![]() LS telcom AGLichtenauEinzelabschluss zum 30.09.2010Bilanz zum 30. September 2010Aktiva scroll
Gewinn-und-Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010scroll
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009/2010scroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 2009/2010A. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEBei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögen sind zu dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; bei Kursänderungen erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN-UND-VERLUSTRECHNUNGI. Bilanz1. AnlagevermögenDie gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von EUR 959.315,15 (i. V. EUR 824.056,37) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 295.995,00 (i. V. EUR 97.779,40) enthalten. Die Forderungen entfallen mit EUR 959.315,15 (i. V. EUR 823.142,29) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten entfallen mit EUR 295.995,00 (i. V. EUR 97.779,40) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 456.563,71 (i. V. EUR 193.752,61) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 20.983,33) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden. 3. Eigene AnteileIm Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien erworben. Am Bilanzstichtag waren 154.750 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand an Aktien setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Berichtsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Zuschreibung auf die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 49.787,70 (i. V. außerplanmäßige Abschreibung EUR 55.935,61). 4. Flüssige MittelDie Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 5. EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00. Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen wurden durch außerplanmäßige Zuschreibung der eigenen Anteile um EUR 49.787,70 (i . V. durch Erwerb neuer Aktien um EUR 174.749,29) erhöht. Genehmigtes KapitalDer Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. März 2008 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. März 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen. Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015. 6. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 1.093) und für ausstehende Rechnungen (TEUR 506). 7. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Sie sind durch Kfz-Brief-Übereignungen gesichert. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 524.826,08 (i. V. EUR 0,00) enthalten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
II. Gewinn-und-Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen: scroll
Dabei werden 26,2 % der Umsätze im Inland (TEUR 3.720), 47,8 % im europäischen Ausland (TEUR 6.786) und 26,0 % im übrigen Ausland (TEUR 3.678) erzielt. 2. Periodenfremde Erträge und AufwendungenUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 307 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Anpassung des Mieterdarlehens sowie um Erträge aus den Änderungen durch die erfolgte steuerliche Außenprüfung und um Zuschreibungen zu den eigenen Anteilen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 42 enthalten. Es handelt sich im Wesentlichen um Forderungsverluste. 3. Verbundene UnternehmenIn den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 196.975,70 (i. V. EUR 182.895,53) aus verbundenen Unternehmen enthalten. C. SONSTIGE ANGABEN1. BeteiligungsverhältnisseDie Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % unmittelbar beteiligt: scroll
2. PersonalDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 100. 3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenZur Besicherung von über Avale und Bürgschaften in Anspruch genommenen Kreditlinien dient ein Anteil der Festgelder in Höhe von EUR 241.413,80 - davon EUR 90.421,29 für Tochterunternehmen - als Pfand. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe: scroll
4. Organe der GesellschaftDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt; Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG), Stuttgart (Vorsitzender) Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender) Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim Dem Vorstand gehören an die Herren: Dr. Ing. Manfred Lebherz (Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau Dr. Ing. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Software), Lichtenau Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting & Training, Radio Engineering, strategische Entwicklung Planungsdienstleistungen), Rheinmünster Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Gehaltszahlungen an den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 656 (i. V. TEUR 732) erfasst. Davon wurden TEUR 656 (i. V. TEUR 659) als fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütung, ausbezahlt. Variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile wurden im Geschäftsjahr keine ausbezahlt (i. V. TEUR 73), sondern lediglich in Höhe von TEUR 147 als Rückstellung für Tantiemen im Aufwand berücksichtigt. Der Jahresabschluss berücksichtigt daher insgesamt TEUR 803 (i. V. TEUR 732) als Aufwendungen für die Vorstandsvergütung. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 Bezüge in Höhe von TEUR 33 (i. V. TEUR 33). Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.612.454 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien. 5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers (ohne Umsatzsteuer)scroll
6. Konzern-AbschlussDie LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. 7. Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHGa) Mitteilung vom 19. September 2007"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11. Juli 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5. Juli 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt." b) Mitteilung vom 3. November 2010"Herr Günter Weispfenning, Frankfurt/Main, hat uns mit Schreiben vom 3. November 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN: DE0005754402, WKN: 575440, am 29. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,18 % (Anzahl der Stimmrechte: 169.732 Stimmrechte) betragen hat." c) Mitteilung vom 12. November 2010"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12. November 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN: DE0005754402, WKN: 575440, am 9. November 2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat." 8. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGAm 14. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht. D. ERGEBNISVERWENDUNGDer Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft von EUR 594.251,35 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 19. November 2010 LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009/2010A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN1. Marktumfeld und AbsatzentwicklungWährend des Geschäftsjahres 2009/2010 zeigte sich das für uns relevante Marktumfeld freundlich. Die Nachfrage war unverändert stark und einige noch im Vorjahr vorbereitete Projekte kamen zum Tragen. Profitieren konnte die LS telcom AG auch von einem gewissen Nachholbedarf und Zeitdruck, der sich in manchen Projekten aus dem Investitionsstau des Vorjahres ergeben hatte. Projektlaufzeiten wurden dadurch teilweise verkürzt, was zu höheren Umsatzerlösen im Geschäftsjahr führte. Umsatzzuwachs wurde jedoch auch durch die Erschließung von Neukunden im arabischen Sprachraum, insbesondere im Beratungs- und Planungsgeschäft, erzielt. Unter dem Strich wurde so letztlich ein sehr positives Ergebnis erwirtschaftet, das den negativen Rücksetzer des Vorjahres mehr als kompensiert. Ein Jahresüberschuss von TEUR 1.204 steht dem Verlust von TEUR -948 im Vorjahr gegenüber. Ähnlich stellt sich der Vorjahresvergleich für das Betriebsergebnis dar, das von einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR -983 auf positive TEUR 1.201 gesteigert werden konnte. Dieses erfreuliche Ergebnis resultiert aus dem 39 %-igen Zuwachs der Umsatzerlöse bei einem zwar höheren Anteil an bezogenen Leistungen, jedoch nahezu unveränderten Aufwandspositionen in Personal, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Umsatzanstieg ist die Folge größerer Neuprojekte in den Bereichen Systemlösungen und Dienstleistungen sowie einer vorgezogenen, beschleunigten Projektabwicklung eines größeren Auftrags im Beratungsbereich. In den vergangenen Jahren hat sich eine gewisse Konsolidierung in den für uns relevanten Teilmärkten vollzogen. Jedoch besteht in Teilbereichen immer noch ein starker Wettbewerb, der meist auf Basis von Qualität und Technologie, also mit "vernünftigen" Verkaufsargumenten, in manchen geografischen Regionen immer noch als rigoroser Preiskampf geführt wird. Die LS telcom AG konnte sich insgesamt jedoch sehr erfolgreich am Markt behaupten und in den Projekten, die im vergangenen Geschäftsjahr zur Entscheidung kamen, die Mehrzahl der Kunden überzeugen. Dem Unternehmen gelang es, durch Neukundenakquise weitere Marktanteile gegenüber dem Wettbewerb zu gewinnen, das Geschäft aber ebenso mit bestehenden Kunden auszubauen. Technologisch haben wir unseren Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden erheblich vergrößert und unser Produktangebot in diesem Bereich auch erweitert. Wachsen konnten wir zudem im Beratungsgeschäft, hier insbesondere im Umfeld der Digitalisierung von Sicherheitsfunknetzen. Hier hat sich unsere exzellente nationale Referenz im internationalen Wettbewerb ausgezahlt. Die LS telcom AG weist im Geschäftsjahr 2009/2010 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 39 % und Umsatzerlöse von EUR 14,18 Mio. (i. V. EUR 10,21 Mio.) aus. Unter Berücksichtigung der geringfügig negativen Bestandsveränderungen (TEUR -40) sowie der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 494) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 14,64 Mio., die ca. 51 % über der des Vorjahres (EUR 9,70 Mio.) liegt. Der Auftragseingang in Höhe von EUR 17,3 Mio. (i. V. EUR 9,9 Mio.) lag 2009/2010 aufgrund der oben erläuterten Marktgegebenheiten um 75 % über dem des Vorjahres. Mehrere bereits erteilte Zuschläge an Bieterkonsortien, bei denen die LS telcom AG beteiligt ist, und aktuell laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit stimmen uns auch für die künftige Geschäftsentwicklung des Unternehmens optimistisch. Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Systemlösungen" und "Einzelmodule und Dienstleistungen" wie folgt auf: scroll
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert: Das Segment "Systemlösungen" beinhaltet das typische Projektgeschäft (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" beinhaltet Geschäfte mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten (Dienstleistungen). Das Geschäft mit Einzelmodulen betrifft dabei überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft und enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die eher umfangreichen und komplexen Software-Projekte im Segment "Systemlösungen". Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen, Trainings unabhängig von Softwareprojekten erbringt. Wie in den vergangenen Jahren liegt der Umsatzanteil des Segments "Systemlösungen" deutlich über dem des Segments "Einzelmodule und Dienstleistungen". Ähnlich wie im Vorjahr wurden 64 % (i. V. 65 %) der gesamten Umsatzerlöse durch "Systemlösungen" erwirtschaftet. In diesem Geschäftsumfeld stehen aktuell mehrere Ausschreibungen für umfassende Systemmodernisierungen sowie für Neusysteme an. Das Unternehmen konnte das Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks sowie der Einführung neuer Digitalfunknetze für Sicherheitsdienste (professioneller Mobilfunk) insbesondere auch international weiter ausbauen. Im Beratungsgeschäft ist erwähnenswert, dass sich die LS telcom AG als Dienstleister über Mobil- und Rundfunkbetreiber hinaus auch mittlerweile einen guten Namen bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen geschaffen hat. Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen größere Frequenzmanagement-Systeme mit hohem Automatisierungsgrad sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte, jeweils überwiegend für Kunden in Europa, Asien und dem Mittleren Osten. Jeder dieser unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen. Eine Besonderheit im Geschäftsverlauf des Segments "Systemlösungen" ist, dass nahezu der gesamte Umsatz und das Wachstum von 36 % aus Aufträgen zur Systemerweiterung oder -pflege mit bereits bestehenden Kunden generiert werden konnte. Neukundenprojekte kamen erst in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres zum Tragen und steuerten zum Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres in diesem Segment vergleichsweise wenig bei. Das Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" verzeichnet einen Umsatzzuwachs von 45 %, der größtenteils aus dem Dienstleistungsbereich resultiert. Während die Umsatzerlöse aus Einzel-Softwareanwendungen gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieben, ermöglichten vor allem Großprojekte zur Planung von Sicherheitsfunknetzen eine Steigerung der aus Dienstleistungen generierten Umsatzerlöse um 83 %. Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 74 % (i. V. 84 %) unter dem der Vorjahre. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 48 % und in den restlichen Regionen bei 26 % (dabei der Mittlere Osten mit 14 % und Asien mit 7 %). 2. UnternehmenssituationSystemlösungenIm Geschäftsjahr 2009/2010 verzeichnete die LS telcom AG in dem insbesondere auf Regulierungsbehörden und sonstige Frequenzverwaltungsorganisationen ausgerichteten Segment eine gute Nachfrage, wenn auch bei vielen Projekten immer noch Entscheidungen zur Auftragsvergabe ausstehen. Immerhin konnten jedoch bestehende Kunden derart von unseren Systemlösungen begeistert werden, dass selbst ohne Berücksichtigung dieser Neukundenprojekte ein respektabler Umsatzzuwachs und gutes Ergebnis erzielt worden wäre. Nach einem Umsatzanstieg um 9 % im Vorjahr konnte das Segment im Geschäftsjahr um weitere 36 % zulegen, was sich letztlich in einem profitablen Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 542 ausdrückt, während im Vorjahr noch ein Segmentverlust von TEUR -931 zu Buche schlug. Der Umsatz im Segment "Systemlösungen" wurde, wie in der Vergangenheit, aus einer ausgewogenen Mischung von Neugeschäft und Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Geschäften mit deutschen Behörden und Systemlieferanten sowie aus Projekten in Großbritannien, Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi Arabien. Einzelmodule und DienstleistungenDas Umsatzniveau des Vorjahres wurde in diesem Segment um 45 % übertroffen. Der Dienstleistungsbereich konnte hier gleichermaßen sowohl von bestehenden also auch von neuen, langfristigen Verträgen profitieren, die auch einen guten Teil der Erlöse für das neue Geschäftsjahr sichern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen werden. Die im Segment "Einzelmodule und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 5,15 Mio. (i. V. EUR 3,56 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 65 % (i. V. 52 %) Dienstleistungen und 35 % (i. V. 48 %) Umsätzen aus Softwarelizenzen einschließlich Wartung. Damit hat sich der Schwerpunkt der Umsatzgenerierung für dieses Segment in den letzten Jahren kontinuierlich in Richtung Dienstleistungen verschoben. Planungslösungen für Rundfunk- und TelekommunikationsnetzeIm Rundfunkbereich bestand im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme und der Einführung von Mobile-TV (dem Fernsehen für Handys) eine gute Nachfrage, wobei der Schwerpunkt des Geschäfts sich in diesem Bereich mittlerweile auf Nachfolgegeschäft mit Bestandskunden und Systemwartung verlagert hat. Der LS telcom AG gelang es, Softwaremodule zur Planung und Koordination der neuen Digitalnetze sowohl an Neukunden als auch im Rahmen von System-Upgrades an Bestandskunden, vorwiegend in Europa und Asien, zu verkaufen und so die bestehende Nutzerbasis für diese Produkte auszubauen. Das Unternehmen bleibt damit unbestrittener Marktführer für komplexe Planungs- und Koordinierungssysteme für analoge und digitale Rundfunksendernetze. Im Kundenbereich der Telekom- und Rundfunknetzbetreiber ist unverändert vorrangiges Thema die Einführung des digitalen Fernsehens für den Heimempfang. Insbesondere in Asien arbeiten Netzbetreiber aktiv am Umstieg auf das digitale Fernsehen. Wir rechnen deshalb in diesem Bereich mit gutem weiterem Potenzial für die kommenden Jahre. DienstleistungenDie LS telcom AG erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden. Das Geschäftsfeld wurde durch den Planungsbedarf für neue digitale Rundfunknetzkonzepte sowie Beratungs- und Planungsdienstleistungen für Systemhersteller und Betreiber von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld des Aufbaus von digitalen Behörden- und Sicherheitsfunknetzen (in Deutschland beispielsweise das "BOS-Netz" für Behörden mit Ordnungsaufgaben wie Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte) sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Beratungsbereich. Der Umsatzbeitrag aus diesem Bereich von EUR 3,37 Mio. übertrifft den Vorjahreserlös von EUR 1,84 Mio. um 83 %. Maßgeblich für diese Umsatzsteigerung waren dabei zwei Großprojekte zur Planung von Sicherheitsfunknetzen. Das seit 2002 etablierte Training Center steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt. 3. Niederlassungen und ausländische GesellschaftenDie LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 Niederlassungen in Schanghai und Budapest. Die Büros in China und Ungarn dienen vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung. Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2010 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Vélizy / Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig / Südafrika, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou / China. Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika. Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Systemorientierte Architektur). Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt vorrangig Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika. Zudem unterstützt die südafrikanische Tochter auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die Vision2Comm war während des Geschäftsjahres nicht operativ tätig. An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG seit dem 28.05.2009 einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co. Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für Wimax- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert und bleibt deshalb im Konsolidierungskreis der LS telcom Gruppe unberücksichtigt. Die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ist mit Ausnahme des Geschäftsverlaufs der LS telcom Ltd. zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Bei der kanadischen Tochtergesellschaft gehen wir auf Grundlage aktueller Auftragsverhandlungen und aussichtsreicher Ausschreibungsverfahren von einer deutlichen Verbesserung in der Zukunft aus. 4. MitarbeiterIm Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand des Unternehmens geringfügig von durchschnittlich 99 Mitarbeitern auf 100 Mitarbeiter. Zum 30. September 2010 waren im Unternehmen insgesamt 103 (i. V. 102) Mitarbeiter beschäftigt. 5. ProduktentwicklungIm Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch in moderatem Umfang unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt. 6. Forschung und EntwicklungFür die Entwicklung neuer Standardsoftwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 2,9 Mio. (i. V. EUR 3,0 Mio.) als Aufwand erfasst. 7. Die LS telcom AG an der BörseDie LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Nach einem zurückhaltenden Start mit einem Kurs von EUR 1,45 am 01.10.2009 zeigte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2009/2010 ein stark volatiler Handel der LS telcom-Aktie. Dabei standen zwischenzeitlichen Tiefstbewertungen von EUR 1,30 Höchstkurse von EUR 2,02 gegenüber. Zum Ende der Periode am 30.09.2010 kostete die Aktie EUR 1,85. Sie verteuerte sich damit um 27,6 %. Der Prime Telecommunication Index konnte im Vergleichzeitraum um 18,1 % zulegen. Die Marktkapitalisierung wuchs zum 30.09.2010 auf EUR 9.869.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 7.735.750 belief. Pro Börsentag wurden in der letzten Periode durchschnittlich 1.217 LS telcom-Aktien im Gegenwert von EUR 2.030 an den deutschen Börsen gehandelt, was einen Rückgang um 24,2 % gegenüber dem Vorjahr (1.605 Aktien bzw. EUR 2.807) bedeutet. Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf den Frankfurter Parketthandel. B. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und ErgebnisentwicklungIm Geschäftsjahr 2009/2010 hat die LS telcom AG ihr Ziel, wieder profitabel abzuschließen, über den Erwartungen erreicht. Die Marktgegebenheiten waren positiv und geprägt von einer insgesamt sehr guten Nachfrage, vorwiegend von Bestandskunden. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien) und politischen Rahmenbedingungen (neue Regelwerke der EU und der ITU) gehen wir unverändert davon aus, dass das Gros der seit längerem vorbereiteten und teilweise ausgeschriebenen Projekte unserer Kunden in den nächsten 12-18 Monaten wirklich beschafft wird und sich so auch die im letzten und in diesem Geschäftsjahr vorab investierten Entwicklungsmaßnahmen in künftige Umsatzerlöse wandeln lassen. Ein Abklingen der positiven Marktstimmung ist mittelfristig nicht absehbar. In dem wie in den Vorjahren nachfrageintensiven, aber auch von starkem Wettbewerb gekennzeichneten Markt, hat sich die LS telcom AG gut behauptet und ihre Marktanteile ausgebaut. Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in den meisten Fällen wieder wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Referenzprojekte in den meisten relevanten Teilmärkten (Rundfunkdigitalisierung, Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich implementieren, die jeweils das Potenzial haben, für zukünftiges Geschäft in diesen Teilmärkten als Multiplikatoren zu wirken. Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 10,21 Mio.) um 39 % auf EUR 14,18 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 494 (i. V. TEUR 418) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -40 (i. V. TEUR -934) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 51 % höheren Gesamtleistung von EUR 14,64 Mio. (i. V. EUR 9,70 Mio.). Sonstige betriebliche Erträge enthalten als wesentliche Posten Erlöse von TEUR 103 aus Anpassungen in Folge der Betriebsprüfung sowie Erträge aus der Neubewertung des Mieterdarlehens von TEUR 126. Außerdem sind hierin Erträge aus Kursgewinnen eigener Anteile von TEUR 50 enthalten. Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 3,70 Mio. wesentlich höher aus als im Vorjahr (EUR 1,30 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen vor allem externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an externe Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte, wie im Vorjahr, Zukäufe von Computer-Hardware und Geodaten an. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 1,59 Mio. eingekauft. Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 434 auf einem mit dem Vorjahr vergleichbaren Niveau (i. V. TEUR 437). Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 4 % von EUR 6,83 Mio. auf EUR 7,13 Mio. erhöht, was auf die geringfügige Zunahme des Personalstamms sowie auf Lohnerhöhungen, insbesondere in Form von variablen Vergütungen, zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 2,18 Mio. geringfügig über denen des Vorjahres (EUR 2,11 Mio.). Unter dem Strich ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.204 (i. V. TEUR -948). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,23 (i. V. EUR -0,18). Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 9 Kunden erzielt. Im Vorjahr wurde derselbe Umsatzanteil mit 12 Kunden erreicht. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht. 2. Vermögenslage und InvestitionenDie Bilanz zum 30. September 2010 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 16,31 Mio. (i. V. EUR 13,06 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 12,21 Mio. (i. V. EUR 11,0 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 75 % (i. V. 84 %). AnlagevermögenDas Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte weisen seit dem 30. September 2009 einen Rückgang um 24 % von EUR 1,0 Mio. auf TEUR 765 aus. Investiert wurde nur sehr moderat, vorwiegend in Betriebssoftware sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung. Angesichts der langen Laufzeiten werden die an Tochterunternehmen gewährten Darlehen in der Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die Ausleihungen belaufen sich auf EUR 1,22 Mio. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert dieser Position (EUR 3,67 Mio.) resultiert aus der Tatsache, dass das langfristige Darlehen in Höhe von EUR 2,92 Mio. an die französische Tochtergesellschaft zum 30.09.2010 über eine Kapitalerhöhung in Eigenkapital der LS telcom SAS umgewandelt wurde. Die Position Anteile an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen weist deshalb einen entsprechenden Anstieg auf EUR 4,40 Mio. aus. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Wert dieser Position (EUR 2,99 Mio.) ist gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 2,41 Mio.) um 24 % gestiegen. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität. Wertpapiere - Eigene AnteileDer Vorstand der LS telcom hatte in den Jahre 2008 und 2009 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2010 beträgt ebenso wie zum Vorjahres-Bilanzstichtag insgesamt 154.750 Stück. Der Vorstand sah bei den im Sommer 2008 ausgesprochen niedrigen Kursen eine gute Möglichkeit für die LS telcom AG, eigene Aktien für spätere Akquisitionszwecke am Markt einzusammeln. Insgesamt wurden die eigenen Aktien mit einem Betrag von TEUR 287 erworben. Diese werden unter der Position "Wertpapiere des Umlaufvermögens" unter Berücksichtigung des Kurses zum Stichtag mit TEUR 277 ausgewiesen. Flüssige MittelZum 30. September 2010 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 4,85 Mio. (i. V. EUR 2,65 Mio.). Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 83 % höheren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus. Im Konzern der LS telcom AG betragen die liquiden Mitteln EUR 5,07 Mio. (i. V. EUR 2,76 Mio.). Daneben bestehen konzernweit längerfristig gebundene Bankguthaben in Höhe von TEUR 241. C. NACHTRAGSBERICHTAls Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der Eingang zweier außergewöhnlich hoher Aufträge aus der Golfregion mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR 10,5 Mio. zu erwähnen. D. RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT1. RisikomanagementGrundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen. Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert. Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind in einem Risikomanagement-Handbuch dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit. Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert. Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt. 2. Internes Kontrollsystem (IKS)Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind. Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beinträchtigen können, runden das System ab. Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei. Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau). Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen. Rechnungslegungsbezogenes IKSDie LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern- Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht. Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird, bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben. Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt. Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen. Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess. 3. Bestand des Unternehmens ist gesichertDie Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Bestandsgefährdende Risiken liegen nicht vor. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanzkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen Euro und US-Dollar oder anderen für das Unternehmen relevante Währungen), ist das bedeutendste Einzelrisiko in Anbetracht des deutschen Wirtschaftsaufschwungs sicherlich in der Stabilität des Mitarbeiterstamms (siehe Ausführungen zum Risiko Mitarbeiterfluktuation) und in der Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind. Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. 4. Risiken der künftigen EntwicklungDie vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen. Schneller technologischer WandelDie Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen. SoftwaresicherheitDie wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen. InternationalisierungDie Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können. ProjektrisikenZiel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standard-Produkten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2010/2011 immer noch ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken"). Netzaufbau mit neuen FunktechnologienDie erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen und Software) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2010/2011 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen. PreisdruckDer starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten, eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen. WettbewerbDer Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile. MitarbeiterfluktuationDer aktuelle Wirtschaftsaufschwung in Deutschland erhöht derzeit das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust. Risiken durch globale Finanzmarktkrise und Abkühlung der WirtschaftDie weltweite Krise an den Finanzmärkten scheint ausgestanden; allerdings könnte durch die immer noch latenten Restrisiken diese Krise in Zukunft wieder aufflammen. Eine solche Krise hat bereits im Geschäftsjahr 2008/2009 zu Verschiebungen bei der Auftragserteilung und auch bei der Umsetzung von Projekten geführt und entsprechende Spuren in der damaligen Bilanz hinterlassen. Sollten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und die Umsetzung von Projekten weiter verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG. Ebenso könnte sich aufgrund einer solchen Wirtschaftskrise in manchen Ländern ein gewisser Protektionismus durchsetzen, so dass Projekte inhouse mit eigenem Personal entwickelt oder an die eigene Wirtschaft vergeben werden, obwohl kommerzielle Lösungen durch ausländische Anbieter verfügbar wären. Auch dies wäre schädlich für die künftige Geschäftsentwicklung der LS telcom AG. Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommen den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu. a) Preis- und WährungsrisikoDie LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Projektvolumina von TUSD 221, TEUR 135 (zu CAD) und TTHB 28.700, über Devisentermingeschäfte abgesichert. Diese Geschäfte sind vollständig unterjährig abgewickelt worden. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Sicherungsgeschäfte mehr. b) AusfallrisikoDas Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Kontrahenten. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt. c) LiquiditätsrisikenEine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass selbst unter den erschwerten Bestimmungen von Basel II und III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind. d) Risiken der eigenen GeldanlageAnlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben. 5. Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche GeschäftsentwicklungAufgrund der unverändert starken und hochwertigen Nachfrage ist der Vorstand für die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens sehr zuversichtlich. Das Management rechnet zeitnah mit weiteren positiven Entscheidungen in mehreren Ausschreibungsverfahren und sieht gute Möglichkeiten, von dem erreichten hohen Umsatzniveau aus weiter zu wachsen. Im Beratungsgeschäft hat sich LS telcom sehr gut in einem neuen Kundensegment mit öffentlichen Auftraggebern behauptet und hierbei auch international einen Namen gemacht. Der Vorstand rechnet auch für 2010/2011 mit guten Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für Sicherheitskräfte, ebenso in Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Selbst wenn nach der initialen Implementierungsphase das Flächennetz für den digitalen Behördenfunk etabliert ist, wird es auch auf dem nationalen Markt gute Chancen für eine Fortsetzung des Wachstums im Dienstleistungsbereich geben, insbesondere im Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahnfunk, Versorgung von Stadien etc.). In dem Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das so genannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert. Nachdem zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2010/2011 bereits zwei größere Verträge in der Golfregion geschlossen werden konnten und sich weitere Systemprojekte für das Geschäftsjahr in anderen Regionen abzeichnen, rechnen wir damit, dass diese Projekte in den jeweiligen Nachbarländern unserer Kunden ähnliche Nachfrage wecken werden. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen. Obwohl die Geschäftsentwicklung deutlich längere Zeit in Anspruch nimmt als ursprünglich erwartet, ist der Vorstand nach mehreren erfolgreich abgeschlossenen Projekten im militärischen Kundenumfeld sehr zuversichtlich, auch aus diesem Bereich Wachstum generieren zu können. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können. Das Unternehmen hat zum Ende des Geschäftsjahres die Bearbeitung dieses Teilmarktes durch die Allokation zusätzlicher Vertriebsressourcen weiter forciert. Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 21,3 Mio. (i. V. EUR 11,6 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 11,9 Mio. (i. V. EUR 7,3 Mio.) erzielen. Der Vorstand ist angesichts der sehr guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheitsnetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik sehr zuversichtlich, was die mittelfristige Geschäftsentwicklung anbelangt. Erklärtes Ziel des Managements ist es, ausgehend von dem im Geschäftsjahr erreichten Niveau sowohl umsatzseitig zu wachsen als auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Die Gesellschaft versucht in diesem Zusammenhang einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen. Aufgrund der oben dargestellten Sachverhalte, des hervorragenden Polsters an Auftragsbestand sowie einer Reihe weiterer hochwahrscheinlicher Projektzuteilungen in näherer Zukunft, ist der Vorstand davon überzeugt, im neuen Geschäftsjahr weiter profitabel wachsen zu können. Die Steigerung im Umsatz wird jedoch aus aktueller Sicht nicht das Wachstum gegenüber dem Krisenjahr 2008/2009 erreichen. Wir gehen derzeit eher von einer moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis aus. E. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 289 ABS. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital betrug zum 30. September 2010 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenBeschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am KapitalAus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2010 folgende Übersicht an Beteiligungen über 10 % der Stimmrechte: scroll
4. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von ArbeitnehmerbeteiligungenEine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt. 6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über SatzungsänderungenDie Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen. 7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienAusgabe von AktienDurch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 6. März 2008 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 5. März 2013 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen. Das genehmigte Kapital beträgt bis zum 30. September 2010 EUR 2.667.500,00. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Rückkauf von AktienDurch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe: a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im Handel der Frankfurter Wertpapierbörse der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots (ohne Erwerbsnebenkosten) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen. Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesem Fall ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Kurs der Aktie im Handel der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten. e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen. f) Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015. 8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehenEs liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor. 9. EntschädigungsvereinbarungenEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. F. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYTEMS GEMÄSS § 289 ABS. 2 NR. 5 HGBDie Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge eine variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns abhängt. 1. Aufsichtsrat und VorstandDem Aufsichtsrat gehören an die Herren:
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller übt als weiteres Mandat in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG das Amt des Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Jagsttalbahn AG aus. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/2010 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 32.500,00 (i. V. TEUR 33) zuzüglich der Erstattung ihrer Reisekosten. Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Dr. Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 3.645,00 (i. V. TEUR 3) vergütet. Zum 30. September 2010 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien. Vorstandsmitglieder sind:
Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:
Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht. 2. VergütungsberichtZuständigkeit, Zielsetzung und Struktur der Vergütung des VorstandsDie Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen. Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2009/2010 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht. Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2009/2010Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen. Für das Geschäftsjahr 2009/2010 wurden Gehaltszahlungen an den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 656 (i. V. TEUR 732) erfasst. Davon wurde TEUR 656 (i. V. TEUR 659) als fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütung, ausbezahlt. Variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile wurden im Geschäftsjahr keine ausbezahlt (i. V. TEUR 73), sondern lediglich in Höhe von TEUR 147 als Rückstellung für Tantiemen im Aufwand berücksichtigt. Der Jahresabschluss berücksichtigt daher insgesamt TEUR 803 (i. V. TEUR 732) als Aufwendungen für die Vorstandsvergütung. Die im Geschäftsjahr 2009/2010 ausbezahlte Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt: scroll
Die Rückstellung für variable erfolgsbezogene Vorstandsvergütungsanteile betrifft mit jeweils EUR 56.990,32 die Herren Dr. Manfred Lebherz und Dr. Georg Schöne sowie mit EUR 33.244,36 Herrn Roland Götz. Zusagen zur AltersversorgungPensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht. Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner TätigkeitDie Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen. AktienoptionenAktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben. G. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHE STEHENDEN PERSONENDie Gesellschaft hat im Berichtszeitraum keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen getätigt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Unternehmens haben könnten. H. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 A HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich. I. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.
Lichtenau, 19. November 2010 LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersZu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 30. September 2010 sowie zum Lagebericht (Anlage 5) für das Geschäftsjahr 2009/2010 haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 19. November 2010 Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer ppa. Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer |
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