![]() Krones AGNeutraublingQ3 Bericht 2015Q3Bericht über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2015Highlights und KennzahlenKRONES nach den ersten drei Quartalen 2015 voll im Plan
Kennzahlen 1. - 3. Quartal 2015scroll
*
liquide Mittel abzüglich Bankschulden Kennzahlen 3. Quartal 2015
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Brief des VorstandsSehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,die vergangenen Monate waren leider reich an weniger erfreulichen Schlagzeilen -aus
Politik, Wirtschaft und Unternehmen. Schlechte Konjunkturdaten, vor allem aus dem
»Wirtschaftswunderland« China, drückten auf die Stimmung. Die Angst, dass ein schwächelndes
China das Wachstum im Rest der Welt mit nach unten zieht, schickte die Börsenkurse
auf Talfahrt. Die Furcht scheint berechtigt, denn der Internationale Währungsfonds
IWF senkte kürzlich seine Prognose für das Weltwirtschaftswachstum zum zweiten Mal
in diesem Jahr. Aber nun zu den positiven Dingen: KRONES bleibt trotz der schwierigen wirtschaftlichen
Bedingungen auf Kurs. Nach neun Monaten beträgt das Umsatzwachstum 4,9 % und der Auftragseingang
legte um 5,2 % zu. Das Ergebnis vor Steuern kletterte sogar um 14,2 %. Insgesamt sind
wir zuversichtlich, unsere vor drei Monaten nach oben angepassten Ziele für 2015 zu
erreichen. Was macht KRONES so stabil? Erstens: Unser Markt. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken
ist kaum konjunkturabhängig und wächst aufgrund verschiedener Megatrends stetig. Zweitens:
Durch unser sehr erfolgreiches Strategieprogramm Value und die neue Konzernorganisation
ist KRONES deutlich flexibler geworden. Wir können schnell auf Marktveränderungen
reagieren und Schwankungen durch unsere starke internationale Präsenz ausgleichen. Das wird - und muss - auch so bleiben. Denn die Märkte werden nicht einfacher. Die
Zeiten stabiler Aufschwünge der Weltwirtschaft sind vorbei. Deshalb wird das komplette
KRONES Team weiterhin jeden Tag hart dafür arbeiten, dass das Unternehmen auch in
Zukunft nachhaltig profitabel wächst. Und ich bin sehr optimistisch, dass KRONES ab
2016 mit dem neuen Vorstands-Team den eingeschlagenen Weg erfolgreich weitergehen
wird. scroll
Die KRONES AktieKursplus von 16,5 % nach neun MonatenDas dritte Quartal war auch in diesem Jahr für die Aktienmärkte wieder sehr volatil
und mit herben Verlusten verbunden. Von Anfang Juli bis Mitte August waren an den
Börsen die Pfeile noch nach oben gerichtet. Aber dann setzte eine zweiwöchige Verkaufswelle
ein, die nahezu alle Indizes weltweit in die Tiefe riss. Grund hierfür waren hauptsächlich
schlechte Nachrichten aus China. Dort brachen die Kurse nach dem kräftigen Anstieg
seit Jahresbeginn innerhalb kürzester Zeit um rund die Hälfte ein. Verstärkte Konjunktursorgen
ließen die »Spekulationsblase« in China platzen. Zudem stieg die Angst vor einer Zinswende
in den USA. Beide Risikofaktoren hatten zur Folge, dass der DAX von 10. bis 24. August um 20 %
absackte. Insgesamt büßte der DAX im dritten Quartal 11,7 % ein und rutschte damit
auch mit der Performance seit Jahresbeginn in den roten Bereich (-1,5 %). Der Nikkei-Index
in Japan verlor von Juli bis September sogar 14,1 % während in den USA der Abschlag
beim Dow Jones Index mit minus 7,6 % weniger ausgeprägt war. Seit Jahresbeginn liegen
Nikkei (-0,4 %) und Dow Jones (-9,4 %) somit auch im Minus. Sehr stabil zeigte sich
im dritten Quartal der MDAX. Der Index der mittelgroßen deutschen Werte büßte nur
1,7 % ein. KRONES Aktie schlägt starken MDAXUm so bemerkenswerter ist es, dass die KRONES Aktie das dritte Quartal 2015 mit einem
Plus von 0,4 % abschloss. Hauptverantwortlich hierfür waren die guten Halbjahreszahlen
sowie die Anhebung der Ertragsprognosen für das Gesamtjahr. Nach deren Veröffentlichung
Ende Juli kletterte die KRONES Aktie am 3. August auf das Allzeithoch von 106,65 €.
Danach konnte sich der Titel aber dem schwachen Gesamtmarkt nicht entziehen und fiel
am 24. August auf das Quartalstief von 88,52 €. Zum Quartalsende erholte sich der
Wert aber wieder und schloss bei 94,10 €. Seit Jahresbeginn legte der Kurs der KRONES Papiere um 16,5 % zu. Inklusive der Dividende
von 1,25 € beträgt die Performance sogar 18,1 %. Damit hat sich der KRONES Titel noch
besser als der ohnehin schon sehr starke MDAX entwickelt, der seit Jahresbeginn ein
Plus von 13,8 % verzeichnet. Die KRONES Aktie entwickelte sich von Januar bis September 2015 besser als der MDAX.![]() LageberichtWirtschaftliches UmfeldWeltwirtschaft wächst langsamerDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Oktober seine Wachstumsprognose für
die Weltwirtschaft 2015 von 3,3 % auf 3,1 % verringert. Hauptsächlich die nachlassende
Wachstumsdynamik in den Schwellen- und Entwicklungsländern war der Grund für die erneute
Abwärtsrevision. Darüber hinaus betonten die IWF-Experten, dass die Risiken für die
Weltwirtschaft zugenommen haben. So könne ein Ende der lockeren Geldpolitik in den
USA das Wachstum in den Schwellenländern weiter bremsen. Auch die unsichere konjunkturelle
Lage in China sowie niedrige Rohstoffpreise bereiten dem IWF Sorgen. ![]() Aktuell liegt die IWF-Wachstumsprognose für die Schwellen- und Entwicklungsländer
2015 bei 4,0 %. 2014 betrug das Wachstum 4,6 %. Neben den Krisenländern Russland und
Brasilien, die 2015 in einer tiefen Rezession stecken, zieht auch die nachlassende
Dynamik in China das Expansionstempo in den Emerging Markets nach unten. Um 6,8 %
soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2015 in China steigen. Im Vorjahr wuchs Chinas
Wirtschaft noch um 7,3 %. Auch in der Region Mittlerer Osten/ Nordafrika dürfte sich
das Wachstum in diesem Jahr verlangsamen. Nach plus 2,7 % im Vorjahr soll das BIP
in der Region 2015 um 2,5 % steigen. In den Industrieländern entwickelt sich die US-Wirtschaft zunehmend zur Wachstumslokomotive.
Die Aussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft haben sich im Gegensatz zu vielen
anderen Regionen in den vergangenen Monaten verbessert. Deshalb erhöhte der IWF die
BIP-Wachstumsprognose für die USA von 2,5 % auf 2,6 %. In den meisten anderen Industrieländern
läuft die Wirtschaft deutlich schleppender. Für Japan rechnet der IWF gerade einmal
mit 0,6 % BIP-Zuwachs. Die Wachstumsprognose für die Euro-Zone liegt bei 1,5 %. Auch
für Deutschland rechnet der IWF 2015 nur noch mit einem BIP-Anstieg von 1,5 %. Im
Juli waren es noch 1,6 %. Leichter Aufwärtstrend im deutschen Maschinen- und AnlagenbauDie deutsche Maschinenbaubranche hat weiterhin mit schwierigen Rahmenbedingungen wie
der Russland-Krise und der nachlassenden Wachstumsdynamik in China zu kämpfen. Unterm
Strich verbesserte sich die Auftragslage zuletzt aber leicht. Von Juni bis August
2015 stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 2 %. Während der Wert der
Orders aus dem Inland gegenüber dem Vorjahr um 10 % kletterte, ging der ausländische
Auftragseingang um 2 % zurück. Von Januar bis August 2015 erhöhte sich der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr
um insgesamt 1 %. Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet
weiterhin, dass die Produktion der Branche im Gesamtjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr
stagniert. Optimistischer ist der Verband für den für KRONES relevanten Teilbereich Nahrungsmittel-
und Verpackungsmaschinen. Der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen soll 2015
das Vorjahresniveau um 5 % übertreffen. UmsatzKRONES wächst weiter solideDas solide Geschäftsmodell von KRONES funktioniert auch in wirtschaftlich schwierigeren
Zeiten.
Die Absatzmärkte von KRONES entwickelten sich im dritten Quartal 2015 insgesamt stabil
und damit besser als die Gesamtwirtschaft. Aufgrund der sehr breiten internationalen
Marktstellung des Unternehmens konnten wir vorübergehende Nachfrageschwankungen in
einzelnen Regionen ausgleichen und unser solides Wachstum fortsetzen. So stieg der
Umsatz im dritten Quartal 2015 um 5,2 % von 728,9 Mio. € im Vorjahr auf 767,0 Mio.
€. ![]() Im Zeitraum Januar bis September 2015 erhöhte sich der Umsatz um 4,9 % auf 2.270,7
Mio. €. Fundament der positiven Entwicklung in den ersten drei Quartalen war das breite
Produkt- und Dienstleistungsangebot von KRONES mit dem zunehmend wichtigen Servicegeschäft.
Wie erwartet gingen die Erlöse in Regionen mit schweren wirtschaftlichen Problemen
wie Russland/GUS und Teilen Südamerikas zurück. Dies konnten wir aber durch steigende
Umsätze in anderen Märkten wie Mittel- und Westeuropa, Nord- und Mittelamerika und
Mittlerer Osten/Afrika mehr als kompensieren. Insgesamt liegt KRONES nach den ersten
neun Monaten gut im Plan, das Wachstumsziel von 4 % für das Gesamtjahr 2015 zu erreichen. ![]() *
Anteil am Konzernumsatz von 2.270,7 Mio. € ![]() *
Anteil am Konzernumsatz von 2.164,4 Mio. € Umsatz nach RegionenGrundsätzlich ist die Aussagekraft der Umsatzzahlen einzelner Quartale für die verschiedenen
Regionen beschränkt, weil es quartalsweise zu starken Auftrags- und Umsatzverschiebungen
kommen kann.
Sehr gut entwickelte sich das inländische Geschäft von KRONES in den ersten drei Quartalen
2015. Von Januar bis September 2015 weitete sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr
um 25,3 % auf 237,1 Mio. € aus. Der Anteil des Deutschland-Geschäfts am Konzernumsatz
erhöhte sich von 8,7 % auf 10,4 %. Auch das restliche Europa (ohne Deutschland) trug wesentlich zum Konzernwachstum im
Berichtszeitraum bei, mit Ausnahme der Region Russland/GUS. Unterm Strich erhöhte
sich der Umsatz von KRONES in Europa (ohne Deutschland) von Januar bis September 2015
im Vergleich zum Vorjahr um 14,0 % auf 670,9 Mio. €. Der Anteil am Konzernumsatz legte
auf 29,5 % (Vorjahr: 27,2 %) zu. Der Umsatzanteil in China erfüllt exakt unsere Mittelfristprognose.
Wie von uns prognostiziert, kam das Geschäft in der Region Mittlerer Osten/Afrika
nach einem schwächeren Jahr 2014 dieses Jahr wieder ins Laufen. In den ersten drei
Quartalen verbesserte sich der Umsatz um 28,4 % auf 350,0 Mio. €. In China verringerte
er sich im Berichtszeitraum um 14,7 % auf 182,3 Mio. €. Dabei ist auch das relativ
hohe Vorjahresniveau zu berücksichtigen. Dies gilt ebenso für den übrigen asiatisch/
pazifischen Raum, wo der Umsatz um 22,4 % auf 318,1 Mio. € zurückging. Der Vorjahreswert
war sehr hoch, weil KRONES große Aufträge in Japan abrechnete. Nach einer jahrelangen Schwächephase haben die Investitionen unserer Kunden in Nord-
und Mittelamerika wie erhofft deutlich angezogen. Um 55,8 % auf 292,4 Mio. € kletterte
der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2015. Ganz anders ist die Lage in Südamerika/Mexiko.
Vor allem Brasilien, aber auch andere südamerikanische Länder, leiden unter großen
gesamtwirtschaftlichen Problemen. In Mexiko hingegen laufen die Geschäfte von KRONES
relativ gut. Insgesamt verringerte sich der Umsatz in Südamerika/Mexiko in den ersten
neun Monaten 2015 um 27,4 % auf 219,9 Mio. €. Auf den Emerging Markets erwirtschaftete KRONES im Berichtszeitraum 52,9 % (Vorjahr:
62,4 %) des Konzernumsatzes. KRONES verfügt über eine international sehr ausgewogene
Umsatzverteilung. Der Umsatzanteil in den BRIC-Staaten beträgt lediglich in etwa 15
%. Regionale Umsatzverteilung des KRONES KonzernsAnteil am Konzernumsatz
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Auftragseingang und -bestandAuftragseingang legt in den ersten drei Quartalen 2015 um 5,2 % zuIm dritten Quartal 2015 zog der Auftragseingang um 7,0 % an. Nach neun Monaten lag
der Wert der Bestellungen um 5,2 % höher als im Vorjahr.
Nach einem etwas verhaltenem Auftragseingang im zweiten Quartal zogen die Bestellungen
unserer Kunden im dritten Quartal 2015 an. Von Juli bis September 2015 stieg der Auftragseingang
im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 % von 735,9 Mio. € auf 787,2 Mio. €. Trotz der zunehmend schlechteren Aussichten für die Weltwirtschaft war die Investitionsbereitschaft
unserer Kunden, abgesehen von einigen Krisenregionen wie Russland/GUS, in den ersten
neun Monaten 2015 insgesamt sehr zufriedenstellend. Von Januar bis September 2015
erhöhte sich der Wert der Bestellungen um 5,2 % von 2.197,8 Mio. € im Vorjahr auf
2.311,3 Mio. €. Überproportionale Zuwächse beim Auftragseingang erzielte KRONES im
Berichtszeitraum in Nord- und Mittelamerika, Westeuropa und dem Mittleren Osten/Afrika.
In Russland/GUS gingen die Orders aufgrund der Ukraine-Krise stark zurück. Für das
Gesamtjahr 2015 rechnen wir konzernweit unverändert mit einem um rund 4 % höheren
Auftragseingang als 2014. ![]() Auftragsbücher von KRONES sind gut gefülltDer Auftragsbestand des Unternehmens lag Ende September 2015 bei 1.119,7 Mio. €. Damit
lag der Wert der Bestellungen um 9,2 % höher als im Vorjahr. Aufgrund der sehr guten
Auftragslage ist gewährleistet, dass wir unsere Produktionskapazitäten in den kommenden
Monaten gut und gleichmäßig auslasten können. ![]() ErtragslageKRONES nähert sich EBT-Margenziel von 7,0 % anDas Strategieprogramm Value trägt weiter Früchte. Die EBT-Marge verbesserte sich in
den ersten drei Quartalen 2015 von 6,3 % im Vorjahr auf 6,9 %.
In den ersten neun Monaten 2015 stieg die Ertragskraft von KRONES deutlich. Mit 156,1
Mio. € übersteigt das Ergebnis vor Steuern (EBT) den Vorjahreswert von 136,7 Mio.
€ um 14,2 %. Die EBT-Marge, also das EBT im Verhältnis zum Umsatz, kletterte von 6,3
% im Vorjahr auf 6,9 %. Die höhere Ertragsstärke ist das Ergebnis des Strategieprogramms
Value, denn die Marktpreise haben sich nicht verbessert. In der höheren Marge spiegeln
sich Value-Maßnahmen wie die zunehmende Modularisierung unser Maschinen sowie der
Ausbau lokaler Strukturen und des Servicegeschäfts wider. KRONES ist nach drei Quartalen
dem Margenziel von 7,0 % für das Gesamtjahr 2015 schon sehr nahe gekommen. Wir sind
zuversichtlich, dass wir das Ziel erreichen. ![]() Unterm Strich stieg das Ergebnis nach Steuern von KRONES in den ersten drei Quartalen
2015 im Vergleich zum Vorjahr um 13,9 % auf 108,3 Mio. €. Dies entspricht einem Ergebnis
je Aktie von 3,45 € (Vorjahr: 3,01 €). ![]() ![]() Von Juli bis September 2015 erwirtschaftete KRONES mit 52,0 Mio. € ein um 9,9 % höheres
Ergebnis vor Steuern als im Vorjahr. Die EBT-Marge verbesserte sich von 6,5 % auf
6,8 %. Das Ergebnis nach Steuern legte um 8,9 % auf 35,6 Mio. € zu. Das Ergebnis je
Aktie stieg von 1,03 € im Vorjahr auf 1,13 €. Ertragsstruktur KRONES Konzern in Mio. €scroll
Die Ertragskraft hat das Unternehmen wie geplant weiter gesteigert. Einen großen Beitrag
hierzu leisteten die erfolgreichen Maßnahmen des Strategieprogramms Value. Diese machten
sich mitunter beim Materialaufwand positiv bemerkbar, der in den ersten neun Monaten
2015 im Vergleich zum Vorjahr mit plus 5,9 % auf 1.107,7 Mio. € (Vorjahr: 1.046,1
Mio. €) weniger stark als die Gesamtleistung zulegte. Die Materialaufwandsquote, also
der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, verringerte sich im Berichtszeitraum
von 49,0 % im Vorjahr auf 48,0 %. Die beiden großen Aufwandsposten Material und Personal stiegen nach drei Quartalen 2015 weniger stark an als die Gesamtleistung. Damit konnte KRONES die Ertragskraft wie geplant verbessern.Auch der Personalaufwand stieg von Januar bis September 2015 unterproportional zur
Gesamtleistung an. Er kletterte um 7,4 % auf 695,2 Mio. €. Die Personalaufwandsquote,
also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, sank daher in den ersten
neun Monaten 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht von 30,3 % auf 30,1 %. Deutlich überproportional um 16,8 % von minus 245,4 Mio. € auf minus 286,6 Mio. €
legte der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten
Eigenleistungen zu. Grund hierfür sind neben hohen Frachtkosten auch Währungsschwankungen.
Mit 65,6 Mio. € überstiegen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen in den ersten
neun Monaten 2015 den Vorjahreswert von 63,8 Mio. € um 2,8 %. Das EBIT, also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, verbesserte sich in den ersten
drei Quartalen um 14,8 % auf 152,6 Mio. €. Weil das Finanzergebnis mit plus 3,5 Mio.
€ leicht niedriger war als im Vorjahr (plus 3,8 Mio. €), kletterte das Ergebnis vor
Steuern (EBT) mit 14,2 % auf 156,1 Mio. € weniger stark als das EBIT. Die EBT-Marge,
also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte KRONES von Januar
bis September 2015 von 6,3 % im Vorjahr auf 6,9 %. Die Steuerquote von KRONES veränderte
sich im Berichtszeitraum mit 30,6 % gegenüber dem Vorjahr (30,4 %) nur geringfügig.
Das Konzernergebnis legte in den ersten neun Monaten 2015 um 13,9 % auf 108,3 Mio.
€ (Vorjahr: 95,1 Mio. €) zu. KapitalflussrechnungKapitalflussrechnung KRONES Konzern in Mio. €scroll
Von Januar bis September 2015 ging der operative Cashflow (Mittelveränderung aus laufender
Geschäftstätigkeit) bei KRONES gegenüber dem Vorjahr von 79,9 Mio. € auf 21,0 Mio.
€ zurück. Zurückzuführen ist dies auf den in diesem Jahr stichtagsbedingt außerordentlich
hohen Aufbau von Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen
Vermögenswerten und einer geringeren Erhöhung der Rückstellungen. Der hohe Wert des
Working Capital basiert im Wesentlichen auf dem hohen Auftragsbestand. In Verbindung
mit der ausgewogenen Nutzung unserer Produktionsressourcen führt dies übergangsweise
zu einer starken Erhöhung der Vorräte. Dennoch lag das um kurzfristige Schwankungen
bereinigte durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation
zum Umsatz gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 24,5 %. Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis
zum Umsatz lag unverändert zum Vorjahr bei 24,5 %.
![]() KRONES steigerte in den ersten drei Quartalen 2015 die Investitionen planmäßig auf
55,4 Mio. € nach 49,6 Mio. € im Vorjahr.
In den ersten neun Monaten investierte KRONES 55,4 Mio. € (Vorjahr: 49,6 Mio. €) in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Damit entwickelten sich die Investitionen
wie geplant. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit stieg aufgrund mehrerer
kleiner Akquisitionen von 49,5 Mio. € auf 69,1 Mio. €. Der Free Cashflow, also der
aus der operativen Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss an liquiden Mitteln, lag
nach den ersten drei Quartalen 2015 bei minus 48,1 Mio. € nach plus 30,4 Mio. € im
Vorjahr. Es ist für unser Geschäft nicht ungewöhnlich, dass der Free Cashflow unterjährig
negativ ist. Wir sind zuversichtlich, im Gesamtjahr einen positiven Free Cashflow
zu erzielen. Die Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit verbesserte sich in den ersten
neun Monaten 2015 auf minus 39,5 Mio. € (Vorjahr: minus 63,4 Mio. €). Diese Position
erfasst in beiden Perioden im Wesentlichen die Dividendenausschüttung an die Anteilseigner,
die im Vorjahr wegen der zusätzlichen »Sonderdividende« höher ausfiel. Insgesamt verfügte
KRONES zum 30. September über liquide Mittel von 253,7 Mio. € (Vorjahr: 207,1 Mio.
€). ![]() MitarbeiterKRONES beschäftigt weltweit 13.149 MitarbeiterDer Ausbau der internationalen Belegschaft bleibt ein strategisches Unternehmensziel.
Im dritten Quartal 2015 hat unsere Mitarbeiterzahl erstmals die Marke von 13.000 überschritten.
Ende September 2015 beschäftige KRONES weltweit 13.149 Menschen (Vorjahr: 12.586).
Seit Jahresbeginn vergrößerte sich unsere Mannschaft um 525 Mitarbeiter. Im Inland
wuchs die Belegschaft auch aufgrund einiger kleiner Übernahmen sowie der SYSKRON Neugründung
per 30.September von 9.264 im Vorjahr auf 9.655. Um 172 von 3.322 im Vorjahr auf 3.494
legte die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter zu. Dabei ist zu berücksichtigen,
dass KRONES aufgrund der Kapazitätsanpassung die Mannschaft von KOSME Italien im vierten
Quartal 2014 um gut 100 Beschäftigte verkleinern musste. ![]() BilanzstrukturVermögens- und Kapitalstruktur KRONES Konzern in Mio. €scroll
Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des größeren Geschäftsvolumens per 30. September
2015 gegenüber dem Wert vom Jahresende 2014 um 4,0 % auf 2.525,2 Mio. €. Nach neun Monaten bilanzierte das Unternehmen insgesamt langfristige Vermögenswerte
von 678,3 Mio. € (31. Dezember 2014: 672,0 Mio. €). Das Anlagevermögen betrug 627,5
Mio. € (31. Dezember 2014: 624,2 Mio. €), wovon 470,9 Mio. € auf Sachanlagen entfielen.
Die immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens, bei denen es sich im Wesentlichen
um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, erhöhten sich nach drei
Quartalen auf 155,1 Mio. € (31. Dezember 2014: 143,3 Mio. €). Der Finanzmittelbestand lag Ende September 2015 mit 253,7 Mio. € um 46,6 Mio. € höher
als im Vorjahr.
![]() Ein komfortables Liquiditätspolster, keine Bankschulden sowie eine solide Eigenkapital-Quote geben KRONES große finanzielle Stabilität.Am Ende des Berichtszeitraums lagen die kurzfristigen Vermögenswerte mit 1.846,9 Mio.
€ um 5,2 % über dem Wert vom 31. Dezember 2014 (1.755,5 Mio. €). Während die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen nur leicht von 691,7 Mio. € auf 716,8 Mio. € anstiegen,
nahmen die Vorräte von 650,0 Mio. € auf 744,2 Mio. € deutlich zu. Die liquiden Mittel
verringerten sich im Berichtszeitraum von 336,4 Mio. € auf 253,7 Mio. €. Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Verpflichtungen von KRONES zum 30. September
2015 leicht auf 279,7 Mio. € (31. Dezember 2014: 274,9 Mio. €). Hierfür waren im Wesentlichen
höhere passive latente Steuern verantwortlich. Zum 30. September hatte das Unternehmen
keine langfristigen Bankschulden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2014 um
3,4 % auf 1.203,2 Mio. €. KRONES wies nach drei Quartalen auch keine kurzfristigen
Bankverbindlichkeiten aus. Per Ende September 2015 ergibt sich eine Nettoliquidität
(flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 253,7 Mio. €. Aufgrund des positiven Konzernergebnisses stieg das Eigenkapital im Berichtszeitraum
von 988,5 Mio. € auf 1.042,3 Mio. €. Unsere Eigenkapitalquote lag am 30. September
2015 bei komfortablen 41,3 % (31. Dezember 2014: 40,7 %). Insgesamt zeigen die Bilanzkennzahlen,
dass KRONES über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur verfügt. KRONES steigert Kapitalrendite (ROCE) auf 17,0 %Im Berichtszeitraum steigerte KRONES den Return on Capital Employed (ROCE), also das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen
Nettokapital, auf 17,0 % (Vorjahr: 16,1 %). Vor allem das deutlich verbesserte EBIT
(+14,8 %) war für den Anstieg der Kapitalrendite auschlaggebend. Wir sind sehr zuversichtlich,
das ROCE-Ziel von 17 % für das Gesamtjahr 2015 zu erreichen. KRONES ist zuversichtlich, im Gesamtjahr 2015 einen ROCE von 17 % zu erzielen.
![]() Bericht aus den Segmenten![]() *
Anteil am Konzernumsatz von 2.270,7 Mio. € ![]() *
Anteil am Konzernumsatz von 2.164,4 Mio. € SegmentumsatzIm Kernsegment von KRONES stieg der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2015 um 2,1
%.
Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« legte
der Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 um 2,1 % von 1.865,9 Mio. € auf 1.905,5
Mio. € zu. Im dritten Quartal 2015 ging der Segmentumsatz im Vergleich zum Vorjahr
um 4,9 % auf 624,6 Mio. € zurück. Aufgrund des außergewöhnlich hohen Vorjahresniveaus
hatten wir das erwartet. Insgesamt sind wir auf gutem Weg, in unserem Kernsegment
das geplante Wachstum von 4 % im Gesamtjahr zu erreichen. Der Anteil des Segments
am Konzernumsatz der ersten neun Monate verringerte sich auf 83,9 % (Vorjahr: 86,2
%). Um 32,5 % von 216,5 Mio. € im Vorjahr auf 286,9 Mio. € kletterte der Umsatz im Segment
»Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« in den ersten drei Quartalen
2015. Aufgrund langer Projektlaufzeiten schwanken die Erlöse des Segments unterjährig
stark. Deshalb darf das hohe Wachstum in den ersten drei Quartalen nicht auf das Gesamtjahr
hochgerechnet werden. Zum Konzernerlös trug das Segment im Berichtszeitraum 12,6 %
(Vorjahr: 10,0 %) bei. Im Rahmen der Planungen entwickelte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten im
Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«. Mit 78,3 Mio. € unterschritten
die Erlöse das Vorjahresniveau um 4,5 %. Ein Grund hierfür ist, dass KRONES in der
zweiten Jahreshälfte 2014 das Produktprogramm von KOSME Italien optimiert und die
eigene Produktion von Pack- und Palettieranlagen eingestellt hat. Der Anteil des kleinsten
Segments am Konzernumsatz ging auf 3,5 % (Vorjahr: 3,8 %) zurück. SegmentergebnisKRONES steigerte in allen drei Unternehmenssegmenten die operative Ertragskraft.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Segments »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung
und -ausstattung« stieg in den ersten drei Quartalen 2015 um 3,3 % von 141,0 Mio.
€ auf 145,6 Mio. €. Die EBT-Marge, also das Segmentergebnis vor Steuern im Verhältnis
zum Segmentumsatz, lag wie im Vorjahr bei 7,6 %. Dabei ist aber zu berücksichtigen,
dass KRONES im dritten Quartal 2014 Rückstellungen für abgeschlossene Rechtsstreitigkeiten
auflösen konnte. Dies wirkte sich mit rund 5 Mio. € positiv auf das EBT aus. Unter
Herausrechnung dieses Effekts verbesserte sich die EBT-Marge in den ersten neun Monaten
2015 im Vergleich zum Vorjahr. Kräftig zugelegt hat das Ergebnis des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik«
in den ersten drei Quartalen 2015. Das Segment erzielte im Berichtszeitraum ein Ergebnis
vor Steuern (EBT) von 6,4 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €). Die EBT-Marge verbesserte
sich von 0,6 % auf 2,2 %. Wesentlicher Grund für die gestiegene Ertragskraft ist das
starke Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten. Im Ergebnis des Segments »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« spiegelt sich
die erfolgreiche Restrukturierung von KOSME Italien wider. Von Januar bis September
2015 verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) von minus 5,5 Mio. € im Vorjahr
auf plus 4,1 Mio. € deutlich. Zu berücksichtigen ist, dass KRONES im dritten Quartal
des Vorjahres für den Kapazitäts- und Personalabbau bei KOSME Italien eine Rückstellung
im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich bildete, die das Ergebnis belastete.
Die EBT-Marge des Segments lag nach den ersten drei Quartalen bei 5,2 % (Vorjahr:
minus 6,7 %). Segment Produktabfüllung und -ausstattung
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Segment Prozesstechnikscroll
Segment Compact Classscroll
RisikoberichtDas Risikomanagementsystem von KRONES
Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen,
überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie
identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den
Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem. Unser Risikomanagementsystem besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung
sowie Risikoplanung und -steuerung. RisikoanalyseUm mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich alle
Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Auftragsannahme
verringert bzw. vermieden. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge
eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken,
technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst
und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird. Jeweils einmal im Jahr führen wir für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften
des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur
sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung
ein. RisikoüberwachungDurch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken
im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten
werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen
Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung
informiert. Risikoplanung und -steuerungFür unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente,
mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
RisikenAus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand
des Unternehmens gefährden könnten. Eine detaillierte Darstellung der Risiken des
Unternehmens sowie eine ausführliche Beschreibung unseres Risikomanagements sind im
Lagebericht des Konzernabschlusses 2014 auf den Seiten 106 bis 117 zu finden. Bei
den wesentlichen Risiken des Unternehmens haben sich vom 01.01. bis 30.09.2015 keine
wesentlichen Änderungen gegenüber den dort gemachten Ausführungen ergeben. PrognoseberichtKRONES will 2015 profitablen Wachstumskurs fortsetzenTrotz vieler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht KRONES die Geschäftsaussichten
für 2015 optimistisch. Die Märkte, auf denen KRONES tätig ist, bieten weiterhin gute
Wachstumsperspektiven. In den etablierten Märkten erwarten wir vor allem in Nordamerika
eine Belebung des Geschäfts. Der Umsatz in Europa sollte sich insgesamt auf einem
guten Niveau entwickeln. In allen drei Segmenten soll Ertragskraft und Umsatz steigenVon den Absatzpreisen erwartet KRONES für 2015 lediglich eine stabile Entwicklung.
Daher bleiben Kostensenkungen, neue Produkte und Dienstleistungen sowie weitere Qualitätsverbesserungen
in allen drei Segmenten auch im vierten Quartal 2015 wichtige Value-Themen, um profitabel
zu wachsen. In unserem Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik bauen wir unsere internationalen
Servicestrukturen und LCS-Center aus. Vor allem in den Emerging Markets, aber auch
in den etablierten Märkten, will KRONES seine starke Marktposition nutzen. Nach dem
überproportional starken Wachstum im Vorjahr plant KRONES für das Kernsegment 2015
einen Umsatzanstieg von rund 4 %. Die Ertragskraft soll weiter in Richtung der EBT-Zielmarge
von 8 % verbessert werden. Im Segment Prozesstechnik werden wir im laufenden Jahr die Wertschöpfung vor Ort stärken
und die lokalen Strukturen in den Regionen weiter ausbauen. Zudem werden wir den Bereich
Intralogistik unter dem Dach der SYSKRON Holding deutlich erweitern. Bei einem Umsatzplus
von rund 7 % soll das Segment Prozesstechnik 2015 ein leicht positives Ergebnis erwirtschaften.
Um das mittelfristige Margenziel von 4 % zu erreichen, werden wir noch im laufenden
Jahr zusätzliche strukturelle Maßnahmen in der Prozesstechnik einleiten. Im Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« wird 2015 die Neuaufstellung
des Standorts Roverbella greifen. Bei stabilem Umsatz sollte das Segment aufgrund
niedrigerer Kosten eine EBT-Marge von 4 bis 5 % erwirtschaften. Alle Prognosen für 2015 bestätigtKRONES liegt voll im Plan, die finanziellen Ziele für 2015 zu erreichen.
Auf Grundlage der derzeitigen Schätzungen für das weltweite Wirtschaftswachstum und
der Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte erwarten wir für 2015 im Konzern
ein Umsatzwachstum von 4 %. Auch bei der Ertragskraft sind wir zuversichtlich, unser
im Sommer erhöhtes Ziel für die EBT-Marge von 7,0 % im Gesamtjahr 2015 zu erreichen.
Unsere dritte Zielgröße, den ROCE, wollen wir im laufenden Jahr auf 17 % steigern. scroll
Zwischenabschluss zum 30.09.2015Bilanz KRONES KonzernAktivascroll
Passivascroll
Gewinn-und-Verlust-Rechnung KRONES Konzernscroll
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Kapitalflussrechnung KRONES Konzernscroll
Eigenkapitalentwicklung KRONES Konzernscroll
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Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungenscroll
Anhang für den KRONES KonzernSegmentberichterstattungscroll
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Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 30. September 2015 ist in
Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting
Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter
Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation
Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine
frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS wurde nicht durchgeführt. Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz
als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des
Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des
Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt. Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.
Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben
der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Eigenkapitalveränderungsrechnung
und der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die
Konzernwährung ist der Euro.
In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 30. September 2015 sind neben der KRONES
AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch
die KRONES AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt
an der Waldnaab, Deutschland, die GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing, Deutschland,
die GERNEP Verwaltungs GmbH, Barbing, Deutschland, sowie die GERNEP Immobilien GmbH
& Co. KG, Barbing, Deutschland und die SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH,
Unterföhring, Deutschland erworben. Die Erstkonsolidierung der TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der
Waldnaab, Deutschland und der GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing, Deutschland
wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die GERNEP Verwaltungs GmbH, Barbing,
Deutschland, sowie die GERNEP Immobilien GmbH & Co. KG, Barbing, Deutschland wurden
auf die KRONES AG, Neutraubling, Deutschland verschmolzen.
Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich
nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle
auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«),
wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition
method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden
zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen. Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit
den Rücklagen verrechnet. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft
werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen. Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts-
und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile
von 20 % bis 50 %) werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und
erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des
assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden
Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts-
oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines
assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens
enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten
Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil
von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise
vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus
Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß
dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen
einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen,
sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns
sind.
Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro. Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen
erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach
der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte
im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale
Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.
Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs,
die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs
umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und
Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen
aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls
erfolgsneutral verrechnet. In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen
und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls
umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam
erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten
angesetzt. Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich
erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro: scroll
Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen
werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Die im Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen
denen, die zum 31. Dezember 2014 zur Anwendung kamen. Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der
Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen
und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen
sind.
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts-
oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich
ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen
verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes
zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten
angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die
Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer
zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.
Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert,
sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit
durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten
sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als
Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als
Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von
0,46 % aktiviert.
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden
einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse
oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht
wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten,
abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt. Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der
Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird.
Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne
Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden. Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder
jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß
Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt
der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren
Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst,
der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden
Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem
Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden
Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser
Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese
Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen).
Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert
zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf
abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert
um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten
der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige
Gemeinkosten einbezogen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes
mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit
dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen
gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten
des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.
Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die
Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind,
werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt.
Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert
oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen
werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder
»Nutzungsdauer« des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden
Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert. Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber
zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.
Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus
zusammen. Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten. Für die Finanzanlagen besteht kein Markt, aus diesem Grunde werden sie zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert. Die beizulegenden Zeitwerte und Buchwerte basieren auf marktüblichen Verzinsungen
und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert
jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen
Entwicklung. Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente
zum Handelstag. Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen
bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien
zu entnehmen. Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien
nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zusammen. Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht
zu entnehmen.
Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert
um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur
Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine
Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt. Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option«
nach IAS 39 angewendet.
Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung
von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken,
die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon
betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer
Yen, britisches Pfund sowie Euro. Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen
abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt
Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet. Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als
hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung
als auch Planungssicherheit erreicht werden. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den
beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S.
d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der
Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting
sind erfüllt. Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen
sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung
entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim
Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften
die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung
des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse
der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen
und Risiken übertragen worden sind.
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente,
handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig
verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen
erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten
Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation
der Kunden.
Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter
Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die
direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable
Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung
ermittelt. Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für
Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit
ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die
FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt
(»Percentage-of-Completion-Method«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse, für den
Anlagen-und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und
Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil
entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen
Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis
für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen.
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten
Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären
Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS
und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt
geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt,
sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche
Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected
Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den
am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende
Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten
Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen
Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der
Konzernbilanz aus und führen bei einer Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und
ähnlichen Verpflichtungen zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da
diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Zudem wird der Nettozinsansatz eingeführt.
Damit wird die Nettopensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz verzinst,
der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung
um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen
eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.
Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge
andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind
damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine
ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre
der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.
Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen
Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme
wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags
zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu
Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden
mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung
mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen
Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten
sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen
Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach
IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken
realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher
Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.
KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten
darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund
der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger
steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen. Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung.
Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
und Segment 3 Maschinen und Anlagen für die Compact Class. Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter
den »Allgemeinen Angaben« beschrieben. Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand
vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen. Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre
Umsätze sind nicht nennenswert. Anteilsbesitzscroll
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unmittelbare und mittelbare Beteiligung.
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| Cashflow | Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode. |
| DAX | Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen Unternehmen. |
| EBITDA | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation). |
| EBIT | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes). |
| EBT | Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes). |
| EBT-Marge | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz. |
| Eigenkapital | Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden. |
| Eigenkapitalrendite vor Steuern | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital. |
| Free Cashflow | Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, indem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht. |
| Fremdkapital | Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten. |
| IFRS | International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze. |
| Kapitalflussrechnung | Betrachtung der Liquiditätsentwicklung/Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres. |
| MDAX | Index, der die 50 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst. |
| Nettoliquidität | Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. |
| ROCE (passivisch) | Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen). |
| ROCE (aktivisch) | Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital. |
| Working Capital | Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen) |
Investor Relations
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Deutschland
| 28.04.2016 | Geschäftsbericht 2015 |
| 28.04.2016 | Zwischenbericht zum 31.03.2016 |
| 21.07.2016 | Zwischenbericht zum 30.06.2016 |
| 26.10.2016 | Zwischenbericht zum 30.09.2016 |
| Herausgeber | KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling |
| Projektleitung | Roland Pokorny, Leiter Corporate Communications |
| Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | KRONES AG, InvestorPress GmbH |
| Fotos | KRONES AG |
Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein
die männliche Form gewählt.
Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem
Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.