LS telcom Aktiengesellschaft

Lichtenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2015/2016 der LS telcom AG war nicht ganz so erfolgreich wie Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft es sich gewünscht hätten.

Wie bereits im Vorjahr, durchzogen zahlreiche ungeplante und nicht vermeidbare Projektverschiebungen das gesamte Geschäftsjahr.

Auftragserteilungen verzögerten sich mehrfach aus kundenseitigen, von der Gesellschaft nicht zu vertretenden Gründen. In nicht wenigen Fällen konnte der Preisverfall an den internationalen Rohstoffmärkten und die daraus resultierenden enger gewordenen Finanzspielräume einiger Kunden als Ursache für die Projektverschiebungen ausgemacht werden.

Dessen unbeschadet ist auch der Aufsichtsrat zuversichtlich, dass die verschobenen Projekte in absehbarer Zeit nachgeholt werden, denn im Regelfall steht die Kundenseite unter Innovations- und Investitionsdruck und wird auch künftig nicht umhin kommen, auf die weltweit technologisch führenden Produkte von LS telcom zurückzugreifen.

Da die vom Aufsichtsrat mit verantwortete Liquiditätssteuerung im Konzern so ausgerichtet ist, dass auch längere Phasen der Kundenzurückhaltung überbrückt werden können, sehen wir unseren Konzern auch für die Zukunft gut gerüstet.

Das Unternehmen wird auch weiterhin mit Gewinn arbeiten, dividendenfähig bleiben und die technologische Weltmarktführung erfolgreich behaupten.

Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat den Vorstand auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 intensiv unterstützt.

Die technologische Weltmarktführung und die unangefochtene herausragende Qualität der Produkte und Systeme der LS telcom AG im Zusammenwirken mit dem Erfahrungsschatz und dem Können der Mitarbeiter haben auch im zurückliegenden Geschäftsjahr für eine stabile Ertragslage des LS telcom Konzerns gesorgt. Der Aufsichtsrat der LS telcom AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben intensiv wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft überwacht und beratend begleitet. In alle wesentlichen unternehmerischen und strategischen Entscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Von zentraler Bedeutung waren dabei auch weiterhin die weltweite strategische Expansion des Konzerns, der Auf- und Ausbau der Geschäftsaktivitäten der in der jüngeren Vergangenheit neu gegründeten Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien, die Erschließung weiterer Geschäftsfelder zur Nutzung neuer künftiger Geschäftschancen, die technologische und entwicklungstechnische Integration der Tochtergesellschaften in den Konzern sowie die Akquisition und Abwicklung weiterer zukunftsweisender Projekte. An der mit der Weiterentwicklung der Konzern-Strukturen verbundenen Aufgabe einer immer komplexeren Konzern-Steuerung und der damit verbundenen Mechanismen des Risk-Management und des Risk-Controlling auf Konzern-Ebene hat auch der Aufsichtsrat entscheidend mitgewirkt. Er hat auch die Entwicklung der Konzern-Strategie mitgeprägt.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand während des gesamten zurückliegenden Geschäftsjahrs ständig in engstem Kontakt zum Vorstand der Gesellschaft und hat diesen bei der Entscheidungsfindung umfassend beraten und unterstützt.

In seinen Sitzungen vom 27.11.2015, 19.02.2016, 27.05.2016, 24.06.2016, 12.08.2016, sowie in der Sitzung zum Zwecke der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzern-Abschlusses am 30.11.2016 hat sich der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den Gang der Geschäfte unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat wurde darüber hinaus vom Vorstand während des gesamten Geschäftsjahrs durch umfassende Berichte über die jeweilige aktuelle Geschäftsentwicklung - insbesondere den Auftragsbestand, die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage, das Risk-Management und das Risk-Controlling - und über sämtliche Vorgänge von besonderer Tragweite und Bedeutung informiert. Die wirtschaftliche Lage und die geschäftliche Entwicklung des Konzerns wurden regelmäßig, auch außerhalb förmlicher Sitzungen, mit dem Vorstand erörtert. Sämtliche Maßnahmen, welche einer Unterrichtung oder Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, wurden im Aufsichtsrat frühzeitig und umfassend besprochen, vom Aufsichtsrat verantwortlich begleitet und von diesem überwacht.

Der Aufsichtsrat hat sich in umfangreichen schriftlichen monatlichen Berichten durch den Vorstand lückenlos und detailliert über die Auftrags-, Liquiditäts- und Ertragslage der LS telcom AG sowie sämtlicher Tochtergesellschaften unterrichten lassen. Er hat ferner die Einhaltung der Geschäftsplanung des LS telcom Konzerns, das Forderungsmanagement, das Risikomanagement, den Bestand an offenen Kundenforderungen und das Cash-Management innerhalb des Konzerns anhand der schriftlichen Berichte des Vorstands überprüft und überwacht.

Der Aufsichtsrat hat auch im zurückliegenden Geschäftsjahr eine aktive Rolle bei der Überprüfung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der Gesellschaft sowie bei der Umsetzung und der Überwachung der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex übernommen. Die Funktionstüchtigkeit und Effizienz des Risikofrühwarn-Systems des LS telcom Konzerns wurde vom Aufsichtsrat auch als einer der Prüfungsschwerpunkte während der zurückliegenden Abschlussprüfung und Konzern-Abschlussprüfung 2015/2016 vorgegeben.

Nicht zuletzt den bewährten und effizienten Mechanismen des Risikomanagements und Risikocontrolling im LS telcom Konzern ist es zu verdanken, dass der Konzern auch im zurückliegenden Geschäftsjahr keine nennenswerten Forderungsausfälle zu verzeichnen hatte und stets auf ausreichende Liquiditätspolster zur Abdeckung aller operativen Geschäftsaktivitäten zurückgreifen konnte.

Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, wurden in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich behandelt. So hat das Kontrollgremium in seiner Bilanzsitzung vom 30.11.2016 den Jahresabschluss des Berichtsjahres festgestellt, den Konzern-Abschluss gebilligt und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zugestimmt. Die Unternehmensplanung 2016/2017 sowie die Mittelfristplanung bis 2019 wurden vom Aufsichtsrat durch Beschlussfassung im Umlaufverfahren am 02./03.11.2016 verabschiedet.

Zu den wichtigsten Beratungsthemen des Aufsichtsgremiums im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:

die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des LS telcom Konzerns

die weitere strategische Expansion des Konzerns

die Erschließung und der Ausbau neuer technologischer Geschäftsfelder und neuer Märkte

die Konzern-Planung 2015/2016

die Erschließung der relevanten Märkte in den USA und in den Commonwealth-Ländern

die Absicherung der technologischen und wirtschaftlichen Weltmarktführerschaft des Konzerns

das Risk-Management und das Risk-Controlling

die Integration der jüngeren Tochtergesellschaften in den LS telcom Konzern.

Zusätzlich hat der Aufsichtsrat nach Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die Arbeitsabläufe und die Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat effizient und zielorientiert ausgerichtet sind, insbesondere, dass der Aufsichtsrat zu jeder Zeit für die Mitglieder des Vorstands erreichbar ist und diesen schnell, kompetent und erfahren mit Rat und Tat zur Seite steht.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss des LS telcom Konzerns sowie der Konzern-Lagebericht, jeweils zum 30.09.2016, wurden durch die Ebner Stolz GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der LS telcom AG, der Konzern-Abschluss sowie der Lagebericht des LS telcom Konzerns und die jeweiligen Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfer wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und erläutert und von ihm gemäß § 171 Abs. 1 AktG geprüft. Der Abschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem Wirtschaftsprüfer gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über jegliche während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich zu unterrichten war. Ferner hatte der Aufsichtsrat gemäß Ziff. 7.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer verpflichtet, über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise ergeben. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand bzw. Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gem. Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt, in welcher über sämtliche beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer bzw. seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits Rechenschaft abgelegt wird.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der LS telcom AG sowie den Konzern-Abschluss, den Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns und den Vorschlag zur Ergebnisverwendung umfassend geprüft. Diese Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Somit ist der Jahresabschluss der Gesellschaft gemäß § 172 S. 1 AktG festgestellt, der Konzern-Abschluss gemäß § 171 Abs. 1; Abs. 2 Satz 4 AktG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen.

Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG; § 289 Abs. 4; § 315 Abs. 4 HGB, die einer Stellungnahme bzw. Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind im Lagebericht der LS telcom AG sowie im Konzern-Lagebericht des LS telcom Konzerns nicht enthalten.

Die hervorragende Qualifikation, Erfahrung, Kreativität und Motivation der Mitarbeiter des LS telcom Konzerns sind auch weiterhin der entscheidende Garant für die Erreichung der wirtschaftlichen Ziele, die die Gesellschaft und ihre Leitungsorgane sich für das laufende Wirtschaftsjahr und für die nähere Zukunft gesetzt haben.

Für ihren vorbildlichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, der erweiterten Geschäftsleitung und allen Mitarbeitern der LS telcom AG sowie ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank und seine Anerkennung aus.

 

Stuttgart/Lichtenau, den 5. Dezember 2016

LS telcom AG

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Winfried Holtermüller, Rechtsanwalt

Bilanz zum 30. September 2016

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

Aktiva

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Stand am 30.09.2016
EUR
Stand am 30.09.2015
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 161.242,35 252.670,29
2. Geleistete Anzahlungen 196.560,00 0,00
  357.802,35 252.670,29
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.332.705,44 1.390.265,13
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.031.191,98 1.161.626,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 395.940,25 199.379,83
  2.759.837,67 2.751.271,76
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.530.655,04 4.225.267,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.376.089,63 6.161.039,30
3. Beteiligungen 110.066,40 415.454,39
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 5 5 6.746,06
  13.016.811,07 11.358.506,80
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 65.532,49 38.654,10
2. Unfertige Leistungen 909.667,31 1.270.704,67
3. Fertige Erzeugnisse 325,61 21.725,61
  975.525,41 1.331.084,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.058.297,85 2.331.088,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.350.362,87 3.590.021,21
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 113.142,82
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.735.216,51 1.532.175,93
  7.143.877,23 7.566.428,83
III. Flüssige Mittel 5.664.510,80 5.786.436,57
C. Rechnungsabgrenzungsposten 310.442,83 184.866,97
  30.228.807,36 29.231.265,60

Passiva

   
  Stand am 30.09.2016
EUR
Stand am 30.09.2015
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 5.335.000,00 5.335.000,00
Nennbetrag der eigenen Anteile -24.000,00 -24.000,00
Ausgegebenes Kapital 5.311.000,00 5.311.000,00
II. Kapitalrücklage 6.982.478,15 6.982.478,15
III. Gewinnrücklagen    
Andere Gewinnrücklagen 285.582,79 285.582,79
IV. Bilanzgewinn 5.325.267,14 4.092.956,26
  17.904.328,08 16.672.017,20
B. Rückstellungen    
1. Steuerrückstellungen 56.500,00 771,39
2. Sonstige Rückstellungen 3.150.471,20 3.035.365,46
  3.206.971,20 3.036.136,85
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.850.000,00 6.014.952,12
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 286.554,16 741.672,34
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 543.251,52 388.363,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 930.518,00 528.446,92
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 278.470,52
6. Sonstige Verbindlichkeiten 407.076,65 526.676,81
  8.017.400,33 8.478.582,36
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.100.107,75 1.044.529,19
  30.228.807,36 29.231.265,60

Gewinn-und-Verlust-Rechnung
für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

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2015/2016
EUR
2014/2015
EUR
1. Umsatzerlöse 25.811.243,86 22.209.489,41
2. Verringerung (i. V. Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -382.437,35 75.552,31
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 244.822,59 150.692,77
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.035.119,92 953.934,20
  26.708.749,02 23.389.668,69
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.658.774,75 910.762,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.892.430,44 5.705.502,87
  7.551.205,19 6.616.265,19
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 11.544.353,87 11.184.652,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.942.419,53 1.873.081,35
  13.486.773,40 13.057.733,47
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 699.272,98 802.647,37
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.620.072,67 3.410.676,58
  1.351.424,78 -497.653,92
9. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 293.322,03
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 217.388,21 165.778,95
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.418,72 12.076,80
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 300.000,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 181.180,77 204.314,69
  238.626,16 266.863,09
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.590.050,94 -230.790,83
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 86.460,76 18.320,18
16. Sonstige Steuern 5.729,30 5.351,09
17. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 1.497.860,88 -254.462,10
18. Gewinnvortrag 4.092.956,26 5.637.668,36
19. Ausschüttung 265.550,00 1.290.250,00
20. Bilanzgewinn 5.325.267,14 4.092.956,26

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015/2016

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
in EUR Stand am 01.10.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 30.09.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 1.744.546,58 45.591,83 2.943,22 0,00 1.787.195,19
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 196.560,00 0,00 0,00 196.560,00
  1.744.546,58 242.151,83 2.943,22 0,00 1.983.755,19
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 2.610.782,75 11.133,44 0,00 0,00 2.621.916,19
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.384.061,26 131.652,17 41.260,85 231.709,60 3.706.162,18
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 199.379,83 428.270,02 0,00 -231.709,60 395.940,25
  6.194.223,84 571.055,63 41.260,85 0,00 6.724.018,62
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.225.267,05 0,00 0,00 305.387,99 4.530.655,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.161.039,30 1.951.813,26 0,00 563.237,07 8.676.089,63
3. Beteiligungen 415.454,39 0,00 0,00 -305.387,99 110.066,40
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 5 6.746,06 6.491,01 0,00 -563.237,07 0,00
  11.358.506,80 1.958.304,27 0,00 0,00 13.316.811,07
  19.297.277,22 2.771.511,73 44.204,07 0,00 22.024.584,88
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Kumulierte Abschreibungen
in EUR Stand am 01.10.2015 Zugänge Abgänge Stand am 30.09.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 1.491.876,29 137.019,77 2.943,22 1.625.952,84
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.491.876,29 137.019,77 2.943,22 1.625.952,84
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.220.517,62 68.693,13 0,00 1.289.210,75
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.222.434,46 493.560,08 41.024,34 2.674.9 70,20
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.442.952,08 562.253,21 41.024,34 3.964.180,95
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 300.000,00 0,00 300.000,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 300.000,00 0,00 300.000,00
  4.934.828,37 999.272,98 43.967,56 5.890.133,79
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Buchwerte
in EUR Stand am 30.09.2016 Stand am 30.09.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen an solchen Rechten 161.242,35 252.670,29
2. Geleistete Anzahlungen 196.560,00 0,00
  357.802,35 252.670,29
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grundstücken 1.332.705,44 1.390.265,13
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.031.191,98 1.161.626,80
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 395.940,25 199.379,83
  2.759.837,67 2.751.271,76
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.530.655,04 4.225.267,05
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.376.089,63 6.161.039,30
3. Beteiligungen 110.066,40 415.454,39
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 5 5 6.746,06
  13.016.811,07 11.358.506,80
  16.134.451,09 14.362.448,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

A. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen zwei und 35 Jahren.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte erfolgt mit Hilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis einer 5-Jahresplanung. Wesentliche Planungsannahmen betreffen die zugrunde gelegte Umsatzentwicklung sowie die Ergebnismarge und das Wachstum der ewigen Rente. Die tatsächlichen zukünftigen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind wesentliche Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen nicht erkennbar. Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen war im Berichtsjahr eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag aufgrund reduzierter Planerwartungen erforderlich.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder zum niedrigeren Zeitwert.

Die unfertigen Leistungen und die fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten bewertet. Dabei werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie herstellungsbezogene Verwaltungsgemeinkosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1,0 % gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die erhaltenen Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit EUR 2.265.915,28 (i. V. EUR 3.590.021,21) auf den Liefer- und Leistungsverkehr. In diesem Jahr haben Forderungen in Höhe von EUR 41.968,76 (i. V. EUR 57.967,67) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind keine (i. V. EUR 113.142,82) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von EUR 1.712.369,43 (i. V. EUR 1.506.740,64) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In Höhe von EUR 6.484,18 (i. V. EUR 21.953,89) sind die sonstigen Vermögensgegenstände rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden.

3. Flüssige Mittel

Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 5.335.000,00.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist unverändert eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Eigene Anteile

Die Gesellschaft hat im laufenden Wirtschaftsjahr keine eigenen Aktien erworben oder veräußert. Am Bilanzstichtag waren somit 24.000 eigene Aktien im Bestand. Der Bestand zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:

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Stück Anteil am Grundkapital
EUR
Anteil am Grundkapital
%
Erwerbs-/ Verkaufsgrund
Aktienkäufe August 2008 6.004 6.004,00 0,11 spätere Akquisition
Aktienkäufe September 2008 26.160 26.160,00 0,49 spätere Akquisition
Aktienkäufe Oktober 2008 47.595 47.595,00 0,89 spätere Akquisition
Aktienkäufe November 2008 34.441 34.441,00 0,65 spätere Akquisition
Aktienkäufe Dezember 2008 22.269 22.269,00 0,42 spätere Akquisition
Aktienkäufe Januar 2009 15.731 15.731,00 0,29 spätere Akquisition
Aktienkäufe Februar 2009 2.550 2.550,00 0,05 spätere Akquisition
Aktienkäufe Juli 2011 5.970 5.970,00 0,11 spätere Akquisition
Aktienkäufe August 2011 4.080 4.080,00 0,08 spätere Akquisition
Aktienkäufe November 2011 5.500 5.500,00 0,10 spätere Akquisition
Aktienkäufe Dezember 2011 3.700 3.700,00 0,07 spätere Akquisition
Aktienverkäufe Juni 2014 -150.000 -150.000,00 -2,81 Akquisition
  24.000 24.000,00 0,45  

Die eigenen Aktien wurden in Höhe des Nennwertes vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde in der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2012 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 7. März 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 2.568) sowie für Provisionen (TEUR 251) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 112).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2016 setzen sich wie folgt zusammen:

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in EUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 300.000,00 1.800.000,00 3.750.000,00 5.850.000,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 286.554,16 0,00 0,00 286.554,16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 543.251,52 0,00 0,00 543.251,52
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 930.518,00 0,00 0,00 930.518,00
Sonstige Verbindlichkeiten 362.857,61 44.219,04 0,00 407.076,65
  2.423.181,29 1.844.219,04 3.750.000,00 8.017.400,33

Die Verbindlichkeiten zum 30. September 2015 setzen sich wie folgt zusammen:

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in EUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.952,12 1.200.000,00 4.650.000,00 6.014.952,12
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 741.672,34 0 0 741.672,34
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 388.363,65 0 0 388.363,65
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 528.446,92 0 0 528.446,92
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 278.470,52 0 0 278.470,52
Sonstige Verbindlichkeiten 367.888,67 158.788,14 0 526.676,81
  2.469.794,22 1.358.788,14 4.650.000,00 8.478.582,36

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit EUR 930.518,00 (i. V. 528.446,92) auf den Liefer- und Leistungsverkehr.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind keine (i. V. EUR 278.470,52) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 400.000,00 durch Grundpfandrechte gesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2016
EUR
30.09.2015
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 206.388,60 207.513,11
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 32.059,22 30.083,73
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 168.628,83 289.079,97
  407.076,65 526.676,81

7. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen im Zusammenhang mit der Fremdwährungsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten sowie bei den sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 27,725 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Wirtschaftsjahr 2015/2016 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

II. Gewinn-und-Verlust-Rechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:

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TEUR %
Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen 6.186 24
Softwaresysteme 19.625 76
  25.811 100

Dabei werden 10,3 % der Umsätze im Inland (TEUR 2.631), 24,4 % im europäischen Ausland (TEUR 6.286) und 65,4 % im übrigen Ausland (TEUR 16.894) erzielt.

2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 33 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 21 ausgewiesen. Hierbei handelt sich im Wesentlichen um Reisekosten für das Vorjahr.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.928,57 enthalten.

3. Verbundene Unternehmen

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Zinsen in Höhe von EUR 217.338,21 (i. V. EUR 154.645,76) von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit EUR 2.133,65 (i. V. EUR 10.401,03) verbundene Unternehmen. Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit EUR 500.000,00 (i. V. EUR 293.322,03) verbundene Unternehmen.

4. Kursgewinne

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unrealisierte Kursgewinne in Höhe von EUR 4.630,36 (i. V. EUR 6.738,55) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unrealisierte Kursverluste in Höhe von EUR 29.987,64 (i. V. EUR 22.317,34).

5. Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 300.000,00 (i. V. EUR 0,00).

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 8.197,81 (i. V. EUR 12.273,98), Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

C. SONSTIGE ANGABEN

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen beteiligt:

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Name und Sitz Beteiligungsquote
%
Währung Eigenkapital Jahresergebnis
LS telcom Ltd., Ottawa/Kanada 100 TCAD 797 75
Vision2Comm GmbH, Lichtenau 100 TEUR 41 7
LS telcom SAS, Paris/Frankreich 100 TEUR 1.421 -192
LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika 51 TZAR 14.693 -133
NG Networks Co., Ltd., Suzhou/China 40 TRMB 6.234 1.388
Colibrex GmbH, Rheinmünster 100 TEUR -830 -257
LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA 100 TUSD -3.581 -1.077
LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 49 TAED 453 867
LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich 100 TGBP -850 -306
RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA 100 TUSD 2.050 1.441

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten beträgt (inklusive der Betriebsstätten) 178.

3. Außerbilanzielle Geschäfte

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von EUR 469.120,06 (i. V. EUR 744.3 2 9,88) aus einer selbstschuldnerischen Bürgschaft gegenüber einer Immobiliengesellschaft für Mietverpflichtungen eines verbundenen Unternehmens. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft wird als gering eingestuft, da es derzeit keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass das verbundene Unternehmen seinen Verpflichtungen aus den Mietverträgen nicht nachkommen wird.

Für Verbindlichkeiten eines Tochterunternehmens wurde eine Patronats- und Garantieerklärung über TEUR 146 abgegeben.

Immobilien-Mietvertrag

Mit einer Leasinggesellschaft wurde ein unkündbarer Immobilien-Mietvertrag über ein Verwaltungsgebäude abgeschlossen. Das Mietverhältnis läuft seit dem 1. Januar 2006 und die Gesamtmietzeit beträgt 25 Jahre. Für die LS telcom AG besteht jeweils nach zehn und nach 15 Jahren eine Option zum Erwerb der Anteile an der Leasingobjektgesellschaft. Zu diesem Zweck baut die Gesellschaft ab dem Jahr 2008 ein Mieterdarlehen auf, das sich bis zum Jahr 2020 schrittweise auf EUR 2,6 Mio. erhöht. Ab dem Zeitpunkt soll das Mieterdarlehen bis zum Ende der Vertragslaufzeit im Jahr 2030 auf einen Betrag von EUR 1,3 Mio. zurückgeführt werden.

Finanzielle Verpflichtungen aus dem oben genannten Geschäft:

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Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
Fällig 01.10.2016 - 30.09.2017 499
Fällig 01.10.2017 - 30.09.2021 1.669
Fällig ab 01.10.2021* 557
Gesamt 2.725

* nicht berücksichtigt ist die Rückzahlung des Mieterdarlehens nach Ablauf der Gesamtmietzeit.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
Fällig 01.10.2016 - 30.09.2017 18
Fällig 01.10.2017 - 30.09.2021 2
Fällig ab 01.10.2021 und später 0
Gesamt 20

5. Organe der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Winfried Holtermüller

(Rechtsanwalt), Stuttgart (Vorsitzender)

Prof. Dr. Werner Wiesbeck

(Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik), Keltern (stellv. Vorsitzender)

Dipl.-Finw. Karl Hensinger

(Finanzwirt), Laupheim

Die Mitglieder des Aufsichtsrats üben keine weiteren Aufsichtsratsmandate aus.

Dem Vorstand gehören an die Herren:

Dr. Manfred Lebherz

(Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne

(Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz

(Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 958 (i. V. TEUR 1.063) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, d. h. erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 159 (i. V. TEUR 264) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 54 (i. V. 197) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Rückstellungen für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis zwei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuelle Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an den Vorstand letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von TEUR 69 (i. V. TEUR 66).

Herr Dr. Manfred Lebherz hält zum Bilanzstichtag 1.537.862, Herr Dr. Georg Schöne 1.614.445 und Herr Roland Götz 4.148 Aktien. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14.546 Aktien.

6. Honorar des Abschlussprüfers (ohne Umsatzsteuer)

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TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 97
Steuerberatungsleistungen 14
Sonstige Leistungen 22
Gesamthonorar 133

7. Konzern-Abschluss

Die LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, ist nach § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzern-Abschlusses verpflichtet. Die Veröffentlichung des Konzern-Abschlusses erfolgt im Bundesanzeiger.

8. Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG

a) Mitteilung vom 19. September 2007

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Fürstentum Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 11.07.2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft IFM Independent Fund Management AG als Treuhänder für den Fonds Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 5.07.2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 6,81 % (Anzahl der Stimmrechte: 363.332) beträgt."

b) Mitteilung vom 16. November 2010

"Herr Günter Weispfenning, Deutschland, hat uns am 12.11.2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, ISIN DE0005754402, WKN: 575440, am 09.11.2010 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,05 % (Anzahl der Stimmrechte: 269.253 Stimmrechte) betragen hat."

c) Korrekturmitteilung vom 16. Juli 2012

"Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 9,39 % (das entspricht 501.139 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,43 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Ingrid Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Ingrid Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 16.11.2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 3,03 % (das entspricht 161.610 Stimmrechten) betragen hat."

d) Korrekturmitteilung vom 16. Juli 2012

"Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 02.11.2011 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten und an diesem Tag 5,11 % (das entspricht 272.447 Stimmrechten) betragen hat. Hiervon sind ihr 0,47 % der Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nummer 1 WpHG zuzurechnen.

5,07 % (270.447 Stimmrechte) davon hielt Frau Christiane Weispfenning als Mitglied der Erbengemeinschaft nach Herrn Günter Weispfenning, bestehend aus Frau Ingrid Weispfenning und Frau Christiane Weispfenning.

Außerdem hat uns Frau Christiane Weispfenning, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 18.05.2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, am 05.03.2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte unterschritten und an diesem Tag 2,31 % (das entspricht 123.263 Stimmrechten) betragen hat."

e) Mitteilung vom 9. Oktober 2013

"Die IFM Independent Fund Management AG, Austrasse 9, 9490 Vaduz, Liechtenstein, hat uns mit Schreiben vom 08.10.2013 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Verwaltungsgesellschaft mit dem Namen IFM Independent Fund Management AG für den Scherrer Small Caps Europe an der LS telcom AG am 04.10.2013 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,94 % (156.637 Stimmrechte) beträgt."

9. Mitteilung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG

Mitteilung vom 13. Juni 2014

"Die LS telcom AG, Lichtenau, Deutschland, teilt gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 11.06.2014 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,45 % (das entspricht 24.000 Stimmrechten) betragen hat."

10. Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 27. November 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft (www.LStelcom.com) dauerhaft zugänglich gemacht.

D. ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn der Gesellschaft in Höhe von EUR 5.325.267,14 einen Betrag von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Lichtenau, 21. November 2016

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz

Dr. Georg Schöne

Dipl.-Ing. Roland Götz

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Marktumfeld und Absatzentwicklung

Wesentlich bestimmend für das Geschäftsjahr 2015/2016 war ebenso wie im Vorjahr die Abarbeitung der bereits in den Vorjahren akquirierten großvolumigen Aufträge, sowohl für sogenannte "Enterprise"-Softwaresysteme als auch für Komplettlösungen mit hohem integriertem Messtechnikanteil.

Trotz hoher Nachfrage blieb der Auftragseingang in der gesamten Firmengruppe hinter den Erwartungen zurück, womit auf Konzern-Ebene auch Umsatzverschiebungen bei laufenden Projekten nicht durch Neuprojekte kompensiert werden konnten. Die LS telcom AG schaffte es jedoch bei rückläufigen Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen (-9 %), den Umsatz mit externen Kunden um 31 % zu steigern. Erheblichen Anteil daran hatte ein Großprojekt zur Lieferung eines Funkmesssystems in Südostasien. Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte die LS telcom AG deshalb ihr Planziel übererfüllen.

Die hohe Nachfrage, eine intensive Vertriebsarbeit und zahlreiche erfolgversprechende Ausschreibungen schlugen sich bis zum Ende des Geschäftsjahres leider nicht wie ursprünglich geplant im Auftragseingang nieder. Die Gründe, die zu Verzögerungen in den Vergabeverfahren führten, waren vielfältig (komplexes Bieterumfeld, Ölpreisverfall und Anpassung von Projektanforderungen an geringere Budgets, bürokratische Hürden bei Direktvergaben etc.).

Es hat sich aufgrund dieser Entwicklungen ein Angebotsstau aufgebaut, der zu einem gewissen Teil aus sehr erfolgversprechenden und auch hochvolumigen Projektangeboten besteht. Der Vorstand geht, nachdem an verschiedenen Stellen zum Geschäftsjahresende Bewegung in die Vergabeverfahren gekommen ist, davon aus, dass sich dieser Angebotsstau zeitnah abbauen und in Beauftragungen für das Unternehmen münden wird. Die Auftragserwartung ist trotz der erfahrenen Verzögerungen unverändert hoch.

Vor diesem Hintergrund hält die Unternehmensführung auch unverändert an dem in den vergangenen Jahren aufgebauten Personalstamm und der Strategie, neue regionale (USA) und thematische Märkte (Militär, Innere Sicherheit) zu erschließen, fest. Der Vorstand sieht keinen Anlass, wesentliche Änderungen in der Kostenstruktur des Unternehmens vorzunehmen, auch wenn sich die bereits getätigten, sehr hohen Aufwendungen und Investitionen für die Markterschließungsmaßnahmen noch nicht in den gewünschten Erfolgen niedergeschlagen haben.

In Teilbereichen des von der LS telcom AG adressierten Markts besteht ein unverändert starker Wettbewerb mit zunehmendem Preisdruck. In diesem Umfeld konnte sich die LS telcom AG im vergangenen Geschäftsjahr zwar oftmals erfolgreich behaupten, allerdings teilweise auch über strategische Preisbildung und auf Kosten der Marge. Der anzahl- und umsatzmäßig größte Anteil der neuen Aufträge wurde von Bestandskunden erteilt. Technologisch hat das Unternehmen seinen Vorsprung zum Wettbewerb speziell im Bereich Systemlösungen für Regulierungsbehörden gehalten und das Produktportfolio in diesem Bereich durch das Angebot hardwarenaher Speziallösungen für die Funküberwachung weiter ausgebaut.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde unter den oben ausgeführten Marktrahmenbedingungen bei der Muttergesellschaft des LS telcom Konzerns der Umsatz des Vorjahres mit EUR 25,81 Mio. um 16 % übertroffen (i. V. EUR 22,21 Mio.).

Die umsatzstärksten Projekte des abgelaufenen Geschäftsjahres betrafen ebenso wie im Vorjahr die Einführung einiger größerer Frequenzmanagement-Systeme, die Integration von Funkmess- und Funksendersystemen sowie Planungs- und Beratungsgroßprojekte. Regionale Schwerpunkte dieser Projekte waren Europa, Asien, Nordamerika und der Mittlere Osten.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (TEUR -382) sowie der aktivierten Eigenleistungen (TEUR 244) und sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.035) ergibt sich eine Gesamtleistung von EUR 26,71 Mio., die ca. 14 % über der des Vorjahres (EUR 23,39 Mio.) liegt.

Mit im Vergleich zum Umsatzwachstum unterproportional gestiegenen Aufwandspositionen führt dies zu einem entsprechenden Anstieg des Ergebnisses vor Finanzerträgen und Steuern ("EBIT" oder "Betriebsergebnis") auf EUR 1,35 Mio. (i. V. TEUR -498). Dadurch sowie aufgrund deutlich höherer Erträge aus Beteiligungsunternehmen von TEUR 500 (i. V. TEUR 293) und gegenläufiger Abwertungen auf Finanzanlagen von TEUR 300 (i. V. TEUR 0) weist die Gesellschaft im Jahresergebnis einen Gewinn von EUR 1,50 Mio. aus (i. V. Verlust von TEUR -254).

Der Auftragseingang von Kunden außerhalb der Firmengruppe in Höhe von EUR 13,13 Mio. (i. V. EUR 15,15 Mio.) lag 2015/2016 für die LS telcom AG aus den oben erwähnten Gründen unter dem Vorjahreswert. Der "Auftragseingang" ist hierbei definiert als die Summe aus Neuvertragswerten mit Kunden, Abrufe aus Rahmenverträgen und zeitlich abgegrenzten Erlösen aus Wartungsverträgen. Durch die Auftragsbestände und -eingänge bei verschiedenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen konnte und kann die LS telcom AG über diese direkt akquirierten Aufträge hinaus von konzerninternen Unterbeauftragungen profitieren.

Der Umsatz gliedert sich nach den beiden Berichtssegmenten "Softwaresysteme" und "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" wie folgt auf:

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in TEUR Umsatz GJ 2015/2016 Umsatz GJ 2014/2015 Veränderung EBIT GJ 2015/2016 EBIT GJ 2014/2015
Softwaresysteme 19.625 17.385 13 % 685 553
Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen 6.186 4.824 28 % 666 -1.051
Insgesamt 25.811 22.209 16 % 1.351 -498

Die Berichtssegmente sind hierbei wie folgt definiert:

Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich des typischen Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte aus allen Geschäftsbereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte.

Das Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" fasst die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen sowie Netzplanungs- und Beratungstätigkeiten zusammen. Die Geschäfte dieser beiden Teilsegmente gehen üblicherweise mit höherem Materialeinsatz bzw. einem höheren Anteil an bezogenen Fremdleistungen einher.

"Hardwarenahe Systeme" enthält Projektgeschäft aus der Lieferung und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen sowie aus dem Aufbau von Sender- oder Generator-Containern, deren Installation und Inbetriebnahme.

Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die die LS telcom AG in Form von Beratung, Planung, Ingenieurdienstleistungen und Trainings erbringt und nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind.

Beinahe ebenso stark wie im Vorjahr liegt der Umsatzanteil des Segments "Softwaresysteme" über dem des Segments "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen". "Softwaresysteme" erwirtschaftete 76 % (i. V. 78 %) der gesamten Umsatzerlöse. Der Segmentumsatz "Softwaresysteme" wurde wie im Vorjahr überwiegend mit Bestandskunden erzielt.

Die LS telcom AG hat sich als verlässlicher und kompetenter Dienstleister sowohl bei Funknetzbetreibern, Behörden, Ministerien als auch Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen ein exzellentes Renommee erarbeitet. Das Unternehmen konnte das Geschäft mit Planungs- und Beratungsdienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresniveau deutlich steigern und verbucht um ca. 50 % höhere Erlöse aus diesem Teilbereich.

Auch der hardwarebezogene Geschäftsbereich konnte trotz der bereits erwähnten Verzögerungen in diversen Vergabeverfahren umsatzseitig um 23 % zulegen, wofür vor allem ein Großprojekt zur Lieferung eines nationalen Monitoringsystems in Südostasien verantwortlich ist, welches in der zweiten Geschäftsjahreshälfte akquiriert wurde.

Zum Segmentumsatz der hardwarenahen Systeme und Dienstleistungen trugen daneben Funkmesssysteme in der Golfregion sowie Beratungsprojekte aus dem Umfeld der Digitalisierung von Sicherheits- und Betriebsfunknetzen sowie strategisches Consulting zur Frequenzpolitik bei.

Jeder dieser in den beiden Berichtssegmenten enthaltenen unterschiedlichen Teilmärkte bietet nach wie vor hohes Entwicklungspotenzial und wird in den nächsten Jahren eine relevante Rolle für die Umsatzentwicklung des Unternehmens spielen.

Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum mit 90 % (i. V. 91 %) geringfügig unter dem des Vorjahres. Die Exportumsätze innerhalb Europas liegen bei 25 % und in den restlichen Regionen bei 65 % (darunter Asien/Pazifik mit 24 %, der Mittlere Osten mit 24 % und Nordamerika mit 17 %).

2. Unternehmenssituation

Softwaresysteme

Im Geschäftsjahr 2015/2016 verzeichnete die LS telcom AG in diesem Segment zwar eine gute Nachfrage, jedoch aus den bereits beschriebenen Gründen deutlich weniger Neuaufträge als erwartet. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden zudem mehrere umsatzrelevante Meilensteine laufender Projekte auf Kundenwunsch gegenüber deren ursprünglichen Implementierungsplänen verschoben.

Dennoch weist das Segment mit einem Anstieg um 13 % gegenüber dem Vorjahr ein gutes Umsatzwachstum aus. Negative Bestandsveränderungen, höhere Provisionszahlungen und die verstärkte Inanspruchnahme von Ressourcen der Tochterunternehmen und Beteiligungen führten letztlich zu einer nur geringfügig höheren Marge als im Vorjahr und einem Segmentbeitrag zum Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 685 (i. V. TEUR 553).

Der Umsatz im Segment "Softwaresysteme" wurde überwiegend aus der Fortführung größerer Erstkundenprojekte des Vorjahres sowie aus Folgegeschäft (Systemerweiterung und Wartung) mit Bestandskunden erwirtschaftet. Wesentliche Beiträge resultierten aus Projektgeschäften mit Behörden und Funknetzbetreibern in Australien, Großbritannien, Indonesien, Kanada, Katar und Saudi Arabien.

Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen

Die Umsatzerlöse dieses Segments liegen um rund 28 % über dem Vorjahresniveau. Während das Geschäftsfeld "Dienstleistungen" seine Erlöse jeweils aus einer guten Mischung von langfristigen Verträgen und Nachfolgegeschäft mit Bestandskunden sowie Projekten mit Neukunden erzielte, dominierte, wie oben bereits erwähnt, ein großes Neukundenprojekt das Hardware-Systemgeschäft.

Die überproportional positive Entwicklung des Ergebnisbeitrags in diesem Segment wurde durch den Aufbau und Einsatz eigener Ressourcen anstatt Fremddienstleistern sowie den höheren Anteil von Standardprodukten ermöglicht.

Die im Segment "Hardwarenahe Systeme und Dienstleistungen" erzielten Umsatzerlöse von EUR 6,19 Mio. (i. V. EUR 4,82 Mio.) setzen sich zusammen aus ca. 49 % Dienstleistungen und 51 % Umsätzen aus hardwarenahen Systemen.

Hardwarenahe Systeme

Unter dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" werden innerhalb der LS telcom Firmengruppe sehr unterschiedliche Produkte entwickelt und vermarktet. Diesen Produkten ist gemein, dass sie an denselben Kundenkreis wie die Produkte aus dem früheren Kerngeschäft (Spektrum-Management-Softwaresysteme, Planungstools und Planungsdienstleistungen) adressiert sind und eine attraktive Ergänzung zu dem bisher rein "immateriellen" Produktportfolio der LS telcom darstellen.

Am Hauptsitz der LS telcom AG werden neue Verfahren und Systeme zur kleinzelligen Überwachung der Spektrumnutzung entwickelt. Dazu gehören stationäre Langzeit-Messverfahren mit intelligenter Datenreduktion von Terabytes an Messdaten (Big Data Lösungen) ebenso wie neuartige Mess-Sensoren für fliegende Plattformen, wie sie dann z. B. auf speziell hochgerüsteten Mehrflüglern bei der Colibrex GmbH oder der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zum Einsatz kommen.

Die südafrikanische Tochtergesellschaft hat sich außerdem auf die Herstellung von Sender- und zugehörigen Energieversorgungscontainern spezialisiert, nimmt diese in Betrieb und sorgt auch für deren messtechnische Validierung vor Ort. Dieses Geschäft hat sich aus der Herstellung digitaler TV-Sendercontainer für Afrika sehr stark entwickelt und bietet gutes Potenzial, sowohl im Rundfunk- wie auch Mobilfunkbereich.

Dienstleistungen

Die LS telcom AG erbringt im Geschäftsbereich "Consulting & Engineering" umfassende Trainings-, Planungs- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden, unter anderem für spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden.

Das Geschäftsfeld wurde durch den Bedarf an Beratungs- und Planungsdienstleistungen von Systemherstellern und Betreibern von Sicherheitsfunknetzen gut ausgelastet. Im Umfeld der Planung und des Aufbaus von professionellen Mobilfunknetzen, dazu gehören digitale Sicherheitsfunknetze für Behörden, Versorger, Transport- und Industrieunternehmen, sieht die LS telcom AG auch für die Zukunft großes Potenzial, speziell im hochwertigen Planungs- und Beratungsbereich.

Aus dem Rundfunkbereich wurde im Rahmen der laufenden Digitalisierung der terrestrischen Rundfunksysteme besonders in Afrika und Asien die Expertise von LS telcom nachgefragt. Beratungs- und Planungsleistungen bezogen sich dabei auf die Unterstützung bei der Erstellung von Angeboten für komplette landesweite Netze, bis hin zur Detailplanung und Validierung von neuen TV-Sendern.

Die seit 2002 etablierte Training Academy steuerte auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder verlässlich zum Umsatz bei. Darüber hinaus ist diese Einrichtung auch als ein sehr wertvolles Marketing-Instrument für das Unternehmen zu sehen. Trainingsseminare fanden sowohl am Sitz des Unternehmens als auch bei Kunden statt.

3. Niederlassungen und ausländische Gesellschaften

Die LS telcom AG unterhält zum Ende des Geschäftsjahres 2015/2016 eine Niederlassung in Budapest. Das Büro in Ungarn dient vorwiegend der Vor- Ort-, Projekt- und Vertriebsunterstützung sowie der lokalen Anpassung einzelner Softwaremodule.

Beteiligungen der LS telcom AG bestehen zum 30. September 2016 bei der LS telcom Limited, Ottawa/Kanada, bei der LS telcom SAS, Paris/ Frankreich, bei der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd., Ruimsig/Südafrika, bei der LS telcom Inc., Bowie, Maryland/USA, bei der RadioSoft Inc., Clarkesville, Georgia/USA, bei der LS telcom UK Ltd., London/Vereinigtes Königreich, bei der Colibrex GmbH, Rheinmünster, bei der Vision2Comm GmbH, Lichtenau, bei der LST Middle East FZ-LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate, sowie bei der NG Networks Co., Ltd. in Suzhou/China.

Die kanadische Tochtergesellschaft LS telcom Limited bearbeitet insbesondere den Markt für Software und Beratungsleistungen für die Frequenzverwaltung bei Regulierungsbehörden und konzentriert sich regional vorrangig auf Kanada und Lateinamerika.

Die französische Tochterfirma LS telcom SAS vertreibt das gesamte LS telcom-Produktportfolio und bedient vorrangig den französischsprachigen Markt. Außerdem ist die LS telcom SAS hauptverantwortlich für Projekte auf Basis der sogenannten "Professional Systemlösungen" (typischerweise kleinere bis mittelgroße Projekte ohne Einsatz von SOA-Technologie, d. h. ohne Vollautomatisierung).

Die LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. erbringt Beratungs- und Planungsleistungen in Afrika und unterstützt zudem auch den Vertrieb, die Wartung und das Testen von LS telcom-Softwarelösungen. Die südafrikanische Tochter hat in den vergangenen Jahren außerdem erfolgreich einen Geschäftszweig für den Aufbau und die messtechnische Validierung von Sendern und Antennenanlagen etabliert.

Die Vision2Comm GmbH hatte sich während des Geschäftsjahres auf die schlüsselfertige Realisierung von Objektfunkversorgungsanlagen im Sicherheitsbereich konzentriert und wird künftig auch innovative Funkmess- und Monitoring-Lösungen als Dienstleistung ("as-a-Service") entwickeln und anbieten.

Die Colibrex GmbH mit Sitz in Rheinmünster entwickelt und vermarktet primär neue messtechnische Lösungen auf fliegenden Plattformen und darauf basierende Dienstleistungen. Colibrex arbeitet dazu eng mit der LS of South Africa Radio Communication Services (Pty) Ltd. zusammen, die sich mehr auf den entwicklungstechnischen Teil konzentriert, während Colibrex Märkte identifiziert, vorbereitet und die Dienstleitungen vermarktet.

Die LS telcom Inc. in Bowie, Maryland/USA, kümmert sich um den US-amerikanischen Markt und vermarktet dort einerseits das bestehende Produktportfolio der LS telcom Gruppe, soll künftig aber auch US-spezifische Produkte für den dortigen Homeland Security und Militärmarkt entwickeln.

Die jüngste 100 %-ige Tochtergesellschaft, die RadioSoft Inc. in Clarkesville, Georgia/USA, wurde 2014 im Rahmen einer Unternehmensübernahme gegründet und erbringt vorrangig Dienstleistungen für die Funknetzplanung von Rundfunk- und Landmobilfunkstationen sowie deren Frequenzzuweisung. RadioSoft besitzt eigene Software, die einen direkten Datenaustausch mit der Datenbank der US-Regulierungsbehörde FCC ermöglicht. Mit diesen Programmen erbringen Frequenzmanager der neuen US-Tochter Koordinierungs- und Frequenzzuweisungs-Dienstleistungen für unterschiedlichste Behörden, Rundfunknetzbetreiber und diverse Verkehrs- und Industriebetriebe.

Die LS telcom UK Ltd. in London betreut insbesondere die relevanten Märkte im Vereinigten Königreich, vertreibt dort das gesamte Produktportfolio der LS telcom AG und erbringt Spektrum-Consulting und -Trainings-Dienstleistungen.

Die Beteiligung der LS telcom AG an der LST Middle East FZ-LLC (früherer Firmenname LST Consult FZ-LLC) in Dubai beträgt unverändert 49 %, wobei LS telcom mit einem davon abweichenden 60 % Anteil an den Stimmrechten zu Beginn des Geschäftsjahres die Kontrolle über das Unternehmen übernommen hat. Entsprechend wird diese Beteiligung im Konzern-Abschluss ab dem Geschäftsjahr 2015/2016 voll konsolidiert. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten heraus soll über die LST Middle East FZ-LLC das Geschäft der LS telcom in der Golfregion gesteigert werden. Von dieser Beteiligung aus erfolgt der maßgebliche Vertrieb in den gesamten arabischsprachigen Raum sowie die lokale Projektunterstützung. Die Geschäftstätigkeit des Büros im Oman ist in diese Einheit integriert.

An der NG Networks Co., Ltd. hält die LS telcom AG einen Anteil von 40 %. Die NG Networks Co., Ltd. ist Hauptvertriebspartner der LS telcom AG für den chinesischen Markt. Daneben erbringt die NG Networks Co., Ltd. auch Softwareentwicklungsleistungen (spezifische Auftragsentwicklungen für die LS telcom AG, Anpassungen für den chinesischen Markt und Entwicklung eigener Produkte). Über die abgeschlossene Vertriebsvereinbarung hat sich die LS telcom AG auch Vertriebsrechte an den von NG Networks Co., Ltd. entwickelten Produkten, spezielle Planungslösungen für WIMAX- und LTE-Netze, gesichert. Die NG Networks Co., Ltd. wird im IFRS-Konzern-Abschluss "at equity" bilanziert.

Aus den zu Beginn dieses Lageberichts erläuterten Gründen blieb die wirtschaftliche Entwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften ohne Ausnahme hinter den Planerwartungen zurück. Das Management rechnet in Anbetracht des erfolgversprechenden Angebotsbestands sowie der unverändert guten Nachfrage für das neue Geschäftsjahr mit deutlich besseren Vertriebserfolgen und Umsatzbeiträgen aus den Tochterunternehmen.

4. Mitarbeiter

Die Zahl der vollzeitäquivalenten Mitarbeiter in der LS telcom AG erhöhte sich während des Geschäftsjahres von 165 auf 169.

Zum 30. September 2016 waren im Unternehmen (ohne Vorstand) insgesamt 179 (i. V. 170) Mitarbeiter beschäftigt.

5. Produktentwicklung

Im Unternehmen ist unverändert die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter in der Entwicklung tätig, wobei die Schwerpunkte in der Entwicklung und der Integration bestehender Softwaremodule in Fremdsysteme, in der Weiterentwicklung webbasierter Funktionalität sowie in der Migration bestehender Produkte auf neue Softwaretechnologien lagen. Daneben wurden während des Geschäftsjahres 2015/2016 im Rahmen der hardwarebezogenen Systementwicklung spezielle Softwarelösungen zur Erfassung und Prozessierung großer Messdatenmengen und auch entsprechend dazu kompatible Messsysteme weiterentwickelt.

Im vergangenen Geschäftsjahr erfolgten Entwicklungen sowohl unter Einsatz von eigenen Personalressourcen als auch unter Zuhilfenahme externer Entwicklungskapazitäten. Im Rahmen der Produktentwicklung wurden unverändert auch bestehende Kooperationen mit verschiedenen Hochschulen gepflegt.

6. Forschung und Entwicklung

Für die Entwicklung neuer Standard-Softwareprodukte sowie für Forschung und allgemeine Entwicklung wurden von der LS telcom AG Aufwendungen in Höhe von EUR 5,9 Mio. (i. V. EUR 4,4 Mio.) als Aufwand erfasst.

7. Die LS telcom AG an der Börse

Die LS telcom AG war während des Geschäftsjahres im Handelssegment "General Standard" des geregelten Marktes an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.

Ausgehend von einem Kurs von EUR 6,58 schloss der Handel zum Geschäftsjahresende am 30. September 2016 bei einem Wert von EUR 6,15.

Bedingt durch einen volatilen Kursverlauf kostete die Aktie zwischenzeitlich bis zu EUR 8,70 und hatte ihre niedrigste Bewertung bei EUR 5,84.

Die Marktkapitalisierung sank zum 30.09.2016 auf EUR 32.783.575, nachdem sie sich noch zu Geschäftsjahresbeginn auf EUR 35.104.300 belief. Dies entspricht einem Kursverlust von etwa 6,6 %. Der Prime Telecommunication Index gewann im Vergleichszeitraum 0,2 % an Wert.

Pro Börsentag wurden während des Geschäftsjahrs täglich durchschnittlich 1.569 LS telcom-Aktien (i. V. 2.645) im Gegenwert von 11.065 (i. V. EUR 18.254) an den deutschen Börsen gehandelt, was eine Abnahme des Handelsvolumens um 39,38 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet.

Alle oben aufgeführten Kurswerte beziehen sich auf das elektronische Handelssystem der Frankfurter Wertpapierbörse.

8. Erklärung zur Unternehmensführung - Unternehmensstrategie, Steuerung des Unternehmens und Unternehmensziele

Unternehmensstrategie

Ziel der LS telcom AG ist es, die in der Vergangenheit erarbeitete sehr gute Marktposition in Bezug auf Systemlösungen und Dienstleistungen für ein effektives Management und eine effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums weiter auszubauen.

Um dies zu erreichen, verfolgt das Unternehmen folgende Strategie:

Kundenzufriedenheit und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen

Sowohl mit Personalressourcen als auch mit den verfügbaren liquiden Mitteln ist umsichtig und strategisch sinnvoll zu operieren. Unter anderem folgende Unternehmensziele der LS telcom AG sind deshalb auch im Qualitätshandbuch festgelegt und im Rahmen der Qualitätssicherungsprozesse gemäß ISO 9001:2008 implementiert:

Unsere Produkte und Dienstleistungen sollen dem Kunden durch einfache und geniale Lösungen den größtmöglichen Nutzen bieten.

Mitarbeiter sollen direkt vom Erfolg und Wachstum der Firma profitieren.

Wir wollen mit unseren Produkten und Projekten Gewinn erzielen, der es uns ermöglicht, Wachstum zu gewährleisten, jedoch die Selbstbestimmung zu erhalten.

Anspruchsvolle Qualitätsvorgaben, eine angemessene Überwachung aller qualitätsbeeinflussenden Faktoren sowie laufende Optimierung der Geschäftsprozesse sollen auch zukünftig das hohe Niveau unserer Dienstleistungen und Produkte gewährleisten.

Steigerung der Profitabilität

Ein Ziel des Unternehmens ist es, künftig die Profitabilität innerhalb der Unternehmensgruppe zu steigern. Dies soll dadurch bewerkstelligt werden, dass vermehrt Umsatz mit Standardprodukten realisiert wird und noch vorhandene Redundanzen innerhalb der Entwicklungs- und Projektimplementierungsprozesse im Firmenverbund abgebaut werden.

Konzentration auf Kernkompetenzen und Diversifikation von Kundengruppen

Die Entwicklungen in der Vergangenheit zielten insbesondere auf die Festigung unserer Marktposition in unseren originären Kernmärkten (Frequenzmanagement, Rundfunk, Telekommunikation) ab. Darüber hinaus hat sich die LS telcom Firmengruppe in den letzten Jahren auf der Basis der bestehenden Produkte und Kompetenzen aber auch in verwandte, neue Märkte bewegt und ihr Dienstleistungs- und Produktangebot auf integrierte Systeme auch im hardwarenahen Bereich ausgedehnt.

Diese Entwicklung soll auch künftig mit Augenmaß fortgesetzt werden und der Gesellschaft aus ihrem Nischenmarkt zu weiterem Wachstum verhelfen, möglichst unter effektiver Nutzung von bereits für den Kernmarkt getätigter Investitionen. Verwandte Märkte in diesem Sinne umfassen neue Kundengruppen mit vergleichbarem Bedarfsprofil (z. B. vertikale Märkte, nicht-zivile Nutzer von Funkfrequenzen im militärischen Bereich) oder aber die bereits adressierten bestehenden Kunden mit neuen Produkten, welche bestehende Systemlösungen sinnvoll ergänzen (z. B. Funküberwachungssysteme für die Durchsetzung der Lizenzbedingungen und Störungsbeseitigung).

Technologie- und Marktführerschaft

Ein hohes Maß an Forschung und Entwicklung wird weiterhin der wesentliche Motor des Erfolges bleiben. In Zeiten der digitalen Transformation mit einer sich permanent wandelnden Kommunikationsbranche ändern sich auch die Anforderungen laufend. LS telcom hatte daher in der Vergangenheit über lange Jahre nahezu 30 % des Umsatzes in die Entwicklung der Produkte investiert und wird auch in Zukunft in adäquatem Umfang investieren müssen. In diesem Zusammenhang wird kontinuierlich untersucht, inwieweit sich das bestehende Produktportfolio logisch durch neue Produkte erweitern lässt, um so die Attraktivität des Gesamtangebots von LS telcom weiter zu steigern und sich gegebenenfalls auch hierdurch von temporär weniger gut laufenden Märkten zu entkoppeln.

Die auch weiterhin komfortable Cash-Position versetzt LS telcom in die Lage, durch beschleunigte Entwicklungsleistungen neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Generelles Ziel war und bleibt die Ausweitung der Technologie- und Marktführerschaft in sämtlichen Kundensegmenten und Märkten.

Der Ausbau des weltweiten Vertriebs wird die Internationalisierung, insbesondere nach Asien sowie Nord- und Südamerika, vorantreiben. Der Vorstand ist grundsätzlich weiterhin bestrebt, wo möglich und sinnvoll, Unternehmen zu akquirieren, um Märkte und gegebenenfalls komplementäre Produkte hinzuzukaufen und möglichst noch marktbereinigend zu wirken. Jedoch wird dies wie in der Vergangenheit nicht vorrangiges Ziel sein, da solche Maßnahmen in der Regel mit beträchtlichen Einstandskosten verknüpft sind. Der Vorstand wird auch künftig diesbezüglich sich bietende Kooperations- und Investitionsalternativen sorgsam prüfen, allerdings in Zweifelsfällen (z. B. in punkto Integrationsfähigkeit und nachhaltiger Wertigkeit einer Akquisition) eher am Cash-Bestand festhalten und diesen für weiteres organisches Wachstum einsetzen.

Steuerung des Unternehmens

Das Steuerungssystem der LS telcom AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Die folgenden Kennzahlen stellen die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:

Umsatzerlöse: Die Umsatzentwicklung dient als Maß für das Wachstumspotential der Gesellschaft. Die kurzfristige Umsatzentwicklung ist stark vom zeitlichen Verlauf von Großprojekten abhängig.

EBIT (Ergebnis vor Finanzerträgen und Steuern): Diese Kennzahl misst die Qualität der Umsatzentwicklung und zeigt, wie effizient das operative Geschäft gesteuert wird.

Diese bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren werden sowohl für das Mutterunternehmen als auch den LS telcom Konzern geplant, ermittelt und überwacht.

Darüber hinaus wird die folgende Kennzahl vom Management laufend verfolgt, ohne jedoch hierfür einen quantifizierten Zielwert festzulegen:

Auftragsbestand: Diese Leistungsgröße ist der wesentliche Treiber für die Umsatzentwicklung. Verhandlungen mit den Kunden können sich teilweise über eine längere Zeit hinziehen, die von vielen Faktoren, wie z. B. politischen Entwicklungen oder strategischen Planungen der Kunden, beeinflusst werden. Auch Änderungen in den Projekt-Implementierungsplänen können zu starken Schwankungen im Auftragsbestand führen. Aus dem Auftragsbestand wird zu einem wesentlichen Teil der Planumsatz des Folgejahres bei plangemäßem Verlauf der Projekte abgeleitet.

Unternehmensziele

Finanzielle Ziele

Das unternehmerische Handeln der LS telcom AG ist auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Die bedeutsamsten Ziele sind die mittel- und langfristige Steigerung des Umsatzes sowie des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern.

Nicht-finanzielle Ziele

Neben den finanziellen Zielen sind folgende nicht-finanzielle Faktoren von Relevanz für den Erfolg des Unternehmens:

Kundenzufriedenheit

Qualität der Produkte

Qualifiziertes und motiviertes Personal

Diese werden gegenwärtig noch nicht laufend und in quantitativer Form durch das Management erfasst.

Für den nachhaltigen Erfolg des Konzerns spielt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Rolle. Mittels Umfragen bei der jährlichen Kundenkonferenz und im Rahmen der Projektabschlüsse sowie bei Besuchen im Rahmen von Wartungsverträgen erheben wir Daten zur Kundenzufriedenheit. Diese Daten bestätigen, dass wir positiv wahrgenommen und geschätzt werden.

Die LS telcom Mitarbeiter betreuen die Kunden dabei in bestmöglicherweise Weise und bieten maßgeschneiderte Lösungen an. Ziel ist es, die hohe Kundenzufriedenheit zu halten und weiter zu verbessern.

Voraussetzung für eine hohe Kundenzufriedenheit ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte und damit verbundener Dienstleistungen. Unser Qualitätsmanagement trägt Sorge dafür, dass unsere Kundenprojekte laufend operativ überwacht werden, um Fehler zu vermeiden und Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Ziel ist es, das hohe Qualitätsniveau zu halten und noch weiter zu verbessern.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in erheblichem Maße zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen - welche sich in der hohen durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit widerspiegelt - und ihr Engagement sind die wesentlichen Grundlagen für den zukünftigen Unternehmenserfolg. Die Potenziale der Mitarbeiter werden durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert.

Im Geschäftsjahr erfolgte im Rahmen der Weiterentwicklung des Qualitätssicherungssystems gemäß ISO 9001:2008 die Definition möglicher "Key Performance Indicators (KPI)". Diese werden aus den zur Verfügung stehenden Prozessdaten ermittelt.

Nach der im Geschäftsjahr weiter vorangeschrittenen Einrichtung entsprechender IT-Systemkomponenten zur manuellen und automatisierten Datenerfassung bezüglich dieser KPIs, sollen diese ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 pro Quartal systematisch und möglichst automatisiert erhoben werden. Diese Messungen sollen zunächst eine repräsentative Datenbasis zur Überprüfung der KPI-Definition schaffen und ggf. als Basisbezug für diese KPI dienen. Auf Grundlage dieser Datenbasis soll in den kommenden Jahren auch anhand der Verlaufswerte die Erarbeitung konkreter Ziele erfolgen. Die so quantifizierten Ziele werden dann regelmäßig mit Ist-Daten verglichen und analysiert.

B. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

1. Geschäftsverlauf, Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Im Geschäftsjahr 2015/2016 konnte die LS telcom AG ihr Ziel, im Umsatz und Betriebsergebnis (EBIT) wieder jeweils das Niveau des vorletzten Geschäftsjahres von EUR 25,1 Mio. bzw. EUR 0,7 Mio. zu erreichen, übererfüllen. Ursächlich hierfür war die Fertigstellung einiger größerer Projekte aus den Vorjahren. Daneben wirkten sich die positive Entwicklung des Hardware- und Dienstleistungssektors einerseits mit Einsparungseffekten durch höhere Stückzahlen und standardisierte Geräte und andererseits der Aufbau eigener Ressourcen margenerhöhend aus.

Bestimmend für die Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 waren vor Allem noch aus den Vorjahren übernommene Aufträge und Nachfolgegeschäfte.

Die Marktlage war während des Geschäftsjahres zwar positiv, geprägt von einer insgesamt guten Nachfrage. Allerdings blieb der Auftragseingang, wie zuvor bereits erwähnt, aufgrund von Verzögerungen in Vergabeverfahren deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Das sehr gute Renommee des Konzerns, die bewiesene langjährige Verlässlichkeit und die Qualität der LS telcom-Produkte waren für die Kunden in der Vergangenheit oftmals wichtigere Entscheidungskriterien als der reine Preisvergleich. Im Geschäftsjahr wurden allerdings einige Aufträge auch über den Preis entschieden. Es herrscht sowohl im hardwarenahen Geschäft wie auch bei den Softwaresystemen nicht unerheblicher Preisdruck durch den Wettbewerb, dem der Konzern durch weitergehende Standardisierung von Produkten zu begegnen versucht, um eine nachhaltige Schmälerung der Margen zu vermeiden.

Der Umsatz des Unternehmens stieg gegenüber dem Vorjahr (EUR 22,21 Mio.) um knapp 16 % auf EUR 25,81 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.035 (i. V. EUR 954 Mio.) führen zusammen mit den Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -382 (i. V. TEUR 76) und den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von TEUR 245 (i. V. TEUR 151) zu einer gegenüber dem Vorjahr um 14 % höheren Gesamtleistung von EUR 26,71 Mio. (i. V. EUR 23,39 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus der Weiterberechnung zentraler Dienstleistungen des Mutterunternehmens an Tochterunternehmen sowie Währungsgewinne und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die aktivierten Eigenleistungen betreffen vor allem interne Kosten für Entwicklungsleistungen neuer Messsystemkomponenten.

Der Materialaufwand fiel mit insgesamt EUR 7,55 Mio. um 14 % höher aus als im Vorjahr (EUR 6,6 Mio.). Hinter diesen Aufwendungen stehen überwiegend externe Entwicklungsressourcen und projektbezogene Unterbeauftragungen an Dienstleistungsunternehmen und Tochterunternehmen in Beratungs- und Softwaresystemprojekten. Konzernintern wurden hierbei Leistungen in Höhe von EUR 3,42 Mio. (i. V. EUR 1,94 Mio.) eingekauft. Daneben fielen im Rahmen der durchgeführten Projekte Zukäufe von Computer-Hardware, Geodaten und im Wesentlichen von Hardware zur Erfüllung unserer Lieferverpflichtungen für Funküberwachungssysteme im Rahmen von Kundenprojekten an. Die Aufwendungen aus den Wareneinkäufen sind infolge des höheren Umsatzvolumens im Segment "Hardwarenahe Systeme" sowie der Lieferung eines größeren IT-Systems im Rahmen einer integrierten Softwaresystemlösung um rund 82 % gestiegen.

Wie in der Vergangenheit wurde grundsätzlich eine konservative, im Wesentlichen auf Erhaltungsinvestitionen ausgerichtete Investitionspolitik verfolgt. Die Abschreibungen liegen mit TEUR 699 um 13 % unter denen des Vorjahres (i. V. TEUR 803).

Der Personalaufwand liegt aufgrund der Erhöhung der Mitarbeiterzahl mit EUR 13,49 Mio. gut 3 % über dem Vorjahreswert (EUR 13,06 Mio.).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigen einen Anstieg um 6 % von EUR 3,41 Mio. auf EUR 3,62 Mio. Ausschlaggebend für diese Zunahme sind die um 25 % höheren Vertriebskosten (TEUR 245), insbesondere Verkaufsprovisionen.

Das Finanzergebnis weist einen Rückgang um TEUR 28 auf TEUR 239 aus. Positiv schlugen hier eine höhere Dividende der französischen Tochtergesellschaft (500 TEUR) und Zinserträge aus Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen (TEUR 217) zu Buche. Gegenläufig wirkte sich eine teilweise Abwertung auf Ausleihungen an ein verbundenes Unternehmen (TEUR 300) aus. Zinsen für langfristige Schulden stiegen im Geschäftsjahr durch den vollständigen Abruf des KfW-Darlehens im Vorjahr um TEUR 28, während Avalprovisionen von TEUR 86 auf TEUR 39 zurückgingen.

Im Jahresergebnis schaffte das Unternehmen den Turn-Around und weist für das Geschäftsjahr wieder einen Überschuss von EUR 1,50 Mio. aus (i. V. TEUR -254). Das Ergebnis je Aktie beläuft sich damit auf EUR 0,29 (i. V. EUR -0,05).

Etwa 60 % des Umsatzes wurden im Geschäftsjahr mit 10 Kunden (i. V. 7 Kunden) erzielt. Konkrete Abhängigkeiten von Einzelkunden oder -projekten bestehen nicht.

2. Vermögenslage und Investitionen

Die Bilanz zum 30. September 2016 weist bei einer Bilanzsumme von EUR 30,23 Mio. (i. V. EUR 29,23 Mio.) ein Eigenkapital von EUR 17,90 Mio. (i. V. EUR 16,67 Mio.) aus. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 59 % (i. V. 57 %).

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte zeigen seit dem 30. September 2015 einen Anstieg um ca. 4 % von EUR 3,00 Mio. auf EUR 3,12 Mio. Investiert wurde im Geschäftsjahr vor allem in Softwareentwicklungsumgebungen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Insgesamt waren im Berichtsjahr neben Erhaltungsinvestitionen aber keine größeren Beschaffungsmaßnahmen erforderlich und das gesamte Investitionsvolumen entspricht nahezu den planmäßigen Abschreibungen.

Angesichts der längeren Laufzeiten werden die an Tochter- und Beteiligungsunternehmen gewährten Darlehen in dem Posten "Ausleihungen an verbundene Unternehmen" unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Die gesamten Ausleihungen belaufen sich auf EUR 8,38 Mio. (i. V. EUR 6,72 Mio.) und enthalten zum Bilanzstichtag als größter Posten die Ausleihungen an RadioSoft Inc. insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs von der Firmengruppe um Peter Moncure im Vorjahr (EUR 3,09 Mio.) sowie die an die LS telcom Inc. zum Aufbau des Geschäfts gewährten Finanzierungshilfen (EUR 2,67 Mio.). Im Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 300. Darlehensnehmer waren zum Bilanzstichtag außerdem die Töchter Colibrex GmbH (TEUR 904), die LS telcom UK Ltd. (EUR 1,14 Mio.) sowie die Beteiligung LST Middle East FZ-LLC (TEUR 570). Auch in den letztgenannten Fällen handelt es sich um Finanzierungshilfen des Mutterunternehmens, da sich diese Gesellschaften noch in der Aufbauphase befinden. Insgesamt hat das Unternehmen zusätzliche Darlehen in Höhe von TEUR 1.958 im Geschäftsjahr 2015/2016 an Tochter- und Beteiligungsunternehmen ausgereicht.

Vorräte

Der Bestand an unfertigen, noch nicht abgerechneten Projekten ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 30 % von EUR 1,27 Mio. auf TEUR 910 zurückgegangen. Wesentlichen Anteil an der Vorratsposition haben mehrere Projekte in der Golfregion.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Wert dieses Postens (EUR 3,06 Mio.) ist gegenüber dem Ende des letzten Geschäftsjahres (EUR 2,33 Mio.) um 31 % gestiegen. Diese Entwicklung geht einher mit dem Umsatzzuwachs. Die Forderungen bestehen überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Im Vorjahresvergleich gingen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 35 % auf EUR 2,35 Mio. zurück. Die Verbundforderungen enthalten als größten Posten Forderungen gegen die Tochterunternehmen LS telcom Ltd., LST Middle East FZ-LLC und Vision2Comm für die Erbringung von Subunternehmerleistungen.

Wertpapiere - Eigene Anteile

Der Vorstand der LS telcom hatte in den Jahren 2008, 2009 und 2011 von seiner durch die Hauptversammlung erteilten Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien Gebrauch gemacht. Für den Kauf des RadioSoft-Geschäfts in den USA wurden 2014 u. a. 150.000 Stück der eigenen Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30.09.2016 beträgt insgesamt 24.000 Stück (i. V. 24.000 Stück).

Der Nennwert der eigenen Aktien von EUR 24.000,00 wird im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt und die Differenz zu den Anschaffungskosten mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Flüssige Mittel

Zum 30. September 2016 verfügt die LS telcom AG über einen Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von EUR 5,66 Mio. (i. V. EUR 5,79 Mio.). Liquiditätsseitig weist die LS telcom AG damit im Vergleich zum Vorjahr einen um 2 % niedrigeren Betrag an verfügbaren Geldmitteln aus.

Im Konzern der LS telcom AG beträgt der Bestand an Bankguthaben insgesamt EUR 7,11 Mio. (i. V. EUR 8,13 Mio.).

Die LS telcom AG hatte im Geschäftsjahr 2013/2014 ein zinsgünstiges Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen über insgesamt EUR 6,0 Mio. aufgenommen. Dieses Darlehen hat eine Laufzeit von 10 Jahren und wurde in zwei Tranchen ausgereicht, einer Fremdkapitaltranche von EUR 2,4 Mio. zu einem Nominalzins von 1,25 % und einer Nachrangtranche von EUR 3,6 Mio. zu einem Nominalzins von 2,45 %. Die Tilgung der Fremdkapitaltranche begann am 30.06.2016, wogegen die Tilgung der Nachrangtranche erst am 30.06.2021 startet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen lagen im Geschäftsjahr mit EUR 3,15 Mio. geringfügig über denen des Vorjahres (i. V. EUR 3,04 Mio.). Die größten in diesem Bilanzposten enthaltenen Anteile entfallen auf Personalrückstellungen. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr resultiert aus höheren Verpflichtungen für ausstehende Rechnungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen von EUR 6,01 Mio. auf EUR 5,85 Mio. zurück. Hinter diesem Posten verbirgt sich das oben erwähnte zinsgünstige Förderdarlehen der KfW zur Finanzierung von Investitionen (siehe Abschnitt "Flüssige Mittel") abzüglich erfolgter Tilgungen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen von TEUR 388 auf TEUR 543 zu. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr resultiert hier aus der Abrechnung eines größeren Serviceprojekts zum Geschäftsjahresende sowie der Beschaffung von Nutzungsrechten für eine Software-Produktkomponente.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen mit TEUR 931 um 76 % über denen zum Vorjahresende (TEUR 528). Abgerechnet wurden hier zum Bilanzstichtag unterschiedliche Service- und Entwicklungsleistungen sowie Wartungsarbeiten, die die Tochtergesellschaften für die LS telcom AG erbringen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 120 auf TEUR 407 resultiert weitgehend aus Mietkaufverbindlichkeiten, die zum Stichtag nur noch mit TEUR 159 (i. V. TEUR 282) valutieren.

C. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

D. RISIKO- UND PROGNOSEBERICHT

1. Risikomanagement

Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist die Nutzung von sich bietenden Chancen. Dabei geht die LS telcom AG bewusst Risiken ein, von deren frühzeitigem Erkennen und professioneller Bewältigung der Erfolg des Unternehmens abhängt. Nur wer seine wesentlichen Risiken rechtzeitig erkennt und ihnen systematisch begegnet, kann die sich bietenden Chancen unternehmerisch verantwortlich nutzen.

Dieser Erkenntnis trägt die LS telcom AG Rechnung, indem sie die vorhandenen Maßnahmen zur Risikosteuerung in einem einheitlichen Risikomanagement-System zusammenfasst. Die Vorgaben der Unternehmensleitung an das Risikomanagement-System beinhalten:

Risikogrundsätze (das heißt Risikodefinitionen, Systematik der Bewertung von Risiken, Methoden zur Risikosteuerung, Grundsätze der Kommunikation und Dokumentation von Risiken),

die Festlegung der methodischen Grundlagen des Risikomanagements,

die Abgrenzung der einzelnen Geschäfts- bzw. Betrachtungsbereiche,

die Festlegung von Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Bewertungsstandards sowie

die Definition der Wesentlichkeitsgrenzen für die Risikobewertung.

Die nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe mit Hilfe des Schadenserwartungswerts bewerteten Risiken wurden in die drei Klassen "zu beobachtende", "zu überwachende" und "zu berichtende Risiken (wesentliche Risiken)" kategorisiert.

Die Vorgaben des Vorstands zum Risikomanagement sind im Risikomanagement-Handbuch der LS telcom AG dokumentiert. Zur zentralen Koordination des Risikomanagements innerhalb der Unternehmensgruppe wurde ein Risikomanagement-Beauftragter benannt. Auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft wirkt aktiv und kontinuierlich an der Entwicklung und Fortschreibung des Risikomanagement-Systems der LS telcom AG mit.

Das Risikomanagement ist als kontinuierlicher Prozess in die Unternehmenssteuerung und in das Berichtswesen integriert. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden die Ergebnisse der Erhebung und Bewertung von Risiken und die getroffenen Maßnahmen zur Bewältigung systematisch dokumentiert.

Neben den quartalsweisen Gesamt-Risikoberichten werden neu auftretende Risiken, die vom Risikomanagement-Beauftragten als wesentlich für die Unternehmensgruppe bzw. den betroffenen Geschäftsbereich eingestuft werden, unverzüglich in Form von Ad-hoc-Berichten an den Vorstand der LS telcom AG sowie den Leiter des betroffenen Segments gemeldet. Unterstützend zu diesem Risikoreporting werden zusätzliche Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Aufsichtsrats- und Vorstandssitzungen, Sitzungen der Segmentleiter/Prokuristen, Ergebnisberichte der Bereichsleiter sowie ein regelmäßiges Finanzberichtswesen eingesetzt.

2. Internes Kontrollsystem (IKS)

Das interne Kontrollsystem (IKS) ist ein die ganze Organisation umspannendes Netz, in das neben der Rechnungslegung auch weitere Geschäftsprozesse (z. B. Personalwesen, Lohnbuchhaltung, Einkauf, Vertrieb, Angebotserstellung, Projektimplementierung einschließlich der Abwicklung von Abnahmeprozeduren, Change Requests, Garantie- und Wartungsleistungen) mit ihren jeweiligen organisatorischen und technischen Abläufen eingebunden sind.

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden.

Das konzernweit für alle wesentlichen Vorgänge geltende Vier-Augen-Prinzip, definierte Prozesse in allen wesentlichen Bereichen, das Controlling aller Gesellschaften sowie die Antizipation derjenigen Risiken, die die strategischen oder operativen Maßnahmen und damit die Realisierung von Wert- und Wachstumspotenzialen beeinträchtigen können, runden das System ab.

Darüber hinaus tragen die Nutzung von praxisbewährten und kontinuierlich aktualisierten Datenverarbeitungssystemen zusammen mit klar definierten Geschäftsprozessen für die Auftragsabwicklung, Buchhaltung, Reporting, das Personalwesen, den Vertrieb und den Einkauf sowie regelmäßige Schulungen der verantwortlichen Nutzer zur Qualitätssicherung bei.

Das im Unternehmen etablierte IKS fußt auf folgenden Prinzipien:

Transparenz: Für alle wesentlichen Prozesse sind Sollkonzepte etabliert, die es einem Außenstehenden ermöglichen, zu beurteilen, inwieweit Beteiligte konform zu diesem Sollkonzept arbeiten. Gleichzeitig wird dadurch die Erwartungshaltung der Organisationsleitung definiert.

Vier-Augen-Prinzip: Wesentliche Vorgänge bleiben nicht ohne Gegenkontrolle.

Funktionstrennung: Vollziehende (z. B. Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses (z. B. Einkaufsprozess verstanden als Prozess von der Bedarfsermittlung bis zum Zahlungsausgang) vorgenommen werden, sind nicht in einer Hand vereinigt.

Mindestinformation: Mitarbeitern werden nur diejenigen Informationen zur Verfügung gestellt, die sie für ihre Arbeit brauchen. Dies schließt auch die entsprechenden Sicherungsmaßnahmen bei IT-Systemen mit ein.

Der Vorstand der LS telcom Gruppe führt die einzelnen operativen Gesellschaften mithilfe effizienter Steuerungs- und Kontrollsysteme auf der Basis eines zentralen CRM-Systems und zusätzlicher Hilfswerkzeuge auf Microsoft Excel Basis (z. B. Umsatz- und Liquiditätsvorausschau).

Der Vertrieb, die zentrale Finanzabteilung und die verantwortlichen Mitarbeiter der Tochtergesellschaften informieren den Vorstand kontinuierlich und zeitnah über den Stand aktueller Vertriebschancen, Umsatz-, Zahlungseingangs- und Auftragszahlen. Diese Informationen werden mit dem zentralen CRM-System verdichtet und stehen dem Vorstand sowie, abhängig von den Zugriffsrechten, auch den zuständigen Mitarbeitern soweit zur Verfügung, wie diese solche Informationen zur Erledigung ihrer Aufgaben benötigen.

Rechnungslegungsbezogenes IKS

Die LS telcom AG verfügt über umfangreiche Strukturen, Systeme und Maßnahmen, welche die Effektivität und Sicherheit des Rechnungslegungsprozesses einschließlich der Erstellung von Einzel- und Konzern-Abschluss gewährleisten. Grundlage des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems ist die enge Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsführern der Gesellschaften und dem Vorstand der LS telcom AG sowie den zentralen Abteilungen für Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Personal und Recht.

Die Kontroll- und Berichtsstrukturen beginnen auf Ebene der Tochtergesellschaften und enden beim Vorstand, der regelmäßig über alle Entwicklungen informiert wird bzw. wesentlichen Maßnahmen zustimmen muss. Die konzernweit einheitliche Anwendung der aktuellsten IFRS-Standards, anderer relevanter rechtlicher Vorschriften und interner Richtlinien stellt LS telcom mittels verschiedener Instrumente sicher. Dazu gehören neben einer zentral vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinie ein einheitlicher Kontenplan, ein konzernweit gültiger Terminplan für die Abschlusserstellung sowie verschiedene andere verbindliche Vorgaben.

Die Anwendung und Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben innerhalb des Konzerns wird unter anderem von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern sowie der zentralen Finanzabteilung und dem Konzern-Abschlussprüfer regelmäßig geprüft. Alle Verbundbeziehungen werden zudem regelmäßig zwischen den Gesellschaften abgestimmt.

Die Buchführung wird für alle Konzern-Unternehmen im Konsolidierungskreis durch die zentrale Finanzabteilung am Hauptsitz der LS telcom AG übernommen.

Für die Erstellung der Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen und des Konzern-Abschlusses ebenso wie für die Erstellung unterjähriger Finanzberichte für die Einzelunternehmen und den Konzern werden standardisierte und zentral administrierte IT-Systeme eingesetzt. Die im Rechnungswesen eingesetzten IT-Systeme sind gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung wird auf Funktionstrennung geachtet. Es sind außerdem auf den unterschiedlichen Prozessstufen verschiedene interne Kontrollen implementiert. Unterschiedlichste Validierungen innerhalb der IT-Systeme unterstützen den Abschlussprozess.

3. Bestand des Unternehmens ist gesichert

Die Gesamtrisikosituation bei der Gesellschaft ist weiterhin überschaubar. Es ist derzeit nicht zu erwarten, dass sich bestandsgefährdende Risiken materialisieren. Neben den gesamtwirtschaftlichen Risiken, die sich in Folge der Finanz- bzw. Schuldenkrise oder des derzeitigen Ölpreisverfalls und den Auswirkungen dieser Krisen ergeben (z. B. regional abschwächende Wirtschaft oder auch starke kurzfristige Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro und anderen für die Gesellschaft relevanten Währungen), stellen die politischen Gegebenheiten im gesamten Mittleren Osten, einschließlich der Golfregion, das Kräftemessen Ost/West im Nachgang der Ukraine-Krise sowie auch die Flüchtlingsströme und ihre finanziellen und politischen Auswirkungen Risiken mit dem Potenzial dar, zumindest temporär zu starken Umsatzverwerfungen zu führen. Als weitere bedeutende Einzelrisiken sind die Verfügbarkeit ausreichend qualifizierter Mitarbeiter einerseits sowie die mögliche Abhängigkeit von externen Beratern andererseits zu sehen, um das mögliche Wachstum zu bewältigen. In allen Bereichen besteht aber eine effiziente Risikosteuerung, so dass insgesamt die Risiken im Unternehmen begrenzt und handhabbar sind.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder das interne Kontrollsysstem noch das Risikomanagement-System absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

4. Risiken der künftigen Entwicklung

Die vergangenen Jahre zeigten, dass die LS telcom AG dem Einfluss diverser marktgegebener Risiken unterworfen ist. Unternehmerische Tätigkeit ist stets verknüpft mit Risiken, die für die nähere Zukunft geplante Investitionen, die geplante fortschreitende Internationalisierung und regionale Ausweitung des Marktes sowie die Markteinführung neuer Produkte in sich bergen.

In der nachfolgenden Tabelle werden zunächst die nachstehend erläuterten Risiken hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, ihrer möglichen finanziellen Auswirkung und der daraus abgeleiteten Gesamtbeurteilung dargestellt.

Hierbei wird zwischen einer geringen, mittleren, hohen und sehr hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. Schadenhöhe unterschieden, woraus sich die Gesamtbeurteilung ableiten lässt. Die Stufen reichen von einem zu beobachtenden Risiko über ein zu überwachendes Risiko hin zu einem wesentlichen Risiko. Hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen bzw. Schadenshöhe wird wie folgt differenziert:

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Klassifikation Schadenshöhe
Gering < TEUR 25
Mittel TEUR 25 bis TEUR 50
Hoch TEUR 50 bis TEUR 250
Sehr hoch > TEUR 250

Die für die Bewertung der Risiken verwendeten Eintrittswahrscheinlichkeiten werden anhand der folgenden vier Kategorien quantifiziert:

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Klassifikation Eintrittswahrscheinlichkeit
Gering < 25 %
Mittel 25 % bis 50 %
Hoch 50 % bis 75 %
Sehr hoch > 75 %

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der relevanten Risiken mit ihren jeweiligen Einschätzungen:

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Risiko Qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung Gesamtbeurteilung
Schneller technologischer Wandel mittel sehr hoch überwachen
Softwaresicherheit hoch sehr hoch wesentlich
Internationalisierung hoch sehr hoch wesentlich
Projektrisiken hoch sehr hoch wesentlich
Netzaufbau mit neuen Funktechnologien mittel sehr hoch überwachen
Preisdruck mittel sehr hoch überwachen
Wettbewerb hoch sehr hoch wesentlich
Mitarbeiterfluktuation -Personalressourcen mittel sehr hoch überwachen
Risiken durch globale Marktverwerfungen (Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise; Ölpreisverfall) sehr hoch sehr hoch wesentlich
Finanzwirtschaftliche Risiken      
Preis- und Währungsrisiko hoch sehr hoch wesentlich
Ausfallrisiko gering sehr hoch überwachen
Cashflow- und Liquiditätsrisiko mittel sehr hoch überwachen
Risiken der eigenen Geldanlage gering hoch beobachten

Die oben dargestellten Risiken werden im Folgenden detailliert erläutert.

Schneller technologischer Wandel

Die Märkte, in denen die LS telcom AG agiert, sind durch raschen technologischen Wandel, veränderte Anforderungen und Präferenzen der Anwender und Kunden, häufige Neueinführungen von Produkten und Dienstleistungen sowie sich weiterentwickelnde Standards und Praktiken gekennzeichnet. Der zukünftige Erfolg von LS telcom wird davon abhängen, bestehende Produkte kontinuierlich zu verbessern und diese zeitgerecht zu wettbewerbsfähigen Preisen zu entwickeln und einzuführen. Diese neuen Produkte müssen sich an den immer komplexeren und unterschiedlicheren Bedürfnissen der Kunden orientieren sowie dem technologischen Fortschritt und den sich weiterentwickelnden Standards und Praktiken Rechnung tragen.

Softwaresicherheit

Die wirtschaftliche Grundlage eines Unternehmens, das Software entwickelt, liegt in den Quellcodes bereits entwickelter oder in der Entwicklung befindlicher Software. Aber auch die Rahmenprodukte der Softwareentwicklung wie Konzeption und Dokumentation zu den Softwareprodukten sind eine wesentliche Grundlage der Geschäftstätigkeit. Trotz umfangreicher getroffener Sicherheitsvorkehrungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Versagen technischer Systeme oder menschliches Fehlverhalten wertvolle Teile des Datenbestands verloren gehen.

Internationalisierung

Die Gesellschaft plant, in den nächsten Jahren ihre Präsenz im nationalen und internationalen Markt durch entsprechende Kooperationen oder Kapitalbeteiligungen weiter auszubauen. Obwohl derartige Maßnahmen gewissenhaft vorbereitet werden, begründen sie ein unternehmerisches Risiko. Sie könnten sich aufgrund verschiedener Ursachen entgegen den Erwartungen als weniger rentabel oder für die Expansionsstrategie der Gesellschaft als nicht geeignet erweisen. Daneben besteht die Gefahr, dass z. B. akquirierte Unternehmen nicht erfolgreich in die bestehenden Geschäftsbereiche der Gesellschaft integriert werden können.

Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde in Anbetracht der nicht zufriedenstellenden Entwicklung der Tochtergesellschaften höher bewertet und von "mittel" auf "hoch" gesetzt.

Projektrisiken

Ziel von LS telcom ist es, in Zukunft vermehrt Umsatz mit Standardprodukten zu realisieren. Allerdings wird auch im kommenden Geschäftsjahr 2016/2017 ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus mehreren größeren Projekten mit vergleichsweise wenigen Kunden erzielt werden. Eine zeitliche Verschiebung innerhalb der Projekt-Implementierungspläne, Änderungen der politischen Lage oder der Sicherheitslage eines Landes (Verschiebung von Lizenzausschreibungsverfahren, Unruhen, Seuchengefahr etc.), in dem ein Projekt durchgeführt wird, oder Änderungen in der strategischen Planung von Kunden können deshalb durchaus einen gewichtigen Einfluss auf die zeitliche Realisierung von Umsätzen haben. Außerdem können zwischen der Auftragserteilung und der endgültigen Teil- oder Endabrechnung eines Auftrags längere Zeiträume liegen, in denen LS telcom in Vorleistung tritt und das Bonitätsrisiko der Kunden sowie aufgrund der teilweise langen Projektlaufzeiten ein gewisses Wechselkursrisiko tragen muss. Die LS telcom AG schließt Verträge zwar vorzugsweise in Euro ab, jedoch machen die Tochtergesellschaften üblicherweise Geschäfte in den Währungen ihrer Länder. Das bedeutet, dass erhebliche Umsatzanteile mittlerweile speziell in US-Dollar, kanadischen Dollar und südafrikanischen Rand erwirtschaftet werden. Oftmals muss aufgrund von Ausschreibungsvorgaben auch eine Vergütung in US-Dollar oder anderen, Schwankungen unterliegenden Fremdwährungen mit Kunden vereinbart werden (dazu ausführlich in Abschnitt "Finanzwirtschaftliche Risiken").

Netzaufbau mit neuen Funktechnologien

Die erfolgreiche Vermarktung der Produkte (Dienstleistungen, Soft- und Hardware) für Netzbetreiber wird auch im Geschäftsjahr 2016/2017 stark von den Telekommunikationsmärkten abhängen. Neben dem Risiko, dass sich das Marktumfeld nicht entsprechend dem erwarteten positiven Trend fortentwickelt und in neue Funknetze und Technologien nur schleppend investiert wird, besteht hier das Risiko, dass Produkte trotz umsichtiger Planung und Erhebungen im Vorfeld nicht auf die erwartete Akzeptanz im Markt stoßen.

Die mögliche finanzielle Auswirkung dieses Risikos wurde von "hoch" auf "sehr hoch" gesetzt. Aufgrund des hohen Volumens getätigter Investitionen in Neuentwicklungen und deren bilanzielle Aktivierung, würde eine fehlende Akzeptanz der neuen Produkte im Markt und damit einhergehende mögliche außerordentliche Abschreibungen der aktivierten Entwicklungen in den Schadensbereich "sehr hoch" fallen.

Preisdruck

Der starke Wettbewerb kann in gewissen Marktbereichen zu Preisdruck führen und damit die Umsätze und Margen reduzieren. Die LS telcom AG war aufgrund der breiten Produktbasis und guten Liquiditätslage zwar in der Vergangenheit in der Lage, solche Preiskämpfe durchzufechten; eine Fortführung solcher Preiskämpfe über längere Zeit würde allerdings das Betriebsergebnis in Zukunft nachteilig beeinflussen.

Aufgrund des im Geschäftsjahr erfahrenen höheren Preisdrucks, wurde die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risiko von "gering" auf "mittel" hochgestuft.

Wettbewerb

Der Softwaremarkt für Netzbetreiber und Regulierungsbehörden ist dem Wettbewerb ausgesetzt. Zwar bewegt sich die LS telcom AG mit ihren Produktlösungen in einem recht heterogenen Wettbewerbsumfeld; einige Wettbewerber verfügen in Teilbereichen jedoch ebenfalls über langjährige Erfahrung bei der Entwicklung und Vermarktung von Software sowie über erhebliche Marktanteile.

Mit dem Teilsegment "Hardwarenahe Systeme" positioniert sich die LS telcom Firmengruppe mit komplementären Systemlösungen im Vergleich zu marktgängigen Produkten etablierter Unternehmen. Sollte sich der Markt auch für diese etablierten Unternehmen als ausreichend attraktiv zeigen und es LS telcom nicht gelingen, durch technologischen Vorsprung diese auf Distanz zu halten, könnte dies die Geschäftsentwicklung der LS telcom nachteilig beeinflussen.

Der Wettbewerb ist sehr stark und zeigte sich während des Geschäftsjahrs zunehmend auch mit aggressiver Preisbildung. Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde deshalb von "mittel" auf "hoch" neu bewertet.

Mitarbeiterfluktuation - Personalressourcen

Eine gute wirtschaftliche Lage in Deutschland erhöht das Risiko, dass insbesondere erfahrene Mitarbeiter abgeworben werden könnten und dadurch relevantes Wissen dem Unternehmen entzogen werden könnte. Die LS telcom AG wird wie in der Vergangenheit bestrebt sein, die Arbeitsplätze sowie die Vergütung der Mitarbeiter entsprechend attraktiv zu gestalten, um der Mitarbeiterfluktuation entgegen zu wirken. Dies kann effektiv zu einer Erhöhung der Personalaufwendungen führen und trägt das Risiko einer Margenminderung in sich. Es besteht jedoch andernfalls in diesem Zusammenhang das Risiko von Know-how-Verlust.

Hoher Auftragsbestand und Termindruck stellt das Unternehmen nicht nur vor die Herausforderung, bestehende Personalressourcen optimal einzusetzen, sondern fordert zudem an bestimmten Management-Positionen mehr Kapazität, um die vertraglichen Kundenerwartungen verlässlich erfüllen zu können. Diesem Erfordernis lässt sich durch Beauftragung externer Berater nachkommen, allerdings kann dies, sofern diese nicht anfänglich in der Kalkulation mit eingeplant wurden, zu erhöhten Kosten und entsprechender Margenschmälerung führen. Ebenso besteht hier die Gefahr einer gewissen Know-how-Abhängigkeit und einer deutlich längeren als der ursprünglich geplanten Beauftragungsnotwendigkeit, verbunden mit den damit einhergehenden höheren Aufwendungen.

Risiken durch globale Marktverwerfungen (Finanzmarkt- bzw. Schuldenkrise: Ölpreisverfall)

Die Krise an den Finanzmärkten und die Schuldenkrise haben den Geschäftsverlauf des Unternehmens zwar in den letzten Geschäftsjahren nur unwesentlich über die starken Währungsschwankungen des Euro im Vergleich zu Fremdwährungen beeinflusst, jedoch in den Jahren 2008/2009 Auswirkungen hinsichtlich der Vergabe von Projekten gezeigt. Sollten Kunden aus der Privatwirtschaft oder auch staatliche Kunden wie Ministerien und Regulierungsbehörden durch eine weitere Verschärfung dieser Krise unter finanziellen Druck geraten und Aufträge zurückziehen bzw. die Erteilung und Umsetzung von Projekten verschieben, hätte dies sehr negative Auswirkungen auf das Geschäft der LS telcom AG.

Ähnliche Auswirkungen erfährt das Unternehmen derzeit auch aufgrund des Ölpreisverfalls, der seit dem Herbst 2014 in zahlreichen Ländern zu Budgetkürzungen, verstärktem Preisdruck und Verzögerungen in Vergabeverfahren geführt hat. Die Produkte der LS telcom AG wirken grundsätzlich positiv auf den Staatshaushalt und versprechen einen sehr schnellen Rückfluss investierter Mittel. Insofern sollte der Bedarf auch unter erschwerten finanziellen Rahmenbedingungen gut zu vermitteln und sollten die Produkte absetzbar sein. Allerdings könnten anhaltende Budgetkürzungen aufgrund des Ölpreisverfalls dazu führen, dass die Investitionsbereitschaft in den jeweiligen Ländern auch auf längere Sicht abnimmt und Projekte, die beauftragt werden, auf der Basis weniger attraktiver Finanzierungskonditionen zustande kommen. Beides wäre in Anbetracht der Relevanz der erdölfördernden Länder für das Geschäft der LS telcom sehr nachteilig.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken, denen die LS telcom AG ausgesetzt ist, umfassen vor allem Marktpreisrisiken (Devisenkurse, Preisrisiken), Ausfall- und Liquiditätsrisiken. Bedingt durch die weltweiten Geschäftsaktivitäten des Unternehmens kommt den Devisenkursschwankungen von südafrikanischem Rand, US-Dollar und kanadischem Dollar gegenüber dem Euro besondere Bedeutung zu.

a) Preis- und Währungsrisiko

Die LS telcom AG ist aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit Preis- und Währungsschwankungen ausgesetzt. Diese Risiken können, soweit sie die Abwicklung von Projekten betreffen, bereits kalkulatorisch und über geeignete vertragsgestalterische Maßnahmen in Projektverträgen weitgehend eingegrenzt werden. In Einzelfällen, d. h. insoweit diese aufgrund eines entsprechenden Projektvolumens eine maßgebliche Größenordnung annehmen, werden solche Risiken zudem durch Sicherungsgeschäfte begrenzt. Sicherungsgeschäfte werden über die Hausbanken des Unternehmens abgeschlossen, wobei marktgängige derivative Finanzinstrumente (Devisentermin- oder Devisenswapgeschäfte) zum Einsatz kommen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 bestand kein Bedarf, Projekte über Devisentermingeschäfte abzusichern. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Aufgrund der während des Geschäftsjahres sehr starken Währungsschwankungen von GBP zum EUR und der Volumina der in dieser Währung abgeschlossenen Geschäfte, schätzen wir die mögliche finanzielle Auswirkung höher ein, was mit einer Neubewertung dieses Risikofaktors von "hoch" auf "sehr hoch" einhergeht.

b) Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal jeweils in Höhe des Zeitwerts der Forderung an den jeweiligen Schuldner. Das tatsächliche Ausfallrisiko im Geschäft mit Kunden wird als gering eingestuft, da LS telcom vorrangig Endkunden mit erstklassiger Bonität bedient und in Zweifelsfällen durch vertragliche Gestaltung (geeignete Zahlungsbedingungen; Rückabsicherung bei Lieferanten) die Minimierung dieses Risikos derart sicherstellt, dass wenigstens aufwands- und kostenseitig kein substantieller Schaden bei der LS telcom verbleibt.

c) Liquiditätsrisiken

Eine kontinuierlich gepflegte und überwachte Liquiditätsvorausschau und vorhandene Kreditlinien gewährleisten eine jederzeit ausreichende Liquiditätsversorgung der LS telcom AG. Des Weiteren pflegt die LS telcom AG eine offene und vertrauensvolle Kommunikation mit ihren Hausbanken, so dass weitere Möglichkeiten zur Unternehmensfinanzierung gegeben sind.

Die qualitative Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos wurde in Anbetracht der rückläufigen liquiden Mittel von "gering" auf "mittel" gesetzt.

d) Risiken der eigenen Geldanlage

Anlagen werden von der LS telcom AG derzeit ausschließlich auf Tages- und Festgeldkonten getätigt, wobei die Gelder auf mehrere unabhängige Banken verteilt angelegt werden. Durch diese Form der Anlage ist ein hohes Maß an Anlagesicherheit gewährleistet, obgleich auch damit, wie in jüngster Vergangenheit durch die Finanzkrise gezeigt wurde, das Verlustrisiko nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Sollte dieses aufgrund des Ausfalls einer Bank und den gleichzeitigen Ausfall ihres Sicherungsfonds eintreten, so könnte das einen erheblich negativen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Vermögenslage der LS telcom AG haben. Zusätzlich könnte eine Verschärfung der Geldmarktpolitik der EZB der aktuellen Anlagestrategie zuwider laufen, da Negativzinsen den Kapitalstock angreifen.

5. Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Der Vorstand ist durchaus weiterhin zuversichtlich, was die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung des Unternehmens betrifft. Das Management rechnet damit, dass die Nachfrage in den für das Unternehmen relevanten Teilmärkten anhalten wird und sich der Angebotsstau mit zahlreichen und sehr greifbaren, großen Projektchancen in naher Zukunft durch Auftragserteilungen an das Unternehmen und seine Beteiligungen aufzulösen beginnt.

Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das Unternehmen es über die Durststrecke der letzten beiden Jahre auch ohne größere Auftragseingänge für neue Großprojekte geschafft hat, sich auf dem zuvor erreichten Umsatzniveau relativ stabil zu halten, sollte auf längere Sicht gesehen wieder deutlich wachsendes Geschäft möglich sein.

Die hohen Investitionen und Vorleistungen der vergangenen Jahre in den Aufbau neuer Tochtergesellschaften mit dem Ziel, neue regionale und thematische Märkte zu erschließen, hatten sich in den vergangenen Geschäftsjahren lediglich negativ in den Finanzberichten des Konzerns niedergeschlagen und auch im Jahresabschluss allenfalls als Steigerung der Darlehen an verbundene Unternehmen gezeigt. Diese Vorleistungen sollten sich jedoch in näherer Zukunft ebenfalls auszahlen; ein größerer Projektzuschlag wurde bspw. noch zum Ende des Geschäftsjahres an unsere US-Tochter LS telcom Inc. erteilt. Die Firmengruppe hat hier unter anderem auch betreffend neuer Geschäftsfelder bereits Weichen für die Zukunft gestellt, womit sich auch die LS telcom AG wesentliche Chancen für künftiges Geschäft gesichert hat. Dies betrifft insbesondere die Bereiche der Mehrfachverwendung von Spektrum durch sogenannte Dynamic Shared Access Technologien sowie auch Problemstellungen, die sich durch ferngesteuerte Drohnen ergeben. Der Umstand, dass der betreffende betriebliche Aufwand sich erst mit zeitlicher Verzögerung in Umsatz und Ertrag niederschlagen wird, berührt nicht die hervorragenden Zukunftschancen des Unternehmens.

Bezüglich der Chancen in der künftigen Geschäftsentwicklung des Unternehmens treffen die Aussagen des Vorjahres zum Marktpotenzial auch weiterhin nahezu unverändert zu. Themen wie die Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Sicherheitsnetze, neue Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie 4.0 sollten auch in den kommenden Jahren für eine stabile Nachfrage in unserem Marktsegment sorgen.

Im Beratungsgeschäft behauptet sich die LS telcom AG national und international sehr gut. Der Vorstand sieht nach wie vor sehr gute neue Geschäftsmöglichkeiten im Umfeld der Digitalisierung bzw. Neuinstallation von PMR-Funknetzen für sicherheitsrelevante Behörden, ebenso im Zusammenhang mit der Einführung von digitaler Funktechnologie für Betriebsfunknetze von Transport-, Versorgungs- und Industrieunternehmen. Wachstumspotenzial bietet sich im Dienstleistungsbereich unter anderem im Bereich der speziellen Objektfunkversorgung (z. B. Versorgung von Tunneln für U-Bahn-Funk, Versorgung von Stadien etc.), die immer noch voranschreitende Digitalisierung des terrestrischen Rundfunks speziell in Asien und in Afrika sowie auch im höherwertigen strategischen Beratungsbereich zur allgemeinen Nutzung des Funkfrequenzspektrums. Um weniger Unterstützung von externen Beratern in Anspruch nehmen zu müssen und damit selbst eine höhere Wertschöpfung aus diesem Geschäftsfeld zu erreichen, hat LS telcom die eigenen Ressourcen erweitert.

Im Kernmarkt für LS telcom, der Frequenzverwaltung und dem Spektrum-Management, bestehen sehr gute Möglichkeiten zur Realisierung weiteren Wachstums. Der Haupttrend in diesem Kundenbereich geht unvermindert weiter in Richtung noch stärker integrierter Systeme und hochautomatisierter, webbasierter Dienste. Hervorragende Referenzprojekte für das sogenannte e-Licensing von Regulierungsbehörden sichern LS telcom hier aktuell eine führende Stellung im Wettbewerb.

Nach Abschluss einiger größerer mehrjähriger Verträge mit Behörden zur Implementierung von sogenannten Enterprise-Systemlösungen kann davon ausgegangen werden, dass darauf aufbauende Nachfolge- und Wartungsprojekte die LS telcom Firmengruppe und damit die LS telcom AG auch in den kommenden Geschäftsjahren beschäftigen werden. Es zeichnen sich daneben für das neue Geschäftsjahr weitere Systemprojekte für nationale Frequenzmanagement-Systeme ab. Neue Funktechnologien sowie neue Regelwerke der EU und der ITU sind daneben wie in der Vergangenheit weitere "Motivatoren" für Neugeschäft, Systemanpassungen und -erweiterungen.

Speziell aufbauend auf dem Kundenstamm aus diesem Teilmarkt rechnet sich der Konzern Zusatzgeschäft mit neuen Hardware-Produkten zur messtechnischen Unterstützung der Frequenzverwaltung und Funküberwachung aus. Auch das Kundenumfeld der nicht-zivilen Nutzung, d. h. der militärische Markt und das Umfeld der Inneren Sicherheit, bietet nach wie vor Möglichkeiten für neues Wachstum. Insbesondere in kombinierten Projekten, bestehend aus Geräten und Software, liegen unvermindert gute Chancen für LS telcom, sich zu etablieren und die Geschäfte weiter auszubauen.

Der derzeit für die LS telcom AG vertraglich gesicherte Auftragsbestand, einschließlich konzerninterner Unterbeauftragungen in Höhe von ca. EUR 5,7 Mio., beträgt EUR 20,9 Mio. (i. V. EUR 27,8 Mio.), wobei unbefristet laufende Wartungsverträge lediglich mit einer maximalen Restlaufzeit von zwölf Monaten und langfristige Rahmenverträge maximal mit den während ihrer Laufzeit realistisch zu erwartenden Abrufvolumina berücksichtigt wurden. Aus diesem Auftragsbestand lassen sich unter der Annahme einer planmäßigen Projektabwicklung im aktuellen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 16,7 Mio. (i. V. EUR 19,8 Mio.) erzielen.

Die durch die derzeitige weltpolitische Situation gegebenen Risiken dürfen, was unvorhersehbare Verzögerungen bei der Auftragserteilung in Projektanbahnungen und Beschaffungsverfahren anbelangt, sicherlich nicht unterschätzt werden. Dennoch erscheint dem Vorstand angesichts der durch die Digitalisierungs- und Modernisierungsbestrebungen bei Frequenznutzern und -verwaltungen gegebenen Marktdynamik auf längere Frist weiteres Wachstum mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichbar. Untermauert wird dies durch die vielversprechende Angebots-Pipeline.

Das Ziel der Unternehmensführung bleibt unverändert, ausgehend von dem derzeitigen Umsatzniveau zu wachsen und auch die Profitabilität der LS telcom AG in ihrem Kerngeschäft weiter zu steigern. Dies schließt kostensenkende Maßnahmen überall dort ein, wo dies ohne kompromittierende Wirkung auf bestehende oder künftige Geschäftschancen vertretbar erscheint.

Unter Berücksichtigung o. g. Ausführungen ist der Vorstand von einer positiven zukünftigen Geschäftsentwicklung überzeugt und sieht das Unternehmen mittelfristig auf weiterem Wachstumskurs. Auf der Grundlage der dargestellten Marktsituation und der Marktpositionierung der LS telcom AG, des immer noch befriedigenden Polsters an Auftragsbestand sowie der zeitnah erwarteten Projektzuteilungen hat sich der Vorstand für das neue Geschäftsjahr 2016/2017 zum Ziel gesetzt, das Umsatzniveau und Betriebsergebnis (EBIT) des Vorjahres zu erreichen. Auf Konzern-Ebene sollen Umsatzerlöse und Betriebsergebnis (EBIT) jeweils um über 10 % steigen.

E. BERICHTERSTATTUNG GEMÄSS § 289 ABS. 4 HGB

1. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital betrug zum 30. September 2016 unverändert EUR 5.335.000,00. Es ist eingeteilt in 5.335.000 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 pro Aktie und voll einbezahlt.

2. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie sich aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand nicht bekannt. Jede Aktie gewährt gemäß § 14 der Satzung eine Stimme.

3. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital

Aus den der LS telcom AG zugesandten WpHG-Mitteilungen ergibt sich zum 30. September 2016 folgende Übersicht an Beteiligungen mit über 10 % der Stimmrechte:

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Beteiligte Person oder Gesellschaft Anzahl an Stimmrechten Anteil an Stimmrechten Zeitraum der Beteiligung
Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 28,83 % Bis heute
Dr. Georg Schöne 1.614.445 30,26 % Bis heute

4. Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

5. Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, ist dem Vorstand nicht bekannt.

6. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen

Die Bestellung und Abberufung der Vorstandsmitglieder erfolgt gemäß § 84 AktG. Satzungsänderungen werden durch die Hauptversammlung gemäß den §§ 133 und 179 AktG vorgenommen.

Die Hauptversammlung hat in § 11 Abs. 2 der Satzung von der in § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG eingeräumten Möglichkeit Gebrauch gemacht, dem Aufsichtsrat die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung der Satzung betreffen, zu übertragen.

7. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ausgabe von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 8. März 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. März 2017 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 2.667.500,00 zu erhöhen.

Das genehmigte Kapital beträgt zum 30. September 2016 EUR 2.667.500,00.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen;

bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung;

bei einer Kapitalerhöhung zur Ausgabe von Belegschaftsaktien, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals nicht übersteigt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der LS telcom AG vom 13. März 2014 wurde der Vorstand zum Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG) unter Ausschluss des Erwerbsrechts der Aktionäre ermächtigt, und zwar nach folgender Maßgabe:

a) Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene Aktien von bis zu insgesamt 10 % des bei Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen.

b) Der Erwerb von eigenen Aktien erfolgt über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Kaufangebots der Gesellschaft an sämtliche Aktionäre. Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den durchschnittlichen Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb eigener Aktien bzw. im Falle eines öffentlichen Kaufangebots vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Bei einem öffentlichen Kaufangebot kann das Volumen des Angebots begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück angedienter Aktien je Aktionär kann vorgesehen werden.

c) Die Ermächtigung wird zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck erteilt, insbesondere zu den folgenden Zwecken:

zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;

zur Einziehung der Aktien;

um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.

d) Die Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hat grundsätzlich über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Angebots zu erfolgen.

Die Gesellschaft wird aber ermächtigt, eine andere Form der Veräußerung vorzunehmen, soweit dies im Interesse der Gesellschaft erforderlich ist, um die Aktien wie folgt zu verwenden:

zur Nutzung der eigenen Aktien als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensteilen durch die Gesellschaft;

um die betreffenden Aktien Arbeitnehmern der Gesellschaft und der mit der Gesellschaft im Sinne von § 15 AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb anzubieten.

In diesen Fällen ist das Erwerbsrecht der Aktionäre ausgeschlossen und darf der Veräußerungspreis für eine Aktie der Gesellschaft (ohne Veräußerungsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten fünf Handelstagen vor der Veräußerung der eigenen Aktien bzw. vor dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses zur Veräußerung der eigenen Aktien nicht wesentlich unterschreiten.

e) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Beschluss der Hauptversammlung einzuziehen. Die Ermächtigung zur Einziehung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend hiervon bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall berechtigt, die Angabe der Anzahl der Aktien in der Satzung anzupassen.

f) Die Ermächtigungen gemäß vorstehenden lit. d) und e) können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.

g) Die Ermächtigung wurde am 1. Mai 2014 wirksam und gilt bis zum 12. März 2019. Die in der Hauptversammlung am 4. März 2010 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wurde mit Wirksamwerden dieser neuen Ermächtigung aufgehoben.

8. Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen

Es liegen zum Bilanzstichtag keine diesbezüglichen Vereinbarungen vor.

9. Entschädigungsvereinbarungen

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

F. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYTEMS GEMÄSS § 289 ABS. 2 NR. 5 HGB

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes. Die Mitglieder des Vorstands erhalten eine fixe Vergütung, die Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung von Dienstwagen, enthält. Durch die fixen Bestandteile ist eine Grundvergütung gewährleistet, die es dem Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten. Daneben beinhalten die Dienstverträge (Stand 30.09.2016) eine erfolgsabhängige variable Sondervergütung, die vom wirtschaftlichen Ergebnis des Konzerns für das jeweilige Geschäftsjahr abhängt, sowie eine rollierende Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung.

1. Aufsichtsrat und Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehören an die Herren:

Dr. Winfried Holtermüller (Vorsitzender), Rechtsanwalt, Stuttgart

Prof. Dr. Werner Wiesbeck (stellv. Vorsitzender), Professor für Höchstfrequenztechnik und Elektronik, Keltern

Dipl.-Finw. Karl Hensinger, Finanzwirt, Laupheim

Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG bestehen nicht.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015/2016 Bezüge in Höhe von insgesamt EUR 69.079,81 (i. V. TEUR 66).

Diese Bezüge verteilen sich auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates wie folgt:

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Dr. Winfried Holtermüller EUR 26.890,27
Prof. Dr. Werner Wiesbeck EUR 21.370,31
Dipl.-Finw. Karl Hensinger EUR 20.819,23

Für Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer Aufsichtsratstätigkeit wurden im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr keine Honorare an die Mitglieder des Aufsichtsrates bezahlt. Der Kanzlei Schelling & Partner, der der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Holtermüller als Partner angehört, wurden für diverse Beratungsleistungen EUR 12.757,50 (i. V. TEUR 4) vergütet.

Zum 30. September 2016 hielten die Mitglieder des Aufsichtsrates, wie im Vorjahr, 14.546 Stückaktien.

Vorstandsmitglieder sind:

Dr. Manfred Lebherz (Sprecher und Vorstand Finanzen, Investor Relations, Vertrieb), Lichtenau

Dr. Georg Schöne (Vorstand Forschung & Entwicklung, Personal, strategische Entwicklung Soft- und Hardwaresysteme), Lichtenau

Dipl.-Ing. Roland Götz (Vorstand Consulting, Engineering Services, strategische Entwicklung Beratungsdienstleistungen), Rheinmünster

Zum Bilanzstichtag wurden von den Mitgliedern des Vorstands folgende Stückaktien gehalten:

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• Dr. Manfred Lebherz 1.537.862 Stückaktien (i. V. 1.537.862)
• Dr. Georg Schöne 1.614.445 Stückaktien (i. V. 1.614.445)
• Dipl.-Ing. Roland Götz 4.148 Stückaktien (i. V. 4.148)

Mandate der Vorstandsmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 2 AktG bestehen nicht.

2. Vergütungsbericht

Zuständigkeit, Zielsetzung und Struktur der Vergütung des Vorstands

Die Festlegung von Struktur und Höhe der Vergütung des Vorstands der LS telcom AG erfolgt durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berät zudem über die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und überprüft dieses regelmäßig.

Zielsetzung des Vergütungssystems für den Vorstand ist es, die Vorstandsmitglieder gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei durch eine hohe Variabilität die gemeinsame und persönliche Leistung des Vorstands sowie den Unternehmenserfolg deutlich und unmittelbar zu berücksichtigen.

Dazu weist das Vergütungssystem im Einzelnen eine fixe Grundvergütung sowie eine variable Vergütung auf. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Angemessenheit der Vorstandsvergütung sicherzustellen, werden dessen Struktur, die einzelnen Komponenten und die Gesamtvergütung regelmäßig vom Aufsichtsrat überprüft.

Die Vergütung des Vorstands setzte sich im Geschäftsjahr 2015/2016 aus den folgenden Komponenten zusammen:

eine fixe Grundvergütung sowie erfolgsunabhängige Nebenleistungen als Zusatzvergütungen (steuerpflichtige Vergütungsanteile für Direktversicherung und Zuschüsse zur Rentenversicherung), ausbezahlt in zwölf Monatsraten,

Sachzuwendungen, insbesondere die Überlassung jeweils eines Dienstwagens zur geschäftlichen und privaten Nutzung sowie weiterer Gegenstände, die die ortsunabhängige, ständige Erreichbarkeit der Vorstände sicherstellen,

eine variable Vergütung, die sich nach einem prozentualen Anteil am Konzern-Ergebnis der Gesellschaft richtet und der Höhe nach gedeckelt ist.

eine der Höhe nach limitierte variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich bei Gewährung virtueller Aktienoptionen aus der Aktienkursentwicklung über einen Zeitraum von jeweils drei bis sechs Jahren für verschiedene Tranchen im Vergleich zu einem Basispreis ermittelt und in bar ausbezahlt wird (die Bewertung dieser aktienkursabhängigen Vergütung erfolgt auf Basis eines Binomialmodells),

eine variable Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die über einen rollierenden Zeitraum von drei Jahren auf der Erreichung einer bestimmten Mindest-Konzern-Eigenkapitalrendite beruht und der Höhe nach limitiert ist.

Die Gesellschaft unterhält ferner eine Unfallversicherung sowie eine Vermögenschadenhaftpflichtversicherung (D&O Versicherung), in der auch die Mitglieder des Vorstands versichert sind. Als weitere Nebenleistung erhält der Vorstand seine Reisekosten für Dienstreisen, die Kosten für die Bewirtung von Geschäftspartnern und sonstige betrieblich bedingte Auslagen nach Beleg erstattet.

Reale Aktienoptionsprogramme oder andere wertpapierorientierte Anreizsysteme bestanden für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht.

Höhe der Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2015/2016

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Leistungen, die dem einzelnen Vorstandsmitglied von der LS telcom AG im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied zugesagt oder gewährt worden sind. Die Gesamtbezüge für den Vorstand berechnen sich aus der Summe aller Vergütungen in bar und in geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen. Letztere enthalten im Wesentlichen die Bereitstellung von Dienstfahrzeugen.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden Gehaltsaufwendungen für den Vorstand in Höhe von insgesamt TEUR 958 (i. V. TEUR 1.063) erfasst. Davon betreffen TEUR 799 (i. V. TEUR 799) fixe, erfolgsunabhängige Vergütungen und TEUR 159 (i. V. TEUR 264) variable erfolgsbezogene Vergütungsanteile. Im Berichtsjahr wurden TEUR 54 (i. V. TEUR 197) dieser variablen Anteile im Aufwand lediglich als Zuführungen zu Rückstellungen im Geschäftsjahr für mögliche langfristige Vergütungsverpflichtungen erfasst, die sich in den künftigen ein bis drei Jahren aufgrund der langfristigen Bonusregelungen der Vorstandsverträge (virtuellen Aktienoptionen und Eigenkapitalrendite-Kriterien) ergeben können. Der Wert basiert auf Prognoserechnungen. Abhängig vom Geschäfts- und Kursverlauf wird dieser Betrag entsprechend jährlich angepasst werden und stellt nicht zwingend den an das jeweilige Vorstandsmitglied letztlich auszuzahlenden Betrag dar.

Die im Geschäftsjahr 2015/2016 als Aufwand erfasste Vorstandsvergütung (in Klammern Vorjahresangaben) verteilt sich auf die Mitglieder des Vorstands wie folgt:

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Angaben
in EUR
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Erfolgsunabhängige Festvergütung 255.000,00 265.800,00 204.000,00
  (255.000,00) (265.800,00) (204.000,00)
Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) 26.280,27 23.656,23 24.487,83
  (26.062,42) (23.438,38) (24.148,44)
Erfolgsabhängige Vergütungskomponente 37.316,26 37.316,26 29.853,00
  (24.074,96) (24.074,96) (19.259,98)
Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung 111.400,00 200.400,00 130.800,00
  (244.600,00) (324.100,00) (219.000,00)
davon direkt das Geschäftsjahr 2015/2016 (i. V. 2014/2015) betreffend 111.400,00 111.400,00 72.600,00
  (150.000,00) (150.000,00) (99.200,00)
davon aufwandswirksame Rückstellung für mögliche Vergütung in künftigen Geschäftsjahren 0,00 89.000,00 58.200,00
  (94.600,00) (174.100,00) (119.800,00)
Verbrauch der Rückstellung für das Geschäftsjahr 2014/2015 (i. V. 2013/2014) 150.000,00 150.000,00 99.200,00
  (100.000,00) (100.000,00) (0,00)
davon bereits als Rückstellung in Vorjahren erfasst 244.600,00 324.100,00 219.000,00
  (277.400,00) (322.900,00) (190.500,00)
Gesamtvergütung (Aufwand) 335.396,53 353.072,49 269.340,83
  (372.337,38) (414.513,34) (275.908,42)

Die folgende Tabelle zeigt die den Vorständen tatsächlich ausgezahlten Vergütungen (in Klammern Vorjahresangaben) im Geschäftsjahr 2015/2016:

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Angaben
in EUR
Dr. Manfred Lebherz Dr. Georg Schöne Dipl.-Ing. Roland Götz
Erfolgsunabhängige Festvergütung 255.000,00 265.800,00 204.000,00
  (255.000,00) (265.800,00) (204.000,00)
Erfolgsunabhängige Nebenleistungen (Sachbezüge und sonstige Zusatzvergütungen) 26.280,27 23.656,23 24.487,83
  (26.062,42) (23.438,38) (24.148,44)
Erfolgsabhängige Vergütungskomponente (bzgl. GJ 2014/2015) (im Vorjahr bzgl. GJ 2013/2014) 24.074,96 24.074,96 19.259,98
  (64.450,59) (64.450,59) (51.560,47)
Vergütungsanteil mit langfristiger Anreizwirkung 150.000,00 150.000,00 99.200,00
  (100.000,00) (100.000,00) (0,00)
Gesamtvergütung (Auszahlung) 455.355,23 463.531,19 346.947,81
  (445.513,01) (453.688,97) (279.708,91)

Zusagen zur Altersversorgung

Pensionszusagen an die Mitglieder des Vorstands bestehen nicht.

Wesentliche Zusagen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit

Die Zahlung einer Abfindung an ein Vorstandsmitglied im Falle der Beendigung des Dienstverhältnisses ist nicht vorgesehen.

Aktienoptionen

Reale Aktienoptionen sind an den Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausgegeben.

G. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenso wie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Internet auf der deutschsprachigen Seite www.LStelcom.com unter den Menüpunkten "Die LS telcom AG"-"Investor Relations" - "Zahlen, Berichte, Informationen" abrufbar. Hier sind auch die Erklärungen der vergangenen Jahre zugänglich.

H. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LS telcom AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens beschrieben sind.

 

Lichtenau, 21. November 2016

LS telcom Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dr. Manfred Lebherz

Dr. Georg Schöne

Dipl.-Ing. Roland Götz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

 

Stuttgart, 22. November 2016

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Volker Hecht, Wirtschaftsprüfer

Thomas Epple, Wirtschaftsprüfer