Alexanderwerk AGRemscheidJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010BESTÄTIGUNGSVERMERKWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Alexanderwerk
AG, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen
handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzung des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht
im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht
hin. Dort wird darauf hingewiesen, dass sich die Alexanderwerk AG im Geschäftsjahr
2011 zu einer reinen Finanz- und Managementholding entwickelt hat und demgemäß zukünftig
von den wirtschaftlichen Erfolgen ihrer Beteiligungsgesellschaften abhängig sein wird.
Der Vorstand berichtet, dass das vorläufige Ergebnis der Alexanderwerk AG für das
Geschäftsjahr 2011 minus 1,9 Mio. Euro beträgt und für das Jahr 2012 nochmals ein
negatives Ergebnis ausgewiesen werden wird. (Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2011 wurde am 08. März 2013 erstellt und weist einen Jahresfehlbetrag von 2,1 Mio.
Euro aus. Er ist von der TRUSTED ADVICE Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf,
geprüft und am 17. April 2013 unter der Bedingung uneingeschränkt bestätigt worden,
dass der Jahresabschluss zum 31.12.2010 in der Fassung festgestellt wird, die dem
Jahresabschluss 2011 zu Grunde gelegt worden ist.) Der Vorstand führt im Lagebericht
weiterhin aus, dass er die Fortführung der Alexanderwerk AG nur bei konsequenter Umsetzung
der Sanierungsmaßnahmen und Sicherstellung des Finanzierungsbedarfs sieht. Im Abschnitt
,Ereignisse nach dem Bilanzstichtag' weist er darauf hin, dass es ihm noch nicht gelungen
ist, eine für das anstehende Wachstum hinreichende finanzielle Ausstattung zu erreichen. Aachen, den 08. Juli 2013 AC Audit & Consult GmbH scroll
Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat der Alexanderwerk AG den Vorstand fortlaufend
überwacht, aber auch in einer Vielzahl regelmäßiger gemeinsamer Aussprachen den Vorstand
begleitet. In insgesamt 7 Präsenzsitzungen sowie in eiligen Fällen durch mehrere Beschlussfassungen
im Umlaufverfahren hat sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftspolitik und Unternehmensplanung,
dem Gang der Geschäfte, insbesondere mit der Umsatz- und Finanzlage, der Risikoanalyse
und dem Risikomanagement, der Compliance und der rechtmäßigen Unternehmensführung,
ausgewählten strategischen Sonderthemen sowie der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung
sowie der Zusammensetzung des Vorstands beschäftigt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat
vom Vorstand auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig und in kurzen Intervallen über
den Gang der Geschäfte sowie über Angelegenheiten von besonderer Bedeutung unterrichten
lassen. In der Aufsichtsratssitzung am 22. Februar 2010 wurde der Stand der Finanzierung im
Zusammenhang mit der Beantragung einer Landesbürgschaft, bzw. deren weiteren Verfolgung
diskutiert. Der Vorstand sondiert derzeit die Situation, nach dem sich abzeichnet,
dass die Bundesländer NRW und Baden-Württemberg offensichtlich Abstimmungsprobleme
hatten, die zu einer Verzögerung führen. Zwischenzeitlich konnte eine kurzfristige
Kreditlinie unter persönlichem Einsatz des Vorsitzenden des Aufsichtsrats erreicht
werden, um die Liquiditätslage zu verbessern. Weitere Tagesordnungspunkte bildeten
der Dienstvertrag mit dem Vorstand und der Stand der Verhandlungen mit dem Betriebsrat
bezüglich der weiteren Restrukturierung der Gesellschaft. In der Sitzung am 06. Juni 2010 wurde das erste Strategiepapier des Vorstandes diskutiert.
Gegenstand der Strategie soll der kurzfristige Abschluss der Restrukturierung sein
und die deutliche Aktivierung der Vertriebe in allen Bereichen ggf. mit Kooperationspartnern.
Aufgrund der angespannten Liquiditätslage wird die Fortbestehensprognose derzeit von
einem Anwalt überprüft. Die Bankengespräche sind nicht abgeschlossen. Des Weiteren
wird eine Liquiditätsbedarfsplanung vorgelegt. Der Aufsichtsratsvorsitzende weist
erneut auf das fehlende Gesamtkonzept hin. Der Aufsichtsrat vertritt einhellig die
Auffassung, dass es eines kompletten Gesamtkonzeptes bedarf. Erste Schritte sind die
Überlegung, die Produktion in eine separate Gesellschaft auszugliedern, und unter
eine neue Führung zu stellen. Die Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeberverband bildete
des Weiteren einen Gegenstand der Tagesordnung. Der Gerichtsprozess mit dem ehemaligen
Vorstand verläuft erwartungsgemäß. Über die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen
ist nach definitiver Klärung zu entscheiden. Der Themenkreis Kapitalerhöhung wurde
ausgiebig diskutiert, nachdem verschiedene Großaktionäre eine Beteiligung hieran signalisiert
haben. Dieses Thema soll nun kurzfristig weiterverfolgt werden. In der Sitzung am 08. Juli 2010 hat der Aufsichtsrat das neue Finanzierungskonzept
diskutiert. Durch Einsatz von Herrn Teichelkamp und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats
wurde eine Finanzierung von TEUR 1.200 konzipiert. Im Zuge dieser Finanzierung wird
der Service-Bereich in eine separate Gesellschaft ausgegliedert. Der geänderte Landesbürgschaftsantrag
wird gleichwohl weiter verfolgt. Der Vorstand berichtet über die positive Auftragslage
und über die neue Positionierung der FoodTec. Die Jahresabschlüsse 2008 und 2009 sind
geprüft und liegen dem Aufsichtsrat jetzt vor. In der Sitzung am 21. September 2010 werden die Jahresabschlüsse 2008 und 2009 in
Anwesenheit der Abschlussprüfer ausführlich diskutiert. Die Gesellschaft hat zum 30.
Juni 2010 einen Verlust grösser als die Hälfte des Grundkapitals erwirtschaftet. Diesbezüglich
wurde am 24. August 2010 eine Ad-hoc Mitteilung ausgelöstveröffentlicht., da eine
HV ansteht, braucht keine gesonderte HV einberufen werden. Die Feststellung soll in
der nächsten Sitzung erfolgen. Weiterer Gegenstand bildet die Abwicklung des Vorstandswechsels
zwischen Herrn Arici und Herrn Kullmann. Der Vorstand berichtet über die allgemeine
Situation und über seine Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten. Die Situation bei der
FoodTec, die Notwendigkeit der Insolvenz und deren Konsequenzen birgen erhebliche
Risiken für die Gesamtunternehmung. Der Vorstand verfolgt das Ziel, die Umsatzausfälle
bei der AlexanderSolia schnellstmöglich auszugleichen. Bedingt durch das Vorgenannte ist die finanzielle Situation erneut angespannt. Allerdings
hat sich der Finanzbedarf im Vergleich zum Vorjahr erheblich reduziert. Die Landesbürgschaft
soll nach der Absage des Landes Baden-Württemberg nun nicht weiter verfolgt werden. Weitere Themen waren Lizenzverträge und die Bestellung eines neuen Abschlussprüfers,
sowie die Gründung der AlexanderwerkService GmbH. Am 06. Oktober 2010 wurden die Jahresabschlüsse 2008 und 2009 für die Aktiengesellschaft
festgestellt und die Konzernabschlüsse gebilligt. Weiterer Gegenstand waren die Berichte
des Aufsichtsrates für die Jahre 2008 und 2009. Des Wweiteren diente die Sitzung der
Vorbereitung der Hauptversammlung. Im Zuge der Neuausrichtung der Gesellschaft wurde die Alexanderwerk Produktionsgesellschaft
gegründet und erste Gespräche mit einem Fertigungspartner geführt. Der Aufsichts-rat
billigt diese Vorgehensweise. Darüber hinaus wurde der Gründung der Alexanderwerk
Vertriebs GmbH zugestimmt. Die Finanzierungssituation hat sich deutlich verbessert. In der Sitzung am 16. November 2010 informieren der Vorstand und der Aufsichtsratsvorsitzende
über den Verlauf der Bankengespräche. Die Kreditlinien sind derzeit noch nicht verlängert.
Es wird an Lösungen gearbeitet. Durch die Absage der Großaktionäre ist eine Kapitalerhöhung
in weite Ferne gerückt. Der Vorstand berichtet zum Sachstand der Gründungen der Produktions-
und Vertriebs-GmbH sowie zu den Kooperationsgesprächen gemeinsam mit dem Vorsitzenden.
Der Aufsichtsrat billigt die Vorgehensweise zur Ausgründung der Teileproduktion. Weitere
Tagesordnungspunkte sind die Ergebniserwartung bei der Service GmbH und der Sachstand
der Rechtsangelegenheiten (Rechtsstreit ehemaliger Vorstand, Entsorgung). Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet. In der Sitzung am 20. Dezember 2010 wurden der Aufsichtsratsvorsitzende (Herr Daum)und
sein Stellvertreter (Herr Teichelkamp) innerhalb des Aufsichtsrats neu gewählt. Der
Vorstand informiert über die aktuelle Situation. Die Liquiditätssituation ist immer
noch knappangespannt. Der Aufsichtsrat beschließt, die Beauftragung des von der HV
gewählten Abschlussprüfers. Der Vorstand berichtet über die erfolgreiche Einführung
von ERA und dem Sachstand zum Komplex Schadenersatz Arbeitgeberverband sowie den Ausgang
des Gerichtsprozesses gegen den ehemaligen Vorstand.. Die Feststellung des Jahresabschlusses konnte bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch
nicht erfolgen, da die Erteilung des Bestätigungsvermerks für den Jahresabschluss
2010 erst kürzlich erfolgte. Insofern hatte der Aufsichtsrat noch keine Gelegenheit, den Jahresabschluss 2010 final
zu überprüfen und zum Ergebnis der Abschlussprüfung Stellung zu nehmen. Dies wird
auf einer baldig einberufenen Bilanzsitzung erfolgen. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet. Zusammenfassung / Dank für die geleistete ArbeitDas Jahr 2010 war für die Alexanderwerk AG bedauerlicherweise ein erneutes Krisenjahr.
Die Anforderungen zur Erlangung der Gesamtfinanzierung (Sanierungsgutachten und umfangreiche
Gespräche) haben erneut erhebliche Teile des Jahres beherrscht. Die Neubesetzung des
Vorstandes zum Ende des letzten Jahres und die seitdem eingeleiteten Maßnahmen sind
ein Schritt in die richtige Richtung. Es bleibt zu hoffen, dass nunmehr die Restrukturierung
tatsächlich in die Umsetzungsphase kommt und im Wesentlichen baldmöglichst zum Abschluss
gelangt. Der Aufsichtsrat dankt dem amtierenden Vorstand, den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften
und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Alexanderwerk AG sowie deren Tochtergesellschaften
für die große Einsatzbereitschaft und die Geduld im abgelaufenen Geschäftsjahr. Wie der Vorsitzende des Aufsichtsrats im Rahmen der Teilnahme an verschiedenen Versammlungen
und Gesprächen feststellen konnte, besteht bei der Alexanderwerk AG trotz der schwierigen
Rahmenbedingungen eine deutlich verbesserte Grundstimmung, die auf Dauer die Grundlage
des Erfolges bilden wird. Es gilt nun, im Sinne aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
und aller Aktionärinnen und Aktionäre das Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen. Remscheid, den 16. Juli 2013 scroll
|
||||||