bis zu drei Jahren haben. Hierfür werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Beim Ansatz des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Veräußerungskosten wird die Bewertung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit aus Sicht eines unabhängigen Marktteilnehmers vorgenommen. Beim Ansatz des Nutzungswerts wird die zahlungsmittelgenerierende Einheit bzw. der Einzelvermögenswert in ihrer bzw. seiner bisherigen Nutzung bewertet. Netto-Zahlungsmittelzuflüsse jenseits der Planungsperiode werden für beide Methoden unter Anwendung individueller, jeweils aus Marktinformationen abgeleiteter Wachstumsraten auf Basis langfristiger Geschäftserwartungen bestimmt.

Die Netto-Zahlungsmittelzuflüsse werden mit den Kapitalkostensätzen abgezinst. Die Kapitalkostensätze entsprechen den Renditeerwartungen der Aktionäre und stellen die langfristigen Finanzierungskonditionen der Vergleichsunternehmen dar.

Die für die Werthaltigkeitsprüfungen in 2016 und 2015 verwendeten und zur Diskontierung der prognostizierten Cashflows herangezogenen Kapitalkostensätze betrugen 6,86 % (Vorjahr: 7,64 %). Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde hierauf ein Wachstumsfaktor von 2 % verwendet. Eine Veränderung des Kapitalkostensatzes um +/- 3 Prozentpunkte hat keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der Firmenwerte.

5 ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die KPS ist ein auf die Bereiche Business Transformation und Prozessoptimierung spezialisiertes Beratungsunternehmen und zählt zu den führenden Beratungsunternehmen in Deutschland.

Das KPS-Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern.

5.1 Managementconsulting/ Transformationsberatung

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die "Transformationsberatung", bei der die KPS eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS als SAP-Beratungspartner.

5.2 System Integration

Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Die KPS deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche eSOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert KPS mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. KPS unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betriebliche Funktionsbereiche transparent werden.

5.3 Produkte/Lizenzen

Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt KPS in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, IBM und SAPERION, mit denen KPS eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet.

Die Aufgliederung der Vermögens- und Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich und entsprechen der internen Berichtsstruktur:

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2015/2016

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in TEuro
Darstellung nach Geschäftsfeldern Managementconsulting/ Transformationsberatung System Integration Produkte/ Lizenzen
Ergebnisposition 30.09.2016 Vorjahr restated 30.09.2016 Vorjahr 30.09.2016 Vorjahr
Umsatz 127.966 107.631 3.571 4.035 13.395 11.249
Betriebsergebnis 29.436 23.666 968 531 3.681 2.393
Abschreibungen -781 -797 0 0 -80 -96
Zinsen -79 -128 1 1 -1 0
Steuern -358 146 -101 -11 2 3
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in TEuro
Darstellung nach Geschäftsfeldern übrige Konsolidierung gesamt
Ergebnisposition 30.09.2016 Vorjahr 30.09.2016 Vorjahr 30.09.2016 Vorjahr restated
Umsatz 0 0 0 0 144.933 122.915
Betriebsergebnis -10.831 -6.969 0 0 23.256 19.621
Abschreibungen -135 -143 0 0 -997 -1.036
Zinsen -10 -303 0 0 -90 -430
Steuern -2.436 -1.895 0 1.644 -2.893 -113

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Die dargestellten Umsatzerlöse beinhalten ausschließlich Umsätze mit externen Kunden.

Unter den übrigen Informationen in der Segmentberichterstattung werden im Wesentlichen Ertrags- und Aufwandsinformationen der KPS AG als Holding dargestellt.

Bei der KPS AG sind im Wesentlichen der Umsatz und das EBIT die Grundlage für Unternehmensentscheidungen. Für Beurteilungen sind weitere Informationen (Vermögen, Verbindlichkeiten) größtenteils nicht relevant.

Die im Rahmen der Segmentberichterstattung angewandten Bewertungsgrundlagen entsprechen den Bewertungsgrundlagen des Gesamtunternehmens.

5.4 Geografische Angaben

Die Aufteilung der Umsatzerlöse in Höhe von 144,9 (Vorjahr: 122,9) Mio. Euro nach Regionen ergibt für das Geschäftsjahr 2015/2016 folgendes Bild: Hauptumsatzträger war Deutschland mit 121,1 (Vorjahr: 107,8) Mio. Euro bzw. 83,6 %. Im Ausland wurden 23,8 (Vorjahr: 15,1) Mio. Euro umgesetzt. Die Zuordnung erfolgt nach dem Sitz des Auftraggebers. Die Aufteilung ergibt sich in folgende Regionen: Skandinavien mit einem Volumen von 9,3 (Vorjahr: 8,6) Mio. Euro oder 6,4 % und die Schweiz mit 12,6 (Vorjahr: 5,5) Mio. Euro. bzw. 8,7 %. Die restlichen Umsatzerlöse beliefen sich auf 1,9 (Vorjahr: 1,0) Mio. Euro bzw. 1,3 % und wurden weitestgehend im übrigen EU-Raum erzielt. Diese gehören dem Segment Managementconsulting/Transformationsberatung an.

5.5 Abhängigkeit von wichtigen Kunden

Im Segment "Managementconsulting/Transformationsberatung" ist ein (Vorjahr: drei) Großkunde i. S. d. IFRS 8.34 enthalten, die erzielten Umsatzerlöse betragen 56,3 (Vorjahr: 38,9) Mio. Euro.

6 KONSOLIDIERUNGSKREIS UND BETEILIGUNGEN

6.1 Entwicklung des Konsolidierungskreises

Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können.

Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden.

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Beteiligung Sitz Anteil
in %
Währung Gezeichnetes Kapital 30.09.2016 (Vorjahr) Eigenkapital 30.09.2016 (Vorjahr) Jahresergebnis 2015/2016 (Vorjahr)
KPS Business Transformation GmbH 1.) Unterföhring 100 TEuro 500 500 11.856
        (500) (500) (10.922)
KPS Services GmbH Unterföhring 100 TEuro 6.300 7.932 2.000
        (6.300) (9.633) (8.021)
KPS Consulting Verwaltungs GmbH Unterföhring 100 TEuro 26 38 1
        (26) (37) (1)
KPS Consulting GmbH & Co. KG Unterföhring 100 TEuro 5.113 5.113 1.204
        (5.113) (5.113) (1.283)
KPS Consulting AG 5.) Zürich/Schweiz 100 TCHF 100 1.322 1.107
        (100) (215) (97)
KPS Solutions GmbH Unterföhring 100 TEuro 80 -1.702 79
        (80) (-1.780) (-217)
KPS digital GmbH 4.) Dortmund 100 TEuro 25 2.554 3.507
        (25) (2.554) (4.733)
KPS Consulting A/S Kopenhagen/Dänemark 100 TDKK 500 7.386 7.038
        (500) (348) (-91)
KPS B.V. 2.) Amsterdam/Niederlande 100 TEuro 100 362 262
        (-) (-) (-)
KPS Consulting Inc. 3.) Wilmington/USA 100 TUSD 0 0 0
        (-) (-) (-)

1.) Das Jahresergebnis 2015/2016 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt.

2.) Die KPS B.V., Amsterdam, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach niederländischem Recht, wurde am 30. Juni 2016 gegründet. Das Grundkapital in Höhe von 100.000 Euro ist vollständig eingezahlt.

3.) Die KPS Consulting Inc., Wilmington/USA, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht des Bundesstaates Delaware, wurde am 6. Juni 2016 gegründet. Das Grundkapital in Höhe von 1 USD wurde am 10. November 2016 eingezahlt. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 06. Juni bis 30. September 2016 hat die Gesellschaft keine dem Gesellschaftszweck entsprechende Beratung ausgeübt.

4.) Das Jahresergebnis 2015/2016 wurde aufgrund des abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags an die KPS AG abgeführt. Mit Beschluss vom 14.09.2016 wurde die getit - Gesellschaft für Technologie- und Informationstransfer mbH in KPS digital GmbH umfirmiert.

5.) Am 29. August wurde der bis dahin treuhänderisch vom Verwaltungsrat gehaltene Anteil von 1% an die KPS Consulting GmbH & Co. KG abgetreten, die damit alle Anteile an der KPS Consulting AG hält.

6.2 Akquisitionen nach dem Bilanzstichtag

Kurz vor der Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung hat die KPS Consulting A/S, Dänemark, 100 % der Anteile an der Saphira A/S, Dänemark erworben. Der Kaufpreis beträgt rund 4,1 Mio. Euro. Darüber hinaus sind in den nächsten drei Jahren Earn Out Raten von insgesamt maximal rund 3,1 Mio. Euro zu zahlen. Die Saphira A/S ist hauptsächlich spezialisiert auf SAP-Consulting. Da ein hinreichend zuverlässiger Abschluss der Saphira A/S bis zur Genehmigung nicht vorlag, konnte keine, auch keine vorläufige Kaufpreisallokation, durchgeführt werden.

6.3 Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte gab es weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr.

6.4 Änderungen gemäß IAS 8

Der vollversicherte BVG-Plan der KPS Consulting AG, Schweiz, wurde bisher als beitragsorientierte Verpflichtung im Sinne von IAS 19 klassifiziert.

Die Klassifizierung wurde dahingehend geändert, dass dieser als leistungsorientierte Verpflichtung einzustufen ist.

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2014/2015

Darstellung nach Geschäftsfeldern in Teuro - restated

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Darstellung nach Geschäftsfeldern Managementconsulting/ Transformationsberatung System Integration Produkte/ Lizenzen
Ergebnisposition 30.09.2015 Vorjahr restated 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr
Umsatz 107.631 104.720 4.035 4.073 11.249 2.283
Betriebsergebnis 23.666 21.251 531 748 2.393 69
Abschreibungen -797 -642 0 -4 -96 -19
Zinsen -128 -84 1 1 0 0
Steuern 146 -337 -11 -167 3 0
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Darstellung nach Geschäftsfeldern übrige Konsolidierung gesamt
Ergebnisposition 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr restated
Umsatz 0 0 0 0 122.915 111.076
Betriebsergebnis -6.969 -4.587 0 0 19.621 17.481
Abschreibungen -143 -128 0 0 -1.036 -793
Zinsen -303 270 0 0 -430 187
Steuern -1.895 -884 1.644 838 -113 -550

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2014/2015

ursprüngliche Darstellung nach Geschäftsfeldern in Teuro

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Darstellung nach Geschäftsfeldern Management consulting/ Transformationsberatung System Integration Produkte/ Lizenzen
Ergebnisposition 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr
Umsatz 107.631 104.720 4.035 4.073 11.249 2.283
Betriebsergebnis 23.694 21.251 531 748 2.393 69
Abschreibungen -797 -642 0 -4 -96 -19
Zinsen -128 -84 1 1 0 0
Steuern 1 -337 -11 -167 3 0
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Darstellung nach Geschäftsfeldern übrige Konsolidierung gesamt
Ergebnisposition 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr 30.09.2015 Vorjahr restated
Umsatz 0 0 0 0 122.915 111.076
Betriebsergebnis -6.969 -4.587 0 0 19.649 17.481
Abschreibungen -143 -128 0 0 -1.036 -793
Zinsen -303 270 0 0 -430 187
Steuern -1.895 -884 1.644 838 -258 -550

KPS AG - Konzernabschluss 30. September 2016

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Konzernbilanz KPS - IFRS -
TEuro
Anhang 30.09.2016 30.09.2015 restated 2015 Korrektur 30.09.2015 30.09.2014 restated
VERMÖGENSWERTE            
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE            
I. Sachanlagen 8.1 1.134 801   801 675
II. Geschäfts- und Firmenwerte 8.2 30.472 30.472   30.472 30.472
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 8.2 2.032 1.176   1.176 1.915
IV. Latente Steueransprüche 8.3 8.015 8.811 145 8.666 10.868
    41.653 41.260 145 41.115 43.930
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE            
I. künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 8.5 174 3.588   3.588 1.453
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.4 34.485 29.512   29.512 24.507
III. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 8.6 1.630 494   494 491
IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 8.7 0 475   475 95
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.8 12.606 6.487   6.487 8.683
VI. Latente Steueransprüche 8.3 4.554 3.941   3.941 0
    53.449 44.497 0 44.497 35.229
Summe Vermögenswerte   95.102 85.757 145 85.612 79.159
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Konzernbilanz KPS - IFRS -
TEuro
2014 Korrektur 30.09.2014
VERMÖGENSWERTE    
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE    
I. Sachanlagen   675
II. Geschäfts- und Firmenwerte   30.472
III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte   1.915
IV. Latente Steueransprüche   10.868
  0 43.930
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE    
I. künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen   1.453
II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   24.507
III. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte   491
IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern   95
V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   8.683
VI. Latente Steueransprüche   0
  0 35.229
Summe Vermögenswerte 0 79.159

KONZERNBILANZ

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in TEuro Anhang 30.09.2016 30.09.2015 restated 2015 Korrektur 30.09.2015 30.09.2014 restated
A. EIGENKAPITAL            
Aktionären der KPS AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital            
I. Gezeichnetes Kapital 8.9.1 37.291 33.890   33.890 33.926
II. Kapitalrücklage 8.9.3 -11.595 -11.595   -11.595 -11.595
III. Gewinnrücklagen 8.9.4 663 4.064   4.064 64
IV. sonstiges Ergebnis 8.9.5 -944 -469 -469 0 -363
V. Bilanzgewinn 8.9.6 32.979 23.871 117 23.754 19.462
Summe Eigenkapital 8.8 58.394 49.761 -352 50.113 41.494
SCHULDEN            
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN            
I. Langfristige Rückstellungen 8.10 1.754 2.556 497 2.059 3.900
II. Latente Steuerverbindlichkeiten 8.11 361 222   222 127
    2.115 2.778 497 2.281 4.027
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN            
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.12 10.711 11.452   11.452 9.619
II. Finanzschulden 8.13 0 0   0 4.000
III. Erhaltene Anzahlungen 8.14 145 2.465   2.465 1.272
IV. Steuerrückstellungen 8.15 4.033 3.574   3.574 2.924
V. Sonstige Rückstellungen 8.16 10.533 9.649   9.649 7.350
VI. Sonstige Verbindlichkeiten 8.17 8.285 5.555   5.555 8.283
VII. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 8.18 886 523   523 190
    34.593 33.218 0 33.218 33.638
Summe Schulden   36.708 35.996 497 35.499 37.665
Summe Eigenkapital und Schulden   95.102 85.757 145 85.612 79.159
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in TEuro 2014 Korrektur 30.09.2014
A. EIGENKAPITAL    
Aktionären der KPS AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital   33.926
II. Kapitalrücklage   -11.595
III. Gewinnrücklagen   64
IV. sonstiges Ergebnis -363 0
V. Bilanzgewinn   19.462
Summe Eigenkapital -363 41.857
SCHULDEN    
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN    
I. Langfristige Rückstellungen 363 3.537
II. Latente Steuerverbindlichkeiten   127
  363 3.664
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN    
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   9.619
II. Finanzschulden   4.000
III. Erhaltene Anzahlungen   1.272
IV. Steuerrückstellungen   2.924
V. Sonstige Rückstellungen   7.350
VI. Sonstige Verbindlichkeiten   8.283
VII. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern   190
  0 33.638
Summe Schulden 363 37.302
Summe Eigenkapital und Schulden 0 79.159

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in TEuro Anhang 2015/2016 2014/2015 restated 2014/2015 Korrektur 2014/2015
1 Umsatzerlöse 7.1 144.933 122.915 0 122.915
2 aktivierte Eigenleistungen 7.2 1.468 0 0 0
3 Sonstige betriebliche Erträge 7.3 850 956 0 956
4 Materialaufwand 7.4 -59.889 -51.979 0 -51.979
5 Personalaufwand 7.5 -47.505 -39.537 -28 -39.509
6 Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.6 -16.601 -12.734 0 -12.734
7 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA)   23.256 19.621 -28 19.649
8 Abschreibungen 7.7 -997 -1.036 0 -1.036
9 Operatives Ergebnis (EBIT)   22.259 18.585 -28 18.613
10 Finanzielle Erträge 7.8 5 18 0 18
11 Finanzielle Aufwendungen 7.8 -95 -448 0 -448
12 Finanzergebnis   -90 -430 0 -430
13 Ergebnis vor Ertragsteuern*   22.169 18.155 -28 18.183
14 Ertragsteuern 7.9 -2.893 -113 145 -258
15 Ergebnis nach Ertragsteuern   19.276 18.042 117 17.925
Anzahl der Aktien in Tausend   34.932 33.894   33.894
- unverwässert/verwässert durchschnittlich gewichtet          
in Euro          
Ergebnis je Aktie          
- unverwässert 7.10 0,55 0,53   0,53
- verwässert 7.10 0,55 0,53   0,53

* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

GESAMTERGEBNIS

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in TEuro Anhang 2015/2016 2014/2015 restated 2014/2015 Korrektur 2014/2015
Ergebnis nach Ertragsteuern 7.11 19.276 18.042 117 17.925
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge 7.11 -474 -107 -107 0
Finanzergebnis   18.802 17.935 10 17.925

KONSOLIDIERTE KAPITALFLUSSRECHNUNG NACH IFRS

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in TEuro 2015/2016 2014/2015 restated 2014/2015 Korrektur 2014/2015
A. Laufende Geschäftstätigkeit        
1. Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 22.259 18.585 -28 18.613
2. Abschreibungen auf das Anlagevermögen 997 1.036   1.036
3. Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände -2.694 -7.143   -7.143
4. Veränderung der Rückstellungen 884 606   606
5. sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 384 28 28 0
6. Veränderung der übrigen Schulden -332 1.268   1.268
7. Verluste aus Anlagenabgängen 26 18   18
8. Gezahlte Steuern -1.235 -1.381   -1.381
9. Gezahlte Zinsen -42 -134   -134
10. Erhaltene Zinsen 3 4   4
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 20.250 12.887 0 12.887
B. Investitionstätigkeit        
1. Investitionen in das Sachanlagevermögen -625 -422   -422
2. Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.588 -19   -19
3. Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.750 -971   -971
4. Einzahlungen aus Anlageverkäufen 0 1   1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -3.963 -1.411 0 -1.411
C. Finanzierungstätigkeit        
1. Erwerb eigener Anteile 0 -184   -184
2. Dividendenausschüttungen -10.167 -9.489   -9.489
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -10.167 -9.673 0 -9.673
D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 6.120 1.803   1.803
E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode 6.486 4.683   4.683
F. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode 12.606 6.486 0 6.486

ZUSAMMENSETZUNG FINANZMITTELFONDS

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in TEuro Stand 30.09.2016 Stand 30.09.2015
Kassenbestand, Bankguthaben 12.606 6.486
Bankverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten 0 0
Finanzmittelfonds 12.606 6.486

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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in TEuro
restated Gezeichnetes Kapital eigene Aktien Summe gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen kumuliertes sonstiges Ergebnis kumuliertes sonstiges Ergebnis
30.09.2014 restated 34.011 -85 33.926 -11.595 64 -363
Erwerb eigener Anteile 0 -36 -36 0 0 0
Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern            
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0 0 0 0 4.000 -106
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
30.09.2015 34.011 -121 33.890 -11.595 4.064 -469
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in TEuro
restated Bilanzgewinn Eigenkapital
30.09.2014 restated 19.462 41.494
Erwerb eigener Anteile -144 -180
Veräußerung eigener Anteile 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern    
Dividendenausschüttung -9.489 -9.489
Sonstige Veränderungen 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen -4.000 -106
Konzernergebnis 18.042 18.042
30.09.2015 23.871 49.761
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inTEuro
ursprünglich ausgewiesen Gezeichnetes Kapital eigene Aktien Summe gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen kumuliertes sonstiges Ergebnis kumuliertes sonstiges Ergebnis
30.09.2014 34.011 -85 33.926 -11.595 64 0
Erwerb eigener Anteile 0 -36 -36 0 0 0
Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern            
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0 0 0 0 4.000 0
Konzernergebnis 0 0 0 0 0 0
30.09.2015 restated 34.011 -121 33.890 -11.595 4.064 0
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inTEuro
ursprünglich ausgewiesen Bilanzgewinn Eigenkapital
30.09.2014 19.462 41.857
Erwerb eigener Anteile -144 -180
Veräußerung eigener Anteile 0 0
Eigenkapitaltransaktionen mit Anteilseignern    
Dividendenausschüttung -9.489 -9.489
Sonstige Veränderungen 0 0
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen -4.000 0
Konzernergebnis 17.925 17.925
30.09.2015 restated 23.754 50.113

7 ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

7.1 Umsatzerlöse

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Bezüglich der Verteilung auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Abschnitt 5.3. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Umsatzträger wie folgt:

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Berichtsjahr Berichtsjahr
2015/2016 2014/2015
TEuro % TEuro %
Erbringung von Dienstleistungen 143.902 99 119.328 97
Verkauf von Gütern 71 0 6 0
Nutzungsentgelte 960 1 3.581 3
  144.933 100 122.915 100

7.2 Aktivierte Eigenleistungen

Im Geschäftsjahr wurden selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.468 (Vorjahr: 0) Teuro aktiviert. Die Aktivierungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Berichtsjahr 2015/2016
TEuro
Berichtsjahr 2014/2015
TEuro
Entwicklungen SAP-Prozessstrecken 1.437 0
selbst erstellte Software 31 0
Summe aktivierte Eigenleistungen 1.468 0

7.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 850 (Vorjahr: 956) TEuro und stellen sich in der nachfolgenden Tabelle dar:

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in TEuro 2015/16 2014/15
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 21 197
Erträge aus Skonto 388 297
Erträge aus Kursdifferenzen 118 405
Weiterverrechnung Sachbezüge an Mitarbeiter 70 26
Erträge aus Provisionen 200 0
übrige Erträge 53 31
Summe sonstige betriebliche Erträge 850 956

7.4 Materialaufwand

Der Materialaufwand beträgt 59.889 (Vorjahr: 51.979) TEuro und beinhaltet Aufwendungen für bezogene Hard- und Software in Höhe von 1.233 (Vorjahr: 3.231) TEuro sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 58.656 (Vorjahr: 48.748) TEuro.

7.5 Personalaufwand und Mitarbeiter

Die Personalaufwendungen belaufen sich im Berichtsjahr auf 47.505 (Vorjahr: 39.537) TEuro. Davon entfallen auf Löhne und Gehälter 42.911 (Vorjahr: 35.595) TEuro und auf Sozialaufwendungen 4.594 (Vorjahr: 3.942) TEuro.

Die im Personalaufwand enthaltenen Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungspläne belaufen sich auf 142 (Vorjahr: 109) Teuro.

Im Jahresdurchschnitt wurden 387 (Vorjahr: 333) Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer), davon 354 (Vorjahr: 307) Berater und 33 (Vorjahr: 26) Verwaltungsangestellte beschäftigt.

Mitarbeiter KPS-Konzern

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30.09.2016 30.09.2015 Veränderung
Mitarbeiter pro Region      
Deutschland 401 343 58
Schweiz 2 8 -6
Dänemark 14 3 11
Mitarbeiter nach Funktion      
Vorstand 2 1 1
Geschäftsführer 2 3 -1
Berater 378 324 54
Verwaltung 32 25 7
Auszubildende 3 1 2
Gesamt 417 354 63

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

7.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 16.601 (Vorjahr: 12.734) TEuro und lassen sich wie folgt darstellen:

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in TEuro 2015/16 2014/15
Reise- und Bewirtungskosten 5.002 3.890
Fremdleistungen 1.950 1.498
Kfz-Kosten 2.134 1.850
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 889 700
Personalbeschaffung und Weiterbildung 1.053 574
Werbe- und Repräsentationskosten 1.711 1.034
Telefon- und sonstige Kommunikationskosten 470 420
Raumkosten 1.138 879
Mieten BGA 574 457
Kapitalmarktkosten 207 214
Versicherungen 85 169
Umrechnungsdifferenzen 168 303
übrige Aufwendungen 1.220 746
Summe sonstige betriebliche Aufwendungen 16.601 12.734

7.7 Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 997 (Vorjahr: 1.036) TEuro. Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist aus der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens ersichtlich.

7.8 Sonstige finanzielle Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen finanziellen Erträge belaufen sich auf 5 (Vorjahr: 18) TEuro und resultieren aus kurzfristigen Geldanlagen und im Vorjahr größtenteils aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Die sonstigen finanziellen Aufwendungen betragen 95 (Vorjahr: 448) TEuro und beinhalten insbesondere Aufzinsungen von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 8 (Vorjahr: 234) TEuro, Zinsen und Avalgebühren an Kreditinstitute in Höhe von 26 (Vorjahr: 133) TEuro sowie Zinsen auf strittige Steuernachzahlungen eines Tochterunternehmens in Höhe von 61 (Vorjahr: 81) TEuro.

7.9 Ertragsteuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für die Geschäftsjahre 2015/2016 und 2014/2015 lassen sich aus der folgenden Darstellung entnehmen:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Laufender Steueraufwand -2.576 -1.902
Periodenfremder Steuerertrag 6 0
Latenter Steuerertrag -323 1.789
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.893 -113

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Die latenten Steuern resultieren aus steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Wertansätzen in der Konzernbilanz entsprechend der Liability-Methode.

Zum 30. September 2016 bestehen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 50.919 (Vorjahr: 63.057) TEuro für Gewerbesteuer und in Höhe von 43.518 (Vorjahr: 56.574) TEuro für Körperschaftsteuer.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern für die inländischen Gesellschaften wurde ein Durchschnittssteuersatz von 30,0 % (Vorjahr: 29,2 %) zum Ansatz gebracht, bestehend aus Körperschaftsteuer von 16,8 % und Gewerbesteuer von 13,2 %. Der durchschnittliche Konzernsteuersatz beträgt im Berichtsjahr 30,0 % (Vorjahr: 29,1 %).

Der Betrag der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, für welche in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt für Körperschaftsteuer 763 (Vorjahr: 9.529) TEuro und für Gewerbesteuer 15.131 (Vorjahr: 25.310) TEuro.

Die Überleitung des erwarteten Steueraufwands auf den tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 22.169 18.155
Ertragsteuersatz 29,96 % 29,06 %
Erwarteter (rechnerischer) Steueraufwand -6.642 -5.276
Steuerauswirkungen durch:    
Steuereffekte aus Nutzung von Verlustvorträgen 3.691 3.401
Steuereffekte aus Goodwillabschreibungen -14 -13
Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen 368 -25
Latente Steuern auf Verlustvorträge -432 1.360
Latente Steuern aus HB II-Anpassungen/StB 118 146
periodenfremde Steuereffekte 0 0
übrige Effekte 18 24
tatsächlicher Ertragsteueraufwand -2.893 -113
Effektiver Steuersatz 13,0 % 0,6 %

Aktive und passive latente Steuern

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in TEuro 30.09.2016 30.09.2015
aktivisch passivisch aktivisch passivisch
Verlustvorträge 11.988 0 12.420 0
Pensionsrückstellung 294 0 144 0
Personalrückstellung 126 266 0 145
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 75 0 69
Sonstige Rückstellungen 0 20 105 0
Anlagevermögen 160 0 82 0
Sonstige Posten 1 0 1 8
  12.569 361 12.752 222

Bei dieser Position handelt es sich um IFRS-Unterschiede zur Handelsbilanz (II)/Steuerbilanz. Von den aktiven latenten Steuern haben 8.015 (Vorjahr: 8.811) TEuro eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passiven latenten Steuern sind 267 (Vorjahr: 154) langfristig und 94 (Vorjahr: 68) TEuro kurzfristig.

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

7.10 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der KPS AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten "potenziellen Aktien". Hierzu zählen Optionsrechte, die allerdings nur dann ergebnisverwässernd wirken, wenn deren innerer Wert während der Periode positiv war. Folglich ergibt sich aus den Optionsrechten keine verwässernde Wirkung.

Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde das gezeichnete Kapital um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 erhöht. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhung wurden sieben eigene Aktien eingezogen, auf den zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung gehaltenen Bestand an Aktien entfielen 12.124 Aktien, die den Bestand der eigenen Aktien erhöhen. Aufgrund der Auswirkungen aus der Kapitalerhöhung und des Rückkaufs eigener Aktien belief sich die Zahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien auf 34.932.525 (Vorjahr: 33.893.616) Stück. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich das Ergebnis je Aktie wie folgt:

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2015/2016 2014/2015
Konzernergebnis auf Aktionäre der KPS AG entfallend in TEuro 19.276 18.042
Durchschnittliche Anzahl der Aktien 34.932.525 33.893.616
Unverwässertes/verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 0,55 0,53

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

8 ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

8.1 Sachanlagen

Der Posten umfasst im Wesentlichen Büroeinrichtungen sowie selbstgenutzte EDV-Hardware.

Zur Entwicklung der nachfolgend erläuterten langfristigen Vermögenswerte verweisen wir auf den Konzernanlagespiegel.

8.2 Geschäfts- und Firmenwerte sowie immaterielle Vermögenswerte

Die Position beinhaltet Software und damit verbundene Lizenzen, die sowohl teilweise selbst erstellt als auch entgeltlich erworben wurden. Zum 30. September 2016 war selbsterstellte Software in Höhe von 245 (Vorjahr: 245) TEuro aktiviert. Die selbsterstellte Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung des Berichtsjahres belief sich auf 93 (Vorjahr: 93) TEuro.

Außerdem wurden im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von 1.468 (Vorjahr: 0) TEuro aktiviert. Die Entwicklungskosten werden, sobald die Vermögensgegenstände verwendet werden können, über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 2 Jahren abgeschrieben. Mit der Fertigstellung und damit dem Beginn der Verwendungsfähigkeit wird im Laufe des Jahres 2017 gerechnet.

Des Weiteren werden unter den immateriellen Vermögenswerten Geschäfts- und Firmenwerte ausgewiesen, die ausschließlich aus Kapitalkonsolidierungen stammen. Es erfolgte eine Reallokation des Goodwills entsprechend der Berichterstattung an das Management. Wäre die Allokation wie im Vorjahr geblieben, hätte sich kein Goodwill Impairment ergeben.

Der bilanzierte Geschäfts- und Firmenwert beträgt 30.472 (Vorjahr: 30.472) TEuro und verteilt sich auf folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
KPS Services GmbH 1.158 1.158
KPS Consulting GmbH & Co. KG 7.791 7.791
KPS Solutions GmbH 345 345
KPS digital GmbH (vormals getit GmbH) 21.178 21.178
Gesamt 30.472 30.472

8.3 Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steueransprüche belaufen sich auf 12.569 (Vorjahr: 12.752) TEuro und spiegeln im Wesentlichen die Höhe der voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge der KPS AG, der KPS Consulting GmbH & Co. KG, der KPS Services GmbH und der KPS Solutions GmbH wider.

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

8.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Positionen ausgewiesen. Zum 30. September 2016 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34.485 (Vorjahr: 29.512) TEuro, auf die Einzelwertberichtigungen in Höhe von 44 (Vorjahr: 44) TEuro gebildet sind.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich nach IFRS 7.16 gemäß folgender Tabelle entwickelt:

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In TEuro 2015/2016 2014/2015
Stand Wertberichtigungen am 01.10. 44 9
+ Zuführungen 0 44
- Verbrauch /Auflösung 0 9
Stand Wertberichtigungen am 30.09. 44 44

8.5 Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Am Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 174 (Vorjahr: 3.588) TEuro, die aus einem Kundenauftrag mit Festpreis resultieren. Die bisher angefallenen Umsatzerlöse belaufen sich auf TEuro 150, die angefallenen Kosten belaufen sich auf Teuro 84.

8.6 Sonstige Forderungen

Die sonstigen Forderungen belaufen sich auf 1.630 (Vorjahr: 494) TEuro und setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Geleistete Vorauszahlungen 229 218
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 77 28
Geleistete Anzahlungen 8 1
Geleistete Kautionen 93 49
Geldtransit 877 0
debitorische Kreditoren 134 62
Übrige Forderungen 212 136
Summe sonstige Vermögenswerte 1.630 494

In den übrigen Forderungen sind im Wesentlichen Forderungen aus erstattungsfähigen Vorsteuern im Ausland in Höhe von 159 (Vorjahr: 72) TEuro enthalten.

8.7 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern

Am Bilanzstichtag bestanden keine Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (Vorjahr: 475 Teuro).

8.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Guthaben bei Kreditinstituten und Kasse betragen am Bilanzstichtag 12.606 (Vorjahr: 6.487) TEuro. Die Entwicklung des Bestands an flüssigen Mitteln ist in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

8.9 Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.

8.9.1 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der KPS AG beträgt zum Bilanzstichtag 37.412.100,00 (i.V. 34.011.007,00) Euro und verteilt sich insgesamt auf 37.412.100 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Auf Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2015 wurde vom Vorstand beschlossen, sieben erworbene eigene Aktien unter Herabsetzung des Grundkapitals einzuziehen. Das Grundkapital reduziert sich durch die Einziehung von 34.011.007,00 Euro um 7,00 Euro auf 34.011.000,00 Euro und verteilt sich insgesamt auf 34.011.000 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Auf Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde das gezeichnete Kapital um 3.401.100,00 Euro auf 37.412.100,00 Euro durch Umwandlung eines Betrages der anderen Gewinnrücklagen von 3.401.100,00 Euro erhöht. Die neuen Aktien stehen den Aktionären im Verhältnis 10:1 zu, sodass auf zehn bestehende Stückaktien eine neue Stückaktie entfällt. Die neuen Stückaktien sind ab dem 01. Oktober 2015 gewinnbezugsberechtigt. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.

Die von der Gesellschaft erworbenen und zum Bilanzstichtag gehaltenen eigenen Aktien sind mit ihrem Nennwert von 121.241 (i.V. 121.248) Euro offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden sieben eigene Aktien eingezogen. Durch die Kapitalerhöhung erhöhte sich der Bestand der eigenen Anteile um 12.124 Aktien. Der Bestand zum Abschlussstichtag beträgt 133.365 Aktien.

8.9.2 Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. März 2014 wurde ein genehmigtes Kapital 2014/I in Höhe von 16.371.265,00 Euro geschaffen.

Dadurch wird der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. März 2019 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 16.371.265,00 Euro gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch die Ausgabe neuer auf den Namen lautende nennwertlose Aktien (Stückaktien) zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 2. Juli 2014 Gebrauch gemacht und beschlossen, aus dem genehmigten Kapital 2014/I das Grundkapital um 1.268.476,00 Euro gegen Sacheinlage zu erhöhen. Das genehmigte Kapital 2014/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch 15.102.789,00 Euro.

Eine Veränderung beim genehmigten Kapital 2014/I ist im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht erfolgt.

8.9.3 Kapitalrücklage

Der negative Anfangsbestand ergibt sich überwiegend aus der im Geschäftsjahr 2007/2008 vorgenommenen Reverse Akquisition im Zuge der Darstellung des Grundkapitals der KPS AG. Weiterhin sind in der Kapitalrücklage die Differenzbeträge zwischen den Kurswerten der aus der Erhöhung des Grundkapitals ausgegebenen neuen Aktien sowie der abgegebenen eigenen Aktien und deren Nennwerten eingestellt.

Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

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in TEuro
Stand 01.10.2014 -11.595
Veräußerungsgewinn aus eigenen Aktien 0
Agio eigene Kapitalerhöhung 0
Stand 01.10.2015 -11.595
Veräußerungsgewinn aus eigenen Aktien 0
Agio eigene Kapitalerhöhung 0
Stand 30.09.2016 -11.595

8.9.4 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage ist dadurch entstanden, dass die Vesting Period für das Aktienoptionsprogramm aus 2004 im Geschäftsjahr 2006/2007 endete. Gemäß IFRS 2.23 darf der Bestand der Aktienoptionen nach dem Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit nicht mehr verändert werden. Sich ergebende Veränderungen aus Fluktuation, Auslaufen des Ausübungsrechts etc. wurden in der Gewinnrücklage abgebildet. Aufgrund des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns der Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Zuführung eines Betrags in Höhe von 3.000.000,00- Euro in die anderen Gewinnrücklagen erfolgt. Durch Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat wurde im Rahmen der Jahresabschlusserstellung aus dem Jahresüberschuss ein Betrag in Höhe von 1.000.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. April 2016 wurde ein Betrag von 3.401.100,00 aus der Gewinnrücklage in Grundkapital umgewandelt.

8.9.5 sonstiges Ergebnis

Das sonstige Ergebnis in Höhe von -944 (Vorjahr: -469) TEuro besteht aus der Neubewertung der Nettoschuld sowie aus Veränderungen des Barwerts der Verpflichtung aus einem als leistungsorientierten Versorgungsplan zu klassifizierenden vollversicherten BVG-Plan der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, aufgrund von Veränderungen bei den versicherungsmathematischen Annahmen nach IAS 19.

8.9.6 Bilanzgewinn

Die Entwicklung des zum 30. September 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinns in Höhe von 32.979 (Vorjahr: 23.871) TEuro lässt sich wie folgt darstellen:

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Stand 01.10. 23.871 19.462
Jahresüberschuss 19.276 18.042
Agio eigene Aktien 0 -144
Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 0 -4.000
Dividendenausschüttung -10.168 -9.489
Stand 30.09. 32.979 23.871

Die Ausschüttung beruht auf dem Hauptversammlungsbeschluss vom 15. April 2016, wonach je dividendenberechtigte Aktie 0,30 (Vorjahr: 0,28) Euro gezahlt wurden. Damit hat die Hauptversammlung dem Dividendenvorschlag des Vorstands entsprochen. Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

8.9.7 Eigene Aktien

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2010 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 27. März 2015 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Nach § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 26. März 2020. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.

Bis zum Bilanzstichtag wurden insgesamt 640.158 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück erworben und 518.910 (davon im Geschäftsjahr 2015/16: keine) Stück veräußert. Zu dem Bestand vom 30. September 2015 in Höhe von 121.248 Stück wurden im Geschäftsjahr 2015/16 keine Anteile erworben. Durch die Herabsetzung des Grundkapitals wurden sieben eigene Aktien eingezogen, sodass der Gesamtbestand sich am Bilanzstichtag auf 121.241 Stück reduziert hat. Durch die von der Hauptversammlung am 15. April 2016 beschlossene Kapitalerhöhung hat sich der Bestand der eigenen Aktien um 12.124 Stück auf nunmehr 133.365 Stück erhöht.

8.10 Langfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEuro 01.10.2015 Umgliederung Auflösung Zuführung 30.09.2016
RST f. Personal 341 0 0 430 771
RST f. Kaufpreiszahlung 1.718 -1.718 0 0 0
RST f. Pensionen IAS 19 497 0 0 486 983
Summe 2.556 -1.718 0 916 1.754

Anm.: Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst, siehe Textziffer 6.4

Die langfristigen Rückstellungen für Bonuszahlungen betreffen Verpflichtungen aus einem Führungskräftebindungsprogramm. Bei der Berechnung wurde keine Fluktuation berücksichtigt, da die Gesellschaft von der Erfüllung der vertraglichen Vorgaben ausgeht.

Die vertraglich vereinbarte variable Kaufpreisrate für das Geschäftsjahr 2016/2017 für den Unternehmenserwerb der getit GmbH wurde in die sonstigen Rückstellungen umgegliedert, da die Restlaufzeit am Bilanzstichtag weniger als ein Jahr beträgt.

Die Rückstellung für Pensionen betrifft die KPS Consulting AG, Schweiz. Es handelt sich um einen sogenannten vollversicherten BVG-Plan. Dieser ist als leistungsorientierter Plan im Sinne von IAS 19 zu klassifizieren. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, die Altersrente ganz oder teilweise als Kapital zu beziehen. Das Rentenalter wird mit 65 Jahren (Männer) und 64 Jahren (Frauen) erreicht. Sonstige Leistungen an diese Arbeitnehmer sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen. Die Leistungsansprüche der Arbeitnehmer sind zum Teil durch Planvermögen gedeckt. Das Planvermögen wird von der AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur, verwaltet.

Die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge garantiert die nach Schweizer Recht geforderte Abdeckung. Alle Risiken wie beispielsweise Invalidität oder Tod werden abgedeckt. Als ein Hauptrisiko wurde die Kündigung bzw. die Nichtverlängerung des Altersversorgungsplans durch die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge identifiziert. In diesem Fall müsste die KPS Consulting AG zu einem anderen Versorgungswerk wechseln, was den Verlust eines Teils des Versicherungsschutzes bzw. zusätzliche Prämien zur Folge haben könnte.

Die nach IAS 19 geforderten Angaben sind aus nachfolgendem Tabellenteil ersichtlich.

Der Wertansatz der Pensionsrückstellungen aus leistungsorientierten Versorgungssystemen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren nach versicherungsmathematischen Methoden ermittelt. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung (verwendet wurden hierfür die BVG 2015 GT) die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

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2015/2016 2014/2015
Versicherungsmathematische Annahmen IAS 19.144    
Diskontsatz (DS) zum 01.10. 0,80 % 1,50 %
Diskontsatz (DS) zum 30.09. 0,20 % 0,80 %
Zinssatz auf Alterskapital 30.09. 0,20 % 0,80 %
Zukünftige Gehaltserhöhungen (GE) zum 30.09. 2,00 % 2,00 %
Zukünftige Rentenerhöhungen (RE) zum 30.09. 0,50 % 0,50 %
Zukünftige Inflation zum 30.09. 0,50 % 0,50 %
Sterbetafeln BVG2015 GT BVG2015 GT
Datum der letzten versicherungsmathematischen Bewertung 30.09.16 30.09.15
1. Ausgleich der Summe, die in der Darstellung der Vermögenslage am Ende des Zeitraums anerkannt ist IAS 19.140    
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 30.09. 2.514.833 1.411.283
Kapitalwert aus Planvermögen zum 30.09. 1.531.958 914.023
Defizit/Überschuss) zum 30.09. 982.875 497.260
Anpassung an Höchstgrenze 0 0
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) zum 30.09. 982.875 497.260
davon als separat (Vermögenswert) anerkannt 0 0
davon als separate Verbindlichkeit anerkannt 982.875 497.260
Datum der letzten versicherungsmathematischen Bewertung 30.09.16 30.09.15
2. Überleitung Barwert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen IAS 19.140    
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 30.09. 2.514.833 1.411.283
Kapitalwert aus Planvermögen zum 30.09. 1.531.958 914.023
Defizit/(Überschuss) zum 30.09. 982.875 497.260
Anpassung an Höchstgrenze 0 0
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) zum 30.09. 982.875 497.260
davon als separat (Vermögenswert) anerkannt 0 0
davon als separate Verbindlichkeit anerkannt 982.875 497.260
3. Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in der Gewinn- oder Verlustrechnung IAS 19.140    
Current Service Cost (Arbeitgeber) 142.049 108.742
Past Service Cost 0 0
(Gewinne) und Verluste aus einer Planabgeltung 0 0
Aufwendungen aus der Aufzinsung der leistungsorientierten Verpflichtungen 13.835 17.923
Zinsen (Erträge) aus Planvermögen -9.832 -12.321
Verwaltungskosten zzgl. Kosten für die Verwaltung von Planvermögen 706 561
Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in der Gewinn- oder Verlustrechnung ausgewiesen 146.758 114.904
davon Service- und Verwaltungskosten 142.755 109.302
davon Nettozinsen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) 4.004 5.602
4. Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in OCI IAS 19.140    
Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust auf Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 452.644 124.744
Ertrag aus Planvermögen zzgl. Zinserträge 21.773 -17.949
Änderung der Vermögenswerte der Höchstgrenze zzgl. Zinsaufwand/-erträge 0 0
Erträge aus Erstattungsansprüchen zzgl. Zinserträge 0 0
Sonstiges 0 0
Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in dem OCI ausgewiesen 474.417 106.794
5. Entwicklung Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) IAS 19.140    
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) zum 01.10. 497.260 362.592
Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in der Gewinn- oder Verlustrechnung ausgewiesen 146.758 114.904
Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in dem OCI ausgewiesen 474.417 106.794
Beiträge durch Arbeitgeber -135.561 -87.030
Sonstiges 0 0
Bestandteile der leistungsorientierten Kosten in dem OCI ausgewiesen 982.875 497.260
6. Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung IAS 19.140lit. a, 19.141    
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 01.10. 1.411.283 1.121.592
Aufwendungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 13.835 17.923
Current Service Cost (Arbeitnehmer) 142.049 108.742
Beiträge durch Planteilnehmer 135.561 80.187
(Ausbezahlte)/eingezahlte Leistungen 358.755 -42.464
Verwaltungskosten (zzgl. Kosten für die Verwaltung von Planvermögen) 706 561
Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Ausgleichsbetrag) 452.644 124.744
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 30.09. 2.514.833 1.411.283
7. Bestandteile von versicherungsmathematischem Gewinn/Verlust auf Verpflichtungen IAS 19.141    
Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust aufgrund von Änderungen in finanziellen Annahmen 195.897 118.346
Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust aufgrund von Änderungen in demographischen Annahmen 0 0
Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust aufgrund von Erwartungswertanpassungen 256.747 6.398
Versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 452.644 124.744
8. Entwicklung des Kapitalwerts aus Planvermögen IAS19.140 lit. a, IAS 19.141    
Kapitalwert aus Planvermögen zum 01.10. 914.023 759.000
Zinserträge aus Planvermögen 9.832 12.321
Beiträge durch Arbeitgeber 135.561 87.030
Beiträge durch Planteilnehmer 135.561 80.187
(Ausbezahlte)/eingezahlte Leistungen 358.755 -42.464
Sonstiges 0 0
Ertrag auf Planvermögen zzgl. Zinserträge -21.773 17.949
Kapitalwert aus Planvermögen zum 30.09. 1.531.958 914.023
8a. Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen    
Zinserträge aus Planvermögen 9.832 12.321
Ertrag aus Planvermögen zzgl. Zinserträge -21.773 17.949
Tatsächlicher Ertrag aus Planvermögen -11.941 30.270
9. Bestandteile des verfügbaren wirtschaftlichen Nutzens IAS 19.141 lit.c    
Verfügbarer wirtschaftlicher Nutzen in Form einer Rückerstattung 0 0
Verfügbarer wirtschaftlicher Nutzen in Form von Minderung künftiger Beiträge 93.054.228 5.879.021
Verfügbarer wirtschaftlicher Nutzen gesamt 93.054.228 5.879.021
9a. Erkennbarer Betrag unter IAS 19.64    
(a) Defizit/(Überschuss) im festgelegten Leistungsplan    
- Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung -2.514.833 -1.411.283
+ Zinserträge aus Planvermögen 1.531.958 914.023
Defizit/Überschuss (+ = Vermögenswert; - = Verbindlichkeit) -982.875 -497.260
(b) Höchstgrenze, verfügbarer wirtschaftlicher Nutzen 93.054.228 5.879.021
Erkennbarer Betrag (niedriger als (a) und (b) falls Vermögenswert) -982.875 -497.260
10. Schätzung der Beiträge vom nächsten Jahr IAS 19.147 lit.b    
Beiträge durch Arbeitgeber 177.310 95.017
Beiträge durch Planteilnehmer 177.310 95.017
11. Planvermögensklassen (nicht börsennotierter Kurs) IAS 19.142    
Bargeld und Gegenwerte 0 0
Eigenkapitalinstrumente 0 0
Schuldtitel 0 0
Immobilien 0 0
Derivative 0 0
Investmentfonds 0 0
Forderungsbesicherte Wertpapiere 0 0
Strukturierte Schulden 0 0
Sonstiges 1.531.958 914.023
Gesamte Zinserträge zum Kapitalwert (nicht börsennotierter Kurs) 1.531.958 914.023
davon eigene übertragbare Finanzinstrumente der Instanz 0 0
davon Eigentum, das von der Instanz genutzt oder andere Vermögenswerte, die von ihr verwendet werden 0 0
12. Sensitivitätsanalyse IAS 19.145    
DBO = Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung, SC = Service Cost (Arbeitgeber)    
DBO zum 30.09. mit DR -0,25 % 2.654.926 1.485.341
DBO zum 30.09. mit DR +0,25 % 2.386.153 1.343.265
DBO zum 30.09. mit SI -0,25 % 2.481.971 1.392.949
DBO zum 30.09. mit SI +0,25% 2.540.884 1.426.975
DBO zum 30.09. mit Lebenserwartung + 1Jahr 2.553.812 1.428.369
DBO zum 30.09. mit Lebenserwartung - 1Jahr 2.476.187 1.394.353
SC des nächsten Jahres mit DR +0,25 % 336.043 130.648
SC des nächsten Jahres mit IR +0,25 % 372.000 146.288
13. Fälligkeitsprofil des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung IAS 19.147    
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung in Jahren 21,1 19,9
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung in Jahren für aktive Mitglieder 21,1 19,9
Gewichtete durchschnittliche Laufzeit des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung in Jahren für Rentner n.a. n.a.
14. Bestandteile des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung, aufgeteilt IAS 19.137    
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 30.09. für aktive Mitglieder 2.514.833 1.411.283
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 30.09. für Rentner 0 0
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung zum 30.09. für suspendierte Mitglieder 0 0

8.11 Latente Steuerverbindlichkeiten

Passive latente Steuern resultieren aus temporären Differenzen zwischen Steuer- und Konzernbilanz und betrugen 361 (Vorjahr: 222) TEuro.

8.12 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vorwiegend aus eingekauften Beratungsleistungen.

8.13 Finanzschulden

Zum Stichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr: 0 TEuro).

8.14 Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen betragen 145 (Vorjahr: 2.465) TEuro und betreffen mit 0 (Vorjahr: 2.331) TEuro erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen und mit 145 (Vorjahr: 134) TEuro im Voraus vereinnahmte Dienstleistungserlöse, die über künftige Geschäftsjahre abzugrenzen sind.

8.15 Steuerrückstellungen

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEuro 01.10.2015 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.09.2016
RST f. Körperschaftsteuer 643 -643 0 837 837
RST f. Gewerbesteuer 2.931 -579 -17 861 3.196
Summe 3.574 -1.222 -17 1.698 4.033

In der Gewerbesteuerrückstellung ist ein Betrag von 2.325 (Vorjahr: 2.281) TEuro für mögliche Risiken im Zusammenhang mit der gewerbesteuerlichen Anerkennung von Sanierungsgewinnen der vormaligen autinform GmbH & Co. KG enthalten. Die Rückstellung beinhaltet einen Betrag von 997 (Vorjahr: 935) TEuro für potenzielle Nachforderungszinsen.

Wahrscheinlichkeit und Zeitpunkt der Inanspruchnahme sind abhängig von Entscheidungen der vormaligen Betriebsstättengemeinden, ob und inwieweit die Steuern nachzuzahlen sind oder aus Billigkeitsgründen erlassen werden. Mit einer Entscheidung hierüber wird im laufe des Jahres 2017 gerechnet. Im Falle einer Inanspruchnahme wird der volle Rückstellungsbetrag zahlungswirksam.

8.16 Sonstige Rückstellungen

Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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in TEuro 01.10.2015 Verbrauch Auflösung Zuführung 30.09.2016
RST f. Personal 7.360 -7.360 0 7.455 7.455
RST f. ausstehende Rechnungen 115 -108 0 182 189
RST f. Abschluß und Prüfungskosten 102 -98 -4 121 121
übrige RST 2.072 -100 0 796 2.768
Summe 9.649 -7.666 -4 8.554 10.533

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Verpflichtungen gegenüber Dritten, soweit die Höhe oder die Fälligkeit noch ungewiss ist. Die erwarteten Fälligkeiten bewegen sich im kurzfristigen Rahmen.

Die Rückstellung für Personalverpflichtungen betrifft Tantiemen, ausstehende Urlaubsansprüche und noch abzuführende Beiträge an die Berufsgenossenschaft.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen beruht auf Zahlungsverpflichtungen für erhaltene Leistungen, deren Höhe am Abschlussstichtag noch nicht endgültig feststand.

Die Rückstellung für Abschlusskosten betrifft Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses.

Die Earn-Out-Rate 2016/2017 wurde in Höhe von 1.750.000,00 Euro passiviert.

8.17 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 8.285 (Vorjahr: 5.555) TEuro und entwickelten sich wie folgt:

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30.09.2016 30.09.2015
in TEuro bis 3 Monate 3 - 12 Monate bis 3 Monate 3 - 12 Monate
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 2.638 0 904 0
Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 853 0 863 0
Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer und sonstigen Steuern 2.470 0 1.907 0
Abzuführende Sozialversicherungen 103 0 55 0
Earn Out 2016 1.555 0 1.750 0
übrige Verbindlichkeiten 666 0 76 0
Summe sonstige Verbindlichkeiten 8.285 0 5.555 0

8.18 Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Die Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 886 (Vorjahr: 523) TEuro bestehen aus Gewerbesteuern für Vorjahre.

8.19 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

8.19.1 Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.

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Zum Fair Value bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Bilanzposten zum 30.09.2016
in TEuro Buchwert Buchwert Fair Value Buchwert
Kurzfristige Vermögenswerte          
Künftige Forderungen aus 0 174 174 0 174
Fertigungsaufträgen (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 3.588) (Vorjahr: 3.588) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 3.588)
Forderungen aus Lieferungen und 0 34.485 34.485 0 34.485
Leistungen (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 29.512) (Vorjahr: 29.512) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 29.512)
Sonstige Forderungen und 0 1.471 1.471 159 1.630
finanzielle Vermögenswerte (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 422) (Vorjahr: 422) (Vorjahr: 72) (Vorjahr: 494)
Zahlungsmittel und 0 12.606 12.606 0 12.606
Zahlungsmitteläquivalente (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 6.487) (Vorjahr: 6.487) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 6.487)
Kurzfristige Schulden          
Finanzschulden 0 0 0 0 0
  (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0)
Verbindlichkeiten aus 0 10.711 10.711 0 10.711
Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 11.452) (Vorjahr: 11.452) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 11.452)
Sonstige Verbindlichkeiten 0 4.961 4.961 3.323 8.284
  (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 2.785) (Vorjahr: 2.785) (Vorjahr: 2.770) (Vorjahr: 5.555)

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.

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in TEuro Bewertungskategorie nach IAS IAS 39 und IFRS 7 Buchwert 30.09.2016 Fair Value 30.09.2016 Buchwert 30.09.2015 Fair Value 30.09.2015
Kurzfristige Vermögenswerte          
Zahlungsmittel LaR 12.606 12.606 6.487 6.487
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen LaR 174 174 3.588 3.588
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 34.485 34.485 29.512 29.512
Sonstige Vermögenswerte LaR 1.458 1.458 422 422
Kurzfristige Schulden          
Kurzfristige Finanzschulden FLAC 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 10.711 10.711 11.452 11.452
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten FLAC 4.961 4.961 2.785 2.785
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien          
Loans and Receivables (LaR)   48.723 48.723 40.009 40.009
Financial Liabilities Measured at Amortised Costs (FLAC)   15.672 15.672 14.237 14.237

Alle Finanzinstrumente wurden für das Geschäftsjahr 2015/2016 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie die sonstigen Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten regelmäßig kurze Laufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

Die Buchwerte der kurzfristigen Finanzschulden entsprechen näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Nettogewinne und -verluste gemäß IFRS 7.20 stellen sich wie folgt dar:

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aus Zinsen aus der Folgebewertung aus Abgang Nettoergebnis
in TEuro Zum Fair Value Währungsumrechnung Wertberichtigung 2015/2016
Loans and Receivables (LaR) 3 0 -50 -2 -14 -63
  (Vorjahr: 4) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 102) (Vorjahr: -44) (Vorjahr: -84) (Vorjahr: -22)
Financial Assets Measured at Amortised Costs (FLAC) -23 0 0 0 0 -23
  (Vorjahr: -135) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: -135)

Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22f. wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 nicht eingesetzt.

8.19.2 Finanzrisikomanagement

Der KPS-Konzern ist als Beratungsunternehmen Finanzrisiken ausgesetzt. Hierbei werden im Wesentlichen unterschieden:

Liquiditätsrisiken

Kreditrisiken/Ausfallrisiken

Marktpreisrisiko.

Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen im Verantwortungsbereich des Vorstands, der hierbei durch die Verantwortlichen im Rechnungswesen unterstützt wird. Ziel dabei ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.

Das Kapitalmanagement bemisst sich nach der Nettoliquidität. Die Unternehmensleitung verfolgt das Ziel einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Das Eigenkapital des Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug 61,4 Prozent per 30. September (Vorjahr: 58,0 Prozent).

8.19.3 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der KPS-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko unter Einbindung einer kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung von bestehenden Kreditlinien. Die Liquiditätsplanung wird laufend überwacht. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pool-Vereinbarungen mit den inländischen Tochtergesellschaften der KPS AG. Zusätzlich verfügt der KPS-Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien, die unbefristet zur Verfügung stehen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten:

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Geschäftsjahr Buchwert Zahlungsverpflichtungen
in TEuro 30.09.2016 2016/2017 2017/2018 bis 2019/2020 2020/2021ff.
Finanzschulden 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.711 10.711 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 8.285 8.285 0 0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 886 886 0 0
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Vorjahr Buchwert Zahlungsverpflichtungen
in TEuro 30.09.2016 2016/2017 2017/2018 bis 2019/2020 2020/2021ff.
Finanzschulden 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.452 11.452 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.555 5.555 0 0
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 523 523 0 0

Die Liquiditätsplanung wird für die einzelnen Monate erstellt. Dabei werden die Fälligkeiten von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten anhand der vereinbarten Zahlungsziele geplant. Für die Verbindlichkeiten werden die Zahlungsabflüsse entsprechend den Zahlungszielen und den vereinbarten Fälligkeiten geplant.

Für den laufenden Monat und den Folgemonat werden taggenaue Liquiditätsbetrachtungen vorgenommen und die Planung an die tatsächlichen Zahlungsströme angepasst.

8.19.4 Kredit- und Ausfallrisiken

Ein Kreditrisiko besteht für die KPS dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Kunden oder sonstige Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken wird die Bonität einzelner Kunden oder Geschäftspartner mit hohem Auftragsvolumen überprüft.

Es wird eine Risikokonzentration für die Großkunden i.S.d. IFRS 8.34 ermittelt. Die offenen Forderungen hieraus belaufen sich auf 13.282 (Vorjahr: 9.948) TEuro.

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zu Bruttobuchwerten stellt sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr

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in TEuro Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2016
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 174 0 0 174
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 29.036 5.405 44 34.485
Sonstige Vermögensgegenstände 1.630 0 0 1.630
  30.840 5.405 44 36.289

Vorjahr

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in TEuro Weder überfällig noch wertberichtigt Überfällig und nicht wertberichtigt Wertberichtigt 30.09.2015
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 3.588 0 0 3.588
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.132 5.336 44 29.512
Sonstige Vermögensgegenstände 494 0 0 494
  28.214 5.336 44 33.594

In den wertberichtigten Forderungen sind nominale Forderungsbeträge in Höhe von 44 (Vorjahr: 44) TEuro enthalten, die um 44 (Vorjahr: 44) TEuro wertberichtigt wurden.

Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:

Geschäftsjahr

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in TEuro bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2016
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.806 326 1.273 5.405
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0 0
  3.806 326 1.273 5.405

Vorjahr

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in TEuro bis 30 Tage 31 bis 90 Tage mehr als 90 Tage 30.09.2015
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.529 2.255 552 5.336
Sonstige Vermögensgegenstände 0 0 0 0
  2.529 2.255 552 5.336

8.19.5 Marktrisiken

Währungsrisiken/Wechselkursrisiken

Die Gesellschaften der KPS-Gruppe wickeln ihre Geschäfte nahezu ausschließlich in Euro ab. Daher bestehen keine wesentlichen Währungsrisiken.

Zinsrisiken

Die Finanzierung des Konzerns erfolgt sofern erforderlich mit kurzfristigen Kontokorrentkrediten, die unbefristet zur Verfügung stehen. Die Zinsen werden halbjährlich vom Kreditgeber angepasst. Daneben wurden kurzfristige zeitlich begrenzte Kredite aufgenommen, für die ein Festzins vereinbart war.

Das Zinsrisiko im Sinne eines Marktwertänderungsrisikos wird als nicht relevant angesehen. Die Finanzverbindlichkeiten der KPS-Gruppe werden zu Anschaffungskosten bilanziert, so dass sich eine mögliche Marktwertänderung in der Bilanz nicht niederschlägt.

Preisrisiken

Eine Änderung von Risikoparametern hätte keine wesentliche Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert gehabt.

8.20 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

8.20.1 Haftungsverhältnisse

Die KPS Business Transformation GmbH, die KPS Consulting GmbH & Co. KG und die KPS Services GmbH haben jeweils eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 2.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien abgegeben. Darüber hinaus besteht eine weitere Höchstbetragsbürgschaft der KPS Services GmbH in Höhe von 8.000 TEuro zur Absicherung von Kontokorrentkreditlinien. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kontokorrentverbindlichkeiten (Vorjahr: 0 TEuro).

Ein Rangrücktritt besteht gegenüber der KPS Consulting AG, Zürich, in Höhe von 738 TCHF (677 TEuro).

Die Gesellschaft erwirtschaftet positive Ergebnisse, sodass mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

8.20.2 Finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

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30.09.2016 30.09.2015
in TEuro bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre
Kfz-Leasing 1.238 1.042 0 2.280 1.017 963
BGA-Leasing 492 424 0 916 615 527
Miete 1.037 1.000 0 2.037 892 1.393
  2.767 2.466 0 5.233 2.524 2.883
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30.09.2015
in TEuro Über 5 Jahre Gesamt
Kfz-Leasing 0 1.980
BGA-Leasing 0 1.142
Miete 0 2.285
  0 5.407

Bei den in der obigen Darstellung erfassten Leasingzahlungen handelt es sich um künftige Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen.

Zahlungen aus Miet- und Leasingverhältnissen, die in der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, belaufen sich auf 2.417 (Vorjahr: 1.912) TEuro.

8.21 Bestandsgefährdende Risiken

Der KPS-Konzernabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2015/2016 unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ("Going Concern") aufgestellt. In diesem Zusammenhang geht das Management von einer positiven Fortbestehensprognose aus, sodass der Konzern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im laufenden und den folgenden Geschäftsjahren ihre geschäftlichen Aktivitäten unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen fortführen kann. Risiken, die den Fortbestand des KPS-Konzerns gefährden könnten, sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erkennbar.

9 ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Konzerns darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Zur Darstellung des operativen Cash Flows verwendet der Konzern die indirekte Methode.

Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen kurzfristigen Zahlungsmittel unter Abzug von laufenden Bankverbindlichkeiten als Teil des Zahlungsmittelfonds. Dieser Zahlungsmittelbestand beträgt am Ende der Periode 12.606 (Vorjahr: 6.486) TEuro. Zum Ende der Periode bestanden keine Bankverbindlichkeiten.

Die im Vorjahresvergleich erhöhte Nettoliquidität ist im Wesentlichen auf das gesteigerte Periodenergebnis zurückzuführen. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 15. April 2016. Die Mittelabflüsse für Investitionen in das langfristig gebundene Vermögen beliefen sich auf -3.963 (Vorjahr: -1.411) TEuro. Der Anstieg der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der im Jahr 2014 vorgenommenen Akquisition von Konzernunternehmen sowie durchgeführten Entwicklungsleistungen in Höhe von 1.468 (Vorjahr: 0) TEuro.

9.1 Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr um 7.363 TEuro auf 20.250 TEuro erhöht. Dies ist insbesondere auf den Anstieg des Periodenergebnisses, das im Geschäftsjahr von 18.585 TEuro auf 22.259 TEuro angestiegen ist, zurückzuführen.

9.2 Zu-/Abfluss aus investiver Tätigkeit

Der Cashflow aus investiver Tätigkeit stieg im Geschäftsjahr von 1.411 TEuro um 2.552 TEuro auf 3.963 TEuro. Im Geschäftsjahr wurden neben kleineren Investitionen im Sachanlagevermögen Entwicklungsleistungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte vorgenommen.

9.3 Zu-/Abfluss aus Finanzierungstätigkeit

Die Veränderung des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 494 TEuro auf 10.167 TEuro resultiert aus der Erhöhung der vorgenommenen Dividendenzahlung in Höhe von 10.167 (Vorjahr: 9.489) TEuro.

10 SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN

10.1 Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen der Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind Honorare in Höhe von 100 TEuro (Vorjahr: 63 TEuro) als Aufwand für Abschlussprüfungsleistungen erfasst worden. Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen umfassen vor allem Vergütungen für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der KPS AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen. Honorare für prüfungsnahe Dienstleistungen oder weitere Tätigkeiten wurden an die Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, nur im unten angegebenen Umfang geleistet.

Für die Prüfungsleistungen der Schweizer Tochtergesellschaft KPS Consulting AG wurden im Geschäftsjahr 11 (Vorjahr: 11) TEuro zurückgestellt.

Für die Prüfungsleistungen der dänischen Tochtergesellschaft KPS Consulting A/S wurden im Geschäftsjahr 8 (Vorjahr: 13) TEuro erfasst.

Honorare des Abschlussprüfers

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in TEuro 2015/2016 2014/2015
Abschlussprüfungsleistungen 100 63
Andere Bestätigungsleistungen 1 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 101 63

10.2 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 (Related Party Disclosures) sind juristische oder natürliche Personen, die auf die KPS AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die KPS AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Als "related parties" im Sinne des IAS 24 kommen vor allem der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG sowie die Anteilseigner der Gesellschaft, die einen beherrschenden oder maßgeblichen Einfluss haben, in Betracht. Daneben werden die sogenannten Managing Partner des Konzerns zum erweiterten Management gezählt.

Die Bezüge der Organmitglieder der KPS AG sind den Anhangsangaben 10.2.2 sowie 10.2.4 und dem Vergütungsbericht im Lagebericht zu entnehmen.

Nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen hat die KPS AG nicht.

Geschäfte mit Organmitgliedern der KPS AG werden zu Bedingungen durchgeführt, wie sie zwischen fremden Dritten üblich sind.

10.2.1 Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH

Die Alt-Gesellschafter der KPS Business Transformation GmbH halten folgende Aktien- und Stimmrechtsanteile an der KPS AG:

Dietmar Müller: 9.316.884 Aktien

(Vorjahr: : 8.469.895 Aktien);

Stimmrechtsanteil ca. 24,90 % (Vorjahr: ca. 24,90 %)

Michael Tsifidaris: 10.543.382 Aktien

(Vorjahr: 9.584.894 Aktien);

Stimmrechtsanteil ca. 28,18 % (Vorjahr: ca. 28,18 %)

Leonardo Musso: 4.834.751 Aktien

(Vorjahr: 4.395.229 Aktien);

Stimmrechtsanteil ca. 12,92 % (Vorjahr: ca. 12,92 %)

Uwe Grünewald: 4.784.057 Aktien

(Vorjahr: 4.349.143 Aktien);

Stimmrechtsanteil ca. 12,79 % (Vorjahr: ca. 12,79 %).

Die Gesamtbezüge der Alt-Gesellschafter aus bestehenden Arbeitsverträgen mit Konzernunternehmen belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.471 (Vorjahr: 2.482) TEuro.

Forderungen oder Verbindlichkeiten gegenüber Alt-Gesellschaftern bestanden im Geschäfts- und Vorjahr nicht.

10.2.2 Vorstand

Mitglieder des Vorstands der KPS AG halten folgende Aktienanteile an der KPS AG:

Herr Dietmar Müller: 9.316.884 Aktien

(Vorjahr: 8.469.895 Aktien)

Herr Leonardo Musso: 4.834.751 Aktien

(Vorjahr: 4.395.229 Aktien)

Die aufwandswirksam erfassten Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 auf 1.250 (Vorjahr: 680) TEuro. Sie setzen sich aus fixen und variablen Bezügen zusammen und sind kurzfristig fällig.

Herr Dietmar Müller ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, und des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

Herr Leonardo Musso ist Mitglied des Verwaltungsrats der KPS Consulting AG, Zürich, Schweiz, des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark. Außerdem übt Herr Musso die Funktion des CEO bei der KPS B.V., Niederlande und bei der KPS Consulting Inc., USA aus.

10.2.3 Erweitertes Management

Dem erweiterten Management gehörten zum Stichtag 65 (Vorjahr: 63) Personen an.

Sämtliche Bezüge des erweiterten Managements betreffen kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer.

Dem erweiterten Management wurden für das abgelaufene Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 17.264 (Vorjahr: 15.382) TEuro gewährt, die sich aus Bezügen an das erweiterte Management mit maßgeblicher Anteilsquote in Höhe von 1.221 (Vorjahr: 1.802) TEuro und Bezügen an das erweiterte Management ohne maßgebliche Anteilsquote in Höhe von 16.043 (Vorjahr: 13.581) TEuro zusammensetzen.

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2012/2013 eingeführten Funktion des Vice Presidents sind für vier Personen des erweiterten Managements Aufwendungen für künftige leistungsorientierte Ansprüche in Höhe von 771 (Vorjahr: 341) TEuro zurückgestellt worden.

10.2.4 Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr: 55) TEuro.

Mit Herrn Tsifidaris und Herrn Grünewald bestehen Anstellungsverträge mit der KPS Business Transformation GmbH. Der Aufwand des Geschäftsjahres 2015/2016 betrug 1.221 (Vorjahr: 1.222) TEuro und beinhaltet fixe und variable Vergütungsbestandteile.

Mit Herrn Hans-Werner Hartmann bestand im Berichtsjahr ein Beratervertrag.

Es entstanden Aufwendungen in Höhe von 0 (Vorjahr: 21) TEuro.

Die Bezüge des Verwaltungsbeirates der KPS Consulting AG, Zürich, belaufen sich auf 7 (Vorjahr: 7) TEuro.

10.2.5 Sonstige nahestehende Personen

Mit Frau Veronika König, Tochter von Herrn Uwe Grünewald (Aufsichtsrat), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 86 (i. V. 86) TEuro.

Mit Herrn Markus Müller, Sohn von Herrn Dietmar Müller (Vorstand), bestand im Geschäftsjahr ein Anstellungsvertrag. Die geleisteten Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 49 (i. V. 36) TEuro.

10.3 Organe der Gesellschaft

10.3.1 Vorstand

Zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand war im Berichtsjahr bestellt:

Herr Dietmar Müller, Managementberater, Grünwald.

Herr Leonardo Musso, Managementberater, Berg.

10.3.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich unverändert zum Vorjahr zusammen aus

Herrn Michael Tsifidaris (Vorsitz),

Managementberater, Hamburg,

Herrn Uwe Grünewald (stellv. Vors.),

Managementberater, Leichlingen,

Herrn Hans-Werner Hartmann,

Rechtsanwalt, Grassau-Mietenkam.

Herr Uwe Grünewald ist Mitglied des Board of Directors bei der KPS Consulting A/S, Kopenhagen, Dänemark.

10.4 Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte Kredite

Bezüglich der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats wird auf die Ausführungen unter 10.2.2 und 10.2.4 verwiesen.

Mit Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats bestanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Kreditverhältnisse.

10.5 Befreiungen

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 und des § 264b HGB in Anspruch:

KPS Business Transformation GmbH

KPS Consulting GmbH & Co. KG

KPS digital GmbH

11 CORPORATE GOVERNANCE

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (www.kps.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

12 MELDUNG NACH § 160 ABS.1 NR. 8 AKTG

Eine Aufstellung der Meldungen nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG ist im Geschäftsbericht veröffentlicht.

13 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Unterföhring, den 12. Januar 2017

Der Vorstand

Dietmar Müller

Leonardo Musso

Entwicklung des Anlagevermögens KPS-Konzern (Bruttodarstellung)

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POSITION ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
in TEuro 01.10.2015 Zugänge Abgänge Übertragung Eingliederung 30.09.2016
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten          
a.) soweit erworben 3.592 120 266 0 3.446
b.) soweit selbsterstellt 883 1.468 0 0 2.351
2. geleistet Anzahlungen 0 0 0 0 0
3. Firmenwert 45.488 0 0 0 45.488
Immaterielle Vermögensgegenstände 49.963 1.588 266 0 51.285
II.) Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.169 625 197 0 2.597
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 250 167 416 0 1
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Sachanlagen 2.419 792 613 0 2.598
Anlagevermögen gesamt 52.382 2.380 879   53.883
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POSITION KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
in TEuro 01.10.2015 Zugänge Abgänge Übertragung Eingliederung 30.09.2016
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten          
a.) soweit erworben 2.661 639 266 0 3.034
b.) soweit selbsterstellt 638 93 0 0 731
2. geleistet Anzahlungen 0 0 0 0 0
3. Firmenwert 15.016 0 0 0 15.016
Immaterielle Vermögensgegenstände 18.315 732 266 0 18.781
II.) Sachanlagen          
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.368 265 170 0 1.463
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 250 0 249 0 1
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
Sachanlagen 1.618 265 419 0 1.464
Anlagevermögen gesamt 19.933 997 685 0 20.245
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POSITION BUCHWERT
in TEuro 30.09.2016 30.09.2015
I.) Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten    
a.) soweit erworben 412 931
b.) soweit selbsterstellt 1.620 245
2. geleistet Anzahlungen 0 0
3. Firmenwert 30.472 30.472
Immaterielle Vermögensgegenstände 32.504 31.648
II.) Sachanlagen    
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.134 801
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
Sachanlagen 1.134 801
Anlagevermögen gesamt 33.638 32.449

Meldungen

nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Nach § 21 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte einer börsennotierten Gesellschaft erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies der Gesellschaft und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Handelstagen, mitzuteilen. Der Gesellschaft wurden folgende zum 30. September 2016 bestehende Beteiligungen mitgeteilt (die entsprechenden Prozent- und Stimmrechtszahlen beziehen sich auf die zum Zeitpunkt der jeweiligen Meldung vorhandene Gesamtzahl an Stimmrechten und können daher zwischenzeitlich überholt sein):

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Meldepflichtiger Datum der Mitteilung Datum der Schwellenberührung Grund der Mitteilung
Grünewald Uwe 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 %
Müller Dietmar 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25 %
Musso Leonardo 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30, 25, 20, 15 %
Tsifidaris Michael 04.01.2016 01.01.2016 Ende der Stimmrechtsvereinbarung (acting in concert) mit Ablauf des 31.12.2015, Unterschreiten der Schwellen von 75, 50, 30 %
Weiser Thomas, Prien 23.06.2014 Datum der Veröffentlichung gemäß § 26 Abs.1 WpHG ... ...
Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund 21.08.2016 04.08.2016 Überschreiten der Schwelle von 3 %
Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel 21.08.2016 04.08.2016 Überschreiten der Schwelle von 3 %
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Meldepflichtiger Prozent Stimmen Stimmenzurechnung
Grünewald Uwe 12,79 4.349.143 ...
Müller Dietmar 24,90 8.469.895 ...
Musso Leonardo 12,92 4.395.299 ...
Tsifidaris Michael 28,18 9.584.894 ...
Weiser Thomas, Prien 8,76 ...  
Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH, Dortmund 4,08 1.387.386  
Dr. Krämerkämper Thomas, Castrop-Rauxel 4,08 1.387.386 4,08 % über Tasaheli Beteiligungsgesellschaft mbH (§ 22 Abs. 1 Nr. 1 WpHG)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KPS AG, Unterföhring, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 16. Januar 2017

Baker Tilly Roelfs AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stahl, Wirtschaftsprüfer

Weilandt, Wirtschaftsprüfer

Beta-Straße 10 H

D-85774 Unterföhring/München

+49 89 356 31-0

info@kps.com

www.kps.com

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat informiert im folgenden Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016. Dabei werden insbesondere der kontinuierliche Dialog mit dem Vorstand, die Beratungsschwerpunkte in den Sitzungen des Aufsichtsrats und die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erörtert.

Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen und zahlreicher informeller Treffen mit dem Vorstand, weiteren Mitgliedern des Managements und Mitarbeitern intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens sowie mit verschiedenen Sonderthemen befasst. Die Geschäftsführung des Vorstands wurde sorgfältig und regelmäßig überwacht. Darüber hinaus wurde der Vorstand im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und bei der Entscheidung über wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Grundlagen für Überwachung und Beratung waren die Monatsberichte des Vorstands sowie regelmäßige persönliche und telefonische Besprechungen.

Grundsätzliche und regelmäßige Schwerpunktthemen des Aufsichtsrats waren die laufende Überprüfung der Markt- und Geschäftsentwicklung des Unternehmens bzw. der verschiedenen Beratungssegmente, die rollierende Unternehmens-, Finanz- und Investitionsplanung, die Risikolage, das Risikokontrollsystem der Gesellschaft sowie Vorstandsangelegenheiten. Zentraler Gegenstand waren auch die Vertriebsaktivitäten, Unternehmensakquisitionen und die Erschließung neuer Geschäftsbereiche.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015/2016 regelmäßig, zeitnah und umfassend zu unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, strategischen Maßnahmen sowie über wichtige Geschäftsvorgänge und -vorhaben informiert. Rechtzeitig vor den jeweiligen Aufsichtsratssitzungen wurden die Berichte zu den einzelnen Segmenten vorbereitet und vom Aufsichtsrat geprüft. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat unter Angaben von Gründen erläutert und vom Aufsichtsrat diskutiert.

Bedeutende Maßnahmen des Vorstands erfolgten nur nach Abstimmung und Freigabe mit dem Aufsichtsrat. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Vorstand mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt und hat diesen über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Aufsichtsratssitzungen: Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2015/2016 neben verschiedenen informellen Treffen zu vier offiziellen Sitzungen zusammengetreten. Die Aufsichtsratsmitglieder waren in allen Sitzungen jeweils persönlich anwesend. Ferner gab es drei Telefonkonferenzen, an der alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben. In den Sitzungen wurden jeweils der Verlauf der abgelaufenen Perioden und die aktuelle Geschäftssituation beleuchtet sowie einzelne Segmente mit negativer Planabweichung eingehend diskutiert. In der Sitzung vom 02. Dezember 2015 wurde insbesondere die Planung für das Geschäftsjahr 2015/2016 der Gesellschaft geprüft. Analysiert wurde zudem die vorläufige Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres 2014/2015. Der Aufsichtsrat konnte die Plausibilität der vorgelegten Zahlen aufgrund eigener Sachkenntnis und Kenntnis des Unternehmens überprüfen und war anhand der vorgelegten Unterlagen in der Lage, die Situation des Unternehmens einzuschätzen und eventuelle Schwachstellen zu analysieren, sodass am 29. Januar 2016 im Rahmen der folgenden Aufsichtsratssitzung der Jahresabschluss festgestellt und der Konzernabschluss gebilligt wurden.

Angesichts der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft, der qualitativ hervorragenden Buchhaltung und der gründlichen Prüfung durch die Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat davon abgesehen, weitere Prüfungen durchzuführen, zumal dafür kein Anlass gegeben war.

Weitere Schwerpunkthemen des Aufsichtsrates im abgelaufenen Geschäftsjahr waren unter anderem die Belange und Struktur des Vorstandes. Darüber hinaus begleitet der Aufsichtsrat den Vorstand aktiv bei den strategischen Initiativen Internationalisierung und Industrialisierung.

Effizienzprüfung: Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater durchgeführt. Die Untersuchung kam wie auch im Vorjahr zu einem positiven Ergebnis.

Corporate Governance: Von Bedeutung waren auch die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben entschieden, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit wenigen Ausnahmen, die durch die Größe der Gesellschaft bedingt sind, zu entsprechen. Vorstand und Aufsichtsrat sehen diesen als wichtigen Schritt zur Transparenz, Unternehmensführung und Kontrolle. In der Telefonkonferenz vom 30. Januar 2017 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance turnusmäßig thematisiert und die neue gemeinsame Entsprechenserklärung von Aufsichtsrat und Vorstand gemäß § 161 AktG beschlossen, die zusammen mit der alten Entsprechenserklärung auf den Internetseiten der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung gestellt wird. Zu einer der Ausnahmen des Corporate Governance Kodex gehört, dass der Aufsichtsrat größenbedingt keine weiteren (Unter-)Ausschüsse bildet. In der genannten Sitzung wurden ebenfalls turnusgemäß die konzerninternen Compliance-Fragen thematisiert und geprüft.

Zusammensetzung Aufsichtsrat: Der Aufsichtsrat setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr wie folgt zusammen.

In der Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016:

Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender

Herr Uwe Grünewald

Herr Hans-Werner Hartmann

Interessenskonflikte wurden nicht mitgeteilt. Mit Herrn Hans-Werner Hartmann gehört dem Aufsichtsrat ein unabhängiges Mitglied an, das gemäß § 100 Abs. 5 AktG über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügt.

Jahresabschluss: Die von der Hauptversammlung des vergangenen Jahres zum Abschlussprüfer gewählte Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat die Buchführung, den Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte für das Geschäftsjahr 2015/2016 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. An der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers bestehen keine Zweifel, dieser hat die geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Die Anforderungen des Corporate Governance Kodex zum Auftragsverhältnis zwischen Unternehmer und Abschlussprüfer sind erfüllt. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Abschlussprüfer ausführlich berichtet, dabei lagen die vollständigen Jahresabschlüsse des Konzerns und aller Tochtergesellschaften sowie der Bericht über die Konzernabschlussprüfung und die Prüfung des Einzelabschlusses der AG vor. Der Prüfer stand darüber hinaus für weitere Fragen zur Verfügung.

Die zu prüfenden Unterlagen und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung. Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Ergebnis unserer eigenen (stichprobenhaften) Prüfung entspricht dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung und die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eingehenden Prüfung und Diskussion mit den Wirtschaftsprüfern sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der KPS AG und den Konzernabschluss einschließlich des Lageberichtes am 30. Januar 2017 gebilligt, der Jahresabschluss der KPS AG ist damit festgestellt. Der Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2015/2016 wurde dabei ebenfalls verabschiedet. Dem vom Vorstand zugeleiteten und erläuterten Gewinnverwendungsvorschlag hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung sowie unter Berücksichtigung der Ergebnisentwicklung und Finanzlage der Gesellschaft angeschlossen. Der Aufsichtsrat hält die vorgeschlagene Dividende für angemessen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihr erfolgreiches Engagement im vergangenen Geschäftsjahr.

 

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris, Aufsichtsratsvorsitzender

Corporate Governance

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG haben nach Vorlage der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen, das Regelwerk des Kodex unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und der Struktur der Verwaltungsorgane in der KPS AG umzusetzen und einzuhalten. Die KPS AG unterstreicht damit, dass wirkungsvolle Corporate Governance Teil ihres Selbstverständnisses ist. Am 30. Januar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt folgende Bereiche der Unternehmensführung und -überwachung:

Aktionäre und Hauptversammlung,

Kommunikation und Transparenz,

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat,

Zusammensetzung und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie

Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

1. AKTIONÄRSRECHTE UND TRANSPARENZ

Die Aktionäre der KPS AG stellen das Kapital für das Unternehmen zur Verfügung und tragen damit die Hauptlast des unternehmerischen Risikos. Die Interessen der Aktionäre werden daher vom Vorstand in besonderer Weise berücksichtigt, indem großer Wert auf Transparenz und zeitnahe Information der Aktionäre gelegt wird. In vollem Umfang gewährleistet sind die Beachtung der Aktionärsrechte, systematisches Risikomanagement, die Einhaltung der Börsenregeln und die Beteiligung der Aktionäre an grundlegenden Entscheidungen des Unternehmens sowie Satzungsänderungen, Ausgabe neuer Aktien und wesentlichen Strukturveränderungen.

Durch Veröffentlichung aller Unternehmensinformationen, insbesondere von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen, im Internet wird die Gleichbehandlung aller Aktionäre gewährleistet. Auf der Internetseite des Unternehmens www.kps.com werden auch Managers' Transactions (vormals: Directors' Dealings) sowie alle Finanzberichte der Gesellschaft veröffentlicht. Die Aktionäre finden dort einen Finanzkalender, der sie über wesentliche Termine unterrichtet.

2. VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Aufgabenverteilung werden in den jeweiligen Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat festgelegt. Diese Geschäftsordnungen werden laufend auf ihre Übereinstimmung mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und gegebenenfalls angepasst. Abweichungen vom Kodex, insbesondere bei der Gründung von Ausschüssen, hängen mit der Unternehmensgröße oder der Struktur beziehungsweise der Größe der Verwaltungsorgane zusammen.

Kein Vorstandsmitglied ist Mitglied eines Aufsichtsrats außerhalb des Konzernverbunds.

In Anbetracht der Anzahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern werden keine Ausschüsse gebildet.

Die D&O-Versicherung für die Aufsichtsratsmitglieder der KPS AG enthält keinen Selbstbehalt, obwohl der Deutsche Corporate Governance Kodex dies vorsieht. Die Motivation und das hohe Maß an Verantwortung, mit der die Organmitglieder derzeit ihre Aufgaben wahrnehmen, werden nicht dadurch beeinflusst oder gemindert, dass eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vereinbart ist.

Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass ihm eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehört. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die dem Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 folgt.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit. Gegenstand der Effizienzprüfung sind insbesondere die Verfahrensabläufe im Aufsichtsrat und der Informationsfluss zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sowie die rechtzeitige und inhaltlich ausreichende Informationsversorgung des Aufsichtsrats. Angesichts der Größe des Unternehmens und der unkomplizierten Informationsflüsse zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wurde die Effizienzprüfung ohne externen Berater in kritischen Gesprächen durchgeführt. Die Untersuchung kam zu einem positiven Ergebnis. Soweit sich unterjährig Effizienzmängel gezeigt haben, wurden diese unmittelbar behoben.

a. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern

Vorstand und Aufsichtsrat waren zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 im Besitz von folgenden KPS-Aktien:

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Michael Tsifidaris 10.543.382 28,18 %
Dietmar Müller 9.316.884 24,90 %
Leonardo Musso 4.834.751 12,92 %
Uwe Grünewald 4.784.057 12,79 %

b. Eigengeschäfte von Führungskräften (Managers' Transactions, vormals Directors' Dealings)

Zwischen dem 30. September 2015 und dem 30. September 2016 wurden keine Managers' Transactions durch die Vorstände bzw. Aufsichtsräte der KPS AG durchgeführt. Weder die Vorstände noch die Aufsichtsräte sind im Besitz von Optionen der KPS AG.

c. Interessenkonflikte

Weder Aufsichtsrat noch Vorstand haben im vergangenen Geschäftsjahr Interessenkonflikte gemeldet. Berater- und Dienstleistungs- bzw. Werkverträge eines Aufsichtsratsmitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats. Die Herren Michael Tsifidaris, Uwe Grünewald und Hans-Werner Hartmann sind neben ihrer Aufsichtsratstätigkeit auch als Berater bzw. Business Developer aktiv für die Gesellschaft tätig. In dieser Eigenschaft haben die Herren Tsifidaris und Grünewald einen Vertrag als Prokuristen mit der KPS Business Transformation GmbH abgeschlossen.

d. Vergütungsbericht

Die Vergütungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014/2015 nicht geändert. Die Vergütung des Vorstands wird nicht individualisiert noch nach monetären und sonstigen Bestandteilen gesondert ausgewiesen.

aa) Vorstand

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr für seine Tätigkeit bei der KPS AG beliefen sich auf 1.250 (Vorjahr 680) TEuro.

bb) Aufsichtsrat

Die Bezüge der Aufsichtsräte für ihre Aufsichtsratstätigkeiten belaufen sich auf 55 (Vorjahr 55) TEuro. Die Bezüge der Aufsichtsräte in der KPS Business Transformation GmbH belaufen sich auf 1.221 (Vorjahr 1.222) TEuro.

3. RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Während des Geschäftsjahres informiert die Gesellschaft mit freiwilligen Zwischenmitteilungen und dem Halbjahresfinanzbericht über den aktuellen Geschäftsverlauf. Die KPS AG orientiert sich bei der Veröffentlichung ihres Jahresabschlusses und des Halbjahresfinanzberichts aus Gründen der Öffentlichkeitswirksamkeit an der gesetzlichen Vorgabe von 120 beziehungsweise 60 Tagen.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER KPS AG ZU DEN EMPFEHLUNGEN DER "REGIERUNGSKOMMISSION DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX" ("ENTSPRECHENSERKLÄRUNG")

Vorstand und Aufsichtsrat der KPS AG erklären gem. § 161 AktG, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Januar 2016 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde und in Zukunft entsprochen wird:

Ziffer 3.8 Abs. 3: Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht keinen Selbstbehalt vor. Die Vereinbarung eines freiwilligen Selbstbehalts ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder geeignet noch erforderlich, um zu gewährleisten, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Pflichten ordnungsgemäß wahrnehmen.

Ziffer 4.1.5: Der Vorstand begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen lässt sich der Vorstand ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten und misst dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine primäre Entscheidungsrelevanz zu. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 4.2.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat berücksichtigt für die Frage, welche Vorstandsvergütung angemessen ist, nicht das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt, auch nicht in der zeitlichen Entwicklung. Der Aufsichtsrat legt dementsprechend für den Vergleich auch nicht fest, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen ist. Die entsprechende Empfehlung des Kodex erscheint wenig praktikabel und darüber hinaus auch nicht geeignet, um zu gewährleisten, dass die Vorstandsvergütung in jedem Fall angemessen ist.

Ziffer 4.2.3 Abs. 2: Die variable Vergütung für den Vorstand trägt etwaig negativen Entwicklungen nicht in der Weise Rechnung, dass auch reale Verluste am Einkommen eintreten können. Dies erscheint in Anbetracht der Struktur der Vorstandsvergütung nicht erforderlich, um sicherzustellen, dass der Vorstand bei der Leitung des Unternehmens keine unangemessenen Risiken eingeht.

Ziffer 4.2.3 Abs. 4: Die Vorstandsverträge sehen keinen Abfindungs-Cap für den Fall einer vorzeitigen Beendigung vor. Eine solche Regelung zusätzlich zu den gesetzlich anwendbaren Bestimmungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandsverträge erscheint nicht erforderlich, um die Interessen der Gesellschaft und ihrer Aktionäre zu wahren.

Ziffer 4.2.3 Abs. 6: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Hauptversammlung nicht über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informiert, die Angaben im Jahresabschluss wurden als ausreichend angesehen.

Ziffern 4.2.4 und 4.2.5: Die Hauptversammlung der KPS AG hat am 28. März 2014 mit der erforderlichen Mehrheit beschlossen, die Angaben gem. § 286 Abs. 5 HGB, § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sowie gem. § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB, § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB nicht mehr offenzulegen. Vor diesem Hintergrund wird auch das Vergütungssystem im Vergütungsbericht nicht erläutert. Der Bericht enthält keine Angaben zur Art der Nebenleistungen.

Ziffer 5.1.2 Abs. 1: Der Aufsichtsrat begrüßt ausdrücklich alle Bestrebungen, die einer geschlechtlichen wie auch jeder anderen Form von Diskriminierung entgegenwirken und die Vielfalt (Diversity) angemessen fördern. Bei der Zusammensetzung des Vorstands legt der Aufsichtsrat allein Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation, weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit waren und sind für diese Entscheidung ohne Bedeutung. Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.1.2 Abs. 2: Der Aufsichtsrat hat keine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festgelegt. Die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder liegt nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre, da kein zwingender Zusammenhang zwischen einem bestimmten Alter eines Vorstandsmitglieds und seiner Leistungsfähigkeit besteht.

Ziffer 5.3: In Anbetracht der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) werden keine Ausschüsse gebildet.

Ziffer 5.4.1 Abs. 1 und Abs. 2: Der Aufsichtsrat ist derzeit so besetzt, dass die Grundsätze der Vielfalt und potenzielle Interessenskonflikte berücksichtigt sind. Angesichts der gesetzlichen Vorgaben des AktG, das in § 100 AktG die persönlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Aufsichtsrat und in § 111 AktG die Aufgaben des Aufsichtsrats beschreibt und damit zugleich ebenso wie der Kodex die Zielvorgaben für die Vorschläge zur Neuwahl des Aufsichtsrats festlegt, sieht der Aufsichtsrat davon ab, für die Neuwahl des Aufsichtsrats konkrete Ziele für die Zusammensetzung zu benennen. Die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sieht der Aufsichtsrat im Hinblick auf das Allgemeine Gleichstellungsgesetz als problematisch an und wird eine solche nicht festlegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat Zielgrößen und Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festgelegt, die in der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlicht werden.

Ziffer 5.4.1 Abs. 5: Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung nicht die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen. Die Empfehlung des Kodex begründet nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht unerhebliche rechtliche Risiken; ihr zu entsprechen liegt daher nicht im Interesse der Gesellschaft.

Ziffer 7.1.2: Die Konzernabschlüsse zum 30. September eines jeden Geschäftsjahres werden nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 120 Tagen nach Ende des jeweiligen Berichtszeitraums veröffentlicht. Der Zwischenbericht wird nicht binnen 45 Tagen, sondern binnen 60 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

 

Unterföhring, im Januar 2017

KPS AG

Der Vorstand

Dietmar Müller

Leonardo Musso

Der Aufsichtsrat

Michael Tsifidaris

Uwe Grünewald

Hans-Werner Hartmann