![]() Leoni AGNürnbergZwischenbericht 1.-3. Quartal 2016Konzernzahlenscroll
Die LEONI-AktieAktienmärkte im dritten Quartal schwungvollNach der schwachen Entwicklung zu Jahresbeginn und dem vor allem an den europäischen
Handelsplätzen spürbaren Dämpfer durch das Brexit-Votum im Juni setzte an den internationalen
Börsen in den Sommermonaten eine Aufwärtsbewegung ein. Für Belebung sorgten robuste
Arbeitsmarktdaten aus den USA, die verbesserte Konjunktur in China und nachlassende
Bedenken wegen der Auswirkungen des britischen Referendums. Sowohl die wichtigen amerikanischen
Indizes als auch der japanische Nikkei und der Euro Stoxx 50 konnten im dritten Quartal
zulegen. Auch der deutsche Leitindex DAX glich die Verluste durch das Brexit-Votum
in diesem Zeitraum wieder aus, in den ersten neun Monaten insgesamt büßte er aber
rund 2 Prozent ein. Der MDAX dagegen stieg von Januar bis September 2016 um knapp
4 Prozent. Die wichtigsten Daten zur LEONI-Aktie im Überblickscroll
LEONI-Aktie erholt sichDie deutschen Automobil- und Zuliefertitel entwickelten sich deutlich schwächer als
der Gesamtmarkt. Der DAX-Sektorindex "Automobile" und der Sub-Index der Automobilzulieferer
gaben in den ersten drei Quartalen 2016 um 15 Prozent bzw. 13 Prozent nach. Im Vergleich
dazu schnitt die LEONI-Aktie etwas besser ab. Sie verlor zu Jahresbeginn zunächst
an Wert, erholte sich im Frühjahr und ging Anfang Juli erneut bis auf den Jahrestiefstand
von 23,45 € zurück. Im dritten Quartal zog der Kurs wieder deutlich an und erreichte
Mitte August den bisherigen 2016er Höchstwert von 35,58 €. Am 30. September notierte
unsere Aktie bei 32,42 €, das entsprach gegenüber dem Vorjahresultimo einem Minus
von rund 11 Prozent. Die Marktkapitalisierung der circa 32,7 Millionen LEONI-Aktien
belief sich Ende der Berichtsperiode auf rund 1.059 Mio. € (31.12.2015: 1.191 Mio.
€). Kennzahlen zur LEONI-Aktiescroll
Börsenumsätze deutlich gestiegenVon Januar bis September 2016 wurden an jedem Börsentag im Durchschnitt 307.808 LEONI-Aktien
gehandelt. Damit lag das Volumen deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert von
217.830 Stück. In Summe wechselten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres
59,1 Millionen Aktien den Besitzer (Vorjahr: 41,4 Millionen). Kapitalmarktprofis: LEONI-Aktien halten oder kaufenDie LEONI-Aktie wird derzeit regelmäßig von 22 Finanzanalysten beurteilt. Die Mehrzahl
bewertet ein Engagement bei LEONI positiv: Neun Investmentspezialisten empfahlen zu
Beginn des vierten Quartals, unsere Aktie zu kaufen, weitere neun sprachen sich dafür
aus, sie zu halten. Vier institutionelle Anleger rieten zum Verkauf. Stabile AnteilseignerstrukturIm dritten Quartal hat sich unsere Aktionärsstruktur kaum verändert. Die 32.669.000
LEONI-Aktien befinden sich weiterhin komplett im Streubesitz. Dabei halten institutionelle
Investoren nach wie vor rund zwei Drittel der Aktien, das übrige Drittel besitzen
Privataktionäre. Circa 60 Prozent der LEONI-Aktien liegen in Deutschland. Der Rest
verteilt sich gleichmäßig auf das übrige Europa mit Schwerpunkt Großbritannien und
auf die USA. Am 22. September 2016 beteiligte sich die Dimensional Holdings Inc., Austin/Texas,
USA, mit mehr als 3 Prozent an der LEONI AG. Zu den weiteren bedeutenden Einzelaktionären
zählten Ende des Monats das US-amerikanische Investmenthaus T. Rowe Price mit mehr
als 5 Prozent sowie die Hans Wilms Beteiligungs GmbH, Deutschland, die Schroders PLC,
Großbritannien, die Classic Fund Management Aktiengesellschaft, Liechtenstein, und
die Schweizer UBS Group AG, die jeweils zwischen 3 und 5 Prozent lagen. Aktuelle Stimmrechtsmitteilungen sowie frühere Meldungen sind auf unserer Website
abrufbar. » www.leoni.com/de/Investor-Relations/Stimmrechtsmitteilungen QuartalsfinanzberichtKonzernzwischenlageberichtRahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im ÜberblickGesamtwirtschaftDie Weltkonjunktur entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf etwas schwächer als
erwartet. Nach vorläufigen Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wuchs
die globale Wirtschaft im ersten Halbjahr 2016 um 2,9 Prozent und damit weniger stark
als in der zweiten Jahreshälfte 2015. Dämpfend wirkten beispielsweise die unter den
Erwartungen liegende ökonomische Entwicklung der USA und die Umstrukturierung der
chinesischen Wirtschaft mit entsprechenden Effekten auf andere Staaten, insbesondere
rohstoffexportierende Länder. Außerdem führten das Brexit-Votum, die zahlreichen geopolitischen
Krisen und zunehmend protektionistische Tendenzen in verschiedenen Industrieländern
zu wachsender Verunsicherung und einer zurückhaltenden Investitionstätigkeit der Unternehmen. In der deutschen Wirtschaft herrscht dennoch Zuversicht. Das zeigt auch der Ifo-Geschäftsklimaindex,
der im September auf den höchsten Stand seit Mai 2014 geklettert ist. Sowohl ihre
Aussichten als auch die aktuelle Situation schätzten die Unternehmer positiv ein.
Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wuchs im ersten Quartal 2016 um 0,7 Prozent und
im zweiten Vierteljahr um 0,4 Prozent. BranchenkonjunkturDie verhaltene Weltkonjunktur wirkte sich auf die für LEONI wichtigen Abnehmerbranchen
in unterschiedlichem Maße aus. Insgesamt kaum betroffen war die internationale Automobilindustrie.
Nach Angaben des VDA (Verband der Automobilindustrie) verzeichneten die wichtigsten
Fahrzeugmärkte in den ersten neun Monaten 2016 ein Wachstum, wobei die größte Dynamik
in China entstand. In Europa legten die Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
ebenfalls spürbar zu und in den USA lagen sie zumindest leicht über Vorjahr. Dagegen
nahmen die Absatzzahlen in Brasilien und Russland zweistellig ab. Auf die in Summe gute Nachfrage reagierte die Automobilindustrie in den ersten drei
Quartalen 2016 nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts IHS Automotive mit einer
Ausweitung der globalen Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen um gut 3 Prozent.
Dabei wurden in Asien und der Region EMEA mehr, in Amerika dagegen etwas weniger Fahrzeuge
hergestellt als in der Vergleichsperiode 2015. Auf dem Markt für schwere Nutzfahrzeuge gab es unseren Beobachtungen zufolge im bisherigen
Jahresverlauf keinen eindeutigen Trend: Die Nachfrage nach Kabelsätzen für Lkw und
Motoren zeigte sich in den Regionen EMEA und Asien stabil, in Amerika dagegen verhalten.
Der Baufahrzeug-Sektor entwickelte sich in den USA solide, aber in Südamerika, Asien
und der Region EMEA gedämpft. Weltweit schwach blieb der Bedarf in der Agrarmaschinenindustrie. Der Umsatz und die preisbereinigte Produktion der deutschen Elektrotechnik- und Elektronikindustrie
nahmen in den ersten acht Monaten 2016 Angaben des ZVEI (Zentralverband der Elektrotechnik-
und Elektronikindustrie) zufolge um 1,3 Prozent bzw. 1,7 Prozent zu. Dabei entwickelte
sich das Inlandsgeschäft etwas besser als die Exporte. Beim Auftragseingang verzeichnete
die Branche einen leichten Rückgang um 1,1 Prozent, der ausschließlich auf die niedrigere
Nachfrage außerhalb Europas zurückzuführen war. Dagegen gingen sowohl aus dem Inland
als auch aus den anderen Euro-Ländern mehr Bestellungen ein. Im deutschen Maschinen- und Anlagenbau stellte sich die Situation gegenläufig dar:
Der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) meldete bis Ende August 2016
weniger neue Aufträge aus dem Inland und der Eurozone, aber einen Zuwachs in den übrigen
Ländern. Insgesamt lag der Bestelleingang auf Vorjahresniveau. Die ITK-Unternehmen in Deutschland (Informationstechnik und Telekommunikation) verzeichneten
zuletzt eine eher verhaltene Nachfrage. Wie bereits im zweiten Quartal nahm der vom
BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) veröffentlichte
Wertindex des Auftragseingangs im Juli und August sowohl für IT-Hardware als auch
für Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik-Produkte erneut ab. Der Produktionsindex
gab in den Bereichen IT- und Telekommunikations-Hardware ebenfalls nach. Positive
Tendenzen zeigten sich hier lediglich in der Unterhaltungselektronik. Geschäftsverlauf der LEONI AG im ÜberblickLEONI erzielte von Januar bis September 2016 in beiden Unternehmensbereichen ein leichtes
organisches Wachstum, das jedoch durch negative Effekte aus Kupferpreis- und Wechselkursveränderungen
überkompensiert wurde. Der Konzernumsatz ging daher im Neunmonatsvergleich um 2 Prozent
auf 3.309,0 Mio. € zurück. Hiervon entfielen 1.071,5 Mio. € auf das dritte Quartal
2016 (Vorjahr: 1.111,7 Mio. €). Damit entsprach das Geschäftsvolumen der Prognose. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war drastisch durch einen Betrugsfall beeinträchtigt
und lag deshalb deutlich unter unseren Erwartungen. Bei dem Vorfall veranlassten Kriminelle
im dritten Quartal mittels elektronischer Kommunikationswege unter Verwendung gefälschter
Dokumente und Identitäten Geldtransfers auf Konten im Ausland. Durch den Betrug entstand
ein Schaden von rund 40 Mio. €. Der Vorstand leitete umgehend eine Untersuchung ein,
erstattete Anzeige bei der Kriminalpolizei und prüft derzeit die Geltendmachung von
Ersatzansprüchen. Während die internen Untersuchungen inzwischen weit fortgeschritten
sind, laufen die externen Ermittlungen noch. Da eine Klärung der Ansprüche im laufenden
Jahr nicht mehr zu erwarten ist, belastet der Betrugsschaden wie bereits veröffentlicht
in voller Höhe das Ergebnis im dritten Quartal 2016. Deshalb ging das EBIT in diesem
Zeitraum auf - 12,7 Mio. € zurück (Vorjahr: 29,8 Mio. €). In den ersten neun Monaten
2016 belief sich das Konzern-EBIT auf 49,2 Mio. € (Vorjahr: 115,3 Mio. €). Es enthielt
darüber hinaus hohe geplante Restrukturierungsaufwendungen von 23,5 Mio. € (Vorjahr:
1,5 Mio. €). Rein operativ lag die Ergebnisentwicklung in beiden Unternehmensbereichen voll im
Plan: Das bereinigte EBIT hat sich im dritten Quartal auf 34,8 Mio. € (Vorjahr: 32,2
Mio. €) und in den gesamten ersten neun Monaten 2016 auf 125,6 Mio. € (Vorjahr: 124,7
Mio. €) leicht verbessert. Die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte des
LEONI-Konzerns und der beiden Divisions sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015
dargestellt und haben sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Der Unternehmensbereich
Wire & Cable Solutions hat im ersten Halbjahr 2016 eine neue Geschäftsstrategie erarbeitet
und zum 1. Juli entsprechende organisatorische Veränderungen umgesetzt. Im Segment
Wiring Systems wurde die Organisationsstruktur im Zuge des umfassenden Transformationsprozesses
erheblich gestrafft. Details zu den Veränderungen enthält der Halbjahresfinanzbericht. » Geschäftsbericht 2015 Seite 49 ff. » Halbjahresfinanzbericht, Seiten 10 und 14 Bericht aus den Unternehmensbereichen/SegmentberichtUnternehmensbereich Wiring SystemsUmsatz in den ersten drei Quartalen auf rund 2 Mrd. € leicht gestiegenIm Unternehmensbereich Wiring Systems (WSD) erhöhte sich das Geschäftsvolumen in den
ersten neun Monaten 2016 um rund 1 Prozent auf 2.005,2 Mio. €. Hiervon entfielen 638,4
Mio. € (Vorjahr: 649,6 Mio. €) auf das dritte Quartal. Die anhaltend gute Nachfrage
aus der internationalen Fahrzeugindustrie führte im gesamten Berichtszeitraum zu einem
organischen Wachstum um knapp 4 Prozent, das jedoch durch negative Kupferpreis- und
Währungsumrechnungseffekte geschmälert wurde. Beim Vergleich mit dem entsprechenden
Vorjahresvolumen ist außerdem zu berücksichtigen, dass der Umsatz des chinesischen
Joint Ventures in Langfang (1. - 3. Quartal 2015: 60,9 Mio. €), das seit Dezember
2015 at equity in den Konzernabschluss einbezogen wird, in der Berichtsperiode nicht
mehr im Geschäftsvolumen enthalten war. Zuwächse erzielten wir im bisherigen Jahresverlauf vor allem mit deutschen, anderen
europäischen und asiatischen Automobilherstellern. Auch das Geschäft mit der internationalen
Zulieferindustrie sowie im noch kleinen, aber wachstumsstarken Bereich Elektromobilität
entwickelte sich erfreulich. Dagegen verringerten sich die Umsätze mit amerikanischen
Kunden und der internationalen Lkw- und Sonderfahrzeugindustrie, was zum einen auf
Projektausläufe, veränderte Abrufe sowie Wechselkurseffekte und zum anderen auf die
weiterhin schwache Nutzfahrzeug-Konjunktur insbesondere im Agrarsektor zurückzuführen
war. Im dritten Quartal 2016 leisteten auch mehrere Neuanläufe erste Umsatzbeiträge. Beispielsweise
nahmen wir in China die Serienfertigung von Bordnetz-Systemen für mehrere Kompaktklasse-Pkw
eines deutschen Premiumherstellers auf, begannen in Nordafrika mit der Belieferung
eines französischen Mittelklassemodells und starteten in Brasilien und der Ukraine
mit der Produktion von Bordnetz-Systemen für verschiedene Kompaktklasse-Wagen eines
US-amerikanischen Herstellers. Umsatzentwicklung Wiring Systemsscroll
Ergebnis inklusive Restrukturierungsaufwand bei 26,6 Mio. €Von Januar bis September 2016 erzielte das Segment Wiring Systems ein Ergebnis vor
Zinsen und Steuern von 26,6 Mio. € (Vorjahr: 58,7 Mio. €). Hierin waren Restrukturierungsaufwendungen
für die Reorganisation des Unternehmensbereichs in Höhe von 22,1 Mio. € (Vorjahr:
1,1 Mio. €) enthalten. Im dritten Quartal lag das EBIT bei 4,5 Mio. € (Vorjahr: 5,8
Mio. €). Den Restrukturierungskosten standen sukzessive positive Effekte aus unseren
Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung der kritischen Projekte aus dem Vorjahr gegenüber.
Unter anderem wurden Produktionskonzepte angepasst, Logistikabläufe optimiert und
Teilumfänge an andere Standorte verlagert. Bereinigtes EBIT Wiring Systemsscroll
Transformation der WSD verläuft planmäßigDie Reorganisation und Umstrukturierung des Unternehmensbereichs Wiring Systems wurde
im dritten Quartal fortgesetzt. Ziel ist es, im Rahmen einer neuen, gestrafften Organisationsstruktur
Entscheidungswege zu verkürzen, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eindeutig
zu definieren, die Kooperation zwischen den verschiedenen Organisationseinheiten effizienter
zu gestalten und Kosten zu senken. Im Berichtszeitraum stand die Information und Schulung
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über künftige Aufgabenverteilungen, Verantwortlichkeiten
und Regeln zur Zusammenarbeit zwischen den Werken, Business Units und Zentralfunktionen
im Fokus. Die Transformation ist gruppenweit mit einem Wegfall von rund 1.100 Stellen
verbunden. 2016 führt sie zu einmaligen Restrukturierungsaufwendungen, denen erst
geringe positive Ergebniseffekte gegenüberstehen. Mit einer nachhaltigen Steigerung
der Profitabilität ist ab 2017 zu rechnen. Orderbuch durch weitere Aufträge gefestigtIm dritten Quartal erhielt der Unternehmensbereich Wiring Systems erneut verschiedene
Neu- und Folgeaufträge aus der internationalen Fahrzeugindustrie. Unter anderem beauftragte
uns ein koreanisches Automobilunternehmen mit der Komplettverkabelung eines neuen
Fahrzeugmodells. Auch die Bordnetz-Systeme der nächsten Generation eines französischen
Kompaktklasse-Pkw werden von LEONI geliefert. Insgesamt beläuft sich der Auftragsbestand
im Unternehmensbereich Wiring Systems über die nächsten fünf Jahre auf mehr als 14
Mrd. €. Damit verfügen wir über eine solide Basis für künftiges Wachstum. Der genaue
Umfang und der Zeitpunkt der Lieferungen werden durch die tatsächlichen Abrufe unserer
Kunden bestimmt. Mehrheit an chinesischem Bordnetz-Hersteller Wuhan Hengtong erworbenIm September 2016 erwarb LEONI 51 Prozent des Bordnetz-Herstellers Wuhan Hengtong
Automotive in China. Das Unternehmen erzielt im laufenden Jahr voraussichtlich einen
Umsatz von rund 35 Mio. € und betreibt ein Bordnetz-Werk mit fast 1.000 Mitarbeitern
an einem Standort in der Provinz Hubei, ca. 700 Kilometer westlich von Shanghai. Zunächst
wird es das Unternehmen DPCA, ein Joint Venture von Dongfeng und dem französischen
Hersteller PSA, beliefern, und langfristig Kabelsysteme für Fahrzeughersteller vor
Ort fertigen - insbesondere für den Dongfeng-Konzern, Chinas zweitgrößten Automobilproduzenten.
Mit der Übernahme, die noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll, stärken wir
unsere Position im asiatischen Markt und stützen das geplante künftige Wachstum in
China. Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions1.303,8 Mio. € Umsatz nach neun Monaten 2016Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions (WCS) setze sich der positive operative
Geschäftsverlauf auch im dritten Quartal fort, sodass wir sowohl in diesem Zeitraum
als auch in den ersten neun Monaten 2016 organisch wachsen konnten. Dem standen jedoch
hohe negative Kupferpreis- und Währungsumrechnungseffekte entgegen. Deshalb lag der
Umsatz von Juli bis September 2016 mit 433,1 Mio. € (Vorjahr: 462,1 Mio. €) und in
den ersten drei Quartalen mit 1.303,8 Mio. € (Vorjahr: 1.388,9 Mio. €) jeweils unter
den 2015er Vergleichswerten. Umsatzentwicklung Wire & Cable Solutionsscroll
Starkes Geschäft mit der Automobil-, Medizintechnik- und RobotikindustrieIn der Business Group (BG) Automotive Cable Solutions hielt die hohe Nachfrage nach
Spezialkabeln beispielsweise für Fahrerassistenzsysteme vor allem in Europa, aber
auch in den USA weiter an. Damit wurde die schwächere Entwicklung mit Standardleitungen
in China mehr als wettgemacht. Hohe negative Kupferpreis- und Wechselkurseffekte haben
die organische Umsatzsteigerung jedoch überkompensiert, sodass das Geschäftsvolumen
unter dem Strich um 8,5 Prozent zurückging. Die Business Group Industrial Solutions,
in der die früheren BGs Industry & Healthcare sowie Communication & Infrastructure
im Zuge der strategischen Neuausrichtung zusammengefasst wurden, war durch diese Einflussfaktoren
etwas geringer beeinflusst. Ihr Umsatz nahm um knapp 3 Prozent ab. Operativ zulegen
konnten wir hier insbesondere mit Produkten und Lösungen für Medizintechnik- und Robotikanwendungen.
Dagegen verlief das Geschäft mit dem Maschinen- und Anlagenbau sowie der petrochemischen
und der Solarindustrie aufgrund der schwachen Konjunktur in diesen Branchen zurückhaltend. EBIT erhöht sich auf 62,5 Mio. €Die insgesamt erfreuliche operative Geschäftsentwicklung und ein veränderter Mix hin
zu margenstärkeren Produkten führten dazu, dass sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions von Januar bis September 2016 um rund
11 Prozent auf 62,5 Mio. € erhöhte (Vorjahr: 56,5 Mio. €). Hiervon entfielen 22,8
Mio. € (Vorjahr: 24,1 Mio. €) auf das dritte Quartal. Das Neunmonats-EBIT beinhaltete
Restrukturierungsaufwendungen von 1,3 Mio. € und einen negativen Kupferpreiseffekt
von 3,8 Mio. €. Bereinigtes EBIT Wire & Cable Solutionsscroll
Auftragseingang weiterhin leicht höher als UmsatzVon Januar bis September 2016 erhielt der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions
neue Aufträge im Wert von 1.306,4 Mio. €. Damit lag der Bestelleingang leicht über
dem Geschäftsvolumen des Berichtszeitraums, aufgrund der Kupferpreisveränderung aber
unter dem Auftragseingang der Vorjahresperiode von 1.393,4 Mio. €. Bereinigt um den
Kupfereffekt ergab sich gegenüber dem 2015er Vergleichswert ebenfalls ein Anstieg. Auch im dritten Quartal 2016 gingen verschiedene Neuaufträge ein. Unter anderem wurde
die Business Group Automotive Cable Solutions mit der Lieferung von Silikonleitungen
für Hochvolt-Bordnetze, Datenkabeln für Rückfahrkameras und Aluminium-Batterieleitungen
für verschiedene neue Fahrzeuge eines deutschen Premium-Automobilherstellers beauftragt.
Bei der Business Group Industrial Solutions bestellte ein bedeutender internationaler
Elektronikhersteller faseroptische Kabel für Ultra-HD-Fernsehgeräte. Außerdem konnten
wir die Ausschreibung für ein Projekt mit Fiber Optic-Komponenten gewinnen, die bei
der Übertragung von Hochspannungsgleichstrom zum Einsatz kommen. Planmäßige Umsetzung der neuen StrategieDie strategische Neuausrichtung, die auf die konsequente Weiterentwicklung des Unternehmensbereichs
Wire & Cable Solutions vom Draht- und Kabelhersteller zum Lösungsanbieter zielt, verläuft
planmäßig. Im dritten Quartal haben wir die neue, an die veränderte Strategie angepasste
Organisationsstruktur umgesetzt und mit der konkreten Prüfung von Handlungsoptionen
für die nicht mehr zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten begonnen. Ein erster Schritt
dazu erfolgte mit dem Verkauf der LEONI Studer Hard GmbH im November. Medizintechnik-Bereich ist "Partner des Jahres 2016" von Ziehm ImagingDie hohe Qualität und Liefertermintreue sowie die gute Zusammenarbeit mit LEONI nahm
unser langjähriger Kunde Ziehm Imaging zum Anlass, unsere Medizintechniksparte als
"Partner des Jahres 2016" auszuzeichnen. Der technologisch führende Hersteller medizinischer
C-Bogenröntgengeräte legt besonders großen Wert auf Sicherheit und Qualität. LEONI
versorgt Ziehm Imaging als Systemlieferant vor allem mit Kabelsätzen für verschiedene
mobile C-Bögen und ist bereits in die Entwicklungsphase der Geräte eingebunden. Umsatz und ErtragslageUmsatz nach drei Quartalen 2016 bei 3,3 Mrd. €LEONI konnte den Konzernumsatz im dritten Quartal 2016 und im gesamten Neunmonats-Zeitraum
organisch leicht steigern. Dem standen jedoch hohe negative Effekte aus Kupferpreis-
und Wechselkursveränderungen gegenüber. Außerdem war das Geschäftsvolumen des seit
Dezember 2015 at equity einbezogenen chinesischen Joint Ventures in der Berichtsperiode
im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum nicht mehr enthalten. Daher lag der Konzernumsatz von Januar bis September 2016 mit 3.309,0 Mio. € um 2
Prozent unter dem entsprechenden 2015er Wert. Das dritte Quartal 2016 leistete einen
Beitrag von 1.071,5 Mio. € (Vorjahr: 1.111,7 Mio. €). Umsatzentwicklung Konzernscroll
In der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) stieg der Umsatz in den ersten drei
Quartalen um gut 5 Prozent auf 2.308,8 Mio. €, während das Geschäftsvolumen in Amerika
unter anderem wegen des schwachen Nutzfahrzeuggeschäfts und planmäßig auslaufender
Kundenprojekte um knapp 8 Prozent auf 523,2 Mio. € zurückging. In Asien führten negative
Wechselkurseffekte, der Wegfall des Geschäftsvolumens unserer chinesischen Tochtergesellschaft
in Langfang, anstehende Modellwechsel und die schwächere Konjunktur dazu, dass der
Umsatz um circa 23 Prozent auf 477,0 Mio. € abnahm. EBIT durch Betrugsfall mit 40 Mio. € belastetIn den ersten neun Monaten 2016 verringerten sich die Umsatzkosten des LEONI-Konzerns
im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode leicht überproportional zum Umsatz
um rund 3 Prozent auf 2.752,8 Mio. €. Verantwortlich dafür waren unter anderem gesunkene
Materialaufwendungen. Das Bruttoergebnis stieg in der Folge um 1 Prozent auf 556,2
Mio. € und die Bruttomarge vom Umsatz verbesserte sich von 16,3 Prozent auf 16,8 Prozent. Die Vertriebskosten nahmen von Januar bis September 2016 um knapp 4 Prozent auf 179,3
Mio. € zu. Sie hatten im ersten Halbjahr vermehrte Sonderfrachten für die kritischen
Aufträge in der Wiring Systems Division enthalten. Bei den allgemeinen Verwaltungskosten,
die sich um gut 4 Prozent auf 181,9 Mio. € erhöhten, machten sich insbesondere größere,
bereichsübergreifende IT-Projekte bemerkbar. Die Forschungs- und Entwicklungskosten
stiegen im Wesentlichen durch umfangreiche Vorarbeiten für neue Kundenprojekte um
rund 11 Prozent auf 99,9 Mio. €. Durch die Belastung aus dem Betrugsfall in Höhe von circa 40 Mio. € wuchsen die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen in den ersten drei Quartalen erheblich. Zusätzlich fielen
hohe Restrukturierungsaufwendungen von 23,5 Mio. € an (Vorjahr: 1,5 Mio. €), die überwiegend
den Unternehmensbereich Wiring Systems betrafen. Insgesamt reduzierte sich der Saldo
aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen von 1,8 Mio. € auf - 54,8
Mio. €. Dagegen nahm das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
auf 9,0 Mio. € zu (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Es enthält den anteiligen Gewinn des at equity
in den Konzernabschluss einbezogenen chinesischen Joint Ventures. In Summe ergab sich von Januar bis September 2016 ein Konzernergebnis vor Zinsen und
Steuern von 49,2 Mio. € (Vorjahr: 115,3 Mio. €). Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen,
die Belastung aus dem Betrugsfall und weitere nicht-operative Faktoren stieg das EBIT
leicht auf 125,6 Mio. € (Vorjahr: 124,7 Mio. €). Vor allem wegen geringerer Finanzaufwendungen verbesserte sich das Finanzergebnis
inklusive des sonstigen Beteiligungsergebnisses von - 19,9 Mio. € auf - 17,0 Mio.
€. Hier profitieren wir von unserer im Vorjahr zu günstigen Konditionen umgesetzten
Refinanzierung, die erst seit dem zweiten Quartal 2015 vollumfänglich positiv wirkt.
Unter dem Strich wiesen wir für die ersten neun Monate 2016 ein Ergebnis vor Steuern
von 32,2 Mio. € (Vorjahr: 95,4 Mio. €) und einen Konzernüberschuss von 11,6 Mio. €
(Vorjahr: 67,5 Mio. €) aus. Das Konzern-EBIT des dritten Quartals 2016 ging aufgrund des Betrugsfalls deutlich
auf - 12,7 Mio. € zurück (Vorjahr: 29,8 Mio. €). Das bereinigte EBIT nahm in diesem
Zeitraum von 32,2 Mio. € auf 34,8 Mio. € zu. » Geschäftsverlauf im Überblick, Seite 8 Bereinigtes Konzern-EBITscroll
FinanzlageBetrugsschaden verursacht negativen operativen CashflowDas durch den Betrugsfall und Restrukturierungsaufwendungen geschmälerte Ergebnis
führte dazu, dass sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des LEONI-Konzerns
in den ersten neun Monaten 2016 auf - 10,2 Mio. € (Vorjahr: 57,9 Mio. €) verringerte.
Die zusätzliche Mittelbindung im Working Capital bewegte sich in der Berichtsperiode
etwa auf Vorjahresniveau. Der Mittelabfluss für Investitionstätigkeit wurde auf 151,8 Mio. € reduziert (Vorjahr:
173,3 Mio. €), sodass sich der Free Cashflow in den ersten neun Monaten 2016 auf -
162,0 Mio. € (Vorjahr: - 115,4 Mio. €) belief. Kreditaufnahmen und -tilgungen im üblichen Umfang sowie die Dividendenzahlung in Höhe
von 32,7 Mio. € (Vorjahr: 39,2 Mio. €) führten zu einem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
von - 24,8 Mio. € (Vorjahr: - 0,3 Mio. €). Im Vorjahr war es aufgrund der umfassenden
Refinanzierung zur Nutzung der günstigen Kapitalmarktkonditionen zu größeren Ein-
und Auszahlungen gekommen, die sich weitgehend ausglichen. Insgesamt und nach Berücksichtigung wechselkursbedingter Veränderungen reduzierte
sich der Finanzmittelbestand in den ersten drei Quartalen 2016 auf 91,0 Mio. € (Vorjahr:
122,7 Mio. €). Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)scroll
Berechnung des Free Cashflowscroll
Investitionen um 14 Prozent verringertIn den ersten neun Monaten 2016 investierte der LEONI-Konzern 138,9 Mio. €, das waren
rund 14 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben betrafen
nahezu ausschließlich Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Der Unternehmensbereich Wiring Systems reduzierte sein Investitionsvolumen in der
Berichtsperiode von 105,5 Mio. € auf 89,9 Mio. €. Im Mittelpunkt stand der Ausbau
der Kapazitäten für neue Kundenprojekte in China, Nordafrika und Osteuropa. Ferner
haben wir die bereits begonnenen Aus- und Umbauarbeiten der Divisionszentrale in Kitzingen
fortgesetzt; neue Maßnahmen an diesem Standort wurden zurückgestellt. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions investierten wir in den ersten drei
Quartalen 2016 mit 41,5 Mio. € ebenfalls weniger als im vergleichbaren 2015er Zeitraum
(Vorjahr: 48,7 Mio. €). In Deutschland, Osteuropa, Asien und Amerika wurden unsere
Kapazitäten für Fahrzeug-Datenleitungen und -Hochtemperaturkabel erweitert. Außerdem
arbeiteten wir an der Errichtung einer Kunststoff-Mischanlage an einem Standort in
China, um die lokale Wertschöpfung zu erhöhen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten
die Vorbereitungen für eine Elektronenbeschleunigungsanlage, die im ersten Halbjahr
2017 an unserem indischen Standort installiert wird. Die LEONI AG investierte 7,5 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €), und zwar vorwiegend in
IT-Projekte. VermögenslageStabile BilanzsummeDie Bilanz des LEONI-Konzerns verkürzte sich per 30. September 2016 gegenüber dem
Jahresende 2015 geringfügig auf 2.827,9 Mio. €. Wie bei der Umsatzentwicklung machten
sich auch hier Wechselkurseffekte dämpfend bemerkbar. Unter den Aktiva nahmen die kurzfristigen Vermögenswerte um rund 5 Prozent auf 1.470,7
Mio. € ab. Dabei wurden insbesondere die liquiden Mittel zur Finanzierung des operativen
Geschäfts und unserer Investitionen von 279,7 Mio. € auf 91,0 Mio. € deutlich verringert.
Dem stand ein dem saisonalen Geschäftsverlauf entsprechender Anstieg der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen um rund 8 Prozent auf 606,4 Mio. € und der Vorräte
um circa 10 Prozent auf 603,4 Mio. € gegenüber. Außerdem vergrößerten sich die sonstigen
Vermögenswerte aufgrund von gestiegenen Umsatzsteuerforderungen um mehr als 38 Prozent
auf 129,4 Mio. €. Die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte waren bereits im ersten Halbjahr von 7,0
Mio. € auf null zurückgeführt worden, da aussichtsreiche Verhandlungen über die Veräußerung
eines Gebäudes in Marokko kurz vor dem Abschluss scheiterten und die entsprechende
Position wieder in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert wurde. Dieser
Vorgang führte zusammen mit den über den Abschreibungen liegenden Investitionen dazu,
dass sich das Sachanlagevermögen um gut 3 Prozent auf 930,1 Mio. € vergrößerte. Darüber
hinaus stieg der Wert der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
aufgrund der guten Entwicklung des Joint Ventures in Langfang von 13,0 Mio. € auf
20,5 Mio. €. Die langfristigen Vermögenswerte wuchsen insgesamt um rund 5 Prozent
auf 1.357,2 Mio. €. Auf der Passivseite nahmen die kurzfristigen Verbindlichkeiten in Summe um rund 5
Prozent auf 1.174,1 Mio. € zu. Während die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
mit 727,4 Mio. € geringfügig unter dem Niveau zum Jahresende 2015 lagen, vergrößerten
sich die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten wegen vermehrter Urlaubsrückstellungen
und Umsatzsteuerverbindlichkeiten um gut 26 Prozent auf 188,2 Mio. €. Ferner erhöhten
sich die kurzfristigen Finanzschulden durch die Umgliederung eines demnächst fälligen
Langfrist-Kredits von 102,4 Mio. € auf 142,8 Mio. €. Im Gegenzug reduzierten sich
die langfristigen Finanzschulden von 498,8 Mio. € auf 465,3 Mio. €. Dass die langfristigen
Verbindlichkeiten insgesamt dennoch um rund 4 Prozent auf 755,2 Mio. € anstiegen,
lag vor allem an den um mehr als 34 Prozent auf 202,4 Mio. € aufgestockten Pensionsrückstellungen,
deren Bewertung aufgrund des anhaltend rückläufigen Marktzinsniveaus angepasst werden
musste. Die dadurch entstandenen versicherungsmathematischen Verluste sowie Einbußen aus der
Umrechnung von Fremdwährungen in Euro führten im Eigenkapital zu einer Reduzierung
des kumulierten sonstigen Ergebnisses von 13,9 Mio. € auf - 62,8 Mio. €. Zudem verminderten
sich die Gewinnrücklagen um circa 3 Prozent auf 636,0 Mio. €. Per saldo gingen die
Eigenmittel um knapp 10 Prozent auf 898,6 Mio. € zurück, sodass sich die Eigenkapitalquote
Ende September 2016 auf 31,8 Prozent belief (31. Dezember 2015: 35,1 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung stieg von 321,6 Mio. € am Jahresende 2015 auf 517,1 Mio.
€ am Stichtag. Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
Berechnung der Nettofinanzschuldenscroll
Forschung & EntwicklungIn den ersten neun Monaten 2016 erhöhten sich die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung
des LEONI-Konzerns um rund 11 Prozent auf 99,9 Mio. € (Vorjahr: 89,9 Mio. €). Der
Schwerpunkt der F & E-Aktivitäten lag weiterhin auf der Optimierung von Gewicht und
Bauraum unserer Kabel und Bordnetz-Systeme im Rahmen von kundenspezifischen Projekten
für die Fahrzeugindustrie. Darüber hinaus erweitern wir unser Angebot kontinuierlich
um innovative Produkte und Lösungen, um unsere Position als Systempartner für die
Automobilbranche und andere Abnehmer auszubauen. Auf der IAA 2016 präsentierte LEONI
unter anderem eine LED-Komponente für die Beleuchtung im Fahrzeug, die in verschiedene
Bordnetze integriert werden kann. Dadurch reduzieren sich beim Kunden Montageprozesse
und somit der Logistikaufwand. Wegen des steigenden Bedarfs an Datentransfers im Pkw
entwickelten wir im Berichtszeitraum außerdem eine neue Fahrzeugleitung für Automotive
Ethernet, die auch bei widrigen Bedingungen eine störungsfreie Datenkommunikation
gewährleistet. Ein wichtiges Thema im Bereich Industrial Solutions ist die Anpassung unseres Angebots
an länderspezifische Anforderungen. In der Berichtsperiode konnten wir die Zulassung
unseres Patientenpositionierungssystems ORION für den US-amerikanischen Markt erreichen
und damit unsere Ausgangsposition in dieser bedeutenden Region verbessern. Ausführliche
Informationen über unsere F & E-Arbeit enthält der aktuelle Geschäftsbericht. » Geschäftsbericht 2015 Seite 97 ff. MitarbeiterBeschäftigtenzahl steigt auf rund 77.000 PersonenZum Stichtag 30. September 2016 waren im LEONI-Konzern 77.013 Mitarbeiter tätig. Seit
dem Jahreswechsel hat sich die Belegschaft damit um 2.995 Personen vergrößert. In
Deutschland beschäftigte LEONI 4.392 (31. Dezember 2015: 4.359) und im Ausland 72.621
Arbeitnehmer (31. Dezember 2015: 69.659). Das entsprach einem Auslandsanteil von rund
94 Prozent. Ergänzend waren 4.423 Zeitarbeitskräfte (31. Dezember 2015: 4.366) im
Einsatz. Sie arbeiteten vor allem an Standorten in Osteuropa und China für LEONI. Der Unternehmensbereich Wiring Systems erweiterte seine Belegschaft in den ersten
neun Monaten 2016 um 2.620 auf 67.365 Beschäftigte. Zusätzliche Mitarbeiter wurden
hauptsächlich für die Bearbeitung von Bordnetz-Aufträgen an Standorten in Amerika,
Asien, Osteuropa und Nordafrika benötigt. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions waren per Ende September des laufenden
Jahres 9.366 Personen tätig, 359 mehr als Ende 2015. Aufgrund der anhaltend guten
Nachfrage wurden Neueinstellungen insbesondere für die Fertigung von Fahrzeug-Sonderleitungen
sowie Spezialkabeln für Industrieanwendungen und Medizintechnik vorgenommen, und zwar
sowohl in der Region EMEA als auch in Asien und Amerika. Die Zahl der Mitarbeiter in der Holdinggesellschaft LEONI AG erhöhte sich seit dem
31. Dezember 2015 um 16 auf 282 Personen. NachtragsberichtNach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten. NachhaltigkeitsberichtLEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung, die den Bedürfnissen
aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht werden soll. Ausführliche
Informationen über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten finden Sie im aktuellen Geschäftsbericht
und dem im August 2016 veröffentlichten vierten Global Compact-Fortschrittsbericht,
der auf unserer Website abrufbar ist. » Geschäftsbericht 2015 Seite 102 ff. » www.leoni.com Risiko- und ChancenberichtAufgrund des im August 2016 erkannten Betrugsfalls haben wir unsere Aufmerksamkeit
gegenüber kriminellen Aktivitäten ausgeweitet und überprüfen intern alle relevanten
Prozesse, Regelungen und Kontrollmechanismen im Finanzbereich. Kurzfristig wurden
unsere Kontrollmaßnahmen insbesondere mit Blick auf Finanztransaktionen bereits verstärkt. Darüber hinaus hat sich die Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern seit
dem Jahresende 2015 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen
auch weiterhin nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur
und der Aufbau des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2015 umfassend
dargestellt. » Geschäftsbericht 2015 Seite 108 ff. PrognoseberichtKonjunkturelle RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldWegen der bisher verhaltenen konjunkturellen Entwicklung und den unverändert bestehenden,
vielseitigen Risiken für die Weltwirtschaft rechnet der IWF im laufenden Jahr mit
einem Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,1 Prozent. Das Wachstum
kommt wesentlich aus den Entwicklungs- und Schwellenländern, für die eine Zunahme
um 4,2 Prozent vorhergesagt wird. Die größten Impulse liefern China und Indien, während
für Brasilien und Russland weiterhin Rückgänge zu erwarten sind. In den Industrienationen
dürfte es dagegen nur ein leichtes Plus um 1,6 Prozent geben, das von den USA, den
Ländern der Euro-Zone und trotz des Brexit-Votums auch von Großbritannien getragen
wird. Das deutsche BIP wird dem IWF zufolge 2016 um 1,7 Prozent zulegen. BranchenentwicklungDie meisten für LEONI wichtigen Branchen rechnen im Jahr 2016 weiterhin mit einer
leicht positiven oder zumindest stabilen Entwicklung: Nach Schätzungen von IHS Automotive
wird die internationale Automobilindustrie im laufenden Jahr weltweit rund 3 Prozent
mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge herstellen als 2015. Dabei soll die Pkw-Produktion
nur in der Region EMEA etwas steigen, global gesehen dagegen abnehmen. Bei Light Trucks
sind sowohl in Asien als auch in Amerika und der Region EMEA höhere Ausbringungsmengen
zu erwarten. Die Lkw- und Sonderfahrzeugindustrie wird 2016 gemäß den aktuellen Daten von IHS Automotive
wie bereits zu Jahresbeginn prognostiziert weltweit rund 3 Prozent mehr schwere Nutzfahrzeuge
fertigen als im Vorjahr. Der Zuwachs resultiert aus einem deutlichen Plus in Asien,
während die Produktion vor allem in Amerika spürbar zurückgehen soll. Für den Welt-Elektromarkt ist 2016 laut einer im September aktualisierten Prognose
des ZVEI von einem Wachstum um 3 Prozent auszugehen. Positive Impulse kommen vor allem
aus Asien und Europa, wogegen der amerikanische Markt nur leicht zulegen dürfte. Zu
den am stärksten expandierenden Segmenten zählt die Medizintechnik, aber auch andere
für LEONI wichtige Teilmärkte wie die Automation und die Kommunikationstechnik werden
expandieren. Im Maschinen- und Anlagenbau ist im laufenden Jahr dem VDMA zufolge global mit einer
Umsatzstagnation zu rechnen. Der Maschinenabsatz dürfte in China etwas zulegen, in
Europa stagnieren und in den USA sowie in Japan zurückgehen. Für Deutschland erwartet
der Verband angesichts des schwachen weltwirtschaftlichen Umfelds und anhaltender
politischer Störungen auch in der Produktion nur ein Nullwachstum. Die Umsätze der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche (ITK) werden
sich 2016 nach Angaben von BITKOM weltweit um 1,8 Prozent erhöhen. Dabei fällt das
Plus in der Informationstechnologie (IT) kräftiger aus als im Bereich Telekommunikation.
Größter Einzelmarkt bleiben die USA mit einem Umsatzanstieg von 3,5 Prozent. In Europa
wächst das ITK-Geschäft voraussichtlich nur um 0,7 Prozent, wobei hier die IT-Umsätze
zulegen, während für Produkte und Dienstleistungen der Telekommunikation ein Rückgang
vorhergesagt wird. Die inländischen ITK-Unternehmen werden ihren Umsatz 2016 voraussichtlich
um 1,7 Prozent ausbauen. Entwicklung des LEONI-KonzernsDer Vorstand der LEONI AG geht davon aus, dass sich die solide operative Geschäftsentwicklung
der beiden Unternehmensbereiche auch im vierten Quartal 2016 fortsetzt. Der Konzernumsatz
wird sich daher im Gesamtjahr 2016 aus heutiger Sicht auf rund 4,4 Mrd. € belaufen
und damit wie erwartet circa 2 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert liegen.
Der geringfügige Rückgang ist vor allem auf den niedrigeren Kupferpreis, die schwächere
Konjunktur in China und anderen wichtigen Märkten sowie den Wegfall des Geschäftsvolumens
unserer chinesischen Gesellschaft in Langfang aufgrund der Einbringung in ein Joint
Venture zurückzuführen. Das Konzern-EBIT wird sich rein operativ ebenfalls wie erwartet entwickeln, ist aber
wie bereits berichtet durch den Betrugsfall mit rund 40 Mio. € belastet. Deshalb bestätigen
wir die in diesem Zusammenhang im September 2016 veröffentlichte, von circa 105 Mio.
€ auf rund 65 Mio. € reduzierte Jahresprognose für das Konzern-EBIT. Neben dem negativen
Sondereffekt aus dem Betrug enthält das Ergebnis wie geplant Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von circa 30 Mio. €, die überwiegend die Transformation der Wiring Systems
Division betreffen. 2015 betrug das EBIT inklusive eines positiven Sondereffekts von
19,6 Mio. € aus dem Verkauf der Anteile der Gesellschaft in Langfang 151,3 Mio. €. Die Belastung aus dem Betrugsfall wirkt sich auch auf andere wichtige Finanzkennzahlen
aus. Dementsprechend wurde die Tabelle "Ziele des LEONI-Konzerns" am Ende dieses Kapitels
angepasst. Für den Unternehmensbereich Wiring Systems erwarten wir im Gesamtjahr einen Umsatz
von rund 2,6 Mrd. € (Vorjahr: 2,67 Mrd. €) und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern
von etwa 30 Mio. € (Vorjahr: 87,4 Mio. €). Darin wurden Restrukturierungsaufwendungen
in Höhe von circa 25 Mio. € berücksichtigt, während das Vorjahres-EBIT den positiven
Sondereffekt aus dem abgeschlossenen Joint Venture in China von 19,6 Mio. € enthalten
hatte. Die Umsetzung unseres Transformationsprogramms wird in den kommenden Monaten
sukzessive zur weiteren Verbesserung der Profitabilität der Wiring Systems Division
beitragen. Auch den Ausbau unserer Kapazitäten für anstehende Neuprojekte unserer
Kunden werden wir fortsetzen. Unter anderem erweitern wir Standorte in China, der
Ukraine sowie Serbien und errichten ein neues Werk in Mexiko. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions rechnen wir 2016 mit einem Umsatz von
rund 1,8 Mrd. € (Vorjahr: 1,83 Mrd. €), wobei der leichte Rückgang ausschließlich
auf den niedrigeren Kupferpreis zurückzuführen ist. In den kommenden Monaten treiben
wir unsere Entwicklung zum Lösungsanbieter entsprechend der neuen Bereichsstrategie
konsequent voran. Dazu werden weiterhin sowohl geeignete Akquisitionen als auch Bereinigungsmöglichkeiten
unseres Geschäftsportfolios geprüft. Das Segment-EBIT steigt aus heutiger Sicht auf
rund 75 Mio. € (Vorjahr: 63,9 Mio. €). Hierin sind Restrukturierungsaufwendungen von
circa 5 Mio. € für die Portfolio-Bereinigung enthalten. Einen wesentlichen Schwerpunkt
unserer Investitionen wird auch künftig der weltweite Ausbau der Kapazitäten für Fahrzeug-Sonderleitungen
bilden. Darüber hinaus wollen wir im Frühjahr 2017 mit dem Bau einer neuen Fabrik
am deutschen Standort Roth beginnen. Dort entstehen High-Tech-Produktionsanlagen für
hochwertige Kabel und Leitungen sowie ein Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für
den gesamten Unternehmensbereich. LEONI ist ein stabil aufgestelltes und finanziertes Unternehmen mit guten Zukunftsperspektiven. Der umfassende Transformationsprozess in der Wiring Systems Division und die strategische Neuausrichtung des Unternehmensbereichs WCS sowie der solide Auftragsbestand in beiden Segmenten bilden die Basis für unsere langfristig positive Entwicklung. Darüber hinaus ist LEONI mit innovativen Produkten und Systemen wettbewerbsfähig positioniert und wird von den maßgeblichen Trends in wichtigen Abnehmerbranchen überdurchschnittlich profitieren. Für unser Automotive-Geschäft bieten sich beispielsweise Chancen durch den zunehmenden Bedarf an Kabeln und Systemen für Lösungen in den Bereichen autonomes Fahren und Elektromobilität oder an Gewichtsoptimierung und damit CO2 -Einsparung durch Miniaturisierung und Leichtbau. Unsere Industriebereiche erhalten positive Impulse unter anderem von den Trends zu Digitalisierung in allen Lebensbereichen und Ressourcenschonung durch alternative Energietechnik. Weitere Informationen zur künftigen Entwicklung und unserer an den globalen Trends
ausgerichteten Konzernstrategie finden Sie im Geschäftsbericht 2015. » Geschäftsbericht 2015 Seite 51 ff. und Seite 123 ff. Ziele des LEONI-Konzernsscroll
Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2016Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-BilanzAktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
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Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
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| 3. Quartal | 1. - 3. Quartal | ||||
| T€ (außer Mitarbeiter) | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | Veränderung |
| Wiring Systems | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | 638.467 | 649.653 | 2.005.456 | 1.987.482 | 0,9 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 37 | 36 | 226 | 194 | 16,5 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 638.430 | 649.617 | 2.005.230 | 1.987.288 | 0,9 % |
| EBIT | 4.493 | 5.821 | 26.624 | 58.662 | - 54,6 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 0,7 % | 0,9 % | 1,3 % | 3,0 % | - |
| Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) | 67.365 | 65.808 | 67.365 | 65.808 | 2,4 % |
| Wire & Cable Solutions | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | 472.423 | 508.197 | 1.434.120 | 1.522.754 | - 5,8 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 39.370 | 46.089 | 130.355 | 133.822 | - 2,6 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 433.053 | 462.108 | 1.303.765 | 1.388.932 | - 6,1 % |
| EBIT | 22.757 | 24.058 | 62.527 | 56.546 | 10,6 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | 5,3 % | 5,2 % | 4,8 % | 4,1 % | - |
| Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) | 9.366 | 8.895 | 9.366 | 8.895 | 5,3 % |
| Konsolidierung / LEONI AG | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | - 39.407 | - 46.125 | - 130.581 | - 134.016 | 2,6 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | 39.407 | 46.125 | 130.581 | 134.016 | - 2,6 % |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | - | - | - | - | |
| EBIT | - 39.932 | - 83 | - 39.904 | 116 | |
| Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) | 282 | 270 | 282 | 270 | 4,4 % |
| Konzern | |||||
| Umsatzerlöse, brutto | 1.071.483 | 1.111.725 | 3.308.995 | 3.376.220 | - 2,0 % |
| ./. Konzerninnenumsätze (Intersegmentumsätze) | - | - | - | - | |
| Konzernaußenumsatz (Umsätze mit Dritten) | 1.071.483 | 1.111.725 | 3.308.995 | 3.376.220 | - 2,0 % |
| EBIT | - 12.682 | 29.796 | 49.247 | 115.324 | - 57,3 % |
| EBIT in % vom Konzernaußenumsatz | - 1,2 % | 2,7 % | 1,5 % | 3,4 % | - |
| Mitarbeiter 30. 09. (Anzahl) | 77.013 | 74.973 | 77.013 | 74.973 | 2,7 % |
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 14.130 T€ (Vorjahr: 11.534 T€) enthielten
3.416 T€ (Vorjahr: 8.133 T€) Zuwendungen der öffentlichen Hand, die hauptsächlich
für die Förderung der Exportwirtschaft in Ägypten gewährt wurden. Des Weiteren sind
Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen für unser Joint Venture in Langfang
in Höhe von 3.762 T€ (Vorjahr: 0 T€; siehe hierzu auch Textziffer 10) enthalten. Währungsgewinne
fielen in Höhe von 2.081 T€ an.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 68.901 T€ (Vorjahr: 9.738 T€). Der
maßgebliche Anteil entfällt auf den im August 2016 aufgedeckten Betrugsfall in Höhe
von 39.552 T€. Des Weiteren fielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 23.484
T€ (Vorjahr: 1.483 T€) an, wovon per 30. September 2016 13.222 T€ (Vorjahr: 225 T€)
in den Restrukturierungsrückstellungen enthalten sind. Im Segment Wiring Systems fielen
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 22.144 T€ (Vorjahr: 1.077 T€), maßgeblich
für den Stellenabbau im Zuge der Reorganisation des Unternehmensbereichs, an. Auf
das Segment Wire & Cable Solutions entfielen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe
von 1.340 T€ (Vorjahr: 406 T€) für die Schließung der Fertigung für Industrial Projects
in Mexiko und Standard Automotive Cables in Indien. Im Vorjahr waren in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von 2.870 T€ enthalten.
Das Finanzergebnis, der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen, betrug -17.210
T€ (Vorjahr: - 20.045 T€). Hier machten sich die günstigeren Konditionen aus den Refinanzierungsaktivitäten
im Jahr 2015 bemerkbar, die zu einer Abnahme der Zinsaufwendungen führten.
Die ausgewiesenen Ertragsteuern von 20.691 T€ (Vorjahr: 27.848 T€) enthielten in Höhe
von 25.372 T€ (Vorjahr: 23.485 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 4.681 T€
latenten Steuerertrag (Vorjahr: 4.363 T€ latenter Steueraufwand), der auf Bilanzpostenunterschiede
und die Veränderung von Verlustvorträgen zurückzuführen war.
Die Steuerquote betrug 64,2 Prozent (Vorjahr: 29,2 Prozent). Bereinigt um den Betrugsfall
lag sie mit 28,8 Prozent leicht unter Vorjahresniveau.
Die folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge
des sonstigen Ergebnisses:
| 3. Quartal | ||||||
| 2016 | 2015 | |||||
| T€ | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | - 23.507 | 4.712 | - 18.795 | - 656 | - 21 | - 677 |
| Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung | - 3.300 | 0 | - 3.300 | - 23.899 | 0 | - 23.899 |
| Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges | 4.918 | - 14 | 4.904 | - 503 | 487 | - 16 |
| Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | - 157 | 0 | - 157 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 22.046 | 4.698 | - 17.348 | - 25.058 | 466 | - 24.592 |
| 1.- 3. Quartal | ||||||
| 2016 | 2015 | |||||
| T€ | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag | Vorsteuerbetrag | Steuereffekt | Nettobetrag |
| Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste | - 62.456 | 13.501 | - 48.955 | 5.658 | - 1.796 | 3.862 |
| Veränderung der Differenz aus Währungsumrechnung | - 29.501 | 0 | - 29.501 | 32.165 | 0 | 32.165 |
| Veränderung unrealisierter Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges | 3.139 | - 504 | 2.635 | - 11 | 542 | 531 |
| Veränderungen des Anteils am sonstigen Ergebnis, der auf assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen entfällt | - 824 | 0 | - 824 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | - 89.642 | 12.997 | - 76.645 | 37.812 | - 1.254 | 36.558 |
Im Berichtszeitraum führte der Rückgang des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen
in England, Deutschland und der Schweiz zu versicherungsmathematischen Verlusten in
Höhe von 62.456 T€ (Vorjahr: Gewinne 5.658 T€).
Durch die Translation von Fremdwährungen, im Wesentlichen des chinesischen Renminbi
und des britischen Pfunds, in die Berichtswährung Euro schlugen sich im sonstigen
Ergebnis Währungsumrechnungsverluste von 29.501 T€ (Vorjahr: Gewinne 32.165 T€) nieder.
Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis
von - 76.645 T€ (Vorjahr: 36.558 T€).
Ein zum Verkauf bestimmtes Gebäude an einem marokkanischen Standort des Segments Wiring
Systems wurde in die langfristigen Vermögenswerte zurückgegliedert. Grund dafür ist,
dass Verhandlungen über den Gebäudeverkauf kurz vor Abschluss gescheitert waren und
gegenwärtig keine Verkaufsabsicht mehr besteht.
Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,
die zum 30. September 2016 und zum 30. September 2015 im Konzern bestanden:
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 |
Buchwert 30.09.2016 |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 91.046 | 91.046 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 606.382 | 606.382 | |||
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | LaR | 56.188 | 56.188 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen | LaR | 20.851 | 20.851 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 1.456 | 1.456 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 7.501 | 5.447 | 2.054 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 727.389 | 727.389 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 212.180 | 212.180 | |||
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 395.949 | 395.949 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 35.199 | 35.199 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 13.242 | 13.242 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 12.159 | 12.159 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Loans and Receivables (LaR) | LaR | 774.467 | 774.467 | |||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | FAHfT | 1.456 | 1.456 | |||
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | FLAC | 1.370.717 | 1.370.717 | |||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | FLHfT | 13.242 | 13.242 | |||
| T€ | Fair Value 30.09.2016 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 91.046 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 606.382 |
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | 56.188 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 20.851 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |
| Available-for-Sale Financial Assets | 1.065 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.456 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 7.501 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 727.389 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 216.105 |
| Schuldscheindarlehen | 411.005 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 35.199 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 13.242 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 12.159 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |
| Loans and Receivables (LaR) | 774.467 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 1.065 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 1.456 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1.389.698 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 13.242 |
| Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | ||||||
| T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert 30.09.2015 |
Fortgeführte Anschaffungskosten |
Anschaffungs- kosten |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgswirksam |
| Aktiva | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 120.791 | 120.791 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 645.460 | 645.460 | |||
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | LaR | 54.385 | 54.385 | |||
| Sonstige finanzielle Forderungen | LaR | 21.298 | 21.298 | |||
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Available-for-Sale Financial Assets | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 6.349 | 6.349 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 5.443 | 3.396 | 2.047 | ||
| Passiva | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 756.857 | 756.857 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 156.608 | 156.608 | |||
| Schuldscheindarlehen | FLAC | 395.808 | 395.808 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 80.828 | 80.828 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 11.691 | 11.691 | |||
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n/a | 9.895 | 9.895 | |||
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | ||||||
| Loans and Receivables (LaR) | LaR | 841.934 | 841.934 | |||
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | AfS | 1.065 | 1.065 | |||
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | FAHfT | 6.349 | 6.349 | |||
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | FLAC | 1.390.101 | 1.390.101 | |||
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | FLHfT | 11.691 | 11.691 | |||
| T€ | Fair Value 30.09.2015 |
| Aktiva | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 120.791 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 645.460 |
| Langfristige Forderungen aus Entwicklungsaufträgen | 54.385 |
| Sonstige finanzielle Forderungen | 21.298 |
| Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte | |
| Available-for-Sale Financial Assets | 1.065 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 6.349 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 5.443 |
| Passiva | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 756.857 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 159.701 |
| Schuldscheindarlehen | 403.547 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 80.828 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 11.691 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 9.895 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |
| Loans and Receivables (LaR) | 841.934 |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 1.065 |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 6.349 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 1.400.933 |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 11.691 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen
die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten
über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt-
und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise
die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, der
Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung
der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen Margen ermittelt.
Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe 3 zuzuordnen.
Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen,
am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge
bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko
des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten
Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines
Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente
(Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden
die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden
für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen
Finanzinstrumente:
| Notierte Preise auf aktiven Märkten | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren | Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren | |||
| 30.09.2016 |
T€ | (Stufe 1) | (Stufe 2) | (Stufe 3) | Summe |
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | |||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 145 | 1.311 | 0 | 1.456 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 7.501 | 0 | 7.501 | |
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 13.242 | 0 | 13.242 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 |
12.159 | 0 | 12.159 |
| Notierte Preise auf aktiven Märkten |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter auf beobachtbaren Marktdaten
basieren |
Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Parameter nicht auf beobachtbaren
Marktdaten basieren |
|||
| 30.09.2015 |
T€ | (Stufe 1) | (Stufe 2) | (Stufe 3) | Summe |
| Zum Fair Value bewertete Vermögenswerte | |||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 6.349 | 0 | 6.349 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 5.443 | 0 | 5.443 | |
| Zum Fair Value bewertete Verbindlichkeiten | |||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 942 | 10.749 | 0 | 11.691 | |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 0 | 9.895 | 0 | 9.895 |
Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen
Stufen statt.
LEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich
zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen
mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 8.343 T€ (Vorjahr: 22 T€)
erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 3.179 T€ (Vorjahr: 2 T€).
Der Anstieg der Geschäfte im Vergleich zum Vorjahr ist auf Geschäftsbeziehungen mit
unserem chinesischen Joint Venture in Langfang zurückzuführen (vgl. hierzu auch Textziffer
4).
Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen
wurden im Berichtszeitraum 1.221 T€ (Vorjahr: 1.085 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe
im Wert von 468 T€ (Vorjahr: 586 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen
wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt.
Für die vorzeitige Beendigung des Vertragsverhältnisses von Dr. Frank Hiller ist eine
Ausgleichszahlung in Höhe von 896 T€ zurückgestellt worden. Im Jahr 2017 wird außerdem
eine erfolgsabhängige Komponente ausbezahlt werden, deren Höhe sich am Erfolg des
Geschäftsjahres 2016 orientiert.
Der Aufsichtsrat hat Karl Gadesmann mit Wirkung zum 1. Oktober 2016 als neuen Finanzvorstand
bestellt.
Sein Vorstandsmandat läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2019.
Außerdem hat der Aufsichtsrat einer Vereinbarung mit dem Vorstandsmitglied Dr. Frank
Hiller über sein einvernehmliches Ausscheiden aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2016
zugestimmt. Ein neues Vorstandsmitglied wurde bereits berufen.
Im Rahmen der neuen strategischen Ausrichtung des Segments Wire & Cable Solutions
wurde am 3. November 2016 ein Vertrag zur Veräußerung der Anteile an der LEONI Studer
Hard GmbH an die französische Gesellschaft Ionisos SAS unterzeichnet.
Nürnberg, den 8. November 2016
Der Vorstand