KPS AGUnterföhringHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis zum 31.03.2023AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, Unsere Erwartungen für das Geschäftshalbjahr 2022/2023 haben sich nicht erfüllt und mit den jüngsten Entwicklungen sind wir nicht zufrieden. Nachdem im Januar die damals vorliegende, noch vielversprechende Datenlage eine Fortsetzung des Wachstumskurses erwarten ließ, hat sich die Nachfragesituation zuletzt in einigen Schlüsselmärkten verschlechtert. Daher sahen wir uns gezwungen, am 26. April 2023 unsere Prognose vom 26. Januar 2023 anzupassen und unsere Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr deutlich zurückzuschrauben. Wir haben unsere ursprüngliche Prognose in der Erwartung einer höheren Nachfrage verabschiedet. Gleichzeitig haben wir bereits in der Vergangenheit zusätzliche Personalkapazitäten aufgebaut, um das zu erwartende anziehende Projektvolumen bedienen zu können. Das Geschäftsklima für digitale Projekte hat sich jedoch in der jüngsten Vergangenheit - nicht nur, aber insbesondere im Handel, dem Kernsegment der KPS - eingetrübt und zu einem schnellen Rückgang der Nachfrage geführt. Dies führte wiederum zu einem Umsatzrückgang in einzelnen hochpreisigen Märkten und Geschäftsbereichen. Daher konnten wir einen Teil unseres Beraterstamms nicht vollumfänglich auslasten, mit entsprechenden negativen Effekten auf unsere EBITDA-Entwicklung. Als Vorstand der KPS AG bin ich mit dieser Entwicklung und der daraus resultierenden schwachen Performance der KPS-Aktie nicht zufrieden. Wir haben bereits Maßnahmen eingeleitet, um den Mitarbeiterbestand in den betroffenen Geschäftsbereichen an das geänderte Marktumfeld anzupassen. Neben der Anpassung des Mitarbeiterbestands werden wir in den nächsten Monaten weitere Maßnahmen umsetzen, um die KPS-Gruppe zurück auf die Erfolgsspur und Wachstumskurs zu bringen.
Unterföhring, im Mai 2023 Ihr, Vorstand Leonardo Musso KPS AM KAPITALMARKT IM ERSTEN HALBJAHR 2022/2023Kursentwicklung im Berichtszeitraum (01.10.2022 bis 31.03.2023)Die Aktie der KPS AG verzeichnete im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 insgesamt ein Plus von 17,3 %. Am 27. Dezember 2022 erreichte die Aktie mit 2,86 Euro ihren absoluten Tiefstand innerhalb des Betrachtungszeitraums. Die Aktie erreichte ihren Höchststand für den Beobachtungszeitraum mit 4,44 Euro am 08. Februar 2023. Der Schlusskurs am 31.03.2023 lag bei 3,52 Euro. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der KPS-Aktie an allen deutschen Handelsplätzen betrug im Berichtszeitraum rund 12.346 Stück (Vorjahr: 11.496 Aktien). Die Marktkapitalisierung der KPS AG lag am 31. März 2023 bei 131,7 Mio. Euro auf der Basis von 37.412.100 im Umlauf befindlichen Aktien. Stammdaten zur Aktiescrollen
Die Aktie im Überblickscrollen
AktionärsstrukturAngaben auf Basis der zugegangenen Stimmrechtsmitteilungen gem. Wertpapierhandelsgesetz, WpHG (Stand: 28. Januar 2018) sowie Unternehmensinformationen; Streubesitz nach Definition der Deutschen Börse mit Anteilen am Aktienkapital von unter 5 %. Zum 31. März 2023 stellt sich die Aktionärsstruktur der KPS AG wie folgt dar: Herr Michael Tsifidaris, Vorsitzender des Aufsichtsrats, besitzt 24,27 % der Unternehmensanteile. Leonardo Musso, Vorstand der KPS AG, hält 10,97 % der Anteile an der Gesellschaft. Aufsichtsrat Uwe Grünewald besitzt 10,83 % des stimmberechtigten Grundkapitals. Damit liegen 46,07% der Stimmrechtsanteile bei der aktuellen Unternehmensführung der KPS AG. Diese werden der KPS AG auch künftig als Ankeraktionäre und Verwaltungsmitglieder eng verbunden bleiben. Das ehemalige Vorstandsmitglied Dietmar Müller verfügt aktuell noch über 9,97 % der Stimmrechtsanteile. Ein weiterer Investor mit Anteilen über 5,0 % ist die Allianz I.A.R.D. S.A. mit aktuell 6,32 %. Der Free Float beläuft sich auf 37,64 %. Die KPS AG steht im stetigen Austausch mit aktuellen und potenziellen Investoren und ist bestrebt, ihren Aktionärskreis gezielt zu erweitern. Finanzkalenderscrollen
AnalystenresearchDie Entwicklung der KPS-Aktie wird kontinuierlich von dem Bankhaus M.M.Warburg analysiert und bewertet. In ihrem Research vom 30. März 2023 veröffentlicht Warburg in dem Kommentar zur KPS ein Kursziel von 7,70 Euro (Rating: Kaufen). Nach dem Stichtag der Berichtsperiode reduzierte Warburg am 27. April 2023 das Kursziel auf 4,00 Euro (Rating: Kaufen). Investor RelationsIm Berichtsjahr 2021/2022 sowie im ersten Halbjahr 2022/2023 erfüllte die KPS AG im Rahmen der Notierung im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse die höchsten gesetzlichen und börsenrechtlichen Publizitäts- und Transparenzstandards des Regulierten Marktes. Institutionelle Investoren, Finanzanalysten und private Aktionäre informierte die Gesellschaft unverzüglich über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über Vorgänge von Bedeutung für die Kursentwicklung des Unternehmens. Zur Kapitalmarktkommunikation der KPS gehörten neben der Veröffentlichung deutsch- und englischsprachiger Finanzberichte und Unternehmensmeldungen auch Telefonkonferenzen für Analysten zur Bekanntgabe der Quartals-, Halbjahres- und Jahreszahlen. Darüber hinaus stand und steht das Management der KPS in regelmäßigem persönlichen Dialog mit den Marktteilnehmern und ist bestrebt, über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus weitere IR-Aktivitäten durchzuführen. Der direkte Austausch mit den Investoren liegt dem Management weiterhin am Herzen, weshalb über die Telefonkonferenzen zu Finanzveröffentlichungen hinaus auch virtuell bzw. telefonisch regelmäßig direkte Gespräche mit Investoren und Analysten stattfinden. Die Hauck und Aufhäuser Privatbankiers AG fungiert als Designated Sponsor in der Bereitstellung verbindlicher Geld- und Briefkurse für eine angemessene Liquidität und entsprechende Handelbarkeit der KPS-Aktie. Weitere Informationen stehen interessierten Anlegern im Investor Relations-Bereich der Homepage unter https://www.kps.com/de/de/company/investor-relations.html zur Verfügung. ZWISCHENLAGEBERICHT1. WIRTSCHAFTSBERICHT1.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1Entwicklung der WeltwirtschaftNach den signifikant negativen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges auf die wirtschaftliche Erholung von der COVID-19-Pandemie im ersten Halbjahr 2022 zeigten viele Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2022 eine stabilere Entwicklung, als zunächst erwartet worden war 2. Dennoch geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner aktuellen Prognose vom April 2023 davon aus, dass die Weltwirtschaft in den beiden kommenden Jahren in geringerem Maße wachsen wird, als im Jahr 2022. So erwartet der IWF nach einem Wachstum von 3,4 % im Jahr 2022 für 2023 eine Zunahme von 2,8 % und für 2024 einen weiteren Anstieg von 3,0 %. Damit liegen die Wachstumsprognosen jeweils 0,1 Prozentpunkte unter den Prognosen vom Januar diesen Jahres 3. Zusätzlich zu den bestehenden Risiken wie geopolitischen Spannungen und der anhaltend hohen Inflation ist seit Jahresbeginn 2023 eine erneute Unsicherheit auf den Finanzmärkten hinzugekommen. Diese erreichte im März 2023 ihren bisherigen Tiefpunkt in Form der massiven Probleme der Credit Suisse. 4 Entwicklung in EuropaLaut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft konnte die Wirtschaftsleistung im Euroraum trotz zwischenzeitlich hoher Energiepreise und dem damit verbundenen Kaufkraftentzug im Jahr 2022 insgesamt zulegen. 5 Nach geringen Zuwachsraten in den ersten drei Quartalen kam es im vierten Quartal 2022 jedoch zu einer Stagnation des BIP. Auf Jahressicht stieg die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum nach Angaben des IfW um 3,5 %. 6 Wie der Euroraum zeigten auch die meisten Volkswirtschaften anderer europäischer Länder im Jahr 2022 eine positivere wirtschaftliche Entwicklung, als zunächst erwartet worden war. Dabei konnten gerade die mittel- und osteuropäischen EU-Staaten Polen, Ungarn, Kroatien, Bulgarien und Rumänien die erwarteten Folgen des Russland-Ukraine-Krieges abfedern und zum Ende des Jahres 2022 ein signifikant höheres Wirtschaftswachstum vorweisen, als zu Beginn des Krieges prognostiziert worden war. 7 In den beiden größten Volkswirtschaften Europas Deutschland (+1,9 %) und Frankreich (+2,6 %) entwickelte sich das BIP hingegen schwächer als im gesamten Euroraum. In den skandinavischen Ländern Schweden (+2,7 %) und Dänemark (+3,6 %) lag das Wirtschaftswachstum auf leicht höherem Niveau. Schlusslicht in der BIP-Entwicklung für 2022 bilden die baltischen Staaten Estland (-1,1 %), Lettland (+2,0 %) und Litauen (+1,9 %) sowie die Slowakei (+1,7 %). Irland konnte mit 12,2 % erneut das höchste BIP-Wachstum der EU vorweisen. 8 Entwicklung in DeutschlandDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2022 ebenfalls maßgeblich von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges, gerade hinsichtlich steigender Energie- und Verbraucherpreise, beeinflusst. 9 Positiv wirkten sich hingegen nachlassende Lieferengpässe im verarbeitenden Gewerbe aus. Allerdings erweisen sich die deutlichen Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank als neuer hemmender Faktor. 10 Die privaten Konsumausgaben verzeichneten laut der Kieler Konjunkturberichte einen deutlich positiven Anstieg um 4,3 % im Vergleich zum Vorjahr, wodurch sie annähernd das Niveau aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 erreicht haben. 11 Während der private Konsum bis zum dritten Quartal 2022 zulegte, kam es aufgrund des hohen Preisauftriebs im vierten Quartal 2022 zu einem Rückgang um 1,0 %. Hiervon betroffen waren insbesondere Ausgaben für Freizeitaktivitäten und im Einzelhandel. 12 Nach Quartalen betrachtet verzeichnete das deutsche Bruttoinlandsprodukt eine verhaltene Entwicklung. Im zweiten Quartal 2022 war eine Steigerung von 0,1 % zu verzeichnen. Auch im dritten Quartal 2022 wurde ein leichtes Wachstum von 0,5 % erreicht, wobei das vierte Quartal 2022 mit einem Einbruch von -0,4 % beendet wurde. 13 Die Arbeitslosenzahlen sind in Deutschland um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 % in 2022 gesunken. 14 1.2 Branchenbezogene RahmenbedingungenIm Jahr 2022 stieg der Gesamtumsatz der deutschen Consultingbranche laut Angaben des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) um 15 % auf 43,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 38,1 Mrd. Euro). 15 Der Consultingmarkt setzte sich im Jahr 2022 - bezogen auf die Größe der Marktteilnehmer - aus etwa 175 Consultingfirmen mit mehr als 50 Mio. Euro Umsatz, knapp 3.500 Unternehmensberatungen mit 1 bis 50 Mio. Euro Umsatz und rund 22.700 Marktteilnehmern mit weniger als 1 Mio. Euro Jahresumsatz zusammen. Die zehn größten Unternehmensberatungen vereinten dabei 23 % des Gesamtumsatzes. Insgesamt waren im Jahr 2022 rund 220.000 Mitarbeitende in der Beratungsbranche beschäftigt, davon rund 173.000 Unternehmensberaterinnen und -berater. 16 1.3 GeschäftsverlaufAm 17. Januar 2023 hat die KPS AG bekannt gegeben, Graphyte B.V. zu übernehmen. Graphyte ist ein führender SAP-Beratungspartner in Belgien und hat sich auf die Digitalisierungsberatung der Supply Chain spezialisiert. Mit der Übernahme stärkt KPS ihre internationale Positionierung und setzt ihre Internationalisierungsstrategie konsequent fort. Die Konsolidierung erfolgte im Januar 2023. In den Zahlen und Ergebnissen für das erste Halbjahr 2022/2023 lag der Umsatzbeitrag der Graphyte bei 1,8 Mio. Euro sowie der EBITDA-Beitrag bei 0,5 Mio. Euro. Aufgrund der Konsolidierungseffekte sind in den folgenden Ausführungen die Zahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022/2023 mit den Zahlen des Vorjahreszeitraumes nur eingeschränkt vergleichbar. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022/2023 erzielt die KPS-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 94,7 Mio. Euro Das entspricht einem Wachstum von 9,4 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2021/2022 (86,6 Mio. Euro). Ohne der Erstkonsolidierung der Graphyte würde das Wachstum bei 7,3 % liegen. Im ersten Halbjahr 2022/2023 verzeichnete die KPS insgesamt eine noch gute Nachfragesituation nach Transformationsprojekten. Jedoch musste KPS bei einigen Projekten weiterhin auf einen hohen Anteil an Fremdberatern und Service Providern zurückgreifen. Dadurch erhöhte sich der Materialaufwand um rund 18,4 %, die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz) lag bei 37,9 % nach 35,0 % im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig stieg der Personalaufwand um 9,6 % und führte zu einer Personalaufwandsquote in der Berichtsperiode von 43,4 % (Vorjahr: 43,3 %). Die Steigerung des Personalaufwands ist einerseits auf den durchgeführten Personalaufbau sowie auf Gehaltserhöhungen zurückzuführen. KPS konnte sich dem Preisdruck nicht entziehen und musste Gehaltsanpassungen beim bestehenden Personal vornehmen. Zusätzlich konnten neu eingestellte Berater nicht vollumfänglich ausgelastet bzw. eingesetzt werden. Schließlich sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 27,9 %, unter anderem bedingt durch eine verstärkte Reisetätigkeit, gestiegen. Infolge der teilweise deutlich gestiegenen Werte bei nahezu allen Aufwandsarten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, ging das EBITDA in den ersten sechs Monaten 2022/2023 um 31,1 % auf 7,6 Mio. Euro zurück. Das EBIT lag bei 4,0 Mio. Euro und damit 46,4 % unter dem Wert des Vorjahres (7,5 Mio. Euro).
15 https://www.bdu.de/news/branchenstudie-2023/
1.3.1 Ertragslage KPS-KonzernGewinn- und Verlustrechnung KPS-Konzern nach IFRS (Kurzfassung)scrollen
* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
UmsatzerlöseIm ersten Halbjahr 2022/2023 erzielte KPS ein Umsatzwachstum von 9,4 %. Der Umsatz lag damit bei 94,7 Mio. Euro gegenüber 86,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2021/2022. Zum Umsatzzuwachs trug die noch anhaltend hohe Nachfrage nach ERP-Projekten bei. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz in Deutschland um 30,7 % auf 45,4 Mio. Euro. Damit wurden 47,9 % der Konzernerlöse in Deutschland erwirtschaftet. Im Ausland verringerte sich der Umsatz um 4,9 % auf 49,3 Mio. Euro insbesondere durch den starken Umsatzrückgang in den skandinavischen Ländern. Aktivierte EigenleistungenIm Geschäftshalbjahr 2022/2023 wurden keine Eigenleistungen aktiviert (Vorjahr: 0,04 Mio EUR). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum Erträge aus betriebsbedingten Nebenleistungen. Dazu zählen beispielsweise Weiterberechnungen und Erträge von Rückstellungsauflösungen. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 0,3 Mio. Euro nahezu unverändert (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). MaterialaufwandIm Berichtszeitraum stieg der Materialaufwand um 18,4 % bzw. um 5,6 Mio. Euro auf 35,9 Mio. Euro (Vorjahr: 30,3 Mio. Euro). Entsprechend erhöhte sich die Materialaufwandsquote im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 35,0 % auf 37,9 %. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch einen erhöhten Einsatz von Fremdberatern zurückzuführen. Die Aufwendungen für Fremdleistungen stiegen im Berichtszeitraum um 18,3 % auf 34,9 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 29,5 Mio. Euro). PersonalaufwandDer Personalaufwand erhöhte sich in der Berichtsperiode um 9,6 % auf 41,1 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 37,5 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote blieb mit 43,4 % auf dem Vorjahresniveau (43,3%). Zum 31. März 2023 waren im KPS-Konzern 741 (zum gleichen Stichtag im Vorjahr: 668) Mitarbeitende beschäftigt. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 27,9 % auf 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 8,1 Mio. Euro). Sie enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten, nicht projektbezogene Fremdleistungen sowie Betriebskosten. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf die erhöhten Reisekosten im Vergleich zur relativ geringen, pandemiegeprägten Reisetätigkeit im Vorjahr sowie gestiegene Werbekosten zurückzuführen. AbschreibungenDie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen bei 3,6 Mio. Euro und damit unverändert zum Wert des Vorjahreszeitraumes (3,6 Mio. Euro). Die Abschreibungen inkludieren IFRS16 ("Leasing") bedingte Abschreibungen in Höhe von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) sowie M&A-bedingte Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). FinanzergebnisDas Finanzergebnis des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2022/2023 bei - 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: - 0,2 Mio. Euro). Ergebnis nach ErtragsteuernKPS erzielte ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 2,6 Mio. Euro gegenüber 5,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Die Steuerquote lag im Berichtszeitraum bei 28,2 % und damit unter der Steuerquote von 29,8 % im Vorjahreszeitraum. Dabei wurde der Durchschnitssteuersatz des Geschäftsjahres 2021/2022 für den Berichtszeitraum 2022/2023 herangezogen EBITIn der Berichtsperiode erwirtschaftete KPS ein EBIT in Höhe von 4,0 Mio. Euro. Das EBIT lag damit unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei 4,2 % gegenüber 8,6 % im ersten Halbjahr 2021/2022. Ergebnis je AktieDas verwässerte wie auch das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2022/2023 0,07 Euro gegenüber 0,14 Euro im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Aktien hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert und beträgt weiterhin 37.412.100. 1.4 Vermögenslage und Kapitalstruktur KPS Konzern (Kurzfassung)scrollen
Wertorientierte KonzernsteuerungIm KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für die Steuerung werden neben dem Umsatz und EBITDA bestimmte Segment- und Profit Center-bezogene Kennzahlen verwendet. Finanzlage und InvestitionenDas Finanzmanagement bei KPS hat grundsätzlich das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und Liquiditätsmanagement. Mit den im Berichtshalbjahr erwirtschafteten Ergebnissen sowie der soliden Bilanzstruktur zum 31. März 2023 ist es gelungen, die erforderlichen liquiden Mittel für den laufenden Betrieb der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung zu stellen. Zum Stichtag 31. März 2023 lagen die Zahlungsmittel bei 10,3 Mio. Euro und damit über dem Wert zum Stichtag 30. September 2022 (6,1 Mio. Euro). Es bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 29,4 Mio. Euro (30.09.2022: 21,0 Mio. Euro). Damit ergibt sich eine direkte Nettofinanzverschuldung gerechnet auf Basis Zahlungsmittel abzüglich Bankverbindlichkeiten in Höhe von 19,1 Mio. Euro zum Stichtag 31. März 2023 (30.09.2022: 14,9 Mio. Euro). Die Erhöhung ist durch den Unternehmenskauf von Graphyte B.V. in Höhe von 5,6 Mio. Euro bedingt. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 bei 6,0 Mio. Euro gegenüber 2,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in der Berichtsperiode 2022/2023 belief sich auf - 8,4 Mio. Euro (Vorjahr: -4,5 Mio. Euro). Die gestiegenen Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit sind vornehmlich auf die Mittelabflüsse für Investitionen im Rahmen der Unternehmenszukäufe (Kaufpreiszahlungen) zurückzuführen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 5,4 Mio. Euro (Vorjahrjahreszeitraum: 1,7 Mio. Euro). Die Finanzmittelfonds lagen zum Stichtag 31. März 2023 bei 10,3 Mio. Euro gegenüber 6,1 Mio. Euro zum Stichtag der Vorjahresperiode (30.09.2022). VermögenslageDie Bilanzsumme lag zum Ende der Berichtsperiode 31. März 2023 bei 166,6 Mio. Euro, was gegenüber dem Stichtag 30. September 2022 einem Anstieg von 4,1 % entspricht (160,1 Mio. Euro). Entwicklung VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum Stichtag 31. März 2023 auf 110,0 Mio. Mio. Euro (Stichtag 30.09.2022: 102,7 Mio. Euro). Die darin enthaltenen Nutzungsrechte aus der Aktivierung aus Leasingverträgen lagen bei 24,0 Mio. Euro (30.09.2022: 23,4 Mio. Euro). Der Anstieg ist überwiegend durch eine indexbasierte Mietpreiserhöhung eines langfristigen Mietvertrags bedingt. Zudem beinhalten die langfristigen Vermögenswerte die Geschäfts- bzw. Firmenwerte aus Unternehmenserwerben der KPS in Höhe von 68,7 Mio. Euro (30.09.2022: 62,5 Mio. Euro) sowie die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 11,1 Mio. Euro (30.09.2022: 10,4 Mio. Euro). Der Anstieg ist ausschließlich durch den Unternehmenskauf der Graphyte B.V. bedingt. Das langfristige Vermögen entsprach zum Ende der Berichtsperiode 66,0 % des Gesamtvermögens (30.09.2022: 64,1 %). Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 56,7 Mio. Euro zum Stichtag 31. März 2023 setzen sich vorwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten in Höhe von insgesamt 39,4 Mio. Euro (30.09.2022: 45,8 Mio. Euro) und den Zahlungsmitteln in Höhe von 10,3 Mio. Euro (30.09.2022: 6,1 Mio. Euro) zusammen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit den Vertragsvermögenswerten sind im Vergleich zum Stichtag 30. September 2022 um 6,4 Mio. Euro bzw. um 13,9 % gesunken. Entwicklung EigenkapitalDas Eigenkapital des KPS-Konzerns hat sich im Vergleich zum Stichtag 30. September 2022 um 2,6 Mio. Euro erhöht und weist zum 31. März 2023 einen Wert in Höhe von 74,4 Mio. Euro (30.09.2022: 71,8 Mio. Euro) aus. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des Berichtszeitraumes 31. März 2023 bei 44,7 % gegenüber dem Stichtag 30. September 2022 in Höhe von 44,9 %. Entwicklung SchuldenZum Stichtag 31. März 2023 stiegen die langfristigen Schulden gegenüber dem Stichtag 30. September 2022 um 12,3 % bzw. um 2,8 Mio. Euro auf 25,9 Mio. Euro zurück. Den größten Posten innerhalb der langfristigen Schulden bildeten mit 18,8 Mio. Euro (30.09.2022: 18,5 Mio. Euro) die langfristigen Leasingverbindlichkeiten. Neben den langfristigen Leasingverbindlichkeiten beinhalten die langfristigen Schulden unter anderem Bankdarlehen in Höhe von 0,8 Mio. Euro (30.09.2022: 1,5 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für Earn-out Zahlungen. Die kurzfristigen Schulden stiegen gegenüber dem Stichtag 30. September 2022 leicht um 1,6% auf 66,3 Mio. Euro (30.09.2022: 65,2 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Stichtag der Berichtsperiode bei 10,1 Mio. Euro (30.09.2022: 11,2 Mio. Euro). Die kurzfristigen Finanzschulden sind um 46,4 % auf 28,5 Mio. Euro gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Kapitalaufnahme für Kaufpreiszahlungen für Unternehmenszukäufe. 1.5 Alternative LeistungskennzahlenDie KPS AG verwendet im Rahmen ihrer Regel- und Pflichtpublikationen alternative Leistungskennzahlen (Alternative Performance Measures - APM), die nicht nach IFRS definiert sind. Die Definitionen der alternativen Leistungskennzahlen wurden auf der Website unter https://kps.com/de/de/company/investor-relations.html öffentlich zugänglich gemacht. 1.6 PersonalZusatzbericht PersonalUnsere Mitarbeitenden überzeugen unsere Kunden durch ein fundiertes Fachwissen und einen außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzen eine hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung von Mitarbeitenden an. Unsere zentralen Leitmotive sind eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld. Zum 31. März 2023 waren im KPS-Konzern 741 Mitarbeitende beschäftigt. Zum Stichtag 30. September 2022 lag die Zahl der Beschäftigten bei 725 und zum Stichtag 31. März 2022 bei 668. In Deutschland beschäftigte die KPS 506 Mitarbeitende (30.09.2022: 508). Dies entspricht einem Anteil von 68,3 % (30.09.2022 70,1 %) im Gesamtkonzern. Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei 41,1 Mio. Euro und damit 9,6 % höher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Beschäftigte im KPS-Konzernscrollen
Neben den in der obigen Darstellung genannten Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS AG, Herr Leonardo Musso, (bei insgesamt dreizehn Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt. Somit sind elf Personen als Geschäftsführer im KPS-Konzern per 31. März 2023 tätig. 1.7 NachtragsberichtBerichtspflichtige EreignisseAm 26. April 2023 hat die KPS AG eine ad-hoc Mitteilung veröffentlicht und ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2020/2023, welche am 26. Januar 2023 veröffentlicht wurde, angepasst. Für das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 geht der Vorstand der KPS AG nach seiner gegenwärtigen Einschätzung davon aus, dass der Konzernumsatz leicht unter Vorjahresniveau (GJ 2021/2022: 179,5 Mio. Euro), und das Konzern EBITDA in einer Bandbreite zwischen 11 Mio. Euro und 14 Mio. Euro liegen wird. Der Vorstand hat seine ursprüngliche Prognose in der Erwartung einer höheren Nachfrage verabschiedet. In der Vergangenheit wurden in der KPS Gruppe entsprechende Personalkapazitäten aufgebaut. Das aktuelle Geschäftsklima im Handel, dem Kernsegment der KPS, führte jedoch zu einer allgemeinen Zurückhaltung bei neuen Projekten - insbesondere im digitalen Bereich. Dies führte zu einem Umsatzrückgang in einzelnen hochpreisigen Märkten und Geschäftsbereichen sowie zu fehlender Personalauslastung und Leerkosten. Des Weiteren hat die gestiegene Lohninflation die Profitabilität der Gruppe belastet. KPS hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um den Mitarbeiterbestand in den betroffenen Geschäftsbereichen an das geänderte Marktumfeld anzupassen. Am 05.05.2023 hat die KPS AG eine ad-hoc Mitteilung veröffentlicht und die Herabsetzung des Dividendenvorschlags von 0,19 EUR, welcher am 30. März 2023 im Bundesanzeiger bekannt gemacht wurde, auf 0,10 EUR verkündet. Die Herabsetzung des Dividendenvorschlags ist aus Sicht der Verwaltung ein konsequenter Schritt im Interesse der Gesellschaft, um in angemessenem Umfang auf die konjunkturelle Abkühlung im Kernsegment der KPS und die Entwicklung des Zinsniveaus zu reagieren. Der zusätzliche Thesaurierungsbeitrag ist Teil eines Maßnahmenkatalogs, um diesen Unsicherheiten zu begegnen und die Liquiditätsreserven und Kreditlinien der Gesellschaft zu schonen. Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Konzernlageberichts keine weiteren berichtspflichtigen Ereignisse oder Veränderungen eingetreten, die das im vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage für die Berichtsperiode 01. Oktober 2022 bis 31. März 2023 des Konzerns beeinflussen. Veränderungen Vermögens-, Finanz- und ErtragslageNeben der Anpassung der Prognose und der Herabsetzung des Dividendenvorschlags sind seit dem 31. März 2023 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die einen Einfluss auf die Vermögens, Finanz- und Ertragslage der im Konzernabschluss dargestellten Lage für die Berichtsperiode 01. Oktober 2022 bis 31. März 2023 erwarten lassen. Einschätzung des Vorstands zur Entwicklung in der Berichtsperiode 01. Oktober 2022 - 31. März 2023Im ersten Halbjahr konnten die Umsatzziele mit einem Wachstum von 9,4 % erreicht werden. Die Nachfrage nach den Beratungs- und Transformationsdienstleistungen war auf hohem Niveau, insbesondere im Bereich Digital Enterprise ("ERP-Projekte"). Jedoch deutete sich im zweiten Quartal bereits eine rückläufige Nachfrage an. Mehrere Faktoren führten insgesamt zu einem Rückgang des EBITDA von 31,1 %: Lohninflation, hoher Einsatz von Fremdberatern, zunehmende Reisetätigkeit, teilweise Unterauslastung der Beratermannschaft. Einschätzung des Vorstands zu Entwicklungen für den Zeitraum ab dem 01. April 2023Die belastenden Faktoren auf der Kostenseite haben sich zu Beginn des zweiten Geschäftshalbjahres fortgesetzt. Gleichzeitig haben sich Kunden bei neuen Projekten zurückgehalten, auch in Märkten mit hohen Margen. Daher musste der Vorstand seine Einschätzung für das zweite Geschäftshalbjahr revidieren. Der Vorstand hat unmittelbar Maßnahmen eingeleitet, um die Struktur den neuen Gegebenheiten anzupassen und die Profitabilität der KPS-Gruppe insgesamt zu verbessern. 2. RISIKO- UND CHANCENBERICHTDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in unseren wichtigsten europäischen Märkten und die damit einhergehende Veränderung des Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage sowie die Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur in den für uns relevanten Märkten den erforderlichen Überblick zu erhalten. Als wichtiges Ereignis nach dem Stichtag der Berichtsperiode (01. Oktober 2022 - 31. März 2023) hat die KPS im Rahmen einer ad-hoc Veröffentlichung ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst und deutlich nach unten revidiert (siehe Abschnitt Prognosebericht). Insbesondere sind die Risiken in einigen Schlüsselmärkten gestiegen, verbunden mit dem Rückgang der Nachfrage nach Projekten sowie negativen Effekten auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Als wichtiges Ereignis nach dem Stichtag der Berichtsperiode (01. Oktober 2022 - 31. März 2023) hat die KPS im Rahmen einer ad-hoc Veröffentlichung ihren Dividendenvorschlag für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/2022 herabgesetzt (siehe Abschnitt Nachtragsbericht). Die Herabsetzung des Dividendenvorschlags ist aus Sicht der Verwaltung ein konsequenter Schritt im Interesse der Gesellschaft, um in angemessenem Umfang auf die konjunkturelle Abkühlung im Kernsegment der KPS und die Entwicklung des Zinsniveaus zu reagieren. Zur Darstellung und Beurteilung weiterer Einzelrisiken verweisen wir auf den ausführlichen Bericht im Geschäftsbericht 2022/2023. 3. PROGNOSEBERICHT3.1 Gesamtwirtschaftliche Prognose 1 7Prognose WeltwirtschaftNach dem bereits geschwächten Wachstum der Weltproduktion um 3,2 % in 2022 ist laut der Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute nunmehr ein Wachstum um 2,0 % im Jahr 2023 zu erwarten. 18 Der Welthandel konnte im Jahr 2022 einen Anstieg um 3,2 % verzeichnen, während im laufenden Jahr 2023 ein deutlicher Rückgang des Wachstums auf 0,4 % erwartet wird. Für 2024 wird wiederum eine Erholung des Welthandels auf ein Wachstum von 2,8 % prognostiziert. Maßgebliche Einflussfaktoren der rückläufigen Wachstumsdynamik sind laut der Gemeinschaftsdiagnose einerseits die vielerorts hohen Inflationsraten und die infolgedessen geschmälerte Kaufkraft der privaten Haushalte. Andererseits belasten insbesondere in Europa weiterhin hohe Energiepreise die Haushalte und Unternehmen, wenn auch eine akute Energiekrise in Europa ausgeblieben ist. Die Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft nach Ende der Pandemie und die einhergehende Verbesserung der wirtschaftlichen Aussichten in Asien werden gleichzeitig durch das Auslaufen des Booms für IT-Güter und Halbleiter konterkariert. 19 Zur Wahrung der Preisstabilität haben Zentralbanken weltweit auf die hohen Preissteigerungen mit kräftigen Leitzinserhöhungen reagiert. Der Gemeinschaftsdiagnose zufolge gingen die angehobenen Zinsniveaus für Banken mit Bewertungsverlusten und gesunkenen Eigenkapitalquoten einher. Die Verunsicherung auf den Finanzmärkten ist seitdem jedoch merklich zurückgegangen. Andererseits erwartet die Gemeinschaftsprognose weitere Zinsanhebungen der Zentralbanken, deren Höhepunkt im dritten Quartal 2023 mit 4 % im Euroraum bzw. einer Spanne von 5 % bis 5,25 % in den USA erreicht werden dürfte. 20 Prognose für die europäische WirtschaftLaut Einschätzung der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute könnte eine moderat entspannte, aber dennoch weiterhin hohe Inflation zu realen Kaufkraftverlusten führen, die vornehmlich den privaten Konsum zunehmend belasten. Vor allem energiepreisbedingte Kostensteigerungen treten zudem erst verzögert ein, was entgegen dem allgemeinen Trend noch jüngst zu Preisanstiegen in Produktkategorien wie Dienstleistungen und Industriewaren führte. 21 Dennoch haben sich die konjunkturellen Aussichten im Euroraum insgesamt etwas aufgehellt. Positiv wirkt laut den Instituten, dass sich die Energiepreise nach den sehr starken Anstiegen in 2022 wieder deutlich verringert haben und in den kommenden Jahren niedriger liegen dürften, als noch vor einigen Monaten erwartet. Auch der private Konsum könnte in der Folge wieder merklich zulegen. Finanzpolitische Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung, aber auch steigende Lohneinkommen dürften den Druck auf das real verfügbare Einkommen der Haushalte verringern, während die Investitionsdynamik jedoch durch stark gestiegene Zinsen belastet bleibt. Für 2023 wird ein Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Produktion des Euroraums um 0,9 % erwartet, der sich in 2024 auf 1,6 % erhöhen wird. 22 Die Arbeitslosigkeit hat sich nach einem temporären Anstieg infolge der COVID-19-Pandemie auf historisch niedrigem Niveau stabilisiert. Für den Euroraum erwartet die Gemeinschaftsdiagnose dementsprechend für 2023 und 2024 eine Arbeitslosenquote von jeweils 6,7 % und damit auf gleichem Niveau wie im Jahr 2022. 23 Prognose für die deutsche WirtschaftFür das Jahr 2023 wird von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten ein Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 % sowie im Jahr 2024 ein Wachstum um 1,5 % erwartet. 24 Nachdem die deutsche Wirtschaft in 2022 keine große Dynamik entfalten konnte, haben die vorwiegend angebotsseitigen Behinderungen nun zunehmend nachgelassen. Laut Gemeinschaftsdiagnose dürfte vor allem das verarbeitende Gewerbe in den kommenden Quartalen zu einer Stütze der Konjunkturerholung werden, befeuert durch abflauende Lieferengpässe und günstigere Energiepreise. Auch der Höhepunkt der Inflationswelle scheint überschritten, während signifikante Verbraucherpreisrückgänge aufgrund einer weiterhin hohen Nachfrage vorerst nicht zu erwarten sind. Ansteigende Reallöhne könnten ab 2024 wieder positiv zum privaten Konsum beitragen. 25 Ferner wird eine Arbeitslosenquote von 5,4 % im Jahr 2023 und damit in etwa auf Vorjahresniveau (2022: 5,3 %) prognostiziert, die im folgenden Jahr voraussichtlich auf diesem Niveau (2024: 5,3 %) stagnieren wird. 26 Das Defizit der öffentlichen Haushalte wird laut der Gemeinschaftsdiagnose für das Jahr 2023 in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt nur leicht auf 2,2 % zurückgehen (2022: -2,6 %). Dies ist maßgeblich auf die durch das Inflationsgeschehen steigenden Einkommen zurückzuführen, da sich deren Effekte zunächst bei den Einnahmen und erst verzögert bei den Ausgaben des Staates bemerkbar machen. Die geringeren Ausgaben infolge des abflauenden Pandemiegeschehens gehen zunächst nicht mit einer deutlichen Entlastung des Budgets einher, da der Staatshaushalt an anderer Stelle, etwa durch stark gestiegene Energiepreise, beansprucht wird. 27 3.2 Branchenspezifische PrognoseDer Bundesverband Deutscher Unternehmensberater rechnet für die Consultingbranche mit einem Wachstum von 12,0 % für das Jahr 2023, nach einem Rekordwachstum von 15 % in 2022. Eine besonders starke Nachfrage nach Beratungsleistungen wird bei den Themen Nachhaltigkeit, Sanierungsberatung und IT erwartet. Insbesondere die rasanten Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz bergen laut BDU aktuell große Chancen. 28 Jedoch haben sich nach Ansicht des KPS-Managements die Branchenaussichten im Kalenderjahr 2023 eingetrübt. Es kommt insbesondere bei größeren Projekten verstärkt zu Verzögerungen oder Pausen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts kann nicht abgeschätzt werden, ob es sich dabei um temporäre Effekte handelt oder entgegen der Markterwartungen für 2023 mit einer länger anhaltenden Nachfrageschwäche zu rechnen ist. 3.3 Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023Im Januar 2023 blickte KPS auf Basis der zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Daten und Auftragslage optimistisch in das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 und veröffentlichte eine Prognose, die von einer Steigerung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2022/2023 im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr 2021/2022 und einer Erhöhung des EBITDA im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich ausging. Jedoch hat sich die Nachfrage in einzelnen Schlüsselmärkten nicht entlang den ursprünglichen Erwartungen der KPS entwickelt. Daher wurde die Prognose am 26.04.2023 mit einer ad-hoc-Mitteilung angepasst. Für das laufende Geschäftsjahr 2022/2023 geht der Vorstand der KPS AG nach seiner gegenwärtigen Einschätzung davon aus, dass der Konzernumsatz leicht unter Vorjahresniveau (GJ 2021/2022: 179,5 Mio. Euro), und das Konzern EBITDA in einer Bandbreite zwischen 11 Mio. Euro und 14 Mio. Euro liegen wird. Der Vorstand hat seine ursprüngliche Prognose in der Erwartung einer höheren Nachfrage verabschiedet. Deshalb hat die KPS in der Vergangenheit bereits entsprechende Personalkapazitäten aufgebaut. Das aktuelle Geschäftsklima im Handel, dem Kernsegment der KPS, führte jedoch zu einer allgemeinen Zurückhaltung bei neuen Projekten - insbesondere im digitalen Bereich. Dies führte zu einem Umsatzrückgang in einzelnen hochpreisigen Märkten und Geschäftsbereichen sowie zu fehlender Personalauslastung und Leerkosten. Des Weiteren hat die gestiegene Lohninflation die Profitabilität der Gruppe belastet. KPS hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um den Mitarbeiterbestand in den betroffenen Geschäftsbereichen an das geänderte Marktumfeld anzupassen.
Unterföhring, im Mai 2023 Der Vorstand
28 https://www.bdu.de/news/branchenstudie-2023/
ZWISCHENABSCHLUSSGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01. Oktober 2022 bis 31. März 2023scrollen
** entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
GESAMTERGEBNIS für die Zeit vom 01. Oktober 2022 bis 31. März 2023scrollen
KENNZAHLEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscrollen
KONZERNBILANZ zum 31. März 2023AKTIVA scrollen
KONSOLIDIERTE KAPITALFLUSSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2023scrollen
ZUSAMMENSETZUNG FINANZMITTELFONDSscrollen
KPS AG KONZERNABSCHLUSS NACH IFRSEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscrollen
scrollen
KONZERN AUSGEWÄHLTE ANHANGANGABEN1. INFORMATIONEN ZU GESELLSCHAFT UND KONZERNDie KPS AG ist eine in Deutschland ansässige, international aufgestellte Aktiengesellschaft mit Sitz in der Beta-Straße 10h, 85774 Unterföhring. Die Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim Amtsgericht München eingetragen. Die KPS AG ist ein erfolgreiches Unternehmen für Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung im Handel und Konsumgüterbereich. Wir beraten unsere Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und implementieren mit Erfolg ganzheitliche Lösungen, die ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern. 2. GRUNDLAGEN UND METHODEN DER ABSCHLUSSERSTELLUNGDer von der KPS AG vorliegende, verkürzte Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum 01. Oktober 2022 bis 31. März 2023 wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) insbesondere mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Folglich beinhaltet dieser Abschluss nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Daher ist dieser Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 30. September 2022 zu lesen. Der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss und Zwischenlagebericht wurde vom Abschlussprüfer nicht geprüft und auch keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. Nach Ansicht des Vorstands impliziert dieser Abschluss alle notwendigen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens- und Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022/2023 erzielten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu. 3. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND BETEILIGUNGENDer Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden Nutzen ziehen zu können. Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften, an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. scrollen
ERWERB DER GRAPHYTE B.V.Am 17. Januar 2023 hat die KPS AG 100% der Anteile an der Graphyte B.V., Belgien und deren Tochtergesellschaft Graphyte B.V., Niederlande erworben. Die Graphyte B.V. - im Folgenden Graphyte - mit dem Sitz in Antwerpen, Belgien, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 24.08.2017 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Prozessberatung auf dem Gebiet der Informationstechnik, hauptsächlich Consulting für SAP Transportation Management sowie SAP Extended Warehouse Management, SAP Yard Logistics, SAP Logistics Business Network und das Manufacturing Execution System (MES) sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte. Im Berichtshalbjahr trug die Graphyte mit 1,8 Mio. Euro zum Umsatz des KPS-Konzerns bei, während im operativen Ergebnis (EBIT) des Berichtshalbjahres 0,5 Mio. Euro enthalten sind. Das seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschaftete Ergebnis des erworbenen Geschäfts nach Steuern betrug 0,4 Mio. Euro. Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (Kaufpreis) setzt sich aus den bereits geleisteten Zahlungsmitteln in Höhe von 5,3 Mio. Euro und einem bedingten Kaufpreis in Höhe von 3,2 Mio. Euro zusammen. Der bedingte Kaufpreis ist in den Jahren 2023 - 2026 zu zahlen, sofern sich das EBIT der Graphyte erwartungsgemäß stetig entwickelt. Der Kaufpreis für die 100% Anteile an der Graphyte kann den erworbenen Vermögenswerten und Schulden zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zugeordnet werden und führte unter Berücksichtigung der übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu folgendem Nettoabfluss: scrollen
Die Kaufpreis-Allokation berücksichtigt alle auf den Akquisitions-Zeitpunkt bezogenen Wertaufhellungserkenntnisse, ist allerdings derzeit noch nicht abgeschlossen. Änderungen in der Zuordnung des Kaufpreises auf die einzelnen Vermögenswerte können sich daher noch ergeben. Der sich aus der Akquisition ergebene Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich überwiegend auf die Fähigkeiten der übernommenen Mitarbeiter der Graphyte und der erwarteten Synergien aus der Integration in den existierenden Geschäftsbetrieb der KPS AG. In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind erworbene Forderungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro enthalten. Die Bruttobeträge der vertraglichen Forderungen betragen 1,1 Mio. Euro, es wurden keine Wertberichtigungen für uneinbringliche Forderungen gebildet. 4. ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN SOWIE UNSICHERHEITEN AUFGRUND VON SCHÄTZUNGENMit Beginn des Geschäftsjahres zum 01. Oktober 2022 sind diverse Änderungen hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an bestehenden Standards in Kraft getreten, die sowohl für sich allein als auch in Verknüpfung mit anderen Standards keine bedeutsamen Auswirkungen auf die Rechnungslegung des Konzernzwischenabschlusses besaßen. Demzufolge beinhaltet der vorliegende, verkürzte Konzernzwischenbericht im Wesentlichen die übereinstimmenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022/2023. Im Konzernzwischenabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Sie werden laufend überprüft, können aber von den tatsächlichen Werten abweichen. Die im Konzernabschluss zum 30. September 2022 angewandten Schätzungen für die Hauptanwendungsbereiche: scrollen
wurden auch für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss vorgenommen. Weitere Informationen finden sich im Konzernabschluss zum 30. September 2022, auch abrufbar im Internet unter https://kps.com/de/de/company/investor-relations/financial-publications.html, der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss bildet. 5. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ SOWIE ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG5.1 UmsatzerlöseIn den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen -vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen und Wartung werden zeitraumbezogen, der Verkauf von Soft- und Hardware wird zeitpunktbezogen realisiert. Kunden sind grundsätzlich nur gewerbliche Endabnehmer und zu einem geringen Anteil öffentliche Auftraggeber. Alle dargestellten Umsatzerlöse resultieren ausschließlich aus Verträgen mit Kunden. Bezüglich der Verteilung der Umsatzlöse auf die einzelnen Segmente verweisen wir auf den Segmentbericht. 5.2 Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der KPS AG betrug zum Stichtag 37.412.100 Euro (Vorjahr: 37.412.100 Euro) und verteilte sich insgesamt auf 37.412.100 Stück (Vorjahr: 37.412.100 Stück) mit jeweils 1 Euro Nennwert. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien ge- oder verkauft. Zum Stichtag wurden keine eigenen Aktien gehalten (Vorjahr: 0 Aktien). 5.3 Eigene AktienMit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2021 und der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. September 2020 ist die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals erwerben und veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2026. Die Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt. Zum Stichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien vorhanden, im Berichtszeitraum wurden keine Aktien gekauft oder verkauft. 6. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG - ERLÄUTERUNGDas KPS Beratungsportfolio kann in die nachfolgend dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung ausschließlich nach Geschäftsfeldern. Folgende Segmente werden unterschieden: 6.1 Managementconsulting / TransformationsberatungIn diesem Segment steht die "Transformationsberatung", bei der die KPS Gruppe eine führende Position im Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und Konzepte und Lösungen unter Beachtung von prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen, finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie- und Prozessberatern auf der einen Seite und den Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das Leistungsportfolio der KPS Gruppe als SAP-Beratungspartner. 6.2 System IntegrationIm Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die Prozess- und Implementierungsberatung im Technologiebereich. Der KPS Konzern deckt dabei sowohl das Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem die Themenbereiche SOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und Storagelösungen. Da eine sichere und hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert sich der KPS Konzern mit dezidierten Lösungen die nahtlose Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen Systemumfeld. Der Konzern unterstützt die Kunden bei der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer IT-Infrastruktur, in der sämtliche betriebliche Funktionsbereiche transparent werden. 6.3 Produkte / LizenzenZur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt die KPS Gruppe in bestimmten Bereichen als zertifiziertes Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte namhafter Hersteller, insbesondere SAP, Spryker und Open Text, mit denen der Konzern eine langjährige Zusammenarbeit und diverse Beratungs- und Vertriebspartnerschaften verbindet. Die Aufgliederung der Ertragslage entsprechend IFRS 8 ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich und entspricht der internen Berichtsstruktur: scrollen
scrollen
7. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN7.1 HaftungsverhältnisseDie im Geschäftsjahr 2019/2020 und 2020/2021 vereinbarten Rangrücktritte mit der KPS Strategie-Prozess- und IT-Consulting GmbH, Österreich, in Höhe von insgesamt 0,4 Mio. Euro, bestehen weiterhin. Darüber hinaus besteht weiterhin der Rangrücktritt zugunsten der KPS Sweden AB in Höhe von 0,4 Mio. Euro. Der im Geschäftsjahr 2020/2021 vereinbarte Rangrücktritt mit der KPS Transformation GmbH (vormals KPS Solutions GmbH) in Höhe von 6,0 Mio. Euro besteht weiterhin. Die KPS Consulting GmbH (vormals KPS Services GmbH) hat eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 30,0 Mio. Euro (i.V. 30,0 Mio. Euro) zur Absicherung von Kontokorrent- und Geldmarktkreditlinien abgegeben. Zum Bilanzstichtag bestanden Kontokorrent- und Geldmarktverbindlichkeiten in Höhe von 17,0 Mio. Euro (i.V. 12,0 Mio. Euro). Die Gesellschaft hat sich für die KPS Transformation GmbH und die KPS Consulting GmbH im Rahmen der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB dazu verpflichtet, für die gesamten, bis zum 30. September 2022 bestehenden Verpflichtungen dieser Gesellschaften gegenüber deren Gläubigern einzustehen. Diese Einstandspflicht ist bis einschließlich 30. September 2023 gültig. Akquisitionen und Gründungen nach Ende der Zwischenberichtsperiode gab es nicht. 7.2 Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteIm laufenden Geschäftsjahr gas es keine Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte. 7.3 Wesentliche Ereignisse nach Ende der ZwischenberichtsperiodeAm 26. April 2023 wurde eine ad-hoc Meldung herausgegeben, mit der die Prognose für das Geschäftsjahr 2022/2023 angepasst wurde, siehe Abschnitt Prognosebericht. Am 05. Mai 2023 wurde eine ad-hoc Meldung herausgegeben, mit der die Herabsetzung des Dividendenvorschlag verkündet wurde, siehe Abschnitt Nachtragsbericht. Es liegen keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende der Zwischenberichtsperiode vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf des KPS-Konzerns haben werden. 7.4 Angaben über Beziehungen zu nahestehende Unternehmen und PersonenBezüglich der Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30. September 2022. Es haben sich zum 31. März 2023 keine wesentlichen Änderungen ergeben. 7.5 Corporate GovernanceDer Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft (https://kps.com/de/de/company/investor-relations/corporate-governance.html) dauerhaft zugänglich gemacht. 7.6 AbweichungenEine englische Übersetzung des Konzernhalbjahresberichts liegt ebenfalls vor. Bei festgestellten Abweichungen geht die deutsche Fassung des Konzernhalbjahresberichts der englischen Übersetzung vor. Bei Beträgen und Prozentangaben können aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen entstehen. 7.7 Versicherung der gesetzlichen VertreterDer Vorstand der KPS AG versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Unterföhring, im Mai 2023 KPS AG Der Vorstand ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS (BRUTTODARSTELLUNG)scrollen
scrollen
scrollen
IMPRESSUMHerausgeber KPS AG Beta-Str. 10H 85774 Unterföhring Deutschland Weitere InformationenInvestor Relations Telefon: +49-89 35631-0 E-Mail: ir@kps.com KPS AG im Internet kps.com |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||