Albis Leasing AGHamburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.20222022 HALBJAHRESBERICHTINNOVATIVE LEASING-LÖSUNGEN FÜR DEN MITTELSTANDKennzahlen 30. Juni 2022 ALBIS Leasing Konzern (IFRS)scrollen
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,2022 ist ein bedeutendes Jahr für die ALBIS Leasing
Gruppe: Wir haben mit unserer ,Zukunftsoffensive 2023+' den
Grundstein für unser langfristiges unternehmerisches
Handeln gelegt und dabei den Fokus konsequent auf unsere
Partner und Kunden gerichtet. Gleichzeitig machen wir unser
Geschäftsmodell wetterfest für ein volatiles und
von Unsicherheiten geprägtes Umfeld; so hat sich die
konjunkturelle Lage in den vergangenen Monaten weiter
eingetrübt, und die Auswirkungen aus dem Krieg
Russlands in der Ukraine, der unklaren Energieversorgung in
Deutschland und gestörter Lieferketten führen zu
zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Ungeachtet dessen haben wir es geschafft, im ersten
Halbjahr 2022 eine Geschäftsentwicklung auf Planniveau
zu erreichen. Wir freuen uns, dass wir sowohl mit diesem
Verlauf als auch mit unseren strategischen Vorhaben
ordentlich unterwegs sind. So ist die
Neugeschäftsentwicklung von Januar bis Juni dieses
Jahres mit € 53 Mio. intakt - auf Jahressicht erwarten
wir ein stabiles Neugeschäft auf Vorjahresniveau
zwischen € 95 und 105 Mio. Gleichlaufend
erwirtschaftete die ALBIS ein planmäßiges
Halbjahresergebnis.
Wir gehen davon aus, dass sich die hohe Inflation in
diesem Jahr auf die Personal- und Sachkosten und
langfristig weiter auf alle Kostenarten auswirken wird. Um
dem Kostenauftrieb zu begegnen, haben wir ein Kosten- und
Ressourcenmanagement in der ALBIS Leasing Gruppe
implementiert und Kosteneinsparpotenziale geprüft.
Einige Maßnahmen haben wir bereits zur Umsetzung
gebracht, z. B. die Auflösung unseres bisherigen
Standorts in Köln, und die Neugestaltung der
Büroflächen in Hamburg für eine
Stärkung des kollaborativen Arbeitens geht
gleichzeitig mit einer Kostenreduktion einher.
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Ebenso wichtig war es für uns in den letzten
Monaten, unsere ,Zukunftsoffensive 2023+' konsequent
voranzutreiben. Ziel der ALBIS ist, mit ihrem qualitativ
überzeugenden Leistungsangebot den Händler- und
Kundennutzen gleichermaßen zu steigern. Mit einfachen
und transparenten Produkten und einer schnellen Abwicklung
richten wir unser Handeln ganzheitlich auf eine nachhaltige
Beziehung aus.
Die erforderliche Neuausrichtung der Ablauf- und
Aufbauorganisation im Zuge des Transformationsprozesses
basiert in hohem Maße auf einer qualitativ und
quantitativ adäquaten Personalausstattung.
Während auf der einen Seite die natürliche
Fluktuation zu einer Reduktion der Mitarbeiterzahl
führt, prüfen und bewerten wir individuell eine
jeweilige Nachbesetzung und zusätzlich benötigte
Ressourcen, um für die vielfältigen aktuellen und
zukünftigen Aufgaben optimal aufgestellt zu sein. Wir
freuen uns sehr, dass wir unser Team in den vergangenen
Monaten bereits durch versierte Fachkräfte
verstärken konnten.
Wir sind davon überzeugt, dass wir mit dem Aufsatz
unseres Transformationsprojekts ,Zukunftsoffensive 2023+'
zur strategischen Neuausrichtung der ALBIS Leasing Gruppe
die Weichen für ihre nachhaltige
Zukunftsfähigkeit gestellt haben. An ihrem Erfolg
werden wir gemeinsam mit voller Kraft jeden Tag arbeiten.
Für das Erreichte bedanken wir uns sehr bei unseren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir sind davon
überzeugt, dass wir im Team erfolgreich sind und die
Herausforderungen weiterhin meistern werden. Auch unseren
Partnern danken wir herzlich für die Zusammenarbeit.
Und nicht zuletzt gilt unser Dank Ihnen, liebe
Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr
Vertrauen in Ihre ALBIS und uns.
Hamburg, im August 2022
ALBIS Leasing AG
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Zwischenlagebericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022Allgemeine LageGesamtwirtschaft und BrancheIm Vorjahresvergleich lag das Bruttoinlandsprodukt im
zweiten Quartal 2022 preis- und kalenderbereinigt um 1,4
Prozent höher als im zweiten Quartal 2021, in dem die
deutsche Wirtschaft von den Auswirkungen der dritten
Corona-Welle deutlich betroffen war. Im Vergleich zum
vierten Quartal 2019, dem Quartal vor Beginn der
Corona-Krise, lag das BIP im zweiten Quartal 2022 noch um
0,2 Prozent niedriger (preis-, saison- und
kalenderbereinigt). Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise
und des Kriegs in der Ukraine seien diese Ergebnisse - so
das Statistische Bundesamt - allerdings mit
größeren Unsicherheiten behaftet als sonst
üblich.
1
Laut Deutscher Bundesbank ist die deutsche
Wirtschaftsleistung im Frühjahr 2022 stagniert. Das
weitgehende Entfallen der Pandemie-Schutzvorkehrungen gab
den zuvor eingeschränkten Dienstleistern und den auf
sie entfallenden Konsumausgaben einen kräftigen Schub.
Die starke Teuerung belastete jedoch die Kaufkraft der
privaten Haushalte, deren Konsumlaune zudem unter der
Unsicherheit hinsichtlich der zukünftigen
Energieversorgung litt. Der vom Marktforschungsinstitut GfK
ermittelte Konsumklimaindex fiel auf ein Rekordtief. Die
schlechte Stimmung der Konsumenten machte sich in
kräftig gesunkenen Umsätzen im Einzel- und
Kfz-Handel bemerkbar. Im Baugewerbe belasteten
gemäß Umfragen des ifo Instituts fehlende
Materialien und ein Mangel an Arbeitskräften die
Aktivität. Die Industrie wurde weiterhin durch
Lieferengpässe beeinträchtigt. Außerdem
litt sie unter der hohen Unsicherheit über die weitere
wirtschaftliche Entwicklung sowie unter einer - wenn auch
von hohem Niveau aus - schwächeren Nachfrage. Eine
wesentliche Belastung für Unternehmen und private
Haushalte stellen die seit Mitte Juni erheblich
gekürzten russischen Gaslieferungen dar. Dadurch
stiegen die Gaspreise drastisch. Dies belastet auch die
Aussichten. Im laufenden Quartal dürfte der
BIP-Zuwachs aus heutiger Sicht wohl etwas schwächer
ausfallen als von der Bundesbank noch im Juni 2022
erwartet.
2 Zu diesem Zeitpunkt prognostizierte die
Bundesbank der deutschen Wirtschaft noch ein Jahreswachstum
2022 von 1,9 Prozent.
3
Der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen e. V.
(BDL) meldete für das erste Quartal 2022 einen Anstieg
des Neugeschäfts der Leasingwirtschaft um 1,1 Prozent
und für das zweite Quartal einen Rückgang von 8,3
Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.
4
Der ifo Geschäftsklimaindex für die
Gesamtwirtschaft in Deutschland sank aufgrund der
Erwartungskomponente deutlich von 92,2 auf 88,6 Punkte.
Beim ifo Geschäftsklima für die Leasingbranche
ging die Erwartungskomponente im Juli 2022 von -17,9 auf
-18,5 Punkte zurück. Die Herausforderungen durch die
Verknappung von Vorprodukten und den drohenden Gasausfall
belasten unverändert die Erwartungen. Die aktuelle
Lage schätzten die Leasinggesellschaften mit41,7 nach
40,0 Punkten leicht besser ein. Den kurzfristigen
Eintrübungen stünden langfristig jedoch hohe
Investitionsbedarfe gegenüber, die der Transformation
der deutschen Wirtschaft dienen, um nachhaltiger und
unabhängiger von fossilen Energieträgern zu
werden.
5
1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.
322 vom 29. Juli 2022
4 BDL,
https://bdl.leasingverband.de/leasing/marktzahlen/
leasing-markt Trendmeldung Juli 2022
Wesentliche Entwicklungen seit dem 31. Dezember 2021Corona-PandemieBislang ist nicht absehbar, welche Folgen sich aus dem
weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, den Maßnahmen
zu ihrer Eindämmung wie erneute Lockdowns, dem
Fortschreiten der Impfkampagne und der Dynamik der Pandemie
(etwa infolge von Virusmutationen) ergeben werden. Die
Politik bereitet für den kommenden Herbst
einschneidende Maßnahmen vor. Die bisher besonders
von der Pandemie betroffenen Branchen und Produktgruppen -
so unsere Beobachtungen - halten sich mit Investitionen
noch zurück.
Die ALBIS Leasing AG nimmt die aktuelle Risikolage sehr
ernst und analysiert diese laufend hinsichtlich der
Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb der Gruppe.
Ukraine-KriegSeit dem Frühjahr 2022 führt Russland einen
Krieg gegen die Ukraine. Sollte dieser länger anhalten
und die umfangreichen Sanktionsmaßnahmen gegen
Russland aufrecht erhalten bleiben, werden sich dauerhaft
massiv erhöhte Energiepreise durchsetzen, mit
negativen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung.
Die Inflation befindet sich gegenwärtig auf einem
historisch hohen Niveau und dämpfte die
Konjunkturentwicklung. Negative Auswirkungen auf die
Ertrags-, Kosten- und Risikolage der Gesellschaft sind
bereits spürbar. Das operative Leasinggeschäft
der ALBIS Leasing Gruppe hat jedoch keine direkten
Beziehungen zu Russland oder der Ukraine. Es werden keine
Leasing- oder Mietkaufgüter aus den unmittelbar
betroffenen Regionen beschafft. Dennoch hat der Krieg
Einfluss auf die bereits gestörten Lieferketten der
von uns finanzierten Güter.
Zukunftsoffensive 2023+Im Januar 2022 hat die ALBIS Leasing Gruppe einen
umfassenden Transformationsprozess zur strategischen
Neuausrichtung und eine damit einhergehende strukturelle
Anpassung der Geschäftsaktivitäten und Prozesse
aufgesetzt, die ,Zukunftsoffensive 2023+'. Dabei stellt die
ALBIS ihre Partner und Kunden in den Fokus der
unternehmerischen Wertschöpfung und richtet ihr
Handeln ganzheitlich auf eine nachhaltige Beziehung aus.
Mit ihrer konsequenten Partner- und Kundenzentrierung
strebt die ALBIS eine Rolle als präferierter
Finanzpartner ihrer Partner und Kunden an. Zu Beginn der
,Zukunftsoffensive 2023+' hat die ALBIS drei
übergeordnete Ziele determiniert, die entlang der
strategischen Neuausrichtung erreicht werden sollen:
1. Rückkehr auf einen nachhaltigen Wachstumspfad
2. Digitalisierung des Geschäftsmodells
3. Stärkung der Partizipation der
Aktionärinnen und Aktionäre durch eine positive
Wertentwicklung und ein attraktives Ergebnis
Mit Blick auf diese Ziele wurden Themenfelder und
Maßnahmen identifiziert und erste bereits
angestoßen - mit unterschiedlichem Reifegrad in der
Umsetzung. Bereits abgeschlossen haben wir die Festlegung
wichtiger strategischer Determinanten: u. a. die
Fokussierung des deutschen Marktes mit Kleinst-,
Kleinunternehmern sowie mittelgroßen Unternehmer als
Zielkunden - dieser Zielmarkt umfasst rund drei Millionen
Unternehmen -, die Stärkung und den Ausbau des
Kerngeschäfts mit Händlern und den hohen
qualitativen Leistungsanspruch, durch einfache und schnelle
Lösungen zu überzeugen und den Partner- und
Kundennutzen gleichermaßen zu steigern.
Wir befinden uns derzeit auf Kurs hinsichtlich der
Erreichung unserer gesetzten Meilensteine beziehungsweise
Ziele und verfolgen diese weiterhin konsequent.
Hauptversammlung 2022 / GewinnverwendungDie 40. ordentliche Hauptversammlung wurde am 2. Juli
2022 in Form einer virtuellen Hauptversammlung
durchgeführt, ohne physische Präsenz der
Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten.
Aktionäre und ihre Vertreter konnten die
Hauptversammlung live über das Internet verfolgen und
ihre Stimmrechte ausschließlich im Wege der
elektronischen Briefwahl oder durch Vollmachtserteilung an
die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben.
Vorstand und Aufsichtsrat schlugen der Hauptversammlung
vor, für das Geschäftsjahr 2021 keine Dividende
auszuschütten und den Bilanzgewinn in Höhe von
T€ 654 zur Stärkung des Eigenkapitals
vollständig in die Gewinnrücklage einzustellen.
Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde mit der
erforderlichen Mehrheit der Stimmrechte angenommen.
GeschäftsverlaufDie ALBIS Leasing Gruppe ist gut ins Geschäftsjahr
2022 gestartet. Im ersten Halbjahr konnten wir das
Neugeschäft um 13 Prozent auf € 53 Mio. (Vorjahr
€ 47 Mio.) steigern. Gleichzeitig konnte sie die
absolute Marge des Neugeschäfts im Vergleich zum
ersten Halbjahr des Vorjahres aber nur unterproportional um
5 Prozent erhöhen. Diese Entwicklung ist auf eine
veränderte Zusammensetzung des Neugeschäfts
zurückzuführen. Im Wesentlichen führte der
hohe Anteil des niedrigmargigen E-Bike-Geschäfts am
Neugeschäft zu dem unterproportionalen Anstieg der
Marge.
Gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres ist das
E-Bike-Neugeschäft um € 10,5 Mio. beziehungsweise
84 Prozent gestiegen.
Das Händlergeschäft legte um € 1,5 Mio.
beziehungsweise 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu.
Damit hat sich das Händlergeschäft im ersten
Halbjahr positiv zum Vorjahr entwickelt, es bleibt aber
noch gegenüber der Planung 2022 zurück.
Das Neugeschäft der LGH Leasinggesellschaft
für den Handel mbH, die im Geschäft mit
EDEKA-Einzelhändlern tätig ist, ging
gegenüber dem Vergleichszeitraum um € 6,1 Mio.
zurück. Wegen der im Vorjahr in Kooperation mit der
EDEKABANK AG durchgeführten Mietkauffinanzierung - wir
berichteten -, war das Neugeschäft im
Vergleichszeitraum allerdings besonders stark ausgefallen.
Die Anzahl der Kunden beträgt 30.005 (Vorjahr
30.372) und ist damit um 367 Kunden (1,2 Prozent) gesunken.
Die Zahlungsmoral unserer Kunden ist derzeit gut. Die
Risikolage aus der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise
nehmen wir ernst. Unser Leasingportfolio unterliegt
laufendem Monitoring, insbesondere hinsichtlich der
Entwicklung der Risikoindikatoren. Die infolge des
gesamtwirtschaftlichen Umfeldes zu erwartende
Verschlechterung der Kundenbonität sehen wir zum
gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht. An unserer
vorsichtigen Beurteilung der weiteren Entwicklung im
zweiten Halbjahr halten wir fest.
Das Konzernhalbjahresergebnis vor Steuern (IFRS) 2022
liegt mit T€ 119 wie geplant unter dem des Halbjahres
2021 (T€ 1.646).
Der Vorstand geht angesichts der derzeitigen Entwicklung
davon aus, dass das geplante Konzernergebnis vor Steuern
2022 (IFRS) von € -0,5 bis +0,5 Mio. erreicht wird.
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den Zwischenabschluss 2022Ertragslage für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022Das Konzernhalbjahresergebnis vor Steuern beträgt
€ 0,1 Mio., nach € 1,6 Mio. im Vorjahr.
Das Zinsergebnis aus Finance Leasing vor Risikovorsorge
beläuft sich auf € 4,8 Mio. (Vorjahr € 5,0
Mio.) und gab damit um € 0,2 Mio. nach. Diese
Veränderung ist unter anderem auf den Zuwachs des
Anteils des E-Bike-Geschäfts zurückzuführen.
Den um € 0,4 Mio. gestiegenen Zinserträgen aus
Finance Leasing in Höhe von insgesamt € 8,0 Mio.
(Vorjahr € 7,6 Mio.) stehen um € 0,6 Mio.
gestiegene Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung in
Höhe von insgesamt € 3,1 Mio. (Vorjahr € 2,5
Mio.) gegenüber.
Die Risikovorsorge beträgt € 0,8 Mio. (Vorjahr
€ 0,5 Mio.) und ist damit um € 0,3 Mio.
gestiegen. Dies beruht vornehmlich auf der zum 1. Juli 2021
geänderten Erfassung von Schadenabrechnungen und der
gleichzeitigen vollständigen Wertberichtigung.
Forderungen aus Schadenabrechnungen umfassen sämtliche
noch zukünftige vertraglich vereinbarten Leasingraten
(barwertig), den Wertersatz sowie die Kosten abzüglich
der Kaution und des Verkaufserlöses des
Leasingobjektes.
Das Leasing-/Vermietergebnis aus Finance Leasing bewegt
sich mit € 2,7 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres
(€ 2,7 Mio.). Insbesondere die Erträge aus
Service, Versicherung und Schadenersatz nahmen im
Vorjahresvergleich mit € 2,1 Mio. (Vorjahr € 2,2
Mio.) um € 0,1 Mio. ab.
Die Sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich
auf € 0,8 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.). Die
Veränderung um € 0,1 Mio. resultiert aus
geringeren Erlösen aus Mahn- und
Kündigungsgebühren in Höhe von € 0,3
Mio. (Vorjahr 0,4 Mio.), welche im Vorjahr aufgrund der
Corona-Pandemie höher ausgefallen waren. Der
Personalaufwand ist mit € 4,7 Mio. gegenüber dem
Vorjahr (€ 4,4 Mio.) um € 0,3 Mio. erhöht.
Ursächlich hierfür sind neben der
Berücksichtigung von anteilig ausstehenden
Resturlauben insbesondere projektbedingte Verschiebungen
der Urlaubsinanspruchnahmen durch die Mitarbeiter in das
zweite Halbjahr 2022 (€ 0,2 Mio.), auch
Zuführungen zu Tantiemerückstellungen sowie
Rückstellungen für Abfindungen an einzelne
Mitarbeiter (€ 0,1 Mio.). Der insoweit bereinigte
Personalaufwand blieb unverändert.
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen €
3,8 Mio., nach € 3,1 Mio. im Vorjahr. Die
Veränderung resultiert im Wesentlichen aus
Transformationskosten in Höhe von € 0,4 Mio. im
Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung der ALBIS
Leasing Gruppe im Rahmen des Projekts ,Zukunftsoffensive
2023+' sowie den Rückstellungen zugeführte
Bonifikationen für E-Bike-Händler (€ 0,3
Mio.).
Die Abschreibungen beliefen sich auf € 0,9 Mio.
(Vorjahr € 0,8 Mio.).
Die Erträge und Aufwendungen aus Zinsen liegen mit
€ -0,2 Mio. etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Hier
ausgewiesen sind Darlehenszinsen, welche nicht mit dem
Leasinggeschäft im Zusammenhang stehen sowie Zinsen,
die unter den abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften
(Swaps) zu leisten sind.
Das Ergebnis aus der Bewertung von Finanzinstrumenten,
die zur Sicherung von Beständen und Rahmen
abgeschlossen wurden, betrifft Sicherungsgeschäfte
(Swaps) der Hanse Finance S. A. und beträgt € 0,2
Mio., nach € -0,1 Mio. im Vorjahr. Soweit diese
Sicherungsgeschäfte nicht als Hedge Accounting im
sonstigen Ergebnis bilanziert werden dürfen, erfolgt
der Ausweis von Wertänderungen weiter in den
Aufwendungen oder Erträgen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von
€ -0,1 Mio. (Vorjahr € -0,3 Mio.) betreffen im
ersten Halbjahr 2022 die erwartete tatsächliche
Steuerbelastung, während im Vorjahr vor allem Latente
Steuern ausgewiesen wurden.
Infolge der deutlichen Erhöhungen des
Marktzinsniveaus im ersten Halbjahr 2022 hat sich der
Marktwert der abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäfte
in Form von Swaps und Caps deutlich erhöht. Bei
Effektivität der Sicherungsbeziehung und
Erfüllung der Voraussetzungen für das Hedge
Accounting nach IFRS werden diese Cashflow Hedges seit dem
Geschäftsjahr 2022 erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis ausgewiesen. Dies führt im ersten Halbjahr
2022 zum Ausweis einer positiven Zeitwertveränderung
von € 1,4 Mio. im sonstigen Ergebnis, der Latente
Steuern von € 0,4 Mio. gegenüberstehen.
Vermögenslage und Kapitalstruktur 6 zum 30. Juni 2022Der Bestand an langfristigen Vermögenswerten liegt
bei € 157,7 Mio. (Vorjahr € 155,8 Mio.) und macht
62,8 Prozent (Vorjahr 65,0 Prozent) der Konzernbilanzsumme
aus. Dies resultiert aus der Zunahme des
E-Bike-Leasinggeschäfts und des
Händlergeschäfts bei einem Rückgang des
Kooperationsgeschäfts mit der EDEKABANK AG.
Von den langfristigen Vermögenswerten entfallen auf
langfristige Leasingforderungen € 125,3 Mio. (Vorjahr
€ 124,2 Mio.), auf Geschäfts- oder Firmenwerte
unverändert € 13,6 Mio. (Vorjahr € 13,6
Mio.), auf zur Vermietung bestimmte Vermögenswerte
€ 8,1 Mio. (Vorjahr € 7,2 Mio.), auf latente
Steuerforderungen € 5,1 Mio. (Vorjahr € 5,4
Mio.), auf Nutzungsrechte aus Leasing € 4,3 Mio.
(Vorjahr € 5,1 Mio.) und auf derivative
Finanzinstrumente € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,1
Mio.).
Der Bestand an Leasingforderungen ist, bedingt durch das
stark gewachsene E-Bike-Neugeschäft (€ 23 Mio.;
Vorjahr € 12 Mio.), im kurzfristigen Bereich um
insgesamt € 3,7 Mio. und im langfristigen Bereich um
€ 1,1 Mio. gestiegen. Er wuchs somit insgesamt um
€ 4,8 Mio.
Die kurzfristigen Vermögenswerte machen 37,2
Prozent (Vorjahr 35,0 Prozent) der Konzernbilanzsumme aus.
Die ausgewiesenen Zahlungsmittel betragen € 14,6 Mio.,
nach € 11,0 Mio. im Vorjahr. Der Zahlungsmittelbestand
beruht im Umfang von € 7,5 Mio. auf Zahlungsmitteln,
die der Refinanzierungsplattform Hanse Finance S. A.
zuzurechnen sind. Auf die ALBIS Leasing AG entfallen
Zahlungsmittel in Höhe von € 0,9 Mio.
Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte
bestehen in Leasingforderungen € 73,3 Mio. (Vorjahr
€ 69,5 Mio.), Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen € 2,3 Mio. (Vorjahr € 0,5 Mio.), aus
derivativen Finanzinstrumente € 0,7 Mio. (Vorjahr
€ 0,0 Mio.) sowie sonstigen Vermögenswerten
€ 2,7 Mio. (Vorjahr € 2,7 Mio.).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
haben sich mit € 202,4 Mio. (Vorjahr € 192,6
Mio.) um € 9,8 Mio. erhöht, was unter anderem mit
der Refinanzierung des Neugeschäftswachstums
zusammenhängt.
Die Verbindlichkeiten aus Leasing in Höhe von
€ 4,4 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.) stehen im
Zusammenhang mit den nach IFRS 16 auszuweisenden
Nutzungsrechten aus Leasing. Die Verringerung um € 0,7
Mio. resultiert vor allem aus dem Ablauf der Restlaufzeit
des Mietvertrags für das Bürogebäude
Ifflandstraße 4.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
betragen € 3,3 Mio., nach € 2,3 Mio. im Vorjahr.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten betragen € 5,6
Mio., nach € 5,4 Mio. im Vorjahr, und betreffen
abgegrenzte Refinanzierungsverpflichtungen in Höhe von
€ 2,1 Mio. (Vorjahr € 2,0 Mio.), erhaltene
Kundenkautionen in Höhe von € 1,8 Mio. (Vorjahr
€ 1,8 Mio.) sowie kreditorische Debitoren in Höhe
von 1,0 Mio. (Vorjahr € 1,0 Mio.).
Die Sonstigen Rückstellungen,
Steuerrückstellungen und die Rückstellungen
für Pensionen sind mit € 5,7 Mio. (Vorjahr €
5,6 Mio.) auf Vorjahresniveau. Die latenten Steuerschulden
betragen € 3,5 Mio., nach € 3,4 Mio. im Vorjahr.
Das Konzerneigenkapital erhöhte sich im
Berichtszeitraum von € 25,2 Mio. auf € 26,3 Mio.
und finanzierte das Konzernvermögen mit 10,4 Prozent
(Vorjahr 10,5 Prozent).
Ursachen des Eigenkapitalanstiegs sind die
Zuführung zur Rücklage für
Sicherungsgeschäfte infolge der erfolgsneutralen
Bilanzierung der Cashflow Hedges zur Zinssicherung in
Höhe von € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,0 Mio.)
sowie das Konzernhalbjahresergebnis 2022 in Höhe von
€ 0,1 Mio.
6 Vergleichsstichtag ist gemäß IFRS
der 31. Dezember 2021
Finanz- und Liquiditätslage zum 30. Juni 2022Die Zahlungsfähigkeit der Konzernunternehmen war im
Geschäftsjahr stets gegeben.
Die liquiden Mittel erhöhten sich im Vergleich zum
31. Dezember 2021 von € 11,0 Mio. stichtagsbezogen auf
€ 14,6 Mio. Die im Konzern-Halbjahresabschluss
ausgewiesene Liquidität ist im Wesentlichen den
Tochtergesellschaften zuzuordnen. Insoweit bestehen
Verfügungs- beziehungsweise
Transferbeschränkungen in Höhe von € 13,7
Mio. (31. Dezember 2021 € 10,1 Mio.).
Die Refinanzierung der Gesellschaften des Konzerns ist
für das bereits abgeschlossene Geschäft
sichergestellt.
Bericht zu Prognosen und sonstige Aussagen zur voraussichtlichen EntwicklungDie ALBIS Leasing AG prognostiziert für das
Geschäftsjahr 2022 trotz anspruchsvoller
gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiterhin ein
IFRS-Ergebnis vor Steuern in Höhe von € -0,5 bis
+0,5 Mio. Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2022 vor
Steuern in Höhe von T€ 119 liegt damit im
Prognoserahmen.
Die ALBIS Leasing AG erwartet für das Jahr 2022 ein
handelsrechtliches Ergebnis vor Steuern in einer Bandbreite
von € -0,5 bis +0,5 Mio. Das HGB-Halbjahresergebnis
der ALBIS Leasing AG liegt zum 30. Juni 2022 mit €
+0,2 Mio. auf Planniveau.
Der Vorstand geht trotz der anhaltenden Inflation,
Rezessionserwartungen, Ukraine-Krise und der noch nicht
abzusehenden Folgen der Energiekrise weiterhin davon aus,
dass die für 2022 geplanten Ergebnisse nach IFRS und
HGB vor Steuern erreicht werden.
Für das Jahr 2022 wurde ein Neugeschäft in
Höhe von € 95 bis 105 Mio. prognostiziert. Die
Neugeschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2022 wurde
im Abschnitt "Geschäftsverlauf" erläutert. Das
Neugeschäft im Berichtszeitraum übertraf in
fünf von sechs Monaten die Vorjahreswerte. In den
Monaten März bis Juni wurden auch die Planwerte
übertroffen. Zum 30. Juni 2022 liegt das
Neugeschäft 6 Prozent über Plan. Der Vorstand
geht unverändert davon aus, dass das für 2022
geplanten Neugeschäftsvolumen von € 95 bis 105
Mio. erreicht wird.
Die Konzern-Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2022 lag bei
10,5 Prozent (zum 31. Dezember 2021 bei 10,5 Prozent).
Für das Jahr 2022 rechnen wir mit einem ausgeglichenen
Ergebnis vor Steuern, Die Mittel aus dem Ergebnis des
Vorjahres wurden zur Stärkung der Bilanz eingesetzt.
Im Halbjahresabschluss ist durch die positive
Marktwertentwicklung der abgeschlossenen
Zinssicherungsderivate eine Erhöhung des Eigenkapitals
eingetreten. Zudem rechnen wir mit einem guten
Neugeschäftsvolumen im Verhältnis zu dem
gleichzeitig auslaufenden Altgeschäft. Die Bilanzsumme
steigt infolge dieser Effekte. Im Ergebnis ist eine leicht
sinkende Eigenkapitalquote zu erwarten. Hiervon geht der
Vorstand unverändert aus.
Die ALBIS Leasing AG rechnet für 2022 mit einem
moderaten Anstieg der Personalaufwendungen. Während
sich auf der einen Seite die natürliche Fluktuation
aufwandsmindernd auswirkte, werden auf der anderen Seite
gezielt Positionen nachbesetzt und zusätzlich
benötigte Ressourcen akquiriert, um für die
zukünftigen, im Rahmen des Transformationsprojektes
identifizierten Herausforderungen adäquat aufgestellt
zu sein. Gleichzeitig wirkten sich Anpassungen im
Gehaltsgefüge an das Marktniveau aus. Ziel ist es, die
Personalaufwendungen langfristig stabil zu halten.
Die Prognose ist gegenüber dem 31. Dezember 2021
unverändert.
Chancen und Risiken der zukünftigen GeschäftsentwicklungWesentliche Veränderungen der zuletzt im
Geschäftsbericht 2021 dargestellten Chancen und
Risiken sind im Berichtszeitraum nicht eingetreten.
Hinsichtlich der künftigen Entwicklung von Konzern und
Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften sind - mit
Ausnahme der ungewissen Auswirkungen der Corona-Pandemie
und der Ukraine-Krise - über das normale Maß
hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken
nicht zu erkennen.
Hamburg, den 29. August 2022
ALBIS Leasing AG
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Konzernbilanzzum 30. Juni 2022 (IFRS)scrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnung zum 30. Juni 2022scrollen
Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS) des Konzerns Januar-Juni 2022scrollen
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Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS) des Konzerns Januar - Juni 2021scrollen
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Kapitalflussrechnung des Konzernsscrollen
Ausgewählte Anhangangaben für den Zischenabschluss vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022Informationen zu Gesellschaft und KonzernDie ALBIS Leasing AG ist eine Aktiengesellschaft mit
Sitz in Hamburg, Ifflandstraße 4, 22087 Hamburg.
Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung
B, unter der Nr. 73071 eingetragen. Gegenstand der
Gesellschaft ist der Erwerb, die Verwaltung und die
Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen,
insbesondere an Unternehmen, die ihrerseits im Bereich des
Leasinggeschäfts tätig sind, sowie von
Grundstücken und Gebäuden im In- und Ausland.
Die ALBIS Leasing AG (ISIN DE0006569403 // WKN 656940)
ist im Regulierten Markt an den Börsen Frankfurt/XETRA
(General Standard) und München notiert. Zudem ist sie
in den Freiverkehr der Börsen Hamburg, Berlin und
Stuttgart und anderer deutscher Börsen einbezogen.
Grundlagen der Erstellung des AbschlussesDieser Zwischenbericht entspricht den Anforderungen des
IAS 34. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30.
Juni 2022 wurde ein verkürzter
Konzernzwischenabschluss aufgestellt. Der
Konzernzwischenabschluss sollte im Zusammenhang mit dem
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gelesen werden.
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür diesen Zwischenbericht wurden die Werte unter
Anwendung der International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU)
anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB
ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen
Vorschriften ermittelt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die im
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 angewendet
wurden, entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr
angewendeten Methoden mit folgenden Ausnahmen. Bei
Effektivität der Sicherungsbeziehung und
Erfüllung der Voraussetzungen für das Hedge
Accounting nach IFRS werden die zur Zinssicherung
geschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Swaps und
Caps) seit dem Geschäftsjahr 2022 als Cashflow Hedges
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Im
Hinblick auf die Nachgeschäftserlöse aus
Leasingverträgen ohne einzelvertragliche
Vereinbarungen hat die ALBIS Leasing Gruppe ihre Erwartung
weiter von 13 auf 10 Prozent zurückgenommen, was zu
einer Reduzierung des Leasing-/Vermietergebnisses aus
Finance Leasing um € 0,6 Mio. im ersten Halbjahr 2022
führte. Die im ersten Halbjahr 2022 erstmals
verpflichtend anzuwendenden neuen und geänderten IFRS
hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die Bilanzierung
und Berichterstattung im Konzernabschluss der ALBIS Leasing
Gruppe.
KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2022 nicht
verändert.
SegmentberichterstattungDie LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH
weicht mit ihrer Konzentration auf die
Lebensmitteleinzelhändler der EDEKA-Gruppe deutlich
von der Risikostruktur der anderen operativen
Tochtergesellschaften ab, sodass ein separates Reporting
für diese Gesellschaft sachgerecht erscheint.
Für Zwecke der Segmentberichterstattung wurden ab
dem Jahr 2021 gemäß IFRS 8.12 zwei Segmente
identifiziert.
Das Segment ,Absatzfinanzierung' umfasst die ALBIS HiTec
Leasing GmbH und die ALBIS Fullservice Leasing GmbH. Die
Produktgruppen des Segments sind E-Bikes &
Fahrräder, Forst-, Park- & Gartentechnik,
Gastronomiebedarf, Geschäftsausstattung, IT &
Büromaschinen, Lagerlogistik, Maschinen & Technik
sowie Werkstattausrüstung. Die Gesellschaften sind im
Bereich des Leasing- und Mietkaufgeschäfts für
branchenübergreifende Investitionsobjekte tätig.
Die Investitionsobjekte sind grundsätzlich für
die gewerbliche Verwendung bestimmt. Die Leasing- und
Mietkaufkunden haben ihren Sitz regelmäßig in
Deutschland.
Das Neugeschäft im Berichtsjahr betrug € 45
Mio., nach € 33 Mio. im Vorjahr, und liegt über
dem Planwertvon €41 Mio. Die Steigerung des
Neugeschäfts im Segment ist im Wesentlichen auf die
positive Entwicklung in der Produktgruppe E-Bike
zurückzuführen.
Aus dem Neugeschäft resultieren 11.027
Neuverträge (Vorjahr 6.923). Dies entspricht einem
durchschnittlichen Vertragsvolumen von € 4.081
(Vorjahr € 4.756). Das durchschnittliche
Vertragsvolumen sinkt aufgrund der erfreulichen Entwicklung
in der Produktgruppe E-Bike.
Die Anzahl der Kunden des Segments ,Absatzfinanzierung'
beträgt 29.009 (Vorjahr 29.282) und ist damit um 273
Kunden (0,7 Prozent) gesunken.
Im Übrigen erfolgt eine Aufteilung auf die Sparten
Handel (26.007 Kunden; Vorjahr 26.930 Kunden) und
E-Bike-Geschäft (3.002 Kunden; Vorjahr 2.352 Kunden).
Das Segment ,Kooperationsgeschäft mit der EDEKABANK
AG' umfasst die LGH Leasinggesellschaft für den Handel
mbH.
Das Neugeschäft im Berichtsjahr betrug € 8
Mio., nach € 15 Mio. im Vorjahr, und liegt leicht
unter dem Planwert von € 9 Mio. Der
Vorjahresvergleichswert ist aufgrund einer in Kooperation
mit der EDEKABANK AG - wir berichteten -
durchgeführten Mietkauffinanzierung besonders positiv
ausgefallen.
Aus dem Neugeschäft resultieren 219
Neuverträge (Vorjahr 231). Dies entspricht einem
durchschnittlichen Vertragsvolumen von € 36.530
(Vorjahr € 64.935). Die hohen durchschnittlichen
Vertragsvolumina im Vorjahr ergaben sich aus dem
Sondergeschäft mit der EDEKABANK AG.
Die Anzahl der Kunden des Segments
,Kooperationsgeschäft mit der EDEKABANK AG'
beträgt 996 (Vorjahr 1.090) und ist damit um 94 Kunden
(8,6 Prozent) gesunken.
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Die vorstehende Tabelle zeigt die Überleitung der
wesentlichen Erträge und Aufwendungen der Segmente auf
die Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit separater Angabe der
den Segmenten nicht zuzuordnenden Aufwendungen der ALBIS
Leasing AG, der Hanse Finance S. A. und der ALBIS Service
GmbH, einschließlich der Konsolidierungseffekte und
der Effekte aus der Überleitung von HGB auf IFRS in
der Spalte "Überleitung". Aufgrund der
handelsrechtlichen Basis der Segmentberichterstattung mit
einer überwiegenden Bilanzierung des
Leasinggeschäfts als Operate Leasing unterscheiden
sich die Segmenterträge und -aufwendungen in der
obigen Darstellung deutlich von den Posten der
Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach IFRS.
Das Segment ,Kooperationsgeschäft mit der EDEKABANK
AG' ist vollständig von dem Kooperationspartner
abhängig. Auf einen einzelnen Vermittler im
E-Bike-Geschäft entfallen mehr als 10 Prozent des
gesamten Neugeschäftsvolumens.
Der Segmentbericht beruht auf den Meldungen der im
Leasing- und Mietkaufgeschäft tätigen
Gesellschaften der Gruppe.
Sonstige AngabenVorstand und Aufsichtsrat schlugen der Hauptversammlung
vor, für das Geschäftsjahr 2021 keine Dividende
auszuschütten und den Bilanzgewinn in Höhe von
T€ 654 zur Stärkung des Eigenkapitals
vollständig in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde mit der
erforderlichen Mehrheit der Stimmrechte angenommen.
Das Ergebnis je Aktie betrug 0,5 Cent im ersten Halbjahr
2022, nach 6,6 Cent im Vorjahreshalbjahr.
Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15)
ergaben sich aus Erlösen aus der Verzinsung von
Leasingforderungen in Höhe von € 8,0 Mio.
(Vorjahr € 7,6 Mio.), Verwertungserlösen aus
Finance Leasing in Höhe von € 10,3 Mio. (Vorjahr
€ 9,4 Mio.), Erlösen aus Wartung und Versicherung
in Höhe von € 1,9 Mio. (€ 1,8 Mio.),
Erlösen aus Schadenersatz in Höhe von € 0,9
Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.), Mieterlösen aus
Operate Leasing € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,3 Mio.)
und Erlösen aus Antragskosten, Mahn- und
Kündigungsgebühren sowie Übrigen in
Höhe von € 0,3 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.).
Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenBezüglich der Angaben über Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf
den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Im ersten
Halbjahr 2022 ergaben sich keine wesentlichen
Änderungen.
Corporate GovernanceDie nach § 161 AktG i. V. m. § 289a HGB
vorgeschriebene Erklärung zu den Empfehlungen der
Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den
Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der ALBIS
Leasing AG (www.albis-leasing.de) zugänglich gemacht.
Ereignisse nach dem 30. Juni 2022Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 30. Juni
2022 liegen nicht vor.
Versicherung des VorstandsNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlaufeinschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Hamburg, den 29. August 2022
ALBIS Leasing AG
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ALBIS Leasing AGIfflandstraße 4 | 22087 Hamburg
T +49 (0) 40-808 100-100
F +49 (0) 40-808 100-109
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