LS telcom Aktiengesellschaft

Lichtenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014

Bilanz zum 30. September 2014

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

Aktiva

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Stand am 30.09.2014
EUR
Stand am 30.09.2013
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 397.321,88 480.250,29
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.461.670,07 474.821,29
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.451.872,88 1.402.121,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.556,97 1.075.933,83
  2.944.099,92 2.952.876,27
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.431.945,02 4.431.944,29
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.289.750,62 744.902,75
3. Beteiligungen 415.454,39 307.551,68
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 205.451,47 0,00
  9.342.601,50 5.484.398,72
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Unfertige Leistungen 1.216.877,97 1.858.969,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.303.977,61 3.528.308,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.401.229,28 3.117.039,70
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21.741,18 87.103,19
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.444.865,02 1.388.409,43
  8.171.813,09 8.120.860,39
III. Flüssige Mittel 6.031.503,51 5.371.689,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 152.519,69 127.346,10
  28.256.737,56 24.396.390,55

Passiva

   
Stand am 30.09.2014
EUR
Stand am 30.09.2013
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.335.000,00 5.335.000,00
Nennbetrag der eigenen Anteile -24.000,00 -174.000,00
Ausgegebenes Kapital 5.311.000,00 5.161.000,00
II. Kapitalrücklage 6.982.478,15 5.968.778,15
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 285.582,79 137.082,79
IV. Bilanzgewinn 4.878.518,36 4.421.277,64
  17.457.579,30 15.688.138,58
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 0,00 71.658,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.245.175,65 3.245.629,88
  3.245.175,65 3.317.287,88
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.336.174,59 196.504,40
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 969.790,81 811.108,41
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 521.881,82 1.346.343,83
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.236.947,29 1.743.970,19
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 77,47 0,00
6. Sonstige Verbindlichkeiten 593.110,31 195.425,03
  6.657.982,29 4.293.351,86
D. Rechnungsabgrenzungsposten 896.000,32 1.097.612,23
  28.256.737,56 24.396.390,55

Gewinn-und-Verlust-Rechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

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2013/2014
EUR
2012/2013
EUR
1. Umsatzerlöse 25.069.002,85 24.551.977,79
2. Verringerung (i. V. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -642.091,24 234.928,62
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 145.286,54 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.435.832,98 508.340,89
  26.008.031,13 25.295.247,30
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.893.205,43 1.575.989,47
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.407.620,76 6.336.445,40
  7.300.826,19 7.912.434,87
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 11.323.123,70 10.243.898,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.787.482,87 1.506.109,32
  13.110.606,57 11.750.007,90
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 788.204,49 578.969,09
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.104.897,47 4.078.705,12
  703.496,41 975.130,32
9. Erträge aus Beteiligungen 1.174.796,64 700.000,00
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 57.367,16 25.129,64
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.134,96 21.014,11
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.847,61 72.753,92
  1.155.451,15 673.389,83
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.858.947,56 1.648.520,15
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 107.298,90 179.038,46
15. Sonstige Steuern 4.157,94 2.670,55
16. Jahresüberschuss 1.747.490,72 1.466.811,14
17. Gewinnvortrag 4.421.277,64 3.728.616,50
18. Ausschüttung 1.290.250,00 774.150,00
19. Bilanzgewinn 4.878.518,36 4.421.277,64

Entwicklung des Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2013/2014

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  Anschaffungs-/Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.10.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 30.09.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 1.750.614,36 93.632,47 0,00 0,00 1.844.246,83
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.551.616,36 16.859,26 0,00 1.042.307,13 2.610.782,75
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.954.001,04 499.143,24 154.296,29 90.017,11 3.388.865,10
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.075.933,83 86.947,38 0,00 -1.132.324,24 30.556,97
  5.581.551,23 602.949,88 154.296,29 0,00 6.030.204,82
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.431.944,29 0,73 0,00 0,00 4.431.945,02
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen* 744.902,75 3.484.612,90 0,00 60.234,97 4.289.750,62
3. Beteiligungen 307.551,68 107.902,71 0,00 0,00 415.454,39
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 205.451,47 0,00 0,00 205.451,47
  5.484.398,72 3.797.967,81 0,00 60.234,97 9.342.601,50
  12.816.564,31 4.494.550,16 154.296,29 60.234,97 17.217.053,15
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  Kumulierte Abschreibungen
in EUR Stand am 01.10.2013 Zugänge Abgänge Stand am 30.09.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 1.270.364,07 176.560,88 0,00 1.446.924,95
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.076.795,07 72.317,61 0,00 1.149.112,68
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.551.879,89 539.326,00 154.213,67 1.936.992,22
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.628.674,96 611.643,61 154.213,67 3.086.104,90
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen* 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  3.899.039,03 788.204,49 154.213,67 4.533,029,85
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  Buchwerte
in EUR Stand am 30.09.2014 Stand am 30.09.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 397.321,88 480.250,29
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.461.670,07 474.821,29
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.451.872,88 1.402.121,15
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.556,97 1.075.933,83
  2.944.099,92 2.952.876,27
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.431.945,02 4.431.944,29
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen* 4.289.750,62 744.902,75
3. Beteiligungen 415.454,39 307.551,68
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 205.451,47 0,00
  9.342.601,50 5.484.398,72
  12.648.023,30 8.917.525,28

* Bei den Umbuchungen handelt es sich um im Vorjahr bei den kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesene Darlehen

Anhang für das Geschäftsjahr 2013/2014

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

A. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 35 Jahren.

Zugänge werden ausschließlich nach der linearen Methode abgeschrieben. Seit dem 1. Januar 2008 werden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis einer 3-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Im Geschäftsjahr erfolgten bei den Sachanlagen keine außerplanmäßigen Abschreibungen (i. V. TEUR 4).

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die unfertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 3.401.229,28 (i. V. EUR 3.056.804,73) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. In diesem Jahr haben keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (i. V. EUR 60.234,97.)

In den Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 21.741,18 (i. V. EUR 87.103,19) enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 1.285.930,28 (i. V. EUR 1.072.839,59) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 16.703,49 (i. V. EUR 96.941,28) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden.

3. Flüssige Mittel

Die Position enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten,

4. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Eigene Anteile

Die Gesellschaft hat im laufenden Wirtschaftsjahr 150.000 eigene Aktien veräußert. Am Bilanzstichtag waren somit 24.000 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:

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  Stück Anteil am Grundkapital
EUR
Anteil am Grundkapital
%
Erwerbs-/Verkaufsgrund
Aktienkäufe August 2008 6.004 6.004,00 0,11 spätere Akquisition
Aktienkäufe September 2008 26.160 26.160,00 0,49 spätere Akquisition
Aktienkäufe Oktober 2008 47.595 47.595,00 0,89 spätere Akquisition
Aktienkäufe November 2008 34.441 34.441,00 0,65 spätere Akquisition
Aktienkäufe Dezember 2008 22.269 22.269,00 0,42 spätere Akquisition
Aktienkäufe Januar 2009 15.731 15.731,00 0,29 spätere Akquisition
Aktienkäufe Februar 2009 2.550 2.550,00 0,05 spätere Akquisition
Aktienkäufe Juli 2011 5.970 5.970,00 0,11 spätere Akquisition
Aktienkäufe August 2011 4.080 4.080,00 0,08 spätere Akquisition
Aktienkäufe November 2011 5.500 5.500,00 0,10 spätere Akquisition
Aktienkäufe Dezember 2011 3.700 3.700,00 0,07 spätere Akquisition
Aktienverkäufe Juni 2014 -150.000 -150.000,00 -2,81 Akquisition
  24.000 24.000,00 0,45  

Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 4. März 2010 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt. Die Ermächtigung wurde am 4. März 2010 wirksam und gilt bis zum 3. März 2015.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich durch die Ausgabe eigener Aktien in Höhe des den durchschnittlichen Anschaffungspreis der eigenen Aktien übersteigenden Verkaufspreis um EUR 1.013.700,00 erhöht.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich in Folge der Veräußerung eigener Aktien in Höhe des bei Erwerb der eigenen Aktien mit den Rücklagen verrechneten Betrags aus der Differenz zwischen durchschnittlichem Anschaffungspreis und Nennwert um EUR 148.500,00 erhöht.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Das Eigenkapital entwickelte sich unter Berücksichtigung des Verkaufs der eigenen Aktien wie folgt:

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in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage Bilanzgewinn/Bilanzverlust Eigenkapital
Stand am 30.09.2013 5.161.00,00 5.968.778,15 137.082,79 4.421.277,64 15.688.138,50
Ausschüttung       -1.290.250,00 -1.290.250,00
Jahresüberschuss       1.747.490,72 1.747.490,72
Verkauf eigener Aktien 150.000,00 1.013.700,00 148.500,00   1.312.200,00
Stand am 30.09.2014 5.311.000,00 6.982.478,15 285.582,79 4.878.518,36 17.457.579,30

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 2.761) und ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 102).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2014 setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 3 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 71.222,47 1.064.952,12 2.200.000,00 3.336.174,59
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 969.790,81 0 0 969.790,81
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 521.881,82 0 0 521.881,82
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.236.947,29 0 0 1.236.947,29
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 77,47 0 0 77,47
Sonstige Verbindlichkeiten 311.371,34 281.738,97 0 593.110,31
  3.111.291,20 1.346.691,09 2.200.000,00 6.657.982,29

Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2013 setzen sich wie folgt zusammen:

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in TEUR l Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 110.329,81 86.174,59 0 196.504,40
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 811.108,41 0 0 811.108,41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.346.343,83 0 0 1.346.343,83
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.343.970,19 400.000,00 0 1.743.970,19
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 195.425,03 0 0 195.425,03
  3.807.177,27 486.174,59 0 4.293.351,86

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 736.947,29 (i. V. 742.447,96) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 77,47 enthalten.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherungsübereignungen an sechs Fahrzeugen (Valuta zum 30. September 2014 EUR 71.956,42) sowie Pfandrechte an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen (Valuta zum 30. September 2014 EUR 3.264.218,17). Ferner sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 400.000,00 durch Grundpfandrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 500.000,00 durch eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer Sicherungsübereignung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögensgegenstände gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.09.2014
EUR
30.09.2013
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 152.082,03 155.256,90
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 28.522,28 27.078,09
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 412.506,00 13.090,04
  593.110,31 195.425,03

7. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,725 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

II. Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:

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  TEUR %
Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen 8.374 33
Softwaresysteme 16.695 67
  25.069 100

Dabei werden 6,7 % der Umsätze im Inland (TEUR 1.668), 26,0 % im europäischen Ausland (TEUR 6.514) und 67,3 % im übrigen Ausland (TEUR 16.887) erzielt.

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 407 ausgewiesen. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 134 ausgewiesen. Hierbei handelt sich im Wesentlichen um Forderungsverluste und um zurückerstattete Fördermittel aus dem Vorjahr.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 3.044,04 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 5.581,40 enthalten.

3. Verbundene Unternehmen

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 56.790,88 (i. V. EUR 25.129,64) von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 587,27 (i. V. EUR 234,97) sowie die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen mit EUR 7.802,63 (i. V. EUR 1.688,88) verbundene Unternehmen.

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit EUR 1.174.79 6,64 (i. V. EUR 700.000,00) verbundene Unternehmen.

4. Kursgewinne

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 8.612,27 (i. V. EUR 5.871,70) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 9.891,54 (i. V. EUR 54.047,53).

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 8.457,88 (i. V. EUR 0,00), Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

C. SONSTIGE ANGABEN

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

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Name Beteiligungsquote
%
Währung Eigenkapital Jahresergebnis
LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada 100,0 TCAD 726 500
Vision2Comm GmbH, Lichtenau 100,0 TEUR 37 -2
LS telcom SAS, Vélizy/Frankreich 100,0 TEUR 2.025 183
LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika 51,0 TZAR 13.638 1.448
NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China 40,0 TRMB 4.856 43
Colibrex GmbH, Lichtenau 100,0 TEUR -375 -311
LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA 100,0 TUSD -1.768 -765
LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49,0 TAED 56.179 -1.494
LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich 100,00 TGBP -289 -265
RadioSoft Inc., Toccoa, Georgia/USA 100,00 TUSD -162 -162

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 166.

3. Außerbilanzielle Geschäfte

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 706.522,82 (i. V. EUR 739.361,30) aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber einer Immobiliengesellschaft für Mietverpflichtungen eines verbundenen Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen aus den Mietverträgen nicht nachkommen wird.

Für Verbindlichkeiten eines Tochterunternehmens wurde eine Patronats- und Garantieerklärung über TEUR 74 abgegeben.

Immobilien-Mietvertrag

Mit einer Leasinggesellschaft wurde ein unkündbarer Immobilien-Mietvertrag über ein Verwaltungsgebäude abgeschlossen. Das Mietverhältnis läuft seit dem 1. Januar 2006 und die Gesamtmietzeit beträgt 25 Jahre. Für die LS telcom AG besteht jeweils nach zehn und nach 15 Jahren eine Option zum Erwerb der Anteile an der Leasingobjektgesellschaft. Zu diesem Zweck baut die Gesellschaft ab dem Jahr 2008 ein Mieterdarlehen auf, das sich bis zum Jahr 2020 schrittweise auf EUR 2,6 Mio. erhöht. Ab dem Zeitpunkt soll das Mieterdarlehen bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 auf einen Betrag von EUR 1,3 Mio. zurückgeführt werden.

Finanzielle Verpflichtungen aus dem oben genannten Geschäft:

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Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
Fällig 01.10.2014 - 30.09.2015 497
Fällig 01.10.2015 - 30.09.2019 1.997
Fällig ab 01.10.2019* 1.226
Gesamt 3.720

* nicht berücksichtigt ist die Rückzahlung des Mieterdarlehens nach Ablauf der Gesamtmietzeit.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
Fällig 01.10.2014 - 30.09.2015 19
Fällig 01.10.2015 - 30.09.2019 0
Fällig ab 01.10.2019 0
Gesamt 19

Zum Bilanzstichtag besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 199 zum Erwerb von Umlaufvermögen.

5. Organe der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Winfried Holtermüller

(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)

Prof. Dr. Werner Wiesbeck

(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)

Dipl.-Finw. Karl Hensinger

(Finanzwirt), Laupheim

Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.

Dem Vorstand gehören an die Herren:

Dr. Manfred Lebherz

(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne

(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz

(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.233 (i. V. TEUR 1.725) erfasst. Davon betreffen TEUR 797 (i. V. TEUR 793) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 436 (i. V. TEUR 932) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 256 (i. V. TEUR 503) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis vier Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuelle Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge in Höhe von TEUR 61 (i. V. TEUR 57).

Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.

6. Honorar des Abschlussprüfers (ohne Umsatzsteuer)

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  TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 94
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 7
Sonstige Leistungen 20
Gesamthonorar 121

7. Konzern-Abschluss

Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

8. Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

a) Mitteilung vom 19. September 2007

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11.07.2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5.07.2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt."

b) Mitteilung vom 3. November 2010

"Herr Günter Weispfenning, Frankfurt/Main, hat uns mit Schreiben vom 03.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 29.10.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,18 % (Anzahl der Stimmrechte: 169.732 Stimmrechte) betragen hat."

c) Mitteilung vom 16. November 2010

"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 09.11.2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat."

d) Mitteilung vom 22. Mai 2012

"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."

e) Mitteilung vom 22. Mai 2012

"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."

f) Korrekturmitteilung vom 16. Juli 2012

"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,43 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."

g) Korrekturmitteilung vom 16. Juli 2012

"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,47 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."

h) Mitteilung vom 31. Mai 2013

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 28.05.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 24.05.2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 4,99 % (Anzahl Stimmrechte: 266.404) beträgt."

i) Mitteilung vom 9. Oktober 2013

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 08.10.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG für den Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 04.10.2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,94 % (156.637 Stimmrechte) beträgt."

9. Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG

Mitteilung vom 13. Juni 2014

"Die LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,45 % (das entspricht 24.000 Stimmrechten) betragen hat."

10. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 16. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

D. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 4.878.518,36 einen Betrag von EUR 0,10 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

20. November 2014

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz

Dr. Georg Schöne

Dipl.-Ing. Roland Götz

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Marktumfeld und Absatzentwicklung

Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2013/2014 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Dieser bereits im Vorjahr akquirierte Auftragsbestand sowie zusätzliche Neuaufträge sorgten dafür, dass das Umsatzniveau des Vorjahres wieder erreicht wurde. Zeitliche Verzögerungen bei der Vergabe neuer Projekte und die Abarbeitung des Auftragsbestands führten zu einem weiteren Rückgang des Auftragsbestands. Das für uns relevante Marktumfeld bietet jedoch nach wie vor gute Perspektiven für das kommende Geschäftsjahr.

Plangemäß konnte bei der Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns zwar der Umsatz und das Jahresergebnis gesteigert werden, das Betriebsergebnis fiel jedoch gegenüber dem Vorjahr zurück.

Der Jahresüberschuss liegt mit EUR 1,75 Mio. um ca. 19 % über dem Vorjahresergebnis von EUR 1,47 Mio. Das Betriebsergebnis zeigt einen Rückgang um ca. 28 % von TEUR 975 auf TEUR 703.

Zwar konnte der Umsatz um ca. 2 % gegenüber dem Vorjahr geringfügig gesteigert werden. Dieser geringe Zuwachs wird jedoch über die negativen Bestandsveränderungen mehr als nur egalisiert. Das rückläufige Betriebsergebnis resultiert auch aus der Tatsache, dass wesentliche Projekte von ausländischen Töchtern abgewickelt wurden und dabei von der LS telcom AG als Unterauftragnehmer lediglich gewisse Anteile übernommen wurden. Zudem schlägt sich insbesondere der 12 %-ige Anstieg im Personalaufwand im Ergebnis nieder.

In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr zwar erfolgreich in den von ihr bereits erschlossenen Regionen behaupten, allerdings keine neuen Marktanteile dazu gewinnen. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Dem Unternehmen gelang es, seine Marktposition und das Geschäft mit bestehenden Kunden weiter zu festigen.

Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden weiter gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung erweitert. Das hardwarebezogene Geschäft konnte im Geschäftsjahr um 16 % gesteigert werden, dem gegenüber steht jedoch ein Rückgang des reinen Beratungsgeschäfts um 17 %, so dass der Segmentumsatz nur sehr geringfügig über dem des Vorjahres liegt. Zum Segmentumsatz trugen im Wesentlichen Funkmesssysteme in Afrika und der Golfregion sowie Beratungsprojekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Fernseh-, Sicherheits- und Betriebsfunknetzen bei.

Die LS telcom AG weist im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von rund 2 % und Umsatzerlöse von EUR 25,07 Mio. (i. V. EUR 24,55 Mio.) aus.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (TEUR -642) sowie der aktivierten Eigenleistungen (TEUR 145) und sonstigen betrieblichen Erträge (EUR 1,44 Mio.) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 26,01 Mio., die ca. 3 % über der des Vorjahres (EUR 25,30 Mio.) liegt.

Der Auftragseingang von Kunden außerhalb der Firmengruppe in Höhe von EUR 16,9 Mio. (i. V. EUR 16,3 Mio.) lag 2013/2014 für die LS telcom AG nur knapp über dem Vorjahreswert. Durch die guten Auftragsbestände und -eingänge bei verschiedenen Tochtergesellschaften konnte und kann die LS telcom AG über diese direkt akquirierten Aufträge hinaus von konzerninternen Unterbeauftragungen profitieren. Mehrere laufende Verhandlungen mit hoher Auftragswahrscheinlichkeit mündeten aufgrund unerwarteter zeitlicher Verzögerungen leider nicht mehr innerhalb des Geschäftsjahres in Projektaufträgen. Wir sind diesbezüglich jedoch zuversichtlich, diese im neuen Geschäftsjahr für das Unternehmen sichern zu können. Auch wirken sich aktuell die komplexe politische Lage im Mittleren Osten sowie die Spannungen mit Russland negativ aus.

Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:

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in TEUR Umsatz GJ 2013/2014 Umsatz GJ 2012/2013 Veränderung EBIT GJ 2013/2014 EBIT GJ 2012/2013
Softwaresysteme 16.695 16.305 2 % 936 998
Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen 8.374 8.247 2 % -233 -23
Insgesamt 25.069 24.552 2 % 703 975

Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:

Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des typischen Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.

Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen. Die Geschäfte dieser beiden Teilsegmente

gehen üblicherweise mit höherem Materialeinsatz bzw. einem höheren Anteil an bezogenen Fremdleistungen einher.

"Hardwarenahe Systeme" enthält Projektgeschäft aus der Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen sowie aus dem Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.

Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt und nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind.

Wie im vergangenen Jahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" deutlich über dem des Segments "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen". Mit weiterhin dominantem Anteil wurden 67 % (i. V. 66 %) der gesamten Umsatzerlöse durch "Softwaresysteme" erwirtschaftet.

Die LS telcom AG hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Mobil- und Rundfunkbetreibern als auch bei öffentlichen Auftraggebern und in der Großindustrie bei Betreibern von Betriebsfunknetzen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Darauf aufbauend konnte sich das Unternehmen im Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung neuer Digitalfunknetze auch international weiter behaupten.

In dem noch jungen Geschäftsbereich mit Hardware-Systemlösungen wurde die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben und Projekte in mehreren Ländern umgesetzt. Dabei gelang diesem Unternehmensbereich eine Umsatzsteigerung um 16 %. Die Profitabilität in diesem Bereich war aufgrund sehr hoher Entwicklungsaufwendungen in neue Produkte i. H. EUR 1,8 Mio. nicht gegeben.

Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regional verteilten sich diese Projekte auf Kunden in Nordamerika, Asien und dem Mittleren Osten.

Jeder dieser in den beiden Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.

Der Geschäftsverlauf im Segment "Softwaresysteme" wurde ebenso wie im Vorjahr stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt.

Im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wurde in etwa derselbe Umsatz erzielt wie im Vorjahr. Das negative Ergebnis resultiert hier aus hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Produkte im hardwarebezogenen Geschäft sowie weiteren Aufwendungen zur Markterschließung für dieses Teilsegment, das mit einer vergleichsweise geringen Marge verbunden ist.

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 93 % (i. V. 92 %) geringfügig über dem des Vorjahres. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 26 % und in den restlichen Regionen bei 67 % (darunter der Mittlere Osten mit 30 %, Asien/Pazifik mit 11 % und Nordamerika mit 26 %).

2. Unternehmenssituation

Softwaresysteme

Im Geschäftsjahr 2013/2014 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment zwar eine gute Nachfrage, jedoch deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden mehrere erwartete größere Projekte verschoben. Dennoch weist das Segment mit einem Anstieg um 2 % gegenüber dem Vorjahr ein - wenn auch geringes Umsatzwachstum - aus. Aufgrund der hohen Auslastung war das Unternehmen gezwungen, in diesem Segment weiterhin in erheblichem Umfang auf externe Berater zurückzugreifen. Dies führt wie im Vorjahr zu einer ähnlich geringen Marge und einem Beitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 936 (i. V. TEUR 998).

Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.

Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen

Das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2012/2013 wurde in diesem Segment ebenfalls um 2 % übertroffen. Während der Dienstleistungsbereich noch im Vorjahr vor allem von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft profitieren konnte, waren im Geschäftsjahr auch zahlreiche Projekte mit Neukunden umsatzbestimmend. Einige dieser Beratungsprojekte werden auch im neuen Geschäftsjahr wesentliche Umsatzanteile beisteuern und für eine ordentliche Grundauslastung sorgen.

Die im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 8,37 Mio. (i. V. EUR 8,25 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 36 % Dienstleistungen und 64 % Umsätzen aus hardwarenahen Systemen.

Hardwarenahe Systeme

Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem früheren Kerngeschäft (Spektrum-Management Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.

Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.

Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial für weiteres Wachstum im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.

Dienstleistungen

Die LS telcom AG erbringt in dem Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.

Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld der Planung und des Aufbaus von professionellen Mobilfunknetzen, dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger, Transport- und Industrieunternehmen, sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Planungs- und Beratungsbereich.

Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.

Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.

3. Niederlassungen und ausländische Gesellschaften

Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2013/2014 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Daneben betreibt das Unternehmen ein Repräsentationsbüro in Maskat/Oman. Von dort aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung,

Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2014 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Velizy/ Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/ USA, bei der RadioSoft Inc., Toccoa, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Lichtenau, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC., Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.

Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada, Lateinamerika sowie ausgewählte Länder in Asien und Afrika.

Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).

Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.

Die Vision2Comm GmbH war während des Geschäftsjahres nicht in Beratungsprojekten operativ tätig.

Die Colibrex GmbH mit Sitz in Lichtenau entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.

Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland, USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.

Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Toccoa, Georgia, USA, wurde gegründet, um zunächst den Dienstleistungsbetrieb des von Peter Moncure übernommenen Geschäfts fortzuführen. RadioSoft erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden auf Bundes-, Staaten- und regionaler Ebene sowie alle großen Rundfunknetzbetreiber der USA und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe. RadioSoft bedient mit seinem Produktportfolio in den USA mehrere Tausend Nutzer. Auf der Basis dieser hohen Kundenzahl und der erwarteten Synergien aufgrund des mit LS telcom weitgehend komplementären Produktportfolios erwarten wir uns einen schnelleren Markteintritt in den USA.

Die LS telcom UK Ltd. in London wird sich insbesondere des Markts im Vereinigten Königreich annehmen und dort sämtliche Produkte und Dienstleistungen der LS telcom AG vertreiben. Aus der stärkeren Nähe zu strategisch wichtigen Kunden erwarten wir zunehmendes Geschäft.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 hat die LS telcom AG ihre Beteiligung an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai von bisher 24 % auf 49 % aufgestockt. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über diese Beteiligung das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman soll zeitnah auch in diese Einheit integriert werden.

An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert.

Die NG Networks Co., Ltd. und die LST Middle East FZ-LLC werden im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.

Die wirtschaftliche Entwicklung der älteren ausländischen Tochtergesellschaften sowie auch der RadioSoft Inc. ist zufriedenstellend und entspricht weitgehend den Erwartungen. Die südafrikanische Tochtergesellschaft musste überraschend bei einem großen Bestandskunden deutlich geringere Auftragseingänge verkraften, wovon auch Wettbewerber stark betroffen waren. Umsatzseitig konnten diese Auftragseinbrüche zwar kompensiert werden, allerdings mit deutlich niedrigeren Margen, so dass das Ergebnis spürbar belastet wurde. Vor diesem Hintergrund sehen wir es aber als Erfolg an, dass diese Tochtergesellschaft zumindest noch mit einem leicht positiven Ergebnis abschließen konnte. Die jüngeren Töchter Colibrex GmbH, LS telcom Ltd. UK und LS telcom Inc. liegen hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wobei von diesen Gesellschaften im Verlauf des Geschäftsjahres jeweils gute Fortschritte in der Markterschließung und in der Entwicklung spezifischer Produkte für ihre jeweiligen Teilmärkte erzielt wurden. Wir rechnen deshalb für das neue Jahr mit deutlich besserem Vertriebserfolg und Umsatzbeiträgen aus diesen Tochterunternehmen.

4. Mitarbeiter

Die Zahl der vollzeitäquivalenten Mitarbeiter in der LS telcom AG erhöhte sich während des Geschäftsjahres von 139 auf 162.

Zum 30. September 2014 waren im Unternehmen (ohne Vorstand) insgesamt 166 (i. V. 160) Mitarbeiter beschäftigt.

5. Produktentwicklung

Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme und in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2013/2014 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt.

Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.

6. Forschung und Entwicklung

Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 5,5 Mio. (i. V. EUR 4,4 Mio.) als Aufwand erfasst.

7. Die LS telcom AG an der Börse

Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Ausgehend von einem Kurs bei EUR 11,25 sank der Wert der LS telcom-Aktie ab Mitte Mai 2014 unter einen Wert von EUR 9,00. Zum Geschäftsjahresende am 30.09.2014 schloss der Handel bei einem Wert von EUR 7,85. Bedingt durch einen stark volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 11,60 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 7,55.

Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2014 auf EUR 41.879.750, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 60.018.750 belief, was einen Kursverlust von etwa 30 % bedeutet. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum um 15,9 % an Wert.

Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 7.181 LS telcom-Aktien (i. V. 7.145) im Gegenwert von EUR 70.624 (i. V. EUR 62.940) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Zunahme des Handelsvolumens um 12,2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.

8. Erklärung zur Unternehmensführung - Unternehmensstrategie, Steuerung des Unternehmens und Unternehmensziele

Unternehmensstrategie

Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenz-Spektrums weiter auszubauen.

Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:

Kundenzufriedenheit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:

Unsere Produkte und Dienstleistungen sollen dem Kunden durch einfache und geniale Lösungen den größtmöglichen Nutzen bieten.

Mitarbeiter sollen direkt vom Erfolg und Wachstum der Firma profitieren.

Wir wollen mit unseren Produkten und Projekten Gewinn erzielen, der es uns ermöglicht Wachstum zu gewährleisten, jedoch die Selbstbestimmung zu erhalten.

Anspruchsvolle Qualitätsvorgaben, eine angemessene Überwachung aller qualitätsbeeinflussenden Faktoren sowie laufende Optimierung der Geschäftsprozesse sollen auch zukünftig das hohe Niveau unserer Dienstleistungen und Produkte gewährleisten.

Steigerung der Profitabilität

Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.

Konzentration auf Kernkompetenzen und Diversifikation von Kundengruppen

Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.

Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter Wiederverwendung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).

Technologie- und Marktführerschaft

Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In der sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend.

LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.

Die komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.

Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die internationale Wachstumsstrategie beschleunigen und die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.

Steuerung des Unternehmens

Das Steuerungssystem der LS telcom AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Parameter werden vom Management als die wesentlichen internen Steuerungsparameter verwendet:

Umsatzerlöse: Die Umsatzentwicklung dient als Maß für das Wachstumspotential der Gesellschaft. Die kurzfristige Umsatzentwicklung ist stark vom zeitlichen Verlauf von Großprojekten abhängig.

Auftragsbestand: Dieser Leistungsindikator ist der wesentliche Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet.

EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen): Diese Kennzahl misst die Qualität der Umsatzentwicklung und zeigt, wie effizient das operative Geschäft gesteuert wird.

Die Steuerungsgrößen werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht. Die Entwicklung des Auftragsbestands wird laufend verfolgt.

Unternehmensziele

Finanzielle Ziele

Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.

Nicht-finanzielle Ziele

Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Unternehmens:

Kundenzufriedenheit

Qualität der Produkte

Qualifiziertes und motiviertes Personal

Für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Die Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.

Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen.

Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen - welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt - und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.

Bisher erfolgten noch keine quantitativen Messungen dieser nicht-finanziellen Erfolgsfaktoren auf Unternehmens- und Konzern-Ebene. Es ist allerdings geplant, für diese Faktoren entsprechende "Key Performance Indicators" zu definieren und anschließend Messverfahren einzurichten. Zudem muss noch eine repräsentative Datenbasis geschaffen werden, um angemessene Aussagen ableiten zu können. Wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, sollen auch entsprechende Ziele in quantitativer Form gesetzt werden, die dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert werden können.

B. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2013/2014 konnte die LS telcom AG ihr Ziel einer sehr moderaten Steigerung von Umsatz und Ergebnis lediglich auf der Ebene des Mutterunternehmens, nicht jedoch im Konzern, erfüllen. Bezogen auf das EBIT konnte das Ziel nicht ganz erreicht werden, da die höheren Belastungen aus den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (+ EUR 1,1 Mio.) nur teilweise durch neu geregelte Umlagen an die Tochtergesellschaften (+ EUR 0,7 Mio.) kompensiert werden konnten.

Die aus den Vertriebserfolgen der Vorjahre resultierende Ballung an Aufträgen war in weiten Bereichen auch bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014. Die Herausforderung, diesen Erfolg auch vertragsgemäß zu bewältigen und die hohen Kundenerwartungen nicht zu enttäuschen, ließ trotz des im Vorjahr erfolgten Personalaufbaus nicht zu, externe Ressourcen verstärkt abzulösen, was sich auch in den entsprechenden Aufwandszahlen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung widerspiegelt.

Die Marktlage war während des Geschäftsjahres positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang aufgrund von Projektverschiebungen und Änderungen von politischen und sicherheitsrelevanten Umständen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Aufgrund der gegebenen technischen (neue Funktechnologien wie z. B. "White Space" Nutzung; Aufbau digitaler Fernsehnetze in Asien und Südamerika) und politischen Rahmenbedingungen (Fokus auf die Steigerung der sogenannten "Spektrum Effizienz" und Erstellung entsprechender Datenbank- und Managementsysteme) weltweit ist aus Sicht des Unternehmens auch in naher Zukunft mit einer grundsätzlich positiven Marktstimmung zu rechnen.

Das sehr gute Renommee des Unternehmens, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich, derzeit zeichnet sich jedoch wieder eine stärkere Preissensitivität ab. Das Unternehmen konnte einige strategisch äußerst wertvolle Projekte in unterschiedlichen Teilmärkten (Sicherheitsfunknetze sowie militärische und zivile Frequenzmanagement-Systeme) erfolgreich abschließen bzw. wesentliche Meilensteine davon erreichen, woraus sich künftiges Nachfolgegeschäft mit diesen Kunden sowie aufgrund deren Referenzcharakters auch für die Geschäftsentwicklung in diesen Teilmärkten ergeben sollte.

Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 24,55 Mio.) geringfügig um 2 % auf EUR 25,07 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von EUR 1,44 Mio. (i. V. TEUR 508) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -642 (i. V. TEUR 235) und den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 145 (i. V. TEUR 0) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 3 % höheren Gesamtleistung von EUR 26,01 Mio. (i. V. EUR 25,30 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Weiterberechnung zentraler Dienstleistungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen sowie Währungsgewinne und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen vor allem interne Kosten für Entwicklungsleistungen neuer Hardware-Prototypen für Test- und Demonstrationszwecke.

Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 7,3 Mio. um knapp 8 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 7,91 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und im Wesentlichen von Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Funküberwachungssysteme im Rahmen von Kundenprojekten an. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 1,73 Mio. (i. V. EUR 1,36 Mio.) eingekauft.

Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen aus Kundenprojekten und der gestiegenen Mitarbeiterzahl waren allerdings größere Investitionen zur Aufrüstung der Unternehmens-IT-Infrastruktur erforderlich. Dies zusammen mit den Vorjahresinvestitionen führt zu einer weiteren Zunahme der Abschreibungen, die mit TEUR 788 um 36 % über denen des Vorjahres (i. V. TEUR 579) liegen und damit beinahe das doppelte Niveau des Geschäftsjahres 2011/2012 erreichen.

Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 11,6 % von EUR 11,75 Mio. auf EUR 13,11 Mio. erhöht, was auf die Zunahme des durchschnittlichen Personalstamms um rd. 15 % und Gehaltserhöhungen zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 4,10 Mio. annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (EUR 4,08 Mio.).

Unter dem Strich ergibt sich ein Jahresergebnis von TEUR 1.747 (i. V. TEUR 1.467). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,34 (i. V. EUR 0,28).

Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 8 Kunden (i. V. 7 Kunden) erzielt. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht; die 60 % des Umsatzes verteilen sich 2014 auf 11 unterschiedliche Endkunden.

2. Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanz zum 30. September 2014 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 28,26 Mio. (i. V. EUR 24,40 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 17,46 Mio. (i. V. EUR 15,69 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 61,8 % (i. V. 64,3 %).

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte zeigen seit dem 30. September 2013 einen Rückgang um ca. 3 % von EUR 3,43 Mio. auf EUR 3,34 Mio., was insbesondere durch Abschreibungen bei den immateriellen Vermögenswerte begründet ist. Investiert wurde wie im Vorjahr in Firmenfahrzeuge und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Angesichts der langen Laufzeiten werden die an Tochter- und Beteiligungsunternehmen gewährten Darlehen in der Position Ausleihungen an verbundene Unternehmen bzw. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die gesamten Ausleihungen belaufen sich auf EUR 4,50 Mio. (i. V. TEUR 745) und enthalten zum Bilanzstichtag als größte Positionen die Ausleihungen an RadioSoft Inc. zum Erwerb des Geschäftsbetriebs von der Firmengruppe um Peter Moncure (EUR 2,38 Mio.) sowie die an die LS telcom Inc. zum Aufbau des Geschäfts gewährten Finanzierungshilfen (EUR 1,30 Mio.). Ein Teil des Darlehens an RadioSoft Inc. resultiert aus der Übertragung eigener Aktien der LS telcom AG an den Veräußerer in Höhe des Kurswertes (TEUR 1.312) zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion. Darlehensnehmer waren zum Bilanzstichtag außerdem die Töchter Colibrex GmbH (TEUR 343), die LS telcom Ltd. UK (TEUR 267) sowie die Beteiligung LST Middle East LLC (TEUR 205). Auch in den letztgenannten Fällen handelt es sich um Finanzierungshilfen des Mutterunternehmens, da sich diese Gesellschaften noch in der Aufbauphase befinden. Insgesamt hat das Unternehmen zusätzliche Darlehen in Höhe von TEUR 3.690 im Geschäftsjahr 2013/2014 an Tochter- und Beteiligungsunternehmen ausgereicht.

Unter den in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen ist als größte Position die im Vorjahr gegründete LST Middle East LLC, Dubai, mit einem Beteiligungswert nach Kapitalerhöhung von nun TEUR 305 (i. V. TEUR 197) enthalten.

Vorräte

Der Bestand an unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten ging gegenüber dem Vorjahr um ca. 35 % von EUR 1,9 Mio. auf EUR 1,2 Mio. zurück. Wesentlichen Anteil hieran haben zwei Projekte in Australien und der Golfregion. Der Rückgang ist bedingt durch die Fertigstellung bzw. gestiegene Abrechnungsquote einiger größerer Projekte durch Abarbeitung von bestimmten Projektmeilensteinen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Wert dieser Position (EUR 3,30 Mio.) hat sich gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 3,53 Mio.) um 7 % verringert. Diese Entwicklung geht einher mit der Intensivierung der Geschäfte mit verbundenen Unternehmen und einem entsprechenden Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Steigerung der Verbundforderungen von EUR 3,12 Mio. auf EUR 3,40 Mio. beruht vor allem auf der Erbringung von Subunternehmerleistungen an das kanadische Tochterunternehmen für ein Großprojekt.

Wertpapiere - Eigene Anteile

Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft Geschäfts in den USA wurden u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2014 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 174.000 Stück). Der Kurswert dieser für den Erwerb ausgegebenen eigenen Aktien (TEUR 1.312) wurde den entsprechenden Eigenkapitalpositionen gutgeschrieben.

Der Nennwert der noch verbliebenen eigenen Aktien von EUR 24.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Flüssige Mittel

Zum 30. September 2014 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 6,03 Mio. (i. V. EUR 5,37 Mio.). Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 12 % höheren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.

Im Konzern der LS telcom AG beträgt der Bestand an Bankguthaben insgesamt EUR 7,79 Mio. (i. V. EUR 6,47 Mio.).

Die LS telcom AG hat im Berichtsjahr ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen, das in Höhe von EUR 3,25 Mio. während des Geschäftsjahres abgerufen wurde. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren, ist zwei Jahre tilgungsfrei und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %.

Sonstige Rückstellungen

Nach dem erheblichen Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 47 % auf EUR 3,25 Mio. im Vorjahr, hielten sich diese im Geschäftsjahr auf konstantem Niveau (EUR 3,25 Mio.). Die größten in dieser Bilanzposition enthaltenen Anteile entfallen auf Personalrückstellungen einschließlich der Rückstellungen für variable Vergütungen, insbesondere für langfristige Vergütungskomponenten des Vorstands.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Hinter der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 197 auf EUR 3,34 Mio. steckt die Aufnahme eines zinsgünstigen Förderdarlehens der KfW zur Finanzierung von Investitionen (siehe weitere Details oben in Abschnitt "Flüssige Mittel").

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von EUR 1,35 Mio. auf TEUR 522 lässt sich durch die Fertigstellungen einiger größerer Hardwaresystemprojekte vor dem Bilanzstichtag und das insgesamt gesunkene Einkaufsvolumen an externen Fremdleistungen erklären.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden um 29 % von EUR 1,74 Mio. auf EUR 1,24 Mio. abgebaut. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen, dass sich die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der französischen Tochtergesellschaft gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,5 Mio. reduziert haben.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 398 auf TEUR 593 resultiert weitgehend aus Mietkaufverbindlichkeiten, die zum Stichtag mit TEUR 401 valutieren.

C. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

D. RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

1. Risikomanagement

Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.

Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:

Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken),

die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements,

die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche,

die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie

die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung.

Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.

Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.

Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.

Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.

2. Internes Kontrollsystem (IKS)

Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.

Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.

Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.

Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:

Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert.

Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle.

Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt.

Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein.

Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).

Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.

Rechnungslegungsbezogenes IKS

Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.

Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.

Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.

Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis, mit Ausnahme der LS telcom Inc., USA, für die eine lokale Firma beauftragt wurde, durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.

Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.

3. Bestand des Unternehmens ist gesichert

Die Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise und deren Auswirkungen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sowie auch die Sicherheitslage aufgrund der Ebola Epidemie in Afrika Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weiteres bedeutendes Einzelrisiko sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Unternehmen begrenzt und handhabbar sind.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

4. Risiken der künftigen Entwicklung

Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.

In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.

Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenhöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:

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Klassifikation Schadenshöhe
Gering < TEUR 25
Mittel TEUR 25 bis TEUR 50
Hoch TEUR 50 bis TEUR 250
Sehr hoch > TEUR 250

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:

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Risiko Qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Gesamtbeurteilung
Schneller technologischer Wandel mittel sehr hoch beobachten
Softwaresicherheit hoch sehr hoch wesentlich
Internationalisierung mittel sehr hoch überwachen
Projektrisiken hoch sehr hoch wesentlich
Netzaufbau mit neuen Funktechnologien mittel hoch überwachen
Preisdruck gering sehr hoch beobachten
Wettbewerb mittel sehr hoch überwachen
Mitarbeiterfluktuation -Personalressourcen mittel sehr hoch überwachen
Risiken durch die globale Finanzmarkt- und Schuldenkrise sehr hoch sehr hoch wesentlich
Finanzwirtschaftliche Risiken      
Preis- und Währungsrisiko mittel hoch überwachen
Ausfallrisiko gering sehr hoch überwachen
Cashflow- und Liquiditätsrisiko gering sehr hoch beobachten
Risiken der eigenen Geldanlage gering hoch beobachten

Die oben dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert.

Schneller technologischer Wandel

Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.

Softwaresicherheit

Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.

Internationalisierung

Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder als für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.

Projektrisiken

Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2014/2015 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch ist oftmals eine Vergütung in US-Dollar oder anderen Fremdwährungen mit Kunden unvermeidlich (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").

Netzaufbau mit neuen Funktechnologien

Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2014/2015 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.

Preisdruck

Der starke Wettbewerb könnte in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.

Wettbewerb

Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.

Mit dem Teilsegment Hardwarenahe Systeme positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung der LS telcom nachteilig beeinflussen.

Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen

Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.

Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen, ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.

Risiken durch globale Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise und Abkühlung der Wirtschaft

Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Unternehmens zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch nur in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten jedoch Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten

des Unternehmens kommt den Devisenkursschwankungen von US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.

a) Preis- und Währungsrisiko

Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

b) Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.

c) Liquiditätsrisiken

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

d) Risiken der eigenen Geldanlage

Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.

5. Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Der Vorstand ist zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für das Unternehmen relevanten Teilmärkten anhalten wird und aufgrund der erfolgreichen Durchführung von Pilotprojekten mit neuen Produkten auf längere Frist gesehen wieder von wachsendem Geschäft ausgegangen werden kann. Auch die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in neue Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, dürften sich auszahlen, wenngleich hierfür ein längerer Atem und höherer Aufwand benötigt wird, als ursprünglich erwartet.

Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung der LS telcom AG treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu.

Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom sehr gut national und international. Der Vorstand rechnet auch für 2014/2015 mit guten neuen Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von ähnlicher digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Großunternehmen. Wachstum dürfte sich im Dienstleistungsbereich insbesondere aus dem Bereich der speziellen Objektplanung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.) generieren lassen, wo LS telcom in den vergangenen Jahren eine Vielzahl Projekte als Vorreiter in Deutschland geplant hat und derzeit mit realisieren hilft.

Auch die Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks bietet für das Unternehmen speziell in Asien, im Mittleren Osten und Afrika weiterhin aussichtsreiche Geschäftschancen für die Geschäftssegmente Dienstleistungen und Hardwarenahe Systeme.

Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, sieht der Vorstand ebenfalls gute Ansatzpunkte zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hierzu hat LS telcom in einer Reihe von Ländern hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing der dortigen Regulierungsbehörden implementiert.

Einige größere mehrjährige Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen werden das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2014/2015 beschäftigen. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.

Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich das Unternehmen Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Die Vorstellung der neuen Produkte im Rahmen der letzten "LS Summit" Hausmessen stieß auf sehr positive Resonanz bei Neu- und Bestandskunden und mündete bereits in mehrere Pilot- und Testprojekte, nach deren Abschluss mit Nachfolgegeschäft gerechnet wird. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich etablieren zu können.

Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand, einschließlich konzerninternen Unterbeauftragungen i. H. von ca. EUR 3,9 Mio., beträgt EUR 26,3 Mio. (i. V. EUR 26,9 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 18,1 Mio. (i. V. EUR 19,5 Mio.) erzielen.

Angesichts der immer noch guten Auftragslage sowie der durch die Digitalisierung von Sicherheits- bzw. Betriebsfunknetzen und die Modernisierungsbestrebungen von zivilen und militärischen Frequenzverwaltungen weiterhin gegebenen Marktdynamik, sieht der Vorstand die mittelfristige Geschäftsentwicklung positiv.

Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft wieder zu steigern, ohne hierbei jedoch die bestehenden Geschäftschancen zu riskieren. Ein Ansatz dafür wird sein, Aufwendungen für extern bezogene Leistungen zu reduzieren und diese stattdessen durch die in der Vergangenheit geschaffenen zusätzlichen fachlichen Personalkapazitäten und die effizientere Nutzung der bestehenden Personalressourcen zu erbringen. Die Gesellschaft versucht zudem einerseits durch moderne IT-Möglichkeiten und eine weitere Konsolidierung der Produktvielfalt, die verfügbaren Personalressourcen noch effizienter zu nutzen, andererseits neue Geschäftszweige in verwandten Marktbereichen durch das Eingehen neuer Partnerschaften und den Aufbau entsprechender eigener Ressourcen zu erschließen.

Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom AG, des immer noch guten Polsters an Auftragsbestand sowie erwarteter Projektzuteilungen, hält es der Vorstand für realistisch, im neuen Geschäftsjahr den Umsatz in geringem Umfang steigern zu können. Das Betriebsergebnis (EBIT) bei der LS telcom AG wird damit im kommenden Geschäftsjahr voraussichtlich geringer ausfallen, in der Annahme, dass die sonstigen betrieblichen Erträge gegenüber dem aktuellen Wert deutlich sinken dürften, bei ansonsten ähnlichen Aufwandspositionen. Auf Konzern-Ebene geht das Management allerdings von einer insgesamt höheren Profitabilität aus.

E. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 289 ABS. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital betrug zum 30. September 2014 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR pro Aktie und voll einbezahlt.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.

3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30.09.2014 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:

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Beteiligte Person oder Gesellschaft Anzahl an Stimmrechten Anteil an Stimmrechten Zeitraum der Beteiligung
Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 28,83 % Bis heute
Dr. Georg Schöne 1.614.445 30,26 % Bis heute

4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.

Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.

7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ausgabe von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2014 EUR 2.667.500,00.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;

bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:

a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a AktG ff. zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.

b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:

zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;

zur Einziehung der Aktien;

um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.

d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.

Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:

zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;

um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.

In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.

e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

f) Die Ermächtigungen gemäß vorstehenden lit. d) und e) können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.

g) Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.

8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.

9. Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

F. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYTEMS GEMÄSS § 289 ABS. 2 NR. 5 HGB

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2014) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung,

1. Aufsichtsrat und Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:

Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart

Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern

Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim

Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013/2014 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 60.650,62 (i. V. TEUR 57).

Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:

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• Dr. Winfried Holtermüller EUR 23.167,40
• Prof. Dr. Werner Wiesbeck EUR 18.616,46
• Karl Hensinger EUR 18.866,76

Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 15.591,98 (i. V. TEUR 12) vergütet.

Zum 30. September 2014 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.

Vorstandsmitglieder sind:

Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:

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• Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862)
• Dr. Georg Schöne 1.614.445 Stückaktien (i. V. 1.612.454)
• Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148)

Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.

2. Vergütungsbericht

Zuständigkeit. Zielsetzung und Struktur der Vergütung des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.

Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.

Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden diese Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.

Die Vergütung des Vorstands setzte sich in 2013/2014 aus den folgenden Komponenten zusammen:

eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten,

Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen,

eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist.

eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells),

eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist.

Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.

Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.

Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2013/2014

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.233 (i. V. TEUR 1.725) erfasst. Davon betreffen TEUR 797 (i. V. TEUR 793) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 436 (i. V. TEUR 932) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 256 (i. V. TEUR 503) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die im Geschäftsjahr 2013/2014 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:

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Angaben
in EUR
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Erfolgsunabhängige Festvergütung 280.916,79 289.092,75 226.665,87
Erfolgsabhängige Vergütungskomponente 64.400,00 64.400,00 51.500,00
Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung 277.400,00 322.900,00 190.500,00
davon direkt das Geschäftsjahr 2013/2014 betreffend 100.000,00 100.000,00 0,00
davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren 177.400,00 222.900,00 190.500,00
davon bereits als Rückstellung in Vorjahren erfasst 162.400,00 191.100,00 180.800,00
Gesamtvergütung (Aufwand) 460.316,79 485.292,75 287.865,87

Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen im Geschäftsjahr 2013/2014:

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Angaben
in EUR
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Erfolgsunabhängige Festvergütung 255.000,00 265.800,00 204.000,00
Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) 25.916,79 23.292,75 22.665,87
Erfolgsabhängige Vergütungskomponente (bzgl. GJ 2012/2013) 150.000,00 150.000,00 130.000,00
Gesamtvergütung (Auszahlung) 430.916,79 439.092,75 356.665,87

Zusagen zur Altersversorgung

Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.

Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit

Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.

Aktienoptionen

Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.

G. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Informationen für Anleger" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.

H. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

 

Lichtenau, 20. November 2014

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz

Dr. Georg Schöne

Dipl.-Ing. Roland Götz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 21. November 2014

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Wolfgang Berger, Wirtschaftsprüfer

Jörg Müller, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsbeschluss

ISIN: DE 000 575 440 2

WKN: 575440

Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft hat am 5. März 2015 beschlossen, den Bilanzgewinn der LS telcom Aktiengesellschaft aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/2014 in Höhe von EUR 4.878.518,36 wie folgt zu verwenden:

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Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,10 je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/2014 dividendenberechtigter Stückaktie : EUR 531.100,00
Gewinnvortrag: EUR 4.347.418,36

 

Lichtenau, 6. März 2015

Der Vorstand