Albis Leasing AG

Hamburg

Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2019

Kennzahlen 30. Juni 2019

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30.06.2019 31.12.2018 30.06.2018
Gesamtergebnisrechnung      
Operatives Ergebnis (Mio. €) 1,0 3,5 1,5
EBIT (Mio. €) 0,7 3,8 1,6
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 0,4 3,3 1,4
Bilanz      
Bilanzsumme (Mio. €) 217,0 183,8 184,0
Eigenkapitalquote (%) 9,6 11,5 11,1
Aktie      
Ergebnis je Aktie (€ pro Aktie) 0,002 0,206 0,090
Mitarbeiter      
Mitarbeiter (durchschnittliche Anzahl) 121 120 120
Operatives Geschäft der
ALBIS Leasing Gruppe
     
Neugeschäft      
Neugeschäft ALBIS Leasing Gruppe (Mio. €) 49,5 85,6 41,0
Neuverträge (Stück) 5.914 10.591 5.053
Durchschnittlicher Anschaffungswert (€) 8.363 8.082 8.114
Anzahl Vertriebspartner 1.304 1.287 1.284
Leasingportfolio      
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio (%) 100 100 100
Durchschnittliche Vertragslaufzeit (Monate) 49 49 52
Vermietvolumen (Mio. €) 336,9 331,5 290,0
Anzahl der laufenden Verträge (Stück) 38.135 34.563 32.607

Brief des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sehr geehrte Geschäftsfreunde,

liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

als innovativer Leasingpartner des Mittelstands wollen wir mit unseren Kunden – auch digital – wachsen. Die ALBIS Leasing Gruppe ist geradezu prädestiniert, die Investitionen ihrer Kunden in digitale Projekte zu realisieren, und zwar aus mehreren Gründen.

Leasing ist die ideale Finanzierungsform für umweltfreundliche Mobilitätslösungen und Digitalisierungsprojekte mit kurzen Innovationszyklen. Denn Leasing sieht von vornherein eine zeitliche Befristung vor. Unsere Kunden können Investitionsgüter schneller und einfacher durch neue, modernere ersetzen. Auch ist die Kostenbelastung durch Leasingraten über die gesamte fest vereinbarte Grundmietzeit hinweg sicher kalkulierbar. Leasing schont außerdem die Unternehmensliquidität, denn die Leasingraten lassen sich nach dem "Pay-as-you-earn-Prinzip" aus den erwirtschafteten Erträgen des Investitionsobjektes bestreiten.

Darüber hinaus kennen wir beide Seiten: Unsere Kunden – für deren Prozesse und Organisationen unsere Mitarbeiter über die Jahre eine tiefes Verständnis entwickelt haben. Sie wissen, was ihre Kunden von uns erwarten: individuelle Leasing-Modelle, bei denen sich die Raten an messbaren Kriterien wie Einsparungen und Effizienzgewinnen orientieren, sowie flexible Zusatznutzen. Und sie kennen das zu finanzierende Wirtschaftsgut. Von dieser Objektkompetenz und Marktexpertise profitieren unsere Kunden.

Wir kommen unseren Kunden auf vielen Wegen entgegen. Produkte und Vertragsdetails können sie in Echtzeit über Smartphones und Tablets abrufen. Wir haben dafür unser innovatives Händlerportal – ein nutzerfreundliches Tool für die schnelle Information und digitale Vertragsabwicklung – weiterentwickelt und unsere Homepage neu strukturiert. Über das Portal – ausgezeichnet als beste Online-Leasing-Plattform Deutschlands – können unsere Händler schnell und unkompliziert sämtliche Vertragsunterlagen innerhalb weniger Minuten online mit dem persönlichen Ansprechpartner austauschen. Und wir können zeitnah entscheiden.

Diese Leistung überzeugt: Mitte Juli 2019 konnten wir die Canon Deutschland GmbH als neuen Vertriebspartner gewinnen. Für Profi-Fotografen, Agenturen und Produktionsgesellschaften ist Leasing das passende Finanzierungsinstrument und für den Fachhandelspartner ein zuverlässiges Instrument zur Absatzfinanzierung sowie ein zusätzliches Verkaufsargument.

Auch die Zahlen zeigen, dass wir mit unserer Vertriebsstrategie richtig liegen. Im ersten Halbjahr hat die ALBIS Leasing Gruppe ihr Neugeschäft um € 8,4 Mio. gesteigert. Das sind 20,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Angesichts des bereits genehmigten Antragsbestandes, der gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gesteigert werden konnte, erwarten wir für das zweite Halbjahr 2019 einen weiteren Zuwachs im Neugeschäft.

Die ALBIS Leasing AG erzielte im ersten Halbjahr 2019 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ 353, nach T€ 1.354 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis des ersten Halbjahres ist durch das Ausscheiden eines Vorstandes und durch Kosten der außerordentlichen Hauptversammlung im Februar 2019 sowie durch Rechtsberatungskosten zu deren Vorbereitung und durch die beschlossene Sonderprüfung mit über € 1,0 Mio. belastet.

Wir bedanken uns bei allen, die unsere Arbeit unterstützen: bei Ihnen – sehr geehrte Kunden, Aktionärinnen, Aktionäre, Geschäftsfreunde und Bankpartner – für Ihr Vertrauen und bei Ihnen – liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – für Ihr Engagement.

 

Hamburg, im August 2019

Michael Hartwich, Vorstand

Andreas Oppitz, Vorstand

Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019

Allgemeine Lage

Gesamtwirtschaft und Branche

Der Bundesverband Deutscher Leasinggesellschaft berichtet für das erste Halbjahr 2019 eine Steigerung des Neugeschäftes mit Ausrüstungsgütern (Leasing und Mietkauf) um 10 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert (BDL, Pressemitteilung vom 24. Juli 2019).

Treiber der Entwicklung war das Pkw-Leasing, dessen Neugeschäft im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 13 Prozent stieg. Das Nutzfahrzeugleasing steigerte sich ebenfalls um 7 Prozent. Das Segment Büromaschinen und IT bleibt weiter auf Wachstumskurs (plus 12 Prozent). Auch andere Segmente wuchsen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Nur das Neugeschäft des Segments Produktionsmaschinen verzeichnete einen Rückgang (minus 6 Prozent) (BDL, Pressemitteilung vom 24. Juli 2019).

Das Geschäftsklima im Mobilien-Leasing ist im Juli wieder deutlich angestiegen. Dies geht vor allem auf die stark verbesserten Erwartungen der Leasing-Gesellschaften zurück. Die aktuelle Geschäftslage wird leicht besser als im Juni eingeschätzt. Damit ist die Stimmung in der Leasing-Branche besser als in der Gesamtwirtschaft. Laut ifo Geschäftsklimaindex waren die Unternehmen in Deutschland zuletzt weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage und skeptischer bezüglich der zukünftigen Geschäftsentwicklung (BDL, „Geschäftsklima im Leasing steigt im Juli“, 26. Juli 2019). Auswirkung insbesondere auf den Export haben laut VDMA geopolitische Verwerfungen wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit, drohender US-Protektionismus oder die Haushaltslage Italiens – Entwicklungen, die sich auch auf die deutsche Wirtschaft insgesamt auswirken (BDL, Pressemitteilung vom 24. Juli 2019). Trotz der gegenwärtigen Abkühlung schätzt die Deutsche Bundesbank, dass die Ausfuhren ab der zweiten Jahreshälfte nach und nach wieder stärker zulegen und die Industrie wieder mehr produziert. Sobald die Auslandsnachfrage in Gang komme, werde das Wachstum der deutschen Wirtschaft wieder auf einem breiten Fundament stehen (Deutsche Bundesbank, Pressemitteilung vom 7. Juni 2019).

Die Entwicklung des Neugeschäfts der ALBIS Leasing Gruppe übertraf den gesamtwirtschaftlichen Trend deutlich, obwohl die ALBIS Leasing Gruppe weder im Segment Pkw noch im Bereich Nutzfahrzeuge aktiv ist.

Das ifo Institut rechnet in seiner Konjunkturprognose Sommer 2019 mit einem Zuwachs des Bruttoinlandprodukts in Höhe von 0,6 Prozent im laufenden Jahr und für das kommende Jahr mit einer stärkeren Dynamik. Das Bruttoinlandsprodukt 2020 könnte demnach um 1,7 Prozent zunehmen (ifo Konjunkturprognose Sommer 2019, 18. Juni 2019).

Wesentliche Entwicklungen seit dem 31. Dezember 201 8

Vorstand und Aufsichtsrat schlugen der Hauptversammlung am 12. Juli 2019 vor, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende in Höhe von 6 Cent pro Aktie auszuschütten – dies entspricht einem Betrag von T€ 1.113 – und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von T€ 250 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Die Hauptversammlung entschied eine Dividende in Höhe von 4 Cent pro Aktie auszuschütten – dies entspricht einem Betrag von T€ 742 und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von T€ 621 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Die Dividende wurde inzwischen ausgezahlt.

Im November 2018 wurde für die ALBIS Leasing Gruppe ein Finanzierungsrahmen mit der Nord/ LB über ein Volumen von bis zu € 10 Mio. vereinbart. Die Refinanzierung wird ab dem Jahr 2019 genutzt.

Im April 2018 vereinbarte die ALBIS Leasing Gruppe einen Covered Loan mit der ING-DiBa AG (ING) über ein Volumen von maximal € 25 Mio. Im Januar 2019 wurde der Covered Loan auf ein Volumen von maximal € 50 Mio. aufgestockt.

Beide vorgenannten Finanzierungsrahmen werden aufgrund des Konditionenvorteils konzeptionell durch Umfinanzierungen aus den Finanzierungen über die Orange Finance S.A., Compartment „HiT Lease“, genutzt.

Mitte Februar 2019 wurde im Rahmen der Hanse Finance S.A. ein neues Compartment „HiT Lease“ eröffnet. Über das neue Compartment „HiT Lease“ der Hanse Finance S.A wurden die verbliebenen Finanzierungen über die Orange Finance S.A., mit dem Compartment „HiT Lease“ gegen Generalquittung abgelöst. Refinanzierende Bank ist, wie bisher bei der Orange Finance S.A., die NIBC Bank N.V. Das Compartment „HiT Lease“ der Hanse Finance S.A. steht zur Refinanzierung der ALBIS HiTec Leasing Gruppe (ohne die LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH) bis zu einem Höchstbetrag von € 100 Mio. zur Verfügung.

Am 28. Februar 2019 hielt die ALBIS Leasing AG eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Im Zuge dieser außerordentlichen Hauptversammlung verließen die Herren Dr. Rolf Aschermann und Marc Tüngler den Aufsichtsrat. Die Herren Hans Werner Scherer und Dilan Hilser wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Wolfgang Wittmann übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat, Herr Hans Werner Scherer ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender.

Ende Februar 2019 schied Herr Bernd Dähling, Vorstandssprecher, aus der Gesellschaft aus.

Aufsichtsrat und Vorstand haben beschlossen, die Aufgaben wie folgt zu verteilen:

• Michael Hartwich verantwortet die Ressorts Vertragsservice, Antragsservice, Kreditentscheidung, Abrechnung, Datenschutz, Operatives Treasury, Finanzen (Rechnungswesen, Steuern, Controlling), Compliance, Geldwäsche und Interne Revision.

• Andreas Oppitz ist für die Bereiche Vertriebsaußendienst, Vertriebsinnendienst, Inside Sales, Marketing, Online Vertrieb (Portal, E-Commerce), IT, Business Development, Recht, Personal und Projektmanagement zuständig.

Die Aufgabenstellungen des Aufsichtsrechtes (BaFin), den Bereich Investor Relations/Public Relation und das Gebäudemanagement, verantworten Michael Hartwich und Andreas Oppitz gemeinsam. Beide Mitglieder des Vorstands übernehmen unverändert in Personalunion die Geschäftsleitungsaufgaben innerhalb der ALBIS HiTec Leasing Gruppe.

Die ALBIS Leasing Gruppe setzte im ersten Halbjahr 2019 pflichtgemäß die Regeln des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ um. Der IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten von Leasingverhältnissen. Das Bilanzierungsmodell des IFRS 16 unterscheidet sich hierbei nicht wesentlich von dem des IAS 17 „Leasingverhältnisse“ – soweit die ALBIS Leasing Gruppe als Leasinggeber betroffen ist. Ist die ALBIS Leasing Gruppe Leasingnehmer oder Mieter, sind neue Ansätze, Bewertungen, Ausweis- sowie Angabepflichten zu beachten. Die Umsetzung belastete das Ergebnis mit T€ 15 (siehe hierzu auch „Ertragslage für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019“ in diesem Zwischenbericht).

Geschäftsverlauf

Die ALBIS Leasing Gruppe steigerte das Neugeschäft im ersten Halbjahr 2019 um € 8,4 Mio. (Vorjahr € 4,7 Mio.), das entspricht 20,6 Prozent (Vorjahr 12,9 Prozent). Die Anzahl der geschlossenen Neuverträge konnte auf 5.914 – nach 5.053 im ersten Halbjahr 2018 – erhöht werden.

Die Gesamtmarge stieg im ersten Halbjahr um 30 Prozent (Vorjahr 15 Prozent) beziehungsweise € 1,8 Mio. (Vorjahr € 0,8 Mio.) gegenüber Vorjahr. Dies entspricht einer Zielerreichung von 94 Prozent (Vorjahr 90 Prozent). Der genehmigte Antragsbestand liegt um gut 30 Prozent über dem des ersten Halbjahres 2018.

Im Bereich des Vertriebsleasings konnte die ALBIS Leasing Gruppe das Neugeschäft im ersten Halbjahr 2019 um 29,2 Prozent steigern und liegt damit bei einem Zielerreichungsgrad von 91 Prozent für das erste Halbjahr. Das Neugeschäft wurde unter der Betrachtung des zukünftigen Ertrags abgeschlossen. Die Gesamtmarge im ersten Halbjahr konnte so im Bereich des Vertriebsleasings um 30,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 93 Prozent für das erste Halbjahr.

Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH (ehemals EDEKA Leasing), bei der die Vertriebsleistung durch die EDEKA Bank erbracht wird. Die Zielerreichung liegt im Bereich des Neugeschäftes bei 101 Prozent und im Bereich der Gesamtmarge bei 114 Prozent.

Der Grund für die positive Entwicklung im Vertriebsleasing der ALBIS Leasing Gruppe ist in der konsequenten Entwicklung des Vertriebes in den letzten Jahren, dem hohen technischen Stand im Bereich der Digitalisierung des ALBIS Portals für die Händler und in den verschlankten Prozessen des Unternehmens zu sehen.

Der genehmigte Antragsbestand, der gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 30 Prozent gesteigert werden konnte, neu geschlossene Kooperationen und der weitere Ausbau des Geschäftes mit Onlinehändlern stimmen den Vorstand positiv, dass ein Neugeschäftsvolumen von € 100 Mio. bis zum Jahresende erreicht werden kann.

Mit den im Geschäftsjahr 2018 und im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossenen neuen Refinanzierungslinien über die OLB (vormals BKB), die LBBW und die ING, mit einem Gesamtvolumen von € 150 Mio. werden die Margenziele erreicht. Das wird sich nachhaltig positiv auswirken auf die Gesamtmarge, das Ergebnis 2019 und die Ergebnisse kommender Jahre.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den Zwischenabschluss 2019

Ertragslage für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 201 9

Das Ergebnis vor Steuern beträgt T€ 353 nach T€ 1.354 im Vorjahr. Das Ergebnis des ersten Halbjahres ist durch das Ausscheiden eines Vorstandes und die Kosten der außerordentlichen Hauptversammlung im Februar 2019 sowie durch Rechtsberatungskosten zu deren Vorbereitung und durch die beschlossene Sonderprüfung mit über € 1,0 Mio. belastet.

Das Zinsergebnis aus Finance Leasing nach Risikovorsorge beläuft sich auf € 4,5 Mio. nach € 1,1 Mio. im Vorjahr. Die Verbesserung ist insbesondere auf einen deutlichen Anstieg des Zinsergebnisses bei der ALBIS Direct Leasing GmbH, der ALBIS Fullservice Leasing GmbH und der Leasinggesellschaft für den Handel mbH zurück zu führen. Diese Gesellschaften profitierten von der Umfinanzierung bestehender Portfolien und der Refinanzierung des Neugeschäfts über die neu gewonnenen Refinanzierungspartner. Zum 30. Juni des Vorjahrs war das Zinsergebnis durch die zunächst ergebniswirksame Umsetzung der Vorschriften des IFRS 9 „Finanzinstrumente“ mit € 1,1 Mio. belastet. Wir berichteten ausführlich im Halbjahresbericht 2018 unter „Ertragslage für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018“.

Das Sonstige Ergebnis aus dem Leasinggeschäft beträgt € 2,2 Mio. (Vorjahr € 3,7 Mio.). Die Minderung beruht insbesondere auf den geringeren Verwertungsergebnissen, die über die aktivierten Nacherlöse hinaus anfallen. In diesem Zusammenhang ist auch auf die zunehmende Abwicklung des Nutzfahrzeugportfolios der ehemaligen ALBIS Mobil Lease Gruppe zu verweisen.

Die erstmals seit dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen (insbesondere IFRS 16 „Leasingverhältnisse“) führten zu einem Aufwand von T€ 15.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf € 2,5 Mio. (Vorjahr € 3,6 Mio.). Im Vorjahr ergaben sich aus der fortschreitenden Abwicklung der ehemaligen ALBIS Mobil Lease Gruppe einmalige Sondererträge.

Die Personalaufwendungen betragen € 4,4 Mio. (Vorjahr € 3,4 Mio.). Hier wirken sich die Abfindungszahlung an den im Februar ausgeschiedenen Vorstand, aber auch die Personalentwicklung im Vertrieb aus.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen betrugen € 3,9 Mio. nach € 3,6 Mio. im Vorjahr. Die Sonderbelastung beruht auf den Kosten für die außerordentliche Hauptversammlung im Februar 2019 sowie den zu ihrer Vorbereitung erforderlichen Rechtskosten und den Kosten für die beschlossene Sonderprüfung.

Die Erträge und Aufwendungen aus Zinsen liegen etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten betrifft Sicherungsgeschäfte (Swaps) der Hanse Finance S.A. und beträgt € -0,3. Der Überschuss von € 0,2 im Vorjahr resultierte aus Swaps der Orange Finance S.A.

Das Ergebnis aus Steuern wird fast ausschließlich durch Änderungen der Latenten Steuern bestimmt.

Vermögenslage und Kapitalstruktur (Vergleichsstichtag ist gemäß IFRS der 31. Dezember 2018) zum 30. Juni 201 9

Der Bestand an langfristigen Vermögenswerten stieg um € 33,2 Mio. auf € 151,0 Mio. (Vorjahr € 117,7Mio.) und macht 69,6 Prozent (Vorjahr 64,0 Prozent) der Konzernbilanzsumme aus.

Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen € 13,5 Mio. (Vorjahr € 13,5 Mio.) auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie € 0,5 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.) auf Immaterielle Vermögenswerte. Langfristige Leasingforderungen bestehen in Höhe von € 115,6 Mio. (Vorjahr € 87,0 Mio.) sowie andere langfristige Vermögenswerte in Höhe von € 21,4 Mio. (Vorjahr € 16,9 Mio.).

Der Bestand an Leasingforderungen ist im langfristigen Bereich um € 28,5 Mio. und im kurzfristigen Bereich (siehe unten) um € 2,8 Mio. mithin insgesamt um € 31,3 Mio. gestiegen. Diese Entwicklung ist auf die sehr gute Neugeschäftsentwicklung im Jahr 2018 und 2019 zurück zu führen aber auch auf die veränderte Refinanzierung insbesondere der Leasinggesellschaft für den Handel mbH (LGH). Die LGH refinanzierte sich bis Ende 2018 nahezu ausschließlich im Wege der Forfaitierung an die EDEKA Bank AG. Die verkauften Forderungen waren nicht bei der ALBIS Leasing Gruppe zu bilanzieren. Seit Ende 2018 refinanziert die LGH ihr Neugeschäft über Darlehen oder die Hanse Finance S.A. Insbesondere wurden aber auch Portfolien der LGH welche zuvor an die EDEKA Bank AG forfaitiert waren zurück erworben und über ein Darlehen refinanziert. Diese Umfinanzierung wirkt bilanzverlängernd.

Die kurzfristigen Vermögenswerte machen 30,4 Prozent (Vorjahr 36,0 Prozent) der Konzernbilanzsumme aus. Die ausgewiesenen Zahlungsmittel betragen € 7,7 Mio., nach € 10,7 Mio. im Vorjahr. Der Zahlungsmittelbestand beruht im Umfang von € 3,6 Mio. auf Zahlungsmitteln, die der Refinanzierungsplattform Hanse Finance S.A. zuzurechnen sind. Auf die ALBIS Leasing AG entfallen Zahlungsmittel in Höhe von € 0,3 Mio.

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte bestehen in Leasingforderungen € 52,6 Mio. (Vorjahr € 49,8 Mio.), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen € 2,6 Mio. (Vorjahr € 2,1 Mio.) und Sonstigen Vermögenswerten € 3,2 Mio. (Vorjahr € 3,5 Mio.).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von € 144,3 Mio. auf € 172,1 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Leasing in Höhe von € 6,6 Mio. waren erstmals im Zuge der Umsetzung des IFRS 16 auszuweisen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken von € 2,1 Mio. auf € 2,0 Mio. Die negativen Marktwerte der Swaps und die übrigen Verbindlichkeiten betragen unverändert € 4,7 Mio. Die Sonstigen Rückstellungen, Steuerrückstellungen und die Rückstellungen für Pensionen sanken auf € 4,5 Mio., nach € 5,2 Mio. im Vorjahr. Die Latenten Steuerschulden betragen unverändert € 6,4 Mio.

Das Konzerneigenkapital veränderte sich im Berichtszeitraum von € 21,0 Mio. auf € 20,8 Mio. und finanzierte das Konzernvermögen mit 9,6 Prozent (Vorjahr 11,5 Prozent). Ursachen des leichten Rückgangs sind im Wesentlichen die Entkonsolidierung der Orange Finance S.A. im Februar 2019 (T€ -270) sowie die Minderung der Wertminderungsrücklage (T€ -49). Leicht positiv wirkte sich das Gesamtergebnis mit T€ 31 aus.

Finanz- und Liquiditätslage zum 30. Juni 201 9

Die Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen war im Geschäftsjahr stets gegeben. Die liquiden Mittel verminderten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 von € 10,7 Mio. auf € 7,7 Mio. Die Gesellschaften des Konzerns waren jederzeit in der Lage, alle fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

Die im Konzernhalbjahresabschluss ausgewiesene Liquidität ist im Wesentlichen den Tochtergesellschaften zuzuordnen. Insoweit bestehen Verfügungs- beziehungsweise Transferbeschränkungen.

Die Refinanzierung der Gesellschaften des Konzerns ist für das bereits abgeschlossene Geschäft sichergestellt.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Die ALBIS Leasing AG hat ein Ergebnis vor Steuern in einer Höhe von € 1,6 bis € 2,0 Mio. prognostiziert. Der Vorstand geht davon aus, dass der prognostizierte Wert erreicht wird.

Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2018 lag bei 11,47 Prozent (im Vorjahr 10 Prozent). Für das Jahr 2019 wurde eine „moderate“ Steigerung erwartet. Der Vorstand geht aufgrund der Steigerung der Bilanzsumme auf € 217,0 Mio., nach € 183,8 Mio. am 31. Dezember 2018, davon aus, dass die Eigenkapitalquote am 31. Dezember 2019 etwa 10 Prozent betragen wird.

Für das Jahr 2019 wurde ein Neugeschäftswachstum von bis zu € 100 Mio. prognostiziert. Das Neugeschäft im Jahr 2019 entwickelte sich mit einer Steigerung um 20,6 Prozent sehr erfreulich. Der gegenüber dem Vorjahr um 30 Prozent gestiegene genehmigte Antragsbestand, die neu abgeschlossenen Kooperationen und der weitere Ausbau des Geschäfts mit Online-Händlern stimmen den Vorstand optimistisch, dass das prognostizierte Neugeschäftsziel bis zum Jahresende erreicht wird.

Die ALBIS Leasing AG rechnet im Jahr 2019 mit einem Anstieg der Personalkosten. Die Prognose ist gegenüber dem 31. Dezember 2019 unverändert.

Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung

Geopolitische Verwerfungen wie der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit, drohender US-Protektionismus oder die Haushaltslage Italiens können den Export und die deutsche Wirtschaft insgesamt beeinträchtigen. Dies könnte sich auch auf die wesentlichen Geschäftsfelder der ALBIS Leasing Gruppe auswirken.

Weitere Erkenntnisse über wesentliche neue Risiken oder wesentliche Abweichungen von den im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 beschriebenen Risiken liegen derzeit nicht vor.

 

Hamburg, den 20. August 2019

Michael Hartwich, Vorstand

Andreas Oppitz, Vorstand

Konzernbilanz zum 30. Juni 2019

der ALBIS Leasing AG

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30.06.2019 31.12.2018
T€ T€
Vermögenswerte    
Kurzfristige Vermögenswerte    
1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.695 10.729
2. Forderungen und Sonstige Vermögenswerte    
a) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.563 2.083
b) Sonstige Vermögenswerte 3.193 3.489
3. Forderungen aus Leasingverhältnissen 52.613 49.781
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 66.064 66.082
Langfristige Vermögenswerte    
1. Forderungen aus Leasingverhältnissen 115.560 87.033
2. Zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte 8.180 10.017
3. Sachanlagen 148 96
4. Nutzungsrechte aus Leasing 6.589 0
5. Immaterielle Vermögenswerte 13.986 13.827
6. Latente Steuerforderungen 6.498 6.749
Summe der langfristigen Vermögenswerte 150.961 117.722
Summe der Vermögenswerte 217.025 183.804
Schulden und Eigenkapital    
Kurzfristige Schulden    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.142 48.119
2. Verbindlichkeiten aus Leasing 1.314 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.955 2.138
4. Negative Marktwerte von zum beizulegenden Zeitwert
bilanzierten Vermögensgegenständen

258

28
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.489 2.684
6. Steuerrückstellungen 75 204
7. Sonstige Rückstellungen 1.053 1.589
Summe der kurzfristigen Schulden 70.286 54.762
Langfristige Schulden    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 108.941 96.188
2. Verbindlichkeiten aus Leasing 5.289 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.989 2.058
4. Rückstellungen für Pensionen 3.377 3.406
5. Latente Steuerschulden 6.358 6.317
Summe der langfristigen Schulden 125.954 107.969
Eigenkapital    
1. Gezeichnetes Kapital 18.546 18.546
2. Kapitalrücklage 690 690
3. Gesetzliche Rücklage 1.533 1.533
4. Andere Gewinnrücklagen 5.276 5.276
5. Wertminderungsrücklage (IFRS 9) 345 395
6. Rücklage für versicherungsmathematische    
Gewinne und Verluste -381 -381
7. Ergebnisvortrag -5.254 -5.047
8. Nicht beherrschende Anteile 30 61
Summe Eigenkapital 20.785 21.073
Summe Schulden und Eigenkapital 217.025 183.804

Konzerngesamtergebnisrechnung zum 30. Juni 2019

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01.01.2019 bis 30.06.2019 01.01.2018 bis 30.06.2018
in T€    
Zinsergebnis aus Finance Leasing nach Risikovorsorge 4.549 1.146
Sonstiges Ergebnis aus dem Leasinggeschäft 2.183 3.736
Sonstige betriebliche Erträge 2.491 3.586
Personalaufwand -4.367 -3.401
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen -3.907 -3.597
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 131 192
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -469 -477
Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Wert -258 169
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 353 1.354
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -319 229
Sonstige Steuern -3 -1
Konzernhalbjahresüberschuss 31 1.582
Gesamtergebnis 31 1.582

Kapitalflussrechnung des Konzerns

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01.01.2018 01.01.2018
bis bis
30.06.2019 30.06.2018
  Konzernhalbjahresüberschuss 31 1.582
+/- Abschreibungen/(Zuschreibungen) auf Gegenstände
des Anlagevermögens

740

31
-/+ Abnahme/(Zunahme) der Rückstellungen -644 -1.230
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.904 4.559
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Leasingverhältnissen -31.359 -5.033
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -406 -3.098
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 338 285
+/- Nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge -113 111
-/+ Ertragsteuerertrag/-aufwand 322 -228
-/+ Gezahlte Ertragsteuern/erhaltene Ertragsteuern gemäß IAS 7.35 -29 -69
  Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -29.216 -3.090
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Immateriellen Anlagevermögens 0 123
- Auszahlungen für Investitionen in das Immaterielle Anlagevermögen -7.433 -17
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 64
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -107 -28
+ Erhaltene Zinsen 131 192
  Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.409 334
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 34.109 -2.539
- Entnahme aus der Wertminderungsrücklage -49 0
- Abgänge aus dem Konsolidierungskreis 0 0
- Gezahlte Zinsen -469 -477
  Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 33.591 -3.016
  Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands -3.034 -5.772
  Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 10.729 28.146
  Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.695 22.374

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns Januar - Juni 2019

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in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen
Stand 1. Januar 2019   18.546.000 689.602 1.532.755 5.276.080
Änderungen im Konsolidierungskreis          
Kapitaleinzahlung          
Gesamtergebnis 30. Juni 2019          
Änderung Wertminderungsrücklage          
Stand 30. Juni 2019   18.546.000 689.602 1.532.755 5.276.080
in € Wertminderungs-Rücklage IFRS 9 Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Ergebnisvortrag Nicht beherrschende Anteile Gesamtsumme
Stand 1. Januar 2019 395.334 -381.417 -5.046.758 61.000 21.072.596
Änderungen im Konsolidierungskreis     -238.526 -31.000 -269.526
Kapitaleinzahlung         0
Gesamtergebnis 30. Juni 2019     31.207   31.207
Änderung Wertminderungsrücklage -49.424       -49.424
Stand 30. Juni 2019 345.910 -381.417 -5.254.077 30.000 20.784.853

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns Januar - Juni 2018

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in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen
Stand 1. Januar 2018 18.546.000 689.602 1.532.755 3.858.411
Kapitaleinzahlung
Gesamtergebnis 30. Juni 2018
Stand 30. Juni 2018 18.546.000 689.602 1.532.755 3.858.411
in € Wertminderungs- Rücklage IFRS 9 Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Ergebnisvortrag Nicht beherrschende Anteile Gesamtsumme
Stand 1. Januar 2018 0 -390.115 -5.392.350 31.000 18.875.303
Kapitaleinzahlung 30.000 30.000
Gesamtergebnis 30. Juni 2018 1.581.647 1.581.647
Stand 30. Juni 2018 0 -390.115 -3.810.703 61.000 20.486.950

Ausgewählte Anhangangaben für den Zwischenabschluss vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019

Informationen zu Gesellschaft und Konzern

Die ALBIS Leasing AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Ifflandstraße 4, 22087 Hamburg.

Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung B, unter der Nr. 73071 eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere an Unternehmen, die ihrerseits im Bereich des Leasinggeschäfts tätig sind, sowie von Grundstücken und Gebäuden im In- und Ausland.

Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940) ist seit dem 30. August 1999 im Regulierten Markt notiert an den Börsen Frankfurt / Main (General Standard) und München und im Freiverkehr an den Börsen Hamburg, Berlin und Stuttgart.

Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

In Übereinstimmung mit IAS 34 „Zwischenberichterstattung“ wurde für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019 ein verkürzter Konzernzwischenabschluss aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 gelesen werden.

Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden

Für diesen Zwischenbericht wurden die Werte unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften ermittelt.

Seit dem 01. Januar 2019 wurden die Regularien des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ umgesetzt. Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die Unterscheidung in Operate Leasing und Finance Leasing beim Leasingnehmer entfällt. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte („Right-of-Use-Approach“) und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert („Low Value“-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr eingeräumt. Für Leasinggegenstände von niedrigem Wert gilt diese Vereinfachung sogar, wenn diese in Summe als wesentlich einzustufen sind. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16. Bezüglich der Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber gab es nur geringfügige Änderungen. IFRS 16 entspricht insoweit weitgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17.

Die Umsetzung der erstmaligen Bewertung nach IFRS 16 erfolgte nach der modifizierten retrospektiven Methode. Unter Anwendung dieser Methode wird von einer Anpassung der Vorjahreswerte abgesehen und für bestehende Miet- und Leasingvereinbarungen ein fiktiver Vertragsbeginn zum 01. Januar 2019 unterstellt. Für die Ermittlung des Wertes eines jeden Right of Use Assets wird der jeweilige ermittelte Barwert der Leasingverbindlichkeit zugrunde gelegt. Da dieser dem Ausweis der Verbindlichkeiten entsprach, ergaben sich keine Bewertungsunterschiede.

Dies bedingte eine Aktivierung von Nutzungsrechten aus Leasing zum 1. Januar 2019 in Höhe von € 7,3 Mio. sowie eine korrespondierende Passivierung der Verbindlichkeiten aus Leasing.

Im Detail lassen sich die Auswirkungen der Erstanwendung zum 01. Januar 2019 wie folgt darstellen:

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T€ 31.12.2018 Anpassung 01.01.2019
Langfristige Vermögenswerte 117.722 7.259 124.981
Forderungen aus Leasingverhältnissen 87.033 - 87.033
Zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte 10.017 - 10.017
Sachanlagen 96 - 96
Nutzungsrechte aus Leasing 0 7.259 7.259
Immaterielle Vermögenswerte 13.827 - 13.827
Latente Steuerforderungen 6.749 - 6.749
Kurzfristige Schulden 54.762 1.311 56.073
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 48.119 - 48.119
Verbindlichkeiten aus Leasing 0 1.311 1.311
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.138 - 2.138
Negative Marktwerte von zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögensgegenständen 28 - 28
Sonstige Verbindlichkeiten 2.684 - 2.684
Steuerrückstellungen 204 - 204
Sonstige Rückstellungen 1.589 - 1.589
Langfristige Schulden 107.969 5.948 113.917
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.188 - 96.188
Verbindlichkeiten aus Leasing 0 5.948 5.948
Sonstige Verbindlichkeiten 2.058 - 2.058
Rückstellungen für Pensionen 3.406 - 3.406
Latente Steuerschulden 6.317 - 6.317

Für den Konzern ergaben sich durch die erstmalige Anwendung zum 01. Januar 2019 keine ergebniswirksamen Effekte.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der aktivierten Right of Use Assets zum 30. Juni 2019 stellt sich wie folgt dar:

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Nutzungsrechte aus Leasing (in T€) 01.01.2019 Abschreibungen 30.06.2019
Gebäude 6.926 593 6.333
Fuhrpark 285 71 214
Betriebs – und Geschäftsausstattung 48 6 42
Gesamt 7.259 670 6.589

Der Zinsaufwand aus der Tilgung der passivierten Leasingverbindlichkeiten beläuft sich zum 30. Juni 2019 auf T€ 21,0.

Gebäude

Die Zugänge betreffen das gemietete Gebäude der Hauptniederlassung in der Ifflandstraße 4, Hamburg sowie angemietete Büroräume in Köln und München.

Der Mietvertrag für das Gebäude in der Ifflandstraße 4, Hamburg, ist befristet bis zum 31. Oktober 2025 und kann per Option um weitere fünf Jahre verlängert werden.

Der Mietvertrag für das Büro in München ist befristet bis zum 31. Januar 2024 und kann per Option um weitere fünf Jahre verlängert werden.

Der Mietvertrag für das Büro in Köln ist befristet bis zum 31. Januar 2024 und kann per Option um weitere fünf Jahre verlängert werden.

Fuhrpark

Die Zugänge bestehen im Wesentlichen aus geleasten Pkw für die Mitarbeiter des Vertriebs. Die Gesellschaft least den Pkw-Bestand, um eine unkomplizierte rollierende Erneuerung des Fuhrparks für den Vertrieb zu ermöglichen.

Die zugrunde liegenden Verträge haben Laufzeiten von maximal 36 Monaten und beinhalten in der Regel keine Verlängerungsoptionen.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Der Zugang betrifft die für die Ifflandstraße 4, Hamburg, gemietete Telefonanlage. Der Leasingzeitraum beträgt genau 60 Monate. Etwaige Verlängerungsoptionen sind nicht vereinbart.

Verbindlichkeiten aus Leasing

Die hierzu passivierten Verbindlichkeiten aus Leasing setzen sich zum 30. Juni 2019 wie folgt zusammen:

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Verbindlichkeiten aus Leasing (in T€) 30.06.2019 kurzfristig langfristig
Gebäude 6.346 1.167 5.179
Fuhrpark 215 135 80
Betriebs und Geschäftsausstattung 42 12 30
Gesamt 6.603 1.314 5.289

Bei der Bewertung einer Leasingverbindlichkeit werden vom Konzern die vertraglich vereinbarten Zahlungen zugrunde gelegt. Sonderzahlungen werden hierbei einer Leasingverbindlichkeit hinzugerechnet, während Preisnachlässe und sonstige Boni abgezogen werden. Variable Bestandteile der Leasingzahlungen, die nicht dem Leasinggegenstand selber zugeordnet werden können, werden aus der Bewertung der Leasingverbindlichkeit herausgerechnet.

In diesem Zusammenhang wurden Mietnebenkosten sowie Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von T€ 145,9 nicht in die Bemessungsgrundlage der Leasingverbindlichkeiten einbezogen.

Erträge aus Untermietverhältnissen

Der Konzern ist mit der ALBIS Leasing AG Generalmieterin der selbst genutzten Immobilie in der Ifflandstraße 4, Hamburg. Nicht genutzte Teile der Immobilie werden auch an konzernfremde Firmen vermietet. Die Einnahmen aus derartigen Untermietverhältnissen belaufen sich zum 30. Juni 2019 auf T€ 295,7.

Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung

Die Aktivierung der Nutzungsrechte aus Leasing sowie die Passivierung der zugehörigen Verbindlichkeiten aus Leasing führten zunächst zu einer Verlängerung der Bilanz zum 01. Januar 2019 um € 7,3 Mio. Die ursprünglich im Operativen Cashflow erfassten Leasingzahlungen, werden seit Jahresbeginn durch Abschreibungen der Nutzungsrechte aus Leasing sowie den Zins- und Tilgungszahlungen der zugehörigen Verbindlichkeit aus Leasing ersetzt. Die hierdurch zusätzlich verursachten Abschreibungen in den ersten 6 Monaten belaufen sich auf T€ 670 und wurden im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erfasst. Die Zinsaufwendungen aus den passivierten Verbindlichkeiten aus Leasing summieren sich zum 30. Juni 2019 auf T€ 21 und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit erfasst. Während sich die Aufwendungen aus Leasingverträgen bisher in der Regel gleichmäßig über die Laufzeit verteilt haben, kommt es nun durch die Erfassung dieser Abschreibungen und Zinsaufwendungen zu einem erhöhten Ausweis von Aufwand zu Beginn eines Leasingvertrages (Front Load Effekt).

Dieser Effekt kehrt sich mit der andauernden Laufzeit vollständig um, wodurch über die gesamte Laufzeit betrachtet, kein Mehraufwand im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung entsteht.

Dieser „Front Load Effekt“ hat zum 30. Juni 2019 einen Mehraufwand in Höhe von T€ 15 begründet.

In Anspruch genommene Wahlrechte

IFRS 16 sieht ein Wahlrecht vor, welches es der ALBIS Leasing Gruppe ermöglicht, Leasingverträge mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten (Short Term Lease) oder einem Gesamtwert von unter € 5.000 (Low Value Asset) weiterhin nicht zu aktivieren. Die ALBIS Leasing Gruppe wendet dieses Wahlrecht konzernweit und einheitlich für alle Leasingverträge an. Für als „Short Term“ Lease klassifizierte Leasingverträge sind zum 30. Juni 2019 Aufwendungen in Höhe von T€ 19, und für Leasingverträge von „Low Value Assets“ Aufwendungen in Höhe vonT € 16 angefallen.

Im Übrigen entsprechen die in diesem Zwischenbericht angewendeten Rechnungslegungs- und Berechnungsmethoden denen, die dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zugrunde gelegt wurden.

Für das Geschäftsjahr 2019 wählte die Hauptversammlung die Vistra Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer.

Der Zwischenbericht wurde vom Abschlussprüfer einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Konsolidierungskreis

Mitte Februar 2019 wurde bei der Hanse Finance S.A. ein neues Compartment „HiT Lease“ eingerichtet. Über das neue Compartment wurden die bestehenden Finanzierungen über die Orange Finance S.A., Compartment „HiT Lease“ abgelöst.

Die Orange Finance S.A. wurde deshalb am 15. Februar 2019 entkonsolidiert.

Die Hanse Finance S.A. war bereits im Vorjahr konsolidiert. Das neue Compartment „HiT Lease“ ist seit seiner Einrichtung in der Hanse Finance S.A. enthalten.

Weitere Änderungen im Konsolidierungskreis haben sich im Jahr 2019 nicht ergeben.

Segmentberichterstattung

Das Unternehmen wird intern auf Basis der rechtlichen Einheiten gesteuert. Für Zwecke der Segmentberichterstattung wurden im Jahr 2019 gemäß IFRS 8.12 zwei Segmente identifiziert.

Das Segment „Vertriebsleasing“ umfasst die ALBIS HiTec Leasing GmbH (mit ihrem Geschäftsteil Vertriebsleasing), die ALBIS Direct Leasing GmbH, die ALBIS Fullservice Leasing GmbH und die LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH. Die Produktgruppen des Segments stammen aus den Bereichen IT / EDV, Kfz-Werkstatttechnik, Gastronomie- und Großküchentechnik, Nahrungs- und Genussmitteltechnik, Arbeits- und Produktionsgeräte, Fitnessgeräte und Medizintechnik.

Das Segment „Leasing für Investitionsgüter“ umfasst das noch bestehende, vertragsmäßig ablaufende Portfolio der ehemaligen ALBIS Mobil Lease GmbH. Die Produktgruppen des Segments sind Lkw sowie Auflieger und Anhänger, Busse und Pkw, Erneuerbare Energien sowie Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Die ALBIS Mobil Lease GmbH wurde in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf ihre Schwestergesellschaft die ALBIS HiTec Leasing GmbH verschmolzen. Die ALBIS HiTec Leasing GmbH repräsentiert mit diesem Geschäftsteil das Segment „Leasing für Investitionsgüter“.

Innerhalb der Segmente wurden keine sinnvollen Segmentierungskriterien identifiziert. Die Gesellschaften der Segmente sprechen über dieselben Vertriebswege sich weitgehend überschneidende Kundengruppen an, ohne hierbei regional oder produktseitig erheblich unterschiedliche Strategien zu verfolgen. Es ist weder aufgrund der Leasinggüter noch aufgrund der Gestaltung der Leasingverträge, noch aufgrund der angebotenen Nebenleistungen sinnvoll, eine weitere Segmentierung vorzunehmen. Eine weitergehende Segmentierung erfolgt auch nicht für Zwecke des internen Reportings oder zu Steuerungszwecken.

Intern wird wie folgt berichtet:

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Vertriebsleasing Ist Ist
in T€ 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2018
Neugeschäft in Stück 5.914 5.053
Barwertmarge inklusive Zusatzerlöse 9.237 6.907
Wertberichtigungen 297 256
Sachkosten 3.726 3.580
Personalkosten 2.632 2.435
Leasing für Investitionsgüter Ist Ist
in T€ 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr 2018
Neugeschäft in Stück 0 0
Barwertmarge inklusive Zusatzerlöse 0 0
Wertberichtigungen 103 47
Sachkosten 361 778
Personalkosten 0 96

Der Bericht beruht auf den Meldungen der operativen Gesellschaften. Gemeldet werden soll sofort nach Monatsende, um die Entwicklung des operativen Geschäfts umgehend, im Sinne eines Frühwarnsystems, zu bewerten. Die Meldungen werden deshalb noch vor dem Abschluss des Rechnungswesens für den Monat und insbesondere vor etwaigen Abschlussbuchungen im Rahmen der Erstellung eines Zwischen- oder Jahresabschlusses abgegeben. Die Berichterstattung basiert im Bereich der Barwerte und Erlöse teilweise auf einer barwertigen Betrachtung der geschlossenen Geschäfte. Auf diese Weise wird das in dem jeweiligen Monat geschlossene Neugeschäft unter Berücksichtigung des zu erwartenden Nachmietgeschäfts und der Nebenerlöse bewertet. Denn die Erlöse werden so weitgehend dem Monat des Abschlusses des Neugeschäfts zugeordnet und nicht, wie nach den Rechnungslegungsvorschriften vorgesehen, auf mehrere Jahre verteilt.

Die Ergebnisse des Reportings zeigen die unmittelbaren Effekte aus dem Neugeschäft. Die Betrachtung ist deshalb nicht mit der Methodik der Gewinn- und Verlustrechnung vergleich- oder abstimmbar: In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus dem Neugeschäft erst mit erheblichem zeitlichen Verzug und überlagert von anderen Einflüssen erkennbar.

Die Gesellschaften der ALBIS Leasing Gruppe werden in das Meldewesen aufgenommen, sobald sie aktiv operatives Leasinggeschäft betreiben und eine relevante Größenordnung erreichen. Die ALBIS Leasing AG und die ALBIS Service GmbH sind mangels relevanten Leasinggeschäfts nicht Gegenstand des Meldewesens.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Im ersten Halbjahr 2019 ergaben sich keine wesentlichen Änderungen.

Corporate Governance

Die nach § 161 AktG i.V.m. § 289a HGB vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der ALBIS Leasing AG (www.albis-leasing.de) zugänglich gemacht.

Ereignisse nach dem 30. Juni 2019

Hierüber berichteten wir unter „Wesentliche Entwicklungen seit dem 31. Dezember 2018“. Die Hauptversammlung beschloss am 12. Juli 2019 eine Dividendenausschüttung in Höhe von 4 Cent pro Aktie.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem 30. Juni 2019, die wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der ALBIS Leasing Gruppe haben könnten, sind uns nicht bekannt.

Versicherung des Vorstands

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

 

Hamburg, den 20. August 2019

Michael Hartwich, Vorstand

Andreas Oppitz, Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die ALBIS Leasing AG

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben — und denKonzernzwischenlagebericht der ALBIS Leasing AG, Hamburg, für den Zeitraum vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattungen, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

 

Hamburg, 23. August 2019

Vistra Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfgang von Thermann, Wirtschaftsprüfer

Alexander Grewer, Wirtschaftsprüfer