![]() KUKA AktiengesellschaftAugsburgZwischenbericht zum 31. März 2016Entwicklung in Q1/16KUKA steigert Auftragseingang um 0,3 % und erreicht mit 746,5 Mio. € einen neuen Rekordwert
Umsatzerlöse erreichen 629,1 Mio. € nach 719,8 Mio. € im Vorjahresquartal
Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation erreicht 5,4% nach 6,3% in Q1/15
Das Ergebnis nach Steuern steigt um 36,6% auf 20,9 Mio. €
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VorwortSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,gerade erst zurückgekehrt von der Hannover Messe blicken wir auf ein erfolgreiches
Quartal zurück. In Q1/16 haben wir einen Auftragseingang in Höhe von 747 Mio. € erzielt.
Damit konnten wir einen neuen Quartalsrekord erreichen. Besonders erfreulich: Diese
positive Entwicklung wurde insbesondere von Swisslog getragen. Mit neuen Aufträgen
und einem Industriepreis, den Swisslog auf der Hannover Messe für die Mensch-Roboter-Kommissionierlösung
"Automated Item Pick" erhalten hat, sehen wir uns in unserer Integrationsstrategie
bestätigt. Der Umsatz hat sich im Jahresvergleich von 720 Mio. € auf 629 Mio. € verringert, da
sich Auftragsabrufe in spätere Quartale verschoben haben. Dennoch liegen wir hier
auf einem hohen Niveau. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation lag in Q1/16 bei 5,4%,
was auf Investitionen in Forschungs- und Entwicklungsprojekte zurück zu führen ist,
die unsere Digitalisierungsstrategie stützen. Die Verbindung von intelligenten Maschinen
mit digitalen Domänen schafft uns und unseren Kunden die Möglichkeit, Prozessdaten
auszuwerten und für den eigenen Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Die Digitalisierung
sehen wir als Chance. Das zeigten wir auch auf der Hannover Messe. Mit dem Partnerland USA und dem Besuch
des Präsidenten Barack Obama und der Bundeskanzlerin Angela Merkel entwickelte sich
Hannover zum "Hot Spot" der Digitalisierung. Davon profitierten auch wir mit einem
breiten Medienecho. Eingebettet in ein innovatives Standkonzept zeigten wir unseren
Kunden Lösungen für die Smart Factory. LBR iiwa gab schon am Abend vor Messebeginn
sein Debüt in der Bühnenshow der Eröffnungsfeier. Barack Obama und Angela Merkel trafen
dann auf unserem Partnerstand mit Weidmüller nochmal auf unser innovativstes Produkt. LBR iiwa stand außerdem auch im Zentrum des KUKA Innovation Awards, den KUKA nun schon
zum dritten Mal ausgeschrieben hat. Der Preis richtet sich an internationale Forscherteams
und dient der Förderung von relevanten Schlüsseltechnologien. Unter 25 eingereichten
Projekten rund um das Thema Flexible Fertigung setzte sich in diesem Jahr ein Entwicklerteam
aus Baltimore durch. Es schaffte die Voraussetzungen dafür, dass Endnutzer komplexe
Aufgabenmodelle einfach spezifizieren und dem Roboter beibringen können. Für KUKA stimmte in Hannover alles: Die Plattform, die Technologien - vor allem die
Mitarbeiter. Das KUKA Team arbeitete im ersten Quartal mit viel Energie und Kraft
und ich freue mich auf die nächsten Projekte in diesem Team. Ihr Till Reuter KUKA am KapitalmarktKurs der KUKA-Aktie steigt um 11% in Q1/16Seit Jahresanfang sind die Aktienmärkten starken Schwankungen ausgesetzt gewesen.
Treiber dieser Entwicklung waren die verhaltenen Wachstumsaussichten in China und
die starken Rückgänge des Ölpreises. Entsprechend kam es bis Mitte Februar zu deutlichen
Kursrückgängen an den Börsen. Im weiteren Verlauf des Quartals erholten sich die Märkte
jedoch wieder, konnten die Verluste aber nicht vollständig aufholen. Entsprechend
schloss der MDAX zum 31. März 2016 mit 20.394 Punkten und lag damit 1,8% unter dem
Schlusskurs von 20.775 Punkten zum Jahresende 2015. Die KUKA Aktie konnte sich den Kursrückgängen im Januar und Februar ebenfalls nicht
entziehen. Jedoch konnten die guten Marktaussichten für die roboterbasierte Automation
insgesamt und die guten Finanzkennzahlen für das Gesamtjahr 2015 die Stimmung für
die KUKA Aktie positiv beeinflussen und zu Kurssteigerungen führen. Insgesamt stieg
der Wert der KUKA Aktie von 83,05€ zum Jahresende 2015 auf 92,03€ zum 31. März 2016.
Der Endstand zum Quartalsende stellte damit einen neuen Rekordwert für die Aktie dar. Der Vorstand und Aufsichtsrat der KUKA AG werden der Hauptversammlung am 27. Mai 2016
eine Dividende in Höhe von 0,50€ je dividendenberechtigter Aktie vorschlagen. Investoren mit über 3% Anteil am Grundkapital von KUKADer Streubesitz der KUKA Aktie lag am Ende des ersten Quartals 2016 bei 51,6% des
Grundkapitals. Investoren mit mehr als 3% des Grundkapitals waren: Voith Gruppe mit
25,1%, Midea Gruppe 10,2%, SWOCTEM GmbH mit 10,0% und Sumitomo Mitsui Trust Holdings
mit 3,1%. LageberichtWirtschaftliches UmfeldIWF senkt Prognose für WirtschaftswachstumIm April 2016 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose vom Januar
für die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums 2016 um 0,2 Prozentpunkte nach unten
korrigiert. Nach einem Plus von 3,1% in 2015, wird in diesem Jahr ein Wachstum von
3,2% erwartet. In 2017 soll die Weltwirtschaftsleistung um 3,5% ansteigen. Der IWF
warnte vor einer langfristigen Stagnation. Die niedrigen Rohstoffpreise dämpfen die
Investitionen und den Konsum in vielen Schwellenländern. Viele Industriestaaten stecken
in der Wachstumskrise, sind aber wie Japan oder Italien zu hochverschuldet für große
Konjunkturanreize. Infrastrukturinvestitionen und Freihandelsabkommen sind laut IWF
mögliche Wachstumstreiber in dieser volatilen Lage. China wächst langsamer und steht
vor einer weiteren Anpassung seiner Wirtschaftsstruktur. Der IWF warnte vor Risiken,
die sich aus Chinas Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigeren Wachstum, das
stärker auf Konsum und Dienstleistungen beruht, ergeben könnten. Da der IWF China
nach wie vor als wichtigen Wachstumsmarkt sieht, erhöhte er seine Prognose vom Januar
für dieses Jahr von 6,3% auf 6,5% und für das Jahr 2017 von 6,0% auf 6,2%. In den
USA wird in diesem Jahr ein Plus von 2,4% und im nächsten Jahr von 2,5% erwartet.
Die Eurozone soll um 1,5% in 2016 und um 1,6% in 2017 zulegen. Mit denselben Zuwächsen
rechnet der IWF in Deutschland. AutomobilnachfragePkw-Märkte Westeuropa, China und USA legen zuIm ersten Quartal 2016 legten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) die drei wichtigsten
Pkw-Märkte Westeuropa (+8%), China (+9%) und USA (+3%) zu. Der westeuropäische Pkw-Markt
erreichte im März mit gut 1,6 Mio. Neuzulassungen das höchste Absatzvolumen eines
einzelnen Monats seit neun Jahren. In Deutschland lagen die Neuzulassungen im März
auf Vorjahresniveau. Der VDA führt das kräftige Wachstum in Westeuropa im ersten Quartal
auf die anhaltende Konjunkturerholung, das niedrige Zinsniveau sowie den hohen Ersatzbedarf
- vor allem in den südeuropäischen Ländern - zurück. Spitzenreiter war im März der
chinesische Pkw-Markt mit zweistelligem Wachstum (+12 %). Die Automobilkonjunktur
in China profitiert laut VDA weiterhin von der seit Herbst 2015 geltenden Mehrwertsteuererleichterung
für PKW mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern. Der US-amerikanische Markt für Light
Vehicles (Pkw und Light Trucks) wird nach Angaben des VDA durch die weiterhin gute
Lage auf dem Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen sowie günstige Spritpreise unterstützt.
Das 1. Quartal 2016 war der absatzstärkste Jahresauftakt in den USA seit dem Jahr
2001. Robotik und AutomationAbsatz von Industrierobotern steigt weiterDie International Federation of Robotics (IFR) schätzt die Anzahl der weltweit verkauften
Industrieroboter im Jahr 2015 auf den neuen Höchstwert von rund 240.000 Einheiten.
Damit wurde der Vorjahreswert um 8% übertroffen. Die hohe Nachfrage ist vor allem
auf die Automobil- und Elektroindustrie zurückzuführen. Regional gesehen verzeichnete
China trotz allgemeiner Investitionszurückhaltung mit 66.000 Einheiten ein Wachstum
von 16% gegenüber dem Vorjahr. Während Asien ohne China auf hohem Niveau stagnierte.
Im Vergleich zum Jahr 2014 erhöhte sich der Absatz in Europa um 9%. USA, Kanada und
Mexiko verkauften insgesamt 34.000 Industrieroboter. Dies entspricht einer Steigerung
von 11% gegenüber dem Vorjahr. GeschäftsverlaufAuftragseingangKUKA KonzernIm abgelaufenen Quartal verzeichnete der KUKA Konzern Auftragseingänge in Höhe von
746,5 Mio. €. Damit erzielte KUKA einen neuen Rekordwert und übertraf sogar das sehr
starke Vorjahresquartal leicht um 0,3% (Q1/15: 743,9 Mio. €). Zu diesem guten Ergebnis
hat speziell Swisslog beigetragen, jedoch konnten auch Robotics und Systems annähernd
wieder die Rekordwerte aus dem Vorjahr erreichen. KUKA RoboticsIm ersten Quartal 2016 konnte der Geschäftsbereich Robotics Auftragseingänge mit einem
Gesamtvolumen von 241,6 Mio. € gewinnen. Damit blieb der Auftragseingang verglichen
mit dem Vorjahreswert (Q1/15: 244,1 Mio. €) nahezu konstant. Der Auftragseingang im Segment Automotive erreichte im ersten Quartal 2016 einen Wert
von 83,8 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang
von 10,9% (Q1/15: 94,0 Mio. €). Dieser Rückgang basierte vor allem darauf, dass die
Vergabe von größeren Automotive-Aufträgen, als Teil von gewonnenen Rahmenverträgen,
in 2016 weniger auf den Jahresanfang fallen. Gleichzeitig belebte die hohe Nachfrage
nach Industrierobotern der letzten Jahre und der damit verbundenen Steigerung der
installierten Basis an KUKA-Roboter das Servicegeschäft. In diesem Segment sind die
Auftragseingänge von 45,2 Mio. € (Q1/15) auf 50,5 Mio. € (Q1/16) gestiegen; eine Steigerung
um 11,7%. Auch das General Industry Geschäft verbesserte sich weiter und stieg im
Vergleich zum Vorjahr um 2,4% auf nunmehr 107,4 Mio. € (Q1/15: 104,9 Mio. €). Damit
verbesserte sich auch der Anteil des General Industry Geschäfts am gesamten Auftragseingang.
Dieser stieg von 43,0% (Q1/15) auf 44,4% (Q1/16). Der Service Anteil wuchs von 18,5%
(Q1/15) auf 20,9% (Q1/16), während der Anteil Automotive von 38,5% (Q1/15) auf 34,7%
(Q1/16) zurückging. KUKA SystemsDer Geschäftsbereich Systems erreichte im ersten Quartal 2016 einen Auftragseingang
in Höhe von 385,5 Mio. €. Im Vergleich mit dem Vorjahreswert von 399,3 Mio. € bedeutet
dies einem Rückgang um 3,5%. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass in Q1/15
noch die HLS Gruppe und der Werkzeugbau mit zusammen 27,4 Mio. € am Auftragseingang
beteiligt gewesen sind. Ohne die Berücksichtigung der beiden Gesellschaften im Vorjahr
wäre der Auftragseingang von Systems um 3,7% gestiegen. Im abgelaufenen Quartal entwickelten
sich die Bereiche Aerospace und Test & Assembly besonders gut und wuchsen jeweils
zweistellig. SwisslogIm ersten Quartal 2016 verbuchte der Geschäftsbereich Swisslog Auftragseingänge in
Höhe von 125,7 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresquartal (Q1/15: 110,4 Mio. €) konnte
der Auftragseingang somit um fast 14% gesteigert werden. Die positive Dynamik aus
dem vierten Quartal 2015 hat sich also fortgesetzt. Treiber des Anstiegs war der Bereich
Logistik, das deutlich zweistellig wuchs. UmsatzerlöseKUKA KonzernIm ersten Quartal 2016 erwirtschaftete der KUKA Konzern Umsatzerlöse von insgesamt
629,1 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ging der Umsatz von 719,8 Mio. €
(Q1/15) um -12,6% zurück. Diese Entwicklung wurde von allen Bereichen geprägt und
beruht vornehmlich auf den Umstand, dass größere Aufträge in diesem Jahr tendenziell
eher in späteren Quartalen von den Kunden abgerufen und umgesetzt werden. KUKA RoboticsDie Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Robotics erreichten im ersten Quartal 2016
einen Wert von 210,4 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist dies ein Rückgang
von -10,5% (Q1/15: 235,0 Mio. €). Hauptgrund dieser Entwicklung war das Segment Automotive,
das im Vorjahr von einer großen Anzahl an Abrufen aus Rahmenverträgen profitierte.
Im Berichtsquartal verzeichnete das Segment Service jedoch einen deutlichen Anstieg.
Während das Segment General Industry im Jahresvergleich nahezu das gleiche Niveau
erreichte. KUKA SystemsDie Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Systems lagen mit 291,9 Mio. € unter dem entsprechendem
Vorjahresquartal (Q1/15: 349,9 Mio. €), was einem Rückgang von -16,6% entspricht.
Mehr als 40% des Rückgangs beruht auf den Verkauf der HLS Gruppe und des Werkzeugbaus,
die in Q1/15 rund 25 Mio. € zum Umsatz beigesteuert haben. Vor allem der Zeitpunkt
der Umsetzung von großen Projekten in 2016, der eher in späteren Quartalen in 2016
erfolgen wird, ist für den anderen Teil des Umsatzrückganges bei Systems verantwortlich. SwisslogIm ersten Quartal 2016 erreichte der Geschäftsbereich Swisslog einen Umsatz in Höhe
von 136,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahresquartal verringerte sich der Wert um 7,3%
(Q1/15: 146,8 Mio. €). Bei Swisslog liegt zwischen dem Auftragsgewinn und der Umsetzung
von größeren Projekten oftmals ein Zeitraum von 6 - 12 Monaten. Dadurch dass sich
die Auftragseingänge erst ab dem vierten Quartal 2015 verbessert haben, wurde der
Umsatz im abgelaufenen Quartal von den relativ niedrigen Auftragseingängen zur Jahresmitte
2015 geprägt. Book-to-Bill-Ratio und AuftragsbestandKUKA KonzernDie Book-to-Bill-Ratio - d. h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen
- hat sich deutlich verbessert. Die Kennzahl profitierte von den hohen Auftragseingängen
und betrug im abgelaufenen Quartal insgesamt 1,19 (Q1/15: 1,03). Damit übertraf der
Wert das durchschnittliche Vorjahresniveau und das Vorquartal deutlich (GJ15: 0,96
und Q4/15: 0,92). Aufgrund der höheren Auftragseingänge verglichen zu dem Umsatzerlösen,
erhöhte sich im Berichtsquartal auch der Auftragsbestand im Konzern und erreichte
am 31. März 2016 einen Wert von 1.733.4 Mio. €. Verglichen zum Ende des Vorquartals
stieg der Auftragsbestand um rund 100 Mio. € bzw. 5,8% (31. Dezember 2015: 1.639,0).
Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag der Auftragsbestand 5,9% niedriger (31. März
2015: 1.842,2 Mio. €). KUKA RoboticsIm ersten Quartal 2016 lag die Book-to-Bill-Ratio im Geschäftsbereich Robotics bei
1,15, nachdem sie im Vorjahresquartal noch bei 1,04 lag. Der Auftragsbestand betrug
zum 31. März 2016 insgesamt 259,6 Mio. €, ohne die Berücksichtigung von gewonnenen
Rahmenaufträgen speziell im Segment Automotive. Verglichen mit dem Stichtagswert im
Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 1,3% (Q1/15: 263,1 Mio. €). KUKA SystemsDer Geschäftsbereich Systems verzeichnete im ersten Quartal 2016 eine Book-to-Bill-Ratio
von 1,32, womit der Vorjahreswert in Höhe von 1,14 sehr deutlich übertroffen wurde.
Zum 31. März 2016 verfügte der Geschäftsbereich über einen Auftragsbestand von 1.006,3
Mio. €, der damit 6,5% unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag (Q1/15: 1.075,8
Mio. €). Ohne die Berücksichtigung der dekonsolidierten HLS Gruppe und Werkzeugbau
wäre der Auftragsbestand stabil geblieben. SwisslogDer Geschäftsbereich Swisslog erzielte im ersten Quartal 2016 eine Book-to-Bill Ratio
von 0,92 und erzielt damit einen höheren Wert als im Vorjahresquartal (Q1/15: 0,75).
Der Auftragsbestand summierte sich auf 473.4 Mio. € und lag unter dem Vorjahreswert
in Höhe von 512,7 Mio. €. EBITDAKUKA KonzernIm ersten Quartal 2016 erwirtschaftete der KUKA Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 48,6 Mio. € (Q1/15: 59,5 Mio. €). EBITKUKA KonzernDer KUKA Konzern verzeichnete im ersten Quartal 2016 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) in Höhe von 31,4 Mio. €, das verglichen mit dem Vorjahreswert um 11,7% höher
lag (Q1/15: 28,1 Mio. €). Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation betrug 5,4% und nach
Kaufpreisallokation 5,0% (Q1/15: nach Kaufpreisallokation 3,9% und vor Kaufpreisallokation
6,3%). RoboticsIm Geschäftsbereich Robotics verringerte sich das EBIT von 25,9 Mio. € (Q1/15) auf
21,2 Mio. € (Q1/16). Grund für diese Entwicklung ist der überproportionale Mitarbeiteraufbau
in China und die fast 50% höheren Aufwendungen für den Bereich Forschung und Entwicklung.
Die EBIT-Marge verringerte sich entsprechend von 11,0% im ersten Quartal 2015 auf
10,1% im ersten Quartal 2016. SystemsDas EBIT im Geschäftsbereich Systems hat im ersten Quartal 2016 einen Wert in Höhe
von 19,1 Mio. € erreicht und ist damit im Vergleich zum Vorjahr wenig unverändert
(Q1/15: 20,9 Mio. €). Im Vorjahresquartal waren die HLS Gruppe und der Werkzeugbau
noch mit einem niedrigen einstelligen Mio. €-Betrag beteiligt gewesen. Die EBIT-Marge
profitierte trotz Umsatzrückgang maßgeblich von den Vorteilen des Effizienzprogramms
und erhöhte sich von 6,0% (Q1/15) auf 6,5% (Q1/16). SwisslogIm ersten Quartal 2016 verbesserte sich das EBIT im Geschäftsbereich Swisslog sehr
deutlich. Dabei ist der Wert von -14,1 Mio. € (Q1/15) auf -0,7 Mio. € (Q1/16) gestiegen.
Hauptgrund für diese Entwicklung sind die deutlich niedrigeren Abschreibungen für
die Kaufpreisallokation, die von 17,5 Mio. € (Q1/15) auf 2,7 Mio. € (Q1/15) zurückgegangen
sind. Die EBIT-Marge im abgelaufenen Quartal vor Kaufpreisallokation lag bei 1,5%
und nach Kaufpreisallokation bei -0,5% (Q1/15: vor Kaufpreisallokation 2,3% und nach
Kaufpreisallokation bei -9,6%). Im ersten Quartal 2016 fielen die Skaleneffekte durch
den niedrigeren Umsatz geringer aus. Entwicklung in den GeschäftsbereichenKennzahlen Roboticsscroll
Kennzahlen Systemsscroll
Kennzahlen Swisslogscroll
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageDer KUKA Konzern verzeichnete im Berichtszeitraum insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von
629,1 Mio. € (Q1/15: 719,8 Mio. €). Bei den Auftragseingängen weist der Konzern mit
746,5 Mio. € einen neuen Quartalsrekord aus. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte
verglichen mit dem Vorjahresvergleichsquartal von 158,2 Mio. € auf 176,6 Mio. € gesteigert
werden. Besonders die überproportional gesunkenen Umsatzkosten (u. a. bedingt durch
geringeren Abschreibungsaufwand aus der Kaufpreisallokation Swisslog im Vergleich
zum Vorquartal) trugen zu diesem, um 11,6% verbesserten Ergebnis bei. Damit erhöhte
sich die Konzern-Bruttomarge im ersten Quartal 2016 von 22,0% auf 28,1%. Rechnet man
die Effekte aus der Kaufpreisallokation heraus, so steigt die Bruttomarge von 24,1%
auf 28,2%. Dies liegt vor allem an einer verbesserten Materialeinsatzquote und an
Fremdwährungseffekten des Liefer- und Leistungsverkehrs. Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung betrugen 143,8
Mio. € (Q1/15: 129,9 Mio. €) - ein Anstieg von 13,9 Mio. € oder 10,7%. Auch im Verhältnis
zum Umsatz liegen diese sogenannten Overheadkosten mit 22,9% über dem Niveau des Vorjahres
von 18,0%. Dazu haben die Vertriebskosten mit einer Erhöhung um 1,3 Mio. € sowie die Verwaltungskosten
mit einem Anstieg von 4,0 Mio. € beigetragen. Der Anstieg der Vertriebsaufwendungen
ist insbesondere auf den Aufbau der Vertriebsmannschaft zurückzuführen. Zum Ende des
ersten Quartals waren hier 1.395 KUKAner beschäftigt - 77 mehr als zum Stichtag des
Vorjahresvergleichszeitraums. Damit wurde ein wichtiger Baustein zur Erhöhung der
Marktdurchdringung und zum Erschließen neuer Märkte gelegt. Ein weiterer Baustein
liegt in der Optimierung der Kommunikationskultur zwischen KUKA und seinen Kunden
und Partnern. Durch die Zusammenarbeit mit Salesforce wird KUKA entlang der kompletten
Wertschöpfungskette eine deutlich engere Verzahnung von Kunden und Partner mit Mitarbeitern
aus dem Vertrieb, Service und Marketing ermöglicht. Auch in anderen Bereichen werden über den gesamten Konzern im Rahmen von größeren
internen Projekten Prozesse harmonisiert, standardisiert und optimiert - stets mit
dem Ziel KUKA segmentübergreifend bestmöglich auf die Anforderungen des Marktes zu
fokussieren. Diese Maßnahmen führen zunächst zu höheren externen und internen Aufwendungen,
die sich auch im Anstieg der Verwaltungskosten niederschlagen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
liegen im 1. Quartal 2016 mit 29,9 Mio. € deutlich über dem Vorjahresvergleichsquartal
(21,3 Mio. €). In diesem planmäßigen Anstieg spiegelt sich die anhaltende strategische
Ausrichtung des Konzerns durch Ausweitung der Investitionen in Produkte und Lösungen
sowie in neue und zukunftsweisende Technologien wider. Ein Schwerpunkt der aktuellen
Projekte liegt auf der Entwicklung von Industrierobotern im 3 kg-Bereich für limitierte
Zellengrößen sowie von funktional optimierten und preissensitiven Produkten. Um die Möglichkeiten, die Industrie 4.0 bietet aktiv anzugehen und um auch künftig
im Bereich der roboterbasierten Automationslösungen technologisch führend zu bleiben,
folgt KUKA zwei Strategien. Zum einen investiert KUKA seit Jahren in Köpfe: Mittlerweile beschäftigt der Konzern
rund 800 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung - dies entspricht einem
Anteil von über 6% der Beschäftigten. Zunehmend erfolgt die Entwicklung auch außerhalb
Europas um noch besser auf die regional spezifischen Marktanforderungen eingehen zu
können. Per 31. März 2015 lag der Anteil der F&E-Mitarbeiter noch bei unter 5% (Q1/15:
575 Mitarbeiter). Zum anderen intensiviert KUKA die Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen und beteiligt
sich aktiv an Partnerschaften. So hat KUKA erst im April 2016 auf der Hannover Messe
mit Infosys eine "Industrie 4.0 Partnerschaft" beschlossen. Ziel der Kooperation ist
unter anderem die Entwicklung einer Softwareplattform, die es Kunden ermöglichen soll,
Daten zu sammeln, auszuwerten und für die Verbesserung der eigenen Prozesse zu nutzen. Im Berichtszeitraum angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von 4,7 Mio. €
(Q1/15: 4,6 Mio. €) wurden aktiviert und werden in den Folgeperioden über planmäßige
Abschreibungen als Aufwand erfasst. Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
erfassten Abschreibungen betragen 1,9 Mio. € (Q1/15: 3,7 Mio. €). Daraus resultiert
eine Aktivierungsquote von 14,4% (Q1/15: 20,8%). Insgesamt betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten drei Monate
dieses Jahres 31,4 Mio. € (Q1/15: 28,1 Mio. €). Die EBIT-Marge für das erste Quartal
2016 ist im Vergleich zum Vorjahresvergleichsquartal von 3,9% auf 5,0% gestiegen.
Die Erhöhung ist, wie bereits erwähnt, u. a. auf geringere planmäßige Abschreibungen
aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem Erwerb der Swisslog Gruppe zurückzuführen
(Q1/16: 2,7 Mio. €; Q1/15 17,5 Mio. €). Ohne diese Effekte ist die EBIT-Marge aufgrund
der oben beschriebenen Einflüsse von 6,3% auf 5,4% gesunken. scroll
Der Bereich Robotics lag mit 10,1% unter dem Vorjahresniveau (11,0%). Swisslog erreichte
mit -0,5% eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge im Vergleich zu Q1/15 (-9,6%).
Bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation lag die Marge bei 1,5% (Q1/15:
2,3%). Positiv entwickelte sich die EBIT-Marge im Segment Systems. Hier konnte u.
a. aufgrund des erfolgreichen Abschlusses von einigen Projekten aus dem Bereich Body-Structure
und Aerospace die EBIT-Marge auf 6,5% (Q1/15: 6,0%) erhöht werden. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) sank im Quartalsvergleich
von 59,5 Mio. € auf 48,6 Mio. €. Die im Vergleich zum EBIT gegenläufige Entwicklung
des EBITDA ist den geringeren Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation der Swisslog
Gruppe geschuldet, die sich im EBITDA nicht niederschlagen. Im Berichtszeitraum wurden
Abschreibungen in Höhe von 17,2 Mio. € (Q1/15: 31,4 Mio. €) verbucht. Diese entfallen
mit 5,4 Mio. € (Q1/15: 6,3 Mio. €) auf Robotics, mit 4,2 Mio. € (Q1/15: 4,6 Mio. €)
auf Systems, mit 5,8 Mio. € auf Swisslog (Q1/15: 19,4 Mio. €) sowie mit 1,8 Mio. €
(Q1/15: 1,0 Mio. €) auf den sonstigen Bereich. Das Finanzergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr von -2,7 Mio. € auf 1,0 Mio. € deutlich
verbessert werden. Die Zinserträge beliefen sich auf 3,5 Mio. € (Q1/15: 2,2 Mio. €) und beinhalten im
Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing. Währungseffekte
aus dem Finanzierungsbereich werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Der Nettoeffekt
führte im ersten Quartal zu einem Fremdwährungsgewinn von 1,4 Mio. € (Q1/15: -2,0
Mio. €). Der Zinsaufwand für die Wandelschuldverschreibung reduzierte sich bedingt durch die
seit Oktober 2015 vorgenommen Wandlungen von 1,7 Mio. € im Vorjahresvergleichsquartal
auf einen Betrag in Höhe von 0,3 Mio. €. Das im Oktober 2015 neu platzierte Schuldscheindarlehen
führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. €. Der Nettozinsaufwand für Pensionen
betrug 0,5 Mio. € (Q1/15: 0,4 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 2015 32,4
Mio. € (Q1/15: 24,8 Mio. €). Der Steueraufwand lag im Betrachtungszeitraum bei 11,5
Mio. € (Q1/15: 9,5 Mio. €). Damit beträgt die Steuerquote 35,5 % (Q1/15: 38,3 %). Das Ergebnis nach Steuern konnte Vergleich zum Vorjahresquartal um 36,6% auf 20,9
Mio. € gesteigert werden (Q1/15: 15,3 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie
erhöhte sich entsprechend von 0,44 € auf 0,54 €. Konzerngewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)scroll
FinanzlageDie Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert
um Ertragsteuern, Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und
Erträge ergibt. Mit 48,9 Mio. € im ersten Quartal 2016 (Q1/15: 61,5 Mio. €) stellt
diese einen Indikator für die gesunde Ertragslage des Unternehmens dar. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf -44,5 Mio. € (Q1/15: 22,3 Mio.
€). Diese Reduktion ist vor allem auf den Aufbau des Trade Working Capitals um 62,9
Mio. € auf 327,5 Mio. € zurückzuführen. Dieses hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Investitionen wurden in den ersten drei Monaten 2016 in Höhe von 19,0 Mio. € (Q1/15:
22,2 Mio. €) vorgenommen. Die Investitionen bei den Sachanlagen in Höhe von 9,9 Mio.
€ betreffen Investitionen in technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Für das im letzten Quartal 2015 fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum
in Augsburg waren noch kleinere nachlaufende Investitionen, wie z. B. Büro- und Innenausstattung
nötig. Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte wurden 9,0 Mio. € investiert, davon
4,7 Mio. € für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte. Im Zuge der nächsten Meilensteinzahlung
an die KBee AG, München erfolgten Abflüsse von Zahlungsmitteln in Höhe von 1,6 Mio.
€. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt -18,0 Mio. € (Q1/15: -27,0
Mio. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus
Investitionstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -62,5 Mio. € (Q1/15: -4,7 Mio.
€). Wie oben beschrieben ist hierbei der Aufbau des Working Capitals zu verzeichnen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 0,6 Mio. € (Q1/15: 2,4 Mio. €). Damit verfügte der KUKA Konzern zum 31. März 2016 über einen Finanzmittelfonds von
430,9 Mio. € (31. März 2015: 199,0 Mio. €). Die starke Erhöhung gegenüber dem Vorjahresvergleichswert
hängt im Wesentlichen mit der Einzahlung aus dem in Q4/15 begebenen Schuldscheindarlehen
zusammen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 reduzierte sich der Finanzmittelfonds
um 65,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 496,2 Mio. €). KonsortialkreditDer zur Unternehmensfinanzierung seit April 2015 abgeschlossene Konsortialkredit besteht
unverändert mit einer Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und
einer Betriebsmittellinie, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden
kann, in Höhe von 90,0 Mio. €. Im ersten Quartal 2016 hat KUKA von der vertraglichen
Verlängerungsoption Gebrauch gemacht. Damit hat der Konsortialkredit nunmehr eine
Laufzeit bis Ende 31. März 2021. Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien
aus dem Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt
91,1 Mio. € (31. Dezember 2015: 100,9 Mio. €). Kündigung der WandelschuldverschreibungMit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen
2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 gekündigt. Bis zu diesem Stichtag wurden im
ersten Quartal 2016 insgesamt 1.274.211 Aktien über nominal 32,2 Mio. € gewandelt.
Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag in Höhe
von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr angefallen Zinsen an die Investoren
zurück bezahlt. Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)scroll
VermögenslageZum Stichtag hat sich die Bilanzsumme des KUKA Konzerns um 11,7 Mio. € von 2.381,7
Mio. € per 31. Dezember 2015 auf 2.370,0 Mio. € leicht reduziert. Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite fielen gegenüber dem Vorjahresende
auf 812,6 Mio. € zum 31. März 2016 (31. Dezember 2015: 823,3 Mio. €). Dabei reduzierten
sich das Sachanlagevermögen um 3,6 Mio. €, die Forderungen aus Finanzierungsleasing
um 5,0 Mio. € sowie die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 2,2 Mio.
€. Wechselkurseffekte führten zu einer Reduktion des Geschäfts- und Firmenwerts von
2,2 Mio. €. Für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind Beträge in Höhe von
6,5 Mio. € angesetzt (31. Dezember 2015: 6,6 Mio. €) und unter den Finanzanlagen ausgewiesen.
Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf 51,1 Mio. € (31. Dezember 2015: 49,2
Mio. €) und entfallen mit 18,6 Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2015: 11,2
Mio. €). Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 31. März 2016 1.557,4 Mio. €
(31. Dezember 2015: 1.558,4 Mio. €). Weitere Erläuterungen zu den kurzfristigen Vermögenswerten
finden sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Das Eigenkapital konnte im Berichtszeitraum von 732,5 Mio. € auf 775,8 Mio. € gesteigert
werden. Neben dem Ergebnis nach Steuern (20,9 Mio. €) hat hierzu hauptsächlich die
Wandlung der Wandelschuldverschreibung in Anteile der KUKA AG und die daraus resultierende
Kapitalerhöhung von 44,6 Mio. € beigetragen. Eigenkapitalmindernd wirkten sich Währungskurseffekte
(i. W. USD, CHF und CNY) mit insg. -11,6 Mio. € aus. Aufgrund des im Vergleich zum
Geschäftsjahresende 2015 erneut niedrigeren Zinsniveaus, führte die erfolgsneutrale
Bewertung der Pensionen inkl. der darauf entfallenden latenten Steuern mit insgesamt
-9,9 Mio. € zu einer weiteren Reduktion des Eigenkapitals. Das den Minderheiten zustehende
Eigenkapital erhöhte sich leicht von 0,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 0,7 Mio.
€ zum 31. März 2016. Die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, ist
mit 32,7% im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 deutlich gestiegen (31. Dezember
2015: 30,8%). Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich insbesondere aufgrund der beschriebenen
Wandlung der Wandelschuldverschreibungen von 296,3 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf
251,9 Mio. € zum 31. März 2016. Die verbliebenen Finanzverbindlichkeiten betreffen
vornehmlich Ziehungen im Rahmen des bestehenden Konsortialkreditvertrags sowie das
begebene Schuldscheindarlehen. In der Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um
10,4 Mio. € spiegelt sich im Wesentlichen der erfolgsneutrale versicherungsmathematische
Verlust aus der erneuten Reduzierung des Diskontierungszinssatzes wider. Die kurzfristigen Schulden sind von 1.160,6 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf 1.142,4
Mio. € zum 31. März 2016 gefallen. Hierzu trugen auch die jahreszeitlich höheren Verbindlichkeiten
des Personalbereichs, wie z. B. Abgrenzungen für Urlaubstage, bei. Bezüglich der Verbindlichkeiten
des Trade Working Capitals verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlange. Die zum 31. März 2016 bestehende Nettoliquidität des Konzerns, d. h. die flüssigen
Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, hat sich im
Vergleich zum Jahresende 2015 von 199,9 Mio. € auf 179,0 Mio. € vermindert. Konzernvermögenslagescroll
Forschung & EntwicklungDie Aufwände für Forschung und Entwicklung des KUKA Konzerns beliefen sich im ersten
Quartal 2016 auf 29,9 Mio. € (Q1/15: 21,3 Mio. €). Damit lagen die Investitionen deutlich
über dem Wert des Vergleichszeitraums im Vorjahr. Der Aufwand für F&E kann vor allem
dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden. Bei Systems werden Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen von Kundenprojekten abgewickelt.
Im ersten Quartal 2016 arbeitete KUKA vor allem daran, das bestehende Produktportfolio
zu erweitern. Dazu zählen auch Schlüsseltechnologien für Industrie 4.0 wie die Mensch-Roboter-Kollaboration,
Mobilität und Smart Platforms, die KUKA auf der Hannover Messe präsentierte. Hello Industrie 4.0_we go digitalUnter dem Motto "Hello Industrie 4.0_we go digital" erweckte KUKA auf der Hannover
Messe abstrakte Begriffe wie Cloud, Big Data und Smart Factory durch reale Lösungen
und Anwendungsbeispiele zum Leben und demonstrierte, welchen Mehrwert Kunden aus dem
Megatrend Digitalisierung gewinnen. Dabei gehen klassische Hochtechnologien mit neuesten
Services und Diensten der IT-Welt Hand in Hand. KUKA erlaubte einen Blick in die Smart
Factory, wo Maschinen auf Bestellung ein individuelles Produkt komplett automatisiert
und miteinander vernetzt fertigten, und demonstrierte, wie Cloud Computing und Vernetzung
dabei helfen, Ausfallzeiten und Servicekosten zu minimieren. Auch der sichere Umgang
mit großen Datenmengen wurde im Standkonzept thematisiert. KR 3 AGILUS für die ElektronikindustrieAuf der Hannover Messe präsentierte KUKA den neu entwickelten KR 3 AGILUS, der speziell
auf die Anforderungen der Elektronikindustrie zugeschnitten ist. Diese zählt zu den
weltweit größten und am schnellsten wachsenden Märkten für roboterbasierte Automatisierung.
Mit der Weltpremiere des besonders kompakten Roboters vervollständigt KUKA die Produktreihe
wendiger Kleinroboter. Wie bei den anderen Kleinrobotern der KR AGILUS Serie liegt
hier der Fokus auf Geschwindigkeit und Präzision. Gleichzeitig ist er noch kompakter
und bietet so die ideale Lösung für kleinste Zellenkonzepte auf engem Raum, wie sie
etwa im 3C-Markt (Computer, Communications und Consumer Electronics) gefordert werden. Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration mit KR AGILUS Cobotics ConceptEine MRK-Umsetzung auf das industrielle Roboter-Portfolio zeigte KUKA am Beispiel
des KR AGILUS Cobotics Concept (CC). Dafür hat KUKA die KR AGILUS Serie im Rahmen
einer Konzeptstudie mit einem Kraftmomentensensor im Robotersockel ausgestattet. Der
KR AGILUS CC kann damit Kollisionen mit dem Menschen erkennen und sensitive Aufgaben
durchführen. Bei der Kollisionserkennung misst der Sensor ständig die einwirkenden
Kräfte und Momente. Im Falle der Kollision wird die Differenz zwischen Soll- und Ist-Wert
erkannt und der Roboter stoppt sofort die Aktion. Hier wird die extreme Schnelligkeit
und Präzision eines Industrieroboters mit der MRK-Funktionalität kombiniert. Der Benutzer
kann per Handführung einen Teach-Prozess im MRK-Modus mit dem KR AGILUS CC durchführen.
Der Kleinroboter setzt die Applikation dann im Automatikbetrieb im abgeschlossenen
Bereich mit Produktionsgeschwindigkeit um. KUKA Sunrise.Workbench -Grafische ProgrammierungMensch und Roboter arbeiten Hand in Hand: Mit dem KUKA LBR iiwa ist der universell
einsetzbare "Kollege Roboter" bereits Realität. Mit der Engineering-Suite KUKA Sunrise.Workbench
kann der LBR iiwa nun ganz einfach grafisch programmiert werden - auch ohne Programmierkenntnisse.
Der Benutzer entscheidet, welches Programm er mit dem Leichtbauroboter durchführen
möchte. Dazu wählt er in der Engineering-Suite KUKA Sunrise.Workbench aus Applikations-Toolboxen
vorprogrammierte Blöcke aus. Diese sind sowohl für einfachste Handlings-Applikationen
geeignet, als auch fähig, komplexe Montage-Applikationen im MRK-Betrieb zu realisieren.
So kann er schnell und in nur wenigen Schritten seine individuelle Roboterapplikation
kreieren. Das Roboter-Programm wird auf die Steuerung übertragen. Der Benutzer kann
dann wie gewohnt intuitiv die Zielpunkte durch einfaches Vormachen einteachen und
die Parameter der Blöcke optimieren. Unmittelbar danach führt der LBR iiwa die Applikation
nach den Wünschen des Benutzers aus. MitarbeiterAm 31. März 2016 waren im KUKA Konzern 12.433 Mitarbeiter beschäftigt. Im Vergleich
zum Vorjahresstichtag ist dies ein leichter Anstieg um 0,8% (Q1/15: 12.331). Im Geschäftsbereich
Robotics änderte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 3.800 auf 4.302 um 13,2%. Die
zusätzlichen Mitarbeiter wurden in allen Kundensegmenten - Automotive, General Industry,
Service - sowie in der Forschung und Entwicklung eingestellt. Bei KUKA Systems reduzierte
sich die Anzahl der Mitarbeiter von 5.832 auf 5.176 um 11,2%. Grund dafür war die
Veräußerung der HLS Engineering Group sowie des Geschäftsbereichs Werkzeugbau. Der
Geschäftsbereich Swisslog zählte zum Ende des diesjährigen ersten Quartals 2.574 Mitarbeiter
und damit 7,0% mehr als am Vorjahresstichtag (31. März 2015: 2.406). Die Anzahl der
Leiharbeitskräfte auf Konzernebene ging um 22,8% von 1.795 auf 1.386 zurück. Am Standort
Augsburg waren zum Ende des ersten Quartals 3.334 Mitarbeiter beschäftigt. Verglichen
mit dem Stichtag im Vorjahr stieg die Anzahl von 3.182 um 4,8%. Risiko- und ChancenberichtIn der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen
Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen
oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen
oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden
könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass
die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Im Hinblick auf die sich
auf den EBIT auswirkenden Risiken verweisen wir zudem auf den detaillierten Bericht
im Geschäftsbericht /Lagebericht 2015 (S. 53ff.). AusblickUnter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im
Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und
Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt
nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General
Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise
niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen
und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher
wenig automatisierte Produktionsschritte effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie
sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen. KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2016 einen
Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive
- und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung
beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und
der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge
von mehr als 5,5% vor der Kaufpreisallokation für Swisslog erreichen zu können. Der
Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog sollte in 2016 bei rund 10 Mio. €
liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr sein. Zwischenabschluss (Verkürzt)Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in Mio. € | Q1/15 | Q1/16 |
| Umsatzerlöse | 719,8 | 629,1 |
| Umsatzkosten | -561,6 | -452,5 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 158,2 | 176,6 |
| Vertriebskosten | -59,3 | -60,6 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -21,3 | -29,9 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -49,3 | -53,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,9 | 2,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2,3 | -3,2 |
| Ergebnis aus at Equity bewerteten Unternehmen | -1,4 | -1,0 |
| Betriebsergebnis | 27,5 | 31,4 |
| Überleitung zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | ||
| Im Betriebsergebnis enthaltene Finanzierungskosten | 0,6 | 0,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 28,1 | 31,4 |
| Abschreibungen | 31,4 | 17,2 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 59,5 | 48,6 |
| Zinserträge | 2,2 | 3,5 |
| Zinsaufwendungen | -4,9 | -2,5 |
| Finanzergebnis | -2,7 | 1,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 24,8 | 32,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -9,5 | -11,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 15,3 | 20,9 |
| davon auf Minderheitenanteile entfallend | -0,4 | -0,2 |
| davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend | 15,7 | 21,1 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € | 0,44 | 0,54 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in € | 0,42 | 0,54 |
| in Mio. € | Q1/15 | Q1/16 |
| Ergebnis nach Steuern | 15,3 | 20,9 |
| Positionen, die potenziell in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 56,2 | -11,7 |
| Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | -9,6 | -12,1 |
| Latente Steuern auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | 2,0 | 2,2 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Wertänderungen | 48,6 | -21,6 |
| Gesamterfolg | 63,9 | -0,7 |
| davon auf Minderheitenanteile entfallend | 1,0 | -0,2 |
| davon auf Aktionäre der KUKA AG entfallend | 62,9 | -0,5 |
| in Mio. € | Q1/15 | Q1/16 |
| Ergebnis nach Steuern | 15,3 | 20,9 |
| Ertragsteuern | 17,5 | 13,4 |
| Zinsergebnis | 2,7 | -1,0 |
| Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte | 23,5 | 7,7 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 7,9 | 9,5 |
| Sonstige (zahlungsunwirksame) Erträge | -7,7 | -3,0 |
| Sonstige (zahlungsunwirksame) Aufwendungen | 2,3 | 1,4 |
| Cash Earnings | 61,5 | 48,9 |
| Gewinne/Verluste aus Anlagenabgängen | -0,1 | 0,2 |
| Veränderung der Rückstellungen | -1,1 | -14,4 |
| Veränderung von Posten des Umlaufvermögens und der Schulden | ||
| Veränderung der Vorräte | -11,9 | -19,4 |
| Veränderung der Forderungen und Abgrenzungsposten | -26,4 | -56,0 |
| Veränderung der Schulden und Abgrenzungsposten (ohne Finanzschulden) | 4,5 | 8,4 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -3,5 | -11,2 |
| Sachverhalte, die dem Cashflow aus Investitionstätigkeit/Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -0,7 | -1,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 22,3 | -44,5 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0,4 | 0,5 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -6,6 | -9,7 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -15,6 | -9,3 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | -7,4 | -1,6 |
| Erhaltene Zinsen | 2,2 | 2,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -27,0 | -18,0 |
| Free Cashflow | -4,7 | -62,5 |
| Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von Bankverbindlichkeiten | 4,3 | 1,8 |
| Einzahlung aus erhaltenen Zuschüssen | 0,7 | 1,0 |
| Gezahlte Zinsen | -2,6 | -2,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 2,4 | 0,6 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -2,3 | -61,9 |
| Veränderungen aufgrund von Unternehmenserwerben | - | - |
| Wechselkurs- und sonstige Veränderungen des Finanzmittelfonds | 9,2 | -3,4 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 6,9 | -65,3 |
| (davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit) | 4,5 | 0,1 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 192,1 | 496,2 |
| (davon Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Anfang der Periode) | 2,4 | 3,2 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 199,0 | 430,9 |
| (davon Zahlungsmittel mit eingeschränkter Verfügbarkeit am Ende der Periode) | 6,9 | 3,3 |
| in Mio. € | 31.12.2015 | 31.03.2016 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 423,0 | 421,3 |
| Sachanlagen | 259,0 | 255,4 |
| Finanzinvestitionen | 3,9 | 3,8 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen | 6,6 | 6,5 |
| 692,5 | 687,0 | |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 65,2 | 60,2 |
| Ertragsteuerforderungen | 1,6 | 1,7 |
| Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 14,8 | 12,6 |
| Latente Steuern | 49,2 | 51,1 |
| 823,3 | 812,6 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 297,8 | 316,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 310,6 | 330,7 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 347,7 | 367,0 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | 8,5 | 8,3 |
| Ertragsteuerforderungen | 10,5 | 9,4 |
| Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen | 87,1 | 94,5 |
| 764,4 | 809,9 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 496,2 | 430,9 |
| 1.558,4 | 1.557,4 | |
| 2.381,7 | 2.370,0 |
| in Mio. € | 31.12.2015 | 31.03.2016 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 100,1 | 103,4 |
| Kapitalrücklage | 265,3 | 306,6 |
| Gewinnrücklagen | 367,6 | 366,5 |
| Ausgleichsposten für Anteile Dritter | -0,5 | -0,7 |
| 732,5 | 775,8 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 294,2 | 249,4 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 24,0 | 24,5 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 114,0 | 124,4 |
| Latente Steuern | 56,4 | 53,5 |
| 488,6 | 451,8 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 2,1 | 2,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 402,0 | 333,2 |
| Enthaltene Anzahlungen | 72,5 | 79,0 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 217,0 | 274,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,1 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 33,4 | 35,6 |
| Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen | 290,6 | 290,7 |
| Sonstige Rückstellungen | 143,0 | 126,7 |
| 1.160,6 | 1.142,4 | |
| 2.381,7 | 2.370,0 |
| Gewinnrücklagen | ||||||
| Aktienanzahl im Umlauf | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Währungsrücklage- umrechnung |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste |
Jahresüberschuss und sonstige Gewinnrücklagen |
|
| in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | in Mio. € | ||
| 1.1.2015 | 35.708.315 | 92,8 | 176,5 | 9,7 | -17,2 | 262,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 15,7 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 54,8 | -7,6 | ||||
| Gesamterfolg | - | - | - | - 54,8 | -7,6 | 15,7 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen | -1,4 | |||||
| 31.03.2015 | 35.708.315 | 92,8 | 176,5 | 64,5 | -24,8 | 276,8 |
| 1.1.2016 | 38.501.259 | 100,1 | 265,3 | 53,0 | -15,2 | 329,8 |
| Ergebnis nach Steuern | 21,1 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | -11,7 | -9,9 | ||||
| Gesamterfolg | - | - | - | -11,7 | -9,9 | 21,1 |
| Kapitalerhöhung aus Wandlungen | 1.274.211 | 3,3 | 41,3 | |||
| Veränderung Konsolidierungskreis/Sonstige Veränderungen | -0,6 | |||||
| 31.03.2016 | 39.775.470 | 103,4 | 306,6 | 41,3 | -25,1 | 350,3 |
| Anteilseignern zustehendes Eigenkapital in Mio. € |
Minderheiten zustehendes Eigenkapital in Mio. € |
Summe in Mio. € |
|
| 1.1.2015 | 524,3 | 16,8 | 541,1 |
| Ergebnis nach Steuern | 15,7 | -0,4 | 15,3 |
| Sonstiges Ergebnis | 47,2 | 1,4 | 48,6 |
| Gesamterfolg | 62,9 | 1,0 | 63,9 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstige Veränderungen |
-1,4 | -5,1 | -6,5 |
| 31.03.2015 | 585,8 | 12,7 | 598,5 |
| 1.1.2016 | 733,0 | -0,5 | 732,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 21,1 | -0,2 | 20,9 |
| Sonstiges Ergebnis | -21,6 | -21,6 | |
| Gesamterfolg | -0,5 | -0,2 | -0,7 |
| Kapitalerhöhung aus Wandlungen | 44,6 | 44,6 | |
| Veränderung Konsolidierungskreis/ Sonstige Veränderungen |
-0,6 | -0,6 | |
| 31.03.2016 | 776,5 | -0,7 | 775,8 |
| Robotics | Systems | Swisslog | ||||
| in Mio. € | Q1/15 | Q1/16 | Q1/15 | Q1/16 | Q1/15 | Q1/16 |
| Auftragseingang | 244,1 | 241,7 | 399,3 | 385,5 | 110,4 | 125,7 |
| Auftragsbestand (31.03) | 263,1 | 259,6 | 1.075,8 | 1.006,3 | 512,7 | 473,4 |
| Konzernaußenumsatzerlöse | 226,5 | 202,6 | 346,4 | 290,4 | 146,8 | 136,1 |
| in % der Konzernumsatzerlöse | 31,5% | 32,2% | 48,1% | 46,2% | 20,4% | 21,6% |
| Konzerninnenumsatzerlöse | 8,5 | 7,8 | 3,5 | 1,5 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatzerlöse der Bereiche | 235,0 | 210,4 | 349,9 | 291,9 | 146,8 | 136,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 83,0 | 85,7 | 55,0 | 53,9 | 19,5 | 37,2 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 35,3% | 40,7% | 15,7% | 18,5% | 13,3% | 27,3% |
| EBIT | 25,9 | 21,2 | 20,9 | 19,1 | -14,1 | -0,7 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 11,0% | 10,1% | 6,0% | 6,5% | -9,6% | -0,5% |
| EBITDA | 32,2 | 26,6 | 25,6 | 23,3 | 5,3 | 5,0 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | 13,7% | 12,6% | 7,3% | 8,0% | 3,6% | 3,7% |
| Vermögen | 432,0 | 459,1 | 809,2 | 709,3 | 582,4 | 614,4 |
| Anzahl der Mitarbeiter (31.03.) | 3.800 | 4.302 | 5.832 | 5.176 | 2.406 | 2.574 |
| KUKA AG und sonstige Gesellschaften | Überleitung und Konsolidierung | Konzern | ||||
| in Mio. € | Q1/15 | Q1/16 | Q1/15 | Q1/16 | Q1/15 | Q1/16 |
| Auftragseingang | - | - | -9,9 | -6,4 | 743,9 | 746,5 |
| Auftragsbestand (31.03) | - | - | -9,4 | -5,9 | 1.842,2 | 1.733,4 |
| Konzernaußenumsatzerlöse | - | - | - | - | 719,8 | 629,1 |
| in % der Konzernumsatzerlöse | - | - | - | - | 100,0% | 100,0% |
| Konzerninnenumsatzerlöse | - | - | -12,0 | -9,3 | - | - |
| Umsatzerlöse der Bereiche | - | - | -12,0 | -9,3 | 719,8 | 629,1 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | - | - | 0,7 | -0,2 | 158,2 | 176,6 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | - | - | 22,0% | 28,1% |
| EBIT | -4,4 | -8,1 | -0,2 | -0,1 | 28,1 | 31,4 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | - | - | 3,9% | 5,0% |
| EBITDA | -3,4 | -6,3 | -0,2 | 0,0 | 59,5 | 48,6 |
| in % der Umsatzerlöse des Bereichs | - | - | - | - | 8,3% | 7,7% |
| Vermögen | 518,4 | 547,3 | -437,7 | -443,7 | 1.904,3 | 1.886,4 |
| Anzahl der Mitarbeiter (31.03.) | 293 | 381 | - | - | 12.331 | 12.433 |
Der Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2016 der KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz
in Augsburg wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er
in der Europäischen Union zur Anwendung kommt, erstellt. Dabei wurde in Übereinstimmung
mit diesem Standard eine verkürzte Darstellung gewählt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zu lesen. Alle
Werte sind, sofern nicht anders bezeichnet, in Mio. € angegeben.
Der Konzernabschluss wurde nach den in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards
Board (IASB) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International
Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee
(SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee
(IFRS IC), ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden
ebenfalls berücksichtigt.
Im ersten Quartal 2016 haben sich keine Änderungen im Konsolidierungskreis ergeben.
Die folgenden Tabellen zeigen den Stand des Konsolidierungskreises zum 31. März 2016:
| Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen | Robotics | Systems | Swisslog | Sonstige | Gesamt |
| Stand 1.1.2016 | 23 | 40 | 32 | 3 | 98 |
| Stand 31.03.2016 | 23 | 40 | 32 | 3 | 98 |
| davon Inland | 1 | 11 | 5 | 2 | 19 |
| davon Ausland | 22 | 29 | 27 | 1 | 79 |
| Anzahl vollkonsolidierter Unternehmen | Robotics | Systems | Swisslog | Sonstige | Gesamt |
| Stand 31.03.2016 | 1 | 1 | - | 1 | 3 |
Der Buchwert der Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen, KBee AG, München,
Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd., Yangzhou/China und Barrett Technology,
LLC, Newton, Massachusetts/ USA beträgt zum Stichtag 6,5 Mio. €; das anteilige Ergebnis
-1,0 Mio. €.
Die Beteiligung an der KBee AG wurde im ersten Quartal durch eine vertragsgemäße Meilensteinzahlung
in Höhe von 1,6 Mio. € erhöht. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2015.
Die KUKA wendet im vorliegenden Konzernzwischenbericht, mit Ausnahme der nachfolgenden
beschriebenen Änderungen, grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 an. Für weitere Informationen verweisen
wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der Basis für den vorliegenden
Zwischenabschluss ist. Dieser ist auch im Internet unter www.KUKA.com abrufbar.
Seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 sind folgende neue Standards und Interpretationen
verpflichtend anzuwenden:
| ― |
Änderungen zur IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten |
| ― |
Änderungen zu IAS 1 - Anhangsangaben |
| ― |
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 - Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden |
| ― |
Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 - Landwirtschaft: Fruchttragende Gewächse |
| ― |
Änderungen zu IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge |
| ― |
Änderungen zu IAS 27 - Equity-Methode in separaten Abschlüssen |
| ― |
Annual Improvements 2010 - 2012 |
| ― |
Annual Improvements 2012 - 2014 |
| ― |
Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendungen der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht |
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergaben sich keine
bzw. nur geringe Auswirkungen für den Konzernabschluss.
Im KUKA Konzern wurden bis 2015 gem. IAS 23 Fremdkapitalkosten in Zusammenhang mit
langfristigen Fertigungsaufträgen aktiviert, da langfristige Fertigungsaufträge als
Qualifiying Assets zu qualifizieren sind und ein mittelbarer Zusammenhang der Finanzierung
über die Konzernmutter an die Tochterunternehmen bestand. Durch die vorgenommen Verbesserungen
der Fremdfinanzierungskonditionen des KUKA Konzerns konnten die Fremdkapitalkosten
deutlich reduziert werden (2016: 1,4%; 2015: 3,3%). Aufgrund der Tatsache, dass die
Ermittlung der zu aktivierenden Zinsen einen hohen internen Arbeitsaufwand verursacht,
die aktivierten Finanzierungskosten jedoch weder eine Steuerungsgröße im Konzern darstellen
noch zu einem besseren Informationsgehalt im Abschlusses führen, (Q1/15: -0,7 Mio.
€ aktivierte Finanzierungskosten) hat KUKA aus Kosten-Nutzen Überlegungen mit Wirkung
zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 beschlossen, bei langfristiger Auftragsfertigung
keine Fremdkapitalzinsen mehr zu berücksichtigen.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:
| Q1/15 | Q1/16 | |
| Anteil der Aktionäre der KUKA AG am Ergebnis nach Steuern (in Mio. €) | 15,7 | 21,1 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | 35.708.315 | 39.059.122 |
| unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,44 | 0,54 |
| verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 0,42 | 0,54 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA
Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt
im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt.
In den ersten drei Monaten 2016 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf befindlichen
Aktien 39,1 Mio. Stück (Q1/15: 35,7 Mio. Stück). Der Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum
ist bedingt durch die vollständige Wandlung der in 2013 emittierten Wandelanleihe.
Bereits im vierten Quartal 2015 wurden Wandlungen über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944
Aktien vorgenommen. Aufgrund der sehr guten Entwicklung der KUKA Aktie nahm die KUKA
Aktiengesellschaft von ihrem Recht Gebrauch und gab am 18. Februar 2016 die unwiderrufliche
Kündigung der Wandelschuldverschreibungen zum 24. März 2016 bekannt. Bis zu diesem
Termin nicht in Aktien der KUKA Aktiengesellschaft gewandelte Anteile an Wandelschuldverschreibungen
sind zu einem Kurs von 100% an die Anteilseigner zurückbezahlt worden. Zusammen mit
den bereits im Vorfeld der Ankündigung stattgefundenen Wandlungen wurden im ersten
Quartal 2016 insgesamt 1.274.211 Aktien über nominal 32,2 Mio. € gewandelt.
Zum 31. März 2016 bestehen folglich keine Finanzverbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen
mehr.
Das Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 103.416.222,00€ (Q1/15: 92.841.619,00
€). Es unterteilt sich in 39.775.470 (Q1 /15: 38.501.259) im Umlauf befindliche, auf
den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.
Die Veränderungen der Rechnungszinssätze beeinflussen die Pensionsrückstellungen und
es entstehen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Die Entwicklung der
bei KUKA angewandten Rechnungszinssätze für Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen
zeigt nachfolgende Tabelle:
| 31.12.2015 | 31.03.2016 | |
| Deutschland | 2,20% | 1,65% |
| Schweiz | 0,75% | 0,50% |
| UK | 4,00% | 3,70% |
| Schweden | 2,90% | 2,75% |
| USA | 4,12% -4,25% | 3,75% |
Insgesamt ergeben sich für die Defined Benefit Obligation (DBO) sowie die bei externen
Pensionsfonds angelegten Mittel versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 12,1
Mio. €. Unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden versicherungsmathematische
Effekte in Höhe von insgesamt -9,9 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Der erneute Rückgang der Rechnungszinssätze führte vor allem bei den deutschen und
schweizerischen Gesellschaften mit Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen
Verlusten im ersten Quartal 2016.
Die KUKA Aktiengesellschaft hat in 2013 in zwei Tranchen eine Wandelschuldverschreibung
mit einem Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. € ausgegeben. Die Stückelung betrug 100.000
€. Der anfängliche Wandlungspreis betrug 36,8067 € pro Aktie, das Wandlungsverhältnis
lag damit bei 2.716,8967 Aktien pro einzelne 100.000 €-Stück. Insgesamt berechtigte
die Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende
Stückaktien der KUKA AG (davon 1.597.535 aus der Tranche im Februar 2013 und 2.477.80
9 aus der Tranche im Juli 2013). Die Anleihe war mit einem Zinskupon von 2,0% p. a.
ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgten halbjährlich jeweils am 12. Februar und
am 12. August.
Wie weiter oben bereits aufgeführt, wurde die Wandelschuldverschreibung zum 24. März
2016 unwiderruflich gekündigt. Bis zum Zeitpunkt der Kündigung wurden insgesamt Anteile
mit einem Nominalwert in Höhe von 149,7 Mio. € in 4.067.155 Stück Aktien der KUKA
Aktiengesellschaft gewandelt (davon 1.274.211 Stück im ersten Quartal 2016). Die nicht
gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio.
€ wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr angefallen Zinsen an die Investoren ausbezahlt.
Am 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen
von 250,0 Mio. € platziert, aus dem nach Abzug der Transaktionskosten in Höhe von
1,1 Mio. € der KUKA AG 248,9 Mio. € zuflossen.
Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat
ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von 5 Jahren; die Tranche 2 hat ein
Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von 7 Jahren. Der Emissionskurs betrug
100,0% bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. bzw. einem Vielfachen davon. Die
Rückzahlung erfolgt zu 100,0% in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche.
Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15% für die Tranche 1 bzw. 1,61%
für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober.
Zum 31. März 2016 sind Zinsen in Höhe von 1,6 Mio. € (31. Dezember 2015: 0,8 Mio.
€) abgegrenzt.
Bilanziell wurde das Schuldscheindarlehen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden
Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € angesetzt. Die
Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag
wird über die Laufzeit der jeweiligen Tranchen unter Anwendung der Effektivzinsmethode
im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Transaktionskosten erhöht sich
der Zinssatz für die Tranche 1 auf 1,24% effektiv bzw. für die Tranche 2 auf 1,67%
effektiv.
Der Buchwert inkl. anteiligen Zinsabgrenzungen beläuft sich zum 31. März 2016 auf
250,6 Mio. € (31. Dezember 2015: 249,0 Mio. €).
Die KUKA AG finanziert sich unter anderem über einen Konsortialkredit, der eine Bürgschafts-
und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und eine Betriebsmittellinie, die auch
für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann, in Höhe von 90,0 Mio. € vorsieht.
Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält
lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Die
finanziellen Covenants bestehen in einer Untergrenze für den Zinsdeckungsgrad (EBITDA
zu Nettozinsaufwand) sowie einer Obergrenze für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten
zu EBITDA).
Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag
der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 91,1 Mio. € (31. Dezember 2015:
100,9 Mio. €).
Im März 2016 übte die KUKA AG die erste der zwei bestehenden Verlängerungsoptionen
aus und verlängerte die Laufzeit des Konsortialkreditvertrages um ein Jahr auf den
30. März 2021. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015.
Die von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags
zugesagten Aval-Linien belaufen sich zum 31. März 2016 auf 89,0 Mio. € (31. Dezember
2015: 89,0 Mio. €), und können in vollem Umfang genutzt werden. Die Ausnutzung betrug
zum Stichtag 51,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 47,1 Mio. €).
Der KUKA Konzern hat im Juni 2011 ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit einem
Volumen von 25,0 Mio. € aufgelegt. Dieses Programm wurde zum 31. März 2016 mit 16,2
Mio. € (31. Dezember 2015: 16,4 Mio. €) in Anspruch genommen.
IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die
Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen
Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird
dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen
Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen
bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Gemäß IFRS 13 sind die
zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der
Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie
wie folgt definiert:
Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden
Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar
sind
Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren.
Folgende Tabelle stellt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar:
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte | - | 6,9 | 2,0 | 8,9 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | 1,7 | - | 1,7 |
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte | - | 4,6 | 2,1 | 6,7 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | 3,8 | - | 3,8 |
Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 1 betreffen in der Regel gemischte Fondsanteile.
Derzeit fallen keine finanziellen Vermögenswerte in die Fair-Value-Hierarchie Stufe
1. Die unter Stufe 2 ausgewiesenen Werte betreffen im Wesentlichen die aktivierten
und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter
finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs
und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt.
Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte
der Stufe 3 enthalten Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen.
Alle anderen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
und entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten.
Aufgrund der internen Berichts- und Organisationsstruktur ergibt sich für die Segmentierung
der KUKA die Unterteilung in die Segmente KUKA Robotics, KUKA Systems und Swisslog.
Die wesentlichen Finanzgrößen werden für alle drei Segmente ermittelt. Für die Steuerung
des Segmentergebnisses wird das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) als entscheidende
Kennzahl herangezogen.
Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der
Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog
sowie tabellarisch zu Beginn der Erläuterungen zum Quartalsabschluss dargestellt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7 die Zahlungsmittelveränderung im
KUKA Konzern. Der Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen
Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie
innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zahlungsmittel in Höhe von 3,3 Mio. € (31.
Dezember 2015: 3,2 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen
noch im Zusammenhang mit in Vorjahren getätigten Unternehmenserwerben sowie mit einem
staatlich geförderten Auftrag in Brasilien.
Im Wesentlichen haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
gegenüber dem 31. Dezember 2015 nicht verändert.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und
Personen nahezu unverändert. Dazu zählen die assoziierten Unternehmen sowie die nicht
konsolidierten Tochterunternehmen. Zudem zählen die Voith Gruppe sowie die Loh Gruppe
zu den nahe stehenden Unternehmen.
Insgesamt wurden von nahestehenden Unternehmen und Personen im ersten Quartal 2016
2,0 Mio. € Leistungen erbracht und 0,9 Mio. € Leistungen empfangen.
Weiterhin bestanden zum Stichtag insgesamt Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen
und Personen in Höhe von 1,3 Mio. € und Verbindlichkeiten sowie sonstige Leistungsverpflichtungen
in Höhe von 1,2 Mio. €.
Die vertraglich vereinbarten, künftigen Kapitaleinzahlungen in die KBee AG erfolgen
bis Ende 2016 in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine und betragen
noch 1,3 Mio. €.
Es haben sich nach dem Bilanzstichtag bis zum Datum dieses Berichts keine berichtspflichtigen
Ereignisse mit Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage ergeben.
Augsburg, den 3. Mai 2016
Der Vorstand
| Dr. Till Reuter | Peter Mohnen |
| Hauptversammlung, Augsburg | 27. Mai 2016 |
| Zwischenbericht zweites Quartal | 3. August 2016 |
| Zwischenbericht drittes Quartal | 9. November 2016 |
Dieser Quartalsbericht wurde am 4. Mai 2016 veröffentlicht und ist bei der KUKA Aktiengesellschaft,
Abteilung Public Relations/Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache
zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich.
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