Albis Leasing AG

Hamburg

Konzernjahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010

 

1.         Allgemeine Lage

1.1       Wirtschaftliches Umfeld

Das Neugeschäftsvolumen im Mobilien-Leasing lag im Jahr 2010 mit € 41,0 Mrd. immerhin etwas (2,6 %) über Vorjahresniveau (€ 40,0 Mrd.). Während es im Jahr 2009 noch um -21,3 % – von € 50,9 Mrd. in 2008 kommend – zurückging. Die Entwicklung des Neugeschäftsvolumens folgt den Werten für die gesamtwirtschaftlichen Investitionen. Diese stiegen in 2010 um 6,1 % auf € 305,2 Mrd., nach einem Rückgang von -14,4 % und einem Wert von € 287,6 Mrd. in 2009. Die gesamtwirtschaftlichen Investitionen betrugen im Jahr 2008 noch € 336,1 Mrd. Wir sprechen somit von einer Stabilisierung im Jahr 2010 und einer äußerst erfreulichen Entwicklung der Rahmenbedingungen insbesondere im vierten Quartal 2010. Die Erholung erfolgt, im Vergleich zu 2008, ausgehend von niedrigem Niveau. Deshalb waren einerseits in 2010 auch noch keine massiven Ergebnisverbesserungen bei den operativen Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe zu erwarten: Die Erholung hat andererseits aber noch erhebliches Potential, wenn nur die Werte des Jahres 2008 wieder erreicht werden sollen.

Die Mobilien-Leasingquote ist mit 20,8 % gegenüber 21,9 % in 2009 und 22,1 % in 2008 leicht rückläufig. Veränderungen innerhalb dieser Bandbreite konnten wir in der Vergangenheit schon beobachten. Eine nachhaltige Veränderung kann nach unserer Einschätzung nicht unterstellt werden.

Die Struktur der Leasing-Objekte ist lt. BDL auch in 2010 weitgehend stabil. Das größte Segment stellen nach wie vor die Straßenfahrzeuge, mit einem Anteil am Neugeschäft von 64,1 %. Es folgen Maschinen für die Produktion (12,2 %), Büromaschinen und EDV (8,9 %) sowie Nachrichten-, Signaltechnik und Sonstige Ausrüstungen (7,1 %), Handelsobjekte, Geschäfts- und Bürogebäude (3,1 %), Produktionsgebäude und Lagerhallen (2,8 %). An letzter Stelle der Leasinginvestitionen stehen die Luft-, Wasser- und Schienenfahrzeuge mit einem Anteil von 1,8 %.

Nach einem sehr schwachen ersten Quartal 2010 lag das Neugeschäft im zweiten Quartal 3,7 % über Vorjahresquartal, im dritten Quartal 3,2 %. Getragen wurde das Wachstum vom Bereich Pkw, Lkw, Hänger und anderen Fahrzeugen. Der Bereich Büromaschinen, EDV und sonstige Ausrüstungen war hingegen immer noch rückläufig. Im vierten Quartal 2010 stiegen die Anschaffungswerte im Neugeschäft um 14,8 %. Hierbei gewann der Bereich Mietkauf ausgeprägter als der Leasingbereich. Erneut profitierte die Objektgruppe der Fahrzeuge überproportional. Aber auch der Bereich Büromaschinen und EDV sowie die Maschinen für die Produktion entwickelten sich positiv.

Für das Gesamtjahr 2010 berichtet der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e.V. (BDL) für die Objektgruppen Busse, Lkw und Hänger ein Wachstum von 5,8 %, für die Bereiche Maschinen für die Produktion einen Rückgang -2,7 %, für Büromaschinen und EDV einen Rückgang -4,5 % und für den Bereich Medizintechnik ein Wachstum von 6,1 %.

Die unabhängigen Leasinggesellschaften, zu denen die operativen Einheiten der ALBIS Leasing Gruppe zählen, berichteten für 2010 im Branchendurchschnitt von einem Rückgang der Anschaffungskosten des Neugeschäfts um 6,2 %, die bankennahen Gesellschaften von einem Rückgang um 0,9 %. Nur die herstellernahen Gesellschaften konnten sich bei den Anschaffungskosten des Neugeschäfts um 6,7 % steigern.

Die im operativen Geschäft erforderlichen Wertberichtigungen auf Forderungen sanken. Ebenso erfreulich positiv entwickelten sich die Verwertungsergebnisse für Leasinggüter. Dies wirkte auch auf die Marktgängigkeit und die Verwertungsergebnisse von Leasinggütern, die aus gestörten Leasingverträgen gesichert werden mussten. Der Bestand an sichergestellten Leasinggütern ist deutlich zurückgegangen.

Wie schon im vergangenen Jahr, schieden auch in 2010 wieder etliche Leasinggesellschaften aus dem Markt aus. Betroffen sind überwiegend kleine, unabhängige Gesellschaften. Branchenverbände führen die Entwicklung auf diverse Faktoren zurück. Eine Rolle spielt die Unternehmenssteuerreform von 2008, allerdings auch die Unterwerfung unter eine moderate Aufsicht („KWG-Light“) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einschließlich der Umsetzung der organisatorischen Pflichten in Verbindung mit den Mindestanforderungen an ein Risikomanagementsystem (MaRisk). Schließlich war auch die angespannte Refinanzierungslage aufgrund der Finanzkrise immer noch spürbar. Die bürokratischen Belastungen und die damit einhergehenden zusätzlichen Kosten veranlassten etliche mittelständische Unternehmen dazu, die Branche zu verlassen. Die Adaptation neuer gesetzlicher Grundlagen und regulativer Auflagen in diesem Umfang ist für kleinere Gesellschaften kaum zu bewältigen.

Die Lage auf den Refinanzierungsmärkten blieb auch im Jahr 2010 angespannt. Die Banken sind weiter zurückhaltend. Trotz der positiven Entwicklung des Leasingmarktes in 2010 spürten diese Zurückhaltung insbesondere die banken- und herstellerunabhängigen Leasinggesellschaften, zu denen die operativen Gesellschaften der ALBIS Leasing AG gehören. Die strategische Partnerschaft mit der Gallinat-Bank AG stärkt die operativen Gesellschaften in der Gruppe spürbar. Die Kooperation wird stetig ausgebaut. Die Bank richtet ihre Ressourcen auf die strategischen Kerngeschäftsfelder der Leasingrefinanzierung und des auf die Förderung des Leasinggeschäfts ausgerichteten Firmenkundengeschäfts aus. Das von den operativen Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe in die Gallinat-Bank AG eingebrachte Finanzierungsvolumen valutiert per 31. Dezember 2010 mit € 259 Mio.

Angesichts der weiterhin zu erwartenden Kreditzurückhaltung der Kreditinstitute gegenüber Unternehmen wird Leasing ein wichtiger Refinanzierungsbestandteil gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen bleiben. Da sich traditionelle Leasingrefinanzierer (z.B. HSH Nordbank, Commerzbank) aus dem Markt zurück zogen, eröffnet sich hier ein interessantes Marktpotential, zumal in 2011 von einer weiteren Belebung der Investitionstätigkeit der Unternehmen auszugehen ist. Diese Chancen können jedoch nur von den Leasinggesellschaften genutzt werden, die über ausreichend Eigenkapital und die erforderliche wettbewerbsfähige Refinanzierung verfügen.

Ein gängiges und flexibles Marktinstrument, um optimal besicherte Finanzierungsstrukturen zu schaffen, ist die Verbriefung von Forderungen. Die Banken und die Politik wollen den Verbriefungsmarkt, der in der Finanzkrise weitgehend zum Erliegen kam, offensichtlich wieder beleben. Dies gilt insbesondere für die Verbriefung von Handels- und anderen Forderungen. Die ALBIS Leasing Gruppe refinanzierte ihre Unternehmen in der Vergangenheit bereits umfänglich über Verbriefungsmärkte. Noch im Dezember 2010 wurde in Kooperation mit der Gallinat-Bank AG das Vertragswerk für eine neue Transaktion unterzeichnet, die im Januar 2011 umgesetzt wurde.

1.2       Geschäftsentwicklung nach Geschäftsfeldern

1.2.1    Leasing für Investitionsgüter

NL Mobil Lease GmbH / UTA Leasing GmbH (NL Gruppe)

Das Kerngeschäft der NL Mobil Lease GmbH (NL Gruppe) als herstellerunabhängige Leasinggesellschaft ist die Finanzierung von Nutzfahrzeugen der schweren Klasse unter der Marke „UTA Leasing“ (UTA). Hierzu gehören insbesondere Lkw ab 7,5 Tonnen und dazuge­hörige Auflieger / Anhänger aller in Deutschland gehandelten Marken. Darüber hinaus werden unter der Marke „NL“ Busse, Pkw, Flurförderzeuge und Agrarmaschinen finanziert, soweit dies im wirtschaftlichen Interesse des Unternehmens ist. Die NL ist bundesweit tätig.

Das Bruttoinlandsprodukt verbuchte einen Anstieg von fast 4 %, während der Branchenumsatz Transport & Logistik um ca. 7 % wuchs. Die Neuzulassungen bei Nutzfahrzeugen über 16 Tonnen stiegen im Vergleich zu 2009 um über 22 %, die gezogenen Einheiten (Auflieger, Sattelanhänger, Containerchassis und Kühlauflieger) um 5,7 %.

Das Neugeschäftsvolumen der NL Gruppe verzeichnete trotz der positiven Marktentwicklung einen Rückgang von ca. 10 % gegenüber dem Vorjahr. Die Barwertmarge hingegen entwickelte sich günstiger und stabilisierte sich bei durchschnittlich 6 %. Der Auftragsbestand im Mietkauf- und Leasinggeschäft betrug per Ende 2010 € 32 Mio.

Die weiterhin schwierige Situation auf dem Refinanzierungsmarkt, hervorgerufen durch die Bankenkrise, sowie eigene Probleme bzw. Anforderungen der Aufsichtsbehörden veranlassten mehrere langjährige Bankenpartner (z.B. HSH Nordbank, Commerzbank und West LB) dazu, ihre geschäftlichen Aktivitäten zurückzuführen. Hierunter hatte besonders das Leasingrefinanzierungsgeschäft zu leiden, da hierüber innerhalb kürzester Zeit signifikante Abtilgungen erreicht werden können.

Die NL Gruppe profitierte in besonderem Maße von der strategischen Partnerschaft mit der Gallinat-Bank AG. Ein wesentlicher Teil der gesamten Refinanzierung wird gegenwärtig über die Bank abgewickelt. Das von der Gallinat-Bank AG forfaitierte Neugeschäft in Höhe von € 94 Mio. wurde per 30. Dezember 2010 noch um die Ablösung einer ABS-Struktur in Höhe von € 73 Mio. erweitert und anschließend in eine ABS-Bond-Struktur überführt.

Die NL Gruppe schließt das Geschäftsjahr mit einem positiven Ergebnis ab, nachdem die Muttergesellschaft ALBIS Finance AG Risiken der NL Gruppe in Höhe von € 1,4 Mio. übernahm.

KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH

Die Schwerpunkte des Neugeschäfts der KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH lagen im Berichtsjahr in den Sparten Kraftfahrzeugleasing und Maschinen für das metallverarbeitende Gewerbe.

Die KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH stellte Mitte 2010 das Neugeschäft ein. Die Gesellschaft wickelt ihr Portfolio ab. Die Kunden und Märkte werden seither von der NL Mobil Lease GmbH betreut.

Die Gesellschaft schloss das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss ab, der vertragsgemäß an die Gesellschafterin abgeführt wurde.

1.2.2    Vertriebsleasing und Finanzierungslösungen

ALBIS HiTec Leasing AG

Die ALBIS HiTec Leasing AG ist im Segment Small-Ticket, d.h. Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung im Wert zwischen € 500 und € 50.000 tätig. Sie ist Leasingspezialist für Objekte aus den Bereichen IT / EDV, Kfz-Werkstatttechnik sowie Gastronomie- und Großküchentechnik. Darüber hinaus arbeitet sie mit Handelspartnern aus dem Nahrungs- und Genussmittelgewerbe, dem Bereich Arbeits- und Produktionsgeräte sowie dem Geschäftsfeld Fitness und Medizin zusammen. Sie betreibt fast ausschließlich (zu ca. 95 %) das sogenannte Vertriebsleasing. Das heißt, die Leasingverträge werden über Handelspartner vermittelt.

Die Anschaffungswerte im Tätigkeitsbereich der ALBIS HiTec Leasing AG sanken in 2010 noch einmal. Auch das Neugeschäftsvolumen der Gesellschaft verringerte sich mit Anschaffungskosten für das Neugeschäft von T€ 20.169 (Vorjahr T€ 20.755) um 2,8 %. Der Rückgang des Volumens konnte im Bereich der Margen und der Zusatzerlöse überkompensiert werden, die ALBIS HiTec Leasing AG legte in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um rund 3,5 % zu.

Im Juni 2009 erwarb die ALBIS HiTec Leasing AG einen Kapitalanteil in Höhe von 79 % an der Gallinat-Leasing GmbH, Essen, und damit mittelbar ebenfalls 79 % an deren Tochtergesellschaft ProGaLease GmbH, Essen, (nunmehr ALBIS Fullservice Leasing GmbH, Essen). Nach Beendigung des Erwerberkontrollverfahrens bei der ALBIS Leasing AG bezüglich der Anteile an der Gallinat-Bank AG stehen der ALBIS HiTec Leasing AG nun seit Mitte 2010 100 % der Kapitalanteile an beiden Gesellschaften zu.

Mit dem Erwerb der Gallinat-Leasing GmbH konnte die ALBIS HiTec Leasing AG ihr Geschäftsvolumen nennenswert ausweiten und ihre Risikoposition weiter diversifizieren. Beide Ziele wären über organisches Wachstum nur mittel- bis langfristig erreichbar gewesen. Mit der Übernahme stärkt die ALBIS HiTec Leasing AG das Vertriebsnetz über neue Partner und lastet die bestehende Infrastruktur effizient aus.

Das operative Jahresergebnis war wie im Vorjahr positiv.

Gallinat-Leasing GmbH

Die Gallinat-Leasing GmbH ist spezialisiert auf Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung im Wert zwischen € 1.000 und € 1.000.000 – auf sog. Small- bis Middle-Tickets. Ihr Tätigkeitschwerpunkt liegt bei Objekten aus den Bereichen Maschinen für die Produktion, Büromaschinen und EDV, Medizintechnik sowie sonstige Ausrüstungen. Auch sie betreibt überwiegend (zu ca. 85 %) Vertriebsleasing, wobei die Leasingverträge über Handelspartner vermittelt werden. Das Direktleasing erzielt einen Anteil von 15 %.

Das Neugeschäft des Jahres 2010 war rückläufig. Diese Entwicklung ist einerseits auf die Entwicklung in den bearbeiteten Produktgruppen zurückzuführen, andererseits auf Restrukturierungsmaßnahmen der Gesellschaft. Konditionen und Verträge mussten angepasst werden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft das Pkw-Geschäft eingestellt und das vorhandene Pkw-Portfolio regresslos verkauft, um sich von Risiken aus offenen Restwerten zu befreien. Die Gesellschaft wird ihr Geschäft künftig auf die verbliebenen Produktgruppen konzentrieren.

Die Gallinat-Leasing GmbH schloss das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss ab, der vertragsgemäß an die ALBIS HiTec Leasing AG abgeführt wurde.

Für 2011 wird eine Steigerung des Neugeschäftsvolumens erwartet - eine Entwicklung, die sich in 2012 voraussichtlich fortsetzen wird.

ALBIS Fullservice Leasing GmbH (vormals ProGaLease GmbH)

Die ALBIS Fullservice Leasing GmbH (vormals ProGaLease GmbH) ist im Bereich Small- bis Middle-Ticket spezialisiert auf Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung im Wert zwischen € 500 und € 1.000.000 aus dem Bereich Bürokommunikation. Die Gesellschaft bietet Fullservice-Dienstleistungen an, und zwar ausschließlich über Vertriebsleasing.

Mit einem Neugeschäftszuwachs von 16 % liegt die ALBIS Fullservice Leasing GmbH weit über dem Branchendurchschnitt der unabhängigen Leasinggesellschaften in der Produktgruppe Bürokommunikation. Im Branchendurchschnitt ging in dieser Produktgruppe das Geschäftsvolumen im Jahr 2010 noch einmal zurück.

Die Gesellschaft schloss das Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss ab, der vertragsgemäß an die Gesellschafterin abgeführt wurde.

Für 2011 wird eine Steigerung des Neugeschäftsvolumens im zweistelligen Prozentbereich erwartet − eine Entwicklung, die sich in 2012 voraussichtlich fortsetzen wird. Die ALBIS Fullservice Leasing GmbH plant und arbeitet mit ihrem Außendienst bereits offensiv an der Ausweitung des Fullservicegeschäfts.

ALBIS Capital AG & Co. KG

Die ALBIS Capital AG & Co. KG kauft aus den von unabhängigen Leasinggesellschaften abgeschlossenen Leasingverträgen − zusätzlich zu den Leasingforderungen - die Leasingobjekte sowie das Recht zur Übernahme und Fortführung des Leasingvertrags. Anders als bei einer Forfaitierung wird die ALBIS Capital AG & Co. KG Volleigentümer der Leasinggegenstände und nicht nur Sicherungseigentümer.

Schon Anfang 2010 zeichnete sich ab, dass das Berichtsjahr für die ALBIS Capital AG & Co. KG ein weiteres schweres Jahr sein würde. Das Hauptaugenmerk lag deshalb zunächst auf der Stabilisierung der Gesellschaft sowie der Regulierung weiterer festgestellter Unregelmäßigkeiten. Nachdem dies gelungen war, nahm die Gesellschaft das Neugeschäft  Ende 2010 wieder auf.

Auch nach Modifizierung der Produkte ähnelt das Konzept grundsätzlich noch der ursprünglichen Ausrichtung. Hinzugenommen wurden folgende Betätigungsfelder:

-           Leasinggesellschaften, die der Aufsicht durch die BaFin unterliegen

-           Vendoren-/Vermittlergeschäft

-           Portfolioankauf

-           Strategische Beteiligungen

Das GWG- (Geringwertige Wirtschaftsgüter) Geschäft soll wieder aktiviert werden. Neu ist, dass die Verträge als Mietkaufverträge gestaltet werden.

Die Ertragslage ist maßgeblich durch die zuvor beschriebenen Entwicklungen beeinflusst. Zum Bilanzstichtag wird ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Der entstandene Jahresfehlbetrag wird vertragsgemäß vollständig den Konten der Kommanditisten zugewiesen.

PS AutoLeasing GmbH

Die PS AutoLeasing GmbH hatte im Geschäftsjahr 2009 ca. 500 Pkw-Leasingverträge von Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe, insbesondere aber aus der Sicherheitenverwertung externer Portfolien übernommen. Das Portfolio wird gegenwärtig abgewickelt. Neugeschäft wurde im Jahr 2010 nur in geringem Umfang eingeworben. Im Oktober 2010 wurde das Neugeschäft vollständig eingestellt.

Das Pkw-Neugeschäft betreibt seither die ALBIS Finance AG unter der Marke ALBIS AutoLeasing. Die PS AutoLeasing GmbH betreut weiterhin ihre internetbasierte Vermarktungsplattform und eröffnet den übrigen Unternehmen der ALBIS Leasing Gruppe diesen Vermarktungsweg. Die Plattform bietet Kontakt zu europaweit ca. 60.000 Fahrzeughändlern.

Die von der PS AutoLeasing GmbH gepflegten Service-Kontakte für den Pkw-Leasing-Bereich - zum Beispiel die Vereinbarung mit der Reparaturkette ATU - stellt sie auch den übrigen Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe zur Verfügung. Im Rahmen dieser Vereinbarung kann den Kunden die Reparatur, die Wartung, die Behebung von Glasschäden sowie Reifen über ein flächendeckendes Werkstättennetz angeboten werden. Die Service-Komponenten der Versicherungsleistungen werden von der Konzerntochter ALBIS Versicherungsdienst GmbH angeboten.

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2010 mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab.

ALBIS Securitisation AG

Die ALBIS Finance AG verkaufte ihre 100 %ige Beteiligung an der ALBIS Securitisation AG mit Vertrag vom 29. Juni 2010 an die Gallinat-Bank AG.

Die Dienstleistungen Beratung und Strukturierung von Verbriefungsprogrammen sowie IT für Portfoliosteuerung und Monitoring werden nun von der Gallinat-Bank AG und ihrer Tochter der Gallinat-Service GmbH für die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe erbracht.

1.3       Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Jahr 2010 waren im Konzern durchschnittlich 190 Mitarbeiter (Vorjahr: 209) beschäftigt. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung der ALBIS Securitisation AG zum 29. Juni 2010 (Vorjahr: 17 Mitarbeiter).

2.         Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1       Ertragslage

Die Konzerngesamtleistung des Jahres 2010 betrug € 54,0 Mio. Die unter den Materialaufwendungen ausgewiesenen Leasingaufwendungen machten im Berichtsjahr € 8,5 Mio. aus. Das Verhältnis von Gesamtleistung zu Materialaufwand belief sich im Gesamtkonzern auf 15,7 %.

Mit Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter von 209 auf 190 konnten die Personalkosten von € 16,5 Mio. im Vorjahr auf € 16,1 Mio. leicht gesenkt werden. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen von € 5,4 Mio. auf € 5,8 Mio. Dafür sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von € 56,1 Mio. auf € 41,0 Mio. Diese Reduzierung ist maßgeblich auf den im Vorjahresvergleich wesentlich geringeren Bedarf an „Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen“ und „Forderungsverluste“ zurückzuführen.

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) e.V., Berlin, hatte festgestellt, dass im Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG zum 31. Dezember 2009 eine Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist. Die bis zum Jahr 2009 nach dem „Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag“ ausgewiesene Zeile „Anteil Kommanditisten und stiller Gesellschafter“ ist jetzt vor dem „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“, bei den „Erträgen/Aufwendungen aus der Verlust-/Gewinnübernahme atypisch stiller Gesellschafter“ auszuweisen. Auf den Konzernbilanzverlust hat die Umgliederung keine Auswirkung.

Allerdings verändert sich infolge der notwendig gewordenen Umgliederung das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Vorjahres.

Das infolge der Korrekturvorgaben der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) e.V. angepasste Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich von minus € 3,4 Mio. auf € 4,9 Mio.

Der Konzerneigenanteil am Jahresergebnis erholte sich deutlich - von minus € 4,8 Mio. auf € 3,0 Mio.

Während sich die Folgen der schlechten wirtschaftlichen Lage des Leasingmarktes bei den Ergebnissen der Kommanditisten und der stillen Gesellschafter bemerkbar machten, wurde der Konzerneigenanteil insbesondere durch den „at equity“-Ansatz der Gallinat-Bank AG (€ 5,2 Mio.) positiv beeinflusst.

2.2       Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Vermögenstruktur der Konzernbilanz 2010 hat sich verändert. Die Konzernbilanzsumme sank von € 764,6 Mio. auf € 547,8 Mio. Ursächlich hierfür waren einerseits das amortisierende Portfolio der ALBIS Capital AG & CO. KG, dem nach der Einstellung des Neugeschäfts im Jahr 2009 noch nicht in ausreichendem Umfang Neugeschäft zugeführt werden konnte. Auch die Portfolien der ALBIS HiTec Leasing AG und der NL Mobil Lease GmbH verloren angesichts des geringeren Neugeschäfts in den Jahren 2009 und 2010 an Volumen. Bilanzverkürzend wirkt auch der Verkauf von Leasingforderungen an die Gallinat-Bank AG.

Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg um rund € 0,3 Mio., die langfristigen Vermögenswerte gingen um € 216,1 Mio. zurück. Gleichzeitig erhöhten sich die langfristigen Schulden um € 56,4 Mio. Die kurzfristigen Schulden verringerten sich um € 258,2 Mio. Die langfristigen Vermögenswerte erreichten einen Anteil von 44,0 % (Vorjahr 59,8 %) an der Konzernbilanzsumme.

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen € 72,4 Mio. auf Sachanlagen, € 21,0 Mio. auf Finanzanlagen und € 7,1 Mio. auf Geschäfts- und Firmenwerte.

Langfristige Leasingforderungen bestanden in Höhe von € 126,3 Mio. und andere langfristige Vermögenswerte in Höhe von € 12,9 Mio. Das Leasing- / Vermietvermögen nahm von ursprünglich € 75,3 Mio. im Geschäftsjahr 2009 auf € 71,6 Mio. ab.

Das Eigenkapital einschließlich des kündigungsfähigen Kommanditkapitals und der Einlagen/Kapitalkonten atypisch stiller Gesellschafter verringerte sich im Berichtsjahr von € 60,5 Mio. auf € 45,5 Mio. und finanzierte das Konzernvermögen mit 8,3 %.

2.3       Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen war im Geschäftsjahr stets gegeben. Die liquiden Mittel sanken im Vergleich zum Vorjahr von € 55,9 Mio. auf € 41,6 Mio. Die Gesellschaften des Konzerns waren jederzeit in der Lage, alle fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

Der in der Konzernbilanz bzw. der Kapitalflussrechnung dokumentierte Bestand an Finanzmitteln ist nicht der ALBIS Leasing AG zuzurechnen, sondern im Wesentlichen den nach SIC 12 konsolidierten Special Purpose Vehicles (ABS-Strukturen) sowie den Gesellschaften, an denen Stille Gesellschafter beteiligt sind. Die Finanzmittel dieser Gesellschaften unterliegen Transferbeschränkungen.

3.         Angaben zu den Vergütungssystemen und zu § 315 Abs. 4 HGB

3.1       Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates

Die in ihrer Struktur vom Aufsichtsrat der ALBIS Leasing AG festgelegte und mit dem Vorstand vereinbarte Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und ergebnisabhängigen Bestandteilen zusammen. Sie orientiert sich an den Vorgaben des DCGK und trägt den Besonderheiten des Unternehmens und dem sozioökonomischen Umfeld Rechnung. Dabei werden sowohl der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds zur Unternehmensentwicklung als auch die finanzielle Lage der Gesellschaft berücksichtigt. Die Vorgaben des VorstAG werden beachtet. Pensionsvereinbarungen wurden nicht abgeschlossen. Besondere Nebenleistungen werden nicht gewährt.

Die Hauptversammlung hat am 20. Juli 2006 beschlossen, bis einschließlich 2010 keine Angaben zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütung zu machen. Für die Wahrnehmung der Aufgaben bei der ALBIS Leasing AG und in den Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand im Konzerngeschäftsjahr T€ 920 gezahlt. Die Vorstandsvergütung für das Jahr 2010 enthält keine variablen Bestandteile. Die Angabe enthält Vergütungen für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten bei Tochtergesellschaften.

Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung ihrer Pflichten der Gesellschaft gegenüber zu Schadensersatz verpflichtet. Für den Aufsichtsrat wurde eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) ohne Selbstbehalt abgeschlossen.

Gemäß der Übergangsvorschrift des § 23 Abs. 1 VorstAG ist die Regelung des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG über den Selbstbehalt der Vorstandsmitglieder ab dem 1. Juli 2010 auch auf Versicherungsverträge anzuwenden, die vor dem 5. August 2009 abgeschlossen wurden. Das heißt, dass alle Versicherungsverträge, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Gesetzes bereits bestanden, grundsätzlich bis zum 30. Juni 2010 an die Neuregelung anzupassen sind. Entsprechend besteht ab diesem Zeitpunkt für den Vorstand nur eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung mit Selbstbehalt.

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung der ALBIS Leasing AG festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates jeweils eine Jahresfestvergütung von € 14.500. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält das Anderthalbfache des Betrags, das sind € 21.750, der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Zweifache, also € 29.000, jeweils zuzüglich Umsatzsteuer, sofern sie anfällt. Ferner zahlt die Gesellschaft jedem Mitglied des Aufsichtsrates pro Sitzung und Hauptversammlungsteilnahme einen angemessenen Auslagenersatz. Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Prämien für den Versicherungsschutz zur gesetzlichen Haftpflicht aus der Aufsichtsratstätigkeit (D&O-Versicherung).

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstands der ALBIS Leasing AG erhielten für die Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten bei der ALBIS Leasing AG und in den Tochtergesellschaften eine Vergütung von insgesamt T€ 125. Soweit Tochtergesellschaften im Jahr 2010 entkonsolidiert wurden, sind Vergütungen aus diesen Gesellschaften nicht in der Angabe enthalten.

4.         Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

4.1       § 315 Abs. 4 Nr. 1 bis 9 HGB

1.    Das Grundkapital der ALBIS Leasing AG ist eingeteilt in 15.327.552 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennwert von € 1,00.

2.    Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.

3.    Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, liegen bei der Manus Vermögensverwaltung GmbH (25 % der Stimmrechte), bei Frau Gabriele Wolff, Deutschland (15 % der Stimmrechte) und bei Herrn Johann G. Wolbert, Deutschland (10 % der Stimmrechte) vor. Weitere Stimmrechte, die über 10 % liegen, sind nicht bekannt.

4.    Inhaber von Aktien mit Sonderrechten gibt es nicht.

5.    Stimmrechtskontrollen, von Arbeitnehmern, die am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen nicht vor.

6.     Die Vorschriften der Satzung, die die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sowie die Änderung der Satzung betreffen, entsprechen den gesetzlichen Regelungen.

7.     „Die Hauptversammlung hat den Vorstand mit Beschluss vom 7. Juli 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 31. Dezember 2012 durch die Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 7.650.000,00 zu erhöhen. Sofern den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt wird, können die Aktien auch einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder § 53 b Abs. 1 S. 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden, mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates über den Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu entscheiden,

(a)  um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

(b)  bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstigen Vermögensgegenständen;

(c)  bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur, soweit der auf die neuen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital weder insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieses genehmigten Kapitals bestehenden Grundkapitals noch insgesamt 10% des im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien bestehenden Grundkapitals übersteigt. Bei der Ausnutzung der 10 %-Grenze sind aufgrund anderweitiger Ermächtigungen etwa erfolgte Ausschlüsse des Bezugsrechtes nach § 186 Abs. 3 S. 4 AktG (z.B. bei der Veräußerung eigener Aktien oder bei der Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) mit einzubeziehen;

(d)  um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen zu begeben; sowie

(e)  um Inhabern von durch die Gesellschaft auszugebenden Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechtes zustehen würde.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2008 weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Dezember 2012 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen (im Folgenden gemeinsam „Schuldverschreibungen“) im Gesamtnennbetrag von bis zu € 50.000.000 zu begeben. Den Inhabern der Schuldverschreibungen können nach näherer Maßgabe der Wandel- oder Optionsanleihebedingungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu € 7.650.000 eingeräumt werden.

Die Schuldverschreibungen können ausschließlich in Euro begeben werden. Die Emissionen werden in jeweils unter sich gleichberechtigte, auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen eingeteilt.

Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen zu. Hierbei können die Schuldverschreibungen auch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder § 53 b Abs. 1 S. 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen

            (i)        für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;

           (ii)        soweit dies erforderlich ist, um den Inhabern von Wandlungs- oder Optionsrechten auf Stückaktien der Gesellschaft ein Bezugsrecht in dem Umfang gewähren zu können, wie es ihnen nach Ausübung der Wandlungs- oder Optionsrechte zustehen würde;

          (iii)        sofern der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden zu ermittelnden theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten auf Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital, der weder insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals noch insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der Schuldverschreibungen mit Wandel- oder Optionsrechten bestehenden Grundkapitals übersteigt. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze sind aufgrund anderweitiger Ermächtigungen erfolgte Ausschlüsse des Bezugsrechtes nach § 186 Abs. 3 S. 4 AktG (z. B. bei der Veräußerung eigener Aktien oder bei der Ausgabe von Aktien aus einem genehmigten Kapital) einzubeziehen.

Im Falle der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber das Recht, ihre Schuldverschreibungen nach näherer Maßgabe der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festgelegten Wandelanleihebedingungen in auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft umzutauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine Aktie der Gesellschaft und kann auf eine ganze Zahl auf- oder abgerundet werden. Ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgelegt werden. Des Weiteren kann vorgesehen werden, Spitzen zusammenzulegen und/oder in Geld auszugleichen.

Im Falle der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Schuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber berechtigen, nach Maßgabe der Optionsbedingungen auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zu beziehen.

Der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien darf den Nennbetrag der Wandel- bzw. Optionsschuldverschreibung (gegebenenfalls zuzüglich einer baren Zuzahlung) nicht übersteigen.

Der Wandlungs- bzw. Optionspreis für eine auf den Inhaber lautende Stückaktie der Gesellschaft wird in Euro festgelegt. Er muss mindestens 80 % des durchschnittlichen Schlusskurses der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder eines vergleichbaren Nachfolgesystems) in den 20 Börsentagen vor dem Tag der Beschlussfassung des Vorstands über die Begebung der Emission betragen. § 9 Abs. 1 AktG bleibt unberührt.

Unbeschadet des § 9 Abs. 1 AktG kann der Wandlungs- oder Optionspreis aufgrund einer Verwässerungsschutzklausel nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen ermäßigt werden, wenn die Gesellschaft während der Wandel- oder Optionsfrist unter Einräumung eines Bezugsrechtes an ihre Aktionäre das Grundkapital erhöht oder weitere Wandel- oder Optionsanleihen begibt und den Inhabern von Wandel- oder Optionsrechten kein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt wird, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- oder Optionsrechte zustehen würde. Die Bedingungen können auch für andere Maßnahmen der Gesellschaft, die zu einer Verwässerung des Werts der Wandel- bzw. Optionsrechte führen können, eine wertwahrende Anpassung des Wandel- bzw. Optionspreises vorsehen. Eine Ermäßigung des Wandlungs- oder Optionspreises kann auch durch eine Barzahlung bei Ausübung des Wandlungs- bzw. Optionsrechtes oder die Ermäßigung einer etwaigen Zuzahlung bewirkt werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit und Stückelung, Verwässerungsschutzbestimmungen, Options- bzw. Wandlungszeitraum sowie im vorgenannten Rahmen den Wandlungs- und Optionspreis zu bestimmen.

Das Grundkapital ist um bis zu € 7.650.000 durch Ausgabe von bis zu 7.650.000 neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2008). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel-  und/oder Optionsrechten, die den von der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Juli 2008 auszugebenden Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.“

8.    Es gibt keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

9.    Es gibt keine besonderen Entschädigungsvereinbarungen des Mutterunternehmens, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden.

4.2       Angaben nach §289 Abs. 4 HGB i.V.m §21 WpHG

Am 29. Januar 2010 hat uns die Lupus Holding AG, Zug, mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 25. Januar 2010 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 19,472 % betragen hat.

Am 29. Januar 2010 hat uns die Lupus Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 25. Januar 2010 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 19,477 % betragen hat. 19,472 % der Stimmrechte sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Lupus Holding AG zuzurechnen.

Am 29. Januar 2010 hat uns Herr Rüdiger Wolff, Deutschland mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 25. Januar 2010 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 19,477 % betragen hat. 19,477 % der Stimmrechte sind Herrn Wolff gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Lupus Vermögensverwaltung GmbH zuzurechnen, 19,472 % der Stimmrechte sind Herrn Wolff gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Lupus Holding AG zuzurechnen.

Die ALBIS Leasing AG teilte am 30. April 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Hesse Newman Capital AG (ehem. FHR Finanzhaus AG) am 30 April 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,07 % (das entspricht 10.000 Stimmrechten) betragen hat.

Am 08. Juni 2010 hat uns Frau Gabriele Wolff, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 04. Juni 2010 die Schwelle 15 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 16,562 % betragen hat. 16,652 % der Stimmrechte sind Frau Wolff gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG von der Lupus Holding AG zuzurechnen.

Am 08. Juni 2010 hat uns Herr Rüdiger Wolff, Deutschland mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 04. Juni 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,005 % betragen hat.

Am 30. September 2010 hat uns Frau Gabriele Wolff, Deutschland korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 04. Juni 2010 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 17,582 % betragen hat. 16,652 % der Stimmrechte sind Frau Wolff gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 30. September 2010 hat uns Die Lupus Holding AG, Zug, Schweiz mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 24. September 2010 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 14,288 % betragen hat.

Am 30. September 2010 hat uns Frau Gabriele Wolff, Deutschland korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der ALBIS Leasing AG, Hamburg, Deutschland, am 04. Juni 2010 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 17,582 % betragen hat. 16,652 % der Stimmrechte sind Frau Wolff gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG von der Lupus Holding AG zuzurechnen.

5.         Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In Kooperation mit der Gallinat-Bank AG, Essen, wurden per 30. Dezember 2010 die vertraglichen Grundlagen für die Umsetzung einer ABS-Bond-Struktur mit einem Volumen von nominal € 160 Mio. geschaffen und mit Datum vom 18. Januar 2011 begeben.

Zusammen mit dem Abschluss des Kauf- und Übertragungsvertrages von Verträgen und Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens vom 15./16. März 2011 mit Übertragungsstichtag 31. März 2011 zwischen der ALBIS Finance AG, Hamburg, und der KG CDL Leasing GmbH & Co., Hamburg, wurde auch der Geschäftsbesorgungsvertrag vom 21. Dezember 2005 mit der KG CDL Leasing GmbH & Co., Hamburg, zum vereinbarten Übertragungsstichtag am 31. März 2011 beendet.

6.         Risiken der zukünftigen Entwicklung

6.1       Risikopolitischer Rahmen

Das Risiko-Management ist integraler Bestandteil der allgemeinen Geschäftspolitik der ALBIS Leasing Gruppe. Es soll eine einheitliche und vergleichende Betrachtung der wesentlichen Risiken in den strategischen Geschäftseinheiten ermöglichen.

Ziel unseres Risikomanagements ist es, den Unternehmenswert über risikobewusste Entscheidungen zu erhalten und zu steigern. Vorrangig wollen wir eine möglichst hohe Risikotransparenz schaffen, die uns das bewusste Eingehen von Risiken aufgrund der Kenntnis von Risikoursachen und Wirkungszusammenhängen erlaubt. Wir wollen erreichen, dass potenziell bestandsgefährdende Bedrohungen aus Risiken ebenso wie ein mögliches Versäumen von Chancen rechtzeitig erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um das Unternehmensergebnis insgesamt zu verbessern bzw. Verluste zu vermeiden.

Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) verpflichtet den Vorstand der Gesellschaft, geeignete Maßnahmen zu ergreifen – insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten – um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Als Überwachungsinstrument hat die ALBIS Leasing AG in 2006 ein auf die unternehmensspezifischen Anforderungen zuge­schnittenes Risiko-Chancen-Management-System (RCMS) implementiert, das auch zur Unternehmenssteuerung der ALBIS Leasing AG und ihrer Konzernunternehmen dient.

Mit diesem RCMS kann die ALBIS Leasing AG sämtliche im Sinne des KonTraG relevanten Risiken sowie wahrnehmbaren Chancen, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergeben können, identifizieren, analysieren, quantifizieren, steuern und kommunizieren. Im Rahmen des RCMS integriert die ALBIS Leasing Gruppe Maßnahmen, Verfahren und Systeme, die konzernweit zur Überwachung dieser Risiken und Chancen zur Anwendung kommen.

Mit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 sind nach dem Gesetz über das Kredit­wesen (KWG) auch Leasinggesellschaften, die das Finanzierungsleasing betreiben, und Factoringgesellschaften Finanzdienstleistungsinstitute. Sie unterliegen damit der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie den von der BaFin aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk).

Alle Unternehmen der ALBIS Leasing Gruppe, die das Finanzierungsleasing und / oder das Factoring betreiben, wurden im Jahr 2009 bei der BaFin angemeldet. Für das Jahr 2009 hat der Gesetzgeber den Leasingunternehmen eine Übergangsfrist zur Umsetzung der MaRisk eingeräumt. Die vollständige Umsetzung musste im Jahr 2010 erfolgen. Die Leasinggesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe setzten die MaRisk bereits im Geschäftsjahr 2009 weitgehend um. Die Mindestanforderungen beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die die Größe, die Art, den Umfang, die Komplexität und den Risikogehalt der Geschäfte der einzelnen Institute berücksichtigen. Die von den MaRisk geforderten angemessenen Risikosteuerungs- und Risikocontrollingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Operationelle Risiken wurden in 2009 implementiert und in 2010 ausgebaut und adjustiert. Die Anforderungen an das Risikomanagement sind damit fester Bestandteil des Risikosteuerungsprozesses in der ALBIS Leasing Gruppe und werden ständig optimierend angepasst.

6.2       Risikomanagementsystem

Die Risiken der Mutter und ihrer Tochtergesellschaften werden von dem in der ALBIS Leasing Gruppe implementierten IT-basierten System erfasst, strukturiert, bewertet, dokumentiert und offengelegt. Führungskräfte und Mitarbeiter unterschiedlicher Funktionen, Teilkonzerne und Tochtergesellschaften werden in das konzernweite Risiko- / Chancen-Management (RCM) einbezogen, um − dem Bestreben des Vorstands entsprechend − ein einheitliches Risikogrundverständnis zu schaffen. So können die Belange der ALBIS Leasing AG sowie die Besonderheiten der einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen berücksichtigt und das unternehmens- und bereichsübergreifende Risikobewusstsein gestärkt werden.

Der gesamte RCM-Prozess wird von einer Software begleitet, die dabei hilft, den Aufwand für das Systemhandling bei Risikoinventuren und für die regelmäßig zu betreibende Daten­pflege (Abgrenzung von Betrachtungszeiträumen, Auswertungsanforderungen, Berichts­funktion, Export-/Importfunktion etc.) zu reduzieren, und einen schnellen Datenzugriff ermöglicht.

Die Risiken werden in den Einzelgesellschaften bzw. Teilkonzernen gesteuert und zentral überwacht. Die Risikodefinition und -bewertung wird in den Gesellschaften vorgenommen. Von diesen werden auch geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung definiert. Die Gesellschaften handeln dabei innerhalb des von ihnen definierten Risikorahmens. Die zentrale Überwachung erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung für den Gesamtkonzern. Zentrale Risikobudgets werden nicht erstellt. Denn die Konzernstruktur ist durch eigenständige Gesellschaften und damit den Ausschluss eines Risikotransfers geprägt.

Darüber hinaus führten wir im Geschäftsjahr 2009 ein konzerneinheitliches Steuerungsinstrumentarium auf Ebene des Teilkonzerns ALBIS Finance AG ein. Die ALBIS Finance AG ist Institutsobergesellschaft aller Leasingunternehmen der ALBIS Leasing Gruppe, die als Finanzdienstleistungsinstitute zu qualifizieren sind. Die Steuerungsinstrumente überwachen die Forderungsportfolien umfassend − nach Struktur und Ausfallrisiken sowie historischer Entwicklung. Die Ergebnisse werden der Gesellschaftsstruktur im Teilkonzern ALBIS Finance AG entsprechend aggregiert. Aus der entstandenen Zeitreihe lassen sich für die einzelnen Leasinggesellschaften und auf Ebene des Teilkonzerns geeignete Maßnahmen für die Risikosteuerung ableiten.

Die Steuerungsinstrumente werden zentral durch die Gallinat-Service GmbH überwacht und IT-seitig betreut.

Für den Teilkonzern ALBIS Finance wurde − als ein zentraler Punkt der MaRisk − die Berechnung der Risikotragfähigkeit implementiert. Die Risikotragfähigkeit wird festgestellt, durch Gegenüberstellung von Risikodeckungspotential (über das die Leasinggesellschaft verfügt) und zu erwartenden Risiken (denen die Leasinggesellschaft ausgesetzt ist). Übersteigt das Risikodeckungspotential die Summe der Risiken, ist die Risikotragfähigkeit für die betrachtete Gesellschaft gegeben. Für das Jahr 2010 wurde eine Konsolidierung der Risikotragfähigkeit für den Teilkonzern ALBIS Finance durchgeführt und ein Bericht zur Risikotragfähigkeitsrechnung erstellt.

6.3       Risikokategorien und -entwicklung

6.3.1    Kreditrisiken / Adressenausfallrisik en

Das Adressenausfallrisiko misst Risiken aus Verlusten oder entgangenem Gewinn aufgrund von 'Defaults' (Ausfall oder Bonitätsverschlechterung) von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieser Risiken. Das Adressenausfallrisiko erfasst neben dem klassischen Endkundengeschäft auch die Risiken aus dem indirekten Vertrieb über Händler / Vendoren (Kontrahentenrisiko). Länderrisiken bestehen in der ALBIS Leasing Gruppe nicht.

Die Gesellschaften haben für alle ihre wesentlichen Leasing- und Kreditportfolien Systeme zur Beurteilung der Bonität der Antragsteller eingerichtet (Scoring- / Ratingsysteme). Grundlage der Bewertung sind neben den Antragsteller-, Vertrags- und Objektdaten auch externe Informationen, insbesondere von Kreditauskunfteien. Die Ergebnisse der systematischen Bonitätsbeurteilung sind Grundlage für die Kreditentscheidungen.

Ziel der eingesetzten Systeme ist die Steuerung der Ausfallrisiken unter gleichzeitiger Optimierung der Annahmequoten. Funktionsfähigkeit und Trennschärfe der Bonitätsbeurteilungssysteme werden von den Gesellschaften regelmäßig überwacht. So können auch Änderungen in der Portfoliostruktur frühzeitig identifiziert werden.

Für alle wesentlichen Portfolien der ALBIS Leasing Gruppe haben wir ein monatliches Portfoliomonitoring eingerichtet. Portfoliostrukturen, Zahlungsrückstände und Ausfälle werden laufend überwacht.

Das Jahr 2009 war noch von erheblichen Zahlungsausfällen und Insolvenzen bei Kunden geprägt. Dank der konjunkturellen Entwicklung sind die Ausfallzahlen im Verlauf des Jahres 2010 deutlich gesunken. Die Prognose für 2011 geht von einer Normalisierung der Ausfallzahlen aus. Die Überwachung der Adressenausfallrisiken ist Schwerpunkt des Risikomanagements der ALBIS Leasing Gruppe. Die Methoden und Verfahren zur Bonitätsbeurteilung haben wir den Erfahrungen der vergangenen Jahre angepasst.

Das Ausfallrisiko in den operativen Gesellschaften wird durch Sicherheiten in Form von Leasinggegenständen begrenzt. Darüber werden im Rahmen der Refinanzierung über Verbriefung und damit den Verkauf der Forderungen Risiken transferiert.

Die Situation auf den Verwertungsmärkten hat sich im Laufe des Jahres 2010 entspannt. Die Verwertungsergebnisse sind deutlich besser geworden. Die Intensivierung der eigenen Verwertungsaktivitäten wirkte sich hier positiv aus. Die Entwicklung führte insbesondere in der Objektgruppe Lkw und Hänger zu einer spürbaren Entlastung.

6.3.2    Marktpreisrisiken

Das Marktrisiko erfasst mögliche negative Wertänderungen, die aus der Veränderung von Marktpreisen, z.B. von Zinsen oder Aktien- und Devisenkursen, entstehen. Die wesent­lichen Marktpreisrisiken der ALBIS Leasing Gruppe bestehen in Zinsrisiken aus i.d.R. fest verzinslichen Leasinggeschäften und der Refinanzierung zu variablen Zinssätzen. Wesentliche Aktienkursrisiken bestehen in der ALBIS Leasing Gruppe nicht.

Die Zinsrisiken werden von den operativen Gesellschaften für ihr jeweiliges Portfolio gemanagt. Innerhalb der Risikopolitik des Konzerns sind die Gesellschaften angewiesen, alle Geschäfte laufzeitkongruent unter Absicherung der Zinsrisiken zu refinanzieren.

Zur Sicherung der Zinsrisiken schließen die Gesellschaften entweder Refinanzierungs­geschäfte mit festen Zinssätzen in Form von Forfaitierungen, Darlehen oder Verbriefungs­transaktionen. Oder sie sichern die im Rahmen von Verbriefungstransaktionen aus variablen Zinskonditionen entstehenden Risiken über entsprechende Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) ab. Die Gesellschaften sind gehalten SWAP-Geschäfte ausschließlich abzuschließen, wenn hierdurch Zinsrisiken aus der Finanzierung des operativen Leasinggeschäfts minimiert werden können. Offene SWAP-Positionen ohne entsprechendes Grundgeschäft sind zu vermeiden. SWAP-Geschäfte werden ausschließlich mit Partnern einwandfreier Bonität geschlossen. Zum Jahresultimo 2010 bestehen SWAPs-Geschäfte ausschließlich mit vier inländischen Kreditinstituten. Zinsrisiken werden darüber hinaus auch beschränkt durch die im Rahmen von Verbriefungsstrukturen vereinbarten Risikoobergrenzen für das refinanzierte Portfolio.

Im Berichtsjahr wurden die Zinsrisiken von den Gesellschaften vor dem Hintergrund der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte als nicht kritisch bewertet.

Seit 2009 findet zur konzernübergreifenden Steuerung der Refinanzierungsaktivitäten ein regelmäßiger interner Informationsaustausch statt. Regelmäßiger Gegenstand der Beratungen sind die Entwicklungen der Beziehungen zu unseren Bankenpartnern. Die hier unterhaltenen Rahmen, Inanspruchnahmen und Konditionen sind Bestandteile eines konzernübergreifenden monatlichen Reportings. Das Reporting wird im Hinblick auf die differenzierte Erfassung von Refinanzierungskosten und die Berücksichtigung individueller Geschäftsgestaltung und Risikoaspekte fortentwickelt.

6.3.3    Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko misst, ob die ALBIS Leasing AG oder ihre Tochtergesellschaften ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen können (Solvenz- oder Refinanzierungsrisiko). Liquiditätsrisiken der ALBIS Leasing Gruppe entstehen überwiegend aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.

Die Liquiditätsrisiken werden auf der Ebene der operativen Gesellschaften gesteuert und von der Muttergesellschaft überwacht. Hierzu dient ein differenziertes Steuerungsinstrumentarium, in dessen Mittelpunkt die kurz- und mittelfristige Planungs­rechnung sowie regelmäßige Berichte über die aktuelle Liquidität und die Auslastung der freien Liquiditätslinien stehen.

Bei der Entwicklung der Risiken ist zwischen dem Neu- und Bestandsgeschäft zu unter­scheiden. Das Bestandsportfolio ist in allen Gesellschaften fristenkongruent refinanziert. Wesentliche Risiken sind hieraus nicht erkennbar und von den Gesellschaften auch nicht gemeldet worden. Für das Neugeschäft hingegen bestehen wesentliche Risiken. Das Ausscheiden von wichtigen Marktteilnehmern hat in allen Gesellschaften zu erkennbaren oder tatsächlichen Verringerungen der Refinanzierungslinien geführt. Geeignete Gegenmaßnahmen wurden u. a. mit der Installation einer gruppenweiten Refinanzierungsplattform eingeleitet. Im Zuge der Etablierung einer konzernweiten Refinanzierung haben wir die kurz- und mittelfristigen Refinanzierungsbedarfe der Gesellschaften erhoben und Konzepte für eine konzernweite Finanzierungsstruktur entwickelt.

Wenn die Refinanzierungslinien nicht oder nicht in dem erforderlichen Umfang ersetzt bzw. aufgebaut werden können, entstehen Liquiditätsrisiken nur dann, wenn Neugeschäft ohne entsprechende laufzeitkongruente Refinanzierung geschlossen wird. Als mittelbares Risiko ist hingegen der durch ausfallendes oder geringeres Neugeschäft sinkende Rohertrag zu sehen. Er kann bei gleicher oder nicht ausreichend angepasster Kostenstruktur zu einer Verschlechterung der Ergebnisse der Gesellschaften führen.

6.3.4    Geschäfts- und Betriebsrisiken

Als Geschäftsrisiko der ALBIS Leasing Gruppe ist das Risiko von Verlusten durch negative Abweichung der Erträge und Kosten von den Planzahlen definiert. Das Geschäftsrisiko wird sowohl von der Geschäftsstrategie als von geänderten Rahmenbedingungen wie Marktumfeld, Kundenverhalten oder technologische Entwicklung beeinflusst. Als Betriebsrisiken sind die Operationellen Risiken sowie die Rechtsrisiken und die Risiken aus internem oder externem Betrug definiert.

Die Geschäfts- und Betriebsrisiken werden von den Gesellschaften mit der implementierten Software systematisch erfasst und bewertet. Die zur Risikoreduzierung oder -verlagerung beschlossenen Maßnahmen werden zugeordnet. Um die Risiken zu erfassen und zu bewerten, haben wir neben der Kategorisierung der Risiken auch eine umfassende Definition der Risikofelder und -aspekte vorgenommen. Auf dieser Basis wird die Risikoinventur durchgeführt. Die gesellschaftsübergreifende Definition ermöglicht es, die Risiken der Gesellschaften zu vergleichen und Abweichungen in der Risikostruktur bei gleichen Geschäftsfeldern zu identifizieren.

Bei den Geschäftsrisiken legen wir unser Hauptaugenmerk auf die kontinuierliche Überwachung des Marktumfelds der Gesellschaften. So können wir frühzeitig auf Marktveränderungen reagieren. Zeit- und marktnah überwachen wir insbesondere die Abhängigkeiten von Vertriebskanälen und –partnern sowie die Diversifikation über die Asset- und Kundenklassen, so dass wir frühzeitig Maßnahmen der Portfoliosteuerung einleiten können.

Wesentliche Geschäftsrisiken ergeben sich bei allen Gesellschaften aus der aktuellen Konjunkturentwicklung und damit der Entwicklung des Neugeschäfts. Diese Risiken sind im Geschäftsjahr 2010 für alle Gesellschaften in unterschiedlichem Ausmaß relevant. Die Situation entspannte sich im Verlauf des Jahres 2010 aufgrund der positiven konjunkturellen Entwicklung und des wieder steigenden Neugeschäftsvolumens.

Bei den operationellen Risiken stehen nach wie vor die IT- und Prozessrisiken im Mittelpunkt der Betrachtung und Bewertung. Denn das Geschäft der operativ tätigen Gesellschaften – insbesondere der Gesellschaften, die sich im Massengeschäft bewegen und deren Absatzkanäle eine hohe Verfügbarkeit der IT-Systeme erfordern – ist von der IT besonders abhängig. Zur Reduzierung der Ausfallrisiken arbeiten diese Gesellschaften kontinuierlich an der Ausfallsicherheit und entwickeln das Katastrophenmanagement weiter.

Leasinggesellschaften unterliegen darüber hinaus Veritäts- und Betrugsrisiken. Diese Risiken steigen mit zunehmender Entfernung der Gesellschaft von dem zugrunde liegenden Geschäft. Die bei der ALBIS Capital AG & Co. KG eingetretenen Ausfälle aus angekauften Verträgen sind daher auch nicht unmittelbar vergleichbar mit den Risiken der anderen Gesellschaften, die das direkte Geschäft betreiben. Das Geschäftsmodell der ALBIS Capital AG & Co. KG ist genau in dieser Hinsicht modifiziert worden. Die bestehenden Sicherungsmaßnahmen wurden bei allen Gesellschaften der Gruppe überprüft und – soweit möglich – weiter optimiert.

Die ALBIS Leasing Gruppe ist darüber hinaus aufgrund ihrer vorgehaltenen Leistungsbereitschaft auf ein nachhaltiges Niveau von Neugeschäft angewiesen. Bleibt das Neugeschäft hinter der Leistungsbereitschaft zurück, kommt es zu „Leerstandskosten“, die mit zeitlichem Verzug abgebaut werden müssen. Dies wiederum beeinträchtigt die Fähigkeit, auf eine Marktbelebung schnell reagieren zu können. Die abgebaute Leistungsbereitschaft wiederherzustellen, ist kosten- und zeitintensiv und kann im Falle einer Marktbelebung dazu führen, dass das ansteigende Neugeschäftsvolumen nicht in dem möglichen Umfang bearbeitet werden kann. Die ALBIS Leasing AG versucht deshalb, ihre Leistungsbereitschaft aufrecht zu erhalten und durch Zukauf von Leasingportfolien auszulasten. Hierbei wird auf das Ausscheiden von Mitbewerbern im Markt gesetzt.

6.3.5    Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe setzen für ihr Rechnungswesen zertifizierte Finanzbuchhaltungsysteme ein, die eine zutreffende Verarbeitung der erfassten Sachverhalte gewährleisten. Die laufende und zeitnahe Datensicherung liegt bei der IT der Konzerntochter ALBIS Service GmbH. Die im Rechnungswesen implementierten Prozesse stellen eine vollständige und zeitnahe Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher. Insbesondere reglementieren und überwachen die Prozesse den Beleg- und Zahlungsfluss. Die Abteilungen im Rechnungswesen der ALBIS Leasing Gruppe sind qualifiziert besetzt. Sie werden durch die jeweiligen Vorstände über laufende, wenigstens monatliche Auswertungen kontrolliert. Zur Erstellung des Konzernabschlusses werden die Abschlusszahlen vom Rechnungswesen der jeweiligen Tochtergesellschaft in ein zentrales Tool eingegeben. Durch den Bereich Finanzen der ALBIS Leasing AG erfolgt eine zentrale Kontrolle der Eingaben. Auch die Konsolidierung und die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch den Bereich Finanzen der ALBIS Leasing AG.

Schreib- und Leseberechtigungen im Bereich der für die Finanzbuchhaltung relevanten EDV-Programme wurden der Konzerntochter ALBIS Service GmbH zum Zwecke der Systemwar­tung eingeräumt. Darüber hinaus besitzen ausschließlich die Mitarbeiter der Bereiche Finan­zen und die jeweiligen Finanzvorstände der ALBIS Leasing Gruppe diese Berechtigungen.

6.4       Risiken für die Vermögens- und Finanzlage

Wie in den Vorjahren liegen die Risiken für die künftige Vermögens- und Finanzlage der ALBIS Leasing Gruppe primär in der Refinanzierung. Die ALBIS Leasing Gruppe ist auf die Zugänglichkeit und die Funktionstüchtigkeit ihrer Refinanzierungsmärkte angewiesen. Auch in 2010 verhielten sich unsere Refinanzierungspartner zurückhaltend. Der Bankensektor ist infolge der hier realisierten Verluste unverändert in seiner Refinanzierungskapazität beschränkt. Immer noch sind die Banken bestrebt, ihr Engagement im Bereich der Leasingrefinanzierung zu reduzieren.

Die ALBIS Leasing Gruppe intensivierte im Jahr 2010 die Kooperation mit der Gallinat-Bank AG. Es werden laufend erhebliche Teile des Neugeschäfts der Gruppe über die Gallinat-Bank AG refinanziert. Das refinanzierte Volumen der ALBIS Leasing Gruppe valutierte bei der Bank zum 31. Dezember 2010 mit € 259 Mio.

Weitere wichtige Refinanzierungsmöglichkeit des Konzerns sind unverändert die weltweiten Verbriefungsmärkte. Eine deutliche Entspannung der Situation nach den krisenhaften Entwicklungen der letzten Jahre ist noch nicht zu erkennen. Offensichtlich wollen aber Banken und Politik diese Märkte wieder beleben. Dies gilt insbesondere für die Verbriefung von Handels- und anderen Forderungen. Die ALBIS Leasing Gruppe refinanzierte sich in der Vergangenheit bereits umfänglich über Verbriefungsmärkte. Noch im Dezember 2010 wurde in Kooperation mit der Gallinat-Bank AG eine neue Transaktion initiiert. Die Zahlungen wurden im Januar 2011 abgewickelt.

Die Konsum- und Investitionsneigung entwickelte sich zum Ende des Jahres 2010 positiv. Die Prognosen für 2011 sind ebenfalls vielversprechend. Die Beeinträchtigung des Bankensektors ist jedoch immer noch spürbar. An der Verschuldungssituation diverser Staatshaushalte im EURO-Raum hat sich ebenfalls nichts geändert. Risiken für die konjunkturelle Entwicklung bestehen somit unverändert.

Für die ALBIS Leasing Gruppe ist diese Entwicklung wichtig, weil hierin entscheidende Determinanten für die Entwicklung der Schuldnerbonität liegen. Bei normaler wirtschaftlicher Entwicklung sind diese Risiken aufgrund der Auswahl der Schuldner über leistungsfähige Entscheidungsprozesse bei den operativen Gesellschaften gut einschätzbar. Bei einer krisenhaften Entwicklung verschlechtert sich die Schuldnerbonität allgemein. Das ist schwer antizipierbar und manifestiert sich in Forderungsverlusten und Wertberichtigungsbedarf. Der Wertberichtigungsbedarf im Jahr 2010 ging gegenüber 2009 deutlich zurück, die Entwicklung im Jahr 2011 war bis in den Februar weiterhin positiv. Die Situation auf den Verwertungsmärkten für Leasinggegenstände entwickelte sich ebenfalls positiv, insbesondere auf den Märkten für Lkw und Hänger. Diese Verwertungsmärkte sind für die ALBIS Leasing Gruppe von besonderer Bedeutung. Insoweit entspricht die Beobachtung den allgemein als positiv eingeschätzten und prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen.

7.         Ausblick

Die Erwartungen für das Jahr 2011 sind positiv.

Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank wird sich die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Aufholprozess im Jahr 2010 in den beiden kommenden Jahren fortsetzen. Die Zentralbank hat deshalb ihre Wachstumsprognosen angehoben. Sie rechnet nun mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von circa 2,0 % (bisher +1,4 %) für das Jahr 2011 und circa 1,5 % für das Jahr 2012. Risiken für einen Abwärtstrend leitet die Deutsche Bundesbank insbesondere von den fortbestehenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten ab, die mit der Lage der öffentlichen Finanzen in einer Reihe von Industrieländern zusammenhängen.

Das Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (ifo) berichtet für den März  2011 von einem unverändert positiven Geschäftsklima, einer noch einmal besseren Lageeinschätzung und einem immer noch hohen Niveau der Erwartungen bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Erwartungen haben sich jüngst unter dem Eindruck der Ereignisse in Japan etwas eingetrübt. Der Trend der drei Indikatoren ist jedoch unverändert positiv und auf hohem Niveau. Die Einschätzungen beruhen sowohl auf der erfreulichen Entwicklung der Auslandsnachfrage, der inländischen Investitionstätigkeit, als auch auf der Entwicklung der privaten Konsumnachfrage. Auch Erhebungen der OECD und die letzten veröffentlichten Erhebungen des statistischen Bundesamtes belegen die erfreuliche Entwicklung zum Ende des letzten Jahres und bestätigen den positiven Trend.

War die Entwicklung unlängst noch maßgeblich durch die Auslandsnachfrage gestützt, berichtet das ifo-Institut zum Ende des letzten Jahres von spürbaren Effekten aus bestehendem Nachholbedarf in der Bauwirtschaft und der Expansion der industriellen Erzeugung, von der auch eine Belebung der Investitionstätigkeit ausgeht. Der robuste Aufwärtstrend der vergangenen Monate setzt sich offenbar im Jahr 2011 fort.

Die Leasingbranche erreichte die positive Entwicklung nach den Erhebungen des ifo-Institutes erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Die Geschäftserwartungen in der Leasingbranche waren bereits seit Ende 2009 wieder überwiegend positiv, die Einschätzung der aktuellen Lage aber erst seit dem dritten Quartal 2010. Die Beurteilung für die kommenden 6 Monate ist gegenwärtig deutlich positiver als die der aktuellen Lage. Dies induziert für die folgenden Monate einen positiven Trend.

Die Unternehmen der ALBIS Leasing Gruppe bestätigen die geschilderte Entwicklung. Die strategische Geschäftseinheit „Leasing für Investitionsgüter“ spürte die Belebung im Bereich des Neugeschäfts bereits deutlich. Die Marktbeobachtungen lassen auf einen nennenswerten Nachholbedarf bei Investitionen im Bereich „LKW/schwere Klasse“ schließen. Die deutliche Zunahme der Lieferzeiten für Investitionsgüter aus diesem Bereich belegt diese Entwicklung. Sie hat der Geschäftseinheit bereits Vertragsvorläufe nennenswerten Umfangs beschert. Die Gesellschaften der Geschäftseinheit „Vertriebsleasing“ melden trotz erkennbarer Belebung ein noch niedriges Niveau des Neugeschäftsvolumens.

Die ALBIS Leasing Gruppe erwartet für das Geschäftsjahr 2011 eine Steigerung des Neugeschäfts. Die veröffentlichten Prognosen der Wirtschaftsinstitute für das Jahr 2011 untermauern diese Einschätzungen. Ebenso die bisherigen Veröffentlichungen des BDL im Jahr 2011.

Für das Jahr 2012 wird mit einer Fortsetzung des Wachstums gerechnet. Das Neugeschäftsvolumen des Jahres 2008 werden wir zunächst noch nicht wieder erreichen können.

Im Bereich der Barwertmargen ist bei steigendem Neugeschäftsvolumen mit einem Rückgang der prozentualen Margen zu rechen. Dieser Rückgang wird in der Geschäftseinheit „Leasing für Investitionsgüter“ spürbarer ausfallen als im „Vertriebsleasing“. Die gegenwärtig beobachtbare Abnahme der Zahlungsstörungen bei laufenden Verträgen wirkt ebenfalls in diese Richtung.

Die operativen Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe, insbesondere aber die ALBIS Versicherungsdienst GmbH und die Gallinat-Bank AG, werden ihre Leistungen diversifizieren, um Nebenerlöse zu generieren. Die Steigerung der Nebenerlöse im Bereich Service, Wartung, Versicherung und Banking sind wichtiges Ziel für die kommenden Jahre.

Bei den sonstigen Aufwendungen, insbesondere den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, haben wir weitere Einsparungen geplant. Dies wollen wir über die forcierte Übernahme von Diensten durch die ALBIS Service GmbH erreichen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der angestrebte Vollerwerb der Bank, die Pflege der Systeme − die der Entsprechung aufsichtsrechtlicher Auflagen dienen − sowie die zur Ansprache von Refinanzierungspartnern erforderlichen Informationssysteme kostenintensiv sind. Der Auswertungsumfang, die Auswertungsgeschwindigkeit und die geforderte Flexibilität auf Informationsgesuche haben beträchtlich zugenommen. Der durch externe Prüfungen verursachte Aufwand ist unverändert hoch. Die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe sind hier gut aufgestellt. Der Verwaltungsaufwand ist jedoch beträchtlich.

Die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe pflegen die Partnerschaften mit unseren Banken kontinuierlich. Die Banken werden sich nach unserer Einschätzung jedoch in naher Zukunft weiterhin mit der Refinanzierung von Leasinggeschäften zurückhalten. Die Auswirkungen und die Nachhaltigkeit der Krise der vergangenen Jahre sind immer noch nicht absehbar. Die zur Finanzierung des operativen Geschäfts verfügbaren Rahmen bei Kreditinstituten und Investoren liegen deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008. Eine spürbare Stärkung der Refinanzierung insbesondere unabhängiger Leasinggesellschaften ist für 2011 und auch für 2012 nicht erkennbar. Der Erfolg der operativen Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe hängt erheblich von der Verfügbarkeit ausreichender Finanzierung und wettbewerbsfähiger Konditionen ab. Die Kooperation mit der Gallinat-Bank AG wird deshalb in 2011 und 2012 weiter intensiviert. Der Anteil der Refinanzierung des operativen Geschäfts über die Bank wird plangemäß steigen. ABS- oder Term-Bond-Transaktionen sind Optionen, die künftig wieder an Bedeutung gewinnen werden.

Die ALBIS Leasing Gruppe erwartet aufgrund dieser Einschätzung ein gegenüber dem Jahr 2010 deutlich steigendes Neugeschäftsvolumen und eine absolute Verbesserung der Barwertmargen, auch wenn sie prozentual zurückgehen. Im Bereich Vertriebsleasing werden für 2011 und 2012 weiterhin deutlich positive Ergebnisse über dem Niveau des Jahres 2010 erwartet. Im Segment Schwere Klasse ist der Turnaround geschafft. Für 2011 und 2012 werden deutlich positive Ergebnisse erwartet. Aufgrund der gesellschaftsrechtlichen Struktur der ALBIS Leasing Gruppe werden sich diese positiven Ergebnisse aber nur teilweise im Konzerneigenergebnis niederschlagen sondern im Wesentlichen den Kommanditisten und stillen Gesellschaftern zu Gute kommen. Die Gesamtleistung wird bei leicht positiver Entwicklung des Verwertungsergebnisses und steigenden Nebenerlösen gegenüber 2010 steigen. Dieser Trend wird sich in 2012 fortsetzen. Der Konzerneigenanteil am Ergebnis des Jahres 2011 bleibt positiv. Für 2012 gehen wir ebenfalls von einer positiven Entwicklung aus.

Hamburg, den 18. April 2011

ALBIS Leasing AG

Hans O. Mahn

Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Kfm. Bernd Dähling

Vorstand Finanzen

Bilanzeid

 Erklärung nach § 297 Abs. 2 S. 4 HGB

Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der ALBIS Leasing AG verantwortlich. Der Konzernabschluss wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

Hamburg, den 18. April 2011

ALBIS Leasing AG

Hans O. Mahn

Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Kfm. Bernd Dähling

Vorstand Finanzen

Konzernbilanz

    31.12.2010 31.12.2009
   
Vermögenswerte        
Langfristige Vermögenswerte        
1. Latente Steuern  3.17, 4 324.242 302.189
2. Ausstehende Einlagen anderer Gesellschafter 5 0 48.200
3. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.2, 6      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte und Werte sowie        
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.2.1 1.060.435   3.052.536
Geschäfts- oder Firmenwert 3.2.2, 6.2 7.140.747   7.140.747
4. Sachanlagen 3.3, 7      
Leasing- / Vermietvermögen 7.1 71.590.776   75.310.467
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten        
einschliesslich Bauten auf fremden Grundstücken   180.828   180.828
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.2 603.949   2.162.986
5. Finanzanlagen 8      
Anteile an assoziierten Unternehmen   7.254.484   0
Beteiligungen   8.501   487.626
Sonstige Ausleihungen   13.018.000 3.148.409
geleistete Anzahlungen   765.000 101.622.721 1.652.480
6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9   126.265.876 351.269.531
7. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein      
Beteiligungsverhältnis besteht     0 1.800.000
8. Zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte     12.880.378 10.655.390
Summe der langfristigen Vermögenswerte     241.093.217 457.211.389
Kurzfristige Vermögenswerte        
1. Zahlungsmittel 3.7 41.613.822   55.892.846
2. Forderungen und sonstige Vermögenswerte        
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 169.035.487   219.930.001
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein        
Beteiligungsverhältnis besteht   3.084.982   81.549
Forderungen gegen Gesellschafter    847.082   843.013
Sonstige Vermögenswerte   90.229.337   29.336.124
3. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 9.2 51.129   0
4. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte   1.851.789   1.309.939
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte   306.713.629 307.393.472
Summe Vermögenswerte     547.806.846 764.604.861
Eigenkapital und Schulden        
Eigenkapital  10      
1. Gezeichnetes Kapital   15.327.552   15.327.552
2. Neubewertungsrücklage   -74.011   -74.011
3. Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung   69.871   69.871
4. Konzernbilanzverlust    -10.007.618   -12.943.630
Summe Eigenkapital     5.315.794 2.379.782
Kündigungsfähiges Kommanditkapital 11   13.977.957 26.756.772
Kapitalkonten atypisch Stiller Gesellschafter 12   26.200.361 31.399.668
Langfristige Schulden        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.9, 13 3.206.081   3.124.794
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 64.760.587   70.005.548
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 27.112.176   12.231.349
4. sonstige Verbindlichkeiten 15 52.165.317   819.884
5. Abgrenzung Operating Leasingverhältnisse        
sowie Verbindlichkeiten Finanzinstitute 14 61.695.363   66.376.056
Summe der langfristigen Schulden     208.939.524 152.557.631
Kurzfristige Schulden        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 128.467.153   90.742.404
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 32.307.058   19.069.150
3. Steuerrückstellungen 3.10 2.692.241   1.597.503
4. Sonstige Rückstellungen 3.10 16 25.085.137   22.490.025
5. Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Gesellschaftern 15 13.267.770   26.029.759
6. Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 9.2, 17 51.129   0
7. Sonstige Verbindlichkeiten 15 91.502.721   391.582.167
Summe der kurzfristigen Schulden       293.373.210 551.511.008
Summe Eigenkapital und Schulden     547.806.846 764.604.861

Konzern- Gesamteinkommensrechnung und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

      2010 2009
 
Umsatzerlöse 18   391.258   1.031.903
Zinserlöse Finance Lease   20.926.207   43.616.753  
Zinsaufwand Finance Lease   -13.665.238   -22.829.083  
Zinsergebnis     7.260.969   20.787.670
Verwertungserlöse    123.907.047   122.689.561  
Verwertungsaufwand   -126.090.318   -130.628.820  
Verwertungsergebnis     -2.183.271   -7.939.259
sonstiges Ergebnis Finance Lease   14.474.019   11.180.512  
Leasing-/Vermieterlöse (Operate Leasing)   15.075.519   13.103.644  
    29.549.538   24.284.156
Sonstige betriebliche Erträge 19   18.950.732   13.972.608
Gesamtleistung     53.969.226   52.137.078
Materialaufwand          
a. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   -940.933   -679.630  
b. Vermietungstypischer Aufwand   -7.588.393   -5.462.873  
c.  Sonstige bezogene Leistungen   0   0  
Personalaufwand     -8.529.326   -6.142.503
a. Löhne und Gehälter   -14.327.294   -14.716.088  
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters-          
versorgung und für Unterstützung   -1.755.750   -1.760.387  
Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-          
gegenstände des Anlagevermögens und       
Sachanlagen   -5.753.933   -5.408.263  
Sonstige betriebliche Aufwendungen 20 -41.034.867   -56.144.472  
    -62.871.844   -78.029.210
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen   5.167.499   -444.419  
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.16, 21 8.357.961   2.696.641  
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf          
Wertpapiere des Umlaufvermögens   0   -3.000.000  
Erträge/Aufwendungen aus der Verlust-/Gewinn-        
übernahme atypisch stiller Gesellschafter   4.820.992 13.374.395  
Ergebnisanteile Kommanditisten und          
stille Gesellschafter 23 13.844.566   27.823.110  
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22 -9.817.199   -11.854.719  
    22.373.820   28.595.008
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit     4.941.876   -3.439.627
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.17, 23 -1.858.210   -1.553.612  
Sonstige Steuern   -115.558   -200.105  
    -1.973.768   -1.753.717
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag     2.968.108   -5.193.344
Gesamteinkommen     2.968.108   -5.193.344
Anteile Dritter am Konzernergebnis     -32.096   439.197
Konzerneigenanteil am Jahresergebnis     2.936.012   -4.754.147
Konzernverlustvortrag     -12.943.630   -8.251.967
Entnahme aus den gesetzlichen Rücklagen     0   62.484
Konzernbilanzverlust  25   -10.007.618   -12.943.630
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Cent 19,2 -31,0
durchschnittlich in Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 15.327.552 15.327.552

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Unterschieds-
gezeichnetes gesetzliche andere Gewinn- Neubewer- betrag aus  Ergebnis-
Kapital Rücklage rücklage tungsrückl. Kapitalkons. vortrag
Stand 31. Dezember 2004/ 1. Januar 2005 10.218.368 1.508.551 5.656.456 5.381.341 69.871 2.770.824
Einstellung gesetzl. Rücklage 24.205 -24.205
Konzernergebnis 2005 386.204
Dividendenzahlung in 2005 für 2004  -2.299.133
Kapitalzuführung             
Stand 31. Dezember 2005 10.218.368 1.532.756 5.656.456 5.381.341 69.871 833.690
Konzernergebnis 2006 -2.519.727
Dividendenzahlung in 2006 für 2005  -1.226.204
Kapitalrückführung             
Stand 31. Dezember 2006 10.218.368 1.532.756 5.656.456 5.381.341 69.871 -2.912.241
Beendigung Zwischengewinneliminierung FHR Finanzhaus AG 5.109.184 1.663.616
Entnahme aus den gesetzlichen Rücklagen -1.532.756 1.532.756
Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen -7.320.072 7.320.072
Konzernergebnis 2007 -13.179.503
Kapitalrückführung 
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS)        -5.099.053    
Stand 31. Dezember 2007 15.327.552 0 0 282.288 69.871 -7.238.916
Einstellung gesetzl. Rücklage 62.484 -62.484
Konzernergebnis 2008 -950.567
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS)  -356.299
Kapitalzuführung             
Stand 31. Dezember 2008 15.327.552 62.484 0 -74.011 69.871 -8.251.967
Entnahmen gesetzl. Rücklage -62.484 62.484
Konzernergebnis 2009 -4.754.147
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS) 
Kapitalrückführung 
Stand 31. Dezember 2009 15.327.552 0 0 -74.011 69.871 -12.943.630
Entnahmen gesetzl. Rücklage
Konzernergebnis 2010 2.936.012
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS) 
Kapitalrückführung 
Stand 31. Dezember 2010 15.327.552 0 0 -74.011 69.871 -10.007.618
Anteile
Zwischen- Dritter Gesamt-
summe (Kapitalges.) summe
Stand 31. Dezember 2004/ 1. Januar 2005 25.605.411 303.683 25.909.094
Einstellung gesetzl. Rücklage
Konzernergebnis 2005 386.204 326.063 712.267
Dividendenzahlung in 2005 für 2004  -2.299.133 -2.299.133
Kapitalzuführung    15.521.819 15.521.819
Stand 31. Dezember 2005 23.692.482 16.151.565 39.844.047
Konzernergebnis 2006 -2.519.727 728.386 -1.791.341
Dividendenzahlung in 2006 für 2005  -1.226.204 -1.226.204
Kapitalrückführung    -2.372.804 -2.372.804
Stand 31. Dezember 2006 19.946.551 14.507.147 34.453.698
Beendigung Zwischengewinneliminierung FHR Finanzhaus AG 6.772.800 6.772.800
Entnahme aus den gesetzlichen Rücklagen
Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen
Konzernergebnis 2007 -13.179.503 -13.179.503
Kapitalrückführung  -13.866.460 -13.866.460
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS)  -5.099.053   -5.099.053
Stand 31. Dezember 2007 8.440.795 640.687 9.081.482
Einstellung gesetzl. Rücklage
Konzernergebnis 2008 -950.567 -950.567
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS)  -356.299 -356.299
Kapitalzuführung    28.808 28.808
Stand 31. Dezember 2008 7.133.929 669.495 7.803.424
Entnahmen gesetzl. Rücklage
Konzernergebnis 2009 -4.754.147 -4.754.147
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS) 
Kapitalrückführung  -669.495 -669.495
Stand 31. Dezember 2009 2.379.782 0 2.379.782
Entnahmen gesetzl. Rücklage
Konzernergebnis 2010 2.936.012 2.936.012
Entnahme Neubewertungsrücklage (IFRS) 
Kapitalrückführung 
Stand 31. Dezember 2010 5.315.794 0 5.315.794

Konzernanlagenspiegel 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010 Zugänge Umgliederungen Abgänge 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 
an solchen Rechten und Werten 4.893.501 126.434 0 2.716.813 2.303.122
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.140.747 0 0 0 7.140.747
12.034.248 126.434 0 2.716.813 9.443.870
II. Sachanlagen
1. Leasing- / Vermietvermögen 150.301.355 52.126 0 29.080.669 121.272.812
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 181.132 0 0 0 181.132
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 5.030.658 158.984 0 1.872.551 3.317.090
155.513.145 211.110 0 30.953.221 124.771.034
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 5.507.420 1.747.064 0 7.254.484
3. Beteiligungen 1.427.815 0 0 1.402.921 24.894
4. Wertpapiere  3.000.000 0 0 0 3.000.000
5. Sonstige Ausleihungen 3.148.409 12.418.000 0 2.548.409 13.018.000
6. Anzahlungen auf Beteiligungen 1.652.480 859.585 -1.747.064 0 765.000
9.228.704 18.785.004 0 3.951.330 24.062.378
176.776.097 19.122.548 0 37.621.364 158.277.282
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 
an solchen Rechten und Werten 1.840.965 345.529 22.523 1.242.688
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
1.840.965 345.529 22.523 1.242.688
II. Sachanlagen
1. Leasing- / Vermietvermögen 74.990.888 4.921.602 30.230.454 49.682.036
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 304 0 0 304
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.867.672 486.800 641.331 2.713.141
77.858.864 5.408.402 30.871.785 52.395.481
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
3. Beteiligungen 940.189 0 923.796 16.393
4. Wertpapiere  3.000.000 0 0 3.000.000
5. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
6. Anzahlungen auf Beteiligungen 0 0 0 0
3.940.189 0 923.796 3.016.393
83.640.018 5.753.932 31.818.105 56.654.562
Buchwerte
31.12.2010 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 
an solchen Rechten und Werten 1.060.434 3.052.536
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.140.747 7.140.747
8.201.182 10.193.283
II. Sachanlagen
1. Leasing- / Vermietvermögen 71.590.776 75.310.467
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 180.828 180.828
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 603.949 2.162.986
72.375.553 77.654.281
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.254.484 0
3. Beteiligungen 8.501 487.626
4. Wertpapiere  0 0
5. Sonstige Ausleihungen 13.018.000 3.148.409
6. Anzahlungen auf Beteiligungen 765.000 1.652.480
21.045.986 5.288.515
101.622.721 93.136.079

Konzernanlagenspiegel 2009

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2009   Zugänge Abgänge 31.12.2009
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 
an solchen Rechten und Werten 3.051.403 1.337.186 504.912 0 4.893.501
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.858.619 282.128 0 0 7.140.747
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
9.910.022 1.619.314 504.912 0 12.034.248
II. Sachanlagen
1. Leasing- / Vermietvermögen 146.458.897 0 4.882.210 1.039.752 150.301.355
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 181.132 0 0 0 181.132
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 4.379.800 606.178 280.368 235.688 5.030.658
151.019.829 606.178 5.162.578 1.275.440 155.513.145
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.774.291 0 200.000 7.974.291 0
3. Beteiligungen 1.861.600 0 0 433.785 1.427.815
4. Wertpapiere  3.000.000 0 0 0 3.000.000
5. Sonstige Ausleihungen 10.626.828 -6.662.620 600.000 1.415.799 3.148.409
6. Anzahlungen auf Beteiligungen 0 0 1.652.480 0 1.652.480
23.262.719 -6.662.620 2.452.480 9.823.875 9.228.704
184.192.570 -4.437.128 8.119.970 11.099.315 176.776.097
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2009 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2009
Veränderung
Konsolidie-
rungskreis
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 
an solchen Rechten und Werten 1.407.330 196.700 236.935 0 0 1.840.965
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
3. Geleistete Anzahlungen 0   0 0 0 0
1.407.330 196.700 236.935 0 0 1.840.965
II. Sachanlagen
1. Leasing- / Vermietvermögen 70.324.694 0 4.666.194 0 0 74.990.888
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 304 0 0 0 0 304
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.158.235 434.300 505.134 0 229.997 2.867.672
72.483.233 434.300 5.171.328 0 229.997 77.858.864
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 7.300.000 0 0 0 7.300.000 0
3. Beteiligungen 1.002.400 0 0 -62.211 0 940.189
4. Wertpapiere  0 0 3.000.000 0 0 3.000.000
5. Sonstige Ausleihungen 31.718 -31.718 0 0 0 0
6. Anzahlungen auf Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
8.334.118 -31.718 3.000.000 -62.211 7.300.000 3.940.189
82.224.681 599.282 8.408.263 -62.211 7.529.997 83.640.018
Buchwerte
31.12.2009 31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 
an solchen Rechten und Werten 3.052.536 1.644.073
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.140.747 6.858.619
3. Geleistete Anzahlungen 0 0
10.193.283 8.502.692
II. Sachanlagen
1. Leasing- / Vermietvermögen 75.310.467 76.134.203
2. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 180.828 180.828
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2.162.986 2.221.565
77.654.281 78.536.596
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 474.291
3. Beteiligungen 487.626 859.200
4. Wertpapiere  0 3.000.000
5. Sonstige Ausleihungen 3.148.409 10.595.110
6. Anzahlungen auf Beteiligungen 1.652.480 0
5.288.515 14.928.601
93.136.079 101.967.889

Konzernkapitalflussrechnung

2010 2009
Konzerneigenanteil am Jahresergebnis 2.936 -4.754
+ Gezahlte Ertragsteuern gem. IAS 7.35 0 2.552
 +/- Gezahlte Zinsen/erhaltene Zinsen gem. IAS 7.31. -1.459 -9.177
Zwischensumme 1.477 -11.379
+ gezahlte Ertragsteuern 0 -2.552
 +/- Abschreibungen/(Zuschreibungen) auf Gegenstände 5.754 8.345
des Anlagevermögens
 +/- Zunahme/(Abnahme) der Rückstellungen 3.770 4.348
 + Zahlungsunwirksame Verluste aus Anlageabgängen 0 0
 +/- Nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen aus der 
Verlust-/Gewinnzuweisung atypisch stiller Gesellschafter -4.821 -13.374
 +/- Verlustübernahmen durch Kommanditisten -13.845 -28.262
 +/- (Zunahme)/Abnahme der Vorräte, der Forderungen 
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind 210.958 1.214.779
 +/- Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind -238.007 -247.132
Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit -34.714 924.773
        davon: aufgegebene Geschäftsbereiche 0 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des AV 0 3.570
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -14.240 -8.119
 +/- Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 5.036
Cash flow aus der Investitionstätigkeit -14.240 487
        davon: aufgegebene Geschäftsbereiche 0 0
 +/- Eigenkapitalzuführungen / Einlagenrückgewähr Kommanditisten 1.114 9.786
+ Eigenkapitalzuführungen / Einlagenrückgewähr Stille Gesellschafter -379 -7.158
 +/- Einzahlungen/Auszahlungen für die Tilgung von 32.480 -986.589
(Finanz-) Krediten
 +/- Gezahlte Zinsen/erhaltene Zinsen 1.459 9.177
 +/- Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -669
Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit 34.674 -975.453
        davon: aufgegebene Geschäftsbereiche 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -14.280 -50.193
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 55.893 106.086
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 41.613 55.893

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010

1.    Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ALBIS Leasing AG (im Folgenden auch „Muttergesellschaft“, „Gesellschaft“ oder „AG“ genannt) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Ifflandstraße 4, 22087 Hamburg.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung B, unter der Nr. 73071 eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere an Unternehmen, die ihrerseits im Bereich des Leasinggeschäftes tätig sind, sowie von Grundstücken und Gebäuden im In- und Ausland.

Die ALBIS Leasing AG ist seit dem 30. August 1999 im Teilbereich des geregelten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (General Standard) notiert.

Dieser Abschluss wurde durch den Vorstand in seiner Sitzung vom 18. April 2011 aufgestellt, zur Veröffentlichung freigegeben und wurde dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 20. April 2011 zur Billigung vorgelegt.

2.     Rechnungslegungsgrundsätze und Konsolidierung

2.1  Rechnungslegungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG zum 31. Dezember 2010 ist nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. International Accounting Standards (IAS) sowie den Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) bzw. Interpretationen des Nachfolgegremiums International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 waren folgende Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

- Revised IFRS 1 „First Time Adoption of IFRS”, erstmals anzuwenden für Unternehmen, die ab dem 1. Juli 2009 erstmalig einen IFRS-Abschluss erstellen, spätestens jedoch mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Dezember 2009.

- Amendments to IFRS 1 Additional Exemptions for First-time Adopters, erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

- Amendments to IFRS 2 Group Cash-settled Share-based Payment Transactions, erstmals anzuwenden auf Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

- Revised IFRS 3 „Business Combinations“ and Amendments to IAS 27 „Consolidated and Separate Financial Statements”, erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen.

- Amendments to IAS 39 „Financial Instruments: Recognition and Measurement – Eligible Hedged Items”, erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

- Improvements to IFRS (Issued April 2009), erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

- IFRIC 12 „Service Concession Arrangements“, erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre die nach dem 29. März 2009 beginnen

- IFRIC 15 „Agreements for the Construction of Real Estate“, erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, in der EU spätestens jedoch mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Dezember 2009.

- IFRIC 16 „Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation”, erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen.

- IFRIC 17 „Distributions of Non-Cash Assets to Owners”, erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen in Kraft, in der EU jedoch spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Oktober 2009.

- IFRIC 18 „Transfers of Assets from Customers”, erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, in der EU jedoch spätestens mit Beginn des ersten Geschäftsjahres nach dem 31. Oktober 2009.

- Improvements to IFRSs (issued by May 2010), erstmals anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.

Die erstmalige Anwendung hat keine Auswirkungen auf die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Ergebnis je Aktie.

Folgende Standards und Interpretationen, die erst nach dem 31. Dezember 2010 anzuwenden sind, wurden nicht vorzeitig angewendet:

- Amendments to IFRS 1 „Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-Time Adopters“, erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Juni 2010 beginnen

- Revised IAS 24 „Related Party Disclosures", erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen

- Amendments to IAS 32 „Classification of Rights Issues“, erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen

- Amendments to IFRIC 14 „Prepayments of a Minimum Funding Requirement“, erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2010 beginnen

- IFRIC 19 „Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments“ erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Juni 2010 beginnen

Diese neuen bzw. geänderten Standards wurden auf den Abschluss des Konzerns zum 31. Dezember 2010 nicht vorzeitig angewendet bzw. sind nicht einschlägig. Eine vorzeitige Anwendung der Standards und Interpretationen ist nicht vorgesehen. Materielle und qualitative Auswirkungen auf die Berichterstattung ergeben sich daraus voraussichtlich nicht.

Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht erfolgte nach den IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.

Der Stichtag des Konzernabschlusses bzw. der Stichtag der Einzelabschlüsse der in den Konzern­abschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2010. Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Angaben im Anhang werden in T€ gemacht, soweit nicht anders bezeichnet.

2.2    Konsolidierungsgrundsätze / -kreis

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden entsprechend IAS 27 einheitlich nach den für die Konzernobergesellschaft ALBIS Leasing AG anwendbaren Bilanzierungs- und Bewertungsvor­schriften aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung der vollkonsolidierten Gesellschaften erfolgt grundsätzlich nach der Erwerbsmethode.

Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte und Schulden mit ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Anteile von Minderheitsanteils­eignern werden zu dem den Minderheitsanteil entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen. Anschließend werden etwaige, den Minderheitsanteilen zurechenbare Verluste, die den Minderheitsanteil übersteigen, direkt mit den Anteilen der Muttergesellschaft verrechnet. Die Ergebnisse des im Laufe des Jahres erworbenen Tochterunter­nehmens werden entsprechend vom effektiven Erwerbszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und ‑Verlustrechnung einbezogen.

Der Geschäfts- und Firmenwert unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Anstelle einer planmäßigen linearen Abschreibung erfolgt einmal im Jahr ein Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) nach IAS 36, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss. Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest erneute Überprüfungen vorzunehmen.

Die Geschäfts- und Firmenwert werden mit den Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen angesetzt. Zuschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte bei Wegfall der Gründe für Wertminderung sind nach IAS 36 nicht zulässig.

Der Impairment-Test wird auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Die Zuordnung erfolgt auf die Zahlungsmittel generierende Einheit, welcher der Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss voraussichtlich zufließen wird. Im Sinne des Impairment Test wird als zahlungsmittelgenerierende Einheit die Gesamtheit aller generellen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten betrachtet, welche weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten in der Lage ist, Mittelzuflüsse aus einer fortgesetzten Nutzung zu erzielen.

Der Impairment-Test wurde für die ausgewiesenen Goodwill auf Ebene der Segmente durchgeführt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen ergaben sich nicht, da sich Ansprüche und Verpflichtungen in gleicher Höhe gegenüber standen. Eventualverbindlichkeiten sind im erforderlichen Umfang konsolidiert worden. Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze sowie die konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Zwischenergebnisse aus getätigten Geschäften einbezogener Unternehmen wurden eliminiert. Als Folge der Anwendung konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften waren Steuerabgrenzungen vorzunehmen, die mit den Steuerabgrenzungen aus den Einzelabschlüssen zusammengefasst wurden.

Der Konzernabschluss enthält die ALBIS Leasing AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn die ALBIS Leasing AG direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens hält bzw. auf andere geeignete Weise einen beherrschenden Einfluss auf die Tochtergesellschaften ausübt und damit die Finanz- und Geschäftspolitik dieses Unternehmens zu ihrem wirtschaftlichen Vorteil bestimmen kann.

Zweckgesellschaften werden von der ALBIS Leasing Gruppe für die Verbriefung von Finanzinstrumenten gegründet. Ob eine Zweckgesellschaft zu konsolidieren ist oder nicht, unterliegt der Vermutung über die Beherrschung der Gesellschaft gemäß IAS 27 i. V. m. SIC 12. Danach ist unter anderem zu untersuchen, ob bei wirtschaftlicher Betrachtung das Unternehmen über das Recht verfügt, die Mehrheit des Nutzens aus der Zweckgesellschaft zu ziehen und deshalb unter Umständen Risiken ausgesetzt ist, die mit der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft verbunden sind.

Neben der ALBIS Leasing AG sind folgende Tochterunternehmen sowie fünf Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles) in den Konzernabschluss 2010 einbezogen worden:

Name und Sitz

Anteil am  Kapital in % direkt

Anteil am Kapital in % indirekt

1. Einbezogene verbundene Unternehmen

(1) ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg

100

(2) Alpha Anlagen Leasing GmbH, Hamburg

100

(3) ALBIS Versicherungsdienst GmbH (vormals Alster Rent & Sale      GmbH), Hamburg

100

(4) ALBIS Finance AG, Hamburg

100

(5) NL Mobil Lease GmbH, Neu-Isenburg

100

(6) UTA Leasing GmbH, Neu-Isenburg

100

(7) UTA Leasing GmbH & Co. Investitions KG, Neu-Isenburg

100

(8) PK Vermietungs- und Verwaltungs-Gesellschaft mbH, Neu-Isenburg

100

(9) KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH, Neu-Isenburg (vormals      Edingen-Neckarhausen )

100

(10) NL Real Estate Lease GmbH, Hamburg

94,8

(11) NL 7. Leasing Verwaltung GmbH, Hamburg

94,8

(12) SGL Structured Leasing GmbH & 1. KG, Hamburg

5,7

(13) NL 10. Leasing Verwaltung GmbH, Hamburg

94,8

(14) SGL Structured Leasing GmbH & 2. KG, Hamburg

5,7

(15) NL 9. Leasing Verwaltung GmbH, Hamburg

94,8

(16) SGL Structured Leasing GmbH & 3. KG, Hamburg

88,9

(17) NL 8. Leasing Verwaltung GmbH, Hamburg

94,8

(18) SGL Structured Leasing GmbH & 4. KG, Hamburg

5,7

(19) NL 4. Leasing Verwaltung GmbH, Hamburg

100

(20) NL 12. Leasing Verwaltung GmbH, Hamburg

94,8

(21) NL 12. Verwaltung Objekt Nümbrecht GmbH & Co. KG, Hamburg

5,7

(22) NL 15. Verwaltungs GmbH, Hamburg

94,8

(23) NL 15. Verwaltung Objekt Ascheberg GmbH & Co. KG, Hamburg

5,7

(24) ALBIS Capital Verwaltung AG, Hamburg

100

(25) ALBIS Capital AG & Co. KG, Hamburg

0,1

(26) Truck Lease GmbH (ehem. NL 14. Leasing Verwaltung GmbH),         Neu-Isenburg

100

(27) PS AutoLeasing GmbH, Hamburg

100

(28) Hanseatische Grundstücksvermietung Ifflandstraße GmbH,          Hamburg

100

(29) Hanseatische Grundstücksvermietung Objekt Ifflandstr. 4 GmbH &         Co. KG, Hamburg

93

7

(30) ALBIS Service GmbH, (vormals ASG Alster Services GmbH),        Hamburg

100

(31) NL Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg

100

(32) Menteny Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Göttingen

100

(33) ALBIS Vermögensverwaltung GmbH, Hamburg

100

(34) Kögel Leasing Verwaltung GmbH, Burtenbach

100

(35) ALBIS Fullservice Leasing GmbH (vormals ProGaLease GmbH),        Essen

100

(36) Gallinat-Leasing GmbH, Essen

100

(37) Centauri Beteiligungsverwaltungs GmbH, Göttingen

100

(38) Oktarin Beteiligungsverwaltungs GmbH, Göttingen

100

2. Assoziierte Unternehmen

(01) EUROKAUTION Service EKS GmbH, Hamburg

33,30

(02) Gallinat-Bank AG, Essen

19,00

30,00

3. Special Purpose Vehicles

(01) ISARIA No. 1 Inc., Grand Cayman

0

(02) Orpheus Funding Inc., Grand Cayman

0

(03) Eurydike Funding. Inc., Grand Cayman

0

(04) Corporate Loan Trading Inc., Grand Cayman

0

(05) ALBIS Special Finance Inc., Grand Cayman

0

4.     Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften gem. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB

(01) Hesse Newman Capital AG (vormals FHR Finanzhaus AG),          Hamburg

0,07 

5.     Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

(01) Best Care Heim-Betriebs-GmbH, Berlin

100

Weitere Angaben zu einbezogenen Unternehmen

Mit Kauf- und Übereignungsvertrag vom 9. Dezember 2009 hat die ALBIS Leasing AG mit Wirkung zum 1. Januar 2010 100 % der Anteile an der ASG Alster Service GmbH erworben. Die Gesellschaft firmiert heute unter ALBIS Service GmbH. Der Erwerb erfolgte von den fünf bisherigen Eigentümern jeweils zum Buchwert von T€ 55. Die Veräußerer waren die LeaseTrend GmbH, die ALAG Auto-Mobile GmbH & Co. KG, die ALBIS Finance AG, die ALBIS HiTec Leasing AG und die ALBIS Capital AG & Co. KG. Die ALBIS Service GmbH ist jetzt zu 100 % direkte Beteiligung der ALBIS Leasing AG.

Die KFS Kommunale Fuhrpark Service GmbH, die zu 100 % von der NL Mobil Lease GmbH gehalten wurde, ist im Jahr 2010 auf die NL Mobile Lease GmbH verschmolzen worden.

Die ALBIS Finance AG hat ihre 100 %ige Beteiligung an der ALBIS Securitisation AG mit Vertrag vom 29. Juni 2010 an die Gallinat-Bank AG verkauft. Der Kaufpreis in Höhe von € 0,2 Mio. entsprach dem Buchwert der Beteiligung und wurde am 30. Juni 2010 gezahlt. Mit Wirkung ab dem 29. Juni 2010 gehört die ALBIS Securitisation AG daher nicht mehr zum Konsolidierungskreis.

Die ALBIS Securitisation Holding Inc., Grand Cayman, ist 100 %ige Tochter der ALBIS Securitisation AG. Die ALBIS Securitisation Holding Inc. gehört deshalb ebenso ab dem 29. Juni 2010 nicht mehr zum Konsolidierungskreis.

Mit Wirkung zum 30. September 2010 hat die ALBIS Leasing AG ihre 100 %ige Beteiligung an der ALBIS Factoring AG an einen konzernfremden Dritte veräußert. Der Buchwert betrug T€ 70, der Veräußerungserlös T€ 63. Es ergab sich ein Veräußerungsverlust von T€ 7. Die ALBIS Factoring AG gehört nicht mehr zum Konsolidierungskreis.

Die NL Mobil Lease GmbH hat mit Vertrag vom 17. Dezember 2010 zu ihrer bestehenden Beteiligung an der Kögel Leasing Verwaltung GmbH, Burtenbach, von 51 % die verbleibenden 49% von der Kögel Fahrzeugwerke GmbH in Insolvenz hinzu erworben. Die NL Mobil Lease GmbH hält nun einen Anteil von 100 %. Der Erwerb erfolgte zum Buchwert.

Die NL Mobil Lease GmbH hat mit Vertrag vom 22. Dezember 2010 ihren Kommanditanteil an der Kögel Leasing GmbH & Co. KG, Burtenbach, an die Kögel Leasing Verwaltung GmbH, Burtenbach, verkauft. Das Betriebsvermögen der Kögel Leasing GmbH & Co. KG ist damit der Kögel Leasing Verwaltung GmbH angewachsen. Beide Gesellschaften waren zuvor bereits 100 %ige Tochtergesellschaften der NL Mobil Lease GmbH. Der Verkauf erfolgte zum Buchwert.

Die ALBIS HiTec Leasing AG hielt bislang 79 % der Anteile an der Gallinat-Leasing GmbH, und somit auch an deren 100 %iger Tochtergesellschaft, der ALBIS Fullservice Leasing GmbH. Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie der Einlagensicherungsfonds (Prüfungsverband deutscher Banken e.V.) das Inhaberkontrollverfahren zum Erwerb einer 49 %igen Beteiligung der Gallinat-Bank AG durch die ALBIS Leasing AG mit positivem Bescheid abgeschlossen hat, sind der ALBIS HiTec Leasing AG nun 100 % der Beteiligungen zuzurechnen. Ein positiver Bescheid im Inhaberkontrollverfahren war Bedingung für den Vollerwerb durch die ALBIS HiTec Leasing AG. Eine zusätzliche Zahlung war nicht zu leisten.

Durch die Einbeziehung der ALBIS Finance AG, der NL Mobil Lease GmbH und der NL Real Estate Lease GmbH in den Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG wurde für die ALBIS Finance AG, die NL Mobil Lease GmbH und die NL Real Estate Lease GmbH hinsichtlich der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreiend Rechnung gelegt.

Weitere Angaben zu assoziierten Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture des Konzerns darstellt.

Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen wurden in diesen Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen wurden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert. Verluste von assoziierten Unternehmen, die die Anteile des Konzerns an diesen Unternehmen übersteigen, wurden nicht erfasst.

Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen braucht gemäß IAS 28 nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden, wenn die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Die ALBIS Leasing AG hat mit Vertrag vom 21. Juni 2010 eine 49 %ige Beteiligung an der Gallinat-Bank AG, Essen, erworben. Die Anschaffungskosten betrugen nebst Anschaffungsnebenkosten T€ 2.090.Der Ausweis des Anteils an der Gallinat-Bank AG erfolgt zum 31. Dezember 2010 „at equity“.

Angaben zu assoziierten Unternehmen gem. IAS 28.37 (b)

Vermögenswert

Schulden

Umsatz

Periodengewinn/-verlust

2010

2010

2010

2010

T€

T€

T€

T€

EUROKAUTION Service EKS GmbH, Hamburg

333

3.710

415

-1.766

Gallinat-Bank AG, Essen

487.078

464.190

20.620

62

2009

2009

2009

2009

T€

T€

T€

T€

EUROKAUTION Service EKS GmbH, Hamburg

660

2.271

76

-1.859

Gallinat-Bank AG, Essen

343.934

328.528

22.804

207

Die Angaben zur EUROKAUTION Service EKS GmbH beruhen auf dem vorläufigen Buchungsstand zum 31. Dezember 2010. Ein endgültiger Jahresabschluss lag bei Bilanzaufstellung noch nicht vor.

Die ALBIS Leasing AG übt keinen maßgeblichen Einfluss auf dieses Unternehmen aus (IAS 28.37 (d)).

Die Angaben zur Gallinat-Bank AG beruhen auf dem zum 31. Dezember 2010 nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellten Jahresabschluss. Ein Jahresabschluss nach dem Standard International Financial Reporting Standards (IFRS) lag bei Bilanzaufstellung noch nicht vor.

2.3    Veränderungen des Konsolidierungskreises

2.3.1   Erstkonsolidierung

Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Gesellschaften erstmals konsolidiert.

2.3.2   Aufgegebener Geschäftsbereich / Entkonsolidierung

Die ALBIS Finance AG hat ihre 100 %ige Beteiligung an der ALBIS Securitisation AG mit Vertrag vom 29. Juni 2010 an die Gallinat-Bank AG verkauft. Der Kaufpreis in Höhe von € 0,2 Mio. entsprach dem Buchwert der Beteiligung und wurde am 30. Juni 2010 gezahlt. Mit Wirkung ab dem 29. Juni 2010 gehört die ALBIS Securitisation AG daher nicht mehr zum Konsolidierungskreis. Die Gesellschaft wurde zum 29. Juni 2010 entkonsolidiert.

Die ALBIS Securitisation Holding Inc., Grand Cayman ist 100 %ige Tochter der ALBIS Securitisation AG. Die ALBIS Securitisation Holding Inc. gehört deshalb ebenso ab dem 29. Juni 2010 nicht mehr zum Konsolidierungskreis. Die Gesellschaft wurde zum 29. Juni 2010 entkonsolidiert.

Mit Wirkung zum 30. September 2010 hat die ALBIS Leasing AG ihre 100 %ige Beteiligung an der ALBIS Factoring AG an einen konzernfremden Dritten veräußert. Der Buchwert betrug T€ 70, der Veräußerungserlös T€ 63. Es ergab sich ein Veräußerungsverlust von T€ 7. Der Kaufpreis wurde am 22. September 2010 gezahlt. Die ALBIS Factoring AG wurde zum 30. September 2010 entkonsolidiert.

Die Kaufpreise für die genannten Beteiligungen wurden durch Überweisung erbracht.

Weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

Zum Entkonsolidierungszeitpunkt wurden für die beiden wesentlichen Abgänge die folgenden Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapitalbestandteile entkonsolidiert:

ALBIS Securitisation AG

ALBIS Factoring AG

T€

T€

Immaterielle Vermögensgegenstände

13

0

Sachanlagevermögen

31

0

Forderungen

2.705

0

Sonstige Vermögensgegenstände

7

1

Bank- und Kassenguthaben

458

53

Vermögen

3.214

54

Kapital

2.665

54

Rückstellungen

194

0

Verbindlichkeiten Refinanzierung und Sonstige Verbindlichkeiten

35

0

Sonstige Verbindlichkeiten

320

0

Gesamt

3.214

54

2.3.3   Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In Kooperation mit der Gallinat-Bank AG, Essen, wurden per 30. Dezember 2010 die vertraglichen Grundlagen für die Umsetzung einer ABS-Bond-Struktur mit einem Volumen von nominal € 160 Mio. geschaffen und mit Datum vom 18. Januar 2011 begeben.

Im Zusammenhang mit dem Abschluss des Kauf- und Übertragungsvertrages von Verträgen und Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens vom 15./16. März 2011 mit Übertragungsstichtag 31. März 2011 zwischen der ALBIS Finance AG, Hamburg, und der KG CDL Leasing GmbH & Co., Hamburg, erfolgte auch die Beendigung des Geschäftsbesorgungsvertrag vom 21. Dezember 2005 mit der KG CDL Leasing GmbH & Co., Hamburg, zum vereinbarten Übertragungsstichtag am 31. März 2011.

2.4    Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse

Jahresabschlüsse in andere als auf den Euro lautende Währungen lagen nicht vor, daher ergaben sich keine Umrechnungsdifferenzen.

3.     Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

3.1    Anschaffungskostenprinzip

Dem Konzernabschluss liegt das Anschaffungskostenprinzip zugrunde. Falls nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

3.2    Immaterielle Vermögenswerte

3.2.1   Lizenzen und Software

Immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Diese werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungszeitraum und -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres geprüft. Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert betrachtet, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind.

3.2.2   Geschäfts- oder Firmenwert

Der im Rahmen der Konsolidierung entstehende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und in Folgeperioden nicht wieder aufgeholt. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der auf das entsprechende Unternehmen entfallene Anteil am Geschäfts- oder Firmenwert in die Bestimmung des Gewinns oder Verlustes aus der Veräußerung mit einbezogen.

Für den im Abschluss ausgewiesenen Goodwill wurde zum Jahresende ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dazu wurde der für die Akquisitionsgesellschaften ausgewiesene Goodwill auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten verteilt.

Die Bildung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten orientierte sich an den realen Strukturen des Unternehmens. Dabei wurde neben der eigentlichen Steuerung des Unternehmens auch die Darstellung im Reporting an die Unternehmensführung berücksichtigt.

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde über den beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten berechnet. Die Bewertung beruht auf der vom Management bestätigten Planung und den Prognosen für 2011.

Die Wachstumsrate der ewigen Rente spiegelt dabei die langfristigen Erwartungen an das Wachstum der Segmente wider und wurde mit 1 % angenommen.

Auf die Berechnung des Nutzungswertes wurde gemäß IAS 36.19 verzichtet.

Die Wachstumsrate des Mittelzu- und -abflusses beruht auf den Planungen der Entwicklung der einzelnen Segmente in Abhängigkeit des derzeitigen Marktumfeldes, der strategischen Ausrichtung sowie der angenommenen Entwicklung der Kosten. Dabei wurde ausschließlich das organische Wachstum betrachtet und  geplante Akquisitionen wurden aus den Planungen eliminiert.

Zur Berechnung des Zeitwertes wurden die Zahlungsreihen mit dem gewichteten Durchschnittskapitalkostensatz der ALBIS Leasing AG des Geschäftsjahres 2010 abgezinst. Dieser beträgt zum 31. Dezember 2010 5,88 % nach Steuern (Vorjahr 7,07 %)

Die berechneten Verkaufskosten wurden in Abhängigkeit zu dem ermittelten Firmenwert als Marge auf diesen errechnet und repräsentieren damit die größenabhängigen Kosten einer Transaktion.

Unterstützend wurden Szenarienrechnungen bei der Ableitung der Werthaltigkeit vorgenommen. Die Szenarien wurden so gewählt, dass sie die im derzeitigen Marktumfeld drastischste Verschlechterung der Rahmenbedingungen darstellen, um zu prüfen, ob in diesen Fällen eine Wertberichtigung erforderlich wäre.

Im Einzelnen wurden diese Szenarien betrachtet:

„Erhöhung des Kapitalkostensatzes um 2 % Punkte“,

„Nullwachstum der Umsätze“.

Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ergeben sich aus keinem der  Szenarien Anhaltspunkte, die auf eine verminderte Werthaltigkeit schließen lassen.

In Summe sind die Geschäfts- oder Firmenwerte der zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis der geplanten Entwicklung werthaltig und es ergibt sich für die Bilanzansätze kein Abschreibungsbedarf. Die Szenario- und Grenzwertberechnungen zeigen insbesondere nochmal, dass die Wertansätze aller Einheiten auch bei zukünftigen Schwankungen belastbar sind.

3.3    Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 16) abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen ausgewiesen. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten und deren kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen aus der Bilanz eliminiert, und der aus dem Verkauf resultierende Ertrag oder Aufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Einfuhrzoll und nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner beabsichtigten Verwendung zu bringen.

Aufwendungen, die nach Beginn der Nutzungsdauer entstehen (z. B. Wartungs-, Instandhaltungs- und Überholungskosten) werden gewöhnlich in der Periode erfolgswirksam ausgewiesen, in der die Kosten entstanden sind. Führen Aufwendungen zu einem zusätzlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen, der erwartungsgemäß aus der Verwendung eines Gegenstands des Sachanlagevermögens über seinen ursprünglichen bemessenen Leistungsgrad hinaus resultiert, so werden diese Aufwendungen als zusätzliche Kosten der Sachanlagen aktiviert.

Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:

- Betriebs- und Geschäftsausstattung

- EDV-Hardware 3 Jahre

- Fuhrpark 4–5 Jahre

- Mietereinbauten 10 Jahre

- Sonstige (Büroeinrichtung) 3 – 20 Jahre

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Der Beginn des Abschreibungszeitraums wird durch den Zeitpunkt der Betriebsbereitschaft festgelegt.

Gemäß IAS 16 Tz. 60 ff. in Zusammenhang mit dem deutschen Steuerrecht werden geringwertige Anlagegüter (GWG) bis zu einem Wert von € 150 im Jahr des Zugangs gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Wert von über € 150 bis maximal € 1.000 wurde gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20 % abzuschreiben ist.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Soweit erforderlich wurde auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

3.4    Vorräte

Vorräte werden, soweit vorhanden, mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Verkaufspreis im normalen Geschäftsgang.

3.5    Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wann immer auf Grund von Ereignissen oder Änderungen der Umstände Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielbar sein könnte. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt worden sind, ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzwert. Der Nettoveräußerungswert ist der durch einen Verkauf des Vermögenswertes erzielbare Betrag aus einer marktüblichen Transaktion, während man unter Nutzwert den Barwert des geschätzten künftigen Cash flow versteht, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet wird. Der erzielbare Betrag wird für einen einzelnen Vermögenswert geschätzt oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit.

Wenn ein Anhaltspunkt vorliegt, dass eine Wertminderung nicht länger besteht oder sich verringert hat, wird diese Wertaufholung als Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

3.6    Bilanzierung des Leasinggeschäftes

Die zum 31. Dezember 2010 bestehenden Leasing- und Mietkaufverträge im Konzern sind gemäß IAS 17 zu bilanzieren. Die anfänglichen Vertragslaufzeiten liegen bei durchschnittlich 30 Monaten. Hierbei handelt es sich um Teil- und Vollamortisationsverträge sowie um Mietkaufverträge.

In der Konzernbilanz der ALBIS Leasing AG werden sowohl Finance- als auch Operate-Leasingverträge ausgewiesen.

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt (IAS 17.8). Der Leasingnehmer erwirbt den wirtschaftlichen Nutzen aus dem Gebrauch des Leasinggegenstandes für den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und verpflichtet sich im Gegenzug, für dieses Recht bestimmte Leasingraten zu entrichten, die dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes und den Finanzierungskosten in etwa entsprechen.

Im Gegensatz dazu liegt ein Operate-Leasingverhältnis im Sinne einer Negativdefinition immer dann vor, wenn ein Leasingverhältnis nicht als Finanzierungsleasing klassifiziert werden kann. In diesem Fall behält der Leasinggeber das wirtschaftliche Eigentum.

Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden in der Bilanz als Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswertes, d. h. des Barwertes der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Ausgangspunkt für die Berechnung des Nettoinvestitionswertes bilden die Nettoanschaffungskosten des Leasingobjektes vermindert um eine vom Leasingnehmer geleistete Mietsonderzahlung. Anfängliche direkte Kosten, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden gegen die Erträge über die Gesamtlaufzeit des Leasingvertrages verrechnet, indem die nicht realisierten Finanzerträge anteilig um den Betrag dieser anfänglichen Kosten gekürzt werden. Finanzerträge werden derart erfasst, dass eine konstante periodische Verzinsung der ausstehenden Restforderung erzielt wird.

Die Gegenstände aus Operate-Leasingverhältnissen sind in der Bilanz als Vermögenswerte ausgewiesen und werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses bzw. des Abschlusses eines Anschlussvertrages. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses.

3.7   Liquide Mittel

Liquide Mittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der in der Konzernbilanz bzw. der Kapitalflussrechnung dokumentierte Bestand an Finanzmitteln ist zum Teil nicht der ALBIS Leasing AG zuzurechnen, sondern im Wesentlichen den nach SIC 12 konsolidierten Special Purpose Vehicles (ABS-Strukturen) sowie den Gesellschaften, an denen stille Gesellschafter und Kommanditisten beteiligt sind. Hiervon unterliegen T€ 17.077 (Vorjahr: T€ 24.058) Transfer­beschränkungen.

3.8    Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Nach erstmaliger Bilanzierung von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten mit einer festen Laufzeit erfolgt die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen, wobei die Effektivzinsmethode verwendet wird. Forderungen mit kurzer Laufzeit und sonstige Vermögenswerte ohne festen Zinssatz werden zum ursprünglichen Rechnungsbetrag oder zum Nennwert bewertet, soweit die Auswirkung einer kalkulatorischen Abzinsung unwesentlich ist. Diejenigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die keine feste Laufzeit haben, werden zu Anschaffungskosten (Nennwert) bewertet. Alle Forderungen und sonstigen Vermögenswerte unterliegen einer Überprüfung hinsichtlich möglicher Wertminderungen.

Sonstige Vermögenswerte, die nicht in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie unterliegen ebenfalls einer Überprüfung hinsichtlich möglicher Wertminderungen.

3.9    Pensionsrückstellungen

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt jährlich durch qualifizierte unabhängige Versicherungsmathematiker gemäß der Regelungen des IAS 19. Die Verpflichtungen und der Pensionsaufwand werden auf Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Project-Unit-Credit-Method) ermittelt. Dabei führt jede Leistungsperiode zu einem Anstieg des erdienten Anspruchs. Aus der individuellen Bewertung ergibt sich ein kumulierter Gesamtanspruch. Gewinne oder Verluste aus Beschränkungen oder Übertragungen von Ansprüchen werden berücksichtigt, wenn die Beschränkung oder die Übertragung eintritt. Die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne oder Verluste geschieht zeitanteilig auf der Grundlage der erwarteten durchschnittlichen Restlebensarbeitszeit der Mitarbeiter, soweit der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode 10 % des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (Defined Benefit Liability) übersteigt.

Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert der geschätzten zukünftigen Cash flows auf Basis eines Zinssatzes für Industrieanleihen derselben Währung und derselben Laufzeit, die auch die Pensionsverpflichtungen aufweisen, ermittelt.

Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,15 % p.a. und unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. K. Heubeck ermittelt.

3.10    Rückstellungen

Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ergebnisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.

3.11    Verbindlichkeiten

Nach der erstmaligen Erfassung werden alle Finanzverbindlichkeiten, die keine derivativen Verbindlichkeiten sind, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Derivative Verbindlichkeiten werden nach der erstmaligen Erfassung zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

3.12    Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen

Diese Verbindlichkeiten entstehen aus dem Verkauf eines Teils der Leasingforderungen an einen Refinanzierer. Der Bewertungsansatz erfolgt in Höhe des Barwertes der noch zu leistenden Zahlungen an die Refinanzierer. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet. Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und Tilgungsanteil aufzuteilen.

3.13    Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs zwischen Berichts- und Fremdwährung umgerechnet wird.

Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten sowie aus der Stichtagsbewertung zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, werden als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst. Im Geschäftsjahr 2010 sind keine Umrechnungsdifferenzen entstanden.

3.14    Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden als Aufwand behandelt da es sich nicht um aktivierungspflichtige Sachverhalte gemäß IAS 23.8 handelt.

3.15    Erlösrealisierung

Umsatzerlöse werden bei Erbringung der Leistungen beziehungsweise bei Nutzungsüberlassung realisiert. Sie werden ohne Verbrauchsteuern ausgewiesen. Dabei werden erwartete Rabatte oder sonstige Preisnachlässe abgegrenzt beziehungsweise in Abzug gebracht.

Bei bestimmten Lieferungen ist eine Übernahmebestätigung durch den Erwerber notwendig. Bei diesen Lieferungen wird der Umsatz nach erfolgter Zustimmung des Käufers realisiert.

Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen auf niedrigere beizulegende Zeitwerte berücksichtigt.

3.16    Zinserträge

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen unter Verwendung der Effektivzinsmethode entstanden sind.

3.17    Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern

Bei den Ertragsteuern bemisst sich die Steuerlast nach der Höhe des jährlichen Periodenergebnisses und berücksichtigt Steuerlatenzen. Latente Steuern werden mit Hilfe der bilanzorientierten Liability-Methode ermittelt. Latente Steuern spiegeln den Nettosteueraufwand/- ertrag temporärer Unterschiede zwischen dem Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Schuld in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen wieder. Die Bemessung latenter Steueransprüche und –schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die erwartungsgemäß für die Periode gelten, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld beglichen wird. Die Bewertung latenter Steuerschulden und -ansprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die aus der Art und Weise der Umkehrung temporärer Unterschiede nach der Einschätzung am Stichtag voraussichtlich resultieren werden.

Latente Steueransprüche und -schulden werden unabhängig von dem Zeitpunkt erfasst, an dem sich die temporären Buchungsunterschiede wahrscheinlich umkehren.

Ein latenter Steueranspruch ist für alle ertragsteuerlich relevanten temporären Unterschiede in dem Maße zu bilanzieren, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das der temporäre Unterschied verwendet werden kann. Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt das Unternehmen nicht bilanzierte latente Steueransprüche und den Buchwert latenter Steueransprüche neu. Das Unternehmen setzt einen bislang nicht bilanzierten latenten Steueranspruch in dem Umfang an, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen die Realisierung des latenten Steueranspruches gestatten wird. Umgekehrt wird der Buchwert eines latenten Steueranspruches in vollem Umfang vermindert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den latenten Steueranspruch entweder zum Teil oder insgesamt zu nutzen.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Unterschiede bilanziert, sofern die latenten Steuerschulden keinem Geschäfts- oder Firmenwert entstammen, dessen Abschreibung steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Es sind wie im Vorjahr keine latenten Steuern auf den Anteil am Jahresergebnis gebildet worden, welcher die Sphären konzernfremder Kapitalgeber (der Kommanditisten und der stillen Gesellschafter)  betrifft. Dieser Anteil schlägt sich nicht in Steuern für den Konzern nieder.

3.18    Wesentliche Ermessungsentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten:

Die Konzerngesellschaften nutzen im Zuge der Refinanzierung des Leasinggeschäftes verschiedene ABS-Programme (vgl. sonstige Angaben – ABS-Programme). Hierbei handelt es sich um Zweckgesellschaften, die Leasingforderungen von Konzerngesellschaften ankaufen, diese bündeln und dann zur eigenen Refinanzierung kurzfristige Commercial Papers (CPs) ausgeben. Soweit CPs nicht am Markt platziert werden können – was aufgrund der Marktlage derzeit verbreitet der Fall ist – wird zum Ausgleich die Liquidität der Zweckgesellschaften durch entsprechende Kreditlinien, die von den das jeweilige Programm begleitenden Banken eingeräumt wurden, gesichert.

Die von den Tochtergesellschaften der ALBIS Leasing AG unterhaltenen ABS-Programme sowie die für Dritte arrangierten Programme werden nach IFRS / SIC 12 im Konzernabschluss konsolidiert, da die Chancen und Risiken aus dem Geschäft der Zweckgesellschaften den Unternehmen der ALBIS Leasing Gruppe zuzurechnen sind

3.19    Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbunden Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

-   Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte.

-   Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen auf Basis des Werterhaltungssatzes.

-   Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwertes von Leasingforderungen.

-   Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten.

-   Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge.

Die der Discounted-Cash flow-Bewertung zur Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cash flows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wird. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen.

Dabei wurden künftige Investitionen in das operative Geschäft der Gesellschaft auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.

Die Forderungen aus gekündigten beziehungsweise rückständigen Leasingverträgen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Prozentsätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.

Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwertes der Leasingforderungen berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Die Restwerte werden bei Abschluss der entsprechend zugrunde liegenden Leasingverträge auf Basis der erwarteten Werte berücksichtigt. Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Bei der Berechung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.     Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag hat der Konzern aktivisch latente Steuern aus der Entstehung bzw. Umkehrung temporärer Unterschiede in Höhe von T€ 324 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um latente Steuern gemäß IAS 12, die im Zusammenhang mit der Neubewertung der Pensionsrückstellungen stehen. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nicht gebildet, da die Nutzung in der näheren Zukunft nicht ausreichend sicher erscheint.

Wie im Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2010 keine latenten Steuern auf nicht den Konzerneigenanteil am Jahresergebnis betreffende Sphären konzernfremder Kapitalgeber gebildet worden.

Für die Berechnung der erwarteten Steuern wird ein Steuersatz von 32,275 % verwendet. Dieser setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag von 15,825 % sowie der Gewerbesteuer von 16,450 %.

5.     Ausstehende Einlagen anderer Gesellschafter

Der Vorjahresausweis betraf ausschließlich konzernfremde Gesellschafter in Immobilienleasing­gesellschaften. Die Einlagen wurden zwischenzeitlich eingefordert.

6.     Immaterielle Vermögenswerte

6.1    Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die immateriellen Vermögenswerte, im Wesentlichen Software, werden linear über die Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

6.2    Geschäfts- und Firmenwerte

Der Geschäfts- und Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung 2010:

1.1.2010

T€

Zugänge 2010

T€

Abgänge 2010

T€

Abschreibungen 2010

T€

31.12.2010

T€

NL Mobil Lease GmbH

3.408

0

0

0

3.408

NL Real Estate Lease GmbH

1.251

0

0

0

1.251

KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH

1.166

0

0

0

1.166

ALBIS Finance AG

1.034

0

0

0

1.034

Gallinat-Leasing GmbH

282

0

0

0

282

7.141

0

0

0

7.141

Entwicklung 2009:

1.1.2009

T€

Zugänge 2009

T€

Abgänge 2009

T€

Abschreibungen 2009

T€

31.12.2009

T€

NL Mobil Lease GmbH

3.408

0

0

0

3.408

NL Real Estate Lease GmbH

1.251

0

0

0

1.251

KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH

1.166

0

0

0

1.166

ALBIS Finance AG

1.034

0

0

0

1.034

Gallinat-Leasing GmbH

0

282

0

0

282

6.859

282

0

0

7.141

Nach IFRS 3 wird für den Geschäfts- oder Firmenwert eine unbestimmte Restnutzungsdauer angenommen. Zum Bilanzstichtag sind die immateriellen Vermögenswerte weder durch Verfügungsbeschränkungen noch durch Pfandrechte Dritter belastet.

Der Geschäfts- und Firmenwert beschreibt den Mehrbetrag des Kaufpreises über die Summe der erworbenen Vermögensgegenstände abzüglich der erworbenen Verbindlichkeiten. Bei dem Ansatz der Vermögenswerte wurde eine Bestimmung der erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Bewertung aller Vermögensgegenstände erfolgte zum Zeitwert per Datum des Erwerbs. Um den Wertansatz der Gesellschaften zu bestimmen, wurden Kaufpreisallokationen nach IFRS 3 durchgeführt. Als Immaterielle Vermögenswerte wurden insbesondere der Substanzwert der schwebenden Verträge und die Kundenbeziehungen identifiziert und mittels Residual-Methode bewertet. Für die Abzinsung der Cashflows kam ein Diskontierungszinssatz von 5,88 % (Vj.: 7.07 %) zum Ansatz.

7.     Sachanlagen

7.1    Leasingobjekte des Sachanlagevermögens

Das Leasingvermögen besteht im Wesentlichen aus Immobilien sowie darüber hinaus aus Pkw, die im Rahmen von Operate-Leasingverträgen zu aktivieren sind. Die Vermögenswerte werden linear über die Vertragslaufzeit unter Berücksichtigung der geschätzten Restbuchwerte abgeschrieben. Die durchschnittliche Restlaufzeit im Immobilienbereich liegt bei 120 Monaten, die durchschnittliche Restlaufzeit im Mobilienbereich liegt bei etwa 30 Monaten.

7.2    Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Vermögensgegenstände der anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden linear über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben.

8.     Finanzanlagen

Die Finanzanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung 2010:

1.1.2010

T€

Zugänge 2010

T€

Abgänge 2010

T€

Umbuchungen 2010

T€

Abschreibungen 2010

T€

31.12.2010

T€

Anteile an assoziierten Unternehmen

Gallinat-Bank AG

0

5.507

0

1.747

0

7.254

EUROKAUTION Service EKS GmbH

0

0

0

0

0

0

0

5.507

0

1.747

0

7.254

Beteiligungen

Hesse Newman Capital AG

(ehem. FHR Finanzhaus AG)

488

0

479

0

0

9

488

0

479

0

0

9

Sonstige Ausleihungen

Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG

2.548

0

2.548

0

0

0

Gallinat-Bank AG, atypisch stille Beteiligung

0

7.400

0

0

0

7.400

Gallinat-Bank Genußrechte

600

5.018

0

0

0

5.618

3.148

12.418

2.548

0

0

13.018

Geleistete Anzahlungen

Gallinat-Bank AG

1.652

860

0

-1.747

0

765

1.652

860

0

-1.747

0

765

5.288

18.785

3.027

0

0

21.046

Es wurden folgende Ergebnisse assoziierter Unternehmen „at-equity“ berücksichtigt:

EUROKAUTION Service EKS GmbH, Hamburg, T€ 0.

Der Verlust der EUROKAUTION Service EKS GmbH betrug für das Geschäftsjahr 2009 T€ -1.859, bei einer Beteiligungsquote von 33,30 % beträgt der Anteil der ALBIS Leasing Gruppe hiervon T€ -619, hiervon sind durch den At Equity Ansatz T€ -174 nicht aufwandswirksam berücksichtigt. Der vorläufige Verlust im Geschäftsjahr 2010 beträgt T€ -1.765, bei einer Beteiligungsquote von 33,30 % beträgt der Anteil der ALBIS Leasing Gruppe hiervon T€ -588, hiervon sind durch den At Equity Ansatz T€ -588 nicht aufwandswirksam berücksichtigt. Kumuliert sind damit durch den At Equity Ansatz T€ -762 nicht aufwandswirksam berücksichtigt.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2010 T€ -3.377, bei einer Beteiligungsquote von 33,30 % beträgt der Anteil der ALBIS Leasing Gruppe hiervon T€ -1.126.

Gallinat-Bank AG, Essen, T€ 5.167

Aus der Erstkonsolidierung entstand ein erfolgswirksam zu vereinnahmender Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 5.137. Der Gewinn der Gallinat-Bank AG, Essen, beträgt T€ 62. Bei einer Beteiligungsquote von 49 % beträgt der Anteil der ALBIS Leasing Gruppe T€ 30.

Die Beteiligung an der Hesse Newman Capital AG, Hamburg, (ehemals FHR Finanzhaus AG) besteht mit einer Quote von 0,07 % (Vorjahr: 3,8 %). Aus der teilweisen Veräußerung der Beteiligung wurden am Markt T€ 319 erlöst, demgegenüber ist ein Buchwert von T€ 479 abgegangen. Der Veräußerungsverlust betrug T€ 160.

Die Ausleihung gegenüber der Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG sind im Jahr 2010 vertragsgemäß getilgt worden.

Die Ausleihungen gegenüber der Gallinat-Bank AG resultieren aus übernommenen Genussrechten der Bank. Die gegenwärtig ausgewiesenen Genussrechte laufen bis zum 31. Dezember 2016, die Genussrechte werden mit einem festen Zins von 7,5 % verzinst.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 1./2. Dezember 2010 zwischen der ALBIS Finance AG und der Gallinat-Bank AG, Essen, wurde eine stille Gesellschaft zum Zwecke der Beteiligung des stillen Gesellschafters ALBIS Finance AG an der Bank geschlossen. Der stille Gesellschafter hat eine Bareinlage in Höhe von € 1.000.000 in das Vermögen der Bank geleistet. Die stille Gesellschaft hat eine Dauer bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Die Gewinnbeteiligung des stillen Gesellschafters beträgt, bezogen auf den Nominalwert der Einlage, 8 % p.a. zuzüglich 2 % p.a. vorab aus dem festgestellten Bilanzgewinn der Bank, so dass die Gewinnbeteiligung insgesamt maximal 10 % p.a. beträgt.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 22. Dezember 2010 zwischen der ALBIS Finance AG und der Gallinat-Bank AG wurde eine stille Gesellschaft zum Zwecke der Beteiligung des stillen Gesellschafters ALBIS Finance AG an der Bank geschlossen. Der stille Gesellschafter hat eine Bareinlage in Höhe von € 6.400.000 in das Vermögen der Bank geleistet. Die stille Gesellschaft hat eine Dauer bis zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Die Gewinnbeteiligung des stillen Gesellschafters beträgt, bezogen auf den Nominalwert der Einlage, 8 % p.a. zuzüglich 2 % p.a. vorab aus dem festgestellten Bilanzgewinn der Bank, so dass die Gewinnbeteiligung insgesamt maximal 10 % p.a. beträgt.

Die Bewertung der stillen Beteiligungen erfolgte zum Bilanzstichtag zum Fair Value. Das gesamte Investment stellt dabei ein einheitliches Bilanzierungsobjekt dar.

Entwicklung 2009:

01.01.2009

T€

Veränd. Kons.kr.

2009

T€

Zugänge 2009

T€

Abgänge 2009

T€

Abschreibungen 2009

T€

31.12.2009

T€

Anteile an assoziierten Unternehmen

Truckport Dienstleistungsges.

für Nutzfahrzeuge GmbH

174

0

0

174

0

0

EUROKAUTION Service EKS GmbH

300

0

200

500

0

0

474

0

200

674

0

0

Beteiligungen

Hesse Newman Capital AG

(ehem. FHR Finanzhaus AG)

859

0

0

433

-62

488

859

433

-62

488

Wertpapiere

Aktien

3.000

0

0

0

3.000

0

3.000

0

0

0

3.000

0

Sonstige Ausleihungen

Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG

3.810

0

0

1.262

0

2.548

Freemans PLC, London (UK)

4.227

-4.227

0

0

0

0

Grattan PLC, Bredford (UK)

2.404

-2.404

0

0

0

0

Structured Finance GmbH

154

0

0

154

0

0

Gallinat-Bank Genußrechte

0

0

600

0

0

600

Übrige

0

0

0

0

0

0

10.595

-6.631

600

1.416

0

3.148

Geleistete Anzahlungen

Gallinat-Bank AG

0

0

1.652

0

0

1.652

0

0

1.652

0

0

1.652

14.928

-6.631

2.452

2.523

2.938

5.288

9.     Forderungen

9.1    Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Leasing- und Vermietvermögen

Der Ausweis der (lang- und kurzfristigen) Leasing- und Mietkaufforderungen erfolgt netto von nicht verdienten, kontrahierten Zinsen, die mit den annuitätischen Ratenzahlungen der Kunden dem Konzern zufließen. Dieses entspricht dem Zeitwert. Die Aufteilung der Forderungen aus dem Leasinggeschäft nach Restlaufzeiten sowie die Überleitung zu den Bruttoleasingforderungen stellt sich wie folgt dar:

Laufzeiten

Gesamt

Zusammensetzung 2010:

Bezeichnung

bis1 Jahr

über 1 bis 5 J.

über 5 J.

2010

2009

Zukünftige Raten

106.679.750

120.038.915

5.473.673

232.192.337

448.810.816

+ Garantierte Restwerte

25.080.722

39.117.658

2.404.233

66.602.613

172.794.178

+ Nicht garantierte Restwerte

1.891.067

5.581.520

26.049

7.498.636

8.028.444

= Bruttoinvestitionswert

133.651.539

164.738.093

7.903.955

306.293.587

629.633.438

- Noch offene Zinsen

-17.211.416

-13.128.699

-734.007

-31.074.121

-68.488.083

= Nettoinvestitionswert

116.440.123

151.609.394

7.169.948

275.219.465

561.145.355

Barwert der nicht garantierten

Restwerte = Barwert

0

0

0

0

7.014.203

Mindestleasingzahlungen

116.440.123

151.609.394

7.169.948

275.219.465

554.131.152

Zusammensetzung 2009:

Bezeichnung

bis1 Jahr€

über 1 bis 5 J.€

über 5 J.€

2009

2008€

Zukünftige Raten

182.015.031

266.452.995

342.790

448.810.816

656.936.919

+ Garantierte Restwerte

53.272.339

118.971.650

550.189

172.794.178

240.036.209

+ Nicht garantierte Restwerte

1.900.260

6.128.184

0

8.028.444

0

= Bruttoinvestitionswert

237.187.630

391.552.829

892.979

629.633.438

896.973.128

- Noch offene Zinsen

-32.520.762

-35.955.424

-11.897

-68.488.083

-100.077.960

= Nettoinvestitionswert

204.666.868

355.597.405

881.082

561.145.355

796.895.168

Barwert der nicht garantierten

Restwerte = Barwert

1.805.247

5.208.956

0

7.014.203

0

Mindestleasingzahlungen

202.861.621

350.388.449

881.082

554.131.152

796.895.168

9.2    Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betreffen ausschließlich die Geschäftsanteile an der Best Care Heim-Betriebs-GmbH (vormals pro seniore Heim-Betriebs-GmbH), Berlin. Im Zusammenhang mit diversen Schwierigkeiten bei der Zahlung von Leasingraten und der Insolvenz des dortigen Generalmieters von Altenheimen, des DSK e.V., hat die SGL Structured Leasing GmbH & Co. Erste KG, Hamburg, ihr gemäß Urkunden-Rolle-Nr. 928/2003 K vom 4. Juni 2003 eingeräumtes Optionsrecht auf den Erwerb von 100 % der Gesellschaftsanteile der Best Care Heim-Betriebs-GmbH, Berlin, welche durch die Inolvenz ausübbar wurde, ausgeübt. Mit der Ausübung des Optionsrechts ist die SGL Structured Leasing GmbH & Co. Erste KG, Hamburg, alleiniger Gesellschafter der Best Care Heim-Betriebs-GmbH, Berlin, geworden. Der Ausübungspreis der Option und damit die Anschaffungskosten für die Gesellschaftsanteile an der Best Care Heim-Betriebs-GmbH, Berlin, beträgt € 51.129,19. Der Beteiligungserwerb erfolgte einzig zur Sicherung und besseren Verwertung der im Eigentum der ALBIS Leasing Gruppe stehenden und an die zwischenzeitlich insolvent gewordene DSK e. V., Berlin, verleasten Immobilien. Die Möglichkeiten der Veräußerung werden zur Zeit untersucht. Die Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile an der Best Care Heim-Betriebs-GmbH, Berlin, ist vorgesehen. Aus diesem Grund wird aktiv nach einem Interessenten gesucht. Der Veräußerungsvorgang soll einen Zeitraum von einem Jahr nach Möglichkeit nicht überschreiten.

Die Bewertung der zu erwerbenden Beteiligung an der Best Care Heim-Betriebs-GmbH, Berlin, erfolgte zu Anschaffungskosten. Von einem niedrigeren Zeitwert wird nicht ausgegangen.

Korrespondierend wird auf der Passivseite (17. Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten) die Kaufpreisverpflichtung in gleicher Höhe ausgewiesen. Aus dem letzten uns vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 haben wir folgende Daten entnommen:

2009

T€

2008

T€

langfristige Vermögenswerte

  Sachanlagen

82

107

  Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

721

1.007

  Guthaben bei Banken

630

465

Gesamt

1.433

1.579

10.    Eigenkapital / Gezeichnetes Kapital

Bezüglich der Veränderung des Eigenkapitals verweisen wir neben den folgenden Ausführungen auf die gesonderte Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist im Amtlichen Handel notiert an den Börsen Frankfurt/Main und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart. Das Grundkapital in Höhe von € 15.327.552 ist in Stammaktie zum Nennwert von je € 1,00 aufgeteilt.

Verschiedene Aktiengattungen gibt es nicht. Die Stammaktien sind sämtlich mit identischen Stimm- und Dividendenberechtigungen ausgestattet. Besondere Kontrollbefugnisse wurden nicht eingeräumt. Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der Aktien sind der ALBIS Leasing AG nicht bekannt.

Aktionärsstruktur:

Manus Vermögensverwaltung GmbH

25 %

Frau Gabriele Wolff, Deutschland

15 %

Herr Johann G. Wolbert, Deutschland

10 %

Schwanenwik Vermögensverwaltung GmbH

7 %

Streubesitz

43 %

Die Vorschriften der Satzung, die die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sowie die Änderung der Satzung betreffen, entsprechen den gesetzlichen Regelungen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2012 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 7.650.000 zu erhöhen. Sofern den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt wird, können die Aktien auch einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Abs. 1 S. 1 oder § 53 b Abs. 1 S. 1 oder Abs. 7 KWG tätigen Unternehmen zur Übernahme angeboten werden mit der Verpflichtung, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu entscheiden,

(a)  um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

(b)  bei Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zwecke des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen, Unternehmensbeteiligungen oder sonstigen Vermögensgegenständen;

(c)  bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur, soweit der auf die neuen Aktien entfallende Anteil am Grundkapital weder insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Eintragung dieses genehmigten Kapitals bestehenden Grundkapitals noch insgesamt 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktien bestehenden Grundkapitals übersteigt. Bei der Ausnutzung der 10 %-Grenze sind aufgrund anderweitiger Ermächtigungen etwa erfolgte Ausschlüsse des Bezugsrechts nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG (z. B. bei der Veräußerung eigener Aktien oder bei der Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen) mit einzubeziehen;

(d)  um Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen zu begeben; sowie

(e)  um Inhabern von durch die Gesellschaft auszugebenden Wandel- und/oder Optionsschuld­verschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechts zustehen würde.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Das Grundkapital ist um bis zu € 7.650.000 durch Ausgabe von bis zu 7.650.000 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2008). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsrechten, die den von der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 7. Juli 2008 auszugebenden Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Es gibt keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Es gibt keine besonderen Entschädigungsvereinbarungen des Mutterunternehmens, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden.

Die IFRS Neubewertungsrücklage entwickelte sich wie folgt:

2010

T€

Stand 1.1.2010

-74

Veränderungen 2010

   0

Stand 31.12.2010

-74

Es ergeben sich keine Veränderung der im Eigenkapital erfassten Beträge (IAS 1.96).

11./12.   Kapitalkonten atypisch stiller Gesellschafter bzw. der Publikums-Kommanditisten

Publikums-Kommanditisten werden gemäß IAS 32 unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Ausweis in der Sonderposition vor den Verbindlichkeiten trägt dem besonderen Charakter der Kapitalkonten der Fondszeichner als Mitunternehmer der Fondsgesellschaften des ALBIS-Konzerns Rechnung. In die Kapitalkonten wurde der Ergebnisanteil der stillen Gesellschafter bei den Fondsgesellschaften der ALBIS Finance AG und der ALBIS HiTec Leasing AG einbezogen. Es werden zum 31. Dezember 2010 T€ 26.201 (Vorjahr: T€ 31.400) in der Sonderposition ausgewiesen.

Die Kapitalkonten wurden entsprechend den Zeitwerten angesetzt unter Vernachlässigung etwaiger bei Fälligkeit ermittelter zusätzlicher Abfindungsansprüche, die erst im Zeitpunkt des Ausscheidens der Gesellschafter, unter Zugrundelegung des weiteren Geschäftsverlaufes der Fondsgesellschaften, zuverlässig ermittelt werden können.

Im Einzelnen sind passivierte Einlagen stiller Gesellschafter, die bis zum Jahresultimo 2010 kündigungsfähig sind, in folgender Zusammensetzung enthalten:

2010

2009

T€

T€

Kündigungsfähige Einlagen stiller Gesellschafter

23.473

52.196

Ausstehende Einlagen stiller Gesellschafter

-878

-1.216

Privatkonten/ Entnahmen stiller Gesellschafter

-9.524

-28.298

Verlustkonten stiller Gesellschafter (gemäß den steuerlichen relevanten Grundlagen)

-8.986*

-21.623

4.085

1.059

* Berücksichtigung der Ergebniszuweisung bis einschließlich 2009 (Vorjahr: 2008)

Sofern die betroffenen stillen Gesellschafter tatsächlich kündigen, ist die Rückzahlung zum Jahresultimo des übernächsten Geschäftsjahres vereinbart. Die Kommanditeinlagen der Publikums-KG-Fondsgesellschaft ALBIS Capital AG & Co. KG weisen in den nächsten Geschäftsjahren noch keine Kündigungsmöglichkeiten auf. Es werden zum 31. Dezember 2010 T€ 13.978 (Vorjahr: T€ 26.757) in der Sonderposition ausgewiesen.

13.    Pensionsrückstellungen

Drei Konzerngesellschaften verfügen, nach dem Zugang der Gallinat-Leasing GmbH, über einen Pensionsplan für berechtigte Mitarbeiter. Die Pensionsrückstellung betrifft im Wesentlichen (T€ 2.920) unverfallbare Anwartschaften für vor dem 30. Juni 1997 ausgeschiedene Mitarbeiter der MagnaMedia Verlag AG (umfirmiert in ALBIS Leasing AG). Darüber hinaus wurden zwei individuelle Zusagen erteilt. Der Pensionsplan der MagnaMedia Verlag AG sieht eine Altersrente von 0,8 % des letzten rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes rentenfähige Dienstjahr vor. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Pensionsansprüche, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenversorgung gebildet. Die Pensionsverpflichtung wurde nach den Vorschriften des IAS 19 berechnet. Der hierbei angesetzte Zinssatz beläuft sich auf 5,15 % (Vorjahr: 5,25 %). Bei den Berechnungen wird unverändert eine künftige Rentendynamik von 2,0 % pro Jahr zugrunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellung und der Ermittlung der Pensionskosten wird grundsätzlich die 10 %-Korridor-Regelung angewendet. Versicherungs­mathematische Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt, soweit sie 10 % des Verpflichtungsumfangs übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird dabei durch die Restdienstzeit der Anspruchsberechtigten dividiert, um die anteilig zu erfassenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zu ermitteln.

Versorgungsverpflichtung

2010

2009

2008

2007

2006

2005

Versorgungsverpflichtung zum 01.01.

3.124.794

3.105.599

2.593.243

3.014.278

2.891.456

2.785.044

+ Pensionsaufwand

156.339

91.046

126.113

160.541

201.473

169.806

+ Pensionsanpassung

0

0

263.791

0

0

0

- Geleistete Rentenzahlungen

-75.052

-71.851

-48.931

-80.486

-78.651

-63.394

Bilanzwert 31.12.

3.206.081

3.124.794

2.934.216

3.094.333

3.014.278

2.891.456

In dem Wert der Versorgungsverpflichtung zum 1. Januar 2009 ist der Wert der Gallinat-Leasing GmbH in Höhe von € 171.383 (Zugang 30. Juni 2009) erstmals enthalten. Die Gallinat-Leasing GmbH gehört ab dem Jahr 2009 zum Konsolidierungskreis, der Wert der Versorgungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2008 stimmt daher um diesen Betrag nicht mit dem Wert zum 1. Januar 2009 überein.

Die Werte der LT Portfolio Gesellschaft mbH sind in den Vorjahresvergleichszahlen bis 2007 weiter enthalten.

Entwicklung 2010:

Fortschreibung Bilanzansatz

Gallinat-Leasing GmbH

KML Kurpfalz Mobilien- 

Leasing GmbH

ALBIS

Leasing AG

Gesamt

Bilanzwert zum 1.1.2010

167.658

108.263

2.848.873

3.124.794

Veränderung Konsolidierungskreis

0

0

+ Pensionsaufwand

12.903

8.900

134.536

156.339

+ Pensionsanpassung

0

0

0

- Geleistete Rentenzahlungen

-12.271

0

-62.781

-75.052

Bilanzwert 31.12.2010

168.290

117.163

2.920.628

3.206.081

Pensionsaufwand (IAS 19.61)

Gallinat-Leasing GmbH

KML Kurpfalz Mobilien-

Leasing GmbH

ALBIS

Leasing AG

Gesamt

Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche

0

4.643

0

4.643

+ Zinsaufwand

8.035

5.083

134.536

147.654

./. Ertrag aus Planvermögen

0

0

0

0

+ ./. versicherungstechnische Gewinne

4.868

-826

0

4.042

+./. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (IAS 19.96)

0

0

0

0

+./. Auswirkungen von Plankürzungen (IAS 19.109)

0

0

0

0

Gesamtaufwand 2010

12.903

8.900

134.536

156.339

Bilanzansatz (IAS 19.54)

Gallinat-Leasing GmbH

KML Kurpfalz Mobilien- Leasing GmbH

ALBIS

Leasing AG

Gesamt

Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche

153.255

116.436

2.786.338

3.070.432

Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne (+) und Verluste (-)

15.035

727

134.290

135.649

Ertrag (+) bzw. Aufwand (-) aus der Anpassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands

0

0

0

0

(-) beizulegender Zeitwert des Planvermögens

0

0

0

0

Bilanzwert zum 31.12.2010

168.290

117.163

2.920.628

3.206.081

Die DBO liegt mit € 2.959.318 (Vorjahr: € 2.886.682) um € 246.763 (Vorjahr. € 238.112) unter der bilanzierten Pensionsverpflichtung.

Entwicklung 2009:

Fortschreibung Bilanzansatz

Gallinat-Leasing GmbH

KML Kurpfalz Mobilien-

  Leasing GmbH

ALBIS

Leasing AG

Gesamt

Bilanzwert zum 1.1.2009

0

99.769

2.834.447

2.934.216

Veränderung Konsolidierungskreis

171.383

0

0

171.383

+ Pensionsaufwand

8.546

8.494

74.006

91.046

+ Pensionsanpassung

0

0

0

- Geleistete Rentenzahlungen

-12.271

0

-59.580

-71.851

Bilanzwert 31.12.2009

167.658

108.263

2.848.873

3.124.794

Pensionsaufwand (IAS 19.61)

Gallinat-Leasing GmbH

KML Kurpfalz Mobilien-

Leasing GmbH

ALBIS

Leasing AG

Gesamt

Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche

0

4.495

0

4.495

+ Zinsaufwand

8.546

3.999

74.006

86.551

./. Ertrag aus Planvermögen

0

0

0

0

+ ./. versicherungstechnische Gewinne

0

0

0

0

+./. nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (IAS 19.96)

0

0

0

0

+./. Auswirkungen von Plankürzungen (IAS 19.109)

0

0

0

0

Gesamtaufwand 2009

8.546

8.494

74.006

91.046

Bilanzansatz (IAS 19.54)

Gallinat-Leasing GmbH

KML Kurpfalz Mobilien- Leasing GmbH

ALBIS

Leasing AG

Gesamt

Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche

147.755

92.411

2.714.337

2.954.503

Anpassungsbetrag aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne (+) und Verluste (-)

19.903

15.852

134.536

170.291

Ertrag (+) bzw. Aufwand (-) aus der Anpassung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands

0

0

0

0

(-) beizulegender Zeitwert des Planvermögens

0

0

0

0

Bilanzwert zum 31.12.2009

167.658

108.263

2.848.873

3.124.794

Die DBO liegt mit € 2.886.682 (Vorjahr: € 2.605.918) um € 238.112 (Vorjahr. € 328.298) unter der bilanzierten Pensionsverpflichtung.

14.    Abgrenzung Operating Leasingverhältnisse sowie Verbindlichkeiten Finanzinstitute

Die Position enthält Erlösabgrenzungen aus der Forfaitierung von Leasing- und Verwertungserlösen T€ 24.505 (Vorjahr: T€ 3.785) sowie übrige transitorische Posten T€ 37.190 (Vorjahr: T€ 62.591).

15.    Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Zusammensetzung 2010:

bis  1 Jahr

über 1 bis  zu 5 Jahren

über 5 Jahre

Gesamt

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

128.467

62.073

2.688

193.228

Verbindlichkeiten aus Lieferungen  und Leistungen

32.307

26.471

641

59.419

Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen konzernfremden Gesellschaftern

13.268

0

0

13.268

Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten

51

51

Sonstige Verbindlichkeiten

91.503

51.085

1.080

143.668

265.596

139.629

4.409

409.634

Zusammensetzung 2009:

bis  1 Jahr

über 1 bis  zu 5 Jahren

über 5 Jahre

Gesamt

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

90.742

69.806

200

160.748

Verbindlichkeiten aus Lieferungen  und Leistungen

19.069

12.218

13

31.300

Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen konzernfremden Gesellschaftern

26.030

0

0

26.030

Sonstige Verbindlichkeiten

391.582

820

0

392.402

527.423

82.844

213

610.480

Die Verbindlichkeiten sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese entsprechen dem Zeitwert zum Bilanzstichtag. Die sonstigen Verbindlichkeiten des Berichtsjahres betreffen mit T€ 114.434 Verbindlichkeiten der SPV Isaria No. 1 Inc., Grand Cayman, (T€ 50.597) und der Eurydike Funding Inc., Grand Cayman, (T€ 63.837) aus der Verbriefung von Forderungen. Die Verbindlichkeiten der SPV Isaria No. 1 Inc., Grand Cayman, (T€ 50.597) haben eine Laufzeit über 1 Jahr bis zu 5 Jahren.

16.    Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

1.1.2010

T€

Zuführung

T€

Auflösung / Inanspruchnahme

T€

31.12.2010

T€

Rückstellungen ALAG

4.045

1

0

4.046

Tantiemen, Löhne und Gehälter

2.206

1.666

1.646

2.226

Ausstehende Rechnungen

1.717

808

1.174

1.351

Prozesskosten

602

1.284

424

1.462

Jahresabschlusskosten

565

583

626

522

Beratungskosten

251

163

232

182

Aufsichtsratsvergütung

201

180

241

140

Urlaubsansprüche

73

128

95

106

Provisionen

137

5

137

5

Übrige

12.693

11.068

8.716

15.045

Gesamt

22.490

15.886

13.291

25.085

Sämtliche Rückstellungen sind kurzfristig und wurden nicht abgezinst.

Im Zusammenhang mit Kosten für Rechtsberatungen hat die ALBIS Finance AG Rückstellungen in Höhe von T€ 656 gebildet. Im Laufe des Jahres 2010 haben erneut atypisch stille Gesellschafter Ansprüche auf Schadenersatz wegen vermeintlicher Falschberatung anwaltlich geltend gemacht. Darüber hinaus wehrt sich die Gesellschaft gegen im Internet verbreitete und aus Sicht der ALBIS Finance AG herabsetzende Äußerungen über vermeintliche Falschberatung im Zusammenhang mit Investitionsprojekten. Die ALBIS Capital AG & Co. KG Hamburg, weist Rückstellungen für Prozessrisiken aufgrund von Anlegerklagen in Höhe von T€ 370 aus.

17.    Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen

       Vermögenswerten

Der Ausweis betrifft die Kaufpreisverpflichtung der erworbenen und zur Veräußerung gehaltenen Geschäftsanteile an der Best Care Heim-Betriebs-GmbH (vormals pro seniore Heim-Betriebs-GmbH), Berlin.

18.    Umsatz-, Verwertungserlöse und Zinsüberschuss

Die Umsatz-, Verwertungserlöse und der Zinsüberschuss des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

2010

T€

2009

T€

Umsatzerlöse

391

1.032

Verwertungserlöse

123.907

122.690

Leasing- / Vermieterlöse (Operate Lease)

15.076

13.104

139.374

136.826

Finance Lease Ergebnis

Zinsüberschuss

7.261

20.788

Sonstiges Ergebnis (Finance Lease)

14.474

11.181

Gesamt

21.735

31.969

Die Umsatzerlöse wurden weit überwiegend im Bereich des Portfoliomonitoring der ALBIS Securitisation AG realisiert. Zum 29. Juni 2010 wurden sämtliche Anteile an der ALBIS Securitisation AG an die Gallinat-Bank AG veräußert. In diesem Zusammenhang haben sich die Umsatzerlöse entsprechend reduziert.

19.    Sonstige betriebliche Erträge

2010

T€

2009

T€

Ertrag aus der Auflösung von Wertberichtigungen zu Forderungen

6.458

816

Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen

2.370

65

Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen

1.573

1.250

Ergebnis Wartung und Versicherung

1.561

1.087

Weiterbelastungen und Kostenerstattungen

1.472

276

Erträge aus abgeschriebenen Forderungen

1.107

639

Nutzungsgebühr (Vormietzeiten)

898

869

Kursgewinne

0

550

Sonstige Erträge

3.512

8.421

Gesamt

18.951

13.972

Nachdem in Vorjahren unter Vorsichtsaspekten vorgenommene Wertberichtigungen auf Forderungen sich als zu hoch erwiesen haben, wurden im Berichtsjahr diejenigen Wertberichtigungen ertragswirksam aufgelöst, deren Inanspruchnahme nicht mehr wahrscheinlich ist.

20.    Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2010

T€

2009

T€

Aufwand aus der Zuführung zu Wertberichtigungen / Forderungsverluste

13.021

26.342

Beratungskosten

4.664

4.973

Lizenzgebühren / Reservierungsgebühren

2.077

1.976

Mieten

1.619

1.732

Abschluss und Prüfung

855

1.055

Versicherungen / Beiträge

724

1.091

Werbekosten

698

296

Fremdarbeiten

674

654

Raumkosten

667

422

Wartungskosten u. EDV-Bedarf

656

453

Auskünfte

535

472

Nebenkosten Geldverkehr

490

303

Porto, Telefon

421

467

Kfz-Kosten

410

368

Reparatur / Instandhaltung

341

64

Reisekosten

330

406

Onlinedienste

140

184

Aufsichtsratsvergütung

120

195

Repräsentationen / Veranstaltungen

84

51

Bewirtung

78

78

Personalsuche

29

0

Vermittlerprovisionen

27

163

Druckerzeugnisse / Prospekte

23

21

Verluste aus Anlagenabgang

0

105

Sonstige Aufwendungen

12.229

14.091

Gesamt

41.035

56.144

21.    Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge setzen sich wie folgt zusammen:

2010

T€

2009

T€

Darlehenszinsen

134

73

Kurzfristige Zinsen

8.224

2.624

8.358

2.697

Aus dem Ansatz von Zinssicherungsgeschäften (SWAPs) mit dem Fair Value ergaben sich im Berichtsjahr Erträge in Höhe von T€ 6.869. Der Ausweis erfolgte unter den kurzfristigen Zinserträgen.

22.    Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2010

T€

2009

T€

Darlehenszinsen

552

4.244

Kurzfristige Zinsen

9.265

7.611

9.817

11.855

23.    Aufteilung Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis

2010

T€

2009

T€

Anteile anderer Gesellschafter an Kommanditgesellschaften

a) an Immobilien-Kommanditgesellschaften

0

-34

b) an Fonds-Kommanditgesellschaften

13.845

27.857

13.845

27.823

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) e.V., Berlin, hatte festgestellt, dass im Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG eine Zeile der Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern ist. Die bis zum Jahr 2009 unter dem „Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag“ ausgewiesene Zeile „Anteil Kommanditisten und stiller Gesellschafter“ ist jetzt oberhalb des „Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“, bei den „Erträgen/Aufwendungen aus der Verlust-/Gewinnübernahme atypisch stiller Gesellschafter“ auszuweisen. Auf den Konzernbilanzverlust hat die Umgliederung keine Auswirkung.

Infolge der großen Bedeutung des Konzernfremdanteils am Jahresergebnis, der auf die Publikums-KG-Fonds bezogen ist, wurde ein gesonderter Ausweis „Konzerneigenanteil am Jahresergebnis“ vorgenommen.

24.    Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der IFRS–Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG hat keine Zahlungsbemessungsfunktion hinsichtlich einer steuerlichen Gewinnermittlung, sondern nur eine Informationsfunktion. Da mit dem Steuerabgrenzungskonzept der „liability method“ kein funktionaler Zusammenhang zwischen dem Ergebnis vor Steuern und dem ausgewiesenen Steueraufwand angestrebt wird, weicht der erwartete Steueraufwand aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit regelmäßig von dem tatsächlichen Steueraufwand ab. Aufgrund dieser Tatsache verlangt der IAS 12.81c eine steuerliche Überleitungsrechnung.

Durch das Geschäftsmodell der ALBIS Leasing Gruppe werden den konzernfremden Gesellschaftern (Kommanditisten und stillen Gesellschaftern) ertragsteuerrelevante Ergebnisse zugewiesen. Der Ausweis der Ertragsteuern ist beeinflusst durch die nach deutschem Steuerrecht geltende Mindestbesteuerung. Dieses ist eine temporäre Differenz, die sich auf Ebene der konzernfremden Gesellschafter zukünftig auswirkt. Aus diesem Grund wurde auf die Bilanzierung latenter Steuern auf der Sphäre konzernfremder Kapitalgeber verzichtet.

Der Steueraufwand auf den Eigenanteil am Konzernergebnis betrifft nur einen kleinen Teilbereich aus dem Gesamtkonzern. Eine Überleitung dieses Teilbereichs würde nicht zu einer Erhöhung der Aussagekraft führen. Insofern wurde auf eine Darstellung nach IAS 12 verzichtet.

2010

T€

2009

T€

Latente Steuern (Ertrag)

-22

-8

Tatsächlicher Steueraufwand

1.578

-855

Steuern für Vorjahre

302

-691

1.858

-1.554

Es bestehen Verlustvorträge in Höhe von T€ 23.459 Körperschaftsteuer (Vorjahr T€ 17.224) bzw. T€ 26.433 Gewerbesteuer (Vorjahr T€ 20.238) die nicht den Kommanditisten oder den stillen Gesellschaftern zuzurechnen sind. Hierauf wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da eine kurz-/mittelfristige Nutzung nicht hinreichend wahrscheinlich ist.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Steueraufwand:

2010

T€

2009

T€

Ergebnis vor Ertragsteuern

4.794

-3.200

Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz 32,275 %, 2009: 31,8 %)

-1.547

-1.018

Steuerfreie Erträge und nicht abzugsfähige Aufwendungen und Abweichungen der Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer

3.103

1.881

Sonstige Effekte

0

0

Effektive Ertragsteuern

1.556

863

25.    Der Konzernbilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

2010

T€

2009

T€

Konzernbilanzverlust 1. Januar 2010

-12.944

8.252

Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage

62

Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen

0

Konzerneigenanteil am Jahresergebnis 2010

2.936

-4.754

Konzernbilanzverlust 2010

-10.008

-12.944

Eine Dividendenausschüttung für das Jahr 2010 ist nicht vorgesehen.

26.    Sonstige Angaben

26.1 Übersicht über die ABS-Programme der ALBIS Leasing AG Konzerngesellschaften

Die ALBIS Leasing Gruppe hat zum 31. Dezember 2010 zwei aktive Asset-Backed-Securities-Programme (ABS-Programme) unterhalten, für ein weiteres wurde zu diesem Stichtag der Forderungsbestand zurückgekauft. Zwar werden rechtlich gesehen alle Rechte auf den Erhalt der Zahlungsströme auf die entsprechenden Zweckgesellschaften übertragen, wirtschaftlich verbleibt jedoch die Mehrheit der Chancen und Risiken bei der Gruppe, so dass keine Ausbuchung der übertragenden finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 7.13 erfolgt.

Die zum 31. Dezember 2010 bestehenden aktiven ABS-Programme die Eurydike Funding Inc. und die Isaria No. 1 Inc. sowie die zu diesem Tag in Ablösung befindliche Orpheus Funding Inc. erlaubten ausschließlich den Ankauf von Forderungen der ALBIS Leasing Gruppe die auf Euro lauten, so dass kein Währungsrisiko besteht.

Da die Höhe der bereitgestellten Finanzierungen immer exakt dem Bestand an verkauften Forderungen (abzgl. der Abschläge, Programmkosten usw.) entspricht, muss sich eine Zins-Absicherungsstrategie am verkauften Forderungsbestand orientieren.

Es besteht keine Zinskongruenz zwischen den festverzinslichen Zinsanteilen in den verkauften Forderungen und den variablen Zinskosten der ABS-Programme, da sich die Refinanzierung der SPVs am 1-Monats-EURIBOR plus einer Marge orientiert. Zur Absicherung eines insoweit bestehenden Zinsrisikos wurden während der Ankauf-Phasen entsprechende Zins-SWAPs abgeschlossen.

Alle derzeit bestehenden Ankaufgesellschaften (Special Purpose Vehicles/SPVs) sind 100 %ige Tochtergesellschaften der ALBIS Securitisation Holding Inc., Grand Cayman. Die Nachrangfinanzierung dieser SPVs wird jeweils über die ALBIS Special Finance Inc., Grand Cayman dargestellt.

Zum 31. Dezember 2010 waren die Konzerngesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe mit folgenden Investments an der Finanzierung der aktiven ABS-Programme direkt oder indirekt über die Finanzierung der ALBIS Special Finance Inc. beteiligt:

Gesellschaft

Emittent/Bezeichnung

Nennbetrag 2010 in €

Nennbetrag 2009 in €

ALBIS Finance AG

ALBIS Special Finance Inc. / ASF Eurydike Note (Inhaberschuldverschreibung)

5.027.469,65

8.540.979,72

ALBIS Finance AG

ALBIS Special Finance Inc. / ASF Note (Inhaberschuldverschreibung)

8.959.146,54

14.244.464,78

ALBIS Capital AG & Co. KG

ALBIS Special Finance Inc. / ASF Isaria Senior Note (Inhaberschuldverschreibung)

3.577.523,75

7.896.070,35

Die Ausnutzung der ABS-Programme der ALBIS Leasing Gruppe stellte sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt dar:

SPV

Verkäufer

Ausnutzung 2010 in €

Ausnutzung 2009 in €

Eurydike Funding Inc.

UTA Leasing GmbHKögel Leasing GmbH & Co. KG

65.782.708,92

114.747.017,81

Orpheus Funding (Cayman) Ltd.

NL Mobil Lease GmbHUTA Leasing GmbHKFS Kommunale Fuhrpark Service GmbH

0,00

131.801.782,13

Isaria No. 1 Inc.

ALBIS Capital AG & Co. KG

50.395.197,65

111.960.453,95

Darüber hinaus waren ALBIS Leasing AG Konzerngesellschaften an dem folgenden öffentlich „gerateten“ ABS-Bond-Programm beteiligt:

SPV

Verkäufer

Ausnutzung 2010 in €

TruckLease S.A.

Gallinat-Bank AGMaximalvolumen: € 151.310.357,93

151.310.357,93

Die Veräußerung der Forderungen an die Gallinat-Bank AG erfolgte zum 30. Dezember 2010. Die Begebung der Bonds erfolgte am 18. Januar 2011.

26.2    Derivative Finanzinstrumente Zinsderivate

Das Zinsrisiko der ALBIS Leasing Gruppe äußert sich im Wesentlichen in Marktwertschwankungen der Leasingforderungen, die sich im eigenen Portfolio befinden. Der Marktwert der Leasingforderungen, die auf Grundlage eines für die Laufzeit des Leasinggeschäftes fixierten Zinssatzes kalkuliert und abgeschlossen werden, reagiert auf Schwankungen des Marktzinsniveaus. Dieses Risiko zeigt sich, wenn entweder die Leasingforderungen während der Laufzeit noch veräußert werden sollen oder aber insbesondere, wenn die Refinanzierung der Leasingforderungen zu variablen Zinssätzen abgeschlossen werden. In diesem Fall steht den, aus den Leasingforderungen unveränderten Zinserträgen ein veränderlicher Zinsaufwand, ungünstigen Falles ein höherer Zinsaufwand, gegenüber. Das Leasinggeschäft, betrachtet man es als Gesamtheit einschließlich seiner Refinanzierung, kann also während der Laufzeit eine Verschlechterung seines Wertes infolge einer Marktzinserhöhung erfahren. Zinsswap-Geschäfte, bei denen eine Zinszahlungsreihe zu festen Zinsen gegen eine Zinszahlungsreihe zu variablen Zinsen getauscht wird, haben bei zielgerechter Gestaltung eine zu obigem Leasinggeschäft inverse Risikostruktur und sind somit geeignet, die Wertveränderungen im Portfolio der Leasingforderungen zu kompensieren. Das Zinsrisiko innerhalb eines zu variablen Zinsen refinanzierten Portfolios kann somit zu einem erheblichen Teil abgesichert werden.

Die Zinsrisiken werden von den operativen Gesellschaften für ihr jeweiliges Portfolio selbstständig gemanagt. Innerhalb der Risikopolitik des Konzerns sind Gesellschaften angewiesen, eine weitestgehend durchgängige Absicherung der Zinsrisiken sicherzustellen.

Soweit die Refinanzierung über ABS-Programme erfolgt, wird der Sicherungsumfang vertraglich vorgegeben.

Zinssicherungsgeschäfte sollen bei der ALBIS Leasing Gruppe nur abgeschlossen werden, soweit ein Grundgeschäft zu einer entsprechenden offenen Risikoposition führt; spekulative SWAP-Geschäfte sollen nicht abgeschlossen werden.

Die SWAPs werden zum Fair Value bewertet.

Die Konzerngesellschaften hatten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 folgende SWAP-Geschäfte geschlossen, als Marktwerte ergaben sich die ausgewiesenen Werte:

Gesellschaft

Nominalvolumen

Marktwert

ALBIS Capital AG & Co. KG

85.557.435,15

-3.213.345,95

ALBIS Leasing AG

350.000,00

-4.623,57

NL Mobil Lease GmbH /UTA Leasing GmbH

137.090.000,00

-3.725.991,92

222.997.435,15

-6.943.961,44

Die Konzerngesellschaften hatten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 folgende SWAP-Geschäfte geschlossen, als Marktwerte ergaben sich die ausgewiesenen Werte:

Gesellschaft

Nominalvolumen

Marktwert

ALBIS Capital AG & Co. KG

139.780.548,83

-6.116.729,17

ALBIS Leasing AG

950.000,00

-30.784,17

NL Mobil Lease GmbH /UTA Leasing GmbH

208.810.000,00

-7.665.614,62

349.540.548,80

-13.813.127,96

26.3    Währungsderivate

Das Währungsrisiko spielt bei der ALBIS Leasing Gruppe keine wesentliche Rolle. Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine offenen Positionen.

26.4    Angaben zum Kapitalmanagement nach IAS 1.124

Ziel der Kapitalsteuerung ist es sicher zu stellen, dass das Unternehmen zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufweist. Insbesondere in der Refinanzierung des Leasinggeschäftes sind diese beiden Faktoren von entscheidender Bedeutung. Zum einen ist das Rating des Konzerns auch für die Refinanzierung auf der Ebene der Tochtergesellschaften von hoher Bedeutung für den Zugang und die Kosten der Refinanzierung. Zum anderen sind ausreichende Eigenmittel im Rahmen von ABS-Programmen Voraussetzung für den Abschluss von Refinanzierungsstrukturen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der erweiterten Kapitalquote, dem Verhältnis zwischen erweitertem Haftungskapital und den Risikoaktiva. Regulativen Anforderungen bezüglich der Eigenkapitalquote unterliegt die ALBIS Leasing Gruppe nicht.

Bei der Berechung des Kapitals wird analog zu nach KWG berichtenden Gesellschaften zwischen Kern- und Ergänzungskapital unterschieden. Der besonderen Struktur der ALBIS Leasing Gruppe entsprechend werden die so bestimmten haftenden Eigenmittel um das Kommanditkapital und die Kapitalkonten der atypische stillen Gesellschafter ergänzt und die Gesamtsumme als erweitertes Haftungskapital dargestellt.

26.5    Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten gem. IFRS 7

Angaben 2010

Finanzinstrumente

Angaben in T€

Bewertungs-kategorie gem. IAS 39

Buchwert 31.12.2010

Fair Value erfolgswirksam

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Wertansatz nach IAS 17

(Zuordnung der Buchwerte gem. IFRS 7.8)

Vermögenswerte

Zahlungsmittel

L&R

41.614

41.614

Leasingvermögen  (überwiegend Operate Lease)

oZ

84.471

12.880

71.591

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (überwiegend Finance Lease)

L&R

295.301

20.082

275.219

Sonstige Vermögenswerte 1)

L&R, oZ, FV

117.110

9

117.110

538.496

9

191.677

346.810

Schulden

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

oL

59.419

59.419

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

oL

254.923

254.923

Sonstige Verbindlichkeiten 2), überwiegend Refinanzierung von Leasingforderungen

oL, oZ

197.165

197.165

Zinsderivate mit negativem Marktwert

FV

6.944

6.944

518.451

13.813

511.507

Die Buchwerte stellen eine angemessene Näherung zum Zeitwert dar, gem. IFRS 7.20

1)         die sonstigen Vermögenswerte enthalten:

Beteiligungen

9

(die Bewertung erfolgt zum Börsenkurs am 31. Dezember 2010)

9

2)         die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

kündigungsfähiges Kommanditkapital (LeaseFonds)

13.978

Kapitalkonten stiller Gesellschafter (LeaseFonds)

26.200

(der Wert entspricht dem Stand der Kapitalkonten, vgl. note 11/12)

40.178

L&R – Loans & Receivables (Darlehen und Forderungen)

oL – Other Liabilities (Andere Verbindlichkeiten)

FV – At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert)

oZ – ohne Zuordnung zu den Kategorien

Nettogewinne und -verluste aus den Kategorien nach IAS 39 und IFRS 7.20

31.12.2010

Angaben in T€

aus Zinsen

aus dem Ansatz mit dem Fair Value

aus Wertberichtigungen

Loans & Receivables

(Darlehen und Forderungen)

29.284

5.456

Other Liabilities

(Andere Verbindlichkeiten)

-23.482

At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert)

6.869

Angaben 2009

Finanzinstrumente

Angaben in T€

Bewertungs-kategorie gem. IAS 39

Buchwert 31.12.2009

Fair Value erfolgswirksam

Fortgeführte Anschaffungs-kosten

Wertansatz nach IAS 17

(Zuordnung der Buchwerte gem. IFRS 7.8)

Vermögenswerte

Zahlungsmittel

L&R

55.893

55.893

Leasingvermögen  (überwiegend Operate Lease)

oZ

85.965

10.655

75.310

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (überwiegend Finance Lease)

L&R

571.200

19.163

552.037

Sonstige Vermögenswerte 1)

L&R, oZ

42.531

488

42.043

755.589

488

127.754

627.347

Schulden

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

oL

31.300

31.300

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

oL

227.124

227.124

Sonstige Verbindlichkeiten 2), überwiegend Refinanzierung von Leasingforderungen

oL, oZ

476.589

476.589

Zinsderivate mit negativem Marktwert

FV

13.813

13.813

748.826

13.813

735.013

Die Buchwerte stellen eine angemessene Näherung zum Zeitwert dar, gem. IFRS 7.20

1)         die sonstigen Vermögenswerte enthalten:

Beteiligungen

488

(die Bewertung erfolgt zum Börsenkurs am 31. Dezember 2009)

488

2)         die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

kündigungsfähiges Kommanditkapital (LeaseFonds)

26.757

Kapitalkonten stiller Gesellschafter (LeaseFonds)

31.400

(der Wert entspricht dem Stand der Kapitalkonten, vgl. note 11/12)

58.157

L&R – Loans & Receivables (Darlehen und Forderungen)

oL – Other Liabilities (Andere Verbindlichkeiten)

FV – At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert)

oZ – ohne Zuordnung zu den Kategorien

Nettogewinne und -verluste aus den Kategorien nach IAS 39 und IFRS 7.20

31.12.2009

Angaben in T€

aus Zinsen

aus dem Ansatz mit dem Fair Value

aus Wertberichtigungen

Loans & Receivables

(Darlehen und Forderungen)

46.314

-25.114

Other Liabilities

(Andere Verbindlichkeiten)

-34.684

At Fair Value through Profit and Loss (beizulegender Zeitwert)

275

Art und Ausmaß der sich aus Finanzinstrumenten ergebenden Risiken (IFRS 7.31-42)

Die Risikosituation der ALBIS Leasing Gruppe ist geprägt durch die spezielle Struktur des Konzerns mit der Beteiligung atypisch stiller Gesellschafter bzw. Publikums-Kommanditisten im Rahmen von geschlossenen Fonds bei den Tochtergesellschaften. Diese Fonds partizipieren maßgeblich an den Chancen und Risiken dieser Unternehmungen, an denen Beteiligungsverhältnisse der ALBIS Leasing AG bestehen. Das Fondskapital wird in Folge der Kündigungsfähigkeit nicht als Eigenkapital bilanziert.

Insofern liegen die Adressenausfall-, Zinsänderungs- und Liquiditätsrisiken bei den atypisch stillen Gesellschaftern bzw. Publikums-Kommanditisten und sind nicht als Konzernrisiken zu betrachten. Zur Darstellung des Managements dieser Risiken verweisen wir auf den Abschnitt 5 des Lageberichts (IFRS 7 B6).

Wesentliche Risiken in der konzerneigenen Sphäre ergeben sich aus den ergebnisunabhängigen fondsbezogenen Haftungsvergütungen, die als Dividende an die Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, sowie aus den möglichen Abwertungen von Geschäfts- und Firmenwerten.

Mögliche Ausfälle aus Haftungsvergütungen stellen sowohl Liquiditäts- als auch Ertragsrisiken der Konzernmuttergesellschaft dar. Die maximale Ausfallposition entspricht dem Gesamtbetrag der Vergütungen. Zwischen den Positionen besteht keine wesentliche Korrelation.

2010

2009

ALBIS Finance AG

1.065.502,29

1.412.478,49

ALBIS Service GmbH (vormals ASG Alster Services GmbH)

237.292,61

0,00

ALBIS Capital Verwaltung AG

0,00

207.800,00

1.302.794,90

1.620.278,49

Risiken in Zusammenhang mit den Geschäfts- und Firmenwerten entstehen aus notwendigen Abwertungen auf Basis der durchgeführten Impairment Tests. Eine Abwertung ist derzeit nicht vorzunehmen.

31.12.2010

31.12.2009

T€

T€

NL Mobil Lease GmbH

3.408

3.408

NL Real Estate Lease GmbH

1.251

1.251

KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH

1.166

1.166

ALBIS Finance AG

1.034

1.034

Gallinat-Leasing GmbH

282

282

7.141

7.141

Das maximale Ausfallrisiko (IFRS 7 Tz. 36 a) ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und von sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt.

Bei finanziellen Vermögenswerten, die weder wertgemindert noch überfällig sind (IFRS 7 Tz. 36 c), lagen zum 31. Dezember 2010 keine Hinweise vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein ausgewogenes Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf.

26.6    Ergebnis pro Aktie

Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie ist mittels Division des den Aktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien zu ermitteln.

Zur Berechnung eines verwässerten Ergebnisses je Aktie ist der den Aktionären zurechenbare Periodengewinn sowie der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindlichen Aktien um die Auswirkungen aller verwässernden potenziellen Stammaktien, die durch die Ausübung von Aktienbezugsrechten entstehen, zu bereinigen.

Die Anzahl der Stammaktien ist gleich der gewichteten Durchschnittszahl der Stückaktien plus der gewichteten Durchschnittszahl der Stammaktien, welche aufgrund der Umwandlung aller verwässernden potenziellen Stammaktien ausgegeben würden. Die Umwandlung von Aktienbezugsrechten in Stammaktien gilt an dem Tag, an dem die Bezugsrechte gewährt werden, als erfolgt.

Im Geschäftsjahr ergab sich kein Verwässerungseffekt im Sinne des IAS 33.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

26.7    Segmentberichterstattung

Die Steuerung des Unternehmens erfolgt intern auf Basis der legalen Einheiten. Für Zwecke der Segmentberichterstattung wurden diese nach IFRS 8.12 zu zwei berichtspflichtigen Segmenten zusammengefasst.

Die Segmente bestehen entsprechend dem internen Reporting in „Leasing für Investitionsgüter“ (LKW /schwere Klasse) und „Vertriebsleasing“. Diese Segmente stellen die strategischen Konzerngeschäftsfelder dar, die sich in ihren Diensten und Produkten, den relevanten Teilmärkten und Kundenprofilen unterscheiden. Das Segment „Leasing für Investitionsgüter“ umfasst die NL Mobil Lease GmbH, die UTA Leasing GmbH und die KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH. Die KML Kurpfalz Mobilien Leasing GmbH hat ihr Neugeschäft im 2. Halbjahr 2010 eingestellt, sie ist in dem Segmentbericht als legale Einheit bis Oktober 2010 berücksichtigt. Neugeschäft mit Kunden der KML wurde danach von der NL/UTA geschlossen und ist in den Werten der NL/UTA enthalten.

Das Segment „Vertriebsleasing“ (Mengengeschäft) beinhaltet die ALBIS HiTec Leasing AG, die ALBIS Capital AG & Co. KG sowie die Gallinat-Leasing GmbH und die ALBIS Fullservice Leasing GmbH. Für die Gallinat-Leasing GmbH und die ALBIS Fullservice Leasing GmbH stehen vergleichbare Meldewerte erst ab dem 01. Januar 2010 zur Verfügung. Der Segmentbericht enthält die beiden Gesellschaften daher erst ab diesem Zeitpunkt. Die Gallinat-Leasing GmbH und die ALBIS Fullservice Leasing GmbH (ehem. ProGaLease GmbH) wurden erst zum 30. Juni 2009 konsolidiert. Eine Synchronisation der Meldedaten ist daher erst ab 2010 gewährleistet.

Im internen Reporting werden die folgenden Informationen berichtet:

Leasing für Investitionsgüter

Angaben in T€

IST 2010

IST 2009

Neugeschäft in Stück

4.166

4.046

Barwertmarge inklusive Zusatzerlöse

10.228

11.619

Wertberichtigungen

2.774

10.000

Sachkosten

2.520

2.575

Personalkosten

5.276

5.622

Vertriebsleasing

Angaben in T€

 IST 2010

 IST 2009

Neugeschäft in Stück

6.405

6.897

Barwertmarge inklusive Zusatzerlöse

11.101

8.606

Wertberichtigungen

2.236

12.975

Sachkosten

12.927

11.938

Personalkosten in T€

6.615

4.777

Der Bericht beruht auf den Meldungen der operativen Gesellschaften. Die Meldung sollen sofort nach Monatsende erfolgen um die Entwicklung des operativen Geschäftes umgehend, im Sinne eines Frühwarnsystems, zu bewerten. Die Meldungen erfolgen daher noch vor dem Abschluss des Rechnungswesens für den Monat und insbesondere vor etwaigen Abschlussbuchungen im Rahmen der Erstellung eines Zwischen- oder  Jahresabschlusses. Die Berichterstattung basiert im Bereich der Barwerte und Erlöse teilweise auf einer barwertigen Betrachtung des geschlossenen Geschäfts. Auf diese Weise wird eine Bewertung des in dem jeweiligen Monat geschlossenen Neugeschäfts unter Berücksichtigung des zu erwartenden Nachmietgeschäftes und der Nebenerlöse erreicht. Die Erlöse werden auf diese Weise weitgehend dem Monat des Abschlusses des Neugeschäftes zugeordnet und nicht, wie nach den Rechnungslegungsvorschriften vorgesehen, auf mehrere Jahre verteilt. Die Betrachtung ist daher nicht mit der Methodik der Gewinn- und Verlustrechnung zu vergleichen oder abstimmbar. Die Ergebnisses des Reportings induzieren jedoch unmittelbar Effekte aus dem Neugeschäft, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erst mit erheblichem zeitlichem Verzug und überlagert von anderen Einflüssen erkennbar werden.

Gesellschaften der Gruppe werden in das Meldewesen aufgenommen, sobald operatives Geschäft aktiv betrieben wird und eine relevante Größenordnung erreicht hat. Die ALBIS Finance AG und die ALBIS Leasing AG sind mangels relevanten operativen Geschäftes nicht Gegenstand des Meldewesens. Die mit dem Immobiliensleasing befassten Gesellschaften werden nicht berichtet, da die monatlichen Zahlungsströme keinen wesentlichen Veränderungen unterliegen. Die strategischen Geschäftseinheit Finanzierungslösungen ist gegenwärtig durch die Gallinat-Bank AG und ihre 100 %ige Tochter, die Gallinat-Service GmbH repräsentiert. Die Bank gehört 2010 jedoch nicht zum Konsolidierungskreis und ist daher nicht Gegenstand der Segmentberichterstattung.

Eine Segmentierung nach geographischen Regionen erfolgt nicht. Es bestehen keine geographischen Märkte deren getrennte Beobachtung zu besseren Erkenntnissen führen würde.

26.8    Haftungsverhältnisse und contingent liabilities (IFRS 37 Tz. 27-30)

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten wurden im Zusammenhang mit der Forfaitierung von Leasingforderungen eingegangen. Im Zuge einer derartigen leasingtypischen Refinanzierung der Objektbeschaffung durch regresslose Forderungsverkäufe ist eine Besicherung der Forfaitierung durch Sicherheitsübereignung der Leasingobjekte üblich.

Die ALBIS Finance AG hat gegenüber diversen Banken Patronatserklärungen für die NL Mobil Lease GmbH übernommen. Aus diesen Patronatserklärungen ergeben sich Eventualverbindlichkeiten von bis zu T€ 43.045. Darüber hinaus hat sich die ALBIS Finance AG gegenüber der WestLB verpflichtet, Kreditforderungen und damit verbundene Ansprüche und Sicherheiten gegen die ALBIS Capital AG & Co. KG, die aus verschiedenen Einzeldarlehen und Zinsswapverrechnungen resultieren, zum 31. März 2011 zu erwerben. Der Kaufpreis entspricht maximal derjenigen Summe der am 31. März 2011 noch fälligen und von ALBIS Capital AG & Co. KG noch nicht oder noch nicht vollständig beglichenen Forderungen nebst gegebenenfalls anfallender Zinsen und Umsatzsteuer. Die Möglichkeit einer Inanspruchnahme durch die WestLB wird als eher gering eingeschätzt.

Im Rahmen der Veräußerung der Anteile an der Hesse Newman Capital AG (ehem. FHR Finanzhaus AG) hat die ALBIS Leasing AG die Verpflichtung zur Übernahme von Steuerschulden übernommen, die für die Zeit vor dem Anteilsverkauf noch nachträglich veranlagt werden.

Die ALBIS Leasing AG hat gegenüber der Menteny Beteiligungsverwaltungs GmbH, Göttingen, eine Patronatserklärung zur Aufrechterhaltung der Kapitalausstattung bis zu einem Höchstbetrag von T€ 60 abgegeben. Anhaltspunkte für eine Inanspruchnahme lagen zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht vor.

Für die Gallinat-Bank AG hat die ALBIS Leasing AG Bürgschaften bis zu einem Betrag von insgesamt T€ 900 übernommen. Die Bürgschaften bestehen für Forderungen der Gallinat-Bank AG gegenüber konzernfremden Dritten. In Höhe der erwarteten Inanspruchnahme sind Rückstellungen von insgesamt T€ 850 gebildet worden.

Die nicht in der Bilanz ausgewiesenen finanziellen Verpflichtungen betreffen darüber hinaus Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträge, die zwischen 2011 und 2021 enden.

Es besteht zudem ein Betreuungsvertrag zwischen der ALBIS Finance AG, der ALBIS HiTec Leasing AG und der ALBIS Capital AG & Co. KG mit der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH (HFT) vom 22. August 1996 in der Fassung vom 5. August 1997. Die HFT erhält Vergütungen für die Vertragsverwaltung der stillen Gesellschafter bzw. Kommanditisten.

Die HFT Hanseatische Fondstreuhand GmbH erhält für Ihre Tätigkeit als Treuhandkommanditist der ALBIS Capital AG & Co. KG eine Vergütung von 0,1 % des gezeichneten Emissionsvolumens.

Es besteht ein Geschäftsbesorgungsvertrag vom 21. Dezember 2005 mit der KG CDL Leasing GmbH & Co., Hamburg. Für die Verwaltung von Leasing- und Mietkaufverträgen erhält die CDL eine monatliche Vergütung. Mit Kauf- und Übertragungsvertrag von Verträgen und Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens vom 15./16. März 2011 erfolgte die Eigentumsübertragung an Leasingobjekten und die Abtretung von Ansprüchen aus Leasing-/Mietkaufverträgen von der ALBIS Finance AG auf die KG CDL Leasing GmbH & Co., Hamburg, zum Übertragungsstichtag 31. März 2011. In diesem Zusammenhang endet auch der Geschäftsbesorgungsvertrag vom 21. Dezember 2005 am Übertragungsstichtag.

Die Haftungsverhältnisse und  sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:

2010

T€

2009

T€

Haftungsverhältnisse / finanzielle Verpflichtungen

61.089

71.586

26.9    Anmerkung zu § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB

Die nach § 161 AktG i.V.m. § 289a HGB vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurden durch den Vorstand und den Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der ALBIS Leasing AG (www.albis-leasing.de) zugänglich gemacht.

26.10     Beratungs- und Prüfungskosten

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

2010

T€

2009

T€

Abschlussprüfungen

554

398

Sonstige Bestätigungsleistungen

111

21

Steuerberatungsleistungen

17

14

Sonstige Leistungen

67

472

749

905

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen vor allem die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Abschlüsse der ALBIS Leasing AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen.

Die Aufwendungen für Abschlussprüfungen enthalten T€ 156 an Mehraufwendungen für 2009 im Rahmen der erstmaligen Aufstellung der Jahresabschlüsse nach RechKredV.

Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen beziehen sich in erster Linie auf die Prüfung der Substanzwertrechnungen der Leasinggesellschaften, auf die prüferische Durchsicht zum 30. Juni 2010 gemäß § 37w WpHG sowie Sonderprüfungen des im Rahmen von ABS-Transaktionen verkauften Forderungsvolumens. Die sonstigen Leistungen beziehen sich auf Beratungen im Zusammenhang mit Anteilserwerben.

Soweit im Jahr 2010 entkonsolidierte Gesellschaften Honorare an die BDO AG, Hamburg, als Aufwand erfasst haben, sind diese hier nicht angegeben.

26.11     Mitarbeiterzahlen

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstände und Geschäftsführer) stellt sich wie folgt dar:

2010

2009

ALBIS Leasing AG

5

7

ALBIS Finance AG

13

11

ALBIS Securitisation AG

0

17

ALBIS HiTec Leasing AG

40

47

KML Kurpfalz Mobilien-Leasing GmbH

3

5

NL Mobil Lease GmbH

59

60

ALBIS Capital Verwaltung AG

8

12

ALBIS Service GmbH (vormals ASG Alster Services GmbH)

29

10

Gallinat-Leasing GmbH

15

31

PS AutoLeasing GmbH

1

4

ALBIS Fullservice Leasing GmbH (vormals ProGaLease GmbH)

16

4

Menteny Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH

1

1

190

209

Sämtliche Geschäftsanteile an der ALBIS Securitisation AG wurden am 29. Juni 2010 an die Gallinat-Bank AG, Essen, veräußert. In diesem Zusammenhang wurde die Gesellschaft entkonsolidiert.

Dem Vorstand gehören an:

Hans Otto Mahn, Kaufmann, Wulfsen

Aufsichtsratsmandate

ALBIS Finance AG

Vorsitz

ALBIS HiTec Leasing AG

Vorsitz

ALBIS Capital Verwaltung AG

Vorsitz

Gallinat-Bank AG

seit 07.05.2010

stellv. Vorsitz

ALBIS Factoring AG

bis 20.09.2010

Vorsitz

ALBIS Securitisation AG

seit 06.04.2010 bis 19.08.2010

Vorsitz

Dipl.-Kfm. Bernd Dähling, Kaufmann, Hamburg (seit 1. März 2010)

Aufsichtsratsmandate

ALBIS HiTec Leasing AG

Dem Aufsichtsrat gehören an

Dr. Rolf Aschermann, Rechtsanwalt, Berlin (Vorsitz)

Weitere Aufsichtsratsmandate:

ALBIS Finance AG

stellv. Vorsitz

ALBIS Capital Verwaltung AG

stellv. Vorsitz

ALBIS Securitisation AG

bis 19.08.2010

stellv. Vorsitz

flexis AG

Vorsitz

PIN Mail AG

Prof. Dr. Horst Zündorf, Hochschullehrer, Hamburg (stellv. Vorsitz)

Weitere Aufsichtsratsmandate:

ALBIS Finance AG

ALBIS Capital Verwaltung AG

ALBIS Securitisation AG

seit 06.04.2010 bis 19.08.2010

Schlatholt Beteiligung AG

Vorsitz

Dr. Peter-Jörg Klein, Rechtsanwalt, Berlin

Weitere Aufsichtsratsmandate

GARBE AG, Hamburg

bis November 2010

stellv. Vorsitz

GARBE Holding AG & Co. KG

bis November 2010

stellv. Vorsitz des Beirats

GARBE Logistic AG, Hamburg

Norddeutsche Revisions- und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg

stellv. Vorsitz

1st RED AG, Hamburg

bis November 2010

Europäische Akademie Berlin

Vorsitz des Beirats

An Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands gezahlte Vergütungen

Die Hauptversammlung hat am 20. Juli 2006 beschlossen, dass die Angaben zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsvergütungen gemäß § 286 Absatz 5 HGB bzw. § 314 Abs. 2 S. 2 HGB für die Geschäftsjahre 2006 bis einschließlich 2010 unterbleiben.

Dem Vorstand wurde im Geschäftsjahr an Gesamtbezügen T€ 920 gezahlt. Das Vergütungssystem des Vorstandes enthält für das Geschäftsjahr 2010 ausschließlich fixe Bestandteile.

Für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochtergesellschaften wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr an Gesamtbezügen T€ 105 gezahlt. Das Vergütungssystem des Aufsichtsrates enthält gemäß der Satzung nur fixe Bestandteile. Soweit Vergütungen von im Jahr 2010 entkonsolidierten Gesellschaften gezahlt wurden, sind diese in der Angabe nicht enthalten.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder ist eine Pensionsrückstellung von T€ 523 (Vorjahr: T€ 518) gebildet.

Die Transparenzvorschrift des Deutschen Corporate Governance Kodex (in der geltenden Fassung vom 18. Juni 2009) und die gesetzlichen Vorschriften des § 15a WpHG, erfordern Veröffentlichungen von Geschäften der Mitglieder des Vorstands, Aufsichtsrats und deren nahestehenden natürlichen sowie juristischen Personen in ALBIS Leasing Aktien. Nach beiden Regularien sind Käufe und Verkäufe durch vorgenannte Personen mitteilungspflichtig. Die ALBIS Leasing AG veröffentlicht diese auf ihrer Internetseite. Im Geschäftsjahr 2010 gab es keine mitteilungspflichtigen Geschäfte.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties)

Nach IAS 24 „Related Party Disclosure“ ergeben sich Offenlegungsanforderungen zum einen hinsichtlich der Beziehungen mit Unternehmen, die nicht voll konsolidiert werden, und zum anderen mit nahestehenden Personen.

Wesentliche nicht konsolidierte Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie gleichartige Geschäfte mit nahestehenden Personen liegen im Geschäftsjahr folgenderweise vor:

Dem Vorstandsvorsitzenden ist ein Kreditrahmen von T€ 500, längstens bis zum 31. Dezember 2011 eingeräumt. Der jeweils in Anspruch genommene Teil des Kreditrahmens ist mit 6 % p.a. zu verzinsen. Die Zinsen sind vierteljährlich fällig. Die Inanspruchnahme ist durch Abtretung der Gehalts- und Vergütungsansprüche des Vorstandes besichert. Zum 31. Dezember 2010 beläuft sich die Inanspruchnahme auf T€ 350.

Darüber hinaus bestehen Forderungen aufgrund von Darlehensgewährungen an einen Aktionär in Höhe von T€ 607, längstens bis zum 30. November 2011. Die Darlehen verzinsen sich mit 5,5 % - 6 %. Die Darlehen sind teilweise u.a. durch Grundschulden besichert. Es bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einem Aktionär in Höhe von T€ 53.

Die ALBIS Vermögensverwaltung GmbH gewährte einem zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung aktiven Vorstand einer Tochtergesellschaft Darlehen in Höhe von T€ 1.775, längstens bis zum 31. Dezember 2013. Die Darlehen verzinsen sich mit 5,5 %.

Es bestanden diverse Beratungsverträge, darunter Verträge mit inzwischen ausgeschiedenen Vorständen und Aufsichtsräten diverser Tochtergesellschaften. Die unter diesen Verträgen im Jahr 2010 gezahlten Beratungshonorare beliefen sich auf T€ 217. Aus den Verträgen bestehen keine Verpflichtungen mehr.

Nahestehende Personen haben im Jahr 2009 und 2010 Aktien an der Gallinat-Bank AG erworben. Diese nahestehenden Personen haben sich verpflichtet, die Aktien auf die ALBIS Leasing AG zu übertragen, sobald die aufsichtsrechtlich notwendigen Bedingungen geschaffen wurden. Die Erwerbe durch diese nahestehenden Personen hat die ALBIS Leasing AG mit T€ 765 finanziert und als Anzahlungen auf Anteile an der Gallinat-Bank AG ausgewiesen.

Der EUROKAUTION Service EKS GmbH sind Darlehen in Höhen von T€ 2.200 gewährt worden, längstens bis 30. Juni 2011, die Darlehen verzinsen sich mit 6 % - 7 %.

Die ALBIS Leasing AG hat der Gallinat-Service GmbH am 30. Juni 2010 ein Darlehen in Höhe von T€ 833 gewährt. Das Darlehen wurde bis zum 16. Februar 2011 getilgt. Die Darlehensgewährung erfolgte zu marktüblichen Konditionen.

Die ALBIS Leasing AG hat im Jahr 2009 gegenüber der Gallinat-Bank AG eine Bürgschaft bis zu einem Betrag von T€ 400 übernommen. Die Bürgschaft besteht für Forderungen der Gallinat-Bank AG gegenüber der CCI Immobilienverwaltung und Beteiligungs GmbH, Essen. Für die Verpflichtung ist eine Rückstellung gebildet worden.

Die ALBIS Leasing AG hat im Jahr 2010 gegenüber der Gallinat-Bank AG eine Bürgschaft bis zu einem Betrag von T€ 500 übernommen. Die Bürgschaft besteht für Forderungen der Gallinat-Bank AG gegenüber konzernfremden Dritten.

Die ALBIS Leasing AG hat eine Garantie bis zum Höchstbetrag von € 5,5 Mio. zugunsten der ALBIS Capital AG & Co. KG erteilt, um die von der Tochtergesellschaft erworbenen Bonifika­tionsansprüche gegen die KIS Finance Inc., Grand Cayman, zusätzlich abzusichern. Für die Garantie wurde eine Rückstellung in Höhe von € 4,0 Mio. gebildet.

Die ALBIS Finance AG hat im Berichtsjahr Risiken der Gallinat-Bank AG, Essen, in Höhe von € 2,9 Mio. übernommen und dieser Bürgschaften in Höhe von € 0,8 Mio. gestellt um günstige Refinanzierungskosten für das Leasinggeschäft des gesamten ALBIS-Konzern zu erlangen.

Aus Leistungsbeziehungen mit der Gallinat-Bank AG und der Gallinat-Service GmbH haben die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe Aufwendungen und Erträge realisiert.

Die Forderungen gegen sonstige konzernfremde Gesellschafter bestehen in Höhe von T€ 182 gegenüber atypisch stillen Beteiligten, die ihrer ratierlichen Einlagenerbringung nicht nachgekommen sind.

Die Gallinat-Bank AG hat im Wege der Forfaitierung die Refinanzierung des Leasinggeschäftes diverser Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe übernommen. Das von den Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe in die Bank eingebrachte Geschäft valutiert zum 31. Dezember 2010 bei der Bank mit einem Volumen von T€ 259. Die zur Übernahme der Refinanzierung vereinbarten Konditionen sind marktüblich.

Die Gallinat-Bank AG hat für die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe die Aufgaben der internen Revision übernommen.

Die Gallinat-Service GmbH hat für diverse Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe das Monitoring der Leasing-Portfolien übernommen.

Aus Sicht der derzeitigen IFRS stellen die LeaseFonds-Zeichner als atypisch stille Beteiligte bzw. Publikumsfonds-Kommanditisten keine Mitunternehmer dar. Infolge der Kündigungsfähigkeit der geleisteten Einlagen werden diese als Fremdkapital ausgewiesen. Infolge dessen gelten diese Gesellschafter im engeren Sinne nicht zu den Related Parties.

Aktionärsstruktur

Die Angaben zur Aktionärsstruktur erfolgten unter „10. Eigenkapital / Gezeichnetes Kapital“

Mitglieder des Aufsichtsrats halten insgesamt weniger als 1 % der Aktien der ALBIS Leasing AG.

Hamburg, 18. April 2011

             ALBIS Leasing AG

             Hans O. Mahn

             Vorstandsvorsitzender

             Dipl.-Kfm. Bernd Dähling

             Vorstand Finanzen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfer

Wir haben den von der Albis Leasing AG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise über die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 19. April 2011

BDO AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Probst

Wirtschaftsprüfer

ppa. Glaser

Wirtschaftsprüfer