![]() KUKA AktiengesellschaftAugsburgZwischenbericht zum 30. Juni 2016H1/16ZwischenberichtEntwicklung in H1/16Auftragseingang steigt um 13,9% auf insgesamt 1.639,9 Mio. € in H1/16; Swisslog erzielt
dabei einen Auftragseingang von 335,8 Mio. €
Umsatzerlöse liegen bei 1.333,2 Mio. € in H1/16 nach 1.477,4 Mio. € in H1/15
EBITDA bei 81,5 Mio. € in H1/16 nach 132,9 Mio. € in H1/15
Operative EBIT Marge vor Kaufpreisallokation für Swisslog erreicht 5,5% in H1/16 (vor
Sonderkosten Midea) nach 6,4% in H1/15 (vor Buchgewinn HLS) Das Ergebnis nach Steuern lag in H1/16 bei 30,4 Mio. €, nach 41,5 Mio. € in H1/15 Kennzahlen Konzernscroll
scroll
*
Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe VorwortSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,das zweite Quartal war besonders und ereignisreich. KUKA war stark im Medienfokus.
Midea hatte Mitte Mai, eine Woche vor der Hauptversammlung, ein Übernahmeangebot für
KUKA ankündigt, das in aller Öffentlichkeit diskutiert wurde. Mittlerweile ist die
Nachfrist abgelaufen. Fest steht, dass Midea bis jetzt über 86 Prozent der KUKA Aktien
angedient bekommen hat. Das heißt, Sie, die KUKA Aktionäre, haben das Angebot positiv
bewertet und Ihre Entscheidung getroffen. Unabhängig davon konzentrieren wir uns bei KUKA auf unseren langfristigen Erfolg. Wir haben mit Midea eine Vereinbarung getroffen, die uns bis 2023 Standort- und Beschäftigungsgarantien
gibt und in der sich Midea zu Strategie und Management der KUKA bekennt. Auf Basis
dieser Zusagen wird KUKA so weiter machen wie bisher und den Wachstumskurs fortsetzen. Wir blicken auf ein erfolgreiches zweites Quartal, in dem die Auftragseingänge mit
893,4 Mio. € einen neuen Rekordwert erreicht haben. Zwar gingen die Umsatzerlöse von
1.477,4 Mio. € in H1/15 auf 1.329,8 Mio. € in H1/16 zurück, doch in 2016 werden mehr
Projekte und auch größere Projekte in der zweiten Jahreshälfte umgesetzt werden. KUKA steht weltweit für Automation "made in Germany" und das soll auch so bleiben. Unsere Basis ist Augsburg, wo wir im vergangenen Monat unser neues Entwicklungs- und
Technologiezentrum (ETZ) eingeweiht haben. Der Neubau markiert den Startpunkt unserer digitalen Transformation und ist gleichzeitig
ein Bekenntnis zu unserem Heimatstandort Augsburg. Mit rund 200 Gästen aus Wirtschaft
und Politik feierten wir ganz im Zeichen unserer Technologien, Produkte und Lösungen
für Industrie 4.0. So begrüßten wir EU-Kommissar Günther Oettinger und Bayerns Wirtschaftsministerin
Ilse Aigner als Wegbegleiter unserer digitalen Entwicklung. Rund 7.000 Gäste hatten
wir dann bei unserem Familientag, den wir als idealen Auftakt für das zweite Halbjahr
sehen. Wesentliche Wachstumstreiber sind der chinesische Markt, Industrie 4.0. sowie der
Ausbau von Aktivitäten im Logistikbereich und in der Servicerobotik. Spannende Themen. Ich freue mich darauf, diese mit der KUKA Mannschaft voranzubringen und bedanke mich
bei allen KUKA Mitarbeitern, dass sie in den vergangenen Wochen, die für uns alle
anstrengend waren, so gut zusammengehalten haben. Mit diesem Team werden wir eine
erfolgreiche Zukunft haben. Davon bin ich überzeugt. Ihr Till Reuter KUKA am KapitalmarktDie deutschen Aktienmärkte haben sich im ersten Halbjahr 2016 uneinheitlich gezeigt
und sehr volatil entwickelt. Bis März 2016 wurden die Kapitalmärkte vor allem durch
die verhaltenen Wachstumsaussichten in China und die starken Rückgänge des Ölpreises
geprägt. Die anfängliche Erholung der Kapitalmärkte zu Beginn des zweiten Quartals,
nachdem die Ölpreise wieder stiegen, wurde jedoch vom EU-Referendum in Großbritannien
am 23. Juni 2016 eliminiert. Durch die Entscheidung für den EU-Austritt steigt die
Unsicherheit der Kapitalmarktteilnehmer bezüglich der weiteren Entwicklung der Konjunktur.
Gestützt werden die Märkte jedoch weiterhin vom unverändert niedrigen Zinsumfeld.
Der DAX fiel um 10% auf 9.680 Punkte und der MDAX um 5% auf 19.843 Punkte. Übernahmeangebot von MECCA/MIDEA für KUKAWie am 18. Mai 2016 angekündigt, erfolgte am 16. Juni 2016 von Midea ein Übernahmeangebot
in Form eines Barangebots zu 115 € je KUKA Aktie an alle KUKA Aktionäre. Mit der Veröffentlichung
der Angebotsunterlagen begann auch die vierwöchige Annahmefrist, während der die KUKA
Aktionäre das Angebot von Midea annehmen konnten. Im Anschluss daran erfolgte im Zeitraum
21. Juli 2016 bis 3. August 2016 die Nachfrist. Am 28. Juni 2016 gab KUKA bekannt, dass mit Midea eine Investorenvereinbarung unterzeichnet
wurde, die Midea bis Ende 2023 vertraglich an weitreichende Zusagen bindet. Zu diesen
Zusagen gehören unter anderem Standort- und Beschäftigungsgarantien, das Bekenntnis
zur bestehenden Strategie von KUKA und zur Unabhängigkeit des Vorstands, Vereinbarungen
zum Schutz von Geschäftspartner-Daten sowie die Zusage, keinen Beherrschungsvertrag
und kein Delisting anzustreben. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der KUKA Aktiengesellschaft haben nach einer sorgfältigen
Prüfung die vorgeschriebene Begründete Stellungnahme gemäß § 27 des Wertpapiererwerbs-
und Übernahmegesetzes (WpÜG) am 28. Juni 2016 abgegeben. Darin kommen sie zu dem Schluss,
dass das Angebot im Sinne des Unternehmens, seiner Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter
ist. Den Aktionären wurde daher empfohlen, das Angebot anzunehmen. Die Gesamtentwicklung der KUKA Aktie im ersten Halbjahr 2016 wurde durch das Übernahmeangebot
maßgeblich beeinflusst und führte zu einer deutlich besseren Entwicklung als der MDAX.
Die KUKA Aktie stieg von 83,05 € auf 106,50 € und legte damit um 28% zu. Ein neues
Allzeithoch erreichte die Aktie am 18. Mai 2016 mit 114,40 €. LageberichtWirtschaftliches UmfeldIWF senkt Prognose für WirtschaftswachstumIm Juli 2016 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose, wie bereits
im April, für die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums 2016 und 2017 abermals
gesenkt und um 0,1 Prozentpunkte nach unten korrigiert. Nach einem Plus von 3,1% in
2015, wird in diesem Jahr nunmehr ein Wachstum von 3,1% (alt 3,2%) erwartet. In 2017
soll die Weltwirtschaftsleistung um 3,4% (alt: 3,5%) ansteigen. Bei der ersten Senkung
im April warnte der IWF besonders vor einer langfristigen Stagnation, die sich durch
die niedrigen Rohstoffpreise dämpfend auf die Investitionen und den Konsum in vielen
Schwellenländern ergeben könnte. Viele Industriestaaten stecken in der Wachstumskrise,
sind aber wie Japan oder Italien zu hoch verschuldet, um für Unternehmen große Konjunkturanreize
schaffen zu können. China wächst langsamer und steht vor einer weiteren Anpassung
seiner Wirtschaftsstruktur. Der IWF warnte vor Risiken, die sich aus Chinas Transformationsprozess hin zu einem
nachhaltigeren Wachstum, das stärker auf Konsum und Dienstleistungen beruht, ergeben
könnten. Die abermalige Senkung der Prognose für die Weltwirtschaft im Juli, fußt
vornehmlich auf der Entscheidung der Briten die EU verlassen zu wollen. Der Brexit
habe nach Einschätzung des IWF die ökonomischen, politischen und institutionellen
Unsicherheiten weltweit erheblich erhöht. Ohne das Votum Großbritanniens wäre die
Prognose für die Weltwirtschaft durch den IWF sogar angehoben worden. Die größten Anpassungen der Prognosen für 2017 nahm der IWF für Großbritannien (-0,9
Prozentpunkte), Deutschland (-0,4 Prozentpunkte), Spanien (-0,2 Prozentpunkte) und
Italien (-0,1 Prozentpunkte) vor. Die Erwartungen für China und die USA wurden wegen
dem geplanten Brexit jedoch nicht angepasst, da hier nur geringfügige Auswirkungen
erwartet werden. AutomobilnachfragePkw-Märkte Europa, China und USA legen in H1/16 zuIm ersten Halbjahr 2016 legten laut Verband der Automobilindustrie (VDA) die drei
wichtigsten Pkw-Märkte Westeuropa (+9%), China (+12%) und USA (+1%) deutlich zu. Der
westeuropäische Pkw-Markt erreichte in den ersten sechs Monaten mit gut 7,5 Mio. Neuzulassungen
ein hohes Absatzvolumen, das besonders für die deutschen Konzernmarken erfreulich
ist, da ihr Marktanteil hier bei rund 50% liegt. Der VDA geht auch davon aus, dass
2016 in Westeuropa wieder ein Wachstumsjahr sein wird. Der US-amerikanische Markt für Light Vehicles (Pkw und Light Trucks) stieg im Juni
durch die weiterhin gute Lage auf dem Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen sowie relativ
günstige Spritpreise um mehr als 2%. Damit verzeichnet der Markt insgesamt im ersten
Halbjahr 2016 eine Absatzmenge von 8,6 Mio. Neufahrzeugen. Spitzenreiter war der chinesische
Pkw-Markt mit einem zweistelligen Wachstum (+12%). Beflügelt wurde dieses Absatzplus
durch eine reduzierte Mehrwertsteuer für Pkw mit einem Hubraum von bis zu 1,6 Litern
und durch eine steigende Nachfrage nach SUV-Modellen. Insgesamt wurden in China im
ersten Halbjahr 2016 gut 10,6 Mio. Fahrzeuge verkauft. Robotik und AutomationAbsatz von Industrierobotern steigt weiterDie International Federation of Robotics (IFR) hat am 22. Juni 2016 die finalen Roboter
Absatzzahlen für 2015 im Rahmen der Messe "Automatica" in München veröffentlicht.
Demnach wurde in 2015 ein neuer Absatzrekord erzielt: insgesamt wurden weltweit 248.000
Industrieroboter verkauft. Damit wurde der Vorjahreswert um 12% übertroffen. Das Plus
wurde vor allem von den Segmenten Metall (+63%), Kunststoff und Gummi (+40%) sowie
Electronics (+16%) getragen. Regional gesehen verzeichnete China mit 68.000 Einheiten
ein Wachstum von 17% gegenüber dem Vorjahr. Dabei konnten die internationalen Roboterhersteller
einen Marktanteil von 69% verbuchen. Im Vergleich zum Jahr 2014 erhöhte sich der Absatz
in Europa um 10% auf nunmehr 50.000 Einheiten. USA, Kanada und Mexiko verkauften insgesamt
37.000 Industrieroboter. Dies entspricht einer Steigerung von 15% gegenüber dem Vorjahr. GeschäftsverlaufAuftragseingangKUKA KonzernDer KUKA Konzern konnte im abgelaufenen Quartal einen Auftragseingang in Höhe von
893,4 Mio. € erreichen. Dies entspricht einem Plus von 28,4% gegenüber dem guten Vorjahresquartal
(Q2/15: 696,0 Mio. €). Der Auftragseingang im abgelaufenen Quartal markiert damit
einen neuen Rekordwert von KUKA und unterstreicht die generell hervorragende Nachfrage
in der roboterbasierten Automation. Zu diesem Ergebnis haben alle drei Geschäftsbereiche
mit deutlichen Zuwächsen beigetragen: Swisslog mit +71,0% sowie Systems mit +22,4%
und Robotics mit +14,6%. Kundenseitig wuchs sowohl General Industry als auch Automotive. Im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete KUKA Auftragseingänge von insgesamt 1.639,9 Mio.
€. Dies entspricht einem Anstieg von 13,9% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 (H1/15:
1.439,9 Mio. €). KUKA RoboticsDer Geschäftsbereich Robotics konnte im zweiten Quartal 2016 Auftragseingänge von
252,2 Mio. € erwirtschaften und lag damit zum dritten Mal in Folge über der 200 Mio.
€ Schwelle. Somit ergab sich ein Plus von 14,6% im Vergleich zum zweiten Quartal 2015
(Q2/15: 220,0 Mio. €). Gründe für diese positive Entwicklung waren insbesondere die
starke Nachfrage aus den Bereichen Automotive, General Industry und Service. Regional
gesehen waren vor allem China, Deutschland und Osteuropa die Treiber für diese guten
Ergebnisse. Der Auftragseingang konnte sich im ersten Halbjahr 2015 von 464,1 Mio. € auf 493,9
Mio. € im Vergleichszeitraum 2016 erhöhen. Das Segment Automotive verbuchte im zweiten Quartal 2016 Auftragseingänge mit einem
Gesamtvolumen von 98,0 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg von 24,4% verglichen mit
dem Vorjahreswert (Q2/15: 78,8 Mio. €). Die Aufträge wurden überwiegend von deutschen
und chinesischen Automobilherstellern vergeben. Auch das General Industry Geschäft
verbesserte sich weiter und verzeichnet ein Wachstum von 7,8% auf 103,9 Mio. € (Q2/15:
96,1 Mio. €). Damit lag der Anteil des General Industry Geschäfts am gesamten Auftragseingang
bereits neun Quartale in Folge höher als der Anteil aus dem Segment Automotive. Auch
der Service Anteil steigerte sich von 45,1 Mio. € im zweiten Quartal 2015 auf 50,3
Mio. € im zweiten Quartal 2016. Dies entspricht einem Plus von insgesamt 11,5%. KUKA SystemsIm zweiten Quartal 2016 konnte der Geschäftsbereich Systems Auftragseingänge mit einem
Gesamtvolumen von 440,0 Mio. € erwirtschaften. Dies ist ein Anstieg von 22,4% verglichen
mit dem Vorjahreswert (Q2/15: 359,6 Mio. €). Im abgelaufenen Quartal entwickelte sich
das Automotivegeschäft in Europa sehr dynamisch, aber auch der Bereich Assembly &
Test ist deutlich gewachsen. Systems konnte im ersten Halbjahr 2016 Auftragseingänge mit einem Volumen von 825,5
Mio. € verbuchen (H1/15: 758,9 Mio. €), was einem einem Anstieg von 8,8% entspricht.
Bereinigt um die verkauften Einheiten HLS und Werkzeugbau, die in H1/15 gemeinsam
einen Auftragseingang von 46,8 Mio. € beisteuern konnten, hätte Systems einen Anstieg
von 15,9% verzeichnet. SwisslogDer Auftragseingang des Geschäftsbereichs Swisslog erreichte im zweiten Quartal 2016
einen Wert von 210,1 Mio. € (Q2/15: 122,9 Mio. €) und erhöhte sich damit um 71,0%
gegenüber dem Vergleichswert des Vorquartals. Hierin zeigt sich die erfolgreiche Umsetzung
der Maßnahmen zur Umsatzsteigerung und der Gewinn eines Großauftrags. Im ersten Halbjahr 2016 kletterte der Auftragseingang um 43,9% auf 335,8 Mio. € (H1/15:
233,3 Mio. €). Besonders der Bereich Logistik verzeichnete ein sehr deutliches Wachstum. UmsatzerlöseKUKA KonzernDer KUKA Konzern erwirtschaftete im zweiten Quartal 2016 Umsatzerlöse in Höhe von
704,1 Mio. €. Verglichen mit dem Vorjahreswert von 757,6 Mio. € bedeutet dies einen
Rückgang von -7,1%. Grund für diese Entwicklung ist, dass in den Geschäftsbereichen
Systems und Swisslog in diesem Jahr größere Aufträge tendenziell im zweiten Halbjahr
von den Kunden abgerufen und ausgeführt werden. Im Vergleich dazu konnte der Bereich
Robotics ein Plus von insgesamt 14,4% verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2016 erreichten die Umsatzerlöse den Wert von 1.333,2 Mio. €. Verglichen
mit dem ersten Halbjahr 2015 lag der Rückgang bei -9,8% (H1/15: 1.477,4 Mio. €). KUKA RoboticsIm zweiten Quartal 2016 verbuchte der Geschäftsbereich Robotics Umsatzerlöse von 248,3
Mio. € - der höchste Wert in einem Quartal. Dies entspricht einem Plus von 14,4% gegenüber
dem Vergleichsquartal (Q2/15: 217,0 Mio. €). Vor allem das Segment Automotive hat
zu diesem Wachstum mit 35,9% beigetragen. Im Berichtsquartal verzeichnete das Segment
Service einen Anstieg von 11,5%. Während das Segment General Industry nahezu das gleiche
Niveau erreichte. Im ersten Halbjahr 2016 kletterten die Umsatzerlöse bei Robotics auf 458,7 Mio. €.
Verglichen mit dem Wert des Vorjahres (H1/15: 452,0 Mio. €) entspricht dies einem
Anstieg von 1,5%. Damit wurde der höchste Wert in einem Halbjahr erreicht. KUKA SystemsIm Geschäftsbereich Systems beliefen sich die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2016
auf 313,9 Mio. €. Dies ist ein Rückgang von -17,9% gegenüber dem Vorjahresquartal
(Q2/15: 382,3 Mio. €). Die Gründe dafür sind unter anderem der Verkauf der HLS Gruppe
und des Werkzeugbaus, die im Vorjahresquartal noch einen Umsatz von rund 23 Mio. €
beisteuerten sowie die Umsetzung von Großprojekten, die vornehmlich im zweiten Halbjahr
2016 erfolgen wird. Im ersten Halbjahr 2016 verringerten sich die Umsatzerlöse um 17,3% auf 605,8 Mio.
€ verglichen zum ersten Halbjahr 2015 (H1/15: 732,2 Mio. €). Die Umsatzerlöse der
HLS Gruppe und des Werkzeugbaus steuerten in H1/15 rund 50 Mio. € bei. SwisslogIm zweiten Quartal 2016 summierten sich die Umsatzerlöse von Swisslog auf 148,4 Mio.
€. Dies entspricht einem Rückgang von -11,4% gegenüber dem Vergleichsquartal (Q2/15:
167,5 Mio. €). Die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2016 erreichten den Wert von 284,5
Mio. €. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 (H1/15: 314,3 Mio. €) verringerte sich
der Wert damit um 9,5%. Book-to-Bill Ratio und AuftragsbestandKUKA KonzernDie Book-to-Bill Ratio, d.h. das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen,
lag im Berichtsquartal bei 1,27 (Q2/15: 0,92) und im ersten Halbjahr 2016 bei 1,23
(H1/15: 0,98). Sowohl im Quartals- als auch im Halbjahresvergleich hat sich dieser
Wert stark verbessert und liegt deutlich über 1. Dabei profitierte die Kennzahl von
den hohen Auftragseingängen. Der Auftragsbestand erreichte am 30. Juni 2016 den Wert von 1.923,0 Mio. € und übertraf
damit den Wert des Vorjahres (30. Juni 2015: 1.786,3 Mio. €) um 7,7%. Verglichen zum
Vorquartal erhöhte sich der Auftragsbestand um 10,9% (Q1/16: 1.733,4 Mio. €). KUKA RoboticsRobotics erzielte im zweiten Quartal 2016 eine Book-to-Bill Ratio von 1,02 und lag
damit auf dem Niveau des Vorjahres (Q2/15: 1,01). Im ersten Halbjahr 2016 erhöhte
sich der Wert auf 1,08 von 1,03 im ersten Halbjahr 2015. Der Auftragsbestand erreichte am 30. Juni 2016 259,2 Mio. €, ohne Berücksichtigung
von gewonnenen Rahmenverträgen. Gegenüber dem Auftragsbestand vom ersten Halbjahr
2015 (H1/15: 267,0 Mio. €) ergab sich ein Rückgang von -2,9%. Der Grund hierfür ist
die Entwicklung im Segment Automotive, da die großen Auftragsvolumina in diesem Bereich
die Vergleichbarkeit erheblich beeinflussen können. KUKA SystemsDie Book-to-Bill Ratio im Geschäftsbereich Systems kletterte von 0,94 im zweiten Quartal
2015 auf 1,40 im zweiten Quartal 2016. Im ersten Halbjahr 2016 lag der Wert bei 1,36
(H1/15: 1,04). Zum 30. Juni erwirtschaftete der Geschäftsbereich Systems einen Auftragsbestand in
Höhe von 1.134,0 Mio. €. Dieser Wert lag mit 8,0% über dem Vergleichswert (H1/15:
1.049,6 Mio. €). SwisslogIm zweiten Quartal 2016 erwirtschaftete Swisslog eine Book-to-Bill Ratio von 1,42.
Im Vorjahresquartal lag dieser Wert bei 0,73. Im ersten Halbjahr 2015 betrug der Wert
0,74 und erhöhte sich auf 1,18 im ersten Halbjahr 2016. Der Auftragsbestand erreichte zum 30. Juni 2016 einen Wert von 538,2 Mio. € (Q2/15:
477,5 Mio. €). EBITKUKA KonzernDas operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), vor der Kaufpreisallokation
für Swisslog und vor den Sonderkosten im Zuge der Übernahme durch Midea, lag in Q2/16
bei 38,7 Mio. € (Marge: 5,5%). Im Vorjahresquartal lag das vergleichbare operative
EBIT, also vor Kaufpreisallokation und vor dem Buchgewinn durch den Verkauf der HLS,
bei 49,4 Mio. € (Marge: 6,5%). Unter Berücksichtigung der nicht operativen Aufwendungen
(Kaufpreisallokation/Midea) und des nicht operativen Ertrags (HLS) reduzierte sich
das EBIT von 40,3 Mio. € (Q2/15) auf 15,3 Mio. € (Q2/16); die EBIT Margen lagen entsprechend
bei 5,3% (Q2/15) bzw. 2,2% (Q2/16). Im ersten Halbjahr 2016 lag das operative EBIT bei 72,8 Mio. € (Marge: 5,5%) und im
Vergleichszeitraum im Vorjahr bei 95 Mio. € (Marge: 6,4%). Unter Berücksichtigung
der nicht operativen Themen reduzierte sich das EBIT von 68,4 Mio. € (H1/15) auf 46,7
Mio. € (H1/16). RoboticsDas EBIT von Robotics erhöhte sich von 24,0 Mio. € im zweiten Quartal 2015 auf 25,5
Mio. € im Vergleichsquartal 2016. Dieses erfreuliche Ergebnis konnte trotz des überproportionalen
Mitarbeiteraufbaus in China als auch der höheren Aufwendungen für den Bereich Forschung
und Entwicklung erreicht werden. Grund hierfür ist das gute Umsatzwachstum im zweiten
Quartal 2016. Die EBIT-Marge verringerte sich wegen dem geringeren Umsatzanteil aus
den Segmenten General Industry und Service von 11,1% (Q2/15) auf 10,3% (Q2/16). SystemsIm zweiten Quartal 2016 erzielte der Geschäftsbereich Systems ein EBIT von 19,7 Mio.
€. Damit halbierte sich der Wert verglichen mit dem Vorquartal (Q2/15: 39,4 Mio. €).
Ein Grund für den Rückgang sind Buchgewinne von 7,9 Mio. € im Vorjahresquartal, die
sich durch den Verkauf der HLS Gruppe ergeben hat. Zusätzlich prägte der Umsatzrückgang
die EBIT Entwicklung im Quartal. Dies wirkte sich auch auf die EBIT-Marge aus, die
sich von 10,3% (Q2/15) auf 6,3% (Q2/16) reduzierte. Insgesamt erreichte Systems im ersten Halbjahr 2016 ein EBIT von 38,8 Mio. € (H1/15:
60,3 Mio. €) und eine EBIT-Marge von 6,4% (H1/15: 8,2%). Bereinigt um den Buchgewinn
aus dem Verkauf der HLS Gruppe wäre das EBIT in H1/15 bei 52,4 Mio. € gelegen und
die Marge bei 7,2%. SwisslogIm Geschäftsbereich Swisslog verbesserte sich das EBIT im zweiten Quartal 2016 sehr
deutlich. Der Wert erhöhte sich von -14,5 Mio. € (Q2/15) auf 0,4 Mio. € im abgelaufenen
Quartal. Dieses Ergebnis ist auf die deutlich niedrigeren Abschreibungen für die Kaufpreisallokation
zurück zu führen, die im Quartal 2016 bei 2,7 Mio. € und im ersten Halbjahr 2016 bei
5,4 Mio. € lagen. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation lag bei 2,1% im zweiten Quartal
2016 (Q2/15: 1,5%). Das EBIT im ersten Halbjahr 2016 lag bei -0,3 Mio. € nach dem Wert von -28,6 Mio.
€ im ersten Halbjahr 2015. Vor Kaufpreisallokation lag das EBIT bei 5,1 Mio. € verglichen
zu 5,9 Mio. € in H1/15. Entwicklung in den GeschäftsbereichenKennzahlen Roboticsscroll
scroll
Kennzahlen Systemsscroll
scroll
Kennzahlen Swisslogscroll
scroll
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageIm Berichtszeitraum konnte der KUKA Konzern insgesamt Umsatzerlöse in Höhe von 1.333,2
Mio. € (H1/15: 1.477,4 Mio. €) verbuchen. Mit 893,4 Mio. € bei den Auftragseingängen
im zweiten Quartal 2016 wurden zum wiederholten Mal in Folge die bisherigen Quartalsrekorde
überboten. Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte verglichen mit dem Vorjahresvergleichshalbjahr
um 5,1% auf nun 361,9 Mio. € (H1/15: 344,3 Mio. €) gesteigert werden. Besonders die
überproportional gesunkenen Umsatzkosten (u. a. bedingt durch geringeren Abschreibungsaufwand
aus der Kaufpreisallokation Swisslog im Vergleich zur Vergleichsperiode) trugen zu
diesem verbesserten Ergebnis bei. Damit erhöhte sich die Konzern-Bruttomarge von 23,3%
zum ersten Halbjahr 2015 auf 27,1% zum ersten Halbjahr 2016. Rechnet man die Effekte
aus der Kaufpreisallokation heraus, so steigt die Bruttomarge von 25,5% auf 27,3%.
Dies liegt vor allem an einer verbesserten Materialeinsatzquote und an Fremdwährungseffekten
des Liefer- und Leistungsverkehrs. Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung betrugen 311,9
Mio. € (H1/15: 277,3 Mio. €) - ein Anstieg um 12,5%. Auch im Verhältnis zum Umsatz
liegen diese sogenannten Overheadkosten mit 23,4% über dem Niveau des Vorjahres von
18,8%. Die Vertriebskosten tragen dabei mit 0,8 Mio. € nur unwesentlich zu der Veränderung
bei. Der Anstieg der Vertriebsaufwendungen ist insbesondere auf den Aufbau der Vertriebsmannschaft
zurückzuführen. Zum Ende des ersten Halbjahres wurden in diesem Bereich 88 KUKAner
mehr beschäftigt als noch zum Stichtag des Vorjahresvergleichszeitraums. Der Aufbau
ist ein wichtiger Baustein zur Erhöhung der Marktdurchdringung und zum Erschließen
neuer Märkte. Ein weiterer Baustein liegt in der Optimierung der Kommunikationskultur
zwischen KUKA und seinen Kunden und Partnern. Durch die Zusammenarbeit mit Salesforce
wird KUKA entlang der kompletten Wertschöpfungskette eine deutlich engere Verzahnung
von Kunden und Partnern mit Mitarbeitern aus dem Vertrieb, Service und Marketing ermöglicht. Im Bereich der Verwaltungskosten ist die Erhöhung um 22,0 Mio. € maßgeblich dem Sondereffekt
aus dem laufenden Übernahmeangebot vom 16. Juni 2016 der Midea Gruppe (für weitere
Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt "KUKA am Kapitalmarkt") zuzurechnen.
Im Rahmen des Übernahmeangebots entstanden sowohl wesentliche, nicht geplante Beratungsaufwendungen
als auch zusätzliche Personalkosten für die bestehende Phantom-Share-Programme für
Mitglieder des Vorstands und des oberen Managements. Insgesamt ist der Sondereffekt
mit derzeit rund 20,7 Mio. € zu beziffern. Diese sind im Segmentbericht im Bereich
Überleitungen und Konsolidierung dargestellt. Die darüberhinausgehende Erhöhung ist dem Ziel geschuldet, den Konzern KUKA segmentübergreifend
bestmöglich auf die Anforderungen der bestehenden und zukünftigen Märkte zu fokussieren.
Dies wird in laufenden internen Projekten zur Harmonisierung, Standardisierung und
Optimierung von Prozessen umgesetzt. Die Maßnahmen führen zunächst zu höheren externen
und internen Aufwendungen, die sich in einem Anstieg der Verwaltungskosten niederschlagen. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
liegen im 1. Halbjahr 2016 mit 63,7 Mio. € deutlich über dem Vorjahresvergleichsquartal
(H1/15: 51,9 Mio. €). In diesem planmäßigen Anstieg spiegelt sich die anhaltende strategische
Ausrichtung des Konzerns durch Ausweitung der Investitionen in Produkte und Lösungen
sowie in neue und zukunftsweisende Technologien wider. Auf der ICRA (International Conference on Robotics and Automation, Schweden) wurden
drei aktuelle innovative Projekte der Konzernforschung vorgestellt:
Ein weiterer Schwerpunkt der aktuellen Projekte liegt auf der Entwicklung von Industrie
Robotern im 3 kg-Bereich für limitierte Zellengrößen. Mit großem Erfolg konnte bereits
der neue kompakte KR 3 AGILUS als ideale Lösung für kleine Zellenkonzepte und für
die Montage und das Handling von kleinsten Teilen einem breiten Publikum auf der Automatica
2016 vorgestellt werden. Um die Möglichkeiten, die Industrie 4.0 bietet aktiv anzugehen und um auch künftig
im Bereich der roboterbasierten Automationslösungen technologisch führend zu bleiben,
folgt KUKA zwei Strategien. Zum einen investiert KUKA seit Jahren in Köpfe: Mittlerweile
beschäftigt der Konzern rund 840 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung
- dies entspricht einem Anteil von 6,6% (H1/15: 5,2%) der Beschäftigten. Zunehmend
erfolgt die Entwicklung auch außerhalb Europas um noch besser auf die regional spezifischen
Marktanforderungen eingehen zu können. Zum anderen intensiviert KUKA die Zusammenarbeit
mit innovativen Unternehmen und beteiligt sich aktiv an Partnerschaften. So hat KUKA
erst im April 2016 auf der Hannover Messe mit Infosys eine "Industrie 4.0 Partnerschaft"
beschlossen. Ziel der Kooperation ist unter anderem die Entwicklung einer Softwareplattform,
die es Kunden ermöglichen soll, Daten zu sammeln, auszuwerten und für die Verbesserung
der eigenen Prozesse zu nutzen. Im Berichtszeitraum angefallene Kosten für Neuentwicklungen in Höhe von 9,8 Mio. €
(H1/15: 5,3 Mio. €) wurden aktiviert und werden in den Folgeperioden über planmäßige
Abschreibungen als Aufwand erfasst. Die erfassten Aufwendungen für Abschreibungen
betragen 3,8 Mio. € (H1/15: 6,6 Mio. €) und sind im Wesentlichen im Bereich der Forschungs-
und Entwicklungskosten erfasst. Die Aktivierungsquote beträgt 14,2% (H1/15: 10,5%). Insgesamt betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für die ersten sechs Monate
dieses Jahres 46,7 Mio. € (H1/15: 68,4 Mio. €). Die EBIT-Marge für das erste Halbjahr
2016 ist im Vergleich zum Vorjahresvergleichshalbjahr von 4,6% auf 3,5% gefallen. Wesentlicher Einfluss auf das EBIT im ersten Halbjahr 2016 hatten die bereits erwähnten
Sondereffekte im Rahmen des laufenden Übernahmeangebots durch die Midea Gruppe in
Höhe von 20,7 Mio. €. Ohne diese Sondereffekte ergibt sich ein EBIT in Höhe von 67,4
Mio. € und eine EBIT-Marge in Höhe von 5,1%. Eliminiert man darüber hinaus die Effekte
der planmäßige Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit dem
Erwerb der Swisslog Gruppe (H1/16: 5,4 Mio. €; H1/15: 34,5 Mio. €) sowie dem Buchgewinn
aus dem Verkauf der HLS im ersten Halbjahr 2015 ergibt sich ein EBIT von 72,8 Mio.
€ (H1/15: 95,0 Mio. €) mit einer EBIT-Marge von 5,5% (H1/15: 6,4%). Damit liegt KUKA
auch für 2016 operativ weiter auf Kurs. scroll
*
Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe Der Bereich Robotics lag mit 10,2% EBIT-Marge leicht unter dem Vorjahresniveau von
11,0%. Swisslog erreichte mit -0,1% eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge im
Vergleich zu H1/15 (-9,1%). Bereinigt um die Effekte aus der Kaufpreisallokation lag
die Marge bei 1,8% (H1/15: 1,9%). Das Segment Systems verzeichnete im ersten Halbjahr
eine EBIT-Marge in Höhe von 6,4% (H1/15: 8,2%). Ohne Berücksichtigung des Buchgewinns
des HLS-Verkaufs in H1/15 ergibt sich für H1/15 eine EBIT-Marge von 7,2%. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) reduzierte sich im Halbjahresvergleich
von 132,9 Mio. € auf 81,5 Mio. €. Im Berichtszeitraum wurden Abschreibungen in Höhe
von 34,8 Mio. € (H1/15: 64,5 Mio. €) verbucht. Diese entfallen mit 10,7 Mio. € (H1/15:
13,1 Mio. €) auf Robotics, mit 8,2 Mio. € (H1/15: 9,6 Mio. €) auf Systems, mit 11,3
Mio. € auf Swisslog (H1/15: 39,9 Mio. €) sowie mit 4,6 Mio. € (H1/15: 1,9 Mio. €)
auf den sonstigen Bereich. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte aus dem Übernahmeangebot
der Midea Gruppe beträgt das EBITDA 102,2 Mio. € bzw. die EBITDA-Marge 7,7%. Aufwendungen und Erträge im Finanzergebnis saldieren sich zum ersten Halbjahr 2016
(netto 0,0 Mio. €). Dies stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum ersten
Halbjahr 2015 dar, in welchem das Finanzergebnis noch bei -5,1 Mio. € lag. Die Zinserträge beliefen sich auf 5,7 Mio. € (H1/15: 5,1 Mio. €) und beinhalten im
Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing und Erträge aus
kurzfristigen Geldanlagen. Währungseffekte aus dem Finanzierungsbereich werden im
Finanzergebnis ausgewiesen. Der Nettobetrag aus Fremdwährungsgewinnen und Fremdwährungsverlusten
führte im ersten Halbjahr zu einem Fremdwährungsgewinn von 0,9 Mio. € (H1/15: -2,2
Mio. €). Im Berichtshalbjahr fiel insgesamt Zinsaufwand von 5,7 Mio. € an. Der wesentliche
Anteil entfällt dabei auf das im Oktober 2015 neu platzierte Schuldscheindarlehen
mit Zinsaufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. € sowie auf den Nettozinsaufwand für Pensionen
in Höhe von 1,0 Mio. € (H1/15: 0,9 Mio. €). Bedingt durch die seit Oktober 2015 vorgenommen
und im März 2016 abgeschlossene Wandlungen der Wandelschuldverschreibung reduzierte
sich der Zinsaufwand für die Wandelschuldverschreibung von 3,4 Mio. € im Vorjahresvergleichshalbjahr
auf einen Betrag in Höhe von 0,3 Mio. €. Für Bürgschaften und Avale fielen Aufwendungen
in Höhe von 0,5 Mio. € an (H1/15: 0,4 Mio. €) Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016
46,7 Mio. € (H1/15: 61,8 Mio. €). Der Steueraufwand lag im Betrachtungszeitraum bei
16,3 Mio. € (H1/15: 20,3 Mio. €). Damit beträgt die Steuerquote 34,9% (H1/15: 32,8
%). Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr von 41,5 Mio. €
auf 30,4 Mio. €. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt 0,78 € (H1/15: 1,19 €). Konzerngewinn- und Verlustrechnung (verkürzt)scroll
*
Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe FinanzlageDie Cash Earnings sind eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert
um Ertragsteuern, Zinsergebnis, nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und
Erträge ergibt. Mit 83,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2016 (H1/15: 136,3 Mio. €) stellt
diese einen Indikator für die ausgezeichnete wirtschaftliche Lage des Unternehmens
dar. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank auf -68,7 Mio. € (H1/15: 1,8 Mio.
€). Diese Reduktion ist vor allem auf den Aufbau des Trade Working Capitals um 92,3
Mio. € auf 356,9 Mio. € zurückzuführen. Der Anstieg ist insbesondere Folge des deutlich
höheren Auftragseingangs und der damit einhergehenden vorlaufenden Beschaffungsmaßnahmen.
Diese Investitionen sind nötig und werden der KUKA helfen die zukünftigen Umsatzziele
zu erreichen. Insgesamt hat sich das Trade Working Capital wie folgt entwickelt: scroll
Investitionen wurden in den ersten drei Monaten 2016 in Höhe von 41,0 Mio. € (H1/15:
44,9 Mio. €) vorgenommen. Die Investitionen bei den Sachanlagen in Höhe von 24,0 Mio.
€ betreffen Investitionen in technische Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Für das im letzten Quartal 2015 fertiggestellte Entwicklungs- und Technologiezentrum
in Augsburg waren noch kleinere nachlaufende Investitionen, wie z. B. Büro- und Innenausstattung
nötig. Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte wurden 16,8 Mio. € investiert,
davon 9,8 Mio. € für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, weitere 3,8 Mio.
€ für Lizenzen welche im Rahmen interner Projekten zur Harmonisierung, Standardisierung
und Optimierung von Prozessen erworben wurden. Die Investitionen für Unternehmenserwerbe
beliefen sich auf 3,3 Mio. €. Darin enthalten sind ein asset deal in den USA im Segment
Swisslog sowie eine weitere Meilensteinzahlung an die KBee AG, München in Höhe von
1,6 Mio. €. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt -29,2 Mio. € (H1/15:
-23,1 Mio. €). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus
Investitionstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -97,9 Mio. € (H1/15: -21,3 Mio.
€). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -19,7 Mio. € (H1/15: -38,2 Mio. €).
Darin enthalten sind die Dividendenzahlungen an die Aktionäre in Höhe von 0,50 € je
Aktie (2015: 0,40 € je Aktie) mit einem Gesamtbetrag von 19,3 Mio. €. Damit verfügte der KUKA Konzern zum 30. Juni 2016 über einen Finanzmittelfonds von
374,9 Mio. € (H1/15: 136,1 Mio. €). Die starke Erhöhung gegenüber dem Vorjahresvergleichswert
hängt im Wesentlichen mit der Einzahlung aus dem im Oktober 2015 begebenen Schuldscheindarlehen
mit einem Volumen von 250,0 Mio. € zusammen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 reduzierte
sich der Finanzmittelfonds um 121,3 Mio. € (31. Dezember 2015: 496,2 Mio. €) - vor
allem durch den oben beschriebenen Aufbau des Trade Working Capital. KonsortialkreditDer zur Unternehmensfinanzierung im April 2015 abgeschlossene Konsortialkredit besteht
unverändert mit einer Bürgschafts- und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € und
einer Betriebsmittellinie in Höhe von 90,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien
genutzt werden kann. Im ersten Quartal 2016 hat KUKA von ihrer ersten vertraglichen
Verlängerungsoption Gebrauch gemacht, der alle Konsortialbanken zugestimmt haben.
Damit hat der Konsortialkredit bei unverändertem Volumen nunmehr eine Laufzeit bis
Ende 31. März 2021. Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem
Konsortialkreditvertrag der KUKA AG belief sich zum Stichtag auf insgesamt 122,5 Mio.
€ (31. Dezember 2015: 100,9 Mio. €). Der Konsortialkreditvertrag enthält eine übliche
Change-of-Control-Klausel. Nach Gesprächen mit allen Konsortialbanken erwartet KUKA
jedoch nicht, dass diese einen Kontrollwechsel aufgrund des Übernahmeangebots der
Midea Gruppe für einen Ausstieg aus der Finanzierung des KUKA Konzerns nutzen werden. Das bestehende ABS-Programm enthält ebenfalls eine Change-of-Control-Klausel. Auch
hier erwartet KUKA nicht, dass der Forderungsankäufer das Programm aufgrund des Kontrollwechsel
kündigt. Die bestehenden bilateralen Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften
enthalten keine Change-of-Control-Klauseln. Kündigung der WandelschuldverschreibungMit Bekanntmachung vom 18. Februar 2016 hat die KUKA Aktiengesellschaft die Wandelschuldverschreibungen
vom Februar/Juli 2013 unwiderruflich zum 24. März 2016 (Rückzahlungstermin) gekündigt.
Bis zum Rückzahlungstermin wurden daraufhin im ersten Quartal 2016 weitere Wandelschuldverschreibungen
über nominal 46,9 Mio. € in 1.274.211 Aktien gewandelt. Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen
mit einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr
angefallen Stückzinsen an die Investoren zurück bezahlt. Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)scroll
VermögenslageZum Stichtag hat sich die Bilanzsumme des KUKA Konzerns um 37,2 Mio. € von 2.381,7
Mio. € per 31.Dezember 2015 auf 2.344,5 Mio. € reduziert. Dies entspricht einer Reduktion
von 1,6%. Die langfristigen Vermögenswerte auf der Aktivseite fielen gegenüber dem Vorjahresende
auf 828,2 Mio. € zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: 823,3 Mio. €). Dabei erhöhte
sich das Sachanlagevermögen unwesentlich um 1,1 Mio. € und die übrigen Forderungen
und sonstigen Vermögenswerte um 0,7 Mio. €. Die Forderungen aus Finanzierungsleasing
reduzierten sich um 5,7 Mio. €. Für Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind
Beträge in Höhe von 5,4 Mio. € angesetzt (31. Dezember 2015: 6,6 Mio. €), welche in
der Position At equity Finanzanlagen ausgewiesen sind. Die aktiven latenten Steuern
belaufen sich auf 57,2 Mio. € (31. Dezember 2015: 49,2 Mio. €) und entfallen mit 23,9
Mio. € auf Verlustvorträge (31. Dezember 2015: 11,2 Mio. €). Von den aktiven latenten
Steuern auf Verlustvorträge entfallen 14,5 Mio. € auf das Inland. Diese werden gemäß
dem deutschen Körperschaftssteuergesetz wahrscheinlich mit der rechtlichen Übertragung
von mehr als 50% der Anteile an Midea verfallen. Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte beträgt zum 30. Juni 2016 1.516,3 Mio. €
(31.Dezember 2015: 1.558,4 Mio. €). Weitere Erläuterungen zu den kurzfristigen Vermögenswerten
finden sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Das Eigenkapital konnte im Berichtszeitraum von 732,5 Mio. € auf 766,2 Mio. € gesteigert
werden. Neben dem Ergebnis nach Steuern (30,4 Mio. €) hat hierzu hauptsächlich die
Wandlung der Wandelschuldverschreibung in Anteile der KUKA AG und die daraus resultierende
Kapitalerhöhung von 44,6 Mio. € beigetragen. Eigenkapitalmindernd wirkten sich Währungskurseffekte
(i. W. USD, CHF, CNY und BRL) mit insg. -7,9 Mio. € sowie die für das Geschäftsjahr
2015 ausgeschüttete Dividende in Höhe von 19,3 Mio. € aus. Aufgrund des im Vergleich
zum Geschäftsjahresende 2015 erneut niedrigeren Zinsniveaus, führte die erfolgsneutrale
Bewertung der Pensionen inkl. der darauf entfallenden latenten Steuern mit insgesamt
-14,6 Mio. € zu einer weiteren Reduktion des Eigenkapitals. Das den Minderheiten zustehende
Eigenkapital veränderte sich leicht von -0,5 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf -1,0
Mio. € zum 30. Juni 2016. Die Eigenkapitalquote, d. h. das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, ist
mit 32,7% im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 deutlich gestiegen (31. Dezember
2015: 30,8%). Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich insbesondere aufgrund der beschriebenen
Wandlung der Wandelschuldverschreibungen von 296,3 Mio. € zum 31. Dezember 2015 auf
252,7 Mio. € zum 30. Juni 2016. Die verbliebenen Finanzverbindlichkeiten betreffen
vornehmlich kleinere Ziehungen ausländischer Tochtergesellschaften im Rahmen des bestehenden
Konsortialkreditvertrags sowie das begebene Schuldscheindarlehen. In der Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen um
16,2 Mio. € spiegelt sich im Wesentlichen der erfolgsneutrale versicherungsmathematische
Verlust aus der erneuten Reduzierung des Diskontierungszinssatzes wider. Die kurzfristigen Schulden sind von 1.160,6 Mio. € zum 31.Dezem-ber 2015 auf 1.120,4
Mio. € zum 30.Juni 2016 gefallen. Hierzu trugen auch die jahreszeitlich höheren Verbindlichkeiten
des Personalbereichs, wie z.B. Abgrenzungen für Urlaubstage, bei. Bezüglich der Verbindlichkeiten
des Trade Working Capitals verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage. Die zum 30. Juni 2016 bestehende Nettoliquidität des Konzerns, d. h. die flüssigen
Mittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, hat sich im
Vergleich zum Jahresende 2015 von 199,9 Mio. € auf 122,2 Mio. € vermindert. Konzernvermögenslagescroll
Forschung & EntwicklungIm zweiten Quartal 2016 beliefen sich die Aufwände für Forschung und Entwicklung des
KUKA Konzerns auf 33,8 Mio. €. Damit lagen die Investitionen auf dem Niveau des Vergleichszeitraums
im Vorjahr (Q2/15: 30,6 Mio. €). Im ersten Halbjahr summierten sich die Ausgaben für
Forschung und Entwicklung auf 63,7 Mio. € (H1/15: 51,9 Mio. €). Der Aufwand für F&E kann überwiegend dem Geschäftsbereich Robotics zugeordnet werden.
Bei Systems werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in erster Linie im Rahmen
von Kundenprojekten abgewickelt. Im zweiten Quartal 2016 konzentrierte sich KUKA auf
die Weiterentwicklung der Schlüsseltechnologien für die Digitalisierung der Produktion
und auf die Ergänzung des Produktportfolios für die spezifischen Anforderungen der
fokussierten Wachstumsmärkte. AUTOMATICA 2016: Reale Anwendungsbeispiele für die digitale ProduktionAuf der AUTOMATICA, der Fachmesse für Automation und Mechatronik in München, zeigte
KUKA Lösungen und Konzepte für die digitale Produktion der Zukunft. Die präsentierten
Produkte und konkreten Anwendungsbeispiele deckten drei Kernbereiche der Industrie
4.0 ab: die Vernetzung in der Cloud, die Zukunft der Mensch-Roboter-Kollaboration
und die neuen Roboter für neue Märkte und Branchen. KUKA machte das komplexe Thema
Cloud und Big Data greifbar und zeigte, wie Cloud Computing und Vernetzung helfen,
Asset Management zu vereinfachen und Ausfallzeiten und Servicekosten zu minimieren. Der neue KR 3 AGILUS - das agile LeichtgewichtDer KR 3 AGILUS ist mit 3 kg Traglast und einer Reichweite von 540 mm ideal auf die
Bedürfnisse verschiedenster Branchen, insbesondere der Elektronikindustrie - einem
der größten und am schnellsten wachsenden Märkte für Automatisierung - zugeschnitten.
Wo immer kürzeste Zykluszeiten und höchster Output in der Produktion benötigt werden,
kommt der KR 3 AGILUS zum Einsatz. Dabei ist er noch kompakter und stellt somit eine
ideale Lösung für kleine Zellenkonzepte dar, wie sie im 3C-Markt (Computer, Communications
und Consumer Electronics) gefordert werden. Dank seiner intelligenten Konstruktion
ist der KR 3 AGILUS kosteneffizient, wartungsarm und höchst zuverlässig. Moderne Laserschweißlösung KUKA flexibleCUBE laserKUKA Industries präsentierte die neue Kompaktschweißzelle KUKA flexibleCUBE laser
auf der Lasys 2016, der internationalen Fachmesse für die Laser-Materialbearbeitung.
Die Laser-Zelle mit Plug- & Play-Lösung ist bedienerfreundlich und aufgrund ihrer
kompakten Bauweise flexibel einsetzbar. Sie ist ideal für ein dynamisches Produktionsumfeld,
kann innerhalb kürzester Zeit auf- bzw. umgerüstet sowie verlagert werden. Das Besondere
an diesem Lasercube ist die stationäre Optik zum Laser-Pulverauftragsschweißen und
der Roboter, der im Zelleninneren das Bauteilhandling übernimmt. INDUSTRIEPREIS 2016 für "Automated Item Pick"Die Mensch-Roboter-Kommissionierlösung "Automated Item Pick (AIP)" von Swisslog wurde
auf der Hannover Messe mit dem INDUSTRIEPREIS 2016 ausgezeichnet. Unter dem Motto
"Mit Fortschritt zum Erfolg" konnte sich AIP als innovativste Lösung mit dem größten
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen in der Kategorie "Intralogistik & Produktionsmanagement"
durchsetzen. Mit dem vollautomatisierten Kommissioniersystem AIP begegnet Swisslog
dem Trend zu immer kleiner werdenden Losgrößen und steigert mit der Mensch-Roboter-Kollaboration
die Effizienz in der Stückgutkommissionierung. Der sensitive Leichtbauroboter LBR
iiwa ist mit automatisierten "Ware zur Person"- Lagersystemen wie AutoStore oder CarryPick
vernetzt und assistiert dem Menschen in sicherer, direkter Zusammenarbeit. Die Auftragsabwicklung
lässt sich durch die intelligente Mensch-Roboter-Kollaboration deutlich schneller,
flexibler und mit geringerer Fehlerquote durchführen. Mensch-Roboter-Kollaboration in der Medizintechnik: roboterbasierte UltraschallapplikationAuf dem Forschungskongress Computer Assisted Radiology and Surgery (CARS) zeigte KUKA
die Applikation "Haptic Ultrasound". Bei der roboterbasierten Ultraschallapplikation
mit dem sensitiven Leichtbauroboter LBR iiwa wurden die Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration
in der Medizintechnik demonstriert. Der Roboterarm ist mit einer Ultraschallsonde
ausgestattet und führt genau die Bewegungen aus, die der Anwender über ein haptisches
Eingabesystem vorgibt. Als Modell dient dabei ein spezielles Phantom. Die Sonde liefert
dann in Echtzeit Bilder, die per USB-Schnittstelle an die Monitore geliefert werden.
Die Trennung von Steuerung und Roboter erlaubt die räumliche Distanz von Patient und
Arzt. Die ermöglicht eine verlässliche Ferndiagnose bei Ultraschall-Untersuchungen. KUKA auf der ICRA in StockholmAuf der weltweit größten Robotik-Konferenz in Stockholm, der International Conference
on Robotics and Automation (ICRA), stellte KUKA innovative Projekte aus der Konzernforschung
vor. Am Beispiel des KR AGILUS wurde eine neue Art der energieeffizienten Bahnplanung
gezeigt, die je nach Aufgabenstellung Einsparungen von bis zu 30 % erzielen kann.
Der wichtige Wert des Spitzenbedarfs der Energieversorgung kann sogar um bis zu 60%
reduziert werden. Die Technologien zum energieeffizienten Betrieb von Robotern entwickelt
KUKA im Rahmen des Projekts AREUS. Eine weitere Besonderheit der Applikation ist die
Verwendung der innovativen Steuerungssoftware KUKA Sunrise, die bisher nicht serienmäßig
beim KR AGILUS eingesetzt wird. In einer anderen Anwendung demonstrierte KUKA maschinelles
Lernen anhand eines smarten KUKA Leichtbauroboters LBR iiwa. MitarbeiterAm 30. Juni 2016 beschäftigte der KUKA Konzern 12.675 Mitarbeiter. Im Vergleich zum
Vorjahresstichtag ist dies ein Anstieg um 2,4% (30. Juni 2015: 12.384). Im Geschäftsbereich
Robotics erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter von 3.893 auf 4.311 um 10,7%. Vor
allem im Bereich Forschung und Entwicklung wurde Personal aufgebaut. Bei KUKA Systems
änderte sich die Anzahl der Mitarbeiter um -7,6% von 5.680 am 30. Juni 2015 auf 5.249
am 30. Juni 2016. Grund für den Rückgang war die Veräußerung der HLS Engineering Group.
Der Geschäftsbereich Swisslog zählte zum Ende des diesjährigen zweiten Quartals 2.654
Mitarbeiter und damit 5,5% mehr als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2015: 2.515). Die
Anzahl der Leiharbeitskräfte auf Konzernebene ging um -35,0% von 1.865 auf 1.212 zurück.
Am Standort Augsburg waren zum Ende des zweiten Quartals 3.332 Mitarbeiter beschäftigt.
Das waren 9,2% mehr als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2016: 3.051). Risiko- und ChancenberichtIn der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen
Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie finanzwirtschaftlichen Risiken durch Wechselkursschwankungen
oder aus der Konzernfinanzierung ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen
oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden
könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass
die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Im Hinblick auf die sich
auf den EBIT auswirkenden Risiken verweisen wir zudem auf den detaillierten Bericht
im Geschäftsbericht/Lagebericht 2015 (S. 53ff.). AusblickUnter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen erwartet KUKA im
Geschäftsjahr 2016 eine gute Nachfrage, vor allem aus den Regionen Nordamerika und
Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt
nahezu stabil entwickeln können. Auf Branchenebene wird für den Absatzmarkt General
Industry eine positive Entwicklung prognostiziert. Dies liegt zum einen an der teilweise
niedrigen Penetrationsrate der roboterbasierten Automation in einigen Teilbereichen
und zum anderen an neuen Robotertypen und Technologien, die es ermöglichen, bisher
wenig automatisierte Produktionsschritte effizienter zu gestalten. In der Automobilindustrie
sind die Investitionen der Kunden während der letzten Jahre bereits deutlich gestiegen. KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2016 einen
Umsatz von mehr als 3,0 Mrd. €. Beide Kundensegmente - General Industry und Automotive
- und aus regionaler Sicht China und Nordamerika sollten positiv zur Umsatzentwicklung
beitragen. Unter Voraussetzung der aktuellen konjunkturellen Rahmenbedingungen und
der erwarteten Umsatzentwicklung geht der KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge
von mehr als 5,5% vor der Kaufpreisallokation für Swisslog und auch vor Sonderkosten,
die sich im Zusammenhang mit der Übernahme durch MECCA/Midea in Höhe von rund 30 Mio.
€ ergeben, erreichen zu können. Der Aufwand für die Kaufpreisallokation bei Swisslog
sollte in 2016 bei rund 10 Mio. € liegen und damit deutlich niedriger als im Vorjahr
sein. NachtragsberichtAm 16. Juni 2016 veröffentlichte die MEECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige
Beteiligungsgesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd. (Midea), die Angebotsunterlage
zum öffentlichen Übernahmeangebot für die KUKA Aktiengesellschaft (KUKA). Das Übernahmeangebot
erfolgte in Form eines Barangebots zu 115,0 € je KUKA Aktie und richtet sich an alle
Aktionäre von KUKA. Ende Juni erfolgte basierend auf der Fairness Opinion die Empfehlung des Vorstands
an die KUKA Aktionäre, das Angebot anzunehmen. Bis zum 3. August 2016 (laufende Nachfrist,
aufgrund Überschreitung der 30%-Mindestannahmeschwelle) können Aktionäre der KUKA
ihre Aktien Midea anbieten. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt
"KUKA am Kapitalmarkt". In diesem Zusammenhang sowie im Zusammenhang mit starken Auftragseingang im zweiten
Quartal 2016 veröffentlichte die KUKA Aktiengesellschaft am 21. Juli 2016 die nachfolgende
Ad Hoc Mitteilung: "Im Zuge des Übernahmeangebots der MECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige
Tochtergesellschaft der Midea Group Co., Ltd. ("Midea"), vom 16. Juni 2016 fallen
Aufwendungen unter anderem für Beratungskosten und Kosten, die sich durch die Aktienprogramme
für Mitarbeiter ergeben, an. Im Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand mit Auswirkungen
auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 30 Mio. €, wovon zum 30. Juni
2016 bereits rund 21 Mio. € zu berücksichtigen sind. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2016 unverändert einen Umsatz von mehr
als 3,0 Mrd. € und eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation für Swisslog,
jedoch nunmehr auch vor Sonderkosten in Höhe von rund 30 Mio. €. Im zweiten Quartal 2016 erzielte KUKA nach vorläufigen Zahlen einen Auftragseingang
in Höhe von rund 890 Mio. €, der deutlich über den Erwartungen liegt." Zwischenabschluss (verkürzt)Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungder KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungder KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Konzern-Kapitalflussrechnungder KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
Konzern-Bilanzder KUKA Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2016AKTIVA
scroll
PASSIVAscroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsder KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
scroll
Erläuterungen zum Konzernabschluss (verkürzt)Konzern-Segmentberichterstattungder KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016scroll
scroll
*
Sondereffekt im Rahmen des Übernahmeangebotes der Midea Gruppe Rechnungslegung nach IFRSDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 der KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz
in Augsburg wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er
in der Europäischen Union zur Anwendung kommt, erstellt. Dabei wurde in Übereinstimmung
mit diesem Standard eine verkürzte Darstellung gewählt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 zu lesen. Alle
Werte sind, sofern nicht anders bezeichnet, in Mio. € angegeben. Der Konzernabschluss wurde nach den in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards
Board (IASB) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International
Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee
(SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee
(IFRS IC), ergänzt um die nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden
ebenfalls berücksichtigt. KonsolidierungskreisIm Vergleich zum Jahresende hat sich der Konsolidierungskreis wie in der nachfolgenden
Tabelle dargestellt verändert: scroll
scroll
Zugänge von UnternehmenMit Wirkung zum 20. April 2016 wurde die Gesellschaft connyun GmbH, Augsburg als 100%
Tochtergesellschaft der KUKA AG, Augsburg gegründet. Im Mai 2016 gründete die Swisslog AG, Buchs/Schweiz zusammen mit der Links Solstice
Commercial Brokers LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate die Gesellschaft Swisslog
Healthcare Trading MEA LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate. Gemäß Gesellschaftsvertrag
hält Swisslog 49,0% (entspricht <0,1 Mio. €) der Kapitalanteile. Basierend auf den
vertraglichen Regelungen partizipiert Swisslog zu 100% am Ergebnis und bestimmt vollständig
die Zusammensetzung des Managements, sodass die neue Gesellschaft voll in den KUKA
Konzern einbezogen wird. Insgesamt ist die Geschäftstätigkeit der beiden Neugründungen in 2016 noch von untergeordneter
Bedeutung. Abgänge und Verschmelzungen von UnternehmenIm zweiten Quartal 2016 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Gesellschaft Swisslog
AG, Buchs/Schweiz auf die Swisslog IP AG, Buchs/ Schweiz verschmolzen. Anschließend
wurde die Gesellschaft Swisslog IP AG, Buchs/Schweiz in die Swisslog AG, Buchs/Schweiz
umfirmiert. Investitionen in assoziierte UnternehmenDer Buchwert der Beteiligungen an den assoziierten Unternehmen, KBee AG, München,
Yawei Reis Robot Manufacturing (Jiangsu) Co., Ltd., Yangzhou/China und Barrett Technology,
LLC, Newton, Massachusetts/ USA beträgt zum Stichtag 5,4 Mio. €; das anteilige Ergebnis
-2,2 Mio. €. Die Beteiligung an der KBee AG wurde im ersten Quartal durch eine vertragsgemäße Meilensteinzahlung
in Höhe von 1,6 Mio. € erhöht. Für weitere Angaben verweisen wir auf den Geschäftsbericht
2015. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie KUKA wendet im vorliegenden Konzernzwischenbericht, mit Ausnahme der nachfolgenden
beschriebenen Änderungen, grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 an. Für weitere Informationen zu
den Bilanzierung und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum
31. Dezember 2015, der Basis für den vorliegenden Zwischenabschluss ist. Dieser ist
auch im Internet unter www.kuka.com abrufbar. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenSeit Beginn des Geschäftsjahres 2016 sind folgende neue Standards und Interpretationen
verpflichtend anzuwenden:
Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergaben sich keine
bzw. nur geringe Auswirkungen für den Konzernabschluss. Im KUKA Konzern wurden bis 2015 gem. IAS 23 Fremdkapitalkosten in Zusammenhang mit
langfristigen Fertigungsaufträgen aktiviert, da langfristige Fertigungsaufträge als
Qualifiying Assets zu qualifizieren sind und ein mittelbarer Zusammenhang der Finanzierung
über die Konzernmutter an die Tochterunternehmen bestand. Durch die vorgenommenen
Verbesserungen der Fremdfinanzierungskonditionen des KUKA Konzerns konnten die Fremdkapitalkosten
deutlich reduziert werden (2016: 1,4%; 2015: 3,3%). Aufgrund der Tatsache, dass die
Ermittlung der zu aktivierenden Zinsen einen hohen internen Arbeitsaufwand verursacht,
die aktivierten Finanzierungskosten jedoch weder eine Steuerungsgröße im Konzern darstellen
noch zu einem besseren Informationsgehalt im Abschluss führen (H1/15: -1,6 Mio. €
aktivierte Finanzierungskosten), hat KUKA aus Kosten-Nutzen Überlegungen mit Wirkung
zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 beschlossen, bei langfristiger Auftragsfertigung
keine Fremdkapitalzinsen mehr zu berücksichtigen. Ergebnis je AktieDas unverwässerte/ verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt: scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA
Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt
im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. In den ersten sechs Monaten 2016 betrug der gewichtete Durchschnitt der im Umlauf
befindlichen Aktien 39,4 Mio. Stück. (30. Juni 2015: 35,7 Mio. Stück). Der Anstieg
gegenüber dem Vergleichszeitraum ist bedingt durch die vollständige Wandlung der in
2013 emittierten Wandelanleihe. Bereits im vierten Quartal 2015 wurden Wandlungen
über nominal 102,8 Mio. € in 2.792.944 vorgenommen. Aufgrund der sehr guten Entwicklung
der KUKA Aktie nahm die KUKA Aktiengesellschaft von ihrem Recht Gebrauch und gab am
18. Februar 2016 die unwiderrufliche Kündigung der Wandelschuldverschreibungen zum
24. März 2016 (Rückzahlungstermin) bekannt. Bis zum Rückzahlungstermin nicht in Aktien
der KUKA Aktiengesellschaft gewandelte Anteile an Wandelschuldverschreibungen sind
zu einem Kurs von 100% an die Anteilseigner zurückbezahlt worden. Zusammen mit den
bereits im Vorfeld der Ankündigung stattgefundenen Wandlungen wurden im ersten Quartal
2016 weitere Wandelschuldverschreibungen über nominal 46,9 Mio. € in 1.274.211 Aktien
gewandelt. Zum 30. Juni 2016 bestehen keine Finanzverbindlichkeiten aus Wandelschuldverschreibungen
mehr. EigenkapitalDas Grundkapital der KUKA Aktiengesellschaft beträgt 103.416.222,00 € (30. Juni 2015:
92.841.619 €). Es unterteilt sich in 39.775.470 (30. Juni 2015: 35.708.315) im Umlauf
befindliche, auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht
einer Stimme. IAS 19 Leistungen an ArbeitnehmerDie Veränderungen der Rechnungszinssätze beeinflussen die Pensionsrückstellungen und
es entstehen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Die Entwicklung der
herangezogenen Rechnungszinssätze für Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen
der KUKA zeigt nachfolgende Tabelle: scroll
Insgesamt ergeben sich für die Defined Benefit Obligation (DBO) sowie die bei externen
Pensionsfonds angelegten Mittel versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 19,0
Mio. €. Unter Berücksichtigung latenter Steuern wurden versicherungsmathematische
Effekte in Höhe von insgesamt -14,6 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der erneute Rückgang der Rechnungszinssätze führte vor allem bei den deutschen und
schweizerischen Gesellschaften mit Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen
Verlusten in 2016. WandelschuldverschreibungDie KUKA Aktiengesellschaft hat in 2013 in zwei Tranchen eine Wandelschuldverschreibung
mit einem Gesamtnennbetrag von 150,0 Mio. € ausgegeben. Die Stückelung beträgt 100.000
€. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 36,8067 € pro Aktie, das Wandlungsverhältnis
lag bei 2.716,8967 Aktien pro einzelne 100.000 €-Stück. Insgesamt berechtigte die
Wandelanleihe zur Wandlung in bis zu 4.075.344 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien
der KUKA AG. Die Anleihe war mit einem Zinskupon von 2,0% p.a. ausgestattet. Wie weiter oben bereits aufgeführt, wurde die Wandelschuldverschreibung zum 24. März
2016 unwiderruflich gekündigt. Bis zum Zeitpunkt der Kündigung wurden insgesamt Anteile
mit einem Nominalwert in Höhe von 149,7 Mio. € in 4.067.155 Stück Aktien der KUKA
Aktiengesellschaft gewandelt. Die nicht gewandelten Wandelschuldverschreibungen mit
einem Nominalbetrag in Höhe von 0,3 Mio. € wurden zusammen mit den im Geschäftsjahr
angefallenen Zinsen an die Investoren ausbezahlt. SchuldscheindarlehenAm 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG ein unbesichertes Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen
von 250,0 Mio. € platziert, aus dem nach Abzug der Transaktionskosten in Höhe von
1,1 Mio. € der KUKA AG 248,9 Mio. € zuflossen. Das Gesamtvolumen des Darlehens wurde in zwei Tranchen platziert. Die Tranche 1 hat
ein Volumen von 142,5 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren; die Tranche 2 hat
ein Volumen von 107,5 Mio. € und eine Laufzeit von sieben Jahren. Der Emissionskurs
betrug 100,0% bei einer Mindeststückelung von 0,5 Mio. €. bzw. einem Vielfachen davon.
Die Rückzahlung erfolgt zu 100,0% in einem Betrag bei Fälligkeit der jeweiligen Laufzeittranche.
Das Schuldscheindarlehen ist mit Zinskupons von 1,15% für die Tranche 1 bzw. 1,61%
für die Tranche 2 ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum 9. Oktober.
Zum 30. Juni 2016 sind Zinsen in Höhe von 2,4 Mio. € (31. Dezember 2015: 0,8 Mio.
€) abgegrenzt. Bilanziell wurde das Schuldscheindarlehen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden
Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten in Höhe von 1,1 Mio. € angesetzt. Die
Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag
wird über die Laufzeit der jeweiligen Tranchen unter Anwendung der Effektivzinsmethode
im Zinsergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung der Transaktionskosten erhöht sich
der Zinssatz für die Tranche 1 auf 1,24% effektiv bzw. für die Tranche 2 auf 1,67%
effektiv. Der Buchwert inkl. anteiligen Zinsabgrenzungen beläuft sich zum 30. Juni 2016 auf
251,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 249,0 Mio. €). KonsortialkreditDie KUKA AG finanziert sich unter anderem über einen Konsortialkredit, der eine Bürgschafts-
und Garantielinie in Höhe von 140,0 Mio. € vorsieht und eine Betriebsmittellinie in
Höhe von 90,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien genutzt werden kann.
Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält
lediglich die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen. Die
finanziellen Covenants bestehen in einer Untergrenze für den Zinsdeckungsgrad (EBITDA
zu Nettozinsaufwand) sowie einer Obergrenze für den Leverage (Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten
zu EBITDA). Der Konsortialkreditvertrag enthält eine übliche Change-of-Control-Klausel.
Nach Gesprächen mit allen Konsortialbanken erwartet KUKA jedoch nicht, dass diese
einen Kontrollwechsel aufgrund des Übernahmeangebots der Midea Gruppe für einen Ausstieg
aus der Finanzierung des KUKA Konzerns nutzen werden. Im März 2016 übte die KUKA AG die erste der zwei bestehenden Verlängerungsoptionen
aus und verlängerte nach erfolgter Zustimmung aller Konsortialbanken, die Laufzeit
des Konsortialkreditvertrages um ein Jahr auf den 30. März 2021. Für weitere Angaben
verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2015. Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag
der KUKA AG belief sich zum 30. Juni 2016 auf insgesamt 122,5 Mio. € (31. Dezember
2015: 100,9 Mio. €). Avallinien von Banken und KautionsversicherungsgesellschaftenDie von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkreditvertrags
zugesagten Aval-Linien belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 89,0 Mio. € (31. Dezember
2015: 89,0 Mio. €), und können in vollem Umfang genutzt werden. Die Ausnutzung betrug
zum Stichtag 55,5 Mio. € (31. Dezember 2015: 47,1 Mio. €). Die bestehenden bilateralen Avallinien mit Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften
enthalten keine Change-of-Control-Klauseln. ABS-ProgrammDer KUKA Konzern hat im Juni 2011 ein ABS-Programm (Asset-Backed Securities) mit einem
Volumen von 25,0 Mio. € aufgelegt. Dieses Programm wurde zum 30. Juni 2016 mit 23,1
Mio. € (31. Dezember 2015: 16,4 Mio. €) in Anspruch genommen. Das bestehende ABS-Programm enthält ebenfalls eine Change-of-Control-Klausel. Auch
hier erwartet KUKA nicht, dass der Forderungsankäufer das Programm aufgrund des Kontrollwechsel
kündigt. Finanzinstrumente die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenIFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert zu bestimmen ist und erweitert die
Angaben zum beizulegenden Zeitwert. Der Standard enthält keine Vorgaben, in welchen
Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Der beizulegende Zeitwert wird
dabei als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen
Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswerts vereinnahmen bzw.
bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Gemäß IFRS 13 sind die zu Marktwerten bewerteten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei werden die einzelnen Stufen
der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert: Stufe 1Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden Stufe 2Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar
sind Stufe 3Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren Folgende Tabelle stellt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dar: 30.06.2016scroll
31.12.2015scroll
Die finanziellen Vermögenswerte der Stufe 2 betreffen im Wesentlichen die aktivierten
und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter
finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs
und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt.
Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte
der Stufe 3 enthalten Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen und werden
anhand der diskontierten zukünftigen Geldflüsse aus dem Verkauf einer Minderheitenbeteiligung
bewertet. Alle anderen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
und entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten. SegmentberichterstattungAufgrund der internen Berichts- und Organisationsstruktur ergibt sich für die Segmentierung
der KUKA die Unterteilung in die Segmente Robotics, Systems, Swisslog sowie KUKA AG
und sonstige Gesellschaften. Die wesentlichen Finanzgrößen werden für alle vier Segmente
ermittelt. Für die Steuerung des Segmentergebnisses wird das Ergebnis vor Steuern
und Zinsen (EBIT) als entscheidende Kennzahl herangezogen. Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht in der
Berichterstattung über die operativen Geschäftsbereiche Robotics, Systems und Swisslog
sowie tabellarisch zu Beginn der Erläuterungen zu diesem Zwischenbericht dargestellt. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7 die Zahlungsmittelveränderung im
KUKA Konzern. Der Zahlungsmittelbestand umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen
Mittel, d.h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie
innerhalb von drei Monaten verfügbar sind. Zahlungsmittel in Höhe von 3,2 Mio. € (31.
Dezember 2015: 3,2 Mio. €) unterliegen einer Verfügungsbeschränkung. Diese stehen
noch im Zusammenhang mit Vorjahren getätigten Unternehmenserwerben sowie mit einem
staatlich geförderten Auftrag in Brasilien. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Wesentlichen haben sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
gegenüber dem 31. Dezember 2015 nicht verändert. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und
Personen nahezu unverändert. Dazu zählen die assoziierten Unternehmen sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen.
Zudem zählen die Voith Gruppe sowie die Loh Gruppe, bis zur Übertragung der jeweiligen
Aktienpakete, zu den nahestehenden Unternehmen. Insgesamt wurden von nahestehenden Unternehmen und Personen im ersten Halbjahr 2016
4,2 Mio. € Leistungen erbracht und 3,8 Mio. € Leistungen empfangen. Weiterhin bestanden zum Stichtag insgesamt Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen
und Personen in Höhe von 0,8 Mio. € und Verbindlichkeiten sowie sonstige Leistungsverpflichtungen
in Höhe von 0,9 Mio. €. Die vertraglich vereinbarten, künftigen Kapitaleinzahlungen in die KBee AG sollen
in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Meilensteine bis Ende 2016 erfolgen
und betragen noch 1,3 Mio. €. Über die unterschiedliche Auslegung verschiedener Vertragsbestandteile
in Bezug auf den Entwicklungsstand und die Serienreife des von der KBee AG entwickelten
Roboters sowie die Ausgestaltung der weiteren Zusammenarbeit inklusive der damit einhergehenden
möglichen Anpassung der bestehenden Gesellschafts- und Lizenzverträge diskutieren
die Parteien aktuell. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des BerichtszeitrumsAm 16. Juni 2016 veröffentlichte die MEECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige
Beteiligungsgesellschaft der Midea Gruppe Co. Ltd. (Midea), die Angebotsunterlage
zum öffentlichen Übernahmeangebot für die KUKA Aktiengesellschaft (KUKA). Das Übernahmeangebot
erfolgte in Form eines Barangebots zu 115,0 € je KUKA Aktie und richtet sich an alle
Aktionäre von KUKA. Ende Juni erfolgte basierend auf der Fairness Opinion die Empfehlung des Vorstands
an die KUKA Aktionäre, das Angebot anzunehmen. Bis zum 3. August 2016 (laufende Nachfrist,
aufgrund Überschreitung der 30%-Mindestannahmeschwelle) können Aktionäre der KUKA
ihre Aktien Midea anbieten. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Abschnitt
"KUKA am Kapitalmarkt". In diesem Zusammenhang sowie im Zusammenhang mit starken Auftragseingang im zweiten
Quartal 2016 veröffentlichte die KUKA Aktiengesellschaft am 21. Juli 2016 die nachfolgende
Ad Hoc Mitteilung: "Im Zuge des Übernahmeangebots der MECCA International (BVI) Limited, eine 100%ige
Tochtergesellschaft der Midea Group Co., Ltd. ("Midea"), vom 16. Juni 2016 fallen
Aufwendungen unter anderem für Beratungskosten und Kosten, die sich durch die Aktienprogramme
für Mitarbeiter ergeben, an. Im Geschäftsjahr 2016 rechnet der Vorstand mit Auswirkungen
auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 30 Mio. €, wovon zum 30. Juni
2016 bereits rund 21 Mio. € zu berücksichtigen sind. Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2016 unverändert einen Umsatz von mehr
als 3,0 Mrd. € und eine EBIT-Marge von mehr als 5,5% vor Kaufpreisallokation für Swisslog,
jedoch nunmehr auch vor Sonderkosten in Höhe von rund 30 Mio. €. Im zweiten Quartal 2016 erzielte KUKA nach vorläufigen Zahlen einen Auftragseingang
in Höhe von rund 890 Mio. €, der deutlich über den Erwartungen liegt." Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Augsburg, den 2. August 2016 Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtAn die KUKA Aktiengesellschaft, AugsburgWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Gewinn-
und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, verkürzter Konzern-Kapitalflussrechnung,
verkürzter Konzern-Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden
Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der KUKA Aktiengesellschaft, Augsburg,
für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standart 34
"Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts
nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in
der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht
beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft
und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung
erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben,
können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IAS 34 "Zwischenberichterstattung",
wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. München, 2. August 2016 KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Finanzkalender 2016Zwischenbericht drittes Quartal 9. November 2016Dieser Quartalsbericht wurde am 3. August 2016 veröffentlicht und ist bei der KUKA
Aktiengesellschaft, Abteilung Public Relations/Investor Relations, in deutscher und
englischer Sprache zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich. Kontakt und ImpressumKUKA AktiengesellschaftZugspitzstr. 140 Public RelationsTel.: +49 821 797-3722 Fax: +49 821 797-5213 pr@kuka.com Investor RelationsTel.: +49 821 797-5226 Konzept und DesignWhitepark GmbH & Co., Hamburg TextKUKA Aktiengesellschaft |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||