LS telcom Aktiengesellschaft

Lichtenau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2008 bis zum 30.09.2009

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2008/2009 die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft unterstützt, überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat verantwortlich und rechtzeitig eingebunden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung unterstützt.

In seinen Sitzungen vom 27.11.2008, 25.02.2009, 20.05.2009, 24.08.2009 sowie in der Sitzung vom Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 27.11.2009 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die Situation des Unternehmens und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahres lückenlos über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens wurden regelmäßig mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend erörtert und überwacht.

Der Aufsichtsrat hat sich in monatlichen schriftlichen Berichten durch den Vorstand über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften informieren lassen. Er hat ferner jeweils monatlich die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft.

Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Fortschreibung des Risk-Management- und des Risk-Controlling-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex gespielt.

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise hat Veranlassung gegeben, das Risk-Management- und Risk-Controlling-System im zurückliegenden Wirtschaftsjahr einer besonders intensiven Kontrolle durch den Aufsichtsrat zu unterziehen, in welche auch der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer einbezogen war. Auch sämtliche Mitarbeiter des LS telcom Konzerns in Führungspositionen wurden in die umfassende Analyse aller Risikofelder und in die Definition der Maßnahmen zur Risikofrüherkennung und -Steuerung eingebunden. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft ist es ein wichtiges Anliegen, insbesondere in Zeiten einer globalen Wirtschaftskrise, das Risikobewusstsein der verantwortlichen Mitarbeiter zu schärfen und wirtschaftliche Fehlentscheidungen auch in den nachgeordneten Hierarchiestufen des Unternehmens zu vermeiden. Es hat sich gezeigt, dass die seit vielen Jahren installierten Kontroll- und Steuerungsmechanismen des LS telcom Konzerns dem Belastungstest standgehalten und sich als funktionsfähig bewährt haben.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2009, wurden durch die Ebner Stolz Mönning Bachern GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschluss-Prüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands an.

Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.

Die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch am LS telcom Konzern nicht spurlos vorbeigegangen. Der zunächst erwartete Jahresüberschuss ist ausgeblieben, nachdem eine ganze Reihe vertraglich fest vereinbarter Projekte kundenseitig verschoben wurden und vertraglich gesicherte Umsatzerlöse damit erst in künftigen Rechnungslegungsperioden anfallen werden. Angesichts eines sehr erfreulichen Auftragsbestands, des Umstands, dass kein wesentlicher Kunde verloren gegangen ist und des zunehmenden Investitionsstaus auf Seiten der Kunden des LS telcom Konzerns ist der Aufsichtsrat zuversichtlich, dass sich im zurückliegenden Geschäftsjahr verschobene Umsatzerlöse zeitnah realisieren lassen werden. Für das begonnene Wirtschaftsjahr 2009/2010 besteht aus der Sicht des Aufsichtsrats der LS telcom AG aller Grund zu der Zuversicht, dass sich die Gesellschaft auch weiterhin in dem derzeit schwierigen globalen wirtschaftlichen Umfeld behaupten, ja sogar als unangefochtener weltweiter Technologieführer am Ende des Tages gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Die von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG schon seit langem eingerichteten und kontinuierlich fortgeschriebenen Risikofrüherkennungs- und -Steuerungssysteme haben sich auch in der derzeitigen globalen Wirtschaftskrise bewährt und werden auch künftig verhindern, dass wirtschaftliche Risiken zu bestandsgefährdenden Nachteilen für die Gesellschaft werden können.

Die hervorragende Qualifikation, Berufserfahrung und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin ein wesentlicher Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leistungsorgane sich für die Zukunft gesetzt haben.

Für ihren hervorragenden Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften LS telcom Ltd. (Ottawa, Kanada), LS telcom SAS (Vélizy, Frankreich), LS of South Africa Radio Communication Services (Pty.) Ltd. (Johannesburg, Südafrika), Vision2Comm GmbH (Lichtenau) und NG Networks Co., Ltd. (Suzhou, China) Dank und Anerkennung aus.

 

Lichtenau, den 14. Dezember 2009

Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG

Lagebericht

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Marktumfeld und Absatzentwicklung

Das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2008/2009 war wie in den beiden vorangegangenen Jahren gekennzeichnet von einer sehr starken Nachfrage. Allerdings wurden Entscheidungen über Projektzuteilungen sowie auch vereinbarte Pläne zur Umsetzung beauftragter Projekte kundenseitig verschoben, so dass der LS telcom Konzern letztlich trotz intensiver vertrieblicher Anstrengungen und gewissenhafter Projektarbeit ihre geplanten Ziele nicht verwirklichen konnte und das Umsatzniveau des Vorjahres nicht erreicht wurde.

Nachdem im Vorjahr noch ein Konzern-Jahresüberschuss von TEUR 490 erzielt wurde, weist der Konzern für das Geschäftsjahr 2008/2009 einen Konzern-Jahresverlust in Höhe von TEUR-848 aus. Das Betriebsergebnis liegt mit TEUR-174 zwar etwas weniger im negativen Bereich, aber dennoch weit unter dem des Vorjahres (i. V. TEUR 588).

Obgleich sich in den vergangenen Jahren eine gewisse Konsolidierung in den für uns relevanten Teilmärkten vollzogen hat, besteht immer noch ein starker Wettbewerb, der jedoch nicht mehr mit ruinösem Preiskampf, sondern eher auf Basis von Qualität und Technologie, also mit "vernünftigeren" Verkaufsargumenten geführt wird.

Die LS telcom AG konnte sich erfolgreich am Markt behaupten und in den Projekten, die im vergangenen Geschäftsjahr zur Entscheidung kamen, die Mehrzahl der Kunden überzeugen. Dem Unternehmen gelang es damit, sich weitere Marktanteile gegenüber dem Wettbewerb in der Neukundenakquise zu sichern, das Geschäft aber ebenso mit bestehenden Kunden auszubauen. Technologisch haben wir unseren Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden erheblich vergrößert.

LS telcom weist im Geschäftsjahr 2008/2009 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von 6 % und Umsatzerlöse von EUR 11,94 Mio. (i. V EUR 12,65 Mio.) aus.

Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat das Unternehmen die marktgegebenen Verzögerungen im Projektgeschäft genutzt, verstärkt in die Entwicklung neuer Produkte (internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren) investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen deshalb mit EUR 2,29 Mio. deutlich über denen des Vorjahres (i. V. EUR 1,44 Mio.).

Die Gesamtleistung von EUR 14,95 Mio. liegt ca. 4 % über der des Vorjahres (i. V EUR 14,34 Mio.).

Der Auftragseingang in Höhe von EUR 13,57 Mio. (i. V EUR 13,31 Mio.) lag 2008/2009 etwa 2 % über dem des Vorjahres und stimmt uns unter Berücksichtigung der derzeitigen marktgegebenen Zurückhaltung bei Auftragserteilungen optimistisch für die künftige Geschäftsentwicklung. Der Auftragsbestand des Unternehmens sowie mehrere bereits erteilte Zuschläge an Bieterkonsortien, bei denen die LS telcom AG beteiligt ist, und aktuell laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit bilden eine gute Basis für das Geschäft der nächsten zwölf Monate.

Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Systemlösungen" und "Einzelmodule und Dienstleistungen" wie folgt auf:

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in TEUR Umsatz GJ 2008/2009 Umsatz GJ 2007/2008 Veränderung EBIT GJ 2008/2009 EBIT GJ 2007/2008
Systemlösungen 7.687 8.508 -10 % -717 50
Einzelmodule und Dienstleistungen 4.250 4.144 3 % 543 538
Insgesamt 11.937 12.652 -6 % -174 588

Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:

Das Segment "Systemlösungen" beinhaltet das typische Projektgeschäft (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom AG in umfassende Systemlösungen integriert werden.

In dem Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" werden die Geschäftsvorgänge zusammengefasst, bei denen einzelne Funknetzplanungsprodukte an Kunden lizenziert werden. Diese Geschäfte enthalten typischerweise weniger Anpassungs- und Dienstleistungskomponenten, sondern bestehen überwiegend aus dem klassischen, skalierbaren Software-Lizenzgeschäft. Daneben umfasst dieses Segment sämtliche Dienstleistungen, die LS telcom in Form von Beratung, Planung, Ingenieurleistungen, Trainings etc. erbringt.

Obwohl der Auftragseingang deutlich hinter dem geplanten Volumen zurückblieb und diverse Ausschreibungen im vergangenen Geschäftsjahr noch nicht entschieden wurden: die rege Nachfrage in den von uns bedienten Teilmärkten blieb auf unverändert hohem Niveau und betraf überwiegend moderne Systemlösungen zur Frequenzverwaltung sowie Planungsdienstleistungen zur Funknetzdigitalisierung des Rundfunks und öffentlicher Behördennetze (u. a. Polizeifunk).

Bereits seit dem Geschäftsjahr 2005/2006 liegt der Umsatzanteil des Segments "Systemlösungen" stets deutlich über dem des Segments "Einzelmodule und Dienstleistungen"; so auch im Geschäftsjahr 2008/2009, in dem ebenso wie im Vorjahr 64 % der gesamten Umsatzerlöse durch "Systemlösungen" erwirtschaftet wurden. In diesem Geschäftsumfeld stehen aktuell mehrere Ausschreibungen für umfassende Systemmodernisierungen sowie für Neusysteme an. Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen, wie im Vorjahr, größere Frequenzmanagement-Systeme mit hohem Automatisierungsgrad für Kunden in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Südamerika.

Der Konzern konnte eine gute Nachfrage nach Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks sowie der Einführung neuer digitaler Funknetze für Sicherheitsdienste verzeichnen. Allerdings ergaben sich auch in diesem Umfeld Projektverzögerungen, so dass das Umsatzpotenzial nicht vollständig im Geschäftsjahr genutzt werden konnte. Im Beratungsgeschäft ist erwähnenswert, dass sich die LS telcom Firmengruppe als Dienstleister über Mobil- und Rundfunkbetreiber hinaus noch stärker bei öffentlichen Auftraggebern etabliert hat und ihre Beratungsdienstleistungen mittlerweile auch vermehrt international erbringt.

Jeder dieser unterschiedlichen Teilmärkte dürfte in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.

Die Umsatzerlöse im Segment "Systemlösungen" blieben um 10 % hinter denen des Vorjahres zurück. Ursächlich hierfür sind ausstehende Zuschlagserteilungen und Beauftragungen aufgrund der oben beschriebenen Marktsituation. Entsprechend dem Umsatzrückgang ergibt sich ein negativer Ergebnisbeitrag von TEUR-717.

Der 3 %-ige Umsatzzuwachs im Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" resultierte in einem Anstieg des Segmentergebnisses von 1 % im Vergleich zum Vorjahreswert. Hier wurden verstärkt vertriebliche Aktivitäten entfaltet und strategisch wichtige Projekte akquiriert, die in diesem Segment nicht nur eine gute Grundlast für das neue Geschäftsjahr sichern, sondern sicherlich auch dazu beitragen werden, der LS telcom AG mit dem in den Projekten ebenfalls gewonnenen Renommee Umsatz- und Ergebnisbeiträge für die Zukunft zu sichern.

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum etwas unter dem des Vorjahres bei ca. 84 % (i. V 91 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 41 % und in den restlichen Regionen bei 44 % (dabei Afrika mit 9 %, Asien mit 16 % und der Mittlere Osten mit 11 %).

2. Unternehmenssituation

Systemlösungen

Im Geschäftsjahr 2008/2009 verzeichnete die LS telcom AG in dem insbesondere auf Regulierungsbehörden und sonstige Frequenzverwaltungsorganisationen ausgerichteten Segment erneut eine gute Nachfrage, wenn auch bei vielen Projekten noch Entscheidungen zur Auftragsvergabe ausstehen und auch aufgrund unvorhergesehener Verzögerungen bei der Umsetzung beauftragter Projekte die Erlöse des Vorjahres nicht erzielt wurden. Für einige der im Laufe des Geschäftsjahres implementierten Projekte erwarten wir Nachfolgeprojekte im laufenden und in den nachfolgenden Geschäftsjahren. Ebenso erhoffen wir uns zeitnah diverse positive Entscheidungen in laufenden Ausschreibungsverfahren, um den bestehenden "Angebotsberg" in Umsatz für das neue Wirtschaftsjahr umzuwandeln.

Nach sehr hohen Steigerungen des Umsatzes in früheren Jahren, ging der Umsatz im zweiten Jahr in Folge zurück. Die Segmenterlöse von EUR 7,69 Mio. liegen um ca. 10 % unter denen des Vorjahres (EUR 8,51 Mio.).

Der Umsatz im Segment "Systemlösungen" wurde, wie in der Vergangenheit, aus einer ausgewogenen Mischung von Neugeschäft und Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projekten in Großbritannien, Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ecuador, Ungarn, Malaysia sowie aus Geschäften mit deutschen Behörden und Systemlieferanten.

Einzelmodule und Dienstleistungen

Das Umsatzniveau des Vorjahres wurde während des vergangenen Geschäftsjahres in diesem Segment um 3 % übertroffen. Die gute Nachfrage konnte speziell im Dienstleistungsbereich in langfristige Kooperationsverträge umgesetzt werden, die einen guten Teil der Erlöse für die nächsten Jahre sichern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen sollten.

Die im Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 4,25 Mio. (i. V. EUR 4,14 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 60 % (i. V. 48 %) Dienstleistungen und 40 % (i. V. 52 %) Umsätzen aus Softwarelizenzen einschließlich Wartung, womit sich der Schwerpunkt der Umsatzgenerierung im Vorjahresvergleich deutlich in Richtung Dienstleistungen verschoben hat.

Planungslösungen für Rundfunk- und Telekommunikationsnetze

Im Rundfunkbereich bestand im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme und der Einführung von Mobile-TV (dem Fernsehen für Handys) eine gute Nachfrage, wobei der Schwerpunkt des Geschäfts sich in diesem Bereich mittlerweile auf Nachfolgegeschäft mit Bestandskunden verlagert hat.

Der LS telcom AG gelang es, Softwaremodule zur Planung und Koordination der neuen Digitalnetze sowohl an Neukunden als auch im Rahmen von System-Upgrades an Bestandskunden, vorwiegend in Europa und dem Mittleren Osten, zu verkaufen und so die bestehende Kundenbasis für diese Produkte auszubauen. Das Unternehmen bleibt damit unbestrittener Marktführer für Planungs- und Koordinierungssysteme von analogen und digitalen Rundfunksendernetzen.

Im Kundenbereich der Telekom- und Rundfunknetzbetreiber ist unverändert vorrangiges Thema die Einführung des digitalen Fernsehens für den Heimempfang. LS telcom ist speziell im Bereich der Konvergenz von Rundfunk- und Mobilfunknetzen, wie dies z. B. Mobile-TV-Services erfordern, einzigartig positioniert, weil unser Unternehmen in allen Funkbereichen erstklassige Kompetenz, Erfahrung und Referenzen nachweisen kann.

Viele Länder befinden sich bezüglich der Digitalisierung des Fernsehens erst in der Anfangsphase und bereiten die Ausschreibung entsprechender Funklizenzen vor. Insbesondere in Asien werden derzeit erst die grundlegenden Planungen für den Umstieg auf digitales Fernsehen gemacht. Wir rechnen deshalb in diesem Bereich mit gutem weiteren Potenzial für die kommenden Jahre.

EBIT-Entwicklung 2006-2009

in Mio. EUR

Umsatz-Entwicklung 2006-2009

in Mio. EUR

Dienstleistungen

LS telcom erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.

Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden zwar überwiegend von der LS telcom AG in Deutschland ausgeführt, wesentliche Beiträge leisteten allerdings auch die kanadische und die südafrikanische Tochtergesellschaft.

Das Geschäftsfeld wurde durch den oben erwähnten Planungsbedarf für neue digitale Rundfunknetzkonzepte sowie Beratungs- und Planungsdienstleistungen für Systemhersteller und Ministerien im Bereich der öffentlichen Sicherheitsfunknetze gut ausgelastet. Im Umfeld des Aufbaus des digitalen Behördenfunknetzes in Deutschland ("BOS-Netz" für Behörden mit Ordnungsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) sieht die LS telcom auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich.

Der Umsatzbeitrag aus diesem Bereich von EUR 2,56 Mio. übertrifft den Vorjahreserlös von EUR 1,99 Mio. um 29 %.

Das seit 2002 etablierte Training Center steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder ein stabiles Umsatzvolumen bei. Trainingsseminare fanden hierbei sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.

3. Niederlassungen und ausländische Gesellschaften

Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 Niederlassungen in Shanghai und Budapest. Die Büros in China und Ungarn dienen vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen seit Beginn dieses Geschäftsjahres ein Repräsentationsbüro in Muscat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung.

Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2009 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communications (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei derVision2Comm GmbH, Lichtenau, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.

Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.

Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt.

Die LS of South Africa Radio Communications (Pty) Ltd. erbringt Vertriebs-, Beratungs- und Software-Unterstützungsleistungen in Afrika mit Schwerpunkt auf dem englischsprachigen südlichen Teil des Kontinents.

Die Vision2Comm war während des Geschäftsjahres nicht operativ tätig.

An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG seit dem 28.05.2009 einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Software-Entwicklungsleistungen (Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Ober die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte der von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkte, spezielle Planungslösungen für Wimax und LTE-Netze, gesichert.

Da die NG Networks Co., Ltd. im IFRS-Konzern-Abschluss nach der Equity-Methode bilanziert wird, hat sich gegenüber dem letzten Geschäftsbericht keine Veränderung im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe ergeben.

4. Mitarbeiter

Im Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern auf durchschnittlich 130 (i. V 118) Mitarbeiter und liegt damit ca. 10 % über dem Wert des Vorjahres. Neueinstellungen wurden vorwiegend im Bereich der Digitalisierungsprojekte für den Polizeifunk vorgenommen. Außerdem wurde im Zuge von Kosteneinsparungsmaßnahmen Reinigungspersonal eingestellt und damit externe Reinigungsunternehmen ersetzt.

Zum 30. September 2009 waren im Konzern insgesamt 134 (i.V. 122) Mitarbeiter beschäftigt.

5. Produktentwicklung

Im Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung in der Integration bestehender Softwaremodule und der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen.

Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden weiter bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage wurden die Verträge mit externen Entwicklern in der ersten Geschäftsjahreshälfte beendet. Diese können jedoch - sollten sich durch Aufholeffekte Projektlastspitzen ergeben - wieder reaktiviert werden.

6. Forschung und Entwicklung

Neben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.284 (i. V. TEUR 855) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst. In diesem Zusammenhang nimmt die LS telcom AG auch an dem durch das BMWi geförderten Innovationsprogramm für den Mittelstand "Pro Inno" teil, wobei in dem Projekt der LS telcom neue Planungsverfahren für Satellitenfunknetze entwickelt werden.

Die französische Tochtergesellschaft LS telcom SAS engagiert sich im sogenannten "System@tic"-Programm, einer durch den französischen Staat geförderten Arbeitsgemeinschaft von Technologieunternehmen und Hochschulen im Großraum Paris. Im Rahmen dieses Vorhabens entwickelt die LS telcom SAS Planungswerkzeuge für Funknetze der nächsten Generation.

7. Die LS telcom AG an der Börse

Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Startete die LS telcom-Aktie zunächst noch gut in das Geschäftsjahr 2008/2009, so litt der Kurs doch im weiteren Jahresverlauf. Zu Beginn der Periode wurde die Aktie mit EUR 1,69 gehandelt. Nicht zuletzt durch die allgemeine Zurückhaltung an den Börsen verbilligten sich die Anteile zu Geschäftsjahresende auf EUR 1,47. Bedingt durch einen stark volatilen Kursverlauf kostete eine Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 2,13, sie wurde während des Jahres allerdings auch mit nur EUR 1,30 bewertet.

Die Marktkapitalisierung zu Geschäftsjahresbeginn belief sich auf EUR 9.016.150. Sie verringerte sich zum Stichtag 30. September 2009 auf EUR 7.842.450, was einen Kursverlust von etwa 13 % bedeutet. Der Prime Telecommunication Index notierte im gleichen Zeitraum um ca. 8,7 % leichter.

Die LS telcom-Aktie wurde im vergangenen Geschäftsjahr nur wenig an den Börsen umgesetzt. Der Handel an den deutschen Börsenplätzen verringerte sich im Schnitt auf 1.605 Anteile bzw. EUR 2.807 pro Börsentag. Im letzten Geschäftsjahr waren durchschnittlich 4.290 Aktien bzw. EUR 9.406 gehandelt worden.

Aufgrund der untergeordneten Relevanz des Xetra-Handels beziehen sich die o. g. Kurswerte der LS telcom-Aktie auf den Frankfurter Parketthandel.

B. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES LS TELCOM KONZERNS

1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2008/2009 hat der LS telcom Konzern sein Ziel eines Umsatz- und Ergebniswachstums leider nicht erreicht.

Die Marktgegebenheiten waren und sind weiterhin schwierig, dennoch spricht die insgesamt sehr gute Nachfrage dafür, dass der Markt als solcher intakt ist. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien) und politischen Rahmenbedingungen (neue Regelwerke der EU und der ITU) sollte sich der Beschaffungsstau unserer Kunden in den nächsten beiden Geschäftsjahren auflösen und so sich auch die in diesem Geschäftsjahr vorab investierten Entwicklungsmaßnahmen in künftige Umsatzerlöse wandeln lassen. Der Vorstand geht bei diesem Nischenmarkt davon aus, dass sich die grundsätzlich positive Marktstimmung auch mittelfristig halten wird.

In dem wie in den Vorjahren nachfrageintensiven und von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Markt hat sich die LS telcom gut behauptet und ihre Marktanteile ausgebaut. Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in vielen Fällen wieder wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Referenzprojekte in allen relevanten Teilmärkten (Rundfunkdigitalisierung (Mobile-TV), Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich implementieren, die jeweils das Potenzial haben, für zukünftiges Geschäft in diesen Teilmärkten als Multiplikatoren zu wirken.

Der Umsatz des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (EUR 12,65 Mio.) um 6 % auf EUR 11,94 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 719 (i. V TEUR 254) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 2,29 Mio. (i.V. EUR 1,44 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 4 % höheren Gesamtleistung von EUR 14,95 Mio. (i. V. EUR 14,34 Mio.).

Umsatzverteilung nach Regionen

in %

Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten TEUR 144 Erlöse aus Fördermitteln und TEUR 182 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 1,99 Mio. erheblich höher aus als im Vorjahr (EUR 1,26 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen vor allem externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an externe Dienstleistungsunternehmen in Beratungsprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte wie im Vorjahr Zukäufe von Computer-Hardware und Geodaten an.

Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit EUR 1,92 Mio. ca. 5 % unter dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,02 Mio.).

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 6 % von EUR 8,15 Mio. auf EUR 8,65 Mio. erhöht, was auf die Zunahme des Personalstamms sowie auf Lohnerhöhungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 2,57 Mio. etwa 11 % über denen des Vorjahres (EUR 2,32 Mio.).

Unter dem Strich ergibt sich ein Konzern-Jahresergebnis von TEUR -881 (i. V. TEUR 450) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 33). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR -0,17 (i. V. EUR 0,08).

Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 18 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 16 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.

2. Vermögenslage und Investitionen

Die Konzern-Bilanz zum 30. September 2009 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 19,38 Mio. (i. V. EUR 21,29 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 12,16 Mio. (i. V. EUR 13,47 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 63 % (i. V. 63%).

Eigene Anteile

In Anbetracht der aktuellen Geschäftsaussichten liegt die momentane Marktkapitalisierung des Unternehmens unter dessen fairen Wert. Der Vorstand der LS telcom hatte deshalb von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht und im Verlauf des Geschäftsjahres bis Februar 2009 weitere 122.586 Stück eigene Aktien zurückgekauft, so dass der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2009 insgesamt 154.750 Stück beträgt (Bestand zum 30.09.2008: 32.164 Stück).

Der Vorstand sah bei dem seit Sommer 2008 ausgesprochen niedrigen Kurs eine gute Möglichkeit für die LS telcom AG, eigene Aktien für spätere Akquisitionszwecke am Markt einzusammeln. Insgesamt wurden bis zum 30. September 2009 TEUR 287 aufgewendet, die als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Wert dieser Position (EUR 5,01 Mio.) hat sich gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 5,12 Mio.) nur geringfügig geändert. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte sind seit dem 30.09.2008 von EUR 9,58 Mio. um 7 % auf EUR 10,20 Mio. angewachsen. Investiert wurde vorwiegend in Betriebssoftware und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Neuentwicklungen eigener Produkte.

Liquidität

Zum 30. September 2009 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 2,76 Mio. (i. V. EUR 4,31 Mio.).

Liquiditätsseitig weist LS telcom damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 36 % geringeren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus. Der Rückgang des Cash-Bestands resultiert einerseits aus verzögerten Zahlungen von Kunden und andererseits aus der Notwendigkeit, die Tochtergesellschaften wegen Verzögerungen in Projektabschlüssen zwischenzufinanzieren. Bei der Würdigung der Entwicklung der liquiden Mittel im Vergleich zum Stand bei Geschäftsjahresbeginn ist außerdem zu berücksichtigen, dass während des ersten Halbjahres des laufenden Geschäftsjahres ein Mittelabfluss von insgesamt TEUR 490 durch den Rückkauf eigener Aktien sowie durch die erstmalige Auszahlung einer Dividende erfolgte.

Der Rückgang der liquiden Mittel liegt auch zu einem nicht unwesentlichen Teil darin begründet, dass die LS telcom AG in der Erwartung kurzfristiger größerer Auftragseingänge in hohem Maß in dafür notwendige Neuentwicklungen investiert hatte und dafür im ersten Halbjahr auch in großem Umfang (TEUR 431) externe Mitarbeiter eingesetzt wurden.

Der Bestand an Bankguthaben liegt um TEUR 404 über dem oben genannten Liquiditätsbetrag. Diese Gelder stehen jedoch nicht als kurzfristig verfügbare Liquidität zur Verfügung und sind deshalb in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

C. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

D. RISIKOBERICHT

1. Risikomanagement

Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.

Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:

Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken),

die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements,

die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche,

die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie

die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung.

Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.

Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.

Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.

Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.

Schneller technologischer Wandel

Die Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technoogischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.

Softwaresicherheit

Die wirtschaftliche Grundlage einer Gesellschaft, die Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.

Internationalisierung

Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie der Gesellschaft nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.

Projektrisiken

Ziel der LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2009/2010 immer noch ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. LS telcom schließt Verträge zwar vorwiegend in Euro ab, jedoch ist in Einzelfällen eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden, Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").

Netzaufbau mit neuen Funktechnologien

Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen und Software) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2009/2010 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert werden könnte, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.

Preisdruck

Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten, eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.

Wettbewerb

Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich LS telcom mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.

Mitarbeiterfluktuation

Die aktuell sehr unsichere Wirtschaftslage in verschiedenen Industriezweigen in Deutschland reduziert derzeit das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter mögicherweise abgeworben werden könnten und relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen würde. LS telcom wird trotz dieser Entwicklung weiterhin bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Bei einem Wiederanziehen der Wirtschaft besteht ansonsten in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.

Risiken durch die globale Finanzmarktkrise und Abkühlung der Wirtschaft

Die weltweite Krise an den Finanzmärkten hat bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 zu Verschiebungen bei der Auftragserteilung und auch bei der Umsetzung von Projekten geführt und entsprechende Spuren in der diesjährigen Konzern-Bilanz hinterlassen. Sollten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und die Umsetzung von Projekten weiter verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG. Ebenso könnte sich aufgrund der Wirtschaftskrise in manchen Ländern ein gewisser Protektionismus durchsetzen, so dass Projekte inhouse mit eigenem Personal entwickelt oder an die eigene Wirtschaft vergeben werden, obwohl kommerzielle Lösungen durch ausländische Anbieter verfügbar wären. Auch diese wäre schädlich für die künftige Geschäftsentwicklung der LS telcom AG.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.

a) Preis- und Währungsrisiko

Die LS telcom ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvoumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurden Projektvolumina von TUSD 857, TEUR 667 (zu CAD) und TTHB 48.100, über Devisentermingeschäfte abgesichert. Diese Geschäfte sind zum Teil bereits unterjährig abgewickelt worden. Zum Bilanzstichtag bestanden noch Sicherungsgeschäfte mit einem Nominalvolumen von TEUR 1.630, die für bestehende Projekte eingegangen wurden.

b) Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom verbleibt.

c) Cashflow- und Liquiditätsrisiken

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns. Des Weiteren pflegt LS telcom eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass selbst unter den erschwerten Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

d) Risiken der eigenen Geldanlage

Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage des LS telcom Konzerns haben.

E. PROGNOSEBERICHT

Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen zur Geschäftsentwicklung bieten sich dem LS telcom Konzern, wie bereits im Vorjahr erläutert, gleich in mehrerlei Hinsicht basierend auf neuesten grundlegenden Trends der Informationstechnologie:

"SOA" - Softwaresysteme basierend auf diensteorientierter Architektur, die es ermöglichen, unterschiedliche Unternehmensanwendungen in durchgängige Prozesse zu integrieren. Auf dieser Basis lassen sich komplexe, sogenannte e-Government-Lösungen bauen, die LS telcom-Systemlösungen mit Drittprodukten, wie beispielsweise Teilsystemen für Finanzbuchhaltung und Kundenbeziehungsmanagement (Customer Relationship Management) integrieren. Das Referenzprojekt, das die LS telcom AG für die Frequenzverwaltungsbehörde in Großbritannien basierend auf dieser Technologie in den vergangenen Jahren implementiert hat, stößt international bei Kunden auf großes Interesse.

"Software as a Service" (SaaS) - Dieses Dienstleistungsmodell, bei dem Software nicht mehr einmalig an Kunden lizenziert, sondern von diesen auf Infrastruktur des Softwareanbieters angemietet wird, entwickelt sich weltweit zu einem attraktiven Markt, parallel zur klassischen Softwarelizenzierung. Laut einer Studie von Saugatuck Technology nutzten bereits Ende 2008 fast 40 % aller Unternehmen mindestens eine Lösung zur Miete. Bis 2010 soll dieser Anteil auf 65 %, in den USA sogar auf 75 %, ansteigen. Gemäß Marktforschern der Experton Group wächst der SaaS-Markt in Deutschland und weltweit gegenwärtig um jährlich 30 %.

LS telcom sieht auf Basis dieses Dienstleistungsmodells gute Möglichkeiten, noch nicht ausgeschöpftes Marktpotenzial in unserem Kundenumfeld zu heben. Erste Testinstallationen wurden bereits erfolgreich implementiert.

Das Unternehmen wird die sich daraus bietenden Chancen verfolgen und entsprechende Produkte entwickeln und am Markt anbieten, plant jedoch keine grundlegenden Änderungen in seiner Geschäftspolitik.

Neben den oben erwähnten neuen Entwicklungsmöglichkeiten zeigt sich auch der bisher adressierte, für den LS telcom Konzern relevante Telekommunikationsmarkt freundlich. Aufgrund der unverändert starken und durchaus hochwertigen Nachfrage ist der Vorstand trotz des Geschäftsrückgangs im Vergleich zum Vorjahr und der Risiken, die die derzeitige Weltwirtschaftslage in sich birgt, für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens zuversichtlich. Das Unternehmen hatte mit sehr hoher Erfolgsrate am Markt agiert und nur wenige Projekte gegen die Konkurrenz verloren. Das Hauptproblem für die LS telcom AG bestand vor allem darin, dass in einer Vielzahl von Ausschreibungsverfahren gar keine Entscheidungen gefällt wurden und die Verfahren laufend verlängert werden. Das Management rechnet jedoch damit, dass anders als im vergangenen Geschäftsjahr erfahren, nun auch zeitnah Entscheidungen in den zahlreichen Ausschreibungsverfahren erfolgen und Projekte tatsächlich umgesetzt werden.

Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut in einem neuen Kundensegment mit öffentlichen Auftraggebern behauptet. Der Vorstand rechnet auch für 2008/2009 mit guten Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte. Die anstehende Implementierungsphase in Deutschland sollte dem Unternehmen Chancen für eine Fortsetzung des Wachstums im Dienstleistungsbereich bieten, zumal sich die LS telcom mit dem in 2008 abgeschlossenen Rahmenvertrag für das Baden-Württembergische Polizeifunknetz eine sehr gute Referenz geschaffen hat. Das Modell der Zusammenarbeit mit Alcatel Lucent ließe sich auch auf weitere Bundesländer übertragen. Zudem konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr wertvolle Referenzen auch im Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. U-Bahn-Funk) platziert werden, die Multiplikatorwirkung entfalten könnten.

In dem Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte für das Unternehmen, weiter zu wachsen. Nachdem sich sowohl der Start einiger Projekte als auch die Projektimplementierung (und entsprechend mögliche Nachfolgeprojekte) im abgelaufenen Geschäftsjahr verschoben haben, rechnen wir mit einem gewissen Aufholeffekt in den nächsten beiden Jahren, da aufgrund neuer Funktechnologien sowie neuer Regelwerke der EU und der ITU Systemanpassungen und -erweiterungen nahezu unvermeidlich sind.

Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das so genannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert, woraus sich der Vorstand für die Zukunft einen Multiplikatoreffekt erhofft. Ausschreibungen und Beschaffungsverfahren für größere Systemprojekte laufen bereits. LS telcom rechnet sich insbesondere bei einigen großvolumigen Ausschreibungsverfahren sehr gute Gewinnchancen aus.

Obwohl die Geschäftsentwicklung deutlich längere Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich erwartet, ist der Vorstand nach mehreren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im militärischen Kundenumfeld sehr zuversichtlich, auch aus diesem Bereich Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für die LS telcom, sich etablieren zu können.

Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Der derzeit im Konzern vertraglich gesicherte Auftragsbestand, aus dem sich neuer Umsatz generieren lässt (d. h. um den bereits als "percentage of completion" im Umsatz berücksichtigten Anteil bereinigt), beträgt EUR 13,0 Mio. (i. V. EUR 11,4 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzeröse von EUR 8,2 Mio. (i. V. EUR 7,0 Mio.) erzielen. In diesem hier erwähnten Auftragsbestand sind drei Projekte aus Asien und Afrika mit einem LS telcom-Volumenanteil von annähernd EUR 2,4 Mio. noch nicht enthalten, für die LS telcom bzw. Konsortien, an denen LS telcom beteiligt ist, bereits den Zuschlag erhalten haben und derzeit abschließende Vertragsverhandlungen erfolgen. Diese Projekte sollten zu wenigstens 70 % auch im neuen Geschäftsjahr abgewickelt werden.

Der Vorstand ist angesichts der guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheitsnetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen gegebenen Marktdynamik sehr zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt. Der Vorstand geht davon aus, dass sich nach dem Umsatz- und Ergebniseinbruch des abgelaufenen Geschäftsjahres zeitnah wieder eine positive Geschäftsentwicklung einstellen wird.

Erklärtes Ziel des Managements ist es, die Profitabilität des LS telcom Konzerns in seinem Kerngeschäft wieder herzustellen, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Der Konzern versucht in diesem Zusammenhang, durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen.

Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, des guten Polsters an Auftragsbestand sowie einer Reihe hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr wieder profitabel wachsen zu können.

F. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital betrug zum 30.09.2009 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.

3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich folgende Übersicht an Beteiligungen über 10 % der Stimmrechte:

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Beteiligte Person oder Gesellschafter Anzahl an Stimmrechten Anteile an Stimmrechten Zeitraum der Beteiligung
Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 28,83 % Bis heute
Dr. Georg Schöne 1.612.454 30,22 % Bis heute

4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.

Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.

7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ausgabe von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 6. März 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. März 2013 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 30.09.2009 EUR 2.667.500,00.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

für Spitzenbeträge;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;

bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 5. März 2009 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:

a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.

b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

c) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.

Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die unter lit. d) festgelegten Zwecke des Aktienrückkaufs zu erreichen. In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.

d) Die Ermächtigung wird ausschließlich zu folgenden Zwecken erteilt:

zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;

zur Einziehung der Aktien;

zur Einführung der Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen, an denen diese bislang nicht gehandelt werden.

e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen.

f) Die Ermächtigung wurde am 5. März 2009 wirksam und gilt bis zum 4. September 2010.

8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.

9. Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Obernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

G. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 HGB

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge eine variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns abhängt.

1. Aufsichtsrat und Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:

Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart

Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern

Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG bestehen nicht.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 32.500,00 (i. V TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten.

Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare direkt an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Dr. Schelling & Partner wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 3.145,00 (i. V TEUR 5) vergütet.

Zum 30. September 2009 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.

Vorstandsmitglieder sind:

Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Software), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Planungsservices), Rheinmünster

Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:

Dr. Manfred Lebherz
1.537.862 Stückaktien (i. V 1.537.862)

Dr. Georg Schöne
1.612.454 Stückaktien (i. V 1.634.954)

Dipl.-Ing. Roland Götz
4.148 Stückaktien (i. V. 4.148)

Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.

2. Vergütungsbericht

Zuständigkeit Zielsetzung und Struktur der Vergütung des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die strukturelle Gestaltung des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.

Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.

Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig überprüft.

Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2008/2009 aus den folgenden Komponenten zusammen:

eine fixe Grundvergütung inklusive Sachbezügen, ausbezahlt in zwölf Monatsraten,

eine variable Vergütung, die sich nach dem Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet.

Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.

Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2008/2009

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.

Für das Geschäftsjahr 2008/2009 sind insgesamt TEUR 732 (i. V. TEUR 813) als Aufwendungen erfasst. Davon entfallen TEUR 659 (i. V TEUR 640) auf fixe, d. h. erfolgsunabhängige, und TEUR 73 (i. V TEUR 173) auf variable erfolgsbezogene Vergütungskomponenten. Die variable Vergütung betrifft mit TEUR 73 das Geschäftsjahr 2007/2008.

Die Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:

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Angaben
in EUR
Erfolgsunabhängige Vergütungskomponente Erfolgsabhängige Vergütungskomponente Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung Gesamtvergütung
Dr. Manfred Lebherz 243.863,44 29.400,00 - 273.263,44
Dr. Georg Schöne 242.041,40 29.400,00 - 271.441,40
Dipl.-Ing. Rolan Götz 172.681,98 14.700,00 - 187.381,98

Zusagen zur Altersversorgung

Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.

Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit

Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.

Aktienoptionen

Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.

H. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN

Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.

I. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Lichtenau, 20. November 2009

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz

Dr. Georg Schöne

Dipl.-Ing. Roland Götz

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats

der LS telcom AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen.

Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 27.11.2009 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der einschlägigen Fassung vom 18.06.2009 befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 02.12.2008 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2009 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 S. 1; S. 3 HGB beim elektronischen Bundesanzeiger einzureichen.

Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2009, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18.06.2009, hat folgenden Wortlaut:

Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht:

3.8: Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung) für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft ist nicht vereinbart.

Begründung:

Der bestehende Versicherungsvertrag sieht einen Selbstbehalt nicht vor. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung.

3.10: Förmliche Policies zur Unternehmensführung der Gesellschaft bestehen nicht.

Begründung:

Hierbei handelt es sich erfahrungsgemäß um wohlwollende Leerformeln, deren praktischer Anwendungsnutzen gering ist. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft versprechen sich hiervon keine positiven Effekte für die Steuerung und Weiterentwicklung des Unternehmens.

4.2.3: Die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder umfasst derzeit keine variablen Vergütungsteile, für deren Höhe eine mehrjährige Bemessungsgrundlage einschlägig wäre. Negative Entwicklungen der Unternehmenskennzahlen schlagen sich dennoch in den variablen Vergütungsbestandteilen der Vorstände nieder. Die Gesellschaft geht keine Verpflichtung dahingehend ein, dass über die Veröffentlichung des Vergütungssystems für den Vorstand (einschließlich Angaben zum Wert von Aktienoptionen) im Geschäftsbericht und auf der Internetseite der Gesellschaft hinaus der Aufsichtsratsvorsitzende die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und deren mögliche Veränderung informiert.

Begründung:

Die Änderungen im Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.06.2009 greifen in rechtswirksame, vom Aufsichtsrat nicht einseitig änderbare Anstellungs-Dienstverträge ein. Der Aufsichtsrat wird bei künftigen Verlängerungen bzw. Neufassungen von Anstelungs-Dienstverträgen der Vorstandsmitglieder überprüfen, ob den Regelungen in der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18.06.2009 Rechnung getragen wird.

5.3.1/5.3.2: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar.

5.4.6: Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine erfolgsorientierte Vergütung. Die Gesellschaft geht keine Verpflichtung dahingehend ein, dass die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder oder sonstige Leistungen im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen, ausgewiesen werden.

Begründung:

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft soll seine unabhängige Beratungs-, Unterstützungs- und Kontrollfunktion unabhängig von monetären Anreizen wahrnehmen. Die Gesellschaft hat deshalb bislang auf die Verankerung erfolgsorientierter Vergütungskomponenten für die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Satzung verzichtet.

6.6: Die Gesellschaft geht keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, den Aktienbesitz (einschließlich der Optionen sowie der sonstigen Derivate) des einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieds im Corporate Governance Bericht anzugeben. Die gesetzlichen Pflichtangaben, insbesondere nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) bleiben hiervon unberührt.

Begründung:

Insoweit genügen nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft die gesetzlichen Vorschriften im WpHG.

7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Bestimmungen (u. a. §§ 37 v; 37 w; 37 x WpHG) hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen.

Begründung:

Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen.

7.1.2: Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen des § 37 w WpHG spätestens zwei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen.

Begründung:

Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen.

Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.

 

Lichtenau, den 14. Dezember 2009

Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG

gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Für den Vorstand der LS telcom AG

gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands

Konzern-Bilanz (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, zum 30. September 2009

Aktiva

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in TEUR Erläuterung 30.09.2009 30.09.2008
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte D.3. 4.303 3.365
Geschäfts- und Firmenwert D.4. 1.522 1.558
Sachanlagen D.5. 4.383 4.656
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen D.6. 105 0
Latente Steuern D.7. 412 1.076
    10.725 10.655
Kurzfristige Vermögenswerte      
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen D.9. 5.008 5.116
Liquide Mittel D.11 2.755 4.305
Ertragsteuerforderungen D.12. 83 127
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte D.13. 365 423
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte D.14. 447 667
    8.658 10.638
Aktiva, gesamt   19.383 21.293

Passiva

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in TEUR Erläuterung 30.09.2009 30.09.2008
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital D.15. 5.335 5.335
Kapitalrücklage D.15. 4.710 4.710
Gewinnrücklagen D.15. 32 32
Rücklage für Währungsumrechnung D.15. -190 -175
Rücklage für Cashflow Hedges D.15. 30 0
Konzern-Bilanzgewinn D.15. 2.426 3.566
Eigene Anteile D.15. -287 -56
Anteile anderer Gesellschafter D.15. 104 61
    12.160 13.473
Langfristige Schulden      
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten D.16. 3.614 3.933
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten D.17. 15 33
Latente Steuern D.18. 404 799
    4.033 4.765
Kurzfristige Schulden      
Steuerrückstellungen D.19. 24 101
Kurzfristige Rückstellungen D.19. 408 503
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen D.20. 398 316
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten D.21. 390 311
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten D.22. 1.970 1.824
    3.190 3.055
    7.223 7.820
Passiva, gesamt   19.383 21.293

Anlage 1

Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung (IFRS) für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

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in TEUR Erläuterung 2008/2009 2007/2008
Umsatzerlöse E.2. 11.937 12.652
Sonstige betriebliche Erträge E.3. 719 254
Aktivierte Eigenleistungen E.4. 2.294 1.435
Gesamtleistung   14.950 14.341
Materialaufwand E.5. 1.992 1.263
Personalaufwand E.6. 8.645 8.152
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens E.7. 1.915 2.016
Sonstige betriebliche Aufwendungen E.8. 2.572 2.322
Betriebsergebnis   -174 588
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen E.9. -5 0
Zinserträge E.9. 80 201
Zinsaufwendungen E.9. 302 327
Finanzergebnis   -227 -126
Ergebnis vor Steuern   -401 462
Ertragsteuern E.10. 447 -28
Jahresergebnis   -848 490
Ergebnisanteil fremder Gesellschafter   33 40
Ergebnisanteil der Aktionäre der LS telcom AG   -881 450
    -848 490
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR E.11. -0,17 0,08
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) E.11. 5.196.641 5.333.279

Anlage 2

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009

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  Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterkonzerns
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Rücklage für Währungsumrechnung Rücklage für Cashflow Hedges Eigene Anteile
2007/2008            
Stand am 01.10.2007 5.335 4.710 32 -117 0 0
Jahresergebnis            
Rückkauf eigener Anteile           -56
Veränderung Währungsdifferenzen       -58    
Stand am 30.09.2008 5.335 4.710 32 -175 0 -56
2008/2009            
Stand am 01.10.2008 5.335 4.710 32 -175 0 -56
Jahresergebnis            
Rückkauf eigener Anteile           -231
Ausschüttung an Aktionäre            
Veränderung Rücklage für Cashflow Hedges         30  
Veränderung Währungsdifferenzen       -15    
Stand am 30.09.2009 5.335 4.710 32 -190 30 -287
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  Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterkonzerns Anteile fremder Gesellschafter Konzern-Eigenkapital
in TEUR Konzern-Bilanzgewinn Gesamt TEUR Gesamt
2007/2008        
Stand am 01.10.2007 3.116 13.076 29 13.105
Jahresergebnis 450 450 40 490
Rückkauf eigener Anteile   -56   -56
Veränderung Währungsdifferenzen   -58 -8 -66
Stand am 30.09.2008 3.566 13.412 61 13.473
2008/2009        
Stand am 01.10.2008 3.566 13.412 61 13.473
Jahresergebnis -881 -881 33 -848
Rückkauf eigener Anteile   -231   -231
Ausschüttung an Aktionäre -259 -259   -259
Veränderung Rücklage für Cashflow Hedges   30   30
Veränderung Währungsdifferenzen   -15 10 -5
Stand am 30.09.2009 2.426 12.056 104 12.160

Anlage 3

Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Periodenergebnis -848 490
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Gegenstände des Sachanlagevermögens 1.915 2.016
+/- Abnahme/Zunahme aktive latente Steuern 664 -103
+/- Zunahme/Abnahme passive latente Steuern -408 34
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -161 0
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -4 0
+/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Aktiva 472 -1.091
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der übrigen Passiva -64 159
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 1.566 1.505
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 28 0
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -2.619 -1.698
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen -52 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.643 -1.698
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 80 0
Ausschüttung an Aktionäre -259 0
Auszahlungen für den Rückkauf eigener Anteile -231 -56
Auszahlungen zur Tilgung von (Finanz-)krediten -63 -49
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -473 -105
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.550 -298
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.305 4.603
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.755 4.305

Anlage 4

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2008/2009

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  Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.10.2008 Währungsdifferenz Zugänge Abgänge Stand am 30.09.2009 Stand am 01.10.2008
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.580 -24 67 0 3.623 3.117
2. Entwicklungskosten 22.500 -52 2.294 0 24.742 19.598
  26.080 -76 2.361 0 28.365 22.715
II. Geschäfts- und Firmenwert 1.558 -36 0 0 1.522 0
III. Sachanlagen            
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 5.376 0 13 0 5.389 1.305
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.277 0 245 77 2.445 1.692
  7.653 0 258 77 7.834 2.997
IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 0 0 105 0 105 0
  35.291 -112 2.724 77 37.826 25.712
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  Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
in TEUR Währungsdifferenz Zugänge Abgänge Stand am 30.09.2009 Stand am 30.09.2009 Stand am 30.09.2008
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte -24 215 0 3.308 315 463
2. Entwicklungskosten -38 1.194 0 20.754 3.988 2.902
  -62 1.409 0 24.062 4.303 3.365
II. Geschäfts- und Firmenwert 0 0 0 0 1.522 1.558
III. Sachanlagen            
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 0 237 0 1.542 3.847 4.071
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 269 53 1.909 536 585
  1 506 53 3.451 4.383 4.656
IV. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 0 0 0 0 105 0
  -61 1.915 53 27.513 10.313 9.579

Anlage 5/1

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2007/2008

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  Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand am 01.10.2007 Währungsdifferenz Zugänge Abgänge Stand am 30.09.2008 Stand am 01.10.2007
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 3.530 -27 79 2 3.580 2.930
2. Entwicklungskosten 21.116 -52 1.436 0 22.500 18.326
  24.646 -79 1.515 2 26.080 21.256
II. Geschäfts- und Firmenwert 1.598 -40 0 0 1.558 0
III. Sachanlagen            
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 5.366 0 10 0 5.376 1.047
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.126 -17 173 5 2.277 1.468
  7.492 -17 183 5 7.653 2.515
  33.736 -136 1.698 7 35.291 23.771
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  Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
in TEUR Währungsdifferenz Zugänge Abgänge Stand am 30.09.2008 Stand am 30.09.2008 Stand am 30.09.2007
I. Immaterielle Vermögenswerte            
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte -25 214 2 3117 463 600
2. Entwicklungskosten -36 1.308 0 19.598 2.902 2.790
  -61 1.522 2 22.715 3.365 3.390
II. Geschäfts- und Firmenwert 0 0 0 0 1.558 1.598
III. Sachanlagen            
1. Einbauten auf fremden Grundstücken 0 258 0 1.305 4.071 4.319
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -7 236 5 1.692 585 658
  -7 494 5 2.997 4.656 4.977
  -68 2.016 7 25.712 9.579 9.965

Anlage 5/2

Konzern-Anhang der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2008/2009

A. HANDELSREGISTER UND GEGENSTAND DES UNTERNEHMENS

Die LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung und des Frequenzmanagement sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden.

Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2009 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften.

Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2009 wurde am 20. November 2009 durch Beschluss des Vorstands zur Veröffentlichung freigegeben.

B. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die zum Bilanzstichtag geltenden Grundsätze des Framework und die IFRS des International Accounting Standards Boards (IASB) sowie die für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee des IASB (IFRIC) fanden Anwendung. Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu einzelnen Abschlusspositionen im weiteren Verlauf des Anhangs zu entnehmen.

Der Konzern-Abschluss der Gesellschaft vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR).

Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315 a HGB.

Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.

Im Berichtsjahr werden erstmalig Rückstellungen betreffend Ertragsteuern und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sowie langfristige Finanzverbindlichkeiten und übrige kurzfristige finanzielle Schulden in der Konzern-Bilanz gesondert ausgewiesen und nicht mehr nur im Konzern-Anhang gezeigt. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung das kumulierte übrige Eigenkapital untergliedert in die Positionen Bilanzgewinn, Cashflow Hedges und Währungsumrechnung. Das Vorjahr wurde ebenfalls entsprechend angepasst.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt.

Neue Standards

Folgende neue oder geänderte Standards oder Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich daraus nicht ergeben.

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Standard / Interpretation   Anzuwenden ab Geschäftsjahr
IAS 39/IFRS 7 Umgliederung finanzieller Vermögenswerte 01.07.2008
IAS 39/IFRS 7 Umgliederung finanzieller Vermögenswerte - Zeitpunkt des Inkrafttretens und Übergangsvorschriften 01.07.2008
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme 01.07.2008

Aus IFRS 7 ergeben sich ggf. erweiterte Angabepflichten im Anhang. Änderungen hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden ergeben sich aus den neuen Standards und Interpretationen nicht.

Die folgenden neuen Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von Standards wurden nicht berücksichtigt, weil eine Pflicht zur Anwendung noch nicht gegeben war:

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Standard / Interpretation   Anzuwenden ab Geschäftsjahr
neue Standards und Interpretationen:    
IFRS 8 Geschäftssegmente 01.01.2009
IFRIC 12 Vereinbarungen von Dienstleistungslizenzen 30.03.2009
IFRIC 14 IAS 19 - Die Begrenzung des Ansatzes von Vermögenswerten, Verpflichtung zu Mindestbeitragszahlungen und ihr Zusammenspiel 01.01.2009
IFRIC 15 Vereinbarungen über den Bau von Immobilien 01.01.2010
IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb 01.07.2009
IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer 01.07.2009*)
IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden 01.07.2009*)
geänderte Standards:    
IAS 23 Fremdkapitalkosten 01.01.2009
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 01.01.2009
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 01.07.2009
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse 01.07.2009
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung (Ausübungsbedingungen und Kündigung) 01.01.2009
IAS 32 Finanzinstrumente:  
  Darstellung kündbare Instrumente 01.01.2009
  Klassifizierung von Bezugsrechten 01.02.2010*)
IFRS 1/IAS 27 Anschaffungskosten von Anteilen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlich geführten Unternehmen oder assoziierten Unternehmen 01.01.2009
IAS 39 Finanzinstrumente Ansatz und Bewertung (Eliglible Hedged Items) 01.07.2009
IFRS 1 Umstrukturierung des Standards 01.07.2009*)
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben 01.01.2009*)
IAS 39/IFRIC 9 Eingebettete Derivate 30.06.2009*)**)
IFRS 2 Konzerninterne anteilsbasierte Vergütungen 01.01.2010*)
IFRS 1 Zusätzliche Ausnahmen für die erstmalige Anwendung der IFRS 01.01.2010*)
diverse Annual Improvements Project 2006 - 2008 01.01.2009
diverse Annual Improvements Project 2007 - 2009 01.01.2009*)

*) Noch keine Übernahme durch die EU-Kommission.
**) Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem Datum enden.

Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind noch nicht abschließend analysiert. Wesentliche Änderungen sind aus heutiger Sicht bzw. auf Basis des Konzern-Abschlusses zum 30. September 2009 nicht zu erwarten.

C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

1. Konsolidierungskreis

Der Konzern-Abschluss umfasst alle Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt oder aufgrund sonstiger Rechte ein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IAS 27 besteht. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag, an dem die Gesellschaft direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft tritt.

Die NG Networks Co., Ltd. wurde infolge des Erwerbs der Beteiligung zum 28. Mai 2009 erstmalig zum Zeitpunkt des Erwerbs nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.

In den Konzern-Abschluss sind gemäß IAS 27 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und die einheitliche Leitung ausübt, sowie ein assoziiertes Unternehmen, bei dem die Möglichkeit eines maßgeblichen Einflusses durch das Mutterunternehmen vorliegt:

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Name und Sitz Währung Gezeichnetes Kapital Anteil am Kapital
%
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
LS telcom Limited, Ottawa/Kanada CAD 1.829.000 100 01.06.2002
Vision2Comm GmbH, Lichtenau EUR 25.000 100 27.05.2003
LS telcom SAS, Vélizy Villacoublay/Frankreich EUR 37.000 100 01.11.2006
LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Johannesburg/Südafrika ZAR 300 51 30.09.2007
NG Networks Co., Ltd. Suzhou/China EUR 109.549 40 28.05.2009

2. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2009 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf IFRS übergeleitet.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen waren zu berücksichtigen. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ

1. Anschaffungskostenprinzip

Die Jahresrechnung basiert auf dem Anschaffungskostenprinzip. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen aufgeführt.

2. Fremdwährungsumrechnung

a) Transaktionen

Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt, der Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft ist.

Transaktionen in Fremdwährung werden zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion in die jeweils funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn-und-Verlustrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

b) Umrechnung der Jahresabschlüsse

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Danach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapita verrechnet.

Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung:

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    Durchschnittskurs Stichtagskurs
Land Währung 2008/2009 EUR 1,00 = 2007/2008 EUR 1,00 = 30.09.2009 EUR 1,00 = 30.09.2008 EUR 1,00 =
Kanada CAD 1,59213 1,512722 1,58403 1,49909
Südafrika ZAR 12,08459 11,11852 10,80030 11,83432

3. Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis fünf Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.

Die Entwicklungskosten beinhalten die Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte. Aufwendungen für Forschung und allgemeine Entwicklung in Höhe von TEUR 1.284 wurden als Aufwand erfasst. Die Aktivierung der Entwicklungskosten erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem die technologische Durchführbarkeit feststeht. Der Bewertungsansatz ergibt sich hierbei aus den direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung der Software. Außerplanmäßige Wertkorrekturen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 82 zu Entwicklungsprojekten werden von den Herstellungskosten abgesetzt und mindern damit den Buchwert des angesetzten Vermögenwertes.

Die in Anlage 5/1 und 5/2 dargestellte Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte ist integraler Bestandteil des Anhangs.

4. Geschäfts- und Firmenwert

Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 633) und der LS telcom SAS, Vélizy Villacoublay/Frankreich (TEUR 889). Entsprechend IAS 36 wird die Werthaltigkeit der Firmenwerte zum Bilanzstichtag überprüft.

Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Im Erwerbszeitpunkt gehörten diese auf Segmentebene dem Unternehmensbereich Systemlösungen an. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Systemlösungen mit TEUR 923 sowie dem Segment Einzelmodule und Dienstleistungen mit TEUR 599 zugeordnet.

Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Der Firmenwert wurde hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen dreijährigen Planungszeitraum umfassen und die Erfahrungen der Vergangenheit und die Erwartungen über die künftige Marktentwicklung widerspiegeln. Die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum wurden unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,0 % extrapoliert. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 12,30% bzw. 11,19%. Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich.

Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Der Firmenwert ist der einzige immaterielle Vermögenswert mit unbegrenzter Nutzungsdauer.

Die in Anlage 5/1 und 5/2 dargestellte Entwicklung des Geschäfts- und Firmenwerts ist integraler Bestandteil des Anhangs.

5. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Instandhaltungskosten werden direkt als Aufwand erfasst. Finanzierungskosten werden nicht aktiviert, da ihre direkte Zuordnung zu Vermögenswerten nicht gegeben ist.

Außerplanmäßige Abschreibungen waren bei einem Firmenwagen in Höhe von TEUR 3 erforderlich. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr nicht.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen drei bis 19 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.

Die Restbuchwerte aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie und der übrigen aktivierten Leasing-Gegenstände sind im Folgenden dargestellt:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Gebäude 3.627 3.798
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 48 138
  3.675 3.936

Bei den Gebäuden betragen die Anschaffungskosten TEUR 4.267. Zugänge sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 469 und zum Ende der Periode mit TEUR 640, bei Zugängen von TEUR 171, gegeben. Die sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung betrifft das EDV- und PKW-Leasing. Die Anschaffungskosten zum Bilanzstichtag betragen TEUR 290 bei Zugängen von TEUR 1. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 150 und zum Ende der Periode mit TEUR 242, bei Zugängen von TEUR 92, gegeben.

Die in Anlage 5/1 und 5/2 dargestellte Entwicklung der Sachanlagen ist integraler Bestandteil des Anhangs.

6. Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen

Der Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens (NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China). Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 Prozent dar.

Bilanz NG Networks Co., Ltd.

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AKTIVA EUR
Langfristige Vermögensgegenstände 55.511,31
Kurzfristige Vermögensgegenstände 164.988,22
Summe 220.499,53
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PASSIVA

EUR
Eigenkapital 84.691,97
Langfristige Verbindlichkeiten 100.914,34
Kurzfristige Verbindlichkeiten 34.893,22
Summe 220.499,53
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Gewinn-und-Verlustrechnung EUR
Umsatzerlöse 29.019,71
Ergebnis -24.857,03

Die in Anlage 5/1 und 5/2 dargestellte Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen ist integraler Bestandteil des Anhangs.

7. Aktive latente Steuern

Latente Steuern wurden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf zeitliche Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem konsolidierten Abschluss angesetzt.

Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen wurden bei der LS telcom AG mit einem Steuersatz von 28 %, bei LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, mit 33,225 % und bei LS telcom SAS, Vélizy Villacoublay/Frankreich, mit 33,33 % sowie bei LS of South Africa Radio Communication Services (Pty.) Ltd., Johannesburg/Südafrika, mit 28 % ermittelt. Hierbei sind die ab 2009 gültigen Steuersätze berücksichtigt. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wurde insoweit vorgenommen, wie eine Identität von Steuergläubiger und Steuerschuldner gegeben ist.

Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

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  in TEUR
Stand am 01.10.2008 1.076
Zunahme 102
Verrechnung mit passiven latenten Steuern -766
Stand am 30.09.2009 412
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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Steuerliche Verlustvorträge 1.060 1.045
Anlagevermögen 99 25
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 6 6
Rückstellungen 13 0
  1.178 1.076
Verrechnung mit passiven latenten Steuern -766 0
  412 1.076

Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 300) und LS telcom SAS, Vélizy Villacoublay/Frankreich (TEUR 260). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen.

Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines überschaubaren Planungshorizonts wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 12.726 (i. V TEUR 11116) keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Hinsichtlich der Nutzung der Verlustvorträge werden vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den darüber hinaus vorliegenden Zuschlägen an Bieterkonsortien unter Beteiligung des Konzerns sowie der erwarteten Aufholeffekte auf Seiten der Kunden zukünftig ausreichend zu versteuernde Ergebnisse bei den Gesellschaften LS telcom Limited und LS telcom SAS in den Folgejahren erwartet.

8. Vorräte / Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion"), jedoch ohne Teilgewinnrealisierung ("zero profit margin"-Methode) bei der Muttergesellschaft infolge kürzerer Projektzyklen. Bei den Tochtergesellschaften wird IAS 11 mit Teilgewinnrealisierung angewendet, da hier längere Projektlaufzeiten vorliegen. Als Berechnungsgrundlage für den Fertigstellungsgrad bei den Tochtergesellschaften dient dabei eine Schätzung bzw. Begutachtung der erbrachten Leistungen für den jeweils zum Stichtag noch nicht abgeschlossenen Projektmeilenstein.

Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 2 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 0 vorgenommen (i. V. TEUR 0).

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind in der Summe mit enthalten; sie umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte; erhaltene Anzahlungen sind nicht gegeben.

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Nennwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.578 3.389
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.430 1.727
  5.008 5.116

Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr und im Vorjahr nicht zu verzeichnen.

Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste. Beim Mutterunternehmen werden infolge zeitlich kürzerer Projektschritte keine Teilgewinne einbezogen.

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Realisierte Teilumsätze 1.430 1.727
Erhaltene Anzahlungen 0 0
  1.430 1.727

10. Finanzinstrumente

Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird.

Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Vorjahr waren unterjährig außerdem zu Marktwerten bewertete Wertpapiere gegeben, die jedoch bis zum Bilanzstichtag des Vorjahres veräußert wurden.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden".

Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.

Für die Absicherung von Währungsrisiken wurden verschiedene Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese wurden gemäß IAS 39 ab Geschäftsabschluss bilanziert und die Veränderung des Marktwertes wurde erfolgsneutral in die Rücklage für Cashflow Hedges eingestellt. Soweit die Absicherung zum Stichtag bestehende Forderungen betrifft, wurden die Sicherungsinstrumente erfolgswirksam als Fair Value Hedges behandelt. Der Marktwert der Geschäfte hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Cashflow Hedges    
Anfangsbestand 0 0
Veränderung 42 0
Endbestand 42 0
Fair Value Hedges    
Anfangsbestand 0 0
Veränderung -1 0
Endbestand -1 0
  41 0

Weitere Angaben finden sich in den nachfolgenden Abschnitten.

11. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Kassenbestand 1 2
Frei verfügbares Guthaben bei Kreditinstituten 2.754 4.303
  2.755 4.305

Die Entwicklung der liquiden Mittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellt.

12. Ertragsteuerforderungen

Die Kapitalertragsteuerforderungen belaufen sich auf:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Kapitalertragsteuern 83 127
  83 127

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt.

13. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Sonstige Steuererstattungsansprüche 44 150
Übrige Forderungen 218 193
Rechnungsabgrenzungsposten 103 80
  365 423

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Versicherungen und Lizenzgebühren.

14. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert.

Die Position setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Zinsabgrenzung 1 7
Cashflow Hedge 42 0
Cash-Mittel, die zur Sicherung dienen 404 660
  447 667

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltene Cash-Mittel betreffen verpfändete oder sonstige gebundene Guthaben, die nicht als kurzfristig verfügbare Liquidität zur Verfügung stehen und deshalb nicht als liquide Mittel ausgewiesen sind. Die Cashflow Hedges dienen zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Projektverträgen.

15. Eigenkapital

Zur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) hingewiesen.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.196.641 (i. V. 5.333.279).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. März 2008 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. März 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern.

16. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Sie sind zum Rückzahlungsbetrag bzw. - im Fall der Leasingverbindlichkeiten - zum Barwert angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 51 49
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 3.563 3.884
  3.614 3.933

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Sicherungsübereignungen von PKWs.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasing-Objektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet. Daneben bestehen in geringem Umfang Leasingverträge über sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung, die als Finanzierungsleasing zu klassifizieren sind, vgl. dazu Abschnitt D.5.

Die zum Abschlussstichtag aus dem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die, an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden, Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlustrechnung erfasst.

Daneben sind in geringem Umfang Verpflichtungen aus EDV- und PKW-Leasing erfasst.

Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte:

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in TEUR Fälligkeit 2008/2009 Mindestleasingzahlungen 2008/2009 Enthaltener Zinsanteil 2008/2009 Enthaltener Tilgungsanteil
bis 1 Jahr 533 268 265
1 bis 5 Jahre 2.127 888 1.239
über 5 Jahre 2.403 79 2.324
Summe 5.063 1.235 3.828
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in TEUR Fälligkeit 2007/2008 Mindestleasingzahlungen 2007/2008 Enthaltener Zinsanteil 2007/2008 Enthaltener Tilgungsanteil
bis 1 Jahr 546 287 259
1 bis 5 Jahre 2.073 942 1.131
über 5 Jahre 2.899 146 2.753
Summe 5.518 1.375 4.143

Bei der Oberleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst. In der oben stehenden Tabelle sind daher die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 1.036 (i. V. TEUR 1.056) bei den Zinsanteilen saldiert. Dies betrifft mit TEUR 22 (i. V. TEUR 20) die Restlaufzeit bis einem Jahr, mit TEUR 105 (i. V TEUR 97) die Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren sowie mit TEUR 909 (i. V. TEUR 939) die Restlaufzeit über fünf Jahre.

17. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Es handelt sich um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden.

18. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:

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  in TEUR
Stand am 01.10.2008 799
Zunahme 371
Verrechnung mit aktiven latenten Steuern -766
Stand am 30.09.2009 404

Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede zwischen den Ergebnissen aus den Anpassungen der Handelsbilanzen der einbezogenen Unternehmen an IFRS führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Entwicklungskosten 1.139 757
Pauschalwertberichtigung zu Forderungen 9 15
Schuldenkonsolidierung 5 23
Zwischengewinneliminierung aus Fertigungsaufträgen 5 0
Cashflow Hedges 12 0
Sonstige 0 4
  1.170 799
Verrechnung mit aktiven latenten Steuern -766 0
  404 799

19. Rückstellungen

Rückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren.

Über die Zusammensetzung und Entwicklung des Postens gibt die nachfolgende Übersicht Auskunft:

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in TEUR Stand 01.10.2008 Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 30.09.2009
Steuerrückstellungen 101 48 50 21 24
Sonstige Rückstellungen          
Personal 10 10 0 20 20
Ausstehende Rechnungen 114 88 4 191 212
Projektgeschäfte 194 74 120 0 0
Übrige 185 163 8 162 176
  503 335 132 373 408
Gesamt 604 383 182 394 432

20. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich gegenüber anderen Unternehmen und sind innerhalb eines Jahres fällig.

Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

21. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Sie sind zum Rückzahlungsbetrag oder - im Falle der Leasingverbindlichkeiten - zum Barwert angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67 52
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 265 259
Übrige sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 58 0
  390 311

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gesichert durch Sicherungsübereignungen von PKWs.

Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau.

Die übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betreffen eine Restkaufpreiszahlung sowie eine Verpflichtung zur Kapitalerhöhung betreffend die Beteiligung an NG Networks Co., Ltd.

22. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Sie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 30.09.2009 30.09.2008
Verbindlichkeiten aus Steuern 243 312
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 67 64
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 967 803
Kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten 693 645
  1.970 1.824

Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen.

Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNG

1. Gewinn-und-Verlustrechnung

Die Gewinn-und-Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Umsatzerlöse

Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11 Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Ist eine Abnahme durch den Kunden vorgesehen, werden die entsprechenden Umsätze erst mit dieser Abnahme gebucht. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht.

Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnichen Geschäftstätigkeit.

Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 7,7 Mio. (i.V. EUR 8,5 Mio.) die Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen den Erhalt bzw. die Auflösung von bisher abgegrenzten Fördermitteln (TEUR 144), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 182) und Währungsgewinne (TEUR 170). Fördermittel werden als Ertrag erfasst, soweit diese mit Aufwendungen der jeweiligen Periode im Zusammenhang stehen.

4. Aktivierte Eigenleistungen

Sie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software. Zur Bewertung vgl. D.3.

5. Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Aufwendungen für bezogene Waren 799 315
Aufwendungen für Fremdleistungen 1.193 948
  1.992 1.263

6. Personalaufwand

Der Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben.

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Löhne und Gehälter 7.344 6.968
Soziale Abgaben 1.301 1.184
  8.645 8.152
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 130 118

7. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus der in Anlage 5/1 dargestellten Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens.

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Vertriebs- und Reisekosten 754 766
Gebäude- und Grundstückskosten 337 273
Übrige 1.481 1.283
  2.572 2.322

9. Finanzergebnis

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen -5 0
Zinserträge 80 201
Zinsaufwendungen 302 327
  -227 -126

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. zwischen dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung und dem Stichtag des Konzern-Abschlusses.

Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie aufgrund von Leasingverpflichtungen.

10. Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

Der Aufwand (i. V. Ertrag) aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Laufende Steuern 206 54
Latente Steuern 241 -82
  447 -28

Der Aufwand aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
IFRS-Anpassungen    
Leasing -74 7
Veränderung aktive latente Steuern auf Verlustvorträge -28 -66
Rückgängigmachung Pauschalwertberichtigung -6 1
Entwicklungskosten 388 0
Rückstellungen -13 0
Sonstige Anpassungen 0 2
Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen -26 -26
  241 -82

Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR 2008/2009 2007/2008
Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern -401 462
Rechnerischer Steueraufwand (28 %) -112 129
Steuereffekt aus Verlustvorträgen 470 -200
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 39 9
Steuerfreie Einnahmen -27 0
Sonstiges 77 34
Tatsächlicher Steueraufwand (i. V. Steuerertrag) 447 -28

Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt:

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Gewerbesteuer bei einem Hebesatz von 340 % 11,9 %
Körperschaftsteuer (15 %vom Gewinn nach Gewerbesteuer) 15,0 %
Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) 0,8 %
Tarifbelastung 27,7 %
gerundet 28,0 %

11. Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien und Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.196.641 (i. V. 5.333.279). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR-881 (i. V. TEUR 450). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR-0,17 (i. V. EUR 0,08). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen.

F. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird.

Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten.

In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 80 (i. V. TEUR 201) erhaltene Zinsen und TEUR 302 (i. V. TEUR 327) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern i. H. v. TEUR 160 bezahlt worden. Im Vorjahr waren wesentliche Ertragsteuerzahlungen neben den Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern nicht zu berücksichtigen.

Die Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestands entspricht dem in der Bilanz zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Saldo der liquiden Mittel.

G. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Bei der LS telcom AG werden die berichtspflichtigen Segmente in "Einzelmodule und Dienstleistungen" und "Systemlösungen" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden:

Einzelmodule und Dienstleistungen

In dem Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" werden die Geschäftsvorgänge zusammengefasst, bei denen einzelne Funknetzplanungsprodukte an Kunden lizenziert werden. Diese Geschäfte beinhalten typischerweise weniger Anpassungs- und Dienstleistungskompetenzen, sondern bestehen überwiegend aus dem klassischen, skalierbaren Software-Lizenzgeschäft. Daneben beinhaltet dieses Segment auch sämtliche Dienstleistungen, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurleistungen und Trainings etc. erbringt.

Systemlösungen

Das Segment "Systemlösungen" beinhaltet das typische Projektgeschäft (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk-, Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom AG in umfassende Systemlösungen integriert werden.

Die Aufgliederung der Ertragszahlen, der Vermögenswerte und Schulden sowie der sonstigen Kenngrößen nach den oben beschriebenen Segmenten ist entsprechend IAS 14 in den folgenden Übersichten dargestellt. Innenumsätze wurden keine getätigt. Die Tätigkeitsfelder des Unternehmens und die Zusammensetzung der geografischen Segmente sind im Einzelnen aufgeführt. Bei den geographischen Segmenten ist lediglich eine Aufteilung nach Umsätzen möglich.

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in TEUR Geschäftsfelder   Einzelmodule und Dienstleistungen Systemlösungen Gesamt
Außenumsatz 2008/2009 4.250 7.687 11.937
  2007/2008 4.144 8.508 12.652
EBIT 2008/2009 543 -717 -174
  2007/2008 538 50 588
Segmentvermögen 2008/2009 7.398 11.385 18.783
  2007/2008 7.688 12.402 20.090
Segmentschulden 2008/2009 1.099 1.692 2.791
  2007/2008 1.054 1.622 2.676
Investitionen 2008/2009 1.100 1.519 2.619
  2007/2008 555 1.143 1.698
Abschreibungen 2008/2009 640 1.275 1.915
  2007/2008 688 1.328 2.016
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in TEUR Regionen   Inland Europa Mittlerer Osten Asien Afrika
Außenumsatz 2008/2009 1.856 4.869 1.262 1.957 1.038
  2007/2008 1.199 7.403 1.305 1.377 1.033
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in TEUR Regionen Übriges Ausland Gesamt
Außenumsatz 955 11.937
  335 12.652

H. SONSTIGE ANGABEN

1. Finanzrisikomanagement

a) Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Grundsätzlich wird weiterhin ein möglichst niedriger Verschuldungsgrad, gemessen durch den Quotient aus Nettoverschuldung und Eigenkapital angestrebt.

b) Marktrisiko

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall-, Cashflow- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.

ba) Währungsrisiko

Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen.

Im Geschäftsjahr 2008/2009 wurde ein Projektvolumen von TUSD 857, TTHB 48.100 und TEUR 667 über mehrere Devisentermingeschäfte abgesichert.

Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:

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in TEUR Währungsrisiken 30.09.2009 EUR CAD ZAR THB USD SAR
Liquide Mittel 2178 298 147 0 128 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.418 731 155 470 63 115
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -340 -17 -6 -24 -11 0
Summe 5.256 1.012 296 446 180 115
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in TEUR Währungsrisiken 30.09.2009 Sonstige Summe
Liquide Mittel 4 2.755
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56 5.008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 -398
Summe 60 7.365
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in TEUR Währungsrisiken 30.09.2008 EUR CAD ZAR Summe
Liquide Mittel 4.183 42 80 4.305
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.299 672 145 5116
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -293 -20 -3 -316
Summe 8.189 694 222 9.105

Ein Anstieg von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30.09.2009 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 51 verbessert (i. V. TEUR 19). Ein Rückgang von 10 % des Euro gegenüber sämtlichen für das Unternehmen relevanten Währungen zum 30.09.2009 hätte das Ergebnis des Konzerns um TEUR 51 verschlechtert (i. V. TEUR 19).

bb) Zinsrisiken

Die Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen deutschen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben.

Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würde sich das Ergebnis per 30.09.2009 bei einer Zinsänderung um 100 Basispunkte um TEUR 32 verändern (i. V. TEUR 46).

bc) Preisrisiken

IFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Der LS telcom Konzern hatte zum 30.09.2009 und 30.09.2008 keine diesen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.

c) Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten.

Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei LS telcom verbleibt.

Die folgende Tabelle zeigt die Altersstruktur der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte:

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in TEUR Altersstruktur Forderungen 2008/2009 nicht fällig bis 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate über 1 Jahr Betrag
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.545 1.150 9 591 283 3.578
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.430 0 0 0 0 1.430
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 0 447 0 0 0 447
  2.975 1.597 9 591 283 5.455
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in TEUR Altersstruktur Forderungen 2007/2008 nicht fällig bis 3 Monate 3 bis 6 Monate 6 bis 12 Monate über 1 Jahr Betrag
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.302 236 257 87 507 3.389
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.727 0 0 0 0 1.727
Sonstige Forderungen 0 667 0 0 0 667
  4.029 903 257 87 507 5.783

d) Cashflow- und Liquiditätsrisiken

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist.

Des Weiteren pflegt LS telcom eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den erschwerten Bestimmungen von Basel II weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:

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in TEUR Altersstruktur Verbindlichkeiten 2008/2009 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67 51 0 118
Leasingverbindlichkeiten 265 1.239 2.324 3.828
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398 0 0 398
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 58 0 0 58
  788 1.290 2.324 4.402
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in TEUR Altersstruktur Verbindlichkeiten 2007/2008 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52 49 0 101
Leasingverbindlichkeiten 259 1.131 2.753 4.143
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 316 0 0 316
  627 1.180 2.753 4.560

Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30.09.2009 (Vorjahr 30.09.2008) bestehenden Finanzverbindlichkeiten.

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in TEUR Altersstruktur Cashflow 2008/2009 Cashflow 2010 Cashflow 2011 - 2015 Cashflow 2016 ff. Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70 54 0 124
Leasingverbindlichkeiten 529 1.978 2.403 4.910
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398 0 0 398
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 58 0 0 58
  1.055 2.032 2.403 5.490
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in TEUR Altersstruktur Cashflow 2007/2008 Cashflow 2009 Cashflow 2010 - 2014 Cashflow 2015 ff. Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55 51 0 106
Leasingverbindlichkeiten 546 2.073 2.899 5.518
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 316 0 0 316
  917 2.124 2.899 5.940

2. Bewertung der Finanzinstrumente nach Kategorien

Aus der nachfolgenden Tabelle sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich.

Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 30. September 2009

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    Buchwerte Finanzinstrumente    
in TEUR Bilanzposition 30.09.2009 zum Fair Value bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Buchwert übrige Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.578   3.578   3.578
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.430     1.430  
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 447 42 405   447
Zahlungsmittel 2.755   2.755   2.755
Langfristige Schulden          
Finanzielle Verbindlichkeiten 3.614   3.614   3.614
Kurzfristige Schulden          
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 398   398   398
Sonstige finanzielle Schulden 390 1 389   390

Buch- und Zeitwerte der Finanzinstrumente zum 30. September 2008

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    Buchwerte Finanzinstrumente    
in TEUR Bilanzposition 30.09.2008 zum Fair Value bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Buchwert übrige Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte          
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.389   3.389   3.389
Forderungen aus Fertigungsaufträgen 1.727     1.727  
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 660   660   660
Zahlungsmittel 4.305   4.305   4.305
Langfristige Schulden          
Finanzielle Verbindlichkeiten 3.933   3.933   3.933
Kurzfristige Schulden          
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 316   316   316
Sonstige finanzielle Schulden 311   311   311

Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind gemäß IAS 11 bewertet und daher bei den Wertkategorien für Finanzinstrumente nicht erfasst.

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in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 30.09.2009 30.09.2008
Kredite und Forderungen, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 6.738 8.354
Positive Marktwerte aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen 42 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Schulden 4.401 4.560
Negativer Marktwert aus Derivaten in Sicherungsbeziehungen 1 0

Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.

Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.

Das Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar:

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in TEUR Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 30.09.2009 30.09.2008
Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen 80 201
Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Schulden -302 -327
  -222 -126

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:

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Leasingverpflichtungen TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 189
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 205
Restlaufzeit über 5 Jahre 0
  394

4. Beziehungen zu nahe stehenden Personen

Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten.

5. Honorar des Abschlussprüfers

In den betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres sind Entgelte für die Abschlussprüfung in Höhe von TEUR 53 und für Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 10 enthalten.

6. Abgabe der Erklärungen zum Deutscher Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 2. Dezember 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

7. Angaben zum Aufsichtsrat und zum Vorstand

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Winfried Holtermüller

(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)

Prof. Dr. Werner Wiesbeck

(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)

Dipl.-Finw. Karl Hensinger

(Finanzwirt), Laupheim

Dem Vorstand gehören an die Herren:

Dr. Manfred Lebherz

(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne

(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Software), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz

(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Planungsservices), Rheinmünster

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2008/2009 betragen TEUR 732 (i. V TEUR 813).

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008/2009 Bezüge in Höhe von TEUR 33 (i. V TEUR 33).

Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten 14.546 Aktien.

8. Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust von EUR 559.614,21 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Lichtenau, 20. November 2009

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz

Dr. Georg Schöne

Dipl.-Ing. Roland Götz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzern-Abschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang-sowie den Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis zum 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzern-Abschluss und den Konzern-Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzern-Abschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzern-Abschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzern-Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzern-Abschluss und Konzern-Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzern-Abschlusses und des Konzern-Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzern-Abschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzern-Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzern-Abschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 20. November 2009

Ebner Stolz Mönning Bachern GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wolfgang Berger, Wirtschaftsprüfer

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer