![]() Krones AGNeutraublingKonzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2009Mit dem »Conversion« Programm hat KRONES schnell auf die neuen Herausforderungen der Märkte reagiert. Deshalb schnitt das Unternehmen im Krisenjahr 2009 besser ab als viele andere Maschinenbauer. Damit das so bleibt, arbeitet KRONES in allen Bereichen unverändert daran, noch besser zu werden. Mit dem Erreichten geben wir uns nie zufrieden. Getreu unserem Motto »We do more.« Konzernzahlen 2005 - 2009scroll
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Anpassung an Aktiensplit Auf einen Blick: Umsatz, Ergebnis, Mitarbeiter, Dividende![]() Auf einen Blick: Auftragseingang, Auftragsbestand, Investitionen, Ergebnis je Aktie![]() Vorwort des VorstandsSehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,nach einer sehr erfolgreichen Unternehmensentwicklung mit neun Rekordjahren in Folge litt KRONES 2009 unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Unser Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. €. Beim Konzernergebnis müssen wir ein Minus von 34,5 Mio. € ausweisen. Schlimmeres verhinderte das Conversion-Programm, mit dem KRONES bereits im vierten Quartal 2008 auf den Markteinbruch reagiert hatte. Das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres ist unerfreulich. Die Folgen der Wirtschaftskrise bringen uns aber, im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, nicht in Existenznot. Wir haben in der Vergangenheit unsere Hausaufgaben erledigt und sind daher gut aufgestellt in die schwierige Phase gegangen. Besonders zahlt sich nun aus, dass KRONES solide finanziert ist und keine Bankschulden hat. Insgesamt meisterte KRONES die Krise bislang besser als viele Konkurrenten und hat Marktanteile hinzugewonnen. Zudem haben wir nicht wie andere Branchen mit einer Strukturkrise zu kämpfen, sondern unser Einbruch ist konjunkturbedingt. An den langfristig guten Aussichten für die Abfüll- und Verpackungstechnik hat sich nichts geändert. Dennoch dürfen wir uns nicht zurücklehnen und auf bessere Zeiten warten. Es bedarf großer Anstrengungen, damit das Geschäftsjahr 2009 ein Ausrutscher bleibt und wir in die Erfolgsspur zurückkehren. Die Herausforderungen sind unverändert groß. Mit der Wirtschaft geht es zwar wieder aufwärts, dennoch besteht kein Grund zur Euphorie. Es ist gefährlich, nur auf die nackten Wachstumsraten der Konjunktur zu blicken, denn der Aufschwung geht nach dem starken Einbruch von sehr niedrigem Niveau aus. Kunden wollen ihre Getränkefabriken noch effizienter auslasten. KRONES bietet die passenden Technologien dafür.KRONES stellt sich auf eine längere Schwächeperiode ein. Deshalb werden wir alles daran setzen, das Unternehmen weiter zu stärken. Dazu gehören auch Sparmaßnahmen, die Teil unseres Conversion-Programms sind. Aber mit Sparen allein bringen wir das Unternehmen sicher nicht voran. Traditionell verfolgen wir langfristige Ziele und sind nicht auf kurzfristige Ergebnisoptimierung aus. KRONES wird trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtige Aufgaben, die für das langfristige Unternehmenswachstum bedeutend sind, nicht aus den Augen verlieren. Ein zentrales Thema ist, dass unsere Kunden aus der Getränkeindustrie ihre Fabriken noch effizienter auslasten wollen. Diese Anforderung erfüllen wir mit unserem Produktportfolio, das neben leistungsstarken Maschinen und Anlagen auch intelligente Logistiklösungen und maßgeschneiderte Informationstechnologie beinhaltet. Unser einzigartiges Angebot werden wir mit Investitionen in die Materialfluss- und Prozesstechnik weiter ausbauen, um uns noch stärker vom Wettbewerb zu differenzieren. Bei uns wird Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten gelebt und verliert auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht an Bedeutung.Auch unsere enviro-Produkte, also Maschinen und Anlagen von KRONES, die sparsamer mit Ressourcen umgehen, bleiben 2010 ein Kernthema. Wir sind stolz darauf, dass das enviro-Programm 2009 ebenso von TÜV SÜD zertifiziert wurde wie das integrierte Managementsystem und der Nachhaltigkeitsbericht 2008. Auch den Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2009 werden wir, übrigens als einziges Unternehmen unserer Branche, wieder extern validieren lassen. Bei KRONES wird Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten gelebt und verliert auch im Abschwung nicht an Bedeutung. Dass wir trotz des kurzfristig geschrumpften Geschäftes an unserer Kernbelegschaft festhalten wollen, ist nur ein Beweis dafür. Das mit Abstand erfreulichste Ereignis im Geschäftsjahr 2009 war die weltweit größte Branchenmesse drinktec (siehe Seite 12). Wir hatten viel Zeit und Arbeit in die Messe investiert und große Hoffnungen in sie gesetzt. Die Messetage im September übertrafen unsere Erwartungen. Viele hochrangige Entscheidungsträger informierten sich ausführlich über unser Angebot. Zudem haben wir viele Aufträge auf der Messe abgeschlossen. KRONES präsentierte sich auf der drinktec als Lösungsanbieter, der die Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Kunden steigern kann. Getreu unserem Motto »We do more«. An dieser Stellte möchte ich mich auch im Namen des gesamten Vorstands bei allen Mitarbeitern für den Zusammenhalt und die hohe Motivation im schwierigen Geschäftsjahr 2009 bedanken. Das Können und Wissen unserer Mitarbeiter sind das Fundament von KRONES. Nur gemeinsam mit der kompletten Mannschaft können wir den Abschwung überwinden und wieder an alte Erfolge anknüpfen. Ich bin überzeugt, dass wir das schneller als andere Unternehmen schaffen.
Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren,im Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement und die strategische Ausrichtung des Unternehmens informieren. Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise auf KRONES sowie mögliche Maßnahmen und Strategien, wie das Unternehmen auf die schrumpfende Nachfrage reagieren kann, bildeten 2009 einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats. Im Berichtszeitraum fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Auf der ersten Sitzung 2009 am 18. März verlängerte das Gremium den Ende 2009 auslaufenden Vertrag des Vorstandsmitglieds Rainulf Diepold bis zum 31.12.2014. Danach legte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 vor und erläuterte die wesentlichen Kennzahlen. Im Anschluss ging er auf die aktuelle Geschäftslage ein. Der Vorstand erläuterte in seinen Ausführungen die Maßnahmen, mit denen er auf die schwierige Marktsituation reagiert. Aufsichtsrat und Vorstand waren sich darüber einig, dass trotz des Abschwungs an der Stammbelegschaft festgehalten werden soll. Mit dem Ausblick auf das erste Halbjahr 2009 vervollständigte der Vorstand seine umfangreichen Informationen zur Geschäftslage. An der zweiten Aufsichtsratssitzung am 24. April nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft des Unternehmens teil. Diese erläuterten den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2008 und standen dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung. Nach den detaillierten Ausführungen der Wirtschaftsprüfer stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2008 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008 fest. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung der Gesellschaft am 17. Juni 2009 sowie der Verwendung des Bilanzgewinns. Beide Gremien waren sich einig, wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage der Hauptversammlung vorzuschlagen, die Dividende je Aktie im Vergleich zum Vorjahr um 0,10 € auf 0,60 € zu kürzen. Im Anschluss an die Hauptversammlung traf sich der Aufsichtsrat am 17. Juni zu seiner konstituierenden Sitzung. Mit Ablauf der Hauptversammlung schied neben Herbert Gerstner auch der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Lorenz M. Raith aus dem Gremium aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Philipp Graf von und zu Lerchenfeld sowie als Arbeitnehmervertreter Johann Robold. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats wählte das Gremium einstimmig Ernst Baumann. Auf der Sitzung am 22. September informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftslage und gab einen Ausblick auf den voraussichtlichen Abschluss der ersten neun Monate 2009. Das Gremium befasste sich zudem mit dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandvergütung. Die letzte Aufsichtsratssitzung 2009 fand am 25. November statt. Der Vorstand legte den Abschluss für das dritte Quartal 2009 vor und gab einen Ausblick auf das Gesamtjahr. Danach wurde dem Aufsichtsrat die Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2010 detailliert erläutert. Der vom Vorstand vorgelegte Investitionsplan für das Jahr 2010 wurde vom Aufsichtsrat einstimmig angenommen. Aufsichtsrat stellt Jahres- und Konzernabschluss 2009 festDer vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2009 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2009 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 26. April 2010 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Ergebnisses gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie der Konzernabschluss gebilligt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2009, das alle vor große Herausforderungen stellte.
Neutraubling, im April 2010 Der Aufsichtsrat Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats KRONES auf einen BlickFabrikplanung Produkte zur Getränkeherstellung
Anlagen zum Abfüllen und Verpacken
KRONES plant, entwickelt, fertigt und installiert Maschinen und komplette Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Vom Bau von Getränkefabriken bis zur Auslieferung des fertigen Produkts bietet KRONES alle dafür nötigen Leistungen aus einer Hand. Unser weltweites Servicenetz ist ein elementarer Bestandteil dieses einzigartigen Angebots. KRONES ist innovativ, entwickelt Produkte sowie Dienstleistungen schnell und flexibel und verbessert interne Abläufe kontinuierlich. Das ist die Basis für unseren Erfolg. IT-Lösungen
Intralogistik
Lifecycle Service
StrategieWir kämpfen mit Intelligenz und Kreativität für den Erfolg von KRONES.Das Jahr 2009 war von der globalen Wirtschaftskrise geprägt. Für KRONES war das vergangene Geschäftsjahr wohl das Schwierigste in der 59-jährigen Unternehmensgeschichte. Wir sind gut vorbereitet in das Krisenjahr 2009 gegangen. Bereits Ende 2008 hatten wir damit begonnen, das komplette Unternehmen den schrumpfenden Märkten anzupassen. Eine Antwort auf die neuen Herausforderungen war und ist das Programm »Conversion«. Dieses steht für »Umdenken und Umbauen«. Im Geschäftsjahr 2009 konnten wir aufgrund umfangreicher Maßnahmen, die Bestandteil von »Conversion« sind, Kosten von mehr als 140 Mio. € einsparen. KRONES stellt sich den HerausforderungenAuch wenn wir vorerst das Schlimmste hinter uns haben dürften, gehen wir davon aus, dass der Weg aus der Talsohle lang und holprig wird. Die globale gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt unklar. Die Prognosen reichen von optimistisch bis kritisch. Es gibt keine verlässlichen Trends, die eine klare Richtung vorgeben. Die Risikofaktoren sind vielschichtig:
Die lineare Planung aus der Vergangenheit funktioniert unter den geänderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr. Strategische Planung - und damit die Unternehmensführung - muss heute von schnellen Trendumbrüchen ausgehen und die Reaktionsgeschwindigkeit und Veränderungsfähigkeit im Unternehmen steigern (Szenarioplanung). Gefordert ist eine höhere Flexibilität, um auf die raschen Veränderungen von außen noch besser und schneller reagieren zu können. Darüber hinaus müssen wir in der Lage sein, zunehmend komplexe interne Prozesse sicher zu beherrschen. Dafür ist eine konsequente Restrukturierung unerlässlich. Conversion: Restrukturierung durch »Umdenken und Umbauen«Wir stellen uns diesen Herausforderungen mit aller Konsequenz mit der Erweiterung des KRONES Conversion-Programms. Dessen Elemente sind
Wir arbeiten mit Elan an der Umsetzung eines langfristigen und belastbaren Konzepts, um die erfolgreiche Zukunft von KRONES auch unter geänderten globalen Rahmenbedingungen zu sichern. KRONES verfügt über eine starke PositionWir haben unsere unternehmerische Stärke und Wettbewerbsfähigkeit mit neun Rekordjahren von 2000 bis 2008 nachhaltig unter Beweis gestellt. KRONES gab sich während dieser erfolgreichen Zeit nie mit dem Erreichten zufrieden. Das Unternehmen hat seine Produkte und Dienstleistungen, den Service und Vertrieb sowie interne Prozesse ständig verbessert. Wegen dieser Anstrengungen verfügt KRONES heute über eine hervorragende Wettbewerbsposition. Wir sind davon überzeugt, dass wir kurz- und mittelfristig noch große Potenziale mobilisieren können. Mit »Conversion« wird KRONES dieses Ziel nachhaltig verfolgen. Gute langfristige WachstumsaussichtenDie langfristigen Wachstumsaussichten sind für KRONES unverändert gut, weil die Megatrends für unsere Branche sprechen. Die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, der Wohlstand in vielen Ländern, und damit auch der Konsum, steigt. Essen und Trinken zählt zu den Grundbedürfnissen aller Menschen. Zudem steigen die Anforderungen an unsere Kunden, weil sie immer mehr unterschiedliche Produkte anbieten müssen, um auf teilweise gesättigten Märkten bestehen zu können. KRONES profitiert davon, weil wir Kunden mit unserem umfassenden Produkt- und Dienstleistungsportfolio immer eine passende Lösung bieten können. Der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel eingebrochen. KRONES rechnet damit, dass der Markt künftig wieder wächst. Das Niveau von 2008 dürfte er aber erst mittelfristig wieder erreichen.Entwicklung des Verpackungsmaschinenmarktes, weltweit in Mrd. € (eigene Prognose)![]() Quellen: Freedonia, Euromonitor, VDMA, Roland Berger, Presse, KRONES Strategisch »komplett« aufgestelltNur wer Lösungen für ganze Fabriken, also neben den Maschinen und Anlagen auch die gesamte Logistik sowie die passenden IT-Lösungen aus einer Hand in Top-Qualität anbieten kann, wird langfristig erfolgreich sein. KRONES kann das schon heute. Mit dem weiteren Ausbau der Materialfluss- und Prozesstechnik wollen wir uns noch stärker vom Wettbewerb absetzen. Darüber hinaus will KRONES seinen Kunden weitere Vorteile bieten, indem wir Aufträge noch schneller und flexibler abwickeln sowie das Serviceangebot ausbauen. Ziele klar im VisierWir haben die Krise als Chance verstanden und verfolgen klare Ziele. Wir kämpfen mit Engagement, Intelligenz und Kreativität für den zukünftigen Erfolg von KRONES. Hans-Jürgen Thaus stv. Vorstandsvorsitzender Die Mitglieder des VorstandsChristoph Klenk*1963 Seit 2003 Mitglied des Vorstands. Ressorts Forschung & Entwicklung, Konstruktion und Sparten. Werner Frischholz*1951 Seit 2003 Mitglied des Vorstands. Ressorts Materialwirtschaft, Montage, Fertigung, Kundendienst und Qualität. Rainulf Diepold*1955 Seit 1996 Mitglied des Vorstands. Ressorts Vertrieb und Marketing. Hans-Jürgen Thaus*1949 Seit 1997 Mitglied des Vorstands und stv. Vorstandsvorsitzender. Ressorts Finanzen und Rechnungswesen, Controlling, Informationsmanagement, Prozessmanagement. Volker Kronseder*1953 Seit 1989 Mitglied des Vorstands, seit 1996 Vorstandsvorsitzender. Ressorts Personal und Soziales, Unternehmenskommunikation. Das KRONES Jahr 2009Quartal 1![]() Wegen der Wirtschaftskrise war die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im ersten Quartal gering. Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber 2008 um 31,7 % auf 414,5 Mio. €. Mit 482,3 Mio. € lag der Umsatz um 19,0 % unter dem Vorjahreswert. KRONES rutschte im ersten Quartal in die Verlustzone. Im Januar startete das Unternehmen in Tver rund 150 Kilometer nordöstlich von Moskau sein LCS-Center für die Region Russland. Die Finanzkrise und schlechte Konjunkturdaten schickten die Aktienkurse zu Jahresbeginn auf Talfahrt. Bis Anfang März büßte der DAX ein Viertel seines Wertes ein. Danach erholten sich die Börsen. Zum Quartalsende betrug das Minus beim DAX rund 15 %. Neben der allgemeinen Börsenschwäche belasteten schlechte Zahlen aus der Maschinenbau-Branche die KRONES Aktie. Mit 23,98 € lag der Kurs Ende März um 22,8 % niedriger als zu Jahresbeginn. Quartal 2![]() Auf der Hauptversammlung des Unternehmens, die am 17. Juni in Neutraubling stattfand, verabschiedeten die Aktionäre alle zum Beschluss vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit. Wegen der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage schüttete KRONES für 2008 mit 0,60 € je Aktie eine um 0,10 € geringere Dividende als im Vorjahr aus. Unbefriedigend entwickelten sich die Geschäfte im zweiten Quartal. Von April bis Juni erwirtschafteten wir ein Ergebnis vor Steuern von minus 11,8 Mio. €. Im ersten Halbjahr ging der Umsatz um 23,3 % auf 924,4 Mio. € zurück. Für erste Lichtblicke sorgte die Entwicklung des Auftragseingangs, der im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 11 % stieg. Anfang Juni verließ die tausendste Contiform Streckblasmaschine unser Werk in Neutraubling. Als KRONES 1997 bekanntgab, dass das Unternehmen in die Kunststofftechnik einsteigt, war das für die Getränkeindustrie eine kleine Sensation. Seitdem hat sich die Contiform zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Quartal 3![]() Von 14. bis 19. September traf sich die internationale Getränke- und Verpackungsindustrie auf der drinktec in München. Für KRONES verlief die Messe äußerst erfolgreich. Wir haben uns auf der Messe getreu unserem Motto »We do more« als Systemanbieter präsentiert (siehe Seite 12). TÜV SÜD hat KRONES auf der drinktec mit drei bedeutenden Zertifikaten ausgezeichnet. Die KRONES Vorstände Volker Kronseder, Christoph Klenk und Werner Frischholz durften die Zertifikate für das integrierte Managementsystem (IMS), den Nachhaltigkeitsbericht sowie das Nachhaltigkeitsprogramm enviro vom Vorstandsvorsitzenden der TÜV SÜD AG, Dr. Axel Stepken, entgegennehmen. Der Auftragseingang zog im dritten Quartal weiter an. Von Juli bis September kletterte der Ordereingang im Vergleich zum zweiten Quartal um 17,6 % auf 540,4 Mio. €. Weiter angespannt blieb die Lage auf der Ertragsseite. Das Ergebnis vor Steuern betrug im dritten Quartal minus 11,1 Mio. €. Quartal 4![]() Im Oktober bezogen rund 700 Beschäftigte den zweiten »Tower« des neuen Technologiezentrums von KRONES. In dem Gebäude sind Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen wie Lifecycle Service, IT-Solutions und Materialflusstechnik untergebracht. Kurze Wege zwischen den Abteilungen und die moderne Büroarchitektur verbessern die Abläufe und erleichtern den Beschäftigten die Arbeit. Am 9. November wurde KRONES für sein Engagement im Arbeitsschutz von der Bayerischen Staatsregierung mit dem OHRIS-Zertifikat ausgezeichnet. OHRIS ist ein betriebliches Arbeitsschutzmanagementsystem, das nationale und internationale Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz berücksichtigt. Das vierte Quartal war das beste des Geschäftsjahres 2009. Nach drei verlustträchtigen Quartalen in Folge erwirtschaftete KRONES von Oktober bis Dezember ein nahezu ausgeglichenes operatives Ergebnis (EBIT). Stark angezogen hat der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr. Das Highlight des Jahres - die drinktec 2009Selten hatten wir ein Ereignis so herbeigesehnt wie die drinktec 2009, die vom 14. bis 19. September 2009 in München stattfand. Die gesamte Getränke- und Verpackungsindustrie hoffte, dass die weltweit wichtigste Messe neuen Schwung in die Branche bringt. Für KRONES hat sich diese Hoffnung mehr als erfüllt. Die drinktec 2009 war die beste drinktec aller Zeiten. Die Messe wurde ihrem Ruf als Impulsgeber für die Getränkebranche und als Weltwirtschaftsgipfel der Verpackungs- und Getränkeindustrie gerecht. Von Krisenängsten und Investitionszurückhaltung war auf dem KRONES Messestand nichts zu spüren. Vielmehr waren die Kunden begeistert von unserem Angebot. Obwohl die drinktec vorrangig eine Informations- und keine Verkaufsmesse ist, konnten wir dort einige interessante Abschlüsse unter Dach und Fach bringen. Damit machten sich die monatelangen Vorbereitungen der vielen fleißigen KRONES Mitarbeiter bezahlt. Dank des unermüdlichen Einsatzes des gesamten Teams waren wir optimal auf die Messe vorbereitet. Als einziger Aussteller hatte KRONES eine komplette Halle für sich. Dort stellten wir mit dem ErgoBloc L, der Verpackungsstraße Varioline und dem automatischen Kommissioniersystem EOP einige Highlights aus unserem Produktprogramm aus. Getreu unserem Motto »We do more.« präsentierte KRONES auf dem Stand aber nicht nur Maschinen und Anlagen, sondern komplette Lösungen. In gesonderten Bereichen informierten wir die Besucher über Segmente wie Lifecycle-Service, Intralogistik und IT-Lösungen. Durch das raffinierte Standkonzept konnten sich die Interessenten aus aller Welt von unserer Kompetenz als Komplettanbieter überzeugen, obwohl wir weniger Exponate auf der Messe hatten als gewöhnlich. Für Besucher, die sich auch über nicht ausgestellte KRONES Anlagen ein genaues Bild machen wollten, organisierten wir Busfahrten zu unseren Produktionsstandorten in Neutraubling, Raubling und Freising. Dort konnten sie ausgewählte Produkte in der Montage betrachten und sich vor Ort von der Leistungsfähigkeit von KRONES überzeugen. Erfreulich war die überaus hohe Qualität der Messebesucher. Sehr viele Entscheidungsträger informierten sich auf dem KRONES Stand. So durften wir kurz nach Eröffnung der drinktec Indra Nooyi, Chairman und Chief Executive Officer des PepsiCo-Konzerns, bei uns begrüßen. Auch andere Getränkehersteller waren mit ihrem Top-Management bei uns vor Ort. Ein besonderes Messe-Schmankerl war das KRONES Bierzelt. Dort konnten sich unsere Kunden in gemütlicher Atmosphäre davon überzeugen, dass KRONES ein Weltmarktführer mit bayerischer Tradition ist. Nicht nur wegen der guten Stimmung, die jeden Tag im Bierzelt herrschte, freuen wir uns schon heute auf die nächste drinktec im September 2013. Indra Nooyi (zu sehen auf dem ersten Bild ganz rechts), ceo von PepsiCo., zählte zu den ersten Besuchern auf dem KRONES Stand. Dort nutzten Menschen aus aller Welt die Gelegenheit zu interessanten Gesprächen - auch mit unseren Vorständen. Zur KRONES Aktie
Im Jahr 2009 trieben die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken und zunehmend bessere Konjunkturdaten die Aktienmärkte ab dem zweiten Quartal kräftig an. Der Kurs der KRONES Aktie legte im vergangenen Jahr um 14,3 % auf 35,50 € zu. Das Börsenjahr 2009Nach dem sehr schwachen Jahr 2008 litten die Aktienmärkte auch zu Beginn des Börsenjahres 2009 stark unter der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Investoren plagten Ängste, dass sich die Konjunktur nicht erholt und vom angeschlagenen Finanzsystem neue Turbulenzen ausgehen könnten. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stürzte bis Anfang März um fast 25 % auf rund 3.650 Punkte ab. Dem Tiefpunkt folgte eine beeindruckende Trendwende. Optimistische Äußerungen einiger Bankvorstände zum Geschäftsverlauf ihrer Institute sowie die Absicht der US-Notenbank fed, erstmals seit 40 Jahren amerikanische Staatsanleihen kaufen und den Markt mit Liquidität zu fluten, lösten eine massive Kurserholung aus. Die zunehmend besseren Konjunkturdaten sowie anhaltend niedrige Zinsen sorgten dafür, dass die weltweite Aktienhausse den gesamten Jahresverlauf anhielt. Kurze Rückschläge nutzen die Anleger für neue Käufe. In der Folge notierten die wichtigsten Aktienindizes Ende 2009 deutlich höher als zu Jahresbeginn. Der DAX, der Ende Dezember die 6.000-Punkte-Marke überwinden konnte, stieg um 23,8 % auf den Jahresschlussstand von 5.957 Punkten. Der EURO STOXX 50 kletterte 2009 um 21,2 %. Der bekannteste US-Börsenidex Dow Jones schaffte 2009 ein Plus von 20,2 %. Auch in Asien stiegen die Aktienkurse im vergangenen Jahr kräftig. Der japanische Nikkei-Index gewann 19,0 %. Wesentlich stärker fielen die Gewinne der chinesischen Börse aus, wo die Indizes teilweise um mehr als 100 % anstiegen. Weil Investoren auf überwiegend spekulative und weniger substanzstarke Werte setzten, konnte die KRONES Aktie 2009 mit dem MDAX nicht Schritt halten.Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2009![]() KRONES Aktie gewinnt 14,3 %Mit 35,50 € lag der Kurs der KRONES Aktie Ende 2009 um gut 14 % höher als zu Jahresbeginn.Ein kräftiges Auf und Ab kennzeichnet den Kursverlauf der KRONES Aktie 2009. Gleich zu Beginn des Jahres tauchte die Notiz im Sog der allgemeinen Börsenschwäche ab. Schlechte Nachrichten aus der Maschinenbaubranche belasteten unsere Aktie zusätzlich. Am 20. März markierte der Kurs bei 22,00 € den tiefsten Stand 2009. Damit notierte die Aktie nicht nur um rund 30 % niedriger als zu Jahresanfang, sondern unter ihrem Buchwert des Eigenkapitals. Von dem sehr niedrigen Niveau aus erholte sich der Kurs, für einen nachhaltigen Aufschwung reichte es aber nicht. Ein Grund hierfür war, dass Investoren spekulative und weniger substanzstarke Aktien bevorzugten. Erst Mitte August erreichte die KRONES Aktie wieder das Kursniveau von Jahresbeginn. Danach ging es steil bergauf. Dass sich die Geschäfte von KRONES erholten, stützte den Kursaufschwung. Sein Jahreshoch erreichte der Kurs am 12. Oktober bei 38,83 €. Dieses Niveau konnte die Aktie nicht ganz halten und schloss das Börsenjahr 2009 mit 35,50 € und einem Kursgewinn von 14,3 % ab. Mit dem MDAX, der im gleichen Zeitraum um 34,0 % zulegte und hauptsächlich von sehr zyklischen Werten getrieben wurde, konnte die KRONES Aktie 2009 nicht Schritt halten. Kennzahlen der KRONES Aktiescroll
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Angaben gemäß Gewinnverwendungsvorschlag Die KRONES Aktie im ProfilKRONES Aktien sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien. Die Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Im Geschäftsjahr 2009 wurden im Durchschnitt täglich knapp 80.000 Aktien auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Im Jahr zuvor waren es rund 112.000 Aktien. Die KRONES Aktie ist Mitglied im MDAX, dem Index für mittelgroße Unternehmen aus klassischen Branchen. Stammdaten der KRONES Aktienscroll
AktionärsstrukturMit 54,04 % hält die Familie Kronseder die Mehrheit am Grundkapital der Gesellschaft. Das Unternehmen hält 4,51 % an eigenen Aktien. Somit beträgt der Streubesitz 41,45 %. Die größten der Gesellschaft bekannten Aktionäre innerhalb des Streubesitzes waren per 1. März 2010 die US-Investmentgesellschaft Tweedy, Browne mit 5,19 % sowie die Schadeberg GbR mit 3,28 %. Aktionärsstruktur (Stand März 2010)![]() Keine Dividende für 2009 geplantVorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG werden der Hauptversammlung am 16. Juni 2010 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 aus dem Bilanzgewinn keine Dividende (Vorjahr: 0,60 €) auszuschütten. Aufgrund des Verlustes halten wir es für angemessen, dass die Dividende ausfällt. Die langfristige Dividendenpolitik von KRONES hat zum Ziel, 20 % bis 25 % des Gewinns auszuschütten. Von dieser Politik haben die Aktionäre in den vergangenen, sehr erfolgreichen Jahren profitiert. KRONES mit Prime Status von oekom research ausgezeichnetDas Thema »Nachhaltige Investments« gewinnt in der internationalen Finanzbranche zunehmend an Bedeutung. Weltweit werden etwa 5.000 Mrd. € ausschließlich in Aktien von Firmen investiert, die sehr hohe Anforderungen im Umgang mit ihren Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt erfüllen. KRONES freut sich, dass die unabhängige Rating-Agentur oekom research das Unternehmen 2009 mit dem Prime Status ausgezeichnet hat. Nur Firmen, die im Rahmen des oekom Corporate Ratings zu den führenden Unternehmen ihrer Branche zählen und die branchenspezifischen Mindestanforderungen erfüllen, erhalten den Prime Status. Mit dieser Auszeichnung hat sich der potenzielle Investorenkreis von KRONES deutlich erweitert. Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €![]() Sehr aktive Kommunikation mit Investoren und AnalystenKRONES nimmt die Interessen aller Aktionäre sehr ernst und betreibt eine offene Informationspolitik.Anleger und Analysten von KRONES haben sich in den vergangenen Jahren an Rekordzahlen gewöhnt, die sie nur fortschreiben mussten. Umso größer war daher deren Informationsbedarf im wenig erfolgreichen Geschäftsjahr 2009. KRONES ist diese Aufgabe aktiv angegangen. Vorstand und Vertreter der Abteilung Investor Relations führten viele Einzelgespräche mit Investoren und Analysten und präsentierten sich den Börsenprofis auf zahlreichen Roadshows in den internationalen Finanzzentren. Ein besonderes Highlight war der Capital Market Day, den KRONES auf der drinktec veranstaltete. Fast 30 Analysten folgten der Einladung und informierten sich vor Ort vor allem über die neuen Produkte und die Strategie des Unternehmens. Interessiert verfolgten sie die Vorträge des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Hans-Jürgen Thaus und des für Forschung und Entwicklung zuständigen Vorstands Christoph Klenk. Nach den Präsentationen zeigten die beiden Vorstände den Analysten auf dem Messestand die KRONES Produkte in der Praxis. Aktienrückkaufprogramm abgeschlossenAm 17. Juni 2009 fand die Hauptversammlung von KRONES statt. Die Aktionäre haben dort alle zur Abstimmung vorgelegten Tagungsordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen. Da der Vorstand auf der Hauptversammlung auch zu einem neuen Aktienrückkaufprogramm ermächtigt wurde, beendete KRONES den bis dahin laufenden Aktienrückkauf. Von 21. Januar bis 17. Juni 2009 erwarb die Gesellschaft insgesamt 1.425.421 eigene Aktien. Das entspricht rund 4,5 % des Grundkapitals. Der durchschnittliche Kaufpreis je Aktie lag bei 25,93 €. One-stop-shop.KRONES ist mehr als ein Maschinenbauer. Mit den Geschäftsbereichen Prozesstechnik, Abfüll- und Verpackungstechnik, Intralogistik sowie IT bieten wir den Kunden komplette Lösungen aus einer Hand. KRONES beherrscht alle Prozesse der Getränkeproduktion und -verarbeitung. KonzernlageberichtWirtschaftliches Umfeld
Globale Wirtschaft schrumpft um 0,8 %Milliardenschwere Konjunkturprogramme verhinderten, dass die Weltwirtschaft 2009 noch stärker abstürzte.Das vergangene Jahr war für die Weltkonjunktur eines der Schwierigsten in der Nachkriegsgeschichte. Bereits Ende 2008 wurde die Realwirtschaft von der Banken- und Finanzkrise erfasst und stürzte regelrecht ab. Diese Tendenz setzte sich zu Jahresbeginn 2009 fort. Die Angst vor weiteren schlechten Nachrichten aus dem weltweiten Finanzsystem lähmte die Wirtschaft. Unternehmen leerten ihre Lager und fuhren Investitionen massiv zurück. Das hatte zur Folge, dass die Nachfrage weltweit kollabierte. Den Absturz bremsten milliardenschwere Konjunkturprogramme rund um den Globus. Ebenso positiv wirkte sich die weltweit expansive Geldpolitik aus. Diese Maßnahmen führten dazu, dass die Rezession nicht ganz so stark ausfiel wie befürchtet. Die Weltwirtschaft schrumpfte 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %. In den USA scheuten sowohl die Regierung als auch die Notenbank fed vor keinem Mittel zurück, um sich gegen den Abschwung zu stemmen. Nicht nur der schwer angeschlagenen Immobilienwirtschaft wurde kräftig unter die Arme gegriffen, auch andere Sektoren profitierten vom massiven staatlichen Konjunkturprogramm. Zudem flutete die fed die Märkte mit Liquidität. Damit konnte das Minus des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Vergleich zum Vorjahr auf 2,4 % begrenzt werden. Weitaus schlimmer erwischte es die europäische Wirtschaft. Vor allem Länder mit hoher Exportquote wie Deutschland und Italien litten unter dem stark rückläufigen Welthandel. Den Boden unter den Füßen riss die Krise den osteuropäischen Volkswirtschaften weg. In Spanien und Irland brach mit dem Bausektor ein wesentlicher Wirtschaftssektor der beiden Länder ein. Insgesamt schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone 2009 im Vorjahresvergleich um rund 4 %. Dass China sein Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr fortsetzen konnte, lag nicht zuletzt am großzügigen Konjunkturprogramm der Regierung. Mit 8,7 % fiel die Wachstumsrate des BIP 2009 aber deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Während Indien mit einem BIP-Wachstum von 5,6 % im vergangenen Jahr zu den wenigen prosperierenden Volkswirtschaften zählte, erlitt die russische Konjunktur einen kräftigen Rückschlag. Probleme in der Energie- und Finanzbranche sowie der Einbruch ausländischer Investitionen führten zu einem BIP-Rückgang von 9,0 %. Nur wenig besser schnitt die japanische Volkswirtschaft ab. Obwohl auch die dortige Regierung umfangreiche Konjunkturprogramme auflegte, verringerte sich das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 %. Veränderung des Bruttoinlandsprodukts in Prozent (Euroraum und Deutschland)![]() Deutschlands Wirtschaftsleistung verringert sich um 5,0 %Als sehr stark exportorientierte Volkswirtschaft litt die deutsche Konjunktur 2009 massiv unter der globalen Wirtschaftsschwäche. Neben den Exporten brachen auch die Ausrüstungsinvestitionen ein. Vom Konjunkturprogramm profitierte der öffentliche Bau ebenso wie Teile des Konsums. Die bekannteste Maßnahme der Regierung war die Abwrackprämie für Autos, die vor allem den Verkauf von Kleinwagen massiv ankurbelte. Der größte Wirtschaftseinbruch seit Ende des Zweiten Weltkriegs ließ sich dennoch nicht verhindern. 2009 schrumpfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 5,0 %. Maschinenbau-Konjunktur im tiefen TalDass die deutsche Maschinenbau-Branche 2009 nach einer fünf Jahre andauernden Wachstumsphase einen Einbruch erleiden wird, stand bereits Anfang des Jahres fest. Das Ausmaß der Krise übertraf die anfänglichen Befürchtungen aber deutlich. Mit 151 Mrd. € lag die Produktion im vergangenen Jahr um knapp 25 % niedriger als 2008. Um 38 % schrumpfte der Auftragseingang. Die Zahl der Beschäftigten in der Branche ging 2009 um 34.000 auf 920.000 zurück. Der Markt für VerpackungsmaschinenDer Weltmarkt für Verpackungsmaschinen profitiert langfristig von der steigenden Weltbevölkerung.KRONES bedient mit seinen Produkten den weltweiten Markt für Verpackungsmaschinen, im Wesentlichen für Getränke. Wegen des globalen Konjunktureinbruchs schrumpfte das Marktvolumen 2009 im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Viertel auf rund 20 Mrd. €. Da die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen von Trends wie der ständig steigenden Weltbevölkerung und des zunehmenden Wohlstands profitiert, rechnen wir damit, dass sich der Markt von dem Einbruch erholt und künftig wieder kontinuierlich wächst. Die höchste Nachfrage nach Verpackungsmaschinen kommt aus der Nahrungsmittelbranche, an die rund 40 % aller Maschinen geliefert werden. Jeweils rund ein Fünftel entfallen auf die Getränkeindustrie sowie den Bereich Pharma, Kosmetika, Körper- und Haushaltspflege. Die restlichen 20 % der Maschinen gehen an sonstige Branchen wie die Tabak- und Baustoffindustrie. Für KRONES ist die Getränkebranche der bedeutendste Markt. Mit Unternehmen aus der Brau-, Softdrink- sowie Mineralbrunnenindustrie erwirtschafteten wir 2009 rund 85 % der Umsätze. Die übrigen 15 % des Umsatzes stammen aus dem Verkauf von Anlagen und Dienstleistungen an Unternehmen der Nahrungsmittelbranche sowie der Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. 2009 ging das weltweite Marktvolumen für Verpackungsmaschinen im Vergleich zum Vorjahr um rund 25 % auf rund 20 Mrd. € zurück.Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach Anwendungsbereichen![]() Getränkekonsum legt stetig zuEssen und Trinken zählen unabhängig von Konjunkturzyklen zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Trotz der Wirtschaftskrise stieg der weltweite Konsum von verpackten Getränken 2009 Schätzungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % auf rund 905 Mrd. Liter an. Dieser Trend sollte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Für den Zeitraum von 2009 bis 2012 rechnen wir mit einem durchschnittlichen Wachstum des Konsums von jährlich 2,8 %. Der weltweite Getränkekonsum steigt mit jährlichen Wachstumsraten von knapp 3 %.Cetränkekonsum (verpackte Getränke) weltweit in Mrd. Litern 2009![]() Im vergangenen Jahr tranken die Menschen weltweit mehr als 212 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Das entspricht 23,5 % des gesamten Getränkekonsums. Auch bei den Steigerungsraten ist Wasser auf den vorderen Rängen. Bis 2012 dürfte der Wasserkonsum mit jährlichen Wachstumsraten von durchschnittlich 3,9 % zulegen. Unterstützt wird das Wachstum vom Trend zu Wasser mit Geschmack und zu Wasser mit Zusatznutzen (Functional Water). Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (Carbonated Soft Drinks, CSD) waren 2009 der zweitbeliebteste Durstlöscher. Weltweit wurden davon rund 202 Mrd. Liter CSD konsumiert, was gemessen am Gesamtverzehr einem Anteil von 22,4 % entspricht. Die Nachfrage nach CSD ist weitgehend gesättigt und dürfte künftig nur noch leicht steigen. Fast 185 Mrd. Liter Bier wurden im vergangenen Jahr getrunken. Damit nimmt das alkoholhaltige Getränk einen Anteil von einem Fünftel am gesamten Konsum ein. Da Bier vor allem in China zunehmend beliebt wird, dürfte die Nachfrage bis 2012 um durchschnittlich 2,8 % im Jahr zulegen. Der Markt für Milch und Milchmixgetränke bleibt mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 2,4 % auf absehbare Zeit das viertgrößte Segment im Getränkebereich. Im vergangenen Jahr wurden rund 126 Mrd. Liter abgepackte Milch (Anteil am Gesamtkonsum: 14,0 %) verzehrt. Darüber hinaus werden Milchmixgetränke zunehmend beliebter. Getränkekonsum nach RegionenDer größte Markt für verpackte Getränke ist der amerikanische Kontinent. Am stärksten wächst der Konsum in China.scroll
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen Der amerikanische Kontinent ist der größte Markt für verpackte Getränke. Im vergangenen Jahr wurden dort mehr als 330 Mrd. Liter getrunken, was knapp 37 % des globalen Konsums entspricht. Während die Nachfrage in Südamerika kräftig anzieht, ist der nordamerikanische Markt bereits gesättigt. Das durchschnittliche Wachstum auf dem amerikanischen Kontinent dürfte bis 2012 mit jährlich 1,5 % nur rund halb so groß sein wie das des Gesamtmarkts. Ähnlich sieht es in Europa aus. Die Region ist mit einem Anteil von rund einem Viertel am kompletten Konsum der zweitgrößte Getränkemarkt. Die wachstumsstärkste Region ist China. 2009 wurden dort knapp 120 Mrd. Liter verpackte Getränke verzehrt. Gemessen am Weltkonsum entspricht dies einem Anteil von rund 13 %. Bis 2012 dürfte dieser Wert auf mehr als 15 % klettern, was jährlichen Steigerungsraten von fast 8 % entspricht. Ähnlich stark wächst die Nachfrage in der Region Afrika/Mittlerer Osten. PET - ein Verpackungsmaterial mit ZukunftGetränke werden überwiegend in Verpackungen aus Kunststoff, Glas, Metall und Karton abgefüllt. Lange waren Flaschen aus Glas die mit Abstand führende Verpackungsart. Das schwere und brüchige Material wird aber zunehmend durch Kunststoff, vor allem durch Polyethylenterephthalat (PET), ersetzt. Der Trend zu PET hat hauptsächlich Kostengründe. Um PET-Flaschen herzustellen, wird immer weniger Kunststoffgranulat benötigt. Da bei der Getränkeproduktion der größte Teil der Kosten auf die Verpackung entfällt, lohnt es sich für die Getränkeindustrie zunehmend, PET einzusetzen. Darüber hinaus senkt das geringe Gewicht der Flaschen positiv die Transportkosten. Behälter aus PET sind leicht, bruchsicher und können günstig hergestellt werden. Darüber hinaus sind sie vollständig recycelbar.Form und Größe von PET-Behältern sind individuell gestaltbar. Dadurch haben Getränkehersteller die Chance, sich von Konkurrenzprodukten zu differenzieren. Für die Verbraucher ist vorteilhaft, dass PET-Flaschen bruchfest und leicht sind. Auch unter Umweltaspekten schneidet PET gut ab, da die Flaschen vollständig recycelbar sind. Auf der PET-Recyclinganlage von KRONES können die gebrauchten Behälter zu lebensmitteltauglichem Granulat verarbeitet werden, das als Grundstoff für neue Flaschen dient. Im vergangenen Jahr wurden knapp 40 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens in PET verpackt. Vor allem Wasser und kohlensäurehaltige Getränke werden häufig in Kunststoffflaschen abgefüllt. Dass der Wasserkonsum stark steigt, kommt deshalb PET zugute. Von 2009 bis 2012 dürfte das in PET verpackte Getränkevolumen jährlich um durchschnittlich 3,8 % steigen. Die entsprechende Wachstumsrate bei Glasbehältern, mit einem Anteil von einem Viertel das zweithäufigste Verpackungsmaterial, sollte im gleichen Zeitraum bei 1,6 % im Jahr liegen. Dosen nahmen 2009 mit einem Anteil von 12,6 % den dritten Platz in der Rangliste der Verpackungen ein, gefolgt von Karton mit 10,2 %. Während in Dosen, auch aufgrund des stark steigenden Bierkonsums in China, bis 2012 jährlich gut 4 % mehr Getränke abgefüllt werden dürften, liegt die erwartete Steigerungsrate bei Karton nur bei 2,8 %. Auf den Maschinen von KRONES können Getränke in Verpackungen aus Kunststoff, Glas und Dosen abgefüllt werden. Den größten Teil unseres Umsatzes erzielen wir mit Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Flaschen hergestellt und abgefüllt werden. Weltweit werden die meisten Getränke in Verpackungen aus PET abgefüllt.Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2009![]() Anteil der Verpackungsmaterialien nach RegionenIm Folgenden geben wir einen Überblick, welchen Anteil die verschiedenen Verpackungsmaterialien auf den wichtigsten regionalen Getränkemärkten einnehmen. Als Basis dient jeweils das abgefüllte Getränkevolumen. Die Region AmerikaNordamerikaIn Nordamerika werden kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke überwiegend in Dosen und PET-Flaschen abgefüllt.In Nordamerika sind kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (CSD) sehr beliebt. Rund ein Drittel aller verpackten Getränke, die im Jahr 2009 auf dem Kontinent konsumiert wurden, waren CSD. Abgefüllt werden diese fast zu gleichen Teilen in Dosen und PET-Flaschen. Wasser, das zweitbeliebteste Getränk der Amerikaner, fließt meistens in PET-Behälter. Insgesamt nimmt PET mit 42,5 % einen hohen Anteil bei den Verpackungsarten ein. Auf Dosen entfielen 2009 gut 23 %, auf Glasverpackungen rund 12 %. Verpackungen aus Karton spielen in Nordamerika keine wesentliche Rolle (Anteil: 3,5 %). Anteil Verpackungsarten Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) 2009![]() SüdamerikaAuch in Südamerika konsumieren die Menschen am häufigsten kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke (CSD). Mit 31,5 % ist der Anteil fast so hoch wie in Nordamerika. Anders als dort werden CSDs in Südamerika aber überwiegend in PET-Flaschen abgefüllt. Dosen spielen bei CSD kaum eine Rolle. Insgesamt ist PET mit einem Anteil von rund 42 % das führende Verpackungsmaterial in Südamerika. Auf Glasverpackungen entfielen 2009 rund 25,4 %, auf Dosen 7 %. Gasflaschen rangieren weit vor Dosen, weil in Südamerika Glas das führende Behältnis für Bier ist. Der Wasserkonsum in Südamerika nimmt stetig zu. Deshalb sollten dort in den kommenden Jahren Verpackungen aus PET mit im Durchschnitt mehr als 4 % die höchsten Steigerungsraten aufweisen. Die Region ChinaIn China sind Glas und PET die führenden Verpackungsmaterialien.China ist für die gesamte Getränkeindustrie sehr interessant. Mit jährlichen Steigerungsraten von fast 8 % wächst der Getränkekonsum dort dynamisch. Das führende Verpackungsmaterial in China ist mit einem Anteil von gut 37 % Glas. Bier, das beliebteste Getränk der Chinesen, wird derzeit meistens in Gasflaschen abgefüllt. In den kommenden Jahren dürfte sich das verstärkt zugunsten von Dosen ändern. Nach Glas war PET mit rund einem Drittel Anteil am Gesamtvolumen 2009 das am zweithäufigsten verwendete Verpackungsmaterial. In China wird, wie im Rest der Welt, Wasser häufig in PET abgefüllt. Darüber hinaus kommt Kunststoff bei der Verpackung von Tee sowie Frucht- und Gemüsesäften oft zum Einsatz. Beide Getränkearten sind in China sehr beliebt. Dass der Konsum von Frucht- und Gemüsesäften in den kommenden Jahren zweistellig wachsen dürfte, ist ein Grund für die hohen Steigerungsraten von PET. Erwartet wird ein durchschnittliches Wachstum von 8,6 %. Ähnlich stark zulegen werden Kartonverpackungen, die 2009 auf einen Anteil von 11,4 % kamen. Karton profitiert vom zunehmenden Verzehr von Milchmixgetränken in China. Anteil Verpackungsarten China 2009![]() Die Region EuropaWesteuropaMehr als 75 % des Wassers, das in Westeuropa abgefüllt wird, fließt in Behälter aus PET.Mit einem Anteil von einem Drittel am Gesamtkonsum war abgefülltes Wasser 2009 das mit Abstand beliebteste Getränk in der Region, gefolgt von Milch (18,2 %) und kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken (17,3 %). Auch weil in Westeuropa mehr als drei Viertel des Wassers in Behältern aus PET abgefüllt wird, ist PET mit einem Anteil von insgesamt 43,5 % das am häufigsten verwendete Verpackungsmaterial in der Region. Auf den nächsten Plätzen folgen Glas mit 22,3 % sowie Karton mit 15,4 %. Da der Wasserkonsum in den kommenden Jahren weiter überproportional steigen dürfte, wird PET gegenüber Glas und Karton weiter an Bedeutung gewinnen. MitteleuropaAuch in Mitteleuropa ist Wasser das am meisten verzehrte Getränk. Rund ein Viertel des gesamten Getränkekonsums 2009 entfiel auf abgefülltes Wasser. Auf Platz zwei lag Bier mit 21,7 % noch vor CSD (18,6 %). Dass Bier in Mitteleuropa beliebt ist, spiegelt sich auch im mit 35,4 % hohen Anteil von Glas bei den Verpackungsarten wider. Führend ist aber auch in dieser Region PET mit 40,2 % Anteil. Rund 17 % aller Getränke, vorrangig Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte, wurden in Mitteleuropa im vergangenen Jahr in Karton verpackt. Anteil Verpackungsarten West-, Mittel und Osteuropa 2009![]() OsteuropaDer Bierdurst ist in Osteuropa sehr groß. Mit fast 30 % Anteil am Gesamtkonsum wurde 2009 in der Region deutlich mehr Gerstensaft als Wasser (23,5 %) getrunken. Künftig dürfte der Bierverbrauch aber kaum noch wachsen, während bei Wasser jährliche Steigerungsraten von fast 4 % erwartet werden. Damit wird PET seine führende Rolle als Verpackungsmaterial in Osteuropa weiter festigen. Im vergangenen Jahr flossen 43,3 % der abgepackten Getränke in PET-Behälter. Da Bier meist in Glasfaschen abgefüllt wird, liegt der Anteil von Glasverpackungen in Osteuropa bei fast 30 %. Die Region Asien/PazifikMit jährlichen Wachstumsraten von fast 6 % baut PET in der Region Asien/Pazifik seine führende Rolle bei den Verpackungsmaterialien aus.In Asien/Pazifik legt die Nachfrage nach verpacktem Wasser mit jährlichen Raten von fast 7 % zu. Damit wird Wasser seine Position als beliebtestes Getränk in der Region ausbauen. 2009 lag der Wasseranteil am Konsum bei mehr als einem Viertel. Von dem starken Trend zu Wasser profitiert PET. Bereits heute werden rund 36 % aller Getränke in Asien/Pazifik in Verpackungen aus PET abgefüllt. In den kommenden Jahren dürfte das in PET verpackte Getränkevolumen um jährlich rund 6 % steigen. Die erwarteten Zuwächse bei Glas, das am zweithäufigsten verwendete Verpackungsmaterial, liegen bei lediglich 2,7 % im Jahr. Anteil Verpackungsarten Asien/Pazifik 2009![]() Die Region Russland/GUSWie im übrigen Osteuropa ist Bier auch in Russland und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion äußerst beliebt. 2009 entfielen fast 35 % des gesamten Getränkekonsums auf Bier. Obwohl abgepacktes Wasser mit einem Anteil von 14,3 % in Russland/ GUS deutlich weniger begehrt ist als in den meisten anderen Regionen der Welt, wird als Verpackungsmaterial in der Region sehr häufig PET verwendet. So wurden 2009 mehr als 43 % aller Getränke in PET abgefüllt. Das liegt daran, dass in Russland/GUS, anders als in den meisten Teilen der Welt, auch Bier oft aus PET-Flaschen getrunken wird. Da sich in den kommenden Jahren der Trend weg von Bier in Glas hin zu PET fortsetzen dürfte, erwarten wir für PET-Verpackungen hohe Steigerungsraten. Anteil Verpackungsarten Russland/GUS 2009![]() Top-Qualität.Einwandfreie Getränke kann nur produzieren, wer auf allen Stufen der Wertschöpfungskette zuverlässige Mitarbeiter und Fertigungsmittel einsetzt. KRONES steht für Produkte und Dienstleistungen mit Top-Qualität. KRONES in Zahlen
Umsatz sinkt um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. €Das Geschäft von KRONES litt 2009 unter der globalen Wirtschaftskrise.Im Jahr 2009 litt das Geschäft von KRONES unter den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen. Unternehmen aus der internationalen Getränke- und Lebensmittelindustrie investierten wegen der schwachen Konjunktur deutlich weniger als in den Vorjahren. Weil der Gesamtmarkt stark schrumpfte, verschlechterte sich die Preisqualität. Die zaghafte Kreditvergabe von Banken erschwerte vor allem die Finanzierung größerer Investitionen. Insgesamt ging der Umsatz des Unternehmens 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % auf 1.864,9 Mio. € zurück. Das für KRONES relevante Marktvolumen verringerte sich im vergangenen Jahr um rund 25 %. Wir konnten 2009 Marktanteile gewinnen, weil viele Unternehmen in der wirtschaftlich schwierigen Zeit verstärkt auf solide und zuverlässige Anbieter setzten. Erfreulich hohe Umsätze erzielte KRONES in Afrika und China. Schwach entwickelte sich unser Geschäft im Berichtszeitraum dagegen in den USA sowie in Regionen, in denen die Konjunktur stark eingebrochen war. Beispiele hierfür sind West- und Osteuropa. Umsatz KRONES Konzern in Mio. €![]() Umsatz nach SegmentenIn allen drei Segmenten von KRONES war der Umsatz rückläufig.Im größten Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« fiel der Umsatz von KRONES 2009 um 23,7 % auf 1.511,8 Mio. €. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz lag bei 81,1 %. Der Umsatz des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« ging um 11,6 % auf 274,1 Mio. € zurück. Zum Konzernumsatz trug das Segment 14,7 % bei. In unserem kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich« KOSME, das 4,2 % zum Gesamtumsatz des Jahres 2009 beisteuerte, verringerte sich der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 11,0 % auf 79,0 Mio. €. Anteil am KRONES Konzernumsatz![]() Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 48 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 98. Umsatz nach RegionenDie Exportquote von KRONES lag 2009 bei 89,8 %.In Deutschland ging der Umsatz von KRONES 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 36,2 % von 299,9 Mio. € auf 191,3 Mio. € zurück. Der starke Wirtschaftseinbruch im Inland belastete unser Geschäft. Darüber hinaus war der Umsatz auch abrechnungsbedingt stark rückläufig. Der Inlandsanteil am gesamten Konzernumsatz betrug im vergangenen Geschäftsjahr 10,2 % (Vorjahr: 12,6 %). Im übrigen Europa verringerte sich der Umsatz 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 40,6 % auf 564,9 Mio. € (Vorjahr: 950,6 Mio. €). Am stärksten schrumpfte der Umsatz in Regionen, in denen die Konjunktur im vergangenen Jahr massiv eingebrochen ist. Dazu zählen vor allem die osteuropäischen Staaten. Auch in Russland, wo der Umsatz von KRONES in den Jahren vor der Wirtschaftskrise kontinuierlich stark zulegte, schrumpfte unser Geschäft 2009 deutlich. Auf das europäische Geschäft (ohne Deutschland) entfielen im Berichtszeitraum 30,3 % (Vorjahr: 39,9 %) des Gesamtumsatzes. Regionale Umsatzverteilung KRONES Konzern in Prozent![]() Außerhalb Europas entwickelten sich die Umsätze des Unternehmens deutlich besser als auf dem europäischen Kontinent. Obwohl KRONES in den Boomjahren viele große Projekte im außereuropäischen Ausland gewonnen hat, unterschritt der Umsatz 2009 mit 1.108,7 Mio. € den hohen Vorjahreswert von 1.130,9 Mio. € um lediglich 2,0 %. Grund hierfür ist, dass unsere Geschäfte im vergangenen Jahr in den Regionen Afrika, Mittlerer und Naher Osten und China sehr gut liefen. In Nord- und Südamerika erzielten wir hingegen deutlich weniger Umsatz als im Vorjahr. Insgesamt erwirtschaftete KRONES 59,5 % des Konzernumsatzes 2009 außerhalb Europas (Vorjahr: 47,5 %). Umsatz nach BranchenKRONES erzielte im vergangenen Jahr 85 % seiner Umsätze mit Unternehmen aus der Getränkeindustrie.Der Umsatz mit Verarbeitern von Softdrinks, Wasser und Säften sank 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 26,1 % von 1.169,2 Mio. € auf 864,3 Mio. €. Wegen der globalen Wirtschaftskrise setzte sich, anders als in den Vorjahren, die hohe Nachfrage der Mineralbrunnenindustrie 2009 nicht fort. Gemessen am Konzernumsatz ging der Anteil des Geschäftes von KRONES mit Unternehmen aus der Branche nichtalkoholischer Getränke 2009 von 49,1 % auf 46,3 % zurück. Um 11,9 % auf 720,5 Mio. € (Vorjahr: 817,4 Mio. €.) verringerte sich der Umsatz mit Unternehmen aus der Branche »Alkoholische Getränke«. Einige größere Aufträge von Herstellern und Abfüllern von Bier aus Afrika begrenzten das Umsatzminus im vergangenen Jahr. Der Anteil am Konzernumsatz kletterte von 34,3 % auf 38,6 %. Im Non-Beverage-Bereich (Food, Chemie, Pharma und Kosmetik) erfasst KRONES unter »Food« auch die Umsätze mit der Milchindustrie, die zu den Wachstumsbranchen zählt. 2009 konnte sich aber auch der Non-Beverage-Bereich der Wirtschaftskrise nicht entziehen. Der Umsatz von KRONES in diesem Bereich verschlechterte sich um 29,1 % auf 280,1 Mio. € (Vorjahr: 394,9 Mio. €). Das entspricht 15,1 % (Vorjahr: 16,6 %) des Konzernumsatzes. Umsatz nach Branchen KRONES Konzern in Prozent![]() Auftragseingang und AuftragsbestandAuftragseingang um 17,6 % unter VorjahrNach einer sehr schwachen Orderbereitschaft unserer Kunden in den ersten sechs Monaten verbesserte sich der Auftragseingang im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 zunehmend.Wegen der schlechten Konjunkturaussichten haben viele Unternehmen Investitionen komplett gestrichen oder in die Zukunft verschoben. Deshalb unterschritt der Auftragseingang von KRONES besonders in den ersten sechs Monaten 2009 das Vorjahresniveau deutlich. Ab dem dritten Quartal belebte sich die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen zunehmend. Ein Grund dafür war die gute Resonanz auf der für die Getränkebranche weltweit wichtigsten Messe drinktec. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009 überstieg der Wert der eingegangenen Aufträge das Vorjahresniveau um 10,0 %. Besonders aus China trafen von Oktober bis Dezember viele Orders ein. Insgesamt verringerte sich 2009 unser Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 17,6 % auf 1.916,0 Mio. €. Regional betrachtet war die Orderlage neben China auch in Afrika gut. Darüber hinaus verbesserte sich die Investitionsbereitschaft unserer Kunden in Mittel- und Westeuropa sowie in Südamerika im Jahresverlauf zunehmend. In den USA und in Osteuropa blieb die Nachfrage dagegen über den kompletten Berichtszeitraum schwach. Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €![]() Auftragsbestand Ende 2009 bei 888,5 Mio. €Zum 31. Dezember 2009 hatte KRONES Aufträge im Wert von 888,5 Mio. € in den Büchern. Damit übertraf der Auftragsbestand das Vorjahresniveau um 6,1 %. Seit Ende des ersten Halbjahres 2009 wuchs das Auftragspolster um rund 100 Mio. € an. Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. €![]() Ertragslage des KRONES Konzernsscroll
KRONES hat schnell auf den Wirtschaftseinbruch reagiert und das Programm »Conversion« aufgelegt. Damit konnten wir 2009 rund 140 Mio. € einsparen.Besonders in den ersten sechs Monaten 2009 waren die marktbedingten Mengen- und Preisrückgänge erheblich. Trotz umfangreicher Maßnahmen, mit denen wir mehr als 140 Mio. € einsparten, konnte KRONES im Geschäftsjahr 2009 einen Verlust nicht vermeiden. Die Gesamtleistung des Unternehmens schrumpfte 2009 um 22,7 % auf 1.857,5 Mio. €. Weil der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (FE/UFE) leicht zurückging, sank die Gesamtleistung stärker als der Umsatz, der sich im Vergleich zum Vorjahr um 21,7 % verminderte. Um 20,6 % von 1.255,4 Mio. € auf 996,2 Mio. € ging der Materialaufwand im vergangenen Jahr zurück. Im Materialaufwand erfassen wir auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen wie externes Personal. Dieser Posten verringerte sich 2009 um 30,7 % auf 171,9 Mio. €, da wir uns im Berichtszeitraum von den meisten unserer einst rund 900 Zeitarbeitskräften trennten. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, lag 2009 bei 53,6 % (Vorjahr: 52,2 %). KRONES hielt trotz des vorübergehenden Geschäftseinbruchs an seinem Stammpersonal fest. Deshalb hat sich der Personalaufwand im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2008 nur um 7,0 % auf 615,3 Mio. € vermindert. Die Personalaufwandsquote stieg zwar von 27,5 % im Vorjahr auf 33,1 %, aber seit Jahresmitte verbesserte sich die Kennzahl deutlich. Im zweiten Halbjahr führten wir in vielen Unternehmensbereichen Kurzarbeit ein. Das führte ebenso zu Einsparungen wie der Verzicht der Mitarbeiter auf ergebnisabhängige Gehaltsbestandteile. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen im Wesentlichen infolge unseres Programms »Conversion« um 35,8 Mio. € auf 348,2 Mio. € zurück. EBITDA und EBIT des KRONES KonzernsVon 208,6 Mio. € im Vorjahr auf 30,0 Mio. € schrumpfte im Berichtszeitraum das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Die EBITDA-Marge, also das EBITDA im Verhältnis zum Konzernumsatz, verschlechterte sich von 8,8% auf 1,6 %. Dass KRONES in den vergangenen Jahren kräftig investiert hat, spiegelt sich auch bei den Abschreibungen auf Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte wider. Mit 59,6 Mio. € übertrafen diese 2009 den Vorjahreswert von 51,0 Mio. € um 16,9%. Daraus resultiert ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Geschäftjahr 2009 von minus 29,6 Mio. € (Vorjahr: 157,6 Mio. €). ![]() EBT des KRONES KonzernsVon 156,1 Mio. € auf minus 39,2 Mio. € verschlechterte sich das Ergebnis vor Steuern.Eine Wertminderung auf langfristige finanzielle Vermögenswerte belastete das Finanzergebnis 2009. Aus diesem einmaligen, nicht liquiditätswirksamen Effekt resultierte trotz positiven Zinsergebnisses ein Finanzergebnis von minus 9,6 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging 2009 von 156,1 Mio. € im Vorjahr auf minus 39,2 Mio. € zurück. EBT KRONES Konzern in Mio. €![]() In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2009 erwirtschaftete KRONES jeweils ein deutlich negatives EBT. Bereinigt um die einmalige Wertminderung auf langfristige finanzielle Vermögenswerte erzielte das Unternehmen im vierten Quartal mit 0,9 Mio. € ein leicht positives EBT. Konzernergebnis des KRONES KonzernsWegen der globalen Wirtschaftskrise erwirtschaftete KRONES 2009 einen Verlust von 34,5 Mio. €Das Unternehmen wies aufgrund der negativen Ertragslage einen Steuerertrag von 4,7 Mio. € aus. Deshalb liegt das Konzernergebnis mit minus 34,5 Mio. € über dem Ergebnis vor Steuern. Im Jahr 2008 lag der Konzerngewinn von KRONES bei 106,5 Mio. €. Konzernergebnis KRONES Konzern in Mio. €![]() Ergebnis je AktieDas Grundkapital von KRONES ist in 31.593.072 Aktien eingeteilt. Aufgrund des Erwerbs von 1.425.421 eigener Aktien in 2009 resultiert ein gewogener Durchschnitt von 30.678.043 in Umlauf befindlicher Aktien. Daraus errechnet sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis je Aktie von minus 1,13 €. Der entsprechende Vorjahreswert lag bei 3,39 €. Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €![]() Kapitalflussrechnungscroll
KRONES hat das Working-Capital-Management in den vergangenen Jahren stark verbessert.Obwohl sich das Ergebnis vor Steuern von KRONES 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 156,1 Mio. € auf minus 39,2 Mio. € verschlechterte, erwirtschafteten wir einen operativen Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) von 169,7 Mio. € (Vorjahr: 183,8 Mio. €). Erheblich dazu beigetragen hat unser Working-Capital-Management, wodurch sich der Saldo aus Vorräten, Forderungen und sonstigen Vermögenswerten 2009 um 111,2 Mio. € verringerte (Vorjahr: Erhöhung um 46,0 Mio. €). Dass die Kundenanzahlungen infolge einiger Großaufträge um 145,6 Mio. € stiegen, trug ebenfalls zum guten operativen Cashflow des Unternehmens bei. Operativer Cashflow KRONES Konzern in Mio. €![]() KRONES investierte im Berichtszeitraum mit 88,2 Mio. € um 23,7 Mio. € weniger in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte als im Vorjahr. Unser Technologiezentrum in Neutraubling, in dessen Ausbau 2008 noch erhebliche Mittel flossen, haben wir im vergangenen Jahr fertiggestellt. Im März 2009 hat KRONES seinen Anteil an der Tochter KOSME von 70 % auf 100 % erhöht. Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €![]() Trotz Verlust erwirtschaftete KRONES im vergangenen Jahr 82,5 Mio. € Free Cashflow.Der Free Cashflow, also der operative Cashflow, vermindert um die gesamten Investitionen, verbesserte sich trotz der angespannten Ertragslage 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 78,4 Mio. € auf 82,5 Mio. €. Im Juni 2009 schüttete das Unternehmen an seine Aktionäre 18,1 Mio. € Dividende für das Geschäftsjahr 2008 aus (Vorjahr: 22,1 Mio. €). Darüber hinaus hat das Unternehmen im Berichtszeitraum für insgesamt 37,1 Mio. € rund 1,4 Mio. eigene Aktien an der Börse erworben. Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €![]() Unter Berücksichtigung der wechselkursbedingten Änderungen des Finanzmittelfonds stiegen die liquiden Mittel von KRONES per Ende 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 108,4 Mio. € auf 135,5 Mio. €. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. €![]() Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Die Nettoliquidität von KRONES betrug zum Bilanzstichtag 2009 135,5 Mio. €.Trotz der Verringerung des Geschäftsvolumens von über 20 % war die Bilanzsumme von KRONES per 31.12.2009 mit 1.790,5 Mio. € um knapp 2 % niedriger als zum Bilanzstichtag 2008. KRONES verfügte Ende 2009 über langfristige Vermögenswerte von insgesamt 542,5 Mio. € (31.12.2008: 534,3 Mio. €). Der Buchwert des Anlagevermögens übertraf mit 495,8 Mio. € das Vorjahresniveau von 482,0 Mio. € um 2,9 %. Der Buchwert der Sachanlagen lag bei 407,4 Mio. € (Vorjahr: 386,7 Mio. €). Der Großteil der immateriellen Vermögenswerte, die sich zum Bilanzstichtag 2009 auf 86,1 Mio. € (Vorjahr: 79,8 Mio. €) summierten, sind aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen. Ende 2009 lagen die kurzfristigen Vermögenswerte mit 1.248,0 Mio. € um 3,3 % niedriger als ein Jahr davor. Um 46,7 Mio. € auf 521,9 Mio. € verringerten sich die Vorräte von KRONES. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um 70,8 Mio. € auf 458,3 Mio. € zurück. Damit zahlten sich unsere in den vergangenen Jahren eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des Working Capital Managements weiter aus. Von 27,6 % auf 22,5 % hat sich die Kennzahl Working Capital zu Umsatz verbessert. Die sonstigen Vermögenswerte, die überwiegend geleistete Anzahlungen und Steuererstattungsansprüche beinhalten, stiegen von 79,7 Mio. € auf 127,0 Mio. € an. Obwohl KRONES 2009 für 37,1 Mio. € eigene Aktien kaufte und eine Dividende von 18,1 Mio. € auszahlte, verfügte das Unternehmen Ende des Geschäftsjahres über liquide Mittel von 135,5 Mio. € (31. Dezember 2008: 108,4 Mio. €). Dass das Eigenkapital 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 790,0 Mio. € auf 695,7 Mio. € sank, liegt neben dem negativen Konzernergebnis auch am Aktienrückkaufprogramm, da die für den Erwerb der Aktien aufgewendeten Mittel vom Eigenkapital abgesetzt wurden. Unsere Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 38,9 % (31. Dezember 2008: 43,3 %). Bereinigt um den Effekt des Aktienrückkaufprogramms betrug die Kennzahl 40,1 %. Die langfristigen Verpflichtungen von KRONES verringerten sich von 144,1 Mio. € auf 125,0 Mio. €. Größte Einzelposten sind mit 76,8 Mio. € Rückstellungen für Pensionen sowie mit 37,7 Mio. € sonstige Rückstellungen, die im Wesentlichen für langfristige Personalverpflichtungen gebildet wurden. Langfristige Bankschulden hatte das Unternehmen zum 31. Dezember 2009 keine. Vor allem, weil die Kundenanzahlungen 2009 aufgrund diverser Großaufträge deutlich gestiegen sind, erhöhten sich die kurzfristigen Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr von 891,0 Mio. € auf 969,8 Mio. €. Auch kurzfristige Bankschulden hatte KRONES Ende 2009 keine. Bericht aus den SegmentenSegment Produktabfüllung und -ausstattungIm Kerngeschäft und dem mit Abstand größten Segment bietet KRONES Maschinen und komplette Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, verpacken, etikettieren und transportieren. SegmentumsatzUm 23,7 % reduzierte sich der Umsatz in unserem Kernsegment.In unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« verringerte sich der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 23,7 % auf 1.511,8 Mio. € (Vorjahr: 1.982,6 Mio. €). Unter der geringen Investitionsbereitschaft der internationalen Getränkeindustrie infolge der weltweiten Wirtschaftskrise litt besonders die Nachfrage nach kompletten Abfülllinien. Der Bereich Kunststofftechnik, also Maschinen und Anlagen auf denen PET-Flaschen hergestellt, befüllt und verpackt werden, trug den größten Teil zum Segmentumsatz bei. Der Anteil des Segments am gesamten Umsatz von KRONES betrug 81,1 % (Vorjahr: 83,3 %). Umsatz Segment Produktabfüllung und -ausstattung in Mio. €![]() SegmentergebnisVon 154,3 Mio. € im Vorjahr auf minus 19,5 Mio. € verschlechterte sich 2009 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«. Dass unsere Produktionskapazitäten im Berichtszeitraum nicht ausgelastet waren, belastete das Segmentergebnis ebenso wie die allgemein schlechte Preisqualität. Auch eine einmalige Wertminderung (siehe S. 43) schlug sich im Ergebnis unseres Kernsegments nieder. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, lag im Geschäftsjahr 2009 bei minus 1,3 % (Vorjahr: 7,8 %). Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) in Prozent![]() Segment Getränkeproduktion/ProzesstechnikDieses Segment umfasst die Sudhaus- und Filtrationstechnik, also die Brauereitechnologie ebenso wie die Pasteurisiertechnologie. Auch Anlagen, mit denen sensible Getränke wie Milch behandelt und Milchmixgetränke und Fruchtsäfte produziert werden, zählen zum Segment »Getränkeproduktion/Prozesstechnik«. Im Bereich Intralogistik bietet KRONES Anlagen und Dienstleistungen an, mit denen Unternehmen ihren kompletten Materialfluss effizienter gestalten können. SegmentumsatzBei 11,6 % lag das Umsatzminus im Segment Prozesstechnik.Mit 274,1 Mio. € lag der Umsatz im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« 2009 um 11,6 % niedriger als im Vorjahr (310,0 Mio. €). Nach einem schwachen Jahresstart entwickelte sich das Geschäft des Segments im zweiten Halbjahr, auch abrechnungsbedingt, zunehmend besser. Besonders von Brauereien aus Afrika kam rege Nachfrage nach Sudhäusern und anderen Produkten der Prozesstechnik. Der Umsatzanteil des Segments stieg von 13,0 % im Vorjahr auf 14,7 %. Umsatz Segment Getränkeproduktion/Prozesstechnik in Mio. €![]() SegmentergebnisDas Ergebnis vor Steuern im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« ging von 1,7 Mio. € im Jahr 2008 im Berichtszeitraum auf minus 14,9 Mio. € zurück. Um das Segmentergebnis, das im vergangenen Jahr von einem ungünstigen Produktmix beeinflusst wurde, nachhaltig zu verbessern, will KRONES den eigenen Wertschöpfungsanteil weiter ausbauen. Die EBT-Marge reduzierte sich 2009 von 0,5 % im Vorjahr auf minus 5,4 %. Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) in Prozent![]() Segment unterer Leistungsbereich (KOSME)Unsere Tochter KOSME bietet ein ähnliches Produktspektrum wie das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« an, jedoch für weniger anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Mit KOSME erreichen wir auch Kunden aus kleineren Betrieben. Dies ergänzt das anspruchsvolle Kerngeschäft von KRONES ideal. SegmentumsatzIn unserem kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« schrumpfte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % auf 79,0 Mio. € (Vorjahr: 88,8 Mio. €). Damit schnitt KOSME besser als der Gesamtmarkt ab. Das Segment profitierte von der verhältnismäßig guten Nachfrage nach Einzelmaschinen. Dieser Bereich litt nicht so stark unter der weltweiten Wirtschaftskrise wie komplette Abfülllinien. Zum Konzernumsatz von KRONES trug KOSME 4,2 % (Vorjahr: 3,7 %) bei. Umsatz Segment KOSME in Mio. €![]() SegmentergebnisDas Ergebnis vor Steuern von KOSME rutschte 2009 auf minus 4,8 Mio. € ab.KRONES baute seine Beteiligung an KOSME Anfang 2009 auf 100 % aus. Damit einhergehend erhielt das Unternehmen eine neue Führung und wurde mit dem Ziel umstrukturiert, die Produktion effizienter zu gestalten. Auch weil diese Maßnahmen 2009 noch nicht vollständig wirkten, lag das Ergebnis vor Steuern des Segments bei minus 4,8 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Daraus ergibt sich eine EBT-Marge von minus 6,1 % (Vorjahr: 0,2 %). Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern zu Umsatz) in Prozent![]() Forschung und Entwicklung (F&E)
KRONES investiert nachhaltig in F&E, damit laufend neue Produkte und Technologien entstehen.Als technikgetriebenes Unternehmen nimmt der Bereich Forschung und Entwicklung bei KRONES eine zentrale Rolle ein. Wir investieren nachhaltig in f&e. Damit sichern wir mit Innovationskraft und technologischem Vorsprung die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Bei KRONES nehmen rund 350 Mitarbeiter strategische Entwicklungsaufgaben wahr. Darüber hinaus sorgen rund 1.350 Beschäftigte dafür, dass KRONES seinen Kunden permanent verbesserte Produkte und Dienstleistungen anbieten kann. KRONES verfolgt in der Forschung und Entwicklung vorrangig die Ziele:
Bei den Kunden stehen nicht mehr nur die einmaligen Anschaffungskosten im Vordergrund, sondern die Total Cost of Ownership (TCO). Diese beinhalten auch die laufenden Kosten, die beim Betrieb einer Anlage anfallen. Diesen Anforderungen wird KRONES durch kontinuierlich weiterentwickelte Prozesse bei der Produktentstehung gerecht. Einen erheblichen Beitrag, die TCO zu senken, leistet unser im Jahr 2008 gestartetes enviro Programm. Dieses haben wir im vergangenen Jahr weiter forciert. Darüber hinaus wurde das enviro Programm 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Produkte mit dem enviro Siegel zeichnen sich dadurch aus, dass sie nachhaltig weniger Energie und andere Medien (Wasser, Gas usw.) verbrauchen als vergleichbare Maschinen. Im vergangenen Jahr erhielten die Streckblasmaschine Contiform, die Etikettiermaschine Starmodul mit dem Contiroll-Aggregat, die Füllerbaureihe Volumetic VODM und das Gebindegruppiersystem Robobox das enviro Siegel. Erfolg mit SystemInnovative Maschinen und Anlagen reichen heute nicht mehr aus, um die Bedürfnisse der Kunden zu befriedigen. Der Schlüssel, um die Produktion von Getränkefabriken effizienter zu machen, liegt in der Integration von Prozesstechnik, Abfüllung und Verpackung sowie der Materialflusstechnik zu einem kompletten System. Im Fokus unserer F&E-Arbeit steht daher die Gesamtfabrikintegration. Um diese Aufgabe zu bewältigen, benötigen wir neben unseren leistungsstarken Maschinen und Anlagen eine ausgefeilte Informationstechnologie (IT). KRONES investiert viel Zeit und Geld in die IT-Entwicklung. Schon heute kann unsere Software aus dem ERP-System des Kunden gesamte Prozesse ableiten. Das ist die Basis, um von der Rohstoffanlieferung über die Getränkeproduktion bis zur Auslieferung sämtliche Abläufe höchst effizient zu gestalten. Innovationen im Geschäftsjahr 2009KRONES hat in den vergangenen Jahren die Anmeldung von Patenten forciert. Wegen der langen Bearbeitungszeiten der Patentämter dürfte sich das erst ab 2010 in deutlich steigenden Patenteinträgen widerspiegeln. Allein 2009 hat das Unternehmen 490 Patente angemeldet. Ende des Berichtsjahres hatte KRONES mehr als 1.600 Patente und Gebrauchsmuster eingetragen. Im drinktec-Jahr 2009 konnten wir, wie die folgende Auswahl zeigt, mit innovativen Maschinen und Anlagen aufwarten. Im Bereich Prozesstechnik brachte KRONES die Wasseraufbereitungsanlage Hydronomic auf den Markt. Kernstück der Wasseraufbereitung ist die Umkehrosmose-Anlage, die das Wasser weitgehend entsalzt. Bei der Hydronomic ist die Umkehrosmose so aufgebaut, dass sie wenig Energie, Wasser und Reinigungschemikalien benötigt. Ein weiterer Vorteil ist die Option, Hydronomic an das Linien-Dokumentations-System LDS von KRONES anzubinden. Das LDS erkennt Servicebedarf wie die Membranreinigung der Maschine automatisch und frühzeitig. Speziell kleine und mittelgroße Brauereien adressiert KRONES mit der neuen Kurzzeiterhitzungsanlage VarioFlash B. Um Getränke für längere Zeit haltbar zu machen, werden verschiedene Verfahren angewendet. Eine davon ist die Pasteurisation mittels Kurzzeiterhitzung. Dabei kommt es vor allem auf die Temperatur und die Dauer des Pasteurisiervorgangs an. Die VarioFlash B ist flexibel und behandelt die Getränke äußerst geschmacksschonend. Mit dem ErgoBloc L präsentierte KRONES im vergangenen Jahr einen Nassteilblock, der Blasmaschine, Etikettiermaschine und Füller vereint. Auf der kompakten Anlage können PET-Behälter hergestellt, etikettiert, abgefüllt und verschlossen werden. Ein Kernelement der Anlage ist die völlig neue Antriebs- und Steuerungstechnik, die eine Blockung erst möglich machte. Im Vergleich zu konventionellen Linien hat der ErgoBloc L wegen des optimierten Materialflusses einen höheren Wirkungsgrad. Das neue Bedienkonzept und die Platzersparnis sind weitere Vorteile. Der ErgoBloc L ist für eine Leistung von bis zu 45.000 Behältern pro Stunde ausgelegt und kann sowohl für stille als auch für kohlensäurehaltige Getränke eingesetzt werden. Ein hochflexibles Verpackungssystem haben wir mit der Verpackungsstraße Varioline entwickelt. Auf dieser Anlage lassen sich mehrstufige Verpackungsprozesse abbilden. Je nach Ausprägung der Maschine sind Erst- und Zweitverpackungen kombinierbar. So können zum Beispiel lose Behälter wie Gasflaschen, PET-Behälter oder Dosen zu Multipacks zusammengestellt und anschließend in Kunststoffkästen, Karton-Faltschachteln oder Wrap-around-Kartons verpackt werden. Die Varioline ist modular aufgebaut. Abhängig von Kombination und Anzahl der eingesetzten Module können viele unterschiedliche Endverpackungen erstellt werden. Die Varioline ist nicht nur sehr flexibel, sondern besticht auch durch ihren geringen Platzbedarf. Lifecycle Service (LCS)Das Servicegeschäft von KRONES
Aufgrund der aus Kundensicht steigenden Bedeutung der Gesamtkosten für den Betrieb einer Abfüllanlage (Total Cost of Ownership - TCO) stellt in der strategischen Ausrichtung der KRONES AG der LCS-Bereich einen untrennbaren Bestandteil des kompletten Neumaschinengeschäfts dar. KRONES Kunden wollen die Kapazitäten ihrer Anlage optimal nutzen, ihre Produktionskosten nachhaltig senken, die Produktqualität steigern sowie höchste Hygiene- und Sicherheitsbedingungen schaffen. Um die hohen Ansprüche der Kunden zu erfüllen, hat KRONES das komplette Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft, individuell kombinierbare Dienstleistungen, Ersatz- und Rüstteile, Schulungen sowie Software im Geschäftsbereich »Lifecycle Service (LCS)« gebündelt. Mehr als 1.800 hochqualifizierte Mitarbeiter setzen sich dafür ein, dass den Kunden von KRONES unabhängig von Zeit und Ort ein umfangreiches Serviceangebot in Top-Qualität zur Verfügung steht. Je nach Bedarf können sich unsere Abnehmer daraus ihr individuelles Programm zusammenstellen. Darüber hinaus bieten wir den Kunden an, ihre Maschinen und Anlagen über die komplette Laufzeit ganzheitlich zu betreuen. Im vergangenen Jahr nahm die Zahl der Kunden zu, die auf die Inhouse-Überholung und dem Austausch ganzer Funktionsbaugruppen zurückgreifen. Bei diesem LCS-Konzept liefern Kunden KRONES komplette Baugruppen, die dann bei uns repariert und gewartet werden. Dadurch verkürzen sich die Instandhaltungsarbeiten und es werden weniger Service-Techniker vor Ort benötigt. Beides zahlt sich für den Kunden aus. KRONES bietet im Servicegeschäft ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsspektrum an.![]() Das LCS Produktportfolio von KRONESLCS Services
LCS Parts + SoftwareUnser Angebot ist modular aufgebaut. Die Kunden können sich daraus ihr individuelles Serviceprogramm zusammenstellen.
KRONES baut internationales Servicenetz weiter ausEin wichtiges Element des LCS-Geschäfts sind die weltweit strategisch positionierten Service Center von KRONES. Sie dienen den mehr als 40 Niederlassungen als zentrale Stützpunkte. Um unseren Kunden einen Top-Service zu garantieren, haben wir in den vergangenen Jahren viel in den Auf- und Ausbau der Service Center investiert. KRONES unterhält derzeit weltweit sieben Service Center. Diese sind die zentralen Stützpunkte für das Lifecycle Service-Geschäft des Unternehmens.![]() 2009 hat KRONES nicht nur die bestehenden Center zum Teil erweitert, sondern darüber hinaus in Tver für die Region Russland/GUS ein Neues eröffnet. Mit den Standorten Neutraubling (Region Europa), Franklin (Region Nordamerika), São Paulo (Südamerika), Taicang (Region China), Johannesburg (Region Afrika) und Bangkok (Asien/ Pazifik) verfügt KRONES nun über sieben Service Center. Die KRONES AkademieMehr als 50 qualifizierte Ausbilder unterrichten in der KRONES Akademie das Führungs- und Bedienpersonal von Kunden.Integraler Bestandteil des Lifecycle Service ist die KRONES Akademie. Dort weisen wir sowohl das Führungs- als auch das Bedienpersonal unserer Kunden in praxisorientierten Schulungen in die Funktionsweise der Maschinen und Anlagen von KRONES ein. So gewährleisten wir, dass die Betreiber die Anlagen sicher beherrschen und wirtschaftlich den höchsten Erfolg erzielen. Die KRONES Akademie hat mehr als 50 qualifizierte Ausbilder, die am Hauptsitz der Einrichtung in Neutraubling sowie an den verschiedenen internationalen Schulungszentren vor Ort unterrichten. 2009 hat die Akademie ihr Angebot um das Trainingspaket »KRONES Automation Engineer« erweitert. In der praxisorientierten Schulung vermitteln wir den Teilnehmern, wie man Probleme schneller löst und Stillstandszeiten von Maschinen minimiert. Im vergangenen Jahr besuchten insgesamt 9.388 Teilnehmer die Veranstaltungen der KRONES Akademie. Kursteilnehmer KRONES Akademie![]() MitarbeiterKRONES meistert die Krise ohne KündigungenOberstes Ziel des Unternehmens war für 2009, die Stammbelegschaft zu halten und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Dieses wichtige Ziel wurde aufgrund verschiedener Maßnahmen wie Kurzarbeit, Altersteilzeit und flexibler Arbeitszeit erreicht. Dennoch ging im Krisenjahr 2009 erstmalig seit Jahren fluktuationsbedingt die Zahl der Mitarbeiter um 95 auf 10.238 zurück. KRONES setzt weiterhin alles daran, die hoch qualifizierten und motivierten Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Aufgrund dieser langfristig orientierten Personalpolitik nehmen wir zwar kurzfristige Ergebniseinbußen in Kauf, aber wir wissen, dass nur motivierte und nicht verängstigte Mitarbeiter unsere Produkte und Dienstleistungen in der Qualität herstellen und anbieten können, wie es die Kunden von KRONES gewöhnt sind. Mitarbeiter nach Regionen![]() Alle KRONES Mitarbeiter sind für ihre anspruchsvollen Aufgaben bestens ausgebildet. Nahezu unsere vollständige Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit Studium steigt stetig und liegt mittlerweile bei 16,4 %. Die Mitarbeiter von KRONES sind sehr gut ausgebildet.Qualifikationsstruktur Mitarbeiter in Deutschland![]() Personalentwicklung und -weiterbildungKRONES legt großen Wert auf fachübergreifende Fortbildungsangebote.Der Bereich Personalentwicklung kümmert sich intensiv um die kontinuierliche Weiterbildung und Förderung der Beschäftigten. Neben rein fachlichen Qualifizierungsmaßnahmen bieten wir den Arbeitnehmern zunehmend auch fachübergreifende und interkulturelle Fortbildungsangebote wie Präsentationstechniken und Sprachkurse an. Im Berichtsjahr wurde die Zahl der internen Seminare deutlich erhöht. Über alle Schulungen und Trainings, die KRONES anbietet, können sich die Beschäftigten seit 2009 flächendeckend im SAP-Trainingsportal informieren. Zu mehr als 100 Themen werden in verschiedenen Fachbereichen Mitarbeiterschulungen durchgeführt. So nahmen 2009 rund 6.700 Beschäftigte an internen (3.458 Mitarbeiter) und (3.241 Mitarbeiter) an externen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Gute Ausbildung - auch in schwierigen Zeiten ein lohnendes InvestmentDas Fundament für eine qualifizierte Belegschaft ist eine erstklassige Berufsausbildung der Mitarbeiter. In derzeit 25 verschiedenen Ausbildungsberufen werden sie auf höchstem Niveau auf ihren Beruf vorbereitet. Wir investieren jährlich im Durchschnitt zwischen 65.000 und 70.000 € in die Ausbildung jedes jungen Auszubildenden. Zahl der Ausbildungsanfänger KRONES AG![]() Bei der Auswahl der Auszubildenden ist KRONES anspruchsvoll. Von den rund 1.600 Schulabgängern, die sich für eine Ausbildung im Jahr 2009 beworben hatten, luden wir etwa 600 zu berufsspezifischen Einstellungstests ein. Die Hälfte davon erhielt die Chance, uns in einem persönlichen Vorstellungsgespräch von ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Im Herbst 2009 starteten nach dem Auswahlprozess 136 junge Menschen ihre Ausbildung bei KRONES. Zum Jahresende 2009 bildete KRONES in Deutschland insgesamt 527 junge Menschen aus. Damit liegt die Ausbildungsquote bei sehr respektablen 5 %. KRONES übernahm 2009 aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation erstmalig seit Langem die Auszubildenden nicht unbefristet, sondern vorerst befristet für 12 Monate. KRONES arbeitet konstruktiv mit Hochschulen zusammenFür Unternehmen ist es wichtig, sich frühzeitig den Zugang zu den besten Mitarbeitern zu sichern. KRONES arbeitet seit Jahren intensiv mit Hochschulen zusammen und organisiert Veranstaltungen, auf denen sich angehende Ingenieure und Akademiker über die verschiedenen Berufsbilder und die Karrierechancen bei KRONES informieren können. Ein gutes Beispiel für die enge Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ist unsere langjährige Kooperation mit der Hochschule und der Universität Regensburg. KRONES gibt den Nachwuchswissenschaftlern mit Praxissemestern und Diplomarbeiten Einblick in die industrielle Praxis. Im Mai 2009 präsentierten zum Beispiel 20 Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaften, Regensburg, ihre Ergebnisse zum Thema »Optimierungen in der Montage und Fülltechnik«. Das Ergebnis nach sechs Monaten Arbeit konnte sich mehr als sehen lassen. Die einzelnen Prozesse konnten in der Praxis deutlich verbessert und die Produktivität gesteigert werden. Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht 2009. Dieser ist im Internet unter www.krones.com abrufbar. Nachhaltiges WirtschaftenFür KRONES ist nachhaltiges Wirtschaften seit jeher ein wichtiger Teil der Unternehmensstrategie. Nachhaltigkeitsmanagement bedeutet für KRONES: Ressourcen effizient und schonend einzusetzen sowie gesellschaftlich verantwortlich zu handeln. Dem Unternehmen sind langfristige und faire Beziehungen zu allen Geschäftspartnern wichtiger als kurzfristige Gewinnoptimierung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, in denen wir uns derzeit zweifelsohne befinden, zeigt sich, wie wichtig gute Beziehungen zu Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aktionären sind. In den Unternehmensleitlinien haben sich der KRONES Konzern und seine Mitarbeiter auf gemeinsame Werte festgelegt und sich verpflichtet, nachhaltig und verantwortlich zu handeln. Für KRONES ist entscheidend, dass die gemeinsamen Werte nicht nur niedergeschrieben, sondern von allen Mitarbeitern gelebt werden. Unternehmensleitlinien
Das Nachhaltigkeitsprogramm enviro wurde 2009 ebenso von TÜV SÜD zertifiziert wie der Nachhaltigkeitsbericht.KRONES begreift Nachhaltigkeit schon immer als Chance - und davon haben wir auch 2009 einige genutzt. Ein wichtiger Meilenstein war die Zertifizierung des Nachhaltigkeitsprogramms enviro von TÜV SÜD. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro Siegel für Energie- und Medieneffizienz (Gas, Wasser) sowie Umweltverträglichkeit zu verleihen. Zudem bietet KRONES mit dem enviro Pass seinen Kunden eine hohe Transparenz, um die Verbrauchsdaten unterschiedlicher Maschinen zu vergleichen. Auf der drinktec 2009 zeigten die Kunden aus aller Welt größtes Interesse an den enviro Produkten. Nicht zuletzt wurde im Berichtszeitraum auch der Nachhaltigkeitsbericht 2008 erstmals von TÜV SÜD zertifiziert. Weitere interessante Informationen zum Thema Nachhaltigkeit entnehmen Sie bitte unserem erneut von TÜV SÜD zertifizierten Nachhaltigkeitsbericht für 2009. Dieser ist im Internet unter www.krones.com abrufbar. Nachhaltigkeit.Gemeinsam Werte leben - zusammen Werte schaffen. Das nachhaltige Denken, Handeln und Wirtschaften aller Mitarbeiter ist die Basis des Erfolgs von KRONES. Zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von KRONES ist das enviro Programm. Risiko- und Chancenbericht
Risikomanagementsystem wird permanent ausgebautKRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Integraler Bestandteil des Risikomanagementsystems von KRONES ist ein internes Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen. Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent ausbauen und verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung. RisikoanalyseUm mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Bereits vor der Auftragsannahme unterziehen wir Angebote einer Rentabilitätsprüfung. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird. Das KRONES Risikomanagement setzt damit bereits vor der Entstehung von Risiken an. Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg turnusgemäß detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen. Darüber hinaus führen wir jedes Jahr für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch, die zu entsprechenden Maßnahmen und Aktionen zur Risikoreduzierung führen. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck der Früherkennung existenzgefährdender Risiken, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können. RisikoüberwachungDurch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in turnusgemäßen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter. Risikoplanung und -steuerungFür unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
Organisation des RisikomanagementsDas Risikomanagement ist bei KRONES formell im Controlling verankert. Hier laufen alle relevanten Informationen zusammen und werden dem Vorstand aufbereitet als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung. RisikocontrollingOperative und finanzielle Risiken werden von KRONES permanent analysiert, diskutiert und dokumentiert. Auch bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen werden im Rahmen unterjähriger Controllingprozesse auf ihre Wirksamkeit überwacht. Neben Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatz werden sämtliche Aufwandsarten, der Cashflow sowie wesentliche Bestandteile des Umlaufvermögens und der Bilanz dargestellt. Aus den Zahlen ergeben sich Risikoeinschätzungen hinsichtlich des laufenden Geschäfts und Optionen hinsichtlich zukünftiger Projekte. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den RechnungslegungsprozessMit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden. Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
RisikokategorienFinanzielle RisikenAngaben zu IFRS 7 Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen bezüglich der unten genannten Risikokategorien. 1. AusfallrisikenDas Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen der Finanzinstrumente zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaig vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt. 1.1 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDas Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, welcher dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. scroll
1.2 Derivative FinanzinstrumenteKRONES verwendet derivative Finanzinstrumente ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollar, des Neuseeland-Dollar und des chinesischen Remninbi Yuan gegenüber dem Euro entstehen können. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang. 1.3 Sonstige finanzielle VermögenswerteDie maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig. Die Ausleihung besteht im Wesentlichen gegenüber einer Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat ein unwesentliches Ausfallrisiko. 2. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht im ausreichenden Maß erfüllen kann. KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2009 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen. scroll
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3. MarktrisikenDas Marktrisiko beschreibt das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderung der Marktpreise schwanken. 3.1 ZinsänderungsrisikenKRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. 3.2 WährungsrisikenDa unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab. Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:scroll
Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde eine Auswirkung im Ergebnis in Höhe von insgesamt T€ -107 beim USD und T€ 106 beim CHF verursachen. 3.3 AktienkursrisikenKRONES ist keinen wesentlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen von Aktienkursen ergeben können. 3.4 RohstoffpreisrisikenKRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Das Unternehmen begegnet diesen möglichen Risiken durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. 4. Rechtliche RisikenGrundsätzlich bestehen aus dem operativen Geschäft rechtliche Risiken. KRONES rechnet derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme. Operative Risiken und Chancen1. PreisKRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge; entstehende Mehrkosten sind von uns zu tragen. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine dreidimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen und den regionalen Risiken beurteilt. 2. BeschaffungDen Risiken auf der Beschaffungsseite wirkt KRONES mit einem gezielten Material- und Lieferanten-Risikomanagement entgegen. Hinsichtlich Lieferanten besteht ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein eigens entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt zur Risikominimierung bei. 3. KostenUm unsere Ergebnissituation kontinuierlich zu verbessern, müssen wir die Kostenstrukturen nachhaltig optimieren. Dabei geht es in erster Linie darum, durch intelligente Arbeitszeit- und Wertschöpfungsmodelle klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu variabilisieren, um mit starken Marktveränderungen in beide Richtungen zurechtzukommen. 4. PersonalKRONES benötigt hoch qualifizierte Mitarbeiter. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern sichern wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Diplomanden und Praktikanten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater zur Personalfindung ein. Durch die am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Betriebsvereinbarung ist es uns gelungen - im Gegenzug für eine Beschäftigungs- und Standortgarantie bis 2012 -, dem Personalkostendruck durch längere und flexiblere Arbeitszeiten zu begegnen. Zusammenfassende BeurteilungAus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Wir stellen uns auf die geänderte Risikolage ein, indem wir umfangreiche Maßnahmen zur Risikovermeidung, -reduzierung und -absicherung eingeleitet haben. Langfristig sind in unseren Märkten wieder Wachstumschancen zu erwarten. Wir sind mit unseren Produkten und Leistungen für den Bereich »Essen und Trinken« sehr nahe am Konsum und profitieren indirekt vom globalen Bevölkerungswachstum und einem weltweit zunehmenden Wohlstand. Service ohne Grenzen.Unsere Servicemitarbeiter sind in allen wichtigen Regionen der Welt zu Hause. KRONES ist nah am Kunden und garantiert unabhängig von Ort und Zeit schnelle und effiziente Serviceleistungen. Ein Mehrwert, den Kunden gerne beanspruchen. Nach Ablauf des Geschäftsjahres/AusblickNach Ablauf des GeschäftsjahresNach Ablauf des Geschäftsjahres 2009 sind keine Ereignisse eingetreten, die für KRONES von wesentlicher Bedeutung sind. Der Geschäftsverlauf in den ersten beiden Monaten des Jahres 2010 bestätigt die im »Ausblick« getroffenen Aussagen. Ausblick
Rezession gilt als beendetDie meisten Konjunkturexperten erwarten, dass sich die Weltwirtschaft 2010 von ihrem tiefen Fall im Vorjahr erholt. Unterstützt wird der Aufschwung von den milliardenschweren Konjunkturprogrammen in den großen Industrie- und Schwellenländern. Darüber hinaus wirkt sich die expansive Geldpolitik der wichtigsten internationalen Notenbanken positiv auf die Wirtschaft aus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet damit, dass die Weltwirtschaft 2010 um 3,9 % wächst. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die staatlichen Konjunkturhilfen nicht zu früh beendet werden. Denn der Aufschwung ist nach Ansicht des IWF noch nicht selbsttragend. Im Jahr 2010 soll sich die globale Wirtschaft erholen. Starkes Wachstum erwarten die Experten in den asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländern.Große Hoffnungen setzen die Konjunkturexperten des IWF 2010 vor allem in die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer. So soll in China die Wirtschaft im laufenden Jahr um 10 % und in Indien um knapp 8 % wachsen. Nachdem die Konjunktur in Japan im vergangenen Jahr kräftig eingebrochen war, dürfte sie 2010 um 1,7 % zulegen. Auch die größte Volkswirtschaft der Welt nimmt wieder Fahrt auf. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA wird nach IWF-Prognosen um 2,7 % steigen, obwohl die hohe Arbeitslosigkeit und der schwache Immobilienmarkt der US-Wirtschaft unverändert Probleme bereiten. Ein nur bescheidenes Wachstum von 1,0 % erwarten die Experten für den Euroraum. Wirtschaft in Deutschland wächst überproportionalAls Exportnation dürfte Deutschland davon profitieren, dass der Welthandel im laufenden Jahr deutlich steigt. Darüber hinaus erhält die heimische Wirtschaft Rückenwind durch das Konjunkturprogramm der Regierung, die vor allem Bereiche wie die Bauwirtschaft unterstützt. Anfang des Jahres hat der IWF seine Wachstumsprognose 2010 für das deutsche BIP auf 1,5 % hochgeschraubt. Deutscher Maschinenbau hat das Schlimmste hinter sichDie deutsche Maschinenbaubranche dürfte nur zögerlich aus der Krise kommen.Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geht davon aus, dass die Krise der Branche noch nicht vorüber, aber zumindest der tiefe Fall beendet ist. Das Minus bei den Auftragseingängen hatte sich zuletzt verringert. Nun hofft die Branche, dass die Nachfrage an Fahrt gewinnt. Denn während die Unternehmen 2009 von bestehenden Orders zehren konnten, ist dieses Polster mittlerweile aufgebraucht. Der VDMA rechnet damit, dass die Produktion im laufenden Jahr stagniert. Vorsichtiger Optimismus für das Geschäftsjahr 2010KRONES will 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben.Nach der schwersten Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg zeigte die Weltwirtschaft Ende 2009 wieder erste Erholungsansätze. Es bestehen aber nach wie vor Gefahren für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung, so dass sehr unterschiedliche Szenarien für die Entwicklung der weltweiten Konjunktur diskutiert werden. Während von vielen Experten in Asien/Pazifik ein Wachstum des realen BIP von über 5 % erwartet wird, sind die Wachstumsannahmen für den Rest der Welt und insbesondere Europa, GUS und Nordamerika deutlich verhaltener. Es gibt somit keine wirklich verlässlichen Trends oder Prognosen, die eine klare Richtung vorgeben. Die weltweiten Risikofaktoren sind vielschichtig:
Die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft ist daher unverändert mit einem hohen Maß an Unsicherheit behaftet. Die langfristigen Wachstumsaussichten sind für KRONES unverändert gut, weil die Megatrends für unsere Branche sprechen. Die Weltbevölkerung nimmt weiterhin zu, der Wohlstand in vielen Ländern, und damit auch der Konsum, steigt. Essen und Trinken zählt zu den Grundbedürfnissen aller Menschen. Diese Anforderungen und die zunehmende Komplexität unserer Kunden in den gesättigten Märkten decken wir mit unserem Produkt- und Leistungsportfolio vollständig ab. Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte unserer Kunden (Schwerpunkt: Getränkeindustrie) auch in Zukunft vergleichsweise stabil entwickeln werden. Unser Geschäftsmodell und die klare Unternehmensstrategie haben sich bewährt. Wir haben die Lehren aus der Krise gezogen, werden mit dem Veränderungsprogramm »Conversion«, das für »Umdenken und Umbauen« steht, noch weitere spürbare Potenziale mobilisieren und sind dabei, KRONES auf volatilere Märkte einzustellen. Aufgrund der Entwicklung der vergangenen Monate ist KRONES für das Jahr 2010 vorsichtig optimistisch. Wir erwarten für das erste Halbjahr 2010 eine Trendumkehr und damit einhergehend für das Geschäftsjahr 2010 ein Umsatzwachstum von 5 % bis 15 % sowie die Rückkehr zu einem positiven Konzernergebnis im zweistelligen Millionenbereich. Für das Geschäftsjahr 2011 gehen wir bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen von einer weiteren positiven Entwicklung aus. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGBDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien. In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen. Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch Bevollmächtigte ausgeübt werden, wobei diese nur stimmberechtigt sind, wenn die Vollmacht in Schriftform, elektronischer Form gemäß § 126 a BGB oder in Form eines ausgedruckten Telefaxes nachgewiesen wird. In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung). Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: scroll
Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (März 2010) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung). Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr.5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung). Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Mai 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bar -ein lagen um bis zu 10 Millionen Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 16. Dezember 2010 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu ins gesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann. Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen. VergütungsberichtVergütung des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht, Bestandteil des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2009, findet sich im Corporate Governance-Bericht auf Seite 87. Versicherung der gesetzlichen VertreterErklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. §§ 297 Abs. 2 Satz 3 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«
Neutraubling, 29. März 2010 KRONES AG Der Vorstand Volker Kronseder, Vorsitzender Hans-Jürgen Thaus, stv. Vorsitzender Rainulf Diepold Werner Frischholz Christoph Klenk Werte und Vertrauen.KRONES liegt viel an langfristigen, vertrauensvollen Kundenbeziehungen. Unser Vertriebsmitarbeiter sind keine Verkäufer, die den schnellen Vertragsabschluss suchen. Sie sind Berater, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Kunden orientieren. Corporate GovernanceErklärung zur UnternehmensführungDie Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com zugänglich. KRONES bekennt sich zu seiner VerantwortungFür KRONES ist der Deutsche Corporate Governance-Kodex ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten, deren Ziel die systematische und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist. Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 18. Juni 2009 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:
Gezeichnet: Vorstand und Aufsichtsrat, Neutraubling den 30. März 2010 Angaben zu UnternehmensführungspraktikenDie Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit. Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten. Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze. Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption. Arbeitsweise von Vorstand und AufsichtsratDer Vorstand der KRONES AG besteht aus fünf Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 10 und 128). Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage. Neben dem Präsidium kann der KRONES Aufsichtsrat weitere Ausschüsse bilden. Darauf hat er bislang verzichtet. Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 128) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie in der Hauptversammlung. Zusammensetzung und Arbeitsweise des PräsidiumsDem Präsidium gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrates Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Phillip von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Das Präsidium überwacht die Rechnungslegung und Berichterstattung und bereitet entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat vor. Darüber hinaus analysiert es das Controlling- und Risikomanagementsystem. Der Ausschuss bereitet die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. UnternehmensleitlinienIn den Unternehmensleitlinien haben sich der KRONES Konzern und seine Mitarbeiter auf gemeinsame Leitlinien festgelegt und sich verpflichtet, nachhaltig und verantwortlich zu handeln - von der Forschung bis zum Kundenservice. Für KRONES ist entscheidend, dass die gemeinsamen Werte nicht nur niedergeschrieben, sondern von allen Mitarbeitern gelebt werden. UnternehmensleitlinienWir wirtschaften nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlichIn den gelebten Unternehmensleitlinien spiegelt sich der Charakter des Unternehmens wider.Um die Existenz des Unternehmens langfristig zu sichern, prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir stehen für exzellente Qualität und technologische MarktführerschaftUnser technologischer Vorsprung aufgrund unserer intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist für viele Kunden der Grund für die oft schon jahrzehntelange Zusammenarbeit. Ergänzt durch die anhaltend hohe Qualität unserer Maschinen, Anlagen und Services ergibt sich die weltweite Marktführerschaft des KRONES Konzerns. Wir sind erfolgreich durch unsere MitarbeiterQualifizierte Mitarbeiter bilden das Rückgrat für den Unternehmenserfolg von KRONES. Als Arbeitgeber stehen wir in einer besonderen Verantwortung für die weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern nicht nur die fachlichen, sondern auch die persönlichen Kompetenzen unserer Mitarbeiter. Denn wir wissen: Unsere Mitarbeiter sichern die Zukunft des Unternehmens. Wir setzen Ressourcen sparsam bei höchster Qualität einRessourcen einzusparen bedeutet keineswegs, auf Qualität zu verzichten. Aufgrund schlankerer Produktionsprozesse, technischer Innovationen, motivierter und gut ausgebildeter Mitarbeiter produziert der KRONES Konzern Top-Qualität mit hoher Wertschöpfung. Wir achten auf die Sicherheit und Gesundheit unserer MitarbeiterUnsere Unternehmenskultur lässt es in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenreduzierte, ergonomische Arbeitsplätze. Wir produzieren umweltverträglichSoweit wirtschaftlich vertretbar, nutzen wir alle Möglichkeiten, um unsere Produktion umweltverträglich zu gestalten. Dabei halten wir die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten. Wir handeln langfristig und transparentIm KRONES Konzern werden alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit geprüft. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Dadurch ist KRONES für alle Interessengruppen ein verlässlicher Partner, auch wegen der offenen Kommunikation ihnen gegenüber. LieferantenkodexBei der Auswahl der Geschäftspartner berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Internet unter www.krones.com abrufbar ist. Nachdem der Kodex Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von KRONES ist, haben alle unsere Lieferanten, also 100 % des Einkaufsvolumens, den Kodex unterzeichnet. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption. Um die Einhaltung der Richtlinien zu überprüfen, führt unser Qualitätsmanagement Audits vor Ort bei den Lieferanten durch und vereinbart anschließend, falls erforderlich, Verbesserungsmaßnahmen. Darüber hinaus ist KRONES bestrebt, Lieferanten einzusetzen, die selbst von einem unabhängigen Institut zertifiziert werden. ComplianceKRONES hat sich in den letzten Jahrzehnten zielstrebig zu einem globalen Unternehmen entwickelt. Die Welt, in der wir als Unternehmen agieren, ihre Wirtschaft sowie ihre Rechts- und Sozialsysteme wurden dadurch in den letzten Jahren immer komplexer und international verwoben. Gleichzeitig wurde sie dadurch auch immer weniger durchschaubar. Das kann negative Entwicklungen fördern, zu denen beispielsweise das weltweite Phänomen der Korruption gehört. Korruption nützt nur wenigen Menschen, ihre negativen Auswirkungen treffen alle übrigen umso schwerer: Korruption verstärkt die Armut ganzer Völker, Staaten und Regionen. Darüber hinaus schadet Korruption der Wirtschaft. Anstelle eines offenen Wettbewerbs führt sie zu einem versteckten Wettbewerb der Bestechung, der den Markt als Regulativ zerstört. KRONES lehnt eine solche Entwicklung ab. Wir von KRONES unterstützen deshalb alle Bemühungen um hohe ethische Standards im Geschäftsverkehr und sind bestrebt, korruptes Verhalten weder in unserem Unternehmen zu tolerieren noch bei unseren Geschäftspartnern hinzunehmen (Lieferantenkodex). Bestandteil des LageberichtsVergütungsberichtVergütung des VorstandsDie Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance-Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden. Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:
Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2009 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 17. Juni 2009 geänderte Satzung. Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus zwei Komponenten, nämlich einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 10.000 sowie einer variablen Vergütung. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Doppelte und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Die variable Vergütung basiert auf dem Konzernjahresüberschuss je Aktie. Hierbei erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jeden über den Betrag von € 1,00 hinausgehenden Betrag von € 0,30 des Konzernjahresüberschuss je Aktie, eine Vergütung von jeweils € 2.000 pro erreichtem € 0,30. Für das Geschäftsjahr 2009 errechnet sich ein Konzernergebnis von minus € 1,13 je Aktie. Auf dieser Berechnungsgrundlage erhält kein Aufsichtsratsmitglied eine variable Vergütung. Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 10.000 und einen pauschalen Auslagensatz. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 175 (Vorjahr: T€ 343) inklusive T€ 0 (Vorjahr: T€ 168) variabler Bezüge. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 600 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder. Transparenz.Transparenz ist für uns keine Pflicht, sondern selbstverständlich. KRONES ist sich seiner Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Aktionären und der Gesellschaft bewusst. Wir stehen im aktiven Dialog mit allen Interessengruppen und kommunizieren nach innen und außen stets offen. Gewinn- und-Verlust-RechnungAufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungenscroll
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BilanzAktiva scroll
Kapitalflussrechnungscroll
Entwicklung des Eigenkapitalsscroll
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Konzernanhang für die KRONES AGSegmentberichterstattungscroll
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Allgemeine AngabenGesetzliche GrundlagenDer Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 31. Dezember 2009 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befinden sich auf Seite 126. Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt. Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn- und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Für die Gewinn- und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2009 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der KRONES AG mehr als 50 % der Stimmrechte zustehen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde die SMEFIN S.R.L., Roverbella, Italien erworben und in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Erstkonsolidierung der neuen Anteile wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die KRONES AG ist an dieser Gesellschaft unmittelbar mit 100 % beteiligt. Durch den Erwerb der SMEFIN S.R.L., Roverbella, Italien ist die KRONES AG mittel- und unmittelbar zu 100 % an der KOSME S.R.L., Roverbella, Italien beteiligt. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. KonsolidierungsgrundsätzeDie Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»purchase method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind. WährungsumrechnungDie funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro. Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet. In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt. Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind. Immaterielle VermögenswerteErworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen. Forschungs- und EntwicklungskostenEntwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst. Geschäfts- oder FirmenwerteErworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht vorhanden. SachanlagenSachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst. LeasingLeasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjektes vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert. Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen. FinanzinstrumenteDie Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus
zusammen. Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten. Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S. d. IFRS 7.27 A). Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag. Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen. Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen. Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen. FinanzanlagenFinanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten vermindert um Wertberichtigungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt. Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet. Derivative FinanzinstrumenteDie im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen ist im Wesentlichen die Währung US-Dollar. Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet. Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 7.27 A. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt. Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn- und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind. Forderungen und sonstige VermögenswerteBei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden. VorräteDie Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet. Kundenspezifische FertigungsaufträgeIn Montage befindliche kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Methode«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Auftrags. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Latente SteuernDie aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert. Rückstellungen für PensionenDie Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst erfolgswirksam verrechnet, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den höheren der folgenden Barwerte überstieg: a) 10 % des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt (vor Abzug des Planvermögens); und b) 10 % des beizulegenden Zeitwerts eines etwaigen Planvermögens zu diesem Zeitpunkt. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. UmsatzerlöseUmsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen. SegmentberichterstattungKRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen. Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen im unteren Leistungsbereich. Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben. Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand v. a. durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBIT gemessen. Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert. Erläuterung der Bilanz1 Immaterielle VermögenswerteDer Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG sowie der KOSME Gruppe. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 23.434 (Vorjahr: T€ 30.770). Im Geschäftsjahr 2009 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 97.467 (Vorjahr: T€ 116.381) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 6.020 (Vorjahr: T€ 88) und betrifft das Segment »Maschinen und Anlagen für Produktabfüllung und -ausstattung«. 2 SachanlagenIn den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2009 waren Wertminderungen in Höhe von T€ 115 (Vorjahr: T€ 207) in den Abschreibungen und keine Zuschreibungen gemäß IAS 36 erforderlich. Die Wertminderungen betreffen das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«. Im Geschäftsjahr 2009 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 361 (Vorjahr: T€ 411) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 50 (Vorjahr: T€ 50) ertragswirksam aufgelöst. Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 19.195 (Vorjahr: T€ 15.735) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zu zu rechnen sind. Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Berichtsjahr erfolgten keine Zugänge aufgrund IFRS 3 oder IFRS 5. Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
3 FinanzanlagenDie Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen. 4 VorräteDie Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Zum Bilanzstichtag im Bestand befindliche Fertigungsaufträge haben keine aktivischen/passivischen Salden, da nach Leistungsfortschritt abgerechnet wird. Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2009 in Höhe von T€ 41.505 (Vorjahr: T€ 18.537) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 85.461 (Vorjahr: T€ 17.290). 5 Forderungen und sonstige Vermögenswertescroll
Bei den Kundenforderungen entsprechen die Marktwerte den bilanzierten Werten. Das Wertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt: scroll
Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 25.711; Vorjahr: T€ 28.363), Steuererstattungsansprüche (T€ 23.846; Vorjahr: T€ 27.575), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 3.868; Vorjahr: T€ 7.219) und debitorische Kreditoren (T€ 2.055; Vorjahr: T€ 3.332). Die zu Marktwerten bewerteten derivativen Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, betrugen im Geschäftsjahr 2009 T€ 444 (Vorjahr: T€ 1.683). 6 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 135.519 (Vorjahr: T€ 108.376) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 162 (Vorjahr: T€ 81) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 »Kapitalflussrechnung« bilden, ist in der Kapitalflussrechnung Seite 96 dargestellt. 7 ErtragsteuernDie tatsächlichen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %. Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 25 % und 42 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2009 gliedert sich wie folgt: scroll
Die erfolgsneutral über das Eigenkapital gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ -1.003 (Vorjahr: T€ -541) und resultieren aus Sicherungsgeschäften. Die latenten Steuern auf vortragsfähige Verluste betreffen die KRONES AG, KRONES USA, KOSME Italien und KOSME Österreich. Nach der Ergebnisplanung ist zukünftig mit positiven steuerlichen Ergebnissen zu rechnen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 7.368 wurden nicht gebildet. Der ausgewiesen Steuerertrag im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von T€ 4.767 ist um T€ 5.948 niedriger als der erwartete Steuerertrag, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen: scroll
Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2009 Steuererhöhungen. Diese sind vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zurückzuführen. 8 EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2009 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben dieses Beschlusses zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Die Ermächtigung wird mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung wirksam und gilt bis zum Ablauf des 16. Dezember 2010. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 18. Juni 2008 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft überschreiten. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots. Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots (der »maßgebliche Kurs«) um nicht mehr als 20 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Kurs, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird der maßgebliche Kurs nach dem entsprechenden Kurs am letzten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung bestimmt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Falle einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden: Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen. Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse veräußert werden, wenn die Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Diese Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden. Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung gegen Sachleistungen veräußert oder in einer anderen Weise als über die Börse veräußert werden. Auf die eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigungen der vorangegangenen Hauptversammlungen bereits erworben hat, finden die Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien und bzgl. des Bezugsrechts der Aktionäre Anwendung. Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ 2.515 (Vorjahr: T€ -2.412) und setzt sich aus den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings zusammen. Die Summe der ergebnisneutralen und -wirksamen Veränderungen beträgt T€ -31.966 (Vorjahr: T€ 104.131). Angaben zum KapitalmanagementEine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert. 9 KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt T€ 66.645 (Vorjahr T€ 103.703). Die Verminderung resultiert aus dem Kauf eigener Aktien in Höhe von T€ 37.058. In der Kapitalrücklage sind keine anderen Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB enthalten. 10 GewinnrücklagenDie gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51. Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004. Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten neben der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften auch die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen. 11 Sonstige RücklagenUnter den sonstigen Rücklagen sind die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern ausgewiesen. Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Cashflow Hedges sowie die Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren entwickelten sich wie folgt: scroll
12 Anteile anderer GesellschafterDer Ausgleichsposten in der Konzernbilanz für Anteile anderer Gesellschafter enthält Kapital und Ergebnisanteile Dritter der MAINTEC GmbH, Collenberg/Main. Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2009 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 97 dargestellt. 13 Rückstellungen für PensionenDie Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst. Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt: scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 76.184 (Vorjahr: T€ 73.999) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG. Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 7.515 (Vorjahr: T€ 7.111) sowie die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 111.843 (Vorjahr: T€ 98.936) und der Vermögenswerte mit T€ 19.170 (Vorjahr: T€ 18.007) stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die Aufwendungen für die Pensionsverpflichtungen werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Die tatsächliche Rendite des Planvermögens beträgt 4,41 %. Das Planvermögen besteht aus Wertpapieren. Im Jahr 2010 fallen voraussichtlich keine Einzahlungen in den Plan an. Die erwartete Rendite wurde auf Basis von zukünftigen Zinsentwicklungen des Fondsverwalters eingeschätzt. Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Arbeitgeberanteil von T€ 39.497 (Vorjahr: T€ 37.961) aufgewendet. scroll
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14 Steuerrückstellungen und sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 221.253 (Vorjahr: T€ 161.809) sind in einer Höhe von T€ 183.860 (Vorjahr: T€ 121.356) innerhalb eines Jahres fällig. Diese sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Posten: scroll
In den Rückstellungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit (T€ 29.962; Vorjahr: T€ 33.823) enthalten. Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Garantieverpflichtungen sowie für Drohverluste. Schätzungen beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 4,0 % und 5,0 % abgezinst. 15 Verpflichtungenscroll
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Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln. Diese stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 6.213 (Vorjahr: T€ 42.225) als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 173.432; Vorjahr: T€ 269.901) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 7.566; Vorjahr: T€ 2.627). Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 125.564 (Vorjahr: T€ 202.755) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände. scroll
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwandes unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen. Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten getrennt wie folgt zusammen: scroll
16 HaftungsverhältnisseFür Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird. Diese bestehen aus Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken in Höhe von T€ 182 (Vorjahr: T€ 949), bei denen es sich um Anzahlungs- oder Restkaufpreisabsicherungen handelt. 17 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte. scroll
Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2009 Zahlungen in Höhe von T€ 15.212 (Vorjahr: T€ 15.522) geleistet. Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen. 18 Derivative FinanzinstrumenteDie derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ -658 (Vorjahr: T€ -1.246) - hiervon kurzfristig: T€ -658 (Vorjahr: T€ -1.246) - decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollar und Neuseeland-Dollar sowie des chinesischen Renminbi Yuan und des Euro ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von 72,9 Mio. € (Vorjahr: 84,1 Mio. €) - hiervon kurzfristig: 72,6 Mio. € (Vorjahr: 84,1 Mio. €) - zusammen. In diesem Volumen ist ein Nominalvolumen für kurzfristige Cashflow Hedges von 36,5 Mio. € (Vorjahr: 41,9 Mio. €) enthalten und mit einem Fair Value von 36,8 Mio. € (Vorjahr: 40,2 Mio. €) bewertet. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv. Der Nettogewinn aus diesen Finanzinstrumenten beträgt im Berichtsjahr T€ 270. Erläuterung der Gewinn- und-Verlust-Rechnung19 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 1.864.921 (Vorjahr: T€ 2.381.407) stellen an Kunden berechnete Lieferungen und Leistungen abzüglich Erlösschmälerungen dar. In der Segmentberichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen aufgeteilt und nach geografischen Märkten detailliert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2009 sind aus Fertigungsaufträgen Erlöse in Höhe von T€ 942.976 entstanden. Aus laufenden Projekten sind Kosten in Höhe von T€ 233.060 angefallen. Hierauf sind erhaltene Anzahlungen von T€ 122.509 angefallen. 20 Andere aktivierte EigenleistungenDie anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens. Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen. 21 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 103.289 (Vorjahr: T€ 69.073) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 11.307; Vorjahr: T€ 14.433) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 7.841; Vorjahr: T€ 5.615) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 30.150 (Vorjahr: T€ 19.003). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführung zu Wertberichtigungen (T€ 7.054; Vorjahr: T€ 8.633) und Kursverluste in Höhe von T€ 33.525 (Vorjahr: T€ 31.892) gegenüber. 22 MaterialaufwandDer Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 824.321 (Vorjahr: T€ 1.007.287) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 171.868 (Vorjahr: T€ 248.100) auf. 23 PersonalaufwandInnerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 10.001 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.834) inkl. Auszubildende (527) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen: scroll
24 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 684 (Vorjahr: T€ 122), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 7.054; Vorjahr: T€ 8.633) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 2.204 (Vorjahr: T€ 2.577) vor allem Frachtkosten (T€ 54.592; Vorjahr: 68.783) und Miete und Reinigungskosten (T€ 20.988; Vorjahr: 22.092) enthalten. 25 FinanzergebnisDas Finanzergebnis in Höhe von T€ -9.643 (Vorjahr: T€ -1.560) setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Wertminderungen auf Finanzanlagen resultieren aus Wertberichtigungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte. 26 ErtragsteuernDas Ertragsteuerergebnis betrug im Geschäftsjahr 2009 T€ 4.767 (Vorjahr: T€ -49.527). Weitere Informationen sind unter der Position 7 »Ertragsteuern« (Seite 112-114) dargestellt. 27 Ergebnis je AktieNach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt: scroll
Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis. Sonstige ErläuterungenPrüfhonorar des KonzernprüfersFür die Abschlussprüfungsleistungen des KRONES Konzerns sowie der Muttergesellschaft durch den Konzernabschlussprüfer sind im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen in Höhe von T€ 380 (Vorjahr: T€ 380) angefallen. Zuzüglich sind für die Muttergesellschaft T€ 158 (Vorjahr: T€ 106) Steuerberaterleistungen angefallen. Für die Tochtergesellschaften wurden für die Abschlussprüfungsleistungen T€ 56 (Vorjahr: T€ 58) und für sonstige Leistungen T€ 57 (Vorjahr: T€ 55) aufgewendet. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes der KRONES AG sowie die der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt. Aus Verkäufen an nahestehende Unternehmen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2009 T€ 37.533 (Vorjahr: T€ 43.061) angefallen. Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein passivischer Saldo in Höhe von T€ 14.071 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 3.726). Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht findet sich auf den Seiten 87 bis 89 des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2009 als Teil des Corporate Governance-Berichts. SonstigesSeit 2008 ist die KRONES AG zusammen mit anderen Parteien Beklagte in verschiedenen Verfahren, welche aus einem Konkurs eines früheren Kunden entstanden sind. Die KRONES AG ist der Ansicht, es sei verfrüht, eine abschließende Beurteilung abzugeben, betrachtet jedoch die Vorwürfe als gegenstandslos. Corporate GovernanceDie Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt. Standards/InterpretationenNicht vorzeitig angewandte Standards/InterpretationenDas IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist und die von der KRONES AG auch nicht vorzeitig angewandt wurden: scroll
Aus diesen neuen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben. Die folgenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung noch nicht verpflichtend ist, sind auf den Konzernabschluss der KRONES AG nicht anwendbar: scroll
Änderungen aufgrund eines neuen Standards oder einer neuen Interpretation:scroll
Diese Änderungen sind bei KRONES nicht anwendbar oder führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen in der Berichtsperiode. scroll
Die Anwendung des IFRS 7 und IFRS 8 hat zu weiteren Angaben im Anhang bzw. der Segmentberichterstattung geführt. Anteilsbesitzscroll
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unmittelbare und mittelbare Beteiligung. Aufsichtsrat und VorstandNachdem die Voraussetzungen für die Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes 1976 seit 1987 erfüllt waren, erfolgte eine Erweiterung des Aufsichtsrats von sechs auf zwölf Mitglieder. Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen. Aufsichtsrat
Vorstand
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Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs.
1 Satz 3 AktG Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet. Vorschlag für die Verwendung des Bilanzverlustes der KRONES AGDer Bilanzverlust der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2009 € -80.718.196,93. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Juni 2010 vor, diesen Betrag vorzutragen. Des Weiteren schlagen wir der ordentlichen Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende auszuschütten.
Neutraubling, 30. März 2010 KRONES AG Der Vorstand Volker Kronseder, Vorsitzender Hans-Jürgen Thaus, stv. Vorsitzender Rainulf Diepold Werner Frischholz Christoph Klenk Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durch geführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 30. März 2010 KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Rupprecht, Wirtschaftsprüfer Medick, Wirtschaftsprüfer Glossarscroll
Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis. Produktsparten und Segmente des KRONES KonzernsMaschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik
Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)
Impressumscroll
![]() Die Herstellung und das Papier des Geschäftsberichts 2009 des KRONES Konzerns sind zertifiziert nach den Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC). Der FSC schreibt strenge Kriterien bei der Waldbewirtschaftung vor und vermeidet damit unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt. Da die Produkte mit FSC- Siegel verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung durchlaufen, werden auch Verarbeitungsbetriebe von Papier, z. B. Druckereien, nach den Regeln des FSC zertifiziert. Finanzkalenderscroll
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