![]() Leoni AGNürnbergZwischenbericht zum 1. Halbjahr 2018Konzernzahlenscroll
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Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung
der wesentlichen Akquisitionen, Restrukturierungen, Gewinne aus Unternehmensverkäufen,
Ergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen inklusive zugehöriger Derivate und Versicherungsentschädigung
aus Betrugsfall Die LEONI-AktieDie wichtigsten Daten zur LEONI-Aktie im Überblickscroll
Kennzahlen zur LEONI-Aktiescroll
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XETRA-Tagesschlusskurse Börsen enttäuschen im ersten Halbjahr 2018Nach einem starken Start machte sich an den Aktienmärkten in den ersten sechs Monaten
2018 weltweit Ernüchterung breit. Viele Indizes erreichten Ende Januar noch Rekordhochs,
verloren danach im weiteren Jahresverlauf aber zum Teil deutlich. Zunächst wurden
die Börsen von Sorgen vor Inflation und höheren Leitzinsen in den USA gebremst, dann
durch die US-Sanktionen gegen Russland und Iran sowie die Angst vor einem Handelskrieg.
Im zweiten Quartal erholten sich die Märkte in den USA und Europa etwas, bevor sie
Ende Juni wegen der zunehmenden Handelsstreitigkeiten erneut auf Talfahrt gingen.
In Europa dämpften zudem die schwächelnde Konjunktur und politische Krisen in verschiedenen
Ländern die Kauflaune der Anleger. In Summe gaben sowohl der amerikanische Dow Jones
Index als auch der EURO STOXX 50 im ersten Halbjahr 2018 leicht nach. Der deutsche
Leitindex DAX verlor im selben Zeitraum fast 5 Prozent an Wert. Etwas besser schnitt
der MDAX mit einem Minus von rund 1 Prozent ab. Die Automobiltitel in Deutschland litten neben drohenden Strafzöllen zusätzlich unter
dem Abgasskandal, sodass der Sektorindex DAX Automobile im Berichtshalbjahr um 13,5
Prozent zurückging. Bei den Automobilzuliefertiteln stand ein Verlust von knapp 13
Prozent zu Buche. LEONI-Aktie gibt ebenfalls deutlich nachAuch die LEONI-Aktie startete gut in das laufende Jahr und stieg bis 29. Januar auf
den bisherigen Höchststand 2018 von 65,54 €. Im Anschluss gab der Kurs deutlich nach
und pendelte um Werte zwischen 50 und 60 €. Im Juni führte der starke Druck auf deutsche
Automobil- und Zuliefertitel auch bei LEONI zu einem weiteren Kursrückgang. Am 28.
Juni wurde der bisherige Tiefstkurs 2018 von 42,53 € notiert, am Monatsende ging unsere
Aktie mit 43,50 € aus dem Handel. Das entsprach gegenüber dem Vorjahresultimo einem
Minus von circa 30 Prozent. Die Marktkapitalisierung der rund 32,7 Millionen LEONI-Aktien nahm in den ersten sechs
Monaten 2018 von etwa 2.038 Mio. € (31.12.2017) auf 1.421 Mio. € (30.6.2018) ab. Handel mit LEONI-AktienVon Januar bis Juni 2018 wurden an jedem Börsentag durchschnittlich 189.691 LEONI-Aktien
gehandelt nach 261.404 im Vergleichszeitraum 2017. Insgesamt wechselten im ersten
Halbjahr damit 23,7 Millionen LEONI-Aktien den Besitzer (Vorjahr: 32,9 Millionen Stück). Positive Bewertung der InvestmentspezialistenDie LEONI-Aktie wird vom Großteil der Analysehäuser, die das Unternehmen regelmäßig
beobachten, als Investment empfohlen. Neun der derzeit 17 aktuellen Studien (Stand
Juli 2018) von Banken und Finanzinstituten raten dazu, unsere Aktie zu kaufen. Sieben
weitere bewerten sie als Halteposition. Nur eine Analyse kommt zu einem Verkaufsurteil. Aktien breit gestreutIm ersten Halbjahr 2018 hat sich die Anteilseignerstruktur von LEONI nicht wesentlich
verändert. Nach wie vor befinden sich die 32.669.000 Aktien vollständig im Streubesitz,
wobei rund zwei Drittel der Papiere von institutionellen Investoren und das übrige
Drittel von Privatanlegern gehalten werden. Regionaler Schwerpunkt ist unverändert
Deutschland: Dort liegen etwa 60 Prozent unserer Aktien. Der Rest verteilt sich gleichmäßig
auf das europäische Ausland, insbesondere Großbritannien, sowie auf die USA. Am 30.
Juni 2018 besaßen entsprechend den im ersten Halbjahr bei uns eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen
nach § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz folgende Investoren meldepflichtige Anteile:
State of Norway (Norwegen) und Schroders Gruppe (Großbritannien) jeweils mehr als
3 Prozent sowie Union Investment Privatfonds GmbH (Deutschland) mehr als 5 Prozent. Alle im Berichtszeitraum eingegangenen Stimmrechtsmitteilungen sind ebenso wie spätere
und frühere Meldungen auf unserer Website (www.leoni.com/de/Investor-Relations/Stimmrechtsmitteilungen)
abrufbar. Kursverlauf 1. Halbjahr 2018![]() Quelle: HalbjahresfinanzberichtKonzernzwischenlageberichtRahmenbedingungenGesamtwirtschaftDie Dynamik der Weltkonjunktur hat sich im bisherigen Verlauf des Jahres 2018 nach
einem positiven Auftakt leicht abgeschwächt, wenn auch mit regionalen Unterschieden:
Während sich die US-amerikanische Wirtschaft gestützt auf eine prozyklische Fiskal-
und Handelspolitik solide entwickelte, flaute die Wachstumseuphorie in Europa etwas
ab. Verantwortlich dafür war neben schwächeren Konjunkturdaten und der Euro-Aufwertung
vor allem der drohende Handelskonflikt mit den USA. Letzterer macht sich auch in der
wirtschaftlichen Entwicklung Chinas bemerkbar, die zusätzlich von der hohen Verschuldung
und Abkühlungstendenzen am Immobilienmarkt gebremst wurde. BranchenkonjunkturAuf den internationalen Automobilmärkten herrschte in der ersten Jahreshälfte 2018
trotz der zunehmend unsicheren gesamtwirtschaftlichen Stimmung eine ungebrochen hohe
Nachfrage: In den drei weltweit wichtigsten Regionen wurden nach Angaben des VDA (Verband
der Automobilindustrie) jeweils mehr Fahrzeuge verkauft als im Vorjahreszeitraum:
Die USA verzeichneten bei den Neuzulassungen ein Plus von 2 Prozent, China 6 Prozent
und Europa 3 Prozent. In Deutschland erhöhten sich die Absatzzahlen um 4 Prozent.
Brasilien, Indien und Russland berichteten sogar über zweistellige Zuwachsraten. Entwicklung des Automobilabsatzes in wichtigen Ländern Januar bis Juni 2018 / 2017 in %![]() 1
Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) Quelle: VDA Die Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen erhöhte sich im ersten Halbjahr
2018 laut Schätzungen des Marktforschungsinstituts IHS Automotive global um knapp
2 Prozent auf rund 48 Millionen Stück. Mehr Fahrzeuge liefen vor allem in Asien und
im EMEA- Raum vom Band, wogegen das Volumen in Amerika leicht sank. Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen 1. Halbjahr nach Regionen Mio. Stück
![]() Quelle: IHS Automotive Die Nutzfahrzeugmärkte entwickelten sich im bisherigen Jahresverlauf ebenfalls günstig.
Laut VDA stieg der Absatz von schweren Lkw in Europa von Januar bis Mai 2018 um 1
Prozent, in China um 12 Prozent und in den USA um 18 Prozent. In Brasilien legten
die Verkäufe in den ersten fünf Monaten nach einer jahrelangen Talfahrt um mehr als
die Hälfte zu. Viele andere für LEONI wichtige Industriebranchen konnten 2018 bisher ebenfalls expandieren:
Sowohl die deutsche Elektrotechnik- und Elektronikindustrie als auch der Maschinen-
und Anlagenbau erhielten nach Aussagen ihrer Fachverbände in den ersten fünf Monaten
mehr neue Bestellungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Geschäftsverlauf des LEONI-Konzerns im ÜberblickGestützt auf eine solide Branchenkonjunktur konnte LEONI die gute Geschäftsentwicklung
im zweiten Quartal 2018 fortsetzen und den Konzernumsatz gegenüber der entsprechenden
Vorjahresperiode um rund 7 Prozent auf 1,3 Mrd. € steigern. Durch die anhaltend hohe
Nachfrage der weltweiten Fahrzeugindustrie nach unseren Bordnetz-Systemen, Kabelsätzen
und Spezialleitungen wurde der Wegfall des im Mai 2017 veräußerten Geschäfts mit Haushalts-
und Elektrogerätekabeln deutlich überkompensiert. In den ersten sechs Monaten 2018
nahm das Geschäftsvolumen um fast 8 Prozent auf 2,7 Mrd. € zu, was einem neuen Halbjahreshöchstwert
entspricht. Insgesamt bewegte sich der Konzernumsatz damit leicht über unseren Erwartungen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des LEONI-Konzerns belief sich im zweiten
Quartal 2018 auf 62 Mio. €. Der hohe Vorjahreswert von 87 Mio. € hatte 25 Mio. € aus
der Entkonsolidierung der Business Group Electrical Appliance Assemblies enthalten.
Im ersten Halbjahr 2018 betrug das EBIT 125 Mio. € (Vorjahr: 142 Mio. €). Das bereinigte
EBIT betrug 128 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €), was einer bereinigten EBIT-Marge von
4,8 Prozent (Vorjahr: 4,9 Prozent) entspricht. Die Strategie, die Geschäftstätigkeit, das Produktprogramm sowie die wichtigsten Absatzmärkte
des LEONI-Konzerns sind ausführlich im Geschäftsbericht 2017 dargestellt und haben
sich im Berichtszeitraum nicht wesentlich verändert. Der aktuelle Bericht kann auf
der LEONI-Website unter der Rubrik Investor Relations/ Finanzpublikationen eingesehen
und heruntergeladen werden. » Geschäftsbericht 2017 Seite 41 ff. Umsatz und ErtragslageKonzernumsatz steigt im zweiten Quartal um 7 Prozent auf 1,3 Mrd. € -Halbjahresumsatz erreicht mit 2,7 Mrd. € neuen HöchstwertDer LEONI-Konzernumsatz erhöhte sich im zweiten Quartal 2018 verglichen mit der entsprechenden
Vorjahresperiode um rund 7 Prozent auf 1.326 Mio. €. Sowohl die Nachfrage nach unseren
Bordnetz-Systemen und Kabelsätzen als auch nach Automobilleitungen, ausgewählten Spezialkabeln
und Kabelsystemen für die Industrie blieb weiterhin hoch. Daher verzeichneten wir
in beiden Unternehmensbereichen ein deutliches organisches Wachstum. Hinzu kam ein
leicht positiver Effekt aus der Veränderung des Kupferpreises. Dem standen negative
Währungseinflüsse, insbesondere aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renmimbi, sowie
der Umsatzwegfall des im Mai 2017 veräußerten Geschäfts mit Kabeln für Haushalts-
und Elektrogeräte gegenüber. Konzernumsatz Mio. €
![]() Umsatzentwicklung Konzernscroll
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Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss Im ersten Halbjahr 2018 stieg das Geschäftsvolumen um fast 8 Prozent auf 2.654 Mio.
€ und damit auf einen neuen Halbjahreshöchstwert. Unterteilt nach Regionen vergrößerte
sich der Konzernumsatz im EMEA-Raum um 8 Prozent auf 1.875 Mio. €, in Asien um gut
6 Prozent auf 384 Mio. € und in Amerika um knapp 6 Prozent auf 395 Mio. €. Konzernumsatz 1. Halbjahr nach Regionen in %
![]() Konzernumsatz 1. Halbjahr nach Segmenten in %![]() Quartals-EBIT beläuft sich auf 62 Mio. €, nach sechs Monaten bei 125 Mio. € Von April bis Juni 2018 nahmen die Umsatzkosten des LEONI-Konzerns um rund 7 Prozent
auf 1.090 Mio. € zu. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg von 226 Mio. € auf 236 Mio.
€ an. Daraus errechnet sich eine Bruttoumsatzmarge von 17,8 Prozent (Vorjahr: 18,2
Prozent). Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erhöhten sich um circa 9 Prozent auf
143 Mio. €. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen im zweiten Quartal
um rund 13 Prozent auf 36 Mio. €. Neben umfangreichen Vorarbeiten für neue Kundenprojekte
wirkten sich hier auch unsere verstärkten Aktivitäten für Digitalisierung und die
Transformation zum Lösungsanbieter für das Energie- und Datenmanagement aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Quartalsvergleich von 27 Mio. € auf
2 Mio. € zurück. Sie hatten im Vorjahr einen positiven Entkonsolidierungseffekt von
25 Mio. € aus der Veräußerung der Business Group Electrical Appliance Assemblies enthalten.
Vor allem infolge geringerer Währungsverluste reduzierten sich die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen von 7 Mio. € auf 5 Mio. €. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen nahm durch die gute Geschäftsentwicklung unseres Joint
Ventures in Langfang, China, von 5 Mio. € auf 7 Mio. € zu. In Summe lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern im zweiten Quartal bei 62 Mio. €
(Vorjahr: 87 Mio. €). Bereinigt um Sonderfaktoren wurde ein EBIT von 64 Mio. € erzielt
(Vorjahr: 65 Mio. €). Die Anwendung des IFRS 15 schmälerte das Ergebnis in der Berichtsperiode
um 2 Mio. €, während im entsprechend angepassten Vorjahreswert ein positiver Effekt
von 3 Mio. € aus der früheren Umsatzrealisierung enthalten war. Da sich die Zinsaufwendungen unter anderem aufgrund von geringeren Währungsverlusten
reduzierten, verbesserte sich das Finanzergebnis im Periodenvergleich von - 8 Mio.
€ auf - 6 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern belief sich damit von April bis Juni 2018
auf 56 Mio. € (Vorjahr: 79 Mio. €). Die Ertragsteuern betrugen in der Berichtsperiode 16 Mio. € gegenüber 18 Mio. € im
Vergleichsquartal. Daraus errechnet sich eine Steuerquote von 27,7 Prozent (Vorjahr:
22,5 Prozent). Im Vorjahr war die Steuerquote durch den im Wesentlichen steuerfreien
Verkauf des Geschäfts mit Kabeln für Haus- und Elektrogeräte begünstigt. Nach Steuern
wurde ein Konzernüberschuss von 41 Mio. € (Vorjahr: 61 Mio. €) ausgewiesen, das entsprach
einem Ergebnis je Aktie von 1,29 € (Vorjahr: 1,88 €). Konzern-EBIT Mio. €
![]() Bereinigtes Konzern-EBIT1scroll
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Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung
der wesentlichen Akquisitionen, Restrukturierungen, Gewinne aus Unternehmensverkäufen,
Ergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen inklusive zugehöriger Derivate und Versicherungsentschädigung
aus Betrugsfall Im gesamten ersten Halbjahr 2018 lag das EBIT bei 125 Mio. €. Der Vorjahresvergleichswert
von 142 Mio. € hatte neben dem Entkonsolidierungsgewinn aus dem Verkauf der Business
Group Electrical Appliance Assemblies einen weiteren positiven Einmaleffekt in Höhe
von 5 Mio. € aus der Entschädigungszahlung einer Versicherung enthalten. Aus der vorgezogenen
Umsatzrealisierung durch die Anwendung des IFRS 15 waren in den ersten sechs Monaten
2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) enthalten. Das bereinigte EBIT stieg um circa 7 Prozent
auf 128 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €), das entsprach einer EBIT-Marge von 4,8 Prozent
(Vorjahr: 4,9 Prozent). Der Halbjahresüberschuss belief sich auf 84 Mio. € (Vorjahr:
98 Mio. €). Zusammengefasste Auswirkung des IFRS 15LEONI wendet die neuen Regelungen des IFRS 15 erstmals im Geschäftsjahr 2018 an und
hat für die Umsetzung den vollständig retrospektiven Ansatz gewählt. Für eine ausführliche
Beschreibung der Umstellungseffekte wird auf die Erläuterungen im Anhang dieses Zwischenberichts
verwiesen. Ergebniseffekte ergeben sich im Wesentlichen aus der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung
bei kundenindividuellen Produkten durch eine frühere Umsatz- und Ertragsrealisierung. Die nachfolgende Tabelle bietet einen Überblick über die Effekte in den relevanten
Berichtsperioden: scroll
FinanzlageNeuausrichtung der Konzernfinanzierung durch KonsortialkreditUm unseren finanziellen Spielraum für künftiges Wachstum zu vergrößern, haben wir
im Juni 2018 mit einem Konsortium aus acht namhaften Banken einen Vertrag über eine
Kreditlinie mit einem Volumen von 750 Mio. € und einer Laufzeit von mindestens fünf
Jahren abgeschlossen. Damit lösen wir bilaterale Kreditlinien ab und sichern uns langfristig
sehr attraktive Finanzierungskonditionen. Free Cashflow zum Halbjahr bei - 140 Mio. €Aus der laufenden Geschäftstätigkeit des LEONI-Konzerns ergab sich im ersten Halbjahr
2018 ein Cashflow von - 2 Mio. € nach 56 Mio. € im Vorjahresvergleichszeitraum. Der
Rückgang resultierte vor allem aus dem durch die Geschäftsausweitung gestiegenen Working
Capital. Für Investitionstätigkeit wurden in der Berichtsperiode 138 Mio. € verwendet
(Vorjahr: 84 Mio. €). Im Vorjahr war hier noch der hohe Verkaufserlös für die Business
Group Electrical Appliance Assemblies enthalten. Daraus errechnete sich im ersten
Halbjahr 2018 ein Free Cashflow von - 140 Mio. € (Vorjahr: - 27 Mio. €). Der Cashflow
aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 71 Mio. € (Vorjahr: 9 Mio. €). Im ersten
Halbjahr 2018 stand den höheren Einzahlungen aus der Aufnahme von Termingeldern und
der Nutzung bestehender Kreditlinien die gestiegene Dividendenausschüttung von insgesamt
46 Mio. € gegenüber (Vorjahr: 16 Mio. €). In Summe und unter Berücksichtigung wechselkursbedingter
Veränderungen verringerte sich der Finanzmittelbestand im Periodenvergleich von 194
Mio. € auf 117 Mio. €. » Investitionen für künftiges Wachstum Free Cashflow
Mio. €![]() Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) / Berechnung des Free Cashflowscroll
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Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss Investitionen für künftiges WachstumLEONI investierte im zweiten Quartal 2018 konzernweit 70 Mio. € in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 69 Mio. €). Im Unternehmensbereich Wiring Systems
beliefen sich die Investitionen auf 41 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) und betrafen vor
allem Standorterweiterungen sowie den Aufbau neuer Werke in Mexiko, Nordafrika und
Osteuropa. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions investierte 25 Mio. € (Vorjahr:
25 Mio. €), vornehmlich in die Erweiterung der Kapazitäten für Automobil-Spezialleitungen
in Osteuropa und Amerika sowie in die Fabrik der Zukunft in Roth. Investitionen Mio. €
![]() Im ersten Halbjahr 2018 stiegen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte konzernweit von 116 Mio. € auf 127 Mio. €. Davon entfielen 78 Mio.
€ (Vorjahr: 73 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Wiring Systems und 43 Mio. € (Vorjahr:
38 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions. Investitionen 1. Halbjahr nach Segmenten in %
![]() Vermögenslage32,2 Prozent EigenkapitalDie LEONI-Konzernbilanz verlängerte sich per 30. Juni 2018 gegenüber dem Jahresende
2017 um gut 8 Prozent auf 3.408 Mio. €. Aufgrund der Geschäftsausweitung nahmen insbesondere
die Vorräte um rund 11 Prozent auf 662 Mio. € und die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen um circa 14 Prozent auf 696 Mio. € zu. Ferner wuchsen die sonstigen
Vermögenswerte im Wesentlichen infolge von vermehrten Umsatzsteuerforderungen von
125 Mio. € auf 174 Mio. €. In Summe stiegen die kurzfristigen Vermögenswerte um knapp
8 Prozent auf 1.794 Mio. €. Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich insgesamt
um rund 9 Prozent auf 1.614 Mio. €. Hier wirkte sich unter anderem das durch unsere
dynamische Investitionstätigkeit um mehr als 4 Prozent auf 1.099 Mio. € vergrößerte
Sachanlagevermögen aus. Von 61 Mio. € auf 131 Mio. € kräftig vermehrt haben sich außerdem
die sonstigen Vermögenswerte, was aus einem höheren Umfang gemäß IFRS 15 zu aktivierenden
Zahlungen an Kunden resultierte. Dank der guten Ergebnisentwicklung unseres chinesischen
Joint Ventures Langfang stiegen darüber hinaus die Anteile an assoziierten Unternehmen
und Gemeinschaftsunternehmen von 34 Mio. € auf 48 Mio. €. Zur Finanzierung des Umsatzwachstums wurden bestehende Kreditlinien genutzt und neue
kurzfristige Termingelder aufgenommen. Dadurch sowie aufgrund von veränderten Fristigkeiten
erhöhten sich die kurzfristigen Finanzschulden und der kurzfristige Anteil an langfristigen
Krediten im Stichtagsvergleich von 254 Mio. € auf 403 Mio. €. Der Geschäftsausbau
führte außerdem zu einem Plus von circa 4 Prozent auf 947 Mio. € bei den Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen. Darüber hinaus nahmen die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten
wegen eingegangener Zahlungsverpflichtungen von 65 Mio. € auf 92 Mio. € zu. Per saldo
vergrößerten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten um rund 15 Prozent auf 1.691
Mio. €. Dagegen verringerten sich die langfristigen Verbindlichkeiten um knapp 1 Prozent
auf 621 Mio. €, hauptsächlich wegen der um rund 7 Prozent auf 313 Mio. € reduzierten
langfristigen Finanzschulden. Ferner gingen die Pensionsrückstellungen von 171 Mio.
€ auf 153 Mio. € zurück, da sie infolge des veränderten Marktzinsniveaus neu bewertet
werden mussten. Das Eigenkapital stieg im Wesentlichen durch das gute Ergebnis um rund 5 Prozent auf
1.096 Mio. €. Das entsprach einer Eigenkapitalquote von 32,2 Prozent (31.12.2017:
33,1 Prozent). Die Nettofinanzschulden erhöhten sich zur Jahresmitte auf 599 Mio.
€ (31.12.2017: 406 Mio. €). Das Gearing (Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals)
nahm von 39 Prozent per Ende 2017 auf 55 Prozent zum 30. Juni 2018 zu. Vermögens- und Kapitalstrukturscroll
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Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss Berechnung der Nettofinanzpositionscroll
Forschung & EntwicklungIm zweiten Quartal wendeten wir konzernweit 36 Mio. € für Forschung und Entwicklung
auf, circa 13 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Der Schwerpunkt lag weiterhin
auf kundenspezifischen Entwicklungsprojekten. Außerdem arbeiteten beide Unternehmensbereiche
intensiv an der Digitalisierung und Transformation zum Lösungsanbieter für das Energie-
und Datenmanagement. Um die Neuausrichtung voranzutreiben und dazu benötigte Kompetenzen
und Know-how zu erschließen, führen wir auch Gespräche mit potenziellen strategischen
Partnern. Im Unternehmensbereich Wiring Systems, dessen F&E-Projekte sich im Rahmen der Innovationsstrategie
an den fünf Schwerpunktfeldern Connected Mobility, Autonomous Mobility, Revolutionising
Productivity, Electrified Mobility und Solutions & Services orientieren, stand im
Berichtszeitraum weiterhin das Thema autonomes Fahren im Fokus. Hierbei steht die
funktionale Sicherheit relevanter Bauteile im Vordergrund, wozu künftig auch der Kabelsatz
zählt. Unsere F&E-Aktivitäten konzentrierten sich auf die Analyse der Auswirkungen
auf den Kabelsatz und die Erarbeitung von Konzepten, um den Kunden ein den Anforderungen
entsprechendes Produkt mit flankierenden Services liefern zu können. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erzielte weitere Fortschritte mit der
intelligenten Kabeltechnologie LEONiQ. Sie macht Energie- und Datenströme effizienter,
sicherer und verfügbarer, da sie in der Lage ist, verschiedene Parameter wie Temperatur
oder mechanische Belastung entlang eines beliebigen Kabelsystems zu erfassen und auszuwerten.
Im zweiten Quartal wurde LEONiQ erstmals einem breiten Fachpublikum vorgestellt und
stieß auf großes Interesse: Beispielsweise präsentierten wir die innovative Lösung
auf der Hannover Messe gemeinsam mit unserem Partnerunternehmen Microsoft sowie auf
der Computex Taipei, der größten IT-Messe in Asien. F & E-Aufwand Mio. €
![]() MitarbeiterZur Jahresmitte 2018 beschäftigte LEONI konzernweit 87.666 Mitarbeiter, das waren
6.085 Personen mehr als am Vorjahresstichtag. Gegenüber dem Jahresende 2017 vergrößerte
sich die Belegschaft um 1.326 Personen. Mit 94,4 Prozent (Vorjahr: 94,6 Prozent) arbeitete
der Großteil der fest angestellten LEONI-Mitarbeiter im Ausland. Zusätzlich wurden
4.571 Zeitarbeitskräfte eingesetzt (Vorjahr: 4.418), die überwiegend in China und
Osteuropa für uns tätig waren. Im Unternehmensbereich Wiring System wuchs die Zahl der Mitarbeiter im Stichtagsvergleich
um 5.302 auf 78.610 Personen und gegenüber dem 31. Dezember 2017 um 701 Personen.
Neueinstellungen gab es vor allem im Zusammenhang mit dem Auf- und Ausbau von Standorten
in Mexiko und Nordafrika. Die Belegschaft des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions
vergrößerte sich im Vergleich zum Jahreswechsel um 607 und gemessen am Vorjahresstichtag
um 755 Personen auf 8.725 Beschäftigte. Im ersten Halbjahr 2018 haben wir insbesondere
für die Fertigung von Automobilleitungen in China sowie die Spezialkabelkonfektion
in der Slowakei neue Mitarbeiter eingestellt. Mitarbeiter
![]() Mitarbeiter nach Regionen in %![]() Wiring Systems DivisionQuartalsumsatz wächst um 6 Prozent auf 829 Mio. €Der Unternehmensbereich Wiring Systems steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal
2018 gemessen an der entsprechenden Vorjahresperiode um rund 6 Prozent auf 829 Mio.
€ und im Halbjahresvergleich 2018 um mehr als 9 Prozent auf 1.670 Mio. €. Besonders
gut entwickelte sich das Geschäft mit den europäischen Fahrzeugherstellern sowie mit
der internationalen Nutzfahrzeugindustrie. Das kräftige organische Wachstum wurde
durch negative Währungseffekte geschmälert. Regional betrachtet konnten wir vor allem
unsere Lieferungen nach Asien ausbauen, aber auch im EMEA-Raum und in Amerika wurden
Steigerungen erzielt. Außenumsatz Wiring Systems Mio. €
![]() Umsatzentwicklung Wiring Systemsscroll
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Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 des Anhangs zum verkürzten Konzernzwischenabschluss Neuanläufe für die Automobil- und NutzfahrzeugindustrieIm zweiten Quartal nahmen wir die Serienfertigung für verschiedene Neuprojekte auf,
die teilweise auch bereits erste Umsatzbeiträge leisteten. Unter anderem begann in
China und Amerika die Produktion von Kabelsätzen und Bordnetzsystemen für ein neues
Fahrzeugmodell eines US-Kunden. Außerdem starteten wir die Belieferung eines europäischen
Premiumherstellers mit Kabelsätzen für seine E-Mobilitätsplattform. Mehrumsatz und Performance-Steigerung stärken ErgebnisDas EBIT des Unternehmensbereichs Wiring Systems nahm von April bis Juni 2018 von
44 Mio. € auf 45 Mio. € zu. Den zusätzlichen Deckungsbeiträgen aus dem Umsatzzuwachs
und der kontinuierlichen Verbesserung unserer operativen Performance standen erste
Vorleistungen für umfangreiche neue Kundenprojekte gegenüber. Die Anwendung des IFRS
15 schmälerte das Ergebnis in der Berichtsperiode um 2 Mio. €, während im entsprechend
angepassten Vorjahreswert ein positiver Effekt von 3 Mio. € aus der früheren Umsatzrealisierung
enthalten war. EBIT Wiring Systems Mio. €
![]() Bereinigtes EBIT1 Wiring Systemsscroll
Im gesamten ersten Halbjahr 2018 legte das Segment-EBIT von 70 Mio. € auf 87 Mio.
€ zu. Darin waren 2 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) aus der früheren Umsatzrealisierung
durch die Anwendung des IFRS 15 enthalten. Auftragsbestand von 21 Mrd. €Der Unternehmensbereich Wiring Systems erhielt im zweiten Quartal 2018 mehrere Neu-
und Folgeaufträge im Gesamtwert von circa 500 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mrd. €). Ein europäischer
Premium-Pkw-Hersteller bestellte Bordnetz-Systeme für ein neues Fahrzeugmodell der
oberen Mittelklasse, das sowohl mit herkömmlichem als auch mit Elektroantrieb auf
den Markt kommen wird. Aus der europäischen Nutzfahrzeugindustrie gingen ebenfalls
neue Aufträge ein, unter anderem über Motorkabelsätze für neue Lkw-Modelle. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres belief sich der Bestelleingang auf 1,6 Mrd.
€ (Vorjahr: 2,9 Mrd. €). Davon entfielen 100 Mio. € auf Produkte für elektrisch angetriebene
Fahrzeuge (Hochvolt- und Niedervoltanteile). Die Entwicklung entsprach dem erwarteten,
zyklischen Verlauf. In der zweiten Jahreshälfte ist mit weiteren, umfangreichen Neuaufträgen
zu rechnen. Der Auftragsbestand des Unternehmensbereichs bezogen auf die Gesamtlaufzeit der Projekte
lag Ende Juni 2018 bei 21,2 Mrd. € (31.12.2017: 21,6 Mrd. €). Davon betrafen 4,5 Mrd.
€ (31.12.2017: 4,4 Mrd. €) Hoch- und Niedervoltprodukte für elektrisch angetriebene
Fahrzeuge. Neue Werke in Serbien und China eröffnetIm April 2018 wurde das dritte LEONI-Bordnetzwerk in Serbien eingeweiht. In der neuen Produktionsstätte am Standort Niš im Süden des Landes fertigen derzeit rund 1.200 Mitarbeiter auf einer Fläche von 20.000 m2 Kabelsätze für Fahrzeuge eines europäischen Premium-Automobilherstellers. Bis Ende 2019 soll die Belegschaft auf rund 2.200 Personen ausgebaut werden. Außerdem nahm unser chinesisches Joint Venture in Langfang im Berichtszeitraum sein zweites Bordnetzwerk in Betrieb. Auf einer Fläche von rund 25.000 m2 werden dort bis zu 1.500 Mitarbeiter Bordnetz-Systeme für ein europäisch-chinesisches Joint Venture produzieren, wodurch sich die Kapazitäten dieses erfolgreichen Gemeinschaftsunternehmens etwa verdoppeln. Wire & Cable Solutions DivisionUmsatzanstieg um 8 Prozent im zweiten QuartalDer Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions konnte den Umsatz von April bis Juni
2018 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um rund 8 Prozent auf 498 Mio. € ausbauen.
Im gesamten ersten Halbjahr wurde ein Plus von 5 Prozent auf 983 Mio. € erzielt. Sowohl
das Automobilleitungsgeschäft als auch verschiedene Industriebereiche legten spürbar
zu, sodass der Umsatzwegfall durch den im Mai 2017 abgeschlossenen Verkauf der Business
Group Electrical Appliance Assemblies aus eigener Kraft überkompensiert wurde. Aus
Währungsumrechnung ergab sich ein negativer, aus der Veränderung des Kupferpreises
ein positiver Umsatzeffekt. Besonders gut verlief die Nachfrage nach Spezialleitungen
für die Automobilindustrie sowie nach Kabeln und Lösungen für die Fabrikautomation.
Auch die Bereiche Infrastruktur und Gesundheitswesen entwickelten sich positiv. Dagegen
blieb das Geschäft mit Kabeln für die Solar- und die petrochemische Industrie deutlich
hinter unseren Erwartungen zurück. Regional wurden die stärksten Zuwächse im zweiten
Vierteljahr in Amerika, gefolgt vom Wirtschaftsraum EMEA und Asien erzielt. Außenumsatz Wire & Cable Solutions Mio. €
![]() Umsatzentwicklung Wire & Cable Solutionsscroll
Quartals-EBIT bei 17 Mio. €Im zweiten Quartal 2018 lag das EBIT des Unternehmensbereichs Wire & Cable Solutions
bei 17 Mio. €. Im hohen Vorjahresvergleichswert von 43 Mio. € war ein einmaliger positiver
Entkonsolidierungseffekt von 25 Mio. € aus der Veräußerung der Business Group Electrical
Appliance Assemblies enthalten. Das EBIT der aktuellen Berichtsperiode war darüber
hinaus vom schwachen Geschäft mit der Solar- und der petrochemischen Industrie, Hochlaufkosten
am Standort Indien und gestiegenen Rohstoffpreisen beeinträchtigt. In den ersten sechs
Monaten 2018 belief sich das Segment-EBIT auf 38 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €). EBIT Wire & Cable Solutions Mio. €
![]() Bereinigtes EBIT1 Wire & Cable Solutionsscroll
Auftragseingang auf 487 Mio. € erhöhtVon April bis Juni 2018 erhöhte sich der Bestelleingang des Unternehmensbereichs Wire
& Cable Solutions im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um rund 5 Prozent
auf 487 Mio. €. Daraus errechnet sich ein leichter Rückgang der Book-to-Bill Ratio
auf rund 1. Die Business Group Automotive Cable Solutions wurde unter anderem mit
der Lieferung von Datenleitungen für Multimediaanwendungen sowie von Ladekabeln für
Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller beauftragt. In der Business Group Industrial
Solutions gingen wichtige Bestellungen aus der Bahnindustrie ein. Sie betreffen zum
einen Infrastrukturkabel für die Schweizer Bundesbahn, zum anderen gelang uns mit
einem Auftrag über Spezialkabel für Regionalzüge der Eintritt in den wichtigen US-Markt. Strategische Kooperation mit PARCIm Juni 2018 ging LEONI eine strategische Kooperation mit dem Forschungs- und Entwicklungsunternehmen
PARC aus Palo Alto, Kalifornien, ein. PARC, ein Unternehmen der Xerox-Gruppe, verfügt
über wegweisende Technologien in den Bereichen Zustandsüberwachung, Systemanalyse,
künstliche Intelligenz und eingebettete Sensorik. Mit der Zusammenarbeit treiben wir
unsere digitale Transformation voran und stärken unsere Innovationskraft in den Bereichen
Energie- und Datenlösungen. Erste gemeinsame Forschungsaktivitäten konzentrieren sich
auf die Realisierung intelligenter Kabelsysteme. Richtfest für die Fabrik der ZukunftMit dem Richtfest zur Rohbau-Fertigstellung der Fabrik der Zukunft haben wir im Juni
2018 den nächsten Meilenstein bei der Realisierung unseres Kompetenzzentrums am deutschen
Standort Roth gesetzt. Dort werden wir unter anderem hochmoderne Datenleitungen für
autonomes Fahren und Lösungen für eine noch sicherere, effizientere und zuverlässigere
Energieverteilung in Elektrofahrzeugen entwickeln und herstellen. Nach der Fertigstellung
des Hauptgebäudes wird die bestehende Produktion in Roth ab 2019 schrittweise auf
das neue Gelände verlagert. Neupositionierung des DrahtgeschäftsMit der Umbenennung der Business Group Conductors & Copper Solutions in Wire Products
& Solutions wurde im zweiten Quartal die strategische Neuausrichtung dieses traditionsreichen
Geschäftsfelds eingeleitet. Künftig wird sich die Business Group verstärkt auf den
Bereich Elektromobilität im Zusammenhang mit Hochvoltlösungen und Batterietechnologie
fokussieren. NachtragsberichtNach Abschluss der Berichtsperiode bis zur Veröffentlichung dieses Berichts gab es
keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage des LEONI-Konzerns auswirkten. NachhaltigkeitsberichtLEONI verpflichtet sich zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Unternehmensführung,
die den Bedürfnissen aller von unserem Handeln betroffenen Interessengruppen gerecht
werden soll. Ausführliche Informationen zu diesem Thema enthält unser aktueller Nachhaltigkeitsbericht,
der im Juli 2018 veröffentlicht wurde. Er ist auf unserer Website unter der Rubrik
Unternehmen/Publikationen abrufbar. » www.leoni.com/de/ unternehmen/publikationen/ Risiko- und ChancenberichtDie Risiko- und Chancensituation für den LEONI-Konzern hat sich seit dem Jahresende
2017 nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen auch weiterhin
nicht vor. Alle bestehenden Risiken und Chancen sowie die Struktur und der Aufbau
des Risiko- und Chancenmanagements sind im Geschäftsbericht 2017 umfassend dargestellt. PrognoseKonjunkturelle RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft wird 2018 Prognosen des IWF (Internationaler Währungsfonds) zufolge
um 3,9 Prozent wachsen. Allerdings schätzt der IWF die Risiken für die Expansion in
seinem jüngsten Konjunktur-Update vom Juli deutlich höher ein als noch im April. Die
Einführung von Strafzöllen und die Gefahr einer weiteren Eskalation der Handelsstreitigkeiten,
geopolitische Risiken und steigende politische Unsicherheiten könnten die zunehmend
ungleiche Entwicklung in den verschiedenen Ländern zusätzlich bremsen. Für die Industrienationen erwartet der IWF im laufenden Jahr in Summe ein Plus von
2,4 Prozent, wobei die Aussichten in den USA besser sind als in der Eurozone und Japan.
In den Entwicklungs- und Schwellenländern ist mit einer Steigerung von 4,9 Prozent
zu rechnen, bei weiterhin hohen Zuwachsraten in Indien und China. Weltwirtschaftswachstum 2017 bis 2019e
%![]() Quelle: IWF Weltwirtschaftswachstum 2018 in ausgewählten Regionen
%![]() Quelle: IWF (Schätzung) Die globale Fahrzeugindustrie dürfte ihre Produktion nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts
IHS Automotive 2018 leicht ausweiten. Weltweit sollen im laufenden Jahr gut 2 Prozent
mehr Pkw und leichte Nutzfahrzeuge hergestellt werden als 2017. Dabei werden voraussichtlich
deutlich mehr Pkw gefertigt, während die Produktion leichter Nutzfahrzeuge etwas rückläufig
sein dürfte. Die höchsten Steigerungsraten wird aus heutiger Sicht Amerika verzeichnen,
gefolgt von der Region EMEA und Asien. In allen Regionen werden deutlich mehr Fahrzeuge
mit alternativen Antriebstechniken vom Band laufen. Hier wird weltweit ein Zuwachs
von rund 36 Prozent erwartet. Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach Regionen
Mio. Stück![]() Quelle: IHS Automotive Bei schweren Nutzfahrzeugen prognostiziert IHS Automotive 2018 nach der extrem dynamischen
Entwicklung im Vorjahr einen Produktionsrückgang von weltweit rund 2 Prozent, der
ausschließlich aus einem Minus in Asien resultiert. Dagegen sollen in der Region EMEA
und insbesondere in Amerika deutlich mehr schwere Nutzfahrzeuge hergestellt werden. Produktion von schweren Nutzfahrzeugen nach Regionen
Mio. Stück![]() Quelle: IHS Automotive Viele der übrigen für LEONI bedeutenden Abnehmerbranchen aus der Industrie blicken
verhalten zuversichtlich auf das Gesamtjahr. Obwohl sich die Konjunkturrisiken verstärken,
rechnen sowohl die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie als auch der Maschinen-
und Anlagenbau sowie die ITK-Branche mit Zuwächsen. Entwicklung des LEONI-KonzernsAuf Basis des etwas stärker als erwarteten Umsatzanstiegs im bisherigen Jahresverlauf
- vor allem aufgrund des höheren Kupferpreises - heben wir die Umsatzprognose für
das Gesamtjahr leicht an: Aus heutiger Sicht wird der Konzernumsatz 2018 auf mindestens
5,1 Mrd. € steigen (bisherige Prognose: mindestens 5,0 Mrd. €). Hierzu werden der
Unternehmensbereich Wiring Systems rund 3,2 Mrd. € (Vorjahr: 3,1 Mrd. €) und der Unternehmensbereich
Wire & Cable Solutions rund 1,9 Mrd. € (Vorjahr: 1,9 Mrd. €) beitragen. Für das Konzern-EBIT
wird weiterhin eine Spanne von 215 Mio. € bis 235 Mio. € avisiert, wobei der Ergebnisbeitrag
im zweiten Halbjahr vor allem aufgrund steigender Vorlaufkosten für neue Bordnetzprojekte
erwartungsgemäß niedriger ausfallen wird als von Januar bis Juni. Der Zielwert impliziert
einen Anstieg des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr, in dem ca. 30 Mio.
€ positive Einmaleffekte enthalten waren. Neben den Maßnahmen zum Kapazitätsausbau planen beide Unternehmensbereiche im weiteren
Jahresverlauf, ihre Aktivitäten zur Transformation in Richtung Lösungsanbieter für
Daten- und Energiemanagement zu intensivieren. Die ausführliche, darüber hinaus unverändert gültige Prognose für 2018 ist im Geschäftsbericht
2017 enthalten. Prognose LEONI-Konzernscroll
1
Unter Berücksichtigung der Vorjahresanpassung aus dem IFRS 15 beträgt der Wert 227
Mio. €. Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
1
Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
1
Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
1
Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 Konzern-BilanzAktivascroll
Passivascroll
1
Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
scroll
1
Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2018GrundlagenDieser Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting
Standard IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden
ist, als verkürzter Zwischenabschluss erstellt. Der verkürzte Zwischenabschluss enthält
nicht alle für einen Konzernjahresabschluss erforderlichen Angaben und Informationen
und steht daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017. LEONI
erstellt und veröffentlicht den Zwischenabschluss in Euro (€). Der vorliegende Konzernzwischenabschluss
und der Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2018 wurden einer prüferischen Durchsicht
durch den Wirtschaftsprüfer unterzogen. Der Konzernzwischenabschluss wurde vom Vorstand
am 6. August 2018 zur Veröffentlichung freigegeben. 1 | RechnungslegungsgrundsätzeDie angewandten Konsolidierungs-, Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden entsprechen
im Wesentlichen denen des Konzernjahresabschlusses 2017 und wurden dort im Konzernanhang
beschrieben. Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 und des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 ergaben sich
Änderungen der Rechnungslegungsmethoden, welche nachfolgend beschrieben werden. Im
Konzernanhang 2017 wurde ein Überblick über die wesentlichen Inhalte des IFRS 15 und
des IFRS 9 gegeben. IFRS 15IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden" ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Von der Möglichkeit einer vorzeitigen
Anwendung hat LEONI keinen Gebrauch gemacht, sondern hat den neuen Standard zum vorgeschriebenen
Datum des Inkrafttretens erstmals angewendet und den vollständig retrospektiven Ansatz
mit Ausweis einer Vergleichsperiode gewählt. Aus der Erstanwendung des IFRS 15 ergaben sich nachfolgende Änderungen der Rechnungslegungsmethoden
und Anpassungen der Vorperioden. Die betroffenen Positionen sind nachfolgend dargestellt: Konzern-Bilanzscroll
scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
1
Vorjahreswerte angepasst aufgrund des Ausweises gezahlter Zinsen Nachfolgend werden die Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aus der Erstanwendung
des IFRS 15 beschrieben:
IFRS 9IFRS 9 "Finanzinstrumente" gilt erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem
1. Januar 2018 beginnen und ersetzt IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".
LEONI wendet den neuen Standard seit dem 1. Januar 2018 an und hat für den Übergang
den modifizierten, retrospektiven Ansatz ohne Angabe einer Vergleichsperiode gewählt. Aus der Erstanwendung des IFRS 9 ergeben sich folgende Effekte: Konzern-Bilanzscroll
Klassifizierung und Bewertung:
Wertminderung: Der Konzern wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 an und erfasst
die über die Gesamtlaufzeit erwarteten Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten aus dem Anwendungsbereich des IFRS 15. Den
neuen Wertminderungsvorschriften liegt ein stärker auf die Zukunft ausgerichtetes
Modell zugrunde, welches auf erwarteten Verlusten basiert. Bisher wurden Wertminderungen
im Wesentlichen auf Basis bereits eingetretener Verluste erfasst. Das neue Wertminderungsmodell
führt dazu, dass erwartete Verluste bereits früher als Aufwand erfasst werden. Die Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vertragsvermögenswerte
in Höhe von insgesamt 6.801 T€ resultiert aus der Anwendung der neuen Wertminderungsvorschriften. Bilanzierung von Sicherungsgeschäften: Alle unter IAS 39 als effektiv designierten Sicherungsbeziehungen erfüllen die Bedingungen
für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung des IFRS 9. Da sich die allgemeinen Grundsätze,
wie die Bilanzierung von effektiven Sicherungsgeschäften vorzunehmen ist, nicht ändern,
resultieren keine Umstellungseffekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9. Die folgende Tabelle zeigt die ursprünglichen Bewertungskategorien nach IAS 39 zum
31. Dezember 2017 und die neuen Bewertungskategorien nach IFRS 9 zum Zeitpunkt der
Erstanwendung am 1. Januar 2018 mit den entsprechenden Buchwerten: scroll
Weitere für das Geschäftsjahr 2018 erstmals anzuwendende neue Rechnungslegungsstandards
wirken sich nicht wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss aus und werden aus diesem
Grund nicht näher erläutert. Kaufpreisallokation LEONI ZhengAo Automotive Wire Harness Co. Ltd. und Ausweis gezahlter ZinsenDie Vorjahreswerte sind aufgrund der nachträglichen Kaufpreisallokation im Zusammenhang
mit dem Erwerb der LEONI ZhengAo Automotive Wire Harness Co. Ltd. (vormals: Wuhan
Hengtong Automotive) sowie aufgrund des Ausweises gezahlter Zinsen als Cashflows aus
Finanzierungstätigkeit angepasst. Details hierzu finden sich im Konzernanhang 2017
in den Textziffern 1 und 4. Zukünftige, neue RechnungslegungsvorschriftenVon der Europäischen Union (EU) anerkannte Rechnungslegungsvorschriften Im Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der
für Geschäftsjahre anzuwenden ist, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Für
Angaben zu den Details zum neuen Standard sowie zu den erwarteten Auswirkungen auf
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie auf die Kapitalflussrechnung verweisen wir
auf die Ausführungen im Konzernanhang 2017, Textziffer 2. Bei LEONI hat die im Vorjahr gebildete Projektgruppe im laufenden Jahr die Arbeit
fortgesetzt und weitere Maßnahmen eingeleitet, um die standardkonforme Erfassung und
Verarbeitung der Leasingverträge zu gewährleisten. So wurde in der internen Organisation
eine Struktur implementiert, die die initiale Erfassung der Leasingverträge konzernweit
fachlich begleitet und verantwortet. Ferner wurden hinsichtlich Analyse und Erfassung
der Leasingverträge Ressourcen geschaffen, mit deren Hilfe alle Gesellschaften in
die Lage versetzt werden, die aus IFRS 16 resultierenden Effekte zu berechnen und
in ihren Buchhaltungssystemen zu erfassen. Die Arbeit der Projektgruppe liegt im Zeitplan,
so dass von einer sach- und zeitgerechten Einführung des IFRS 16 ausgegangen werden
kann. LEONI wird den Standard zum 1. Januar 2019 modifiziert retrospektiv anwenden. 2 | KonsolidierungskreisNeben der LEONI AG, die ihren Sitz in Nürnberg, Marienstraße 7 hat und beim Amtsgericht
Nürnberg unter der Nummer HRB 202 geführt wird, werden in den Konzernzwischenabschluss
alle Tochterunternehmen einbezogen, die von der LEONI AG unmittelbar oder mittelbar
beherrscht werden. Der Konsolidierungskreis wurde im ersten Halbjahr 2018 des Berichtszeitraums um eine
neugegründete Gesellschaft in Bulgarien erweitert. Erläuterungen3 | SegmentinformationenDer Konzern verfügt über zwei berichtspflichtige Segmente. Detaillierte Informationen
zu den Segmenten finden sich im Konzernzwischenlagebericht sowie im Geschäftsbericht
2017. Die sich im Zuge der Erstanwendung des IFRS 15 ergebenden Anpassungen der Vorperioden
betreffen ausschließlich die Division Wiring Systems. Die Segmentinformationen stellen sich für den Berichtszeitraum wie folgt dar: scroll
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Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 4 | UmsatzerlöseErlöse mit Kunden (Zeitpunkt der Übertragung der Güter und Dienstleistungen) T€scroll
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Vorjahreswerte angepasst; siehe Textziffer 1 5 | Sonstiges ErgebnisDie folgende Übersicht zeigt die Bruttobeträge, Ertragsteuereffekte und Nettobeträge
des sonstigen Ergebnisses: scroll
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Im ersten Halbjahr führte vor allem der Anstieg des Diskontierungssatzes für Pensionsverpflichtungen
in England zu versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von 18.075 T€ (Vorjahr:
Gewinne: 11.226 T€). Zudem schlugen sich im sonstigen Ergebnis Währungsumrechnungsgewinne in Höhe von 6.541
T€ (Vorjahr: Verluste: 24.577 T€) durch die Translation von Fremdwährungen, im Wesentlichen
des chinesischen Renminbi und des US-Dollars, in die Berichtswährung Euro nieder. Weiterhin war das sonstige Ergebnis durch unrealisierte Verluste aus Cashflow Hedges
beeinflusst. Hier kam es bei mehreren für LEONI wesentlichen Währungspaaren zu Kursveränderungen. Unter Berücksichtigung von latenten Steuern ergab sich insgesamt ein sonstiges Ergebnis
von 21.076 T€ (Vorjahr: - 2.005 T€). 6 | FinanzinstrumenteDie folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente,
die zum 30. Juni 2018 und zum 30. Juni 2017 im Konzern bestanden: scroll
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Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen Forderungen entsprachen
die beizulegenden Zeitwerte wie im Vorjahr weitgehend den Buchwerten. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten
über einem Jahr entsprachen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen
Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt-
und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen reflektierten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten
hatten regelmäßig kurze Restlaufzeiten, die bilanzierten Werte stellten näherungsweise
die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, der Schuldscheindarlehen und der sonstigen langfristigen
finanziellen Verbindlichkeiten wurden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen
Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurven und der konzernspezifischen
Margen ermittelt. Aus diesem Grund sind die beizulegenden Zeitwerte der Hierarchiestufe
3 zuzuordnen. Die beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften wurden auf Basis von aktuellen,
am Markt beobachtbaren Referenzkursen unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge
bestimmt. Dem Nichterfüllungsrisiko der Geschäftspartner und dem Nichterfüllungsrisiko
des Konzerns trägt LEONI durch die Ermittlung von Berichtigungswerten, sogenannten
Credit Value Adjustments (CVA) oder Debt Value Adjustments (DVA), auf Basis eines
Auf-/Abschlagsverfahrens Rechnung. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinssicherungsinstrumente
(Zinsswaps) wurden auf Basis abgezinster, zukünftiger Cashflows ermittelt. Dabei wurden
die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet. Bewertungsmethode zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Die folgenden Tabellen enthalten eine Übersicht der angewendeten Bewertungsmethoden
für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value") für die betroffenen
Finanzinstrumente: scroll
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Weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr fanden Bewegungen zwischen den einzelnen
Stufen statt. Weitere Informationen7| Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenLEONI unterhält mit Gemeinschaftsunternehmen Beziehungen im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit. Dabei kauft und verkauft LEONI Produkte und Dienstleistungen grundsätzlich
zu Marktbedingungen. Im Berichtszeitraum wurden aus Verkäufen und Dienstleistungen
mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 4.783 T€ (Vorjahr: 4.448
T€) erlöst. Aus diesen Geschäften resultierten Forderungen von 2.901 T€ (Vorjahr:
3.261 T€). Aus Verkäufen und Dienstleistungen an Mitglieder des Aufsichtsrats und deren Unternehmen
wurden im Berichtszeitraum 1.297 T€ (Vorjahr: 877 T€) Erlöse erzielt sowie Käufe im
Wert von 217 T€ (Vorjahr: 542 T€) getätigt. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen
wurden zu marktüblichen Bedingungen getätigt. 8| Vorstand und AufsichtsratZum 31. Januar 2018 legte Dieter Belle sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des
Vorstands im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat nieder und schied zu diesem Termin
aus dem Vorstand aus. Bis zum Eintritt des künftigen CEO wird der Vorstand als dreiköpfiges
Gremium mit gleichberechtigten Mitgliedern fortgeführt. Karl Gadesmann nimmt interimsweise
als Sprecher zudem Koordinations- und Repräsentationsaufgaben wahr. Zum 1. September 2018 wird Aldo Kamper die Position als Vorstandsvorsitzender von
LEONI antreten. Weiterhin hat der Aufsichtsrat das Mandat von Vorstandsmitglied Bruno Fankhauser,
der für die Division Wire & Cable Solutions und das Marketing verantwortlich zeichnet,
vorzeitig um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Sein bisheriger Vertrag
wäre bis Ende 2018 gelaufen. Die Besetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert. Nürnberg, den 6. August 2018 Der Vorstand scroll
Bescheinigung nach prüferischer DurchsichtWir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung,
Konzern-Bilanz, Entwicklung des Konzerneigenkapitals und Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss
- und den Konzernzwischenlagebericht der LEONI AG, Nürnberg, für den Zeitraum vom
1. Januar 2018 bis 30. Juni 2018, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach
§ 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Nürnberg, 7. August 2018 Ernst & Young GmbH scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Nürnberg, den 6. August 2018 scroll
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