Alexanderwerk AG

Remscheid

Konzernzwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2018

Konzernzwischenabschluss der Alexanderwerk AG Remscheid für das 1. Halbjahr 2018

Konzernzwischenlagebericht der Alexanderwerk AG für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2018

I. Grundlagen

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Alexanderwerk-Gruppe ist eine international tätige Unternehmensgruppe des Maschinenbaus mit einer traditionsreichen Marke. Wir bedienen anspruchsvolle Nischenmärkte mit technologisch hoch entwickelten Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren unterschiedlichster Stoffe für diverse Anwendungsbereiche, insbesondere für die chemische und pharmazeutische Industrie. Zum Leistungsprogramm gehören ebenfalls ganzheitliche Systeme und die entsprechenden Softwarelösungen sowie Servicedienstleistungen und ein umfangreiches Ersatzteilgeschäft.

Die börsennotierte Alexanderwerk AG in Remscheid fungiert mittelbar über die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG als reine Führungs-Holding für die folgenden Konzerngesellschaften:

Die Alexanderwerk GmbH ist für das operative Geschäft in der Alexanderwerk-Gruppe verantwortlich, welches sich in Konstruktion und Entwicklung, Einkauf, Qualitätsmanagement, Montage sowie Vertrieb der Maschinen nahezu weltweit aufteilt. Ebenfalls wickelt diese Gesellschaft das globale Service- und Ersatzteilgeschäft, mit Ausnahme von Nordamerika, der Gruppe ab. Dieses wird in der Segmentberichterstattung im Segment "Deutschland" abgebildet. Lediglich der nordamerikanische Markt wird sowohl im Neumaschinen- als auch im Ersatzteil- und Servicegeschäft durch die in Montgomeryville (PA, USA) ansässige Alexanderwerk Inc. bedient. Diese bildet ein eigenes Segment "USA" in der Segmentberichterstattung. Die im vergangenen Geschäftsjahr neugegründete Alexanderwerk India Private Ltd. mit Sitz in Mumbai, Indien erbringt seit Frühjahr 2018 Servicedienstleistungen für den indischen Markt, welche im Segment "Indien" abgebildet werden.

Ein Teil der Fertigung der mechanischen Bauteile erfolgt durch die Alexanderwerk Produktions GmbH, an der die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist. Die Alexanderwerk Produktions GmbH wird at equity bilanziert.

Darüber hinaus wird der Konzernkreis der Alexanderwerk AG durch vier weitere operativ inaktive Gesellschaften vervollständigt.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2018 wird mit einem weltweiten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von etwa 3,9 % gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Damit bleibt die globale Konjunktur, wie schon in den Vorjahren, insgesamt betrachtet auf einem stabilen Niveau.

Auch in den für die Alexanderwerk-Gruppe wichtigen Exportmärkten wird für das Geschäftsjahr 2018 mit weiterhin überproportionalem Wachstum der Märkte im Vergleich zur Weltwirtschaft gerechnet. Für die indische Konjunktur wird ein Anstieg um 7,3 %, für die chinesische Konjunktur ein Wachstum von 6,5 % und für den US-amerikanischen Markt ein Zuwachs von immer noch 2,9 % im laufenden Jahr vorausgesagt.

Im europäischen Wirtschaftsraum hingegen gehen die Ökonomen eher von moderaten Wachstumsraten für 2018 aus. So wird für das laufende Geschäftsjahr in der Europäischen Union mit einem Wirtschaftswachstum von etwa 2,6 % und im Euro-Raum mit einer Konjunkturerhöhung von ca. 2,2 % gerechnet. Die europäische Wirtschaft kann dabei weiterhin von einer gestiegenen Konsumbereitschaft der Verbraucher profitieren. Dennoch gibt es Anzeichen, welche die Konjunktur in unserem Wirtschaftsraum durch bestehende Marktunsicherheiten auf anderen für die europäische Ökonomie von Bedeutung stehenden globalen Märkten trüben könnten.

Für den deutschen Binnenmarkt, welcher in der Eurozone immer noch eine führende Rolle einnimmt, wird für das Geschäftsjahr 2018 immerhin mit einem soliden Wachstum von etwa 1,8 % gerechnet. Damit liegt das inländische Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zur Weltwirtschaft beziehungsweise zu regionalen Vergleichsökonomien auf einem moderat geringeren Niveau.

Der deutsche Maschinenbau hingegen erlebte in 2017 wirtschaftlich betrachtet ein gesundes Wachstum. Der reale Umsatz der Branche konnte nach zuletzt konservativem Aufschwung mit einem Jahreszuwachs von etwa 2,3 % auf nunmehr 224 Milliarden Euro zulegen, was nicht zuletzt auf die Exportstärke des Maschinenbaus zurückzuführen ist. Auch die Auftragseingänge der Branche zeigten sich nach eher moderatem Wachstum in 2016 im Vorjahr 2017 mit etwa 8 % Wachstum deutlich erholt.

3. Meilensteine im ersten Halbjahr 2018

Die Alexanderwerk-Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2018 die positive Entwicklung der Vorjahre insgesamt weiter fortsetzen.

Der Konzernüberschuss zum 30. Juni 2018 betrug T€ 1.295 (Vorjahr: T€ 2.858). Damit verlief das laufende Geschäftsjahr für die Alexanderwerk-Gruppe bisher nach Plan.

Der Auftragseingang bei den Neumaschinen konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres mit T€ 13.595 nach T€ 10.836 im Vorjahresvergleichszeitraum um weitere 25,5 % gesteigert werden. Auf das Segment USA entfielen davon T€ 479 (Vorjahr: T€ 267). Der Auftragseingang im Ersatzteil- und Servicebereich lag mit T€ 2.790 im ersten Halbjahr 2018 auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Auf das Segment USA, welches von Alexanderwerk Inc. betreut wird, entfielen davon T€ 1.094 (Vorjahr: T€ 867).

Die einzelnen Konzerngesellschaften haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Die Alexanderwerk GmbH als operative Gesellschaft der Gruppe konnte im ersten Halbjahr 2018 einen Überschuss von T€ 1.299 (Vorjahr: T€ 2.338) verbuchen. Der Rückgang lässt sich darauf zurückführen, dass im Vorjahresberichtszeitraum einige Sonderprojekte zur Auslieferung kamen. Bereinigt man diese Effekte, schließt die Alexanderwerk GmbH das erste Halbjahr 2018 etwa auf Vorjahresniveau ab.

Im Frühjahr 2018 begann der Prozess das bisherige Representative Office der Alexanderwerk GmbH in China aufzulösen, um es anschließend in eine rechtlich selbständige Vertriebsgesellschaft umzuwandeln. Dadurch soll die Marktposition in China weiter gestärkt und schrittweise ausgebaut werden.

Auch die auf dem amerikanischen Markt tätige Alexanderwerk Inc. konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2018 nicht an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Ihr Ergebnis betrug im ersten Halbjahr 2018 T€ -112 nach T€ 576 im Vorjahreszeitraum. Auch hier wirkte sich im Vorjahr die Auslieferung eines Großprojektes als Sondereffekt aus. Durch die Einstellung von Vertriebs- und Servicemitarbeitern soll die Gesellschaft zukünftig weiterentwickelt werden.

Im April 2018 konnte die eigens für diesen Zweck im Vorjahr gegründete AW Real Estate Inc. das Geschäftsgebäude der Alexanderwerk Inc. in Montgomeryville erwerben. In naher Zukunft soll der Standort USA mit dieser Investition weiter ausgebaut werden, um besser auf eventuelle Wirtschaftssanktionen im Hinblick auf den nordamerikanischen Markt reagieren zu können.

Die Alexanderwerk AG schloss das erste Halbjahr 2018 mit einem Verlust von T€ -263 nach T€ -28 im Vorjahr ab. Dabei muss berücksichtigt werden, dass in diesem Verlust aufgrund der mit der operativen Alexanderwerk GmbH bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft erstmalig Vorauszahlungen für Ertragssteuern in Höhe von T€ 281 enthalten sind, während die damit in Verbindung stehende Abführung der Alexanderwerk GmbH aus dem seit dem Vorjahr bestehenden Ergebnisabführungsvertrag erst zum Jahresende erfolgen wird.

Die Kooperations- und Beteiligungsstrategien wurden auch in 2018 durch Vorstand und Aufsichtsrat weiter verfolgt.

Im Frühjahr 2018 konnte die im Vorjahr gegründete Alexanderwerk India Private Ltd. ihre Geschäftstätigkeit erfolgreich aufnehmen. Durch die Verfügbarkeit von Servicetechnikern direkt vor Ort wird diese Gesellschaft die Alexanderwerk GmbH speziell bei Einsätzen für Inbetriebnahmen und bei Serviceanforderungen unserer Kunden auf dem indischen Markt unterstützen und damit die Abläufe weiter optimieren.

Zum Konzernhalbjahresergebnis trugen ebenfalls die Alexanderwerk-Service GmbH, die Alexanderwerk Verwaltungs GmbH sowie die Alexanderwerk Holding GmbH & Co. KG bei.

Die Alexanderwerk Produktions GmbH, an welcher die Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist, wird in den Konzernzwischenabschluss mittels der Equity-Methode einbezogen. Sie erzielte im ersten Halbjahr 2018 ein Ergebnis von T€ 419 (Vorjahr: T€ 199). Umgekehrt hält die Alexanderwerk Produktions GmbH inzwischen 20,04 % der Aktienanteile an der Alexanderwerk AG.

II. Wirtschafts-, Chancen- und Risikobericht

1. Wirtschaftliche Lage des Konzerns

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 erzielte die Alexanderwerk-Gruppe einen Jahresüberschuss von T€ 1.295 nach T€ 2.858 im Vorjahr.

Ertragslage

Im ersten Halbjahr 2018 konnte die Alexanderwerk-Gruppe nach dem überdurchschnittlich guten Geschäftsjahr 2017 nicht an den Erfolg des Vorjahresberichtszeitraumes anknüpfen. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse T€ 9.915 und Bestandsveränderungen T€ 3.301) sank im Vergleich zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 um 13,0 % von T€ 15.196 auf T€ 13.216. Diese Entwicklung ist auf die in den Vorjahreszeitraum im Jahr 2017 entfallene Auslieferung von außerplanmäßigen Großprojekten mit langen Bauzeiten insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt zurückzuführen. Vergleicht man die Gesamtleistung im ersten Halbjahr 2018 hingegen mit der im Vergleichszeitraum 2016 so stellt man eine Steigerung um 10,1 % über zwei Jahre fest. Auf das Segment USA entfielen T€ 1.282 vom Gesamtumsatz (im Vorjahr: T€ 4.817). Das entspricht etwa 12,9 % (im Vorjahreszeitraum: 32,6 %) des Konzernumsatzes.

Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) betrug zum 30. Juni 2018 T€ 1.710 nach T€ 4.321 im Vorjahr, das Ergebnis vor Steuern (EBT) T€ 1.702 nach T€ 4.264 im Vorjahr.

Der Materialaufwand in der Alexanderwerk-Gruppe ist zum Halbjahresbilanzstichtag 2018 mit T€ 6.398 nach T€ 5.315 im Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Diese Entwicklung ist auf den aus der gestiegenen Nachfrage resultierenden höheren Auftragseingang und den damit verbundenen Mehreinkauf von Material für den Bau der Anlagen zurückzuführen. Relativ gesehen hat sich die Materialquote auf die Gesamtleistung bezogen von 35,0 % im ersten Halbjahr 2017 auf nun 48,4 % im Berichtszeitraum stark erhöht. Gründe hierfür sind neben dem Auftragsportfolio, mit einem eher geringen Anteil an Engineering-Leistungen, auch mehrere angearbeitete Projekte, die erst im zweiten Halbjahr 2018 zur Auslieferung gelangen werden.

Für das zweite Halbjahr ist, einen im weiteren Verlauf ähnlichen Produktmix im Neumaschinengeschäft sowie die Auslieferung der verzögerten Projekte unterstellt, mit einer Entspannung der Materialquote in Bezug auf die Gesamtleistung zu rechnen.

Der Personalaufwand im Konzern veränderte sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 um T€ 337 auf T€ 3.662 nach T€ 3.325 im Vorjahreszeitraum. Die Steigerungen resultieren aus Neuanstellungen innerhalb der Alexanderwerk-Gruppe sowie einer unterjährigen Tarifanpassung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns lagen mit T€ 1.949 in den ersten beiden Quartalen 2018 deutlich unter dem Vorjahreswert von T€ 2.401. Hierfür kann neben einem guten Kostenmanagement auch die Reduzierung von Aufwendungen aus Währungsumrechnungen positiv genannt werden. Absolut gesehen fallen auch die Kosten der Warenabgabe korrelierend zum geringeren Umsatz kleiner als im Vorjahreszeitraum 2017 aus.

Das Finanzergebnis des Konzerns lag im Berichtszeitraum des ersten Halbjahres 2018 insgesamt mit T€ -87 nach T€ -84 auf Vorjahresniveau.

Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme zum Stichtag 30. Juni 2018 ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2017 um T€ 2.715 auf T€ 21.431 gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf den durch den positiven Auftragseingang und die noch nicht erfolgte Auslieferung bedingten Anstieg der Vorräte in Form von unfertigen und fertigen Erzeugnissen zurückzuführen.

Die aktiven latenten Steuern konnten nach T€ 129 zum Jahresende 2017 zum Halbjahresbilanzstichtag komplett abgebaut werden.

Nach Berücksichtigung des Konzernhalbjahresüberschusses von T€ 1.295 sowie weiterer erfolgsneutraler Veränderungen ergibt sich ein positives Konzerneigenkapital von T€ 9.981 (31.12.2017: T€ 8.652). Damit kann die Eigenkapitalquote nach etwa 46,2 % zum Jahresende

2017 auf nunmehr ca. 46,5 % moderat gesteigert werden.

Das langfristige Fremdkapital des Konzerns stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres

2018 um T€ 1.230 auf T€ 3.686. Diese Steigerung lässt sich in erster Linie auf die gestiegenen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückführen. Insgesamt bestehen im Konzern Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristige Finanzschulden) zum 30. Juni 2018 in Höhe von T€ 1.541 (31.12.2017: T€ 280), von denen T€ 232 (31.12.2017: T€ 175) innerhalb eines Jahres bis zum 30. Juni 2019 fällig sind. Für die Entwicklung dieses Postens kann die Investition in die Immobilie am Standort der Alexanderwerk Inc. genannt werden, welche anteilig fremdfinanziert wurde.

Die Liquiditätslage des Konzerns zeigte sich auch in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2018 weiter stabil. Neben eigenen Reserven wird die Liquidität in der Alexanderwerk-Gruppe über unterschiedliche Kreditlinien sichergestellt, welche von den operativen Gesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. gehalten, derzeit jedoch nicht in Anspruch genommen werden. Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres ist es gelungen, die über insgesamt T€ 3.000 bestehenden Kreditlinien der Alexanderwerk GmbH mit der NATIONAL-BANK AG wie auch der Stadtsparkasse Remscheid unbefristet zu verlängern.

Die Alexanderwerk-Gruppe konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018 alle finanziellen Verpflichtungen ordnungsgemäß bedienen. Für die Zukunft ist der sukzessive Aufbau von weiteren finanziellen Rücklagen und damit von zusätzlicher Liquidität - einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf unterstellt - konzernweit vorgesehen, um auch weiterhin den finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können.

Die Zahlungsmittel des Konzerns haben sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2018 gegenüber dem Geschäftsjahresende 2017 um T€ 1.538 auf T€ 4.563 verringert.

Der Gesamt Cash-Flow im Alexanderwerk Konzern beträgt im ersten Halbjahr 2018 T€ -1.148.

2. Weiterer Ausblick und Chancen

Die Märkte Europa, Asien und Nordamerika mit einem konzernweiten Anteil von mehr als 90 % am Gesamtumsatz unterliegen nach wie vor einer strukturierten, kontinuierlichen und nachhaltigen Bearbeitung durch den Vorstand sowie den Vertriebsmitarbeitern der Tochtergesellschaften. Speziell in Asien gehen wir auch weiterhin von einem Wachstumspotenzial und interessanten Perspektiven aus. Durch den im Frühjahr 2018 begonnenen Prozess der Auflösung des Representative Office in Shanghai mit nachfolgender Gründung einer eigenen Vertriebsgesellschaft in China soll die Marktposition im fernasiatischen Markt weiter ausgebaut werden. Ebenfalls wird der weitere Ausbau an unserem Servicestandort in Indien vorangetrieben.

Darüber hinaus ist mit dem Erwerb der Immobilie am bestehenden Geschäftsstandort in den USA im ersten Halbjahr 2018 die Basis für die Weiterentwicklung unseres Geschäftes auf dem amerikanischen Markt gelegt. Durch diese Maßnahme sollen künftig Wege zu Kunden verkürzt beziehungsweise mögliche Risiken durch Handelsbeschränkungen speziell im Marktsegment USA minimiert werden. Daneben werden kontinuierlich die internationalen Märkte beobachtet und zeitnah Chancen durch lokales Engagement der Alexanderwerk-Gruppe ergriffen.

Wir planen für das positiv gestartete Jahr 2018 derzeit mit einer wirtschaftlichen Kenngröße EBIT in der Alexanderwerk-Gruppe auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2016, vorausgesetzt, dass die Entwicklung bei den Tochtergesellschaften, speziell die Entwicklung des Auftragseingangs, welcher dann zu Umsatz führt, nicht durch unerwartete Einflüsse beeinträchtigt wird. Entscheidend für die Zielerreichung sind dabei stets die Auslieferungssituation im vierten Quartal des jeweiligen Geschäftsjahres sowie mögliche kurzfristige Sondereffekte, welche in unserer Planung erst kurzfristig berücksichtigt werden können. Nach derzeitigem Stand sind der Geschäftsleitung solche Sondereffekte, welche das Ergebnis in 2018 eintrüben könnten, nicht bekannt, so dass man davon ausgehen kann, dass sich der Umsatz und daraus folgend die Liquiditätssituation auch im zweiten Halbjahr 2018 weiter positiv entwickeln.

Unsere Aktivitäten sind weiterhin auf ein internes, organisches Wachstum der operativen Gesellschaften gerichtet, welches dazu beitragen soll, die Liquiditätssituation in den einzelnen Gesellschaften und damit in Summe im Konzern sukzessive zu verbessern. Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt an verschiedenen Kooperationsprojekten sowie einer erhöhten Marktpräsenz in den Schlüsselmärkten.

3. Risiken und Risikomanagement

Der Vorstand hat gemäß der gesetzlichen Verpflichtung in § 91 Abs. 2 AktG geeignete Maßnahmen getroffen, insbesondere ein für die Größe unserer Gesellschaft angemessenes Überwachungssystem eingerichtet, um den Fortbestand der Gesellschaft bzw. deren Tochtergesellschaften gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Wie in der Vergangenheit lag der Fokus dieses Systems im Wesentlichen auf den bestandsgefährdenden Risiken 'Fortführung der Unternehmenstätigkeit' sowie 'Erhaltung der Liquidität'. Andere Risiken waren für die Alexanderwerk AG und die Alexanderwerk-Gruppe demgegenüber von einer deutlich verminderten Relevanz und hatten keine oder kaum praktische Bedeutung.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde in diesem Zusammenhang das in den Vorjahren erarbeitete und immer wieder aktualisierte Risikomanagement-Handbuch als wichtigster Baustein des Frühwarnsystems in finaler Fassung im Konzern implementiert. Im Zuge der darüber hinaus bei Bedarf stattfindenden Geschäftsleitungs- und Führungskreistreffen werden insbesondere die Risikobereiche Liquidität, Qualität und Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang, Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit nahestehenden Personen erörtert und erforderliche Maßnahmen vereinbart. Diese werden protokolliert und die Umsetzung bei den nächsten Treffen überprüft.

Unsere Risikopolitik besteht unverändert darin, vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit ein entsprechender Mehrwert geschaffen werden kann. Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse. Die Risikogrundsätze werden vom Vorstand formuliert und vom Management entsprechend der Organisations- und Verantwortungsstruktur umgesetzt. So erfassen und bewerten wir Risiken monatlich durch die jeweiligen Geschäftsführungen und spiegeln diese im Risikocontrolling wieder. Damit wurde ein Überwachungssystem eingerichtet, welches die Erkennung, die Analyse und die Kommunikation bestandsgefährdender Risiken und ihre Veränderungen sicherstellt.

Verschiedene Risiken könnten die Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und das Ergebnis stark beeinflussen. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren sehen wir uns noch weiteren Risiken ausgesetzt, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar für vernachlässigbar halten, die aber unser Geschäft ebenfalls beeinflussen können.

Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken und -chancen

Mögliche Risiken für die künftige Entwicklung der Alexanderwerk-Gruppe resultieren im Wesentlichen aus konjunkturellen und politischen Einflüssen in den für den Konzern relevanten Märkten, insbesondere in Osteuropa, Asien und den USA.

Durch die aktuelle Politik der US-Regierung wurde in den letzten Wochen eine handelspolitische Situation geschaffen, welche sich bereits durchaus negativ auf Exportgeschäfte der Alexanderwerk-Gruppe auswirken könnte. Diese Entwicklung ist aufgrund des Geschäftes der Alexanderwerk-Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt als Risiko einzustufen, seit die US-amerikanische Regierung ihre Ankündigungen von möglichen Handelsrestriktionen und Strafzöllen auf bestimmte Importgüter mit Konsequenz umzusetzen begann. Eine direkte Gefahr für die Alexanderwerk-Gruppe stellen dabei Aufschläge auf Maschinenimporte aus europäischen Ländern insbesondere der Europäischen Union sowie konkrete global geltende Handelsembargos der USA für komplette Märkte und Volkswirtschaften explizit im Nahen Osten dar.

Eine Chance hingegen sehen wir in der Öffnung der Märkte in Osteuropa in den postsowjetischen Staaten, insbesondere in Russland. Darüber hinaus zeigen auch die Projekte in den Bereichen Südamerika und Südostasien weiteres Potenzial und lokalen Handlungsbedarf. Aus diesen Märkten versprechen wir uns in den kommenden Jahren ein organisches Wachstum.

Besondere Kompetenzen hat die Gruppe im Maschinenbau für die Bereiche Chemie und Pharmazie, deren wirtschaftliche Entwicklungen damit von besonderer Bedeutung für die Gesellschaften sind. Beide Branchen werden prognostisch international weiterhin wachsen. Die operativen Gesellschaften sind weltweit aktiv, wobei der nordamerikanische Markt durch die Alexanderwerk Inc. bearbeitet und beliefert wird.

Besondere Chancen sehen wir im Auf- und Ausbau unserer lokalen, internationalen Präsenzen. Die verbesserte Kundennähe sowie direkte Ansprache- und Zugriffsmöglichkeiten sollten die Marktposition positiv beeinflussen und nachhaltig stärken.

Auftrags- und Beschaffungsrisiken

Der wesentliche Teil des Geschäftes der Alexanderwerk-Gruppe ist durch das Projektgeschäft mit Neumaschinen im Pharma- und Chemiebereich geprägt. Dadurch besteht die Notwendigkeit, permanent neue Projekte zu akquirieren. Wir wirken daraus entstehenden Risiken entgegen, indem wir langjährige und dauerhafte Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Dadurch ist es uns gelungen, unseren Umsatz mit namhaften Bestandskunden zu erwirtschaften und darüber hinaus unseren internationalen Kundenkreis zu erweitern. Die kontinuierliche Neukundenakquise sichert weiterhin ein nachhaltiges Wachstum.

Preisänderungsrisiken wirken wir dadurch entgegen, dass wir einkaufsseitig mit Rahmenverträgen und stetiger Konditionenkontrolle (Ausschreibungen und Einholung von Vergleichsangeboten der jeweiligen Wettbewerber) arbeiten. Möglichen Beschaffungsrisiken wird darüber hinaus durch eine kontinuierliche Bewertung der bestehenden Lieferanten sowie einer Qualifizierung neuer Lieferanten begegnet.

Technik- und Anlagenrisiken sowie -chancen

Technische Risiken können sich aus der Komplexität der Kundenprojekte ergeben. Hierzu gibt es stets eine enge Abstimmung mit den Kunden. Basisversuche in unseren Laboren in Deutschland und in den USA sowie Partner in Asien bilden zudem die Grundlage für verfahrenstechnische Aussagen und Kapazitätsgarantien gegenüber unseren Kunden. Zusätzlich wirken wir möglichen Verfahrens- und Prozessrisiken durch den Einsatz eines Vier-Augen-Systems in der Verfahrenstechnik und auch im Konstruktionsbereich entgegen. Die Einbindung externer Fachinstitute sorgt zudem für eine Minimierung der Risiken. Nationale und internationale Forschungskooperationen und -partnerschaften stärken und sichern zudem das Know-how der Alexanderwerk-Gruppe.

Technologische Chancen sehen wir vor allem im Ausbau unserer nationalen und internationalen Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Diese helfen der Alexanderwerk-Gruppe auch zukunftsorientiert die Produkte weiterzuentwickeln, um so nachhaltig den Anforderungen der verschiedenen Märkte gerecht zu werden.

Personalrisiken

Ein weiterer Schlüssel für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der Alexanderwerk-Gruppe sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Qualifizierung und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ist weiterhin ein Kernanliegen der Unternehmensleitung.

Da in allen Geschäftsbereichen das Know-how der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist, ergeben sich daraus potenzielle Risiken, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und kein adäquater Ersatz gefunden werden kann. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unseren Mitarbeitern marktgerechte Gehälter zahlen und ihnen ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen. Zudem bilden wir Mitarbeiter aus und übernehmen diese im Regelfall am Ende ihrer Ausbildungszeit. Hinzu kommen Aspekte wie die Schaffung von nachhaltiger Arbeitsplatzsicherheit durch das Erwirtschaften operativer Gewinne sowie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns betreffen im Wesentlichen Liquiditätsrisiken, daneben Ausfall- und Zinsrisiken.

Auch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2018 lag der zentrale Schwerpunkt der Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand auf der Sicherung und dem Aufbau von Liquiditätsreserven.

Den Risiken im finanziellen Bereich der Gruppe konnten wir durch die bei der Tochtergesellschaft Alexanderwerk GmbH inzwischen unbefristete Verlängerung der bestehenden Kreditlinien entgegenwirken. Darüber hinaus gelang aus dem überaus positiven Geschäftsverlauf heraus der moderate Aufbau weiterer zusätzlicher Liquiditätsreserven, welche das finanzielle Risiko der Gruppe weiter reduzieren.

Besonderes Augenmerk im Rahmen des Risikomanagements wird daher auf die Liquiditätssteuerung gelegt. Die Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgt mittels einer rollierenden wöchentlichen Finanzplanung und -analyse. Darüber hinaus wird quartalsweise im Rahmen des Reporting an Kreditinstitute eine mittelfristige Finanz- und Liquiditätsplanung erstellt und herausgegeben, welche die künftige Entwicklung der finanziellen Mittel über einen Zeitraum von mehreren Monaten beurteilt.

Die Kreditlinien bei den Hausbanken betrugen zum Bilanzstichtag insgesamt T€ 3.000 und haben eine unbefristete Laufzeit. Ebenfalls hat die Gesellschaft nach Beschluss durch die Hauptversammlung am 22. Dezember 2015 die Möglichkeit, liquide Mittel aus der Neuausgabe von 900.000 Inhaberaktien zu generieren. Diese Möglichkeit ist bis zum 1. Dezember 2020 gegeben.

Aufgrund des Projektgeschäfts sind insbesondere die Tochtergesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc. darauf angewiesen, Aufträge vorfinanzieren zu können. Die notwendige Liquidität für den Konzern wird wesentlich durch die operativ tätigen Tochtergesellschaften gemeinsam gestellt. Durch die Festigung der bestehenden Kreditlinien und den Aufbau eines Liquiditätspuffers haben sich die Liquiditätsrisiken in der Alexanderwerk-Gruppe nachhaltig vermindert. Um dauerhaft erfolgreich am Markt agieren zu können, ist jedoch weiterhin der planmäßige Zufluss an liquiden Mitteln aus der operativen Tätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit notwendig.

Da die Alexanderwerk AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften ausschließlich in Euro fakturieren, verbleiben mögliche Währungsrisiken allenfalls bei der US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc. sowie der indischen Tochtergesellschaft Alexanderwerk India Private Ltd. Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses zwischen dem Euro und dem US-Dollar beziehungsweise der indischen Rupie werden von uns zurzeit nicht vorgenommen.

Sobald unsere chinesische Vertriebsgesellschaft gegründet ist, muss ebenfalls ein mögliches Währungsrisiko aufgrund des Wechselkurses zwischen Euro und dem chinesischen Yuan Renminbi angenommen werden.

Ausfallrisiken

Zur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen werden die Entwicklung des Forderungsbestandes und die Forderungsstruktur permanent durch die Gesellschaften kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh mögliche Risiken erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Das Forderungsmanagement als integrierter Bestandteil des Risikomanagements wurde weiter ausgebaut.

Die überwiegende Zahl unserer Kunden sind langjährig überaus erfolgreiche, international tätige Unternehmen, die auch in konjunkturellen Krisenzeiten finanziell sehr stabil sind. Dadurch verringert sich grundsätzlich das Ausfallrisiko von Forderungen. Zur Beurteilung des Ausfallrisikos werden für Neukunden Informationen über deren Bonität eingeholt, bei Bestandskunden in regelmäßigen Abständen. Hier arbeitet die Alexanderwerk-Gruppe mit namhaften Partnern aus der Finanzbranche zusammen. Die gewonnenen Ergebnisse werden beim Eingehen von Leistungsbeziehungen berücksichtigt. Mit Neukunden im Ausland wird anteilige Vorauskasse vereinbart. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe der bilanzierten Forderungen.

Zinsrisiken

Zinsrisiken resultieren aus Änderungen des Marktzinsniveaus, die sich auf die Höhe der Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten und auf die Abzinsung von langfristigen Rückstellungen auswirken.

Es bestehen Zinsänderungsrisiken durch die Ausnutzung der Kontokorrentkreditlinien bei den einzelnen Gesellschaften.

Den Zinsrisiken wird soweit möglich durch stetige Beobachtung des Marktes, Verhandlungen mit den kreditgebenden Banken sowie durch manuelles Pooling von Kontokorrentkonten entgegengewirkt.

Bestandsgefährdende Risiken

Bestandsgefährdende Risiken, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Alexanderwerk AG oder der Alexanderwerk-Gruppe auswirken könnten, bestehen unseres Erachtens aus heutiger Sicht nicht.

Wir haben alle erforderlichen Vorkehrungen getroffen, die aus unserer Sicht notwendig sind, um solche Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Umwelt und Nachhaltigkeit

Für die Alexanderwerk-Gruppe ist der Schutz der Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges Unternehmensziel. Wir leisten deshalb seit Jahren durch laufende Weiterentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Gesamtaussage

Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir in dem geplanten Investitionsverhalten unserer Kunden und der weiteren Entwicklung der Auslandsmärkte, insbesondere in Krisenländern. Als kritisch einzuschätzen ist vor allem die weitere Entwicklung auf dem US-amerikanischen Markt, welcher durch den Aufbau von Handelsembargos sowie die Schaffung nationaler Importregelungen getrübt wird. Darüber hinaus stellt die Schaffung von globalen Handelsrestriktionen durch die USA für komplette Märkte, explizit im Nahen Osten, ein nicht unerhebliches Risiko für unsere Vertriebsaktivitäten dar.

Die Grundsteine für die Bewältigung der künftig anstehenden Risiken sind gelegt, beziehungsweise Mechanismen zu deren Früherkennung eingerichtet.

Für Vorstand und Aufsichtsrat ist die Minimierung aller Risiken, welche die Entwicklung der Alexanderwerk-Gruppe zukünftig nachhaltig beeinflussen würden, von besonderer Bedeutung und unterliegt ständiger Überwachung.

III. Nachtragsbericht

Sonstige Ereignisse nach dem Berichtszeitraum, die Auswirkungen auf die im Konzernzwischenabschluss sowie im Konzernzwischenlagebericht dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, lagen nicht vor.

IV. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen (Meldung gem. § 40 WpHG)

Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer Mitteilung an die Gesellschaft. Im 1. Halbjahr 2018 sowie im Zeitraum bis zur Abschlussfertigstellung im August 2018 sind der Alexanderwerk AG bisher keine Meldungen nach § 40 WpHG bekanntgemacht worden.

Remscheid, den 31. August 2018

Alexanderwerk AG

Dr.-Ing. Alexander Schmidt

- Vorstand -

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018

in € 1.1.2018 bis 30.6.2018 1.1.2017 bis 30.6.2017
Umsatzerlöse 9.915.327 14.772.074
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 3.301.139 424.092
Gesamtleistung 13.216.466 15.196.167
Sonstige betriebliche Erträge 720.034 363.103
Materialaufwand

Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.770.012 -4.980.087
Aufwendungen für bezogene Leistungen -627.857 -335.048

-6.397.869 -5.315.135
Personalaufwand

Löhne und Gehälter -3.096.307 -2.837.521
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -566.167 -487.496

-3.662.474 -3.325.017
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -216.907 -197.527
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.949.182 -2.400.903
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 1.710.068 4.320.687
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 79.106 27.537
Zinsen und ähnliche Erträge 13 24
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -87.050 -84.282
Finanzergebnis -87.037 -84.258
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.702.137 4.263.966
Steuern von Einkommen und Ertrag -407.294 -1.406.248
Konzernergebnis 1.294.843 2.857.718
Auf Aktionäre der Alexanderwerk Aktiengesellschaft 0,72 1,59
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 1.800.000 1.800.000


Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018

in € 1.1.2018 bis 30.6.2018 1.1.2017 bis 30.6.2017
Konzernergebnis 1.294.843 2.857.718
Sonstige Eigenkapitalposten

Posten, die unter bestimmten Umständen in die Gewinn- Verlustrechnung umgegliedert werden

Währungsumrechnungsdifferenzen 33.889 -24.340
Summe sonstige Eigenkapitalposten 33.889 -24.340
Gesamtergebnis 1.328.732 2.833.378
Gesamtergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 0,74 1,57
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 1.800.000 1.800.000


Konzernbilanz nach IFRS zum 30. Juni 2018

Aktiva

in € 30.6.2018 31.12.2017
Langfristiges Vermögen

Immaterielle Vermögenswerte

Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 2.266 3.572
Entwicklungskosten 273.740 286.438

276.006 290.010
Sachanlagen

Grundstücke und Bauten 1.708.190 28.415
Technische Anlagen und Maschinen 1.170.734 1.559.634
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 662.312 696.340

3.541.236 2.284.389
Finanzanlagen

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 634.756 555.650

634.756 555.650
Latente Steuern 0 129.274
Summe Langfristiges Vermögen 4.451.998 3.259.323
Kurzfristiges Vermögen

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 363.958 397.600
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 6.573.849 3.852.639
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.240.711 660.782
Geleistete Anzahlungen 53.091 27.720

8.231.609 4.938.742
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.315.191 3.584.858
Forderungen an assoziierte Unternehmen 15.361 16.017
Ertragsteuerforderungen 48.613 154.644
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 805.224 661.902
Zahlungsmittel 4.562.895 6.100.902

8.747.284 10.518.324
Summe Kurzfristiges Vermögen 16.978.893 15.457.065

21.430.891 18.716.388


Passiva

in € 30.6.2018 31.12.2017
Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital 4.680.000 4.680.000
Kapitalrücklage 525.172 525.172
Gewinnrücklagen und Konzernergebnis 4.561.539 3.266.696
Sonstige Eigenkapitalposten 214.188 180.300

9.980.899 8.652.167
Langfristige Verbindlichkeiten

Pensionsverpflichtungen 1.976.064 2.024.657
Sonstige Rückstellungen 275.050 275.050
Latente Steuern 125.327 51.157
Langfristige Finanzschulden 1.309.677 105.239

3.686.118 2.456.103
Kurzfristige Verbindlichkeiten

Übrige kurzfristige Rückstellungen 241.200 290.700
Kurzfristige Finanzschulden 231.620 175.137
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.410.266 1.430.179
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.041.208 799.990
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 344.953 101.534
Ertragsteuerschulden 748.747 2.160.225
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.745.880 2.650.352

7.763.874 7.608.118

21.430.891 18.716.388


Segmentberichterstattung & Kapitalflussrechnung nach IFRS

Segmentberichterstattung Umsatzerlöse Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit Auftragsbestand
in T€


1.1. bis 30.6.2018


Segment Deutschland 9.004 1.625 13.961
Segment USA 1.282 18 1.008
Segment Indien 6 -6 0
Holdinggesellschaften 0 -1 0
Überleitung -377 74 -170
Konzern Gesamt 9.915 1.710 14.799
1.1. bis 30.6.2017


Segment Deutschland 13.493 3.688 10.108
Segment USA 4.817 579 283
Segment Indien 0 0 0
Holdinggesellschaften 0 0 0
Überleitung -3.538 54 -60
Konzern Gesamt 14.772 4.321 10.331


Kapitalflussrechnung 30.6.2018 30.6.2017
in T€

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -578 4.077
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.689 -37
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.119 -177
Zahlungswirksame Veränderungen der Finanzmittel -1.148 3.863
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.612 -1.115
Wechselkursbedingte Veränderungen 9 -16
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.473 2.732
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

Zahlungsmittel ohne Verfügungsbeschränkungen 4.473 2.732
Kurzfristig fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0

4.473 2.732


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018

in €



Sonstige Eigenkapitalposten

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und Konzernergebnis Versicherungs-
mathematische Gewinne
und Verluste
nach latenten Steuern
Unterschiedsbetrag aus der Währungs-
umrechnung
Anteile von nichtbeherrschenden Gesellschaftern
Stand am 31.12.2016 4.680.000 525.172 -2.160.250 -68.352 228.908 0
Gewinn nach Steuern

2.857.718


Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern



-24.340
Stand am 30.06.2017 4.680.000 525.172 697.468 -68.352 204.568 0
Stand am 31.12.2017 4.680.000 525.172 3.266.697 -52.126 232.426 0
Gewinn nach Steuern

1.294.843


Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern



33.888
Stand am 30.06.2018 4.680.000 525.172 4.561.540 -52.126 266.314 0


in €

Gesamt
Stand am 31.12.2016 3.205.478
Gewinn nach Steuern 2.857.718
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern -24.340
Stand am 30.06.2017 6.038.856
Stand am 31.12.2017 8.652.168
Gewinn nach Steuern 1.294.843
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Steuern 33.888
Stand am 30.06.2018 9.980.900


Anhang

Grundlagen der Berichterstattung

Der Konzernabschluss der Alexanderwerk Aktiengesellschaft wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2018 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form erstellt. Demzufolge enthält dieser Konzernzwischenabschluss nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind, und ist daher im Zusammenhang mit dem von der Alexanderwerk AG für das Geschäftsjahr 2017 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zu lesen.

Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Konsolidierungsgrundsätze, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 angewendet wurden, unverändert fortgeführt. Darüber hinaus wurden die nachfolgend beschriebenen und für den Konzernabschluss der Alexanderwerk AG relevanten, zum 1. Januar 2018 erstmals in der EU anzuwendenden Standards und Interpretationen angewendet.

Aus der Anwendung der in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Verlautbarungen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss der Alexanderwerk AG. Im Anschluss an die Tabelle werden die für die Alexanderwerk AG wesentlichen Standards beschrieben.

Vorschrift Titel Veröffentlicht im Anwendungspflicht ab
IFRS 9 Finanzinstrumente Juli 2014 1.1.2018
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Mai 2014 1.1.2018
Klarstellungen zu IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden April 2016 1.1.2018
Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen Juni 2016 1.1.2018
Änderungen an IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge September 2016 1.1.2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus bezahlte Gegenleistungen Dezember 2016 1.1.2018
Diverse Verbesserungen zu IFRS (2014-2016): Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 Dezember 2016 1.1.2018
Änderungen von IAS 40 Übertragung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien Dezember 2016 1.1.2018


IFRS 9 - Finanzinstrumente

Im Juli 2014 hat das IASB die finale Fassung von IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht, die IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung sowie alle vorherigen Versionen von IFRS 9 ersetzt. IFRS 9 führt die drei Projektphasen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten "Klassifizierung und Bewertung", "Wertminderung" und "Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" zusammen. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39.

Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden.

Die Erstanwendung des Standards hat sich wie folgt ausgewirkt:

(a) Klassifizierung und Bewertung

IFRS 9 enthält drei wichtige Klassifizierungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet", "zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet" sowie "zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet". Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: "bis zur Endfälligkeit zu halten", "Kredite und Forderungen" sowie "zur Veräußerung verfügbar".

Die Anwendung der neuen Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften hat sich nicht auf die Bilanz oder das Eigenkapital der Alexanderwerk AG ausgewirkt. Kredite und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen, die bisher der Kategorie "Loans and Receivables" zugeordnet wurden, werden von der Alexanderwerk AG gehalten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf das ausstehende Nominalkapital darstellen. Demzufolge sind diese finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zuzuordnen.

b) Wertminderungen

Nach IFRS 9 sind erwartete Kreditverluste (Expected Credit Losses = ECL) aus allen seinen Schuldtiteln, Krediten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entweder auf Grundlage des 12-Monats-ECL oder der Gesamtlaufzeit-ECL zu bemessen. Die Alexanderwerk AG wendet den vereinfachten Ansatz an und erfasst die Gesamtlaufzeit-ECL aus allen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Anwendung der geänderten Wertminderungsvorschriften hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Alexanderwerk AG.

IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 führt ein neues Modell zur Umsatzrealisierung mit fünf Analyseschritten ein, das auf alle Umsätze aus Verträgen mit Kunden anzuwenden ist. Das Kernprinzip des Standards besteht darin, dass ein Unternehmen Umsatzerlöse zum Zeitpunkt der Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf Kunden in Höhe der Gegenleistung zu erfassen hat, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung dieser Güter oder Dienstleistungen rechnen kann. Die Grundsätze in IFRS 15 bieten einen strukturierteren Ansatz zur Bewertung und Erfassung von Umsatzerlösen. Der Anwendungsbereich des Standards erstreckt sich über alle Arten von Branchen und Unternehmen und ersetzt daher alle bestehenden Vorschriften, die den Bereich der Umsatzrealisierung betreffen (IAS 11 Fertigungsaufträge, IAS 18 Umsatzerlöse, IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden und SIC 31 Umsatzerlöse - Tausch von Werbedienstleistungen). Die Anwendung des neuen Standards erfordert gegenüber den bis zum 31. Dezember 2017 Standards zur Umsatzrealisierung mehr Schätzungen und Ermessensentscheidungen, da die Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse durch die Höhe der Gegenleistung, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung der Güter oder der Dienstleistung rechnen kann, bestimmt wird. Dies ist insbesondere bei variablen Gegenleistungen der Fall.

Die Alexanderwerk AG verkauft im Wesentlichen weitgehend standardisierte Maschinen. Aus der Anwendung des IFRS 15 ergaben sich keine Änderungen bei der Erlösrealisierung im Vergleich zu den bisher geltenden Vorschriften. Insgesamt ergaben sich keine Änderungen auf Bilanzposten zum 1. Januar 2018 aus der Erstanwendung des IFRS 15.

Klarstellungen zu IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Im April 2016 hat das International Accounting Standards Board (IASB) die finalen Klarstellungen zu seinem neuen Standard zur Erlösrealisierung, IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, veröffentlicht. Mit den Änderungen werden Implementierungsfragen geklärt. Diese Fragen betreffen die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Anwendungsleitlinien für Prinzipal-Agenten -Verhältnisse und Lizenzen für geistiges Eigentum (intellectual property; IP) sowie die Übergangsbestimmungen. Darüber hinaus sollen mit den Änderungen eine einheitlichere Vorgehensweise bei der Umsetzung von IFRS 15 sichergestellt und die mit dessen Anwendung verbundenen Kosten und Komplexität verringert werden.

Auch die Klarstellungen zu IFRS 15 haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Realisierung der Umsatzerlöse der Alexanderwerk AG.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden einheitlich auf alle im Abschluss dargestellten Geschäftsjahre angewandt. Aufwendungen und Erträge, die üblicherweise erst am Ende eines Geschäftsjahres anfallen, wurden für Zwecke der Zwischenberichterstattung periodisiert.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurden keine Schätzungsänderungen mit wesentlicher Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss vorgenommen.

Der Ertragssteueraufwand wurde auf Basis der Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften und des jeweilig gültigen Steuersatzes als bestmögliche Schätzung ermittelt; Konsolidierungseffekte wurden mit den gültigen latenten Steuersätzen bewertet.

Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss werden neben der Alexanderwerk AG als Obergesellschaft alle wesentlichen in- und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2017 nicht verändert.

Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen des Alexanderwerk-Konzerns kommen der Aufsichtsrat, der Vorstand sowie andere Personen oder Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss in Betracht. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen in den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Vergleich zu den im Konzernanhang zum 31. Dezember 2017 beschriebenen Sachverhalten.

Mit dem assoziierten Unternehmen Alexanderwerk Produktions GmbH bestanden im Geschäftsjahr folgende Geschäftsbeziehungen:


in € (+ = erbrachte Leistung, - = empfangene Leistung) 1.1.-30.6.2018 1.1.-30.6.2017
Einkauf von Material -2.226.671 -1.987.206
Umlage Dienstleistungen 68.398 67.623
Miete und Mietnebenkosten 128.063 175.117
Übrige 6.893 0
Gesamt -2.023.317 -1.744.466



Haftungsverhältnisse

Der Alexanderwerk-Konzern hat im ersten Halbjahr keine neuen Bürgschaften für Dritte übernommen oder Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten gegenüber Dritten abgegeben.


Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2018

Es haben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2018 ergeben.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Gewissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Remscheid, den 31. August 2018

Alexanderwerk AG

Dr.-Ing. Alexander Schmidt

- Vorstand -