![]() LANXESS AktiengesellschaftKölnZwischenbericht H1 2017Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2017QUALITY WORKS.2017Kennzahlen LANXESS Konzernscroll
1)
EBIT: Operatives Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.EBIT vor Sondereinflüssen:
EBIT ohne Berücksichtigung von Sonderaufwendungen und -erträgen. WESENTLICHE THEMEN IM BERICHTSZEITRAUMWeiteres Vorstandsmitglied benanntDer Brite Stephen C. Forsyth (61) verantwortet seit dem 1. Juni 2017 als Chief Integration
Officer die Eingliederung der Geschäfte von Chemtura in den LANXESS Konzern. Die neu
geschaffene Position ist auf ein Jahr befristet. Forsyth verfügt über mehr als 35
Jahre Führungserfahrung in der Chemieindustrie. Seit 2007 fungierte er als Executive
Vice President und Chief Financial Officer von Chemtura. Bestes Ergebnis der Konzerngeschichte für 2017 erwartetNach einem sehr starken ersten Quartal 2017 und der erfolgreich abgeschlossenen Akquisition
des JS-Unternehmens Chemtura hat LANXESS für das Gesamtjahr das beste Ergebnis seiner
Geschichte in Aussicht gestellt. Inklusive des Beitrags der neu erworbenen Chemtura-Geschäfte
soll das EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1,225 und 1,3 Mrd. € betragen. Das bislang
höchste operative Ergebnis hatte LANXESS im Jahr 2012 mit rund 1,2 Mrd. € erreicht. LANXESS strafft Chrom-Wertschöpfungskette seines LedergeschäftsAls einer der weltweit führenden Anbieter von Lederchemikalien und Chrom-Spezialprodukten
stärkt LANXESS die Wettbewerbsfähigkeit seines Lederchemikalien-Geschäfts weiter.
Zentraler Baustein dabei ist die Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette
des Konzerns in Südafrika. In diesem Zusammenhang wird der Konzern die Produktion
am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017 einstellen. Aktuell betreibt
LANXESS Produktionsanlagen für Natriumdichromat und Chromgerbsalze in beiden Ländern:
in Argentinien am Standort Zárate und in Südafrika an den Standorten Newcastle und
Merebank. Aus der Maßnahme erwartet LANXESS einen jährlichen positiven EBITDA-Effekt
in Höhe von rund 10 Mio. €, der bis Ende 2018 realisiert werden soll. Diesem stehen
Einmalkosten von rund 60 Mio. € im Jahr 2017 gegenüber. Die Schließung des Standorts
Zárate betrifft 170 Beschäftigte, für die im Dialog mit den Arbeitnehmervertretern
vor Ort verantwortungsvolle Lösungen gefunden werden sollen. LANXESS erhöht Dividende nach erfolgreichem GeschäftsjahrDas Unternehmen konnte auf der Hauptversammlung am 26. Mai auf ein Jahr starker Zahlen
und wegweisender Veränderungen zurückblicken. Vom eingetragenen Grundkapital der Gesellschaft
in Höhe von 91.522.936,00 €, eingeteilt in 91.522.936 Stückaktien, waren 56.062.171
Stückaktien mit ebenso vielen Stimmen vertreten. Das entspricht einem Anteil von 61,25
% am eingetragenen Grundkapital. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten
mit deutlicher Mehrheit zu - so auch der Ausschüttung einer gegenüber dem Vorjahr
um 17 % erhöhten Dividende von 0,70 €. Das entspricht einem Ausschüttungsvolumen von
rund 64 Mio. €. Damit wurde LANXESS seinem Anspruch gerecht, eine steigende, mindestens
aber stabile Dividende zu zahlen. LANXESS beteiligt sich erneut am High-Tech GründerfondsDer High-Tech Gründerfonds III ist am 31. Mai 2017 mit einem Volumen von 245 Mio.
€ Euro gestartet. Er verfolgt das Ziel, erfolgversprechende Neugründungen von Unternehmen
im Technologiebereich zu unterstützen, um damit Erfindungen zur Marktreife zu führen.
Thematisch ist der Fonds breit aufgestellt: Robotik, Internet of Things, Energie,
Medizin- und Biotechnologie sowie Chemie und Software. Die Investition von LANXESS
beläuft sich auf einen einstelligen Millionen-Eurobetrag. Mit der erneuten Beteiligung
wird der Konzern seinen Einblick in die deutsche Start-up-Szene im High-Tech-Bereich
vertiefen. Das Engagement zielt darauf ab, Zugang zu neuen Technologien zu gewinnen
und Partner für Kooperationen zu identifizieren. LANXESS AKTIEUnsere Aktie entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte 2017 mit rund 7 % weiter
positiv. Die LANXESS Aktie bewegte sich damit im Gleichschritt mit dem Leitindex DAX;
der MDAX konnte mit rund 10 % einen höheren Wertzuwachs verzeichnen. Anfang Juni überschritt
unser Wertpapier zum ersten Mal die 70-€-Marke und erreichte mit einem Kurs von 70,67
€ ihr bisheriges Allzeithoch innerhalb eines Handelstages. Seitdem entwickelte sich
das Papier insgesamt dem Trend der Vergleichsindizes folgend. Performance der Aktie im Indexvergleich![]() LANXESS Aktiescroll
1)
Stichtagsbetrachtung zum Quartalsende: Q4: 31. Dezember 2016, Q1: 31. März 2017, Q2:
30. Juni 2017. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHTzum 30. Juni 2017
KONZERNSTRUKTURRechtliche StrukturDie LANXESS AG ist die Muttergesellschaft des Konzerns und hat im Wesentlichen die
Funktion einer strategischen Holding. Ihr ist die LANXESS Deutschland GmbH als 100
%ige Tochter untergeordnet. Diese hält die Anteile an den in- und ausländischen Beteiligungen. Strategische Ausrichtung und GeschäftsorganisationAm 21. April 2017 hat LANXESS die Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Chemtura
erfolgreich vollzogen. Mit dieser größten Akquisition in seiner Geschichte tätigt
LANXESS einen weiteren großen Schritt bei der Neuausrichtung des Konzerns. LANXESS
baut sein eigenes Additiv-Geschäft deutlich aus und wird in diesem Wachstumsfeld zu
einem der führenden Akteure weltweit. Neben den Additiven werden auch die bisherigen
Chemtura-Geschäfte mit Urethanen und Organometallen integriert. LANXESS übernimmt
weltweit rund 2.500 Mitarbeiter an 20 Standorten in 11 Ländern. Laut den von Chemtura
veröffentlichten Zahlen erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 einen
Umsatz von rund 1,5 Mrd. €, davon 43 % in Nordamerika. Das von Chemtura berichtete
bereinigte EBITDA lag bei etwa 255 Mio. €. Der Unternehmenswert (inklusive Nettofinanzverbindlichkeiten
und Pensionsverpflichtungen) betrug rund 2,4 Mrd. €. Finanziert hat LANXESS den im
April 2017 gezahlten Kaufpreis von rund 2,0 Mrd. € über bereits im Vorjahr erfolgreich
platzierte Unternehmensanleihen sowie aus vorhandenen liquiden Mitteln. Um die Eingliederung der Geschäfte von Chemtura in den LANXESS Konzern erfolgreich
abzuschließen, hat LANXESS seinen Vorstand temporär erweitert. Mit Wirkung zum 1.
Juni 2017 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Stephen C. Forsyth, den ehemaligen Chief
Financial Officer von Chemtura, für ein Jahr zum Mitglied des Vorstands und ernannte
ihn zum Chief Integration Officer. Im Zusammenhang mit der Übernahme von Chemtura erwarb LANXESS sämtliche Anteile an
der Chemtura Corporation, Middlebury (USA), sowie deren in- und ausländischen Beteiligungen.
Im Rahmen der Integration von Chemtura in den LANXESS Konzern ergaben sich Umfirmierungen
und Verschmelzungen erworbener Gesellschaften. Einzelheiten zum Konsolidierungskreis
finden sich im Anhang des verkürzten Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2017. Berichtsstruktur nach Chemtura-Akquisition![]() Die Urethane-Sparte von Chemtura wird nun als Business Unit Urethane Systems dargestellt
und bildet zusammen mit der Business Unit High Performance Materials das Segment Engineering
Materials. Die neue Business Unit Urethane Systems fällt in den Verantwortungsbereich
von Vorstandsmitglied Hubert Fink. Die Vorjahreszahlen des Segments Engineering Materials
entsprechen denen des ehemaligen Segments High Performance Materials. WIRTSCHAFTLICHE LAGE UND GESCHÄFTSVERLAUFWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche SituationIm zweiten Quartal wuchs die Weltwirtschaft insgesamt um 2,8% gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die Region EMEA entwickelte sich mit 1,6 % besser als erwartet, während Amerika mit
2,2 % eine Entwicklung unterhalb der Erwartungen zeigte. Die Region Asien/Pazifik
erwies sich mit 4,5 % Wachstum weiterhin als dynamischste Region. Branchenspezifische SituationDie Chemieindustrie steigerte ihre Produktion im zweiten Quartal global um 3,0 %.
Die Absatzmärkte entwickelten sich hierbei unterschiedlich: EMEA zeigte insgesamt
eine robuste Entwicklung, wohingegen Amerika nur leicht zulegte und sich somit schwächer
entwickelte als erwartet. Die Region Asien/Pazifik zeigte - angesichts des starken
Wachstums im ersten Quartal -eine moderatere Entwicklung. Entwicklung wichtiger AbnehmerbranchenDie weltweite Produktion von Automobilen lag im Berichtszeitraum mit 0,3 % leicht
über dem Vorjahresquartal. Die Region Asien/Pazifik verzeichnete ein deutliches Wachstum,
während die Produktion in Amerika leicht unter dem Vergleichszeitraum lag und EMEA
einen deutlichen Rückgang aufwies. UmsatzDer Umsatz des LANXESS Konzerns lag im zweiten Quartal 2017 mit 2.522 Mio. € um 579
Mio. € bzw. 29,8 % über dem Wert des Vergleichszeitraums. Die Umsatzentwicklung war
dabei vor allem vom Umsatzbeitrag aus den Chemtura-Geschäften sowie von einer rohstoffpreisgetriebenen
Anpassung der Verkaufspreise geprägt. Die Eingliederung der Chemtura-Geschäftsbereiche
und der Beitrag des im Vorjahr von Chemours erworbenen Spezialitätengeschäfts für
Desinfektions- und Hygienelösungen in der Business Unit Material Protection Products
führten zu einem Umsatzplus von 16,4 %, gestiegene Verkaufspreise zu einem Umsatzplus
von 10,8 %. Zudem wirkten sich höhere Absatzmengen und die Entwicklung der Wechselkurse
jeweils mit 1,3 % positiv auf den Umsatz aus. Unser Segment Advanced Intermediates zeigte im zweiten Quartal einen Umsatzanstieg
von 14,0 %, im Halbjahresvergleich von 12,9 %. Insbesondere das neu integrierte Organometalle-Geschäft
von Chemtura wirkte sich im Quartalsvergleich positiv auf den Umsatz aus. Darüber
hinaus lagen die Verkaufspreise rohstoffpreisgetrieben und die Absatzmengen im Quartals-
und Halbjahresvergleich über dem Vorjahresniveau. Die Veränderung der Wechselkurse
war vorteilhaft. Umsatzeffektescroll
Umsatz nach Segmentenscroll
scroll
LANXESS verzeichnete sowohl im Quartal als auch im ersten Halbjahr in allen Absatzregionen
steigende Umsätze. AuftragsentwicklungFür den Großteil unseres Geschäfts bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über
feste Abnahmemengen und Preise. Es ist vielmehr von langfristigen Kundenbeziehungen
sowie revolvierenden Rahmenvereinbarungen geprägt. Unsere Aktivitäten richten sich
nach bedarfsgesteuerten, zeitlich relativ kurzen Bestellvorläufen. Diese sind daher
keine Basis für weiter in die Zukunft reichende Aussagen zum Beschäftigungsgrad oder
Absatz. Maßgeblich für die Geschäftssteuerung sind stattdessen regelmäßige, konzernweite
Erwartungsrechnungen für die operative Zielgröße des Konzerns. Bruttoergebnis vom UmsatzDie Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich im Quartalsvergleich um 33,4 %
auf 1.956 Mio. €. Die Eingliederung der Chemtura-Geschäftsbereiche und des im Vorjahr
erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen von Chemours
bedingte einen absoluten Anstieg der Kosten der umgesetzten Leistungen. Zudem führten
gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien sowie ein geplanter Stillstand
in Zwijndrecht (Belgien) zu höheren Kosten. Die Veränderung der Wechselkurse und höhere
Absatzmengen wirkten gleichermaßen auf die Kostenentwicklung. Die Anlagenauslastung
lag auf Vorjahresniveau. Auch im Halbjahresvergleich erhöhten sich die Kosten der umgesetzten Leistungen überproportional
zum Umsatz. Sie stiegen um 30,3 % auf 3.811 Mio. €. Das Bruttoergebnis vom Umsatz
lag mit 1.112 Mio. € um 174 Mio. € bzw. 18,6 % über dem Vorjahreswert. Der Anstieg
resultierte insbesondere aus höheren Absatzmengen sowie aus dem Erwerb der neuen Geschäftsbereiche
von Chemtura und des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions-
und Hygienelösungen. Die Veränderung der Wechselkurse unterstützte die positive Entwicklung.
Gegenläufig wirkten gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe und Energien, die größtenteils
in den Markt weitergegeben werden konnten, und die Kostenbelastung aus dem Stillstand
in Zwijndrecht (Belgien). Die Bruttomarge reduzierte sich entsprechend von 24,3 %
auf 22,6 %. EBITDA vor Sondereinflüssen nach Segmentenscroll
EBITDA vor Sondereinflüssen und operatives Ergebnis (EBIT)Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im zweiten Quartal 2017 um 74 Mio. € bzw. 25,3
% auf 367 Mio. €. Die insgesamt positive Ergebnisentwicklung auf Konzernebene resultierte
im Wesentlichen aus dem Beitrag der neu erworbenen Chemtura-Geschäfte und wurde zusätzlich
unterstützt durch den Portfoliobeitrag aus dem im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäft
für Desinfektions- und Hygienelösungen. Der Anstieg der Einstandspreise für Rohstoffe
und Energien konnte durch die Anpassung der Verkaufspreise in den Markt weitergegeben
werden. Zudem wirkten insgesamt gestiegene Absatzmengen ergebnisverbessernd. Gegenläufig
hatte die Entwicklung der Wechselkurseinflüsse einen leicht negativen Effekt. Die
Vertriebskosten stiegen vor allem aufgrund von Portfolioeffekten sowie höheren Frachtraten
um 24,6 % auf 238 Mio. €. Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 38 Mio.
€ nach 32 Mio. € im Vergleichszeitraum und die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen
um 22 Mio. € auf 95 Mio. €. Der Anstieg in den einzelnen Funktionskostenbereichen
ist überwiegend durch die Integration der Chemtura-Geschäfte bedingt. Die EBITDA-Marge
vor Sondereinflüssen lag im Konzern bei 14,6 % nach 15,1 % im Vorjahresquartal. In unserem Segment Engineering Materials stieg das EBITDA vor Sondereinflüssen im
zweiten Quartal um 27 Mio. € auf 72 Mio. €. Die Ergebnisentwicklung wurde wesentlich
durch das neue Urethane-Geschäft von Chemtura beeinflusst. Zudem führten bei der Business
Unit High Performance Materials eine gute Auslastung, höhere Absatzmengen sowie positive
Wechselkurseinflüsse zu einer Ergebnissteigerung. Höheren Einstandspreisen für Rohstoffe
und Energien standen Anpassungen der Verkaufspreise gegenüber. Im Halbjahresvergleich erhöhte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen auf Konzernebene
um 140 Mio. € auf 695 Mio. €. Die positive Entwicklung im Halbjahr resultierte im
Wesentlichen aus gestiegenen Absatzmengen und dem Beitrag der neu erworbenen Chemtura-Geschäfte
sowie dem Portfoliobeitrag aus dem im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäft für
Desinfektions- und Hygienelösungen. Gegenläufig wirkten der geplante Stillstand in
Belgien sowie der Nettoeffekt aus höheren Einstandspreisen für Rohstoffe und der Anpassung
der Verkaufspreise. Die Wechselkurseffekte hatten nahezu keinen Einfluss auf das Ergebnis.
Die Vertriebskosten betrugen 456 Mio. € nach 385 Mio. € im Vorjahreszeitraum und stiegen
vor allem aufgrund von Portfolioeffekten sowie höheren Frachtraten. Die Forschungs-
und Entwicklungskosten stiegen um 10 Mio. € auf 72 Mio. €. Die allgemeinen Verwaltungskosten
stiegen von 145 Mio. € auf 167 Mio. €. Der Anstieg in den einzelnen Funktionskostenbereichen
ist überwiegend durch die Integration der Chemtura-Geschäfte bedingt. Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns sank im zweiten Quartal deutlich von 176
Mio. € auf 62 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im folgenden Absatz
erläuterten Sondereinflüsse zurückzuführen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen betrugen 165 Mio. € und reflektieren auch die planmäßigen Abschreibungen
aus unseren neuen Chemtura-Geschäftsbereichen sowie Abschreibungen, die sich im Rahmen
der Kaufpreisallokation von Chemtura ergeben haben. Die Gesamthöhe der Abschreibungen
lag um 50 Mio. € bzw. 43,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Von den
Abschreibungen fielen 15 Mio. € außerplanmäßig an. Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis des Berichtsquartals enthaltenen, negativen
Sondereinflüsse von saldiert 153 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen
in Höhe von 156 Mio. € und positiven Sondereinflüssen von 3 Mio. €, die vollständig
EBITDA-wirksam waren. Die negativen Sondereinflüsse, die mit 143 Mio. € EBITDA-wirksam
und mit 13 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, standen im Wesentlichen im Zusammenhang
mit der Akquisition von Chemtura sowie der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette
des Konzerns in Südafrika und der in diesem Rahmen geplanten Schließung der Produktion
am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017. Im Vorjahresquartal waren
vollständig EBITDA-wirksame negative Sondereinflüsse von 2 Mio. € enthalten. Für Details
verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)". Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis des Halbjahres enthaltenen, negativen Sondereinflüsse
von 165 Mio. € ergaben sich aus negativen Sondereinflüssen in Höhe von 168 Mio. €
und positiven Sondereinflüssen von 3 Mio. €. Die negativen Sondereinflüsse, die mit
155 Mio. € EBITDA-wirksam und mit 13 Mio. € nicht EBITDA-wirksam waren, standen wie
im zweiten Quartal insbesondere im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura sowie
der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika
und der in diesem Rahmen geplanten Schließung der Produktion am argentinischen Standort
Zárate im vierten Quartal 2017. Im Vorjahreszeitraum waren negative Sondereinflüsse
von 13 Mio. € angefallen, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Überleitung EBITDA vor Sondereinflüssen zum EBITscroll
FinanzergebnisDas Finanzergebnis belief sich im zweiten Quartal 2017 auf minus 1 Mio. € nach minus
29 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Getrieben durch einen höheren Zinsaufwand aufgrund
gestiegener Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura
verschlechterte sich das Zinsergebnis gegenüber dem Vorjahresquartal um 8 Mio. € auf
minus 24 Mio. €. Aus at equity bewerteten Gesellschaften ergab sich in der Berichtsperiode
wie im Vorjahreszeitraum kein Ergebnisbeitrag. Das sonstige Finanzergebnis lag bei
23 Mio. € nach minus 13 Mio. € im Vorjahreszeitraum und wurde im Wesentlichen durch
eine Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen (Deutschland), für das Geschäftsjahr
2016 bestimmt. Ergebnis vor ErtragsteuernDas Ergebnis vor Ertragsteuern lag im zweiten Quartal bei 61 Mio. € nach 147 Mio.
€ im Vergleichszeitraum. Die Steuerquote betrug 77,0 % nach 43,5 % im Vorjahresquartal. Im Halbjahresvergleich sank das Ergebnis vor Ertragsteuern von 241 Mio. € auf 223
Mio. €. Die Steuerquote lag bei 47,5 % nach 43,6 % im Vorjahreszeitraum. Konzernergebnis/Ergebnis je Aktie/ Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle VermögenswerteDas Konzernergebnis betrug im zweiten Quartal 3 Mio. € nach einem Vorjahresergebnis
von 75 Mio. € und war insbesondere durch Einmaleffekte aus der Akquisition von Chemtura
sowie der Bündelung der internationalen Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in
Südafrika und der in diesem Zusammenhang geplanten Schließung der Produktion am argentinischen
Standort Zárate im vierten Quartal 2017 geprägt. Im Halbjahresvergleich sank das Konzernergebnis
von 128 Mio. € auf 81 Mio. €. Auf andere Gesellschafter entfiel im zweiten Quartal
2017 ein Ergebnisanteil von 11 Mio. € nach 8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im ersten
Halbjahr 2017 betrug der Ergebnisanteil 36 Mio. € nach 8 Mio. € im Vorjahr. Das auf
andere Gesellschafter entfallende Ergebnis des zweiten Quartals 2017 bzw. des ersten
Halbjahres 2017 resultierte nahezu ausschließlich aus der Beteiligung von Saudi Aramco
an ARLANXEO. Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete
durchschnittliche Anzahl der während der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen LANXESS
Aktien errechnet. Im Quartalsvergleich lag das Ergebnis je Aktie mit 0,04 € unter
dem Niveau des Vorjahres von 0,82 €. In der Halbjahressicht lag es bei 0,89 € nach
1,40 € im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
lag im zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr 2017 bei 1,54 € bzw. 2,55 € nach 0,88
€ bzw. 1,61 € im Vorjahreszeitraum. Überleitung Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswertescroll
1)
Ohne Bestandteile, die den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnen sind. GESCHÄFTSENTWICKLUNG IN DEN REGIONENUmsatz nach Verbleibscroll
scroll
Aus der im April 2017 erfolgten Akquisition von Chemtura sowie in geringem Umfang
auch aus der Übernahme des Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen
von Chemours im August 2016 ergeben sich in den Berichtszeiträumen Portfolioeffekte
in teilweise erheblichem Umfang. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz in der Region EMEA (ohne Deutschland) um
17,1 % auf 1.397 Mio. €. Die Portfolioeinflüsse beliefen sich in diesem Zeitraum auf
67 Mio. €. Bereinigt um diese Einflüsse sowie um geringfügige Wechselkurseffekte ergab
sich ein Umsatzanstieg von 11,4 %. Das Segment ARLANXEO hatte den überwiegenden Anteil
an diesem Umsatzzuwachs und verzeichnete einen Anstieg im deutlich zweistelligen Prozentbereich.
Die Segmente Advanced Intermediates, Engineering Materials und Specialty Additives
erreichten Umsatzsteigerungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich.
Entgegen diesem Trend war die Entwicklung des Segments Performance Chemicals geringfügig
rückläufig. Der Geschäftsverlauf war insbesondere in Italien, Frankreich, den Niederlanden
und der Schweiz positiv. Mit einem Umsatzanteil von 28,5 % im zweiten Quartal bzw. 28,4 % im Halbjahr lag der
Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten in regionaler Hinsicht unverändert in der
Region EMEA (ohne Deutschland). Unsere Umsätze in Deutschland lagen im zweiten Quartal mit 380 Mio. € um 48 Mio. €
bzw. 14,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Nach Bereinigung um geringfügige Wechselkurseffekte
und spürbare Portfolioeinflüsse in Höhe von 22 Mio. € ergab sich ein Umsatzzuwachs
von 8,2 %. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung hatten die Segmente ARLANXEO
und Engineering Materials mit einem Umsatzplus jeweils im niedrigen zweistelligen
Prozentbereich. Die übrigen Segmente verzeichneten Zuwächse im niedrigen einstelligen
Prozentbereich. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz in Deutschland um 85 Mio. € beziehungsweise
12,5 % auf 765 Mio. €. Aus Portfolioeinflüssen resultierte ein Beitrag von 22 Mio.
€. Die Segmente Advanced Intermediates, Engineering Materials und ARLANXEO verzeichneten
Umsatzzuwächse im niedrigen zweistelligen, das Segment Specialty Additives im niedrigen
einstelligen Prozentbereich. Demgegenüber waren die Geschäfte des Segments Performance
Chemicals leicht rückläufig. Der Umsatz in der Region Nordamerika stieg im zweiten Quartal 2017 um 199 Mio. € beziehungsweise
61,4 % auf 523 Mio. €. Portfolioveränderungen trugen hierzu 156 Mio. € bei. Nach Bereinigung
um diese Einflüsse sowie um Wechselkurseffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 10,9
%. Die Entwicklung war geprägt durch den Geschäftsverlauf im Segment ARLANXEO, das
steigende Umsätze im niedrigen zweistelligen Prozentbereich verzeichnete. Auch der
Geschäftsverlauf der Segmente Advanced Intermediates und Engineering Materials bewegte
sich in diesem Bereich. Der Umsatzrückgang der Segmente Performance Chemicals und
Specialty Additives bewegte sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Im ersten Halbjahr 2017 stiegen die Umsätze in Nordamerika um 282 Mio. € beziehungsweise
42,4 % auf 947 Mio. €. Portfolioveränderungen trugen hierzu 169 Mio. € bei. Bereinigt
um diese sowie um Wechselkurseffekte ergab sich ein Umsatzzuwachs um 13,7 %. Die Entwicklung
resultierte insbesondere aus deutlich steigenden Umsätzen des Segments ARLANXEO und,
in geringerem Umfang, auch des Segments Engineering Materials. Während sich hier jeweils
ein Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich ergab, verzeichnete das Segment
Advanced Intermediates ein Plus im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das Segment
Specialty Additives zeigte Umsätze auf Vorjahresniveau, während die Umsätze des Segments
Performance Chemicals leicht rückläufig waren. In der Region Lateinamerika lag der Umsatz im zweiten Quartal 2017 mit 250 Mio. €
um 44 Mio. € bzw. 21,4 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums von 206 Mio. €. Portfolioveränderungen
trugen hierzu 8 Mio. € bei. Bereinigt um diese Einflüsse sowie um Wechselkurseffekte
ergab sich ein Umsatzplus von 14,3 %. Die Entwicklung resultierte insbesondere aus
deutlich steigenden Umsätzen des Segments ARLANXEO und, in geringerem Umfang, auch
des Segments Engineering Materials. Das Segment Specialty Additives erreichte einen
Umsatzzuwachs im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, während das Segment Advanced
Intermediates seinen Umsatz um einen mittleren einstelligen Prozentwert steigerte.
Das Segment Performance Chemicals verzeichnete hingegen eine Abnahme der Umsätze im
niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz in der Region Lateinamerika um 95 Mio. €
beziehungsweise 24,6 % auf 481 Mio. €. Portfolioveränderungen trugen hierzu 9 Mio.
€ bei. Bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte ergab sich ein Zuwachs von 17,9
%. Dies resultierte insbesondere aus deutlich steigenden Umsätzen des Segments ARLANXEO
und, in geringerem Umfang, auch des Segments Engineering Materials. Die Segmente Advanced
Intermediates und Specialty Additives zeigten Zuwächse im niedrigen beziehungsweise
beinahe zweistelligen Prozentbereich, während die Umsätze im Segment Performance Chemicals
um einen hohen einstelligen Prozentwert zurückgingen. Im ersten Halbjahr 2017 stieg der Umsatz in dieser Region um 394 Mio. € beziehungsweise
42,0 % auf 1.333 Mio. €. Portfolioveränderungen trugen dazu 79 Mio. € bei. Nach Bereinigung
um diese Einflüsse sowie um Wechselkurseffekte ergab sich ein Umsatzanstieg von 30,6
%. Das Segment ARLANXEO erreichte ein Umsatzplus im mittleren zweistelligen Prozentbereich.
Bis auf das Segment Specialty Additives, mit einem prozentualen Plus von mittleren
einstelligen Werten, konnten alle anderen Segmente ihre Geschäfte im niedrigen zweistelligen
Prozentbereich ausweiten. Wesentlichen Anteil an der operativen Entwicklung hatten
China, Singapur, Südkorea und Japan. SEGMENTDATENIm Rahmen der Integration der Chemtura-Geschäfte mit Spezial-Additiven, Urethanen
und Organometallen wurden die Konzernstrukturen verändert. Für Details verweisen wir
auf das Kapitel "Konzernstruktur". Advanced Intermediatesscroll
scroll
1)
Der Halbjahreswert berücksichtigt Wertaufholungen von 1 Mio. €. Die Umsätze unseres Segments Advanced Intermediates lagen im zweiten Quartal 2017
mit 505 Mio. € um 14,0 % bzw. 62 Mio. € über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Aus
der Eingliederung des Organometalle-Geschäftsbereichs von Chemtura in die Business
Unit Advanced Industrial Intermediates ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz
in Höhe von 6,8 %. Zudem wirkten höhere Verkaufspreise aufgrund gestiegener Einstandspreise
für Rohstoffe mit 5,2 % sowie höhere Absatzmengen mit 1,1 % umsatzerhöhend. Die Wechselkursentwicklung
hatte mit 0,9 % einen leicht positiven Einfluss auf den Umsatz. Während die Verkaufspreise in der Business Unit Saltigo leicht unter dem Niveau des
Vorjahresquartals lagen, konnte die Business Unit Advanced Industrial Intermediates
höhere Verkaufspreise realisieren. Aufgrund einer anhaltend schwachen Nachfrage aus
der Agrarindustrie lagen die Absatzmengen in der Business Unit Saltigo auf dem Niveau
des Vorjahresquartals. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich für beide Business
Units des Segments leicht positiv aus. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau
des Vorjahresquartals. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Advanced Intermediates lag mit 97 Mio.
€ um 9 Mio. € bzw. 10,2 % über dem Vorjahresniveau. Die Anpassung der Verkaufspreise,
bedingt durch eine zum Teil zeitverzögerte Weitergabe der gestiegenen Einstandspreise
für Rohstoffe und Energien aus dem ersten Quartal, führte in Summe zu einem positiven
Ergebnisbeitrag. Leicht ergebnisverbessernd wirkten zudem die Entwicklung der Wechselkurse,
der Beitrag des Organometalle-Geschäftsbereichs von Chemtura und gestiegene Absatzmengen.
Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 19,2 % nach 19,9 % im Vorjahreszeitraum. Im Halbjahreszeitraum 2017 erwirtschaftete das Segment Advanced Intermediates mit
1.023 Mio. € einen Umsatz, der um 12,9 % über dem Vorjahresniveau lag. Gestiegene
Absatzmengen wirkten mit 5,1 % umsatzerhöhend. Aus der an die Kunden weitergegebenen
Belastung durch gestiegene Rohstoffpreise ergab sich ein positiver Preiseffekt auf
den Umsatz von 3,4 %. Zudem trug die Eingliederung des Organometalle-Geschäftsbereichs
von Chemtura in die Business Unit Advanced Industrial Intermediates mit 3,3 % zur
Umsatzsteigerung bei. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich mit 1,1 % ebenfalls
umsatzsteigernd aus. Im zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr beliefen sich die negativen Sondereinflüsse
des Segments auf 3 Mio. €. Die Sondereinflüsse waren vollständig EBITDA-wirksam und
standen in Zusammenhang mit der Akquisition von Chemtura. Im zweiten Quartal bzw.
ersten Halbjahr des Vorjahrs waren keine Sondereinflüsse auf das Segment entfallen.
Für Details verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor
Sondereinflüssen)". Specialty Additivesscroll
scroll
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. Die Umsätze unseres Segments Specialty Additives lagen im zweiten Quartal 2017 mit
440 Mio. € um 106,6 % bzw. 227 Mio. € über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die
Verdopplung des Umsatzes ist überwiegend auf die Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs
von Chemtura in die neue Business Unit Additives zurückzuführen. Der Umsatzanstieg
resultierte weiterhin mit 3,8 % aus höheren Verkaufsmengen in unserem bisherigen Additiv-Geschäft,
wobei vor allem die Business Unit Rhein Chemie zu dieser Entwicklung beitrug. Die
Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich für beide Business Units des Segments mit
0,9 % umsatzerhöhend aus. Sowohl die Business Unit Additives als auch die Business
Unit Rhein Chemie konnten ihre Verkaufspreise leicht steigern. Der Umsatz lag in allen
Regionen über dem Niveau des Vorjahresquartals. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Specialty Additives lag mit 75 Mio. €
um 30 Mio. € bzw. 66,7 % über dem Vorjahresniveau. Die starke Ergebnisentwicklung
resultierte aus der Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura. Ergebnisverbessernd
wirkten zudem höhere Absatzmengen. Höheren Einstandspreisen für Rohstoffe und Energien
standen gestiegene Verkaufspreise gegenüber. Die Wechselkurse hatten insgesamt keinen
Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 17,0 % unter
dem Niveau des Vorjahres von 21,1 %. Im Halbjahreszeitraum 2017 erwirtschaftete das Segment Specialty Additives mit 679
Mio. € einen Umsatz, der um 56,5 % über dem Vorjahresniveau lag. Die Umsatzentwicklung
war dabei wie im Quartalsvergleich durch den zusätzlichen Umsatzbeitrag von 49,8 %
aus der Eingliederung des Additiv-Geschäftsbereichs von Chemtura geprägt. Eine positive
Mengenentwicklung wirkte mit 5,5 % umsatzerhöhend. Zudem ergab sich ein unterstützender
Effekt aus der Entwicklung der Währungskurse von 1,2 %. Die Entwicklung der Verkaufspreise
hatte nahezu keinen Einfluss auf den Umsatz. Im zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr beliefen sich die negativen Sondereinflüsse
des Segments auf 57 Mio. € und ergaben sich aus 51 Mio. € EBITDA-wirksamen und 6 Mio.
€ nicht EBITDA-wirksamen negativen Sondereinflüssen. Die negativen Sondereinflüsse
resultierten im Wesentlichen aus Ergebnisbelastungen aus der Kaufpreisallokation von
Chemtura. Im zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr des Vorjahres waren keine Sondereinflüsse
auf das Segment entfallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen
zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)". Performance Chemicalsscroll
scroll
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. In unserem Segment Performance Chemicals stiegen die Umsätze im Berichtsquartal 2017
um 11,2 % auf 367 Mio. €. Aus der Eingliederung des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts
für Desinfektions- und Hygienelösungen in die Business Unit Material Protection Products
ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 7,3 %. Die Verkaufspreise
lagen über dem Niveau des Vorjahresquartals und führten zu einer Umsatzsteigerung
von 3,6 %. Zudem wirkten positive Wechselkurseinflüsse mit 1,5 % umsatzerhöhend. Geringere
Absatzmengen führten zu einem Umsatzrückgang von 1,2 %. Der Anstieg der Verkaufspreise resultierte aus den beiden Business Units Leather und
Inorganic Pigments. Mit Ausnahme der Business Unit Inorganic Pigments verzeichneten
alle Business Units eine positive Verkaufsmengenentwicklung. Die Entwicklung der Wechselkurse
wirkte sich auf sämtliche Business Units des Segments umsatzsteigernd aus. In der
Region Lateinamerika lag der Umsatz des Segments unter dem Niveau des Vorjahres. In
allen übrigen Regionen verzeichnete das Segment einen positiven Geschäftsverlauf. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments Performance Chemicals lag mit 80 Mio.
€ um 11 Mio. € bzw. 15,9 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums von 69 Mio. €. Höheren
Einstandspreisen für Rohstoffe standen Anpassungen der Verkaufspreise gegenüber und
führten in Summe zu einem positiven Effekt. Der Beitrag des im Vorjahr erworbenen
Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen wirkte ergebnisverbessernd.
Nachteilige Wechselkurseinflüsse und niedrigere Absatzmengen hatten einen negativen
Einfluss auf das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg von 20,9 %
auf 21,8 %. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 erzielte das Segment Performance Chemicals
mit 735 Mio. € einen Umsatz, der um 14,5 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums lag.
Ein deutlich positiver Effekt von 8,0 % auf den Umsatz resultierte aus der Eingliederung
des im Vorjahr erworbenen Spezialitätengeschäfts für Desinfektions- und Hygienelösungen
in die Business Unit Material Protection Products. Die Belastungen durch gestiegene
Rohstoffpreise wurden an die Kunden weitergegeben. Der Preiseffekt auf den Umsatz
betrug 3,4 %. Zudem wirkten positive Wechselkurseinflüsse mit 1,7 % sowie gestiegene
Absatzmengen mit 1,4 % umsatzerhöhend. Engineering Materialsscroll
scroll
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur. Die Umsätze in unserem Segment Engineering Materials stiegen im zweiten Quartal 2017
gegenüber der Vergleichsbasis um 31,3 % auf 361 Mio. €. Die Umsatzentwicklung war
zum einen durch den Beitrag des neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs geprägt,
der zu einer Umsatzsteigerung von 17,8 % führte. Zum anderen wirkten gestiegene Absatzmengen
der Business Unit High Performance Materials mit 5,5 % umsatzerhöhend. Darüber hinaus
ergab sich für diese Business Unit aus der Anpassung der Verkaufspreise aufgrund gestiegener
Rohstoffkosten ein positiver Preiseffekt auf den Umsatz von 8,0 %. Die Wechselkurse
hatten nahezu keinen Einfluss. Der Umsatz lag in allen Regionen über dem Niveau des
Vorjahresquartals. Das EBITDA vor Sondereinflüssen im Segment Engineering Materials stieg deutlich um
27 Mio. € bzw. 60,0 % auf 72 Mio. €. Ergebnisverbessernd wirkte insbesondere der Beitrag
aus dem neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereich von Chemtura. In der Business Unit
High Performance Materials führten höhere Absatzmengen, eine sehr gute Auslastung
sowie positive Wechselkurseinflüsse zu einer positiven Ergebnisentwicklung. Höheren
Einstandspreisen für Rohstoffe und Energien standen Anpassungen der Verkaufspreise
gegenüber. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 19,9 % deutlich über dem
Wert des Vergleichsquartals von 16,4 %. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 erhöhten sich die Umsätze des Segments
Engineering Materials um 23,4 % auf 676 Mio. €. Die gestiegenen Verkaufsmengen der
Business Unit High Performance Materials erhöhten den Umsatz insgesamt um 7,3 % gegenüber
dem Vorjahr. Aus der Eingliederung des neu erworbenen Urethane-Geschäftsbereichs von
Chemtura ergab sich ein positiver Effekt auf den Umsatz in Höhe von 8,9 %. Die Verkaufspreise
lagen bei der Business Unit High Performance Materials über dem Niveau des Vorjahres
und führten zu einem positiven Effekt von 6,6 %. Die Entwicklung der Wechselkurse
hatte nahezu keinen Einfluss. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017 erzielte das Segment ein EBITDA vor
Sondereinflüssen von 120 Mio. € nach 83 Mio. € im Vergleichszeitraum. Die EBITDA-Marge
vor Sondereinflüssen betrug 17,8 % nach 15,1 % im Vorjahr. ARLANXEOscroll
scroll
Im Segment ARLANXEO stiegen die Umsätze im zweiten Quartal 2017 gegenüber der Vergleichsbasis
um 24,6 % auf 835 Mio. €. Die Entwicklung wurde in beiden Business Units insbesondere
durch die rohstoffpreisbedingte Erhöhung der Verkaufspreise beeinflusst, die in Summe
zu einem positiven Preiseffekt von 22,5 % führte. Zudem trug ein positiver Währungseffekt
in beiden Business Units zur Umsatzsteigerung von 2,2 % bei. Die Absatzmengen lagen
nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Business Unit High Performance Elastomers
ihre Absatzmengen steigern konnte. Die Business Unit Tire & Specialty Rubbers verzeichnete
stillstandsbedingt rückläufige Absatzmengen. Der Umsatz lag in allen Regionen über
dem Niveau des Vorjahres. Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments ARLANXEO lag mit 92 Mio. € unter dem
Vorjahreswert von 95 Mio. €. Aufgrund des Stillstands in Belgien verzeichneten wir
geringere Absatzmengen und ein verändertes Portfolio der abgesetzten Produkte. Beide
Effekte wirkten sich ergebnismindernd aus. Gestiegene Einstandspreise für Rohstoffe
und Energien konnten überwiegend an den Markt weitergegeben werden. Die Veränderung
der Wechselkurse hatte nahezu keinen Einfluss. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen
lag im zweiten Quartal bei 11,0 % nach 14,2 % im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 erhöhten sich die Umsätze des Segments
gegenüber dem niedrigen Niveau der Vergleichsbasis um 473 Mio. € auf 1.783 Mio. €.
Die Entwicklung wurde insbesondere in der Business Unit Tire & Specialty Rubbers durch
die rohstoffpreisgetriebene Erhöhung der Verkaufspreise beeinflusst, die im Segment
zu einem positiven Preiseffekt von 25,2 % führte. Die Veränderung der Absatzmengen
wirkte sich mit 8,0 % positiv auf den Umsatz aus. Zudem trug ein positiver Währungseffekt
von 2,9 % zur Umsatzsteigerung bei. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 erzielte das Segment ein EBITDA
vor Sondereinflüssen von 236 Mio. € nach 208 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge
vor Sondereinflüssen betrug im Halbjahr 13,2 % nach 15,9 % im Vorjahr. Im zweiten Quartal beliefen sich die positiven Sondereinflüsse des Segments auf 3
Mio. €, die vollständig EBITDA-wirksam waren. Im ersten Halbjahr fielen insgesamt
positive Sondereinflüsse von saldiert 1 Mio. € an, die aus positiven Sondereinflüssen
von 3 Mio. € und negativen Sondereinflüssen von 2 Mio. € resultierten. Die Sondereinflüsse
waren vollständig EBITDA-wirksam und betrafen im Wesentlichen die Neuausrichtung von
ARLANXEO. Im zweiten Quartal bzw. ersten Halbjahr des Vorjahres waren keine Sondereinflüsse
auf das Segment entfallen. Für Details verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen
zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)". Überleitungscroll
Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Überleitung lag im zweiten Quartal wie im Vorjahreszeitraum
bei minus 49 Mio. €. Im Halbjahresvergleich verbesserte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen
von minus 125 Mio. € auf minus 107 Mio. €. Die Veränderung war im Wesentlichen auf
geringere Verluste aus der Absicherung von Wechselkursänderungen zurückzuführen. Die
in der Überleitung gezeigten negativen Sondereinflüsse von 13 Mio. € im zweiten Quartal
bzw. 23 Mio. € in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres resultierten im Wesentlichen
aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung des LANXESS
Konzerns sowie aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition und Integration
von Chemtura und waren vollständig EBITDA-wirksam. Im Vorjahr hatten sich die negativen
Sondereinflüsse auf 2 Mio. € im Quartal und 13 Mio. € in der ersten Jahreshälfte belaufen
und resultierten im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit der strategischen
Neuausrichtung des LANXESS Konzerns und waren vollständig EBITDA-wirksam. Für Details
verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor Sondereinflüssen)". ERLÄUTERUNGEN ZUM EBIT UND EBITDA (VOR SONDEREINFLÜSSEN)Zur besseren Beurteilung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Steuerung der Ertragskraft
auf Konzernebene beziehungsweise für die einzelnen Segmente ermitteln wir zusätzlich
die Ergebnisgrößen EBITDA sowie EBITDA und EBIT vor Sondereinflüssen, die nicht nach
den internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind. Diese Kennzahlen
sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu
sehen. Überleitung zum EBIT/EBITDAscroll
scroll
1)
Die Sondereinflüsse standen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation und Integration
von Chemtura. Das EBITDA ist das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) zuzüglich Abschreibungen
bzw. abzüglich Wertaufholungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Das EBIT vor Sondereinflüssen und das EBITDA vor Sondereinflüssen errechnen sich aus
dem EBIT bzw. aus dem EBITDA ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen. Sondereinflüsse
sind Effekte, die aufgrund ihrer Art oder ihres Ausmaßes einen besonderen Einfluss
auf die Ertragslage haben und deren Einbeziehung bei der Beurteilung der Geschäftsentwicklung
über mehrere Berichtsperioden jedoch nicht geeignet erscheint. Zu den Sondereinflüssen
können außerplanmäßige Abschreibungen, Wertaufholungen oder Ergebnisse aus der Veräußerung
von Anlagevermögen, bestimmte IT-Kosten, Restrukturierungsaufwendungen und Erträge
aus der Auflösung von in diesem Zusammenhang gebildeten Rückstellungen sowie Ergebnisbelastungen
aus Portfolioaktivitäten oder Kaufpreisallokationen zählen. Von Dritten gewährte Zuwendungen
für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen werden unter Anwendung der Bruttomethode
abgegrenzt. In diesem Zusammenhang werden über die Bruttoabschreibungen hinaus bei
der Ermittlung des EBITDA vor Sondereinflüssen keine weiteren Bereinigungen vorgenommen. Jede operative Entscheidung oder Leistung wird kurz- und langfristig daran gemessen,
wie nachhaltig sie das EBITDA vor Sondereinflüssen beeinflusst. Im Rahmen des jährlichen
Budget- und Planungsprozesses werden Zielvorgaben für diese Messgröße des Unternehmenserfolgs
ermittelt, die bei der Bemessung der variablen Einkommenskomponenten der Mitarbeiter
berücksichtigt werden. Die Ergebnismargen ergeben sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Ergebnisgrößen zum
Umsatz. Beispielsweise wird die EBITDA-Marge (vor Sondereinflüssen) aus der Relation
des EBITDA (vor Sondereinflüssen) zum Umsatz ermittelt und dient als relative Kennzahl
zum Vergleich der Ertragskraft auf Konzernebene und für die einzelnen Segmente. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEBilanzstrukturDie Bilanzsumme des LANXESS Konzerns zum 30. Juni 2017 betrug 10.912 Mio. €. Sie lag
damit um 1.035 Mio. € bzw. 10,5 % über dem Wert von 9.877 Mio. € zum 31. Dezember
2016. Diese Entwicklung war insbesondere auf die Akquisition von Chemtura zurückzuführen.
Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des zweiten Quartals 32,8 % nach 37,7 % im Vorjahr. Das langfristige Vermögen erhöhte sich um 2.039 Mio. € auf 6.558 Mio. € zum 30. Juni
2017. Immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich dabei insbesondere aufgrund des aus
der Akquisition resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von 679 Mio. €
um 1.319 Mio. € auf 1.813 Mio. €. Darüber hinaus stiegen die Sachanlagen von 3.519
Mio. € auf 4.100 Mio. € zum 30. Juni 2017. Die latenten Steuern lagen um 3 Mio. €
unter dem Wert zum 31. Dezember 2016 von 442 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen
in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im Berichtszeitraum auf
162 Mio. € nach 122 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen lagen in den ersten
sechs Monaten mit 289 Mio. € über dem Wert des Vergleichszeitraums von 235 Mio. €.
Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 60,1 % über
dem Wert zum 31. Dezember 2016 von 45,8 %. Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 4.354 Mio. € um 1.004 Mio. € bzw. 18,7
% unter dem Wert zum 31. Dezember 2016. Die Vorräte sowie die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Chemtura-Akquisition um
304 Mio. € auf 1.733 Mio. € beziehungsweise um 301 Mio. € auf 1.389 Mio. €. Die Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um 404 Mio. € auf 759 Mio. €. Darüber hinaus
verringerten sich die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 2.126
Mio. € auf 4 Mio. € zum 30. Juni 2017. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus
dem Auslaufen von Termingeldern und der Veräußerung von Wertpapieren zur Finanzierung
des Chemtura-Kaufpreises. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme
betrug 39,9 % nach 54,2 % zum 31. Dezember 2016. Aufgrund der Bilanzierungsvorschriften sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte
in der Bilanz des LANXESS Konzerns nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert
von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Auch unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen stellen einen signifikanten
immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Lieferqualität gefestigte
und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht es uns, auch
in einem herausfordernderen wirtschaftlichen Umfeld im Wettbewerb erfolgreich zu sein.
Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen
ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung
sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir signifikanten Mehrwert für unsere
Kunden. Das Know-how und die Erfahrung unserer Mitarbeiter sind tragende Säulen unseres unternehmerischen
Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse
Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten. Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich zum 30. Juni 2017 um 504 Mio. € auf 5.020
Mio. €. Wesentlich für den Anstieg war die Entwicklung der Rückstellungen für Pensionen
und ähnlichen Verpflichtungen, die sich um 167 Mio. € auf 1.416 Mio. € erhöhten. Darüber
hinaus erhöhten sich die sonstigen langfristigen Rückstellungen um 198 Mio. € auf
517 Mio. €. Sowohl die Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen als auch die sonstigen
langfristigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Akquisition
von Chemtura. Die langfristigen derivativen Verbindlichkeiten betrugen 5 Mio. € nach
7 Mio. € zum 31. Dezember 2016. Darüber hinaus lagen die sonstigen langfristigen finanziellen
Verbindlichkeiten mit 2.734 Mio. € auf dem Niveau zum Jahresende 2016. Der Anteil
des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich auf 46,0 % nach 45,7
% zum 31. Dezember 2016. Finanzlage und InvestitionenEntwicklung der KapitalflussrechnungIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 betrug der Mittelzufluss aus
operativer Tätigkeit 166 Mio. € nach 228 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang
resultierte unter anderem aus einem von 241 Mio. € auf 223 Mio. € reduzierten Ergebnis
vor Ertragsteuern. Weiterhin ergaben sich ein Anstieg der gezahlten Ertragsteuern
von 61 Mio. € auf 93 Mio. € sowie ein Anstieg des Nettoumlaufvermögens, der mit 251
Mio. € über dem Anstieg von 225 Mio. € des Vorjahres lag. Gegenläufig wirkte sich
ein Anstieg der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von
235 Mio. € auf 289 Mio. € aus. Aus investiver Tätigkeit ergab sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 ein
Mittelzufluss von 274 Mio. € nach einem Mittelabfluss von 925 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Der Mittelzufluss der Berichtsperiode resultierte insbesondere aus Einzahlungen nach
Auslaufen der Termingelder und aus der Veräußerung der Wertpapiere. Gegenläufig ergaben
sich ein Mittelabfluss für den Erwerb von Chemtura in Höhe von 1.782 Mio. € (nach
Bereinigung um übernommene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) sowie Auszahlungen
für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen von 162 Mio. € nach 122 Mio. € im
Vergleichszeitraum. Aus Finanzierungstätigkeit resultierte ein Mittelabfluss von 17 Mio. € nach einem
Mittelzufluss von 978 Mio. € in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016. Der Mittelabfluss
in der Berichtsperiode resultierte im Wesentlichen aus Dividendenzahlungen sowie Zinszahlungen
und sonstigen Auszahlungen des Finanzbereichs. Gegenläufig wirkten Einzahlungen aus
der Aufnahme von Finanzschulden. Der Mittelzufluss im Vorjahr hatte sich insbesondere
aus der Beteiligung von Saudi Aramco an ARLANXEO ergeben. Finanzierung und LiquiditätDie auf Seite 134 des Geschäftsberichts 2016 erläuterten Grundsätze und Ziele des
Finanzmanagements blieben im Jahresverlauf weiterhin gültig. Im Mittelpunkt steht
die konservative Finanzpolitik, deren Eckpfeiler die langfristig gesicherte Finanzierung
ist. Die Nettofinanzverbindlichkeiten beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 2.537 Mio. €
nach 2.394 Mio. € zum 31. Dezember 2016. Nettofinanzverbindlichkeitenscroll
Zum 31. Dezember 2016 wurden außerdem Termingelder und zur Veräußerung verfügbare
Wertpapiere von 2.125 Mio. € in Abzug gebracht. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nach
Abzug von Termingeldern und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren beliefen sich
zum Jahresende 2016 auf 269 Mio. €. Zum 30. Juni 2017 bestanden keine entsprechenden
Finanzanlagen, die in Abzug zu bringen gewesen wären. Außerbilanzielle FinanzierungsinstrumenteZum 30. Juni 2017 verfügten wir über keine wesentlichen außerbilanziellen Finanzierungen,
z.B. in Form von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Strukturen oder Sale-and-Lease-Back-Transaktionen. Wesentliche InvestitionsprojekteDie zum Segment Advanced Intermediates gehörende Business Unit Saltigo baut ihr Produktionsnetzwerk
am Standort Leverkusen (Deutschland) aus. Im Rahmen der Neuausrichtung investiert
LANXESS rund 60 Mio. € in seinen weltweit größten Standort für Agrochemie. Mit zwei
Mehrzweck-Produktionslinien, mehreren Reaktormodulen und einem neuen Containerlager
werden die Synthesekapazitäten für das Custom Manufacturing erweitert. Mit dem Ausbau
wurde im Juni 2016 begonnen. Die Produktion soll Ende 2017 aufgenommen werden. Darüber
hinaus wird die ebenfalls zum Segment Advanced Intermediates gehörende Business Unit
Advanced Industrial Intermediates die Produktionskapazität am Standort Brunsbüttel
(Deutschland) deutlich erweitern und noch im Laufe dieses Jahres bis zu 15 Mio. €
investieren. PROGNOSE, CHANCEN UND RISIKENPrognoseDie allgemeinen politischen und ökonomischen Risiken bestehen weiterhin und haben
sich gegenüber unserer ursprünglichen Jahresprognose im Geschäftsbericht 2016 bzw.
unserer Einschätzung in der Quartalsmitteilung zum 31. März 2017 nicht wesentlich
verändert. Die Erwartungen für die Entwicklung der Weltwirtschaft liegen ebenfalls
im Rahmen unserer letzten Einschätzungen. Unsere Erwartung für die globale Entwicklung der Chemieindustrie sowie der einzelnen
Abnehmerbranchen ist gegenüber unserer Einschätzung in der letzten Quartalsmitteilung
nahezu unverändert. Die chemische Industrie wird im Rahmen der ursprünglichen Erwartungen
wachsen. Für die Reifenindustrie gehen wir weiterhin von einer leicht besseren, bei
der Agrochemie von einer leicht schlechteren Entwicklung im Vergleich zu unserer Annahme
zum Jahresbeginn aus. Die Wachstumserwartungen für die Automobil- und die Bauindustrie
sind gegenüber der ursprünglichen Jahresprognose unverändert. Die folgende Prognose für das Geschäftsjahr 2017 bezieht sich auf die neue Segmentstruktur,
die sich infolge der Integration von Chemtura ergeben hat. In unserem Segment Advanced Intermediates erwarten wir für 2017 eine Entwicklung etwa
auf Vorjahresniveau, wobei ein geringer Ergebnisbeitrag auf das erworbene Chemtura-Geschäft
mit Organometallen entfällt. Das Segment wird weiterhin von der starken Diversifizierung
der Endmärkte profitieren. Die Nachfrage aus der Agrarindustrie erwarten wir hingegen
weiterhin auf einem schwachen Niveau. Das neue Segment Specialty Additives, bestehend aus den Business Units Additives und
Rhein Chemie, sollte sich durch die erworbenen Chemtura-Geschäftsbereiche, die der
Business Unit Additives zugeordnet wurden, und zu erzielende Einsparungen sehr deutlich
über Vorjahresniveau entwickeln. In unserem Segment Performance Chemicals sehen wir im Vergleich zum Vorjahr eine leicht
bessere Geschäftsentwicklung. Unterstützend wirkt hierbei das im August 2016 von Chemours
erworbene Spezialitätengeschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen. Die Business
Unit Rhein Chemie wird im Zuge der neuen Berichtsstruktur als Bestandteil des Segments
Specialty Additives ausgewiesen. In unserem Segment Engineering Materials, welches aus der Business Unit High Performance
Materials, die zuletzt noch ein eigenes Segment darstellte, und der neuen Business
Unit Urethane Systems von Chemtura besteht, erwarten wir für 2017 eine Entwicklung
deutlich über Vorjahresniveau. Das Wachstum wird nicht nur getrieben durch den positiven
Effekt aus dem zusätzlichen Geschäft der Urethane-Sparte von Chemtura, sondern auch
durch die gute Nachfrage nach Produkten für die Automobilindustrie im Leichtbaubereich. Das Kautschukgeschäft im Segment ARLANXEO ist weiterhin durch Überkapazitäten sowie
anhaltenden Preisdruck beeinflusst. Nach einem starken ersten Halbjahr erwarten wir
eine Abschwächung der Wachstumsdynamik in der zweiten Jahreshälfte. In Summe und unter
Berücksichtigung der starken ersten Jahreshälfte rechnen wir trotz des herausfordernden
Marktumfelds mit einer leicht positiven Entwicklung des Segments im Vergleich zum
Vorjahr. Vor dem Hintergrund der einzelnen oben ausgeführten Geschäftsentwicklungen und der
zugrunde liegenden Erwartungen für das makroökonomische Umfeld erwarten wir für den
LANXESS Konzern weiterhin ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1.225 und 1.300
Mio. € für das Geschäftsjahr 2017. Dabei ist ein Ergebnisbeitrag der Chemtura-Geschäfte
ab dem Erwerbszeitpunkt berücksichtigt. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Darstellungen im zusammengefassten
Lagebericht von LANXESS AG und LANXESS Konzern für das Geschäftsjahr 2016 auf der
Seite 153 des Geschäftsberichts 2016. Wesentliche Chancen und RisikenGegenüber dem 31. Dezember 2016 hat sich keine wesentliche Veränderung der Chancen-
und Risikosituation des LANXESS Konzerns ergeben. Wir verweisen insoweit auf die Darstellungen
im zusammengefassten Lagebericht von LANXESS AG und LANXESS Konzern für das Geschäftsjahr
2016 auf den Seiten 155 bis 165 des Geschäftsberichts 2016. In der Gesamtbeurteilung
der Erkenntnisse aus dem Risikomanagement kann der Vorstand derzeit keine hinreichend
wahrscheinlichen Risiken oder Risikokombinationen erkennen, die den Bestand von LANXESS
gefährden. VERKÜRZTER KONZERNZWISCHENABSCHLUSSzum 30. JUNI 2017 BILANZLANXESS KONZERNscroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGLANXESS KONZERNscroll
GESAMTERGEBNISRECHNUNGLANXESS KONZERNscroll
EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGLANXESS KONZERNscroll
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KAPITALFLUSSRECHNUNGLANXESS KONZERNscroll
SEGMENTIERUNG NACH
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| Advanced Intermediates | Specialty Additives | Performance Chemicals | ||||
| in Mio. € | Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse | 443 | 505 | 213 | 440 | 330 | 367 |
| Innenumsatzerlöse | 14 | 13 | 3 | 2 | 0 | 0 |
| Gesamtumsatzerlöse | 457 | 518 | 216 | 442 | 330 | 367 |
| Segmentergebnis/ EBITDA vor Sondereinflüssen | 88 | 97 | 45 | 75 | 69 | 80 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (%) | 19,9 | 19,2 | 21,1 | 17,0 | 20,9 | 21,8 |
| EBITDA | 88 | 94 | 45 | 24 | 69 | 16 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 63 | 68 | 37 | 49 | 54 | 61 |
| EBIT | 63 | 65 | 37 | -8 | 54 | -9 |
| Segmentinvestitionen | 23 | 35 | 8 | 16 | 15 | 16 |
| Abschreibungen | 25 | 29 | 8 | 32 | 15 | 25 |
| Engineering Materials | ARLANXEO | Überleitung | ||||
| in Mio. € | Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse | 275 | 361 | 670 | 835 | 12 | 14 |
| Innenumsatzerlöse | 0 | 0 | 0 | 0 | -17 | -15 |
| Gesamtumsatzerlöse | 275 | 361 | 670 | 835 | -5 | -1 |
| Segmentergebnis/ EBITDA vor Sondereinflüssen | 45 | 72 | 95 | 92 | -49 | -49 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (%) | 16,4 | 19,9 | 14,2 | 11,0 | ||
| EBITDA | 45 | 60 | 95 | 95 | -51 | -62 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 34 | 58 | 41 | 35 | -51 | -56 |
| EBIT | 34 | 45 | 41 | 38 | -53 | -69 |
| Segmentinvestitionen | 5 | 10 | 25 | 28 | 1 | 3 |
| Abschreibungen | 11 | 15 | 54 | 57 | 2 | 7 |
| LANXESS | ||
| in Mio. € | Q2/ 2016 |
Q2/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse | 1.943 | 2.522 |
| Innenumsatzerlöse | 0 | 0 |
| Gesamtumsatzerlöse | 1.943 | 2.522 |
| Segmentergebnis/ EBITDA vor Sondereinflüssen | 293 | 367 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (%) | 15,1 | 14,6 |
| EBITDA | 291 | 227 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 178 | 215 |
| EBIT | 176 | 62 |
| Segmentinvestitionen | 77 | 108 |
| Abschreibungen | 115 | 165 |
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.
| Advanced Intermediates | Specialty Additives | Performance Chemicals | ||||
| in Mio. € | HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse | 906 | 1.023 | 434 | 679 | 642 | 735 |
| Innenumsatzerlöse | 28 | 26 | 6 | 5 | 0 | 0 |
| Gesamtumsatzerlöse | 934 | 1.049 | 440 | 684 | 642 | 735 |
| Segmentergebnis/ EBITDA vor Sondereinflüssen | 177 | 188 | 87 | 119 | 125 | 139 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (%) | 19,5 | 18,4 | 20,0 | 17,5 | 19,5 | 18,9 |
| EBITDA | 177 | 185 | 87 | 68 | 125 | 75 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 127 | 133 | 72 | 86 | 95 | 101 |
| EBIT | 127 | 130 | 72 | 29 | 95 | 31 |
| Segmentvermögen Stand 30.06.1) | 1.149 | 1.379 | 523 | 2.713 | 1.229 | 1.221 |
| Segmentverbindlichkeiten Stand 30.06.1) | 741 | 640 | 280 | 574 | 547 | 639 |
| Segmentinvestitionen | 41 | 56 | 13 | 23 | 26 | 27 |
| Abschreibungen/ Wertaufholungen | 50 | 55 | 15 | 39 | 30 | 44 |
| Mitarbeiter Stand 30.06.1) | 3.335 | 3.677 | 1.507 | 2.925 | 4.074 | 4.047 |
| Engineering Materials | ARLANXEO | Überleitung | ||||
| in Mio. € | HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse | 548 | 676 | 1.310 | 1.783 | 23 | 27 |
| Innenumsatzerlöse | 1 | 0 | 0 | 0 | -35 | -31 |
| Gesamtumsatzerlöse | 549 | 676 | 1.310 | 1.783 | -12 | -4 |
| Segmentergebnis/ EBITDA vor Sondereinflüssen | 83 | 120 | 208 | 236 | -125 | -107 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (%) | 15,1 | 17,8 | 15,9 | 13,2 | ||
| EBITDA | 83 | 108 | 208 | 237 | -138 | -130 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 61 | 95 | 98 | 122 | -133 | -118 |
| EBIT | 61 | 82 | 98 | 123 | -146 | -141 |
| Segmentvermögen Stand 30.06.1) | 710 | 1.172 | 3.016 | 2.867 | 124 | 148 |
| Segmentverbindlichkeiten Stand 30.06.1) | 274 | 354 | 712 | 790 | 576 | 689 |
| Segmentinvestitionen | 10 | 15 | 41 | 45 | 4 | 5 |
| Abschreibungen/ Wertaufholungen | 22 | 26 | 110 | 114 | 8 | 11 |
| Mitarbeiter Stand 30.06.1) | 1.583 | 1.945 | 3.463 | 3.439 | 2.759 | 3.125 |
| LANXESS | ||
| in Mio. € | HJ/ 2016 |
HJ/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse | 3.863 | 4.923 |
| Innenumsatzerlöse | 0 | 0 |
| Gesamtumsatzerlöse | 3.863 | 4.923 |
| Segmentergebnis/ EBITDA vor Sondereinflüssen | 555 | 695 |
| EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen (%) | 14,4 | 14,1 |
| EBITDA | 542 | 543 |
| EBIT vor Sondereinflüssen | 320 | 419 |
| EBIT | 307 | 254 |
| Segmentvermögen Stand 30.06.1) | 6.751 | 9.500 |
| Segmentverbindlichkeiten Stand 30.06.1) | 3.130 | 3.686 |
| Segmentinvestitionen | 135 | 171 |
| Abschreibungen/ Wertaufholungen | 235 | 289 |
| Mitarbeiter Stand 30.06.1) | 16.721 | 19.158 |
Vorjahreswerte entsprechend der neuen Segmentstruktur.
1)
Vorjahreswerte zum 31.12.2016.
| EMEA (ohne Deutschland) | Deutschland | Nordamerika | ||||
| in Mio. € | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 590 | 720 | 332 | 380 | 324 | 523 |
| Anteil am Konzernumsatz in % | 30,3 | 28,5 | 17,1 | 15,1 | 16,7 | 20,8 |
| Lateinamerika | Asien/Pazifik | LANXESS | ||||
| in Mio. € | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 206 | 250 | 491 | 649 | 1.943 | 2.522 |
| Anteil am Konzernumsatz in % | 10,6 | 9,9 | 25,3 | 25,7 | 100,0 | 100,0 |
| EMEA (ohne Deutschland) | Deutschland | Nordamerika | ||||
| in Mio. € | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 1.193 | 1.397 | 680 | 765 | 665 | 947 |
| Anteil am Konzernumsatz in % | 30,9 | 28,4 | 17,6 | 15,5 | 17,2 | 19,2 |
| Mitarbeiter Stand 30.06. (Vorjahr zum 31.12.) | 3.251 | 3.746 | 7.600 | 7.950 | 1.418 | 2.682 |
| Lateinamerika | Asien/Pazifik | LANXESS | ||||
| in Mio. € | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 |
| Außenumsatzerlöse nach Verbleib | 386 | 481 | 939 | 1.333 | 3.863 | 4.923 |
| Anteil am Konzernumsatz in % | 10,0 | 9,8 | 24,3 | 27,1 | 100,0 | 100,0 |
| Mitarbeiter Stand 30.06. (Vorjahr zum 31.12.) | 1.435 | 1.551 | 3.017 | 3.229 | 16.721 | 19.158 |
Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung des Zwischenabschlusses ein gegenüber
dem Konzernjahresabschluss verkürzter Berichtsumfang gewählt. Die im Anhang zum Konzernjahresabschluss
zum 31. Dezember 2016 gegebenen Erläuterungen gelten insbesondere hinsichtlich der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden grundsätzlich entsprechend.
Der ungeprüfte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde nach den
in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting
Standards (IFRS) und diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting
Standards Board (IASB) für Zwischenberichterstattung aufgestellt. Bei der Aufstellung
des Zwischenabschlusses wurden die hierfür ab dem 1. Januar 2017 verpflichtend anzuwendenden
Standards und Interpretationen beachtet. Die folgenden Verlautbarungen wären erstmalig
zum 1. Januar 2017 anzuwenden gewesen:
| ― |
IAS 12 - Ertragsteuern - Berücksichtigung von latenten Steueransprüchen für unrealisierte Verluste |
| ― |
IAS 7 - Kapitalflussrechnungen - Angabeninitiative |
| ― |
IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen -Klarstellung, dass die Angaben auch für Unternehmen anzuwenden sind, welche zu Veräußerungszwecken gehalten werden |
Aufgrund der noch ausstehenden Übernahme in europäisches Recht wurden diese Verlautbarungen
nicht angewandt. Eine Anwendung hätte keinen oder keinen wesentlichen Einfluss auf
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS Konzerns.
Bei den veröffentlichten, aber noch nicht im Geschäftsjahr 2017 anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften
und Interpretation gelten grundsätzlich weiterhin die im Konzernabschluss 2016 getroffenen
Aussagen. Aus der Fortführung der Projekte zur Einführung von IFRS 9 Finanzinstrumente,
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie IFRS 16 Leasing haben sich keine weiteren
Erkenntnisse über neue wesentliche Auswirkungen auf die zukünftige Bilanzierung im
Vergleich zu den Aussagen im Konzernabschluss 2016 ergeben. Verlässliche Quantifizierungen
der Effekte sind weiterhin erst nach Abschluss systemseitiger Implementierungen der
Fachkonzepte möglich.
Die Aufstellung des Konzernzwischenabschlusses erfordert, dass Annahmen getroffen
und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte
und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf Prämissen, die zum Bilanzstichtag
Gültigkeit hatten. Deren Ermittlungsmethodik folgt dabei grundsätzlich der des Konzernabschlusses
2016. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen
abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum
Bilanzstichtag entwickeln.
Die Gesamtaktivitäten des LANXESS Konzerns unterliegen typischerweise keiner ausgeprägten
Saisonalität. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente ist jedoch in
der Regel bei Umsatz und Ergebnis ein stärkeres erstes Halbjahr zu verzeichnen. So
erzielen agrochemische Produkte des Segments Advanced Intermediates aufgrund des Vegetationsverlaufs
üblicherweise in den ersten sechs Monaten die höchsten Absätze. Ebenfalls saisonal
beeinflusst sind die Geschäfte der Segmente Advanced Intermediates und Performance
Chemicals mit Produkten für die Bauindustrie, wo sich witterungsbedingt in den Sommermonaten
ein höherer Absatz ergibt als in den für die Bauindustrie produktionsschwachen Wintermonaten.
Der LANXESS Konzernzwischenabschluss umfasst neben der LANXESS AG als Obergesellschaft
alle in- und ausländischen Beteiligungsgesellschaften.
| EMEA (ohne Deutschland) | Deutschland | Nordamerika | Lateinamerika | Asien/Pazifik | Gesamt | |
| Vollkonsolidierte Unternehmen (inkl. Muttergesellschaft) | ||||||
| 01.01.2017 | 24 | 9 | 7 | 5 | 18 | 63 |
| Zugänge | 16 | 6 | 7 | 3 | 13 | 45 |
| Abgänge | 0 | |||||
| Verschmelzungen | -2 | -2 | ||||
| Veränderungen | 0 | |||||
| 30.06.2017 | 40 | 13 | 14 | 8 | 31 | 106 |
| Konsolidierte assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen |
||||||
| 01.01.2017 | 2 | 2 | ||||
| Zugänge | 1 | 1 | ||||
| Abgänge | 0 | |||||
| Verschmelzungen | 0 | |||||
| Veränderungen | 0 | |||||
| 30.06.2017 | 0 | 2 | 1 | 0 | 0 | 3 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | ||||||
| 01.01.2017 | 1 | 2 | 2 | 3 | 2 | 10 |
| Zugänge | 1 | 1 | 2 | |||
| Abgänge | 0 | |||||
| Verschmelzungen | -1 | -1 | ||||
| Veränderungen | 0 | |||||
| 30.06.2017 | 2 | 2 | 1 | 4 | 2 | 11 |
| Insgesamt | ||||||
| 01.01.2017 | 25 | 13 | 9 | 8 | 20 | 75 |
| Zugänge | 17 | 6 | 8 | 4 | 13 | 48 |
| Abgänge | 0 | |||||
| Verschmelzungen | -2 | -1 | -3 | |||
| Veränderungen | 0 | |||||
| 30.06.2017 | 42 | 17 | 16 | 12 | 33 | 120 |
Im Berichtszeitraum wurden im Zusammenhang mit der Übernahme von Chemtura sämtliche
Anteile an der Chemtura Corporation, Middlebury (USA), sowie deren in- und ausländischen
Beteiligungen erworben. In der Folge ergaben sich diverse Umfirmierungen.
Darüber hinaus wurde die ARLANXEO Branch Offices B. V., Maastricht (Niederlande),
neu gegründet und vollkonsolidiert.
Des Weiteren wurden die Gesellschaften Crompton Specialties GmbH, Bergkamen (Deutschland),
und Great Lakes Chemical Konstanz GmbH, Konstanz (Deutschland), in die LANXESS OMS
Holding GmbH, Bergkamen (Deutschland), eingebracht.
Bei den nicht konsolidierten Gesellschaften wurde die LANXESS Additives Inc., Wilmington
(USA), in LANXESS Solutions US Inc., Wilmington (USA), umfirmiert und in die vollkonsolidierte
Gesellschaft Chemtura Corporation, Wilmington (USA), eingebracht und diese in LANXESS
Solutions US Inc., Wilmington (USA), umfirmiert.
Am 21. April 2017 hat LANXESS die Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Chemtura
erfolgreich vollzogen. Ab diesem Zeitpunkt erfolgte der erstmalige Einbezug in den
Konzernabschluss. Der Kaufpreis von rund 2,0 Mrd. € wurde über bereits im Vorjahr
erfolgreich platzierte Unternehmensanleihen sowie aus vorhandenen liquiden Mitteln
finanziert. LANXESS baut sein eigenes Additiv-Portfolio deutlich aus und wird in diesem
Wachstumsfeld zu einem der führenden Akteure weltweit. Das Geschäft mit Flammschutz-
und Schmierstoffadditiven von Chemtura wird mit den LANXESS Bereichen Plastic Additives
und Lubricant Additives in der neuen Business Unit Additives zusammengeführt. Auch
die bisherigen Chemtura-Geschäfte mit Urethanen und Organometallen wurden integriert.
Das Organometalle-Geschäft von Chemtura wurde in die LANXESS Business Unit Advanced
Industrial Intermediates im Segment Advanced Intermediates integriert. Die Urethane-Sparte
von Chemtura wird nun als Business Unit Urethane Systems dargestellt und bildet zusammen
mit der Business Unit High Performance Materials das Segment Engineering Materials.
Die Akquisition wurde als Unternehmenszusammenschluss gemäß IFRS 3 bilanziert. Im
Rahmen der Kaufpreisallokation wurden dabei die identifizierbaren Vermögenswerte,
Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens mit den beizulegenden Zeitwerten
angesetzt. Die Kaufpreisallokation wurde vor dem Hintergrund der zum und unmittelbar
nach dem Erwerbszeitpunkt vorliegenden Kenntnisse durchgeführt. Gemäß IFRS kann die
Kaufpreisallokation innerhalb eines Jahres nach Erwerbszeitpunkt aufgrund neuer Informationen
und Kenntnisse angepasst werden. Hiervon können grundsätzlich sämtliche Positionen
betroffen sein, die in die Kaufpreisallokation eingeflossen sind.
Das erworbene Geschäft trug seit dem Akquisitionszeit-punkt mit 295 Mio. € zum Umsatz
bei und hat einen negativen Einfluss von 49 Mio. € auf das Ergebnis des LANXESS Konzerns.
Das Konzernergebnis wurde durch Effekte infolge der Kaufpreisallokation beeinträchtigt.
Wäre das Geschäft bereits zum 1. Januar 2017 übernommen worden, hätte sich der Beitrag
zum LANXESS Konzernumsatz um weitere ca. 455 Mio. € erhöht, während sich das Konzernergebnis
nur geringfügig verändert hätte. Hierbei wurden Ergebniseffekte infolge der Neubewertung
von Vermögenswerten und Schulden so berücksichtigt, als ob diese bereits zum 1. Januar
2017 erfolgt wäre. Zwischenergebnisse zwischen Chemtura und LANXESS wurden eliminiert.
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelten immateriellen Vermögenswerte in
Höhe von 760 Mio. € verteilen sich auf die Kundenbeziehungen in Höhe von 536 Mio.
€, die Marken in Höhe von 105 Mio. € sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte von
119 Mio. €.
Der aus der Akquisition resultierende Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 679 Mio.
€ spiegelt im Wesentlichen zusätzliche Absatzmöglichkeiten wider, die sich mit neuen
Kunden hauptsächlich auf dem europäischen und nordamerikanischen Markt ergeben. Darüber
hinaus spiegelt der Geschäfts- oder Firmenwert eine Verbesserung der Kostenstruktur
und eine Verbesserung der Rohmaterialbeschaffung sowie eine höhere Produktionsauslastung
wider. Der Geschäfts- oder Firmenwert teilt sich wie folgt auf die Business Units
auf: Additives 508 Mio. €, Urethane Systems 162 Mio. € sowie Advanced Industrial Intermediates
9 Mio. €.
Der Geschäfts- oder Firmenwert ist als steuerlich nicht abzugsfähig anzusehen.
Der Bruttobetrag der fälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich
auf 221 Mio. €, von denen erwartungsgemäß 4 Mio. € uneinbringlich sind. Im sonstigen
langfristigen Fremdkapital von 314 Mio. € sind Eventualverbindlichkeiten im einstelligen
Mio.-€-Bereich enthalten.
Im Zusammenhang mit dieser Akquisition wurden in der Berichtsperiode Transaktionskosten
von ca. 1 Mio. € unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die wesentlichen
Transaktionskosten sind bereits im Vorjahr angefallen und wurden als Sondereinflüsse
klassifiziert. Hierzu verweisen wir auf das Kapitel "Erläuterungen zum EBIT und EBITDA
(vor Sondereinflüssen)" im Lagebericht.
In der folgenden Tabelle sind die Effekte aus der Akquisition auf die Vermögenslage
des Konzerns dargestellt:
| in Mio. € | Beizulegende Zeitwerte bei Erstkonsolidierung |
| Immaterielle Vermögenswerte | 760 |
| Sachanlagen | 855 |
| Vorräte | 345 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 217 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 217 |
| Sonstige Vermögenswerte | 203 |
| Summe Aktiva | 2.597 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 213 |
| Sonstiges langfristiges Fremdkapital | 314 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 169 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 466 |
| Sonstiges kurzfristiges Fremdkapital | 100 |
| Summe Passiva (ohne Eigenkapital) | 1.262 |
| Nettovermögen (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) |
1.335 |
| Anschaffungskosten | 2.014 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 679 |
Zur Ausfinanzierung von Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden im Vorjahr
200 Mio. € mit Wirkung zum 6. Mai 2016 in den LANXESS Pension Trust e. V., Leverkusen
(Deutschland), einbezahlt.
Das Ergebnis je Aktie im zweiten Quartal bzw. im ersten Halbjahr 2016 und 2017 wurde
unter Berücksichtigung der jeweils innerhalb der Berichtsperiode in Umlauf gewesenen
Aktien ermittelt. Es ergibt sich ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Da derzeit
keine Eigenkapitalinstrumente begeben sind, die das Ergebnis je Aktie verwässern könnten,
entspricht das verwässerte Ergebnis dem unverwässerten Ergebnis. Für weitere Informationen
zu Eigenkapitalinstrumenten, die künftig das Ergebnis je Aktie verwässern können,
wird auf die Ausführungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 verwiesen.
| Q2/2016 | Q2/2017 | Veränd. in % | HJ/2016 | HJ/2017 | Veränd. in % | |
| Konzernergebnis in Mio. € | 75 | 3 | -96,0 | 128 | 81 | -36,7 |
| Im Umlauf gewesene Aktien in Stück | 91.522.936 | 91.522.936 | - | 91.522.936 | 91.522.936 | - |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) | 0,82 | 0,04 | -96,0 | 1,40 | 0,89 | -36,7 |
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2017 wurde aus dem im Jahresabschluss
der LANXESS AG zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn von 332 Mio. € am
31. Mai 2017 ein Betrag von 64 Mio. € an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Dividende
betrug 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie. Vom verbleibenden Betrag von 268
Mio. € wurden 175 Mio. in andere Gewinnrücklagen eingestellt und 93 Mio. € auf neue
Rechnung vorgetragen.
Aus folgender Aufstellung geht hervor, in welcher Höhe Vermögenswerte und Schulden
zum Bilanzstichtag auf wiederkehrender Grundlage zum beizulegenden Zeitwert bewertet
wurden und welcher Stufe in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") die
in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren zuzurechnen sind.
| 31.12.2016 | |||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sonstige Beteiligungen | 2 | - | - |
| Langfristige derivative Vermögenswerte | - | 1 | - |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | 1 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 40 | - | - |
| Kurzfristige derivative Vermögenswerte | - | 65 | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 176 | - | - |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Langfristige derivative Verbindlichkeiten | - | 7 | - |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten | - | 42 | - |
| 30.06.2017 | |||
| in Mio. € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sonstige Beteiligungen | 1 | - | - |
| Langfristige derivative Vermögenswerte | - | 9 | - |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | - | 1 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | - | - |
- |
| Kurzfristige derivative Vermögenswerte | - | 55 | - |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | - | - |
| Langfristiges Fremdkapital | |||
| Langfristige derivative Verbindlichkeiten | - | 5 | - |
| Kurzfristiges Fremdkapital | |||
| Kurzfristige derivative Verbindlichkeiten | - | 11 | - |
Im Rahmen der Fair-Value-Hierarchie wird notierten (nicht berichtigten) Preisen in
aktiven, am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte
oder Schulden die höchste Priorität eingeräumt (Stufe 1). Andere als die auf Stufe
1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld unmittelbar
oder mittelbar zu beobachten sind, werden der Stufe 2 zugeordnet. Nicht beobachtbaren
Inputfaktoren für Vermögenswerte und Schulden wird die niedrigste Priorität zugeordnet
(Stufe 3).
Die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sonstigen Beteiligungen betreffen Anteile
an der börsennotierten Gesellschaft BioAmber Inc., Minneapolis (USA). Darüber hinaus
sind im Bilanzposten "Sonstige Beteiligungen" nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente
in Höhe von 12 Mio. € (31. Dezember 2016: 10 Mio. €) enthalten, deren beizulegende
Zeitwerte zum Stichtag nicht zuverlässig bestimmbar sind und die daher zu Anschaffungskosten
bilanziert werden. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Investition in den
High-Tech Gründerfonds III GmbH & Co. KG, Bonn (Deutschland), in Höhe von 3 Mio. €.
Gegenläufig wirkte sich die Abschreibung von 1 Mio. € auf die Investition an der evoxx
technologies GmbH (vormals: evocatal GmbH), Monheim am Rhein (Deutschland), aufgrund
des anstehenden Verkaufs im dritten Quartal 2017 aus. Derzeit bestehen keine weiteren
Pläne zur Veräußerung von Beteiligungen.
Die derivativen Finanzinstrumente werden im Wesentlichen in einem aktiven und liquiden
Markt gehandelt. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte resultieren
im Wesentlichen aus Devisentermingeschäften und werden mit der "Forward"-Methode aus
den Beträgen abgeleitet, zu denen sie gehandelt oder notiert werden. Im Falle fehlender
Marktnotierungen erfolgt die Wertermittlung durch Einsatz anerkannter finanzmathematischer
Berechnungsmethoden auf Basis beobachtbarer Marktdaten. Bei der Ermittlung der beizulegenden
Zeitwerte wird das eigene bzw. das Ausfallrisiko des Kontrahenten auf Basis der jeweiligen
Nettoposition berücksichtigt.
Des Weiteren wurden Forward-Starting-Zinsswaps als Sicherungsinstrumente für künftige
Refinanzierungen anstehender Fälligkeiten von Finanzverbindlichkeiten abgeschlossen.
In den liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerten werden jederzeit veräußerbare
Anteile an Geldmarktfonds ausgewiesen, deren Realisation innerhalb der nächsten zwölf
Monate nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Im zweiten Quartal 2017 wurden die Anteile
an den Geldmarktfonds veräußert.
Die Zahlungsmitteläquivalente enthalten 417 Mio. €, die bei einem Treuhänder für den
Rückkauf der im Rahmen der Chemtura-Akquisition erworbenen Anleihe hinterlegt sind.
Die Anleihe hat einen Nominalwert von 450 Mio. $ und ist zum 30. Juni 2017 zu fortgeführten
Anschaffungskosten in Höhe von 407 Mio. € bilanziert. Die Anleihe wurde am 17. Juli
2017 zurückgekauft.
Bei Finanzinstrumenten, die nicht zu beizulegenden Zeitwerten, sondern auf Grundlage
anderer Bewertungskonzepte bilanziert werden, entsprechen die beizulegenden Zeitwerte
-sofern verlässlich ermittelbar - grundsätzlich den Buchwerten. Bei den Anleihen,
die einen Buchwert von 3.080 Mio. € aufwiesen, ergab sich keine wesentliche Abweichung
zum beizulegenden Zeitwert. Dieser belief sich zum 30. Juni 2017 auf 3.246 Mio. €.
Zum 31. Dezember 2016 betrug der Buchwert der Anleihen 2.671 Mio. € bei einem beizulegenden
Zeitwert von 2.827 Mio. €. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts der Anleihen
ist der Stufe 1 der Bemessungshierarchie zuzuordnen, wobei zum 30.Juni 2017 für zwei
Anleihen mit einem beizulegenden Zeitwert von 237 Mio. € aufgrund fehlender Marktliquidität
Stufe 2 zugrunde gelegt wurde. Zum 31. Dezember 2016 wurde für zwei Anleihen mit einem
beizulegenden Zeitwert von 244 Mio. € Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugrunde gelegt.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 erfolgt auf Basis diskontierter
Zahlungsströme unter Berücksichtigung beobachtbarer Marktzinssätze.
Weiterhin wird auf die im Anhang zum Konzernabschluss zum 31.Dezember 2016 gegebenen
Erläuterungen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts sowie zu den Finanzinstrumenten
verwiesen.
Die Überleitung des EBITDA vor Sondereinflüssen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern
kann nachfolgender Tabelle entnommen werden.
| in Mio. € | Q2/ 2016 | Q2/ 2017 | HJ/ 2016 | HJ/ 2017 |
| Summe der Segmentergebnisse | 342 | 416 | 680 | 802 |
| Abschreibungen/ Wertaufholungen | -115 | -165 | -235 | -289 |
| Sonstige/Konsolidierung | -49 | -49 | -125 | -107 |
| Sondereinflüsse (EBITDA-wirksam) | -2 | -140 | -13 | -152 |
| Zinsergebnis | -16 | -24 | -33 | -44 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -13 | 23 | -33 | 13 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern |
147 | 61 | 241 | 223 |
Die Sondereinflüsse des Berichtszeitraums standen im Wesentlichen im Zusammenhang
mit der Akquisition und Integration von Chemtura sowie der Bündelung der internationalen
Chrom-Wertschöpfungskette des Konzerns in Südafrika und der in diesem Rahmen geplanten
Schließung der Produktion am argentinischen Standort Zárate im vierten Quartal 2017.
Weiterhin verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zum EBIT und EBITDA (vor
Sondereinflüssen)" im Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2017.
Im Rahmen der Integration der Chemtura-Geschäfte mit Spezial-Additiven, Urethanen
und Organometallen wurden Konzernstrukturen verändert. Das Organometalle-Geschäft
von Chemtura wurde in die LANXESS Business Unit Advanced Industrial Intermediates
im Segment Advanced Intermediates integriert. Die neue LANXESS Business Unit Additives
setzt sich neben dem LANXESS Bereichen Plastic Additives und Lubricant Additives zu
einem großen Teil aus dem Chemtura-Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven
zusammen. In der neuen LANXESS Business Unit Rhein Chemie wurden die LANXESS Bereiche
Rubber Additives und Colorant Additives zusammengefasst. Zusammen stellen die beiden
Business Units das neue Segment Specialty Additives dar. Die Urethane-Sparte von Chemtura
ist eine eigene Business Unit, die zusammen mit der Business Unit High Performance
Materials das Segment Engineering Materials ergibt. LANXESS berichtet fortan über
die folgenden fünf Segmente, in denen insgesamt zwölf Business Units das operative
Geschäft mit globaler Ergebnisverantwortung betreiben: Advanced Intermediates, Specialty
Additives, Performance Chemicals, Engineering Materials und ARLANXEO. Vorjahresangaben
wurden, sofern erforderlich, entsprechend angepasst.
Durch die Akquisition von Chemtura haben sich die Segmentvermögenswerte und -verbindlichkeiten
im Vergleich zum Konzernabschluss 2016 deutlich verändert. Der Großteil der Vermögenswerte
und -verbindlichkeiten aus der Akquisition ist dem Geschäft mit Flammschutz- und Schmierstoffadditiven
zuzurechnen und entfällt auf das Segment Specialty Additives. Die Vermögenswerte und
-verbindlichkeiten aus dem Organometalle- sowie aus dem Urethane-Geschäft entfallen
auf die Segmente Advanced Intermediates bzw. Engineering Materials.
| in Mio. € | 31.12.2016 | 30.06.2017 |
| Summe der Segmentvermögen | 6.627 | 9.352 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 355 | 759 |
| Latente Steuern | 442 | 439 |
| Liquiditätsnahe finanzielle Vermögenswerte | 40 | - |
| Ertragsteuerforderungen | 74 | 126 |
| Derivative Vermögenswerte | 66 | 64 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.149 | 24 |
| Sonstige/Konsolidierung | 124 | 148 |
| Konzernvermögen | 9.877 | 10.912 |
Das Segmentvermögen besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen,
Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nicht im Segmentvermögen
enthalten sind unter anderem Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, latente
Steuern sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte.
| in Mio. € | 31.12.2016 | 30.06.2017 |
| Summe der Segmentverbindlichkeiten | 2.554 | 2.997 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.812 | 3.326 |
| Derivative Verbindlichkeiten | 49 | 16 |
| Ertragsteuerschulden | 75 | 180 |
| Latente Steuern | 83 | 125 |
| Sonstige/Konsolidierung | 576 | 689 |
| Konzernverbindlichkeiten | 6.149 | 7.333 |
Die Segmentverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Nicht in den Segmentverbindlichkeiten
enthalten sind insbesondere Ertragsteuerschulden sowie derivative und sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten.
Im Rahmen des operativen Geschäfts bezieht der LANXESS Konzern weltweit Materialien,
Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden
sich Unternehmen, an denen die LANXESS AG unmittelbar und mittelbar beteiligt ist.
Die Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Auf Basis von Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen
(Deutschland), die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird,
und deren verbundenen Unternehmen bezog der LANXESS Konzern überwiegend Standortdienstleistungen
in den Bereichen Energie, Infrastruktur und Logistik. Im zweiten Quartal bzw. ersten
Halbjahr 2017 beliefen sich die Leistungen auf 126 Mio. € bzw. 232 Mio. €, verglichen
mit 100 Mio. € bzw. 205 Mio. € im jeweiligen Vorjahreszeitraum. Aus diesen Geschäftsbeziehungen
bestanden zum 30. Juni 2017 Forderungen von 5 Mio. € nach 3 Mio. € zum 31. Dezember
2016 und Verbindlichkeiten von 134 Mio. € nach 131 Mio. € zum Jahresende 2016. Darüber
hinaus bestanden gegenüber der Currenta GmbH & Co. OHG und deren verbundenen Unternehmen
Verpflichtungen für künftige Miet- und Leasingzahlungen aus Operating Leasing in Höhe
von 8 Mio. € nach 8 Mio. € zum 31. Dezember 2016 sowie ein Bestellobligo von 9 Mio.
€ nach 6 Mio. € zum Jahresende 2016. Des Weiteren ist im sonstigen Finanzergebnis
des ersten Halbjahres 2017 eine Ausschüttung der Currenta GmbH & Co. OHG für das Geschäftsjahr
2016 in Höhe von 45 Mio. € enthalten.
Wesentliche Geschäftsbeziehungen zu anderen nahestehenden Unternehmen oder Personen
bestehen nicht. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 wurden wie im
Vorjahr keine Kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats gewährt.
Zum 30. Juni 2017 beschäftigte der LANXESS Konzern weltweit 19.158 Mitarbeiter und
damit 2.437 Personen mehr als zum 31. Dezember 2016, als der Konzern 16.721 Mitarbeiter
hatte. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die im April 2017 erfolgte Akquisition
von Chemtura zurückzuführen.
In der Region EMEA (ohne Deutschland) stieg die Zahl der Beschäftigten um 495 auf
3.746. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland belief sich auf 7.950 nach 7.600 zum Jahresende
2016. In der Region Nordamerika erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten um 1.264 auf
2.682. Mit 1.551 Personen lag die Zahl der Beschäftigten in Lateinamerika um 116 Mitarbeiter
über der Zahl vom 31. Dezember 2016 von 1.435. In der Region Asien/ Pazifik stieg
die Zahl der LANXESS Mitarbeiter von 3.017 um 212 auf 3.229.
Nach dem 30. Juni 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von
denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LANXESS
Konzerns zu erwarten ist.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Köln, den 31. Juli 2017
LANXESS Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Matthias Zachert | Dr. Hubert Fink |
| Stephen C. Forsyth | Michael Pontzen |
| Dr. Rainier van Roessel |
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der LANXESS Aktiengesellschaft, Köln, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni
2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht
auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.
Köln, den 2. August 2017
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Jörg Sechser | Bernd Boritzki |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Quartalsmitteilung zum
30. September 2017
Christiane Dörr
Tel. +49 (0) 221 8885 2674
mediarelations@lanxess.com
Ulrike Rockel
Tel. +49 (0) 221 8885 9834
ir@lanxess.com
10. August 2017
LANXESS AG
Kennedyplatz 1
50569 Köln
Tel. +49 (0) 221 8885 0
www.lanxess.de
Kirchhoff Consult AG, Hamburg
Diese Publikation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich
Annahmen, Meinungen und Ansichten des Unternehmens oder solche, die aus Drittquellen
zitiert werden. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten
und andere Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage,
die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen
oder implizierten Einschätzungen abweichen. Das Unternehmen garantiert nicht und übernimmt
keine Gewähr dafür, dass solchen zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegende Annahmen
fehlerfrei sind, und es übernimmt auch keine Verantwortung dafür, dass sich die in
dieser Darstellung wiedergegebenen Meinungen in Zukunft als korrekt erweisen oder
die prognostizierten Entwicklungen tatsächlich eintreten werden. Es wird keinerlei
Zusicherung oder Gewährleistung (weder ausdrücklich noch implizit) im Hinblick auf
hier enthaltene Informationen - einschließlich Hochrechnungen, Schätzungen, Zielen
und Meinungen - abgegeben, noch sollte sich der Leser auf solche Informationen verlassen.
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