![]() KUKA AktiengesellschaftAugsburgHalbjahresbericht H1/19H1/19 ZwischenberichtKennzahlenscroll
scroll
VorwortSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,wir blicken auf ein ereignisreiches Halbjahr zurück, in dem sich KUKA sehr stark darauf
konzentrierte, sich auf die härteren konjunkturellen Rahmenbedingungen einzustellen.
Der VDMA meldete für Mai im Auftragsvolumen einen Rückgang um 7 % im Vergleich zum
Vormonat. Damit sanken die Bestellungen zum sechsten Mal in Folge. Für das Gesamtjahr
senkte der VDMA seine Prognose von +1 % auf -2 %. Auch in China, dem größten Robotermarkt
weltweit, gingen laut dem chinesischen National Bureau of Statistics die verkauften
Industrieroboter um 10,1 % verglichen mit dem Vorjahreszeitraum zurück. Der KUKA Konzern
konnte im ersten Halbjahr 2019 einen Auftragseingang in Höhe von 1.809,2 Mio. € erwirtschaften,
der mit 2,8 % knapp unter dem Vorjahreswert (H1/18: 1.860,4 Mio. €) lag. Die Umsatzerlöse
betrugen im ersten Halbjahr 2019 1.539,6 Mio. €, was einem leichten Rückgang von 3,6
% gegenüber dem Vorjahr entspricht (H1/18: 1.597,2 Mio. €). Die EBIT-Marge sank von
4,2 % im ersten Halbjahr 2018 auf 3,0 % in 2019. Im Vorjahresquartal wurde das Ergebnis
positiv durch den Verkauf von Unternehmensanteilen beeinflusst. Die seit Jahresbeginn
eingeleiteten Effizienzmaßnahmen wirkten sich hingegen positiv auf die Entwicklung
aus. So konnte das Konzernergebnis weiter verbessert werden. Werden die sonstigen
Erträge in den ersten sechs Monaten 2018 um die Ergebnisse aus der Veräußerung von
Unternehmensanteilen eliminiert als auch die in den ersten sechs Monaten 2019, die
sich aufgrund des Wechsels der Konsolidierungsmethode ergaben, so befand sich das
EBIT auf gleichem Niveau. Die abgeschwächte Konjunktur, der Handelsstreit zwischen USA und China, sowie der
Brexit verunsichern unser Umfeld. Unsere Kunden werden in ihrem Investitionsverhalten
zurückhaltender. Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket steuerten wir diesen Entwicklungen
entgegen. So stießen wir neue Produkte an wie etwa die Delta- und SCARA-Roboter für
den asiatischen Markt, stellten die Weichen für eine stärkere Fokussierung in F&E
und setzten eine kundenorientierte Organisationsstruktur um. Gleichzeitig führten
wir Effizienzmaßnahmen durch, die unter anderem einen Personalabbau von 350 Personen
am Standort Augsburg vorsehen. Seit Jahresbeginn sind wir in der Umsetzung all dieser Maßnahmen gut vorangekommen,
was sich auch am Quartalsergebnis ablesen lässt. Dennoch haben wir in der zweiten
Jahreshälfte noch einiges zu meistern. Insbesondere können wir nicht absehen, wie
sich unser Umfeld entwickeln wird. KUKA macht sich deshalb weiterhin wetterfest, um die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft
zu erhalten. Apropos Innovationskraft: Im Juli luden wir unsere Partner und Kunden im Rahmen der
KUKA iimotion_days zu uns nach Augsburg ein. Auf diese Weise konnten wir erstmals
unser gesamtes Leistungsspektrum am Standort Augsburg präsentieren: Vom neuen KR QUANTEC
über den ItemPiQ, einer gemeinsamen Entwicklung von KUKA und Swisslog, bis hin zur
intelligenten Fabrik boten wir unseren Partnern und Kunden in Rahmen von Themen-Touren
über unser Werksgelände und spannenden Vorträgen Raum für Gespräche und Diskussionen. Das Feedback unserer Kunden war sehr positiv und motivierend. Bodenständig und nahbar
bezeichneten Sie uns - mit vielen Themen, die genau an den richtigen Stellschrauben
ansetzen. Ein Lob, das ich gerne an die KUKA Mitarbeiter weitergebe. Denn nur durch
die übergreifende Zusammenarbeit war ein Event mit rund 400 Gästen auf dem Firmengelände
überhaupt möglich. Ihr Peter Mohnen KUKA am KapitalmarktKUKA AktieDie schwache Marktentwicklung hat sich seit dem zweiten Halbjahr 2019 fortgesetzt.
Die weltweiten Unsicherheiten haben zu einer merklichen Abkühlung der Weltwirtschaft
geführt. Vor allem die andauernden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China
sowie den USA und der EU, die angespannte Lage in der Golfregion und das Risiko eines
harten Brexits belasten das Klima der Weltwirtschaft. Das drückt auf die Stimmung
bei den Unternehmen, die zunehmend pessimistisch auf die kommenden Monate blicken.
So fiel der ifo-Geschäftsklimaindex zum dritten Mal in Folge und stand im Juni 2019
auf 97,4 Punkte nach 97,9 Punkten im Vormonat. Das war der tiefste Stand seit November
2014. Der ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle
Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Für das Gesamtjahr 2019 geht das ifo Institut
von einem Wirtschaftswachstum von 0,6 % aus. An den Aktienmärkten hat sich die Angst vor einem Konjunktur-abschwung und die Sorgen
aufgrund der geopolitischen Risiken bisher nicht niedergeschlagen. So legte der MDax,
in dem die 50 mittelgroßen Börsenwerte in Deutschland gelistet sind, seit Jahresbeginn
um 18,7 % zu und schloss am 28. Juni 2019 bei 25.620 Punkten. Der SDax umfasst 70
Unternehmen, die den im MDax gelisteten Werten hinsichtlich Marktkapitalisierung und
Börsenumsatz nachfolgen und schloss am 28. Juni 2019 bei 11.378 Punkten und stieg
damit um 19,7 %. Nachdem der KUKA-Aktienkurs Ende 2018 bei 50,80 € gelegen hatte,
konnte er sich bis zum 28. Juni 2019, am letzten Handelstag der Berichtsperiode, um
0,6 % auf 51,10 € verbessern. Gemäß der letzten Stimmrechtsmitteilung vom 21. Dezember 2018 sind unverändert der
Midea Group Co., Ltd, Foshan/China, dem Mutterunternehmen des Midea Konzerns, 94,55
% der KUKA Aktien zuzurechnen. LageberichtWirtschaftliches UmfeldAutomobilnachfragePKW-Weltmarkt soll 2019 leicht unter Vorjahr liegenLaut Verband der Automobilindustrie (VDA) befindet sich die Automobilindustrie in einem Transformationsprozess. Es geht dabei um die Bemühungen zum Erreichen der Klimaziele durch Elektromobilität und alternative Antriebe, aber auch um die Entwicklungen im Bereich Digitalisierung, Vernetzung und automatisiertes Fahren. So investieren Automobilhersteller massiv in Elektromobilität sowie in alternative Antriebe und streben das Ziel der CO2 -Neutralität in der gesamten Wertschöpfungskette an. Bis 2023 planen deutsche Hersteller ihr Modellangebot auf über 150 E-Modelle zu verfünffachen. Darüber hinaus werden Digitalisierung und Vernetzung entscheidend zu mehr Sicherheit, Effizienz, Nachhaltigkeit und Komfort beitragen. Zum Beispiel werden Fahrer durch Stauassistenten entlastet und Sprachassistenten tragen zu mehr Sicherheit und Komfort bei. Doch die Handelskonflikte und der zunehmende Protektionismus sorgen weltweit für Verunsicherung. So prognostiziert der VDA, dass der Pkw-Weltmarkt 2019 mit knapp 83 Mio. Einheiten um 2 % unter dem Vorjahreswert liegen wird. Der europäische Markt wird auf 15,5 Mio. Neuwagen geschätzt und sinkt damit um -1 % gegenüber dem Vorjahr. Auch für den chinesischen und den US-Markt wird ein Rückgang erwartet. Der chinesische Markt wird auf 22,3 Mio. Neufahrzeuge geschätzt was einem Rückgang um 4 % entspricht. Für den US-Markt wird ein Rückgang um 2 % auf 17,2 Mio. Einheiten erwartet. Hohes Potenzial für Automatisierung - doch geopolitischen Entwicklungen sorgen für VerunsicherungNach Angabe des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) bleibt der Auftragseingang
im Maschinenbau weiter unter Druck. Im Mai 2019 reduzierte sich das Auftragsvolumen
preisbereinigt um 7 % im Vergleich zum Vormonat. Damit sanken die Bestellungen zum
sechsten Mal in Folge. Die Prognose für das Gesamtjahr senkte der VDMA von +1 % auf
-2 %. Verantwortlich dafür waren in erster Linie die globale Konjunkturabkühlung sowie
die weltweiten Handelsstreitigkeiten, die für Verunsicherung sorgten und die Investitionslaune
dämpften. Kunden der Maschinenbauer verschieben ihre Investitionen oder frieren geplante
Investitionen vorläufig ein. Autohersteller werden zwar in Zukunftstechnologien investieren
müssen, jedoch werden sie durch die schwache Absatzentwicklung zunehmend unter Druck
gesetzt. 2018 konnte der Roboter-Markt laut International Federation of Robotics (IFR) im Jahr
2018 global um 1 % zulegen. Die ursprüngliche Prognose lag mit 10 % weit höher, doch
die weltweiten politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten wirkten sich negativ
auf die Nachfrage aus. So entwickelte sich insbesondere der Markt für Knickarm-Robotern
rückläufig und sank um 1 %. Allein in China ging die Nachfrage nach Knickarm-Robotern
sogar um 12 % zurück. Laut dem National Bureau of Statistics in China sanken die verkauften
Industrieroboter im ersten Halbjahr 2019 in China um 10,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Trotz dieses starken Rückgangs bleibt das weltweite Potenzial für Automatisierungslösungen
langfristig hoch. Demnach soll laut IFR die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
zwischen den Jahren 2019 und 2021 global bei 14 % liegen. Bis 2021 sollen insgesamt
rund 3,8 Millionen Roboter im Einsatz sein. GeschäftsverlaufSeit dem 1. Januar 2019 erfolgt die Berichterstattung anhand der verbesserten Organisationsstruktur.
Die KUKA Business Organisation (KBO) besteht aus fünf Business Segmenten - Systems,
Robotics, Logistics Automation, Healthcare und China (Weitere Details siehe Segmentberichterstattung
ab Seite 20). KUKA KonzernDer KUKA Konzern verzeichnete im zweiten Quartal 2019 Auftragseingänge in Höhe von
914,0 Mio. €. Dies entspricht einem Rückgang von 4,8 % gegenüber dem zweiten Quartal
2018 (Q2/18: 960,2 Mio. €). Die Auftragseingänge konnten größtenteils in den Regionen
Europa und Americas erzielt werden. Doch die aktuell schwierige Lage der Weltwirtschaft
führte dazu, dass sich Kunden bei Auftragsvergaben zurückhielten. So entwickelten
sich auch die Umsatzerlöse rückläufig. Mit 801,9 Mio. € gingen die Umsätze um 6,0
% zurück (Q2/18: 852,7 Mio. €). Die Umsatzerlöse wurden überwiegend in Europa erzielt.
Die Book-to-Bill-Ratio, die das Verhältnis von Auftragseingängen zu Umsatzerlösen
widerspiegelt, betrug im abgelaufenen Quartal 1,14 (Q2/18: 1,13), was einem Anstieg
von 0,01 entspricht. Werte über 1 bedeuten eine gute Auslastung und weisen auf Wachstum
hin. Das EBIT im zweiten Quartal 2019 lag mit 23,7 Mio. € auf dem Niveau des ersten
Quartals 2019, jedoch deutlich unter dem des Vorjahres (Q2/18: 52,1 Mio. €). Die EBIT-Marge
sank entsprechend von 6,1 % im zweiten Quartal 2018 auf 3,0 % im zweiten Quartal 2019.
Im Vorjahresquartal war das Ergebnis positiv durch den Verkauf von Unternehmensanteilen
in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags beeinflusst. Die in 2019 eingeleiteten
Effizienzmaßnahmen wirkten sich bereits positiv auf die laufende Entwicklung aus.
So konnte das Konzernergebnis weiter verbessert werden. Kumuliert betrachtet konnte der KUKA Konzern im ersten Halbjahr 2019 einen Auftragseingang
in Höhe von 1.809,2 Mio. € erwirtschaften, der mit 2,8 % leicht unter dem Vorjahreswert
(H1/18: 1.860,4 Mio. €) lag. Die Umsatzerlöse betrugen im ersten Halbjahr 2019 1.539,6
Mio. €, was einem leichten Rückgang von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (H1/18:
1.597,2 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio lag im ersten Halbjahr 2019 bei 1,18. Gegenüber
dem Vorjahr stieg dieser Wert um 0,02 an (H1/18: 1,16). Der Auftragsbestand reduzierte
sich leicht um 2,1 % von 2.341,1 Mio. € zum 30. Juni 2018 auf 2.293,1 Mio. € zum 30.
Juni 2019. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des KUKA Konzerns in Höhe von
45,9 Mio. € reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreswert mit 67,4 Mio. €. Die EBIT-Marge
sank von 4,2 % im ersten Halbjahr 2018 auf 3,0 % in 2019. Werden die Einmalerträge
durch den Verkauf von Unternehmensanteilen im Geschäftsjahr 2018 als auch der Einmalertrag
durch den Wechsel der Konsolidierungsmethode im Geschäftsjahr 2019 eliminiert, so
befand sich das EBIT auf dem gleichen Niveau. SystemsDas Business Segment Systems verbesserte seine Auftragseingänge von 165,0 Mio. € im
zweiten Quartal 2018 auf 222,2 Mio. € im zweiten Quartal 2019. Dies entspricht einem
deutlichen Anstieg um 34,7 %. Aufträge konnten vor allem in der Region Americas erzielt
werden. Die Umsätze stiegen von 205,1 Mio. € im zweiten Quartal 2018 auf 238,9 Mio.
€ im zweiten Quartal 2019 an, was einem Plus von 16,5 % entspricht. Positiv wirkten sich das leicht gestiegene Geschäftsvolumen sowie der Produktionshochlauf
bei KUKA Toledo Production Operation LLC. (KTPO), Toledo/USA aus. Seit April 2019
wird bei KTPO der Jeep Gladiator produziert. Die Book-to-Bill-Ratio verbesserte sich
gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum von 0,80 (Q2/18) auf 0,93 (Q2/19). Das EBIT
im zweiten Quartal 2019 sank leicht auf 12,6 Mio. € nach 15,7 Mio. € im Vorjahresquartal.
Die EBIT-Marge lag mit 5,3 % unter dem Vorjahreswert in Höhe von 7,7 %. Jedoch konnte
im Vergleich zu Q1/19 mit einer EBIT-Marge von 1,4 % eine deutliche Verbesserung erzielt
werden. Diese Verbesserung ist unter anderem auf die Effizienzmaßnahmen zurückzuführen,
die zu einer Stabilisierung des Segments beigetragen haben. Der Auftragseingang im ersten Halbjahr 2019 betrug 425,6 Mio. € nach 489,0 Mio. €
im ersten Halbjahr 2018. Zusammen mit dem niedrigeren Auftragseingang aus dem ersten
Quartal 2019 ergab sich insgesamt ein Rückgang um 13,0 %. Die Umsätze betrugen im
ersten Halbjahr 455,8 Mio. € und bewegten sich nahezu auf Vorjahresniveau (H1/18:
455,7 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio reduzierte sich von 1,07 in H1/18 auf 0,93 in
H1/19. Auch der Auftragsbestand lag mit 684,6 Mio. € zum 30. Juni 2019 auf Vorjahresniveau
(30. Juni 2018: 702,5 Mio. €). Das EBIT belief sich in H1/19 auf 15,7 Mio. € nach
35,3 Mio. € in H1/18. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,4 % bzw. 7,7 %. Der Rückgang
lag vor allem an den schwächeren Ergebnissen aus dem ersten Quartal 2019. Hier wirkte
sich das schwierige Marktumfeld aus mit einem erhöhten Druck auf die Margen. RoboticsIm zweiten Quartal 2019 erwirtschaftete das Segment Robotics Auftragseingänge in Höhe
von 279,6 Mio. €, was einem Rückgang von 11,0 % gegenüber dem Wert des Vorjahres entspricht
(Q2/18: 314,2 Mio. €). Der Umsatz sank leicht von 300,8 Mio. € in Q2/18 um 4,3 % auf
287,9 Mio. € in Q2/19. Wohingegen der Umsatz seit Jahresbeginn weiter gesteigert werden
konnte (Q1/19: 274,4 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 0,97 (Q2/18: 1,04). Die
aktuell schwierige Lage der Weltwirtschaft führte dazu, dass sich Kunden bei Auftragsvergaben
zurückhielten. Das EBIT lag bei 20,8 Mio. € und reduzierte sich im Vorjahresvergleich
deutlich um 65,2 % (Q2/18: 59,7 Mio. €). Im Vorjahr wurde das Ergebnis positiv durch
den Verkauf von Unternehmensanteilen beeinflusst. Entsprechend reduzierte sich die
EBIT-Marge von 19,8 % in Q2/18 auf 7,2 % in Q2/19. Verglichen mit dem ersten Quartal
2019 konnte das Ergebnis weiter verbessert werden (Q1/19: 5,3 %). Die Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2019 beliefen sich auf 606,9 Mio. €, was einem
Rückgang von 9,0 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht (H1/18:
666,9 Mio. €). Die Umsatzerlöse hingegen stiegen leicht um 0,8 % von 557,8 Mio. €
im ersten Halbjahr 2018 auf 562,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 an. Die Book-to-Bill-Ratio
lag mit 1,08 weiterhin über 1 (H1/18: 1,20). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2019
in Höhe von 438,0 Mio. € lag 22,8 % unter dem des Vorjahres (30. Juni 2018: 567,6
Mio. €). Das EBIT im ersten Halbjahr belief sich auf 35,4 Mio. €, was einer EBIT-Marge
von 6,3 % entspricht. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres erwirtschaftete das Business
Segment Robotics 68,2 Mio. € mit einer EBIT-Marge von 12,2 %. Im Vorjahreszeitraum
wurde das Ergebnis vor allem durch den Verkauf von Unternehmensanteilen positiv beeinflusst. Logistics AutomationLogistics Automation verzeichnete im Auftragseingang einen starken Anstieg um 62,6
% auf 280,4 Mio. € im zweiten Quartal 2019 (Q2/18: 172,5 Mio. €). Dieser deutliche
Anstieg konnte vor allem aufgrund eines Großauftrags im laufenden Quartal erzielt
werden. Die Umsatzerlöse gingen leicht von 153,6 Mio. € in Q2/18 um 7,2 % auf 142,6
Mio. € in Q2/19 zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die chinesische Gesellschaft
aufgrund des Wechsels der Konsolidierungsmethode seit 2019 nunmehr anteilig im Ergebnis
und nicht mehr in den Umsätzen enthalten ist. Die Book-to-Bill Ratio stieg aufgrund
des erhöhten Auftragseingangs stark auf 1,97 an (Q2/18: 1,12) und deutet auf Wachstum
hin. Das EBIT konnte im zweiten Quartal 2019 auf 2,6 Mio. € verbessert werden nach
1,9 Mio. € im zweiten Quartal 2018. Die EBIT-Marge erhöhte sich folglich auf 1,8 %
in Q2/19 nach 1,2 % in Q2/18. Kumuliert betrachtet konnte das Business Segment Logistics Automation Auftragseingänge
in Höhe von 473,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 verzeichnen - ein deutliches Plus
von 44,1 % (H1/18: 328,5 Mio. €). Die Umsatzerlöse betrugen im ersten Halbjahr 2019
284,6 Mio. € und befinden sich damit nahezu auf Vorjahresniveau (H1/18: 296,3 Mio.
€). Die Book-to-Bill-Ratio wuchs von 1,11 im Vorjahr auf 1,66 an. Der Auftragsbestand
lag zum 30. Juni 2019 bei 701,7 Mio. € was einem Anstieg von 21,5 % gegenüber dem
Vorjahr entspricht (30. Juni 2018: 577,6 Mio. €). Das EBIT im ersten Halbjahr 2019
belief sich auf 3,5 Mio. € mit einer EBIT- Marge in Höhe von 1,2 % (H1/18: EBIT 4,2
Mio. €; EBIT-Marge 1,4 %). HealthcareDie Auftragseingänge bei Healthcare lagen mit 55,9 Mio. € in Q2/19 3,1 % über dem
Vorjahreswert mit 54,2 Mio. €. Die im Berichtszeitraum erzielten Umsatzerlöse lagen
mit 54,8 Mio. € knapp über dem Niveau des Vorjahres (Q2/18: 54,1 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio
verbesserte sich entsprechend von 1,00 in Q2/18 auf 1,02 im zweiten Quartal 2019.
Das EBIT hingegen ging deutlich um 122,2 % auf -0,2 Mio. € zurück, nach 0,9 Mio. €
im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dies entspricht einer EBIT-Marge von -0,4 % (Q2/18:
1,7 %). Hier wirkten sich vor allem die erhöhten Ausgaben für F&E und im Vertrieb
aus. Mit einem verbesserten und größeren Produktportfolio will Healthcare eine breitere
Kundenbasis erreichen und investiert derzeit in das zukünftige Wachstum. Im zweiten
Halbjahr rechnet KUKA mit einer Verbesserung und für das Gesamtjahr 2019 mit einem
positiven EBIT. Im ersten Halbjahr 2019 erzielte Healthcare Auftragseingänge in Höhe von 105,9 Mio.
€ und lag nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 107,8 Mio. €. Die Umsatzerlöse stiegen
leicht von 104,4 Mio. € in H1/18 auf 105,7 Mio. € in H1/19 an. Die daraus resultierende
Book-to-Bill-Ratio lag genau bei 1,00, nach 1,03 im ersten Halbjahr 2018. Der Auftragsbestand
in Höhe von 206,5 Mio. € zum 30. Juni 2019 lag leicht unter dem des Vorjahres (30.
Juni 2018: 211,4 Mio. €). Das EBIT sank auf 0,0 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 (H1/18:
1,2 Mio. €), was einer EBIT-Marge von 0,0 % (H1/18: 1,1 %) entspricht und auf die
erhöhten Ausgaben in den Bereichen F&E und Vertrieb zurückzuführen ist. ChinaDas Segment China erzielte im zweiten Quartal 2019 Auftragseingänge von 139,2 Mio.
€. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang von 50,3 % gegenüber dem Vorjahreswert
(Q2/18: 279,9 Mio. €). Dieser Rückgang ist vor allem auf die globalen Unsicherheiten
in der Weltwirtschaft zurückzuführen. Kunden hielten sich infolgedessen bei Auftragsvergaben
zurück. Hinzu kommt, dass im Vorjahr größere Aufträge überwiegend im zweiten Quartal
akquiriert werden konnten. Die Umsatzerlöse stiegen leicht um 1,9 % auf 133,5 Mio.
€. Im Vorjahr lagen diese bei 131,0 Mio. €. Die Book-to-Bill-Ratio sank von 2,14 im
zweiten Quartal 2018 auf 1,04 im zweiten Quartal 2019. Das EBIT betrug im abgelaufenen
Quartal -0,9 Mio. € (Q2/18: -5,3 Mio. €). Dies entspricht einer EBIT-Marge von -0,7
% (Q2/18: -4,0 %). Hier wirkten sich die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
auf das Margenniveau aus. Insgesamt beliefen sich die Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2019 im Segment China
auf 312,0 Mio. € und lagen damit um 12,8 % unter dem Wert des Vorjahres (H1/18: 357,9
Mio. €). Die Umsatzerlöse befanden sich mit 227,7 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 auf
dem Niveau des Vorjahres (H1/18: 234,3 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio lag mit 1,37
(H1/18: 1,53) auf einem konstant hohen Niveau. Der Auftragsbestand sank von 416,1
Mio. € zum 30. Juni 2018 um 21,2 % auf 327,9 Mio. € zum 30. Juni 2019. Das EBIT stieg
von -6,7 Mio. € auf 4,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 an. Die EBIT-Marge lag entsprechend
bei 1,8 % gegenüber -2,9 % im ersten Halbjahr 2018. Der Anstieg ist auf die positiven
Effekte durch den Wechsel der Konsolidierungsmethode im ersten Quartal 2019 zurückzuführen.
Es wurde eine chinesische Tochtergesellschaft entkonsolidiert und im Gegenzug eine
50%-ige at-Equity Beteiligung erfasst. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageIm ersten Halbjahr 2019 verzeichnete der KUKA Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.539,6
Mio. €, was einen Rückgang um 57,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr bedeutet (H1/18: 1.597,2
Mio. €). Die Auftragseingänge im Berichtszeitraum sanken um 2,8 % von 1.860,4 Mio.
€ im ersten Halbjahr 2018 auf 1.809,2 Mio. € im ersten Halbjahr 2019. Der Auftragsbestand
zum 30. Juni 2019 befindet sich mit 2.293,1 Mio. € auf nahezu unverändertem Niveau
gegenüber dem Vorjahr (30. Juni 2018: 2.341,1 Mio. €). Das Bruttoergebnis vom Umsatz
in Höhe von 356,1 Mio. € lag um 29,3 Mio. € bzw. 7,6 % unter dem Wert des Vorjahres
(H1/18: 385,4 Mio. €). Damit ergibt sich eine Konzern-Bruttomarge für das erste Halbjahr
2019 von 23,1 % (H1/18: 24,1 %). Im Vergleich zum ersten Quartal 2019 konnte jedoch
eine Verbesserung erzielt werden. So stieg der Auftragseingang von 895,2 Mio. € in
Q1/19 auf 914,0 Mio. € in Q2/19 an. Auch der Auftragsbestand lag um knapp 100 Mio.
€ über dem des Vorquartals (Q2/19: 2.293,1 Mio. €; Q1/19: 2.197,6 Mio. €). Die Umsatzerlöse
betrugen 801,9 Mio. € (Q1/19: 737,7 Mio. €), was zu einem Bruttoergebnis von 188,6
Mio. € (Q1/19: 167,5 Mio. €) führt. Dies entspricht einer Konzern-Bruttomarge in Höhe
von 23,5 % (Q1/19: 22,7 %). Die Kosten für Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltung reduzierten sich
im Vergleich zum Vorjahr auf 321,6 Mio. € (H1/18: 346,0 Mio. €). Dies bedeutet einen
Rückgang um 24,4 Mio. € bzw. 7,1 %. Die Summe der Kosten der drei Funktionsarten im
Verhältnis zum Umsatz ging von 21,7 % auf 20,9 % zurück. Die Kosten für Vertrieb sanken
um 16,2 Mio. €, die Verwaltungskosten um 19,1 Mio. €, was auf die erfolgreiche Umsetzung
des Effizienzprogrammes zurückzuführen ist. Für Forschungs- und Entwicklungskosten
wurden planmäßig 10,9 Mio. € mehr ausgegeben. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg auf 14.126 zum 30. Juni 2019 (30. Juni 2018: 14.013
Mitarbeiter). Im Bereich Forschung und Entwicklung wurde die Mitarbeiterzahl um 218
aufgestockt, wohingegen die Anzahl der Mitarbeiter im Vertrieb vor allem im Rahmen
des Effizienzprogramms um 148 sank. Auch am Standort in Augsburg wurden Kapazitäten
abgebaut. Zusätzlich wurde in China und mit dem Start des Finanzierungsleasingmodells
bei der KUKA Toledo Production Operations LLC., Toledo/USA, die Mitarbeiteranzahl
aufgestockt. Im ersten Halbjahr 2019 wurden Kosten für Produktneuentwicklungen in Höhe von 13,1
Mio. € (H1/18: 18,3 Mio. €) aktiviert. In den Folgeperioden werden diese Neuentwicklungen
über planmäßige Abschreibungen als Aufwand erfasst. Insgesamt betrugen die in den
Forschungs- und Entwicklungskosten erfassten Abschreibungen 8,8 Mio. € (H1/18: 7,7
Mio. €). Daraus ergibt sich eine Aktivierungsquote von 15,3 % im ersten Halbjahr 2019
(H1/18: 22,6 %). So wurde beispielsweise Anfang April die neue Generation des Roboter-Erfolgsmodells
KR QUANTEC erfolgreich im Markt eingeführt. Der KUKA Konzern verbessert laufend seine
Produkte und fokussiert sich auf Schlüsseltechnologien. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen den Ertrag aus dem
Wechsel der Konsolidierungsmethode im Zuge der Entkonsolidierung einer chinesischen
Tochtergesellschaft. Im Vorjahr waren hier die Erträge aus der Veräußerung von Unternehmensanteilen
enthalten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 67,4 Mio. € in H1/18 auf 45,9
Mio. € in H1/19, was einer EBIT-Marge von 3,0 % für das erste Halbjahr 2019 entspricht
(H1/18: 4,2 %). Werden die sonstigen Erträge in den ersten sechs Monaten 2018 um die
Ergebnisse aus der Veräußerung von Unternehmensanteilen eliminiert als auch die in
den ersten sechs Monaten 2019, die sich aufgrund des Wechsels der Konsolidierungsmethode
ergaben, so befand sich das EBIT auf gleichem Niveau. scroll
SegmentberichterstattungDie verbesserte Organisationsstruktur - KUKA Business Organisation (KBO) - die zum
1. Januar 2019 eingeführt wurde, beinhaltet fünf Business Segmente - Systems, Robotics,
Logistics Automation, Healthcare und China. Die bisherige zentrale Struktur wurde
gelockert und die einzelnen Unternehmensbereiche erhalten mehr Verantwortung. Folglich
wurde auch die Holding Struktur verschlankt. Swisslog wurde gemäß ihres Leistungsspektrums
sowie ihrer Branchenkompetenz in Logistics Automation und Healthcare aufgeteilt. Die Kernkompetenz des Geschäftsbereichs Systems liegt in maßgeschneiderten und flexiblen
Lösungen zur Automatisierung von Fertigungsprozessen und der Produktionslogistik.
Im Fokus stehen Anlagenprojekte vor allem für die Automobilindustrie. Hierzu gehören
der Karosseriebau, die Montage und der Test von Verbrennungsmotoren und Getrieben,
aber auch zukunftsweisende Geschäftsfelder wie die Elektromobilität mit Montage und
Test von Elektromotoren, Batteriemodulen und -packs sowie anderen Komponenten des
elektrischen Antriebsstrangs. Das Know-how liegt in der Bündelung von Prozesswissen,
Erfahrungen und Kompetenzen in Engineering, Projektmanagement, Inbetriebnahme und
Service für die automatisierte Produktion von Fahrzeugen. Die Umsatzerlöse beliefen
sich im ersten Halbjahr 2019 auf 455,8 Mio. €, nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
(H1/18: 455,7 Mio. €). Das EBIT sank von 35,3 Mio. € in H1/18 auf 15,7 Mio. € in H1/19.
Dies führte zu einem Rückgang der EBIT-Marge von 7,7 % auf 3,4 %. Der Rückgang lag
vor allem an den schwächeren Ergebnissen aus dem ersten Quartal 2019. Hier wirkte
sich das schwierige Marktumfeld aus mit einem erhöhten Druck auf die Margen. Der Geschäftsbereich Robotics entwickelt, produziert und vertreibt die Kernkomponente
für die Automatisierung - den Roboter. Neben der Fertigung von Roboter stehen auch
die Robotersteuerung, Zellen und Software zur Digitalisierung in der Automatisierung
im Fokus. Darüber hinaus bietet Robotics seinen Kunden umfangreiche Serviceleistungen
an. Im Bereich Robotics stiegen die Umsatzerlöse von 557,8 Mio. € im ersten Halbjahr
2018 auf 562,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 an. Das EBIT sank von 68,2 Mio. € in
H1/18 auf 35,4 Mio. € in H1/19, was zu einer EBIT-Marge von 6,3 % führt (H1/18: 12,2
%). Im Vorjahr wurde das Ergebnis positiv durch den Verkauf von Unternehmensanteilen
beeinflusst. Das Business Segment Logistics Automation bietet automatisierte, roboter- und datengesteuerte
Intralogistiksysteme an, von der Planung über die Umsetzung bis hin zum Service. Die
integrierten Automatisierungslösungen werden für zukunftsorientierte Lager und Verteilzentren
realisiert. Im Fokus stehen die Wachstumsmärkte E-Commerce/Retail, Consumer Goods.
Die erzielten Umsatzerlöse gingen von 296,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2018 auf 284,6
Mio. € im ersten Halbjahr 2019 zurück. Die EBIT-Marge sank von 1,4 % auf 1,2 %, was
einem EBIT von 3,5 Mio. € in H1/19 entspricht (H1/18: 4,2 Mio. €). Dabei ist zu berücksichtigen,
dass die chinesische Gesellschaft aufgrund des Wechsels der Konsolidierungsmethode
seit 2019 nunmehr anteilig im Ergebnis und nicht mehr in den Umsätzen enthalten ist. Swisslog Healthcare bietet im Medikamentenmanagement Lösungen für zukunftsorientierte
Krankenhäuser an, um nachhaltig deren Effizienz und die Pflege zu verbessern. Ziel
ist es, Effizienzen zu steigern und die Patientenzufriedenheit zu erhöhen. Durch Prozessoptimierungen
im Medikamentenmanagement während und nach dem stationären Aufenthalt von Patienten,
gewinnt das Krankenhauspersonal Zeit für die Pflege und die Patientenzufriedenheit
erhöht sich. Zeitgleich reduzieren sich Medikationsfehler durch den Einsatz von Automatisierungslösungen
von Swisslog Healthcare nachweislich. Durch das neu gegründete Joint Venture mit Midea
im Healthcare-Bereich sollen Synergien auf dem chinesischen Markt ausgebaut und optimal
genutzt werden. Die Umsatzerlöse stiegen leicht auf 105,7 Mio. € (H1/18: 104,4 Mio.
€). Das EBIT hingegen sank gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 1,2 Mio. €
auf 0,0 Mio. € (H1/18: 1,2 Mio. €). Dies ergibt eine EBIT-Marge von 0,0 % (H1/18:
1,1 %). Das Segment China konzentriert sich auf den chinesischen Wachstumsmarkt. In China
produziert und vertreibt KUKA Industrieroboter, bietet Automatisierungslösungen sowie
automatisierte Lagerverwaltungssysteme und Gesundheitssysteme. Die Produktionsanlage
in Shunde wurde fertiggestellt und die Produktion von Robotermodellen hat bereits
begonnen. Außerdem sind Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für neue Robotermodelle
wie SCARA-Roboter geplant. Das Business Segment China erwirtschaftete Umsatzerlöse
in Höhe von 227,7 Mio. € (H1/18: 234,3 Mio. €). Das EBIT stieg von -6,7 Mio. € in
H1/18 auf 4,2 Mio. € in H1/19 an. Dies bedeutet eine EBIT-Marge von 1,8 % im ersten
Halbjahr 2019 nach -2,9 % im ersten Halbjahr 2018. Innerhalb des Segments China wird
das Ergebnis aus der Entkonsolidierung und dem gleichzeitigen Ansatz der at-Equity
Beteiligung zum beizulegenden Zeitwerten im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.
Da es sich um einen einmaligen nicht operativen Vorgang im Segment China handelt,
wird dieser auch nur dort ausgewiesen. Konzerngewinn- und VerlustrechnungDas EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) belief sich im ersten
Halbjahr 2019 auf 106,5 Mio. €. Dies entspricht nahezu dem Vorjahreswert in Höhe von
109,4 Mio. €. Es wurden Abschreibungen in Höhe von 60,6 Mio. € (H1/18: 42,0 Mio. €)
erfasst, wovon 16,2 Mio. € (H1/18: 0,0 Mio. €) auf Leasingsachverhalte gemäß IFRS
16 entfallen. Das Finanzergebnis lag im ersten Halbjahr 2019 bei 2,3 Mio. €. Dies bedeutet einen
deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum, der einen Aufwand in
Höhe von 4,2 Mio. € aufweist. Die Zinserträge in Höhe von 12,6 Mio. € (H1/18: 2,8 Mio. €) stiegen gegenüber dem
Vorjahr deutlich an und beinhalten hauptsächlich Zinseinkünfte aus Leasinggeberverhältnissen
sowie Zinseinkünfte auf Bankguthaben, die im Zusammenhang, mit dem im dritten Quartal
2018 gegründeten Joint Venture im Segment Robotics stehen. Die Zinsaufwendungen betrugen
10,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2019 nach 7,0 Mio. € im ersten Halbjahr 2018. Der wesentliche
Anstieg resultiert aus der Erfassung der Zinsaufwendungen in Höhe von 2,6 Mio. €,
die im Zusammenhang mit der Einführung des IFRS 16 (Leasing) stehen. Der Nettowährungseffekt
im ersten Halbjahr 2019 belief sich auf 0,1 Mio. € nach -0,6 Mio. € in H1/18. Der
Nettozinsaufwand für Pensionen lag analog zum Vorjahr bei 0,7 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug im ersten Halbjahr 2019 48,2 Mio. €, ein Rückgang
um 15,0 Mio. € (H1/18: 63,2 Mio. €). Der Steueraufwand im Berichtszeitraum belief
sich auf 13,1 Mio. € (H1/18: 12,9 Mio. €) und führte zu einer Steuerquote von 27,2
% (H1/18: 20,4 %). Die niedrige Steuerquote des Vorjahres war auf steuerfreie Verkaufserlöse
sowie auf niedrige Steuersätze in den USA zurückzuführen. Die Steuerquote im ersten
Halbjahr 2019 entspricht weitestgehend den Erwartungen. Das Ergebnis nach Steuern betrug 35,1 Mio. € und lag 30,2 % unter dem Vorjahresvergleichswert
(H1/18: 50,3 Mio. €). Dementsprechend verringerte sich das unverwässerte Ergebnis
je Aktie von 1,26 € auf 0,86 €. scroll
FinanzlageCash Earnings ist eine Kennzahl, welche sich aus dem Ergebnis nach Steuern, korrigiert
um Ertragsteuern, Zinsergebnis, nicht zahlungswirksamen Abschreibungen auf Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten sowie sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und
Erträge zusammensetzt. Im ersten Halbjahr 2019 beliefen sich die Cash Earnings auf
96,7 Mio. €, was einem Rückgang um 13,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (H1/18:
112,1 Mio. €). Der Rückgang lag im Wesentlichen am geringeren Ergebnis nach Steuern
sowie dem Anstieg innerhalb der sonstigen Erträge. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg von -95,5 Mio. € im ersten Halbjahr
2018 auf 49,8 Mio. € in H1/19 an. Einerseits stiegen die Vorräte, die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vertragsvermögenswerte an, andererseits erhöhten
sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung und Vertragsverbindlichkeiten.
Das Trade Working Capital erhöhte sich seit Geschäftsjahresbeginn von 566,3 Mio. €
um 33,7 Mio. € auf 600,0 Mio. €. Der Anstieg des Trade Working Capitals im Vergleich
zum Vorjahr - hier stieg das Trade Working Capital von 450,4 Mio. € zum 1. Januar
2018 um 135,4 Mio. € auf 585,8 Mio. € zum 30. Juni 2018 an - hatte einen positiven
Einfluss auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit zur Folge. Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Trade Working Capitals: scroll
Im ersten Halbjahr 2019 wurden Investitionen in Höhe von 78,8 Mio. € getätigt (H1/18:
127,7 Mio. €). Innerhalb der Sachanlagen wurden Investitionen in Höhe von 61,1 Mio.
€ (H1/18: 99,2 Mio. €) vorgenommen. Diese betreffen vor allem Investitionen in Gebäude,
in technische Anlagen sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung, insbesondere für
die finale Fertigstellung der Produktionsanlage bei KUKA Toledo Production Operations
LLC., Toledo/USA, die Produktionshalle und das Ausbildungszentrum am Standort Augsburg.
Innerhalb der immateriellen Vermögenswerte wurden 17,7 Mio. € (H1/18: 28,5 Mio. €)
investiert, wovon 13,1 Mio. € (H1/18: 18,3 Mio. €) für selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte aufgewendet wurden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug insgesamt
-72,2 Mio. € (H1/18: -104,3 Mio. €) und beinhaltet neben der Auszahlung für den Erwerb
der verbliebenen Anteile der Device Insight GmbH, München, auch die bedingten Kaufpreiszahlungen
für Utica Enterprises, Shelby Township, Michigan/USA sowie Visual Components Oy, Espoo/Finnland. Die Einzahlung der Midea Group für die Beteiligungen an der chinesischen Gesellschaft
im Business Segment Healthcare ist unter den Einzahlungen für Finanzinvestitionen
ausgewiesen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergab zusammen mit dem Cashflow aus
Investitionstätigkeit einen Free Cashflow in Höhe von -22,4 Mio. € (H1/18: -199,8
Mio. €). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sank von 113,7 Mio. € in H1/18 auf 52,7 Mio.
€ in H1/19. Darin enthalten sind die Dividenden an die Aktionäre in Höhe von 0,30
€ je Aktie (2018: 0,50 € je Aktie) mit einem Gesamtbetrag von 11,9 Mio. € (H1/18:
19,9 Mio. €) sowie die Aufnahme von Finanzmitteln im Rahmen des Konsortialkreditvertrages
in Höhe von 88,0 Mio. €. Das im Vorjahr bestandene Nachrangdarlehen wurde nicht in
Anspruch genommen. Hier hatte sich der KUKA Konzern mit einer Konzerngesellschaft
des Midea Konzerns auf einen Finanzierungsrahmen von 150,0 Mio. € mit einer Laufzeit
von 5 Jahren verständigt. Zum 30. Juni 2018 hatte der KUKA Konzern 85,0 Mio. € abgerufen
und im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2018 zurückbezahlt. Ebenfalls im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist der Zins- und Tilgungsanteil
der Leasingzahlungen des neuen IFRS 16 Leasingstandards berücksichtigt (H1/19: 18,3
Mio. €; H1/18: 0,0 Mio. €). Zum 30. Juni 2019 verfügte der KUKA Konzern über einen Finanzmittelfond in Höhe von
508,6 Mio. € (H1/18: 139,5 Mio. €). Die Erhöhung des Finanzmittelfonds im Vergleich
zum ersten Halbjahr 2018 steht im Zusammenhang mit dem von der Midea Group in das
Joint Venture eingebrachte Tochterunternehmen im dritten Quartal 2018, das zusätzliches
Barvermögen besitzt. Der Finanzmittelfond stieg im Vergleich zum 1. Januar 2019 um
30,0 Mio. € an (1. Januar 2019: 478,6 Mio. €), was unter anderem mit der Einzahlung
der Midea Group für die Beteiligung an einer chinesischen Tochtergesellschaft im Business
Segment Healthcare verbunden ist. 250 Mio. € SchuldscheindarlehenAm 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen
von 250,0 Mio. € platziert. Nach Abzug der Transaktionskosten waren der KUKA daraus
248,9 Mio. € zugeflossen. Das Gesamtvolumen wurde in zwei Tranchen platziert. Tranche 1 hat ein Volumen von
142,5 Mio. € und eine Laufzeit bis Oktober 2020; Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5
Mio. € und eine Laufzeit bis Oktober 2022. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum
9. Oktober. Zum Bilanzstichtag waren Zinsen in Höhe von 1,7 Mio. € (H1/18: 2,4 Mio.
€) abgegrenzt. 150 Mio. USD SchuldscheindarlehenZur Finanzierung des Baus einer neuen Fabrikationsanlage im Rahmen des Betreibermodells
der KUKA Toledo Production Operations LLC. (KTPO), Toledo, Ohio/USA, hat diese in
2018, unter Garantie der KUKA AG, Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 150,0
Mio. USD in mehreren Laufzeittranchen platziert: Tranche 1 mit einem Volumen von 10
Mio. USD hat eine Laufzeit bis August 2020, Tranche 2 mit einem Volumen von 90 Mio.
USD eine Laufzeit bis Februar 2022 und Tranche 3 mit einem Volumen von 50 Mio. USD
hat eine Laufzeit bis August 2023. Die Mittel sind am 10. August/10. September 2018
zugeflossen. Die Verzinsung aller drei Tranchen ist variabel und basiert auf dem 3-Monats-USD-Libor
jeweils zuzüglich einer laufzeitabhängigen Marge. Die Zinszahlungen erfolgen vierteljährlich. Konsortialkredit der KUKA AktiengesellschaftDie KUKA AG schloss im Februar 2018 mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag
über ein Volumen von 520,0 Mio. € ab. Der Vertrag umfasst eine Bürgschafts- und Garantielinie
(Avallinie) in Höhe von 260,0 Mio. € sowie eine Betriebsmittelline (Barlinie) von
ebenfalls 260,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden
kann. Die initiale Laufzeit des Kreditvertrags betrug fünf Jahre. Nach Zustimmung aller
Banken zu einem ersten vereinbarten Verlängerungsantrag wurde die Fälligkeit um eine
ein Jahr verlängert. Der nunmehr im Februar 2024 auslaufende Kreditvertrag kann mit
einer noch ausstehenden Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr verlängert werden.
Der Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält
die marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen, sowie Financial
Covenants bezüglich Grenzwerten zu Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBIDTA)
und Zinsdeckung (EBITDA/ Nettozinsaufwand). Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag
der KUKA AG belief sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 363,5 Mio. € (H1/18: 260,4
Mio. €). Der Vertrag enthält eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"),
unter der die Konsortialbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam
handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft
erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken,
den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Ein Wechsel des direkten
Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange
die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100 % der Anteile und der Stimmrechte
an dem neuen Eigentümer hält. Des Weiteren können die Kreditgeber den Kreditvertrag
in den Fällen eines Delistings, eines Squeeze-Outs oder des Abschlusses eines Beherrschungs-
und/oder Gewinnabführungsvertrages mit einem Unternehmen der Midea-Gruppe zur Rückzahlung
fällig stellen. Avale von Banken und KautionsversicherungsgesellschaftenDas von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkredites
herausgelegte Avalvolumen belief sich zum 30. Juni 2019 auf 67,8 Mio. €. (H1/18: 87,3
Mio. €). Entsprechend den Regelungen des Konsortialkreditvertrages kann KUKA Garantien
bis zu einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € außerhalb des Konsortialbankenkreises
platzieren. Konzern-Kapitalflussrechnung (verkürzt)scroll
VermögenslageZum Stichtag 30. Juni 2019 betrug die Bilanzsumme des KUKA Konzerns 3.594,5 Mio. €
und hat sich damit seit 1. Januar 2019 von 3.352,5 Mio. € um 242,0 Mio. € erhöht. Die langfristigen Vermögenswerte sanken im Vergleich zum Geschäftsjahresfang von 1.214,2
Mio. € um 142,5 Mio. € auf 1.071,7 Mio. € zum 30. Juni 2019. Der Rückgang lag überwiegend
an der Reduzierung des Sachanlagevermögens (30. Juni 2019: 341,0 Mio. €; 1. Januar
2018: 493,7 Mio. €). Mit Fertigstellung der Produktionsanlage bei KUKA Toledo Production
Operations LLC., Toledo/USA und dem Start des Finanzierungsleasing wurden die Werte,
die in den Sachanlagen und sonstigen Vermögenswerten vorhanden waren ausgebucht und
das Finanzierungsleasing eingebucht. Hier ergibt sich per 30. Juni 2019 ein Saldo
in Höhe von 164,2 Mio. € (1. Januar 2018: 1,0 Mio. €). Die at-Equity bilanzierten
Beteiligungen erhöhten sich von 13,9 Mio. € zum 1. Januar 2019 um 20,6 Mio. € auf
34,5 Mio. € zum 30. Juni 2019. Die Erhöhung steht im Zusammenhang mit einer at-Equity
Beteiligung einer chinesischen Gesellschaft im Segment Logistics Automation. Die aktiven
latenten Steuern stiegen um 40,5 Mio. € auf 131,0 Mio. € per 30. Juni 2019 an (1.
Januar 2019: 90,5 Mio. €). Mit der verpflichtenden Anwendung des neuen Leasingstandards
(IFRS 16) zum 1. Januar 2019 wurden Anpassungen innerhalb der Eröffnungsbilanz vorgenommen.
Die Bilanzsumme verlängerte sich durch die Aktivierung eines Nutzungsrechts um 134,0
Mio. € zum 1. Januar 2019. Zum 30. Juni 2019 reduzierte sich das Nutzungsrecht durch
die linearen Abschreibungen auf 125,4 Mio. €. Analog wurde auf der Passivseite eine
langfristige bzw. kurzfristige Finanzierungsleasingverbindlichkeit bilanziert. Die kurzfristigen Vermögenswerte per 30. Juni 2019 betrugen 2.208,7 Mio. € (1. Januar
2019: 2.028,1 Mio. €). Nähere Erläuterungen zu den kurzfristigen Vermögenswerten finden
sich in den Ausführungen zur Finanzlage. Das Eigenkapital stieg im Berichtszeitraum von 1.339,6 Mio. € auf 1.371,4 Mio. € an.
Die Steigerung ergab sich durch das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 35,1 Mio. €
sowie durch die Erhöhung der Ausgleichsposten für Anteile Dritter, die auf die Gründung
der einer Tochtergesellschaft mit 50 %-igem Minderheitenanteil im Business Segment
Healthcare zurückzuführen sind. Eigenkapitalmindernd wirke sich die Ausschüttung der
Dividende in Höhe von 11,9 Mio. € aus, Währungseffekte (v. a. CHF, CNY und USD) hingegen
waren mit 8,1 Mio. € eigenkapitalerhöhend, wovon 2,4 Mio. € auf Minderheitenanteile
entfallen. Die erfolgsneutrale Bewertung der Pensionen inkl. der darauf entfallenden latenten
Steuern im ersten Halbjahr 2019 hat sich in Folge einer Reduzierung des Zinsniveaus
um 10,8 Mio. € reduziert. Das den Minderheiten zustehende Eigenkapital erhöhte sich
von 259,7 Mio. € zum 1. Januar 2019 auf 271,7 Mio. € zum 30. Juni 2019, was an der
Beteiligung der Midea Group an einer chinesischen Healthcare Tochtergesellschaft lag.
Die Eigenkapitalquote - das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme betrug zum
Halbjahr 2019 38,2 % und lag damit etwas unter der Quote zum Geschäftsjahresanfang
(1. Januar 2019: 40,0 %). Die Summe der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Dritten (lang- und kurzfristig) beliefen
sich auf 474,2 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg gegenüber dem Geschäftsjahresanfang
(1. Januar 2019: 385,7 Mio. €) um 88,5 Mio. €, aufgrund der erhöhten Beanspruchung
des Konsortialkreditvertrages. Der Bilanzposten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stieg von
110,4 Mio. € (1. Januar 2019) auf 121,7 Mio. € (30. Juni 2019) an. Hier spiegelt sich
im Wesentlichen der bereits innerhalb der Eigenkapitalveränderungsrechnung beschriebene
Effekt der erfolgsneutralen Bewertung der versicherungsmathematischen Gewinne und
Verluste wider. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 1.342,1 Mio. € zum 1. Januar 2019 auf
1.493,5 Mio. € zum 30. Juni 2019. Der Anstieg ist hauptsächlich auf den Anstieg der
Finanzverbindlichkeiten, der Zunahme der Vertragsverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Bezüglich der Verbindlichkeiten des
Trade Working Capitals verweisen wir auf die Ausführungen zur Finanzlage. Die Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 betrugen zum 30. Juni 2019 127,4 Mio. €,
wovon 97,8 Mio. € langfristig und 29,6 Mio. € kurzfristig waren. Die Nettoliquidität, die sich aus den flüssigen Mitteln abzüglich der kurz- und langfristigen
Finanzverbindlichkeiten berechnet, betrug zum 30. Juni 2019 34,4 Mio. € und hat sich
gegenüber dem Anfang des Geschäftsjahres 2019 um -58,5 Mio. € verringert (1. Januar
2019: 92,9 Mio. €). scroll
Gründung Joint Ventures mit Mehrheitseigner MideaZum 3. Januar 2019 beteiligte sich die Midea Group zu je 50 % unmittelbar an zwei
chinesischen Gesellschaften des KUKA Konzerns durch Bareinlage. Detailliertere Ausführungen
zu den Joint Ventures finden sich im Anhang. ROCEDer ROCE - die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed) -
im ersten Halbjahr 2019 betrug 6,6 % und liegt unter dem Wert des Vorjahres (H1/18:
11,7 %). Das durchschnittliche Capital Employed zum 30. Juni 2019 betrug 1.389,8 Mio.
€ (30. Juni 2018: 1.147,7 Mio. €). Forschung und EntwicklungIm zweiten Quartal 2019 beliefen sich die Aufwände für Forschung und Entwicklung (F&E)
des KUKA Konzerns auf 42,8 Mio. €. Damit lagen die Aufwände über dem Vorjahresniveau
(Q2/18: 35,7 Mio. €). Im ersten Halbjahr summierten sich die Ausgaben für F&E auf
81,3 Mio. € (H1/18: 70,4 Mio. €). smartProduction_control - Erste Kl-basierte KUKA Software in AutomobilwerkUm speziell smarte Produktionsumgebungen steuern zu können, setzt KUKA eine auf KI-Methoden
basierte Leitsteuerung ein. Die von KUKA entwickelte KI Software smartProduction_control
steuert Warenhäuser, die der Karosserierohbaulinie unterschiedliche Bauteilträger
mit Hilfe von Automated Guided Vehicles (AGVs) taktzeitgenau zur Verfügung stellen.
Die Software berücksichtigt nicht nur Rahmenbedingungen wie den Batterieladestand
der AGVs sondern auch den Stellplatz der unterschiedlichen Bauteilträger im Warenhaus,
die Verteilung der Bauteilträger im Lager, die leeren Bauteilträger oder die Anforderungen
der Rohbaulinie. Es ist auch jederzeit möglich, neue Varianten in das System "einzulernen". Swisslog und KUKA präsentieren gemeinsame EntwicklungDie Vielfalt der Produkte in Kleinteil-Lagern ist überwältigend. Ebenso die der Verpackungen.
Immer mehr Bestellungen werden online aufgegeben. Das verändert die Logistikbranche.
Swisslog stellte auf der LogiMat 2019 die nächste Generation seiner robotergestützten
Kommissionierungslösung ItemPiQ vor. Die Lösung ist das perfekte Beispiel für die
Verzahnung von KUKA und Swisslog Know-how und nutzt neue Robotertechnologie und ein
intelligentes Visionssystem für bessere Kommissionier-Leistung sowie Funktionen für
maschinelles Lernen. ItemPiQ kommissioniert eine große Artikelvielfalt, die von dem
intelligenten Visionsystem von Roboception erkannt wird. Dieses ist in der Lage, die
Greifpunkte an unbekannten Artikeln zu ermitteln. Dank des Multifunktionsgreifers
kann der Kleinroboter aus der KR AGILUS Familie eine große Vielfalt üblicher Produkte
in der Retail-, E-Commerce- und Pharmabranche mit einem Gewicht bis zu 1,5 kg aufnehmen.
Je nach Größe, Gewicht, Ware-zu-Roboter-Fördersystem und Ablagemethode kann ItemPiQ
bis zu 1.000 Artikel pro Stunde kommissionieren. Lösungen wie ItemPiQ dienen dem Ziel,
den Anwendern Effizienz- und Wettbewerbsvorteile in ihrer Lagerlogistik zu verschaffen.
Leistungsfähige, integrative Steuerungssoftware, innovative Robotik-Lösungen sowie
maschinelles Lernen sind die Bestandteile, die diese Lösungen besonders auszeichnen. Ausschreibung für den siebten KUKA Innovation AwardDer KUKA Innovation Award geht in die siebte Runde und steht 2020 ganz im Zeichen
der Medizinrobotik. Forscher und Nachwuchstalente aus aller Welt können bis Januar
2020 innovative Ideen rund um Diagnose, Chirurgie, Therapie und Rehabilitation einreichen.
Die Konzepte müssen mit einem sensitiven Leichtbauroboter KUKA LBR Med umsetzbar sein,
optional erweitert mit einem 3D-Vision-System von Roboception. Eine internationale
Jury bewertet die Bewerbungen und wählt die besten Konzepte aus. Die Finalisten erhalten
für die Dauer des Wettbewerbs die erforderliche Hard- und Software kostenlos und haben
ein knappes Jahr Zeit, ihre Ideen umzusetzen. KUKA Experten bieten Trainings und begleiten
die ausgewählten Teams bis zum Finale auf der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf im
November 2020. Dort werden die besten Lösungen vor tausenden Experten präsentiert
- und der Sieger des Innovation Awards gekürt. Auf der MEDICA 2019 präsentieren auch
die diesjährigen Finalteams im November ihre Konzepte zum Thema "Healthy Living Challenge". Zukunftstechnologie-Auszeichnungen für KUKA LadeassistentenDer Rat für Formgebung zeichnete Anfang Juni KUKA für seine benutzerfreundliche und
intelligente Ladetechnologie mit dem Innovation Award aus. Der KUKA Ladeassistent
ist ein automatisierter Helfer für das komfortable Laden von Elektrofahrzeugen in
der heimischen Garage. Entstanden ist der Ladeassistent aus einem Forschungsprojekt
zusammen mit der Volkswagen AG. Der Ladeassistent konnte beim German Innovation Award
mit herausragender Innovationsleistung punkten. Mit dem KUKA-Partner FORWARDttc gemeinsam
entwickelt, war der Ladeassistent "Winner" in der Kategorie "W2 Excellence in Business
to Business - E-Mobility Technologies". Auf der diesjährigen Hannover Messe gewann
der Ladeassistent den zweiten Platz beim Robotics Award 2019. Mit dem renommierten
Preis zeichnet die Hannover Messe in Kooperation mit der Robotation Academy sowie
dem Industrieanzeiger nationale wie internationale Unternehmen für ihre angewandten
Roboterlösungen aus. MitarbeiterAm 30. Juni 2019 beschäftigte der KUKA Konzern 14.126 Mitarbeiter. Im Vergleich zum
Vorjahresstichtag ist dies eine Zunahme um 0,8 % (30. Juni 2018: 14.013). Im Segment
Systems stieg die Anzahl der Mitarbeiter um 2,0 % von 3.141 am 30. Juni 2018 auf 3.204
am 30. Juni 2019. Dieser geplante Aufbau fand hauptsächlich in USA, aufgrund des Produktionshochlaufs
bei KTPO, statt. Bei Robotics verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter um 3,5 %
von 5.854 auf 5.647 zum 30. Juni 2019. Der Geschäftsbereich Logistics Automation zählte
zum Ende des diesjährigen zweiten Quartals 2.012 Mitarbeiter und damit 5,9 % mehr
als am Vorjahresstichtag (30. Juni 2018: 1.901). Die Anzahl der Mitarbeiter bei Healthcare
stieg um 23,6 % von 870 (30. Juni 2018) auf 1.076 zum 30. Juni 2019. Aufgrund der
neuen Organisationsstruktur kam es zur Trennung der bisher unter Swisslog konsolidierten
Segmente Logistics Automation und Healthcare. Mitarbeiter in Zentralfunktionen, die
vorher für beide Gesellschaften zuständig waren, wurden den neuen Segmenten zugeordnet
wodurch der Unterschied im Vergleich zum Vorjahr entstand. In China waren zum Ende
des zweiten Quartals 1.422 Mitarbeiter beschäftigt, das entspricht einem Anstieg von
5,8 % zum Vorjahresstichtag (30. Juni 2018: 1.345). Mitarbeiter wurden vor allem am
neuen Produktionsstandort in Shunde aufgebaut. Für den Mitarbeiterabbau am Standort Augsburg wurde im zweiten Quartal ein Sozialplan
verhandelt. Dieser sieht den möglichst sozialverträglichen Abbau von 350 Stellen bis
Ende 2019 vor. Risiko- und ChancenberichtIn der Gesamtbetrachtung der Risiken ist der KUKA Konzern überwiegend (leistungs-)wirtschaftlichen
Risiken aus den Geschäftsbereichen sowie auf Konzernebene gesteuerten rechtlichen
und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen
oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden
könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass
die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können. Im Hinblick auf die sich
auf den EBIT auswirkenden Risiken verweisen wir zudem auf den detaillierten Bericht
im Geschäftsbericht/ Lagebericht 2018 (S.46ff) AusblickUnter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen sowie unter Abwägung
der aktuellen Risiko- und Chancenpotenziale rechnet KUKA im Geschäftsjahr 2019 mit
einer leicht steigenden Nachfrage. Wachstum wird vor allem aus den Regionen Americas
und Asien erwartet. Europa sollte sich gemäß unserer Prognose stabil entwickeln. Auf
Branchenebene erwartet KUKA für die Absatzmärkte der General Industry eine leicht
positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. In der Automobilindustrie sollte die Nachfrage
ebenfalls leicht positiv verlaufen. Unsicherheiten ergeben sich vor allem aufgrund
der schwierigen Lage der Weltwirtschaft, was zur Folge hat, dass sich weltweit Kunden
mit Auftragsvergaben zurückhalten. Das betrifft auch China, den weltweit größten Absatzmarkt
für roboterbasierte Automatisierung. KUKA erwartet auf Basis der gegenwärtigen Rahmenbedingungen und Wechselkurse im Gesamtjahr
2019 einen leicht steigenden Umsatz von rund 3,3 Mrd. €. Unter der Annahme der aktuellen
konjunkturellen Rahmenbedingungen und der erwarteten Geschäftsentwicklung geht der
KUKA Konzern davon aus, eine EBIT-Marge von rund 3,5 % vor finaler Evaluierung der
laufenden Reorganisationsaufwendungen zu erreichen. Die zweite Jahreshälfte sollte
dabei besser verlaufen, zum einen aufgrund von KUKAs Markterwartungen und zum anderen
aufgrund der Effizienzmaßnahmen, die sich gegen Jahresende verstärkt auswirken werden. Zwischenabschluss (verkürzt)Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019scroll
Konzern-Bilanz der KUKA Aktiengesellschaft zum 30. Juni 2019Aktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019scroll
scroll
Erläuterungen zum Konzernabschluss (verkürzt)Konzern-Segmentberichterstattung der KUKA Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2019 Segmentberichterstattungscroll
scroll
scroll
Rechnungslegung nach IFRSDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 der KUKA Aktiengesellschaft mit Sitz
in Augsburg wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er
in der Europäischen Union zur Anwendung kommt, erstellt. Dabei wurde in Übereinstimmung
mit diesem Standard eine verkürzte Darstellung gewählt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss
ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zu lesen. Alle
Werte sind, sofern nicht anders bezeichnet, in Mio. € angegeben. Der Konzernabschluss wurde nach den in der Europäischen Gemeinschaft zugelassenen
International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards
Board (IASB) aufgestellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International
Accounting Standards (IAS). Die Interpretationen des Standing Interpretations Committee
(SIC) und des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee
(IFRS IC), ergänzt um die nach § 315e Absatz 1 HGB anzuwendenden Vorschriften, wurden
ebenfalls berücksichtigt. Die KUKA Aktiengesellschaft ist eine 94,55 %-ige mittelbare Tochtergesellschaft der
Midea Group Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/ China. Die KUKA Aktiengesellschaft
wird in den Konzernabschluss der Midea Group Co. Ltd., Foshan City, Guangdong Province/China
einbezogen, der über die Internetseite www.cninfo.com.cn oder direkt auf der Internetseite
der Midea Group Co. Ltd. unter www.midea.com/ global/investors/financial_statements
erhältlich ist. Der Zwischenbericht wurde weder einer Prüfung durch den Abschlussprüfer noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen. Die im Zwischenbericht enthaltenen Kennzahlen sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen
kann es daher vorkommen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen
Summe aufaddieren lassen und dass Prozentangaben sich nicht aus den dargestellten
Werten ergeben. KonsolidierungskreisGegenüber dem Jahresende 2018 hat sich der Konsolidierungskreis, wie in der nachfolgenden
Tabelle dargestellt, verändert: scroll
Gegenüber dem Geschäftsjahresende 2018 wurde die chinesische Tochtergesellschaft,
an der sich die Midea Group beteiligte, entkonsolidiert und gleichzeitig at-Equity
erstkonsolidiert. Darüber hinaus wurde eine Tochtergesellschaft im Segment Robotics
entkonsolidiert. Beteiligungen der Midea GroupZum 3. Januar 2019 beteiligte sich die Midea Group zu je 50 % unmittelbar an zwei
chinesischen Gesellschaften des KUKA Konzerns durch Bareinlage. Das bisher vollkonsolidierte
Unternehmen des Business Segments Logistics Automation wurde aufgrund der rechtlichen
Ausgestaltung der jeweiligen Joint-Venture Partner entkonsolidiert und eine 50 %-ige
at-Equity Beteiligung erfasst. Wohingegen die chinesische Tochtergesellschaft im Business
Segment Healthcare weiterhin vollkonsolidiert wird. Dem KUKA Konzern floss insgesamt
ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag zu. Gemäß dem Management Approach werden beide Gesellschaften sowohl in ihrem Segment
Logistics Automation bzw. Healthcare als auch China gezeigt. Die damit entstehende
doppelte Erfassung wird bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer vorliegende Konzernzwischenbericht basiert, mit Ausnahme der nachfolgenden beschriebenen
Änderungen, im Wesentlichen auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
wie der Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2018. Für weitere Informationen verweisen
wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018, der Basis für den vorliegenden
Zwischenabschluss ist. Dieser ist auch im Internet unter www.kuka.com abrufbar. Mit der Einführung des IFRS 16 wurde ein neues Rechnungslegungsmodell für Leasingverträge
implementiert, das dazu führt, dass nahezu alle bisherigen Operating-Leasingverhältnisse
in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Hierbei aktiviert der Leasingnehmer
ein Nutzungsrecht (sog. Right-of-Use Asset), das sein Recht auf die Nutzung des jeweiligen
Vermögenswertes abbildet. Darüber hinaus wird eine Schuld aus dem Leasingverhältnis
passiviert, das die Verpflichtung zur Leasingzahlung darstellt. Für kurzfristige Leasingverhältnisse
(Laufzeit kleiner zwölf Monate) und Leasingverhältnisse für Wirtschaftsgüter deren
Neupreis unter 5.000 € beträgt, bestsehen Ausnahmeregelungen. Die Regelungen beim
Leasinggeber blieben weitestgehend unberührt, was bedeutet, dass der Leasinggeber
die Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse
einzustufen hat. Die Steueraufwendungen in den Zwischenberichtsperioden werden - analog zum Vorjahr
- in Übereinstimmung mit IAS 12 und IAS 34 auf Grundlage des aktuell erwarteten Steuersatzes
für das Gesamtjahr ermittelt. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und SchätzungsänderungenSeit Beginn des Geschäftsjahres 2019 ist der IFRS-Standard 16, basierend auf der Übernahme
(Endorsement) durch die Europäische Union verpflichtend anzuwenden. Die Erstanwendung
für KUKA entspricht damit dem vom IASB beschlossenen Anwendungszeitpunkt. Für den
neu anzuwendenden IFRS-Standard wurde auf eine rückwirkende Anpassung der Vorjahreswerte
verzichtet. Die Erstanwendung des IFRS 16 hatte die Erfassung des Nutzungsrechts und der korrespondierenden
Leasingverbindlichkeit - getrennt nach lang- und kurzfristig zur Folge. Insgesamt
hat sich dadurch die Bilanzsumme vom 31. Dezember 2018 zum 1. Januar 2019 um 134,0
Mio. € auf 3.352,5 Mio. € erhöht. Die Auswirkungen der Umstellungseffekte sind in
der Bilanz ersichtlich. Nachfolgend dargestellt ist eine Übersicht der Bewertungskategorien gemäß IFRS 16
für die Erstanwendung der Nutzungsrechte sowie der korrespondierenden Leasingverbindlichkeit: scroll
UmsatzerlöseSobald eine Leistungsverpflichtung durch die Übertragung eines zugesagten Guts oder
einer Dienstleistung auf einen Kunden erfüllt ist, werden Umsatzerlöse erfasst. Der
KUKA Konzern generiert einerseits seine Umsätze durch den Verkauf von Produkten wie
bspw. Industrieroboter, durch Fertigungsaufträge sowie im Wesentlichen nachgelagerten
Serviceleistungen. Die Leistungserbringung beim Verkauf von Produkten erfolgt in der
Regel zu einem bestimmten Zeitpunkt. Bei Fertigungsaufträgen über einen bestimmten
Zeitraum und bei Serviceleistungen können beide Leistungserbringungsarten vorliegen. Im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftete der KUKA Konzern Umsätze in Höhe von 1.539,6
Mio. € (H1/18: 1.597,2 Mio. €). Davon entfielen 772,2 Mio. € (H1/18: 880,5 Mio. €)
der Umsätze auf die Leistungserbringungen über einen Zeitraum sowie 767,4 Mio. € (H1
/18: 716,7 Mio. €) bei der Erfüllung der Leistungsverpflichtung zu einem bestimmten
Zeitpunkt. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum fand eine Verschiebung der Umsatzerlöse
hin zu Leistungserbringung zu einem bestimmten Zeitpunkt statt. Die Umsatzverteilung
ist im Moment nahezu gleichverteilt. Die Darstellung der Umsatzerlöse auf Segmentebene
beinhaltet die Konzerninnenerlöse, auf Regionenebene werden ausschließlich Konzernaußenumsatzerlöse
ausgewiesen. Die Aufteilung der zeitraum- und der zeitpunktbezogenen Umsätze auf die einzelnen
Regionen sowie Business Segmente ist in nachfolgender Tabelle dargestellt: scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
KUKA Toledo Production Operations LLC. (KTPO), Toledo/USAIm April 2018 lief die Produktion des JK-Modells aus. Hier produzierte die KTPO im
Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. Der Leasingvertrag für
das auslaufende Modell wurde an die im April 2019 gestartete Produktion des Jeep Gladiators
angepasst. Der Finanzierungsleasingvertrag beinhaltet eine Laufzeit bis März 2025
und berücksichtigt die neuen Produktionsanforderungen. Knapp ein Jahr lang wurde die
Produktionsanlage, den neuen Modellanforderungen entsprechend, umgebaut. Im März 2019
konnten bereits erste Prototypen produziert werden. Mit dem Start der Serienproduktion
wurden die bislang in den Sachanlagen aktivierte Produktionsanlage ausgebucht und
eine entsprechende Finanzierungslesasingforderung erfasst. Zum 30. Juni 2019 besteht
eine langfristige Finanzierungsleasingforderung in Höhe von 163,2 Mio. € sowie eine
kurzfristige Finanzierungsleasingforderung in Höhe von 27,3 Mio. €. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt: scroll
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem den Aktionären der KUKA
Aktiengesellschaft zustehendem Ergebnis und der Zahl, der im gewichteten Jahresdurchschnitt
im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Analog zum Vorjahr betrug im ersten Halbjahr 2019 der gewichtete Durchschnitt der
im Umlauf befindlichen Aktien 39,8 Mio. Stück. EigenkapitalDie KUKA Aktiengesellschaft verfügt zum 30. Juni 2019 unverändert gegenüber dem Geschäftsjahresanfang
über ein Grundkapital in Höhe von 103.416.222,00 €. Es unterteilt sich in 39.775.470 (30. Juni 2018: 39.775.470) im Umlauf befindliche,
auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme. IAS 19 Leistungen an ArbeitnehmerDie Pensionsrückstellungen werden durch veränderte Rechnungszinssätze beeinflusst.
Daraus resultieren versicherungsmathematische Gewinne und Verluste. Die nachfolgende
Tabelle zeigt die Entwicklung der innerhalb des KUKA Konzerns angewandten Rechnungszinssätze
für Länder mit wesentlichen Pensionsverpflichtungen: scroll
In allen in der Tabelle aufgeführten Ländern sank das Zinsniveau gegenüber dem ersten
Halbjahr 2018. Daraus resultiert im ersten Halbjahr 2019 ein versicherungsmathematischer
Aufwand in Höhe 13,7 Mio. €. Unter Berücksichtigung der latenten Steuern wurden insgesamt
versicherungsmathematische Effekte in Höhe von 10,8 Mio. € erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasst. 250 Mio. € SchuldscheindarlehenAm 9. Oktober 2015 hatte die KUKA AG unbesicherte Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen
von 250,0 Mio. € platziert. Nach Abzug der Transaktionskosten waren der KUKA daraus
248,9 Mio. € zugeflossen. Das Gesamtvolumen wurde in zwei Tranchen platziert. Tranche 1 hat ein Volumen von
142,5 Mio. € und eine Laufzeit bis Oktober 2020; Tranche 2 hat ein Volumen von 107,5
Mio. € und eine Laufzeit bis Oktober 2022. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich zum
9. Oktober. Zum Bilanzstichtag waren Zinsen in Höhe von 1,7 Mio. € (H1/18: 2,4 Mio.
€) abgegrenzt. 150 Mio. USD SchuldscheindarlehenZur Finanzierung des Baus einer neuen Fabrikationsanlage im Rahmen des Betreibermodells
der KUKA Toledo Production Operations LLC. (KTPO), Toledo, Ohio/USA, hat diese in
2018, unter Garantie der KUKA AG, Schuldscheindarlehen im Gesamtvolumen von 150,0
Mio. USD in mehreren Laufzeittranchen platziert: Tranche 1 mit einem Volumen von 10
Mio. USD hat eine Laufzeit bis August 2020, Tranche 2 mit einem Volumen von 90 Mio.
USD eine Laufzeit bis Februar 2022 und Tranche 3 mit einem Volumen von 50 Mio. USD
hat eine Laufzeit bis August 2023. Die Mittel sind am 10. August/10. September 2018
zugeflossen. Die Verzinsung aller drei Tranchen ist variabel und basiert auf dem 3-Monats-USD-Libor
jeweils zuzüglich einer laufzeitabhängigen Marge. Die Zinszahlungen erfolgen vierteljährlich. Konsortialkredit der KUKA AktiengesellschaftDie KUKA AG schloss im Februar 2018 mit einem Bankenkonsortium einen Konsortialkreditvertrag
über ein Volumen von 520,0 Mio. € ab. Der Vertrag umfasst eine Bürgschafts- und Garantielinie
(Avallinie) in Höhe von 260,0 Mio. € sowie eine Betriebsmittelline (Barlinie) von
ebenfalls 260,0 Mio. €, die auch für Bürgschaften und Garantien (Avale) genutzt werden
kann. Die initiale Laufzeit des Kreditvertrags betrug fünf Jahre. Nach Zustimmung aller
Banken zu einem ersten vereinbarten Verlängerungsantrag wurde die Fälligkeit um ein
Jahr verlängert. Der nunmehr im Februar 2024 auslaufende Kreditvertrag kann mit einer
noch ausstehenden Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr verlängert werden. Der
Konsortialkreditvertrag wurde auf unbesicherter Basis geschlossen und enthält die
marktüblichen Gleichbehandlungsklauseln und Negativerklärungen, sowie Financial Covenants
bezüglich Grenzwerte zu Leverage (Nettofinanzverbindlichkeiten/EBIDTA) und Zinsdeckung
(EBITDA/ Nettozinsaufwand). Die Inanspruchnahme der Aval- und Barmittelkreditlinien aus dem Konsortialkreditvertrag
der KUKA AG belief sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 363,5 Mio. € (H1/18: 260,4
Mio. €). Der Vertrag enthält eine marktübliche Regelung zu einem Kontrollwechsel ("Change-of-Control"),
unter der die Konsortialbanken für den Fall, dass ein Aktionär (oder mehrere gemeinsam
handelnde Aktionäre) Kontrolle über wenigstens 30 % der Stimmrechte der KUKA Aktiengesellschaft
erlangt oder sonst die Möglichkeit hat, die Geschäftspolitik des Unternehmens zu lenken,
den Kreditvertrag zur Rückzahlung fällig stellen können. Ein Wechsel des direkten
Eigentümers innerhalb der Midea-Gruppe ist nicht von dieser Regelung betroffen, solange
die Midea Group Co., Ltd., direkt oder indirekt 100 % der Anteile und der Stimmrechte
an dem neuen Eigentümer hält. Des Weiteren können die Kreditgeber den Kreditvertrag
in den Fällen eines Delistings, eines Squeeze-Outs oder des Abschlusses eines Beherrschungs-
und/oder Gewinnabführungsvertrages mit einem Unternehmen der Midea-Gruppe zur Rückzahlung
fällig stellen. Avale von Banken und KautionsversicherungsgesellschaftenDas von Banken und Kautionsversicherungsgesellschaften außerhalb des Konsortialkredites
herausgelegte Avalvolumen belief sich zum 30. Juni 2019 auf 67,8 Mio. € (H1/18: 87,3
Mio. €). Entsprechend den Regelungen des Konsortialkreditvertrages kann KUKA Garantien
bis zu einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. € außerhalb des Konsortialbankenkreises
platzieren. Finanzinstrumente die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werdenDer IFRS 13 regelt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sowie die dazugehörigen
Anhangangaben. Eine Definition in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden
ist, ist im Standard nicht explizit geregelt. Der beizulegende Zeitwert wird dabei
als derjenige Preis definiert, den unabhängige Marktteilnehmer unter marktüblichen
Bedingungen zum Bewertungsstichtag bei Verkauf eines Vermögenswertes vereinnahmen
bzw. bei Übertragung einer Verbindlichkeit bezahlen würden. Die zu Marktwerten bewerteten
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind in Übereinstimmung mit dem IFRS 13 den drei
Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie
werden, wie nachfolgend beschrieben, definiert: Stufe 1Notierte Marktpreise an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden Stufe 2Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar
sind Stufe 3Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufteilung der zum Fair Value bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten: 30. Juni 2019scroll
1. Januar 2019scroll
Derzeit fallen keine finanziellen Vermögenswerte in die Fair-Value-Hierarchie Stufe
1. Die unter Stufe 2 ausgewiesenen Werte betreffen im Wesentlichen die aktivierten
und passivierten Devisentermingeschäfte. Die Werte werden mit Hilfe standardisierter
finanzmathematischer Verfahren unter Verwendung aktueller Marktparameter wie Wechselkurs
und Bonität der Vertragspartner (Mark-to-Market-Methode) oder quotierter Preise ermittelt.
Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Die finanziellen Vermögenswerte
der Stufe 3 enthalten Anteile von nicht am Markt gehandelten Beteiligungen, kurzfristige
sonstige Vermögenswerte sowie kurzfristige Zinsansprüche. Alle anderen im KUKA Konzern bestehenden Finanzinstrumente werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet, wobei deren Fair Values im Wesentlichen den Buchwerten
entsprechen. SegmentberichterstattungZum 1. Januar 2019 wurde die bisherige Organisationsstruktur überarbeitet und verbessert.
Der KUKA Konzern besteht nun aus fünf Business Segmenten - Systems, Robotics, Logistics
Automation, Healthcare und China. Die bisherige zentrale Struktur wurde gelockert
und die einzelnen Unternehmensbereiche erhielten mehr Verantwortung. Zusätzlich fand
eine Verschlankung der Holding-Struktur statt. Das Segment Systems stellt dem Kunden unter anderem maßgeschneiderte Lösungen zur
Automatisierung von Fertigungsprozessen zur Verfügung. Im Bereich Robotics werden
Roboter entwickelt, produziert und vertrieben. Durch die Aufteilung von Swisslog in
Logistics Automation und Healthcare können die beiden Business Segmente ihre Branchenkompetenz
mit ihrem breiten Leistungsspektrum voll zur Geltung bringen. Logistics Automation
bietet automatisierte roboterund datengesteuerte Intralogistiksysteme an wohingegen
Healthcare Lösungen für das Medikamentenmanagement erstellt. Zusätzlich wurde das
Segment China eingeführt, das alle vorher genannten Segmente und deren Kompetenzen
vereint. Für die Steuerung des Segmentergebnisses wird das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) als entscheidende Kennzahl herangezogen. Die wesentlichen Elemente der Segmentberichterstattung sind im Lagebericht über die
neuen Geschäftsbereiche, sowie tabellarisch zu Beginn der Erläuterungen zum Halbjahresabschluss
dargestellt. KapitalflussrechnungDie Zahlungsmittelveränderung im KUKA Konzern wird gem. IAS 7 in der Kapitalflussrechnung
dargestellt. Der Zahlungsmittelbestand beinhaltet alle in der Bilanz ausgewiesenen
flüssigen Mittel (Kassenbestände, Schecks und Guthaben) sofern sie innerhalb drei
Monaten zur Verfügung stehen. Zum 3 0. Juni 2019 betrugen die Zahlungsmittel, die
einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, 0,4 Mio. € (1. Januar 2019: 0,5 Mio. €).
Sie stehen im Zusammenhang mit staatlichen Fördermitteln für förderfähige Entwicklungsprojekte
bei zwei Tochtergesellschaften des KUKA Konzerns. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenGegenüber dem 31. Dezember 2018 haben sich die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten
von 14,5 Mio. € auf 10,5 Mio. € sowie das Bestellobligo von 40,8 Mio. € auf 24,2 Mio.
€ reduziert. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm ersten Halbjahr 2019 wurden von nahestehenden Unternehmen und Personen 8,3 Mio.
€ an Leistungen erbracht sowie 0,7 Mio. € Leistungen empfangen. Zum 30. Juni 2019 bestanden Forderungen in Höhe von 15,1 Mio. € (30. Juni 2018: 0,7
Mio. €), demgegenüber stehen Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten in
Höhe von 11,4 Mio. € (30. Juni 2018: 86,6 Mio. €). Diese Werte veränderten sich gegenüber
dem Vorjahresvergleichszeitraum, da einerseits das vom Midea Konzern gewährte Nachrangdarlehen
zurückbezahlt wurde und andererseits die nun at-Equity bilanzierte Beteiligung diverse
Geschäftsbeziehungen mit den konsolidierten Gesellschaften des KUKA Konzerns unterhält. Daneben haben sich Veränderungen innerhalb des Midea Konzerns auch auf die Gruppe
der nahestehenden Unternehmen des KUKA Konzerns auswirkt. Zusammensetzung des Aufsichtsrats:Der Aufsichtsrat setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Augsburg, den 6. August 2019 Der Vorstand scroll
Finanzkalender 2019scroll
Diese Quartalsmitteilung wurde am 6. August 2019 veröffentlicht und ist bei der KUKA
Aktiengesellschaft, Abteilung Investor Relations, in deutscher und englischer Sprache
zu beziehen. In Zweifelsfällen ist die deutsche Version maßgeblich. Kontakt und ImpressumKUKA AktiengesellschaftZugspitzstr. 140 86165 Augsburg Deutschland T +49 821 797 - 0 F +49 821 797 - 5252 kontakt@kuka.com Corporate CommunicationsT +49 821 797 - 3722 F +49 821 797 - 5213 press@kuka.com Investor RelationsT +49 821 797 - 5226 F +49 821 797 - 5213 ir@kuka.com Konzept, Design und Satzsam waikiki, Hamburg TextKUKA Aktiengesellschaft |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||