Alexanderwerk AG

Remscheid

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

der Alexanderwerk AG

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012

der Alexanderwerk AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Alexanderwerk AG ist ein international tätiges Unternehmen des Maschinenbaus mit einer traditionsreichen Marke.

Die Alexanderwerk AG bedient mit ihren Tochtergesellschaften anspruchsvolle Nischenmärkte mit ihren technologisch hoch entwickelten Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren unterschiedlichster Stoffe für diverse Anwendungsbereiche, insbesondere für die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Grundstoffindustrie. Zum Leistungsprogramm gehören ganzheitliche Systeme und die entsprechenden Softwarelösungen sowie Servicedienstleistungen.

Nach dem Konzernumbau im Vorjahr stellt sich die Alexanderwerk AG nunmehr als reine Finanz- und Managementholding dar. Durch die Verlagerung des operativen Geschäftsbetriebes in selbständige Tochtergesellschaften sind die Zahlen der Alexanderwerk AG nicht mit denen der Vorjahre vergleichbar.

Gesamtwirtschaftliche Lage im Berichtsjahr

Nachdem die Weltwirtschaft im Jahr 2011 ein kräftiges Wachstum verzeichnen konnte, schwächte sich diese im Jahr 2012 etwas ab. Im Berichtsjahr stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Bereich der OECD-Staaten um 1,4 %. Insbesondere in den für uns wichtigen Exportländern China (+7,8 %), Indien (+3,8 %) und den USA (+2,2 %) wurden weiterhin Zuwachsraten erzielt.

Im Euroraum schrumpfte das Wirtschaftswachstum, was auf die Sparmaßnahmen im Rahmen der Schuldenkrise zurückzuführen ist. Auch in Deutschland hat sich das BIP-Wachstum 2012 verlangsamt. Nach zwei starken Jahren konnte nur noch ein Wachstum von 0,9 % verzeichnet werden. Obwohl Deutschland konjunkturell im Euroraum deutlich besser steht als viele andere Länder, gingen Exporte und Investitionen im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Trotz der schwachen Konjunktur, kann der deutsche Maschinenbau einen realen Zuwachs von 2 % verzeichnen. Während die Aufträge aus dem Inland deutlich zurückgingen, kam die Nachfrage vor allem aus den Euro-Partnerländern, sowie Lateinamerika, Südostasien und den USA. Der Umsatz liegt mit rund 209 Milliarden Euro sogar über dem Rekordniveau aus dem Jahr 2008.

Geschäftsverlauf

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Alexanderwerk AG lag mit T€ +838 deutlich besser als im Vorjahr (T€ -1.430).

Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Geschäftstätigkeit dergestalt verändert hat, dass seit dem 2. Quartal 2011 die Gesellschaft als Finanz- und Managementholding tätig ist und Umlagen von ihren Tochtergesellschaften erhält. Durch die Ausgliederung der operativen Bereiche und deren verbesserte organisatorische Ausrichtung ist es gelungen, in der Unternehmensgruppe insgesamt wieder positive Ergebnisse zu erwirtschaften.

Ein Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres ist aufgrund der geänderten Geschäftstätigkeit nur sehr bedingt möglich.

Meilensteine 2012

Im Geschäftsjahr 2012 konnten wir in der Alexanderwerk-Gruppe aufgrund der umfangreichen Vertriebsaktivitäten und der allgemeinen Belebung der Wirtschaft - konzernweit - einen weiteren Anstieg des Auftragseinganges und ein damit korrelierendes Umsatzwachstum verzeichnen.

So erzielte die Alexanderwerk AG für das Jahr 2012 aufgrund von Konzernumlagen in Höhe von TEUR 3.341 für kaufmännische Dienstleistungen, Managementleistungen, Weiterbelastungen laufender Aufwendungen sowie für Auftragsanbahnungen erstmalig ein positives Ergebnis. Auch konzernweit wurde von allen operativ tätigen Gesellschaften ein positives operatives Ergebnis erwirtschaftet.

Der in die AlexanderwerkService GmbH ausgegliederte Bereich Ersatzteile und Service hat sich im Geschäftsjahr 2012 weiter entwickelt. Durch unerwartete Mitarbeiterfluktuation konnte der erwartete Umsatz allerdings nicht erreicht werden. Gleichwohl wurde wieder ein positives Jahresergebnis (in Höhe von TEUR 60 nach TEUR 4 im Vorjahr) erzielt.

Die Ausgliederung der Teileproduktion in die Alexanderwerk Produktions GmbH zeigt ebenfalls positive Wirkungen. Die neu hinzugewonnenen und aktiv tätigen Gesellschafter entwickeln das Unternehmen permanent positiv weiter. Hier sind gerade für die Alexanderwerk-Gruppe deutliche Synergieeffekte zu spüren, die für das Jahr 2012 auch zu einem positiven Jahresergebnis in der Beteiligungsgesellschaft (in Höhe von TEUR 237 nach TEUR 423 im Vorjahr) geführt haben.

Die in die Alexanderwerk GmbH ausgegliederten Bereiche Vertrieb, Entwicklung, Konstruktion und Montage zeigen deutlich verbesserte Ergebnisse. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 98 nach TEUR 13 im Vorjahr. Die personellen Verstärkungen in den Bereichen Vertrieb und Projektmanagement ermöglichen uns, bessere und intensivere, kundenspezifische Beratungen durchzuführen.

Im Februar 2012 erhielt Alexanderwerk Inc. einen Großauftrag zur Herstellung einer Walzenpresse über rd. 5,8 Mio. €. Die Auslieferung erfolgte im Dezember 2012. Unsere US-amerikanische Tochter trägt durch ihre erfolgreichen Aktivitäten sehr wesentlich zu dem Erfolg unserer Gruppe bei. Sie schloss mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TUSD 2 nach TUSD 59 im Vorjahr ab.

Im Juni 2012 fand wieder die (in dreijährigem Rhythmus veranstaltete) ACHEMA, der weltgrößte, internationale Ausstellungskongress für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie in Frankfurt statt. Hier konnte die Alexanderwerk-Gruppe auf ca. 100 qm die neueste Technologie präsentieren und ihre Kundenbeziehungen pflegen.

Die Kooperations- und Beteiligungsstrategien wurden auch in 2012 durch Vorstand und Aufsichtsrat weiter vorangetrieben. Gemeinsam mit starken Partnern, mit denen bereits intensive Gespräche geführt wurden, soll mittelfristig die Marktposition des Konzerns gesichert und deutlich ausgeweitet werden. Eine Festlegung der Kooperationen im Detail erfolgt voraussichtlich im Jahr 2014.

Forschung und Entwicklung

Die Alexanderwerk AG betreibt nach Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebs keine eigene Forschung und Entwicklung mehr. Dieser, für die gesamte Unternehmensgruppe wichtige Bereich, wird seit der Ausgliederung des Geschäftsbereiches im Jahre 2011 von der Alexanderwerk GmbH wahrgenommen. Der Strategie entsprechend richten sich die Anstrengungen dabei vor allem auf die Weiterentwicklung der Standardmaschinen, die Neuentwicklung von Spezialmaschinen in unseren Nischenmärkten sowie Laboranwendungen.

Unsere Maschinen sollen die Effizienz der Produktionsprozesse unserer Kunden steigern und optimieren.

Bei der Entwicklung von Maschinen und Prozessen kann die Alexanderwerk-Gruppe sich auf ein gut ausgestattetes betriebseigenes Technikum stützen, in dem Prototypen erprobt und Modellprozesse abgebildet werden können. Dies geschieht mit Maschinen und Geräten, auf deren Basis wir den Stand der Technik stetig weiterentwickeln. So können schon im Vorfeld mit dem Kunden zusammen wichtige Prozessparameter festgelegt und Maschinen- bzw. Anlagenauslegungen für eine optimale Produktqualität unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erarbeitet werden. Daraus resultiert eine höhere Prozesssicherheit für beide Seiten.

Mitarbeiter

Motivation und Engagement der Mitarbeiter sind Grundvoraussetzungen für gute Leistungen. Daher haben diese Werte für die Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Mit dem Abschluss des Sanierungstarifvertrags und der Ausräumung lange Zeit ungeklärter Arbeitszeit- und Vergütungsfragen innerhalb der Belegschaft der Alexanderwerk-Gruppe konnte hier ein großer Schritt für weitere Verbesserungen getan werden.

In diesem Bereich erfolgreich zu sein, ist im Rahmen einer Sanierung kein leichtes Unterfangen und bedarf des besonderen Engagements aller handelnden Personen, insbesondere der Belegschaft.

Nach der Ausgliederung des operativen Geschäftes in Tochtergesellschaften beschäftigte die Alexanderwerk AG im Geschäftsjahr 2012 im Durchschnitt 6 Mitarbeiter.

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt.

Ertragslage

Aufgrund der Ausgliederung des Industriemaschinengeschäfts zum 01. April 2011 in die Alexanderwerk GmbH und der Produktion in die Alexanderwerk Produktions GmbH ist ein Vergleich der Ertragslage mit dem Vorjahr nur sehr bedingt möglich.

Der Personalaufwand ging um 55,8 % auf T€ 787 zurück. Hier wirkten sich die Ausgliederungen deutlich aus.

Die sonstigen Erträge stiegen durch Verrechnungen von internen Dienstleistungen mit den Alexanderwerk-Gesellschaften an.

Das Finanzergebnis betrug T€ -186 nach T€ -272 im Vorjahr. Neben geringeren Zinsaufwendungen aufgrund von regelmäßigen Tilgungsleistungen des Darlehens sind deutlich geringere Zinsaufwendungen im Konzernverbund angefallen.

Im Konzern wurde im Jahr 2012 insgesamt ein Umsatz von rd. 19.340 T€ erwirtschaftet. Der Auftragseingang im Jahr 2012 lag um 34% höher gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum und beträgt 25.093 T€. Der Jahresüberschuss betrug im Konzern 1.128 T€ (Vorjahr Konzernjahresfehlbetrag T€ 534).

Vermögens- und Finanzlage

Die Liquiditätslage der Unternehmensgruppe blieb im Geschäftsjahr 2012 trotz Umsatzausweitung weiterhin angespannt und hat sich erst zum Jahresende durch größere Auftragsabwicklungen verbessert.

Die Bilanzsumme der Alexanderwerk AG ist - bereinigt um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag - gegenüber dem Vorjahr um T€ 140 auf T€ 3.288 gesunken. Die mittel- und langfristig gebundenen Vermögenswerte der Alexanderwerk AG haben sich von T€ 1.110 Ende 2011 auf nunmehr T€ 1.093 geringfügig verringert. Ihr Anteil an der bereinigten Bilanzsumme beträgt nun 33,3 % und damit 0,9 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Die Sachanlagen haben sich aufgrund von betriebsgewöhnlichen Abschreibungen auf T€ 55 vermindert. Die Finanzanlagen blieben unverändert.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich im Saldo geringfügig um T€ 232 auf T€ 2.024 vermindert. Nach Übergang der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf die ausgegliederten Tochtergesellschaften verbleiben im Wesentlichen nur die Forderungen im Konzernkreis in Höhe von T€ 1.266 (Vorjahr: T€ 1.066) sowie um T€ 331 verminderte sonstige Vermögensgegenstände, welche durch Kautionszahlungen, Avalversicherungen und Umsatzsteuerforderungen bedingt sind.

Nach Berücksichtigung des Jahresüberschusses von T€ 838 ergibt sich weiterhin eine handelsbilanzielle Überschuldung in Höhe von T€ 3.464. Vorstand und Aufsichtsrat haben daher bereits in Vorjahren einen Überschuldungsstatus erstellt, diesen fortwährend überprüft und die Fortbestehensprognose verifiziert. Dem negativen Eigenkapital stehen danach ausreichend hohe stille Reserven gegenüber, die insbesondere in den Beteiligungsansätzen der Tochtergesellschaften (Vertrieb, Produktion, Service) sowie in der Marke "Alexanderwerk" bestehen. Für letztere wurde ein Markengutachten eingeholt. Aufgrund des Vorstehenden sowie einer detaillierten Planung für die Alexanderwerk AG und die Tochtergesellschaften gehen wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat davon aus, die handelsbilanzielle Überschuldung mittelfristig beenden zu können.

Das Fremdkapital der Alexanderwerk AG ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 weiter um T€ 984 auf T€ 4.821, u.a. durch planmäßige Tilgungsleistungen, gesunken.

Die Sonstigen Rückstellungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2012 von T€ 883 auf T€ 921, im Wesentlichen aufgrund von erwarteten Jahresabschlusskosten und Bonuszahlungen.

Von den zum Bilanzstichtag am 31.12.2012 bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren T€ 92 sofort fällig. Das Tilgungsdarlehen gegenüber der Rheinland-Pfalz Bank in Höhe von T€ 1.306 wird monatlich mit rd. T€ 40 getilgt und hat eine Laufzeit bis zum 15.09.2015. Hiervon sind T€ 475 innerhalb eines Jahres fällig. Die am Bilanzstichtag vorhandenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 362) waren vollständig innerhalb des Jahres 2013 fällig und sind beglichen.

Die Gesellschaft finanzierte sich im Übrigen im Rahmen der Unternehmensgruppe durch die Tochtergesellschaften mittels Darlehen. Die entsprechenden Verbindlichkeiten sind unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Vorjahresabschluss und Abschluss 2010

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2010 ist inzwischen abgeschlossen. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010, AC Audit & Consult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Aachen, wurde nach einigen Verzögerungen mit Datum vom 8. Juli 2013 erteilt.

Die Prüfung des Jahresabschlusses 2011 ist ebenfalls abgeschlossen. Der Bestätigungsvermerk wurde mit Datum vom 17. April 2013 erteilt.

Nachtragsbericht, Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Alexanderwerk AG hat sich zu einer Finanz- und Managementholding entwickelt. Sie hat zum heutigen Tag keinen produzierenden oder vertreibenden Geschäftsbetrieb mehr. Die Alexanderwerk AG ist damit heute und zukünftig von den wirtschaftlichen Erfolgen der Tochtergesellschaften abhängig.

Die Gesellschaft hat die bestandsbedrohende Liquiditätskrise eingedämmt. Aufgrund der weiterhin positiven Auftragslage im Konzern, der im Wesentlichen plangemäßen Entwicklung der Tochtergesellschaften und der darauf basierenden Unternehmensplanungen konnte der eingeschlagene Weg zur Gesundung des Unternehmens weiter gegangen werden.

Leider ist Frau Margarete Skowasch am 19. März 2013 durch einen tragischen Unglücksfall verstorben. Als neues Aufsichtsratsmitglied konnten wir Herrn Klaus Möllerfriedrich gewinnen. Mit seiner gerichtlichen Bestellung vom 14. Mai 2013 haben wir auch wieder einen satzungsgemäßen Aufsichtsrat.

Am 14. Oktober 2013 wurde Herr Alfons Schmidt zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand bestellt und Herr Manfred Teichelkamp zum gleichen Zeitpunkt abberufen. Herr Alfons Schmidt ist Diplom-Ingenieur und ausgewiesener Kenner der Branche. Nachdem er bereits seit Anfang 2012 als technischer Berater im Unternehmen tätig war, wurde er bereits im Juli 2013 zum Geschäftsführer der operativ tätigen Gesellschaften bestellt.

Sonstige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf den Jahresabschluss und den Lagebericht haben könnten, lagen nicht vor.

Weiterer Ausblick und Chancen

Das Jahr 2013 verläuft bisher erfolgversprechend. In den ersten 9 Monaten 2013 war bereits ein Auftragseingang von rd. 12.000 T€ zu verzeichnen. Der Auftragsbestand Ende September 2013 liegt bei rd. 10.000 T€, so dass der geplante Umsatz des Geschäftsjahres damit abgedeckt ist. Gemäß der Planung für das Geschäftsjahr 2013 wird sich die positive Unternehmens- bzw. Konzernentwicklung fortsetzen.

Wir rechnen für das Jahr 2013 auch mit einem Jahresüberschuss für die Alexanderwerk AG in etwa der Höhe des Jahres 2012. Hierbei ist die Gesellschaft von der Zielerreichung der operativen Gesellschaften abhängig.

Unsere traditionellen Märkte Europa, Asien und Nordamerika unterliegen weiterhin einer strukturierten und nachhaltigen Bearbeitung, nunmehr durch den Konzernvorstand sowie die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften. In Asien sehen wir auch weiterhin Wachstumspotenzial und interessante Perspektiven. Insbesondere in den USA konnten wir durch den äußerst engagierten Vertrieb der Alexanderwerk Inc. Großprojekte gewinnen, die in 2013 zu einer weiteren Umsatz- und Gewinnstabilisierung der Alexanderwerk-Gruppe führen werden.

Im operativen technischen Bereich konnten wir uns durch hohe Fachkompetenz und Erfahrung verstärken, so dass gerade in diesem so wichtigen Bereich die stetige Weiterentwicklung unserer Produkte forciert wird. Unsere Aktivitäten sind zu einem auf weiteres internes Wachstum der operativen Gesellschaften gerichtet. Darüber hinaus arbeiten wir zum anderen verstärkt an verschiedenen Kooperationsprojekten.

Wir gehen aufgrund der derzeitigen Situation von der Fortsetzung der positiven Entwicklung in 2014 aus.

Risiken und Risikomanagement

Der Vorstand hat gemäß der gesetzlichen Verpflichtung in § 91 Abs. 2 AktG geeignete Maßnahmen getroffen, insbesondere ein für die Größe unserer Gesellschaft angemessenes Überwachungssystem eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft bzw. deren Tochtergesellschaften gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Wie in der Vergangenheit lag der Fokus dieses Systems im Wesentlichen auf den bestandsgefährdenden Risiken ,Fortführung der Unternehmenstätigkeit' sowie ,Erhaltung der Liquidität'; andere Risiken waren für die Alexanderwerk AG und die Alexanderwerk-Gruppe demgegenüber von einer deutlich verminderten Relevanz und hatten faktisch keine oder kaum praktische Bedeutung. Die von Vorstand und Aufsichtsrat zur Bewältigung der bestandsgefährdenden Risiken getroffenen Maßnahmen seit dem Geschäftsjahr 2010 haben den Bestand der Alexanderwerk AG und der gesamten Gruppe gesichert.

Unsere Risikopolitik besteht grundsätzlich darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Verschiedene Risiken könnten die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und das Ergebnis stark beeinflussen. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren sehen wir uns noch weiteren Risiken ausgesetzt, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar für vernachlässigbar halten, die aber unser Geschäft ebenfalls beeinflussen können.

Im Zuge laufender Geschäftsleitungs- und Führungskreistreffen werden insbesondere die Risikobereiche Liquidität, Qualität und Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang, Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit nahe stehenden Personen erörtert und erforderliche Maßnahmen vereinbart, deren Umsetzung bei den nächsten Treffen überprüft wird.

Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken und -chancen

Mögliche Risiken für die künftige Entwicklung der Alexanderwerk AG und ihrer Tochtergesellschaften resultieren im Wesentlichen aus konjunkturellen Einflüssen in den relevanten Märkten, insbesondere in Asien und den USA.

Besondere Kompetenzen hat die Gesellschaft im Chemie- und Pharmabereich, deren Entwicklungen damit von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft sind. Beide Branchen werden prognostisch international weiterhin wachsen. Die operativen Gesellschaften sind weltweit aktiv, wobei der amerikanische Markt durch die Alexanderwerk Inc. bearbeitet und beliefert wird.

Auftrags- und Beschaffungsrisiken

Der wesentliche Teil des Geschäftes der Alexanderwerk-Gruppe ist das Projektgeschäft. Dadurch besteht die Notwendigkeit, permanent neue Projekte zu akquirieren. Wir wirken daraus entstehenden Risiken entgegen, indem wir langjährige und dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Dadurch ist es uns gelungen, unseren - deutlich erhöhten -Umsatz mit namhaften Bestandskunden zu erwirtschaften und darüber hinaus unseren Kundenkreis zu erweitern.

Preisänderungsrisiken wirken wir dadurch entgegen, dass wir einkaufsseitig mit Rahmenverträgen und stetiger Konditionenkontrolle (Ausschreibungen und Einholung von Vergleichsangeboten der jeweiligen Wettbewerber) arbeiten.

Technik- und Anlagenrisiken

Risiken können sich auch ergeben aus der dem Projektgeschäft immanenten Bildung von technischen Konfigurationen. Diesem wirken wir durch den Einsatz eines Vier-Augen-Systems auch in dem Konstruktionsbereich entgegen.

Personalrisiken

Ein weiterer Schlüssel für die erfolgreiche weitere Umsetzung des Sanierungskonzeptes und die Unternehmensfortführung sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ist weiterhin ein Kernanliegen der Unternehmensleitung. Daneben konnten strategisch wichtige Berater für eine intensive Zusammenarbeit gewonnen werden.

Da in allen Geschäftsbereichen das Know-how der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist, ergeben sich daraus potentielle Risiken, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unseren Mitarbeitern marktgerechte Gehälter zahlen und ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen. Zudem bilden wir Mitarbeiter aus und übernehmen diese im Regelfall am Ende ihrer Ausbildungszeit. Hinzu kommen Aspekte wie die Schaffung von nachhaltiger Arbeitssicherheit durch das Erwirtschaften operativer Gewinne sowie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken der Gruppe betreffen im Wesentlichen Liquiditätsrisiken, daneben Ausfall- und Zinsrisiken. Die Geschäftsentwicklung der Alexanderwerk AG hängt als Finanz- und Managementholding von der Entwicklung der Tochtergesellschaften ab.

Auch im Geschäftsjahr 2012 lag der zentrale Schwerpunkt unserer Arbeit auf der Sicherung der Liquidität und der weiteren, kontinuierlichen Umsetzung des Sanierungskonzeptes. Die erforderliche Liquidität wird im Wesentlichen durch die Tochtergesellschaften gestellt, so dass Risiken aus der Bankenfinanzierung für die Alexanderwerk AG vermindert werden.

Besonderes Augenmerk im Rahmen des Risikomanagements wird daher auf die Liquiditätssteuerung gelegt. Die Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgt mittels einer rollierenden wöchentlichen Finanzplanung und Finanzanalyse.

Auf Grund des Projektgeschäfts sind insbesondere die Tochtergesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. darauf angewiesen, Aufträge vorfinanzieren zu können. Die notwendige Liquidität für die Gruppe wird wesentlich durch die operativ tätigen Tochtergesellschaften gemeinsam gestellt. Bedingt durch die Verbesserung der Ertragslage haben sich die Liquiditätsrisiken vermindert.

Das zurzeit verfügbare Kreditvolumen und die vorhandenen liquiden Mittel stellen aus heutiger Sicht eine verbesserte Finanzierungs- und Liquiditätsversorgung für die Unternehmensgruppe dar. Um dauerhaft erfolgreich am Markt agieren zu können, bedarf es jedoch noch weiterer finanzieller Maßnahmen.

Da die Alexanderwerk AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften ausschließlich in Euro fakturieren, verbleiben mögliche Währungsrisiken allenfalls bei der US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar werden von uns zurzeit nicht vorgenommen.

Allerdings führt ein fester Euro dauerhaft zu Preis- und Auftragsrisiken auf der Umsatzseite.

Ausfallrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen werden die Entwicklung des Forderungsbestandes und die Forderungsstruktur permanent durch die Gesellschaften kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Das Forderungsmanagement als integrierter Bestandteil des Risikomanagements wurde ausgebaut.

Die überwiegende Zahl unserer Kunden sind langjährig überaus erfolgreiche, international tätige Unternehmen, die auch in konjunkturellen Krisenzeiten finanziell sehr stabil sind. Dadurch verringert sich grundsätzlich das Ausfallrisiko von Forderungen. Zur Beurteilung des Ausfallrisikos werden für Neukunden Informationen über deren Bonität eingeholt, bei Bestandskunden in gewissen Abständen. Die gewonnenen Ergebnisse werden beim Eingehen von Leistungsbeziehungen berücksichtigt. Mit Neukunden im Ausland wird anteilige Vorauskasse vereinbart. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe der bilanzierten Forderungen.

Zinsrisiken

Zinsrisiken resultieren aus Änderungen des Marktzinsniveaus, die sich auf die Höhe der Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten auswirken.

Durch das variabel verzinsliche Darlehen der Rheinland-Pfalz Bank (Restlaufzeit bis zum 30.09.2015) unterliegt die Alexanderwerk AG einem geringfügigen Zinsänderungsrisiko.

Zinsrisiken wird durch stetige Beobachtung des Marktes, Verhandlungen mit den kreditgebenden Banken sowie durch manuelles Pooling von Kontokorrentkonten entgegengewirkt.

Bestandsgefährdende Risiken

Die Fortführung der Alexanderwerk AG ist nur bei konsequenter Weiterführung der Sanierungsmaßnahmen und der weiteren Sicherstellung des Finanzierungsbedarfes gegeben. Die Liquiditätsplanungen der Gesellschaften weisen im Finanzierungsverbund des Konzerns eine planmäßig ausreichende Liquiditätssituation aus, so dass dieses Risiko eingedämmt ist. Weitere erhebliche, bestandsgefährdende Risiken, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Alexanderwerk AG auswirken könnten, bestehen unseres Erachtens aus heutiger Sicht nicht. Wir haben alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, die aus unserer Sicht notwendig sind, um solche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Für die Alexanderwerk-Gruppe ist der Schutz der Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges Unternehmensziel. Wir leisten deshalb seit Jahren durch laufende Fortentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Angaben nach Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 289 Abs. 4 HGB)

Zum Bilanzstichtag 31.12.2012 betrug das Grundkapital der Alexanderwerk AG unverändert zum Vorjahr € 4.680.000,00. Es ist eingeteilt in 1.800.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der rechnerische Nennwert je Aktie beträgt € 2,60.

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Nach Kenntnis der Alexanderwerk AG bestanden zum Bilanzstichtag folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

Manfred Teichelkamp, Duisburg; indirekter Anteil der Stimmrechte 17,18 %. Die Anteile werden über das kontrollierte Unternehmen Cantina -lecker essen und trinken- GmbH, Duisburg gehalten.

Diese Angaben beziehen sich auf Pflichtmitteilungen der Aktionäre gemäß § 21 Abs. 1 bzw. § 25 Abs. 1 WpHG. Nach den Mitteilungen können sich Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Gesellschaft nur Inhaberaktien ausgegeben hat, werden ihr nur Veränderungen des Aktienbesitzes bekannt, soweit diese meldepflichtig sind und dieser Meldepflicht auch nachgekommen wird.

Es existieren keine Inhaber von Stückaktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es weder eine gesonderte Stimmrechtskontrolle noch Kontrollrechte der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer, die nicht unmittelbar ausgeübt werden.

Hinsichtlich der Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes wird auf die §§ 84, 85 AktG verwiesen. Nach § 7 der Satzung bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder; der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen.

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179 ff AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5 und § 179 Abs. 1 AktG). Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, können vom Aufsichtsrat beschlossen werden (§ 28 der Satzung der Alexanderwerk AG).

Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 21. September 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum 1. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig das Kapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt € 2.340.000 durch Ausgabe von bis zu 900.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt.

In der Hauptversammlung vom 19. November 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, im Zeitraum bis zum 18. November 2015 bis zu 10 % des Grundkapitals über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots zurückzukaufen.

Die Alexanderwerk AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebots entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstandes oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Nach Ende des Geschäftsjahres sind hinsichtlich der vorgenannten Angaben folgende Änderungen eingetreten:

Am 21. Januar 2013 haben independent capital AG und Süddeutsche Aktienbank AG mitgeteilt, dass sie seit dem 18. Januar 2013 keine Aktien der Alexanderwerk AG mehr halten.

Herr Franz-Bernd Daum, Deutschland, hat mitgeteilt, dass er am 21. Januar 2013 182.069 Stück Aktien der Alexanderwerk AG erworben hat und sein Stimmrechtsanteil zu diesem Zeitpunkt 15,22% beträgt.

Vergütungsbericht

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Kriterien der Vergütung sollen dabei insbesondere deren jeweilige Verantwortung, die persönliche Leistung, der Unternehmenserfolg sowie die Entwicklung der Gesellschaft sein.

Die Vergütung des Aufsichtsrates ist in der Satzung (§ 17) geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder und setzt sich aus einer Grundvergütung sowie einem sitzungsabhängigen Teil zusammen. Weitere Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sind auf den Seiten 9 und 10 des Anhangs zu finden.

Angaben zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB

Die Unternehmensführung der Alexanderwerk AG als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften findet bei der Alexanderwerk AG das duale Führungssystem Anwendung. Dieses ist durch eine strenge personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen.

Die Alexanderwerk AG verfügt im Rahmen ihres internen Kontrollsystems und des Risikomanagements über geübte Methoden zur Unternehmensführung und Überwachung in verschiedenen Bereichen. Spezielle Ethikcodes und vergleichbare interne Richtlinien gibt es bei der Alexanderwerk AG hingegen nicht.

Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d. h. der Vorstand trägt die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Er entwickelt die Unternehmensstrategie und sorgt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Alexanderwerk-Gruppe wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet.

Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für die Alexanderwerk AG von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat der Alexanderwerk AG setzt sich aus zwei von der Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern sowie einem Arbeitnehmervertreter zusammen. Angesichts seiner Größe hat der Aufsichtsrat auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet; alle Themen werden im Plenum beraten.

Der Aufsichtsrat prüft fortlaufend seine Effizienz und Leistungsfähigkeit sowohl im Hinblick auf das Gremium als auch in Bezug auf einzelne Mitglieder. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass (a) die Organisation und die Arbeitsabläufe effizient strukturiert sind und das höchstmögliche Maß an Leistungsfähigkeit sicherstellen und (b) die Zusammensetzung des Aufsichtsrates so gestaltet ist, dass die Erfahrungen, das Know-how und die Sachkunde der Mitglieder den geforderten Effizienzkriterien entsprechen und das höchstmögliche Maß an Leistungsfähigkeit sowohl des Aufsichtsrates als auch aller einzelnen Mitglieder gewährleisten.

Der Aufsichtsrat ist angehalten, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Interessenkonflikte unverzüglich zur Beratung im Plenum anzuzeigen. In solchen Fällen behandelt der Aufsichtsrat entsprechende Interessenkonflikte und prüft, welche Auswirkungen diese haben. Gegebenenfalls wird das betroffene Aufsichtsratsmitglied an der Beratung nicht teilnehmen und darüber hinaus werden sich ergebende Pflichten, das Stimmrecht nicht auszuüben, beachtet. Unabhängig davon ist dies ein regelmäßiger Diskussionspunkt in jeder ordentlichen Aufsichtsratssitzung.

Die Entsprechenserklärungen des DCGK gemäß § 161 AktG werden auf der Homepage der Alexanderwerk AG (www.alexanderwerk.com), Bereich Investor Relations, dort Unterpunkt Corporate Governance, öffentlich zugänglich gemacht.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (§ 289 Abs. 5 HGB)

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Alexanderwerk AG beinhaltet Instrumente und Maßnahmen, die koordiniert zum Einsatz gebracht werden, um rechnungslegungsbezogene Risiken zu verhindern bzw. diese rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu beseitigen. Vorstand und Abteilungsleiter Rechnungswesen legen gemeinsam Richtlinien zur Risikoprävention bzw. zu deren Aufdeckung/Kontrolle fest.

Rechnungslegungsprozesse

Der Rechnungslegungsprozess der Alexanderwerk AG ist entsprechend der Größe des Unternehmens ausgestaltet. Wesentliche, für die Rechnungslegung der Alexanderwerk AG relevante Informationen und Sachverhalte werden vor deren Erfassung mit den einzelnen Fachbereichen erörtert und durch das Rechnungswesen kritisch auf ihre Konformität mit geltenden Rechnungslegungsvorschriften gewürdigt. Die Abschlussinhalte des Unternehmens werden regelmäßig analysiert und unter Einbeziehung weiterer Fachbereiche auf Richtigkeit überprüft. Mindestens monatliche Überwachungen erfolgen durch Bereichsleiter und Vorstand mittels Durchsicht der Monatsdaten, der Summen- und Saldenlisten, der Kontenbewegungen und der betriebswirtschaftlichen Auswertungen sowie mittels Durchführung von stichprobenartiger Durchsicht des Belegwesens.

Die Abschlusserstellung erfolgt grundsätzlich in IT-basierten Rechnungslegungssystemen.

Neben Risiken aus der Nichteinhaltung von Bilanzierungsregeln können Risiken aus der Missachtung formaler Fristen und Termine entstehen. Zur Vermeidung dieser Risiken wie auch zur Dokumentation der im Rahmen der Abschusserstellung durchzuführenden Arbeitsabläufe, deren zeitlicher Abfolge und der hierfür verantwortlichen Personen wurde ein Abschlusskalender erstellt. Mit Hilfe dieses Abschlusskalenders werden sowohl die Einhaltung der vorgegebenen Arbeitsabläufe sowie auch die Einhaltung vorgegebener Termine zur Abschlusserstellung überwacht. Darüber hinaus ermöglicht es den Nutzern, im Erstellungsprozess rechtzeitig Warnungen bei terminlichen oder fachlichen Problemen bekanntzugeben. Somit wird eine Statusverfolgung ermöglicht, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Bedingt durch Unstimmigkeiten mit dem Abschlussprüfer des Jahres 2010 bezüglich der der Bilanzierung zu Grunde gelegten Fortbestehungs-Prämisse, in dessen Gefolge der Jahresabschluss unserer Gesellschaft zum 31.12.2010 erst endgültig im Verlauf des Jahres 2013 abgeschlossen werden konnte, kam es auch bei der Abschlusserstellung zum 31.12.2012 zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen, die noch durch personelle Veränderungen im kaufmännischen Bereich unserer Gesellschaft verstärkt wurden.

Zur Gewährleistung der Einhaltung von Regeln der IT- Sicherheit sind aus unserer Sicht angemessene Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen festgelegt.

Externe Prüfung

Der Erstellungsprozess des Jahresabschlusses wird von den Wirtschaftsprüfern auf die Einhaltung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften hin überprüft und kontrolliert. Der Jahresabschluss des Alexanderwerk AG unterliegt der Pflichtprüfung. Die abschließende Beurteilung über die vorgenommene Prüfung wird in Form eines Bestätigungsvermerkes zu Jahresabschluss und Lagebericht veröffentlicht.

 

Remscheid, den 3. November 2013

Alexanderwerk AG

Alfons Schmidt, Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben werden.

 

Remscheid, den 3. November 2013

Alexanderwerk AG

Alfons Schmidt, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

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31.12.2012
31.12.2011
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte u. Werte 6.623,00 9.604,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 30.082,02 30.427,02
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.410,00 38.399,00
  55.492,02 68.826,02
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.025.000,00 1.025.000,00
2. Beteiligungen 6.250,00 6.250,00
  1.031.250,00 1.031.250,00
  1.093.365,02 1.109.680,02
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 112.798,67 130.293,36
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.265.756,87 1.065.731,41
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60.698,74 145.086,75
4. Sonstige Vermögensgegenstände 584.352,25 914.909,95
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 388.107,69; Vorjahr € 131.869,69)    
  2.023.606,53 2.256.021,47
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 157.018,78 22.226,19
  2.180.625,31 2.278.247,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.583,66 40.002,81
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.463.930,26 4.302.390,65
  6.751.504,25 7.730.321,14

Passiva

   
  31.12.2012
31.12.2011
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 4.680.000,00 4.680.000,00
II. Kapitalrücklage 629.872,27 629.872,27
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 191.547,83 191.547,83
2. Andere Gewinnrücklagen 880.968,30 880.968,30
IV. Verlustvortrag -10.684.779,05 -8.543.857,03
V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 838.460,39 -2.140.922,02
VI. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 3.463.930,26 4.302.390,65
  0,00 0,00
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 1.009.364,00 1.043.105,00
2. Sonstige Rückstellungen 920.965,35 882.586,91
  1.930.329,35 1.925.691,91
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.398.147,76 2.182.530,78
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 567.335,73; Vorjahr € 876.471,32)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen + Leistungen 362.283,88 619.121,67
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 362.283,88; Vorjahr € 619.121,67)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.473.927,57 2.355.792,42
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.473.927,57; Vorjahr € 2.355.792,42)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.812,15 8.666,02
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 7.812,15; Vorjahr € 8.666,02)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 578.653,54 638.518,34
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 71.801,46; Vorjahr € 220.398,71)    
(davon aus Steuern 46.429,30 €; Vorjahr € 41.320,56)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 531.524,02; Vorjahr €585.314,08)    
  4.820.824,90 5.804.629,23
D. Passive Rechnungsabgrenzung 350,00 0,00
  6.751.504,25 7.730.321,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012

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31.12.2012
31.12.2011
1. Umsatzerlöse   0,00 2.216.979,21
2. Bestandsveränderung   0,00 435.471,52
3. Sonstige betriebliche Erträge   3.958.611,21 2.026.557,21
4. Materialaufwand   0,00 1.266.883,89
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 645.610,27   1.444.014,81
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 141.236,87   334.742,16
    786.847,14 1.778.756,97
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   21.461,54 36.680,33
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   2.125.454,48 2.755.104,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1.946,97 42.436,20
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   188.334,63 314.328,42
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   838.460,39 -1.430.309,47
11. Außerordentliche Erträge   0,00 193.697,89
12. Außerordentliche Aufwendungen   0,00 904.310,44
13. Außerordentliches Ergebnis   0,00 -710.612,55
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00 0,00
15. Sonstige Steuern   0,00 0,00
16. Jahresüberschuss / -fehlbetrag   838.460,39 -2.140.922,02
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr   -10.684.779,05 -8.543.857,03
18. Bilanzverlust   -9.846.318,66 -10.684.779,05

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

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  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2012
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 532.192,48 0,00 0,00 0,00 532.192,48
  532.192,48 0,00 0,00 0,00 532.192,48
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 31.738,99 0,00 0,00 0,00 31.738,99
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.857,91 0,00 0,00 0,00 6.857,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 516.322,70 5.146,54 0,00 0,00 521.469,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  554.919,60 5.146,54 0,00 0,00 560.066,14
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.025.000,00 0,00 0,00 0,00 1.025.000,00
2. Beteiligungen 6.250,00 0,00 0,00 0,00 6.250,00
  1.031.250,00 0,00 0,00 0,00 1.031.250,00
  2.118.362,08 5.146,54 0,00 0,00 2.123.508,62
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  Abschreibungen
  01.01.2012
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 522.588,48 2.981,00 0,00 0,00 525.569,48
  522.588,48 2.981,00 0,00 0,00 525.569,48
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten 1.311,97 345,00 0,00 0,00 1.656,97
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.857,91 0,00 0,00 0,00 6.857,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 477.923,70 18.135,54 0,00 0,00 496.059,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  486.093,58 18.480,54 0,00 0,00 504.574,12
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.008.682,06 21.461,54 0,00 0,00 1.030.143,60
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  Nettobuchwerte
  31.12.2012
31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.623,00 9.604,00
  6.623,00 9.604,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten 30.082,02 30.427,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.410,00 38.399,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
  55.492,02 68.826,02
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.025.000,00 1.025.000,00
2. Beteiligungen 6.250,00 6.250,00
  1.031.250,00 1.031.250,00
  1.093.365,02 1.109.680,02

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012

der Alexanderwerk Aktiengesellschaft

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Alexanderwerk AG zum 31. Dezember 2012 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Bei der Erläuterung standen die Grundsätze Klarheit, Übersichtlichkeit und Wesentlichkeit im Vordergrund. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Wir weisen darauf hin, dass die Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2010 und zum 31. Dezember 2011 bisher nicht mit rechtlicher Bindungswirkung festgestellt sind.

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 264d HGB.

Neben dem Jahresabschluss für die Alexanderwerk AG wird entsprechend § 315a HGB ein Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. Wir weisen auch hierbei darauf hin, dass die Prüfungen der Konzernabschlüsse für die Jahre 2010 bis 2012 noch nicht abgeschlossen sind.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Dabei wurde von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren ausgegangen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zwischen vier und zehn Jahren. Das bewegliche Anlagevermögen wird überwiegend linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände der Geschäftsjahre 2008 und 2009 mit Anschaffungskosten von mehr als € 150, aber weniger als € 1.000, werden über fünf Jahre in einem Sammelposten abgeschrieben. Seit dem Geschäftsjahr 2010 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 410 im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungswerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen angesetzt. Dabei werden erkennbare Einzelrisiken durch Einzelabwertungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird darüber hinaus dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Zeitwert nach handelsrechtlichen Grundsätzen (in der Fassung des BilMoG) auf der Basis des aktuellen Zinsfußes der Deutschen Bundesbank für Dezember 2012 von 5,04 % p.a. angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen und drohenden Verluste. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro und sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und aufgrund unterschiedlicher Bewertungsansätze zwischen Handels- und Steuerbilanz bei Pensionsrückstellungen werden in Ausübung des handelsrechtlichen Wahlrechts nicht angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem in den Anlagen beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen drei Tochtergesellschaften:

An der Alexanderwerk Verwaltungs GmbH, Remscheid, ist die Alexanderwerk AG zu 100 % beteiligt. Die Alexanderwerk Verwaltungs GmbH wurde im Dezember 2011 gegründet, um als Komplementärgesellschaft der Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG, Remscheid zu fungieren. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag T€ 20. Nach der Gründung erwuchs der reinen Verwaltungsgesellschaft im Geschäftsjahr 2012 ein Verlust von T€ 4.

An der Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG, Remscheid, ist die Alexanderwerk AG mit einer Kommanditbeteiligung von insgesamt T€ 1.000 beteiligt. Diese wurde von der Alexanderwerk AG in Form einer Sacheinlage ihrer Beteiligungen an der Alexanderwerk GmbH (100 %), Remscheid, der AlexanderwerkService GmbH (51%), Remscheid und der Alexanderwerk Inc. (100%), Horsham (USA), erbracht. Die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG wurde im Dezember 2011 als Holdinggesellschaft für die obengenannten operativen Beteiligungen der Alexanderwerk AG gegründet. Das Geschäftsjahr 2012 der Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG schließt mit einem Verlust von T€ 3 ab. Das Eigenkapital der Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG beträgt zum Bilanzstichtag 2012 T€ 990.

An der Alexanderwerk Produktions GmbH, Remscheid, ist die Alexanderwerk AG zu 25 % beteiligt. Ihr Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 beträgt T€ 684, und der Jahresüberschuss 2012 beträgt T€ 237.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen in Höhe von T€ 113 sind um Einzelwertberichtigungen im Betrag von T€ 144 und um Pauschalwertberichtigungen im Betrag von T€ 1 vermindert. Der Gesamtbetrag der Forderungen hat wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.266 betreffen mit T€ 871 die Alexanderwerk GmbH, mit T€ 6 die AlexanderwerkService GmbH und mit T€ 2 die Alexanderwerk Inc. Sie resultierten im Wesentlichen aus Dienstleistungen der Alexanderwerk AG. Darüber hinaus existiert eine unverzinsliche Darlehensforderung von T€ 387 gegenüber der Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG, die aus dem die Kommanditeinlage übersteigenden Mehrwert der eingelegten Beteiligungen resultiert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben mit Ausnahme der Forderung gegenüber der Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen in Höhe von T€ 61 bestehen ausschließlich gegenüber der Alexanderwerk Produktions GmbH aus der Weiterberechnung von Verwaltungskosten.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt T€ 584 enthalten unter anderem Forderungen aus Kautionshinterlegung (T€ 388), Forderungen aus der Absicherung der Altersteilzeit in der Alexanderwerk GmbH (T€ 96), Barhinterlegungen (T€ 70), Erstattungen von Sozialversicherungsträgern (T€ 15), Forderungen gegen Finanzbehörden (T€ 12) und sonstige Forderungen (T€ 3). Ein Betrag von insgesamt T€ 388 hat eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt unverändert T€ 4.680. Es ist eingeteilt in 1.800.000 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 21. September 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates in der Zeit bis zum 1. Juni 2012, das Kapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt T€ 2.340 durch Ausgabe von bis zu 900.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in einigen genau geregelten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrates auszuschließen. Von dieser Ermächtigung wurde kein Gebrauch gemacht.

Bilanzverlust/Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Der Bilanzverlust des Vorjahres in Höhe von T€ 10.685 verringert sich durch den Jahresüberschuss 2012 um T€ 838 auf T€ 9.847. Damit entsteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von T€ 3.464. Die Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2012 bilanziell überschuldet. Vorstand und Aufsichtsrat haben daher einen Überschuldungsstatus erstellt. Dem negativen Eigenkapital stehen ausreichend hohe stille Reserven gegenüber.

Aufgrund dessen sowie den in einer detaillierten Planung für die Alexanderwerk AG und ihre Tochtergesellschaften hergeleiteten zukünftigen positiven Ergebnissen gehen beide Gremien davon aus, die bilanzielle Überschuldung mittelfristig beenden zu können.

Rückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 1.009 werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Berechnung der Rückstellung wurde das Teilwertverfahren angewandt. Als Rechnungszins wurden in 2012 5,04 % und als Rententrend 1,5 % angesetzt; als Sterbetafeln kamen die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zum Ansatz.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 921 betreffen u.a. Kosten der Sanierung des Kanalnetzes auf dem Gelände der Alexanderwerk AG (T€ 223), Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung (T€ 178), Beiträge und Gebühren (T€ 127), Personalaufwand (T€ 119), Kosten für Beratungsdienstleistungen (T€ 98), Prozesskosten (T€ 65), Energiekosten (T€ 38) sowie Kosten des Aufsichtsrats (T€ 24).

Verbindlichkeitenspiegel

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  31.12.2012
in T€
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€
Restlaufzeit von einem bis zu
fünf Jahren
in T€
Restlaufzeit von mehr als
fünf Jahren
in T€
davon besichert
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.398 567 831 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 362 362 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.474 2.474 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8 8 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 579 72 507 0 0
Summen 4.821 3.483 1.338 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum einen aus einem Darlehen (T€ 1.306) gegenüber der Rheinland-Pfalz Bank. Es handelt sich um ein Tilgungsdarlehen mit einer Laufzeit bis zum 15. September 2015. Monatlich sind T€ 40 zurückzuführen. Die Verzinsung des Darlehens erfolgt quartalsweise variabel.

Darüber hinaus bestehen laufende Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 92 ebenfalls gegenüber der Rheinland-Pfalz Bank.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen u.a. Steuerverbindlichkeiten (T€ 46).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind auch die Verbindlichkeiten gegenüber der Alexanderwerk Unterstützungseinrichtung e.V. (T€ 532) enthalten. Diese stellen das Kassenvermögen dar. Das Gesamtkassenvermögen entspricht dem zulässigen Kassenvermögen gemäß § 4d EStG. Das Gesamtkassenvermögen liegt um T€ 319 unter dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Zeitwert der mittelbaren Pensionsverpflichtung.

Haftungsverhältnisse

Im Rahmen der Aufnahme einer Kreditlinie der Alexanderwerk Produktions GmbH bei der Stadtsparkasse Remscheid in Höhe von T€ 350 und der Aufnahme eines weiteren Darlehens ebenda in Höhe von T€ 130 hat die Alexanderwerk AG zwei Bürgschaften entsprechend ihrer Beteiligungsquote im Gesamtwert von T€ 120 geleistet. Aufgrund der guten Lage der Alexanderwerk Produktions GmbH rechnen wir nicht mit einer Inanspruchnahme aus diesen Bürgschaften.

Das Gesamtkassenvermögen der Alexanderwerk Unterstützungseinrichtung e.V. liegt um T€ 319 unter dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Zeitwert der mittelbaren Pensionsverpflichtung. Aufgrund dessen ist im Zeitablauf mit einer Inanspruchnahme hieraus zu rechnen.

Aus den Forderungen aus der Absicherung der Altersteilzeit (siehe "sonstige Vermögensgegenstände") kann sich eine zukünftige Zahlungsverpflichtung ergeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme hieraus ist gering.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen in Höhe von insgesamt T€ 1.867 aus Miet- und Leasingverträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 3.959 (Vorjahr: T€ 2.027) beinhalten im Wesentlichen konzerninterne Kostenweiterbelastungen (T€ 3.824) sowie Auflösungen von Wertberichtigungen (T€ 44) und von Rückstellungen (T€ 20).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt T€ 2.125 (Vorjahr: T€ 2.755) enthalten im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten (T€ 481), Kosten für Raummiete (T€ 443), Energiekosten (T€ 276), rechtsformabhängige Kosten (T€ 210), Versicherungen und Beträge (T€ 171), Kosten für Reparaturen & EDV (T€ 153), Verwaltungsaufwendungen (T€ 95), KFZ-Kosten (T€ 68), Werbe- und Reisekosten (T€ 44), konzerninterne Weiterberechnungen (T€ 41), Raumnebenkosten (T€ 35), Aufwendungen für Patente (T€ 20), Abschreibungen auf Forderungen (T€ 17), Kosten des Geldverkehrs (T€ 14) sowie Kosten für Fremdpersonal (T€ 11).

Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Mitarbeiter

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  2012 2011
Arbeiter 0 9
Angestellte 6 19
Auszubildende 0 0
Summe 6 28

Im Geschäftsjahr 2012 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die Vorstände:

Jürgen Kullmann, Köln (Kaufmann), bis 31.01.2012

Dipl.-Ök. Manfred Teichelkamp, Duisburg (Kaufmann)

Mit Wirkung zum 01.02.2012 hat Herr Jürgen Kullmann sein Amt als Vorstand niedergelegt, so dass Herr Manfred Teichelkamp ab diesem Zeitpunkt die Alleinverantwortung übernommen hatte.

Mit Wirkung vom 14. Oktober 2013 wurde Herr Manfred Teichelkamp als Vorstand abberufen und Herr Dipl.-Ing. Alfons Schmidt zum alleinvertretungsberechtigten Vorstand bestellt.

Die Vergütungen des Geschäftsjahres 2012 teilen sich wie folgt auf:

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Name Fixgehalt
EUR
Nebenleistungen
EUR
Tantieme
EUR
Gesamt
EUR
Jürgen Kullmann* 17.000,00 4.258,95 16.250,00 37.508,95
Manfred Teichelkamp 150.000,00 16.946,34 0,00 166.946,34
Gesamt 167.000,00 21.205,29 16.250,00 204.455,29

*) Vorstandsmitglied bis 31. Januar 2012

Die Gesamtvergütung des Vorstandes wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Kriterien der Vergütung sollen dabei insbesondere deren jeweilige Verantwortung, die persönliche Leistung, der Unternehmenserfolg sowie die Entwicklung der Gesellschaft sein.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen Rückstellungen in Höhe von T€ 638. Die als Aufwand erfassten Bezüge betrugen für den vorgenannten Personenkreis T€ 68.

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Aktionärsvertreter:

Dipl.-Kfm. Franz-Bernd Daum (Vorsitzender)

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Remscheid / Köln

Herr Daum war neben seiner Aufsichtsratstätigkeit bei der Alexanderwerk AG seit 19. August 2010 bis 15. März 2012 auch Aufsichtsrat der Fuhrländer Aktiengesellschaft, Liebenscheid.

Dipl.-Kfm. Klaus Möllerfriedrich (stellv. Vorsitzender) seit 14. Mai 2013

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Düsseldorf

Herr Möllerfriedrich ist neben seiner Aufsichtsratstätigkeit bei der Alexanderwerk AG auch noch in folgenden Aufsichtsgremien tätig bzw. tätig gewesen:

Als Vorsitzender des Aufsichtsrats:

GESCO AG, Wuppertal

Micro Venture GmbH & Co. KG, Düsseldorf (bis 04.09.2012)

COREST AG, Düsseldorf (bis 21.08.2012)

Als stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats:

Top Agers AG, Langenfeld

GHL Gesellschaft für Logistikleistung im Handel AG, Graz/Österreich (bis 30.09.2013)

Als Mitglied des Aufsichtsrats:

Dr. Ing. Thomas Schmidt AG, Köln

Artus Asset Management AG Vermögensverwaltung, Düsseldorf (ab 06.09.2013)

Margarete Skowasch (stellvertretende Vorsitzende) bis 19. März 2013

Rechtsanwältin, Düren

Arbeitnehmervertreter:

Uwe Stacklies

Industriemechaniker, Remscheid

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2012 betrugen T€ 32. Davon sind T€ 23 fix und T€ 9 sitzungsabhängig.

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Franz-Bernd Daum sowie einer ihm nahestehenden Beratungsgesellschaft besteht ein Beratungsvertrag. Das Honorarvolumen betrug im Berichtsjahr 2012 insgesamt T€ 203.

Die AlexanderwerkService GmbH hat der Alexanderwerk AG in den Jahren 2010 bis 2012 Darlehen in Höhe von T€ 1.566 gewährt.

Die AlexanderwerkService GmbH hat für die Alexanderwerk AG im Jahr 2012 Verwaltungsdienstleistungen erbracht und hierfür T€ 8 erhalten.

Der Alexanderwerk Produktions GmbH wurden Dienstleistungen und Mieten im Bereich der Verwaltung in Höhe von T€ 358 im Geschäftsjahr 2012 berechnet.

Der AlexanderwerkService GmbH wurden Dienstleistungen und Mieten im Bereich der Verwaltung in Höhe von T€ 319 im Geschäftsjahr 2012 berechnet.

Der Alexanderwerk GmbH wurden Dienstleistungen und Mieten im Bereich der Verwaltung in Höhe von T€ 2.947 im Geschäftsjahr 2012 berechnet.

Der Alexanderwerk Inc., Horsham (USA), wurden Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung in Höhe von T€ 200 im Geschäftsjahr 2012 berechnet.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angaben wird im vorliegenden Abschluss mit Hinweis auf § 285 Nr. 17 letzter Satzteil verzichtet, da die diesbezüglichen Angaben im Konzernabschluss unserer Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 enthalten sind.

Anteilsbesitz

Nachfolgend werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft zum 31.12.2012 Anteile von mehr als 20 % hält:

Alexanderwerk Verwaltungs GmbH, Remscheid: Beteiligungsquote 100 %, Eigenkapital zum 31.12.2012: T€ 20, Ergebnis 2012: T€ -4

Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG, Remscheid: Kommanditbeteiligung 100 %, Eigenkapital zum 31.12.2012: T€ 990, Ergebnis 2012: T€ -3

Alexanderwerk Produktions GmbH, Remscheid: Beteiligungsquote 25 %, Eigenkapital zum 31.12.2012: T€ 684, Ergebnis 2012: T€ 237

Stimmrechtsmeldungen der Alexanderwerk AG

Meldungen nach § 15a WpHG und § 21 WpHG erfolgten im Zeitraum 2012 bis 03. November 2013 wie folgt:

1. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen (2012) (Meldung gem. § 21 WpHG)

Remscheid, 30.01.2012

Herr Andreas Appelhagen, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.01.2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 13.01.2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 54.400 Stimmrechten) beträgt.

Remscheid, 30.01.2012

Korrektur einer Veröffentlichung gem. § 26 Abs. 1 WpHG / Veröffentlichung vom 22.11.2011

Die Mountain Super Angel AG, St. Gallen, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.01.2012 korrigierend mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 13.01.2009 die Schwelle von 3 %, 5 % und 10 % überschritten hat und an diesem Tag 10,36 % (das entspricht 186.566 Stimmrechten) beträgt.

Diese Stimmrechte werden ihr vollständig gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die ihr zugerechneten Stimmrechtsanteile werden dabei über das von ihr kontrollierte Unternehmen Impera Total Return AG, Frankfurt, Deutschland, gehalten.

Die Mountain Super Angel AG, St. Gallen, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.01.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 27.04.2010 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und an diesem Tag 9,96 % (das entspricht 179.400 Stimmrechten) beträgt.

Diese Stimmrechte werden ihr vollständig gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die ihr zugerechneten Stimmrechtsanteile werden dabei über das von ihr kontrollierte Unternehmen Impera Total Return AG, Frankfurt, Deutschland, gehalten.

Die Mountain Super Angel AG, St. Gallen, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 30.01.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 18.06.2010 die Schwelle von 5 % und 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt.

Diese Stimmrechte werden ihr vollständig gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die ihr zugerechneten Stimmrechtsanteile werden dabei über das von ihr kontrollierte Unternehmen Impera Total Return AG, Frankfurt, Deutschland, gehalten.

Remscheid, 24.04.2012

Die GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten, Köln, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 13.04.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG am 11.04.2012 die Schwellen von 20 %, 15 %, 10 %, 5% und 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 0 % (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt.

2. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen (2013) (Meldung gem. § 21 WpHG)

Remscheid, 23.01.2013

Die Independent Capital AG, Stuttgart, Deutschland, hat uns am 21.01.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 18.01.2013 die Schwellen von 5% und 3% unterschritten hat und an diesem Tag 0% (0 Stimmrechte) beträgt.

Die Süddeutsche Aktienbank AG, Stuttgart, Deutschland, hat uns am 21.01.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 18.01.2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 0% (0 Stimmrechte) beträgt.

Herr Franz-Bernd Daum, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 21.01.2013 mitgeteilt, dass er am 21.01.2013 182.069 Stück Aktien der Alexanderwerk AG, Kippdorfstraße 6-24, 42857 Remscheid, Deutschland, ISIN: DE0005032007, WKN: 503200, erworben hat und dadurch die Schwellen von 10% und 15% der Stimmrechte überschritten hat. Zu diesem Tag beträgt der Stimmrechtsanteil 15,22% (das entspricht 274.069 Stimmrechte).

Angaben nach § 161 AktG

Die jährlichen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurden im Dezember 2012 abgegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft (www.alexanderwerk.com) veröffentlicht.

Angaben nach § 285 Nr. 14 HGB

Die Alexanderwerk AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG auf. Der Jahresabschluss der Alexanderwerk AG ist in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt worden. Er wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und anschließend im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht werden.

Ergebnisverwendungsvorschlag der Alexanderwerk AG

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzverlust 2012 in Höhe von € 9.846.318,66 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Remscheid, den 3. November 2013

Alexanderwerk AG

Alfons Schmidt, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Unter der Bedingung, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 in der mit Datum vom 8. Juli 2013 von der AC Audit & Consult Wirtschaftsprüfungsgesellschaft uneingeschränkt testierten Fassung festgestellt wird, sowie der weiteren Bedingung, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 in der von uns mit Datum vom 17. April 2013 uneingeschränkt testierten Fassung, die diesem Jahresabschluss zu Grunde gelegt worden ist, festgestellt wird, haben wir dem Jahresabschluss und dem Lagebericht den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Alexanderwerk AG, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt ,Vermögens- und Finanzlage' zur handelsbilanziellen Überschuldung erläutert, dass dem negativen bilanziellen Eigenkapital ausreichend hohe stille Reserven in den Beteiligungsansätzen und in der Marke "Alexanderwerk" gegenüberstehen. Zudem gehen Vorstand und Aufsichtsrat davon aus, dass die Fortführung der Gesellschaft überwiegend wahrscheinlich ist, wobei im Abschnitt ,Bestandsgefährdende Risiken' darauf hingewiesen wird, dass dies nur bei konsequenter Weiterführung der Sanierungsmaßnahmen und der weiteren Sicherstellung des Finanzierungsbedarfes der Fall ist."

 

Düsseldorf, den 10. Januar 2014

Trusted Advice AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Zander, Wirtschaftsprüfer

Rottschäfer, Wirtschaftsprüfer

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der ALEXANDERWERK AG begrüßen grundsätzlich die Intention der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, transparente Leitlinien als wertvolle Richtschnur und Handlungshilfe für ordnungsgemäße Unternehmensführung vorzugeben. Dem Charakter des Kodexes nach hat dieser jedoch keine umfassende Bindungswirkung dergestalt, dass Abweichungen grundsätzlich ausgeschlossen wären oder dass es dem Unternehmen untersagt wäre, auf Grund spezifischer Anforderungen im Geschäftsverlauf des Unternehmens von den Verhaltensempfehlungen abzuweichen. Im letzteren Fall kann es auch entgegen der nachfolgenden Entsprechenserklärung in Einzelfällen zu Abweichungen kommen. Solche Abweichungen werden wir auch in künftigen Entsprechenserklärungen jeweils offen legen und erläutern.

Dies vorausgeschickt erklären der Vorstand und Aufsichtsrat der ALEXANDERWERK AG, dass dem Deutschen Corporate Governance Kodex mit Ausnahme nachstehender Abweichungen seit Abgabe der letzten Erklärung entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen werden soll.

Abweichungen:

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Vorstand und Aufsichtsrat jährlich über den Corporate Governance berichten und diesen Bericht in Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlichen sollen. Ferner soll das Unternehmen nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen zum Kodex fünf Jahre lang auf ihrer Internetseite zugänglich halten (3.10). Die ALEXANDERWERK AG plant für das zukünftige Geschäftsjahr erstmals einen Corporate Governance Bericht abzugeben. Auf der Internetseite des Unternehmens sind alle nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen ab dem Jahr 2008 zugänglich.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, regeln (4.2.1). Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten (5.1.2). Betreffend seine eigene Zusammensetzung soll der Aufsichtsrat konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen (5.4.1). Seit Februar 2012 besteht der Vorstand, für die Größe des Unternehmens angemessen, nur aus einer Person, so dass sich eine Geschäftsordnung für den Vorstand erübrigt hat. Entsprechend der Ankündigung, im Falle einer Neubesetzung von Organfunktionen soweit wie möglich Diversity-Aspekten Rechnung zu tragen, ist im Aufsichtsrat nunmehr eine Frau vertreten, was auch der Zielgröße der Gesellschaft entspricht. Die Festlegung einer bestimmten und für alle Mitglieder von Leitungs- und Überwachungsorganen geltenden Altersgrenze erscheint dagegen nicht sachgerecht. In Einzelfällen und bei entsprechender fachlicher Qualifikation sollen auch Personen oberhalb einer Altersgrenze das Amt eines Überwachungsorgans ausfüllen dürfen.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass das Aufsichtsratsplenum die jeweilige Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder festsetzt. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig (4.2.2). Die gegenwärtige Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat periodisch überprüft und gegebenenfalls angepasst. Ein entsprechendes Aufsichtsratsgremium wurde aufgrund der Größe des Unternehmens und des Aufsichtsrates nicht gebildet.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vorstandsvergütung fixe und variable Bestandteile umfassen soll, wobei die variablen Vergütungsbestandteile bestimmte Voraussetzungen erfüllen sollen (4.2.3). Die Vereinbarungen über die variable Vergütung der Vorstände der ALEXANDERWERK AG enthalten keine Regelungen über aktien- oder kennzahlenbasierte Vergütungselemente. Die variable Vergütung wird für alle Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat jährlich neu festgelegt. Auf diese Weise werden eine enge Verbindung zu den aktuellen Geschäftsentwicklungen und eine Optimierung von Anreiz- und Risikowirkung der variablen Vergütung auch zu schlechten Zeiten des Unternehmens angestrebt. Den durch den Kodex empfohlenen Begrenzungen wird dabei entsprochen.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gibt (5.1.3). Der Aufsichtsrat hält bei einer Zahl von 3 Aufsichtsräten eine Geschäftsordnung für entbehrlich.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen (5.3). Die ALEXANDERWERK AG ist der Auffassung, dass bei einem aus nur drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen keinen Beitrag zu einer effizienteren Erledigung der Aufgaben leisten würde.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. (5.4.6). Die bestehende Regelung einer festen Vergütung mit einer variablen, von der Sitzungsanzahl abhängigen Vergütung hat sich bewährt. Bislang wurden die Vergütung und die Beratungsleistungen, insbesondere auch die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden für über seine Tätigkeit als Aufsichtsrat hinausgehende Beratungsleistungen (steuerliche Beratung und Finanzierung) im Geschäftsbericht/Konzernabschluss (bzw. Anhang/Lagebericht) erwähnt. Zukünftig werden diese Leistungen auch im geplanten Corporate Governance Bericht ausgewiesen werden.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass (über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaft hinaus) von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente angegeben wird, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden (6.6). Die Gesellschaft entspricht in vollem Umfang der gesetzlichen Regelung des §15a WpHG. Die Fassung des Wertpapierhandelsgesetzes ist aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft ausreichend, um den internationalen Transparenzrichtlinien zu entsprechen. Von einer genaueren Aufschlüsselung der Anteilsbesitze sehen Vorstand und Aufsichtsrat ab.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, einen Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende und Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen (7.1.2). Die durch den Kodex angestrebten Veröffentlichungsfristen wurden bislang durch die ALEXANDERWERK AG nicht eingehalten, insbesondere weil das Unternehmen einerseits Wert darauf legt, größte Sorgfalt bei der Erstellung ihrer Abschlüsse anzuwenden und andererseits im Rahmen der Restrukturierung unverändert eine Vielzahl von Aufgaben abzuarbeiten waren. Auch in Zukunft wird das Unternehmen diesen Maßstäben treu bleiben, beabsichtigt aber, künftig die in Ziffer 7.1.2 des Kodex genannten Fristen einzuhalten.

Die vorgehend geschilderte Vorgehensweise wird auch für die Zukunft Gültigkeit haben; Änderungen werden umgehend bekannt gemacht.

 

Remscheid, den 20. Dezember 2012

Der Vorstand

Manfred Teichelkamp, Vorstand

Der Aufsichtsrat

Franz-Bernd Daum, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat der Alexanderwerk AG den Vorstand fortlaufend überwacht, aber auch in einer Vielzahl regelmäßiger gemeinsamer Aussprachen den Vorstand begleitet.

In insgesamt 3 Präsenzsitzungen sowie in eiligen Fällen durch mehrere Beschlussfassungen im Umlaufverfahren hat sich der Aufsichtsrat mit der Geschäftspolitik und Unternehmensplanung, dem Gang der Geschäfte, insbesondere mit der Umsatz- und Finanzlage, der Risikoanalyse und dem Risikomanagement, der Compliance und der rechtmäßigen Unternehmensführung, ausgewählten strategischen Sonderthemen sowie der Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung sowie der Zusammensetzung des Vorstands beschäftigt. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig und in kurzen Intervallen über den Gang der Geschäfte sowie über Angelegenheiten von besonderer Bedeutung unterrichten lassen.

In der Aufsichtsratssitzung am 25. April 2012 wurde die Planung für das laufende Geschäftsjahr besprochen und die aktuelle Situation erörtert. Hierbei war Schwerpunkt auch die finanzielle Situation sowie das Finanzierungsverhalten der Banken.

Des Weiteren war Gegenstand der Sitzung der Sachstand der Jahresabschlussprüfungen 2010 und 2011, hier insbesondere die Beendigung der ausstehenden Abschlussprüfung 2010. Die aktuelle Auftragseingangssituation hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Umsatzsituation ist aufgrund von Lieferengpässen der Lieferanten sowie der Liquiditätslage noch unter Plan.

Die Überlegungen zur Kooperation mit anderen Unternehmen auf der strategischen Ebene bildeten einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung.

In der Sitzung vom 30. August 2012 wurde zunächst über die gewonnenen Eindrücke der Messe Achema 2012 gesprochen, so dann wurden die vorläufigen Zahlen des 1. Halbjahres 2012 diskutiert. Ein weiterer Themenkreis bildete die Kooperation mit der Alexanderwerk Produktionsgesellschaft sowie die nach wie vor noch nicht befriedigende Liquiditätslage.

Die personellen Maßnahmen zur Verbesserung der Bearbeitungsqualität und die durch den nicht rechtmäßigen Fortgang einiger Mitarbeiter bei der Service GmbH entstandene Problematik wurden erörtert und Lösungsvorschläge diskutiert.

Weiterer Gegenstand dieser Sitzung bildete die Diskussion etwaiger Vertriebskooperationen in Asien.

Weiteres Thema dieser Aufsichtsratssitzung bildet die Einführung eines betrieblichen Vorschlagswesens.

In der Sitzung vom 16. November 2012 hat der Aufsichtsrat die kurzfristige Erfolgsrechnung per 30. September 2012 diskutiert.

Es zeichnet sich hier ab, dass die Alexanderwerk GmbH trotz der angespannten Liquiditätslage ihre Ziele erreichen wird. Wenn es gelingt, die angearbeiteten Aufträge in diesem Jahr auszuliefern.

Die Alexanderwerk Service wird aufgrund der bestehenden Mitarbeiterproblematik ihre Ziele nicht erreichen.

Weitere Themenkreise bildeten die Kooperation Alexanderwerk Produktions GmbH sowie den Stand der Personalsituation bei der AlexanderwerkService GmbH und der Alexanderwerk GmbH.

Der Jahresabschluss 2010 wurde unter Datum vom 08. Juli 2013 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss 2011 wurde unter Datum vom 17. April 2013 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat und Vorstand stellen fest, dass das letzte Quartal 2012 von einem erheblichen Arbeitsdruck geprägt ist. Es gilt die anstehenden Liefertermine einzuhalten, dies bei nach wie vor angespannter Liquiditätslage.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat keine Ausschüsse gebildet.

Zusammenfassung / Dank für die geleistete Arbeit

Das Jahr 2012 hat sich zwar erneut wieder einmal als sehr schwierig erwiesen, jedoch konnte aufgrund der Auftragslage und einer deutlich zu vernehmenden verbesserten Motivation und dem Einsatz des Führungsteams zum ersten Mal seit einer langen Reihe von Jahren ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaftet werden.

Unsere Erwartung, dass die Gesundung des Unternehmens voranschreitet, hat sich erfüllt und es gibt uns allen Ansporn für die Zukunft diesen Weg fortzusetzen. Durch konsequenten Einsatz aller verfügbaren Kräfte wird und werden wir auch die in den Folgejahren bevorstehenden Herausforderungen bewältigen.

Der Aufsichtsrat dankt dem amtierenden Vorstand, den Geschäftsführungen der Tochtergesellschaften und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Alexanderwerk AG sowie deren Tochtergesellschaften für die erneute große Einsatzbereitschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Wie der Vorsitzende des Aufsichtsrats im Rahmen der Teilnahme an verschiedenen Versammlungen und Gesprächen feststellen konnte, hat sich trotz aller internen Schwierigkeiten eine weitere verbesserte Grundstimmung ergeben. Es ist eine Freude zu sehen, wie das Team der positiv denkenden und besonders engagierten Mitarbeiter immer größer wird.

Wir hoffen, im Sinne aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und aller Aktionärinnen und Aktionäre, das Unternehmen auf baldigen Erfolgskurs zu bringen.

 

Remscheid, den 03. November 2013

Franz-Bernd Daum, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Nachtrag zu den Berichten des Aufsichtsrats über die Tätigkeit in den Geschäftsjahren 2010, 2011 und 2012

Wie im Einzelnen in den Berichten des Aufsichtsrats für die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 ausgeführt, konnte die Feststellung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses jeweils während des Berichtszeitraums nicht erfolgen, weil die jeweilige Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war.

Die Prüfung der Jahresabschlüsse und der Konzernabschlüsse der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010, 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2012 konnte erst im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossen werden.

In diesem Zusammenhang erstattet der Aufsichtsrat - einheitlich für die Berichte des Aufsichtsrats über die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 folgenden Nachtragsbericht:

"Der Aufsichtsrat nimmt die mit der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung verbundenen Aufgaben als Plenum war. Da der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, hat er keine Ausschüsse gebildet.

In der Sitzung am 02. April 2014 (Bilanzaufsichtsratssitzung) hat sich der Aufsichtsrat mit dem - nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten - Jahresabschluss und dem - nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie ergänzend den nach § 315a Abs. 1 HGB anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten - Konzernabschluss sowie dem Lagebericht/Konzernlagebericht und dem erläuternden Bericht zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5, 315 Abs. 4 HGB für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2010, 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2012 (einschließlich der Prüfungsberichte des bestellten Abschlussprüfers) befasst.

Der Aufsichtsrat hat sämtliche vorstehenden Unterlagen durch Einsichtnahme in die Bücher eigenständig geprüft und gebilligt, das Ergebnis seiner Prüfung innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von vier Wochen dem Vorstand zugeleitet und damit die Jahresabschlüsse für die Geschäftsjahre zum 31. Dezember 2010, 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2012 festgestellt. Der Abschlussprüfer Trusted Advice AG, Düsseldorf, hat an der Sitzung des Aufsichtsrats am 2. April 2014 teilgenommen, dem Aufsichtsrat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für Rückfragen zur Verfügung.

Soweit § 175 Abs. 2 AktG einen erläuternden Bericht zu den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5, 315 Abs. 4 HGB vorsieht, schließt sich der Aufsichtsrat dem jeweiligen Bericht des Vorstandes an und macht sich die dortigen Ausführungen zu Eigen.

Nach eigener Prüfung des jeweiligen Jahresabschlusses, des jeweiligen Konzernabschlusses, des jeweiligen Lageberichts und des jeweiligen Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Auch für ihn haben sich keine Einwendungen ergeben. Zweifel an der Richtigkeit der vom Abschlussprüfer gefundenen Ergebnisse kamen nicht auf, sodass eine über die jeweilige Jahresabschlussprüfung und die jeweiligen Aufstellung des Jahresabschlusses hinausgehende Prüfung nicht geboten war."

 

Remscheid, den 08. Mai 2014

Franz-Bernd Daum, Vorsitzender des Aufsichtsrates