Alexanderwerk AG

Remscheid

Konzernabschluss 2009

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009

der Alexanderwerk AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Alexanderwerk AG ist ein international tätiges Unternehmen des Maschinenbaus mit einer traditionsreichen Marke und vertreten in zwei Geschäftsfeldern.

Zum einen bedient die Alexanderwerk AG mit ihren technologisch hoch entwickelten Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren unterschiedlichster Stoffe für diverse Anwendungsbereiche, insbesondere für die chemische und pharmazeutische Industrie, anspruchsvolle Nischenmärkte. Zum Leistungsprogramm gehören ebenfalls ganzheitliche Systeme und die entsprechenden Softwarelösungen sowie Servicedienstleistungen. Unsere Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. mit Sitz in Horsham wickelt den Verkauf für den US-amerikanischen Markt ab.

Zum anderen vertreibt die AlexanderSolia Vertriebs GmbH Maschinen für die Nahrungsmittelverarbeitung für Großküchen und die Nahrungsmittelindustrie. Technologieträger sind die Zerkleinerungs- sowie die Wasch- und Schältechnik. Die AlexanderSolia Vertriebs GmbH bezieht rund 64 Prozent ihrer Maschinen von der Produktionsgesellschaft FoodTec GmbH in Freiberg am Neckar, einer Tochtergesellschaft der AlexanderSolia Vertriebs GmbH, sowie 15 Prozent von der Alexanderwerk AG.

Die Fertigstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2009 verzögerte sich aufgrund der bis zum Juli 2010 andauernden Finanzierungsverhandlungen mit Banken und Eigenkapitalgebern. Grund für die deutliche Verschärfung der Liquiditätssituation des Unternehmens waren eine aufgrund der Finanzkrise nicht zustande gekommene Mezzanine-Finanzierung für die Tochtergesellschaft AlexanderSolia Vertriebs GmbH , Verluste bei der Produktionstochter FoodTec GmbH sowie Kosten für eine anstehende Sanierung der Alexanderwerk AG und der FoodTec GmbH. Der schleppende Auftragseingang vom vierten Quartal 2008 bis zum dritten Quartal 2009 hat ebenfalls nicht zur Entspannung der Liquiditätslage beigetragen. Erschwerend hinzu kam die Zurückhaltung der Banken, zusätzliche Mittel zur Verfügung zu stellen. Erst im Juli 2010 konnte ein Finanzierungskonzept mit Unterstützung einiger Aktionäre, dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem neuen Management verabschiedet und im Anschluss der Konzernabschluss mit einem Bestätigungsvermerk unseres Wirtschaftsprüfers versehen werden.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Berichtsjahr hat sich die durch die US-Immobilienkrise des Vorjahres ausgelöste Finanzkrise zu der nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) größten Rezession seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt und zu einem drastischen konjunkturellen Einbruch der Weltwirtschaft geführt.

In den USA schrumpfte das Bruttoinlandsproduktes (BIP) trotz einer Erholung im vierten Quartal im Gesamtjahr 2009 um 2,4 Prozent (Vorjahr: +1,1 Prozent). In der Europäischen Union war die Entwicklung in 2009 mit minus 4,1 Prozent (Vorjahr +0,7 Prozent) noch dramatischer. Lediglich in Asien (ohne Japan) war die BIP-Entwicklung mit 4,0 Prozent positiv.

Insgesamt sank das BIP 2009 in Deutschland laut Angaben des Statistischen Bundesamts um 4,7 Prozent (Vorjahr: +1,3 Prozent). Das ist einer der stärksten Rückgänge seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland.

Geschäftsverlauf

Der Umsatz der Alexanderwerk AG und ihrer Tochtergesellschaften Alexanderwerk Inc., AlexanderSolia Vertriebs GmbH und FoodTec GmbH sank im Geschäftsjahr 2009 um 13,4 Prozent auf T€ 17.881 (Vorjahr: T€ 20.637). Angesicht der aus dem Maschinenbau gemeldeten Auftragseinbrüche um bis zu 60 Prozent ist dieser Umsatzrückgang noch moderat.

Allerdings hat sich diese Umsatzentwicklung auch im operativen Ergebnis niedergeschlagen. Das EBIT (Earning before interest and tax) betrug T€ -922 nach T€ -390 im Vorjahr. Bereinigt man beide Jahre um Sondereffekte aus der Restrukturierung so ergibt sich für 2009 ein EBIT von T€ -455 nach T€ -55 im Vorjahr. Nachdem im Vorjahr Sondereffekte vor allem aus Abfindungszahlungen im Rahmen der Umstrukturierung der AlexanderSolia Vertriebs GmbH resultierten, belasteten Beratungskosten für die laufende Sanierung der Alexanderwerk AG und der FoodTec GmbH , u.a. T€ 123 für ein von den Banken gefordertes Sanierungsgutachten nach IDW ES 6-Standard, das Ergebnis des Jahres 2009. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit schloss vor Bereinigung um Sondereffekte mit T€ -1.383 nach T€ -927 im Vorjahr.

Der Umsatzrückgang fiel in der Sparte Industriemaschinen für die Chemie- und Pharmaindustrie mit -15,2 Prozent etwas höher aus als im Nahrungsmittelbereich, der traditionell etwas unabhängiger von konjunkturellen Schwankungen ist. Dennoch trug die Sparte mit einem Gesamtjahresumsatz von T€ 11.657 (Vorjahr: T€ 13.746) wieder den wesentlichen Anteil zum Konzernumsatz bei. Trotz der eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen war das EBIT mit T€ -540 deutlich negativ, nach dem im Vorjahr noch ein Plus von T€ 307 erwirtschaftet werden konnte. Hier wirkten sich auch die schon erwähnten Beratungskosten wesentlich aus.

Im Bereich Nahrungsmittel gingen die Umsätze um 9,7 Prozent auf T€ 6.224 zurück. Trotz dieses Rückgangs konnte das negative EBIT von T€ 803 im Vorjahr auf T€ 446 reduziert werden. Das ist vor allem auf die im Vorjahr bei der AlexanderSolia Vertriebs GmbH erfolgten Restrukturierungen zurückzuführen. Dagegen waren bei der Produktionsgesellschaft FoodTec GmbH die Sanierungsbemühungen nicht erfolgreich und mündeten im Juli 2010 in der Insolvenz der Gesellschaft.

Der Auftragseingang bei den Neumaschinen der Sparte Chemie/Pharmaindustrie war entgegen der wirtschaftlichen Entwicklung und vor allem der Entwicklung im Maschinenbau, der von Auftragseinbrüchen im ersten Halbjahr 2009 von bis zu 60 Prozent berichtete, nur von einem kleineren Rückgang von 10 Prozent gegenüber 2008 betroffen. Während der Auftragseingang des ersten Halbjahres 2009 mit T€ 3.203 noch rund 33 Prozent unterhalb der Vergleichsperiode lag, lag das zweite Halbjahr 2009 mit T€ 4.079 schon wieder rund 23 Prozent über der Vergleichsperiode 2008. Der Auftragseingang im Bereich Nahrungsmittelmaschinen war von der Krise noch weniger betroffen. Er lag mit T€ 6.142 nur um 1,4 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Alexanderwerk-Gruppe erzielte in 2009 rund 63 Prozent ihres Umsatzes im Ausland (Vorjahr: 62 Prozent). Der leichte Anstieg der Exportquote resultiert aus einer deutlich schnelleren Belebung des Asiengeschäfts. Dagegen ging der Umsatz unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. deutlich zurück.

Für das laufende Geschäftsjahr 2010 wird aufgrund der allgemeinen Belebung der Wirtschaft mit einem deutlichen Anstieg des Auftragseingangs und einem damit korrelierenden Umsatzwachstum gerechnet.

Meilensteine 2009

Mit dem Austritt von CFO Frau Ostermann-Müller im Juli 2009 ist ein Großteil der Umstrukturierung des Rechnungswesens der Gruppe abgeschlossen. Strukturen und Prozesse sind soweit etabliert, dass sie sich selber weiter tragen können, womit die Alexanderwerk AG für die Zukunft gut aufgestellt ist.

Ein wesentlicher Baustein im Jahr 2009 war die Vorbereitung der geplanten Finanzierung. Neben den Verhandlungen mit den Banken wurde ein Gutachten nach IDW ES 6 von einer Beratungsgesellschaft erstellt. Dieses Gutachten war unter anderem Grundlage dafür, die Zusage der Banken in 2009 erreicht zu haben sowie die Finanzierung mittels einer Landesbürgschaft abzusichern.

Es ist unser Anspruch, laufend in unsere Technologieführerschaft zu investieren. So haben wir im Geschäftsjahr 2009 Neuentwicklungen zur Serienreife gebracht und durch weitere Funktionsbausteine ergänzt. Insbesondere wurde im Bereich der Industriemaschinen WP200 die Isolatortechnik fertig entwickelt, eine Reinraumtechnik, die den Kunden optional zur Verfügung steht und höchsten Ansprüchen genügt.

Unsere Beteiligungsgesellschaft AlexanderSolia Vertriebs GmbH, wie auch ihre Tochtergesellschaft FoodTec GmbH, die mit der Herstellung von Großküchenmaschinen betraut ist, konnte das Geschäftsjahr 2009 nicht zufriedenstellend abschließen. Als Folge wurden Personalanpassungen aufgrund der verminderten Nachfrage durchgeführt. Im Gegensatz zu dem Projektgeschäft im Geschäftsbereich Spezialmaschinen für die Chemie- und Pharmaindustrie handelt es sich in dem Segment Nahrungsmittelmaschinen für Großküchen um Serienprodukte.

Dennoch konnten wesentliche Entwicklungsprojekte für Neumaschinen vorangetrieben werden. Hier ist die Weiterentwicklung der Multifunktionsmaschine M40 zu nennen, die in 2010 zur Marktreife weiterentwickelt wird.

Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung nimmt aufgrund der strategischen Ausrichtung der Alexanderwerk AG eine wichtige Funktion im Unternehmen ein. Der Strategie entsprechend richten sich die Anstrengungen dabei vor allem auf die Weiterentwicklung der Standardmaschinen sowie die Neuentwicklung von Spezialmaschinen in unseren Nischenmärkten sowie Laboranwendungen. Unsere Maschinen sollen die Effizienz der Produktionsprozesse unserer Kunden steigern und optimieren.

Bei der Entwicklung von Maschinen und Prozessen kann die Alexanderwerk AG sich auf ein gut ausgestattetes betriebseigenes Technikum stützen, in dem Prototypen erprobt und Modellprozesse abgebildet werden können. Dies geschieht mit Maschinen und Geräten, auf deren Basis wir den Stand der Technik stetig weiterentwickeln. So können schon im Vorfeld mit dem Kunden zusammen wichtige Prozessparameter festgelegt und Maschinen- bzw. Anlagenauslegungen für eine optimale Produktqualität unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erarbeitet werden. Dies resultiert in einer höheren Prozesssicherheit für beide Seiten. Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr 2009 T€ 209 (Vorjahr T€ 142), bezogen auf den Umsatz beträgt die Quote 1,2 Prozent (Vorjahr: 0,7 Prozent)

Mitarbeiter

Für die Alexanderwerk AG haben Motivation und Engagement ihrer Mitarbeiter einen sehr hohen Stellenwert. Mit dem Abschluss eines Sanierungstarifvertrags und der Ausräumung lange Zeit ungeklärter Arbeitszeit- und Vergütungsfragen konnte hier im April 2010 ein großer Schritt für weitere Verbesserungen getan werden. Das Know how der Mitarbeiter ist ein entscheidender Faktor zum weiteren Ausbau unseres Technologievorsprungs und zur erfolgreichen Erschließung weiterer Märkte.

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2009 waren in der Alexanderwerk-Gruppe 148 Mitarbeiter, einschließlich 10 Auszubildende (Vorjahr: 164 Mitarbeiter) beschäftigt. Davon entfielen auf die Sparte Industriemaschinen 98 Mitarbeiter, einschließlich 4 Auszubildende und auf die Sparte Nahrungsmittelmaschinen 50 Mitarbeiter, einschließlich 6 Auszubildende.

Investitionen

Die Investitionen im Berichtsjahr betrugen T€ 150 nach T€ 238 im Vorjahr. Davon entfallen T€ 79 (Vorjahr T€ 107) auf die Alexanderwerk AG und T€ 71 (Vorjahr: T€ 131) auf die Tochtergesellschaften. Im Wesentlichen betrafen die Investitionen aktivierte Entwicklungskosten von T€ 27, Softwarelizenzen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Ertragslage

Die Finanzkrise auf der einen Seite und die notwendigen Maßnahmen zur Restrukturierung und Finanzierung der Unternehmensgruppe haben das operative Ergebnis deutlich belastet. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2009 beträgt T€ -922 nach T€ -390 im Vorjahr. Auch bereinigt um Sondereffekte verbleibt ein operativer Verlust von T€ -455 nach T€ -55 im Vorjahr.

Vor Bereinigung um Sonderbelastungen beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit T€ -1.383 (Vorjahr: T€ -927).

Die Materialaufwandsquote ohne Berücksichtigung von Bestandsveränderungen der fertigen bzw. unfertigen Erzeugnisse sowie der noch nicht abgerechneten Leistungen betrug im Geschäftsjahr 2009 rund 30,0 Prozent. Im Vorjahr hatte dieser Wert noch bei rund 33 Prozent gelegen. Hier zeigten die Einsparungsanstrengungen in allen Bereichen erste Wirkung.

Der Personalaufwand sank im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um rund 3,4 Prozent auf T€ 7.998. Dazu trug vor allem die fast während des gesamten Jahres laufende Kurzarbeit bei. Gegenläufig wirkten Abfindungen aus Personalanpassungsmaßnahmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit T€ 5.056 im Geschäftsjahr 2009 um rund 1,9 Prozent unter Vorjahr. Während die Sonderkosten des Vertriebs überproportional zum Umsatz gesenkt und auch im Bereich der Werbe- und Messekosten und bei Reparatur und Instandhaltung deutliche Kosteneinsparungen erreicht werden konnten, stiegen die Rechts- und Beratungskosten deutlich.

Das Finanzergebnis verringerte sich um T€ 76 auf T€ -461.

Vermögens- und Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2009 war die Liquiditätslage der Unternehmensgruppe weiterhin angespannt, blieb jedoch über das gesamte Jahr hinweg so stabil, dass mittels Zahlungsplänen vereinbarte finanzielle Verpflichtungen weitgehend erfüllt werden konnten. Es standen keine Kreditlinien für eine kurzfristige Inanspruchnahme zur Verfügung. Aufgrund der saisonal starken Auslieferungen war die Gruppe im letzten Quartal 2009 mit ausreichend Liquiditätsreserven ausgestattet. Die anstehenden Sanierungsmaßnahmen konnten jedoch nicht finanziert werden, so dass die Maßnahmen in das Geschäftsjahr 2010 verschoben werden mussten.

Die Tochtergesellschaft FoodTec GmbH verfügte nicht über ausreichende liquide Mittel. Die für das Jahr 2008 geplanten Mezzanine-Mittel zur Finanzierung des Kaufpreises der aus der Insolvenz der Solia Palmer GmbH übernommenen Vermögensgegenstände konnte aufgrund der Finanzkrise nicht realisiert werden. Die operativen Verluste des Geschäftsjahres haben die Liquidität der Gruppe zusätzlich belastet.

Im Laufe des Jahres 2009 wurde ein umfassendes Sanierungskonzept vom Vorstand erarbeitet und im Zuge der Finanzierungsbemühungen durch ein von der Gesellschaft beauftragtes Beratungsunternehmen überprüft (Finanzierungsvolumen laut Gutachten: T€ 5.000). Abschließend wurde die Empfehlung ausgesprochen, die Maßnahmen umzusetzen. Die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen i.H.v knapp 1 Mio. € wären durch die Finanzierung ebenfalls abgedeckt gewesen. Durch den ablehnenden Bescheid des Landes Baden-Württemberg konnte die zunächst geplante Finanzierung mittels Landesbürgschaften nicht realisiert werden. Aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage und der damit einhergehenden Zurückhaltung der Banken, zusätzliche Liquidität zur Verfügung zu stellen, ist es erst im Juli 2010 gelungen, ein neues Finanzierungskonzept mit der Sparkasse Remscheid und der Nationalbank Essen zu verabschieden.

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 778 auf T€ 11.679 gesunken. Die mittel- und langfristig gebundenen Vermögenswerte des Alexanderwerk-Konzerns haben sich von T€ 2.046 auf T€ 1.970 verringert. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt nun 16,9 Prozent und damit 0,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Die Sachanlagen haben sich von T€ 1.163 auf T€ 866 verringert. Das ist hauptsächlich auf ein deutlich verringertes Investitionsvolumen zurückzuführen.

Die aktiven latenten Steuern stiegen von T€ 403 auf nun T€ 750. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften stärker angestiegen sind als die entsprechenden Wertberichtigungen. Dies ist bedingt durch einen verbesserten Planungshorizont.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Saldo um T€ 702 auf T€ 9.709 vermindert. Das lässt sich hauptsächlich auf die Verminderung der Fertigerzeugnisse innerhalb der Vorräte um T€ 369 auf T€ 1.691 zurückführen. Hier machten sich die wieder verbesserten Auslieferungen zum Jahresende bemerkbar.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich leicht um T€ 296 auf T€ 3.499 und die flüssigen Mittel stiegen um T€ 198 auf T€ 1.822. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte blieben annähernd konstant betrugen zum Bilanzstichtag T€ 446.

Nach Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags von T€ 991 ergibt sich bei gleichgebliebener Kapitalstruktur und gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Kapital- und Gewinnrücklagen eine rechnerisches Eigenkapital in Höhe von T€ 722. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2009 betrug damit 6,2 Prozent (Vorjahr: 13,9 Prozent).

Das mittel- und langfristige Fremdkapital ging im Geschäftsjahr 2009 um T€ 133 auf T€ 5.646 zurück. Das ist im Wesentlichen auf den tilgungsbedingt sinkenden Anteil der langfristigen Finanzschulden zurückzuführen.

Von den zum Bilanzstichtag am 31.12.2009 bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 4.154 sind T€ 3.106 als langfristig mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr eingestuft. Die am Bilanzstichtag vorhandenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 2.705) sind vollständig innerhalb des Jahres 2010 fällig.

Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres um T€ 198 auf T€ 1.822 erhöht. Dabei stehen den Mittelzuflüssen aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 408 Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit von T€ 71 und aus Finanzierungstransaktionen von T€ 137 gegenüber. Die Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit sind im Wesentlichen durch das deutlich schlechtere operative Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um rund T€ 325 vermindert. Zahlungsmittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit sind durch äußerste Ausnutzung der Kreditlinie der AlexanderSolia Vertriebs GmbH geringer als im Vorjahr.

Ausblick und Chancen

Die weltwirtschaftliche Entwicklung war vor allem im ersten Halbjahr 2010 durch eine Erholung gekennzeichnet. Für die USA wird ein BIP-Wachstum in 2010 von 3,3 Prozent erwartet. Demgegenüber steht jedoch die weiterhin restriktive Kreditvergabe der Banken, die einer Erholung der Weltwirtschaft noch Grenzen setzt.

Die stark exportorientierte deutsche Volkswirtschaft wird durch die Erholung auf den internationalen Märkten deutlich gestützt, insbesondere bei den Investitionsgütern, die noch im Vorjahr den größten Einbruch zu verzeichnen hatten. Für Deutschland wird in 2010 ein BIP-Wachstum von 2,1 Prozent erwartet.

Die Alexanderwerk AG ist mit ihren Spezialmaschinen in einem elitären Nischenmarkt vertreten. Die Zurückhaltung in 2009 war in diesem Segment nur leicht zu spüren, in 2010 wuchsen die Auftragseingänge dann wieder über ein Niveau von 2008. Das Service- und Ersatzteilgeschäft zeigt in 2010 bis dato auch ein gesundes Wachstum von 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2009.

Bei der Tochtergesellschaft in den USA gehen wir bei im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Umsätzen von einem immer noch guten positiven Ergebnis aus. Der Nahrungsmittelbereich wird konjunkturbedingt und durch den Insolvenzantrag der Produktionstochter FoodTec GmbH bei nach unten angepassten Umsätzen operativ negativ schließen.

Für die Jahre 2011 und 2012 erwarten wir weiter steigende Auftragseingänge, welche sich auch schon in 2011 in einem verbesserten Umsatz niederschlagen werden. Nach Umsetzung der anstehenden Sanierungsmaßnahmen in 2010 erwarten wir in 2011 ein deutlich positives operatives Ergebnis und substanzielle Verbesserungen der Unternehmensentwicklung.

Die Sanierungsmaßnahmen ziehen tiefgreifende Änderungen der Unternehmensorganisation nach sich. Insbesondere hat das Unternehmen eine Projektstruktur bekommen, die die Abwicklung von Projekten im Industriebereich deutlich erleichtert. Zudem wurde das profitable Service-Geschäft aus Transparenz-Gründen in eine separate GmbH ausgegliedert.

Die Produktion der Nahrungsmittelmaschinen wird ab 2011 über Drittlieferanten gesichert, da die FoodTec GmbH in der jetzigen Form nicht mehr weitergeführt wird. Damit wird sich das von Lieferproblemen gekennzeichnete Nahrungsmittelgeschäft stabilisieren können. Auf der Vertriebsseite wird die Internationalisierung der Sparte über Partnerunternehmen vorangetrieben.

In der Sparte Industriemaschinen ist der Vertrieb personell deutlich verstärkt worden, um die Position als Problemlöser und Systemanbieter in den Bereichen Chemie- und Pharmaindustrie auszubauen. Zudem wird auch die Entwicklung weiterer am Kundennutzen ausgerichteter Maschinen und technischer Anlagen im Zentrum der Bemühungen stehen. Durch die fortzuführende Stärkung des Service-, Ersatzteil- sowie Kleinmaschinengeschäfts, das neben dem Nahrungsmittelmaschinengeschäft für Großküchen nur einer geringen unterjährigen Absatzschwankung unterliegt, sollen Umsatz- und insbesondere Liquiditätsschwankungen im Projektgeschäft Industriemaschinen ausgeglichen werden. Dies wird durch die neu gegründete AlexanderwerkService GmbH mit eigener Geschäftsverantwortung forciert.

Unsere traditionellen Märkte Europa, Asien, Nord- und Südamerika unterliegen weiterhin einer strukturierten und nachhaltigen Bearbeitung. Insbesondere in Asien sehen wir auch weiterhin Wachstumspotenzial und interessante Perspektiven.

In beiden Sparten arbeiten wir neben einem organischen Wachstum verstärkt an Kooperationsprojekten, sofern nicht mittelfristig auch in Einzelfällen nach einer Konsolidierungsphase Akquisitionen aufgrund besonders günstiger Bedingungen möglich werden.

Risiken

Die Alexanderwerk AG hat die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems inzwischen weitgehend getroffen. Im Laufe des Restrukturierungsprozesses und seiner Vorbereitung fand zur Überwachung des Restrukturierungserfolgs ab Herbst 2009 eine laufende Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und den einzelnen Organisationsbereichen und Tochtergesellschaften statt. Dazu fanden monatliche Treffen von Vorstand und Führungskreis statt. Im Zuge dieser laufenden Geschäftsleitungs- und Führungskreistreffen wurden insbesondere die Risikobereiche Liquidität, Qualität und Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang, Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit nahe stehenden Personen erörtert und erforderliche Maßnahmen vereinbart. Die Ergebnisse wurden laufend protokolliert und deren Umsetzung bei den nächsten Treffen überprüft. Angesichts der aktuellen Restrukturierung wurde bisher auf die Erstellung eines eigenen Risikomanagement-Handbuchs verzichtet. Die laufende Dokumentation wird jedoch in absehbarer Zeit in eine Risikomanagement-Dokumentation überführt.

Auch im Geschäftsjahr 2009 lag der zentrale Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Sicherung der Liquidität und der Erarbeitung eines umfassenden Sanierungskonzeptes. Gleichzeitig wurde der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand beauftragt, eine möglichst ausreichende Finanzierung für das Gesamtunternehmen mit Banken und Eigenkapitalgebern zu verhandeln. Bis zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen verfügte die Alexanderwerk AG nicht über Kreditlinien bei Banken.

Neben dem umfassenden Liquiditätsrisiko hängt die Geschäftsentwicklung auch bei der Alexanderwerk AG von zahlreichen externen Faktoren ab, die vom Unternehmen nicht oder nur in geringem Maße beeinflusst werden können.

Sowohl auf der Beschaffungs- wie auf der Absatzseite können sich veränderte konjunkturelle oder sonstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen teilweise erheblich auswirken. Die Alexanderwerk AG erzielt rund 80 Prozent des Umsatzes im Ausland. Das Maß der Abhängigkeit von Entwicklungen der einzelnen Volkswirtschaften hängt somit entscheidend von der regionalen Verteilung der Kunden ab. Durch die breite regionale aber auch auf Branchen bezogene Verteilung unserer Abnehmer ist die Risikostruktur gesund.

Ein weiteres Risiko könnte sich aus dem zunehmenden Konkurrenzdruck unserer Wettbewerber ergeben. Insbesondere im Großküchenbereich können Wettbewerber aufgrund der rezessiven Tendenzen zusätzliche Maschinen in ihr Programm aufnehmen, die heute von uns abgedeckt werden. Weiterhin können ein nicht angepasstes Preisgefüge und fehlende Liefertreue sich signifikant auf die Ertragslage auswirken.

Da die Alexanderwerk AG ausschließlich in EURO fakturiert, verbleiben mögliche Währungsrisiken allenfalls bei der US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar werden nicht vorgenommen.

Durch das variabel verzinsliche Darlehen der Landesbank Baden-Württemberg unterliegt die Alexanderwerk AG einem Zinsänderungsrisiko. Dieses Risiko wurde jedoch durch ein Zinsderivat abgedeckt, welches den gesamten Stand des Darlehens abdeckt.

Die Tochtergesellschaft, AlexanderSolia Vertriebs GmbH, hat in 2007 ein Darlehen bei der National Bank in Essen in Höhe von Mio. € 2,1 aufgenommen, für das die Alexanderwerk AG und die FoodTec GmbH gesamtschuldnerisch mithaften. Die genannten Gesellschaften haben ihr Anlagevermögen und Vorratsvermögen zur Sicherung übereignet sowie ihren Forderungsbestand per Globalzession an die National Bank AG abgetreten. Das Darlehen der National Bank wurde Anfang 2009 in Höhe von Mio.€ 1,6 in ein Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit bis zum 30.08.2013 umgewandelt. Der Rest wurde als Kontokorrentlinie zur Verfügung gestellt.

Durch eine zwischen dem Arbeitgeberverband (AGV) Remscheid und der Gewerkschaft IG Metall aufgrund eines am 22. April 2009 ergangenen Urteils des Bundesarbeitsgerichts erzielte Einigung und den darauf am 23. April 2010 erfolgten Abschluss eines Sanierungstarifvertrags für die Alexanderwerk AG konnten alle bislang ungeklärten Punkte bezüglich der Mitarbeitervergütung ausgeräumt werden. Aus dieser Einigung heraus bestehen für die Alexanderwerk AG nun Verpflichtungen, tarifliche Entwicklungen in den Jahren 2010 bis 2013 nachzuholen. Diese führen in den nächsten Geschäftsjahren zu zusätzlichen Belastungen der Finanz- und Ertragslage. Zum 31. Dezember 2009 werden entsprechende Rückstellungen in Höhe von T€ 232 ausgewiesen.

Die Umsetzung des Sanierungskonzeptes ist für die Alexanderwerk AG von herausragender Bedeutung. Die Fortführung der Alexanderwerk AG ist nur bei konsequenter und schneller Umsetzung der Maßnahmen und Sicherstellung des Finanzierungsbedarfes für die Jahre 2010 bis 2011 gegeben. Ein Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung ist die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte. Es ist deshalb unabdingbar, eine hohe Kontinuität in der Führungsebene zu erlangen. Hinzu kommt, dass die angespannte wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu Schwierigkeiten bei der Rekrutierung geeigneter Führungskräfte führt.

Weitere erhebliche Risiken, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Alexanderwerk AG auswirken könnten, bestehen unseres Erachtens aus heutiger Sicht nicht.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Für die Alexanderwerk AG ist der Schutz der Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges Unternehmensziel. Wir sind deshalb seit Jahren bemüht durch laufende Fortentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten.

So haben wir im Bereich Industriemaschinen in besonderem Maße den Focus auf die Reduktion des CO2Ausstoßes gelegt. Bisher wurde bei der Kompaktiertechnologie ein Grossteil der Granulate mittels Fließbetttechnologie hergestellt. Dabei wurde dem Rohstoff Feuchtigkeit zugesetzt, die später wieder thermisch beseitigt werden musste. Der von uns eingeschlagene energiesparende Weg mechanischer Kompaktier- und Granulierverfahren nutzt jedoch die natürlichen Bindekräfte des Rohmaterials dahingehend, dass das gewünschte Granulat ausschließlich durch mechanische Kraft seinen vorgesehenen Zustand erhält.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die zunächst angestrebte Finanzierung mit Hilfe einer Landesbürgschaft konnte trotz einer vorläufigen Zusage durch das Land Nordrhein-Westfalen nicht umgesetzt werden. Dies lag daran, dass das Land Baden-Württemberg seinen Teil der Bürgschaft im April 2010 ablehnend beschied. Stattdessen wurde eine Aval- und Kreditfinanzierung ohne Beteiligung des Landes durch Verhandlungen erreicht, deren letzter Baustein im Juli 2010 abgeschlossen wurde. Dennoch machten die Banken eine Suche nach einer langfristigen Finanzierung durch Eigenkapitalgeber zur Bedingung für die Gewährung der Finanzierung.

Nachdem Versuche im Frühjahr 2010, die FoodTec GmbH zu sanieren, gescheitert waren, sah sich die Alexanderwerk AG gezwungen, von weiteren Stützungszahlungen an die FoodTec GmbH abzusehen. Dadurch musste die Gesellschaft am 14. Juli 2010 Insolvenz beantragen. Im Laufe des zweiten Halbjahres 2010 wird die FoodTec GmbH gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter in eine Ausproduktion geführt und die Produkte auf Drittlieferanten bzw. zum Teil auf die Alexanderwerk AG verteilt. Die Ausproduktion endet planmäßig im Februar 2011.

Alle wesentlichen Maßnahmen des Sanierungskonzepts konnten von Oktober 2009 bis zum Juli 2010 umgesetzt werden, so dass die Basis für ein langfristig profitables Geschäft gelegt ist. Weitergehende Maßnahmen, insbesondere zur Reduzierung der Fertigungstiefe und zu möglichen Kooperationen mit Dritten werden im zweiten Halbjahr 2010 geprüft.

Das Service- und Ersatzteilgeschäft der Alexanderwerk AG wurde im Jahr 2010 in eine eigenständige Gesellschaft, die AlexanderwerkService GmbH, ausgegliedert. Im Rahmen der Umsetzung des Finanzierungskonzepts wurden ebenfalls in 2010 neue Anteile an der AlexanderwerkService GmbH ausgegeben, so dass die Alexanderwerk AG zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung noch 51 Prozent der Anteile an der Gesellschaft hält.

Sonstige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss und den Lagebericht haben könnten, lagen nicht vor.

Angaben nach Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 289 Abs. 4 HGB)

Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 betrug das Grundkapital der Alexanderwerk AG unverändert zum Vorjahr € 4.680.000,00. Es ist eingeteilt in 1.800.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der rechnerische Nennwert je Aktie beträgt € 2,60.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach Kenntnis der Alexanderwerk AG bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

Independent Capital Aktiengesellschaft, Stuttgart; direkter Anteil der Stimmrechte 16,14 %

IMPERA Total Return AG, Frankfurt am Main; direkter Anteil der Stimmrechte 10,36 %

Diese Angaben beziehen sich auf Pflichtmitteilungen der Aktionäre gemäß § 21 Abs. 1 WpHG. Nach den Mitteilungen können sich Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Gesellschaft nur Inhaberaktien ausgegeben hat, werden ihr nur Veränderungen des Aktienbesitzes bekannt, soweit diese meldepflichtig sind und dieser Meldepflicht auch nachgekommen wird.

Es existieren keine Inhaber von Stückaktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es weder eine gesonderte Stimmrechtskontrolle noch Kontrollrechte der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer, die nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Hinsichtlich der Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes wird auf die §§ 84, 85 AktG verwiesen. Nach § 7 der Satzung bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Vorstand aus einer oder mehreren Personen.

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179 ff AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5 und § 179 Abs. 1 AktG). Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, können vom Aufsichtsrat beschlossen werden (§ 28 der Satzung der Alexanderwerk AG).

In der Hauptversammlung vom 21. September 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, im Zeitraum bis um 01. Juni 2011 das Kapital der Gesellschaft um bis zu T€ 2.340 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Die Alexanderwerk AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebots entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Kriterien der Vergütung sollen dabei insbesondere deren jeweilige Verantwortung, die persönliche Leistung, der Unternehmenserfolg sowie die Entwicklung der Gesellschaft sein.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder und setzt sich aus einer Grundvergütung sowie einem sitzungsabhängigen Teil zusammen. Die gegenwärtig geltende Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat ist in § 17 der Satzung geregelt. Weitere Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sind auf Seite 31 des Anhangs zu finden.

 

Remscheid, 29. September 2010

Allexanderwerk AG

Jürgen Kullmann, Vorstand

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid

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  Konzernanhang 2009
2008
Umsatzerlöse 3.1 17.880.528 20.636.623
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen   -516.279 -713.247
Aktivierte Eigenleistungen 3.2 27.064 21.329
Gesamtleistung   17.391.313 19.944.705
Sonstige betriebliche Erträge 3.3 614.665 421.831
Materialaufwand      
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.4 -4.675.244 -6.075.045
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.4 -680.471 -720.995
    -5.355.715 -6.796.040
Personalaufwand      
Löhne und Gehälter 3.5 -6.308.635 -6.746.732
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.5 -1.689.126 -1.533.879
    -7.997.761 -8.280.611
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.6 -519.017 -526.720
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.7 -5.055.741 -5.153.500
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit   -922.256 -390.335
Finanzerträge      
Zinsen und ähnliche Erträge 3.8 7.752 18.230
Finanzaufwendungen      
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.8 -468.268 -554.995
Finanzergebnis   -460.516 -536.765
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -1.382.772 -927.100
Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.9 391.814 -656.381
Jahresfehlbetrag   -990.958 -1.583.481
Ergebnisanteil der Aktionäre der Alexanderwerk AG   -990.958 -1.583.481
Ergebnis je Aktie in €      
unverwässert 3.10 -0,55 -0,88
verwässert 3.10 -0,55 -0,88
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien      
unverwässert 3.10 1.800.000 1.800.000
verwässert 3.10 1.800.000 1.800.000

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2009

der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid

AKTIVA

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  Konzernanhang 2009
2008
Langfristiges Vermögen      
Immaterielle Vermögenswerte      
Geschäfts- und Firmenwert 4.1 150.000 150.000
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 4.1 160.124 262.635
Entwicklungskosten 4.1 43.824 66.527
    353.948 479.162
Sachanlagen      
Betriebsnotwendige Grundstücke und Bauten 4.2 57.976 60.832
Technische Anlagen und Maschinen 4.2 413.555 586.165
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.2 394.923 516.141
    866.454 1.163.138
Latente Steuern 4.3 749.609 403.398
    1.970.011 2.045.698
Kurzfristiges Vermögen      
Vorräte      
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.4 447.414 592.702
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.4 1.793.622 1.826.412
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.4 1.691.454 2.060.297
Geleistete Anzahlungen 4.4 9.654 82.845
    3.942.144 4.562.256
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.5 3.498.771 3.795.280
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4.5 446.108 429.439
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente   1.821.551 1.623.974
    5.766.430 5.848.693
    9.708.574 10.410.949
    11.678.585 12.456.647

Passiva

     
  Konzernanhang 2009
2008
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 4.6 4.680.000 4.680.000
Kapitalrücklage 4.6 409.922 409.922
Gewinnrücklagen 4.6 -4.367.712 -3.356.560
    722.210 1.733.362
Langfristige Verbindlichkeiten      
Pensionsrückstellungen 4.7 2.264.992 2.151.601
Langfristige Finanzschulden 4.8 3.106.296 3.415.854
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.8 220.100 111.052
Latente Steuern 4.3 54.059 99.779
    5.645.447 5.778.286
Kurzfristige Verbindlichkeiten      
Rückstellungen für Ertragsteuern 4.3 0 41.977
Übrige kurzfristige Rückstellungen 4.9 1.161.711 1.014.134
Kurzfristige Finanzschulden 4.8 1.047.774 874.748
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.8 2.705.300 2.444.871
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 4.8 396.143 569.269
    5.310.928 4.944.999
    11.678.585 12.456.647

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid

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  Konzernanhang 2009
2008
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit      
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)   -922.256 -390.335
Anpassungen für nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge      
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   519.017 526.720
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens   -37 -8.087
+/- Veränderung der Rückstellungen   370.016 174.927
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge   -115.509 -90.232
Veränderung des Nettoumlaufverm. (Working Capital)      
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte   620.112 858.367
+/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   296.509 818.120
+/- Abnahme/Zunahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte   -16.669 407.946
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   260.429 -932.733
-/+ Abnahme/Zunahme der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten   -207.534 -170.463
+ erhaltene Zinsen   7.752 18.230
- gezahlte Zinsen   -396.394 -473.658
- gezahlte Ertragsteuern/erstattete Ertragsteuern   -7.686 -5.874
    407.750 732.928
Cashflow aus der Investitionstätigkeit      
+ Einzahlungen aus den Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens   51.809 26.280
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen   -122.770 -216.487
    -70.961 -190.207
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit      
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten   73.227 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten   -209.758 -272.267
+ Einzahlungen aus der Veräußerung neuer Aktien im Wege der Kapitalerhöhung   0 -18.700
    -136.531 -290.967
= Zahlungswirksame Veränderung 5.3 200.258 251.754
+/- Zahlungsunwirksame konsolidierungs- und wechselkursbedingte Veränderungen 5.3 -2.681 1.614
+/- Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres   1.623.974 1.370.606
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 5.3 1.821.551 1.623.974

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

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      Gewinnrücklagen  
in Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinn-/ Verlustvorträge Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung Summe
Stand 1.01.2008 4.680.000 422.769 -1.750.096 -35.231 3.317.442
Transaktionskosten der Kapitalerhöhung des Vorjahres   -18.700     -18.700
Steuereffekt der Transaktionskosten   5.853     5.853
Gesamtergebnis     -1.583.481 12.248 -1.571.233
Stand 31.12.2008 4.680.000 409.922 -3.333.577 -22.983 1.733.362
Stand 1.01.2009 4.680.000 409.922 -3.333.577 -22.983 1.733.362
Gesamtergebnis     -990.958 -20.194 -1.011.152
Stand 31.12.2009 4.680.000 409.922 -4.324.535 -43.177 722.210

Erläuterungen zu einzelnen Positionen des Eigenkapitals finden sich unter Punkt 4.6 des Anhangs.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

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in Euro 2009 2008
Jahresfehlbetrag -990.958 -1.583.481
Veränderung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung -20.194 12.248
Gesamtergebnis -1.011.152 -1.571.233

KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009

der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

1.1 Informationen zum Unternehmen

Das Mutterunternehmen der Alexanderwerk Gruppe, die Alexanderwerk Aktiengesellschaft (im Folgenden Alexanderwerk oder Alexanderwerk AG), ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Remscheid, deren Aktien im amtlichen Markt an den deutschen Börsen in Frankfurt, Düsseldorf und Berlin-Bremen gehandelt werden.

Die Alexanderwerk AG ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Spezialmaschinen und Anlagen für die chemische, pharmazeutische und die Grundstoffindustrie sowie von Maschinen für die Nahrungsmittelverarbeitung. Neben dem Stammwerk in Remscheid existiert eine weitere Niederlassung in den USA, die Alexanderwerk Inc., Horsham. Das Unternehmen wird weltweit von Vertriebspartnern repräsentiert.

Die Alexanderwerk AG hat ihren Sitz in 42857 Remscheid (Deutschland), Kippdorfstraße 6-24, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal, HRB 10979, eingetragen.

1.2 Allgemeine Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen in Euro, wenn nicht anders angegeben.

Die Bilanz ist nach Fristigkeit gegliedert, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Ein Vermögenswert oder eine Schuld ist als kurzfristig klassifiziert, wenn eine Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Dementsprechend wird ein Vermögenswert oder eine Schuld als langfristig klassifiziert, wenn die Realisation bzw. Tilgung nach mehr als zwölf Monaten erwartet wird.

Im Interesse der Klarheit sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einige Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Der vorliegende Konzernabschluss nach IFRS wurde durch Beschluss des Vorstandes vom 29. September 2010 und Zustimmung des Aufsichtsrates vom 6. Oktober 2010 zur Veröffentlichung freigegeben.

1.3 Erklärung zur Übereinstimmung mit IFRS

Der vorliegende Konzernabschluss der Alexanderwerk Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 wurde unter Anwendung von § 315 a Abs.1 Handelsgesetzbuch (HGB) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union anzuwenden sind.

1.4 Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit folgenden Ausnahmen:

IFRS 1 / IAS 27

Im Mai 2008 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards) und IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS), die die Klarstellung der Ermittlung der Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bezwecken. Hierin wird die Definition der Anschaffungskostenmethode eliminiert. Demnach müssen Dividenden von Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen künftig auch dann als Erträge erfasst werden, wenn sie aus Rücklagen vor der Übernahme gezahlt werden. Darüber hinaus enthält IAS 27 eine Klarstellung zur Ermittlung der Anschaffungskosten von Unternehmensanteilen, wenn die Struktur der Unternehmensgruppe im Zuge des Erwerbs neu organisiert wird. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die neuen Anforderungen haben keinen Einfluss auf den vorliegenden Konzernabschluss der Alexanderwerk AG.

IFRS 2 / IFRIC 8 / IFRIC 11

Im Januar 2008 wurde eine Änderung von IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung, Ausübungsbedingungen und Annullierungen) veröffentlicht. Durch die Änderung wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen nur Dienstzeitbedingungen und Leistungsbedingungen sind. Zudem wird präzisiert, dass die Bilanzierungsregeln zur vorzeitigen Planbeendigung unabhängig davon gelten, ob der Plan vom Unternehmen selbst oder einer anderen Partei beendet wird. Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Im Juni 2009 wurden weitere Änderungen an dem Standard veröffentlicht, die die Bilanzierung von in bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen im Konzern klarstellen. Im Gegenzug wurden IFRIC 8 und IFRIC 11 zurückgezogen. Diese Änderungen treten für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, erstmalig in Kraft. Änderungen für den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG ergeben sich hieraus nicht, da der Konzern gegenwärtig keine aktienbasierten Vergütungen ausgibt.

IFRS 8

IFRS 8 (Geschäftssegmente) ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, erstmals anzuwenden. IFRS 8 sieht für die Segmentberichterstattung die verpflichtende Anwendung des sogenannten 'Management Approach' vor. Demnach erfolgen die Segmentgliederung und die Darstellung der Angaben auf der Grundlage, die von der obersten Managementebene intern für die Beurteilung der Segmentleistung und zum Zwecke der Ressourcenallokation genutzt wird. Diese Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss gehabt.

IAS 1

Im September 2007 veröffentlichte das IASB IAS 1 (Darstellung des Jahresabschlusses). Ziel der Überarbeitung ist, den Anwendern die Analyse sowie den Vergleich der Jahresabschlüsse zu erleichtern. IAS 1 regelt die Grundlagen für die Darstellung und Struktur des Abschlusses. Er enthält zudem Mindestanforderungen an den Inhalt eines Abschlusses. Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die neuen Anforderungen haben sich nicht wesentlich auf den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG ausgewirkt.

IAS 23

Das IASB hat im März 2008 IAS 23 (Fremdkapitalkosten) in überarbeiteter Fassung veröffentlicht. Mit der Übernahme hat das IASB das Wahlrecht für die Behandlung von Fremdkapitalkosten, die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes anfallen, abgeschafft. Diese Fremdkapitalkosten sind zukünftig als Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Vermögenswerte zu aktivieren. Der geänderte Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss gehabt.

IAS 32

Im Februar 2008 veröffentlichte das IASB Änderungen zu den Standards IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) und IAS 1 (Darstellung des Abschlusses). Diese beziehen sich auf die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital bei der Bilanzierung von gesellschaftsrechtlichem Kapital, welches mit Kündigungsrechten ausgestattet ist. Bisher war dieses kündbare Kapital der Gesellschafter als Verbindlichkeit zu klassifizieren. Zukünftig können diese kündbaren Instrumente unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital klassifiziert werden. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, welche am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Kündigungsrechte für das Eigenkapital liegen im Alexanderwerk-Konzern nicht vor. Die Änderungen haben daher keinen Einfluss auf den Abschluss gehabt.

Die nachfolgenden Interpretationen waren ebenfalls im Geschäftsjahr 2009 erstmalig verpflichtend anzuwenden. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Abschluss gehabt.

IFRIC 1

IFRIC1 (Änderungen bestehender Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen), überarbeitete Fassung anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009

IFRIC 13

IFRIC 13 (Kundenbindungsprogramme), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2008 beginnen

IFRIC 15

IFRIC 15 (Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen

IFRIC 16

IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Oktober 2008 beginnen

1.5 Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Die folgenden herausgegebenen, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften des IASB wurden nicht vorzeitig angewendet:

IFRS 3 / IAS 27 / /IAS 28 / IAS 31

Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards. Nach IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) werden Unternehmenszusammenschlüsse weiterhin nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Neuregelung hat u.a. Auswirkungen auf den Ansatz eines eventuellen Anteils von Minderheiten an Geschäfts- oder Firmenwerten und deren Ausweis im Eigenkapital. IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS), IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen) und IAS 31 (Anteile an Joint Ventures) sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt, soweit beide überarbeiteten Standards gleichzeitig angewendet werden. Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 3 und IAS 27 /IAS 28 / IAS 31 hängen von zukünftigen Unternehmenstransaktionen ab. Da diese aus heutiger Sicht nicht planbar bzw. nicht abgeschätzt werden können, sind für zukünftige Transaktionen zu erwartende Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung dieses Standards nach heutigem Erkenntnisstand nicht abschätzbar.

IFRS 9

IFRS 9 (Finanzinstrumente) wird in drei Phasen den bisherigen Standard IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) ersetzen. Dieser erste Teil tritt für Berichtsperioden ab 1. Januar 2013 in Kraft und stellt zunächst die Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten auf eine neue Basis.

IAS 24

Im November 2009 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen). Diese betreffen vor allem Angabepflichten für staatlich kontrollierte Unternehmen sowie eine Konkretisierung des Begriffs des nahe stehenden Unternehmens. Die Änderungen sind erstmals für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Mögliche Auswirkungen auf die Berichterstattung des Alexanderwerk-Konzerns werden zurzeit geprüft.

IAS 39

Änderungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) wurden im August 2008 veröffentlicht und sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderung konkretisiert, wie die in IAS 39 enthaltenen Prinzipien zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen auf die Designation eines einseitigen Risikos in einem Grundgeschäft sowie auf die Designation von Inflationsrisiken als Grundgeschäft anzuwenden sind. Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Der Alexanderwerk-Konzern geht davon aus, dass die Änderung sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken wird, da der Konzern keine derartigen Geschäfte eingegangen ist.

Verbesserungen zu IFRS 2008

Im März 2008 hat das IASB den ersten Sammelstandard Verbesserungen zu IFRS 2008 zur Vornahme kleiner Änderungen an den bestehenden IFRS-Standards veröffentlicht. Dieser Standard enthält in zwei Teilabschnitten Änderungen von 20 IFRS-Standards. Der erste Teilabschnitt beinhaltete Änderungen, die Auswirkungen auf die Darstellung, den Ansatz oder die Bewertung haben können. Der zweite Teilabschnitt enthält Formulierungsänderungen oder redaktionelle Änderungen. Sofern im jeweiligen Standard nicht anders geregelt, sind die Änderungen auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Diese Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss.

Die folgenden herausgegebenen, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Interpretationen des IASB wurden ebenfalls nicht vorzeitig angewendet:

IFRIC 12

IFRIC 12 (Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen), überarbeitete Fassung anzuwenden analog IFRS 9 ab 1. Januar 2013

IFRIC 14

IFRIC 14 (IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung), anzuwenden für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen

IFRIC 17

IFRIC 17 (Sachausschüttungen an Eigentümer), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.

IFRIC 18

IFRIC 18 (Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der Alexanderwerk-Konzern geht davon aus, dass die Anwendung dieser neuen Interpretationen keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben wird.

IFRIC 19

IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Die Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns werden derzeit geprüft.

1.6 Kritische Schätzungen und Annahmen bei der Bilanzierung

Die Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Diejenigen Schätzungen und Annahmen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden im Nachfolgenden unter den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung sowie zur Bilanz dargestellt. Sie betreffen im Wesentlichen Pensionsrückstellungen, aktivierte latente Steuern für Verlustvorträge, Entwicklungskosten sowie die Festlegung der Nutzungsdauern von Vermögenswerten. Schätzungsanpassungen werden zum Zeitpunkt besserer Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

1.7 Grundlagen der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Im Konsolidierungskreis sind alle Unternehmen enthalten, bei denen die Alexanderwerk AG die unmittelbare Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. In der Regel besteht die Möglichkeit der Kontrolle bei einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden potenzielle Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt voll konsolidiert, an dem die Kontrolle auf die Alexanderwerk AG übergegangen ist. Es wird zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.

Im Konzernabschluss sind neben der Alexanderwerk AG die ausländische Tochter Alexanderwerk Inc. sowie die inländischen Töchter AlexanderSolia Vertriebs GmbH und FoodTec GmbH einbezogen, bei denen die Alexanderwerk AG über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Der in den Konzernabschluss einbezogene Abschluss der Alexanderwerk Inc. ist auf den Stichtag (31. Dezember) des Konzernabschlusses aufgestellt und durch einen amerikanischen Abschlussprüfer einer prüferischen Durchsicht nach amerikanischen Grundsätzen unterzogen worden. Der Abschluss der AlexanderSolia Vertriebs GmbH wurde durch den Abschlussprüfer mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschluss der FoodTec GmbH wurde vom Konzernabschlussprüfer aufgrund des Insolvenzantrags vom 14. Juli 2010 nur einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Abschlüsse beider deutschen Tochtergesellschaften sind auf den Stichtag zum 31. Dezember aufgestellt.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Alexanderwerk AG gemäß § 313 Abs. 2 HGB ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

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Firma Sitz Währung Anteil
in %
Eigenkapital Ergebnis
Alexanderwerk Inc. Horsham/USA US-$ 100,00 419.960 48.116
AlexanderSolia Vertriebs GmbH Remscheid 100,00 -2.262.435 -216.369
FoodTec GmbH Remscheid 100,00 -1.175.386 -785.821

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der einzelnen Unternehmen wurden entsprechend den Vorschriften zur Einbeziehung in den Konzernabschluss nach einheitlichen Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden stetig aufgestellt und geprüft bzw. der Abschluss der Alexanderwerk Inc. wurde durch einen US-amerikanischen Wirtschaftsprüfer einer prüferischen Durchsicht nach US-amerikanischen Grundsätzen unterzogen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem Konzernanteil am anteiligen, neubewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Konsolidierung unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme des Erleichterungswahlrechts nach IFRS 1 für die Eröffnungsbilanz. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt zuzüglich den dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Entstehende positive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill aktiviert, passive Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt. Auf konzernfremde Dritte entfallende Anteile am Eigenkapital werden, sofern existent, in der Konzernbilanz im Posten Anteile anderer Gesellschafter erfasst.

Erträge und Aufwendungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften sowie Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gebildet.

1.8 Währungsumrechnung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Die Umrechnung der Abschlüsse in die funktionale Währung des Alexanderwerk-Konzerns (€) erfolgte für die Bilanzposten - mit Ausnahme des Eigenkapitals - zu Stichtagskursen. Aufwands- und Ertragsposten einschließlich des Jahresergebnisses wurden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Das Eigenkapital - mit Ausnahme des Jahresergebnisses - wurde zu den jeweiligen historischen Kursen umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung der Bilanzen infolge der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen Kursen sowie der Umrechnung des Jahresergebnisses zu Jahresdurchschnittskursen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Im Berichtsjahr wurden € 20.194 Eigenkapital vermindernd (Vorjahr: € +12.248) eingestellt. Aus der Umrechnung monetärer Posten wurden per Saldo Erträge von insgesamt T€ 12 (Vorjahr: T€ 199) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen und aus Umrechnungen von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Fremdwährung zu Stichtagskursen resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Wechselkurse für die Währungsumrechnung ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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Währung Mittelkurs zum Bilanzstichtag Jahresdurchschnittskurs
  31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
US Dollar 1,4400 1,4095 1,3934 1,4709

2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Basis der Anschaffungs- und Herstellungskosten. Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet. Die Vorjahreswerte wurden ebenfalls auf Grundlage der zum 31. Dezember angewendeten Standards und Interpretationen ermittelt. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Töchter sind auf den Stichtag (31. Dezember) des Konzernabschlusses aufgestellt worden; ihnen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.

2.1 Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind und der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Die Höhe der Umsatzerlöse muss verlässlich bestimmbar sein und von der Einbringlichkeit der Forderung muss ausgegangen werden können.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Walzenpressen, Nahrungsmittelmaschinen und Serviceleistungen umfassen den erhaltenen beizulegenden Zeitwert ohne Umsatzsteuer, Rabatte und Preisnachlässe. Erträge aus dem Verkauf von Walzenpressen werden erfasst, wenn der Alexanderwerk-Konzern an einen Kunden geliefert hat und die Risiken auf den Kunden übergegangen sind. Geschätzte noch anfallende Kosten werden durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Erträge aus Servicegeschäften werden zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Serviceleistung erbracht worden ist.

2.2 Betriebliche Aufwendungen und Erträge

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung, Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung sowie sonstige absatzbezogene Aufwendungen zum Zeitpunkt des Anfalls als Aufwand erfasst. Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode behandelt.

Die Erfassung von Sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern hinreichend wahrscheinlich zufließen wird.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst. Dividendenerträge werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs des Gesellschafters, d. h. mit Ausschüttungsbeschluss, erfasst.

2.3 Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwert

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zugangszeitpunkt mit seinen Anschaffungskosten bilanziert und in den Folgeperioden mit seinen Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungen bewertet.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Stattdessen werden sie gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zum Zweck des Wertminderungstests auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten ("Cash Generating Units") verteilt, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen können. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden gegebenenfalls auf ihren erzielbaren Betrag erfolgswirksam abgewertet ("Impairment-only-approach"). Überschießende Beträge werden anteilig den anderen Vermögenswerten auf Basis der Buchwerte eines jeden Vermögenswerts innerhalb der Einheit zugeordnet. Treten innerhalb des Jahres Sachverhalte auf, welche auf eine mögliche Abwertung hindeuten ("triggering events"), so erfolgt bereits zu diesem Zeitpunkt ein Wertminderungstest und gegebenenfalls eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der künftigen Zahlungsströme, die durch die fortlaufende Nutzung des Vermögenswerts erwartet werden. Eine spätere Wertaufholung ist nicht zulässig. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwerts in die Bestimmung des Gewinns oder des Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts werden bei der Alexanderwerk AG die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Der Definition einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit entsprechend wird grundsätzlich die kleinste identifizierbare Geschäftseinheit, d.h. die niedrigste Ebene im Alexanderwerk-Konzern, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Management-Zwecke überwacht wird und für die es unabhängige Zahlungsströme gibt, als zahlungsmittelgenerierende Einheit verwendet. In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher ist als ihr erzielbare Betrag, liegt in Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("Impairment Loss") vor. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt der Geschäfts- oder Firmenwert der betroffenen strategischen Geschäftseinheit abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit verteilt.

Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, die auf Grund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zu Grunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützte sich auf die aktuellen Planungen des Alexanderwerk Konzerns, wobei für Perioden jenseits des Planungshorizonts keine Wachstumsrate angesetzt wurde. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC - Weighted Average Cost of Capital), wobei die jeweiligen Anteile am Gesamtkapital ausschlaggebend sind. Die Eigenkapitalkosten entsprechen den Renditeerwartungen aus den jeweiligen Unternehmensbereichen und werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet. Als Fremdkapitalkosten legt der Alexanderwerk Konzern die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten der jeweiligen Unternehmensbereiche, wie sich diese aus Anleihen der Peer-Group mit einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 6 Jahren ergeben, zu Grunde.

Entwicklungskosten

Entwicklungskosten für Technologieprojekte und Dienstleistungsprodukte werden zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die von IAS 38 geforderte technische Realisierbarkeit und Fähigkeit zur Nutzung sowie die Verfügbarkeit der erforderlichen Ressourcen sichergestellt, eine eindeutige Aufwandszurechnung möglich und die beabsichtigte Vollendung und Vermarktung sowie die voraussichtliche Erzielung wirtschaftlichen Nutzens nachgewiesen ist. Die Herstellungskosten umfassen die direkt und indirekt der Entwicklungsphase zurechenbaren Kosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart über den erwarteten Produktlebenszyklus, der in der Regel drei Jahre beträgt, linear abgeschrieben. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt mindestens einmal jährlich eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge. Entwicklungsaufwendungen, welche die Kriterien von IAS 38 nicht erfüllen, sowie sämtliche Forschungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Das betraf im Geschäftsjahr 2009 Kosten in Höhe von T€ 209 (Vorjahr T€ 142). Für zwei Entwicklungsprojekte im Bereich Nahrungsmittelmaschinen wurden nicht rückzahlbare öffentliche Zuschüsse in Höhe von insgesamt T€ 118 vereinnahmt. Der Betrag ist periodengerecht im Berichtsjahr unter den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich, und nicht im Zusammenhang mit Beteiligungserwerben, erworbene Patente, Lizenzen und Warenzeichen sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu ihren historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst. Sie haben bestimmte Nutzungsdauern und werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die direkt zurechenbaren Kosten. Die Herstellungskosten umfassen zusätzlich angemessene Teile der Gemeinkosten.

Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauern ermittelt werden können, werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt, sobald sich der immaterielle Vermögenswert in einem betriebsbereiten Zustand befindet. Die Nutzungsdauern betragen:

Software und Lizenzen: 3 - 8 Jahre

Patente, Gebrauchsmuster, Warenzeichen, Verlags-/Urheber-/Leistungsrechte: 3 - 5 Jahre

Marken, Firmenlogos, ERP-Software und Internet Domain Namen: 5 - 8 Jahre

Urheberrechtlich geschützte Software: 3 - 5 Jahre

Die erwartete Nutzungsdauer sowie die Abschreibungsmethode werden am Ende des Geschäftsjahres überprüft und sämtliche Schätzungsänderungen prospektiv berücksichtigt. Sofern es Anzeichen für eine Wertminderung gibt ("triggering events") werden die planmäßig abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte einem Impairment-Test unterzogen und gegebenenfalls auf den erzielbaren Betrag i.S.d. IAS 36 abgewertet.

2.4 Sachanlagen

Betriebsnotwendige Grundstücke und Bauten

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen sowie darüber hinausgehenden Wertminderungen bewertet. Anschaffungskosten und Herstellungskosten beinhalten die Ausgaben, die direkt dem Erwerb zurechenbar sind.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur dann dem Vermögenswert hinzugerechnet, wenn es wahrscheinlich ist, dass vom Alexanderwerk-Konzern zukünftige wirtschaftliche Nutzungszuflüsse erwartet werden und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam, in dem sie anfallen.

Für Gebäude gilt eine Abschreibungsdauer von in der Regel 50 Jahren.

Grundstücke werden grundsätzlich nicht abgeschrieben, es sei denn, für das betreffende Grundstück ergibt sich eine dauerhafte Wertminderung.

Technische Anlagen und Maschinen

Technische Anlagen und Maschinen werden ausschließlich für die Herstellung unserer Produkte genutzt. Aufwendungen für laufende Reparaturen und Instandhaltungen werden in der Periode des Anfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Nutzungsdauern zur Berechnung der planmäßigen Abschreibung der Anschaffungskosten dieser Anlagen betragen überwiegend drei bis zehn Jahre.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden nach Maßgabe der jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung eines Restbuchwertes ausschließlich linear und zeitanteilig abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibungsdauer der Anschaffungskosten der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt überwiegend zwei bis zehn Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten € 150 nicht übersteigen, werden gemäß der steuerlichen Regelung seit dem 1. Januar 2008 im Jahr des Zugangs sofort abgesetzt. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als € 150 bis zu einem Betrag von € 1.000 wird ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, der linear über fünf Wirtschaftsjahre abgeschrieben wird.

Als Finanzierungsleasing eingestufte gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise des niedrigeren Barwertes der Leasingraten aktiviert und über die Nutzungsdauer oder kürzere Vertragsdauer abgeschrieben.

2.5 Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Buchwerte von immateriellen Vermögenswerten oder Sachanlagen wertgemindert sein könnten, ist nach IAS 36 ein Wertminderungstest durchzuführen. Für immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzten Nutzungsdauern, aktivierte Entwicklungskosten sowie den Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wertminderungstest mindestens einmal jährlich durchgeführt. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts ermittelt, um den Umfang einer ggf. vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cashflows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Wertminderungszwecken jeweils der kleinsten Geschäfts- oder Firmenwert tragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige ergebniswirksame Wertberichtigung des Vermögenswerts, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wird.

Ergibt sich für einen Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal auf die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die sich ohne Wertminderung ergeben hätten. Die Wertaufholung erfolgt ergebniswirksam und wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Die Wertaufholung eines zuvor abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwerts ist nicht zulässig.

2.6 Latente Steueransprüche

Aktive und passive latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen und für steuerliche Verlustvorträge abgegrenzt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt zu dem am Bilanzstichtag für Veranlagungszeiträume ab 2010 gültigen oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Anwendung kommenden Steuersatz, im Inland in Höhe von 31,575 % (Vorjahr: 31,575 %).

Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem zu versteuerndes Einkommen für die Nutzung der abzugsfähigen temporären Differenzen wahrscheinlich zur Verfügung stehen wird.

Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit die Veränderung latenter Steuern aus Sachverhalten resultiert, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

Für die Bildung von Steuerrückstellungen und latenten Steuerabgrenzungsposten müssen Schätzungen vorgenommen werden. Daneben sind Schätzungen vorzunehmen, um bestimmen zu können, ob aktive latente Steuern anzusetzen sind oder eine Wertberichtigung notwendig ist.

Es bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der Auslegung komplexer Steuervorschriften und der Höhe und des Zeitpunkts künftiger zu versteuernder Einkünfte. Unterschiede zwischen den tatsächlichen Ergebnissen und unseren Annahmen oder künftige Änderungen dieser Annahmen können Änderungen des Steuerergebnisses in künftigen Perioden zur Folge haben.

2.7 Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren Wert der Anschaffungskosten aus realisierbarem Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten. Die Anschaffungskosten werden auf der Basis der gewogenen durchschnittlichen Beschaffungspreise ermittelt.

Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Fertigungslöhne einbezogen sind. Liegt der realisierte Nettoveräußerungspreis abzüglich noch anfallender Kosten unter den Herstellungskosten, kommt dieser Wert zum Ansatz.

Die Bestandsrisiken, die sich aus Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit und Auftragsverlusten ergeben, werden durch zusätzliche Abwertungen berücksichtigt.

Fremdkapitalkosten waren nicht zu aktivieren.

2.8 Originäre finanzielle Vermögenswerte

Die originären finanziellen Vermögenswerte gliedern sich in folgende Kategorien:

(1) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ("at fair value through profit or loss")

(2) Kredite und Forderungen ("loans and receivables")

(3) Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte ("held to maturity")

(4) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available for sale")

Bei erstmaliger Erfassung werden die originären Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Erstbewertung entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Transaktionspreis, d.h. der hingegebenen oder der empfangenen Gegenleistungen.

Nach dem erstmaligen Ansatz werden die originären Finanzinstrumente je nach der Kategorie, zu der sie gehören, entweder mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: Finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden ("held for trading"), und solche, die von Beginn an als "at fair value through profit or loss" klassifiziert wurden. Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie kommen im Alexanderwerk Konzern gegenwärtig nicht vor.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen ("loans and receivables"), die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der Wertminderungen, bilanziert. Bei der Alexanderwerk AG sind in dieser Kategorie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie verzinsliche Forderungen kategorisiert. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die Anschaffungskosten entsprechen grundsätzlich dem Nominalbetrag. Soweit Vermögenswerte dieser Kategorie nicht marktgerecht verzinst werden, wurden diese mit dem Barwert erfasst. Wertminderungen ("impairments") werden vorgenommen, wenn objektive Anhaltspunkte für eine nicht vertragsgemäße Erfüllung vorliegen. Die Höhe der Wertminderungen bemisst sich aus der Differenz zwischen Buchwert und dem unter Verwendung des Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der zukünftigen Cashflows.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Alexanderwerk-Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen einem Schuldner bereitstellt. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten mit Ausnahme solcher, die erst zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag fällig werden. Letztere werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Diese Kategorie umfasst verzinsliche Forderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, geleistete Anzahlungen sowie Zahlungsmittel und -äquivalente. Zahlungsmittel und -äquivalente sind Kassenbestände sowie sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und in der Hauptkasse. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden erstmals zum beizulegenden Zeitwert und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zahlungsmittel und -äquivalente sind Kassenbestände sowie sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten und in der Hauptkasse.

Unverzinsliche originäre Vermögenswerte mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Hierbei wird ein marktüblicher Zinssatz angewendet. Zweifelhafte Forderungen werden mit dem Betrag angesetzt, der aufgrund historischer Ausfallquoten für realisierbar gehalten wird. Sobald bekannt wird, dass eine bestimmte Forderung oder sonstiger Vermögenswert mit Risiken behaftet ist, welche über das allgemeine Kreditrisiko hinausgehen (z. B. mangelnde Bonität des Schuldners, Uneinigkeit über Bestehen oder Höhe der Forderung, mangelnde Durchsetzbarkeit der Forderung aus rechtlichen Gründen usw.), wird die Forderung bzw. der sonstige Vermögenswert geprüft und - wenn die Umstände darauf schließen lassen, dass die Forderung bzw. der sonstige Vermögenswert uneinbringlich ist - abgeschrieben.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte

Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, bei denen das Konzernmanagement die Absicht und Fähigkeit besitzt diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Ausleihungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode sowie unter Abzug von Wertminderungen bewertet. Soweit die Fälligkeit zwölf Monate übersteigt, werden diese als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie kommen im Alexanderwerk Konzern gegenwärtig nicht vor.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert wird ergebnisneutral behandelt und unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen und Verlusten erfasst. Liegt der beizulegende Zeitwert dauerhaft oder wesentlich unter dem Buchwert, wo wird die Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kommen im Alexanderwerk Konzern gegenwärtig nicht vor.

2.9 Originäre finanzielle Verbindlichkeiten

Die originären finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich im Alexanderwerk Konzern aus Finanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten zusammen.

Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Alexanderwerk Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Verbindlichkeit erst mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu begleichen. Verbindlichkeiten werden i. d. R. bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen Auszahlungsbetrag (nach Transaktionskosten) und Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Verbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

2.10 Bilanzierung von Derivaten

Derivative Finanzinstrumente werden im Alexanderwerk Konzern ausschließlich für Sicherungszwecke im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit angesetzt. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft in Form einer Höchstsatz-Vereinbarung ("Zinscap") über einen Bezugsbetrag von € 2.050.000 zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos des zugrunde liegenden variabel verzinslichen Schuldscheindarlehens zu einer Prämie von € 23.985 abgeschlossen. Die Laufzeit des Derivats hat am 17. September 2007 begonnen und endet am 15. Dezember 2011. Das zugrunde liegende Schuldscheindarlehen wurde im Geschäftsjahr 2006 aufgenommen, ist endfällig und hat eine Laufzeit bis zum 15. September 2011.

Für die nicht derivativen Finanzinstrumente erfolgt in allen Bewertungskategorien der Aktivseite der Ansatz zum Handelstag. Sie werden erstmals am Tag des Vertragsabschlusses mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Zahlungsströme (Cashflows). Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (non-hedging Derivate).

Die Wertänderungen des Zinscap in Höhe von € -13.516 (Vorjahr: € -5.663) sind in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

2.11 Eigenkapital

Stammaktien (auf den Inhaber lautende Stückaktien) werden als Eigenkapital klassifiziert.

Kosten, die direkt der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital, gemindert um Steuervorteile, von den Emissionserlösen abgesetzt.

Als Eigenkapital des Konzerns werden weiterhin Zuzahlungen der Aktionäre in das Gesellschaftsvermögen (Agio) abzüglich realisierter Gewinne aus der Veräußerung eigener Anteile sowie die durch den Konzern in früheren Geschäftsjahren erwirtschafteten Ergebnisse ausgewiesen. Ferner enthält das Eigenkapital Differenzen aus der Währungsumrechnung des Jahresabschlusses der amerikanischen Tochtergesellschaft.

2.12 Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Die Versorgungsverpflichtungen des Alexanderwerk-Konzerns umfassen sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Altersversorgungspläne.

Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen ("defined benefit plans") werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) bewertet. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen ("defined benefit obligation") auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet und auf ihren Barwert abgezinst. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Abweichungen zwischen den getroffenen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Entwicklungen oder Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen können zu versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten führen. Die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erfolgt nach der 10 %-Korridor-Regel. Diese erfasst versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nur insoweit erfolgswirksam, als sie den höheren der beiden folgenden Beträge übersteigen: (1) 10 % des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung und (2) 10 % des Zeitwerts eines Planvermögens. Die Verteilung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des 10 %-Korridors erfolgt über die erwartete Restdienstzeit der begünstigten Mitarbeiter.

Für Zwecke der Bewertung der Pensionsverpflichtungen werden jährlich zum Bilanzstichtag versicherungsmathematische Gutachten erstellt.

Im Rahmen der beitragsorientierten Altersversorgungspläne (z.B. Direktversicherungen) werden die einzahlungspflichtigen Beiträge unmittelbar als Aufwand verrechnet. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden dafür nicht gebildet, da die Alexanderwerk AG in diesen Fällen neben der Verpflichtung zur Prämienzahlung keiner zusätzlichen Verpflichtung unterliegt.

Übrige Rückstellungen

Übrige Rückstellungen werden gebildet, sofern rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen werden. Darüber hinaus muss die Schätzung der Höhe der Verpflichtung verlässlich möglich sein. Für zukünftige operative Verluste werden keine Rückstellungen gebildet.

Wenn eine Anzahl gleichartiger Verpflichtungen besteht, wird die Wahrscheinlichkeit eines Nutzenabflusses auf Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen als Ganzes ermittelt.

Die Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag berechneten Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung zu erwartender Kostensteigerungen angesetzt. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst.

2.13 Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Existenz erst durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse bestätigt wird, die jedoch außerhalb des Einflussbereiches des Alexanderwerk-Konzerns liegen. Ferner können gegenwärtige Verpflichtungen dann Eventualverbindlichkeiten darstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit des Abflusses von Ressourcen nicht hinreichend wahrscheinlich für die Bildung einer Rückstellung ist und/oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend zuverlässig geschätzt werden kann.

2.14 Schwebende und drohende Rechtsstreitigkeiten

Im April 2009 ist ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts zuungunsten der Alexanderwerk AG ergangen, mit dem der Austritt der Gesellschaft aus dem Manteltarifvertrag für die Metallbranche in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 für unwirksam erklärt wurde. Demnach war die Nichtanwendung der für die Jahre 2006 bis 2009 zwischen der Gewerkschaft IG Metall und dem Arbeitgeberverband ausgehandelten Tariferhöhungen zu beanstanden. In der Folge wurde am 23. April 2010 ein neuer Sanierungstarif-Vertrag geschlossen, der u.a. die Rückkehr der Alexanderwerk AG in die Tarifbindung sowie die stufenweise Anpassung der Entgeltstruktur an das aktuelle Tarifniveau bis zum 30. Juni 2013 regelt. Im Gegenzug wurden die Regelungen des Sanierungstarif-Vertrags vom 3. November 2004 über die ergebnisabhängige Nachzahlung von Tariferhöhungen aufgehoben. Die daraus resultierenden Ansprüche der klagenden Mitarbeiter waren zum Bilanzstichtag im Wesentlichen durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt. Desweiteren hat ein Großteil der Belegschaft Ansprüche auf Zahlung der Strukturkomponente des tariflichen Entgelt-Rahmenabkommens (ERA) geltend gemacht, denen durch Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen wird. Gegen das Urteil des Bundesarbeitsgerichts haben der Arbeitgeberverband und die Alexanderwerk AG Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Bis zur höchstrichterlichen Entscheidung wurden Zahlungen aus dem Sanierungstarifvertrag zunächst ausgesetzt.

Darüber hinaus hat Herr Ilkay Arici (Vorstand bis 7. Oktober 2009) Kündigungsschutzklage gegen die Alexanderwerk AG erhoben.

2.15 Finanzrisikomanagement

Die Alexanderwerk AG ist als international tätiger Konzern verschiedensten finanziellen Risiken ausgesetzt. Dazu gehören insbesondere

das Kredit- und Ausfallrisiko,

das Liquiditätsrisiko und

das Marktrisiko (beinhaltet: Wechselkursrisiko, Zinsrisiko und Marktpreisrisiko).

Das übergreifende Finanzrisikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, potenziell negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt bei der Alexanderwerk AG und bei den einzelnen operativen Einheiten des Konzerns, wobei die durch den Vorstand festgelegten Richtlinien und Grundsätze berücksichtigt werden. Dabei werden finanzielle Risiken bereits in enger Zusammenarbeit mit der Konzernfinanzabteilung identifiziert, bewertet und gesichert. Der Aufbau eines zentralen und konzernweiten Risikomanagements innerhalb der Konzernfinanzabteilung wird weiter optimiert. In diesem Zusammenhang werden für die konzernweite Risikopolitik entsprechende Richtlinien, die sich an den gesetzlichen Vorgaben sowie den Mindestanforderungen des Risikomanagements von Kreditinstituten orientieren werden, weiter ausgearbeitet und verbessert.

Kredit- und Ausfallrisiko

Das Kredit- und Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher auch maximal in Höhe der Ansprüche aus dem positiven beizulegenden Zeitwert ("Fair Value") gegenüber dem jeweiligen Partner. Durch Wertberichtigungen auf Forderungen wird dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten Rechnung getragen. Darüber hinaus werden Geschäfte lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern abgeschlossen, deren Bonität z.B. durch Kreditauskünfte bzw. anhand von historischen Daten der bisherigen Geschäftsbeziehung geprüft wird. Dem Ausfallrisiko wird darüber hinaus durch weitere Sicherungsmaßnahmen begegnet, wie z.B. Bürgschaften. Zudem existieren Handlungsvorschriften, die sicherstellen, dass Verkäufe an Kunden nur getätigt werden, wenn der Kunde in der Vergangenheit ein angemessenes Zahlungsverhalten aufgewiesen hat.

Wertberichtigungen sind unmittelbar von den entsprechenden Bilanzpositionen abgesetzt. Zum Bilanzstichtag waren 6,9% der Kredite und Forderungen (Vorjahr: 4,7%) im Wert gemindert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffend zum überwiegenden Teil die Alexanderwerk AG. Der Alexanderwerk-Konzern erstellt für seine überwiegend langjährigen Kunden selbst kein standardisiertes Bonitätsrating.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, sich jederzeit Finanzmittel beschaffen zu können um eingegangene Verbindlichkeiten zu begleichen. Ein wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, welche auf Wochen-, Monats- und Jahresebene basiert. Die geringe Liquiditätsdecke und die Eigenschaft des Maschinenbaus, dass Aufträge vom Alexanderwerk-Konzern vorfinanziert werden müssen, tragen dazu bei, dass der Alexanderwerk-Konzern einen erhöhten Liquiditätsbedarf hat.

Die Fälligkeiten der undiskontierten Zahlungsströme der wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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in Euro Finanzschulden Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Buchwert 4.154.070 2.705.300 65.497
Cash Flows 2010      
Zinsen 252.547 0 0
Tilgung 1.047.774 2.705.300 65.497
Cash Flows 2011      
Zinsen 169.333 0 0
Tilgung 2.415.190 0 0
Cash Flows 2012      
Zinsen 44.744 0 0
Tilgung 398.456 0 0
Cash Flows 2013      
Zinsen 9.862 0 0
Tilgung 292.650 0 0

Aufgrund der angespannten Liquiditätslage hat der Vorstand der Muttergesellschaft einen Finanzplan erarbeitet, der das Geschäftsjahr 2009 bis 2013 umfasst. Auf Basis dieses Finanzplans konnte im Juli 2010 mit zwei Kreditinstituten eine Vereinbarung über eine zusätzliche Zwischenfinanzierung in Höhe von € 1,2 Mio. bis zum 30. Oktober 2010 geschlossen werden. Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit wurden für einen Teil der überfälligen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 489) mit den Gläubigern die Zahlungsmodalitäten neu verhandelt Der Vorstand geht auf Grund der Finanzplanung davon aus, dass die Alexanderwerk-Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen aus dem Geschäftsbetrieb in dem oben genannten Zeitraum nachkommen kann und die Finanzierung auch über die Befristung hinaus zur Verfügung steht.

Marktrisiko

Unter Marktrisiko versteht man das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwankt. Unter Marktrisiko werden das Wechselkursrisiko, das Zinsrisiko sowie sonstige Preisrisiken subsumiert.

Wechselkursrisiken können aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen als auch der operativen Geschäftstätigkeit entstehen und basieren auf Wechselkursänderungen verschiedener Fremdwährungen. Zur Begrenzung des daraus entstehenden Risikos können im Bedarfsfall beispielsweise Devisentermingeschäfte, Devisenoptionen oder Swaps (Zins- und/oder Währungsswaps) eingesetzt werden.

Wechselkursrisiken können sich bei der US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. ergeben. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar werden derzeit im Alexanderwerk Konzern nicht vorgenommen; zukünftig werden Devisentermingeschäfte bei Bedarf vorgenommen. Der Alexanderwerk-Konzern ist dem Wechselkursrisiko gegenüber dem US-Dollar ausgesetzt. Die Sensitivitätsanalyse des Konzerns untersucht die Auswirkungen eines 10%-igen Anstiegs/Falls des Euro gegenüber dem US-Dollar und beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen. Bei Nominalwerten von T€ 365 (Vorjahr: T€ 209) ergäbe sich ein Effekt vor Steuern auf das Jahresergebnis bzw. das Eigenkapital des Konzerns von T€ 36 (Vorjahr: T€ 21).

Das Zinsrisiko resultiert aus Änderungen der Marktzinssätze, insbesondere bei mittel- und langfristig variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.

Durch das variabel verzinsliche Darlehen der Landesbank Baden-Württemberg unterliegt die Alexanderwerk AG einem Zinsänderungsrisiko. Dieses Risiko wurde auf eine Geschäftsbank durch Abschluss einer Zinsbegrenzungsvereinbarung übertragen, die das gesamte Volumen des Darlehens abdeckt.

Die Sensitivitätsanalyse für Zinsrisiken stellt den Effekt des risikovariablen Marktzinssatzes auf das Eigenkapital sowie das Ergebnis dar. Wenn das Marktzinsniveau im Geschäftsjahr 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wären das Eigenkapital und das Ergebnis um T€ 41 (Vorjahr T€ 44) niedriger (höher) gewesen.

Im Rahmen der sonstigen Preisrisiken verlangt die Regelung des IFRS 7 insbesondere eine Darstellung der Auswirkung von hypothetischen Änderungen von Risikovariablen auf den Preis von Finanzinstrumenten. Dabei kommen neben den Risiken aus der Rohstoffbeschaffung insbesondere Börsenkurse oder Indizes als Risikovariablen in Betracht. Um wesentliche Risiken aus der Rohstoffbeschaffung auszuschließen, werden bei den betroffenen operativen Einheiten Rahmenverträge mit einer Laufzeit von zumeist einem Jahr mit den Lieferanten abgeschlossen, um so größere Risiken auszuschließen. Wenn die relevanten Rohstoffpreise im Berichtsjahr 2009 um 10 Prozent höher (niedriger) gewesen wären, dann wären das Eigenkapital und das Ergebnis des Alexanderwerk Konzerns um T€ 212 (Vorjahr T€ 208) niedriger (höher) gewesen.

3. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Konzernumsätze nach Geschäftseinheiten und nach Absatzgebieten ist den nachfolgenden Tabellen zu entnehmen. Umsätze werden fast ausschließlich aus dem Verkauf von Gütern erzielt. Erlöse aus Dienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung.

Umsatz nach Einheiten

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in Euro 2009 2008
Nahrungsmittel 6.223.599 6.890.477
Industrie 11.656.929 13.746.146
Gesamt 17.880.528 20.636.623

Umsatz nach Absatzgebieten

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in Euro 2009 2008
Umsatzerlöse Inland Industrie 1.695.886 2.821.483
Umsatzerlöse Ausland Industrie 9.961.043 10.924.663
Umsatzerlöse Inland Nahrungsmittel 4.870.224 4.972.864
Umsatzerlöse Ausland Nahrungsmittel 1.353.375 1.917.613
Gesamt 17.880.528 20.636.623

3.2 Andere aktivierte Eigenleistungen

Gemäß IAS 38 wurden im Wesentlichen Entwicklungskosten für die Neu- und Weiterentwicklung von Walzenpressen aktiviert. Eine Aktivierung wurde vorgenommen, sofern die Voraussetzungen nach IAS 38 erfüllt sind. Die Entwicklungskosten werden über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer, in der Regel drei Jahre linear abgeschrieben und als Teil der immateriellen Vermögenswerte ausgewiesen.

3.3 Sonstige betriebliche Erträge

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in Euro 2009 2008
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zum Anlagevermögen (exklusive Finanzanlagen) 356 11.768
Erträge aus Nebengeschäften 117.359 108.552
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 63.284 41.472
Erträge aus Zuschüssen 118.014 0
Übrige sonstige betriebliche Erträge 315.652 260.039
Gesamt 614.665 421.831

Im Alexanderwerk-Konzern werden sämtliche Erlöse im Zusammenhang mit nicht unmittelbar dem Kerngeschäft zuzurechnenden Leistungen (z. B. Vermietung und Verpachtung) in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen" ausgewiesen.

3.4 Materialaufwand

In den Materialaufwendungen sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren und Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten.

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in Euro 2009 2008
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bez. Waren 4.675.244 6.075.045
Aufwendungen für bezogene Leistungen 680.471 720.995
Gesamt 5.355.715 6.796.040

3.5 Personalaufwand

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in Euro 2009 2008
Löhne und Gehälter 6.308.635 6.746.732
Sozialabgaben 1.468.455 1.468.248
Altersversorgung 220.671 65.631
Gesamt 7.997.761 8.280.611

Finanzaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 103 (Vorjahr: T€ 72) werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Durchschnittliche Beschäftigte

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  2009 2008
Alexanderwerk AG    
Angestellte 50 55
Gewerblich 40 40
Auszubildende 4 4
Zwischensumme 94 99
AlexanderSolia Vertriebs GmbH    
Angestellte 16 23
Auszubildende 2 2
Zwischensumme 18 25
FoodTec GmbH    
Angestellte 12 12
Gewerblich 16 19
Auszubildende 4 5
Zwischensumme 32 36
Alexanderwerk Inc.    
Angestellte 4 4
Zwischensumme 4 4
Gesamt 148 164

3.6 Abschreibungen

In dieser Position werden Abschreibungen, die die planmäßige Verteilung der Anschaffungskosten auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer darstellen, sowie Wertminderungen, die im Rahmen des Impairment-Tests nach IAS 36 festgestellt wurden, dargestellt.

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in Euro 2009 2008
Abschreibungen auf immat. Vermögenswerte und Sachanlagen 519.017 526.720
Gesamt 519.017 526.720

3.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Euro 2009 2008
Sonderkosten des Vertriebs 898.310 1.104.216
Rechts- und Beratungskosten 1.230.122 728.039
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen 886.115 895.837
Werbe- und Messekosten 383.113 474.246
Reise-, Bewirtungs- und Repräsentationsaufwendungen 271.459 331.762
Reparatur und Instandhaltung 203.573 317.608
Büro-, Post- und Telekommunikationsaufwendungen 73.564 80.077
KFZ-Kosten 135.120 190.868
Versicherungskosten und Beiträge 135.408 188.314
Verwaltungsaufwendungen 192.484 154.255
Übrige sonstige Aufwendungen 646.473 688.278
Gesamt 5.055.741 5.153.500

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Mindestleasingzahlungen im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 804 (Vorjahr: T€ 847) enthalten. Der Anstieg der Rechts- und Beratungskosten ist durch einen erhöhten Beratungsbedarf im Rahmen der Sanierungsbemühungen sowie ein Sanierungsgutachten bedingt.

3.8 Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen

Das Zinsergebnis in 2009 beträgt € -460.516 (Vorjahr: € -536.765). Im Wesentlichen wird der Zinsaufwand durch Darlehen und die Inanspruchnahme der Kontokorrentrahmen verursacht. Im Finanzergebnis werden Finanzaufwendungen aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von T€ 103 (Vorjahr: T€ 72) ausgewiesen.

3.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteueraufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in Euro 2009 2008
Tatsächliche Ertragsteuern 406 5.874
davon periodenfremd 406 5.829
Latente Ertragsteuern gem. IAS 8 0 330.626
Latente Ertragsteuern -435.145 -776.162
Wertberichtigung auf aktive Steuerlatenzen 42.925 1.096.043
Gesamt -391.814 656.381

Die tatsächlichen Steuern entfallen ausschließlich auf die konsolidierten Tochtergesellschaften.

Die steuerliche Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung von den erwarteten zu den effektiven Ertragsteuern der Gewinn- und Verlustrechnung. Die effektiven Ertragsteuern schließen die tatsächlichen Ertragsteuern und die latenten Ertragsteuern ein. Der anzuwendende Steuersatz beträgt: 31,575 %. Dieser Steuersatz setzt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,5 %, dem darauf entfallenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % und der Gewerbesteuer von 15,75 % zusammen.

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in Euro 2009 2008
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -1.382.772 -927.100
Erwartete Steuer -436.610 -292.732
Abweichende lokale Bemessungsgrundlage 19.079 -15.535
Abweichende Besteuerung der ausländischen Tochtergesellschaft -17.614 -142.604
Wertänderung der latenten Steuern 42.925 1.096.043
Aperiodische Effekte 406 16.450
Sonstige 0 -5.241
effektiver Steueraufwand -391.814 656.381
effektiver Steuersatz (in %) 28,34% -70,80%

3.10 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 "Earnings per share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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in Euro 2009 2008
Konzernergebnis ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -990.958 -1.583.481
Durchschnittliche gewichtete Anzahl an Aktien (Stück) 1.800.000 1.800.000
Ergebnis je Aktie -0,55 -0,88

Das Konzernergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Ein davon abweichendes verwässertes Ergebnis je Aktie ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009 nicht.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

4.1 Immaterielle Vermögenswerte

Die fremdbezogenen Lizenzen, Software, ähnliche Rechte und Werte sowie die aktivierten Entwicklungskosten haben bestimmbare Nutzungsdauern. Die Abschreibungen darauf betrugen T€ 183 (Vorjahr: T€ 180). Weitere Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte wurden nicht vorgenommen.

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in Euro Geschäfts- oder Firmenwert Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Entwicklungskosten Gesamt
Stand 01.01.2008 150.000 339.179 116.663 605.842
Zugänge 0 31.565 21.329 52.894
Wertminderungen 0 -108.108 -71.465 -179.573
Abgänge 0 -1 0 -1
Stand 31.12.2008 150.000 262.635 66.527 479.162
Zugänge 0 30.429 27.064 57.493
Wertminderungen 0 -132.940 -49.767 -182.707
Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2009 150.000 160.124 43.824 353.948

Ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 150 stammt ursprünglich aus der Erstkonsolidierung von 100 % der erworbenen Anteile der FoodTec GmbH zum 31. August 2007 und ist daher dem Segment Nahrungsmittelindustrie zuzuordnen.

Die Werthaltigkeit des Geschäfts- und Firmenwertes wird mindestens einmal jährlich getestet, indem die Buchwerte der dem Geschäfts- oder Firmenwert zugrundeliegenden Einheit mit dem Nutzungswert verglichen werden. Der Nutzungswert wird nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Ausgangspunkt hierfür ist die aktuelle Dreijahresplanung für das betreffende Geschäftssegment.

Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zu der Entwicklung des Alexanderwerk-Konzerns, die Entwicklung wesentlicher Fertigungs- und sonstiger Kosten, die Entwicklung im After-Sales-Bereich sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen und historische Erfahrungen berücksichtigt.

Die Cashflows werden für das Geschäftssegment, dem der Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist, individuell auf Basis der Umsatz- und Kostenplanung prognostiziert. Die Abzinsung erfolgt zum WACC vor Steuern von 6,9 % (Vorjahr: 7,7 %). Eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts liegt vor, wenn der Nutzungswert kleiner ist als der Buchwert des Geschäftssegments.

Für das Geschäftsjahr 2009 wurde kein Wertminderungsbedarf des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts ermittelt. Für weitergehende Informationen wird auf den Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) verwiesen.

4.2 Sachanlagen

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in Euro Betriebsnotw. Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Stand 01.01.2008 47.409 781.665 510.427 1.339.501
Währungsumrechnungsdifferenz 239 0 3.815 4.054
Zugänge 14.895 0 170.027 184.922
Wertminderungen -1.711 -195.181 -150.255 -347.147
Abgänge 0 -319 -17.873 -18.192
Stand 31.12.2008 60.832 586.165 516.141 1.163.138
Währungsumrechnungsdifferenz -379 0 -564 -943
Zugänge 0 25.500 66.840 92.340
Wertminderungen -2.477 -198.110 -135.722 -336.309
Abgänge 0 0 -51.772 -51.772
Stand 31.12.2009 57.976 413.555 394.923 866.454

Im Sachanlagevermögen von T€ 866 (Vorjahr: T€ 1.163) sind geleaste Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von T€ 98 (Vorjahr: T€ 181) enthalten. Die betreffenden Vermögenswerte sind aufgrund der Gestaltung der ihnen zu Grunde liegenden Leasingverträge als Finanzierungsleasing zu klassifizieren und somit der Alexanderwerk AG als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen.

Für weitergehende Informationen wird auf den Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Konzernanhang) verwiesen.

Für die von einer Bank zur Verfügung gestellten Kontokorrentkreditlinien sowie für die gewährten Darlehen bestehen Sicherungsübereignungen für Sachanlagen im Wert von T€ 646 (Vorjahr: T€ 802).

4.3 Aktive latente Steuern, passive latente Steuern und Rückstellungen für laufende Ertragsteuern

Zum Bilanzstichtag verfügt die Alexanderwerk AG über nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge für Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 3.827 und Gewerbesteuer in Höhe von T€ 3.145. Die AlexanderSolia Vertriebs GmbH verfügt über einen körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag in Höhe von T€ 530 und einen gewerbesteuerlichen Verlustvortrag von T€ 485. Die steuerlichen Verlustvorträge der FoodTec GmbH betragen T€ 1.192 für die Körperschaftsteuer und T€ 1.207 für die Gewerbesteuer. Eine Aktivierung latenter Steuern wurde in dem Umfang vorgenommen, in dem für die einzelne Gesellschaft hinreichend wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen werden, gegen die die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können.

Die Alexanderwerk Inc. verfügt zum Stichtag über Verlustvorträge für Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 34) und für Gewerbesteuer in Höhe von T€ 131 (Vorjahr: T€ 119). Auf die bestehenden Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 17 gebildet.

Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:

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  31.12.2009 Latente Steuern 31.12.2008 Latente Steuern
in Euro Aktiv Passiv Aktiv Passiv
Immaterielle Vermögenswerte   13.837   21.006
Sachanlagen inkl. Inv.Properties 0   29.318  
Pensionen 204.028   151.451  
Finanzierungsleasing   31.076   57.115
Verlustvorträge 1.657.351   1.290.886  
Wertberichtigung -1.138.968   -1.096.043  
Konsolidierung 27.198 9.146 27.786 21.658
Gesamt 749.609 54.059 403.398 99.779

Die im Vorjahr ausgewiesene Rückstellung für laufende Ertragsteuern in Höhe von T€ 42 betraf ausschließlich noch zu entrichtende Ertragsteuern der Tochtergesellschaften.

4.4 Vorräte

Die Vorräte des Konzerns setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 447.414 592.702
Unfertige Erzeugnisse 1.793.622 1.826.412
Fertige Erzeugnisse 1.691.454 2.060.297
Geleistete Anzahlungen 9.654 82.845
Gesamt 3.942.144 4.562.256

Die Wertminderungen auf Vorräte entwickelten sich zum Stichtag wie folgt:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 147.572 86.098
Unfertige Erzeugnisse 424.915 511.033
Fertige Erzeugnisse 493.622 541.115
Gesamt 1.066.108 1.138.246

Für die von den Banken zur Verfügung gestellten Kontokorrentkreditlinien sowie für die gewährten Darlehen bestehen Sicherungsübereignungen für die gesamten Halb- und Fertigerzeugnisse.

4.5 Forderungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen + Leistungen 3.740.598 3.972.300
abzüglich Wertberichtigungen -241.827 -177.020
Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.498.771 3.795.280
Geleistete Anzahlungen 750 0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 445.358 429.439
Gesamt 3.944.879 4.224.719

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von T€ 156 (Vorjahr: T€ 120) erfasst. In den Wertberichtigungen sind pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von € 31.585 (Vorjahr: € 27.042) enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Finanzbehörden und Mietkautionen. Entsprechend gibt es keine Hinweise für mögliche Zahlungsausfälle.

Die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen zum Abschlussstichtag folgende Fälligkeitsstruktur auf:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008
nicht fällig 2.610.501 2.541.645
überfällig bis 30 Tage 466.240 860.998
überfällig zwischen 31 und 90 Tage 180.664 296.990
überfällig zwischen 91 und 180 Tage 26.541 80.677
überfällig zwischen 181 und 360 Tage 53.437 16.443
überfällig mehr als 360 Tage 48.137 14.618
wertberichtigte Forderungen 355.078 160.929
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.740.598 3.972.300

Die im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in den folgenden Zeitbändern überfällig:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008
überfällig zwischen 31 und 90 Tage 3.033 17.000
überfällig zwischen 91 und 180 Tage 728 4.723
überfällig zwischen 181 und 360 Tage 234.337 14.087
überfällig mehr als 360 Tage 116.980 125.119
Wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 355.078 160.929

Die weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen keine Anzeichen auf, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

4.6 Eigenkapital

Zur Entwicklung des Eigenkapitals des Alexanderwerk-Konzerns wird auf die Entwicklung des Konzerneigenkapitals, die Bestandteil dieses Konzernabschlusses ist, verwiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Stichtag € 4.680.000 (Vorjahr: € 4.680.000). Zum 31. Dezember 2009 hat die Alexanderwerk AG 1.800.000 (Vorjahr: 1.800.000) Stückaktien ausgegeben. Der rechnerische Nennwert der Aktien beträgt zum Stichtag € 2,60 (Vorjahr: € 2,60).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 21. September 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 1. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig das Kapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt € 2.340.000 bzw. durch Ausgabe von bis zu 900.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

WpHG-Mitteilungen nach nationalem Recht

Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer Mitteilung an die Gesellschaft. Der Alexanderwerk AG ist das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt worden:

Die IMPERA Total Return AG, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15.01.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 06.01.2009 die Schwelle von 10 % überschritten hat und nunmehr 10,36 % (das entspricht 186.566 Stimmrechten) beträgt.

Herr Günter Rothenberger, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24.03.2009 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 01.11.2007 die Schwelle von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 6 % (das entspricht 108.000 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte werden Herrn Rothenberger vollständig gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die ihm zugerechneten Stimmrechtsanteile wurden dabei über das von ihm kontrollierte Unternehmen Günter Rothenberger Beteiligungen GmbH gehalten.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder und Einlagen sowie sonstige Zuzahlungen von Gesellschaftern des Konzerns. Die Kapitalrücklage verringerte sich im Geschäftsjahr 2008 um € 12.847 im Nachgang der in 2007 erfolgten Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital, in deren Zusammenhang die angefallenen Gebühren sowie der sich aus den Gebühren ergebende Steuervorteil von der Kapitalrücklage abgesetzt wurden.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erwirtschafteten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie erfolgsneutrale Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Die Gewinnrücklagen des Konzerns verminderten sich im Geschäftsjahr 2009 bedingt durch das negative Konzernergebnis von € 990.958 (Vorjahr: € -1.583.481). Die erfolgsneutrale Erfassung von Währungsumrechnungsdifferenzen führte zu einer Minderung der Gewinnrücklagen von € 20.194 (Vorjahr: € +12.248).

4.7 Pensionsrückstellungen

Für die Mitarbeiter der Alexanderwerk AG existieren sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Die Höhe der Leistungen richtet sich in der Regel nach der Anzahl der Dienstjahre und einem fixen Betrag pro Dienstjahr. Die Leistungszusagen werden durch Pensionsrückstellungen finanziert.

Beitragsorientierte Altersversorgungspläne ("Defined Contribution Plans")

Die deutschen Mitarbeiter erhalten Leistungen aus der gesetzlich festgesetzten Sozialversicherung, in welche die Beiträge als Teil des Einkommens eingezahlt werden. Daneben existieren Direktversicherungen bei der Alexanderwerk AG. Da nach Zahlung der Beiträge zur Altersversorgung an die öffentlichen und privaten Versicherungsträger für die Gesellschaft keine weitere Verpflichtung besteht, werden diese Pläne als beitragsorientierte Pläne behandelt. Laufende Beitragszahlungen werden als Aufwendungen für den betreffenden Zeitraum angesetzt. Die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung betrugen in 2009 € 570.129 (Vorjahr: € 630.470).

Leistungsorientierte Altersversorgungspläne ("Defined Benefit Plans")

In der folgenden Tabelle wird die Entwicklung aller gemäß IAS 19 ermittelten Anwartschaftsbarwerte für Versorgungsansprüche unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen (defined benefit obligation) dargestellt:

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in Euro 2009 2008
Barwert der Versorgungsansprüche am Anfang des Geschäftsjahres 1.804.283 2.081.775
Laufender Dienstzeitaufwand 5.172 6.540
Zinsaufwendungen 103.331 109.875
Rentenzahlungen -169.045 -171.099
-/+ Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 437.926 -222.808
Barwert der Versorgungsansprüche am Ende des Geschäftsjahres 2.181.667 1.804.283

Die bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Verpflichtungen und der Kosten zugrunde gelegten Annahmen sind in der folgenden Tabelle enthalten:

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in Euro 2009 2008
Diskontierungssatz zum Jahresende 5,00% 6,00%
Langfristige Gehaltssteigerungsraten n.a. n.a.
Langfristiger Rententrend 1,00% 0,00%
Fluktuationsrate n.a. n.a
Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2005 G von Prof. Klaus Heubeck  

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen leiten sich aus dem Barwert der Versorgungsansprüche und unter Berücksichtigung der noch nicht amortisierten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste wie folgt ab:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 2.181.667 1.804.283 2.081.775 2.376.693 2.562.460
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche 0 0 0 0 0
abzüglich beizulegender Zeitwert der Planvermögen 0 0 0 0 0
Finanzierungsstatus 2.181.667 1.804.283 2.081.775 2.376.693 2.562.460
noch nicht berücksichtigte versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 83.325 347.318 127.438 -104.561 -225.853
Gesamt 2.264.992 2.151.601 2.209.213 2.272.132 2.336.607

Die direkt vom Unternehmen zu leistenden Rentenzahlungen, die für das Jahr 2010 zu erwarten sind, betragen € 167.000 (Vorjahr: € 167.000). Würde der 10 %-Korridor-Ansatz gemäß IAS 19 zum Stichtag nicht berücksichtigt werden, würden die Rückstellungen für Pensionen um € 83.325 (Vorjahr: € 347.318) niedriger zu bilanzieren sein.

Der Gesamtaufwand der leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Euro 31.12.2009 31.12.2008
Laufender Dienstzeitaufwand 5.172 6.540
Zinsaufwendungen 103.331 109.875
Amortisation versicherungsmathematischer (Gewinne) / Verluste 173.933 -2.928
Gesamt 282.436 113.487

4.8 Langfristige und kurzfristige Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

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  31.12.2009 31.12.2008
in Euro Gesamt kurzfristig langfristig Gesamt kurzfristig langfristig
Finanzschulden 4.154.070 1.047.774 3.106.296 4.290.602 874.748 3.415.854
Übrige langfristige Rückstellungen 220.100 0 220.100 111.052 0 111.052
Lieferungen und Leistungen 2.705.300 2.705.300   2.444.871 2.444.871  
Übrige 396.143 396.143   569.269 569.269  
Gesamt 7.475.613 4.149.217 3.326.396 7.415.794 3.888.888 3.526.906

Die Finanzschulden stellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten des Alexanderwerk-Konzerns betragen zum Stichtag € 3.106.296 (Vorjahr: € 3.415.854).

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem Schuldscheindarlehen in Höhe von € 2.050.000, welches die Alexanderwerk AG im Geschäftsjahr 2006 bei der Landesbank Baden-Württemberg aufgenommen hat. Dieses Darlehen ist endfällig und hat eine Laufzeit bis zum 15. September 2011. Der Zinssatz beträgt EURIBOR plus eine Marge von 2,97 % p.a. Das Darlehen ist mit Wirkung zum 26. August 2008 zu Gunsten der Landesbank Rheinland-Pfalz zu denselben Konditionen umgeschuldet worden. Mit Wirkung vom 1. Januar 2010 wurde die Marge aufgrund geänderter Rahmendaten auf 6,0 % p.a. erhöht. Desweiteren wird hier ein Darlehen ausgewiesen, das die AlexanderSolia Vertriebs GmbH mit Vertrag vom 20. Juli 2007 bei der National-Bank AG, Essen, aufgenommen hat. Dieses Darlehen diente im Wesentlichen der Finanzierung des Erwerbs des betriebsnotwendigen Vermögens der insolventen Solia Palmer GmbH. Ursprünglich wurde das Darlehen in gleichbleibenden Raten getilgt. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde es gesplittet in einen kurzfristig fälligen Teil von € 500.000 und ein Annuitätendarlehen in Höhe von € 1.600.000 mit einer Laufzeit bis zum 30. August 2013. Die Summe der in den Annuitäten enthaltenen Tilgungen, die erst nach einem Jahr fällig werden, beträgt € 1.056.296 und wird innerhalb der langfristigen Finanzschulden ausgewiesen.

Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen im Wesentlichen die kurzfristig fälligen Teile des oben genannten Annuitätendarlehens der AlexanderSolia Vertriebs GmbH. Der Teilbetrag von € 500.000 wird ebenso wie eine Kontokorrent-Linie in Höhe von € 250.000 seit Mitte 2009 quartalsweise prolongiert.

Zur Besicherung der Darlehen wurden den inländischen Banken Globalzessionen sämtlicher bestehender und künftiger Forderungen aus Warenlieferungen und Leistungen, Raumsicherungsübereignungen der Vorratsbestände sowie Sicherungsübereignungen der Maschinen, Werkzeuge, technischen Einrichtungen sowie des sonstigen Inventars jeweils von sämtlichen deutschen Konzerngesellschaften eingeräumt. Die gesicherten inländischen Kredite beliefen sich zum Stichtag auf € 4.150.000 (Vorjahr: € 4.150.000).

Die kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden des Konzerns wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zu folgenden effektiven durchschnittlichen Zinssätzen verzinst:

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in Euro 2009 2008
Zinssatz kurzfristig 10,33% 13,47%
Zinssatz langfristig 6,31% 7,92%

Langfristige Verpflichtungen aus Altersteilzeit erhöhten sich vor allem aufgrund eines neuen Vertrags auf € 220.100 (Vorjahr: € 111.052).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus dem Waren- und Dienstleistungsverkehr mit den Lieferanten des Konzerns. Es bestehen verkehrsübliche Eigentumsvorbehalte.

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Euro 2009 2008
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 122.356 143.943
Personalverpflichtungen 206.887 281.226
Finanzierungsleasing 0 30.000
Guthaben von Kunden 65.497 108.156
Sonstige Abgrenzungen 1.403 5.944
Gesamt 396.143 569.269

4.9 Übrige kurzfristige Rückstellungen

Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen. Wesentliche Posten sind Rückstellungen für Restrukturierung, Altersteilzeit, Gewährleistungen und Garantien sowie ausstehende Eingangsrechnungen. Die Beträge sind überwiegend innerhalb eines Jahres fällig.

Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt:

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in Euro 31.12.2008 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung 31.12.2009
Gewährleistungen + Garantien 140.000 0 24.600 0 115.400
Jahresabschluss- + Prüfungsk. 139.055 119.370 0 98.615 118.300
Altersteilzeit kurzfristig 26.948 26.948 0 0 0
Ausstehende Eingangsrech. 133.000 132.614 745 146.645 146.286
Tarifanpassung (BAG) 0 0 0 231.600 231.600
ERA Ausgleichszahlungen 123.745 0 0 30.000 153.745
Erfindervergütungen 107.000 104.000 1.800 13.000 14.200
Tantiemen 96.000 36.000 0 60.000 120.000
Aufsichtsratsvergütungen 28.000 11.500 16.500 22.500 22.500
Prozesskosten 8.000 0 0 48.700 56.700
Aufbewahrungskosten 8.075 1.615 0 1.615 8.075
Übrige Rückstellungen 204.311 154.671 19.639 144.904 174.905
Gesamt 1.014.134 586.718 63.284 797.579 1.161.711

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der Alexanderwerk AG ist die Sicherstellung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns. Das Konzern-Eigenkapital betrug zum 31.12.2009 T€ 722 (Vorjahr: T€ 1.733). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 6,2 Prozent nach 13,9 Prozent im Vorjahr. Der Vorstand hat im August 2010 pflichtgemäß darauf hingewiesen, dass mehr als die Hälfte des Grundkapitals durch Verluste aufgezehrt war. Vor diesem Hintergrund hat die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit und die Gewinnung neuer Finanzierungsquellen oberste Priorität im Rahmen der Sanierungsanstrengungen. Nach Abschluss der Restrukturierung wird mittelfristig wieder eine Eigenkapitalrendite mindestens in Höhe der für die Branche durchschnittlich üblichen Marktrendite von 8-10 Prozent angestrebt. Die Alexanderwerk AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

5.2 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen stehen dem Alexanderwerk-Konzern der Aufsichtsrat, Vorstand und das übrige Management nahe.

An nahe stehende Unternehmen und Personen sind neben der Aufsichtsratsvergütung folgende Vergütungen gezahlt worden:

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in Euro 2009 2008
Vergütungen f. Beratungsleistungen durch d. Aufsichtsratsmitglied 93.899 67.100
Vergütung für Beratungsleistungen durch eine dem Aufsichtsrat nahestehende Beratungsgesellschaft 0 74.210
Vergütung für Beratungsleistungen durch eine dem Vorstand nahestehende Beratungsgesellschaft 47.403 0
Gesamt 141.302 141.310

Die Verbindlichkeiten aus diesen Geschäftsbeziehungen betrugen zum Bilanzstichtag € 37.640 (Vorjahr: € 46.017).

Darüber hinaus bezog ein dem Aufsichtsratsvorsitzenden nahe stehendes Leasingunternehmen im Vorjahr von der Muttergesellschaft Leasingvergütungen in Höhe von € 93.188. Das Vertragsverhältnis endete im Geschäftsjahr 2009 mit Zahlung der letzten Rate, für die im Vorjahr eine Verbindlichkeit in Höhe von € 30.000 bestand.

Darüber hinaus hat der Alexanderwerk-Konzern keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen oder Personen unterhalten.

5.3 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Der Alexanderwerk-Konzern hat in 2009 und 2008 keine Bürgschaften übernommen oder Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Dritten abgegeben.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen zu leistende Miet- und Leasingzahlungen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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in Tausend Euro 2009 2008
Fällig bis 1 Jahr 707 692
Fällig in 1 bis 5 Jahren 1.774 1.492
Fällig nach über 5 Jahren 386 894
Gesamt 2.867 3.078

Zusätzlich bestehen Verpflichtungen aus Materialbestellungen in Höhe von T€ 526 (Vorjahr: T€ 187).

Durch eine zwischen den Arbeitgebern, vertreten durch den Arbeitgeberverband und dem Vorstand, sowie den Arbeitnehmern, vertreten durch die Gewerkschaft IG Metall und den Betriebsrat der Alexanderwerk AG, erzielte Einigung und den darauf am 23. April 2010 erfolgten Abschluss eines Sanierungstarifvertrags für die Gesellschaft (ab 1. Mai 2010 in Kraft getreten) konnten alle bisher ungeklärten Punkte hinsichtlich der Mitarbeitervergütung ausgeräumt werden.

Auf den mit Vertrag vom 3. November 2004 zwischen Alexanderwerk AG und Belegschaft ausgehandelten Besserungsschein wurde in dem neuen Sanierungstarifvertrag verzichtet, so dass der Gesellschaft hieraus zukünftig keine finanziellen Verpflichtungen erwachsen werden.

Darüber hinaus bestehen durch die Veräußerung der Grundstücke und Gebäude im Jahr 2007 kaufvertragliche Eventualverbindlichkeiten in Höhe von maximal T€ 200. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung liegen der Gesellschaft keine Erkenntnisse vor, die eine Inanspruchnahme vermuten lassen.

Rechtsstreitigkeiten

Für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind beim Alexanderwerk-Konzern bilanzielle Vorsorgen getroffen worden, wenn es sich um ein Ereignis vor dem Bilanzstichtag handelt und von den gesetzlichen Vertretern die Wahrscheinlichkeit eines Abflusses von wirtschaftlichen Ressourcen auf über 50 % eingeschätzt wird.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Lagebericht ausführlich erläutert.

5.4 Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung des Alexanderwerk-Konzerns werden die Zahlungsströme eines Geschäftsjahres gemäß IAS 7 (Kapitalflussrechnung) dargestellt, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens zu liefern. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Geschäftstätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel.

Der Cashflow wird nach der indirekten Methode auf der Basis des Ergebnisses vor Ertragsteuern und Zinsen unter Berücksichtigung der Veränderungen der einzelnen Bilanzposten sowie zahlungsunwirksamer Aufwendungen und Erträge ermittelt. Veränderungen, die sich aus einer Änderung des Konsolidierungskreises ergeben sowie Effekte aus der Währungsumrechnung werden zusammengefasst als Korrekturposten in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.

Der Zahlungsmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag € 1.821.551 (Vorjahr: € 1.623.974) und entspricht den in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Von den ausgewiesenen flüssigen Mitteln unterliegen zum Stichtag € 609.045 (Vorjahr: € 820.831) Verfügungsbeschränkungen durch Banken aufgrund von Avalen.

5.5 Segmentberichterstattung

Die Geschäftsaktivitäten des Alexanderwerk-Konzerns werden im Rahmen der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 (Segmentberichterstattung) nach Geschäftssegmenten als primärem Berichtsformat und nach Regionen als sekundärem Berichtsformat abgegrenzt.

Die Geschäftsaktivitäten des Alexanderwerk-Konzerns umfassen die Segmente Nahrungsmittelmaschinen und Industriemaschinen. In dem Segment Nahrungsmittel sind die Geschäftsaktivitäten des Konzerns gebündelt, die die Nahrungsmittelindustrie betreffen. Hierzu gehören insbesondere: Rührmaschinen, Schälmaschinen, sowie Sortier- und Abfüllmaschinen für Nahrungsmittel. Dieses Segment wird innerhalb des Konzerns hauptsächlich durch die AlexanderSolia Vertriebs GmbH sowie die FoodTec GmbH vertreten. Im Segment Industriemaschinen sind primär die Produkte für die chemische und pharmazeutische Industrie zusammengefasst. Hierzu gehören insbesondere Walzenpressen für die pharmazeutische Industrie.

Den Segmentinformationen liegen die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden zugrunde wie dem Konzernabschluss. Die im Segmentergebnis enthaltenen konzerninternen Verrechnungen erfolgen wie zwischen unabhängigen Geschäftspartnern. Die intersegmentären Umsätze wurden entsprechend eliminiert.

Das Segmentvermögen und die Segmentschulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die zur Erwirtschaftung des Betriebsergebnisses des jeweiligen Geschäftsfeldes beigetragen haben. Dabei setzt sich das Segmentvermögen vor allem aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Vermögenswerten zusammen. Die Segmentschulden beinhalten im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden. Das Segmentvermögen bzw. die Segmentschulden enthalten nicht die zur Veräußerung gehaltenen Grundstücke und Bauten, latente Steueransprüche und latente Steuerrückstellungen, tatsächliche Ertragsteuerrückstellungen und -ansprüche sowie die kurz- und langfristigen Finanzschulden. Ferner wurden die auf diese Posten entfallenden Erträge und Aufwendungen für die Zwecke der Segmentberichterstattung eliminiert. Unter der Überleitung werden Vermögenswerte und Schulden finanzieller Art, latente und tatsächliche Ertragsteuern, die zur Veräußerung gehaltenen Grundstücke und Bauten sowie Konsolidierungen zwischen den Segmenten berichtet. Der in den USA gelegene Teil des Anlagevermögens beträgt T€ 66 (Vorjahr: T€ 109), das restliche Anlagevermögen liegt in Deutschland. Der Alexanderwerk-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2009 im Bereich Industriemaschinen Umsätze mit Kunden in China in Höhe von T€ 2.387 (Vorjahr: T€ 1.183), in den USA T€ 1.698 (Vorjahr: T€ 3.849) und in Indien T€ 501 (Vorjahr: T€ 1.041). Die geografische Aufteilung der Außenumsätze erfolgt dabei nach dem Standort des Kunden. Wesentliche Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

Die Segmentberichterstattung kann der Anlage 2 zum Konzernanhang entnommen werden.

5.6 Corporate Governance Kodex

Die jährliche Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde letztmalig im Dezember 2008 abgegeben und im Internet veröffentlicht.

5.7 Gesamtbezüge des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge des tätigen Vorstands für das Geschäftsjahr 2009 stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend Euro Gehalt und Nebenleistungen Variable Vergütung Gesamt
Jürgen Kullmann 57 0 57
Ilkay Arici 110 0 110
Maria-Elisabeth Ostermann-Müller 93 70 163
Gesamt 260 70 330

Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Kriterien der Vergütung sollen dabei insbesondere deren jeweilige Verantwortung, die persönliche Leistung, der Unternehmenserfolg sowie die Entwicklung der Gesellschaft sein.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen Rückstellungen in Höhe von € 649.000 (Vorjahr: € 670.000). Der Gesamtaufwand für diesen Personenkreis betrug im Berichtsjahr € 205.000 (Vorjahr: € 75.000).

Die Vergütung an den Aufsichtsrat betrug für das Geschäftsjahr 2009 bei dem Alexanderwerk-Konzern wie im Vorjahr € 38.000. Davon sind € 23.000 fix und € 15.000 sitzungsabhängig. Darüber hinaus wurden € 1.000 an Reisekosten erstattet.

5.8 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr beträgt € 94.070 (Vorjahr: € 100.600). Davon entfielen € 76.000 (Vorjahr: € 76.000) auf Abschlussprüfung und € 18.070 (Vorjahr: € 24.600) auf sonstige Beratungsleistungen.

5.9 Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Am 31. Dezember 2009 bestanden keine Vorschüsse und Kredite an Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder; ebenso wenig wurden zugunsten dieses Personenkreises Bürgschaften oder sonstige Gewährleistungen übernommen.

5.10 Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Aktionärsvertreter

Dipl.-Kfm. Franz-Bernd Daum (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Vorstand der Morison AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Freiburg und Remscheid

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG:

Fuhrländer Aktiengesellschaft, Liebenscheid (seit 19. August 2010)

Uwe Kohde (stellvertretender Vorsitzender)

Vermögensverwalter, Moosburg an der Isar

Geschäftsführender Gesellschafter der HKR Vermögensverwaltungs GmbH, München

Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG:

Independant Capital AG, Stuttgart (Vorsitz)

der Q2M Managementberatung AG, Stuttgart (Vorsitz)

Aldea Assekuranzmakler AG, Stuttgart (Vorsitz)

Corona Energy AG, Bremen

Arbeitnehmervertreter

Dipl.-Ing. Erik Forker

Leiter Elektrokonstruktion, Düsseldorf

Vorstand

Jürgen Kullmann, Köln (seit 2. Oktober 2009)

Dipl.-Ing. Ilkay Arici, Sassenberg (bis 7. Oktober 2009)

Dipl.-Kffr. Maria-Elisabeth Ostermann-Müller, Lingen (bis 31. Juli 2009)

Frau Ostermann-Müller war während ihrer Vorstandstätigkeit zugleich Mitglied des Aufsichtsrats der Agenda Glas AG, Gardelegen.

 

Remscheid, den 29. September 2010

Alexanderwerk AG

Jürgen Kullmann, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Remscheid, den 29. September 2010

Alexanderwerk AG

Jürgen Kullmann, Vorstand

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31.12.2009

Alexanderwerk AG Remscheid

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  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2009
Währungsumrechnungsdifferenz
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 820.029 0 30.430 0 850.459
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.000 0 0 0 150.000
3. Entwicklungskosten 503.597 0 27.064 228.908 301.753
  1.473.626 0 57.494 228.908 1.302.212
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 66.378 -491 0 0 65.887
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.892.753 0 25.500 0 2.918.253
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.419.188 -2.899 66.840 125.260 4.357.869
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  7.378.319 -3.390 92.340 125.260 7.342.009
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  8.851.945 -3.390 149.834 354.168 8.644.221
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  Abschreibungen
  01.01.2009
Währungsumrechnungsdifferenz
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 557.394 0 132.941 0 690.335
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0
3. Entwicklungskosten 437.070 0 49.767 228.908 257.929
  994.464 0 182.708 228.908 948.264
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 5.546 -112 2.477 0 7.911
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.306.588 0 198.110 0 2.504.698
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.903.047 -2.335 135.722 73.488 3.962.946
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  6.215.181 -2.447 336.309 73.488 6.475.555
III. Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  7.209.645 -2.447 519.017 302.396 7.423.819
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  Nettobuchwerte
  31.12.2009
31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 160.124 262.635
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.000 150.000
3. Entwicklungskosten 43.824 66.527
  353.948 479.162
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 57.976 60.832
2. Technische Anlagen und Maschinen 413.555 586.165
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 394.923 516.141
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
  866.454 1.163.138
III. Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
  0 0
  1.220.402 1.642.300

Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2009

der Alexanderwerk AG, Remscheid

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  Industriemaschinen Nahrungsmittelmaschinen Konsoliderung/Überleitung
  2009
2008
2009
2008
2009
2008
Umsatzerlöse            
Deutschland 1.695.886 2.821.483 4.870.224 4.972.864 0 0
sonstiges Europa 3.631.817 3.553.272 1.234.060 1.562.610 0 0
sonstige Gebiete 6.329.226 7.371.391 119.315 355.004 0 0
  11.656.929 13.746.146 6.223.599 6.890.477 0 0
Segmentergebnis (EBIT) -539.866 306.605 -446.248 -802.981 63.858 106.041
Abschreibungen 326.190 357.522 192.827 169.199 0 0
Zinserträge 41.184 15.817 3.428 2.413 -36.859 0
Zinsaufwendungen 229.739 290.868 275.388 282.589 -36.859 -18.462
EBT -728.421 31.555 -718.209 -1.083.157 63.858 124.502
übrige wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 27.064 21.329 0 0 0 0
Ertragsteuer (+ Ertrag/ -Aufwand) 380.728 -731.593 11.086 93.653 0 -18.441
Vermögen            
Deutschland 7.926.502 8.025.142 3.510.112 4.154.524 -1.032.472 -700.246
sonstiges Europa 0 0 0 0 0 0
sonstige Gebiete 1.257.092 956.881 0 0 17.351 20.345
  9.183.594 8.982.024 3.510.112 4.154.524 -1.015.122 -679.901
Schulden            
Deutschland 5.373.550 4.723.605 2.515.787 2.178.444 2.777.118 3.605.528
sonstiges Europa 0 0 0 0 0 0
sonstige Gebiete 280.775 172.391 0 0 9.146 43.317
  5.654.325 4.895.996 2.515.787 2.178.444 2.786.264 3.648.845
Investitionen            
Deutschland 75.500 98.200 41.603 128.605 0 0
sonstiges Europa 0 0 0 0 0 0
sonstige Gebiete 32.731 11.011 0 0 0 0
  108.231 109.211 41.603 128.605 0 0
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  Alexanderwerk-Konzern
  2009
2008
Umsatzerlöse    
Deutschland 6.566.110 7.794.347
sonstiges Europa 4.865.877 5.115.882
sonstige Gebiete 6.448.541 7.726.394
  17.880.528 20.636.623
Segmentergebnis (EBIT) -922.256 -390.335
Abschreibungen 519.017 526.720
Zinserträge 7.752 18.230
Zinsaufwendungen 468.268 554.995
EBT -1.382.772 -927.100
übrige wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 27.064 21.329
Ertragsteuer (+ Ertrag/ -Aufwand) 391.814 -656.381
Vermögen    
Deutschland 10.404.141 11.479.420
sonstiges Europa 0 0
sonstige Gebiete 1.274.443 977.226
  11.678.585 12.456.647
Schulden    
Deutschland 10.666.454 10.507.577
sonstiges Europa 0 0
sonstige Gebiete 289.920 215.707
  10.956.375 10.723.285
Investitionen    
Deutschland 117.103 226.805
sonstiges Europa 0 0
sonstige Gebiete 32.731 11.011
  149.834 237.816

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Alexanderwerk Aktiengesellschaft, Remscheid, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt. Entgegen § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat der Alexanderwerk Aktiengesellschaft in 2009 keine Entsprechenserklärung abgegeben. Aus diesem Grund fehlt auch die vorgeschriebene Angabe im Anhang nach § 314 Abs. 1 Nr. 8 HGB.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss mit der genannten Einschränkung den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne unsere Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht hin. Dort wird ausgeführt, dass die Umsetzung des Sanierungskonzeptes von herausragender Bedeutung und die Fortführung der Unternehmensgruppe nur bei konsequenter und schneller Umsetzung der Maßnahmen und Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs für die Jahre bis 2011 gegeben ist.

 

SUSAT & PARTNER OHG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Frank Roser , Wirtschaftsprüfer

Martina Bischoff, Wirtschaftsprüferin"