Alexanderwerk AG

Remscheid

Konzernzwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2016

Konzernzwischenlagebericht der Alexanderwerk AG für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Der Alexanderwerk-Konzern ist eine international tätige Unternehmensgruppe des Maschinenbaus mit einer traditionsreichen Marke. Wir bedienen anspruchsvolle Nischenmärkte mit technologisch hoch entwickelten Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren unterschiedlichster Stoffe für diverse Anwendungsbereiche, insbesondere für die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Grundstoffindustrie. Zum Leistungsprogramm gehören ebenfalls ganzheitliche Systeme und die entsprechenden Softwarelösungen sowie Servicedienstleistungen.

Die börsennotierte Alexanderwerk AG in Remscheid fungiert nach den in den Jahren 2010 und 2011 erfolgten Ausgründungen der operativen Geschäftsbereiche mittelbar über die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG als reine Führungs-Holding für die folgenden Konzerngesellschaften:

Die Alexanderwerk GmbH ist für das operative Geschäft innerhalb der Holding verantwortlich, welches sich in Konstruktion und Entwicklung, Einkauf, Qualitätsmanagement, Montage sowie Vertrieb der Maschinen aufteilt. Sie wickelt ebenfalls das Service- und Ersatzteilgeschäft der Gruppe ab. Die Alexanderwerk Inc. mit Sitz in Montgomeryville, PA, USA, wickelt den Verkauf von Neumaschinen, Ersatzteilen und Servicedienstleistungen für den US-amerikanischen Markt ab.

Die Produktion der meisten mechanischen Teile erfolgt durch die Alexanderwerk Produktions GmbH, an der wir mit 25 % beteiligt sind. Die Alexanderwerk Produktions GmbH wird at equity bilanziert.

Die Weltwirtschaft entwickelte sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2016 eher verhalten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte im ersten Halbjahr lediglich eine moderate Steigerung von 1,1 % weltweit gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Diese Eintrübung lässt sich nicht zuletzt auch auf die zahlreichen Krisenherde weltweit zurückführen.

Insbesondere in den für die Alexanderwerk-Gruppe wichtigen Exportländern China (+3,6 %), Indien (+9,5 %) und den USA (+3,4 %) wurden weiterhin hohe Zuwachsraten erzielt.

Auch im Euro-Raum hat sich die Wirtschaft im Laufe des ersten Halbjahres 2016 weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Gemeinschaftsgebiet um real 2,0 % im Vergleich zum Vorjahresstichtag 30. Juni 2015. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erholung der gesamtwirtschaftlichen Situation in Südeuropa. Die deutsche Konjunktur startete stabil in das Jahr 2016. Das Wirtschaftswachstum im Inland verlief im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres solide. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt konnte real um 1,0 % gesteigert werden.

Der deutsche Maschinenbau konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2015 lediglich einen realen Zuwachs von 1 % verzeichnen. Dieser Zuwachs gilt gleichermaßen für die Inlands- sowie für die Auslandsnachfrage. Während die Bestellungen aus den Nicht-Euro-Ländern ihr Vorjahresniveau um drei Prozent verfehlten, konnten die Aufträge aus den Euro-Partnerländern erheblich um 15 Prozent zulegen.

Der Umsatz der Branche konnte sich 2015 noch einmal auf rund EUR 218 Milliarden erhöhen, was einem weiteren Zuwachs von ca. 2,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

2. Meilensteine im ersten Halbjahr 2016

Die Alexanderwerk Gruppe konnte nach einem zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2015 im ersten Halbjahr 2016 den positiven Trend fortsetzen.

Der Konzernüberschuss zum 30. Juni 2016 betrug T€ 1.077 (Vorjahr: T€ -201).

Der Auftragseingang bei den Neumaschinen lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit T€ 10.869 um 23,9 % über dem Vorjahreswert von T€ 8.771. Auf das Segment USA entfielen davon T€ 688 (Vorjahr: T€ 1.826). Der Auftragseingang im Ersatzteil- und Servicebereich in Höhe von T€ 2.716 (Vorjahr: T€ 2.689) stieg im Berichtszeitraum um 1,0 %. Auf das Segment USA, welches von Alexanderwerk Inc. betreut wird, entfielen davon T€ 1.022 (Vorjahr: T€ 930).

Die einzelnen Konzerngesellschaften haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Die Alexanderwerk GmbH als operative Gesellschaft der Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2016 einen Überschuss von T€ 901 (Vorjahr: T€ -1.579) verbuchen. Der Erfolg lässt sich auf ein gesundes Auftragswachstum sowohl im Neumaschinenkerngeschäft als auch bei den Ersatzteilen und Servicedienstleistungen sowie gutes Kostenmanagement in der Auftragsabwicklung zurückführen.

Im März 2016 erhielt die Alexanderwerk GmbH vom Land Nordrhein-Westfalen die Auszeichnung "Germany at its Best NRW" im Bereich Technologie und Innovation. Damit wurden die Qualität und der Stellenwert der von Alexanderwerk entwickelten Produkte und Problemlösungen gewürdigt.

Im April 2016 erhielt die Gesellschaft darüber hinaus den "Industriepreis 2016 - Best of 2016" in der Kategorie Produktionstechnik & Maschinenbau. Ausgezeichnet wurde die Entwicklung einer WP 120 mit Automatischem Granuliersystem (AGS) und der Möglichkeit der Steuerung über Mobiltelefon bzw. Tablet PC (Easy Control).

Im Mai 2016 konnte die Alexanderwerk GmbH zudem den Zuschlag für Fördergelder über ein AiF-Förderprojekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten. Dieses auf zwei Jahre bemessene Projekt im Bereich der Walzenkompaktierung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V. (IUTA) in Duisburg durchgeführt.

Ein weiterer Antrag zu einem Fördermittelprojekt mit Partnern aus Industrie und Forschung befindet sich zudem in der Vorbereitung und soll noch in diesem Jahr zur Prüfung eingereicht werden.

Die auf dem derzeit unruhigen amerikanischen Markt tätige Alexanderwerk Inc. konnte hingegen im ersten Halbjahr 2016 nicht an den positiven Vorjahreszeitraum anknüpfen. Sie erzielte nach umgerechnet T€ 155 im 1. Halbjahr 2015 mit T€ -168 ein negatives Ergebnis zum 30. Juni 2016. Dennoch rechnet die Geschäftsführung der Alexanderwerk Inc. im zweiten Halbjahr 2016 mit einer Belebung des amerikanischen Marktes, welche sich in der Folge auch auf das Ergebnis der Gesellschaft positiv auswirken wird.

Auch die Alexanderwerk AG konnte zum 30. Juni 2016 kein positives Ergebnis erzielen. Dennoch verlief das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit T€ -58 positiver als der Vergleichszeitraum im Vorjahr (T€ -272). Die Kooperations- und Beteiligungsstrategien wurden auch in 2016 durch Vorstand und Aufsichtsrat weiter verfolgt. Gemeinsam mit starken Partnern, mit denen bereits intensive Gespräche geführt wurden, soll mittelfristig die Marktposition des Konzerns gefestigt und deutlich ausgeweitet werden.

Zum Konzernhalbjahresergebnis trugen ebenfalls die AlexanderwerkService GmbH, die Alexanderwerk Verwaltungs GmbH sowie die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG bei.

Die Alexanderwerk Produktions GmbH, an welcher die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist, wird in den Konzernzwischenabschluss mittels der Equity-Methode einbezogen. Sie erzielte im ersten Halbjahr 2016 ein Ergebnis von T€ 645 (Vorjahr: T€ 169). Umgekehrt hält die Alexanderwerk Produktions GmbH inzwischen 20,04 % der Aktienanteile an der Alexanderwerk AG. Damit wurde die gegenseitige Partnerschaft beider Gesellschaften weiter bestärkt.

3. Wirtschaftliche Lage des Konzerns

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 erzielte der Alexanderwerk Konzern einen Jahresüberschuss von T€ 1.077 nach T€ -201 im Vorjahr.

Ertragslage

Im Laufe des ersten Halbjahres 2016 konnte die positive Ertragsentwicklung der Vorjahre im Alexanderwerk Konzern weiter fortgesetzt werden. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse T€ 10.217, Bestandsveränderungen T€ 1.783, Eigenleistungen T€ 0) erhöhte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 nach T€ 7.818 im Vorjahreszeitraum um 53,5 % auf T€ 12.001. Auf das Segment USA entfielen T€ 1.767 vom Gesamtumsatz (im Vorjahr: T€ 1.333). Das entspricht etwa 17,3 % (im Vorjahr: 17,0 %) des Konzernumsatzes. Das EBIT (Earnings before interest and taxes) betrug zum 30. Juni 2016 T€ 1.762 nach T€ 185 im Vorjahr, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit T€ 1.712 nach T€ -40 im Vorjahr. Damit konnten die Erwartungen an Umsatz und EBIT im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2016 erfüllt werden.

Der Materialaufwand im Konzern beträgt zum Halbjahresbilanzstichtag 2016 T€ 5.275 (Vorjahr: T€ 2.973). Die deutliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahreszeitraum lässt sich auf die ebenfalls deutlich gestiegenen Umsatzerlöse und die damit verbundene Mehrproduktion zurückführen. Relativ gesehen gab es ebenfalls eine Erhöhung der Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung. Nach 38,0 % im Vorjahr beträgt diese im laufenden Geschäftsjahr zum 30. Juni 2016 44,0 %, was auf einen veränderten Produktmix im Neumaschinengeschäft zurückgeführt werden kann.

Der Personalaufwand im Konzern veränderte sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 um T€ 293 auf T€ 3.013 nach T€ 2.720 im Vorjahreszeitraum.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns lagen mit T€ 2.105 in den ersten beiden Quartalen 2016 um T€ 186 über dem Vorjahreswert von T€ 1.919. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen daraus, dass durch den höheren Umsatz absolut höhere Kosten der Warenabgabe angefallen sind, als im Vorjahresvergleichszeitraum 2015.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich im Berichtszeitraum erstes Halbjahr 2016 insgesamt von T€ -225 auf T€ -174 verbessert. Dies ist vor allem auf den Aufbau eines Liquiditätspuffers sowie verbesserte Finanzkonditionen zurückzuführen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme zum Stichtag 30. Juni 2016 ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2015 um T€ 447 auf T€ 14.232 gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf den durch den positiven Auftragseingang bedingten Anstieg der Vorräte in Form von unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen.

Die aktiven latenten Steuern haben sich nach T€ 175 zum Jahresende 2015 auf T€ 48 zum Halbjahresbilanzstichtag verringert.

Nach Berücksichtigung des Konzernhalbjahresüberschusses von T€ 1.077 sowie weiterer erfolgsneutraler Veränderungen ergibt sich ein positives Konzerneigenkapital von T€ 1.607 (31.12.2015: T€ 563) und eine Eigenkapitalquote von ca. 11,3%.

Das langfristige Fremdkapital des Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 um T€ 149 auf T€ 2.443. Dieser Effekt resultiert in erster Linie aus der weiteren Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten bei der Alexanderwerk Inc.

Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2016 bestehen im Konzern Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristige Finanzschulden) in Höhe von T€ 3.263 (31.12.2015: T€ 3.315), von denen T€ 2.871 (31.12.2015: T€ 2.820) innerhalb eines Jahres bis zum 30. Juni 2017 fällig sind.

Die Liquiditätslage des Konzerns hat sich in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2016 weiter erholt. Insgesamt wird die Liquidität im Alexanderwerk-Konzern über unterschiedliche Kreditlinien sichergestellt, welche von den operativen Gesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. gehalten werden. Diese Linien waren im Verlauf des ersten Halbjahres 2016 unterschiedlich stark beansprucht, was sich durch saisonale Schwankungen im Geschäft sowie in der Höhe unterschiedliche Anzahlungen ergibt. Im Geschäftsjahr 2015 war es gelungen, die Kreditlinie der Alexanderwerk GmbH mit der Nationalbank AG über einen Betrag von T€ 1.000 sowie die gesamte Linie bei der Stadtsparkasse Remscheid in Höhe T€ 400 unbefristet zu verlängern. Alle anderen Kreditlinien im Konzernverbund haben jeweils Laufzeiten bis zu einem Jahr. Derzeit finden Gespräche mit den Hausbanken statt, welche die Verlängerung der befristeten Finanzierung und einen Ausbau der für das Kundengeschäft wichtigen Avallinie verfolgen.

Alexanderwerk konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 alle finanziellen Verpflichtungen ordnungsgemäß bedienen. Für die Zukunft ist der sukzessive Aufbau von weiteren finanziellen Rücklagen und damit von zusätzlicher Liquidität - einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf unterstellt - konzernweit vorgesehen, um auch weiterhin den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Die Zahlungsmittel des Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2016 gegenüber dem Geschäftsjahresende 2015 von T€ 883 auf T€ 590 verringert.

Der Gesamt Cash-Flow im Alexanderwerk Konzern beträgt im ersten Halbjahr 2016 T€ -365.

Weiterer Ausblick und Chancen

Die Märkte Europa, Asien und Nordamerika mit einem konzernweiten Anteil von mehr als 90 % am Gesamtumsatz unterliegen nach wie vor einer strukturierten, kontinuierlichen und nachhaltigen Bearbeitung durch den Vorstand sowie die Vertriebsmitarbeiter der Tochtergesellschaften. In Asien gehen wir auch weiterhin von einem Wachstumspotenzial und interessanten Perspektiven aus. Das im vergangenen Geschäftsjahr 2015 neu gegründete Representative Office in Shanghai trägt bereits jetzt positiv zur Entwicklung der Marktposition speziell in China bei.

Wir planen für das positiv gestartete Jahr 2016 derzeit mit einer moderaten Ergebnissteigerung der wirtschaftlichen Kenngröße EBIT gegenüber dem Vorjahr 2015 im gesamten Alexanderwerk Konzern, vorausgesetzt, dass die Entwicklung bei den Tochtergesellschaften, speziell die Entwicklung des Auftragseingangs, welcher dann zu Umsatz führt, nicht durch unerwartete Einflüsse beeinträchtigt wird. Entscheidend für die Zielerreichung sind dabei stets die Auslieferungssituation im 4. Quartal des jeweiligen Geschäftsjahres sowie mögliche kurzfristige Sondereffekte, welche in unserer Planung erst kurzfristig berücksichtigt werden können. Nach derzeitigem Stand sind der Geschäftsleitung solche Sondereffekte, welche das Ergebnis in 2016 eintrüben könnten, nicht bekannt, so dass man davon ausgehen kann, dass sich der Umsatz und daraus folgend die Liquiditätssituation in 2016 weiter positiv entwickeln.

Unsere Aktivitäten sind weiterhin auf ein internes, organisches Wachstum der operativen Gesellschaften gerichtet, welches dazu beitragen soll, die Liquiditätssituation in den einzelnen Gesellschaften und damit in Summe im Konzern sukzessive zu verbessern. Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt an verschiedenen Kooperationsprojekten sowie einer erhöhten Marktpräsenz in den Schlüsselmärkten.

4. Risiken und Risikomanagement

Der Vorstand hat gemäß der gesetzlichen Verpflichtung in § 91 Abs. 2 AktG geeignete Maßnahmen getroffen, insbesondere ein für die Größe unserer Gesellschaft angemessenes Überwachungssystem eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft bzw. deren Tochtergesellschaften gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Wie in der Vergangenheit lag der Fokus dieses Systems im Wesentlichen auf den bestandsgefährdenden Risiken 'Fortführung der Unternehmenstätigkeit' sowie 'Erhaltung der Liquidität'; andere Risiken waren für die Alexanderwerk AG und den Alexanderwerk-Konzern demgegenüber von einer deutlich verminderten Relevanz und hatten keine oder kaum praktische Bedeutung.

Die von Vorstand und Aufsichtsrat zur Bewältigung der bestandsgefährdenden Risiken im Rahmen der Restrukturierung der Alexanderwerk Gruppe 2010 getroffenen Maßnahmen und Kennzahlen werden derzeit in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und stellen ein wichtiges Standbein für die Sicherung und den Bestand des Alexanderwerk Konzerns sowie der Alexanderwerk AG dar. Die laufende Bewertung und Dokumentation der erfassten Risiken wird im Geschäftsjahr 2016 beginnen.

Im Zuge laufender Geschäftsleitungs- und Führungskreistreffen werden insbesondere die Risikobereiche Liquidität, Qualität und Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang, Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit nahestehenden Personen erörtert und erforderliche Maßnahmen vereinbart. Die Ergebnisse werden laufend protokolliert und deren Umsetzung bei den nächsten Treffen überprüft.

Unsere Risikopolitik besteht unverändert darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert und vom Management entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur umgesetzt. So erfassen und bewerten wir Risiken monatlich durch die jeweiligen Geschäftsführungen und spiegeln diese im Risikocontrolling dem Vorstand wider. Damit wurde ein Überwachungssystem eingerichtet, welches die Erkennung, die Analyse und die Kommunikation bestandsgefährdender Risiken und ihre Veränderungen sicherstellt.

Verschiedene Risiken könnten die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und das Ergebnis stark beeinflussen. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren sehen wir uns noch weiteren Risiken ausgesetzt, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar für vernachlässigbar halten, die aber unser Geschäft ebenfalls beeinflussen können.

Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken und -chancen

Mögliche Risiken für die künftige Entwicklung des Alexanderwerk-Konzerns resultieren im Wesentlichen aus konjunkturellen und politischen Einflüssen in den relevanten Märkten, insbesondere in Osteuropa, dem Nahen Osten, Asien und den USA.

Besondere Kompetenzen hat die Gesellschaft im Chemie- und Pharmabereich, deren wirtschaftliche Entwicklungen damit von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft sind. Beide Branchen werden prognostisch international weiterhin wachsen. Die operativen Gesellschaften sind weltweit aktiv, wobei der nordamerikanische Markt durch die Alexanderwerk Inc. bearbeitet und beliefert wird.

Besondere Chancen sehen wir im Ausbau unserer Märkte explizit im Nahen Osten, in Asien und in Südamerika. Die verbesserte Kundennähe sowie direkte Ansprache- und Zugriffsmöglichkeiten sollten zudem die Marktposition in diesem Bereich positiv beeinflussen.

Die Zusammenführung des Neumaschinen-, Service- sowie Ersatzteilgeschäfts innerhalb des Geschäftsjahres 2015 in der Alexanderwerk GmbH ermöglichte die effektive Zusammenarbeit beider Vertriebsbereiche. Diese Synergie schlägt sich bereits jetzt positiv auf die Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz in der Alexanderwerk-Gruppe aus und führt zu einer verbesserten Cash-Flow-Situation innerhalb des Konzerns. Der Entfall des vorherigen Intercompany-Geschäftes sorgt zudem für zusätzliche Kapazitäten.

Technologische Chancen sehen wir im Ausbau unserer nationalen und internationalen Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Diese helfen der Alexanderwerk-Gruppe auch zukunftsorientiert die Produkte weiterzuentwickeln, um so nachhaltig den Anforderungen der verschiedenen Märkte gerecht zu werden.

Auftrags- und Beschaffungsrisiken

Das Kerngeschäft des Alexanderwerk-Konzerns ist das Projektgeschäft mit Neumaschinen im Pharma- und Chemiebereich. Dadurch besteht die Notwendigkeit, permanent neue Projekte zu akquirieren. Wir wirken daraus entstehenden Risiken entgegen, indem wir langjährige und dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Dadurch ist es uns gelungen, unseren Umsatz mit namhaften Bestandskunden zu erwirtschaften und darüber hinaus unseren internationalen Kundenkreis zu erweitern. Darüber hinaus ist Alexanderwerk bestrebt neue Märkte für den Absatz zu erschließen und aufzubauen.

Preisänderungsrisiken wirken wir dadurch entgegen, dass wir einkaufsseitig mit Rahmenverträgen und stetiger Konditionenkontrolle (Ausschreibungen und Einholung von Vergleichsangeboten der jeweiligen Wettbewerber) arbeiten. Mögliche Beschaffungsrisiken wird darüber hinaus durch eine kontinuierliche Bewertung der bestehenden Lieferanten begegnet.

Technik- und Anlagenrisiken

Technische Risiken können sich aus der technologischen Komplexität der Projekte ergeben. Hierzu gibt es stets eine enge Abstimmung mit dem Kunden. Basisversuche in unseren Laboren in Deutschland, den USA und in China bilden zudem die Grundlage für verfahrenstechnische Aussagen und Kapazitätsgarantien gegenüber unseren Vertragspartnern. Zusätzlich wirken wir möglichen Verfahrens- und Prozessrisiken durch den Einsatz eines Vier-Augen-Systems in der Verfahrenstechnik und auch im Konstruktionsbereich entgegen. Nationale und internationale Forschungskooperationen und -partnerschaften stärken und sichern zukunftsorientiert zudem das Know-How der Alexanderwerk Gruppe.

Personalrisiken

Ein weiterer Schlüssel für die erfolgreiche weitere Umsetzung des Sanierungskonzeptes und die Unternehmensfortführung sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ist weiterhin ein Kernanliegen der Unternehmensleitung.

Da in allen Geschäftsbereichen das Know-how der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist, ergeben sich daraus potenzielle Risiken, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unseren Mitarbeitern marktgerechte Gehälter zahlen und ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen. Zudem bilden wir Mitarbeiter aus und übernehmen diese im Regelfall am Ende ihrer Ausbildungszeit. Hinzu kommen Aspekte wie die Schaffung von nachhaltiger Arbeitssicherheit durch das Erwirtschaften operativer Gewinne sowie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns betreffen im Wesentlichen Liquiditätsrisiken, daneben Ausfall- und Zinsrisiken.

Auch im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 lag der zentrale Schwerpunkt der Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand auf der Sicherstellung der Liquidität sowie der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Alexanderwerk-Gruppe. Besonderes Augenmerk im Rahmen des Risikomanagements wird daher auf die Liquiditätssteuerung und -kontrolle gelegt. Die Überwachung der Liquidität erfolgt mittels einer rollierenden wöchentlichen Finanzplanung und -analyse. Darüber hinaus wird quartalweise im Rahmen des Reporting an Kreditinstitute eine mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung herausgegeben, welche die künftige Entwicklung der finanziellen Mittel über einen Zeitraum von mehreren Monaten beurteilt.

Die vereinbarten Kreditlinien bei den Hausbanken wurden in den letzten Geschäftsjahren von T€ 1.100 auf T€ 2.400 ausgeweitet und T€ 1.400 bis auf weiteres sowie T€ 1.000 bis in die zweite Hälfte des Jahres 2016 verlängert. Derzeit werden mit den Kreditgebern umfangreiche Gespräche bezüglich der Verlängerung des befristeten Anteils geführt. Darüber hinaus ist der Ausbau der Avallinien, welche für das Projektgeschäft von Bedeutung sind, geplant.

Insgesamt konnten dadurch finanzielle Mittel für die weitere Stabilisierung und die Fortführung des Konzerns bereitgestellt werden. Bezüglich einer Anschlussfinanzierung fanden bereits umfangreiche Gespräche mit weiteren Kreditinstituten statt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft nach Beschluss durch die Hauptversammlung am 22. Dezember 2015 nun die Möglichkeit, liquide Mittel aus der Neuausgabe von 900.000 Namensaktien zu generieren. Diese Möglichkeit ist bis zum 1. Dezember 2020 gegeben.

Auf Grund des Projektgeschäfts sind insbesondere die Tochtergesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. darauf angewiesen, Aufträge vorfinanzieren zu können. Die notwendige Liquidität für den Konzern wird wesentlich durch die operativ tätigen Tochtergesellschaften gemeinsam gestellt.

Insgesamt haben sich die Liquiditätsrisiken auch im ersten Halbjahr 2016 weiter vermindert. Um dauerhaft erfolgreich am Markt agieren zu können, ist jedoch der planmäßige Zufluss an liquiden Mitteln aus der operativen Tätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit notwendig.

Da die Alexanderwerk AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften ausschließlich in Euro fakturieren, verbleiben mögliche Währungsrisiken allenfalls bei der US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar werden von uns zurzeit nicht vorgenommen.

Ausfallrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen werden die Entwicklung des Forderungsbestandes und die Forderungsstruktur permanent durch die Gesellschaften kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Das Forderungsmanagement als integrierter Bestandteil des Risikomanagements wurde ausgebaut.

Die überwiegende Zahl unserer Kunden sind langjährig überaus erfolgreiche, international tätige Unternehmen, die auch in konjunkturellen Krisenzeiten finanziell sehr stabil sind. Dadurch verringert sich grundsätzlich das Ausfallrisiko von Forderungen. Zur Beurteilung des Ausfallrisikos werden für Neukunden Informationen über deren Bonität eingeholt, bei Bestandskunden in gewissen Abständen. Die gewonnenen Ergebnisse werden beim Eingehen von Leistungsbeziehungen berücksichtigt. Mit Neukunden im Ausland wird anteilige Vorauskasse vereinbart. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe der bilanzierten Forderungen.

Zinsrisiken

Zinsrisiken resultieren aus Änderungen des Marktzinsniveaus, die sich auf die Höhe der Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten und auf die Abzinsung von langfristigen Rückstellungen auswirken.

Es bestehen Zinsänderungsrisiken durch die Ausnutzung der Kontokorrentkreditlinien bei den einzelnen Gesellschaften.

Den Zinsrisiken wird soweit möglich durch stetige Beobachtung des Marktes, Verhandlungen mit den kreditgebenden Banken sowie durch manuelles Pooling von Kontokorrentkonten entgegengewirkt.

Bestandsgefährdende Risiken

Der Bestand der Alexanderwerk AG und des Alexanderwerk-Konzerns ist aufgrund der geringen Liquidität weiter gefährdet. Die Liquiditätsplanungen der Gesellschaften weisen bei stabilem Geschäft im Finanzierungsverbund des Konzerns eine ausreichende Liquiditätssituation aus. Jedoch ist ungewiss, ob bei einem nicht nur unwesentlichen Unterschreiten der Umsatz- und Ertragserwartungen sowie der zu erwartenden Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Auswirkungen durch sichernde Maßnahmen, insbesondere aber durch Liquiditätszuschüsse von Eigen- und Fremdkapitalgebern kompensiert werden können. Ob gegebenenfalls die Eigen- oder Fremdkapitalgeber dazu bereit sein würden, vermag der Vorstand derzeit nicht zu beurteilen.

Weitere erhebliche, bestandsgefährdende Risiken, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Alexanderwerk AG oder des Alexanderwerk-Konzerns auswirken könnten, bestehen unseres Erachtens aus heutiger Sicht nicht.

Wir haben alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, die aus unserer Sicht notwendig sind, um solche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Für den Alexanderwerk-Konzern ist der Schutz der Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges Unternehmensziel. Wir leisten deshalb seit Jahren durchlaufende Fortentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Gesamtaussage

Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in den zukünftigen Investitionsverhalten unserer Kunden und der weiteren Entwicklung der Auslandsmärkte, insbesondere in den Krisenländern. Als kritisch einzuschätzen ist vor allem die Entwicklung auf dem russischen wie auch dem ukrainischen Markt, welche jeweils durch bestehende Handelsembargos beziehungsweise Instabilität geprägt sind.

Die Grundsteine für die Bewältigung der künftig anstehenden Risiken sind gelegt, wenngleich der Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns von der weiterhin planmäßigen Umsetzung des Sanierungskonzeptes abhängig ist.

5. Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraumes

Sonstige Ereignisse nach dem Berichtszeitraum, die Auswirkungen auf die im Konzernzwischenabschluss sowie im Konzernzwischenlagebericht dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, lagen nicht vor.

6. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen (Meldung gem. § 21 WpHG)

Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer Mitteilung an die Gesellschaft. Im 1. Halbjahr 2016 sowie im Zeitraum bis zur Abschlussfertigstellung im September 2016 sind der Alexanderwerk AG die folgenden Mitteilungen bekanntgemacht worden:

Remscheid, 07.01.2016

Korrektur einer Veröffentlichung vom 30.12.2015:

Herr Manfred Teichelkamp hat uns gemäß § 26 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG, Remscheid, Deutschland am 18.12.2015 die Schwelle von 10% unterschritten hat und an diesem Tag 6,26% (das entspricht 112.714 Stimmrechten) betragen hat. Für die Hauptversammlung am 22.12.2015 werden die Stimmrechte von Herrn Martin Dietze Herrn Manfred Teichelkamp gemäß § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Nach der Hauptversammlung beträgt der Gesamtstimmrechtsanteil von Herrn Teichelkamp an der Alexanderwerk AG 0,04 % der Stimmrechte (das entspricht 713 Stimmrechten).

Herr Manfred Teichelkamp hat uns am 06.01.2016 mitgeteilt, dass er die Stimmrechtsmitteilung über den von ihm gehaltenen Stimmrechtsanteil von 0,04% vom 23.12.2015 zurücknimmt.

Remscheid, 12.01.2016

Die Alexanderwerk Produktions GmbH, Remscheid, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 11.01.2016 im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10%-Schwelle oder einer höheren Schwelle vom 18.12.2015 über Folgendes informiert: 'Wir haben am 18. Dezember 2015 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Alexanderwerk Produktions GmbH an der Alexanderwerk AG, Remscheid, Deutschland, ISIN: DE0005032007, am 18. Dezember 2015 die Schwellen von 10%, 15% und 20% überschritten und an diesem Tag genau 20,04% (das entspricht 360.760 Stimmrechten) betragen hat. Ergänzend hierzu teilen wir Ihnen gem. § 27a Abs. 1 WpHG folgende Informationen mit: Die Investition dient der Erzielung von Handelsgewinnen und Vermögensanlagen. Wir beabsichtigen innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen. Eine Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten streben wir derzeit nicht an. Eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Alexanderwerk AG, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik streben wir ebenfalls nicht an. Der Erwerb der Stimmrechte wurde aus Eigenmitteln finanziert.


Remscheid, den 7. September 2016

Alexanderwerk AG

Dr.-Ing. Alexander Schmidt

- Vorstand -

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016

in € 1.1.2016 bis 30.6.2016 1.1.2015 bis 30.6.2015
angepasst
Umsatzerlöse 10.217.372 7.838.660
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 1.783.206 -21.053
Aktivierte Eigenleistungen 0 0
Gesamtleistung 12.000.578 7.817.607
Sonstige betriebliche Erträge 342.015 186.898
Materialaufwand

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.059.979 -2.784.938
Aufwendungen für bezogene Leistungen -215.387 -187.580

-5.275.366 -2.972.518
Personalaufwand

Löhne und Gehälter -2.578.230 -2.410.667
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -435.039 -309.260

-3.013.268 -2.719.927
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -186.994 -208.051
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.104.768 -1.919.119
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 1.762.197 184.890
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 123.284 0
Zinsen und ähnliche Erträge 82 32.488
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -173.708 -257.611
Finanzergebnis -173.625 -225.123
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.711.855 -40.233
Steuern von Einkommen und Ertrag -634.636 -160.993
Konzernjahresüberschuss (VJ.: Konzernjahresfehlbetrag) 1.077.220 -201.226
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter
0 0
Ergebnisanteil der Aktionäre der Alexanderwerk AG 1.077.220 -201.226
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 0,60 -0,11
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 1.800.000 1.800.000

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

in € 1.1.-30.6.2016 1.1.-30.6.2015
angepasst
Konzernjahresüberschuss 1.077.220 -201.226
Sonstige Eigenkapitalposten

Posten, die unter bestimmten Umständen in die Gewinn- Verlustrechnung umgegliedert werden

Währungsumrechnungsdifferenzen -33.029 -140.581
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 0
Latente Steuern hierauf 0 0

0 0
Summe sonstige Eigenkapitalposten -33.029 -140.581
Gesamtergebnis 1.044.191 -341.807
davon nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnen 0 0
davon den Aktionären der Alexanderwerk AG zuzurechnen 1.044.191 -341.807
Gesamtergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 0,58 -0,19
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 1.800.000 1.800.000

Konzernbilanz nach IFRS zum 30. Juni 2016

Aktiva

in € 30.6.2016 31.12.2015
Langfristiges Vermögen

Immaterielle Vermögenswerte

Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 1.071 2.653
Entwicklungskosten 254.625 270.092

255.696 272.745
Sachanlagen

Grundstücke und Bauten 30.410 31.659
Technische Anlagen und Maschinen 1.758.231 2.005.215
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217.690 239.691

2.006.331 2.276.565
Finanzanlagen

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 568.852 445.568

568.852 445.568
Latente Steuern 48.451 175.328
Summe Langfristiges Vermögen 2.879.329 3.170.206
Kurzfristiges Vermögen

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 428.300 423.594
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.474.499 3.322.780
Fertige Erzeugnisse und Waren 965.603 625.024
Geleistete Anzahlungen 76.542 25.344

5.944.944 4.396.742
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.848.145 4.338.170
Ertragsteuerforderungen 95.279 56.039
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 874.919 940.158
Zahlungsmittel 589.689 883.348

5.408.033 6.217.716
Summe Kurzfristiges Vermögen 11.352.976 10.614.457

14.232.305 13.784.663

Passiva

in € 30.6.2016 31.12.2015
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 4.680.000 4.680.000
Kapitalrücklage 525.172 525.172
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis -3.816.781 -4.894.001
Sonstige Eigenkapitalposten 219.023 252.052
Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern 0 0

1.607.414 563.223
Langfristige Verbindlichkeiten

Pensionsrückstellungen 2.050.136 2.097.052
Langfristige Finanzschulden 392.563 494.720

2.442.699 2.591.772
Kurzfristige Verbindlichkeiten

Übrige kurzfristige Rückstellungen 469.804 555.008
Kurzfristige Finanzschulden 2.870.536 2.819.897
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.135.654 4.606.334
Ertragsteuerschulden 1.028.614 771.027
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.677.585 1.877.402

10.182.192 10.629.668

14.232.305 13.784.663

Segmentberichterstattung & Kapitalflussrechnung nach IFRS

Segmentberichterstattung

in T€ Umsatzerlöse Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit Auftragsbestand
1.1.-30.6.2016


Segment Deutschland 9.671 1.895 9.388
Segment USA 1.767 -128 1.278
Holdinggesellschaften 0 0 0
Überleitung -1.221 7 -733
Konzern Gesamt 10.217 1.774 9.933
1.1.-30.6.2015


Segment Deutschland 7.363 30 9.867
Segment USA 1.333 155 2.050
Holdinggesellschaften 0 0 0
Überleitung -857 0 -1.623
Konzern Gesamt 7.839 185 10.294

Kapitalflussrechnung

in T€ 30.6.2016 30.6.2015
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -64 1.437
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3 -1.324
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -298 624
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -365 737
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -1.735 -2.361
Wechselkursbedingte Veränderungen -1 -28
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -2.101 -1.652
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

Zahlungsmittel 590 498
Kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -2.691 -2.150

-2.101 -1.652

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016

in € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrück-
lagen und
Konzernergebnis
Versicherungs-
mathematische
Gewinne- und
Verluste nach
latenten Steuern
Unterschieds-
betrag aus der
Währungs-
umrechnung
Anteile von nicht
beherrschenden
Gesellschaftern
Stand am 31.12.2014
wie berichtet
4.680.000 805.672 -5.424.734 -48.675 85.019 1.211.004
Änderung aufgrund
Fehlerkorrektur


-138.475


Stand am 31.12.2014
angepasst
4.680.000 805.672 -5.563.209 -48.675 85.019 1.211.004
Konzernergebnis
(angepasst)


-201.226


Direkt im Eigenkapital
erfasste Erträge und
Aufwendungen nach
Steuern (angepasst)



0 -140.581
Hinzuerwerb von
Anteilen an Tochter-
unternehmen (angepasst)

-280.500 126.504

-1.211.004
Stand am 30.06.2015
angepasst
4.680.000 525.172 -5.637.931 -48.675 -55.562 0


in € Gesamt
Stand am 31.12.2014 wie berichtet
1.308.286
Änderung aufgrund Fehlerkorrektur -138.475
Stand am 31.12.2014 angepasst 1.169.811
Konzernergebnis (angepasst) -201.226
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern (angepasst) -140.581
Hinzuerwerb von Anteilen an Tochterunternehmen (angepasst) -1.365.000
Stand am 30.06.2015 angepasst -536.996

Konzernanhang der Alexanderwerk AG für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2016

Der Konzernabschluss der Alexanderwerk Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2016 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzernzwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangsangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind, und ist daher im Zusammenhang mit dem von der Alexanderwerk AG für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zu lesen.

Abweichend vom veröffentlichten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015 wurde die Kapitalflussrechnung in verkürzter Form erstellt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angewendet wurden, unverändert fortgeführt. Darüber hinaus wurden die nachfolgend beschriebenen und für den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG relevanten, zum 1. Januar 2016 erstmals in der EU anzuwendenden Standards und Interpretationen angewendet.

Aus der Anwendung der genannten Verlautbarungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss der Alexanderwerk AG.

Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendbar ab
(Geschäfts-
jahresbeginn)1)
Änderung von IAS 1 Darstellung des Abschlusses Dez 14 01.01.2016
Änderung von IAS 16 und IAS 38 Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden Mai 14 01.01.2016
Änderung von IAS 19 Beiträge von Arbeitnehmern Nov 13 01.02.2015
Änderung von IAS 27 Equity-Methode in Einzelabschlüssen Aug 14 01.01.2016
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2010-2012) Dez 13 01.02.2015
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2012-2014) Sep 14 01.01.2016
Änderung von IFRS 11 Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit Mai 14 01.01.2016
Änderung von IAS 16 und IAS 41 Fruchttragende Pflanzen Jun 14 01.01.2016


1) Es wird jeweils angegeben, ab wann die genannten Standards und Interpretationen erstmals in der EU anzuwenden waren.


Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich auf alle im Abschluss dargestellten Geschäftsjahre angewandt. Aufwendungen und Erträge, die üblicherweise erst am Ende eines Geschäftsjahres anfallen, wurden für Zwecke der Zwischenberichterstattung periodisiert.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurden keine Schätzungsänderungen mit wesentlicher Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss vorgenommen.

Der Ertragssteueraufwand wurde auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweilig gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt; Konsolidierungseffekte wurden mit den gültigen latenten Steuersätzen bewertet.

Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Änderung von Rechnungslegungsmethoden

Aufgrund von Fehlern im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015 ist dieser geändert worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 wurde wie folgt geändert:

in € Veränderung in der Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.-30.6.2015
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -37.200
Steuern von Einkommen und Ertrag 184.989
Summe Fehlerkorrektur Ergebnis 147.789


Des Weiteren wurde die Eigenkapitalveränderungsrechnung um folgende Punkte angepasst:

1) Das Eigenkapital zum 31.12.2014 bzw. 1.1.2015 wurde entsprechend der Darstellung im für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss dargestellt. Wir verweisen insofern auf den IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2015.

2) Das Konzernergebnis für den Zeitraum 1.1. bis 30.6.2015 wurde entsprechend der oben dargestellten Korrekturen der Gewinn- und Verlustrechnung geändert.

3) Die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen nach Steuern wurden bei den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten nach latenten Steuern für den Zeitraum 1.1. bis 30.6.2015 auf T€ 0 angepasst.

4) Die Hinzuerwerb von Anteilen an Tochterunternehmen für den Zeitraum 1.1. bis 30.6.2015 wurden entsprechend der Darstellung im für das Geschäftsjahr 2015 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss dargestellt.

Wir verweisen insofern auf den IFRS-Konzernabschluss zum 31.12.2015.

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss werden neben der Alexanderwerk AG als Obergesellschaft alle wesentlichen in- und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2015 nicht verändert.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen des Alexanderwerk-Konzerns kommen der Aufsichtsrat, der Vorstand sowie andere Personen oder Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss in Betracht.

Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Vergleich zu den im Konzernanhang zum 31. Dezember 2015 beschriebenen Sachverhalten.

Mit dem assoziierten Unternehmen Alexanderwerk Produktions GmbH bestanden im Geschäftsjahr folgende Geschäftsbeziehungen:

in € (+ = erbrachte Leistung, - = empfangene Leistung) 1.1.-30.6.2016 1.1.-30.6.2015
Einkauf von Material -2.300.525 -1.587.395
Umlage Dienstleistungen 52.470 52.434
Miete und Mietnebenkosten 84.513 84.753
Übrige 0 0
Gesamt -2.163.542 -1.450.208

Haftungsverhältnisse

Der Alexanderwerk-Konzern hat im ersten Halbjahr keine neuen Bürgschaften für Dritte übernommen oder Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Dritten abgegeben.

Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2016

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2016 ergeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Gewissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Remscheid, den 7. September 2016

Alexanderwerk AG

Dr.-Ing. Alexander Schmidt

- Vorstand -