Alexanderwerk AG
Remscheid
Konzernzwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2017
Konzernzwischenlagebericht der Alexanderwerk AG für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017
I. Grundlagen
1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Der Alexanderwerk-Konzern ist eine international tätige Unternehmensgruppe des Maschinenbaus
mit einer traditionsreichen Marke. Wir bedienen anspruchsvolle Nischenmärkte mit technologisch
hoch entwickelten Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren unterschiedlichster
Stoffe für diverse Anwendungsbereiche, insbesondere für die chemische und pharmazeutische
Industrie sowie die Grundstoffindustrie. Zum Leistungsprogramm gehören ebenfalls ganzheitliche
Systeme und die entsprechenden Softwarelösungen sowie Servicedienstleistungen und
ein umfangreiches Ersatzteilgeschäft.
Die börsennotierte Alexanderwerk AG in Remscheid fungiert nach den in den Jahren 2010
und 2011 erfolgten Ausgründungen der operativen Geschäftsbereiche mittelbar über die
Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG als reine Führungs-Holding für die folgenden Konzerngesellschaften:
Die Alexanderwerk GmbH ist für das operative Geschäft in der Alexanderwerk Gruppe
verantwortlich, welches sich in Konstruktion und Entwicklung, Einkauf, Qualitätsmanagement,
Montage und Vertrieb der Maschinen nahezu weltweit aufteilt. Ebenfalls wickelt diese
Gesellschaft das globale Service- und Ersatzteilgeschäft, mit Ausnahme von Nordamerika,
der Gruppe ab. Diese wird in der Segmentberichterstattung im Segment "Deutschland"
abgebildet. Lediglich der nordamerikanische Markt wird sowohl im Neumaschinen- als
auch im Ersatzteil- und Servicegeschäft durch die in Montgomeryville (PA, USA) ansässige
Alexanderwerk Inc. bedient. Diese bildet ein eigenes Segment "USA" in der Segmentberichterstattung.
Ein Teil der Fertigung der mechanischen Bauteile erfolgt durch die Alexanderwerk Produktions
GmbH, an der die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist. Die Alexanderwerk Produktions
GmbH wird at equity bilanziert.
Darüber hinaus wird der Konzernkreis der Alexanderwerk AG durch drei weitere operativ
inaktive Gesellschaften vervollständigt.
2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Für das Jahr 2017 wird mit einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP)
von etwa 3,6 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Der positive Trend ist in erster Linie
auf die globale Konjunkturbelebung durch die Aufwertung des US-Dollars zu Beginn des
Jahres zurückzuführen.
Auch in den für die Alexanderwerk Gruppe wichtigen Exportmärkten wird für das Geschäftsjahr
2017 mit weiterhin überproportionalem Wachstum der Märkte im Vergleich zur Weltwirtschaft
gerechnet. Für die indische Konjunktur wird ein Anstieg um 8,8 %, für die chinesische
Konjunktur ein Wachstum von 5,1 % und für den US-amerikanischen Markt ein Zuwachs
von 4,5 % im laufenden Jahr vorausgesagt.
Lediglich in der Eurozone gibt es im 1. Halbjahr 2017 mit 1,7 % ein eher moderates
aber stabiles Wirtschaftswachstum zu beobachten, welches in erster Linie auf die weiterhin
hohe Konsumbereitschaft der Verbraucher zurückgeführt werden kann. Die deutsche Konjunktur
startete stabil in das Jahr 2017. Das Wirtschaftswachstum im Inland verlief im ersten
Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres solide. Für das deutsche Bruttoinlandsprodukt
wird im laufenden Jahr mit einem Wachstum von etwa 1,5 % gerechnet.
Der deutsche Maschinenbau hingegen erlebte im vergangenen Geschäftsjahr 2016 gesamtwirtschaftlich
betrachtet eine Stagnation. Der reale Umsatz der Branche wuchs im Berichtszeitraum
lediglich um 1 % auf nunmehr 219 Milliarden Euro. Die Auftragseingänge gingen jedoch
im selben Zeitraum real um etwa 2 % branchenweit zurück. Das ist in erster Linie auf
eine vorsichtige Bestellpolitik in den anderen Euro-Partnerstaaten zurückzuführen.
3. Meilensteine im ersten Halbjahr 2017
Die Alexanderwerk Gruppe konnte nach einem guten Geschäftsjahr 2016 auch im ersten
Halbjahr 2017 die positive Entwicklung fortsetzen.
Der Konzernüberschuss konnte nach T€ 1.077 im Vorjahr auf T€ 2.858 zum Stichtag 30.
Juni 2017 gesteigert werden.
Der Auftragseingang bei den Neumaschinen lag in den ersten sechs Monaten des laufenden
Jahres mit T€ 10.836 etwa auf Vorjahresniveau. Auf das Segment USA entfielen davon
T€ 267 (Vorjahr: T€ 688). Auch der Auftragseingang im Ersatzteil- und Servicebereich
in Höhe von T€ 2.791 lag nach T€ 2.716 im Vorjahr nur unwesentlich höher. Auf das
Segment USA, welches von Alexanderwerk Inc. betreut wird, entfielen davon T€ 867 (Vorjahr:
T€ 1.022).
Die einzelnen Konzerngesellschaften haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Die Alexanderwerk GmbH als operative Gesellschaft der Gruppe konnte im ersten Halbjahr
2017 einen Überschuss von T€ 2.338 (Vorjahr: T€ 901) verbuchen. Der Erfolg lässt sich
auf ein gesundes Auftragswachstum sowohl im Neumaschinenkerngeschäft als auch bei
den Ersatzteilen und Servicedienstleistungen sowie gutes Kostenmanagement in der Auftragsabwicklung
zurückführen.
Im Juli 2017 wurde von der Alexanderwerk GmbH der Antrag auf Gewährung einer weiteren
Zuwendung im Rahmen des Förderprogramms "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
(ZIM)" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gestellt. Hierbei
gilt es, unsere Walzenpressen auf technisch hohem Niveau weiterzuentwickeln.
Die auf dem amerikanischen Markt tätige Alexanderwerk Inc. konnte ihr Ergebnis im
ersten Halbjahr 2017 nach umgerechnet T€ -168 im Vorjahreszeitraum auf nun umgerechnet
T€ 576 deutlich steigern. Hierbei profitierte die Gesellschaft von der Auslieferung
von zwei großen Anlageprojekten. Durch die Einstellung weiterer Vertriebs- und Servicemitarbeiter
soll die Gesellschaft zukünftig weiter ausgebaut werden.
Konnte die Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2017 noch kein positives Ergebnis erzielen,
so verlief dennoch das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres mit T€ -28 positiver
als der Vergleichszeitraum im Vorjahr (T€ -58). Die Kooperations- und Beteiligungsstrategien
wurden auch in 2017 durch Vorstand und Aufsichtsrat weiter verfolgt.
Zum Konzernhalbjahresergebnis trugen ebenfalls die AlexanderwerkService GmbH, die
Alexanderwerk Verwaltungs GmbH sowie die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG bei.
Die Alexanderwerk Produktions GmbH, an welcher die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt
ist, wird in den Konzernzwischenabschluss mittels der Equity-Methode einbezogen. Sie
erzielte im ersten Halbjahr 2017 ein Ergebnis von T€ 199 (Vorjahr: T€ 645). Umgekehrt
hält die Alexanderwerk Produktions GmbH inzwischen 20,04 % der Aktienanteile an der
Alexanderwerk AG.
Darüber hinaus wurde am 25. Juli 2017 die erste indische Gesellschaft in der Alexanderwerk
Gruppe, die Alexanderwerk India Private Limited in Mumbai, gegründet, deren Ziel es
sein wird, den Service auf dem indischen Markt weiter zu optimieren, welcher für das
Alexanderwerk von großer Bedeutung ist.
II. Wirtschafts-, Chancen- und Risikobericht
1. Wirtschaftliche Lage des Konzerns
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 erzielte der Alexanderwerk Konzern einen
Jahresüberschuss von T€ 2.858 nach T€ 1.077 im Vorjahr.
Ertragslage
Im Laufe des ersten Halbjahres 2017 konnte die bereits in den Vorjahren eingeschlagene
positive Ertragsentwicklung im Alexanderwerk Konzern fortgesetzt werden. Die Gesamtleistung
(Umsatzerlöse T€ 14.772, Bestandsveränderungen T€ 424, Eigenleistungen T€ 0) erhöhte
sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 nach T€ 12.001 im Vorjahreszeitraum
um 26,6 % auf T€ 15.196. Auf das Segment USA entfielen T€ 4.817 vom Gesamtumsatz (im
Vorjahr: T€ 1.767). Das entspricht etwa 32,6 % (im Vorjahreszeitraum: 17,3 %) des
Konzernumsatzes.
Das EBIT (Earnings before interest and taxes) betrug zum 30. Juni 2017 T€ 4.321 nach
T€ 1.762 im Vorjahr, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit T€ 4.264 nach
T€ 1.712 im Vorjahr. Damit wurden die Erwartungen an Umsatz und EBIT im ersten Halbjahr
des laufenden Geschäftsjahres 2017 übertroffen.
Der Materialaufwand im Konzern ist zum Halbjahresbilanzstichtag 2017 mit T€ 5.315
nach T€ 5.275 im Vorjahreszeitraum nur unwesentlich gestiegen. Relativ gesehen hat
sich die Materialquote auf die Gesamtleistung bezogen von 44,0 % im ersten Halbjahr
2016 auf nun 35,0 % im Berichtszeitraum gesenkt. Dieser Effekt ist auf ein Auftragsportfolio
mit einem überproportional hohen Anteil an Engineering Leistungen im ersten halben
Geschäftsjahr 2017 zurückzuführen. Für das zweite Halbjahr ist, einen im weiteren
Verlauf geänderten Produktmix im Neumaschinengeschäft unterstellt, mit einem Anstieg
der Materialquote in Bezug auf die Gesamtleistung zu rechnen.
Der Personalaufwand im Konzern veränderte sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres
2017 um T€ 312 auf T€ 3.325 nach T€ 3.013 im Vorjahreszeitraum. Hier kann man die
aus dem gestiegenen Geschäft der Alexanderwerk Gruppe resultierenden Neueinstellungen
an Fachkräften beziehungsweise eine unterjährige tarifliche Gehaltsanpassung als Ursache
für die Erhöhung ausmachen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns lagen mit T€ 2.401 in den ersten
beiden Quartalen 2017 um T€ 296 über dem Vorjahreswert von T€ 2.105. Die Erhöhung
resultiert im Wesentlichen daraus, dass durch den höheren Umsatz absolut höhere Kosten
der Warenabgabe angefallen sind, als im Vorjahresvergleichszeitraum 2016.
Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich im Berichtszeitraum erstes Halbjahr 2017
insgesamt von T€ -174 auf T€ -84 verbessert. Dies ist vor allem auf den Aufbau eines
Liquiditätspuffers sowie verbesserte Finanzkonditionen zurückzuführen.
Vermögens- und Finanzlage
Die Konzernbilanzsumme zum Stichtag 30. Juni 2017 ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag
zum 31. Dezember 2016 um T€ 521 auf T€ 16.340 gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf
den durch den positiven Auftragseingang bedingten Anstieg der Vorräte in Form von
unfertigen Erzeugnissen sowie den durch den positiven Geschäftsverlauf aufgebauten
Liquiditätspuffer zurückzuführen.
Die aktiven latenten Steuern haben sich nach T€ 178 zum Jahresende 2016 auf T€ 137
zum Halbjahresbilanzstichtag verringert.
Nach Berücksichtigung des Konzernhalbjahresüberschusses von T€ 2.858 sowie weiterer
erfolgsneutraler Veränderungen ergibt sich ein positives Konzerneigenkapital von T€
6.039 (31.12.2016: T€ 3.205). Damit kann die Eigenkapitalquote nach etwa 20,3 % zum
Jahresende 2016 auf nunmehr ca. 38,1 % gesteigert werden.
Das langfristige Fremdkapital des Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2017 um T€ 160 auf T€ 2.305. Dieser Effekt resultiert in erster Linie
aus der weiteren Tilgung von Darlehensverbindlichkeiten bei der Alexanderwerk Inc.
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 bestehen im Konzern Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(kurz- und langfristige Finanzschulden) in Höhe von T€ 385 (31.12.2016: T€ 2.015),
von denen T€ 182 (31.12.2016: T€ 1.696) innerhalb eines Jahres bis zum 30. Juni 2018
fällig sind.
Die Liquiditätslage des Konzerns hat sich in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres
2017 weiter erholt. Innerhalb dieses Zeitraumes gelang der Gesellschaft erstmalig
nach der erfolgreichen Sanierung der Aufbau von eigenen Liquiditätsreserven. Darüber
hinaus wird die Liquidität im Alexanderwerk-Konzern über unterschiedliche Kreditlinien
sichergestellt, welche von den operativen Gesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk
Inc. gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2016 ist es gelungen, die Kreditlinien der
Alexanderwerk GmbH mit der National-Bank AG wie auch der Stadtsparkasse Remscheid
insgesamt auf T€ 3.000 auszubauen und über den kommenden Bilanzstichtag 2017 hinweg
zu verlängern.
Derzeit finden Gespräche mit den Hausbanken statt, welche die Verlängerung der befristeten
Finanzierung und einen Ausbau der für das Kundengeschäft wichtigen Aval-Linien verfolgen.
Das Alexanderwerk konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 alle finanziellen
Verpflichtungen ordnungsgemäß bedienen. Für die Zukunft ist der sukzessive Aufbau
von weiteren finanziellen Rücklagen und damit von zusätzlicher Liquidität - einen
weiterhin positiven Geschäftsverlauf unterstellt - konzernweit vorgesehen, um auch
weiterhin den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.
Die Zahlungsmittel des Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 gegenüber
dem Geschäftsjahresende 2016 von T€ 734 auf T€ 2.941 deutlich erhöht.
Der Gesamt Cash-Flow im Alexanderwerk Konzern beträgt im ersten Halbjahr 2017 T€ +3.863.
2. Weiterer Ausblick und Chancen
Die Märkte Europa, Asien und Nordamerika mit einem konzernweiten Anteil von mehr als
90 % am Gesamtumsatz unterliegen nach wie vor einer strukturierten, kontinuierlichen
und nachhaltigen Bearbeitung durch den Vorstand sowie den Vertriebsmitarbeitern der
Tochtergesellschaften. In Asien gehen wir auch weiterhin von einem Wachstumspotenzial
und interessanten Perspektiven aus. Das in 2015 neu gegründete und Anfang 2016 in
Betrieb gegangene Representative Office in Shanghai trägt bereits jetzt positiv zur
Stärkung der Marktposition in China bei. Darüber hinaus wurde im Juli 2017 in Indien
eine eigene Niederlassung gegründet, welche den dort ansässigen Schlüsselmarkt absichern
soll.
Wir planen für das positiv gestartete Jahr 2017 derzeit mit einer wirtschaftlichen
Kenngröße EBIT auf dem Niveau des Vorjahres 2016 im gesamten Alexanderwerk Konzern,
vorausgesetzt, dass die Entwicklung bei den Tochtergesellschaften, speziell die Entwicklung
des Auftragseingangs, welcher dann zu Umsatz führt, nicht durch unerwartete Einflüsse
beeinträchtigt wird. Entscheidend für die Zielerreichung sind dabei stets die Auslieferungssituation
im 4. Quartal des jeweiligen Geschäftsjahres sowie mögliche kurzfristige Sondereffekte,
welche in unserer Planung erst kurzfristig berücksichtigt werden können. Nach derzeitigem
Stand sind der Geschäftsleitung solche Sondereffekte, welche das Ergebnis in 2017
eintrüben könnten, nicht bekannt, so dass man davon ausgehen kann, dass sich der Umsatz
und daraus folgend die Liquiditätssituation auch im zweiten Halbjahr 2017 weiter positiv
entwickeln.
Unsere Aktivitäten sind weiterhin auf ein internes, organisches Wachstum der operativen
Gesellschaften gerichtet, welches dazu beitragen soll, die Liquiditätssituation in
den einzelnen Gesellschaften und damit in Summe im Konzern sukzessive zu verbessern.
Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt an verschiedenen Kooperationsprojekten sowie
einer erhöhten Marktpräsenz in den Schlüsselmärkten.
3. Risiken und Risikomanagement
Der Vorstand hat gemäß der gesetzlichen Verpflichtung in § 91 Abs. 2 AktG geeignete
Maßnahmen getroffen, insbesondere ein für die Größe unserer Gesellschaft angemessenes
Überwachungssystem eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft bzw. deren Tochtergesellschaften
gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Wie in der Vergangenheit lag der
Fokus dieses Systems im Wesentlichen auf den bestandsgefährdenden Risiken 'Fortführung
der Unternehmenstätigkeit' sowie 'Erhaltung der Liquidität'; andere Risiken waren
für die Alexanderwerk AG und den Alexanderwerk-Konzern demgegenüber von einer deutlich
verminderten Relevanz und hatten keine oder kaum praktische Bedeutung.
Im Zuge laufender Geschäftsleitungs- und Führungskreistreffen werden insbesondere
die Risikobereiche Liquidität, Qualität und Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang,
Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit nahestehenden Personen erörtert
und erforderliche Maßnahmen vereinbart. Die Ergebnisse werden laufend protokolliert
und deren Umsetzung bei den nächsten Treffen überprüft. Im Geschäftsjahr 2016 wurde
darüber hinaus ein Risikomanagement-Handbuch erarbeitet. Die laufende Bewertung und
Dokumentation der erfassten Risiken wird im Laufe des zweiten Halbjahres des Geschäftsjahres
2017 implementiert werden.
Unsere Risikopolitik besteht unverändert darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen
und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit
ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Daher ist das Risikomanagement
integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Die Risikogrundsätze werden vom
Vorstand formuliert und vom Management entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur
umgesetzt. So erfassen und bewerten wir Risiken monatlich durch die jeweiligen Geschäftsführungen
und spiegeln diese im Risikocontrolling wieder. Damit wurde ein Überwachungssystem
eingerichtet, welches die Erkennung, die Analyse und die Kommunikation bestandsgefährdender
Risiken und ihre Veränderungen sicherstellt.
Verschiedene Risiken könnten die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und das Ergebnis
stark beeinflussen. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren sehen wir uns
noch weiteren Risiken ausgesetzt, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar für vernachlässigbar
halten, die aber unser Geschäft ebenfalls beeinflussen können.
Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken und -chancen
Mögliche Risiken für die künftige Entwicklung des Alexanderwerk Konzerns resultieren
im Wesentlichen aus konjunkturellen und politischen Einflüssen in den relevanten Märkten,
insbesondere in Osteuropa, Asien und den USA.
Nach der Präsidentschaftswahl in den USA im November 2016 haben die Vereinigten Staaten
von Amerika eine handelspolitische Situation geschaffen, welche sich in der Zukunft
durchaus negativ auf Exportgeschäfte in diese Region auswirken könnte. Diese Entwicklung
ist aufgrund des nicht unwesentlichen Geschäftes der Alexanderwerk Gruppe auf dem
nordamerikanischen Markt als Risiko einzustufen, falls die US-amerikanische Regierung
ihre Ankündigungen von möglichen Handelsembargos umsetzen und Zölle auf Importe aus
europäischen Ländern erheben sollte.
Besondere Kompetenzen hat die Gesellschaft im Chemie- und Pharmabereich, deren wirtschaftliche
Entwicklungen damit von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft sind. Beide Branchen
werden prognostisch international weiterhin wachsen. Die operativen Gesellschaften
sind weltweit aktiv, wobei der nordamerikanische Markt durch die Alexanderwerk Inc.
bearbeitet und beliefert wird.
Besondere Chancen sehen wir im Auf- und Ausbau unserer lokalen Präsenzen in Asien
und Amerika. Die verbesserte Kundennähe sowie direkte Ansprache- und Zugriffsmöglichkeiten
sollten die Marktposition in diesem Bereich positiv beeinflussen und nachhaltig stärken.
Technologische Chancen sehen wir vor allem im Ausbau unserer nationalen und internationalen
Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Diese helfen
der Alexanderwerk Gruppe auch zukunftsorientiert die Produkte weiterzuentwickeln,
um so nachhaltig den Anforderungen der verschiedenen Märkte gerecht zu werden.
Auftrags- und Beschaffungsrisiken
Der wesentliche Teil des Geschäftes des Alexanderwerk Konzerns ist das Projektgeschäft
mit Neumaschinen im Pharma- und Chemiebereich. Dadurch besteht die Notwendigkeit,
permanent neue Projekte zu akquirieren. Wir wirken daraus entstehenden Risiken entgegen,
indem wir langjährige und dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Dadurch
ist es uns gelungen, unseren Umsatz mit namhaften Bestandskunden zu erwirtschaften
und darüber hinaus unseren internationalen Kundenkreis zu erweitern. Die kontinuierliche
Neukundenakquise sichert weiterhin ein nachhaltiges Wachstum.
Preisänderungsrisiken wirken wir dadurch entgegen, dass wir einkaufsseitig mit Rahmenverträgen
und stetiger Konditionenkontrolle (Ausschreibungen und Einholung von Vergleichsangeboten
der jeweiligen Wettbewerber) arbeiten. Mögliche Beschaffungsrisiken wird darüber hinaus
durch eine kontinuierliche Bewertung der bestehenden Lieferanten sowie einer Qualifizierung
neuer Lieferanten begegnet.
Technik- und Anlagenrisiken
Technische Risiken können sich aus der technologischen Komplexität der Projekte ergeben.
Hierzu gibt es stets eine enge Abstimmung mit dem Kunden. Basisversuche in unseren
Laboren in Deutschland und den USA sowie Partnern in Asien bilden zudem die Grundlage
für verfahrenstechnische Aussagen und Kapazitätsgarantien gegenüber unseren Kunden.
Zusätzlich wirken wir möglichen Verfahrens- und Prozessrisiken durch den Einsatz eines
Vier-Augen-Systems in der Verfahrenstechnik und auch im Konstruktionsbereich entgegen.
Die Einbindung externer Fachinstitute sorgt zudem für eine Minimierung der Risiken.
Nationale und internationale Forschungskooperationen und -partnerschaften stärken
und sichern zudem das Know-How der Alexanderwerk Gruppe.
Personalrisiken
Ein weiterer Schlüssel für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der Alexanderwerk
Gruppe sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte. Die
Qualifizierung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ist weiterhin ein Kernanliegen
der Unternehmensleitung.
Da in allen Geschäftsbereichen das Know-how der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor
ist, ergeben sich daraus potenzielle Risiken, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen
und kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Wir begegnen diesem Risiko, indem
wir unseren Mitarbeitern marktgerechte Gehälter zahlen und ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld
schaffen. Zudem bilden wir Mitarbeiter aus und übernehmen diese im Regelfall am Ende
ihrer Ausbildungszeit. Hinzu kommen Aspekte wie die Schaffung von nachhaltiger Arbeitssicherheit
durch das Erwirtschaften operativer Gewinne sowie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns betreffen im Wesentlichen Liquiditätsrisiken,
daneben Ausfall- und Zinsrisiken.
Auch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017 lag der zentrale Schwerpunkt der
Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand auf der Sicherung der Liquidität.
Die Risiken im finanziellen Bereich der Gruppe konnten durch den bei der Tochtergesellschaft
Alexanderwerk GmbH erreichten Ausbau der Kreditlinien im November 2016 sowie die weitere
Schaffung von Liquiditätsreserven aus dem positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr
2017 reduziert werden.
Besonderes Augenmerk im Rahmen des Risikomanagements wird daher auf die Liquiditätssteuerung
gelegt. Die Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgt mittels einer rollierenden
wöchentlichen Finanzplanung und Finanzanalyse. Darüber hinaus wird quartalsweise im
Rahmen des Reporting an Kreditinstitute eine mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung
herausgegeben, welche die künftige Entwicklung der finanziellen Mittel über einen
Zeitraum von mehreren Monaten beurteilt.
Die Kreditlinien bei den Hausbanken betrugen zum Stichtag des Berichtsjahres insgesamt
T€ 3.000 und haben eine Laufzeit auch über den nächsten Bilanzstichtag hinaus. Bezüglich
einer Anschlussfinanzierung fanden bereits umfangreiche Gespräche mit weiteren Kreditinstituten
statt. Darüber hinaus hat die Gesellschaft nach Beschluss durch die Hauptversammlung
am 22. Dezember 2015 die Möglichkeit, liquide Mittel aus der Neuausgabe von 900.000
Inhaberaktien zu generieren. Diese Möglichkeit ist bis zum 1. Dezember 2020 gegeben.
Auf Grund des Projektgeschäfts sind insbesondere die Tochtergesellschaften Alexanderwerk
GmbH und Alexanderwerk Inc. darauf angewiesen, Aufträge vorfinanzieren zu können.
Die notwendige Liquidität für den Konzern wird wesentlich durch die operativ tätigen
Tochtergesellschaften gemeinsam gestellt. Außerdem konnten die bestehenden Kreditlinien
verlängert und ausgeweitet sowie ein moderater Liquiditätspuffer geschaffen werden.
Insgesamt haben sich die Liquiditätsrisiken im Alexanderwerk Konzern damit vermindert.
Um dauerhaft erfolgreich am Markt agieren zu können, ist jedoch der planmäßige Zufluss
an liquiden Mitteln aus der operativen Tätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit
notwendig.
Da die Alexanderwerk AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften ausschließlich in
Euro fakturieren, verbleiben mögliche Währungsrisiken allenfalls bei der US-Tochtergesellschaft
Alexanderwerk Inc. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen
dem Euro und dem US-Dollar werden von uns zurzeit nicht vorgenommen.
Ausfallrisiken
Zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen
werden die Entwicklung des Forderungsbestandes und die Forderungsstruktur permanent
durch die Gesellschaften kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche
Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Das Forderungsmanagement
als integrierter Bestandteil des Risikomanagements wurde ausgebaut.
Die überwiegende Zahl unserer Kunden sind langjährig überaus erfolgreiche, international
tätige Unternehmen, die auch in konjunkturellen Krisenzeiten finanziell sehr stabil
sind. Dadurch verringert sich grundsätzlich das Ausfallrisiko von Forderungen. Zur
Beurteilung des Ausfallrisikos werden für Neukunden Informationen über deren Bonität
eingeholt, bei Bestandskunden in gewissen Abständen. Die gewonnenen Ergebnisse werden
beim Eingehen von Leistungsbeziehungen berücksichtigt. Mit Neukunden im Ausland wird
anteilige Anzahlung vereinbart. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe der bilanzierten
Forderungen.
Zinsrisiken
Zinsrisiken resultieren aus Änderungen des Marktzinsniveaus, die sich auf die Höhe
der Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten und auf die Abzinsung
von langfristigen Rückstellungen auswirken.
Es bestehen Zinsänderungsrisiken durch die Ausnutzung der Kontokorrentkreditlinien
bei den einzelnen Gesellschaften.
Den Zinsrisiken wird soweit möglich durch stetige Beobachtung des Marktes, Verhandlungen
mit den kreditgebenden Banken sowie durch manuelles Pooling von Kontokorrentkonten
entgegengewirkt.
Bestandsgefährdende Risiken
Die Liquiditätssituation in der Alexanderwerk Gruppe konnte im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2017 durch ein gesundes Wachstum der operativen Gesellschaften im
Konzernverbund weiter gestärkt werden.
Die Liquiditätsplanungen der Gesellschaften weisen bei stabilem Geschäft im Finanzierungsverbund
des Konzerns eine ordentliche Liquiditätssituation aus.
Dennoch ist der Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns vom Erreichen unserer
Umsatz- und Ertragserwartungen abhängig. Sollten sich diese entgegen unseren Erwartungen
nicht realisieren lassen, kann dies mittelfristig dazu führen, dass die Liquiditätsreserven
aufgezehrt werden und eine bestandsgefährdende Situation eintreten würde.
Der Finanzmittelfond weist zum 30. Juni 2017 einen positiven Saldo aus. Aus diesem
Grund gehen Vorstand und Aufsichtsrat davon aus, dass das Liquiditätsrisiko in den
kommenden Geschäftsjahren sukzessive weiter minimiert werden kann.
Weitere erhebliche, bestandsgefährdende Risiken, die sich wesentlich auf die Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage der Alexanderwerk AG oder des Alexanderwerk Konzerns auswirken
könnten, bestehen unseres Erachtens aus heutiger Sicht nicht.
Wir haben alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, die aus unserer Sicht notwendig
sind, um solche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.
Umwelt und Nachhaltigkeit
Für den Alexanderwerk-Konzern ist der Schutz der Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen
Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges Unternehmensziel. Wir leisten deshalb
seit Jahren durch laufende Weiterentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur Ressourcenschonung.
Gesamtaussage
Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in den zukünftigen Investitionsverhalten
unserer Kunden und der weiteren Entwicklung der Auslandsmärkte, insbesondere in Krisenländern.
Als kritisch einzuschätzen ist vor allem die Entwicklung auf dem russischen Markt,
welcher durch ein bestehendes Handelsembargo beziehungsweise Instabilität im Wechselkurs
sowie nationale Importregelungen geprägt ist.
Die Grundsteine für die Bewältigung der künftig anstehenden Risiken sind gelegt beziehungsweise
Mechanismen zu deren Früherkennung eingerichtet.
Für Vorstand und Aufsichtsrat ist die Minimierung aller Risiken, welche die Entwicklung
des Alexanderwerk Konzerns zukünftig nachhaltig beeinflussen würden, von besonderer
Bedeutung und unterliegt ständiger Überwachung.
III. Nachtragsbericht
Sonstige Ereignisse nach dem Berichtszeitraum, die Auswirkungen auf die im Konzernzwischenabschluss
sowie im Konzernzwischenlagebericht dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
haben, lagen nicht vor.
IV. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen (Meldung gem. § 21 WpHG)
Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil
an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer Mitteilung
an die Gesellschaft. Im 1. Halbjahr 2017 sowie im Zeitraum bis zur Abschlussfertigstellung
im August 2017 sind der Alexanderwerk AG die folgenden Mitteilungen bekanntgemacht
worden:
Remscheid, 02.08.2017
Herr Andreas Appelhagen, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 01.08.2017
mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der Alexanderwerk AG, Remscheid, Deutschland
am 31.07.2017 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem
Tag 10,05 % (das entspricht 180.923 Stimmrechten) betragen hat.
Remscheid, 08.08.2017
Herr Andreas Appelhagen, Deutschland hat uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG am 06.08.2017
im Zusammenhang mit der Überschreitung bzw. Erreichung der 10 %-Schwelle oder einer
höheren Schwelle vom 31.07.2017 über Folgendes informiert:
Die Investition dient der Erzielung von Handelsgewinn. Der Meldepflichtige beabsichtigt
innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige
Weise zu erlangen. Der Meldepflichtige strebt keine Einflussnahme auf die Besetzung
von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an. Der Meldepflichtige
strebt keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere
im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie Dividendenpolitik
an. Hinsichtlich der Herkunft der Mittel handelt es sich zu 100% um Eigenmittel, die
der Meldepflichtige zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte eingesetzt hat.
Remscheid, den 30. August 2017
Alexanderwerk AG Dr.-Ing. Alexander Schmidt - Vorstand -
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
Konzernbilanz nach IFRS zum 30. Juni 2017
Aktiva
Passiva
Segmentberichterstattung & Kapitalflussrechnung nach IFRS
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
Konzernabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2017
Anhang
Grundlagen der Berichterstattung
Der Konzernabschluss der Alexanderwerk Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften
wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International
Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des
International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie
sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2017 wurde
in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in
einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form erstellt. Demzufolge
enthält dieser Konzernzwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben,
die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich
sind, und ist daher im Zusammenhang mit dem von der Alexanderwerk AG für das Geschäftsjahr
2016 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zu lesen.
Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie die Konsolidierungsgrundsätze, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016
angewendet wurden, unverändert fortgeführt. Darüber hinaus wurden die nachfolgend
beschriebenen und für den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG relevanten, zum 1.
Januar 2017 erstmals in der EU anzuwendenden Standards und Interpretationen angewendet.
Aus der Anwendung der genannten Verlautbarungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss der
Alexanderwerk AG.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich auf alle im Abschluss
dargestellten Geschäftsjahre angewandt. Aufwendungen und Erträge, die üblicherweise
erst am Ende eines Geschäftsjahres anfallen, wurden für Zwecke der Zwischenberichterstattung
periodisiert.
Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden keine Schätzungsänderungen
mit wesentlicher Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss vorgenommen.
Der Ertragssteueraufwand wurde auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften
und des jeweilig gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt; Konsolidierungseffekte
wurden mit den gültigen latenten Steuersätzen bewertet.
Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Konsolidierungskreis
In den Konzernzwischenabschluss werden neben der Alexanderwerk AG als Obergesellschaft
alle wesentlichen in- und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis
hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2016 nicht verändert.
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Personen des Alexanderwerk-Konzerns kommen der Aufsichtsrat, der
Vorstand sowie andere Personen oder Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss in Betracht.
Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in den Geschäften
mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Vergleich zu den im Konzernanhang zum
31. Dezember 2016 beschriebenen Sachverhalten.
Mit dem assoziierten Unternehmen Alexanderwerk Produktions GmbH bestanden im Geschäftsjahr
folgende Geschäftsbeziehungen:
Haftungsverhältnisse
Der Alexanderwerk-Konzern hat im ersten Halbjahr keine neuen Bürgschaften für Dritte
übernommen oder Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Dritten abgegeben.
Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2017
Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2017 ergeben.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Gewissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischen-abschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Remscheid, den 30. August 2017
Alexanderwerk AG Dr.-Ing. Alexander Schmidt - Vorstand -
|