KPS AGUnterföhringHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2023 bis zum 31.03.2024AN DIE AKTIONÄRESehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2023/2024
ist durch mehrere Faktoren gekennzeichnet, die von uns
bereits prognostiziert wurden und uns stark treffen. Vor
allem Sondereffekte wie außerplanmäßige
Forderungswertberichtigungen der insolventen Kunden KaDeWe
und The Body Shop sowie Restrukturierungsaufwendungen
stellen zusätzliche Herausforderungen in einem
angespannten Marktumfeld dar.
Die Nachfragesituation in einigen
Schlüsselmärkten blieb weiterhin verhalten. Das
aktuelle Geschäftsklima im Handel, dem Kernsegment der
KPS, führte zu einer allgemeinen Zurückhaltung
bei Projekten - insbesondere im digitalen Bereich. Auf der
einen Seite konnten einige neue Kunden gewonnen werden, die
Nachfrage nach neuen Projekten steigt. Auf der anderen
Seite haben einige laufenden Projekte ihre geplante
Reifephase erreicht und belasten damit die
Umsatzentwicklung, da in der Reifephase eines Projektes die
Umsätze typischerweise rückläufig sind. Auf
der einen Seite konnten einige neue Kunden gewonnen werden,
die Nachfrage nach neuen Projekten steigt.
Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen stellen wir
uns mit großem Engagement und Tatkraft den
Herausforderungen. Die Kapazitäten wurden an die
aktuelle Projektnachfrage angepasst, wir werden weitere
Maßnahmen zur Neukundenakquise und
Effizienzsteigerung durchführen, um die Umsatz- und
Ergebnisentwicklung wieder auf Kurs zu bringen und
dafür möchte ich mich bei dem gesamten Team und
bei allen Stakeholdern für ihre unermüdliche
Leistung bedanken.
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KPS AM KAPITALMARKT IM ERSTEN HALBJAHR 2023/2024Kursentwicklung im Berichtszeitraum (01.10.2023 bis 31.03.2024)Die Aktie der KPS AG verzeichnete im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023/2024 insgesamt ein Minus von 19,7
%. Am 21. Februar 2024 erreichte die Aktie mit 1,02 €
ihren Tiefstand innerhalb des Betrachtungszeitraums. Die
Aktie erreichte ihren Höchststand für den
Beobachtungszeitraum mit 1,51 € am 27. Januar 2024.
Der Schlusskurs am 31.03.2024 lag bei 1,20 €.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der
KPS-Aktie an allen deutschen Handelsplätzen betrug im
Berichtszeitraum rund 23.363 Stück (Vorjahr: 12.346
Aktien). Die Marktkapitalisierung der KPS AG lag am 31.
März 2024 bei 49,4 Mio. € auf der Basis von
41.153.300 im Umlauf befindlichen Aktien.
Zum 18. März 2024 führte die KPS AG eine
Kapitalerhöhung durch, infolge welcher die
Gesamtanzahl der Aktien von 37.412.100 auf 41.153.300
Stück anstieg. Für ausführliche
Informationen zur Kapitalerhöhung verweisen wir auf
das Kapitel "Vermögenslage und Kapitalstruktur" im
Lagebericht.
Stammdaten zur Aktiescrollen
Die Aktie im Überblickscrollen
AktionärsstrukturAngaben auf Basis der zugegangenen
Stimmrechtsmitteilungen gem. Wertpapierhandelsgesetz, WpHG
(Stand: 28. Januar 2018) sowie Unternehmensinformationen;
Streubesitz nach Definition der Deutschen Börse mit
Anteilen am Aktienkapital von unter 5 %.
Zum 31. März 2024 stellt sich die
Aktionärsstruktur der KPS AG wie folgt dar: Herr
Michael Tsifidaris, Vorsitzender des Aufsichtsrats, besitzt
29,11 % der Unternehmensanteile. Leonardo Musso, Vorstand
der KPS AG, hält 10,30 % der Anteile an der
Gesellschaft. Aufsichtsrat Uwe Grünewald besitzt 9,85
% des stimmberechtigten Grundkapitals. Damit liegen 49,26 %
der Stimmrechtsanteile bei der aktuellen
Unternehmensführung der KPS AG. Diese werden der KPS
AG auch künftig als Ankeraktionäre eng verbunden
bleiben.
Ein Privatinvestor verfügt zum 31. März 2024
noch über 7,58 % der Stimmrechtsanteile. Der Free
Float beläuft sich auf 43,16 %. Die KPS AG steht im
stetigen Austausch mit aktuellen und potenziellen
Investoren und ist bestrebt, ihren Aktionärskreis
gezielt zu erweitern.
Finanzkalenderscrollen
AnalystenresearchDie Entwicklung der KPS-Aktie wird kontinuierlich von
dem Bankhaus M.M.Warburg analysiert und bewertet.
In ihrem Research vom 8. März 2024
veröffentlicht Warburg in dem Kommentar zur KPS ein
Kursziel von 1,41 Euro (Rating: Halten).
Investor RelationsIm Berichtsjahr 2022/2023 sowie im ersten Halbjahr
2023/2024 erfüllte die KPS AG im Rahmen der Notierung
im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse
die höchsten gesetzlichen und börsenrechtlichen
Publizitäts- und Transparenzstandards des Regulierten
Marktes. Institutionelle Investoren, Finanzanalysten und
private Aktionäre informierte die Gesellschaft
unverzüglich über die aktuelle
Geschäftsentwicklung und über Vorgänge von
Bedeutung für die Kursentwicklung des Unternehmens.
Zur Kapitalmarktkommunikation der KPS gehörten
neben der Veröffentlichung deutsch- und
englischsprachiger Finanzberichte und Unternehmensmeldungen
auch Telefonkonferenzen für Analysten zur Bekanntgabe
der Quartals-, Halbjahres- und Jahreszahlen. Darüber
hinaus stand und steht das Management der KPS in
regelmäßigem persönlichen Dialog mit den
Marktteilnehmern und ist bestrebt, über die
gesetzlichen Verpflichtungen hinaus weitere
IR-Aktivitäten durchzuführen.
Der direkte Austausch mit den Investoren liegt dem
Management weiterhin am Herzen, weshalb über die
Telefonkonferenzen zu Finanzveröffentlichungen hinaus
auch virtuell bzw. telefonisch regelmäßig
direkte Gespräche mit Investoren und Analysten
stattfinden.
Die Hauck und Aufhäuser Privatbankiers AG fungiert
als Designated Sponsor in der Bereitstellung verbindlicher
Geld- und Briefkurse für eine angemessene
Liquidität und entsprechende Handelbarkeit der
KPS-Aktie.
Weitere Informationen stehen interessierten Anlegern im
Investor Relations-Bereich der Homepage unter
https://www.kps.com/de/de/company/investor-relations.html
zur Verfügung.
ZWISCHENLAGEBERICHT1. WIRTSCHAFTSBERICHT1.1 Gesamtwirtschaftliche
Entwicklung¹
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| in Tsd. € | 2023/2024 | 2022/2023 |
| Umsatzerlöse | 75.892 | 94.683 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 14 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 522 | 272 |
| Materialaufwand | -26.806 | -35.879 |
| Personalaufwand | -38.327 | -41.098 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.980 | -10.348 |
| Operatives Ergebnis vor Abschreibung (EBITDA) | -1.686 | 7.629 |
| Abschreibungen (M&A bereinigt) | -3.033 | -3.130 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt | -4.719 | 4.500 |
| Abschreibungen (M&A bedingt) | -538 | -497 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -5.257 | 4.003 |
| Finanzergebnis | -1.644 | -377 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern* | -6.901 | 3.626 |
| Ertragsteuern** | 1.948 | -1.023 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -4.953 | 2.603 |
* entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
** zur Ermittlung der Steuerbelastung des 1.
Quartals 2023/2024 wurde die Steuerquote des
Geschäftsjahres 2021/2022 herangezogen
Im ersten Halbjahr 2023/2024 erzielte KPS einen der
Prognose entsprechenden Umsatzrückgang von 19,8 %. Der
Umsatz lag damit bei 75,9 Mio. € gegenüber 94,7
Mio. € im ersten Halbjahr 2022/2023.
Im Berichtszeitraum betrug der Umsatz in Deutschland
37,0 Mio. €. Damit wurden 48,8 % der
Konzernerlöse in Deutschland erwirtschaftet. Im
Ausland verringerte sich der Umsatz um 10,4 % auf 38,9 Mio.
€ insbesondere durch den starken Umsatzrückgang
in den skandinavischen Ländern aufgrund von
Großprojekten, die im Laufe 2022/2023 ausgelaufen
sind. Insgesamt lässt sich eine langsame
Nachfrageerholung verzeichnen, die jedoch mit der
Reifephase von den Bestandsprojekten einhergeht, sodass die
Kluft zur Umsatzsteigerung im Vergleich zur Vorperiode
durch neue Projekte noch nicht kompensiert wird.
Im Geschäftshalbjahr 2023/2024 wurden
Eigenleistungen in Höhe von 14,0 Tsd. € aktiviert
(Vorjahr: 0,00 Tsd. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im
Berichtszeitraum wie auch im Vorjahreszeitraum Erträge
aus betriebsbedingten Nebenleistungen. Dazu zählen
beispielsweise Untervermietung,
Weiterberechnungen, Erträge von
Rückstellungsauflösungen und
Sachanlagenverkäufe. Die sonstigen betrieblichen
Erträge sind mit 0,5 Mio. € leicht angestiegen
(Vorjahr: 0,3 Mio. €). Dieser Effekt ist auf eine
verstärkte Untervermietung von nicht genutzten
Flächen am Standort Dortmund zurückzuführen.
Im Berichtszeitraum ist der Materialaufwand um 25,3 %
bzw. um 9,1 Mio. € auf 26,8 Mio. € (Vorjahr: 35,9
Mio. €) gesunken. Die Materialaufwandsquote sank im
Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 37,9 % auf
35,3 %.
Die Aufwendungen für Fremdleistungen sind im
Berichtszeitraum um 25,6 % auf 26,0 Mio. € gesunken
(Vorjahreszeitraum: 34,9 Mio. €).
Der Personalaufwand ist in der Berichtsperiode um 6,7 %
auf 38,3 Mio. € (Vorjahreszeitraum: 41,1 Mio. €)
gesunken. Die Personalaufwandsquote hat sich bei etwas
stärker sinkendem Umsatz um 7,2 % auf 50,5 %
erhöht (im Vorjahr: 43,3 %). Der Sondereffekt des
durchgeführten Personalabbaus, verbunden mit
Abfindungsaufwendungen sowie die Personalstruktur,
bestehend aus entsprechend unserem Standart hoch
qualifizierten Mitarbeitenden, haben ihren Beitrag zum
anhaltend hohen Personalaufwand im ersten Halbjahr
2023/2024 geleistet. Zum 31. März 2024 waren im
KPS-Konzern 637 (zum gleichen Stichtag im Vorjahr: 741)
Mitarbeitende beschäftigt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 25,4
% auf 13,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. €). Sie
enthalten im Wesentlichen Reise- und KFZ-Kosten, nicht
projektbezogene Fremdleistungen sowie Betriebskosten. Der
Anstieg ist im Wesentlichen auf die
außerplanmäßige
Forderungswertberichtigungen als Folge der Insolvenzen von
Kunden KaDeWe und The Body Shop zurückzuführen,
was einen negativen Effekt von 4,2 Mio. € darstellt.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände lagen bei 3,6 Mio. Euro und
damit unverändert zum Wert des Vorjahreszeitraumes
(3,6 Mio. Euro).
Die Abschreibungen inkludieren IFRS16 ("Leasing")
bedingte Abschreibungen in Höhe von 2,4 Mio. €
(Vorjahr: 2,4 Mio. €) sowie M&A-bedingte
Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr:
0,5 Mio. €).
Das Finanzergebnis des Konzerns lag im ersten Halbjahr
2023/2024 bei - 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: - 0,4 Mio. €).
Maßgeblich für diese Entwicklung ist die
steigende Zinsentwicklung, die bei den vorhandenen
kurzfristigen Geldmarktkrediten zu hohen Zinsbelastungen
geführt hat.
KPS erzielte ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von
-5,0 Mio. € gegenüber 2,6 Mio. € in der
Vorjahresperiode. Die Steuerquote lag im Berichtszeitraum
bei 28,2 % und damit unverändert gegenüber dem
Vorjahreszeitraum. Dabei wurde der Durchschnittssteuersatz
des Geschäftsjahres 2021/2022 für den
Berichtszeitraum 2023/2024 herangezogen.
In der Berichtsperiode erwirtschaftete KPS ein EBIT in
Höhe von -5,3 Mio. €. Das EBIT lag damit unter
dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (Vorjahr: 4,0 Mio.
€). Die EBIT-Marge lag bei -6,9 % gegenüber 4,2 %
im ersten Halbjahr 2022/2023.
Das verwässerte wie auch das unverwässerte
Ergebnis je Aktie betrug in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres 2023/2024 -0,12 € gegenüber
0,07 € im Vorjahr. Durch die Kapitalerhöhung hat
sich die Anzahl der Aktien im Vergleich zum Vorjahr auf
41.153.300 erhöht.
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 30.09.2023 |
| Langfristige Vermögenswerte | 107.381 | 112.021 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 47.914 | 50.715 |
| Gesamtvermögen | 155.294 | 162.736 |
| Eigenkapital | 66.572 | 67.184 |
| Langfristige Schulden | 20.923 | 25.220 |
| Kurzfristige Schulden | 67.800 | 70.331 |
| Summe Schulden | 88.723 | 95.551 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 155.295 | 162.736 |
Im KPS-Konzern besteht ein Kontroll- und
Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des
Gesamtkonzerns abzielt. Hieraus abgeleitet ergeben sich die
Zielsetzungen für die einzelnen Segmente und
Konzernunternehmen. Die Steuerung erfolgt ausgehend vom
Konzern über die Segmente bis auf die einzelnen
Profit-Center-Ebenen. Die periodische Steuerung wird unter
Berücksichtigung der durch die internationale
Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und
Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für
die Steuerung werden neben dem Umsatz und EBITDA bestimmte
Segment- und Profit Center-bezogene Kennzahlen verwendet.
Das Finanzmanagement bei KPS hat grundsätzlich das
Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit
sicherzustellen. Es umfasst Kapitalstruktur-, Cash- und
Liquiditätsmanagement.
Mit den im Berichtshalbjahr erwirtschafteten
Ergebnissen, der Kapitalerhöhung sowie der soliden
Bilanzstruktur zum 31. März 2024 ist es gelungen, die
erforderlichen liquiden Mittel für den laufenden
Betrieb der KPS in ausreichendem Umfang zur Verfügung
zu stellen.
Zum Stichtag 31. März 2024 lagen die Zahlungsmittel
bei 11,1 Mio. € und damit über dem Wert zum
Stichtag 30. September 2023 (6,9 Mio. €). Es bestanden
Bankverbindlichkeiten in Höhe von 36,3 Mio. €
(30.09.2023: 30,4 Mio. €). Damit ergibt sich eine
direkte Nettofinanzverschuldung gerechnet auf Basis
Zahlungsmittel abzüglich Bankverbindlichkeiten in
Höhe von 25,2 Mio. € zum Stichtag 31. März
2024 (30.09.2023: 23,5 Mio. €). Die Erhöhung der
Nettofinanzverschuldung geht einerseits auf die
Erhöhung der in Anspruch genommenen Geldmarktkredite
und die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens sowie
andererseits auf den Liquiditätszufluss aus der
Kapitalerhöhung zurück.
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024
bei -1,1 Mio. € gegenüber 6,0 Mio. € im
Vorjahr, der Hauptgrund für den Rückgang ist das
negative EBIT in Höhe von -5,3 Mio. €.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in der
Berichtsperiode 2023/2024 belief sich auf -1,3 Mio. €
(Vorjahr: -8,4 Mio. €). Die gesunkenen Auszahlungen
aus der Investitionstätigkeit sind vornehmlich auf die
Mittelabflüsse für Investitionen im Rahmen der
Unternehmenszukäufe (Kaufpreiszahlungen) in der
Vorperiode zurückzuführen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im
ersten Halbjahr 2023/2024 6,5 Mio. €
(Vorjahrjahreszeitraum: 5,4 Mio. €).
Die Finanzmittelfonds lagen zum Stichtag 31. März
2024 bei 11,1 Mio. € gegenüber 10,3 Mio. €
zum Stichtag der Vorjahresperiode (31.03.2023).
Die Bilanzsumme lag zum Ende der Berichtsperiode 31.
März 2024 bei 155,3 Mio. Euro, was gegenüber dem
Stichtag 30. September 2023 einem Rückgang von 4,6 %
entspricht (-7,4 Mio. €).
Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich zum
Stichtag 31. März 2024 auf 107,4 Mio. € (Stichtag
30.09.2023: 112,0 Mio. €). Die darin enthaltenen
Nutzungsrechte aus der Aktivierung aus
Leasingverträgen lagen bei 20,2 Mio. €
(30.09.2023: 23,4 Mio. €). Zudem beinhalten die
langfristigen Vermögenswerte die Geschäfts- bzw.
Firmenwerte aus Unternehmenserwerben der KPS in Höhe
von 69,3 Mio. € (30.09.2023: 69,3 Mio. €) sowie
die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 8,7
Mio. € (30.09.2023: 9,7 Mio. €). Das langfristige
Vermögen entsprach zum Ende der Berichtsperiode 69,1 %
des Gesamtvermögens (30.09.2023: 68,8 %).
Die kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von
47,9 Mio. € zum Stichtag 31. März 2024 setzen
sich vorwiegend aus Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten in Höhe
von insgesamt 29,4 Mio. € (30.09.2023: 36,6 Mio.
€) und den Zahlungsmitteln in Höhe von 11,1 Mio.
€ (30.09.2023: 6,9 Mio. €) zusammen. Die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit den
Vertragsvermögenswerten sind im Vergleich zum Stichtag
30. September 2023 um 7,2 Mio. € bzw. um 19,7 %
gesunken. Wie bereits in der Prognose im Konzernabschluss
2022/2023 sowie der Quartalsmitteilung Q1 2023/2024
erläutert, haben die verhaltene Nachfrage sowie die
Insolvenzen der KaDeWe-Gruppe und der The Body Shop in
Großbritannien die rückläufige Entwicklung
von Forderungen und Vertragsvermögenswerten
maßgeblich beeinflusst.
Das Eigenkapital des KPS-Konzerns ist im Vergleich zum
Stichtag 30. September 2023 um 0,6 Mio. € gesunken und
weist zum 31. März 2024 einen Wert in Höhe von
66,6 Mio. € (30.09.2023: 67,2 Mio. €) aus. Die
Satzung der KPS AG enthält ein genehmigtes Kapital
2021, das den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital
der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum
20. Mai 2026 (einschließlich) um bis zu nominal EUR
18.706.050,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch
Ausgabe von bis zu 18.706.050 neuer, auf den Namen
lautender nennwertloser Aktien (Stückaktien) einmalig
oder mehrfach zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2021).
Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand teilweise
Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine
Kapitalerhöhung um EUR 3.741.200,00 auf EUR
41.153.300,00 beschlossen, deren Durchführung am 18.
März 2024 im Handelsregister eingetragen wurde. Das
genehmigte Kapital 2021 beträgt nach dieser teilweisen
Inanspruchnahme gegenwärtig noch EUR 14.964.850,00.
Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des
Berichtszeitraumes 31. März 2024 bei 42,9 %
gegenüber dem Stichtag 30. September 2023 in Höhe
von 41,3 %.
Zum Stichtag 31. März 2024 sind die langfristigen
Schulden gegenüber dem Stichtag 30. September 2023 um
17,0 % bzw. um 4,3 Mio. € auf 20,9 Mio. €
gesunken. Den größten Posten innerhalb der
langfristigen Schulden bildeten mit 15,3 Mio. €
(30.09.2023: 18,2 Mio. €) die langfristigen
Leasingverbindlichkeiten. Neben den langfristigen
Leasingverbindlichkeiten beinhalten die langfristigen
Schulden unter anderem Bankdarlehen in Höhe von 0,4
Mio. € (30.09.2023: 0,9 Mio. €) sowie
Verbindlichkeiten für Earn-out Zahlungen.
Die kurzfristigen Schulden sind gegenüber dem
Stichtag 30. September 2023 um 3,6% auf 67,8 Mio. €
(30.09.2023: 70,3 Mio. €) gesunken.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen zum Stichtag der Berichtsperiode bei 9,4 Mio. €
(30.09.2023: 9,6 Mio. €). Die kurzfristigen
Finanzschulden sind um 21,6 % auf 35,9 Mio. €
gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus
der Aufnahme von Geldmarktkrediten sowie Aufnahme eines
Gesellschafterdarlehens.
Die KPS AG verwendet im Rahmen ihrer Regel- und
Pflichtpublikationen alternative Leistungskennzahlen
(Alternative Performance Measures - APM), die nicht nach
IFRS definiert sind. Die Definitionen der alternativen
Leistungskennzahlen wurden auf der Website unter
https://kps.com/de/de/company/investor-relations.html
öffentlich zugänglich gemacht.
Unsere Mitarbeitenden überzeugen unsere Kunden
durch ein fundiertes Fachwissen und einen
außerordentlichen Leistungseinsatz. Dies setzen eine
hohe fachliche Qualifikation sowie die fortlaufende
Weiterbildung unserer Mitarbeiter voraus. Diese
Maßstäbe setzen wir auch bei der Neueinstellung
von Mitarbeitenden an. Unsere zentralen Leitmotive sind
eine bestmögliche Kundenorientierung, ausgeprägte
Leistungsbereitschaft, Sicherung und Verbesserung unserer
Qualitätsstandards sowie ein positives Arbeitsumfeld.
Zum 31. März 2024 waren im KPS-Konzern 637
Mitarbeitende beschäftigt. Zum Stichtag 30. September
2023 lag die Zahl der Beschäftigten bei 682 und zum
Stichtag 31. März 2023 bei 741.
In Deutschland beschäftigte die KPS 415
Mitarbeitende (30.09.2023: 450). Dies entspricht einem
Anteil von 65,1 % (30.09.2023 66,0 %) im Gesamtkonzern.
Der Personalaufwand lag in der Berichtsperiode bei 38,3
Mio. Euro. Der Rückgang des Personalaufwands
entspricht 6,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
| 31.03.2024 | 30.09.2023 | Veränderung | |
| Mitarbeitende pro Region | |||
| Deutschland | 415 | 450 | -35 |
| Spanien | 91 | 95 | -4 |
| Großbritannien | 87 | 84 | 3 |
| Dänemark | 16 | 19 | -3 |
| Schweiz | 3 | 4 | -1 |
| Österreich | 0 | 3 | -3 |
| Schweden | 3 | 3 | 0 |
| Norwegen | 3 | 6 | -3 |
| Niederlande | 6 | 4 | 2 |
| Belgien | 13 | 14 | -1 |
| Gesamt | 637 | 682 | -45 |
| Mitarbeitende nach Funktion | |||
| Vorstand | 1 | 1 | 0 |
| Geschäftsführer | 9 | 10 | -1 |
| Berater | 516 | 558 | -42 |
| Verwaltung | 103 | 103 | 0 |
| Auszubildende | 8 | 10 | -2 |
| Gesamt | 637 | 682 | -45 |
Neben den in der obigen Darstellung genannten
Geschäftsführern ist auch der Vorstand der KPS
AG, Herr Leonardo Musso, (bei insgesamt dreizehn
Gesellschaften) als Geschäftsführer bestellt.
Somit sind elf Personen als Geschäftsführer im
KPS-Konzern per 31. März 2024 tätig.
Insgesamt sind bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses
Konzernlageberichts keine berichtspflichtigen Ereignisse
oder Veränderungen eingetreten, die das im
vorliegenden Konzernabschluss vermittelte Bild der Lage
für die Berichtsperiode 01. Oktober 2023 bis 31.
März 2024 des Konzerns beeinflussen.
Seit dem 31. März 2024 sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die einen Einfluss auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der im
Konzernabschluss dargestellten Lage für die
Berichtsperiode 01. Oktober 2023 bis 31. März 2024
erwarten lassen.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2023/2024 erzielte die KPS-Gruppe einen Umsatz in Höhe
von 75,9 Mio. € Das entspricht einem Rückgang von
19,8 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2022/2023 (94,7
Mio. €). Im ersten Halbjahr 2023/2024 verzeichnete die
KPS insgesamt eine der Prognose entsprechend verhaltene
Nachfragesituation nach Transformationsprojekten.
Die Nachfrage nach Projekten steigt, es konnten mehrere
neue Kunden gewonnen werden. Wir gehen davon aus, dass der
Umsatzrückgang der bestehenden Bestandsprojekte in der
Reifephase durch Neuprojekte kompensiert wird. Die bereits
im ersten Halbjahr ergriffenen Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung werden weiter vorangetrieben, um ein
zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen.
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie in
unseren wichtigsten europäischen Märkten und die
damit einhergehende Veränderung des
Investitionsverhaltens haben einen wesentlichen Einfluss
auf die Finanz- und Ertragslage sowie die
Vermögenslage des KPS-Konzerns. Im Rahmen unserer
Research-Aktivitäten werten wir regelmäßig
Studien und Prognosen der Wirtschaftsinstitute aus, um
über die voraussichtliche Entwicklung der Konjunktur
in den für uns relevanten Märkten den
erforderlichen Überblick zu erhalten.
Zur Darstellung und Beurteilung weiterer Einzelrisiken
verweisen wir auf den ausführlichen Bericht im
Geschäftsbericht 2022/2023.
Die globale Wachstumsrate, die 2023 bei 3,2 % lag, wird
voraussichtlich auch in den Jahren 2024 und 2025 auf diesem
Niveau bleiben. Die Prognose für 2024 wurde
gegenüber dem Januar 2024 World Economic Outlook (WEO)
Update um 0,1 % nach oben korrigiert. Diese moderate
Wachstumsrate liegt historisch gesehen niedrig, aufgrund
sowohl kurzfristiger Faktoren wie weiterhin hoher
Kreditkosten und Rückzug staatlicher
Unterstützung, als auch der Invasion der Ukraine durch
Russland, Konflikteskalation im nahem Osten, schwacher
Produktivitätsentwicklung und zunehmender
geoökonomischer Fragmentierung
9.
Die Europäische Zentralbank (EZB) bereitet sich auf
eine Abkehr vom Zinsgipfel vor, nachdem der Zinssatz der
Einlagenfazilität im September 2023 auf 4 % angehoben
wurde und seit fünf Monaten Bestand hat. Die
Erwartungen auf frühe Zinssenkungen am Finanzmarkt
haben sich im Dezember 2023 und Januar 2024 zwar aufgebaut,
wurden aber teilweise revidiert. Die aktuelle
Einschätzung an den Finanzmärkten deutet auf eine
erste Zinssenkung im Juni 2024 hin, gefolgt von drei
weiteren Schritten bis zum Jahresende 2025, wobei der
Leitzins voraussichtlich bis auf 2,25 % sinken wird
10.
Mit einer moderaten Erholung der Wirtschaft in
Deutschland wird erst ab dem Frühjahr 2024 gerechnet,
wobei auch hierbei keine großen
Entwicklungssprünge in Sicht sind
11. Die unternehmerische
Investitionstätigkeit wird nun deutlich schwächer
eingeschätzt. Trotz der schwachen wirtschaftlichen
Dynamik zeigt sich der Arbeitsmarkt robust, mit einer
erwarteten Zunahme der Beschäftigung. Der anhaltende
Fachkräftemangel dürfte zu steigenden Löhnen
führen. Sinkende Verbraucherpreisinflation wird die
real verfügbaren Einkommen steigen lassen und den
privaten Konsum stimulieren.
12
Insgesamt wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt
im laufenden Jahr 2024 mit 0,1 % Zuwachs praktisch
stagniert und im kommenden Jahr 2025 um 1,2 % wächst.
Diese Wachstumsrate für das kommende Jahr erscheint
moderat im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt vor den
jüngsten Krisen 13.
Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU)
rechnet für die Consultingbranche mit einem Wachstum
von 9,8 % auf 51,5 Mrd. € für das Jahr 2024. Eine
besonders starke Nachfrage nach Beratungsleistungen wird
bei den Themen Nachhaltigkeit, Digital(strategie),
Künstliche Intelligenz, Change- und
Transformationsberatung sowie Sanierungs- und
Insolvenzberatung erwartet. Der starke Wettbewerb und
Innovationsdruck sind laut BDU ein wichtiger Trend in der
Consultingbranche, sodass es immer wichtiger wird,
innovative Services zu entwickeln und sich an die
verändernden Marktbedingungen anpassen
14.
Wie bereits erläutert, entwickelte sich die
Nachfrage in einzelnen Schlüsselmärkten im ersten
Geschäftshalbjahr 2023/2024 nicht zufriedenstellend.
Das aktuelle Geschäftsklima im Handel, dem Kernsegment
der KPS, führte zu einer allgemeinen
Zurückhaltung - insbesondere im digitalen Bereich.
8 Im Abschnitt Gesamtwirtschaftliche Prognose
beziehen sich Anmerkungen zu Quartalen auf das Kalenderjahr
und nicht auf das Wirtschaftsjahr der KPS (01.10. - 30.09.)
9
https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024
10
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/weltwirtschaft-im-fruehjahr-2024-dynamik-bleibt-verhalten-32633/
11 Ebd.
12 Ebd.
13 Ebd.
14
https://www.bdu.de/news/prognose-umsaetze-steigen-in-2024-auf-mehr-als-50-milliarden-euro/
Einerseits haben einige laufende Projekte ihre geplante
Reifephase erreicht und belasten damit die
Umsatzentwicklung, da in der Reifephase eines Projektes die
Umsätze typischerweise rückläufig sind.
Andererseits konnten einige neue Kunden gewonnen werden,
die Nachfrage nach neuen Projekten steigt.
Für das laufende Geschäftsjahr 2023/2024 geht
der Vorstand der KPS AG nach seiner gegenwärtigen
Einschätzung davon aus, die im Geschäftsbericht
2022/2023 veröffentlichte Prognose einhalten zu
können.
Die Prognose basiert auf den zum Erstellungszeitpunkt
bekannten Fakten und Vorhersagen über die
zukünftigen wirtschaftlichen sowie konjunkturellen
Entwicklungen. Aus der aktuellen Sicht nicht vorhersehbare
Veränderungen der antizipierten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen beim aktuellen Auftragsbestand sowie bei
sonstigen externen oder internen Faktoren könnten
negative Effekte auf die Umsatz- und Ergebniserwartungen
haben, so dass die in diesem Bericht gemachten
Schätzungen nicht erreicht werden können.
Unterföhring, im Mai 2024
Der Vorstand
| in Tsd. € | 2023/2024 | 2022/2023 |
| 1 Umsatzerlöse | 75.892 | 94.683 |
| 2 Aktivierte Eigenleistungen | 14 | 0 |
| 3 Sonstige betriebliche Erträge | 522 | 272 |
| 4 Materialaufwand | -26.806 | -35.879 |
| 5 Personalaufwand | -38.327 | -41.098 |
| 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.980 | -10.348 |
| 7 Operatives Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | -1.686 | 7.629 |
| 8 Abschreibungen (M&A bereinigt) * | -3.033 | -3.130 |
| 9 Operatives Ergebnis (EBIT) bereinigt* | -4.719 | 4.500 |
| 10 Abschreibungen (M&A bedingt) | -538 | -497 |
| 11 Operatives Ergebnis (EBIT) | -5.257 | 4.003 |
| 12 Finanzielle Erträge | 18 | 10 |
| 13 Finanzielle Aufwendungen | -1.662 | -387 |
| 14 Finanzergebnis | -1.644 | -377 |
| 15 Ergebnis vor Ertragsteuern** | -6.901 | 3.626 |
| 16 Ertragsteuern | 1.948 | -1.023 |
| 17 Ergebnis nach Ertragsteuern | -4.953 | 2.603 |
| Anzahl der Aktien in
Tausend - unverwässert/verwässert
durchschnittlich gewichtet |
41.153 | 37.412 |
| in Euro | ||
| Ergebnis je Aktie | ||
| - unverwässert | -0,12 | 0,07 |
| - verwässert | -0,12 | 0,07 |
* bereinigt um Abschreibungen auf die im Rahmen
von Unternehmenszusammenschlüssen aufgedeckten
Vermögenswerte und auf die übernommenen
Kundenbeziehungen (M&A bedingt)
** entspricht dem Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 31.03.2023 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | -4.953 | 2.603 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungs orientierten Pensionszusagen und ähnlichen Verpflichtungen | 0 | 0 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 110 | 0 |
| Gesamtergebnis | -4.843 | 2.603 |
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 31.03.2023 |
| Umsatzerlöse | 75.892 | 94.683 |
| EBITDA | -1.686 | 7.629 |
| EBITDA-Marge | -2,2% | 8,1% |
| EBIT | -5.257 | 4.003 |
| EBIT-Marge | -6,9% | 4,2% |
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 30.09.2023 |
| VERMÖGENSWERTE | ||
| A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| I. Sachanlagen | 1.639 | 2.048 |
| II. Geschäfts- und Firmenwerte | 69.266 | 69.266 |
| III. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 8.661 | 9.689 |
| IV. Nutzungsrechte aus Leasingverträge | 20.227 | 23.430 |
| V. Latente Steueransprüche | 7.588 | 7.588 |
| 107.381 | 112.021 | |
| B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| I. Vertragsvermögenswerte | 4.341 | 7.545 |
| II. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 25.085 | 29.084 |
| III. Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 3.464 | 3.713 |
| IV. Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 3.960 | 3.471 |
| V. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 11.064 | 6.900 |
| 47.914 | 50.715 | |
| Summe Vermögenswerte | 155.295 | 162.736 |
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 30.09.2023 |
| A. EIGENKAPITAL | ||
| Aktionären der KPS AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 41.153 | 37.412 |
| II. Kapitalrücklage | -8.980 | -9.689 |
| III. Gewinnrücklagen | 663 | 663 |
| IV. Sonstiges Ergebnis | 330 | 440 |
| V. Konzernbilanzgewinn | 33.405 | 38.358 |
| Summe Eigenkapital | 66.572 | 67.184 |
| SCHULDEN | ||
| B. LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| I. Langfristige Rückstellungen | 1.182 | 1.178 |
| II. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 1.783 | 2.615 |
| III. Langfristige Finanzschulden | 356 | 895 |
| IV. Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 15.291 | 18.223 |
| V. Latente Steuerverbindlichkeiten | 2.310 | 2.309 |
| 20.923 | 25.220 | |
| C. KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.358 | 9.647 |
| II. Finanzschulden | 35.912 | 29.539 |
| III. Vertragsverbindlichkeiten | 665 | 581 |
| IV. Sonstige Rückstellungen | 12.002 | 14.939 |
| V. Sonstige Verbindlichkeiten | 5.327 | 9.173 |
| VI. Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 4.120 | 4.634 |
| VII. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 417 | 1.818 |
| 67.800 | 70.331 | |
| Summe Schulden | 88.723 | 95.552 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 155.295 | 162.736 |
| EK-Quote | 42,9% | 41,3% |
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 31.03.2023 |
| A. Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| Periodenergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) | -5.257 | 4.003 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 3.571 | 3.627 |
| Veränderung der kurzfristigen Vermögensgegenstände | 7.453 | 6.450 |
| Veränderung der Rückstellungen | -3.172 | -1.539 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 229 | 305 |
| Veränderung der übrigen Schulden | -4.138 | -4.570 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 190 | 0 |
| Gezahlte Steuern | 58 | -2.283 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Geschäftstätigkeit | -1.066 | 5.993 |
| B. Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in das Sachanlagevermögen | -85 | -55 |
| Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -18 | -36 |
| Investitionen Erwerb Infront Consulting & Management GmbH | 0 | -1.058 |
| Investitionen Erwerb KPS digital Ltd. | -1.197 | -1.642 |
| Investitionen Erwerb Graphyte B.V. | 0 | -5.604 |
| Erhaltene Zinsen | 18 | 10 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Investitionstätigkeit | -1.282 | -8.385 |
| C. Finanzierungstätigkeit | ||
| Gezahlte Zinsen | -927 | -273 |
| Zinsen für Leasingverbindlichkeiten | -91 | -91 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 34.100 | 28.500 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -28.266 | -20.280 |
| Auszahlung zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -2.607 | -2.448 |
| Kapitalerhöhung | 4.302 | 0 |
| Zu-/Abfluss aus operativer Finanzierungstätigkeit | 6.511 | 5.408 |
| D. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 4.163 | 3.016 |
| E. Finanzmittelfonds zum Anfang der Periode | 6.900 | 6.058 |
| F. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 1.177 |
| G. Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | 11.063 | 10.251 |
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 31.03.2023 |
| Kassenbestand, Bankguthaben | 11.064 | 10.251 |
| Finanzmittelfonds | 11.064 | 10.251 |
| kumuliertes sonstiges Eigenkapital | ||||||
| in Tsd. € | Gezeichnetes
Kapital |
Eigene
Aktien |
Summe
gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Unterschiede aus
Umrechnung Währung |
| 30.09.2022 | 37.412 | 0 | 37.412 | -10.001 | 663 | -54 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -73 |
| Anteilsbasierte Vergütung Management | 0 | 0 | 0 | 104 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.03.2023 | 37.412 | 0 | 37.412 | -9.897 | 663 | -127 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhungen | ||||||
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -217 |
| Anteilsbasierte Vergütung Management | 0 | 0 | 0 | 208 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30.09.2023 | 37.412 | 0 | 37.412 | -9.689 | 663 | -344 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhungen | 3.741 | 0 | 3.741 | 561 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -110 |
| Anteilsbasierte Vergütung Management | 0 | 0 | 0 | 148 | 0 | 0 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.03.2024 | 41.153 | 0 | 41.153 | -8.980 | 663 | -454 |
| kumuliertes sonstiges Eigenkapital | |||
| in Tsd. € | Pensionszusagen | Bilanzgewinn
Konzern |
Eigenkapital |
| 30.09.2022 | 428 | 43.345 | 71.793 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | -73 |
| Anteilsbasierte Vergütung Management | 0 | 0 | 104 |
| Konzernergebnis | 0 | 2.603 | 2.603 |
| 31.03.2023 | 428 | 45.948 | 74.427 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhungen | |||
| Dividendenausschüttung | 0 | -3.741 | -3.741 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 356 | 0 | 139 |
| Anteilsbasierte Vergütung Management | 0 | 0 | 221 |
| Konzernergebnis | 0 | -3.849 | -3.849 |
| 30.09.2023 | 784 | 38.358 | 67.184 |
| Veräußerung eigener Anteile | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhungen | 0 | 0 | 4.302 |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral erfasste Veränderungen | 0 | 0 | -110 |
| Anteilsbasierte Vergütung Management | 0 | 0 | 148 |
| Konzernergebnis | 0 | -4.953 | -4.953 |
| 31.03.2024 | 784 | 33.405 | 66.571 |
Die KPS AG ist eine in Deutschland ansässige,
international aufgestellte Aktiengesellschaft mit Sitz in
der Beta-Straße 10h, 85774 Unterföhring. Die
Gesellschaft ist mit der Registernummer HRB 123013 beim
Amtsgericht München eingetragen.
Die KPS AG ist ein erfolgreiches Unternehmen für
Business Transformationsberatung und Prozessoptimierung im
Handel und Konsumgüterbereich. Wir beraten unsere
Kunden in Strategie-, Prozess- und Technologiefragen und
implementieren mit Erfolg ganzheitliche Lösungen, die
ihre Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern.
Der von der KPS AG vorliegende, verkürzte
Konzernhalbjahresabschluss für den Zeitraum 01.
Oktober 2023 bis 31. März 2024 wurde im Einklang mit
den International Financial Reporting Standards (IFRS)
insbesondere mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
erstellt. Folglich beinhaltet dieser Abschluss nicht
sämtliche Informationen und Angaben, die
gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum
Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Daher ist
dieser Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem
Konzernabschluss zum 30. September 2023 zu lesen.
Der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss und
Zwischenlagebericht wurde vom Abschlussprüfer nicht
geprüft und auch keiner prüferischen Durchsicht
unterzogen. Nach Ansicht des Vorstands impliziert dieser
Abschluss alle notwendigen Anpassungen, die für eine
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende
Darstellung der Vermögens- und Ertragslage zum
Zwischenergebnis erforderlich sind. Die im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2023/2024 erzielten Ergebnisse
lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf
die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Der Konzernabschluss umfasst neben dem rechtlichen und
wirtschaftlichen Mutterunternehmen des Konzerns alle in-
und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die
KPS AG die Kontrolle über die Finanz- und
Geschäftspolitik innehat, um daraus entsprechenden
Nutzen ziehen zu können.
Neben der KPS AG als rechtliches Mutterunternehmen
umfasst der Konsolidierungskreis folgende Gesellschaften,
an denen die KPS AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt
ist, und die auf Basis der Vollkonsolidierung in den
Konzernabschluss einbezogen werden.
| Kapital-
und
Stimmrechtsanteil |
|||
| Beteiligung | Sitz | 31.03.2024
in % |
30.09.2023
in % |
| KPS Consulting GmbH | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS Consulting AG | Zürich/Schweiz | 100 | 100 |
| KPS Transformation GmbH | Unterföhring | 100 | 100 |
| KPS Consulting A/S | Virum/Dänemark | 100 | 100 |
| KPS B.V. | Amsterdam/Niederlande | 100 | 100 |
| KPS Strategie-, Prozess- und IT-Consulting GmbH | Wien/Österreich | 100 | 100 |
| KPS Business and Digital Transformation S.L.U. | Barcelona/Spanien | 100 | 100 |
| Infront Consulting & Management GmbH | Hamburg | 100 | 100 |
| KPS Digital Ltd. | London/Großbritannien | 100 | 100 |
| KPS Consulting AS | Lysaker/Norwegen | 100 | 100 |
| KPS Sweden AB | Stockholm/Schweden | 100 | 100 |
| KPS Transformation B.V. | Antwerpen/Belgien | 100 | 100 |
Mit Beginn des Geschäftsjahres zum 01. Oktober 2023
sind diverse Änderungen hinsichtlich der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an bestehenden
Standards in Kraft getreten, die sowohl für sich
allein als auch in Verknüpfung mit anderen Standards
keine bedeutsamen Auswirkungen auf die Rechnungslegung des
Konzernzwischenabschlusses besaßen. Demzufolge
beinhaltet der vorliegende, verkürzte
Konzernzwischenbericht im Wesentlichen die
übereinstimmenden Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses für das
Geschäftsjahr 2022/2023.
Im Konzernzwischenabschluss müssen durch das
Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen
und Schätzungen vorgenommen werden, die einen
erheblichen Einfluss auf die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.
Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen
Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als
angemessen erachtet werden. Sie werden laufend
überprüft, können aber von den
tatsächlichen Werten abweichen.
Die im Konzernabschluss zum 30. September 2023
angewandten Schätzungen für die
Hauptanwendungsbereiche:
| ― |
Festlegung Nutzungsdauer für langfristige Vermögensgegenstände |
| ― |
Ermittlung der Fertigstellungsgrade von Festpreisprojekten |
| ― |
Ermittlung abgezinster Cash Flows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und bedingten Kaufpreisverpflichtungen sowie Kaufpreisallokationen (Fair Value) |
| ― |
Bildung und Bewertung von langfristigen Rückstellungen |
| ― |
Bewertung von Forderungen |
wurden auch für den vorliegenden
Konzernzwischenabschluss vorgenommen.
Weitere Informationen finden sich im Konzernabschluss
zum 30. September 2023, auch abrufbar im Internet unter
https://kps.com/de/de/company/investor-relations/financial-publications.html,
der die Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss
bildet.
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden
berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen -
vermindert um Erlösschmälerungen und Skonti -
ausgewiesen.
Die Umsatzerlöse aus der Erbringung von
Dienstleistungen und Wartung werden zeitraumbezogen, der
Verkauf von Soft- und Hardware wird zeitpunktbezogen
realisiert. Kunden sind grundsätzlich nur gewerbliche
Endabnehmer und zu einem geringen Anteil öffentliche
Auftraggeber.
Alle dargestellten Umsatzerlöse resultieren
ausschließlich aus Verträgen mit Kunden.
Bezüglich der Verteilung der Umsatzlöse auf
die einzelnen Segmente verweisen wir auf den
Segmentbericht.
Das gezeichnete Kapital der KPS AG betrug zum Stichtag
41.153.300 € (Vorjahr: 37.412.100 €) und
verteilte sich insgesamt auf 41.153.300 Stück
(Vorjahr: 37.412.100 Stück) mit jeweils 1 Euro
Nennwert. Das Grundkapital ist vollständig eingezahlt.
Die Satzung der Gesellschaft enthält ein
genehmigtes Kapital 2021, das den Vorstand ermächtigt,
das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des
Aufsichtsrats bis zum 20. Mai 2026 (einschließlich)
um bis zu nominal 18.706.050,00 € gegen Bar- und/oder
Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 18.706.050 neuer, auf
den Namen lautender nennwertloser Aktien (Stückaktien)
einmalig oder mehrfach zu erhöhen (genehmigtes Kapital
2021). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand
teilweise Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des
Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung um 3.741.200,00
€ auf 41.153.300,00 € beschlossen, deren
Durchführung am 18. März 2024 im Handelsregister
eingetragen wurde. Das genehmigte Kapital 2021 beträgt
nach dieser teilweisen Inanspruchnahme gegenwärtig
noch 14.964.850,00 €.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Mai 2021 und
der Ersetzung des Beschlusses durch die Hauptversammlung
vom 25. September 2020 ist die Ermächtigung zum Erwerb
und zur Verwendung eigener Aktien mit der Möglichkeit
zum Ausschluss des Bezugs- oder sonstigen Andienungsrechts
erfolgt. Danach kann der Vorstand mit Zustimmung des
Aufsichtsrats eigene Aktien bis zu einem Betrag von
insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung
bestehenden Grundkapitals erwerben und
veräußern. Dieser Beschluss ist wirksam ab der
Hauptversammlung und endet mit Ablauf des 20. Mai 2026. Die
Bedingungen zum Erwerb, der Verwendung und des
Bezugsrechtsausschlusses wurden explizit geregelt.
Zum Stichtag ist kein Bestand an eigenen Aktien
vorhanden, im Berichtszeitraum wurden keine Aktien gekauft
oder verkauft.
Das KPS Beratungsportfolio kann in die nachfolgend
dargestellten drei berichtspflichtigen Segmente eingeteilt
werden, die einer regelmäßigen Bewertung durch
den Vorstand unterliegen. Die Segmentierung erfolgt in
Übereinstimmung mit der internen Ausrichtung
ausschließlich nach Geschäftsfeldern.
Folgende Segmente werden unterschieden:
In diesem Segment steht die "Transformationsberatung",
bei der die KPS Gruppe eine führende Position im
Beratungsmarkt einnimmt. Im Rahmen der
Transformationsberatung werden die Kunden bei der Umsetzung
komplexer Unternehmensinitiativen unterstützt und
Konzepte und Lösungen unter Beachtung von
prozesstechnischen, organisatorischen, logistischen,
finanztechnischen sowie systemtechnischen Rahmenbedingungen
entwickelt. Das Beratungsangebot schließt die
vorhandene Lücke zwischen den klassischen Strategie-
und Prozessberatern auf der einen Seite und den
Implementierungspartnern und Systemintegratoren auf der
anderen Seite. Zusätzlich umfasst dieses
Beratungssegment die Implementierungsberatung sowie das
Leistungsportfolio der KPS Gruppe als SAP-Beratungspartner.
Im Mittelpunkt dieses Beratungssegments steht die
Prozess- und Implementierungsberatung im
Technologiebereich. Der KPS Konzern deckt dabei sowohl das
Feld der Non-SAP-Technologien wie das der SAP-Technologien
ab. Schwerpunkte im SAP-Technologiebereich sind vor allem
die Themenbereiche SOA und Netweaver, im Non-SAP-Bereich
die Themen Hochverfügbarkeit-, Security- und
Storagelösungen. Da eine sichere und
hochverfügbare Systemlandschaft die Basis für
erfolgreiche Unternehmen darstellt, sichert sich der KPS
Konzern mit dezidierten Lösungen die nahtlose
Integration sämtlicher Prozesse im heterogenen
Systemumfeld. Der Konzern unterstützt die Kunden bei
der Analyse der Ist-Situation und dem Aufbau einer
IT-Infrastruktur, in der sämtliche betriebliche
Funktionsbereiche transparent werden.
Zur Abrundung ihres Leistungsspektrums vertreibt die KPS
Gruppe in bestimmten Bereichen als zertifiziertes
Systemhaus bzw. zertifizierter Vertriebspartner
Softwarelizenzen, Wartungsverträge sowie
Hardwarekomponenten. Dabei handelt es sich um Produkte
namhafter Hersteller, insbesondere SAP, Spryker und Open
Text, mit denen der Konzern eine langjährige
Zusammenarbeit und diverse Beratungs-und
Vertriebspartnerschaften verbindet.
Die Aufgliederung der Ertragslage entsprechend IFRS 8
ist aus nachfolgender Tabelle ersichtlich und entspricht
der internen Berichtsstruktur:
| Darstellung nach
Geschäftsfeldern in Tsd. € |
Management-
consulting/ Transformationsberatung |
System
Integration |
Produkte/
Lizenzen |
|||
| Ergebnisposition | 31.03.2024 | Vorjahr (*) | 31.03.2024 | Vorjahr (*) | 31.03.2024 | Vorjahr (*) |
| Umsatz | 70.792 | 89.969 | 734 | 667 | 4.366 | 4.046 |
| Herstellungskosten | -49.111 | -63.152 | -420 | -462 | -2.827 | -2.839 |
| Business Development | -3.712 | -3.285 | 0 | 0 | -172 | -151 |
| Betriebskosten | -15.224 | -11.169 | 10 | 65 | -378 | -86 |
| EBITDA | 2.746 | 12.364 | 323 | 270 | 989 | 970 |
| Abschreibungen | -2.746 | -3.116 | -9 | -8 | -40 | -43 |
| EBIT | 0 | 9.247 | 314 | 262 | 949 | 927 |
| Zinsen | -114 | -19 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ertragsteuern | 0 | -2.364 | -116 | -67 | -352 | -237 |
| Segmentergebnis | -114 | 6.865 | 198 | 195 | 597 | 690 |
| Darstellung nach
Geschäftsfeldern in Tsd. € |
Übrige | Gesamt | ||
| Ergebnisposition | 31.03.2024 | Vorjahr (*) | 31.03.2024 | Vorjahr (*) |
| Umsatz | 0 | 0 | 75.892 | 94.683 |
| Herstellungskosten | 0 | 0 | -52.358 | -66.454 |
| Business Development | 0 | 0 | -3.884 | -3.435 |
| Betriebskosten | -5.745 | -5.974 | -21.337 | -17.164 |
| EBITDA | -5.745 | -5.974 | -1.687 | 7.629 |
| Abschreibungen | -775 | -459 | -3.571 | -3.627 |
| EBIT | -6.520 | -6.434 | -5.258 | 4.003 |
| Zinsen | -1.531 | -358 | -1.644 | -377 |
| Ertragsteuern | 2.416 | 1.645 | 1.948 | -1.023 |
| Segmentergebnis | -5.634 | -5.147 | -4.954 | 2.603 |
| Darstellung nach
Geschäftsfeldern
in Tsd.€ |
Managementconsulting/
Transformationsberatung |
System Integration | Produkte/ Lizenzen | |||
| Ergebnisposition | 31.03.2023
nach Anpassung |
31.03.2023
vor Anpassung |
31.03.2023
nach Anpassung |
31.03.2023
vor Anpassung |
31.03.2023
nach Anpassung |
31.03.2023
vor Anpassung |
| Umsatz | 89.969 | 89.969 | 667 | 667 | 4.046 | 4.046 |
| Herstellungskosten | -63.152 | -65.578 | -462 | -402 | -2.839 | -2.863 |
| Business Development | -3.285 | -3.285 | 0 | 0 | -151 | -151 |
| Betriebskosten | -11.169 | -8.743 | 65 | 5 | -86 | -63 |
| EBITDA | 12.364 | 12.364 | 270 | 270 | 970 | 970 |
| Abschreibungen | -3.116 | -3.116 | -8 | -8 | -43 | -43 |
| EBIT | 9.247 | 9.247 | 262 | 262 | 927 | 927 |
| Zinsen | -19 | -19 | 0 | 0 | 0 | |
| Ertragsteuern | -2.364 | -2.364 | -67 | -67 | -237 | -237 |
| Segmentergebnis | 6.865 | 6.865 | 195 | 195 | 690 | 690 |
| Darstellung nach
Geschäftsfeldern
in Tsd.€ |
Übrige | Gesamt | ||
| Ergebnisposition | 31.03.2023
nach Anpassung |
31.03.2023
vor Anpassung |
31.03.2023
nach Anpassung |
31.03.2023
vor Anpassung |
| Umsatz | 0 | 0 | 94.683 | 94.683 |
| Herstellungskosten | 0 | 0 | -66.454 | -68.843 |
| Business Development | 0 | 0 | -3.435 | -3.435 |
| Betriebskosten | -5.974 | -5.974 | -17.164 | -14.775 |
| EBITDA | -5.974 | -5.974 | 7.629 | 7.629 |
| Abschreibungen | -459 | -459 | -3.627 | -3.627 |
| EBIT | -6.434 | -6.434 | 4.003 | 4.003 |
| Zinsen | -358 | -358 | -377 | -377 |
| Ertragsteuern | 1.645 | 1.645 | -1.023 | -1.023 |
| Segmentergebnis | -5.147 | -5.147 | 2.603 | 2.603 |
Die im Geschäftsjahr 2019/2020 und 2020/2021
vereinbarten Rangrücktritte mit der KPS
Strategie-Prozess- und IT-Consulting GmbH, Österreich,
in Höhe von insgesamt 450 Tsd. €, bestehen
weiterhin. Darüber hinaus besteht weiterhin der
Rangrücktritt zugunsten der KPS Sweden AB, Stockholm,
Schweden, in Höhe von 400 Tsd. €. Der im
Geschäftsjahr 2020/2021 vereinbarte Rangrücktritt
mit der KPS Transformation GmbH, Unterföhring, in
Höhe von 6.000 Tsd. € besteht weiterhin. Am
14.12.2023 hat KPS AG eine Patronatserklärung sowie
eine Rangrücktrittserklärung zugunsten der KPS
Consulting A/S, Kopenhagen, mit einer
Ausstattungsverpflichtung mit einem Betrag bis zu 3.800
Tsd. € und einer Befristung bis zum 31.12.2024
vereinbart.
Die KPS Consulting GmbH hat eine
Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von 30.000
Tsd. € (i.V. 30.000 Tsd. €) zur Absicherung von
Kontokorrent- und Geldmarktkreditlinien bei der Landesbank
Baden-Württemberg abgegeben. Zum Bilanzstichtag
bestanden Kontokorrent- und Geldmarktverbindlichkeiten in
Höhe von 28.600 Tsd. € (i.V. 23.000 Tsd. €).
Die Gesellschaft hat sich für die KPS
Transformation GmbH und die KPS Consulting GmbH im Rahmen
der Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB dazu verpflichtet,
für die gesamten, bis zum 30. September 2023
bestehenden Verpflichtungen dieser Gesellschaften
gegenüber deren Gläubigern einzustehen. Diese
Einstandspflicht ist bis einschließlich 30. September
2024 gültig.
Mit der Infront Consulting & Management GmbH,
Hamburg, wurde am 22. März 2022 ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag geschlossen.
Akquisitionen und Gründungen nach Ende der
Zwischenberichtsperiode gab es nicht.
Im laufenden Geschäftsjahr gas es keine
Desinvestitionen und zur Veräußerung gehaltene
Vermögenswerte.
Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung
nach Ende der Zwischenberichtsperiode vor, die eine
wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf des
KPS-Konzerns haben werden.
Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf
den Konzernabschluss zum 30. September 2023. Es haben sich
zum 31. März 2024 keine wesentlichen Änderungen
ergeben.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KPS AG haben die
nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung
zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und den
Aktionären auf der Website der Gesellschaft
(https://kps.com/de/de/company/investor-relations/corporate-governance.html)
dauerhaft zugänglich gemacht.
Eine englische Übersetzung des
Konzernhalbjahresberichts liegt ebenfalls vor. Bei
festgestellten Abweichungen geht die deutsche Fassung des
Konzernhalbjahresberichts der englischen Übersetzung
vor.
Bei Beträgen und Prozentangaben können
aufgrund kaufmännischer Rundung geringe Abweichungen
entstehen.
Der Vorstand der KPS AG versichert nach bestem Wissen,
dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Zwischenberichterstattung der verkürzte
Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und der
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Unterföhring, im Mai 2024
KPS AG
Der Vorstand
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||
| in Tsd. € | 01.10.2023 | Zugänge | Zugänge aus
Unternehmens- zusammenschlüssen |
Abgänge | Umbuchung | 31.03.2024 |
| I.) Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und 1. Werten | ||||||
| a.) soweit erworbene | 15.750 | 3 | 0 | 0 | 0 | 15.753 |
| b.) soweit selbsterstellt | 14.026 | 15 | 0 | 0 | 0 | 14.041 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Firmenwert | 84.282 | 0 | 0 | 0 | 0 | 84.282 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 114.058 | 18 | 0 | 0 | 0 | 114.076 |
| II.) Sachanlagen | ||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.050 | 85 | 0 | 773 | 151 | 5.059 |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 151 | 0 | 0 | 0 | -151 | 0 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 4.201 | 85 | 0 | 773 | 0 | 5.059 |
| Anlagevermögen gesamt | 118.259 | 103 | 0 | 773 | 0 | 119.135 |
| kumulierte Abschreibungen | ||||||
| in Tsd. € | 01.10.2023 | Zugänge | Zugänge aus
Unternehmens- zusammenschlüssen |
Abgänge | Umbuchung | 31.03.2024 |
| I.) Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und 1. Werten | ||||||
| a.) soweit erworbene | 13.883 | 555 | 0 | 0 | 0 | 14.437 |
| b.) soweit selbsterstellt | 6.204 | 491 | 0 | 0 | 0 | 6.695 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Firmenwert | 15.016 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.016 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 35.103 | 1.046 | 0 | 0 | 0 | 36.148 |
| II.) Sachanlagen | ||||||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.041 | 169 | 0 | 404 | 110 | 2.724 |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 110 | 0 | 0 | 0 | -110 | 0 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 2.151 | 169 | 0 | 404 | 0 | 2.724 |
| Anlagevermögen gesamt | 37.254 | 1.215 | 0 | 404 | 0 | 38.872 |
| Buchwert | ||
| in Tsd. € | 31.03.2024 | 30.09.2023 |
| I.) Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und 1. Werten | ||
| a.) soweit erworbene | 1.316 | 1.867 |
| b.) soweit selbsterstellt | 7.346 | 7.822 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 |
| 3. Firmenwert | 69.266 | 69.266 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 77.928 | 78.955 |
| II.) Sachanlagen | ||
| 1. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.638 | 2.009 |
| 2. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0 | 41 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 1.638 | 2.050 |
| Anlagevermögen gesamt | 79.566 | 81.005 |
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