![]() Leoni AGNürnbergZwischenbericht 1. Quartal 2016Konzernzahlenscroll
Konzernumsatz
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| Beginn der Börsennotierung | 1. Januar 1923 |
| Börsenkürzel | LEO |
| ISIN | DE0005408884 |
| WKN | DE540888 |
| Aktiengattung | Nennwertlose Namens-Stammaktien |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Index | MDAX |
| Grundkapital | 32.669.000 € |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien | 32.669.000 Stück |

Quelle: Deutsche Börse AG
indexiert zum 30. Dezember 2015
Die deutschen Automobil- und Zuliefertitel gerieten in den ersten drei Monaten noch
stärker unter Druck als der Gesamtmarkt. Der DAX-Sektorindex "Automobile" lag am 31.
März 2016 rund 14 Prozent unter dem Kurs vom Jahreswechsel und der Sub-Index der Automobilzulieferer
circa 10 Prozent. Auch die LEONI-Aktie verlor an Wert: Ausgehend vom bisherigen Jahreshöchststand,
der Anfang Januar mit 34,93 € erreicht wurde, ging der Kurs bis Ende Februar auf die
tiefste Notierung von 23,76 € zurück. Anschließend erholte sich unsere Aktie bis zum
Quartalsschluss wieder auf 30,33 €, was gegenüber Ende Dezember 2015 einer Einbuße
von rund 17 Prozent entsprach.
Damit nahm die Marktkapitalisierung der rund 32,7 Millionen LEONI-Aktien von Januar
bis März des laufenden Jahres von circa 1.191 Mio. € auf rund 991 Mio. € ab.
| 1. Quartal 2016 | 1. Quartal 2015 | ||
| Nettoergebnis | €/Aktie | 0,35 | 0,51 |
| Eigenkapital | €/Aktie | 29,80 | 30,38 |
| Höchstkurs1 | €/Aktie | 34,93 | 61,79 |
| Tiefstkurs1 | €/Aktie | 23,76 | 47,64 |
| Quartalsschlusskurs1 | €/Aktie | 30,33 | 58,97 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 365.422 | 248.538 |
| Marktkapitalisierung zum Quartalsende | Mio. € | 990,9 | 1.926,5 |
Der Handel mit LEONI-Aktien hat sich im Berichtszeitraum deutlich belebt. Im ersten
Quartal 2016 wurden börsentäglich im Durchschnitt 365.422 LEONI-Aktien ge- und verkauft
nach 248.538 in der vergleichbaren Vorjahresperiode. In Summe wechselten in den ersten
drei Monaten 22,7 Millionen Aktien den Besitzer (Vorjahr: 15,7 Millionen Stück).
Derzeit wird LEONI regelmäßig von 21 Finanzmarktanalysten beobachtet (Stand 1. April
2016), die überwiegend dazu raten, unsere Aktie zu halten. Insgesamt bewerteten zwölf
Analysten die LEONI-Aktie als Halteposition, drei Investmentspezialisten empfahlen,
unsere Aktie zu kaufen bzw. gaben die Empfehlung "Outperform", und sechs rieten zum
Verkauf bzw. erteilten das Rating "Underweight".
Die Anteilseignerstruktur von LEONI hat sich seit dem Jahreswechsel nicht wesentlich
verändert. Unsere 32.669.000 Aktien befinden sich weiterhin vollständig im Streubesitz.
Rund zwei Drittel der Aktien werden von institutionellen Investoren, der Rest von
Privataktionären gehalten. Ein bedeutender Einzelinvestor mit einer Beteiligung von
mehr als 5 Prozent war Ende des ersten Quartals das US-amerikanische Investmenthaus
T. Rowe Price. Anteile von 3 bis 5 Prozent besaßen die Schroders PLC, Großbritannien,
die State Street Bank and Trust Company, USA, die Pengg Kabel Holding AG, Österreich,
und die Classic Fund Management Aktiengesellschaft, Liechtenstein. Darüber hinaus
lag die Schweizer UBS Group AG ebenfalls zwischen 3 und 5 Prozent. Die Mehrheit der
Aktien von LEONI, etwa 60 Prozent, wird in Deutschland gehalten. Der Rest verteilt
sich gleichmäßig auf das übrige Europa mit Schwerpunkt Großbritannien und auf die
USA. Im Berichtszeitraum gingen keine Stimmrechtsmitteilungen ein. Frühere Meldungen
sind auf unserer Website (www.leoni.com/de/Investor-Relations/Stimmrechtsmitteilungen)
abrufbar.
Die globale Konjunktur blieb zu Beginn des Jahres 2016 von Unsicherheiten geprägt
und entwickelt sich weiterhin gedämpft. Der IWF (Internationaler Währungsfonds) nennt
dafür verschiedene Ursachen: Eine wichtige Rolle spielt die Normalisierung der Konjunktur
in China, die zu geringeren Zuwachsraten bei Investitionen und Handel führt. Hinzu
kommen der niedrige Ölpreis, der viele ölexportierende Länder beeinträchtigt, sowie
die anhaltende Rezession in Brasilien und Russland. Der insgesamt schwächer als prognostizierte
Verlauf in den Entwicklungs- und Schwellenländern wirkt sich spürbar auf die Weltwirtschaft
aus, da der Großteil des globalen Wachstums derzeit von diesen Staaten getragen wird.
In den Industrienationen, die erwartungsgemäß nur sehr moderat expandieren, wird eine
höhere Dynamik unter anderem durch die Auswirkungen der internationalen Finanz- und
Bankenkrise sowie zu geringe Produktivitätssteigerungen verhindert.
Auch die deutsche Wirtschaft wurde im bisherigen Jahresverlauf von der schwachen Weltkonjunktur
beeinträchtigt, die das Exportgeschäft der inländischen Unternehmen bremste. Dem stand
nach Angaben des IfW (Instituts für Weltwirtschaft) aber eine robuste Binnennachfrage
gegenüber.
In den für LEONI bedeutenden Abnehmerbranchen verlief der Jahresauftakt unterschiedlich.
Die internationale Automobilindustrie profitierte in den ersten drei Monaten 2016
laut dem Branchenverband VDA (Verband der Automobilindustrie) von deutlich steigenden
Zulassungszahlen in Europa und China. Leichte Zuwächse gab es auch in den USA, während
der Absatz in Brasilien, Japan und Russland teilweise zweistellig zurückging. Dabei
beobachteten wir aufgrund des gesunkenen Ölpreises insbesondere in den USA ein verstärktes
Interesse an größeren Fahrzeugen wie Pick-ups. Nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts
IHS Automotive wurde die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im ersten
Quartal 2016 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum weltweit um knapp 1 Prozent
ausgeweitet. Während in Europa, China und Nordamerika mehr Fahrzeuge vom Band liefen,
wurde die Fertigung in Japan und Korea leicht und in Südamerika deutlich gedrosselt.

*
Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge)
Quelle: VDA
Die Nachfrage nach schweren Nutzfahrzeugen war im bisherigen Jahresverlauf nach unseren
Einschätzungen regional und branchenbezogen sehr differenziert: Der Lkw-Markt entwickelt
sich in Europa zwar stabil, blieb in den USA und Brasilien aber weiterhin schwach.
Der Bedarf an Sonderfahrzeugen für die Bauindustrie war dagegen in den USA solide,
dafür jedoch in Europa und Asien verhalten. In der Agrarmaschinenindustrie setzte
sich die gedämpfte Entwicklung weltweit fort.
Umsatz und Auftragseingang der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie nahmen
in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres dem ZVEI (Zentralverband der Elektrotechnik-
und Elektronikindustrie) zufolge um jeweils rund 3 Prozent zu. Impulse kamen dabei
vor allem aus dem Inland sowie in geringerem Umfang aus dem europäischen Ausland,
während das Geschäft mit Drittländern weitgehend stagnierte. Im März gab der Geschäftsklimaindex
der Branche allerdings deutlich nach.
Der Auftragseingang des inländischen Maschinen- und Anlagenbaus hat sich nach einem
sehr schwachen Jahresauftakt im Februar zwar deutlich belebt, der VDMA (Verband Deutscher
Maschinen- und Anlagenbau) leitet daraus aber noch keinen Trendwechsel ab. Kumuliert
nahmen die neuen Bestellungen in den ersten beiden Monaten 2016 gegenüber Vorjahr
um 3 Prozent ab, wobei einem leichten Plus im Inland ein spürbarer Rückgang im Ausland
gegenüberstand. Besonders verhalten zeigte sich die internationale petrochemische
Industrie, die ihre Investitionstätigkeit wegen des anhaltend niedrigen Ölpreises
deutlich zurückgefahren hat.
Die Entwicklung von Auftragseingang und Produktion der ITK-Branche (Informationstechnik
und Telekommunikation) deutet auf einen soliden Jahresstart der deutschen Unternehmen
der Digitalwirtschaft hin. Nach Angaben von BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft,
Telekommunikation und neue Medien) hat sich der Index des Bestelleingangs für Telekommunikations-
und Unterhaltungselektronik-Produkte in den beiden ersten Monaten des laufenden Jahres
erhöht. Lediglich im Bereich IT-Hardware kam es nach einem deutlichen Anstieg im Januar
zu einem Rückgang im Februar. Der Produktionsindex verbesserte sich sowohl für IT-
als auch für Telekommunikations-Hardware und -Systeme in beiden Monaten, allerdings
gab es hier bei Unterhaltungselektronik nach einem Plus im Januar ein Minus im Folgemonat.
Der Konzernumsatz der LEONI AG belief sich im ersten Quartal 2016 auf 1.089,3 Mio.
€ und lag damit annähernd auf Vorjahresniveau sowie im Rahmen unserer Erwartungen.
Beide Unternehmensbereiche konnten ihr Geschäftsvolumen organisch leicht steigern.
Allerdings wurde das Wachstum durch negative Effekte aus dem gegenüber der Vorjahresperiode
deutlich gesunkenen Kupferpreis überkompensiert.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des LEONI-Konzerns nahm in den ersten drei
Monaten 2016 auf 24,4 Mio. € ab (Vorjahr: 35,2 Mio. €) und bewegte sich damit ebenfalls
auf dem erwarteten Niveau. Während der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions
eine EBIT-Steigerung erzielte, war das Ergebnis in der Wiring Systems Division wie
erwartet erheblich von im Vorjahr angelaufenen Projekten belastet. Wir haben in diesem
Unternehmensbereich ein weitreichendes Transformationsprogramm eingeleitet, das bis
Ende 2017 angelegt ist und die Performance wieder nachhaltig verbessern soll. Das
Programm läuft planmäßig und wird im Jahresverlauf zunehmend dazu beitragen, die Profitabilität
der Division zu erhöhen.
Die Strategie, die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte
des LEONI-Konzerns sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015 dargestellt und haben
sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Der aktuelle Bericht kann auf
der LEONI-Website unter der Rubrik Investor Relations/ Finanzpublikationen eingesehen
und heruntergeladen oder bei der LEONI AG angefordert werden.
Der Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) konnte im ersten Quartal 2016 aus eigener
Kraft leicht zulegen, obwohl der Umsatz des chinesischen Joint Ventures in Langfang,
das seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, im Gegensatz
zum Vorjahr nicht mehr im Geschäftsvolumen enthalten war. Dem standen jedoch negative
Kupferpreis- und Währungseffekte gegenüber, sodass der Außenumsatz mit 651,2 Mio.
€ geringfügig unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 653,9 Mio. € lag.
Zu den wesentlichen Umsatzträgern zählten im Berichtszeitraum weiterhin Kabelsätze
und Bordnetz-Systeme für Pkw verschiedener deutscher, anderer europäischer und amerikanischer
Automobilunternehmen sowie für die globale Nutzfahrzeugindustrie. Die Lieferungen
an die meisten deutschen und anderen europäischen Pkw-Kunden wurden deutlich ausgeweitet.
Das Geschäft mit den amerikanischen Automobilproduzenten und den internationalen Lkw-
und Sonderfahrzeugherstellern entwickelte sich aufgrund erwartungsgemäß auslaufender
Projekte und der insgesamt verhaltenen Konjunktur im Nutzfahrzeugsegment dagegen rückläufig.
In den ersten drei Monaten 2016 nahmen wir die Serienfertigung von Bordnetz-Systemen
und Kabelsätzen für verschiedene neue Kompakt- und Mittelklasse-Pkw sowie leichte
Nutzfahrzeuge mehrerer deutscher, europäischer und amerikanischer Kunden auf. Die
Projekte an Standorten in Osteuropa, Asien und Amerika liefen planmäßig an und trugen
teilweise auch bereits zum Umsatz bei.
| in Mio. € | in % | |
| Umsatz 1. Quartal 2015 | 653,9 | |
| Organisches Wachstum | + 4,4 | + 0,7 |
| Währungsumrechnungseffekt | - 3,9 | - 0,6 |
| Kupferpreiseffekt | - 3,2 | - 0,5 |
| Umsatz 1. Quartal 2016 | 651,2 | - 0,4 |



Die Neuanläufe aus dem zweiten Halbjahr 2015, bei denen wir außerplanmäßig hohe Belastungen
verkraften mussten, beeinträchtigten das Ergebnis des Unternehmensbereichs Wiring
Systems wie angekündigt auch in der Berichtsperiode deutlich. Hinzu kamen fehlende
Deckungsbeiträge aufgrund des konjunkturbedingt geringeren Volumens im Nutzfahrzeugsektor.
Insgesamt belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Segments WSD in den
ersten drei Monaten 2016 auf 5,0 Mio. € (Vorjahr: 17,9 Mio. €). Die eingeleiteten
Maßnahmen zur Verbesserung der Performance werden sich in den kommenden Monaten zunehmend
positiv auf das Ergebnis auswirken.
Um die Profitabilität des Unternehmensbereichs Wiring Systems wieder nachhaltig zu
erhöhen, haben wir einen umfassenden Transformationsprozess initiiert, der wie geplant
verläuft und bis Ende 2017 angelegt ist. Damit sollen die Rentabilität der kritischen
Projekte sukzessive vergrößert, die Projektplanung und -umsetzung in der Wiring Systems
Division verbessert und die Organisationsstruktur gestrafft werden.
Zur Performancesteigerung der kritischen Projekte haben wir bereits Ende des vergangenen
Jahres rund 30 Einzelmaßnahmen gestartet. Sie beinhalten die Anpassung des Produktionskonzepts,
um die Montagegeschwindigkeit zu erhöhen sowie Nacharbeiten und den Einsatz von Leiharbeitskräften
zu verringern. Außerdem werden Rohmaterialkosten und -verbrauch sowie Logistikabläufe
optimiert, Montageprozesse zusammengelegt und Produktionskapazitäten an anderen Standorten
aufgebaut, um Teilumfänge verlagern zu können. Die Maßnahmen werden über die gesamte
Laufzeit der Projekte zunehmend zur Effizienzverbesserung beitragen.
Im Rahmen der Optimierung des Projektmanagements werden unter anderem Prozesse vereinfacht,
aktiviert und standardisiert sowie ein systematisches Änderungsmanagement installiert.
Die Straffung der Organisation umfasst insbesondere die bereits umgesetzte Verkleinerung
der WSD-Führungsebene sowie die Verschlankung der im Zuge der Globalisierung entstandenen
komplexen Matrix-Struktur. Ziel ist es, kurze Entscheidungswege, klare Zuständigkeiten
und geringere Kosten zu erreichen.
Von Januar bis März 2016 erhielt der Unternehmensbereich erneut mehrere neue Aufträge
von verschiedenen Pkw- und Nutzfahrzeugherstellern. Beispielsweise übernehmen wir
die Motorverkabelung für ein Premiumfahrzeug eines deutschen Automobilherstellers.
Außerdem gingen aus der weltweiten Nutzfahrzeugindustrie zahlreiche Bestellungen ein,
die unter anderem die Komplett- oder Motorverkabelung von verschiedenen Lkw und Spezialfahrzeugen
für die Bauindustrie betrafen. Wichtige Neuprojekte konnten wir auch im Bereich Elektromobilität
gewinnen: Verschiedene Pkw-Hersteller aus Deutschland und China orderten bei LEONI
Hochvolt-Kabelsätze für Elektrofahrzeuge der Kompakt-, Mittel- und Oberklasse.
Insgesamt belief sich der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs Wiring Systems
Ende März 2016 über die nächsten fünf Jahre ähnlich wie zum Jahreswechsel auf rund
13 Mrd. €. Damit wurde die Grundlage für das geplante Wachstum in den kommenden Jahren
weiter untermauert. Der genaue Umfang und der Zeitpunkt der Lieferungen werden durch
die tatsächlichen Abrufe unserer Kunden bestimmt.
Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) erzielte im ersten Quartal 2016
ein leichtes organisches Wachstum, das jedoch durch einen hohen negativen Effekt aus
dem gegenüber Vorjahr stark gesunkenen Kupferpreis aufgezehrt wurde, der sich vor
allem in den Business Groups Automotive Cables und Conductors & Copper Solutions bemerkbar
machte. Daher belief sich der Außenumsatz des Segments auf 438,1 Mio. € gegenüber
454,9 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Währungskursveränderungen hatten
einen geringfügig positiven Einfluss.
| in Mio. € | in % | |
| Umsatz 1. Quartal 2015 | 454,9 | |
| Organisches Wachstum | + 0,5 | + 0,1 |
| Währungsumrechnungseffekt | + 0,7 | + 0,2 |
| Kupferpreiseffekt | - 18,0 | - 4,0 |
| Umsatz 1. Quartal 2016 | 438,1 | - 3,7 |



In der umsatzstärksten Business Group Automotive Cables blieb der Bedarf an unseren
Standard- und vor allem Spezialkabeln für die Automobilindustrie in allen wichtigen
Regionen stabil. Unter anderem haben wir mit der Serienfertigung von 100 Mbit-Automotive-Ethernet-Kabeln
begonnen, die den wachsenden Anforderungen an Pkw-Datenleitungen beispielsweise im
Zusammenhang mit Technologien für autonomes Fahren entsprechen. Aufgrund des deutlich
niedrigeren Kupferpreises reduzierte sich der Umsatz der Business Group dennoch um
knapp 10 Prozent, während er in den Industriebereichen trotz dieses Effekts insgesamt
um rund 1 Prozent stieg. Bei der Business Group Industry & Healthcare zeigte sich
die Nachfrage sowohl in der Medizintechnik- als auch in der Fiber Optics-Sparte positiv.
Lediglich im Bereich Maschinen- und Anlagenbau nahm das Volumen parallel zur Marktentwicklung
ab. In der Business Group Communication & Infrastructure konnten wir mit Kabeln und
Systemen für die Öl- und Gasindustrie gegen den Trend leicht wachsen, und auch unsere
Produkte für die Bahn- und die Solarindustrie waren stärker gefragt. Dagegen verlief
das Geschäft mit Datenkabeln erneut schwach. Die Business Groups Electrical Appliance
Assemblies und Conductors & Copper Solutions verzeichneten beide einen Umsatzrückgang,
letztere vor allem kupferpreisbedingt.
Dank der soliden operativen Geschäftsentwicklung verbesserte sich die Ertragslage
im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions spürbar. Das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern stieg im ersten Quartal 2016 auf 19,3 Mio. € (Vorjahr: 17,0 Mio. €), obwohl
darin ebenfalls ein negativer Metallpreiseffekt von 3,3 Mio. € enthalten war. Darüber
hinaus haben wir Restrukturierungsrückstellungen von 0,7 Mio. € für das Petrochemiegeschäft
gebildet, dessen Strukturen wir an die aufgrund des Ölpreisverfalls veränderte Marktsituation
anpassen.
In den ersten drei Monaten 2016 erhielt der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions
neue Bestellungen in Höhe von 450,2 Mio. €. Damit lag der Auftragseingang erneut über
dem Umsatz der Berichtsperiode. Der Rückgang gegenüber dem Ordereingang des Vorjahresquartals
von 473,8 Mio. € ist ausschließlich auf den niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen.
Bereinigt um diesen Effekt hätte sich ebenfalls eine Steigerung ergeben. Der Großteil
der Neuaufträge ging in der Business Group Automotive Cables ein. Mehrere Kunden bestellten
Standard- und Spezialkabel, die in verschiedenen Werken in Osteuropa und Amerika gefertigt
werden. Darüber hinaus übernehmen wir die Lieferung von Ladekabeln für Elektrofahrzeuge
eines deutschen Premiumhersteller. Die Business Group Industry & Healthcare gewann
im Bereich Fiber Optics einen Folgeauftrag für eine Laserlichtapplikation im Automobilbereich.
Bei der Business Group Electrical Appliance Assemblies bestellten mehrere international
tätige Hersteller Verkabelungssysteme und Netzanschlussleitungen für Weiße Ware und
andere Elektro-Hausgeräte.
Im Februar 2016 gelang es einem internationalen Forscherteam, das Verschmelzen von
zwei schwarzen Löchern anhand ihrer Gravitationswelle aufzuzeichnen und damit erstmals
messtechnisch nachzuweisen. LEONI unterstützte die Entwicklung von Lasersystemen für
die Gravitationswellendetektoren in Kooperation mit dem Laser Zentrum Hannover mit
optischen Spezialkabeln. Der im Messaufbau verwendete Laserkopf ist mit konfektionierten
Spezialkabeln unserer Business Unit Fiber Optics ausgestattet.
Der Konzernumsatz der LEONI AG belief sich von Januar bis März 2016 auf 1.089,3 Mio.
€ gegenüber 1.108,8 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dabei konnten wir
das Geschäftsvolumen aus eigener Kraft leicht steigern, obwohl der Umsatz des seit
Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen Joint Ventures
in Langfang in der Berichtsperiode im Gegensatz zum 2015er Zeitraum nicht mehr enthalten
war. Die positive Entwicklung wurde aber von einem deutlich negativen Effekt aus dem
gegenüber Vorjahr stark gesunkenen Kupferpreis überkompensiert. Zusätzlich hatten
Wechselkursveränderungen einen kleineren umsatzschmälernden Einfluss.
| in Mio. € | in % | |
| Umsatz 1. Quartal 2015 | 1.108,8 | |
| Organisches Wachstum | + 4,8 | + 0,4 |
| Währungsumrechnungseffekt | - 3,2 | - 0,3 |
| Kupferpreiseffekt | - 21,1 | - 1,9 |
| Umsatz 1. Quartal 2016 | 1.089,3 | -1,8 |
Regional ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild: In der Region EMEA (Europa,
Naher Osten, Afrika) nahm das Geschäftsvolumen trotz des Kupferpreiseffekts um rund
7 Prozent auf 767,7 Mio. € zu. In Amerika verbuchten wir auch wegen der schwachen
Nutzfahrzeugkonjunktur und des planmäßigen Auslaufens von Bordnetz-Projekten einen
Rückgang von rund 12 Prozent auf 166,2 Mio. €. Die knapp 25-prozentige Umsatzreduzierung
in Asien auf 155,4 Mio. € ist zusätzlich zum niedrigeren Kupferpreis auf den Wegfall
des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Tochtergesellschaft in Langfang, die schwächere
Konjunktur in China und planmäßige Modellwechsel zurückzuführen.



In den ersten drei Monaten 2016 verringerten sich die Umsatzkosten des LEONI-Konzerns
gegenüber dem entsprechenden 2015er Zeitraum um 1 Prozent auf 917,5 Mio. €. Der etwas
unterproportionale Rückgang im Vergleich zur Entwicklung des Geschäftsvolumens resultierte
aus zusätzlichen Kosten in der Produktion für die kritischen Projekte im Unternehmensbereich
Wiring Systems. Die Bruttomarge belief sich auf 15,8 Prozent (Vorjahr: 16,4 Prozent).
Die erwähnten problematischen Projekte führten auch zu hohen Sonderfrachten, was wesentlich
zum Anstieg der Vertriebskosten um rund 6 Prozent auf 60,4 Mio. € beitrug. Hinzu kamen
externe Beratungsaufwendungen zur Unterstützung der betroffenen Standorte und Organisationseinheiten,
die unter anderem für die Zunahme der allgemeinen Verwaltungskosten um knapp 1 Prozent
auf 59,8 Mio. € verantwortlich waren. Der Aufwand für Forschung & Entwicklung erhöhte
sich um rund 4 Prozent auf 32,6 Mio. € und stand hauptsächlich im Zusammenhang mit
den Vorarbeiten für neue Kundenprojekte.
Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verbesserte sich
von 0,5 Mio. € auf 3,7 Mio. €. Dabei machten sich unter anderem Erlöse aus Konzern-Dienstleistungen
für das Joint Venture in Langfang bemerkbar. Letzteres leistete außerdem den Hauptteil
der Erträge aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von
1,7 Mio. €, die im Vorjahr vernachlässigbar waren.
Insgesamt lag das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern im ersten Quartal 2016 bei
24,4 Mio. € (Vorjahr: 35,2 Mio. €). Bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen,
Restrukturierungen und Desinvestments belief sich das EBIT auf 28,7 Mio. € (Vorjahr:
37,9 Mio. €). Das Finanzergebnis inklusive des sonstigen Beteiligungsergebnisses verbesserte
sich von - 7,4 Mio. € auf - 5,5 Mio. €, im Wesentlichen wegen geringerer Finanzaufwendungen
durch die im Vorjahr zu günstigen Konditionen erfolgte Refinanzierung, die sich erst
ab dem zweiten Quartal 2015 in vollem Umfang positiv auswirkte.

Das Ergebnis vor Steuern für den Zeitraum von Januar bis März 2016 verringerte sich
auf 18,9 Mio. € (Vorjahr: 27,8 Mio. €). Nach Steuern wurde ein Konzernüberschuss von
11,6 Mio. € ausgewiesen gegenüber 16,8 Mio. € im Vergleichszeitraum 2015.
Im ersten Quartal 2016 lag der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des LEONI-Konzerns
mit - 32,0 Mio. € etwa auf Höhe des Vorjahreswerts von - 31,8 Mio. €. Dabei konnten
wir das niedrigere Ergebnis durch eine geringere zusätzliche Mittelbindung im Working
Capital kompensieren.
Für Investitionstätigkeit flossen in der Berichtsperiode 52,7 Mio. € ab nach 54,1
Mio. € im Vergleichszeitraum. Damit verbesserte sich der Free Cashflow im Vergleich
per Ende März von - 86,0 Mio. € leicht auf - 84,7 Mio. €.
Die Aufnahme und Tilgung von Krediten im Rahmen der üblichen Finanzierungstätigkeit
führte zu einem Mittelabfluss von 3,5 Mio. €. Der hohe Zufluss von 100,6 Mio. € im
Vorjahr stand im Zusammenhang mit der umfassenden Refinanzierung zur Nutzung der günstigen
Kapitalmarktkonditionen.
Zusammengenommen sowie inklusive wechselkursbedingter Veränderungen führten die beschriebenen
Zu- und Abflüsse per Ende März 2016 zu einer Verringerung des Finanzmittelbestandes
auf 189,5 Mio. € (Vorjahr: Anstieg auf 259,9 Mio. €).
| 1.Quartal | ||
| Mio. € | 2016 | 2015 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -32,0 | - 31,8 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -52,7 | - 54,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 3,5 | 100,6 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | - 88,2 | 14,6 |
| Finanzmittelbestand zum Periodenende | 189,5 | 259,9 |
| 1. Quartal | ||
| Mio. € | 2016 | 2015 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -32,0 | - 31,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -52,7 | - 54,1 |
| Free Cashflow | - 84,7 | - 86,0 |

Im ersten Quartal 2016 investierte der LEONI-Konzern insgesamt 38,8 Mio. € (Vorjahr
38,1 Mio. €) nahezu ausschließlich in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Im Unternehmensbereich Wiring Systems wurden die Investitionen in den ersten drei
Monaten von 22,0 Mio. € auf 25,3 Mio. € leicht ausgeweitet. Die Schwerpunkte lagen
auf notwendigen Kapazitätserweiterungsmaßnahmen für neue Kundenprojekte in Osteuropa
sowie den bereits begonnenen Aus- und Umbaumaßnahmen der Divisionszentrale in Kitzingen.
Weitere dort geplante Modernisierungsschritte haben wir zurückgestellt.
Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions investierte von Januar bis März 2016
mit 11,2 Mio. € spürbar weniger als im Vergleichszeitraum (Vorjahr: 14,3 Mio. €).
Neben den üblichen Ersatzmaßnahmen wurde insbesondere die Kunststoffproduktion für
die Automobilkabelfertigung in China erweitert.
Die Investitionen der LEONI AG von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €) betrafen vorwiegend
strategische IT-Projekte.



*
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Die LEONI-Konzernbilanz verlängerte sich per 31. März 2016 im Vergleich zum Jahresende
2015 gedämpft durch Wechselkurseffekte nur geringfügig um 0,5 Prozent auf 2.851,0
Mio. €.
Bei den Aktiva wuchsen die kurzfristigen Vermögenswerte um knapp 2 Prozent auf 1.572,2
Mio. €. Ursächlich dafür war vor allem der saisonal bedingte, jeweils rund 9-prozentige
Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 613,1 Mio. € und der Vorräte
auf 596,3 Mio. €. Aufgrund von vermehrten Umsatzsteuerforderungen erhöhten sich außerdem
die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von 93,6 Mio. € auf 122,3 Mio. €. Dagegen
reduzierten sich die Zahlungsmittel und -äquivalente um rund 32 Prozent auf 189,5
Mio. €.
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich in Summe um rund 1 Prozent auf
1.278,6 Mio. €. Sowohl das Sachanlagevermögen - mit 896,1 Mio. € die größte Einzelposition
(Vorjahr: 902,3 Mio. €) - als auch die übrigen Posten bewegten sich am Stichtag etwa
auf dem Niveau per Ende 2015.
Auf der Passivseite gab es ebenfalls kaum Veränderungen: Die kurzfristigen Verbindlichkeiten
lagen per 31. März 2016 mit 1.113,9 Mio. € fast exakt auf dem Niveau zum Jahreswechsel.
Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen saisonbedingt
um 3 Prozent auf 757,9 Mio. €. Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten vergrößerten
sich wegen gestiegener Urlaubsrückstellungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten um
rund 13 Prozent auf 168,9 Mio. €. Dem stand im Wesentlichen ein Rückgang der kurzfristigen
Finanzschulden von 102,4 Mio. € auf 69,5 Mio. € gegenüber, der maßgeblich aus der
Verlängerung von zwei Fremdwährungsdarlehen und der entsprechend veränderten Einstufung
von kurz- in langfristige Kredite resultierte.
Im Gegenzug erhöhten sich unter den langfristigen Verbindlichkeiten, die insgesamt
um 5 Prozent auf 763,6 Mio. € anwuchsen, die Finanzschulden von 498,8 Mio. € auf 527,8
Mio. €. Außerdem nahmen die Pensionsrückstellungen um circa 8 Prozent auf 162,6 Mio.
€ zu, da ihre Bewertung infolge des in der Berichtsperiode wieder rückläufigen Marktzinsniveaus
angepasst werden musste.
Die entsprechenden versicherungsmathematischen Verluste sowie Verluste aus der Umrechnung
von Fremdwährungen in Euro führten zu einer Reduzierung des kumulierten sonstigen
Ergebnisses von + 13,9 Mio. € auf - 20,6 Mio. €. Deshalb verringerte sich das Eigenkapital
insgesamt um rund 2 Prozent auf 973,5 Mio. €, obwohl die Gewinnrücklagen um circa
2 Prozent auf 668,7 Mio. € zunahmen. Damit belief sich die Eigenkapitalquote auf 34,1
Prozent (31. Dezember 2015: 35,1 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich
zum Quartalsende auf 407,8 Mio. € im Vergleich zu 321,6 Mio. € per Ende Dezember 2015.
| Mio. € | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.572,2 | 1.546,3 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.278,6 | 1.291,2 |
| Summe Aktiva | 2.851,0 | 2.837,5 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.113,9 | 1.113,9 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 763,6 | 727,2 |
| Eigenkapital | 973,5 | 996,3 |
| Summe Passiva | 2.851,0 | 2.837,5 |
| Mio. € | 31.03.2016 | 31.12.2015 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 189,5 | 279,7 |
| Kurzfristige Finanzschulden | - 69,5 | - 102,4 |
| Langfristige Finanzschulden | - 527,8 | - 498,8 |
| Nettofinanzschulden | - 407,8 | - 321,6 |
Von Januar bis März 2016 nahmen die Aufwendungen des LEONI-Konzerns für Forschung
& Entwicklung um rund 4 Prozent auf 32,6 Mio. € zu (Vorjahr: 31,3 Mio. €). Im Rahmen
von kundenspezifischen Projekten für die Automobilindustrie beschäftigten wir uns
weiterhin vor allem mit der Optimierung von Gewicht und Bauraum unserer Kabel und
Bordnetz-Systeme. Ausführliche Informationen über unsere F & E-Aktivitäten enthält
der aktuelle Geschäftsbericht.

Zum Stichtag 31. März 2016 waren im LEONI-Konzern 75.178 Mitarbeiter tätig, 1.160
Personen mehr als zum Jahreswechsel. Die Belegschaft wuchs in Deutschland um 15 auf
4.374 und im Ausland um 1.145 auf 70.804 Beschäftigte. Damit lag der Auslandsanteil
weiterhin bei rund 94 Prozent. Die Zahl der überwiegend in China für LEONI aktiven
Zeitarbeitskräfte stieg um 60 auf 4.426 Personen.
Die Mitarbeiterzahl des Unternehmensbereichs Wiring Systems vergrößerte sich im ersten
Quartal 2016 um 1.080 auf 65.825 Arbeitnehmer. Vor allem an Standorten in Asien, Osteuropa
und Amerika wurde im Zusammenhang mit neuen Kundenprojekten Personal aufgebaut.
Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions waren Ende März 9.078 Mitarbeiter tätig,
71 Personen mehr als zum Jahresende 2015. Neueinstellungen gab es hauptsächlich in
der Region EMEA für die Business Groups Automotive Cables, Industry & Healthcare sowie
Electrical Appliance Assemblies.
In der Holdinggesellschaft LEONI AG erhöhte sich die Arbeitnehmerzahl um 9 auf 275
Personen.



Nach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten.
LEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung, die den Bedürfnissen
aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht werden soll. Aufgrund
der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit (Sustainability) für die Entwicklung von
LEONI wurde dafür im Berichtszeitraum - ergänzend zu den Organisationseinheiten in
beiden Unternehmensbereichen - auf Konzernebene ein Corporate Sustainability Management
geschaffen. Ausführliche Informationen über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten finden
Sie im aktuellen Geschäftsbericht und dem im August 2015 veröffentlichten dritten
Global Compact-Fortschrittsbericht, der auf unserer Website abrufbar ist.
Die Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern hat sich seit dem Jahresende
2015 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2015 umfassend dargestellt.
Die Aussichten für die globale Konjunktur haben sich zu Jahresbeginn 2016 nochmals
etwas eingetrübt. Die immer stärker hervortretenden, vielfältigen konjunkturellen
Risiken veranlassten den Internationalen Währungsfonds im April, seine Prognose für
das weltweite Wirtschaftswachstum leicht nach unten zu korrigieren, nachdem sie bereits
im Januar herabgesetzt worden war. Der IWF rechnet nun für 2016 mit einem globalen
BIP-Plus von 3,2 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als noch zu Jahresbeginn. Die
Erwartungen für 2017 wurden ebenfalls etwas heruntergeschraubt. Neben den anhaltenden
ökonomischen Risiken wie dem Abschwung in den Schwellenländern und der Schwäche der
Banken wirken sich die zahlreichen politischen Krisen zunehmend negativ aus. Dazu
zählt der IWF auch die Flüchtlingskrise sowie nationalistische und populistische Tendenzen
in einigen Industriestaaten, die eine konstruktive, international abgestimmte Wirtschaftspolitik
erschweren. In den Entwicklungs- und Schwellenländern geht der IWF für 2016 jetzt
von einem Zuwachs um 4,1 Prozent und in den Industrienationen von 1,9 Prozent aus.
Für die Eurozone und Deutschland wurde die Wachstumsprognose jeweils von 1,7 Prozent
auf 1,5 Prozent herabgesetzt.

Quelle: IWF

Quelle: IWF
Die meisten für LEONI wichtigen Branchen rechnen 2016 mit einem leicht positiven Verlauf.
In der Automobilindustrie ist laut den jüngsten Prognosen von IHS Automotive im laufenden
Jahr weltweit von einem Produktionsanstieg um gut 3 Prozent auf mehr als 91 Millionen
Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auszugehen. Der Zuwachs resultiert überwiegend aus dem
Bereich Light Trucks, deren Fertigung abgesehen von Südamerika in allen wichtigen
Regionen ausgeweitet werden dürfte. Der Pkw-Output stagniert dagegen etwa auf dem
Vorjahresniveau.
Auch die Herstellung von schweren Nutzfahrzeugen wird im laufenden Jahr nach Angaben
von IHS Automotive global um rund 3 Prozent vergrößert. Dabei soll die Fertigung in
allen Regionen mit Ausnahme von Nordamerika zulegen.

Quelle: IHS Automotive

Quelle: IHS Automotive
Der Welt-Elektromarkt wird aus Sicht des ZVEI 2016 erneut um 5 Prozent wachsen. Impulse
kommen vor allem aus Asien, aber auch für Amerika und Europa wird ein höheres Volumen
vorhergesagt. Die für LEONI wichtigen Marktsegmente Automation, Energietechnik, Elektromedizin
und Elektrohausgeräte dürften global jeweils um 5 bis 6 Prozent zunehmen.
Im Maschinen- und Anlagenbau ist im laufenden Jahr dem VDMA zufolge weltweit mit einer
Stagnation zu rechnen, da die internationale Nachfrage nach Maschinen weiter schwach
bleiben dürfte. Belastend wirken insbesondere die starken Investitionskürzungen im
Rohstoffsektor, sodass die Prognose aus heutiger Sicht eher unter Abwärtsdruck ist,
als dass sie Chancen auf eine Korrektur nach oben hätte. Die deutschen Hersteller
hoffen, ihr Produktionsniveau des Jahres 2015 trotz ungünstiger Rahmenbedingungen
ebenfalls halten zu können.
Die inländischen Unternehmen der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik
(ITK) werden ihren Umsatz 2016 nach Einschätzung des Branchenverbands BITKOM um 1,7
Prozent ausbauen. Treiber ist das Softwaregeschäft und damit die Informationstechnologie,
die insgesamt um 3 Prozent wachsen soll. Für die Telekommunikation und die Unterhaltungselektronik
werden leichte Steigerungsraten von jeweils 0,2 Prozent erwartet.
Nach der erwartungsgemäßen Entwicklung im ersten Quartal bekräftigt der Vorstand der
LEONI AG seine Prognose für das Geschäftsjahr 2016: Der Konzernumsatz soll sich auf
rund 4,4 Mrd. € belaufen, wobei der leichte Rückgang um circa 2 Prozent gegenüber
dem Vorjahr vor allem auf den niedrigeren Kupferpreis, den Wegfall des Geschäftsvolumens
unserer chinesischen Gesellschaft in Langfang aufgrund der Einbringung in ein Joint
Venture sowie die schwächere Konjunktur in China und anderen wichtigen Märkten zurückzuführen
ist.
Das Konzern-EBIT wird 2016 voraussichtlich auf rund 105 Mio. € abnehmen. Neben fehlenden
Deckungsbeiträgen wegen des niedrigeren Geschäftsvolumens werden die Ergebnisbeiträge
der kritischen Projekte im Bordnetz-Bereich aus heutiger Sicht deutlich geringer ausfallen
als ursprünglich geplant. Hinzu kommen Restrukturierungs- und Sonderaufwendungen von
circa 30 Mio. €, die überwiegend die Wiring Systems Division betreffen. 2015 hatte
das EBIT inklusive eines positiven Sondereffekts von 19,6 Mio. € aus dem Verkauf der
Anteile der Gesellschaft in Langfang 151,3 Mio. € betragen. Bereinigt um die Restrukturierungs-
und Sondereffekte würde sich das EBIT 2016 leicht verbessern.
Im Unternehmensbereich Wiring Systems gehen wir im laufenden Jahr von einem Außenumsatz
von rund 2,6 Mrd. € (Vorjahr: 2,67 Mrd. €) und einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern
von etwa 30 Mio. € (Vorjahr: 87,4 Mio. €) aus. Darin wurden Restrukturierungs- und
Sonderaufwendungen in Höhe von circa 25 Mio. € berücksichtigt, während das Vorjahres-EBIT
den positiven Sondereffekt aus dem abgeschlossenen Joint Venture in China von 19,6
Mio. € enthalten hatte. Im Mittelpunkt der WSD-Aktivitäten steht 2016 die Umsetzung
des Transformationsprogramms zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität, das sich
im Jahresverlauf zunehmend positiv auf das Ergebnis auswirken wird.
Für den Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions rechnen wir 2016 mit einem Umsatz
von rund 1,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,83 Mrd. €), wobei der leichte Rückgang ausschließlich
auf den niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen ist. Das Segment-EBIT soll sich auf
rund 75 Mio. € verbessern (Vorjahr: 63,9 Mio. €). Hierin sind Restrukturierungsaufwendungen
von etwa 5 Mio. € für die geplante Bereinigung des Portfolios und Kapazitätsanpassungen
enthalten. Auch im Unternehmensbereich WCS steht die weitere Steigerung von Effizienz
und Rentabilität auf der Agenda. Im Rahmen einer neuen strategischen Ausrichtung werden
wir uns stärker als Lösungsanbieter positionieren und das Geschäftsportfolio auf Konsolidierungsmöglichkeiten
überprüfen. Zugleich sollen bestimmte Bereiche unseres Industriegeschäfts, in denen
wir heute zum Teil schon eine marktführende Position innehaben, ausgebaut werden.
LEONI ist ein stabil aufgestelltes und finanziertes Unternehmen, das nach wie vor über gute Perspektiven verfügt. Die Basis für unsere langfristig positive Entwicklung bildet der gute Auftragsbestand in beiden Unternehmensbereichen. Darüber hinaus ist LEONI mit innovativen Produkten und Systemen wettbewerbsfähig positioniert und wird von den maßgeblichen Trends in wichtigen Abnehmerbranchen überdurchschnittlich profitieren. Für unser Automotive-Geschäft bieten sich beispielsweise Chancen durch den zunehmenden Bedarf an Kabeln und Systemen für Lösungen in den Bereichen autonomes Fahren und Elektromobilität oder an Gewichtsoptimierung und damit CO2 -Einsparung durch Miniaturisierung und Leichtbau. Unsere Industriebereiche erhalten positive Impulse unter anderem von den Trends zu Digitalisierung in allen Lebensbereichen, Industrie 4.0 und Ressourcenschonung durch alternative Energietechnik.
Die ausführliche, unverändert gültige Prognose ist im Geschäftsbericht 2015 abgedruckt.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu unserer an den globalen Trends ausgerichteten
Strategie.
| Ist 2015 | Prognose 2016 | ||
| Konzernumsatz | Mrd. € | 4,5 | 4,4 |
| EBIT | Mio. € | 151,3 | 105 |
| Investitionsvolumen | Mio. € | 247,6 | 230 |
| Free Cashflow | Mio. € | - 5,2 | - 30 |
| Nettofinanzschulden | Mio. € | 321,6 | 390 |
| Eigenkapitalquote | % | 35,1 | 35 |
| Return on Capital Employed | % | 10,0 | 6 |
| 1. Quartal | |||
| T€ (ausgenommen Angaben zu Aktien) | 2016 | 2015 | Veränderung |
| Umsatzerlöse | 1.089.293 | 1.108.809 | - 1,8 % |
| Umsatzkosten | - 917.539 | - 926.737 | - 1,0 % |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 171.754 | 182.072 | - 5,7 % |
| Vertriebskosten | - 60.440 | - 56.794 | 6,4 % |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 59.805 | - 59.311 | 0,8 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 32.582 | - 31.257 | 4,2 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.835 | 3.902 | 49,5 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2.135 | - 3.449 | - 38,1 % |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 1.725 | 12 | > 100,0 % |
| EBIT | 24.352 | 35.175 | - 30,8 % |
| Finanzerträge | 387 | 517 | - 25,2 % |
| Finanzaufwendungen | - 6.001 | - 7.980 | - 24,8 % |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 114 | 100 | 14,0 % |
| Ergebnis vor Steuern | 18.852 | 27.812 | - 32,2 % |
| Ertragsteuern | - 7.267 | - 11.020 | - 34,1 % |
| Konzernüberschuss | 11.585 | 16.792 | - 31,0 % |
| davon: Anteilseigner des Mutterunternehmens | 11.512 | 16.688 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 73 | 104 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | 0,35 | 0,51 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert und verwässert) | 32.669.000 | 32.669.000 | |
| 1. Quartal | |||||
| T€ | 2016 | 2015 | |||
| Konzernüberschuss | 11.585 | 16.792 | |||
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | |||||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
- 15.167 | -22.143 | |||
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die nicht umgegliedert werden |
3.596 | 5.279 | |||
| Anteil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt |
- 15 | 0 | |||
| In die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbare Posten: | |||||
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | |||||
| In der laufenden Periode entstandene Verluste und Gewinne |
- 22.994 | 72.963 | |||
| Summe Differenzen aus der Währungsumrechnung | - 22.994 | 72.963 | |||
| Cashflow Hedges | |||||
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste | 57 | - 1.682 | |||
| Abzüglich Umbuchungen in die Gewinn- und Verlustrechnung | 2.547 | 2.088 | |||
| Summe Cashflow Hedges | 2.604 | 406 | |||
| Anteil der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliedbaren Posten, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt |
- 547 | 0 | |||
| Ertragsteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen, die umgegliedert werden |
- 1.911 | 1.479 | |||
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - 34.434 | 57.984 | |||
| Gesamtergebnis | - 22.849 | 74.776 | |||
| davon: Anteilseigner des Mutterunternehmens | - 22.922 | 74.629 | |||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 73 | 147 | |||
| 1. Quartal | ||||
| T€ | 2016 | 2015 | ||
| Konzernüberschuss | 11.585 | 16.792 | ||
| Überleitung zum Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit: | ||||
| Ertragsteuern | 7.267 | 11.020 | ||
| Zinsergebnis | 5.374 | 7.730 | ||
| Dividendenerträge | - 114 | - 100 | ||
| Abschreibungen | 36.976 | 33.564 | ||
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | - 1.725 | - 12 | ||
| Ergebnis aus Anlagenabgängen | - 389 | - 12 | ||
| Veränderung der betrieblichen Vermögenswerte und Schulden | ||||
| Veränderung der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte | - 49.233 | - 79.511 | ||
| Veränderung der Vorräte | - 56.766 | - 35.688 | ||
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte | - 28.196 | - 24.682 | ||
| Veränderung der Rückstellungen | - 7.573 | 3.345 | ||
| Veränderung der Verbindlichkeiten | 60.284 | 48.759 | ||
| Gezahlte Ertragsteuern | - 6.698 | - 8.136 | ||
| Gezahlte Zinsen | - 3.201 | - 5.209 | ||
| Erhaltene Zinsen | 300 | 206 | ||
| Erhaltene Dividendenzahlungen | 114 | 100 | ||
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 31.995 | - 31.834 | ||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen | - 53.226 | - 54.819 | ||
| Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte | - 98 | - 4 | ||
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 670 | 690 | ||
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 52.654 | - 54.133 | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden | 23.815 | 235.764 | ||
| Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden | - 27.345 | - 135.166 | ||
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | - 3.530 | 100.598 | ||
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | - 88.179 | 14.631 | ||
| Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | - 1.961 | 13.270 | ||
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 279.680 | 231.978 | ||
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 189.540 | 259.879 | ||
| T€ | 31.03.2016 | 31.12.2015 | 31.03.2015 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 189.540 | 279.680 | 259.879 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 613.133 | 562.200 | 647.177 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 27.926 | 41.027 | 38.973 |
| Sonstige Vermögenswerte | 122.299 | 93.583 | 115.296 |
| Ertragsteuerforderungen | 16.211 | 14.881 | 11.282 |
| Vorräte | 596.269 | 547.918 | 634.492 |
| Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte | 6.965 | 6.965 | 9.689 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 1.572.343 | 1.546.254 | 1.716.788 |
| Sachanlagevermögen | 896.057 | 902.307 | 858.573 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 77.245 | 79.324 | 84.709 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 149.602 | 149.915 | 151.772 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 13.687 | 13.040 | 671 |
| Forderungen aus langfristigen Entwicklungsaufträgen | 51.597 | 54.246 | 54.072 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 8.406 | 8.339 | 10.281 |
| Latente Steuern | 57.139 | 58.596 | 78.376 |
| Sonstige Vermögenswerte | 24.910 | 25.430 | 21.787 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 1.278.643 | 1.291.197 | 1.260.241 |
| Summe Aktiva | 2.850.986 | 2.837.451 | 2.977.029 |
| T€ | 31.03.2016 | 31.12.2015 | 31.03.2015 |
| Kurzfristige Finanzschulden und kurzfristiger Anteil an langfristigen Krediten | 69.546 | 102.409 | 118.160 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 757.856 | 735.717 | 777.111 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 56.975 | 61.840 | 45.173 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 31.245 | 32.143 | 38.838 |
| Kurzfristige andere Verbindlichkeiten | 168.940 | 149.132 | 170.276 |
| Rückstellungen | 29.352 | 32.660 | 27.869 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.113.914 | 1.113.901 | 1.177.427 |
| Langfristige Finanzschulden | 527.831 | 498.836 | 538.713 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.870 | 3.093 | 12.953 |
| Langfristige andere Verbindlichkeiten | 9.706 | 9.898 | 9.233 |
| Pensionsrückstellungen | 162.615 | 150.735 | 183.743 |
| Sonstige Rückstellungen | 26.745 | 26.735 | 24.369 |
| Latente Steuern | 34.826 | 37.925 | 38.060 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 763.593 | 727.222 | 807.071 |
| Gezeichnetes Kapital | 32.669 | 32.669 | 32.669 |
| Kapitalrücklage | 290.887 | 290.887 | 290.887 |
| Gewinnrücklagen | 668.719 | 657.207 | 635.940 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | - 20.584 | 13.850 | 31.310 |
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | 971.691 | 994.613 | 990.806 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 1.788 | 1.715 | 1.725 |
| Summe Eigenkapital | 973.479 | 996.328 | 992.531 |
| Summe Passiva | 2.850.986 | 2.837.451 | 2.977.029 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | ||||||
| T€ | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Differenz aus der Währungs- umrechnung |
Cashflow Hedges |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste |
| 1. Januar 2015 | 32.669 | 290.887 | 619.252 | 68.599 | - 4.469 | - 90.761 |
| Konzernüberschuss | 16.688 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 72.920 | 1.885 | - 16.864 | |||
| Gesamtergebnis | ||||||
| 31. März 2015 | 32.669 | 290.887 | 635.940 | 141.519 | - 2.584 | - 107.625 |
| 1. Januar 2016 | 32.669 | 290.887 | 657.207 | 102.776 | - 6.742 | - 82.184 |
| Konzernüberschuss | 11.512 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | - 23.550 | 702 | - 11.586 | |||
| Gesamtergebnis | ||||||
| 31. März 2016 | 32.669 | 290.887 | 668.719 | 79.226 | - 6.040 | - 93.770 |
| Kumuliertes sonstiges Ergebnis | |||
| T€ | Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital | Anteile ohne beherrschenden Einfluss | Summe |
| 1. Januar 2015 | 916.177 | 1.578 | 917.755 |
| Konzernüberschuss | 16.688 | 104 | 16.792 |
| Sonstiges Ergebnis | 57.941 | 43 | 57.984 |
| Gesamtergebnis | 74.629 | 147 | 74.776 |
| 31. März 2015 | 990.806 | 1.725 | 992.531 |
| 1. Januar 2016 | 994.613 | 1.715 | 996.328 |
| Konzernüberschuss | 11.512 | 73 | 11.585 |
| Sonstiges Ergebnis | - 34.434 | 0 | - 34.434 |
| Gesamtergebnis | - 22.922 | 73 | - 22.849 |
| 31. März 2016 | 971.691 | 1.788 | 973.479 |
Dieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden
ist, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält
nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen
und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015. LEONI
erstellt und veröffentlicht den Zwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende Konzernzwischenabschluss
und der Konzernzwischenlagebericht zum 31. März 2016 wurden weder einer prüferischen
Durchsicht noch einer Prüfung gemäß § 317 HGB durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen.
Der Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand am 2. Mai 2016 zur Veröffentlichung
freigegeben.
Die angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen
denen des Konzernjahresabschlusses 2015 und wurden dort im Konzernanhang beschrieben.
Die für das Geschäftsjahr 2016 erstmals anzuwendenden neuen Rechnungslegungsstandards
wirken sich nicht wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem
Grund nicht näher erläutert.
Neben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7 hat und beim Amtsgericht
Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den Konzernzwischenabschluss
alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht werden.
Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen des Konsolidierungskreises.
Der Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente:
Das Segment Wire & Cable Solutions entwickelt, produziert und konfektioniert Drähte
und Litzen, optische Fasern, Standard- und Spezialkabel, Hybrid- und optische Kabel
sowie komplette Kabelsysteme für unterschiedlichste industrielle Anwendungen.
Die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Kabelsätzen, kompletten Bordnetz-Systemen
sowie dazugehörigen Komponenten und Steckverbindungen für die internationale Automobil-
und Zulieferindustrie bildet das Hauptgeschäft des Unternehmensbereichs Wiring Systems.
Die Segmentinformationen stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar:
| 1. Quartal | |||
| T€ (außer Mitarbeiter) | 2016 | 2015 | Veränderung |
| Wiring Systems | |||
| Umsatzerlöse, brutto | 651.312 | 654.004 | - 0,4 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 156 | 87 | 79,3 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 651.156 | 653.917 | - 0,4 % |
| EBIT | 5.045 | 17.890 | - 71,8 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 0,8 % | 2,7 % | - |
| Mitarbeiter 31. 03. (Anzahl) | 65.825 | 61.071 | 7,8 % |
| Wire & Cable Solutions | |||
| Umsatzerlöse, brutto | 485.616 | 498.006 | - 2,5 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 47.479 | 43.114 | 10,1 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 438.137 | 454.892 | - 3,7 % |
| EBIT | 19.292 | 16.957 | 13,8 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 4,4 % | 3,7 % | - |
| Mitarbeiter 31. 03. (Anzahl) | 9.078 | 8.739 | 3,9 % |
| Konsolidierung / LEONI AG | |||
| Umsatzerlöse, brutto | - 47.635 | -43.201 | - 10,3 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 47.635 | 43.201 | 10,3 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | - | - | |
| EBIT | 15 | 328 | |
| Mitarbeiter 31. 03. (Anzahl) | 275 | 255 | 7,8 % |
| Konzern | |||
| Umsatzerlöse, brutto | 1.089.293 | 1.108.809 | - 1,8 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | - | - | |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 1.089.293 | 1.108.809 | - 1,8 % |
| EBIT | 24.352 | 35.175 | - 30,8 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 2,2 % | 3,2 % | - |
| Mitarbeiter 31. 03. (Anzahl) | 75.178 | 70.065 | 7,3 % |
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5.835 T€ (Vorjahr: 3.902 T€) enthielten
835 T€ (Vorjahr: 2.484 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand für die Förderung der
Exportwirtschaft in Ägypten. Des Weiteren sind Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen
für unser Joint Venture in Langfang sowie Kostenerstattungen enthalten. Währungsgewinne
fielen in Höhe von 137 T€ an.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 2.135 T€ (Vorjahr: 3.449 T€) und
enthielten Restrukturierungsaufwendungen des Segments Wire & Cable Solutions in Höhe
von 668 T€ (Vorjahr: 215 T€). Diese fielen für die Schließung der Fertigung für Industrial
Projects in Mexiko an. Im Vorjahr waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
Währungsverluste in Höhe von 2.197 T€ enthalten.
Das Finanzergebnis, das heißt der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen,
betrug - 5.614 T€ (Vorjahr: - 7.463 T€). Hier machten sich die günstigeren Konditionen
aus den Refinanzierungsaktivitäten in 2015 bemerkbar, die zu einer Abnahme der Zinsaufwendungen
führten.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern von 7.267 T€ (Vorjahr: 11.020 T€) enthielten in Höhe
von 8.237 T€ (Vorjahr: 8.530 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 970 T€ latenten
Steuerertrag (Vorjahr: 2.490 T€ latenten Steueraufwand), der auf Bilanzpostenunterschiede
und die Veränderung von Verlustvorträgen zurückzuführen war.
Die Steuerquote betrug 38,6 Prozent (Vorjahr: 39,6 Prozent).
Die folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge
des sonstigen Ergebnisses:
| 1. Quartal | ||||||
| 2016 | 2015 | |||||
| T€ | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | - 15.167 | 3.596 | - 11.571 | - 22.143 | 5.279 | - 16.864 |
| Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung | - 22.994 | - 9 | - 23.003 | 72.963 | 0 | 72.963 |
| Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges | 2.604 | - 1.902 | 702 | 406 | 1.479 | 1.885 |
| Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | - 562 | 0 | - 562 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 36.119 | 1.685 | - 34.434 | 51.226 | 6.758 | 57.984 |
Im Berichtszeitraum schlugen sich im sonstigen Ergebnis Währungsumrechnungsverluste
von 22.994 T€ (Vorjahr: Gewinne 72.963 T€) nieder. Diese waren im Wesentlichen auf
die Translation des chinesischen Renminbi, des britischen Pfund sowie des US-Dollars
in die Berichtswährung Euro zurückzuführen.
Der Rückgang des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen führte in den ersten
drei Monaten zu versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 15.167 T€ (Vorjahr:
22.143 T€).
Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis
von - 34.434 T€ (Vorjahr: 57.984 T€).
Die Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden betrug zum 31. März 2016
insgesamt 597.377 T€ (31.12.2015: 601.245 T€). Durch die Prolongation von Fremdwährungsdarlehen
wurden kurzfristige in langfristige Finanzschulden umgegliedert.
Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,
die zum 31. März 2016 und zum 31. März 2015 im Konzern bestanden:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| T€ Aktiva |
Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.03.2016 |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 189.540 | 189.540 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 613.133 | 613.133 | |||
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | LaR | 51.597 | 51.597 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen | LaR | 26.521 | 26.521 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 4.363 | 4.363 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 4.383 | 2.437 | 1.946 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 757.856 | 757.856 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 200.385 | 200.385 | |||
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 396.967 | 396.967 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 35.849 | 35.849 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 13.699 | 13.699 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 9.322 | 9.322 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Loans and Receivables (LaR) | LaR | 880.791 | 880.791 | |||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | FAHfT | 4.363 | 4.363 | |||
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | FLAC | 1.391.057 | 1.391.057 | |||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | FLHfT | 13.699 | 13.699 | |||
| T€ Aktiva |
Fair Value 31.03.2016 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 189.540 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 613.133 |
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | 51.597 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 26.521 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |
| Available-for-Sale Financial Assets | 1.065 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 4.363 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.383 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 757.856 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 205.691 |
| Schuldscheindarlehen | 413.121 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 35.849 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 13.699 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 9.322 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |
| Loans and Receivables (LaR) | 880.791 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 1.065 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 4.363 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1.412.517 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 13.699 |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| T€ | Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Buchwert 31.03.2015 |
Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 259.879 | 259.879 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 647.177 | 647.177 | |||
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | LaR | 54.072 | 54.072 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen | LaR | 34.803 | 34.803 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 5.459 | 5.459 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 7.927 | 5.845 | 2.082 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 777.111 | 777.111 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 214.378 | 214.378 | |||
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 442.233 | 442.233 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 21.472 | 21.472 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 24.647 | 24.647 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 12.269 | 12.269 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Loans and Receivables (LaR) | LaR | 995.931 | 995.931 | |||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | FAHfT | 5.459 | 5.459 | |||
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | FLAC | 1.455.194 | 1.455.194 | |||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | FLHfT | 24.647 | 24.647 | |||
| T€ | Fair Value 31.03.2015 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 259.879 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 647.177 |
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | 54.072 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 34.803 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |
| Available-for-Sale Financial Assets | 1.065 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 5.459 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 7.927 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 777.111 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 213.306 |
| Schuldscheindarlehen | 453.067 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 21.472 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 24.647 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 12.269 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |
| Loans and Receivables (LaR) | 995.931 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 1.065 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 5.459 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1.464.956 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 24.647 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen
die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten
über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt-
und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise
die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen
Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen
Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe
3 zuzuordnen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen,
am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge
bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko
des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten
Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines
Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente
(Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden
die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden
für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes ("Fair Value") für die betroffenen
Finanzinstrumente:
| 31.03.2016 [ T€ ] | Notierte Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten
basieren (Stufe 2) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren (Stufe 3) |
Summe | |
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | |||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 215 | 4.148 | 0 | 4.363 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 4.383 | 0 | 4.383 | |
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 13.699 | 0 | 13.699 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 9.322 | 0 | 9.322 | |
| 31.03.2015 [ T€ ] | Notierte Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten
basieren (Stufe 2) |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren (Stufe 3) |
Summe | |
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | |||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.184 | 4.275 | 0 | 5.459 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 7.927 | 0 | 7.927 | |
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 24.647 | 0 | 24.647 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 12.269 | 0 | 12.269 | |
Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen
Stufen statt.
LEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich
zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen
mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 3.003 T€ (Vorjahr: 3 T€)
erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 7.933 T€ (Vorjahr: 17 T€).
Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist auf Geschäftsbeziehungen mit unserem chinesischen
Joint Venture in Langfang zurückzuführen.
Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen
wurden im Berichtszeitraum 426 T€ (Vorjahr: 328 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im
Wert von 161 T€ (Vorjahr: 160 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen
wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt.
Zum 1. Januar 2016 wurde Dr. Frank Hiller die Verantwortung für den Unternehmensbereich
Wiring Systems übertragen. Bisher war er für das Segment Wire & Cable Solutions zuständig.
Am 1. Februar 2016 wurde Bruno Fankhauser in den Vorstand der LEONI AG berufen und
verantwortet seitdem die Division Wire & Cable Solutions.
Nürnberg, den 2. Mai 2016
| Dieter Bellé | Bruno Fankhauser | Dr. Frank Hiller |