KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsbericht 2023

Zukunft gestalten

SOLUTIONS BEYOND TOMORROW

Highlights 2023

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Krones setzte 2023 profitables Wachstum fort. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % auf 4.720,7 Mio. € zu.

Der Auftragseingang blieb nach dem Rekordwert des Vorjahres (5.782,8 Mio. €) 2023 mit 5.376,6 Mio. € auf hohem Niveau. Im vierten Quartal erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 6,8 % auf 1.263,0 Mio. €. Der Auftragsbestand überschritt die Marke von 4 Mrd. € und lag Ende 2023 mit 4.122,3 Mio. € um 18,9 % höher als im Vorjahr.

Trotz herausfordernder Bedingungen hat Krones die Ertragskraft deutlich verbessert. Das EBITDA erhöhte sich 2023 um 22,5 % auf 457,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge stieg von 8,9 % im Vorjahr auf 9,7 %.

Der Free Cashflow lag erwartungsgemäß unter dem extrem hohen Vorjahreswert. Er blieb 2023 vor Akquisitionen mit 13,2 Mio. € aber positiv (Vorjahr: 398,2 Mio. €). Den ROCE (Return on Capital Employed) verbesserte Krones 2023 auf 16,3 % (Vorjahr: 14,1 %).

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung will Krones für 2023 eine Dividende von 2,20 € je Aktie (Vorjahr: 1,75 €) ausschütten.

Der Vorstand ist für das Geschäftsjahr 2024 zuversichtlich und prognostiziert ein Umsatzwachstum von 9 % bis 13 % bei einer verbesserten EBITDA-Marge von 9,8 % bis 10,3 % und einem ROCE von 17 % bis 19 %. Die prognostizierten Werte beinhalten die Effekte aus der noch final abzuschließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG.

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2023 2022 Veränderung
Umsatz Mio. € 4.720,7 4.209,3 + 12,2 %
Auftragseingang Mio. € 5.376,6 5.782,8 - 7,0 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 4.122,3 3.466,4 + 18,9 %
EBITDA Mio. € 457,3 373,3 + 22,5 %
EBITDA-Marge % 9,7 8,9 + 0,8 PP *
EBIT Mio. € 291,0 230,4 + 26,3 %
EBT Mio. € 310,5 242,1 + 28,3 %
EBT-Marge % 6,6 5,8 + 0,8 PP *
Konzernergebnis Mio. € 224,6 187,1 + 20,0 %
Ergebnis je Aktie 7,11 5,92 + 20,0 %
Dividende je Aktie 2,20 ** 1,75 + 25,7 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 162,7 118,2 + 44,5 Mio. €
Free Cashflow Mio. € - 101,3 371,0 - 472,3 Mio. €
Free Cashflow ohne Akquisitionen Mio. € 13,2 398,2 - 385,0 Mio. €
Nettoliquidität zum 31.12. *** Mio. € 444,7 669,5 - 224,8 Mio. €
Working Capital/​Umsatz **** % 17,8 19,0 - 1,2 PP *
ROCE % 16,3 14,1 + 2,2 PP *
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 18.513 17.164 + 1.349
Inland 10.654 10.130 + 524
Ausland 7.859 7.034 + 825

* PP = Prozentpunkte

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

*** liquide Mittel abzüglich Bankschulden

**** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

SOLUTIONS BEYOND TOMORROW

Zukunft gestalten

Mit »Solutions beyond tomorrow« beschreibt Krones seit 2022 seinen Weg in die Zukunft. Dieser Claim fasst zusammen, was Krones als Strategie in seinem Zielbild für die nächsten Jahre vorgibt.

Um seine ambitionierten Visionen umzusetzen, hat das Krones Team einen langen, herausfordernden Weg vor sich. 2023 wurden bereits die ersten Schritte zurückgelegt. Dies belegen die Beispiele auf Seite 24 bis 30.

Das Unternehmen profitiert auf seinem Weg von den motivierten und qualifizierten Beschäftigten (Seite 31 bis 33) genauso wie von den stabil wachsenden Getränkemärkten (Seite 8 bis 11).

»Krones bekennt sich zu seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung«

Interview mit Christoph Klenk, Vorstandsvorsitzender

»Solutions beyond tomorrow« ist ein anspruchsvolles Zielbild mit der Vision, »Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall« herzustellen. Warum hat sich das Unternehmen so viel vorgenommen?

Christoph Kenk: »Weil uns bewusst ist, dass wir als Unternehmen Verantwortung für unsere Kunden, Beschäftigten und die Menschen rund um die Welt tragen. Zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung werden mehr Getränke und Lebensmittel benötigt. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels ist es elementar wichtig, dass diese ressourcenschonend produziert werden. Hier ist Krones gefordert, mit zukunftsstarken und nachhaltigen Technologien seinen Beitrag zu einer lebenswerten Welt zu leisten. Unser ambitioniertes Zielbild gibt allen Krones Beschäftigten Orientierung auf diesem herausfordernden Weg.«

Wie war die Resonanz der Beschäftigten auf das neue Zielbild?

Klenk: »Natürlich gab es anfangs vereinzelt ein wenig Skepsis, ob so große Ziele erreichbar sind. Es hat sich aber sehr schnell das in der Krones DNA verankerte Teambewusstsein durchgesetzt. Die weltweiten Beschäftigten sehen sich als Teil einer großen Gemeinschaft, die zusammen ein ehrgeiziges Ziel verfolgt. Ihre Motivation und Begeisterung, zu einer besseren Zukunft beizutragen, ist enorm. Ich bin stolz darauf, wie unsere Belegschaft »Solutions beyond tomorrow« tagtäglich mit Leben füllt.«

2023 war das erste volle Geschäftsjahr unter dem neuen Zielbild. Ist Krones seiner Vision schon ein Stück nähergekommen?

Klenk: »Wir haben uns auf einen langen, anspruchsvollen Weg aufgemacht und die ersten Schritte getan. Schon jetzt kann Krones Ergebnisse vorweisen, die auf dem Fundament des neuen Zielbilds basieren. Wir haben 2023 unseren Carbon Transition Plan veröffentlicht, in dem wir klar beschreiben, wie Krones seine Klimaziele erreichen wird. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von innovativen Anlagen und Technologien, mit denen unsere Kunden ressourcen- und klimaschonend produzieren. Beispiele hierfür zeigen wir auf den Seiten 24 bis 30. Aber wie gesagt, wir sind erst am Beginn eines langen und herausfordernden Weges. Ich bin davon überzeugt, dass wir diesen als Krones Team erfolgreich bewältigen und unsere Vision Realität wird.«

Megatrends

Die Weltbevölkerung braucht mehr abgepackte Getränke und Lebensmittel

Die Weltbevölkerung nimmt jährlich um rund 60 Mio. Menschen zu, in den Schwellen- und Entwicklungsländern wächst die Mittelschicht und eine steigende Zahl von Menschen zieht es vom Land in die Städte.

Diese Megatrends führen dazu, dass die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln stetig zunimmt und mehr produziert werden muss. Dabei legt die Industrie einen immer größeren Wert darauf, dass die Herstellungsprozesse nachhaltig sind. Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein eigener Megatrend.

Stabile Nachfrage für die globale Getränkeindustrie: Viele langfristige Megatrends stützen das Wachstum von Krones

»Mit »Solutions beyond tomorrow« haben alle Beschäftigten aus allen Unternehmensbereichen eine konkrete Vision vor Augen, die wir gemeinsam als Team erreichen wollen. Krones wird seinen Beitrag zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung leisten.«

Uta Anders, CFO

Die Weltbevölkerung wächst von derzeit 8 Milliarden Menschen auf über 9 Milliarden im Jahr 2040 und fast 10 Milliarden im Jahr 2050 1

Der Anteil der Menschen, die in städtischen Gebieten leben, steigt von derzeit rund 55 % auf 65 % im Jahr 2040 und fast 70 % im Jahr 2050. Betroffen sind vor allem Städte im globalen Süden 2.

Wachsende Mittelschicht

Mehr als 110 Millionen Menschen steigen 2024 in die Mittelschicht auf davon rund 90 Millionen Menschen aus Asien 3.

Kontinuierlicher Fokus auf Nachhaltigkeit bei unseren Kunden

Quellen:

1 United Nations (World Population Prospects 2022)

2 United Nations (World Urbanization Prospects)

3 World Data Lab (August 2023)

Marktwachstum

Der Bedarf an innovativer Abfüll- und Verpackungstechnik von Krones steigt

Unterstützt von den Megatrends steigt der globale Konsum von abgefüllten Getränken stetig. Von 2023 bis 2027 dürfte der Verbrauch um durchschnittlich 2,7 % * pro Jahr zunehmen. Als weltweit führender Hersteller von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen profitiert Krones davon.

Der steigende und von Konjunkturschwankungen kaum beeinflusste Getränkekonsum der Weltbevölkerung ist die Basis für die langfristig stabil wachsende Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen.

* Quelle: Global Data (Stand 27.11.2023)

Krones profitiert vom stabilen Marktwachstum. Unser Auftragseingang stieg von 2006 bis 2022 jährlich durchschnittlich um 7 %. In dem Zeitraum gab es nur in den Jahren 2009 (Finanzkrise) und 2020 (Covid-19) Rückgänge im Ordervolumen. Zwar war 2023 der Auftragseingang niedriger als im Vorjahr. Das lag aber an dem extrem starken Anstieg (+ 34 %) im Jahr 2022, was dem Aufholeffekt, bedingt durch Covid-19, geschuldet war.

»Krones wächst seit vielen Jahren überdurchschnittlich. Neben der Innovationsstärke von Krones spiegelt sich hierin vor allem die Zufriedenheit der Kunden wider. Sie wertschätzen, dass wir internationale Projekte zuverlässig in Top-Qualität und innerhalb versprochener Fristen abschließen.«

Thomas Ricker, CSO

Auftragseingang Krones Konzern 2006 bis 2023 in Mio. €

Chancen und Verantwortung

Krones trägt zu einer lebenswerten Zukunft bei

Die Chancen von Krones in dem wachsenden und lebenswichtigen Markt sind groß - aber auch die damit verbundene gesellschaftliche Verantwortung. Wir sind uns dieser bewusst und stellen uns deshalb mit dem Zielbild »Solutions beyond tomorrow« drei globalen Herausforderungen:

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den Klimawandel aufzuhalten,

die Weltbevölkerung zu ernähren

und verantwortungsbewusst mit Verpackungsmaterialien umzugehen.

Krones hat innovative Produkte und Technologien, die dazu beitragen, die Weltbevölkerung zu ernähren. Dem Klimawandel wirken wir entgegen, in dem wir den c02-Ausst0β nicht nur bei der Herstellung unserer Maschinen und Anlagen verringern, sondern auch im Betrieb beim Kunden. Mit alternativen- und kreislauforientierten Verpackungslösungen wirken wir dem Plastikmüll-Problem entgegen.

»Die künftigen Herausforderungen sind enorm. Wir als Krones Team tragen tagtäglich dazu bei, wichtige Probleme zu lösen -für unsere Kunden und die Menschheit.«

Ralf Goldbrunner, Vorstand Operations

Chancen und Verantwortung

Krones unterstützt Menschen dabei, Ressourcen einzusparen

Immer mehr Endverbraucher achten im täglichen Leben darauf, die Umwelt zu schonen. Beim Kauf von abgefüllten Getränken steht beispielsweise im Fokus, dass Plastikverpackungen nachhaltig sind und die Produktion des Getränks insgesamt einen möglichst geringen c02-Fußabduck hinterlässt.

Damit die Getränkeindustrie die Anforderungen der Konsumenten erfüllen kann, benötigt sie innovative Abfüll- und Verpackungstechnik. Diese kann ihnen Krones als Vorreiter in Nachhaltigkeitsthemen und -technologien liefern.

»Krones hat bereits nachhaltige Produkte entwickelt, als das Thema noch nicht annähernd so präsent war wie heute. Davon profitieren unsere Kunden. Mit Krones Maschinen und Anlagen können sie Energie, Wasser und andere Ressourcen einsparen, auf unnötige Plastikverpackungen verzichten und ihre Klimaziele erreichen - alles Themen, mit denen sie beim Endverbraucher punkten.«

Ralf Goldbrunner, Vorstand Operations

Strategischer Fokus

Unsere Vision - Basis für strategischen Fokus

Die Vision von Krones haben wir im Zielbild klar formuliert: Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall.

Hierfür entwickeln wir Lösungen für unsere Kunden, die Menschheit und unseren Planeten, auch über die Erwartungen hinaus.

Krones braucht diese große und anspruchsvolle Vision, damit sich das Unternehmen weiterentwickelt. Sie ist die Basis für unseren strategischen Fokus.

Um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen, richten wir - in allen drei Unternehmenssegmenten - den klaren strategischen Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung.

»Wir setzen unsere kreative Kraft ein, um Natur und Gesellschaft zu schützen und zu bewahren. Hierbei unterstützt uns die Konzentration auf das Kernthema Nachhaltigkeit sowie den Enabler Digitalisierung und unsere hohe Servicequalität.«

Thomas Ricker, CSO

Nachhaltigkeit

Krones bietet Kunden nachhaltige Lösungen

Der Bedarf unserer Kunden an ressourcen- und c02-sparenden Maschinen, Anlagen, Linien und Gesamtfabriken nimmt stark zu.

Krones hat schon 2008 das Nachhaltigkeitsprogramm enviro eingeführt und seither dynamisch weiterentwickelt. Das Unternehmen ist daher seit mehr als zehn Jahren mit nachhaltigen Produkten und Services sehr erfolgreich und will die führende Position mit derzeit noch »undenkbaren« Innovationen weiter ausbauen.

Auch intern nimmt Nachhaltigkeit einen extrem hohen Stellenwert ein. Details zur Umsetzung unserer Klimastrategie haben wir Mitte 2023 erstmals im »Public Carbon Transition Plan« veröffentlicht. In ihm beschreiben wir unsere Ziele, Maßnahmen, Fortschritte und Umsetzungspläne. Dieses Dokument wird künftig jährlich aktualisiert.

»Die gesamte F+E-Strategie von Krones orientiert sich an den Nachhaltigkeitsthemen der Kunden. Durch das neue Zielbild kommt noch mehr Klarheit und Geschwindigkeit in unsere Innovationsprozesse. Unser Anspruch ist es, die nachhaltigsten Lösungen in der Getränkeindustrie zu liefern.«

Markus Tischer, Vorstand International Operations und Services

Service und Digitalisierung

Bessere Performance mit digitalen Services

Service und Digitalisierung sind bei Krones eng verzahnt. Auf Basis der Erfahrungen unseres 3.000 Personen starken Service-Teams sowie zahlreicher Kundengespräche entwickeln wir branchenspezifische digitale Services.

Mit deren Hilfe drehen wir gemeinsam mit den Kunden an den relevanten Stellschrauben, um die Performance der Linie zu optimieren und somit auch die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtbetriebskosten, zu senken.

So sparen unsere Kunden mit unseren intelligenten digitalen Lösungen beispielsweise Material, wertvolle Ressourcen und Abfall ein. Zudem werden Stillstands- und Umrüstzeiten verkürzt sowie das Bedienpersonal entlastet.

Damit wir alle unsere weltweiten Kunden schnell erreichen, unterhalten wir auf sämtlichen Kontinenten Servicegesellschaften und Lifecycle Service Center. Je näher Krones beim Kunden ist, desto schneller werden deren Probleme gelöst.

»Die Digitalisierung ist ein wichtiger Enabler für eine nachhaltige Industrie. Mit ihr lassen sich viele Probleme intelligenter und effizienter lösen. Gemeinsam mit unserem Know-how im klassischen Maschinenbau, in den Produktionsprozessen und dem Lifecycle Service werden wir noch viele Lösungen entwickeln, die über das Erwartbare hinausgehen.«

Markus Tischer, Vorstand International Operations und Services

Strategischer Fokus in den Segmenten

Strategischer Fokus in den Segmenten

»Solutions beyond tomorrow« bestimmt die strategische Ausrichtung unserer Segmente.

Abfüll- und Verpackungstechnologie

In unserem Kernsegment legen wir den Fokus auf integrierte Verpackungslösungen, Ressourceneinsparungen sowie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Prozesstechnologie

Hier positionieren wir uns als Innovationstreiber rund um die Produkte der Kunden aus der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Intralogistik

In diesem Segment setzen wir auf vollautomatisierte und flexible Lösungen.

»Dank der sehr guten Kapitalausstattung ist Krones in der Lage, die für »Solutions beyond tomorrow« erforderlichen Investitionen in unsere Segmente aus eigener Kraft zu stemmen. Mittel- und langfristig rechnen sich die Investitionen in eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft, nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für Krones.«

Uta Anders, CFO

Um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen, setzen wir - in allen drei Unternehmenssegmenten - den klaren strategischen Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung.

Integrierte Verpackungslösungen

Prozesstechnologie als Treiber der Lebensmittel- und Getränkeinnovation

Vollautomatisierte, flexible Intralogistik

Abfüll- und Verpackungstechnologie

Verantwortungsvoller Umgang mit Verpackungsmaterialien: ShoulderFlex

2023 hat Krones mit der Ultra-Lightweight-Flasche ShoulderFlex den Deutschen Verpackungspreis in der Kategorie »Nachhaltigkeit« gewonnen. Sie wiegt nur 5,9 Gramm und spart bis zu 50 Prozent Kunststoff gegenüber einer marktüblichen 0,5 Liter-PET-Wasserflasche. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des C02-Fußabdrucks von Wasserabfüllern und fördert den verantwortungsvollen Umgang mit Verpackungsmaterialien.

Verantwortungsvoller Umgang mit Verpackungsmaterialien: LitePac Top Strap

Bei den Sekundärverpackungen lässt sich Plastik komplett einsparen. Die zu 100 Prozent recycelbare, plastikfreie Verpackungslösung LitePac Top Strap ist die jüngste Krones Innovation des Sekundärverpackungssystems LitePac Top, das über einen recycelbaren Papier-Tragegriff verfügt. Zudem sorgt bei der LitePac Top Strap eine Banderole aus reißfestem Kraftpapier für zusätzliche Transportsicherheit.

Einsparung von Wasser: Innovatives Wasser-Recycling

Ein knapper und wertvoller Rohstoff auf unserem Planeten ist Wasser. Daher versucht Krones mit innovativen Produkten den Wasserverbrauch bei der Getränkeherstellung und -abfüllung so gering wie möglich zu halten.

So spart Krones beispielsweise bei Dosen-Abfülllinien durch ein innovatives Wasser-Recycling-System große Mengen an Spülwasser ein. Es lassen sich insgesamt bis zu 90 % des gesamten Spülwassers wiederverwenden und der Frischwasserverbrauch sinkt in der Dosenlinie um bis zu 50%.

Prozesstechnologie

Einsparung von Wasser: Krones HydroCircle

Das wertvolle Gut Wasser kann auch beim Brauprozess eingespart werden. Derzeit werden pro gebrautem Liter Bier 3,0 bis 3,5 Liter Wasser verbraucht.

Mit Modulen des Steinecker Water Sustainability Concepts lassen sich bereits 0,7 bis 1,0 Liter einsparen. Durch die Aufbereitung von Abwasser zu Prozesswasser mit dem Krones HydroCircle Konzept sinkt der Wasserverbrauch sogar auf 1,7 bis 1,9 Liter je gebrautem Liter Bier. Das ist eine Einsparung von knapp 50 % oder rund 1,5 Liter Wasser je gebrautem Liter Bier.

Wasserverbrauch beim Brauprozess in Zahlen

* hl Wasser pro hl Verkaufsbier

Klima schützen: Alternative Proteine

Ob Klimaschutz, Verzicht auf tierische Produkte oder eine gesundheitsbewusste Ernährung: Für den Verzehr von Lebensmitteln aus pflanzlichen Proteinen sprechen viele Gründe. So viele, dass sich Plant-Based Drinks und Fleischersatz innerhalb kurzer Zeit vom Nischenprodukt zu einem schnell wachsenden Markt entwickelt haben.

Bei der Verarbeitung pflanzlicher Milchalternativen profitieren wir von der jahrzehntelangen Erfahrung in der Prozess- und Brautechnologie sowie in der Behandlung und Abfüllung tierischer Milchprodukte.

Eine vergleichsweise neue Technologie ist die Herstellung von Fleischalternativen, beispielsweise mittels Präzisionsfermentation. Krones kann auch hier seine Erfahrungen aus den Brauprozessen für die Produktion von veganen Fleischalternativen anwenden.

»Pflanzenbasiertes und kultiviertes Fleisch und andere alternative Proteinquellen ermöglichen es den Menschen, an liebgewonnenen Speisen wie Fleisch und Milchprodukten festzuhalten, ohne zu den Problemen aus der konventionellen Tierhaltung beizutragen.

Quelle: Good Food Institute Europe

Anteil pflanzenbasierter Lebensmittel am europäischen Plantbased-Markt 2022

Quelle: Good Food Institute Europe; Nielsen IQ

Intralogistik

Menschen schützen: Tiefkühlhaus-Logistik

Ein Kernthema von »Solutions beyond tomorrow« im Segment Intralogistik ist, neben Energie- und Kosteneinsparung, die Verbesserung der Arbeitssicherheit und Arbeitsplatzbedingungen der Beschäftigten beim Kunden.

Das ist unserer Intralogistik-Tochter System Logistics bei der Tosano-Gruppe, die 19 Supermärkte in Oberitalien betreibt, bestens gelungen. System Logistics optimierte das Lagerhaus für Tiefkühlerzeugnisse mit einer komplett automatisierten Lager- und Kommissionieranlage. Sie verbesserte die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten des Lagerhauses wesentlich. Alle Arbeiten in dem mit minus 28 Grad Celsius für Menschen extrem belastenden Bereich führen nun Roboter aus.

Beschäftigte füllen Zielbild mit Leben

Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung des Zielbildes sind die Beschäftigten. Mit ihrem Verhalten und Engagement gestalten sie die Zukunft von Krones. In der sich schnell verändernden Welt ist die Flexibilität und Kreativität unserer internationalen Belegschaft einer der wichtigsten Werte. Die gute Bewältigung der jüngsten Herausforderungen unterstreicht die hohe Widerstandsfähigkeit unseres Unternehmens.

Als eine vielfältige, weltweit tätige Organisation sind wir offen für Veränderungen. Wir fördern die globale Zusammenarbeit und treiben unsere Leistung und Entwicklung mit ehrgeizigen Zielen voran. Um diese zu erreichen, hinterfragen sich alle Beschäftigten kontinuierlich: »Was kann ich dazu beitragen? Wie kann ich mich verbessern, um unsere anspruchsvollen Ziele zu erreichen?«. Das komplette internationale Team von rund 18.500 Beschäftigten wird an einem Strang ziehen und das große gemeinsame Ziel verwirklichen: Mit »Solutions beyond tomorrow« eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft für uns alle zu gestalten.

»Unsere Ziele sind ambitioniert -genauso wie unser internationales Krones Team. Daher bin ich sicher, dass unsere motivierten und flexiblen Beschäftigten das Zielbild dauerhaft mit Leben füllen. Das Krones Zielbild ist kein Status quo, sondern ein langer und herausfordernder Weg in die Zukunft. Die ersten Schritte sind sehr vielversprechend.«

Christoph Klenk, CEO

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

2023 war für Krones trotz aller wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Das komplette Krones Team hat eine hervorragende Arbeit geleistet. Einen wichtigen Beitrag zu dem sehr positiven Jahr lieferte bereits unser neues Zielbild »Solutions beyond tomorrow«. Es gibt unseren Beschäftigten zusätzliche Orientierung und Motivation. Schon aus dem ersten vollen Geschäftsjahr unter dem neuen Zielbild gibt es zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Projekte, die auf »Solutions beyond tomorrow« beruhen. Einige davon stellen wir in unserer Titelgeschichte (Seite 6 bis 33) genauer vor.

»Krones hat das Geschäftsjahr 2023 sehr erfolgreich abgeschlossen. Alle Beschäftigten leben das neue Zielbild »Solutions beyond tomorrow« und tragen zum profitablen und stabilen Wachstum von Krones bei.«

Christoph Klenk Vorstandsvorsitzender

Krones profitierte im Berichtsjahr auch vom stabil wachsenden Getränke- und Liquid-Food Markt. Die Investitionsbereitschaft der Kunden aus der internationalen Getränke- und Lebensmittelindustrie ist weiterhin hoch. Dies zeigt, dass unsere Absatzbranchen und damit auch Krones weniger von konjunkturellen Schwankungen betroffen sind. Zudem nutzte Krones seine starke internationale Aufstellung sowie das innovative und zukunftsweisende Produkt- und Serviceportfolio, um die führende Marktstellung zu behaupten und auszubauen.

Sehr positive Zahlen im Geschäftsjahr 2023 - deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ertrag

Der Auftragseingang erreichte mit 5,38 Mrd. € wieder ein sehr gutes Niveau und lag erwartungsgemäß unter dem extrem hohen Vorjahreswert von 5,78 Mrd. €. Wegen des weiterhin sehr großen Ordervolumens stieg der Auftragsbestand erneut (+ 19 %) und lag Ende 2023 mit 4,12 Mrd. € auf historischem Höchststand.

Ebenfalls sehr erfreulich entwickelte sich der Umsatz. Dank der intelligenten Produktionssteuerung sowie der hohen Flexibilität und Kreativität der Beschäftigten steigerten wir 2023 den Umsatz trotz der knappen Verfügbarkeit von Elektrokomponenten um 12,2 % auf 4,72 Mrd. €. Damit hat das Unternehmen das im Juli 2023 auf 11 % bis 13 % (vorher: 8 % bis 11 %) angehobene Wachstumsziel für das Gesamtjahr 2023 erreicht.

Die Ertragskraft verbesserte Krones im Berichtsjahr erneut, trotz steigender Kosten. Das Unternehmen profitierte von den in den Vorjahren eingeleiteten strategischen Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung. Diese werden wir auch weiterhin diszipliniert umsetzen und um neue Maßnahmen ergänzen. Positiv auf die Ertragskraft 2023 wirkte sich auch die konsequente Umsetzung unserer Preisstrategie aus. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge, steigerte Krones im Berichtsjahr auf 9,7 % (Vorjahr: 8,9 %). Unsere dritte finanzielle Zielgröße, der ROCE (Return on Capital Employed), erhöhte sich von 14,1 % auf 16,3 %.

Aktionäre profitieren vom Unternehmenserfolg - Dividende steigt von 1,75 € auf 2,20 €

Von den guten Ergebnissen sollen auch unsere Aktionäre profitieren. Daher wird Krones die Ausschüttung deutlich anheben. Für das Geschäftsjahr 2023 sollen die Anteilseigner eine um 26 % höhere Dividende von 2,20 € je Aktie erhalten, nach 1,75 € je Aktie im vergangenen Jahr.

Nachhaltigkeit bleibt wichtiges Thema bei Krones und seinen Kunden

Die Chancen von Krones in dem wachsenden und lebenswichtigen Getränke- und Lebensmittelmarkt sind groß - aber auch die damit verbundene gesellschaftliche Verantwortung. Dieser stellen wir uns, indem wir mit zukunftsstarken und innovativen Technologien einen Beitrag zu einer nachhaltigen Produktion leisten.

Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Produktion bleiben in den kommenden Jahren die bedeutendsten Innovations- und Wachstumstreiber in unserer Branche. Die Kunden haben ambitionierte Nachhaltigkeitsziele, die sie mit unseren energie- und medieneffizienten Produkten und Dienstleistungen erreichen können. Ein beträchtlicher Anteil des Auftragseingangs entfiel im Geschäftsjahr 2023 bereits auf die nachhaltige und TÜV-zertifizierte Produktreihe enviro, die wir in den vergangenen Jahren dynamisch weiterentwickelt haben.

Auch intern nimmt das Thema Nachhaltigkeit einen sehr hohen Stellenwert ein. Im Berichtsjahr hat Krones viele Nachhaltigkeitskennzahlen verbessert. Näheres hierzu ist der Nichtfinanziellen Erklärung auf S. 85 bis 145 zu entnehmen. Details zur Umsetzung unserer Klimastrategie haben wir Mitte 2023 erstmals im »Public Carbon Transition Plan« veröffentlicht. In ihm beschreiben wir detailliert unsere Ziele, Maßnahmen, Fortschritte und Umsetzungspläne.

Schwache Weltwirtschaft und weitere Risiken bestehen auch 2024

Trotz der guten Geschäftszahlen und -aussichten gilt es wachsam zu bleiben. Die globalen Bedingungen sind weiterhin instabil. Das zeigen die jüngsten geopolitischen Konflikte, die sich jederzeit negativ auf die Weltwirtschaft auswirken können. Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) prognostizieren für das laufende Jahr ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Dies liegt erneut deutlich unter dem durchschnittlichen Wachstum der Weltwirtschaft (2000 - 2019) von 3,8 %. Gleichzeitig sind die globalen Lieferketten und die Lage auf den Beschaffungsmärkten weiterhin sehr störungsanfällig. Es bleibt 2024 eine Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen, um die Produktion gut auszulasten.

Für Umsatz und Ertragskraft erwartet der Vorstand im laufenden Jahr erneut Verbesserungen

Trotz der anhaltenden Unwägbarkeiten blickt Krones zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2024 und in die weitere Zukunft. Wir sind mit dem höchsten Auftragspolster der Unternehmensgeschichte in das laufende Jahr gestartet. Die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen bleibt auf hohem Niveau. Zudem erwarten wir, dass sich die Lage auf den für uns relevanten Beschaffungsmärkten - ohne neue Störfaktoren - insgesamt besser entwickelt. Aufgrund der erwartet positiven Marktentwicklung und der starken Position von Krones rechnet der Vorstand für 2024 mit einem im Vergleich zum Vorjahr um 9 % bis 13 % höheren Konzernumsatz.

Die Profitabilität will Krones im laufenden Jahr gegenüber 2023 erneut verbessern. Hierzu wird neben höheren Erlösen auch die weitere Umsetzung der Maßnahmen zur Kostenoptimierung beitragen. Zudem ist es Krones in den Vorjahren gelungen, mithilfe innovativer Lösungen sowie der guten Projektarbeit beim Kunden, angemessene Preisanpassungen zu erzielen, um Kostensteigerungen zu kompensieren. Für 2024 prognostizieren wir für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9,8 % bis 10,3 %. Die dritte Zielgröße, der ROCE, plant Krones im laufenden Jahr auf 17 bis 19 % zu verbessern.

Akquisitionen bleiben Teil der Wachstumsstrategie

Wir haben im Berichtsjahr - und auch bereits im laufenden Jahr - unsere Akquisitionsstrategie weiter erfolgreich umgesetzt. Durch den Zukauf des US-Unternehmens Ampco Pumps im zweiten Quartal 2023 haben wir das Komponentengeschäft in der Prozesstechnologie mit hochwertigen Pumpen ausgebaut und unsere Vertriebskraft im US-Markt deutlich gestärkt. Nach dem Abschluss der bevorstehenden Akquisition des Schweizer Spritzgießmaschinenherstellers Netstal, der für das erste Halbjahr 2024 geplant ist, kann Krones den Kunden alle wichtigen Maschinen, Anlagen und Services für den kompletten PET-Verpackungskreislauf anbieten. Zudem untermauert Netstal die Strategie von Krones, den Kundenfokus auf die Branchen Medizin/​Pharma, Kosmetik und Lebensmittel zu erweitern. Akquisitionen mittelgroßer, profitabler Unternehmen bleiben Teil unserer Wachstumsstrategie.

2025er-Finanzziele werden größtenteils bereits 2024 erreicht

Insgesamt ist Krones auf gutem Weg, die Ende 2021 festgelegten Ziele für 2025 zu erreichen. Bis 2025 war geplant, einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € zu erwirtschaften. Auf Basis unserer Prognose für 2024 werden wir dieses Ziel bereits im laufenden Jahr erfüllen. Das 2025er-Ziel für die EBITDA-Marge liegt zwischen 10 % und 13 %. Mit unserer EBITDA-Margenprognose für 2024 von 9,8 % bis 10,3 % sind wir auf gutem Weg, bereits im Berichtsjahr innerhalb des Zielkorridors für 2025 zu landen. Aus diesem Grund wird der Vorstand im Laufe des Jahres 2024 eine neue Mittelfristprognose veröffentlichen.

Flexibel, kreativ und motiviert - Krones Team macht den Unterschied

Ausschlaggebend für den erneut positiven Geschäftsverlauf waren unsere Beschäftigten. Ihre Kreativität, Flexibilität und Motivation waren und sind die Basis, dass das Unternehmen die Projekte termingetreu und in höchster Qualität umsetzt. Hierfür wird Krones von den Kunden geschätzt. Aber auch die Innovationsstärke unseres Teams verschafft dem Unternehmen immer wieder den nötigen Vorsprung und untermauert unser ambitioniertes Zielbild »Solutions beyond tomorrow« - unseren Kunden Lösungen über das Erwartbare hinaus anzubieten.

Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen Beschäftigten für den herausragenden Einsatz im Geschäftsjahr 2023. Sie arbeiten jeden Tag daran, unsere gemeinsame Vision zu verwirklichen: Nachhaltige und bezahlbare Getränke, Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs für alle und überall. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Krones Team unsere Vision umsetzen und damit auch weiterhin langfristig profitabel wachsen.

 

Christoph Klenk, CEO

Die Mitglieder des Vorstands

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Ralf Goldbrunner Markus Tischer Thomas Ricker Uta Anders Christoph Klenk
Operations International Operations and Services CSO CFO CEO

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

2023 gab es wieder eine Reihe von Herausforderungen für Krones zu bewältigen. Hier ist beispielsweise die über weite Strecken des Geschäftsjahres knappe Versorgung mit Elektrokomponenten zu nennen. Auch die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie anderer geopolitischer Spannungen auf die globale Wirtschaft beanspruchten das Unternehmen. Krones hat alle Herausforderungen gut gemeistert und das Geschäftsjahr 2023 sehr erfolgreich abgeschlossen. Möglich wurde das nur, weil das gesamte Krones Team gemeinsam hart für den Erfolg gearbeitet hat.

Der Aufsichtsrat und Vorstand der Krones AG haben 2023 vertrauensvoll und effizient zusammengearbeitet. Auch künftig wird der Aufsichtsrat dem Vorstand, besonders bei der Umsetzung der strategischen Ziele, beratend zur Seite stehen. Damit leistet das Aufsichtsratsgremium seinen Beitrag, dass das Krones Team die Zukunft unter dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow« erfolgreich gestaltet.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der Krones AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten sowie seine Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Die aktienrechtlichen Vorschriften und Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden dabei stets beachtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement. Bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die Krones AG und den Krones Konzern wurde der Aufsichtsrat frühzeitig vom Vorstand informiert und eingebunden. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende standen auch zwischen den Sitzungen regelmäßig in persönlichem Kontakt. Dabei erörterten sie gemeinsam Themen zur Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat befasste sich im Geschäftsjahr 2023 schwerpunktmäßig mit strategischen Themen wie Nachhaltigkeit und M&A sowie mit Themen zur Corporate Governance von Krones.

Personelle Änderungen im Aufsichtsrat

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 23. Mai 2023 kam es zu personellen Änderungen im Aufsichtsrat der Krones AG. Auf Seiten der Anteilseigner schieden Hans-Jürgen Thaus sowie Norbert Samhammer aus dem Gremium aus. Auf Arbeitnehmerseite verließ Jürgen Scholz, der am 1. Juni in den Ruhestand ging, den Aufsichtsrat. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats bedanke ich mich bei den drei ausgeschiedenen Gremiumsmitgliedern für die langjährige und außerordentlich gute Aufsichtsratstätigkeit. Sie haben einen großen Beitrag zum Erfolg von Krones geleistet.

Für die beiden auf Seiten der Anteilseigner ausgeschiedenen Mitglieder wählte die Hauptversammlung am 23. Mai 2023 Norbert Broger sowie Stephan Seifert neu in den Aufsichtsrat. Auf Seiten der Arbeitnehmer kam Olga Redda neu in das Gremium.

Krones hat die neuen Aufsichtsratsmitglieder bei ihrer Amtseinführung angemessen unterstützt. Sie erhielten beispielsweise ein virtuelles Aufsichtsratshandbuch. Dieses enthält wesentliche Informationen zur Organstellung des Aufsichtsrates sowie dessen Aufgaben und Pflichten, die Geschäftsordnungen von Aufsichtsrat und Vorstand inklusive zustimmungspflichtiger Geschäfte sowie weitere Unterlagen zur Unternehmensführung von Krones. Das Aufsichtsratshandbuch wird laufend aktualisiert und in digitaler Form regelmäßig an alle Aufsichtsratsmitglieder ausgegeben.

Es liegt im persönlichen Ermessen der Aufsichtsratsmitglieder, sich entsprechend fort- und weiterzubilden. Im Berichtsjahr haben einzelne Aufsichtsratsmitglieder an Fortbildungsmaßnahmen zu Themen wie beispielsweise Künstliche Intelligenz und neue Arbeitsbedingungen im Aufsichtsrat sowie Nachhaltigkeitsberichterstattung teilgenommen und wurden dabei von Krones unterstützt.

Keine Interessenkonflikte

Gemäß Empfehlung E.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine Interessenkonflikte offengelegt.

Präsenz bei den Aufsichtsratssitzungen

2023 fanden insgesamt sechs ordentliche Aufsichtsratssitzungen sowie zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Teilweise war der Vorstand als Gast in Sitzungen präsent. Der Aufsichtsrat tagte aber auch regelmäßig ohne den Vorstand. Alle sechs ordentlichen Aufsichtsratssitzungen sowie die außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 13. September 2023 wurden im Geschäftsjahr 2023 grundsätzlich als Präsenzveranstaltung durchgeführt. Es bestand aber die Möglichkeit, dass einzelne Mitglieder des Aufsichtsrats bei Bedarf über Video bzw. Telefonzuschaltung an Sitzungen teilnehmen konnten. Die außerordentliche Aufsichtsratssitzung am 15. Dezember 2023 fand als Video- bzw. Telefonkonferenz statt.

Gemäß der Empfehlung D.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen folgende Angaben:

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Aufsichtsratsmitglied Anzahl der Sitzungen Teilnahme an Sitzungen
Volker Kronseder 8 8
Josef Weitzer 8 8
Norbert Broger 1 7 7
Nora Diepold 8 4
Robert Friedmann 8 6
Oliver Grober 8 8
Thomas Hiltl 8 8
Markus Hüttner 8 8
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast 8 8
Dr. phil. Verena Di Pasquale 8 8
Beate Eva Maria Pöpperl 8 8
Stefan Raith 8 8
Olga Redda 1 7 6
Norbert Samhammer 2 1 1
Petra Schadeberg-Herrmann 8 8
Jürgen Scholz 2 1 1
Stephan Seifert 1 7 5
Hans-Jürgen Thaus 2 1 1
Matthias Winkler 8 8

1 Mitglied des Aufsichtsrats seit 23.05.2023

2 Mitglied des Aufsichtsrats bis 23.05.2023

Berichte aus den Aufsichtsratssitzungen

Am 22. März fand die erste Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2023 statt. Dabei beschäftigte sich das Gremium hauptsächlich mit dem Jahresabschluss 2022 der Krones AG und des Krones Konzerns. An der Sitzung nahm als Gast zeitweise ein Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von Krones teil. Finanzvorständin Uta Anders präsentierte dem Aufsichtsrat, wie sich die wesentlichen Finanzkennzahlen im Geschäftsjahr 2022 entwickelt hatten. Im Anschluss daran erläuterte der Vertreter des Abschlussprüfers von Krones dem Gremium den Prüfungsauftrag, die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses sowie Details der Abschlussprüfung. Er stand dem Aufsichtsrat für Fragen zur Verfügung und beantwortete diese umfassend. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss (PRM) des Aufsichtsrats nahm Stellung zu den Prüfungsergebnissen. Abschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Krones AG 2022 fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht 2022. Darüber hinaus billigte der Aufsichtsrat auch die Nichtfinanzielle Erklärung 2022.

Unter dem Tagesordnungspunkt »Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten« wurde der Vergütungsbericht des Vorstands und Aufsichtsrats zur Billigung durch die Hauptversammlung freigegeben. Zudem wurden dem Gremium die Ergebnisse der Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats mitgeteilt.

Auf der ersten Sitzung 2023 beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung 2023 sowie den dafür notwendigen Beschlüssen. Zum Vorschlag des Aufsichtsrats hinsichtlich der neu zu wählenden Mitglieder auf der Anteilseignerseite erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Gremium die rechtlichen Voraussetzungen, damit Norbert Broger trotz der »Cooling-off-Period-Regel« des § 100 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Aktiengesetz auf der Hauptversammlung 2023 in den Aufsichtsrat gewählt werden kann. Dem Aufsichtsrat lag der hierfür laut § 100 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Aktiengesetz geforderte Wahlvorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der Krones AG besitzen, vor. Beim Thema Ausschüttung legte der Aufsichtsrat fest, dass der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 1,75 € je Aktie vorgeschlagen werden soll. Ein weiteres Thema der Aufsichtsratssitzung war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands. Dieser erläuterte dem Aufsichtsrat die aktuelle Geschäftslage sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus informierte der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk das Gremium über mögliche Akquisitionsziele. Der Aufsichtsrat fasste hierzu einen Beschluss zum beabsichtigten Erwerb des US-Unternehmens Ampco Pumps.

Im Anschluss an die Hauptversammlung des Unternehmens traf sich das Gremium am 23. Mai zur zweiten und konstituierenden Aufsichtsratssitzung des Berichtsjahres. Der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Kronseder verabschiedete die mit Ablauf der Hauptversammlung ausgeschiedenen Mitglieder Hans-Jürgen Thaus, Norbert Samhammer sowie Jürgen Scholz und bedankte sich für die geleistete erfolgreiche Arbeit. Zugleich begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende die neuen Aufsichtsratsmitglieder Norbert Broger, Stephan Seifert und Olga Redda. Auf der konstituierenden Sitzung wählte das Gremium Volker Kronseder wieder zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie Josef Weitzer zu seinem Stellvertreter. Darüber hinaus wurde der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss sowie der Ständige Ausschuss des Aufsichtsrats gebildet und zusammengesetzt. Im Bericht des Vorstands informierte dieser den Aufsichtsrat über die wesentlichen Zahlen des ersten Quartals 2023 sowie die aktuelle Geschäftslage und den Stand der beabsichtigten Akquisition von Ampco Pumps.

Die dritte Aufsichtsratssitzung 2023 fand am 19. Juli am Hauptsitz der italienischen Krones Tochter System Logistics in Fiorano Modenese statt. Auf dieser informierte unter anderem der Vorstand das Gremium ausführlich über die Geschäftslage sowie über die Markt- und Wettbewerbssituation. Zudem erhielt der Aufsichtsrat vom Vorstand aktuelle Informationen zur M&A-Strategie sowie über mögliche Akquisitionsziele.

Am 13. September 2023 traf sich der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung. Anlass war das Ausscheiden der Krones Aktie aus der DAX-Indexfamilie, das STOXX Ltd., eine Tochtergesellschaft der Deutsche Börse AG, nach der planmäßigen Überprüfung der Zusammensetzung der Indizes am 5. September 2023 bekannt gegeben hatte. Zum Hintergrund des Ausscheidens der Krones Aktie aus der DAX-Indexfamilie: Im Juli 2023 hatte Krones eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung vom Januar 2023 auf seiner Internetseite veröffentlicht. Hierin begründete das Unternehmen eine teilweise Abweichung von der Empfehlung C.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Damit hatte Krones dem »comply or explain«-Ansatz des DCGK entsprochen. Durch die teilweise Abweichung von der Empfehlung C.10 DCGK wurde aber ein im Regelwerk der STOXX Ltd. beschriebenes Basiskriterium zur Aufnahme in die DAX-Indexfamilie nicht mehr erfüllt. Mit der Wahl von Matthias Winkler zum neuen Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses (PRM), die am 13. September 2023 auf der Sitzung des PRM stattfand, hat Krones der Empfehlung C.10 des DCGK wieder voll entsprochen. Der Aufsichtsrat beschloss auf der außerordentlichen Sitzung die aktualisierte Entsprechenserklärung, die zeitnah auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht wurde. Darin erklärte das Unternehmen, dass es seit dem 13. September 2023 der Empfehlung C.10 DCGK wieder voll entspricht und keine Abweichung mehr vorliegt. Damit erfüllte Krones ab diesem Zeitpunkt auch wieder alle im Regelwerk der STOXX Ltd. beschriebenen Basiskriterien zur Aufnahme in die DAX-Indexfamilie und ebnete den Weg für eine schnelle Rückkehr in diese.

Die vierte ordentliche und insgesamt fünfte Gremiumssitzung 2023 fand am 24. Oktober statt. Auf dieser aktualisierte der Aufsichtsrat seine Geschäftsordnung. Ein wesentliches Thema der Sitzung war Cybersecurity. Der Aufsichtsrat erhielt detaillierte Informationen zum aktuellen Stand und Weiterentwicklungen von Maßnahmen, die sowohl die Datensicherheit der IT-Systeme und Produktionsanlagen von Krones, als auch der Produkte des Unternehmens gewähren. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der wirtschaftliche Bericht des Vorstands zur aktuellen Geschäftslage und den weiteren Aussichten. Auch über aktuelle Entwicklungen der Nachhaltigkeitsstrategie von Krones wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand informiert. Darüber hinaus erhielt das Gremium einen Überblick über aktuelle und anstehende Gesetzesänderungen, die Krones betreffen.

Zu seiner sechsten Sitzung 2023 trat das Aufsichtsrats-Gremium am 5. Dezember zusammen. Ein Schwerpunkt der Sitzung war die strategische Ausrichtung von Krones. Die Vorstandsmitglieder informierten den Aufsichtsrat detailliert über die Wachstumsstrategie, den Ausbau des Global Footprint sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in den einzelnen Segmenten und Geschäftsbereichen des Unternehmens. Weiteres Thema der Aufsichtsratssitzung waren die zusätzlichen Chancen, die sich für Krones durch die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz eröffnen. Zudem erhielt das Gremium vom Vorstand neue Informationen zu Akquisitionszielen.

Am 6. Dezember hielt das Gremium die siebte Aufsichtsratssitzung 2023 ab. Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses (PRM) unter anderem zu den Themen Risikomanagement, Interne Revision, Compliance sowie dem internen Kontrollsystem. Hierzu erläuterte der Ausschussvorsitzende Matthias Winkler die Inhalte der PRM-Sitzung vom 27. November 2023 und die Erkenntnisse zum Risikomanagementsystem und dessen Wirksamkeit. Er zeigte dem Aufsichtsrat eine detaillierte Darstellung der strategischen Risiken und erklärte, dass aus Sicht des PRM das Risikomanagementsystem von Krones die Risiken angemessen darstellt. Zudem berichtete er über die gemeinsam mit dem Vorstand und mit Unterstützung durch externe Berater vorgenommene Aufarbeitung der Umstände, die zum Ausscheiden der Krones Aktie aus der DAX-Indexfamilie geführt hatten. Der Vorstand präsentierte dem Aufsichtsrat die Jahres- und Investitionsplanung 2024. Das Gremium stimmte den Planungen des Vorstands zu. Darüber hinaus fasste das Gremium Beschlüsse zur Abgabe der Entsprechenserklärung gemäß §161 Aktiengesetz sowie zur Anpassung des variablen Vorstandsvergütungsbestandteils »Long Term Incentive«. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Spezifizierung und Anpassung des Kompetenzprofils des Aufsichtsrats.

Am 15. Dezember fand die zweite außerordentliche und insgesamt achte Aufsichtsratssitzung 2023 statt. Das Gremium kam per Videoschaltung zusammen, um einen Beschluss zur Akquisition der Netstal Maschinen AG, Näfels, Schweiz, zu fassen. Über diese beabsichtigte Akquisition erhielt der Aufsichtsrat vom Vorstand bereits in früheren Sitzungen des Berichtsjahres ausführliche Informationen. Der Aufsichtsrat erteilte dem Vorstand die Freigabe für den Kauf des Unternehmens.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Norbert Broger, Markus Hüttner, Olga Redda und Matthias Winkler an. Vorsitzender des Ausschusses ist Matthias Winkler. Er verfügt als Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft ebenso wie Norbert Broger (ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG) über den gesetzlich geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie die Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Qualität des Abschlusses und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- sowie Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hielt 2023 sechs Sitzungen ab. Diese fanden jeweils als Präsenzveranstaltung statt. Es bestand aber die Möglichkeit, dass einzelne Mitglieder des Ausschusses bei Bedarf über Video- bzw. Telefonzuschaltung an den Sitzungen teilnehmen konnten. Gemäß der Empfehlung D.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses an den Sitzungen folgende Angaben:

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Ausschussmitglied Anzahl der Sitzungen Teilnahme an Sitzungen
Matthias Winkler 6 6
Josef Weitzer 6 6
Norbert Broger 1 5 5
Markus Hüttner 6 6
Volker Kronseder 6 6
Jürgen Scholz 2 1 1
Olga Redda 1 5 5
Hans-Jürgen Thaus 2 1 1

1 Mitglied des PRM seit 23.05.2023

2 Mitglied des PRM bis 23.05.2023

Auf der ersten Sitzung am 16. März 2023 beschäftigte sich der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss (PRM) im Wesentlichen mit der Berichterstattung zum Jahres- und Konzernabschluss der Krones AG zum 31. Dezember 2022, dem Bericht der Abschlussprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Krones AG zum 31. Dezember 2022 sowie mit der Nichtfinanziellen Erklärung 2022. Der PRM bereitete zu diesen Themen Empfehlungen zu Beschlüssen des Aufsichtsrats auf dessen Sitzung am 22. März 2023 vor. Zudem bereitete der Ausschuss den Beschluss des Aufsichtsrats zur Wahl des Abschlussprüfers für die Krones AG und den Krones Konzern auf der Hauptversammlung 2023 vor.

Die zweite und konstituierende Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fand am 23. Mai nach der Aufsichtsratssitzung statt. Auf der Aufsichtsratssitzung, die im Anschluss an die Hauptversammlung abgehalten wurde, erfolgte die Besetzung des PRM. Für die mit Ablauf der Hauptversammlung ausgeschiedenen Ausschussmitglieder Hans-Jürgen Thaus und Jürgen Scholz kamen Norbert Broger und Olga Redda neu in den PRM. Auf der konstituierenden PRM-Sitzung wählten die Ausschussmitglieder Norbert Broger zum Vorsitzenden sowie Josef Weitzer zum stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.

Am 13. September fand die dritte PRM-Sitzung des Berichtsjahres statt. Auf dieser legte Norbert Broger das Amt des Ausschussvorsitzenden nieder. Als neuer Vorsitzender wurde Matthias Winkler gewählt. Die Neuwahl stand im Zusammenhang mit dem Ausscheiden der Krones Aktie aus der DAX-Indexfamilie der STOXX Ltd. Als ehemaliger Finanzvorstand wurde Norbert Broger von den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat vorsorglich als nicht unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand im Sinne der Empfehlung C.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) eingestuft. Damit wich Krones teilweise von der Empfehlung C.10 des DCGK ab und begründete dies auch in der im Juli 2023 aktualisierten Entsprechenserklärung. Damit hatte Krones dem »comply or explain«-Ansatz des DCGK entsprochen. Durch die teilweise Abweichung von der Empfehlung C.10 DCGK wurde aber ein im Regelwerk der STOXX Ltd. beschriebenes Basiskriterium zur Aufnahme in die DAX-Indexfamilie nicht mehr erfüllt.

Weitere Informationen und Berichte zu den Ursachen und Folgen des Ausscheidens der Krones Aktie aus der DAX-Indexfamilie erhielt der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss auf den Sitzungen, die am 28. September, am 19. Oktober sowie am 27. November stattfanden. Der Ausschuss arbeitete gemeinsam mit dem Vorstand und unterstützt durch externe Berater die Umstände auf, die zum Ausscheiden aus der DAX-Indexfamilie geführt haben.

Auf der sechsten Sitzung des PRM am 27. November informierten die jeweiligen Bereichsleiter den Ausschuss detailliert über die interne Revision, Corporate Governance und Compliance sowie das Risikomanagement. Ein wesentliches Thema war die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems von Krones. Auch zu Cybersecurity erhielt der PRM vom Leiter des Bereichs umfassende Informationen. Beim Thema Nachhaltigkeit standen neue europäische Richtlinien (CSRD, ESRS) zur Berichterstattung im Fokus.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Josef Weitzer, Markus Hüttner und Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.

2023 fanden zwei Sitzungen, jeweils als Präsenzveranstaltung, statt. Gemäß der Empfehlung D.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir zur Teilnahme der einzelnen Ausschussmitglieder an den Sitzungen folgende Angaben:

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Ausschussmitglied Anzahl der Sitzungen Teilnahme an Sitzungen
Volker Kronseder 2 2
Josef Weitzer 2 2
Markus Hüttner 2 2
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast 2 2

Auf der ersten Sitzung 2023 am 16. März bereitete der Ständige Ausschuss die Empfehlung an den Aufsichtsrat hinsichtlich der auf der Hauptversammlung 2023 neu zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder vor. Der Ständige Ausschuss beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der Hauptversammlung Norbert Broger und Stephan Seifert als neue Mitglieder der Anteilseignerseite zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

Am 27. November fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses im Berichtsjahr statt. Wesentliches Thema war die Empfehlung an den Aufsichtsrat, die langfristige erfolgsabhängige Vergütungskomponente »Long Term Incentives (LTI)« innerhalb des Vergütungssystems für den Vorstand hinsichtlich verschiedener Nachhaltigkeitsaspekte weiterzuentwickeln.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Krones Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals: Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Krones AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 21. März 2024 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung hat zeitweise auch der Abschlussprüfer teilgenommen und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Prüfung und über die Prüfungsschwerpunkte unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat, die insbesondere auch die im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers beschriebenen Sachverhalte einschließlich der Prüfungshandlungen zum Gegenstand hatte, ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Krones AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2023 der Krones AG festgestellt.

Die Abschlussprüfer bezogen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG in ihre Prüfung ein und legten ihren Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vor. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: »Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.«

Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen der Krones AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals: Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), die für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste gesonderte Nichtfinanzielle Erklärung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, die Teil des Konzernlageberichts ist, einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Auf dieser Basis hat der Abschlussprüfer keine Einwendungen gegen die Nichtfinanzielle Erklärung und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben.

Dank an den Vorstand sowie die weltweiten Beschäftigten

Das Jahr 2023 hat Krones mit sehr guten Ergebnissen abgeschlossen. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf die außerordentlichen Leistungen des engagierten und motivierten Krones Teams. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Beschäftigten von Krones für ihren Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2023.

 

Neutraubling, im März 2024

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum Regensburg

* Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Josef Weitzer **

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* Bay. Betriebskrankenkassen

Norbert Broger

Diplom-Kaufmann

Nora Diepold

Chief Executive Officer

NK Immobilienverwaltungs GmbH, Regensburg

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

* ZF Friedrichshafen

Oliver Grober **

Betriebsratsvorsitzender Rosenheim

Thomas Hiltl **

Betriebsratsvorsitzender Nittenau

Markus Hüttner **

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin

Ostbayerische Technische Hochschule (OTH)

Regensburg

Dr. phil. Verena Di Pasquale **

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Beate Eva Maria Pöpperl **

Freigestellte Betriebsrätin

Stefan Raith **

Leiter Business Line, Line Solutions

* re-sult AG, Regensburg

Olga Redda **

2 . Bevollmächtigte und Geschäftsführerin, IG Metall Regensburg

* OSRAM Licht AG

* OSRAM GmbH

* ams OSRAM International GmbH

* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG

Krombacher Finance GmbH

Schawei GmbH

Diversum Holding GmbH & Co. KG

Stephan Seifert

Vorsitzender des Vorstands der Körber AG, Hamburg

* Kuratorium der Körber-Stiftung

Matthias Winkler

Partner bei Baker Tilly Germany

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

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Neue Rekorde an den Aktienmärkten

Krones Aktie legt um 6,5 % zu

Die Dividende für 2023 soll auf 2,20 € je Aktie steigen

Kurse an den weltweiten Aktienmärkten ziehen 2023 stark an

Nach den Kursverlusten 2022 starteten die Aktienbörsen sehr dynamisch in das neue Börsenjahr. Angetrieben wurden sie von sinkenden Energiepreisen und Inflationsraten. Die positive Stimmung hielt bis Anfang März an. Dann folgte ein massiver Kurseinbruch. Auslöser hierfür waren mehrere Pleiten von US-Banken sowie der Kollaps der Schweizer Großbank Credit Suisse. Schnell geschnürte Rettungspakete wichtiger Staaten und Notenbanken zeigten Wirkung und beruhigten die Märkte. Unterstützt von der Hoffnung, dass der Zinserhöhungszyklus der Notenbanken früher als erwartet zu Ende geht, bewegten sich die Kurse bis Mitte des Jahres insgesamt weiter aufwärts.

»Nach der deutlichen Outperformance im Börsenjahr 2022 konnte unsere Aktie auch das Berichtsjahr, dank guter Geschäftsergebnisse, wieder mit einem Plus von 6,5 % abschließen.«

 

Olaf Scholz, Leiter Investor Relations

Danach folgte ein schwaches drittes Quartal. Wesentlicher Grund hierfür war die Entwicklung an den Anleihemärkten. Die langfristigen Zinsen sind von Juli bis September 2023 sowohl in den USA als auch in Europa kräftig gestiegen. Wegen geopolitischer Spannungen (Naher Osten) tauchten die Kurse im Oktober weiter ab. Ende des Monats folgte die Wende und die Aktienbörsen starteten eine fulminante Jahresendrallye. Die Aussicht auf mehrere Zinssenkungen der US-Notenbank im Jahr 2024 führten zu kräftig steigenden Kursen. Der DAX erreichte am 14. Dezember erstmals in seiner Geschichte die Marke von 17.000 Punkten. Das Jahr beendete er dann bei 16.752 Punkten. Damit legte der DAX 2023 um 20,3 % zu. Noch stärker stieg der Index der größten Aktienwerte aus der Euro-Zone, der Euro Stoxx 50. Er kam 2023 um 28,2 % voran.

Auch an anderen bekannten internationalen Aktienmärkten lief es 2023 prächtig. Angefacht von der Euphorie um das Thema Künstliche Intelligenz kletterte beispielsweise der amerikanische Nasdaq 100 um 53,8 %. Der marktbreite S&P 500 kam um 24,2 % voran. Beim bekanntesten US-Aktienindex Dow Jones betrug das Plus 13,7 %. Der japanische Nikkei schloss das Börsenjahr 2023 mit einer Performance von plus 28,2 % ab.

Krones Aktie beendet volatiles Börsenjahr mit einem Plus von 6,5 %

Trotz der deutlichen Outperformance der Krones Aktie im Vorjahr entwickelte sich das Papier 2023 mit einem Plus von 6,5 % (inkl. Dividende: + 8,1 %) in etwa so wie der MDAX (+ 8,0 %). Der SDAX kletterte um 17,1 %. Nach einem schwachen dritten Quartal zeigte unsere Aktie im vierten Quartal wieder relative Stärke.

Nach leichten Zugewinnen in den ersten beiden Quartalen 2023 verzeichnete die Krones Aktie im dritten Quartal - wie auch viele wichtige Börsenindizes -Kursverluste. Eine starke Performance zum Jahresende sorgte für ein Plus von 6,5 % im Gesamtjahr. Gestützt wurde die insgesamt positive Wertentwicklung von den guten Geschäftsergebnissen des Unternehmens.

Nach der deutlichen Outperformance der Krones Aktie im Börsenjahr 2022 konsolidierte unser Papier im ersten Quartal 2023. Es legte in diesem Zeitraum mit einem Plus von 3,5 % nicht ganz so stark zu wie der Gesamtmarkt. Im April nahm die Krones Aktie wieder Fahrt auf und markierte am 28. April mit 120,30 € den Jahreshöchstkurs. Angetrieben wurde das Papier von der Erwartung positiver Geschäftszahlen für das erste Quartal 2023. Nach Veröffentlichung der sehr guten Quartalszahlen ging es mit dem Kurs zunächst nach unten. Zum Ende des zweiten Quartals profitierte unser Titel von den positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen in Folge der positiven Geschäftsentwicklung.

Auf rückläufige Notierungen Anfang Juli folgte ein kräftiger Kursanstieg, nachdem Krones am 17. Juli die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2023 angehoben hatte. Unser Papier profitierte von positiven Analystenkommentaren. Nach Veröffentlichung der sehr guten Halbjahreszahlen am 1. August fiel der Kurs gemäß der Anlegerdevise »Sell on good news«. Die folgenden Wochen ging es mit der Aktie, analog zum Gesamtmarkt, unter Schwankungen bergab. Am 26. Oktober markierte der Krones Titel mit 89,25 € den niedrigsten Stand im Berichtsjahr.

Ab November gab die Veröffentlichung der starken Zahlen für das dritte Quartal dem Kurs einen deutlichen Schub nach oben. Das positive Momentum konnte das Papier bis zum Jahresende mitnehmen und beendete das Börsenjahr 2023 mit einem Kurs von 111,80 €, oder einem Plus von 6,5 %. Inklusive der Dividende von 1,75 € erzielte die Krones Aktie 2023 eine Performance von 8,1 %. Damit entwickelte sich die Krones Aktie, trotz der deutlichen Outperformance im Vorjahr (+ 9,5 %), in etwa wie der MDAX (Vorjahr: - 28,5 %), der im Berichtsjahr um 8,0 % zulegte. Der SDAX stieg im Berichtsjahr um 17,1 % (Vorjahr: - 27,3 %).

Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum MDAX und SDAX 2023

Kennzahlen der Krones Aktie

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zum 31.12. 2023 2022 2021
Ergebnis je Aktie 7,11 5,92 4,47
Eigenkapital je Aktie 54,3 50,58 44,05
Free Cashflow je Aktie - 3,21 11,74 6,43
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 15,7 17,7 21,5
Dividende je Aktie 2,20 * 1,75 1,40
Höchstkurs 120,30 111,40 99,60
Tiefstkurs 89,25 67,50 64,30
Jahresschlusskurs 111,80 105,00 95,90

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag; Kursangaben Quelle: Xetra

10-Jahres-Performance der Krones Aktie deutlich über MDAX

In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der Krones Aktie jährlich um durchschnittlich 6,0 %. Inklusive Dividenden lag die durchschnittliche jährliche Performance bei 7,7 %.

Der Kurs der Krones Aktie ist von 2014 bis 2023 um insgesamt 79 % gestiegen. Damit beträgt der durchschnittliche jährliche Kursgewinn in diesem Zehnjahres-Zeitraum 6,0 %. Der MDAX-Kursindex, also der MDAX ohne Dividenden, legte im gleichen Zeitraum im Durchschnitt um jährlich 2,9 % zu. Die Krones Aktie zeigt also eine deutliche Outperformance. Dies gilt auch bei Hinzurechnung der Ausschüttungen. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende nach Auszahlung jeweils wieder in Krones Titel investiert wurde, errechnet sich für die Krones Aktie seit 2014 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,7 %. Der vergleichbare MDAX-Performance-Index stieg in den vergangenen zehn Jahren nur um durchschnittlich 5,1 % im Jahr.

Wertentwicklung der Krones Aktie im Vergleich zum MDAX, 2014 - 2023

Krones Aktie mit bewegtem Index-Jahr

Nachdem die Krones Aktie am 19. Juni 2023 vom SDAX in den 50 Werte umfassenden Index der mittelgroßen Werte, dem MDAX, aufgestiegen war, schied sie zum 18. September 2023 kurzzeitig komplett aus der DAX-Indexfamilie aus. Der Grund: Krones erfüllte zur Indexüberprüfung Anfang September vorübergehend ein Basiskriterium für die Indexzugehörigkeit nicht mehr. Krones leitete umgehend Maßnahmen ein und erfüllte Mitte September wieder alle Basiskriterien für die Rückkehr in die DAX-Indexfamilie.

Die Krones Aktie hat ein turbulentes Indexfamilien-Jahr hinter sich. Ende des Berichtsjahres notierten die Anteilscheine im MDAX, also eine Börsenliga höher als im Vorjahr (SDAX).

Anfang Oktober wurde Krones in Folge einer außerplanmäßigen Indexanpassung mit Wirkung zum 9. Oktober 2023 in den SDAX aufgenommen. Im Dezember stieg das Unternehmen auf Basis der »Fast Entry«-Regel wegen des hohen Börsenwerts des Streubesitzes mit Wirkung zum 18. Dezember wieder in den MDAX auf.

Stammdaten der Krones Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur von Krones blieb im Berichtsjahr größtenteils unverändert. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2023 mit 52,1 % die Mehrheit an der Krones AG. Die Familie Kronseder will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. 5,8 % der Anteilscheine waren zum Stichtag im Besitz der Familie Schadeberg.

Aktionärsstruktur (Stand 31. Dezember 2023)

Analystenempfehlungen zur Krones Aktie

Ende Dezember 2023 lagen 14 Empfehlungen von Analysten verschiedener Institute zur Krones Aktie vor. Dabei gab es zwölf Kaufempfehlungen. Ein Analyst stufte die Krones Aktie als Halteposition ein, einer riet zum Verkauf der Aktie.

Analystenempfehlungen (Stand 31. Dezember 2023)

Krones schüttet für 2023 eine Dividende von 2,20 € je Aktie aus

Das Unternehmen verbesserte 2023 das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich. Von den positiven Geschäftszahlen sollen auch die Aktionäre profitieren. Die langfristige Dividendenpolitik von Krones sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuzahlen. Für das Geschäftsjahr 2023 will Krones die Dividende auf 2,20 € je Aktie erhöhen (Vorjahr: 1,75 €). Das entspricht 31,0 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KONZERNLAGEBERICHT

Krones auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

Krones (KRONES AG mit ihren Tochtergesellschaften) bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren die Prozesstechnologie sowie innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von Krones sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von Krones sind Service-Leistungen.

Krones unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

Krones berichtet seit 2022 über drei Segmente: »Abfüll- und Verpackungstechnologie«, »Prozesstechnologie« sowie »Intralogistik«. Das Segment »Intralogistik« war bis 2021 dem Segment »Prozesstechnologie« zugeordnet.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet Krones mit Kunden aus der Getränkeindustrie.

Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

Krones ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete Krones im Berichtszeitraum 53,6 %, auf den stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern 46,4 % der Erlöse.

Krones Konzern Umsatzverteilung 2023

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen wie zum Beispiel KHS (Salzgitter) und Sidel (Tetra Laval Group) konkurriert Krones mit einer Reihe von Firmen, die nicht die gesamte Produktpalette der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit Krones um Aufträge. In den beiden kleineren Segmenten »Prozesstechnologie« und »Intralogistik« konkurriert Krones weltweit mit den großen Anbietern wie beispielsweise Gea und Kion sowie mit kleineren regionalen Wettbewerbern.

Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich Krones als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

In dem mit Abstand größten Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling). Zudem ist das Servicegeschäft wichtiger Teil des Segments.

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Produktbehandlungstechnik

Etikettiertechnik

Inspektionstechnik

Fülltechnik

Reinigungstechnik

Kunststofftechnik

Pack- und Palettiertechnik

Transporttechnik

Kunststoff-Recycling

Siehe auch Segmentbericht Seite 171 und 225.

Umsatz in Mio. €

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2021 2022 2023
EBITDA (Mio. €) 283,2 332,7 402,3
EBITDA-Marge (%) 9,3 9,5 10,3

Segment Prozesstechnologie

In diesem Segment bietet Krones Maschinen und Anlagen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte, Milch- und Milchmischgetränke sowie alternative Proteine hergestellt und behandelt werden. Neben der Wasseraufbereitung ist das Komponentenangebot der Marken Evoguard und Ampco Pumps sowie das Servicegeschäft ebenfalls Teil des Segments »Prozesstechnologie«.

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Sudhaus- und Filtrationstechnik

Wasseraufbereitung

alternative Proteine

Komponenten (Ventile, Pumpen usw.)

Siehe auch Segmentbericht Seite 173 und 225.

Umsatz in Mio. €

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2021 2022 2023
EBITDA (Mio. €) 18,6 20,4 34,7
EBITDA-Marge (%) 6,3 5,5 7,7

Segment Intralogistik

Seit 2022 berichtet Krones über das Intralogistik-Geschäft als eigenständiges Segment. Unter dem Dach der Tochter System Logistics bietet Krones in diesem Segment die Planung und Konstruktion von vollautomatischen Lager-, Kommissionier- und Materialflusssystemen mit Hochgeschwindigkeits-Zubringern, Transporteuren und fahrerlosen Transportsystemen an. Zudem sind Servicedienstleistungen Teil des Segments.

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Lager- und Materialflusstechnik

System- und Softwarelösungen

Transporteure und fahrerlose Transportsysteme

Siehe auch Segmentbericht Seite 175 und 225.

Umsatz in Mio. €

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2021 2022 2023
EBITDA (Mio. €) 10,8 20,2 20,3
EBITDA-Marge (%) 3,7 5,9 5,9

1. Quartal 2023

Die Kundennachfrage war im ersten Quartal 2023 weiterhin außerordentlich hoch. Von Januar bis März erhielten wir Bestellungen im Wert von 1.513,1 Mio. €. Der Umsatz kletterte gegenüber dem stark von Lieferkettenproblemen beeinflussten Vorjahreszeitraum um 21,4 % auf 1.198,8 Mio. €. Die Materialverfügbarkeit war auch im ersten Quartal 2023 knapp. Dies stellte Krones vor große Herausforderungen. Die Ertragskraft verbesserte sich dennoch deutlich. Mit 114,9 Mio. € übertraf das EBITDA den Wert des ersten Quartals 2022 um 32,1 %.

Am 22. März 2023 veröffentlichte Krones den Geschäftsbericht 2022. In diesem war erstmalig die Nichtfinanzielle Erklärung als Teil des Konzernlageberichts integriert. Durch die Verschmelzung der finanziellen und nichtfinanziellen Berichterstattung unterstreicht Krones, dass bei allen unternehmerischen Entscheidungen das Thema Nachhaltigkeit einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

An den Aktienbörsen ging es von Jahresanfang bis Mitte März tendenziell aufwärts. Dann lösten mehrere Pleiten von US-Banken sowie der Kollaps der Schweizer Großbank Credit Suisse einen Kursrutsch aus. Schnell geschnürte Rettungspakete wichtiger Staaten und Notenbanken beruhigten die Märkte, die unterm Strich im ersten Quartal deutlich zulegen konnten. Der Kurs der Krones Aktie stieg nach der starken Performance im vierten Quartal 2022 nicht ganz so stark wie der Gesamtmarkt. Ende März stand unser Papier bei 108,70 € und damit um 3,5 % höher als zu Jahresanfang.

Auftragseingang Q1 in Mio. €

Umsatz Q1 in Mio. €

Aktienkurs am 31.03. in €

EBITDA Q1 in Mio. €

2. Quartal 2023

Am 23. Mai hielt Krones die 43. ordentliche Hauptversammlung (HV) ab. Nach pandemiebedingt drei virtuellen Hauptversammlungen fand das Aktionärstreffen erstmals wieder vor Ort in Neutraubling statt. Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen. Für das Geschäftsjahr 2022 erhielten die Anteilseigner eine gegenüber dem Vorjahr um 25 % höhere Dividende je Aktie von 1,75 €.

Auch von April bis Juni entwickelten sich die Geschäfte von Krones positiv. Der Auftragseingang normalisierte sich auf hohem Niveau und lag mit 1.272,8 Mio. € in der geplanten Spanne von 1,2 bis 1,3 Mrd. € je Quartal. Trotz der angespannten Lage bei der Beschaffung von Elektrokomponenten legten Umsatz und Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr zu. Der Umsatz stieg um 12,5 % auf 1.122,1 Mio. €. Überproportional um 20,9 % auf 106,5 Mio. € kletterte das EBITDA. Durch den Zukauf des US-Unternehmens Ampco Pumps Inc. im April haben wir das Komponentengeschäft in der Prozesstechnologie mit hochwertigen Pumpen ausgebaut und unsere Vertriebskraft im US-Markt deutlich gestärkt.

Im zweiten Quartal bewegten sich die Kurse an den internationalen Aktienbörsen unter teils heftigen Schwankungen leicht nach oben. Mit einem Plus von 2,2 % (inklusive Dividende: +3,8 %) legte die Krones Aktie von April bis Juni überproportional zum MDAX (- 0,2 %) und SDAX (+1,9%) zu. Unser Papier profitierte von den guten Geschäftszahlen und positiven Analystenkommentaren und Kurszielerhöhungen.

Auftragseingang Q2 in Mio. €

Umsatz Q2 in Mio. €

Aktienkurs am 30.06. in €

EBITDA Q2 in Mio. €

3. Quartal 2023

Von Juli bis September zog der Auftragseingang gegenüber dem Vorquartal an und erreichte 1.327,7 Mio. €. Die anhaltend hohe Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Krones führte zu einem Auftragsbestand, der im dritten Quartal erstmals die Marke von 4 Mrd. € überschritt. Auch beim Umsatz und Ergebnis ging es trotz herausfordernder Produktionsbedingungen weiter nach oben. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 10,0 % auf 1.164,7 Mio. €, das EBITDA kam um 16,7 % auf 110,9 Mio. € voran. Die Prognose für das Umsatzwachstum 2023 erhöhte Krones am 17. Juli auf 11 bis 13 % (vorher: 8 bis 11 %).

Die Krones Klimastrategie schreibt dem gesamten Konzern ambitionierte Reduktionszahlen bei den Treibhausgasemissionen vor. Am 26. Juli veröffentlichte das Unternehmen den Carbon Transition Plan - zu Deutsch: Klimaübergangsplan -, in dem Krones Maßnahmen, Zwischenergebnisse und weitere Pläne zur Erreichung der Klimaziele offenlegt.

Nach leichten Zugewinnen in den ersten beiden Quartalen entwickelte sich der Aktienkurs von Krones von Juli bis September unterdurchschnittlich. Trotz guter Unternehmenszahlen kam unsere Notiz kräftig unter Druck. Hauptsächlich die allgemeine Schwäche von Titeln aus der Maschinenbaubranche belastete den Wert der Krones Aktie. Insgesamt ging es mit dem Kurs im dritten Quartal um 12,2 % nach unten.

Auftragseingang Q3 in Mio. €

Umsatz Q3 in Mio. €

Aktienkurs am 30.09. in €

EBITDA Q3 in Mio. €

4. Quartal 2023

Im vierten Quartal entspannte sich die Lage auf den Beschaffungsmärkten. Das wird sich jedoch weitgehend erst 2024 im Umsatz bemerkbar machen. Von Oktober bis Dezember erreichten die Erlöse mit 1.235,1 Mio. € (+ 6,0 % ggü. Vorjahr) den höchsten Quartalswert des Berichtsjahres. Auch der Auftragseingang war mit 1.263,0 Mio. € erneut auf hohem Niveau und lag 6,8 % über Vorjahr. Am stärksten stieg von Oktober bis Dezember die Ertragskraft. Das EBITDA kletterte um 21,1 % auf 125,0 Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte Krones von 8,9 % auf 10,1 %.

Nach zwei Silbermedaillen in Folge wurde Krones im Nachhaltigkeits-Rating der Agentur EcoVadis im Oktober 2023 mit Gold ausgezeichnet. Krones zählt zu den besten fünf Prozent der bewerteten Unternehmen seiner Branche. Ein Messe-Highlight des vierten Quartals war die BrauBeviale, die vom 28. bis 30. November in Nürnberg stattfand. Krones präsentierte dort innovative Technik aus den verschiedenen Unternehmensbereichen.

Zu Beginn des vierten Quartals ging es mit der Notiz der Krones Aktie gemeinsam mit dem Gesamtmarkt nach unten. Die Veröffentlichung der guten Zahlen der ersten neun Monate 2023 führte aber Anfang November zu einem starken Kursschub. Dieses positive Momentum konnte die Krones Aktie bis zum Jahresende mitnehmen. Der Kurs legte im vierten Quartal überproportional zum Gesamtmarkt um 14,6 % auf den Jahressschlusskurs von 111,80 € zu. Damit stand die Aktie um 6,5 % höher als zu Jahresbeginn.

Auftragseingang Q4 in Mio. €

Umsatz Q4 in Mio. €

Aktienkurs am 31.12. in €

EBITDA Q4 in Mio. €

Anlagen und Lifecycle Service - nachhaltig, zuverlässig und leistungsstark produzieren

Krones liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how und unserer Linienkompetenz senken wir die Gesamtbetriebskosten (TCO) unserer Kunden. Zudem sorgen wir als verlässlicher Partner dafür, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können.

Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die die Abläufe innerhalb der Produktion steuern und optimieren.

Darüber hinaus unterstützen unsere Lifecycle Service (LCS) Experten die Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Service- und Beratungsleistungen. Wir gewährleisten, dass bei den Getränkeherstellern die Produktion beständig auf dem höchstmöglichen Leistungslevel läuft. Die LCS Teams bei Krones finden gemeinsam mit dem Kunden Lösungen für eine effiziente, sichere, kostengünstige und nachhaltige Produktion - gemäß unserem Zielbild »Solutions beyond tomorrow«. Sie stehen ihnen aber auch bei Instandhaltung und Nachrüstung mit qualifizierter Beratung zur Seite.

Um die Gesamtanlageneffizienz weiter zu steigern, spielen die digitalen Services von Krones, auf die unsere Kunden über das Portal »Krones.world« zugreifen können, eine immer bedeutendere Rolle. Die modularen Servicepakete von Krones sind optimal auf die Anlagen und Kundenbedürfnisse abgestimmt. Das Service-Team analysiert die Produktionsdaten und findet gemeinsam mit den Kunden Lösungen, die die Performance der Produktion nachhaltig verbessern.

Anhand der beiden Schaubilder einer kompletten Getränkefabrik sowie einer Abfüll- und Verpackungslinie stellen wir unser Portfolio kurz vor.

Krones liefert komplette Getränkefabriken

PET-Abfüll- und Verpackungslinie für kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke

Strategie und Steuerungssystem

Auf Basis seiner Technologieführerschaft und den Ansprüchen seiner Kunden hat Krones mit »Solutions beyond tomorrow« 2022 ein neues, ambitioniertes Zielbild entwickelt. Obwohl wir erst am Anfang eines langen Weges stehen, verzeichnen wir bereits Erfolge durch unser Handeln, das wir an dem neuen Zielbild ausrichten.

»Krones ist auf einem stabil wachsenden Markt sehr gut positioniert. Mit dem Zielbild >Solutions beyond tomorrow< beschreibt Krones seinen Weg in eine erfolgreiche und nachhaltige Zukunft.«

 

Christoph Klenk, CEO

Bei allen Veränderungen, die wir als Unternehmen anstreben oder die sich durch die hohe wirtschaftliche Volatilität ergeben, hilft uns die enorme Flexibilität und Motivation der gesamten Belegschaft. Auch im vergangenen Geschäftsjahr waren die Herausforderungen für das Krones Team anspruchsvoll. Es galt den extrem hohen Auftragseingang in 2022, trotz der noch schwierigen Materialversorgung in 2023, termingerecht und in gewohnt hoher Qualität abzuarbeiten. Das ist uns durch das hohe Engagement der Belegschaft gelungen, wie die sehr guten Geschäftszahlen für das Jahr 2023 zeigen.

Stabile Nachfrage aus attraktiven Märkten

Unterstützung kommt von unseren attraktiven Absatzmärkten aus der Getränke- und Liquid-Food-Industrie. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln steigt stabil. Hierfür sorgen bedeutende Megatrends wie die zunehmende Weltbevölkerung, eine wachsende Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern sowie der kontinuierliche Anstieg der Stadtbevölkerung, vor allem im Globalen Süden. Zudem sorgen die beiden Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung langfristig für hohe Nachfrage. Als international führender Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik ist Krones mit seinem weltweiten Komplettangebot sehr gut positioniert, um die Chancen des Marktes zu nutzen.

Gute Geschäftszahlen, eine bessere Materialversorgung sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen trüben aber keineswegs den Blick auf die kurz- und langfristigen Risiken. Konflikte wie in der Ukraine und im Nahen Osten haben in jüngster Zeit deutlich zugenommen. Die Spannungen zwischen den USA und China könnten mittel- und langfristig ebenfalls zu deutlichen Verschiebungen der Weltordnung und einer De-Globalisierung der Weltwirtschaft führen. Langfristig stellen der Klimawandel, die Verfügbarkeit von natürlichen Ressourcen sowie die Digitalisierung - wie für nahezu alle Unternehmen - Risikofaktoren dar. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung bieten aber auch riesige Chancen für das Geschäft von Krones.

Flexibler und widerstandsfähiger durch verbesserte Kostenstruktur

Wachstum ist eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft von Krones. Aber es muss profitabel sein. Daher ist es eine unserer strategischen Kernaufgaben, die Kosten- und Organisationsstruktur von Krones weiter zu verbessern. Hierfür setzen wir in nahezu allen Bereichen Kostensenkungsprogramme um. Parallel beschleunigen und digitalisieren wir die internen Prozesse und Abläufe.

Der Ausbau des globalen Wertschöpfungsverbundes liefert einen weiteren bedeutenden Beitrag für verbesserte Kostenstrukturen. Je globaler und redundanter die Beschaffung und Produktion von Krones aufgestellt ist, umso flexibler kann das Unternehmen auf verschiedenste Krisenszenarien, wie beispielsweise protektionistische Maßnahmen, regionale Lieferkettenprobleme oder Produktionsausfälle reagieren. Der in den vergangenen Jahren vorangetriebene Aufbau der Produktionsstandorte und der dazu gehörigen Lieferketten in Ungarn und China bringt dem Unternehmen deutliche Kostenvorteile. In den kommenden Jahren wollen wir den Anteil der internationalen Wertschöpfung im Krones Konzern kontinuierlich ausbauen.

Ziel des Unternehmens ist es, den Anteil der Fixkosten an den Gesamtkosten zu verringern. So können wir auf die mittlerweile stärker schwankenden wirtschaftlichen Bedingungen noch flexibler reagieren und unsere Widerstandsfähigkeit in Krisensituationen weiter stärken.

Absatzpreise auf angemessenem Niveau halten

Wichtige Stellschraube für die Profitabilität von Krones sind die Absatzpreise. Mit Hilfe unserer innovativen Lösungen und der zuverlässigen Abwicklung von internationalen Kundenprojekten ist es uns in den beiden vergangenen Geschäftsjahren gelungen, die Absatzpreise an das gestiegene Kostenniveau anzupassen. Trotz des weiterhin intensiven Wettbewerbs werden wir an unserer Pricing-Strategie festhalten und steigende Kosten für Material und Personal weitergeben. Der hohe Auftragsbestand bietet die Chance, auch bei möglichen Nachfragerückgängen unsere Preisdisziplin durchzuhalten.

Innovationen sind der Kern für den langfristigen Erfolg von Krones

Ausschlaggebend für eine nachhaltig gute Preisqualität sind qualitativ hochwertige und innovative Produkte und Services. Sie müssen den Kunden einen signifikanten und messbaren Mehrwert bieten und sie bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen. Um die Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu verstehen, tauschen wir uns regelmäßig mit ihnen aus und entwickeln gemeinsam Lösungen. Krones konzentriert sich bei Neuentwicklungen, basierend auf dem neuen Zielbild »Solutions beyond tomorrow«, auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen. Unsere F&E-Strategie sowie eine Auswahl der Innovationen des Berichtsjahres stellen wir auf den Seiten 79 bis 84 vor.

Solutions beyond tomorrow - Zukunft nachhaltig und erfolgreich gestalten

Der Fokus von »Solutions beyond tomorrow« liegt auf drei wesentlichen Herausforderungen der Menschheit. Den Klimawandel aufhalten, die Weltbevölkerung ernähren und verantwortungsbewusst mit Verpackungsmaterialien umgehen. Abgeleitet davon bildet das neue Zielbild die Basis für die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Hier setzen wir den Fokus auf die Kernthemen: Nachhaltigkeit, Servicequalität und Digitalisierung. Diese drei Themen bestimmen auch die strategische Ausrichtung unserer drei Segmente.

Solutions beyond tomorrow - unser strategischer Fokus

Nachhaltigkeit - Top-Thema bei Kunden und Krones

Größter Innovations- und Wachstumstreiber der nächsten Dekade sind nachhaltige Produkte. Die Nachfrage unserer Kunden nach Maschinen, Anlagen, Linien und kompletten Getränkefabriken, mit denen sich wertvolle Ressourcen einsparen und der CO 2 -Ausstoβ senken lassen, nimmt stark zu. Krones unterstützt die Kunden bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele und ermöglicht ihnen eine ressourcenschonende und kreislauforientierte Produktion von Getränken und Lebensmitteln.

Unser Anspruch - zu einer klimafreundlichen Industrie beitragen

Krones hat sich dazu verpflichtet, einen wesentlichen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz beizusteuern. Details zur Umsetzung unserer Klimastrategie haben wir Mitte 2023 erstmals im »Public Carbon Transition Plan« veröffentlicht. Darin legt der Konzern seine Ziele, Maßnahmen und Fortschritte sowie weitere Umsetzungspläne zur Erreichung seiner Klimaziele offen und wird dieses Dokument künftig jährlich updaten.

Neben der Optimierung der eigenen Prozesse ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir nachhaltige Lösungen für unsere Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie entwickeln und umsetzen. Mit dem TÜV-zertifizierten und dynamisch weiterentwickelten Nachhaltigkeitsprogramm enviro unterstützt Krones die Kunden optimal bei der Umsetzung ihrer ehrgeizigen Klimaziele. Denn die energie- und medieneffiziente Produktreihe spart dem Kunden beim Betrieb unserer Maschinen und Anlagen nachweislich und messbar wertvolle Ressourcen ein. Schon seit Jahren profitieren die Kunden vom niedrigeren Energie- und Ressourcenverbrauch unserer enviro Produkte. Zudem unterstützen die Krones Nachhaltigkeitsberater unsere Kunden mit einem ganzheitlichen und fabrikübergreifenden Ansatz, ihren ökologischen Fußabdruck messbar zu verkleinern - egal ob bei einem Neubau oder einer existierenden Anlage.

Krones hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, dass die von uns produzierten Anlagen und Maschinen beim Kunden bis 2030 weitere 25 % an Energie und Ressourcen in absoluten Mengen gegenüber 2019 einsparen. Da Krones den Absatz neuer Maschinen und Anlagen in den vergangenen beiden Jahren deutlich gesteigert hat und auch künftig wachsen will, müssen die Einsparungen je Maschine oder Anlage erheblich über diesen 25 % liegen. Die Erreichung dieses Ziels erfordert noch viel Arbeit, aber die starke Nachfrage nach enviro Produkten spornt uns an.

Die betriebsbezogenen Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2) will das Unternehmen bis 2030 gegenüber 2019 um 80 % senken, die Emissionen aus der Wertschöpfungskette (Scope 3) um 25 %. Im Geschäftsjahr 2023 stehen wir für Scope 1 und Scope 2 bei etwa 50 % Reduktion und sehen auch für Scope 3 positive Effekte der lieferketten- und produktbezogenen Einsparungen. Unsere Klimastrategie haben wir Anfang 2024 um ein Netto-Null-Emissionsziel bis 2040 erweitert.

Emissionen und Plastik einsparen durch geschlossene Kunststoff-Kreisläufe

Um das Problem mit dem Plastikmüll auf unserem Planeten zu lösen, müssen wir weg vom einmaligen Gebrauch hochwertiger Kunststoffe hin zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Viele Getränkehersteller werden daher den Anteil von recyceltem PET (RPET) in ihren Flaschen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, um den Verbrauch der wertvollen Ressource PET deutlich zu verringern. Krones wird seine Kunden dabei unterstützen: vom Material sparenden Verpackungsdesign sowie der Preform- (Spritzgießen) und Behälterherstellung (Streckblasen) über das Abfüllen, Etikettieren und Verpacken bis hin zum Recycling von gebrauchten Kunststoffbehältern und deren erneuten Einsatz in der Lebensmittelindustrie. Im Februar 2024 haben wir den Vertrag zum Kauf des Schweizer Spritzgießtechnologie-Unternehmens Netstal unterzeichnet. Den endgültigen Abschluss der Transaktion (Closing) erwarten wir in der ersten Hälfte 2024. Nach dem Closing haben wir den Kunststoff-Kreislauf geschlossen und verfügen dann über alle wesentlichen Produkte, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue Behälter für die Abfüllung von Getränken herzustellen.

Mit der Recycling-Technologie von Krones lassen sich auch andere hochwertige Verpackungskunststoffe (HDPE, LDPE, PP, PS) wiederverwerten. Somit leisten wir einen wichtigen Beitrag, damit die wertvolle Ressource Kunststoff nicht verloren geht und die Plastikmüllmenge verringert wird (Bottle-to-Bottle-Recycling). Um das Potenzial unserer Recyclingtechnologie noch besser auszuschöpfen, werden wir diesen Bereich 2024 ausgliedern und als eigenständige Gesellschaft aufstellen (Carve-out). Bei dem Carve-Out der Brauereiaktivitäten haben wir das bereits erfolgreich umgesetzt.

Mit alternativen Proteinen das Klima schützen und die Menschheit nachhaltig ernähren

Eine der drei großen globalen Herausforderungen, der sich Krones gemeinsam mit seinen Kunden stellt, ist die nachhaltige und klimafreundliche Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. Der vor allem in den Industrieländern sehr hohe Verzehr von tierischem Eiweiß verursacht einen enormen Ausstoß an Treibhausgasen. Die Lösung dieses Problems liegt in der Herstellung hochwertiger pflanzlicher Proteine als Alternative zum tierischen Eiweiß.

In diesem mittel- und langfristig aufstrebenden Markt, der laut Analysten bis 2030 um jährlich 15 % wachsen soll, will Krones künftig eine bedeutende Rolle einnehmen. Bereits etabliert ist der Markt für alternative Milchprodukte aus Pflanzen (Soja, Hafer, Nüsse usw.). Hier nutzt Krones sein umfangreiches Milch-Know-how und unterstützt die Produzenten mit der kompletten Prozesstechnik. Bei der Herstellung fester pflanzlicher Proteine profitiert das Unternehmen von der jahrzehntelangen Erfahrung in der Fermentation (biologischer Umwandlungsprozess). Krones ist damit in dem wichtigen zukunftsträchtigen Markt für alternative Proteine gut positioniert.

Globale Fleischmarktprognose (in Mrd. USD, global) *

* Zahlen sind auf Hundertmilliarden gerundet

** durchschnittliche jährliche Wachstumsrate

*** Der Konsum von veganem Fleischersatz dürfte von 2025 bis 2040 jährlich im Durchschnitt um 9 % steigen. Damit ist das Wachstumstempo um den Faktor 3 höher als beim gesamten Fleischkonsum.

Quelle: Statista 2024 (Veröffentlichung: 2. Januar 2024)

Digitalisierung - hilft Ressourcen sparen und ist Basis für neue Geschäftsmodelle

Die Digitalisierung der Getränkefabrik schreitet unvermindert voran. Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Getränkehersteller ihre Anlagen auf Effizienz trimmen. Die Digitalisierung ist hierfür ein entscheidender Faktor. Krones hat diesen Trend sehr früh erkannt und liefert schon seit Jahren digitalfähige Maschinen und Anlagen aus. Wir profitieren bei der Digitalisierung der Getränkefabriken von unserer Linien- und Fabrikkompetenz, also dem Wissen vom Zusammenspiel vieler einzelner Maschinen und Anlagen zu einem großen Ganzen.

Insgesamt kümmern sich im Krones Konzern rund 1.500 Beschäftigte um Digitalisierungsthemen. In der 2022 etablierten Einheit Krones.digital entwickeln rund 500 Software- und IT-Ingenieure ausschließlich digitale Produkte und Services für unsere Kunden. Bis 2025 wollen wir die Digitalisierungseinheit auf knapp 700 Fachkräfte ausbauen.

Digitale Produkte und Services müssen beim Kunden einen Mehrwert schaffen, entweder durch höhere Produktsicherheit, durch zuverlässigere Produktion oder durch geringere Betriebskosten. Das Unternehmen hat alle seine digitalen Services auf einem browser-basierten Online-Portal gebündelt, der Krones.world. Von dort aus können die Anlagenbetreiber auf alle digitalen Services zugreifen. Ziel von Krones ist es, das gesamte Leben einer Maschine oder Anlage digital zu begleiten. So will sich das Unternehmen vom Maschinen- und Anlagenhersteller stärker zu einem Service-Dienstleister entwickeln - von »Built by Krones« hin zu »Managed by Krones«. Über gestaffelte Dienstleistungsverträge erbringt Krones für den Anlagenbetreiber gemeinsam festgelegte Leistungen, mit denen die Effizienz der Anlage messbar verbessert wird. Im Gegenzug erhält das Unternehmen vom Kunden eine Servicegebühr.

Aber auch intern verändert die Digitalisierung viele Produkte und Prozesse. Diese wird Krones mit Hilfe digitaler Werkzeuge, wie beispielsweise künstlicher Intelligenz (KI), verbessern und beschleunigen. So hat unser Team unter anderem eine KI-basierte Lösung entwickelt, mit der sich für unseren Vertrieb die Angebotserstellung deutlich verkürzt und den Kunden sowie Krones viel Zeit spart.

Mit weltweit rund 3.000 Service-Beschäftigten immer nah am Kunden

Für die praktische Umsetzung der digitalen Services sowie aller anderen Servicedienstleistungen sorgen unsere rund 3.000 Service-Beschäftigten in mehr als 70 Ländern. So können wir uns schnell und direkt um die Anliegen der Kunden vor Ort kümmern - ein wesentliches Kriterium für nachhaltige Kundenzufriedenheit. Den Kunden kommt die gute Ausbildung unserer Service-Beschäftigten sowie deren Anlagenexpertise und Linienkompetenz zu Gute.

Mit Hilfe unserer weltweit strategisch gut platzierten LCS Center können wir die Anlagenbetreiber zudem überall auf dem Planeten schnell mit Ersatzteilen versorgen. Langfristiger Wachstumstreiber des attraktiven LCS Geschäfts ist die wachsende installierte Anlagen-Basis. Zusätzlich will Krones den Anteil der betreuten eigenen Linien weiter steigern.

Wachstum durch weitere Internationalisierung

Um den ansteigenden Servicebedarf zu bedienen, wird Krones unvermindert in den Ausbau der Vertriebs- und Servicestrukturen investieren und das Service-Team weiter aufstocken. Der Schwerpunkt liegt hier in den internationalen Märkten, weil dort die Wachstumsraten weiter überdurchschnittlich hoch sein werden. In diesen Märkten wird Krones stark in die Standorte und Beschäftigte aus diesen Regionen investieren. Vor allem die Regionen Asien-Pazifik und Afrika dürften langfristig am deutlichsten zulegen. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen die Zahl der Beschäftigten in den in der Tabelle aufgeführten Regionen um 792 auf 6.457 erhöht.

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen 2019 - 2023

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Jahr Südamerika Nordamerika Afrika Asien/​ Pazifik Osteuropa China
2019 782 745 671 1.009 933 792
2020 778 1.011 639 974 922 742
2021 803 1.046 633 959 1.006 732
2022 871 1.206 671 1.023 1.092 802
2023 943 1.430 681 1.143 1.345 915
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Jahr Gesamt
2019 4.932
2020 5.066
2021 5.179
2022 5.665
2023 6.457

Krones Global Footprint

Strategischer Fokus in den Segmenten

Abfüll- und Verpackungstechnologie:

PET ist weiterhin sehr gefragt und auch Dosen und Aseptik stützen Wachstum

Getränkeverpackungen aus PET sind bei unseren Kunden und den Konsumenten weiterhin sehr beliebt. Die Nachfrage nach PET-Linien bleibt stabil auf hohem Niveau. Die Gründe liegen auf der Hand. PET-Behälter sind leicht und handlich, aber auch stabil und strapazierfähig. Zudem erzeugt dieses Verpackungsmaterial einen relativ geringen CO 2 -Fußabdruck und ist in der Herstellung vergleichsweise günstig, was sich positiv auf den Verkaufspreis der Endprodukte auswirkt. Damit sorgen wir mit unseren PET-Linien für nachhaltige und bezahlbare Getränke, wie in unserem Zielbild festgeschrieben. Mit noch besserer Performance bei gleichzeitig niedrigerem Ressourcenverbrauch der Anlagen wollen wir unsere führende Position bei PET-Linien festigen und ausbauen.

Damit PET langfristig das beliebteste Verpackungsmaterial für Getränke bleibt, muss künftig ein Großteil der Verpackungen aus recyceltem PET stammen. Hier ist Krones bestens positioniert und kann die Kunden mit seinen Recyclinganlagen unterstützen. Zudem haben wir bereits viele Linien bei Kunden, die RPET, das leicht veränderte Eigenschaften zum originären PET aufweist, problemlos verarbeiten.

Auch der Markt für die aseptische, also keimfreie, Abfüllung in PET-Behälter bietet gute Wachstumschancen für das Kernsegment. Vor allem in den USA dürfte die Nachfrage hoch bleiben, da dort bislang das Hotfill-Verfahren, also das keimfreie Abfüllen unter Hitze mit hohem Energieaufwand, der Standard war. Dieses Verfahren wollen die US-Getränkehersteller verstärkt durch technologisch hochwertige und nachhaltige Aseptikanlagen ablösen. Mit ihnen lässt sich der CO 2 -Fußabdruck und der Plastikverbrauch deutlich reduzieren.

Den Trend zur Dose hat Krones vor einigen Jahren erkannt und ist mittlerweile bei der Abfüllung von Bier und Softdrinks in Metallbehältern weltweit Marktführer. Die Aluminium-Getränkedose ist die meist recycelte Getränkeverpackung der Welt und lässt sich ohne Qualitätsverlust nahezu unbegrenzt wiederverwerten. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung. Krones will die Position bei Dosenlinien mit flexiblen, hygienischen sowie platz- und ressourcensparenden Anlagen stärken.

Prozesstechnologie:

Energieeffiziente Lösungen und alternative Proteine sind Märkte der Zukunft

Der in den Vorjahren eingeleitete Umbau des Segments Prozesstechnologie schreitet gut voran. Technologien zur Produktion pflanzlicher Proteine sowie energieeffizienter Lösungen zur Getränkeherstellung werden an Bedeutung gewinnen. Die Nachfrage nach beiden Technologien wird mittel- und langfristig überdurchschnittlich zulegen, da sie den weltweiten CO 2 -Ausstoβ verringern. Darüber hinaus werden wir in diesem Segment das LCS und Komponenten-Geschäft ausbauen. Beide Bereiche sollen zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Prozesstechnologie beitragen. Mit dem Zukauf des Pumpenherstellers Ampco Pumps in den USA im 2. Quartal 2023 haben wir unser Pumpenportfolio komplettiert und so das Komponentengeschäft gestärkt sowie die Vertriebskraft im US-amerikanischen Markt ausgebaut.

Intralogistik:

Markt mit Potenzial

Das Segment Intralogistik profitiert neben dem dynamischen Wachstum des Logistikmarktes ebenfalls vom Megatrend Nachhaltigkeit. Dabei wird das Potenzial der Intralogistik von den Kunden oftmals noch unterschätzt. Mit Lösungen unserer Konzerngesellschaft System Logistics lassen sich bis zu 40 % Energie sowie bis zu 20 % der Betriebskosten einsparen. Zudem entlasten unsere automatisierten Lösungen die Logistik-Beschäftigten und verringern das notwendige Betriebspersonal - in Zeiten des Arbeitskräftemangels ein großer Mehrwert für die Kunden.

Mittelfristig wird Krones das Intralogistik-Geschäft stärker internationalisieren und auch auf Kundengruppen außerhalb des Getränke- und Liquid-Food-Marktes ausweiten. Ein höherer Umsatzanteil von automatischen Kommissioniersystemen und autonomen mobilen Robotern wird die Ertragskraft des Segments weiter stärken, genauso wie der Ausbau des Servicegeschäfts.

Finanzposition sorgt für Resilienz und ermöglicht Zukunftsinvestitionen

Durch die gute Geschäftsentwicklung hat Krones im Berichtsjahr seine Kapital- und Finanzkraft weiter auf sehr hohem Niveau gehalten. Zum Jahresende 2023 wies das Unternehmen eine sehr solide Eigenkapitalquote von 38,3 % sowie eine Netto-Cash-Position von 445 Mio. € aus. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft über freie Kreditlinien von rund 850 Mio. €. Die Finanz- und Kapitalstruktur gibt dem Unternehmen und seinen Beschäftigten in diesen wirtschaftlich und politisch unruhigen Zeiten die nötige Stabilität und Sicherheit. Mit der komfortablen Kapitalausstattung kann Krones zudem wichtige Wachstums- und Zukunftsinvestitionen aus eigener Kraft umsetzen.

Rund 5 % des Umsatzes wird Krones weiterhin in Forschung & Entwicklung investieren. Darüber hinaus plant der Vorstand in den kommenden Jahren jeweils zwischen 2,5 % und 3,5 % des Umsatzes für langfristige Vermögenswerte auszugeben. Die Gelder werden hauptsächlich in die Optimierung der Prozesse und Produktionsstrukturen sowie in IT-Systeme fließen. Ein bedeutender Teil der Investitionen wird auch künftig für interne Nachhaltigkeitsprojekte (Scope 1 + 2) verwendet.

Zukäufe sind und bleiben Teil der Wachstumsstrategie von Krones. Bei potenziellen Akquisitionen legen wir den Fokus auf mittelgroße profitable Unternehmen, die das bestehende Portfolio technologisch und regional stärken oder Märkte außerhalb der Getränke- und Liquid-Food-Industrie erschließen. Hierzu zählt beispielsweise das Abfüllen und Verpacken von Speisen sowie Pharma- und Kosmetikprodukten. Wir haben im Berichtsjahr und auch im laufenden Jahr unsere Akquisitionsstrategie weiter umgesetzt. Durch den Zukauf des US-Unternehmens Ampco Pumps im zweiten Quartal 2023 haben wir das Komponentengeschäft in der Prozesstechnologie mit hochwertigen Pumpen ausgebaut und den Zugang zum US-Markt deutlich verbessert. Nach dem für die erste Hälfte 2024 geplanten finalen Abschluss der Akquisition des schweizerischen Spritzgießtechnologie-Unternehmens Netstal wird Krones den Kunden alle wichtigen Maschinen, Anlagen und Services für den kompletten PET-Verpackungskreislauf anbieten können. Zudem untermauert Netstal die Strategie von Krones, den Kundenfokus auf die Branchen Medizin/​Pharma, Kosmetik und Lebensmittel zu erweitern.

Die Anteilseigner wird Krones weiterhin über Dividendenausschüttungen angemessen am Unternehmenserfolg beteiligen. Die Dividendenstrategie der Gesellschaft sieht vor, dass ein Beitrag in Höhe von 25 bis 30 % des erzielten Konzerngewinns an die Anteilseigner ausgeschüttet wird, wobei sich das Unternehmen seit mehreren Jahren am oberen Ende der Spanne orientiert.

Liquiditätsreserven 31.12.2023

Nettoliquidität in Mio. € zum 31.12.

Free Cashflow und ROCE verbessern - Working Capital optimieren

Krones legt bei den Finanzkennzahlen, neben Umsatz und Ertrag, einen starken Fokus auf den Free Cashflow sowie den ROCE, also die Rendite auf das eingesetzte Kapital. Um unser ROCE-Ziel von mindestens 20 % bis 2025 zu erreichen (2023: 16,3 %), werden wir sowohl das EBIT steigern, als auch das im Working Capital gebundene Kapital mittelfristig weiter optimieren. Hierfür hat das Unternehmen Maßnahmen eingeleitet, die das Working Capital entlasten. Ein niedrigeres Working Capital wirkt sich positiv auf die Kapitalrendite ROCE aus.

Auch für den Free Cashflow stellt das Working Capital einen wichtigen Einflussfaktor dar. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr freie Finanzmittel stehen dem Unternehmen zur Verfügung. Nach dem außerordentlich hohen Free Cashflow im Jahr 2022 ging dieser im Berichtsjahr, hauptsächlich aufgrund des starken Aufbaus von Working Capital, erwartungsgemäß deutlich zurück. 2024 sollte der Free Cashflow wieder steigen und mittelfristig zulegen.

Krones ist auf einem sehr guten Weg die mittelfristigen Ziele bis 2025 zu erreichen - teilweise auch schon früher

Das Unternehmen hat sich Ende 2021 ambitionierte Ziele bis zum Jahr 2025 gesetzt.

Mittelfristige Ziele bis 2025

Die Umsätze sollen bis 2025 organisch, also ohne Zukäufe, durchschnittlich um 5 % jährlich wachsen. Inklusive Akquisitionen peilt das Unternehmen für 2025 einen Umsatz von mindestens 5 Mrd. € an (2023: 4,72 Mrd. €). Aufgrund des starken Umsatzanstiegs in den Jahren 2022 und 2023 sowie des hohen Auftragsbestands erwartet Krones, dieses Ziel bereits im Geschäftsjahr 2024 zu erreichen.

Um nachhaltig erfolgreich zu sein, will das Unternehmen weiter profitabel wachsen. Nur wer ausreichend Gewinne erwirtschaftet, kann die nötigen Zukunftsinvestitionen tätigen sowie mögliche Krisen überstehen. Das Unternehmen strebt mittelfristig eine EBITDA-Marge von 10 bis 13 % an (2023: 9,7 %). Der Vorstand ist zuversichtlich, mit den eingeleiteten Maßnahmen dieses Ziel, trotz der stark steigenden Material- und Personalkosten, zu erreichen.

Den ROCE (Return on Capital Employed), als Zielgröße für die Effizienz des eingesetzten Kapitals, will Krones bis 2025 auf mindestens 20 % steigern (2023: 16,3 %).

Insgesamt sieht Krones derzeit deutlich mehr Chancen als Risiken, die mittelfristigen Ziele bis 2025 zu erreichen.

Krones Team macht den Unterschied - wichtigster Erfolgsfaktor von Krones

Das komplette Krones Team hat in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Job gemacht. In den verschiedensten Krisen (Corona, Ukraine-Konflikt, Materialengpässe) haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewiesen, dass sie sich auf plötzlich verändernde Rahmenbedingungen schnell und flexibel einstellen können. Sie haben auch in den schwierigen Zeiten für unsere Kunden deren Projekte termingetreu umgesetzt und dadurch viel Vertrauen bei den Kunden gewonnen. Im laufenden Jahr gilt es, die Aufträge zügig und in gewohnter Qualität abzuarbeiten. Wir sind zuversichtlich, auch diese Herausforderung zur Zufriedenheit der Kunden zu bewältigen.

Der enorme Teamgeist, das einzigartige Know-how gepaart mit hoher Kreativität und Einsatzbereitschaft der Belegschaft, machen Krones widerstandsfähig und erfolgreich. Um weiterhin über ausreichend motivierte und qualifizierte Beschäftigten zu verfügen, wird Krones weiterhin in die Aus- und Weiterbildung des Personals investieren und die Belegschaft in den kommenden Jahren, vor allem in den Bereichen IT, Software, Service sowie in den Schwellen- und Entwicklungsländern, verstärken.

Das Steuerungssystem von Krones

Das Management von Krones steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand der folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren:

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Umsatzwachstum

EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz)

ROCE - Return on Capital Employed - Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital.

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, werden wir auch mittelfristig in allen drei Segmenten ein profitables Wachstum generieren.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Die Profitabilität, gemessen an der EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz) ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten.

Unsere dritte Steuerungsgröße ist seit dem Geschäftsjahr 2022 der ROCE (Return on Capital Employed), der auf Konzernebene ermittelt wird. Er errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung der vergangenen vier Quartale. Der ROCE ist eine für den Kapitalmarkt sehr wichtige Rentabilitäts-Kennziffer. Sie zeigt den Investoren, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist, also wie effizient das Unternehmen das eingesetzte Kapital nutzt. Bis zum Geschäftsjahr 2021 war das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, unsere dritte Steuerungsgröße.

Entwicklung der Steuerungsgrößen in den vergangenen 5 Jahren

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2019 2020 2021 2022 2023
Umsatzwachstum ggü. Vorjahr 2,7 % -16,1% 9,4 % 15,8 % 12,2 %
EBITDA-Marge 5,7 % 4,0 % 8,6 % 8,9 % 9,7 %
ROCE (ab Geschäftsjahr 2022) 2,2 % -2,2% 10,0 % 14,1 % 16,3 %
Working Capital/​Umsatz (bis inkl. Geschäftsjahr 2021) 26,9 % 28,3 % 24,8 % 19,0 % 17,8 %

Weitere wichtige Finanzkennzahlen

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für Krones der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiterhin am EBT, dem Ergebnis vor Steuern, an der EBT-Marge (EBT im Verhältnis zum Umsatz) und am Working Capital im Verhältnis zum Umsatz.

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Neben finanziellen Steuerungsgrößen sind auch nichtfinanzielle Zielgrößen, die im Detail in der Nichtfinanziellen Erklärung (Seite 85 bis 145) dargestellt sind, stark in der Unternehmensstrategie von Krones verankert. Das Thema Nachhaltigkeit hat einen sehr hohen Stellenwert und steht auch im Fokus des Krones Zielbildes.

Wichtige nichtfinanzielle Kennzahlen sind die Treibhausgasemissionen (Scope 1, Scope 2 und Scope 3), der Wasserverbrauch, gefährliche Abfälle, Arbeitsunfälle sowie der Frauenanteil in Führungspositionen.

Im Zuge der Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns, die der Vorstand im Geschäftsjahr 2020 offiziell verabschiedete, hat sich das Unternehmen ambitionierte Emissionsreduktionsziele entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesetzt.

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Unseren eigenen CO 2 -Fußabdruck (Scope 1 und Scope 2) wollen wir bis 2030 um 80 % reduzieren, bezogen auf das Basisjahr 2019.

Die ungemein höheren Scope 3 Emissionen, die überwiegend durch den Einsatz unserer Maschinen und Anlagen beim Kunden verursacht werden, wollen wir im gleichen Zeitraum um 25 % verringern, ebenfalls bezogen auf das Basisjahr 2019.

Weitere Nachhaltigkeitsziele sind:

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Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine gefährlichen Abfälle sowie den Trinkwasserverbrauch bis 2030 um zehn Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.

Wir reduzieren sowohl die Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage nach Arbeitsunfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden im Krones Konzern um 30 Prozent bis 2030, verglichen mit dem Basisjahr 2020.

Forschung und Entwicklung (F&E)

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Krones investiert 4,1 % des Umsatzes in F&E

Nachhaltigkeit bleibt wesentlicher Innovationstreiber

»Line of the future« im Fokus

Internationalisierung und Partnerschaften stärken F&E

Innovationen sichern die Zukunft unseres Unternehmens. Nur mit kreativen Produkten und Dienstleistungen kann Krones die Vision des neuen Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« in die Tat umsetzen. Ausschlaggebend hierfür ist der Bereich Forschung & Entwicklung (F&E). Er genießt bei Krones seit jeher einen hohen strategischen Stellenwert und bleibt die Grundlage für den nachhaltigen Unternehmenserfolg.

4 ,1 % des Umsatzes investierte Krones 2023 in F&E

Krones investiert stabil hohe Summen in Forschung und Entwicklung. Die Anzahl der Patente unterstreicht den Erfolg dieser Investitionen.

Hoch qualifizierte Krones Beschäftigte treiben weltweit Neu- und Weiterentwicklungen von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen voran. Um das Innovationstempo zu halten, investiert das Unternehmen hohe Summen in F&E. 2023 flossen 194 Mio. € (Vorjahr: 178 Mio. €) oder 4,1 % des Konzernumsatzes (Vorjahr: 4,2 %) in den Bereich F&E. Hiervon wurden 21,7 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.

Innovative F&E sorgt für starkes Patentportfolio und sichert technologischen Vorsprung

Die Innovationsstärke der Krones F&E-Beschäftigten spiegelt sich in der Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster wider. Sie stiegen in den vergangenen Jahren kontinuierlich und lagen zum Jahresende 2023 bei 7.058 (Vorjahr: 6.855). Krones achtet bei seiner aktiven Patentstrategie darauf, alle wichtigen Neu- und Weiterentwicklungen rechtlich stark abzusichern und so den technologischen Vorsprung zu schützen.

F&E-Aufwand Krones Konzern in Mio. € und in % vom Umsatz

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Krones Konzern

Die F&E-Strategie von Krones

Bei allen F&E-Aktivitäten steht der Kundenutzen im Fokus. Neue Produkte und Services müssen beim Kunden Mehrwert schaffen. Durch den intensiven Austausch mit unseren Kunden kennen wir deren Bedürfnisse und Visionen. Wir wollen für sie Lösungen über das Erwartbare hinaus entwickeln. Die F&E-Strategie von Krones orientiert sich am Zielbild mit dem Motto »Solutions beyond tomorrow«, das unser F&E-Team anspornt und wichtige Leitplanken für die Priorisierung von Projekten liefert.

Krones konzentriert sich in seiner F&E-Strategie auf drei Schwerpunktthemen:

Nachhaltigkeit

Systemlösungen

Digitalisierung

Wichtigster Innovationstreiber ist das Thema Nachhaltigkeit. Ressourcen schonen und Emissionen verringern, haben bei unseren Kunden höchste Priorität. Zudem spielen kurze Umrüstzeiten, weniger Bedienpersonal sowie eine verbesserte Anlageneffizienz eine wichtige Rolle. Einen ebenfalls starken Fokus legen wir bei unseren F&E-Aktivitäten auf die Digitalisierung. Sie ist die Basis für neue Geschäftsmodelle. Dabei sind die digitalen Daten die Grundlage, um verbesserte Services anzubieten.

Krones verfolgt bei Neu- und Weiterentwicklungen einen »Top-Down-Ansatz«. Das heißt, wir haben bei allen Entwicklungsprojekten zunächst die gesamte Getränkefabrik im Blick, also Getränkeproduktion, -abfüllung und -verpackung sowie Intralogistik. Im Anschluss brechen wir die angestrebten Verbesserungen auf die einzelnen Linien-Bestandteile herunter. Wichtig ist zudem, dass alle Neu- und Weiterentwicklungen nachrüstbar sind, also auch in bereits bestehende Maschinen und Anlagen der Kunden eingesetzt werden können und dem Kunden Mehrwert liefern.

Programme der F&E-Strategie

Die F&E-Strategie und -Werttreiber definieren die F&E-Programme von Krones. Diese haben das klare Ziel, unsere in »Solutions beyond tomorrow« festgelegten Visionen in marktfähige Lösungen für unser Kunden möglichst schnell umzusetzen. Ziel ist es, auf der drinktec 2025 die hochinnovative Krones »Line of the future«, also die Abfüll- und Verpackungslinie der Zukunft, vorzustellen. Der Entwicklungsfokus der »Line of the future« liegt, gemäß unserem Zielbild, auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Effizienz.

Klare F&E-Organisation beschleunigt und verbessert den Innovationsprozess

Das gesamte Entwicklungsportfolio wird für alle Segmente und Bereiche durch einen klar definierten und zielgerichteten Innovationsprozess gesteuert. In den Entwicklungsprojekten werden Beschäftigte aus verschiedenen Organisationseinheiten aktiv eingebunden. Die Entwicklungsfortschritte werden vom gemeinsamen Komitee, in dem der Vorstand und Führungskräfte verschiedener technischer Bereiche eingebunden sind, regelmäßig analysiert und bewertet.

Um der Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit für die Kunden und Krones Rechnung zu tragen, hat das Unternehmen eine eigene Einheit »Sustainability« innerhalb des F&E-Bereichs etabliert. Sie befasst sich mit allen produkt- und unternehmensspezifischen Nachhaltigkeitsfragen.

Die Digitalisierungs- und Automatisierungsaktivitäten haben wir 2021 in der Einheit »Krones.digital« zusammengeführt und harmonisiert. Hier arbeiten insgesamt rund 500 Beschäftigte an verschiedenen Standorten und aus unterschiedlichen Krones Gesellschaften sehr koordiniert zusammen und kooperieren eng mit dem F&E-Team, das Maschinen und Anlagen entwickelt.

Internationalisierung und eigene Innovationseinheiten im In- und Ausland bringen zusätzlichen Schub

Krones stellt die F&E-Aktivitäten zunehmend internationaler auf. Diese Strategie haben wir im Berichtsjahr mit der Gründung der Krones Digital Solutions India (KDSI) im indischen Bengaluru weiter umgesetzt. Die neue Konzerngesellschaft spielt eine wichtige Rolle in der Digitalisierungsoffensive des Unternehmens. Rund 120 Beschäftigte kümmern sich vor Ort nicht nur um die interne IT, sondern entwickeln auch digitale Lösungen für Kunden unter der Einheit Krones.digital. Zudem hat Krones neben dem Ausbau der tschechischen Tochter Konplan (Ingenieurdienstleister) in Prag einen zweiten IT-Standort im Nachbarland aufgebaut. Auch die Kapazitäten im F&E-Hub in Parma (Italien) wurden erweitert. Hier werden mit der dortigen Universität beispielsweise die Lebenszyklen (z. B. CO 2 -Fußabdruck) von verschiedenen Verpackungsarten analysiert.

Unser Innovation Lab, das in der TechBase in Regensburg und damit außerhalb des Stammsitzes beheimatet ist, stößt neue Projekte in einer sehr frühen Phase des Innovationsprozesses an. Es führt in interdisziplinären Teams Vorstudien zur technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit durch. Der Fokus des Innovation Labs liegt auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung. 2023 zählte das Krones Innovation Lab zu den besten Digital Innovation Units, also besten Innovations-Einheiten, unter den produzierenden Unternehmen. Die im deutschsprachigen Raum führende Studie zu diesem Thema erstellte die Beratungsgesellschaft Infront in Zusammenarbeit mit dem Magazin Capital.

Teamwork mit Partnern steigert F&E-Qualität

Krones setzt bei Innovationen nicht nur auf das eigene Know-how, sondern kooperiert hier national und international neben Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen auch mit vielen F&E-Abteilungen anderer Unternehmen sowie mit Kunden. Zudem ist Krones in mehreren Forschungsnetzwerken aktiv und fördert die Grundlagenforschung in verschiedenen Projekten.

Die großen ökologischen und gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit machen weder vor Branchen noch vor regionalen Grenzen halt. Um sie zu lösen, braucht es auch Teamwork außerhalb des eigenen Unternehmens, also eine branchenübergreifende internationale Zusammenarbeit. Aus diesem Grund ist Krones in vielen Verbänden und Initiativen als aktives Mitglied engagiert.

Im Berichtjahr hat sich Krones dem Nachhaltigkeitsnetzwerk »econsense« angeschlossen. Der Initiative gehören rund 50 international tätige Unternehmen an, die auf dieser Plattform ihr praxisrelevantes Wissen zu Nachhaltigkeitsthemen austauschen und dadurch gegenseitig voneinander lernen. Neben econsense nutzt Krones weitere Verbände und Initiativen zur nachhaltigkeitsfördernden Kooperation. So ist das Unternehmen zum Beispiel auch Mitglied der European Circular Economy Stakeholder Platform sowie der »Business Ambition for 1.5 °C«-Kampagne.

Innovative Neu- und Weiterentwicklungen - das Ergebnis erfolgreicher F&E-Aktivitäten

Im Folgenden stellen wir auszugsweise einige Innovationen von Krones aus dem Berichtsjahr 2023 vor.

LitePac Top Strap - stabil, plastikfrei und 100 % recycelbar

Die jüngste Innovation aus der LitePac Top-Reihe ist die vollständig wiederverwertbare und plastikfreie Sekundär-Verpackung LitePac Top Strap. Eine Banderole aus reißfestem Kraftpapier, die um das Gebinde gewickelt wird, sorgt dafür, dass auch große PET-Flaschen (bis 2,0 Liter) in Formation gehalten werden. Sie gibt dem Gebinde noch mehr Transportsicherheit und bietet eine zusätzliche Funktionsfläche, zum Beispiel für Barcodes oder individuelle Werbebotschaften. Zusätzlich zur Banderole werden die PET-Flaschen in den Gebinden, wie bei LitePac Pro Verpackungen üblich, durch Kartonclips mit integriertem Tragegriff unterhalb des Flaschenhalses stabilisiert.

Die Banderolen und Kartonclips bestehen zu 100 % aus nachwachsenden und recycelbaren Rohstoffen. LitePac Top Strap erfüllt damit komplett die Anforderungen einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft. Zudem sparen die Kunden mit dieser Verpackungslösung Material und verringern den Energieverbrauch. Ein weiterer Vorteil: Die Maschinen-Technik lässt sich problemlos in bestehende Anlagen integrieren. Umgesetzt wird diese Innovation auf der Verpackungsmaschinenplattform Variopac Pro.

Linatronic - hochpräzise Flascheninspektion dank Deep Learning

Inspektionsmaschinen für Leerflaschen (PET und Glas) arbeiten bereits sehr genau. Dennoch werden oftmals Flaschen als fehlerhaft aussortiert, obwohl keine Beschädigungen oder Verschmutzungen vorliegen. Um das »Auge« der Inspektionsmaschine Linatronic noch besser zu schulen, setzt Krones auf künstliche Intelligenz, genauer gesagt auf Deep Learning. Im Unterschied zu maschinellem Lernen verbessert das System seine Genauigkeit durch eigenständiges Lernen. Hierfür setzt Krones ein neues Kamerasystem sowie die Inspektionssoftware DART ein. Dass die jüngste Linatronic-Generation beim Aussortieren hochpräzise vorgeht, belegt die extrem geringe Fehlausleitquote von nur noch 0,3 %.

Neu an diesem System ist die 4-Kamera-Ansicht. Zwei Module mit je zwei Kameras erstellen während des Durchlaufs insgesamt acht Ansichten jedes Behälters. Dadurch sind keine separaten Module für die Seitenmündung und das Gewinde mehr nötig. Das spart Kosten. Zudem nimmt die Genauigkeit deutlich zu. Es werden nochmals weniger Behälter fälschlicherweise ausgemustert und nahezu alle defekten Flaschen aussortiert, die beim Füllvorgang zerbrechen und Maschinen-Stopps verursachen würden. Insgesamt führt die neue Kamera- und Softwaretechnologie gegenüber dem bisherigen Produkt zu einer weiteren Reduzierung der Fehlausleitungen um 50 %, also einer deutlichen Abfall- und Kostenverringerung, sowie einer zusätzlichen Steigerung der Anlagenleistung.

Contiform Asept Speed - keimfreie Behälterproduktion auf höchstem Niveau

Mit der 2013 erstmals präsentierten Contiform Asept können PET-Flaschen unter komplett sterilen Bedingungen, also aseptisch, hergestellt werden. Im Berichtsjahr hat Krones die zweite Generation der Maschine entwickelt. Diese vereint die flexible, kompakte und ressourcenschonende Technologie der jüngsten Conti-form-Reihe mit den weiterentwickelten Hygiene-Features der ersten Generation der Contiform Asept.

Das grundsätzliche Konzept der aseptischen Streckblasmaschine blieb unverändert: Es werden bereits die Preforms (PET-Rohlinge) mit gasförmigem Wasserstoffperoxid (H 2 O 2 ) sterilisiert und nicht erst die aufgeblasenen Flaschen. Dies spart Zeit, Energie sowie Sterilisationsmittel. Alle direkt am Blasprozess beteiligten Komponenten der Blasstation werden ebenfalls trocken mit gasförmigem H 2 O 2 sterilisiert.

Die zweite Generation der Contiform Asept verfügt über eine neu gestaltete Schleuse, die die Probenahme der aufgeblasenen Flaschen ohne Sterilitätsverlust garantiert. Je nach Ausführung hat die Contiform Asept zwischen vier und 30 Blasstationen. In der Speed-Version liegt ihre maximale Leistung bei 72.500 Behältern pro Stunde.

Nichtfinanzielle Erklärung

Die Nichtfinanzielle Erklärung für den Krones Konzern bildet das zentrale Medium, um die Nachhaltigkeitsleistung der Krones AG und des Krones Konzerns transparent darzustellen. Die Konsolidierung unserer Gruppengesellschaften erfolgt dabei parallel zur Finanzberichterstattung. Sie enthält die qualitativen und quantitativen nichtfinanziellen Informationen zu den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen im Unternehmen. Die zukunftsbezogenen Aussagen im Kontext der Nachhaltigkeitsziele fokussieren im Gegensatz zu anderen Aussagen innerhalb des Konzernlageberichts nicht nur ein Jahr, sondern nehmen eine deutlich umfassendere Zeitspanne in den Blick. Die nichtfinanzielle Berichterstattung des Krones Konzerns orientiert sich an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) (»with reference to«).

Bei diesem Kapitel handelt es sich um eine für die Krones AG und den Krones Konzern zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff. HGB, §§ 315b ff. HGB sowie Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung. 2020/​852 für das Geschäftsjahr 2023.

Performance 2023

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Unsere Scope 1 und 2 Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozent gesunken. Damit haben wir im Vergleich zum Basisjahr 2019 bereits 51 Prozent Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht.

In der vorgelagerten Lieferkette liegt der Treibhausgasausstoß - nach einem Wechsel der Berechnungsmethode -auf dem Niveau des Vorjahres, 24 Prozent über dem Wert des Basisjahres.

Die Treibhausgasemissionen aus der Nutzungsphase unserer Produkte konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent, zum Basisjahr um 7 Prozent reduzieren und liegen damit auf dem Zielpfad für das Jahr 2030.

Während die Zahl der gefährlichen Abfälle, die wir konzernweit verursachen, im Jahresvergleich gestiegen ist, ist der Wasserverbrauch um 6 Prozent gesunken. Bei beiden Werten liegen wir über der zur Zielerreichung notwendigen Reduktion.

Die Teilnahme an Weiterbildungsangeboten im Krones Konzern steigt kontinuierlich.

Die Arbeitsunfälle sind im Jahresvergleich leicht gesunken, während die Ausfalltage in 2023 höher lagen als im Vorjahr. Bei beiden Kennzahlen liegen wir dennoch auf dem Weg zur Zielerreichung.

Sowohl in Führungpositionen als auch unter Mitarbeitenden haben 2023 mehr Frauen im Krones Konzern gearbeitet als 2022.

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Indikator Einheit 2023 2022 Veränderung
Treibhausgasemissionen Scope 1 t CO 2 e 15.866 17.583 - 10 %
Treibhausgasemissionen Scope 2 t CO 2 e 8.432 9.152 - 8 %
Treibhausgasemissionen Scope 1 & 2 t CO 2 e 24.298 26.735 - 9 %
Treibhausgasemissionen Scope 3 Upstream (Lieferkette) t CO 2 e 1.102.362 1.112.024 - 1 %
Eingekaufte Waren und Dienstleistungen t CO 2 e 991.679 970.227 + 2 %
Kapitalgüter t CO 2 e 284 159 + 79 %
Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten t CO 2 e 6.245 7.214 - 13 %
Transport und Distribution t CO 2 e 67.073 99.192 - 32 %
Abfall t CO 2 e 931 886 + 5 %
Geschäftsreisen t CO 2 e 36.150 34.346 + 5 %
Treibhausgasemissionen Scope 3 Downstream (Produkte) t CO 2 e 5.672.475 6.287.635 - 10 %
Nutzung der verkauften Produkte t CO 2 e 5.672.475 6.287.635 - 10 %
Treibhausgasemissionen Scope 3 gesamt t CO 2 e 6.774.837 7.399.659 - 8 %
Treibhausgasemissionen gesamt t CO 2 e 6.799.135 7.426.394 - 8 %
Wasserverbrauch m 3 189.878 202.366 - 6 %
Gefährliche Abfälle t 1.963 1.660 + 18 %
Ausgaben für Spenden und Sponsoring 974.614 1.113.745 - 12 %
Teilnahme an Weiterbildungsangeboten absolut 62.700 60.300 + 4 %
Arbeitsunfälle je 1 Mio. Arbeitsstunden Quote 7,22 7,31 - 1 %
Ausfallzeit nach Arbeitsunfällen je 1 Mio. Arbeitsstunden Quote 161,85 150,55 + 8 %
Frauenanteil (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte) % 17,4 16,7 + 4 %
Frauenanteil unter Führungskräften allgemein % 11,9 10,6 + 12 %

Die hier dargestellten Indikatoren beziehen sich auf den Krones Konzern, bilden jedoch nur einen Teil aller nachhaltigkeitsbezogenen Kennzahlen, die wir in der Krones AG und im Krones Konzern erheben, ab. Die grün markierten Prozentzahlen zeigen eine positive Veränderung im Sinne der Nachhaltigkeit, die rot markierten eine negative.

Sustainability Management (GRI 3-1, 3-2, 3-3)

Nachhaltige Unternehmensstrategie

Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns sind in die Unternehmensstrategie integriert. Das Zielbild »Solutions beyond tomorrow« zeigt, wie die nachhaltige Entwicklung den Antrieb des Unternehmens bildet. Der Krones Konzern will seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Welt leisten, wobei wir Digitalisierung als »Enabler« der Nachhaltigkeit betrachten - sowohl bezogen auf unsere eigene Wertschöpfung als auch auf das Geschäft unserer Kunden.

Effiziente und umweltfreundliche Technologien für sichere und hochwertige Getränke: Das ist der Auftrag, den sich der Krones Konzern in Sachen Produktnachhaltigkeit gesetzt hat. Unsere Kunden erwarten nachhaltige technologische Lösungen für ihre Produktion. Denn auch die Endkonsumenten orientieren sich heute mehr denn je an Nachhaltigkeit als Kaufkriterium.

Neben der Effizienz, Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit unserer Produkte und Dienstleistungen bauen wir Schritt für Schritt die Nachhaltigkeit unserer eigenen Betriebs- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wir sind davon überzeugt, dass uns der konsequente Weg in Richtung Nachhaltigkeit dabei helfen wird, neue Wachstumspotenziale zu heben.

Sustainability Governance

Das Nachhaltigkeitsmanagement im Krones Konzern wird von einem zentralen Sustainability Team gesteuert und koordiniert. Es fungiert als Strategie-, Controlling- und Reporting-Instanz für Nachhaltigkeit entlang der Wertschöpfungskette. Im Zentrum steht die Kooperation mit den für die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen zuständigen Fachabteilungen und Experten. Im Jahr 2023 wurde zusätzlich ein Regional Sustainability Competence Team aus regionalen Nachhaltigkeitsexperten aufgebaut, mit dem Ziel, die internationale Zusammenarbeit für das Thema Nachhaltigkeit zu stärken. Für die Belegschaft vor Ort sind die Sustainability-Koordinatoren die direkten Kontaktpersonen bei allen Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Das zentrale Sustainability Team ist im Bereich Corporate Research and Development angesiedelt und berichtet damit an den Vorstand International Operations and Services. Parallel berichten Sustainability Team und Sustainability Steering Board direkt an den CEO.

Strategie: Zu den Kernaufgaben des Sustainability Teams im Bereich Strategie gehören die Durchführung von Wesentlichkeits- und Risikoanalysen, die Berichterstattung zu Nachhaltigkeit an den Vorstand sowie die Koordination des Sustainability Steering Boards. Dort beraten Vertreter aus dem Management zentraler Unternehmensbereiche über die strategische Ausrichtung in Sachen Nachhaltigkeit und entwickeln Empfehlungen und Entscheidungsvorlagen für den Vorstand.

Controlling: Das Sustainability Team fungiert darüber hinaus als Controlling-Instanz für ESG (Environmental, Social, Governance). Neben der konzernweiten Konsolidierung der nachhaltigkeitsbezogenen Kennzahlen und dem Monitoring des Fortschritts der Zielerreichung gehört dazu auch die Durchführung regelmäßiger Reviews mit den Fachabteilungen. Fragebögen, Ratings und Rankings zu Nachhaltigkeit werden zentral bearbeitet und deren Ergebnisse an die Fachabteilungen gespiegelt.

Reporting: Im Rahmen der Nachhaltigkeitskommunikation bereitet das Sustainability Team zusammen mit der Unternehmenskommunikation die Inhalte für die verschiedenen Kanäle auf - sowohl für interne als auch für externe Stakeholder. Die vom Vorstand freigegebene Nichtfinanzielle Erklärung beschreibt die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, weiterführende Informationen finden sich auf den Sustainability-Seiten der Corporate Website.

Sustainability Executive Reviews

Um die Nachhaltigkeitsziele auf oberster Management-Ebene zu steuern, findet im sechswöchigen Turnus ein Abstimmungstermin zu Sustainability-Themen im Gesamtvorstand statt. Darin werden die wichtigsten Nachhaltigkeitskennzahlen getrackt und strategische Entscheidungen zur nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens getroffen.

Nachhaltigkeitsziele in der Vorstandsvergütung

Nachhaltigkeitsaspekte bilden einen Bestandteil der Vergütungsrichtlinien des Vorstands. Seit dem Geschäftsjahr 2023 entfallen 15 Prozent des Zielbeitrags der langfristigen Vergütungsbestandteile (Long Term Incentives = LTIs) auf ESG-Ziele, wobei die ESG-Ziele sukzessive erweitert werden. Neben den Treibhausgasemissionen aus Scope 1 und Scope 2 fließt seit dem Geschäftsjahr 2023 der Frauenanteil in Führungspositionen (Krones AG und Krones Konzern) in die Bemessung der LTIs ein. Dabei wird der Treibhausgasausstoß mit 70 Prozent gewichtet, der Frauenanteil in Führungspositionen des Krones Konzerns mit 20 Prozent und der Frauenanteil in Führungspositionen der Krones AG mit 10 Prozent.

Nichtfinanzielle Risikoanalyse

Der Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit sieht vor, nicht nur die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen auf finanzielle und nichtfinanzielle Auswirkungen zu bewerten, sondern auch Risiken des Unternehmens in dieser Perspektive zu betrachten. Im Prozess des konzernweiten Risikomanagements des Finanzbereichs werden quartalsweise Risiken gemeldet und bewertet. Die im Zuge dessen identifizierten Risiken von außen für das Unternehmen (outside-in) werden anschließend durch das Sustainability Team auf ihre potenziell negativen Auswirkungen des Unternehmens auf Nachhaltigkeitsthemen (inside-out) bewertet. Als Ergebnis wurden für das Geschäftsjahr 2023 keine sehr wahrscheinlichen Risiken identifiziert, die mit schwerwiegenden negativen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit, der Geschäftsbeziehungen, Produkte oder Dienstleistungen verknüpft wären.

Materialitätsanalyse (GRI 3-1, 3-2, 3-3)

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Wesentlichkeitsmatrix des Krones Konzerns dem jährlich stattfindenden Review unterzogen. Dabei wurden die 2022 als wesentlich identifizierten Themen durch das Sustainability Steering Board nochmals auf ihre Geschäftsrelevanz überprüft. Der Review zeigt, dass das Ergebnis der Wesentlichkeitsanalyse 2022 weiterhin gültig ist. Um die künftigen Anforderungen zur Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erfüllen, wird Krones im Jahr 2024 eine neue Wesentlichkeitsanalyse durchführen.

Die unterschiedlichen Größen der Kreise spiegeln die relative Wesentlichkeit des jeweiligen Themas wider.

Nachhaltigkeitsziele 2030

Die Nachhaltigkeitsziele des Krones Konzerns wurden im Geschäftsjahr 2020 vom Vorstand offiziell verabschiedet. Soweit nicht anders gekennzeichnet, beziehen sich die Ziele auf das Basisjahr 2020 sowie das Zieljahr 2030 und gelten konzernweit. Reviews der Ziele finden anlassbezogen auf Basis neuer Wesentlichkeitsanalysen, Gesetzesanforderungen sowie Stakeholder-Interessen statt.

Environmental

- 80 %

Wir reduzieren unsere Treibhausgasemissionen aus unserem eigenen Geschäftsbetrieb (Basisjahr: 2019).

- 25 %

Wir senken die Treibhausgasemissionen in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette und konzentrieren uns dabei auf eingekaufte Waren und Produktnutzung (Basisjahr: 2019).

- 10 %

Wir reduzieren die Erzeugung gefährlicher Abfälle und den Wasserverbrauch in unserer Produktion.

Social

Wir ergreifen Maßnahmen, um die Vielfalt unserer Belegschaft zu fördern.

Wir motivieren unsere Beschäftigten, indem wir ein attraktives Arbeitsumfeld mit Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung bieten.

Wir reduzieren Arbeitsunfälle und die daraus resultierenden Ausfalltage.

Governance

0

Wir verfolgen null Toleranz gegenüber Compliance- und Menschenrechtsverstößen entlang der Wertschöpfungskette.

Wir bewerten kritische Lieferanten nach Nachhaltigkeitskriterien und steigern die Effizienz unserer Rohmaterialien.

100 %

Wir stellen die Vertraulichkeit persönlicher Daten sicher und errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur entlang der Wertschöpfungskette.

Beitrag zu den Sustainable Development Goals

Die Sustainable Development Goals (kurz »SDGs«) der Vereinten Nationen gelten als die wichtigsten globalen Zielsetzungen für eine nachhaltige Entwicklung. Im September 2015 wurden die 17 Nachhaltigkeitsziele im Zuge der UN-Agenda 2030 veröffentlicht. Sie formulieren die zentralen Herausforderungen und Vorsätze einer globalen Nachhaltigkeitspolitik und bilden somit das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung von Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

Als Teil globaler Wertschöpfungsketten beeinflusst auch der Krones Konzern ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen - teils unmittelbar und wesentlich, teils nur indirekt und geringfügig. Im Zuge unseres Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« haben wir analysiert, auf welche SDGs unsere strategischen Ziele einen Einfluss haben.

Sustainability-Netzwerk

Wir setzen auf vereinte Kräfte: Seit 2012 ist der Krones Konzern Mitglied des UN Global Compact. Wir kooperieren mit anderen Unternehmen unserer Branche im Rahmen diverser nachhaltigkeitsbezogener Projektgruppen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und sind offizieller Partner der »Blue Competence«-Nachhaltigkeitsinitiative des VDMA. Wir haben die Sustainability-Charta des ABMI (Association of the Beverage Machinery Industry) unterzeichnet und kooperieren in diesem Verband mit anderen Unternehmen, um Nachhaltigkeit gemeinsam voranzutreiben. Zudem sind wir seit April 2023 Mitglied bei econsense, dem Nachhaltigkeitsnetzwerk der deutschen Wirtschaft, um uns branchenübergreifend zu Reporting-, Klima- und Lieferkettenthemen sowie zu Sustainable Finance auszutauschen und Wissen zu transferieren. Unsere Klimastrategie 2030 wurde von der zugehörigen Initiative als Science Based Target bestätigt, wir haben uns zur Entwicklung eines Net-Zero-Emissionsziels bekannt und sind Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne. Um Transparenz gegenüber Kunden, Investoren und Analysten zu schaffen, nehmen wir an anerkannten Rating- und Auditformaten teil. Bei CDP erhielten wir 2023 ein »A-«-Rating in den Kategorien »Climate Change« (»Water Security«: B). Unsere EcoVadis Scorecard wurde mit einer Gold-Medaille ausgezeichnet.

CO 2 -Emissionen bei unseren Kunden (GRI 302-5, 305-3, 305-5)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Als Technologiekonzern ist der Krones Konzern Enabler in Sachen Klimaschutz. Unsere Maschinen und Anlagen benötigen eine relevante Menge an Strom und Wärme, hauptsächlich für die Produktion, Abfüllung, Verpackung von Getränken und flüssigen Lebensmitteln sowie das Recycling von Kunststoffen. Der Großteil der Treibhausgase, für die wir direkt oder indirekt verantwortlich sind, entsteht nicht an den eigenen Standorten, sondern bei unseren Kunden - durch Nutzung der Krones Maschinen und Anlagen. Aufgrund dieses großen Impacts auf den direkten und indirekten Ausstoß von Treibhausgasen unserer Kunden haben die internen und externen Stakeholder dieses Thema als sehr wesentlich bewertet - sowohl hinsichtlich Geschäftsrelevanz als auch hinsichtlich Einflussmöglichkeit.

2. Risiken und Chancen

Klimabezogene Aspekte in Bezug auf Scope-3-Downstream-Treibhausgasemissionen betrachtet der Krones Konzern nicht in erster Linie als Risiko, sondern als Chance. Im Rahmen unseres Zielbilds »Solutions beyond tomorrow« adressieren wir drei globale Herausforderungen - Klimawandel, Plastikverschmutzung und Ernährung der Weltbevölkerung - und ordnen jeder dieser Challenges unsere Lösungsbeiträge zu. Auf die Bekämpfung des Klimawandels wollen wir durch unsere enviro Produktreihe sowie unsere Nachhaltigkeitsberatung einwirken. Wenn wir in diesen Geschäftstätigkeiten wachsen, bewirken wir Positives für die Klimaschutz-Bemühungen unserer Kunden - und generieren gleichzeitig Umsatz.

3. Governance und Ressourcen

Die Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns wurde offiziell vom Vorstand verabschiedet. Eine Gruppe aus Experten der verschiedenen Portfolio-Abteilungen der Krones AG tagt regelmäßig, um die Maßnahmen zur Reduktion der produktbezogenen Scope-3-Treibhausgasemissionen zu koordinieren. Sie fungieren als dezentrale Ansprechpartner und Paten des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für energieeffiziente und umweltfreundliche Maschinen und Anlagen und tragen die zentral koordinierten Nachhaltigkeitsanforderungen in die einzelnen Fachbereiche. Über die Krones AG hinaus tauscht sich das Product Sustainability Team regelmäßig mit den Produktspezialisten der Tochterunternehmen aus, um klima- und umweltrelevante Verbesserungen bei den Produkten voranzutreiben. Die Berichterstattung zu Scope 3 bei unseren Produkten erfolgt zentral über das Sustainability Team. In diesem Rahmen gibt es quartalsweise eine Abstimmung mit dem Vorstand zu unseren Scope-3-Downstream-Emissionen.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Klimastrategie 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgendes Ziel für vor- und nachgelagerte Scope-3-Treibhausgasemissionen definiert und öffentlich ausgelobt:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Die von uns bei der Science Based Targets Initiative (SBTi) eingereichten Near-Term-Klimaziele wurden nach dem dortigen offiziellen Prüfverfahren validiert und offiziell als konform mit dem 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen bestätigt. Insofern sich die SBTi an den etablierten Referenzszenarien des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) orientiert, lehnen sich auch unsere Scope-3-Reduktionsziele daran an. Der Krones Konzern ist Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne, wir berichten jährlich an CDP (Score: A-).

5. Richtlinien und Maßnahmen

Nachhaltigkeitsprogramm für Produkte - enviro (GRI 302-5, 305-5)

Ein zentraler Baustein unserer Produktnachhaltigkeit ist seit vielen Jahren unser enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen. Es wurde in Zusammenarbeit mit TÜV SÜD entwickelt und fokussiert sich auf den Energie- und Medienverbrauch sowie die Umweltverträglichkeit von Krones Maschinen, Anlagen und Lösungen. Die dazugehörigen Prozesse sind im enviro Managementsystem fixiert. Das zugrundeliegende enviro Handbuch definiert die Leitlinien des Managementsystems, zeigt die Bewertungskriterien auf und fungiert somit als unternehmensweite Richtlinie für klimafreundliche Produktgestaltung und -optimierung.

Bevor eine Krones Maschine das enviro Siegel tragen darf, muss sie in einem festgelegten und dokumentierten Prüfverfahren beweisen, dass sie sowohl sparsam mit Energie und Medien umgeht als auch umweltverträglich produziert. Um die Objektivität dieses Prüfverfahrens zu forcieren, wurde für jeden enviro relevanten Produktaspekt - beispielsweise Druckluft und Umweltverträglichkeit - ein verbindlicher Bewertungsmaßstab festgelegt. Die darin enthaltenen Kriterien sollen sicherstellen, dass die enviro Produkte mindestens dem von TÜV SÜD definierten EME-Standard entsprechen (»Energy and Media Efficiency Environmental Sustainability«). Das enviro Managementsystem und das dazugehörige Prüfverfahren werden regelmäßig von TÜV SÜD als unabhängigem Gutachter zertifiziert.

Klimafreundliche Produktentwicklung (GRI 302-5)

Nachhaltige und klimafreundliche Produkte beginnen im Design und der Entwicklung. Die strategische Portfolioplanung sowie die Weiter- und Neuentwicklung von Krones Produkten und Anlagenlösungen wird von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und den jeweiligen Produktbereichen verfolgt. Umweltfreundlichkeit mit speziellem Fokus auf Treibhausgasemissionen bildet dabei einen zentralen Wertetreiber, nach dem Entwicklungsprojekte initiiert und priorisiert werden. Das Nachhaltigkeitsprogramm enviro greift schon im Produktentstehungsprozess aktiv ein und integriert gezielt Ökodesign-Aspekte anhand des EcoDesign-Leitfadens. Damit Neuentwicklungen in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit gelenkt werden, werden laufende Entwicklungsprojekte anhand einer Checkliste bewertet und über Meilensteine gesteuert, sodass die enviro Anforderungen bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt werden.

Investitionen in kohlenstoffarme Technologien (GRI 302-5)

Im Zuge der Produktentwicklungsprozesse investieren wir große Summen und Personalressourcen in emissionsarme Technologien. Ein Beispiel für einen positiven Beitrag zum Klimaschutz und im Sinne der Kreislaufwirtschaft bildet die Anlage zur Biomasse-Konversion Phoenix BMC unseres Tochterunternehmens Steinecker, da sich mit diesem Verfahren Brau-Reststoffe verwerten lassen und schlussendlich Biomasse zur Energieerzeugung verwendet werden kann. Als Beispiel für eine digitale Lösung lässt sich Contiloop AI anführen: Das intelligente Regelsystem überwacht die Prozesse der Streckblasmaschine und justiert im laufenden Betrieb vollautomatisch deren Parameter. In der Endausbaustufe des Systems lassen sich auf diese Weise Fehleinstellungen beim Betrieb der Maschine verhindern, wodurch sowohl Materialausschuss sowie Energie eingespart werden kann.

Nach Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung leistet unser enviro Produktportfolio nachweislich einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und wird daher als taxonomiekonform ausgewiesen. Im Rahmen der Weiterentwicklung des enviro Portfolios werden F&E-Projekte durchgeführt. Die F&E-Projekte werden nach einem standardisierten Verfahren geprüft, ob sie einen Beitrag zur Energieeffizienz und somit zu unserem enviro Produktportfolio leisten. Aufgrund der Konformität der enviro Produkte können die Investitionsausgaben der F&E-Projekte ebenfalls als EU-Taxonomie konform ausgewiesen werden.

Lifecycle Assessments (GRI 302-5)

Neben den Umweltbilanzen für Verpackungen, welche wir mit anerkannten Tools berechnen, führt Krones Lifecycle Assessments (LCAs) für seine Maschinen durch. Dafür arbeiten wir mit einem externen Dienstleister (Universität Parma) zusammen, welcher für uns die Methodik zur Berechnung der LCAs entwickelt. Der derzeitige Fokus liegt hierbei auf den Treibhausgasemissionen der Krones Maschinen - dem Carbon Footprint -, weitere Wirkungskategorien werden aktuell noch nicht betrachtet. Die Einsparungen an Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus werden anhand der ISO 14067:2018 (Product Carbon Footprint) berechnet. Für die Durchführung der LCAs haben wir im Jahr 2023 zwei exemplarische Maschinentypen verwendet. Die Durchführung der Lifecycle Assessments zeigt auf, dass die Maschinen des enviro Produktportfolios im Vergleich zum Standardportfolio oder zum Vorgängermodell aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz signifikante Einsparungen von Treibhausgasemissionen während der Nutzungsphase ermöglichen.

Nachhaltigkeitsberatung (GRI 302-5)

Einen zentralen Baustein unserer Bemühungen um eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unseren Kunden bildet die Nachhaltigkeitsberatung. Sowohl bei einer bereits existierenden Fabrik als auch bei der Planung einer neuen Produktionsstätte unterstützt das Beratungsteam die Kunden beim Erreichen ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele für Scope 1 und Scope 2 - was wiederum unsere eigenen Scope-3-Downstream-Treibhausgasemissionen senkt. Das Leistungsspektrum umfasst die Entwicklung von Strategien zur Emissionsreduktion, Prozessoptimierungen für Energie und Medien, Versorgungstechnik-Audits, Optimierungen des Produktionsplans, Materialanalysen und -klassifizierung für Verpackungsthemen, Integration eines Energie-Management-Systems und Fördermittel-Beratung.

Kooperation und Kollaboration mit Kunden

Mit unseren Kunden interagieren wir zu Klimaschutz in diversen Kanälen: Wir berichten unsere jährliche Klimabilanz regelmäßig über diverse individuelle Fragebögen, standardisierte Tools und etablierte Rating- und Ranking-Formate (CDP, EcoVadis) direkt an unsere Geschäftspartner in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. In Kundengesprächen thematisieren wir zudem Möglichkeiten der Kollaboration bezüglich des Klima- und Umweltschutzes.

Interne Trainings und Sensibilisierungen

Ein wesentlicher Faktor, um nachhaltige Produkte und Dienstleistungen an unsere Kunden zu bringen, ist der Vertrieb. Unser weltweites Sales Team wird deswegen durch Schulungen und Trainings - insbesondere vor wichtigen Messen und Veranstaltungen - über die nachhaltigen Lösungsansätze informiert und auf den aktuellen Stand gebracht. Zudem forcieren wir mithilfe von Expertentrainings, dass auch unsere eigenen Spezialisten aus dem Product Sustainability Team und der Fabrikplanung auf dem aktuellen Stand der Technik hinsichtlich Energie und Emissionen stehen.

»Product End of Life«-Handbuch

Grundsätzliches Ziel des Krones Lifecycle Service ist es, die Lebensdauer unserer Maschinen und Anlagen bei unseren Kunden auf ein Maximum zu verlängern -beispielsweise durch Nachrüstung, Instandhaltung oder zusätzliche Serviceleistungen. Trotz dieser Maßnahmen wird an einem gewissen Punkt die Lebensdauer des Produkts auslaufen. Da auch die Verarbeitung unserer Produkte am Ende ihres Lebenszyklus einen Teil unserer Treibhausgasemissionsbilanz in der nachgelagerten Wertschöpfung bildet, bieten wir unseren Kunden auch hier entsprechende Lösungen.

Die verschiedenen Wege, die unsere Maschinen und Anlagen nach ihrem Einsatz gehen können, haben wir in einem Handbuch »Product End of Life« zusammengefasst: vom Weiterverkauf der Maschine über deren Abbau und Recycling bis hin zum fachgerechten Entsorgen. Der Krones Lifecycle Service und das auf Gebrauchtmaschinen spezialisierte Tochterunternehmen ecomac bieten für das Ende der Nutzungsdauer verschiedene Optionen. Ziel des Handbuchs ist es, durch eine fachgerechte Außerbetriebnahme, Deinstallation und Entsorgung der Maschinen Ressourcen zu schonen, Abfälle zu vermeiden und schließlich Emissionen zu verhindern.

Politische Einflussnahme

Der Krones Konzern nimmt keinen direkten Einfluss auf politische Prozesse, sondern fungiert als Unterstützer sowie Feedback- und Input-Geber für die politische Arbeit des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Im Zuge der Mitwirkung im Arbeitskreis »Klima- und Energiepolitik« nehmen wir konkret Stellung zu Gesetzesentwürfen und politischen Debatten. Wir sind außerdem Mitglied bei econsense und engagieren uns hier im Cluster »Klima und Energie«.

Public Carbon Transition Plan

Ein Klimaübergangsplan wurde im Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht und zeigt auf, wie sich Krones auf dem Weg zu einer emissionsarmen Kreislaufwirtschaft anpassen will. Basis dafür bildet die interne Maßnahmenplanung sowie die bereits vorhandene Bestätigung der 1,5-Grad-Kompatibilität unserer Klimaziele durch die SBTi.

Stakeholder-Kommunikation

Zentrales Kommunikationsmedium unserer Klimastrategie und unserer Emissionsbilanz bildet die Nichtfinanzielle Erklärung im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht des Krones Konzerns, der auf der Corporate Website öffentlich zugänglich ist. Unsere wichtigsten Kennzahlen zu Klimathemen kommunizieren wir zusätzlich auf der Corporate Website unter »Nachhaltigkeit«. Über die internen Kommunikationskanäle informieren wir unsere Belegschaft regelmäßig über den Fortschritt der Maßnahmen und Kennzahlen. Extern verwenden wir die Sozialen Medien, das Krones magazine sowie Pressestatements, um unsere Stakeholder außerhalb der Organisation über die Klimastrategie in Kenntnis zu setzen.

6. Leistungskennzahlen

Sämtliche in dieser Erklärung veröffentlichten Kennzahlen zu Treibhausgasemissionen haben wir nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol erhoben.

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der Nutzungsphase unserer Maschinen und Anlagen in t CO 2 e (Scope-3-Kategorie 11 nach GHG-Protokoll) (GRI 305-3, GRI 305-5)

Die hier ausgewiesenen Treibhausgasemissionen beziehen sich auf das Neumaschinengeschäft der Krones AG und der Steinecker GmbH. Bezogen auf den Krones Konzern weisen sie eine Abdeckung von über 92 Prozent auf. Für die Emissionsberechnung der Maschinen und Anlagen haben wir eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 15 Jahren angenommen.

CO 2 -Emissionen im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 305-1, 305-2, 305-5)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Krones Konzern emittiert entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette Treibhausgase. Den Großteil dieser Treibhausgasemissionen stoßen wir indirekt aus, also in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfung. Dennoch verbrauchen wir auch für unsere Fertigungsprozesse an unseren Produktionsstandorten Energie für Strom, Wärme und Mobilität, die nur dann nachhaltig ist, wenn sie aus erneuerbaren Quellen stammt. In der Wesentlichkeitsanalyse wurden Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbereich von den Stakeholdern mit mittlerer Relevanz bewertet, die Geschäftsrelevanz als hoch eingestuft.

2. Risiken und Chancen

Im Jahr 2023 haben wir eine an die einschlägigen wissenschaftlichen Klimaszenarien angelehnte Szenarioanalyse für 25 Produktionsstandorte durchführen lassen. Grundlage der Szenarioanalyse bilden die datenbasierten Klimavorhersagen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), wobei die vier IPCC-Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5, RCP 6.0 und RCP 8.5 (»Worst-Case-Szenario«) verwendet wurden. Im Rahmen der Analyse wurde Standorten mit einem sehr hohen klimabezogenen Risiko eine »Red Flag« zugeordnet. Im Rahmen von Gesprächen mit den Standortexperten wurden die identifizierten Risiken plausibilisiert und validiert. Die Ergebnisse der Szenarioanalyse fließen ebenso wie die dezentral von den Fachbereichen und Standorten gemeldeten Klima- und Umweltrisiken in das bestehende Enterprise Risk Management ein.

3. Governance und Ressourcen

Die übergeordnete Koordination der vom Vorstand verabschiedeten Klimastrategie erfolgt durch eine interdisziplinäre Projektgruppe. Einmal im Quartal werden die Fortschritte der laufenden Maßnahmen analysiert und weitere Schritte abgeleitet. Die Berichterstattung an den Vorstand erfolgt quartalsweise.

4. Strategie und Ziele

Die konzernweite Klimastrategie definiert folgende Reduktionsziele für Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 80 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Dieses Klimaziel wurde von der Science Based Targets Initiative (SBTi) anerkannt und als 1,5-Grad-konform bewertet. Wie bereits beschrieben, ist der Krones Konzern Teil der »Business Ambition for 1.5°C«-Kampagne und berichtet an CDP (Score: A-). Das Scope-1- und Scope-2-Ziel dient als vergütungsrelevante Messgröße für den Vorstand.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Umweltrichtlinie und Arbeitsanweisung

Eine interne Arbeitsanweisung definiert die Umweltstandards, Fokusthemen sowie die zugehörigen Ziele, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Krones Konzern. Eine konzernweit gültige Umweltrichtlinie wird aktuell erarbeitet. Sie soll die strategische Ausrichtung des betrieblichen Umwelt- und Klimamanagements festlegen und gleichzeitig den Handlungsrahmen für die internen Beteiligten im Krones Konzern definieren. Die Umweltrichtlinie sowie die zugehörige Arbeitsanweisung dienen als internes Regelwerk und fußen auf dem Krones Verhaltenskodex als zentralem Grundsatzdokument.

ESG-Bewertung im Investitionsprozess (GRI 305-5)

Um Investitionen in betriebliche Energie- und Klimaschutzmaßnahmen zu lenken, existiert ein Prozess, mithilfe dessen Projekte im Rahmen des Budget- und Investitionsprozesses vom Antragstellenden anhand eines ESG-Kriterienkatalogs bewertet werden müssen. Nach einer Prüfung durch das zentrale Sustainability Team erhalten relevante ESG-Investitionen eine »grüne Flagge« für den weiteren Investitions-Antrags-Prozess. Ziel ist es, dass klimaschutzrelevante Investitionen in der Gesamtbewertung nicht nur aufgrund rein ökonomischer ROI-Rechnungen betrachtet werden. Da sich einige Investitionen derzeit auf Bau- oder Infrastrukturthemen im Krones Konzern konzentrieren, macht die ESG-Bewertung mögliche Investitionen sichtbar, die sich positiv auf die Reduktion von Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen auswirken.

Koordinierte Maßnahmenplanung (GRI 305-5)

Die angestrebten Maßnahmen zur Verringerung der direkten (Scope 1) und indirekten energiebezogenen (Scope 2) Treibhausgasemissionen gliedern sich in die Handlungsfelder Energieeffizienz, Eigenversorgung und Energiebeschaffung. Um die Maßnahmen konzernweit koordinieren und nachverfolgen zu können, haben wir einen terminierten Aktionsplan zur Reduktion der Treibhausgasemissionen entwickelt. Er zeigt die geplanten Maßnahmen, deren voraussichtliche Emissionseinsparungen sowie die damit verbundenen monetären Kosten an und dient dem Vorstand als Entscheidungsvorlage.

Energieeffizienz-Maßnahmen (GRI 305-5)

Um den Energieverbrauch weiterhin zu senken, werden in den weltweiten Produktionswerken unterschiedliche Maßnahmen durchgeführt, die unmittelbar der Optimierung der Energieeffizienz - ob auf Maschinen- oder Bereichsebene - zugerechnet werden können. Beispiele sind hierbei der Austausch weiterer Hallenbeleuchtungen durch effiziente LED-Technik mit Bewegungs- und Helligkeitssensorik sowie die Wärmerückgewinnung am Druckluftkompressor mit Einspeisung der Energie in das Heizsystem. Zudem werden bei Krones Inc. (USA) zum Beispiel propanbetriebene Flurförderfahrzeuge nach Ende ihrer Lebenszeit durch elektrisch betriebene ausgetauscht. Die Planung sowie Umsetzung der Maßnahmen wird über den Maßnahmenkatalog des Krones Konzerns überwacht.

Erneuerbare Eigenversorgung (GRI 305-5)

Nachhaltige Energieversorgung sowie Ausbau eigener regenerativer Strom- und Wärmeerzeugungskapazitäten - kombiniert mit intelligentem Energiemanagement - stehen bei der Reduktion der energiebezogenen Treibhausgasemissionen im Zentrum. Da wir die Eigenversorgung durch Strom aus erneuerbaren Quellen in unserer betrieblichen Klimastrategie mit Priorität betrachten, laufen derzeit zahlreiche Projekte in diesem Kontext. Bei unseren energieintensivsten Standorten sind Photovoltaikprojekte angestoßen oder bereits umgesetzt.

Zudem wurde im Jahr 2023 bei unserem Werk Krones Hungary (Debrecen) ein Geothermie-Projekt (Wärmepumpensystem) gestartet.

Grüne Energiebeschaffung (GRI 305-5)

Für die deutschen Produktionsstandorte der Krones AG beschaffen wir 100 Prozent Ökostrom mit Herkunftsnachweisen. Dieser bildet einen wesentlichen Hebel für die Verringerung unserer Scope-2-Treibhausgasemissionen. Auch an den großen internationalen Standorten befinden wir uns in der Umsetzung, um deren Elektrizitätsbeschaffung auf Grünstrom umzustellen.

Elektrifizierung der Fahrzeugflotte (GRI 305-5)

Am Headquarter der Krones AG in Neutraubling sowie an den Standorten Rosenheim und Raubling wurde die Installation und Inbetriebnahme von Ladepunkten für Elektrofahrzeuge bereits umgesetzt. Die Einführung einer E-Ladeinfrastruktur für weitere deutsche Standorte befindet sich derzeit noch in der Planungsphase. Auch an den internationalen Standorten laufen zahlreiche Projekte zur Umstellung auf E-Mobilität.

Kompensationszertifikate

In der Klimastrategie 2030 des Krones Konzerns bilden Ausgleichszertifikate für Klimaschutzprojekte (Offsetting) die letzte Priorität hinter Energieeffizienz, Eigenversorgung sowie grüner Energiebeschaffung. In unserer Emissionsbilanz spielt Offsetting derzeit und in naher Zukunft keine Rolle.

Trainings und Sensibilisierungen

Ein Mittel, um den Strom- und Wärmeverbrauch zu reduzieren, sind regelmäßige Schulungen der Belegschaft. Im Zuge der vorhandenen Audit- und Zertifizierungsprozesse der ISO 50001 und der ISO 14001 werden zudem in den zertifizierten Standorten die Beschäftigten regelmäßig zu Energie- und Umweltthemen geschult. Sensibilisierung der Belegschaft geschieht außerdem über regelmäßige interne Berichterstattung zum Fortschritt unserer Klimastrategie über die internen Kommunikationsplattformen.

Audits, Zertifizierungen und interne Prüfungen

Interne Prüfungen erfolgen im Zuge der Datenerhebungsprozesse für Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen für die nichtfinanzielle Berichterstattung: Ein Klimaexperte aus dem Sustainability Team prüft und plausibilisiert dabei die Kennzahlen und Nachweise, die von den Energieexperten der Produktionsstandorte gemeldet werden, und weist gegebenenfalls auf Fehler und Unklarheiten hin. Für die Zukunft planen wir außerdem, den Fokus der internen Revision stärker auf Nachhaltigkeitsthemen, speziell auch auf Klima- und Umweltaspekte, zu legen.

Die Klimastrategie des Krones Konzerns gilt für 24 Produktionsstandorte weltweit. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Das Energiemanagement der deutschen Produktionsstandorte der Krones AG ist nach ISO 50001 zertifiziert. Derzeit sind die Krones AG sowie die deutschen Tochtergesellschaften KIC Krones, Steinecker GmbH, Evoguard GmbH und MHT Mold & Hotrunner Technology AG nach ISO 14001 zertifiziert. Gleiches gilt für die internationalen Töchter Krones Machinery (Taicang) Co., Ltd. in China, System Logistics SpA in Italien, Krones do Brasil Ltda, Krones Inc. in USA und Krones Hungary.

Public Carbon Transition Plan

Wie im Kapitel CO 2 -Emissionen bei unseren Kunden beschrieben, wurde ein Klimaübergangsplan veröffentlicht, welcher auch die betriebsbezogenen Klimaschutzaktivitäten beinhaltet.

Stakeholder-Kommunikation

Den Fortschritt der Maßnahmen und Kennzahlen rund um unsere Klimastrategie kommunizieren wir - wie bereits beschrieben - über diverse Kommunikationsmedien.

6. Leistungskennzahlen

Das Daten-Reporting zur Erstellung der Kennzahlen erfolgt einmal im Quartal. Wie in unserer Klimastrategie 2030 definiert, erheben wir die Kennzahlen für die 24 Produktionsstandorte im Krones Konzern - nach den Grundsätzen »Wesentlichkeit« und »Impact«.

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 in t CO 2 e (GRI 305-1, GRI 305-5)

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 2 market-based in t CO 2 e (GRI 305-2, GRI 305-5)

Die Ermittlung der Treibhausgasemissionen erfolgt nach den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocols.

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 1 und Scope 2 in t c0 2 e (GRI 305-2, GRI 305-5)

CO 2 -Emissionen in der Lieferkette (GRI 308-1, 308-2, 305-3, 305-5)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Produkte des Krones Konzerns bestehen zum größten Teil aus vier Materialien: Edelstahl, Stahl, Aluminium und Kunststoff. Die Extraktion, Herstellung und Bearbeitung dieser Werkstoffe sind energieintensiv. Auch Zukauf-Teile und Dienstleistungen, die wir von unseren Zulieferern beziehen, verursachen in der vorgelagerten Lieferkette den Ausstoß von Treibhausgasemissionen. Da diese Emissionen einen relevanten Anteil unserer Gesamtemissionsbilanz ausmachen, wurde das Thema Klimaschutz in der vorgelagerten Lieferkette in der Wesentlichkeitsanalyse unter beiden Perspektiven als mittel bewertet.

2. Risiken und Chancen (GRI 308-2)

Um eine Risikoindikation hinsichtlich des Treibhausgasausstoßes in der vorgelagerten Lieferkette zu erhalten, nutzen wir zwei anerkannte Datenbanken für Emissionsfaktoren für die Berechnung und Identifikation von Hotspots. Mithilfe eines datenbankgestützten Tools nutzen wir im Unternehmen bereits vorhandene Informationen - konkret: monetäre und aktivitätsbasierte Einkaufsdaten unter anderem mit Land und Warengruppe, die wir aus den jeweiligen ERP-Systemen erhalten - und können Hotspots für den Treibhausgasausstoß identifizieren. Zudem nutzen wir bereits Primärdaten, sollten diese vom Lieferanten zur Verfügung gestellt werden können. Diese Risikoanalyse zeigt uns gleichzeitig, ob und in welchem Maß die Vorlieferkette dieser direkten Lieferanten mit hoher Wahrscheinlichkeit eine große Menge Treibhausgase emittiert. Darüber hinaus dient uns die Risikoanalyse als Instrument zum Monitoring unserer Scope-3-Upstream-Kennzahlen.

3. Governance und Ressourcen

Die strategische Verantwortung für Einkaufsthemen liegt beim Einkaufsleiter des Krones Konzerns, der direkt an den COO des Krones Konzerns berichtet.

Da die fachliche Kompetenz für Dekarbonisierung im Sustainability Team liegt, arbeiten Einkauf und Nachhaltigkeit eng zusammen, um das Thema Treibhausgasemissionen in der vorgelagerten Wertschöpfung zu adressieren. Alle sechs Wochen tagt zudem das Supply Chain Governance Board, bestehend aus Verantwortlichen für Corporate Governance, Einkauf, Lieferantenmanagement und Nachhaltigkeit. Dort werden speziell Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen in der Lieferkette besprochen.

4. Strategie und Ziele

Analog der Zielmarke für die Reduktion der Treibhausgasemissionen bei unseren Produkten wollen wir auch die Treibhausgasemissionen in der Lieferkette reduzieren:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 25 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019.

Wie bereits aufgeführt, gelten die Klimaziele konzernweit. Sie sind 1,5-Grad-konform nach den Kriterien der Science Based Targets Initiative (SBTi) und lehnen sich damit an anerkannte Klimaszenarien an.

Als weiteres, qualitatives Ziel für eine nachhaltigere Lieferkette hat sich der Krones Konzern folgendes Ziel gesetzt, das sich positiv auf die Verringerung der vorgelagerten Treibhausgasemissionen auswirken soll:

Wir steigern die Materialeffizienz und Nachhaltigkeit der in unseren Produkten verbauten Rohmaterialien.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Klimaschutz im Lieferantenkodex

Das Grundsatzdokument für Umwelt- und Klimaschutz in der Lieferkette bildet der konzernweit geltende Lieferantenkodex. Dieser enthält analog zum Verhaltenskodex im Abschnitt »Umwelt- und Klimaschutz« entsprechende Anforderungen an die Lieferanten. Auf einen nachgewiesenen Verstoß gegen diese Regeln folgt das gemeinsame Festlegen von Verbesserungsmaßnahmen. Diese können bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung reichen. Als Ergänzung definiert das Lieferantenhandbuch konkrete ESG-Anforderungen an die Lieferanten.

Prüfung von Umweltverstößen (GRI 308-2)

Als Prozess zur Sicherstellung unserer Sorgfaltspflicht in der Lieferkette nimmt der Bereich Corporate Governance kontinuierlich Due-Diligence-Prüfungen von Bestands- und Neulieferanten vor. Über ein Online-Tool werden bestehende und neue Zulieferer des Krones Konzerns auf Nichtbeachtung von Umwelt- und Klimaschutzvorschriften überprüft. Die daraus resultierenden Feststellungen werden zunächst von Fachleuten aus dem Bereich Corporate Governance gesichtet und anschließend - nach Bewertung des Falls im Supply Chain Governance Board - an die entsprechende Stelle in Einkauf und Lieferantenmanagement weitergeleitet.

Lieferantenfragebögen mit klimarelevanten Fragen (GRI 308-1)

Das Lieferantenmanagement setzt Fragebögen systematisch als Qualifizierungs- und Sensibilisierungsinstrument ein. Im Registrierungsprozess werden von den Lieferanten zunächst allgemeine Unternehmensdaten abgefragt. Je nach Warengruppe erfolgt daraufhin eine Lieferantenqualifizierung mit entsprechenden Anforderungen, wobei auch Fragestellungen rund um das Thema ökologische Nachhaltigkeit im Kapitel »Umweltmanagement« über einen standardisierten Fragebogen einfließen. Eine Freigabe des Lieferanten erfolgt in der Regel nur nach einer vollständigen und erfolgreichen Qualifizierung.

Kollaboration mit Lieferanten

Nach dem Prinzip »one face to the supplier« fungiert die jeweils zuständige Person im Einkauf als zentraler Kontakt zum Lieferanten. Neben Einzelgesprächen mit Zulieferern fand im Jahr 2023 beispielsweise ein Lieferantentag zu Nachhaltigkeitsthemen in China statt. Die Lieferanten, die nach der Risikoanalyse das höchste Risiko für einen hohen Treibhausgasausstoß haben, werden außerdem anhand eines fragebogenbasierten Tools durch externe Experten bewertet.

Umweltthemen in Produkt- und Systemaudits

Sobald eine Geschäftsbeziehung besteht, werden Lieferanten einer regelmäßigen Bewertung unterzogen. Mithilfe risikobasierter Produkt- und Systemaudits prüfen wir dabei u. a. das Umweltmanagement ausgewählter Lieferanten.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Treibhausgasemissionen Scope 3 aus der vorgelagerten Lieferkette in t CO 2 e (Scope-3-Kategorie 1 - 6 nach GHG-Protokoll) (GRI 305-3, GRI 305-5)

Die Ermittlung der Emissionen basiert auf warenspezifischen Länderfaktoren anerkannter Datenbanken. Im Jahr 2023 erfolgte eine Änderung der Berechnungsmethode sowie eine Anpassung des Basisjahrs. Zudem erfolgte auch eine Anpassung der Vorjahre.

Ressourcennutzung bei Endkonsumenten (Kreislaufwirtschaft) (GRI 306-2)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Unsere Produkte bilden einen wesentlichen Bestandteil der Wertschöpfungskette abgefüllter Getränke und flüssiger Lebensmittel - egal, ob diese in Glasflaschen, Kunststoffbehältern oder Dosen am Markt verfügbar sind. Als Teil dieser Wertschöpfungskette trägt der Krones Konzern auch Verantwortung dafür, was mit den von uns produzierten oder befüllten Getränkebehältern am Ende ihrer Nutzungsphase bei den Endkonsumenten geschieht. Der Krones Konzern leistet durch verschiedene Produkte, Geschäftsaktivitäten, Forschungsvorhaben und Kooperationen seinen Beitrag, um den Kreislauf wertvoller Ressourcen wie PET, Glas, Weißblech oder Aluminium zu ermöglichen. Auch hier fungieren wir -analog zum Klimaschutz - als Enabler für unsere Kunden. Im Zuge dieser Zusammenhänge wurde das Thema Ressourcennutzung bei den Endkonsumenten in der Wesentlichkeitsanalyse mit hoher Geschäftsrelevanz bewertet, wobei unsere Stakeholder den eigentlichen Impact durch Krones als gering ansehen.

2. Risiken und Chancen (GRI 306-2)

Das Themengebiet Circular Economy bildet für den Krones Konzern Risiko und Chance zugleich. Das Risiko bezieht sich darauf, dass wir einen erheblichen Anteil unseres Umsatzes in den letzten Jahren mit dem Verkauf von Anlagen für Einweg-PET-Behälter erwirtschaftet haben. Wenn Plastikverpackungen - aufgrund ihrer Auswirkungen auf das Ökosystem, wenn sie dort als Müll landen -in bestimmten Regionen der Erde verboten werden, würde sich das in unserem Geschäft bemerkbar machen. Die andere Seite der Medaille ist die Chance, die wir als aktiver Treiber der Kreislaufwirtschaft nutzen möchten: Eines unserer Schwerpunktthemen in Sachen nachhaltiger Produkte heißt »Circular Economy Solutions«. Unser Fokus liegt hierbei auf unseren Produkten zum Recycling von Kunststoffen, unseren umweltfreundlichen Verpackungskonzepten sowie dem Ökodesign unserer Maschinen und Anlagen.

3. Governance und Ressourcen

Grundsätzlich agieren die Produktbereiche, die an Lösungen für Kreislaufwirtschaft arbeiten, autark voneinander - wobei regelmäßige und anlassbezogene interdisziplinäre Abstimmungen erfolgen. Zur übergreifenden Zusammenarbeit wurde die PET-Initiative ins Leben gerufen. In dieser stimmen sich Verantwortliche aus den verschiedenen PET-relevanten Produktbereichen im dreiwöchigen Rhythmus ab. Die Leitung der Kunststofftechnik koordiniert die Initiative und berichtet regelmäßig an den Vorstand International Operations and Services.

4. Strategie und Ziele

Als Ziel für unsere Bemühungen um Circular Economy haben wir im Zuge der Nachhaltigkeitsziele 2030 Folgendes ausgelobt:

Wir verpflichten uns, zu einer nachhaltigen Verpackungswirtschaft beizutragen: Unsere Linien können sämtliche Arten nachhaltiger Verpackungen abbilden.

Sowohl Neumaterial - auch aus bio-basierten Quellen - als auch bis zu 100 Prozent recycelter Wertstoff können ohne Effizienzverluste verarbeitet werden.

Zusätzlich zu diesem allgemein gehaltenen, qualitativ formulierten Ziel haben die jeweils beteiligten Fachbereiche eigene Ziele definiert, an denen sie ihren Beitrag zur Zielerreichung messen.

5. Richtlinien und Maßnahmen

MetaPure: Recycling-Lösungen

Mit MetaPure bietet Krones eigene Technologien für das Recycling von Verpackungskunststoffen. Damit lassen sich nicht nur PET-Flaschen in einem geschlossenen Kreislauf halten, sondern auch Polyolefine (PO) für eine hochwertige Wiederverwendung aufbereiten. Das Portfolio umfasst materialspezifische Wasch- und Dekontaminationsmodule. Je nach Bedarfs- und Anwendungsfall produzieren sie unterschiedliche Materialqualitäten bis hin zu Food-Grade-PET gemäß FDA, EFSA und anderen Zertifikaten.

Darüber hinaus plant, projektiert und realisiert Krones im Kundenauftrag ganzheitliche Recycling-Fabriken. Für technologische Komponenten wie Frontend oder Utilities, die über das eigene Portfolio hinausgehen, stützen wir uns auf die Zusammenarbeit mit langjährigen Kooperationspartnern.

LitePac Top: kunststofffreie Sekundärverpackung

Stand heute werden Gebinde aus Dosen oder PET-Flaschen häufig mittels Schrumpffolie oder Kunststoffringen verpackt. Mit LitePac Top wollen wir eine umweltfreundliche Alternative zu beiden genannten Verpackungsarten anbieten. Es besteht aus einem Karton-Clip bei Dosen und einem Kartonclip mit Banderole bei PET-Flaschen. LitePac Top benötigt in seiner Herstellung weniger Energie und Material als Schrumpffolie und lässt sich zudem aus Recycling-Materialien herstellen. Wir bieten für alle gängigen Multipack-Formate alternative Sekundärverpackungen an, die vollständig auf den Einsatz von Einweg-Kunststoffen verzichten.

Unterstützung für recyclingfähiges Verpackungsdesign

Krones nutzt seine technologische Expertise dazu, Kunden bei der Gestaltung von Verpackungen mit optimierter Recycling-Fähigkeit zu unterstützen. Neben den Technologien zur Herstellung und Weiterverarbeitung von Rezyklat bieten wir eine Reihe von ergänzenden Services an. So beschäftigen wir für alle Fragen rund um Design from Recycling sowie Design for Recycling ein eigenes Fachteam zur Entwicklung von materialsparenden und recyclingfähigen Verpackungen. Im Rahmen von enviro Design bewerten wir Verpackungsinnovationen aus unserer eigenen Entwicklung nach Ökobilanzkriterien. Dies schließt nicht nur die Reduktion der Treibhausgasemissionen ein, sondern auch den Erhalt des Ökosystems und der Artenvielfalt. Zudem sind bereits heute alle neuen PET-Abfüllanlagen in der Lage, Flaschen zu verarbeiten, die aus bis zu 100 Prozent Rezyklat bestehen.

Lifecycle Assessments für Produktverpackungen

Wir möchten unseren Kunden einen leichteren Zugang zu der Vielzahl an Möglichkeiten eröffnen, mit denen sie ihre Wertschöpfung kreislauffördernd und nachhaltig gestalten können. Wir bieten unseren Kunden eine wissenschaftlich fundierte Beratung hinsichtlich der Frage an, welche Verpackungsvariante für ihren Anwendungsfall die nachhaltigste ist. Dazu nutzen wir unter anderem eine software-basierte Lösung, mit der sich die jeweiligen Umweltauswirkungen verschiedener Verpackungen vergleichen und aussagekräftige Ökobilanzen erstellen lassen. Zudem bietet Krones seinen Kunden eine umfangreiche Beratungsleistung zum Thema Lightweighting an, um auf Basis einer Simulation die bestmögliche Flaschenform und Abfülltemperatur aufzuzeigen.

Umstellung von linearer Produktion auf Kreislaufwirtschaft

Wir unterstützen unsere Kunden dabei, auch auf bestehenden Anlagen beim Verarbeiten recycelter oder erneuerbarer Materialen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Um das Potenzial von Mehrweg-PET-Behältern zu erhöhen, haben wir in Kooperation mit der Firma Alpla ein Forschungsprojekt zur Verwendung von wiederbefüllbaren PET-Behältern für sensible Getränke durchgeführt. Stand heute stellen Mehrweg-PET-Behälter weltweit gesehen ein Nischenthema dar. Eine Versuchsreihe in unserem Technikum zeigt: Mit der entsprechenden Parameterwahl reichen Temperaturen um 60 °C aus, um eingetrocknete Protein-, Fett- und Stärkeverschmutzungen von den Behältern zu entfernen.

Tethered Caps

Die Verwendung von fest mit der Flasche verbundenen Verschlüssen, den »Tethered Caps«, ist ab Juli 2024 in der Europäischen Union durch die EU Single Use Plastics Directive gesetzlich vorgeschrieben. Für alle Varianten der Tethered Caps, die auf den Markt kommen, kann der Krones Konzern technische Lösungen anbieten.

Ressourcenschonende Etikettierung

Für optimierte Recycling-Ergebnisse hat Krones Verpackungslösungen im Portfolio, bei denen sich die Etiketten problemlos vom entleerten Behälter trennen lassen. Langfristiges Ziel ist es, die Etiketten gemeinsam mit dem Behälter zu recyceln - oder auf den Einsatz von separatem Material für die Behälterdekoration komplett zu verzichten.

Beyond PET Packaging

Über konventionelle PET-Lösungen hinaus werden aktiv Entwicklungen rund um disruptive Technologien verfolgt, die Konsumenten Getränke auf neuartigen Wegen bereitstellen (verpackungsfreie Lösungen, Paper-Bottle). Mit diesem Themenfeld beschäftigt sich bei Krones insbesondere das Innovation Lab.

Mitglied der European Circular Economy Stakeholder Platform

Seit 2020 gehört der Krones Konzern der European Circular Economy Stakeholder Platform an. Mit unserem Beitritt haben wir uns freiwillig zu mehreren qualitativen Zielen verpflichtet.

Kommunikations- und Aufklärungskampagnen

Über die Vor- und Nachteile von Kunststoffen als Verpackungsart wird kontrovers diskutiert. Krones leistet in dieser vielstimmigen Debatte seinen Beitrag. Neben umfangreichen Informationen der PET-Initiative auf der Krones Website veröffentlichen wir regelmäßig Artikel zu Kunststoff und Kreislaufwirtschaft im Krones magazine und in den Sozialen Medien.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung aussagekräftiger Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um Circular Economy messbar zu machen.

Ressourcennutzung im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 303-1, 303-2, 303-4, 303-5, 306-1, 306-2, 306-3, 306-4, 306-5)

1. Einfluss und Wesentlichkeit (GRI 306-1, GRI 303-1)

Die Produktion und Fertigung von Maschinen und Anlagen verbraucht Wasser und erzeugt Abfälle. Neben dem Impact unserer betrieblichen Tätigkeit auf Energie und Emissionen fassen wir Wasserverbräuche und Abfallerzeugung als weitere zentrale ökologische Nachhaltigkeitsthemen auf. Der größte Anteil der Abfälle, die im Zuge unserer Produktionstätigkeit anfallen, wird der Verwertung zugeführt. Als kritisch hinsichtlich unseres ökologischen Fußabdrucks gelten die nach Anlage III des Basler Übereinkommens als »gefährlich« bewerteten Abfallarten. Deshalb sowie aufgrund der Bewertung des Themas mit mittlerer Relevanz im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse setzen wir hier einen strategischen Fokus. Gleichzeitig setzen wir auf wassersparende Fertigungsprozesse. Im Fokus steht hier der Schutz des Trinkwassers, das in Zeiten des Klimawandels eine besonders kostbare Ressource darstellt. Obwohl das Thema Wasserverbrauch in der eigenen Geschäftstätigkeit in der Wesentlichkeitsanalyse in beiden Dimensionen als niedrig priorisiert wurde, berichten wir in diesem Abschnitt auch darüber. Schon aufgrund unserer Nähe zu Wasserthemen durch unsere Produkte wollen wir auch den Umgang mit Wasser in unserer eigenen Produktion als strategisches Thema des Ressourcenschutzes markieren.

2. Risiken und Chancen

Umweltrisiken in Bezug auf Wasser und Abfall werden von der jeweiligen Leitung des Produktionsstandorts dezentral gemeldet und bearbeitet. Sie fließen in das konzernweite Enterprise Risk Management ein und werden nach der Logik der maximalen sowie relativen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Im Zuge der nachgelagerten Inside-out-Bewertung durch das Sustainability Team werden die Auswirkungen der gemeldeten Risiken auf die Umwelt erfasst.

3. Governance und Ressourcen

Die konzernweite Koordination des Wasser- und Abfallmanagements liegt beim Umweltmanagement der Krones AG. Der Leiter des Umweltmanagements berichtet direkt an den CEO des Krones Konzerns. Da die Voraussetzungen hinsichtlich physischer Umgebung und umweltrechtlicher Vorschriften weltweit unterschiedlich sind, liegt die Initiative für die Umsetzung wasser- und abfallreduzierender Produktionsprozesse bei den Niederlassungen und Tochterunternehmen. Die Effektivität der Maßnahmen wird im Zuge der jährlichen Datenprüfung und -konsolidierung durch das Umweltmanagement der Krones AG gemessen.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir im Geschäftsjahr 2020 folgende Umweltziele definiert:

Der Krones Konzern verpflichtet sich, seine gefährlichen Abfälle sowie den Trinkwasserverbrauch bis 2030 um 10 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2020.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Umweltrichtlinie und Arbeitsanweisung (GRI 303-2)

Wie bereits beschrieben, dient eine konzernweite Arbeitsanweisung zur Fixierung fundamentaler Umweltstandards. Eine zugehörige Richtlinie befindet sich in Erarbeitung.

Trainings und Sensibilisierungen (GRI 303-1)

Schulungen für internen Umweltschutz bilden einen wichtigen Baustein zur Reduktion unseres ökologischen Impacts aus Produktionsbereichen. Im jährlichen Pflichttraining »Basisunterweisung« werden Beschäftigten der Krones AG Fragen zum sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser gestellt. Die nach der ISO 14001 vorgeschriebenen Prozesse fordern zudem in den zertifizierten Standorten regelmäßige Schulungen für Mitarbeitende zu Umweltthemen, unter anderem auch zu Wasser und Abfall.

Audits und Zertifizierungen (GRI 303-2)

Die Wasser- und Abfallziele des Krones Konzerns gelten für die globalen Produktionsstandorte, insgesamt 24 Gesellschaften. Datenerhebung und Maßnahmenumsetzung liegen dabei lokal in der Verantwortung der jeweils einbezogenen internationalen Standorte, Datenvalidierung und Maßnahmenkoordination erfolgen zentral. Wie bereits im Kapitel zu Treibhausgasemissionen aus der eigenen Geschäftstätigkeit beschrieben, sind derzeit die Krones AG sowie die deutschen Tochtergesellschaften KIC Krones, Steinecker GmbH, Evoguard GmbH und MHT Mold & Hotrunner Technology AG nach ISO 14001 zertifiziert. Gleiches gilt für die Produktionsstandorte in China, Italien, Brasilien, USA und Ungarn.

Datenerhebung und konzernweite Konsolidierung (GRI 306-2)

Die Daten der Wasserverbräuche werden über Zählerstandsmessungen und Versorgerrechnungen gesammelt. Das Mapping von Abfallströmen wird durch die Auswertung entsorgter Mengen je Abfallart und im Fall von gefährlichen Abfällen über Nachweisverfahren dokumentiert, entsprechend den gesetzlichen Vorgaben. Analog zur internen Prüfung der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen erfolgt auch die Validierung der Kennzahlen zu Wasserverbrauch und Abfallaufkommen im Vier-Augen-Prinzip.

Wasser (GRI 303-1)

Mehrfachverwendung von Produktionswasser

Je mehr Wasser wir innerhalb unserer eigenen Produktions- und Fertigungsprozesse im Kreislauf führen können, desto geringer ist unser negativer Impact auf lokale Ökosysteme. Eine Mehrfachverwendung von Wasser geschieht beispielsweise in den Produktionswerken Neutraubling (Krones AG) und Freising (Steinecker GmbH), wo eine Kaskadenspülung bei galvanotechnischen Prozessen eingesetzt wird. An weiteren Standorten gibt es Ultraschall-Reinigungsbäder. Bei Kälteanlagen, etwa für die Gebäudekühlung oder für technische Prozesse, existieren in der Regel geschlossene Kühlkreisläufe.

Maßnahmen zur Wasserreduktion

Wo wir Wasser verbrauchen und nicht im Kreislauf führen können, wollen wir die Menge so gering wie möglich halten. An den Standorten Neutraubling und Nittenau wird Wasser durch Verdampfer- und Ultrafiltrationsanlagen aufbereitet, um eine Standzeitverlängerung oder Wiederverwendung zu ermöglichen. Beim Einsatz von wassergemischten Kühlschmierstoffen setzen wir auf die Umstellung auf Minimalmengenschmierung sowie Maßnahmen zur Standzeitverlängerung durch Überwachung, Leckölabscheidung oder stetige Belüftung. Dadurch vermeiden wir betrieblichen Wasserverbrauch sowohl für den Neuansatz der Kühlschmierstoffe als auch bei der Maschinenreinigung vor Neubefüllung. Das Trinkwasser-Leitungsnetz wird sukzessive verkleinert, sodass die zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene erforderlichen, regelmäßigen Spülungen verringert werden.

Beseitigung von Abwasser (GRI 303-4)

Die Entsorgung der betrieblichen Abwässer geschieht in allen Produktionswerken im Einklang mit den jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen. Wo dies die lokale Infrastruktur ermöglicht, wird das Wasser öffentlichen Kläranlagen zugeführt. Anfallendes Regenwasser wird überwiegend in den natürlichen Untergrund geleitet, sodass die Grundwasserneubildung unterstützt wird und negative Auswirkungen durch Flächenversiegelungen ausgeglichen werden können.

Kontrollverfahren für Wasserqualität

Regelmäßige Untersuchungen der Abwasserqualität aus verschiedenen relevanten Anlagen - beispielsweise eine wöchentlich stattfindende Untersuchung in der Galvanik - ermöglichen das Tracking der Wasserqualität. Die Messungen finden sowohl intern als auch extern statt, entweder beauftragt durch Labore oder unangekündigt durch zuständige Behörden.

Abfall (GRI 306-2)

Abfallleitfaden als Handbuch

Ein Abfallleitfaden mit Informationen und Anweisungen zur korrekten Entsorgung und Beseitigung von Abfällen in internen Produktionsprozessen ist an den Standorten der Krones AG implementiert. Die Umsetzung obliegt dem Fachbereich, in Arbeitsstättenbegehungen erfolgen stichprobenartige Kontrollen durch die Sicherheitsfachkräfte.

Maßnahmen zur internen Abfallvermeidung

Im Produktionsprozess setzen wir - wo möglich - gezielt kreislauffähige Verpackungen ein. Bei der Entsorgung von altem Büromaterial setzen wir auf Wiederverwendung in neuen Kontexten: PC-Monitore werden zur privaten Nutzung kostenlos an Beschäftigte entliehen, ausgemusterte Telefone werden systematisch gesammelt und zurückgegeben.

Infrastruktur zur Mülltrennung

Gemäß dem Abfallkonzept werden gekennzeichnete Behälter bereitgestellt, mit deren Hilfe Müllfraktionen ordnungsgemäß getrennt werden müssen. Die Krones AG betreibt zudem eigene Wertstoffhöfe, die Baugruppen demontieren, um darin enthaltene Teile und Materialien einer möglichst sortenreinen Entsorgung oder Wiederverwendung zuzuführen. Ein neues Konzept für die Mülltrennung in den Büros am Hauptsitz Neutraubling befindet sich derzeit in der Einführung.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - gefährliche Abfälle in t (GRI 306-3, GRI 306-4, GRI 306-5)

Krones Konzern - Wasserverbrauch in m3 (GRI 303-5)

Bei den dargestellten Werten handelt es sich um Verbräuche zum Betrieb der Maschinen, Anlagen sowie Gebäuden der Standorte des Krones Konzerns. Bei der Ermittlung wurden die eigenen Gebäude vollständig erfasst. Mietobjekte sind nur zum Teil enthalten, da bei einigen Gebäuden eine Mietpauschale abgerechnet wird und die Gebäude meist nicht von Krones allein genutzt werden.

Wasserverbrauch bei unseren Kunden (GRI 303-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit (GRI 303-1)

Alle Kunden des Krones Konzerns nutzen Wasser: entweder als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoff oder als Bestandteil ihres Produkts. Der große Einfluss der Getränkeindustrie auf das Nachhaltigkeitsthema Wasser führt dazu, dass wir - analog zum Klimaschutz - als Enabler wassersparender Produktions-, Abfüll- und Verpackungsprozesse fungieren. Fast alle Produkte des Krones Konzerns haben einen Einfluss auf den Wassereinsatz und -verbrauch unserer Kunden. Aufgrund unserer fachlichen Kompetenz und der langjährigen Erfahrung wissen wir, wo die größten Hebel zur Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Prozesstechnik-Anlagen, unserer Abfüll- und Verpackungsmaschinen sowie ganzer Getränkefabriken liegen. Ziel ist es, dieses Wissen nutzbar zu machen, um mithilfe unserer Maschinen, Anlagen, Technologien und Services einen spürbaren Impact zu generieren. Aus diesen Gründen gehört das Thema Wasser bei unseren Kunden -neben Klimaschutz Downstream - zu den am höchsten priorisierten Themen unserer Wesentlichkeitsanalyse. Die Geschäftsrelevanz ist als hoch eingestuft, die Impact-Relevanz als mittel.

2. Risiken und Chancen (GRI 303-1)

Den Einfluss der Krones Produkte auf den Wasserverbrauch bei unseren Kunden fassen wir nicht als Risiko, sondern als Chance für unser Geschäft auf. Die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt führt dazu, dass die Getränke- und Lebensmittelindustrie Wasser mehr und mehr als wertvolles Gut betrachtet - sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht. Je höher die monetären Kosten von Wasser, desto mehr sind unsere Kunden bereit, in wassersparende Produkte und Technologien zur Wasseraufbereitung zu investieren. Deshalb gehen wir davon aus, dass unsere Angebote als Enabler wasserfreundlicher Getränke- und Recycling-Fabriken eine Chance für unsere zukünftige Geschäftsentwicklung darstellen.

3. Governance und Ressourcen

Das zentrale Sustainability Team führt eine Projektgruppe zu »Wasser bei Produkten«, bestehend aus Vertretern diverser Produktbereiche. Sie dient dazu, den Austausch der Wasserfachleute zu vertiefen und Kompetenzen zu bündeln. Im Rahmen dieser Projektgruppe berichtet das Sustainability Team an die Bereichsleiter und den Vorstand.

4. Strategie und Ziele

Neben bereits existierenden internen, produktbezogenen Einsparungszielen kommunizieren wir derzeit kein externes Wasserziel für unsere Produkte. Im Zuge des Review-Prozesses unserer Nachhaltigkeitsziele planen wir im Jahr 2024 die Einführung eines Wasserziels auf Produktebene.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Wasser im enviro Nachhaltigkeitsprogramm (GRI 303-1)

Neben Energieeffizienz steht Medienreduktion - und damit auch Wassereinsparung - als zweites Thema des enviro Nachhaltigkeitsprogramms für unsere Maschinen und Anlagen im Fokus. Der Wasserverbrauch der nach den enviro Kriterien analysierten Produkte wird bewertet, wobei hier die Hierarchie »reduzieren, aufbereiten, wiederverwenden« gilt. Die Erfüllung der enviro Kriterien im Bereich Wasser ist Voraussetzung für das enviro Siegel.

Hydronomic Wasseraufbereitungsanlage

Zentraler Bestandteil unserer Produktlösungen für Wasser bilden die sparsamen Aufbereitungsanlagen Hydronomic. Mit diesen Lösungen können unsere Kunden das Rohwasser - das Grundelement ihres späteren Produkts - nach ihren jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen aufbereiten.

HydroCircle Komplettkonzept für Abwasser-Recycling

Auf Basis der Aufbereitungsanlage Hydronomic entwickelte Krones zusammen mit einem Kooperationspartner das Konzept HydroCircle, das es ermöglicht, Abwasser aus sämtlichen Prozessstufen einer Getränke- oder Recycling-Fabrik zu neuem Prozesswasser aufzubereiten. Durch die Berücksichtigung der gesamten Prozesskette und den Aufbau eines geschlossenen Kreislaufkonzepts lässt sich der Wasserverbrauch der betreffenden Kundenanlage um bis zu 80 Prozent senken.

Wasserberatung auf Fabrikebene (GRI 303-1)

Die Energie- und Nachhaltigkeitsberatung erarbeitet nicht nur Konzepte zur optimierten Nutzung und Kreislaufführung von Energie. Ein zentraler Baustein im Beratungsportfolio bildet auch das Wassermanagement. Unsere Fachleute entwickeln für Getränke- und Recycling-Fabriken Konzepte für einen sparsamen Einsatz von Frischwasser durch das Wiederverwenden von Abwasser. Beispielsweise beraten sie unsere Kunden hinsichtlich der optimalen Abfülltemperatur. Ziel der Warmabfüllung ist es beispielsweise, Frischwasser einzusparen und den Verbrauch von Primärenergie zu reduzieren, um letztendlich auch Betriebskosten der Kundenfabrik zu senken.

Lavatec Flaschenreinigungsmaschine

Beim Ökodesign der Getränkefabrik spielt - gerade bei Mehrweganlagen - die Reinigungsmaschine für Flaschen eine große Rolle. Um den Wasser- und Spülmittelbedarf möglichst gering zu halten, werden Technik und Prozesse der Reinigungsanlage individuell für den jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt. Bei einem Kunden der Milchindustrie konnten wir zeigen: Im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell verbraucht die aktuelle Lavatec D4 deutlich weniger Wasser und Lauge.

Flexible Filling: wassersparende Umstellung

Wenn ein Getränkeproduzent auf seiner Krones Linie mehrere verschiedene Getränke abfüllt, waren beim Wechsel des abgefüllten Produkts bisher aufwändige und wasserintensive Reinigungsvorgänge notwendig. Durch die neuen Technologien im Bereich »Flexible Filling« ist es möglich, diese produktionsbedingten Stillstandszeiten und den bei der Reinigung anfallenden Wasserverbrauch zu minimieren. Dies ermöglicht dem Kunden hohe Einsparungen des bisherigen Reinigungswassers.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews arbeiten wir an der Definition und Ausgestaltung von Kennzahlen, die uns dabei helfen, den Fortschritt unserer Bemühungen um die Reduktion des Wasserverbrauchs unserer Kunden transparenter zu machen.

Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 403-1, 403-2, 403-5, 403-7, 403-8)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Krones Konzern operiert global. In der Regel existieren in den Ländern, in denen das Unternehmen aktiv ist, gesetzlich fixierte Standards für Arbeit, Entlohnung und Sicherheit am Arbeitsplatz. Als Industrieunternehmen mit einem erheblichen Anteil körperlicher Arbeit an unseren Standorten sind sichere Arbeitsbedingungen ein zentraler Faktor. Viele unserer Beschäftigten in Fertigung und Montage führen auch körperlich anstrengende und mit Gefahren verbundene Tätigkeiten durch. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Thema Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbereich sowohl hinsichtlich Impact als auch bezüglich Geschäftsrelevanz mit mittlerer Relevanz bewertet.

2. Risiken und Chancen (GRI 403-2)

Die Anfälligkeit unserer Geschäftstätigkeit für etwaige Menschenrechtsverstöße prüfen wir derzeit auf drei Weisen: Den ersten Pfeiler bildet die Compliance-Risikoanalyse, bei der gezielt Fragen zu Menschen- und Arbeitsrechten gestellt werden. Neben den Compliance-Risikoanalysen wird eine Risikoanalyse zu Arbeitsstandards und Menschenrechten im eigenen Geschäftsbetrieb durch einen externen Dienstleister durchgeführt. Im Fokusbereich Arbeitssicherheit erfolgen als dritter Pfeiler Arbeitsstättenbegehungen sowie Gefährdungsbeurteilungen. Die jeweils weitgehend eigenverantwortlich agierenden Standorte und Fachabteilungen leiten daraus direkt ihre Risikobewertung und Handlungsbedarfe bezüglich des Arbeitsschutzes ab. Zentrale konzernweite Prozesse der Gefährdungsbeurteilung wurden bisher bewusst nicht definiert, um möglichst flexibel auf lokale Gegebenheiten reagieren zu können. Die Ergebnisse der menschen- und arbeitsrechtlichen sowie arbeitssicherheitsbezogenen Analysen finden ebenso wie die dezentralen Gefährdungsbeurteilungen der Arbeitssicherheit in kondensierter Form Eingang in die Konzernrisikoanalyse des Enterprise Risk Management.

3. Governance und Ressourcen (GRI 403-1)

Der Bereich Human Resources sorgt im täglichen Handeln für die Einhaltung der arbeitsrechtlichen und prozessualen Vorgaben und etabliert hierfür Kontrollmaßnahmen. Der Leiter des Corporate Sustainability Teams fungiert als vom Vorstand offiziell beauftragter Human Rights Officer und übt eine Beratungs- und Kontrollfunktion aus. Das Arbeitssicherheitsmanagement der Krones AG ist in einem eigenen, von der Personalleitung geführten Bereich angesiedelt und umfasst sowohl den medizinischen Dienst als auch das betriebliche Gesundheitsmanagement. An den internationalen Standorten ist es häufig in einer Zentralfunktion bei Health, Safety and Environment verankert. Darüber hinaus wird das Thema Arbeits- und Menschenrechte durch die Sustainability-Koordinatoren sowie durch das internationale Human-Resources-Netzwerk in den weltweiten Standorten platziert. Human Rights Officer und leitende Sicherheitsfachkraft berichten anlassbezogen, mindestens aber einmal im Jahr (Human Rights Officer) beziehungsweise im Quartal (Sicherheitsfachkraft), an den Vorstand.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für die Achtung der Menschenrechte definiert:

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.

Speziell für Arbeitssicherheit haben wir zwei Zielgrößen festgelegt, mit der wir die Performance unseres Arbeitssicherheitsmanagements konzernweit messen:

Wir reduzieren sowohl die Arbeitsunfälle als auch die Ausfalltage nach Arbeitsunfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden im Krones Konzern um 30 Prozent bis 2030, verglichen mit dem Basisjahr 2020.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Verhaltenskodex

Das Thema Achtung der Menschenrechte bildet ein zentrales Kapitel im Verhaltenskodex des Krones Konzerns. Das Dokument erfüllt sowohl einen deskriptiven als auch einen normativen Zweck: Anhand von Beispielen wird deutlich, was unter einem Menschenrechtsverstoß zu verstehen ist. Gleichzeitig verpflichtet der Code of Conduct alle Konzern-Beschäftigten dazu, die Menschenrechte zu achten und etwaige Verletzungen zu melden. Der Kodex stellt ein verbindliches, konzernweit gültiges Dokument dar, dessen Nichtbeachtung je nach Art und Schwere des Verstoßes zu Sanktionen führen kann.

Human Rights Statement und Konzernrichtlinie (GRI 403-2)

Neben dem übergreifenden Verhaltenskodex beschreibt unser Human Rights Statement unsere Menschenrechtsstrategie und die damit verbundenen Grundsätze und Prozesse zur Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten im Konzern. Das Human Rights Statement von Krones betont die Selbstverpflichtung des Unternehmens, die Menschenrechte aller Stakeholder entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu achten. Zur Fixierung der darin definierten Grundsätze in den täglichen Betriebs- und Arbeitsprozessen dient die Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, die bereits seit dem Jahr 2020 existiert und intern kommuniziert ist. Sie definiert ein Basis-Set an Regeln, die in jeder Niederlassung des Krones Konzerns Gültigkeit besitzen, sofern rechtliche Bestimmungen nicht noch darüber hinausgehen. Beide Dokumente wurden vom Vorstand der Krones AG verabschiedet, vom Betriebsrat für die Krones AG gebilligt, gelten konzernweit und sind intern kommuniziert. Darüber hinaus veröffentlichen wir jährlich ein Statement zum UK Modern Slavery Act auf unserer Website.

Repräsentation und Partizipation

Alle Beschäftigten in der Krones AG sind durch die Betriebsräte an den Krones Standorten vertreten, die gemeinsam einen Gesamtbetriebsrat bilden. Darüber hinaus existiert für die Krones AG sowie die Tochterunternehmen Evoguard und Steinecker ein Konzernbetriebsrat. Alle vorgenannten Unternehmen haben den Manteltarifvertrag der bayerischen Metall- und Elektroindustrie anerkannt. Die Betriebsräte der Tochterunternehmen Gernep, HST, Dekron, MHT sowie Milkron sind formal eigenständig, stehen jedoch im Austausch mit dem Konzernbetriebsrat. Über Deutschland hinaus gestalten die Beschäftigten der internationalen Standorte ihre Interessenvertretung formal und rechtlich jeweils individuell. Innerhalb des globalen Krones Netzwerks pflegen die Vertreter des Konzernbetriebsrats Kontakte zu den Geschäftsführern, Werkleitern und den vor Ort zuständigen Gewerkschaften der großen internationalen Produktionsstandorte. In der Praxis wenden sich auch Beschäftigte von Standorten und Tochterunternehmen in Einzelfällen an den Konzernbetriebsrat, welcher sich dann um die Lösung von Konflikten und Fragen bemüht.

Bewerbung und Rekrutierung

Im Krones Konzern arbeiten keine Personen, die jünger als 15 Jahre sind. Die Mitarbeitenden, die unter 18 Jahre alt sind, absolvieren ihre technische, kaufmännische oder eine sonstige Ausbildung im Unternehmen. Unsere internen Regelungen und Vorgaben sehen vor, dass die Auszubildenden keinen Produktionsprozessen mit hohem Gefährdungspotenzial ausgesetzt sind. Die Kosten für die Rekrutierung aller Beschäftigten im Krones Konzern trägt das Unternehmen.

Faire Vergütung

Konzernweit gelten mindestens die vor Ort gültigen, gesetzlich geforderten Vergütungsstandards. Für eine attraktive, marktgerechte Entlohnung werden regelmäßig Markt-Benchmarks durchgeführt. Die tariflichen Beschäftigten der Krones AG sind vom Manteltarifvertrag der Gewerkschaft IG Metall abgedeckt. Auskünfte zu Prozessen der Entlohnung, Einstufung und Auszahlung sind in der Krones AG entweder über das Intranet abrufbar oder können über die Personalabteilung zur Verfügung gestellt werden. Überstunden werden im tariflichen Bereich entweder durch zusätzliche Freinahme über ein Arbeitszeitkonto oder durch monetären Ausgleich kompensiert. Für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen gelten gesonderte Regelungen zur Mehrarbeitsvergütung. Für außertarifliche Beschäftigte ohne Arbeitszeitkonto gibt es Möglichkeiten, gesonderte Freinahmen zu beantragen.

Erfolgsbeteiligung

Die Erfolgsbeteiligung von Beschäftigen an der Unternehmens-Performance ist in den Tochterunternehmen dezentral geregelt. In der Krones AG erhalten alle Beschäftigten eine mitarbeitergruppenspezifisch gestaltete Erfolgsbeteiligung, welche an die Erreichung der Unternehmensziele gekoppelt ist. Darüber hinaus können besondere Leistungen oder Erfolge bei außertariflichen Beschäftigten mit sogenannten »Spot-Boni« incentiviert werden.

Arbeitszeit und Arbeitsort

Die wesentlichen Grundsätze der Arbeitszeitgestaltung sind konzernweit einheitlich in einer globalen Leitlinie sowie in der Richtlinie zu Menschenrechten und Arbeitsstandards definiert. Über diese konzernweiten Basisregeln hinaus werden Arbeitszeit und -ort standortspezifisch flexibel gestaltet. In den Standorten der Krones AG gilt eine Orientierungsgröße für mobile Arbeit von derzeit 50 Prozent. Jeder Beschäftigte erhält zudem jährlichen Urlaub gemäß gesetzlichen sowie gegebenenfalls tariflichen Grundlagen des jeweiligen Landes.

Schutzvorkehrungen und -ausrüstung (GRI 403-2, 403-7)

Alle Mitarbeitenden im Krones Konzern, die in sicherheitsrelevanten Bereichen tätig sind, werden vom Unternehmen mit Schutzausrüstung versorgt. Dazu zählen Maßnahmen und persönliches Equipment gegen Lärm sowie präventive Verfahrensanweisungen für den Umgang mit Chemikalien und gefährlichen Substanzen. Für bestimmte Personengruppen ist ein Gesundheitscheck im Vorfeld gewisser, mit Gefahrenpotenzial verbundener Tätigkeiten vorgeschrieben. Im Zuge regulärer Arbeitsstättenbegehungen und interner Prüfungen der zuständigen Arbeitssicherheitsfachkräfte wird die Einhaltung der festgelegten Standards für Schutzvorkehrungen und -ausrüstung kontrolliert.

Trainings und Vorgaben (GRI 403-2, 403-5)

Aspekte zu menschen- und arbeitsrechtlichen Themen sind Bestandteil diverser interner Schulungen und E-Learnings im Krones Konzern. Das konzernweit verpflichtende E-Learning »Compliance Basics« enthält Fragen zu fairen Arbeitsbedingungen, das Training »Menschenrechte bei Krones« behandelt ausschließlich Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt und muss von Beschäftigten mit regelmäßigem Drittkontakt bearbeitet werden. Die Beschäftigten erhalten regelmäßig Trainings zu Arbeitssicherheitsrisiken sowie sicherem Verhalten am Arbeitsplatz. Bei der Krones AG enthält die jährlich stattfindende Basisunterweisung detaillierte Informationen und Vorgaben zu Arbeitsschutzthemen. An den anderen Standorten im Konzern finden die Trainings anlass- und risikogruppenspezifisch statt. Neben eigenen Beschäftigten trainiert Krones auch Personen mit Zeitarbeitsverträgen zu Arbeitssicherheitsaspekten. Auch Dienstleister und Werkvertragspartner erhalten entsprechende Sicherheitsanweisungen.

Meldewege und Feedback (GRI 403-2)

Über das Internetportal Krones Integrity - erreichbar über die Corporate Website - können Beschäftigte, Geschäftspartner sowie Dritte auf Verstöße gegen Menschen- oder Arbeitsrechte hinweisen - wahlweise anonym oder unter Nennung des eigenen Namens. Dafür existiert eine separate Meldekategorie. Beschäftigte können sich auch per Mail sowie telefonisch an das Corporate Sustainability Team oder an den Human Rights Officer des Krones Konzerns wenden, wo ihre Anfragen diskret behandelt und einer Lösung zugeführt werden. Die vorhandenen Meldewege sind intern kommuniziert und barrierefrei erreichbar. Darüber hinaus fungieren der Konzernbetriebsrat sowie die in der jeweiligen Niederlassung gewählten oder beauftragten Mitarbeitervertreter als Ansprechpartner für die Beschäftigten im Falle von arbeitsbezogenen Beschwerden.

Audits, Zertifizierungen und interne Revision (GRI 403-1, 403-8)

Im Zuge der konzernweit regelmäßig stattfindenden Audits überprüft die interne Revision die Administration und Prozesse der Entgeltauszahlung auf Fehler oder Regelabweichungen. Um unser Arbeitssicherheitsmanagement schrittweise auf konzernweite Grundlagen zu stellen, streben wir die Zertifizierung aller Produktionsstandorte nach ISO 45001 an. Die gesamte Krones AG wurde im Geschäftsjahr 2023 zertifiziert. Darüber hinaus sind 8 weitere Standorte des Krones Konzerns bereits nach ISO 45001 zertifiziert.

Vorgehen bei internen Verstößen (GRI 403-2)

Im Zuge kritischer Fälle hinsichtlich Menschenrechte oder Arbeitsstandards, wie beispielsweise Verstöße gegen die Werte des Krones Verhaltenskodex, werden vom Human Rights Officer formalisierte Stellungnahmen erstellt. So lassen sich kritische Erkenntnisse besser dokumentieren und nachvollziehen. Im Falle von sozialen Missständen in der eigenen Belegschaft arbeiten Compliance-, Nachhaltigkeits- und Personalabteilung eng zusammen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Arbeitsunfälle je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Hierbei handelt es sich um Arbeitsunfälle, welche mindestens einen Ausfalltag zur Folge haben. Grundlage der Kennzahlenermittlung bilden tarifliche und außertarifliche Beschäftigte, Auszubildende, Trainees, Studierende in Praktikum oder Werkstudium der Krones AG, exklusive Personen mit Leiharbeits- oder Werkverträgen. Die Kennzahl enthält ausschließlich die Anzahl der Arbeitsunfälle (ohne Wegeunfälle) im aktuellen Kalenderjahr.

Krones Konzern - Ausfallzeit nach Arbeitsunfall je 1 Mio. geleistete Arbeitsstunden

Grundlage der Kennzahlenermittlung bilden tarifliche und außertarifliche Beschäftigte, Auszubildende, Trainees, Studierende in Praktikum oder Werkstudium der Krones AG, exklusive Personen mit Leiharbeits- oder Werkverträgen. Die Berechnung der Ausfallzeit von 01.01.2023 bis 31.12.2023 erfolgt ab dem ersten Folgeausfalltag und wird dem Unfallereignis zugeordnet. Berücksichtigt wird bei den Abwesenheitstagen jeder ganze Kalendertag (inkl. Feiertage und Wochenenden, soweit diese in der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung eingeschlossen sind). In die Kennzahl fließen außerdem die im aktuellen Kalenderjahr entstandenen Folgeausfallzeiten aufgrund früherer Arbeitsunfälle ein.

Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette (GRI 414-1, 414-2)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Im Zuge der Globalisierung der Märkte erhöht auch der Krones Konzern kontinuierlich seinen Global Footprint durch das regionale Sourcing von Materialien, Komponenten und Dienstleistungen. Neben strategischen Vorteilen wie Kosteneffizienz, Kundennähe und der stärkeren Nutzung der Kompetenzen unserer internationalen Beschäftigten ergeben sich auch nachhaltigkeitsrelevante Einflüsse: Die Verlagerung von Lieferketten in die Regionen führt zu neuen Risiken für menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße - vor allem in Ländern mit geringeren gesetzlichen Standards. Schon vor dem Beschluss zur Einführung des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) hat der Krones Konzern seine internen Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfalt in der Lieferkette deshalb deutlich ausgebaut. Einfluss und Geschäftsrelevanz des Themas wurden in der Materialitätsanalyse als mittel bewertet.

2. Risiken und Chancen (GRI 414-1, 414-2)

Um mehr Transparenz hinsichtlich nachhaltigkeitsbezogener Risiken in unserer globalen Lieferkette zu erhalten, haben wir eine datenbankgestützte Risikoanalyse mit Fokus auf Arbeits- und Menschenrechte durchgeführt. Mithilfe eines externen Dienstleisters wird dabei der Lieferantenstamm des Krones Konzerns auf Grundlage des Einkaufsvolumens, des Herkunfts- beziehungsweise Produktionslands sowie der gelieferten Produkte und Dienstleistungen datenbankspezifisch im Rahmen der abstrakten Risikoanalyse bewertet. Lieferanten mit einem hohen abstrakten Risiko werden im folgenden Schritt mittels eines Fragebogens konkret bewertet. Das Ergebnis hilft uns dabei, mögliche Risiko-Hotspots hinsichtlich Menschenrechtsverletzungen in der vorgelagerten Lieferkette zu identifizieren. Die neue Risikoanalyse bildet damit das Fundament für weitere Schritte wie Audits oder Entwicklungsgespräche.

3. Governance und Ressourcen

Im Bereich Corporate Procurement, der direkt an den COO berichtet, laufen die Fäden des Beschaffungsmanagements zusammen. Zur Koordination des Human Rights Managements in der Lieferkette dient das Supply Chain Governance Board aus Einkauf, Lieferantenmanagement, Corporate Governance und Sustainability Team.

4. Strategie und Ziele

Das im Kapitel »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb« formulierte Ziel zur menschenrechtlichen Sorgfalt gilt analog für die gesamte Wertschöpfungskette:

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Menschenrechtsverletzungen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Human Rights Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe und Berichterstattung.

Als zusätzliches Ziel für die Etablierung einer nachhaltigen Lieferkette haben wir darüber hinaus folgendes Ziel ausgelobt:

Bis 2030 bewerten wir 100 Prozent derjenigen Lieferanten, auf die ein Einkaufsvolumen von über 1.000.000 Euro entfällt, nach Nachhaltigkeitskriterien.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Kapitel »Achtung der Menschenrechte« im Lieferantenkodex

Im konzernweiten Lieferantenkodex definiert das Kapitel »Achtung der Menschenrechte« die Anforderungen an unsere Zulieferer: In den sieben Unterkategorien »Verbot von Zwangsarbeit«, »Verbot von Kinderarbeit«, »Nicht-Diskriminierung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen«, »Geregelte Arbeitsverhältnisse«, »Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit«, »Gesundheit und Sicherheit« sowie »Umweltbezogene Menschenrechte« werden die Erwartungen bezüglich menschenrechtlicher Sorgfalt transparent kommuniziert. Neben den inhaltlichen Pflichten adressiert der Lieferantenkodex auch mögliche Sanktionen, Vertragsstrafen, Auditrechte sowie Meldewege bei Verstößen. Der Lieferantenkodex muss als Bedingung vor Beginn einer Geschäftsbeziehung von allen Lieferanten aktiv bestätigt werden. Auch bei Lieferanten, mit welchen bereits eine Geschäftsbeziehung besteht, erfolgt schrittweise der Rollout des Lieferantenkodex.

Menschenrechte-Training für Einkäufer

Speziell für Beschäftigte mit regelmäßigem Drittkontakt gibt es das Training »Menschenrechte bei Krones«. Eine der Fokusgruppen bildet dabei der Einkauf. Ziel ist es, intern Wissen darüber aufzubauen, was menschenrechtliche Sorgfalt in Bezug auf das unternehmerische Handeln bedeutet. In mehreren Modulen werden menschen- und arbeitsrechtliche Themen angesprochen, fiktive Fälle bewertet und Lösungsvorschläge dargestellt.

Due-Diligence-Prüfungen zu Menschenrechtsverstößen (GRI 414-1)

Um etwaige Menschenrechtsverstöße in der vorgelagerten Lieferkette zu identifizieren, werden unter anderem regelmäßige Due Diligence Checks durch das Compliance Team durchgeführt. Das verwendete Tool bezieht dabei öffentlich zugängliche Quellen aller Art mit ein. Im Fall von Due-Diligence-Findings zu menschen- und arbeitsrechtlichen Verstößen, Gerichtsverfahren oder Sanktionen berät das zuständige Supply Chain Governance Board einzelfallspezifisch über weitere Schritte, wobei es im Ernstfall zur direkten Sperrung des Lieferanten kommen kann. Die Information über die weitere Verfahrensweise wird an die jeweils im Einkauf zuständige Fachkraft oder die regionale Compliance-Ansprechperson kommuniziert.

Selbstauskunftsbogen mit Menschenrechts- und Compliance-Fragen (GRI 414-1)

Beim Onboarding eines neuen Lieferanten erhält dieser vom Einkauf je nach Warengruppe standardisierte Fragebögen zur Lieferantenqualifizierung. Der Basis-Fragebogen, an dem sich die spezialisierten Versionen der jeweiligen Lieferantengruppen orientieren, enthält gezielt Fragen zu Menschenrechten und Compliance. Die Nachverfolgung der Einzelfragebögen erfolgt durch den Einkauf, die inhaltliche Bewertung des ausgefüllten Fragebogens zu Qualitätsthemen durch das Lieferantenmanagement. Die Bewertung der Antworten und Nachweisdokumente für Menschenrechte und Compliance obliegt dem Sustainability Team.

Sozialaudits bei Risikolieferanten (GRI 414-2)

Seit mehreren Jahren werden Themen der menschenrechtlichen Sorgfalt bei Lieferanten durch sogenannte Sozialaudits geprüft. Die Audits werden in digitaler Form vom Sustainability Team durchgeführt. Die Auswahl der auditierten Lieferanten orientiert sich an der menschenrechtlichen Risikoanalyse. Die Fragen im Audit reichen thematisch von der Gestaltung von Arbeitsverträgen über die Erfassung von Arbeitszeiten bis hin zu elementaren Arbeitssicherheitsprozessen und Themen der Beschäftigtenvertretung. Im Falle von Findings werden Maßnahmen identifiziert und den Lieferanten auch Lösungsvorschläge auf den Weg gegeben. Ausgehend von Schwere und Art des Findings folgen Prozesse des Entwickelns, Kommunizierens oder - in letzter Konsequenz - des sofortigen Sperrens des Lieferanten. Neben den Sozialaudits wurden auch die klassischen Produkt-, Prozess- und Systemaudits bei Lieferanten um Fragen zur menschenrechtlichen Sorgfalt ergänzt.

Meldewege für menschenrechtliche Verstöße

Im Falle eines Verstoßes gegen Menschenrechte oder faire Arbeitsbedingungen können sich sämtliche Beschäftigte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Krones Konzerns über diverse Meldewege Gehör verschaffen. Neben direkter Kontaktaufnahme des Corporate Sustainability Teams oder der jeweiligen Mitarbeitervertretung vor Ort dient vor allem das Hinweisgebersystem Krones Integrity als Anlaufpunkt. Das System ist über die Krones Homepage öffentlich zugänglich und ermöglicht eine anonyme Meldung von Beschwerden im Zusammenhang mit dem Unternehmen. Wie bereits beschrieben, existiert eine eigene Meldekategorie »Menschenrechte« mit entsprechender Beschreibung der darunterfallenden Themen. Menschen- und arbeitsrechtliche Verstöße lassen sich so von vornherein eindeutig kennzeichnen. Die Überprüfung und Verfolgung der gemeldeten Missstände erfolgen durch das Corporate Sustainability Team des Krones Konzerns.

Abhilfemaßnahmen in kritischen Fällen

Im Falle sämtlicher »Non-Compliances« - egal ob beispielsweise bei Nicht-Bestätigung des Lieferantenkodex, bei kritischen Due-Diligence-Findings oder bei negativen Sozialaudit-Ergebnissen - agiert das Supply Chain Governance Board als Entscheidungsinstanz. Ausgehend von der Schwere, Häufigkeit und Art des Verstoßes folgen Prozesse des Entwickelns, Kommunizierens oder - in letzter Konsequenz - des sofortigen Sperrens des Lieferanten. Bei eindeutigen Menschenrechtsverstößen kann die Sperrung des Lieferanten vorsichtshalber auch direkt durch den Einkauf geschehen - wobei das Supply Chain Governance Board im Nachgang eingebunden werden muss.

Brancheninitiativen und Kooperationen

Ein weiterer Bestandteil des Vorgehens ist es, sich in Form einer Kooperation mit anderen Unternehmen zusammenzuschließen. In einem Arbeitskreis des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), in dem sich Krones mit anderen Unternehmen über das Thema Menschenrechte austauscht, wird ein Erfahrungsaustausch betrieben und daran gearbeitet, Lösungen zu entwickeln. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Herausforderungen gemeinsam angehen und größere Effekte in der vorgelagerten Lieferkette erzielen. Die Kooperation innerhalb des Branchenverbands ABMI (Association of the Beverage Machinery Industry) treiben wir aktiv voran, indem wir uns zu einer gemeinsamen Brancheninitiative für nachhaltige Lieferketten zusammengeschlossen haben.

6. Leistungskennzahlen

Krones AG - Anzahl der System-, Produkt- und Sozialaudits bei Lieferanten

Wohlbefinden der Beschäftigten im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 401-1, 402-1, 404-2, 404-3, 403-3, 403-4, 403-6)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Die Beschäftigten im Krones Konzern planen, fertigen, montieren, verkaufen und betreuen technisch komplexe und technologisch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen. Für diese Tätigkeit benötigt es gut ausgebildete Fachkräfte mit tiefem fachspezifischem Wissen. Der Krones Konzern muss daher ein möglichst attraktives Arbeitsumfeld gewährleisten, um unsere Beschäftigten langfristig ans Unternehmen zu binden. Die Arbeitsbedingungen, die wir bieten, haben Einfluss auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden, welches sich wiederum stark auf ihre Leistungsfähigkeit und Motivation im täglichen Arbeitsleben auswirkt. In der Wesentlichkeitsanalyse resultierte daraus eine hohe Geschäftsrelevanz, die Impact-Bewertung wurde durch die Stakeholder als mittel evaluiert.

2. Risiken und Chancen

Risiken und Chancen zu Themen der Zufriedenheit und des Wohlergehens der Beschäftigten werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist die Konzernpersonalleitung als Risk Owner für Personalthemen definiert.

3. Governance und Ressourcen

Die Konzernpersonalleitung gibt konzernweit die Richtung der übergreifenden Personalpolitik vor. Die internationalen Standorte und Tochterunternehmen genießen einen strategischen und organisatorischen Freiraum, um ihr Personalmanagement gemäß den lokalen Anforderungen und Rahmenbedingungen zu gestalten. Ein quartalsweise zusammentreffendes globales HR-Netzwerk thematisiert regionenübergreifende Fragestellungen und diskutiert die weitere Ausrichtung der konzernweiten Personalstrategie. Die Berichterstattung an den CFO erfolgt durch die Konzernpersonalleitung in wöchentlichen Regelmeetings und regelmäßig auch im Gesamtvorstand.

4. Strategie und Ziele

Für das Thema Wohlbefinden und Zufriedenheit unserer Beschäftigten haben wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 folgende Zielformulierung festgelegt:

Wir wollen unsere Beschäftigten zu bestmöglichen Leistungen motivieren. Dazu schaffen wir ein attraktives Arbeitsumfeld, dessen Rahmenbedingungen wir kontinuierlich verbessern. Im Fokus stehen Arbeitszeit, Arbeitsort sowie eine gesundheitsbewusste Förderung der persönlichen Leistungsfähigkeit. Wir ermöglichen es den Menschen bei Krones, das eigene Potenzial zu nutzen und ihre Leistung weiterzuentwickeln - innerhalb der aktuellen Aufgabe und mit Blick auf zukünftige Verantwortlichkeiten. Ziel ist eigenverantwortliches, lösungsorientiertes Handeln, das auf den Unternehmenserfolg genauso einzahlt wie auf die persönliche Entwicklung.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Kommunikation und Transparenz (GRI 402-1)

Der Krones Konzern pflegt eine offene und regelmäßige Kommunikation mit der Belegschaft. Über diverse Kanäle - Unternehmenszeitung, Aushänge am schwarzen Brett beziehungsweise an digitalen Infoboards, Intranet, internes Soziales Netzwerk - können Mitarbeitende die für sie relevanten Informationen abrufen. In regelmäßigen Abständen gibt der Vorstand transparent Auskunft über aktuelle Entwicklungen und die Lage des Unternehmens - häufig in kurzen Videos, die über das Intranet abrufbar sind.

Mitarbeitergespräche (GRI 404-3)

Im Rahmen des Krones Mitarbeitergesprächs finden regelmäßige Performance Reviews statt. Das Mitarbeitergespräch ist ein jährlich stattfindender Dialog zwischen direkter Führungskraft und festangestellten Mitarbeitenden der Krones AG, der Raum für Austausch zu Zielen und Erwartungen sowie für strukturiertes Feedback schafft. Die Basis des Mitarbeitergesprächs bilden die zehn Verhaltensweisen, die im Krones Zielbild definiert sind.

Qualifizierung und Weiterbildung (GRI 404-2)

Aufgrund der hohen Anforderungen, die das Unternehmen an seine Fachkräfte stellt, nehmen bedarfsgerechte Qualifizierungsprogramme einen hohen Stellenwert ein - über das gesamte Berufsleben hinweg. Zentraler Anlaufpunkt für alle Weiterbildungen ist das Trainingsportal, auf das konzernweit ein Großteil der Beschäftigten zugreifen kann. Dort können berufliche Trainings in den vier Kategorien »Fachkompetenzen«, »Service Trainings«, »Soft Skills & Methoden« sowie »Sprachkompetenzen« über einen festgelegten Genehmigungsprozess von allen Beschäftigten beantragt und gebucht werden. Darüber hinaus möchte Krones verstärkt einfach zugängliche sowie moderne Lernangebote zur Verfügung stellen, erste großflächige Rollouts mit diversen Learning-Anbietern fanden bereits statt. Auch nebenberufliche Weiterbildungen sind möglich und über einen separaten Genehmigungsprozess vom Unternehmen förderbar, entweder finanziell oder durch Bildungsurlaub. Zudem bietet Krones Umschulungsmöglichkeiten an, um Beschäftigte aus dem Berufsbild Industriemechaniker in Industrieelektrik zu qualifizieren. Für die Krones AG bildet eine Betriebsvereinbarung zu Qualifizierung und Weiterbildung die Basis sämtlicher Maßnahmen, wodurch auch der Betriebsrat in die Gestaltung der Weiterbildungsaktivitäten eingebunden ist.

Entwicklung der Führungskräfte (GRI 404-2)

Gute Führung und Zusammenarbeit sind ein wesentlicher Faktor für die Erreichung unser ambitionierten Unternehmensziele und der Verwirklichung unserer Unternehmensvision. Daher ist ein spezielles Schulungsprogramm für neue Führungskräfte verpflichtend, welches im Jahr 2023 überarbeitet und auf die Kernelemente des Krones Zielbilds ausgerichtet wurde. Darüber hinaus gibt es für erfahrene Führungskräfte eine Vielzahl an neuen Kursen zu unterschiedlichen Themen rund um Führung, darunter das Schulungsprogramm »Gesund und nachhaltig führen«. Des Weiteren können Führungskräfte verschiedenste Formate in Anspruch nehmen, wie beispielsweise ein persönliches Coaching oder auch Maßnahmen zur Teamentwicklung.

Neue Arbeitswelten

Als Technologieunternehmen mit dem Anspruch auf Innovationsführerschaft setzen wir uns zudem intensiv mit den verschiedenen Konzepten auseinander, die unter dem Schlagwort »New Work« zusammengefasst werden können. Mobiles Arbeiten, Shared-Desk-Modelle und offene Bürogestaltung sind nur drei Beispiele für Maßnahmen in diesem Bereich, welche sich bei Krones langfristig etabliert haben.

Teambuilding und Betriebssport (GRI 403-6)

Ein positives Arbeitsklima bildet einen wichtigen Baustein des Wohlbefindens der Mitarbeitenden. Regelmäßige Teambuilding-Events finden daher je nach Zusammensetzung, Bedarf und individuellen Interessen der jeweiligen Teams statt, koordiniert durch die Führungskräfte. In vielen Niederlassungen und Werken finden größere Events für die Beschäftigten statt, unter anderem der Regensburger Landkreislauf sowie der Tag der offenen Tür am Standort Neutraubling. Eine Kombination aus Teambuilding mit sportlicher Betätigung setzen zahlreiche Beschäftigte des Krones Konzerns in Betriebssportgruppen um.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (GRI 403-3, 403-4, 403-6)

Über das klassische Arbeitssicherheitsmanagement hinaus kümmert sich Krones um das körperliche und mentale Wohlbefinden der Beschäftigten. Ausgehend von ausführlichen Analysen der Arbeitsunfähigkeiten sowie Bedarfsermittlungen durch Befragungen werden zielgruppenspezifische Gesundheitsmaßnahmen umgesetzt. Die präventiven Maßnahmen zur Gesundheitsförderung fokussieren sich derzeit auf die Sensibilisierung zu den Themen Ergonomie, Resilienz, Stressprävention sowie gesunde und ausgewogene Ernährung. Diese werden ergänzt durch Arbeitsplatzbegehungen und -anpassungen zur Anhebung und Umsetzung der ergonomischen Arbeitsstandards sowie eine physiotherapeutische Inhouse-Betreuung. Kommunikationskampagnen und Kooperationen mit externen Gesundheitseinrichtungen ergänzen das Angebot. Zudem ist die Krebsvorsorge mit jährlich wechselndem Fokus ein wesentlicher Bestandteil des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Das Programm »Gesunde Arbeit mitgestalten« zielt darauf ab, gemeinsam die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten, nachhaltig zu verbessern und deren Leistungsfähigkeit zu fördern. Die Mitarbeitenden können hierbei aktiv an einer gesundheitsförderlichen Arbeitssituation bei Krones mitwirken. Das Team des betrieblichen Gesundheitsmanagements koordiniert die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Personalbereich, Betriebsärzten, Sozialberatung, Arbeitssicherheit, Betriebsrat und der Betriebskrankenkasse BKK. Derzeit befinden sich die Standorte der Krones AG im Fokus des Gesundheitsmanagements.

Betriebsärztlicher Dienst und Betriebskrankenkasse (GRI 403-3, 403-6)

Die medizinische Betreuung der Beschäftigten übernimmt in der Krones AG der betriebsärztliche Dienst. Er ist erste Anlaufstelle für allgemeine medizinische Anfragen sowie akute Notfälle und beteiligt sich zudem an Betriebsbegehungen. Auf der Agenda stehen dabei neben der akuten medizinischen Versorgung und den arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen unter anderem die Organisation von Gesundheitstagen und -aktionen sowie Beratung im Bereich Reisemedizin und Vorsorgeimpfungen.

Für die Beschäftigten der Krones AG sowie der deutschen Standorte und Tochterunternehmen steht die Krones Betriebskrankenkasse zur Verfügung. Diese betreut Krones Mitarbeitende in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz und bietet eine Vielzahl an Extra- und Sonderleistungen.

Sozialberatung (GRI 403-3, 403-6)

Die betriebliche Sozialberatung der Krones AG leistet Hilfe bei Problemen, die mit der Lebens- und Arbeitssituation von Beschäftigten verbunden sind. Als Grundprinzip der betrieblichen Sozialberatung gilt, dass sich das Angebot nicht nur an bestimmte, gefährdete oder in besonderen Notlagen befindliche Personen richtet, sondern alle Beschäftigte des Unternehmens anspricht. Die Sozialberatung bietet Ersthilfe sowie die Vermittlung von Kontakten zu Kliniken, Therapeuten, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und weiteren Hilfseinrichtungen.

6. Leistungskennzahlen

Die Anzahl an Beschäftigten weisen wir an anderer Stelle des Geschäftsberichts aus.

Krones AG - Fluktuation und Frühfluktuation in Prozent (tarifliche und außertarifliche Beschäftigte) (GRI 401-1)

* Die durchschnittliche Fluktuation bei Unternehmen in der Maschinenbaubranche wird vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erhoben. Die Zahlen beziehen sich auf eine Ermittlung aus dem Jahr 2020.

Frühfluktuation meint hierbei den prozentualen Anteil an neuen Mitarbeitenden, die das Unternehmen im Betrachtungszeitraum eines Kalenderjahrs innerhalb der ersten sechs Monate nach Beginn Ihres Arbeitsvertrages wieder verlassen haben, im Verhältnis zur durchschnittlichen Gesamtbelegschaft im betrachteten Jahreszeitraum.

Krones Konzern - Führungsstruktur 2023

Krones AG - Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer

Krones AG - Auszubildende nach Ausbildungsrichtung

* Das Profil 21 beinhaltet zusätzlich zur Berufsausbildung eine Weiterbildung zum/​zur Techniker/​-in oder Meister/​-in.

Krones Konzern - Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten (gerundet) (GRI 404-1)

Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Grundgesamtheit der hier ausgewiesenen Teilnahmen an Weiterbildungsangeboten neu definiert. Im Vergleich zu den Vorjahren werden ab dem Jahr 2022 nur komplett abgeschlossene Trainings berücksichtigt.

Krones AG - finanzielle Aufwände für Aus- und Weiterbildung in Mio. €

Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb (GRI 401-3, 404-2, 405-2, 406-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Als global agierendes Technologieunternehmen spiegelt sich in unserer Belegschaft die Vielfalt der Welt: Im Krones Konzern arbeiten Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts, zahlreicher Nationen, Religionen, politischen Überzeugungen und sonstigen Individualitätsmerkmalen. Diversität ist kein Selbstzweck, sie macht unser Unternehmen effizienter, kreativer und flexibler. Derzeit fordert es uns stellenweise stark heraus, überall im Unternehmen vielfältige Teams zu etablieren. Vor allem im Produktionsbereich und in Managementebenen wollen wir die geschlechtliche und internationale Vielfalt steigern. In der Wesentlichkeitsanalyse ergab die Bewertung des Themas Diversität eine niedrige Impact-Bewertung sowie eine hohe Geschäftsrelevanz.

2. Risiken und Chancen

Risiken und Chancen im Themenbereich Diversität werden vom Personalmanagement ermittelt, erfasst und gemanagt. Im Enterprise Risk Management ist die Konzernpersonalleitung als Risk Owner für Personalthemen definiert. Die von ihr für Diversitätsthemen gemeldeten Risiken fließen in die Konzernrisikoanalyse ein. Derzeit wurde kein Risiko in Zusammenhang mit Diversität identifiziert.

3. Governance und Ressourcen

Im Zuge seiner Verantwortung für übergreifende Personalthemen delegiert der CFO des Krones Konzerns das Diversity Management an die Konzernpersonalleitung, welche die strategische Ausrichtung für die Steigerung der Diversität vorgibt. Das Diversity Board fungiert als strategisches Beratungsgremium für Diversitätsthemen. Die Berichterstattung an den CFO erfolgt durch die Konzernpersonalleitung in zweiwöchentlichen Regelmeetings und anlassbezogen im Gesamtvorstand.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Diversität definiert:

Wir fördern die Vielfalt in unserer Belegschaft. Durch gezielte Programme, weltweite Talentpools, internationale Themen-Communities sowie Maßnahmen zur Schaffung ausgewogener Altersstrukturen wollen wir Beschäftigte verschiedener Altersgruppen, Geschlechtsidentitäten, Nationalitäten und Fachrichtungen miteinander vernetzen. Dadurch bringen wir mehr Flexibilität, Kreativität und Effizienz in unsere Prozesse.

Im Zielbild des Krones Konzerns heißt es unter anderem: »Wir schätzen Vielfalt und Inklusion. Wir zeigen Wertschätzung, ermutigen und begeistern alle Menschen unvoreingenommen.« Bereits 2010 unterzeichnete Krones die Charta der Vielfalt und brachte damit klar zum Ausdruck, dass sich das Unternehmen in der Verantwortung sieht, die Vielfalt der Menschen im Konzern zu fördern.

Als quantitatives Ziel speziell für die Förderung von Frauen hat der Vorstand 2021 für die Krones AG eine verbindliche Quote ausgelobt:

Bis Ende 2024 steigern wir den Anteil weiblicher Führungskräfte in den ersten beiden Ebenen unter dem Vorstand in der Krones AG auf 15 Prozent.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Fundament: Anti-Diskriminierung

Diskriminierungsprävention und -abhilfe (GRI 406-1)

Die Grundsätze zur Verhinderung von Diskriminierung sowie körperlicher oder psychischer Belästigung am Arbeitsplatz sind konzernweit in einem eigenen Kapitel »Zusammenarbeit untereinander« des Verhaltenskodex für alle Mitarbeitenden transparent festgelegt. In der Richtlinie »Menschenrechte und Arbeitsstandards«, der Compliance-Basisschulung und dem Compliance Refresher Training sowie dem Training »Menschenrechte bei Krones« wird intern klar geregelt, was als diskriminierendes Verhalten gilt, wie damit umzugehen ist und welche Konsequenzen es haben kann. Über den direkten Kontakt zum konzernweiten Human Rights Officer oder das Meldesystem Krones Integrity können alle Beschäftigten einen Verstoß melden, der anschließend vom Sustainability Team bearbeitet wird.

Faire Rekrutierungs- und Entwicklungsprozesse (GRI 404-2)

Unser Anspruch im Krones Konzern ist es, dass die Bewerbungs- und Auswahlverfahren rein auf der fachlichen Qualifikation der Kandidaten und Kandidatinnen basieren, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder anderen nichtfachlichen Merkmalen und Eigenschaften. Bewerbende bei der Krones AG haben die Möglichkeit, ihre Geschlechtsidentität als »männlich«, »weiblich« oder »divers« anzugeben. Stellenanzeigen und Rekrutierungskommunikation sind genderneutral formuliert. Sowohl das Trainingsportal als auch jegliche Beförderungsprozesse stehen sämtlichen Beschäftigten offen. Die Führungskräfte sind angehalten, allen Mitarbeitenden je nach aktuellem Bedarf und persönlichen Entwicklungszielen die Nutzung der entsprechenden Trainings zu ermöglichen.

Unterstützung besonderer Gruppen

Neben dem in vielen Ländern gesetzlich geregelten Schutz für behinderte und schwerbehinderte Menschen hat die Krones AG vier Schwerbehindertenvertreter, die sich um die Belange der entsprechenden Beschäftigten kümmern. Auch an anderen Standorten existieren Kontaktpersonen, die je nach rechtlicher Lage vor Ort freiwillig oder vorgeschrieben sind. Ziel ist es, Kolleginnen und Kollegen mit Behinderung gemäß ihren individuellen Fähigkeiten in das Arbeitsleben zu integrieren.

Schwerpunkt Alter

Ausbildung junger Fachkräfte (GRI 404-2)

Das Ausbildungsprogramm der Krones AG umfasst kaufmännische und gewerblich-technische Berufsbilder, Angebote zum dualen Studium, Trainee-Programme und das »Profil 21«. Letzteres richtet sich an Nachwuchskräfte, die sich speziell für den anspruchsvollen Einsatz in unserem weltweiten Service ausbilden lassen möchten. Auch an unseren internationalen Standorten wie beispielsweise in Wuhan (China), Nairobi (Kenia) sowie Debrecen (Ungarn) wird ausgebildet.

Weiterbildung der Mitarbeitenden (GRI 404-2)

Unser Weiterbildungsangebot gilt grundsätzlich für alle Mitarbeitenden des Krones Konzerns. Die Weiterbildungsprogramme ermöglichen den Beschäftigten ein lebenslanges Lernen und eröffnen neue, berufliche Perspektiven im Konzern. Ziel der Programme ist es, die Fähigkeiten und Qualifikationen aller Mitarbeitenden kontinuierlich zu erweitern und ihnen so eine stetige Weiterentwicklung zu ermöglichen.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie (GRI 401-3)

Flexible Arbeitszeiten, Elternzeit sowie die verstärkte Nutzung von mobilem Arbeiten und - bei Bedarf auch zeitlich begrenzten - Teilzeitverträgen ermöglichen es Beschäftigten, neben ihrer beruflichen Tätigkeit ihre Kinder oder Familienangehörigen zu betreuen. Bei der Krones AG definiert eine eigene Betriebsvereinbarung zu mobiler Arbeit die Möglichkeiten, durch flexible Arbeitszeiten die Work-Life-Balance zu unterstützen. Am Standort in Neutraubling ermöglicht die Krones AG den Beschäftigten die Betreuung von Kindern ab vier Monaten in einer Kindertagesstätte, welche vom Unternehmen initiiert wurde und finanziell unterstützt wird. Vergleichbare Initiativen existieren auch an anderen Standorten weltweit. Über eine Online-Plattform können Beschäftigte spezifische Informationen hinsichtlich Betreuungslösungen für Kinder und pflegebedürftige Angehörige abrufen.

Altersteilzeit für ältere Beschäftigte

Analog zur demographischen Struktur der Gesellschaft verschiebt sich auch der Altersdurchschnitt der Belegschaft, vor allem an den europäischen Standorten, schrittweise nach oben. Dem tragen wir beispielsweise bei der Krones AG mit gezielten Angeboten für ältere Beschäftigte Rechnung. Besonders bewährt hat sich in diesem Zusammenhang das Modell der Altersteilzeit, weswegen wir auch für die Zukunft auf dieses Instrument setzen.

Schwerpunkt Geschlecht

Entwicklungs- und Mentoring-Programme für Frauen

Anspruchsvolle Führungspositionen können bei Krones auch von Frauen in Teilzeit wahrgenommen werden. Eine Initiative ist hierbei die »Führung im Tandem«. Neben Development Center, Mentoring und spezifischen Trainings rundet das externe Programm »Frauen in Führung« des Bayerischen Unternehmensverbands Metall und Elektro e.V. (bayme) das Angebot für Frauen zur Weiterentwicklung bei Krones ab. Darüber hinaus organisiert das Netzwerk »women@krones« regelmäßige Veranstaltungen und Impulsvorträge. Zudem sorgt es dafür, weibliche Potenziale sichtbarer zu machen und zu verbinden.

Gleichberechtigte Entlohnung (GRI 405-2)

Die Krones AG führt regelmäßig Equal-Pay-Analysen zur Überwachung und gezielten Prävention von Entgeltdiskriminierung durch. Zur Prävention und Sicherstellung einer gleichberechtigten Entlohnung wird über das Krones Stellenbewertungssystem die Trennung von Person und Funktion bei der grundsätzlichen Vergütungsdefinition der Position geschlechtsunabhängig vorgenommen. Als »Equal Opportunity Employer« lässt unsere US-Niederlassung ausschließlich Qualifikations- und Leistungskriterien als Entscheidungsgrundlage für Einstellungen oder Beförderungen zu.

Kommunikation über Gleichstellungsthemen

Mit regelmäßigen Beiträgen auf unseren Medienkanälen, insbesondere in der Belegschaftszeitung und auf dem Online-Angebot unseres Kundenmagazins, wirken wir Geschlechterstereotypen gezielt entgegen; beispielsweise, indem wir Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Ausbildungs- und Karrierewegen porträtieren. Ein Leitfaden für faire Sprache ermutigt die Beschäftigten, bestehende sprachliche Gewohnheiten vorurteilsfrei und auch selbstkritisch zu reflektieren.

Vernetzung zur Frauenförderung

Neben der Unterstützung der Charta der Vielfalt agiert die Krones AG als Mitglied im Netzwerk »Frauen führen« und steht dort im aktiven Dialog mit Partnerunternehmen. Dabei holen wir uns nicht nur wichtige Impulse, wie wir Frauen im Unternehmen gezielt fördern können, sondern geben auch gerne einen Einblick in unsere eigene Arbeitswelt. In 2023 waren wir der Gastgeber des diesjährigen Netzwerktreffens, mit Fokus auf den Austausch zu Frauenförderprogrammen in den verschiedenen Unternehmen. Neben der aktiven Beteiligung in den Netzwerken sind wir auf der Karriere- und Diskussionsplattform »herCAREER« vertreten, um Frauen auf Krones als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam zu machen und um uns für Frauen und Gleichstellung einzusetzen.

Schwerpunkt Kultur

Entsendungen ins Ausland

Entsendungen ermöglichen Know-how-Transfer, sind Teil der Fach- und Führungskräfteentwicklung und befördern letztendlich die kulturelle Vielfalt im Krones Konzern. Alle Prozessschritte von der initialen Beratung aller Stakeholder über die Ausschreibung der Entsendungsposition, die Kalkulation des Entsendungspakets, der rechtssicheren vertraglichen Umsetzung und organisatorischen Betreuung bis zur Rückkehr in die Ursprungsgesellschaft werden dabei zentral durch das Global Assignment koordiniert.

Globales Austauschprogramm

Das interne, internationale Austauschprogramm »Across Borders« stellt eine besondere Form der Entsendung dar. Es ermöglicht Beschäftigten weltweit, einen fünf- bis sechsmonatigen Einsatz in einer konzernangehörigen Gastgesellschaft zu absolvieren. Ziel des Programms ist die Entwicklung der fachlichen Kompetenzen auf internationaler Ebene, die Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen und der Aufbau eines internationalen Netzwerks innerhalb des Konzerns.

Interkulturelle Trainings

Das Krones Entsendungsmanagement bietet länder- und regionenspezifische E-Learnings und Live-Trainings zu verschiedenen Zielkulturen an, sowohl frei buchbar über das Trainingsportal als auch inhaltlich auf konkrete Bedarfe aus den Fachbereichen angepasst. Bei Übernahme einer Führungsfunktion im Ausland steht das interkulturelle Führungscoaching »Intercultural Leadership Program ILP« zur Verfügung. Das Training »Führen internationaler Teams« zielt auf die zunehmende Internationalisierung und auf länderübergreifend zusammengesetzte Teams im Unternehmen ab.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Altersstruktur

Krones AG - Altersstruktur

Krones Konzern - Geschlechterverhältnis (absolut)

Krones AG - Grundgehalt von Männern gegenüber Frauen (GRI 405-2)

Krones Konzern - Geschlechterverhältnis (Frauenanteil in Prozent)

Ethisches Geschäftsverhalten im eigenen Geschäftsbetrieb und gegenüber Kunden (GRI 205-1, 205-2, 205-3, 206-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Ethisches und moralisch integres Geschäftsverhalten bildet für den Krones Konzern die Basis unseres Handelns - und damit auch für alle internationalen Tochter- und Enkelgesellschaften sowie Niederlassungen. Konzernweit fassen wir die Steuerung ethischen Geschäftsverhaltens mit dem Begriff Compliance zusammen. Compliance steht dabei für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Denn sie schließen auch konzernintern gültige Richtlinien und Vorschriften ein sowie die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen und sich im Krones Verhaltenskodex manifestieren. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde das Geschäftsverhalten gegenüber unseren Kunden mit hoher Geschäfts- und niedriger Impact-Relevanz bewertet, Compliance bei Krones an beiden Achsen als mittel. Aufgrund der großen wechselseitigen Abhängigkeit und der ähnlichen Prozesse beider Themen haben wir die Berichterstattung in diesem Text zusammengefasst.

2. Risiken und Chancen (GRI 205-1)

Die Compliance-Risikoanalyse erstreckt sich über folgende Risikofelder: Governance-Risiken, aktive und passive Korruption, Kartellrisiken, Risiken im Rahmen von Health, Safety, Security and Environment, Geldwäscherisiken und Betrugsrisiken. Die Compliance-Risikoanalysen werden software-gestützt im Konzern durchgeführt und ausgewertet. Zudem müssen die Geschäftsführer der Krones Tochter- und Enkelgesellschaften ihre Compliance-Risiken im sogenannten Self-Assessment-Verfahren jährlich selbst analysieren. Die Ergebnisse dieser Risikoanalysen werden auf Ebene der Regionen aggregiert und in einer auf die einzelnen Regionen zugeschnittenen Risikoübersicht visualisiert. Die Ergebnisse fließen zudem gebündelt in die Konzern-Risikoanalyse ein.

3. Governance und Ressourcen

Strategisch und operativ ist das Compliance-Management zentral beim Head of Corporate Governance gebündelt, der im Konzern eine gleichlautende Stabsstelle bekleidet und disziplinarisch direkt an den CFO der Krones AG, aber fachlich an den Gesamtvorstand berichtet. Zusätzlich verfügen die verschiedenen Regionen, in denen der Krones Konzern Standorte unterhält, sowie alle Tochtergesellschaften mit mehr als 300 Beschäftigten über eigene Governance-Beauftragte. Diese sind sowohl mit den zentralen Compliance- und Governance-Anforderungen des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Für die Belegschaft vor Ort sind sie die direkten Kontaktpersonen bei allen Fragen rund um das Thema Compliance. Als Beratungsinstanz steht dem Head of Corporate Governance außerdem das Governance-Komitee zur Seite, welches sich aus Vertretern aller Vorstandsbereiche zusammensetzt und die präventive Arbeit unterstützt.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für Compliance definiert:

Wir verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Compliance-Verstößen und forcieren eine flächendeckende Aufklärung durch effektives Compliance-Management - bestehend aus Richtlinien, Risikoanalysen, Maßnahmen, Abhilfe, Training und Berichterstattung.

Generell zielt das Krones Compliance-Management-System darauf ab, eine von Integrität geprägte Compliance-Kultur im gesamten Konzern zu schaffen und dadurch die Compliance-Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Verhaltenskodex

Die Basis des Compliance-Management-Systems bildet der Krones Verhaltenskodex, welcher im Jahr 2023 an das Zielbild »Solutions beyond tomorrow« angepasst wurde. Er wurde mit dem klaren Ziel formuliert, die Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien unternehmensweit sicherzustellen. Dadurch werden die Voraussetzungen für ein Arbeitsumfeld geschaffen, das sich durch Integrität, Respekt sowie ein faires und verantwortungsvolles Handeln auszeichnet. Gleichzeitig dient der Verhaltenskodex dazu, im Unternehmen eine verlässliche Compliance-Kultur zu verankern und alle Beschäftigten zu ermutigen, Missstände aufzudecken. Er ist für jedes Organ und alle Beschäftigten im Unternehmen gültig und bindend. Verstöße werden im Interesse aller Beschäftigten konsequent verfolgt und geahndet. Mit konkreten situativen Beispielen veranschaulicht der Kodex, welchen Beitrag jede oder jeder Einzelne leisten kann, um die Verhaltensgrundsätze im Konzern umzusetzen. Analog zum Verhaltenskodex adressiert der Krones Lieferantenkodex die zentralen Compliance-Vorschriften des Unternehmens in Richtung Dienstleister und Zulieferer.

Richtlinien zu Compliance-Themen (GRI 205-2)

Ergänzende und ebenfalls konzernweit gültige Compliance-Richtlinien konkretisieren die normativen Grundprinzipien des Verhaltenskodex für spezifische Anwendungsbereiche. Derzeit existieren konzernweit gültige Richtlinien zu folgenden Compliance-Themenbereichen: Bekämpfung von Geldwäsche, Umgang mit Zuwendungen, Spenden und Sponsorings, Umgang mit vertriebsbezogenen Geschäftspartnern, Umgang mit dem Wettbewerb, Verhalten in Situationen mit Korruptionsgefahr, Umgang mit Informationen, Normen und Dokumenten, Vertretungs- und Zeichnungsberechtigung sowie die Hinweisgeberrichtlinie. Da sich der Krones Konzern außerhalb der Verbandsarbeit weder aktiv politisch engagiert noch an Lobbying-Aktivitäten beteiligt, existiert zu diesem Themengebiet keine Richtlinie. Die Richtlinien werden mindestens einmal jährlich auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls überarbeitet.

Compliance-Schulungsprogramme (GRI 205-2)

Um die Compliance-Kultur im gesamten Unternehmen zu etablieren, sind alle Beschäftigten verpflichtet, ein entsprechendes Schulungsprogramm zu absolvieren. Für diejenigen mit PC-Arbeitsplatz beinhaltet dies ein umfangreiches Basis-E-Learning über Gründe, Umfang und konkrete Inhalte der Krones Compliance-Kultur. Zusätzlich müssen sie im Zweijahres-Rhythmus ein Refresher-E-Learning abschließen. Bei Personen ohne PC-Arbeitsplatz ist die Unterweisung Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte mit einer entsprechenden Schulungsunterlage. Daneben widmen sich zwei weitere Schulungsreihen insbesondere für Beschäftigte in Vertrieb und Einkauf dem Thema Anti-Korruption sowie Umgang mit dem Wettbewerb. Auch hier erfolgt die Vermittlung der Inhalte über ein E-Learning. Die Teilnahme sowie das Abschließen aller Schulungen liegen in der Verantwortung der jeweiligen Führungskraft und werden entsprechend dokumentiert.

Due-Diligence-Prüfungen

Zur Erfüllung zahlreicher nationaler und internationaler gesetzlicher Anforderungen werden Due-Diligence-Prüfungen bei Kunden, Vertriebsvermittlern, Lieferanten und Drittzahlern durchgeführt. Der Konzern hat so ein Instrument in der Hand, um Geschäftspartner in Hochrisikoländern prozessintegriert auf Compliance-Vorfälle zu kontrollieren, sofern die entsprechenden Daten öffentlich zugänglich sind. Im Falle eines Findings stößt Corporate Governance im Einzelfall eine vertiefte Due-Diligence-Prüfung an, bei der zusätzliche Quellen herangezogen werden, um das Finding zu plausibilisieren und bewerten zu können.

Anlassbezogene Spot Checks

Um die Wirksamkeit der Compliance-Kultur zu überprüfen, initiiert der Head of Corporate Governance neben den Standard-Audits stichprobenartige Spot Checks - insbesondere bei Prozessen mit erhöhtem Compliance-Risiko, beispielsweise bei der Reisekostenabrechnung. Erkennt er einen mutmaßlichen oder tatsächlichen Compliance-Vorfall, treten die Maßnahmen zur Steuerung der Fälle sowie deren Sanktionierung ein. Die Erkenntnisse daraus werden wiederum - sofern notwendig und sinnvoll - in neue Maßnahmen umgesetzt.

Helpdesk und Krones Integrity (GRI 205-3, GRI 206-1)

Den Beschäftigten des Konzerns stehen - neben dem Gespräch mit der direkten Führungskraft - drei weitere Wege offen, um sich zu Compliance-relevanten Fragen beraten zu lassen oder um Hinweise auf mögliche Verstöße zu platzieren: erstens die direkte Kontaktaufnahme zu den Compliance-Beauftragten, dem Head of Corporate Governance oder dessen Team, zweitens per E-Mail an ein zentrales Postfach sowie drittens mittels Meldung über das Krones Integrity Online-System.

Das digitale, über die Corporate Website erreichbare Meldesystem richtet sich sowohl an Konzern-Beschäftigte als auch an Externe, die im Zusammenhang mit Krones oder Geschäftspartnern von Krones eine Lücke bei der Einhaltung von Gesetzen oder Regelungen erkennen. Um den Nutzenden dabei höchsten Zugriffs- und Datenschutz sowie eine Verschlüsselung des Inhalts und eine gesicherte Verbindung zu gewährleisten, erfolgt der Betrieb über einen unabhängigen Anbieter. Die hinweisgebende Person kann hierbei entscheiden, ob sie den Hinweis anonym oder unter Nennung ihres Namens eingeben möchte, sofern dies die lokale Gesetzgebung ihres Sitzlands zulässt. Zur weiteren Bearbeitung und Auswertung werden alle Compliance-relevanten Anfragen und Hinweise, die über den Helpdesk oder Krones Integrity eingehen, dokumentiert.

Im Jahr 2023 wurden im Krones Konzern 39 Compliance-Untersuchungen durchgeführt. In keinem Fall wurden Korruptions- oder Kartellrechtsverstöße festgestellt. Im Berichtszeitraum wurden gegen den Krones Konzern keine Sanktionen wegen Verstößen gegen Kartellrecht, Geldwäschevorschriften oder Anti-Korruptions-Vorschriften verhängt.

Interne Berichterstattung

Für den Austausch zu Compliance-Aspekten gelten klare Berichtslinien: Die Governance-Beauftragten in den Regionen berichten fachlich an den Head of Corporate Governance. Dieser wiederum berichtet einmal pro Jahr an den Prüfungs- und Risikoausschuss des Aufsichtsrats. Zudem informiert er regelmäßig den Vorstand und das Governance-Komitee in dessen vierteljährlich stattfindenden Sitzungen über die Entwicklungen des jeweils vergangenen Quartals und legt die weitere Planung offen. Das Komitee nimmt dazu beratend Stellung.

Genehmigungsverfahren für sensible Transaktionen

Über das Ampelsystem in der konzernweiten Zuwendungsrichtlinie ist klar geregelt, welche Zuwendungen in Form von Geschenken und Einladungen akzeptabel, kritisch oder verboten sind. Für den Prozess der Reisekostenabrechnung gibt es eine interne Kontrollfunktion für Zuwendungen, aufgrund derer der Bereich Corporate Governance automatisch eine Meldung erhält, wenn die abzurechnenden Belege eine bestimmte Höhe überschreiten.

Spenden- und Sponsoring-Strategie

Die umliegenden Städte und Gemeinden bilden das Fundament unserer Geschäftstätigkeit an den jeweiligen Werks- und Vertriebsstätten. Aus diesem Grund fördern wir Vereine, Veranstaltungen und Initiativen, die sich für karitative Zwecke im regionalen Umfeld eines unserer Standorte einsetzen. Auch die internationalen Standorte und Tochterunternehmen haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich für ihre lokalen Gemeinschaften aktiv zu werden. Die Spenden- und Sponsoring-Strategie ist in der konzernweit geltenden gleichnamigen Richtlinie festgelegt und zielt im Wesentlichen darauf ab, mit den eingesetzten Mitteln einen möglichst großen Nutzen im jeweiligen Förderungsbereich zu erzielen und Projekte zu unterstützen, die mit den Werten und Interessen des Unternehmens im Einklang stehen.

6. Leistungskennzahlen

Krones Konzern - Compliance-Schulungen (Präsenz und E-Learnings) (GRI 205-2)

Die Schulung »Compliance Basis« ist ein Pflichttraining für alle neuen Beschäftigten und jede neue Führungskraft im Krones Konzern, welches über ein E-Learning, eine Unterweisung oder durch ein Klassenraumtraining innerhalb der ersten drei Monate nach Eintritt der Person absolviert werden muss. Das Anti-Korruptionstraining ist für diejenigen Beschäftigten relevant, die in regelmäßigem Drittkontakt mit Kunden, Lieferanten und Behörden stehen. Das Refresher-Training wurde 2019 bei der Krones AG implementiert und wird sukzessive international ausgerollt. Es dient zur Auffrischung der Basis-Themen alle zwei bis drei Jahre. Das E-Learning »Umgang mit dem Wettbewerb« muss regelmäßig vor Messen vom jeweiligen Messepersonal absolviert werden.

Krones Konzern - Teilnahmequote Compliance-Basis-Schulung 2023

Krones Konzern - Compliance-Risikoanalysen 2023

Insgesamt sind über das Hinweisgebersystem Krones Integrity 12 Hinweise eingegangen, über die weiteren Kanäle wurden 32 Hinweise gegeben. Jedem Hinweis wird nachgegangen und eine Plausibilisierung und anschließend gegebenenfalls eine tiefergehende Überprüfung des Sachverhalts sowie Sanktionierung vorgenommen.

Krones Konzern - Ausgaben für Spenden und Sponsoring (€)

Unser Ziel, jährlich zwischen 0,01 und 0,02 Prozent unseres Konzern-Vorjahresumsatzes in Form von Spenden und Sponsorings an unsere Stakeholder zurückzugeben, haben wir im Geschäftsjahr 2023 mit einem Wert von 0,02 Prozent erreicht.

Digitale Verantwortung im eigenen Geschäftsbetrieb und gegenüber Kunden (GRI 418-1)

1. Einfluss und Wesentlichkeit

Der Schutz von personenbezogenen Daten sowie von Informationen und informationsverarbeitenden Systemen ist für den Krones Konzern von zentraler Bedeutung. Ausdrückliches Ziel ist das Aufrechterhalten einer durchgängigen und jeweils dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Informationssicherheit - sowohl für interne Daten und Systeme als auch für die Produkte und Services, die wir unseren Kunden liefern. Nur so können wir einen störungsfreien Betrieb der eigenen IT sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern ermöglichen. In der Wesentlichkeitsanalyse wurde digitale Verantwortung für unsere Produkte und Services mit hoher Geschäftsrelevanz und niedrigem Impact auf die Gesellschaft bewertet. Da die IT-Sicherheit unserer Produkte auf hohen Standards für Cyber Security im eigenen Unternehmen aufbaut, haben wir uns entschieden, an dieser Stelle freiwillig darüber zu berichten.

2. Risiken und Chancen

Wesentlicher Bestandteil des Information Security Management System (ISMS) ist ein fortlaufender Prozess zur systematischen Verbesserung der Informationssicherheit im Konzern. Dieser umfasst neben regelmäßigen Penetrations- und Schwachstellentests unter anderem regelmäßig aktualisierte Risikoanalysen sowie jährliche interne und externe Audits der Cyber Security Koordinatoren. Letztere werden zur Aufrechterhaltung der ISO-27001-Zertifizierung von TÜV SÜD durchgeführt. Gegenstand der Analysen und Audits sind sowohl aktuelle Vorfälle als auch potenzielle Risikoereignisse. Neben den turnusmäßigen Audits dient außerdem ein Hinweisgebersystem im Konzern als wichtige Quelle, um sicherheitsrelevante Risiken fortlaufend zu erkennen und ihnen frühzeitig entgegenzuwirken.

3. Governance und Ressourcen

Strategisch und operativ ist das Thema Cyber Security in einer dem CEO zugeordneten Stabsstelle gebündelt, die sich um digitale Verantwortung des Krones Konzerns entlang der gesamten Wertschöpfungskette kümmert. In den Regionen, in denen dies gesetzlich gefordert ist, wurden zusätzliche Datenschutzbeauftragte für die jeweiligen Tochtergesellschaften installiert. Sie sind sowohl mit den zentralen Datenschutzvorgaben des Konzerns vertraut als auch mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen ihrer jeweiligen Region. Darüber hinaus verfügen alle Fachbereiche der Krones AG, die regelmäßig mit personenbezogenen Daten arbeiten, sowie alle Tochtergesellschaften über eigene Datenschutzkoordinierende. Ein Netz aus lokalen Cyber Security Koordinatoren in den unterschiedlichen Regionen und Gesellschaften koordiniert das Thema Informationssicherheit. Für deren zielgerichteten Austausch wurde eine Cyber Security Konferenz ins Leben gerufen, die mindestens quartalsweise abgehalten wird.

4. Strategie und Ziele

Im Zuge unserer Nachhaltigkeitsziele 2030 haben wir ein übergeordnetes Ziel für produktbezogene Cyber Security definiert:

Wir errichten eine zeitgemäße IT-Sicherheitsarchitektur für alle Krones Produkte, die mit aktuellen und zukünftigen Rechtsvorgaben übereinstimmt, den Stand der Technik abbildet sowie die Anforderungen der Kunden erfüllt.

Die IT-Sicherheit unserer Produkte hängt auf das Engste mit unseren betriebsbezogenen Zielen im Bereich Informationssicherheit und Datenschutz zusammen.

Wir wollen die Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität der Daten unserer Beschäftigten und Geschäftspartner sicherstellen, indem wir zentralisierte Managementsysteme für Informationssicherheit und Datenschutz installieren, die sich an internationalen Standards orientieren und in lokaler Verantwortung verankert sind.

5. Richtlinien und Maßnahmen

Richtlinien für Datenschutz und Informationssicherheit

Beim Datenschutz dient uns die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als wichtigste normative Basis. Ihre Vorgaben werden in der zentralen Datenschutzrichtlinie des Konzerns abgebildet und durch zusätzliche lokale Regelungen für die jeweiligen Länder ergänzt. Der Datenaustausch innerhalb des Krones Konzerns wird durch ein konzernweit gültiges Vertragswerk geregelt. Die konzernweit gültige Cyber Security Policy legt den Rahmen für Informationssicherheit fest und definiert Grundsätze sowie Verantwortlichkeiten. Aufbauend auf der ISO 27001 bildet sie die Grundlage, auf der das Unternehmen jegliche Informationen, insbesondere eigene Geschäftsgeheimnisse sowie sensible Informationen von und über Geschäftspartner schützt. Beide Richtlinien werden einer regelmäßigen Revision unterzogen und entsprechend aktualisiert. Für sicherheitsrelevante Informationen sind darüber hinaus die Aufbewahrungspflichten in der konzernweit gültigen Richtlinie »Sicherer Betrieb von IT-Systemen« festgelegt.

Cyber-Security-Grundsätze für Produkte

Um darüber hinaus die Informationssicherheit bei Produkten gezielt und systematisch zu erhöhen, hat das zentral agierende und interdisziplinär besetzte Product Security Incident Response Team - kurz: »psirt« - Cyber-Security-Grundsätze definiert. Ihr Anwendungsbereich erstreckt sich auf neuentwickelte Krones Produkte und Services. Zudem veröffentlicht das PSIRT auf einer eigenen Landingpage innerhalb der Corporate Website jeweils aktuelle Security Advisories. Diese informieren über mögliche Sicherheitslücken, die Produkte, Lösungen oder Dienste von Krones betreffen, und geben Hinweise, wie sich diese beheben lassen. Auf Kundenwunsch werden die Security Advisories auch per E-Mail verschickt.

Interner IT-Sicherheitsdienstleister

Als sowohl intern wie auch extern agierender IT-Sicherheitsdienstleister erfüllt ein 2021 gegründetes Security Operation Center (SOC) die Aufgabe, Anomalien aufzuspüren, zu analysieren und eine zeitnahe Behandlung für verifizierte Bedrohungen sicherzustellen. Auf diese Weise lassen sich Gefährdungen, die beispielsweise durch Datenlecks oder Identitätsdiebstahl entstehen, mittels einer 24/​7-Überwachung frühzeitig erkennen und beseitigen. Im Zuge der technischen Security-Prüfungen werden extern erreichbare sowie ausgewählte interne Systeme kontinuierlich einem Penetrationstest unterzogen. Aus den ermittelten Schwachstellen wird ein entsprechender Maßnahmenkatalog abgeleitet. Die Maßnahmen werden mit den zuständigen Bereichen abgestimmt und umgesetzt.

Externe Zertifizierung nach ISO 27001

Das Krones Information Security Management System (ISMS) ist für alle IT-Services, die zentral für den Konzern erbracht werden, nach ISO 27001 zertifiziert. Die Zertifizierung sowie die dazugehörigen Audits werden schrittweise ausgedehnt: So reihen sich neben der gesamten Krones AG und der Steinecker GmbH in Deutschland, den beiden Gesellschaften in Franklin, Wisconsin (USA) und Bangalore, Indien sowie der Krones Niederlassung in Bangkok, Thailand auch die Center in Brasilien und Dubai in die zertifizierten Standorte ein.

Trainings, Sensibilisierungen und Meldewege

Die Sensibilisierung der Beschäftigten bildet einen zentralen Bestandteil der Cyber-Security-Strategie. In der Richtlinie zur Cyber Security ist eine jährliche Unterweisung aller Mitarbeitenden bezüglich Datenschutz- und Cyber-Security-Themen festgelegt. Ab diesem Jahr ist die jährliche Unterweisung in Form eines verpflichtenden E-Learnings von allen Mitarbeitenden durchzuführen. Zusätzliche Schulungen erfolgen für spezifische Zielgruppen. Eine intern veröffentlichte Notfallkarte zur Erkennung und Meldung von Sicherheitsvorfällen dient als zusätzliche Handreichung. Regelmäßige Beiträge und Sensibilisierungskampagnen werden über die internen Kommunikationskanäle verbreitet. Etwaige Verstöße können anonym über das Hinweisgeberportal Krones Integrity oder eine zentrale E-Mail-Adresse gemeldet werden. Eine Richtlinie zur Offenlegung von Schwachstellen ist dazu auf der Website des Krones Konzerns veröffentlicht.

Verfahren zur Handhabung kritischer Vorfälle (GRI 418-1)

Als Bestandteil unseres nach ISO 27001 zertifizierten Information Security Management Systems haben wir Prozesse definiert, nach denen Findings und Verstöße behandelt werden. Sicherheitsvorfälle und Schwachstellen werden durch das Product Security Incident Response Team (PSIRT) oder das Information Security Incident Response Team (ISIRT) untersucht, bearbeitet und einer Lösung zugeführt. Das Security Operation Center (SOC) ist für das präventive Erkennen von Anomalien zuständig. Zusätzlich arbeiten die internen Fachleute mit externen Anbietern von digitaler Forensik und Incident-Reponse-Diensten zusammen, um zeitnah auf komplexe Sicherheitsvorfälle zu reagieren. Wir haben keine begründeten Beschwerden über die Verletzung der Privatsphäre von Kunden oder den Verlust von Kundendaten festgestellt.

Cyber Security im Kontakt mit Dritten

Das Thema Cyber Security ist im Lieferantenkodex des Krones Konzerns sowie in einem spezifischen Cyber-Security-Dokument für Lieferanten verankert. Im Lieferantenauswahlprozess und bei Vertragsschluss sind Mindestanforderungen an Cyber Security implementiert, unterstützt durch Security-Checklisten und Entscheidungsbäume. Um die eigenen Unternehmensdaten vor unbefugtem Zugang oder illegaler Offenlegung zu schützen, fungieren Verfahren zur Datenklassifikation und -kennzeichnung, Identity und Access Management, Genehmigungsprozesse für kritische Zugangsrechte sowie Geheimhaltungsvereinbarungen als Verteidigungsinstrumente.

6. Leistungskennzahlen

Im Zuge des derzeit stattfindenden Sustainability Strategy Reviews erarbeiten wir quantitative Leistungsindikatoren in Sachen digitale Verantwortung.

EU-Taxonomie

Zielsetzung und Überblick der Anforderungen

Mit der EU-Taxonomie VO. 2020/​852 sowie der ihr zugehörigen delegierten Rechtsakte will die Europäische Union den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft fördern. Um diese neue Transparenzanforderung zu erfüllen, hat der Krones Konzern Prozesse aufgesetzt, die es ermöglichen, den Anteil an Umsatz, CapEx und OpEx zu ermitteln, welcher mit taxonomiekonformen und somit nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten im Sinne der EU-Taxonomie verbunden ist. Nach der Verabschiedung des delegierten Rechtsakts 2023/​2486 vom 27. Juni 2023 zu den weiteren vier Umweltzielen bezieht sich die Analyse der Aktivitäten hierbei auf alle sechs Umweltziele nach den Delegierten Rechtsakten »Klima« sowie »Umwelt«:

(1) Klimaschutz;

(2) Anpassung an den Klimawandel;

(3) die nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen;

(4) der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft;

(5) Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung;

(6) der Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme.

Für das Geschäftsjahr 2023 wird sowohl die Taxonomiefähigkeit als auch die Taxonomiekonformität der Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns ausgewiesen. * Taxonomiefähige Aktivitäten sind dabei solche, die einer EU-Taxonomie-Aktivitätenbeschreibung entsprechen, während für den Ausweis einer Tätigkeit als taxonomiekonform zusätzlich die Erfüllung der technischen Prüfkriterien und der sozialen Mindeststandards notwendig ist. Hierbei konnten lediglich Aktivitäten nach den Umweltzielen Klimaschutz und Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft als taxonomiefähig eingestuft werden. Infolge möglicher Änderungen in der Anwendung der EU-Taxonomie muss beachtet werden, dass die Daten möglicherweise nicht stetig erhoben werden können.

* Da für die Umweltziele 3 bis 6 für das Geschäftsjahr 2023 noch keine verpflichtende Angabe zur Taxonomiekonformität erforderlich ist, wird dies bereits auf freiwilliger Basis veröffentlicht und um ein Jahr vorgezogen.

Organisation

Die Analyse zur Taxonomiefähigkeit wurde um die neuen Aktivitäten der weiteren vier Umweltzielen erweitert. Darauffolgend wurde in Abstimmung mit den entsprechenden Experten analysiert, ob die taxonomiefähigen Tätigkeiten die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag zu den Umweltzielen sowie die Do No Signifant Harm (DNSH)-Kriterien erfüllen können. Zusätzlich wurden die bereits etablierten Prozesse aus dem Personal-, Compliance- und Human-Rights-Management zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards im Krones Konzern überprüft.

Relevante Aktivitäten für das Umweltziel Klimaschutz

enviro Produktportfolio

Ein Teil des Produktportfolios des Krones Konzerns lässt sich der Beschreibung der EU-Taxonomie-Aktivität 3.6 »Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien« des Umweltziels Klimaschutz zuordnen. Die Technologien der nachhaltigen Produktlinie enviro ermöglichen den Kunden des Krones Konzerns aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz im Vergleich zum eigenen Standard-Produktportfolio oder zur Vorgängertechnologie Treibhausgasemissionseinsparungen und sind deshalb taxonomiefähig. In Zusammenarbeit mit TÜV SÜD wurde im Krones Konzern das enviro Nachhaltigkeitsprogramm für Maschinen und Anlagen entwickelt. Durch die Bewertung nach einem von TÜV SÜD festgelegten Bewertungsmaßstab identifiziert der Krones Konzern aus dem Produktportfolio die energie- und medieneffizientesten Produkte, die der besten verfügbaren Technik entsprechen. Seit 2023 führt der Krones Konzern Lifecycle Assessments

(LCAs) für enviro Maschinen durch. Die Durchführung und externe Verifikation eines LCA nach ISO 14067:2018 ist ein Kriterium der Aktivität 3.6 für den Ausweis der Taxonomiekonformität. Für die Berechnung der LCAs arbeitet der Krones Konzern mit einem externen Dienstleister zusammen, welcher die Methodik zur Berechnung der Lifecycle Assessments verifiziert. Aufgrund des Sondermaschinenbaus ist es dem Krones Konzern nicht möglich, seine Technologien mit anderen auf dem Markt verfügbare Technologien zu vergleichen. Da der Krones Konzern eine marktführende Position mit dem Produktportfolio in der Abfüll- und Verpackungstechnik inne hält, wird das nicht-enviro Portfolio sowie das jeweilige Vorgängermodell als Referenzprodukt für die »leistungsfähigste alternative Technologie auf dem Markt« verwendet. Die Durchführung der LCAs zeigt auf, dass die Maschinen des enviro Produktportfolios im Vergleich zum Standardportfolio und/​oder Vorgängermodell aufgrund ihrer hohen Energie- und Medieneffizienz erhebliche Einsparungen von Treibhausgasemissionen im Lebenszyklus der Maschinen aufweisen und deshalb einen hohen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Durchführung der LCAs im Geschäftsjahr 2023 ermöglicht es dem Krones Konzern, die Kriterien des substanziellen Beitrags der Aktivität 3.6 zu erfüllen und somit für das Jahr 2023 den Umsatz, CapEx und OpEx des enviro Produktportfolios als taxonomiekonform auszuweisen. *

Die Lösungen der F&E-Projekte für das enviro Produktportfolio (Aktivität 3.6) tragen grundsätzlich zu einer Verringerung oder Vermeidung von Treibhausgasemissionen bei. Die Ausgaben im Rahmen unserer F&E-Projekte mit Bezug zu Energieeffizienz (im Kontext der Aktivität 3.6) können somit als taxonomiekonform ausgewiesen werden.

* Das enviro Produktportfolio wird für das Jahr 2022 rückwirkend als taxonomiekonform ausgewiesen, da der Nachweis durch das Lifecycle Assessment gegeben ist.

Querschnittsaktivitäten

Zudem konnte der Krones Konzern die Betroffenheit der im Anhang gelisteten Querschnittsaktivitäten feststellen. Diese Aktivitäten generieren keinen Umsatz, sondern stellen Einzelmaßnahmen des Krones Konzerns dar, durch welche der Ausstoß von Treibhausgasemissionen gesenkt wird. Somit sind die Tätigkeiten für das Umweltziel Klimaschutz als taxonomiefähig einzustufen. Mittels Analyse durch die entsprechenden Fachabteilungen kann der Krones Konzern die Taxonomiekonformität seiner Energieeffizienzmaßnahmen, Photovoltaikanlagen sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausweisen.

Relevante Aktivitäten für das Umweltziel Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft

Verkauf von Gebrauchtmaschinen - die ecomac GmbH

Die ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Krones AG, welche gebrauchte Maschinen der Getränke- und Lebensmittelindustrie -entweder mit oder ohne vorheriger Generalüberholung- auf dem Gebrauchtwarenmarkt verkauft. Die Aktivitäten der ecomac GmbH lassen sich daher der EU-Taxonomie-Aktivität »5.4 Verkauf von Gebrauchtwaren« des Umweltziels Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zuordnen, da die Aktivität den Verkauf von gebrauchten Waren, die bereits von einem Kunden für den vorgesehenen Zweck verwendet wurden, möglicherweise nach Reparatur, Aufarbeitung oder Wiederherstellung, umfasst. Das Unternehmen bietet ein Rücknahmeprogramm für die Generalüberholung von Gebrauchtmaschinen unter der Verwendung von Original-Ersatzteilen an. Nach der Außerbetriebnahme, Deinstallation und Überholung kann die Maschine entweder an das Unternehmen zurückgegeben oder an neue Kunden verkauft werden. Neben der Generalüberholung von Maschinen kauft die ecomac GmbH auch gebrauchte Maschinen an und verkauft diese ohne Überholung auf dem Gebrauchtwarenmarkt. Eine tiefergehende Analyse zeigt, dass die ecomac Aktivitäten die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag erfüllen und somit die Taxonomiekonformität ausgewiesen werden kann.

Verkauf von Ersatzteilen - System Logistics Group

Die Tochtergesellschaft System Logistics Group verkauft Ersatzteile für Hebezeuge und Fördermittel, was sich der EU-Taxonomie-Aktivität »5.2 Verkauf von Ersatzteilen« des Umweltziels Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zuordnen lässt und somit als taxonomiefähig identifiziert werden konnte. Die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag können für die Berichterstattung 2023 noch nicht vollständig erfüllt werden, da Informationen zu Verpackungsmaterialien noch nicht zur Verfügung stehen. Die Prozesse zur Informationsbeschaffung sollen für die zukünftige Berichterstattung überarbeitet werden.

Do No Signifikant Harm (DNSH)

Weiterhin wurde analysiert, ob die Erreichung der weiteren Umweltziele durch die genannten Geschäftstätigkeiten signifikant beeinträchtigt wird. Der Krones Konzern hat hierbei den Ansatz der Standortanalyse sowie einer produktbezogenen Analyse im Rahmen der Aktivität 3.6 angewandt. Hierfür wurden diejenigen Standorte als relevant betrachtet, welche mit taxonomiefähigen Tätigkeiten in Verbindung stehen. Die Standort- und Produktanalyse hat ergeben, dass die Erreichung der weiteren Umweltziele durch keine der taxonomiefähigen Aktivitäten des Krones Konzerns wesentlich beeinträchtigt wird.

Soziale Mindeststandards

Zur Erfüllung der sozialen Mindeststandards orientiert sich der Krones Konzern in all seinen Wirtschaftsaktivitäten an international anerkannten Vereinbarungen und Zielen. Der Krones Konzern verpflichtet sich zur konsequenten Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsstandards entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Menschenrechte, Arbeitspraktiken und Sozialstandards bilden das normative Fundament der täglichen Arbeit und sind deshalb weltweit in allen Prozessen und Projekten uneingeschränkt zu beachten und einzuhalten. Eine Analyse der Anforderungen der sozialen Mindeststandards zeigt daher, dass der Krones Konzern diese erfüllt.

Weitere Angaben zur Einhaltung der sozialen Mindeststandards und den implementierten Due-Diligence-Mechanismen zu den Themen Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Besteuerung und Freier Wettbewerb enthalten die entsprechenden Kapitel »Diversität im eigenen Geschäftsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte im eigenen Geschäftsbetrieb«, »Arbeits- und Menschenrechte in der Lieferkette« und »Ethisches Geschäftsverhalten«.

Ermittlung und Entwicklung der Kennzahlen

Ermittlung der Kennzahlen

Die Definition der Kennzahl der Umsatzerlöse gemäß EU-Taxonomie entspricht den im Krones Konzernabschluss ausgewiesenen Umsatzerlösen. Informationen hierzu finden Sie in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung dieses Geschäftsberichts. Die Kennzahl CapEx umfasst die Zugänge zu Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenständen sowie Vermögensgegenstände aus Nutzungsrechten. Informationen zu den Gesamtinvestitionen des Krones Konzerns finden Sie in den Anhangsangaben »Immaterielle Vermögenswerte«, »Forschungs- und Entwicklungskosten« und »Sachanlagen«. Direkte, nicht kapitalisierte Kosten im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen sowie Wartung und Instandhaltung sind Bestandteile der Kennzahl OpEx.

Die Angaben zum Umsatz, den Investitionsausgaben und den Betriebsausgaben werden gemäß der delegierten Verordnung über die Offenlegungspflichten und in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Die Datenerhebung im Rahmen der EU-Taxonomie erfolgt anhand der Umsatzerlöse, Investitionsausgaben und Betriebsausgaben aus der finanziellen Buchhaltung sowie bei Notwendigkeit einer entsprechenden Kennzeichnung für die EU-Taxonomie-Aktivitäten. Für die Ermittlung der Investitions- und Betriebsausgaben wird teilweise eine Allokation auf Basis der Umsatzerlöse der taxonomiefähigen und -konformen Geschäftsaktivitäten angewendet. Die Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns wurden eindeutig immer nur einer EU-Taxonomie-Aktivität zugeordnet, um Doppelzählungen bei der Kalkulation des Umsatzes sowie der Investitions- und Betriebsausgaben zu vermeiden. Die hier vorgelegten Kennzahlen müssen vor dem Hintergrund betrachtet werden, dass der Krones Konzern noch nicht vollumfänglich von der EU-Taxonomie betroffen ist, da wesentliche Wirtschaftsaktivitäten des Krones Konzerns nicht im derzeitigen Katalog der EU-Taxonomie-Aktivitäten enthalten sind.

Entwicklung der Kennzahlen

Der taxonomiefähige Umsatz hat sich von 7,3 Prozent im Jahr 2022 auf 15,5 Prozent erhöht. Die Verbesserung resultiert aus den Umsatzsteigerungen des enviro Portfolios (Aktivität 3.6) sowie durch Hinzunahme der weiteren Umweltziele. Der taxonomiekonforme Umsatz beträgt 15,2 Prozent und umfasst das enviro Portfolio sowie den Verkauf von Gebrauchtmaschinen.

Der taxonomiefähige CapEx hat sich von 12,4 Prozent im Jahr 2022 auf 22,6 Prozent erhöht. Dies resultiert vor allem aus dem Grundstückskauf für die Erweiterung der Recycling Solutions sowie der erhöhten Investitionsausgaben in Bezug auf das enviro Portfolio. Der taxonomiekonforme CapEx beträgt 22,6 Prozent und umfasst im Wesentlichen Investitionen in einen nachhaltigen Fuhrpark, in erneuerbare Energien sowie in unser enviro Portfolio.

Der taxonomiefähige OpEx hat sich von 3,7 Prozent im Jahr 2022 auf 3,0 Prozent reduziert. Er umfasst Ausgaben für Energieeffizienzmaßnahmen sowie für Forschung und Entwicklung. Der taxonomiekonforme OpEx beträgt 2,1 Prozent und umfasst die vorgenannten Ausgaben.

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Wirtschaftsaktivitäten Umsatz 2023
%
Umsatz 2022
%
CapEx 2023
%
CapEx 2022
%
OpEx 2023
%
OpEx 2022
%
Taxonomiefähige Aktivitäten 15,5 7,3 22,6 12,4 3,0 3,7
Taxonomiekonforme Aktivitäten 15,2 7,3 * 22,6 12,4 * 2,1 2,0
Nicht taxonomiefähige Aktivitäten 84,5 92,7 77,4 87,6 97,0 96,3
Gesamt 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0 100,0

* Das enviro Produktportfolio kann für das Jahr 2022 rückwirkend als taxonomiekonform angesetzt werden, da der Nachweis durch das Lifecycle Assessment gegeben ist.

Anhang zur Nichtfinanziellen Erklärung - EU-Taxonomie

EU-Taxonomie - Umsatz

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Geschäftsjahr 2023 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code (2) Umsatz (3)
Mio. €
Umsatzanteil, Jahr 2023 (4)
%
Klimaschutz (5) J; N; N/​EL Anpassung an den Klimawandel (6) J; N; N/​EL Wasser (7) J; N; N/​EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien CCM 3.6 709,8 15,0 % J N/​EL N/​EL
Verkauf von Gebrauchtwaren CE 5.4 8,5 0,2 % N/​EL N/​EL N/​EL
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 718,3 15,2 % 98,8 % 0 % 0 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 709,8 15,0 % 100 % 0 % 0 %
Davon Übergangstätigkeiten 0 0 % 0 %
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/​EL EL; N/​EL EL; N/​EL
Verkauf von Ersatzteilen CE 5.2 12,8 0,3 % N/​EL N/​EL N/​EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 12,8 0,3 % 0 % 0 % 0 %
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 731,1 15,5 % 97,1 % 0 % 0 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 3.983,8 84,5 %
Gesamt 4.714,9 100 %
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Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschalt (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL J/​N J/​N J/​N
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien N/​EL N/​EL N/​EL J J J
Verkauf von Gebrauchtwaren N/​EL J N/​EL J J J
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 % 1,2 % 0 % J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 % 0 % 0 % J J J
Davon Übergangstätigkeiten J J J
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/​EL EL; N/​EL EL; N/​EL
Verkauf von Ersatzteilen N/​EL EL N/​EL
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 % 100 % 0 %
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0 % 2,9 % 0 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschalt (15) Biologische Vielfalt (16)
J/​N J/​N J/​N
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J J J
Verkauf von Gebrauchtwaren J J J
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J
Davon Übergangstätigkeiten J J J
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Verkauf von Ersatzteilen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) Umsatz, Jahr 2022 (18) Kategorie (ermöglichende Tätigkeit) (19)
J/​N % E
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J 7,3 % E
Verkauf von Gebrauchtwaren J n.a.
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J 7,3 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten J 7,3 % E
Davon Übergangstätigkeiten J 0 %
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Verkauf von Ersatzteilen n.a.
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 %
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 7,3 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20)
T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien
Verkauf von Gebrauchtwaren
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Verkauf von Ersatzteilen
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt

EU-Taxonomie - CapEx/​1

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Geschäftsjahr 2023 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code (2) CapEx (3) CapEx-Anteil, Jahr 2023 (4)
Mio. € %
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien CCM 3.6 49,1 21,2 %
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge CCM 7.4 0,3 0,1 %
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort CCM 7.6 3,1 1,3 %
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 52,5 22,6 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 52,5 22,6 %
Davon Übergangstätigkeiten 0 0 %
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Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J N/​EL N/​EL
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge J N/​EL N/​EL
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort J N/​EL N/​EL
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 100 % 0 % 0 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 100 % 0 % 0 %
Davon Übergangstätigkeiten 0 %
scrollen
Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien N/​EL N/​EL N/​EL
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge N/​EL N/​EL N/​EL
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort N/​EL N/​EL N/​EL
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 % 0 % 0 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 % 0 % 0 %
Davon Übergangstätigkeiten
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Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J/​N J/​N J/​N
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J J J
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge J J J
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort J J J
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J
Davon Übergangstätigkeiten J J J
scrollen
Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
J/​N J/​N J/​N
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J J J
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge J J J
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort J J J
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J
Davon Übergangstätigkeiten J J J
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Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) CapEx, Jahr 2022 (18) Kategorie (ermöglichende Tätigkeit) (19)
J/​N % E
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J 11,7 % E
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge J 0,4 % E
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort J 0,3 % E
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J 12,4 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten J 12,4 % E
Davon Übergangstätigkeiten J 0 %
scrollen
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20)
T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien
Installation und Wartung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort
CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten T

EU-Taxonomie - CapEx/​2

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Geschäftsjahr 2023 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code (2) CapEx (3) CapEx-Anteil, Jahr 2023 (4)
Mio. € %
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM 4.30 0,03 0,01 %
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0,03 0,01 %
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 52,5 22,6 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 179,4 77,4 %
Gesamt 231,9 100 %
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Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/​EL EL; N/​EL EL; N/​EL
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen EL N/​EL N/​EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 100 % 0 % 0 %
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 100 % 0 % 0 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL J/​N J/​N J/​N
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/​EL EL; N/​EL EL; N/​EL
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen N/​EL N/​EL N/​EL
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 % 0 % 0 %
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0 % 0 % 0 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
J/​N J/​N J/​N
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) CapEx, Jahr 2022 (18) Kategorie (ermöglichende Tätigkeit) (19)
J/​N % E
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen n.a.
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 %
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 12,4 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
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Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20)
T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen
CapEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. CapEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
CapEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt

EU-Taxonomie - OpEx/​1

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Geschäftsjahr 2023 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code (2) OpEx (3) OpEx-Anteil, Jahr 2023 (4) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
Mio. € % J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien CCM 3.6 2,5 1,8 % J N/​EL N/​EL
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten CCM 7.3 0,4 0,3 % J N/​EL N/​EL
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 2,8 2,1 % 100 % 0 % 0 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten 2,8 2,1 % 100 % 0 % 0 %
Davon Übergangstätigkeiten 0 0 % 0 %
scrollen
Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL J/​N J/​N J/​N
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien N/​EL N/​EL N/​EL J J J
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten N/​EL N/​EL N/​EL J J J
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 0 % 0 % 0 % J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten 0 % 0 % 0 % J J J
Davon Übergangstätigkeiten J J J
scrollen
Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
J/​N J/​N J/​N
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J J J
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten J J J
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J J J
Davon ermöglichende Tätigkeiten J J J
Davon Übergangstätigkeiten J J J
scrollen
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) OpEx, Jahr 2022 (18) Kategorie (ermöglichende Tätigkeit) (19)
J/​N % E
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien J 1,7 % E
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten J 0,3 % E
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) J 2,0 %
Davon ermöglichende Tätigkeiten J 2,0 % E
Davon Übergangstätigkeiten J 0 %
scrollen
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20)
T
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien
Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten
OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1)
Davon ermöglichende Tätigkeiten
Davon Übergangstätigkeiten T

EU-Taxonomie - OpEx/​2

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Geschäftsjahr 2023 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag
Wirtschaftsaktivitäten (1) Code (2) OpEx (3) OpEx-Anteil, Jahr 2023 (4) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7)
Mio. € % J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/​EL EL; N/​EL EL; N/​EL
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten CCM 8.1 1,1 0,9 % EL N/​EL N/​EL
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM 4.30 0 0 % EL N/​EL N/​EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 1,1 0,9 % 100 % 0 % 0 %
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 4,0 3,0 % 100 % 0 % 0 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 127,8 97,0 %
Gesamt 131,8 100 %
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Geschäftsjahr 2023 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (8) Kreislaufwirtschaft (9) Biologische Vielfalt (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13)
J; N; N/​EL J; N; N/​EL J; N; N/​EL J/​N J/​N J/​N
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
EL; N/​EL EL; N/​EL EL; N/​EL
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten N/​EL N/​EL N/​EL
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen N/​EL N/​EL N/​EL
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 0 % 0 % 0 %
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 0 % 0 % 0 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
scrollen
Geschäftsjahr 2023 DNSH-Kriterien (»Keine erhebliche Beeinträchtigung«)
Wirtschaftsaktivitäten (1) Umweltverschmutzung (14) Kreislaufwirtschaft (15) Biologische Vielfalt (16)
J/​N J/​N J/​N
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
scrollen
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Mindestschutz (17) Anteil taxonomiekonformer (A.1.) oder taxonomiefähiger (A.2.) OpEx, Jahr 2022 (18) Kategorie (ermöglichende Tätigkeit) (19)
J/​N % E
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten 1,4 %
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen 0,3 %
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 1,7 %
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) 3,7 %
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt
scrollen
Geschäftsjahr 2023
Wirtschaftsaktivitäten (1) Kategorie (Übergangstätigkeiten) (20)
T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten
Hocheffiziente Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen
OpEx taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2)
A. OpEx taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1+A.2)
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
OpEx nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten
Gesamt

Umfang der Taxonomiefähigkeit und -konformität nach Umweltziel

Umsatzanteil/​Gesamtumsatz

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Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel
CCM 15,0 % 15,0 %
CCA 0 0
WTR 0 0
CE 0,2 % 0,5 %
PPC 0 0
BIO 0 0

CapEx-Anteil/​Gesamt-CapEx

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Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel
CCM 22,6 % 22,6 %
CCA 0 0
WTR 0 0
CE 0 0
PPC 0 0
BIO 0 0

OpEx-Anteil/​Gesamt-OpEx

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Taxonomiekonform je Ziel Taxonomiefähig je Ziel
CCM 2,1 % 3,0 %
CCA 0 0
WTR 0 0
CE 0 0
PPC 0 0
BIO 0 0
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Klimaschutz: CCM (Climate Change Mitigation)

Anpassung an den Klimawandel: CCA (Climate Change Adaptation)

Wasser- und Meeresressourcen: WTR (Water)

Kreislauf Wirtschaft: CE (Circular Economy)

Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung: PPC (Pollution Prevention and Control)

Biologische Viefalt und Ökosysteme: BIO (Biodiversity and ecosystems)

Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas

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Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie
1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
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Zeile Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas
4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN
5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/​Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. JA
6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/​Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN

Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten

(Diese Angaben beziehen sich lediglich auf den CapEx kpi.)

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Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
(CCM + cca)
Betrag %
1. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0/​0
2. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0/​0
3. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0/​0
4. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0/​0
5. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0,03 Mio. € /​ 0,01 %
6. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0/​0
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des CapEx kpi 0/​0
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des CapEx kpi 0,03 Mio. € /​ 0,01 %
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Zeile Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Klimaschutz
Betrag %
1. -
2. -
3. -
4. -
5. 0,03 Mio. € /​ 100 %
6. -
7. 0 /​0
8. 0,03 Mio. € /​ 100 %
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Zeile Wirtschaftstätigkeiten Anteil (Angaben in Geldbeträgen und
in Prozent)
Anpassung an den Klimawandel
Betrag %
1. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi -
2. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi -
3. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi -
4. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi -
5. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi 0/​0
6. Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/​2139 im Nenner des CapEx kpi -
7. Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des CapEx kpi 0/​0
8. Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner des CapEx kpi 0/​0

Wirtschaftliches Umfeld

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Die Weltwirtschaft ist 2023 um 3,1 % gewachsen

Produktion der deutschen Maschinenbau-Branche sinkt gegenüber dem Vorjahr um 1 %

Weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken steigt stabil

Weltwirtschaft wächst 2023 um 3,1 %

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2023 verlangsamt. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die globale Wirtschaftsleistung 2023 um 3,1 % gestiegen (2022: + 3,5 %). Damit wurde die vom IWF im Januar 2023 aufgestellte Wachstumsprognose von 2,9 % leicht übertroffen. Grund hierfür war laut IWF im Wesentlichen das überraschend robuste Wachstum in wichtigen Volkswirtschaften. So hat sich die Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern in der zweiten Jahreshälfte 2023 besser entwickelt als erwartet. Wachstumstreiber waren dabei staatlichen Ausgaben sowie zurückgehende Inflationsraten, die den privaten Konsum stützten.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2023 nach Regionen in %

Quelle: IWF, World Economic Outlook Januar 2024

In den Schwellen- und Entwicklungsländern ist die Wirtschaft 2023 laut IWF um insgesamt 4,1 % gewachsen (2022: + 4,1 %). Dabei erhöhte sich die Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in China im Vergleich zum sehr schwachen Vorjahr auf 5,2 % (2022: + 3,0 %). Das liegt jedoch noch immer hinter früheren Wachstumsraten und ist im Wesentlichen auf die Probleme im chinesischen Immobiliensektor zurückzuführen. Weiterhin dynamisch entwickelte sich die indische Wirtschaft im Berichtsjahr. Dort kam das BIP 2023 um 6,7 % (2022: + 7,2 %) voran. Die Region Naher Osten und Zentralasien litt 2023 laut IWF unter Produktionskürzungen beim Erdöl sowie unter regionalen Konflikten.

Das BIP-Wachstum der Region verringerte sich deshalb deutlich auf 2,0 % (2022: + 5,5 %). Auch in Lateinamerika und der Region Sub Sahara/​Afrika verlor der Wirtschaftsaufschwung im Berichtsjahr an Dynamik. In Lateinamerika legte das BIP 2023 um 2,5 % (2022: + 4,2 %) zu, in Sub Sahara/​Afrika um 3,3 % (Vorjahr: 4,0 %).

In den Industriestaaten entwickelte sich die Wirtschaft 2023 in den USA besser und in der Euro-Zone schlechter als Anfang des Jahres vom IWF prognostiziert. Insgesamt stieg das BIP in den reifen Industrieländern um 1,6 % (2022: + 2,6 %). Dabei verbesserte sich das BIP in den USA um 2,5 % (2022: + 1,9 %). Die weltweit größte Volkswirtschaft profitierte vom relativ robusten privaten Konsum. In der Euro-Zone kam die Wirtschaft wegen der steigenden Zinsen und der schwachen Nachfrage von wichtigen internationalen Handelspartnern nur schleppend voran. Insgesamt legte das BIP in der Euro-Zone 2023 lediglich um 0,5 % (2022: + 3,4 %) zu. In Japan hat die wirtschaftliche Dynamik im Berichtsjahr mit einem BIP-Wachstum von 1,9 % (2022: + 1,0 %) deutlich zugenommen.

Die deutsche Wirtschaft ist 2023 in die Rezession abgerutscht

Die Wirtschaft in Deutschland hat sich im Berichtsjahr wesentlich schlechter entwickelt als in der gesamten Euro-Zone. Laut vorläufiger Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 im Vergleich zu 2022 um 0,3 % geschrumpft. Damit ist die deutsche Wirtschaft nach einem BIP-Wachstum von 1,8 % im Vorjahr 2023 in die Rezession abgerutscht.

Wesentliche Ursachen hierfür waren die rückläufigen Konsumausgaben der privaten Verbraucher und des Staates. Der private Konsum litt unter den Kaufkraftverlusten als Folge gestiegener Energie- und Lebensmittelpreise. Bei den staatlichen Ausgaben machte sich der Wegfall der Coronahilfen bemerkbar. Ebenfalls geschrumpft sind 2023 die Bauinvestitionen. Einen positiven Wachstumsbeitrag zum BIP 2023 leisteten nur die Ausrüstungsinvestitionen sowie der Außenbeitrag (Differenz von Ex- und Importen).

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024

Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer 2023 leicht rückläufig

Die hohen Auftragsbestände der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer zu Jahresbeginn 2023 bescherten der Branche im ersten Halbjahr noch steigende Produktionszahlen. Im dritten und vierten Quartal unterschritt die Produktion aber die Vorjahreswerte. Für das Gesamtjahr 2023 meldete der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine um 1 % rückläufige Produktion. Damit schrumpfte die Branche weniger stark als prognostiziert. Wegen Problemen in den globalen Lieferketten, den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts sowie der unter den steigenden Zinsen leidenden Gesamtwirtschaft rechnete der VDMA ursprünglich damit, dass die Produktion 2023 um 2 % sinken werde.

Produktionswert im Maschinenbau - reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA. Aus »Lage und Ausblick im Maschinen- und Anlagenbau« des VDMA von Dezember 2023.

Megatrends treiben das Wachstum der Märkte von Krones an

Krones ist auf stabil wachsenden Märkten tätig. Wesentliche Wachstumstreiber sind mehrere Megatrends, die dazu führen, dass die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen mittel- und langfristig steigt.

Die zunehmende Weltbevölkerung, die Urbanisierung, die wachsende Mittelschicht sowie die Nachhaltigkeit sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von Krones stützen.

Weltbevölkerung nimmt stetig zu

Der große übergeordnete Megatrend ist die wachsende Weltbevölkerung. Gemäß den Angaben der Vereinten Nationen (UN) überschritt die Weltbevölkerung am 15. November 2022 die Marke von 8 Mrd. Menschen. Laut UN wird die Zahl der Menschen auf der Erde mit einer jährlichen Wachstumsrate von weniger als 1 % oder rund 60 Mio. Menschen künftig zwar langsamer zunehmen als in den vergangenen Jahrzehnten. Dennoch soll die Weltbevölkerung bereits im Jahr 2030 bei etwa 8,5 Mrd. und damit um gut 400 Mio. höher liegen als Ende 2023. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei dürfte die Zahl derer, die abgepackte Getränke und Lebensmittel konsumieren, überproportional zulegen. Hierfür sprechen zwei weitere Megatrends, nämlich die wachsende Mittelschicht und die zunehmende Urbanisierung.

Die Mittelschicht wächst und steigert die Konsumausgaben

In den Schwellen- und Entwicklungsländern besteht der langfristige Trend, dass immer mehr Menschen der Armut entkommen und in die Mittelschicht aufsteigen. Nach Prognosen der OECD wird deshalb die weltweite Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben -auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 dürfte laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % gelegen haben. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte laut OECD in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

In Asien nimmt die Zahl der der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, besonders stark zu. Deshalb wächst in dieser Region der Anteil an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

Quelle: OECD Development Centre, Working Paper No. 285 von Januar 2010

Urbanisierung fördert den Absatz von abgepackten Getränken und Lebensmitteln

In Asien und Afrika ist der Trend zur Urbanisierung, also der Zuzug der Landbevölkerung in die Städte, am ausgeprägtesten.

Die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln ebenfalls. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, im Durchschnitt mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Die größten Städte der Welt 2018

Quelle: UN DESA, World Urbanization Prospects 2019

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein neuer Megatrend

Krones achtet schon seit langem darauf, dass Maschinen und Anlagen sparsam mit Ressourcen umgehen. Mittlerweile hat sich das Thema Nachhaltigkeit als neuer Megatrend etabliert.

Nachhaltigkeit hat sich zu einem Megatrend entwickelt, der auch bei den Kunden von Krones einen hohen Stellenwert hat. Viele internationale Getränke- und Lebensmittelunternehmen achten verstärkt darauf, Ressourcen in ihrer Produktion einzusparen und ihren CO 2 -Fußabdruck zu verringern. Das treibt die Nachfrage nach ressourcenschonenden Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen an. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat Krones schon seit vielen Jahren die Ökoeffizienz seiner Produkte und Dienstleistungen im Fokus. Wir haben enviro seit 2008 dynamisch weiterentwickelt und können unseren Kunden schon lange innovative und nachhaltige Abfüll- und Verpackungstechnologien liefern. Damit profitieren wir als Vorreiter vom Nachhaltigkeitstrend.

Die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken wächst stabil

Krones erwirtschaftet einen großen Teil des Konzernumsatzes mit Kunden aus der internationalen Getränkeindustrie. Deren Investitionsbereitschaft wird stark von der Nachfrage der Endkunden nach abgepackten Getränken beeinflusst. Damit ist auch für Krones der weltweite Getränkeverbrauch ein wesentlicher Faktor.

Der weltweite Konsum abgepackter Getränke nimmt stetig zu. Die Nachfrage wird von den Megatrends Bevölkerungswachstum, zunehmende Mittelschicht und Urbanisierung angetrieben. Konjunkturelle Schwankungen beeinflussen das Konsumverhalten kaum. Schließlich zählen Essen und Trinken zu den Grundbedürfnissen der Menschen. In der jüngeren Vergangenheit ging lediglich 2020 der Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr zurück. Wegen der Corona-Pandemie waren Bars und Restaurants rund um den Globus von Lockdowns betroffen, was sich stark auf den außerhäuslichen Getränkekonsum auswirkte. Nach dem kurzen Rücksetzer im Jahr 2020 ist der Markt seit 2021 wieder auf seinen stabilen Wachstumspfad zurückgekehrt. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data lag der globale Verbrauch abgepackter Getränke 2023 mit insgesamt 1.463 Mrd. Liter um 4,0 % höher als im Vorjahr (2022: 1.406 Mrd. Liter). Zum Vergleich: 2019, also dem Jahr vor der Corona-Krise, betrug der weltweite Getränkekonsum 1.366 Mrd. Liter.

Überproportional dürfte die Nachfrage in den kommenden Jahren nach abgepacktem Wasser sowie nach »New Drinks«, also Sport- und Energydrinks, sowie trinkfertigem Kaffee und Tee zunehmen.

Unterstützt von den Megatrends sollte der Verbrauch von abgepackten Getränken auch in Zukunft stabil wachsen. Er wird, gemäß den Zahlen von Global Data, von 2023 bis 2026 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,8 % zulegen.

Im größten Segment des globalen Getränkemarkts, bei abgefülltem Wasser (Anteil am globalen Getränkemarkt 2023: 34,6 %), dürfte der Konsum überproportional steigen. Für den Zeitraum 2023 bis 2026 liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsprognose bei 3,0 %. Wesentliche Wachstumstreiber sind der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der Trend zur gesunden Ernährung in den Industrieländern.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke 2023 in Mrd. Liter

2023: 1.462,7 Mrd. Liter (geschätzt)

Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

* Bier, Wein, Spirituosen, Cider, aromatisierte alkoholische Getränke

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

*** erwartet

Im zweitgrößten Marktsegment der abgepackten Getränkesorten, alkoholische Getränke (Anteil 2023: 18,5 %), unterschreiten die Wachstumserwartungen die Prognose für den Gesamtmarkt. Der Konsum abgepackter alkoholischer Getränke soll laut den Zahlen von Global Data von 2023 bis 2026 mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 2,3 % zulegen. Wesentlicher Grund für das unterproportionale Wachstum ist die nahezu gesättigte Nachfrage nach alkoholischen Getränken in den Industrieländern.

Bei den Milch- und Milchmixgetränken (Anteil 2023: 17,6 %) verzeichnen alternative Milchsorten wie Hafer-, Soja- oder Mandelmilch das höchste Wachstum. Sie sind aber bislang nur Nischenprodukte innerhalb des Milchmarktes. Der Anteil von »traditioneller« Milch, deren Konsum nur unterproportional zum globalen Getränkemarkt steigt, ist um ein Vielfaches höher. Im gesamten Segment Milch- und Milchmixgetränke soll die Nachfrage von 2023 bis 2026 um durchschnittlich 2,1 % pro Jahr wachsen.

Ein wenig langsamer als der globale Getränkekonsum dürfte der Verzehr von kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) (Anteil 2023: 17,1 %) in den kommenden Jahren zulegen. In den Industrieländern verzichten Verbraucher zunehmend auf zuckerhaltige Softdrinks. Die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate der CSD-Nachfrage soll gemäß den Zahlen von Global Data im Zeitraum 2023 bis 2026 bei 2,7 % liegen.

Bei den beiden kleineren Segmenten des Getränkemarkts New Drinks (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2023: 6,3 %) sowie Frucht- und Obstsäfte (Anteil: 5,8 %) sticht die stark steigende Nachfrage nach New Drinks (Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee) hervor. Für diese Getränkesorten liegt die für 2023 bis 2026 erwartete durchschnittliche Steigerungsrate bei 4,8 % im Jahr. Der Konsum von abgepackten Frucht- und Obstsäften dürfte im selben Zeitraum hingegen nur um jährlich 2,2 % zunehmen.

Megatrends treiben Nachfrage nach abgepackten Getränken in den Schwellen- und Entwicklungsländern an

Die Megatrends Bevölkerungswachstum, zunehmende Mittelschicht und Urbanisierung finden hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern statt. Deshalb wird die Nachfrage nach abgepackten Getränken in den kommenden Jahren in den Schwellen- und Entwicklungsländern deutlich stärker steigen als in den Industrienationen.

Am stärksten steigt die Nachfrage nach abgefüllten Getränken in der Region Asien/​Pazifik. Dort wird laut den Zahlen von Global Data der Verbrauch von 2023 bis 2026 jährlich um durchschnittlich 4,4 % zunehmen. In absoluten Zahlen sind das enorme Mengen (siehe Grafik S. 152, 153), denn Asien/​Pazifik ist der regional größte Markt für abgepackte Getränke. Ein sehr großer Markt ist auch China, wo der Konsum ebenfalls kräftig wächst. In China soll die Nachfrage von 2023 bis 2026 pro Jahr im Durchschnitt um 3,8 % steigen. Für die Region Afrika/​ Mittlerer Osten prognostizieren die Marktforscher für diesen Zeitraum ein überproportionales Wachstum von durchschnittlich 3,1 % im Jahr. Unterproportional zum globalen Konsum abgepackter Getränke soll die Nachfrage von 2023 bis 2026 in der Region »Eastern World« - durchschnittliche jährliche Steigerungsrate: 2,5 % - sowie in Südamerika (durchschnittliche jährliche Steigerungsrate: 1,9 %) wachsen.

In den entwickelten Industriestaaten legt der Getränkekonsum durchwegs langsamer zu als auf globaler Ebene. Für Westeuropa liegt die für 2023 bis 2026 prognostizierte durchschnittliche Wachstumsrate bei 1,7 %, für Nord- und Mittelamerika bei 1,3 %. In der relativ kleinen Absatzregion Mitteleuropa soll sich die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesem Zeitraum um durchschnittlich 0,2 % pro Jahr verringern. In den reifen Industrieländern legt zwar der Getränkekonsum insgesamt unterproportional zu, dafür steigt dort aber die Getränke- und Verpackungsvielfalt sowie die Nachfrage nach nachhaltiger ressourcenschonender Abfüll- und Verpackungstechnik stark. Das bietet Krones auch in den entwickelten Wirtschaftsregionen attraktive Wachstumschancen.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke nach Regionen *

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2023 (e) 2026 (e) durchschn. jährl. Wachstum
in %
Mrd. Liter % ** Mrd. Liter % ** 2023 - 2026 (e)
Asien/​Pazifik 305,9 20,9 347,8 21,9 4,4
China 273,9 18,7 306,3 19,3 3,8
Nordamerika/​Mittelamerika 229,0 15,7 237,9 15,0 1,3
Südamerika 196,3 13,4 207,8 13,1 1,9
Westeuropa 159,7 10,9 168,1 10,6 1,7
Afrika/​Mittlerer Osten 139,7 9,6 153,0 9,6 3,1
Eastern World 105,6 7,2 113,7 7,2 2,5
Mitteleuropa 52,3 3,6 52,0 3,3 - 0,2
Global 1.462,4 100,0 1.586,5 100,0 2,8

* Rundungsdifferenzen sind möglich ** Anteil am globalen Konsum | (e) = erwartet Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

** Anteil am globalen Konsum | (e) = erwartet

Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - durchschnittliches jährliches Wachstum von 2023 - 2026 *

Die Nachfrage nach abgepackten Getränken soll in den kommenden Jahren in den asiatischen Märkten am stärksten wachsen.

* Prognose

Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Liter *

Die Regionen Asien/​Pazfik und China belegen im globalen Ranking die beiden vorderen Plätze beim mengenmäßigen Verbrauch abgepackter Getränke. Die erwarteten prozentualen Steigerungsraten beim Konsum entsprechen deshalb sehr hohen Volumenzuwächsen. So soll die Nachfrage in Asien/​Pazfik von 2023 bis 2026 um 41,9 Mrd. Liter von 305,9 Mrd. Liter auf 347,8 Mrd. Liter steigen. In China dürften 2026 insgesamt 32,4 Mrd. Liter mehr abgepackte Getränke verzehrt werden als im Berichtsjahr.

* Prognose

Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023)

Der starke Wachstumstrend bei PET-Getränkebehältern hält weiter an

Die globale Nachfrage der Getränkeindustrie nach PET-Behältern soll in den kommenden Jahren stärker steigen als bei den anderen bedeutenden Getränkeverpackungen.

Für Krones ist nicht nur das verbrauchte Getränkevolumen, sondern auch die Anzahl der abgefüllten Einheiten eine wichtige Kennzahl. Getränkeverpackungen bestehen im Wesentlichen aus Kunststoff, Glas, Metall (Dosen) oder Karton. Laut vorläufiger Zahlen von Global Data wurden 2023 weltweit 1.988 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Das waren um 4,2 % mehr als im Vorjahr (1.908 Mrd.). Bis 2026 dürfte die Zahl der abgefüllten Behälter um weitere 200 Mio. auf 2.189 Mrd. steigen.

Dies entspricht einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von 3,3 %.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2023 (Basis: abgefüllte Einheiten)

* erwartet

Quelle: Global Data (Stand: 27.11.2023) Mit Abstand die meisten der weltweit befüllten Getränkebehälter sind aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt. 2023 bestanden laut den Zahlen von Global Data 641 Mrd. oder 32,2 % aller abgefüllten Getränkebehälter aus PET. Bei abgefülltem Wasser, dem weltweit am stärksten konsumierten Getränk, lag der Anteil von PET-Flaschen sogar bei rund 80 %. Auch aufgrund des prognostizierten überproportionalen Anstiegs des Wasserkonsums sollte die Verwendung von PET-Flaschen in den kommenden Jahren stark zunehmen. Die Wachstumsprognose für die Jahre 2023 bis 2026 liegt bei jährlich durchschnittlich 4,0 %.

Das 2023 am zweithäufigsten für Getränkeverpackungen verwendete Material war Glas (Anteil: 18,9 %). In Glasflaschen werden überwiegend Bier, Spirituosen, kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) und Wein abgefüllt. Weil die Nachfrage nach alkoholischen Getränken in den kommenden Jahren nur relativ langsam wachsen dürfte, wird die Verwendung von Getränkeverpackungen aus Glas nur unterproportional steigen. Laut Global-Data-Zahlen liegt die Prognose für das durchschnittliche jährliche Wachstum von Getränkeverpackungen aus Glas im Zeitraum 2023 bis 2026 bei 2,5 %.

Mit 18,8 % lag der Anteil von Getränkebehältern aus Metall, also Dosen, 2023 fast gleichauf mit Glas. In Dosen fließen hauptsächlich Bier, kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) sowie New Drinks (Sport- und Energydrinks sowie trinkfertiger Kaffee und Tee). Von 2023 bis 2026 soll die Anzahl der mit Getränken befüllten Metalldosen um durchschnittlich 3,0 % pro Jahr zulegen.

Aus Karton bestanden vergangenes Jahr 12,7 % der weltweiten Getränkeverpackungen. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für die Abfüllung von Milch- und Milchmixgetränken sowie Frucht- und Obstsäften verwendet. Dies sind Getränkesorten, deren Konsum nur unterproportional wachsen dürfte. Deshalb soll auch die Anzahl von Getränkeverpackungen aus Karton bis 2026 nur um durchschnittlich 2,6 % pro Jahr zunehmen.

Bei den »sonstigen Verpackungen« entfiel 2023 ein wesentlicher Teil auf Beutel aus Kunststoff- und Aluminiumfolien. In diese werden hauptsächlich Milch, Wasser und Fruchtsäfte abgefüllt. Insgesamt betrug der Anteil der sonstigen Verpackungen im abgelaufenen Jahr 17,3 %. Die von Global Data für 2023 bis 2026 prognostizierte Steigerungsrate liegt bei jährlich durchschnittlich 3,6 %.

Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert Krones vom überproportionalen Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet Krones nicht an.

Krones in Zahlen

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Krones setzte 2023 sein profitables Wachstum fort. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % auf 4.720,7 Mio. € zu.

Die Ertragskraft verbesserte sich mit einer EBITDA-Marge von 9,7 % (Vorjahr: 8,9 %) deutlich.

Die Aktionäre erhalten für das Geschäftsjahr 2023 gemäß Gewinnverwendungsvorschlag eine Dividende von 2,20 € (Vorjahr: 1,75 €).

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Prognose für 2023 * Prognoseanpassung für 2023 ** Ist-Wert für 2023
Umsatzwachstum 8-11 % 11 - 13 % 12,2 %
EBITDA-Marge 9 - 10 % 9 - 10 % 9,7 %
ROCE 15 - 17 % 15 - 17 % 16,3 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022 im März 2023

** gemäß Ad-hoc-Meldung vom 17. Juli 2023

Krones steigert den Umsatz 2023 um 12,2 % auf 4,72 Mrd. €

Das im Juli 2023 erhöhte Wachstumsziel von 11 % bis 13 % für das Gesamtjahr hat Krones erreicht.

Krones setzte 2023 seinen profitablen Wachstumskurs unter herausfordernden Bedingungen fort. Wegen der angespannten Lage auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere bei Elektrokomponenten, konnten die Fertigungskapazitäten über weite Teile des Berichtsjahres nicht optimal ausgenutzt werden. Die Versorgung mit Elektrokomponenten verbesserte sich im vierten Quartal 2023 und wird sich erst mit einer Zeitverzögerung auf die Leistung auswirken.

Dank der hohen Flexibilität und Kreativität der Beschäftigten entwickelte sich die Produktionsleistung 2023 trotz der insgesamt knappen Teileversorgung gut. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % von 4.209,3 Mio. € auf 4.720,7 Mio. € zu. Damit hat das Unternehmen das im Juli 2023 auf 11 % bis 13 % (vorher: 8 % bis 11 %) erhöhte Wachstumsziel für das Gesamtjahr 2023 erreicht. Zum Umsatzwachstum trugen überwiegend Mengeneffekte, aber auch Preiserhöhungen für unsere Produkte bei. Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte beeinflussten den Umsatz 2023 nicht wesentlich.

Sowohl die Erlöse mit Neumaschinen als auch mit Serviceleistungen übertrafen 2023 die Vorjahreswerte, wobei das Neumaschinengeschäft überproportional zulegte. Darin spiegelt sich die sehr hohe Nachfrage nach Einzelmaschinen sowie kompletten Abfüll- und Verpackungslinien von Krones in den vergangenen Quartalen wider.

Umsatz Krones Konzern in Mio. €

Umsatz nach Segmenten

Das Segment »Prozesstechnologie« ist 2023 mit einem Plus von 23,4 % am stärksten gewachsen.

Im Kernsegments »Abfüll- und Verpackungstechnologie« legte der Umsatz 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % von 3.497,3 Mio. € auf 3.924,8 Mio. € zu. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz blieb mit 83,1 % stabil auf Vorjahresniveau (83,1 %).

Anteil am Krones Konzernumsatz

Die Erlöse im Segment »Prozesstechnologie« stiegen überproportional um 23,4 % von 367,5 Mio. € im Vorjahr auf 453,3 Mio. €. Dadurch erhöhte sich der Anteil des Segments am Konzernumsatz von 8,7 % auf 9,6 %.

In der »Intralogistik«, dem dritten Segment von Krones, war der Umsatz im Berichtszeitraum leicht rückläufig. Er verringerte sich von 344,5 Mio. € im Vorjahr auf 342,6 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 7,3 % (Vorjahr: 8,2 %).

Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 163 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 216.

Umsatz nach Regionen

Rund 90 % des Konzernumsatzes erzielte Krones 2023 im Ausland. Starke Zuwächse verzeichnete das Unternehmen auf den außereuropäischen Märkten.

In Deutschland legte der Umsatz 2023 nicht ganz so stark zu wie im Gesamtkonzern. Mit 452,4 Mio. € übertraf er den Vorjahreswert von 424,0 Mio. € um 6,7 %. Damit ging der Anteil am Konzernumsatz auf 9,6 % zurück (Vorjahr: 10,1 %).

Nach dem starken Umsatzanstieg im Vorjahr (+ 28 %) beruhigten sich die Geschäfte in der großen Absatzregion Westeuropa 2023. Der Umsatz verringerte sich um 6,9 % auf 617,1 Mio. € (Vorjahr: 662,5 Mio. €). In der Region Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) unterschritten die Erlöse im Berichtszeitraum mit 265,1 Mio. € den hohen Vorjahreswert (310,0 Mio. €) um 14,5 %. In Osteuropa setzte sich der Aufwärtstrend nach dem starken Umsatzanstieg im Vorjahr (+32 %) 2023 fort. Die Erlöse legten um 5,9 % auf 196,5 Mio. € (Vorjahr: 185,6 Mio. €) zu. Insgesamt verminderte sich der Umsatz von Krones in Europa (ohne Deutschland) 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf 1.078,7 Mio. € (Vorjahr: 1.158,1 Mio. €). Damit ging der Anteil am Konzernumsatz im Berichtszeitraum auf 22,9 % zurück (Vorjahr: 27,5 %).

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Umsatzentwicklung Regionen 2023 2022 Veränd.
in Mio. € % * in Mio. € % * %
Deutschland 452,4 9,6 424,0 10,1 + 6,7
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 265,1 5,6 310,0 7,4 - 14,5
Westeuropa 617,1 13,1 662,5 15,7 - 6,9
Osteuropa 196,5 4,2 185,6 4,4 +5,9
Zentralasien (GUS) 43,1 0,9 50,2 1,2 - 14,2
Mittlerer Osten/​Afrika 445,9 9,4 486,1 11,5 - 8,3
Asien/​Pazifik 682,0 14,4 467,4 11,1 + 45,9
China 349,8 7,4 344,9 8,2 + 1,4
Nord- und Mittelamerika 1.193,7 25,3 920,1 21,9 + 29,7
Südamerika/​Mexiko 475,2 10,1 358,5 8,5 + 32,6
Gesamt 4.720,7 100,0 4.209,3 100,0 + 12,2

* Anteil am Gesamtumsatz

In den Regionen Asien/​ Pazifik, Südamerika/​Mexiko sowie Nord- und Mittelamerika legte der Umsatz 2023 stark zu.

Die Region Zentralasien (GUS) hat nur noch einen marginalen Einfluss auf die Erlöse des Krones Konzerns. Im Berichtsjahr verringerte sich der Umsatz im Vergleich zu 2022 um 14,2 % von 50,2 Mio. € auf 43,1 Mio. €. Damit lag der Anteil an den Konzernerlösen bei lediglich 0,9 % (Vorjahr: 1,2 %).

Auf den übrigen außereuropäischen Märkten legte der Umsatz von Krones 2023 kräftig um 22,1 % auf 3.146,6 Mio. € (Vorjahr: 2.577,0 Mio. €) zu. Sehr dynamisch entwickelten sich dabei unsere Geschäfte in Asien/​Pazifik. Dort kletterte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 45,9 % von 467,4 Mio. € auf 682,0 Mio. €. Die Märkte in der Region erholten sich weiter von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und es wird dort kräftig investiert. Aufgrund der guten Marktpräsenz kann Krones auch von den Nachholeffekten profitieren. In Nord- und Mittelamerika setzte das Unternehmen sein starkes Wachstum 2023 fort. Gegenüber dem bereits sehr hohem Vorjahresniveau (920,1 Mio. €) erhöhte sich der Umsatz um 29,7 % auf 1.193,7 Mio. €. Krones profitiert in der mittlerweile größten Absatzregion von den anhaltend hohen Investitionen insbesondere in aseptische Abfüll- und Verpackungsanlagen. Auch in Südamerika/​Mexiko wuchsen unsere Geschäfte im Berichtsjahr deutlich überproportional. Die Erlöse kletterten um 32,6 % von 358,5 Mio. € auf 475,2 Mio. €.

Anteil am Krones Konzernumsatz

In China legte der Umsatz 2023 im Vergleich zum Vorjahr (344,9 Mio. €) leicht um 1,4 % auf 349,8 Mio. € zu. Die Region Mittlerer Osten/​Afrika litt 2023 unter gesamtwirtschaftlichen Problemen und gesellschaftlichen Unruhen sowie unter Fremdwährungsthemen in Teilen der Region. Dennoch blieben die Geschäfte von Krones relativ stabil. Der Umsatz ging gegenüber dem guten Vorjahresniveau (486,1 Mio. €) um 8,3 % auf 445,9 Mio. € zurück.

Die international ausgewogene Kunden- und Umsatzstruktur ist eine der strategischen Stärken von Krones. 2023 erzielte das Unternehmen in den Schwellen- und Entwicklungsländern 46,4 % (Vorjahr: 44,9 %) der Konzernerlöse. Der Umsatzanteil der reifen Industriestaaten lag bei 53,6 % (Vorjahr: 55,1 %).

Auftragseingang

Auftragseingang Krones Konzern in Mio. €

Auftragseingang weiterhin auf sehr hohem Niveau

Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen war auch 2023 sehr hoch.

Mit 5.376,6 Mio. € unterschritt der Wert der Bestellungen den extrem hohen Rekordwert aus dem Vorjahr nur um 7,0 %.

Nach der extrem regen Ordertätigkeit unserer Kunden im Vorjahr, die teilweise von Nachholeffekten beeinflusst war, entwickelte sich der Auftragseingang 2023 weiterhin sehr gut. Die Investitionsbereitschaft und Marktaktivitäten der internationalen Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie sind trotz der verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Aussichten hoch. Dies unterstreicht die geringe Konjunktursensibilität der Abnehmerbranchen von Krones. Im vierten Quartal 2023 lag der Auftragseingang mit 1.263,0 Mio. € innerhalb der geplanten Spanne von 1,2 Mrd. € bis 1,3 Mrd. € je Quartal und um 6,8 % höher als im letzten Quartal des Vorjahres. Insgesamt erhielt Krones 2023 Bestellungen im Wert von 5.376,6 Mio. € (Vorjahr: 5.782,8 Mio. €). Der Auftragseingang lag 2023 in allen drei Unternehmenssegmenten weiterhin auf hohem Niveau. Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte wirkten sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich auf den Auftragseingang aus.

Krones profitierte im Berichtszeitraum vom breiten und innovativen Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie von seiner international ausgewogenen Kundenstruktur. Unsere Abnehmer schätzen es, dass wir ein zuverlässiger Partner bei der Abwicklung von Projekten rund um den Globus sind. Auch deshalb beeinflussten unsere Preiserhöhungen das Orderverhalten der Kunden 2023 nicht.

In Nordamerika, Asien/​Pazifik und Westeuropa entwickelte sich der Auftragseingang 2023 besser als im Konzern. Ähnlich wie im Gesamtunternehmen zeigte sich der Auftragseingang in Mitteleuropa (inkl. Deutschland) und China. In den Regionen Osteuropa, Mittlerer Osten/​Afrika und Südamerika entwickelte sich der Auftragseingang im Berichtszeitraum unterhalb des Niveaus im Krones Konzern.

Auftragsbestand

Auftragsbestand Krones Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Der Auftragsbestand von Krones ist 2023 auf 4,12 Mrd. € angewachsen

Aufgrund der hohen Kundennachfrage lag das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz, also die Book-to-Bill-Ratio, 2023 bei 1,14. Damit hat sich der Auftragsbestand im Berichtsjahr trotz des kräftigen Umsatzanstiegs weiter erhöht und im dritten Quartal die Marke von 4 Mrd. € überschritten.

Ende Dezember 2023 hatte Krones Aufträge im Wert von 4.122,3 Mio. € in den Büchern. Damit lag der Auftragsbestand um 655,9 Mio. € oder 18,9 % über dem Vorjahreswert von 3.466,4 Mio. €. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Auftragsbestand bereits 2022 um 83 % gestiegen war.

Der sehr hohe Auftragsbestand steigert die Planungssicherheit von Krones und gewährleistet die Auslastung der Produktionskapazitäten im Anlagen- und Projektgeschäft bis Mitte 2025.

Ertragslage des Krones Konzerns

EBITDA Krones Konzern in Mio. €

EBITDA-Marge Krones Konzern in %

Krones verbessert die Ertragskraft deutlich

Krones hat 2023 sehr profitabel gewirtschaftet. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 8,9 % im Vorjahr auf 9,7 %.

Krones konnte 2023 insgesamt gut mit den schwierigen Geschäftsbedingungen umgehen und ist profitabel gewachsen. Zurückzuführen ist das auf die konsequente Umsetzung der strategischen Maßnahmen und die hohe Flexibilität des Unternehmens. Trotz gestiegener Beschaffungspreise sowie eines veränderten Produktmix verbesserte sich die Ertragskraft deutlich. Durch Preiserhöhungen für unsere Produkte konnten wir gestiegene Kosten kompensieren.

Alle wichtigen Ergebniskennzahlen legten 2023 deutlich zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 22,5 % von 373,3 Mio. € auf 457,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 8,9 % im Vorjahr auf 9,7 %. Damit hat Krones die Prognose für die EBITDA-Marge von 9 % bis 10 % für das Gesamtjahr 2023 erreicht.

Konzernergebnis Krones in Mio. €

Ergebnis je Aktie Krones Konzern in €

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte wegen des höheren Finanzergebnisses noch stärker zu als das EBITDA. Es kletterte um 28,3 % von 242,1 Mio. € im Vorjahr auf 310,5 Mio. €. Das entspricht einer EBT-Marge von 6,6 % (Vorjahr: 5,8 %). Aufgrund der gestiegenen Steuerquote erhöhte sich das Konzernergebnis 2023 nicht ganz so stark wie das EBT. Mit 224,6 Mio. € übertraf das Konzernergebnis den Vorjahreswert von 187,1 Mio. € um 20,0 %. Daraus errechnet sich für 2023 ein Ergebnis je Aktie von 7,11 € (Vorjahr: 5,92 €). Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte beeinflussten die Ertragslage 2023 nicht wesentlich.

Krones erhöht die Dividende auf 2,20 € je Aktie

Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 4. Juni 2024 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 2,20 € je Aktie auszuschütten. Damit wird Krones die Dividende im Vergleich zum Vorjahr (1,75 €) um 0,45 € oder 25,7 % erhöhen und die Anteilseigner somit angemessen an der Entwicklung des Unternehmenserfolgs beteiligen.

Dividende je Aktie Krones Konzern in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Ertragsstruktur des Krones Konzerns

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in Mio. € 2023 2022 Veränd.
Umsatzerlöse 4.720,7 4.209,3 + 12,2 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse + 1,1 + 48,4 - 97,8 %
Gesamtleistung 4.721,7 4.257,7 + 10,9 %
Andere aktivierte Eigenleistungen + 44,8 + 43,4 + 3,2 %
Sonstige betriebliche Erträge + 186,8 + 165,0 + 13,2 %
Materialaufwand - 2.381,9 - 2.113,8 + 12,7 %
Personalaufwand - 1.391,1 - 1.269,7 + 9,6 %
Sonstige betrieblichen Aufwendungen - 723,0 - 709,3 + 1,9 %
EBITDA 457,3 373,3 + 22,5 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 166,3 -142,9 + 16,4 %
EBIT 291,0 230,4 + 26,3 %
Finanzergebnis +19,5 + 11,7 + 66,7 %
EBT 310,5 242,1 + 28,3 %
Ertragsteuern - 85,9 - 55,0 + 56,2 %
Konzernergebnis 224,6 187,1 + 20,0 %

Weitere Informationen siehe ausführliche Gewinn- und- Verlust-Rechnung auf Seite 218.

Krones verbesserte die EBITDA-Marge im Berichtsjahr von 8,9 % auf 9,7 %. Hierzu beigetragen haben eine niedrigere Personalaufwandsquote sowie deutlich unterproportional gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen.

Krones legte im Geschäftsjahr 2023 trotz der weiterhin angespannten Lage auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere bei Elektrokomponenten, beim Umsatz und der Gesamtleistung erneut deutlich zu. Dank der hohen Flexibilität und Kreativität unserer Beschäftigten steigerte das Unternehmen den Umsatz um 12,2 % auf 4.720,7 Mio. € gegenüber dem noch leicht von Corona beeinflussten Vorjahr. Zum Umsatzwachstum haben auch höhere Absatzpreise beigetragen. Die Gesamtleistung legte mit 10,9 % auf 4.721,7 Mio. € leicht unterproportional zu den Erlösen zu. Der Grund hierfür ist der geringere Aufbau von fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Ihr Bestand erhöhte sich im Berichtszeitraum um 1,1 Mio. € gegenüber 48,4 Mio. € im Vorjahr.

Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte beeinflussten 2023 die Gewinn-und-Verlust-Rechnung von Krones nicht wesentlich.

Die Ertragskraft verbesserte Krones im Berichtsjahr ebenfalls deutlich. Maßgeblich dazu beigetragen haben vor allem die konsequente Umsetzung der in den Vorjahren eingeleiteten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, das gute Beschaffungs- und Produktionsmanagement sowie die hohe Flexibilität von Krones.

Materialaufwand Krones Konzern in Mio. € und Materialaufwandsquote in %

Personalaufwand Krones Konzern in Mio. und Personalaufwandsquote in %

Der Materialaufwand nahm im Berichtszeitraum um 12,7 % auf 2.381,9 Mio. € und damit überproportional zur Gesamtleistung zu. Hauptverantwortlich hierfür ist der gestiegene Umsatzanteil des im Vergleich zum Servicebereich deutlich materialintensiveren Neumaschinengeschäfts. Höhere Preise für die Materialbeschaffung konnte das Unternehmen im Berichtszeitraum durch intelligentes Produktions- und Beschaffungsmanagement sowie Preiserhöhungen kompensieren. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, kletterte 2023 auf 50,4 % (Vorjahr: 49,7 %).

Weniger stark als die Gesamtleistung stieg der Personalaufwand im Berichtszeitraum. Er erhöhte sich um 9,6 % auf 1.391,1 Mio. €. Dadurch verringerte sich Personalaufwand Krones Konzern in Mio. € und Personalaufwandsquote in % die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, von 29,8 % im Vorjahr nochmals leicht auf 29,5 %. Verantwortlich für die verbesserte Personalaufwandsquote waren hauptsächlich die hohe Effizienz und Flexibilität des Unternehmens.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Berichtszeitraum mit 723,0 Mio. € nur um 13,7 Mio. € oder 1,9 % höher als im Vorjahr. Um 13,2% auf 186,8 Mio. legten die sonstigen betrieblichen Erträge zu. Sowohl die sonstigen betrieblichen Aufwendungen als auch die sonstigen betrieblichen Erträge wurden von Währungseffekten beeinflusst, die sich aber nahezu ausglichen. Die aktivierten Eigenleistungen waren nahezu stabil bei 44,8 Mio. € (Vorjahr: 43,4 Mio. €). Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen veränderte sich im Berichtszeitraum von minus 500,9 Mio. € im Vorjahr auf minus 491,4 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung fiel der Saldo von 11,8 % auf 10,4 %.

EBT Krones Konzern (in Mio. €)

Daraus errechnet sich für Krones im Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von 457,3 Mio. € - ein Plus von 22,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von 8,9 % auf 9,7 %. Nach Abzug der Abschreibungen auf das Anlagevermögen in Höhe von 166,3 Mio. € (Vorjahr: 142,9 Mio. €) ergibt sich im Berichtszeitraum ein um 26,3 % höheres Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 291,0 Mio. €. In den Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind Effekte aus Bewertungsanpassungen von immateriellen Vermögenswerten enthalten, die sich mit Erträgen aus Anpassungen bedingter Kaufpreiszahlungen nahezu ausgleichen. Diese Erträge schlagen sich im Finanzergebnis nieder, das mit plus 19,5 Mio. € deutlich zulegte (Vorjahr: 11,7 Mio. €). Das im Finanzergebnis enthaltene Beteiligungsergebnis von plus 3,7 Mio. € lag leicht über dem Vorjahr (+ 3,1 Mio. €).

Insgesamt war das Ergebnis vor Steuern (EBT) wie auch das EBITDA von den Bewertungsanpassungen nahezu unbeeinflusst. Es kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 um 28,3 % auf 310,5 Mio. €. Die EBT-Marge stieg von 5,8 % im Vorjahr auf 6,6 %. Weil die Steuerquote des Unternehmens im Berichtsjahr mit 27,7 % über dem Niveau des Vorjahres lag (22,7 %), verbesserte sich das Konzernergebnis mit plus 20,0 % auf 224,6 Mio. € (Vorjahr: 187,1 Mio. €) weniger stark als das EBT.

EBT-Marge Krones Konzern in %

Kapitalflussrechnung

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in Mio. € 2023 2022
Ergebnis vor Steuern 310,5 242,1
zahlungsunwirksame Veränderungen + 129,9 + 189,8
Veränderung Working Capital - 172,3 + 136,0
Veränderung sonstige Aktiva und Passiva - 130,5 - 89,2
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 137,6 478,7
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 162,7 - 118,2
Sonstiges + 38,3 + 37,7
Free Cashflow ohne m&a 13,2 398,2
M&A Aktivitäten - 114,5 - 27,2
Free Cashflow reported - 101,3 371,0
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 94,1 - 79,8
Sonstiges - 30,7 - 0,1
Gesamte Änderung der Liquidität - 226,1 291,1
Liquidität am Ende des Jahres 448,4 674,5

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit Krones Konzern in Mio. €

Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung Seite 222.

Der starke Aufbau von Working Capital aufgrund des hohen Geschäftsvolumens führte im Geschäftsjahr 2023 erwartungsgemäß zu einem Rückgang des operativen Cashflows und des Free Cashflows.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) von Krones fiel im Berichtsjahr erwartungsgemäß gegenüber dem hohen Vorjahreswert von 478,7 Mio. € auf 137,6 Mio. €. Hauptgrund für den Rückgang um 341,1 Mio. € war der erwartete Aufbau von Working Capital um 172,3 Mio. €. Im Vorjahr wirkte sich der Abbau von Working Capital um 136,0 Mio. € positiv auf den operativen Cashflow aus. Die sonstigen Aktiva und Passiva belasteten den operativen Cashflow mit 130,5 Mio. € (Vorjahr: 89,2 Mio. €). Hierin sind im Wesentlichen Steuerzahlungen enthalten. Positiv wirkten sich neben dem um 68,4 Mio. € höheren Ergebnis vor Steuern auch die zahlungsunwirksamen Veränderungen, die im Wesentlichen aus der Abschreibung und den Veränderungen der Rückstellungen bestehen, auf den operativen Cashflow aus. Allerdings lieferten sie mit plus 129,9 Mio. € im Berichtszeitraum einen geringeren Beitrag als im Vorjahr mit plus 189,8 Mio. €.

Working Capital zu Umsatz Krones Konzern in % (Durchschnitt der 4 Quartale)

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Krones Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz von 19,0 % auf 17,8 % verbessert

Trotz des starken Aufbaus von Working Capital im Berichtszeitraum hat Krones das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz nochmals deutlich verbessert. Es fiel von 19,0 % im Vorjahr auf 17,8 %.

Krones hat im Berichtszeitraum das Working Capital um 172,3 Mio. € aufgebaut. Aus der gestiegenen Geschäftstätigkeit resultierte eine Ausweitung der Vertragsvermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte, die durch höhere Vertragsverbindlichkeiten (überwiegend Kundenanzahlungen) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht kompensiert werden konnte. Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz hat Krones dennoch auf 17,8 % verbessert (Vorjahr: 19,0 %). Zum Stichtag betrug das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz 16,3 % (Vorjahr: 14,1 %).

Das von Krones genutzte Supplier-Finance-Programm wird in der Bilanz unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, da sich die Vertragskonditionen der Verbindlichkeiten nicht wesentlich ändern. Korrespondierend dazu wird der Zahlungsmittelabfluss im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erfasst.

Free Cashflow liegt erwartungsgemäß unter dem sehr hohen Vorjahresniveau

Im Berichtszeitraum erhöhte Krones planmäßig die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf 162,7 Mio. € (Vorjahr: 118,2 Mio. €). Im Verhältnis zum Umsatz lag 2023 die Investitionsquote bei 3,4 % (Vorjahr: 2,8 %) und damit im Rahmen der Planungen. Die Relation von Investitionen zu Abschreibungen stieg gegenüber dem Vorjahr von 0,83 auf 0,98.

Free Cashflow Krones Konzern in Mio. €

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte das Unternehmen die Investitionen planmäßig auf 162,7 Mio. € (Vorjahr: 118,2 Mio. €). Das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen lag bei 0,98 (Vorjahr: 0,83).

Aus M&A-Aktivitäten flossen dem Unternehmen von Januar bis Dezember 114,5 Mio. € für die Akquisition von Ampco Pumps ab (Vorjahr: 27,2 Mio. €). Bereinigt um M&A-Aktivitäten betrug der Free Cashflow, also der aus der Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss an liquiden Mitteln, plus 13,2 Mio. € (Vorjahr: plus 398,2 Mio. €). Der Free Cashflow inklusive M&A verringerte sich um 472,3 Mio. € auf minus 101,3 Mio. € (Vorjahr: plus 371,0 Mio. €). Hauptgrund für den erwartet deutlichen Rückgang des Free Cashflows im Berichtszeitraum war der starke Anstieg des Working Capital aufgrund des hohen Geschäftsvolumens.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr 2023 mit 94,1 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (79,8 Mio. €) erhöht. Diese Position erfasst in der Berichtsperiode neben dem Mittelabfluss durch die Dividendenausschüttung von 55,3 Mio. € (Vorjahr: 44,2 Mio. €) auch die Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 37,6 Mio. € (Vorjahr: 35,5 Mio. €) und Bankverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderungen verringerten die Liquidität um 30,7 Mio. € nach einer Verringerung um 0,1 Mio. € im Vorjahr. Insgesamt verfügte Krones zum 31. Dezember 2023 über liquide Mittel von 448,4 Mio. € (Vorjahr: 674,5 Mio. €). Die Nettoliquidität (Zahlungsmittel abzüglich der Bankschulden) lag bei 444,6 Mio. € (Vorjahr: 669,5 Mio. €).

Ausschüttungssumme Krones Konzern in Mio. €

Vermögens- und Kapitalstruktur

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in Mio. € zum 31. Dezember 2023 2022 2021
Langfristige Vermögenswerte 1.327 1.164 1.133
davon Anlagevermögen 1.241 1.064 1.001
Kurzfristige Vermögenswerte 3.150 3.007 2.362
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 448 675 383
Eigenkapital 1.715 1.598 1.392
Fremdkapital 2.762 2.573 2.103
langfristige Verpflichtungen 410 375 434
kurzfristige Verpflichtungen 2.352 2.198 1.669
Bilanzsumme 4.477 4.171 3.495

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz Seite 220 und 221.

Die Bilanzsumme von Krones hat sich im Berichtsjahr um 7,3 % ausgeweitet und damit weniger stark als die Gesamtleistung (+ 10,9 %).

Die Bilanzsumme von Krones stieg im Berichtszeitraum um 7,3 % und damit unterproportional zur Gesamtleistung, die um 10,9 % zulegte. Zum 31. Dezember 2023 lag die Bilanzsumme bei 4.477,1 Mio. € (31. Dezember 2022: 4.171,2 Mio. €). Hauptsächlich der geplante Aufbau von Working Capital und ein höheres Anlagevermögen waren für den Anstieg verantwortlich.

Bei allen Bilanzpositionen in Aktiva (Vermögenswerte) und Passiva (Verbindlichkeiten, Eigenkapital) gab es im Berichtszeitraum keine wesentlichen Währungs- und Desinvestitionseffekte. Die Akquisition von Ampco Pumps beeinflusste im Wesentlichen das Anlagevermögen und die liquiden Mittel.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1.327,4 Mio. € (31. Dezember 2022: 1.164,2 Mio. €) erhöht, weil das Anlagevermögen auf 1.241,0 Mio. € (31. Dezember 2022: 1.064,0 Mio. €) zulegte. Verantwortlich für den Anstieg des Anlagevermögens waren die immateriellen Vermögenswerte. Sie kletterten von 349,3 Mio. € Ende 2022 auf 460,7 Mio. €. Hauptgrund hierfür war die Übernahme und erstmalige Konsolidierung des US-Unternehmens Ampco Pumps zum 1. Juni 2023. Die Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen zum 31. Dezember mit 762,6 Mio. € ebenfalls über dem Niveau vom Jahresende 2022 (693,7 Mio. €).

Angestiegen sind 2023 wegen des erneut höheren Geschäftsvolumens die kurzfristigen Vermögenswerte von Krones. Sie lagen zum Bilanzstichtag mit 3.149,7 Mio. € um 4,7 % oder 142,7 Mio. € über dem Wert vom 31. Dezember 2022. Hierzu beigetragen hat vor allem die deutliche Zunahme der Vertragsvermögenswerte um 328,8 Mio. € auf 1.056,3 Mio. €. Auch die Vorräte erhöhten sich aufgrund des starken Umsatzwachstums. Sie wurden im Geschäftsjahr 2023 auch wegen der vor allem im ersten Halbjahr 2023 noch angespannten Lage auf den Beschaffungsmärkten um 51,9 Mio. € auf 641,4 Mio. € aufgebaut. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnte Krones hingegen von 820,2 Mio. € im Vorjahr auf 778,7 Mio. € abbauen. Deutlich verringert haben sich im Berichtszeitraum die liquiden Mittel. Sie gingen hauptsächlich wegen des negativen Free Cashflows sowie der Kaufpreiszahlung für Ampco Pumps insgesamt von 674,5 Mio. € auf 448,4 Mio. € zurück.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Krones Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Auf der Passivseite der Bilanz hat Krones von Januar bis Dezember 2023 die kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgeweitet. Sie erhöhten sich um 7,0 % oder 153,8 Mio. € auf 2.352,0 Mio. €. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die um 139,5 Mio. € auf 1.041,0 Mio. € angestiegenen Vertragsverbindlichkeiten. Darin spiegeln sich überwiegend höhere Anzahlungen der Kunden wider. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen legten aufgrund des aus geweiteten Geschäftsvolumens auf 723,2 Mio. € zu (31. Dezember 2022: 684,2 Mio. €). Hierin enthalten sind Supplier-Finance-Verbindlichkeiten in Höhe von 141,4 Mio. € (Vorjahr: 123,1 Mio. €). Diese offenen Verbindlichkeiten werden bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten bleibt aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und wird daher weiter als Verbindlichkeit in der Bilanz ausgewiesen. Um 40,9 Mio. € auf 351,0 Mio. € verringerten sich im Berichtszeitraum die sonstigen Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter. Zum Bilanzstichtag wies das Unternehmen kurzfristige Bankschulden von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) aus.

Erhöht haben sich zum 31. Dezember 2023 auch die langfristigen Verbindlichkeiten. Sie stiegen um 35,4 Mio. € auf 410,2 Mio. €. Mitverantwortlich hierfür waren die um 20,5 Mio. € auf 129,5 Mio. € gestiegenen sonstigen Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing. Sie stiegen hauptsächlich wegen bedingter Kaufpreisanpassungen aus der Akquisition von Ampco Pumps. Ebenfalls zugelegt haben die Rückstellungen für Pensionen. Sie erhöhten sich aufgrund von veränderten versicherungsmathematischen Prämissen von 166,6 Mio. € auf 178,4 Mio. €. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 hatte das Unternehmen langfristige Bankschulden in Höhe von 2,5 Mio. € (31. Dezember 2022: 5,0 Mio. €).

Eigenkapitalquote Krones Konzern in %

Eigenkapital und ROCE deutlich gesteigert - weiterhin hohe Nettoliquidität

Die solide Eigenkapitalquote von 38,3 % sowie eine Nettoliquidität von 444,6 Mio. € bilden ein stabiles Fundament für Zukunftsinvestitionen und nachhaltig profitables Wachstum bei Krones.

Vor allem wegen des positiven Konzernergebnisses erhöhte sich das Eigenkapital gegenüber dem Bilanzstichtag 2022 um 116,8 Mio. € oder 7,3 % auf 1.714,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Dezember 2023 stabil bei 38,3 % (31. Dezember 2022: 38,3 %). Gemeinsam mit einer Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) von 444,6 Mio. € zum Ende des Berichtszeitraums (31. Dezember 2022: 669,5 Mio. €) besitzt Krones weiterhin eine sehr stabile und solide Finanz- und Kapitalstruktur. Zusätzlich standen Krones zum 31. Dezember 2023 nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 0,9 Mrd. € zur Verfügung.

Den Return on Capital Employed (ROCE), also das EBIT im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital der vergangenen vier Quartale, verbesserte Krones im Berichtszeitraum, vor allem wegen des höheren EBIT, deutlich von 14,1 % auf 16,3 %.

ROCE Krones Konzern in %

Bericht aus den Segmenten

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

Umsatz in Mio. €

Segmentumsatz

Der Umsatz des Kernsegments legte 2023 unter herausfordernden Produktionsbedingungen um 12,2 % auf 3.924,8 Mio. € zu. Das Wachstumsziel lag bei 10 % bis 12 %.

Durch erfolgreiches Produktions- und Beschaffungsmanagement sowie die Kreativität der Beschäftigten ist das Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« 2023 trotz der knappen Versorgung mit Elektrokomponenten kräftig gewachsen. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % von 3.497,3 Mio. € auf 3.924,8 Mio. €. Damit hat Krones das bereits erhöhte Wachstumsziel des Segments für das Gesamtjahr 2023 von 10 % bis 12 % am oberen Ende erreicht. Überproportional zugelegt haben die Erlöse im Neumaschinengeschäft. Die Preiserhöhungen für unsere Produkte unterstützten das Umsatzwachstum im Berichtsjahr. 2023 erzielte Krones 83,1 % des Konzernumsatzes im Kernsegment (Vorjahr: 83,1 %).

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %

Segmentergebnis

Im Kernsegment verbesserte sich die EBITDA-Marge 2023 von 9,5 % im Vorjahr auf 10,3 %.

Die Ertragskraft des Segments »Abfüll- und Verpackungstechnologie« profitierte 2023 von der hohen Flexibilität von Krones und seiner Beschäftigten. Zudem konnten wir mit den Preiserhöhungen für unsere Produkte Materialpreissteigerungen kompensieren. Obwohl sich der Anteil des Neumaschinengeschäft am Umsatz erhöhte, verbesserte sich die Profitabilität wie prognostiziert. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) kletterte 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 20,9 % von 332,7 Mio. € auf 402,3 Mio. €. Damit stieg die EBITDA-Marge auf 10,3 % (Vorjahr: 9,5 %). Das EBITDA-Margenziel für das Gesamtjahr 2023 lag bei 9 % bis 11 %.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

Segment Prozesstechnologie

Umsatz in Mio. €

Segmentumsatz

Das Segment »Prozesstechnologie« ist 2023 stark gewachsen. Mit 453,3 Mio. € lag der Umsatz um 23,4 % höher als im Vorjahr.

Wie erwartet ist das Segment »Prozesstechnologie« 2023 überproportional gewachsen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 23,4 % von 367,5 Mio. € auf 453,3 Mio. € zu. Damit er reichte das Segment den oberen Bereich der erhöhten Wachstumsprognose von 20 % bis 25 %. Zurückzuführen ist der Umsatzanstieg im Wesentlichen auf den Fokus auf kleinere Projekte, das starke Geschäft mit Einzelmaschinen sowie die gestiegene Nachfrage nach Komponenten wie Ventilen und Pumpen. Die Akquisition von Ampco Pumps zum 1. Juni 2023 trug nur in geringem Umfang zum Umsatz der »Prozesstechnologie« bei. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz erhöhte sich 2023 von 8,7 % im Vorjahr auf 9,6 %.

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %

Segmentergebnis

Im Segment »Prozesstechnologie« hat sich die Ertragskraft 2023 sehr gut entwickelt. Die EBITDA-Marge legte auf 7,7 % (Vorjahr: 5,5 %) zu.

Aufgrund eines starken vierten Quartals hat sich die Ertragskraft des Segments »Prozesstechnologie« 2023 insgesamt besser entwickelt als geplant. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) kletterte im Berichtsjahr um 70,0 % von 20,4 Mio. € auf 34,7 Mio. €. Die EBITDA-Marge stieg von 5,5 % im Vorjahr auf 7,7 % und liegt damit über dem Margenziel für das Gesamtjahr von 6 % bis 7 %. Sie profitierte im Berichtsjahr von der hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Zudem wirkt sich die 2022 vollzogene Ausgliederung des Brauereigeschäfts in eine eigene Gesellschaft unter Anpassung der Prozesse an das Projektgeschäft nachhaltig positiv auf die Ertragskraft aus. Die Akquisition von Ampco Pumps, die Krones zum 1. Juni 2023 erstmalig konsolidierte, beeinflusste das Segmentergebnis 2023 nicht wesentlich.

Segment Prozesstechnologie

Segment Intralogistik

Umsatz in Mio. €

Segmentumsatz

Der Umsatz des Segments »Intralogistik« entwickelte sich 2023 stabil. Geplant war ein Wachstum von 10 % bis 15 %.

Im Segment »Intralogistik« verringerte sich die Geschäftsdynamik im Laufe des Berichtszeitraums. Insgesamt erreichte das Segment das für das Gesamtjahr 2023 prognostizierte Wachstums ziel von 10 % bis 15 % nicht. Von Januar bis Dezember 2023 unterschritt der Umsatz mit 342,6 Mio. € den Vorjahreswert von 344,5 Mio. € leicht. In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld fokussierte sich das Segment insbesondere im vierten Quartal auf Projekte mit geringerer Ordergröße, aber überdurchschnittlicher Marge. Mittel- und langfristig sind die Wachstumsaussichten für die Krones »Intralogistik« gut. Das Segment profitiert von der steigenden Nachfrage nach innovativen Automatisierungslösungen. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz verringerte sich 2023 auf 7,3 % (Vorjahr: 8,2 %).

EBITDA in Mio. € und EBITDA-Marge in %

Segmentergebnis

Die EBITDA-Marge im Segment »Intralogistik« blieb 2023 mit 5,9 % stabil.

Einhergehend mit einem stabilen Umsatz veränderte sich auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2023 gegenüber dem Vorjahr nur leicht von 20,2 Mio. € auf 20,3 Mio. €. Daraus errechnet sich eine EBITDA-Marge von 5,9 % (Vorjahr: 5,9 %). Die Prognose für das Gesamtjahr 2023 lag bei 6 % bis 7 %. Im vierten Quartal des Berichtszeitraums erwirtschaftete das Segment trotz eines gegenüber dem Vorjahresquartal gesunkenen Umsatzes eine höhere EBITDA-Marge als in den vorangegangenen Quartalen bzw. als im Vorjahreszeitraum.

Segment Intralogistik

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2023 verlangsamt. Mit einem Anstieg um 3,1 % (2022: plus 3,5 %) legte die globale Wirtschaftsleistung aber ein wenig stärker zu als vom Internationalen Währungsfonds (IWF) zu Jahresbeginn prognostiziert.

Die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken steigt stetig. Die Märkte von Krones sind deshalb weniger von Konjunkturschwankungen betroffen und haben sich auch 2023 gut entwickelt. Davon konnte das Unternehmen als führender Komplettanbieter für die internationale Abfüll- und Verpackungsindustrie profitieren. Krones setzte seinen profitablen Wachstumskurs im Berichtsjahr fort, verbesserte die Ertragskraft und hat die Konzern-Finanzziele für das Gesamtjahr 2023 erreicht.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,2 % von 4.209,3 Mio. € auf 4.720,7 Mio. €. Damit hat Krones das im Juli 2023 erhöhte Wachstumsziel von 11 % bis 13 % (vorher: 8 % bis 11 %) erreicht.

Nach der extrem regen Ordertätigkeit 2022 war die Investitionsbereitschaft der Kunden von Krones im Berichtsjahr weiter hoch. Das Unternehmen erzielte einen Auftragseingang von 5.376,6 Mio. € (Vorjahr: 5.782,8 Mio. €). Aufgrund der hohen Nachfrage nahm der Auftragsbestand von Krones trotz des deutlichen Umsatzwachstums 2023 zu. Ende des Berichtszeitraums hatte Krones Aufträge im Wert von 4.122,3 Mio. € in den Büchern. Damit lag der Auftragsbestand 18,9 % höher als im Vorjahr (3.466,4 Mio. €).

Aufgrund der hohen Flexibilität der Beschäftigten konnte Krones 2023 gut mit den herausfordernden Bedingungen umgehen und verbesserte die Ertragskraft im Berichtszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 22,5 % von 373,3 Mio. € im Vorjahr auf 457,3 Mio. €. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 9,7 % (Vorjahr: 8,9 %). Damit hat Krones das EBITDA-Margenziel für 2023 von 9 % bis 10 % erreicht. Insgesamt erzielte das Unternehmen im Berichtsjahr ein im Vergleich zu 2022 um 20,0 % höheres Konzernergebnis von 224,6 Mio. € (Vorjahr: 187,1 Mio. €).

Vor Akquisitionen lag der Free Cashflow von Krones im Berichtszeitraum bei plus 13,2 Mio. € (Vorjahr: plus 398,2 Mio. €). Inklusive Akquisitionen erwirtschaftete Krones 2023 einen Free Cashflow von minus 101,3 Mio. € (Vorjahr: plus 371,0 Mio. €). Das durchschnittlichen Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz verbesserte sich auf 17,8 % (Vorjahr: 19,0 %). Aufgrund des höheren Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte Krones die neben Umsatzwachstum und EBITDA-Marge dritte finanzielle Zielgröße, den Return on Capital Employed (ROCE), 2023 auf 16,3 % deutlich verbessern (Vorjahr: 14,1 %). Damit wurde das ROCE-Ziel für 2023 von 15 % bis 17 % erreicht.

Die Nettoliquidität (flüssige Mittel abzüglich Bankschulden) des Unternehmens lag Ende 2023 bei 444,6 Mio. € (Vorjahr: 669,5 Mio. €). Die Eigenkapitalquote betrug 38,3 % (Vorjahr: 38,3 %). Insgesamt weist Krones weiterhin eine sehr solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

Krones ist mit einem extrem hohen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2024 gestartet und ist insgesamt zuversichtlich für das Gesamtjahr. Es bestehen aber eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa, dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte prognostiziert das Unternehmen für 2024 ein Umsatzwachstum im Konzern von 9 % bis 13 % bei einer verbesserten EBITDA-Marge von 9,8 % bis 10,3 % und einem höheren ROCE von 17 % bis 19 %. Die prognostizierten Werte beinhalten die Effekte aus der noch final abzuschließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG.

Krones Beschäftigte

Beschäftigte nach Regionen

Beschäftigtenzahl steigt weltweit um 7,9 % auf 18.513 Personen

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte Krones die Beschäftigtenzahl um 1.349 auf 18.513 Personen. Dies liegt vor allem an der Erholung unserer internationalen Märkte. Der Anteil der internationalen Belegschaft stieg auf 42,5 % (Vorjahr: 41,0 %).

Krones stockte die Belegschaft im Berichtsjahr wegen der weiterhin sehr positiven Geschäftsentwicklung um 1.349 Personen oder 7,9 % auf 18.513 auf. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich damit erneut unterdurchschnittlich zum Umsatz (+ 12,2 %). Der Grund für den Personalaufbau liegt vor allem in der anhaltend positiven Entwicklung unserer internationalen Märkte. So legte die im Ausland angestellte Belegschaft um 11,7 % zu. Sie stieg um 825 auf 7.859 Beschäftigte. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass 126 Beschäftigte durch den Zukauf der US-Firma Ampco Pumps in Nordamerika hinzukamen. Im Inland kletterte die Zahl der Beschäftigten unterproportional um 524 oder 5,2 % auf 10.654. Der Anteil der internationalen Belegschaft nahm im Berichtsjahr auf 42,5 % (Vorjahr: 41,0 %) zu.

Belegschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern legt überdurchschnittlich stark zu

Ein Großteil des Aufbaus der internationalen Belegschaft erfolgte in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie im Servicebereich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Beschäftigtenzahl in diesen Regionen um 568 oder 12,7 % auf 5.027. Den größten Zuwachs verzeichnete die Region Osteuropa (+ 253). Dort hat Krones die Belegschaft bei der tschechischen IT-Tochter Konplan sowie im ungarischen Produktionsstandort Debrecen aufgestockt.

Zum Ende des Berichtsjahres waren 27,2 % des Krones Teams in diesen Regionen beschäftigt (Vorjahr: 26,0 %).

Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2019 - 2023

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Jahr Südamerika Afrika Asien/​Pazifik Osteuropa China Gesamt
2019 782 671 1.009 933 792 4.187
2020 778 639 974 922 742 4.055
2021 803 633 959 1.006 732 4.133
2022 871 671 1.023 1.092 802 4.459
2023 943 681 1.143 1.345 915 5.027

Krones hat 2023 die Belegschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern deutlich um 568 oder 12,7 % auf 5.027 Personen aufgestockt - das entspricht 27,2 % (Vorjahr: 26,0 %) aller Beschäftigten.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen Krones seit Jahren etwa 50 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet, will das Unternehmen künftig weiterhin überproportional wachsen. Der Ausbau der Geschäftsaktivitäten in den aufstrebenden Märkten ist Teil der Strategie, um die mittelfristigen Wachstumsziele zu erreichen. Daher wird Krones den Anteil der Belegschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern, vorrangig im Servicegeschäft, mittel- und langfristig aufstocken. Je mehr Beschäftigte das Unternehmen für die internationalen Standorte vor Ort gewinnt, umso nähe und schneller sind wir beim Kunden.

Die Beschäftigten von Krones sind der wichtigste Faktor für den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens. Daher investiert Krones unverändert stark in die Aus- und Weiterbildung seines Personals, um langfristig weiterhin über ein hochqualifiziertes und motiviertes Team zu verfügen.

Risiko- und Chancenbericht

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Risiken werden laufend identifiziert

Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von Krones

Krones begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist Krones einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem

Krones hat auch das Thema Nachhaltigkeit in das Risikomanagementsystem eingebunden. Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements prüfen und bewerten wir die Auswirkungen bestehender Risiken auf nichtfinanzielle Aspekte aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG), um deren Einfluss auf die Geschäfts- und Nachhaltigkeitsziele von Krones zu beurteilen.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2024 zu verstehen. In allen drei Segmenten des Krones Konzerns bestehen aufgrund von vergleichbaren Absatz- und Beschaffungsmärkten im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.

Das Risikomanagementsystem von Krones besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

Krones stellt die Risiken auf Seite 184 in einer dreispaltigen Tabelle dar. Diese enthält folgende Informationen: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch.

Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung *
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. € hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus einen Projekt-Status-Bericht. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken, regionale Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einem Risikohandbuch dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im Krones Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Beschäftigte, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

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Jahresplanung

Mittelfristplanung

Strategische Planung

Rollierende Prognoserechnung

Monats- und Quartalsreports

Investitionsplanung

Produktionsplanung

Kapazitätsplanung

Projektcontrolling

Debitorenmanagement

Wechselkursabsicherungsgeschäfte

Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement von Krones wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Das Risikomanagement ist bei Krones im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss entsprechend dem Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) ein unmittelbares Auskunftsrecht gegenüber den Leitern von Kontroll- und Überwachungsaufgaben.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

In Kooperation mit dem konzernweiten Nachhaltigkeitsmanagement werden nichtfinanzielle Auswirkungen bestehender Risiken auf die Dimensionen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) analysiert und dokumentiert.

Organisation des Risikomanagements von Krones

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt Krones sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von Krones umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Im Krones Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

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Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.

Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.

Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.

Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.

Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.

Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen.

In regelmäßigen Stichproben prüfen wir, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.

Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.

Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss des Krones Aufsichtsrates ist in den Rechnungslegungsprozess eingebunden. Er überwacht die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Kontrollsystems sowie die interne Revision, die das Risikomanagement- und das interne Kontrollsystem regelmäßig prüft. Dem Vorstand, der die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement trägt, liegen keine Informationen oder Kenntnisse vor, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagement- und internen Kontrollsystems sprechen.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

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Risikokategorie Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
■ Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch niedrig hoch
■ Branchenspezifische Risiken niedrig niedrig niedrig
Finanzwirtschaftliche Risiken
■ Ausfallrisiken hoch niedrig mittel
■ Liquiditätsrisiko niedrig niedrig niedrig
■ Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig niedrig
■ Währungsrisiko mittel mittel mittel
Operative Risiken
■ Preisrisiko mittel mittel niedrig
■ Beschaffungsrisiken hoch mittel mittel
■ Kostenrisiko hoch niedrig mittel
■ Personalrisiko niedrig niedrig niedrig
Rechtliche Risiken hoch mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken mittel niedrig niedrig
IT-Risiken hoch mittel mittel

Krones teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 180.

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Nachfrage nach abgepackten Getränken ist robust gegenüber Konjunkturzyklen. Krones ist deshalb mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht.

Die Prognosen für die Entwicklung der Weltwirtschaft 2024 sind relativ verhalten. So erwartet der Internationale Währungsfonds, dass sich die Wachstumsdynamik gegenüber dem Vorjahr nicht beschleunigt. Es bestehen einige gesamtwirtschaftliche Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass sich die globale Konjunktur 2024 schlechter entwickelt als prognostiziert. Daraus ergeben sich für Krones gesamtwirtschaftliche Risiken.

Ein gesamtwirtschaftliches Risiko besteht darin, dass die Inflation nicht wie erwartet zurückgeht. Auslöser für anziehende Teuerungsraten könnten geopolitische Spannungen im Nahen Osten sein, die zu stark steigenden Ölpreisen und hieraus möglicherweise resultierenden Effekten auf andere Beschaffungspreise führen würden. Bei höheren Inflationsraten besteht die Gefahr, dass die für 2024 prognostizierten Zinssenkungen der Notenbanken, allen voran der US-Notenbank FED, ausbleiben. Dies könnte sich negativ auf die Entwicklung der US- und damit auch der Weltwirtschaft auswirken. Dies würde die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen und somit die Ertragslage von Krones negativ beeinflussen.

Neben dem Nahen Osten gibt es weitere Regionen, in denen geopolitische Spannungen eskalieren könnten. Dies stellt ebenfalls einen Risikofaktor für die Weltwirtschaft dar. So hätte ein militärischer Angriff von China auf Taiwan unabsehbare Folgen für die globale Konjunktur. Das Wachstum würde vermutlich deutlich geringer ausfallen als erwartet. Dies hätte negative Effekte auf die Geschäfte von Krones. Auch der anhaltende Russland-Ukraine-Konflikt bleibt ein gesamtwirtschaftlicher Risikofaktor. Er könnte sich weiter ausdehnen und die Weltwirtschaft 2024 stärker negativ beeinflussen als erwartet. Dies würde sich auch auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken.

Drohende internationale Handelskonflikte sowie die Bildung von Handelsblöcken stellen ebenfalls gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten dar. Es besteht beispielsweise das Risiko, dass sich die Spannungen zwischen den beiden bedeutenden wirtschaftlichen Regionen USA und China verschärfen. Abhängig vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen könnte sich dieses Risiko erhöhen (z. B. Intensivierung der »America-First-Politik«). Wenn sich die Weltwirtschaft wegen Handelskonflikten schwächer entwickelt als erwartet, würde sich das auch auf die Ertragslage von Krones negativ auswirken.

Ein weiteres gesamtwirtschaftliches Risiko stellt die Entwicklung der Konjunktur in China dar. Die chinesische Volkswirtschaft leidet weiterhin unter der angespannten Lage am Immobilienmarkt. Es besteht das Risiko, dass sich die Probleme verschärfen und weite Teile der Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen. Es könnte beispielsweise zu erheblichen Zahlungs- und Kreditausfällen kommen und die Kredit- und Finanzwirtschaft in China stark belasten. Im ungünstigen Fall könnte sich das auf die globalen Finanzmärkte ausbreiten und zu einer weltweiten Finanzkrise führen. Dies würde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erheblich beeinflussen und hätte somit auch negative Folgen auf die Ertragslage von Krones.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist Krones hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Marktes für Getränkeverpackungen und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken wächst langfristig stabil und ist robust gegen Konjunkturschwankungen. Dennoch könnte die Investitionsbereitschaft internationaler Getränkeunternehmen vorübergehend unter exogenen Faktoren wie beispielsweise steigender Finanzierungskosten oder regionaler Marktregularien leiden. Dies würde sich auch nachteilig auf die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Krones auswirken.

Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von Krones versuchen, Aufträge über niedrigere Preise zu generieren. Dem daraus folgenden Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen und Kunden Produkte anbieten, die ihnen einen Mehrwert bringen. Darüber hinaus differenziert sich Krones mit seiner starken Serviceorientierung mit weltweiten Centern und Niederlassungen vom Wettbewerb.

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass »Kunststoff« als primäres und sekundäres Verpackungsmaterial in der Öffentlichkeit negativ wahrgenommen wird. So wird hauptsächlich in Europa seit einigen Jahren verstärkt über Kunststoff- und PET-Verpackungen debattiert. Krones erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit solchen Verpackungen stehen. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststofftechnik vermindern und damit den Umsatz und das Ergebnis von Krones negativ beeinflussen. Wir begegnen diesem Risiko, in dem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen und alternative Verpackungslösungen anbieten.

Darüber hinaus könnten auch andere Bereiche unseres Geschäftes in den Fokus gesellschaftlicher Diskussionen geraten. So wird beispielsweise in einigen Regionen der Zugriff von Getränkeherstellern auf Grundwasser kritisiert. Diese Kritik könnte sich auf die Investitionsbereitschaft unserer Kunden auswirken und damit zu Geschäftseinbußen bei Krones führen.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Krones ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Krones steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
31.12.2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.853.833 1.706.333 88.924 19.880 14.891 23.805
31.12.2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.574.790 1.438.483 88.496 24.522 21.701 1.588

1.2 Derivative Finanzinstrumente

Krones verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt.

Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. Krones ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. Krones generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. Krones steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann Krones frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von Krones umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

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in T€ Buchwert Cashflow 2024 Cashflow 2025 - 2028 Cashflow nach 2028
31.12.2023 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Derivate Finanzinstrumente 4.998 0 4.870 0 128 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 3.765 29 1.244 24 2.521 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 723.164 0 723.164 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 135.975 2.185 35.792 6.225 74.701 1.975
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 146.027 0 115.282 0 30.745 0
Summe 1.013.929 2.214 880.352 6.249 108.095 1.975
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in T€ Cashflow nach 2028
Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 25.482
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Summe 25.482
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in T€ Buchwert Cashflow 2023 Cashflow 2024 - 2027 Cashflow nach 2027
31.12.2022 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Derivate Finanzinstrumente 9.926 0 9.320 0 606 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.000 30 0 52 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 684.189 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 105.929 401 23.846 2.198 61.912 1.107
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 155.122 0 126.348 0 28.774 0
Summe 960.166 431 843.703 2.250 96.292 1.107
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in T€ Cashflow nach 2027
Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 20.171
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Summe 20.717

3. Zinsänderungsrisiko

Krones ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. Krones nahm zum Bilanzstichtag 2023 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Sensitivität Währungen

Eine Veränderung des Stichtagskurses der Fremdwährung um + 10 % zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

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31.12.2023
in T€
Währung
USD
Währung CAD Währung CNY Währung
GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17.606 - 86 3.067 1.159
Konzerneigenkapital 22.421 567 3.543 955
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31.12.2022
in T€
Währung
USD
Währung CAD Währung CNY Währung
GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 15.134 - 9 118 629
Konzerneigenkapital 21.011 1.480 4.386 10

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

Krones ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge.

Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt grundsätzlich Krones. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Krones einen Projekt-Status-Bericht eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/​technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Der sehr hohe Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 ist eine gute Basis dafür, dass Krones die Produktionskapazitäten 2024 gleichmäßig auslasten wird. Das komfortable Auftragspolster stärkt Krones darin, seine Preisstrategie weiter umzusetzen und wirkt sich damit positiv auf das Preisrisiko aus.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer mittleren Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich 2023 die Lage auf den Beschaffungsmärkten und in den globalen Lieferketten entspannt. Dennoch sind die Preise teilweise weiter gestiegen und es kam wegen Lieferengpässen, hauptsächlich bei Elektrokomponenten, zu vorübergehender Materialknappheit in der Produktion von Krones. Wir rechnen damit, dass sich die Situation auf den Beschaffungsmärkten, auch bei Elektrokomponenten, 2024 weiter verbessert. Es bleibt aber 2024 eine große Herausforderung, stets ausreichend Material und Zulieferteile fristgerecht zu beschaffen.

Grundsätzlich ist Krones im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch Lieferkontrakte, die wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringern.

In unsere Ergebnisprognose für 2024 haben wir sowohl eine Entspannung am Beschaffungsmarkt sowie weitere Preissteigerungen für ausgewählte Warengruppen einkalkuliert. Sollten die Kosten für die Materialbeschaffung stärker steigen als erwartet, könnte das Ergebnis geringer ausfallen als prognostiziert.

Darüber hinaus besteht hinsichtlich Lieferanten ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren. Sollte es dennoch zu vorübergehenden Lieferproblemen kommen, drohen Produktionsausfälle, die sich negativ auf den Umsatz und das Ergebnis von Krones auswirken können.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittleren eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen wie beispielsweise den Ausbau des Global Footprint in Produktion und Einkauf 2024 weitere Kosteneinsparungen realisieren. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Krones ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko. Zudem werden während der Projektabwicklung die Risiken, die durch interne und externe Einflüsse entstehen können, projektbegleitend erfasst und umgehend Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4 . Personalrisiko

Krones will neben den etablierten Geschäftsbereichen besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Beschäftigte im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignetes Personal findet. Diesem Risiko begegnen wir auf vielfältige Weise. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Beschäftigten werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/​Masterstudenten. Krones bildet selbst junge Menschen in verschiedenen Berufen aus und hat eine konstant hohe Übernahmequote. Auch durch die Übernahme von Zeitarbeitnehmern begegnen wir dem Personalrisiko. Darüber hinaus verbessern wir durch umfangreiche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen die Qualifikation unserer Beschäftigten ständig und bereiten sie auf neue Aufgaben vor. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für Krones aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. Krones begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist Krones Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. Krones vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von Krones basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen wird. Dies könnte zu Produktionsausfällen führen und den Verlust bzw. Missbrauch von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben.

Es kann allgemein beobachtet werden, dass immer mehr Unternehmen Ziele von Computerkriminalität werden und die Cybersicherheit stark bedroht ist. Die Computerkriminalität basiert oftmals auf professionellen internationalen Strukturen, was deren Abwehr und Bekämpfung zu einer großen Herausforderung macht. Krones wappnet sich gegen die Gefahren aus Cyberkriminalität und sonstigen IT-Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst Krones nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen den Chancen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für Krones hauptsächlich dadurch, dass sich die Weltwirtschaft 2024 besser entwickelt als beispielsweise von den Experten des Internationalen Währungsfonds im Januar 2024 (Wachstum von 3,1 %) prognostiziert. Aufgrund des breiten Global Footprints ist Krones international sehr gut positioniert und könnte deshalb auch davon profitieren, wenn sich die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser entwickelt als erwartet. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/​Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat Krones seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Wirtschaft in den Schwellen- und Entwicklungsländern stärker als erwartetet wächst. Für den Euro-Raum und die USA rechnen die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2024 nur mit einem unterproportionalen Wirtschaftswachstum. Europa und die USA sind für Krones bedeutende und große Märkte. Sollte die Wachstumsdynamik in diesen Regionen stärker als erwartet sein, könnte auch Krones davon profitieren. Darüber hinaus könnte sich ein Ende des Russland-Ukraine-Konflikts oder anderer geopolitischer Spannungen, wie im Nahen Osten, positiv auf die globale Konjunktur und somit auch auf die Geschäfte von Krones auswirken.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend auf Nachhaltigkeit. Sie legen den Fokus darauf, Energie und andere Ressourcen einzusparen und ihren CO 2 -Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Es besteht zum einen die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Zudem könnte die Bereitschaft der Kunden steigen, für Abfüll- und Verpackungstechnik, die ihnen hilft, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, auch höhere Preise zu akzeptieren. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von Krones besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Krones hat enviro von einzelnen Maschinen auf komplette Systeme sowie auch auf Verpackungslösungen dynamisch weiterentwickelt. Damit hat sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil beim Thema Nachhaltigkeit erarbeitet. Daraus eröffnen sich für Krones in diesem Bereich zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen.

Auch im Bereich Digitalisierung liegen erhebliche zusätzliche Geschäftschancen für Krones. Die Kunden erwarten, dass sie mit »intelligenten« Maschinen und Anlagen von Krones Betriebs- und Personalkosten sparen. Krones kann für die »digitale Getränkefabrik« schon viele marktreife Produkte und Dienstleistungen anbieten und will die führende Position in dem zukunftsträchtigen Bereich Digitalisierung auch mit neuen Geschäftsmodellen weiter ausbauen.

Chancen durch Akquisitionen

Krones hat 2023 seine Akquisitionsstrategie weiter umgesetzt und 90 % an dem US-Unternehmen Ampco Pumps erworben. Ampco Pumps ist ein bedeutender Anbieter von Hygienepumpen auf dem US-amerikanischen Lebensmittel- und Getränkemarkt. Mit dem Zukauf hat Krones das Komponentengeschäft des Segments Prozesstechnologie ausgebaut. Akquisitionen bleiben weiterhin in unserem strategischen Fokus. Interessant sind vorrangig mittelgroße Unternehmen, die unser bestehendes Portfolio technologisch und regional stärken oder die Angebotspalette erweitern. Krones ist aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Die Ergebnisplanungen von Krones für 2024 beinhalten bereits die Effekte aus der noch final abzuschließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG. Mögliche künftige Akquisitionen sind nicht in den Ergebnisplanungen beinhaltet. Durch externes Wachstum könnten sich zusätzliche Chancen für Krones eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

Krones konnte 2023 gestiegene Beschaffungskosten mit Preiserhöhungen für seine Produkte kompensieren. Aufgrund der teilweise langen Lieferfristen wirkt sich dieser Effekt auch noch 2024 aus. Preiserhöhungen stehen auch weiterhin im strategischen Fokus von Krones. Der sehr hohe Auftragsbestand zu Jahresbeginn 2024 unterstützt das Unternehmen dabei, seine Preisstrategie durchzusetzen und bei der Auftragsannahme selektiv vorzugehen. Unsere Umsatz- und Ertragsprognose für 2024 beinhalten nur leichte bzw. produktabhängige Preiserhöhungen. Es besteht die Chance, dass sich die Absatzpreise 2024 besser entwickeln als prognostiziert und sich das positiv auf das Ergebnis von Krones auswirkt.

2. Beschaffungspreise

Im Zuge des strategischen Ausbaus des Global Footprint beschafft Krones verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Zudem kaufen wir immer mehr Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Beides führt zu günstigeren Beschaffungspreisen. Es besteht die Chance, dass Krones insgesamt mehr Materialkosten einspart als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich, wenn sich die Rohstoff- und Materialpreise günstiger entwickeln als prognostiziert.

3. Kosten

Krones hat seine Kostenstruktur durch strategische Maßnahmen optimiert. Bei der angestrebten Ergebnisverbesserung 2024 haben wir weitere Kosteneinsparungen einkalkuliert. Sollten die Kostensenkungen höher als geplant sein, ergeben sich daraus Chancen für Krones.

Risiken aus dem Russland-Ukraine-Konflikt

Der Russland-Ukraine-Konflikt ist weiterhin ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor. Es ist auch zwei Jahre nach seinem Beginn unklar, wie sich dieser Konflikt weiterentwickelt und wie lange er noch andauern wird. Als Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts können für Krones über die gesamtwirtschaftlichen Risiken hinaus weitere Risiken entstehen.

Die direkten Absatzrisiken in Zusammenhang mit dem Konflikt schätzt Krones als gering ein. Krones tätigte vor dem Ausbruch des Konflikts lediglich insgesamt 1 % bis 1,5 % seines Volumens in Russland und der Ukraine. Das Neugeschäft in Russland hat Krones bereits 2022 eingestellt. Der Anteil der Erlöse in Russland und der Ukraine am Konzernumsatz lag 2023 bei weniger als 1 %. Insgesamt beeinflusst das verbliebene Geschäft in beiden Ländern die Umsatz- und Ergebnisplanungen 2024 in sehr geringem Umfang .

Für bestehende Aufträge mit Kunden in diesen Ländern wurde die Einschätzung der Abwicklungs- und Zahlungsausfallrisiken erneut bewertet. Bei der Kalkulation dieses Risikos wurde ein generelles Ausfallrisiko von einigen Kunden aufgrund von getroffenen wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahmen in Betracht gezogen. Das hierdurch errechnete Risiko ist mit einem Betrag im unteren einstelligen Millionen-Euro-Betrag ermittelt.

Es könnten in den Konfliktgebieten Lieferketten unterbrochen werden bzw. Lieferanten aus den betroffenen Gebieten ausfallen. Krones bezieht von Lieferanten aus diesen Gebieten nahezu keine Materialien und Produkte, somit ist die direkte Auswirkung auf Beschaffungsrisiken als sehr gering einzuschätzen.

Die Krones AG ist Gesellschafter der Krones Ukraine LLC, Kiew und der Krones o.o.o., Moskau. Bei der Bewertung der Werthaltigkeit der Vermögenswerte in diesen Gesellschaften, die etwa 0,5 % der Konzernbilanzsumme betragen, sieht Krones kein wesentliches Risiko.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für Krones keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2023 über einen sehr hohen Auftragsbestand. Dies erhöht die Planungssicherheit und wirkt sich insgesamt positiv auf die Risikolage aus.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken im Wesentlichen wie folgt geändert: Erhöht haben sich die finanzielle Auswirkung aus den gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit beim Preisrisiko und den rechtlichen Risiken. Verringert haben sich die finanzielle Auswirkung aus den Beschaffungsrisiken, die maximale Schadenshöhe aus dem Währungsrisiko sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit der gesamtwirtschaftlichen Risiken und des Kostenrisikos.

Der Schwerpunkt der Risiken liegt auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie auf den operativen Risiken.

In Ergänzung hierzu resultiert ein Risiko aus dem Russland-Ukraine-Konflikt. Krones hat die möglichen Auswirkungen des Konflikts auf den Konzern bewertet. Basierend auf diesen Einschätzungen hat Krones keine Unsicherheiten identifiziert, die einen Zweifel an der Fortführung des Krones Konzerns begründen würden.

Prognosebericht

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Weltwirtschaft wächst 2024 mit 3,1 %

Krones prognostiziert für das laufende Jahr weiteres Umsatzwachstum

Profitabilität wird 2024 erneut steigen

Weltwirtschaft soll 2024 um 3,1 % zulegen

Der Russland-Ukraine- und Nahost-Konflikt sowie hohe Zinsen belasten 2024 das weltweite Wirtschaftswachstum. Während die Konjunktur in der Eurozone laut IWF schwach bleibt (+ 0,9 %), dürften die Schwellen- und Entwicklungsländer im laufenden Jahr um 4,1 % zulegen.

Im Januar 2024 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2024 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Dieser Wert liegt erneut unter dem langjährigen Durchschnittswert der jüngeren Vergangenheit (2000 bis 2019) von 3,8 %. Belastungsfaktoren bleiben im laufenden Jahr der Russland-Ukraine-sowie der Nahost-Konflikt. Außerdem dämpfen die weiterhin hohen Zinsen zur Bekämpfung der Inflation die Wirtschaftstätigkeit. Positiv vermerken die Experten die Widerstandsfähigkeit wichtiger Volkswirtschaften, vor allem der USA, gegenüber den jüngsten Krisen sowie die schneller als erwartet sinkende Inflation.

Risiken für Abwärtskorrekturen des prognostizierten Wachstums sehen die IWF-Volkswirte mitunter in einer weiteren Abschwächung der chinesischen Wirtschaft und einer zunehmenden geoökonomischen Blockbildung, die den freien Handel hemmt. Einen weiteren Risikofaktor verorten die Experten in einer sich als sehr hartnäckig erweisenden Kerninflation. Zudem könnten stärker schwankende Rohstoffpreise (Nahrungsmittel, Öl, Gas, Dünger usw.) aufgrund von geopolitischen Konflikten und Klimaveränderungen das erwartete Wachstum bremsen.

Für die Industriestaaten erwartet der IWF 2024 erneut ein unterdurchschnittliches BIP-Wachstums von 1,5 %. Da Europa nicht mehr so stark wie in den Vorjahren unter dem Russland-Ukraine-Konflikt leidet, prognostiziert der IWF für die Euro-Zone einen Anstieg des Wachstums auf 0,9 %. Deutschland rangiert mit einem Plus von 0,5 % weiterhin auf den hinteren Rängen. Gemäß IWF-Prognose soll die Wirtschaft in den USA 2024 um 2,1 % expandieren. In Japan dürfte sich das Wachstum nach einem guten Jahr 2023 etwas verlangsamen. Die Prognose des IWF das laufende Jahr liegt bei einem Plus von 0,9 %.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird die Wirtschaft nach IWF-Schätzungen 2024 - wie im Vorjahr - um 4,1 % wachsen. Für China prognostiziert der IWF im laufenden Jahr einen Rückgang des BIP-Wachstums von 5,2 % im Vorjahr auf 4,6 %. Die mittlerweile hinter Deutschland weltweit fünftgrößte Volkswirtschaft Indien weist 2024 mit + 6,5 % erneut die höchsten Wachstumsraten unter den Schwellen- und Entwicklungsländern aus. Während Lateinamerika auch im laufenden Jahr unterdurchschnittlich wächst (+ 1,9 %), legt die Region Naher Osten/​Zentralasien mit 2,9 % zu.

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2024 in % (Prognose)

Quelle: IWF, World Economic Outlook, Januar 2024

Schwache Konjunktur lastet auf der Maschinen- und Anlagenbaubranche

Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in %

* Schätzung

** Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA, Dezember 2023

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass die anhaltende Flaute der globalen Konjunktur die Gesamtbranche belasten wird. Nach einem leichten Minus von 1 % im Jahr 2023 erwartet der VDMA für 2024 einen Rückgang der Produktion um 4 %. Ausschlaggebend für den prognostizierten Rückgang ist neben der allgemein schwächelnden Konjunktur der im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Auftragsbestand der Gesamtbranche. Dieser werde die Produktion im laufenden Jahr weniger stützen. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich die verschiedenen Bereiche der Maschinen- und Anlagenbaubranche sehr unterschiedlich entwickeln.

Für den für Krones relevanten Bereich Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen erwartet der VDMA für 2024 Zuwächse von 4 % bis 5 % *.

* Quelle: VDMA Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen, Stand Februar 2024

Krones Kunden profitieren von steigendem Getränkekonsum

Inflationsrate weltweit 2014 bis 2022 und Prognose bis 2025 in %

* Prognose

Quelle: Statista 2024 (Stand Februar 2024)

Die Investitionsbereitschaft der Krones Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und moderate Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Sie stützen somit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflussen dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen unseres Unternehmens. Mit einer weiterhin niedrigen Arbeitslosenquote und einer wieder rückläufigen Inflation erwarten wir insgesamt für 2024 eine stabile Konsum- und Kundennachfrage. Der private Konsum hatte sich auch in den schwierigen Vorjahren in vielen Ländern als Konjunkturstütze erwiesen. So soll der für unsere Kunden wichtige weltweite Konsum von abgefüllten Getränken gemäß den Zahlen von Global Data von 2023 bis 2026 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,8 % zulegen.

Insgesamt gute Aussichten für eine positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2024

Krones startete insgesamt zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2024. Gründe hierfür sind ein hoher Auftragsbestand sowie eine anhaltend gute Nachfrage nach Produkten und Services von Krones - trotz einer nur noch verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

Aber es gibt weiterhin Risiken für die Weltwirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Krones. 2024 wird geprägt sein von wirtschaftlichen und geopolitischen Unwägbarkeiten. So ist schwer abzuschätzen, wie sich der Russland-Ukraine- und der Nahost-Konflikt weiterentwickeln und wie deren Folgen die globale Wirtschaft beeinflussen. Sollten sich die Risiken nicht stärker als derzeit erwartet auf das Wirtschaftsgeschehen auswirken, dürfte das Orderverhalten der Kunden von Krones nicht negativ beeinflusst werden und sich die Investitionsbereitschaft der Getränkeindustrie positiv entwickeln.

Wir rechnen für 2024 insgesamt damit, dass sich der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik grundsätzlich gut und sich die Absatzpreise positiv entwickeln. Der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck wird auch im laufenden Geschäftsjahr hoch bleiben.

Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise der steigenden Weltbevölkerung und der wachsenden Mittelschicht in den Schwellen- und Entwicklungsländern, stetig. Die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung sorgen ebenfalls für eine stabil steigende Nachfrage nach innovativen Getränkeabfüll- und Verpackungsmaschinen.

Die gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Prognosen treffen aufgrund vergleichbarer Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen für alle drei Segmente des Krones Konzerns zu.

Alle drei Segmente sollen 2024 Umsatz und Ertragskraft steigern

Um den konzernweit steigenden Material- und Personalkosten entgegenzuwirken, wird Krones auch im laufenden Jahr in allen drei Segmenten diszipliniert an der eingeschlagenen Pricing-Strategie festhalten und marktgerechte Absatzpreise erzielen. Zudem werden die eingeleiteten Maßnahmen, mit denen das Unternehmen die Kosten optimiert und die Effizienz steigert, weiter vorangetrieben.

Darüber hinaus wollen wir mit Innovationen und zukunftsfähigen Produkten und Services die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, konzernweit nutzen. Hierbei fokussieren wir uns auf die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Systemlösungen.

Akquisitionen sind in allen Segmenten eine Option. Dabei konzentrieren wir uns auf mittelgroße profitable Unternehmen, die das bestehende Portfolio technologisch und regional stärken oder Märkte außerhalb der Getränke- und Liquid-Food-Industrie erschließen.

Ziel ist es, die Ertragskraft im laufenden Jahr in allen Segmenten, unterstützt durch höhere Umsätze, zu steigern.

Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie

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Prognose für 2024 Ist-Wert 2023 Prognoseanpassung für 2023 ** Prognose für 2023 *
Umsatzwachstum 9 - 13 % 12,2 % 10 - 12 % 7 -9 %
EBITDA-Marge 10,3 - 10,8 % 10,3 % 9 - 11 % 9 - 11 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022

** aus dem Prognosebericht des Zwischenberichts über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023

Im Kernsegment »Abfüll- und Verpackungstechnologie« wird Krones im laufenden Jahr die internen Strukturen und Prozesse weiter verschlanken und optimieren. So wird beispielsweise der Bereich PET-Recycling ab Mitte 2024 als eigenständige Einheit geführt, um die Wachstumschancen des Marktes für Kunststoffrecycling noch besser nutzen zu können. Zusätzlich liegt der Fokus im Kernsegment auf dem Ausbau des Global Footprint. Das Unternehmen wird die Produktion in Ungarn und China mit den dazugehörigen Lieferketten erweitern sowie das weltweite Servicenetzwerk durch zusätzliche Beschäftigte aus den Regionen stärken. Damit ist Krones nah am Kunden und kann noch besser die Chancen der Digitalisierung in der Produktion sowie im Service nutzen.

Die ambitionierten Ziele unserer Kunden, möglichst nachhaltig und CO 2 -sparend zu produzieren, wird das Wachstum im Kernsegment auch im laufenden Geschäftsjahr stützen. Krones ist mit seinen ressourcenschonenden enviro Produkten sowie den nachhaltigen und kreislauforientierten PET-Lösungen sehr gut aufgestellt. Darüber hinaus wird das Unternehmen dank seiner Linienkompetenz die Marktposition bei effizienten, zuverlässigen und leistungsstarken Abfüll- und Verpackungslinien für PET, Glas, Dosen und im Bereich Aseptik festigen und ausbauen.

Für das Kernsegment erwartet Krones 2024 einen um 9 bis 13 % höheren Umsatz bei einer EBITDA-Marge von 10,3 bis 10,8 %.

Die prognostizierten Werte beinhalten die Effekte aus der noch final abzuschließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG.

Segment Prozesstechnologie

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Prognose für 2024 Ist-Wert 2023 Prognoseanpassung für 2023 ** Prognose für 2023 *
Umsatzwachstum 15-20% 23,4 % 20 - 25 % 15-20%
EBITDA-Marge 8 - 9 % 7,7 % 6 - 7 % 6 - 7 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022

** aus dem Prognosebericht des Zwischenberichts über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023

Das Segment Prozesstechnologie soll 2024 den Umsatz um 15 -20 % gegenüber dem Vorjahr steigern und die EBITDA-Marge auf 8 - 9 % verbessern.

Im Segment »Prozesstechnologie« profitiert Krones auch stark vom Trend zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Produktion bei unseren Kunden. Hier ist das Unternehmen mit seinen energieeffizienten Lösungen zur Getränkeherstellung und -behandlung sowie seinen Technologien für die Produktion alternativer Proteine sehr gut positioniert. Zudem soll der Ausbau des After-Sales- und Komponenten-Geschäfts sowie die erfolgreiche Integration der 2023 erworbenen US-Firma Ampco Pumps einen zusätzlichen Wachstums- und Ergebnisbeitrag liefern.

Die Kostenstrukturen wird Krones in der Prozesstechnologie im Berichtsjahr weiter optimieren. Hierzu werden die Prozesse und Strukturen verschlankt und digitalisiert sowie die weltweiten Einheiten flexibler aufgestellt und besser vernetzt.

Krones prognostiziert für das Segment Prozesstechnologie für 2024 einen Umsatzzuwachs von 15 bis 20 % bei einer EBITDA-Marge von rund 8 bis 9 %.

Segment Intralogistik

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Prognose für 2024 Ist-Wert 2023 Prognoseanpassung für 2023 ** Prognose für 2023 *
Umsatzwachstum 5 - 10 % - 0,6 % 10 - 15 % 10 - 15 %
EBITDA-Marge 6 -7 % 5,9 % 6 - 7 % 6 - 7 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022

** aus dem Prognosebericht des Zwischenberichts über den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023

Das Segment »Intralogistik« profitiert davon, dass die Kunden mit Automatisierungs-Lösungen der Intralogistik-Tochter System Logistics Kosten und Energie einsparen sowie die Arbeitssicherheit und -belastung der Beschäftigten deutlich verbessern.

Um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld weiteres Wachstum zu generieren, wird das Segment verstärkt die Chancen des dynamisch wachsenden nordamerikanischen Markts nutzen. Produktseitig soll der Ausbau von automatischen Kommissioniersystemen und autonomen mobilen Robotern die Ertragskraft der Intralogistik weiter erhöhen.

Krones prognostiziert 2024 in der Intralogistik ein Umsatzwachstum von 5 % bis 10 %. Die EBITDA-Marge soll zwischen 6 % bis 7 % liegen.

Krones prognostiziert, alle drei finanziellen Zielgrößen im Konzern 2024 erneut zu steigern

Krones erwartet, 2024 Umsatz, EBITDA-Marge und ROCE weiter zu verbessern.

Krones ist mit einem sehr komfortablen Auftragspolster in das Geschäftsjahr 2024 gestartet. Gleichzeitig ist das Geschäftsumfeld für Krones herausfordernd, denn es bestehen eine Reihe von Unwägbarkeiten. Hierzu zählen geopolitische Risiken in Europa, dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt. Materialengpässe und Probleme in den weltweiten Lieferketten, die sich durch militärische Aktionen auf wichtigen Handelsrouten ergeben könnten, bleiben ein Unsicherheitsfaktor.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2024 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 9 % bis 13 %.

Auf Basis steigender Umsätze, einer weiterhin disziplinierten Preisstrategie sowie der kontinuierlichen Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen will Krones die Ertragskraft im laufenden Jahr gegenüber 2023, trotz steigender Material- und Personalkosten, erneut verbessern. Für 2024 prognostiziert das Unternehmen für den Konzern eine EBITDA-Marge von 9,8 % bis 10,3 %.

Für die dritte Zielgröße, den ROCE (Return on Capital Employed), erwartet Krones im laufenden Jahr eine Steigerung auf 17 % - 19 %.

Die prognostizierten Werte beinhalten die Effekte aus der noch final abzuschließenden Akquisition der Netstal Maschinen AG.

Krones Konzern

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Prognose für 2024 Ist-Wert 2023 Prognoseanpassung für 2023 ** Prognose für 2023 *
Umsatzwachstum 9 - 13 % 12,2 % 11 - 13 % 8 - 11 %
EBITDA-Marge 9,8 - 10,3 % 9,7 % 9 - 10 % 9 - 10 %
ROCE 17 - 19 % 16,3 % 15 - 17 % 15 - 17 %

* aus dem Prognosebericht innerhalb des Lageberichts 2022

** gemäß Ad-hoc-Meldung vom 17. Juli 2023

Übernahmerelevante Angaben (Bericht gemäß § 315 a und § 289 a HGB)

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2023 gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der Krones Aktiengesellschaft 40.000.000,00 € und war eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,27 je Aktie. Mit Ausnahme eigener Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen, sind mit allen Aktien die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Zum 31. Dezember 2023 hielt Krones keine eigenen Aktien. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre aus den Aktien ergeben sich aus den rechtlichen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG), insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff., 133 ff. und 186 AktG.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Aus eigenen Aktien steht der Gesellschaft kein Stimmrecht zu.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis reicht ein gemäß § 67c Abs. 3 AktG durch den Letztintermediär in Textform ausgestellter Nachweis über den Anteilsbesitz des Aktionärs, der der Gesellschaft vom Letztintermediär auch direkt übermittelt werden kann. Der Nachweis hat sich auf den Geschäftsschluss des zweiundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Beschränkungen des Stimmrechts von Aktien können sich auch aus aktienrechtlichen Vorschriften wie beispielsweise aus § 136 AktG ergeben. Verstöße gegen Mitteilungspflichten im Sinne der §§ 33 Abs. 1, 38 Abs. 1 und 39 Abs. 1 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) können dazu führen, dass nach Maßgabe des § 44 WpHG Rechte aus Aktien und auch das Stimmrecht zumindest zeitweise nicht bestehen.

Nach Kenntnis des Vorstands besteht bzw. bestand im Geschäftsjahr 2023 folgende Vereinbarung, die als Beschränkung im Sinne von § 289a Satz 1 Nr. 2 und § 315a Satz 1 Nr. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) angesehen werden kann: Herr Harald Kronseder, Herr Gunther Kronseder, die Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, die Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling, die VMAX Familienstiftung, Neutraubling, Frau Nora Diepold (geb. Kronseder) und Herr Leopold Kronseder sind Parteien eines Pool-Vertrags. Die Poolmitglieder des Pool-Vertrages haben sich zu einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zusammengeschlossen (»Familie Kronseder Konsortium«), deren Zweck es ist, durch einheitliche Willensbildung der Gesellschafter und Stimmrechtsausübung in der Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft sowie durch Beschränkung der beliebigen Veräußerbarkeit der durch den Pool-Vertrag gebundenen Aktien der Krones Aktiengesellschaft (a) den Einfluss der Gesellschafter (insbesondere den Einfluss der Familie Kronseder) und ihrer Rechtsnachfolger, (b) die Fortführung der Krones Aktiengesellschaft in einem nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verhältnisse zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Pool-Vertrages vergleichbaren Umfang (vergleichbarer Umsatz, vergleichbares Auftragsvolumen, vergleichbares Betriebsvermögen, vergleichbare Anzahl der Arbeitnehmer) sicherzustellen und (c) den Charakter einer Familiengesellschaft zu erhalten.

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten: Leopold Kronseder, Deutschland (indirekt), Nora Diepold (geb. Kronseder), Deutschland (indirekt), Gunther Kronseder, Deutschland (indirekt), VMAX Familienstiftung, Neutraubling, Deutschland (direkt und indirekt), Harald Kronseder, Schweiz (direkt und indirekt), Harald Kronseder Holding GmbH, Neutraubling, Deutschland (indirekt), Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Neutraubling, Deutschland (direkt und indirekt), Dr. Volker Kronseder, Deutschland (indirekt).

Nach Kenntnis der Gesellschaft halten die Mitglieder des Familie Kronseder Konsortiums gemeinsam folgende Beteiligung am Grundkapital:

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Gesamtstimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium 52,1 %

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach der jeweilig letzten Mitteilung des Beteiligten gegenüber der Gesellschaft Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, hat die Gesellschaft nicht ausgegeben. Es besteht keine Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital, aus der die Arbeitnehmer ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben können.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG und § 31 des Mitbestimmungsgesetzes (MitbestG). Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 6, § 179 Abs. 1 AktG). Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Dementsprechend bedürfen - in Abweichung von § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG - auch satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung neben der einfachen Stimmenmehrheit der Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, es sei denn, das Gesetz schreibt zwingend eine größere Mehrheit vor. Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 179 Abs. 1 Satz 2 AktG i. V. m. § 13 der Satzung). Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ermächtigt worden, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2021 (wie nachfolgend definiert) oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2021 entsprechend anzupassen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 16. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (»Genehmigtes Kapital 2021«). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.

Der Vorstand ist in den in § 71 AktG gesetzlich geregelten Fällen zum Rückkauf von eigenen Aktien und zur Veräußerung zurückgekaufter Aktien befugt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2023 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum Ablauf des 22. Mai 2028 unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgaben der folgenden Bestimmungen zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft erworben hat und noch besitzt oder ihr nach den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des jeweiligen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung kann einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilbeträgen, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, aber auch durch Konzernunternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder der Konzernunternehmen ausgeübt werden. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb der eigenen Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Mai 2023 ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbene eigene Aktien zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:

1) Die Aktien können über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote veräußert werden. Im letzteren Fall ist das Bezugsrecht für Spitzenbeträge ausgeschlossen.

2) Die Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledigung von gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unternehmen der Gesellschaft verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird insoweit jeweils ausgeschlossen.

3) Die Aktien können mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich unterschreitet (im Sinne des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Das Bezugsrecht der Aktionäre wird insoweit jeweils ausgeschlossen.

4) Die Aktien können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre wird insoweit jeweils ausgeschlossen.

5) Die Aktien können allen Aktionären angeboten werden, damit diese gegen (auch teilweise) Abtretung ihres mit dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung entstandenen Anspruchs auf Auszahlung der Dividende eigene Aktien beziehen können (Aktiendividende).

6) Die Aktien können eingezogen werden und das Grundkapital der Gesellschaft um den auf die eingezogenen Aktien entfallenden Teil des Grundkapitals herabgesetzt werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

7) Der Vorstand kann die Aktien auch im vereinfachten Verfahren ohne Herabsetzung des Grundkapitals einziehen, so dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht.

Die Ermächtigungen des Vorstands zur Veräußerung und sonstigen Verwendung erworbener Aktien können ganz oder bezogen auf Teilvolumina der erworbenen eigenen Aktien einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen, ausgenutzt werden. Die Ermächtigungen können auch durch abhängige oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder von Dritten für Rechnung der Gesellschaft oder von ihr abhängiger oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehender Unternehmen ausgeübt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den Ermächtigungen unter den Ziffern 1) bis einschließlich 4) verwendet werden. Werden die eigenen Aktien zu dem in Ziffer 5) genannten Zweck verwendet, ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Die näheren Einzelheiten ergeben sich aus dem Ermächtigungsbeschluss, dessen vollständiger Wortlaut in der am 13. April 2023 im Bundesanzeiger veröffentlichten Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung der Krones Aktiengesellschaft am 23. Mai 2023 unter Punkt 9 der Tagesordnung wiedergegeben ist.

Die Krones Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Abhängigkeitsbericht

Nach § 17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß § 312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:

»Der Vorstand bestätigt nach sorgfältiger Prüfung und nach bestem Wissen, dass im Geschäftsjahr 2023

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keine Rechtsgeschäfte zwischen der Krones AG und der Familie Kronseder Konsortium GbR abgeschlossen wurden, und

keine weiteren Rechtsgeschäfte neben den in Anlage 2 aufgeführten Rechtsgeschäften zwischen der Krones AG und Gesellschaftern der Familie Kronseder Konsortium GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen abgeschlossen wurden.

Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellschafter der Familie Kronseder Konsortium GbR oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.

Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der Krones AG und den Gesellschaftern der Familie Kronseder Konsortium GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die Krones AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung im Sinne des § 312 AktG erhalten. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.«

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​investor-relations/​erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.php abrufbar.

 

Neutraubling, 12. März 2024

Krones AG

Der Vorstand:

Christoph Klenk, CEO

Uta Anders, CFO

Thomas Ricker, CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

3 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Krones übernimmt nachhaltig Verantwortung

Corporate Governance beschreibt die faktische und rechtliche Unternehmensführung und -kontrolle, welche verantwortungsvoll sowie nachhaltig orientiert erfolgen soll. Krones berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten. In der Erklärung zur Unternehmensführung berichten Vorstand und Aufsichtsrat von Krones gemäß §§ 289f, 315d Handelsgesetzbuch sowie Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 über die Corporate Governance der Gesellschaft.

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Krones Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft erklären gemäß § 161 AktG:

Die Krones Aktiengesellschaft hat seit Abgabe der Entsprechenserklärung vom Januar 2023 - aktualisiert im Juli 2023 und im September 2023 - den Empfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 28. April 2022 (in Kraft getreten am 27. Juni 2022) entsprechend dem im Internet veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen entsprochen und wird den Empfehlungen auch zukünftig mit Ausnahme der nachfolgenden Abweichungen entsprechen:

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Der Empfehlung C.10 wurde vom 23. Mai 2023 bis 13. September 2023 nicht vollständig entsprochen. Danach sollen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein.

Mit konstituierender Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses vom 23. Mai 2023 wurde Norbert Broger zum Vorsitzenden dieses Ausschusses gewählt. Norbert Broger war bis zum 31. Dezember 2022 Finanzvorstand der Krones Aktiengesellschaft und war damit nach Einschätzung des Aufsichtsrats nicht als unabhängig zur Gesellschaft im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex einzustufen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses waren der Auffassung, dass Norbert Broger aufgrund seiner enormen Fachkompetenz und Erfahrung aus dem Anlagen- und Maschinenbau besonders geeignet war, diese Position auszuüben. Am 13. September 2023 hat der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss des Aufsichtsrats Herrn Matthias Winkler zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem der bisherige Vorsitzende des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, Herr Norbert Broger, diesen Vorsitz im Einvernehmen mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte. Herr Winkler ist nach Einschätzung des Aufsichtsrats unabhängig von der Gesellschaft, vom Vorstand und vom kontrollierenden Aktionär im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex. Damit liegt seit dem 13. September 2023 und auch zukünftig keine Abweichung von der Empfehlung C.10 mehr vor.

Entsprechend wurde für den vorgenannten Zeitraum eine Abweichung von der Empfehlung C.10 erklärt. Die vorübergehend erklärte Abweichung entfiel am 13. September 2023. Zukünftig wird dieser Empfehlung wieder entsprochen.

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Der Empfehlung D.4 wird nicht entsprochen. Danach soll ein Nominierungsausschuss gebildet werden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Vorschläge an die Hauptversammlung zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern benennt.

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der Krones Aktiengesellschaft vertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die der Hauptversammlung Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern machen. Nach unserer Ansicht ist es aufgrund der bewährten, effizienten Zusammenarbeit der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat nicht nötig, einen gesonderten Nominierungsausschuss zu bilden.

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Der Empfehlung G.10 wird nicht entsprochen. Danach sollen die dem Vorstandsmitglied gewährten variablen Vergütungsbeträge von ihm unter Berücksichtigung der jeweiligen Steuerbelastung überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeträge soll das Vorstandsmitglied erst nach vier Jahren verfügen können.

Die den Vorstandsmitgliedern gewährten variablen Vergütungsbeträge werden weder aktienbasiert gewährt, noch sind sie von den Vorstandsmitgliedern überwiegend in Aktien der Krones Aktiengesellschaft anzulegen. Aus Sicht des Aufsichtsrats ist der Aktienkurs als Indikator allein nicht ausreichend, die Leistung des Vorstands im Interesse des Unternehmens abzubilden. Der Ausgestaltung der variablen Vergütung soll vielmehr angemessen Rechnung getragen werden. Über die langfristig variablen Gewährungsbeträge kann das Vorstandsmitglied nach drei Jahren verfügen.

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Der Empfehlung G. 17, wonach der höhere zeitliche Aufwand des Vorsitzenden von Aufsichtsratsausschüssen angemessen berücksichtigt werden soll, wird nicht entsprochen.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Aufsichtsratsausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. Dies gilt jedoch nicht für den Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.

 

Neutraubling, Januar 2024

Für den Vorstand:

Christoph Klenk, Vorsitzender des Vorstands

Für den Aufsichtsrat:

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ziele des Aufsichtsrats

Gemäß Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Dabei soll der Aufsichtsrat auf Diversität achten. Das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats soll auch die Expertise zu den für das Unternehmen bedeutsamen Nachhaltigkeitsfragen umfassen.

In Übereinstimmung mit Empfehlung C.1 DCGK hat sich der Aufsichtsrat von Krones folgende Ziele für seine Zusammensetzung gegeben:

Der Aufsichtsrat der Krones AG soll so besetzt sein, dass eine qualifizierte Kontrolle und Beratung des Vorstands durch den Aufsichtsrat sichergestellt ist. Hierbei wird ein sich ergänzendes Zusammenwirken von Mitgliedern mit unterschiedlichen persönlichen und fachlichen Hintergründen sowie eine Vielfalt mit Blick auf Internationalität, Alter und Geschlecht als hilfreich angesehen.

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen (Kompetenzprofil)

Die zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten sollen über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der Krones AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind. Die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen (Fachliche Eignung) der Aufsichtsratsmitglieder in ihrer Gesamtheit sollen insbesondere in den folgenden Bereichen vorhanden sein:

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Unternehmenskontrolle (umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement und Strategie)

Rechnungslegung

Abschlussprüfung

Personal (umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung)

Recht und Compliance

Finanzierung

Nachhaltigkeit

Digitalisierung

Internationale Erfahrung

Sektorkompetenz

Die Aufsichtsratsmitglieder sollen zudem auf Basis § 100 Abs. 5 AktG in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Krones AG tätig ist, vertraut sein. Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied muss über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Aufsichtsratsmitglied muss über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen.

Der Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung soll in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsystemen bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen der Abschlussprüfung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses soll zumindest auf einem der beiden Gebiete entsprechend sachverständig sein.

b) Vielfalt (Diversität)

Der Aufsichtsrat der Krones AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversität). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für Krones eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Krones AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der Krones AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören mit Nora Diepold, Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast drei Frauen dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale, Beate Eva Maria Pöpperl und Olga Redda ebenfalls drei Frauen im Aufsichtsrat vertreten.

c) Unabhängigkeit der Mitglieder

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der Krones AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der Krones AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Mit Volker Kronseder und Norbert Broger gehören nur zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Krones AG dem Aufsichtsrat an.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

Gemäß der Empfehlung C.6 DCGK soll dem Aufsichtsrat auf Anteilseignerseite eine nach deren Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist im Sinne dieser Empfehlung als unabhängig anzusehen, wenn es unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand und unabhängig von einem kontrollierenden Aktionär ist.

Gemäß Empfehlung C.7 DCGK soll mehr als die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Im Berichtsjahr traf dies auf Volker Kronseder, Nora Diepold, Robert Friedmann, Prof. Dr. Susanne Nonnast , Petra Schadeberg-Herrmann, Stephan Seifert sowie Matthias Winkler und damit auf sieben der acht Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu. Norbert Broger war bis 31.12 2022 Finanzvorstand der Krones AG. Er wurde deshalb vorsorglich als nicht unabhängig im Sinne der Empfehlung C.7 DCGK eingestuft.

Petra Schadeberg-Herrmann gehört seit mehr als zwölf Jahren dem Aufsichtsrat der Krones AG an. Sie wird von der Anteilseignerseite des Aufsichtsrats der Krones AG dennoch als unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand angesehen. Gemäß Empfehlung C.8 DCGK wird dies wie folgt begründet:

Eine finanzielle Abhängigkeit von Petra Schadeberg-Herrmann von der Aufsichtsratstätigkeit bei der Krones AG ist nicht gegeben. Zudem sind keine Anzeichen für eine fehlende kritische Distanz zu erkennen. Petra Schade berg-Herrmann kennt die Geschäfte von Krones sehr gut und bringt ihre umfangreichen Erfahrungen kritisch-konstruktiv in den Aufsichtsrat ein. Darüber hinaus hält die Familie von Frau Schadeberg-Herrmann eine substanzielle Beteiligung an der Krones AG. Dies spricht dafür, dass Petra Schadeberg-Herrmann ausreichend Anreiz hat, ihr Aufsichtsratsmandat stets kritisch und unvoreingenommen auszuüben.

Gemäß Empfehlung C.9 DCGK sollen, sofern die Gesellschaft einen kontrollierenden Aktionär hat, im Fall eines Aufsichtsrats mit mehr als sechs Mitgliedern mindestens zwei Anteilseignervertreter unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Kontrollierender Aktionär der Krones AG ist die Familie Kronseder Konsortium GbR als Mehrheitsaktionär des Unternehmens (Aktienanteil zum 31. Dezember 2023: 52,1 %). Im Berichtsjahr waren bis auf Volker Kronseder und Nora Diepold die sechs anderen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig vom kontrollierenden Aktionär.

Gemäß der Empfehlung C.10 DCGK sollen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand sein. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll zudem auch unabhängig vom kontrollierenden Aktionär sein. Der Empfehlung gemäß C.10 DCGK wird bei der Krones Aktiengesellschaft vollständig entsprochen.

d) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats

Gemäß Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Stand der Umsetzung der Ziele des Aufsichtsrats in Form einer Qualifikationsmatrix offengelegt werden.

Die vom Aufsichtsrat beschlossene Qualifikationsmatrix gibt Aufschluss darüber, welche Aufsichtsratsmitglieder über die fachliche Eignung in den einzelnen Bereichen des Kompetenzprofils verfügen. Die fachliche Eignung wird anhand der vom Aufsichtsrat beschlossenen Bereiche Unternehmenskontrolle, Rechnungslegung, Abschlussprüfung, Personal, Recht und Compliance, Finanzierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Internationale Erfahrung und Sektorkompetenz überprüft. Darüber hinaus informiert die Qualifikationsmatrix über die Dauer der Zugehörigkeit im Aufsichtsrat. Für jedes Mitglied auf Anteilseignerseite wird angegeben, ob es unabhängig von der Gesellschaft und deren Vorstand und unabhängig vom kontrollierenden Aktionär (Familie Kronseder Konsortium GbR) ist. Dies ist insbesondere auch für den Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses Matthias Winkler der Fall. Alle 16 Aufsichtsratsmitglieder der Krones AG halten die zulässige Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.

Weitere Informationen zu den Aufsichtsratsmitgliedern finden sich auf den Seiten 46 bis 47 und 279. Diese enthalten Angaben zu den ausgeübten Berufen sowie zu Mandaten in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen.

Mit den beiden folgenden getrennt für die Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite erstellten Qualifikationsmatrizen kommen wir der Empfehlung C.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex nach.

Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils - Anteilseignervertreter

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Volker Kronseder Nora Diepold Robert Friedmann Susanne Nonnast Stephan Seifert Petra Schadeberg- Herrmann
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 15.06.2016 17.05.2021 13.06.2018 15.06.2016 23.05.2023 15.06.2011
Persönliche Eignung
Unabhängigkeit 1) - - x x x x
Kein Overboarding 2),3) x x x x x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 4) x x x x x x
Rechnungslegung x x x - x x
Abschlussprüfung - - x - x x
Personal 5) x - x x x x
Recht/​Compliance x x x x x x
Finanzierung x x x - x x
Nachhaltigkeit x x x x x x
Digitalisierung x - x x x -
Sektorkompetenz x x x x x x
Internationale Erfahrungen x - x x x x
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Norbert Broger Matthias Winkler
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 23.05.2023 13.06.2018
Persönliche Eignung
Unabhängigkeit 1) - x
Kein Overboarding 2),3) x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 4) x x
Rechnungslegung x x
Abschlussprüfung x x
Personal 5) x x
Recht/​Compliance x x
Finanzierung x x
Nachhaltigkeit x x
Digitalisierung x x
Sektorkompetenz x x
Internationale Erfahrungen x x

1) gemäß Definition Empfehlung C.6 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK);

2) Gemäß Definition Empfehlungen C.4 und C.5 DCGK;

3) Kein Overboarding = Einhaltung der zulässigen Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gem. DCGK;

4) umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement, Strategie;

5) umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung

x = erfüllt - = nicht erfüllt

Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils - Arbeitnehmervertreter

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Josef Weitzer Oliver Grober Thomas Hiltl Markus Hüttner Verena Di Pasquale Beate Eva Maria Pöpperl
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 01.01.2007 13.06.2018 13.06.2018 01.07.2020 25.06.2014 20.06.2017
Persönliche Eignung
Kein Overboarding 1),2) x x x x x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 3) x x x x x x
Rechnungslegung x x x - x -
Abschlussprüfung - - - - - -
Personal 4) x x x x x x
Recht/​Compliance x x x x x x
Finanzierung x - - - - -
Nachhaltigkeit x - - x x x
Digitalisierung x x x x x x
Sektorkompetenz x x x x x x
Internationale Erfahrungen - - - - - -
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Stefan Raith Olga Redda
Zugehörigkeitsdauer
Mitglied seit 01.01.2022 23.05.2023
Persönliche Eignung
Kein Overboarding 1),2) x x
Fachliche Eignung
Unternehmenskontrolle 3) x x
Rechnungslegung x x
Abschlussprüfung - -
Personal 4) x x
Recht/​Compliance x x
Finanzierung - -
Nachhaltigkeit x x
Digitalisierung x x
Sektorkompetenz x x
Internationale Erfahrungen x -

1) Gemäß Definition Empfehlungen C.4 und C.5 DCGK;

2) Kein Overboarding = Einhaltung der zulässigen Anzahl an Aufsichtsratsmandaten gem. DCGK;

3) umfasst wesentliche Bereiche wie Organisation, Risikomanagement, Strategie;

4) umfasst wesentliche Bereiche wie Personalführung und Personalentwicklung

x = erfüllt - = nicht erfüllt

Angaben zur Zugehörigkeitsdauer der Aufsichtsratsmitglieder

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von Krones wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Die Dauer der Zugehörigkeit der aktuellen Vertreter der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat ist in der jeweiligen Qualifikationsmatrix (siehe Seite 210 und 211 »Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils«) angegeben.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von Krones basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

»Compliance« steht bei Krones als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von Krones entsprechen. Krones hat über die Jahre ein Compliance-Management-System aufgebaut, welches die Schwerpunkte Prävention, Erkennen sowie Reaktion enthält. Zusätzlich findet eine enge Zusammenarbeit mit den übrigen Bereichen der Corporate Governance statt, insbesondere den Bereichen Sustainability, Governance, interne Revision sowie dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.

Das Compliance-Management-System wird von Krones kontinuierlich angepasst beziehungsweise erweitert. So führte das Unternehmen im Rahmen der Compliance-Risikoanalyse 2022 eine verpflichtende Selbstauskunft der Geschäftsführer aller nationalen und internationalen Gesellschaften des Unternehmens ein. In dieser schriftlichen Ausführung nehmen die Führungskräfte Stellung zu wichtigen Compliance-Themen wie beispielsweise Korruption und internes Kontroll- und Risikomanagementsystem. 2023 hat Krones neue Entwürfe für den Lieferanten- und den Verhaltenskodex erstellt und somit das Compliance-Management-System weiter angepasst. Die beiden aktualisierten Kodizes wurden Anfang 2024 auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Um die Compliance zu stärken, führte Krones bereits 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der Krones Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden. Das Hinweisgeberportal ist unter www.krones.com/​de/​unternehmen/​verantwortung/​krones-integrity.php zugänglich. Krones erfüllt damit auch die Vorgaben des Hinweisgeberschutzgesetzes, das am 2. Juli 2023 wirksam wurde. Ziel des Gesetzes ist, Personen, die Hinweise auf Missstände im Unternehmen geben (Whistleblower), besser zu schützen.

2023 hat Krones den Verhaltenskodex (Code of Conduct) überarbeitet. Er basiert jetzt auf unserem Zielbild mit dem Claim »Solutions beyond tomorrow«. Ziel des Verhaltenskodex ist es, die Einhaltung von Gesetzen, Normen und Richtlinien unternehmensweit sicherzustellen. Damit wird ein Arbeitsumfeld geschaffen, das Integrität, Respekt sowie ein faires und verantwortungsvolles Handeln auszeichnen. Gleichzeitig werden mit dem Kodex eine verlässliche Compliance-Kultur im Unternehmen verankert, unsere Werte geschärft und den Beschäftigten Mut gemacht, Missstände aufzudecken. Der Verhaltenskodex ist für alle Beschäftigten und jedes Organ im Unternehmen gültig und bindend. In Kombination mit dem Lieferantenkodex verpflichtet Krones auch seine Geschäftspartner für die Grundsätze des Code of Conduct und teilt seine Werte mit ihnen. Die Handlungsvorgaben des Verhaltenskodex sollen von allen Beschäftigten und Organen im Krones Konzern nicht nur formal eingehalten, sondern ihrem Sinn und Zweck entsprechend verinnerlicht und im Arbeitsalltag gelebt werden. Verstöße gegen den Verhaltenskodex werden im Interesse aller Beschäftigten konsequent verfolgt und geahndet. Nur so wird er zur Grundlage einer offenen und rechtskonformen Unternehmens- und Compliance-Kultur.

Der Kodex ist unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​verantwor-tung/​compliance.php zugänglich.

Das Thema Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und den Unternehmensführungspraktiken von Krones. Es steht auch im strategischen Fokus unseres neuen Zielbildes »Solutions beyond tomorrow«. Wir prüfen alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit und ob sie den von Krones definierten Nachhaltigkeitszielen entsprechen. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Krones produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Um einen objektiven Nachweis für sich selbst und seine Stakeholder zu erbringen, ließ Krones seine 2020 neu ausgelobte Klimastrategie von der unabhängigen Science Based Targets Initiative (SBTi) überprüfen. Das Ergebnis bestätigt, dass der Konzern auch aus wissenschaftlicher Sicht den richtigen Weg eingeschlagen hat: Laut SBTi tragen die Krones Klimaziele dazu bei, die globale Erderwärmung durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Daher wurden sie als ambitioniert und wirksam bewertet - und offiziell als Science Based Target deklariert. 2023 wurde ein Konzept zu einem Netto-Null-Emissionsziel bis zum Jahr 2040 erarbeitet, welches Anfang 2024 vom Vorstand der Krones AG beschlossen wurde und aktuell von SBTI validiert wird.

Das Krones Zielbild »Solutions beyond tomorrow« gibt den Beschäftigten Orientierung, um einen Beitrag für eine lebenswerte, nachhaltige und erfolgreiche Zukunft zu leisten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Senkung der CO 2 -Emissionen, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Am 26. Juli 2023 veröffentlichte das Unternehmen einen umfangreichen Carbon Transition Plan, in dem Krones Maßnahmen, Zwischenergebnisse und weitere Pläne zur Erreichung der Klimaziele offenlegt.

Um das Bekenntnis zu wirtschaftsethischen Themen auch nach außen zu kommunizieren, ist Krones bereits 2012 dem United Nation (UN) Global Compact beigetreten. Der UN Global Compact legt weltweit gültige Richtlinien für die Bereiche Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung fest und verpflichtet Unternehmen, diese einzuhalten. Die Inhalte des UN Global Compact sowie weitere Informationen sind unter www.unglobal-compact.org zu finden.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft Krones für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und -gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Wir erwarten von unseren Geschäftpartnern, dass sie sowohl die geltenden Gesetze einhalten als auch international anerkannte Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards (ESG-Standards) wie die OECD-Leitsätze, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die zehn Grundsätze des UN Global Compact befolgen. Hierfür hat Krones einen Lieferantenkodex entwickelt, der im Jahr 2023 über arbeitet wurde. Er umfasst die Themenbereiche Handeln nach Gesetz und Ethik, Umgang mit Wissen und Informationen, Verantwortung in der Gesellschaft sowie Selbstverpflichtung und Kontrolle. Darüber hinaus finden bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig Qualitäts- und sogenannte »Social«-Audits statt, bei denen geprüft wird, ob die Lieferanten die geforderten Standards von Krones erfüllen. Das gilt nicht nur für die Lieferanten selbst, sondern auch vermehrt hinsichtlich deren Lieferkette.

Der Lieferantenkodex ist unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​ compliance.php zugänglich.

Am 1. Januar 2023 ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, kurz Lieferkettengesetz, in Kraft getreten. Es regelt u.a. die unternehmerische Verantwortung für die Einhaltung von Menschrechten und die Vermeidung von Umweltrisiken in globalen Lieferketten. Krones ist sich seiner Verantwortung bewusst. Unabhängig vom neuen Gesetz ist beispielsweise die Achtung der Menschrechte schon immer ein zentrales Thema unseres Verhaltenskodex.

Das Lieferkettengesetz verpflichtet Unternehmen, regelmäßig einen Bericht über die Erfüllung der im Gesetz verankerten Sorgfaltspflichten zu veröffentlichen. Der Bericht generiert sich aus den Antworten eines strukturierten Fragebogens. Dieser behandelt u.a. die Verankerung der Menschenrechtsstrategie im Unternehmen, die Risikoanalyse, Präventionsmaßnahmen sowie die Feststellung von Verletzungen und Abhilfemaßnahmen. Der Bericht muss spätestens vier Monate nach Ende des Geschäftsjahres an das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) übermittelt werden. Der Krones Vorstand hat den Bericht für das Geschäftsjahr 2023 erstellt und ordnungsgemäß an das BAFA übermittelt.

Informationen zu den Unternehmensführungspraktiken enthält auch die Nichtfinanzielle Erklärung von Krones (siehe Seite 85 bis 145), die auch unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​verantwortung/​downloads.php zugänglich ist.

Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand

Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationale Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:

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Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur.

Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den Krones Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 hat der Aufsichtsrat Uta Anders als Nachfolgerin von Norbert Broger zum Finanzvorstand der Krones AG bestellt. Damit erfüllt das Unternehmen die Bestimmungen gem. § 76 (Abs. 3a) Aktiengesetz. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.

Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der Krones AG bestand im Geschäftsjahr 2023 aus fünf Mitgliedern. Die Vorstände tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 37 und 279). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich regelmäßig zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 46, 47 und 279) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.

Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norbert Broger, Markus Hüttner, Olga Redda und Matthias Winkler an. Vorsitzender des Ausschusses ist Matthias Winkler.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement und Compliance-Systems.

Gemäß Empfehlung D.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex machen wir folgende Angaben:

Matthias Winkler, Vorsitzender des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, verfügt als Steuerberater und Partner einer Steuerberatungsgesellschaft ebenso wie das Ausschussmitglied Nobert Broger (ehemaliger Finanzvorstand der Krones AG) über den geforderten nötigen Sachverstand in der Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Josef Weitzer, Markus Hüttner und Prof. Dr. Susanne Nonnast an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen.

Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Selbstbeurteilung der Arbeit des Aufsichtsrats

Gemäß Empfehlung D.12 DCGK macht der Aufsichtsrat folgende Angaben: Der Aufsichtsrat beurteilt regelmäßig die Effektivität der Arbeit des Aufsichtsrats insgesamt und seiner Ausschüsse. Kriterien sind dabei beispielsweise die Themen Organisation, Information und Kommunikation im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen. Für die Selbstbeurteilung werden auch Fragebögen verwendet. Die aktuellen Fragebögen wurden Ende 2022 an die Mitglieder des Aufsichtsrats versendet. Anfang 2023 wurden die Bögen ausgewertet und die turnusgemäße Selbstbeurteilung durchgeführt. Diese war auch Thema der Aufsichtsratssitzung am 22. März 2023.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Frauenanteil in Führungspositionen

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Zum 31. Dezember 2023 lag in der Krones AG der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 11,0 %.

Diesen Wert will der Vorstand mittelfristig deutlich steigern. Bislang konnten trotz intensiver Bemühungen nur wenige vakante Führungspositionen bei Krones mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass das Umfeld der Geschäftstätigkeit von Krones extrem technisch geprägt ist. Wir werden unsere Anstrengungen weiter stärken und bei der Neubesetzung von Führungspositionen Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigen. Als Zielgröße für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der Krones AG 15 % festgelegt. Dieses Ziel soll bis 31.12.2024 erreicht werden.

Frauenanteil im Vorstand

Seit 1. Januar 2023 besteht der Vorstand der Krones AG aus einer Frau und vier Männern. Damit liegt der Frauenanteil im Vorstand bei 20 %. Aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten sind mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten. Gemäß § 111 Abs. 5 i.V.m § 76 Abs. 3a AktG hat der Aufsichtsrat keine neue Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand festgelegt und folgt damit den gesetzlichen Vorgaben.

Angaben gemäß § 289f (Abs. 2) 1 a Handelsgesetzbuch

Unter https:/​/​www.krones.com/​de/​unternehmen/​investor-relations/​hauptver-sammlung.php unter dem Reiter 2021 sind das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands gemäß § 87a Abs. 1 und 2 Satz 1 AktG, das von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gebilligt wurde, sowie der von der Hauptversammlung am 17. Mai 2021 gefasste Beschluss gemäß § 113 Abs. 3 AktG über die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats öffentlich zugänglich. Unter derselben Internetadresse unter dem Reiter 2024 werden der Vergütungsbericht 2023 und der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG öffentlich zugänglich gemacht.

4 KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2023 2022
Anhang T€ T€ T€ T€
Umsatzerlöse 19 4.720.676 4.209.339
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5 1.056 48.383
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 44.803 43.372
Sonstige betriebliche Erträge 21 186.819 165.039
Materialaufwand 22 - 2.381.937 - 2.113.845
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.866.716 - 1.610.862
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 515.221 - 502.983
Personalaufwand 23 - 1.391.066 - 1.269.663
Löhne und Gehälter - 1.158.770 - 1.055.566
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 14 - 232.296 - 214.097
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/​2 - 166.324 - 142.901
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 - 723.041 - 709.318
EBITDA 457.310 373.307
EBIT 290.986 230.406
Erträge aus Beteiligungen 25 3.723 3.052
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen,
die nach der Equity-Methode bilanziert werden 4 0 7
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 0 0
Zinsen und ähnliche Erträge 25 32.258 11.955
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 - 16.471 - 3.355
Finanzergebnis 25 19.510 11.659
Ergebnis vor Steuern 310.496 242.065
Ertragsteuern 8/​26 - 85.946 - 54.984
Konzernergebnis 224.550 187.081
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter 39 56
Ergebnisanteil Krones Konzern 224.511 187.025
Ergebnis je Aktie (verwässert/​unverwässert) in € 27 7,11 5,92

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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Anhang 2023
T€
2022
T€
Konzernergebnis 224.550 187.081
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 12 - 8.663 60.257
- 8.663 60.257
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung - 50.870 8.119
Cashflow Hedges 12 7.054 3.610
- 43.816 11.729
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge nach Ertragssteuern 9 -52.479 71.986
Gesamte Aufwendungen und Erträge 9 172.071 259.067
davon Anteile anderer Gesellschafter 39 56
davon Anteile Krones Konzern 172.032 259.011

Konzernbilanz

Aktiva

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31.12.2023 31.12.2022
Anhang T€ T€ T€ T€
Immaterielle Vermögenswerte 1 460.690 349.349
Sachanlagen und Nutzungsrechte 2 762.577 693.663
Finanzanlagen 3 17.686 18.605
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 4 0 2.364
Anlagevermögen 1.240.953 1.063.981
Aktive latente Steuern 8 60.544 59.857
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 18.806 26.992
Steuerforderungen 1.040 1.991
Sonstige Vermögenswerte 6 6.055 11.368
Langfristige Vermögenswerte 1.327.398 1.164.189
Vorräte 5 641.374 589.445
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 778.708 820.243
Vertragsvermögenswerte 6/​19 1.056.319 727.555
Steuerforderungen 4.901 5.217
Sonstige Vermögenswerte 6 220.045 190.015
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 448.364 674.502
Kurzfristige Vermögenswerte 3.149.711 3.006.977
Bilanzsumme 4.477.109 4.171.166

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 9 40.000 40.000
Kapitalrücklage 10 141.724 141.724
Gewinnrücklagen 11 365.783 365.479
Sonstige Rücklagen 12 - 144.280 - 91.801
Konzernbilanzgewinn 1.312.158 1.143.172
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 1.715.385 1.598.574
Anteile anderer Gesellschafter 13 - 462 - 501
Eigenkapital 1.714.923 1.598.073
Rückstellungen für Pensionen 14 178.444 166.584
Passive latente Steuern 8 13.539 4.992
Sonstige Rückstellungen 15 81.472 80.305
Steuerverbindlichkeiten 2.984 4.803
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 2.521 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 0 0
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 16 129.450 108.937
Sonstige Verpflichtungen 16 1.819 4.224
Langfristige Schulden 410.229 374.845
Sonstige Rückstellungen 15 148.069 161.945
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 1.244 0
Vertragsverbindlichkeiten 16/​19 1.040.990 901.447
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 723.164 684.189
Steuerverbindlichkeiten 19.594 20.062
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 16 67.909 38.676
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 16 350.987 391.929
Kurzfristige Schulden 2.351.957 2.198.248
Bilanzsumme 4.477.109 4.171.166

Konzernkapitalflussrechnung

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Anhang 2023
T€
2022
T€
Ergebnis vor Steuern 310.496 242.065
Abschreibungen 1/​2 166.324 142.901
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 15/​16 - 32.456 45.691
Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge 25 - 15.787 - 8.600
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 21/​24 - 9.302 - 1.233
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 21.118 11.035
Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 365.641 - 163.515
Erhöhung der Vorräte 5 - 55.864 - 163.402
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 204.802 437.458
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 223.690 542.400
gezahlte Zinsen - 9.314 - 1.991
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern - 76.754 - 61.710
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 137.622 478.699
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1 - 45.389 - 45.989
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 66 238
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 - 117.275 - 72.168
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 14.194 3.994
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen und Termingeldanlagen 0 - 375
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen und Termingeldanlagen 2.692 29.235
Erwerb eines Tochterunternehmens abzüglich erworbener Zahlungsmittel - 114.524 - 27.234
Aufgeschobene Kaufpreiszahlung für Unternehmenserwerbe aus Vorperioden - 332 - 7.112
Einzahlungen aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.000 0
erhaltene Zinsen 15.935 8.607
erhaltene Dividenden 3.723 3.052
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit - 238.910 - 107.752
Auszahlungen an Unternehmenseigner - 55.288 - 44.230
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 0 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Finanzverbindlichkeiten - 1.235 - 98
Auszahlung für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 37.573 - 35.458
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 94.096 - 79.786
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 195.384 291.161
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds - 30.754 - 328
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 298
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 674.502 383.371
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7 448.364 674.502

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

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Mutterunternehmen
T€
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Anhang 9 10 11
Stand 1. Januar 2022 40.000 141.724 373.390
Dividendenzahlung
Konzernergebnis 2022
Einstellung in Gewinnrücklagen 436
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.347
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Stand 31. Dezember 2022 40.000 141.724 365.479
Dividendenzahlung
Konzernergebnis 2023
Einstellung in Gewinnrücklagen 310
Änderung im Konsolidierungskreis - 6
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Stand 31. Dezember 2023 40.000 141.724 365.783
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Mutterunternehmen
T€ Sonstige Rücklagen
Währungsdifferenzen d. Eigenkapitals Sonstige übrige Rücklagen Konzernbilanzgewinn
Anhang 11 12
Stand 1. Januar 2022 - 50.934 - 112.853 1.000.813
Dividendenzahlung - 44.230
Konzernergebnis 2022 187.025
Einstellung in Gewinnrücklagen - 436
Änderung im Konsolidierungskreis
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 8.119 63.867
Stand 31. Dezember 2022 - 42.815 - 48.986 1.143.172
Dividendenzahlung - 55.288
Konzernergebnis 2023 224.511
Einstellung in Gewinnrücklagen - 310
Änderung im Konsolidierungskreis 73
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -50.870 -1.609
Stand 31. Dezember 2023 - 93.685 - 50.595 1.312.158
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T€ Mutterunternehmen Eigenkapital Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital Konzerneigenkapital
Anhang 13
Stand 1. Januar 2022 1.392.140 - 557 1.391.583
Dividendenzahlung - 44.230 - 44.230
Konzernergebnis 2022 187.025 56 187.081
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.347 0 - 8.347
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 71.986 71.986
Stand 31. Dezember 2022 1.598.574 - 501 1.598.073
Dividendenzahlung - 55.288 - 55.288
Konzernergebnis 2023 224.511 39 224.550
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis 67 0 67
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -52.479 -52.479
Stand 31. Dezember 2023 1.715.385 - 462 1.714.923

5 KONZERNANHANG

Konzern-Segmentberichterstattung

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Abfüll- und Verpackungstechnologie Prozesstechnologie Intralogistik
2023
T€
2022
T€
2023
T€
2022
T€
2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse 3.924.740 3.497.316 453.341 367.499 342.595 344.524
Abschreibungen 149.291 128.937 10.957 8.147 6.076 5.817
davon außerplanmäßige Abschreibung 18.559 3.771 0 0 0 0
Zinserträge 31.369 10.883 385 327 503 131
Zinsaufwendungen 9.439 2.595 5.879 265 698 495
EBT 282.941 217.196 16.562 12.234 10.993 12.635
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 7 0 0 0 0
EBIT 253.019 203.800 23.735 12.203 14.232 14.403
EBT-Marge (EBT zu Umsatz) 7,2 % 6,2 % 3,7 % 3,3 % 3,2 % 3,7 %
EBITDA 402.310 332.737 34.692 20.350 20.308 20.220
EBITDA-Marge (EBITDA zu Umsatz) 10,3 % 9,5 % 7,7 % 5,5 % 5,9 % 5,9 %
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Krones Konzern
2023
T€
2022
T€
Umsatzerlöse 4.720.676
Abschreibungen 166.324 142.901
davon außerplanmäßige Abschreibung 18.559 3.771
Zinserträge 32.257 11.341
Zinsaufwendungen 16.016 3.355
EBT 310.496 242.065
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 7
EBIT 290.986 230.406
EBT-Marge (EBT zu Umsatz) 6,6 % 5,8 %
EBITDA 457.310 373.307
EBITDA-Marge (EBITDA zu Umsatz) 9,7 % 8,9 %

Allgemeine Angaben

- Gesetzliche Grundlagen

Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen sowie Service-Dienstleistungen die Produktpalette. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg eingetragene Krones AG (HRB 2344) hat ihren Sitz in Neutraubling, Deutschland.

Der Konzernabschluss der Krones AG, Neutraubling, (»Krones Konzern«) zum 31. Dezember 2023 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt.

Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt.

Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befindet sich auf Seite 273. Ergänzend wurden die nach §315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Am 12. März 2024 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Konzernwährung ist der Euro.

Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet.

- Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der Krones AG zum 31. Dezember 2023 sind neben der Krones AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die Krones AG auf Basis der Stimmrechtsmehrheit unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Im Geschäftsjahr wurden die Ampco Pumps Company LLC, Glendale, Wisconsin, USA, die Ampco Real Estate LLC, Glendale, Wisconsin, USA und die Ampco Pumps GmbH, Herxheim erworben (zusammen »Ampco Pumps«). Der Erwerb von 90 % der Anteile der Ampco Pumps, am 1. Juni 2023, ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau des Komponentengeschäfts der Krones Prozesstechnologie. Das Unternehmen hat mehr als 70 Jahre Erfahrung auf dem Pumpenmarkt und ist ein bedeutender Anbieter von Hygienepumpen auf dem US-amerikanischen Lebensmittel- und Getränkemarkt. Mit den Pumpen von Ampco Pumps und der Ventiltechnologie der Krones Tochter Evoguard verfügt das Unternehmen nun über ein breites Portfolio aller wichtigen Komponenten für den Prozesstechnologie-Markt. Darüber hinaus ergänzen sich die Geschäfte der beiden Gesellschaften auch regional bestens.

Die Erstkonsolidierung des erworbenen Geschäfts wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar. Weitere Informationen zu den Earn Outs und Put-/​Call-Optionen sind unter Position 18 »Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten« (Seite 259) dargestellt.

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Ampco Pumps Beizulegender Zeitwert
T€
Geschäfts- oder Firmenwerte 70.525
Langfristige Vermögenswerte 63.225
Kurzfristige Vermögenswerte 19.419
(davon Forderungen LuL) 5.630
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 153.169
Schulden 3.354
Insgesamt erworbene Schulden 3.354
Erworbenes Reinvermögen 149.815
Anteile anderer Gesellschafter 0
Kaufpreise 149.815
davon durch Zahlungsmittel beglichen 114.524
davon Earn Outs 22.026
davon Put-/​Call-Option 13.266

Der Geschäfts- und Firmenwert der Ampco Pumps resultiert aus der Stärkung seiner Aktivitäten im Komponentengeschäft und durch Eingliederung seiner Mitarbeiter in den Konzern. Dieses Ergebnispotential, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Die Gesamtsumme des Geschäfts- oder Firmenwerts, der erwartungsgemäß für Steuerzwecke abzugsfähig ist, beträgt T€ 70.525.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Bruttobetrag. Keine der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war wertgemindert und die gesamten vertraglichen festgelegten Beträge sind voraussichtlich einbringlich.

Die seit dem Erwerbszeitpunkt erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen T€ 30.622, das Ergebnis nach Steuern betrug T€ 1.250. Wäre die zuvor genannte Akquisition bereits zum 1. Januar 2023 erfolgt, so wiese Krones Umsatzerlöse in Höhe von T€ 4.742.927 aus. Das Ergebnis nach Steuern betrüge T€ 225.393. Darin sind Effekte aus Kaufpreisallokationen für das Jahr 2023 enthalten. Negativ wirkten sich dabei insbesondere die Neubewertung der Vorräte zu Marktpreisen und deren anschließender Verbrauch sowie die planmäßige Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte aus.

Die direkt der Akquisition zurechenbaren Kosten betragen T€ 923 und wurden als Aufwand erfasst.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der Krones AG sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen. Sofern Unternehmenserwerbe Put-Optionen beinhalten, welche nicht beherrschenden Gesellschaften für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden und Krones gleichlautende Call-Optionen besitzt, wird die Optionsausübung antizipiert (»anticipated acquisition method«) und jeweils eine mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeit anstelle nicht beherrschender Anteile ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Unternehmen, bei denen Krones die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von Krones am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen Krones und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von Krones an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

- Währungsumrechnung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Krones AG dargestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der Krones AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Die Wechselkurse funktionaler Währungen der Tochterunternehmen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
US-Dollar USD 1,108 1,068 1,082 1,053
Britisches Pfund GBP 0,869 0,887 0,870 0,853
Schweizer Franken CHF 0,927 0,985 0,972 1,005
Dänische Kronen DKK 7,453 7,437 7,451 7,440
Kanadischer Dollar CAD 1,468 1,444 1,460 1,370
Japanischer Yen JPY 156,810 140,680 151,997 138,026
Brasilianischer Real BRL 5,375 5,644 5,403 5,442
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,837 7,436 7,618 7,068
Mexikanischer Peso MXN 18,771 20,886 19,195 21,201
Ukrainischer Griwna UAH 42,115 39,236 39,817 34,303
Südafrikanischer Rand ZAR 20,456 18,077 19,954 17,206
Kenianischer Schilling KES 173,900 131,690 150,472 124,126
Nigerianischer Naira NGN 993,100 476,690 690,131 446,722
Russischer Rubel RUB 100,500 76,867 92,481 73,705
Thailändischer Baht THB 38,000 36,883 37,647 36,857
Indonesische Rupiah IDR 17.123,000 16.620,100 16.481,850 15.630,288
Angolanischer Kwanza AOA 937,300 544,858 750,402 487,065
Türkische Lira TRY 32,744 19,983 25,780 17,406
Kasachische Tenge KZT 506,130 494,100 493,938 486,341
Australischer Dollar AUD 1,629 1,570 1,629 1,517
Neuseeländischer Dollar NZD 1,753 1,682 1,762 1,658
Schwedische Krone SEK 11,084 11,078 11,476 10,629
Vietnamesischer Dong VND 26.883,000 25.233,000 25.784,302 24.637,215
Philippinischer Peso PHP 61,360 59,384 60,171 57,337
Bangladeschischer Taka BDT 121,560 110,125 116,951 98,239
Singapurischer Dollar SGD 1,461 1,431 1,453 1,451
Myanmarischer Kyat MMK 2.326,100 2.241,990 2.271,535 2.030,660
Vereinigte Arabische Emirate Dirham AED 4,068 3,921 3,973 3,869
Ungarischer Forint HUF 382,500 400,380 381,977 391,154
Malaysischer Ringgit MYR 5,083 4,703 4,931 4,628
Pakistanische Rupie PKR 308,148 242,028 302,283 214,975
Polnischer Zloty PLN 4,342 4,686 4,544 4,688
Norwegische Krone NOK 11,245 10,505 11,421 10,097
Indische Rupie INR 92,142 88,157 89,323 82,686
Guatemaltekischer Quetzal GTQ 8,665 8,378 8,473 8,162
Kambodschanischer Riel KHR 4.525,000 4.395,400 4.445,670 4.305,384
Bulgarischer Lew BGN 1,956 1,956 1,956 1,956
Südkoreanischer Won KRW 1.430,187 1.338,190 1.411,916 1.357,992
Marokkanischer Dirham MAD 10,964 11,157 10,956 10,684
Saudi Riyal SAR 4,154 4,016 4,058 3,955
Rumänischer Leu RON 4,975 4,948 4,947 4,931

- Einschätzungen und Ermessensentscheidungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und die Angabe von Eventualverpflichtungen sowie auf die Aufwendungen und Erträge auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ereignisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Krones erwartet gegenwärtig keine wesentlichen Auswirkungen aus den Folgen des Klimawandels für ihr Geschäftsmodell.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres wesentliche Anpassungen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein werden, werden nachstehend erläutert: Aufgrund eines zunehmend komplexen und unsicheren makroökonomischen und geopolitischen Umfelds, insbesondere aufgrund des Konflikts in der Ukraine und des Konflikts in Israel-/​Gaza/​im Nahen und Mittleren Osten mit fortdauernder Inflation, gestiegenen Zinssätzen, volatilen Währungs- und Aktienkursen sowie der zunehmenden Besorgnis einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Vergleich zu den Vorjahren unterliegen die Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Annahme der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklungen und länderspezifische staatliche Maßnahmen berücksichtigt.

Entwicklungsleistungen werden aktiviert, wenn mit ihnen ein zukünftiger ökonomischer Nutzen verbunden ist und die übrigen Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt werden. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommener Vermögenswerte erfolgt, soweit keine beobachtbaren Marktwerte vorhanden sind, anhand anerkannter Bewertungsverfahren wie der Lizenzpreisanalogie oder der Multiperiod Excess Earnings Methode.

Liegen Anhaltspunkte vor, die auf eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten hindeuten, oder ist eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich (immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer, immaterielle Vermögenswerte in der Entwicklungsphase und Geschäfts- und Firmenwert), wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert eines Vermögenswerts (beziehungsweise einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Für diesen Vergleich wird im ersten Schritt der Nutzungswert ermittelt. Sollte der Nutzungswert den Buchwert unterschreiten, wird im zweiten Schritt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bestimmt und mit dem Buchwert verglichen. Ist der beizulegende Zeitwert geringer als der Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung auf den höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfasst.

Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und Zahlungsmittelabflüsse zu treffen, die von den tatsächlichen Werten abweichen können. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln.

Krones ermittelt den Nutzungswert mithilfe eines Kapitalwertkalküls (der Discounted-Cashflow-Methode). Die zur Berechnung herangezogenen Zahlungsströme basieren auf der vom Management verabschiedeten langfristigen Unternehmensplanung. Die Diskontierung erfolgt mit marktbezogenen Kapitalisierungszinssätzen.

Die Cashflows bei der Überprüfung der Geschäfts- und Firmenwert werden in der Regel aus Detailplanungen der nächsten drei Geschäftsjahre abgeleitet. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Die Diskontierung erfolgt mit marktbezogenen Kapitalisierungszinssätzen. Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgen anhand eines risikoangepassten Kapitalkostensatzes (WACC) vor Steuern. Für die Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden für die wesentlichen Annahmen Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um auszuschließen, dass für möglich gehaltene Änderungen an den Prämissen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zu einem Wertminderungsbedarf führen würden.

Krones hat bei dem Erwerb von Unternehmen Optionen zum Erwerb der verbleibenden Minderheitenanteile im Kaufvertrag vereinbart. Sofern der Verkäufer gleichlautende Put-Optionen besitzt, geht der Konzern von einer Ausübung der Option aus und weist daher im Konzernabschluss keine Minderheitenanteile aus (sogenannte »anticipated acquisition method«). Stattdessen wird eine Verbindlichkeit aus dem Erwerb zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird anhand der Discounted-Cashflow-Methode bewertet; Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszinssatz. In Bezug auf den Ausübungszeitpunkt wird, sofern keine anderen Anhaltspunkte vorliegen, in der Regel von einer Gleichverteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit ausgegangen. Im Rahmen der Beurteilung sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich des Zeitpunkts zu treffen. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln. Weitere Einzelheiten sind in Textziffer 18 dargestellt.

Für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern, im Wesentlichen auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, sind Einschätzungen und Ermessensentscheidungen der Unternehmensleitung in Bezug auf die Höhe der zukünftig zur Nutzung der Verlustvorträge zur Verfügung stehenden zu versteuernden Einkommen zu treffen. Soweit hinreichend konkretisiert, werden dabei Steuerplanungsstrategien und die erwarteten Eintrittszeitpunkte der Ergebnisse daraus berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden regelmäßig insoweit angesetzt, als aufrechenbare latente Steuerverbindlichkeiten in gleicher Höhe und gleicher Fristigkeit bestehen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern nur dann angesetzt, wenn zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend zu versteuerndes Einkommen erwartet wird, um die latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen und temporären Differenzen nutzen zu können. Für diese Beurteilung wird das erwartete zu versteuernde Einkommen aus der Unternehmensplanung abgeleitet, welche nach den oben beschriebenen Grundsätzen erstellt wird. Der Betrachtungszeitraum beträgt aufgrund der zunehmenden Unsicherheiten in der weiteren Zukunft in der Regel 3 Jahre. Bei Gesellschaften in Verlustsituationen werden aktive latente Steuern erst dann angesetzt, wenn sich der Turnaround abzeichnet bzw. mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die zukünftigen positiven Ergebnisse erzielt werden können. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen für latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen werden Regelungen zur Beschränkung der Verlustnutzung (Mindestbesteuerung) beachtet. Weitere Einzelheiten sind in der Textziffer 8 dargestellt.

Der Altersversorgungsaufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Diese Bewertungen basieren auf Annahmen und Ermessensentscheidungen in Bezug auf Abzinsungssätze der Nettoverpflichtung, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Einzelheiten zu diesen Unsicherheiten bzw. Sensitivitäten sind in der Textziffer 14 dargestellt.

Für die Bilanzierung der Gewährleistungsrückstellungen werden die erwarteten Kosten aus den Kundenaufträgen herangezogen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen beruhen auf den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre und haben in der Regel eine Laufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme. Es wird damit erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Gewährleistungen innerhalb der nächsten zwei Jahre zu begleichen. Weitere Einzelheiten sind auf Seite 257 zu finden.

Aufgrund der Regelungen des IFRS 15 besteht Ermessen hinsichtlich der Beurteilung, ob Umsätze zeitraumbezogen zu realisieren sind. Krones ist zu dem Schluss gekommen, dass Erlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen erfasst werden, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen und Krones einen Rechtsanspruch auf Vergütung inklusive Marge der bereits erbrachten Leistungen hat. Krones hat festgestellt, dass die inputbasierte Methode am besten geeignet ist, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Fertigungsaufwand und dem Transfer der Leistung an den Kunden besteht. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten der Projekte. Schätzungsänderungen bzw. Abweichungen der tatsächlichen Kosten von geschätzten Kosten haben Auswirkung auf das realisierte Ergebnis der Projekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren (Kundenstämme zwischen sieben und 15 Jahren) und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

- Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des Krones Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern alle Aktivierungsvoraussetzungen gem. IAS 38.57 erfüllt sind. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

- Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird.

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

- Sachanlagen

Sachanlagen des Krones Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam innerhalb der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aufgelöst.

- Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt überträgt.

Gemäß IFRS 16 erfasst Krones als Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Pflichten in der Bilanz. Krones erfasst zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit.

Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten dabei den Barwert folgender Leasingzahlungen

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Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize,

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind,

Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen,

den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn deren Ausübung als hinreichend sicher eingeschätzt wurde,

Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass eines Kündigungsoption wahrgenommen wird.

Die Leasingzahlungen werden zudem mit dem Zinssatz abgezinst, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten wird bei Änderungen des Leasingverhältnisses oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu berechnet.

Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

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Betrag der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit,

bei der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize,

entstandene anfänglich direkte Kosten,

Rückbauverpflichtungen.

Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft.

In Bezug auf die Anwendungserleichterungen nimmt Krones sowohl die Erleichterungsvorschriften für geringwertige Wirtschaftsgüter als auch für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als 12 Monate) in Anspruch. Die Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand erfasst.

Des Weiteren werden die Vorschriften nicht auf Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Trennung dieser Komponenten zu verzichten.

- Finanzinstrumente

Krones ordnet finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 9 drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden (amortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, FVTPL) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt auf der Basis des Geschäftsmodells nach dem Krones seine finanziellen Vermögenswerte steuert und des Charakters der Zahlungsströme.

Krones ordnet finanzielle Schulden nach IFRS 9 drei Kategorien zu: In Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, FVTPL) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Bei den einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden stellen die Buchwerte jeweils grundsätzlich einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 sind im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Stufe 1 basiert auf an aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten, deren Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden. Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Wertberichtigungen werden demnach auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:

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12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag.

Lebenslange Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments.

Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte, ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; Krones wendet diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente an.

Die geschätzten erwarteten Kreditausfälle aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus vertraglichen Vermögenswerten werden auf Grundlage von externen Ratings sowie aus Erfahrungen mit tatsächlichen historischen Kreditausfällen der letzten 36 Monate berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert.

Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale zusammengefasst. Die vertraglichen Vermögenswerte weisen grundsätzlich die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

- Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Die im Krones Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden unter Anwendung des Wahlrechts nach IAS 39 anstatt IFRS 9 bilanziert.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei Krones bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, britisches Pfund sowie chinesischer Renminbi Yuan.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie nahezu 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll durch die Kurssicherung auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt beim erstmaligen Ansatz sowie im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert. Dieser ermittelt sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht/​reklassifiziert, wenn die entsprechenden Grundgeschäfte bilanzwirksam eingebucht werden

- Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Der Konzern nutzt regelmäßig die Möglichkeit, mittels Kreditversicherung und/​oder Dokumentenakkreditive abgesicherte Exportforderungen zu verkaufen. Die zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen werden vollständig ausgebucht, wenn im Wesentlichen Chancen und Risiken auf den Käufer übertragen wurden. Bei den kreditversicherten Forderungen wird grundsätzlich das Risiko aus dem Exporteurselbstbehalt zurückbehalten. Der Konzern geht in diesen Fällen davon aus, dass die wesentlichen Chancen und Risiken an den Forderungen auf den Forderungskäufer übergehen, wenn der Selbstbehalt 10 % des Wertes jeder Einzelforderung nicht übersteigt. Der beizulegende Zeitwert einer zu erwartenden Inanspruchnahme aus den zurückbehaltenen Selbstbehalten wurde aufwandswirksam erfasst.

Der zum Bilanzstichtag getätigte Verkauf von Forderungen aus dem Ersatzteilgeschäft erfolgte unter einem bestehenden Factoring-Rahmenvertrag. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor (Forderungskäufer) das Delkredererisiko für die von ihm angekauften Forderungen.

- Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten.

Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

- Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS, noch nicht genutzte steuerliche Verluste und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass die damit zusammenhängenden Steuervorteile realisiert werden können.

Die latenten Steuern werden auf Basis, der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragssteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerverbindlichkeiten gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie realisiert werden können. Nur bei Bestehen eines steuerlichen Verlustvortrags oder einer ungenutzten Steuergutschrift wird keine Steuerverbindlichkeit oder Steuerforderung für diese unsicheren Steuerpositionen bilanziert, sondern stattdessen die aktive Latenz für die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften angepasst.

- Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung bzw. Erhöhung der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Die Nettopensionsverpflichtung wird mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen. Der laufende und nachverrechnete Dienstzeitaufwand sowie die Nettozinsen werden ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

- Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

- Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Restrukturierungsrückstellungen werden im Zusammenhang mit Maßnahmen gebildet, die den Umfang oder die Art der Ausführung der Geschäftstätigkeit eines Segments oder einer Geschäftseinheit wesentlich verändern. In den überwiegenden Fällen bedingen diese Maßnahmen Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Angesetzt werden Restrukturierungsrückstellungen, wenn mit der Umsetzung eines detaillierten und formellen Plans begonnen wird oder dieser bereits kommuniziert wurde.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Diskontierungssatz bildet die schuldspezifischen Risiken ab. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird als Zinsaufwand erfasst.

- Umsatzerlöse

Nach IFRS 15 ist der Übergang der Kontrolle das maßgebliche Kriterium für die Umsatzrealisierung. Dabei wird zwischen einem Übergang der Kontrolle zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum unterschieden:

Krones bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Krones erfasst Umsatzerlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen, und Krones einen Rechtsanspruch auf Vergütung inklusive Marge der bereits erbrachten Leistungen hat. Der Leistungsfortschritt wird anhand einer inputbasierten Methode ermittelt. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Projekts.

Bestandteil des Geschäftsmodells von Krones sind auch Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen. Seinen Kunden bietet Krones unter dem Namen Lifecycle Service (LCS) dabei ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot. Krones erfasst Umsatzerlöse aus der Lieferung von Ersatzteilen zeitpunktbezogen bei Lieferung der Güter (Übertragung der Verfügungsgewalt). LCS Dienstleistungen werden im Wesentlichen als zeitraumbezogene Erbringung eingestuft, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und er diese gleichzeitig nutzt, während diese erbracht wird. Umsatzerlöse werden demnach im Wesentlichen zeitraumbezogen erfasst unter Anwendung einer inputorientierten Methode auf Basis der entstandenen Kosten. Nur bei längerfristigen Wartungsleistungen erfolgt die Erlösrealisierung linear.

Drohende Verluste, die auf Kundenaufträge zurückgehen, werden gesondert als Rückstellungen gemäß den Vorschriften des IAS 37 passiviert.

Kosten der Vertragserlangung, deren Abschreibungsperiode ein Jahr oder weniger betragen würde, werden sofort als Aufwand erfasst.

Krones erhält Zahlungen von Kunden auf der Grundlage eines Abrechnungsplans, der Bestandteil der Verträge ist. Je nach Geschäftsbereich und Ländern unterscheiden sich die Zahlungsbedingungen. Vertragsvermögenswerte beziehen sich auf unseren bedingten Anspruch auf eine Gegenleistung für die bereits erbrachten vertraglichen Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird.

Vertragsverbindlichkeiten beziehen sich auf Zahlungen, die vorzeitig, also vor Erbringung der vertraglichen Leistungen, erhalten wurden. Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatzerlöse erfasst, sobald wir die vertraglichen Leistungen erbringen. Sind hingegen mehr Leistungen erbracht als Zahlungen vorzeitig erhalten wurden, so wird der dann entstehende positive Saldo unter den Vertragsvermögenswerten und Forderungen ausgewiesen.

Finanzierungskomponenten werden bei der Bestimmung der Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse nicht berücksichtigt, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Periode zwischen der Übertragung eines zugesagten Gutes oder einer zugesagten Dienstleistung und die Bezahlung dieses Gutes oder dieser Dienstleistung durch den Kunden nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

- Kapitalflussrechnung

Ein- und Auszahlungen aus Termingeldanlagen werden in der Mittelveränderung aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.

- Segmentberichterstattung

Krones berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen. Das Segment 1 beinhaltet die Abfüll- und Verpackungstechnologie, das Segment 2 beinhaltet die Prozesstechnologie und das Segment 3 die Intralogistik. Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBITDA gemessen.

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe Umsätze gegenüber Dritten im jeweiligen Land angefallen sind (basierend auf Sitz des Kunden):

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T€ 2023 2022
Deutschland 452.402 423.996
Nordamerika 1.193.722 920.111
Rest der Welt 3.074.552 2.865.232
4.720.676 4.209.339

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe langfristige Vermögenswerte im jeweiligen Land vorhanden sind:

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T€ 2023 2022
Deutschland 723.864 690.551
Nordamerika 199.001 88.321
Rest der Welt 297.133 304.491
1.219.998 1.083.363

Erläuterung der Konzernbilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2021
Anschaffungs- und Herstellungskosten 257.388 140.832 499.519 22 897.761
Kumulierte Abschreibungen 196.912 35.440 362.249 0 594.601
Nettobuchwert 60.476 105.392 137.270 22 303.160
Veränderungen in 2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 18.827 26.409 0 0 45.236
Zugänge 21.315 0 23.565 72 44.952
Abgänge 6.490 0 0 0 6.490
Umbuchungen 16 0 0 - 16 0
Währungsdifferenzen 838 3.786 0 0 4.624
Abschreibungen
Zugänge 13.432 0 33.458 0 46.890
Abgänge 6.252 0 0 0 6.252
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen 345 1.150 0 0 1.495
Nettobuchwert 31.12.2022 87.457 134.437 127.377 78 349.349
31.12.2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten 291.894 171.027 523.084 78 986.083
Kumulierte Abschreibungen 204.437 36.590 395.707 0 636.734
Nettobuchwert 87.457 134.437 127.377 78 349.349
Veränderungen in 2023
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 50.389 70.525 0 0 120.914
Zugänge 40.743 0 21.738 113 62.594
Abgänge 4.277 0 12.511 0 16.788
Umbuchungen 1 0 0 - 1 0
Währungsdifferenzen - 3.122 - 6.019 0 0 - 9.141
Abschreibungen
Zugänge 18.849 17.022 28.737 0 64.608
Abgänge 4.211 0 12.511 0 16.722
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen - 516 - 1.132 0 0 - 1.648
Nettobuchwert 31.12.2023 157.069 183.053 120.378 190 460.690
31.12.2023
Anschaffungs- und Herstellungskosten 375.628 235.533 532.311 190 1.143.662
Kumulierte Abschreibungen 218.559 52.480 411.933 0 682.972
Nettobuchwert 157.069 183.053 120.378 190 460.690

angepasst für Rundungszwecke

Der Zugang bei den Schutzrechten und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software. In dem Buchwert zum Stichtag sind Kundenstämme in Höhe von T€ 52.851 (Vorjahr: T€ 22.762) aktiviert.

Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte wurden wie im Vorjahr einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt. Die dem Werthaltigkeitstest zugrundeliegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der genehmigten Finanzplanung im Planungszeitraum. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Annahmen für die jeweilige kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit:

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Bezeichnung der CGU Buchwert Geschäftswert
in T€
Dauer des Planungszeitraums
in Jahren
Umsatzwachstum p. a. am Ende des Planungszeitraums Diskontierungszinssatz vor Steuern
IPS 2023 34.810 2) 3 1,0 % 11,5 %
2022 36.112 2) 3 1,0 % 7,4 %
R+D Custom 2023 8.831 3 3,0 % 13,9 %
2022 26.409 6 3,0 % 17,4 %
MHT 2023 20.180 3 1,0 % 11,3 %
2022 20.180 3 1,0 % 9,9 %
Javlyn 2023 4.651 2) 3 1,5 % 17,9 %
2022 4.826 2) 3 1,5 % 17,1 %
Pumpen und Ventiltechnik 2023 67.793 2) 3 2,0 % 11,3 %
System Logistics 2023 30.906 3 1,0 % 11,4 %
2022 30.906 3 1,0 % 9,8 %
HST 2023 4.258 3 1,0 % 11,5 %
2022 4.258 3 1,0 % 9,9 %
Sonstige 1) 2023 11.524 2) 3 1,0 % - 2,0 % 10,0 % - 17,9 %
2022 11.756 2) 3 1,0 % - 2,0 % 7,8 % - 17,1 %

1) Firmenwerte mit einem Buchwert im Einzelfall unter 4 Mio. €

2) Fremdwährungsumrechnung führte zu Änderung

Als Basis für die Abzinsungssätze vor Steuern dienen risikofreie Zinssätze, die auf Grundlage der Renditen langlaufender Staatsanleihen ermittelt werden. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der CGU widerspiegelt. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Aufgrund der durchgeführten Werthaltigkeitstest wurden Wertminderungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von T€ 17.022 (Vorjahr: T€ 0) erfasst. Diese resultieren im Wesentlichen aus verminderten Ertragsaussichten und wurden in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte erfasst.

Unter Zugrundelegung der in der Tabelle beschriebenen Annahme eines nachhaltigen Umsatzwachstums der CGU MHT am Ende des Planungszeitraums von 1,0 %, liegt der erzielbare Betrag mit T€ 2.043 über dem Buchwert. Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes vor Steuern auf 12,0 % würde der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprechen. Unter Zugrundelegung der in der Tabelle beschriebenen Annahme eines nachhaltigen Umsatzwachstums der IPS am Ende des Planungszeitraums von 1,0 %, liegt der erzielbare Betrag mit T€ 703 über dem Buchwert. Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes vor Steuern auf 11,70 % würde der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprechen. Die Krones AG ist ansonsten der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen möglich gehaltene Änderung einer zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, getroffenen wesentlichen Grundannahme dazu führen könnte, dass der Buchwert ihren erzielbaren Betrag übersteigt.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der Krones AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 21.738 (Vorjahr: T€ 23.565).

Darin sind wie im Vorjahr Fremdkapitalkosten in unwesentlicher Höhe enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 194.035 (Vorjahr: T€ 178.287) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergaben sich Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungskosten innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 1.537 (Vorjahr: T€ 3.771). Die Abschreibungen fielen wie im Vorjahr nur im Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie an und betrafen Technologien, die nicht weiterverfolgt werden.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüsse Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 50.389 (Vorjahr: T€ 18.827) sowie Zugänge bei den Geschäfts- oder Firmenwerten in Höhe von T€ 70.525 (Vorjahr: T€ 26.409).

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2023 waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen gemäß IAS 36 erforderlich. Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden sowie in Anlagen im Bau resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen am Standort Flensburg (Erweiterung von Büro- und Produktionsgebäuden). Die Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 80.096 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an bestehenden Produktionsstandorten.

Im Geschäftsjahr 2023 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 13.973 (Vorjahr: T€ 14.381) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 804 (Vorjahr: T€ 796) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind 2023 wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten bei den Sachanlagen von T€ 12.836 (Vorjahr: T€ 3.476).

Die Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte haben sich wie folgt entwickelt:

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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2021
Anschaffungs- und Herstellungskosten 754.752 390.999 317.982 18.203 6.203 1.488.139
Kumulierte Abschreibungen 310.687 279.028 231.415 0 0 821.130
Nettobuchwert 444.065 111.971 86.567 18.203 6.203 667.009
Veränderungen in 2022
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 2.843 26 1.050 0 0 3.919
Zugänge 23.642 19.740 52.673 16.401 7.627 120.083
Abgänge 15.419 8.691 40.357 1.651 0 66.118
Umbuchungen 6.426 8.854 3.918 - 12.158 - 7.040 0
Währungsdifferenzen 1.440 2.131 977 - 10 - 24 4.514
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 0 0 0 0 0
Zugänge 36.411 20.022 37.928 1.650 0 96.011
Abgänge 13.470 8.679 39.558 1.650 0 63.357
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 - 21 21 0 0 0
Währungsdifferenzen 982 1.392 716 0 0 3.090
Nettobuchwert 31.12.2022 439.074 121.317 105.721 20.785 6.766 693.663
Veränderungen in 2023
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 6.958 0 5.878 0 0 12.836
Zugänge 60.184 21.524 58.572 15.148 13.878 169.306
Abgänge 11.454 9.294 36.166 755 123 57.792
Umbuchungen 5.736 2.765 2.927 - 8.066 - 3.362 0
Währungsdifferenzen - 6.596 - 2.560 - 4.326 - 645 - 15 - 14.142
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 0 0 0 0 0
Zugänge 38.997 19.933 42.392 105 0 101.427
Abgänge 8.272 9.128 35.500 0 0 52.900
Zuschreibungen 0 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0 0 0
Währungsdifferenzen - 2.283 - 2.056 - 2.894 0 0 -7.233
Nettobuchwert 31.12.2023 465.460 125.003 128.608 26.362 17.144 762.577
31.12.2023
Anschaffungs- und Herstellungskosten 828.512 425.494 363.128 26.467 17.144 1.660.745
Kumulierte Abschreibungen 363.052 300.491 234.520 105 0 898.168
Nettobuchwert 465.460 125.003 128.608 26.362 17.144 762.577

Die folgende Tabelle zeigt die angesetzten Nutzungsrechte an Vermögenswerten, die im Rahmen eines Leasings innerhalb der Sachanlagen bilanziert sind:

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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
31.12.2023
Nettobuchwert 97.455 3.668 29.895 131.018
Zugänge 32.167 51 19.435 51.653
Abschreibungen 21.592 1.373 13.228 36.193
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T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
31.12.2022
Nettobuchwert 87.113 5.015 23.825 115.953
Zugänge 24.005 1.965 17.993 43.963
Abschreibungen 18.949 1.309 11.829 32.087

Angaben zu den korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Leasing finden sich auf Seite 257.

In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 2.126 (Vorjahr: T€ 1.629) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 4.903 (Vorjahr: T€ 3.563), Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von T€ 569 (Vorjahr: T€ 661) sowie Aufwendungen für variable Leasingzahlungen in Höhe von T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 1.536). Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für bilanzierte Leasingverhältnisse betragen T€ 38.194 (Vorjahr: T€ 36.304).

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Anteilen und Ausleihungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften.

4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Zum Bilanzstichtag wurde kein assoziiertes Unternehmen (Vorjahr: eins) nach der Equity-Methode bilanziert.

Die folgende Tabelle enthält das nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen:

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Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
31.12.2023 31.12.2022
Assoziierte Unternehmen
Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH Weiden 0 31,15

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der aggregierten Ergebnisdaten und der aggregierten Buchwerte des at-equity bilanzierten assoziierten Unternehmens:

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T€ 2023 2022
Ergebnis nach Steuern 0 23
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis nach Steuern 0 23
Anteiliges Ergebnis nach Steuern 0 7
Buchwert zum 31.12. 0 2.364

Im Jahr 2023 wurden die Anteile an der Technologisches Institut für angewandte künstliche Intelligenz GmbH verkauft. Die Anteile verringerten sich entsprechend von 31,5 % auf 0 %.

Der in diesem Zusammenhang im Berichtsjahr erfasste Verlust in Höhe von T€ 364 ergibt sich aus dem Verkaufserlös in Höhe von T€ 2.000 und dem Buchwertabgang in Höhe von T€ 2.364 und wurde in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Finanzergebnis als Zinsen und ähnliche Aufwendungen dargestellt.

5 Vorräte

Die Vorräte des Krones Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 436.576 394.977
Unfertige Erzeugnisse 98.564 92.990
Fertige Erzeugnisse 66.646 62.414
Handelswaren 32.456 33.280
Sonstiges 7.132 5.784
Gesamt 641.374 589.445

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu Nettoveräußerungswert angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2023 in Höhe von T€ 3.168 (Vorjahr: T€ 1.613) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen.

6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 797.514 847.235
Vertragsvermögenswerte 1.056.319 727.555
Sonstige Vermögenswerte 226.100 201.383

Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.

Am Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring bzw. Forderungsforfaitierungen in Höhe von T€ 83.558 (Vorjahr: T€ 75.842) gemindert. Forfaitierte Exportforderungen in Höhe von T€ 4.146 (Vorjahr: T€ 5.086) werden weiterhin in voller Höhe angesetzt, da die wesentlichen Chancen und Risiken im Wesentlichen zurückbehalten wurden. Der erhaltene Kaufpreis wird in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den Vertragsvermögenswerten entwickelte sich die Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste wie folgt:

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T€ 2023 2022
Stand am 01.01. 56.046 56.510
Veränderung Währungseffekte - 661 - 642
Zuführungen 14.643 10.312
Auflösungen - 251 - 10.134
Stand am 31.12. 69.776 56.046

In den Wertberichtigungen sind Wertminderungen von T€ 10.909 (Vorjahr: T€ 9.259) auf Vertragsvermögenswerte enthalten.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 43.237; Vorjahr: T€ 52.724), Steuererstattungsansprüche (T€ 76.996; Vorjahr: T€ 64.172), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 27.823; Vorjahr: T€ 14.175) und sonstige finanzielle Vermögenswerte (T€ 54.001; Vorjahr: T€ 39.325).

Zu Marktwerten bewertete derivative Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, waren zum Stichtag in Höhe von T€ 11.543 vorhanden (Vorjahr: T€ 4.294).

7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 448.364 (Vorjahr: T€ 674.502) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 291 (Vorjahr: T€ 160) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittefonds gemäß IAS 7 »Kapitaflussrechnung« bilden, ist in der Kapitaflussrechnung auf Seite 222 dargestellt.

8 Ertragsteuern

Die Steuerforderungen und -Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2023 31.12.2022
Latente Steueraufwendungen/​Steuererträge (-) 7.107 - 8.439
Laufende Steueraufwendungen 78.839 63.423
Gesamt 85.946 54.984

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt unverändert ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die Krones AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 336 %. Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,6 %. Im Ausland liegen die Steuersätze wie im Vorjahr zwischen 9 % und 34 %.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2023 gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögenswerte 3.122 4.187 40.554 41.486
Sachanlagen und sonstige langfristige Vermögenswerte 1.601 3.671 16.863 11.642
Kurzfristige Vermögenswerte 16.565 17.100 32.884 30.586
Steuerliche Verlustvorträge 46.890 46.900 0 0
Langfristige Verbindlichkeiten 23.574 20.161 1.323 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 27.398 28.963 345 687
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 22.681 19.653 3.198 1.669
Zwischensumme 141.831 140.935 94.826 86.070
Saldierung (-) - 81.287 - 81.078 - 81.628 - 81.078
Gesamt 60.544 59.857 13.539 4.992

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 22.681 (Vorjahr: T€ 19.953) und T€ 3.198 (Vorjahr: T€ 1.669). In den aktiven latenten Steuern ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste nach IAS 19 in Höhe von T€ 22.399 (Vorjahr: T€ 19.132) sowie der Verluste aus Sicherungsgeschäften in Höhe von T€ 282 (Vorjahr: T€ 821) enthalten. Die passiven latenten Steuern umfassen die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne nach IAS 19 in Höhe von T€ 942 (Vorjahr: T€ 1.087) sowie der Gewinne aus Sicherungsgeschäften in Höhe von T€ 2.256 (Vorjahr: T€ 582).

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 86.142 (Vorjahr: T€ 84.394) wurden nicht gebildet, weil eine Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht ausreichend sicher erscheint. Diese Verlustvorträge sind im Wesentlichen zeitlich unbegrenzt vortragsfähig.

Die Gesellschaften, die im laufenden Jahr oder im Vorjahr Verluste erzielt haben und deren aktive latente Steuern nicht durch passive latente Steuern gedeckt sind, haben aktive latente Steuern in Höhe von T€ 1.163 (Vorjahr: T€ 4.722) gebildet. Auf Basis von Annahmen und Einschätzungen des Managements über die zukünftige Geschäftsentwicklung, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit und unter Einbeziehung der Sondereffekte des laufenden Geschäftsjahres entwickelt wurden, liegen für die Realisierung dieses Steueranspruchs überzeugende substanzielle Hinweise vor.

Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen (sog. Outside Basis Differences), für die zum Bilanzstichtag keine latenten Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich auf insgesamt T€ 608.050 (Vorjahr: T€ 526.571).

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 85.946 ist um T€ 249 niedriger als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,6 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 2023 2022
Ergebnis vor Steuern 310.496 242.065
Steuersatz der Krones AG (Muttergesellschaft) 27,60 % 27,60 %
Erwarteter (theoretischer) Steuerertrag (-) /​ Steueraufwand (+) 85.697 66.810
Anpassung aufgrund der Differenz zwischen dem lokalen Steuersatz und dem Steuersatz der Krones AG -8.354 - 4.058
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen - 4.539 - 2.899
Laufende steuerliche Verluste, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden 2.084 584
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 12.893 13.759
Steuereffekt aus Wertberichtigung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen (+) /​Steuereffekt aus bisher nicht realisierten latenten Steuern aus Verlustvorträgen - 529 - 16.359
Steuerertrag (-) /​ Steueraufwand (+) für Vorjahre 384 - 2.239
Steuereffekt aus bisher nicht realisierten, abzugsfähigen temporären Differenzen - 1.699 -566
Sonstiges 9 - 48
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 85.946 54.984

Der Krones Konzern fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen zur globalen Mindestbesteuerung. Die gesetzlichen Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung traten in Deutschland zum 1. Januar 2024 in Kraft. Der Krones Konzern macht von der Ausnahmeregelung zur Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit diesen Regelungen Gebrauch, die Gegenstand der im Mai 2023 veröffentlichten Änderungen des IAS 12 war.

Entsprechend der gesetzlichen Regelungen muss der Krones Konzern je Land eine Zusatzsteuer in Höhe der Differenz zwischen dem sog. »GloBE-Effektivsteuersatz« und dem Mindeststeuersatz von 15 % zahlen.

Zwar betrifft die globale Mindestbesteuerung Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2023 beginnen, der Krones Konzern hat aber eine Einschätzung hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der globalen Mindestbesteuerung bereits für das zum 31.12.2023 abgelaufene Wirtschaftsjahr getroffen. Auch in Ländern, in denen der durchschnittliche Effektivsteuersatz auf Basis der Daten des Länderbezogenen Berichts 15% unterschreitet, muss der Krones Konzern in Bezug auf diese Länder möglicherweise keine zusätzlichen Ertragsteuern bezahlen. Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung enthalten besondere Anpassungen zur Ermittlung des »GloBe-Effektivsteuersatzes«, die zur Folge haben, dass sich Abweichungen von den berechneten Effektivsteuersätzen ergeben können. Zudem können vorübergehende oder permanente Safe Harbour Regelungen zur Anwendung kommen.

Insgesamt ist derzeit davon auszugehen, dass die zusätzliche Steuerbelastung aus der globalen Mindestbesteuerung für den Krones Konzern nur einen Effekt von etwa 0,1 Prozentpunkte auf die Konzernsteuerquote hätte. Vor diesem Hintergrund ergeben sich keine wesentlichen Effekte.

Der Krones Konzern ist auf die Anwendung der gesetzlichen Anforderungen vorbereitet und hat Prozesse entwickelt, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.

9 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2023 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wurde mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung vom 23. Mai 2023 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 22. Mai 2028.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen, um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ - 52.479 (Vorjahr: T€ 71.986) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und der Cashflow Hedges aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen zusammen. Zusätzlich veränderte sich das Eigenkapital durch die Ergebniszuweisung an Anteile anderer Gesellschafter um T€ 39 (Vorjahr: T€ 56). Die Summe der ergebnisneutralen und ergebniswirksamen Eigenkapitalveränderungen beträgt T€ 172.071 (Vorjahr: T€ 259.067).

Für das Geschäftsjahr 2022 wurde von der Krones AG eine Dividende von 1,75 € pro Aktie (Vorjahr: 1,40 € pro Aktie) beschlossen und 2023 ausbezahlt. Dies entspricht einem Auszahlungsbetrag von T€ 55.288 (Vorjahr: T€ 44.230).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für Krones eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahl Eigenkapitalquote überwacht und gesteuert. Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet Krones grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus.

10 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 37.848 enthalten.

11 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004. Weiterhin sind die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 zum 1. Januar 2018 enthalten.

12 Sonstige Rücklagen

Die unter den sonstigen Rücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten erfolgsneutrale Währungsumrechnungen von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften. Die Veränderung der sonstigen Rücklage ist der Entwicklung des Konzerneigenkapitals zu entnehmen.

Die sonstigen Rücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt:

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T€ Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage für Cashflow Hedges Rücklage für Währungsdifferenzen Sonstige Summe
Stand 31.12.2021 - 107.821 - 4.228 -50.934 - 804 - 163.787
Änderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Bewertungsänderung 83.228 5.056 8.119 0 96.403
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition - 22.971 - 1.446 0 0 - 24.417
Stand 31.12.2022 - 47.564 - 618 - 42.815 - 804 - 91.801
Änderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Bewertungsänderung - 12.075 9.266 - 50.870 0 - 53.677
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 3.412 - 2.213 0 0 1.199
Stand 31.12.2023 - 56.227 6.436 - 93.685 - 804 - 144.280

In den Bewertungsänderungen von Cashflow-Hedges sind Zuführungen in Höhe von T€ - 6.435 (Vorjahr: - 618) und erfolgswirksame Reklassifizierungen in Höhe von T€ - 7.054 (Vorjahr: T€ - 4.228) nach Steuern enthalten.

13 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2023 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ - 462 (Vorjahr: T€ - 501) vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des Krones Konzerns im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 223 dargestellt.

14 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen für berechtigte aktive und ehemalige Beschäftigte der Gesellschaften des Krones Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Beschäftigte zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2018G, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %.

Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.

Es bestehen in Deutschland und in anderen Ländern weitere unwesentliche Versorgungspläne. Auf eine detaillierte Beschreibung kann daher verzichtet werden.

Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im Krones Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.

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in % Konzerndurchschnitt
2023 2022
Abzinsungsfaktor 3,4 3,9
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rententrend 2,2 2,4

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Geschäftsjahres von der Heubeck AG, der Mercer Deutschland GmbH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren in die leistungsorientierte Verpflichtung eingezahlt.

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T€ 2023
Innerhalb der nächsten 12 Monate 7.566
Zwischen 2 und 5 Jahren 33.258
Zwischen 5 und 10 Jahren 47.219

Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 15 Jahre (Vorjahr: 15 Jahre).

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 168.705 156.944 232.164
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 37.733 37.683 49.082
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 206.438 194.627 281.246
Zeitwert des Planvermögens - 27.994 - 28.043 - 30.090
Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) 178.444 166.584 251.156

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 167.461 (Vorjahr: T€ 156.339) zum überwiegenden Teil auf die Krones AG. Die versicherungsmathematischen Gewinne/​Verluste aus Änderung der finanziellen Annahmen betragen T€ - 12.915 (Vorjahr T€ 81.387). Die erfahrungsbedingten Anpassungen betragen T€ - 1.498 (Vorjahr T€ 279); die Anpassungen aufgrund der Veränderung der demografischen Annahmen betragen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0).

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 7.082 (Vorjahr: T€ 5.079) stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2021
Dienstzeitaufwand der Periode 829 1.708 1.207
Zinsaufwand 7.313 3.773 2.667
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen - 1.028 - 363 - 261
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen -32 - 39 - 28
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 7.082 5.079 3.585

Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 206.438 (Vorjahr: T€ 194.627) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 27.994 (Vorjahr: T€ 28.043), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2022 281.246 - 30.090 251.156
Konsolidierter Zugang 0 0 0
Dienstzeitaufwand der Periode 1.708 0 1.708
Zinsaufwand (+) /​ Zinsertrag (-) 3.773 - 363 3.410
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste - 84.294 1.066 - 83.228
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 1.544 - 1.544
Gezahlte Versorgungsleistungen - 7.573 2.990 - 4.583
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 399 0 - 399
Währungsdifferenzen 166 - 102 64
Stand 31. Dezember 2022 194.627 - 28.043 166.584
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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2023 194.627 - 28.043 166.584
Konsolidierter Zugang 0 0 0
Dienstzeitaufwand der Periode 829 0 829
Zinsaufwand (+) /​ Zinsertrag (-) 7.313 - 1.028 6.285
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste 11.759 316 12.090
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 1.164 - 1.164
Gezahlte Versorgungsleistungen -8.719 1.993 - 6.786
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 577 0 577
Währungsdifferenzen 52 - 8 29
Stand 31. Dezember 2023 206.438 - 27.994 178.444

Die versicherungsmathematischen Gewinne/​Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der Krones Unterstützungs-Fonds e. V. verantwortlich. Die Krones AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.

Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2023 28 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Dabei entfallen 28,0 Mio. € (Vorjahr: 28,0 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt im Wesentlichen auf den Krones Unterstützungs-Fonds e. V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz GI verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst.

Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2023 war der AGI-Fonds zu 54,2 % in Staatsanleihen, zu 24,9 % in Pfandbriefen und zu 14,8 % in Unternehmensanleihen mit Investment Grade investiert. 3,0 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren im Wesentlichen Aktienfonds enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 1,72 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist AA-. Das Planvermögen der Krones AG ist zu 100 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert.

Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen betragen 2023 T€ 681.

Die erwarteten Rentenzahlungen in 2024, die aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 1.513.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Arbeitgeberanteil von T€ 57.348 (Vorjahr: T€ 55.700) aufgewendet.

Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Rechnungszins 0,50 % Verminderung um 6,8 % Erhöhung um 7,7 %
Rententrend 0,50 % Erhöhung um 6,0 % Verminderung um 5,5 %
Lebenserwartung 1 Jahr Erhöhung um 3,4 % Verminderung um 3,0 %

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

15 Sonstige Rückstellungen

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T€ 01.01.2023 Konsolidierter Zugang Verbrauch Auflösung Aufzinsung/​ Änderung des Zinssatzes Zuführung
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 74.797 0 16.267 2.715 1.721 8.430
Drohverlustrückstellung 38.511 0 28.104 3.980 0 37.967
Gewährleistungsrückstellung 70.775 0 9.514 5.019 37 11.230
Sonstige übrige Rückstellungen 58.167 0 15.839 12.754 88 24.909
Gesamt 242.250 0 69.678 24.468 1.846 82.536
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T€ Währungsdifferenzen 31.12.2023 fällig innerhalb 1 Jahr
Verpflichtungen aus dem Personalbereich - 586 65.380 8.176
Drohverlustrückstellung - 363 44.031 43.663
Gewährleistungsrückstellung - 587 66.922 54.525
Sonstige übrige Rückstellungen - 1.363 53.208 41.705
Gesamt - 2.899 229.541 148.069

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit enthalten. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich ist ein Zinseffekt von T€ 1.721 (Vorjahr: T€ - 3.423) enthalten.

Die Drohverlustrückstellungen beziehen sich auf drohende Verluste, die auf Kundenverträge zurückgehen. Sobald ein drohender Verlust festgestellt wird, wird dieser sofort in seiner erwarteten Höhe angesetzt.

Die Gewährleistungsrückstellungen beziehen sich auf das Projektgeschäft und repräsentieren die erwarteten Kosten aus den jeweiligen Kundenaufträgen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen aus dem Projektgeschäft beruhen auf den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre und haben in der Regel eine Vertragslaufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme. Krones erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Gewährleistungen damit innerhalb der nächsten zwei Jahre zu begleichen.

Unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Schadensersatz und Prozesskosten enthalten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 0,4 % und 3,4 % abgezinst.

16 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.244 2.521 0 3.765
Vertragsverbindlichkeiten 1.040.990 0 0 1.040.990
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 723.164 0 0 723.164
Sonstige Finanzverpflichtungen 32.117 29.267 0 61.384
Verbindlichkeiten aus Leasing 35.792 74.701 25.482 135.975
Sonstige Verpflichtungen * 350.987 1.819 0 352.806
Gesamt 2.184.294 108.308 25.482 2.318.084

* In den sonstigen Verpflichtungen sind finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 89.641 enthalten.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 5.000 0 5.000
Vertragsverbindlichkeiten 901.447 0 0 901.447
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 0 684.189
Sonstige Finanzverpflichtungen 14.830 26.854 0 41.684
Verbindlichkeiten aus Leasing 23.846 61.912 20.171 105.929
Sonstige Verpflichtungen * 391.929 4.224 0 396.153
Gesamt 2.016.241 97.990 20.171 2.134.402

* In den sonstigen Verpflichtungen sind finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 123.364 enthalten.

Zur Unterstützung der Lieferantenfinanzierung nutzt Krones ein sogenanntes Supplier-Finance-Programm. Der Konzern hat die ursprünglichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht ausgebucht, da weder eine rechtliche Befreiung erlangt wurde noch die Verbindlichkeit wesentlich verändert wurde. Aus Konzernsicht werden durch die Vereinbarung die Zahlungsfristen nicht wesentlich verändert. Für den Konzern fallen keine zusätzlichen Zinsen und Kosten für die Lieferantenverbindlichkeiten an. Daher werden diese Beträge weiter unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, da Wesen und die Funktion dieser Verbindlichkeiten den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechen. Zum 31.12.2023 enthalten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Supplier-Finance-Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 141.360 (Vorjahr: T€ 123.068).

Hierbei werden offene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bereits vor Fälligkeit durch ein Kreditinstitut an den Lieferanten ausgeglichen. Innerhalb des Programms bleibt die ursprüngliche Verbindlichkeit gegenüber den Lieferanten aufgrund eines unveränderten Schuldeingeständnisses inhaltlich unberührt und wird als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Inanspruchnahme laufender Kreditlinien, unbesichert) verzinsten sich im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 3,60 % (Vorjahr: 0,60 %).

Überleitung der Bewegungen der Verbindlichkeiten auf die Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit

Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus Leasing durch zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Veränderungen an.

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T€ 31.12.22 Übrige Veränderungen zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksam Veränderung durch Akquisitionen 31.12.23
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 - 1.235 3.765
Verbindlichkeiten aus Leasing 105.929 67.531 - 37.573 88 135.975
Gesamt 110.929 67.531 - 38.808 88 139.740
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T€ 31.12.21 Übrige Veränderungen zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksam Veränderung durch Akquisitionen 31.12.22
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.098 - 98 5.000
Verbindlichkeiten aus Leasing 97.424 41.398 - 35.458 2.565 105.929
Gesamt 102.522 41.397 - 35.556 2.566 110.929

Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen Zugänge aus neu abgeschlossenen Leasingverhältnissen.

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind nach IFRS 9 nicht ausgebuchte Forderungen, Put-/​Call-Optionen und Earn-out Verpflichtungen enthalten. Die nach IFRS 9 nicht ausgebuchten Forderungen werden in Höhe von T€ 4.146 (Vorjahr: T€ 5.086) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2023
Verbindlichkeiten aus Steuern 41.272 628 0 41.900
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.033 0 0 11.033
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 28.292 943 0 29.235
Abgegrenzte Schulden 227.757 0 0 227.757
Sonstige 42.633 248 0 42.881
Gesamt 350.987 1.819 0 352.806

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen beinhalten Verbindlichkeiten aus Abfindungen in Höhe von T€ 2.135 (Vorjahr: T€ 7.477).

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 227.757 (Vorjahr: T€ 253.603) stellen Verpflichtungen dar, die eine deutlich geringere Unsicherheit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Steuern 45.783 176 0 45.959
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 12.432 0 0 12.432
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 29.193 1.075 0 30.268
Abgegrenzte Schulden 253.603 0 0 253.603
Sonstige 50.918 2.973 0 53.891
Gesamt 391.929 4.224 0 396.153

17 Eventualverpflichtungen

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Eventualverpflichtungen.

18 Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die derivativen Finanzinstrumente des Krones Konzerns decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, des kanadischen Dollars, des chinesischen Renminbi Yuan sowie des britischen Pfunds ab. Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

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T€ 31.12.2023 Nominalwert 31.12.2022 Nominalwert 31.12.2023 Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 479.996 104.767 11.543 4.294
davon Hedge Accounting 389.045 62.843 10.451 2.846
Finanzielle Verbindlichkeiten
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 279.637 554.377 4.998 9.926
davon Hedge Accounting 104.835 346.211 1.096 4.763

Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert.

Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv.

Der Nettoverlust aus Derivaten beträgt im Berichtsjahr T€ 3.390 (Vorjahr: Nettogewinn: T€ 14.334). Die deutschen Rahmenverträge und die ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzern-Bilanz. Dies liegt daran, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge besteht. Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. der Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Es bestehen ebenfalls keine Aufrechnungsmöglichkeiten bei direkt von Tochterunternehmen der Krones Gruppe abgeschlossenen Sicherungsgeschäften.

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die diesen Vereinbarungen unterliegen, dar:

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T€ 31.12.2023 31.12.2022
Finanzielle Vermögenswerte
Bruttowerte der finanziellen Vermögenswerte 2.359.240 2.292.553
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Vermögenswerte 2.359.240 2.292.553
Werte mit Globalnettingvereinbarung
Derivate - 1.948 - 1.330
Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte 2.357.292 2.291.223
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bruttowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 1.013.929 960.166
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 1.013.929 960.166
Werte mit Globalnettingvereinbarung
Derivate - 1.948 - 1.330
Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten 1.011.981 958.836

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Bewertungshierarchie eingeordnet.

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31.12.2023 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Buchwert 31.12.2023 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
Vermögenswerte
Finanzanlagen 17.686 3.042 3.042
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 797.514 797.514 797.514
Vertragsvermögenswerte 1.056.319 1.056.319 1.056.319
Sonstige Vermögenswerte 226.100 54.001 42.458 1.092
davon Derivate 11.543 11.543 1.092
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 448.364 448.364 448.364
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.765 3.765 3.765
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 723.164 723.164 723.164
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 197.359 197.359 4.147 57.237
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 352.806 89.641 84.643 3.902
davon Derivate 4.998 4.998 3.902
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31.12.2023 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) Bewertung nach IFRS 16
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 10.451
davon Derivate 10.451
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 135.975
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 1.096
davon Derivate 1.096
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31.12.2023 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 11.453
davon Derivate 11.453
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 57.237
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 4.998
davon Derivate 4.998
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31.12.2022
in T€ Buchwert 31.12.2022 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7
Vermögenswerte
Finanzanlagen 18.605 3.936
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 847.235 847.235
Vertragsvermögenswerte 727.555 727.555
Sonstige Vermögenswerte 201.383 39.325
davon Derivate 4.294 4.294
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 674.502 674.502
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 684.189
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 147.613 147.613
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 396.153 123.364
davon Derivate 9.926 9.926
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31.12.2022 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) Bewertung nach IFRS 16
Vermögenswerte
Finanzanlagen 3.936
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 847.235
Vertragsvermögenswerte 727.555
Sonstige Vermögenswerte 35.031 1.467 2.827
davon Derivate 1.467 2.827
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 674.502
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 6.010 35.674 105.929
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 113.438 5.163 4.763
davon Derivate 5.163 4.763
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31.12.2022 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 4.294
davon Derivate 4.294
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 35.674
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 9.926
davon Derivate 9.926

Die Entwicklung der in Level 3 eingestuften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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in T€ 2023 2022
Nettobuchwert am 01.01. 35.674 18.980
Zugänge durch Akquisition 35.292 24.756
Veränderungen - 13.729 - 8.062
(davon Währungseffekte) - 1.792 10
(davon Auszahlungen) - 332 - 7.112
Nettobuchwert am 31.12. 57.237 35.674

Sonstige Veränderungen fanden nicht statt. Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten neben bedingten Kaufpreisbestandteilen kombinierte Put-Call-Optionen aus Unternehmenserwerben. Diese werden unter den sonstigen Finanzverpflichtungen ausgewiesen und wurden unter Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Markt- und Unternehmensdaten bewertet.

Der beizulegende Zeitwert der Put-/​Call-Option der Systems Logistics wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 11.000 und T€ 13.000. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 10.828.

Der beizulegende Zeitwert mehrerer bedingter Kaufpreiszahlungen in einer Gesamthöhe von T€ 4.364 der R+D Custom Automation wurde anhand einer wahrscheinlichkeitsgewichteten Erwartungswertmethode bewertet; die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten zu leistenden Zahlungen beträgt zwischen T€ 0 und T€ 13.541. Inputfaktoren sind insbesondere die erwarteten Umsatzerlöse sowie der Diskontierungszins. Der beizulegende Zeitwert einer weiteren bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von T€ 0 der R+D Custom Automation wurde anhand einer Monte-Carlo-Simulation bewertet. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten zu leistenden Zahlung beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 0 und T€ 27.083. Inputfaktoren sind insbesondere die erwarteten Ergebnisse sowie der Diskontierungszins. Der beizulegende Zeitwert der Put-/​Call-Option der R+D. Custom Automation wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite, der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 0 und T€ 36.110. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 3.012.

Der beizulegende Zeitwert mehrerer bedingter Kaufpreiszahlungen in einer Gesamthöhe von T€ 25.819 der Ampco Pumps wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet; die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten zu leistenden Zahlungen beträgt zwischen T€ 0 und T€ 37.014. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Der beizulegende Zeitwert der Put-/​Call-Option der Ampco Pumps wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite, der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 12.638 und T€ 21.666. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 13.214.

Umgruppierungen zwischen den einzelnen Stufen haben nicht stattgefunden.

Das Ausfallrisiko, dem der Konzern aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten ausgesetzt ist, hängt maßgeblich von der Bonität des Kunden ab.

Das Krones Management hat einen Prozess implementiert, bei dem jeder Kunde auf Basis von externen Daten, wie beispielsweise Ratings, oder internen Daten, wie bspw. Zahlungsverhalten und Fälligkeit der Forderungen, hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit beurteilt wird.

Die finale Bewertung erfolgt auf Basis von Kundengruppen, sowie nach der Einordnung des Kunden in eine von fünf Risikokategorien A - E je Überfälligkeit der Forderungen.

Für jede Risikokategorie wird auf Basis von aussagekräftigen Daten eine erwartete Ausfallquote ermittelt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttobuchwerte sowie die erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte:

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Ratingbasiert zum 31.12.2023 Bruttobuchwert
in T€
Durch schnittliche Verlustrate Wertberichtigung
in T€
Key Accounts 527.244 0,26 % 1.225
Großkunden 887.220 1,58 % 9.584
Gesamt 1.414.464 10.809
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Ratingbasiert zum 31.12.2022 Bruttobuchwert
in T€
Durch schnittliche Verlustrate Wertberichtigung
in T€
Key Accounts 448.397 0,17 % 696
Großkunden 813.233 1,48 % 10.316
Gesamt 1.261.630 11.012

Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten sind beispielsweise signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Kunden.

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Kategorie
31.12.2023 A B C D E Gesamt
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,78 % 0,68 % 5,95 % 11,17 % 19,41 %
Bruttobuchwert in T€ 390.982 65.757 15.334 14.112 22.962 509.147
Wertberichtigung in T€ 3.066 445 913 1.576 4.458 10.458
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Kategorie
31.12.2022 A B C D E Gesamt
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,79 % 0,69 % 5,26 % 10,82 % 13,15 %
Bruttobuchwert in T€ 288.491 41.586 5.751 11.840 21.538 369.206
Wertberichtigung in T€ 2.266 287 303 1.281 2.833 6.970

Darüber hinaus bestehen für uneinbringliche Forderungen Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 48.432 (Vorjahr: T€ 38.063).

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2024 Cashflow 2025 - 2028 Cashflow nach 2028
31.12.2023 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Derivate Finanzinstrumente 4.998 0 4.870 0 128 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 3.765 29 1.244 24 2.521 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 723.164 0 723.164 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 135.975 2.185 35.792 6.225 74.701 1.975
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 146.027 0 115.282 0 30.745 0
1.013.929 2.214 880.352 6.249 108.095 1.975
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in T€ Cashflow nach 2028
Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 25.482
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
25.482
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in T€ Buchwert Cashflow 2023 Cashflow 2024 - 2027 Cashflow nach 2027
31.12.2022 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Derivate Finanzinstrumente 9.926 0 9.320 0 606 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5.000 30 0 52 5.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 684.189 0 684.189 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 105.929 401 23.846 2.198 61.912 1.107
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 155.122 0 126.348 0 28.774 0
960.166 431 843.703 2.250 96.292 1.107
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in T€ Cashflow nach 2027
Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 20.171
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
20.171

Sensitivität Währungen

Eine Veränderung des Stichtagskurses um + 10 % in Bezug der Fremdwährung zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

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31.12.2023
in T€
Währung
USD
Währung CAD Währung CNY Währung
GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 17.606 - 86 3.067 1.159
Konzerneigenkapital 22.421 567 3.543 955
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31.12.2022
in T€
Währung
USD
Währung CAD Währung CNY Währung
GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 15.134 - 9 118 629
Konzerneigenkapital 21.011 1.480 4.386 10

Erläuterung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Krones Konzerns in Höhe von T€ 4.720.676 (Vorjahr: T€ 4.209.339) sind erfasste Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden teilen sich wie folgt nach Segmenten und nach Rechnungsempfänger in geografischen Regionen auf.

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T€ 2023
Abfüll- und Verpackungstechnologie Prozesstechnologie Intralogistik
Deutschland 364.098 74.675 13.628
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 247.714 14.427 2.922
Westeuropa 429.166 86.417 101.561
Mittlerer Osten/​Afrika 398.948 46.779 152
Osteuropa 167.700 9.357 19.395
Zentralasien (GUS) 41.109 1.908 32
Asien/​Pazifik 577.048 67.815 37.084
China 334.754 15.049 28
Nord- und Mittelamerika 957.856 107.189 128.677
Südamerika/​Mexiko 406.348 29.725 39.116
Gesamt 3.924.740 453.341 342.595
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T€ 2022
Abfüll- und Verpackungstechnologie Prozesstechnologie Intralogistik
Deutschland 318.353 75.040 30.573
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 296.291 9.604 4.096
Westeuropa 474.480 58.339 129.810
Mittlerer Osten/​Afrika 436.271 49.562 249
Osteuropa 150.290 10.734 24.562
Zentralasien (GUS) 45.572 4.041 549
Asien/​Pazifik 394.406 53.374 19.592
China 332.397 11.556 970
Nord- und Mittelamerika 755.546 65.939 98.626
Südamerika/​Mexiko 293.710 29.310 35.497
Gesamt 3.497.316 367.499 344.524

Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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T€ 31.12.2023 31.12.2022
Vertragsvermögenswerte 1.056.319 727.555
Vertragsverbindlichkeiten 1.040.990 901.447

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Erlöse in Höhe von T€ 901.447 (Vorjahr: T€ 600.236) erfasst, welche zu Beginn der Berichtsperiode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erfasst waren.

Die Erhöhung der Vertragsvermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Anarbeitungsvolumen. Die Erhöhung der Vertragsverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Vorauszahlungen von Kunden.

Der Transaktionspreis, der den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird, beträgt T€ 33.325 (Vorjahr: T€ 36.756). Krones wird diese im Wesentlichen innerhalb der nächsten 36 Monate als Erlös erfassen. Die Angaben gem. IFRS 15.120 unterbleiben für Leistungsverpflichtungen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr.

In dem Segment Abfüll- und Verpackungstechnologie werden die Umsätze überwiegend zeitraumbezogen realisiert, in den Segmenten Prozesstechnologie und Intralogistik werden die Umsätze nahezu vollständig zeitraumbezogen realisiert.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens im Zusammenhang mit dem Produktionsstandort Neutraubling.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 186.819 (Vorjahr: T€ 165.039) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter (T€ 4.735; Vorjahr: T€ 10.288), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 9.461; Vorjahr: T€ 1.716) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte (T€ 251; Vorjahr: T€ 10.134) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 137.058 (Vorjahr: T€ 108.585). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 14.643; Vorjahr: T€ 10.312) und Fremdwährungsverluste in Höhe von T€ 135.764 (Vorjahr: T€ 130.841) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.866.716 (Vorjahr: T€ 1.610.862) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 515.221 (Vorjahr: T€ 502.983) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des Krones Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 17.435 Personen (Vorjahr: 16.222) inkl. Auszubildende (544; Vorjahr: 480) beschäftigt. Die Belegschaft im Krones Konzern setzt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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2023 2022
Außertarifliche Mitarbeiterinnen 2.765 2.699
Tarifmitarbeiter*innen 14.126 13.523
Gesamt 17.435 16.222

2023 wurden vom Arbeitgeber zu tragende Aufwendungen zur Sozialversicherung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.035) von der Bundesanstalt für Arbeit erstattet. Die Erstattungsbeträge wurden mit dem Personalaufwand verrechnet.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 159 (Vorjahr: T€ 483), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte (T€ 14.643; Vorjahr: T€ 10.312) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 7.489 (Vorjahr: T€ 8.302) vor allem Frachtkosten (T€ 141.457; Vorjahr: T€ 156.203), Reisekosten (T€ 132.509; Vorjahr: T€ 114.811), Fremdwährungsverluste (T€ 135.764; Vorjahr: T€ 130.841), Miete und Reinigungskosten (T€ 12.426; Vorjahr: T€ 6.962) und Wartungskosten (T€ 48.477; Vorjahr: T€ 43.643) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 19.510 (Vorjahr: T€ 11.659) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 2023 2022
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 0
Zinsen und ähnliche Erträge 32.258 11.956
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 16.471 - 3.356
Zinsergebnis 15.787 8.600
Erträge aus Beteiligungen 3.723 3.052
Gewinne und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen die nach der Equity Methode bilanziert werden 0 7
Finanzergebnis 19.510 11.659

Das Finanzergebnis enthält Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von T€ 32.258 (Vorjahr: T€ 11.956) sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 16.471 (Vorjahr: T€ 3.356). Im Geschäftsjahr sind Erträge aus Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 3.723 enthalten (Vorjahr: T€ 3.052). In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Verminderungen von Put-Options- und Earn-Out-Verpflichtungen in Höhe von T€ 16.879 (Vorjahr: T€ 960) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten von T€ 2.126 (Vorjahr: T€ 1.629) sowie die Erhöhung von Earn-Out- sowie Put-Options-Verpflichtungen mit T€ 5.201 (Vorjahr: T€ -) enthalten. Weitere Erläuterungen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen finden sich in der Anhangangabe unter der Position 4 (Seite 247).

26 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ - 85.946 (Vorjahr: T€ - 54.984). Weitere Informationen sind unter der Position 8 »Ertragsteuern« (Seite 249 bis 250) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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2023 2022
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 224.511 187.025
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 31.593.072 31.593.072
Ergebnis je Aktie (in €) 7,11 5,92

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Erläuterungen

- Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

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T€ 2023 2022
Abschlussprüferleistungen 1.637 1.588
Andere Bestätigungsleistungen 183 136
Steuerberatungsleistungen 15 11
Sonstige Beratungsleistungen 1 16
Gesamt 1.836 1751

Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung

Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -Überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungsleistung), gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf den Vergütungsbericht sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung) .

- Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erwerb von Anteilen an Gesellschaften

Am 6. Februar 2024 hat die Krones AG den Vertrag zum Kauf von 100 % der Anteile an der Netstal Maschinen AG (Netstal) mit Sitz in Näfels, Schweiz, unterzeichnet. Das Schweizer Unternehmen ist ein führender Anbieter in der Spritzgießtechnologie für den Getränkemarkt (PET-Preforms und Verschlüsse) sowie für medizinische Anwendungen und dünnwandige Verpackungen. Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Netstal mit mehr als 500 Beschäftigten einen Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro. Krones wird Netstal innerhalb des Segments Abfüll- und Verpackungstechnologie ausweisen. Der Kauf steht u. a. unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Krones erwartet den finalen Abschluss der Transaktion (Closing) in der ersten Hälfte des Jahres 2024.

- Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der Krones AG sowie die Unternehmen des Krones Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht.

Die oberste beherrschende Gesellschaft der Krones AG ist die Familie Kronseder Konsortium GbR. Geschäftsvorfälle mit den nahestehenden Gesellschaften und Personen sowie der obersten beherrschenden Gesellschaft werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt.

Aus Verkäufen und Erlösen mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen bzw. mit diesen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2023 T€ 7.444 (Vorjahr: T€ 8.738) angefallen. Der ausstehende Saldo zum Stichtag beträgt T€ 1.501 (Vorjahr: T€ 4.966). Die von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen empfangenen Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2023 T€ 202 (Vorjahr: T€ 238). Zum Stichtag bestehen wie im Vorjahr keine ausstehenden Salden hieraus.

Aus Erlösen mit den Gesellschaftern der obersten beherrschenden Gesellschaft der Krones AG bzw. mit diesen verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2023 T€ 150 (Vorjahr: T€ 171) angefallen. Die mit den Gesellschaftern der obersten beherrschenden Gesellschaft der Krones AG bzw. mit diesen verbundenen Unternehmen empfangenen Leistungen betragen im Geschäftsjahr 2023 T€ 1.270 (Vorjahr: T€ 1.121). Zum Stichtag bestehen wie im Vorjahr keine ausstehenden Salden hieraus.

Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Tochtergesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2023 T€ 11.409 (Vorjahr: T€ 14.142) angefallen. Die von diesen Tochtergesellschaften empfangenen Provisionsleistungen betragen im Geschäftsjahr 2023 T€ 5.295 (Vorjahr: T€ 4.956). Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein passivischer Saldo in Höhe von T€ 1.335 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 3.702). Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten. Im Geschäftsjahr wurden Forderungen in Höhe von T€ 3.192 (Vorjahr: T€ -) wertberichtigt. Zum 31.12.2023 sind Forderungen von T€ 509 wertberichtigt (Vorjahr: T€ 1.865). Erträge aus Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften sind mit T€ 3.723 enthalten (Vorjahr: T€ 3.052).

Aus Bürgschaften besteht wie im Vorjahr kein Haftungsverhältnis. Aus dem Bezug aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von assoziierten Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2023 T€ - (Vorjahr: T€ -) angefallen. Hieraus resultiert wie im Vorjahr kein Saldo.

- Angaben nach §314 Abs.1 Nr. 6 HGB betreffend die Mitglieder des Vorstands und die früheren Mitglieder des Vorstands

Die gewährte und geschuldete Vergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr 2023 T€ 7.204 (Vorjahr: T€ 8.228).

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden Gesamtbezüge von T€ 2.236 (Vorjahr: T€ 1.708) gewährt. IFRS-Pensionsrückstellungen sind in Höhe von T€ 4.583 (Vorjahr: T€ 4.198) zurückgestellt.

- Aufwandswirksam erfasste Vergütung im Sinne des IAS 24 der Mitglieder des Vorstands

Die aufwandswirksam erfasste Vergütung des Vorstands inkl. der Aufwendungen für die Long Term Incentive Rückstellung betrug für das Geschäftsjahr 2023 T€ 7.543 (Vorjahr: T€ 8.205).

Hierin sind kurzfristig fällig werdende Leistungen in Höhe von T€ 4.945 (Vorjahr: T€ 5.365) und andere langfristig fällig werdende Leistungen in Höhe von T€ 1.330 (Vorjahr: T€ 1.548) enthalten. Die Leistungen beinhalten im Wesentlichen Festvergütung, Nebenleistungen und variable Vergütungsbestandteile. Darüber hinaus wurden für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (beitragsorientierte Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge) Aufwendungen in Höhe von T€ 1.268 (Vorjahr: T€ 1.292) im Geschäftsjahr 2023 geleistet. Dem ehemaligen Vorstand Norbert Broger wurde eine Karenzentschädigung in Höhe von T€ 144 gewährt. Für Vergütungansprüche der Vorstandsmitglieder bestehen Rückstellungen in Höhe von T€ 4.718 (Vorjahr: T€ 5.226). Für ehemalige Vorstände besteht eine Rückstellung in Höhe von T€ 512 für die LTI-Tranchen, die der aktiven Dienstzeit von Herrn Broger zuzurechnen sind. Die zugehörige zeitanteilige Auszahlung erfolgt mit dem Regelprozess zu Ende der jeweiligen LTI-Laufzeit (letzte betroffene Tranche LTI 2022-2024 zur Auszahlung in 2025).

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden IFRS-Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 417 (Vorjahr: T€ 367) gebildet. Die korrespondierende Defined Benefit Obligation (DBO) betrug zum Geschäftsjahresende bedingt durch Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinssatzes in Summe T€ 3,548 (Vorjahr: T€ 3.233).

- Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2023 T€ 915 (Vorjahr: T€ 869).

- Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom Januar 2024 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 28. April 2022 ist auf der Webseite der Krones AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

- Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 180 bis 192.

Standards/​Interpretationen

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2023 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen fanden im Geschäftsjahr 2023 ihre Anwendung.

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Standard bzw. Interpretation EU-Endorsement Pflicht zur Anwendung für Geschäftsjahr ab
IAS 8 Änderungen an: Definition einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung erfolgt 01.01.2023
IFRS 17 Versicherungsverträge erfolgt 01.01.2023
IAS 1 Änderungen an: Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen erfolgt 01.01.2023
IAS 12 Änderungen an: Internationale Steuerreform -Säule-2-Modellregeln erfolgt 01.01.2023
IAS 12 Änderungen an: Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus einer Transaktion erfolgt 01.01.2023

In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Standards aus der vorstehenden Tabelle in Kraft. Diese neuen oder geänderten Standards haben keine wesentliche Relevanz für die Krones AG.

Nachfolgend sind die vom IASB bereits veröffentlichten, aber erst nach dem 31. Dezember 2023 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dargestellt.

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Standard bzw. Interpretation EU-Endorsement Pflicht zur Anwendung für Geschäftsjahr ab
IAS 1 Änderungen an: Klassifizierungen von Schulden als kurzfristig oder langfristig erfolgt 01.01.2024
IAS 21 Änderungen an: Mangel an Umtauschbarkeit offen 01.01.2025
IAS 7 Änderungen an: Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen offen 01.01.2024
IFRS 7 Änderungen an: Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen offen 01.01.2024
IFRS 16 Änderungen an: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and Leaseback-Transaktion erfolgt 01.01.2024

Aus diesen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der Krones AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der Krones AG
in % *
Ampco Pumps GmbH, Herxheim 90,00
Dekron GmbH, Kelkheim 100,00
Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
Evoguard GmbH, Nittenau 100,00
Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
kic Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
Krones Holding GmbH, Neutraubling (vormals Syskron Holding GmbH, Wackersdorf) 100,00
Krones Service Europe GmbH, Neutraubling 100,00
MHT Mold & Hotrunner Technology AG, Hochheim am Main 100,00
Milkron GmbH, Laatzen 100,00
Steinecker GmbH, Freising 100,00
Syskron GmbH, Wackersdorf 100,00
System Logistics GmbH, Wackersdorf 100,00
Kosme FBA SA , Charleroi, Belgien 100,00
S.A. Krones N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
Krones Service Europe Eood, Sofia, Bulgarien 100,00
Krones Nordic APS, Holte, Dänemark 100,00
Kosme FBA SAS, Lyon, Frankreich 100,00
Krones S.A.R.L., Viviers-du-Lac, Frankreich 100,00
Krones UK LTD., Bolton, Großbritannien 100,00
System LTD., London, Großbritannien 80,00
Kosme S.R.L., Roverbella (MN), Italien 100,00
Krones Italia S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
System Logistics S.P.A., Fiorano Modenese (MD), Italien 80,00
Krones Kazakhstan TOO, Almaty, Kasachstan 100,00
Krones Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
Kosme Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
Krones Spólka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
Krones Romania Prod. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
Krones Service Europe SRL, Bukarest, Rumänien 100,00
Krones O.O.O., Moskau, Russische Föderation 100,00
System Northern Europe AB, Malmö, Schweden 80,00
Integrated Plastics Systems AG, Baar, Schweiz 100,00
Krones AG, Buttwil, Schweiz 100,00
Krones Iberica, S.A.U., Barcelona, Spanien 100,00
System Logistics Spain SL, Castellon, Spanien 80,00
Konplan S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
Krones S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
Krones Makina Sanayi Ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
Krones Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
Krones Hungary KFT., Debrecen, Ungarn 100,00
Krones Service Europe KFT., Budapest, Ungarn 100,00
Krones Angola - Representacoes, Comercio E Industria, LDA., Luanda, Angola 100,00
Krones Surlatina S.A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
Krones Pacific PTY Limited, Sydney, Australien 100,00
Krones Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch 100,00
Krones Do Brazil LTDA., São Paulo, Brasilien 100,00
Krones S.A., São Paulo, Brasilien 100,00
Krones Chile SPA., Santiago de Chile, Chile 100,00
Krones Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China 100,00
Krones Processing (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China 100,00
Krones Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing, VR China 100,00
Automata S.A., Guatemala-Stadt, Guatemala 100,00
Krones Digital Solutions India Private Limited, Bangalore, Indien 100,00
Krones India PVT. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
System Logistics India Private Limited, Mumbai, Indien 80,00
Unicorn Industries PVT. Ltd., Secunderabad, Indien 100,00
PT. Krones Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
Systorelog Israel Ltd., Tel Aviv, Israel 80,00
IPS Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
Krones Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
Krones (Cambodia) Co. Ltd., Phnom Penh, Kambodscha 100,00
Krones Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
Krones lcs Center East Africa Limited, Nairobi, Kenia 100,00
Krones Andina S.A.S., Bogota, Kolumbien 100,00
Krones Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
Krones Machinery Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 100,00
Krones North West Africa (sarl), Casablanca, Marokko 100,00
Krones Mex S.A. DE C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00
Systemlog De Mexico S.A. DE C.V., Santa Caterina, Nuevo Leon, Mexiko 80,00
Krones Myanmar Ltd., Sanchaung Township, Republik der Union Myanmar 100,00
Krones New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,00
Krones lcs Center West Africa Limited, Lagos, Nigeria 100,00
Krones Pakistan (Private) Limited, Lahore, Pakistan 100,00
Krones Filipinas Inc., Taguig City, Philippinen 100,00
Krones-Izumi Processing Pte Ltd., Singapur, Republik Singapur 73,00
Krones Middle East Maintenance LLC, Riad, Saudi Arabien 100,00
Krones Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
Krones (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
System Logistics Asia Co. Ltd., Bangkok, Thailand 80,00
Ampco Pumps Company LLC, Glendale, Wisconsin, usa 90,00
Ampco Pumps Real Estate LLC, Glendale, Wisconsin, USA 90,00
Javlyn Process Systems LLC, Rochester, New York, usa 100,00
Krones Inc., Franklin, Wisconsin, usa 100,00
MHT USA LLC., Peachtree City, Georgia, USA 100,00
Process and Data Automation LLC, Erie, Pennsylvania, usa 100,00
R+D Custom Automation LLC, Trevor, Wisconsin, USA 80,50
System Logistics Corporation, Arden, North Carolina, usa 80,00
Trans-Market LLC, Tampa, Florida, usa 100,00
W.M. Sprinkman LLC, Waukesha, Wisconsin, USA 100,00
Maquinarias Krones de Venezuela S.A., Caracas, Venezuela 100,00
Integrated Packaging Systems (IPS) FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Meatech FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Middle East Africa FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
Krones Vietnam Co. Ltd., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung

Die Krones AG, Neutraubling, als Mutterunternehmen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 eingetragen.

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Folgende vollkonsoliderte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2023 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. iii HGB Gebrauch.

Name und Sitz der Gesellschaft

Krones Holding GmbH, Neutraubling

Dekron GmbH, Kelkheim

Ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling

Evoguard GmbH, Nittenau

Gernep GmbH Etikettiertechnik, Barbing

HST Maschinenbau GmbH, Dassow

kic Krones Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling

Krones Service Europe GmbH, Neutraubling

MHT Mold & Hotrunner Technology AG, Hochheim am Main

Milkron GmbH, Laatzen

Syskron GmbH, Wackersdorf

System Logistics GmbH, Wackersdorf

Steinecker GmbH, Freising

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum Regensburg

* Wirtschaftsbeirat der Bayerischen Landesbank

Josef Weitzer **

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

* Bay. Betriebskrankenkassen

Norbert Broger

Diplom-Kaufmann ab 23. Mai 2023

Nora Diepold

Chief Executive Officer

NK Immobilienverwaltungs GmbH, Regensburg

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

* ZF Friedrichshafen AG

Oliver Grober **

Betriebsratsvorsitzender

Rosenheim

Thomas Hiltl **

Betriebsratsvorsitzender

Nittenau

Markus Hüttner **

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin

Ostbayerische Technische

Hochschule (OTH) Regensburg

Dr. Verena Di Pasquale **

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Beate Eva Maria Pöpperl **

Freigestellte Betriebsrätin

Stefan Raith **

Leiter Business Line, Line Solutions

* re-sult AG

Olga Redda **

2. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin, IG Metall Regensburg

* OSRAM Licht AG

* OSRAM GmbH

* ams Osram International GmbH

* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH ab 23. Mai 2023

Norbert Samhammer

Geschäftsführer

Samhammer Holding GmbH bis 23. Mai 2023

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Brauerei

Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH, Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz **

1. Bevollmächtigter IG Metall Geschäftsstelle Regensburg

* Infineon Technologies AG bis 23. Mai 2023

Stephan Seifert

Vorsitzender des Vorstands der Körber AG, Hamburg

* Kuratorium der Körber-Stiftung ab 23. Mai 2023

Hans-Jürgen Thaus

* Maschinenfabrik Reinhausen GmbH bis 23. Mai 2023

Matthias Winkler

Partner bei Baker Tilly Germany

Vorstand

Christoph Klenk

Chief Executive Officer

Uta Anders

Chief Financial Officer

Thomas Ricker

Chief Sales Officer

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Operations

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der Krones AG

Der Bilanzgewinn der Krones AG beträgt zum 31. Dezember 2023 € 325.504.121,19.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 4. Juni 2024 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 325.504.121,19 €
Dividende € 2,20 für 31.593.072 Stammstückaktien 69.504.758,40 €
Vortrag auf neue Rechnung 255.999.362,79 €

 

Neutraubling, 12. März 2024

Krones AG

Der Vorstand:

Christoph Klenk, CEO

Uta Anders, CFO

Thomas Ricker, CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

6 WEITERE INFORMATIONEN

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

 

Neutraubling, den 12. März 2024

Krones AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Uta Anders, CFO

Thomas Ricker, CSO

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Krones Aktiengesellschaft, Neutraubling, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und -Verlust-Rechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Krones Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Konzernlagebericht in einem gesondert bezeichneten Abschnitt enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung, die mit der nichtfinanziellen Erklärung der Gesellschaft zusammengefasst wurde, und die auf der im Konzernlagebericht angegebenen Internetseite veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Konzernlageberichts ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden Abschnitte des Konzernlageberichts, bei denen es sich um lageberichtsfremde Angaben handelt, haben wir nicht inhaltlich geprüft:

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Abschnitt »Grundlagen des Konzerns«, Unterabschnitt »Forschung und Entwicklung«, auszugsweise Darstellung einiger Innovationen unter der Überschrift »Innovative Neu- und Weiterentwicklungen - das Ergebnis erfolgreicher F&E - Aktivitäten".

Abschnitt »Risiko- und Chancenbericht«, Unterabschnitt »Angemessenheit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems«, Stellungnahme des Vorstands zur Angemessenheit und Wirksamkeit des gesamten internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems aufgrund der Empfehlung A.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Lageberichtsfremde Angaben im Konzernlageberichtsind Angaben, die weder nach §§ 315, 315a bzw. nach §§ 315b bis 315d HGB vorgeschrieben sind.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten nichtfinanziellen Konzernerklärung und nicht zu dem Inhalt der oben genannten Konzernerklärung zur Unternehmensführung sowie nicht zu dem Inhalt der oben genannten lageberichtsfremden Angaben ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden »EU-APrVO«) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. F) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

1. Periodengerechte Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse des Konzerns wird mit Kundenprojekten für Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Getränkeproduktion generiert. Hierbei wird die Leistung aus der Konstruktion und Herstellung zusammen mit der Installation und Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden als eine Leistungsverpflichtung angesehen. Da es sich bei diesen Maschinen und Anlagen um kundenspezifische Aufträge handelt, entsteht durch die Leistung des Konzerns ein Vermögenswert, der keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern aufweist. Der Konzern hat einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive einer angemessenen Marge. Die Umsatzrealisierung erfolgt damit nach IFRS 15 zeitraumbezogen anhand des Fertigungsfortschritts. Der Fertigungsfortschritt wird anhand der zum Stichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten des jeweiligen Projekts ermittelt. Es besteht insbesondere ein Risiko von Unrichtigkeiten bei der Abschätzung der Gesamtkosten. Aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse für den Konzernabschluss, der Ermessensspielräume bei der Schätzung der Gesamtkosten sowie der Tatsache, dass Umsatzerlöse für den Konzern einen der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Unternehmenssteuerung und Prognose darstellen, war die Abgrenzung der Umsatzrealisierung zum Bilanzstichtag einer der bedeutsamsten Sachverhalte im Rahmen der Prüfung.

Prüferisches Vorgehen

Für die von den gesetzlichen Vertretern implementierten wesentlichen Kontrollen im Bereich der Erfassung der bereits angefallenen Kosten sowie der Schätzung der Gesamtkosten der Aufträge und der Auftragswerte haben wir über Auftau- und Funktionsprüfungen die Ausgestaltung sowie die Wirksamkeit der Kontrollen während des Berichtszeitraums beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir sowohl Kontrollen auf Transaktionsebene als auch Kontrollen auf höherer Ebene, wie regelmäßig stattfindende Review Meetings, getestet.

Für eine Stichprobe von Projekten haben wir uns einen Überblick über den Inhalt der Verträge und über den Status der jeweiligen Vertragserfüllung verschafft und die bereits angefallenen Ist-Kosten und die Gesamtkosten über den Zeitraum des Projektfortschritts analysiert. Ferner haben wir die von der Konzernleitung vorgenommene Analyse der Plan-Ist-Abweichungen der Gesamtkosten der Projekte im Zeitablauf rechnerisch nachvollzogen und in Stichproben Erläuterungen für Abweichungen eingeholt. Des Weiteren haben wir die herangezogenen Transaktionspreise in Stichproben mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Periodenzuordnung der Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den Grundsätzen der Umsatzrealisierung sind im Konzernanhang im Kapitel »Allgemeine Angaben«, Abschnitt »Umsatzerlöse«, enthalten.

2. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte führen die gesetzlichen Vertreter mindestens jährlich eine Werthaltigkeitsprüfung durch. Hierfür kommt ein komplexes Berechnungsmodell zur Anwendung, in das insbesondere eine Reihe ermessensbehafteter Annahmen und daraus abgeleiteter Größen einfließen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und die verwendeten Diskontierungszinssätze.

Vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Komplexität der Wertminderungstests sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume und des daraus resultierenden höheren Risikos für falsche Angaben in der Rechnungslegung war die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, die einen wesentlichen Bilanzposten im Konzernabschluss darstellen, im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte haben wir einen aussagebezogenen Prüfungsansatz angewendet.

Wir haben die angewandten Discounted-Cashflow-Modelle unter Hinzuziehung von internen Bewertungsexperten methodisch und rechnerisch nachvollzogen und daraufhin untersucht, ob diese unter Beachtung des relevanten Rechnungslegungsstandards IAS 36 ermittelt wurden. Die Ableitung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) haben wir gewürdigt, indem wir insbesondere über die Zusammensetzung der herangezogenen Vergleichsunternehmen den verwendeten Beta-Faktor beurteilt sowie den Eigen- und Fremdkapitalzinssatz mit verfügbaren Marktdaten abgeglichen haben.

Ferner haben wir die den Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Bei der Würdigung der zugrunde liegenden Unternehmensplanungen haben wir uns zudem die Annahmen und Prämissen zu Wachstum und Geschäftsverlauf erläutern lassen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den durchgeführten Wertminderungstests und den zugrunde liegenden Annahmen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang im Kapitel »Allgemeine Angaben«, Abschnitt »Einschätzungen und Ermessensentscheidungen«, Abschnitt »Geschäfts- oder Firmenwerte« sowie Kapitel »Erläuterungen der Konzernbilanz«, Textziffer 1 »Immaterielle Vermögenswerte«.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die oben genannten lageberichtsfremden Angaben im Konzernlagebericht, die im Konzernlagebericht in einem gesondert bezeichneten Abschnitt enthaltene nichtfinanzielle Konzernerklärung und ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere

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Highlights 2023«

Kapitel 1 »An unsere Aktionäre«

Kapitel 3 »Erklärung zur Unternehmensführung«

Kapitel 6 »Weitere Informationen«

aber nicht den Konzernabschluss, nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogene Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der eu anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei Krones_​AG_​KA+KLB_​ESEF-2023-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als »ESEF-Unterlagen« bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat (»ESEF-Format«) in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden »Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW ps 410 (06.2022)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt »Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen« weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen;

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gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben;

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt;

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen;

beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrvo

Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. Mai 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. Juli 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der Krones Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APRVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlageberichtsowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.

 

Nürnberg, 12. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schuberth, Wirtschaftsprüfer

Schütz, Wirtschaftsprüfer

Allgemeine Auftragsbedingungen

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit

An die Krones AG, Neutraubling

Wir haben die im Abschnitt »Nichtfinanzielle Erklärung« des Lageberichts und des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung der Krones AG, Neutraubling (im Folgenden die »Gesellschaft«), die mit der nichtfinanziellen Erklärung des Konzerns zusammengefasst ist für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 (im Folgenden die »nichtfinanzielle Berichterstattung«) einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen.

Verweise auf GRI-Angaben und sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Berichterstattung waren nicht Gegenstand unserer Prüfung.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/​852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/​2088 (im Folgenden die »EU-Taxonomieverordnung«) und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie mit deren eigener in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Berichterstattung dargestellten Auslegung der in der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe.

Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Berichterstattung zu ermöglichen, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (Manipulation der nichtfinanziellen Berichterstattung) oder Irrtümern ist.

Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen delegierten Rechtsakte im Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Berichterstattung niedergelegt. Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, ist die Rechtskonformität der Auslegung mit Unsicherheiten behaftet.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.

Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/​VBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an und unterhält dementsprechend ein umfang reiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Berichterstattung abzugeben.

Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): »Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information«, herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Berichterstattung der Gesellschaft in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Berichterstattung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist. Nicht Gegenstand unserer Prüfung waren Verweise auf GRI-Angaben und sonstige Verweise auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Berichterstattung.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u.a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:

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Erlangung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern,

Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeitenden hinsichtlich der Auswahl der Themen für die nichtfinanzielle Berichterstattung, der Beurteilung der Auswirkungen und Risiken sowie der Konzepte der Gesellschaft und des Konzerns für die als wesentlich identifizierten Themen,

Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeitenden, die in die Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über die auf diesen Prozess bezogenen internen Kontrollen sowie über Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung,

Einsichtnahme in die relevante Dokumentation der Systeme und Prozesse zur Erhebung, Aggregation und Validierung relevanter Daten im Berichtszeitraum,

Identifikation und Beurteilung des Risikos wesentlicher falscher Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung,

Analytische Prüfungshandlungen zu ausgewählten Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung,

Befragungen, Durchführung von selektiven Stichproben und Einholung von Nachweisen hinsichtlich der Erhebung und Berichterstattung von ausgewählten Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung,

Abgleich von ausgewählten Angaben mit den entsprechenden Daten im Jahresabschluss und Lagebericht,

Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivtäten sowie der entsprechenden Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung,

Beurteilung der Darstellung der Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung.

Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der Angaben gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden können, sind die Rechtskonformität der Auslegung und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung mit Unsicherheiten behaftet.

Prüfungsurteil

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die nichtfinanzielle Berichterstattung der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt »EU-Taxonomie« der nichtfinanziellen Berichterstattung dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.

Wir geben kein Prüfungsurteil zu den Verweisen auf GRI-Angaben und zu sonstigen Verweisen auf Angaben außerhalb der nichtfinanziellen Berichterstattung ab.

Verwendungsbeschränkung für den Vermerk

Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er möglicherweise für einen anderen als den vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-)Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist in dieser Hinsicht nicht modifiziert.

Auftragsbedingungen und Haftung

Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, die beigefügten »Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften« in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 (www.de.ey.com/​IDW-Auftragsbedingungen). Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten. Dritten gegenüber übernehmen wir keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Vermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Vermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

 

München, 12. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Meindl, Wirtschaftsprüferin

Johne, Wirtschaftsprüferin

Kaufmännisches Glossar

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Abschreibungen Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens.
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBITDA-Marge Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz.
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/​oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, indem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Konzernergebnis Das in einem Konzern erwirtschaftete Ergebnis nach Steuern
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Der Return on Capital Employed (ROCE) errechnet sich aus dem Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung. Die Nettokapitalbindung errechnet sich aus dem Anlagevermögen (ohne Goodwill und Finanzanlagevermögen) zuzüglich Working Capital.
TCO Die Total Cost of Ownership (TCO), also die Gesamtbetriebskosten, beinhalten nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch alle direkten und indirekten Kosten, die während der gesamten Lebens- oder Nutzungsdauer entstehen (z. B. Energiekosten, Reparatur, Wartung, Entsorgung).
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten).
Working Capital/​Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.

Technisches Glossar

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Alternative Proteine Pflanzliche Eiweiße (Proteine) werden verstärkt als Alternative zu tierischem Eiweiß (Fleisch und Milchprodukte) verzehrt. Pflanzliche (alternative) Proteine sind klimaschonender als tierisches Eiweiß.
Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Bottle-to-Bottle Recycling Verfahren, um aus gebrauchten PET-Flaschen neue PET-Flaschen herzustellen. Hierfür werden aus verwendeten Flaschen saubere PET-Flakes gewonnen, die zu Preforms (s. rechts) und anschließend zu neuen PET-Flaschen weiterverarbeitet werden.
Digitalisierung Unter Digitalisierung versteht man grundsätzlich die Umwandlung von analogen Werten in digitale Daten. Diese lassen sich gegenüber analogen Werten schneller und leichter verarbeiten und austauschen. Viele neuen Technologien, wie beispielsweise Cloud-Computing, künstliche Intelligenz oder das Internet der Dinge (IoT), beruhen auf digitalen Daten.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Taurin und Koffein.
enviro enviro, das Nachhaltigkeitsprogramm von Krones, wurde 2008 gestartet und 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat Krones die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. Das Programm wird kontinuierlich ausgebaut und alle Neuentwicklungen werden nach den enviro Kriterien ausgerichtet.
Fermentation Als Fermentation oder Fermentierung wird in der Biotechnologie der Vorgang bezeichnet, bei dem organische Stoffe mit Hilfe von Bakterien, Pilz- und Zellkulturen oder durch den Zusatz von Enzymen umgewandelt werden.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Kreislaufwirtschaft Die Kreislaufwirtschaft strebt die längst mögliche Nutzung von Produkten und Materialien an indem sie repariert, aufgearbeitet, wiederverwendet und recycelt werden.
Künstliche Intelligenz (KI) Als Künstliche Intelligenz (KI), oftmals auch als ai (Artificial Intelligence) abgekürzt, bezeichnet man ein Teilgebiet der Informatik, das sich mit der Automatisierung von intelligentem Verhalten und dem maschinellen Lernen befasst. Dabei werden Maschinen so programmiert, dass sie menschliche Entscheidungsstrukturen nachbilden können.
LitePac Top Unter dem Namen LitePac Top bietet Krones eine plastikfreie und nachhaltige Alternative für die Sekundärverpackung (s. unten) von PET-Flaschen und Dosen. Diese Verpackungslösung setzt auf recycelbaren Karton statt auf Folie.
Linienkompetenz Abfüll- und Verpackungslinien bestehen aus vielen einzelnen Maschinen und Anlagen. Krones verfügt über das Know-how, dass die einzelnen Komponenten perfekt zusammenspielen, die Linienkompetenz.
Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit oder nachhaltige Entwicklung bedeutet gemäß Definition der Bundesregierung, die Bedürfnisse der Gegenwart so zu befriedigen, dass die Möglichkeiten zukünftiger Generationen nicht eingeschränkt werden.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Preform PET-Rohling, aus dem PET-Flaschen hergestellt (geblasen) werden.
Recycling Verfahren, mit dem ein Produkt/​Material wieder nutzbar gemacht wird. Dies geschieht durch Wiederverwendung (z.B. Mehrwegflaschen) oder stoffliche Wiederverwertung (z. B. PET-Recycling).
RPET Recyceltes PET. Obwohl RPET, chemisch betrachtet, identisch mit dem originären PET ist, gibt es Unterschiede in der Verarbeitung.
Sekundärverpackung Als Sekundärverpackung bezeichnet man ein Packmittel, das ein bereits verpacktes Produkt umhüllt. Sie dient als Lager- und Transporthilfe und hat keinen direkten Kontakt mit dem Produkt.
Softdrinks Alkoholfreie, stille oder kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke
Streckblasen Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen.

Konzernzahlen 2019 - 2023

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2023 2022 2021 2020 2019
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 4.721 4.209 3.635 3.323 3.959
davon Inland in Mio. € 452 424 376 329 468
davon Ausland in Mio. € 4.268 3.785 3.259 2.994 3.491
Exportanteil in % 90 90 90 90 88
Ertragslage
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Mio. € 457 373 313 133 227
Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio. € 311 242 177 - 37 42
Konzernergebnis in Mio. € 225 187 141 - 80 9
Ergebnis je Aktie in € 7,11 5,92 4,47 - 2,52 0,30
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.327 1.164 1.133 1.093 1.154
davon Anlagevermögen in Mio. € 1.241 1.064 1.001 990 1.070
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 3.150 3.007 2.362 1.957 2.165
davon Zahlungsmittel in Mio. € 448 675 383 217 110
Eigenkapital in Mio. € 1.715 1.598 1.392 1.200 1.370
Fremdkapital in Mio. € 2.762 2.573 2.103 1.850 1.949
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 410 375 434 476 452
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 2.352 2.198 1.669 1.374 1.497
Bilanzsumme in Mio. € 4.477 4.171 3.495 3.050 3.319
Cashflow/​Investitionen
Free Cashflow in Mio. € - 101 371 203 221 - 94
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 163 118 105 94 169
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 166 143 142 174 183
Nettoliquidität (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 445 670 378 185 38
Kennziffern/​Rentabilitätskennzahlen
EBITDA-Marge in % 9,7 8,9 8,6 4,0 5,7
EBT-Marge in % 6,6 5,8 4,9 - 1,1 1,1
Working Capital/​Umsatz * in % 17,8 19,0 24,8 28,3 26,9
ROCE in % 16,3 14,1 10,0 - 2,2 2,2
Beschäftigte (per 31.12.) 18.513 17.164 16.303 16.736 17.353
davon Inland 10.654 10.130 9.821 10.364 10.733
davon Ausland 7.859 7.034 6.482 6.372 6.620
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 2,20 ** 1,75 1,40 0,06 0,75

* Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale ** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Impressum

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Herausgeber Krones AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Olaf Scholz, Leiter Investor Relations
Gestaltung Büro Benseler
Text Krones AG, InvestorPress GmbH
Fotos Krones AG

Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.

Der Geschäftsbericht 2023 liegt auch in englischer Sprache vor. Sie finden ihn auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations. https:/​/​www.krones.com/​en/​com-pany/​investor-relations/​reports. php

Finanzkalender

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03.05.2024 Quartalsmitteilung zum 31. März 2024
04.06.2024 Hauptversammlung 2024
31.07.2024 Zwischenbericht zum 30. Juni 2024
05.11.2024 Quartalsmitteilung zum 30. September 2024

Kontakt

Krones AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

E-Mail olaf.scholz@krones.com

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland