![]() Leoni AGNürnbergZwischenbericht zum 1. Halbjahr 2017scroll
Konzernumsatz Mio. €![]() ![]() Konzern-EBITDA Mio. €![]() Konzern-EBIT Mio. €![]() Die LEONI-AktieDie wichtigsten Daten zur LEONI-Aktie im Überblickscroll
scroll
Börsen trotz Korrektur im AufwärtstrendIm ersten Halbjahr 2017 herrschte an den Aktienmärkten weltweit überwiegend positive
Stimmung. Wichtige internationale Börsenbarometer wie der Dow Jones-, der Nasdaq-
und der EuroStoxx-Index schlossen zur Jahresmitte gegenüber Ende 2016 deutlich im
Plus, obwohl es im Juni teilweise zu kräftigen Korrekturen kam. An den deutschen Handelsplätzen stellte sich die Situation ähnlich dar: Der Leitindex
DAX gewann im Berichtszeitraum unter dem Strich über 7 Prozent und der MDAX mehr als
10 Prozent an Wert. Die im DAXSektorindex Automobile zusammengefassten Automobilaktien
gaben dagegen in Summe knapp 2 Prozent nach. Der Sub-Index der Automobilzulieferindustrie
nahm um rund 6 Prozent zu. LEONI-Aktie gut 33 Prozent im PlusDie LEONI-Aktie setzte ihren Aufwärtstrend vom Jahresbeginn im zweiten Quartal zunächst
fort. Ausgehend vom Tiefstkurs 34,95 € Anfang Januar stieg sie kontinuierlich und
erreichte am 10. Mai 2017 den bisherigen Jahreshöchststand von 55,20 €. Nach der Dividendenausschüttung
gab die Notierung bis zur Jahresmitte nach. Am 30. Juni 2017 kostete die LEONI-Aktie
45,08 €. Unter dem Strich gewann unser Papier im ersten Halbjahr 2017 damit mehr als
33 Prozent an Wert. Die Marktkapitalisierung der circa 32,7 Millionen LEONI-Aktien erhöhte sich in den
ersten sechs Monaten 2017 von rund 1.106 Mio. € (31.12.2016) auf fast 1.473 Mio. €
(30. 6. 2017). Lebhafter Handel mit LEONI-AktienDurchschnittlich wechselten von Januar bis Juni des laufenden Jahres börsentäglich
261.404 LEONI-Aktien den Besitzer im Vergleich zu 303.658 Stück im entsprechenden
2016er Zeitraum. Damit wurden im ersten Halbjahr insgesamt 32,9 Millionen Aktien gehandelt
(Vorjahr: 38,3 Millionen Stück). Mehrheitlich positive AnalystenmeinungenVon professionellen Finanzmarktakteuren wird die LEONI-Aktie insgesamt positiv bewertet.
Die überwiegende Mehrheit der aktuell 20 Studien (Stand Mitte Juli 2017) von Banken
und Finanzinstituten rät dazu, unsere Aktie zu halten oder zu kaufen. Konkret gibt
es derzeit sechs Kaufempfehlungen und zehn neutrale oder Halte-Bewertungen. Lediglich
vier Investmentspezialisten sprechen sich für einen Verkauf aus. Anteilseignerstruktur: LEONI-Aktien breit gestreutDie 32.669.000 LEONI-Aktien befinden sich nach wie vor vollständig im Streubesitz.
Rund zwei Drittel der Papiere liegen bei institutionellen Investoren, das übrige Drittel
bei Privatanlegern. Etwa 60 Prozent unserer Aktien werden in Deutschland gehalten.
Der Rest verteilt sich gleichmäßig auf das europäische Ausland mit Schwerpunkt Großbritannien
sowie die USA. Über der 3-Prozent-Meldeschwelle lagen am 30. Juni 2017 das US-amerikanische
Investmenthaus T. Rowe Price, die Schroders PLC, Großbritannien, die Classic Fund
Management Aktiengesellschaft, Liechtenstein, die Schweizer UBS Group AG, die Hans
Wilms Beteiligungs GmbH, Deutschland, und die Dimensional Holdings Inc., USA. Alle im Berichtszeitraum eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind ebenso wie frühere
Meldungen auf unserer Website (www.leoni.com/de/Investor-Relations/Stimmrechtsmitteilungen)
abrufbar. Kursverlauf 1. Halbjahr 2017![]() Quelle: Deutsche Börse AG indexiert zum 30. Dezember 2016 HalbjahresfinanzberichtKonzernzwischenlageberichtRahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im ÜberblickGesamtwirtschaftDie globale Konjunktur entwickelte sich im bisherigen Jahresverlauf trotz zahlreicher
Risiken weiter positiv. In vielen Entwicklungs- und Schwellenländern, allen voran China und Brasilien, aber
auch in einigen großen Industriestaaten wie Kanada, Frankreich und Deutschland fiel
das Wachstum nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) im ersten Quartal
2017 höher aus als erwartet. Auch die Indikatoren für das zweite Vierteljahr weisen
nach oben. Ausnahmen bildeten -aufgrund des unklaren Kurses von Regierung und Notenbank
-die USA sowie Großbritannien wegen der unsicheren Brexit-Auswirkungen. BranchenkonjunkturIn der weltweiten Automobilindustrie, mit einem Umsatzanteil von rund 80 Prozent die
wichtigste Abnehmerbranche von LEONI, war die Lage in den ersten sechs Monaten 2017
insgesamt gleichfalls günstig. Besonders gut fiel die Halbjahresbilanz nach Angaben
des VDA (Verband der Automobilindustrie) in Europa aus -mit einem Absatzplus von insgesamt
rund 5 Prozent. Erfreulich gewachsen ist der Absatz außerdem in Japan, Indien und
den früheren Krisenländern Russland und Brasilien. Dagegen erhöhten sich die Neuzulassungen
im wichtigen chinesischen Markt in der ersten Jahreshälfte nur um rund 3 Prozent,
nachdem sie im Vorjahr noch zweistellig zugelegt hatten. In den USA nahmen die Absatzzahlen
in den ersten sechs Monaten 2017 sogar um gut 2 Prozent ab. Entwicklung des Automobilabsatzes in wichtigen LändernJanuar bis Juni 2017 / 2016 %![]() 1
Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) Quelle: VDA Der Weltmarkt für schwere Nutzfahrzeuge zeigte im bisherigen Jahresverlauf nach unseren
Beobachtungen ebenfalls in Summe positive Tendenzen. Die Nachfrage nach Kabelsätzen
für Lkw und den Motorenbau erhöhte sich in Europa und blieb in der NAFTA-Region konstant.
Im Bereich Bau- und Landmaschinen verzeichneten wir weltweit einen stabilen bis steigenden
Trend. Auch in vielen anderen für LEONI bedeutenden Industriebranchen verlief das Geschäftsjahr
bisher erfreulich. So haben sich die Auftragseingänge sowohl in der deutschen Elektrotechnik-
und Elektronikindustrie als auch im Maschinen- und Anlagenbau laut den jeweiligen
Fachverbänden in den ersten fünf Monaten 2017 spürbar erhöht. Die petrochemische Industrie
war dagegen weiter durch den niedrigen Ölpreis belastet. Geschäftsverlauf des LEONI-Konzerns im ÜberblickNach dem starken Jahresauftakt setzte LEONI im zweiten Quartal 2017 den guten Geschäftsverlauf
fort und entwickelte sich damit insgesamt besser als erwartet. Der Konzernumsatz erhöhte
sich von April bis Juni im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um knapp
8 Prozent auf 1.236,1 Mio. €. Im gesamten ersten Halbjahr stieg das Geschäftsvolumen
um gut 9 Prozent auf 2.441,5 Mio. €. Den Großteil des Zuwachses erzielte LEONI aus
eigener Kraft. Die Basis dafür bildete die anhaltend gute Nachfrage der Automobilindustrie.
Darüber hinaus hatte der höhere Kupferpreis einen positiven Effekt. Im Berichtszeitraum erreichten beide Unternehmensbereiche Umsatzzuwächse. Die Wiring
Systems Division (WSD) steigerte ihren Umsatz weltweit etwas stärker als erwartet
und konnte auch ihren Auftragseingang kräftig ausweiten. Im Segment Wire & Cable Solutions
(WCS) stand dem guten Geschäft mit Automobilleitungen eine schwache Nachfrage in einzelnen
Industrie- und Infrastrukturbereichen gegenüber. Durch den Verkauf des Geschäfts mit
Kabeln für Haushalts- und Elektrogeräte (Electrical Appliance Assemblies, ES), der
Anfang Mai 2017 abgeschlossen wurde, war der Umsatz dieser Business Group (BG) zudem
nur noch für vier Monate enthalten. Aufgrund des deutlich positiven Kupferpreiseffekts
nahm der Umsatz der WCS insgesamt dennoch zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des LEONI-Konzerns erhöhte sich im zweiten
Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 37,6 Mio. € auf 83,9 Mio. € und im
gesamten ersten Halbjahr von 61,9 Mio. € auf 136,8 Mio. €. Neben zusätzlichen Deckungsbeiträgen
durch den Mehrumsatz und operativen Verbesserungen im Unternehmensbereich Wiring Systems
spielten Einmaleffekte eine wesentliche Rolle für diese Steigerung: Die Veräußerung
der BG Electrical Appliance Assemblies führte im zweiten Quartal 2017 zu einem positiven
Entkonsolidierungseffekt von 24,8 Mio. €. Hinzu kam im ersten Quartal ein Sonderertrag
aus einer Vertrauensschadensversicherung in Höhe von 5,0 Mio. € im Zusammenhang mit
dem 2016 aufgedeckten Betrugsfall. Der Vergleichszeitraum 2016 war dagegen durch hohe
Restrukturierungsaufwendungen (21,1 Mio. €), die vorwiegend im Unternehmensbereich
Wiring Systems anfielen, belastet. Die Strategie, die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte
des LEONI Konzerns sind ausführlich im Geschäftsbericht 2016 dargestellt und haben
sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Der aktuelle Bericht kann auf
der LEONI-Website unter der Rubrik Investor Relations/ Finanzpublikationen eingesehen
und heruntergeladen oder bei der LEONI AG angefordert werden. » www.leoni.com Bericht aus den Unternehmensbereichen/SegmentberichtUnternehmensbereich Wiring SystemsUmsatz legt im ersten Halbjahr um 10 Prozent auf 1,5 Mrd. € zuIn der Wiring Systems Division erhöhte sich der Außenumsatz im zweiten Quartal 2017
verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode um rund 8 Prozent auf 774,2 Mio.
€. In den ersten sechs Monaten wurde ein Plus von gut 10 Prozent auf 1.504,9 Mio.
€ erzielt. Der überwiegende Teil der Umsatzsteigerung entfiel auf organisches Wachstum.
Die seit November 2016 konsolidierte chinesische Wuhan Hengtong Automotive, an der
wir eine Mehrheitsbeteiligung halten, leistete einen Beitrag von 11,3 Mio. €. Im ersten Halbjahr 2017 konnten wir das Geschäft mit fast allen Kundengruppen ausbauen.
Dabei wuchs vor allem der Umsatz mit wichtigen europäischen Automobilherstellern deutlich
stärker als der Markt produzierter Fahrzeuge. Kräftig zugenommen haben ferner die
Lieferungen an die internationale Nutzfahrzeugindustrie sowie von elektrischen und
elektronischen Komponenten. Der Umsatz mit Kabelsätzen und Bordnetz-Systemen für Fahrzeuge
mit Elektro- und Hybridantrieben legte von Januar bis Juni auf 19,4 Mio. € zu. Unterteilt
nach Regionen erhöhte sich insbesondere das Geschäftsvolumen in Asien, aber auch in
Amerika und der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) konnten wir leicht zulegen. Neuanläufe starten planmäßigIm zweiten Quartal 2017 begann wie geplant die Serienfertigung für mehrere neue Kundenprojekte,
die teilweise bereits erste Umsatzbeiträge leisteten. Unter anderem nahmen wir die
Produktion von BordnetzSystemen und Kabelsätzen für verschiedene neue Modelle asiatischer
und europäischer Hersteller auf. Hier handelte es sich mehrheitlich um Premiumfahrzeuge,
SUVs und Vans. Auch für die Nutzfahrzeug- und die internationale Zulieferindustrie
liefen mehrere Projekte an. scroll
Außenumsatz Wiring Systems Mio. €![]() ![]() EBIT Wiring Systems Mio. €![]() Segment-EBIT erhöht sich auf 64,1 Mio. €Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Unternehmensbereichs Wiring Systems verbesserte
sich im zweiten Quartal 2017 gegenüber 2016 von 17,1 Mio. € auf 41,2 Mio. € und in
den ersten sechs Monaten von 22,1 Mio. € auf 64,1 Mio. €. Hierzu trugen neben den
zusätzlichen Deckungsbeiträgen aus dem Mehrumsatz auch die umgesetzten Maßnahmen zur
Performancesteigerung bei. scroll
Orderbuch wächst auf fast 16 Mrd. €Der Unternehmensbereich Wiring Systems erhielt im zweiten Quartal 2017 umfangreiche
Neuaufträge aus der weltweiten Fahrzeugindustrie. Von besonderer Bedeutung war eine
große Bestellung eines weltweit tätigen Premium-Pkw-Herstellers, den wir ab 2020 in
Europa mit Bordnetz-Systemen für neue und Nachfolgemodelle beliefern werden. Auch
von verschiedenen internationalen Zulieferunternehmen gingen weitere Aufträge ein.
Zum 30. Juni 2017 erhöhte sich der Auftragsbestand der WSD über die nächsten fünf
Jahre von 14,0 Mrd. € auf 15,6 Mrd. €. Der genaue Umfang und der Zeitpunkt der Lieferungen
werden durch die tatsächlichen Abrufe unserer Kunden bestimmt. Die Bestellungen für
Bordnetz-Systeme und Kabelsätze von Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb legten stark
zu: In diesem Bereich vergrößerte sich der Auftragsbestand auf 628,0 Mio. €. Unternehmensbereich Wire & Cable SolutionsHalbjahresumsatz steigt um 8 Prozent auf 936,6 Mio. €Der Außenumsatz des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions nahm im zweiten Quartal
2017 im Vorjahresvergleich um rund 7 Prozent auf 461,8 Mio. € zu. Im ersten Halbjahr
stieg das Geschäftsvolumen um circa 8 Prozent auf 936,6 Mio. €. Der Zuwachs resultierte
aus positiven Kupferpreiseffekten. Organisch ging das Geschäftsvolumen dagegen um rund 2 Prozent oder 18,9 Mio. € zurück.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Umsatz mit Kabeln für Haus- und Elektrogeräte
wegen des Anfang Mai 2017 abgeschlossenen Verkaufs der Business Group Electrical Appliance
Assemblies nur noch für rund vier Monate enthalten war, was einem fehlenden Umsatzanteil
von rund 22 Mio. € entsprach. Der Bedarf an Automobilkabeln, insbesondere im Bereich Spezialleitungen zum Beispiel
für Sicherheitsanwendungen und die zunehmende Digitalisierung im Fahrzeug, blieb im
gesamten Berichtszeitraum weltweit hoch. Auch Kabel und Systeme für die Robotik und
die Automatisierungstechnik sowie unsere kupfer- und glasfaserbasierten Datenleitungen
waren unverändert stark gefragt. Dagegen schwächte sich das Geschäft mit Kabeln für
die petrochemische Industrie aufgrund der rückläufigen Marktentwicklung stärker ab
als erwartet, und auch bei Energie- und Infrastruktur-Kabeln fehlten positive Impulse.
Regional betrachtet wuchs der Umsatz in der Region EMEA und in Amerika, während er
in Asien durch den Verkauf des Geschäfts mit Kabeln für Haushalts- und Elektrogeräte
zurückging. scroll
Außenumsatz Wire & Cable Solutions Mio. €![]() ![]() EBIT Wire & Cable Solutions Mio. €![]() Ergebnis vor Zinsen und Steuern nimmt auf 67,9 Mio. € zuDas EBIT der Wire & Cable Solutions Division erhöhte sich im zweiten Quartal 2017
von 20,5 Mio. € auf 42,8 Mio. € und im ersten Halbjahr von 39,8 Mio. € auf 67,9 Mio.
€. Durch den Verkauf der Business Group Electrical Appliance Assemblies ergab sich
einerseits ein Entkonsoliderungseffekt von 24,8 Mio. €, der das Ergebnis im zweiten
Quartal einmalig positiv beeinflusste. Andererseits entfielen ab Mai die entsprechenden
Ergebnis- und Deckungsbeiträge. Außerdem war das EBIT durch das in diesem Maße unerwartet
schwache Geschäft mit der petrochemischen Industrie belastet. scroll
Auftragseingang erhöht sich auf 954,0 Mio. €Der Bestelleingang des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions nahm von Januar
bis Juni 2017 gemessen am vergleichbaren Vorjahreszeitraum um rund 8 Prozent auf 954,0
Mio. € zu und lag damit auch über dem Umsatz der Berichtsperiode. Baubeginn für die "Fabrik der Zukunft"Im April 2017 wurde mit dem Spatenstich die Bauphase der "Fabrik der Zukunft" am deutschen
Standort Roth eingeleitet. Die Grundsteinlegung für dieses moderne Kompetenzzentrum
des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions fand im Juni statt. Das neue Werk
wird sowohl das Kerngeschäft Kabelproduktion stärken als auch als Labor- und Entwicklungszentrum
für innovative Produkte und Lösungen fungieren. Unter anderem sollen dort hochmoderne
Datenleitungen für autonomes Fahren, Hochvolt- und Ladeleitungen für Fahrzeuge mit
alternativen Antrieben sowie Glasfaserkabel für Telekommunikation und Infrastruktur
gefertigt werden. Insgesamt plant LEONI, rund 90 Mio. € in das Kompetenzzentrum zu
investieren. Ab 2019 soll in der neuen Fabrik schrittweise die laufende Produktion
aus dem bestehenden Werk im Zentrum von Roth übernommen werden. Digitale Transformation ist auf gutem WegIm Mittelpunkt der digitalen Transformation der Wire & Cable Solutions Division stand
im ersten Halbjahr 2017 die Digitalisierung des Angebotsspektrums und dabei insbesondere
die Entwicklung sogenannter intelligenter Kabel, die ihre Funktionalität dank integrierter
Sensorik beispielsweise hinsichtlich Temperatur, Medienbeständigkeit oder mechanischer
Abnutzung selbst überwachen können. Auch im Hinblick auf die Organisation wurden wichtige
Fortschritte erzielt, unter anderem durch die verstärkte Sensibilisierung der Mitarbeiter
für die Bedeutung der digitalen Transformation und die neue strategische Positionierung
als führender Lösungsanbieter für sichere und intelligente Energieübertragungs- und
Datenmanagementsysteme. Umsatz und ErtragslageKonzernumsatz steigt im ersten Halbjahr um 9 Prozent auf 2,4 Mrd. €Der Konzernumsatz der LEONI AG nahm im zweiten Quartal 2017 gemessen am vergleichbaren
Vorjahreszeitraum um knapp 8 Prozent auf 1.236,1 Mio. € zu. Dank des starken Jahresauftakts
erhöhte sich unser Geschäftsvolumen kumuliert in den ersten sechs Monaten um gut 9
Prozent oder 204,0 Mio. € auf 2.441,5 Mio. €. Aus eigener Kraft wuchs LEONI um 5 Prozent
oder 111,7 Mio. €. Neue Gesellschaften leisteten einen Beitrag von 11,4 Mio. €. Dabei
handelt es sich im Wesentlichen um die erstmals einbezogene chinesische Mehrheitsgesellschaft
Wuhan Hengtong Automotive. Durch den gestiegenen Kupferpreis kam es zu einem positiven
Effekt von 91,5 Mio. €. Wechselkursveränderungen wirkten sich mit 10,6 Mio. € negativ
aus. scroll
Gestützt auf die weltweit solide Automobilkonjunktur konnten wir von Januar bis Juni
2017 in allen Regionen zulegen: Das höchste Plus von annähernd 17 Prozent auf 360,4
Mio. € wurde in Asien erzielt. In Amerika erhöhte sich der Umsatz um rund 9 Prozent
auf 374,6 Mio. € und in der Region EMEA um fast 8 Prozent auf 1.706,5 Mio. €. Konzernumsatz Mio. €![]() ![]() Konzernumsatz 1. Halbjahr 2017 nach Segmenten![]() Konzernumsatz 1. Halbjahr 2017 nach Regionen![]() EBIT wächst unterstützt von Einmaleffekten auf 136,8 Mio. €In den ersten sechs Monaten 2017 stiegen die Umsatzkosten des LEONI-Konzerns etwas
geringer als das Geschäftsvolumen um knapp 9 Prozent auf 2.013,4 Mio. €. Hierzu trug
insbesondere die Performanceverbesserung der Wiring Systems Division bei. Die Bruttomarge
verbesserte sich leicht von 17,2 Prozent auf 17,5 Prozent. Die Vertriebskosten nahmen
um circa 2 Prozent auf 125,3 Mio. € zu. Der Anstieg der Verwaltungskosten auf 133,9
Mio. € resultierte vor allem aus höheren Projekt- und IT-Kosten; ihr Anteil am Umsatz
betrug unverändert 5,5 Prozent. Dagegen verringerte sich der Aufwand für Forschung
& Entwicklung projektphasenbedingt um 3,5 Prozent auf 63,9 Mio. €. Von 11,8 Mio. € auf 36,7 Mio. € zugelegt haben im ersten Halbjahr die sonstigen betrieblichen
Erträge. Hier machte sich vor allem der Entkonsolidierungseffekt von 24,8 Mio. € aus
dem am 2. Mai 2017 abgeschlossenen Verkauf des Geschäfts mit Kabeln für Haushalts-
und Elektrogeräte der Wire & Cable Solutions Division bemerkbar. Dazu kam ein Sonderertrag
von 5,0 Mio. € aus einer Vermögensschadensversicherung im Zusammenhang mit dem 2016
aufgedeckten Betrugsfall, der bereits im ersten Quartal 2017 verbucht worden war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich erheblich von 28,4 Mio.
€ auf 13,4 Mio. €. Sie hatten im Vorjahr hohe Restrukturierungsaufwendungen von 21,1 Mio. € enthalten,
die überwiegend im Unternehmensbereich Wiring Systems angefallen waren, während in
der Berichtsperiode nur ein Aufwand von 0,3 Mio. € zu Buche schlug. Positiv wirkten
sich ferner die von 5,1 Mio. € auf 9,4 Mio. € gestiegenen Erträge aus assoziierten
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen aus, die das anteilige Ergebnis unseres chinesischen
Joint Ventures in Langfang beinhalten. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern legte von Januar bis Juni 2017 gemessen
am vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 61,9 Mio. € auf 136,8 Mio. € zu. Bereinigt
um Effekte aus Kaufpreisallokationen, Restrukturierungen, Entkonsolidierungen und
die Versicherungsentschädigung nahm das EBIT von 90,3 Mio. € auf 114,0 Mio. € zu. Das Finanzergebnis inklusive des sonstigen Beteiligungsergebnisses lag aufgrund des
durch die Geschäftsausweitung angestiegenen Finanzierungsbedarfs bei - 12,8 Mio. €
(Vorjahr: - 11,1 Mio. €), sodass sich das Ergebnis vor Steuern von 50,8 Mio. € auf
123,9 Mio. € erhöhte. Da der Veräußerungserlös der Business Group ES weitgehend steuerfrei
ist, fiel die Steuerquote im Berichtszeitraum mit 25,6 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent)
unterdurchschnittlich aus. Der Konzernüberschuss wuchs deshalb kräftig von 35,9 Mio.
€ auf 92,2 Mio. €. Im zweiten Quartal 2017 nahm das berichtete EBIT von 37,6 Mio. € auf 83,9 Mio. € zu.
Auf bereinigter Basis lag der Zuwachs bei rund 4 Prozent auf 62,3 Mio. €. Konzern-EBIT Mio. €![]() ![]() scroll
FinanzlageFree Cashflow gegenüber Vorjahr verbessertIm ersten Halbjahr 2017 erhöhte sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
des LEONI-Konzerns von 14,9 Mio. € auf 56,6 Mio. €. Dabei stand dem positiven Effekt
aus dem guten Ergebnis eine geschäfts- und kupferpreisbedingt gestiegene Mittelbindung
im Working Capital gegenüber. Für die Investitionstätigkeit flossen insgesamt 83,6
Mio. € ab nach 104,7 Mio. € im entsprechenden 2016er Zeitraum. Hier wurden die in
der Berichtsperiode höheren Investitionen durch den Mittelzufluss aus dem Verkauf
der Business Group Electrical Appliance Assemblies überkompensiert. Der Free Cashflow
vor Akquisitionen und Desinvestitionen verbesserte sich in den ersten sechs Monaten
2017 von - 89,8 Mio. € auf - 62,2 Mio. €. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der die Auszahlung der Dividende in Höhe
von 16,3 Mio. € enthielt (Vorjahr: 32,7 Mio. €), belief sich im ersten Halbjahr 2017
auf 8,3 Mio. € (Vorjahr: - 40,1 Mio. €). Unter dem Strich resultierte aus den Mittelzu- und -abflüssen inklusive wechselkursbedingter
Veränderungen per Ende Juni 2017 ein Finanzmittelbestand von 194,4 Mio. € (Vorjahr:
148,1 Mio. €). scroll
scroll
1
vor Akquisitionen und Desinvestitionen Free Cashflow1 Mio. €![]() ![]() 1
vor Akquisitionen und Desinvestitionen Investitionen steigen auf 115,8 Mio. €Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des LEONI-Konzerns
erhöhten sich im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode
von 90,9 Mio. € auf 115,8 Mio. €. Im Unternehmensbereich Wiring Systems investierten wir von Januar bis Juni des laufenden
Jahres 72,6 Mio. € (Vorjahr: 58,8 Mio. €). Im Zentrum stand weiterhin der weltweite
Ausbau unserer Kapazitäten im Zusammenhang mit neuen Kundenprojekten. Die Schwerpunkte
bildeten Standorterweiterungen und die Errichtung von zwei neuen Werken in Osteuropa
(Nis, Serbien und Kolomiya, Ukraine) sowie der Umbau der Divisionszentrale in Kitzingen. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erhöhte die Investitionen von 26,9
Mio. € auf 38,3 Mio. €. Der Fokus lag auf der Erweiterung der Spezialleitungsfertigung
für die Automobilindustrie in Osteuropa sowie der Kapazitäten für ausgewählte Industriekabel.
Für die neue Fabrik am deutschen Standort Roth fielen im Berichtszeitraum Investitionen
in Höhe von rund 6 Mio. € an. Im weiteren Jahresverlauf wird sich das Volumen hierfür
deutlich vergrößern. Die Investitionen der LEONI AG verringerten sich leicht von 5,2 Mio. € auf 4,9 Mio.
€. Investitionen1 1. Halbjahr 2017 nach Segmenten![]() 1
ohne Finanzanlagen und Akquisitionen Investitionen1 Mio. €![]() ![]() 1
ohne Finanzanlagen und Akquisitionen Investitionen1 1. Halbjahr 2017 nach Regionen![]() 1
ohne Finanzanlagen und Akquisitionen VermögenslageEigenkapitalquote nimmt leicht auf 31,9 Prozent zuDie Konzernbilanz der LEONI AG verlängerte sich per Ende Juni 2017 gegenüber dem Jahresende
2016 um rund 5 Prozent auf 3.103,2 Mio. €. Unter den Aktiva stiegen vor allem die
kurzfristigen Vermögenswerte um knapp 8 Prozent auf 1.713,2 Mio. €. Ausschlaggebend
dafür waren die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich aufgrund des
dynamischen Geschäfts in den Monaten Mai und Juni um rund 12 Prozent auf 627,7 Mio.
€ erhöhten. Auch die Vorräte stiegen zum Stichtag um rund 16 Prozent auf 681,2 Mio.
€ an, was unter anderem mit dem gestiegenen Kupferpreis in Zusammenhang stand. Bei
den sonstigen finanziellen Vermögenswerten führte ein höheres Factoringvolumen zu
einer Zunahme von 26,5 Mio. € auf 48,4 Mio. €. Das Plus bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten von 115,6 Mio. € auf 145,5
Mio. € war überwiegend durch vermehrte Umsatzsteuerforderungen bedingt. Dagegen reduzierten
sich die liquiden Mittel von 208,9 Mio. € auf 194,4 Mio. €. Die Position "Zum Verkauf
bestimmte Vermögenswerte", in der die Aktiva der Business Group Electrical Appliance
Assemblies in Höhe von 74,7 Mio. € enthalten waren, wurde nach deren Verkauf ausgebucht. Bei den langfristigen Vermögenswerten, die insgesamt um rund 2 Prozent auf 1.390,0
Mio. € wuchsen, kam es vor allem im Sachanlagevermögen zu Veränderungen, das sich
aufgrund unserer Investitionstätigkeit um rund 3 Prozent auf 979,5 Mio. € vergrößerte.
Von 24,8 Mio. € auf 32,6 Mio. € nennenswert gestiegen sind außerdem die Anteile an
assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen. Hier machte sich die positive Entwicklung
unseres Joint Ventures im chinesischen Langfang bemerkbar. Auf der Passivseite erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten um rund 7 Prozent
auf 1.380,3 Mio. €. In Verbindung mit der Geschäftsausweitung stiegen die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten von 150,3 Mio. € auf 170,2 Mio. € und die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen um rund 16 Prozent auf 897,0 Mio. €. Der Zuwachs bei
den kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten von 161,0 Mio. € auf 197,3 Mio. € war
hauptsächlich durch vermehrte Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Urlaubsrückstellungen
induziert. Im Gegenzug verringerten sich die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
vor allem wegen gesunkener Verbindlichkeiten gegenüber unseren Factoringpartnern von
83,0 Mio. € auf 38,2 Mio. €. Ferner wurden die zum Verkauf bestimmten Verbindlichkeiten
der BG Electrical Appliance Assemblies von 41.8 Mio. € ausgebucht. Die langfristigen Verbindlichkeiten nahmen in Summe um rund 1 Prozent auf 733,3 Mio.
€ ab. Wesentlich dafür waren die von 183,1 Mio. € auf 170,1 Mio. € reduzierten Pensionsrückstellungen,
deren Bewertung wegen des gestiegenen Marktzinsniveaus angepasst wurde. Die langfristigen
Finanzschulden lagen mit 461.8 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau. Damit belief sich
die Nettofinanzverschuldung per 30. Juni 2017 auf 437,6 Mio. € gegenüber 403,6 Mio.
€ zum Jahresende 2016 und 478,8 Mio. € am 31. März 2017. Das Eigenkapital des LEONI-Konzerns erhöhte sich zum Stichtag um gut 8 Prozent auf
989,7 Mio. €. Ursächlich dafür waren die durch das gute Ergebnis von 634,5 Mio. €
auf 710,2 Mio. € gestiegenen Gewinnrücklagen. Damit nahm die Eigenkapitalquote von
31,1 Prozent (31.12.2016) auf 31,9 Prozent zu. scroll
Berechnung der Nettofinanzschuldenscroll
Forschung & EntwicklungIm ersten Halbjahr 2017 lagen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen des LEONI-Konzerns
mit 63,9 Mio. € projektphasenbedingt leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Unternehmensbereich
Wiring Systems beschäftigte sich intensiv mit der Entwicklung von Elektromobilitäts-Konzepten
für verschiedene weltweit tätige Automobilkonzerne. Zu den wichtigsten Themen zählten
künftige Bordnetz-Architekturen und intelligente Energieverteilungssysteme (Intelligent
Power Distribution). In der Wire & Cable Solutions Division stand die Digitalisierung
des Produktspektrums im Zentrum der Aktivitäten. Ausführliche Informationen über unsere
F & E-Aktivitäten enthält der aktuelle Geschäftsbericht. F & E-Aufwand Mio. €![]() ![]() MitarbeiterKonzernweit 81.581 BeschäftigteZur Jahresmitte 2017 hatte der LEONI-Konzern 81.581 Mitarbeiter, das waren 5.342 Personen
mehr als am 30. Juni 2016. Im Vergleich zum Vorjahresende ergab sich ein Zuwachs um
2.544 Arbeitnehmer. Insgesamt arbeiteten am Stichtag 94,6 Prozent der fest angestellten
Belegschaft von LEONI im Ausland (Vorjahr: 94,3 Prozent). Zudem waren Ende Juni 2017
4.418 Zeitarbeitskräfte für LEONI tätig (Vorjahr: 4.127, 31. Dezember 2016: 4.322),
hauptsächlich in China und Osteuropa. Der Unternehmensbereich Wiring Systems beschäftigte am 30. Juni 2017 mit 73.308 Arbeitnehmern
6.548 Personen oder knapp 10 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Gegenüber dem 31. Dezember
2016 ergab sich ein Anstieg um 4.025 Personen. Einstellungen fanden insbesondere für
neue Kundenprojekte an Standorten in Amerika, Asien, Osteuropa und Nordafrika statt. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions nahm die Zahl der Beschäftigten im Stichtagsvergleich
im Wesentlichen durch den Verkauf der Business Group Electrical Appliance Assemblies
um 1.231 auf 7.970 Personen ab. Am Jahresende 2016 waren hier 9.458 Mitarbeiter aktiv. Die Belegschaft der Holdinggesellschaft LEONI AG wuchs zur Jahresmitte auf 303 Personen,
das waren 25 Arbeitnehmer mehr als am Vorjahresstichtag und sieben mehr als am 31.
Dezember 2016. Mitarbeiter![]() ![]() Mitarbeiter nach RegionenStand: 30. Juni 2017![]() NachtragsberichtNach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten. NachhaltigkeitsberichtLEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung,
die den Bedürfnissen aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht
werden soll. Um den Nachhaltigkeitsgedanken im gesamten Unternehmen noch besser zu
verankern und voranzutreiben, haben wir 2016 ein Nachhaltigkeitsmanagement auf Konzernebene
eingerichtet und unsere Aktivitäten strategisch und organisatorisch neu ausgerichtet.
Auch das entsprechende Reporting wurde überarbeitet. Anfang August veröffentlichte
LEONI auf dieser Basis einen neuen Nachhaltigkeitsbericht. Er ist auf unserer Website
unter der Rubrik Unternehmen/Publikationen abrufbar. » www.leoni.com Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern hat sich seit dem Jahresende
2016 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2016 umfassend dargestellt. PrognoseberichtKonjunkturelle RahmenbedingungenIn seinem im Juli veröffentlichten Konjunktur-Update für die Weltwirtschaft geht der
IWF wie bereits im Frühjahrsgutachten 2017 von einem gegenüber dem Vorjahr leicht
beschleunigten globalen Wachstum um 3,5 Prozent aus. In den Industrienationen dürfte
das Bruttoinlandsprodukt insgesamt um 2,0 Prozent zulegen, wobei sich vor allem viele
Eurostaaten, aber auch Kanada und Japan etwas besser entwickeln sollen als im April
prognostiziert. In den USA und Großbritannien haben sich die Aussichten dagegen moderat
eingetrübt. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer erwartet der IWF in Summe ein Plus von 4,6
Prozent, mit unveränderten Steigerungsraten in Indien und China sowie der angekündigten
Erholung in Brasilien und Russland. Nach wie vor sieht der IWF zahlreiche Risiken, die den Aufschwung beeinträchtigen
könnten. Neben den unklaren Folgen der Brexit-Verhandlungen und den schwer vorhersehbaren
regulatorischen sowie fiskalischen Entwicklungen in den USA zählen dazu auch mögliche
Verwerfungen an den Finanzmärkten, wachsende geopolitische Spannungen und zunehmender
Protektionismus. Weltwirtschaftswachstum 2016 bis 2018 %![]() Quelle: IWF (Schätzung) Wirtschaftliche Entwicklung 2017 in ausgewählten Regionen %![]() Quelle: IWF (Schätzung) Die wichtigste Abnehmerbranche für LEONI, die globale Fahrzeugindustrie, wird sich
2017 voraussichtlich positiv entwickeln. Der Automobilabsatz wird nach Ansicht des
VDA weltweit um rund 2 Prozent zunehmen. Zur Jahresmitte wurden die Wachstumserwartungen
für China, den größten Einzelmarkt, allerdings herabgesetzt, während sich die Aussichten
für die Neuzulassungen in Europa leicht verbessert haben. Am US-Markt prognostiziert
der VDA unverändert eine Stagnation, und die bisherigen Krisenländer Brasilien und
Russland dürften sich allmählich erholen. Vor diesem Hintergrund wird die weltweite
Automobilproduktion nach Einschätzung von IHS Automotive im laufenden Jahr ebenfalls
um rund 2 Prozent zunehmen und sich damit im zweiten Halbjahr gegenüber den ersten
sechs Monaten etwas abschwächen. In den Regionen Asien und EMEA wird die Fertigung
von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Gesamtjahr voraussichtlich ausgeweitet, in
Amerika dagegen leicht rückläufig sein. Deutlich überproportional dürfte sich aus
Sicht von IHS Automotive die Herstellung von Fahrzeugen mit Hybrid- und Elektroantrieben
entwickeln. Hier wird weltweit ein Plus von circa 30 Prozent prognostiziert. Die globale Herstellung von schweren Nutzfahrzeugen soll 2017 nach jüngsten Prognosen
von IHS Automotive um rund 3,5 Prozent zunehmen. Mit den höchsten Zuwächsen ist in
Amerika zu rechnen, gefolgt von Asien und der Region EMEA. Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach Regionen Mio. Stück![]() ![]() Quelle: IHS Automotive Produktion von schweren Nutzfahrzeugen nach Regionen Mio. Stück![]() ![]() Quelle: IHS Automotive Auch die meisten Industriemärkte, in denen LEONI präsent ist, entwickeln sich 2017
aus heutiger Sicht positiv: Sowohl in der Elektroindustrie als auch im Maschinen-
und Anlagenbau sowie der ITK-Branche (Informationstechnologie- und Telekommunikations-Industrie)
ist laut Angaben der Fachverbände von einem weltweiten Wachstum auszugehen. Dagegen
dürften die Rahmenbedingungen für die petrochemische Industrie nach unserer Einschätzung
weiterhin schwierig bleiben. Entwicklung des LEONI-KonzernsVor dem Hintergrund des guten Geschäftsverlaufs im ersten Halbjahr bekräftigt der
Vorstand der LEONI AG seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2017. Der Konzernumsatz
wird aus heutiger Sicht um circa 4,5 Prozent auf rund 4,6 Mrd. € steigen. Sollte der
Kupferpreis im weiteren Jahresverlauf auf dem Niveau der ersten sechs Monate bleiben,
wird der Umsatz im Gesamtjahr den Planwert von 4,6 Mrd. € voraussichtlich übersteigen.
Unterteilt nach Regionen gehen wir vor allem in Asien von einer deutlichen Belebung
aus. Für den Wirtschaftsraum EMEA rechnen wir mit einem moderaten Umsatzanstieg und
in Amerika mit einem leichten Rückgang. Aufgrund der positiven Entwicklung des ersten Halbjahres 2017 gehen wir beim Konzern-EBIT
von einem Anstieg von 78,1 Mio. € (Vorjahr) auf 190 bis 210 Mio. € aus. Neben den
zusätzlichen Ergebnisbeiträgen aus dem Mehrumsatz und operativen Verbesserungen im
Unternehmensbereich Wiring Systems profitieren wir dabei von den Einmalfaktoren aus
dem ersten Halbjahr 2017: dem Verkauf der Business Group Electrical Appliance Assemblies
und der Versicherungsentschädigung. Im Vorjahresvergleich entfallen zusätzlich die
hohen Restrukturierungsaufwendungen und die Belastung aus dem Betrugsfall. Dem stehen
jedoch Aufwendungen für verschiedene konzernweite Optimierungs- und Zukunftsprojekte
gegenüber, unter anderem in den Bereichen Strategie, Digitalisierung und IT. Im Unternehmensbereich Wiring Systems soll der Außenumsatz 2017 um circa 8 Prozent
auf rund 2,9 Mrd. € zunehmen. Für das Segment-EBIT ist ein deutliches Plus auf 95
bis 105 Mio. € (Vorjahr: 34,7 Mio. €) zu erwarten. Aufgrund der wiederum großen Zahl
anstehender Neuprojekte für unsere Kunden werden die Kapazitäten für die Bordnetz-Fertigung
auch 2017 vergrößert. Neben dem Ausbau von bestehenden Standorten nehmen wir die neuen
Werke in Mexiko und der Ukraine in Betrieb. Unser Joint Venture in Langfang, China,
wird ebenfalls ein zusätzliches Werk fertigstellen. Darüber hinaus werden wir im laufenden
Jahr unsere Aktivitäten in den Bereichen Elektromobilität, Automation und Digitalisierung
ausweiten und damit unsere Stellung als Anbieter intelligenter Lösungen für die Daten-
und Energieverteilung im Fahrzeug stärken. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions ist 2017 von einem Umsatz von rund 1,7
Mrd. € (Vorjahr: 1,74 Mrd. €) auszugehen. Dabei wird der Wegfall des Umsatzes der
Business Group Electrical Appliance Assemblies und das fehlende Geschäft mit der petrochemischen
Industrie weitgehend durch den deutlich positiven Kupferpreiseffekt kompensiert. Das
Segment-EBIT bewegt sich aus heutiger Sicht zwischen 90 und 100 Mio. € (Vorjahr: 83,7
Mio. €). Darin ist der Effekt aus der Veräußerung der Business Group Electrical Appliance
Assemblies enthalten. Die Investitionsschwerpunkte der Wire & Cable Solutions Division werden auch im zweiten
Halbjahr 2017 auf dem weltweiten Kapazitätsausbau für Automobil-Sonderleitungen und
der weiteren Internationalisierung in den Industriebereichen liegen. Ferner investieren
wir in die neue Fabrik am deutschen Standort Roth. Außerdem wollen wir unsere Position
als führender Lösungsanbieter von intelligenten und sicheren Energieübertragungs-
und Datenmanagementsystemen verbessern sowie die digitale Transformation weiter vorantreiben. Mit Ausnahme der angehobenen Prognose für das Konzern-EBIT wurden die übrigen Aussagen
zum Gesamtverlauf des Geschäftsjahres 2017 beibehalten. scroll
1
Inkl. Akquisitionen und Finanzanlagen Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
Konzern-BilanzAktivascroll
Passivascroll
Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
scroll
Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2017GrundlagenDieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden
ist, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält
nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen
und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016. LEONI
erstellt und veröffentlicht den Zwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende Konzernzwischenabschluss
und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2017 wurden einer prüferischen Durchsicht
durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen. Der Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand
am 1. August 2017 zur Veröffentlichung freigegeben. 1 | RechnungslegungsgrundsätzeDie angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen
im Wesentlichen denen des Konzernjahresabschlusses 2016 und wurden dort im Konzernanhang
beschrieben. Die für das Geschäftsjahr 2017 erstmals anzuwendenden neuen Rechnungslegungsstandards
wirken sich nicht wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem
Grund nicht näher erläutert. Zukünftige, neue RechnungslegungsvorschriftenA) Von der Europäischen Union (EU) anerkannte RechnungslegungsvorschriftenIm Mai 2014 veröffentlichte das IASB den neuen IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen
mit Kunden". Die identifizierten Themenfelder, die hinsichtlich IFRS 15 bei LEONI von Relevanz
sind, wurden bereits im Konzernanhang des Konzernjahresabschlusses 2016 beschrieben.
Nach dem aktuellen Stand der Analysen sind bei der erstmaligen Anwendung des IFRS
15 in der Eröffnungsbilanz 2017 nur unwesentliche Überleitungseffekte zu erwarten.
Diese belaufen sich voraussichtlich auf rund 1 Prozent des Eigenkapitals. Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 9 "Finanzinstrumente".
LEONI wird den neuen Standard zum vorgeschriebenen Zeitpunkt des Inkrafttretens ab
dem 1. Januar 2018 ohne Angabe einer Vergleichsperiode anwenden. Zum jetzigen Zeitpunkt
sind keine wesentlichen quantitativen Auswirkungen auf Bilanz oder Eigenkapital zu
erwarten. Die Angabepflichten werden sich deutlich ausweiten. B) Von der Europäischen Union (EU) sind folgende vom IASB oder IFRIC veröffentlichte Rechnungslegungsvorschriften noch nicht anerkannt worden:Im Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 veröffentlicht. In diesem Jahr
wurde eine Projektgruppe aufgesetzt, welche sich im Projektverlauf intensiv mit den
genauen Auswirkungen und der Implementierung der neuen Anforderungen des Standards
beschäftigt. 2 | KonsolidierungskreisNeben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7 hat und beim Amtsgericht
Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den Konzernzwischenabschluss
alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht werden. Neben dem Zukauf einer der Division Wire & Cable Solutions zugeordneten Gesellschaft
in der Schweiz im ersten Quartal des Berichtszeitraums wurde der Konsolidierungskreis
im Mai durch den Verkauf von sieben Gesellschaften mit Sitz in Europa und Asien verändert.
Diese Gesellschaften hatten sich mit Produktion und Verkauf von Kabeln für die Elektro-
und Hausgeräteindustrie beschäftigt. Erläuterungen3 | Akquisition und Veräußerung von TochterunternehmenLEONI hat zwei Drittel der Anteile an der Adaptricity AG, Zürich erworben. Das Unternehmen
bringt softwaregestützte Beratungsleistungen auf Basis von elektrotechnischem Expertenwissen
in den Konzern ein. Die Erstkonsolidierung wurde mit dem Erhalt der Beherrschung über
das Unternehmen am 15. Februar 2017 vorgenommen. Die erworbene Gesellschaft wird in
den Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions integriert. Der Kaufpreis betrug 3.479
T€. Unter Berücksichtigung der übernommenen liquiden Mittel in Höhe von 2.340 T€ betrug
die zahlungswirksame Gegenleistung 1.139 T€, die mit Barmitteln bezahlt wurde. Bei
der Akquisition sind keine wesentlichen Transaktionskosten angefallen. Die nachfolgende Übersicht zeigt die beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte
und Schulden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt: scroll
Der Kaufpreis überstieg die Summe aus den anteiligen Vermögenswerten und Schulden,
weshalb ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 793 T€ für den erworbenen Mitarbeiterstamm
und erwartete Synergien angesetzt wurde. LEONI verkaufte am 2. Mai 2017 das Geschäft mit Kabeln für Haus- und Elektrogeräte,
d.h. alle Anteile an den Tochterunternehmen EA Cable Assemblies GmbH, LEONI Cable
Belgium N.V., LEONI WCS Southeast Europe d.o.o., LEONI Cable Assemblies Slovakia s.r.o.,
LEONI Cable (Xiamen) Co., Ltd., LEONI Cable Assemblies (Changzhou) Co., Ltd. und EA
Cable Assemblies (Hongkong) Co., Ltd. Die Tochterunternehmen schieden am Tage des
Verkaufs aus dem Konsolidierungskreis aus, da zu diesem Zeitpunkt auch die Beherrschung
über die Unternehmen auf den Erwerber überging. Die vom Erwerber zu erbringende Gegenleistung
beträgt 51.561 T€. Aus dem Verkauf realisierte der Konzern insgesamt einen Ergebniseffekt
aus Entkonsolidierung in Höhe von 24.756 T€. Dieser beinhaltete einen Währungsgewinn
in Höhe von 1.914 T€, der aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert wurde und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist. Folgende Übersicht zeigt die abgegangenen Vermögenswerte und Schulden: scroll
Im ersten Halbjahr 2017 vereinnahmte der Konzern aus dem Verkauf dieses Geschäftsbereichs
eine Zahlung von 53.427 T€, sodass dem Konzern unter Berücksichtigung der abgegangenen
liquiden Mittel 36.340 T€ zugeflossen sind. Insgesamt fielen Transaktionskosten von
1.679 T€ an (davon 614 T€ in Vorjahren). 4 | SegmentinformationenDer Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente. Detaillierte Informationen
zu den Segmenten finden sich im Konzernzwischenlagebericht sowie im Geschäftsbericht
2016. Die Segmentinformationen stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar: scroll
5 | Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 35.723 T€ (Vorjahr: 11.802 T€). Sie enthielten
den Entkonsolidierungserfolg aus dem Verkauf des Geschäfts mit Kabeln für Haus- und
Elektrogeräte im Segment Wire & Cable Solutions in Höhe von 24.756 T€ sowie eine Versicherungsentschädigung
für den Betrugsfall aus dem Vorjahr in Höhe von 5.000 T€. Auf Zuwendungen der öffentlichen
Hand entfielen 1.403 T€ (Vorjahr: 2.892 T€), die hauptsächlich für die Förderung der
Exportwirtschaft in Ägypten gewährt wurden. Des Weiteren sind Erträge aus der Erbringung
von Dienstleistungen für unser Joint Venture in Langfang in Höhe von 1.967 T€ (Vorjahr:
2.628 T€) (siehe hierzu auch Textziffer 12) enthalten. Im Vorjahr waren Währungsgewinne
in Höhe von 2.103 T€ enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13.434 T€ (Vorjahr: 28.434 T€)
enthielten Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 763 T€ (Vorjahr: 21.065 T€) überwiegend
für Abfindungszahlungen an Mitarbeiter in Korea im Segment Wiring Systems. Währungsverluste
waren in Höhe von 7.174 T€ enthalten. 6 | FinanzergebnisDas Finanzergebnis, der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen, betrug -13.026
T€ (Vorjahr: -11.194 T€). Die Veränderung ist auf höhere Zinsaufwendungen aufgrund
gestiegener Nettofinanzschulden sowie auf die Erhöhung der Währungsverluste zurückzuführen. 7 | ErtragsteuernDie ausgewiesenen Ertragsteuern von 31.704 T€ (Vorjahr: 14.929 T€) enthielten in Höhe
von 28.246 T€ (Vorjahr: 17.951 T€) laufenden Steueraufwand und in Höhe von 3.458 T€
latenten Steueraufwand (Vorjahr: 3.022 T€ latenter Steuerertrag), der auf Bilanzpostenunterschiede
und die Veränderung von Verlustvorträgen zurückzuführen war. Die Steuerquote betrug 25,6 Prozent (Vorjahr: 29,4 Prozent). Die Entwicklung der Steuerquote
gegenüber Vorjahr war durch den im wesentlichen steuerfreien Verkauf des Geschäfts
mit Kabeln für Haus- und Elektrogeräte begünstigt. 8 | GesamtergebnisrechnungDie folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge
des sonstigen Ergebnisses: scroll
scroll
Im ersten Halbjahr schlugen sich im sonstigen Ergebnis Währungsumrechnungsverluste
in Höhe von 24.577 T€ (Vorjahr Verluste: 26.192 T€) durch die Translation von Fremdwährungen,
im Wesentlichen des chinesischen Renminbi und des US-Dollars, in die Berichtswährung
Euro nieder. Weiterhin war das sonstige Ergebnis durch unrealisierte Gewinne aus Cashflow Hedges
beeinflusst. Hier kam es bei mehreren für LEONI wesentlichen Währungspaaren zu Kursveränderungen. Zudem führte der Anstieg des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen in Deutschland
und die gute Performance des Planvermögens in England zu versicherungsmathematischen
Gewinnen in Höhe von 11.226 T€ (Vorjahr Verluste: 38.949 T€). Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis
von - 2.005 T€ (Vorjahr: - 59.297 T€). 9 | FinanzschuldenDie Summe der kurzfristigen und langfristigen Finanzschulden betrug zum 30. Juni 2017
insgesamt 631.978 T€ (31.12.2016: 612.488 T€) und hat sich u.a. zur Finanzierung des
Working Capitals stichtagsbedingt erhöht. 10 | Zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte und VerbindlichkeitenDer Rückgang der zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte im Vergleich zum Vorjahr resultiert
aus der am 2. Mai 2017 erfolgten Veräußerung des Geschäfts mit Kabeln für Haus- und
Elektrogeräte (siehe Textziffer 3). 11 | FinanzinstrumenteDie folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,
die zum 30. Juni 2017 und zum 30. Juni 2016 im Konzern bestanden: scroll
scroll
scroll
scroll
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen
die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten
über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt-
und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise
die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen
Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen
Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe
3 zuzuordnen. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen,
am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge
bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko
des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten
Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines
Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente
(Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden
die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet. Bewertungsmethode zur Ermittlung des beizulegenden ZeitwertsDie folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden
für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen
Finanzinstrumente: scroll
scroll
Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen
Stufen statt. Weitere Informationen12 | Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenLEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich
zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen
mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 4.448 T€ (Vorjahr: 5.813
T€) erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 3.261 T€ (Vorjahr:
4.667 T€). Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen
wurden im Berichtszeitraum 877 T€ (Vorjahr: 877 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im
Wert von 542 T€ (Vorjahr: 317 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen
wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt. 13 | Vorstand und AufsichtsratDer Aufsichtsrat der LEONI AG hat Martin Stüttem mit Wirkung ab 1. April 2017 zum
neuen Vorstandsmitglied bestellt. Er verantwortet seitdem den Unternehmensbereich
Wiring Systems. Mit Ablauf des 3. Mai 2017 hatte Dr. Werner Rupp sein Amt als Vorsitzender und Mitglied
des Aufsichtsrats der LEONI AG niedergelegt. Als Nachfolger wurde Dr.-Ing. Klaus Probst
im Rahmen der Hauptversammlung am 11. Mai 2017 in den Aufsichtsrat gewählt, dessen
Vorsitz er auch übernahm. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden seitens der Anteilseigner ebenfalls Dr. Elisabetta
Castiglioni und Wolfgang Dehen. In ihren Ämtern bestätigt wurden Dr. Ulrike Friese-Dormann,
Dr. Werner Lang und Prof. Dr. Christian Rödl. Als Vertreter der Arbeitnehmerseite
gehören dem Aufsichtsrat folgende, von der Belegschaft im April gewählte Personen
an: Mark Dischner, Karl-Heinz Lach, Richard Paglia, Carmen Schwarz, Franz Spieß und
Inge Zellermaier. Ausgeschieden aus dem Aufsichtsrat sind Prof. Dr. Klaus Wucherer,
Ingrid Hofmann, Gabriele Bauer, Helmut Wirtz und Josef Häring. Nürnberg, den 1. August 2017 Der Vorstand Bescheinigung des AbschlussprüfersWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzernbilanz,
Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Erläuternden Anhangsangaben zum verkürzten
Konzernzwischenabschluss - und den Konzernzwischenlagebericht der LEONI AG, Nürnberg,
für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts
nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des
verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für
Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung
zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf
der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Nürnberg, 1. August 2017 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Nürnberg, den 1. August 2017 Der Vorstand scroll
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||