![]() LS telcom AGLichtenauKonzern-Halbjahresfinanzbericht zum 31.03.2019Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 der LS telcom Aktiengesellschaftfür den Zeitraum vom 01.10.2018 bis 31.03.2019Die LS telcom AG im ÜberblickDie LS telcom AG (ISIN: DE0005754402; WKN: 575440) mit Hauptsitz in Lichtenau (Baden)
und Tochtergesellschaften in Frankreich, Kanada, USA, Großbritannien, VAE und Südafrika
ist führender Anbieter von Beratungsdienstleistungen und Systemlösungen für die möglichst
effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums in allen Funkdiensten. Die LS telcom
Firmengruppe verfügt über eine einzigartig umfassende Fachkompetenz, die es ihr ermöglicht,
das komplette Marktsegment drahtloser Kommunikation mit ihrem Produkt-Portfolio zu
bedienen. Hierzu gehören voll integrierte Frequenzmanagement- und Funküberwachungslösungen
sowie Sendersysteme in standardisierten Containerlösungen ebenso wie technische Analyse-
und Planungs-Software oder kompetente Beratung in Strategie- und Umsetzungsfragen. LS telcom verfügt über langjährige internationale Erfahrung im Richt- und Mobilfunk,
dem Professionellen Mobilfunk, Rundfunk und Satellitenfunk. Die optimale Planung von
Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die
Minimierung von Funkstörungen sowie die Erschließung geeigneter Funkstandorte sind
typische Aufgabenfelder, in denen Produkte unseres Unternehmens eingesetzt werden.
Mit der Implementierung von Spektrum-Management-Systemen bei Regulierungsbehörden
in mehr als 80 Ländern weltweit hat die LS telcom den Standard für Systemlösungen
in der Frequenzverwaltung gesetzt. Wesentliche Kennzahlen des LS telcom Konzerns (nach IFRS)
Zwischenabschluss der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, zum 31.03.2019Konzern-Bilanz (IFRS)Aktiva
Passiva
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)
Anhang (verkürzt)RechnungslegungsgrundsätzeDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
vom 01.10.2018 bis zum 31.03.2019 erstellt und umfasst die Zahlenangaben zu Bilanz,
Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Angaben zum Ergebnis je Aktie, eine Kapitalflussrechnung
sowie den Eigenkapitalspiegel, jeweils mit Vergleichsangaben für den relevanten Vorjahreszeitraum. Der Bericht basiert auf den Rechnungslegungsgrundsätzen nach International Financial
Reporting Standards (IFRS). Es wurden grundsätzlich dieselben Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden
wie im letzten Konzern-Jahresabschluss verwendet mit Ausnahme der pflichtgemäß neu
anzuwendenden Standards, die im Folgenden genannt sind. Die vom IASB im Juli 2014 verabschiedete Neufassung von IFRS 9 (Finanzinstrumente)
ersetzt die bisherigen Regelungen von IAS 39 und ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden,
die nach dem 01.01.2018 beginnen. Durch die Einführung von IFRS 9 wurden insgesamt
keine erheblichen Auswirkungen auf die Bilanz und das Eigenkapital des Konzerns festgestellt. Der vom IASB neu verabschiedete IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) ersetzt
die bestehenden Standards IAS 18 (Erlöse) und IAS 11 (Fertigungsaufträge) und ist
erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 01.01.2018 beginnen. Der neue
Standard regelt die Erlösrealisierung auf Basis eines einzigen, prinzipienbasierten
fünfstufigen Modells für alle Verträge mit Kunden. Hinsichtlich der Bestimmung des
Zeitpunkts bzw. des Zeitraums kommt es nun nicht mehr auf die Übertragung der Risiken
und Chancen, sondern auf den Übergang der Kontrolle an den Gütern oder Dienstleistungen
auf den Kunden an. Die LS telcom AG wendet entsprechend ihrem Wahlrecht die modifiziert
retrospektive Übergangsmethode an, bei der die Vorjahreszahlen im Konzern-Zwischenbericht
zum 31.03.2019 nicht angepasst werden und die Umstellungseffekte erfolgsneutral im
Eigenkapital zum 01.10.2018 erfasst wurden. IFRS 15 hat wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
LS telcom AG. Aus den weiteren Änderungen der IFRS ergeben sich für das Geschäftsjahr keine wesentlichen
Änderungen. Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Ertragsteuern entspricht der im vorangegangenen
Geschäftsjahresabschluss verwendeten Methode. Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Vergleichsangaben Übernahme IFRS 15IFRS 15 verlangt den separaten Ausweis von Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten.
Dies führt zum 01.10.2018 bei der LS telcom AG auf der Aktiva zu Umgliederungen aus
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu Vertragsvermögenswerten und auf der
Passiva zu Umgliederungen aus Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen zu Vertragsverbindlichkeiten. Die Neubewertungseffekte aus IFRS 15 resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen
Bestimmung des Übergangs der Kontrolle an den Gütern auf den Kunden. Hieraus ergeben
sich im Vergleich zu IAS 11 unterschiedliche Ergebnisse bei der Bestimmung des Zeitpunkts
bzw. des Zeitraums, was abhängig vom jeweiligen Projekt zu früheren oder späteren
Umsatzrealisierungen führen kann. Bei der Neubewertung wurde ein Umsatz von 34 TEUR
früher realisiert und per 01.10.2018 in die Gewinnrücklage eingebucht. Die unter IAS 11 ausgewiesenen Forderungen aus Fertigungsaufträgen unterlagen einer
Reklassifizierung und werden nach IFRS 15 in einer separaten Position in den Vertragsvermögenswerten
ausgewiesen.
Zum 31.03.2019 ergeben sich aus der laufenden Bilanzierung nach IFRS 15 im Vergleich
zu IAS 11 folgende Auswirkungen:
Ohne Anwendung von IFRS 15 lägen die Umsatzerlöse bei TEUR 15.013 und damit um TEUR
613 höher. Dieser Effekt resultiert aus dem veränderten Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
nach IFRS 15. Hier war im Wesentlichen der Zeitpunkt später anzusetzen als nach IAS
11, was zu einer Umsatzreduktion im Vergleich zu IAS 11 geführt hat.
KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisGegenüber dem letzten Geschäftsbericht ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis
der LS telcom Gruppe. KonsolidierungsmethodenDie Konsolidierung erfolgt nach derselben Methodik, die auch im letzten Jahresabschluss
angewandt wurde. Erläuterungen zur BilanzDa mit Ausnahme der eingangs erläuterten, erstmalig neu anzuwendenden IFRS 9 und IFRS
15 dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden,
gelten diese qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es werden
hier lediglich spezielle Erläuterungen zu den Positionen gegeben, die wesentliche
Änderungen der Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss ausweisen. Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2018
um TEUR 309 auf TEUR 21.404 gesunken, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der immateriellen
Vermögenswerte. VorräteGegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist diese Position um TEUR 14 gesunken. Der Grund
hierfür liegt an leicht reduzierten Lagerbeständen. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Wert dieser Position (TEUR 6.947) ist gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr
(TEUR 8.641) aufgrund der Umgliederung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen aus
der Erstanwendung von IFRS 15 gesunken. Details siehe Abschnitt "Vergleichsangaben
Übernahme IFRS 15". Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden in einer separaten
Position "Vertragsvermögenswerte" ausgewiesen. Bereinigt um die IFRS-Umgliederungen
sind die Forderungen im Vorjahresvergleich um TEUR 661 gestiegen. Forderungen bestehen
unverändert überwiegend gegen Kunden mit sehr guter Bonität. VertragsvermögenswerteDiese Position zeigt nach IFRS 15 die Vertragsvermögenswerte, die bisher als Forderungen
aus Fertigungsaufträgen zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gezeigt wurden. Liquide MittelDie liquiden Mittel betragen per 31.03.2019 TEUR 1.336 und liegen damit um TEUR 326
unter dem Wert per 30.09.2018. Der Bestand des Finanzmittelfonds beträgt gemäß der
Kapitalflussrechnung TEUR 1.334, da hier die liquiden Mittel um die kurzfristigen
finanziellen Kontokorrent-Verbindlichkeiten gekürzt wurden. Die Entwicklung dieser
Bilanzposition wird im nachfolgenden Zwischenlagebericht im Kapitel "Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage" im Abschnitt "Entwicklung des Finanzmittelfonds" näher erläutert. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige VermögenswerteDieser Bilanzposten (TEUR 2.000) ist um TEUR 1.340 gegenüber dem letzten Jahresabschluss
(TEUR 660) gewachsen. Der Anstieg resultiert aus kurzfristigen Steuerforderungen. Langfristige finanzielle VerbindlichkeitenDiese Position stellt die langfristigen Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen und einem
Immobilien-Leasingvertrag dar. Kurzfristige RückstellungenDie kurzfristigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen (TEUR 179) sind gegenüber
dem letzten Jahresabschluss (TEUR 227) aufgrund der Auflösung kurzfristiger Rückstellungen
für ausstehende Provisionszahlungen gesunken. VertragsverbindlichkeitenDiese Position zeigt nach IFRS 15 die Vertragsverbindlichkeiten, die bisher als Fertigungsaufträge
mit passivischem Saldo zusammen mit den erhaltenen Anzahlungen und Fertigungsaufträgen
ausgewiesen wurden. Erhaltene AnzahlungenDie hier ausgewiesenen TEUR 819 umfassen im Gegensatz zum Vorjahr nur noch Anzahlungen
ohne Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo (TEUR 769 zum 30.09.2018). Aufgrund
der Umgliederungen gemäß IFRS 15 werden die bisher ebenfalls in dieser Position ausgewiesenen
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo in einer separaten Position "Vertragsverbindlichkeiten"
gezeigt. Siehe Details unter "Vergleichsangaben Übernahme IFRS 15". Für einige größere
Projekte hat sich LS telcom die Finanzierung über entsprechende Anzahlungen gesichert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtszeitraum von
TEUR 923 auf TEUR 750 zurückgegangen. Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten sowohl den kurzfristigen Anteil
aus Leasingfinanzierungen als auch aus Bankdarlehen. Sonstige kurzfristige VerbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 6.323) sind gegenüber dem letzten
Jahresabschluss um TEUR 869 gestiegen. Dieser Zugang ist vor allem durch die Zunahme
der kurzfristigen Rechnungsabgrenzungsposten verursacht. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-RechnungDa mit Ausnahme der eingangs erläuterten, erstmalig neu anzuwendenden IFRS 9 und IFRS
15 dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden,
gelten diese qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es sind
insofern keine weiteren Erläuterungen notwendig. Bezüglich der Positionen, die wesentliche Änderungen der Beträge im Vorjahresvergleich
aufzeigen, verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
im nachfolgenden Zwischenlagebericht. ZwischenlageberichtGeschäft und RahmenbedingungenMarktumfeld und AbsatzentwicklungIm ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete die LS telcom Gruppe
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 14.400 (i. V. TEUR 11.984). Der Umsatz lag damit mit
20 % über dem des entsprechenden Vorjahres-Vergleichszeitraums. Ohne Anwendung von
IFRS 15, bei Anwendung der Bewertungsmethodik des Vorjahres, hätten die Umsatzerlöse
im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres um 613 TEUR höher gelegen. Auf der Ebene der
einzelnen Unternehmenssegmente stellt sich die Umsatzverteilung wie folgt dar:
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum bei etwa 84 %. Dieser
Exportanteil setzt sich zusammen aus 28 % der Umsatzerlöse aus dem europäischen Ausland
und 56 % aus den restlichen Regionen. Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
ca. 14 % zum Gesamtumsatz bei. Etwa 25 % des Halbjahresumsatzes wurden aus dem Segment
"Dienstleistungen" und 61 % aus dem Geschäftssegment "Softwaresysteme" erzielt. Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen,
typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung
und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise
der Aufbau von Sender- oder Generatoranlagen, deren Installation und Inbetriebnahme. Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom
in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche
Kunden erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als
Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber
und Regulierungsbehörden bedient. Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich
des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte
aus unterschiedlichsten Bereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule
sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in
umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben
auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule)
und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft.
Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen
als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte. MitarbeiterZum 31.03.2019 beschäftigte der LS telcom Konzern weltweit 222 Mitarbeiter (i. V.
260). Im Vergleich zum letzten Geschäftsjahresende (30.09.2018) sank die Mitarbeiterzahl
um 23 Personen. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung von Umsatz und GesamtleistungDie Erwartungen bezüglich der Geschäftsentwicklung wurden in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres weitestgehend erfüllt. Der Konzern erzielte im Berichtszeitraum einen
Umsatz von EUR 14,4 Mio. (i. V. EUR 12,0 Mio.). Die Gesamtleistung liegt mit EUR 16,2
Mio. um ca. 19 % über der des Vorjahrsvergleichszeitraums (EUR 13,5 Mio.). Entwicklung der KostenDer Materialaufwand liegt mit TEUR 2.249 ca. 8 % über dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums
(i. V. TEUR 2.078). Es wurden im ersten Halbjahr einige Projekte aus dem Segment "Hardwarenahe
Systeme" mit hohem Materialeinsatz bearbeitet, was zu höheren Aufwendungen bei den
Vorräten führte. Der Personalaufwand weist mit TEUR 8.732 gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von
7 % aus. Die Abschreibungen sind stabil und verringern sich nur leicht aufgrund der reduzierten
Vorjahresinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände um lediglich 1 % auf TEUR
1.948 (i. V. TEUR 1.970). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.475) sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
(i. V. TEUR 2.998) um 17 % gesunken. Der Rückgang des Personalaufwands sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist
auf die im Vorjahr erfolgreich umgesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung zurückzuführen. Die Steuererträge vom Einkommen und Ertrag (TEUR 62) liegen unter dem Niveau des Vorjahres
(i. V. TEUR 70). PeriodenergebnisAuf Konzernebene ergibt sich für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres ein positives
Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 778 (i. V. TEUR -2.842). Das den Aktionären der LS telcom AG zuzurechnende Konzern-Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen
beträgt TEUR 741 (i. V. TEUR -2.586), entsprechend einem Ergebnis je Aktie von EUR
0,13 (i. V. EUR -0,49). Das Periodenergebnis liegt für das erste Geschäftshalbjahr innerhalb der Planerwartungen. InvestitionenIm bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2018/2019 wurden Investitionen in Höhe von
TEUR 1.340 (i. V. TEUR 1.674) getätigt. Darin enthalten sind neben aktivierten Eigenleistungen
auch Erhaltungs- und Neuinvestitionen in Sachanlagen und Investitionen in eigene Gebäude. Entwicklung des FinanzmittelfondsDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beträgt TEUR 1.115 gegenüber einem Cashflow
von TEUR 136 im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zum 31.03.2019 verfügt die LS telcom
AG über einen Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 1.334 (i. V. TEUR 246). Risiko- und PrognoseberichtRisiken der künftigen Entwicklung und RisikomanagementHinsichtlich der für den LS telcom Konzern einschlägigen Risiken für die künftige
Entwicklung und des im Konzern umgesetzten Risikomanagements verweisen wir auf die
Ausführungen im letzten Geschäftsbericht 2017/2018. Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche GeschäftsentwicklungHinsichtlich der Chancen für die künftige Entwicklung des Konzerns treffen die im
Vorjahr gemachten Aussagen weitestgehend unverändert zu. Die sich aktuell in dem für
den Konzern relevanten Markt bietenden Potenziale und Chancen zur künftigen Geschäftsentwicklung
der Firmengruppe werden im Wesentlichen von den Themen Umnutzung von Frequenzspektrum
für die Breitbandversorgung, Netze für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben,
Funklösungen für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen
für die Industrie 4.0 mit all ihren Vertikalmärkten bestimmt. Diese sollten im aktuellen
Geschäftsjahr und den Folgejahren für eine stabile Nachfrage in unserem Marktsegment
sorgen. Der Vorstand ist von der Richtigkeit der strategischen Ausrichtung des Konzerns und
seiner Produkte auf diese Geschäftsfelder und Themen überzeugt. Die hohen Investitionen
und Vorleistungen, die in den vergangenen Jahren in entsprechende Produktentwicklungen
und Markterschließungsmaßnahmen geflossen sind und die Finanzzahlen der letzten Geschäftsjahre
stark belastet haben, werden sich letztlich für die gesamte Firmengruppe auszahlen.
Das Produktangebot des Konzerns passt zu den aktuellen und auch künftig absehbaren
Forderungen des Marktes, so dass der Vorstand den Konzern gut aufgestellt sieht und
an dessen mittel- und längerfristigem Erfolg nicht zweifelt. Nach wie vor stehen über diverse großvolumige und ertragsstarke Projekte noch Vergabeentscheidungen
an, wobei über den Zeitpunkt diesbezüglicher Zuschlagsentscheidungen und Beauftragungen,
insbesondere unter Berücksichtigung der bereits erfahrenen Verzögerungen, keine gesicherten
Aussagen getroffen werden können. Es wurde jedoch bereits über einige der genannten
Projekte grundlegendes Einvernehmen erzielt, weshalb der Vorstand noch im laufenden
Geschäftsjahr 2018/2019 mit weiteren größeren Beauftragungen rechnet, die die Geschäftsentwicklung
maßgeblich positiv beeinflussen sollten. Die durch die derzeitige weltpolitische Situation, insbesondere die latente Instabilität
im Mittleren Osten, gegebenen Risiken dürfen, was unvorhersehbare Verzögerungen bei
der Auftragserteilung in Projektanbahnungen und Beschaffungsverfahren anbelangt, sicherlich
nicht unterschätzt werden. Es sollte an dieser Stelle jedoch betont werden, dass die
vorherrschende Unsicherheit auf der Zeitschiene bezüglich Vergabeentscheidungen für
neue Aufträge und der Auflösung des Angebotsstaus, nicht die mittel- und langfristigen
positiven Perspektiven und Geschäftschancen des Konzerns schmälert, allerdings möglicherweise
weiteres Wachstum und Geschäftserfolge verzögern könnte. Um die Abhängigkeit von schwer planbaren Großprojekten zu entschärfen, hat sich LS
telcom in den letzten Jahren vertrieblich neu auf Kunden aus unterschiedlichen Industriebranchen,
sogenannten Vertikalmärkten, im Umfeld der Digitalisierung ausgerichtet. LS telcom
hat dazu in den letzten gut zwei Jahren ein Servicepaket entwickelt und bereits diverse
Pilot- und Referenzprojekte gewinnen können. Die Erfolge mit Kunden aus unterschiedlichen
Branchen, bestärken uns darin, vertrieblich noch mehr auf Kunden aus der Privatwirtschaft
zu setzen und diese mit einem umfassenden Servicepaket, bestehend aus unseren bewährten
Produkten Software, Messtechnik und Beratung, zu bedienen. Bei diesen Kunden spielt das Funkspektrum eine zentrale Rolle in Produktionsprozessen
und rückt nun im Rahmen der Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie des Internets
der Dinge mit zunehmender Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation immer stärker in den
Fokus. Hier bietet LS telcom unter Einsatz der gesamten Produktpalette Lösungen für
das Spektrum-Management, teilweise auch als Outsourcing-Partner. Mit diesen weitgehend
replizierbaren Lösungen sprechen wir zudem eine Vielzahl von Kunden einer Branche
an. Ein großer Vorteil bei diesem Schritt in Richtung Privatwirtschaft wird neben
einer deutlichen Verbreiterung des Kundestamms auch in den Entscheidungsprozessen
liegen, die in der Industrie üblicherweise schneller ablaufen. Wir rechnen zwar in diesen Vertikalmärkten nicht mit besonders hohen Einzelprojektvolumina,
jedoch bietet sich allein aufgrund der möglichen Kundenanzahl hier für uns ein ungleich
viel größerer Markt, als im bisherigen Behördenumfeld. Der sich hier in der Privatwirtschaft
öffnende adressierbare Markt hat geschätzt ein jährliches Volumen von über EUR 1 Mrd.,
so dass selbst ein geringer Marktanteil für den LS telcom Konzern bereits signifikantes
Wachstum verspricht. Der bevorstehende Ausbau der 5G-Netze, die neben schnellerem mobilem Internet auch
für das Internet of Things und die Industrie 4.0 wesentliche Vorteile bringen, wird
LS telcom zusätzliches dauerhaftes Geschäft vermitteln. Unternehmen können basierend
auf der 5G-Technologie oder sogar eigener 5G-Infrastruktur vernetzte Produktionsabläufe
und somit einen höheren Automatisierungsgrad schaffen. Dies erfordert sichere Telekommunikationsverbindungen
und störungsfreies Funkspektrum. Hier ist LS telcom mit seinem Know-how eine perfekte
Adresse für Industriekunden, die sich voraussichtlich im Herbst 2019 um solche 5G-Funklizenzen
bewerben und dann sehr zeitnah entsprechende Campus-Netze aufbauen und betreiben werden. Der derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR
36,1 Mio. (i. V. EUR 37,1 Mio.). Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen
sich aus dem garantierten Auftragsbestand in den verbleibenden zwei Quartalen des
Geschäftsjahres noch Umsatzerlöse von EUR 17,1 Mio. (i. V. EUR 14,8 Mio.) erwirtschaften. Unter Berücksichtigung zuvor beschriebenen Ausführungen rechnet das Management des
Konzerns für das laufende Geschäftsjahr unverändert mit einem Umsatz von ca. EUR 31
Mio. und einem Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 1,6 Mio.; im darauffolgenden
Geschäftsjahr wird eine Umsatzsteigerung auf EUR 34 Mio. mit einem geplanten Konzern-EBIT
von EUR 3,4 Mio. erwartet. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenNahestehende Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der LS
telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der
Gruppe. Im ersten Halbjahr 2018/2019 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden
Personen und Unternehmen:
Im ersten Halbjahr 2017/2018 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen
und Unternehmen:
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart. Geschäftsführungs- und AufsichtsorganeBei Vorstand und Aufsichtsrat haben sich keine personellen Änderungen ergeben. Die Zahl der Aktien der LS telcom AG, die von Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen
gehalten werden, ist in der folgenden Tabelle ausgewiesen:
Die Gesellschaft hat keine Aktienoptionen ausgegeben. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Lichtenau, 11. Juni 2019 Der Vorstand der LS telcom AG HinweisDieser Finanzbericht enthält Aussagen und Informationen der LS telcom Gruppe, die
sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen
sind an Formulierungen wie "planen", "erwarten", "beabsichtigen", "anstreben", "werden",
"einschätzen", "davon ausgehen", "Ziel sein" oder ähnlichen Begriffen zu erkennen.
Derartige Aussagen wurden aufgrund der derzeitigen Sachlage und derzeitigen Erwartung
getroffen und können von der tatsächlichen Entwicklung sowohl positiv als auch negativ
mitunter erheblich abweichen. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aufgrund folgender
Faktoren: Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl national als auch international,
Änderungen der politischen Rahmenbedingungen, Einführung neuer Produkte oder Technologien
durch andere Unternehmen, Änderungen des Investitionsverhaltens in den für die LS
telcom Gruppe wichtigen Abnehmermärkten, Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen,
Integration von akquirierten Unternehmen sowie weiteren Faktoren. LS telcom übernimmt
über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete
Aussagen zu korrigieren bzw. zu aktualisieren. Finanzkalender
KontaktLS telcom Aktiengesellschaft Im Gewerbegebiet 31-33 77839 Lichtenau Ansprechpartner: Luisa Schlenker Investor Relations Tel. +49 7227 9535-600 Fax +49 7227 9535-605 IR@LStelcom.com www.LStelcom.com Sitz der Gesellschaft: Lichtenau (Baden) Registergericht: Mannheim (HRB 211164) Wertpapier-Kennnummer ISIN: DE0005754402 |
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