Alexanderwerk AGRemscheidKonzernzwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2021Konzernzwischenlagebericht der Alexanderwerk AG für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021I. Grundlagen1. Geschäfts- und RahmenbedingungenDie Alexanderwerk-Gruppe ist eine international
tätige Unternehmensgruppe des Maschinenbaus mit einer
traditionsreichen Marke. Wir bedienen anspruchsvolle
Nischenmärkte mit technologisch hoch entwickelten
Spezialmaschinen zum Kompaktieren und Granulieren
unterschiedlichster Stoffe in diversen Anwendungsbereichen,
insbesondere in der chemischen und pharmazeutischen
Industrie sowie den Bereichen Lebensmittelindustrie, Life
Science und zivile Nukleartechnik. Zum Leistungsprogramm
gehören ebenfalls ganzheitliche Systeme und die
zugehörigen Softwarelösungen sowie
Servicedienstleistungen und ein umfangreiches
Ersatzteilgeschäft.
Die börsennotierte Alexanderwerk AG in Remscheid
fungiert mittelbar über die Alexanderwerk Holding GmbH
& Co. KG als reine Führungs-Holding für die
folgenden Konzerngesellschaften:
Die Alexanderwerk GmbH ist für das operative
Geschäft in der Alexanderwerk-Gruppe verantwortlich,
welches sich in Konstruktion und Entwicklung, Einkauf,
Qualitätsmanagement, Fertigung, Montage und Vertrieb
der Maschinen nahezu weltweit aufteilt. Ebenfalls wickelt
diese Gesellschaft das beinahe globale Service- und
Ersatzteilgeschäft der Gruppe ab. Dieses Spektrum wird
in der Segmentberichterstattung im Segment "Deutschland"
abgebildet. Der nord-amerikanische Markt wird sowohl im
Neumaschinen- als auch im Ersatzteil- und
Servicegeschäft durch die in Montgomeryville (PA, USA)
ansässige Alexanderwerk Inc. bedient. Diese bildet das
Segment "USA" in der Segmentberichterstattung. Die
Alexanderwerk India Private Limited mit Sitz in Mumbai
(Indien) erbringt Servicedienstleistungen für den
Markt Indien im Auftrag der Alexanderwerk GmbH. Sie bildet
das Segment "Indien" in der Segmentberichterstattung. Die
Alexanderwerk (Shanghai) Trading Co., Ltd. unterstützt
die Alexanderwerk GmbH bei der Vermarktung von Maschinen,
Ersatzteilen und Serviceleistungen auf dem chinesischen
Markt. Sie bildet das Segment "China" in der
Segmentberichterstattung. Die Alexanderwerk Colombia S.A.S.
mit Sitz in Bogota erbringt aktuell für die
Alexanderwerk GmbH Dienstleistungen in der
Erschließung des mittel- und südamerikanischen
Marktes. Sie bildet in der Segmentberichterstattung das
Segment "Kolumbien" ab.
Die Produktion von einigen mechanischen Komponenten
für unsere Maschinen erfolgte bis zum 30. Juni 2021
durch die Alexanderwerk Produktions GmbH, an der die
Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist. Diese wird at
equity bilanziert. Seit dem 1. Juli 2021 hat die
Alexanderwerk GmbH die Fertigung der mechanischen Bauteile
von der Alexanderwerk Produktions GmbH übernommen.
Darüber hinaus wird der Konzernkreis der
Alexanderwerk AG durch vier weitere Gesellschaften ohne
eigenes, operatives Geschäft vervollständigt.
2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2021 zeichnete sich eine allgemein
beginnende Erholung der Weltwirtschaft von den dramatischen
Folgen der globalen Corona-Pandemie ab. Diese ist nicht
zuletzt darauf zurückzuführen, dass es inzwischen
gelungen ist, Maßnahmen zum einen gegen die weitere
rasante Ausbreitung der Pandemie selbst zu ergreifen und
zum anderen die Wirtschaft rasch Möglichkeiten
entwickelt hat, wie man den globalen Handel auch in dieser
schwierigen Lage erfolgreich aufrechterhalten kann.
Aktuell geht der Internationale Währungsfonds
(kurz: IWF) in seiner Prognose von Juli 2021 davon aus,
dass sich das globale Bruttoinlandsprodukt wie auch die
Wirtschaftsleistung vieler nationaler Ökonomien im
aktuellen Jahr deutlich erholen dürfte, allerdings
noch nicht das Niveau von 2019 vor Ausbruch der
Corona-Pandemie erreichen wird. Für die Weltwirtschaft
wird derzeit mit einem Wachstum von etwa 6 % gerechnet.
Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die
aktuelle globale Expansion in dieser Höhe durch die
Covid-19 bedingte Rezession des Vorjahres beeinflusst sein
dürfte, auf welche sich die Vergleichszahlen
stützen. In den für die Alexanderwerk-Gruppe
wichtigen Absatzmärkten in Asien und Nordamerika
rechnet der IWF sogar mit einem stärkeren Wachstum im
Vergleich zur globalen Wirtschaft. Im amerikanischen Markt
wird für das laufende Jahr 2021 ein Anstieg der
Gesamtwirtschaft von ca. 7 % erwartet. Für Indien
(+9,5 %) sowie für China (+8,1 %) gehen die
Ökonomen von einem noch höheren Aufschwung aus.
Selbst in der EURO-Zone, welche im Vorjahr durch
längere Lockdown-Phasen stark mit den Folgen der
Pandemie zu kämpfen hatte, wird im aktuellen Jahr mit
einer moderaten Erholung des Bruttoinlandprodukts
gerechnet. Laut IWF soll der Anstieg für die EURO-Zone
bei ca. 4,6 % und für die nationale Ökonomie in
Deutschland noch bei etwa 3,6 % liegen.
Dennoch ist davon auszugehen, dass die aktuell
ergriffenen Maßnahmen zur Steigerung der Konjunktur
und zur Bekämpfung der Pandemie nachhaltig dazu
führen dürften, dass sich die weltweiten
Märkte auch weiterhin von den Folgen der durch Corona
geschaffenen Situation erholen können. Es bleibt
jedoch abzuwarten in welchem Zeitraum dies geschehen wird,
denn Lieferengpässe, gestiegene Lieferzeiten und
Preissteigerungen in einigen Sparten können sich auch
dämpfend auswirken.
Auch der deutsche Maschinenbau zeigte sich im ersten
Halbjahr 2021 wirtschaftlich erholt. Laut dem Verband
Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (kurz: VDMA) konnte ein
branchenweiter Auftragszuwachs gegenüber dem Vorjahr
von real 29 % verzeichnet werden. Allerdings wird die
positive Prognose für das laufende Jahr aktuell
getrübt, da sich infolge der weltweit gestiegenen
Nachfrage und des aufgrund der Corona-Pandemie nur
begrenzten Angebotes ein Mangel an wichtigen Komponenten im
Beschaffungsbereich sowie bei geeigneten Fachkräften
aufbaut.
3. Meilensteine im ersten Halbjahr 2021Die Alexanderwerk-Gruppe konnte das erste Halbjahr 2021
trotz der globalen Herausforderungen mit einem positiven
Ergebnis abschließen.
Der Konzernüberschuss zum 30. Juni 2021 betrug
T€ 561 (Vorjahr: T€ -216).
Auch in den ersten beiden Quartalen des
Geschäftsjahres 2021 entwickelte sich der
Auftragseingang der Alexanderwerk-Gruppe weiterhin auf
einem zufriedenstellenden Niveau. Im
Neumaschinengeschäft konnten Aufträge im
Gesamtwert von T€ 13.102 verbucht werden. Das
entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2020 einer
Steigerung um etwa 15,7 %. Auch das Service- und
Ersatzteilgeschäft entwickelte sich nach dem
pandemiebeeinflussten Vorjahr erfreulich. Hier konnten bis
zum 30. Juni 2021 Aufträge in Höhe von T€
4.240 (Vorjahr: T€ 2.875) verbucht werden. Das liegt
nicht zuletzt daran, dass im 1. Halbjahr 2020 viele
Märkte durch die Lockdown-Maßnahmen geschlossen
waren, welche nun durch teilweise Öffnungen eine
gestiegene Nachfrage nach Servicedienstleistungen und
Ersatzteilen nach sich zogen. Darüber hinaus gelang es
aber auch durch eine verstärkte
Vertriebsaktivität zu Beginn des Jahres 2021 den
Auftragseingang in diesem Bereich deutlich zu steigern.
Die einzelnen Konzerngesellschaften haben sich im
Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
Die Alexanderwerk GmbH als operative Gesellschaft der
Gruppe konnte das erste Halbjahr 2021 mit einem
Überschuss von T€ 426 (Vorjahr: T€ -527)
abschließen. Dabei ist anzumerken, dass durch die
sehr gute Auftragslage das Vorratsvermögen zum
Stichtag 30. Juni 2021 deutlich gestiegen ist. Für das
zweite Halbjahr 2021 gehen wir davon aus, dass die
vorausgesetzte Auslieferung der meisten Aufträge das
Ergebnis der Gesellschaft positiv beeinflussen dürfte.
Allerdings spielt hier auch weiterhin die globale
Entwicklung von COVID-19 in Bezug auf lokale
Beschränkungen bei der Einreise sowie auf den
Lieferwegen eine Rolle.
Die auf dem amerikanischen Markt tätige
Alexanderwerk Inc. konnte in den ersten sechs Monaten des
laufenden Geschäftsjahres mit umgerechnet T€ -183
auf Vorjahresniveau abschließen und damit nicht im
gewohnten Ausmaß zum Konzerngesamtergebnis beitragen.
Der aktuelle Auftragsbestand und die damit verbundenen
geplanten Auslieferungen lassen jedoch auf eine Erholung
des Ergebnisses im zweiten Halbjahr 2021 schließen.
Die Alexanderwerk AG schloss das erste Halbjahr 2021 mit
einem Verlust von T€ -173 (Vorjahr: T€ -130) ab.
Sie fungiert in erster Linie als Führungsholding
für die operativen Gesellschaften der Gruppe.
Die Kooperations- und Beteiligungsstrategien wurden auch
in 2021 durch Vorstand und Aufsichtsrat weiterverfolgt.
Des Weiteren trägt die Alexanderwerk India Private
Ltd., welche Servicedienstleistungen auf dem für
Alexanderwerk wichtigen Schlüsselmarkt Indien
erbringt, mit einem Ergebnis von T€ 14 (Vorjahr:
T€ -10) positiv zum Gesamtergebnis der Gruppe bei.
Durch die Verfügbarkeit von Servicetechnikern direkt
vor Ort unterstützt diese Gesellschaft die
Alexanderwerk GmbH speziell bei Einsätzen für
Inbetriebnahmen und bei Serviceanforderungen unserer Kunden
auf dem indischen Markt, was die Wege deutlich
verkürzt, die Abläufe optimiert und nicht zuletzt
auch einen wichtigen Vorteil gegenüber unseren
Wettbewerbern darstellt.
Auf dem für die AIexanderwerk-Gruppe wichtigen
Schlüsselmarkt China konnte die Alexanderwerk
(Shanghai) Trading Co., Ltd. durch die Bereitstellung von
Servicetechnikern und Ersatzteilen, direkt vor Ort, die
Marktposition verbessern. Im laufenden Geschäftsjahr
konnte die Gesellschaft im ersten Halbjahr, mit einem
Ergebnis von T€ -26 (Vorjahr: T€ 94) zum
Konzernergebnis beitragen, welches sich durch die geplante
Auslieferung von mehreren Neumaschinen im zweiten Halbjahr
positiv entwickeln dürfte.
Die Alexanderwerk Colombia S.A.S. welche für die
Erschließung des lateinamerikanischen Marktes im
Vorjahr gegründet wurde, konnte nach erfolgreichem
Start auch im laufenden Geschäftsjahr mit T€ 12
(Vorjahr: T€ 18) positiv zum Gesamtergebnis der
Alexanderwerk-Gruppe beitragen.
Zum Konzernhalbjahresergebnis trugen ferner die AW Real
Estate Inc., die AlexanderwerkService GmbH, die
Alexanderwerk Verwaltungs GmbH sowie die Alexanderwerk
Holding GmbH & Co. KG bei.
Die Alexanderwerk Produktions GmbH, an welcher die
Alexanderwerk AG mit 25 % beteiligt ist, wird in den
Konzernzwischenabschluss mittels der Equity-Methode
einbezogen. Sie erzielte im ersten Halbjahr 2021 ein
Ergebnis von T€ 299 (Vorjahr: T€ 24). Die
Alexanderwerk Produktions GmbH hält aktuell 20,04 %
der Aktienanteile der Alexanderwerk AG.
II. Wirtschafts-, Chancen- und Risikobericht1. Wirtschaftliche Lage des KonzernsIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021
erzielte die Alexanderwerk-Gruppe einen
Jahresüberschuss von T€ 561 nach T€ -216 im
Vorjahr.
ErtragslageDas erste Halbjahr 2021 lief für das Geschäft
der Alexanderwerk-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr deutlich
erholt. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse T€
8.520, Bestandsveränderungen T€ 4.294 und
aktivierte Eigenleistungen T€ 0) stieg im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um etwa 47,8 % von T€ 8.672 auf
T€ 12.814. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auf die
gute Auftragslage in der Gruppe zurückzuführen.
Ebenfalls gelang es erfolgreich mit geeigneten
Maßnahmen, wie unter Anderem mobiler Inbetriebnahme
von Maschinen und dem Ausbau eines wirksamen
Hygienekonzeptes, den Geschäftsbetrieb in der
Alexanderwerk-Gruppe während der weiter aktiven
Corona-Pandemie sicherzustellen.
Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) betrug zum
30. Juni 2021 T€ 922 nach T€ -308 im Vorjahr, das
Ergebnis vor Steuern (EBT) T€ 913 nach T€ -400 im
Vorjahr.
Der Materialaufwand in der Alexanderwerk-Gruppe stieg
zum Halbjahresbilanzstichtag 2021 auftragsbedingt von
T€ 3.610 auf T€ 6.069 deutlich an. Relativ auf
die Gesamtleistung gesehen liegt die Materialquote nunmehr
bei etwa 47,4 %, was auf einen höheren Lagerbestand
vornehmlich bei den unfertigen Erzeugnissen
zurückzuführen ist. Hier erwarten wir eine
Regulierung im Rahmen vorgesehener Auslieferungen.
Der Personalaufwand im Konzern stieg im ersten Halbjahr
des Geschäftsjahres 2021 um T€ 327 auf T€
4.089 nach T€ 3.762 im Vorjahreszeitraum. Hierbei muss
berücksichtigt werden, dass die Kurzarbeit bei den
deutschen Gesellschaften den Personalaufwand im Vorjahr
positiv beeinflusst hat. Die positive Auftragslage
führte darüber hinaus im aktuellen Jahr zur
Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Notwendigkeit
von Mehrarbeit.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der Gruppe
lagen mit T€ 1.523 in etwa auf Vorjahresniveau.
Das Finanzergebnis des Konzerns lag im Berichtszeitraum
des ersten Halbjahres 2021 mit T€ -9 nach T€ -92
im Vorjahr deutlich über dem Vorjahr. Dafür ist
in erster Linie das deutlich verbesserte Ergebnis aus der
at equity bilanzierten Alexanderwerk Produktions GmbH
verantwortlich.
Vermögens- und FinanzlageDie Konzernbilanzsumme zum Stichtag 30. Juni 2021 ist
gegenüber dem letzten Bilanzstichtag zum 31. Dezember
2020 um T€ 1.298 auf T€ 31.376 gestiegen. Das ist
im Wesentlichen auf den auftragsbedingten Bestandsaufbau an
unfertigen und fertigen Erzeugnissen im ersten Halbjahr
2021 zurückzuführen. Auch haben sich die
Forderungen aus Ertragssteuern gegenüber dem Vorjahr
erhöht, was jedoch auf die im Verhältnis zum
Halbjahresergebnis überproportionalen Vorauszahlungen
im laufenden Geschäftsjahr zurückgeführt
werden kann. Im zweiten Halbjahr 2021 erwarten wir, bedingt
durch die traditionell höheren Umsätze im
Neumaschinen- sowie Ersatzteil- und Servicegeschäft,
welche sich nachhaltig auf das Ergebnis und die Steuern vom
Einkommen und Ertrag auswirken, eine entsprechende
Bereinigung.
Die aktiven latenten Steuern sanken nach T€ 145 zum
Jahresende 2020 zum Halbjahresbilanzstichtag auf T€
38.
Nach Berücksichtigung des Konzernhalbjahresgewinns
von T€ 561 sowie der auf der Hauptversammlung
beschlossenen Dividende in Gesamthöhe von T€
2.142 ergibt sich ein positives Konzerneigenkapital von
T€ 15.517 (31.12.2020: T€ 16.165). Die
Eigenkapitalquote ist somit von ca. 53,7 % zum Jahresende
2020 auf etwa 49,5 % gesunken.
Das langfristige Fremdkapital des Konzerns reduzierte
sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 um
T€ 216 auf T€ 4.273. Dieser Posten enthält
neben Pensionsverbindlichkeiten (T€ 2.232, 31.12.2020:
T€ 2.280) langfristige Finanzschulden in Höhe von
T€ 1.814 (31.12.2020: T€ 2.037), welche im
Wesentlichen auf die Finanzierung der
Geschäftsimmobilie in den USA sowie auf die
Passivierung der auf die Restlaufzeiten entfallenden
Beträge aus den gemäß IFRS 16 aktivierten
Vermögensgegenständen des
Sachanlagevermögens entfallen. Insgesamt bestehen in
der Alexanderwerk-Gruppe zum 30. Juni 2021
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz-
und langfristige Finanzschulden) in Höhe von T€
2.332 (31.12.2020: T€ 2.559), von denen T€ 518
(31.12.2020: T€ 522) innerhalb eines Jahres bis zum
30. Juni 2021 fällig sind.
Die Liquiditätslage der Gruppe zeigte sich auch in
der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres
2021 weiterhin stabil. Neben eigenen Mitteln wird die
Liquidität bei Alexanderwerk über verschiedene
Kreditlinien sichergestellt, welche von den operativen
Gesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk Inc.
gehalten, derzeit jedoch nicht in Anspruch genommen werden.
Die Alexanderwerk-Gruppe konnte im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2021 alle finanziellen Verpflichtungen
ordnungsgemäß bedienen. Für die Zukunft ist
der sukzessive Aufbau von weiteren finanziellen
Rücklagen und damit von zusätzlicher
Liquidität - einen weiterhin positiven
Geschäftsverlauf unterstellt - konzernweit vorgesehen,
um auch weiterhin den finanziellen Verpflichtungen
nachkommen zu können.
Die Zahlungsmittel der Gruppe haben sich zum
Bilanzstichtag 30. Juni 2021 gegenüber dem
Geschäftsjahresende 2020 um T€ 844 auf T€
10.079 verringert und der Gesamt Cash-Flow betrug im 1.
Halbjahr 2021 T€ -548.
2. Weiterer Ausblick und ChancenDie Märkte Europa, Asien und Nordamerika mit einem
konzernweiten Anteil von über 90 % am Gesamtumsatz
unterliegen nach wie vor einer strukturierten,
kontinuierlichen und nachhaltigen Bearbeitung durch den
Vorstand sowie die Vertriebsmitarbeiter der
Tochtergesellschaften.
In Asien gehen wir auch in den kommenden Jahren von
einem weiterhin vorhandenen Wachstumspotenzial und
interessanten Perspektiven aus. Die in den vergangenen
Jahren in diesem Markt gegründeten
Vertriebsgesellschaften in China und Indien konnten bereits
jetzt erfolgreich zu der weiteren Erschließung und
Ausbau von Geschäftsbeziehungen beitragen.
Des Weiteren ist mittelfristig geplant in
Südostasien eine weitere Vertriebsniederlassung zu
gründen.
Nach der erfolgreichen Erschließung des mittel-
und südamerikanischen Marktes durch unsere dort
ansässige Vertriebsgesellschaft erwarten wir auch
für die kommenden Jahre ein organisches Wachstum und
eine Festigung unserer Marktposition in dieser Region.
Unter Ausblendung von möglichen Effekten, die
über die derzeit abzusehenden Einschränkungen
hinaus durch die Corona-Pandemie ausgelöst werden,
würden die allgemein als erfolgreich einzustufenden
Vertriebsstrategien auch im zweiten Halbjahr 2021 zu einem
positiven Geschäftsverlauf der Alexanderwerk-Gruppe
führen, welcher aller Voraussicht nach beim Umsatz und
EBIT über dem Niveau des Vorjahres 2020 verlaufen
wird. Der Auftragseingang war im ersten Halbjahr 2021
weiterhin auf einem im Vergleich zu den Vorjahren 2019 und
2020 hohen Niveau. Hierfür zeigte sich neben
Sondereffekten bei den Neumaschinen auch die erfreuliche
Entwicklung im Bereich der Ersatzteile und
Servicedienstleistungen verantwortlich, welche auf eine
verstärkte Vertriebstätigkeit in diesem Bereich
zurückzuführen ist. Für das Jahr 2021
erwarten wir aber insgesamt einen Auftragseingang, welcher,
bedingt durch einmalige Sonderprojekte im 2. Halbjahr 2020,
aller Vorrausicht nach etwas geringer als im Vorjahr
ausfallen dürfte.
Durch die seit Jahresende 2019 herrschende
Corona-Pandemie kommt es auch im Jahr 2021 weiterhin zu
globalen Einschränkungen in der Wirtschaft und im
öffentlichen Leben. Positiv haben sich jedoch die
weltweit im Dezember 2020 begonnenen Impfkampagnen auf die
Bekämpfung von Covid-19 und die damit verbundenen
Einschränkungen ausgewirkt. Aus diesem Grund lassen
sich trotz alledem auch für 2021 nur auf dem aktuellen
Kenntnisstand über die voraussichtliche Entwicklung
der Corona-Pandemie basierenden Prognosen für den
weiteren Geschäftsverlauf ableiten.
Maßgeblich entscheidend für das Ergebnis und
damit die voraussichtliche Entwicklung unter
Berücksichtigung sowohl der positiven als auch der
negativen Auswirkungen für die Alexanderwerk-Gruppe
wird sein, von welcher Dauer die Einschränkungen zur
Eindämmung des weltweiten Covid-19-Virus sein werden
und in welcher Zeit sich die globale Wirtschaft von dieser
Pandemie zukünftig erholen wird.
Für das Jahr 2021 rechnen die Ökonomen in
Europa mit einer ähnlich positiven Entwicklung, wie
sie auch für die Weltwirtschaft erwartet wird. Hier
bleibt allerdings abzuwarten, wie sich die aktuellen
Impfprogramme, mögliche weitere Mutationen des Virus
und damit verbundene Maßnahmen auf das
wirtschaftliche Geschehen auswirken und ob weitere
Lockdowns verhindert werden können.
Auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau
(VDMA) rechnet damit, dass die Unternehmen, optimistisch
betrachtet, zwar nicht an die Vorjahre bis 2019
anknüpfen können, aber dennoch, wenn die bereits
eingeleiteten Maßnahmen zur Eindämmung der
Corona-Pandemie Wirkung zeigen, ein gesundes Wachstum
erzielt werden könnten.
Unsere Aktivitäten sind unabhängig von der
aktuellen wirtschaftlichen Gesamtsituation auch weiterhin
auf ein internes, organisches Wachstum der operativen
Gesellschaften gerichtet, welches dazu beitragen soll, die
Liquiditätssituation in den einzelnen Gesellschaften
und damit in Summe im Konzern sukzessive weiter zu
verbessern. Darüber hinaus arbeiten wir verstärkt
an verschiedenen Kooperationsprojekten sowie einer
erhöhten Marktpräsenz in den internationalen
Märkten.
Das Ergebnis der Alexanderwerk AG als
Führungsholding wird maßgeblich durch den im
Geschäftsjahr 2017 mit der operativen
Tochtergesellschaft Alexanderwerk GmbH geschlossenen
Ergebnisabführungsvertrag bestimmt.
Auf dem aktuellen Kenntnisstand über die
voraussichtliche Entwicklung der Corona-Pandemie basierend
erwarten wir für 2021 in der Alexanderwerk Gruppe
einen Geschäftsverlauf und ein EBIT, welches bedingt
durch die gute Auftragssituation bei der
Tochtergesellschaft Alexanderwerk GmbH, das Niveau des
Jahres 2020 moderat übersteigen wird.
3. Risiken und RisikomanagementDer Vorstand hat gemäß der gesetzlichen
Verpflichtung in § 91 Abs. 2 AktG geeignete
Maßnahmen getroffen, insbesondere ein für die
Größe unserer Gesellschaft angemessenes
Überwachungssystem eingerichtet, um den Fortbestand
der Gesellschaft bzw. deren Tochtergesellschaften
gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Wie in der Vergangenheit lag der Fokus dieses Systems im
Wesentlichen auf den Risiken 'Fortführung der
Unternehmenstätigkeit' sowie 'Erhaltung und Aufbau von
liquiden Eigenmitteln und Reserven'. Andere Risiken waren
für die Alexanderwerk AG und die Alexanderwerk-Gruppe
demgegenüber von einer deutlich verminderten Relevanz
und hatten keine oder kaum praktische Bedeutung.
Wichtigster Baustein des Frühwarnsystems ist das im
Konzern angewandte Risikomanagement-Handbuch, welches einer
ständigen Überwachung und kontinuierlichen
Weiterentwicklung unterliegt. Im Zuge der darüber
hinaus bei Bedarf stattfindenden Geschäftsleitungs-
und Führungskreistreffen werden insbesondere die
Risikobereiche Liquidität, Qualität und
Liefertreue, Kundenakzeptanz und Auftragseingang,
Personalentwicklung, Outsourcing sowie Vereinbarungen mit
nahestehenden Personen erörtert und erforderliche
Maßnahmen eingeleitet. Die Ergebnisse werden
protokolliert und deren Umsetzung überprüft.
Unsere Risikopolitik besteht unverändert darin,
vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die mit unserer
Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur
einzugehen, wenn damit ein Mehrwert geschaffen werden kann.
Daher ist das Risikomanagement integraler Bestandteil
unserer Geschäftsprozesse. Die Risikogrundsätze
werden vom Vorstand formuliert und vom Management
gemäß der Organisations- und
Verantwortungsstruktur umgesetzt. So werden Risiken
regelmäßig durch die jeweiligen
Geschäftsführungen erfasst und bewertet und in
das Risikocontrolling des Vorstands eingebunden. Damit
wurde ein Überwachungssystem eingerichtet, welches die
Erkennung, die Analyse und die Kommunikation dieser Risiken
und ihre Veränderungen sicherstellt.
Verschiedene Risiken könnten die
Geschäftsentwicklung, die Finanzlage und das Ergebnis
stark beeinflussen. Neben den im Folgenden genannten
Risikofaktoren sehen wir uns noch weiteren Risiken
ausgesetzt, die wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar
für vernachlässigbar halten, die aber unser
Geschäft ebenfalls beeinflussen könnten.
Gesamtwirtschaftliche Branchenrisiken und -chancenMögliche Risiken für die künftige
Entwicklung der Alexanderwerk-Gruppe resultieren im
Wesentlichen aus konjunkturellen und politischen
Einflüssen in den für das Alexanderwerk
relevanten Märkten, insbesondere in Europa, Asien und
den USA sowie aus den wirtschaftlichen Folgen der aktuell
globalen Corona-Pandemie.
Ende Dezember 2019 trat in China, und hier speziell in
der Provinz Hubei in der Millionenstadt Wuhan, zum ersten
Mal der Virus SARS-CoV-2, der bei Menschen die
Viruserkrankung Covid-19 verursacht, auf. Im Jahr 2020
breitete diese sich mit rasanter Geschwindigkeit auf dem
gesamten Erdball aus und brachte seit Herbst 2020 sogar
mehrere unterschiedliche Mutationen hervor, welche
teilweise einen noch höheren Ansteckungsgrad aufwiesen
als der Urtyp dieses Virusstamms. Dieses führte dazu,
dass in vielen Volkswirtschaften weltweit das
öffentliche Leben mehrmals auf unbestimmte Zeit und
damit auch die Wirtschaftsleistungen dieser Ökonomien
enorm zurückgefahren werden mussten. Da unter anderem
neben den USA, China und Indien auch viele
europäischen Staaten und damit wichtige Märkte
der Alexanderwerk-Gruppe davon betroffen sind, gehen wir
hier von einem möglicherweise sich noch
ausprägendem Risikopotenzial in Form von Problemen bei
Auslieferungen und Inbetriebnahmen von Maschinen trotz der
aktuell noch sehr guten Auftragssituation für die
Alexanderwerk-Gruppe aus. Die während des ersten
Halbjahres 2021 weltweit begonnenen Impfkampagnen sowie
Teststrategien konnten bezüglich der Häufigkeit
und Dauer der lokal veranlassten Lockdown-Maßnahmen
zumindest aktuell für eine entsprechende globale
Entspannung sorgen.
Ein weiteres Risiko in Zusammenhang mit der Corona-Krise
stellt die Gesundheit der eigenen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Alexanderwerk dar. Da die Inkubationszeit im
Falle einer Infektion mit dem Erreger bis zu maximal
vierzehn Tage betragen kann und Infizierte sowie deren
Kontaktpersonen national wie international mit
mehrtägiger häuslicher Quarantäne belegt
werden, kann dies im ungünstigsten Fall bedeuten, dass
Teile oder sogar der ganze Geschäftsbetrieb der Gruppe
auf diese Weise durch staatliche Zwangsmaßnahmen
stillgelegt werden können. Das Risiko wird in der
Alexanderwerk-Gruppe durch implementierte interne
Hygienemaßnahmen sowie dem verstärkten
Ermöglichen von mobiler Telearbeit der Mitarbeiter
minimiert.
Unabhängig von der Coronakrise kann aktuell ein
Abkühlen in den politischen Beziehungen zu der V. R.
China wahrgenommen werden. Die Verabschiedung eines
Anti-Sanktionsgesetzes durch den Ständigen Ausschuss
des Nationalen Volkskongresses China am 10.06.2021 kann
auch zum Nachteil deutscher Unternehmen werden, die in
diesen wichtigen Markt exportieren. Auch wenn sich die
aktuellen Handelsbeziehungen derzeit davon noch
unbeeindruckt zeigen, sind bereits Einschränkungen in
speziellen Bereichen (z.B. zivile Nukleartechnik) zu
spüren.
Seit Januar 2021 hat sich die politische Situation
zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von
Amerika durch den Amtsantritt des im November 2020 vom
amerikanischen Volk neu gewählten Präsidenten Joe
Biden leicht entspannt. Diese für den
europäischen Markt gemäßigtere Politik der
US-Regierung wird in der Zukunft zu einer
Wirtschaftssituation führen, welche sich positiv auf
die Geschäftsbeziehungen zwischen beiden
Wirtschaftsräumen und damit auch für die
Geschäfte der Alexanderwerk GmbH als Zulieferer der
Alexanderwerk Inc. auf dem nordamerikanischen Markt
auswirken könnte. Dennoch bleibt abzuwarten, ob und
wie schnell die neue US-Regierung die in den Vorjahren
geschaffenen Handelshemmnisse abbaut und die früheren
Beziehungen dem europäischen und damit auch dem
deutschen Markt gegenüber bestärkt. Darüber
hinaus zeigen auch Projekte im Bereich Süd- und
Zentralamerika weiteres Potenzial, welchem wir im
vergangenen Jahr mit der Gründung einer
Vertriebsniederlassung in Kolumbien begegnet sind. Aus
diesen Märkten versprechen wir uns in den kommenden
Jahren ein organisches Wachstum.
Besondere Kompetenzen hat die Gesellschaft im Chemie-
und Pharmabereich, deren wirtschaftliche Entwicklungen
damit von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft
sind. Beide Branchen werden prognostisch international
weiterhin wachsen.
Andere Chancen sehen wir im Auf- und Ausbau unserer
lokalen, internationalen Präsenzen. Die verbesserte
Kundennähe sowie direkte Ansprache- und
Zugriffsmöglichkeiten sollten die Marktposition dort
positiv beeinflussen und nachhaltig stärken.
Auftrags- und BeschaffungsrisikenDer wesentliche Teil des Geschäftes der
Alexanderwerk-Gruppe ist durch das Projektgeschäft mit
Neumaschinen im Pharma- und Chemiebereich geprägt.
Dadurch besteht die Notwendigkeit, permanent neue Projekte
zu akquirieren. Wir wirken daraus entstehenden Risiken
entgegen, indem wir langjährige und dauerhafte
Kundenbeziehungen aufbauen und pflegen. Dadurch ist es uns
gelungen, unseren Umsatz mit namhaften Bestandskunden zu
erwirtschaften und darüber hinaus unseren
internationalen Kundenkreis zu erweitern. Die
kontinuierliche Neukundenakquise sichert weiterhin ein
nachhaltiges Wachstum.
Preisänderungsrisiken wirken wir dadurch entgegen,
dass wir einkaufsseitig mit Rahmenverträgen und
stetiger Konditionenkontrolle (Ausschreibungen und
Einholung von Vergleichsangeboten der jeweiligen
Wettbewerber) arbeiten. Möglichen Beschaffungsrisiken
wird darüber hinaus durch eine kontinuierliche
Bewertung der bestehenden Lieferanten sowie einer
Qualifizierung neuer Lieferanten begegnet.
Wir sehen in der weltweit gestiegenen Nachfrage nach
wichtigen Beschaffungskomponenten, welche aktuell bereits
zu Lieferengpässen in unterschiedlichsten Bereichen
führt, ein bedingtes Risiko für die rechtzeitige
Auslieferung unserer Maschinen und Ersatzteile, was sich im
ungünstigsten Fall auf den Erfolg der Gesellschaft
auswirken kann. Diesem Risiko versuchen wir mit einer
Vergrößerung der Planungshorizonte sowie einem
Aufbau an Lagerbeständen zu begegnen. Zusätzlich
sind unsere internationalen Standorte in China und den USA
in die Beschaffung von Komponenten eingebunden.
Technik- und Anlagenrisiken sowie -chancenTechnische Risiken können sich aus der
Komplexität einzelner Kundenprojekte ergeben. Zur
Minimierung dieser Risiken strebt die Alexanderwerk-Gruppe
stets eine enge Abstimmung mit dem Kunden oder anderen
Projektpartnern an. Den Projekten vorgelagerte Versuche in
unseren Laboren in Deutschland und den USA sowie bei
unseren Partnern in Asien bilden zudem die Grundlage
für verfahrenstechnische Aussagen und
Kapazitätsgarantien gegenüber unseren Kunden.
Zusätzlich wirken wir möglichen Verfahrens-
und Prozessrisiken durch den Einsatz eines
Vier-Augen-Systems in der Verfahrenstechnik und auch im
Konstruktionsbereich entgegen. Die Einbindung externer
Fachinstitute sorgt zudem für die Einbringung von
wichtigem Know-How und dient gleichzeitig der Minimierung
von Risiken. Nationale und internationale
Forschungskooperationen und -partnerschaften stärken
und sichern zudem das Know-How der Alexanderwerk-Gruppe.
Der Einsatz von Qualitätsaudits bei unseren
Zulieferern verringert Beschaffungsrisiken und reduziert
Kosten durch aufwendige Projektanpassungen oder
Nachlieferungen. Weiterhin verfolgen wir eine
Mehrlieferantenstrategie, um Abhängigkeiten von
einzelnen Zulieferern zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zu
reduzieren und auch Kostenpotenziale für die Gruppe zu
heben.
Technologische Chancen sehen wir vor allem im Ausbau
unserer nationalen und internationalen
Forschungskooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und
Industrie. Internationale Seminare bieten dabei eine sehr
gute Möglichkeit, die Technik der Alexanderwerk-Gruppe
gezielt unseren Kunden nahezubringen. Diese Ansätze
helfen der gesamten Gruppe zukunftsorientiert die Produkte
weiterzuentwickeln, um so nachhaltig den Anforderungen der
verschiedenen Märkte gerecht zu werden.
Unterstützt wird dies auch durch den direkten und
engen Kontakt zu Kunden und den weiteren internationalen
Ausbau unserer Standorte sowie internationaler Netzwerke.
Personalrisiken und -chancenEin weiterer Schlüssel für die erfolgreiche
Unternehmensentwicklung der Alexanderwerk-Gruppe sind die
Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter und
Führungskräfte. Die Qualifizierung und
Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter ist weiterhin ein
Kernanliegen der Unternehmensleitung.
Da in allen Geschäftsbereichen das Know-How der
Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist,
ergeben sich daraus potenzielle Risiken, wenn Mitarbeiter
das Unternehmen verlassen und kein adäquater Ersatz
gefunden werden kann. Im Vergleich zu anderen Unternehmen
ist die Fluktuationsrate bei der Alexanderwerk-Gruppe eher
niedrig, was auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit
schließen lässt. Wir begegnen dem allgemeinen
Risiko der Fluktuation, indem wir unseren Mitarbeitern
marktgerechte Gehälter zahlen und ihnen ein angenehmes
Arbeitsumfeld schaffen. Die Personalkostenquote liegt in
der Alexanderwerk-Gruppe in Bezug auf die Gesamtleistung
bei etwa 31,9 % (Vorjahr: 35,8 %) und damit, auch im
Vergleich zu anderen Unternehmen der Branche, innerhalb der
üblichen Spannbreite. Zudem bilden wir Mitarbeiter aus
und übernehmen diese im Regelfall nach einem
erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildungszeit. Hinzu kommen
Aspekte wie die Schaffung von nachhaltiger
Arbeitsplatzsicherheit durch das Erwirtschaften operativer
Gewinne sowie geeignete Weiterbildungsmaßnahmen.
Ein latentes Risiko in Bezug auf die positive
Geschäftsentwicklung bildet jedoch die zunehmende
Schwierigkeit zeitnah geeignete Fachkräfte für
den gestiegenen Arbeitsaufwand zu finden.
Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken des Konzerns
betreffen vornehmlich Liquiditätsrisiken, daneben
gegebenenfalls in wesentlich geringerem Umfang Ausfall- und
Zinsrisiken.
Auch im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021
lag ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit von Aufsichtsrat
und Vorstand auf der Sicherung und dem Aufbau von
Liquiditätsreserven.
Den Risiken im finanziellen Bereich der Gruppe konnten
wir durch die bei der Tochtergesellschaft Alexanderwerk
GmbH auf unbestimmte Zeit bestehenden Kreditlinien
entgegenwirken. Darüber hinaus gelang aus dem
positiven Geschäftsverlauf heraus der Aufbau einer
Liquiditätsreserve, welche das finanzielle Risiko der
Gruppe weiter reduziert.
Besonderes Augenmerk im Rahmen des Risikomanagements
wird daher auf die Liquiditätssteuerung gelegt.
Steuerung und Überwachung der Liquidität erfolgen
mittels einer rollierenden wöchentlichen Finanzplanung
und -analyse. Darüber hinaus wird quartalsweise im
Rahmen des Reporting an Kreditinstitute eine mittelfristige
Finanz- und Liquiditätsplanung erstellt und
herausgegeben, welche die künftige Entwicklung der
finanziellen Mittel über einen Zeitraum von mehreren
Monaten beurteilt.
Die Kreditlinien betrugen zum Bilanzstichtag bei den
Hausbanken in Deutschland insgesamt T€ 3.000 bei einer
unbefristeten Laufzeit und in den USA T$ 750 mit
regelmäßiger Prolongation.
Aufgrund des Projektgeschäfts sind insbesondere die
Tochtergesellschaften Alexanderwerk GmbH und Alexanderwerk
Inc. darauf angewiesen, Aufträge vorfinanzieren zu
können. Die notwendige Liquidität für den
Konzern wird durch die operativ tätigen
Tochtergesellschaften gestellt. Durch die Fortführung
der bestehenden Kreditlinien und den Aufbau eines
zusätzlichen Liquiditätspuffers haben sich die
Liquiditätsrisiken in der Alexanderwerk-Gruppe
nachhaltig verringert. Um dauerhaft erfolgreich am Markt
agieren zu können, ist jedoch weiterhin der
planmäßige Zufluss an liquiden Mitteln aus der
operativen Tätigkeit und aus der
Finanzierungstätigkeit notwendig.
Die Alexanderwerk AG und ihre deutschen
Tochtergesellschaften fakturieren nahezu
ausschließlich in Euro, so dass mögliche
Währungsrisiken allenfalls bei der
US-Tochtergesellschaft Alexanderwerk Inc., der chinesischen
Tochtergesellschaft Alexanderwerk (Shanghai) Trading Co.,
Ltd., der indischen Tochtergesellschaft Alexanderwerk India
Private Ltd. und der kolumbianischen Tochtergesellschaft
Alexanderwerk Colombia S.A.S. verbleiben.
Devisentermingeschäfte zur Sicherung des Wechselkurses
zwischen dem Euro und dem US-Dollar sowie der indischen
Rupie beziehungsweise dem chinesischen Yuan Renminbi und
dem kolumbianischen Peso werden von uns zurzeit nicht
vorgenommen.
Auch im Einkauf der Gruppe ist das Währungsrisiko
als sehr gering einzustufen, da für Alexanderwerk
größtenteils jeweils inländische oder
Märkte mit identischer Währung als
Beschaffungsmärkte dienen.
AusfallrisikenZur Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder
Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen werden die
Entwicklung des Forderungsbestandes und die
Forderungsstruktur permanent durch die Gesellschaften
kontrolliert. Hierdurch lassen sich bereits sehr früh
mögliche Risiken erkennen und entsprechende
Gegenmaßnahmen einleiten. Das Forderungsmanagement
als integrierter Bestandteil des Risikomanagements wurde
weiter ausgebaut.
Die überwiegende Zahl unserer Kunden sind
langjährig überaus erfolgreiche, international
tätige Unternehmen, die auch in konjunkturellen
Krisenzeiten finanziell sehr stabil sind. Dadurch
verringert sich grundsätzlich das Ausfallrisiko von
Forderungen. Zur Beurteilung des Ausfallrisikos werden
für Neukunden vorab Informationen über deren
Bonität eingeholt, bei Bestandskunden erfolgt dies in
regelmäßigen Abständen. Hier arbeitet die
Alexanderwerk-Gruppe mit namhaften Partnern aus der
Finanzbranche zusammen. Die gewonnenen Ergebnisse werden
beim Eingehen von Leistungsbeziehungen berücksichtigt.
Mit Neukunden im Ausland wird anteilige Vorauskasse
vereinbart. Das maximale Ausfallrisiko besteht in Höhe
der bilanzierten Forderungen. Die Corona-Pandemie
führte bislang für die Alexanderwerk-Gruppe zu
keinem zusätzlichen Ausfallrisiko.
ZinsrisikenZinsrisiken resultieren aus Änderungen des
Marktzinsniveaus, die sich auf die Höhe der
Zinszahlungen für variabel verzinsliche
Verbindlichkeiten und auf die Abzinsung von langfristigen
Rückstellungen auswirken.
Es bestehen Zinsänderungsrisiken durch die
Ausnutzung der Kontokorrentkreditlinien bei den einzelnen
Gesellschaften.
Den Zinsrisiken wird soweit möglich durch stetige
Beobachtung des Marktes, Verhandlungen mit den
kreditgebenden Banken sowie durch manuelles Pooling von
Kontokorrentkonten entgegengewirkt.
Risiken in Zusammenhang mit dem DatenschutzRisiken im Bereich Datenschutz liegen zum einen im
Verlust oder im öffentlich werden von vertraulichen
internen Informationen und zum anderen in der
Verhängung von Bußgeldern und der Geltendmachung
von Klagen wegen des öffentlich werden von
personenbezogenen oder anderweitig sensiblen Daten Dritter.
Im Bereich Datenschutz arbeitet die Alexanderwerk AG mit
einem externen Datenschutzbeauftragten zusammen. In Bezug
auf die Datenschutzgrundverordnung hat die Alexanderwerk AG
ihre Beteiligungsgesellschaften frühzeitig
sensibilisiert und entsprechende Maßnahmen zur
Datensicherung und -schutz umgesetzt.
Umwelt und NachhaltigkeitFür die Alexanderwerk-Gruppe ist der Schutz der
Umwelt eine der bedeutendsten gesellschaftlichen
Herausforderungen der Zeit und damit ein wichtiges
Unternehmensziel. Für unsere Kunden leisten wir
deshalb seit Jahren durch die kontinuierliche
Weiterentwicklung unserer Maschinen einen Beitrag zur
Ressourcenschonung.
Da die operativ tätige Alexanderwerk GmbH
hauptsächlich in den Bereichen Entwicklung,
Beschaffung, Vertrieb und Endmontage tätig ist, weist
sie somit innerhalb der produzierenden Industrie keine
direkte Umweltauswirkung auf.
GesamtaussageRisiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir
insbesondere in dem zukünftigen Investitionsverhalten
unserer Kunden und der weiteren Entwicklung der
Auslandsmärkte, insbesondere in Krisenländern.
Die Grundsteine für die Bewältigung der
künftig anstehenden Risiken sind gelegt
beziehungsweise Mechanismen zu deren Früherkennung
eingerichtet.
Kaum abzuschätzen und deshalb besonders kritisch
sind derzeit die Auswirkungen, die durch die inzwischen
seit weit über einem Jahr anhaltende Corona-Pandemie
(Covid-19) verursacht werden. Auch wenn frühzeitig
Maßnahmen zur Mitarbeitersicherung und
Kostenreduzierung eingeleitet wurden und nicht zuletzt zum
Beispiel die Einführung von mobiler Telearbeit und
Remote-Inbetriebnahmen unserer Mitarbeiter beim Kunden dazu
beitragen den Geschäftsbetrieb so normal wie
möglich zu gestalten, bleibt abzuwarten, wie sich
gerade auch internationale Märkte im weiteren Verlauf
des Jahres 2021 positionieren werden, da eventuell
kurzfristig auftretende Reisebeschränkungen und im
schlimmsten Fall längere Shutdowns bei nationalen und
internationalen Kunden auch einen nicht unerheblichen
Einfluss auf das operative Geschäft der Gruppe haben
könnten.
Insgesamt sehen wir aufgrund der derzeitigen
Erkenntnisse auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie
keine bestandsgefährdenden Risiken für die
Alexanderwerk-Gruppe.
III. NachtragsberichtMit Ad-Hoc-Meldung vom 24. Juni 2021 hat die
Alexanderwerk AG den Erwerb des Geschäftsbetriebes der
Alexanderwerk Produktions GmbH durch die Alexanderwerk GmbH
mit Wirkung zum 1. Juli 2021 offiziell bekanntgegeben.
Hieraus verspricht sich die Gruppe durch die nun
vollständige Bündelung des operativen
Geschäftes von Produktion und Montage in der
Alexanderwerk GmbH neben der damit verbundenen
Kostenersparnis durch den Wegfall von internen Margen auch
durch künftige Nutzung von Synergieeffekten eine
weitere Verbesserung in der internen Struktur der
Auftragsabwicklung.
IV. Mitteilungen über die Veränderung von Stimmrechtsanteilen(Meldung gem. § 33 WpHG)
Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz verpflichtet
Investoren, deren Stimmrechtsanteil an börsennotierten
Gesellschaften bestimmte Schwellenwerte erreicht, zu einer
Mitteilung an die Gesellschaft. Im 1. Halbjahr 2021 sowie
im Zeitraum bis zur Abschlussfertigstellung im September
2021 sind der Alexanderwerk AG folgende Meldungen nach
§ 33 WpHG bekanntgemacht worden:
Remscheid, 26. März 2021
Herr Martin Dietze, Deutschland, hat uns
gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 24.03.2021
mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer
Gesellschaft am 09.02.2021 die Schwelle von 5 % der
Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tage 3,89 %
(das entspricht 70.001 Stimmrechten) beträgt.
Remscheid, den 6. September 2021
Alexanderwerk AG
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021scrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021scrollen
Konzernbilanz nach IFRS zum 30. Juni 2021Aktivascrollen
Passivascrollen
Segmentberichterstattungscrollen
Kapitalflussrechnungscrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2021scrollen
AnhangGrundlagen der BerichterstattungDie Alexanderwerk Aktiengesellschaft (in Folgenden auch
Alexanderwerk AG) hat ihren Sitz in 42857 Remscheid
(Deutschland), Kippdorfstraße 6 bis 24, und ist im
Handelsregister des Amtsgerichts Wuppertal, HRB 10979,
eingetragen.
Der Konzernabschluss der Alexanderwerk AG wird nach den
International Financial Reporting Standards (IFRS) des
International Accounting Standards Board (IASB) unter
Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt, wie sie in
der Europäischen Union anzuwenden sind und den
ergänzenden Bestimmungen des § 315e Abs. 1 HGB
aufgestellt.
1.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss der
Alexanderwerk AG zum 30. Juni 2021 wurde in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34
"Zwischenberichterstattung" in einer im Vergleich zum
Konzernjahresabschluss verkürzten Form erstellt.
Demzufolge enthält dieser Konzernzwischenabschluss
nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die
gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum
Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind, und ist
daher im Zusammenhang mit dem von der Alexanderwerk AG
veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 zu lesen.
Im Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wurden die
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
Ermessensentscheidungen und Schätzungen sowie die
Konsolidierungsgrundsätze, die im Konzernabschluss zum
31. Dezember 2020 angewendet wurden, unverändert
fortgeführt. Darüber hinaus wurden die in der
nachfolgenden Tabelle dargestellten und zum 1. Januar 2021
erstmals in der EU anzuwendenden Standards und
Interpretationen angewendet.
scrollen
Aus der Anwendung der neuen oder überarbeiteten
IFRS Standards und Interpretationen ergaben sich keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im
Konzernabschluss der Alexanderwerk AG. Sie werden jedoch
teilweise zu zusätzlichen Angaben führen.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden
einheitlich auf alle im Abschluss dargestellten
Geschäftsjahre angewandt. Aufwendungen und
Erträge, die üblicherweise erst am Ende eines
Geschäftsjahres anfallen, wurden für Zwecke der
Zwischenberichterstattung periodisiert.
Sämtliche finanziellen Vermögenswerte und
finanziellen Verpflichtungen werden wie zum 31. Dezember
2020 zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Forderungen haben
überwiegend kurze (Rest-) Laufzeiten. Deshalb
entsprechen ihre Buchwerte näherungsweise dem
beizulegenden Zeitwert. Selbiges gilt für die
Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten, da diese
Verbindlichkeiten marktüblich verzinst werden.
Wie zum 31. Dezember 2020 sind zum 30. Juni 2021 keine
Vermögenswerte oder Schulden zum beizulegenden
Zeitwert bewertet.
Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember
2020 wurden keine Schätzungsänderungen oder
Änderungen von Ermessensentscheidungen mit
wesentlicher Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss
vorgenommen.
Der Ertragssteueraufwand wurde auf Basis der Ergebnisse
der einbezogenen Gesellschaften und des jeweilig
gültigen Steuersatzes als bestmögliche
Schätzung ermittelt; Konsolidierungseffekte wurden mit
den gültigen latenten Steuersätzen bewertet.
Der Konzernzwischenabschluss wurde weder entsprechend
§ 317 HGB geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht unterzogen.
KonsolidierungskreisIn den Konzernzwischenabschluss werden neben der
Alexanderwerk AG als Obergesellschaft alle wesentlichen in-
und ausländischen verbundenen Unternehmen einbezogen.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31.
Dezember 2020 nicht verändert.
Wesentliche Ereignisse während des BerichtszeitraumsEs haben sich keine wesentlichen Ereignisse ergeben.
Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Personen des Alexanderwerk-Konzerns
kommen der Aufsichtsrat, der Vorstand sowie andere Personen
oder Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss in
Betracht.
Im Berichtszeitraum ergaben sich keine wesentlichen
Veränderungen in den Geschäften mit nahestehenden
Unternehmen und Personen im Vergleich zu den im
Konzernanhang zum 31. Dezember 2020 beschriebenen
Sachverhalten.
Mit dem assoziierten Unternehmen Alexanderwerk
Produktions GmbH bestanden im Geschäftsjahr folgende
Geschäftsbeziehungen:
scrollen
Der Alexanderwerk-Konzern hat im ersten Halbjahr keine
neuen Bürgschaften für Dritte übernommen
oder Garantieerklärungen für Verbindlichkeiten
gegenüber Dritten abgegeben.
SaisoneinflüsseDas Geschäft des Alexanderwerk-Konzerns unterliegt
grundsätzlich keinen saisonalen Einflüssen.
Wesentliche Ereignisse nach dem 30. Juni 2021Erwerb des Geschäftsbetriebs der Alexanderwerk Produktions GmbHDie Alexanderwerk AG hat am 24. Juni 2021 mit der
Alexanderwerk Produktions GmbH einen Kauf- und
Übertragungsvertrag über den Erwerb des
Geschäftsbetriebes der Alexanderwerk Produktions GmbH
geschlossen.
Der Geschäftsbetrieb der Alexanderwerk Produktions
GmbH wurde im Jahr 2011 von der Alexanderwerk AG
veräußert. Zwischen den Gesellschaften besteht
eine wechselseitige Beteiligung
("Überkreuzbeteiligung"): Die Alexanderwerk AG ist an
der Alexanderwerk Produktions GmbH mit 25 Prozent
beteiligt; die Alexanderwerk Produktions GmbH an der
Alexanderwerk AG mit ca. 20 Prozent.
Die Alexanderwerk Produktions GmbH fertigt Anlagen- und
Ersatzteile für die Pharma-, Chemie- und
Lebensmittelindustrie. Mit dem Erwerb soll die Ertragskraft
der Unternehmensgruppe gesteigert werden.
Der Kauf- und Übertragungsvertrag ist mit
wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Juli 2021 geschlossen
worden. Der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen
Euro-Millionenbereich.
Hauptversammlung vom 1. Juli 2021Die Hauptversammlung der Alexanderwerk AG hat auf
Vorschlag eines Aktionärs beschlossen, für das
Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von EUR
1,19 je dividendenberechtigter Stückaktie
auszuschütten.
Weitere wesentlichen Ereignisse nach dem 30. Juni 2021
haben sich nicht ergeben.
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Gewissen versichern wir, dass
gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen für die
Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein
den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Remscheid, den 6. September 2021
Alexanderwerk AG
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