![]() Leifheit AktiengesellschaftNassau / LahnQuartalsfinanzbericht zum 30. September 2015AUF EINEN BLICK
KONZERNKENNZAHLEN ZUM 30. SEPTEMBERscroll
VORWORTSehr geehrte Aktionärinnen,
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| Thomas Radke | Dr. Claus-O. Zacharias |
Die Aktienmärkte sind im dritten Quartal des Jahres unter zunehmenden Druck geraten.
Hintergrund sind Konjunktursorgen in China und den Schwellenländern, die befürchteten
Auswirkungen einer anstehenden Zinserhöhung in den USA sowie erhebliche Kursverluste
bei einzelnen Titeln. Nach steigenden Kursen zu Jahresanfang und einem Allzeithoch
des DAX mit 12.390 Punkten im April verlor der deutsche Leitindex inzwischen fast
ein Viertel seines Werts. Ausgelöst durch einen Kurseinbruch in Shanghai kam es am
24. August 2015 auf den Aktienmärkten weltweit zu extremen Verlusten. Der DAX sank
an diesem Tag erstmals seit Januar wieder unter einen Wert von 10.000 Punkten. Am
24. September 2015 schloss der Index mit 9.428 Punkten auf dem tiefsten Stand der
ersten neun Monate. Mit 9.660 Punkten zum 30. September 2015 verlor der DAX gegenüber
dem Jahresschluss 2014 1,5 Prozent an Wert. Das dritte Quartal 2015 war für den DAX
eines der schwächsten Quartale seit Langem. Der Index startete mit 10.945 Punkten
und verlor bis zum Quartalsende 11,7 Prozent.
Der für die Leifheit-Aktie relevante Vergleichsindex SDAX entwickelte sich im bisherigen
Jahresverlauf erfolgreicher als der DAX. Seinen höchsten Stand bei Handelsschluss
in den ersten neun Monaten erreichte der Index am 6. August 2015 mit 9.156 Punkten.
Gegenüber dem DAX wurde die Kursentwicklung des SDAX im dritten Quartal in deutlich
geringerem Umfang von der zunehmenden Unsicherheit auf den Märkten beeinflusst. Mit
dem Stand von 8.310 Punkten zum 30. September 2015 erreichte der Index ein Plus von
15,6 Prozent gegenüber dem Jahresende 2014. Im Vergleich zum Schlusskurs des Vorquartals
beendete der Index das dritte Quartal mit einem Wertverlust von 3,1 Prozent.
In der ersten Jahreshälfte folgte die Leifheit-Aktie mit steigenden Kursen im elektronischen
Handelssystem Xetra weitgehend der Entwicklung des relevanten Vergleichsindex SDAX.
Der Kursverlauf im ersten und zweiten Quartal war darüber hinaus von deutlicher Volatilität
und den Einflüssen der Umplatzierung der Unternehmensanteile des bisherigen Ankeraktionärs
Home Beteiligungen GmbH Ende April gekennzeichnet. Ihren Höchststand erreichte die
Aktie am 21. April 2015 mit einem Schlusskurs von 59,66 €.
Nach der Umplatzierung setzte sich die Leifheit-Aktie mit fallenden Kursen von der
weiteren Entwicklung des SDAX ab. Der tiefste Stand im Jahresverlauf wurde am 29.
September 2015 mit 39,05 € erreicht. Bis zum 30. September 2015 mit einem Schlussstand
von 8.310 Punkten erzielte der SDAX einen Wertzuwachs von 15,6 Prozent im Vergleich
zum Ende des Jahres 2014. Im gleichen Zeitraum gab der Kurs der Leifheit-Aktie dagegen
um 15,3 Prozent nach und erreichte 39,33 € zum Handelsende am 30. September 2015.
Der Handel am letzten Tag des zweiten Quartals hatte mit einem Kurs von 42,75 € geschlossen.
Dies entspricht einem Rückgang um 8 Prozent in den Monaten Juli bis September 2015.
Mit dem Schlusskurs von 39,33 € zum 30. September 2015 erreichte die Marktkapitalisierung
der Leifheit AG auf Basis aller ausgegebenen Aktien (5.000.000 Stück) einen Wert von
rund 197 Mio € (30. September 2014: rund 206 Mio €). Ende des zweiten Quartals 2015
hatte die Marktkapitalisierung bei rund 214 Mio € gelegen.
Das durchschnittliche Handelsvolumen im dritten Quartal 2015 lag bei 3.944 Aktien
pro Tag und damit deutlich unter dem Vorquartal. Der überproportional starke Handel
in den Monaten April bis Juni 2015 war durch die Umplatzierung der Unternehmensanteile
des bisherigen Ankeraktionärs Home Beteiligungen GmbH geprägt. Das durchschnittliche
Handelsvolumen im zweiten Quartal erreichte so 12.984 Aktien pro Tag.
Im Durchschnitt der ersten neun Monate des Jahres 2015 wurden täglich 6.268 Aktien
(Januar bis September 2014: 1.977 Aktien) auf Xetra gehandelt. Damit hat sich das
Handelsvolumen im Jahresverlauf 2015 gegenüber dem Vorjahreswert mehr als verdreifacht.
In den Monaten Juli bis September 2015 wurden vier neue Analystenstudien oder Aktualisierungen
veröffentlicht. In drei Fällen lautete die Empfehlung der Analysten "Kaufen" mit einem
Kursziel von 60,00 €. Die vierte Studie empfahl die Leifheit-Aktie zu "Halten" bei
einem Kursziel von 52,00 €.
Unsere Aktionärsstruktur hat sich mit der Umplatzierung des Aktienpakets der Home
Beteiligungen GmbH deutlich gewandelt. Gemäß der Definition der Deutschen Börse für
Indizes verfügte die Leifheit AG zum 30. September 2015 über einen Streubesitz von
knapp 77 Prozent.
| MKV Verwaltungs GmbH, Grünwald (D) | 10,03 % |
| Joachim Loh, Haiger (D) | 8,26 % |
| Leifheit AG, Nassau (D) - eigene Aktien (Treasury Shares) | 4,94 % |
| Belegschaftsaktien mit Sperrfrist | 0,07 % |
| Streubesitz (Free Float) | 76,70 % |
Die Grundlagen des Konzerns haben sich in den ersten neun Monaten 2015 nicht wesentlich
verändert. Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Jahresfinanzbericht
2014.
Im Berichtszeitraum gab es keine personellen Veränderungen in den Organen der Leifheit
AG.
Die Risiken für das weltweite Wachstum der Wirtschaft haben in den letzten Monaten
zugenommen. Der Internationale Währungsfonds IWF nennt in seiner letzten Prognose,
die Anfang Oktober veröffentlicht wurde, die konjunkturelle Abkühlung in China, den
Preisverfall bei Rohstoffen, der die Entwicklung vieler Schwellenländer schwächt,
die erwartete Zinswende in den USA und die erhöhte Gefahr von Spannungen, zum Beispiel
in der Ukraine und im Mittleren Osten, als Gründe für diese Entwicklung. Die Erwartungen
für das Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr wurden um 0,2 Prozentpunkte
auf 3,1 Prozent zurückgenommen. Im Jahr 2014 war die Weltwirtschaft um 3,4 Prozent
gewachsen. Der IWF sieht die Gefahr, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer die
wirtschaftliche Entwicklung der Industriestaaten in Mitleidenschaft ziehen.
Dem erwarteten schwächeren Wachstum in Schwellen- und Entwicklungsländern steht eine
leichte Wachstumsbewegung in den Industriestaaten gegenüber, insbesondere in den USA
und der Eurozone. Für die USA erhöhte der IWF seine Wachstumsprognose um 0,1 Prozentpunkte
auf 2,6 Prozent im laufenden Jahr. Für die Eurozone wird unverändert ein Wachstum
von 1,5 Prozent erwartet. Die Prognose für Deutschland, als stark exportorientiertes
Land, hat der IWF um 0,1 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent gesenkt. In Frankreich wird
unverändert ein Wachstum von 1,2 Prozent erwartet. Auch für Spanien wurden die Erwartungen
von 3,1 Prozent gegenüber der letzten Prognose vom Juli dieses Jahres nicht korrigiert.
Die Prognose für Italien wurde um 0,1 Prozentpunkte auf 0,8 Prozent erhöht. Die Erwartungen
für Russland wurden dagegen erneut um 0,4 Prozentpunkte nach unten korrigiert; hier
wird nun ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent erwartet. Die Wachstumserwartungen
für die wichtigsten Märkte des Leifheit-Konzerns in Europa und den deutschen Heimatmarkt
blieben damit im Vergleich zum zweiten Quartal weitgehend unverändert.
Im Oktober veröffentlichten die drei europäischen Wirtschaftsforschungsinstitute ifo,
Insee und Istat aus München, Paris und Rom ihre Erwartungen für die weitere wirtschaftliche
Entwicklung in der Eurozone. Danach bleibt der private Konsum die Stütze des Wirtschaftswachstums
in diesen Ländern. Der private Konsum soll im laufenden Jahr um 1,8 Prozent gegenüber
dem Vorjahr wachsen.
Der vom ifo Institut erhobene Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in
Deutschland ist im September leicht gestiegen. Der Index stieg damit seit Juli zum
dritten Mal. Als Grund für den erneuten Anstieg nennt das ifo Institut den Optimismus
der Unternehmen mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf. Der Einzelhandel schätzte
seine Lage zum dritten Mal in Folge besser ein.
Der Konsumoptimismus in Deutschland ließ auch im September leicht nach. Der regelmäßig
von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) veröffentlichte Konsumklimaindikator
prognostiziert für Oktober 9,6 Punkte nach 9,9 Punkten im September und 10,1 Punkten
im August. Nach den Erhebungen der GfK sind sowohl die Konjunkturerwartungen als auch
Einkommenserwartungen und Anschaffungsneigung der Verbraucher zurückgegangen. Als
Ursachen nennt die GfK wirtschaftlich schwächelnde Schwellenländer, internationale
Krisenherde, die Sanktionen im Handel mit Russland und den Zustrom von Flüchtlingen.
Gleichzeitig liegt der Klimaindikator deutlich über dem Wert von September 2014 (8,6
Punkte). Die GfK geht deshalb davon aus, dass der private Konsum die konjunkturelle
Entwicklung im laufenden Jahr weiterhin stützen wird.
Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres verlor der Euro weiter an Wert gegenüber dem
US Dollar. Diese Entwicklung hatte bereits im Vorjahr begonnen und setzte sich im
Zusammenhang mit der Finanzierungskrise Griechenlands bis in den April hinein fort.
Zum 30. September 2015 belief sich der Referenzkurs des US Dollars der Europäischen
Zentralbank auf 1,12. Auf den Finanzmärkten wurden also zum Ende des dritten Quartals
1,12 US Dollar für einen Euro bezahlt (30. Juni 2015: 1,11 US Dollar). Zum 30. September
2014 hatte der Referenzkurs noch bei 1,26 US Dollar gelegen.
Der Leifheit-Konzern schloss die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 erneut
mit einem kräftigen Umsatzplus. Mit 173,2 Mio € zum Ende des dritten Quartals konnten
die Umsatzerlöse um 7,1 Prozent gesteigert werden (Vorjahr: 161,7 Mio €). Grundlage
war erneut das starke Wachstum der Marke Leifheit, insbesondere auf dem heimischen
Markt. Dazu beigetragen haben aber auch eine erfreuliche Entwicklung des Vertriebskanals
E-Commerce, die dynamische Entwicklung der Produktkategorie Reinigen sowie einzelne
Bereiche des Volumengeschäfts im dritten Quartal. Außerdem konnten wir in einzelnen
europäischen Märkten ein besonders deutliches Wachstum erzielen.
Die Umsatzerlöse im Markengeschäft, das die Marken Leifheit und Soehnle umfasst, stiegen
in den ersten drei Quartalen um 9,0 Mio € auf 142,7 Mio € (Vorjahr: 133,7 Mio €).
Das ist ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Nach Belastungen
in den ersten Monaten des Jahres konnten wir auch im Volumengeschäft die Umsatzerlöse
zum 30. September 2015 kräftig um 8,9 Prozent auf 30,5 Mio € steigern (Vorjahr: 28,0
Mio €).
Deutschland ist der wichtigste Einzelmarkt im Konzern. Hier erreichten wir zum Ende
des dritten Quartals ein Umsatzwachstum von 7,4 Prozent auf 77,1 Mio € (Vorjahr: 71,8
Mio €). Die Umsatzerlöse in internationalen Märkten konnten wir im gleichen Zeitraum
auf 96,1 Mio € steigern (Vorjahr: 89,9 Mio €). Dies entspricht einem Wachstum von
6,9 Prozent. Damit liegt der Auslandsanteil an den Konzernumsatzerlösen nahezu unverändert
bei rund 56 Prozent.
In der Region Zentraleuropa (ohne Deutschland) erzielten wir ein Umsatzwachstum von
8,0 Prozent auf 75,2 Mio € (Vorjahr: 69,7 Mio €). Dabei entwickelten sich die Märkte
in Österreich, Italien, Belgien, Frankreich und Portugal überdurchschnittlich gut.
In Osteuropa erreichten wir trotz der anhaltenden Unsicherheiten mit 13,0 Mio € Umsatzerlöse
auf Höhe des Vorjahres. Die rückläufigen Absätze in Russland und der Ukraine konnten
wir durch kräftiges Wachstum in anderen Märkten (Polen, Tschechische Republik, Slowakei)
ausgleichen. Die Erlöse in außereuropäischen Märkten stiegen um 7,3 Prozent auf 7,9
Mio € (Vorjahr: 7,3 Mio €). Märkte mit deutlichem Wachstum in den ersten neun Monaten
waren der Mittlere und Ferne Osten, Australien und Südamerika.
Die Umsatzverteilung nach Regionen spiegelt die starke Position unseres Markengeschäfts
auf dem Heimatmarkt und in Europa sowie die anhaltend positive Entwicklung dieser
Märkte wider. Nach den ersten drei Quartalen stehen Deutschland für 44,5 Prozent,
Zentraleuropa (ohne Deutschland) für 43,4 Prozent, Osteuropa für 7,5 Prozent und die
außereuropäischen Märkte für 4,6 Prozent der Umsatzerlöse.
Auch im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnten wir im Markengeschäft
ein kräftiges Umsatzplus erzielen. Die Umsatzerlöse zum 30. September 2015 erreichten
142,7 Mio € - ein Zuwachs von 9,0 Mio € oder 6,7 Prozent. Der Anteil des Markengeschäfts
an den Konzernerlösen lag mit 82,4 Prozent in etwa auf dem Niveau des Vorjahres (82,7
Prozent).
Treiber des anhaltenden Umsatzwachstums sind vor allem die Produkte der Marke Leifheit,
hauptsächlich in der Kategorie Reinigen. Hier erfreut sich unser Leifheit Fenstersauger
mit dem dazu gehörenden umfassenden Produktsortiment weiterhin einer hohen Nachfrage.
Unterstützt wird das Wachstum auch durch eine dynamische Entwicklung des Vertriebskanals
E-Commerce. In den ersten neun Monaten konnten wir hier erneut zweistellige Wachstumsraten
erzielen. Der weitere Ausbau des Markengeschäfts ist ein Schwerpunkt unserer Wachstumsstrategie
"Leifheit 2020" und eine wichtige Grundlage für das Erreichen unserer langfristigen
organischen Wachstumsziele im Konzern.
Deutschland ist auch der bedeutendste Einzelmarkt für unser Markengeschäft, hier verzeichneten
wir in den ersten drei Quartalen erneut deutliche Zuwächse. Hohe Wachstumsraten erreichten
wir auch in Österreich, Italien und Belgien sowie in Polen und der Tschechischen Republik.
Auch in den Niederlanden konnten wir den Rückgang der ersten beiden Quartale wieder
drehen. Dagegen mussten wir in Frankreich auch zum Ende der ersten neun Monate einen
leichten Umsatzrückgang hinnehmen.
Im Volumengeschäft erzielten wir in den ersten drei Quartalen Umsatzerlöse von 30,5
Mio € (Vorjahr: 28,0 Mio €). Nach leicht rückläufigen Erlösen in den ersten beiden
Quartalen entspricht dies einem Wachstum von 8,9 Prozent zum 30. September 2015. Der
Anteil des Volumengeschäfts an den Konzernerlösen erreichte damit zum Ende des dritten
Quartals 17,6 Prozent (Vorjahr: 17,3 Prozent).
Die positive Entwicklung in den ersten neun Monaten beruht auf der guten Entwicklung
bei den Tochtergesellschaften Birambeau und Herby in Frankreich in den Produktkategorien
Küche und Wäschepflege, wobei der Umsatz im dritten Quartal insbesondere durch einen
Einmaleffekt beeinflusst wurde. Hier führte die Erstausstattung eines neu gewonnenen
Handelskunden mit den Küchenprodukten von Birambeau zu einem deutlichen Wachstum.
Das Projektgeschäft in den USA entwickelte sich im Berichtszeitraum dagegen erneut
rückläufig. Im Rahmen der langfristigen Wachstumsstrategie "Leifheit 2020" bleibt
eines unserer Ziele, die Entwicklung des Volumengeschäfts zu stabilisieren.
In den ersten neun Monaten 2015 erreichten wir ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern
(EBIT) von 17,9 Mio € (Vorjahr: 16,2 Mio €). Der wesentliche Grund für den Anstieg
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren die Deckungsbeiträge aus den gestiegenen
Umsatzerlösen.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 16,9 Mio € (Vorjahr: 15,0 Mio €), das
sich entsprechend dem EBIT entwickelte. Nach Abzug der Steuern ergab sich für den
Berichtszeitraum ein Periodenergebnis von 11,9 Mio € (Vorjahr: 10,6 Mio €).
Das Bruttoergebnis stieg in den ersten neun Monaten 2015 um 5,0 Mio € auf 81,2 Mio
€ (Vorjahr: 76,2 Mio €). Das Bruttoergebnis errechnet sich aus den Umsatzerlösen abzüglich
der Kosten der Umsatzerlöse. Zu diesem Anstieg im Berichtszeitraum trugen die Deckungsbeiträge
aus den um 11,5 Mio € gestiegenen Umsatzerlösen bei.
Die Bruttomarge reduzierte sich leicht um 0,2 Prozentpunkte von 47,1 Prozent auf 46,9
Prozent. Sie definiert sich als Bruttoergebnis im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.
Die Einkaufspreise für Waren aus Fernost, die in US Dollar eingekauft werden, stiegen
stark aufgrund der Abwertung des Euro um zirka 10 Prozent. Dieser Effekt konnte durch
Währungssicherungsgeschäfte teilweise kompensiert werden.
Unsere Forschungs- und Entwicklungskosten umfassen vorwiegend Personalkosten, Kosten
für Dienstleistungen und Patentgebühren. Sie lagen mit 3,4 Mio € um 0,7 Mio € über
dem Vorjahreswert. Die personelle Verstärkung im Bereich Forschung und Entwicklung
und externe Dienstleistungen, die im Zusammenhang mit der strategisch angestrebten
Stärkung der Innovationskraft des Konzerns stehen, führten zu diesem Anstieg.
Die Vertriebskosten, die neben Werbe- und Marketingkosten auch Ausgangsfrachten und
Versandkosten beinhalten, stiegen im Berichtszeitraum um 1,0 Mio € auf 51,3 Mio €.
Umsatzbedingt höhere Ausgangsfrachten, gestiegene Personalkosten und gestiegene externe
Dienstleistungen trugen hierzu bei.
Unsere Verwaltungskosten fielen in den ersten neun Monaten um 0,9 Mio € auf 11,1 Mio
€ (Vorjahr: 12,0 Mio €). Neben den Personalaufwendungen und Dienstleistungen enthalten
die Verwaltungskosten auch die Aufwendungen zur Unterstützung unserer Finanz- und
Verwaltungsfunktionen. Der Rückgang war hauptsächlich auf die einmalige Anpassung
der Rückstellung einer längerfristigen Tantieme im Vorjahr zurückzuführen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 0,4 Mio € auf 1,2 Mio € im Berichtszeitraum
betraf hauptsächlich den Ertrag aus der Veräußerung einer Lagerhalle. Weiterhin sind
in dieser Position vor allem Provisions- und Lizenzerträge enthalten. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen fielen um 0,1 Mio € auf 0,2 Mio €.
Unser Fremdwährungsergebnis fiel in den ersten neun Monaten 2015 um 2,8 Mio € auf
1,6 Mio € (Vorjahr: 4,4 Mio €). Es enthielt Erträge aus Änderungen der Zeitwerte von
Devisentermingeschäften von 0,4 Mio € (Vorjahr: 3,4 Mio €), Aufwendungen aus Fremdwährungsbewertungen
von 0,4 Mio € (Vorjahr: Erträge von 1,3 Mio €) und realisierte Kurserträge von 1,5
Mio € (Vorjahr: Verluste von 0,3 Mio €).
Das Zins- und Finanzergebnis lag mit -1,1 Mio € leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr:
-1,2 Mio €) und enthielt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen
von 1,1 Mio € (Vorjahr: 1,4 Mio €) und Zinserträge von 0,1 Mio € (Vorjahr 0,3 Mio
€).
In den ersten neun Monaten 2015 betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
5,0 Mio € (Vorjahr: 4,4 Mio €). Die Ertragsteuern stiegen aufgrund des gestiegenen
EBT. Die Steuerquote betrug 29,5 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent). Sie setzt die Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern ins Verhältnis.
Im Markengeschäft erreichten wir in den ersten neun Monaten 2015 ein EBIT von 14,5
Mio € (Vorjahr: 13,3 Mio €). Bereinigt um das Fremdwährungsergebnis stieg das EBIT
um 4,3 Mio € auf 13,8 Mio € (Vorjahr: 9,5 Mio €). Das Ergebniswachstum resultierte
im Wesentlichen aus den durch höhere Umsatzerlöse gestiegenen Deckungsbeiträgen. Die
Bruttomarge im Markengeschäft stieg trotz höherer Einkaufspreise für Einkäufe von
Waren in Fernost in USD um 0,5 Prozentpunkte auf 50,1 Prozent (Vorjahr: 49,6 Prozent).
Aufgrund des Umsatzwachstums erreichte das Bruttoergebnis 71,4 Mio € - ein Plus von
5,1 Mio €. Der Deckungsbeitrag betrug in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres
59,9 Mio € (Vorjahr: 55,7 Mio €). Er definiert sich als Bruttoergebnis abzüglich Provisionen
und Ausgangsfrachten.
Im Volumengeschäft betrug das EBIT 3,4 Mio € (Vorjahr: 2,9 Mio €). Bereinigt um das
Fremdwährungsergebnis lag das EBIT mit 2,3 Mio € in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr:
2,4 Mio €). Die Bruttomarge fiel deutlich von 35,1 Prozent in den ersten neun Monaten
2014 um 3,0 Prozentpunkte auf 32,1 Prozent. Währungseffekte und Produktmixverschiebungen
waren hier die wichtigsten Einflussfaktoren.
Der Rückgang der Bruttomarge wurde kompensiert durch das gestiegene Fremdwährungsergebnis.
Absolut lag das Bruttoergebnis mit 9,8 Mio € auf Vorjahresniveau. Der Deckungsbeitrag
lag bei 8,7 Mio € (Vorjahr: 8,9 Mio €).
Zum 30. September 2015 betrug unser Verschuldungsgrad 55,5 Prozent und lag damit im
Vergleich zum 31. Dezember 2014 um 2,0 Prozentpunkte niedriger. Die Kennzahl errechnet
sich aus dem Verhältnis der Schulden zur Summe aus Eigenkapital und Schulden. Der
Rückgang der Pensionsverpflichtungen um 2,1 Mio € und der Anstieg des Eigenkapitals
um 8,2 Mio € trugen hierzu wesentlich bei.
Unsere Schulden bestanden zum 30. September 2015 im Wesentlichen aus Pensionsverpflichtungen
in Höhe von 66,9 Mio €, aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen
Verbindlichkeiten von 46,4 Mio € sowie aus Rückstellungen von 8,0 Mio €. Wie im Vorjahr
hatten wir keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, stieg
um 2,0 Prozentpunkte auf 44,5 Prozent (31. Dezember 2014: 42,5 Prozent).
Die Konzernliquidität belief sich zum 30. September 2015 auf 62,8 Mio € und war damit
unverändert im Vergleich zum 31. Dezember 2014. Sie umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
in Form von Guthaben bei Kreditinstituten sowie finanzielle Vermögenswerte in Form
von kurzfristigen Wertpapieren.
Wir verfügten zum 30. September 2015 über Guthaben bei Kreditinstituten von 58,8 Mio
€. Sie umfassten Sichteinlagen und innerhalb von drei Monaten kündbare Festgelder.
Die finanziellen Vermögenswerte beinhalteten eine Geldanlage in Form einer Namensschuldverschreibung
in Höhe von 4,0 Mio €.
Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im Berichtszeitraum 13,2 Mio
€ (Vorjahr: 22,7 Mio €). Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den in den ersten
neun Monaten 2015 stärker gestiegenen Vorräten und den stärker gesunkenen Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten.
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug 4,6 Mio € (Vorjahr: 6,4 Mio
€) und beinhaltete im Wesentlichen die gestiegenen Investitionen der ersten neun Monate
von 4,9 Mio € (Vorjahr: 3,6 Mio €). Im Vorjahr war zusätzlich eine Auszahlung in Wertpapiere
von saldiert 3,0 Mio € enthalten.
In den ersten neun Monaten 2015 belief sich der Free Cashflow auf 8,6 Mio € (Vorjahr:
19,3 Mio €). Die Kennzahl gibt an, wie viel Liquidität für die Rückführung von Fremdfinanzierungen
oder für die Ausschüttung von Dividenden an die Aktionäre verbleibt. Der Free Cashflow
ist die Summe aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit,
bereinigt um Ein- und Auszahlungen in finanzielle Vermögenswerte und aus Veräußerungen
von Unternehmensbereichen.
Unsere Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 deutlich um 8,3 Mio
€ auf 231,6 Mio € (31. Dezember 2014: 223,3 Mio €).
Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen zum Stichtag mit 162,6 Mio € um 7,9 Mio € über
dem Niveau des Bilanzstichtages 2014 (31. Dezember 2014: 154,7 Mio €). Dabei stiegen
die Vorräte um 6,5 Mio € und die kurzfristigen derivativen Finanzinstrumente um 3,0
Mio €, wohingegen die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 2,1 Mio € zurückgingen.
Die Vorräte stiegen umsatzbedingt sowie aufgrund einer Neulistung bei einem französischen
Kunden. Die starke Aufwertung des US Dollars und des HK Dollars im Vergleich zum Euro
in den ersten neun Monaten 2015 führte zu einer deutlichen Aufwertung der abgeschlossenen
Devisentermingeschäfte. Daher stiegen die kurzfristigen und langfristigen aktiven
derivativen Finanzinstrumente. Die Zeitwerte aller aktiven und passiven derivativen
Finanzinstrumente stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 um 4,5 Mio €
auf 9,1 Mio €. Davon wurden 4,0 Mio € im Eigenkapital und 0,5 Mio € im Fremdwährungsergebnis
erfasst. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte gingen im Wesentlichen durch niedrigere
Umsatzsteuerforderungen zurück.
Unsere langfristigen Vermögenswerte betrugen Ende September 69,0 Mio € und lagen 0,4
Mio € über dem Wert zum 31. Dezember 2014. Dies resultierte vor allem aus der Zunahme
der langfristigen derivativen Finanzinstrumente um 2,3 Mio € auf 4,3 Mio € und der
Abnahme der aktiven latenten Steuern um 1,5 Mio € auf 9,9 Mio €. Die aktiven latenten
Steuern sanken aufgrund der Nutzung der Verlustvorträge bei der Leifheit AG.
Die kurzfristigen Schulden stiegen leicht zum 30. September 2015 gegenüber dem 31.
Dezember 2014 um 0,5 Mio € auf 55,3 Mio €. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten um 1,5 Mio € fielen, stiegen die Verbindlichkeiten
aus Ertragsteuer um etwa den gleichen Betrag. Die kurzfristigen passiven derivativen
Finanzinstrumente stiegen um 0,6 Mio €.
Die langfristigen Schulden fielen zum Stichtag um 0,4 Mio € auf 73,3 Mio € im Vergleich
zum 31. Dezember 2014. Die Pensionsverpflichtungen reduzierten sich um 2,1 Mio € auf
66,9 Mio € insbesondere aufgrund des Anstiegs des Rechnungszinssatzes im Berichtszeitraum
um 0,2 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent. Die passiven latenten Steuern stiegen um 1,4
Mio €. Der Anstieg betraf hauptsächlich die latenten Steuern auf die Veränderung der
derivativen Finanzinstrumente.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2014 stieg das Eigenkapital zum 30. September 2015 um
8,3 Mio € auf 103,1 Mio €. Dies resultiert aus dem positiven Periodenergebnis von
11,9 Mio €, dem positiven sonstigen Ergebnis von 4,8 Mio € und der ausgezahlten Dividende
von 8,6 Mio €.
Die Investitionen betrugen in den ersten neun Monaten 2015 4,9 Mio € (Vorjahr: 3,6
Mio €) und betrafen im Wesentlichen Werkzeuge für Neuprodukte, Maschinen, Rationalisierungsinvestitionen
für Produktionsanlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Anstieg im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum von 1,3 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung
der Logistik in unserem Werk in Tschechien sowie aus der Einführung eines neuen Lagermanagementsystems
im deutschen Logistikzentrum in Zuzenhausen. Wesentliche Veräußerungen von Anlagevermögen
hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben.
Die Investitionsquote - die Zugänge zum Anlagevermögen bezogen auf die historischen
Anschaffungs- und Herstellungskosten - belief sich auf 2,8 Prozent. Im Markengeschäft
investierten wir 4,5 Mio €, im Volumengeschäft 0,4 Mio €. Den Investitionen standen
Abschreibungen in Höhe von 4,6 Mio € (Vorjahr: 4,4 Mio €) gegenüber.
Am 30. September 2015 bestanden Verpflichtungen aus Verträgen über den Erwerb von
Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von 1,2 Mio €, die aus dem Finanzmittelbestand
finanziert werden.
Neben den in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerten nutzen wir in geringem
Maße auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Dies betrifft überwiegend geleaste
und gemietete Güter. Wie in den Vorjahren nutzen wir keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente.
Der Leifheit Konzern hat auch im dritten Quartal das erfolgreiche Wachstum der ersten
Monate fortsetzen können. Wichtigste Grundlage ist die starke Entwicklung unseres
Markengeschäfts mit einem erneuten Plus der Umsatzerlöse. Die Stabilisierung des Volumengeschäft
ist gelungen. Mit dem profitablen Wachstum der Umsatzerlöse auf 173,2 Mio € in den
ersten neun Monaten (+7,1 Prozent) stieg unser operatives Ergebnis (EBIT) auf 17,9
Mio € (+10,8 Prozent), die EBIT-Marge verbesserte sich weiter auf 10,4 Prozent. Zum
30. September 2015 erreichte der Bestand an liquiden Mitteln 62,8 Mio €. Gleichzeitig
haben wir keine Verbindlichkeiten aus Fremdfinanzierung. Wir verfügen damit über eine
solide finanzielle Grundlage für den weiteren Ausbau unseres Geschäfts mit dem strategischen
Ziel von deutlich stärkerem Wachstum bei Umsatz und Ertrag.
In den ersten neun Monaten 2015 waren im Leifheit-Konzern durchschnittlich 1.050 Mitarbeiter
beschäftigt (Vorjahr: 1.032) - davon 789 Mitarbeiter im Markengeschäft und 261 Mitarbeiter
im Volumengeschäft.
Wir beschäftigten 38,8 Prozent unserer Mitarbeiter in Deutschland, 39,0 Prozent in
der Tschechischen Republik und 16,0 Prozent in Frankreich. Die verbleibenden 6,2 Prozent
der Beschäftigten verteilen sich auf verschiedene Länder innerhalb Europas und die
USA.
| Standorte | 1. Jan. bis 30. Sept. 2015 | 1. Jan. bis 30. Sept. 2014 |
| Deutschland | 407 | 397 |
| Tschechische Republik | 410 | 402 |
| Frankreich | 168 | 171 |
| Sonstige Länder | 65 | 62 |
| Konzern | 1.050 | 1.032 |
In unserer Zentrale in Nassau haben wir die Bereiche Entwicklung und Innovation sowie
Marketing im Zusammenhang mit unserer Innovations- und Wachstumsstrategie "Leifheit
2020" personell verstärkt. Daher stieg die Mitarbeiteranzahl in Deutschland auf insgesamt
407 Personen.
Seit dem zweiten Quartal 2014 produzieren wir unser komplettes Bügeltischsortiment
in Eigenfertigung in unserem tschechischen Werk in Blatná. Die Mitarbeiteranzahl in
der Tschechischen Republik stieg daher auf insgesamt 410 Personen.
Innovationen haben eine hohe Bedeutung für unsere Marktposition und für die Erreichung
unserer Wachstums- und Ergebnisziele. Aufwendungen in Forschung und Entwicklung sehen
wir daher als Investitionen in das Erfolgspotenzial unseres Unternehmens. Leifheit
investierte im Berichtszeitraum 3,4 Mio € (Vorjahr: 2,7 Mio €) in Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten. Damit lag die F&E-Quote, also das Verhältnis von Entwicklungsaufwand
zu Konzernumsatz, bei 2,0 Prozent (Vorjahr: 1,7 Prozent).
Im Berichtszeitraum 2015 waren bei Leifheit durchschnittlich 32 Mitarbeiter in den
Bereichen Entwicklung und Patente beschäftigt.
Zu den Chancen und Risiken für Leifheit verweisen wir auf die Seiten 70 bis 79 des
Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2014, in dem diese ausführlich beschrieben werden.
Wesentliche Änderungen der wesentlichen Chancen und Risiken für die verbleibenden
Monate des Geschäftsjahres haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben, weder hinsichtlich
der Eintrittswahrscheinlichkeiten noch hinsichtlich der möglichen positiven oder negativen
Auswirkungen. Weiterhin erwarten wir keine einzelnen oder aggregierten Risiken, welche
die Unternehmensfortführung wesentlich gefährden.
Die Angaben sind im Anhang dargestellt.
Seit dem 30. September 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten,
von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Leifheit-Konzerns erwartet wird.
Für die Erläuterungen zu unserer strategischen Ausrichtung verweisen wir auf die Ausführungen
im Jahresfinanzbericht 2014.
Auch wenn der Internationale Währungsfonds IWF in seiner neuesten Prognose von einem
insgesamt leicht nachlassenden Wachstum der Weltwirtschaft ausgeht, blieben die Erwartungen
für unsere wichtigsten regionalen Zielmärkte gegenüber den Annahmen im Jahresfinanzbericht
2014 stabil.
Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrer Anfang Oktober
veröffentlichten Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2015 für Deutschland ein Wirtschaftswachstum
von 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) im laufenden Jahr. Nach Einschätzungen des
ifo Instituts in München bleibt der private Konsum die Stütze des wirtschaftlichen
Wachstums in Deutschland und Europa.
Der Konsumoptimismus der Verbraucher in Deutschland hat nach Umfrageergebnissen der
Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg dagegen im dritten Quartal einen
leichten Dämpfer erhalten. Im Lauf des Jahres war der Konsumklimaindikator regelmäßig
gestiegen und erreichte im Juni einen Wert von 10,2 Punkten. Für den Oktober wurde
ein Wert von 9,6 Punkten prognostiziert. Die Ursachen für den aktuellen Rückgang sieht
die GfK in den für den Verbraucher erkennbaren Risiken der weiteren wirtschaftlichen
Entwicklung, wie zum Beispiel schwächelnden Schwellenländern oder der Flüchtlingskrise.
Bis zum Jahresende 2015 wird nur noch mit einer leichten Aufwertung des US Dollars
gegenüber dem Euro gerechnet. Laut Reuters Forex Poll geht der Durchschnitt ausgewählter
Banken davon aus, dass sich die amerikanische Währung Ende 2015 auf dem Niveau um
etwa 1,09 US Dollar je Euro befinden wird.
Das Wachstum der Umsatzerlöse haben wir im dritten Quartal erneut gesteigert. Für
den Rest des laufenden Geschäftsjahres erwarten wir stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen
in unseren wichtigsten Zielmärkten. Dennoch bleiben eine Reihe von potenziell belastenden
Faktoren bestehen, wie die zunehmende Verunsicherung der Verbraucher in Europa und
Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise, die Rezession in Russland und die lahmende
Konjunktur in China. Vor diesem Hintergrund konkretisieren wir unsere Umsatzprognose
für das Geschäftsjahr 2015. Wir erwarten auf Jahressicht ein Wachstum der Konzernerlöse
um zirka vier Prozent. Die weitere Stärkung des Markengeschäfts bleibt für uns ein
Schwerpunkt. Hier erwarten wir eine Steigerung der Umsatzerlöse um etwa fünf Prozent.
Für das Volumengeschäft gehen wir von einer stabilen Entwicklung aus.
Im April dieses Jahres hatten wir unsere Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr
angepasst. Wir erwarteten ein operatives Ergebnis (EBIT) von 19 bis 20 Mio € und gingen
dabei von einem Ergebnis am oberen Ende des Korridors aus. Vor dem Hintergrund der
anhaltend guten Geschäftsentwicklung konkretisieren wir nunmehr unsere Ergebnisprognose
und erwarten ein EBIT von gut 20 Mio € für das Geschäftsjahr 2015.
Auf der Grundlage der erfreulichen Geschäftsentwicklung in den ersten drei Quartalen
sowohl bei den Umsatzerlösen als auch bei dem operativen Ergebnis rechnen wir für
das Gesamtjahr 2015 mit einem Wachstum des Leifheit-Konzerns im Rahmen unserer Erwartungen.
Die konsequente Umsetzung unserer Strategie "Leifheit 2020" steht für uns im Mittelpunkt.
Unser mittelfristiges Ziel ist es, das Wachstum des Konzerns deutlich zu erhöhen.
Grundlagen sind vor allem der weitere Ausbau unseres Markengeschäfts und eine Stabilisierung
des Volumengeschäfts.
| T € | 1. Juli bis 30. Sept. 2015 |
1. Juli bis 30. Sept. 2014 |
1. Jan. bis 30. Sept. 2015 |
1. Jan. bis 30. Sept. 2014 |
|
| Umsatzerlöse | 60.035 | 53.462 | 173.186 | 161.713 | |
| Kosten der Umsatzerlöse | -31.014 | -28.630 | -91.959 | -85.529 | |
| Bruttoergebnis | 29.021 | 24.832 | 81.227 | 76.184 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -1.244 | -942 | -3.435 | -2.698 | |
| Vertriebskosten | -16.760 | -15.911 | -51.270 | -50.222 | |
| Verwaltungskosten | -3.569 | -4.037 | -11.126 | -12.002 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 417 | 275 | 1.178 | 778 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -20 | -98 | -204 | -283 | |
| Fremdwährungsergebnis | -288 | 3.964 | 1.572 | 4.442 | |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 7.557 | 8.083 | 17.942 | 16.199 | |
| Zinserträge | 29 | 63 | 91 | 284 | |
| Zinsaufwendungen | -382 | -502 | -1.181 | -1.506 | |
| Sonstiges Finanzergebnis | - | - | -1 | 19 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 7.204 | 7.644 | 16.851 | 14.996 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.087 | -2.232 | -4.971 | -4.408 | |
| Periodenergebnis | 5.117 | 5.412 | 11.880 | 10.588 | |
| Beiträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen |
-1.051 | -3.332 | 2.099 | -7.915 | |
| Ertragsteuereffekt | 307 | 933 | -508 | 2.216 | |
| Beiträge, die gegebenenfalls in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||||
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 16 | 84 | 234 | 82 | |
| Währungsumrechnung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe |
39 | -21 | 240 | -74 | |
| Nettoergebnis aus der Absicherung von Cashflows | -1.052 | 970 | 4.014 | 1.149 | |
| Ertragsteuereffekt | 294 | -264 | -1.257 | -301 | |
| Sonstiges Ergebnis | -1.447 | -1.630 | 4.822 | -4.843 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.670 | 3.782 | 16.702 | 5.745 | |
| Vom Periodenergebnis entfallen auf | |||||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - | - | |
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.117 | 5.412 | 11.880 | 10.588 | |
| Periodenergebnis | 5.117 | 5.412 | 11.880 | 10.588 | |
| Vom Gesamtergebnis nach Steuern entfallen auf | |||||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - | - | |
| Anteilseigner des Mutterunternehmens | 3.670 | 3.782 | 16.702 | 5.745 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.670 | 3.782 | 16.702 | 5.745 | |
| Ergebnis je Aktie auf Grundlage Periodenergebnis (unverwässert und verwässert) |
1,08 € | 1,14 € | 2,50 € | 2,23 € | |
| Ergebnis je Aktie auf Grundlage Gesamtergebnis nach Steuern (unverwässert und verwässert) |
0,77 € | 0,80 € | 3,51 € | 1,21 € | |
| T € | 30. Sept. 2015 | 31. Dez. 2014 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 58.798 | 58.808 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 4.000 | 4.000 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 49.268 | 48.644 |
| Vorräte | 41.948 | 35.436 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 899 | 951 |
| Derivative Finanzinstrumente | 6.261 | 3.276 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 1.439 | 3.579 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 162.613 | 154.694 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Sachanlagevermögen | 35.354 | 35.007 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 18.516 | 18.535 |
| Latente Steueransprüche | 9.923 | 11.388 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 746 | 1.520 |
| Derivative Finanzinstrumente | 4.323 | 1.996 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 158 | 151 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 69.020 | 68.597 |
| Summe Vermögenswerte | 231.633 | 223.291 |
| T € | 30. Sept. 2015 | 31. Dez. 2014 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 46.358 | 47.820 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.243 | 661 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 1.858 | 377 |
| Rückstellungen | 5.855 | 5.959 |
| Summe kurzfristige Schulden | 55.314 | 54.817 |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 2.157 | 2.066 |
| Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer | 66.890 | 69.019 |
| Latente Steuerschulden | 3.844 | 2.454 |
| Derivative Finanzinstrumente | 277 | 11 |
| Sonstige langfristige Schulden | 100 | 100 |
| Summe langfristige Schulden | 73.268 | 73.650 |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 15.000 | 15.000 |
| Kapitalrücklage | 16.984 | 16.956 |
| Eigene Anteile | -7.493 | -7.542 |
| Gewinnrücklagen | 88.083 | 84.755 |
| Sonstige Rücklagen | -9.523 | -14.345 |
| Summe Eigenkapital | 103.051 | 94.824 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 231.633 | 223.291 |
| T € | 1. Jan. bis 30. Sept. 2015 |
1. Jan. bis 30. Sept. 2014 |
| Periodenergebnis | 11.880 | 10.588 |
| Berichtigungen für Abschreibungen | 4.576 | 4.414 |
| Veränderung der Rückstellungen | -46 | -19 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und sonstigen langfristigen Vermögenswerten |
-96 | 12 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-3.942 | 1.457 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
195 | 7.638 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 648 | -1.395 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 13.215 | 22.695 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -4.903 | -3.567 |
| Veränderung der finanziellen Vermögenswerte | - | -2.999 |
| Erlöse aus der Veräußerung von Sachanlagen und sonstigen langfristigen Vermögenswerten |
334 | 183 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -4.569 | -6.383 |
| Gezahlte Dividende an die Aktionäre der Muttergesellschaft | -8.552 | -7.837 |
| Veränderung eigene Anteile | 77 | 78 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -8.475 | -7.759 |
| Effekte aus Wechselkursdifferenzen | -181 | 49 |
| Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten | -10 | 8.602 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Berichtsperiode | 58.808 | 50.953 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Berichtsperiode | 58.798 | 59.555 |
| T € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Eigene Anteile |
Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen |
Summe |
| Stand zum 1.1.2014 | 15.000 | 16.934 | -7.598 | 78.479 | -8.095 | 94.720 |
| Ausgabe eigene Anteile | - | 22 | 56 | - | - | 78 |
| Dividenden | - | - | - | -7.837 | - | -7.837 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | - | 10.588 | -4.843 | 5.745 |
| davon Periodenergebnis | - | - | - | 10.588 | - | 10.588 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen | - |
- |
- |
- |
-5.699 | -5.699 |
| davon Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | - | - | - | - | 82 | 82 |
| davon Währungsumrechnung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | - |
- |
- |
- |
-53 | -53 |
| davon Nettoergebnis aus der Absicherung von Cashflows | - | - | - | - | 827 | 827 |
| Stand zum 30.9.2014 | 15.000 | 16.956 | -7.542 | 81.230 | -12.938 | 92.706 |
| Stand zum 1.1.2015 | 15.000 | 16.956 | -7.542 | 84.755 | -14.345 | 94.824 |
| Ausgabe eigene Anteile | - | 28 | 49 | - | - | 77 |
| Dividenden | - | - | - | -8.552 | - | -8.552 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | - | 11.880 | 4.822 | 16.702 |
| davon Periodenergebnis | - | - | - | 11.880 | - | 11.880 |
| davon versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen | - |
- |
- |
- |
1.591 | 1.591 |
| davon Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | - | - | - | - | 234 | 234 |
| davon Währungsumrechnung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | - |
- |
- |
- |
163 | 163 |
| davon Nettoergebnis aus der Absicherung von Cashflows | - | - | - | - | 2.834 | 2.834 |
| Stand zum 30.9.2015 | 15.000 | 16.984 | -7.493 | 88.083 | -9.523 | 103.051 |
Die Leifheit Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz
in Nassau/Lahn, Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss der
Leifheit AG und ihrer Tochtergesellschaften betrifft den Zeitraum vom 1. Januar 2015
bis 30. September 2015.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde gemäß § 37x Abs. 3 WpHG sowie im Einklang
mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) insbesondere mit IAS 34
und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board
(IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union
anzuwenden sind. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche
Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des
Geschäftsjahres erforderlich sind, und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2014 zu lesen.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Zwischenlagebericht wurde von
einem Abschlussprüfer weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der Abschluss enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen,
die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage
zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. September 2015
endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung
zukünftiger Ergebnisse zu.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS
34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen,
die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen
Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die im verkürzten Konzernzwischenabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
entsprechen mit Ausnahme der erstmalig anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften
denen des letzten Konzernabschlusses zum Ende des Geschäftsjahres. Eine detaillierte
Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang des Konzernabschlusses
unseres Jahresfinanzberichts 2014 veröffentlicht.
Der IASB hat keine für Leifheit relevanten Standards und Interpretationen veröffentlicht,
die im Rahmen des Komitologieverfahrens in das EU-Recht übernommen wurden und im Geschäftsjahr
2015 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Die vom IASB veröffentlichten Standards
und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden
sind, werden nicht angewendet.
Im Konzernzwischenabschluss werden die Ertragsteuern auf der Grundlage der besten
Schätzung des Ertragsteuersatzes erfasst, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird.
Konjunkturelle und saisonale Einflüsse werden, soweit wesentlich, in dem Textabschnitt
"Geschäftsverlauf" beschrieben.
| Kennzahlen nach Unternehmensbereichen | zum 30. Sept. 2015 | |||
| Markengeschäft | Volumengeschäft | Summe | ||
| Umsatzerlöse | Mio € | 142,7 | 30,5 | 173,2 |
| Bruttomarge | % | 50,1 | 32,1 | 46,9 |
| Deckungsbeitrag | Mio € | 59,9 | 8,7 | 68,6 |
| Segmentergebnis (EBIT) | Mio € | 14,5 | 3,4 | 17,9 |
| Abschreibungen | Mio € | 4,0 | 0,6 | 4,6 |
| Mitarbeiter (durchschnittlich) |
Personen | 789 | 261 | 1.050 |
| Kennzahlen nach Unternehmensbereichen | zum 30. Sept. 2014 | |||
| Markengeschäft | Volumengeschäft | Summe | ||
| Umsatzerlöse | Mio € | 133,7 | 28,0 | 161,7 |
| Bruttomarge | % | 49,6 | 35,1 | 47,1 |
| Deckungsbeitrag | Mio € | 55,7 | 8,9 | 64,6 |
| Segmentergebnis (EBIT) | Mio € | 13,3 | 2,9 | 16,2 |
| Abschreibungen | Mio € | 3,8 | 0,6 | 4,4 |
| Mitarbeiter (durchschnittlich) |
Personen | 756 | 276 | 1.032 |
Weitere Informationen über die Segmente und deren Steuerung sind dem Jahresfinanzbericht
2014 auf Seite 104 zu entnehmen.
Im zweiten Quartal 2015 wurde die 100-prozentige Tochtergesellschaft Soehnle GmbH,
mit Sitz in Nassau gegründet. Die Gesellschaft hat die operative Tätigkeit noch nicht
aufgenommen.
Weitere Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie wesentliche Änderungen der organisatorischen
Struktur oder des Geschäftsmodells fanden im Berichtszeitraum nicht statt.
Erläuterungen der wesentlichen Änderungen der Posten der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung gegenüber den dargestellten Vergleichszahlen sowie der Entwicklung
im Berichtszeitraum sind im Zwischenlagebericht dargestellt.
Im Berichtszeitraum verwendete Leifheit 1.605 eigene Anteile (Vorjahr: 1.853 eigene
Anteile) in Form der Ausgabe von Mitarbeiteraktien. Dies entsprach 0,03 Prozent des
Grundkapitals (Vorjahr: 0,04 Prozent). Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals
betrug 5 T € (Vorjahr: 6 T €).
Unter Einschluss der in den Vorjahren erworbenen und ausgegebenen eigenen Aktien hielt
Leifheit am 30. September 2015 einen Bestand in Höhe von 247.067 eigenen Aktien. Dies
entspricht 4,94 Prozent des Grundkapitals. Der darauf entfallende Betrag des Grundkapitals
betrug 741 T €. Hierfür wurden 7.493 T € aufgewendet.
Es bestehen keine Bezugsrechte für Organmitglieder und Arbeitnehmer entsprechend §
160 Abs. 1 Nr. 5 AktG.
| Beschluss der Hauptversammlung am | 21. Mai 2015 | 22. Mai 2014 |
| Dividende je dividendenberechtigte Stückaktie | 1,80 € | 1,65 € |
| Bilanzgewinn | 20.673 T € | 17.370 T € |
| Ausschüttung | 8.552 T € | 7.837 T € |
| Gewinnvortrag | 12.121 T € | 9.533 T € |
Die Konzerngesellschaften sind keine Haftungsverpflichtungen eingegangen.
Ein detaillierter Überblick über die sonstigen Finanzinstrumente, über die finanziellen
Risikofaktoren und das Management finanzieller Risiken ist im Jahresfinanzbericht
2014 in der Textziffer 34 auf den Seiten 118 bis 121 dargestellt. Seit dem 31. Dezember
2014 haben sich keine wesentlichen Änderungen unseres finanziellen Risikoprofils ergeben.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Devisentermingeschäfte für Käufe beziehungsweise Verkäufe von US Dollar
und HK Dollar für die Geschäftsjahre 2015 bis 2018.
Folgende Verpflichtungen aus Devisentermingeschäften wurden zum 30. September 2015
bilanziert:
| Wert der Verpflichtung | Fremdwährung | Nominalwert | ||
| Kauf USD/€ | 121.962 T € | 149.944 T USD | 125.488 T € | |
| davon Hedge Accounting | 81.982 T € | 103.700 T USD | 85.667 T € | |
| Verkauf USD/€ | 9.616 T € | 12.200 T USD | 8.553 T € | |
| Kauf HKD/€ | 17.963 T € | 17.963 T HKD | 18.567 T € | |
| davon Hedge Accounting | 6.695 T € | 60.000 T HKD | 6.752 T € | |
Von den Sicherungsgeschäften, die für den US Dollarkauf abgeschlossen wurden, entfallen
17.402 T € auf 2015, 39.342 T € auf 2016, 36.954 T € auf 2017 und 28.264 T € auf 2018.
Von den Sicherungsgeschäften, die für den US Dollarverkauf abgeschlossen wurden, entfallen
8.392 T € auf 2015 und 1.224 T € auf 2016. Für 2017 und 2018 wurden keine US Dollarverkäufe
abgesichert.
Von den Sicherungsgeschäften, die für den HK Dollarkauf abgeschlossen wurden, entfallen
547 T € auf 2015, 8.411 T € auf 2016, 5.690 T € auf 2017 und 3.315 T € auf 2018.
In der laufenden Periode wurden insgesamt Wertänderungen in Höhe von 4.014 T € (Vorjahr:
1.149 T €) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Zum 30. September 2015 bestanden Darlehen über 317 T CZK, die als Absicherung der
Nettoinvestitionen in die Tochterunternehmen Leifheit s.r.o. und Leifheit CZ a.s.
designieren, deren funktionale Währung die Tschechische Krone ist. Im Berichtszeitraum
2015 wurde ein Gewinn in Höhe von 240 T € aus der Umrechnung dieser Darlehen im sonstigen
Ergebnis erfasst.
Die Buchwerte der derivativen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten
entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert. Im Übrigen entsprechen die Buchwerte jeweils
den fortgeführten Anschaffungskosten.
In der Bilanz zum 30. September 2015 wurden derivative finanzielle Vermögenswerte
in Höhe von 10.584 T € sowie derivative finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von
1.520 T € mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Sämtliche Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Der beizulegende
Zeitwert wird auf Basis einer Barwertbetrachtung unter Berücksichtigung der aktuellen
Devisenkurse sowie der zugrundeliegenden Zinskurven der jeweiligen Währung und damit
auf Basis von am Markt beobachteten Inputparametern (Stufe 2) ermittelt. Im Berichtszeitraum
erfolgten keine Umgliederungen zwischen den Stufen.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen
im Konzernabschluss erfassten Finanzinstrumente:
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||||
| T € | Bewertungskategorie nach IAS 39 |
30. Sept. 2015 | 31. Dez. 2014 | 30. Sept. 2015 | 31. Dez. 2014 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
a) | 58.798 | 58.808 | 58.798 | 58.808 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
a) | 49.268 | 48.644 | 49.268 | 48.644 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte (nicht als Sicherungsgeschäft designiert) |
d) | 3.272 | 2.153 | 3.272 | 2.153 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte (als Sicherungsgeschäft designiert) |
c) | 7.312 | 3.119 | 7.312 | 3.119 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | a) | 4.306 | 4.783 | 4.306 | 4.783 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
b) | 15.227 | 15.061 | 15.227 | 15.061 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (nicht als Sicherungsgeschäft designiert) |
d) | 1.353 | 661 | 1.353 | 661 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (als Sicherungsgeschäft designiert) |
c) | 167 | 11 | 167 | 11 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | b) | 19.928 | 18.139 | 19.928 | 18.139 |
a)
Kredite und Forderungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind
b)
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
c)
erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw.
Verbindlichkeiten
d)
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw.
Verbindlichkeiten
Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert annahmegemäß
immer eine verlässliche Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar (IFRS 7.29 a).
Am 30. September 2015 standen kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von 11.500
T € (Vorjahr: 11.500 T €) zur Verfügung. Davon wurden zum Bilanzstichtag 455 T € (Vorjahr:
1.162 T €) durch Avale genutzt. Die nicht ausgenutzten Kontokorrentkreditlinien betrugen
somit 11.045 T € (Vorjahr: 10.338 T €).
Es bestanden Miet- und Leasingverträge für Geschäftsräume, EDV- und Telefonanlagen,
Fahrzeuge und Ähnliches sowie Lizenzverträge in Höhe von 860 T € (Vorjahr: 812 T €).
Die zukünftigen Mindestzahlungen aufgrund von unkündbaren Leasing- oder Mietverträgen
betragen bis zu einem Jahr 492 T € (Vorjahr: 650 T €) und zwischen einem und fünf
Jahren 368 T € (Vorjahr: 162 T €). Mit Laufzeiten von über fünf Jahren bestanden wie
im Vorjahr keine entsprechenden Zahlungsverpflichtungen. Bei den Miet- und Leasingverträgen
handelt es sich um Operating-Leasingverhältnisse im Sinne von IAS 17.
Zum 30. September 2015 bestanden Abnahmeverpflichtungen im Wert von 2.895 T € (Vorjahr:
773 T €).
Es bestanden Verpflichtungen aus Verträgen über den Erwerb von Gegenständen des Anlagevermögens
in Höhe von 1.168 T € (Vorjahr: 2.277 T €), insbesondere für Werkzeuge sowie für Erweiterungsinvestitionen
an unserem tschechischen Standort Blatná. Darüber hinaus bestanden Verpflichtungen
aus Verträgen für Marketingmaßnahmen in Höhe von 690 T € (Vorjahr: 729 T €) sowie
aus sonstigen Verträgen in Höhe von 583 T € (Vorjahr: 368 T €).
Es bestehen keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten.
Im Berichtszeitraum gab es keine Beziehungen zu oder Geschäfte mit nahestehenden Personen
oder nahestehenden konzernfremden Unternehmen.
Nassau/Lahn, im November 2015
Leifheit Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Thomas Radke | Dr. Claus-O. Zacharias |
Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Nassau/Lahn, im November 2015
Leifheit Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Thomas Radke | Dr. Claus-O. Zacharias |
Dieser Quartalsfinanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen
Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen
unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von Leifheit
bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das
zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der
übrigen Marktteilnehmer sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder
andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die Annahmen,
auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit
enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von Leifheit weder beabsichtigt noch übernimmt
Leifheit eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren,
um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.
Aus technischen Gründen (z. B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu
Abweichungen zwischen den in diesem Quartalsfinanzbericht enthaltenen und den beim
Bundesanzeiger eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt
die beim Bundesanzeiger eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung.
Der Quartalsfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen
geht die deutsche Fassung des Quartalsfinanzberichtes der englischen Übersetzung vor.