![]() LS telcom AktiengesellschaftLichtenauKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, das Geschäftsjahr 2015/2016 der LS telcom AG war nicht ganz so erfolgreich wie Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft es sich gewünscht hätten. Wie bereits im Vorjahr, durchzogen zahlreiche ungeplante und nicht vermeidbare Projektverschiebungen das gesamte Geschäftsjahr. Auftragserteilungen verzögerten sich mehrfach aus kundenseitigen, von der Gesellschaft nicht zu vertretenden Gründen. In nicht wenigen Fällen konnte der Preisverfall an den internationalen Rohstoffmärkten und die daraus resultierenden enger gewordenen Finanzspielräume einiger Kunden als Ursache für die Projektverschiebungen ausgemacht werden. Dessen unbeschadet ist auch der Aufsichtsrat zuversichtlich, dass die verschobenen Projekte in absehbarer Zeit nachgeholt werden, denn im Regelfall steht die Kundenseite unter Innovations- und Investitionsdruck und wird auch künftig nicht umhin kommen, auf die weltweit technologisch führenden Produkte von LS telcom zurückzugreifen. Da die vom Aufsichtsrat mit verantwortete Liquiditätssteuerung im Konzern so ausgerichtet ist, dass auch längere Phasen der Kundenzurückhaltung überbrückt werden können, sehen wir unseren Konzern auch für die Zukunft gut gerüstet. Das Unternehmen wird auch weiterhin mit Gewinn arbeiten, dividendenfähig bleiben und die technologische Weltmarktführung erfolgreich behaupten. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat den Vorstand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 intensiv unterstützt. Die technologische Weltmarktführung und die unangefochtene herausragende Qualität der Produkte und Systeme der LS telcom AG im Zusammenwirken mit dem Erfahrungsschatz und dem Können der Mitarbeiter haben auch im zurückliegenden Geschäftsjahr für eine stabile Ertragslage des LS telcom Konzerns gesorgt. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben intensiv wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten der in der jüngeren Vergangenheit neu gegründeten Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern sowie die Akquisition und Abwicklung weiterer zukunftsweisender Projekte. An der mit der Weiterentwicklung der Konzern-Strukturen verbundenen Aufgabe einer immer komplexeren Konzern-Steuerung und der damit verbundenen Mechanismen des Risk-Management und des Risk-Controlling auf Konzern-Ebene hat auch der Aufsichtsrat entscheidend mitgewirkt. Er hat auch die Entwicklung der Konzern-Strategie mitgeprägt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung umfassend beraten und unterstützt. In seinen Sitzungen vom 27.11.2015, 19.02.2016, 27.05.2016, 24.06.2016, 12.08.2016, sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 30.11.2016 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahrs durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Tragweite und Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht. Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht. Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Überprüfung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen. Die Funktionstüchtigkeit und Effizienz des Risikofrühwarn-Systems des LS telcom Konzerns wurde vom Aufsichtsrat auch als einer der Prüfungsschwerpunkte während der zurückliegenden Abschlussprüfung und Konzern-Abschlussprüfung 2015/2016 vorgegeben. Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risikocontrolling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf ausreichende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 30.11.2016 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt, den Konzern-Abschluss gebilligt und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt. Die Unternehmensplanung 2016/2017 sowie die Mittelfristplanung bis 2019 wurden vom Aufsichtsrat durch Beschlussfassung im Umlaufverfahren am 02./03.11.2016 verabschiedet. Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat nach Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen schnell, kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2016, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über jegliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss, den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten. Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben. Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.
Stuttgart/Lichtenau, den 5. Dezember 2016 Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats der LS telcom AG LageberichtI. GRUNDLAGEN DES KONZERNSA. GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNSDie LS telcom AG ist die Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns und steuert dessen operatives Geschäft. Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2016 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, und bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, in denen die LS telcom AG als Alleingesellschafterin jeweils 100 % der Anteile hält. Daneben bestehen Beteiligungen bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, mit 51 %, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, mit 49 % sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China, mit 40 %. Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 zudem eine Niederlassung in Budapest. LS telcom ist weltweit einer der führenden Systemhersteller und Dienstleistungspartner im Bereich der Planung und des Managements von Funknetzen. LS telcom deckt mit ihrem Produktportfolio aus Beratungsdienstleistungen sowie integrierten Soft- und Hardwaresystemen die gesamte Wertschöpfungskette in der Nutzbarmachung des Funkspektrums ab und positioniert sich so als "One-Stop-Shop"-Anbieter. Die optimale Nutzung der begrenzten, natürlichen Funkfrequenz-Ressource, die Planung von Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die Minimierung von Interferenzen sowie die weitere Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische Aufgabenfelder, in denen das Produktspektrum von LS telcom zum Einsatz kommt. Mit ihrem Software, Hardware und Dienstleistungen umfassenden Produktportfolio befindet sich LS telcom in einem ausgesprochenen Wachstumsmarkt. Rundfunk und Mobilfunk, Flugüberwachung, Polizei- und Taxifunk, analoges und digitales Radio und Fernsehen, Richtfunk, Satellitenverbindungen und die funkbasierte Steuerung von Maschinen und Anlagen im sogenannten "Internet of Things", alle diese Dienste nutzen Funkfrequenzen für die drahtlose Übertragung von Sprache oder Daten. Weltweit - in Industrie- ebenso wie in Entwicklungsländern - führt der beständig steigende Bedarf an Sprach- und Datenkommunikation, die daraus resultierende Einführung stets neuer leistungsfähigerer Funktechnologien (z. B. GSM -> UMTS -> LTE -> 5G) und der damit einhergehende Netzausbau zu einer Verknappung des freien Funkfrequenzspektrums. Die effiziente Planung und Verwaltung dieser begrenzten Ressource wird deshalb immer wichtiger. Um das vorhandene, endliche Frequenzspektrum so nachhaltig und für ihre Belange so förderlich wie möglich ausschöpfen zu können, benötigen Regulierungsbehörden, Funknetzbetreiber und die Nutzer des Funkspektrums nicht nur spezielle Software- und Dienstleistungsangebote zur Planung und zum Management der Funknetze, sondern auch entsprechende Messsysteme zur Kontrolle und Optimierung der Spektrumnutzung. Auch die Nutzung des Frequenzspektrums durch intelligente Geräte, wie beispielsweise die sogenannten "White Space Devices" und "Cognitive Radios", die sich selbst aus einer zentralen Datenbank und mit Hilfe eigener Messungen immer die für sie geeignetsten Funkfrequenzen herauspicken, bedarf entsprechend unterstützender, leistungsfähiger Infrastruktur und Datenbankdiensten im Hintergrund. Das standardisierte Produktportfolio der LS telcom kann für nahezu jede Funklösung und in allen Funknetzen weltweit eingesetzt werden. Die Palette reicht von Mobil-, Richt- und Flugfunknetzen bis hin zu Daten-, Sicherheits-, TV- und Hörfunknetzen und deckt insbesondere auch die speziellen Anforderungen von regionalen und nationalen Regulierungsbehörden umfassend ab. B. LEITUNG UND KONTROLLEDie LS telcom AG hat ihren Sitz in Lichtenau (Baden) und unterliegt als deutsche Gesellschaft dem deutschen Aktienrecht. Der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung sind die Organe der Gesellschaft. Die LS telcom AG hat ein duales Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat - Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle sind dementsprechend streng voneinander getrennt. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung mit dem Ziel einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Parteien. Der Vorstand besteht zur Zeit aus drei Vorständen. Jedes Mitglied ist für seinen Aufgabenbereich gemäß der Geschäftsordnung des Vorstands verantwortlich. Der Gesamtvorstand hat jedoch eine gemeinschaftliche Verantwortung für die Geschäftsleitung des Konzerns. Im Rahmen dieser Gesamtverantwortung arbeiten die drei Vorstände in ihrem jeweils zugewiesenen Aufgabenbereich kollegial und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Der Vorstand ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens zuständig und stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat der LS telcom AG regelmäßig über die gesetzlichen Berichterstattungspflichten hinaus über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und Konzerns. Er übt keine Geschäftsführungsfunktion aus, der Vorstand darf jedoch bestimmte Geschäfte und Maßnahmen nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats ausführen. Dem Aufsichtsrat der LS telcom AG gehören derzeit drei Mitglieder an, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat tritt mindestens einmal pro Kalenderquartal zusammen. C. Markt und Wettbewerb1. KundenDie Dienstleistungen und Systemlösungen (bestehend aus Software und Hardware) werden von LS telcom für die gesamte Bandbreite der Unternehmen und Organisationen konzipiert, die im Bereich der drahtlosen Telekommunikation tätig sind. Das sind einerseits nationale und regionale Regulierungsbehörden, die Funklizenzen zuteilen und kontrollieren, andererseits Netzbetreiber, die als Lizenznehmer Funkfrequenzen benötigen, um Telekommunikationsdienstleistungen anbieten zu können oder Behörden, Institutionen und Firmen, die als professionelle Anwender in ihrem Kerngeschäft Produktivitätssteigerungen oder sonstige Vorteile durch die Verwendung moderner Funksysteme erzielen können. LS telcom ist weltweit aktiv, wobei aktuelle Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit in Europa, in der Golfregion, in Südostasien und Australien, in Nordamerika und im südlichen Afrika liegen. Überall legen die Kunden neben einer sorgfältigen Implementierung der von ihnen gewünschten Lösung auch großen Wert auf weitergehende Unterstützung, Wartung, Softwarepflege und Anpassung der Produkte an neue technische Entwicklungen. LS telcom unterhält diverse Tochtergesellschaften und Beteiligungen, die ihrerseits jeweils über eigene gute Marktzugänge verfügen und die Marktabdeckung komplementär zur LS telcom AG ergänzen. FunknetzbetreiberFunknetzbetreiber optimieren mit der Software von LS telcom den Auf- und Ausbau ihrer Netze (Aufbau möglichst weniger Senderstationen innerhalb kürzester Zeit, um ein bestimmtes Versorgungsniveau zu erreichen). Sie sind daran interessiert, die Planung ihrer Sendestandorte so zu optimieren, dass bei hoher Qualität und hohem Versorgungsgrad die Investitionen für Sendeanlagen und die laufenden Betriebskosten möglichst gering ausfallen. LS telcom hat spezielle Softwarepakete entwickelt, die zur Erfüllung dieser Analyse- und Optimierungsanforderungen ausgezeichnet geeignet sind. Funknetzbetreiber aus allen Frequenz- und Dienstebereichen setzen die Softwarelösungen von LS telcom für die verschiedensten analogen und digitalen Systemtechnologien ein. Zu den Kunden zählen "klassische" Funknetzbetreiber, wie beispielsweise Rundfunkveranstalter (Radio und TV), Mobilfunknetzbetreiber und Anbieter von Richtfunk- sowie Point-to-Multipoint-Netzen (PMP), aber auch Behörden, Transport-, Versorgungs- und große Industrieunternehmen, die eigene Betriebs- und Sicherheitsfunknetze betreiben. Professionelle FunkanwenderProfessionelle Anwender haben hohe und vielfältige Anforderungen an ihre mobilen Kommunikationslösungen. Diese müssen sich optimal an betriebliche Organisations- und Kommunikationsstrukturen anpassen, hohe Sicherheit der Informationsübermittlung hinsichtlich Verfügbarkeit und Integrität gewährleisten und nicht zuletzt auch wirtschaftlich zu betreiben sein. Typische Anwendungsbereiche und Branchen sind insbesondere: Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Einrichtungen und Unternehmen des Sektors Transport und Verkehr, Ver- und Entsorgungsunternehmen, öffentliche Verwaltungen sowie große Industrieunternehmen. Die eingesetzten professionellen Funklösungen gewährleisten eine ausfallsichere Notfallkommunikation, stellen einen reibungslosen Betriebsablauf sicher und werden zur Steuerung betrieblicher Abläufe, Überwachungsaufgaben, Flottenmanagement, Telemetrie, Ortung, Navigation und Datenübertragung eingesetzt. RegulierungsbehördenDie Aufgabe von Regulierungsbehörden besteht darin, die Nutzung der limitierten Ressource "Funkspektrum" nachhaltig, wirtschaftlich und effektiv zu gewährleisten. Dazu gehört die Erstellung eines geeigneten nationalen Frequenznutzungsplans, auf dessen Grundlage Funklizenzen zu erteilen sind. Darüber hinaus ist die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und gegebenenfalls durchzusetzen. Die ständige technologische Weiterentwicklung und die steigende Anzahl der Funkdienste erfordert auf Seiten der Behörden eine permanente Neuplanung und Anpassung der Frequenznutzungspläne und Regulierungsrichtlinien. Die Systeme der LS telcom versetzen Behörden in die Lage, nicht nur softwareseitig die diversen Geschäftsprozesse in den Bereichen Frequenzlizenzierung, technische Planung und Koordinierung zu automatisieren. Die integrierten Lösungen der LS telcom ermöglichen zudem, durch Einsatz entsprechend intelligenter Messtechnik, die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu überwachen und vermeiden so Funkstörungen im Betrieb der Netze. Die starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben. 2. ProdukteDie Softwareprodukte von LS telcom decken die gesamte Bandbreite von der Netzwerkplanung über die Netzwerkoptimierung bis zum Netzwerkmanagement ab. Darüber hinaus werden die Kunden auch durch eine Vielzahl von Beratungs- und Planungsleistungen beim Design, der Realisierung und dem Management ihrer Telekommunikationsprojekte unterstützt. SoftwareDie auf die Bedürfnisse von Funknetzbetreibern und Regulierungsbehörden zugeschnittenen Softwarelösungen von LS telcom haben sich zum Industriestandard für Anwendungssoftware im Bereich der Funknetzplanung und Funknetzkompatibilität entwickelt. Dies ist auch deshalb gelungen, weil es sich bei den Softwarepaketen von LS telcom nicht um Insellösungen handelt, sondern um eine aufeinander abgestimmte Programmarchitektur, die kundenspezifisch angepasst werden kann. Häufig löst der Erwerb eines einzigen LS-Tools den Investitionswunsch nach einer ganzen Tool-Palette aus. Dabei verkauft LS telcom nicht nur die Softwarelizenzen, sondern berät die Kunden auch intensiv bei der Planung und Einführung der Systeme und übernimmt die Schulung der Nutzer. Ein wesentlicher Kundennutzen besteht darin, dass mit Hilfe der Softwarepakete von LS telcom nicht nur die Anzahl der in einem Gebiet benötigten Sendestationen, sondern auch die zur effizienten und wirtschaftlichen Planung des Netzes benötigte Zeit auf ein Minimum reduziert wird. Für Funknetzbetreiber ergeben sich hierdurch erhebliche Einsparmöglichkeiten beim kostenintensiven Aufbau ihrer Funknetze. Der Erfolg der Softwareprodukte beruht auch auf der technischen Kernkompetenz im Bereich der Hochfrequenztechnik und der Funkkommunikation. Das im Unternehmen gebündelte große Know-how in diesen Bereichen konnte in innovative und leistungsstarke Programme umgesetzt werden, deren laufende Anpassung an aktuelle Trends von einem Spezialistenteam aus Nachrichtentechnikern, Ingenieuren, Informatikern, Physikern und Mathematikern zeitnah durchgeführt wird. Mit Hilfe der umfassenden Softwarelösungen führen Kunden zentrale Planungs- und Managementaufgaben durch. Diese reichen von Netzwerkberechnungen, -dimensionierungen und -analysen über Versorgungs-, Frequenz- und Verkehrsplanungen bis hin zu Reichweitensimulationen und Standortplanungen von Basisstationen. Eine Datenbank vorhandener Stationen kann angelegt und laufend aktualisiert werden. Die Software erlaubt überdies die Abwicklung sämtlicher sonstiger Managementaufgaben inklusive des Detail-Engineerings im Zusammenhang mit Funkstandorten und sonstigen Netzelementen. Außerdem lassen sich geografische Daten erzeugen und pflegen sowie Gelände- und Feldstärkenprofile berechnen. Bei fixen Kommunikationssystemen geht es um Funkweitverkehrsnetze, die als Alternative zu Kabelnetzen hohe Datenmengen schnell und kostengünstig transportieren. Ebenso spielt hier aber auch im Nahbereich die drahtlose Überbrückung der "letzten Meile" zu den Festnetzkunden mittels der PMP- oder WIMAX-Technologie eine wichtige Rolle. Mit einer Standardsoftware für diesen Bereich hat LS telcom ein integriertes Planungssystem für die Auslegung und Optimierung solcher Netze entwickelt, welches sowohl von Funknetzbetreibern als auch von Regulierungsbehörden eingesetzt wird. Speziell für Regulierungsbehörden bietet die Software von LS telcom seit 1995 ein Workflow- und Dokumenten-Management-System an, mit dem das gesamte administrative Arbeitsgebiet von Regulierungsbehörden inklusive der Lizenzvergabe softwarebasiert abgewickelt werden kann. Zusätzlich können Interferenzberechnungen durchgeführt und für nationale und internationale Koordinierungsaufgaben genutzt werden. Auch die Erstellung und Verwaltung von Frequenzplänen sowie deren Genehmigung und Zuweisung ist eine im Standardpaket von LS telcom enthaltene Funktion. Die Software deckt zudem auch das Beschwerdemanagement, die Auswertung und Koordinierung von Feldtests und die Rechnungserstellung ab. Neben Regulierungsbehörden nutzen auch Funknetzbetreiber zur optimalen Vorbereitung ihrer Lizenzanträge die speziellen Softwarelösungen der LS telcom. DienstleistungenEiner der wesentlichsten Erfolgsfaktoren von Funknetzen ist deren optimale Planung. LS telcom unterstützt ihre Kunden daher beim Design, ebenso wie bei der Planung, der Realisierung und dem Management von Telekommunikationsprojekten. Das Dienstleistungsportfolio reicht von der Unterstützung bei Ausschreibungsverfahren um neue Funklizenzen, der Konzeptentwicklung über die Erarbeitung der gesamten Versorgungs- und Frequenzplanung, die Störungsanalyse, die Koordinierung und Verifizierung von Frequenzen bis zur Erstellung umfangreicher Gutachten und Machbarkeitsstudien sowie Beratung bei der Auswahl und Akquisition von geeigneten Sendestandorten. Auch die strategische Beratung, beispielsweise bei der Auswahl der Funktechnologie, oder die Begleitung von Beschaffungsverfahren für die komplette Netzinfrastruktur, einschließlich der Erstellung von Ausschreibungsunterlagen und der Auswertung der Angebote, gehören zum Kompetenzbereich der LS telcom-Experten. Soziodemografische Versorgungsanalysen, Netzoptimierung, Beratung rund um die Generierung, Konvertierung und der Handel mit kartografischen Daten sowie allgemeine Projektmanagementaufgaben runden das Leistungsspektrum ab, das für nahezu jeden Bereich der Telekommunikation angeboten werden kann. Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio wird im Bereich Spektrum-Consulting für internationale Regulierungsbehörden außerdem ergänzt durch allgemeine Implementierungs- und Prozessberatung oder das spezialisierte Consulting bezüglich der Entwicklung und Überarbeitung umfassender Frequenzpläne, der Spezifikation landesweiter Funküberwachungssysteme und der Definition neuer Lizensierungs- und Vermarktungsstrategien für das Funkfrequenzspektrum. Die "LS telcom Training Academy" bietet zusätzlich zu Grund- und Fortgeschrittenenkursen für LS telcom-Software in Verbindung mit Softwareprojekten auch Trainings, Seminare und Expertenkurse für spezielle Themen im Anwendungsbereich der Funktechnik. Von Kunden wird hier insbesondere die Flexibilität des LS telcom-Angebots geschätzt, das ihnen ermöglicht, zwischen standardisierten Kursen gemäß Seminarkalender und kundenspezifischen Trainings zu wählen. Alle Kurse können entweder als Veranstaltung direkt beim Kunden oder als komplett organisiertes Fortbildungspaket in der "LS telcom Training Academy" in Lichtenau gebucht werden. Integrierte Systeme (Hard- und Software)Ergänzend zu den reinen Softwareprodukten und reinen Dienstleistungen hat der LS telcom Konzern sein Produktportfolio in den letzten Jahren kontinuierlich um hardwarenahe Systeme ausgebaut. Diese integrierten Lösungen schließen sowohl LS telcom-Software und Know-how als auch Hardwarekomponenten mit ein. Bei der LS telcom AG in Deutschland befasst sich ein Geschäftsfeld mit Messsystemen zur Kontrolle der Spektrumnutzung im weitesten Sinne. Hier werden nicht nur komplette landesweite Radio-Monitoring-Systeme konzipiert und umgesetzt, sondern auch neue Produkte, wie beispielsweise vernetzbare Sensoren für Langzeitmessungen von Funksignalen mit intelligentem Datenmanagement, entwickelt, um der riesigen Datenmenge Herr zu werden. Derartige Funküberwachungssysteme sind notwendig, um die Einhaltung der Lizenzbedingungen zu kontrollieren und eine störungsfreie Funkübertragung zu gewährleisten. Mit den hier neuentwickelten Produkten ergänzt LS telcom die herkömmlichen Messverfahren und -produkte sinnvoll und überaus nutzbringend für den bereits bestehenden Kundenkreis der LS telcom-Softwaresysteme. In Südafrika wurde das Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren entsprechend der besonderen Anforderungen des afrikanischen Marktes um Installations- und Integrationsarbeiten für digitale Fernsehsender erweitert. In Johannesburg produziert die LS of South Africa dabei unter anderem Container für Senderanlagen und zugehörigen Stromversorgungseinheiten, die in Afrika zum Einsatz kommen. 3. WettbewerbDie Wettbewerbssituation in den verschiedenen Kundensegmenten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass die Produkte von LS telcom im Vergleich zu den Lösungen anderer Unternehmen in der Regel Spitzenplätze belegen. Bei den softwaregestützten Planungssystemen für Funknetze zählt LS telcom zu den führenden Anbietern weltweit. Die Softwarelösungen von LS telcom werden weltweit in einer Vielzahl bestehender Funknetze eingesetzt. Die breite Nutzerbasis kann weiterhin als gute Startposition für die Einführung von auf neuen Funktechnologie-Generationen ausgerichteten Planungssystemen am Markt gewertet werden. Aufgrund des Abbaus der Telekom-Monopole entstanden und entstehen weltweit immer noch neue Regulierungsbehörden, wobei regionale Strukturen dazu führen, dass innerhalb eines Landes oftmals mehrere Behörden mit regionaler oder dienstespezifischer Zuständigkeit eingerichtet werden. Alle diese Behörden benötigen Software und Beratungsleistungen, um die speziellen Anforderungen, die sich für Frequenzverwaltungen stellen, zu erfüllen. Von weltweit 206 Staaten haben erst relativ wenige vollumfassende Softwaresysteme eingeführt. Die in den vergangenen ca. 20 Jahren aufgebauten Systeme müssen um webbasierte Funktionalitäten erweitert werden. Zudem werden bei diesen Vorreitern auch zunehmend die Integration in sogenannte Enterprise-Systemlösungen und ein sehr hoher Automatisierungsgrad gefordert. Alle diese Merkmale werden derzeit allein von LS telcom-Systemen erfüllt. In unterschiedlichen Ausbaustufen werden Systemlösungen der LS telcom Gruppe bereits in ca. 80 Ländern genutzt. Damit ist LS telcom unbestrittener internationaler Markt- und Technologieführer im Spektrum-Management. D. UNTERNEHMENSSTRATEGIE, STEUERUNG DES UNTERNEHMENS UND UNTERNEHMENSZIELE1. UnternehmensstrategieZiel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen. Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie: Kundenzufriedenheit und verantwortungsvoller Umgang mit RessourcenSowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Kundenzufriedenheit ist zudem oberste Prämisse. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:
Steigerung der ProfitabilitätEin Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden. Konzentration auf Kernkompetenzen und Diversifikation von KundengruppenDie Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte, neue Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt. Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter effektiver Nutzung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. vertikale Märkte, nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung). Technologie- und MarktführerschaftEin hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In Zeiten der digitalen Transformation mit einer sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln. Die auch weiterhin komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten. Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen. 2. Steuerung des UnternehmensDas Steuerungssystem der LS telcom hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Kennzahlen stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:
Diese bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht. Darüber hinaus wird die folgende Kennzahl vom Management laufend verfolgt, ohne jedoch hierfür einen quantifizierten Zielwert festzulegen: -Auftragsbestand: Diese Leistungsgröße ist der wesentliche Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet. 3. UnternehmenszieleFinanzielle ZieleDas unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern. Nichtfinanzielle ZieleNeben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Konzerns:
Diese werden gegenwärtig noch nicht laufend und in quantitativer Form durch das Management erfasst. Für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Mittels Umfragen bei der jährlichen Kundenkonferenz und im Rahmen der Projektabschlüsse sowie bei Besuchen im Rahmen von Wartungsverträgen erheben wir Daten zur Kundenzufriedenheit. Diese Daten bestätigen, dass wir positiv wahrgenommen und geschätzt werden. Die LS telcom-Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern. Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von dem Konzern abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns bei. Ihre Identifikation mit dem Konzern - welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt - und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Erfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Im Geschäftsjahr erfolgte im Rahmen der Weiterentwicklung des Qualitätssicherungssystems gemäß ISO 9001:2008 die Definition möglicher "Key Performance Indicators (KPI)". Diese werden aus den zur Verfügung stehenden Prozessdaten ermittelt. Nach der im Geschäftsjahr weiter vorangeschrittenen Einrichtung entsprechender IT-Systemkomponenten zur manuellen und automatisierten Datenerfassung bezüglich dieser KPIs, sollen diese ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 pro Quartal systematisch und möglichst automatisiert erhoben werden. Diese Messungen sollen zunächst eine repräsentative Datenbasis zur Überprüfung der KPI-Definition schaffen und ggf. als Basisbezug für diese KPI dienen. Auf Grundlage dieser Datenbasis soll in den kommenden Jahren auch anhand der Verlaufswerte die Erarbeitung konkreter Ziele erfolgen. Die so quantifizierten Ziele werden dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert werden können. II. WIRTSCHAFTSBERICHTA. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN1. Marktumfeld und AbsatzentwicklungWesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2015/2016 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für so-genannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil. Trotz hoher Nachfrage blieb der Auftragseingang in der gesamten Firmengruppe hinter den Erwartungen zurück, womit auf Konzern-Ebene auch Umsatzverschiebungen bei laufenden Projekten nicht durch Neuprojekte kompensiert werden konnten. Eine intensive Vertriebsarbeit und zahlreiche erfolgversprechende Ausschreibungen schlugen sich bis zum Ende des Geschäftsjahres leider nicht wie geplant im Auftragseingang und Umsatz nieder. Die Gründe, die zu Verzögerungen in den Vergabeverfahren führten, waren vielfältig (komplexes Bieterumfeld, Ölpreisverfall und Anpassung von Projektanforderungen an geringere Budgets, bürokratische Hürden bei Direktvergaben etc.). Es hat sich aufgrund dieser Entwicklungen ein Angebotsstau aufgebaut, der zu einem gewissen Teil aus sehr erfolgversprechenden und auch hochvolumigen Projektangeboten besteht. Der Vorstand geht, nachdem an verschiedenen Stellen zum Geschäftsjahresende Bewegung in die Vergabeverfahren gekommen ist, davon aus, dass sich dieser Angebotsstau zeitnah abbauen und in Beauftragungen für das Unternehmen münden wird. Die Auftragserwartung ist trotz der eingetretenen Verzögerungen unverändert hoch. Vor diesem Hintergrund hält die Unternehmensführung auch unverändert an dem in den vergangenen Jahren aufgebauten Personalstamm und der Strategie, neue regionale (USA) und thematische Märkte (Militär, Innere Sicherheit) zu erschließen, fest. Der Vorstand sieht keinen Anlass, wesentliche Änderungen in der Kostenstruktur des Unternehmens vorzunehmen, auch wenn sich die bereits getätigten, sehr hohen Aufwendungen und Investitionen für die Markterschließungsmaßnahmen noch nicht in den gewünschten Erfolgen niedergeschlagen haben. In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb mit zunehmendem Preisdruck. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr zwar oftmals erfolgreich behaupten, allerdings teilweise auch über strategische Preisbildung und auf Kosten der Marge. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung weiter ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde aufgrund der eingangs in diesem Kapitel ausgeführten Sachverhalte (geringer Auftragseingang und Umsatzverschiebungen in laufenden Projekten) der Ziel-Umsatz von EUR 36,2 Mio. im Konzern leider nicht erreicht. Der Konzern-Umsatz liegt mit EUR 31,99 Mio. um 4 % unter den Erlösen des Vorjahres (i. V. EUR 33,28 Mio.). Das Konzern-Jahresergebnis (nach Minderheitenanteilen) beträgt TEUR 823 gegenüber dem Vorjahresergebnis von TEUR 584, das Ergebnis vor Finanzerträgen und Steuern ("Betriebsergebnis" oder "EBIT") liegt bei TEUR 937 nach EUR 1,53 Mio. im Vorjahr. Das rückläufige Betriebsergebnis resultiert neben dem Umsatzrückgang aus der gleichzeitigen Steigerung der Aufwandsposten für Personal, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen um insgesamt 7 %. Um sich den technologischen Trends zu stellen und auch in Zukunft marktgerechte Produkte anbieten zu können, hat der Konzern weiter intensiv in die Entwicklung neuer Produkte, u. a. internetbasierte Lösungen sowie Enterprise-Lösungen, die umfassende Systemprodukte von Drittherstellern mit integrieren, und in das Zusammenspiel von Frequenzverwaltungs- und Funküberwachungssystemen, investiert und entsprechende Entwicklungsleistungen aktiviert. Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 3,31 Mio. deutlich über dem Wert des Vorjahres (i. V. EUR 2,50 Mio.). Für die Gesamtleistung ergibt sich ein Rückgang von EUR 38,21 Mio. auf EUR 37,43 Mio., entsprechend -2 %. Der Umsatz gliedert sich nach den drei Berichtssegmenten "Softwaresysteme", "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen" wie folgt auf: scroll
Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert: Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte. Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme. Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier, unter anderem, spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen. Der Geschäftsverlauf wurde wieder wie in den Vorjahren stark vom Bestandskundengeschäft bestimmt. Mit Neukunden, also solchen, mit denen Erstprojekte durchgeführt wurden, ließen sich im Geschäftsjahr 2015/2016 ca. 23 % (i. V. 11 %) der Umsatzerlöse erwirtschaften. Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Umsatzschwerpunkte bilden hierbei Nordamerika, Asien/Pazifik und der Mittlere Osten. Jeder dieser in den Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet für sich hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Konzerns spielen. Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum bei ca. 91 % (i. V. 94 %). Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 21 % und in den restlichen Regionen bei 70 % (dabei Afrika mit 9 %, Nord- und Südamerika mit 17 %, Asien/Pazifik mit 23 % und der Mittlere Osten mit 21 %). 2. UnternehmenssituationSoftwaresystemeDas Geschäftsjahr 2015/2016 verlief für die LS telcom Firmengruppe in diesem Segment ganz ähnlich wie im Vorjahr: Eine gute Nachfrage, jedoch, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert, deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Insbesondere gegen Ende des Geschäftsjahres wurden zudem mehrere umsatzrelevante Meilensteine laufender Projekte auf Kundenwunsch gegenüber deren ursprünglichen Implementierungsplänen in das nachfolgende Geschäftsjahr verschoben. Das Segment weist dennoch einen geringen Umsatzanstieg von 2 % aus. Die Fertigstellung einiger großer Projekte und entsprechende Nacharbeiten im Zuge der Inbetriebnahmen belasteten die Marge in diesem Segment. In der Summe ergibt sich ein Beitrag zum Segment-Betriebsergebnis in Höhe von EUR 1,51 Mio. (i. V. EUR 2,92 Mio.), was einer Segment-EBIT-Marge von knapp 7 % entspricht. Noch mehr als in den vergangenen Jahren liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" über dem der Segmente "Hardwarenahe Systeme" und "Dienstleistungen". Mit 69 % (i. V. 65 %) Anteil an den gesamten Umsatzerlösen war "Softwaresysteme" auch im Geschäftsjahr 2015/2016 das klar dominierende Geschäftssegment. Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien. Hardwarenahe SystemeUnter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem bisherigen Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher vorwiegend "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen. Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen. Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungs-Containern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sender-Container für Afrika etabliert und bietet gutes Potenzial, sowohl im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich. EBIT-Entwicklung2012 - 2016 in Mio. EUR ![]() Das Segment "Hardwarenahe Systeme" hat den Segment-Umsatzbeitrag des Vorjahres um 27 % unterschritten und erzielt damit ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von EUR -1,2 Mio. (i. V. EUR -1,3 Mio.). Der hardwarebezogene Geschäftsbereich litt besonders unter den Verzögerungen in den Vergabeverfahren. Regionale Schwerpunkte der Segment-Geschäftsaktivitäten, die gleichermaßen wieder die Integration und Lieferung von Funküberwachungsanlagen und Rundfunksendersystemen umfassten, lagen in Asien, in der Golfregion und in Afrika. Während des Geschäftsjahres wurde im Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" auch intensiv die Entwicklung neuer Produkte vorangetrieben. DienstleistungenDie LS telcom Firmengruppe hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Funknetzbetreibern, Behörden, Ministerien als auch Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Umsatz-Entwicklung2012 - 2016 in Mio. EUR ![]() Die Segment-Umsatzerlöse aus dem Dienstleistungsgeschäft sind gegenüber dem Vorjahr um 3 % gesunken. Hier liegen bei den Konzern-Gesellschaften gegenläufige Entwicklungen vor, u. a. ein deutlicher Rückgang der Segmenterlöse bei der südafrikanischen Tochtergesellschaft, dafür jedoch eine deutliche Umsatzsteigerung bei der LS telcom AG. Die Segment-Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr überwiegend mit Bestandskunden erwirtschaftet. Das Segment-Betriebsergebnis fällt mit TEUR 645 (i. V. TEUR -91) deutlich positiver aus als im Vorjahr, da wesentlich weniger Aufwand in von Drittunternehmen bezogenen Leistungen erforderlich war und über eigene Mitarbeiter und Expertise eine deutlich höhere Wertschöpfung erfolgte. Der Segment-Umsatz setzt sich zu annähernd gleichen Anteilen zusammen aus Projekten mit Bezug zur Digitalisierung von Rundfunknetzen, dem professionellen Mobilfunk (Sicherheits- bzw. Behördennetze) sowie aus dem Umfeld der Beratung zur nationalen Spektrum-Politik. Der LS telcom Konzern sieht hier insbesondere in den letzteren beiden Bereichen auch für die Zukunft gutes Wachstumspotenzial. Aus dem Rundfunkbereich wurde die Expertise von LS telcom im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien nachgefragt, wohingegen Umsatzerlöse mit Bezug zur öffentlichen Sicherheit überwiegend in Europa und in den USA erwirtschaftet wurden. Die Dienstleistungs- und Beratungsprojekte zur Spektrum-Politik betrafen überwiegend afrikanische und europäische Behörden. Die hier betrachteten Dienstleistungsprojekte wurden vor allem von der LS telcom AG in Deutschland, von der südafrikanischen Tochtergesellschaft LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. und von der US-Tochter RadioSoft Inc. ausgeführt. Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für den Konzern zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt. 3. Niederlassungen und ausländische GesellschaftenDie LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor-Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule. Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2016 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/ Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China. Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika. Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung). Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert. Die Vision2Comm GmbH hatte sich während des Geschäftsjahres auf die schlüsselfertige Realisierung von Objektfunkversorgungsanlagen im Sicherheitsbereich konzentriert und wird künftig auch innovative Funkmess- und Monitoring-Lösungen als Dienstleistung ("as-a-Service") entwickeln und anbieten. Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet. Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln. Die jüngste 100 %-Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Clarkesville, Georgia/USA, wurde 2014 im Rahmen einer Unternehmensübernahme gegründet und erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden, Rundfunknetzbetreiber und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe. Die LS telcom UK Ltd. in London betreut insbesondere die relevanten Märkte im Vereinigten Königreich, vertreibt dort das gesamte Produktportfolio der LS telcom AG und erbringt Spektrum-Consulting und -Trainings-Dienstleistungen. Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai beträgt unverändert 49 %, wobei LS telcom mit einem davon abweichenden 60 % Anteil an den Stimmrechten zu Beginn des Geschäftsjahres die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat. Entsprechend wird diese Beteiligung im Konzern-Abschluss ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 voll konsolidiert. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über die LST Middle East FZ-LLC das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Von dieser Beteiligung aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman ist in diese Einheit integriert. An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert. Aus den zu Beginn dieses Lageberichts erläuterten Gründen blieb die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ohne Ausnahme hinter den Planerwartungen zurück. Das Management rechnet in Anbetracht des erfolgversprechenden Angebotsbestands sowie der unverändert guten Nachfrage für das neue Geschäftsjahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen und Umsatzbeiträgen aus den Tochterunternehmen. 4. MitarbeiterIm Verlauf dieses Geschäftsjahres erhöhte sich der Personalbestand im Konzern aufgrund der Vollkonsolidierung der LST Middle East FZ-LLC auf durchschnittlich 270 (i. V. 264) Mitarbeiter und liegt damit ca. 2 % über dem Wert des Vorjahres. Zum 30. September 2016 waren im Konzern insgesamt 268 (i. V. 262) Mitarbeiter beschäftigt. 5. ProduktentwicklungIm Konzern ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme, in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität sowie in der Migration bestehender Produkte auf neue Softwaretechnologien lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2015/2016 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt. Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt. 6. Forschung und EntwicklungNeben den Aufwendungen für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte und Hardwareprodukte wurden von LS telcom Aufwendungen in Höhe von EUR 3,0 Mio. (i. V. EUR 2,6 Mio.) als Aufwand für Forschung und allgemeine Entwicklung erfasst. Dieser Wert schließt alle Aufwände für alle die internen entwicklungsbezogenen Projekte ein, die nicht als aktivierte Eigenleistungen ausgewiesen sind. Die LS telcom AG arbeitet im Rahmen eigenfinanzierter Projekte mit der Hochschule Offenburg und mit der TU Sofia, Bulgarien, zusammen. Forschungsschwerpunkt in diesen Projekten sind ein spezielles Messsystem, das die Nutzung des Frequenzbereichs der Digitalen Dividende unterstützt, datenbankunterstützte Signalanalysemethoden und webbasierte Messsysteme. Diese Projekte verfolgen das Ziel, letztlich mit den gewonnenen Erkenntnissen und Algorithmen funktionelle Erweiterungen der LS telcom-Produkte zu erreichen. Investition in InnovationDer Konzern hat damit in der Summe (nicht-aktivierbare Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und Investitionen in aktivierbare Eigenleistungen aufaddiert) insgesamt einen Betrag von EUR 6,31 Mio. (i. V. EUR 5,13 Mio.) unabhängig von Kundenprojekten in Innovationen investiert. Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungsprojekte liegen bei EUR 2,2 Mio. (i. V. EUR 1,8 Mio.). Es handelt sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. 7. Die LS telcom AG an der BörseDie LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Ausgehend von einem Kurs von EUR 6,58 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2016 bei einem Wert von EUR 6,15. Bedingt durch einen volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 8,70 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 5,84. Die Marktkapitalisierung sank zum 30. September 2016 auf EUR 32.783.575, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 35.104.300 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa 6,6 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum 0,2 % an Wert. Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 1.569 LS telcom-Aktien (i. V. 2.645) im Gegenwert von 11.065 (i. V. EUR 18.254) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Abnahme des Handelsvolumens um 39,38 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse. B. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES LS TELCOM KONZERNS1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und ErgebnisentwicklungIm Geschäftsjahr 2015/2016 konnte der LS telcom Konzern sein Ziel, im Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) wieder mindestens das Niveau des Geschäftsjahres 2013/2014 von EUR 36,2 Mio. bzw. EUR 2,2 Mio. zu erreichen, nicht realisieren. Kundenseitig bedingte Verzögerungen in der Umsetzung bestehender Projekte ließen sich aufgrund der anhaltenden Verzögerungen in Vergabeverfahren nicht durch neue Projektaufträge kompensieren. Aufgrund der greifbaren Auftragschancen aus laufenden Angeboten sah der Vorstand auch kaum Handlungsspielraum, durch Kosteneinsparungen im Personalstamm das Ergebnis zu optimieren. Bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 waren vor allem noch aus den Vorjahren übernommene Aufträge und Nachfolgegeschäfte. Umsatzverteilung nach Regionen in %![]() Die Marktlage war während des Geschäftsjahres zwar positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang mit EUR 27,6 Mio. (i. V. EUR 27,5 Mio.) aufgrund von Verzögerungen in Vergabeverfahren deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der "Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuvertragswerten mit Kunden, Abrufe aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen. Die Gründe für diese Verzögerungen waren vielfältig (komplexes Bieterumfeld, Ölpreisverfall und Anpassung von Projektanforderungen an geringere Budgets, bürokratische Hürden bei Direktvergaben etc.). Das sehr gute Renommee des Konzerns, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Im Geschäftsjahr wurden allerdings einige Aufträge auch über den Preis entschieden. Es herrscht sowohl im hardwarenahen Geschäft wie auch bei den Softwaresystemen nicht unerheblicher Preisdruck durch den Wettbewerb, dem der Konzern durch weitergehende Standardisierung von Produkten zu begegnen versucht, um eine nachhaltige Schmälerung der Margen zu vermeiden. Der Umsatz des Konzerns ging gegenüber dem Vorjahr (EUR 33,28 Mio.) um 4 % auf EUR 31,99 Mio. zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 2,2 Mio. (i. V. EUR 2,4 Mio.) führen zusammen mit den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 3,3 Mio. (i. V. EUR 2,5 Mio.) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 2 % geringeren Gesamtleistung von EUR 37,43 Mio. (i. V. EUR 38,21 Mio.). Sonstige betriebliche Erträge enthalten einen Ertrag von EUR 1,56 Mio. (i. V. TEUR 596) aus der Neubewertung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung für die Akquisition der RadioSoft Inc., Rückstellungsauflösungen bzw. Ausbuchung von sonstigen Verbindlichkeiten mit TEUR 63 (i. V. TEUR 120), Investitionszuschüsse von TEUR 90 (i. V. TEUR 264) sowie Währungsgewinne in Höhe von TEUR 337 (i. V. TEUR 980). Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 6,55 Mio. um 25 % geringer aus als im Vorjahr (EUR 8,69 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Containerbasierte Sender- und Funküberwachungssysteme im Rahmen mehrerer Kundenprojekte an. Im deutlich gesunkenen Aufwand schlägt sich das geringere Umsatzvolumen im Hardwaregeschäft nieder. Aufgrund der beträchtlichen Investitionsvolumina in den Vorjahren in neue Eigenentwicklungen, insbesondere im Zusammenhang mit Funkmess-Systemen, ergibt sich ein höherer Abschreibungsaufwand von EUR 3,33 Mio. (i. V. EUR 3,04 Mio.). Wie in den vergangenen Jahren wurde grundsätzlich eine strategisch ausgerichtete, im Kern aber konservative Investitionspolitik verfolgt. Während des Geschäftsjahres erfolgten im Wesentlichen Erhaltungsinvestitionen. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 7 % von EUR 18,54 Mio. auf EUR 19,89 Mio. erhöht, was überwiegend auf die erstmalige Konsolidierung der LST Middle East FZ-LLC (TEUR 927) sowie gestiegene Sozialabgaben bei den nordamerikanischen Tochtergesellschaften zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 6,73 Mio. um etwa 5 % über denen des Vorjahres (EUR 6,42 Mio.). Der Unterschiedsbetrag ergibt sich aus der erstmaligen Einbeziehung der LST Middle East FZ-LLC in die Konzern-Konsolidierung. Das Finanzergebnis fiel im Geschäftsjahr mit TEUR -131 deutlich weniger negativ aus als im Vorjahr (i. V. TEUR -401). Die Erträge aus der nach der "at equity"-Methode bilanzierten Minderheitenbeteiligungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 76 (i. V. TEUR -51). Zudem verringerte sich der Zinsaufwand um ca. TEUR 137 auf TEUR 244 (i. V. TEUR 381). Unter dem Strich ergibt sich damit ein Konzern-Jahresergebnis von TEUR 823 (i. V. TEUR 584) nach Abzug der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter (TEUR 103). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,15 (i. V. EUR 0,11). Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 16 (i. V. 15) Kunden erzielt. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen weiterhin nicht. 2. Vermögenslage und InvestitionenDie Konzern-Bilanz zum 30. September 2016 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 38,28 Mio. (i. V. EUR 39,79 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 21,37 Mio. (i. V. EUR 20,58 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 55,8 % (i. V. 51,7 %). Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem letzten Konzern-Abschluss zum 30. September 2015 um TEUR 608 auf EUR 21,18 Mio. erhöht. Die immateriellen Vermögenswerte erfuhren während des Geschäftsjahres einen deutlichen Zuwachs, der vor allem auf weitere Investitionen in Entwicklungsprojekte (TEUR 3.130) zur mittel- und langfristigen Sicherung des zukünftigen Erfolgs des Konzerns entfällt. Diese Investitionen liegen deutlich über den planmäßigen Abschreibungen der Entwicklungsprojekte (TEUR 2.167). Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich aufgrund der Konsolidierung der LST Middle East FZ-LLC um TEUR 644; zum 30. September 2015 war dieser Betrag als Darlehen an die Beteiligung ausgewiesen. Die Erhöhung der Geschäfts- und Firmenwerte resultiert in Höhe von TEUR 158 aus der Vollkonsolidierung der LST Middle East FZ-LLC. Die restliche Erhöhung um TEUR 26 ist rein währungsbedingt. Die aktiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 361 erhöht. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung von Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 187. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Wert dieses Postens (EUR 8,81 Mio.) liegt um EUR 1,11 Mio. unter dem zum Ende des letzten Geschäftsjahres. Ebenso wie zum Ende des Vorjahres wurden auch gegen Ende dieses Geschäftsjahres einige größere Projekte fertiggestellt bzw. umsatzrelevante Projektmeilensteine erreicht. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität. Liquide MittelZum 30. September 2016 verfügt der LS telcom Konzern über kurzfristig frei verfügbare Geldmittel von EUR 7,11 Mio. (i. V. EUR 8,13 Mio.). Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche begann am 30. Juni 2016, wogegen die Tilgung der Nachrangtranche erst am 30. Juni 2021 startet. Mit dem Zinsvorteil werden bestimmte Forschungs- und Entwicklungsprojekte subventioniert. Soweit Forschungsaktivitäten betroffen sind, werden die Subventionen als Ertragszuschuss behandelt. Im Fall von Entwicklungsprojekten liegen Investitionszuschüsse vor, die mit den angefallenen Herstellungskosten verrechnet werden. Eigene AnteileDer Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. September 2016 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück). Die eigenen 24.000 Aktien wurden zu einem Betrag von TEUR 49 erworben. Diese werden als "Rücklage für eigene Anteile" mit dem Konzern-Eigenkapital verrechnet. Langfristige VerbindlichkeitenDie wertbestimmenden Posten innerhalb der langfristigen Verbindlichkeiten sind einerseits die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von EUR 6,79 Mio. sowie die nicht-finanziellen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 274. Unter den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden die langfristigen Teile der Immobilienleasingverpflichtung mit EUR 1,25 Mio. (i. V. EUR 1,74 Mio.), das KfW-Darlehen mit einem Wert von EUR 5,49 Mio. (i. V. EUR 5,77 Mio.) und Mietkaufverpflichtungen mit TEUR 44 (i. V. TEUR 159) erfasst. Das KfW-Darlehen ist mit einem abgezinsten Wert unter Berücksichtigung eines marktgerechten Zinssatzes angesetzt. Wesentliche Unterposten der langfristigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten sind die jeweils langfristigen Anteile der Rückstellungen für die Vergütungskomponente des Vorstands mit langfristiger Anreizwirkung von TEUR 148 (i. V. TEUR 398) und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Asset Deal der RadioSoft Inc. in Höhe von TEUR 44 (i. V. EUR 1,62 Mio.). Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern haben sich gegenüber der Vorjahresbilanz um TEUR 97 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen an dem erhöhten Bestand aktivierter Entwicklungskosten. Kurzfristige SchuldenDer Anstieg der kurzfristigen Schulden von EUR 7,32 Mio. auf EUR 7,88 Mio. ist vor allem durch eine Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem KfW-Darlehen (TEUR 151) und den Anstieg der kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten für abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen (TEUR 348) verursacht. III. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. IV. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHTA. RISIKOBERICHT1. RisikomanagementGrundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht der LS telcom Konzern bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Konzerns abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen. Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom Firmengruppe Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Konzern-Leitung an das Risikomanagement-System beinhalten:
Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert. Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom Firmengruppe mit. Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Konzern-Steuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert. Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt. 2. Internes Kontrollsystem (IKS)Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind. Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Konzerns zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab. Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei. Das im Konzern etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:
Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau). Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden zentral in einem CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen. Rechnungslegungsbezogenes IKSDer LS telcom Konzern verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht. Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben. Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt. Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen. Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Eine Vielzahl von Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützt den Abschlussprozess. 3. Bestand des Konzerns ist gesichertDie Gesamtrisikosituation im Konzern ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise oder des derzeitigen Ölpreisverfalls und den Auswirkungen dieser Krisen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für den Konzern relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Nachgang der Ukraine-Krise sowie auch die Flüchtlingsströme und ihre finanziellen und politischen Auswirkungen Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weitere bedeutende Einzelrisiken sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Konzern begrenzt und handhabbar sind. Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsystem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. 4. Risiken der künftigen EntwicklungDie vergangenen Jahre zeigten, dass LS telcom dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen. In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt. Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenshöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert: scroll
Die für die Bewertung der Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden vier Kategorien quantifiziert: scroll
Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen: scroll
Die dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert: Schneller technologischer WandelDie Märkte, in denen LS telcom agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen. SoftwaresicherheitDie wirtschaftliche Grundlage eines Konzerns, der Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen. InternationalisierungDer Konzern plant, in den nächsten Jahren seine Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder für die Expansionsstrategie des Konzerns nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche des Konzerns integriert werden können. Die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko wurde in Anbetracht der nicht zufriedenstellenden Entwicklung der Tochtergesellschaften höher bewertet und von "mittel" auf "hoch" gesetzt. ProjektrisikenZiel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2016/2017 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in US-Dollar, kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken"). Netzaufbau mit neuen FunktechnologienDie erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2016/2017 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen. Die mögliche finanzielle Auswirkung dieses Risikos wurde auf sehr hoch gesetzt. Aufgrund des hohen Volumens getätigter Investitionen in Neuentwicklungen und deren bilanzielle Aktivierung würde eine fehlende Akzeptanz der neuen Produkte im Markt und damit einhergehende mögliche außerordentliche Abschreibungen der aktivierten Entwicklungen in den Schadensbereich "sehr hoch" fallen. PreisdruckDer starke Wettbewerb kann in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. LS telcom war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen. Aufgrund des im Geschäftsjahr erfahrenen höheren Preisdrucks, wurde die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko von "gering" auf "mittel" hochgestuft. WettbewerbDer Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom Firmengruppe mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile. Mit dem Geschäftssegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns nachteilig beeinflussen. Der Wettbewerb ist sehr stark und zeigte sich während des Geschäftsjahrs zunehmend auch mit aggressiver Preisbildung. Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko wurde deshalb von "mittel" auf "hoch " neu bewertet. Mitarbeiterfluktuation - PersonalressourcenEine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter am Hauptsitz des Konzerns abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Konzern entzogen werden könnte. Die LS telcom AG und ihre Tochtergesellschaften werden wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust. Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt den Konzern nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen. Ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen. Risiken durch globale Marktverwerfungen (Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise; Ölpreisverfall) Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Konzerns zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom Firmengruppe. Ähnliche Auswirkungen erfährt die Unternehmensgruppe derzeit auch aufgrund des Ölpreisverfalls, der seit dem Herbst 2014 in zahlreichen Ländern zu Budgetkürzungen, verstärktem Preisdruck und insbesondere auch zu Verzögerungen in Vergabeverfahren geführt hat. Die Produkte des Konzerns wirken grundsätzlich positiv auf den Staatshaushalt und versprechen einen sehr schnellen Rückfluss investierter Mittel. Insofern sollte der Bedarf auch unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen gut zu vermitteln und sollten die Produkte absetzbar sein. Allerdings könnten anhaltende Budgetkürzungen aufgrund des Ölpreisverfalls dazu führen, dass die Investitionsbereitschaft in den jeweiligen Ländern auch auf längere Sicht abnimmt und Projekte, die beauftragt werden, auf der Basis weniger attraktiver Finanzierungskonditionen zustande kommen. Beides wäre in Anbetracht der Relevanz der erdölfördernden Länder für das Geschäft des Konzerns sehr nachteilig. Finanzwirtschaftliche RisikenDie finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom Firmengruppe ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Konzerns kommt den Devisenkursschwankungen von südafrikanischem Rand, US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu. a) Preis- und WährungsrisikoDie LS telcom Firmengruppe ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte. Aufgrund der während des Geschäftsjahres sehr starken Währungsschwankungen von GBP zum EUR und der Volumina der in dieser Währung abgeschlossenen Geschäfte, schätzen wir die mögliche finanzielle Auswirkung höher ein, was mit einer Neubewertung dieses Risikofaktors von "hoch" auf "sehr hoch" einhergeht. b) AusfallrisikoDas Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt. c) Cashflow- und LiquiditätsrisikenEine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom Firmengruppe. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind. Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde in Anbetracht der rückläufigen liquiden Mittel von "gering" auf "mittel" gesetzt. d) Risiken der eigenen GeldanlageAnlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Die südafrikanische Tochter nutzte außerdem auch temporär erstklassige Geldmarktfonds als Anlagemöglichkeit. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom Firmengruppe haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen. B. PROGNOSEBERICHTChancen der künftigen EntwicklungDer Vorstand ist durchaus weiterhin zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Konzerns betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für den Konzern relevanten Teilmärkten anhalten wird und sich der Angebotsstau mit zahlreichen und sehr greifbaren, großen Projektchancen in naher Zukunft durch Auftragserteilungen an die Firmengruppe aufzulösen beginnt. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Konzern es über die Durststrecke der letzten beiden Jahre auch ohne größere Auftragseingänge für neue Großprojekte geschafft hat, sich auf einem Umsatzniveau von über EUR 30 Mio. stabil zu halten, sollte auf längere Sicht gesehen wieder deutlich wachsendes Geschäft möglich sein. Die hohen Investitionen und Vorleistungen der vergangenen Jahre in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, hatten sich in den vergangenen Geschäftsjahren lediglich negativ in den Finanzberichten des Konzerns niederschlagen. Diese Vorleistungen sollten sich jedoch in näherer Zukunft ebenfalls auszahlen; ein größerer Projektzuschlag wurde bspw. noch zum Ende des Geschäftsjahres an unsere US-Tochter LS telcom Inc. erteilt. Die Firmengruppe hat hier unter anderem auch betreffend neuer Geschäftsfelder bereits Weichen für die Zukunft gestellt und sich damit wesentliche Chancen für künftiges Geschäft gesichert. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Mehrfachverwendung von Spektrum durch sogenannte Dynamic Shared Access Technologien sowie auch Problemstellungen, die sich durch ferngesteuerte Drohnen ergeben. Der Umstand, dass der betreffende betriebliche Aufwand sich erst mit zeitlicher Verzögerung in Umsatz und Ertrag niederschlagen wird, berührt nicht die hervorragenden Zukunftschancen des gesamten LS telcom Konzerns. Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung des LS telcom Konzerns treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu. Themen wie die Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Sicherheitsnetze, neue Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie 4.0 sollten auch in den kommenden Jahren für eine stabile Nachfrage in unserem Marktsegment sorgen. Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom national und international sehr gut. Der Vorstand sieht nach wie vor sehr gute neue Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen. Wachstumspotenzial bietet sich im Dienstleistungsbereich unter anderem im Bereich der speziellen Objektfunkversorgung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.), die immer noch voranschreitende Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks speziell in Asien und in Afrika sowie auch im höherwertigen strategischen Beratungsbereich zur allgemeinen Nutzung des Funkfrequenzspektrums. Um weniger Unterstützung von externen Beratern in Anspruch nehmen zu müssen und damit selbst eine höhere Wertschöpfung aus diesem Geschäftsfeld zu erreichen, hat LS telcom die eigenen Ressourcen erweitert. Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, bestehen sehr gute Möglichkeiten zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung noch stärker integrierter Systeme und hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing von Regulierungsbehörden sichern LS telcom hier aktuell eine führende Stellung im Wettbewerb. Nach Abschluss einiger größerer mehrjähriger Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen kann davon ausgegangen werden, dass darauf aufbauende Nachfolge- und Wartungsprojekte die LS telcom Firmengruppe auch in den kommenden Geschäftsjahren beschäftigen werden. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen. Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich zu etablieren und die Geschäfte weiter auszubauen. Voraussichtliche GeschäftsentwicklungDer derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR 27,0 Mio. (i. V. EUR 33,9 Mio.). Diese Auftragslage des Konzerns kann in Anbetracht der hochwahrscheinlichen kurzfristigen Auftragserwartungen als befriedigend eingestuft werden. Der Auftragsbestand setzt sich aus unterschiedlichsten Komponenten zusammen. Der Anteil aus noch abzuarbeitenden Projektverträgen beträgt EUR 10,9 Mio.; wesentliche Umsätze des Konzerns werden jedoch aus wiederkehrendem Geschäft (bspw. Wartungsverträge) erzielt. Der als gesichert geltende Umsatzerlös aus solch wiederkehrendem Geschäft beläuft sich derzeit auf jährlich ca. EUR 10,7 Mio. mit weiter zunehmender Tendenz, was für eine steigende Grundlast und Stabilität sorgt. Neben diesen vertraglich mittel- bis längerfristig als gesichert zu wertenden Geschäften werden mittlerweile auch signifikante Umsatzanteile aus Rahmenverträgen erwirtschaftet. Hierbei existiert zwar ein vertraglicher Rahmen, es erfolgen jedoch kurzfristige Leistungsabrufe und es bestehen keine längerfristigen Abnahmegarantien. Vor allem die Geschäfte der südafrikanischen Tochter, das gesamte Beratungsgeschäft der LS telcom Ltd. in Kanada sowie die Dienstleistungen der US-Tochter RadioSoft basieren auf dieser Art von Kundenbeziehungen. Aus Erfahrungswerten kann davon ausgegangen werden, dass mit den bestehenden, langjährigen Kunden mit sehr hoher Sicherheit nachhaltig Abrufe von im Minimum EUR 4,7 Mio. p. a. erfolgen werden. Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen sich aus dem garantierten Auftragsbestand (ohne künftiges Geschäft aus Rahmenverträgen) im Geschäftsjahr 2016/2017 Umsatzerlöse von ca. EUR 21,0 Mio. (i. V. EUR 23,6 Mio.) erzielen, so dass bereits eine gute Absicherung nach unten besteht. In den hier insgesamt und auf 12-Monatssicht angegebenen Umsatzerwartungen sind keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen enthalten. Gleichzeitig hat sich aufgrund der bereits erwähnten Verzögerungen in Vergabeprozessen, ein Angebotsstau mit teilweise sehr chancenreichen und hochvolumigen Projekten aufgebaut, aus dem wir für die Zukunft eine positive Gesamtentwicklung des Geschäfts ableiten. Die durch die derzeitige weltpolitische Situation gegebenen Risiken dürfen, was unvorhersehbare Verzögerungen bei der Auftragserteilung in Projektanbahnungen und Beschaffungsverfahren anbelangt, sicherlich nicht unterschätzt werden. Dennoch erscheint dem Vorstand angesichts der durch die Digitalisierungs- und Modernisierungsbestrebungen bei Frequenznutzern und -verwaltungen gegebenen Marktdynamik auf längere Frist weiteres Wachstum mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichbar. Untermauert wird dies durch die vielversprechende Angebots-Pipeline. Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom Firmengruppe in ihrem Kerngeschäft wieder zu steigern. Dies schließt kostensenkende Maßnahmen überall dort ein, wo dies ohne kompromittierende Wirkung auf bestehende oder künftige Geschäftschancen vertretbar erscheint. Unter Berücksichtigung o. g. Ausführungen ist der Vorstand von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung überzeugt und sieht den Konzern mittel- bis längerfristig klar auf Wachstumskurs. Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung des LS telcom Konzerns, des immer noch befriedigenden Polsters an Auftragsbestand sowie der zeitnah erwarteten Projektzuteilungen hat sich der Vorstand für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 zum Ziel gesetzt, Umsatzerlöse und Betriebsergebnis (EBIT) jeweils um über 10 % zu steigern. V. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 315 ABS. 4 HGB1. Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital betrug zum 30. September 2016 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 pro Aktie und voll einbezahlt. 2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenBeschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme. 3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am KapitalAus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30. September 2016 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte: scroll
4. Inhaber von Aktien mit SonderrechtenAktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. 5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von ArbeitnehmerbeteiligungenEine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt. 6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über SatzungsänderungenDie Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß §§ 133 und 179 AktG vorgenommen. Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen. 7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienAusgabe von AktienDurch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen. Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2016 EUR 2.667.500,00. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Rückkauf von AktienDurch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe: a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden. c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:
d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen. Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:
In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten. e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen. f) Die Ermächtigungen gemäß vorstehenden lit. d) und e) können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. g) Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben. 8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehenEs liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor. 9. EntschädigungsvereinbarungenEntschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht. VI. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS GEMÄSS § 315 ABS. 2 NR. 4 HGBDie Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30. September 2016) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung. 1. Aufsichtsrat und VorstandDem Aufsichtsrat gehören an die Herren: • Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart • Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern • Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 69.079,81 (i. V. TEUR 66). Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt: • Dr. Winfried Holtermüller EUR 26.890,27 • Prof. Dr. Werner Wiesbeck EUR 21.370,31 • Dipl.-Finw. Karl Hensinger EUR 20.819,23 Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.757,50 (i. V. TEUR 4) vergütet. Zum 30. September 2016 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien. Vorstandsmitglieder sind: • Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau • Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau • Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten: • Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862) • Dr. Georg Schöne 1.614.445 Stückaktien (i. V. 1.614.445) • Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148) Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht. 2. VergütungsberichtZuständigkeit, Zielsetzung und Struktur der Vergütung des VorstandsDie Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig. Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen. Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden dessen Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft. Die Vergütung des Vorstands setzte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 aus den folgenden Komponenten zusammen:
Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögenschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind, und die eine entsprechende Selbstbeteiligung entsprechend der durch den jeweiligen Vorstand gehaltenen Anteile an der LS telcom AG vorsieht. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet. Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht. Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2015/2016Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 949 (i. V. TEUR 1.052) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 150 (i. V. TEUR 253) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 82 (i. V. TEUR 186) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Der Wert basiert auf Prognoserechnungen. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar. Die im Geschäftsjahr 2015/2016 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung (in Klammern Vorjahresangaben) verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt: scroll
Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen (in Klammern Vorjahresangaben) im Geschäftsjahr 2015/2016: scroll
Zusagen zur AltersversorgungPensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht. Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner TätigkeitDie Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen. AktienoptionenReale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben. VII. BERICHT ZU WESENTLICHEN GESCHÄFTEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONENDie Geschäfte mit nahestehenden Personen des Konzerns werden im Konzern-Anhang gesondert dargestellt. VIII. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG"-"Investor Relations" -"Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich. IX. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzern-Abschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Lichtenau, 22. November 2016 LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz Corporate Governance Bericht 2016Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sehen sich in der Verpflichtung, durch eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung für den Bestand des Unternehmens und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes zu sorgen. Die LS telcom AG unterstützt das Ziel des Deutschen Corporate Governance Kodex (der "Kodex"), die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Unternehmensführung zu erhöhen und dadurch das Vertrauen der nationalen und internationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Unternehmen zu fördern. Vor diesem Hintergrund berichten wir gemäß Ziffer 3.10 des Kodex über die Umsetzung der Kodex-Empfehlungen in der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung sowie unter anderem auch über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Wir machen zudem Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. 1. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der LS telcom AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG vom 30. November 2016Nach § 161 AktG in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25.05.2009 (Bundesgesetzblatt 2009, Teil I, S. 1102) haben Vorstand und Aufsichtsrat börsennotierter Gesellschaften jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Ferner ist zu erklären, warum bestimmten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Governance Kodex nicht entsprochen wurde bzw. wird. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG haben sich, und zwar jeweils in eigener Verantwortung, in der Aufsichtsratssitzung vom 30.11.2016 mit der Umsetzung der Empfehlungen, aber auch der Anregungen, im Deutschen Corporate Governance Kodex in der maßgeblichen Fassung vom 05.05.2015. befasst und gleichzeitig überprüft, ob diejenigen Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex, zu denen die Gesellschaft in ihrer zurückliegenden Entsprechenserklärung vom 30.11.2015 keinen Ausnahmevorbehalt erklärt hat, seit Abgabe dieser Entsprechenserklärung uneingeschränkt befolgt worden sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben beschlossen, auch im Jahr 2016 eine gemeinsame Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abzugeben, diese auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen, im Geschäftsbericht zu veröffentlichen und gemäß § 325 Abs. 1 Satz 1; Satz 3 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers in elektronischer Form einzureichen. Die Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG nach § 161 Abs. 1 AktG für das Jahr 2016, beruhend auf der Textfassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 05.05.2015, hat folgenden Wortlaut: Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex mit den nachfolgend aufgeführten und begründeten Ausnahmen entsprochen wird, wobei die Nummerierung derjenigen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht: 3.8: Ein Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung (Vermögenschadenhaftpflichtversicherung) besteht für die Mitglieder des Vorstands, nicht jedoch für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Begründung: Ein Selbstbehalt für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist im bestehenden Versicherungsvertrag nicht vereinbart. Für eine Änderung der vertraglichen Grundlagen sieht die Gesellschaft derzeit keine Veranlassung. Angesichts der moderaten Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit müsste im Falle der Übernahme erheblicher unversicherter Haftungsrisiken die Aufsichtsratsvergütung spürbar erhöht werden, was weder im Interesse der Gesellschaft noch der Aktionäre liegt. 5.2/5.3.1/ 5.3.2/5.3.3: Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht satzungsgemäß lediglich aus drei Mitgliedern; Ausschüsse wären damit gemäß § 108 Abs. 2 S. 3 AktG nicht beschlussfähig. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex über Ausschüsse des Aufsichtsrats sind auf die LS telcom AG nicht anwendbar. Gleiches gilt für diejenigen Empfehlungen, denen zufolge der Vorsitzende des Aufsichtsrats zugleich Vorsitzender bestimmter Ausschüsse sein soll. 5.4.1: Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht festgelegt. Begründung: Der Aufsichtsrat, dessen Mitglieder sich auch weiterhin in bester körperlicher und geistiger Verfassung befinden, sieht derzeit keine Veranlassung, eine förmliche Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats festzulegen. 5.4.1: Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat ist nicht festgelegt. Begründung: Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sind nicht der Auffassung, dass eine längere Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat schädlich sei. Im Gegenteil: Die durch vorangegangene Amtsperioden gewonnene Erfahrung der Aufsichtsratsmitglieder ist für das Unternehmen und seine Aktionäre deutlich wertvoller als eine ständige Rotation im Aufsichtsgremium. 5.4.6: Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen können bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt werden, da die Empfehlungen des Kodex über die Bildung von Ausschüssen auf die LS telcom AG nicht anwendbar sind. 7.1.1: Die Gesellschaft unterrichtet ihre Aktionäre und Dritte in regelmäßigen Abständen, insbesondere unter Nutzung elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten, über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, über die einschlägigen börsenrechtlichen Listing-Bestimmungen (u. a. §§ 47 ff. der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse) und die gesetzlichen Vorschriften hinaus während des Geschäftsjahres formalisierte Zwischenmitteilungen oder Quartalsfinanzberichte zu bestimmten Stichtagen zu erstellen, zu versenden bzw. elektronisch zugänglich zu machen. Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Übernahme weiterreichender Informations- und Mitteilungspflichten würde einen unvertretbaren Zusatzaufwand verursachen und keinen nennenswerten Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft erbringen. 7.1.2: Die Gesellschaft veröffentlicht Halbjahresfinanzberichte nach den gesetzlichen Bestimmungen spätestens drei Monate nach Ablauf des Berichtszeitraums. Sie geht aber keine förmliche Verpflichtung dahingehend ein, Halbjahresfinanzberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich zu machen. Begründung: Die Gesellschaft kommt sämtlichen Informations- und Mitteilungspflichten in den einschlägigen gesetzlichen und börsenrechtlichen Bestimmungen uneingeschränkt nach. Die Verpflichtung zur Einhaltung noch kürzerer Zeitintervalle zur Berichterstattung der Gesellschaft würde einen nicht vertretbaren Aufwand verursachen, dem insoweit kein nennenswerter Zusatznutzen für die Aktionäre der Gesellschaft korrespondieren würde. Darüber hinaus erklären Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG, dass die Gesellschaft seit Abgabe der letztjährigen Erklärung nach § 161 AktG am 27.11.2015 den seither geltenden Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen hat, soweit sie in ihrer Entsprechenserklärung keine Vorbehalte aufgeführt hat.
Lichtenau, den 30. November 2016 Für den Aufsichtsrat der LS telcom AG gez. Dr. Winfried Holtermüller, Vorsitzender des Aufsichtsrats Für den Vorstand der LS telcom AG gez. Dr. Manfred Lebherz, Sprecher des Vorstands 2. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats (Ziffer 4.2.5 und 5.4.6 des Kodex)Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands wird in einem gesonderten Vergütungsbericht beschrieben, in dem auch die individuellen Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats offengelegt werden. Dieser quantitative Vergütungsbericht ist Teil des Lageberichts und des Konzern-Lageberichts und damit an anderer Stelle jeweils vollständig in diesem Geschäftsbericht der LS telcom AG wiedergegeben. Wir verweisen insoweit auf die Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F, sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI. 3. Interessenkonflikte (Ziffer 4.3, 5.4.2 und 5.5 des Kodex)Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten während des Geschäftsjahres nicht auf. Dem Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie dem Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1., können die von den Vorstands- und den Aufsichtsratsmitgliedern wahrgenommenen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen entnommen werden. Keiner der Aufsichtrats- oder Vorstandsmitglieder nimmt mehr als drei Aufsichtsratsmandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von Gesellschaften mit vergleichbaren Anforderungen wahr. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzern-Abschlusses dargestellt. 4. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat (Ziffer 6.2 des Kodex)Nach Artikel 19 Marktmissbrauchsverordnung (Verordnung (EU) Nr. 596/2014) sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der LS telcom AG und sich darauf beziehender Finanzinstrumente offen zu legen, sobald der Wert der entsprechenden Geschäfte EUR 5.000 im Kalenderjahr erreicht oder übersteigt (Eigengeschäfte von Führungskräften). Der LS telcom AG sind für das Geschäftsjahr 2015/2016 keine Meldungen über Eigengeschäfte von Führungskräften zugegangen. Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der LS telcom AG beträgt zum 30. September 2016 mehr als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Der Gesamtbesitz des Vorstands beläuft sich an diesem Stichtag auf 3.156.455 Stückaktien, der Gesamtbesitz des Aufsichtsrats auf 14.546 Stückaktien. Zur detaillierten Aufteilung der vom Vorstand gehaltenen Aktien auf die einzelnen Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F.1. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI.1. 5. Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft (Ziffer 7.1.3 des Kodex)Im Geschäftsjahr 2015/2016 hatte das Unternehmen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme implementiert. Eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung in den Vorstandsverträgen bezieht sich auf die Wertentwicklung der LS telcom Aktie und besitzt insofern den Charakter virtueller Aktienoptionen. Zur detaillierten Information verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Lagebericht der LS telcom AG, Abschnitt F. sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns, Abschnitt VI. 6. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB) beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Kodex weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die LS telcom AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten. Die gesamte Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist im Internet auf unserer deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG" - "Investor Relations" - Zahlen, Berichte, Informationen" - "Erklärung Unternehmensführung" abrufbar. Konzern-Bilanz (IFRS) zum 30. September 2016der LS telcom Aktiengesellschaft, LichtenauAktiva scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS) der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)der LS telcom Aktiengesellschaft,Lichtenau, für das Geschäftsjahr 2015/2016scroll
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2015/2016scroll
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Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, im Geschäftsjahr 2014/2015scroll
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Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016der LS telcom Aktiengesellschaft, LichtenauA. INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENDie LS telcom Aktiengesellschaft (die Gesellschaft) mit Sitz in Lichtenau ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 211164 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Implementierung, der Vertrieb und die Installation von Hard- und Softwarelösungen auf dem Gebiet der drahtlosen und leitungsgebundenen Telekommunikation, insbesondere der Funknetzplanung, des Frequenzmanagements und der sonstigen Systemlösungen sowie die Beratung und Schulung, insbesondere von Funknetzbetreibern, Medienunternehmen und Regulierungsbehörden. Der Konzern-Abschluss zum 30. September 2016 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften. Der Vorstand der Gesellschaft hat den Konzern-Abschluss zum 30. September 2016 sowie den Konzern-Lagebericht 2015/2016 am 22. November 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. B. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZEDer Konzern-Abschluss der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB). Die Auslegungen (IFRIC - International Financial Reporting Interpretations Committe und SIC - Standards Interpretations Committee) des International Financial Reporting Standards Interpretations Committe (IFRS IC) wurden beachtet. Alle am Abschlussstichtag gültigen und durch die Kommission der Europäischen Union (EU) anerkannten IFRS wurden berücksichtigt. Die Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2015/2016 erfolgt nach den verpflichtend anzuwendenden Standards und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Die Betragsangaben lauten - soweit nicht anders angegeben - auf Tausend Euro (TEUR). Der konsolidierte Abschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB. Die zusätzlichen Vorschriften nach deutschem Handelsrecht, für die eine Pflicht zur Anwendung besteht, wurden beachtet. Dem Konzern-Abschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Die Jahresabschlüsse der in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzern-Abschlusses aufgestellt. Neue Standards und InterpretationenFolgende, von IASB und IFRS IC neu verabschiedete bzw. geänderte und durch die EU anerkannte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2015/2016 erstmalig verpflichtend anzuwenden: scroll
Die erstmalig im laufenden Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten IFRS führten zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Darstellung des Konzern-Abschlusses. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber zum Teil von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war: scroll
Von der Möglichkeit vom IASB bereits verabschiedete Standards vorzeitig anzuwenden wurde kein Gebrauch gemacht. Mit Ausnahme des IFRS 15 wird die Anwendung der neuen bzw. überarbeiteten Standards nach derzeitigen Einschätzungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Eine frühere Anwendung hätte zu erweiterten Angaben im Konzern-Anhang geführt. IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ersetzt zukünftig sowohl die Inhalte des IAS 18 "Umsatzerlöse" als auch IAS 11 "Fertigungsaufträge". Der neue Standard unterscheidet nicht zwischen unterschiedlichen Auftrags- und Leistungsarten, sondern stellt einheitliche Kriterien auf, wann für eine Leistungserbringung Umsatzerlöse zeitpunkt- und zeitraumbezogen zu realisieren sind. Die Auswirkungen einer früheren Anwendung von IFRS 15 werden gegenwärtig vom Management der Gesellschaft geprüft. Obwohl quantitative Aussagen zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich sind, zeigen erste Analysen, dass bei der Ermittlung des Transaktionspreises Abweichungen gegenüber der bisherigen Umsatzerlösermittlung entstehen können und daher Auswirkungen durch die Anwendung von IFRS 15 zu erwarten sind. Ansonsten liegen dem Konzern-Abschluss dieselben einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie im Vorjahr zugrunde. Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzern-Abschlusses nach IFRS erfordert, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf den Ansatz von Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit von Geschäfts- und Firmenwerten, die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Forderungen, von Rückstellungen sowie auf die Realisierung zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. C. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE1. KonsolidierungskreisTochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzern-Abschluss einbezogen, ab dem die LS telcom AG das Unternehmen direkt oder indirekt gemäß IFRS 10 beherrscht. Beherrschung liegt dann vor, wenn die LS telcom AG aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens entscheiden kann, wenn ihr die positiven oder negativen variablen Rückflüsse aus dem Beteiligungsunternehmen zufließen und wenn sie diese Rückflüsse durch ihre Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Nach IFRS 10 erfolgte zum 1. Oktober 2015 eine Änderung im Konsolidierungskreis des LS telcom Konzerns bei der LST Middle East FZ-LLC von der At-Equity-Konsolidierung hin zur Vollkonsolidierung. Die LS telcom AG hält unverändert einen Anteil von 49 % an der LST Middle East FZ-LLC, wobei zu Beginn des Geschäftsjahres die Kontrolle -mit einem davon abweichenden 60 %-igen Anteil an den Stimmrechten - über die Gesellschaft übernommen wurde. Im Zusammenhang mit dem Abgang der Anteile an der LST Middle East FZ-LLC, welche bislang nach der Equity-Methode bewertet wurden, und dem Zugang von Anteilen an verbundenen Unternehmen (Erwerbsfiktion) ist ein Gewinn in Höhe von TEUR 13 ertragswirksam erfasst worden. Dabei erfolgte die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe eines Ertragswertverfahrens. Die folgenden Daten waren die Haupteingangsfaktoren, die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendet wurden:
Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt am 1. Oktober 2015 wurden folgende Vermögenswerte und Schulden angesetzt: scroll
Aus dem Erwerb ist ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 158 entstanden. Die Minderheitenanteile wurden zum Erwerbszeitpunkt bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert mit TEUR 51 bewertet. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Geschäftsjahres 2015/2016 sind TEUR 199 Gewinne sowie Umsätze in Höhe von TEUR 3.208 aus der LST Middle East FZ-LLC enthalten. In den Konzern-Abschluss sind gemäß IFRS 10 neben der Gesellschaft die folgenden Unternehmen einbezogen worden: scroll
LS telcom AG hat bei der LST Middle East FZ-LLC das Recht, sich ab dem 30. September 2018 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 50 % an dieser Gesellschaft zu beteiligen, sofern diese einen definierten Bilanzgewinn bis dahin nicht erreichen sollte. Darüber hinaus hat LS telcom AG das Recht das an diese Gesellschaft gewährte Darlehen in Anteile an dieser Gesellschaft umzuwandeln, sofern diese eine definierte Ausschüttung bis zum 30. September 2018 nicht geleistet hat. Zum Erstbewertungszeitpunkt und zum Bilanzstichtag wurden die Optionen mit einem Fair Value von Null bewertet. Bei dem assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd. hat die Gesellschaft die Möglichkeit einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. scroll
2. KonsolidierungsmethodenGrundlage für den Konzern-Abschluss sind die nach einheitlichen Regeln zum 30. September 2016 aufgestellten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die auf lokalen Vorschriften basierenden Jahresabschlüsse wurden von der Gesellschaft auf die geltenden IFRS übergeleitet. Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte in der Vergangenheit nach der partiellen Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden in Vorjahren erfolgswirksam berücksichtigt. Für Fälle nach dem 31. März 2004 erfolgt die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung von Minderheitenanteilen bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach nochmaliger Überprüfung direkt in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden eliminiert. In den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen sowie Verkäufe von Anlagevermögen zwischen Konzern-Gesellschaften wurden ebenfalls berücksichtigt. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ1. AnschaffungskostenprinzipDie Erstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit nichts anderes vermerkt ist, sind die Aktiva und Passiva zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen bilanziert. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise der Geschäfts- oder Firmenwert, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderungen hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (zahlungsmittelgenerierende Einheit; CGUs). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat. 2. Fremdwährungsumrechnunga) TransaktionenDie in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzern-Abschluss wird in Euro erstellt. Der Euro ist Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft. Transaktionen in Fremdwährung werden vom jeweiligen Konzern-Unternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem am Bilanzstichtag gültigen Kurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. unter dem Posten "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. b) Umrechnung der JahresabschlüsseBei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Da die Konzern-Gesellschaften ihr Geschäft selbstständig betreiben, sind sie als "foreign entities" im Sinne von IAS 21 berücksichtigt. Hiernach werden die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, das Eigenkapital zum historischen Kurs und die Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet. Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts, die bei Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet. Für die Fremdwährungsumrechnung kamen folgende Umrechnungskurse zur Anwendung: scroll
3. Immaterielle VermögenswerteErworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Die Nutzung sämtlicher immaterieller Vermögenswerte ist als endlich eingestuft. Sie werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die in der Regel drei bis zwanzig Jahre beträgt. Soweit notwendig wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten eines Projekts werden nur dann als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn der Konzern sowohl die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, die eine interne Nutzung oder einen Verkauf des Vermögenswerts ermöglicht, als auch die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss der Konzern die Erwirtschaftung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen für Zwecke der Fertigstellung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zuzurechnenden Ausgaben zuverlässig ermitteln zu können, belegen. Die Entwicklungskosten umfassen die direkten Kosten der Entwicklungsabteilung in Relation zu den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden. Externe Leistungen werden mit den fakturierten Kosten angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über vier Jahre. Die noch nicht abgeschlossenen Entwicklungsprojekte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Zudem lagen im Berichtsjahr keine Indikatoren für eine Wertminderung der bereits abgeschlossenen Entwicklungsprojekte vor. Es wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Wertkorrekturen vorgenommen. Bei Kauf, Bau oder Herstellung von Vermögenswerten, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungsprozess sich über einen erheblichen Zeitraum erstreckt (qualifizierter Vermögenswert), werden die zurechenbaren Fremdkapitalkosten aktiviert. In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von TEUR 78 (i. V. TEUR 52) aktiviert, da die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte die Definition eines qualifizierten Vermögenswertes erfüllen. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 3,78 % (i. V. 3,78 %) zugrunde gelegt. Der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wird wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand behandelt und mit der Differenz zwischen den erhaltenen Zahlungen und dem beizulegenden Zeitwert eines Darlehens zum Marktzins bewertet. Beziehen sich die Zuwendungen auf die als immaterieller Vermögenswert aktivierten Entwicklungsprojekte, werden die zurechenbaren Zuwendungen von den Herstellungskosten der Vermögenswerte abgesetzt. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden TEUR 0 (i. V. TEUR 35) als Zuwendungen auf einen Vermögenswert sowie TEUR 0 (i. V. TEUR 16) als direkte aufwandsbezogene Zuwendungen innerhalb der Periode als Ertrag erfasst. Kosten für die Forschung und allgemeine Entwicklung wurden in Höhe von TEUR 2.998 (i. V. TEUR 2.634) sofort als Aufwand erfasst. Zugänge zu den Abschreibungen sind in dem Posten "Abschreibungen" erfasst. Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs. 4. Geschäfts- und FirmenwertAls Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird der Betrag der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses angesetzt, der den beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens der erworbenen Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt übersteigt. Die Firmenwerte resultieren aus der Vollkonsolidierung der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, (TEUR 680), der LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 889), der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (TEUR 3.401), und der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE (TEUR 158). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Eine Wertminderung wird sofort als Aufwand erfasst und - auch wenn sie unterjährig in Zwischenabschlüssen der Gesellschaft erfasst wurde - in den Folgeperioden nicht wieder aufgeholt. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind entsprechend der Geschäftstätigkeit der erworbenen Unternehmen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Geschäfts- und Firmenwerte sind zum Stichtag dem Segment Hardwarenahe Systeme mit TEUR 267, dem Segment Dienstleistungen mit TEUR 2.840 sowie dem Segment Softwaresysteme mit TEUR 2.021 zugeordnet. Als Grundlage zur Ermittlung der Werthaltigkeit wird der Nutzungswert herangezogen. Die Firmenwerte wurden hierzu der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zugeordnet. Die Cashflow-Prognose basiert auf Detailplanungen des Managements, die einen fünfjährigen Planungszeitraum umfassen. Wesentliche Planungsprämissen betreffen das zugrunde gelegte Umsatzwachstum sowie die EBIT-Marge. Für die Detailplanung werden Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen, insbesondere abgeleitet aus den aktuellen Auftragsbeständen und Vertriebsaussichten, bezüglich der künftigen Marktentwicklung berücksichtigt. Für das Umsatzwachstum wurden Werte zwischen 1 % und 15 % und für die EBIT-Marge Werte zwischen 1 % und 25 % verwendet. Bei der Berechnung der ewigen Rente werden, basierend auf dem jeweiligen durchschnittlichen Marktwachstum, die Cashflows nach dem Detailplanungszeitraum unter Berücksichtigung geschätzter Wachstumsraten von 1,00 % extrapoliert. Das Wachstum der ewigen Rente liegt unterhalb des langfristigen durchschnittlichen organischen Wachstums und unterhalb des langfristigen durchschnittlichen erwarteten zukünftigen Marktwachstums. Die so ermittelten Zahlungsströme werden mit den für jede Zahlungsmittel generierende Einheit individuell ermittelten, gewichteten Gesamtkapitalkosten vor Steuern abgezinst, um den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit zu bestimmen. Der Gesamtkapitalkostensatz vor Steuern wird über ein iteratives Verfahren ermittelt, so dass der Nutzungswert vor Steuern dem Nutzungswert nach Steuern entspricht. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 8,69 % (LS telcom SAS, Paris/Frankreich), 10,01 % (LS telcom Limited, Ottawa/Kanada), 10,9 % (RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA) und 9,28 % (LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE). Eine Wertminderung der Firmenwerte war nicht erforderlich. Bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich, LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada, RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA und LST Middle East FZ-LLC, Dubai/VAE hätte sich bei Veränderung der EBIT-Prognosen um -10 % bzw. eine Erhöhung des Abzinsungssatzes um 1,0 Prozentpunkt kein Abwertungsbedarf ergeben. Die kumulierten Abschreibungen auf Firmenwerte aus Vorjahren wurden mit den Anschaffungskosten saldiert. Die Firmenwerte sind die einzigen immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer. Die separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens sind integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs. 5. SachanlagenSachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Nachträgliche Anschaffungskosten werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des Vermögenswertes hinaus zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungskosten verlässlich bewertet werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden direkt als Aufwand erfasst. Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Fremdkapitalkosten werden, soweit sie dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungskosten aktiviert. Nicht auf qualifizierte Vermögenswerte entfallende Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten bezüglich Sachanlagen aktiviert. Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage deren geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf Letzteren abgeschrieben. Zuschreibungen, die notwendig sind, sobald die Gründe der Abschreibung auf Dauer entfallen, gab es im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, nicht. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwei bis 35 Jahre. Wesentliche Restwerte gemäß IAS 16 par. 53 waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen. Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und Buchwert des jeweiligen Gegenstandes ermittelt und in der Gesamtergebnisrechnung als "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzern-Gesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögenswertes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht. Der Restbuchwert aus dem Finanzierungsleasing der Immobilie ist im Folgenden dargestellt: scroll
Die Anschaffungskosten für das Immobilien-Finanzierungsleasing betragen TEUR 4.267 (i. V. TEUR 4.267). Zugänge zum Finanzierungsleasing sind nicht zu verzeichnen. Kumulierte Abschreibungen sind zum Beginn der Periode mit TEUR 1.665 und zum Ende der Periode mit TEUR 1.949, bei Zugängen von TEUR 284, gegeben. In den Zugängen ist eine Abschreibung aufgrund der Änderung der Vertragsbedingungen des Finanzierungsleasings in Höhe von TEUR 113 enthalten. Die Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs. 6. Nach der Equity-Methode bewertete BeteiligungenDer Ansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen erfolgt zum Bilanzstichtag mit dem fortgeschriebenen Eigenkapital des assoziierten Unternehmen NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China. Die folgende Übersicht zeigt aggregierte Eckdaten zu dem nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf den auf die Gesellschaft entfallenden Anteil, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar. Angaben zum Jahresabschluss der NG Networks Co., Ltd.AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Gewinn-und-Verlust-Rechnungscroll
Die separate Anlage zur Darstellung der Entwicklung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung ist integraler Bestandteil des Konzern-Anhangs. 7. Sonstige langfristige finanzielle VermögenswerteAusgewiesen werden Festgelder mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sowie der langfristige Anteil von Leasingforderungen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken wurden sofern nötig durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. 8. Aktive latente SteuernLatente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss angesetzt. Wenn jedoch im Rahmen einer Transaktion, die keinen Unternehmenszusammenschluss darstellt, eine latente Steuer aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit entsteht, die zum Zeitpunkt der Transaktion weder einen Effekt auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust hat, unterbleibt die Steuerabgrenzung sowohl zum Zeitpunkt des Erstansatzes als auch danach. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt. Latente Steuerforderungen und ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Der Buchwert der latenten Steuerforderungen wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die latente Steuerforderung zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steuerforderungen werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der latenten Steuerforderung ermöglicht. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, wenn ein einklagbarer entsprechender Rechtsanspruch auf Aufrechnung besteht und wenn die latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für entweder dasselbe Steuerobjekt oder unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen für die einzelnen Konzern-Unternehmen ermittelt. Hierbei handelt es sich bei der LS telcom AG um 28 % (i. V. 28 %), bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada um 26,5 % (i. V. 26,5 %), bei der LS telcom SAS, Paris/Frankreich um 33,33 % (i. V. 33,33 %), bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA um 39,45 % (i. V. 40 %), bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika um 28 % (i. V. 28 %) sowie bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich um 20 % (i. V. 21 %), bei RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA um 37,96 % (i. V. 37,96 %), bei LS telcom Middle East FZ-LLC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate um 0,00 %. Es sind die ab 2016 gültigen Steuersätze berücksichtigt. Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge und sonstige Steuervorteile betreffen die Gesellschaften LS telcom AG (TEUR 500), LS telcom Limited, Ottawa/Kanada (TEUR 119), LS telcom SAS, Paris/Frankreich (TEUR 63), LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika (TEUR 31) und RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA (TEUR 227). Es wurden die jeweils landesspezifischen Steuersätze herangezogen. Die Verlustvorträge in Deutschland, Frankreich, Südafrika und dem Vereinigten Königreich sind jeweils zeitlich unbegrenzt nutzbar. In Kanada können die Verluste in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 10 bzw. 20 Jahre vorgetragen werden. In den USA können Verluste ebenfalls in Abhängigkeit vom Zeitpunkt ihres Entstehens über 20 Jahre genutzt werden. Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird nur in dem Umfang aktiviert, in dem es innerhalb eines Planungshorizonts von 5 Jahren wahrscheinlich ist, dass zukünftig zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung steht. Insgesamt wurden für in Vorjahren und im aktuellen Jahr entstandene steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.466 (i. V. TEUR 9.044) keine aktiven latenten Steuern gebildet. Die nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträge haben folgende Verfallszeiten: scroll
Hinsichtlich der Nutzung der bilanzierten Steuervorteile aus Verlustvorträgen wird vor dem Hintergrund der guten Auftragslage und den Auftragserwartungen zukünftig mit ausreichend zu versteuernden Ergebnissen bei den einzelnen Gesellschaften gerechnet. 9. VorräteDie Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und realisierbaren Nettoveräußerungswerten bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind. In den Vorräten sind fertige Erzeugnisse in Höhe von TEUR 6 (i. V. TEUR 28) und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von TEUR 66 (i. V. TEUR 39) enthalten. 10. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Position setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen nach der Equity-Methode bewertete BeteiligungenDie Forderungen sind zum Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Pauschal ermittelte Wertberichtigungen werden nicht vorgenommen. Aufwendungen aus der Zuführung von Einzelwertberichtigungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 7 (i. V. TEUR 0) zu verzeichnen. Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen sind in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 188) erfasst. Die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigung für wertgeminderte Forderungen wird unter "Sonstige betriebliche Aufwendungen" bzw. "Sonstige betriebliche Erträge" in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Wertminderungen werden aufgelöst, wenn keine weiteren Zahlungseingänge erwartet werden. Forderungen in fremder Währung werden entsprechend IAS 21 par. 21 zum Stichtagskurs der Transaktion umgerechnet, später gemäß IAS 21 par. 23 zum Bilanzstichtagskurs bewertet. Der Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam verrechnet. Forderungen aus FertigungsaufträgenDie Forderungen aus Fertigungsaufträgen umfassen die kumulierten Kosten für laufende Projekte. Die Umsatzrealisierung von unfertigen Projekten erfolgt bei der LS telcom AG infolge kürzerer Projektzyklen gemäß IAS 11 nach dem Auftragsfortschritt ("percentage of completion"). Für vereinzelte Großprojekte werden aufgrund einer längeren Projektlaufzeit, des weitgehenden Projektfortschritts sowie der Zuverlässigkeit der Bestimmung der anteiligen Teilgewinne auf Basis des Fertigstellungsgrades Teilgewinne ausgewiesen. Der Anteil dieser mit Teilgewinn bewerteten Projekte beträgt nach der Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen im Geschäftsjahr 2015/2016 TEUR 2.541 (i. V. TEUR 2.591). Die folgende Aufstellung zeigt die Höhe der Teilumsätze und die darauf entfallenden erhaltenen Anzahlungen. Die Teilumsätze umfassen die angefallenen Kosten zuzüglich realisierter Gewinne abzüglich realisierter Verluste. scroll
Ein Vergleich der Bestände mit dem niedrigeren realisierbaren Nettoverkaufswert gemäß IAS 11 wurde vorgenommen. Wertberichtigungen auf die Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 156 vorgenommen (i. V. TEUR 260). 11. FinanzinstrumenteDie Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt je nach Klassifizierung entsprechend IAS 39 grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu Marktwerten. Die Klassifizierung erfolgt in Abhängigkeit von dem Zweck, der mit dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts verfolgt wird. Die Gesellschaft klassifiziert ihre finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "Kredite und Forderungen" sowie in die Kategorie "available for sale". Sie werden bei der erstmaligen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung der Kategorie "Kredite und Forderungen" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag bilanziert. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden". Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt. Für die Absicherung von Währungsrisiken werden teilweise Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte bestehen, werden diese gemäß IAS 39 bilanziert und die Veränderung des Marktwertes erfolgswirksam behandelt. Am Bilanzstichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente (ebenso im Vorjahr). 12. Liquide MittelDie liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Anhang unter F. dargestellt. Zum 30. September 2016 verfügte der Konzern über nicht in Anspruch genommene Kontokorrentkreditlinien in Höhe von TEUR 1.860 (i. V. TEUR 1.860), für die alle für die Inanspruchnahme notwendigen Bedingungen bereits erfüllt waren. 13. ErtragsteuerforderungenDie Ertragsteuerforderungen belaufen sich auf: scroll
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird. Bei der Berechnung werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zu Grunde gelegt. 14. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige VermögenswerteDie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind zum Nennwert bilanziert. Die Position setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Miete, Wartung, Messekosten sowie Steuern. Die übrigen Forderungen enthalten vor allem Forderungen für geleistete Anzahlungen. 15. Sonstige kurzfristige finanzielle VermögenswerteSonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte sind zum Nennwert oder zum beizulegenden Zeitwert (zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte) bilanziert. Die Position setzt sich wie folgt zusammen: scroll
16. EigenkapitalZur Entwicklung des Postens Eigenkapital wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung hingewiesen. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt seit November 2000 TEUR 5.335. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien betrug im Berichtsjahr 5.311.000 (i. V. 5.311.000). Genehmigtes KapitalDer Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält den bei der Ausgabe von Aktien der LS telcom AG über den Nennbetrag hinausgehenden erzielten Betrag nach Verrechnung mit Verlusten in den Vorjahren und von im Zusammenhang mit dem Börsengang entstandenen Aufwendungen unter Berücksichtigung von latenten Steuern. Konzern-BilanzgewinnDer Konzern-Bilanzgewinn enthält die kumulierten thesaurierten Konzern-Ergebnisse. Die Aktionäre haben Anspruch auf den Bilanzgewinn der LS telcom AG, soweit er nicht nach Gesetz oder Satzung durch Hauptversammlungsbeschluss oder als zusätzlicher Aufwand aufgrund des Gewinnverwendungsbeschlusses von der Verteilung an die Aktionäre ausgeschlossen ist. Eigene AnteileDie Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben. KapitalmanagementDas Kapitalmanagement des LS telcom Konzerns umfasst neben der Gewährleistung der finanziellen Flexibilität zur Fortsetzung des Wachstumskurses und der Erreichung angemessener Dividendenzahlungen auch die Optimierung der Kapitalstruktur. Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, passt die Gesellschaft je nach Erfordernis die Dividendenausschüttungen an die Anteilseigner an oder nimmt Kapitalrückzahlungen an Anteilseigner durch Rückkauf eigener Anteile vor. 17. Langfristige finanzielle VerbindlichkeitenEs handelt sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und um Leasingverbindlichkeiten, die zum Barwert angesetzt sind: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" (D.23.). Mit Wirkung zum 1. Januar 2006 hat die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 Jahren abgeschlossen. Nach zehn bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich das Grundstück befindet. Die zum Abschlussstichtag aus diesem Finanzierungsleasing resultierende Zahlungsverpflichtung wird in Höhe des Barwertes der zukünftigen Mindestleasingzahlungen als Verbindlichkeit bilanziert. In den Folgejahren vermindern die an die jeweiligen Leasinggeber zu zahlenden Leasingraten in Höhe des Tilgungsanteils die Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Bei der Ermittlung des Barwertes wurde ein Zinssatz in Höhe von 7,5 % p. a. zu Grunde gelegt. Im Geschäftsjahr erfolgte aufgrund der Änderung der Vertragsbedingungen eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit. Die Leasingverbindlichkeit reduzierte sich - analog zum Leasingobjekt -um TEUR 113. Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte: scroll
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Bei der Oberleitung vom Barwert zu den Mindestleasingzahlungen wurde ein Mieterdarlehen von insgesamt TEUR 1.316, das ratierlich aufgebaut und zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 zurückgeführt wird, berücksichtigt. Das Mieterdarlehen wird über die Vertragslaufzeit aufgezinst, und die zukünftigen Zinsen aus der Aufzinsung des Mieterdarlehens in Höhe von insgesamt TEUR 845 (i. V. TEUR 878) werden in den oben stehenden Tabellen separat dargestellt. Darüber hinaus hat der Konzern am 18. Dezember 2013 ein KfW-Förderdarlehen, bestehend aus einer Fremdkapital- und einer Nachrangtranche, über die Commerzbank AG, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 2.400 und TEUR 3.600 abgeschlossen. Der Zinssatz ist für die gesamte Laufzeit festgeschrieben. Der Kredit dient der langfristigen Finanzierung der Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Das Darlehen wurde bereits zum 30. September 2015 in voller Höhe in Anspruch genommen. Das zinsvergünstigte Darlehen der öffentlichen Hand wurde gemäß IAS 20.10A i. V. m. IAS 39 zum Erstbewertungszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. 18. Sonstige langfristige VerbindlichkeitenEs handelt sich in Höhe von TEUR 47 (i. V. TEUR 280) um den langfristigen Teil der Umsatzabgrenzungen aus Wartungsverträgen mit Kunden (siehe hierzu auch Ausführungen zum kurzfristigen Teil D.24.), in Höhe von TEUR 44 (i. V. TEUR 1.620) um bedingte Verbindlichkeiten aus dem Kaufpreis von RadioSoft, sowie Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungen TEUR 148 (i. V. TEUR 398). In Höhe von TEUR 35 (i. V. TEUR 49) besteht eine Verbindlichkeit aus Abgrenzung wegen Vorteils aus einem Mietvertrag. Die Verpflichtungen aus variablen Vergütungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Für den darin enthaltenen langfristigen Anteil, der eine aktienkursbasierte Barvergütung betrifft (TEUR 121), kommt IFRS 2 auf der Grundlage eines Binomialmodells zur Anwendung. Der andere Teil der langfristigen Vergütung (TEUR 27) betrifft einen vertraglich fixierten Bonus, der in Abhängigkeit von der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite nach Ablauf von zwei Jahren bezahlt wird. Die Bewertung basiert auf der erwarteten Entwicklung der relevanten Einflussfaktoren. Der kurzfristige Anteil der variablen Vergütung entfällt auf beide Teile mit TEUR 295. Siehe hierzu bei den "Sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten" (D.24.). Die anteilsbasierte Vergütung betrifft seit Beginn des Geschäftsjahres 2012/2013 sämtliche Vorstandsmitglieder aufgrund der Neuregelung der Dienstverträge zum 1. Oktober 2012 und kann nur bar ausgeglichen werden. Die daraus resultierenden Wertsteigerungsrechte werden ausübbar, wenn nach Ablauf von drei bis sechs Jahren ein bestimmter Aktienbasispreis überschritten wird. Die Anzahl der ausübbaren Wertsteigerungsrechte nach drei Jahren beträgt 20.000 bzw. 30.000 Stück. Hierfür wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von TEUR 24 berücksichtigt. Zum 30. September 2016 sind Wertsteigerungsrechte i. H. v. TEUR 230 ausübbar, die im Dezember 2016 bar ausbezahlt werden. Weitere Wertsteigerungsrechte sind nicht ausübbar. Der Ausübungspreis für die Wertsteigerungsrechte beträgt am Ende der Berichtsperiode EUR 3,52. Nachfolgende Tabelle enthält die der Bewertung der Wertsteigerungsrechte zugrunde gelegten Parameter: scroll
Die antizipierte Laufzeit der Wertsteigerungsrechte basiert auf den aktuellen Erwartungen und entspricht nicht zwingend dem tatsächlich eintretenden Ausübungsverhalten der Berechtigten. Der erwarteten Volatilität liegt die Annahme zugrunde, dass von der historischen Volatilität über einen der Laufzeit der Wertsteigerungsrechte ähnlichen Zeitraum auf künftige Trends geschlossen werden kann, wobei die tatsächlich eintretende Volatilität von den getroffenen Annahmen abweichen kann. Die angegebenen Bandbreiten ergeben sich aus unterschiedlichen Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten der virtuellen Aktienoptionen für die einzelnen Vorstandsmitglieder. 19. Passive latente steuernDie passiven latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die ermittelten Ansatz- und Bewertungsunterschiede auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzern-Abschluss führten in folgenden Positionen zu passiven latenten Steuern: scroll
20. RückstellungenRückstellungen werden gemäß IAS 37 in Höhe des Betrags angesetzt, der nach bestmöglicher Schätzung erforderlich ist, um alle gegenwärtigen Verpflichtungen gegenüber Dritten am Bilanzstichtag abzudecken. Künftige Ereignisse, die sich auf den zur Erfüllung einer Verpflichtung erforderlichen Betrag auswirken können, sind in den Rückstellungen berücksichtigt, sofern sie mit hinreichender objektiver Sicherheit vorausgesagt werden können und sofern diese Verpflichtungen aus Vorgängen der Vergangenheit resultieren. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. aus einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gesamtergebnisrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der für die Schuld spezifische Risiken widerspiegelt. Im Falle einer Abzinsung wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Finanzaufwendungen erfasst. Ober die Zusammensetzung und Entwicklung des Postens gibt die nachfolgende Obersicht Auskunft: scroll
21. Erhaltene Anzahlungen und FertigungsaufträgeDie auf der Passivseite ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen umfassen sowohl die Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo als auch die sonstigen erhaltenen Anzahlungen. Diese stellen sich wie folgt dar: scroll
Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge werden in Höhe der angearbeiteten Aufträge auf der Aktivseite mit dem Posten Forderungen saldiert und im Übrigen auf der Passivseite offen ausgewiesen. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Anzahlungen gliedert sich wie folgt: scroll
22. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Zahlungsverpflichtungen für Güter und Leistungen, die im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erworben wurden. Die Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Schulden klassifiziert, wenn die Zahlungsverpflichtung innerhalb von einem Jahr oder weniger fällig ist. Andernfalls werden sie als langfristige Schulden bilanziert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 1.061 (i. V. TEUR 1.238). 23. Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenVerbindlichkeiten werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, zum Ausgleich einer Verpflichtung abfließen werden und dieser Betrag verlässlich ermittelt werden kann. Die Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten betreffen das Gebäude-Leasing in Lichtenau. Bei den übrigen sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Verpflichtungen aus Mietkäufen. Die Entwicklung der liquiden Mittel und der Kontokorrentkredite, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung bzw. im Konzern-Anhang unter F. dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 400 durch Grundpfandrechte gesichert. Siehe hierzu auch bei "Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten" (D.17.). 24. Sonstige kurzfristige VerbindlichkeitenSie sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt und setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Personalverpflichtungen, den kurzfristigen Anteil aus der Vorstandsvergütung und den kurzfristigen Anteil aus der bedingten Kaufpreisverpflichtung. Der kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten umfasst abgegrenzte Erlöse aus Wartungsverträgen. E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG1. GesamtergebnisrechnungDie Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti sowie nach Eliminierung konzerninterner Verkäufe ausgewiesen. Die LS telcom AG erfasst die Umsätze übereinstimmend mit IAS 18 und IAS 11. Umsätze für Produktverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich festgesetzt oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Die Höhe der Erlöse kann verlässlich bestimmt werden. Es ist hinreichend wahrscheinlich, dass der LS telcom AG der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten verlässlich bestimmt werden können. Nachträglich gewährte Gutschriften sind in Abzug gebracht. Umsätze aus Dienstleistungsgeschäften (Wartung, Service und Seminare) werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern die Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann und der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens aus dem Geschäft hinreichend wahrscheinlich ist. Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach Unternehmensbereichen und Regionen und ist in den Erläuterungen zur "Segmentberichterstattung" in Abschnitt G. wiedergegeben. Die ermittelten Umsatzerlöse resultieren aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse umfassen mit EUR 20,9 Mio. (i. V. EUR 24,2 Mio.) Umsätze aus langfristigen Fertigungsaufträgen. 3. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Fördermittel (TEUR 90; i. V. TEUR 264), Währungsgewinne (TEUR 337; i. V. TEUR 980), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 5; i. V. TEUR 2), Zuwendungen der öffentlichen Hand (TEUR 0; i. V. TEUR 16) sowie aus der Neubewertung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung (TEUR 1.560; i. V. TEUR 596). 4. Aktivierte EigenleistungenSie beinhalten ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten für die im Geschäftsjahr selbst erstellte Software und Hardware. Zur Bewertung vgl. D.3. 5. MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
6. PersonalaufwandDer Ausweis betrifft im Wesentlichen Gehälter sowie soziale Abgaben. scroll
7. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des AnlagevermögensDie Zusammensetzung der Abschreibungen ergibt sich aus den separaten Anlagen zur Darstellung der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens, die integrale Bestandteile des Konzern-Anhangs sind. 8. Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
9. Finanzergebnisscroll
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen resultiert aus dem anteiligen Jahresergebnis der NG Networks Co., Ltd. (TEUR 76) im Geschäftsjahr 2015/2016. Die Zinserträge resultieren aus Guthaben bei Kreditinstituten. Zinsaufwendungen ergeben sich aufgrund der Inanspruchnahme von Kreditlinien und Avalen sowie Zinsanteilen aus Finanzierungsleasingverträgen. 10. ErtragsteuernDie Ertragsteuern umfassen die Aufwendungen und Erträge aus tatsächlichen und latenten Steuern. Die Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, es sein denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Ertrag (i. V. Aufwand) aus Ertragsteuern setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der Ertrag (i. V. Aufwand) aus latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen Steueraufwand und dem rechnerischen Steueraufwand, der sich bei einem Steuersatz für die Gesellschaft von 28 % (i. V. 28 %) ergeben würde, setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die erwartete Steuerbelastung auf das steuerliche Ergebnis beträgt im Vorjahr sowie zum Bilanzstichtag 28 % und errechnet sich wie folgt: scroll
11. Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien und Ergebnis je AktieZur Ermittlung des Ergebnisses pro Aktie nach IAS 33 wird das den Aktionären zuzurechnende Jahresergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der ausgegebenen Aktien dividiert. Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 5.311.000 (i. V. 5.311.000). Das Konzern-Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR 823 (i. V. TEUR 584). Demgemäß ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von EUR 0,15 (i. V. EUR 0,11). Ein verwässertes Ergebnis je Aktie war nicht zu berechnen. F. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Als Mittelzufluss und -abfluss aus der betrieblichen Tätigkeit wird die Umsatztätigkeit angezeigt, durch die der Cashflow generiert wird. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Beteiligungen sind im Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit enthalten. In den Zahlungsströmen des Geschäftsjahres sind TEUR 38 (i. V. TEUR 21) erhaltene Zinsen und TEUR 285 (i. V. TEUR 390) gezahlte Zinsen enthalten. Im Berichtsjahr sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 47 (i. V. TEUR 161) bezahlt und Ertragsteuern in Höhe von EUR 27 (i. V. TEUR 18) erstattet worden. Im laufenden Geschäftsjahr betreffen die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe eine Teilzahlung der Kaufpreisverbindlichkeit aus dem im Rahmen eines asset deals übernommenen Geschäftsbetriebs der Moncure Gruppe. Nähere Informationen finden sich unter H.3. Der Finanzmittelfonds besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese enthalten neben den liquiden Mitteln auch jederzeit rückzahlbare Kontokorrentkredite von Banken. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Die Kontokorrentkredite werden in der Konzern-Bilanz unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen (siehe hierzu D.23.). G. SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDer LS telcom Konzern bildet in seinem internen Berichtswesen die Unternehmenstätigkeit differenziert ab. Auf Basis dieses internen Berichtswesens beurteilt der Vorstand, der als verantwortliche Unternehmensinstanz für den Erfolg der verschiedenen Geschäftsbereiche und die Zuteilung der Ressourcen verantwortlich ist, die Geschäftstätigkeit unter verschiedenen Gesichtspunkten. Bei der LS telcom AG werden zum Zweck der Unternehmenssteuerung die berichtspflichtigen Segmente - in Übereinstimmung mit der internen Berichtsstruktur des LS telcom Konzerns - in "Hardwarenahe Systeme", "Dienstleistungen" und "Softwaresysteme" aufgeteilt. Die einzelnen Segmente können folgendermaßen charakterisiert werden: Hardwarenahe SystemeDas Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen, typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme. DienstleistungenUnter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient. Des Weiteren sind hierin auch Geschäfte enthalten, bei denen LS telcom Dienstleistungen und Material Dritter als reiner Wiederverkäufer vermittelt, wobei diese Geschäfte in der Regel in engem Zusammenhang mit anderen Projekten des Konzerns stehen. SoftwaresystemeDas Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Software-Projekte. Die Aufgliederung der zu berichtenden Kennzahlen stellt sich wie folgt dar: scroll
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Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung liegen die im Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Segmentinformationen umfassen sowohl direkt zuordenbare als auch sinnvoll verteilbare Größen. Um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Geschäftsfelder zu bestimmen, wird das Betriebsergebnis der Segmente vom Vorstand getrennt überwacht. Die Entwicklung bzw. Leistung der Geschäftsfelder wird anhand dieses Segmentergebnisses (EBIT ohne die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen) beurteilt. Umsätze zwischen den Segmenten werden nicht getätigt. Da die Konzern-Finanzierung (Zinsaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern und das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen konzerneinheitlich gesteuert werden, erfolgt keine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftssegmenten. Die Investitionen beziehen sich auf die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Segmentvermögen und -schulden umfassen alle Vermögenswerte und Schulden, die der betrieblichen Sphäre zuzuordnen sind und deren positive und negative Ergebnisse das Betriebsergebnis bestimmen. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen werden dabei dem operativen Geschäftsbetrieb zugerechnet. Zum Segmentvermögen zählen insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte. Die Betrachtung der Vermögenswerte nach Segmenten erfolgt ohne die Angaben zum Ansatz assoziierter Unternehmen, zu aktiven latenten Steuern und zu Ertragsteuerforderungen, da diese Vermögenswerte auf Konzern-Ebene überwacht werden. Die Segmentschulden betreffen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen. Die Betrachtung der Schulden nach Segmenten erfolgt ohne die Angabe zu den passiven latenten Steuern. Zusätzlich erfolgt keine Steuerung auf Segmentebene - sondern auf Ebene des Konzerns -anhand der Größen kurz- und langfristige finanzielle Verpflichtungen und den Steuerrückstellungen. Die Informationen zu den geografischen Gebieten des Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die vorstehenden Informationen zu den Umsätzen sind nach dem Standort des jeweiligen Kunden gegliedert. Im Geschäftsjahr wurde mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die Umsatzerlöse entfallen auf die folgenden Segmente: scroll
Im Vorjahr wurden mit einem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse erzielt. Die langfristigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt: scroll
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen die immateriellen Vermögenswerte, den Geschäfts- und Firmenwert, die Sachanlagen sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. H. Sonstige Angaben1. Risiken aus Finanzinstrumenten: RisikomanagementGrundsätze des RisikomanagementsDie Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird. Aus den nachfolgenden Tabellen sind ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen den Kategorien nach IAS 39, der Klassifikation nach IFRS 7 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente ersichtlich. Kategorisierung der FinanzinstrumenteDie vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Bewertungskategorien zugeordnet: scroll
In der Spalte "Buchwert übrige" sind unter den kurzfristigen Vermögenswerten Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 3.164 (i. V. TEUR 3.872) ausgewiesen, die gemäß IAS 11 bewertet werden. Hinsichtlich der Schulden betrifft der Ausweis Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von insgesamt TEUR 1.618 (i. V. TEUR 2.095), die gemäß IAS 17 bewertet werden. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten ein zinsbegünstigtes KfW-Darlehen in Höhe von TEUR 5.492 (i. V. TEUR 5.772). Bei der Erstellung des Konzern-Abschlusses wird grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip angewandt. Eine Ausnahme hiervon bildet die Bilanzierung von zur Veräußerung gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den aktuellen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab. Kategorisierung der Finanzinstrumente im VorjahrDie vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente im Vorjahr waren den folgenden Bewertungskategorien zugeordnet: scroll
Daraus ergeben sich aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 die folgenden Werte: scroll
Das in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthaltene Nettoergebnis nach Bewertungskategorien stellt sich wie folgt dar: scroll
In der Nettoposition sind Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 7 (i. V. TEUR 0) enthalten. Das Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten stellt sich wie folgt dar: scroll
Risikokategorien im Sinne des IFRS 7a) Kreditrisiko/AusfallrisikoDer LS telcom Konzern ist aus seinem operativen Geschäft einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners. Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor. Die Kreditqualität finanzieller Vermögenswerte zeigt die folgende Tabelle: scroll
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Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden ist sehr gering, da der LS telcom Konzern vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom AG verbleibt. Die Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte zeigt folgendes Bild: scroll
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Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Nennwert haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Im Berichtsjahr entstanden Forderungsverluste in Höhe von TEUR 25 (i. V. TEUR 188). Es handelt sich in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 188) um bereits im Vorjahr wertberichtigte Forderungen. b) Liquiditätsrisiko/Cashflow-RisikoEine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau sowie vorhandene Kreditlinien stellen primär sicher, dass eine ausreichende Liquiditätsversorgung des LS telcom Konzerns jederzeit gewährleistet ist. Des Weiteren pflegt die Gesellschaft eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass auch unter den Bestimmungen von Basel III weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind. Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist der folgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
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Die nachfolgende Darstellung zeigt die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen auf die am 30. September 2016 (Vorjahr 30. September 2015) bestehenden Finanzverbindlichkeiten. scroll
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c) MarktrisikoIm Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt. ca) Währungsrisiko Der LS telcom Konzern ist aufgrund seiner internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich wie folgt zusammen: scroll
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Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Ein Anstieg sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Gesamtergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 596 (i. V. TEUR 587) verbessert. Ein Rückgang sämtlicher für das Unternehmen relevanter Währungen um 10 % gegenüber dem Euro hätte das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns um TEUR 596 (i. V. TEUR 587) verschlechtert. Das Währungsrisiko des Konzerns setzt sich bei den wesentlichen Währungen wie folgt zusammen: scroll
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cb) ZinsrisikenDie Anlagen wurden im vergangenen Jahr ausschließlich in Tages- und Festgelder sowie Geldmarktfonds getätigt. Risikokonzentrationen im Finanzbereich werden des Weiteren durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen erstklassigen Banken vermieden. Durch diese Form der Anlage ist eine maximale Ausfall- bzw. Wertverlustrisikominimierung gegeben. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinsaufwendungen und -erträge, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegt die folgende Annahme zu Grunde:
Aus dem Bestand an Finanzmitteln und sonstigen Vermögensgegenständen mit variablen Zinssätzen würden sich das Ergebnis und das Eigenkapital per 30. September 2016 bei einer Zinsänderung um +100 Basispunkte um TEUR 13 (i. V. TEUR 23) erhöhen. cc) Sonstige PreisrisikenIFRS 7 fordert bezüglich der Darstellung der Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Der LS telcom Konzern hatte zum 30. September 2016 und 30. September 2015 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand. 2. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Mietverträgen. Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden finanziellen Verpflichtungen zeigt die nachfolgende Darstellung: scroll
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen in Höhe von TEUR 14 nahestehende Personen und Unternehmen (siehe auch H.5.). Im Berichtsjahr besteht kein Bestellobligo (i. V. bestand kein Bestellobligo). 3. Bedingte KaufpreisverpflichtungenDie bedingte Kaufpreisverpflichtung hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scroll
Der Ertrag der Neubewertung in Höhe von TEUR 1.560 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Von den bedingten Gegenleistungen sind TEUR 33 (i. V. TEUR 86) innerhalb eines Jahres fällig. Der Kaufpreis aus dem Erwerb des Frequenzkoordinierungsgeschäfts der zum 1. Juni 2014 neugegründeten LS telcom-Tochtergesellschaft RadioSoft Inc. umfasste zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einen bedingten Teil. Dieser bedingte Teil erstreckt sich bis ins Jahr 2019 und ist von den in diesem Zeitraum durch die RadioSoft Inc. erzielten Ergebnisgrößen abhängig. Da sich die bezüglich des Kaufpreises angenommenen Geschäftsvolumina bisher noch nicht eingestellt haben, wurde gegenüber dem Erstkonsolidierungszeitpunkt von einer niedrigeren Zahlung ausgegangen, sodass gemäß IFRS 3 erfolgwirksam ein Ertrag aus der Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit von TEUR 1.560 gebucht wurde. Die Verpflichtung in Höhe von TEUR 77 ist in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 33) und den langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten (TEUR 44) enthalten. 4. Beziehungen zu nahestehenden PersonenNahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der Gruppe. Im Geschäftsjahr 2015/2016 bzw. 2014/2015 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen: scroll
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Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart. 5. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers ohne Umsatzsteuerscroll
6. Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGAm 27. November 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären sowie der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht. 7. Angaben zum Aufsichtsrat und zum VorstandDer Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Winfried Holtermüller (Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender) Prof. Dr. Werner Wiesbeck (Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender) Dipl.-Finw. Karl Hensinger (Finanzwirt), Laupheim Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus. Dem Vorstand gehören an die Herren: Dr. Manfred Lebherz (Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 949 (i. V. TEUR 1.052) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 150 (i. V. TEUR 253) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. TEUR 45 (i. V. TEUR 186) dieser variablen Anteile wurden im Aufwand lediglich als mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis zwei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von TEUR 69 (i. V. TEUR 66). Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien. 8. Ereignisse nach dem BilanzstichtagWesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor. 9. GewinnverwendungsvorschlagFür die Gewinnausschüttung ist der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der LS telcom AG maßgeblich. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.325.267,14 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Lichtenau, 22. November 2016 LS telcom Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Konzern-AbschlussWir haben den von der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 24. November 2016 Ebner Stolz GmbH & Co. KG Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer Thomas Epple, Wirtschaftsprüfer |
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