![]() Leoni AGNürnbergZwischenbericht zum 1. Halbjahr 2016Konzernzahlenscroll
Die LEONI-AktieSchwaches erstes AktienhalbjahrAn den internationalen Börsenplätzen verliefen die ersten sechs Monate 2016 insgesamt
wenig erfolgreich. Nach spürbaren Verlusten zu Jahresbeginn erholten sich die Märkte
im Frühjahr zwar, gerieten aber gegen Ende des zweiten Quartals nach dem Brexit-Votum
erneut unter Druck. Betroffen davon waren hauptsächlich europäische Handelsplätze,
während sich die Kurse in anderen Regionen weitgehend unbeeindruckt zeigten. So konnte
der amerikanische Dow Jones-Index von Januar bis Juni 2016 insgesamt etwas an Boden
gut machen, während der chinesische Hang Seng zur Jahresmitte leicht im Minus lag.
Der Euro Stoxx 50 notierte dagegen rund 10 Prozent niedriger als Ende 2015, wobei
die Anleger nach dem britischen Referendum insbesondere Banken- und Automobiltitel
mieden. Der deutsche Leitindex DAX verlor ebenfalls rund ein Zehntel an Wert, und
der MDAX gab um circa 5 Prozent nach. Die wichtigsten Daten zur LEONI-Aktie im Überblickscroll
LEONI-Aktie mit WertverlustDeutlich schwächer als der Gesamtmarkt entwickelten sich die deutschen Automobil-
und Zuliefertitel: Der DAX-Sektorindex "Automobile" und der Sub-Index der Automobilzulieferer
verringerten sich im ersten Halbjahr 2016 jeweils um rund ein Viertel. Die LEONI-Aktie
gab ausgehend vom bisherigen Jahreshöchstkurs, der Anfang Januar mit 34,93 € notiert
wurde, zunächst bis Ende Februar auf den Tiefstand von 23,76 € nach. Danach erholte
sie sich wieder, verlor aber im Zuge der allgemeinen Verunsicherung nach dem Brexit-Votum
erneut an Wert. Ende Juni 2016 ging unsere Aktie mit 24,61 € aus dem Handel, das entsprach
gegenüber dem Vorjahresultimo einem Minus von 32,5 Prozent. Daher reduzierte sich
die Marktkapitalisierung der rund 32,7 Millionen LEONI-Aktien im Stichtagsvergleich
von circa 1.191 Mio. € auf rund 804 Mio. €. Im Juli bewegte sich der Kurs wieder deutlich
aufwärts. Kennzahlen zur LEONI-Aktiescroll
Börsenumsätze gestiegenIn den ersten sechs Monaten 2016 wechselten börsentäglich 303.658 LEONI-Aktien den
Besitzer (Vorjahr: 224.879). Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 38,3 Millionen Aktien
gehandelt, das waren erheblich mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (Vorjahr:
27,9 Millionen Stück). Analysten empfehlen mehrheitlich, LEONI zu haltenLEONI wird aktuell von 22 Finanzanalysten beobachtet (Stand 30. Juni 2016). Damit
hat sich die Aufmerksamkeit für unsere Aktie gegenüber dem Ende des ersten Quartals
mit 21 Investmentprofis etwas erhöht. Die Mehrheit - zwölf Kapitalmarktspezialisten
- plädierten zur Jahresmitte dafür, unsere Aktie zu halten. Jeweils fünf Institute
rieten zum Kauf beziehungsweise zum Verkauf. Stimmrechtsmitteilungen im zweiten QuartalDie 32.669.000 LEONI-Aktien befinden sich komplett im Streubesitz. Dabei halten institutionelle
Investoren nach wie vor rund zwei Drittel unserer Aktien, das übrige Drittel besitzen
Privataktionäre. Circa 60 Prozent der LEONI-Aktien liegen in Deutschland. Der Rest
verteilt sich gleichmäßig auf das übrige Europa mit Schwerpunkt Großbritannien und
auf die USA. Im ersten Quartal 2016 erhielt LEONI keine Stimmrechtsmitteilungen. Von April bis
Juni 2016 gingen bei LEONI zwei Stimmrechtsmitteilungen ein: Die State Street Corporation,
USA, reduzierte ihren Anteil auf leicht unter 3 Prozent und die Hans Wilms Beteiligungs
GmbH, Deutschland, stockte auf etwas über 3 Prozent auf. Diese Stimmrechtsmitteilungen
sowie frühere Meldungen sind auf unserer Website abrufbar. Weitere große Einzelaktionäre waren per Ende Juni unverändert das US-amerikanische
Investmenthaus T. Rowe Price mit mehr als 5 Prozent sowie die Schroders PLC, Großbritannien,
die Classic Fund Management Aktiengesellschaft, Liechtenstein, und die Schweizer UBS
Group AG, die jeweils zwischen 3 und 5 Prozent lagen. » www.leoni.com/de/ Investor-Relations/ Stimmrechtsmitteilungen HalbjahresfinanzberichtKonzernzwischenlageberichtRahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im ÜberblickGesamtwirtschaftIm ersten Halbjahr 2016 entwickelte sich die Weltwirtschaft zunächst moderat positiv.
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) blieb die Konjunktur in den meisten
Industrienationen gedämpft, wobei das etwas über den Prognosen liegende Wachstum in
den Eurostaaten den schwächeren Verlauf in den USA im ersten Quartal kompensierte.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern gab es keinen einheitlichen Trend, allerdings
hatte die leichte Erholung der Finanz- und Rohstoffmärkte erste positive Auswirkungen
auf Länder wie China, Brasilien und Russland. Ende Juni führte der für viele Beobachter
überraschende Ausgang des britischen Referendums über den Verbleib in der Europäischen
Union zu heftigen Turbulenzen - auch wenn sich die Finanzmärkte nach einem starken
Einbruch relativ schnell wieder beruhigten. Die daraus resultierenden politischen
und wirtschaftlichen Risiken werden die ohnehin labile Weltkonjunktur nach Ansicht
des IWF weiter destabilisieren. Die deutsche Wirtschaft expandierte in den ersten drei Monaten 2016 nach Berechnungen
des Statistischen Bundesamts um 0,7 Prozent. Im Folgequartal dürfte das Wachstum Schätzungen
des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) zufolge stabil geblieben sein.
Gestützt wurde der solide Verlauf vorwiegend von den binnenwirtschaftlich orientierten
Dienstleistungsbereichen, während die Industrie aufgrund der bereits vor dem Brexit-Votum
eher getrübten Erwartungen für wichtige Absatzmärkte weniger Dynamik zeigte. BranchenkonjunkturDie für LEONI bedeutenden Branchen entwickelten sich im ersten Halbjahr 2016 überwiegend
positiv. Das gilt insbesondere für die Automobilindustrie, die laut VDA (Verband der
Automobilindustrie) von der guten Konjunktur in den drei großen Fahrzeugmärkten Westeuropa,
USA und China profitierte. Vor allem in Westeuropa und China erhöhten sich die Neuzulassungen
deutlich, aber auch die USA verbuchten einen Anstieg. Sorgenkinder blieben Brasilien
und Russland mit zweistellig rückläufigen Absatzzahlen. In der Folge nahm die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach Angaben
des Marktforschungsinstituts IHS Automotive im ersten Halbjahr 2016 gemessen am vergleichbaren
Vorjahreszeitraum global um rund 2 Prozent zu. Dabei wurden in Europa, China und Nordamerika
mehr, in Japan und Korea sowie in Südamerika dagegen weniger Fahrzeuge hergestellt
als im entsprechenden Zeitraum 2015. Der Markt für schwere Nutzfahrzeuge lieferte in der ersten Jahreshälfte unseren Beobachtungen
zufolge ein uneinheitliches Bild: Die Nachfrage nach Lkw blieb in den USA und Brasilien
schwach, in Europa dagegen stabil. Die Konjunktur für Bauindustrie-Sonderfahrzeuge
war zwar in den USA erfreulich, in Europa und Asien aber verhalten. In der Agrarmaschinenindustrie
fehlten weltweit positive Impulse. In der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie erhöhten sich Umsatz und
preisbereinigte Produktion in den ersten fünf Monaten 2016 nach Aussagen des ZVEI
(Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) um jeweils knapp 3 Prozent.
Dabei wuchs das Volumen vor allem mit Kunden aus Deutschland und dem Euroraum, während
es in den übrigen Ländern stagnierte. Der Auftragseingang lag etwa auf Vorjahresniveau.
Im Juni verbesserte sich der Geschäftsklimaindex der Branche merklich, wobei die Befragung
noch vor dem Brexit-Votum durchgeführt wurde. Der inländische Maschinen- und Anlagenbau profitierte hauptsächlich von der guten
Nachfrage deutscher Unternehmen: Der Auftragseingang stieg in den ersten fünf Monaten
des laufenden Jahres laut dem Branchenverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau) insgesamt um 3 Prozent. Dabei legten die Bestellungen im Inland um 4 Prozent
und im Ausland um 2 Prozent zu. Nach einem soliden Jahresstart verlor der deutsche ITK-Markt (Informationstechnik
und Telekommunikation) im zweiten Quartal etwas an Schwung. Im April und Mai 2016
ging der vom BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue
Medien) veröffentlichte Wertindex des Auftragseingangs sowohl für IT-Hardware als
auch für Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik-Produkte zurück. Der Produktionsindex
brach im Bereich IT-Hardware deutlich ein, entwickelte sich dagegen im Telekommunikationssektor
stabil und verbesserte sich für Unterhaltungselektronik leicht. Geschäftsverlauf der LEONI AG im ÜberblickDie LEONI AG konnte im ersten Halbjahr 2016 gestützt auf eine gute operative Entwicklung
in beiden Unternehmensbereichen organisch leicht wachsen. Die Umsatzsteigerung wurde
jedoch durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen überkompensiert.
Von Januar bis Juni 2016 wiesen wir einen Konzernumsatz von 2.237,5 Mio. € aus gegenüber
2.264,5 Mio. € im Vergleichszeitraum 2015. Das zweite Quartal trug dazu 1.148,2 Mio.
€ bei (Vorjahr: 1.155,7 Mio. €). Damit lag das Geschäftsvolumen im Rahmen der Prognose. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich in den ersten sechs Monaten
des laufenden Jahres auf 61,9 Mio. € (Vorjahr: 85,5 Mio. €). Es enthielt wie geplant
hohe Restrukturierungsaufwendungen von 21,1 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €), die überwiegend
im zweiten Quartal entstanden. Bereinigt um diese Kosten, die vor allem für die Transformation
des Unternehmensbereichs Wiring Systems anfielen, errechnet sich ein Halbjahres-EBIT
von 83,0 Mio. € (Vorjahr: 87,0 Mio. €). Im zweiten Quartal erzielten wir ein Ergebnis
vor Zinsen und Steuern von 37,6 Mio. € (Vorjahr: 50,4 Mio. €), und das um Restrukturierungsaufwendungen
bereinigte EBIT stieg von 51,9 Mio. € auf 56,4 Mio. €. An dieser über den Erwartungen
liegenden Ertragsentwicklung hatten auch positive Sondereffekte einen Anteil. Sie
ergaben sich im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen, die sich im Ergebnis, anders
als beim Umsatz, erhöhend auswirkten, und der Auflösung von Rückstellungen. Die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte des
LEONI-Konzerns und der beiden Divisions sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015
dargestellt und haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Gleiches
gilt für die Strategie des Konzerns und des Unternehmensbereichs Wiring Systems. Der
Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions hat im Berichtszeitraum eine neue Geschäftsstrategie
erarbeitet und zum 1. Juli 2016 entsprechende organisatorische Veränderungen umgesetzt.
Auch im Segment Wiring Systems wurde die Organisationsstruktur im Zuge des umfassenden
Transformationsprozesses erheblich gestrafft. Details zu den Veränderungen enthält
der Bericht aus den Unternehmensbereichen/Segmentbericht. » Geschäftsbericht 2015 Seite 49 ff. » Bericht aus den Unternehmensbereichen/ Segmentbericht Seite 9 ff. Bericht aus den Unternehmensbereichen/SegmentberichtUnternehmensbereich Wiring SystemsHalbjahresumsatz wächst leicht auf 1.366,8 Mio. €Der Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) konnte seinen Umsatz im zweiten Quartal
2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 um fast 5 Prozent auf 715,6 Mio. € steigern.
In den gesamten ersten sechs Monaten des laufenden Jahres nahm das Geschäftsvolumen
um gut 2 Prozent auf 1.366,8 Mio. € zu. Dabei wurde das erfreuliche organische Wachstum
von 4,5 Prozent durch negative Kupferpreis- und Währungseffekte, die sich im ersten
Quartal verstärkt bemerkbar gemacht hatten, etwas gedämpft. Darüber hinaus ist zu
berücksichtigen, dass der Umsatz des chinesischen Joint Ventures in Langfang (1. Halbjahr
2015: 31,5 Mio. €), das seit Dezember 2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen
wird, in der Berichtsperiode nicht mehr im Geschäftsvolumen enthalten war. Ausbauen konnten wir insbesondere die Umsätze mit deutschen und anderen europäischen
Automobilherstellern, während die Lieferungen an amerikanische Kunden und die internationale
Lkw- und Sonderfahrzeugindustrie wegen Projektausläufen und veränderten Abrufen sowie
der insgesamt weiterhin schwachen Nutzfahrzeug-Konjunktur zurückgingen. Besonders
stark gewachsen ist das Volumen mit Produkten für Elektro- und Hybridfahrzeuge, wobei
das Niveau in diesem Segment absolut gesehen nach wie vor klein ist. Auch verschiedene Neuanläufe trugen zum Umsatzplus bei. Im zweiten Quartal startete
unter anderem die Serienfertigung von Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen für mehrere
neue Modelle deutscher, anderer europäischer und amerikanischer Pkw-Hersteller. Dabei
handelt es sich sowohl um Klein-, Kompakt- und Mittelklassefahrzeuge als auch um SUVs
und Premium-Pkw. Umsatzentwicklung Wiring Systemsscroll
Hohe Restrukturierungsaufwendungen bremsen ErgebnisDas Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Segments Wiring Systems belief sich in den
ersten sechs Monaten 2016 auf 22,1 Mio. € (Vorjahr: 52,8 Mio. €). Wie angekündigt
fielen hohe Restrukturierungsaufwendungen von 19,7 Mio. € für die Reorganisation des
Unternehmensbereichs an, die das Ergebnis deutlich schmälerten. Im zweiten Quartal
lag das EBIT bei 17,1 Mio. € (Vorjahr: 35,0 Mio. €) und verbesserte sich damit gegenüber
dem ersten Quartal deutlich, obwohl der Großteil der Restrukturierungsaufwendungen
im Zeitraum April bis Juni entstand. Positiv machten sich erste Effekte aus den Maßnahmen
zur Profitabilitätssteigerung der kritischen Neuanläufe des zweiten Halbjahres 2015
bemerkbar, sodass sich die operativen Belastungen daraus bereits verringerten. Bereinigtes EBIT Wiring Systemsscroll
Transformationsprogramm: Schlankere und effizientere StrukturenBei der umfassenden Reorganisation des Unternehmensbereichs Wiring Systems erzielten
wir im zweiten Quartal weitere Fortschritte: Mit Wirkung zum 1. Juni 2016 wurde die
Organisationsstruktur von fünf auf drei Ebenen verkleinert. Zentralfunktionen wurden
gebündelt und die Kundenbetreuung zwölf global agierenden Business Units übertragen,
die zugleich die Auftragskoordination mit den Werken übernehmen. Durch diese Maßnahmen
werden Zuständigkeiten klarer, Entscheidungswege kürzer, die Zusammenarbeit zwischen
den Abteilungen effizienter und Kosten gesenkt. Dadurch entfallen weltweit rund 1.100
Stellen, davon rund 70 in Deutschland und circa 150 in anderen Hochlohnländern wie
Frankreich, Großbritannien, Südkorea und den USA. Weitere Reduzierungen betreffen
verschiedene Produktionsstandorte weltweit. Im laufenden Jahr führen die Veränderungen
erst zu geringen positiven Ergebniseffekten und die Restrukturierungsaktivitäten noch
zu Einmalbelastungen. Ab 2017 werden die Maßnahmen unsere Profitabilität dauerhaft
steigern: Auf Jahresbasis ist mit einem nachhaltigen positiven Ergebniseffekt von
rund 30 Mio. € zu rechnen. Auch die Performance der kritischen Projekte konnten wir in der Berichtsperiode verbessern.
Unsere Effizienzsteigerungsmaßnahmen wie die Anpassung des Produktionskonzepts, die
Optimierung von Logistikabläufen und die Verlagerung von Teilumfängen an andere Standorte
zeigen bereits erste Erfolge. Sie werden sich während der gesamten Projektlaufzeit
zunehmend positiv auswirken. Wichtige Folgeaufträge der PSA GroupIm zweiten Quartal 2016 erhielt der Unternehmensbereich Wiring Systems zwei bedeutende Folgeaufträge der PSA Group. Sie haben ein Volumen von rund 500 Mio. € über die Projektlaufzeit und untermauern unsere Stellung als Hauptlieferant dieses großen französischen Automobilherstellers: Ab Oktober 2018 werden wir ein Nachfolgemodell der Marke DS sowie die nächste Generation des Peugeot 208 und 2008 mit Bordnetz-Systemen ausstatten und damit auch größter Lieferant eines neuen Werks der PSA Group in Marokko. Die verschiedenen Kabelsätze werden an LEONI-Standorten in Nordafrika und Osteuropa hergestellt und in Fahrzeuge für den europäischen Markt eingebaut. Derzeit prüfen wir, ob ein Teil der Leitungen aus Aluminium gefertigt werden kann, um die PSA Group bei ihrem Ziel zu unterstützen, ihre führende Stellung hinsichtlich des CO2 -Ausstoßes zu stärken. Da die neuen Peugeot-Modelle auch in China, Südamerika und Russland eingeführt werden, könnte LEONI in diesen Regionen als globaler Lieferant des Unternehmens künftig ebenfalls zum Zuge kommen. Weitere Großprojekte stärken AuftragsbestandVon anderen Fahrzeugherstellern gingen in den vergangenen Monaten ebenfalls wichtige
Neuaufträge ein. Ein großer amerikanischer Automobilproduzent bestellte Bordnetz-Systeme
für einen SUV, der am amerikanischen Markt eingeführt wird. Damit wird LEONI diesen
Kunden erstmals in seiner Heimatregion beliefern. Hinzu kommen verschiedene neue Aufträge
anderer europäischer und asiatischer Pkw-Unternehmen, die neben herkömmlichen Bordnetz-Systemen
und Kabelsätzen auch die Hochvolt-Verkabelung für mehrere Hybrid-Modelle der Mittel-
bis Oberklasse umfassen. Ein großer deutscher Premiumhersteller bestellte bei unserer
Business Unit Components ferner Sicherungs- und Relaisboxen für zwei Fahrzeugklassen.
Sie sind für die Leistungsverteilung und Sicherung im Bordnetz verantwortlich. Im
Nutzfahrzeugsegment konnten wir ebenfalls mehrere Neuprojekte von unterschiedlichen
Kunden gewinnen. Sie betreffen sowohl die Motor-als auch die Komplettverkabelung für
verschiedene Lkw und Agrarfahrzeuge. Die umfangreichen neuen Bestellungen untermauern unseren hohen Auftragsbestand im
Unternehmensbereich Wiring Systems, der sich über die nächsten fünf Jahre auf mehr
als 14 Mrd. € beläuft und ein solides Fundament für das künftig geplante Wachstum
bildet. Der genaue Umfang und der Zeitpunkt der Lieferungen werden durch die tatsächlichen
Abrufe unserer Kunden bestimmt. Best Plant Award für LEONI-Werk in RumänienUnser Kunde PSA Group verlieh dem rumänischen Bordnetz-Standort Pitesti im Mai 2016
den Best Plant Award. Mit dieser Auszeichnung, die das LEONI-Werk zum dritten Mal
in Folge erhielt, würdigte die PSA Group insbesondere die hohe Liefertreue und Qualität
der dort gefertigten Produkte. Unternehmensbereich Wire & Cable SolutionsUmsatz per Ende Juni 2016 bei 870,7 Mio. €Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) verzeichnete sowohl im zweiten
Quartal als auch im gesamten ersten Halbjahr 2016 ein leichtes organisches Wachstum,
das jedoch durch negative Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte überkompensiert
wurde. Daher belief sich der Umsatz des Segments von April bis Juni 2016 auf 432,6
Mio. € (Vorjahr: 471,9 Mio. €) und in den ersten sechs Monaten auf 870,7 Mio. € (Vorjahr:
926,8 Mio. €). Umsatzentwicklung Wire & Cable Solutionsscroll
Gute Nachfrage nach hochwertigen Automobil- und IndustriekabelnDas Geschäft der Business Group Automotive Cables entwickelte sich 2016 bislang erfreulich.
Insbesondere in Europa und den USA waren unsere hochwertigen Spezialkabel stark gefragt,
wodurch das etwas schwächere Standardleitungsgeschäft in China mehr als ausgeglichen
wurde. Dem guten operativen Verlauf standen hohe negative Kupferpreis- und Wechselkurseffekte
gegenüber, sodass das Geschäftsvolumen der Business Group in den ersten sechs Monaten
um rund 9 Prozent abnahm. Diese Effekte beeinträchtigten auch die Industriebereiche,
deren Umsatz insgesamt um circa 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag. Operative
Zuwächse gab es hier vor allem in den margenstarken Segmenten Medizintechnik und Fiber
Optics. Dagegen verlief das Geschäft mit Datenleitungen und Kabeln für die petrochemische
Industrie konjunkturbedingt schwächer. EBIT steigt kräftig auf 39,8 Mio. €Dank des insgesamt guten operativen Verlaufs und günstigen Produktmixveränderungen
erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Unternehmensbereichs Wire & Cable
Solutions von April bis Juni 2016 gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum um
gut 32 Prozent auf 20,5 Mio. €. Im gesamten ersten Halbjahr 2016 wurde ein Plus von
mehr als 22 Prozent auf 39,8 Mio. € erzielt, obwohl das EBIT durch einen negativen
Kupferpreiseffekt um 3,6 Mio. € geschmälert wurde. Außerdem waren Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr 0,4 Mio. €) enthalten. Diese entstanden in Mexiko
- für die Schließung der Fertigung von Petrochemie-Kabeln - sowie in Indien, wo wir
die Produktion von Automobil-Standardleitungen beenden und uns künftig auf die Fertigung
von Fahrzeug-Sonderleitungen, strahlenvernetzte Kabel für die Bahn- und Solarindustrie
sowie Leitungen für die Petrochemie konzentrieren. Bereinigtes EBIT Wire & Cable Solutionsscroll
Auftragseingang übertrifft UmsatzIn den ersten sechs Monaten 2016 gewann der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions
neue Aufträge im Wert von 882,2 Mio. €. Der Bestelleingang lag somit erneut über dem
Geschäftsvolumen des Berichtszeitraums. Im Vergleich zum Auftragseingang der Vorjahresperiode
von 927,9 Mio. € entstand zwar ein Rückgang, ursächlich dafür war aber ausschließlich
die Kupferpreisveränderung. Bereinigt um diesen Effekt ergab sich ebenfalls eine Steigerung. In der Business Group Automotive Cables gingen im zweiten Quartal 2016 weltweit mehrere
Folgeaufträge von verschiedenen Automobilzulieferern ein. Der Schwerpunkt lag dabei
auf hochwertigen Spezialleitungen, beispielsweise für Antennenapplikationen sowie
Fahrerassistenz- und Infotainment-Systemen im Fahrzeug. Bei der Business Group Industry & Healthcare bestellte ein großer europäischer Medizintechnikhersteller
Verkabelungs-Systeme für eine neue, hochmoderne Röntgengeräte-Generation. Darüber
hinaus hat LEONI eine Kooperation mit GE über die Bereitstellung von Kabelsystem-Lösungen
für Märkte im Bereich erneuerbare Energien begonnen. Die Business Group Communication
& Infrastructure gewann ein bedeutendes Projekt eines internationalen Bahntechnik-Herstellers:
Es beinhaltet den Großteil der Verkabelung von zwei neuen Plattformen für verschiedene
Schienenverkehrsfahrzeuge. Strategische Neuausrichtung: Vom Kabelhersteller zum LösungsanbieterDer Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erarbeitete eine neue Geschäftsstrategie,
auf deren Grundlage künftig der gesamte Divisionsauftritt mit neuer Gesamtausrichtung
am Markt erfolgt. Die strategische Vision ist es, sich zu einem führenden Lösungsanbieter von intelligenten
und sicheren Energieübertragungs- und Datenmanagementsystemen zu entwickeln. Damit
Durch die Neuausrichtung wird der Unternehmensbereich WCS vom zuverlässigen Draht-
und Kabelhersteller zum kundenorientierten Lösungsanbieter und präferierten Partner
globaler OEMs. In Zukunft hat er nicht nur Komponenten, Konfektion und Systeme im
Programm, sondern wird dieses Portfolio als Systempartner mit kundenspezifischen Dienstleistungen
und erweiterten Geschäftsmodellen wesentlich vergrößern. Ziel ist es, die Produkte
und Systeme im doppelten Sinne intelligent zu machen. Insbesondere der Trend zur Digitalisierung
(Industrie 4.0) eröffnet der Wire & Cable Solutions Division neue Optionen, um auf
Basis innovativer Produkte, Lösungen und Services nachhaltig erfolgreich zu agieren. Die strategische Neuausrichtung erfordert auch Veränderungen in der Organisationsstruktur:
Mit Wirkung zum 1. Juli 2016 wurden die Business Groups Industry & Healthcare sowie
Communication & Infrastructure zur Business Group Industrial Solutions zusammengefasst
und ein eigener Organisationsbereich gegründet, der sich um die neue Lösungsarchitektur
mit der Implementierung und Steuerung der dafür erforderlichen Technologien, Tools
und Prozesse kümmern wird. Innovationspreis für 6D-KalibriersystemErste Projekte, in denen LEONI als Lösungsanbieter und Systempartner fungiert, werden
bereits umgesetzt. Beispielsweise wird unsere Lösungskompetenz durch intelligente
Innovationen wie das neu am Markt vorgestellte Kalibriersystem "advintec 6D Laservermessung"
dargestellt (siehe Titelbild). Damit können Greifer, Vorrichtungen und die Lage der
Bauteile in robotergestützten Anwendungen direkt im Produktionsprozess vermessen werden.
Die Technologie erweitert die Möglichkeiten der maschinellen Wahrnehmung, die vor
allem im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau sowie in der metallverarbeitenden Industrie
gefragt ist. Auf der Messe Automatica wurde das System vom Fachmedium "MaschinenMarkt"
in der Kategorie "Bildverarbeitung und Sensorik" als eines der innovativsten Exponate
ausgezeichnet. Umsatz und ErtragslageHalbjahresumsatz mit 2,24 Mrd. € fast stabilIn den ersten sechs Monaten 2016 erzielte LEONI einen Konzernumsatz von 2.237,5 Mio.
€ nach 2.264,5 Mio. € im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 1.148,2
Mio. € (Vorjahr: 1.155,7 Mio. €) auf das zweite Quartal. Wir konnten den Umsatz organisch
um rund 3 Prozent steigern, obwohl das Geschäftsvolumen des seit Dezember 2015 at
equity in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen Joint Ventures in der Berichtsperiode
im Gegensatz zum entsprechenden Zeitraum 2015 nicht mehr enthalten war. Allerdings
wurde das Wachstum durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen
aufgezehrt. Umsatzentwicklung Konzernscroll
Der Umsatz in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) erhöhte sich von Januar
bis Juni 2016 um fast 8 Prozent auf 1.584,1 Mio. €. Hierzu trug die anhaltend gute
Nachfrage aus der europäischen Automobilindustrie nach unseren Kabeln und Bordnetz-Systemen
wesentlich bei. In Amerika nahm das Geschäftsvolumen um rund 9 Prozent auf 344,6 Mio.
€ ab, unter anderem wegen des schwachen Nutzfahrzeuggeschäfts und planmäßig auslaufender
Kundenprojekte. Der Rückgang des Asien-Umsatzes um circa 26 Prozent auf 308,9 Mio.
€ stand in Zusammenhang mit dem Wegfall des Geschäftsvolumens unserer chinesischen
Tochtergesellschaft in Langfang, der schwächeren Konjunktur in China und anstehenden
Modellwechseln. Halbjahres-EBIT mit 61,9 Mio. € über den ErwartungenDie Umsatzkosten des LEONI-Konzerns reduzierten sich im ersten Halbjahr 2016 gegenüber
der Vorjahresperiode um 1,8 Prozent auf 1.852,3 Mio. € und somit etwas stärker als
der Umsatz. Dabei zeigten sich zum Ende des zweiten Quartals erste positive Effekte
aus unseren Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung der kritischen Bordnetz-Projekte.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich deshalb leicht auf 385,2 Mio. € (Vorjahr:
377,8 Mio. €). Die Bruttomarge vom Umsatz stieg von 16,7 Prozent auf 17,2 Prozent. » Bericht aus den Unternehmensbereichen/ Segmentbericht Seite 9 ff. Vor allem wegen weiterhin hoher Sonderfrachten für die kritischen Aufträge in der
Wiring Systems Division lagen die Vertriebskosten in den ersten sechs Monaten mit
123,4 Mio. € um 6,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert. Die allgemeinen
Verwaltungskosten nahmen unter anderem aufgrund von größeren, bereichsübergreifenden
IT-Projekten um rund 5 Prozent auf 122,1 Mio. € zu. Bei den Forschungs- und Entwicklungskosten,
die sich um knapp 9 Prozent auf 66,2 Mio. € erhöhten, machten sich wie in den Vorperioden
hauptsächlich Vorarbeiten für neue Kundenprojekte bemerkbar. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verringerte sich
deutlich von + 0,8 Mio. € auf - 16,6 Mio. €. Verantwortlich dafür waren im Wesentlichen
die geplanten hohen Restrukturierungsaufwendungen von 21,1 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio.
€), die überwiegend im Unternehmensbereich Wiring Systems anfielen. Dem standen unter
anderem positive Währungseffekte auf das Ergebnis von 2,1 Mio. € gegenüber (Vorjahr:
- 3,1 Mio. €). Der Gewinn des nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen
Joint Ventures wurde anteilig im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
erfasst, das dadurch auf 5,1 Mio. € anstieg (Vorjahr: 0 Mio. €). Insgesamt errechnete sich für das erste Halbjahr 2016 ein Konzernergebnis vor Zinsen
und Steuern von 61,9 Mio. € (Vorjahr: 85,5 Mio. €). Ohne Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen
belief sich das Halbjahres-EBIT auf 83,0 Mio. € (Vorjahr: 87,0 Mio. €). Das zusätzlich
um Effekte aus Kaufpreisallokationen und Wertberichtigungen bereinigte EBIT lag bei
90,7 Mio. € (Vorjahr: 92,5 Mio. €). Zu der über den Erwartungen liegenden Entwicklung
trugen neben dem guten operativen Verlauf in beiden Unternehmensbereichen auch positive
Sonderfaktoren bei, die im Wesentlichen aus Wechselkursveränderungen und der Auflösung
von Rückstellungen resultierten. Bereinigtes Konzern-EBITscroll
Das Finanzergebnis inklusive des sonstigen Beteiligungsergebnisses verbesserte sich
von - 13,9 Mio. € auf - 11,1 Mio. €, wobei hier insbesondere geringere Finanzaufwendungen
durch eine im Vorjahr zu günstigen Konditionen erfolgte Refinanzierung zu Buche schlugen,
die sich erst seit dem zweiten Quartal 2015 vollumfänglich positiv auswirkte. Insgesamt
ergab sich in den ersten sechs Monaten 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 50,8 Mio.
€ (Vorjahr: 71,6 Mio. €). Nach Steuern wurde ein Konzernüberschuss von 35,9 Mio. €
ausgewiesen im Vergleich zu 51,8 Mio. € im ersten Halbjahr 2015. Im zweiten Quartal 2016 erzielte LEONI ein Konzern-EBIT von 37,6 Mio. € (Vorjahr:
50,4 Mio. €), in dem Aufwendungen für Restrukturierung von 18,8 Mio. € (Vorjahr: 1,5
Mio. €) enthalten waren. Bereinigt um die Restrukturierungskosten hat sich das Quartals-EBIT
damit von 51,9 Mio. € auf 56,4 Mio. € erhöht. FinanzlageFree Cashflow auf VorjahreslevelDer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des LEONI-Konzerns lag im ersten
Halbjahr 2016 bei 14,9 Mio. € nach 17,5 Mio. € im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Dem niedrigeren Ergebnis stand in der Berichtsperiode eine im Vergleich zum Vorjahr
geringere zusätzliche Mittelbindung im Working Capital gegenüber. Aufgrund der etwas gesunkenen Investitionen reduzierte sich der Mittelabfluss für
Investitionstätigkeit insgesamt auf 104,7 Mio. € (Vorjahr: 108,8 Mio. €). Der Free
Cashflow veränderte sich daher per Ende Juni leicht von - 91,3 Mio. € auf - 89,8 Mio.
€. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf - 40,1 Mio. € (Vorjahr: +
2,9 Mio. €). Darin waren Kreditaufnahmen und -tilgungen im üblichen Umfang sowie die
Dividendenzahlung in Höhe von 32,7 Mio. € (Vorjahr: 39,2 Mio. €) enthalten. Der positive
Vorjahreswert resultierte aus hohen Einzahlungen im Zuge einer umfassenden Refinanzierung,
mit der wir die günstigen Kapitalmarktkonditionen genutzt haben. Unter Berücksichtigung wechselkursbedingter Veränderungen ergab sich per Ende Juni
2016 insgesamt eine Verringerung des Finanzmittelbestands auf 148,1 Mio. € (Vorjahr:
152,7 Mio. €). Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
Berechnung des Free Cashflowscroll
Investitionen etwas zurückgefahrenUnsere Investitionen lagen in den ersten sechs Monaten 2016 mit 91,1 Mio. € um rund
8 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau (98,7 Mio. €). Sie betrafen nahezu
ausschließlich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Im Unternehmensbereich Wiring Systems investierten wir von Januar bis Juni des laufenden
Jahres 59,0 Mio. € (Vorjahr: 60,4 Mio. €) - vorwiegend in die Erweiterung der Kapazitäten
für neue Kundenprojekte in Osteuropa. Außerdem wurden die bereits begonnenen Aus-
und Umbaumaßnahmen der Divisionszentrale in Kitzingen fortgesetzt. Die Investitionen des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions beliefen sich auf
26,9 Mio. € (Vorjahr: 34,7 Mio. €). Im Mittelpunkt stand der weltweite Ausbau der
Kapazitäten für Automobil-Sonderleitungen. Darüber hinaus fiel der Spatenstich zum
Bau einer Elektronenbeschleunigungsanlage an unserem Standort in Indien. Damit werden
die Materialeigenschaften von Spezialkabeln für die Bahn- und Solarindustrie mittels
Strahlenvernetzung verbessert. Die LEONI AG investierte 5,2 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €), die hauptsächlich für IT-Projekte
verwendet wurden. VermögenslageStabile BilanzstrukturPer 30. Juni 2016 vergrößerte sich die Bilanzsumme des LEONI-Konzerns im Vergleich
zum Jahresende 2015 um rund 2 Prozent auf 2.889,9 Mio. €. Die Bilanzverlängerung wurde
durch Wechselkurseffekte gedämpft. Nennenswerte Veränderungen gab es auf der Aktivseite bei den kurzfristigen Vermögenswerten,
die insgesamt um 1,5 Prozent auf 1.570,1 Mio. € stiegen. Aufgrund der insbesondere
im Juni dynamischen Geschäftsentwicklung erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen um 13 Prozent auf 635,3 Mio. € und die Vorräte um 11 Prozent auf 608,3
Mio. €. Die sonstigen Vermögenswerte nahmen wegen vermehrter Umsatzsteuerforderungen
von 93,6 Mio. € auf 136,2 Mio. € zu. Dem stand vor allem die Verringerung der Zahlungsmittel
und -äquivalente von 279,7 Mio. € auf 148,1 Mio. € gegenüber. Außerdem wurden die
zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte von 7,0 Mio. € auf null zurückgeführt, da aussichtsreiche
Verhandlungen über die Veräußerung eines Gebäudes in Marokko kurz vor dem Abschluss
scheiterten und die entsprechende Position wieder in die langfristigen Vermögenswerte
zurückgegliedert wurde. Dadurch sowie infolge der über den Abschreibungen liegenden
Investitionen wuchs das Sachanlagevermögen um 2 Prozent auf 920,8 Mio. €. Bei den
übrigen langfristigen Vermögenswerten, die sich in Summe um gut 2 Prozent auf 1.319,8
Mio. € erhöhten, kam es zu keinen wesentlichen Änderungen. » Finanzlage Seite 17 ff. Der gute operative Geschäftsverlauf führte auf der Passivseite zu einem Anstieg der
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 6 Prozent auf 779,4 Mio. €. Bei
den kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten, die um rund 20 Prozent auf 178,4 Mio.
€ zulegten, wirkten sich hauptsächlich höhere Urlaubsrückstellungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten
aus. Im Gegenzug reduzierten sich insbesondere die kurzfristigen Finanzschulden um
fast 31 Prozent auf 71,1 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war die Verlängerung von zwei
Fremdwährungsdarlehen und ihre entsprechend veränderte Einstufung von kurz- in langfristige
Kredite. Insgesamt wuchsen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um knapp 5 Prozent
auf 1.165,4 Mio. €. Durch die erwähnte Kreditverlängerung nahmen unter den langfristigen Verbindlichkeiten,
die sich in Summe um rund 8 Prozent auf 784,2 Mio. € vergrößerten, die langfristigen
Finanzschulden um circa 5 Prozent auf 525,4 Mio. € zu. Um 22 Prozent auf 183,8 Mio.
€ deutlich erhöht haben sich ferner die Pensionsrückstellungen. Ihre Bewertung musste
wegen des weiter rückläufigen Marktzinsniveaus angepasst werden. Die daraus resultierenden
versicherungsmathematischen Verluste sowie Einbußen aus der Umrechnung von Fremdwährungen
in Euro führten im Eigenkapital zu einer Verringerung des kumulierten sonstigen Ergebnisses
von + 13,9 Mio. € auf - 45,5 Mio. €. Die Gewinnrücklagen stiegen leicht auf 660,4
Mio. € (Vorjahr: 657,2 Mio. €). Insgesamt reduzierten sich die Eigenmittel auch durch die Zahlung der Dividende um
circa 6 Prozent auf 940,3 Mio. €. Daraus errechnete sich zur Jahresmitte eine Eigenkapitalquote
von 32,5 Prozent (31. Dezember 2015: 35,1 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung nahm im ersten Halbjahr 2016 von 321,6 Mio. € auf 448,4
Mio. € zu. Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Berechnung der Nettofinanzschuldenscroll
Forschung & EntwicklungDie Aufwendungen für Forschung & Entwicklung des LEONI-Konzerns stiegen im ersten
Halbjahr 2016 um rund 9 Prozent auf 66,2 Mio. € (Vorjahr: 60,9 Mio. €). Im Zentrum
der F & E-Aktivitäten steht weiterhin die Optimierung von Gewicht und Bauraum unserer
Kabel und Bordnetz-Systeme im Rahmen von kundenspezifischen Projekten für die Automobilindustrie.
Darüber hinaus beteiligen wir uns unter anderem auch an anwendungsbezogenen Forschungsarbeiten.
Im Rahmen eines vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) geförderten
Projekts gelang LEONI beispielsweise der Nachweis, dass bei der industriellen Datenübertragung
durch Kupferkabel Geschwindigkeiten von bis zu 100 Gigabit pro Sekunde möglich sind,
was dem Zehnfachen des derzeitigen Standards entspricht. Damit könnten die ständig
steigenden Datenmengen in Rechenzentren und Speichernetzwerken künftig besser bewältigt
werden. Ausführliche Informationen über unsere F & E-Arbeit enthält der aktuelle Geschäftsbericht. » Geschäftsbericht 2015 Seite 97 ff. MitarbeiterLEONI beschäftigt mehr als 76.000 MitarbeiterIm ersten Halbjahr 2016 erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter im LEONI-Konzern um
2.221 auf 76.239 Personen. Davon waren 4.344 Beschäftigte in Deutschland (31. Dezember
2015: 4.359) und 71.895 Arbeitnehmer im Ausland (31. Dezember 2015: 69.659) aktiv.
Das entsprach einem Auslandsanteil von rund 94 Prozent. Zusätzlich beschäftigte LEONI
4.127 Zeitarbeitskräfte (31. Dezember 2015: 4.366), die neben China vermehrt auch
in Osteuropa eingesetzt wurden. Die Belegschaft des Unternehmensbereichs Wiring Systems wuchs per Ende Juni 2016 um
2.015 auf 66.760 Personen. Einstellungen gab es vor allem für neue Kundenprojekte
an Standorten in Nordafrika, Osteuropa, Asien und Amerika. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions waren zur Jahresmitte 9.201 Personen
tätig, 194 mehr als Ende 2015. Vergrößert wurde das Personal sowohl in der Region
EMEA als auch in Asien und Amerika - unter anderem in den Bereichen Fahrzeug-Sonderleitungen
sowie Spezialkabel für Industrie und Medizintechnik. Die Zahl der Mitarbeiter der
Holdinggesellschaft LEONI AG nahm um 12 auf 278 Personen zu. NachtragsberichtNach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten. NachhaltigkeitsberichtLEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung, die den Bedürfnissen
aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht werden soll. Ausführliche
Informationen über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht
und dem im August 2016 veröffentlichten vierten Global Compact-Fortschrittsbericht,
der auf unserer Website abrufbar ist. » Geschäftsbericht 2015 Seite 102 ff. » www.leoni.com Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern hat sich seit dem Jahresende
2015 nicht wesentlich verändert. Auch aus dem britischen Votum für einen Austritt
aus der EU erwartet LEONI keine wesentlichen Auswirkungen. Bestandsgefährdende Risiken
liegen auch weiterhin nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur
und der Aufbau des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2015 umfassend
dargestellt. » Geschäftsbericht 2015 Seite 108 ff. PrognoseberichtKonjunkturelle RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldDie bereits vor dem Brexit-Votum bestehende Unsicherheit der globalen Konjunktur hat
sich nach dem britischen Referendum weiter verstärkt. Vor allem die europäischen Industrienationen
werden nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher von der Entscheidung für den Austritt
aus der EU gebremst. Der Internationale Währungsfonds korrigierte seine Prognose für
die weltwirtschaftliche Entwicklung im Juli des laufenden Jahres deshalb abermals
nach unten und erwartet nun für 2016 und 2017 ein globales Wachstum von 3,1 respektive
3,4 Prozent, jeweils 0,1 Prozentpunkte weniger als noch im April. Im laufenden Jahr
fällt die Weltwirtschaftsleistung hauptsächlich wegen der schwächeren Entwicklung
in Großbritannien selbst und in den USA geringer aus. 2017 rechnet der IWF dann in
nahezu allen Industrieländern mit Beeinträchtigungen. Die Erwartungen für die Entwicklungs-
und Schwellenländer haben sich dagegen nicht wesentlich verändert. In Deutschland
wird das Bruttoinlandsprodukt laut IWF 2016 mit plus 1,6 Prozent etwas mehr und 2017
mit plus 1,2 Prozent deutlich weniger wachsen als bisher angekündigt. BranchenentwicklungTrotz der wachsenden Unsicherheit wird in den meisten für LEONI wichtigen Branchen
im Jahr 2016 nach wie vor ein stabiler bis leicht positiver Verlauf erwartet. Die
internationale Automobilindustrie wird nach Berechnungen von IHS Automotive im laufenden
Jahr weltweit fast 92 Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge herstellen, das wären
gut 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Pkw-Produktion wächst dabei lediglich in der
Region EMEA, während sie in Asien und Amerika abnimmt. Bei Light Trucks ist dagegen
mit Ausnahme von Südamerika überall von Steigerungen auszugehen. Für schwere Nutzfahrzeuge rechnet IHS Automotive 2016 inzwischen global mit einem
Produktionsrückgang um rund 8 Prozent, nachdem zu Jahresbeginn noch ein leichtes Plus
erwartet worden war. Die neue Einschätzung ist aber vor allem auf eine Anpassung der
Vorjahreszahlen zurückzuführen. Sowohl in Nordamerika als auch in Südamerika und China
soll die Fertigung demnach gedrosselt werden. In Europa und Südasien prognostiziert
IHS Automotive weiterhin Zuwächse. Der Welt-Elektromarkt wird aus Sicht des ZVEI 2016 erneut um 5 Prozent wachsen. Impulse
kommen vor allem aus Asien, aber auch für Amerika und Europa wird ein höheres Volumen
vorhergesagt. Die für LEONI wichtigen Marktsegmente Automation, Energietechnik, Elektromedizin
und Elektrohausgeräte sollen global jeweils um 5 bis 6 Prozent zunehmen. Die deutschen
Hersteller erwarten bei der preisbereinigten Produktion ein Plus von 1 Prozent und
beim Umsatz von 2 Prozent. Im Maschinen- und Anlagenbau ist im laufenden Jahr dem VDMA zufolge weltweit mit einer
Umsatzstagnation zu rechnen. Dabei dürfte der Maschinenabsatz in China etwas zulegen,
in Europa stagnieren und in den USA sowie in Japan zurückgehen. Für Deutschland ist
ebenfalls ein Volumen auf Vorjahresniveau zu erwarten. Sofern sich das gesamtwirtschaftliche
Wachstum weltweit nicht beschleunigt, wird auch die Investitionsgüternachfrage wenig
dynamisch bleiben. Die globalen Umsätze der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche (ITK)
werden sich 2016 nach Angaben von BITKOM um 1,8 Prozent erhöhen. Dabei fällt das Plus
in der Informationstechnologie (IT) kräftiger aus als im Bereich Telekommunikation.
Größter Einzelmarkt bleiben die USA mit einem Umsatzanstieg von 3,5 Prozent. In Europa
wächst das ITK-Geschäft voraussichtlich nur um 0,7 Prozent, wobei hier die IT-Umsätze
zulegen, während für Produkte und Dienstleistungen der Telekommunikation ein Rückgang
vorhergesagt wird. Die inländischen ITK-Unternehmen werden ihren Umsatz 2016 voraussichtlich
um 1,7 Prozent ausbauen. Entwicklung des LEONI-KonzernsIm zweiten Halbjahr 2016 geht der Vorstand der LEONI AG prognosekonform von einem
saisonal bedingt leicht niedrigeren Umsatz und einem entsprechend geringeren Ergebnis
als in der ersten Jahreshälfte aus. Außerdem ist nicht mit positiven Sondereffekten
in vergleichbarem Umfang zu rechnen. Daher bestätigen wir unsere nunmehr eher als
konservativ einzuschätzende Prognose für das Gesamtjahr 2016: Der Konzernumsatz wird
sich aus heutiger Sicht auf rund 4,4 Mrd. € belaufen, wobei der leichte Rückgang um
circa 2 Prozent gegenüber Vorjahr vor allem auf den niedrigeren Kupferpreis, den Wegfall
des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Gesellschaft in Langfang aufgrund der Einbringung
in ein Joint Venture sowie die schwächere Konjunktur in China und anderen wichtigen
Märkten zurückzuführen ist. Das Konzern-EBIT wird 2016 voraussichtlich bei rund 105 Mio. € liegen. Darin sind
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von circa 30 Mio. € enthalten, die überwiegend
die Transformation der Wiring Systems Division betreffen. 2015 hatte das EBIT inklusive
eines positiven Sondereffekts von 19,6 Mio. € aus dem Verkauf der Anteile der Gesellschaft
in Langfang 151,3 Mio. € betragen. Bereinigt um die Restrukturierungs- und Sondereffekte
würde sich das EBIT 2016 leicht verbessern. Der Unternehmensbereich Wiring Systems soll im laufenden Jahr einen Umsatz von rund
2,6 Mrd. € (Vorjahr: 2,67 Mrd. €) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von etwa
30 Mio. € (Vorjahr: 87,4 Mio. €) erzielen. Darin wurden Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von circa 25 Mio. € berücksichtigt, während das Vorjahres-EBIT den positiven
Sondereffekt aus dem abgeschlossenen Joint Venture in China von 19,6 Mio. € enthalten
hatte. Auch in der zweiten Jahreshälfte wird die Umsetzung des Transformationsprogramms
zur nachhaltigen Steigerung der Profitabilität im Mittelpunkt der WSD-Aktivitäten
stehen. Für die Bewältigung zusätzlicher Kundenaufträge und die vorgesehene Verlagerung
von Teilumfängen der kritischen Projekte an andere Standorte werden wir auch in den
kommenden Monaten unsere Kapazitäten erweitern. Geplant sind unter anderem der Ausbau
eines Standorts in Serbien sowie die Errichtung eines neuen Werks in Mexiko. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erwarten wir 2016 einen Umsatz von rund
1,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,83 Mrd. €), wobei der leichte Rückgang ausschließlich auf den
niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen ist. Im Zuge der Umsetzung unserer neuen Bereichsstrategie
positionieren wir uns in den kommenden Monaten verstärkt als Lösungsanbieter für unsere
Kernmärkte. Dazu werden einerseits geeignete Akquisitionen sowie andererseits Bereinigungsmöglichkeiten
unseres Geschäftsportfolios geprüft. Das Segment-EBIT wird sich aus heutiger Sicht
auf rund 75 Mio. € verbessern (Vorjahr: 63,9 Mio. €). Hierin sind Restrukturierungsaufwendungen
von circa 5 Mio. € für die geplante Portfolio-Bereinigung und Kapazitätsanpassungen
enthalten. » Bericht aus den Unternehmensbereichen/ Segmentbericht Seite 9 ff. LEONI ist ein stabil aufgestelltes und finanziertes Unternehmen mit guten Zukunftsperspektiven. Der umfassende Transformationsprozess in der Wiring Systems Division, die strategische Neuausrichtung des Unternehmensbereichs WCS sowie der solide Auftragsbestand in beiden Segmenten bilden die Basis für unsere langfristig positive Entwicklung. Darüber hinaus ist LEONI mit innovativen Produkten und Systemen wettbewerbsfähig positioniert und wird von den maßgeblichen Trends in wichtigen Abnehmerbranchen überdurchschnittlich profitieren. Für unser Automotive-Geschäft bieten sich beispielsweise Chancen durch den zunehmenden Bedarf an Kabeln und Systemen für Lösungen in den Bereichen autonomes Fahren und Elektromobilität oder an Gewichtsoptimierung und damit CO2 -Einsparung durch Miniaturisierung und Leichtbau. Unsere Industriebereiche erhalten positive Impulse unter anderem von den Trends zu Digitalisierung in allen Lebensbereichen, Industrie 4.0 und Ressourcenschonung durch alternative Energietechnik. Die ausführliche, unverändert gültige Prognose ist im Geschäftsbericht 2015 abgedruckt.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu unserer an den globalen Trends ausgerichteten
Konzernstrategie. » Geschäftsbericht 2015 Seite 123 ff. » Geschäftsbericht 2015 Seite 51 ff. Ziele des LEONI-Konzernsscroll
Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-BilanzAktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
scroll
Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
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| 2. Quartal | 1. Halbjahr | ||||
| T€ (außer Mitarbeiter) | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | Veränderung |
| Wiring Systems | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | 715.677 | 683.825 | 1.366.989 | 1.337.829 | 2,2 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 33 | 71 | 189 | 158 | 19,6 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 715.644 | 683.754 | 1.366.800 | 1.337.671 | 2,2 % |
| EBIT | 17.086 | 34.951 | 22.131 | 52.841 | - 58,1 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 2,4 % | 5,1 % | 1,6 % | 4,0 % | - |
| Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) | 66.760 | 62.971 | 66.760 | 62.971 | 6,0 % |
| Wire & Cable Solutions | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | 476.081 | 516.551 | 961.697 | 1.014.557 | - 5,2 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 43.506 | 44.619 | 90.985 | 87.733 | 3,7 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 432.575 | 471.932 | 870.712 | 926.824 | - 6,1 % |
| EBIT | 20.478 | 15.531 | 39.770 | 32.488 | 22,4 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 4,7 % | 3,3 % | 4,6 % | 3,5 % | - |
| Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) | 9.201 | 8.762 | 9.201 | 8.762 | 5,0 % |
| Konsolidierung / LEONI AG | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | - 43.539 | - 44.690 | - 91.174 | - 87.891 | - 3,7 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 43.539 | 44.690 | 91.174 | 87.891 | 3,7 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | - | - | - | - | |
| EBIT | 13 | - 129 | 28 | 199 | |
| Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) | 278 | 254 | 278 | 254 | 9,4 % |
| Konzern | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | 1.148.219 | 1.155.686 | 2.237.512 | 2.264.495 | - 1,2 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | - | - | - | - | |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 1.148.219 | 1.155.686 | 2.237.512 | 2.264.495 | - 1,2 % |
| EBIT | 37.577 | 50.353 | 61.929 | 85.528 | - 27,6 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 3,3 % | 4,4 % | 2,8 % | 3,8 % | - |
| Mitarbeiter 30. 06. (Anzahl) | 76.239 | 71.987 | 76.239 | 71.987 | 5,9 % |
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 11.802 T€ (Vorjahr: 9.733 T€) enthielten
2.892 T€ (Vorjahr: 5.364 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand, die hauptsächlich
für die Förderung der Exportwirtschaft in Ägypten gewährt wurden. Des Weiteren sind
Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen für unser Joint Venture in Langfang
in Höhe von 2.628 T€ (Vorjahr: 0 T€) (siehe hierzu auch Textziffer 11) enthalten.
Währungsgewinne fielen in Höhe von 2.103 T€ an.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 28.434 T€ (Vorjahr: 8.912 T€) und
enthielten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 21.065 T€ (Vorjahr: 1.483 T€),
wovon per 30.06.2016 14.364 T€ (Vorjahr: 406 T€) in den Restrukturierungsrückstellungen
enthalten sind. Im Segment Wiring Systems fielen Restrukturierungsaufwendungen in
Höhe von 19.725 T€ (Vorjahr 1.077 T€) für die Umsetzung des Transformationsprogramms
zur Steigerung der Profitabilität an. Der Schwerpunkt liegt in einer Organisationsverschlankung
die weltweit, vor allem jedoch in Deutschland, Frankreich und England gestartet wurde.
Auf das Segment Wire & Cable Solutions entfielen Restrukturierungsaufwendungen in
Höhe von 1.340 T€ (Vorjahr: 406 T€) für die Schließung der Fertigung für Industrial
Projects in Mexiko und Automotive Cables in Indien.
Im Vorjahr waren in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe
von 3.124 T€ enthalten.
Das Finanzergebnis, das heißt der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen,
betrug - 11.194 T€ (Vorjahr: - 14.023 T€). Hier machten sich die günstigeren Konditionen
aus den Refinanzierungsaktivitäten in 2015 bemerkbar, die zu einer Abnahme der Zinsaufwendungen
führten.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern von 14.929 T€ (Vorjahr: 19.762 T€) enthielten in Höhe
von 17.951 T€ (Vorjahr: 15.063 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 3.022 T€
latenten Steuerertrag (Vorjahr: 4.699 T€ latenter Steueraufwand), der auf Bilanzpostenunterschiede
und die Veränderung von Verlustvorträgen zurückzuführen war.
Die Steuerquote betrug 29,4 Prozent (Vorjahr: 27,6 Prozent).
Die folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge
des sonstigen Ergebnisses:
| 2. Quartal | ||||||
| 2016 | 2015 | |||||
| T€ | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | - 23.782 | 5.193 | - 18.589 | 28.457 | - 7.054 | 21.403 |
| Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung | - 3.198 | 0 | - 3.198 | - 16.899 | 0 | - 16.899 |
| Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges | - 4.383 | 1.412 | - 2.971 | 86 | - 1.424 | - 1.338 |
| Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | - 105 | 0 | - 105 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 31.468 | 6.605 | - 24.863 | 11.644 | - 8.478 | 3.166 |
| 1. Halbjahr | ||||||
| 2016 | 2015 | |||||
| T€ | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | - 38.949 | 8.789 | - 30.160 | 6.314 | - 1.775 | 4.539 |
| Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung | - 26.192 | - 9 | - 26.201 | 56.064 | 0 | 56.064 |
| Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges | - 1.779 | - 490 | - 2.269 | 492 | 55 | 547 |
| Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | - 667 | 0 | - 667 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 67.587 | 8.290 | - 59.297 | 62.870 | - 1.720 | 61.150 |
Im Berichtszeitraum führte der Rückgang des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen
in England,
Deutschland und der Schweiz zu versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 38.949
T€ (Vorjahr: Gewinne 6.314 T€).
Durch die Translation von Fremdwährungen, im Wesentlichen des chinesischen Renminbi
und des britischen Pfunds,
in die Berichtswährung
Euro schlugen sich im sonstigen Ergebnis Währungsumrechnungsverluste von 26.192 T€
(Vorjahr: Gewinne 56.064 T€) nieder.
Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis
von - 59.297 T€ (Vorjahr: 61.150 T€).
Ein zum Verkauf bestimmtes Gebäude an einem marokkanischen Standort des Segments Wiring
Systems wurde in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert. Grund dafür ist,
dass aussichtsreiche Verhandlungen über den Gebäudeverkauf kurz vor Abschluss gescheitert
waren.
Die Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden betrug zum 30. Juni 2016
insgesamt 596.566 T€ (31.12.2015: 601.245 T€). Durch die Tilgung und Neuaufnahme von
Fremdwährungsdarlehen wurden
kurzfristige in langfristige Finanzschulden umgegliedert.
Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,
die zum 30. Juni 2016 und zum 30. Juni 2015 im Konzern bestanden:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 30.06.2016 | Fortgeführte Anschaffungs- kosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
LaR | 148.122 | 148.122 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 635.331 | 635.331 | |||
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | LaR | 51.960 | 51.960 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen | LaR | 24.738 | 24.738 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 1.077 | 1.077 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 4.205 | 2.147 | 2.058 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 779.359 | 779.359 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 197.528 | 197.528 | |||
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 399.013 | 399.013 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 42.919 | 42.919 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 16.827 | 16.827 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 13.312 | 13.312 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Loans and Receivables (LaR) | LaR | 860.151 | 860.151 | |||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | FAHfT | 1.077 | 1.077 | |||
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | FLAC | 1.418.819 | 1.418.819 | |||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | FLHfT | 16.827 | 16.827 | |||
| T€ | Fair Value 30.06.2016 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 148.122 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 635.331 |
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | 51.960 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 24.738 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |
| Available-for-Sale Financial Assets | 1.065 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.077 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.205 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 779.359 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 201.907 |
| Schuldscheindarlehen | 414.878 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 42.919 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 16.827 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 13.312 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |
| Loans and Receivables (LaR) | 860.151 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 1.065 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 1.077 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1.439.063 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 16.827 |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 30.06.2015 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgswirksam |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 152.736 | 152.736 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 672.125 | 672.125 | |||
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | LaR | 57.002 | 57.002 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen | LaR | 22.678 | 22.678 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 5.524 | 5.524 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 5.273 | 3.519 | 1.754 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 788.312 | 788.312 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 200.040 | 200.040 | |||
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 398.588 | 398.588 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 26.459 | 26.459 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 10.430 | 10.430 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 9.835 | 9.835 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Loans and Receivables (LaR) | LaR | 904.541 | 904.541 | |||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | FAHfT | 5.524 | 5.524 | |||
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | FLAC | 1.413.399 | 1.413.399 | |||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | FLHfT | 10.430 | 10.430 | |||
| T€ | Fair Value 30.06.2015 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 152.736 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 672.125 |
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | 57.002 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 22.678 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |
| Available-for-Sale Financial Assets | 1.065 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 5.524 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 5.273 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 788.312 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 202.992 |
| Schuldscheindarlehen | 405.800 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 26.459 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 10.430 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 9.835 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |
| Loans and Receivables (LaR) | 904.541 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 1.065 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 5.524 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1.423.563 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 10.430 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen
die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten
über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt-
und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise
die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der
Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung
der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen Margen ermittelt.
Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe 3 zuzuordnen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen,
am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge
bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko
des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten
Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines
Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente
(Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden
die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden
für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen
Finanzinstrumente:
| Notierte Preise auf aktiven Märkten | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | ||
| 30.06.2016 [ T€ ] | (Stufe 1) | (Stufe 2) | (Stufe 3) | Summe |
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 330 | 747 | 0 | 1.077 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 4.205 | 0 | 4.205 |
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 16.827 | 0 | 16.827 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 13.312 | 0 | 13.312 |
| Notierte Preise auf aktiven Märkten | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | ||
| 30.06.2015 [ T€ ] | (Stufe 1) | (Stufe 2) | (Stufe 3) | Summe |
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | ||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 5.524 | 0 | 5.524 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 5.273 | 0 | 5.273 |
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 683 | 9.747 | 0 | 10.430 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 9.835 | 0 | 9.835 |
Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen
Stufen statt.
LEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich
zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen
mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 5.813 T€ (Vorjahr: 19 T€)
erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 4.667 T€ (Vorjahr: 10 T€).
Der Anstieg der Geschäfte im Vergleich zum Vorjahr ist auf Geschäftsbeziehungen mit
unserem chinesischen Joint Venture in Langfang zurückzuführen (vgl. hierzu auch Textziffer
4).
Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen
wurden im Berichtszeitraum 877 T€ (Vorjahr: 729 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im
Wert von 317 T€ (Vorjahr: 397 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen
wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt.
Der Aufsichtsrat hat Karl Gadesmann mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als neuen Finanzvorstand
bestellt. Sein Vorstandsmandat läuft zunächst bis zum 31.12.2019.
Der Aufsichtsrat hat einer Vereinbarung mit dem Vorstandsmitglied Dr. Frank Hiller
über sein einvernehmliches Ausscheiden aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2016 zugestimmt.
Sein Vorstandsmandat mit der Zuständigkeit für den Bereich Wiring Systems war ursprünglich
bis zum Ablauf des Geschäftsjahres 2017 terminiert. Ein neues Vorstandsmitglied wurde
bereits berufen und wird voraussichtlich Anfang 2017 beginnen.
Nürnberg, den 29. Juli 2016
| Dieter Bellé | Bruno Fankhauser | Dr. Frank Hiller |